Nr.49Ä.IS.Iahrs. VezugSprei», Etert(IiäI)rL 9,— Mk. montrtt l—Ät frei ins Hau», voraus zahlbar. Post- bezug: Monatlich V— Ml. rsP- Zu» stellungsgedühr. Unlrr Kreuzband für Deutschland and OeNerrrtch- Ungar» LLö Ml, für da« lidng»«usland lv 2ö MI» bei täglich einmal. Zuftellmtg s.2ö Ml. Postbestellungen nehmen an Dänemark Holland. lnuiemburg, Schweden u. die Schwel». Eingetragen in die Poft»Zetr>rng»-Pretslill«. Der»Vorwärts» mit der Sonntag»- beilage»Voll n. Zeit» erscheint Wochen- täglich zweimal. Sonntag» einmal, Morgen-Ausgabe. Tel egramm-Adreff« j «Sozioldemolrat Bettln'. V* Bevlinev Volksblstk. ( 15 Pfennig� «»zeige»preiS: Bw achtgeivaliea« Nonpareillezeil» kostet US0M!.«Kleine«u, eigen-, »a» settg«druckte Wort 60 Psg.(zulässig < settg«druckte Borte), jede» weiter» Wort Mi Psg. Stellengesuch« und Schlasstellenanzetgen das erste Wort 60 Psg. jede» weiter» Wort 00 Pig. Sorte Über Id Buchstaben zählen siir zwei Woae. Teuemngszuschlag 50»» Familien- Anzeigen, oolitlsch« und gewerkschaftliche Perein,- Anzeigen I« Rl. die Zeile. Anzeigen für di, nächste Zw imner müssen bi, S Ahe nachmittag» im Hauptgeschäft. Berlin S» SS, Linden strah» S. abgegeben werde». Seoffnet von s Uhr stllh bi» b Uhr«bald», Zentralorgan der Cozialdemokratifchen parte! Deutfcblanda. Neüaktion und Expedition: SV). 6$, Lindenstr. 3, Fernsprecher: Amt ÄllortNPla«, Nr. TälSO— I.3I.S7. Freitag, den 26. September 1919. vorwärtseverlag G.m.b. tz.» SM. v8, Lindenftr. 3. Kerniprecher: Amt Mariisplatz, Nr. 117 öZ— S1« Internationale Mrbeiterfoliöarität. (DrahLboricht umsereS Kopenhagener Korrespondenten.) „Sozialdemokraten" zufolge beschlossen die s k a n d i n a- vischen Gewerkschaften gemeinschaftlich eine Ga- rantiesummc von 10 Millionen Kronen anfzubrin- gen, durch die die deutschen Gewerkschaften in- stand gesetzt werde» sollen, für die skandinavische Valuta Lebensmittel in den skandinavi- schen Ländern einzu kaufe«. 4 Millionen Kronen entfallen auf Schweden, 3 Millionen auf Norwegen und 3 Millionen auf Dänemark. Aus Seiten der dänischen Ge- wcrkschaftsleitnng wird betont, dast man verpflichtet sei, an- gcsichts des niedrigen Markkurses den deut- schen Kameraden diese Handreichung zu leisten, zumal die nordischen Arbeiter im Lause der Jahre viel brüderlichen Beistand in Deutschland gesunden haben. Der dänische Anteil der Garantiesumme wirb durch die Arbeiterschaft selbst aufgebracht und zwar derart, daß die Mittel für den Fall eines bedeutsamen Konfliktes nicht festgelegt sind. So selbstverständlich eigentlich die gegenseitige Hilfe der Arbeiterklassen der verschiedenen Länder ist— die deutsche hat, wie ihr zuerkannt wird, keine Gelegenheit zur Solidarität versäumt—, so freudig ist doch die Entdethrng, daß in der Eiseskälte, in der der Krieg die nationalen Organisationen des Proletariats gefangen hielt, die echteste Blüte sozialistischer Gesinnung nicht erfroren ist. Ganz abgesehen davon, in wel» cher Weite der riesenaroßen Not des deutschen Proletariats durch die Aktion der nordischen Genossen gesteuert wird— die Handlung als solche ist für den deutschen Arbeiter, der sich verbittert für den Sündenbock des Weltkrieges betrachten lassen muß, eine seelische Tröstung und Erhebung. Aus der Internationale der gegenseitigen Vorwürfe und Diskussionen erwachsen die ersten Ansätze der Int er nationale hilfreicher Tat! Jchr gilt unser freudiger hoffnungsvoller Gruß, unser Handschlag zum Gelöbnis, Gleiches mit Gleichem, Treue mit Treue zu vergelten I Hegen üie Zurücksetzung üer besiegten. (Drahtbericht unseres Berner Korrespondenten.) Das leitende Komitee des Schweizer Gswerkschaftsver bandes hat beschlossen, keine Delegierten zum Ar- beiterkongreß in Washington zu entsenden, solang« die Arbeiter der Zentral mächte dazu nicht offiziell gemäß dem vom Internationalen Kongreß in Amsterdam gefaßten Beschluß eingeladen sind. vor üem englischen Eifenbahnerftreit. Die Eiscnbnhnrrkrise nimmt immer größeren Umfang an. Nach Beendigung der Beratungen im Ausschuß deS National- verbandcs der Eisenbahner über die Einheitslöhne erklärte der Prä- sident, daß der R e g i e r u n g ein Ultimatum gesandt worden sei, in dem das Regieruugsanerbieten abgelehnt werde. I» dem Ultimatum wird darauf hingewiesen, daß, fall« bis Donnerstag abend 12 Uhr keine günstige Entscheidung getroffen sei, der Befehl zum Streik ausgegeben werde. Eine günstige Antwort lag gester» nachmittag noch nicht vor. Falls sie nicht»och eintreffen sollte, wird heute mittag der Streik proklamiert werden. � Das Ministerium für Transportwesen»eröffentlid�eine Erklärung, in der es die Absendung des Ultimatums am Tage de? Uebergangs der Befugnisse deS Handelsamts ans daS BerkehrS- Ministerium als vollkommen unentschuldbar bezeichnet. Um die Forderungen der Eisenbahner z» erfüllen, würde der Güter. tarifansehnlich, vermutlich um mehr alS 5 0 P r o z st n t e r- höht werden müssen. Die» würde eine Mehrausgabe von 45 MU- lionen Pfund Sterling jährlich bedeuten. Nm 4 Uhr nachmittag» ist ein Ministerrat einberufen worden. /lusöehnung ües amerikanischen Streiks. Aus New Jork wird gemeldet: Der Streik hat sich in mehreren Städten des Westens erheblich ausgedehnt. Besonders Fabriken, die nickt dem Stahltrust angehören, haben sich dem Aus- stand angeschlossen. Wachsende Erbitterung. Der„Nieuwe Rotterdamsch« Courant" meldet ans Washington über den Streik in der amstrikanische« Stahl- i n d u st r i e: Der Streikleiter Foster erklärte, daß Z27 VW Arbeitte streiken. In Ohio, Illinois und Indiana sind hie meiste« Fabriken geschlossen. Ja Ohio stteiken 8700, im Bezirk Clevcland S5 OVO Ar. briter. In C l a r t o n bei Pittsburg haben am Sonntag neue Zu- fammenstöße zwischen der Polizei und den Stpzikcnden statt- gefunden. Der Eisengießervrrband beschloß auf einer in Sineinnati abgehaltenen Versammlung, zur Aktion überzugehen. Ans beiden Seiten bereitet man sich auf eine« lange» Kamps vor. Tie Arbeitgeber richten für dtt Arbeitswilligen Häuser ein. Der allgemeine Streik soll bis zum 1. November dauern, wenn nicht eine Lohnerljöhung von 60 Proz., der Sechsstundentag, die fünftägige Arbeitswoche, 50 Proz. Lohnerhöhung für Neberstnnden und hundert- prozentigc Lohnerhöhung für die Arbeit an Sonn- and Feiertag*« in Illinois, Indiana, Pennsylvania und Ohio bewilligt wird. Auf einer in Indianapolis abgehaltene» Berfammlung erklärte« sich auch die übrigen Bezirke bereit, diese Forderungen zu stellen. Das Reutcrsche Buviau meldet aus New Jork, daß eS infolge deö Streiks in der Stahlindustrie in New Castle, PittSbnrg und anderen Städten am Dienstagabend zu weiteren Zu- fammenstöhen kam, die beträchtliche Opfer fordrrttn. In Martins F e r r y und Ohio ist es zwische» de« Unter. «ehmcrn und den streikende» Arbeitern z« einer Einigung ge- kommen. T vor einem Generalstreik in Italien. Di« Mailänder Arbeiislammer hat mit Rücksicht auf die llnmöglickkeit einer Lölung des seit Monaten bestehenden Kon« flilieS zwischen Metallarbeitern und Industriellen an das Arbeiter« sekretariat des allgemeinen Gewerkscka'tsbundeS das Eriucken ge« richtet, den Generalstreik in ganz Italien zu erkläre«. Kämpfe in Dalmatien. Wie das Südslawische Prcßburcau meldet, begann am Dien» tagnachmittag eine südslawische Trnppeaabteilvng in der Richtung auf die von den Italiener« besetzte Stadt Tran vor- zudringen, als ein amerikanischer Torpedobootzer» st ö r e r in de« Hafen einlief, nm de,, Rückzug der Italiener auf die Demarkationslinie zu erzwingen. Die Einwohner von Tran griffen zu de« Waffen und eröffnete» das Fenrr ans die Italiener, die eiligst dir Stadt verließen. Den Südslawen fielen ein Panzerauto, der Kommandant der italienische« Truppen- abteilung und drei Mann in die Hände. Inzwischen schifften sich 2W bewaffnett amerikanische Marinesoldaten mit Maschinenge wehre« ans und übernahmen das italienische Panzeraut» und die Gefangenen. Sie brachten sie nach Spalato und Übergaben sie dem Befehlshaber des italienischen Stationsschiffes Puglia. Inzwischen trafen die serbischen Truppen, von der Bevölkerung stürmisch begrüßt, ei«. Tie Amerikaner übergaben die Stadt den südslawischen Truppen und schifften sich wieder ein. Die süd- slawischen Truppen verfolgten die Italiener über Trau hinaus und fetzte« ihre Aktion fort. Das amerikanisch« Kriegs- schiff verbleibt einige Tage im Hafen. ES erhielt strenge Anweisun- gen für de» Fall einer Wiederholung deS Angriffes feiten? der Italiener. Die Lage im Seemannsstreik. Streik gegen die Gewerkschaft. (Eigener Drahtbericht des.Vorwärt 8".) Hamburg, 26. September. Die Streiklage war beute unver» ändert. Größere Ausdehnung des Streiks ist unwahr- scheinlich, wenn auch der SeemannSbund seine Bemühnngen fortsetzt, um die Hafenarbeiter und andere Kategorien in den Streik zu ziehen. Der Fuchdampferverkehr ruht vorläufig, obrchon in Cuxhaven eine Versammlung der Fischdampfermannschafien sich gegen den Streik ausgesprochen hat. Es kommt in den Versammlungen und /Veröffentlichungen der Streikenden immer deutlicher zum Aus« druck, daß sich der Streik in erster Linie— gegen den Transport« arbriterverband richtet. Hamburg, 26. September.(Eigener Drahtbericht de?.Vorwärts-.) In einer gestern abend obgcbaltenen Vcrsamnilung der Sektion der Seeleute des TranöportarbeiterverbandeS lprach Köhler über den Streik der Seeleute(Seemannsbund). Nach eingehender Aussprache wurde beschlossen, sich nicht an diesem Streik zu beteiligen, da die Ziele politische Zwecke sind. Von den am Streit beteiligten Fischdampkerbesatzungen waren Vertreter ersckienen. Diesen wurde der Rat gegeben, die Beteiligung am Streik aufzugeben und ihren Forderungen zu gegebener Zeit zur Durckführung zu der- helfen. DaS Gewerkschaftskartell werde ihnen die notwendige Unterstützung gewähren, « Vorgestern fuhr der amerikanische Handelsdampfer.Western Spirit* nach Hamburg ob, nachdem er eine Zeitlang imKopen- Hagener Hasen gelegen hatte, ohne daß seine Ladung wegen des Hafenarbeiterstreiks gelöscht werden konnte. DaS amerikaniscke Frachtamt Schipping Board gedenkt, die amerikanischen Schiffe von nun an nach ausländischen Häfen, in erster Linie nach Kopenhagen zu dirigieren. Bon dort au« sollen die Waren mittels deutscher Eisenbahnwagen nach Deutschland befördert werden. ( Was kann und soll die Internationale! Mehr als je zuvor beschäftigt uns heute die Frage: Was ist die Arbeiteriuternationale und was kann sie leisten? Denn fast ollem von ihr scheinen gegenwärtig unsere Hoffnungen auf einen Sturz der Gewalt- suprematie der erdbeherrschenden Mächte und damit einen Sturz des Weltkapitalismus abzuhängen. Um so notwen- diger, diese Frage mit kühler Klarheit zu untersuchen und lieber den Ueberschwang solcher Hoffnungen zu begraben, als die Kraft und Arbeit der Partei an unreal tsierbare Illusionen zu vergeuden. Was war die sozialistifche Internationale? Warum versagt« sie? Schon früher, nach Kriegsbezzinn, als die Sozia- listen aller Länder über den Zusamniendruck) ihres Arbeiter- Verbrüderungsglaubens trauerten, versuchte man der Ursache dieser allgemeinen Enttäuschimg nachzugehen. Sie lag meiner Meinung noch darin, daß man sich bei Gründung der ersten Internationale Erwartungen hingegeben hatte, die niemals erfüllt werden konnten. Marx' weitjchauender Geist hatte sie aus der Taufe gehaben. Sie trug das Zeichen ferner prophett- schen Sehernatur, die den Lauf der Entwicklung' in nngohen ren Etappen verfolgte und unter der Gewalt eines leidenschaftlich-revolutionären Wollens das Ganze dieser Entwicklung in einen zu engen geschichtlichen Rahmen zusainmenpretzte. So konnten die Beschlüsse der Internationale wohl in großen Zügen den Extrakt der wirtschaftlick�olitiscben Ideen und die Zukunftsziele des Sozialismus wiedergeben, aber keine praktische Bedeutung für die Gegenwart gsvinnen. Sie konnte erklären, daß die Arbeiterschaff aller Länder dein Krieg feindlich gegenüberstehe, daß sie gegen die Eroberungssucht der rmperialiftischen und kapitalistischen Interessen der Herr- schenden Klassen in allen Ländern sei; aber sie hatte kein Mittel, diesem Widerstand durch die Tat Nachdruck zu leihen. Der von den Franzosen auf dem letzten intenratio- nalen Kongreß vor dem Krieg für den Fall eines Kriegsaus- bruchs beantragte Generalstreik wurde abgelehnt, mcil man seine Undurchführbarkeit begriff. Die Vorgänge nach Kriegs- ausbruch sind bekannt. Man warf der deutschen Partei vor, die Kredite bewilligt, damit ein verhängnisvolles Beispiel gegeben und die Aktionskraff der Internationale von vorn- herein gebrochen zu haben. Doch von allem andern abgesehen: Was hätte auch die Kreditverweigerung sämtlicher Parteien zunächst an dem Kriegsverlauf geändert? U eberall hatte das Militär vernichtende Machtmittel inder Hand, und selbst bei den unerträglichen Leiden des deuffchen Proletariats in vier langen Kriegsfahren konnte sich kein Widerstand geltend machen, bis diese Machtmittel in sich selbst z u s ammenbrachen. Die Internationale feierte in Bern ihre Auferstehung, und die Hoffnung auf eine aufbauende Tat begann sich neu zu regen. Doch schon wenige Monate später, auf der Luzerner Zusammenkunst, enthüllten sich wieder die Bruchstellen und die Zerbrechlichkeit dieses ganzen Ge- bildeS. Nur dadurch, daß wcm diese Stellen möglichst vor jedem derben Zufassen schützte, wurde es noch in seiner Nn- versehrtheit bewahrt. Allerdings stecken die Riffe jetzt tiefer: sie spalten sckon die einzelnen Teile: die nationalen Parteien in sich. Der Kampf ist nun zwischen der zweiten und der fo- genannten dritten, b o l sch ewi sti sch- l! o.irnn u n i- st i s ch e n Internationale entbrannt. Mit Ausnahme von England existiert bereits überall ein« stärkere oder schwä- chere dahin tendierende Richtung. Die norwegische und die italienische Partei haben sich zu ihr bekannt, ebenso der schweizerische Parteitag, den freilich die Schweizer Genoffen in der ilM folgenden Urabstnnmnng wieder desnidouierteii, Es könnte scheinen, als ständen wff so vor einer kons«- quenien Radikalisierung der si�ialifttichen Theorien, die zu dem allmählichen Wachstum des Kommunismus führen und mit der Ablösung der Zwesten durch die dritte Jnternatio- nale enden wird. Was diese erstrebt, sagen ihre Proklama- tionen mit scheinbarer Deutlichkeit: ein Rätesystem und die Diktatur des Proletariats nach bolschewistischem Muster, sofortige Sozialiiierung aller Wirffchastsbetnebe.' Zusammen- schluß des internationalen Proletariats durch die Weltrevo- lution. In Wahrheit ist dieses Programm von äußerster Verschwommenheit. Was unter der Sozialisierimg zu verstehen fei, ist bis jetzt völlig ungeklärt: die praktischen Versuche der russischen(und ungarischen) Bolschewisten haben sich als lächerlicher, jede Wirtschaftsorganisation auflösender Dilettantismus erwiesen, deffen Resultat« schwerlich zur Nachahmung reizen: das Rätesystem gehört nicht dem bolschewistischen. sondern dem' sozialistischen Gedankenkreis an und wird sich ohne Zweifel allmählich in allen wirtschaftlich entwickelten Ländern M einer, die überlebte Alleinherrschaft des Parlamentarismus ergänzenden, demokratischen Form durchringen, und statt bn Weltrevolutwn dürste inner- halb setzr kurzer Zeit Ler völNge ZusammenSruH des russischen Bolschewismus erfolgen, mit dem zugleich dann auch sie aus der Phantasie der revolutionär erregten Arbeiterschaft verschwindet. Dann wird das bolsche- wistisch- kommunistische Experiment in Rußland und seine Nachahmungsversuche als das erkannt werden, was es ist: die Ausgeburt machtliisterner oder beschränkter Gewalt- menschen, die den Glauben des Proletariats an die Kraft des Sozialismus mißachteten und mißbrauchten. Bestimmend für den Verlauf der Luzerner Vorkonferenz waren die inneren Streitigkeiten der einzelnen Parteien, ihr Schwanken zwischen sozialistisch-demokratischer nnd bolschewistischer Auffassung, die in der deutschen Ver- tretung in äußerster Schärfe hervortraten. In dieser voll- ständigen Verworrenheit der nationalen Gruppen liegt zunächst einmal ein mtübersteigbares Hindernis jeder kraftvollen internationalen ebenso wie nationalen Aktion. Der Sozialismus, welcheZieleunb mit welchen Mitteln er sie erstrebt, um den Kampf gegen die nichtsozialistische Welt aufzunehmen. Innerhalb des Kreises der kämpfenden Genossen können die einen die anderen nicht als Verräter and Feinde betrachten, wenn sie gegen die immer noch vorhandene U ebermacht der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft Siege erfechten wollen. Deshalb ist immer nur zu wiederholen: die Vorbedingung eines inter- nationalen sozialistischen Kampfheeres ist die Einigung der nationalen Parteien aus der Grundlage eines neuen, den gegenwärtigen politischen Ver- Hältnissen angepaßten Programms. In Luzern wollte man die Schwierigkeit auf anderem Wege lösen: man vermied den Zusmnmenpvall, indem man die Aufstellimg eines Karen Zieles umging und die Mei- nung der Konferenz zu den verschiedenen Problemen in Thesen zusammengoß, die schlimmstenfalls alles und alle zu- gleich umschlossen. Das heißt: man beschränkte sich wie ehe- dem auf platonische Erklärungen der Kriegsgegnerschaft, Ge- meinsamkeit der proletarischen Interessen in allen Ländern, der Notwendigkeit der Aufnahme aller Völker in den Völker- bund usw. Konkreteren Inhalt hat höchstens die Forderung einer gerechten Verteilung der Rohstoffe und Lebensmittel und des Kolonialbesitzes der Nationen.(Dabei ist es inter- essant, wie der einst von den Sozialisten so sehr verachtete Kolonialbesitz jetzt allgemein in seiner Bedeutung begriffen wird.) Mrttel und Wege, wie man diesen Forderungen nahe kommen wolle, wurden allerdings nicht angegeben. Auch die internationale Kommission, die in Bern delegiert war, um bei den Allnerten auf eine Milderung der Friedensbedingun- gen zu dringen, konnte auf den Vorwurf, daß sie nichts er- reicht habe, nur auf ihre Machtlosigkeit verweisen. Hat also die Internationale überhaupt nur dekorativen Wert? Kann sie niemals Aktionsfähigkeit gewinnen oder liegt der Fehler nur in einer Einstellung auf falsche Ziele? Das PrMem wird dielleicht klarer, wenn man es zu dem allgemeineren erweitert: Beginnt die Macht einer Partei oder Gruppe im pvlftischen Leben erst da, wo sie entschei- d e n d e gesetzliche oder wirtschaftliche Gewalt hat? Sicherlich nicht. Die politische Arbeiterbewegung fing bereits an, star- ken politischen Einfluß zu üben, als hinter ihr erst ein ver- hält ms mäßig sehr kleiner Teil der Bevölkerung stand, und dieser Einfluß war in den verschiedenen Ländern durch- aus nicht ihrer quantitativen Starke proportional. Er hängt von der Führung der Bewegung, sachlich vor allem von ihren gleichsam gebundenen Kräften, von ihrer geschichtlichen Be- ruftmg ab, mag sie sie auch in der Gegenwart noch nicht voll erfüllen können. Würde, um etwa bei dem aktuellen Beispiel zu bleiben, die sozialistische Organisierung der Weltwirtschaft in der Tat durch einen bloßen Völkerbund herbeigeführt werden können, in dem jede Nation die gleichen oder ihrer Größe entsprechen» den Rechte besitzt, so würde auch heute der Appell der Inter- nationale, einen solchen Völkerbund aufzubauen, nicht ganz ohne Wirkung verhallen. Aber der real denkende Politiker (und auch, was so oft vergessen wird, der Sozialist darf bei allem Idealismus der Zielsetzung nicht aufhören, real- p o l i t i s ch zu denken, wenn er wirken, nicht bloß deklamieren will) sollte endlich erkennen, daß der Völkerbund nur eine i iormale Institution, sozusagen die juristische Form ist. in , der eine bereits vorhandene Rechtsgleichheit festgelegt wird, daß also diese Gleichheit selbst vorher erst durch spezielle, auf dieses große Ziel gerichtete politische Arbeit erkämpft werden muß. Um der schönen Augen der sozialistischen Inter- nationale und ihrer großartig klingenden Resolutionen willen werden die gegenwärtigen Machthaber in der Völkerfamilie ihre Vorherrschaft freilich nicht opfern, so wenig die natio- nalen Gewaltgelüste, die zum Kriege führten, sich vor den Friedensresolutionen der ersten Internationale in nichts ver- flüchteten. Da jene politische Arbeit vorläufig jeder Nation besondere Aufgaben stellt, affo zunächst in nationalem Rah- men geleistet werden muß, entzieht sie sich dem Wirkungs- bereich der Internationale, es sei denn, diese begnügte sich von vornherein mit der Formulierung idealer Zukunstshoff- nmrgen und verzichtete auf. Leistungen in der Gegenwart. Das GegenbÄspiel dazu bildet das Programm der internationalen Gewerkschaftsforderun- g e n, wie es jüngst in Amsterdam festgelegt wurde. Die gewerkschaftlichen Strebungen laufen überall ziemlich im glek- chen Gleise, und die Entwicklung tendiert ohnehin mit aller Kraft zur Herausbildung internationaler Arbeitsgesetze und eines internationalen Arbeitsrechts, die aus den gleichgerich- teten nationalen Gewerkschaftskämpfen herausgewachsen sind. Hier ist also die Internationale nur die Vo l l st r e ck e- rin des tatsächlichen Werdens oder sie will— und damit erfüllt sie eine ihrer spezifischen Aufgaben— störende, in sich nicht begründete Differenzen ausgleichen oder endlich. wie rn der Fracze der Zulassung einwandernder fremder Ar- bester, internationale Arbeiterstreitpunkte durch ünternatio- nale Vereinbarungen aus der Welt schaffen. _ Wally Zepler. tzergt prophezeit wieöer. Auf dem Parteitag der Deutschnationalen Mittelschlesiens sagte der ehemalige Finanzminister H e r g t: Zur Durchführung unserer Ideen brauchen wir eine Revolution nicht. Wir werden unser Ziel erreichen auf verfossungSmähigem Wege. Denn eS wird d i e Z e tt kommen, wo von zwei Driliel Mehrheit des Volkes der Schrei erlöm: wir wollen wieder einen Monarchen. Vorläufig mvfien wir uns freilich bescheiden. Aber wir wissen, daß die Zeit sicher kommen wird wo wir wieder eine Monarchie und mit ihr die Hohen zollern haben werden. Diese Prophezeiung aus diesem Munde ist für uns Republikaner außerordentlich beruhigend. Herr Hergt ist ja ein Prophet von Ruf, er war es, der einst im preußischen Abgeordnetenhaus sagte:„M. H., das amerikanische Heer kann nicht fliegen, es kann nicht schwimmen, es wird nicht kommend Hcrgtens neue Prophezeiung wird sich glücklicherweise ebenso falsch erweisen, wie es leider seine erste auch gewesen ist. Die Amerikaner sind gekommen, die Hohenzollcrn werden nicht wiederkommen. Nebenbei, der Herr Minister a. D. und MitcMd der Nationalversammlung glaubt, eine Verfassungsänderung sei nur möglich, wenn zwei Drittel des Volkes für sie stimmen, in Wirklichkeit fordert die Ver- fassung nur, daß die Mehrheit der Stimmberech- t i g t e n(nicht die Mehrheit der Abstimmenden) für sie stimmt. So bleibt Herr Hergt der unglücklichste aller Propheten: die Blamage der andern enthüllt sich meist erst nach Jahren, er blamiert sich schon jetzt, indem er zeigt, daß er die Verfassung, auf die er an einer anderen Stelle seiner Rede mörderisch schimpft, nicht einmal kennt. Das ist ganz was anderes! Die„Weltbühne" veröffentlicht ein Interview ihres Mit- orbeiters Johannes Fischart mit dem Obersten Reinhard, das von verschiedenen Zeitungen auszugsweise nachgedruckt wurde. Oberst Reinhard ist damit sehr unzufrieden und stellt die Authentizität des Interviews rn Abrede, indem er durch WTB. eine Erklärung erläßt, daß er weder einen Johannes Fischart kennt, noch mit ihm ein Interview gehabt hat. Die Sache ist die, daß Johannes Fischart das Pseudonym eines bekannten Tagesschriftstellers ist. der tatsächlich eine Is/fftün- dtge Unterredung mit Oberst Reinhard hatte, deren Inhalt er als Interview wiedergab. Es ist erstaunlich, daß Herr Oberst Reinhard sich hier mit aller Kraft gegen die wahrheitsgemäße Wiedergabe seiner Worte wendet. Derselbe Herr hatte nicht das mindeste da- gegen, dah eine inhaltlich falsche Wiedergabe einer Unter- redimg, die seine Vertrauensleute im Reichswehrministerium gehabt hatten, als formuliertes„Vertrauensvotum für Oberst Reinhard" in die Welt hinausging. Das war freilich ganz was anderes._ Maximilian Wardens Einrichtung. Zu unseren Auszügen aus dem Thimmeschen Buche über Maximilian Haiden haben uns ein paar unbelehrbare Harden- Verehrer Zuschriften gesandt, in denen sie von ihrem Idol zu retten suchen— was zu retten ist. Es ist aber nichts zu retten. Wiederholt werden wir angefragt, ob es denn ein so schweres politisches Verbrechen sei. seine politische Ueber- zeugung zu ändern, das sei doch schon vielen passiert. Ge- wiß, darauf beruht sogar die politische Entwicklung, und wir kennen manchen, der sich von rechts nach links oder von links nach rechts entwickelt hat, ohne deshalb unsere persönliche Achtung einzubüßen. Ein himmelweiter Unterschied aber besteht zwischen der konsequenten Entwicklung eines politischen Charakters und der Hardenschen Erscheinung. Das ist keine Entwicklung, sondern ein Sprung aus einem Extrem ins andere. Eben noch rasender All- deutscher, der nicht genug Schimpf und Geifer über die Entente ausspeien kann, jetzt plötzlich Anbeter und Lobpreiser derselben Entente I Derselbe Mann, der noch vor kurzem Deutschland jedes Recht der Eroberung, der Roheit, der Unterdrückung anderer mst. Begeisterung zugestanden hat, preist jetzt den Versailler Frieden als das gerechte Straf- gericht über die verbrecherische Kreatur, Deutschland geheißen I Dazu das widerliche Renegatentum, in dem sich der Novize des Pazifismus gefällt, der jetzt Leute der Gesinnungs- lauheit und mangelnden Ucberzeugungstrcue verdächtigen möchte, die schon längst zur Besonnenheit und Mäßigung rieten, als der alldeutsche Harden noch wie ein Berserker tobte und Zerschmetterungslieder sang. Der simpelste Takt mußte einen Mann von Hördens politischer Vergangenheit von solchem Tun abhalten. Und zum Schluß: Keine der Zusendungen hat mit einem Wort die dreiste literarische Fälschung zu der- teidigen gewagt, die Harden bei der Herausgabe seiner Kriegsschriften begangen hat. In der Tat, wer solches Vor- gehen verteidigt, der besitzt so anders geartete Anschauungen von literarischem Anstand, daß mit ihm eine Diskusston nicht möglich ist. Wir bleiben dabei: Der werktätige Drechsler August Bebel wußte, was er tat, als er diesem parfümiprt-« Wortedrechsler den Rücken zudrehte. Meißener Wein. Eine Herbstplauderei von Gerd Lehn. .Wenn man die Deutschen lieben und richtig kennen lernen will, muß man sie in ihren Dörfern und kleinen Städten auf- suchen/ Wir!,ogen in vergangenen Zeiten jahrein, jahraus, und werden in zukünftigen Zeiten vielleicht auch wieder zu Tausenden nach Jlalien ziehen, und vom Gardasee bis nach Sorrent und Amalfi sind uns alle berühmten Stätten bekannt. Aber warum in die Ferne schweifen, wo das Gute so nahe liegt? Wie wenige von diesen einstigen und zukünftigen Jtalienschwärmern haben das sächsische Nürnberg, da» anmutige Meißen, gesehen, das all jenen südländisch- schmutzigen Orten, gerade an echt malerischen Reizen weit überlegen ist I Ohne die unermüdliche Arbeil der Menschen wäre Meißen nichts andere» als ein waldige» Flußtal, wie e» deren so viele gibt. Seine eigentliche Schönheit erhält e» wie Venedig «st durch die tausendjährige, ununterbrochene, emfige Arbeit seiner vewohner. Sie gründeten die auf stolzer Bergeshöh thronende AlbrechtSburg, bauten den mächtigen, in unseren Tagen in neuer Pracht wiedererstandenen Dom, errichteten allenthalben Klöster und Schulen, verwandelten durch ihren Fleiß den kargen Boden in ein blühendes, grünende» Parodie» und bepflanzten als Krönung in weiter Runde die steilen Höhen de» Elbtale» mit Reben. Es muh Herbst sein, will man den schönsten und zugleich auch den fröhlichsten Eindruck von Meißen gewinnen. Dann kommen TaZe mit senlimentalen Farben. Ueber die Wälder gleitet, nach dem ausharrenden Grün de» Sommer«, ein milder, müder Ton. Im Teppi� der Laublronen leuchtet e» hier und da weich auf. Die Weinberge im Umlrei» der tief im Tal fich dahinziehenden, vom zeitgeschwärzien wuchtigen Turm der Liebfrauenlirche überragten Stadt beginnen flch zu bemalen. Glühend rote Klexe sieben darinnen. Unter ihnen schwellen die reifenden Trauben. Die Leute gehen, kosten und untersuchen. Roch zwei Sonntage— noch einige Tage... morgen I Dann wird gelesen. Die Weinlese geht hier im Elbtal ruhig vor fich. Nicht so ausgelassen und ftöhlich wie am Rhein und an der Mosel. Höchsten» ein paar Blumen auf die offenen Kübel gesteckt, die mit Trauben gefüllt zur Kelterei fahren. Wenn man von dort später den Rebensaft in den kühlen Keller schafft, befinden sich wohl zwei oder drei Feldblumen im Spundloch und lassen ihre Köpfchen hängen, weiße Margueriten oder roter Klee, wie sie überall am Wegrand stehen, oder eine fleischige, ge- zogene Georgine, die gar nicht dorthin paßt./ Wenngleich nach dem Ausspruch Alexander von Humboldt» die Weinberge nicht zur Verschönerung einer Gegend beitragen, da fie ihr ein verkrüppelte» Aussehen verleihen sollen, so möchte ich doch daS Gegenteil behaupten, daß vielmehr Weinberge die lyrische Poesie einer Gegend bedeuten und als Zeichen eine« milden Klimas da» Auge de» Wanderer» ergötzen. Wa» wäre zum Beispiel da» Elbtal zwischen Dresden und Meißen ohne seine am den Hügel» der Elb- ufer hoch emporsteigenden, weinbepflanzten Terrassen? Meißen, die weinumlränzte Stadt, würde ihre« lieblicbsten Reize» verlustig gehen, wenn die Anhöhen der grüngoldigen Rebenreiben beraubt würden? Und wa» würde die Meißener Einwohnerschaft selbst sagen, wenn e» keinen Schielet und keinen Most mehr zu verzapfen gäbe? Von der eigentlichen Fruchtschönheit des Herbste» siebt man in Deutschland nur wenig. Aber ich habe sie im sonnigen Süden ge- kostet, im Etschtal zwischen Bozen und Trient, wo in den grünen- den Wiesen in fast endlosen Reihen die tragenden Aepfelbäume standen, röter al» im Frühjahr die Blütenbäume. Ich denke an die Weinbänge zwischen Area, Mori und Riva.derbekanntenZugangSstiaße zum lichtgrünen Gardasee, und dann in Italien selbst: diele end- losen Gehänge blauer Trauben, schwankend von Baum zu Baum, diese FestonS von Tausenden saftiger,. schwerer Trauben im Grün der Laubengewinde, angeglüht von einer südlichen Sonne und schwellend in einer schier trunkenen Ueppigkeit. Und weit und breit nur weinbeladene Gänge, weinbestandene Felder, jede Rebe fast zusammensinkend unter der Fruchtfülle, stundenweit keinen Raum lassend immer wieder den Blick streifend mit seinen Kohorten blauer, schwerer, aufstoßender Trauben. Die bei unö in Deutschland aufgebundenen geraden und regel- recht gepflanzten Rebstöcke bieten freilich nicht so malerische Reize wie der Wein im sonnigen Süden, wo er keck und leicht die hohen Bäume mit flatternden Girlanden und kühlen Lauben umschlingt. Unsere Weinberge lassen un» kalt, gleich den Bohnenfeldern von Mainz und den Hopfenanbauten in der badischen und elsäistschen Rhcinebene. Aber e» ist etwa» andere», was un» den Weinberg lieb und teuer macht: es ist die köstliche Landschaft, in die er fich einreiht, und die Poesie, die seine Früchte umschwebt. Das Sörsenfpiel ln deutscher Mark. .Die Börse hat ihre Moden geradeso wie die Kleidung. Bald ist Petroleum Mode, bald Bergwerke, bald Gummi und bald Eisen- waren. Gegenwärtig ist die große Mode an der Börse die deutiche Mark/ So beginnt Charles Duguid einen.Spielen in Marl" be- Hielten Aufsatz, den die.Daily Mail" mit Vorbehalt veröffentlicht. .Amerikanische Spekulanten", fährt Duguid fort,.haben Marks schon seit langem gekanit und sind niemals auf ihre Kosten gekommen, weil sie erleben mußten, daß fich ihr Wert be- ständig verringerte. Amenkarnsrbe Kaufleute kaufen sie jetzt, weil sie ihrer in den großen Handelsgeschäften bedürfen, die sie mit Deutschland abschließen wollen. Aber jedermann kaust gegenwärtig Mark. Vor dem Kriege war die Mark so viel wert wie der Schilling und jetzt kann man 12ö für 1 Pfund(20 Swill.) kaufen I Die britischen Soldaten in den besetzten Gebieten haben mit Wechselgeschäften, die sonst da» komplizierteste Geschäft in der Welt sind, Vermögen verdient, bi» die Militärbehörden gegen diese Gewinne einschritten. Die Sache muß doch also sehr einfach sein. Wir nannten fie früher einmal die.Mark der Befiien", aber jetzt, da e» Frieden wird, haben vir ein sehr freundschaftliche» Gefühl für fie. Spielwaren» und Sold» s fabrikanreWr und andere untüchtige Leute, die darübe� jammern, daß wir wieder deutsche Waren«insühren wollen, er- kennen den Borteil beim Kaufen deutscher Mark. Die großen Bankiers raten ihren Kunden nicht dazu, der allgemeinen Mode de» MartkaufenS zu folgen. Sie rilbten sich aber ielbit nirin nach lhre-n Rat. Mark zu 125 Stück für 1 Pfund gegen 20 Siück vor dem Kriege erscheinen ja so lächerlich billig, daß sie steigen müssen. Aber als sie LS für 1 Pfund nach dem Waffenstillstand standen, kaufien die Leute fis� auch. weil sie so lächerlich billig zu sein schienen. Die Mark wird vielleicht noch iveirer fallen, ivenn Deutichland jene umfangreiche Wareneiniubr durchiübrt, die für seine spätere Ausfuhr notwendig ist. Aber Dcuischland wird sich erholen, und die Mark wird eine» Tages wieder io viel wert sein wie ein Schilling. Aber wird das die Mark sein., die wir kaufen? Angenommen. Deutschland legt in Durchsühruiig einer sehr möglichen Finanzreform den Preis der Mark zu dem Werl fest, auf den sie gefallen ist. Dann sind alle die hereingefallen, die jetzt so eifrig der Mode deS Marllausens huldigen." Notizen. — Deutsche Kunst in Paris. Da? französische Handelsministerium will eine internationale Ausstellung deloranver Kunst in Paris veranstalten. In der ersten Sitzung wurde nun die brenz- liehe Frage angeschnitten, ob die Deutschen dazu eingeladen werden sollen und von einigen Seiten bejaht. Es versteht sich, daß ein Senator, der eine der verwüsteten Provinzen vertritt, die volle Schale der Entrüstung über die Antragsteller ausgoß. Immerhin die Entscheidung wurde der Regierung überlassen. Der.Figaro", der vieler Frage die Ehre eines Leitartikels widmet, schlägt vor, die jungen deutschen Künstler warten zu lassen, bis ihre Väter aus- gestorben sind. Alio warten wir. Aber immerbin: die internationale Pariser Ausstellung wird ohne die deutsche Beteiligung eine Lücke auf- weisen. Da« deutsche Kunstgewerbe hat der Welt, inklusive der französischen, bereits bewiesen, daß es seine Bedeutung bat. Wird beim Ausschluß der Deutschen nicht der Eindruck erweckt, eS sei aus Konkurrenzneid geschehen? — Theater. Die Eröffnung deS Eden-Theaters, die auf Freitag angesetzt war, mußte auf den 1. Oktober ver- schoben werden. — Nepertoiränderung. Im Schillertheater wird „Biel Lärm um nichts" statt am Freitag erst am Sonntag gegeben. — G e r h a r t Hauptmanns„H i r t e n l i e d", ein bis- her nirgends aufgeführte» Fragment, wird im Weimarer Nationaltheater gegeben werden. — Kunstchronik. Im Kupferstichkabinett de» Neuen Museums ist außer der Ausstellung der Neuerwerbungen an jüngster Kunst(Kokeschka, Heckel, Kirchner, Pechstein usw.) eine Ausstellung deS Kupferstichwerkes Dürers ausgesiellr. An der Hand der herrlichsten Abdrücke, wie sie in dieser Güte keine Sammlung der Erde besitzt, wird das Bild seiner Entwicklung aufgerollt. — Die Führung in» EForiner Ztatnrschntzland findet am 28. September statt, Nr. 492 ♦ 36. Jahrgang Seilage öes vorwärts Ireitag, 26. September 19? 9 Das öerliner Gesicht. Wo ist wohl das Berliner Gesicht, dasi heißt die Stelle Berlins, wo sich die Mannigfaltigkeit des Berliner Lebens, wo sich alle Regungen und Leidenschaften der Berliner Seele am deutlichsten und am gleichmäßigsten ausprägen? Der Wedding ist es so wenig wie die gepflegte und distinguierte Langweiligkeit des Kurfürsten« damms. Zwischen diesen beiden Extremen liegen die verschiedtmsten Abtönungen lokalbedingter Berliner Oeffentlichkeit. Da ist das Getto um die Grenadierstraße herum, da schaut am Spittelmarkt das alte spießbürgerliche Berlin mit dem schäbigen Abglanz der Gründerjahre verdroflen und etwas blöd in die anders gewordene Welt, da predigen die Straßenzüge nach den Bor- städten hinaus die poesielose, nüchterne und häßliche Brutalität der deutschen Industrie- und Spekulationsentwickelung der geseg- neten Friedensjahre verflosiener Wilhelme. Ganz draußen, in Siemensstadt das Werk eines der heimlichen Kaiser von Deutsch- land, eines Jndustriemagnaten, das, gestürzt vom Zwange der Zeit, zur kapitalistischen Republik einer Aktiengesellschaft wurde. Aber das alles könnte nur aus der Vogelschau das abgerundete Gesicht von Berlin ergeben, und da nur wenigen von uns die Möglichkeit verliehen ist, Berlin von oben herab zu betrachten, so suchen wir den Ausdruck seiner Seele da, wo sich seine verschiedenen Wesenheiten auf ebener Erde begegnen und kreuzen müssen. Das ist am P o t S d a m e r P l a tz. Der Potsdamer Platz war schon ein alter Demokrat, als die Gummikaleschen Wilhelm« des Zweiten noch manchmal seinen Asphalt zu streichen geruhten. Es war Platz für alle: für die Arbeiter, die zu früher Morgen- stunde auf überfüllten Straßenbahnen von Neukölln nach Moabit zur Turbine oder von der Alten Jakobstraße nach Spandau fuhren, für die Warenbausmädchen von Tietz und Wertheim, für die Reisenden mit dem Musterkoffer, für die Journalisten, die zwischen Morgen- und Abendblatt je nach ihrer Individualität Mokka oder etwas Kühles schlürften, für die dickbäuchigen Pilger aus den Weinstuben der Potsdamer und Leipziger Straße. Allerdings ein wenig Demokrat von Stresemannscher Observanz, mit einem leisen Bück- ling vor den glänzenden AutoS, die aus dem Tiergarten heraus- flitzen, etwas devot vor den Gentlemens des Fürstenhofes. Für die Wahrung preußisch-bürgerlicher Solidität sorgten die„Blauen*, die jedem Lautwerden proletarischer Instinkte mit der ihnen eigenen Energie' entgegentraten. Diese immerhin echte Solidität des Potsdamer Platzes bekam durch den Krieg einen sichtbaren Knacks. Kaum war der feste Tritt ausmarschierender Truppen verhallt und die hurrarufenden Krieger- Vereinsgemüter hatten das Feld geräumt, war die Behäbigkeit da- hin. Die Zeitungsrufer beherrschten die Straße mit ihren Rufen, grell schrien die mehr oder minder vaterländischen Plakate ihre Auf- foi derungen zu irgendwelchem patriotischen Tun, sei eS zum Hungern, sei es zum Zeichnen von Kriegsanleihe oder zur Goldablieferung. Die müde Hast der schwerbepackten, von Bahnhof zu Bahnhof, von Front zu Front eilenden Feldgrauen ließ die gewohnte Stetigkeit vermissen. Das Easv.Piccadillh' hieß nun„Vaterland*, dafür Nyube der Kaffee teurer und der Kuchen schlechter, bis beides ganz aufhörte. Auch die Eleganz in den Hotels wurde immer zweifelhafter; w? Ladies und Gentlemen in edler Blasiertheit in den Klubsesseln gelegen hatten, hockten der Kriegsgewinnler und der wohlgenährte Klitschenbesitzer des Ostens. Eines TageS schrie Karl Liebknecht über den Platz:„Nieder mit dem Kriege I* Er verschwand und der Krieg ging weiter. So sehr er versuchte, eS zu verhüllen: der Potsdamer Platz wurde immer schofler, der Dalles schaute aus den mst GipS gestärkten Manschetten. Er wurde zum Kriegsschauplatz im Kampf um die Straßenbahnen, im Ansturm auf die Zigarren- laden, der Asphalt wurde immer brüchiger und die ehedem strotzen- den Ladenfenster waren wie blinde Augen. Bei Aschinger, wo sich f sonst noch mancher arme Teufel sattessen konnte, gab es nur noch sogenanntes„Bier* und buntgarnierte Kohlrüben. Aufläufe und Demonstrationen zerschellten hier in ihren Ausläufen und schließlich wurden derer ,mmer weniger, die hier noch gläubig die Luden- dorffschcn Heeresberichte lesend an den Ecken standen. Schließlich kam die Revolution und der Potsdamer Platz wußte nicht, ob er Spartakus oder Sozialdemokrat werden sollte. ES ratterte» die Maschinengewehre, Handgranaten flogen auf das Pflaster, ein Heer von Papier spülte um die Laternen, hin und her wurde demonstriert, alle möglichen Namen wurden hoch- und nieder- leben gelaffen. Aus dem heimlichen Schieber war der Straßen- bändler geworden, der mit Pferdewürslen, alten Hosen, Pfann- kuchen und Propagandai'chriflen handelte. Der Jammer des Heruntergekommenen heulte sich in hundert Drehorgeln aus. Krüppel entblößten ihre verstümmelten Glieder und Liebe wird in Unterröcken und Matrosenuniformen verhandelt. Der Schutzmann sieht nur noch wie ein klägliches Kompromiß aus gegen die Patrouillen der Sicherheitswehr. Das Cafö„Vaterland* hat sich längst wieder nach der französischen Operette orientiert und neben dem Obstwagen steht das Dirnlein, das zart und innig die holde Weise trillert: Licht aus, Messer raus! Haut ihn, daß die Fetzen fliegen... DaS ist der Potsdamer Platz von heute. So lebt er, so lieb er und träumt von vergangener Solidität und besseren Zeiten. Groß-i&rlm Die finanzielle Belastung des künftigen Grost-Berlins. Wie den„P. P. N.* von amtlccBer Seite mitgeteilt wird, wird die Finanzkraft des künftigen Groß-Berlins von verschiedenen Vor- ortgemeinden auf eine harte Belastungsprobe gestellt. So hat u. a. die Gemeinde Reinickendorf beschlossen, ein Grundstück zum Preiie von zirka iVa Millionen anzukaufen, um darin kommunale Betriebe einzurichten."Aus einer anderen Vorortgemeinde verlautet, daß sie ihren bisherigen Baumeister mit einem Gehalt von 18000 M. als Stadtbaurat angestellt habe. Auch andere Gemeinden haben in letzter Zeit in auffälliger Weiie Beamtenbeförderungen vorgenommen. Um eine nicht zu rechtfertigende Mehrbelastung der Ge- samtgemeinde Groß-Berlin zu verhindern, werden nunmehr Matz- nahmen in Erwägung gezogen werden müssen die eine Vorbelastung der Gemeinden für nicht gerechtfertigte Anfwendungen aus der Uebergangszeit verhindern sollen. Merkwürdige Zustände bei der Sicherheitspolizei. In den letzten Tagen mehren sich die Klagen über k ü n d i- gungSlose Entlassungen von Sicherbeitsbeamten, welche schon monatelang im Dienst stehen. Vorzugsweise werden solche Leute entlassen, welche von dem Freiichiitzenkorps übernommen wurden. Den Leuten wird plötzlich ein Fragebogen mit n u r bl Fragen vorgelegt, deren nicht wahrheitsgemäße Beantwortung die sofortige Entlassung nach sich zieht, deren wahrheitsgemäße Be- antwortung aber sehr häufig dasselbe Resultat erzielt. Besonders eigentümlich sind die Fragen: „Welchen Vereinen gehören Sie an oder haben Sie angehört?* „Schwebt gegen Sie ein Alimentationsprozeß?* „Ist eine früher verbüßte Strafe gelöscht?" „Haben Sie durch Amnestie erlassene Strafen erlitten?* Alles Fragen, die man in früheren Zeiten verstehen konnte, welche aber von dem Geist der Neuzeit nichts erkennen lassen. Da- bei geschieht die Entlassung trotz dieser eingehenden Fragen ziemlich willkürlich. So werden Leute mir einer kleinen, während des Kriege« erlittenen Arreilstrafe entlassen, andere mit einem ziemlich bedeutenden Strafregister behalten. Da der Polizeipräsident erklärt, daß die Sicherheitspolizei ihm nicht untersteht, so erlauben wir uns die Anfrage: Wer ist für die Maßnahmen bei dieser angeblichen Polizeitruppe verantwortlich?_ Tie Arbeitsgemeinschaft der Staatsarveiter. In der gestrigen Sitzung erhob der Vorsitzende Röhl scharfen Protest gegen Ausführungen in der Presse, die die Arbeitsgemein- schaft als eine kommunistische Organisation bezeichnet haben. Er stellte ausdrücklich fest, daß ohne Unterschied der Partei lediglich ein zentraler Zusammenschluß der Arbeitervertretungen der Staats- und Reichsbetriebe geplant sei. Man beschloß, daß alle Arbeiter- ausschüsse schriftliche Berichte über die bei ihren Behörden' erlangten Rechte und die behördlichen Hemmnisse an den Vorstand gelangen lassen sollen, der Vorstand beauftragt wird, einheitliche Richtlinien für die Bestrebungen der ArbeiterauSschusse auf Grund des einzu- reichenden Materials auszuarbeiten. Nach dem Statut dient der Arbeitsgemeinschaft als Richtschnur die Erlangung des vollen Kon- troll« und Mitbestimmungsrechtes, welches zur Sozialisierung der Reichs- und Staatsbelr>ebe führen soll. In den Vorstand wurden gewählt: Mai iKultusministeriumf, Röhl lEisenbahndirektion), Neumann/, Uhr, in der Luiscnstädtischen Oberrealschule, Dresdener Straße 113. Unterricht jeden Mittwoch, VI, bis 91/, Uhr. Nach beendetem Kursus weitere Ausbildung in FortbUdungS- und Diktatkurje«. Radau im Spandauer Rathaus. In der Spandan er Stadtverordnetensitzung am Donnerstag veranstallteten die Kriegsbeschädigten vom Internationalen Bund Radauszenen. Es erschien-bald nach Eröffnung der Sitzung eine Kommission deS Bundes und verlangte, sofort über eine Reih« von Forderungan, die vor einiger Zeit gestellt aber nicht erfüllt worden waren, gehört gu werden. Der Abordnung folgte eine An- zahl Kriegsbeschädigter und füllten einen großen Teil deS Sitzungssaales. Sie schrien und lärmten unter Beteiligung der Tribünenbesucher und verlangten sofortige Verhandlung. Die Sitzung mußte unterbrochen tvsriden, Polizei besetzte inzwischen daS Rathaus. Der Radau setzte auch nach Wiedsrerössnung der Sitzung ein. Schließlich erreichten eS die Kriegsbeschädigten mit ihrem Radau, daß ihr Wortführer zu Worte kommen konnte. Die Sitzung verlies weiter stürmisch und eS kam auch zu Auseinander. setzungen der MehrheitSwzialftsten mit den Unabhängigen. ES wurde beschlossen, eine Kommiission mit der unmittelbaren Er- fediigung der Sache zu beauftraigen. Clpenick. Stadtverordnetensitzung. Zu unbesoldeten Stadträten wurden gewählt: Blum, Schulze, Galle(S. P. D.), Beyer, Schnorre, trau Ehm(U. S. P.), Petcke und Dr. Goehring(Bürgerl.). Eine ntwort des Magistrat» über die Kontrolliäligkeit des kommunalen ArbeiterratS befriedigte die Bürgerlichen nicht; die nächste Sitzung soll sich damit befassen. Ein Gesuch de« Arbeiter-Radfahrervereins um unentgeltliche Benutzung einer Turnhalle wurde der Kommission für Körperpflege überwiesen. Bei der Vorlage auf Bewilligung von 200 M. für ein Bücherregal der Volksbücherei brachten die Unab- hängigen Vorkommnisse im Straßenbahnbetriebe zur Sprache. Die Bürgerlichen holten zu einem Protest gegen KommunalisierungSbestrebungen aus. Schließlich wurde die Vor- läge genehmigt. Für Instandsetzung und Pflege der Krieger- gräber wurden 17 500 M. und laufende Unterhaltungskosten 3000 M. bewilligt. Di« Magistratsvorlage auf Bewilligung von 533 883 M. für eine Gashochdruckanlage wurde angenommen. Bürgermeister vehnke erklärte, daß die Kohlenversorgung der Gasanstalt trübe ist. Die Gassperrstunden müßten aufrecht erhallen bleiben, wenn nicht in den nächsten Wochen Kohlen eintreffen, werde es überhaupt kein Gas mebr geben. Für Straßenbauarbeiten an der Kaulsdorfer Straße werden III 000 M. bewilligt. Dem Tarifverträge für da« Fahrpersonal der Straßenbahn wurde zugestimmt. 25 000 M. für elektrische Lichtanlage des Rathauses wurden bewilligt, da fast die ganze Tagesordnung bei Kerzenlicht und einigen Petro» leumlampen— Gassperrstunde v Uhrl— erledigt werden mußte. Neuzittau. Tie Gemeindevertretung beschloß, die Umsatzsteuer von 1 auf 2 Proz. zu erhöhen, und zwar für alle Verkäufe nach dem 1. Juli d. I. E» wurde beschlossen, den Bahnbau Spindlersfeld— Neuzitwu— Storkow in jeder Hinsicht zu fördern und den ent- ßprecheude» Teil der Zins- und TilgungSgarantie nach Möglichkeit zu übernehmen. Zur Vorberakung ist eine Kommission eingesetzt. Der Regierungspräsident hat die Genehmigung erteilt, gegen die- jcnigen Eigentümer, welche sich gruudlos weigern, Wohnungen zu vermieten, mit Zwangsmaßregeln vorzugehen, um wohnungslosen Mitbürgern Unterkunft zu beschoffen. Die Klagen über das Versagen des Kreiswirtschaftsamtes sind jetzt bereits zur Regel geworden. Auch bei der neuesten Lieferung von ausländischem Weizenmehl, von dem nach Verordnung des Kreiswirtschaftsamtes pro Kopf der Bevölkerung 750 Gramm zur Ausgabe gelangen sollen, ist wieder ein größeres Manko festgestellt worden, so daß nur eine geringe Menge zur Ausgabe gelangen kann. Schöneberg. Die GewerkschaftZkommission beschäftigte sich mit der Frage der Gefangenenheimkchr. Im ganzen kam- men für Schöneberq etwa 1200 Gefangene in Betracht. Bis jetzt sind 130 zurückgekehrt. Von diesen sind 10 erwerbsunfähig. Für alle ist in weitgehendster Weise aesorgt. Es gelang, die Hälfte gleich bei hiesigen Unternehmern in Stellung zu bringen. Di« anderen sind den verschiedenen Organisationen zur Eintragung in die Ar- beitsnachweise überwiesen. Für den größten Teil wird wohl der gesetzliche Einstellungszwang in Betracht kommen, so daß hoffentlich recht bald alle Beschäftigung finden werden. Dem»Na- tionalen Volksbund', der mit großem Eifer sich an die Heimkehren- den heranmacht, um sie seinen.nationalen' Zwecken dienstbar zu machen, werden wohl nicht viele inS Garn gehen, dafür ist von unserer Seite Sorge getragen. Der Obmann der Gewerbe- gerichtsbeisitzer brachte einen Konflikt zur Kenntnis, den er mit dem Vorsitzenden des Gewerbegerichts, Herrn Rechtsanwalt Dr. Hartte, gehabt hatte. Der Gewerbegerichtbeisitzer SelS unter. stützte bei diesem Konflikt den Vorsitzenden. Ferner teilte der Ob- mann noch mit, daß die Beisitzer die von ihm einberufenen informa- torischem Sitzungen überaus mangelhaft besuchen. In der Aussprache stellten sich alle Redner auf sie Seite des ObmannS. Beschlossen wurde, die Beisitzer, die ihre Pflicht so wenig erfüllen, ihren Organisationen zu melden, damit ihnen von dort ihr Pflicht- gesiihl etwas gestärkt wird. Dann wurde noch ein Beschluß herbeigeführt, die Organisationen zu veröffentlichen, welche trotz wiederholter Aufforderun« noch keinen Vertreter in die hiesige Kom- Mission delegiert haben. Es sind dies die Organisationen der Bäcker, Friseure, Schneider, Schuhmacher, Steinsetzer umd Tapezierer. Zu- schriften sind zu richten«m den Schriftführer Willi Lehmann, Berlin- Schöneberg, Hauptstr. 127. Petersbage«. Gemeindevcrtreter-Dringlichkeitssstzung. In nn- verantwortlicher Weise wurde den Vertretern ihre Zeit geraubt. In einer skandalösen Angelegenheit glaubt« der Vorstz-Stellvertreter Schöffe Fischer die Vertreter heranziehen zu können, um sie als Schutzwall gegen Anschuldigungen wider sich zu verwenden. Er- freulicherweise protestierten die Vertreter geschlossen gegen eine der- artige Zumutung. Herrn F. wurde anheimgestellt, ein Disziplinar- verfahren gegen sich in die Wege zu leiten.— Für die Einigung bei Mietstreftigkeiten ist unser Ort dem Mietein igitngsamt Kaulsdorf angeschlossen. Jeder Stroitfall kostet der Gemeinde 3.70 M. Urteil« des Metamtes find endgültig.— Rege Aussprache wurde geführt über die Rieselungen an unserer Grenze. Protest wird «ingelegt.— Ginstimmig wird beschlossen, den Fraktionen hie.Kom- munale Praxis' auf Kosten der Gemeinde zuzustellen.— Gegen die rücksichtslosen und ungerechtfertigten polizeilichen Haussuchungen wurde ein Protest einstimmig angenommen. Groß-Berliner Lebensmittel. Die Vollmilchkarten für November werden In Eroß-Berün aus. gegeben und zwar In Berlin für die Kinder im 1. und 2. Lebensjahr am Montag und Dienstag, im 3. und 4. Lebensjahr Mittwoch und Donner«. tag, im S. und S. Lebensjahr am Freitag und Sonnabend. Jedoch find den Haushaltungen, denen Karten für verschiedene AlterSIwfen zustehen, sämtliche Milchkarten an einem Tage auszuhändigen. Dt« Inhaber der Vollmilchkarten haben die Novembertarten bi» 12. Oktober dem Klein- Händler vorzulegen. Nährmtttelbezugicheine über je ein Pfund an die am 1. Oktober 1917 und später geborenen Kinder zusammen mit den Milch- karten. Pankow. An Stell« von inländischem Frischfleisch 250 r anSIändischeS Gesrierfleiich. Verkauf von Hackfleisch verboten. Wer da» AuSlandSfletsch nicht beziehen will, kann-I» Ersatz Nährmittel w doppeller Menge ent- nehme«. 250 g auSl. Kartoffelstärkemehl(86). Hroß-Serllner partefnachrkchten. 25. Abt. Herbsifeü Sonnabend"/jS in den vubtsälen. Neue König- strahe 26. Gesang, Rezitatiouen, Tanz. Billetts a 1,50 M. auch an der Abendkag«._ Fraktto« der S. P. D.-ArdetterrSte, Gruppe 12. Für die Arbetterräte, Betriebsräte, Mttglleder der Angestellte«-«ad Arbeit erauSschüsse de» gesamte« BerkehrsgewerdeS von Sroß-Verlln findet Freitag, den 26. September, 4 Uhr, im Jugendheim, Lindenftr. 3, 2. Hos, 3 Treppen, eine Versammlung statt Tagesordnung: Der Ausbau der Räteorganisatton und die bevorstehenden Neuwahlen. Die Fraktion. I. A.: Franz Büchel. Vereinigung sozialistischer Lehrer««d Lehrerinnen Groß- Berlins. Morgen Sonnabend, 7 Uhr, Schule Hinter der Garnisonkirche 2: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. BeitragSzahtung. L. DaS jozialistiiche Schulprogramm. Gäste willkommen. Tenipcthof. Große Versammlung der Sektion Post und Telegraphie, Bezirk Süden, Aula, Tcmpelhoser Ufer 2, abends 8 Uhr. Thema:.Wir und die Arbeiter- und Betriebsratswahlen.' Lichtenberg. Heute abend pünktlich 7 Ubr in der Altla, Volksschule, Markt ftr. 10/11, außerordentliche Funktionärkonferenz. Tages. ordnung:»Der Ausbau unserer Organisatt on". Resereut: Genosse Horlltz. Vollzähliges Erjchewen ist Pflicht Soziales. DaS Recht der Uebergangszeit. Einem dringenden Bedürfnis genügt ein« Schrift*), die das soziale Recht der UebergangSzeit behandelt. Die erlaflenen Verordnungen und Gesetze betreffend den Be- schäftigungSzwang zugunsten der Arbeiter, Angestellten und Schwer- beschädigten, die Erwerbslosenfürsorge, den Mieter- schütz, den allgemeinen Schuldner schütz, den Schutz der Kriegsteilnehmer, das Landarbeiterrecht und die ländliche Siedlungsgesetzgebung, die Be» kämpfung der Volksseuchen, die Tarifverträge und das Schlichtungswesen find in übersichtlicher und allgemeinverständlicher Darstellung gebracht. ES ist ein Vorzug deS Werkes, daß eS nicht die oft schwer verständlichen Gesetzes texte bringt, sondern dessen wesentlichen Inhalt in einer allgemein verständlichen Sprache, wobei die Darstellung selbst gleich die wünschenswerten Erläuterungen enthält. Ein besondere» Verzeichnis der für die Entscheidungen zustän- digen Behörden und Körperschaften ist angefügt. Das Büchelchen wird von den in der Arbeiterbewegung tätigen Funktionären, wie überhaupt jedem, der die wichtigsten Bestimmun« gen der UebergangSgesetzgebung kennen lernen will, ein willkommener Führer sein. Da» Werk ist auch in der Agitation gut zu gebrauchen, zur Widerlegung des der Regierung so oft gemachten Vorwurfs: eS sei nicht? getan. ES ist zu hoffen, daß recht bald eine Fort- sctzung erscheint, da daS Werk mit der Gesetzgebung der Neuzeit *).DaS Recht der UebergangSzeit.* Von Dr. Georg F l a t o w, Referent im ReichSarbeitSministermm. Verlag.Gesellschaft uud Erziehung* G.m.b.H, Berlin. Preis 2,60 M. bis zum 18. Juli abschließt. Inzwischen sind neue, wichtige Gesetze veröffentlicht, z. B. die Verordnung deS ArbeitSministcriumS vom 3. S. IS., die die beiden Verordnungen über de» EinstellungSzwang vom 4. und 24. Januar d. I. zusammenfaßt, ergänzt und außer Kraft setzt, ebenso die Kleinpachtlandordnuug und daS Reichs- stedlungSgesetz._ Gerichtszeitung. Die Kämpfe in Neukölln. Die Beweisaufnahme erstreckt sich weiterhin auf ein« ein- gehende Erörterung der Oogcmisation der Soldatenwehr und der Kommandogewalt in den Depots, um festzustellen, inwieweit der Depotführer Angeklagter Schulz für die Vorgänge im Depot der- centwortlich zu machen sei. Kommandeur Müller ließ sich u. a. dahin auS, daß der Depot führer an sich nicht berechtigt war, zu befolgende Befehle aus sich allein heraus zu erlassen. Der Fünfer- auSschuß mar das oberste Organ der Vertrauensleute und als solcher war er berechtigt, bei politischen Konstellationen außer- dienstlich die Miwlieder vor eigenen Gefahren zu warnen und ihnen über Beteiligung oder N i ch tb e t ei l ig u ng an politischen Demonstrationen Anregungen in Form von gutem Rat zu. geben. Niemals war eine solche Anregung als Dienstbefehl zu verstehen. Der Soldatenrat konnte den Depot- führer nicht absetzen. Im allgemeinen bedurften die Befehle des Depotfühcers der Gegenzeichnung des Soldatenrats.— lieber die Errtwicklung der Dinge einige Tage vor dem kritischen 6. März er- Aavte Angekl. Schulz u. a.: Ms zum Albend des 5. März sei es ganz ruhig gewesen, am Vormittag habe sich schon eine große Aufregung bemerkbar gemacht und man habe ihn, Nicht mehr recht getraut. ES kam ein Kurier, der Hilf, für die Mcrrinedivision erbat, Angeklagter Hafte fei zum Soldatenrat gegangen und mit einem Zettel zurückgekehrt, auf dem gesagt war, daß Hilfe not täte. Dann hatte eine Versammlung auf dem Hose stattgefunden, ebenso in der Durnhalle, die Mann- schaft erklärte nachdrücklichst, nach Berlin zu wollen. Er selbst habe den Leuten gut zugeredet, sie feien aber so erregt gewesen, daß sie ihm drohten, ihn m» die Wand»n stellen. Am Vormittag sei vom Kommandeur Müller der telephowische Befehl gekommen: »Nicht auf die Straße gehen!* Außerdem tSlephanierte die Wachteinbe ilnng, daß die gesamten Bahnhofswachen verstärkt werden sollten. Schulz will mit den Leuten darüber gesprochen haben, daß die Anweisung gekommen sei, in den Kasernen zu bleiben. Er habe eine dabingehonde An- spvache gehalten. Vormittags habe er noch die Herrschast über die Leute gehabt, später habe er sie vevloreu.— Kommandeur Müller gab sodann eine außerordentlich eingehende Darstellung über die Vorgänge bei den Kämpfen um das Polizeipräsidium auf dein Mexanderplatz, über die Teilnahme der Volksmarinedivi- sion und die Beschießung derselben durch, die Regierungstruppen, die auf eine irrtümliche Auffassung zurückzuführen fei, sowie über die an die Depots ergangenen Befehle, int dahin gegangen seien. daß kein Mitglied der Solidatenwchr sich an den Ereignissen am Alexanderplatz zu beteiligen habe umd die Mannschaften in den Kasernen blerben müssen. Auf Antrag des Anklagevertreters soll noch der Major v. Gilsa vom Reichswehrmimsterium vernommen werden, welche Zwecke mit der Hinzuziehung der Lüttwitz- Truppen verfolgt wurden. Di« Verhandlung wurde um 3 Uhr abgebrochen und auf Freitag früh vertagt. Truppenabsperrungen als ArbeitshinderungSgrund. Ist der Arbeitgeber zur Lohnzahlung für«inen Zeitraum verpflichtet, während dessen die Arbeiter infolge von Truppenabsperrungen die Arbeitsstelle nicht erreichen können?— Das Gewerbegericht hat diese Frage verneint und zwar auS folgenden Recht sgründcntz Die Kläger, die infolge der von Regierungstruppen vorgenomme- nen Absperrungen sechs Tage lang nicht zu ihrer Arbeits» ftätte gelangen konnten, haben die vertragliche Arbeitsleistung infolgedessen nicht ausführen können. Andererseits hat auch die beklagte Firma die ihr nach dem Arbeitsvertrag zustehende Be- schäfiigungSpflicht nicht erfüllen können. Für beide gilt als Hinderungsgrund die militärische Maßnahme, welche die beklagte Firma indessen nicht zu vertreten hat, da sie ein Vorgang ist, der in keinem ursächlichen Zusammenhang mit ihrem Betrieb steht. Wenn es daher auch für die Kläger zweifellos eine Härte bedeutet, daß sie durch die im öffentlichen Interesse erfolgten WsperrungS- maßnahmen einen Lohnausfall erleiden, so ist daraus gegen die beklagte Firma jedoch em devtvaglicher Lohnanspruch nicht g eg ebe n. Die rechtsungültige Abrede. Ist eine Teuerungszulage als unlösbarer Bestandteil des Gehaltes anzusehen und die Abrede rechtsgültig, daß die Teuerungszulage im Künbigungömonat fortfällt?— Dem interessanten Rechtsstreit lag folgender Tat- bestand zugrunde: Der Kläger hatte seine Stellung gekündigt, um sich zu verbessern. Ihm waren bei der Gehaltsabrechnung daraufhin auf Grund eines früher erlassenen Rundschreibens der beklagten Firma, wonach sie bei Kündigungen der Ange- stellten für die Kündigungszeit die Zahlung von Teuerungs- Zulage» einstell«, diese Teuerungszulagen abgezogen werden. DaS Kauftnannsgericht stellte sich auf den Standpunkt, daß nach der matzgebenden Anschauung de? Lebens die laufenden Teue- rungszulagen Gehaltserhöhungen darstellen und irtithin Gehaltcharakter haben. DaS Landgericht hat die Bern- funfl der Beklagten verworfen und gleich dem Kaufmannsgericht die Nichtigkeit der erwähnten Abrede bestätigt, da sie dem Herr- schendem Volksbewußtsein widerspreche und deshalb im Sinne des§ 138 BGB. gegen die guten Sitteu verstoße. Silüungsveranftaltungen. Tßenteranfführungen deS BezirksbildnngS«nSschusseS Groß- Berlin. Mit dem bürgerllchen Trauerspiel»Maria Magdalena' von Friedrich Hebbel beginnen am kommenden Sonntag die regelmäßigen Theaterausführungen deS BezirlSbildungSauSschusseS. Für sie ist an samt- liehen Sonntagnachmittagen da» Kleine Schauspselhaus, Fasanenftr. 1 Ecke Hardenbergstraße, gepachtet. Der Spielplan umsaht Werke der Ngsfischen sowie modernen Literatur. Durch Wiederholung der einzelnen Werke ist allen Parteigenossen Gelegenheit geboten, jedes Stück kennen zu lernen. Die Plätze werden in bekannter Weise am Tage der Vorstellung verlost. Preis der Karten 1,50 M. nebst 0.15 M. Garderobengebühren. Vor- verkausSkarten bis einschl. Sonnabend in sämtliche»»VorwärtS'-Expedi- tionen, der Buchhandlung Vorwärts, Lindenste 3, und der Zigarren- Handlung von Harsch, Engeluser 15. 9 Tcmpelhof. Sonntag vormittag Besuch deS Botanischen Garten» In Dahlem. Teilnehmerkarten bO Ps. bei den Genossen D a n g l o f s, Manteuffelstr. 53, und D a e h n e, Dorsstr. 52. Treffpunkt 10 Uhr im WirtichastShos deS Botanischen Gartens. Steglitz. Von heute ab können die BezirkSsührer allabend- lich von 6—7'/« Uhr Programme für den künstlerischen Unter- haltungSabend am 4. Oktober, 8 Uhr, im Lyzeum I. Rothenburg- strotze, beim Gen. Artur Stahl, Rmgstr. 7, Gth. III, abholen. Ein- trUtSpret» 1 M. mit Liedertexten. Vorträge, verekne unö Versammlungen. Ocsseutlichcr Tuberkulofevorrrag. Aus Veranlassung de» Ver. bandeS der Krankenkassen Grotz-Berlw und der Landesversicherungsanstalt Berlin hält Pros. Dr. Kahseriing heut« abend 7 Uhr einen öffentlichen Vortrag über»Die Tuberkuloseaesahr der Gegenwart und die Mittel zu ihrer Abwendung' lm LehrerveremShauS am Alexanderplatz.— Neber die ausländischen Pazifisten veranstaltet der Bund Reue« Vaterland heute Freitag,'/� Uhr, im Plenarsthungssaal des ehem. Herrenhauses, Leipziger Str. 3, einen Vortragsabend. Hellmut von Gerlach wird über die Tagung des Internationalen Fricdensbureaus in Bern neue Mitteilungen machen. Heinrich ö b el wird über die sozialistische Bewegung im Auslände sprechen. Eintrittskarten 1,— M. bei Wertheim, Bote u. Bock. Leipziger Stratze. Portier de» ehern. Herren hause»(Portat III), GeschäjlS- stiirjürslf nf'T. 125(HaH mch anv-wM- jj* Fugenüveranftaltungen. Neukölln. Der Uuterhaltungsabeud heute Freitag findet nicht Im Lokal VrA-r, Fuldaftr. 4S, statt, sondern im Jugendheim, Müncheuer Strafte KS. Sportnachrichten. Slrbeiter-Radfahrerbund„Solidarität�. OrtZgrupve Berlin. Donntag VercinStoiir: Bernau lsalzmann). Start früh T/, und mittag '1,12 Uhr, Sammelstart 8 und 12 Uhr Königstor.— Arbeiter- Svort- kartell Neukölln-Britz. Sonntag, 2 Uhr, aus dem städt. Sportplatz, Krcnzallee, Sportmeeiing. Neben den volkstümlichen turnerischen tlussührungen werden auch Leichtathletik, Fuhballwettkämpsi sowie Schwer« alhlcttt und Schachturnier gezeigt. Antritt 75 Pf.— Freier Wander- buud. Heute, 7'), Uhr, bei Hehse, Bohenstr. 19, Mitgliederversammlung. Vortrag über Fontane.— Berliner Athletikklub. Sonntag.'1,2 Uhr, Nationales Championat auf dem Allemania-Sportplatz in Reinickendorf, veltencr S trage. Die gesamte Berliner Klasse der Langstreckenläufer ist vertreten. Anschließend Llgaiußballsviel: Sportverein Jena(Karl Zeih» gegen B. F. C. Allemania 1890.— Goldenes Rad von Berlin. Aus der Olympia-Radrennbabn am Sonntag.— Deutsche Leichtgewichts- Bormeistcrschaft im AdmiralSpalast, Sonnabend, abends: Richard Nau- jus, Berlin und Willi Spörl, München. Danach HerausforderungSkampf: Bolander-Menke. Sriefkasten öe? Neöaktioa. Jeder kür den Briefkasten deMmmten Anfrage füge man«inen Buchstaben und eine Nummer bei. Briefliche Auskunft wird nicht erteilt. Eilige An- fragen trage man in der Juristischen Sprechstunde. Lindenstr. 3, 1. Hof parterre links, vor. Schriftstücke und Verträge sind mitzubringe». O. B. HS. UnS ist diese Kenossenschast nur durch die Inserate im .Vorwärts' bekannt geworden; näheres können wir Ihnen nicht-mittellen. — M. L. 12. Zentral« Kranken« und BegräbniSkasie für Frauen und Mädchen. Vorsttzende: Frau D. Rokiow, Engelufer 2 d.— Nathan. Ja. — A. R. R. 1. Ja. 2. In der Regel nicht. Zustimmung dcS Arbeiter. auSIchnsseS ist erforderlich. S. Ja. S. Lohn kann entsprechend gekürzt werden.— H. C. 30. Ja, sofern Sie am 1. August 1914 in Bromberg gewohnt haben.— K. 41. Fragen Sie bei der WafsenstillslandSkommission Berlin, Budapester Straß« 5, an.— G. It. 1290. 1. Soweit ersichtlich, ja. und zwar sowohl nach altem wie nach neuem Recht. S. Fall« nicht die 30 jährige Verjäbnuiginm verstrichen ist, ist der Anspruch noch nicht hm« fällig. 3. Nachsrage beim Amtsgericht, in dessen Bezirk die Erblasserin der. starben ist, ob eine Auseinandersetzung stattgesunden hat. 4. und S. Läßt sich obne Kenntnis des Materials nicht beurteilen. 5. 4 Proz. Zinsen für die letzten 4 Jahre. 7. Ja.— E. Tch. 3K. Dauernde Unfähigkeit oder GeschlechtSkrankbeit kann ein Grund zur Anfechtung der Ehe fein. Die An« fechtungSllage muß innerhalb 6 Monate nach Kenntnis erhoben fein. — G. 3. Ja, Sie müssen bezahlen.— H. G. 15. Die Behauptung de» ,Gen.«Anz.' ist unsinnig; das BolkSarbeitZamt ist die von der Regierung geschaffene Stelle.— L. 00. 110 bi» 130 Liter pro Stund-; Kosten ein- schließlich Abnutzung 7'/,— 8 Bf. bei 83 Pf. pro Kubikmeter.— Nr. 48. Abt. UnS ist«in Schreiben vom 9. d. M. nicht zugegangen.— — Wiesbaden 02. Einreiseerlaubniszentrale für daS besetzte Gebiet In Franlsurt a. M.— P. M. 10. Verband, Berlin SO 16, Engeluser 14: .Schuhmacher-Fachblatt', W. Bock, Gotha.— 8. H. 42. 1. Bei dem zuständigen Amtsgericht. 2. Ja. 3. Ja.— B. 7. Fragen Sie bei der Berliner Gewerkschastskommiffion, Engeluser 15, an.— E. Z. 80. 1. Rein, die Löhnung kann aber für den Fall der Bedürftigkeit gezahlt werden. 2. An den Truppenteil.— A. SN. W'see. 34. Vor der Revolution Eni» laffene haben nur dann Anspruch, wenn sie kriegsbeschädigt sind.— M. D. 30. Nein, vom 1. Ottober ab jedoch ja.— F. S. B. 52. 1, Falls Sie gleich in Arbeit getreten find, sind Sie vom 1. Februar ab steuer« pfiichtig gewesen. 2. Ueberhaupt nicht.— El. 1919. 1. Ja, ab 1. 10. 2. OrtSkranienkasie.— W. D. Auskunft. Sie können, falls gutwillige Räumung nicht zu erlangen ist, aus Räumung Nagen. Die Aberntung müssen Sie jedoch noch gestatten.— W. 1. Nein. — B. W. 1000. Witwenrente aus Anlaß des Unfalles nur dann, wenn der Tod mit dem Unfall in Zusammenhang steht. Witwenrente aus der Invalidenversicherung nur dann, wenn die Frau feldst im Sinne deS Ge- fetzeS erwerbsunfähig ist. Ist die Frau ebenfalls versichert, und zwar sind 200 Beitragswochen geleistet, fo kann von der Invalidenversicherung Witwengeld gefordert werden.— E. St. 45. Sie Mitteilung der Kasse ist zutreffend. Die Mitgliedschast muß unmtttelbar vor dem Ausscheiden auS der versicherungspflichtigen Beschäftigung mindestens 6 Wochen angedauert haben oder in den vorausgegangenen 12 Monaten mindestens 26 Wochen. — E. Ä. 85. 1. Nur mit Zustimmung der Schulbehörde. Wird diese verweigert, muß Ihre Tochter noch das weitere Halbjahr die Schule de- suchen. 2. Am besten schriftlich an den Sckuloorstand. 3. Die Gemeinde hat daS Recht, die Erklärung zum NotstandSbczirk und die Gestattung deS BeschlagnahmerechtS bei dem dortigen Regierungspräsidenten zu beantragen. Ist diesem Antrage stattgegeben, fo kann die Beschlagnahme der zur Ver- fügung stehenden Wohnungen und die Zuweisung an Wohnungssuchende seitens der Gemeinde erfolgen.— M. W. 100. 1. Ja. 2. Nein. — A. Z. 20. Nach dem Trocknen müssen die Blätter erst einen GärungS- Prozeß durchmachen, um rauchbar zu werden. Mehr wissen wir auch nicht. — K. A. 20. Wegen Einstellung wenden Sie sich an eine der Eisen- bahnwerkstätten: Tempelhos, Grunewald(Elchkamp), Schleflscher Bahnhos (Markgraiendamm). Etsenbahnervcrband, SO 26, Bethanienuser 10 I.— G. H. 24. Ihre Frage läßt sich schwer beantworten. An diejenige Be« Hörde, bei der Sie den Kenntnissen nach entsprechende Verwendung finde» könnten.— A. O- 1. Lilh Braun. 2. Heinrich Braun. 3. Zieh(?).— F. 24. Infolge Auslösung peS Grenzschutzes finden Einstellungen nicht mehr statt.— H. 58- Wenden Sie sich an die SttfmngSdeputatio» deS Magistrats, Poststratze.— W. R. 14. UnS nicht bekannt; fragen Sie bei der Schuldeputation deS Magistrats(RathauS) an.— W. 11. P. Nein. — F. P. 20. Ja.— A.«. 77. t. Ja. 2, Nein. 3. Art. 177 Reichs. Verfassung. 4. 3. Klasse.— SN. B. 55. Leider nicht.— A. M. 24. ES kann Bezahlung verlangt werden(A 616 8,(8.8.).— S. 8. Klagen Sie beim Wcwerbcgericht unter Bezugnahme auf die Schriftstücke, die wir w 6c« fonderem Kuvert zurückgehen lassen.— Eh. Mansfelt». 1., 2. und 8. Di- Gerüchte sind unzutreffend. Die Amtsdauer ist vorläufig noch nicht ander- weit festgesetzt, soll aber in den neuen Gemeindeverfassungsgesetzen geregelt werden. Entschädigung kann gewährt werden.— X. B- Z. 1. Ja. 2. Nein Sch. 13. 1. und 2. New. 8. und 4. Ja.— N. D. 99. 1. Ja. 2. Nein. Ihr« Erklärung ist maßgebend.—®. 82. 1. Eine Erhöhung ist statthaft. 2. Dafür kann ew angemessener Betrag gettirzt werden. Sie rufen am besten die HeizungSschiedSstelle an.— R. Rr.?. Falls Alimente bisher noch nicht gezahlt find, find etwa 8000 M. angemessen, sofern daS Kind w Berlin oder in einem der Bororte erzogen wird.— F. II. 88. 1. Antrag an daS Bezirkskommando. 2. Wenden Ei« sich an den Reichs- kommissar zur Erörterung von Gewalttätigtetten gegen deutsche Zivil- Personen in Feindesland, Berlin, Potsdamer Str. 88.— Moor 1. 1. Liegt im Ermessen des Richters, vorauSstchllich ein« Geldstrafe von etwa 20 M. 2. Ja, fall« eine Verurteilung ersolgt.— Kl. 1. An daS sür den Wohnort deS Verletzten zustäutzige Bezirkstommando.—®. 30. Nein.— W. B. 11. Die Kündigung 51012 Uhr ist nicht vorgeschrieben. Wenn Sie aber mit einer verantwortlichen Tättgkeit betraut find, so ist die Vereinbarung einer 14 tägigen Kündigungsfrist gesetzwidrig und Sie würde» sechswöchcntliche KündigungSsrist zum QuaiM beanspruchen können.— K. NowaweS. DaS ist allerdings Sache deS Arbeitgebers, aber auch Pflicht des ErziehungS. berechtigten, da» find Sie.— A. W. 90. 20->Pfg.-Marken.— Gest. 100. Nur dann, wenn im Mietsvertraq eine solche Verpflichtimg für Sie festgelegt ist. — Schöntanke Nr. 80. Wenden Sie sich an den Abg. Dr. Schloßmann, Berlin, Abg-ordnetenhans, Prinz-Albrecht-Straß«. DaS betreffende Mittel wird bereits in Krankenhäusern versuchsweise angewandt.— A. B. 200. Wissen wir nicht.— K. 24. Wenden Ei« sich an den Verlag B. G. Teubner, Leipzig. M. D. 5095. 1. ti vor Vokalen wie-i, nur nach b und x sowie ans dem Griechischen stammenden Wörtern wie t. 2. o wie r vor s, i, 7,»s, on, oe, sonst wie k. 3. achola(nicht skola). 4. a« und oo wie ä und 8. 6. Doch meist nur schristlich. Am 24. September entschlief nach schwerem Leiden unsere innlgstgeliebte, herzensgute Tochter, Schwester und Nichte, meine teure Braut Epna Bergmann Im Alter von 25 Jahren. 3992b Sie folgte Ihrem vor Jahresfrist im Felde gefallenen Bruder Fritz in die Ewigkeit. Dies zeigen im tiefsten Schmen an Albert Bergmann nebst Frau und Kindern. Paul Becker. Berlin S. 61, Lehniner Str. 2. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 27. d Mts, nachmittags 4uhr, von der Halle des Kreuzklrchhofes Mariendorf, Eisenacher Straße, aus statt. Sozlaldem. Glaftlvereln Berlin(S. P.D.). 4» Abt. Den Mitgliedern die trau- rig« Nachricht, daß unser Migli-d 200/7 Hermann Gottwald Tranevaalstr. 43 aus einer Bahnfahrt am 21. 9. 19 an Dehirnschlag plötzlich verstorben ist. Ehe- seinem Andenken! Die Beerdigung hat be- reit» jtattgesuudcu. Bar Vorstand. l>anlcs»xunz> Während der Krankheit und beim Lade unserer 3979» EUsa erhielten wir zahlreiche Be- weis« inniger Anteilnahme Wir sprechen hiermit unseren herzlichsten Dank dafür au». Famtlie Herrn. Müller, BIn..Lichtenbg� Sryphiusst. 34. Spezialarzt Erfolgreiche Behandlung. Ronißstr. 34/36 Alexanderplatz.• 10— 1, 5—8. Sonnt 10— I. Spezialarzt Dr. med. Koeben. Erprobte und schmerzlose Behandlung* In Dr. Homeyer& Co. konz. Labor, f. Blutunters. FriedrlEt!Str.8Ueagnonp� Köntgstr.SfiiSLISs; Spr. 10-1 u. 5-8, Sonnt 10-1. aeparatea Damenzimmer. Spezialarzt SanltStarat Dr. MQIIer, Friedriehstrafie 190 Ii, Eingang Kronenstraße. Bpr. 11-1, 5-7, Sonnt U-I. Erfolgreiche lleilmetbode.. Harn- und Blntunfersuchung. ie ein Hi* beseitigt Äi'sHMSSilbe jed. HautausschU Hecht, Hautjuck., bes. Beinschad-, Krampfadern der Frauen u.aergl, in Originaldosen 4.50. 7.50 erhältlich in der „Elefinten-Apotbeke*4 Berlin 213, Leipziger Straße 74(«. 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Thema:„Volksmißhandlung nnd Kinder- Vergiftung durch Kirche und Schule." Referent: Adolf Hoffmann. 53/8 Diskussion. Eintrittspreis 20 Pf. IrelraNglSse Gemeinde. Z. A.: A. Harndt MWllVMM'VMWS. OejictBoeceln Berlin». Nächste Versammlung: Sonnabend, den 2T. September 1919. adend» T Ahe, In Oantberl» AestsSlen, Schönhauser Alle« 129. Tagesordnung: Bezirksrertreter, und von Abgevrbnetrn und deren Stellvertretet' Wahl ew« Pflicht einte jeden Sollegen ist es, jn dieser vrrsam» erscheinen.— SU Oekober-Versammlung sölll> 219/11 Ver Vorstand. MWes beelWUsweseii BttMßieiitini. SIN»wanq out oie ynanipcuajnapm« ouser Einrichttnig besteht nickii, sedoch muß jede l dem Bureau sür das städtische Seerdtamtg». leidet werden, das in allen Fällen dir Zu- Die Lichtenberger Einwohnerschaft wird hiermit darauf aufmerksam gemacht, bah die Inbetriebnahme de» stättischen Beerdlgnngswesen am 1. Oktober 1919 erfolgt Ein Zwang auf die Inanspruchnahme dieser städtischen«wr"''"-----" Beftorwng dem wcsev gemeldet Weisung der Leichenträger und de» Leichenfuhrwerks beauffichttgt Di« gesamte» Koste» für Bestattungen w würdiger Form(u. a. Ausschmückung der Leichenhalle, Harmonium» spiel) betragen bei Inanspruchnahme des städttfchen Beerdigung»«) esen»! L Bestattung Erwachsener: 300 DL 2. Bestattung von Kindern bis ,» 3 Jahren« 1. Größe: 25«. 2.. 40, 8.# 50; » 110. 8. Bestattung von»Indern von 3 bis 12 Jahren: l. Größe: 180 DL 2., 105, Da»«nrean de» städtische» Beerdigungswesens befindet sich: Möllendorfstr. U. Die Benutzung der Ginrichttmz In vsrkommenden Trauerfällen wird der Einwohnerschaft besten» empfohlen I 832D SlStlkMIIMeiew usw. erteitt 30/?' Privatstunden (eigene Methode) Frau Prof. t. Prang als, Wormserstr.7. Tel: Lützow 7340 Schriftlich« Anmeldung. Max �iexenkals Laach-. Raa- aalt ZchaavNahailv ZLIjxsrreii, Xlgaretten en jjro». M Berlin C., Poststraße 12 _ Fernsprecher! 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Schöneberg: Beiziger strae« 21 Steglitz: Zlegaldeckar, Scbildboniatr.ll. : R. Marar, Berti aar AU« Mi Ouernhaos. Der Troubadour. Anfang 7 Uhr. Schaospielhaas. Nathan der Weise. ___ Anlang 7 Uhr._ Direktion Max Reinhardt. OeutselieB Theater. '�r- Faust. I. Bonnabd. 7 U.s Und das Licht scheinet In der Finsternis. KauimerBplel«. ' Uhr: N|U. Bbd. 7: Die Büchse(LPandora Theater 1. d. 7 Uhr: Kabale und Liebe. Sonnabend; Kameraden. Sonntag ä.15: Musik. 7 Uhr: Kabale und Liebe. KomQdienliaas i/,8: Liselott von der Pfalz, Sonntag 3: Fünf Frankfurter. Berliner Tbeater ■/iS: Die Dame Im Prack. Sonntag 3: Dl« tolle Komteü. ventml Theater Ji�i Die ScMnste tob Allen, Deutsche«! Opernhaus » uhr Die Walküre. Edcn-Tbcater Alte Jakobstr. 30 7 Uhr: Zum I. Malel „ü. Ä. w. 0." Frledr.-WUiielmst.Th. vit uhr: GretcHen. Kleine« Theater. 8 uhr: Siinuna Sunnnanmi. Kl. Schaasplelhans. V/t Uhr; KrflCh. Komisehe Oper t/, u.: ßebeszanber. Stg. 3'/«: Schwarzwaldmädel. Lustspielhon» T'/.öhr- So ein Mädel. Metropol-Theater. 7 Uhr 20: DlK klllZclllllgSlll. XeneiH OperctteniianB« 7/, Uhr unb Sonntag nachm. 8 Uhr: Stettin. Sänger Ndchm. halbcPr. SIeichshdll«n-S.: DönhoB-Brettl. Cireasjfasch Freitag, 26. Sept„ ab. 7V,Ü. zum 3. Male die m. ungeh. Beifall aufg. Tragikom. Pantomime „Aphrodite" in 3 Akt. v. Paula Busch inszen. von Hofballettm. Georges Blanvalet. I.d. liaupirollen: persönlich. Auitrelen der Verfasserin Panla Bosch und Georg. Blanvaiet it 1: Tänze, it„ 1. Tanz der Panetbenäen 2. Foz- Trott, 3. Feuer-Tanz. Vorher d. gr. Clrcus-Progr. am Bbi. Friedrichstr. Schleifenbahn Figur- 8- Sab» Berg- and Talbabn Taifun-Rad Iflippodroin-Ifolilesse! Werktags ab 3, Sonnt. 4 U. v r Das Werk seines Lebens Sehanspiel alt Aßtrt Bissmnn Else Bassermann Gertrud Welcksr i WichtniiM V.» Uhr Stsifige... 4, 6, 8 Uhr, O ssKKKKKKKKchA Zentralverein der SUdhaner« Aus Anlaß des Uebertritts zum Deutschen Holzarbeiterverband findet ein Sjjj ssKK Abschiedsfest€€€$ � der Verwaltungsstelle Berlin kT am Sonnabend, den 27. September 1919, im„Deutschen Hof", Luckauer Str. 15, statt. Eintritt S M. Karten sind im Bureau, EngeluferlS, Zimmer 3, 20/6 :kauer Str. 15, statt. jli Beginn 7 Uhr. ier 3, und in den Zahlstellen zu haben,'f* Der Vorstand. /jk 'X I pvpwmUM l&ueiWäßarmönie Die Dame im Pelz [»Das Geständnis eines Fehllritis� Potsdamer Str. 38 Turmstr. 12 Uraufführung I Eines MannesWort Schauspiel mit Bruno Kastner Potsdamer Str. 38 heute persönlich! Außerdem: Pritzl Massary in Die Rose von Stambal mit Getangseinlage. Friedenau, Rheinstr. 14 rni If.n in: Schwarze HOflj��erten�� Derlbd und die Liebe SAkta mit BmiObo Eröffnung des Eden- Theaters I.Oktober 1919 7 Uhr: „U.A.w.g." Nordhäuser Kautabak I. Roll. u. Slang. Zigarren In allen Preislagen ton 680 an. Zigaretten türk.,engl.,amerik.Marken la Schweizer-Stumpen laufend)ed. Quantum an Restaurat., Kantinen etc. preiswert abzugeb. in den Zigarren-Geschäften Friedrlchstr.243(Hall.Tor) Alexandcrstr.9(N.Pol.-Pr.) Ur. Wein-Restaurant I. Ranges Tünf-Ußr-Tee Täglich nachm. a. abends: Tanz- Vorführungen. itm-falast Kammer-Säle Belle-Alliaocestrafie 5 Ecke Teltower Straße aufführuhg, Verschleppt Sensationelles Kriminaldrama in den Hans Mierendorff Hauptrollen: Qrete WelxICF Was den Mnnern gefällt Lustspiel In 4 Akten Wochentags 8 Uhr □ Sonntags 4 Uhr Eigene Lichtanlage[* pRAunes DIELE OERSTRSSl Max MarzelU Rölna v. Postema Paul Coradlnl Hansl Tischler Prltz Berger Karl Stöhr Am Flügel: Sagaw» vünstt. Leltg.: Helnzlus| Kapelle: Ebener J CW fpti Jity 2 Urzuffftbrungen Nach dem Gesetz Boman von Strtodberg. Asta Nielsen Schwarze Diamanten, ein spannendes Bergwerk t-Crama, I— Vorverkauf von IO~3 Uhr.—( Piatina Gramm bis 46 Mark Alte Gebisse bis 750 Mark Gold», Silber.ZIhne mit Platlnstlften bis 38 Mark kauft Prau Linke, Blficberstraße 40, Portal I, vorn III. '{(rünttaduin Die 7. Drossmacht Modernes Fllmdrama Hauptdarsteller: Herda Heddn Half Saliner Josef Römer Segle: Willy Grunwald Noliendorfplatz DasWerk selnesLebcns Schauspiel mit AlbertBassermann Else Bassermann Gertrud Welcher Prledrichstrasfe Kitsclx Die Tragödie einer Intrigantin mit Johannes Kiemann Edith Posea Kegle: Lupu Pick Almiierplatz/ Vdabergang Setitndierg Die lebende Tote Sehanspiel von R. Wien« mit Benny Porten Regle; R. Blebrach Himl. Hauptrolle: Paul blldt Hasenheide Ellen Richter im Scbsnsplei Das Teehaus zu den zehn Lotusblumen Begie: Georg Jacoby Bis frtih um fUnfo Lnstsplel mit MellU Petrl/ Leo Peukart Herbert PauimQIler Otto Treptow Wochentags �,7. x\& Uhr Sonntags.... 4. 6, 8 Uhr Bftliöft WIN. Direktion Sari Meinhard— Bnbolf Sernaucr. Mittwoch, öen 7. Oktober. Neueinstuüiert: ZWneisMesles Hauptbar st eller: Hilde Wörner, Melitta Klefer, Emil Birron, Julius Brandt, Betthold Reihig, Paul Rchkopf, Hermann Picha, Hcllmut Bathe, Otto Schiller. polameqri. EL5C BERNA, EMIL JAMNINGÄ, HARRV L(£ DT KE, EO.v. WIMTERSTEIN REIIiH.3CHÜriZ.EL,MACiMUS STIFTER. PAUL BIEM5FELD, ALEXAMD ECKERT, ÜU3TAV CIIMEö, FRE0JMMLER. WILLY KAI5EP. Ul DEM GROSSEM UMION-FluM OER UFA NADANE BUBARRy VOM FRED ORBIMG u. HAMMS KRÄLV REGIE: ERNST LUBITSCH KÜNSTLERISCHE AUSSTAHUNO: KURT RICHTER W0CHENT. ViTu.V.S-SOriMI 4- 6u S UMft VORVERKAUF: TADL H-T UHR. OHHE AUFacHLAQ. FREIHARTEM WERDEM MUHT flUSGEGESEM! 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