Br.496, 86.|id(tj. »rfgtwr*»! ataMWd. m. M«Ma. sr«t bu Ha»». Mtau»i»tW ttjuj; SRonattU)«t. qM. z». fteaungcgebllbc. Unter jtmi�baiib fto v«utsIüe. See.Vorwärts nrtl der Sonntag» beUagr.Volk u. gut* erfchetnt wochentäglich zweimal. Sonntag* einmal, SeiegramtwAbreO»! .Soziolbewotrat BotOn'. Vevlinev VolKsblstt. f 20 Pfennig� fbucfgeitttfei* t •M achtgcUmUem Ronparelllezelle Wlet U0 Stf.»flleiae Slnjelgen-, ha* fettgcbnulte BorthoPfg.(juldlfia 1 tettgebrnitTe Sorte),|ebe* wettere Wort M Ctg Stellengesuch« unb Schlafstellen anzetgen da» erste Wart 91 Big. lebe» wettere Wort 80 Pfg. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwo Worte, reuerungozuschwg 50°/* Mamillen• Anzeigen, politische unb gewerkschaftliche Setrin»• Anzeigen UO Ml bie stelle Anzeigen für ble nächste Rummer wüsten bi, 5 Ufte nachmmag» tm Hauptgeschäft. Setiin 6ffl 88. Llnbenstrahe 3 abgegeben »eöstnet son S Uhr früh bi* 6 Uhr abenb*. Zentralorgan der Ibzialdemokrati feben parte! Deutfd�lands. Neüaktion und Expedition: EW. HS, Linöenstr. Z. »ernivrecher:«tat Morruplatz. 9ir. 15190—15197. Sonntag, den Ä8. September 1919. vorwärtS'verlag G.m.b. H., SW. HS, �inöenstr. 5. Zhbrnsvrrcher: Amt Mortitplatz. Nr. 117 52—51. Englijcher tif AuS London wird gemeldet: Die Lerhandlungen der Vertreter der Eisenbahner mit der Regierung sind als ergebnislos abgebrochen worden. Der Gene» ralstreik ist damit zum AnSbrnch gekommen. Er beginnt Sonnabend n» Mitternacht. * Das Reutersche Bureau meldet auS London, daß die Angestellten der Londoner Tube» und Untergrund- bahnen Mitglieder des Nationalverbandes der Eisenbah- ner sind. Die Blätter sind daher der Ansicht, daß es so gut wie sicher ist, daß diese Arbeiter mit den Arbeitern aus den großen Hauptbahnlinien zusammengehen Verden. Desgleichen wird eS für sehr wahrscheinlich gehalten, daß auch der MotoromnibuSverkehr in Mitleidenschast gezogen werden wird. * Ein Beamter de» Nationalverband«« bex Eisenbahner teilt dem Reuterschen Bureau mit, daß der Streik sich über da» ganze Laad erstretken und für alle Bahnen im ganzen vereinigten ttSnig- reiche, sowie die elektrisch»! Dahnen. Gültigkeit Hadem wird. Di« Bereinigte Genossenschaft der Lokomotivführer und Hei- z er hat beschlossen, mit dem Nationalverband der Eisenbahner zu- sammenzugehe«. Thoma« wurde verständigt, daß die G.'lwssenschaft bereit ist. wen« nötig,« den Ausstand zu treten. Das Reutersche Bureau erfährt von seiten de« Lebensmittel- Renauüe! zum Zrieüeasvertrag. HavaZmeldung: In der Kammer kritisierte der Sozia- list R e n a u d e I dm Friedensvertrag. Er äußert« sich da- hm, daß dem Krieg mit dm Waffen nicht ein Wirt- s ch a f t s k r i e g folgen dürfe. Der Friede müsse daS nationale Lebm wieder aufrichten und eine internationale Einigkeit schaffen. Es sei unmöglich, daß der Völker- bund aus wirtschastlichem Gebiet etwas erreichm könne, wenn 300 Millionen Deutsche, O« st erreicher und Russen ihm nicht angehörten. Wenn sich die internationale Solidarität auf wirtschaftlichem Gebiet« nicht zeige, werde man eine Hungersnot haben. Der Negierung wirst der Redner vor, daß sie keine be- stimmte Wirtschaftsvolitstk habe, Hauptsächlich aber wirst er den Friedensunterhändlern vor, sie hätten den Deuffchen die Kolonien weggenommen und sie einer wirffchast- lichen AuSdehnungSmöglichkeit beraubt. Deshalb würde Deutschland zur Kolonisation Rußlands getrieben. Der Krieg habe Frankreich von Deutschland und Rußland getrennt. Es seien wirtschastliche Beziehungen notwen- digs un: Frankreich di�en Ländern wieder näher zu bringen. Die d e u ts che n Sozialisten sollten die für den Krieg Verantwortlichen selbst be- it rasen und mit den anderen Soziali st en zum Triumph der Arbeit mithelfen. Tie Regierun- gen hätten ihren Frieden gemacht, die Völker verlangte« einen anderen. Renaudel schloß mit einem Ausruf zur Vereinigung aller Proletarier._ vie Entwaffnung veutfchlanös. Sersailler Meldung: Der FriedeuSauSschuh der ftgtizä fischen Sommer beriet vorgestern nachmittag über dir Tage«- »rdnuug deZ Abgeordneten Andr L e f e v r e über die E n t w a f f. nnng Deutschlands. ES wurde beschlossen, eine A e u ß e- eung der Regierung zu provozieren. Clemencrau sollte dcöbalb gestern vor dem AuSschuh erscheinen, um den offiziellen Standpunkt der Regierung klarzulegen. Andre Lefevrr selbst jedoch erklärte, das) er DieuStag feine Tagesordnung in der Kammer ein- bringen werde. �renMiche preffe zu Elemenceaus Rede. „Hnmanite" vertritt die Ansicht, jiaß der Geist des BcrtraaeS. den Clemencrau erläutert habe, ein derartiger bleib«, daß man vom sozialistischen Standpunkt dem Vertrag den äußersten W i d e r st a n d entgegensehen müsse. ClemenceanS Erklärungen hätte n bewiesen, d.is; die Ratifizierung endgültig von den Sozialisten verweigert werden müsse...Rappel" lagt: Die wahren Freunde Elemenceauc sind sicher diejenigen, lne ihm an- rieten, nach den Festen von Straßburg sich zurückzuziehen. Eclair" bezeichnet sie gestrige Sitzung als peinlich. Die Rede ElemcriceauS habe die Kammer enttäuscht. Er ist daS Opfer seines -Ehrgeizes, der von Politikern und kurzsichtigen Strebern aus- genützt wird. Leider muß Frankreich die begangenen, fast nicht mehr gutzumachenden Fehler bezahlen.„Libre Parol»" gibt zu. daß Elemenceaus mit Ungeduld erwartete Reo« eine große Ent. täufchung gewesen sei. Im„von S»ir" wird di« Rede Cle- menceaus ein Mosaik kiistorik-ber konfuser Erinnerungen grnetnnt. Man habe sich gefragt, als man Clemencrau gehört habe: Hat er so, wie er jetzt spricht, über den Vertrag verhandelt? „Jntrausigeaut" sagt, Elemenceaus Rede sei kein SicgeSgesang ge- Wesen, ioudor« rnu«ine Lertoig ig u ug S r rd«. mbahnerstreik. kontrokleur», daß alle Vorsehrungen gstrofseu worden sind,«n bie hinreichende Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln durch Beförderung auf den Straße« aufrechtzuerhalten. Man hofft, daß in dieser Hinsicht alle» gut vonstatte» gehen wird. wieüeraufnahme üer Schiffahrt. (Eigener Drahtbericht be» JBottoirtl'.) Brate, 27. September. In einer heute vormittag vom Deut- scheu Transportarbeiterverband, Abteilung Seeleute. einberufenen Versammlung, wo auch Mitglieder de» Deutschen See- mannSbunde» anwesend waren, wurde gegen vier Stimmen be' schlössen, daß sämtliche im Hafen liegende» Broker und Elsflether Logger sofort wieder in See gehe». * In Lübeck streike» lont P. P. K.«ur einige wenige Seelent«, die dem radikalen Eeemaonsbund angehören. Such hier stehe« der TranSportarbeiterverband«nd die anderen fach- männistben Organisationen der Seeleute dem Streik ablehnend gegenüber. Alle versuch« der wenigen Streikende», die nicht- streikenden Seeleute in den Streik hineinzuziehen, sind bisher ge- scheitert. Einzelne Patrouillen derzm Hilf» gerufenen Einwohnerwehr in Stärke von etwa 600 Mann streifen den Hafen entlang, um die Arbeitswilligen zu schützen. Infolgedessen wurde der Betrieb fast garnicht gestört, sodaß der Streik in Lübeck nahezu ohne jede Bedeutung ist. Jaternattonaler Suchüruckerkongreß. (Eigener Drahtbericht de».Vorwchrt»� Ja Luzer« trat vorgestern der Internationale Vach- druckerkongreß zusammen. Er wurde beschickt von Deutsch« land, Frankreich, Luxemburg. Holland, Oesterreich, Skandinavien. Tschechoslowakien, Serbien. Nicht vertreten waren England nnd Belgien. Die Organisationen Amerika« und Belgien» lehnte« eine Zusammenkunft mit Vertretern der gentralstaaten ab. Zum Kongreß- präfldenten wurde Schlumpf-Vern bestimmt. Die erste Sitzung beschäftigt« fich mit dem Siedera» f b a u der internationalen Organisation, ohne bestimmte Beschlüsse zu fassen. In der zweiten Sitzung wurde die Nacht- arbeit im ZeitungSgewerbe behandelt, da» international der» boten werden sollte. Der Eitz de» internationale» Sekretariat» wurde»ach der Schweiz verlegt. Srief», Sie uns nicht erreichten. Räch Zeitungsmeldungen hat der französische Ar- beitSmtnister bei einer Besprechung der sozialpolitischen Bestimmungen de« Friedensvertrags in der Kammer erklärt, daß Deutschland zur Teilnahme an der Konferenz eingeladen worden sei, die demnächst zur Regelung deS internationalen ArbeiterrechtS in Washington zusammentreten soll. Demgegenüber ist festzustellen, daß der deutschen Regierung biS jetzt keine Einladung zur Teilnahme an der Konferenz in Washington zugegangen ist. flllsüehlmng ües amerikaaischenStahlarbeiterstreiks. AuS New f)ork wird gemeldet: Bis jqtzt waren die Fabriken der Bethlehem Steel Company nicht an dem allgemeinen Streit in der Stahlindustrie beteiligt. Jetzt gab aber der Präsident der Gesellschasi bekannt, daß er mit den Arbeitervertretern nicht unterhandeln wolle. Wahrscheinlich wird dpraufhin auch hier am Montag der Streik proklamiert werde». Ukrainischer flufstanü gegen Denlkln. Nach Meinungen des ukrainischen Pressebureaus wächst der Aufstand in der Ukraine gegen D e» i k i n. Im Gebiet von Bagutschary sollen die Aufständischen nach Zehntausenden zählen. In Kiew �befindet sich Denilin in derselben Lage wie vor neun Monaten SkoropadSki. Die Bauern haben die Lebens- mittelzufuhr wieder eingestellt. Bei Sch�pelibka haben die Aufsländischen die Schienen aufgerissen und einen russischen Mill- tärzug zum Entgleisen gebracht. Mohr als 100 Soldaten Derrrkw» kamen dabei um» Lebe». 5ür Sic ausgewiesenen Elsäffer« Den auS dem Elsaß ausgewiesenen Arbeiterfamilien wurde es nicht gestattet, ihr geringe» Eigentum mitzunehmen. ES ist ihnen nur gestattet. Gepäck im Gewicht von VO Kilogramm mitzunehmen. Diese Maßnahme trifft die arm« Bevölkerung un- gemein hart und bedeutet für einen großen Teil den völligen Ruin. Der Vorstand der sozialdemokratischen Fraktion und der Partei daben daS Internationale Bureau ersucht, die Aufmerksamkeit der französischen sozialistischen Kammerfraktion darauf zu lenken und sie dazu zu veranlassen, diesen Maßnahmen cnigtgeitfui&u&tt* die geistigen Stützen öes alten > Epsteins. 5pn fein« nunmehr erschienenen RechffertigltNgsschriff, die an ihren schwachen Stellen jene dem deutschen Volk zum Verhängnis werdende Verblendung" der Militärs sohr gm illustriert, wefft General Ludendorff des öfteren darauf hin, daß trotz der unausgesetzten Bemühungen der Obersten Heeresleitung das zur ehrenvollen Beendigung des Krieges Notwendigste immer mehr zu versagen begann, nämlicb: dieaeistigeSvannkraftdesdeutschenVolket.-. Lassen wir einmal ganz die eingehende Erörterung der Ursachen dieses VersagenS außer acht, die im Zusammen- hang mit der militärisch-politischen Führung stehen, und betrachten wir lediglich den geistigen Apparat, dessen sich Ludendorff bedienen konnte und taffächlich bediente, un? der die seelische Schwungkraft des deutsckjen Volkes auf der Höhe erhallen sollte. In diesem Zusammenhang mich zunächst diejenige Institution herangezogen werden, die mit größter Berechtigung als daS eigentliche militärische Organ zur geistigen Beeinflussung der öffentlichen Meinung wäh- rend deS Krieges angesprochen werden kann: daS Kriegs- Presseamt. Es fft ja kern Geheimnis mehr, wie ver- hängniSvoll fein panz nach dem Geiste der militärischen Führung funktionierendes System an der Front und in der Heimat gewirkt hat. Von hier aus wurde daS Volk mit der geistigen Nahrung gespeist, die es über die wahre Lage hin- megtäuschen sollte und dte mit ständig wachsendem Wider- willen hinuntergeschluckt wurde, je mehr sich herausstellte, ir welch krassem Widerspruch diese Produkte des militärischen GeisteS zu dem taffächlichen Kräfteverhältnis Deutschland?■ und seiner Gegner standen. Die Kluft Mischen Offizier und Mann mußte durch die alleS umfassende Wühlarbeit der sogenannten vaterländischen Unterrichtsoffiziere gegen die Verständigungspläne des Reichstags vertieft werden und die mll allen Mitteln zeitgenössischer Rabulistik ausgestattete Durchhalte-Propaganda sollte ungefähr die Stimmung gegen eine aufrichtige und bitter notwendige Friedenspolitik er- zeugen, di« sich in jenen bezeichnenden Worten eines Militärs kundgibt:.Laum führt man drei Jahre Krieg, da sprechen die Radaubrüder schon wieder vom Frieden". Die im ganzen Machtbereich deS deutschen General- stabS wie die Pilze auS dem Boden schießenden militärischen Zensur-, Presse- und AufkläningSstellen kannten keine größere Aufgabe als die Abwehr der Friedenspropaganda. Wenn die gellenden Militärs auch nur annähernd imstande gewesen wären, den Ekel und Widerstand der Massen gegen diese Schöpfungen des' militärischen GeisteS zu erahnen, wenn sie zur Begninduna der militärischen Notwendigkeiten Worte gefunden hätten, die der seelischen Verfassung deS Volke? einigermaßen entgegengekommen wärm, so hätte vieles ab- gewendet werden können, waS sich später bei der Revolution der Soldaten m enffprechender Reaktion an den Wahrzeichen der alten Macht ereignete. Aber«S blieb nicht einmal bei dieser bis ins kleinste durchorganisierten Machtausstrahlung des Militarismus, e? blieb nicht bei der schwer ertragenen Diktatur der Generäle, die ihren Stempel dem geistigen Gesicht Deutschlands auf- prägten, von denen ja ihrer ganzen Veranlagung nach eine über die den Lfasernenhof hinausgreifende Einstellung zu den Fragen der politischen und geistigen Notwendigkeiten so wenig erwartet werden konnte wie eine rein vom Menschlichen ausgehende Betrachtung diese» bestialisckjen Völker- mordens, wie wir eS mehr als vier Jahre schaudernd erle? ten. Hinzu kamen als die berufensten Stützen der militärischen Herrlichkeit und des Byzantinismus jene widerwärtigsten Erscheinungen der KriegStheologen, Kriegs- Professoren. Kriegsdichter mrd Kriegsde- richterstatter. Half der Mensch dem wirffchaftlichen Führer nur olS Objekt, das man für seine mft vaterländi- schen Phrasen verbrämten Ziele nrrd Hirngespinste bi» zur völligen. Erschlaffung gebrauchte, so bat der Intellektuelle. insbesondere der deutsche Professor, gleichfall» sein gut Teii dazu beigetragen. daS militärische Ideal wissenschaftlich'zu verherrlichen und sich im kriegerischen Fanatismus so weit zu verirren, daß unter den Männern der voranSsetziln�S- losen Wissenschaft kaum einer war, der so viel Aaren B'ick und Einsicht in die Realltäten fich zu bewahre« vermochte, rnn die Weltlage nach der Kräfteverteilung der sich bekäiibp- senden Mächtegruppen beurteilen zu können. Mit ganz üchen Ausnahmen schrie man noch im September ISIS irach dem Schwertfrieden nnd dem Endsieg, ohne daS geringst- Verständnis für da» mit Notwendigkeit stündlich zu erwär- ten de Ende der physischen und moralischen LeistimgsfShigkeit deS Volk« aufzubringen. Kaum war Waffenstillstartz»»ge. schlössen und der erste Schreck über die Revolution überwun- den, da ertönte auch schon von manchem Katzbeder der frenel- baste Rur nach dem Revanchekrieg als das stiel der Jugend, die noch nicht einmal auS dem eben beendigten und von denselben Jugeuderzieheru leidenschaftlich propagierten J des deutschen Volks im Spätkerbst 1918 noch bätte Wunder wirken können, dann müßte sich General Ludendorff ooch sagen, daß er, der sich u. a. so heftig gegen die gemein- schaftlichen Feldküchen gewehrt hat, nichts zu tun Perstanden hat. um die dazu notwendigen psychischen Gemein- schaftskräste zu wecken. Dr. I. P. B u ß. Die fingst vor üer Wahrheit. Zu der unter dieser Ueberschrist in unserer Sonnabend- nachmittag-Ausgabc behandelten Angelegenheit wird uns von bestunterrichteter Seite noch mitgeteilt: � Gegenwärtig versuchen die reaktionären Par- teien mit aiüer Macht Einfluß auf die heim- kehrenden Kriegsgefangenen zu gewinnen, um sie ihren Plänen dienstbar zu machen. Die Regierung und die Mehrheitsparteien haben demgegenüber die Pflicht, die Heini- kehrer über den wirklichen Stand der Dinge auf- zuklären. Me Reichszentralstelle für Kriegs- und Zivilgefan- gene hat deshalb unter anderem auch eine Broschüre in schwarz-rot-goldenem Umschlag herstellen lassen, betitelt„W a s i st in Deutschland geschehen?" Mit dieser Schrift Uwr das Kriegsmini st erium von vornherein nicht einverstanden, unter anderem deshalb nicht, weil in der Bro- schüre steht, daß die Revolution eine Folge des verlorenen Krieges war. Ein großer Teil der Offi- ziere steht bekanntlich auf dem gegenteiligen Stand- Punkt. Nun kann man aber von der Regierung beim besten Wullen nicht verlangen, daß sie, um der Reaktion einen Ge- fallen zu tun, die Geschichte fälschen soll. Die Bro- schüre ist bisher an viele Zehntan sende von Heim- kehrern zur Verteilung gelangt und fand bei diesen a l l g e- meinen Anklang. Vor wenigen Tagen erschien nun beim Reichskommissar Genossen S t ii ck l e n eine Abordnung des sattsmn bekannten„Volksbundes zum Schutze d e r d e n t s ch e n Kriegs- und Z i v i l g e f a n g e n e n" und stellte ihm das Ansinnen, die weitere Verbreitung dieser Broschüre einzustellen! Stücklen verbat sich dieses An- sinnen ganz entschieden und erklärte den Herren, daß er in seiner amtlichen Eigensck)aft darüber zu bestimmen habe, was von der Reichszcntralstelle aus zu verteilen ist. Offenbar sind die Leute vom Volksbund dann, de nl K r i e g s m i n i- sterium auf den Leib gerückt, und dort hatten sie zunächst einmal Erfolg. Der Kriegsminister, Oberst Reinhardt chdresnial der aridere Reinhardt mit dt. Red. d.„Vorw."), ließ der Reichszrnt raistelle eine Verfügung folgenden Inhalts zugehen: „Es ist mir bekannl geworden, daß di« von der Reichs- zentralstclle für Kriegs- und Zivilgefangene herausgegebene Schrift:„Was ist in Deutschland geschehen?" in weitestem Umfange von den KriegSgefangenenhcimkehrstellen und in den Durchgangslagern an die heimkehrenden Kriegsgefangenen der- teilt wird. Wenn auch in der genannten Schrift inzwischen die nach hiesiger Auffasfung ungeeignetste Stelle beseitigt worden ist. so bestehen doch die gegen sie seinerzeit von Oberst von jjransecky geäußerten Bedenken unvermindert fort. Ich kann mich daher mit der Berbreitung der Schrift im gegenwärtigen Umfange nicht einverstanden erkläre» und ersnchr um Einstellung chcr Massen. Verteilung an die heimkehrenden Kriegsgefangenen in den Durch- gangSlagern." Diese Verfügung stellt an sicki eine Ungeheuerlichkeit dar, eine Reichsstelle erläßt gegen eine andere ein Verbot: denn nichts weiter als ein Verbot stellt dieser Ukas des Kriegsministers dar. Wir wollen annehmen, daß der Kriegsminister über die Sache nicht genügend informiert war, er scheint auf die Informationen hereingefallen zu sein, die ihni von nachgeordneter Stelle gegeben worden sind. Im Haushaltsousschuß des Reichstags kam dieser Vorgang ain Sonnabend zur Sprache und erregte bei der Mehrheit des Ausschusses allgemeine Entrüstung. Der Reichs- kanzler sagte zu. in dieser Sache sofort die erforder- l i ch e n Z ch r i t t e zu unternehmen. Der Vorgang ist um so unerhörter, als in den Lagern hurrapatriotische Schriften, ferner die r e a k- tionärsten Preßerzeugnisse ungehindert zur Verteilung gelangen. Manchen Leuten hat es ober auch die neue Re'chsfarbc angetan, das SckWarz-rot-gold können sie offenbar nicht ausstehen: um so nachdrücklicher muß die Regierung d»fllr sorgen� daß einem derartigen Treiben Einhalt getan wird. »Unerbittliche Sparsamkeit�. Im Reichsratssaal dcs Reichstages fand gestern abend um 7 Uhr eine öffentliche ReickiSratSsitzung statt; den Lorsitz führte der Rcichsfinanzminister Erzberger. Der Reichsrat behanoelte zunächst den N o t- E t a t. der in Kür?;e der Ratio- nalversammlung zugehen soll. Als Berichterstatter über die Ausschußsitzungen führte Ministerialdirektor von Wolff aus, daß für den Etat unerbittliche Sparsamkeit zu gelten hat; mit der früher möglichen Großzügigkeit nriisse gebrochen werden, und zwar sofort. Man war in den Ausschüssen des Reichsrats erstaunt, daß für Heer und Marine noch so erheblich« Summen in den Rot- Etat eingestellt Worden sind. Die Reichsregierung erklärte auf Be- fragen, daß die A b w i ck l u n g s g e s ch ä f t e noch besondere Hecrcsausgaben nötig machten. Zu den beabsichtigten Erweite- rungsbauten für die R e i ch s d r u ck er e i, für die u. a. ein Haus für 214 Millionen Mark erworben werden soll, wurde im Ausschuß aus Gründen der Sparsamkeit.Verlegung außerhalb Berlins gewünscht. Die von der Postverwaltung beige- brachten Gründe für die Notwendigkeit eines Erweiterungsbaues haben den Ausschuß des Reichsrats nicht überzeugt, die erwähnte Position wurde deshalb gestrichen. Ter Vertreter Preußens, Nobis, gab danach folgende Erklärung ab:„Die Preußische Re- gierung— und ick bin ermächtigt, dies auch ig, Namen der anderen Regierungen zu erklären— hält es für eine der dringendsten Auf- gaben des Reichsrates, die Bemühungen des Reichsfinanzministers um denkbar größte Sparsamkeit zu unterstützen. Sie hat ihre Haltung in dieser Frage des Not-Etats ebenso wie dies auch die anderen Regierungen getan haben, von diesen Gesichtspunklen leiten lassen.� Der Reichsrat wird daher den Not-Etat in der von den Ausschüssen beschlossenen neuen Form einstimmig anncbmen." Der ReichSfinanzminister sprach dem Reichsrat für diese Erklärung seinen Dank aus und erklärte, daß die Reichsregierung dem Not- Etat in der vom Reichsrak soeben beschlossenen Form zustimmen werde. Die amtliche pref?eorganisation. Der H a u z h a l t a u s s ch u ß der Nationalver- sammlung beschäftigte sich gestern zunächst mit der Presse- o r g a n i s a t i o n. Nach dem Vorschlag der Regierung soll eine zentrale Spitze beim Reichskanzleramt geschaffen und hier eine be- sondere Abteilung errichtet werden mit einem Ministerialdirektor an der Spitze. Gegenüber der Beanstandung durch den Abg. Nuschke(Dem.), daß der Chef der Nachrichtenabteilung gleich- zeitig die Nachrichtenabieilung des Auswärtigen Amts führen solle, erklärte der Reichskanzler, oaß' die Presseabteilung dev Reichskanzlei mit der des Auswärtigen Amts vereinigt, im Fnter- esse der Einheitlichkeit jedoch der Tirettor des Ganzen dem Reichs- kanzler unterstellt werden solle. Wie ein weiterer Regierungsver- tretcr mitteilte, soll ein Gremium von führenden Männern der Presse aller politischen Richtungen geschaffen werden, mit welchem' die Regierung in enger Füblung zusammenarbeiten wolle. Der Minister des Auswärtigen Müller erklärte sich mit der vom Reichskanzler vorgeschlagenen Regelung einverstanden und teilte mit, daß der zur Klärung der Äliuldfrage am Kriege eingefetzte Ausschuß in der nächsten Woche mit seinen Arbeiten beginnen Werve. Alle dem Krieg betreffenden Dokumente würden ohne jede Tendenz veröffentlicht werden. Etwa Mitte Oktober würden die Veröffentlichungen beginen können. . Tie Forderungen für die Presseorganisation wurden nach längerer Debatte genehmigt. Nachdem der Ausschutz noch den Gesetzentwurf über Ergänzung ves Besoldungsgesetzes erledigt hatte, vertagte er sich bis Dienstag. UnnerionZkries zurückgekehrt war. Ein kürzlick) in der Presse veröffentlichter„Aufruf deutscher H o ch s ch u l- l e h r e r" erweist von neuem die von der Linie der deutsch'»: Entwicklung himmelweit entfernte Neutralität dieser Zeit- genossen, die in der Auslieferung des Hohaizollenr den Punkt des Gewaltvertrags von Versailles erblicken, der dem deutschen Volk die größten Schmerzen bereiten müsse und die es nach«ll ihren«eltbekannten Blamagen noch für an- gebracht halten, feierlich zu erklären,'„daß sie, wenn die Er- füllung dieser Fvrderung erzwungen werden sollte, sich mit vollster Verachtun« von Nationen wenden würden, in denen sich die sittlichen Kräfte nicht finden, um dieses Gaukelspiel zu linterdrücken und«kleS daran setzen werden, um diese Ge- sinnung auf Kinder und Kindeskinder zu vererben und in der deutschen Nation dauernd lebendig zu erhalten". Als ob sich irgend jemand weder im Ausland noch die Kinder und Kindeskindrr in Deutschland darum kümmerten, wohin sich ein paar konfuse, greisenhafte deutsche Professoren wenden! Noch weit tiefer hängen als diesen Typus des borniert- nationalistischen Professors müssen wir die Klasse der Kriegs- dichter, Kriegsberichterstatter und solcher Gestalten, die es fertig brachten, eine Mischung dieser beiden letzten Gattun- gen zu repräsentieren, und die sich gewiß im Sinne Luchen- dorffs bemüht haben, dem Volk die zur Fortführung des Kriegs notwendige geistige Schwungkraft zu erhalten. Was die Autoren und Journalisten der Verleger Ullstein und Masse an die Freude am Kriegshandwerk erhöhenden Publi- katiouen geboten haben und in welch verheerendem Maße die auch bei den militärisichen Stellen beliebtesten Unter- Haltungsschriftsteller vom Schlage Walter Blöms, Omptedas ■md Ludwig GanghoferS das moralische und geistige Niveau der Nation gedrückt haben— das ist eine so belastende Tat- sackfe. daß es sästver fallen wird, diese Kulturschande in der kommenden Zeit wieder gutzumachen. Erinnert sei in diesem Zusammenhang nur noch an die geistigen Leistungen des von militärischer Seite sehr belobigten Kriegs- und Kaiser- Richters Max Bewer, von dem, man beinahe annehmen lönnte, daß er mit dem anonymeii Dichter einer vor kurzen, massenhaft verbreiteten monarchistischen ReHabilitations- schrift identisch sei, die den erheiternden VerS enthält: Der Wipfel ist gebrochen,''V 1'« töerr brich den Bauin uns nicht.\ Deutschland braucht Hohen zoller n To wie der Mensch das Licht! Die gesamte Kriegsliteratur dieses Schlages inklusive der Aufklärungsarbeit der Jntelleftuellen, die als Wunder- upostel der Generalkommandos die Soldalen auf die Art in ihrem elenden Dasein„aufklärten", daß sie die alte deutsche Kunst in den höheren Dienst einer verlogenen neudeutschen Durchhaltepolilik einzuheziehen in der Lage waren, reicht nicht-an das lwran, was auf das Konto der eigentlichen Kriegsberickterstatter fällt. Während die amtliche Heeres- berichterstattung nur bis zur Schöpfung des Begriffs vom .siegreichen Rückzug" ging, brachten es die privaten Kriegsberichtskorrespondenten fertig, angesichts de? schrecklichsten Mordens. aber getreu den Weisungen der militärischen Kom- wondostellcn für die Aufklärung der Heimat, von der„Groß- artigkeit de? TromtnelseuerS". von der„Erlösung des Sturmangriffs" und von dem„frisch-fröblichen Leben an der Front" zu berichten, wo sie selbst zum Teil' ein herrliches Leben in der Etappe führten. Ist es schon an sich ein kaum ausreichende? Mittel, die 'etzteu Ursachen für den Zusammenbruch auf dys Versagen der geistigen Kraft Deutschlands zurückzuführen, so verdient die Feststellung um so mehr Beachtung, wie zersetzend im moralischen Bewußtsein deS Volkes gerade die geistig« Propaganda gewirkt hat, deren sich die militärische L.i- tung bediente. Wenn also wirklich die geistige Spannkraft vo!k»büh«t: Vit Sürger von Calais. Theatralit und sehr spitzfindige Psychologie, baS find die Eigenschaften, die den Ruhm Georg Kaiser? begründet hadern Als cr..Di« Bürger von Calais" schrieb, wollte er ein sehr kräftig:? Stück Weltgeschichte in lebendige Bühnenbilder bringen. Ihm lag zunächst wenig an heftiger Prvblematik. Dje Schule der Alten oder ter Hang, in die Gemeinschaften der Jüngsten einzutreten, all diese Nebendinge kümmerten ihn sehr wenig. Er hatte au» einem sehr starken Talent und Temperament zu schöpfen. Tann aber wollte er sich doch nicht mit der bloßen wirksamen Szene begnügender versuchte die bunte Chronik z» veriicsen. Und so dichtete er„Di: Bürger von Calais" als ein tragisches Spiel von beträchtlicher Teelenverwirrung._ Die Engländer haben das französische Heer geschlagen. Ter besten Bürger im Armensünderhemd zn ihm kommen. Gefor- dert wird, daß dir sechs auf den Knien rutschend ihm den Schlüssel der Stadt übergeben. Und dann sollen di« patriotischen Märtyrer nach schöner mittelatterltcher Gewohnheit hingerichtet werden. St recken unter den Bürgern und Zetern der Stadt. Sie beraten, »r as zn tun sei. Sie beschließen, daß man nochgeben müsse. Denn gäbe man nicht nach, so würden die Schönheiten und der Reichtum der Stadt»erstört>»«rl>en. Gehorsan, aber vor dem Willen de» Engländers wird die Reitung von Calais bedeuten. Nun sind die sechs Frerwilligeu zu wählen. Dir sind bald gefunden, aber ein siebenter orängt sich zu ihnen. Da ist die Not. Das Los soll bestimmen,»er von den sieben dem Leben wieder- geschenkt»Verden kann. Ehe da» Los bestimmt, setzen sich die sieben zum letzten Nable nieder, nach dem die Würfel entscheiden mögen. Sie stärken sich erst mit Früchten, sie stärken sich erst mit Wem aus dem gemeinsamen Humpen der Brüderschast. die Kugeln wer- den aus der Schüssel gezogen. Di« find«llc von der gleichen Farbe. und noch nichts ist entschieden. Wie daS? Der älteste der Stadt- . äter der Stadt hat bestimmt, daß es so sein soll. Er wollte nicht dem bloßen Zufall die Entscheidung überlassen. Sein Sinn war viel geheimnisvoller. Am Morgen werden die sieben zu gleicher Zeit von ihrem Haus«»ihn Marktplatz schreiten. Zu gleicher Zeit, jeder nach seinem«rohen, di- Vaterstadt heilig liebenden Gewissen. Wer dann efoet«18 Letzter eintrifft, der wird daS Gnadengeschenk empfangen imd ausscheiden aus der Schar der Todesopfer. Solches geschieht nach dem Willen des Herrn Euftoche de Saint-Pierre, der alle diese Pläne ausgedacht hat und dessen Wort niemand zu widerstehen wagt. Nun aber ereignet cS sich daß gerade Herr von Saint-Pieree noch immer auf fich warten läßt, als schon alle anderen sechs auf dem Markte eingetroffen und bekleidet worden find mit dem rauhen Toieiihemd und mit dem Hcnkerftrick. der ihren Hals bald ein- schnüren soll. Do wüten im Morgengrauen die Stadtväter und die Bürger und die kreischenden Weiber gegen Herrn Saint-Pierre. Ist der denn ein Verräter? Hat der denn absichtlich seinen Schritt verlangsamt, um selber der Gefahr zu entgehen? Man will den Saumseligen als Betrüger aus feii>e>n Hause heranschleifen, man will ihn zur Verantwortung ziehen, da wird eine Bahre herangetragen. Alis der Bahre liegt der so lang umsonst Erwartete. Doch über die Bahre beugt sich des Toten blinder Vaier. Ter Greis er- zählt, wie der Sohn in der Nacht den Giftbecher getrunken hat, da- mit e r der Gefahr entgehe, vielleicht durch den Zufall gerettet zu werden. Er wollte sterben, aber auch den sechs anderen sollte die Todesfreude nicht genommen werden, für das Vaterland ein Opfer zu sein. Nun schicken sich di« Märtyrer an, ihren letzten Weg zu gehen. Sie können nicht bis vor ihren königlichen Feind gelangen, denn der englische Hailptmann verkündet: Dem Britenkönig ist ein Sohn geboren worden. Der Will das neue Leben weihen, indem er den sechs Stadtvätern das Leben schenkt. Calais ist vor dem Unter. gang bewahrt. Dir König Wird kommen, um in der Kathedrale zn beten. Da? könnte nun alterdümkicheS Theatpr fein. Kaiser hat Besseres gestaltet. Die Wirksamkeit seiner Szene ist groß. Di« Menschen sind mit viei Problematik belastet, manchmal auch über- lastet. Sie schleppen viel Spitzfindigkeit mit sich herum, aber sie tragen doch Seelen. Der Dichter redet in vielen Bildern, und seine Einbildungskraft ist so fruchtbar, daß alle« dem Ende entgegen- rollt angefüllt mit spannender Buncheit und Pracht. Die Aufführung blieb dem Stück« mancherlei schuldig. Sic hielt sich zu sehr im Rahmen dcs Hergcbrackien. Die Maffenauf- tritte gerieten nicht in Bewegung. Die Massen waren dressie'rt, sie lebten kaum? � Herr Stadl- Nachbaur spielte den Heren Eust-nhe. Er ist ein guier Sprecher und hat«ine schöne Gestalt. Aber gerade diese Eigenschaften verführten ihn zu allzu ärger Schön- vednerei. Er verschleppte die lebendigen Dinge, er verleitete die Mitspielenden, daß sie sich alle einer allzu breiten Betonung des Rhetorischen Hingaben und nicht in Leidenschaft gerieten. So nahm man hen Eindruck mit, daß hier eine heftig aufgerührte Dramatik hingezogen und gedämpft wurde. Man kennt Auguste Radius ge- waltige Bildhauergruppe von den Bürgern von Calais. Da stehen die Todesopfer mächtig gemeißelt da, uiid obgleich sie in daS Stein- reich eingestemmt find, verrät das geheime Spiel ihrer Gesichter, das Aufheben ihrer Füße und der von den verdeckien Muskeln gehobene Faltenwurf ihrer Kleider, welches Schicksal bald über sie sinken soll. Kaiser hat an diese» Bildwerk gedacht, als er feine Tragödie aufbaute. Etwa» Ehernes, da» doch gewaltig zuckt, das war fein Plan. Die Aufführung brachte eher etwas Steifes an den Tag, das nur in Krämpfen auftobt und manchmal toll wird. Max Hochdorf. Shaws.Helöeu� im Kleines Theater. Während de? Krieges hat Sbaws Stimme des gefunden Menschenverstandes, feine allen hohlem Schein geißelnde Ironie auf uiyern Buhnen schweigen müssen. Es trifft sich gut, daß sein erstes Drama, das wir wieder zu sehen bekommen, eine blitzende Satire auf da§ militärische Heldentum ist. Dies« Komödie kann in diesem Jahre auf ein Vierteljabrhundert nützlichen KampseS gegen menschliche Dummheit zurückblicken, aber so oft sie in Berlin inzwischen gespielt worden, sie ist heute so aktuell denn je und er- füllt um so mehr ihre Ausgabe, da wir unter der ungeheuren Lahmung dcs infernali scheu Krieges wohl nicht so bald die end- gültige Abrechnung mit allem Kriegsheldentum erleben werden. Tie Gegenüberstellung des phrasenhaften, verlogenen Helden- tum? und einfacher, natürlicher ganz unheldischer Menschlicklcit lvic die Jronisierung sentimental verstiegener, ebenso pathetischct, Wie unwahrer Lieb- ergeben ein« Fülle köstlickicr Situationen und gutsitzender Treffer, daß trotz der Dürftigkeit de? äußeren Ge- schehcns keine toten Stellen entstehen.- Vortrefflich Wirkt auch immer noch die Verspottung der aufgedonnerten Halbkultur in dem Bulgarien von 1835. Aber wie wird sich ba erst die ßroye TraFi�- komödie der vollen Barbarei ausnehmen, die ganz Europa vier Jahre hindurch beherrscht bat. Das Verdienst der Aufführung bestand in einer kräftigen Be- tonung der Schlaglichter und guten Herausarbeitung des Milieus. I u nk c r m a n n als Ehetrottel Major Petrloff War ganz in seinem Element, der Majorin gab Alice Tovning alle wünschenswerte Rasse. Rairia bekam in Mice Altmanns Darstellung einen Stich ins Mondän-N-rvöse. Der wackere, tüchtige Schweiber Re- putblikaner»oar Willi Kaiser._ r Nene Filme. Im Ta u e n tz i e n pa l a st läuft ein Film„De r Tod und die L siebe". Ein ziemlick. kitschiges Thema von indisch-europäischer Liebe a la Marlitt ist hier geschmackvoll und sauber verfilmt. Unter den nicht sehr echten Asiaten-Masken ist der Chinese des Herrn Roberts ausgezeichnet in Spiel. Blick und Aus- druck,— Bor diesem Film läuft ein amerikanischer gezeichneter Trickfilm, der erschütternd komisch ist. Im Schützengraben erfährt ein Soldat von seinem Freund, daß man im Lazarett von den süßesten Krankenpflegerinnen, geküßt wird, kommt mit Hilfe des Freunde» zu einem Beinschuß und hierdurch ins Lazarett, um dort — von einem Neger gepflegt zu Werden, Die klein« Groteske ist mir sehr viel Witz und Schmiß gezeichnet. Im S p o r t p a l a st wird ein Film„Nach dem Gesetz" mit Asta Nielsen gezeigt. Hier beweist Asta Nielsen wieder einmal, daß sie doch die einzige Schauspielerin im Film ist, die. ohne „Mätzchen" zu machen, eine künstlerische Leistung bietet. M. P.. Volkstühuen-Konzeri. Im 3. Konzert des Verbandes der Freien Volksbühnen, das am S. Oktober, vormittags 11'/, Ubr, im Theater am Blltowplab stattfindet, wird Hermann S ch e r ch e n mit dem slfUdner- Orchester Werte von Mozart, u. a. die Lerenst» nottuxna. die Ballettmiifik zur Pantomime„Leg neuts riens-' und.Ein musikalischer Spatz"(Die Dorftnufllanten) zur Sufführung bringen. ElartS-Vetveguug. Am 4. Ottober, abend» 8 Ubr, wiederholt Kurt H i 1 1 e r im Harmonium- Saal- seinen Bortrog, Aufbau derneuen Gesellschast nach aktivisliicher Lebre'. Ter Reinertrag de» Abends gilt der Eirichtun» de» Burca»S einer deufichen Ciaxts-Zenlrale zum Slnichlutz an die von Paris aus vorgeschlagene Orgamlation einer CWternatuMtaic des Geistes. Karten durch die Stuhrsche Buchhandlung, Kursürstendamm l3, und im HarmomumhauS, Steglitzer Straße. Nr. 496 ♦ 36. Jahrgang 1. Seilage öes vorwärts Sotwtag, 2S. September 1979 Die bürgerliche Irau anö öle Politik. An dem ArKel in Nr. Wie verderblich andererseits das alte System politischer und wirtschaftlicher Unter- drückung alle fruchtbare» Keime einer Neugestaltung erstickt hat, ist in diesem Falle besonder» kraß. Devrient hat da» Wesen! der Schauspielkunst sund damit jeder genossenschaftlichen Arbeit) an der Wurzel erfaßt:„Das Wesen der Echausptelkanst aber ist vollkommene Vergesellschaftung aller, mit Ev- haltung der Eigenheit des einzelnen. Sie favdert gänzliche Him- gebun« an den Gescnntvorteff der Totalwirkungen, fordert Selbst- Verleugnung in einer Tätigkeit, welche Ehrgeiz und Eitelkeit am gswcfftigston ausregt, fordete, daß der einzeln« die Befriedigung seine» eigenen Vorteils in der Befriedigung des allgemeinen ftnde- die Schauspielkunst fordert also repablikantsch« Tugend in höchster. Potenz." Aus diesem Prinzip wird immer nrkt Hinweis auf dte Prack- tischen Erfahrungen die künstlerische Selbstregiernng de» Theater» abgeleitet. Die Körperschaften der Bühne �Darsteller, Orchester» Chor. Ballett) wählen sich ihre Ausschüsse die einen Test der Lei» tumg der Geschäfte übernehmen oder doch mftbe stimmend und mit- beratend daran teilnehmen. Weitgehende Demokratie in der Wahl der künstlerischen Leiter soll dafür sorgen, daß Männer de» allgemeinen Bertranens an die Spitze kommen. So wählen alle musikalffch Beteiligten den Kapellmeister. Der Di reck- tor wird von sämtlichen Darstellern und den Ausschüssen der übrigen Gruppen— ein guter Ausweg, um die lleberssimmnng durch da? nichtfirnstlerisch« Personal zn verhüten— mit ZwoidrittÄ- Mehrheit gewählt und vom Ministerium bestätigt. Der Direkt« muß in der Regel ein darstellender Künstler sein, ein Prinzip, für da» die großen Beispiele aus der Manzzcit der deutschen Schau» spielkunst, Eckhof, Schröder, Jffland, sprechen. Neben der berech- sigten Mitwirkung der Ausschüsse, die den Gesamtgekst ftärten- ist die künstlerische Autorität de» Direktors zu sichern. Er hat die Enffcheidun« bei Anstellung und Verabscluedung, Vestimmung de» Repertoires, Rollenbesetzung. Di« Wichtigkeit eine? Stammreper» toires, das jährlich wiederkehrt- wird dabei gebührend hervorgv- hoben. Sehr gesund« Ansichten stellt Devrient auch Über die Au»- stattung auf: die Schauspielkunst muß die anderen Künste ve» wenden,»cht aber ihnen dienstbar weiden. An ein« Konsumenten- polftik, wie sie dte Volksbühnen für da» Thoater herbeigeführt haben- konnte Devrient natürlich noch nicht denken. AI» Demokrat, der überall VertvauenSprmzip»md Mitverwaltung befürwortet- hätte er diese Bewegung zweifellos begrüßt. Fmmerifm tritt et für Ermäßigung der Eintrittspreise, besonders für die wohlfeileren und mittleren Plätze ein.— Für die Heranbildung eines tüchtigen Künstlerstammes will Devrient durch Errichtung staatlicher Theaterschulen sorgen, die im Rahmen einer allgemeinen.Kunstakademie auszubauen sind. Ruch hier und sir zahlreichen anderen Einzelftagen wirft er heute noch wegweisend. Di« hohe Auffassung, die Devrient von der Rolle der Bühne mi Leben der Nasion hat, dte klar« und tiefe Erfassung der Kern» Probleme, die edle Begeisterung für Kunst nnd Demokratie sichern seiner Reformschrfft— wenn sie auch im Beiwerk veraltet ist— auch heut« noch ihre große Bedeutung- Möge fie uns helfen, nun mehr Ernst zu rrachen mit seinen au? der Sache geborenen fdealv Forderungen, die UHiMhe» dte de» gauzen Volles otenoche» ßz Tarlfabschlüsse mit niedrigen Löhnen und Umsahprozent e�i als Aaupteinnahme ohne Gewährleistung eines auskömmlichen Gr�ind- lohnes sind unbedingt zu unterlassen, da durch dieses System sdas ungemein ütxidliche Trinkgeldwesen erneut verankert würde. Die von den Arbeitgebern zu leistenden Beträge an Löhnen b'.w. Umsahprovisionen sind von diesen in die Preistarife für das Publmim ei-nzubeziehen, nicht aber seitens des Personals vom Publi- kum in Gestalt von prozentualen RechnungSaufschlZgen zu erheben, was ein weiteres fortbestehen des TrinkgeldshstemS in anderer Form bedeuten würde. Die gesetzliche achtstündige Arbeitszeit ist bei allen Tarif» abschlüssen für das gesamte Personal festzulegen. Auf Ersuchen der Unternehmer können Pausen eingelegt werden, die möglichst kurz zu bemessen sind. Um die restlose Beseitigung deS Trinkgeldes möglichst bald zu erreichen, verpflichtet der Verbandstag all« Mitglieder des Ver- bandeS, unter den BerufSangehövigen für Aufklärung über die Schäden des Trinkgeldwesens in wirtschaftlicher, sozialer und sttt- licher Beziehung zu wirken, sowie für Ausdehnung und Stärkung der Organisation unablässig durch Werbung, neuer Mitglieder tätig I ,u fein." Damen- Wäsche BERLIN C Sfiandauer Str. 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Sie gehen mehr und mehr dem Einflusz der Eltern verloren. Fehlte schon während des Krieges der Einfluss des Vaters, der draussen im Felde blutiges Handwerk verrichten mußte, und auch häufig der der Mutter, die irgendeiner Beschäftigung nachgeben mutzte, so besteht nun mehr denn je die Gefahr, datz verderblich« Einflüsse auf den jungen Burschen, das junge Mädchen einwirke». Die Eltern sind gar nicht imstande, den Ueberblick über das Leben und Treiben ihrer Kinder zu behalten, um so mehr nicht, als fie meist einen ganz anderen Beruf erlernen als der Erzieher. Der Vater kann die Nöte und Sorgen feiner Kinder gar nicht keimen lernen. Kaum in das Erwerbsleben eingetreten, werde» die jungen Menschenkinder von allen möglichen Vereinen umworben. Theater-, BergnügungS» und Geselligkeitsvereine; von rechts werben fie um di« Gunst der Eltern, von den christlichen Jünglings- und Jung- frauenvereinen bis herab zu dem deutschnationalen Jugendbund. Sie alle beabsichtigen nur die eine Wirkung, die Arbeiterjugend von den klassznbewutztcn Arbeitern abzuwenden. Sie alle wollen es nicht, datz die Jugend ihre Lage erkennt und sich ihren Klassengenossen anschlietzt. Aber auch die Kommunisten und Un- abhängigen versuchen es, die Jugend für sich ewzufangen. Diese Gefahr erscheint gröher als die von rechts; denn das leichtempfäng- liche jugendlich« Gemüt nivimt die Phrasen jener Leute mir zu leicht auf. Doppelte Vorsicht ist da geboten. Arbeitereltern, achtet darauf, datz Eure Söhn« und Tochter nicht in all diese Organisationen eintreten, fondevn haltet fie dazu an, in den verein �rbeiter-Iugend Sroß-öerlin einzutreten. Er ist die e'nzige Organisation, die die Interessen der Jugend um ihrer selbst Wille» vertritt. Er will de» jungen Körper vor übermässiger Ausbeutung, vor der Willkür der Unternehmer schützen und fordert ein« umfangreiche Jugendschutz- �tfetzgebung. Die Arbciter-Jugend will Führerin in dem Kampf der Jungen sein. Sie ist die Fahne, unter der sich die junge Ar- beitcrschaft sammelt zum genieimsamem Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung, für Schutz und Freiheit der arbeitenden Jugend. All das kann nur durch einen festen Zufammenschlutz, durch die Mitarbeit jedes einzelnen erreicht werden. In der Arbciter-Jugend hat die Jugend das freiest« Selbstbestimmungsrecht. Die Jugend selbst soll Leiterin ihres Verein? fein. Schon früh mutz der Ge- danke der Solidarität, des Zusammen Haltens geweckt werden und .»frühzeitig mutz auch das Pflichtbewutztsein bei dem jungen Menschen wachgerufen werden. All das«reicht der Verein Arbeiter- Jugend durch Vorträge in den Jugendheimen und durch sein« vier- zehntägig erscheinende Zeitschrift, die Jä rbeiter-Jugend". Da solk der Jugendliche über all die Fragen aufgeklärt werden, di« von Interesse für ihn sind. Der junge Mann und das junge Mädchen sollen zu Sozialisten erzogen werden, sie sollen einen Einblick in Volkswirtschaft, Geschichte, Literatur und Kunst«halten. Sie sollen zu selbständig denkenden und furchtlos handelnden Menschen Iverdcn, die den Aufgaben der Zukunft gewachsen sind. Durch ge- scllige Zusammenkünfte nach deS Tages Mühe und Arbeit findet der Jugendliche edle Uiiter Haltung und geistige Zerstreuung. In gemeinsamen Wanderungen und fröhlichen Spielen findet der er- müdete Körper seine Erholung. Kurz,«s wird alles geboten, wa? die Jugend zu finden hofft. Deshalb, Arbeiterellern, zögert nicht länger, weist Eure Kinder anf die Organisation der arbeitenden Jugend hin; veraulatzt fie zum Eintritt in den verein Krbeiter-�ugenS Sroß-Serlk. Anmeldungen: Jugendsekretariat, W. S, Bellevuestr. 7 ITL Regelmähige Veranstaltungen in allen Stadtteilen. Zentral- jugendheim, SW. 68, Lindenstr. 3, 2. Hos III. Geöffnet täglich von 7—�10 llhr._ GroßSerün Streik-Svöe üer Automaten. Vor Krieg und Revolution gab eS ein« selige Zeit, da hatten wir noch Geld, das etwas galt. Da konnten wir für einen ein- zigen Nickel köstliche Dinge erhalten, für die»ran heute«in Ver- mögen'opfern mutz Da war zwar das Trinkgeld noch nicht ab- geschafft, aber man brauchte trotzdem nicht unbedingt etwas zu geben, man brauchte keine �Verbindungen' zu haben und keine Schleichhandelepreise zu zahlen. Da steckte man einfach einen Groschen in den Waren-Automate», der dafür je nach Wunsch Schokoladentäfelchen, gebrannte Mandel», Wachsstreichhölzer, Zigaretten oder Kölnisch Wasser spendete. Besonders auf den Bahnhöfen erfreute» fich die Lnwmcrte» grosser Beliebtheit, waren den Reisenden fast unentbehrlich ge- worden und lietzen manches Kinderherz höher schlagen. Aber als der Krieg länger und länger dauerte, begannen auch di« Herrlich- ketten d« Automaten zu versiegen. Bahnsteig- und Fahrkarten- Automaten fingen bald einen Sympathiestreik an, um das Publi- kum, das sich nunmehr die Karten vor dem einzigen geöffneten Schalter„erstehen' mutzte, ja nicht an? der Gewohnheit zu brin- gen. Schliesslich hatte auch niemand mehr so recht Lust, auf dem Wiegeautomaten festzustellen, wie sich sein Körpergewicht von Tag zu Tag verminderte. So fristeten denn di« roten, grünen und grauen Kästen ein ziemlich zweckloses Dasein und verstaubten, während ihr verborgener Mechanismus einrostete. Da nun aber jedes dritte Geschäft in Berlin zu einem Konfi- türenladen geworden ist, waren auch die Automaten ehrgeizig genug, ihren Betrieb wieder zu eröffnen. Zwar zunächst noch in bescheidenen Grenzen. Schokolade ist, wi« ein Schildchen bekannt gibt, vorläufig für 16 Pf. noch nicht lieferbar. Dafür enthalten die wohlbekannten buntbedruckten Pappkartons vier winzig kleine Bonbons, die den stolzen Namen„Konfekt' tragen. Die Verpackung ist noch recht kriegsmätzig, Stanniolpapier und die hübschen Bildchen, die einst das kindliche Sammlerherz entzückten, fehlen, und auch der Vermerk:„Berechnung d« Kleinpackung durch die Reichszuckerstelle genehmigt', erinnert uns ndch sehr an Entbeh- rungen und Zwangswirtschaft. Aber immerhin, man sag« mir, wo man heute sonst noch für einen eisernen Groschen Sützigkeiten kaufen kann? Und wir, die wir uns daran gewöhnt haben, unse- ren Optimismus selbst an den unscheinbarsten Begebenheiten unserer Tag« zu entzünden, haben nun mit dem Streik-Ende der Automaten wieder einen Grund mehr, um froher in die Zukunft zu blicken. W. R. Die Organisation der neuen Sicherheitswehr. Zur Durchfflhrnng des Sicherheitsdienstes in Berlin und Vor- orten wird bei seiner Ucbernahme durch die neue Sicherheitswehr das ganze Gebiet en drei grosse Gruppen eingeteilt. Zugewiesen werden der Gruppe I die Bezirlsäml« Charlotlcnburg, Schöneberg» Wilmersdorf, Tiergarten, Wcdding, der Gruppe II die Bezirksämter Verlin-Mitte, Friedrichshain, Pren, lauer Tor, der Gruppe III die Bezirksämter HalleicheS Tor, Nenkölln. Lichtenberg. Jeder Gruppe stehen etwa 30(10 Mann zur Verfügung, die je in drei Abteilungen mit je sechs gewöhnlichen Hundertschaften und einer technischen Hundertschaft gegliedert sind. Die Gruppen haben in ihren Schutz- bezirken ihre Sicherheitswachen, die in etwa einem Drittel der bisherigen Polizeireviere untergebracht werden. Von den übrigen Polizeirevieren behält einen Teil die alte Schutzmannschast, die als Ordnungöpolizei weiterbesteht; der Reit geht ein. Bon jeder Gruppe wird täglich ein Drittel der Mannschaften auf den Sicherheitswachen, ein Drittel in Bereitschaft und ein Drittel in Ruhe sein. Die Neuorganisation wird nicht mit einem Schlage, sonder« i« drei Abschnitte« durchgeführt. In Betrieb werden genommen am t. November die Bezirksämter Charlottenburg, Berlin» Mitte, Neukölln, am 1. Dezember die Bezirksämter Wedding. Friedrichshain, Lichtenberg, am 1. Januar die Bezirksämter T>er» garten, Schöneberg- Wilmersdorf, Prenzlauer Tor. HallescheS Tor. « Zu dem' Artikel.Merkwürdige Zustände bei d« SicherheitS- Polizei' in unserem Freitag«Morgenblatt schreibt unS die Leitung der Sicherheitspolizei: Die neue Beamtenschaft der Sicherheitswehr verlangt in erster Linie Beamte, die ein tadelloses Borleben haben, da die Polizei selbstveiständlich nur Organe einstellen kann, die eine ein» wandfreie Führung haben. Die Militärpapiere der Reueinzustellen« den sind nicht immer vorhanden und daher kann die Einstellung nicht ohne weiteres erfolgen. Im Interesse des Publikums kann von der Ausfüllung eines Fragebogens nicht Abstand genommen werden. Datz die erwähnten Fragen unter Umständen ein lehr klare? Bild über daS Vorleben eines Beamten geben können, liegt auf der Hand. Bon einer Entlassung bei wahrheitSgemätzer Angabe kann natürlich nur dann die Rede sein, wenn ouS den Mililärpapieren hervorgeht, datz der Mann in der Tat grössere Vorstrafen erlitten bat. Klftne frühere Berfehlungen haben noch niemals zur Entlassung eines Beamten geführt, im Gegenteil wird hierbei milde verfahren. Schleckte Elemente werden allerdings sofort entfernt. Diese Massnahme liegt nur im Interesse der Re- gierung und des Publikum«. Die SicherhetlSwehr untersteh» dem Berliner Polizeipräsidium._ Städtische Bureaubaracken. Der Magistrat hat beschlossen,«ine Million Mark bereit zu stellen, um davon Bureaubaracken auf städtischen Plätzen im Stadt- innern zu errichten. Diese Baracken sollen städtische Bureaus auf- nehmen, die sich jetzt in ehemaligen Wohnräumen befinden, sodatz in letzteren wobnungslose Familien Wohnung finden können. Räume, die jetzt als Bureau verwendet find, lassen sich meist ohne Aufwand grosser Mittel für Wohnzwecke Herrichten und auf schnellstem Wege können so mehrere besondere Wohnräume nach Fertigstellung der Baracken frei gemacht werden. ES darf erwartet werden, datz auch andere behördliche Betriebe, die Wohnräume belegt haben, diesen Weg beschreiten, um auch ihrerseits zur Beseitigung der Wohnungsnot kräftig beizutragen. Für die weltliche Schule. Heber diese Veirfwmmlnngon sind un» »och eine Reihe von Berichten zugogangen. die alle von gutem Be- such und anivegeiifcem Verlauf zeugen. Wir können sie des Remn- mangels wegen leider nicht abdrucken.— Befürchtungen der Eltern hinsichtlich ungerechter Behandlung der am Reli- gionsunterricht gemäh elterlicher Willenserklärung nicht teil- nehmenden Kinder werden immer wieder laut. Sollten solche Fälle eintreten, so wird eine Beschwerde an die sozialdemokratische Stadtverordnetenversammlung(Rathaus) Abhilfe schaffen. Backvcrlust. Zu dieser Notiz teilt unS der Verband der freien Vereinigung deutscher Bäckermeister mit» daß nfcht nur di« Kunden, sondern auch die Bäcker sehr oft Anlotz zu Beschwerden haben. So sei eS vorgekommen, dass eine Frau' 6 Pfund«schönes iveitzes Mehl' brachte und sich nachher hevausstcllie, datz in der Tat nur 1 Pfund weisses und der Rest schwarze? Mehl war. Die einzige Lösung sei die Aushebung des BackverboieS für Schrippen.(Daran hält sich ia doch kein Mensch mehr. Rad.) Der„eiserne Sindenbiirg" wird abgebrochen. Die Nagekei hat der Krieger- und Hinterbliebewenfürsovge«inen erheMchen Betrag gebracht,; das. Material ist erfreulicherweise nicht.wottmÄeständig genug, so datz das Stadrbild von diesem Kunftgveuol befreit wird. Dem BiMiarMesNm'Ä' am Königsplatz' ist von kronkbaft veranlag- ton Menschen die Helmspitze abyefchloyen wanden. Man mutz sich dazu einer Leiter bedrenit haben. Der Mordanschlag anf den Leiter der Militärpolizei. Did bisherigen Ermittelungen nach den Tätern haben noch nickt zu einem Ergebnis geführt. Zur Aufklärung des Ucberfalles sind folgende Punkte von besonderer Wichtigkeit: 1. Wer kann Aufschlüsse gebe» über Personen mit Schuhverletzungen, die bald nach der Tat ärztlich« Hilfe in Anspruch genommen haben? 2. Welch« Arzt hat einen Verletzten verbunden? 3. Welche Personen sind von dem Neberiallenen in der Nähe de? Tatort« befragt worden, ob sie Waffen bei sich hätten? 4. Welche Personen haben von der Sckietzerei gehört. S. Welche Personen können Angaben über Vec- dächtige aus Schieberlreisen machen, die vorher von dem geplanten Anschlag gesprochen' hoben? Mitteilungen an daS Schöneberger 78] Erleuchtung. Roman von Henri Barbusse. Verdeutscht von Max Hochdorf. Sein Gesicht zuckt, ein ungeheures Lachen schüttelt ihn. Dieses Gelächter ist unwiderstehlich wie'eine Springflut. So lachen sie alle hier in der Heimat.' Crillon meint weiter:.Aber was Termite anbelangt, so scheint es, datz er gar nicht gewildert hat." Die Soldaten aus dem Lazarett gehen fort. Wie sie so in gleichem Trotte dahingehen und sich auf ihre Stöcke stützen, sagt Crillon:„Donnerwetter, was es hier für'ne Masse Ver- wundete und Tote gibt. Ach, all die armen Teufel, die sich nicht in einer verprivilegierten Situation befinden I Wenn man daran denkt, was die i�lle durchmachen müssen I Und dann, jeden Augenblick geht einer drauf. Aber man ge- »vöhnt sich ganz gut daran. Gewitz, man könnte weniger töten, und man hat auch Dummheiten begangen, das ist ja weltpublik.' Dann ist er begeistert, und er legt mir, gleich einem jungen Tiere, die Hand auf die Schulter, und er fährt fort:„Aber glücklicherweise wird das alles, der Tod der Soldaten und die Dummheiten der Generale, eines Tages verschwinden. Das wird hinschmelzen, das wird vergessen sein, und man wird nur noch von dem Ruhm des sieaaekrönten Generals reden!" Bei uns in der Straße reden sie viel von einem Fest der Erinnerung. Ich will nicht hingehen, und Marie macht sich allein auf den Weg. Dann treibt es mich doch zu alle- dem hinaus, als wenn ich eine Pflicht erfüllen müßte. Ich gehe über die Brücke. Dort, wo die Altstratze einen Knick macht, bleibe ich am Feldrain stehen. Zwei Schritte weiter, und dort liegt der Friedhof. Er ist kaum gewachsen. Denn fast all' die Menschen, die jetzt sterben, haben nirgends eine Heimat. Ich blicke auf, ich blicke über alles hin. Auf dem Hügel, der dort vor mir aufsteigt, wimmelt es von Menschen. Wie von einem Bienenschwarm schwirrt es dort durcheinander. lieber den Play mit den weitzblühenden Linden strahlt die �onnenkrone Tort ist auch das rote Festgerüste aufgebaut, aus dem der Reichtum der Damenkleider, der llniformen und der Musikinsti umente blinkt. Dann hat man aus irgend etwas Siotem einen Zaun gezogen, und vor diösem Zaune wimmelt und lärmt die große Wage. Ich erkenne das große Gemälde wieder, das aus der Vergangenheit gerettet werden soll. Ich erkenne da« Festes- gctriebe wieder, das hier schon so häufig aufgetürmt worden ist, gleich den bestimmten Gezeiten deS Jahres kehrt dieses Treiben wieder, und es wird immer gefeiert nach den gleichen Bräuchen und Formen. In meiner Kindheit und in meiner Jugend, immer hat man das getan. Letztes Jahr ist es schon so gewesen, und in den künftigen Jahren wird es noch so fein. Vor einem Jahrhundert ist eS schon so gewesen, in den künftigen Jahrhunderten wird es noch so sein. Neben mir spreizt sich ein alter Bauer mit seinen Holz- schuhen. Verknitterte und verschossene Lumpen, die von der Einförmigkeit der Zeit gefärbt sind, bedecken diesen ewig un- veränderlichen Mann der Scholle. Er ist, was er immer ge- wesen ist. Er zwinkert mit den Augen, er stützt sich auf einen Stecken, weil das Schauspiel einer Messe so ähnlich ist, hält er die Mütze in den Händen. Er zittert auf seinen Beinen, er weiß nicht, ob er sich niederknien soll. Und ich. ich werde ganz klein vor diesem Anblick, ich werde wieder jung dabei. Ich finde mich durch dieses kreischende Gekreise wiederum zu dem Winzigen zurück, das ich eigentlich bin. * Dort oben steht die Rednerbank, die von Fahnen über- spannt ist. Und dort findet sich ein Mann ein, der zu reden beginnt. Sein Kopf ist wie aus Marmor gemeißelt und mit weißen Haaren bedeckt. Er richtet sich auf. Da ich so ferne bin, höre ich ihn kaum. Aber der Wind trägt mir einige Worte entgegen, die stärker hervorgestoßeu werden. Er predigt dem Volke die Ergebenheit und die Standhastig- keit. Er beschwört die Massen, daß sie endgültig den vcrfluchten�Klassenkampf aufgeben und sich auf immerdar dem geweihten Kampf der Rassen widmen sollen. Nach dem Kriege wird es keine Traumbilder des Menschcnglückes mehr geben. Er spricht ferner von der Manneszucht, deren Größe und Schönheit der Krieg erlviesen hat. Er redet von der Einigkeit zwischen den Armen und den Reichen, damit das Volk wachse und damit sich der französische Sieg über die Welt verbreite. Er spricht endlich von dem geheiligten Hasse gegen die Deutschen, der eine franzöüsche Tugend.sein soll. Vergessen wir das niemals I Dann tritt ein anverer Redner vor. Er macht wilde Be- wegungen und ruft aus:„Der Krieg ist ein so mächtiges Auf- blühen des Heldensinnes gewesen. daS man ihn nicht bedauern darsl Der Krieg ist eine Wohltat für Frankreich gewesen!» Er hat aus eineni Volke, dem man den Verfall nachsagte, hohe Tugenden und edle Triebe herausgesprengt. Unser Volk brauchte diese Aufcrwcckung» diese Erfrischung und diesen neuen Aufschwung." In zitternden und»zuckenden Bildern preist der Redner den Ruhm, den das Töten ein- bringt und das Getötetwerden. Er bejubelt die alte Liebe zum kkriegSwahrzeichen der Helmkrönung, von der die fran- zösische Seele durchdrungen ist.- Ich bleibe einsam und nur oberflächlich berührt von dieser Menschenmenge. Und ich setze mich auf einen Wegstcin nieder, und es überläuft mich eisig, da diese Worte und dieses Kommandoktrüllen zu meinen Ohren rollen. Denn derart wird nur die Zukunft an die Vergangenheit gekettet, derart nur ein Mcnschenleid an das andere Menschenleid. Schon seit Ewigem habe ich immer die gleiche Litanei gehört. In mir tobt eine ganze Welt von Gedanken durcheinander. Und plötzlich muß ich dumpf aufschreien:„NeinI" DaS ist der formlose Schrei, das ist der lang' erdrosselte Aufruhr meines ganzen Glaubens gegen den ganzen Irrtum, der sich auf un» niederschlagen soll. Ich schleudere diesen ersten Schrei, den ich unter die Menschen ausschleudern will, fast wie ein Er- leuchteter hinaus, aber fast nur wie ein Stummer. Der alte Bauer wendet mir nicht einmal sein steinernes und erdiges Gesicht zu. Da Platzt mit aller volkstümlichen Breitspurigkeit ein riesiges Beifallsgeklatsche los. Nim gehe ich hinauf, um Maria aufzusuchen, und ich mische mich unter die Leute. Bei dichtgedrängten Gruppen muß ich durch. Plötzlich tiefes Schweigen. Niemand regt sich. Dort oben steht der Bischof. Er streckt den Zeigefinger aus und sagt:„Die Toten sind nicht tot, sie werden im Himmel belohnt. Aber selbst hicnieden sind die Toten noch lebendig. Denn sie wachen in unseren Herzen. Und ewig sind sie gegen das Vergesscnwerden geschützt. Ihnen gehört die Unsterblichkeit des Ruhnics und unsere Dankbarkeit. Die Toten sind nicht tot. Sie sind mehr zu beneiden als zu beklagen I" Und er segnet alle Anwesenden, und alle knien nieder oder sie fallen in die Knie. Nur ich bleibe gerade und auf- recht stehen, und ich knirsche eigensinnig mit den Zähnen. Und ich erinnere m'ch an alles, was geschehen ist. llnd ich sage zu mir selber:„Sind denn die Toten für nichts gestorben?" Wenn die Welt nur so bleiben soll wie sie ist. dann sind die Toten für nichts gestorben!" Worts, folgt) PoIi,ei»Präsidnlm, Grunewaldsirahe 68, Zimmer 207, und jedes Polizeiremer. Tie im Charlottenburger Schloß untergebrachten KriegSbeschL- bigten protestieren gegen dv Beheniptung des Finanzministeriums. dost der Kunjtwert des Schlosses durch das Orthopädische Lazarett gefährdet sei. Sie schreiben u. a.: Nicht einmal in einem alten, für andere Ztoecke unbrauchbaren Schlos, will man uns dulden. In Wahrheit benutzt das Lazarett Räume, die früher völlig verwahr- lost waren, zum Teil dem Freikorps Sülsen als Pferdeställe dienten und erst durch daS Lazarett wieder zu einem menschen- würdigen Aussehen gelangten. Die künstlerisch wertrollen Räume werden nie beansprucht, schon weil sie sich zur Belegung mit Kran- ken gar nicht eigneten. Man gibt nicht einmal den Speicher her, in welchem bisher die Möbel und mehr oder minder intime Ge- Vrauchsgcgenstände ehemaliger Monarchen untergebracht sind. Für den Kricgsbeichädigien sind sa Baracken gut ge-nug. Auf welchen re- publikanischen Geheimrat ist dieser Versuch einer Irreführung der öffentlichen Meinung und diese Beschimpfung der Kriegsbeschädigten zurückzuführen? Wir rufen die gesamte Oefsentlichkeit als SchicdS- richter auf: Konrmt und seht selbst und dann urteilt, ob der Wert des SchlosseS durch die Kriegsbeschädigten gelitten hat! De» Zementschwindel betreibt ein neuer Spezialist. Hiesige Unternehmer oder Leute, die Baumaterial suchten, erhielten ein Angebot von einem Manne, der sich auf feinen Briefbogen Hein- rich Stieling-Kranl nannte und am Kwrfürstendamm 145 zu wohnen angab. Er teilte ihnen mit, daß'er Zement r» beliebigen Mengen zur Verfügung habe, sie aber vor Absenkung den Kaufpreis' durch Postscheck oder auf sein Girokonto bei der Rcichsbank einzahlen müstten. Die Bewerber gingen auch gern darauf ein und zahlten Beträge von 8—10 000 M. ohne Bedenken ein. Zement aber er- .Hilten sie niemals. Ter Gauner ist nach Mhebmez seiner Guthaben bei der Post und bei der Reichs dank verschwunden. Die Ermittelungen ergaben, da st er in einem vornehmen hiesigen Hotel wohnte. Er ist vermutlich ein Schwede, spricht nur gebrochen Deutsch, steht im Ansang der dreißiger Jahre, ist mittelgroß und hat glattes, gescheiteltes Haar. IS 000 M. Belohnung. Reiche Beute machten Einbrecher in der vergangenen Nacht auf dem Grundstück Klosterstr. 77/78. Hier stahlen sie für etwa ISO 000 M. Leder, besonders Ehevreaux und Boxcalf, letzteres zum Teil mit dem Firmenstempel Karl Frenden- berg, Wewcheim. u'iid tzmZhwanden mit der Beute unbemerkt. Auf ihre Wiederherbeistchaffung ist ein« Belohnung von 10 Proh. aus- gesetzt. Fraktion der T. P. T.> Arbeiterräte. Gruppe 7. Für die ihbtlienäle, Vclricbsrate, Mitglieder der Angestellten- und Arbeiteraus. schüsse der Zeitungs-und Papier-Jndustrie sowie deS gesamten graphischen««ewerbes von Eros,- Berlin am Montag 4 Uhr in den Arminhallcn. Kommando, ilenstr. S8/59: V c r- i a m ni l u n g. Tagesordnung: Der Ausbau der Räteorganisation und die bevorstehenden Neuwahlen. Die Fraktion. I. A.: Franz Bilchcl. An alle Angestellten-RuSschSsse der Gemeinden Grotz-BerlinS und gemischt wirtschaftlichen Betriebe. Sihiing Mittwoch. 1. Oktober. abends 6 Uhr, im Berliner Ralhause, Zimmer 109. Tagesordnung: 1. Bericht Uber Tarifvertrag. 2. Verschiedenes. Die Fachgruppe 2. I. A.: Kuhlig k Gewählt« Vertrauensleute der Kriegsbeschädigten. KricgS- Hinterbliebenen und Kriegeueilnchmer der KriegSorganisation e«! Versammlung Millwoch, 1. Oktober ct., 4'/j Uhr, im Herrenhaus, Festsaal, Leipziger«trage. Löestpreutzen k Kür die bevorstehende Volksabstimmung in den West- preugiitfien Kreise» Marienburg. Stuhm. Marlcnwcrder und Rosenberg bat der in Berlin ansässige Ostpreugenobcnd eine Sammelftelle zur Ermitte- Inng von Adressen Slimmbcrechtigtcr eingerichtet. Anschriften der in Berlin ansässigen Wesipreutzen, die in den obengenannten Kreisen geboren sind, erbittet Rechtsanwalt Martin Korich, Berlili-Wilmersdors, Düffel- dorscr«tr. 421, Fernsprecher UHIand 2579. Lazarett-Insassen! Vertrauensleute oder deren Vertreter der Lazarett« von Grotz-Berlin werden ersucht, sich morgen Montag von lO— S im Bureau der Lazarelt-Kommifsion, Brückenstr. ßu, einzufinden. Erscheinen in Anbetracht der Umsormlerung zum 1. Oktober unbedingt erforderlich. NeukSlln. Bei den Wahlen zum Provinziallandtag wurden von der?iste der sozialdemokratischen Fraktion nicht zwei, sondern drei Kandidaten gewählt, nämlich Stadtverordnetenvor. sreher Scholz, Stadtrat Dr. Silber st ein, Stadtverordneter Mermuth. — Oberbürgermeister Kaiser verläßt am 1. November Neu- kölln, wenigstens als Oberbürgermeister der Stadt, und wird Generaldirektor der im Kreise Luckau belegenen Bergwerke. Ziege- leien, Güter und industriellen Unternehmungen der Stadt Neukölln. — Oberbürgermeister.Kurt Kaiser, der im SS. Lebensjahre steht, gehört seit 1907 dem Neuköllner Magistrat als Bürgermeister und Oberbürgermeister an._ Groh-Berliner Lebensmittel. Brotkarten. Stichwort: Feuer. Berlin. Statt Gefrierfleisch können auf dl« Fleischmarke Nährmittel in doppelter Menge(50 Gramm) entnommen werden. Kartoffeln aus Abschnitt 40a~�g nur bis 1. Oktober.— In den Brotkommissionsbezirken l. 8. 133, 175, 235, 242. und 243 Käse.— Pid auSl. oder Inl. W-izen. mebl(X tß).— In der Woche vom 2.-7. Oktober Nciieinlragung in die Fleilch-Kundenliste. Man berücksichtige die aus dem Felde ziilückgekehrten Fleischer I— Dle sich zum Umtausch der Fleischkarten anmeldenden Per- Ionen erhalten dafür Bezugsichewe für Haferflocken und Nährmittel im Bureau ffit Flcischversorgung, Reue Friedrichstr. 1, vom 29. September bis 1. Oktober. 8— 1 Uhr. Reintckendorf. Sützftoff(8). Neukölln. Neuanmeldung deS ZuckerbezugeZ I— 3 Päckchen Milchpudding.— Kinder(1—2 Iab�e) 1 Pfd. Keks.— Im Bezirk 1 Harzerläse. — Forlietzung der MaiSverteilung. Wilmersdorf. Vom 29. September bis S. Oktober: 250 Gramm Marmelade(84). 500 Gramm ausländische Hülsenfrüchte(72, 73), 250 Gramm ausländiicheS Äartoffelstärtcmehl(86), 70 Gramm Margarine (13 17). Für Kinder im 1.— 6. Lebensjahre: l'l, Pfd. Haferflocken(85 A I), 2 Pfund(35 A II), 1 Pjd. Kinde, ge, stenmehl(34 S I. P II. LlundOII). Für Kranke: Eier, Ende der Woche aus 40. Gharlottenburg. 150 Gramm Hoserflocken(37). Falls bei den Kauf- leuten nicht genügend Vorröie an Sago vorhanden sein tollten, wird der Abschnitt demeuliprechend verlängert werden. 250 Gramm amerikanische Maissabrikate(90) bis 4. Ollober. 70 Gramm Margarine(B 17). 350 Gramm amerikanische S owetiiesieischerzeugnisse(G 11). 250 Gramm ausländisches Weizenmehl oder 94 proz. JnIandSnichl(55 10). 1 Pfund Speiiesalz(245). 2 Päckchen Puddingpulver(250). 250 Gramm Manne- lade(252). 250 Gramm Suppen(253). Im Okiober einmalig an die schwangeren Frauen vom 4. Monat ab 2 Pfd. Weizengrieß, 2 Pfd. Zwieback und 1 Büchse kondensierte Milch mit Zucker aus besondere BercchtigungS« karte«(KrankenernährungSabteilung). An Kinder im 1. LeSenSsahre 750 Gramm inländische Hasernährmittel, im 2. Lebensjahr 500 Gramm inländische Hasernährmittel auf besondere Berechttgungskarien(Brotkom- miision). Ausgabe in Koloniaiwarengeschäslon bis 3t. Okiober. An Kriegs- beschädigte, die 50 Proz. und darüber erwerbsunsähtg sind, je 1 Pid. Reis, Hasernährmiitel. Graupen und Teigwaren. Berechtigungskarten bei der Lrotkommisfion. Frtedrichshagcn. 500 Gramm Hülsenfrüchte(43), 125 Gramm Hase, flocken(44), 125 Gramm Teigwaren(t, Sonderkarte), 500 Gramm amerik. Mehl(G II 19). Friedrichsfelde. Dienstag: 1 Doie Armee-Ration cnthaliend Fleiich Kartoffeln und Gemüie, große Dose 4 M, sür kleinere Haushalte, kleine Dole 3,75 M.(33). Vorverlaui m den G-meindeverkauiSstellen. 250G>amnl Maismehl(85). Donner tag: 1 Büchle kondensierte Milch ü 3 M.(17), 150 Giamm Nudeln i87>. Sonnabend: 250 Gramm ausländiiches Kartofielstärlemchl(86), Gcwülzlnchen(HaushallSIaite, Gemcindeveikaufs- ncllcn), für Jugendliche je nach Wahl 1 Kalbflelichpaiiele, Büchse 2.50 M., oder lrt Psd. Kakao, Packung 2,50 M.,(39— Gemeindeoerkaufsllellen). BriN. 150 Gramm Nudeln(70). 150 Gramm Reiz(71), für Kriegs- beschädigte 1 Psd. ReiS(2), für werdende Mütter und Kinder 1/, Pid, Reis(5). Tegel. 200 Gramm Kartoffelstärlemehl und 200 Gramm Reis(70), 250 Giamm Pfiaumenmarmeladr und 2 Slück Knorrs Suppenwürfel(7ll, sür Kinder. 250 Gramm Kindergerstenmehl(3), sür Jugendliche 250 Gramm Haferflocken(46), sür ältere Einwohner ebenfalls L50 Gramm Haser- flockcn(12). NowaweS. 250 Gramm Kunsthonig(34), 150 Gramm Graupen» mehl(87), 2 Stück Suppenwürfel(35), 250 Gramm Maisgrtcs(36), Jugendliche 250 Gramm Kindcrgerilenmebl(3). Die Kartenabschnitte Rr. 84. 87, 35, 36 und 3 sind am Wonlag und Dienstag abzugeben. Auf blauen Ausweis sür Kriegsbeschädigte und gegen Vorlegung der Geiangencn- karte für entlassene Kriegsgefangene Wontag 8—12 Uhr im Ralhaus, Zimmer 7, Pjd. Kakao._ GroA-Serliner parteinachrichten Fraueuversammlungen. Montag 7'/, Uhri 5. biö 8. Abt. Frauenabend 7 Uhr, bei Schwachenwald, Kncjsenau-, Ecke Bärwaldstraße. Ref.: Gen. Lehrer H ü b n e r. Pünktliches Erscheinen notwendig! iz./14. Abt. Alexandrinenstr. 44 bei Hennlg. Ref.: Gen. Dr. Martha W h g o d z i n s t i:.Hygiene und Kärperkullur'. IV. Abt. bei Kuhn, Schrei«erstr. 63. Vortrag der Gen. Hanne- mann über:»Die Frau in der neuen Berfassung'. 80., 21. u. 22. Abt. Frauenabend bei Steffens. Landsberger Allee 150. Gen. D o m n i ck spricht über:.Die Frau In Staat und Kommune�. Charlottenburg. Schulaula Schillerstr. 27/32. Genossin Dr. med. B e n e ck e über:.Ocffentliche GesundheitSvflege�. Treptow-Süd. Bei Haaß, Baumichulenstraß«. Vortrag der Gen. R y n e ck über:.Schwangerichastsverstcherung und die Reichswochenhilse'. Treptow-Nord. Bei Eberl, Graetzstr. 1. Vorlrag der Gen. Todcn- Hagen:.Die Frau in der neuen RcichSversaffung". Reinickendorf-West. Bei Noack, Scharnweberstr. 65, Ecke Antonstraße. Gen. Riedger spricht über:»Häusliche Erziehung'. TtenStag: Teltow-BeeSkow. Frauenkonferenz nachmittag» 4'/, Uhr, im.Jugendheim', Lindenilr. 3, 2. Hof, Ausg. links III. Tagesordnung: I. liniere Ausgaben im kommenden Winler'. Ref.: Genossin R y n e ck. 2. Wahlen sür die Jilgendwohifahrtskommission. 3. Verschiedenes.- Berlin, ä. Abt. Frauenabend bei Keuscr, Haveiberger Straße 3 (7>/z Uhr). Ken. Heilbutt spricht über das Recht der Frau. 'Marieudorf. Frauenabend bei Hoch, Chausseeftr. 44(7'/, Uhr). Gen. Hannemann spricht über:„Die neue Verfassung und die Frauen" (noch nicht organisierte Fronen find ganz besonder» eingeladen). Mittwoch: Lichtenberg. Drei Frauenversammlungen bei Müller, Wüblisch-, Ecke Holtelstraße, bei Schilling, Kantslr. 19 und bei Meier, Möllendorsftr. 77, Vortrag. Referenten sind die Stadträte Gen. Peler- h a n s e I und BaranowSki und Stadt». Gen. Kegel. SiemenSstadt. Im Lolal Heidekrug, NonnendammGlllee 89, Tages» ordnung:„Frauen, was bringt Euch der Sozialismus?" Ref.: Genossin Todenhagen._ Cisenbahner-WerbeauSschutz. Montag 4 Uhr Rednerkursus, Um 5 Uhr Sitzung des Werbeauzschuffcs. Versammlungslokal: D e s s a u e r Garten. Deffauer Str. 1. Tagesordnung: Bericht über die Sitzung des Bezirlsvorslandes. Bericht über die Slgitationskonscrcnz. Organi, sationSfragen iSchmidt. Liebow, Hohenwald, Wittke). Neuaufnahmen und Zahlabend. Verschiedene»(Palm).' WerbcauSlchutz für Post und Telegraphie. Der in Aussicht ge- notnmene Rednerkursus findet erst am S o n n t a g. den 5. O k t o b e r 1919, vormittags 9 Uhr, in der Bellenuestr. 7 II statt,' Zur Verbreitung eines wichtigen Flugblattes wollen die Berti auensleutc sich im Agitalions- büreau, Bcllevuestr. 7, in der Zell von 9 Uhr vorm. bis 4 Uhr nachm. ein- finden. Verbrechern'. Vielhörer ist aufgestellt I Schwerhörige Parteigenossen. Gewerkichastler und.,Vorwärt§"-LeIer, erscheint zahlreich I Parteigenossen, Mitgliedsbücher mitbringen l Z- P. T.-Funktionäre des Siemens. Konzerns! Morgen Mon- tag 3'/, Uhr Konjerenz aller sich zur S. P, D. bekennenden Funktionäre Im Ldkal!Ziir Schleuse, am Bahnhos Jungsernhelde. Tagesordnung er- fordert pünltliches Ericheinen. Sozialisttsche Ttudentenpartei. Mittwoch 6 Ubr Genosse Jenffen im Anäitorium maocrmum der Universität über„Antisemitismus, Sozia- lismus und Akademiker�'. Eintritt sret. 10. Abteilung. Morgen Montag, 7»/, Uhr, bei DauS, Lausitzer Straße 46, Sitzung der Parteisunkitonärc und BeiriebSoerlraucnsleute. Friedenau. Dienstag 7'/, Uhr im Festsaal deS Ratskellers außer- ordentliche Generalversammlung Bericht der Geschästsordnungs- lommisfion. Beschlußfassung über das OrtSstatut, Vereinsan geiegenheltcn. Hilüungsveranftaltungen. BezirkSbildungSausschuß Groß-Berlin. Ans die beute nachmittag 3 Uhr im Kleinen Schauipieibaus, Faianenftr, 1, Hardenbergltr., dicht am Zoologiichen Karten, staltstndend« Aufiübrung.Maina Magdalena" sei an dieser Slelle nochmals bingewiesen. Karten zum Preise von M. 1,65 find an der Kasse noch zu haben. 44. u. 45. Abtlg. Heute 7 Uhr, Grüuthaler Str. 5: Wilhelm- Buich-Abend. Eintrittskarten bei Gaßmann, Stettiner Str. 59, Kerfin, Pankftr. 60, und bei Pose, Koloniestr, 15. ?ugenöveranstaltungen. Süden-Südwest. Sonntag, 5. Oktober, 6 Uhr, Blücher-Fcstsäle: derbstscst. Musik, Ansprache, Rezilattonen, Lieder zur Laute, Volkstänze. Nachdem Tanz, Einlaßtarre 75 Pf. Westen. Sonnabend, 4. Oktober, 7 Uhr, Nationalhos, Bülowstr. 37: Herbstscier. Gesang(Berliner Terzett), Ansprache, Rezilattonen(Heinr. Aiberl Bürger), Rcizcnlänze. Nachdem Tanz. Einlaßkarle 1 M. Moabit. Eitcrnwanderimg. Im Restaurant Bergemann, S t o I p e. ab 2 Uhr besonderes Programm. Nachzügler treffen sich 12 Uhr: Kleiner Tiergarten(Denkmal). Zentral- Jugendlieim. Heute ab'/s6 Ubr: UnterhaltungSabeud. Ab 1. Oitober Iii das Heim täglich von 7—'/,10 Uhr geöffnet. Neuköll». Am Mittwoch �,8 Uhr bei Schwengel, Elbestr, 8: Mädchen« abend. Vortrag der Genossin Bohm-Schuch. «chönederg. Hente 7'/, Uhr: Kunst- und UnterbaliungSabenp in der Aula der Ubiandschule, Kolonnenstr. 21—23. Schulentlassene beideriei Ge- schiechls willkommen. vortrage, Vereine unö Versammlungen. Bersammlnug der BezirkSgruPPe Berlin deS Zentralverbandes Deutscher Zigarrenfabrikanteu. Morgen Montag, 4 Uhr,«Patenbräu, Friedrichstr. 172.— Oefterreicher und Ungarn aller Nationen. Sektion des Reichsbundes der KriegSbeschädtgien, Kriegsteilnehmer und Kriegshinterbliebenen am Mi t! w o ch, 7>/, Uhr, im" Ellsabethgartcn, Berlin, Elisabcihstraße 30, Mitgliederversammlung. Neuausnahmen am Saaleingang.' Gericktszeitung. Tie Neuköllner Unruhen. Zeuge�T Hornsen, der seinerzeit Kompagmeführrr und Mit- gl red des Soldatenrats war, aber abgesetzt wurde, weil er der ge- mäßigten Richtung angehörte, bekundete, nach seiner Ueberzeugnnt hatten d!c Leute im allgemeinen den Gedanken, daß sie einer m:ls- tärischen Formation angehörten, andere waren anderer Meinung und es schwirrte sogar die Redensart umher:„Wir sind eine besiere Wach- und Schließgesellschaft." Tie Stimmung unter den Leuten wurde nach und nach immer radikaler. Es wurde die Parole ausgegeben: sich nicht an Putschen zu beteiligen, aber auch n.cht an der Bekämpfung eines Pussches teilzunehmen.?lm 6. März stand die Fagc der Beteiligung oder Nichibeteiligung an den Marstall-Kämpfen zur Debatte. Die Leute konnten aber kein klares Bild erhalten. Man vcrsammelle sich in der Turnhalle, wo verschiedene Redner sprachen. Der Angeklagte Preuß sprach beruhigend; viele Leute hatten gar keine politische Meinung; sie begleiteten die Ausführungen eines Redners mit Bravo und wen» derselbe Redner morgen die entgegengesetzte Ansicht vertrat, schrien sie auch Bravol Die Erregung unter den Leuten wurde immer größer, als ein Kurier die Nachricht brachte, daß die 3. Kompagnie im Marstall eingeschlossen sei. Der Zeuge hatte den Eindruck, daß die Leute im Marstall selbst zu der Schießerei'die Veranlassung gegeben haben dürften, da doch sehr viel unzuverlässige Leute darunter waren. Im Depot wurde dann die Anregung gegeben, daß Freiwillige nach Verlin gehen sollten und dann ging der Trupp ab. Der Depotführee Schulz hatte keine Macht mehr über die Mannschaften. Ter Sloß- trupp bildete sich selbst aus der Menge heraus; wer sich an die Spitze gestellt hatte, wußte der Zeuge nicht. Der Zeuge B ö h m a n n, seinerzeit Mitglied des Soldaten- rateS. bekundete, daß die Stimmung bei der Mannschaft bis Januar regierungsfreundlich war, weil bis dahin die S. P. D. die Mehr- hcit hatte. Im Januar änderte sich das. Daß irgendeiner der Mannschaft die Vorstellung haben konnte, nicht einer militärischen Formation anzugehören, sondern sich im Privatvertrage verdungen zu haben, sei nicht anzunehmen. Am 6. März suchte der Zeug« beruhigend zu wirken. Hafke sei ihm aber sehr schroff entgegen- getreten. Der Angeklagte Müller hielt eine Ansprache an die Brauseköpfe und er sowohl als Preuß mahnten zur Ruhe und zum Verbleiben in der Kaserne. Es hals aber nichts,— Die Erregung unter den Leuten wurde durch die von Briesch überbrachte Meldung bis aufs höchste gesteigert, daß angeblich jeder Mann der R, S. W., der nach 6 Uhr auf der Straße getroffen werde, unweigerlich er- schössen werde. Dadurch hatten die Leute die Vorstellung be- kommen, daß sie von den RegierungStruppen als feindliche Ele- jnente betrachtet würden.— Zeuge Kaufmann, Obmann des Soldatenratcs, ist bei dem Zwiespalt der Ansichten zu dem Fünfer- ausschuß gegangen, um sich Instruktionen zu holen und brachte die Anweisung zurück: In den Kasernen bleiben, bis nähere Befehle kommen würfen. Die schon aufgeregte Mannschaft wurde durch die erwähnte Behauptung des Angeklagten Briesch(der Nicht zur Stelle ist) auf die Spitze getrieben. Theater öer Woche. BollobLhu«: SS., 5. n.„'s Zungfernaift', 28., 29., tz. S., S.„Whgee oo» Calais, 30.„®os", 2.„Der CchwittzlilnsNer', 4., 5.„fnttjet*.— Lverilbau»! 28, n...Martha', 5. n.„Tristan und Isolde', 28..Carmen', SO. Cvan-ielimanu', 30..ssidelio', 1.„Maskenball', 2.„Raopelkopf", 3.„Salome*, 4.„Luftioe Weiber von SBiiibfot", 5.„Tristan und Isolde', 0.„Mignon".— Echeulsoielhau«: 28. n. „fflcfpcnflcr", 5. n.„Räuber', 28,„glachsmanu als Erzieher', 20.„Egmont'. 30., 3., 6.„Corialau', 1.„Nathan der Weise", 2.„Peer Sunt", 4.„Räuber", S.„Journalisten".— Deutsches Theater! 28., 2.„Kaufmann von Venedifl", iS., 5.„Hamlet", 80., 4.„Claoigo", 1., 6.„ssaust t.', 3..Tlthella".— Nommer- ipiele: 28. n.„Weibsteufel", 5. n.„Minna van Barnhelm, 28., 2., 8.„Njn", 29.. 4.„grtlhllnns Erwachen", 30., 3., 5.„Bächle der Pandora", 1.„Unter- wegs".— Lessinn-Theater! 29.„Der Schäpfer", 30., 2., 3.. 5., 0.„Christa, die Tante", 1.. 4.„Peer Ennt", 5. n.„Der tote Hahn".— Theater in der«Snia- fträfter Strafte- 28., 5. n.„Mustk", 28., 2., 3.„Kabale und Liebe'. 29., iL Z., 4. „Kameraden", 30., 0.„Erdgeist".— Die Tribüne- 28., 29.„Retter",„Entfchei. düng", 30., U, 2., 3., 4.„Wandlnnk". 28. vorm.„Politische Dichiunz", 28. n. „Retter",„Entscheidung".— Kleines Theater- 28. n.„Iahonntsfeuer", Z. tt. „Kllmmelblättchen". 28., 29.. SO., 1„ 2., 8.. 4.. 5., 6.„Helden".— Kleines Schauspielhans! 28. bis 5.,„Krach".— Deutsches Opernhaus: 28. n.„Martha", S. n.„Die verkauft. Braut", 28..„Hugenotten", 29.„Mignon", 80.„Siegfried", 1.„Carmen", 2.„Eavalleria rnstieana,»Echwäherin von Saragossa", 8.„Tann- Häuser", 4.„Martha", 5.„Troubadour".«.„Die schöne Helena".— Schiller- Theater! 28..». n.„Wie es euch gefällt", 28., 30., 2., 3., 0.„Biel Lärm uoe nichts", 29., L, 4., 5..glachsmonn als Erzieher". Täglich. Komödienhaus:„Liselott von der Pfalz".--- Deutsches Künstler- Theater:„Das Schlaft am Wannsee".— Berliner Theater:„Die Dame im ffrack", ab 1.„Bummelstudenten".— Triauon-Theatcr:„Der gute Ruf", ab 1.„Mas- kerade,— Refiden,-Theater:„Das höhere Leben".— sieutral-Theatcr:„Die■ Schönste van allen",— Eden. Theater: Ab 1. 4L A. w. g.".— Friedrich- Wilhelmstäbtisches Theater:„Eretchen".— Komilch« Oper:„Liebeszauber".— Metropol-Theater:„Die gaschinasfec". 29., 30„ 1-, 2., 8. geschlossen.— Lust- spiekhaus:„So ein Mädel".— Neues Operetteuhaus:„Die Dame vom Zirkus". — Thalia-Theater:„Iungser Sonnenschein".— Theater am Nolleudo-stilah: „Die Puppe".— Theater de, rvesteus:„Die grau im Hermelin".— Theater der griedrichstadt: Pier Einakter.— Nose-Theatee-.Kleine Sklavin", 3.„Das Geseh".— Walhalla-Tbeater:„Da, Eeleft".— Kastno-Theatcr:„Trvftstadt. pflanzen".— Walluer-Tbeater:„Eine v allnaäst".— Luisen-Theater:„Straub- gut", ab 1.„Das Mädel vom Ballett". WetterauSstchtrn für das mittlere Aorddenrschlond bis Montag mittag. Dieliach heiter, aber'fehr veränderlich, besonders im östlichen Küstengebiet verfchiedcntlich etwa» Regen. In den Mittagsstunden ziemlich mild. Iii der Nacht zu Montag tehr tühl. Mm der Smlser Wem (Nachdruck verboten.) ES gibt nichts Unleidlicheres als einen schlecht- sitzenden Kneiier. Am meisten empfinden dies natürlich Per« fönen, deren Naienrü�en so gebaut ist, daß sie einen Klemmer gewöhnlicher Art überhaupt kaum tragen können; aber auch die glücklichen Inhaber klassisch geformter Nasen, auf denen selbst die primitivste Kneiferlonstruktion ziemlich fest sitzt, baben darunter zu leiden, denn dieser„feste" Sitz ist durchaus nickt gleichbedeutend mit einem„guten" S>?. Der Kneifer sitzt gut. wenn er'alle Vorzüge der Brille hat ohne deren Nachteile, d. h. wenn er nicht nur beim Turnen. Reuen. Nadfabren keiner Rachhilie durch Rücken und Aniücken bedarf, also weich, an- genehm und doch fest sitzt, sondern wenn außerdem ruch die Gläier richtig vor den Augen stehen. Sieht man jeden Kneiferträger, dem man be- »gnet daraufhin an. so wird man finden— und sonders dem Arzte wird dies auffallen,, daß »ter zehn Kneifern kaum einer die richtige Stellung enimmt. Das Brillengestell ist dem Abstand der Augen voneinander angepaßt, und wie es angepaßt ist, so bleibt es. Bei den Klemmern gewöhnlicher Konstruktion ist das nicht der Fall. Sobald man die Bügelfeder auseinander biegt, verändert sich die Stellung der Gläser zueinander. Da nun sowohl die Breite des Nasenrücken« als auch der Augenabstand bei allen Personen sehr der- schieden ist, so kann der Kneifer fast niemals wirk- lich vasien. Man kann sagen, daß e« ein Zufall ist. wenn ei wenigstens einigermaßen paßt. Das ist auch der Grund, weshalb die Augen- ärzte bisher die Brlle bevorzugten. In der Regel hängen die Gläser des Klemmers seitwärts schräg nach unten,. waS übrigens dem Ge» ficht immer«inen«twaS schlaffen, wehleidigen Zug gibt.. Die Folge ist, daß die Pupille nickt hinter dem Brennpunkt«, sondern außerhalb desselben steht, wodurch daS Auge fortgesetzt zu einem leichten, oft sogar zu starken Schielen gezwungen und dadurch sehr überanstrengt und geschwächt wird. Kopischmerzen, Sehstörungen und Nervosi.tät sind die Folgen dieser ununterbrochenen Neber- anstreugung. Der Fehler liegt nur in der unzweckmäßigen, primitiven Konstrultion des Kneifers. DaS hat man seit langer Zeit erkannt, es hat aber vielen Nachdenken« und vieler Experimente bedurft, bevor man zu der volllomtnensten Kon- strultion, zum Lohmann- Kneifer, gelougie. Teilweise gelöst wurde die Aufgabe ja schon früher, ober alle die verschiedenen Erfindungen ballen noch »hie Mängel. Erst im L o b m a n n- Kneifer wuide der höchste Giod der Vollkommenheit erreich«, der in zahlreichen ärztlichen Guiacklcn und Aner- kenniingSschreiben von Käufern bepäl'gl wird. So schreibt z. B. F r a u A d a G., Weimar: „Nachdem'ich mich an diese so sehr angenehm leichten Gläser mit der drucklosen Mechanik gewöhnt habe, ist mir jede andere Kneiferart unerträglich geworden." Herr Oskar Z., Weißenfels a. S.. schreibt:„Ich bin mit dem Kneifer außerordent- lich zufrieden. Selbst beim stärksten Schwitzen ist er mir nie abgefallen, auch beim Bücken nicht, st daß ich noch kein neues Glas in zwei Jahren nöti� gehabt habe. Dann sieht Ihr Kneifer gegen di> im Handel befindlichen neueren Systeme auch be- deutend eleganter aus, ganz abgesehen von de« Stabilität gegenüber den anderen, bei denen di« Federn und Federchen fortwäbrend Reparature« nötig machen." Die Lohmann- Kneifer sind patentiert uns nur von der Orthozentrischen Kneifer» gesellschaft m. b. H. in Berlin. Pols» damer Straße 184a, allein zu beziehen welche auch gründliche Angenpiüfung kostenlss ,v jeder Zerr gewährt; geöffner werktäglich g— 6 un. unterb locken. Man lasse sich in dieser Hinsich' nicht beirren und beachte bei per'önlichem Be> suche g e n a u die Housnmnwer 184». da sich unmittelbar daneben in ausfälligerer Loge ei» optisches Geschäft befindet, welche« infolge einer ähnlich lautenden Aufschrift oft zu Verwechslung« Anlaß gibt, aber die L o h m a n n-Kneifer nichi führen darf, Nach auswärts verlange man Prospekt 2 T, welcher gratis und franko zugesandt wird. TmiCHE/OAPDINEN/ MÖߣLS7Drr£ riehitepplche Läufer, Verbindungsstücke! Tisch- und Diwanüberwürfe eutsche Teppiche gewebt und handgeknüpft, In erprobten halt aren Qualitäten• Vorleger, Läufer u. Teppichstoffe, Linoleum, Matten, Felle i wen decken aus Leinenstoffen mit bedruckt. Mustern Schwere zweiseitige(Zobelindecken in orientalischem Geschmack chöne Kissen und Lampenschirme in sehr geschmackr vollen Ausführungen ardinen und Stores Klare Bettdecken• Farbige Madrasgarnituren, Filet- und Klöppelspitzen- Vorhänge, Stickereien und Bandarbeiten auf Erbstüll- Gemust. 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Rur nicht zurückdenken müssen I Nur nicht sich immer wieder mit der Erinnerung abquälen müssen, die sich nicht abschütteln Uetz. Aber eher ist ein ganzer Mensch mit all seinem Glück und Leid verscharrt und vergessen, ehe ein Lebendiger seine Er- innerungen. seine bitteren Erlebnisse, seine seelischen Leiden in sich begraben und vergessen kann. Etwas Unheimliche« lag doch in diesem Leben, etwa» Unsagbare«. Wunderbares, mit dem der Mensch. Knecht der Verhältnisse, kämpfte, das er zu ergründen suchte, ohne je die Lösung, ohne je den Kern de« Sein« zu finden. Schrie sie nicht noch vor drei Tagen der französische Wachthabende an und bedroht« einen Kameraden mit dem Bajonett, weil er ein Wort sprach, em harmlose« Wort 7 Ein Mensch tat da», der ein Herz halte, abend» vielleicht die Geliebte umarmte oder seiner alten Mulier einen Gutenachtkutz gab. Gab es da« überhaupt, diese« Sichelnfühlen der Menschen ineinander. Verstehen der gegenseitigen Empfindungen, gemeinschaftlicher Gefühle, Freude, Nöte, Leiden? Dieses Verslehen, aus dem allein ein brüderliches Sein beruhen kann? Die Erlebnisse der fünf Jahre Gefangenschaft hatten Karl oft verzweifeln lassen. Er schrie e« nachts oft stumm in seiner Seele: Der Menich ist nicht gut I Der Mensch hat Freude an den Oualen seiner Mitmenschen, er istgrausam und lätztgern den anderen leiden. E« bereitet ihm Glück, sich selbst irei zu fühlen von Leid und dem anderen sich abquälen, in Schmerzen winden, hoffnungslos und elend zu sehen. War'S wirklich so? Dann bedeutete das Hoffnungslosigkeit. Ver- zweifeln an ollem, woran einst da« jugendlich entflammte Herz be- geistert geglaubt. Gegenseitig» Hilse: wann war diescm aller, menschlichsten moralischen Grundgesetz blutiger Hohn gesprochen worden al» in dieser Zeit des Kriege« und der Gefangenschaft? Aber weg mit diesen Gedanken I Karl fuhr sich mit der Hand über die Stirn, auf der helle Schweitztropfen standen und stöhnte out. so datz seine Kameraden verwundert auf ihn blickren. Er sah erst jetzt, datz der Zug wieder fuhr. Um ihn sprachen sie von der Heimat, dem Wiedersehen und freuten sich. Sie traten alle auf die Vergangenheit wie auf ein ekles Tier, da« sie doch nicht töten konnten, da« immer wieder seinen widerlichen Kopf aufreckte bi« zu ihrem Herzen und sein Gift hineinträufelte, so datz sie plötzlich zusammensanken und rückwärts starrten und sich erinnerten wie er: Verfluchte Erinnerung I Es war doch nun vorbei! AuS l Ein Reue« begann doch, sie fuhren doch alle einer Freude entgegen, einem neuen Leben! �Karl sah ins Land. Kühe weideten ruhig auf weiten Wiesen. Menschen standen auf den Feldern und winkten. Dörfer tauchten auf, ganz in friedliches Grün versteckt, lieblich anzusehen wie ein Wunder. Heimat! Heimat!— ratterte der Zug... waS war das doch für ein merkwürdige« Gefühl! Die Sonne stand noch am Himmel, grotz und feurig. So war e« schon, al« er Kind war, al« er immer versuchte, hineinzusehen in diese feurige Scheibe. Die Sonne... unter ihrem glühenden Brand halten sie im feindlichen Land bei der sckwerett Arbeit gekeucht und im Winter sich nach ihrer Wärme gesehnt. Aber das dort war eine andere Sonne al« die hier drautzen, die so liebevoll in den rollenden Wagen tastete und einen freudigen Schimmer über die harten Gesichter der Heim« kehrenden legre. Do« war die Sonn« der Kindheit, unter der sie alle einst gespielt hatten in de« wunderlichen Zaubergärten der Jugend. Karl hörte die leisen Gespräch« der Freunde, die vor über- schwänglicker Freude nur leise und verhalten waren. Wie wird die Mutter aussehen, wie die Geliebte, wo« werden sie sagen? Karl drückte die Hände vor seine Augen, al« wolle er Tränen mit den Fingern zurückdrängen. Seine Mutter war in dieser Zeit gestorben. E« war zuviel de« Leids für sie. Er konnte nur noch an ihr Grab gehen. Unter ihrem Rasen lag ja auch seine Jugend. Das war nicht zu ändern Damit mutzte man sich einfach abfinden, wenn e« auch hart ankam. Sie halten ja alle gelernt, hart zu sein. Aber seine Liebste. Martha? Seit einem Jahre hatte er keine Nachricht mehr von ihr erhalten. Ob sie krank war? Oder ob sie...? Nein, da« wollte er nicht denken, das war ja unmöglich. Wenn ihre Briefe kamen, war e« ihm immer, al« ob er ein schöne« Geschenk erhielte. Er bewahrte diese Briefe aus wie ein Heiligtum, Nacht«, wenn er nicht schlafen konnte, suchte er sie hervor. E« war ja da« einzige, was er noch aus der Heimat erhielt. ES war ihm schon Glücks genug, sie nur in den Händen halten zu können. Oft roch er an ihnen, weil ihr Atem über sie gegangen war, weil der Geruch der Heimat au« ihnen strömte und der Duft ihrer geliebten Jugend. Tann waren die Briefe ausgeblieben. Hatte sie ihn doch auf- gegeben? War sie e« müde geworden, Worte der Liebe und Sehn« sucht in die unbekannte Ferne zu rufen, ohne Aussicht, datz Liebe und Sehnsucht jemals Erfüllung würden? Er begriff, wie schwer es iür sie sein mutzte. Aber kann ein Mensch ein Herz, das mit ganzer Krait an ihm hängt, das ihm einziges Glück und allein noch Sinn de« Leben« bedeutet, derstctzen? Er konnte e« nicht glauben. Gcwitz war sie krank. Tot vielleicht... Gott, diese marternden Gedanken I Nur einmal Gew'tzbeii haben. Gewitzheit. überwunden muhte e« ja doch werden,.so oder so. Aber je näher die klein» Heimatstadt kam, desto grötzer wurde bie Oual, desto mehr wuchs seine Erregung, desto fester lrampsten sich seine Hände und Lippen. Nicht« erwartet» ihn daheim... Kein« Mutter, kein Bruder, keine Schwester. Die Geliebt«, die hätte ihm helfen können, heim- finden in das neue Leben der Freiheit— wa» war mit ihr? Es war schon spät am Abend, als Karl in seiner Heimatstadt anlangte. Jetzt, nun er da war, war er mit einem Male ruhiger geworden. Die Spannung lietz nach. Als er auf den Bahnhof trat und dann durch die vertrauten Strotzen ging, wurde»r traurig. Kein bekanntes Gesicht. Nie- mand, der ihm zulächelte, keiner, der ihm eine Hand entgegen- streckte, keiner, der ihn umarmte, als Sohn, al« Freund. Er pretzte die Lippen aufeinander und ging rasch. Im ersten besten Gasthof mieteie er sich ein Zimmer, dann war er wieder auf der Stratze. Die Unruhe war wiedergekommen... trieb ihn vorwärt», er mutzte beute noch Gewitzheit haben, wa» mit Martha war. Durch die schon stillen Stratzen ging er,«in Fremder in der Heimat, bi« zu dem Hau», in dem sie wohnte. Es war schon geschlossen. In ihrem Zimmer war kein Licht. Alle« schon dunkel. In kleinen Städten gebt man früh zu Bett. Während Karl noch�tnschlüisig stand, wa» er tun sollte, bog um die nahe Ecke ein junge« Paar. Im selben Augenblicke hatte er nur die eine einzige Empfindung: Sie! Weiter konnte er vorerst nicht« denken. Als da« Paar rasch näher kam, wollte er sich verstecken, ver« stecken? I Nein I Sie sollte ihn sehen I Erkennen! Einen Augenblick dachte er daran, sie niederzuschlagen, ihn— oder beide— sich rächen.. an denen, die den Fernen alle» ge- stöhlen hatten, das Liebste, Heimat und auch die Geliebte... aber dann: Unsinn! ES war ja ihr gute« Recht! Was wollte er denn? I Er ging dem Paar, da» lachte und froh war, entgegen. Ganz nahe wollte er an ihr vorbeigehen. Aber sie sah»hn gar nicht an. Sie griff gerade mit der Hand schäkernd nach de« Fremden Gesicht. Dann waren sie vorbei. Gesehen hatte sie ihn also nicht. Aber er fiel Ein wilder Schmerz bohrte. Sie sah noch genau so au« wie einst, so wie er sie immer gesehen, als Trost und Hoffnung... Und nun..» ES galt eben alle« zurückzuerobern, ganz neu anzufangen... Alles ganz neu anzufangen... Alle»...! An der Ecke blieb er stehen und horchte. Eine HauSlür fiel schwer in» Schloh. Kein Schritt mehr auf der Gass». Er war also mtt hinaus« gegangen. Karl ging aufrecht und schnell durch die nächtlichen Stratzen. Niemand hätte ihm etwa« angesehen. Hinter ihm fielen die Häuser in« Schwarz« wie eine unendlich traurige Vergangenheit... RRMANN GERSON Werderscher Markt Spitzen Stickerei Tülle Leinene Klöppelspitzen und Einsätze Maschinenarbeit, gute kräftige Aus'ühr.,"l 75 025 Q50 Q00 Q 50 für Wäsche, Decken u. Gardinen. Meter-L ZLf«J Perivolants schwarz, aparte Muster, für elegante Kleider und Blusen. 45 cm hoch, QA 90 em hoch, HC"| CA Meter....... M. f J OU Meter...... M ID 1 DU Gemusterte schwarze Seidentölle Blumen- und Punktmuster, für Kleider und Blusen. Meter von 15 00 an Einsätze u. 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Petershagen. ffriedrichshagev, Kirschgarten: H o f i m a n n ffriedrichs- Hagen. Kur�e Straft« 1. Grüna«: ff ran» Klein, ffriedrichstr. 10. Halensee, Grunewald: R o a ck, Katharinenstr. 4, Gartenhaus pari. Serzfelde: Otto Richter, giegclstr. 8. Hennigsdorf: E m m u I a t. Rathenauftr. 7. Herwsdorf, Glienicke, Stolpe, Dergfelde, Borgsdorf, Hohen- neuen darf, Lirleuwerder: A. Pittack. Hermsdarf. Berliner Str. 124. Zohannisthal. Alwin« a m m t f ch Bimnarckstz. 8. karlshorst: ffrau Stanke, �entiastr. 32, vorn parterre. Kaulsdorf: 3P. Schal, GjiVjftr. 30. Ketzin a. K.: K r u m na w v�antagenftr. ö. Königs. Wusterhansen, RIederlehmr, Schcukendorf: ff r 1 e d r. B a u m a n n Luckenwalder Str. 5. Köpenick! Emil W i ft I e r Kietzer Str. e sLaden). Geöffnet von 9-5 Uhr. Lichtenberg I, Friedrichsfelde, Hohenschönhavse»! Otto Settel, Wartenberaftr. l sLaden). Geöffnet von 9 bis 5 Uhr. Lichtenberg II, Rnmmelsburg, Stralau! A. Rosenkranz Alt-Borhagen 56. Geöffnet von 9— 5 Uhr. Lichtenberg III: ffranlfurter Allee 185. Laden. Lichtenrade: Mar Göhmann. Piktoriastr. 8. Lichterselde-Ost, Lankwitz! W e n, e I, lliethenstr. 15. Mohlsdorf: Emil Rausch, Lemkestr. 89. Mahlow: ffrau Huhn, Poststr. 8. Moriendort: August Leiv Ehausteestr. 29. Marirufeldei Eaesar Kurstedt, Hranitzkgstr. 8. Reuenhagen W e n, k e. Ziegelstr. 71. Renlöl«: M Heinrich Rcckarstr. 2 sLaden). Geöffnet von 9— 5 Uhr. Reukölln-Britz! Rohr. Siegfriedstr. 28/29. Geöffnet von 9-5 Uhr. Riederschönewelde: Wilhelm Unruh, Brllckenstr. 10 n. Riederschiinbansen, Rordend»®. Schlirbener, Trea- kowstr. 14. «owawe»! Karl Krähnberg Eifenbahnstr. 10. Potsdam: Hört». Waisenstr. 24. Oranienburg! ffrredrich Slafer, Kurfvrstenstr. 50. Oberschönewcide: Robert Paul. Mathildenstr. 5. Pankow: R i ft m a n n, Mllhlrnstr. 70. Rahnsdorf: T eichert. Farftftr. 7. Reinickendorf- Ost. Schöuhol»! AlbeZt Wahl». Provinh. strafte 56 sLaden). Reinickendori-Rosenthali Paul E l p e I Edelweiftstr. 8. Schöneberg: Wilhelm Böumler. Pelziger Str. 27 sLaden). Geöffnet von 9—5 Uhr. Schöneiche: Seifert, Waidstr. 88. Senzig: ffriedewald. Ehausfeeftr. 5t. Sicmrnsstadt: Mar», Hefner Steig 8. Siidende: Ludwig. Halstestr. 36. Steglitz: ftiegeldecker, Schildhornstr. 11. Tegel, Borsigwalde, Wittenau. Waidmannslust, ffrei» Scholl und Rcinickcndnrf.West: Paul Kienast. Borstl walde, Riiufchstr. 10. Geöffnet von 9—5 Uhr. Teltow: Krüger. Schönow. Dorlltr. 9. Tcmpelhof: Schmach) Kaiser-Wilhelm-Str. l8. Treptow: Rod. Sramrnz. kiefholzstr. 412. vorn l 3 Weiftcusee: R. M« v e r, Berliner Allee 61. Wildau Soherlehme: R u d. L e t l o w. Wilhelmshagen. Kestcnwinkel: Arthur Schief f.« W>.- Helmshgqen. Dernburgstr. 21. Wilmersdorf, Schmargendorf: Schubert. Gasteirn Strafte 12. stehlendorf, Schlachtensee, Rikolasfee: Segnet stehlen darf. Annastr. 10. steuthe».«iersdorf: Ernst Winterfeld. steuthe«, Kurfllrstenstr. 46. Soffen: ffclti Rstller, Swbenrauchftr. 28. Sämtliche Parteiliteratur sowie alle wilfenschastlichrn Wert» werden geliefert. Sonntaq» find die A-sgabestelcu geschloffen. Openihaas. B Uhr: l. Volksvorstellung Martha. « Uhr: Carmen. Schanspielhaas. 2 Uhr: 4. Volksvorstellung Gespenster. u7:FlachsniannalsEFzieli(!r Direktion Max Keinhardt, Deutsche» Theater 7U.i, Montag 7 Uhr: Hamlet. Kammerspiele, Z'/j Uhr: Der WeibsleuleL 8 Uhr: NjU. Mont7'/3: Frühling» Erwachen Theater 1. u. RSniggrStzerStraße 3.15 Uhr: Musik. 7 Uhr: Kabale und Liebe. Montag; Kameraden. Dienstag: Erdgeist. Mittwoch: Kameraden. Donnerst.: Kabale u. Liebe Freitag: Kameraden. Sonnabend: Kameraden. Sonntag 3.1S: Musik. 7 Uhr: Kabale und Liebe. Montag: Erdgeist. RomOdienhans 3 Uhr: Die 5 Frankfurter. '.'jS: Liselott von der Flair Berlmer Theater 3 Uhi; Die tolle Komteß. Vj8: Die Dame im Prack. Mittwoch 7 U.; Neueinstudiert Bmnmelstudenten (Hilde Wörner, Melitta Kiefer, Emil tlirron. Julius Brandt. Berthold Reiflig, Paul Rehkopf, Hermann Hicha, Hell- muth gathe, Otto Schiller.) Cen tral-Thentcr uh�ßle Seiaste?on Allen. Deutsche» Opernhan» M/, uhr: Die Hugenotten. Frledr.-WllhclmBt.Th. ■ Uhr: Weinende Erben. D/s Uhr: Krktkdkll. Klelnus Theater. 3'/] Uhr: Johannisfeuer. 7t/, uhr: Helden. KL Schan»pielhauB. iv, uhr: Krach. KomlBChe Oper SV. Uhr: SchwarzwaldraSdel. 7v, u: liebeszauber. Lustsplelhaus 3"/, Uhr: 360 Frauen. Tv.uhr: So ein Mädel. Mett-opol-Theater. 7 uw N: Ble faselilngslee. 3icne« Operettenhau». 3'/, Uhr: Die keusche Susanne. 7v, u.:DleDaffle!Ctn Zirkus. Wr hlUcr-Thent. Oharl. j Uhr: Wie es euch gefällt. ÄUhr:Märiiininnicl!ls Thalla-Tlicnter 3 Uhr: Polnische Wirtschaft. 7v,u.: Jungler SoGnenschein Th. am Vollen ttorfplat« 3'/. Uhr; Wo die Lerche singt. ?./, uhr: Die Poppe. Theater de» We»tcus 3*/. Ulu: Die lustige Witwe. 7V, U.: Theater„Die Tribüne» Charlottenb., Beriiner3tr.37/38 11'/. Uhr; Politische Dichtung. 3'/,:„Retter",„Entscheidung" Z:.. Detter"„Entsclieidung" T heater d. Frledrlchstadt t u.: Her Einakter. H'allner-Theatet 3.15 Uhr; Qelsha. u7� Eine BallMCht. Residenz- Theater. Untergründe. Klosterstraße. Stadtbahn Jannowitzbtjlcl.e. Nachm. 4 Uhr, kleine Preise. OeepenBtep. Ä JS- 247. Haie WW>� Komödie von Sudermann. Miuwochnachm. 4, kleine Pr.: Itotküppchen. Sonnab. nachm. 4, kleine Pr.: ltüu»el and Orcte.l. Trianon-fheatcr. Bahnhof Friedrichstraße. Untergrundbahn Fviedrichstr Nachm. 4 Uhr, kleine Preise: JohanniBfeucr. Täglich heute OHi) Mula 7;. Uhr. zum dlö.DMUC LsrgutsAui Komödie von Sudermann. Donnerstag, 4 U., kleine Pr.: Schneewittchen. Sonnabendnachm.4,kleinePr.: Aschenbrödel. Voranzeige I Mittwoch, cen 1. Oktober: Maskerade. Waihalla-Tbeater. ZI/. Uhr; Dos Gesetz. V', Uhr: Das Gesetz. lto«c-Theatep. 3 Uhr. Somtr.eröacht, Tl. Uhr; Kleine Sklavin. GaStspiel Ida Orloff und Hans Heinr. v. Twardowski. logisehsr Rartgn. Heute WM-WpMMt. Eintritt 1 M., ab h U r 75 Pf. Kinder die Hälfte. AQUARIUM. Eintritt l M., Kinder die Hälfte. MksMbse a�ufowk 3 Uhr:'s Jungferngift. 7V, u.: Die Bürger von Calais MontTV,: Die Bürger Y.Calais tje»»liig-TheaieT Direktion: Victor Barnowsky. 3 Uhr: Der rote Hahn. 7'/,: Christa die Tante. Montag 7'/,: Der Schöpfer DeutBches KUnstler- Theater. Sonntag bis inkl. Montag T1/,: Das SchloB am Wannsee. Lnisen-Theater. 3 uhr: ich lasse iliciinielit. iv,Ghailoif.Klliiger Montag: Strandgut. Sonn- Q. Kindervorstellung abend« MaXÜ.MOlltZ Caslno- Theatsr Lothringerstraß". Tägl.'/.SU.: Hroßstadt-Pflanzeü Volksstück in 3 Akten Vorher: Schwarzwaldbüble. Operettenakt m.ViktorLitzek. Dazu erstkiass. Spezialitäten. Sonntag V�t; Mädchenehre. APD ILO THEATER Friedrichstraße 218| Dir.: James Klein l'1* Sonnt.3V, u. f'1' Riesen-Variete- Programm mit jWellißeistsr Ralir. f als Jiu-Jitsu-Meister. 4 Urbanis |d.best.Akrobat.d.We.i u. a. m. IVcraiizelgeA. Die große Varleti'Schan Ose Welt imialire 2000! 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GermaniaPracbtsäie C. Pächter, N 4, Chacsseestr. 110. (ed. Sonntg. Heffn:. Nordd. Sänger. Beg. d. Vcrsi.O.d.KonzS1/, Nachd. Fam. Kränzchen. Imweißer.Saal v.4Uhrah: Qr.Batl. j»»,; i.iii. i_J Rasimsr-iSäie Teltower Str. 1—4(Hall. Tor) Heute sowie jeden Sonntag: UNTE Konzert. Theater. Kabarett N'achdem_0 roiter BALL Kubertus-Säls, Hehönholz. Jed. Son-tag, Hittw., Sonnabd. GroS-BallÄT� 29. Sepibr.:„Schwarzwald- mädeD«. Anf. TVa Uhr.[7b Berliner Cheater Daftfptelbirtftion tDatfer Sromme. Der große Erfolg DieDame im Frack Heute 3 Uhr: Die tolle Komteß In erster Besetzung. Mittwoch, den 1. Oktober, nractnftnbierl: Bummelstudenten. früher Buqgenhagen:: Dir.: 8cbw»rzer Kater i Persönliches Auftreten von Crnst Lubitsih unö Gsfi Gswalöa. Ferner das Riesen- variets- Programm. Sie?-Restaurant. Hb 1. Ohtobert Sonn- u. feiertags 2 Vorstellungen it Uhr fiachmiltags und 8 Uhr abends NachmiliagSvorstellung z. tleinen Preisen Vorverkauf: Sonntags zwischen IL und 2 Uhr an der Tageskasse.=== Sämtliche Plätze zum Einheitspreis von Ä Mark.- Anfang 8 Uhr. � liTsieMi OrosmocM Modernes Filindrama Haupt darsteller: Herta Hed�n Half Salfner Josef Römer Regie: Willy Grunwald Wochentag»'1,7,'1,0 Uhr Sonntags 4, 6, 8 Uhr IRSf Q#��.a.D u.seghiaTare>BEE.c DIREKTION GEBR. KÖTTNER Kanistrasve 163. 2. Woche Das Tolenscbin der ö. Akt des groBsen Filmwerkes Die firctie Regio Richard Oswald ist da« Tagargepröch von Berlin. 3, 5. 7 und 0 Uhr. KSponlcker Str. 68. (früher Matlonal-Theater) ö*t0 Ä® ßrmBnsck rrn «U , Stgs. 2 Vorst 2'|,| Nachm. hat lÜ Erw. 1 Kind Nachm. 3'/, L'hn Or. Kinder-Vorstellnng. D. Rlesen-Clrcns-Progr. Alle Clowns u. Auguste Schul-». Frelheits- Pierde u. d. übrigen hervorragend. Speziallt&ten. Abends?>/» Utart „Aphrodite" Tragikom. Pantomime in 3 Akt. v. Paula Busch I. d. Hauptrollen: persöni. Auftreten der Verfasserin Paula Busch und Beorg. Blanvalet Vorherd.gr. Clrcm-Progr. Potsdamer Str. 38 Turmstr. 12 Uraufführung I Bruno Kastner In Eines MannesWort Außerdem Fritzl Massaryt Die Rose von Stambnl mit Qesangseinlage. Friedenau, Rheinstr. 14 Eva May"VÄ™ Sonntag-Nachmittag- Abonnement fttr das Große Schauspielhaus(Leitung Max Reinhardt) Sechs Vorstellungen. Spielplan: ÄschyloS: Orestie Goethe: Faust und Götz von Berlichingen Shakespeare: Julius Cäsar Aristophanes: Lysistrata Gerhart Hauptmann: Der weiße Heiland Preise der Plätze: für eine Vorstellung Loge und Parkett...SM. Balkon........4M. I. Sting........ 8 II. Sling.......2 Äk. III. Ring....... t M. Verkauf: Theaterkasse Wertheim, Leipziger Straße Wein-Restaurant 1. Ranges T::'ünf*LIßr'Tet T ä glich nachm. u. abends: Tanz-Vorführungen. �oierfiiziexif PAJLÄSr' 0er Tod und die liebe 6 Akra rru't fkdKhto Eröffnung des Eden- Theaters 1. Oktober 1919 7 Uhr: „U.A. w.g." Else Basscrmann Gertrud Welcker Regie s Adolf Gärtner. iim-�alast Kammer-Säle Befle-Aiiianccstrafie 5 Ecke Teltowcr Straße autt&tarang> Verschieppt censaJonelle» Kriminaldrama m den Hans Mierendorff Hauptrollen: Grete Weixler Was den ZKLunern gefällt Lustspiel in 4 Akten Wochentags 8 Uhr Q Sonntags 4 Ubr Eigene Lichtanlage s* \ i i ♦ s ♦ M H-- in der SM- am ..... 4. 2 Drauffährungon Nack dem Gesetz Eom«in vgl Strtodbeig. Asta Nielsen Schwarz 8 Oiamanten, ein spannen'ieÄ®»txwerk.-Orama. I- Warvarki"1'»onlOr-a Uhr.- I EBlüthner-Sasl, Mittwoch, 1. Oktober, abds. i«/, Uhr:—« I. Konzert Julius Thornberg Kart. 6, 4, 3, 2 M. b. Bote 8t Bock. A. Werth.» Abdk.«J K&netlerhaue, Beilevuestraße. Sonnabenl i. bis Sonntag, 12. Oktober, täglich 8 D. MARCELL SALZER Heitere Abende s; ltenea Programm Karten von 6 bis 2 M. Bote h Bock, Wertheim und im Künstlefhaus(Tageskasse). 54/13* Bifithner-Saal, Montag, 2 9. Sept., abds. 7v,u. Der König der Telepathen! Fritz Paulsen. Telepatbls/ Wachsacg;estloa/ Pbantom. ezperimente/ Indischer Pakirlsmus/ Das - Man�obnumwunder.——. Die Sensation von Berlin! Karten 8, 8, 4. 3, 2 M. bei Bote A Bock, A. Werth.. Abdk. Singakademie, Montag, 29. September, abends 71/, Uhr: VOLKS-KONZERT Das Schercheii'Quartett Programm: Streichquartette von Beethoven. Haydn, Pfitzner.— Karten zum Preise von M. l.— bei A Wertheim und Verbandsbureau, Schickierstraße 5, KLASSISCHE?0,,n,aSfc" Na-Chmi"ags I. Konzert Stg. 19. OkL, 4 U-, Konzerte Im Abonnement Philh.: Beethoven, Bach usw. f/" Barbara 1� Willy KEMP— DURMESTER D A D n A Q/ N. Konzert Sonntag, 16. November, 4 Chr. Dr\i\L»r\«j/ Philharmonie; Schumann— Schubert. Birgit I Rudolf cngel— Laubenthal (FBoVeiTenrq»rit.) 8!»?er-«sltr. GriiElelil, Wittenberg III. Konzert, Philharmonie, Sentit., 7. Dez., 4 U.— Brehme: WUELLNER ANSORGE Mets Zlntnlcks flertrud Fischer-MaretrkL Abonnements f. 3 Konzerte zus.! 3, 6, 9, 12 M. ab Dienstag. KÜGKUCK fre nach dem Roman von Otto Julius Bierbaam. Regle und Ausstattung: . Paul Leni. Tänze: Ballett Charell. Vorverkauf: 11—1 Unr. Erhöhte Preise. 3 430 6 730 9 THEATER. MKKckiL Gepeitscht Drama In 5 Akten mit - Fiia Jende Friedrich Kühne Regie; Karl Boese. Außerdem das Lustspiel: Ein Schwerenöter| mit Trode Hesterberg Leo Connnrd Kort Vespermann 3 44s 630$30 GOOSG Rennen zu BepKin-Grunewaid (Rennen de» Unlon.Klubj 11. Ttig: Monniagr, SM..September. nachmittags IVi Uhr: ß iEssen im Werte?oq 137 C00 M. o. a.: Hohenlobe-Oehringcn-Rennen 40 000 M. Verkehraverblndungent ) Vorortzflg; bis Bahnhof Rennbahn, Untergrundbahn( bis Bahnhöf Relchskanzlerplatz, Straßenbahnen U. und U bis Bahnhof Heerstraße ete. = Peltzer Grill HBRMANN PELTZER WEIN-RESTAURANT Neue Wilhelmstr. 5 Nähe Unter den Linden. Zentrum tl 017. L J Seiden-TQU l£50 schwarz, weiss und larolg, ICO cm breil Wasch-Selde welfser Grund mll>1 rvh Sfrell. in allen Färb. � X 1 60 cm breil,,. M. v-X X Dudnesse- Mous- i3Q30 SF'liPl� Millei � färben doppelfbreß.,. M. 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Warschauer Etrahe Ilitige Siangierer ?Lv! brvgkr am LI. d. Mis. tödlich per» unaillch, ist �1 Um stille Teilnahme bitten ' die trauernden Hinterdiie- denen. Slla.;.~vn geb. Bode, Krassen: c Str. 21, Eustan Kröger. Schwiebus. Fam. Her«,, chellger. Am»teuer Tor I. Fam. Gusr. r.rstger, ffranllurler Alle« Z2g, Fa.». Franz«apft. Weier!, r. IS, Fan, August Witttops am._______...... nachm. 2 Uhr, ou! dem Zentralsrledhol in Fried- richs'eide statt fS? verband der citbo- grapben, Steindruilier und verivandten Berule Unseren Mstziiebern hier- durch zur ftmnbti», daß der Kollege, Photogravh kswdarä Sslöt am 25.Seplember im Aite: «m 67 Jahren an Herz- leiben nerftorden ist Sein Andenlen hasten wie in Ehren I Die Einäscherura findet am Mittwoch, den--vttaber, I abends 6 Uhr, im Krema-i torium chertchtstraße statt Ziege Beteiligung erwartet I nie Verwaltung. ��MkjmiWWWMNSS» Von der Reise zurück Or. figiilslelD, ierveaarzt Moustr. 29. 35/10 Ksisenärttl Spreci. stunde: Dresdener Str. Jt. 3a schmerzlicher Erinnerung t «M 28.«ept 1918 fiel in alandrrn unser einziger uedethoffnungsvollerSoh» Alfred im Mier oo.t iS Jahren. Er war unser Stolz und unsere Lebensfreude. Die trauernden Eitern Karl Hansel und Freu. Weidenweg 80. Ob Seliekt und unoergefien ist unser lieber Sohn, den Schnurz sann nur ermessen, «er ihn erfahren schon Nscb RQckkehr von der Reise habe ich meine Privat- sprechsiunde nach 55/15 Oharlotteiiborg, SchlüterstraKe 56, verlegt. Sprechs;unde: 4— VA Au�ennrzt Dr. Hildesheimer. Telephon: Stei:>platz 2699. SpeziaSarzt Dr. med. Koeben. Q Erprobte und schmerz lose Behandlung* in Dr. Horaeyer 4 Co. konz. Labor. I Blutunters. ieilrietetr.Bl.gÄ löidgstP.SgSUThäus. Spr. 10-1 u. 5-8, Sonnt 10 I. -ieparatea Damenzimmer B Spszlatarst Sonitütsrr.t Dr. Muller, friedfichslraSe 130 11. Eingang Kranonslra&e. Spr. 11-1, 5-7, Sonnt. U-l. Erfolgreiche Heilmeihnde.. Harn- und ßlutuniersuchunc. Spezialarzt. Erfolgreiche Behandlung. KSnißstr. 34 36 Alexanderplatz.• 10—1, 5—8. 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Achtung. Zttetallarbritrrl illle drr S. P. D. aiiaebSienden Mitglieder des Deutschen Metallardetter- Verbandes, OrtZverwgliung Berlin, erscheint vollzählig zu der � Versammlung am Dienstag, den»0. Sevtember. abend? ß1/« Mir.s im LeiirervereinShauv. A!exaiideistra»e, grosser Kaal. Tng-Sordnung: t. vorfrag:»Die Arbritegemrinschasf. Reserent: Aolleg«>d»ls Cohen. S. DiStusston. 8. Verschiedenes. JJtsF* Partei- und Bccbandsbuch legitimiert,"TsSsH 214/9 Der(sHitbernfe*. ttn Mi\. Ortsgruppen Groß• Berlin. Nachdem die Verschmelzung obiger verbände beschlossen worden ist. führt der gemeinsame verband ab 1. Oktober d. I. ab den Namen ZMNÜM MkMll. Da?©uccau der Ortsgruppe befindet sich vom 1. Ottober ab KW 61, Belle- Alliatice-Str. 7/li) Lll, und ist geöffnet von 10—3 Uhr, außerdem Montag? und Freitag? von b— 7 Uhr nachmnlagl. Wegen de? Umzug? find unsere Bureau» in der Feit vom 20. vi« so. Sep- tember nur in dringenden Fällen geöffnet. Die Eurkaifierung der Beiträge — soioeil dieselbe nichl in den Betrieben erfolgl— geschieht vom 1. Oktober d. I. ab durch mit Legitimaiionekarteii versehene Sasstercr. Der Mon.rikboiltag beträgr vom 1. Otlober ab bei einem Ein!o»unen bi» unter 2 M.... 3,— ZU ,,, von 200—300 M.... 4,—, ,,, von 800 M. und darüber b,— f für jugendl. Sngrstellt« unter 17Jahren bi« 100 M. 0.?ö» 72/14» Die Ortsverwaltungen. humbolöt'hochfthule v»tf«h»chschule Broß-Ser'tn Seztna»e? vorlesungeu vo»».ee u» ftnupldllev tx Neue Zciedrichjteotz, 55—50,11, 10-11, 1—5. Ceiepho»! Zentrum 40S» »»Ws,««»: Spezialarzt Dr. med. Coleman Sprechstunden 9— L 5- 8. Sonntag» 9—1. Teilzahlung gestattet. llr. msll. üoÜÄLvllel' tukillZsenlis öl'05?iivi'e ltk'. I. 1,50 54, gegen Nachnahme.* Berlin, Leipziqer Mr. 108 1 lÄglich 11— 1,5— 7 Uhr. Hamburg, Kolonnaden 25/ Sonntags II— I Uhr Sfllde lilr Lampeaschirffle, auch Reste, laust W. Hagedorn. "» W»d- S ochste. 50/51. Kupferdrähte Metalle Kabeln und Litzen für Auslandsbedarf kauft Kabelvertrieb, Joach i m-F ned rieh- St J4 Amt Ptalxburg 4459. MM m eMMMMlI. ZMlÜMlsMdfchMlWWUeil ab 1. Oktober 1V1V: ZMOMeeDerMUMn Belleallianeestr. 7—10. Achtung! Achtung! Montag, den 29. September, nachmittags 4 Uhr: aller in den OriS-, Innung»- und ÄrtrirbS- krankenkassen Groß-BcrlinS beschäft. Kolleginnen und Kollegen im grossen Saale de? Gewertschäftsanse?, Siigrluser 15. gutritt haben nur Mitglieder.— Mitgliedsbuch dient als Ausweis. Tagesordnunk atz«»- In«ndelracht«er wichtigen Tligesordnung werden die Kolleginnen und Kollegen ersucht, zahlreich und pllnttiich zu erscheinen. 40/14 vi» Beanchenleitnna. I OL: Muynz._ J.i MstmoW MUKÖS. Filiale Berlin. Den MittzNedern hiermtt zur Kennwis, daß der Unter- zeichnete sich auf Stund der Berband sisfer 2 und 5) gendtigt gesehen Hai, ierbandssatzungen(ZA l und Ifi, M>. I, den in der Rlilglieder- versannniung' am 7. September er. gewählten Borstgnds- die Bestätigung zu versagen. Vis aus weiteres stehl daher den»rwählien nicht das Recht zu, irgendwelche Maßnahmen oder Beschlüsse im Namen der Filiale zu unier- nehmen dezw. herbeichmidten. Soweit es geschieht oder ge- schehen ist, müßte auch diesen jede Detbindlichllit jär den Bcr- band aberfannt werden. Segen den Beschluß de« Haupfvorstandc« steht den Se- wählten da» Recht der Beschwerde an den Berbandsausschuß zu, woraus dieselben hingew esen worden sind. Damit iedo» die Seichäste der Filiale feine Unterbrechung und die Nülgiiedsr feinen Schaden erleiden, hat der Unier- bis zur ordnungsgemäßen Neuwahl des Vorstandes der EchiichUmgsfommisston '' sin'' sBrbeitnehttiergruppe) stberiraaem Die Beiträge find nach wie vor in den t ekannlen ksahlstcllcn zu entrlchlen, wobei»och de- sonder» daraus hingewiesen wird, daß nach den Bestimmungen dl« Orisstowt» Miiglied.!, die mehr als drei Wochen mit dem Beitrag itn Rtidstond« bleiben, keinen Anspruch auf die lokale Aedeitslosenuntersttttzung haben. Verband der Steinsetzer. Pffasterer und Veraft- genossen DcntschlandS. __ itt.«Noll. 0. Clnt«._ 219/14 SSIkÄel SkMkilWILÄIiel! Kollegen, deren Firma für die Knorrbremfe, Berlrn-Lichtenberg, arbeitet,«et den gebeten, den Namen ihrer Firma»ingehond an den Arbeiterrat der Knorrbremse einzusenden. Obmann, E. Thymian. Der Arbeiterrat: I. Ol. Xlllsseadorf. Bekanntmachtt»»g. 1. E» entfallen auf den SlbschnM X 10 brr Einfuhr. Znsnhknrec der Stadt Berlin '/, tzs««liwsSes Meiis/elll oder '/-Wid inlMföfS MWkil nach Wahl de» Bezugsberschtigt«». 2. Unter Ausschluß nachttögllcher Annahme find die B»»- anmeide-Adschniite vom Sannfog, den 26. Sspsutnbrv bis »itttvoch, den!. vtfobrr 101«, bei den Kleinhäadlacn abzugeben. Jnlanbstnestl 7i:n« ebne OcranttielOana in bra banst enüpv-ehvuic piatelc teuRllitft«c,i nchlan «IrinhnnbcisqelchSslan saforl»nfnom-nrn tuerhen. 8. Dir Kleinhändler haken die Anmeldcabschitttte-n der oben ausgeruienen Rummer am 2. Ol. oder 1910 be« den Stoß- Händlern abznliejerm Die siit da» Inlandsmehl enigegen- genommenen Abschnitte sind am Montgg, d«n 20. O.'tober, a» die Brottommissionen abzuiteserm 4. Nicht abgeholte War» verfällt mit dem 20. Oktober 1018. B e r t in, den 27. September 1919. Magistrat. Abteilung für Nährmittel. I-Nr. R»._____________________________. ~Spezialarzt Dr. Hasche"" Sprechsmnden 10— 1, 5—8. Sonnt. 10—1. Teilzahlung»ms gsiiaitel.' ZUewöMSe 88 ■1« Spczlai:Ee¥anüI a»3 KJlfo InilrBasstp.]§, I tckt Brcsiauer.-tr� dicht am Schiet bat Spiechi. 10—12, 5—7. Sonnt, getchi ssen Harn, und Blatunterauchunren.- «A» SpeziaUBehandlung Harn- u. Blutuntersuchung, Licht- u. Flnien-Behandlun«, Bestrahlungen, Höhensonne, Vierzellen-, Elektr. u. med Bilder. HeUanaiaB IsÖSSF, MQüZStr. D nnr -Brat« and ältesta Heil l. 4— s. Sonnt»— L Analalt Lftasr Spezial»Arzt m.?�°"eni°. rn. u. B!u, Untersuchungen. Elektr. u. meuiz. BLaer, Bosentbaler Str. 69-70, Emkochapparate mfl Thermomrter imd Federn, T»rrtnk1 24*° Bmaffle 38*° Einkochg!ä«cr 1 ,/>Ur' mli Ring und Deckel j'/«Ur. 12S I Ur. 14» werte Form Vi Ur J28 lllr. I60 IViÜr. I7» •/«Ur. 1« 2 Ur. 1»° Leipziger Strafte t: Abacanderpletz;; Frankfurter Allee Glas— Porzellan V enand- Abteilung SW 19, Leipziger Strafte Porzgjto Patten GoWrand SjeeiseteÄer•««*<«d tief.......... Aken J»ekt»fler.......... V* 3M Kon�wttelW............ lro 2" XerriM.................. 42- 54°° KarkofTeUeStfieeeln...... 27— 31 ce Tankensdiivsela.............. 1709 Salatieren........ 73! 9" II60 14°° Bratenplatten.......... 7 35 925 12°° ■ftt�akÄrricc «. 140°° �490- KafFeeservlee»(eiiir 3203 Teeeenrice............... 1 Tae«..................... 14S l71 KaehewkelUr.................. 4o9 Obzttefler»<™t I75 2°° Kaffeebeeher................. 13j Suppenteller weiss Steingut 65 Pf. Borstenbesen.................. 9E° Borstenian�fewer......... 5 30 600 Rosshaarbesen............ IS75 1875 Rosshanrhandfeffer....... 875 9°° TeppiAbwsen................. 450 Teppidibürsten........... 3"° 550 Scheuerbürsten............... I75 PrcsB#las*Scrle �Berlin** Kompottschüseeln ninä.... 250 360 625 KompottsdtSsseln vlereckii. I86 300 600 Kowpotteller....... I35 Butterflnckcn S71 Käseglocken 13°° Kuchenteller. 62S Tcebecher Mattbsnd 95 pi Bierbecher mit Bordüre............. I25 Einmadkchafen......... 30 Pf. Ws l76 Honigglaser mit Schrenfcdtckel...... 48 Pf. Honiggläser mit Schraubdectel...... 90 Pt Eisschalen mit Henkel............ I95 Press glaS'Scric„Diamant" Kompottschusseln rand.. 95 Pt 1— 275 Kompotteller.......... 65 Pt. Kuchenteller................... 52S Butterglocken................ 25e Zuckerschalen................ 22s Kompottschüsseln«vai 359 450 Rotweinglaser(i>tt............... I73 Rotweing äser reechiisei 2M Sturzflaschen.............. 425 57# Butterkühler 80 Pt Aschbecher.......... I25 Hyazinthengläser............. 95 Pt. Wirtschaf ts-Artikel Handkaffeemühlen.. Wandkaffcemühlen... Fleischhackmaschinen. Brotschneidemaschinen Tafelwagen........... Graupenmühlen....... Fruchtpressen......... 975 !!! 2775 2875 2500 3200 ,.. 2150 2350 ....... 27ä0 ....... 19-° .. 37°° 54°° Brotbüchsen WeiSdi-cb....... 9° 12°° Keksdosen............ 1!° 225 325 Vorratsbüchsen.............. 95 pi Brotkorbe lackiert................ 16° Essbestecke........... Paar 475 575 Geflügelscheren......... 12° 13°° Bohnenschneidemesser...»..... l29 Porzellan Fcston weiss Speiseteller tief«ach...... 27S Abendbrotteller...... 2°° 225 Kompotteller.. I90 Terrinen................. 3650 3579 Kartoffelschüsseln.......1 8°° 21°° Salatieren.......... 39° 475 590 8°° Bratenplatten...... 3«° 50e S°° 1025 Obstservice Tteiitf. bnt........... 13°° Tonkodi�csdiirr(fcucrfc�l) Braunes Tongeschirr Einmachetöpfe, Milditöpfe, Kochtöpfe, Kuchenformen, Satten in grosser Auswahl Kochtöpfe rind......... Kochtöpfe oval......... Milchtiegel............ Milchkocher Ohne Deektl.,, Kuchenformen......... Auflaufformen......... . 67° 9°° 11°° ...25°° 31°° ... 6°° 97° . 87°102' . 87° U2° 350 450 97» Satz Salatieren e tauig.. s75 Flefschbretter............ /5 Pf. I49 Besteckkasten....... 265 375 429 Garderobenleisten 22° 3°° Schlüsselleisten....... I10 l35 1°° Putz- und Wichskasten..... 290bis600 Waschbretter...»............. 576 Obsthorden......... 46°° 52" 60°° Tcppidikehrmaschmcn 52°° Brotkörbe vernickelt... 450 575 Tortenp'atten— 950 19" Elektr. Plätteisen 6250 65— Alum.-Schmortöpfe.... 970 12°° 14" Alum.-Fleischtöpfe... 11°° 14°° 1579 Alum.-Kasserollen am\n 77° 9° 11 75 Alum.-Kasserollen stiel.. 6°° 9°° 107° Alum.-Essenträger.......... Stack 7°° Alum.-Maschinentöpfe. 8" 105C 13°° Alum.-Schöpflöffel.......... Stock 5°° Alum.-Schaumlöffel......... stock 4°° Alum.-Esslöffel............... 95 pi. Alum. Kaffeelöffel......... 55, 65 Pt. Emaille-Schmortöpfe 650 77° 979 Emaille-Kasserollen..... 373 479 Emaille- Wasserkessel 8" bi» 15°° Emaille-Kasserollen m Ring5C0 62° 7°° Emaille-Eimer............. 7°° 9°° Emaille-Brühsiebe mit«nciiiedBöd 9°° 97® Emaille-Fisdikocher..... Stack 10°° Eiserne Stielpfannen...... 475 57' Kaffeebrenner Stack 900 Ringständer............ stück l75 Bettstellen— Ruhebetten Polffter-BeP stellen.................... 4250 4900 5250 I Ruhebetten gut« Verarbeitung«.» Ron«,....... 13500 170� 19500 Polster-Bettstellen mit Sprungfedern......... 6100 82:>0| Ruhebetten mit vettke-ten und Rollen......... 29500 3700a Melall- Bcitsielicn weiss und schwarz lackiert, in grosser Auswahl Messing- Bettstellen in mehreren Grössen und Mustern Matratzen gute Verarbeitung in verschiedenen Gtössen und Füllungen föyjomri Schmhcreme � Uherdi erhältlich Mwiftifg iyailfäf! Chem. Fabr.)) CLYZER. GL" G.m.b.H.- Berlin NO 18• Palisadenstraße 77 LoMfMi!!? 1„ Inif üeü, Ziboersaiz olineSuiüüiiplstte. 9. abegrreBBt hattlaar find ffkrherht. rnh»rl«l.«u m. Eiiiairltruna last vollkommen schmerzlos. Zahnarzt Wolf, PoUda,ner 95 Sprechz. 9-7. Tel.: Kurf. 9764 Arlevenswnre Zirka 48 Sehlaizitemer SraiivMR.yc Co. 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LIqu., Berlin. Mauerstr. 2. Telephon: Zentrum 4848._ 73öD Eine Schweizer Mahnung. Echo auf Zcheidemanns Kasseler Rede. Die Genfer„Feuill e", die sich Teutschland gegen- über einer anständig-sachlichen Haltung befleißigt, beschäftigte sich am 15. Teptcmbr eingehend mit der politischen Lage in Deutschland und kommt in diesem Zusammenhang auch auf Scheide manns Kasseler Rede, zu der das Blatr Ausführungen macht, die für die Stimmung des neutralen Auslands als symptomatisch angesehen werden können. Tiefe Erklärung lScheibemannHi wird bei wllen Freunden des deur'chen Volkes eine wirkliche Freude auslösen; bei allen Leuten, die glauben, taiß Teutschland eine große Rolle in der Welt' zu spielen bat und die. wünschen, daß es mit allen anderen Nationen an dem großen Werk des Fortschritts mitarbeitet. Zu lange haben die deutschen Majoritäten den Eindruck gemacht, daß sie dos Spiel- zeug in der Hand des Militärs sind oder sein würden. Tie kriegerischen Manieren von NoSke, seine zur Schau getragene Art, inmitten seiner Truppen zu leben und nur auf sie zu zählen, um alle Aufgabelt der©•cgemrwrt zu losen, getan verständigen Männern� zu denken. Die Rede von Schcidemarm, diese klare Schilderung, büß Teutschland Republik bleiben soll und es bleiben wird, werden glücklicherweise alle Befürchtungen abschwächen und wenn, wie es wahrscheinlich ist, diese Rede nicht wiilkuitigÄos ver- lallt, wird das deutsche Volk nicht zögern, die günstigen Re- sultate festzustellen. Dazu ist es nötig, daß die Unabhängigen sich weni- ger intransigent stellen und lieber eimvilligen, mit den Mehl tai isjrzialis.'tlli zu arbeiten, als diese letzteren zwingen, bei den bürgerlichen Parteien Unterstützung zm suche n. Wir kennen alle Schtvieoigkeiilen, welche die gegenwär- tige Regierung erleidt. Die Unabhängigen haben Unruhen gestiftet, die durch Gewalt bewältigt werden mußten. Sie haben nicht immer einen sehr wichtigen politischen Sinn bewiesen. In einem Deutschland, das von allem entblößt und durch eine furchübare Reaktion bedroht ist, haben sie nur allzu»st gestrebt, persönliche Ranküne zu befriedigen. Und dadurch, daß sie nicht für die Produktion sorgten, haben sie wahrhafte K a t a- strophen herbeigeführt. Sie waren die Partei der Bcr- zweiflung und für jeden, der die fuuchtbaron Leiden kennt, die die Blockade mit sich gebracht hat, für jeden, der sich Rechenschaft gibt über die e n t se tz l i ch e L a ge, in der sich die Arbeiterschaft durch die Anwendung des Vertrags von Versailles be- rinden wird, wird sie vielfach entschuldigen. Aber diese der- neinende Politik kann nicht lange dauern. Die gesamte Ar- beiterklassc muh sich»rganifieren und, sich einigen gegen den ge- meinfatnen Fein.d den Kapitalismus untd seine natürlich: Stütze, den Militarismus. Möge Scheidemanns Ruf zur Ver- nünftgehörtwerden. Es handelt sich, das kann man sagen, um das Heil Europas. Kohlenpreiserhöhungen. Auf Beschluß der Zechenbcsttzerversammlung des Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikats wurden die Richtpreise für Kohlen um 10,50 M., diejenigen für Briketts um 15,75 M. pro Tonne heraufgesetzt. Demgegenüber hat die Unabhängige Presie ein Mordsgeschrei erhoben und in den üblichen Tönen von einem Zugeständnis des Reichswirtschaftsministeriums an das Zechenlapital gefaselt. Dazu erfahren die P. P. N. an zuständiger Stelle: ... Das Rheinisch-Westsälische Hohlensyndikat hatte vor einigen Tagen eine erhebliche Erhöhung der Kohlenpreise beantragt, die etwa das Vierfache der nunmehr genehmigten Aufschläge betrug. DaS Rcichswirtschaftsministerlum ist daraufhin in eine genaue R a ch p r ü f u n g der Kalkulationsgrundlagen der einzelnen Forde- rungen eingetreten. Diese Nachprüfnag dürfte mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Um den Abschluß der im Ruhrrevier im Gange befindlichen Tarifverhandlungen nicht aufzuhalten, hat das Reichs- Wirtschaftsministerium jetzt vorlveg den Betrag bestimmt, der zu einer Aufbesserung ver gesamten Bergarbeiterlöhne an der Ruhr, durchschnittlich 4 M., sowie zur Deckung der durch den neueingeführten Urlaub der Bergarbeiter und durch die bevorstehende Erhöhung der Knappschaftsrenten entstanve- nen Kosten erforderlich ist. Dieser Betrag ist auf der Grundlage der jetzigen Forderung auf 8,70 M. für die Tonne Kohlen berechnet uwrdcn. Dieser Mehrpreis, der hiernach ganz allein dew Berg- arbeitern zugute kommt, ist oem Rheinisch-Westfälischen Kohlen-' synoikat ab 1. Oktober d. I. genehmigt worden. Einschließlich Kohlen- und Umsatzsteuer ergibt sich hieraus die Erhöhung des Kohlengrundpreises um 10,50 M. di« Torme. Lanöbunö und Jettstelle.. Auf die Rede des Oberbürgermeisters Mermuth und das be- kannte Schreiben der Fettstelle Groß-Berlin erwidert der Branden- burgische Landbund in einem längeren Schriftsatz� daß er mit Streik und Milch sperre nicht gedroht habe und eine Kommunalisievung des Milchhandels in Groß-Berlin zwar für schädlich halten, aber sich in diese städtische Frage nicht einmischen würde. Er fordere aber, daß die Fettstelle nicht weiter versuche. die Kommunalisierung gegenüber den ländlichen Produ- z e n te n anzuwenden, indem sie ihnen vorzuschreiben versuch«, nur an sie zu liefern. Dies sei tatsächlich geschehen und die Angabe Dr. Mermuths, daß es sich hei der KommunalisicrungSschrift des Fettstclle-Leiters Simonsohn nur um Vorschläge handle, sei unrichtig. Das' ist der Kern des Schriftsatzes, der noch mancherlei Pole- misch« Ausführungen, enthält, so indem er den unheimlichen Rück- gang der Milchablieferung auf die auch jetzt noch fortgesetzte jähre- lange Wegführung von Milchvieh zum Schlachten sw e r kriegt denn das frische' Fleisch.?? Red.) zurückführt und die Streiks der Industriearbeiter für. die Minderung, Verschlechterung und Verteuerung der Landwirtschaftsprodukte verantwortlich macht. - Wir begrüßen es zunächst, daß die Organisation der Landwirte den verwerflichen Gedanken eines Streiks gegen Kinder und Kranke von sich weist. Wir verhehlen uns auch nicht, daß Gemeinde und Staat heute kaum die Machtmittel hätten, den Landwitten eine von ihnen, nicht gewünschte Regelung der Milchablicferung aufzu- zwingen. Und da die Sicherung der Milchversorgung wenigstens in dem jetzigen kläglichen Umfang das Allcrwichtigsts ist, können wir gar nickt annehmen, daß die Fcttstelle in die Landwirtsckaft in einer Weise obrigkeitlich hincinregiercn würde, die diese Sicherung in Gefahr brächte. Andererseits müssen aber die Landwirte gleichfalls jeder Ver- hetzung den Laufpaß geben, die ihnen wahrheitswidrig die Städter als eine Bande prassender, vergnügungssüchtiger Nichtstuer hin- stellt. Nein, die übergroße Mehrheit der Städte arbeitet, sehr viele längst über alles Maß, um nur die Preise der dem Körper unent- behrlichen Nahrung zu erschwingen, und Zehntstusende würden gern arbeiten, wenn sie nur anständig bezahlte Arbeit fänden. Die ver- nüniligen Landwirte werden sich die Gefahren nicht verhehlen die ihnen von ausgehungerten Massen der Städtebcvölkerung drohen würden, zumal wenn-. hrem Mangel drastßcn ein behaglicher Ucberfwß zcgcnüberstände: wo bleibt öie wagengeftellung? Die Nachrichten aus Oberschlesien besagen, daß dort die Kohlenförderung im Steigen begriffen ist. Demgege.r» über ist der Abtransport der geförderten Kohlen immer unzuläng- licher geworden. Fortgesetzt müssen Kohlen auf Halde g e- schüttet werden. Während es gelungen war, die auf den ober- schlcsischcn Halden lagernden Vorräte bis zum 6. September- aus 300 000 Tonnen herabzumindern, gingen sie bereits in der folgen- den Woche auf 380000 Tonnen hinaus und werden heute auf rund 500 000 Tonnen geschätzt. Tie Wagcngestellung blieb in dieser Zeit dauernd hinter den Anforderungen zurück, sie betrug am 26. September 3710 gegcnübcr-einem Bedarf von 6000— 7000. Angesichts dieser Tatsachen und der unverminderten Sorge um die Belieferung der Großstädte und der Industrie.mit 5iobsen mutz man sich fragen, was das Eisenbahnministerium eigentlich tut, um zur Verhütung der Koblenirot beizutragen. Da eS an Wagen nicht fehlt, bleibt als Kernsrage immer: woher bekommen wir Loko- Motiven?— Vor einigen Tagen ging eine Notiz durch die Presse, wonach das Eisenbahmninisterium auf Beschluß des Reichs- kabinetts ersucht worden ist, durch vorübergehende bedeutende Einschränkungen des Personenzugverkehrs ins- besondere in Obcrschlcsien. Lokomotiven und Bahnstrecken für den Abiranspori der Kohle bereit zu machen. Bis- her ist nichts davon bekannt, daß in diesem Sinne irgend etwa? erfolgt wäre. Im Gegenteil hat das Eiscnbahnministerium in einer Verlautbarung zu erkennen gegeben, daß es lediglich den Sonntags- verkehr einzuschränken gedenkt, im übrjgen aber auf weitere Be- schränkungcn des Personenverkehrs verzichten zu können glaubt. Es begründet diese Haltung, wie aus der im gestrigen Abendblatt wiedergegebenen- Meldung hervorgeht, mit der Behauptung, daß durch Verminderung des Personenverkehrs eine Verringerung des Kohlenverbrauches nicht zu erwarten sei. Gleich darauf aber heißt es: Wenn allerdings die Kohlenlieferung, die jetzt täglich 10 000 Wagen geringer ist als im Vorjahr, sich noch weiterhin verschlechtert, so werden auch weitere rigorose Ein- schränkungen nicht' zu umgehen sein. Mit anderen Worten: Gespart wird erst dann, wenn gespart werden muß; vorläufig stellt man keine Wegen und klagt dann über die schlechte Kohlenliefcrung. Noch jetzt„denkt man nickt daran, die Schlaf- und Speisewagen aus den v-Zügen auszu- schalten". Jnzwiscken wird der Kohlenmangel immer größer und gleich- zeitig wachset) die Haldenbestände. Naiurgemäß leidet darunter nicht nur die Stimmung der Bergarbeiter, sondern auch der Förderungsbetrieb. Wenn es so weiter geht, müssen die Großstädte unter Mangel an Gas, Elektrizität und Brennkohlen leiden, während man in den Jndustricrevieren nicht weiß, wo man mit den Kohlen hin soll und wie man die Kohlenförderung steigern soll, wenn doch nur unzureich.'nd abtransportiert wird. Ucber die Regelung des Verkehrs und über das Zusammen- arbeiten der Binnenwasserstraßen mit den Eisenbahnen sind nun genug schöne Worte geschrieben und geredet worden. Es wird höchste Zeit, daß man von den Plänen und Absichten endlich einmal ein praktisches Ergebnis zu spüren bekommt. Sozialdemokratie und Umsatzsteuer. Die Bedenken der Sozialdemokratie gegen das Umsatzsteuer- gesetz haben bekanntlich Anlaß zu Unstimmigkeiteu im Ausschuß der Nationalversammlung gegeben. Der BertagungSantrag der Sozialdemokraten wurde zurückgezogen, gleichwohl bestehen die Ein- Wendungen gegen den Charakter des Gesetzes al? einer drückenden Verbrauchssteuer nack wie vor. Genosse Krätzig hat hier- zu in der vorgestrigen Sitzung bemerkenswerte AuSführuitgen gemacht, die wir nachstehen-d wiedergeben: Die Volkswirtschaft wird durch die Vorlage schwer erschüttert. Die Slot des Landes ist groß, deshalb sind besondere Maßnahmen nötig, die später wieder beseitigt wenden müssen. Der Durchschnitt der Steuern wird durch den Zirkulativnsprozeß auf 20— 25 P r o z. steigen. Die Wirkung aus die Arbeiterschaft darf nicht übersehen werden, die Un- Zufriedenheit wird noch größer, vielleicht auch die Ausschreituugen. Die Preise der Verbrauch-gegenstände sind mehr als die Löhne ge- stiegen. Der ArbciterhPishalt wird zu stark belastet, die Gefahren der wilden Streiks werden wachsen. Die Aufhebung der Zwangs- Wirtschaft hat eine furchtbare Wirkung ausgelöst. Die Vorlage kommt in einer unglücklichen Zeit. Nach den von den Getverk- schaften aufgestellten Haushaltsrechnungen hat der Ar- beiter beinahe 80 Proz. seines Einkommens für Wirtschafts- und BekleidungH- gegenstände auszugeben. Bei einer stebenköpfigen Familie sind allein 17 M. Pro Jahr für Brot Umsatzsteuer zu bezahlen. Eiri�n Antrag, die notwendigen Lebensmitiel von der Sieuetz zu befreien, werden wir einbringen, chie Befreiung muß äuSge- sprachen in erb �n, sonst können w i r nicht dafür st i m m e n. Gleichzeitig werden wir beantragen, die Steuer auf Luxuswaren auf 25 Proz. zu erhöben. Besonder« Be- achtung verdient die höhere Besteuerung der Wollwaren, da Wall- waren in jeder Familie gebrauckt werden. Der praktische Erfolg der Steuer ist der Ruin des größten Teiles der Textilindustrie; die gesamte Volkswirtschaft wird gehemmt und nicht gefördert. Die Vorlage muß gründlich umgearbeitet werden, sonst ist sie unbrauch- bar und führt nur zur ungeheuren Verteuerung der Waren. die Pazifisten des Auslandes. Der Bund„Neues Vaterland" hielt Freitag abend einen Vor- tvag mit dem Thema:„Die auslä irdischen Pazifisten" äb. Es sorachen Helmut v. Gerlach und der Unabhängige He rar ich S t r ö b e l. Gcclach brachte in vockä interessante-n Ausführungen manches Neue über die pazifistische Bewegung in Deutschland, den pazifistischen Kongreß in Berlin Pfingsten 1019 und das pazifistisch« Bureau in Bern und beleuchtete eindringlick die SchiverrgkeAen, die sick auS dem Mißtrauen der En-tentepazifisten ergeben haben. Biel dazu beigetragen bat die Stellungnahme dar deutschen pazi- fisti schon Vertreter in Bern zu den Psingstbefchlüssen in Berlin. indem sie nämlich erklärten, diese seien vollinhaltlich nicht ernst u nehmen. Der R-odner wünfscht, die Regierung möchte tatkräftig arauf hinarbeiten, das Mitzirausn im Ausland:.zu zerstreuen. Dazu sei aber daS Vorige tan gegen den überall anerkannten Karl K a u t s k y nicht angetan, den man vcn der weiteren.Mitarbeit an der Veröffentlichung der Dokumente über die Schuldsrage ausge- schlössen habe. In ähnlicher Weise sprach S t r ö b e l, nur daß seine Rede noch heftige-e Ausfälle gegen die Regierung enthielt. Er führte die Möglichkeit eines Tisklu-rses zwischen Clemence-au und Lloyd George auf der einen Seite und eine? an Stalle Wilsons stehenten Sozialisten oder Jdeaclisten vor, wobei er die beiden Begriffe mit» einander zu identifizieren schien. Er schloß mit einem Appell an die Einigkeit des Proletariats. Das Interessanteste war wohl. chS danach der Vcksitzend« mit. teilte, daß laut Verständigung durch du Regierung die gesamten Akten über die Schnldfragc erst versiffentlicht werben, sobald Kantsky sie durchgesehen hat. Die Porarheiten seien soweit gediehen, daß Kautskv am 27. d. M. mit vem Korrekturlesen beginnt. Damit waren die hauptsächlickisden Angriffe der beiden Vorrcdnicr hinfällig geworden. Ireie Sahn den Tüchtigen. Diese Forderung ist ihrer Erfüllung wieder ein Stück näher gekommen. Durch einen Erlaß de? M i» i st e r i n m s sür Wissenschaft, Kunst und Volksbildung sind die Schranken gefallen, die bislang den Volksschullehrern und Lehrerinnen den Zugang zum akademischen Studium versperrten. Allen Lebrern und Lehrerinnen, die nach bestandener Seminar-Abschkußplüfung eine mindestens zweijährige Tätigkeit im Schuldsten st nachweisen können, sieben die preußischen Universitäten und Hochschulen als gleichberechtigten und i m m a l r i k u- lierten Studenten zy einem Studium der Pädagogik und P h i l o f o p h i e offen, das nach frühestens sechs Semestern durch ein Examen in diesen Fächern beschlossen werden kann. Ebenso können solche Lehrpersonen ohne weitere Ergänzungs« Prüfung zu einem Examen in de» S t a a st s w i s s e n s ch a f t c n zugelassen werden, sobald, wie geplant, in diesem Lehrfach bei der Oberlehrerprüfung die Lehrbefähigung erworben werden kann. Fenier sind zur Ablegung deS Staatsexamens für das höhere Lehramt und zur Dokrorprüfung alle Lehrer und Lehrerinnen zugelassen, die außer dem Zeugnis über die ScmiiiarenilosiungS« Prüfung noch ein bestandenes Ergänzungsexamen in einem oder zwei Hauprsächern, deren Beherrschung für das gewählte Studium»oiwendig erscheint, nachweisen können. Die Borbereitung zu solchen Ergänzungsprüfungen kann durch die Teilnahme an Lehrgängen, welche die Umversitäieii oder Provinzialschulkollegien«iiirichten sollen, erleichtert werden. Außerdem wird solchen Seminarabitnrienteir. welche auf eine Tätigkeit im Lehrberuf an Bolls« oder höheren Sckuten verzichten wollen, durch Ablegung einer E r g ä n z u n g s p r ü f u n g die Mög» lichkeit zu jedem anderen Hochschul- oder UniveisiiätSsiudium ge« geben.. Diese ErgänzungSprüiung umfaßt, falls zu dem erwählten Studium das Reifezeugnis eines Gymnasiums etstrebt wird, die Fächert Latein und Griechisch, falls Realgymnasialbildung in Frage kommt, Latein, Mathematik und d ejenige neuere Sprache, die im Seminar-Abgangsexamcn nicht geprüft wurde— und falls Oberrealichulreife erreicht werden soll.' eine im Seminar- AbgangSexamen nicht geprüfte neuere Sprache, Melhematik und Naturwissenschaften._ Gewissensfreiheit und Unabhängige. Ein auf der Homburger Vulkanwerst beschäftigter Arbeiter, Genosse Kähler, hat im„Hamburger Echo" einen Artikel ver- öjfentlicht, in dem er die Mein-ung vertrat, daß die Akkord- arbeit früher oder später wiederkehren werde. Daraufhin er- zwang der Betriebsrat des Vulkan sein: sofortige Entlassung. Eine mehrheitssozialistische Metallarbeiter- kommission, die über seine' Wiedcreinstellung verhandeln wollte, wurde wüst beschimpft, bedroht und unter Schlägen aus der Werft herausgekarrt. Tie OrtSvertvaltui») des Metallarbeiterverbandes lehnte jede Verhandlung mit ihr ab und so bleibt Kähler. ein verheirateter Mann mit fünf Kindern, auf dem Str.rßcnpflastcr liegen, und der unabhängige Arbeiterrat hat ent- schieden, daß er nicht einmal Arbeitslosen unter- stütz ung erhält. Diese Gewaltwirtschaft eines brutalen Gesindels— das ist heute der aktive Teil der U. S. P. Nach dem, was die Kantsky und Ströbel lehren und die Haase und.Dittmann innerlich denken, kräht' in den Massen der U. S. P. kein Hahn. Der deutsche /lerztetag zur Soziulifierung des �erztestandes. In Eisenach wurde am 27. September der 41. deutsche. Aerzte- tag eröffnet. Unter den Beratungsgegenständen ist als besonders wichtig das Thema über die Sozialisierung des Acrztestandes hervorzuheben. Der Referent hierzu, sanitätsr-at Dr. Mugdan-Berlin, betonte, die Sozialisierung des Aerztestandes zerstöre das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient und damit eine wichtige Kraft für die Heilung. Tie Sozialisierung des Aerzte- staudcs hemmt den behandelnden Arzt bei der Verwendung von .Heilmitteln und der Anwendung von Heilmethoden; sie birgt die Gefahr in sich, daß der Arzt aufhört, Freund und Berater der ihm vertrauenden Kranken zu sein. Die Sozialisicritng verschlechtere somit notwendig die Gesundheitspflege und schädige dadurch die Volksgesundheit schwer. In der Debatte bestreitet Dr. Sternberg-Lerlin, daß aus dem Erfurter Programm ohne weiteres die völlige Beamtung der Aerzte zu folgern sei. Die Sozialisierung brauche nicht das Vertrauens- Verhältnis zu beeinträchtigen. Auch die Einengung der Antvenvuug von Heilmitteln sei heute schon bei der Kassenpraxis vorhanden, sie könne allerdings bei ver Sozialisicruna allgemein werden. Wenige von den Aerzten, die im Frondienst deZ täglichen Lebens stehen, sind beute imstande, wissenschaftliche Tätigkeit zu pflegen. � Das geschehe heut« schon allein von den amtlich angestellten Lehrpersonen. Folgender Antrag Scholl-Helltach fand einstimmige Annahmet„Die Aerzteschaft als die berufene Hüterin der Volksgcsunoheit spricht sich dahin aus, daß die Bekämpfung der Bolkskrankhcit und sie soziale Hygiene durch beamtete Fürsorgeärzte und die Errichtung eines LandcSgesundheitsamtS mit einem Arzte an der Spitze voll durchzuführen ist. Dagegen lehnt sie eine Verstantlichung der Aerzte bezüglich der Behandlung der Kranken im Hinblick auist das unbedingt notwendige persönliche Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Kranken und im Interesse aller Kranken selbst sowie deS ärztlichen Berufs und der ärztlichen Wissenschaft grundsätzlich ab. Die restlos« Durchführung der organisierten freien Arztwahl im gesamten kassenärztlichen Dienst sichert am vollkommensten die�Er- süllung auch der umfassenden Aufgaben deZ Heilwesens. Der ärzt- liche Stand ordnet sich am Awecknräßigsten in freier genosienschaft- licher Form dem Organismus des werktätigen Volkes ein." Der englische Handel mit Deutschland. Aus London wird drahtlos vom 26. gemeldet: Das HandelSa int ist mit der Äuistellmig der Bedingungen beschäftigt, unter denen oer Handel mit Deutschland und einigen anderen Ländern erlaubt werden soll. Es verlautet, daß es erwünscht sei. daß die englischen Kaitfleitte alles tun, um eine ordnungsgemäßc Lebens mittclversor- g u n g Deutschlands zu sichern. Kein Rücktritt Hermann Müllers. Wie die P. P. N. erfahren. entbehren die Gerüchte, als ob bei den Verhandlungen der Mehr- beitsparteien über die Neubildung der R c g i e r u n g der Posten des Außenministers einbi�open und dessen ander- weitige Besetzung in A-uSstcht genommen sei, jeglicher Begründung. Der Ausschuß der Nationalversammlimg für daS Rcich-Znat. opfer erledigte am Sonnabend den ersten Teil des Entwurfes über die persönliche und sachliche S t e u c r p f l i ch t. In§ 14. der die aus allgernsin anerkannt wirtschaftlichen Gründen oder zum Zweck deS standesgemäßen Unterhalts gemachten Zuwendungen steuerftei lassen will,- wurde auf Antrag Wurm(U. Soz.) statt„standes- gemäßer Untarhalt" angemessener Unterhalt" gesagt. In dem Aufsatz über„Wachenhilfe uud Wochenfürsarge" in der Nr. 404 muß es heißen:„Zlach§ 165 Abs. 2 R. V. O... sind versrcherungSsrei. wenn ihr regelmäßiger Jahresarbeitsverdienst 5000 M. übersteigt." GewwffchaMewMlT Der Kampf in öer Serliner Metallinöostrie. Die Zahl ber am Streik in der Metallindustrie beteiligten Betriebs hat sich, wie die Streikleitung des Metallarbeiterver- band es mitteilt, von 63 auf 9 5 erhöht, während die Zahl derjenigen Betriebe, denen Belegschaften sich am Streik bc° teil igen wollen, von 113 mit 1 9,3 gestiegen ist. Die Zahl der Streikenden hat sich von 21666 auf 2 7 66 6 vermehrt, die der Ausgesperrten von 66 666 auf 6 8 666. Aus diesen Zahlen geht hervor, daß der Streik sich mehr und mehr zu einem Riesenkampf auszuwachsen droht, Gelingt es nicht, beizeiten durch erneute Verhandlungen eine Verständigung herbeizuführen, so ist zu befürchten, dafj von dieser Ausstandsbewegung auch andere Wirtschaftszlvcige in Mitleidenschaft gezogen werden. Wir haben, noch ehe dieser Kamps ausbrach, unsere Siel- lung zu demselben dargelegt und betont, daß ein solcher Aus- stand mit Rücksicht auf den tieftraurigen Stand unseres Wirt- schaftslebens vernneden werden müsse. Wir sahen— das zu betonen halten wir auch im gegenwärtigen Stadiuni der Be° wegung für unsere Pfl'cht— noch keinen dringenden Anlast zum Aufgeben aller Verständigungsversuche. Und io sehr auch die Streikleitung der Ucberzeugimg sein mag, dast dieser Kampf notwendig ist, wir können diese Auffassung nicht teilen. Die Streikleitung erlästt jetzt folgenden Aufruf: Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins! Die Kampftruppe des Berliner Proletariats, die Arbeiter de» Berliner Metallindustrie, stehen, 100 000 Mann stark, nn Kampf um die Sicherung ihrer Existenz. Kapital und Regierung per« suchen, bestürzt über das rapide Sinken der Mark-Valuta, die 2ökme der Arbeiter der Berliner Mctettintmftrie abzubauen. Das im Hauptausschiih der Metallindustrie seitens der Arbeit- geber gegebene Versprechen: unter Erhöhung der viShcrigen.Lohn. satze neue Verträge zu schaffen, wird nicht innegehalten. Di« Löhne sollen nicht nnr in Berlin herabgesetzt werden, eS mehren sich die Anzeichen aus dem ganzen Reich, daß dies geschehen, soll. Gelingt dieser saubere Plan, so würde das Kapital durch die Hungrrlöhne, die es dem deutschen Arbeiter zahlt, in der Lage sein, sich mit billigen deutschen Erzengnissen den Weltnrarkt zu :robern. Der deutsche Arbeiter würde zum Lohndrücker an seinen ausländischen Klassengenossen. Das muß verhindert Vierden. Der Kampf, den die Arbeiter der Metallittdustrie führen, ist darum nicht nur ein Kampf der Metallarbeiter, sondern das Signal zum Kampf der deutschen Arbeiterschaft gegen da§ Kapital überhaupt. Das ist Grund genug für alle reaktionären Kräfte, die öffentliche Meinung zuungunsten der Berliner Metallarbeiter zu vergiften. Proletarier! Klasscngenossen! Um den schamlosen Verhetzun- hen und Verdrehungen entgegentreten zu können� finden am Donnerstag, den 2. Oktober 1919, mittags 11 Uhr, 30 Versammlungen der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter Groß-Berlin? statt. Diese Versammlungen sollen ein weithin sichtbares Zeichen der Solidarität für die Streikenden und ausgesperrten Arbeiter der Metallindustrie werden, sie sollen protestieren gegen die Ver> hetzung und Beschmutzung der Arbeiter durch die Presse. Kollegen und Kolleginnen! Der uns aufgezwungene Kamps muß und wird mit unserem Srsge enden. Schulter an Schulter mft Euren stneikendcn Brü- devn müßt Ihr den Abbau der setzigen Entlohnung verhindern! Tretet Mit uns zusammen tin für die Erckämpfung einer menschenwürdigen Existenz! Haltet Euch bereit zum Kampf! Besucht in Massen die angesetzten Versammlungen. Hoch die Solidarität! Deutscher Metallarbeiterverband. OrtSverwaltuny©erffn. Das Metallbariell der Gewerkschaften Groß-BerlinS. Die Fünfzshnerkommisston. Uns scheint, daß die in diesem Aufruf aufgestellte Be° fwuptung, Kapital und Regierung versuchten die Löhne der Arbeiter in der Berliner Metallindusrrie abzubauen, sich nicht hinreichend beweisen lassen wird. Ueherhaupt hätten wir ge- 'wSnsHt, dich esti sokche? Unfvuf mehr fwigriHfc&en toüre ben unnötiger Schärfe. Wie eine Korrespondenz zu berichten weist, wind noch den Feststellungen des Verbandes der Berliner Metallindustriellen setzt in 66 Betrieben gestreikt. Die Zahl der lllusständigen be- � trägt 17 000. Rund 50 000 Arbeiter haben infolgedessen die i Arbeit verloren. Bei der Firma Karl Flohr-Wittenau ist die > gesamte Belegschaft 250 Mann— gestern in den Streik ! getreten. Die Berliner Filiale arbeitet dagegen weiter. Bei ' den Schwartzkopss-Werken streiken jetzt 1100 Mann, Somit ruht der ganze Betrieb, Bei Borsig streiken 152 Arbeiter, 266 mußten wegen Mangels an Arbeit entlasten werden, 166 hoben freiwillig ausgesetzt. Bei der Firma Dr. Max Lewy hatte die 766 Mann starke Arbeiterschaft der Gesckäftsleitnng Forderungen überreicht. Bevor die Firma sich jedoch� rück- äustern konnte, wurde hier der Streik beschlossen. Bei der Firma Zwietufch, die 1-156 Arbeiter beschäftigt, sind ebenfalls Fordemngen erhoben worden, die einen Streik wahrscheinlich machen. Bei der A. E, G. Turbinenwerk streikten bisher mir die Maschinenschlosser. * Keine Erwerbslosenunterstützung für Streikende. Der Hauptousichust der Erwerbslosenfürsorge Groß- Berlin hat sich in seiner Sitzung am 27. d: M. agf den Stand- Punkt gestellt, dast Arbeitnehmer, die bei der gegenwärtigen Metallarbeiterbewegung zur Entlassung kommen, weil die Unternehmer infolge des Streiks einzelner wichtiger Fach- abteilungen gezwungen sind, den Betrieb stillzulegen, keinen Anspruch auf Erwerbslosenunterstützung haben. Zur Lohnbewegung der Handelsarbeiter im Einzelhandel. Die Verhandlungen über den Abschluß eines neuen Lohntarifs mit dem Arbeitgeberverband im Einzelhandel haben bisher zu keinem endgültigen Resultat geführt. DaS letzte Angebot der Arbeitgeber. Jugendlichen von 14 bis 16 Jahren 35 M. pro Woche, von 16—18 Jahren 50 M.. pro Wocku, von 18—20 Jahren 60 M. pro Wockie und über 20 Jahre alten Arbeitern eine» AnsangSloHn von 85 M. pro Woche, nach Jahr 95 M. pro Woche und nach 1 Jahr 100 M. pro Wowe zu gewähren, habe» die Vertrauensleute ebenialls abgelehnt. Der Boisitzende des Arbeitgeberverbandes erklärte in der letzten Verhandlung, er würde sich dafür verwenden, daß verheirateten Arbeitern mit Kindern pro Woche 105 M., zugestanden werden sollten, aber auch dieses evtl. Zugeständns lehnten die Vertrauensleute ab und er- klärten, auck dann die Zustimmung nicht geben zu können, wenn nach einem Jahr dur-bweg 105 M. Pro Woche zugestanden würde. Die Vertrauensleute beauftragten die OrganisaiivnSleituna de? Deutschen TranSportarbeiterverbrnideS, das letzte friedliche Mittel anzuwenden und das EinigungSamt des Berliner Gewerbegerichts zur Entscheidung anzurufen. Als Grundlage der Verhandlung sollen die Vorschläge der Lohnkommission gelten, die einen Anfangs« lohn von 95 M. pro Woche, nach 1/t Jahr 105 M. pro Woche, nach 1 Jahr 115 M. pro Woche voriehen. Die Streikenden der chromolitographifchen Anstalten und der photographifchen Kunstdruckindustrie haben am Montag, den 29. September, 1 llhr mittags, Versammlung in den Sophiensälen, Sophienstr. 18/19. Di« Strcikkarte legitimiert. Tarifbewegung iu den Kriegsgesellschaftcu. Die Angestellten der Kriegsgesellschaflen iFachgruppe 3») sieben mit den zuständigen Behörden in Verhandlungen wegen des Abschlusses eines Tarifvertrages. Neben einer zeitgemäßen Festsetzung der Gehälter wird eine einmalig« Wirtschaftsbeihilfe geforderl. Da nach dem Verlauf der Verhandlungen angenommen wurde, daß die Wirtschaftsbeihilfe nicht bewilligt werden würde, drohten die Ange- stellten mit dem Streik oder passiver Resistenz. Die Angestellten der Reichsgetreidestelle hielten am Sonnabend nachmittag eine massenhaft besuchte Versammlung im Lebrerver- einshause ab, um zu der Angelegenheit Stellung zu nehmen. Es wurde mitgeteilt, daß die GeichähSleitung zugesagt hat, den An- gestellten am kommenden Montag bOO M. als Vorschuß aus die Bezüge, welche das Tarifabkommen bringen wird, auszuzahlen. Die Tarifver Handlungen sollen in den nächsten Togen zum Abschluß gebracht werden, so daß die Ergebnisse einer in der nächsten Woche abzuhaltenden Betriebsversammlung vorgelegt werden können. i «te Gerftiirmwng beschloß auf vmMug M SeftetC StVk«. vorläufig von Kampfmaßnahmen Abstand zu nehmen und das Ergebnis der Verhandlungen abzuwarten. Die musizierenden Beamten. Uns wird geschrieben: Schon vor dem Kriege führten wir ständig Beschwerde bei Kommunal- und Staatsbehörden über das Musizieren der Beamten in Lokalen, Eafäs usw., und unsere stän- dige Forderung, diese Nebenerwerbsquelle durch ein entsprechendes Verbot zu verstopfen, blieb zrsolglos. War die BrotloSmachung v eier ZivilberusSmufiker vor dem Kriege durch den geschilderten Mißstand schon sehr zu verurteilen, so trissl dieS für die heulige Zeit noch in erhöhtem Maße zu. Trotzdem hat sich darin nichts geönderr. Nach wie vor gehen Kommunal- und Staatsbeamte diesem Neben- verdienst als Musiker nach ihrem Dienstschluß nach. Dabei haben die Beamten heule im allgemeinen ein höheres Einkommen und außerdem namhafte Entschuldungsfummen erhallen. ES gibt sogar viele unter ihnen, welche neben dem Musiker sogar noch HauS- Verwalter sind. ES wird höchste Zeit, daß unsere Genossen in den Parlamenten sich mit der Sache beschäftigen und die zuständigen Stellen durch einen entsprechenden Beschlutz zwingen, den Beamten jeden Nebenerwerb, durch welche eine Berufsklasse arbeitslos ge- macht wird, zu verbieten. Der Arbeitsausschuß der Angestellte« der Reichsministerien haste die von den Angestelltenausfchsissen vertretenen Angestellten aller R e ichs mtonsteri en Freitag nachnrittag«r den Plenarsaal de? Herrenhauses zu einer Versammlung eingeladen. Der Vorsitzende des Arbeitsausschusses, Dr. Neubronne r, erstattete daS Referat über die wirtschaftlichen Verhältnisse der Angestellten in den Reichs« -urinisterien, die Entstehung ihrer Angestelltenausschüss« und der „Arbeitsgemeinschaft der Angestellten der Reichsministerien", deren Stellung zu den Gewerkschaften und Wer das Zustandekommen de? Weimarer GehaliSäbkorumenS. Die gegen das Abkommen in einer öffentlichen Versarnmlung in der Philharmonie erhobener? Angriffe wies er zurück, wozu in jener Versammlung nicht Gelegenheit ge boten worden war. Auch von eimer GewerkschaftSftindlrchkeit könne keine Rede sein.• Nach dem Referat wie« zunächst Genosse Giebel aus den Wert der Zugehörigkeit zu einer gewerkschaftlichen Organisation auch für die Angestellten der Reichsministerien hin. Es entspräche nicht ihren wirtschaftlichen Interessen, auf die Dauer abgeschlossen von den übrigen Arbeitnehmern zu bleiben. Wenn auch bei Abschluß des Abkommens aus verschiedenen Zweckmäßigkeitsgründen von einer Zuziehung der Gewerkschaften Abstand genommen worden wäre, so empfehle er für die Zukunft ein Zusarrmrenarbeiten mit diesen. Nach weiterer Diskussion wurde gegen wenige Stimmen fol- gende Entschließung attgenommen: „Die Versammlung der Angestellten der Re ichsmirr ifte rie» spricht dem„Arbeitsausschuß der Angestellten der Reichsministerien' ihr vollstes Vertrauen aus' und siebt auch weiterhin in dem„Ar- beitSausschuß der Neichsministerien" ihr« rechtmäßige Vertretung.' Holzarbeiter-vertrauenSmännerversammlungen: Montag, den 29. September: Modellbetrtebe(außerhalb des Verbände» der MetaMndustricllen stehend): abend? S Uhr bei Wald, Pflugftr. S. Mittwoch, den 1. Oktober� Modellbetriebe(dem verband der Metall industriellen angeschlossen): abends S Uhr bei Wald, Pflugftr. b. Donnerstag, den 2. Oktober: ivergolder: abends S Uhr Rungestr. 30. Für alle übrigen Branchen und Bezirke am Mittwoch w den bekannten Lokalen. Mitgltederversammlungen: Einsetzer: Montag den S. Ottober, abends 7 Uhr, im verbandshau», Rungestr. 30(Arbeitslojensaal).— Jaloustcarbciter: Mittwoch, den i. Oktober, abends 7 Uhr, beiock«, Verlii, Berlag: Borwärta-Derlag<5.»I. b. H., Berlin. Druck: Vorwärt»- Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer u. To. in Berlin. Lindenflr. 8. Hirrz» 3 Beilagen. LEIPZIGER STRASSE KÖMIG. STRASSE ROSEMTHALER STR. MORITZ. PL ATZ A.,WEIITHEIM o. M. » H. VERSANDABTEILUNG BERLIN W 9 LEIPZIGER STRASSE Weiß Speiseteller.... 2,50 Brotteller..... 1,85 Kompotteller».. 1.65 Kartoffelnäpfe in. D. 6,40 Tnnkeoclialen... 4,25 KoinpottschfiM.4,05 5,40 Beilagschalen. 0,55 0,75 Bratenplatten ▼. 2,10-9,00 Kaffeekannen Teekannen.. Milchtöpfe.. Zuckerdosen. Tassen... Senfmenagen Grätenschalen Platten, geteilt 1,35-4,50 2,10 2,25 0,08 0,45 ...0,45 ... 1,54 ...0.95 ... 1,10 ...2,35 Lullt bemalt Kiaffeegeschirr für 2 Personen....... 9,25 14,00 Fschgeschirr für 12 Pertonen......... 145,00 Tafelgeschirr für 12 Personen, Rsndmustcr 240,00 415,00 Kaffeegeschirr mit Streublumenmuster Kaffeekannen von 5,25— 9,75 Teekannen• von 7,50— 9,75 Milch-Töpfe. von 1,50—4,75 Tassen..... 3,25 3,75 Kuchenteller..... 6,50 Kuchenkörbe..• 8,00 Zuckerdosen 3,75-6,00 Geleedosen..- 4,50 9 teilig..... 39,00 16teihg.,.. 71,00 Käseglocken. 2.25 2.75 Sturzflaschen mit Glas 1.90 Zuckerdosen.... 2.45 2.95 3.95 Apfelreiben.... 0.70 Bierbecher..... 1.45 Wassergläser.... 0.55 Wasserbecher 1.75 2.95 Wasserflaschen 1.60 1.85 Weinrömer mit Linien 4.90 Kompotteller.... 0.55 Teebecher mit Bordüre Salzgefäfie..... 0.45 0.80 0.95 1.75 Likörgläser.•. 0.18 Bierbecher m. Bordüre 1.45 Konfektplatten 2.75 4.50 Weingläser, graviert. 1.55 Zitronenpressen•. 0.85 Weinrömer, graviert. 2.65 Konservengläser„Globus" mit Gummiring schmsl....-von 1.45— 1.75, breit-.. von 1.35— 1.90 Einkoch- Apparate„Globus", Emaille..... 28.00 Gemfisedämpfer............... 7.40 Einmachehafen......... von 33 Plg- bis 2.30 iloelic|l£kii2; � 9£jrt$t£Lll Speiseteller, Sek. flach, weiü....... 0,75 Brotteller, weib...0,65 Kaffeebecher, bunt. 0,80 Tassen, weit.... 0,75 „ bunt.... 1,35 BeUagschalen, bunt. 0,85 Satzschüsseln, bunt, 7 St 8,75 12,50 14,50 Bratensch&sseln 1,35 1,65 Gemfiseschüsseln 1,35 1,50 Kartoffelnäpfe... 3,75 Vorratsbüchsen-- 1,75 Obstschalen... 1,75 2,15 Lenchter..... 2.35 Blumentöpfe 1,85 2,35 Mesten...... 5,25 Teegeschirr, schwarz und braun glasiert Teekannen.. 2,95 4,95 Kaffeekannen 4,65 6,75 MÜchtöpfe. 0,80-2,10 Zuckeraosen..• 2,25 Geleedosen. 2,95 3,95 Eierbecher.... 0,75 Schokoladenkrüge 4,15 5,65 Tassen•.. Kuchenteller 1,80 2,25 .- 1,65 2,75 3,25 Kuchenteller, klein- 0,95 Butterdosen. 2,10 3,95 Kannenuntersetzer. 2,10 Saftkannen.. 2,90 4,10 Kaffeebecher... 0,85 Salatschalen, Dosen, Körbe, Vasen, Blumenschalen Tafelgeschirr, Handm&Ierei, 23teiHg 135.00 l Koslüni-ii.KleliJersloffß Gabatln, Twtll, Tiieatia, Telaar ck« Lala«. Flaaschstolle för Dameomäntel. Moderne Mantel und Westen aus Electric* Seal, Sealbisam, Persianerklanen n. Manlwnrf. Kreuz- n. Alaskafüchse, echte Blau-, Weiß- n. Silberfüchse. A n f e r tl s a■ acea aa-eh HaB. Hermann Engel L-andeberger Strasse 85, 8ö, 87. Heueste(ülnlermfintel und Menhleider. Eatsttokande Schwarza TtUIklelder, reich mit Perlen u. Fllttern desticht. 4- Jackenkleider aus Kammgarn u. Qabatln, Ersatz tttr Haas, 466 M-f- Jackenkleider ans guten Woll&toBeu, doronweg gerüttelt, 225 H.-ft Westen letzte Keuhelt. 42 H.-f- Welche Planeohmäntel 266 H., 148 H.-f- BackfUchmäntel 42 H. 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