Morgen-Ansgabe. «ei Ins Hau»,«rm.»»uhlb«. P»ft» dezug: Monatlich ch— Mi, ejJL z» stellungsgedühr. UmttÄtenbeeb fSr Deutschland und Oesterreich- llnsar» SLZ Mi. fltr da» lidrige«-Stand 10.25 Mi. bei täglich einmal. SufteOana i 25 Ml. Postbeslellunge»«ehmen an Dänemark Holland, Luxemburg, Schweden u. die Schalet», Eingetragen in die P»ft-geitaag»-Pret,Itft», Der.Borcfats' mit»er Sonntag»» Vellage.Boll n.ge!f erscheint wache», täglich«setmal. Sonntag» eiutnal. relegumunchweeWet 4W m M Em ml WV-rrrw-V � Devlinev Volksblstt. ( ISpfvnnkg) ««zeigetiNrei»: Ott achtgettuiltene Aongareillezelle tostet ILO Mi,.Sleia»«a, eigen-, da» lettzed ruckte Wort SO Pfg. izulässig 2 settgedrucite Worte), sedea weiter« Wort« Psg. Stellengesuche und SchlafsteNenanzetgeu da« erste Wort »> Pfg. sede» weiter« Wort W Pfg. Wart« llder 15 Buchstaben zählen siir zwei Borte. Teu«rung»zufchlag 50°/«, Fantilien>«nzeigen. volltische und gewerkschaftliche Peretn»- Anzeigen l�o M5 dt« getle-»nzetgen für dt, nüchst« Nummer müssen bt» S Ahr nachmittag, im H-Uptgefchiist, Berlin SB SS. Lindeufiicche S. abgegeben «deciffnet von S Uhr früh dl» 5 Uhr abend«, Zentralorgan der rozialdemokratifcben Partei Deutfchlanda. RcSaktis« und Expedition: MV. 6$, linden str. 3. Fernsprecher: Amt Morchplatz, Rr. tSLSv— ISIi»?. Dienstag, de« 30. September 1919, vonoärts'verlag E.m.b. h., SW. öS, Äindenftr.Z. Fernsprecher: Amt Morttzplat», Nr. 117»8— 54. Zwang zur Räumung Kurlands. Berlin, 83. September. General N u d a n t hat dem Vertreter der deiltschen W a f fe n st ill sta n d S k o m- Mission in Düsseldorf folsende Note überreicht: Pari», hr» S7. Septem»« ISIS. Nach de« SSartlant de»«rtttrl» IX MI We»ffr«MI>sta«dS Vertrages vom IL November 1918 hat Dentschland folgende Berpflich- tung übernommen: Sämtlich« deutsche Truppe«, die augenblicklich auf Gebieten stehe», die vor de« Krieg«*« Oesterreich. Un» g a r n, R u m ä» i en oder der Türkei zechörte», mstssen Ander» züglich hinter dir Srenste Deatschlwnb» Mm L 8. 1914 z« rückgezogen werden. Sämtliche Truppe«, dir sich gegenwärtig ans Gebiete» beftn- de«, die vor dem Kriege z« Rußland gehärte«, müsse« gleich- falls hinter die oben beschriebene Grenze Deutschland«»»rück. genommen werden» und zwar, sobald dt» Alliiert«« e»»er» langen. Marschall F o ch, Oberbefehlshaber der aZlÄeeten Truppen, hat unter dem Z7. Angnst wisse» lasse«, daß sstr Dentschlaad der Zeitpunkt zur Räumung der genannt«« Gebiete gekommen sei. Er hat die Deutsche Regierung durch feine Note vom st. 9. zur Er. fülluug ihrer Berbindlichkeite« angehalten. Die Deutsche Regie. rang versucht, stch obiger Brcpflichtung ,« entziehen durch einen Bericht, der Gründe anführt, die die alliierten Mächte nicht als stichhaltig anerkennen können. Die alliierte» Regierungen lehne» CS insbesondere ab, zuziilassea, daß dir Deutsche Regiernug sich der ihr zufallenden Bcrantwortung dadurch entzieht, daß sie vorgibt, nicht die Macht zu haben, die im Baltikum stehende« Truppen zum Gehorsam zu zwingen. Sie ersuche« demgemäß die Deutsche Regierung, unverzüglich die Zurückziehung sämtlicher deutschen Lrnvve«, Stäbe und Dienststellen, dir stch in de« baltische» Provia- zen noch befinden, in Angriff z«»ehmea; desgleichen hat die Deutsche Regierung unverzüglich die trforderlichra Maßnahmen zu ergreifen, um alle Deutschen, die nach der Demvbilis«ti,on Dienste in den russischen Formationen, die in der ge- »cunten baltische» Provinz gebildet sind, angenommen haben, hinter die obige beschriebene Grenze zurückzuziehen. Sie hat sich ferner jeder Ermächtigung zu« Eintritt in solche Dienste zu enthalte» und dir Annahme solcher Dteuste «f das strengste zu verbieten. Die Rä«m««« muß«nver- zstglich in Angriff genvmme» und»im« Unterbrechung durchgeführt werde«. Di« alliierten und assosttrrte» Siegierumge« erNSren, daß sie bis zn dem Zeitpunkt, wo sie festgefetzt habe«, daß ihrem Ersuche« voll entsprochen wird, keinerlei de, vvn der Deut- scheu Regierung unterbreiteten Anträge bezüglich der Bersvr»««, Deutschland« mit LebonSmittrl» und Rohstoffe» in Betracht ziehe« werde«. Sie Hoden infolgedessen Anweisung gegeben, keinem dieser Anträge stattzugeben. Im übrigq« wchrden die alliierte« Regierungen alle sinanziellea Erleichte. r u a g e«, die die Deutsche Regieenng gegenwärtig genießt, oder dir dir Dentsche Regierung bei den allwerte« Rngirrnnge«»der deren AngrhSrigen z« erlangen sucht, ablehnen. Wenn die Dentsche Regierung weiteren ihm» Borpflichtnnge« nicht»achkommt, werden die alliierte« Mächt« all« che erforderlich scheinende» Maßnahmen ergreifen,«m die AuSskhrung der genannten Bestimmungen drS WafsteustillstandSoertrageS fi, herzu- stellen. Den Ententeregierungen ist es besannt, daß die deutsche Regierung fest entschlossen ist, der übernommenen Verpflich- tung hinsichtlich der Räumung des Baltikums nachzukom- men. Es war darum durchaus nickst notwendig, daß sie iHrer erneuten Forderung auf Räumung durch Drohungen Nachdruck gaben, die dem deutschen Volk die ganze Ohnmacht seiner gegenwärtigen Lage noch einmal aufs schmerzlichste zu Bewußtsein bringen. Wir verdanken diese neue Demüti- gung aber auch denen, die sich der Räumung deS Baltikums widersetzten und müssen aus dem ganzen Vorgang die Lehre ziehen, daß nur straffste Disziplin imstande ist, weitere Ver- schlechterungen unserer wenig beneidenswerten Lage zu ver- hindern. Je weniger wir uns den Luxus gestatten, unS irgendwie ins Unrecht zu setzen, desto eher werden wir wieder die Möglichkeit gewinnen, unsere Rechte wahren zu können, und das ist wahrhaftig nötig. Denn der Kommando- ton ist tms im Kriege zum Ekel geworden, und er klingt in der Uebersetzung aus dem Französischen nicht lieblicher. flchtftunüentag in Schweüen. (Drahtbericht unseres Kopenhagener Berichterstatters.) Wie aus Stockholm gemeldet wird, hat die zweite schwedische Kammer mit 12L gegen 64 Stimmen den Gesetzentwurf der Regierung über die Einfnhruug der achtstündige» ArbeitSzrlt angenommen. St'llftanü öer englifthen Eisenbahn. Amsterdam, 29. September. Einer Rrntermeldung aus London znfolpe gibt Bowning Street folgende MittagSmeldung heraas: Die ans dem Lande eintreffende« Nachrichten besage«, daß so gut wie der gesamte E i s« n b a h a d t e» st ringe- stellt wurde. Unruhen sind nicht gemeldet. Die Regierung richtet in den Straßen Tranöportdienfte ein, um die LebenSmittel- vcrforgnng sicherzustellen. Reuter meldet, daß Anordnungen erteilt worden sind, nach Mitternacht in Cardiff die gesamt« Verschiffung von Kohlen einzustellen, so daß alle verfügbare« kohle» de» englischen Verbrauchern zugute kommen. Die Angestellte» der Londoner Antoomnibnffe und der Straßrnbahngesellschaft haben be» schössen, am 29. September die ArWt nicht einzustellen und noch einmal über dir Lage zu berat««. „Der Daseinskampf der Gesellschaft". Eigener Drahtbericht be»„SSormärt S".} flu« London wird berichtet:„Die«egiernng richtete einen S a f r u f a» die Orsscntlichkcit, der die Urberschrif« trägt:„Der Daseinskampf der Gesellschaft",-nd der da« voll auffordert, bei der Bekämpfon« der Streik« behilflich z, fem durch Haushalte« mit Petroleum, Kohlen und Lebensmitteln. Für die Industrie in Süd» Wale« hat der Streik eine sehr ernste Situation geschaffen. Die «eisten Kohlenbergwerke müffru de» Betrieb einstelle», ebenso dir Stahl-, Eisen-, Zinnplatten-, Kupf»»- und Telephonindustrir. Die übrigen K«h. engebiete sowie dir Spitzenindustrte in Nottingham werden gleichsall« außerordentlich geschädigt. Zwischen L o u d o n und B r i g h»»» ist mit Hilfe von Omnibussen und Wagen ein AushilfSoerkchr eingeleitet._ Oberbürgermeister Mermuth vermittelt im MrtaUarbeiterstreik. Kurz vor Schlutz de« Blatte« wird uns gemeldet: Der Streik der Berliner Metallarbeiter hat am Montag nachmittag eine neue Sendung genommen. Da ein« Bcrmittlung zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern vorläufig nicht möglich erschien, bat Ober- bürgermeister Mermuth Vertreter beider Parteien zu stch llm b Uhr nachmittags fand imter seinem Vorsitz eine Sitzung statt, an der u. a. auch Herr von Siemen? vom Verband« der Ver- liner Metallindustriellen sowie die Herren Tost und N u s ch als Vertreter der Arbeitnehmer teilnahmen. Die Verhandlungen waren vollkommen unverbindlich siir beide Teile und werden vermutlich im Laufe de» heutigen Tages sortgesetzt. die Umbildung öer Reichsregierung. Am Montag fand in der Reichskanzlei unter dem Lorsitz des Reichskanzlers die Beratung des Kabinetts mit den Führern der Mehrhettsparteien über die U m b i l d u n g d e r R e g i e r u n g statt. Sowohl die politischen wie die Personalsragen wurden eingehend er- örtcrt. Die Verhandlungen werden am Dienstag weiter- geführt, werden. Dabei werden auch die Fraktionen, denen die letzte Entscheidung zufällt und die bis jetzt noch nicht verhandeln konnten, zu der Frage Stellung nehmen. Eine �Schlacht" um ü'Dnnunzio. Me Erregung über den Handstreich d'Annunzios ist ständig mi Wachsen begriffen. Es bilden sich Parteien f ü r und wider den Helden, und durch da« italienische Volk geht ein tiefer Riß. der sich sobald nickst wieder schließen dürft«, und ein Beweis hafür ist, daß der Imperialismus, selbst wenn er zum Siege führt, nicht das richtige Mittel ist, um ein Volk zur wirklichen Einigkeit zu führen. Daß oie Nus- einandevsetzung ztvischen Anhängern und Gegnern des Dichterfeldherrn mitunter handgreifliche Fornien annimmt, beweist folgendes Telegramm: Nach der letzten römischen Kammersitzung kam es im Tafä Aragnv in Rom zu einer wahren Schlacht zwischen Sozialisten und Nationalisten. Die beiden Parte'en schlugen unter den Rufen„Es lebe Lenin"—„E» lebe d'An- nunzio" aufeinander loS, wobei die EinrichtungSgegen- stände de« Kaffeehauses als Waffen dienten. Rur mit Mühe konnte die Polizei die Orndung wiederherstellen. Bei der Leidenschaft, die dem italienischen T e in- perament nun einmal eigen ist, haben sich unsere römischen Genosten in der Hitze des Gefechts ein wenig vergriffen: denn man wird nicht gerade behaupten können, daß L? n l n, der seine Macht ausschließlich auf der G e w a l t der W a f f e n aufbaut, das treffendste Gegenspiel des waffengewaltigen d'Nnnunzio ist. Lenin als Verkörperung des S o z i a l i s- in u s im Gegensatz zu dem Fiumeabenteurer als Verkörpe- rung des Imperialismus dürste ein etwas schiefes Bild geben. Aber immerhin— es war gut gemeint. Nationalversammlung in Serliu. Die Deutsche Nationalversammlung tritt heute nach- mittag zu ihrer ersten Vollsitzung tu Berlin im Reichstags- haus, zusammen. Wir wissen uns eins mit der großen Mehr- heit der Berliner Bevölkerung, wen» wir die erste Volksver« tretung der Deutschen Republik in den Mauern der alten Reichshauptstadt begrüßen und den Wunsch aussprechen, daß sie ihre Arbeit hier so weiterführen und beenden möge, wie es dem Wohl unseres Volkes entspricht. Mit krttikloser Bewunderung hat dieser Gruß nichts zu tun. Aber wir als Berliner, als Berliner Sozialdemo- kraten, haben es damals sehr schmerzlich empfunden, daß die Nationalversammlung nicht gleich in Berlin zusammen- treten konnte, weil genügende Sicherheiten für ein ungestörtes Tagen nicht vorhanden waren. Die Verirrungen jener Zeit sind hoffentlich für immer überwunden. Wenn ein Volk die- von ihm gewählte Vertretung achtet, so achtet es in ihr nur' sich selbst. Die Nationalversammlung ist uns kein Idol, aber� wir geben sie nickst her für einen militärischen oder auch einen scheinrevolutionären Diktator. Es ist nun gesagt worden, die Nationalversammlung� habe ihre Aufgabe erfüllt, sie solle sich trollen, nicht um Hohenzollern oder der Sowjetrepublik, sondern einem neu zw wählenden Reichstag, wie er in der Verfassung vorgeschriebent ist, Platz zu machen. Diese Auffassung ist irrig. Der Reichs- tag der Republik kann nicht eher gewählt werden, als bis' das Gesetz über das Wahlrecht zu ihm fertiggestellt ist. Die Verfassung bestimmt nur, daß die Wahlen von allen über 20 Jahre alten Volksgenossen direkt, geheim und nach Verhältniswahlen vorzunehmen sind. Einzelheiten anzu- ordnen überläßt sie einem besonderen Gesetz. Dieses kann aber noch nicht ausgearbeitet werden, weil das Gebiet, auf das es sich beziehen soll, noch nicht feststeht, die Grenzen des neuen Deutschland noch nicht fest in die Landkarte eingezeichnet sind. Würde jetzt noch einmal gewählt, so käme gar kein Reichstag zustande, der vier Jahre laug amtieren soll, sondern nur eine neue Nationalversammlung, die sofort auszulösen wäre, sowie die Möglichkeit, einen rich- tigen Reichstag zu wählen, vorliegt. Da zu einer Erneuerung der Nationalversammlung kein Anlaß vorliegt, werden sich die Ungeduldigen gedulden müffen, bis Gelegenheit gegeben ist, den ersten Reichstag der Republik zu wählen. Länger zu warten, hätte keinen Sinn. Die Nationalversammlung wird ihre Gewalt in die Hände des Volkes zurücklegen, sobald feststeht, was nach dem Gewalifrieden noch zum deutschen Volke gehört. Bis dahin kann die gefetzgebende Arbeit nicht ruhen. Eine ganze Reihe von Gesetzen sind in unmittelbarem Anschluß an die Verfassung und in ihrer Ausführung zu er- ledigen. Dazu gehört nicht nur das ReichStagswahlgesetz, sondern auch das Gesetz über die Wahl des Reichs- Präsidenten, der vom ganzen Volke zu wähle» ist, fragt sich nur, ob mit absoluter oder relativer Mehrheit Ferner das Gesetz über die direkte Gesetzgebung durch d a s V o l k, für die in der Verfassung gleichfalls nur ein weiter Rahmen gegeben ist. Ein Reichsgesetz ist auch in Aussicht gestellt zur Ausführung des Art. 48 der Reichsver- fassung, der dem Reichspräsidenten daS Recht gibt, im Falle einer erheblichen Störung der öffentlichen Sicherheit und Orb- nung die staatsbürgerlichen Freiheitsrechte einzuschränken oder aufzuiieben. Ebenso verspricht Art. 146, der das ominöse Schulkompromitz enthält, daß das Nähere durch die Landesgesetzgebung nach den Grundsätzen eines Reichsgcsetzes bestimmt werden soll. In unmittelbarem Zusammenhang mit der Verfassung (Art. 165) steht auch das Gesetz über die Betriebs' r ä t c, das bereits die erste Lesung im Plenum passiert hest und jetzt im Ausschuß steckt. Aber dieses Gesetz ist wieder nur der Anfang zur Regelung der ganzen im Arttkel 165 behandelten Materie: die Einzelbeftiinmungen über die Schaffung der Bezirksarbeiterrätc, der Bezirkswirt- s ch a f t S r ä t e und des R e i ch S w t r t s ch a f t s a m t s stehen noch aus. Es liegt im Jntereffe der Sache, daß der Ausbau des gesamten Wirtschasts-Räteshstems,>vie er in der Verfassung vorgesehen ist, sobald wie möglich seinen krönenden Abschluß erhält Zu alledem kommt die Veraisch iedung der Steuergesetze, die gleichfalls nicht aufgeschoben werden kann, wenn daS Reich nicht immer tiefer in den finanziellen Ruin hinabsinken soll. An Arbeit wird es also der National- Versammlung nicht fehlen. Wie die Dinge heute stehen, wird wahrscheinlich der Wiedereintritt der Demokraten in die Regierung in den nächsten Tagen oder Stunden Tatsache werden. Wir «offen, daß dieser Wiedereintritt auf Grund einer sachlichen Verständigung erfolgt, die das Mißtrauen beseitigt, dem er in breiten Kreisen der nichtbesitzenden Klaffen begegnet ist. Noch immer sieht man iu den Demokraten eine b ü r g e r- l i ch e Partei im alten Sinne des Wortes und befürchtet von ihn«« eine wettgehende Berücksichtigung von Besitzes- und l wistische Moskauer„Urawkia": Die IknaNkän�gen lecken die blutigen Stiefel der frauööfiffljeii Generäle und Staatsmänner.) Die Franzosen sind nicht abgeneigt, die llnabhän- gigen ans Ruder zu bringen, wobei sie nicht sehen oder sehen wollen, daß eine unakliängige Regierung in spätestens vier Wochen die Herrschast der Kommunisten und das b o l s ch e- w i st i s ch e Chaos in Deutschland bedeuten würde. Das Zusammenspiel tritt überall hervor: der„Populaire" bringt kindliche Wutartikel über Noske, die von Unkenntnis der deutschen Verhältnisse triefen, aber darauf berechnet sind, in französischen Parteikrcisen für gänzliche Zertrümmerung der deutschen Wehrmacht Sympathie zu wecken, und die„Frei- heit" druckt diese Artikel mit Stolz nach. Die Arbeit der französischen Genossen für die Revision des Versailler Friedens besteht vorläufig darin, daß sie uns noch die einzige Stütze weghauen, ohne die Deutschland ein russisches Chaos wird. Wir glauben, daß es geeignetere Punkte gegeben hätte, bei denen die RevisionZ- arbeit hätte einsetzen können. Tic Bitte des deutschen Par- teivorstandes nm Verwendung für die Freilassung der Kriegsgefangenen hat bisher kein positives Resnltat gezeitigt....-_ Dw hlftorWL Wahrheit über öieNevslutzon. Die„Freiheit" ereifert sich über den Versuch des preußischen KricgSministers Neinhardt, den Vertrieb der Aufllärungsbroschüre „WaSistinDeutschlandgeschehen" unter den heimkehrenden Kriegs- gefangenen zu verhindern, wobei sie in üblich hetzerischer Art nat i.-- lich verschweigt, daß dieser Ilcbergriff des Kriegsinimster-z vereitelt worden ist. Aber im Drange der sittlich-m� alischen Tni- rüstung entschlüpfen ibr Geständnisse, die verdienen festgehalten zu werden. Tie„Freiheit" schreibt: Die Broschüre stellt— der Wahrheit gcmfifj— fest, daß die Revolution eine Folge des militärischen Zu- sammenbruchs war. Wie jede Wahrheit, so hat auch diese lebhaften Anstoß in reaktionären Kreisen erregt. Es ist beachtensivert. daß die Freib.it" hier endlich der histori- schen Wahrheit die Ehre gibt. Sonst hieß es immer, die llnab- här.gigen hätten— sie einzig und allein— die Revolntim e- macht". Ledcbour hat in seinem Prozeß haarscharf bewiesen, daß er der eigentliche Vater und Veranstalter der Rcvoluüm sc. Emil Bartb macht ihm den Ruhm streitig, weil er zehntaicke'-d Pistolen gekauft, wenn auch nicht bezahlt Hai. Die- Mehrh. ts- sozialiften, hieß eS immer, hätten sich frecher- und unbefugterweise in die Revolution der Herren Ledebour und Barth hineingedrängt. Jetzt zerstört die„Freiheit" selber die von ibren Freunden mühsam aufgebaute Geschichtslegende und stellt mit Nachdruck die historische Warheit fest, daß die Revolution eine Folgeerscheinung der deutschen Niederlage war. Wir heben uns dieses Ge- ständnis auf, falls die Unabhängigen wieder einmal mit ihrer Vater- scherst der Revolution hausieren gehen. Eupen und Malmeöp. Berlin, 29. September. Von dem Präsidenten der Frie- denskonferenz ist folgende Antwortnote eingegangen: Paris, W. September 1919. Ich beehre mich, Ihnen den Empfang Ihrer Noten vom 1. und 5. August zu bestätigen. Die von den belgischen Behörden m den Kreisen Eupen und Malmcdy ergriffenen Maßregeln scheinen bei der deutschen Regierung ein« schwer erklärbare Auf- r e g u n g hervorgerufen zu haben. Durch Artikel 34 des Frieden?- Vertrages hat Deutschland zugunsten Belgiens auf alle Rechte und Ansprüche auf das gesamte Gebiet der Kreise Eupen und Mal- mcdy verzichtet, niit dem einzigen Vorbehalt, daß der Völkerbund künftighin die Rückkehr dieser Gebiete, ganz oder teilweise, zu Deutschland anordnen könnte, wenn die Mehrheit der Bevölkerung in den in demselben Artikel bestimmten Formen den Wunsch da- nach ausspricht. Aus diesen Anordnungen folgt, daß das Hohetts- recht über die in Rede stehenden Gebiete tatsächlich auf Belgien übergehen wird, und zwar vom Tage der Unterzeichnung de? ersten Vrotokolles über die Nebergabe der Ratifikationen, falls nämlich die belgischen Ratifikationen an dem betreffenden Datum übergeben X sind. Die befg'schc Regierung wird also, sobald der Vertrag in Kraft getreten ist, für die Besetzung aller öffentlichen Aemter in den abgetretenen Gebieten zu sorgen haben; unter den Beamten, deren Ernennung sie zu sichern haben wird, befinden sich auch die Eisenbahnbeamten. Indem die belgischen Be. Hörden sich bereits jetzt mit den Bedingungen beschäftigen/ unter welchen die Uebertragung der Souveränität sich vollziehen wird, und indem sie die Maßregeln vorbereiten, welche geeignet er- scheinen, die'e Uebertragung künftighin zu erleichtern, beabsichtigen diese Behörden. w:tt davon entfernt, ibre Rechte zu überschreiten, lediglich das Interesse der Bevölkerung der Gebiete wabrzunchmen, toelche binnen kurzem unter belgische Hoheit treten werdet. Uebrigens ist es in Erwartung des Inkrafttretens des Bertroees den bcl- g-iichen Behörden vollkommen gestattet, in ihrer Eigenschaft als be- setzende Macht im direkte Beziehungen zu den Beamten der preu- ßi schen Eisenbahnverwalftmg zu treten. Die belgische Re. gierung weigert sich übrigens nicht, mit der deut- schen Regierung in Verhandlungen einzurrere?» in betreif der Fragen, welche sich auf die Ausführung des Vertrages in den Kreisen Eupen und Malmedy, in Neutral-Moresnet und in Preußisch-Moresnet beziehen. Sie macht jedoch zur Bedingung, daß die deutsche Regierung nicht beabsichtige, bei dieser Gelegenheit in irgend etwas de nWer! der belgischenHoheits rechte zu beshwiten, wie dieselben durch den Vertrag vom 28. Juni auf die in den Artikeln 32, 33 und 34 dieses Vertrages erwähnten Ge- biete anerkannt stirb. gez. Clemenceau. * Ans dem Artikel 34 des Friedensvertrages geht hervor, daß mit der Uebertragung der.Hoheitsrechte über Eupen und Malmedy ein Zustand geschaffen wird, der ovf Wunsch der Bevölkerung nach Entscheidung des Völkerbundes wieder aufgehoben werde» kann. Es ist daher begreiflich, daß die Eile der belgischen Regierung, sich dieses Gebiets noch vor dem Inkrafttreten des Friedensvertrags so fest wie möglich zu bemächtigen, in Deutschland einige„Aufregung" beroor- gerufen hat. Tie Rote Clemenceaus verweist Teutschland auf direkte Verhandlungen mit Belgien. Von diesen ist zu hoffen, daß die Art ihrer Führung nicht geeignet sein möge, in Deutschland den Eindruck zu verstärken, selbst die ibm noch zugestandenen Rechte seien wertlos. Die Sesieuerung Ser kriegsteiknebmer. Wiederholt haben Kriegsteilnehmer ihrer Mißstimmung da- ruber Ausdruck gegeben, daß sie nach dem im Eteuerjahr 1919 tal- sächlich bezogenen Einkommen zur Steuer herangezogen worden sind, während ihre Bcrufsgenossen, die während des Krieges bei ihrer Beschäftigung bleiben konnten, ibrer Einschätzung die Ver- dienste der letzten Kriegsjahre, also wesentliche geringere Ein- kommen, zugrunde legen konnten. Do? preußische Finanzministerium hat eine Aenderuug dieser Sachlage ablehnen müssen, obwohl eine gewisse U u« b i l l i g k e i t anerkannt werden mußte. Es sprachen aber so zahlreiche rechtliche wie tatsächliche Bedenken gegen eine Umgestaltung deö Einkommensteuergesetzes, daß man daS Gesetz in seiner alten Fassung bestehen lassen mußte. Jedoch ergibt sich der Ausweg, mittel? des§ 20 des Gesetzes durch Gewährung von S te u er erm ä ß i g un g, durch Stun- düngen oder Zubilligung von T e i I z a h l u n g e n den Krieg?« teilnehmern entgegenzukommen, ein Weg. der von dem Finan»- minister in den letzten Togen energisch be'chritien worden ist. Empfehlen würden wir ferner eine allgemeine Heraufsetzung der Steuern für die, die während des Krieges ihrer B-schästigung stach. gehen konnten. Hier dürften sich immer noch nnerschöpfte neue Steuerguellen ergeben, von berechtigten Klagen wird man allerdings jene Agitation scharf zu trennen haben, die von g?« wisier Seite lebhakt betrieben wird, um der Regierung auch hier das Leben möglichst schwer zu machen. Die„Freie Zeitung" stellt ab 1. Oktober ihr Erscheinen ein. An ihrem Grabe trauert ihr einziger Leser und Nutznießer, die Redak- tion der„Freiheit". Außerdem noch ein Kapitalist, der um einige hunderttausend Mark ärmer und eine Erfahrung reicher wurde. stnterneljweriiiteressen. Es liegt im Interesse der Demokraten selbst, diesen Verdacht durch die Tat zu entkräften; daß sie aber immer aus dem richtigen Wege gelvesen sind, dürfte man auch im Nahmen ihrer eigenen Partei vielfach bezweifeln. Es komnir nicht darauf an, daß am Betriebsrätegesetz und den Steuergesetzen nichts geändert wird, es kommt aber alles darauf an, daß keinerlei Veränderungen im Interesse jener Klassen Erfolgen, die bisher die Privilegierten gewesen sind. Weder darf den Reichen ihr Reichsnotöpfer erleichtert, noch den Arbeitern das vom Gesetz umschriebene Mitbe- stimmungsrecht in den Betrieben beschränkt werden. Der manchesterliberalen Doktrin der„Wirschaftsfreibeit" und den hinter ihr stehenden Handelsinteressen dürfen die Verbraucher nicht ausgeliefert werden. Dies vorausgesetzt, wird man den Wiedereintritt der Demokraten in die Regierung begrüßen dürfen als eine Verbreiterung der par lamentarischen Grundlage, auf die sich das Kabinett stützt, als eine weitere Garantie für daS glatte Funktionieren des gefetz- geberischen Apparats. Diese Arbeit wieder mehr von der Nähe zu verfolgen. erhält die Berliner Arbeiterschaft jetzt Gelegenheit. Hosfent- lich wird dadurch auch wieder das Verständnis für Voraus- setziingen und Nostvendigkeiten der parlamentarischen Tätig- keit steigen. Vollkommenheiten wird man von einem Parla- ment freilich nicht erwarten dürfen, am allerwenigsten von einem, das durch den Willen des Volkes so bunt zwamniengesetzt ist lvie die Nationalversammlung. Aber im Bewußtsein, daß letzte Ziele fürs erste unerreichbar bleiben, gilt es, notwendige, nüchterne Arbeit zu verrichten. Schivst'rigkeiten gilt es zu erkennen, um sie zu überwinden und schließlich doch Branchbares zustande zu dringen. Ter Klassenkampf ist noch nicht zu Ende und mit den Mittel» des Januar und des März nicht- zu Ende zu bringen. Sondern nach dem großen Vorstoß, den der November brachte, muß in zäher Arbeit gewonnenes Terrain befestigt und neues gewonnen werden. In Friedens- zeiten. im Kampfe nm die Demokratie, haben wir oft und oft gesagt, kein Volk der Welt sei zum Verständnis der Demokratie und zu ihrer vernünftigen Anwendung reifer als das arbeitende Volk Deutschlands. Mögen das die National- Versammlung, ihre Wähler und ihre Krftiker beweisen! Unangebrachte Besorgnis. In unseren Ohren klingen noch die Versprechungen der französischen Parteigenossen, sich mit ganzer Kraft für die Revision des Ve r s a i l l e r Frieden? einzusetzesi. Der Anfang ist merkwürdig. Die französischen Cbauvinisten erheben ein großes Geschrei, daß die deutsche Ent- wasfnung gemäß dem Friedensvertrag noch nicht restlos »irchgeführt sei und finden dabei die tatkräftige Unter- tützung— der französischen sozialistischen Partei- ;> r e s s e und der französischen Kammerfraktion. Den französischen Genossen ist offenbar die Entwaff- i u n g des sieghaften f r a n z ö s i s eh e n M i l i t a- r i s m n s viel weniger wichtig, als die Aufgabe, dem ohnehin am Boden liegenden Deutschland auch keinen einzi- gen Soldaten mehr zu lassen. In der französischen Kammer beschwert sich Renan de I, weil der Versailler Vertrag Deutschland noch ein Heer von 199 999 Mann gelassen habe.! Das ist sein Eintreten für die Abmilderung des Versailler Friedens. Clemenceau hatte alle Mühe, diesen Kritiker seiner Milde gegenüber Teutschland abzuwehren! Auch Renandel operierte mit der Behauptung, daß nach den„Feststellungen" des Vorsitzenden der ll.S.P. C r i s p i e auf der Luzerner Konferenz Teutschland noch über eine Million Mann unter Waffen habe.(In Wahr- heit bekanntlich kaum den dritten Teil.) Aber die Crispiensche unabhängige Lüge macht sich bezahlt. Die Taktik ist klar: Die Unabhängigen hetzen die französischen Genossen gegen den deutschen„Militarismus", um auf dem Wege Re- nandel-Clemeneeau das Hindernis zu beseitigen, das ihren Putschgelüsten im Wege steht.(Wie schrieb doch die bolsche- SetriebSW-ßensthast unö pspchoLLchnik. Von Prof. G. Schlesinger. Wne Ncickskonsirenz aller an der Arbeiiswisicnschast detclligten Kreise findet Dienstag, den 30. September, im Reichsalbeitsminiite- rium siatt. Durch Entgegenkommen des Verlages S. Hirzel, Leipzig, sind wir in der Lage, den cinsühreiidcn Aufsatz des Le> triebswissen'�aftlers Prof. Schlesinger von der Tecknifcheu Hochschule zu Berlm-Esiarloltenburg in der Zeitschrist„Praltischc Psychologie" schon heule abzudrucken. Die stärkste Errungenschaft der deutschen Revolution ist die Er- keniniiiS, daß nicht der Stoff und seine Gestaltiing. nicht die Kraft und ihre Leistung— in dieser Hinsicht ist' im Kriege Aeußersies geleistet worden— sondern der M e n s ch als Leiter und Ausiührcr, als Führer und Geiührler das Schicksal der Wellen ent- 'cheidet. Die I'.ebcrtrcibung der Mechanisierung der Menschen: die Zmangswirschaft, die Zensur, der Uebergehorsam. mußte schließlich zur Linflehnnng. zur gewalttätigen Sprengung der Fesseln durch die geknechtete Menschheit führen. Der Mensch ist keine Maschine, 'ür Hingabe ist Geld kein Gegenwert, daher kämpfen unsere Arbeiter heute auch sicher nicht um höheren Lohn allein, sondern»m inoralische Werte, vor allem um die Heraushebnna aus der De« klassietung des vierten Standes zum Range der Gleichberechiigung. „Wir Aldeuer wollen mitwissen und mitwirken uud, wo immer zweckmäßig, mitbestimmen; die Leistung aber bestnime den Lohn." Steht aber der Mensch, sein Tkenschentun, und seine Menschenwürde im Mittelpunkt des Interesses, handelt es sich nicht niehr nur um den Kaut der Waren: Menschenzeit und Menschenarbeit, so kommt es vor allein darauf an, den QualitärSmen schen überall an die Spitze zu stellen: in der Werkichule, in der der Lehrling heranwächst, im Betriebe, in dem der Arbeiter und Meister ichafsev' im KonstruktionSiaal, m dem die Maschine erdacht und fabrikationsreif gemacht wird, im Zimmer der Betriebsleitung, in der die Fäden'zusammenlaufen und straff iliid nie verwirrt ge- ipannt gehalten werden müssen. Den geeignelsn Men'chen finden und ihn an den richtigen Platz stellen, ifi heute mehr denn je die Forderung des Tages in unserem niedergeörochenen Balerlande. IN den, der Mangel an leilenden Männern noch größer ist als an Rohstoffen. Lust und Liebe sind die Fittiche zu großen Taten. Wer kann rüstig und fröhlich schaffen, oer in der Berufswahl fehlgegriffen hat? Wer hilft dem Jugendlichen, wenn er die Schule verläßt, und wen» eine anSgeprägie Vorliebe für einen bestimmten Beruf fehlt— was leider allznhäufig ist—, den richtigen Weg zu finden? Der Vater ist«inseitig im eigenen Fach befangen, dos ilrn oft genug selbst nicht befriedigt. Der Lehrer kennt nteist nur oberflächlich die Anforderungen der beruflichen Tätigkeit, zu der er seinein Schüler raten soll; er weiß ihn aber wohl moralisch und ethisch zu werten. Der Arzt kann auf Grund der wenigen Untersuchungen seinen Pflegebefohlenen nur körperlich werten und feststellen, ob seine Geiuiidheir und Kräfte für eine ihm vorgeschlagene Berufs- wähl ausreichen. Somit klafft hier an ansschlagoebevder St-lle eine Lücke, deren Nlchtäussüllung die schwersten Folgen für den Wirkungsgrad unserer Siaiwu habe» mutz. Richtige Berufswahl und anschließend gute Berufsdurchbildung ist daher an sachgemäße und pie.ktische Berufsberatung ge- knüpft, und diese wieder bedarf der Fachleute, deren Kenntnisse sich paaren müssen nicht nur mit ehrlichem Wollen und warmem Herzen — wer darf sich ohne diese Bernfsberaler nennen—, sondern auch mit der Beherrschung des ganzen Apparates, der uns hinein- leuchten läßt in die SinneSwelt dcS zu Beratenden. Wie viele„geistigen" Tätigkeiten des Menschen sind doch nur mechanisch, loie falsch ist es doch, das Ausschreiben, Zusammenzählen und Ab- rechnen als geistig höher einzuschätzen als das Führen eines Kraft- Wagens, das Schneiden der Mikromcterschranbe oder das Schleifen eines FeinkaliberS. Es sind daS nur andere Tätigkeiten des Geistes. Bei der einen bleiben die Hände sauberer und der Kragen weiß, aber die Aufmerksamkeit, die Geisies'paiinung, daS Verantwortungsgefühl sind keineswegs stärker augespannt oder auch nur in höherem Maße nötig, als bei der pralufche» Arbeit. Die Betriebswissenschaft stellt daher mit Recht die Auswahl der richtigen Menschen an die erste und wichtigste Stelle. Diese beginnt in der Großfabrik— wenn sie erfolgreich sein will— stets in den Bureaus, in denen die„Kopf- arbeiter" hausen, sie stellt diese zuerst ein und ordnet nicht nur den. Arbeitsgang, sondern vor allem die ausführenden Menicken; und sie endet in der Werkstatt bei den Arbeilsgängen der eigentlichen Fabrikation. Von oben herab, nicht von unten berauf, ist die Einwirkung am stärksten und durchgreifendsten. Mit dem Praktiker kann man lapidar sprechen; sedes Wort ruft eine Erinne- rnngsreihe wach, löst eine Erfabrungsketie aus, an die man leicht anknüpfen kann. Den alieingesessenen und eingefleischten Buchhalter siir neue Arbeitsweisen zu gewinnen, ist eriahrnngsgemäß viel schwerer, weil die Einwirkung auf die Sinne, die in der Werkstatt so kräftig mithilft, fehlt und durch die rein erklärende Belehrung durch das gesprochene Wort und die Begriffsbildung ersetzt werden muß. Daher ist vorläufig der Inhalt der Berufs-Eignungsprüsimg— der P s h ch o t e ch n i k— vor allem auch auf die Ermitteluag der Sinnestüchtigkeit der Prüflinge eingestellt. Sie nrnfaßl die technischen Verfahren, um die angeborene Veranlagung eines Menschen, nicht etwa seine„Seele" zu erforschen. Das Wart „P'yche" leitet tatsächlich irre. Es handelt sich gar nicht um das „Seelische", nicht um die Moral oder die Ethik, oder die Willens- kraftS eines Menschen. Es handelt sich nur. vom Standpunfte des Praktikers au? gesehen, um das„scheinbar" Geistige, dessen objektive, von ihm selbst nachprüfbare Feststellung keinen Menschen kränken kann. Ob der Arm stark oder schwach, das Auge weit- oder kurzsichtig, färben- oder nachtblind, das Ohr unmusikalisch, der mathematische Sinn verkrüppelt, das Gedächtnis schwach, die Ermüdbarkeit groß, sind Festit-llunaen, die niemals demütigend Witten. Es handelt sich um keine Dekkaisierung. iondern nur um die richtige Einreihung. Aber unerläßlich zur Ausübung bestimmter Berufe ist das Vorhandensein einer Anzahl dieser teils körperlichen, teils geistigen Eigenschaften. Der Betriebswissenschaftler kann daher Pshchotechnik nicht als .Wissenschaft„an sich" treiben. Er muß von einen! bestimmten B'« ruse ausgehen, dessen Grundsozderungen er sorgfältigst sammeln. sichte» uud«malysiereo mutz, ehe er es wage« darf, die Eignungsprüfung mir Aussicht auf Erfolg anzusiellen. Diese Vorarbeiten legt das Ver- fahren fest. Daran schließt sich das Suchen des Maßstabes. mit dem hier menschliche Eigenschaften gemessen werden können, und dann folgt erst die Ausarbeituug der A p p a r a t n r. Dre Apparate können umniltelbar dem zu untersuchenden Pprufe eurnonimen werden— z. B. Feöimeßapparate für Gefüblsprüfungeu—, sie können aber auch dieser Anlehnung völlig eniraten, wie der Hand- ziiternngsprüfer(Tremomeierj rür Former, das Fallbrett(Tachisto- ikopj für Straßenbahnkührcr usw. Langsam aber sicher werden sich durch die jetzt berbeigesührte innige Zusammenarbeit zwischen Ingenieur und Fachpiychologen die Grundverfahren entwickeln, die allen Bernsen gemeinsam find und die nur durch Sanderapparale für jeden neuen Beruf vou Fall zu Fall ergänzt werden müssen. Der Maichinenbauer und der Maurer, der Kraflwagcnführer und die Telepboni stin haben mehr gemeinsame.geistige" BerübningS- punlte, als der Fernstehende gemeinhin glaubt. Und doch ist die ganze Arbeit che? Betriebspiychologen weit entfernt von der Ausstellung des„Seelenscheincs", den törichte Gegner als fürchterliches Abschreckungsmittel insbesondere der Arbeiterschaft vorhalten wollen. Wer die vielen Hunderte von 14- bis Ibjährigen Lcbrliiigen fröhlich, ja mit einer wahren Begeisterung in der Eignungsprüfung des Versuchsfeldes für Werkzeugmaschinen und Betriebslehre an der Tecknischen Hochschule zu C h a r- lottenburg hat arbeiten sehen, dessen Gruppe für industrielle Pshchotechnik Herr Dr. M o e d e leitet, wer das verständnisvolle Eingeben auf die Noiwendigkeil solcher Prü'ungen erlebt bat. das einerseits die Gewerkschaften, andererseits Gruppen scharf unnb« bängiger Arbeiter nach Ueberwindung ursprünglicher Gegnerichakt an den Tag legten, der tvird mit uns überzeugt sein, daß wir einen richtigen Weg gehen, daß wir än der bisher fehlenden Brücke zwischen Schule und Lebensberuf wirklich bauen, und daß wir aen abschließenden Bogen schlagen werden, wenn Elternhaus und Schule, Arzt und Bctriebsplychologe sich zu gemeinsamem Tun die Hand reichen. Nicht das Wissen und die Kenntnisse entscheiden, nickt auf daS Berechnen, Konstruieren, Veriuchemacken kommt es allein an, sondern auf die volle, nirgends durch Unlust gebemmie Entialtung der angeborenen Eigenschaften, kurz auf die sachlich beste Enl- Wicklung jedes einzelnen Menschen. Nur so erziehen wir Oualitäts- arbeiter vom Handarbeiter bis zum Generaldirellor. das Sühnvntarifabkommsn für allgemein verdinölich erklärt. Di« Verordming über Tarifverträge vom 23. Dezember 1918 sieh: vor, daß Tarifverträge, die für die Gestaltung der Arbeitsbedin- gungen des Berufskreises überwiegende Bedeutung erlangt haben. vom Reichsarbeitsami für allgemein verbindlich erklärt werden können. Von d-csSr Befugnis ist für l>estimmte Gewerbe inh Orte bereits wiederholt Gebrauch gemacht worden. Besondere Bedeutung aber kommt dem Beschlüsse des R e i ch Z a r b e l t s a.m t s zu, dem zwischen Bühnengenosse nschafl und Bühnenvcrei« geschlossenen Lühverltarrfabkvmme» de» Charakter allgemein« Verbindlichkeit Nr. 499 ♦ 34. �ahrgaag Beilage öes vorwärts � qn«»iw�w mt.'der osorl teilweise zur Verfügung gestellt. Unter anderm hat all« Räume freigegeben die Reichswolle�Aktiengesellschaft S Häuser, die Deklei« dungSbeschaffungsstell« 2 Häuser, die Chemikalien-Aktiengesellschaft, die KriegSmetall-Aktiengesellschaft, die Versorgungsabteilung des BezirkskommandoS und die Rüstungsabteilung der Fliegertruppen je ein ganze» Haus. Verschiedene Kriegsgesellschaften bereiten in- dessen bei der Freigabe Schwierigketten. Di« Firma Siemens u. Halske beansprucht alle Wohnräum« ihres Hauses ASkanischer Platz 4. Während die Reichswolle-Aktiengesellschaft die Häuser Hedemannstr. 1— 6 freigab, lehntdaSKriegSministerium eine Freigabe von Wohnräumen in den sämtlichen von ihm besetzten Häusern Hedemannstr. 7— 12 ah. Metallarbeiter T. P. D. Heute(5V, Uhr, LehrervereiuShanS, Blexandertzlah.„Die Arbeitsgemeinschaft". Ref.: Ad. Cohen.— DiSkusfloa.— Leo- schiedenes._ Millioneuunterschlagung bei der Generalkriegskass«! Bei der Generalkriegskasie in der Söniggrätzer Straße wurden Unterschlagungen in Höhe von 1 Million Mark entdeckt, die der dort angestellie Buchhalter Jung aus Tharlottenburg seit April dieies Jahres mit niehreren Freunden beging. Einer von ihnen verlor im letzten Augenblick den Mut und erstattete Anzeige, daraufhin wurde Jung oestern verhaftet. Mit gefälschten Quittungen, die de» Stempel der Generalkriegskasie sowie einiger Jntendan« tiiren trugen, wurden in jünf verschiedenen Fällen Beträge in Höhe von 60—140 000 M. abgehoben. Di« Beträge teilte Jung mit ici"en Freunden, die sie aber meist in Spielklubs durchbrachten, wahren» Jung allem Anschein nach seinen Teil bei einer Bank hinterlegt hat. Die Kriminalpolizei legt deshalb Wert darauf, daß sich alle Banlen. bei denen in letzter Zeit Gelder auf den Rainen Jung eingezahlt wurden, melden. Auf die Wieder- 'belchaffung der unterschlagenen Summe ist eine hohe Belohnung ausgesetzt._ Bei dem Kasicnraube in der lSisenbcrhnerkasecne find den Räubern nicht 100 000, sondern.nur" 14 929 M., darunter 100 Lei rumänisches Geld, in die Hände gefallen. Außerdem befanden sich in den Kästen einige Blankoscheckformulare mit dem T ienststeinpel der Kasscnverwaltung. Die Schecks hatten die Num- mern D. 1 926 200 und D. 422 370—422 600. Dies« Nummern sind gesperrt worden. Ter Verdacht, die Tat begangen zu haben bzw. damit in Verbindung zu stehen, ruht auf den Un-teroffizieren Reftronger und v. Burckleve, welche nach der Tat verschwunden sind. 300 M. sind als Ergreiferprämie ausgesetzt. Zu dem veberfall auf de« Leiter der Mtlftärpolizri beim Reichs- verwertungsam t. Bis Mute dieses Monats war bei dem Heber- fallenen ein Diener tätig, der am Tag« nach dem lieberfall wegen eines früheren Diebstahls bei seinem Herrn eingeliefert worden ist. Er verwickelte sich in Widersprüche, die den aufgetauchten Verdacht weiter bestärkten. Uebcr seinen Aufenthalt während der Zeit des Ueberfalls vermag er keinen glaubwürdigen Beweis zu erbringen. Wenn diese Verdachtsmomente eS auch sehr wahrscheinlich erscheinen lasten, daß der Diener bei dem Neberfall auf den Major sein« Hand im Spiele gehabt hat, so gehen die Ermittlunge« dahin, daß der Täter aus Schieber- oder Schleichhändlerkreisen stammt, noch weiter. Di« Schöneberger Kriminalpolizei erbittet Mitteilungen au» dem- Pr blikvm. die dafür genauere Anhaltspunkt« geben können. 19 999 Mark Belohn«»». Mit der Beut« über die Dächer gingen Einbrecher, die da» Pelzwarengeschäft von Gebrüder Feiler in ver Leipziger Straße 119 heimsuchten. Die Diebe ließen sich mit Arbeiter Groß-öerlins! Setätigt Eure Gegnerschaft gegen öle Nichts-als- Kritiker, wie gegen Sie Terroristen, Preisschlmpfer und Mirrköpfe und gegen Sie ftnmaßung öer Gelben von gestern, Euch den wahren Sozialismus lehren zu wollen! slrbelten wir vereint an dem Miederaufbau deutsch- lanös als demokratischer Republik, der Vorstufe zur sozialistischen Geselljchast. Unterrichtet, belehrt, bildet Euch durch de» „vorwärts'. Monatlich mit zweimaliger Zustellung am Tage 3 M. Stricke» vom Dach herab bis zu den Fenstern im dritten Stockwerk, drückten eine Scheibe ein und stahlen für ungefähr 190 009 Mark Pelzwaren. Ei« Drama. In der Kleinen MarkuSstr�ch« 9 drrrchschuftt sich ein Arbeiter K. mit dem Rastermesier die Kchle und verblutete ans der Trepp«. Borher hatte er auf seiner Arbeitsstelle bereits seine Kollege« mit dem Mestcr bedroht, um später zu Haus« gegen seine Frau täsfcch vorzugehen Dies« rettot.- sich durch schloermgste Flucht. K. war im Kriege derschüttet worden. Man nimmt an, daß er m geistiger Zerrüttung gehandelt hat. Selbstmord oder Berbrrchen? Sonntag nacht wurde auf der Retungswache in der Badstraße die Leich: des 13 Jahr« alten Bäckers Kurt Dammann, der bei seinen Eltern in der Stettiner Slraße wohnte, eingeliefert. Die drei Personen, die den Totm brachten, haben nach ihren Aussagen mit D. am Abend vorher gezecht und sind dann mit ihm durch die Bornholmer Straße ge- gangen. Kurz vor der Brücke wollten sie sich gelagert haben. Während zwei von ihnen weitergingen, soll D. dem Arbeiter W. gegenüber geäußert haben, er wolle sich da? Leben nehmen. Als W. nach kurzer Zeit ebenfall» weitergehen wollte, hat er D. am Stroßenzaun erhängt aufgefunden. Eine Untersuchung de» eigen- artigen Falles ist eingeleitet. Bis 39. September»elSste Fernsichrkartrn»echteren mW diesem Tage die Gültigkeit. Fraktion der Z. P. T Ardetterrät«. Gruppe 11. Für die Arbeiter- und Betriebsräte, Mitglieder von Banl-, Versicherung«- und Handelsgewerbe von GraK-Berlin Mittwoch, nachmittags 4 llbr, im Ltndendos, Litidemlr 16/17, Veriammlnng. Tagesordnung: Der Ausbau der Räte- organisation und die bevorstehenden Neuwahlen, Die Fraktion. J. A,: Franz Büchel Die deutsche Gesellschaft ftir Mutter-«ud KindeSrecht(G.«.) nimmt weidende Mütter, ledige und»erheiratete, in ihren beiden Mütter- beinicn, Berlin, Auguilslr 17 und Schönhauser Allee 147», in den letzten Kochen vor der Entbindung und bis sechs Wochen nach der Entbindung mit ihren Kindern auf, verpflegt sie gegen ein geringe» Entgelt, iorgt für ihre Unterbringung in Stellungen und für die Unterkunst der Sä-ig. ling«, Sprechstunden taglich von 9—2 Uhr in der KeschästSstelle, Charlotte». bürg, Dahlmannstr. 26, und Dienstags und Freitags von'/,6— 7 Uhr in der Mlltte! hilje, Berlin, Augnststr. 17. Mietcrbuud Grost-Berliu, Ortsgruppe Schäneberg. Heute, 8 Uhr, in der ComeniuSichule, Franleuslr. iO, nage Larbarostaplag: Mitaliedsrversainmluug. Gäste willlommen. Bortrag des Bankbeamte» Gustav Schulz:.Aus der Praxis des MiebEinigmigsamls Schöneberg". Vriv. Die Gemeindevertretung beschloß gegen die Stimmen der bürgerlichen Vertreter, das Schulgeld für die höheren Schulen oinheitlich auf 180 M. festzusetzen. Im Einverständnis mit dem Kuratorium wurde einstimmig beschlossen, vom 1. April 1920 ab die Vorschule abzubauen und die L. Klasse der höheren Mädchen- schalle aufzusetzen. Gehaltsaufbesierungcn für eine Anzahl Beamte ; und Angestellte wird zugestimmt. Aus Antrag des Wohnungsamtes � wird beschlossen, Anordnungen zu genehmigen, wonach 1. Wohnungen oder Geschäftsräume durch ZetbungSanzoigen weder angebote« noch gesucht werden dürfen' 2. gewerbsmäßiges Mieten von Woh- nixnge» zum Zwecke der Weiiervermietwng verboten ist; 3. Unter- Vermietung nur mit Genehmigung des Wohnungsamtes zulässig ist; 4. fteiwerdende Wohnungen mnerhalb 24 Stunden dem Woh- nungsamt zu melden sind. FriebrichShage«. Gemeindevertreterfitzung. Bei der Wahl zum ÄufsichiSrat der Friedrichshagener Einkaufsgesellschaft wurden als Vertreter der Gemeinde Genosse Franke und Schöffe Lerche ge- wählt, als deren Vertreter der Unabhängige Nawrocki und Genosse Barth. Auf Vorschlag des Gemeindevorstandes soll der G a S- preis infolge der erhöhten Kohlenpreij« und Löhne auf 6 0 P f. erhöht werden. Der Etat schließt bereit« mit einem Defizit von 200000 Mark ab. Auf Antrag der Unab« hängigen wurde beschlossen, daß Privathaushaltungen, die über 30 Kubikmeter im Monat verbrauchen, für jeden überschießenden Kubikmeter 73 Pf. zu zahlen haben. Sonst wurde der Antrag auf 60 Pf. ange- nommen. Zur Veriargung der Gemeinde mit Brenn- holz wurden 100 000 M. bereitgestellt. 1000 Kubikmeter Holz wurden bereit» vom Zweckverband erworben, weiter stellt der ForstfiStuS den gesamten Wald bestand in dem Dreieck zwischen Westend»nd Hirschgarten zur Verfügung, wo die Aktien- gesellfchaft Anilinfabrik«ine Siedlung errichten will. Bedingung ist, daß die Gemeinde da? Holz selbst schlagen und nur an Friedrichs- Hagener Einwohner zu Brennzwccken abgeben darf. Die Anschaffung von 600 Paar Tuchschuhen zur Avzabe an die ärmere Bevölkerung zum Selbstlvstenpreue wurde beschlosten. Die folgenden Punkte waren von dem Gemeindevorsteher»n die geheime Sitzung gesetzt worden, wurden jedoch auf Antrag unserer Genossen öffentlich verhandelt. Zu einem Antrag von sechs Alststenten auf Beförderung zu Sekre- tären hatte die Peisonalkommisfion die Ablegung einer Prüfung verlangt. Auf Vorschlag unserer Genossen wurde beschlossen, mit Rücksicht auf die lanpe Dienstzeit der Betreffenden, die Besörderung ohu« weiteres zu vollziehen. Der Gemcindevoisteher beantragte, ihm für sein« außerdienstlich« Tätigkeit als Vorsitzender des Zweck- verbände» zur Fleischversorgung FriedrichShagenS ein« Extra- entschädigung von monatlich 200 M., rückwirkend vom Jahre 19lv, zu gewähren. In der sehr ausgedehnten Diskussion wurde betont, daß viele Gemeinden aus diesem Gebiete große Zuschüsse leisten müßten und schwer belastet wurden, unsere Gemeinde aber noch einen Ueberschuß gehabt hat. Der Antrag wurde abgelehnt, jedoch beschlossen, daß das Wohnungsgeld tn Höhe von 3000 M. auf das pensionsfähige Gehalt zur Aurechnung kommt. Ei» dringlicher Antrag der Unabhängigen, die Steuern monatlich einzuziehen, wurde der Finanzlommiision überwiesen. Ein Beschluß, der die vorherige Ratenzahlung gestattet, besteht bereits schon. Ein weiterer DringltchkeilsaMrag mehrerer Ge- «offen, die Religionsstmiden an den Schluß de» Unterrichts zu verlegen, wurde gegen einige bürgerliche Stimmen angenommen. Nownwes. GemrmdevcrtretcrsiHung, Der Syndikus teilte mit daß der Gemeindesertreter Osmer iSoz.) wegen Verzuges nach Her- sord sWestf.), wo er zum zweiten Bürge, meister gewählt worden ist, auS der Vertretung ausscheidet. Hierauf erfolgte die Einführung der neugewählten Schöffen Neumonn und Schulz sU. Soz.), Smger sSoz.) und Reiff/,-Lite»Kran ken- karten Liter Vollmilch und morgen.<9 I* Liter Vollmilch, au!.C II* am selben Tage eine Büchse!ionden?milch. Die'/,-Liter-Krankentarten werden von diesem Tage ad wieder voll bcllcsert. Pankow. 850 Gramm ausländische Hülsenfrüchte(79). Tteglib. HauSdaltunzen, die aus ländlichen Bezirken Kartoffeln be- üiebcn trollen, wird dieses aellattet und zwar in einer Höchstmenge von 5 Ur. für die Person. Als Bezirksorre kommen in Beirächt: OlKchaiten der Provinz Brandenburg mit?l>!snabme dcS KreiicS Nicderbgrnim sowie Kreis Boinft, Wirtichaitsomt Echönlanle(Provinz Poien), Kreis Naugard, K reiS Caatzig, Kreis Phritz, KveiS G»»ifenbagen(Provinz Pommern), Kreis Gerdauen(Provinz Ovbreuhen). Die Genehmigung zum Bezüge der Karloffcln ist von beute von 10—2 Uhr in der LcbcnSmittelabtcilung, Berlinickcffr. 15, Zimmer 5, zu beantragen. Treptow. 850 Gramm Marmciede(71), 150 Gramm Pudeln(87), 150 t�ranpenmehl(88), Morgenirunk(21) für Pcrloncn über 05 Jahres Vrih. Der Bezug von Kartoffeln ans-erhalb der Provinz Branden- bürg ist zulässig aus: Kreis Bomst, Wirlschastsomt Cchönlanke(Provinz Posen), Kreis Naugard, Eaadiq, Phrltz und(Sreifenhazen(Provinz Pom- mcrn), Kreis Gerdauen(Provinz Ostvreusien), LluS anderen Bezirken, wenn nobe Verwandtschaft mit dem Karloffelerzeuaer besteht oder andere wichtige Gründe vorliegen � Bezugsscheine bis 10. November zum zentner» weiser, Bezug von Kartoffeln bei der LcbcnSmittelstelle Llochowstr. 1. �una/ozialistische Vereinigung(S. V. t.) Donnerstag abend 7>/z Uhr im Saal der.puristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3, Vortrag des Genossen Stcrnberg. Lrbeitsausschusjihuug 8 Uhr. Borftgwalde. Donnerstag. 7 st, Uhr bei Böhm, Wittenau, vranien- burger Str. 60, Frauenleseabend:.Die sozialistische Erziehung im Hause,*___ Silüungsveranftaltungen. BezirksbildnngSausschus) Grotz-Berlin. Aus den beute abend statlflndenden Heine- Abend unter Mit- tvirkung des Rezitators Ludwig Hardt, der Konzcrtsängerin ftr. Hart zur Rieden und des Genossen Dr. Franz Diederich(einleitender Vortrag) machen wir nochmals aufmerksam. Karten sind noch an der Kaffe erhältlich. Charlottenburg. Der Magistrat bat beichloffen, die Freien Kurse zur Forlbiidung erwochscner Arbeiter und Arbeiterinnen zu erweitern und sie.VollSbildungSkurse der Stadt Chartottenburg* zu ncnuen. Sämtliche Vorträge von 7—10 Uhr im Schiller-Realgymnaswm. Auch soll die Volks- bücherci den Hörern mehr als bisher zugänglich gemacht werden. Hauöwirtschaftliche Kurse für Erwerbslosen beginnen Anfang Oktober. Nach Beendigung wird ein Zeugnis erleilt, dag die Annahm: emer HauShaltsstelle erleichtert. Die Kurse sind k o st e n i o s, während die Unterstützung weitergeht. Die Abstempelung ersolgt in der Schule. An- Meldungen eriolgen im Arbeitsnachweis Nückerstr. 9 und in allen HnuS« Personalabteilungen von 8—12 und von 4—7 Uhr, SonnabenS bis 12 Uhr. Tie ZSettbewerbsentwürfe zur Berliner städtischen Plaketten- Konkurrenz können von beute bis zum 14. Oktober, wochentags von 11 bis 3 Uhr im Stadlhaus, Kloslerstraße, 2. Stock, Sitzungszimmer 245, be- sichligl werden. Tolkvkraflbund. Am 5. Oktober, 8 Ubr, in der Aula Kochstr. 66: Mozart-Bcethoven»Abend. Mitwirkende: Vetden-Trto. Artnr von Ewcyk und Lotte Rolenbaum. Am 8. Oktober, abends 8 Uhr, in der Stadchaüe, Klosterstraße: S ch i l l e r. B e e t h o v e n- Abend. Mit- wirkende: Amanda Lindncr, Paula Weber vom Deutschen Opernhaus, Biuno Wille, Konzertmeister Krämer und Kapellmeister Erben. Karten an der Abendkasse. Sportnachrichten. Groß- Ledmer parteinachrichten. Mittwoch 7 Uhr Zahlabend: 13. Abt. Slhimcr, Ritterstr. 115. Stein. Buckower Str. 1s Niespod- ziani, Braudei)burgstr. 54, Trappens, Alexandrinenitr. 134. Lt. Abt. Maciegewski, Hcinersdorfcr str. 8, Rösner, Immanuel- kirchstr. 25, Winzer, Christburger Slr. 9, Schwanenherz, Naugarder Str. 3.; 33. Abt. Tainmc, Ranilerstr. 5, Gillwald, Putbusscr SM. 24, Senkel, � Draunstragc, Ecke D emminer Straße, rch i'pel.(Lrüntbaler Str. 13. 37. Abt. Heimamr, Stephanstr. 5, äs.hammer, Rathcnower Str. 74, rnd Boges. Lehrter Str. 18 19. 4L. Abt. Funke, Tiiststr. 63, Behrendt, Tegeler Str. 22, Raabe, Sprengelstr. 17, Dohle, Nordhajen 6. abends VI, Uhr, im Lokal Straße, Sitzung der Bezirks- 30. Abt. Donnerstag, den �2. Oktober, wn Kurze, Pappclallce 35, Ecke Stargarder ührer, Betriebsoertrauensleute usw. 33.-3». u. 44— 4S. Abr. Donnerstag, 7 Uhr, Versammlung der Funktionär: und LctriebSvertrauenSleute in der Aula Graunftr. 11. Ref.: Sen. Wissel. Freier Ruderbund. Von gutem Ruderwetter begünstigt, fand am Sonniag das Dauerrudcrn des Freien Ruderbundcs statt. Die Beteili- gung war verhältnismäßig rege und die gesahrenen Zellen sind im allgemeinen gut, teilweise sehr gut, wozu wohl auch der günstige Wind bei- getragen haben mag. Start war am Bootshaus Vorwärts, Ziel am Restaurant Schmetterlingshorst. Nachstehend die Erqebnisse: Einer m. St.: 1. R.-V. Freiheit: Beyer, St. Metz, 77,7. 2. Freiheit, 78,53. Erster Vierer: R.-V. Vorwärts: Scharfschwerdt I, Ii, III, Richter, St. Löfflcr, 53,18. 2. R.-V. Freiheit, 55.38. Zweiter Vierer: 1. R.-V, Collegla: Gottcsleben, Brünel, Schulz, Andre, St. Müller, 54,47. 2. R.-V. Vor- wärts, 57,21. Doppelvierer: 1. R.-V. Vorwärts: Görsch, Altier, Gleis- berg, Rehfe, St. Palm, 54,15. 2. R,-V. Freiheit, 55,12. Doppelzweier ahne Steuermann: 1. R.-V. Vorwärts: OSk. Wölfs, Juppe, 59.3, 2, R,-B, Collegia. 61,42 Doppelzweier mit Steuermann: 1. R.-B. Vorwärts: Eckert. Peisker, St. Alf. Wolfs. 62.2. 2. R.-V. Eollegia, 65,6. Riemen- vierer für Damen(nur Vorwärts beteiligt): 1. Faddatz, Kundel, Bcttin, Uhlemann, St. Kißner. 62,31. 2. Dracger, Maß, Neumann, Gall, St. Thiele, 62,47.— Dem Bunde beigetreten ist die Privattuderer-Vereinigung „Ruderfreunde* in Hassclwerder. Die Vereinigung wurde im Fahre l913 gegründet, hat 27 Mitglieder und verfügt über einen Bootspark von 21 Booten. Qrtskartell Johannisthal nnd Umgebung. Mittwoch, 7>/, Uhr, in Jobannisthal, Parkrestaurant, Stubenr auchstr. 12s 13, für alle der Zentral« kommisffon kür Sport, Gesang und Körperpffeze angeschloffenen Vereine der umliegenden Orte, Versammlung. Tagesordnung: Autgabe und Neu- bildung des Ortskartells. Referent: Mar S e l I h e i mä— Nrbeitrr- Schwtmmverein Neukölln. Donnerstag, 8 Ubr: Miigiiederversammlung im Bereinslokat Reulerstr. 22.—(Kratzer Serbstpreis in Treptow. Am kommenden Sonntag aus der Treptower Rennb ihn vorletztes Rennen. 2 Dauerrennen, 3 Fliegerrennen, Prämieniahren über 15 Runden, offen für alle Fahrer und EntschSdigungssahrca über 1000 Meter, offen sür äic UnPlacierten des Tages._ Gerichtszeitung. Di« Besetzung deS EisenbahndireltionSgebäubes am Schöne. berger Ufer am ö. Januar b. I.. die schlichlich zur gc-valtsameu Beseitigung der Besatzung durch die Regierungstruppcn führte, wobei Menschenleben zu beklagen waren, hat zu einer Anklage wegen Aufruhrs, unerlaubter Volksbctvaffnung usw. gegen den Schlosser Georg Geschke geführt. Der Angeklagte war Vorsitzender d e S A r b'e�i t e r r a t s der Eisenbahndirektion Berlin. Er wurde auf die belastend« Aussage zweier Arbeiter hin, von denen der eine seine Angaben in der Verhandlung wesentlich einschränkte, be- schuldigt, an den Unruhen vor und in dem Direktionsgebäude nicht nux teilgenommen, sondern als der spiriuis rector des Unternehmen? sich betätigt, an der Spitze eines bewaffneten Haufen*, der von ihm im Marstallgebäude mit Waffen und Munition versehen worden sei, bis zum Petriplatz marschiert zu sein usw.— Der Angeklagte bestritt dies und berief sich darauf, daß er an den Räumungsverhandlungen mit dem Präsidenten Wulff teilgenommen und sich bemüht habe, da? Gebäude und dessen einzelne Teile vor Sebaden zu bewahren. Die Beweisaufnahme erbrackte bezüglich des Aufruhrs keine genügend belastenden Momente. Das Gericht hielt den Angeklagten für überführt, sich einem unbefugt gesammelten bewaffneten Hänfen angeschlossen zu haben, und verurteilte ihn zu einer Woche Gefängnis, die durch die Untersuchungshaft verbüßt ist. Der Angeklagte wurde in S ch u tz h a f t behalten. Die Neuköllner Plünderungen. Die Verhandlung gegen die Mitglieder der Neuköllner republikanischen Soldatenwehr wandte sich den vorgekommenen Plünderungen in dem Neu- köllner Kaserncment zu. Die hierbei in Frage kommenden Ang:- klagten bestritten ihre Schuld. Gestohlene Paket« portofrei nach Hause! Der Postschaffner Friedrich H e r i n g war auf dem Postamt 39 in der Paketbeförde- rung tätig. Zahlreiche Beschwerden über spurlos verschwundene Pakete, welche zumeist Lebensmittel und Kleidungs- stücke enthielten, veranlaßten die Postbehörde, eine vor sämt- lichen auf dem Postamt tätigen Beamten geheimgehaltene Kon- troll« einzuführen. Dies« führte zu der Festnahme des Ange- klagten, nachdem sich herausgestellt hatte, daß er folgenden Trick an. gewandt hatte: Bei den schlecht hastenden Klebestossen kam es häufig vor, daß die Klebeadressen abfielen. Der Angeklagte versah di-se Pakete mit der Adresse seiner Schwester oder sogar seiner eigenen, schrieb dazu eine neue Paketkarte aus und gab dies« Pak-ie dann wieder in den Geschä'tSgang. Auf diese Weise erreichte er, daß ihm die entwendeten Pakete sogar noch portofrei ins Haus befördert wurden.— Da nach ärztlichem Gütachten bei dem Angeklagten ein« gewisse geistige Minderwertigkeit vorlag, erkannte die Strafkammer nur auf 4 Monate Gefängnis. OUR Das rein natürliche MineralMasier„Staatl. Gächingen" ist wieder, mit. alten guten verschlügen versehen, sofort lieferbar, von heilwirkendem Einfluß bei Gicht, Diabetes, Nieren-, Dlasen- unü tzarnleiüen, Soübrennen usw. Drunnenschriften üurch üas Düro, Herlin W 66, Mthelmstraße 55. MWA SozialdcntJßratifcöer Verein Berlin 44. Abteilung. Unseren Mitgliedern dir j traurige Nacbricht, daß| unser Denojsc, der Dastwirt j Otto Pretiß | am 25. September vi starben ist. Die Einäscherung findet> am Dienstag, den 30. Eep» j iemder, nachmittags 4 Uhr, im Kremaiorium Gericht- : iiraße statt. � | Umzaistreiche Beteiligung l I bittet J 200/29 Der Vorstand. 1 Danksagung;. Für die vielen Beweise herz. licher Teiinahme beim Hin. treiben meines lieben Mannes ■e ich, zugleich im Namen aller igchörigen, ollen Kollegen, -unden und Bekannten neu herzlichsten Dank. �uxusta Passele. Br. inslWocIcenfiiß FFieöricbslF. 120 Ä"ör Spr. 11—1, 6—8, Sonn:. 11— I Erfolgreiche Sehamttiing Harn- u.Oiuiuntersucbung Achtung! AI! M WÄWj'A WMMle Sx«ZkislL»t Dr. med. LoiiMer Brunnenstr. ISS. Harn- voll Blulurrtersuchung. Salvarsan-Behandlung.* Groß-Berlmsl Am Tonnerstag, den 2. 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Die Versammlungen sollen ein weithin sichibores Zeiche» der Soiivariküt sllr die Elreikenden nnd Ausgesperrten der i Vketall.ndusirie sein, sollen prokeslieren gegen die Aer- leiimdnugen und Enksieliuagen des Streiks durch die 128/12* bürgerliche Presse I Keiner darf fehlen! Hoch die Solidarität! Das MekaNkctriel, der«vewerkichasisn Grob-Serkins. veukscherMetallorbeiteroerband. Vielüerkiornlnisstan. Pharus-Säle, Müllerstr. 142. Germauiaiäle, Chauffeestr. 110. Kösliner Hof, Kösliner Str. 8, Löwen-Branerei, Hochstraße, Ecke Badstraße, Feibels Festsäle» Kol berg er Str. 23, Borussiasäle, Ackerstr. 6/7, Buttner, Schwedter Str. 23, Äula d. Sophien-Gymnas., Weinmeisterstr. 15, Rosenthaler Hof, Roienthaler Str. 11/12, Musikerfäle, Kaiser-Wilhelm-Str. 31, Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 16, Andreas-Festsäle, Andreasstr. 21, Prachtsäle des Ostens, Frankfurter Allee 48, Comenius-Säle, Meiueler Str. 67, EewerkschastShans, Enuelufer 15, gr. 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Ttzeoordnun»: Vortrag de» Tiiioffe»«r»aer.«iitalled der National- ocrfcnmiilmig, übet:„Oao Schairompromitz". Jjoliloeceiiiäangelcflenljciten. Slerfßjiebenee. ibl'12____._ Der voestanv. Acbteng! Arbeiter u.Äiig£siellteder„Ula" Toniita». den 5. Oktober, vorinittags 10 Uhr, in den Uammer-Sichtipielen am Potsdamer Platz: MW" Bersammltmg."WU Sag e« or b nu ng; SSorhrrtsj über giel u. Zweck der Betriebsräte. risserealen von beiden vollzugsrSten. Freie Aussprache. Berschiedenes. Mes muß ersiheinen l Die Petrieborätr werden gebeten, ihren Betrieb vollzZhlig zur Stelle zu drinnen. rlZ/IZ> Pani Laditzti, Arbeiterrat der„Ufa*, MM NiliNÄUeWiM ZMÄMKO t.W»WVMWll Ad 1. Ottober: ZenlfptbefdZlliZ l>. ilvgettellteii. Am Mittwoch, den l. Ottoder, abends 1 Ahr, in den Sophiensüten, Sophieaslrah«!?/!»: filitglieder �eilztnmlunk} der Biireau- und technischen Angestellten der Straßen- Hahnen Groß-BerlinS und der Hochbahn. Tagesordnung: 1. Der aufzustellende Tarifoertrag. 2. Wad! de, EeMonsleiter» und der Sektionsleitung. 3. Verschiedene». gutritt haben nur Berbandonritglieder gegen Vorzeigung de« __ Buche,. 49/15 ZMölMMmMMM MgMilöS. 38,r Mittwoch, den 1. Oktober 1919, abend« 7 Ahr: Kombinierte Versammlung aller Branchen im airwrrtschast»hau», tkngelufsr 15(grofcsr Saat). Tagesordnung: 1. Bericht der Tarlfionimisflon über die Bcrhandlung mit den Unternehnccrn. 2. DewerkschasUlche». In dieser wichtigen Versammlung darf kein College fehle»! l72/1K vi« Orisrx-rweNlang. ZMSlMSlIÄ I. WSlWiMsK Ortsgruppe Grufi.«erlin. Am visnotag, den so. Sept-mberlSlS. abend» 7 Ahr, in den„tMusiterfllsn". Aalser-lvilhelm-Str. ZI: Mitglieder- Versammlung der Angestellten der Berliner Baugeschäfte. Tagesordnung: 1. Wahl einer Eektionsleiwng. 2. Die Tartsverhandlungen im Baugewerbe. li. Berschiedenes. Tst/IS Da» Erscheinen aller«ollege» und Kolleginnen ist undedinzt «rsorderlich.— Llitgliebsbuch ist als Legitim« i»a mitzubringen. Zachgrupp« 12. Hoch- and Tieldon. Sohlen. Neu! 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Ott. wieder vor»!, g bis 7 abends gedsfaet 1 Sehlafeter, Eiclt!, I dreiteiliger An- kleideorllrar.il mit hpiegel, 2 BeK- L. eilen m. Palont- höden und dreiteilig» Auilaocn, I Waschkommod. mit Mannorit und Spiegel, 2 Nachtschranke m. Mar- raorli, 2 Stühle m. Gobelin, 1 Baad» lucbhalter Mark m 1 Büfett, 1 Anrichte f I Ausziektlsch,, 6 Stühle mir Leder> 1 SemazisHep Elcbhe!2fe >»iblioihek, I DI- plenat, I Schrei 5- sesact, Irund.Tisch 2 Slühls mit Leder AsrlCütckiiclie weilllacklcr: komplett 7t«lUg beizt Mark 2730 Mark 640 und andere sehr«rdawerto Wehn-, Schlaf-, Sptis«- und Herrenzimmer sowie Elnielmöbcl in großer Auawahl. BsiSSf, Loftringef Strafie 67. IrntnliitM kr Inrieflf Ilten: Ortsgruppe Grost-Berlin, ZW.« 1 ,Belle-Alliance Str. 7/1«! VeldMbSetZNesi!l!WesiLM::Zel!lrß!vNk!!BiihelöMl!ikjgsgeWeii :: n SMiö» m«ugeKeßfea Der SrleWrWlWMn:::: Tieustag, den 30. September 1919, nachmittags 4'/z Uhr, in der Aula, Pallasstr. IS Mitglieder-Bersainmlmtg für die Angestellten der Kriegsorganisationen. Tagesordnung: 1. Die Abschlustverhandlungen über den Tarifvertrag. Abstrmmi-i.g über Ablehmuig oder Annahme des Vertrages. I. Eintritt nur für Mitglieder. fabiitälSmSf-- Mitgliedsbuch legitimiert. Tie Sektionsleitungen. Zo'cltüllieüer Lebt l-old.lelllamanl irldium-SpIta» UMSlllilltlltlllg nach Mnll i. ladeNaser Ausführung von M. Frledrlchstr. 74 133 Berlin V. KSds?'7Ädrik Bob. Sselissh BERLIN 0 112, Rigaer Str. 71— 7ia 3 Minuten vom Bahnhof Frankfurter Alle«, •inpü.hlt gute preiswerte Msbcl. Elnrichtuagea in jeder Preislage. Ganz besonders große Auswahl in Sehlaf-, Speise-, Woön-, Berpenzünmern jedem ft»»chHi»ck entsproohend,* 154 Mustcpräume. Laferrflnm.6696aMt.gr. VersARd nach allen Flfllseii Deutsch]«sidfi. ohne Kaufzwang;* 350 Besieh1 Wochentags von 3V. •Igung lohnend, /j— 7 Uhr geöffnet., an. Gr. Auswahl In Frieden«. siotien. Anzüge r. Wenden werden an- genommen. Anterrigung eleg.Bznem kosicmc. Julius Fabian Schneider- meister Gr. Fraak- iurterStr. 37 2 Tr. iTurmer-Derlag'Shiftqarf Dieikbedes jpcwSabuf P? o m a n o o n. A>!fred fSlarqisard Selten 5�0Mk,ygebd,?�' tu haben in den ßudihandlm. CL'fj iertoiteu TJ3iffu:tkr- u Jiht.- Omaen/urt t* j&tr/Br. ttfitrTLiAw, S.-7W, 3.'<&s. 4SF.' j....... s. � � 7 e m- a VMSSS � rrWP&lfT'J. rxk Ö}£ri»*-- Dos goldeneBuchdesWeibss ■' ea der Frau. 6. Aull. 2 Seilen. 164/ä hhegHlck?— Warum II) Kapitel aus dem intimsten Leben der Frau. Von it. Gerling.— 152 Seilen. Inhalt: Wie erhtiit die Frau das, verblühen so viele Fraijen so frfl! haltUBg weibL Schön:.. dar Ehe.— Ol» Bedgutung Eheloben.— aesundhwtspfle Das Oasehlaenmithen in| der Krankheiten für das 9 tspflege während d. Schwanger I schalt— Die Regeluag des Kindersegens.— Unfrucht- 1 barkeit. Ihre Ursachen und Verhütung.—Wie erlangt 1 man schöne u. gesunde Kinder?— Das Recht der Frau| uod das Fiherecht,— Preis 3,— Sl., gebunden 4,— M. Orjtnia-Veplog. Oraitieubary: OS. I olm Sdifüadt lauft �fchn, llPllil,©irdfenitroje 2. NV Was in jeder Ehe fehlt, das ist das von Friedr Robert jetzt hereits In 6. Aufl. erschienene, mit 4* vomeffllolian, den T«z» erläuternden AbbiidunJen versehaae Werk| Jle Difeniianißgen im tesslilsolifflcter Das Urteil aller ist einzig günstig. Von der Wissenschaft Igt das Buch räokhjjjilos anerkannt, leider war das Buch inietztor Zelt v«rfe«Mn. Wer das Glück seiner Ehe fogtiaen will, w»i| die Qualen, die die Oaften während der ganzen I Qescnlechtsperiode empfinden, vermeiden| mochte, dem empfehlen wir die wissenschaftlichen Aufklärungen, wie solche jn dem Buche] „Die Otleabarung'en im Geschlechtlichen" enthalten sind, aufs angelegsntste, es wird wie eine Befreiung von Not und Pein empfunden! werden. Dieser Vorzüge wegen ist dieses Buch beliebt, wie kein anderes in dar Ehe. Preis M. 5,50, Nachn. 35 PI teurer. 164/10* Llnser-Verlag. 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Ter 5.26 weiten starke Band behandelt in seinem ersten starken Drittel die Zeit vor den? Kriege. Es folgen die Kapitel„Ausbruch des Kriege.',„Hauptfragen des Krieges",„Die Hochseeflotte im Kriege",„Der Unterseebootkrieg". Im Anhang sind KriegS- b riefe aus dem Hauptqu-artier wiedergegeben, die im August 1914 beginnen und im selben Monat 1915 abschließen. An wen diese Briefe eines Mißvergnügten gerichtet waren, ist nicht angegeben, wie sie in den Kreisen wirken mußten, denen sie bekannt wurden, dies zu beurteilen überlassen wir dem Leser der folgenden Proben. Den Beschluß des Buches bilden „Bemerkungen zu unserer Schiffsbaupolitik". Auf das ganze Werk kommen wir noch ausführlich zurück und beschränken uns für heute auf die Wiedergabe einiger besonders be- merkenswerter oder charakteristischer Stellen. Ter Ausbruch des Kriegs. Schon cun 11. Juli besaß, wie ich nach Jahren erfahren habe, das Berliner Auswärtige Amt die UelerAeugung. daß die Entente in Belgrad zum Nachgeben geraten dätte. Danrit hatte der Kanzler Handhaben, um den Knoten zu lösen. Er aber zog ans der An- nähme, daß die Entente den Krieg nicht wollte, den kurzsichtigen Schluß, daß Oesterreich sich ohne Rücksicht auf die Entente den Einmarsch in Serbien wahrscheinlich erzwingen könnte, ohne den Weltfneden zu gefährden. Denn, wie Zimmernramn schon am 8. Juli gesagt hatte, nahm man in Berlin an, ,paß, wenn Oesterreich in Serbien einrückte, England und auch Frankreich im Berein mir uns auf Rußland einwirken würden, um den Konflikt zu lokalisieren". Am 18. Juli hatte der Kanzler Kenntnis von wchenUlchen Punkten des beabsichtigten Ultimatums, worüber ich eine Mitteilung meines AlMsvertoeter- nach Tarasp erhielt. Der betressende Ab- saß des an mich gerichteten Schreibens lautet: „Unser Botschafter in Wien, Herr v. Tschirschky, hat privatim und auch vom Grafen Berchtold erfahren, daß die von Oesterreich an Serbien zu richtende Ilote folgende Forderungen stellen werde: 1. Eine Proklamation des Königs Peter an lein Poll, worin er es auffordert, von der groß- s e r.b i s ch e n Agitation Abstand zu nehmen, 2. Beteiligungeineshöherenü st erreicht schen Beamten an der Untersuchung des Attent ats, 3. Entlassung und Bestrafung sämtlicher Offiziere und Beamten, deren Beteiligung da- ran nachgewiesen wird." Davon, daß die Entente in Belgrad zum Frieden geraten hätte, wie man damals in der Wilhslmstraße optimistisch annahm, ist mir nichiS bekannt geworden. Man hatte in der Wilhelmstraße eine eigentümliche Auffassung von den Möglichkeiten, den heiß erstrebten Frieden zn sichern durch eine uervöse Kriegsbereitschaft, die lediglich schwache Vorspiegelung war. Diese Politiker, die niemals gewillt»varen, das Schwert zu ziehen, und die� leider auch, wie sich gezeigt hat, außerstande waren, die militärischen Notwendigcikeiten einer Kriegsborbcreitunq überhaupt ',u beurteilen, glaubten mit unsicheren kriegerischen Maßnahmen drohen zu können, welche sie selbst nicht ernst nahmen. Am ö. Juli hatte der Kaiser gesagt, man müßte trotz der Un- Wahrscheinlichkeit eines Weltkrieges immerhin auf die Möglichkett eines Zusammenstoßes gefaßt sein. Es lag bei der Berfnüpfung der� europäischen Bündnissysteme auf der Hand, daß wir bei jeder solchen Krisis auf das Schlimmste gerüstet sein mußten. Aber was geschah? Wir baden noch im Juli 1914 erhebliche Mengen Brotgetteide»ach Frankreich ausgeführt. ES herrschte ein Mangel an Salpeter, welcher für die Armee nahezu lebensgefährlich wurde. Kupfer, Nickel und andere kriegsnotwendige Stoffe fehlten in hohem Maße, und jede Gelegen- deit, sie unausfällig zu ergänzen, wurde geradezu geflissentlich außer acht gesetzt, lim die tatsächliche Harmlosigkeit Berlins zu beweisen, auch für den Fall, daß darü>ber das Land zugrunde ginge, waren wirtschaftlich und industriell nicht d i e einfachsten c.,«»..i» um— i»m« zuzusprechen. Damit ist zum erstenmal für ein großes Kunstgebiet die aus dem Vertragsabschluß von Arbeitgebern und-nehmer» ent- standene Bcrufsregelung mit der Kraft u n'd Wirksamkeit des Gesetzes ausgestattet. Die Bühnen, bis vor kurzem und seit Jahrhunderten der Spielplatz reinsten Herrentums— sei es des ftirstlichen Intendanten oder des kapitalistischen Unter- nehmers— wird damit definitiv unter das soziale Gesetz gc- stellt. Die Bühnenkünstler haben jetzt ihr Arbeitsgesetz gesichert— eine ganz gewaltige Errungenschaft oer Revolution. Das Tarifabkommen gilt vom 19. Oktober ab für alle Bühnen- Verträge, gleichgültig, ob die Abschließenden der tariftreuen Theater- arbeitsgemeinschaft angehören. Kein Ausbeuter, keine Schmiere— kann mehr seine Bestimmungen umstoßen. Auch die Vertreter des inbividualistischen Kunstprinzips werden die sozialen Errungen- schaften der Künstlerschaft respektieren müssen. Der Inhalt des Tarifvertrags, der den Bühncnangehörigen zum gleichberechtigten Kontrahenten gemacht und die Willkür der alten Bühnendiktatur beseingt hat, ist hier bei seinem Zustandekommen gewürdigt worden. Er ist inzwischen durch die Arbeit des Tarifaus- schusses bereits vervollständigt worden. Ilmer anderem ist eine Mi- m malgage für das ganze Reich von 400 M. fsstgelegt worden, deren weitere Erhöhung vorbehalten ist. Die Ausarbeitung des Gagen- und Lohntarifs ist im Gange. Die Tariforgane haben in einem eklatanten Fall das neue soziale Recht des Schauspielers festgestellt und gesichert. Rein- Hardt hatte seinem Miigliede Lude Höflich, das bei ihm zu einer dreimonatigen Tätigkeit verpflichtet ist, verboten, an einer anderen Berliner Bühne auch in den übrigen Monaten aufzutreten. Lude Höflich kann, nachdem sowohl von Unternehmer- wie Angestelltenseite jede solche Vcrbotsklausel für nichtig erklärt ist, in Zu- kunft in der engagemcntssreien Zeit auch au anderen Theatern mit- wirken. DaS Fortbestehen der ganz unsozialen Konkurrenzklausel. die in der.Hausordnung bereits gestrichen war, ist damit ausdrücklich beseitigt. Der Bühnenkünstler ist Herr seiner Person geworden. �öelina patti f Adelina Patti ist, siebzig Jahre alt. in Wales gestorben. Jahr- zehnte müssen wir in der Weltkunstgeschichte zurückdenken, um zu ermessen, welchen Eindruck der Klang dieses melodiösen Namens im Herzen der Menschheit zurückließ. Aöelina, das war die vollen- detste Verkörperung jener so leicht wiegenden Richtung des Ge- sanges, der sich ganz und gar nur der Schönheit des Ausdruckes, des Klingens, der Bravour und Virtuosität von Verzierungen, dem perlenden Tahnlschwvben der Zone und chromatischen Tonreihen bingab. Die Patti war die Königin im Reiche des bei cnnto. die Siegerin der Stimme gegen die Kunst der Komposition; sie war dec Typ des vergötterten Weltstars, der Herrscher zu Beherrschten, Phlegmatiker zu Berauschten, Künstler zu Kunstfertigen wandelte. Dieser Circe mit der kleinen, geschmeidigen, glockenreinen und weltumfassenden Stimme, mit der Spielbegabung der Wunder- menschen wurden die Arien auf Ton, Umfang und Art ihres Ge- songes geschrieben. Sie kam auf und ab und agierte, schwebte wie eine Jlorche über die Bretter, trillerte, jub'lierte und spielte mit der e-ttninie und dl", Temperament— und stets war Be- gcistcruug, Ransel und Entzückung. Ein Slern wie die Lucca, die Jenny Lind, die Henriette Sonntag. mugm öes Geren Vorsichtsmaßregeln für die gespannte Lage getroffen worden. Der Kaiser entfaltete, sobald er in Berlin eingetroifen war,«ine sieber- bafte Tätigkeit, um den Frieden zu erlalten. Der Kanzler hatte es nicht verstände:'., den Kaiser wirklich auf dem lausen- den zu erhalten Es fiel dem Kaiser schwer, einen klaren Ausgangspunkt sitr eine wirksame diplomatische Aktion zu finden. Er sagte:„Er wüßte gar nicht, was die Ocsterrcicher wollten. Die Serben hätten doch alles bis auf einige Bagatellen zugestanden. Seit dem 5. Juli hätten die Orsterreicher nichts darüber gesagt, was sie vorhätten." Diese Aeußerung fiel am 29. IM abends im Potö- damer Neuen Palms. An jenein Tag traf aus England Prinz Heinrich in Potsdam ein mit der Meldung von Georg V., daß England in einem Krieg neutral bleiben würde. Ich bezweifelte dies,-rif der Kaiser erwiderte:„Ich habe das Wort eines K nigs, das ge- nügt mir." Ensilaud odsr Rns-lgtid? Anfang Juli 1916 informierte Staatssekretär Helsierich die Häupter der deutschen Bundesstaaten uiit folgenden Gedanisn- gängen, die ich einer Denkschrift aus jenen Tagen entnehme: Wir müssen Mischen England und Rußland opcwreren, um auch im späteren Frioden Rückendeckung gegen einen dieser'beiden Hauptfeinde zu gewinnen. Diese Entscheidung hat für England und gegen Nußland auszufallen, weil das russische Programm mit unserer Stellung als Vormacht westeuropäischer Kultur und unserem Verhältnis zu Oesterreich-Nngarn, Balkan, Türkei unvereinbar ist. Zwischen England und Deutschland ist dagegen eine Teilung der Interessen- sphären möglich. Deshalb keine Flotte als Existenznotwendigkeit sür Deutschland, dafür möglichste Schwächung Rußlands. Wir müssen an einer Stelle ganze Arbeit tun, statt an vtslen halbe. Englands Interessen würden uns gestatten, gegen Rußland ganze Arbeit zu tun. Die entschiedene Frontstellung gegen Rußland gibt unserem Verhalten im Weltkrieg die sittliche Grundlage wieder, die im Eintreten für Oesterrctch-Ungarn besteht, nicht aber im Kampf für die Freiheit der Meere. � Die Entrü-srung der deutschen Oeffent- lichfeit gegen England ist also aus Rußland abzulenken. Tic Ahnung des Kronprinzen. Ich war mir von Kriegsbeginn an darüber klar, daß einem verlorenen Krieg mit einer gewipen Notwendigkeit die Revo- lution folgen würde, wenn ich es auch niemals für möglich gehalten hätte, daß es Deutsche gäbe, die noch vor Friedeusschluß der Verführung zum Umsturz und zur Auslieferung der Gesamtheit.an den äußeren Feind erlägen. Angesichts unserer zum inneren und äußeren?lbgrund führenden Politik sahen anch andere schwarz; der Kronprinz hat mich schon 1915, gefragt, ob ich glaube, daß er noch zur Regierung gelangen würde. Die Meuterei der Flotte. Als 1917 die Führer der unabhängigen Sozia- listen, statt, wie die Marine erwartet hatte, wegen Landesverrats angeklagt zu werden, durch Reichstag und Reichsregierung geschützt wurden und ihre teuflische Betätigung fortsetzen durften, war im Grunde das Ende der deutschen Macht zur See besiegelt. Uebcrall da, wo die Zentralstelle des Umsturzes keine Verbin- dung mit den Schiffsbesatzungen hatte, wie auf Schiffen in dem östlichen Teil der Ostsee, oder dort, wo diese gar unter Gefahren und schweren Verlusten in beständiger Fühlung mit dem Feind blieben, war die Moral ungebrochen. Große«scbiffe in Verhältnis- mäßiger Untätigkeit sind, wie die Seekriegsgeschichte aller Völker zeigt, schwer in Ordnung zu halten. Gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts verfiel die englische Flotte vor der Themse und im Kanal der Meuterei, so daß das Parlaincitt mit den Meute- rern verhandeln mußte. Während aber für jene Zeit schlechte Kost �zweifelhaftes Salzfleisch und SchiffsMioback, grausame und ziemlich willkürliche Prügelstrafen, zahlreiche Hinrichtungen usw.) eine gewisse Unterlage für'den Aufruhr gaben, fehlte unseren Leuten jeder ernstliche Anlaß zur Besch: verde. Die Mehrzahl von ihnen wußte wohl nicht, was sie tat, während die Leiter der Be- wegung die seelische Erschlaffung der Leute ausnutzten, um die Meuterei aus den großen Schissen zum Ausbruch zu bringen. Diese hohe Kunst der Virtuosin ist ausgestorben. Adelina Patti ragte als letzte lebende Vertreterin ihres Fachs i» unsere Zeit hinein. Ihr Rollenfach war begrenzt, zumal sie im Versuch dramatisch-bewogter Rollen neuerer Zeit scheiterte. Sechzebn- jährig, sang sie die Lucia, die ihren Weltruf begründete, sang sie Te „Königin der Nacht" und die„Rosine" und ein halb Dutzend au- rer' Koloraturrollen in Werken Mozarts, Verdi, Rossinis und Meyerbeer s. In Tournees durch den':- samten Kontinent, bssonders in Italien und Rußland, kehrte u durch ihr Beispiel, daß die meisterhafte Vollendung einer mük. ws ansprechenden Stimme Sie Feinkunst und Grazie des Vv.�ags selbst in schwindelnden Regionen als Selbstzweck möglich ist. Seit Jahrzehnten hatte man von der bttt! harten Frau gehört, daß sie im märchenhaften Reichtum auf Schlössern lebte und Gäste aus aller Welt empfing. Jetzt, da die Nachricht von ihrem Tode eintrifft fühlen wir: der Name Adelina Patti ist das Symbol einer vergangenen und fast vergessenen Kunst. Vielleicht dürfen wir sagen: einer leider überlebten Kunst. K.8. Der� Schanspielerstreik' in Hannover gehört zu den übereilten wilden Streiks, den keine Organisation billige» kann. Am Sonn- abend traf um 11 Uhr im Kultusministerium, dem die hannoverschen Staatstbeater noch unterstehen, ein Telegramm ein, das ein Ulti- matum bis 2 Ubr nachmittags stellte. Die Entscheidung über die geforderten komplizierten Gehaltsforderungcn konnte natürlich nicht im Handumdrehen getroffen werden— und so erfolgte am Abend die Einstellung des Theaterbetriebs. Wie wir hören, billigt die Bühnengenossenschaft, die sofort eingriff, den Streik nicbt. D'e Bühnenkünstler sollten, was ihnen an gewerkschaftlicher Schulung abgeht, nicht durch Temperament ersetzen wollen. Andererseits muß natürlich erwähnt werden, daß der Staatsbetrieb seine umständlichen Methoden vereinfachen lerne. Europas neue Staatengrenzen werden jetzt auf einem Blatt der Kartographischen Anstalt G. Freytag u. Berndt, Wien, sehr'über- sichtlich dargestellt. Das Blatt gibt nebeneinander eine politische und eine Völkerkarie. Die politische Karte bringt die alten und neuen Grenzen, die strittigen und die Volksabstiminungsge'käete, so- wie jene, deren Schicksal der Entscheidung des Völkerbundes über- lassen ist, die Völkerkarte neben der ctkmographischen Darstellung auch die neuen Grenzen zum Ausdrucke. Ein von Alois Fischer be- arbeiteter Text gibt eine Uebersicht aller europäischer Staaten mit Angabe von Größe und Bevölkerung, ov. Zuwachs oder Abfall usw. Di« Karte tostet 2,59 M. Eine zweite Karte stellt die Staaten aus dem Boden des eheinaligen Oesterreich-Ungarn dar. Musik. DaS B I ü t h n e r« O r ch c Ü e r beginnt leine Tätigkeit um 5. Ol'ob-r mit sein ersten SonntngSkonzcrt.— Das Ottbei'cr des Deutschen Operndauses wird in seinen zetm volkstümlichen sinsoinekonzerten it. a. soleiende Werte m Berlin er.inalig zur Aufführung bringen:„Morgen", sinioniicheS Gedickt von Licvcn Duvoiel;„Andersens Märchen", Suite v. Karl Kämpf; Sinfonische Suite von Max LaurischkuS. Theater. Im Berliner Theater ist die Erstnufführung von „ B n m nr e i st u d e» t e n" auf Donnerstag verlegt worden. Vortrag über Haeckel. Max tlpel spricht am öu. äeotembei, abeirdS TL Ubr, im Lutjenstädtischen Rcalgpmnasium, Scbailiaiistratze PS, über „Ernst Haeckel als Forscher, Denier nud Kämpfer". Eintritt frei. v. Tirpitz. Wilhelm 11. als Flottenkommandant. Daß der Kaiser sich persönlich die Führung seiner Liebkings» wasfe vorbehielt, war kein Ersatz. Denn abgesehen von den sonstr» gen Pflichten, die den Herrscher in Anspruch nahmen, konnte eine io ungeheure fachmännische Verantwortung wie z. B. der Befehl, bald znr Sck lacht zu kommen, auch nicht ihm persönlich aufgebürdet werden." Das Kabinett hat den Monarchen übel be- raten, als es ihm, p. h. damit auch sich selbst, die unmittelbare Be- strmmung über die Hochseeslotte vor. ehielt. Die Folge war, daß das vom Kaiser selbst geschaffene Machtmittel zur See gewisser- maßen im Kabinett vermoderte.. Ter Entschluß, die Flotte einzusetzen, konnte dort nicht gefaßt werden. Man suchte nach Entschuldigung für die eigene Schwäche und verfiel so darauf, das Material der Flotte schlecht zu machen. Als es nach Shagorrak dett Zweifelnden wie Schuppen von dep Äugen fiel und sie erkannten, wie sehr unsere Schiffe den brittschon überlogen waren» ist es für die Reue geschichtlich schon zu spät gewesen. Es ist das Wort gefallen:„Ich werde nicht zwischen Mich und Meine Marine einen andern setzen." Für die Illusion, daß der Oberste Kriegsherr selber mit der Flotte operierte, waren Naturen am Platze, welche den Kaiser auch gern bei kleineren Unterney- mungeil'bis in die Einzelheiten hinein um seine Weisungen be- fragten. Ter U-Boot-Krieg. (Es folgen nähere Ausführungen darüber, daß mckn� um so mehr nach der„verfrühten und unglücklichen Erklä» rung" hätte feirbleiben müssen, aber vor„Wilsons Erpreß er- poltttt" zurückgewichen sei. Nach dem„Qustta!nia"-Fall kam der Be- seht, Passagierschisfe u:cht zu versenken, worauf im Juni 1915 T: r p i tz seinen A c s ch r e d einreichte, der jedoch nicht ange- nommen wurde. Aus Anlaß des„AraÄic"-Falles arbeitete Beth- mann aus die Einstellung des ganzen U-Bootkrieges hin. Am 6. März 1916 wurde ohne Anhörung von Tirpitz der U-Bootkrieg auf unbestimmte Zeit vertagt und der neuerdings angebotene Ab« schied bewilligt. In weiteren Ausführungen wird behauptet, daß der unbeschränkte U-Bootkrieg England im Jahre 1916 friedens- willig gemacht haben würde. 1917 sei eS zu spät gewesen, ein HM es Jahr früher würde der U-Bootkrieg„durchgeschlagen" haben.) Im Admiralstab war man mit der Äusarbeittrug meines Ge- dankenS der Themsesperre beschäftigt, als Pohl unter dem 3l. Ja- nuar(1915) auf einmal unter Berufung auf den Reichskanzler die Sache umwarf. Durch dre Ausdehnung des Sperrgedankens auf die ganze Küste wurde er weniger wirksam, rechtlich unklar und mehr heraussord.-rnd. Welche Gründe vorgelegen Halen, unter Uebcrgehung incincs Votums den N-Bovtkrieg in Szene zu setzen, ist mir nicht bekannt geworden. Jedenfalls lvar ich wieder einmal» diesmal wohl in einer der wichtigsten Fragen meines Ressorts, un- gehört geblieben, der U-Bootkrieg über meinen Kopf hinweg und gegen ineinen Willen eröffnet» tn einer Form, die wicht Glück verhieß. Kerusäfte aus den Kriegsbricfen. 1914. Heute vornriittag wieder langes Palaver mit dem sehr hilflosen Bcthmann und mit Jagow.(26. August.) Ich zittere in erster Linie für unser Deutschland, dem ich die Wucht und grimmige Entschlossenheit nicht in dem Maß zugetraut hätte; aber zuvlel Jämmerlichkeit da droben!(26. August.) I» Berlin scheint man etwas sieeestoll geworden zu sein, wie ich aus verschiedenen Briefen entnehme. Noch haben wir ketnes- wegs gesiegt, den Krieg als Ganzes betrachtet.(5. September.) Unmittelbar nach dem Krieg nehme ich den Abschied. Den Neu- ausbau �der Marine, wenn es dazu iklerhaupt kommt, muß ein anderer machen. Polil, Müller, der Reichskanzler und der Kaiser babcn die Flotte zurückgehalten. Ich glaube jetzt, daß sie keinen Schuß abgeben wird, und mein Lebenswerk endet mit einem Minus.(24. September.) Hier steht die Sache ohne vorwärts oder rückwärts zu gehen. Dabei arbeitet die Zeit nicht für uns. Auch im Osten kommen wir nicht vom Fleck. Die Welt steht gegen uns, auch die Neutralen. Die Riesenhofsnunge» des August sind verflogen. Der Kaiser und Acthmnnn Helten nicht durch. Ersterer scheint sogar die Erlaubnis gegeben zu haben, daß Bethmamr betteln gebt.(1. Okto.er.) Ich habe gelitten und leide noch mehr, daß unsere ganze Pelitik der letzte» Jahre Btödsinn war, und daß die Leitung des Reichs— von S. M. hier abgesehen— so total versagte und es noch wt. Ich wollte ja stob fein, wenn ich persönliches Vertrauen zur hiesigen Ärmeeleitung hätte. Beurteilen kann ich das freilich nichts meine Nase will aber durchaus nicht heran.(13. November.) Wenn nur der Kopf anders wäre, die Ration ist glänzend. (18. Noveiniber.) Es wird den Leuten in der Wilhelmstraße schwer gelingen, mich als Sündenbock hinzustellen, dazu wissen zu viele Leute das Versahven des Auswärtigen Amts im Juli, das wahnsinnige H e r e i n s ch l i t t e r n in den Krieg! Fast gefährlicher sind die Leute, Pohl an der Spitze, weiche die Ärsache der In aktivität unserer Flotte ans die Typenfragen der Schisse und aus die Technik werden abschieben wollen, weil dahinter der Kaiser stehen würde.(22. November.) 1915. Die Schicht um den Kaiser ist zurzett noeb undurchdringlich. Es ist eben die Eigenart vom.Kaiser, er will keinen Ent» schlufi fassen und keine Veritntwsrtuug tragen.(2. Januar.) Je mehr ich sehe von der Reichsleitung durch den Kaiser und den Kanzler, je mehr schwindet meine Hoffnung.(2L.J/z Uhr, im Saale der Schultheißbrauerei statt- findet, Beschluß fassen._ Differenzen bei der städtischen Strastenbahn? Vom Borstand der Gemeinde« und StaatSarbeiter erhalten wir folgende guschriit: Als im grühfahr ISIS die Richtlinien für den Abschluß von Tarifverträgen zwischen den Gemeinden und dem Verband der Ge- meinde« und StaatSarbeiler vom Städtetag vereinbart wurden, wurden auf Antrag des ArbeitgeberverbandeS und des Deuiichen Transportarbeiterverbandes die Straßenbahnen von der Wirksam« keit dieser Tarife ausgeschlossen, damit Platz für gesonderte Tarifabschlüsse zwischen dem Arbeitgeberverband und dem Transport- arbeiterverband für die Straßenbahnen bliebe. Die» wäre nun an sich nicht zu bemängeln, wenn nicht die Tatsache bestände, daß Straßen- bahnen bestehen, die sich in kommunaler Verwaltung befinden. Diese Tatsache hatte nun die Wirkung, daß bei Abschluß des TarifeS für die Straßenbahnen zwischen dem Arbeitgeberverband und dem Transportarbeiterverband auch ein Tarif II für das technische Personal aufgestellt wurde, der das terimische Personal der Städti» ichen Straßenbahnen Berlin«, ohne es zu befragen, zwangsweise unter dielen Tarif stellte. Das hatte zur Folge, daß das technische Personal der Städtischen Ttraßeilbahn»n, da« salange als städtische Arbeiter galt, von ihrem natürlichen Arbeitgeber, der Kommune, losgelöst wurde, und einem kapitalistischen Konzern, dem Arbeitgeber- verband, ausgeliefert wurde. Der nun ohne Befragen des daran beteiligten technischen Personals zwangsweise für Berlin ab« geschlossene Tarifvertrag zeigte sofort, daß er den Bescbäftigten nicht das bieten konnte, oder wollte, wa« in dem zwischen der Stadt Berlin und dem Verband der Gemeinde« und StaatSarbeiter abgeschlossenen Tarif schon durchgeführt war. Besonders interessant ist noch, daß dieser ZwanaStarif für das techniiche Peisonal der Städtischen Straßenbahn gegengezeichnet war. vom Deutschen Transporlaibetterverband und dem Deutscheu Metallarbeiierverband. Der erster« bar unter dem obenerwäbnten Personal gar leine oder eine ganz verschwindende Anzahl Mitglieder, während der Metallarbeiter- verband zirka ein Drittel der organisierten Be- schästigten mustert. Der Verband der Gemeinde- und StaatSarbeiter, der über zwei Drittel deS technischen Personals organisiert hat, ist bei dem ganzen Tarifwerk glatt übergangen worden! Nun verla''gt das rechniscve Personal der Städtischen Straßenbahn wieder die Gleichstellung mit den anderen städtischen Arbeitern. ESlebnt jede Anerkennung deS Arbcitgebertarises ab und hat diese Aiisfassung allen an diesem Tariswerl beterligien Fustaiize» zur Kenntnis gebracht. Wenn nun der Magisirat Berlin sich nicht elitichlicßcn kann, diese Abspaltung einer Gruppe städtischer Arbeiter rückgängig zu machen, so würde das zu de» schwersten Verwickliingen führen. Da? technische Personal der Städtischen Straßenbahn verlangt auf dem schnellsten Wege für das! Werlstattpersonal UngültigleitSerklnrung des ToriieS II deS I ArbeitgeberverbandeS und Anerkennung der gleichen Rechte wie l alle aridere« stlldiffchen Arbeiter. Da» kam» in einer Kommune wi- BerNn, in deren Stadtverordnetenversammlung die Sozialdemokratie die Mehrheit hat, nicht schwer fallen. Wenn die AuSttagung diese« StteitfalleS in den nächsten Tagen Berlin wieder in eine Berkehrsmisere stürzt, so liegt das wieder einmal an der berühmten.Jnstanzenpolilii" des Magistrat«, der an diese Frage nicht herangehen will. Jede Ver- schlcppunz der Angelegenheit muß die schwersten Folgen nach sich ziehen._ Die Berliner Holzindustrielle« drohen mit der Aussperrung. Vom t. Obermeister der Vereinigten Verbände der Berliner Holzindustrie Herrn Theodor P a e t h erhallen wir auf den im Abendblatt deS.Vorwärts' vom 26. September unter obiger Ueber- schrift veröffentlichten Artikel, der uns von der Berliner Leitung des Holzarbeiterverbandes zuging, eine längere Entgegnung,»n der wir zunächst ersucht werden, die zwischen dem Arbeitgeberverband und dem Deutschen Holzarbeiterverband, Verwaltungsstelle Berlin, ge- pflogene Korrespondenz zu veröffentlichen. Wir glauben jedoch diesem Ersuchen vorläufig nicht entsprechen zu sollen, sondern möchten uns aus Raumrückfichten mit der Veröffentlichung de? wesentlichsten Teils der Entgegnung begnügen. Aus derselben ist wohl ersichtlich, worauf e< de« Srbertgeber verbänden ankommt: Herr Paerich schreibt: .Ihr Artikel mutz irreführend wirken aus folgen den Gründen; I. wird von Ihnen die von un» herausgegebene Parole ohne die dazu gehörige Korrespondenz veröffentlicht, II. wird hieran eine falsche Darstellung geknüpft insofern, als verschwiegen wird, daß wir die Ferien im Prinzip bewilligt haben und daß dieselben nach Reichstarif nicht Verlangl werden können, weil derselbe nicht getätigt worden ist und IN. daß unsere Parole nur die Notwendigkeit war, dem von feiten der Holzarbeiter angedrohten eigenmächtigen Ferienantrirr entgegenzuwirken, ehe darüber eine Verständigung zwischen den Organisationen erfolgt war. IV. Ist verschwiegen worden, daß wtr anf fast gleichstehender BasiS deS ReichStarijS den Abschluß eine« lokalen Vertrages den Holzarbeitern angeboten haben, diese aber— gegen Wissen und Willen ihrer Zentralleilung— neue Forderungen über den Reichstarif hinausgehend an un» stellten. V. Ist es dem Schreiber des Artikel» vielleicht nicht bekannt gewesen, daß die Gewährung von vv Proz. der im ReichSlarif genannten Ferien eine Vereinbarung der beiden Vorsitzenden der Verhandlungskommisstonen darstellten, welche persönlich getroffen wurde, damit eine Aufnahme über die letzten Verhandlungen des Reichstarif« überhaupt stattfinden konnte. Diese Tatfache ist zwar von der Gegenseite bestritten und bisher auch aoch nicht geklärt worden, weil Herr L. die später stattgefundenen Verhandlungen nicht mehr leiten konnte. Wenn der Artikel zum Schluß von.Scharfmachern"'pricht, dürfte das mindesten« etwa« z« weitgehend sein, gegenüber den durch die Korrespondenz und unser ganze« Berhalren bewiesenen Tatsachen. E» ist auch da« Bestreben, den Arbeitgebern auf jeden Fall und immer wieder die Schuld in die Schub« zu schieden, gegenüher dies«« Tatsachen nicht zu billigen, gerade weil diese gewähren und halten wollten, wa» deschlosten und verhandelt war, die Vertreter der hiesigen Arbeitnehmer aber über da« Vereinbarte hinaus neue Forderungen stellten und ohne Bewilligung derselben Verbandlungen ablehnten." Gewerkschaftsmitglieder! Einlaßkarten zu sehr ermäßigten Prei'en für die Vorstellung -im Sonntag, de» 6. Okiober, nachmittag« 2 Uhr, im D e u t i ch e n Theater, können täglicb vormittags L>', bi« nachmittags 3'/, Uhr in.unserem Bureau. Engelufer 15 I. Zimmer!b. in Empfang ge- nommcn werden. Zur Äussührung kommt:.Der Sohn." Soziales Drama von W. Hasenelever. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaffekommrsfion. Holzbildhauer. Die nächste Bettrauensmännerverfammluna finde! am Moniag. S. Oktober, im ,®froerffcha(t95au«', Saal III, abend» 7 Uhr. statt. Bericht der Sommüfion Branchenangelegeii heilen und Ausgabe der neuen Vertrauens männer karten. Die Branchenleitung. Metallarbeiter. Die Kollegen der Firma A Borfig, Tegel, werden ersucht, sich mit ihrem Verbandsbuch in ewem der nackiolgrnden Lotale eintufinden: Lindengaite», Lebnhaidi, Friedensrichter, Messerknecht< Tegel). giotlschalk u. Olm©locke, Borlio Verlag: vorwärts. Verlag©. m. b. S., Berlin. Denil: Borwärtv- : Buchdruckeroi und Berlagoan stall Paul Sinaer u. Ca. in Berlin. Lindenstr. 3. 1 Hierja 1 Beilage. Leipziger Slrsve Alexanderplatz Fraaklurter Allee Versand-Atteitnng BERLIN SW 19 Leipziger Siraße für Herren» Artikel Herrenkleidun� Handschuhe o»/«, tchulkleld»ui ko- tiert.Sioflen, mit Knopt- /ronn coriieruae, S cra Uot Oft Jede votiere OrSste 4.00 mehr. 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