Nr.443.3S.za�rs. WetWlB�ri.»�- Mk. Bsnafl.*/— WS. frei tu» Hau»,»orvu» iahlbar. Post- bezug: Monatlich\— Ml. er», gu- ltellungsgebiihr. Unter 5treujbcmB für Deutichlant» anb Oesterreich- Ungarn «LS Mk. für da» übrig»«u»li»g»-Pr«i»listw Der �Zorwärt»' mit der Smmtng» beilage.Poll n. gelt'«rschetut Wochen» täglich zweimal. Sonntag» Telegramm-Adreff» t «Sozwldemotrnl Vera»». Abend Ansgade. Vevlinev Volksblatt. �ISpksnnig) «»zeige«»re»S, Dt» achtgelvalten, Ronvareillezell» lostet 120 Ml..«leine«azeigo»". da» fettgedruckte Wort S0 Pfg.(zulässig » fettgedruckte Borte), i-de» weiter« Wort«O Pfg. Stellengeliich« and Schlafftellenanzeigen da, erste Wort 10 Pfg. fede» wettere Wort 80 Psg. Wort» über 15 Buchstaben zählen für zwei Wort«. Teuerung»zusch-ag 50°,> Familien- Anzeigen, politisch» an» gewerkschaftliche Beretn»- Anzeigen 150 Ml. die Feilt. Anzeigen für dt» nächst« Rummer mästen dt» 5 Ah» nachmittag» im Hauptgeschäft. Berlin SW 88, Llndenstrabe 8. abgegeben werde», a-öffnet von 8 Uhr früh dt» ö Uhr abend«. Zcntralorgan der rozialdemokratifcbeii Partei Deutfcblande. Keüaktion und Expedition: SW. 6$, Ändenstr. 3. Aeruwrecher: Amt Moritwlatz, 9O— R5K97. «UM vonvärts»verlag G.m.b. h., SW. HS, Lindenstr. 3. Aerusprcchrr: Amt MoriNPlast. Nr. 117 SS— Sch. iiuiugl still il>!>!WW!Wl»IWM!l Proteststreik in Luöwigshafen. 0er vberschlesische Streik. Borgeschichte»nd Ursachen. Wenn in einer Zeit, in der die ganze Welt nach Kohlen schreit und die Kohlenknappheit einen Grad erreicht hat. der das ganze Wirtschaftsleben gefährdet, in dem zweitgrößten Kohlenrevier Deutschlands ein Streik der Kohlengräber von solcher Ausdehnung und Wucht ausbricht, so ist es vcrständ- lich, wenn in weiten Volkskreissn die Frage entsteht:„Was sind die Ursachen dieses Streiks und warum konnte er nicht verhindert werden?" Um ein klares und festes Urteil über die Ursache des jetzt beendeten Streiks und die mit ihm p a- rallel gehende polnische Revolte zu erhalten, ist es notwendig, die Gestaltung der wirtschastlicksen Lage der oberschlefischen Berg- und Hüttenarbeiter seit den Revo- lutionstagen zu untersuchen bzw. den Fernstehenden klarzu- legen. Daß die Arbeitsverhältnisse deS oberschlesischen In- dustriearbeiters unter dem alten Regime mi�die schlechtesten von Deutschland waren, ist bekannt, ebenso,-c wirtschaftliche und politische Unfreiheit, in der die Arbeiterschaft von dem allmächtigen Kapital gehalten wurde. Alle Versuche der ge- werkscliaftlichen Organisationen und der Sozialdemokrati- schcn Partei, hier eine Besserung herbeizuführen, scheiterten an dem Gewaltregiment des Kapitals, das engverbunden mit dem reaktionären Polizeiregrment alle freiheitlichen Be- muhungen der Arbeiterschaft unterdrückte. Die oberschlesische Arbeiterschaft wurde deshalb voll- ständig von der Revolution überrascht und nir- gends herrschte mehr Freude unter der Arbeiterschaft über den Umschwung der Verhältnisse, als in Oberschlesien. In keinem Bezirk Deutschlands wurde aber auch der Zweck und das Wesen der Revolution mehr verkannt, als hier. Schon wenige Tage nach der Revolution wur- den den Organisationen Lohnforderungen bis zu 30 Mark die Schicht und gleichzeftige Verkürzung der Arbeitszeit auf 6 Stunden unterbreitet. Ten Erklärungen der Organisa- tionsvtttreter, daß die Erfüllung dieser Forderungen un- möglich sei, stand die große Mäste, denen jede geWerk- s ch a f t l i ch e Schulung fehlte, unverständlich gegen- über. Die geweickschaftlichen Organisationen, die sich schon während des Krieges zu einer Arbeitsgemeinschaft zu- sammengeschlossen hatten, suchten sofort eine Verhandlung mit dem Berg- und Hüttenmännischen Verein nach, um in dieser eine Aenderung der Lohn- und Avbeitsbedingungen zu erreichen. Die Unternehmer gaben denn auch unter dem Zwange der Verhältniste ihre ablehnende Haltung, mit den Organisationen zu verhandeln, auf, und es fanden am 1 19. und 29. November umfangreiche Verhandlungen staft. In, diesen Verhandlungen wurden feste Vereinba- rungen über die Lohnhöhe und die Arbeitszeit getroffen. Für alle Arbeiter wurde ein fester Grundlohn festgesetzt, unter dem kein Arbeiter bei normaler Arbeits- leistung verdienen durste. Für die Häuer wurde z. B. ein fester Grundlohn von l8.40 M. festgesetzt. Die bisherige Regelmäßigkeitsvrämie, die auf verschiedenen Gruben 10 bis 20 Proz. des Gesamtverdienstes betrug, und dem Arbeiter. wenn er eine oder mehrere Schichten ohne Urlaub der Arbeit fernblieb, nicht ausgezahlt wurde, wurde beseitigt. Ebenso auch alle übrigen Prämien und Zulagen, deren Auszahlung mehr oder weniger von der Gunst de? Abteilungssteigers abhing. Für Ueberschichten wurden für Wochentags- 25 und für Sonntagsschichten 50 Prozent Zuschlag vereinbart. Letz- tere Vereinbarung war für den Bergarbeiter von hoher und prinzipieller Bedeutung. War es doch keine Seltenheit, daß Bergarbeiter 30 bis 35 Schichten im Monat verfuhren. Außerdem wurde eine Kinderzulage von 20 Pfennig je Kind und Schickt erreicht und ferner eine einmalige Zulage in Höbe von l50 M. für Häuer, abgestuft für die einzelnen Ar- beiteikategorien nach unten bis zu 00 Mark. Die Arbeitszeit wurde für die UntertagSarbeiter auf 8 stunden festgesetzt. Für die Uebertagsarbeiter wurde die Schichtzeit ebenfalls auf 8 Stunden, mit Wirkung vom 1. Januar 1919 vereinbart. Welche Vorteile bei dieser Ver- einbarung erreicht wurden, geht am besten aus folgender amtlichen Statistik hervor: Ende April 1918 arbeiteten von den Steinkohlenbergarbeitern Oberschlesiens 33,6 Prozent in S�stündiger, 6g,7 Prhzent in tOstündiger unt» 6,7 Prozent in tlstündiger Schicht.- r Bei der Entwicklung des Lohnes zeigte sich dasselbe Bild. Nach der amtlichen Statistik deS statlsüschen Reichs- «onteS betrug der Lohn je Schicht: Gegen öie Putschisten. Seit Freitag nachmittag stehen sämtliche Ludwigs- hafenrr Fabriken und Verkehrsmittel still. Die Eisen- bahn-«nd Postbeamten verlangen Freilassung der Verhafteten, widrigenfalls sie sich dem Streik anschließen. Die Bevölkerung ist sehr erregt über das Verhalten der Franzosen, deren Mit- wissen und indirekt« Unterstützung des Putsche? außer Zweifel steht. Die Teilnahme französtschrr Soldaten an der Schießerei Ist dagegen noch nicht sicher festgestellt. * Hebet die Urheber deS Putschversuches der vorvergangenen Nacht lauten die Angaben noch immer widersprechend. Von einer Seite wird behauptet, daß es ausschließlich Franzosen in Zivil gewesen wären, andere sagen, p f ä l- zische Sondcrbündler und Franzosen seien gemeinsam vorgegangen. Nach der„Neuen Badischen Landesztg." lvar Dr. Haas aus Landau in Ludwigshafen anwesend. Außer dem Hauptpostgebäude besetzten die Franzosen auch die übrigen staatlichen und städtischen Gebäude. Eigentl. Berga id. 10.84 15,18 17.24 Sonstige Bergarb. 7,72 11.15 18.08 Erwachsene Tagesarb. 6.81 9,79 11,55 Jugendl. Arbeiter 3,16 4,20. 4,67 im 8. Viertelj. 1918 im 4., 1918 im 1.. 1919 Denn man nun die Tatsache berücksichtigt, daß gleich- zeitig die Arbeitszeit erheblich verkürzt wurde, und zwar für die einzelnen Arbeiterkategorien bis zu 3 Stunden, so wird kein vernünftiger Mensch die außerordentlichen Vorteile be- streiten können, die durch die Vereinbarungen mit den Un- ternehmern von den Organisationen für die Arbeiter erreicht wurden. Trotzdem trat das Unglaubliche ein. An demselben Abend, noch ehe die Vereinbarungen bekannt wurden, be- haupteten ausländische polnische Agitatoren in einer öffentlichen Versammlung in Schoppinitz, daß die Bergarbei- ter von den Organisationen verraten worden seien. Diese vei-werfliche Agitation, die in der Hauptsache der sepa- ratistische polnische Zentralverband betrieb, wurde sortgesetzt. In Versammlungen und Zeitungen dieser bolschewistischen Organisation, die sich fälschlicherweise sozialistisch nennt, wurde behauptet:„Diese, durch die Kapitalisten diktierten Verträge seien schlimmer, als der frühere Zustand, d. h. die Arbeiter seien verraten worden". Diese Behauptungen, die mit der Wahrheit im schärfsten Widerspruch stehen, wurden nur aufgestellt, um die Leidenschaften der zum großen Teil mit den wirtschaftlichen Verhältnissen nicht vertrauten Ar- beftermasie im nationalpolnischen Interesse aufzupeitschen. Von linksradikalen deut- sehen Elementen wurde diese Hetze auf das tatkräftigste unter st ützt. Die Folge war. daß trotz der für die Ar- bester günstigen Vereinbarungen es im November und De- zember zu erbitterten Streiks kam, die, da die Un- terstutzungen der Gewerkschaften fehlten, zusammenbrachen. Als diese Bewegung beendet war, tauchte die Forderung nach einer einmaligen Zuwendung für jeden Bergarbeiter in Höhe von 800 bis 1000Mark auf. Be- giündet wurde die Forderung damit, daß die preußische Re- gierung im Jahre 1915 angeordnet habe, daß die Gruben- und Hüttenbesitzer eine löprozentige Lohnerhöhung zu zahlen haben. Da nun in Oberschlesien dieser Aufschlag nicht ge- zahlt wurde, so sollten die Grubenbesitzer dieses Geld auf einmal nachzahlen. Die Gewerkschaften gaben sich die größte Mühe, um den Arbeitern diese törichte Meinung auszureden. Es war jedoch alles umsonst. Mit Erbitterung wurde an dieser Forderung festgehalten. Die u n g l a u b l.i ch st e n Gerüchte wurden erzählt. So wurde u. a. in einer öffent- lichen Konferenz der Ausschußmitglieder der Gruben be- bauptet, daß eine englische Kommission, die damals in Ober- schlesien weifte, bei cincr Verhandlung mit dem Arbeiteraus- schuß der Deutschlandgiilbe erklärt habe, die Forderung nach einer einmaligen Entschädigung von 800 Mark sei berechtigt, und die Grubenbesitzer müßten diese Summe zahlen. Die englische Kommission würde dafür sorgen, daß diese Forde- rirng der Bergarbeiter bewilligt wird. In Wirklichkeit stellte eS sich heraus, daß die englische Kommission keinerlei Verhandlungen mit irgendeinem Arbeiterausschuß gehabt hatte. Ihre Aufgabe war lediglich, festzustellen, wie die Kriegsge- fangenen behandelt und wie sie untergebracht wurden. Als sich die Grubenbesitzer außerstande erklärten, diese Forderung zu bewilligen, verlangte man die Aus- zahlung der Summe vom Staate. Die Minister Hirsch und Landsberg kamen nach Oberschlesien und versuchten, den Bergarbeitern diese Forderung auszureden, denn es war natürlich nicht möglich, daß der Staat den ober- schlesischen Bergarbeitern eine derartige Zuwendung machen konnte, denn mit demselben Augenblick wären, und zwar mit Recht, auch die übrigen Bergarbeiter und andere Arbetter im Reicks an die Regierung mit derselben Forderung heran- getreten. Alle Bemühungen, diese Angelegenheit in Güte beizulegen, blieben ohne Erfolg. Ein erbitterter, wochenlanger Streik war dieFolge, der für die Bergarbeiter selbstverständlich erfolglos enden mußte. Nachdem diese Bewegung beendet war, setzte ans fast allen Gruben die Absetzung der Beamten ein. Br- stritten kann nicht werden, daß viele Beamte während de§ Krieges und schon früher die Arbeiter unwürdig behandelt haben. Das Bestreben, nunmehr Nergellnng zu üben, war deshalb menschlich verständlich. Leider wurde auch hier durch die Hetze unveranttvortlicher Elemente der Bogen von der Arbeiterschast überspannt und von dem Rachegefülil der Ar- bciter neben schuldigen auch unschuldige Beamte betroffen. Vorgänge, die mehr als 15 Jahre zurückliegen, wurden aufgewärmt und die Entlastung der Beamten wegen ihrer damaligen Stellungnahme gefordert. Die Organisa- tionsvertreter haben alle Beschwerden gemeinsam mit der Bergbehörde und dem Staatskommissar geprüft und eine ganze Anzahl Beamte, die sich schwere Vergehen gegen die Arbeiter hatten zuschulden kommen lassen, wurden entlassen, oder ihnen eine andere Tätigkeit zuszewieien. Di« Organ:- sationen konnten sich aber auch in dieser Angelegenheit nur aus den Boden des Rechts stellen und mußten die eigen- mächtige und gewaltsame Entfernung von Beamten. wie sie sich leider in sehr vielen Fällen ereignete, verur- teilen. Die polnifch-bolschewistifche Organisation leistete auch hier das mensdlenmöglichste an Verhetzung und sie fand dnrckl die spartakistischen Elc- m e n t e tatkräftig« Unterstützung. Durch Verhandlung mit dem Unternehmerverband wur- den am 25. und 26. April erneut erhebliche V e r b e s s e» rungen der Arbeitsverhältnisse erzielt. TaS Hauptziel dieser Verhandlung war. die 7-Stunden- s ch i ch t fiir die Bergarbeiter zu erreichen. Der Unternehmer- verband bewilligte jedoch.nur die 7�-reiten, stellten die Obleute in einer erneuten Konferenz abermals Forderungen auf, die fast nur p o l i t i- s ch e r?? a t u r waren, und deren Erfüllung rmi größten Teil bereits zugesagt war. Am Freitag, den 15. August, fanden abermals Ver Handlungen unter dem Vorsitz des Staats- lommissars statt, an der alle Organisationen, einschließlich des polnischen Zentralverbandes, und der Arbeitgeberoerband teilnahmen. In dieser Verhandlung wurde einstimmig folgender Beschluß gefaßt: t. Der Streik wird von keiner der Borgenrnrnten Gewerkschaften geführt, gilt als wilder Streik, hat also daber keine Berechtigung und mutz sofort beendet werden. Die Arbeit ist sofort aufzunehmen. 2. Nach Beendigung des Streiks beruft der Staatskommissar eine Konferenz der vorgenannten Organisationen ein, tn der die Punkte s) Wicdereinstellung der Gemaßregelten, d) Wiedereröffnung der stillgelegten Betriebe, e) Milderung des Belagerungszustandes, d) Haftentlassung etwaiger politische: Häftlinge, verhandelt werden sollen. Die Vertreter der Organisationen uns der Staatskommissar erklären, daß nach eingehender Prüfung den Forderungen, soweit sie berechtigt sind, stattgegeben wird bzw. diese an zuständiger Stelle zur Durchführung vertreten werden sollen. In dxr Verhandlung erklärte sowohl der Arbeitgebe rver- band wie die Gewerkschaften sich mit dieser Entschließung einver- standen und dokumentieren damit den Streik als unberechtigt, als wilden Streik. In feinem Schlußwort richtete Staatskommissar Hör- sing, nachdem die von ihm vorgeschlagene Resolution angenommen war, an die Arbeitgeber das dringende Ersuchen, alle Arbeite; die entlassen wurden und sich nicht eines direkten Derbrechens schuldig gemacht haben, wieder einzustellen, und zwar noch ehe in Verhandlungen eingetreten wird. Gegen- über den Organisationsvertretern erklärte er in feierlicher Weise, daß alle Gemaßregelten Wieder eingestellt werden. Seine Erklärung lautet wörtlich wie folgt: Ich erkläre feierlich und verbürge mich dafür, daß alle Ge- maßregelten, soweit sie sich schioercr Vergehen und Ver- brechen nicht schuldig gemacht haben, sofort eingestellt werden, sobald die Arbeit aufgenommen ist. Sollten sich die Her- ren Unternehmer nicht dazu bereitfinden lassen, so werde ich den Nc ichswchrmi n i ster bitten, eine Verordnung zu erlassen, die dic Arbeitgeber zwingt, die Gcmaßregelten wieder einzu- stellen. Durch diese Verhandlung war freie Bahn geschaffen, und wenn schon vorher kein Grund zum Streiken vor- banden war, so war er nunmehr vollends sinnlos geworden. Daß der Streik trotzdem nicht beendet wurde, lag an der tendenziösen und aufreizenden Berichterstattung von der Einigun�Skonferenz in einer Konferenz der Obleute, die nach- her stattfand. Zu dieser Konferenz waren die deutschen Or- ganisationen nicht eingeladen worden. Anstatt aus die Obleute in versöhnendem Sinne einzuwirken, begann Herr A d a m e k, der Vorsitzende des v? l n i- schen Zentralverbandes, seine Ausführung mit einer Hetzrede auf den Staatskommissar Hörfing. Auch die übrigen Organisationsvertreter wurden von ihm in verletzender Weise heruntergerissen. Die feierliche Erklärung des Staatskoin- missars bezüglich der Wiedereinstellung der gemaßregelten Bergarbeiter wurde den Obleuten verschwiegen. Die Folge war, daß die Einigungsverhandlunyen umsonst ge- führt worden waren und der Streikweiterging. Da mittlenveile der polnische Auf st and aus gebrochen und das Standrecht verhängt worden war, so war damit die Tätigkeit der Gewerkschaften zur Aufhebung des Streiks be- endigt. Diese Darlegimg, die von keinem Kenner und sachlichen Beurteiler der oberschlesischen Bergarbeitekderhälhrrisse be- stritten werden kann, dürfte geeignet sein, dein Uneingeweilsten und fremden Beurteiler einen klaren Einblick in die obec- schlesischen Verhältnisse zu geben. Sie lassen deutlich er- kennen/ daß der Streik keinerlei w.i r t s ch a f t- liche Ursachen hatte imd auch in politischen Gründen keinerlei Berechtigung hatte. Sein Zweck sollte lediglich sein, die obcrschlesischen Bergorbeiter den großvolni- schen Bestrebungen, wie sie sich in diesen Tagen in Oberschlesien gezeigt haben, dienstbar zu machen. Dieie Absicht ist zwar mißlungen, dafür aber sind Tausende sonst braver Arbeiter mit ihren Familien ins Unglück gestürzt worden. Julius Frauz- Aattowitz. Offener 6rief an d> e.Berliner Illustriert« Zeitzung*/ Wir werden ersucht, der folgenden Zuschrift Raum zu geben: In der letzten Nummer bringen Tie auf dem Titelblatt Ihrer Zeitschrift unter der Ueberschrist:„iZbert und Noske in der Sommerfrische" ein den Reichspräsidenten und den Kriegs- minister im Badekostüm lächerlich machendes Bild. Sie scha- nen bei der Veröffentlichung dieses Bildes kein Bewußtsein davon gehabt zu haben, wie absolut würdelos und unpassend eine derartige Reproduktion ist und wie sehr Sie unserem Ansehen im In- wie im Auslände damit schaden. Ein Volk, das etwas auf stch hält, würde niemals die obersten Repräsentanten der Staatsgewalt in einer derartigen, wie ich glaube rein fiktiven Haltung und Situation abbilden. Wenn Sie da? nicht wissen und dafür kein Verständnis haben, so können Sie stch dielleicht-einmal überlegen, ob Sie nach den bei Ihnen üblichen Anschauungen von Wohlanständigkeit im öffentlichen Leben den Reichspräsidenten nicht das nächste Mal auch noch in anderen Situ- ationen Ihren- Abonnenten vorsetzen. Im Prinzip kommt das aus ganz dasselbe hinaus. ES ist eine geradezu schmähliche Darstellung, über die jeder entrüstet sein mutz, der sich etwas von jenen Gefühlen bewahrt hat, die jeder Staat, der bestehen will, bei seinen Bürgern voraussetzen muß. Wenn etwas beweist, wie absolut notwendig die Sozial:- sierung der Presse ist, so ist eZ diese Nummer der„Illustrierten Zeitung". Ich hoffe, daß gegen ein derartiges verletzendes und nur von gewissen Leuten belachtes Bild noch von anderer Stelle ringe- schritten werden wird und daß dem Redakteur, der stch erlaubt, die Oesfenrkichkeit in dieser Weise herauszufordern, in Zukunft keine Gelegenheit mehr geaeben wird, die von dem Volke selbst gewählten Vertreter der Republik weiter in dieser Form zu beleidigen. Dr. OZear Stillich, ,• Dozent an der Humboldt. Hochschule, uiil> 32 Mitunterzeichner. MtiabstmenAbeweglmg in Amerika. lEi g e n er Drahtbericht des„Vorwärts".) Kopenhagen, II). August.„AarhuS Stift Tidende" verösseut« licht einen interessanten Bericht an das dänische Rußenministerium über die Trinkverbote in Amerika. Das absolute Verbot tritt erst am 16. Januar 1920 in Kraft, aber heuie liegen die Dinge berei.s so, daß der größte Teil der Vereinigten Staaten durch die Staats- gesetze und städtischen Verordnungen trocken gelegt sind. 1000 Brauereien, 230 Destillierfabriken und über 300 000 Salon S und Eafc'S werden geschloffen. Du» diesem Betriebe wird ein Kapital von über 1300 Milliarden Dollar frei,'Tö 0(x) Arbeiter werden beschäftigungslos und der Staat geht einer Einnabmequelle ver- lustig, di« auf zirka 800 Millionen Dollar jährlich veranschlagt wird. Man möcht« bereits jetzt, versuchen,'das Verbot als gesetzwidrig umzustoßen, doch ist e? z w e i f e l h a f t, ob dies gelingt. Die Unzufriedenheit über das Gesetz verbreitet sich von New �ork aus überall hin. und die Arbeiterschaft droht unter dem Schlachtruf:..Ohne Bier keine Arbeit?" mit dem Generalstreik, wenn das Verbot verwirklicht wird. Der 18. Januar 1920 wird ein bewegter Tag in Amerika werden._ C!ne Mklaefs. Ter Offsisierftellvertreter Reuendarr bittet uns mitzuteilen, daß er persönlich für den„Offenen Brief an Oberst Reinhard" einsteht und nicht der„Bund inaktiver Unteroffiziere" als solcher. i eichte nicht ihren Zweck. Schließlich antworteten die Tmbm- besitz er mit Repressalien und entließen eine Anzahl Arbeiter, die sich bei der Agitation gegen die Wiederernstellung der Grenzschutz-Arbeiter hervorgctan hattest. Zu derselben Zeit,«ls diese Vorgänge spielten, wurde die Lithandrs- und Fürstcnzrube stillgelegt. Die Ver- waltung der ersten Grube begründete diese Maßnahme da- mit, daß die Leistung um 60 Proz. zurückgegangen sei und sie monatlich Hunderttausende von Mark Zuschuß zahlen könne. Durch Vermittlung der Organisationen erklärte sich die Ver- waltung bereit, die ynrbe wieder in Betrieb zu setzen, wenn die Arbeiterschaft die 7iHstünd:ge Schichtzeit innehält und sich ie�en Eingriffs in die inneren Derwsltungsangekegenheiten enthält. Auch sollte sich die Belegschaft verpflichten, die Leistung iu steigern. Dieso Vereinbarungen, an denen die Organiiationsvertretcr mitgewirkt hatten, konnten ohne weiteres angenommen werden, da sie nichts enthielten, was die Rechte der Arbeiter beschnitt. Tie Agitatoren des polni- schen Zentralverbandes empfahlen jedoch in einer Beleg- schaftsverfammlung die Ablehnung dieser Vereinbarung. Die entgegengesetzten Ausführungen der OrganisationSvertretcr wurden nicht angehört. Daraufhin erklärte die Grubenver- waltung, daß sie nunmehr die Grube stillege.- Bei der Fürstengriche verhielt es sich ähnlich, imr war hier der Konflikt aus dem Grunde entstanden, weil sich die Arbeiter weigerten, die Arbeiter und Beamten, die vom Grenzschutz zurückkehrten, zur Arbeit zuzulassen. Der unter Mitwirkung deS polnischen Zentralver- bandes gegründete Verband der Obleute hielt Nim eine Konferenz nach der anderen ab, bcren Ziel war, die ge- werkschastlichen Organisationen auszu- schalten und die Anerkennung dieses sogenannten Ver- bandeS zu erzielen. Auch verlangte er, daß ihm Bureau- räume mit vollständiger AnSstattimg zur Verfügung gestellt und der Vorstand dieses Verbandes angestellt werde. Die Forderungen, die am 10. August aufgestellt wurden, lauteten wie folgt: 1. Restlose und sosvrisx- Einstellung derjenigen Arbeiter, denen gekündigt bztv. di« bereits entlassen, 2. Zu der Einstellung der Grenxschutzleute In ihr früher«« Arbeitsverhältnis kenn erst dan-n Stellung genommen werden, bis zu Istunkt 1 samtliche entlassenen Arbeiter eingestellt sind. 3. Entlassung der politischen Gefangenen. 4. Den Delegiertenverband der Obleute OberschlcfienS voll und ganz als vertragsmäßige Instanz anzuerkennen. v. Volle Garantie für ungestörtes Tagen der Delegierten und unentgeltliche VerfiigunfSstellmig eines Raumes(Saales) und Bureauräum« nebst dem dazugehörigen Inventar. 8. Volle Erttscfr&bigunz derjenigen Delegierten, die die Jnter- essen der Arbeiterschaft vertreten.(ES dürfen 4 bis 5 Personen in Betracht kommen, die künftig ihren Titz in den geforderten Räumen haben»«-den.) 7. Aufhebung der Erengfporre und deö Belagerungszustandes. Diese Fordeningen, die den Organisationen übermittelt wurden, waren mit folgendem Schlußpassus versehen: Die. ganze Arbeiterschaft Oberschlesiens fordert binnen 24 Stunden ein in diesem Sinne günstiges Resultat, widrigenfalls die schärfsten Maßnahmen ergrfffen werden, denn die Arbeiter- schaft Oberschlesiens ist nicht gewillt, sich irgendwie van den Ma- chinationen und Jntrignen des Arbeitgeberverbandes einschüch- lern zu lassen. Die Obleute. In 24 Stunden war es natürlich nicht möglich, eine Sitzung mit dem Arbeitgebsrverband herbeizuführen. Bevor überliaupt Verhandlungen zustande kamen, verkündeten die Obleuti) am Montag, den 11. August, den Streik. In einer Verhandlung, die am Mittwoch, den 13. August, siatkfand und an der ein Vertreter des Staatskommissars und des ArbeitgeberverbandeS sowie die Organisationen und die Obleute teilnahmen, erklärten sich die Organrationen und der Vertreter des Staatskommissars bereit, für die Erfüllung der Forderungen, soweit die möglich und soweit sie berechtigt sind, einzutreten. Das Rätsel öer Milchstraße. Von Svante?Or r h« n i u S. Der bekannte schwedisch«»Istronom bat seine deutlchen Leser mit etnem neuen Buche«rireut(Der Lebens- lous der Planeten. Verlag der A.'adcinilchcn Verl«fisze!el!schait,-»e.pzig). Es vereinigt, wie die von unS wiederiepebe*« Probe zeigt, wissenschaftlichen Emst mit populärer Darslellung und hält sich fern von billigen Phantasterecen über Marsbewohner und äbnlicheui, die immer«teder erneuert werdeu. Di« Schrift, gehört iu jede Votksbtvlothek. In dunklen, stevizklaren Rächten bemerkt man am prächtigen Sternenhimmel ein unregelmäßiges, über den Himmel sich hin- ziehendes Lichtband. Dieses Band setzt sich noch übi-P den Teil de? Himmels fort, dessen Anblick uns entzogen ist, so»aß man sagen kann, daß«S wie ein«ürtel da? ganze Himmelsgewölbe umschließt. Dieses am nördlichen Sternenhimmel am kräftigsten erscheinende Band nennt man die Milchstraß«.&S steht etwa 50 Grad gegen den Aeguatok geneigt und teilt den Himmel in zwei nahezu gleiehe Teile, von donen der nördliche etwas größer ist. Die antike Welt und auch die ganz« Mensehheit hatte aber bis vor ungefähr 500 Jahren kaum«ine Ahnung von der«uherordent- lich großen Bedeutung der Mllchstraße. Ana�agoraS und Demo- kritoS vermuteten gloichwahl, daß sie«uS einer großen Zahl dicht zusammengehäufter. außerordentlich kleiner Sterne bestünde, die von derseloen Beschaffenheit wären wie unser« Sonne. PtolemaioS beschrieb vor nahezu WOO Jahren ihre Sag« am Himmel, und diese Beschreibung stimmt noch heutigen TageS. soweit man mit unbewaffnetem Auge bevbachtet. Das von Galilei eingeführte Fern- robr bestätigte die Aasicht, daß die Milchstraße«ine Ansammlung zahlloser Sterne sei.»or nach nicht ganz 200 Jahren-nachte Swedenborg sie zum Gegenstand laSmogonischer Betrachtungen. nach denen daS Sonnenshstem zu Ihr gehören sollte. Wright. Kant und Lambert führten diese» Gedanken weiter au». Weiterbin wurde kein nennenswerter Fortschritt«macht, bis der große William Herschel durch seine statistischen UnicVsuchungen zeigte, daß die Sterne um so dichter beieinander sind, je näher der Milchstraße fi« stehen. An manche» Stellen der Milchstraße liegen die Sterne mehr»l? hundertmal s« dicht als an ihren Polen, das beißt an den von ihr f» iveit als möglich entfernten Punkten. Nach Hörschel find die statistische« Untersuchungen von Struve aufge- nommen und später von viele« F»rschern fortgesetzt Warden. Durch dies« Untersuch, ipigen ist festgestellt worden, daß die Milchstraße sozukage» die«rundfest« bildet, auf welcher da« für uns sichtvare Sternsystem ausgebaut ist. Alle verschiedenen Arien von Himmelskörpern, die durchforscht Warden sind, sind alle um die Milchstraße als Svmmetrieebene angeordnet und meist um sie stark angehäuft. Hierher gehören die neuen Sterne, die mitunter auf- flammen, wie der bekannte neue Stern im Perseus von 1901; sie liegen fast sämtlich in der Milchstraße oder in ibrer unmittelbaren Nähe. Ferner gehören hierher die unregelmäßige» Nebel, große, weit ausgebreitet««asmass»«.»vn denen der Orwnnebel der best- bekannte ist.»pd fe- d» Usnafcxie«tSgllmache« jcheivgn, aus der die Sterne hervorgingen. Hierher gehören auch die Sternhaufen, dichte, kugelförmige Anhäufungen von Sternen, and die fsgenann- ten planetarischen Nebel, die— wenigstens in ihren sichtbaren äußeren Teilen— ebenfalls aus kugelförmig oder ellipsoidisch gestalteten GaSmassen bestehen. Im Gegensatz zu all diesen kommen die zahlreichen Spiralnebel unvergleichlich reichlicher in der Umgebung der Milchstraßenpole vor als sonst im allgemeinen am Himmel. Nach der Ansicht vidier Astronomen ist die Milchstraße selbst ein Nebel. Meistens wird angeiimmnen. daß sie sehr nakie einem Sviralnebel entspräche, eine Ansicht, die von dem hollandischen Astronomen Gafta» warm verfochten wird. Eastoni Auffassung ist sehr wahrscheinlich. Nach den neuesten Untersuehrnwen von Shapleh(1d18l gcbören die Sternhaufen gewissermaßen zum Milchstraßen'pstem, das dem- nach«inen Durchmesser von wenigstens 300 000 L'cküjahren befipt. Was wir bisher als das Milchstraßensvslem angesehen babem ist nur ein kleiner Teil von dem enormen Gebilde, dessen fast unfaß- bar riesige Dimensionen unS durch die Untersuchungen der Stern- hausen enthüllt werden. Die einzelnen Sternhaufen besitzen Massenverhältrusse. die von der gleichen Größenordnung find wie diejenige der Sammlung von Sternen, welche dem Milchstraßen- system mit Ausnahme der planetarischen Nebel und der Stern- Haufen angehören. Einer ungeheuren Qualle gleich schwimmt die Milchstraße in dem unendlichen Aether. Ihre Ausmaße verhalten sich zu den- jenigen der Erdkugel wie die Dimensionen dieser letzteren zu den«» eine» Atom». Der irische Physiker Fournier D'Albe bezeichnet die Weltkugeln als di« Atome, aus denen die großen Weltsysteme, wie die Milchstraße, in derselben Art aufgebaut sind wie die Erde und die anderen Gestirn- au» den für uns unsichtbaren Atomen, deren Größe doch mit höchster Genauigkeit festgestellt ist. In poetischem Schwünge zögert Fournier D'Albe nicht, dem MilchstraßenorganiSmuS Leben zuzuerkennen. Eine gewisse Ana- log!« mit einem Lebewesen kann ihr nicht abgestritten werden. Der große Nebel ist au» der Bereinigung zweier Individuen, zweier auf der Wanderung durch den Welten räum sich begegnenden Nebel. bervorgvgangen. Da la� nun der Neugebvren« und streckte seine Fangarme in den kühlen Aetberwogen aus und tWwkr? und nährte sich von den Neineren Geschä"s-n, die ibm der Wellenschlag zu- führte. Nun ist er ans der Höbe keiner Entwicklung und beginnt dem Zerfall in seine Moleküle, die Sonnensysteme, entg-genzuaehen. Diese aber, aus ihren Atomen den Gestirnen anfgebaut, stürzen hinaus und durchrasen in gewaltigem sugendlichen Taumel den Raum und leben ibr eigenes besonderes Leben. Allmählich wer- den sie durch die Wirkung des Strahlungsdruckes zum Teil zu Staub zerfallen, der einem neuen jugendkrisch-n Nebel zur Nahrung dienen wird. Der Hauvtteil wird dem Kältetod anbeim- fallen und erst durch Zusammenstoß mit einem Nebel oder dichterem Himmelskörper in Form eines„neuen Sterns" zu neuem Leben erweckt werden, llnd so werden diese iungen Himmelskörper wiederum den Kreislauf de? Daseins erfüllen und nach einer, im Verhältnis zu ibren Dimensionen auf Millionen Billionen Jahre zu schätzenden Lebensdauer neuen Himmelsgebilden Das»i« geben. Und st» Vit* gl b» gangem KreiSgang stch wiederholen. Wavnertheater: ,Cme Sallnacht�. Im Wallnertheai-r liek die neu- Operette von OSkae StrauS mit der Behendigkeit und dem Gleichmaß eines guten Uhrwerks ab; in das Ticken hinein klang die sinnlich sehwimzei'.ds Gliedern tanzt. Das heißt aber schon für eine Operette Glück und Melodie eines Walzer«, der uns ein« Nacht lang nicht mehr aus den nachhaltiger Erfolg. Das Erlebnis e:»er hübschen Probiermamsell, die der Laune einer Hochgeborenen zuliebe einen Abend lang Kom« teste spielen darf, dabei aber mehr cckS die Hälfte ihres Herzens an den Prinzen ihrer Träum« verliert— diese» kleine Erlebnis mit vielem launigen Drum und Dran, mit allem Charme und aller Freude und aller kleinen Wehmut, füllt drei flott, aber schematisch gezimmerte Akt«. Jacobson und Bodanzky sind für manches Lachen und für ein paar salzige Tränen verantwortlich. DaS Unzeitgemäßz der Handlung wird gemildert durch das Märchenhafte der Stimmung: und rituelle Bonmols verderben nichts. Der erfahrene StrauS richtet«m ßhmackhaftes Menu von Me- lodien, Couplets, Tänzen her, in denen einige Zutat.-n wohl Neu- auflagen eigener älterer Fabrikation sind. Schadet nichts, der Gau» men schmeckt kaum einen Ersatz heraus und ein Duett zwischen Fürst und Mamsell zeigt sogar Offenbachsche Farben. Der Operettenton ist nirgend» zu originellerer lleberhcblichkeit gestiegen, aber auch nie ins Banal? abgeglitten: mjt leichter Hand unterstützt der Orchester» musiker StrauS den Erfinder von Schlagern. AuftrittSlied de? Fürsten und des Kommis Willi. Duett zwischen Mamsell und Onkel, daS Damenlied im 2. Akt gerieten all« bis zur gründlich auSge- kosteten Dakapo-Seligkeit. Kätb« Dorsch war in ihrer natürlichen, auirligcn Art von ansteckender Laune, nicht minder d-r bewegliche, temperamentS- besessene M a tz n e r. Die richtige Komtesse sang Wagda Alma ungewöhnlich gut, spielte aber im letzten Akt opernhast steit. Becker jeets als junger Fürst: hübsch und elegant und spielge- wandt. Muß er da klar? Töne bilden? Der Humor kam sechst! bei Waßniann zu kurz. StrauS dirigierte sich mit seinen Helwr» «nsn rauschenden Erfolg. K. S. •/ fbftjcn. — Die Korruption in der Filmsournalistik. Der Filmpresseverband, die Vertretung der Filmjournalisten, bat sich mit der angeblichen Korruption in der Filmpresse besehaftigt. Er erklärt, daß der weitaus größte Teil der Behauptungen un» richtig ist. Gewisse Mißstände, die aber mit Korruption»ichls zu tu» haben, werden abgestellt. DaS Wort haben jetzt der mutige Alarmrufer und der Kartell- rat der detttschen Filmindustrie, dar sich zur Unterdrückung der Mißstände öffentlich bereit erklärt hat, und schließlich di? deutlich genug bezeichnete Zeitung.. S. R. Weis«, der Lehrer an der UnterriehtSanstalt de» Kunstgewerbemuseums, bat einen Ruf als Direktor der' Basische» Kmchgewerbejchul«»ach Karlsruhe erhalten. Gefechte in Kronftaöt. lTigener Drahtbericht des. V o rw.ä r i?'.) Kepenhagen, M. August. Die in Dtmkholm erscheinende »Dagens Nqther" ersahren auS HelsingforS: Flieger, die gestern über Kronstadt fuhren, berichten, dast auf dem Markte regelrechte Gefechte Mischen Bewaffneten und der Bevölkerung stattfanden. Eine Menge Leichen lagen auf dem Markte und in den anliegen- wn Straßen umher. In den Ströhen wird stark seschosicn. AuZ Mborg wird gemeldet, daß man Donnerstag ein paar Stunden lang fortgesetzt Schießen aus der Gegend von Kronstadt gehört habe. Man nimmt an, daß englische See- und Luftstreitkräfte in Wirksamkeit waren. Ein Flugzeug aus Kronstadt warf, ohne Schaden anzurichten, Bomben über TerZjaki ab. Er geht nicht. Der Kampf um die Herrschaft in Budapest geht weiter. Friedrich, der Ministerpräsident des Erzherzogs Joseph. weigert sich, seinem Herrn in das Exil zu folgen und de- trachtet sich als Herrn von Ungarn. Er erließ eine Prokla- mation, die ebenso verlogen wie selbstbewußt ist. Er er- klärt; Ich kann nur auf einen Befebl der Entente von meinem Platze weichen. Solange dieser nicht da ist. bleibe ich auf meinem Posten, denn nach mir kommt nur wieder, wenn auch vielleicht in etwas verkappter Form, der Bolschewismus. Freiwillig werde ich erst gehen, wenn Ruhe und Ordnung im Lande gesichert sind und ein glatter Verlauf der Wahlen für die Nationaiversamm- lung garantiert erscheint. Aber nur, um andere» Parteien zur Befriedigung ihrer persönlichen Säjpittmonen Platz zu machen. gehe ich nicht..Dazu habe ich s!) nicht Ungar» vom Bolschewismus befreit! Auch die Habsburger schmieden in der Schweiz Pläne zur Wiederaufrichtnng ihres Thrones. Und währenddem hungert das ungarische Volk, lähmt die Angst um die Wieder- verhängung der Blockade, um neue Greucltvten der weißen Offiziersbanden jegliche Arbeit. Aber das kümmert die hohen Herren nicht. var im jetzigen Augenblick etwas sonderbar an, wird jedoch verständlich nach den Ausführungen, die in oer gestrigen Sitzung des Vereins der Saalbefitzer über das Thema.Ztachilokale uns Polizeistunde" gemacht wurden. Es wurde dort bitterste Klage geführt, daß die Behörde so gut wie gar nicht gegen die Besitzer von Bars, Dielen und sogenannten LuxuSlokalen einschreiten, welche ihre Etablissements allen Verordnungen zum Trotz die ganze Nacht über geöffnet halten. Es wurde bewnt, daß vor einigen Wochen ein Beirat, der aus Gastwirten besteht, dem Landes Polizei- amt zur Ermittelung derartiger GesetzeSübertreter zur Berfüguckh gestellt worden ist. Der Beirat hat in Dutzenden von Fäl» len festgestellt, daß gewisse Lokale bet einer ge- radezu ungeheuerlichen Lichtverschwendung bis inöie späten Morgenstunden hinein geöffnet sind. Olwvhl der Beirat dem Landespolizeiamt und den Bezirks- iimtsrn in jedem einzelnen Fall vollständiges und umfangreiches Material zur Bcrfügung stellte, ist gegen derartige Lokalbesitzer nicht dnS mindeste erfolgt. DciS LandeSpolizeiamt hat zwar in einigen Fällen zugegrüfen, dann jedoch eine vorsichtig abwartende Haltung angenommen, da die Kellner derartiger, wie gestern betont wurde —.Nepplokale"— gegen eine Schädigung ihrer Interessen pro- testierten. Daß die Polizei tatsächlich auch nicht die Macht hat, gegen Uebcrtreter der Verordnungen vorzugehen, zeigt folgender be« sonders krasser Fall: In einer Diele im Norden der Stadt er- schienen vor einigen Wochen fünf Bassermannsche Gestolteu�die sich kurz vor der Polizeistunde häuslich niederließen und Getränke be» stellten. Ms der Kellner daraus aufmerksam machte, daß das Lokal geschlossen werden müßte, erwiderten die Gäste:.Das bestimmen wir!" Der Wirt schickte schließlich zur nahe gelegenen Polizeiwache und alsbald erschienen fünf Polizeibeamte und ein Wehrmann. Die fünf Gäste, die bewaffnet waren, nahmen sofort cme'fo drohende Haltung an, daß die bewaffnete Macht erklärte, sie könne hier nichiS ausrichten und sich zurückzog. Die späten Gäste kneipten bis in die ersten Morgenstunden hinein. Acht Tage später wiederholte sich der Vorfall. Die fünf Zecher erschienen wieder und als der Wirt, um Unannehmlichkeiten mit der Behörde vermeiden, von seinem Haut- recht Gebrauch machen wollle, richteten di«„Gäste" ihn deram zu, daß er heute noch im Krankenhaus liegt.— ES wurde ferner darauf hingewiesen, daß cS im Westen Berlins etwa IVO Loiele gibt, welche während der ganzen Nacht ge- öffnet h o l ten. In der Motzstrahe beispielsweise stehen Dutzende von„Anreißern", welche den im Auto ankommenden Gästen oder' Passanten unverblümt die Mitteilung machen, wo er„ungeniert sich ausleben könne". Das alle» gescheht unter den Augen der Polizei, die dem Treiben umchtloS zusehen. Der Massenverbrechrr Friy Schumann wird haute, da die Er- mittlungen über seine Straftaten zu einem gewissen Abschluß ge- langt sind, von der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft beim Landgericht III vorgeführt. Er ist nicht weniger als 50 Verbrechen überführt, wegen deren er sich vor Gericht zu verantworten haben wird. Unter diesen Verbrechen befinden sich nicht weniger als 7 vollendete und IS versucht« Morde. Außerdem werden ihm 9 Raub- Überfälle. 9 einfache und schwer« Diebstähl«. S Brandstiftungen und 11 versuchte und vollendete Notzuchtverbracheu zur Last gelegt. Dringend verdächtig ist er auch noch 5cS Mordes an die Prostituiert« Schreiber aus Spandau, deren Leiche aus der Spree gelandet wurde, und de? unbekannten Mädchens bei Staaken. Auch das Verschwinden des Pförtners Kaufe und des Arbeiters Ghzewst! wich von der Kri, minalpolizei mit dem verbrecherischen Treiben Schumanns in Zu- fammenhang gebracht. Di» Ermittlungen nach dieser Richtung wer« den zurzeit noch fortgesetzt. Tie Kommunalisserung der Milchwirtschaft. Die Interessen» gemeinschaft der märkischen Milchproduzcnten ist vom heutigen Tage an in den Besitz der Feitstells Gcoß-Berlin übergegangen. Der Be- trieb selbst wird der steifet B'''e an�st' dert.� Dft Arbeiter« welche gemäß dem kürzlich abgeschlossenen Vertrag eine Nachzahlung der erhöhten Löhne ab 1. April fordern, l»aben Urlaub erhalten, da im Augenblick ihre Verwendung nicht möglich ist. BtZ auf die Milch- kuranstalt am Vikwriapark sind damit alle Großbetriebe in den Besitz der Fettstelle übergegangen. Die soziakdemokratifchrn Angestellten der Post- und Tele- graphenverwaltung nahmen in einer vom Werbeausschuß nach der Sophienschule einberufenen Versammlung der BetriebsvcrtrauenS- leute fast aller Aemter Groß�Berlins, in der Genosse G r o n e f e I d über die ZentralarbeitSgemeinschaft und Genosse Heller über das Rätesystem referierten, nachstehende Resolution einstimmig an:„Die versammelten Betrtebsvertrauensleute der Postämter Groß-BerlniS sprechen dem Zentralrat der Arbeiterräte ihre Sympathie auS. Die Versammelten werden ihre volle Kraft einsetzen, daß die Wahlen nur nach Verordnung und im Sinne der Beschlüsse der sozialdemokrati- schen Partei durchgeführt werden. In der Zentralarbeiisgcmcin« schart so-ialdemokratischer Beamten erblicken sie eine feste Stütze im Kampfe um die politische Freiheit und um ihre politischen Rechte. Rene Filme. Edda Lindborg. Film. Wenn ei« bürger» liche? Ebryaar im Tiergartcnviertel den Filmflmmel kriegt und ein Siöck , Göttin, Dirne und Weib' zillammenspielt, so ist das ibre Sache. Wenn es aber dieses Wert als.Monumentalfilm' dem Publikum vorsetzen Null. so M das einzig Monumentale daran der durch Können und Skiifimack ungetrübte Dilettantismus. Auch di« Regle Schmidt-tzädlers war nicht zu merken.„_.,. Tb-ateramMoritz'platz. Früber 17. D. und noch ftüber vuegenbaaen-Saal. isl jetzt neii und arichmaSnoll-pbautastisch als cle- aanles Kino umgebaut worden. Als ErvssnungSfilM spielt man„BiondeS Kammer. Lichtspiele.'..Arme Thea�(nach dem Stratzschen Roman") ist ein Roman unter lauter seinen Leuten, die In. lirchengrogen Sälen speisen. Wer in dieiem Film sällt die mniiergitttlg saubere Regie aus, ebenso eine volpndele pbotvgraphifche Technik und qutcs, gcschmack» volles Spiel von Lotte Neumann, der TrSgerin der Titelrolle, an bis zur llcinslcn Nebenrolle., tll. P. Der Kabeltelegrammverkclir mit Nordamerika und darflb« hinaus ist vorläufig aus dem Wege über England wieder eröffnet wororn. Arbeiter- Tamaritcrbund. Kolonne Grotz» Verlin. Lehr» und llebungsstunde haben Montag Ti, Uhr: Bezirk O st e n, A b t. 4, Li ch- tenberg, Tchornlvcbersw. 69, Restaurant. Bezirk T e m P e I b o f, Berliner Str. 02. Restaurant, r- Freitagt Bezirk Norden. Abt. 2, UsedomNr. S3, Restaurant. � e z i r k Westen, Abt. III und VI, Zchöncbcrg, Borbergstr. 11, Zwstaurant. Freireligiöse Gemeinde. Morgen 11 Uhr, Klosterkirche: Vortrag des Herrn Dr. A. Rosenberg: Die Entstchuua des EhrijtentumS.— Harmonium: Am Meer(Schubert).— Gäste willkommen. Verein Arbeiterjugend(«ras,-Berlin. Jugendheim. Morgen Spielparte: nach Paprnberge. Tresjvunkt 7 Uhr Berolina. Das Heim wird nur bei ungünstiger Witterung geöffnet. Neukölln. Errichtung einer Lolkshochschule. Die städtisrhsri Körperschaften haben sich entschlossen,'eine Volkshochschule� einzu- richten. Die erforderlichen Vorarbeiten sind bereits getroffen, so daß mit dem Beginn der Kurse am 1. Oktober d. I. gerecynet werden kann. Die Zusammensetzung de? VolksbildunasausschusseS, der au? Miigliedern aller" Parteien be steht, bietet die Gewähr für die Dar» hietuhg einer wittlich kornrteilssrxien Wissenschaft. In Aussicht genommen sind'olgende Stoffgebiet«: Grundfragen der Wekts -Anschauung, Em führung in die Philosophie, experimentell« Ptysil, eyperimantellz Chemie, erdiundliche liebungen. Wanderungen durch dt» Mark, Photograph w. erste Hilfe bei Unfällen. Krankenpflege und B«Handlung, moderne Dramen. Malerei und Plastik, Anliihrng zu« künsilmffchcn S?b;n und Beobachten, Singspiele und Oper, Rede» und Bortragskunst, Sprachen, kommunale Wissenschaften, sozials Fragen, Spczialwissznschaften, Geld, Bank, Börse pp- Zu dieser» Kursen haben folgende Dezernenten ihre Mitwirkung zugesagt: Dck. Max Apcl. Dr. Arthur Lieber!, Dr. Halberstadt. Professor Mandelksobn. MfftelsckmlleHrer Kuschzlg, Professor Schoemchem Engelbert Graf, Kiekebusch, Dr. Bölsche. Bruno Wille, Theodor Kapvstein, Dr. Oldendorfs. I. Wolsf, Sohm-Yer, Cohn wiener, wx Deri, Leo Kestenbera. Dr. Hermann Hasse, Dr..Karl Ballod, Dr. Barge, Thrispien, Dr. Rieffert, Stegewald. Teilnehmer au Sprachkursen werden um baldgefällige Anmeldung im Rathause, Zimmer 220, ersucht. Grosz-Berliner Lebensmittel. Frtcdrichsfelde. Für die Dachen vom 18-24. und Ski.- ZI. August oelanat je Dotbe>/. Pfund AuSlandSmehl gegen Wgabe der ganze« Abschnitte II 15 und V>ö der Sinfuhr-usatztaRe zur Ausgabe. Dahlem. Sorn Mittwoch bi» sireüag aus den oberen Zlbichiiitt SZ der Lede'nswiitcikalle S59 Gramm Kimslhonig(40 Ps.i. Abschnitt 79 der Lebensmittelkarte 250 Gramm Nährmittel, Abschnitt 82 Milchkützspeise. Ab» schnitt 40 für Jugendliche 250(Urnrnm Nährmittel. Abschnitt 79 der Zucker« fmte 875 tSramm Zucker zum Pfnndpreise von öS Ps.(vom l. viS l». Sep- tember). Kartosteln aus die Abschnitte 39 der Kartofjclkarl« je nach Eingang der Mengen.>. � Lantwitz. Vom 1. MS 5. September auf Abschnitt 86 a—g der Kar- toffelkarle zü'ammen'29 Pjunb Kartosseln; Abschnitt 86 der ,?lcllchkarte 2b9 Krannn Flcilchwaren, ooranssichttich siieischkonserven oder Pöteisleisch; Ablchnit 78 der Arotz-Beiiiner LebenSmitlettartc-259 Gramm Teigwaren II; Abschnitt Gl! der Sinsuinzus-chiarte 259 Gramm amerikanischen Speck; Abschnitt ch U der Einsuhrzufatzkarte 299 Gramm Schmalz.> Nieder ichönhanicn. iluf Abschnitt 59(Kinder bis zu 2 Jabre«) >/, Piund Gerstenmebl. 2 Palet- KelZ; Abschnitt 86(Kriegsbeschädigte) ff, Pf>nd Morgentrant; Ablchnitt 7L 259 Gramm Haserstocken: AbschnM 53 ff. Psund Reis: Abschnitt 79 399 Gramm Graupen; Abschnitt 161 3 Pfund Kartoffeln._. Grsß-Serline? parteinachrichten. 18. Rdt. Die Funktionörsitzung findet nicht Montag, den L, sondern Monwg,, den S. Tepiember, statt. LS. Abt. Dt-nStag. 7 Uhr, Sitzung der Parteifunktionär« und Pe- trtebsnertraueuSIeute bei Lehmann, Alte Schönhauser Str. 25. 4L. Abt. Montag, 7 Udr, bei Fuchs Wcddingitr. 5, Funktionär- fitzung.— Mittwoch, den 3. Sept., 7ff, Uhr, Zahiabcnd w tolgenden Lokalen: Laitrinat, Maxstr. 22; Fuchs, Weddinzstr. b; Groll, HenningS- dorfer Str. 19; Klages. Utrechtsr Str. 29. Softaidemokraiisriier Veamtenanöschuft. In Schöneberg wnrd« nun naw dem sozialdiinokrattfcheii LehreraUSschus; zur Beratung der sozial- demokratischen Stadtverordnetenfraktion in Bcamtetisragen auch ein sozial- ditnokralischcr BeamteuauSschntz gebildet. Berewigutta soztalde!i,okrattscki»?Gebrer«nd Lehrerinnen Graft- Neri ins. S. P. D. Montag, 7ff, Uhr, im Jugendheim, Lmdenftr. 3; Wichtige Aussprache._ Gmersschaflsdavegung Achter verbaaöstag öer Gemeinös- unö Staats- arbeiter. In der Woche vom 1. bis 0. September tagt in Nürnberg der ackte BerbandSiag des Verbandes dev Gemeinde- und Staats- arbeiter Deutschlands. Neben der Erledigung der geschäftlichen An- gelegenbeiten stehen mehrere Borträge allgemeinen Charakters zur Veratunck- So wird der Redakteur des Berbandes, Emil Ditlmer, das Tbma t-.Die Sozialisierungsbeftrebungen in Staat und Ge- mejndo" behandeln. H Nach dem G e> ch ä ft« b e ribei einem ihr aufgezwungenen Kamps ihre Macht restlos zu gebrauchen. Nachdem einige Betriebsangelegenheiten erledigt waren, nahmen die Versammelten noch eine Resolution gegen vier Stimmen an, in der sie sich in schärfster Weise gegen die Exmission des VollzugSratS wenden und des weiteren geloben, ihre ganze Kraft für den Aufbau de? rein wirtschaftlichen RätesystcmS ein- zusetzen. Achtung, Hol.childb-mer! Am Mittwoch, den 8. September, abends 7 Uhr, im GewerkschaftsbauZ, Saal 3: Vertrauensmännerversammtunz. Tagesordmmz: 1. Bericht der Kommission. 2. OrganisationSsragen. Wer- retung jeder Werkstatt erwartet Die Branchenkominission. Berantw. fttr den redaktion. Zell: Alfred Scholz, Neukölln: für Anzeigen: Lheedoe Glocke, Berlin Verleg! Vorwörts-Vcrlag G. m. b. H., Berlin. Druck: Vorwärts» vuchdruckerei und Verlaaoanftalt Paul Singer u. Eo. in Berlin. Lindenür. S. MM-MM Velabergswez Dir. Bernl). Rose. Ab. L Sepiember 1919. Fortsetzung de» Gastspiel». Zum 63. Male Das Gesetz Soj. Drama o. Paul Bader. Regie: Felix M-inhardt. öNrev'AazWslösse hat dilliglt abzugeben 1 223/1* Srausbarg, hufciandstr. 22. Merdrähte Kabel— Citren Wachs and Dynarnodrabt Motsll jeder Art, auch Altmetalt für Auslandsbedarf, kauft zu Grossistenpreisen• Kabelvertriebsgesellschaft, Anrul: Pfalrburg 4559, Joacblai«PrledrlcfaoStr.34. ÄiMeler-kMer. der am Freitag gegen 2 Uhr nachm. eine Dame von Fran- zS|:slt>e: Str. 48 nach Halleschen Straße»9 fuhr, wird dringend gebeten, die zwei vergessenen Patcte gegen hohe Belohnung dort bei Marvltz abzugeben. Juckkrätze verschwindet In wenig. Tagen d. Reichels Krätzebalsam, der auch in den hartnäckigst. Fällen vollkommen sicher wirkt Fl. 4, so. Otto Reichet Berlin 43, Eisenbahnsir. 4. Neu erschien; Der Tripper und seine Heilung. Für jeden Erwachsenen wichtige Schilderung betreffend Entstehung, Hellung und Vorbeugung des Triupers von d. bek. Berliner Spczialarzt Dr. med. J. Gehrmann. Bezug geg. Einser.dg.v. 1,60 r.K. oder Nachn. d'J'Ch V.edizin.Verlag Dr. Schweizer, Abt. ZäZ. Berlin NW 87. Sauschule Ä, Meister' und Pollerkurse Ausführlich. Programm frei Bcrlaul im Fabrilmagavn N 31, Wattstr. 17 18. Pelzgarnituren l Wunderdare itreuzistchse von 190 Marl an! Alastafiichs« 75 Marti Echte Rotfüchse 90 Mark! Elegante Eilbersüchse, Elctsstchse, ftobilfüchs- kotoie all- anderen P-lzarten in großer Auswahl zu aller» illigsten Sommctpteifenl Herrenanzüge! Herrenpale» total Alpacatafchenl Schmuck» fachen! Leihhausl Warlchaucr- jtraße 7._____ 1119* Teppiche, Steppdecken, Diwandecken, Tischdecken, Gar» dinen. Potsdamerstraße Ii», Wch-t._:_ gentralbobbin. Singerlang» schisi. Fabritat Haid u. 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