Nr.497.S6.Zahr». »ez»«»pre«»» Vierteljahr. W.»uin-tl. Ml. frei in» Hau», oorau» �ahidae. Post. dezug i Monatlich V- Ml.«rki. go. ilsllungszebtchr. Unter Sttnubonb Hb Deutichiand and Oesterreich-Ungarn »LS Mt, für da» llbrig» Ausland WLS Mk, bei titglich einmal. Aufteilung »LS Ml. Poftbeftellungen nehme» an Dänemark. Holland. iinxemdurg, Schweden m die Schwei», eingetragen m die Poft-Zettungs-PretsliR». Der.Lorwirts� mit der Sonntag». deilage.Boll n. ge f erscheint Woche» lgglich jweuual. Sonntag« einmal. lelegrannn-Adreste: .Zozlaldemotral verltte�. Morgen-Ausgabe. Verliner Volksblatt. (TsPffeniiig� AvzeigenvretS t Di»»chtgelpaUene Nonvarelllezeile lostet ido Ml.Alein« Anzeige»- da» tenged ruckte Won so Big. lzuläljig r iettgedruckte Wonej. lede» weiter» Won«0 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenanzclgen da? erste Won Ell Big. tedes wettere Won zo Big. Wort« llber ib Buchstaden zählen für zwei Worte Teuerungszuschlag SM/» Somtlien• Anzeigen golitisch« und gewertschastlich« Berein»- Anzeigen >» Ml die geil» Anzeigen Hie die nächste Nummer müssen b>» 6 Uh» aachmtttag» IM Houpigeschäfl. Berlin SW W LlndenstraKe». obgrgelie» wird«,. Seäffnel von» Uhr srllh dt« d Uhr abend«. �entralorgan der rozialdcmokratlfchcn Partei Deutfchlands. Neüaktion und Expedition: SV. b8, Lindenstr. Z. aerusprecher: Am« rviorinpla«, Nr.>Sl NO— tat N7. Montag, den Ä9. September 1919. vorwärts-verlag G.m.b. h., SV. d8, Lindenstr. Z. Fernsprecher! Amt Moristpla«, Nr. 117 83— 54. inftimmiges Vertrauensvotum für Noske Die gestrige Agitationskonferenz unserer Groß-Berliner Parteifunktionäre stellt ein besonderes Ereignis in unserer Parteigeschichte dar: Sie hat das Vertrauensver- hältnis zwischen der Berliner Parteigenossenschaft und dem Genossen, der an exponiertester Stelle in der Regierung steht, dein Reichswehrminister Noske, neu gefestigt und in einem einstimmigen Vertrauensvotum für Noske geendet. � In zweistündiger glänzender Rede hat Noske die Prinzipien seiner Amtsführung dargelegt und— er hat überzeugt. Noskos Persönlichkeit, sein bloßes Austreten straft all die Gerüchte Lüge, die eine gehässige Fama um ihn gewoben hat. Wer NoZke reden hört, der gewinnt den Eindruck einer großen politischen Intelligenz, die sich mit ungewöhnlicher Energie paart icher auch das ist ihm sofort klar: dieser Mann ist weder der tyrannische Bluthund, als den ihn die Kommu- nisten malen, noch der Schrittmacher der Reaktion, als der er Aengstlichen erscheint. Er gehört mit seinem ganzen Fühlen und Denken zur Partei, er hat nicht um Haares- breite aufgehört, Sozialist und Demokrat zu sein. Allerdings ist Noske kein Schmeichler und Lobhudler der Masse, der ihr nach Komniunistenart Tugenden und Fähigleiten andichtet, die sie nicht besitzt. Er hat einen scharsen Blick für die Unzulänglickcheiten. welche die Revolution bei großen Tei- len der über Nacht erwachten Masse enthüllt hat, und er besitzt vor allem den Mut, seine Erkenntnis rücksichtslos auszusprechen, sei es auf die Gefahr zu mißsallen, und die Konseouenzen für sein Tun daraus zu ziehen. Gewiß blei- den eine Anzahl unerfreulicher Fälle, aber die Funktionäre be- griffen aus Noskes Rede die große Richtlinie seines Handelns und überzeugten sich, daß diese zielbewußt, klug und demokra- tisch eimvaudstei ist. Aus seiner Rede enthüllte sich der große Umfang seiner bisherigen Wirksamkeit, und vielfach wurde das Bedauern laut, daß vieles von dem, was die Versammlung aus Noskes Mund erfuhr, nicht schon früher und nach- haltiger in die O e f f c n tl i ch k e i t gedrungen i sl. Jedenfalls wird der Eindruck, den an 500 Parteifunktionäre an diesem Vormittag von Noskes Persönlichkeit gewonnen haben, weiter in die Massen getragen werden und wesent- lich ZU deren Beruhigung beitragen. Vor Noske war durch Genossen Ca sp a r i und nament- lich durch Genossen' K u t t n e r die Kritik zu Worte ge- langt. Aber auch Kuttner. der die Haltung des„Vorwärts" in der- Militärfrage verteidigte, hob mit Nachdruck hervor, daß esjricht die Absicht der Kritik sei, Noske zu stürzen oder seine Stellung zu erschüttern, sondern diese allein das Ziel im Auge habe, ihm die schwere Arbeit der ReMblikanisierung der Wehrmacht zu erleichtern. Manche Bedenken, die diese Redner bezüglich der ungeheuren Propaganda der Alldeutschen und Monarchisten in der Armee vortrugen, konnte Noske in glücklicher Weise zerstreuen. Namentlich seine Ausführungen über die Art, wie jetzt die Auswahl d c r O f f i z i e r e für die Reichswehr betrieben wird, trugen � sehr zur Beruhigung der Versermmlung bei, ebenso seine Er- klärung, daß sämtliche Offiziere, die sich in den letzten Mo- naten durch reaktionäre Propaganda bemerkbar gemacht hätten, aus der Reichswehr entfernt worden sind. In gewisser Beziehimg mußte Noske freilich an die Partei appellieren, danist diese durch entsprechende Gegen- Propaganda den Einfluß der Reaktion auf die Reichs- wehr ausgleicht, und wir gestehen zu. daß hier leider noch n i ch t g e n u g seitens der Partei geschieht. Die ganze Aussprache bewegte sich aus erfreulicher Höhe, und der Eindruck war allgemein, daß dieses gegenseitige Sich- aussprechen v o n allergrößtem Nutzen gewesen ist. Mißverständnisse wurden beseitigt, Vertrauen und Mut neu belebt. Die gestrige.Konferenz dürfte für unser Berliner Parte' leben die allergiinstigsten Resultate haben. Nachstehend geben wir den ausführlichen Bericht der außerordentlich wichtigen Tagung. Die Versammlung. _ Die vom BezzirkSverband Groß. Derlen gestern m den Jontrat. Kostsälen«lwehaflene Agi tcrtio n skonseren� war sehr stark besucht, der Saat üocrfüllt. Äenosie Scftöpflin hielt das einleitende tte'/rai über die Pol- tische Lage.(5c führte aus: Die Hossnungen, welche die großen Massen an die Revoluticm und die Arbeiten der Nation a wer'ammtrmg geknüpft haben, sind zum großen Teil noch nich: erfüllt. Die Folge davon ist, daß bei d«n Massen eine De- Pression der Stimmung eingetreten ist, die in der gegen- wältigen Situation eine Gefahr bedeutet. Ein Streik folgt dem andern. Sabotage dreiben Arbeiter und Unternehmer; cö herrscht eine ritoecheinr ArSeitLnnkust. die deutsche Valuta ist ans einen nie geachnlen Tiefstand gesunken. Das alles hat. eine Resignation bei den Massen hervorgerufen. Ties« Stimmung muß überwunden werden. Bisher konnten wir die Ruhe im Inlrutde«cht herstellen, die notwendig ist. wenn der kranke VälkSkörper wiedor gefunden soll. Die größte Gefahr der Gegemvart ist die nioralischc Depression in allen Bevölkerungsschichte«, auch die Arbeiterschaft ist davon nicht freigebrieben. Ein« Gesun- bunig kann nur eintreten, wenn die Meihrheit nnssres Volkes Hand anlegt, um besser« Verhältnisse zu schaffen und nicht alles allein von der Ncgierung«rwortat. Nur wenn das Volk tat- kräftig mitarbeitet, kann die Weltkatastrophe überwunden wcwden. In wenigen Tagen kann man eine Regierung stürzen, ein politisches Sissvem ändorn, aber ein seit Jahren zerrüttetes Wirt- fchaftSteben kann man nicht in wonigen Monaten neu aufbauen. («ehr richtig Ij Deshalb konnten die Wünsche und Hoffnungen, welche die Massen an die Revolution knüpften, zunächst nicht er- füllt werden. Aber es ist möglich, aus dem Elend herauszukommen. Wir.müssen nur wollen. Der Weg ist lang und schwer. Aber wenn wir den ersten und schwersten Teil des Weges über- wunden haben, werben wir den audovan Teil leichter zurücklogen können. Ordnung, Arbeit und Pflichtgefühl brauchen wir» um wieder zu gesunden Berhältuisson zu kommen. Wenn wir die Ordnung nicht aufrechterhalten, dann ist die Katastrophe da. Wo die jOrdnung gewaltsam gestört wird, da dürfen wir nicht davor zurückschrecken, an die Stell« der Argumente die Anwendung der Mach: zu setzen. Wir können uns die Gesetze de? Handelns nicht von denen diktieren lassen, die wir erst politisch erziehen müssen. Die Arbeit, die Noske leisten mußte und noch leisten muß, um Ordnung zu schaffen, macht kein Sozialist gern. Aber sie muß geleistet werden. Wenn cS uns Sazialbcmokraten nicht gelingt, die Ordnung aufvechtzuorhälten, dann ist der SozialiS- mus diskreditiert.(Beifall.) Daß wir heute noch leidliche Ond- nung haben, das veckbennken wir denen, die die Waffen für die Regierung geführt habon. Es ist bittor, das sagen zu müssen, echer eS ist wahr. Die Massen, die zu unS gehören, müssen wieder Mut fassen und sich entschlossen hinter uns stellen. Wir müssen die Reichswehr haben. Aber je mähr die hinter uns stehende Arbeiterschaft aktiv tätig ist, desto mchc wenden die Schäden innerhalb der militäri'chen Organisation schwinden.— Wir wollen und müssen sozialisieren. Die scharfe Besteue- rung drs Kapitalismus, das BririebSrätegesetz sintd doch sozialistische Maßnahmen, und es wind auf. b«n Wege der Soziali- sierung weitergeschritten werden, lln'ere Parteigenossen müssen die tragische Größe der gegenwärtigen Situation erkennen. Bracht das deutsche Wirtschaftsleben zusammen, dann stürzen wir mit. Kommt es wieder in die Höhe, dann steigen auch wir zur Höh« auf. Also müssen wir mitarbeiten am wirtschaftlichen Aufstieg Deutschlands. Wir können dazu beitrage!», daß die Massen wieder von Hoff- nung erfüllt werden. Wir können sie aufrichten, indem wir mit vollem Bewußtsein unser« Pflicht erfüllen. Wenn die Führer entschlossen vorangehen, dann gehen die Massen mit.— Ich unterschätze nicht die Gefahr, die nnS von rechts droht. Aber vergessen wir nicht: die Reaktion ist gewachsen, weil die Ar- beiter sich gegenseitig bekämpfen, und weil die MehrheitSsvzialisten von einer müden Resignation ergriffen sind. Um die politische und wirtschaftliche Situation zu retten, gibt eS für uns nur eins: Pflichterfüllung. Setzen«ie, die Führer t«r Arbeiten:' in den Fabriken, ihre ganze Kraft ein, erfüllen Sie die Masse mit Per- trauen zu unserer Sache, dann wind der Erfolg nicht ausbleiben. (Lebhafter Beifall.) Die Diskussion wird eröffnet. Dr. Ca spart: Es ist richtig, daß in den Kreisen unserer Parteigenossen Verwirrung herrscht. Ein Skandal ist dje von „Parteigenossen" herausgegebene«Freie Zeitung", die uns in der unverschämtesten Weise angreift. Braunschweiq ist die Quittung der in den Reihen unserer Partei herrschenden Charakterlosigkeit und Inkonsequenz. Es verwirrt die Massen, wenn unter unseren Parteigenossen m der Regierung Uneinigkeit herrscht. Solche Aeußerungen, wie sie W i n n i g über die Revolution gemacht hat, hätten nicht gemacht werden dürfen. Die Schuld a» V rhältnissen, wie sie jetzt sind, liegt an denen, die links von uns stehen. Da haben die Führer nicht den Mut. sagen. Da gibt eS Führer, die hart an der Grenze des Irrsinn stehen. Mit B.'dauern habei�wir den Genossen Wissel! aus der Regierung scheiden sehen.(Sehr richtig!) Wir halten die P l a n- Wirtschaft für notwendig. Ich bitte die Parteigenossen in der Regierung, in möglichst enger Fühlung mit dem„Vorwärts" zu bleiben. Jetzt ist die bürgerliche Presse über Vorgänge m der Re- gierung besser informiert wie der„Vorwärts". Die Haltung des „Vorwärts" in militärischen Dingen ist nicht vorbildlich. Offtziere, die monarchistische Propaganda tresben, müssen rücksichtslos ont- fernt werden und wenn es geschehen ist, müssen wir es auch erfahren, damit wir ans gegnerische Angriffe antworten tön- nen: Noske greift durch. Aber das muß offen ausgesprochen werden: Züir würden heut nicht in diesem Saal sitzen, wenn wir tllostc nicht hätten. Aber wir wünschen, daß sich Noske in seinem Wirkungskreise mit sozialistischen Vertrauensmän- n e r n umgibt.(Lebhafter Beifall.) Kuttner: Der Wunsch nach engerer Verbindung zwischen „Vorwärts" und den Parteigenossen in der Regierung ist mir aus der Seele gesprochen. In einer der letzten PreßkommissionSsitzun- gen halle ich sehr energische Beschwerde darüber erhoben, daß unsere Genossen in der Regierung so wenig Wert auf ausreichende Jnfor- mation des Zentralorgans legen, und daß einige von ihnen statt des„Vorwärts" das„Acht-Uhr. Abendblatt" für daS Jeu. tralorgan der Partei zu halten scheinen. Mir ist Besserung zugesagt worden, aber geschehen ist wenig. Wer den Genossen Noske wie ich aus langjähriger Tätigke:! kennt, der wird alle Achtung vor seiner Persönlichkeit hoben und als erster den unsinnigen Behauptungen entgegen- treten wie denen, daß Noske innerlich kein Sozialdemokrat sei oder daß er absichtlich die Reaktion fördere. Die Schwierigkeiten, mit denen er zu kämpfen gehabt hat, erkenne ich voll an. Zur Zeit der Putsche mußte alles in die Truppe aufgenommen werden, wo? sich meldete,.gleichgültig ob Monarclnst oder Republikaner. ES;st Schuld der radikalen Putschisten, daß zu besserer Wahl c:n- fach keine Zeit blieb. Aber dann kam die Zeit, die Spreu vom Weizen'zu sondern, als die Reichswehr als organisierte Truppe eingarichtst wuäde. Meine Absicht war, durch den Repub.i konischen Führerbund Roske zu helfen, die Truppe zu einer innerlich republi- konischen umzuwandeln. Aber Noske ist gegen uns sehr mntfi- tranisch. Zum Fall Reinhard möchte ich bemerken: Reinhards Ausfälle gegen die Regierung sind meiner Meinung mach erwie- s«n. Was bat man von der anderen Seite getan? Man bot dm Vorstrafenregister Neuendorfs veröffentlicht. Aber dadurch ist dmv das nicht widerlegt, was. gegen Reinbord gesagt worden ist. Jw '. �•..J,- r—v e•' c- cur... 7.............. CT? M f,.-.vS» s)Tv.-,ff>H ihm solidarisch.............•-------.... rende Berichte in di« Oeffentlichkeit gebracht, reo? ist nicht.ec ! richtige Weg. wenn man einen Mann, der die Regierung so ww'n beschimpft hat, durch unrichtige Darstellungen schützt, v.er Fan Bieweg wird vor Gericht aufgeklärt werden.— Gegenüber dm intensiven monarchistischen Propaganda muß etwas unternommen werden um die Truppe anf dem republikanischen Standpunkt zu erhalten Aber leider finden wir auch hier keine Unterstützung. Der vom Genossen Colin Roß herausgegebenen republikanischen Soldaten Zeitschrift„Reichswehr" hat der Neichswehrminister die Unter- stützung entzogen, sie wird nicht mehr bei den Truppen verteilt nnd muß ihr Erscheinen cinstellcn. Dagegen werden die Tnippen über- schwemmt mit Blättern wie„Eichenlaub",„Offene Worte uiw. Nicht besser werden die Organisationen behandelt, die sich auf den Boden der Regierung stellen. Den Verband mak.ivc: Unteroffiziere suchte Reinhard in seiner Brigade zu verbieten. Freilich hatte dieser Verband au» in der Junikrlsc. als alles wankte, alS einzige Organisation erklärt, daß er Hinte r de r R c- gierung stehe. Die Offiziersverbände baben daS nicht getan, aber ihnen gegenüber ist man weit wohlwollender. Der Republikanische Führcrbund wird, weil er republikanisch ist, eine politische Organisation genannt, die nicht geduldet werden dürfe. Wir sind doch viel dümmer als die Träg'? des wen R gimes. Die haben nicht die Organisationen, die sich politisch und kaisertreu nannten, als politisch erklärt. Wir haben das Gessthl, daß wir vom Rcichswchrministerium nicht nur nicht in Schutz ge- nommen, sondern sogar behindert werden. �. Ich glaube auch nicht, daß ein Putsch von xungen Ofizieren gelingen wände. Bei einem solchen Versuch— sagte Noske in Dresden— zerspringt die Reichswehr wie Glas. Aber dann würde alle» zerspringen und die Regierung stände ohne Macht da. Per- mm st ige Offiziere setzen ja das Unmögliche einer Gegenrevolutzon ein. Die jungen Heißsporne kann man durch Reden nicht von der Pergeblichkeit ihres Tuns überzeugen. Wenn sie aber wissen, do' sie nicht unter sich sind und jederzeit durch repulilikanisch gesinnte Offiziere ersetzt wevden können, dann weisen selbst sie vernünftig. Das ist cS, was der Republikanische Führerbund will. Wir rickiten uns nicht gegen das Reichswehrministerium. Wir sind dafür, daß Noske gestützt wird. Aber eS müssen mehr Parteigenossen in daS Ministerium und m die Kommaiidostellen gesetzt werden. Wir möchten, daß im Kampf fiir die Republikanisierung der Truppen die Regierung mit uns Hand in Hand geht. Der„.Vorwärts" denkt nicht daran. einen.Kampf gegen Noske zu führen. Wir möchten, daß sich Noske mehr seinen Parteigenossen nähert, ihre Ratschläge und Wünsche nicht beiseite legt in dem Glauben, er wisse alles besser. Noske mag glauben, gut informiert zu sein, aber ich weiß aus vielen Füllen, wie zäh die Kaste der Offiziere deS alten Systems zu- sammcnhält und wie es ihr auf eine Unwahrheit nicht ankommt, wenn es im Kaisteninisresse liegt. Unsior Kampf geht nicht geien Noske, sondern um NoSke. Wir wollen verhindern, daß er den Einflüssen seiner Umgebung erliegt, wie wollen ihm helfen, eine republikanische Wehrmacht aufzubauen. Denn ehe wir die nicht ba.en. wird nicht Ruhe in der Partei und dem Lande.(Lchlafter Beifall.) Reichswehrminister Noske: In der Presse ist davon die Rede gewesen, ich n-ürde vor-daS Forum der Berliner Parteigenossen gesordsrt werden, damit sie Abrechnung mit mir halten. Dom bemerke ich, die Verantwortung für meine Politik schulde ich dem Parteitag und der Fraktion. Aber da ich jetzt in Berlin wohn«, will ich enge FiWung mit den Berliner Parteigenossen halten, wie ich in jedem Ort meiner Par- teitätigkeit mit den Parteigenossen des Ortes in enger Fühlung gelebt habe. ES wird mit der Zeit möglich sein, eine eng« Verbin- dung zwischen den sozialdemokratischen Ministern und den Partei- genossen herzustellen, was unbedingt nötig ist. Bisher hat uns die .llebeickastmig mit Arbeit daran leider gehindert. Die bisherigen Betrachtungen in der Presse über bevorstehende Umbildungen der Regierung und Eintritt der Demokraten in dieselbe entbehren zumTeildeStatsächlichenHinter- (JriJtrb�S. In hen.ftwffen der SKegrcntng wird zurze.it unörr. dlndlich varüber gesprochen, wie dre liinünlÄriirg ftertifinden könnte. (ts wäre töricht, wenn wir uns im das grchy; Rätselraten in der bürgerlichen Presse einmischen würden. Ob Demokraten in die Regierung eintreten werden, ist noch nicht klar.— Wenn ein Re- .datleur des„Vorwärts" zu uns käme, würde er jede» anderen wrgehen und die gewünschte Auskunft erhalten. Wir können nicht rn die Redoktton laufen, dazu fohlt es ums an Zeit. Ms mich Äuttner wogen des Falles Reinhard anrief, habe ich ihn gewarnt, auf jede. Rederei einzugehen. Das Vertrauensvotum für Rcinihard ist zwischen Kuitncr und mir er- örlert worden. Ich habe ihm gesagt, daß manches, was ihm mit. getci'lt wuride, utrwaihr ist, aber er hates heut wiederholt. Die Ben- traueitsmänner haben mir versichert, daß Reinhard keine man- arätistische Propaganida in der Truppe getrieben hat. Sie haben auch versichert, daß in keiner Truppe ein solches Vemtrauensverhält. nis Krischen Mannschaft und Führern besteht, wie in der Brigade Reinhard. Es wird so sein, daß Reinhard einmal eine u n- passende Bemerkung gemacht hat, wie es auch andern passiert ist. Es bleibt dabei, daß Reinhard uns in schwerster Zeit wertvolle D i e n st c geleistet Hai und daß ich einen solchen Menrn nicht aus-RcdSveien hin über die Klinge sprengen lasse. Ich babe eine schriftliche Erklärung, in der Reinhard den Sachverhalt klargestellt hat. Die Angslogenheit hat dem Reichskabinett vorgelegen, und dieses hat einstimmig erklärt, daß kein Anlaß vor- liegt, dic'e Affäre weiter zu verfolgen. Das in der„Weltbühne" veröffentlichte Interview mit Reinhard ist eine Dichtung.— Als der Verband der inaktiven Unteroffiziere gegrün- dcu wurde, sprach einer der Gründer mit mir und sagte, daß es sich darum hanole, materielle Vorteile für die Unteroffizisre zu erlangen, da doch jetzt föder bestrebt sei, für sich möglichst viel Geld zu bekommen. Das also war die TrwÖfeder bei der Gründung des Verbandes der inaktiven Unteroffiziere.— Ich kann doch den unlilärischen Apparat nicht in Ordnung bringen, wenn ein halbes Dutzend Organisationen der Offiziere und Unteroffiziere besteht, die sich innerhalb der Truppe gegenseitig Konkurrenz machen. Ich bade kein Interesse daran, daß die Kaserne zu einem politischen Diskutierklub gemacht wird. Die Truppe als GcfamCM muß unpolitisch sein. Dar einzelne Soldat kann natürlich seiner politischen Ideigung unbehindert nachgehen. Wenn in der Kaserne politische Propaganda getrieben wird, dann funktioniert der mili- '.arische Apparat nicht. Was ich dem.Vorwärts" in den letzton Wochen zum Vorwurf gemacht habe, das ist, daß er ablassen muß, unserer. Parteigenossen joden Tag das Gefühl einzublänen, als wenn die Gegenrevolution sie schon wieder am Krügen hätte. Dadurch wird ein Maß von Nervosität in die Parteipressc getragen, das schädlich wirkt. Es ist klar, daß ich mein Amt, zu dem ich mich nicht gedrängt habe, nicht führen kann, wenn nicht die Parteigenossen im Lande hinter mir stehen. Es ist richtig, daß dwnernd versucht wird, auf die Truppen in monavchrstifchem Sinne ern�mvirken, genau so, wie auch jeden Tag versucht wird, daß die K.o m m u- nisten und die Unabhängigen an die Soldaten heran- tammen. Das Recht der Propaganda haben doch die Leute. DaS kann ich nicht verbieten. Sache unserer Parteigenossen ist es, eine G e g e n a g i t a t i 0 n zu betreiben. Der Reichswehrminister gab dann ein allgemeines Bild der deutschen Entwicklung seit der Revolution und seiner Tätigkeit in ihr: wir haben jetzt die schönsten Freiheiten auf dem Papier stehen(Zuruf: Auf dem Papier!), die in die reale Wirklichkeit umzusetzen ist nicht Sache der Regierung, fondern des Volkes selbst.(Sehr gut!) Der große wirtschaftliche Umtvandlungs- Prozeß bat erst begonnen, und die Weltrcvolütion, als die sich dieser Krieg darstellt, wird noch nach Jahrzehnten nachwirken. Das Maß der revolutionären Errungenschaften, das ein Volk sich sichert, hängt ab von feiner politische« Reife und seinen wirtschaftlichen Verhältnissen. Von den revolutionären Errungenschaften geht nicht mehr verloren, alz wir selbst durch dos Ungeschick preisgeben, mit dem wir wie ein Ochs im Porzellanladen in der Wirtschaft herumfahren.(Sehr gut!) In vielen Berliner Räteversammlungen geben jetzt ehe- malige Unorganisierte und Gelbe den großen Ton an. Krieger- vereinler bis zum ö. November, sind sie jetzt maßlos in ihren Forderungen und Wünschen und unklar in ihren Zielen. Sic haben die Revolution zu einer reinen Lohnbewegung degradiert, aber ich bin sicher, sie legen die Hand wieder an die Hosennalit, sobald sie die Faust der Reaktion wieder im Nacken spüren.(Leb- bafie Zustammung.) Unbegreiflich schön und großartig wäre die deutsche Revolution gewesen, wenn die großen Massen wirklich soziales und sozialistisches Gefühl gehabt hätten. statt nur für sich nrüglichst viel herausschlagen zu wollen.(Sehr wahr!) Für Hunderte und Tausende war die Revolution nur einü Gelegenheit zum Beutemachen.(Sehr wahr!) Das macht die anständiger Menschen kopfscheu und jagt sie wieder de« alten Regime zu.(Zustimmung.) Leute, die nie den Mund aufgemachl haben, solange der Schützengraben ihnen drohte, haben nach der Revolution in den Fabriken an Terrorismus, Niederträchtigkeit und Bergewoltigung anderer Meinungen die schlimmste» Sünden der ver- gangeaen Machthaber tausendfach übertroffe«. (Lebhafter Beifall.) Sollten wir von diesen Prahlhänsen und Großmäulern Deutschland zugrunde richten lassen?(Sehr gut!) Als ich die Frage einmal vor den Danzigcr Werftarbeitern stellte, antworteten mir unsere Genossen: Nein, viel fester müssin Sie zupacken! Da habe ich ihnen erwidert: Schlappschwänze, wehrt Euch selber! (Stürmischer Beifall.) Wenn wir jetzt Sfl P r o z. der großen Einkommen wegsteuern, so arbeiten die 2k dach überwiegend für die Allgemeinheit. Wenn w-r Betriebsräte schaffen, sind doch die Arbeiter nicht mehr Lobnsklaven, sondern Mitbestimmende. Aber Zweck hat das am. wenn nicht jedes zwanzigjährige Großmaul glaubt, in einem Millionenb etrieb umberregieren zu können, sondern wenn die erfahrensten, reifsten und klügsten Arbeiter Arbeiierräte sind. Di« Früchte für die Lebenshaltung der breiten Massen werden sowieso erst in Jahr- zebntcn reifen. Wer den Massen eine raschere Erfüllung ibrer Wünsche vorgaukelt, scheitert auch am raschesten, wenn er zur Re- gierung gerufen wird. Wir brauchen, um die StoatSgeschäfte zu führen, ein außerordentliches Maß von Verant- wortlichkeitSgefühl und Mut. Wir können jetzt nicht Zohlabrndpolitik treibe«. (Sehr wabrli Wir können nicht auf jede Wählerstimme Rücksicht nehmen: wenn es um das Schicksal unseres zerrütteten Landes geht. Lassen wir die Dinge rutschen, dann haben wir bald russische, ungarische. Münchener Zustände. Sehr weit waren wir davon nicht mehr entfernt, als ich nach Berlin ge- rufen wurde.(Sebr wahr!) Halten w i r etwa di« Gewebre auf die Straße getragen?(Zurufe Nein! nein!) Die anderen terrorisierten die große Mehrheit der Bevölkerung und rüsteten sich zur Uebernahme der Regierung. Damals war der Zentralvat am Ende seines Lateins. Damals kamen die Berliner Funktionäre zu mir und baten: Schlagen Sie doch zu und hauen Sie die Bande in Stücke.(Heiterkeit.) Und so begann mein„Berliner Blut- und Schreckcnsregiment".(Stürmische Heiterkeit.) Natürlich, als ge- schössen wurde, gingen auch Kugeln vorbei, und dann ging das Jammern und Heulmeiern loS. Aber ich wiederhon: aus meiner Dresdner Rede: Wenn wir durchkommen wollen, müssen wir den Mi t zur Härte haben und lieber ein paar Tollkäpfe opfern, als ein 6ll-Millioncn-Bo!k.(Lebhafte Zustimmung.) Zu unserem großen Leidwesen ist aus den Rechen der Mann- s ch a f t e n und Unteroffiziere kein genialer Führer hervorgegangen, obwohl sie damals Überall das Heft rn Händen hatten. Als ich na ch Kiel kam, fand ich nicht b i e jz e r i n g st e Leitung der Revolution vor. Ich bin der erste Soldatenrat von Deutschland gewesen und ha£e mir die anderen Soldatenräte erst mühsam zusammengesucht. Der Proviant ging am nächsten Tage aus, vierzigtausend Mann waren ohne Löhnung. Ein« Welle des Verdenbens drohte sich über das Land zu ergießen. Da habe itd mir die alten Offiziere und Beamten, verprügelt und bespuckt wie sie waren, einzeln wieder herangeholt und mit ihnen das Schlimmste verhütet. Und ebenso war es hier in Berlin. Es war der Träger eines der bekanntesten deutschen Namen, der mir unter tausendfacher Lebensgefahr die Gcwehve und die Munition für meine ersten Freiwilligen aus den Kasernen zusammen gestohlen hat. l Zuruf: Wer?) Wenn Sie es wissen wollen: ein Gras Bismarck.«Bewegung.) Wenn sie ihn erwischt hätten, hätten sie ihn totgeschlagen, und ich sollte jetzt der- gessen, was diese Offiziere mir für die Rettung des Landes ge- leistet haben? Tie Partei darf mir die Leute nicht verprellen, auf die ich in Kiel und Berlin nicht verzichten konnte und auf di« ich beute nicht Verzicht leisten kann. Die Reichswehr ist eine dauernde Gefahr, wie jede Söldnertntppc. wenn sie nicht straffste, eiserne Manneszucht halt. Darum muß sich die Partei das ewige Quängeln und Nörgeln abgewöhnen. Eine Reihe Lfsiziero waren reine W a l l e n st e i n e r. die mir ihre Truppe von sich au? zugebracht haben. Nun muß das alle» in Ordnung und feste Form gegossen weichen. Den Ricsenschweinrstall auszumisten, den ich übernommen habe, wäre auch kein anderer rascher imstande. Mein Bedarf und Arleit und Beschimpfung ist durch das letzte halbe Jahr reichlich gedeckt. Wenn sich einer findet, der mein Amt haben will, mit Kußhand.(Große Heiterkeit und Bewegung. Zuruf: Justav muß bleiben!) Ich verabschiede jetzt täglich einige Dutzend Offiziere. Alle, die sich irgendwie re- aktionetr hemerkbar gemacht haben, werden herausgeworfen, aber soll ich nun zur Freude der„Vorwärts"-Ltser die Lieöersanger. Von Kurt Singer. Das Lied als geschlossenster, konzentriertester Ausdruck einer Empfindung verlangt zur vollendeten Befriedigung unseres Willens zur Musik das Erfüllen allergrößter und allerschwerster Vor- bedingungen. Das Stoffliche muß in kleiner Form erschöpft, muß durch das Temperament eines Sehers oder Träumers instinktiv .so ersaßt und gemodelt sein, daß ein Rest bleibt, dem nur die Musik Gestalt geben kann. Deck Musiker bleibt der Weg offen, die textliche Vorlage durch Töne zu deuten, zu vertiefen und zu verdeutlichen, oder aus der Gesamtstimmung heraus ein neues Gebilde zu schassen, dem der Text Dienerin wird. Hugo Wolfs war ein Lyriker des ersten Formats, Schubert ein Sänger des zweiten. Das Klavier wird zum Helfer, in seiner inneren Verbindung mit der Text- und mit der GesangSlinte zeigt sich das Können und das Irren aller Logiker des Lieds. Zum Dichter und Komponisten tritt nun als heiliger Sachwalter der Sänger. Bei ihm soll technisches Können nur unerläßliche Vorbedingung für den Vortrag sein. Hier braucht cs keiner erneuten Vertiefung des Ausdrucks, der ja in einer be. stimmt gewollten Form vor unseren Augen ruht; aber es bedarf der seelischen Schwingungen, des Mitvibrterens mit den Intentionen des Komponisten, des festesten Kontakts bei jedem Wort und jeder Note. Nur diese spontane und durch innere Harmonie geschaffene Gemeinschaft verbürgt ein Ucberströmen der Empfindung auf den Hörer. Auch dieser arbeitet nun mit. wenn auch im negativen Sinn. Ihn stört die Beobachtung des Mechanischen der Körper- bclvegungen, des MundösfnenS, der Handstellung, der iSegleit- allüren; ihn stört, wenn er feinnervig ist, die Beobachtung einer intimen Aussprache in hellem Raum, vor gleichgültigen Menschen und Nachborn, ihn stört der Mangel jeder Dämpfung an Klang, Licht, Empfindungsausdvuck. Das lyrische Lied ist für den ein- zelnen bestimmt, nicht für die Masse. Und nun sehe man, wie selten in der Tat ein Liederabend Gewinn bedeuten kann, sehe, wie schwer eL ist. all diesen Süßeren und inneren Widerständen zu trotzen; und lerne, daß Singen die schwerste, die allerschwerste Kunst bleibt. Dichter, Sänger. De. gleiter und Empfangender— ein einziger Atem soll in ihnen allen Bewegung loben, ein einzige? künstlerisches Empfinden Aufschwung und Erlebnis bringen. Wenige Sänger sind berufen, wenige begnadet zu so heiligem Werk. Dennoch schreckt nichts die allzuvtelen. Famtlienzusammen.\ Zünfte werden für auSvcriauftes.Haus, Freundesbeifall wird für berufenes Urteil gehalten. Und so zieht sich dieses Gesanzfieber grippeähnlich, krankhast von Saison zu Saison. Alle Hemmnisse fallen fort, wenn ein Mensch, der zufällig singt, und der dennoch ein Musikant ist, auf dem Podium steht. Frau Myß-Gmeiner darf es ruhig wagen. Lieder zu singen» die auch unseren Großvätern schon gefielen. Hier kann sich Tra» dition de» Schönstgesungenen aus oinc neue Generation vererben. Schade, daß Frauen von dieser propagierenden Kraft nicht stets und immer wieder einem neuen Musiker den Weg ebnen; solch seltene Künstler brauchten ja nicht zu warten, bis einer zur Mode geworden ist. S ch l u S n u S, der charaktervollsten und deutschesten Säiiger einer, bindet ganze Sträuße ungefiingener Lieder zu einem festlichen Bukett. Und Paul Bender schaltet zwischen Schumann und Löwe ein paar Pfitznersche Gesänge ein. Auch er ist als Künstler so großgewachsen, daß er uns Altes gibt, als sei es neu. Mit welcher Inbrunst singt er Schumann» Dtchterliebe, wie reiht er mit Geschmack und Können Perle an Perle. Was tuts, wenn er im Ueberschwang des Empfindens einmal danebengreift, wenn er Töne zu stark deckt, wenn er aus dem Ton der 5dammermusik einmal in den des Theaters verfällt: hier steht einer, der fühlt. was er singt und von dem man sagen darf:„wie er mußt, so könnt erS". Diesem Phänomen an Stimme und AuSdruckssarbe, diesem Künstler der Register ist P fitzner ein interessanter, bald zart, bald titanisch zupackender Begleiter. lieber diesen einsamen RomantAer wird bald noch viel zu sagen sein; ein ganzer Verein stürzt sich auf sein Schaffen. Brigitt Engell wirbt mit ihrem hellen Sopran weniger erfolg- reich um die Palme für den Liederkomponisten Pfitzner, als die genialmusikalische Luise Will er. Wen wundert es, daß die kleinen Liedeinfälle Schnmannsche und BvahmSsche Züge haben? Das sind Werke aus jungen Jahren, meist voller Elegie und Schwermut. Bruno Walter tastet ihnen am Flügel kunstvoll, aber mit zu hoher Teinperatur nach. In dem Liederabend der jungen Maria Oldenburg wind der Begleiter zur Gefahr: Fritz Lindemann konzentriert das Interesse der Besten auf sich. Nicht seine Schuld; die Sängerin hat nur Stivime und Wille zum WottauSdruck. Noch fehlt der Mensch; wie bei ihrer Kollegin v. E o n t a, deren Gesangsleistungen noch in den Anfängen der Entwicklung stecken. Ihr hilft Richard Wetz durch besonders ein- dringliche Bcglei': uiff;••••: O i-a: sie sollte ihrer tiefen Lage mehr Feinheit und ihrer Miitellage mehr Festigkeit erarbeiten. Und zuletzt: auch in dem schauderhaft gemischten Programm von! I Ernst tzeineman» rettet ei« Begleiter, Arthur Wölkt, die! Liste der 200 verabschiedeten Generäle, der guten und der schlechten, veröffentlichen? Genossenl Wenn ich nichl ein so unverbesserlicher Optimist wäre— nach den Erfahrungen, die ich gemacht habe, spuckte ich auf die ganze Menschheit.(Bcivegung.) � Es pirscht sich zetzi an uns alles möglich« heran.(Zurufe: Halbseidene Revolurionsgewinnerl) Im Offizierskorps i leiben in erster Reihe die. Leute, die im Januar für unS gekämpft haben. Sodann die armen Frontoffiziere, die sich im Kriege ausgezeichnet haben. Tic reicheren Offiziere kann icb eher entlassen. Wir werden um 1. Januar 1920 ein bettelarmes Offizierskorps lpiltn, das mit seiner Existenz a« die Sicherheit des Landes und an die Festigkeit der Regierung gebunden ist.(Beifall und Bewegung.) Wo Uebergrisfe vorkommen, schaffe ich Remedur. Dem Major Lange habe ich volle Genugtuung verschafft, aber er ist mir letder zur Polizeitruppe gegangen. In Ostpreußen habe ich 2Jc. fehl gegeben, auf jeden Mann zu feuern, der nach dem Baltikum herüber will. Aber auch dort läßt sich der schauderhafte Knoten nicht mit Gewalt durchhauen, sondern nur mit starker, ruhiger Gr- duld lösen. Eine gewisse Schimpffreiheit muß man in diesen Zeiten jedem Menschen zugestehen.(Heiter- keft.j Man kann nicht verlangen, daß die Offiziere von den jetzig« Verhältnissen entzückt sind.(Sehr wahr!) Deshalb ist von Gegen- revolution noch lange keine Rede. Gewöhnt Euch doch ab, wie die Kieler Matrosen zu gehen: als die Revolution schon längst gesiegt batt«, gingen sie immer noch mit einem Auge nach hinten. ob nich: doch das alte Regime wiederkäme und sie als Meuterer an die Rahe knüpfte.«.Heiterkeit.) Sorgt lieber dafür, daß die cm- ständigen Leute nicht einen Ekel vor der Revolution bekommen und sagen: wenn das Sozialismus ist, ist uns eine anständige bürgerliche Regierung lieber.(Zurufe: Das hört man schon alle Tage!) Die Broun schweige? Niederlage ist die Quittung für die schwankende Politik unserer dortigen Genossen. Ich habe sie vor Monaten dringend gewarnt, mit den Unabhängigen zu kuhbandeln und ihnen Konzessionen über Konzessionen zu� machen: ich habe ihnen gesagt: stellen«Euch die Unabhängigen die Stadt auf den Kopf, ich stelle sie Euch wieder auf die Beine.(Große Heiter- kett.) Aber sie haben die Sauwirtschaft fortdauern lassen, und jetzt haben sie die Bescherung. Haltet die Nerven zusammen, und eS müßte mit dem Teufel zugehen, wenn nicht die Zukunft unS gehört.(Stürmischer langanhaltender Beifall.) Schmitz: Unter den Augen und dem Schutz der Reichswehr werden Truppen nach Kurland gebracht. Wenn wir nichl die Äugen ausmachen, werden die Sozialdemokraten nichts mehr zu sagen haben. Kölitz: NoSke hat an dem, was die große Mehrheit der Ber- lincr Parteigenossen bewegt, vorbeigeredet.«Er ist nicht den richti- gen Weg gegangen und hat die Reaktion wieder in den Sattel ge- hoben. Den beiden Regimentern, die im Januar von Partei- genossen gebildet wurden und für die Regierung gekämpft hoben, ist mit Undank gedient worden. Weil wir uns der alten Mtli- tärstrafordnung unterwerfen sollten, konnten wir nicht in die Reichswehr eintreten. Dann sind wir zum Depot 11 gebracht und aufgelöst worden. Ich wollte damals mit Noskc sprechen, aber der Weg zu ihm ist nicht zu finden.(Noske widerspricht.) Major Gilsa hat eS mir unmöglich gemacht. Noske zu sprechen. Gegen mich ist nach der Auflösung des Depot 11«in Disziplinarverfahren einge- leitet, aber ich weiß heute noch nicht, was daraus geworden ist. Heil mann: Was Genosse Kölitz sagt, ist nicht unrichtig. Die RSÜB. hat in manchen Depots versagt, aber in manchen hat sit sich gut geschlagen. Den Regimentern„Liebe" und„Reichstag" schuldet die Partei großen Tank. Im Untersuchungsausschuß der Landesversammlung ist aber auch festgestellt worden, daß bei dieser Truppe viele Ausschreitungen vorgekommen sind. Die selbstge- wählten Führer haben im allgemeinen oersagt. Wir haben aber auch felbstgewählte Fübrer gehabt, die sich gut bewährt haben. DaS Verhältnis zwischen der Regierung und dem p.Vorwärts" ist nicht so. wie eS sein sollte. Aber das ist ein Mangel der journalistischen«Organisation des„Vorwärts". Er müßte mehr Redakteure haben, so daß ein Teil derselben in ständiger persönlicher Fühlung mit der Regierung stehen kann. Der„Vor- wärtS" soll nicht immer unsere Genossen in der Regierung als schwarze Sckiase hinstellen. In der Bekämpfung unserer Minister muß die größte Vorsicht obwalten. ES ist notwendig, daß solche Konflikte nicht erst heraufbe- schworen werden, sondern daß vorgebeugt wird, indem der .�Vorwärts" mit der Regierung Fühlung nimmt. Daß wir ein Söldnerheer haben und Gewalt gegen die eigenen Volksgenossen anwenden müssen, das widerstrebt jedem Sozialdemo. k r a f e n, aber es muß zugepackt werden, wenn«Newalt gebraucht wird von Leuten, die der Krieg demoralisiert hat oder die von Natur zum Verbrechen neigen. Wir haben zu der Regierung das Vertrauen, daß sie alles tun wird, um die Demokratie aufrechtzuerhalten. Die Gegenrevolution droht nicht vom Ehren des Abends. Man sollte diesen trefflichen Spieler der drei Lieder vom Blatt herunter fehlerlos transponiert öfter und an besserem Material sein Können zeigen lassen. Ein Revoluti-nSbuch Rene SchickeleS, des Dichters von„HanS ! im Schnackenloch", erscheint in Kürze. ES heißt„Der neunte November". Schickele gibt darin eine farbige Darstellung der Berliner Novembertage und versucht darüber hinaus in die Grund- Probleme unserer Zeit einzudringen; er nimmt vom sozialistischen Standpunkt aus eine Generalabrechnung mit dem Bolschewismus und dem Diktatorgedanken vor, um die Republik des Geistes er- richten zu können. Jakob Tcxierc, der dänische Schauspieler, erzählt« tvieder Mäichengejchichten im Künstlerhaus. Lauter Sachen, deren humo- ristischer Reiz sich aus dem Vermenschlichen von lebendigem Getier und leblosen Dingen ergibt. Der.Künstler hat gesicherten Ruf. Zu ihm sammelt sich Groß und Kloin, Alt und Jung und lauscht, lächlet, lacht, und atmet froudig laut, wie beim Nahen größten Er- quickenS, wenn er nun im Verlauf des Programms endlich ein Märchen von Andersen ankündigt. Als sei die Hörerschaft nur deswegen gekommen. Das trifft aber auch für sehr viel« zu. Biellcichl wirkt da der GesühlSwuiisch dunkel mit. in diesem dänischen Erzähler dem dänischen Dichter in Person näher zu sein. Viele lieben in Andersen die Erinnerung an ihre Kindheit, und Texiere erzählt auch durchaus für die Großen. Doch er tut eS so, daß auch den Kleinen Freude genug zufliegt.«Seine Kunst— im besten«Ännc volkstümliche Kunst— hält die Linie des Ge- mütlickvNaiven. Man glaubt ihm die Märchen, so wahr erzählt er. Wer aufmerkt, fühlt wohl, wie fein das alles im einzelnen« überlegt, abgewogen und bemessen ist in jedem Laut, jeder Farbe, Geste, Pause, über alles geht uns ein, als wäre es das einfachste Ding von der Welt,«S so zu geben. So treu hält es im Versinn- liehen die natürlichen Bahnen ein. EL paßt sich dem schlichten Kleinleben des Märchens an und vermittelt so dem Hörer die frohsinnige Möglichkeit, durch rosig hell gefärbte Scheiben in da» Leben und in das Wesen der Menschen hineinzublicken. zd. Deutsches LpernhauS. Die»S i« g f r i« d'-Ausführung am so. September mit Heinrich Knote als Sicgsricd beginnt schon um 5% Uhr. Da« Drama„Christa die Tante" von Rolf Lauckner, dessen Ur- aufführung am Freitag im Lesssngtheater stattfand, ist als Buch im Ver- lag« Erich Reiß erschienen. Richard Langer» En«, die lebengroße Holzfigur, wurde von der Stadt Berkin erworben. Max Tlevogt hat soeben nach mehrjähriger Arbeit.Randietchnungen zu Mozorts.Z a u b er fl ö l e". eine Folge von t7 Radiernngen. vollendet. Der Künstler hat sich das Thema gestillt, durch die gravhische Linie die melodisch-musilalische Bewegung auszudeuten. Das Werl wird noch vor sein«» Erscheinen bei Paul Eassterer, Piltoriaftr. 55, gezeigt SJJiTttSr. Tengern bmt her volkSstimmu»� 5tstihrt hätten, wenn dem nicht ein Ende gemacht worden wäre. Zum Metallarbntcrftreik bemerkic Wusch ick: Soweit der Streik ein wirtschaftlicher Kampf ist, wird er von uns unterstützt. Wer es sind Anzeichen da- für vorhanden, daß man den Streik ins politische Fahrwasser treibt. Man beabsichtigt, nicht nur die Metallindustrie Berlins zum Stillstand zu bringen, sondern auch die E l e k t r o i n d u st r i e und die Gemeindearbeitcr in den Streik zu ziehen. DeZ- halb hat man in diesen beiden Zweigen so hohe Forderungen ge- stellt, daß sie abgelehnt werden sollen. Luch auf andere Orte sucht man den Streik auszudehnen. Soweit der Streik politisch ist, müssen unser- Parteigenossen im Interesse de? ganze» Volkes dagegen Stellung nehmen. Kammermeier: Die Forderungen der Gemeindearbeiter find schon am 1. Juli gestellt, sie haben mit dem Metallarbeiterstreik nichts zu tun. Die ElektrizitätSarbciter sind für den Streik nicht zu haben. Schluß der Versammlung. Neinharüs Lopalitätserklärung. Berlin, 28. September.(WTB.) Am 19. September hat Ober st Reinhard dem Reichstvehrministcr folgende Erklärung abgegeben: »Wie ich schon mehrfach gemeldet hrfbe, weise ich eS weit von wir, irgendwelchen gegenrevolutionären Bestrebungen nahezu stehen«der sie etwa selbst zu betreiben. Vielmehr bin ich nach besten Kräften bemüht, die jetzige Regierung zu stützen und zu diesem Zwecke ihr zu helfen, Ordnung und Ruhe in Deutschland wiederherzustellen..In gleichem Sinne habe ich auch stets auf die mir unterstellten Truppen eingewirkt. Abgesehen davon, daß durch«fein Verhalten gegenüber der Regierung während der Kämpfe der letzten Zeit Beweise für meine Vi ficht, der Regierung ehrlich dienen z u wollen, erbracht wovden sind, habe ich meine loyal« Haftung noch ausdrücklich durch die Verpflichtung bekräftigt, die ich bei meinem Eintritt in die Reichswehr auf mich genommen habe. DaS Gelöbnis, das ich in den nächsten Tagen auf Grund der neuen Bersassung ablegen werde, wird meine Treue zur Regierung erneut beweisen. Tic mir zur Last gelegten Aeußerungcn über Mit ilieder der Regierung sind, wenn sie gefallen sinb, in iner anderen Form und im einer immerhin be irdtpt'.ch?? Erregung seinerzeit gefallen und find keines wegs für die Oeffentlichkeit besttmntt gewesen. Es hat mir fern gelegen, der persönlichen Ehr« einzelner Regie- rungk Mitglieder zu nahe zu treten/ Dos Reichskabinett hat beschlossen, baß in Berücksichti- gung der Verdienste des Obersten Reinhard von einer weite- ren Verfolgung der Angelegenheit durch den Reichswehr- minister Abstandzu nehmen ist. Wilson gegen Sie Stahlkönlge! Bern, 28. September.(Eigener Drahtbericht deS„Bor- wärt?".) Wie aus Washington gemeldet wird, erwartet man ei« Eingreifen Wilsons in die schwere. Krise der Stahlindustrie. Wilson werde wahrscheinlich denjenigen, hie eine Bcrmittlung zurückweisen, Gewalt ankündigen. Da» Eingreifen Wilsons dürfte neue hef- tige Kämpfe im Senat entfesseln, wo die Besprechung des Kom- missionsberichtS über den Stahlarbeiterstreik die Erledigung des Friedensvertrags weiter verzöger» wird. Die ersten Streikwirkungen. Infolge des Streiks in England wurden Kohlen, Gas und Lebensmittel von neuem streng rationiert. Feldmarschall Saig hat am Freitag Stunden mft dem Kabinett konferiert. Der Arbeitsminister erklärte in einem Pressegespräch, der Streik sei gegen den Staat gerichtet, und die Gesellschaft müsse vor einer Katastrophe geschützt werden. Aus den aus London und von den Eisenbahnknotenpunkten in der Provinz vorliegenden Nachrichten geht hervor, daß die Arbeit allgemein um Mitternacht aufgehört hat. Die Abfahrt vieler ge- drängt voller Züge, die von den Londoner Bahnhöfen- nach dem Norden fahren sollten, wurde gestern abend abgesagt. Anerkennung Litauen» durch England. Der Präsident von Litauen ist durch die Vermittlung des Stellvertreters des En- te u t e- K o m m i s s a r S für die baltischen Lande, des Obersten Ward, von der englischen Regierung in Kenntnis gesetzt werken, daß sie die provisorische litauische Regierung de facto und --�anan als unabhängiges Staatswesen anerkenne. Lindner geständig. Der in München festgenommene Li od n e r 'st ge, tandig, auf Auer geschossen zu haben. Er begründet die Tot daullt. daß er vermutet habe. Auer sei bei dem Attentat auf E' S u« r mitbeteiligt gewesen. Das darstellende Personal de» Opern, vnd Schauspielhauses in Hfrnnfluer?st vor Bcyitin bex in den Ausstand getreten, weil seine am 26. Sevtember bei der In- tendantur emgereichten Forderungen vom Ministerium nicht be- willigt worden sind. Das Opern, und Schauspielhaus bleibt bis Spielgeld aus der Kasse des Instituts und fälschten Quittungen. Die iverluste stiegen immer höher. Als die Fälschungen nahezu eine halbe Million erreicht hatten, fürchtete der Buchhalter die Entdeckung. Jetzt planten die vier einen großen Einibruch. Diesen Gedanken gaben sie jedoch wieder aus, um ihn durch eine Brandstiftung, die die Büefier vernichten sollte, zu ersetzen. Sie trauten sich aber nicht diesen Plan auszuführen, versuchten vielmehr, dafür einen ihnen ebenfalls bekannten anderen Leutnant d. Res. zu gewinnen. Dies« fand sich bereit, mit Hilfe eines pervers veran- lagten Menschen, das Feuer anzulegen. Der Freund kam alber auf den Gedanken, daß er für sich vielleicht mehr herausschlagen könne. wenn« den Plan anzeige und so seine Ausführung vcr- hindere. Das tat er denn auch. Der Leutnant hatte sich bereue. Explosivstoffe verschafft, die in seiner Wohnung beschlagnahmt wurden. Er legte ein Geständnis ab und die ganze Gesellschaii wurde verhastet. Ein Teil des Geldes konnte herbeigeschafjr werden. Die„verlorene" Protze. Angehörige der Sicherheitswehr in Reinickendorf brachten am Sonnabend von Karlshorst nach Nei- nickendorf mit einem Lastkraftwagen mehr«e Minenw«fer nach dem Park. Unt«wegs„verloren" sie, ohne daß einer von ihnen etwas merkte, eine Protze. Bis jetzt könnt« diese auch noch nichl wieder„gefunden" werden. Nachrichten über ihren Verbleib-sind an den Park 2 zu Reinickendorf zu richten. Ein netter„Vertrauensmann". Aus der Wachstube der Wach- abteilung am Brabant« Platz in Wftmersdorf verschwanden öfter kleine ÄeWbettäge. Die sich am„Mauscheln" eifrig beteilige:*"• Frau eines„Bectrauens mannes" geriet ist Verdacht. Als L mittel wurde die Löhnungskasse mit 20 000 Mk. aufgestellt. Frmtag abend kam die Frau an. Der Lohn- ünd Vertrauensmann reichte ihr die Kasse heraus und folgte nach. Drüben aber lauerte der Kommandant, der das Paar jetzt in Obhut nahm und auf „Numero sicher" brachte. Frakiio» der S. P. T.- Arbeiterräte» Gruppe 7. Für die Slrbcllcrräte, Bctriebsräle, Wiiglieder der Angestelllen- und Ärbeileiaus- schüsse der Z ei t u n g s- und P a p ier- J n d u st r i e sowie des gesamten gräphiichen Gewerbes von Groß- Berti» heute Montag 4 Uhr in den Aiminbällen, K ommandanienstr. 58/59: V er- l a m m I u n g. Tagesordnung: Der Ztufvau der Räteoiganiialion und die bevorstehenden Neuwahlen. Die Frallion. I. A.: Franz. Büchel. Wilmersdorf. Arbeiter- Schachspieler trefscn sich icd�I Dienstagabend 8 Uhr bei Schäfer, Brandenburgische Str. Lg, Ecke Mei.n- hcimer Straße. Im Okiober Beginn der Ainieriurnier«. (Yrosi-Berliner Lebensmittel. Mariendorf-Sudrnde. 250 Gramm Muimelade(84) 65 Pf. Die- iemgcn, die verläuml haben, sich mit den Abschnitten 57, LI und 77 zum' Beziige von Nährmitteln anzumelden, können bis l. Oktober in den töc- memdelädcn 500 Gramm Graupen, 500 Gramm Haserflocken. unii 250 Gramm Maismehl abholen. Lichtenberg. 500 Gramm Marmelade(84), 250 Gramm ausländ. oder inländ. Weizenmehl(W 16). Vorarpnel düng: 250 Gramm Mai-» snbrikale(85), 500 Gramm ausländisches Kartostetstärkemehl(86). Aus Urlauberlartel,: 100 Gramm Nährmittel und 250 Gramm Marmelade. Für beintgekrhrte Kriegs- und Zivilgejangcne 250 Gramm ausländ. Hülst,!- jrüchte(10— 60). Lichterfclde. 180 Gramm(87), 300 Gramm Nudeln(88, 80), 250 Gramm Marmelade(84), 2 Pfund Kindergerstenmehl(11/, 2 Pfund Haferflocken aus Mitlelstück der September-Milchkarten und der Magermilchkarten, 5 Päckchen Zwieback unh 2 Pfund Grieß für Wjährige und darüher(2). je ein Viertelpfund auLl. Kakao und Reis auf Milchkarte für Schwangere(grün, A, Nr. 9), 1 Pfund Grieß(K) für Oktober der kond. Milchbezugskarte für Kinder vom 7— 12. Lebensjahr. Lankwitz. 70 Gramm Margarine(B 17). Adlershöf. 250 Gramm Marmelade(71), je Pfund 1,30 M?.. 150 Gramm Graupenmehl(89), 350 Gramm Nudeln(75), Kinder im 7. und§. Lebensjahre 125 Gramm Puddingpulver, im 9. und 10. Lebensjahre 125 Gramm Kakao(Magermilchkarte). AütlandSmehl voraussichtlich erst nächste Woche. Marmelade, Zwieback gegen Marken, Heringe auch in der Verkaufsstelle Kronprinzenstraße. Prima ausländisch)« Kleie für Pferdebesitzer und Kleintierhalter sc Zentner 60,— M. im Zimmer 90 deS LebenSmittelamtes. Bohnsdorf. 1 Pfund ausl. Hülsenfrüchte(74, 75), 300 Gramm lose Haferslocken(87, 89). Anmeldungen bis einschl. Mittwoch. Ausgabe ab Freitag. Friedrichsfelde. 300 Gramm Nährmittel für Jugendliche. An- Meldungen vom 29. September bis 1. Oktober, Ausgabe bis 8. Ol- tober. Zur Anmeldung für den Bezug von Winterkartosfeln ein ausgefülltes Frachibrief-Formular und einen Freiumschlag mit den genauen Adresse deZ Kartoffellieferanten mitbringen. Sofortig- Bezahlung._ Groß-Serliner parteinaÄrichten. 31. Abteilung. Heute abend 7� Uhr: Funktionär- und Vertrauens- mannersitzung bei Eoldschmidt, Stolpische Str. 85. A. E..G., Briliinrnstrastr. Heute 4 Uhr bei Rätter, Eleimstraßc 45: Koilscrenz sämtlicher S.-P.-D.- Funktionäre der Arbeiter und Angestellten. Oilüungsveranstaltungen. Steglitz. Künstlerischer Unterhaltungsabend Sonnabend 8 Uhr tt» Lyzeum I, Rothenburgstraße. Einttittsausweise zu je 1 M. bei den Bezirkssiihrern, in den Bezirkslokalcn und in der.Vorwäris'-Spedition, Schildhornstraße 11. In der gleichen Aula Mi am 19. Oktober Lehrer Leopold einen Lichtbildervortrag über Entwicklungslehre. Berantw. für den rcdaktion. Teil.' Alfred Scholii, Neukölln: für Anzeigen: Tbeod»« Siecke, Berlin Verlag: Vorwärts-Berlag w. m. d. H.. Berlin. Druck: Vorwärts. 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