Nr.423.36.Iahrg. B«z»sS»ret»» ÄaMlSIrrL»r- MI. nmtafl.«t tref bis&mi», vorm»» zahlbar. tSoft» dezuz; Monatlich ly— Ml. rxv. ga» liellungsgedilhr. Unter ftro�bont fSt Deutschland und Oesterreich- Ungarn KLS Ml. für da» Qbnge lwvland 1025 M., bei täglich einmal. Zustellung 825 Ml. Poftdestellungen nehmen an Dänemark Holland. Luxemdurg, Schweden n. die Schwetz. Ewgetraaen in die Post-geltung»-Pret»lift». Der.Borwärt»' mit der Sonntag» deilage»Boll u. gen' erscheint wochentäglich zweimal. Sonntag» einmal, lelegramm-Adrefs»: �Sozialdemokrat vorva». Morgen-Ausgabe. Vevlinev VolKsblstt. ( IS Pfennig) AuzeigenpretS: Z*» achtgespalten« Ronparelllezeil» lallet 150 Ml..aicinc«nzelgen", da» fettgedruckte Wort»0 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte», side» weit-r« Wort«> Pfg. Stellengesuch« und Schlasstellenanzeigen da» erste Wort Ml Pfg. fede« wettere Wort 80 Pfg. Barte über 15 Buchstaben zählen für zwei Wort«. 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Nach dem Bericht der ,,Ncw Jork Sun" führte Millars folgendes aus: Die Dinge im fernen Osten haben jetzt eine» solchen Lauf gc- nommen, daß die Gefahr eines Krieges zwischen den Bereinigten Staaten und Japan in bedenkliche Nähe gerückt ist. Vieles kann zur Verhütung eines solchen Konfliktes geschehen, wenn der Senat vor der Ratifizierung des Friedensvertrages das Auswärtige Amt dazu bringen kann, von der englischen»nd französischen Re- gierung eine bündige Erklärung über ihre Geheimabkommen mit Japan zu verlangen. Millars erachtet trotzdem den Krieg für sehr wahr- s ch e i n l i ch und hält politische Unterhandlungen für den einzigen Ausweg. Er verlaß dann die Zustimmung des amcritanischcu Lölkes zum französisch-ameritanischrn Abkommen, da» den künftigen Frieden in Europa sichern soll. Hier sei für Amerika der psychologische Augen- blick gekommen, eine Gegenleistung zu verlangen. Es sei anzunehmen, daß in dem Geheimabkommen zwischen England und Frankreich einer- seits und Japan andererseits vereinbart wurde, daß England sich verpflichte, Japan in seinem Versuch, seine Stellung in Schantung zu behalten, zu unterstützen, anpalt darauf hinzuwirken, daß Japan Schantung an Ehina zurückgibt. /lmerika unö Mexiko. Das Preßburcau Radio nieldet aus New Dork. daß das Staats- deparleinenl an die tnexikonische Regierung wegen der Gefangen- nähme von zwei amerikanischen Fliegern durch mexikanische Bandllen eine in scharfem Tone gehaltene Note gerichtet hat, in der die so- fortige Freilassung gefordert wird. .New Aork Times- erfährt an maßgebender Stelle, daß die amenkamiwe Note die schärfste Note ist. die die jetzige amerikanische Regierung jemals an eine auswärtige Macht gerichtet hat und daß auch das KriegSamt Maßregeln ergreift, um sich auf V'de Lage vorzubereiten, die ans diekcm Konflikt cntftcben kann. (Reuter.) Amerikauischc Truppe» haben bei de-r Verfolgung der Banditen, die die amerikanischen Flieger gefangen genommen haben, die Grenze überschritten. Polizeireviere öer Entente. (Eigener Drahtbericht des.Vorwärts-.) Kopenhagen, 20. August. Die„Chicagoer Tribüne- be- zeichnet es als sicher, das Amerika namens des Völkerbundes das Mandat über die Türkei und Armenien über- nehmen werde. Die Mitglieder der Friedenslonfereiiz traten für eine sesortige Teilung der alten Türkei ein. Die englischen und französischen Stimmen erklären, daß die Türkei Europa verbleiben werde. Da Amerika nicht das Mandat über- Äonsianlinopel übernehmen wird, dürsten sich England, Frankreich, Jtalten, Griechenland und Japan kaum einigen lönnen, wer es an amerikanischer Stelle übernehmen soll und Konstantinopel dürste daher eine internationale Stadl werden, die von den Türken der- wallet wird. Die Entente, die sich berufen fühlt..Weltpolizei- zu spielen, verteilt ihre Bezirke. Harte nicht irgendwer gesagt, er kämpfe für das Selbstbestiminuiigsrechl der Völker V Die Arbeiter und£loyd George. (Eigener Drahtbericht des.Vorwärts-.) Kopenhagen, 20. August. Ans der allo meinen Unzusriedeubcu. die in der englischen Presse über Lloyd Georges Rede zu Worte kommt, verdient die Aeußerung des Bergarbeiterführers Vernon Hartshorn hervorgehoben zu werden. Er erklärte: Die Bergarbeitersührer, die bisber für ein ge- schloffcncS Zusammengehen mit der Regierung gestimmt haben, um dadurch eine Besserung ihrer Lage zu erreichen, werden sich nun nach dieser Rede gegen die Regierung aussprechen und keinen Finger rühren, um de Produktion zu vermehren, sondern alles Mögliche tun, um die Regierung zu Fall zn bringen. NoD seiner Ansicht habe sicb Lloyd George nun vollständig der Reaktion verschrieben und kann in Zukunit nichts anderes als das Sprachrohr der Trusts in England genannl werden. Andere Arberieriührer sprachen sich im gleichen Sinne aus und der allgemeine Eindruck ist. daß Lloyd George« Rede keine der vielen Kragen geklärt bat, die augenblicklich der Lösung harren. Noch ein Protest. Der Führer der ägyptischen Delegation in Paris richtete nach dem. Journal- an alle sranzönichen Depnlierten und Senororen namens des ägyptischen Volkes einen Prolest gegen die Aegypten betreffenden Bedingungen des KciedensverkrageS. Kritische Lage in Gberschlesien. Zuzug über die Grenze. B e r l i n, 20. August. In Oberschlesien hat sich die Luge dadurch erheblich zugespitzt, daß die bisher gegen die Grenz- schutztruppen operierenden Banden starken Zuzug von jenseits der polnischen Grenze erhalten haben und noch erhalten. Dieser Zustrom zwingt leider zu der An- nähme, daß die polnischen Grenzbehördeu bisher keine ausreichenden Maßnahmen getroffen haben, um zu verhindern, daß die kritische Lage in Oberschlcsieu noch weiter verschärst wird. Nach dem Friedensvertrag von Versailles sind das dentsche Militär und die deutschen Behörden verpflichtet, innerhalb von 14 Tagen nach Inkrafttreten des Vertrages Oberschlesien zu räumen und die Verwaltung einer Entente- komplission zn übergeben, die dann die Volksabstimmung vorbereitet. Der Friedensvertrag ist noch nicht in Kraft ge- treten, weil die dazu nötigen Ratifikationen fehlen, und bis dahin hat Deutschland zweifellos das Mandat, die Ordming in Oberschlesien aufrechtzuerhalten. Ein vorzeitiger Ein- marsch der Entente wäre ohne internationalen Rechtsboden und eine reine Willkürhandlnn�. die lediglich dem sogenann- ten Recht des Stärkeren entivrmgt. Noch weniger �geht es natürlich an. dap sich Polen des Landes vor ber Volksabstimmung bemächtigt, ettva wie dies im Januar mit Posen geschehen ist. Polen hat nuj: ein Recht ans O-berschlSsien. wenn die Volksabstimmung zll feinen Gun- sten ausfällt, innerhalb der Grenzens die dann von der En- tente festgesetzt werden sollen. Die-Pläne des polnischen Nationalismus werden von polnischen Blättern wie dem „Dziennik Berlinski" offen verkündet, in dem gesagt wird, daß der oberschlesische Arbeiter erst wieder Kohlen fördern werde, wenn er jeglicher Bevormundung, komme sie von Deutschland oder von den Entontemächten, enthoben fei. Man sieht, es gibt verschiedene Gründe, keine Kohlen zu fördern, und die spartaki stische„Weltrevo- lution" läßt sich ganz hübsch als Vorspann für imperialistische Zwecke brauchen. Wenn man aber von Deutschland verlangt und erwartet, daß es sich an geschlossene Verträge hält, so muß das von der Gogenseite gleichfalls geschehen. Der Friedensvertrag ent- Fiält für Deutschland bekanntlich keine besonderen Vorteile: wenn man seine fortwährende gewaltsame Korrektur zu Ungunsten Deutschlands gestatten würde, so würde damit der Ruhe Europas nicht gedient. Die Zusammenkünfte mit der polnischen Delegation wurden gestern nachmittag wieder aufgenommen, kamen aber nicht über Vorbesprechungen hinaus. Es muß bald ein Weg gefunden werden, der dem Blutvergießen ein Ende macht, er liegt nur in der strikten Jnnehaltung der getroffenen Ab- machimgen von allen Seiten. Oberschleficn und die Entente. A m st e r d a m, 20. August.(Reuter.) Die Friedenskonferenz hat«in Telegramm von den Agenten der Alliierten in Icktlesien erhalten, in dem mitgeteilt wird, daß infolge politischer Streitigkeiten Kohlenbergwerke in Oberschlesien zerstört seien. Es sei beschlossen worden, Vertreter dorthin zu ent- senden, die über die Lage Bericht erstatten soll. Tie militärische Lage. Kattowitz, 30. August. Laut Meldung der Pressestelle des Staatskommissariats kann im Bcuthrner Aufstandsgebiet dank der Haltung unserer Truppen der Ausstand in der Hauptsache als ab- geschlagen gelten. Es ist in der vergangenen Nacht gelungen. den Veuthener Bezirk so ziemlich zu säubern. Ein großer Angriff fand statt in und um Laurahütte. Aber auch hier gelaug es unseren Truppen, Herr der Lage zu werden. Laurahütte ist fest in unserer Hand. In den heutigen Morgenstunden war der eigent- liche Grenzbezirk Sattowitz-MySlowitz stark gefährdet. Es wurde hier ein großer Angriff angesetzt mit dem Erfolge, daß Gieschewald, N'tischschacht, Janow, Wilchelminenhütte. Scboppinitz und RoSdzin in unserer Hand sind. Unsere Truppen sind in weiterem Vormarsch gegen die Grenze. Die Säuberung diese» Grenzgebietes dürfte aller Voraussicht nach noch einige Tage dauern, da eS noch zahlreiche Jnsurgenten- nester auszuheben gilt, auch mit einem Herüber- und Hinübsrsetzen der Banden über die Grenzen zu rechnen ist. Heber den mit dem Aufstand Hand in Hand gehenden Genera!» streik ist zu melden, daß sich bereits eine geringe 22 i c b e r ap s- nähme der Arbeit bemerkbar macht. So arbeiten heute auf Königshütte SO Proz., auf Hohenzollern, Emma und Römer SS Proz., auf Anna 20 Proz. d«r Belegschaft. Die vaterlanösiosen. Durch die Ewigkeit des Krieges hindurch war es die Presse der besitzenden K l a s s e n, die in angeborener Anmaßung das Prädikat„vaterländisch" für sich in Anspruch nahm. Die Parteien der Reckten wurden nicht müde, die Erhabenheit ihrer vaterländischen Gesinnung immer und immer wieder zn betonen, obwohl der brutalste Egoismus von Tag zu Tag sichtbarer durch die fadenscheinige Phrase zu schllumern begann. Großindustrie und Großgrundbesitz waren solidarisch in dem Bestreben, den Staat als Austrag- erteiler und die Massen als Konsumenten aus das schäm- loseste auszubeuten. Selbst da, wo Bürger tuni und Junker- tum ihre ureigensten Interessen zu verteidigen hasten, cm den Fronten des Weltkrieges, wurde der Einsatz von Leben und Gesundheit auf die Dauer immer mehr denen überlassen, deren Angehörigen in der Heimat am schwersten unter Hunger und Entbelirungen zu leiden hatten. Während der Prole- tarier an der Front den furchtbaren Anprall der Heeres- massen einer ganzen Welt aufzuhalten hatte, gründeten ver- wegene Heimkrieger die„Vaterlandspartei" mit dein ausge- sprochenen Ziel, die„Gefahr" des Friedens zu bannen. Das traurige Schicksal des deutschen Volkes entspringt in der .Hauptsache der Borniertheit seiner herrschenden Klassen._ War mm glauben möchte, das unbarmherzige Urteil der Geschichte— am unbarmherzigsten gegen die Opfer~ habe ejne Wandlung in dieser Hinsicht geschaffen, der muß angesichts bm Ersahrnngen der Gogenwart zu seinem Schmerze bekennen, daß er irrt. Eine Revolution, die trotz traurigster Zwischenspiele dank der Besonnenheit der Ar- beiterschaft zu den unblutigsten der Geschichte gehört, hat für die rechtsstehenden Parteien keine klügere Lehre eingebracht, als daß sie gtauben, frech und borniert bleiben zu können, ja, daß sie sich der wahnwitzigen Hoffnung hingeben, von neuem das Heft zum alten verbrecherischen Spiel in die Hände zu bekommen. Je endgültiger sich das Schicksal des putschistischen Radi- kalisnius besiegelt, desto mehr wagt sich eine wüste Hetzvro- paganda, zumeist mit antisemitischem Einschlag, hervor. Welche Kreise sind es, die, kanni das der Feind deutsche Ge- biete besetzt hatte, Deutschland zu verraten bagannen? Wer steht hinter Dorten, wer hinter den verschiedensten Staatenprojekten im Rheinland? Millionen und Abemril- lionen deutschen Vermögens werden täglich über die Grenze geschafft oder in Gebieten investiert, deren Abtrennung vom Deutschen Reiche wahrscheinlich oder sicher ist. Während das Reichswirtschaftsamt klar erkennt, daß die ungehemmte Einfuhr zum Teil unnötiger Luxusartikel nach Deutschland nnt einem finanziellen Zusamnicnbruch von nicht abzusehen- der Tragweite enden muß, ist das gesamte händlerische Wuckierkapital im Verein mit Eistcntcschicbern rastlos an der Arbeit, Deutschland mit Waren zum Teil entbehrlichster Art zu überschwemmen, eine Tätigkeit, die bereits heute die deutsche Valuta auf den Grad der Lächerlichkeit herabge- drückt hat und schließlich einen Rückschlag bewirken kann, der die deutschen Wirischaftsverhältnisie der Verzweiflung und der Anarchie überliefern muß. Während das Jammern der Kapitalisten über die llnrentabitität der Betriebe bei den heutigen Lohn- und Arbeitsverhältnissen kein Ende nimmt, was nicht einmal bestritten werden soll, scheuen sie sich doch nicht, die Kapitalreserven, die sich nicht über die Grenze schaffen lassen, ihren Aktionären in freigriebigster Weise in den Hals zu werfen. Die Preiserhöhungen der Scküverinduslrie stehen in keineni Verhältnis zn den Lohn- erhöhungen infolge von Streiks und den Ausfällen dirrch verminderte Arbsttsleissting. Die Wirtschaftssabotage der- jenigen, die sich über die Arbeiterschaft am meisten entrüsten, kann sich neben der der Arbeiter mit traurigem Stolz sehen lassen. Nur, daß die mildernden Umstände, die man der Arbeiterschaft wegen ihrer verzweifelten Existenzlage zu- billigen muß, für die Magnaten des deutschen Wirtschosts- lebens in Fortfall kommen. Es muß vorbehalten bleiben, an dieser Stelle zu beweisen, daß die Sozialisierung der syndizierten Industrien in vrogrcssiver Form eine Notwen- digkeit ist, mit der bald einmal begonnen werben muß. Das beschämende Bild der Baterländifchkeit der deutschen besitzenden Klassen rundet sich bei Betrachtung der Der- Handlungen über Vermögensabgabe und Erb- schaftssteuer in der Nastcmalversammlung. Die Reben. die gestern von den Vertretern der Deutschen Volkspartei und der Deutschnationalcn bei der Verabschiedung der Erb- schaftssteuex gehalten wurden, enthüllen die Schamlosigkeit. mit der diese..Volksparteien" chren brutalen nackten Egois- mus zur Schau tragen. Bor emenr Volke, daß ihre Verderb- lühe Macht in!>en Abgrund tiefsten Bettlerelends geschleu- dert hat, wagen die Nutznießer politischer Unreife die Not- wendigkeit ihres gesellschaftlichen Schmarotzertums zu be- baupten. Wären sie nicht mit jener Blindheit geschlagen, die heute noch nicht begreift, was die wahren Ursachen von Krieg und Niederlage waren, so müßten sie wissen, daß sie mit zu den gefährlichsten Geburtshelfern des Bolschewismus gehören, den sie als Popanz an sämtliche Straßenecken malen. Me selbstverständliche Verschärfung der Regierungsvor- läge im Erbschaftssteuergesetz durch den Ausschuß war der Vorwand für die Reaktionäre, das ganze ihnen höchst un- angenehme Gesetz abzulehnen. Die Annahme des der- schärften Gesetzes war eine nicht zu umgehende Selbstver- siändlichkeit, und es ist richtig, was der Genosse Keil sagte: daß wir die jetzige Erfassung von Vermögen und Erbschaft nur als Etappe noch schärferer Enteignungen betrachten. Wenn es richtig ist, saß das Heil und die Zukunft Deutschlands von seiner Ar- beit abhängen, so ist es Pflicht, die Arbeit, die wir von den Massen verlangen, vor skrupelloser Ausbeutung zu schützen und auch dafür zu sorgen, daß die aus früherer Ausbeutung entstandenen Besitz- und Machtverhältnisse die deutsche Zu- kunft nicht zugunsten einer Minderheit belasten, sondern als Grundlage leichteren Emporkommens der Volksgesamtheit zugeführt werden. Nicht der Sparsamkeitstrieb, wie die Wortmacher der Rechten behaupten, wird dadurch gehemmt. sondern der Trieb zum Müssiggang, zur Kapitalsverschlep- pung, zum Luxus und zur Ausbeutung— die Tendenz nicht zu vergessen, das politische Leben mit den Mitteln, die man den Arbeitenden entzogen hat, gegen die Interessen der Ar- beitenden zu korrumpieren. Es gibt nur ein Vaterland der Schaffenden. Diesem gegenüber hat der Staat die Verpflichtung, nach dem jahrzehntelangen kapitalistischen Raubbau die Rechte zu sichern, die ihnen Mut zu frischem Schaffen ebenso verleihen, wte sie eine Garantie dafür bieten, daß lediglich ihnen die Früchte ihrer Arbeit zugute kommen. Dann steht endlich der Begiff des Vaterlandes auf wetterfestem Boden. Wilsons Erklärungen im Senatsausschuß. Dringender Ruf nach Ratifikation. Hund, 20. August. Hollandsch RieuwSbureau meldet aus Wasbington: Im Weihen Hause bat eine Konferenz stattgefunden, die obne Präzedenzfall ist. Ein wörtlicher Sitzungsbericht ist sofort der Presie übergeben worden. Präsident Wilson besprach den Friedensvertrag im Senats- ausschnh für auswärtige Angelegenheiten. Er legte dem Autschuh in ausführlichen Erklärungen dar, dah die Wiederherstellung der normalen Bedingungen für das wirtichafllicbe und industrielle Leben von der Entscheidung des Senats bezüglich des Friedensvertrages abhänge, weil dieses Problem im Zusammenhange mit der Wiederherstellung deS inter- nationalen Lebens eine altruistische Zusammenarbeit von allen Parteien und Jnteresienten fordere. Eine Hinaus« ichiebung würde die Gefahr für da« amerikanische Volk, bezw. für alle nationalen Vorrechte, auf die die Amerikaner Wert lege», vergrötzern. Wilson führte auS, dah die Kupferminen von Montana und Alaska nur mit giohen Kosten und Verlusten im Betrieb gehalten würden, zum Teil sogar mit geliehenem Gelde. Die Zinlminen von Missouri und Tennessy und Wisconsin sind auf die Hälfte ihrer Erzeug»ngSfö�gkeil ge- kommen. Aus den Berichten von Illinois �nd Missouri geht hervor, dah in den dortigen vleiminen auch nur die Hälfte deS früheren Absatzes gefördert werde. ES bestehe ein dringende? Bedürfnis nach Treib- riemen, dos nicht befriedigt werden lönne. weil die Handelslanäle durch den Krieg versperrt seien, während«S keinen Krieg mehr gebe. Dasselbe gelte von Rohbaumwolle, von denen die Zentralmächte allein früher beinahe für vier Millionen Ballen getauft haben. Es gelte überhaupt für alle Rohmaterialien, denn es gebe Lberbaupl laum noch etn Nahrungsmittel oder irgend eine Art von Fabrik- Mch eine Krlegserinnerung. Ein Protest gegen den eisernen Hindenburg. Die Attentat« auf die Kunst, die während d:S Krieges nur zu häufig aus kricgSpatriotischen Gründen verübt würben, schienen leinen Protest der Künfrlerichoft ausgelöst zu habeit. Aus dem Äuaustheft von„Kunst und Künstler" ergibt sich aber jetztz daß es doch ein Fähnlsi» von Aufrechten gegeben hat. Der inPoi scheu ge- starben« Bildhauer Tuaillon hat gegen die Ausstellung des eisernen Hindenburg auf dem Königsplatz an den Berliner Oberbürgermeister Mermuth einen geharnischten Protest gerichtet, der um so mehr an die Oeffentlichteit gehört, da das Ungetüm immer noch an seinem Platze thront. Tuaillon schrieb: „Diese an Ew. Exzellenz— als verantwortliche Instanz— gerichteten Zeilen fini> ein Protest gegen die Aufstellung einer der- artigen Geschmacklosigkeit, der den Vorwurf, sie nicht verhindert zu haben, nicht auSichlieht. Die Ade«, eine Porträtstatue zu benageln, ist an und für sich trivial und barbarisch Die Ausführung dieser Fdee aber spottet in diesem Fall jeder Beschreibung. Das künst- kerische Niveau ist unter dem der Iahrmarktsbudcnfiguren. Ich erinnere mich nicht, je etwas Scheußlicheres gesehen zu haben.— Durch die Förderung dieser Sache ist ein Verbrechen an der Volks- leele begangen, das durch den Gewinn der paar Millionen, die eventuell für Unterstützungen dabei herauskommen, nicht gerecht- fertigt werden kann. Da? Volk, das in unserem Lande leider noch immer ein sehr geringes Kunstverständnis hat, steht nun in frommer Begeisterung bewundernd vor einer Wscheulichkeit. Es wäre zweifellos für die VolkSerziehung vorteilhafter, wenn diese ergreifende Äolionalwallfahrt mich zu einem schönen Kunstwerke stattfinden würde. Es ist hier ein Schaden an dem Volksgeschmack verübt, der durch jahrzehntelang« Arbeit in diesem Sinne tätiger Künstler und Kunstschriftsteller kaum wieder gutzumachen ist._ Es ist unnötig) daß wir Galerien haben, in die Volksschulen geführt, es ist un» nötig, daß Vorträge zur Sekrnng des Geschmacks und zur Pro- pagandierung der Kunst gehalten werden, wenn die verantwort- l'cken Spitzen der Metropole derartige Barbarei unterstirtzen. Tie Errichtung dieses Hindenburgdentmals ist aber auch noch nne internationale Blamage, und wir können Gott dgnken, daß in bieifm Augenblick keine Fremden in Berlin sind! es wäre schwer, sich gegen das Prädikat Darbar zu verteidigen. Ich bin geborener Berliner, ich liebe meine Vaterstadt und wünsche, sie geschützt zu wissen vor Verunstaltungen, auch wenn sie nickt dauernd bestehen sollen. Ich richte diese Zeilen an Ew. Exzellenz in der Erwartung. daß künftig bei Angelegenheiten, die die Kunst betreffen, sich die maßgebende Behörde durch sachkundige und oerständige Fachleute beraten läßt." Obwohl die Stadt Berlin an der Errichtung des Bildwerkes so gut wie nicht beteiligt war, glaubte Herr Mermuth die moralische Verantwortung dafür freudig znitübernehmeu ga sollen. Die Fortwäre. bei denen die? nicht der Fall wäre. Unser« dollständige enorm gewinnbringende Erzeugung, sührie Wilson aus, wartet auf den Frieden. Unsere militärischen Pläne warten naturlich auch darauf. Wir können nicht endgültig ent- scheiden, wie groß die maritime und die militärische Machi wird, die wir aufrecht erhalten tollen oder in welcher Richtung sich unsere Politik der militärischen Ausbildung bewegen wird, bevor wir nicht nur den Frieden haben, sondern auch bevor wir w>sien, daß der Frieden ausrechterhalten bleiben wird, zum Heile jeder Nation. Es gibt noch mehrere Schwierigkeiten. Ter große Ucbcrschuß vom Heere umfaßt nicht nur Nahrungsmittel und Kleider, deren Vetkouf von Einfluß auf d>e normale Erzeugung fein wird, sondern auch große Einrichtungen für Erzeugnisse, die ihrer früheren Be- stimmung zurückgegeben werden müssen, sowie große Maschinen. Utensilien und alle Arten Waffen, die unverwendet liegen bleiben inüsien, bi« der Frieden und die militärische Politik endgültig be- stimmt ffnd. Aus demselben Grunde kann das nationale Budget nicht unterzeichnet werden. Die Etaaien, die den Vertrag raiisiziert haben, wie Großbritannien, Belgien und Frankreich, können bereits ivre Pläne so ausbauen, daß sie die Kontrolle über die Märkte in Zentraleuropa obne unsere Konkurrenz durchführen können, wenn wir nicht sofort handeln. Wir haben keine Konsulargagenten, keine Handels- Vertreter, die dort unsere Jntereffen wahrnehmen können. Es gibt große Gebiete in Europa, deren Zukunft unsicher ist und von der definitiven Regelung de§ Friedens abhängt. Ohne bestimmte Märkte kann sich unsere Produktion nicht entwickeln. ES kann keine Stabilisierung der Löhne geben, weil keine fest- geregellen Arbeitsbedingungen bestehen. ES können keine normalen industriellen Kredite bestehen, weil kein Ver- trauen in eine dauernde Wiederbelebung der Geschäfte vor- banden sein kann. Alle Elemente unseres normalen Lebens warten auf die Ratifizierung deS Vertrages. Wir dürfen keinen einzigen Tag verlieren. Nichts steht der Ratifizierung des Vertrages im Wege außer einem gewiffen Zweifel über die Bedeutung deS BSlkcrbuudvrrtrazeS, und ich muß sagen, ich kann nicht begreifen, warum diese Zweifel bestehen sollen. Ich will Sie daran erinnern, daß alle bestehenden Fragen über den Völkerbund im März, als ich das Vergnügen hatle, eine Konferenz mit Ihrer Kommiision für Auswärtige An- gelegenheiten abzuhalten, mit Rücksicht auf die sofortige Ratifizie- rung der Berfasiung besprochen wurden. Der erste Entwurf ist einer Revision unterzogen worden. Es wurde darauf hingewiesen, dah eine besondere Anerkennung der Grundsätze der Monroe- lehre eingefügt werden müßten, daß besonder« bestimmt wurde, daß der Völkerbund lein Recht in Sachen der inneren Politik zugestanden erhielt und daß das Recht, sich auS dem Völkerbund« zurückzuziehen, besonders anerkannt wurde. Ferner wurde daran ausgesetzl, daß das Verfassungsrecht des Kon- grcffes, über Krieg und Friede» zu entscheiden, nicht genügend gesichert waren. Bei meiner Rücklehr nach Paris sind alle diese Dinge neuerlich von der Völlerbundkommission geprüft worden und jeder Borschlag der Vereinigten Staaten wurde angenommen. Die Ansicht der Vereinigten Staaten über die durch mich genannten Problem« war in Wirtlichkeit bereits durch die Kommission an. genommen. Wilson sprach dann ausführlich über Artikel 1b des Völ- kerbundvertrageS, der davon handelt, was im Fall« einer Uneinig- keit zwischen den Mitgliedern des Völkerbundes, die zu einem Bruch fuhren könnte, geschehen müsse, und wies darauf hin, daß in einem solchen Fälle die Entscheidung- deS BülkerbundrateS ein. zeholt werden müßte. Der Präsident betonte, daß die Ein w an- derungen und Naturalisationen zweifellos innere An» gelegenheiten seien, über die ein internationaler Verband niemals entscheiden könne. Der Ausspruch des Rates habe moralische Be» deutung und lege moralische, aber keine gesetzlichen Berpflichtun» gen auf. Wilson hält Artikel 10 für daS Rückgrat des ganzen Vertrages, weil darin den Mitgliedern des Völkerbundes territoriale Unan- tastbarkeiten und politische Unabhängigkeit aller Mitglieder garan- tiert wird. Ohne diesen Artikel wäre der ganze Völkerbund nichts als etn Debatfierklud. fitzung des Briefwechsels, an dem dann außer Tuaillcn auch die Bildhauer Gaul, Lederer, Klimsch, Kraus, 2. Cauer nnt gleich er- frischender Ausrichtigkeit teilnahmen, wird ihn hoffentlich doch über- zeugt haben, daß die Kunst ihre eigenen Rechte beansprucht und zu verte-id-igen weiß._ Spinoza, üer— Metzger! Der bekannte siddiscke Tichter Solomon Dembitzer. unser Mit- arbeiter. velöffenktickte im„Allg. Handelsblad" die ersten Eindrücke, die er beim Belreien Amsterdams empfangen hatle. So schreibt er unter der Spitzinarke.Spinoza": .... Als ich aus dem Zuge stieg, wunderte ich mich über die Menge jüdischer Packträger. In einem anderen Land tönnl« man nicht für eine Million einen jüdischen Packtiäger finden. Der scheint eine holländische Speziatitäl zu sein. Da ick müde von der Reise war. dankte ich meinem Schöpfer, als der Mann mein Köffercken auf die Scvulter lud und mich>n einem billigen Gasthof unierzuvnngen versprach. UnierwegS hob er an, bald in Deulick, hatb in Holländisch, über die schlecklen Zeiten zu seus«n; der Krieg dauerte ihm viel zu lange, eS träfen zu wenig Fremde ein uiw.„Aha", dachte ick.„der hält dich gewiß für einen reichen Wettenbummter und hofft auf deine Mild- herzigkeil." Ich betrachtete seine zerriffene Ho>e und zählte die Runzeln out der Stirne seines Harle» Gesichte«. Da plötzlich rief eine innere Stimme mir zu:.... Er, dein Bruder, muß dir den Koffer tragen, damit er ein paar Eent verdienen kann während du mit dem Siock in der Hand und dem Zw'cker aus der Naie, wie ein Graf neben ihm hertäufit... WaS bildest du dir denn eigentlich ein? Biel- leicht ist er in seinem kleinem Finger mehr wert, als du in deinem ganzen KorpuS; vielleicht arbeilet er den ganzen. langen Tag. um 'ür seine Familie Brot beschaffen zu löm en und sitzt dann die halbe Nackt gebeugt über dicke Foli�men, sinnend über d'e vielen Rätsel deS Lebens..." vielleicht können seine feuchten Kissen er- zählen von schlaflosen Nächten und tiefsinnigen Zwiegesprächen mil dem Allmächtigen: vielleicht..." Und als er einen Augenblick stehen blieb, um Atem zu schöpfen, lächelte ick ihn mitleidig an und fragte ihn:„Sie sind doch ein Landsmann Spinozas?" Er iah mich mit großen Augen an. so daß ich glaubte, er habe mich nicht verstanden. Ick wiedcrholie deshalb meine Frage:„Sie sind dock ein Landsmann Spinozas? Wo steht denn eigentlich fein Denkmal?" .Ick versteh U nit," brummte er kopfschüttelnd..Aber, du lieber Himmel, Spinoza I" rief ick au«,.ein Amsterdamer Jude, gerade wie Sie...!"„Ach so!" sagte er plötzlich, tief au-atmend,.jetzt verstehe ich Sie. Sie meinen gewiß den Metzger Spinoza in der JodeubreelstraatI Soll ich Sie zu dem hinbringen...?" der Kampf gegen Sie„�lufklärungsfilms". Durch den immer stärker werdenden Unwillen gegen die sage- nannten Aufllärungsfilme, die nach der Aufhebung der Dildzensur fit alle» möglichen Spielarten an» dem Boden geschossen sind, haben Umtriebe öer rutschen Gegenrevolution. Mittelpunkt Berlin! Von vertrauenswürdiger Seite wird un« geichrieben: Beilin wird immer mehr und mehr zum Mittelpunkt der rufsi- icken Konterrevolution. Von hier erfolgten die ersten vorbereltcn- den Schritte zur Aufstellung der Nordarmee, die in den russischen Osticeptovinzen gegen die Bolschewiti operiert und deren nächsies Ziel die Einnahme Peteisbuigs ist. Man kann sagen, daß vi« in die texien Tage hinein, da die Eutenlclie'erungen über Rcvol ein- -utreffen begonnen. Berlin und Osi-Dcuischlond die alleinige Lpe- ralionebosis der russischen gegenicvotulioi.ö.len Armee war. In Vorahnung deS nahe tevorslehenden Sieges haben sich>» Berlin allerhand Ioslilutionen der reatiionärcn Gciellichast>n aller Gemnilictkcil etabliert. Sie iühtcn sich im demolraiiiaen Teuliw- land allem An'ctein nach sehr wohl. Es sind allerdings leine .Scknorrer und Verschwörer" im alten Sinne. Wenn sie.schnorren", so tun sie das im großen, sie verlangen Hilie nicht um rhreiwillen— bei Leibe nicht, sondern zur„Reitung Europos von den Sckrecken de« Botlchewiemus", und sie sind unerickülterlich überzeugt, daß sie von der Vorsehung dazu besiimmt sind, das Werk der Rettung zu vollziehen. Diese Leule sind auch leine Verschwörer. Sie verhalten sich ganz wie zu Hauie, ganz ungeniert. Weiß die Regieuing, daß in Berlin eine sich offen nennende Russische M i t> I ä r- Mission, Wilmersdorf, Uhlandstr. log. ntedergelaffen bat»nd daß diese Mititärmission nickt eilva eine Verlreiung der derzeii am Ruder befindliche» russischen Regierung ist? Weiß sie, daß daneben eine sich als amilich bezeichnende Nussiiche Beilrelung für ZivU- angelegeoheiten, Berlin, In den Zellen 16. niedergelassen bat? Die russische Gegenrcvolniion verfügt so in Berlin über die ver- ichiedenarligstcn Einrichiungen und hat ein journalisniches Sprach« röhr in der Zeitung.Prisyw", deren reaktionäre Tendenz aus jeder Zeile hervorleuchtet. Wenn die deutsche Regierung begreiflicherweise auch rnchiS für die Bolschewiki übrig hat, so darf sie eS nicht dulden, daß eine sich mit der russischen Regierung im schwersten Bürgeririege befindliche, dazu die Wiederherstellung des Zarismus planende Gegenmacht Denlichiond zur Basis ihrer unheilvollen Wirfiamkeit wählt. Diese Duldung würde gegen jeden Begriff der Nenliatität verstoßen, sie würde sich nickt im mindesten« vertragen weder mit den Jntereffen der Demokratie und des SozialiemiiS im all- gemeinen, noch mit den vitalsten Interessen der deutschen Republik. Die Dreistigkeit der reakiionären Gcsellschafi kenn» keine Grenzen. Mit einer Selbstverständlichkeit, die mir den überraiche» kann, dem die Gcwohnbeiien der Schergen des Zarismil« unbekannt sind, wendet sich nunmehr die oben genannte Rufst che Mititärmission mit zwei.Befehlen" an die Russen, die sich gegenwärtig in Deutschland aufhallen. Die Zeitung.Prisyw" veröffenrticht zwei Befehle des Chefs der russischen Mililärmission zu Berlin. Der erste dieser Befehle trägt Nummer 2 und ordnet a», daß sich alle in Deutschland aufhaltenden Offiziere, Militiirbeamte und Aerzte, die zu den Südrußland zugeichricdcnen Truppenteilen gehärrn binnen sieben Tagen zur Berfügiing der Miliiärbchördc zu stellen haben. Dieser von dem Geneialleulnanl Montewiy unlerzeichnele Befehl stützt sich auf den Befebt des„Oberkommandierenden über sämtliche bewaffneten Kräste Südrußlandö", D e n r k i n. In dem anderen Befehl unter Nr. 3 wendet sich General Monkewitz an alle anderen Offiziere, Beamten und«erzte, die nickt unter den Befehl Nr. 2 sollen, mit der Aufforderung, sich bei der Militärmiisian zu melde», um rn be'ondere Listen eingetragen zu iverden. In beiden Befehle» wird denjenigen die der Aufforbe« rung nicht nachkommen» angedroht, daß nach Wieder! rrstelliing der Ordnung io Rußland und nach dem Abschluß des„großen Kampfes durch de» Sieg der rechten Sache" die Schuldigen mit aller Strenge wie Deserteure zur Bcranlwortuiig gezogen werde». Diesem Treiben darf die deutsche Regierung nicht tailos gegen- übeist-hen. ES unterliegt gar keinem Ziveiser. daß die ru'sifcheu Kreise, die die Gegenrevolution betreiben, völlerrecktlich in keiner Weise berechtigt sind, eine derariige Tätigkeit auf deutschem Boden zu entsalten. Anderelieils würde Deutschloiid die größie Schuld auf sich laden, wenn die Regieiung ruhig zulaffen würde, daß die russische Gegenrevolution ihre Tätigkeu auf deutschem Boden so weiter betreibt wie bisher. « Das.Hamburger Echo" veröffentlicht folgendes Schreiben, daS dieser Tage einer Hamburger Firma auS Westfalen zugegangen ist Ihre w. Adresse einem bekannten Offizier verdankend, der mit Herrn S......... peisöntich bekannt ist, offeriere ich Ihnen bis Dienstag freibleibend: Za. 60 000 Stück prima komplette Jnf.-Gewehre, Modell 98. auseinandergenommen, pro Stück 50 M.. fiei Bahn oder Schiff einer westfälischen Siation. Ich habe die Gewehre von einer die maßgebenden Stellen sich zum Einschreiten veranlaßt gesehen. Während in Preußen augenblicklich nach Maßnahmen beraten werden, hat Baden sich zu scharfem Einschreiten veranlaßt gesehen. In Karlsruhe und Freiburg fit der Aufklärungssilm„D i 2 Prostitution" von der StaatSanwalischait auf zahlreiche An- träge hin beschlagnahmt Wordenz einzelne Stellen wurden aus dem Film herausgeschnitten. Gegen den Hersteller des Bildes, Richard Ornsteia, genannt Oswald, ist auf Grund des§ 184(Verbreitung unzüchtiger Schriften) Strafantrag gestellt worden. In der scheu Landesversammlung erhob sich über den genannten und den Film.Anders als die anderen" eine lebhafte Debatte. Es wurde beschlossen, daß Personen unter 20 Iahren der Zutritt zu diesen AufklärungSsilms verboten werde. In Karlsruhe hat man den Kinobesitzern, die sich gegen diese Bestimmung vergehen, die so- forfige Schließung der Lichtbildtheaiter angedroht. Weiterhin ist im Badischen Landtag der Antrag gestellt worden, die Kino zu kam- munalisieren und die Filmindustrie zu sozialisieren, um in Zu- kunft derartige Bilder umöglich zu machen. Der Film.Die Prostitution" hat übrigens auch«inen Presse- skandal heraufbeschworen. Der Schriftsteller des„Deutschen Film". Herr Viktor Neuenburg, der Oswald sehr scharf angegriffen hatte, änderte plötzlich seine Haltung so auffällig, daß er deswegen zur Rede gestellt wurde. Er mußte schließlich zugeben, daß er von Oswald einen Vorschuß von 1000 M. für Mitarbeit empfangen habe. Notizen. — Theater. Wie uns mitgeteilt wird, bat nickt Direktor Rotmund, sondern die Direkiion Grävenrtz und Meivharl, die bis« herioen Mitdirektoren de? Wallner-Tbeaters, da? Walholla-Tbeater gepachtet und wird dort vom 1. September an das sozialistitche Drama.Das Gesetz" mifführen.— Di« Direktion Meinhard und B erna ne r eröffnet die Spielzeii am Sonnobend im Theater >. b. Königgrätzer Straße mit einer Neiiinszeiiieinnp von August Strindberg«.Kameraden". In der zweiten Hältte September erfolgt im KomödienbauZ die Uraufführung von.Schloß Wetterstein" von Frank Wedekind. — Die Produktivgenossenschaft erwerSloser bildender Künstler bat eine AnSstellung im Scköneberaer neuen Rathaus eröffnet. Die Genossensch.rit zeigt Gemälde, Radierungen, Plastiken mW. der verschiedensten Kunstrichtungen. Grundsatz der Genossenschaft ist, daß der vom Glück begünstigt« Künstler mit seinen nickt begünstigten Kollegen den Erlös aus seinen Werken teilt. Die Ausstellung ist täglich geöffnet von 10—6 Uhr gegen 50 Pf. Eintrittsgeld. Erwerbslo'e haben treten Eintritt. — Volkstanzwet:streit. Am 14. September veranstaltet der Verband Märkischer Wanderverein« E V. seinen(9.) Wandertag, diesmal in dem Städtchen Biesen- thal Ms Neuh-it wird sich dem Wandertag am Nachmittag ein Märkisches Volks- und Spielfeit antchließen. in dessen Verlauf auch«in Volkstanzwettstreit die Anregung geben soll, alte schöne Sitten mehr zu pflegen. Die Teilnahme steht jedem frei. Anmeldungen sind an den Verband Märkischer Wandervereine S. P. Nietzerichönhausen, Schloßallee 42, sa richten. ReichSverwertungSstslle, daher i st die An- gelegenheit durchaus einwandfrei. Die Gewebre waren, bis sie auseinandergenommen, fertig zum Gebrauch(sie dürfen nur zerlegt versandt werden. Mir wurde nun gesagt, dah man am dortigen Platze Aus- fuhrgenebmigung bekommen könnte, und daß diese Ge- wehre bis IVO M. und darüber bezahlt würden. Ein grosier Teil der Gewehre ist noch neu, der andere Teil ist sebr gut erhallen und ungefähr je zur Hälfte bestehen die Holz- leile aus Nußbaum und Buchenholz. Der Betrag muß vorher bei einer hiesigen Bank deponiert werden; ick lasse mir dann den Betrag jedesmal auf Duplikat- fracktbriet auszahlen, und zwar werden vorauSsicktlick jedesmal 10—12 000 Stück verladen. Die Angelegenheit eilt sehri falls Sie Interesse haben, rufen Sie mick bitte telephonisck an sich habe Postanstalt im Hause, Sie brauchen also nur Beiihausen bei Padeiborn anzumelden). Sollten Sie kein Jnleresie für dielen Artikel haben, empfehlen Sie mich evtl. in Ihrem Bekannten- kreise, wolür ick dann schon im voraus danke. Ich sehe Ihrer gefl. Nachricht, evtl. Gebot, gern so'ort ent« gegen und zeickne Hockacktend Franz Brand. Nack dem Vorbergesagten kann kein Zweifel darüber bestehen, für welchen Zweck diese Waffen bestimmt sind. Generalversammlung üer S. p. d. Gestern tagte im ehemaligen Herrenhaus die Generalver- sammlung der Berliner Mitglieder der S. P. D., um den B e- r i ch t des Vorstandes für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Mäiz entgegenzunehmen. Tie Berichtsperiode zeigt ein kurvenhaftes Ansteigen der Varteifestigkeit, sowohl in finanzieller Hinsicht, wie auch in puncto Stählung der Kampftüchtigkeit aller Mitglieder. Wenn auch von unabhängiger Seite uns nachgerühmt wird, unsere Partei hat die galoppierende Schwindsucht, so fühlen wir uns bei dieser Krankheit sehr wohl. Tie Eiiniahmc» betragen: für 14 078 EtnlrittSkarlen a 20 Pf...... 2 085,60 M. , 65 474 BeitriltSmarken a 60...... 88 284,40, . 0 519. o SO...... 2 855 70, . treiwillige Beiträge und BonS..... 1 614,80. . Tcllersaiiimlungen.......... 2 077,18, . Sonstige Einnahmen......... 4 847,90, . Kassenbistäiide der 6 Berliner Kreise... 0 060 64�, Zusammen 67 084,72 M. Dem steht eine Ausgabe von insgesamt 31271,10 M. ge- geniiber. Der Kassenbestand in den Abteilungen beträgt 2 150,08 Mark, so daß ain Schlüsse des BerichtSabschluffeS ein Gesamt- bestand von 26 713,53 M. vorhanden ist. Nach Eröffnung durch den Vorsitzenden Schlegel gibt Genosse P a t t l o ch zu dem Tätigkeitsbericht einige zusammen- gedrängte Erläuterungen: Der Zusammenschluß der 6 Berliner Kreise vollzog sich unter großen Schwierigkeiten. Auch die Unabhängigen gehen heute zu diesem System über. Wir hatten zum Zwecke der Durchführung der Wahlen allein 720 Per- saminlungen. Die Zusammenstöße in unseren Reihen haben uns nicht geschadet, sondern unsere Meinungen nur geklärt. Die Un- abhängigen sagen, wir gehen bei den nächsten Wahlen einem blauen Wunder entgegen: wir gehen mit Ruhe diesem blauen Wunder entgegen.(Sehr richtig!) Redner erläuterte unter ge- spannter Aufmerksamkeit den inneren Aufbau der Or- ganisation. die Verteilung der einzelnen Arbeitsgebiete und die Besetzung der einzelnen Refforts. Wir müssen uns daran gewöhnen, die Offensive nicht nur gegen rechts, son- bern auch gegen links zu ergreifen. Die Einigung auf dem Boden der Rätediktalur, wie sie Unabhängige und Kommu- nisten wünschen, ist keine Einigung. Wirken Sie dahin, daß zäher Wille bei unsern Mitgliedern den Kampf für uns gewinnen läßt. (Beifall.) Namen? der Revisoren beantragt« S t i e l o w, dem Kassierer E n t l a st u n g zu erteilen. Den Bericht der Pretzkommission gibt deren Vorsitzen- der, Genosse Frank. Der größte Teil der Beschwerden wurde ut parteigenösiischer Weise mit den Beschtvcrdeführern beigelegt. Der alte Wunsch unserer Mitglieder, eine Abendausgabe herauszugeben, ging endlich in Erfüllung. Wie recht wir oamit taten, beweist die starke Zahl der.B o r w ä r t s"- Ae s e r. Im Zusammenbang damit steht eine verstärkte Besetzung der..Vorwärts�-Redattion. Ter Mangel an fähigen Redakteuren uwcht sich sehr bemerkbar, so daß der Parteivorstand fortlaufend Volontäre einstellen mutz. Die starke Inanspruchnahme der juristischen Sprechstunde mit 7441 Auskünften zeigt die segens- reicke Wirkimg dieses Instituts. Die Auflage des„Vorwärts" betrug am 14. März 1919 die bisher höchste Ziffer von 709 000 (ein Gipfel, der natürlich nicht gehalten werden konnte. Red. d. .Vorm.") Wir gehen jetzt daran, mit Hilfe der Zeitirngsspeditio- neu und unserer Botenfrauen die Beschwerden über unpünktliche Zustellung auf einen Nullpunkt herabzudrücken. Redner gedenkt de? verstorbenen wackeren Genossen Hahnisch. , Er gehr dann auf die eingereichten Anträge ein. Die Ge- rossen der 3. und 4. Abteilung beantragen:.Die unter Groß-Ber- liner Parteinach richten erfolgenden Bekanntmachungen an der Spitze des lokalen Teils erfolgen zu lassen." Genosse Frank empfiehlt Ablebnung. Desgleichen beantragen diese Abteilungen: Den Vorstand zu beauftragen, mit der Preßkommission in Verbin- sung zu treten, um mehr Aussätze finanztecbni scher, steuerpolitischer und allgemein wirtschaftspolitischer Art erscheinen zu lassen. Die Genossen der 46. Abteilung beantragen: Allen mindestens 2 Mo- nate arbeitslosen Parteigenossen ist der.Vorwärts" gratis zuzustellen. /» sin der DiSkussiÄn nimmt als erster Redner R i e b e l i n g das Wort: Vielen unserer besten Paeteigenossen sind politische Knüppel-wischen die Beine geworfen worden.(Lebhafter Wider- ipruchsi Der EinigungSrummel ist etwas ander«, als ihn Pattloch sieht. Es stehen zu wenig S.P.D.-Genoffen auf dem Boden der Ei- nigung. Die ausgearbeiteten Richtlinien sollten für nnS grundlegend sein. Die Führer sollten uns keine Knüppel zwischen die Beine werfen. Der Kamps nach rechts ist die Vorbedingung eines sozialistischen Kamvfe«. Dr C a s p a r y spricht zu den Anträgen und der Einigungssrage. Wer die Einigung zustandebringen will, muß Charakters« st igkeit besitzen, und daran fehlt es Ihnen, Genosse Riebeling.(Zustimmung.' Riebeling meldet sich zum , weitenmal zum Wort.) Nach den Erfahrungen des Redners denken sich die Unabhängigen die Einigung als ein Unterkriechen unter ihr Räteibstem. (Bei Schluß des Berichtes dauerte die Versammlung fort.) Scheidemanns Rückkehr. Die Unabhängigen verbreiten überall, daß Scheidcmann, der gegenwärtig in der Schweiz einen Erholungs- Urlaub verbringt, geflüchtet sei, um sein Leben in Sicherheit zu bringen und sein Vermögen vor dem Zugriff der deutschen Steuer- bc Hörden zu schützen. Der reichsverbändlerische Schwindel ist zu dumm, al? daß es sich lohnte, ihm entgegenzutreten. Auf eine be- stimmte Anfrage bat Scheidemann durch folgende Postkarte er- widert: .Zurzeit WädenSwil, 8. 8. 19. Nachdem ich Millionen unterschlagen und Villen in Dänemark und der Schweiz gekaust habe, wäre eS kleinlich von mir, wenn ich mir beim Mittagsmahl nur achtmal auftragen ließe. Unter 16 Gängen tue ich'S grundsätzlich nicht. Heidelbeeren pflege ich nicht bergehoch zu essen, die fresse ich gleich provinzenweise. Aber trotz- dem habe ich mich in der würzigen Schweizer Luft trefflich erholt, so daß ich Ende August daheim wieder ins Geschirr gehen kann. Ich habe die Absicht, das gründlich zu tun. Beste Grüße. Scheidemann." Nationalversammlung. (Schluß aus der Beilage.) Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung von neuem um Vii Uhr. Am Ministertisch: Müller, Erzberger. Die Gesetze betreffend den Anleihekredit für 1919. die Ausführung des Friedensvertrages und endlich Enteignun» gen und Entschädigungen auS An laß des Friedens- Vertrages werden in zweiter Beratung miteinander ver- bunden Berichterstatter Abg. Grunewald(Dem.) stellt fest, der Plan. die angeforderten neun Milliarden � des Anleihekredits durch ein? Prämienanleihe aufzubringen, sei im Ausschuß nicht so auf grund- sätzliche Gegnerschaft wie auf allerlei praktische Bedenken gestoßen. Ter Flnanzminister werde aber nur im Einverständnis mit dem ausi Grund des Gesetzes gegen die Kapitalabwanderung eingesetzten Ausschusse vorgehen können. Abg. Kenngott(Soz.): Im Interesse der Fortführung der Ge- schäfte des Reichs werden wir die Kredite bewilligen.'Wir erwarten aber Sparsamkeit. Gegen einzelne Bestimmungen werden wir stimmen. Abg. Dr. Hugenberg(Dnat. Vp.) protestiert im Namen seines Fraktion gegen die Schnelligkeit der Beratungen und Ausschuß/- arbeiten und fährt fort: Ausdrücklich erkläre ich vor dem Land/e, daß uns die Aufgabe der Opposition durch diese Art der Geschäfts- behandlung unmöglich gemacht wird.(Unruhe links.) Sie schneiden grundsätzlich die Kritik ab. Wir werden nur acht Milliarden de- willigen, weil wir anerkennen, daß die Finanzverhältnisse eine Auf- süllung der Regierungsfonds verlangen. Die Entschädigung der Reeder und Auslandsdeutschen begrüßen wir mit Besriedigung, dagegen wünschen wir nicht, daß die neuen Schiffe auf rcichseigenen Werken gebaut werden. Mit der Streichung einer Milliarde wofle/n wir bezeugen, daß wir zu dem augenblicklichen Finanzminister kein Vertrauen babcn, weil seine Verwaltung nicht genügend durch- sichtig und klar ist und weil wir befürchten, daß auf manchenvachgelnäbe Anwendung der Kredite kann die Lieferung beschleunigen zum Wöhle erst recht der Konsumenten. Reichsfinanzminister Erzberger: Die Prämienanleihe werden wir so ausgestalten, daß sie der Kapitalbesteuerung dient. Reichswirtschaftsminister Schmidt: Ich gebe zu. daß die Ablieferung von Getreide augenblicklich nur eine sehr mäßige ist Ich sehe die Sache aber nicht so trübÄ an wie der Abg. Heim, utzd hoffe, daß die landwirtschaftlichen Kreise in Erkenntnis des Eönstes der Situation ihrer Ablieferungspflicht genüge» werden, u,td zwar ohne das Mittel der Einführung besonderer Fxühdruschprämien. Hierauf wird ein Schlußantrag angenommen. In der Einzellieratii�g werden hierauf die§§ 1— 3 deS Gesetz» «ntwurfes betr. Snleihehredit angenommen. Zu§8 wird«in Antrag Löbe(Soz.), Vurlage(Zentr.) angenommen, wonach Befreiungen von der Einkommensteuer oder Minderungen dieser Steuer unzulässig sein, sollen. Der Rest des Gesetzes Wied unverändert ange- n o Nl m e n. Ebenso die vom Ausschuh vorgeschlagene Ent- schließung. Hierauf wird das Gesetz auch noch in dritter Lesung unverändert angenommen, ebenso in zwei» te r und auch noch in d r i t t e r Lesung en bloc das A u t f ü h» rungsgesetz und das Gesetz über Enteignungen und Entschädigungen; letztere? mit einer vom Ausschuß vorgeschlagenen Entschließung, wonach bei den Beschlag» nahmen und Enteignungeii die schonungsbedürftigen KriegSteilnchuzer und die Hinterbliebenen von Kriegern besvrvders berücksichtigt werden sollen. Abg. Dr. Sinzstsimer(Soz.) erstattet danach Bericht über'die Wahl eines Untersuchungsausschusses, der die Aufgabe haben soll. festzustellen, wieweit während des Krieges von der Regierung schuldbar gehandelt worden ist. Das Hau« lr.khlt den Untersuchungsausschuß in der vorge» schlagen«» Zusamuiensetzung. Eine Interpellation Frau Dransfeld(Zentr.) fordert Heranziehung dev Frauen zu sozialpolitischen Mahnahmen, Frau Baum(Dem.) begründet sie, ArbeitSminister Schlicke sagt Erfüllung zu. Eine Tntschljießung aller Parteien für die Befreiung der Kriegsgefangenen wird nach einer Rede Febrenbachs einstimmig angenommen. Auf Antrag Lö/bes(Soz.) beschließt man, den Wortlaut in aller Welt durch Fiiukspruch zu verbreiten. Es wirb hrnn auf Antrag aller Parteien ausschließlich der Deutschnationalen und der Unabhänigen beschlossen, d«n National» theatcr in Wesmar 300 000 Mk. zur Pflege von Volksvorftellungen zu überweisen.— StaatSminister P a u Is e n dankt. Zur Er- innerung an die Nationalversammlung wird am Eingang de« Hauses eine Marmortafel angebrackt werden. Schluß 10� Uhr. Morgen früh 8 Uhr: BetriobSratSgesetz. Die Vereidigung des Reichspräsidenten Ebert findet am Donnerstag nachmittag 5 Ubr statt, nicht, wie bisher gemeldet, 6 Uhr. GewerffchaMewWlT Personal-Ausgleichstelle ober Arbeitsnachweis? In mehrfachen öffentlichen Kundgebungen, Zeitungsartikeln, Verhandlungen der Gewerkschaften ist chie Frage der Entlassung der während des Kriegs in Post- und Militärbetrieben, bei amt- lichen, halbamtlichen Kriegsgesellschaften chid sonstigen Staats- und Reichsbetrieben tätigen Angestellten und Hilfskräften behandelt worden. Bei allen Gelegenheiten wurde seitens der Arbeitnehmer- Vertreter die Notwendigkeit betont, diese bevorstehenden Massen- entlassungen in gewisse normale Bahnen zu lenken und hierbei soziale Gesichtsgunkte mitsprechen zu lassen. Trotz der allseitigen Bemühungen, zur bestehenden Ma sssn arbeitslos! gleit nicht neue Massen Arbeitsloser hinzutreten zu lassen, wird an den bitteren Tatsachen nichts geändert werden können. Das Heer der Arbeits- losen wird in der allernächsten Zukunft erheblich vergrößert werden. Es ist sehr begreiflich, wenn unter diesen tlmständen die Sorge der beteiligten Angestellten alle anderen Fragen in den Hintergrund treten läßt und sie unter dem Einfluß ihrer berechtigten Befürch- tungen zu Matznahmen drängen, die nicht nnmSr in ihrem Interesse liegen können. Zurzeit werden in den Kreisen der Angestellten der Kriegs- V e f e l l s ch a f t e n Wünsche und Forderlungen i, bezug auf eine Personalausgleichstelle vorgetragen. Die beteiligten Angestellten- kreise glauben das vor ihren Augen stehende Schicksal der Arbeits- losigkeit hinauszuschieben, wenn eine Personalausgleichstelle für Äriegsgesellschaften verpflichtet wird, die offenen Stellen aus diesen Gesellschaften nur-aus den bereits in ihnen tätig gewesenen Ange- stellten zu besetzen. Dieser Gedanke ist aufgenommen worden von den in den Heeresbetrieben tätigen Zivilangestellten und auch von anderen Berufsgruppen, die ebenfalls auf dem sogenannten AuS- sterbeetat stehen. Liegen solche Personalausgleichstellen nun im Interesse der Angestellten? Der öffentliche Arbeitsnachweis für kaufmännische. technische und Bureauangeftchte der Stadt Berlin hat in der letzten Zeit entgegen dem in früheren Tagen vorherrschenden Prinzip der gewerbsmäßigen und Vsreinsvermittlung die Richtung zur zentralisierten Arbeitsvermittlung eingeschlagen. Die Arbeitsnachweise größerer Verbände sind mit ihm vereinigt worden. Hierdurch ist «in wesentlicher schritt zur Vereinheitlichung /der Stellenvermitt- lung für Angestellte und zur besseren Uebcrsicht des Arbeitsmarktes an sich getan worden. Dieser Ausbau fördert die kaufmännische Stellenvermittlung, die nunmehr durch ihre llebersicbt der Gesamt- /pi Einsegnungs-Kleider hübsche kleidsame Formen« gute VerarbcSUmg, in vcrsdiied Stoffarten in reichhaltiger Auswahl am Lager Wolle.............. von 130.00 e Seide iu verschied. Preisiages u. 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Auf der anderen Seite aber bestebt die nicht zu unterschätzende Gefahr persönlicher Protektionswirtschaft, die beim öffentlichen Arbeitsnachweis infolge feines Aufbaues und seiner Kontrolle unmöglich ist. Die Angestellten dieser Grupven mögen sich also nicht in den Irrglauben versetzen lassen, daß solche in der eigenen im Absterben begriffenen Berufsgruppe errichtete Ausgleichstelle irgendeinen für sie bedeuten könne. Der Sache der Arbeitsvermittlung en Interessen der Angestellten wird durch solche Sonder- tendenzen ein schlechter Dienst erwiesen. Auch in dem sehr begreif- lichen Ernst der wirtschaftlichen Situation dieser Angestellten sollten sie sich nicht durch kleinliche Eigenbrödeleien leiten lassen, deren Kosten sie letzten Endes doch selbst zu tragen hätten. Krankenkasfen-Angestellte. Mit SckiiedsivruS vom tl. August 19tl> ist den Beickiäftigten bei den Ortskrankenkasien Groß-BerlinS eine laufende TeucrungS- zulege zugesprochen. Dieser Schiedsspruch, der lautet: „Der Antrag auf Auszahlung einer einmaligen Wirtschafts- bgibilse wird abgelehnt. Eine laufende monatliche Teuerungszulage soll gezahlt werden: für. alle diejenigen, die auf Grund des im Druck vorliegenden, aber nocb nicht unterzeichneten Tarifvertrags 4500 M. Jahres- gehalt oder weniger erreichen, in der Höb�von 125 M. monatlich: kür alle diejenigen, die mehr als 4600 M. Jabresgehalt erreichen. i» der Höbe von 100 M. monatlich, jedoch muß bei denjenigen, dtzren tarifliches Gehalt mehr als 4500 M. im Jahre beträgt, die Stimme aus Teuerungszulage und Tarifgehalt mindestens 6000 M. betragen. „Die Teuerungszulage ist mit Wirkung vom 1. Januar 191S zu zahlen' ist nltzimghr vom Vorstand und Ausschuß mit ErklärungSschreiben vom W. August 1919 angenommen, unter Vorbehalt der migung dct- Oberversicherungsamts. Es ist nunmehr Sache der Vertrauensleute, bei den Kassen« vorständen sich für die Durchführung des Schiedsspruchs einzusetzen, damit die Auszahlung bis 1. September 1919 erledigt ist. Die Vertrauensleule tagen zu einer Besprechung am Montag, den 25. August 1919, nachmittags 4 Uhr, wozu Einladung folgt. Parteinachrichten. Eine Niederlage der Unabhängigen. In Magdeburg haben, wie unser dortiges Parleiblatt bcrichiet, bei der am Sonntag vorgenommenen Wahl der Delegierten zur Generalversammlung oee Metaliarbeiterverbandes die zur Fabne der Unabhängigen schwörenden Kandidalen eine schwere Niederlage erlilten. Alle sechs zu vergebenden Mandale fielen Anhängern der alten Parlei zu. Brandes, der erste Bevoll- mächtigte der Verwaltungsstelle des Verbandes, blieb mit rund 400 Stimmen in der Minderheit und seine unabhängigen Freunde, die neben ihm noch kandidierten, gerieten noch erhebtich werter ins Hinter- treffen. Die„Magdeburger Lolksslimme' bemerkt hierzu: Da? Wahlergebnis ist nicht unerwartet gekommen. Die niederträchtige AgitationSmethode der Unabhängigen Brandes und Genoffen gegen die alte Partei findet immer mehr Widerspruch in den Kreisen der Arbeiter. Sie wenden sich von dielen.Führern', die nur groß sind im Wortcmachen, im Schimpfen und Schelten, immer mebr ab. Der Wahlansfall am Sonntag ist ein Denkzettel, den die unab- hängigen Herrschaften so bald nicht verwinden werden. Einmal mußte der Tag kommen, wo sich ihre Agitation gegen sie selber kehren würde. Der alten Partei strömen die Mitglieder in Scharen zu, den Unabhängigen schwimmen die Felle davon. Vorträse, vereine unü Versammlungen. Arbetterfteuographeu.'Areuds-. Heute, 6�, Uhr. Versammlung im Ecwerkschastshaus. Restaurant. Arbeiter> Stenographen- Bund „Jimrsyftewal". Uebungsabend jeden Freitag. 7'/, Uhr, im Patzenhoser, Fruchtstr. 71. Anfängerturjus nach Stolze-Schrey beginnt 29. August. Touristenverein„Die Naturfreunde«. Neutrale Ortsgruppe. Sonnabend. 23. August: Leuenbcrg(nördl. Gamengrund), FaUenberg. Abs. Wriezener Babnhos 6". Sonntag, 24. August: Babelsberg— Nudow — Ludwigsselde. Abf. Schief. Bhs. 5", Potsd. Wannsee-Bhi. ü00. Scronto. für den redaktion. Teil: Alfred Scholz, Neukölln: für Anzeigen: Theodor Glocke, Berlin. Verlag: Vorwäris-Verlag E. m. b. K., Berlin. Druck: Norwarts- Buchdrucker« und Verlagsanftalt Paul Singer u. So. in Berlin, Lindenftr. 8. Hierzu 1 Beilage. I Zur Einsegnung Schwarzer Taflet schwere Qualität, Meter 18.00 Schwarzer Krepplin 100 cm bre«— Meter 25.00 Weiher Voll-Voile bestickt, loocm bre«, mw. 18.50 Weiher China-Krepp ioocm bre«. Mtr. 39.00 Fartoige Stoffe ffär Pzlifungslcleider In g r o f e r A n s« a b 1 Gesangbücher in Leder U. Kaliko mit Goldschnitt, in verschied. Ausführungen u. Preislagen Einscgnungs-AnzQgeN aus blauen cheviotartigen und anderen gemusterten dunklen Stoffen. ein« und zweireihig in versduedenen Preislagen n. 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Dioid. 20 IM,— Steuern-Referve. 38 444,40 Kreditoren.,. 2 09.1701,66 RestkaufgeldBauer 39000,— Mietausgleich.. 1248fe71B0 Cbcminn u. Verlust 959171,51 25 254 698,98 Di« Dwidend« für 1918/19(5 Proz. auf die Vorzugsattien und 8 Proz. auf dl« Stammattieu) gelangt sofort dch den terren Braun ch Co., Berlin, Eichhornstr.il, der Deststchen ank, den Herren Koppel ch Co., Bankgeschäft, Pariser Pia!, 6, und Herrn Abraham Schlesinger, Mittelstraße 2/4, zur Aus- Zahlung._____________ Jiir Volks- llnü Kinderfeste Humor. Kopfbedeckungen, Polo- näsenftäbe. EtoÄaternen, Harken, Sensen, Lampions, Feuerwerk, Konjetti. Luftschlangen, Radau» fachen, Veelojungsartikel usw. kolilSlVöbkr Mtl.. Beelin SW 19, Splttelmarkt 4/9.>12082' HOBEL Lieferung kompletter BefFen-, Speise-, Selilal- ostl Wohnziminer ab Fabrikgebäude m. eig. Lastauto nach jedem Ort. MOLLER Berlin, Alexanderstr. 31. Tel. 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Die Arbeitpr und Angestellten sahen sich durch die Verschleppung ider Verhandlungen veranlaßt, ein Ultimatum bis zum20. August zu stellen. Die Feltstelle habe dann eingegriffe n und mit der Äommunalrsicrung der Betriebs gedrobt. Ein dahingctzrender Antrag sei berertS von der Fellstells dem Staatskommissar unterbreitet worden. Die Arbeitgeber hätten sich dagegen aus das Hesligste gesträubt. Trotz allen Siräubens der Arbeitgeber stimynten dieietben mit Ausnahme der Meierei Bolle Fnd der Interessengemeinschaft märkischer Mi Ach Produzenten dem Tarif- v ertrage zu. Die Gehaltssätze entsprechen den tn der Meierei Groß-Tserlin gezahlten. Sollten die beiden Betriebe nicht bis hftuie 12 Uhr ebentalls dem Vertrage zustimmen, so werde man nicht in den Ausstand treten, sondern die E n t l a s s u»n g der Direktoren erwirken und auf die K o m m u n a l i f i e r u n g drängen. Die Molkereien haben aber nur zugestimmt ue.iter der Bedingung, daß sie eine Zu- sommenlegung der Betriiflbe vornehmen dürfen. Von der Feltstelle Groß-Berlin sei den Arb>öitern und Angestellten versprochen worden, daß sie bei Zuiämnienlegten von Beirieben nicht entlassen werden. sondern in andere Betrie.Vs überführt werden sollten. Die Versammlung siiimmte nach kurzer Diskussion den Ler« einbarungen e in m ü t i g..zu._ Eine sozialistische ivildungsschule für(strost-Berlin. Der Bezirksbiltzungs�»usschuß für Groß-Berlin plant die Er« richtung einer sozialistischxn Bildungsschule für Groß-Berlin, die bereits zu Beginn des Wiisters ihre Tätigkeit aufnehmen wird. Die Schule soll die Aufgabe Hai vn, das sozialistische Wissen zu verbreiten. insbesondere den in der modernen Arbeiterbewegung tätigen Ge- iwssen und Genossinnen dav für ihre Tätigkeit notwendige geistige Rüstzeug zu beschaffen. D ie Unterrichtsstoff soll zu diesem Zwecke in der Hauptsache den Geb keten der Geschichte, der Volkswirtschaft und des theoretischen und' praktischen Sozialismus entnommen werden. Die Schicke wird ijhren WirkuirgSkreis auch auf die Vor- orte ausdehnen und unter Mitwirkung der örtlichen Organisa- tionen ebenfalls Vortragsku'ise einrichten. — I----__ ii> Dieser blendende AnblFck gab uns einen neuen Aufschwung und er brachte uns gewaltsam neues Leben, genau so, wie er dem Nachtdunkel neues Velsen einflößte. Die Soldaten mußten Seitwärts auf den ausgefahrenen Straßenweg treten, um die Sprecke freizumachen. So wurdey wir wiederum in die dicke Finsternis hineingestellt und blickten all' diesem Schauspiel zu. Jede dieser großen Persönlich- leiten fuhr in das Fächergesstrahl dieses stäubenden Sonnenlichtes hinein. Und jeder von ihnen wurde für eine Weile von hellstem Lichte umgcb.qn. Aber die verschmachteten Soldaten, die dort im Schattin standen, sehr verborgen, säst beschämt und demütig, sprachen mit leiser Stimme von diesen Männern, die gleich flammenden Fackeln vorüberfuhren. Die Offiziere, die zuerjtz vorüberfuhren, führten den Generalstab nur. ES waren Osfiziere vom Regiment uns dem Bataillon. Wir kannten s se. Die demütigen Erklärungen. die sich dort aus hem Schlitten hervortrauten,, bestanden weder in Lobsprüchen, noch in Verwünschungen; Die einen sind gute, hellsichtige Offiziere, die anderen sind nur Lebe- männcr oder Dummköpfe. Man sagte:„Der dort hat schon viele Leute abmurksen lassen!" Man sagte auch:„Für den dort würden sie ssth alle umbringen!" Pelican schloß alle Betrachjsungen:„Der Infanterie- offizier, der wirklich seine Pflicht tut, der muß auch immer daran glauben." „Oder es ist nur der bloße Ztzlifall." Und ein aizderer:„Auch bei lien Frontoffizieren gibt es schwarze und weiße Schafe. Im GWnd, weißt Du was? Sie sind auch bloß Menschen. Manchr.»al fällt man auf etnon Lümmel oder manchmal auf einen üraven Kerl. Nichts zu machen, ist immer nur der bloße Zu, fall." „Desto schlimmer für uns!" Dctz Soldat, der das sagte, lächelte verlegen. Aber es fiel doch c�n Widerschein von dem Glanz der Vorgesetzten auf ihn. Mvn las auf seinem Ge- sichte eine Hingabe, die mich an das lielbliche Lächeln erinnerte. das ich ehemals auf den bescheidenen(pefichtern der einlachen Arbeiter wahrgenommen hatte. All' dkl Kameraden, die da um mich heru»standen, dachten nur, daß alles, was geschah. ein geschriebenes Gesetz sei. Und sie denken kein Stück weiter. Sie sind alle untereinander gleich und ii» der Finsternis zusammengeballt, genau so, wie die Wogen per düsteren Volks» masjen.. Eorts. folgt.) Um die BrldungsarHeit zu vertiefen und systematisch zu??e. statten, find sowohl elementar einführende Kurse alz auch Äur'e für Fortgeschrittene torgesehen. Dadurch soll ein organischer')luf- bau unseres wissenschaftlichen BildungSwesenS geschaffen w in, anderweitig zu verwerten. Die Waren sind hauptsächlich Berli per Vororlen und kleineren Provinzgemeinden angeboten worde h und hierauf mögen die Denunziationen zurückzutübren se'n. Der Magistrat sieht der Eni- Wickelung der Dinge in Ruhe entgegen. Ter Asalkenhagencr Nsördcr verhaftet. Testern vormittag erichien bei ei/aem Spandouer Arzt ein junger Mann in Soldateiiuniform. um sich,«ein« Schutzwunde verbinden zu lassen. Da er sich auffallend nSdvö« benahm, schöpfte der Arzt Verdacht und benachrichtigte die llt fminalpolizet. Man iagte ihm die Mordlaien au dem Arbeiter �Lemm und dem Hilssiörster Nielbock au> den Kopf zu. Wie reine Lokalkorrespondenz meldet, soll er daraufhin eingestandet» haben, der Gesuchte zu sein. E« handelt sich um den vei heirateten Arbeiter Schumann au» Spandau. Gressfeuer»» Lrrlin-Nord. In der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch kam in der K r i st i a n< a st r a h e auf dem H o l z p I a tz von KarlHöbr ein gefährlichrK Feuer aus, das rasend schnell iiin sich griff. Der Holzplatz wur de mit fast den gesamten Vorrälen ein Raub der Flammen, obwoh l die Berliner Feuerwehr ihn auS 18 Rohren mit Wasser überlchüt tete und auch die Reinickendorfer Äehr mit eingriff. Gefährdet tparen auch die benachbarten Ge- meindeschulen in der Krhstianiastrasse und das Wöchne« r i n n e n h e i m in der Dronthr�mer Strasse, a»S dem etwa fünfzig Säuglinge in eine nahegele/ lene Gastwirtschaft hinübergeschafft wurden. Während der Lösl jarbeiien wurden von Diebs« gesindel dreiste Plünderungen verübt. Ein Teil der Borräte des Holzplatzes wchrde geraubt. Halbwüchsige Burschen beraubten auch die Feuerwel/i wagen und schraubten Mesflngteile ab.— In derielben Nacht chatte die Feuerwehr auch an anderen Stellen Berlin« harte Arbeit. Sie muhte auch tn der Botjen« strotze einen Brand, der vie Häuser 80, 81 und 32 ergriffen botte, und Meyerheitnstrosse 2 einen Dachstudlbrand löschen. Bei all diesen F/uersbrünsten wird Brandstlfiung ver- mutet. Gasvergiftungen komnzen immer wieder vor. Gestern wurden in Berlin vier Fälle gemeldet, darunter drei mit tödlichem An»« gang._ Der Einbruch bei bc/c Dresdner Bank restlos aufgeklärt. Die Nachforschuw/in der Kriminalpolizei hoben heute zur Festnahme des gesucpten zweit«« Einbrechers Eduard Prze- woSnik alias Heifnz und seiner Braut Elly Thiel geführt. Bei ihm wurden noch 22 000 Mark und mehrere Schmucksachen vorgeftlnden. Don!ye.r etwa 1 Million Mark betragenden Beute Achtung! Arbeiter! Parteigenossen! gesses«. VelssmlMM m S.V.S. Donnerstag,-it. August, 7 Uhr: PharuSsäle, Müllerstraße.. UnionSfestsäle, Greifstvalder Str. 221. Prachtsäle deS Ostens, Frankfurter Allee. Deutscher Hof, Luckauer Straße. Patzenhofer Brauerei, Fidicinstr. 2/3. Prachtsäle Moabit, Wiclefstr. 24. Charlottenburg, Volkshous(Gr. Saal), Rostnenstr. 3. Johannisthal, Restaurant zum Luftverkehr, Frtedrichstr. Lichtenberg, Aula des Itealgymnasiums. An der Parkaue. Maricndorf, Gesellschaftshaus v. Grassel. Chausseestr. 305. Neukölln, Kliems Festsäle, Haienheide 13. Steglitz, Festsaal des Gymnasiums, Heesestc. IL. Wilmersdorf, Florasäle, Johann-Georg-Str. 19. Schvnebcrg, Aula der Chamissolchule, Barbarossaplatz. Tempelhof, Aula des Realgymnasiums, Kaiserin- Augusta-Straße. Treptow, Neues Gesellschaftshaus, am Bahnhof. Der Bezirksvorstand. In allen Versammlungen Tagesordnung: Ter internationale Znsammenbruch der Rätediktatur. Referenten find die Genossen: Caspary, Dittmrr, Fuß, Gebert, Hrtzschold, Hcilmann, Heinig, Heller, Horlitz, Nitschke, Pattloch, Scholz, Thomas, Wermut, Wuschick, Zickler. fehlen somit mir noch ganz wenige Wertpapiere, deren Ermitte- tung auch noch in Aussicht steht. Ei« Koffer«st 100eil pünktlich innegehalten, nur Stahnsdorf mache eine Ausnahme. Das ist ein Irrtum. Sehnliche Klagen find mtS auch von anderen Vorortstrecken zugegangen. Die Eisenbahn� Verwaltung erklärt diese Missstände aus Mängeln der Betriebsmittel, besonders der Lokomotiven. Lichtenberg. Vom Kartoffeln erkauf. Der Lichtenberger Stadtrat Witzle läßt den»Vorwärts' um Ausnahme folgender Zeilen bitten: Der Kaitoffelverkauf in Lichtenberg findet in letzter Zeil nicht den Zuspruch deS Publikums, den man erwarten sollte. In der laufende» und vorhergehenden Woche wurden je 10 Pfnnd Kartoffeln auf die Bezugskarle zum Verkauf bereitgehalten, weil die Kart asselzufuhr ausseroroentlich reichlich war. In der vorigen Woche blieben in- folge der Koufunlust des Publikum« grosse Mengen von Karioffeln auf den städtischen Kartoffellagern übrig und mutzten unler finanziellen Verlusten für die Stadt zu andere» Zwecken verkausl werden. Auch in der laufenden Woche macht sich dieselbe Wahrnehmung der Kaufunlust bemerkbar. Der Magistrats- dezernent glaubt, die Ursache dieser Erscheinung auf dem Rabrungs- miltclmarkt daraufbin zurückführen zu tönnln, dotz ein grotzer Teil der Lichleuberger Bevölkerung in den Schrebergärten und aus Land- Parzellen mit Rücksicht auf die Kartoffelknappheit der Vorjahre den Kartoffelanbau selb st vorgenommen hat und nun aus eigener Ernte Kartoffeln verbraucht und auf die von der Stadt angebotenen Kartoffelrationen verzichter. Er glaubt, empfehlen zu können, die Ernte auf den eigenen Kartoffel- anpflanzungen nicht vor zeilig und nur allmählich vorzu- nehmen und den Knollen das nötige Ausreifen dadurch zu ermög- lichen. Die Ausgabe einer Kartoffelranon von 10 Piund für die Woche wird der Stadt nicht immer möglich iein. Es empfiehlt sich daher, die jetzt gebotene Kartoffelkauimöglichkeit zu benutzen und die eigene Ernte für knappere Wochen zu verwerten. Im Jnterefie der steuermblenden Bevölkerung dürfte es auch liegen, durch rege Ausnutzung der Kaufangebole die Stadt vor finanziellen Verlusten zu bewahren, da ein Schaden der Gemeinde letzten Endes immer den Steuerzahler empfind- lich trifft._ Groh-Berliner Lebensmittel. Berlin. Vi« 24. August 3 Psd. Karioffeln möglichst sosort, Der Eingang saurer Milch hat, wie der Magistrat bekanntgibt, sich in den Irtzten Tagen io erhöbt, daß die bisherige Milchlieferung nicht aufrecht erkalten werden kann. Ab 21. d, M, bi« aus weitere« t�, I) 1, OAII) •/..(B 1)(B II)»/, Liter Vollmilch. Eounabend für 4 Tage 1 Büö'e Kondenzmitch(0 II). RowaweS. Der dauernde Rückgang In der Milchbelieferung macht die Herabsetzung der Milchkarte zu'1, Liter aus Liter bei sämtlichen Mtlchdändlern ersorderlich, Skeininendorf. Ab 21,«uguft st. Pkund Tilsiter Käse 1209 A/B), st, Pfund Himbeerlast(IV. A. B. und C. Reue Sonderkarten sür KrrcgS- beschädigte ab 27. d, M. Zimmer 24 ErnährungSamt. Alle Karle und letzte Rentenbescheinigung mitbringen. Pankow. Als Erlatz für nichtbezogene« Ausland«fleiich auf jeden Fleischkartennbichnilt 50 Gramm inländffchc Hüllen srüchle. Der Speck, der aus LnlandS-Hausichlachtungen als einmalige Sonderzuteilung überwieien ill, kann gegen A l gabc der erhaltenen Bezugsscheine und zwar an werdende Mütter(vom 5, Monat ob) 375 Gramm, an Zuckertranke 250 Gramm, an Lugendliche im Alter von 14 Jahren 250 Gramm, in den Fleischercu geschSiten in Empfang genommen werden,(375 Gramm 3,65 Mk) Pankow,«lb morgen Freitag 250 Gramm Haserstocken und 250 Gr. Rähriuppen(30). Für Kranke und schwanger« Frauen Neuausgabe der Milchkarten Breite Str. 1 II, Zimmer 26, 8—2, 5—7 heute A— F, Freitag Q— J, Sonnabend K— 1* Montag M— B, Dienstag S— T, Mittwoch XJ—Z. Die alten Milchkarten al» Ausweis vorlegen, Mai icudorf-Lüdcnde. Am 43, 44, 56, 66, 69 zusammen 1300 Gr. Nährmittel und zwar 300 Gramm Reis, 500 Gramm Teigwaren, Kauten bis 22. August vorlegen. Verkauf beginnt om 28, bczw. 29. Aug., nachmittags 4 Uhr; om 6, September erlischt das Bezugsrccht.— Jniolge nachträglich eingelietrner Preiserhöhung müssen di« Preise für den Torf sestgesetzt worden sür 1 Zentner frei Hau«(Keller) 8.50 M,(nicht 7,50 M,), sür 1 Zentner ab Hasen Tempelhos 7,50 M.(nicht 5.50 M), Zahlung vom 20, bis 30. Aiigust wochenlägllch 8—12 Uhr im Ratbau«, Zimmer 2Si31. Alle Houslieserungen irei Keller. Für Abtragen deSTorse« in andere Stockwerk« haben die Besteller ielbst zu sorgen. Wciffcnsee. Vom t8. bis 24, 7 Psd. Kartoffeln, 1 Pfd. Marmelade-, a 1,30 Pf., 250 Gramm AuSlandSmehl. Groß-Serliner parteinachrichten. Charlortenbarg. 13, Gruppe. Freitag, 22,«uguft, 7st, Bijr, Zabtabcnd bei Zweig, Kantstrasse, Ecke Kaiser-Fltedrtch-Strasse. Arbeitcrrate der Krlcgsorganifation. Heule vormittag« 9 Uhr Sitzung Potsdamer Str. 32 I, Tagesordnung: 1. Arbetterrat« wählen 2. 170-Mlllionen>Gabe. 3. Verschiedene«. Gerichtszeitung. Der Raudüdcrfall auf de» türkisch«» Juwelier. Vor dem autzer- ordentlichen Kriegsgericht am Landgericht I begann heute die Ver- Handlung wegen des am 24, Juli verübten RaubüberfolleS auf den türkischen Juwelenbändler Leon, Angeklagt find: Oberleutnant Edib S ch ü k r i, Oberleutnant Achmed N o u r i, Kaufmann Achmed Schükri, Händler Ruschdi Dschemal und Leutnant Fuad Tachseddin. Von den Verteidigern sind verschiedene Beweisan- träge gestellt worden, welch« die Tat in einem milderen Lichte er« icheinen lassen. Nach längerer Beratung fällte da« Kriegsgericht folgendes Urteil: Edib Schükri und Ruichdi Dschemal zu je 12 Jabren Zuchthaus, Achmed Schükri zu sechs Jahren Zuchthaus, Fuad Tachseddin wurde freige- s p r o ch e n: das Verfahren gegen Achmed N o u r i wurde dem ordentlichen Gericht überwiesen. Sriefkasten der Neöaktion. Jede« fflt den Scletlalltn bestimmten Anfrage füge man«<»«» vnchstaden und eine Nummer bei. Brieflich, Auekunft wird nicht«teilt. Silig- An- fragen trage man in der Iurtftifchen Sprechstunde. Lindenstr. 3. l. vof par- terrc Unk», vor. Schrlftstllcke und Verträge sind mitzubringen. Q. 11. Reichen Sie bei Ihrem BezirtSkommando ein Gefuch auf Erlaß der«traje ein oder bringen Ste den Antrag mündlich vor, W«-'e» Sie dabei auf den Erlaß de« KriegSminfsterium« vom 25, Mai IS Nr, 505. 6. 19 0,4 am Freitag, den 22. August,! nachmirrags 5 Uhr von der! Leichenhalle des Elisabeth- 1 Friedhofes, Prinzenallee SS, I ftotL Zahlreiche Beteiligung I erwartet L«r Uorstond.! Spezialarzt Dr. Haedieke frieilricbstr. 187/88 (an der Mohrenstrabe), Sprechzeit: 11—1,3— 7. TZL* Sonntags: 11—1° f Hautjucken ®(Krätze) wirksame» Spezialmittel 1 Pers. 7,50 IN., 2 Pers. 14 M. Apotheker Lauensteins Vers. Spremhea L. 44* Professor Dr. licbra's Sommersprossen- Cream I nach Original- Rezept| lOOOfach bewährt. In Töpfen& M. 4,50. Elefanten Apotheke Berlin 325. SW19 Leipziger Str. 74 140 90°| Wz? AW -brauen, schattige Wimpern und interessanten Gesichtsausdruck durch Reichels orienL Augen- branenfaroe. 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Achtung! WWM des gesmlW gllWWi die auf dem Boden der S. P. D. stehen! yeriammlung am Freitag, den ÄA. August, nachm. 3 Uhr, bei Bill he, Sebaltianltraße 39,«„.Ä.,,. Aeußerst wichtige Tagesordnung. Jede Werkstatt muh vertreten sei«! mil3 Bekanntmachung. Zufolge der schlebsgerlchtlichen Tntscheidung vom 14. b. M. bringen wir hiermit zur Kenntnis, dafi von dem Tage ab, an dem nach beut- 15. d. M, die Gasmesserstände auf- genommen werben, der Preis für das Kubikmeter Gas bis aus Weiteres in Berlin-Lichterfelde: zu Lenchtzwecken und durch Mllnzgasmesser bezogen tPU Pf. zu allen anderen Zwecken..-....... 42%„ in Zehlendorf: zu Lenchtzwecken und durch Mllnzgasmesser bezogen 45", Pf. zu allen anderen Zwecken.......... 42>/,, einschliesslich der Kohlen- und Umsatzsteuer, beträgt. Berlin, de» 1«. August 1919. 592D veutscde OasgezellBchakt OssdetrledsfieBellsOiskt Aklieofiesellzcbatt. Aktleufiesellsedssi. »eck. Landsbcrs- D»r Vorstand! E. Körting. Bei der 129/2 Wagen- Versteigerung im Marstall Berlin am Donnerstag, den»1. August- ist Zutritt nur gegen eine Bieterlaution von 500 M. zulässig, die bei Nichtlaus zurückgegeben wird. Ober-- Marstall° Amt, in den Provisions- General- ::: Agentur- Betriebe«! u: Heute» den 21. August 1019, vormittag? 10 Uhr» in Haverland? Festsälen» Neue Friedrickstrabe SS, Zimmer ö WWWMgMle Versammlung 71/20 „Stellungnahme zum Schiedsspruch." Destimmte? Erscheinen unbedingt ersorderlich I Die lartellierten Verbände. f Um 30. Uugnff 1919 und evenwell an de» folgenden Tagen findet bei dem«elchaoerrnartnngsnmt. var- kanfsadtelloog fOt Uulomobilraelen(„Dnubil"), Seclin-Iemne-hof, Wettincr Korso, 9 Uhr vormittags beginnend, eine offentl!■--• zeugen statt. tliche P ersteige rang von ca. 250 Fahr- Zur«ctffetactnnn gelangen: zirka 43 Personenwagen, , 132 Lastwagen, „ 4 Lieserwagen, , 3«rankenwage», i Tankwagen, 1 Omnibus, diverse Tlnz�ltelle�'> repariert und repariert, (Relciebe, »c. inzelteile, wie Motoren. Zedern,«iagneke, federnde Vereisung Verzeichnis der Vcrsteigerungsobjette neb» Einzelheiten Uber die Berftetgerung ist vom 2». August ab w der Filiale Berlin-Tempelhos zu erhalten. Dortselbst können die Objekte vom 27. bis 29. August ......"" ich-----------' von vormittag» 8 Uhr dl» nachmittag» 2 Uhr gegen Sittter- leauna einer Bietekautton von 500 PL in bar, pro Person, beflchtigt werden. Ohne Hinterlegung der Bietekantion kann da« Gelände der Filiale vom 27. MS 29. August sowie an den Tagen der Persteigerung nicht betteten werben. Die Bielekautipitskarte der vorigen Versteigerung ist nicht gültig, dieselbe muss neu gelöst werden. Kriegsanleihe wtrd nur in Zahlung genommen, wenn Käufer den Nachweis der Selbstzeichnnnq durch Vorlage bringt. Annahme zum! Ausnahme 1316, die nur der sssgnozentigen Schatzanweisungen mtt 96h, Proz. berechnet werden. Der Betrieb>rgendweld)er Geschälte ober das Feilbieten irgendwel�er�Gegenstände auf dem Berfieigerungsgelände Verlin-Dompalhos, den 20. August 1919. Reichsschatzmiuisterium. Reichsverwertungsamt. b«iIong siir Unfomobilmefen(„Banbll"). Oertanfsabtcilnng| Aufbau und Werden i Gesellschaft für praktische Volksaufklärung. Ein Zyklus von drei Vortrigen von Herrn Egon Freiherrn von Relbnltz.| Am Freitag, den 22. August, Freitag, den 5. September, and Freitag, den 19. September, jedtsmal abends 7 Uhr, In der 3562b Aula des Sopblcn-Lyzeams,Weinmelster8tr.l6/17 | Jedermann ist eingeladen. Eintritt frei rWI 79 hup mit echtem Friedens- hautschuk 5 Mark. 5 Jahr» Garantie.— Zahnziehen mtt Betäubung Bestellung v. Gebissen gratis. Goldkronen».30 iE! Spezialität! zahne ohne Sanrnenplatte �aknpraxis Natvsai, Danziger Strasse, Ecke Schönhauser Allee. K(mzeBWerteEoBsUlmoMdeinlt.| Himbeer-, Zitrone-, Waldmeister-Geschmack, Liter Mk. 3.- inkl. Steuer 1 Liter Extrakt mit 9 Liter Wasser verdünnt, ergeben eine herrliche«fiße Limonade. Auch für Speisen geeignet Kein Zocker erforderlich �SS Das billigste Getränk der Gegenwart. 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B.: I. und 2. schreibt Herr Lehrer Zielake au» Iachzenbrülk bei Jossen am 21. Dezember 1918:»Nachdem ich in einem Gebirgs-Sanatorium für Lungenkranke 5 Monate ohne arzt, der wich vorher für dienstunfähig erklärt genauer Untersuchung wieder für dlenstfähig befunden! weit dem 16. Oktober 1918 erteile ich 4 Stunden umimer- brochen Unterricht. Dies schreibe ich Ihne» ohne jegliche Beemstussung Ihrerseits. Auch meiner Frau, die bei Ihnen behandelt wurde, geht es ausgezeichnet(ütt an MberkuL Haisdrüsenvereiterung)."— Herr Wertmeister P. Völker, Berlin, Utrechter Str. 25, schreibt:„Nachdem ich mehrere Wochen in einer ärztliche» Klinik ohneßsrsoig behandelt worden war und mir sdiließlich der rechte Arm abgenommen werden sollte, habe ich mich in ieater Not an Ihre Anstalt gewandt und bin mit 45 Behandlungen | von meiner Slntoecgiftnng nnd Vereiterung des rochisn Armes»ad der Yand gehellt worden."— 4. Frau Mag istratsassistem Herrmdna ans Kattbus, | Laufiget Str. 14, schreibt:»Ich bin von meinen vkagen- geschwüren mit 59 Behandiunge» völlig in Ihrer An- � itait gehellt worden, naäidem ich 12 Jahre lang ander- weitig ahne Erfolg behandeii worden war. Ich suhle mid; so wohl und gesund, wie ich mich noch nie gefühlt habe."— 5>. Herr Feuerwerksleutnant viaschlanl», Neukölln, Weser- Straße 31(jetzt Königsberg a Pr.) schreibt:„Meine Biurter, meine Schweiler, meine Frau und ich sind in Ihrer Anstalt geheilt und gebessert worden; die Mutter von chronischem Atagenleiden, die Schwester von Kopf- schmerzen nnd SchmerhSrigteit, meine Fran von £jccj- unb Mngealeidea»»d ich von allgemeiner nervöser ttbipnnnung."— 6. Fran Restaur. gering, Berlin, Schönhauser Allee 87, schreibt:»Ich bin vor mehreren Iahren de! Ihnen vo» Herzleiden uub vosedonsscher Sranlheil gehellt worden. Aus Dank» darkeit habe ich Ihnen viele Pattenten mit gleichem Leiden empfohlen. Sollte sich irgend ein Leiden bei mir bemert- bar machen, so werbe ich mich sofort wieder an Sie wenden.— 7. Herr w. Heese. Tempelhos Kaiserin- Augusta-Srratze� 67: Von 5 Monate alter, stark eiternder, breiter Operationo-Sauch- und Darmsisiei gehellt (vorher zweimal operiert).— 8. Herr w. herrmon», Rahnsdorf, Dorfür. 9: Von tuber?.'öfer vrnst» und «ippeufelluereiteruug gehellll— 9. Herr A. Schön. Ehariottenburg, Spandauer Berg 21: Von vrouchiai- osthma gehellt(anhalt. Heilung 9 Monate später de- stätlgt).— 19. Frau VI. Socnemann. Veriin-Treptow, Eraegstr. 6: Bon vieren- n. vlasenleideu gehellt.— IL Fr«» Senncfch, Berlin, Schreinerittatze 11: Von Aukerleibsleideu und Flugeroereiteruug gehellt (Singer sollte abgenommen werden).— 12. Herr p. Worstow, Schöneberg, Ebersstr. 56: Von oll- gemeiner Neurasthenie. Herz- u. vlagennenrase und Anaemie gehellt(vorher dreimal Reroendiok).— 18. Frau 57. Zrenud, Eharlottenbura. Pestalozzistr. 53; Von Venenentzündung im Anterschentel gehellt.— 14. Frau A. Venbauer, Charloltendurg, Kaiserin- � Ausg. I Tr.:"" in der Hüfte und Unfähigtelt« 15. Fran ff. Hoborf, Berlin, K Auausta-Allee 91, 1. Ausg. I Tr.: Bon Verneuschmerzeu v__ ÄnC*.-___ yf_ f i______ e.___. i. � St a. m. jpBSp; rai HB Von Verven- u.«nod»euhaut-ff,tt-ünduug(uoll- ium Gehen geheilt. plberaer Straffe 28/29: skättdig gelähmt) geheilt.— 16. Frau 31. knorr, Lichtenberg, Scharnweberitr. 62: Iu verlchiodenen Bkaien von akuten und chronischen Leide» gedeift. u. a. von Hrrzschmdihe, Leberschwellnug u. Magentreds.— 17. Frau iL(Bnebcuec. Ehariottenburg. Kaiser» Friedrich-Sttaffe 192: Bor. allgemeiner veurasiheuie, Bebctaufchmelluna und Gallensteinen gehellt(nach kurzer Behandlung Abgang von 18 Dallenileinenj.— 18. Zamitie Kirchner, Steglitz. Albrechtttraffe 107: Bier Personen von verschiedenen Leiden geheil!(gern zu ! Ausftmft darüber bereit).— 19. Frau A. Utunberfich, ! Berlin Schwedter Straffe 259: Bon 71t Varinseschivüreo geheilt.— 29. Frau 1 Bertin. Nemiderstraffe 5: Von vervenschmerzeu im ganzen Körper geheiitt— Gctrenmc Behandluags- räurne für Damen u. Herren!— Sprech- u. Behandlungszeil: 9—1, 4—7'/,.— Sonn- und Feiertag,»—1, Aerzkliche Anstaltsleitmig: hettanfiailsdesther Professor P. Mistelsky nrttttiticrt und approbier! Im Ausland öerlin ZO. 16, knideenstt. 10i am Bahnhot Jauuowltzbrnche. Magen- und ff. vrgiss,