jb.WW. Morgen Ansgade» fni au S*ut. i t*m> atnMCtt« � äK. �L8» st-ldm»«,edichr. URUcXznuban» Rx Dratsidltm» au* SXtetwiiSs-Baacni 8,25 Ml. Für ba* übrtj««nslao* 10,25 Ml. bti»»gNch rtitmaL Snfteüum 325 Ml. �oftbrfttaunam acbntta oa Dävrmarl, Hollaab tutasbaxt, Sch-alxA a. bU Schwil». Ctagctzaaai ta Mc Poft-z-ttaasa-Pr-l»!««». Krr.frrxänf wtO b*t Cimmafi bcdogf JB»B a. Seit* erlchrwt BKKfcar täglich jstiaud. Soimiag* jtajlctbaaMtcal Vevlinev VolksblAkt. pH achtge'paltm« zionpareiülzell« last« ILO Ml..»lata« Anzelgu«�. ba« Fittg-bruilt«® ort 00 Psg.(zulüsstg 2 httgcbnidlt Borte), jede» weile?» Bort«0 üShj. Sleilengeluchr unb Schlafilettcimnjetgen ba-«:ste Wort 80 Psg.)cde» weitere Wort SO'Big, Bort- iibee 15 iSuchltaden jiilile» sur zwei Borte. Teueniaj>oiu!ch!ag 5>0°-> Familien'«ozeige», poiiitsche unb zeworkfchafUich» Berein,• Anzeigen 1» Ml. M« Seil«,'nzeigen für die nichiie Nummer müssen bi, 6 Ah« «ttchmittag» mi HauxlgefchSst. B-rli« 88. Sinbenftraß» 2. abgegebe» »eitffnei von S Uhr srül> bta 5 Uhr abenlrt, Zentratorgan der rozialdcmokrati fcbeti parte! Deirtfd�lands. Redaktion und Eepeüitivv: SV.«$> Linden sk« Z. aernip reicher: Amt Morttchl««. Str. lül SO— 151»7. Mittwoch, de« 1, Oktober 1919. Vonvärts-Verlag G.m.d. h., SV. 6$, Llnüenstr. 3. Aerassssr.cher: Amt Moritiplatz. Rr. 117 53—54. »MI»!.'.!»»........................... Einigung in öer oberfthlefifthen Krage. Im Abgeordneteiihrnise fand gestern nachmittag eil» Ve- sprechung der schlesischen Abgeordneten mit der preußischen StaatSrcgierung und der Reichsregierung statt. Gegenständ der Beratung bildete die oberschlesische Frage. Den Vorsitz fährte Ministerpräsident Hirsch. Minister d?S Innern Heine erklärte sich im Namen der preußischen Staatsregierung damit einverstanden, daß dem NegierungS- Präsidenten deS Regierungsbezirk» Oppeln, Geh. Justizrat B i t t a, sofort die Geschäfte deS Oberpräsidenten der zu bildenden Provinz Oberschlesien übertragen werden. Der neue Oberpräsident wird sogleich nach der Annahme des Gesetzes über die Errichtung der Provinz Oberschlesien durch die preußische Landosversammlung die politischen Funktionen seines Amtes übernehmen, während die kommunale Verwaltung der neuen Provinz erst mit dem 1. April 1920 selbständig geführt werden könne, Dem Oberpräsidcnten der Provinz Oberschlesien soll ein B e i r o t zur Seite gestellt werden. Nach längerer Aussprache gab Vizepräsident Dr. P o r s ch im Namen der Zentrumsfraktion der preußischen Landesvcrsammlung folgende Erklärung ab: � «Bis übet da? Sdbidsial Oberschlesien» durch die Abstimmung endgültig entschieden wird, stellt sich die ZentrumOfraktion der preußischen LandeAversamuckmg auf folgenden Siandpnnkt und fordert seine Gesinnungsgenossen auf, bi» dahin denselben Stand» Punkt einzunehmen: 1. da» Zentrum ist mit der provinsialen Autonomie zufrieden: 2. in dem Besetz über die provinziale Autonomie verlangt da» Zentrum keine Vorrechte gegenüber anderen Provinzen; L. eine etwaige Propaganda für staatliche Auto- n o m i« wird bis dahin eingestellt'. ReichSminister de» Auswärtigen Müller gab danach seiner Freude über die erfolgte Einigung Ausdruck und über die Tatsache, daß der Streit über Oberschlesiew nun ruhen würde. Ministerpräsident Hirsch gab die Zusicherung, daß in dem zu bildenden Beirat auch ein Mitglied der Deutsch- nationalen VoükSpartei vertreten sein solle. Zum Schluß wie» Ministerpräsident Hirsch darauf hin, dpß in der Be- Handlung der oberschlesrschen Frage zwischen der Reichsregie- rung und der preußischen Staatsregierung niemals s a ch- liche Unstimmigkeiten bestanden hätten. Minister- Präsident Hirsch forderte noch einmal auf, nunmehr alles Trennende zurückzustellen und bat die Abgeordneten und die Vertreter der Presse, alle Kraft in den Dienst der einen hohen Aufgabe, die Erhaltung de» Deutschtums, einzusetzen. atsasasv. Kammerouflösung in Italien. Di« italienisch« Dep«tiertenka«ulee ist«»fs»l»st werden. Di» Wahkrn umrdrn zum 10. Oktober auSgeschrstden. Senat und stammet werden am 1. Dezember zusammentrete». Irgend welche Umbildungen im Kabinett sind vorläufig nicht zu erwarten. Die Nachricht von der AnflSfung der ttaNe»ischen Kammer hat die größte Ueberraschung hervorgerufen. Noch gestern hätte niemand N i t t i diese Sartschlosienhrit de» Handeln» zugetraut. Au» de» Kommentaren de».<5 e c o I o* und de» .CorrieredellaS-ra' spricht bereit» die Bcsovgni» über da» voraussichtliche Rcsuliat des kommende» Wahlkampfe» unter Nitti. „Sorriere della Sera' schreibt, e> fei zu beklagen, daß die vor- bereicungen von einem Ministerium vorgenommen werde», da» in seiner Mehrheit aus Nationalisten besteht. «S e c o l o' gibt zu. daß zwar die Auflösung der Kammer kon- stitutionell zu rechtfertigen sei, daß aber der Wahllampf sich in einer Atmosphäre abspielen werde, die durch die ungelöste Frage von F i u m e und die aufgeregte öffentliche Meinung elektrisiert sei. ,.P o P o l o d'Jtal ia' fragt, ob der König sich bewußt sei, welche Verantwortung er durch die Unterzeichnung de» AuflösungSdekrei» übernommen Hab». .A v a n t i' bringt feine Zufriedenheit über die Intervention der Sozialisten in der letzten Sitzung zum Ausdruck, durch welche die Durchführung der Abstimmung erzwungen wurde. Demokraten trnö Regierung. Ueber den Wiedereintritt der Demokraten in die Regie- rung wurden am heutigen Dienstag die Verhandlungen weiter fortgesetzt. Eine Einigung wurde zunächst noch nicht erzielt, doch betreffen die Meinungsverschiedenheiten nur die Frage der Beteiligung an einzelnen Ministerien. In sachlicher Beziehung soll, wie wir hören, für eine gemeinsame Regie- rungsarbeit freie Bahn geschaffen sein. Unabhängig-französische Waffenhilfe. Unsere gestrigen Ausführungen über den Versuch der Unabhängigen, auf dem Umweg über Renaudel- Clcmenceau die völlige Entwaffnung Deutschlands und damit die gänzliche Wehrlofigkeit gegen unabhängig- lommunistische P u t s ch g e> lüfle he: beizuführen, sind der.Freiheit' begreislichenocise auf die Nerven gefallen. Das edle Blatt vermag gegenüber unseren Feststellungen nichts anderes, als tobsuchtartig mit Kraftausdrücken wie Lüge. Verleumdung. Schwindel usw. um sich zu werfen. Der einfache und klare Zusammenhang läßt sich aber nicht niederbrüllen, wie die Unabhängigen ihnew un- bequeme Versamnilungsredner niederzubrülleu gewohnt sind, Die einzige Stelle, die lügt, ist die.Freiheit' samt ihren Hintermännern. Zunächst belügt sie ihre Leser über den In» halt unserer AuSsührungen. sie behauptest, wir hätten den französischen Sozialisten vorgeworfen, diese seien„n u r für die Abrüstung Deutschlands und nicht auch Frankreich»'. In Wirklichkeit haben wir gesagt, daß ihnen die Entwaffnung de» siegreichen französischen Militarismus.viel weniger wichtig erscheint', als die gänzliche Entwaffnung Deutschlands. Das ist etwaS anderes, und das können mir beweise», noch stärk« beweisen, als tm Lrechett' lieb ist. Warum ab«, fragen wir zunächst, gebt die.Freiheit' an:. nicht mit einer Zeile auf eine wirkliche. Lüge ein, die wi> gestern festgenagelt haben, auf die Lüge ihreS Parteigenossen Crispin in Ludern, der der Jnternatioualc vorsltiivinde'.tc. Deutschland hätte noch 12l)000() Mann unter Waffen?! Wie diese Lüge ihre beabstchttgte Wirkung tat. davon zeugt ein Artikel deS linkssozialistischen. Populaire' vom 22. September. Er heißt:.Die Enttvaffnung Deutschlands' und ist in aufgeregtem, alarmierendem Stil ge- schrieben. Wr zitteren daraus:- Die Entente-Bourgeoifie ermächtigt KoSke, ein« Arm« von 1200 000 Mann fDie Läge Crispin«. Red. de».Vortv.') zu unterhalten, unter Nichtachtung de» Bertrage» von Versailles. Motiv: Die Niederhaltung de» Bolschewitmus. Warum zögern wir. die ffreunde der deutschen vulschewistrn. dieses verbrechen zu brandmarken, da? die Sicherheit granlreich» dem Belieben de« AlldeulschtumS ausliefert?... Warum wartet die Partei, in eine orobe Propaganda dagegen einzutreten, sie, die nicht dasselbe Motiv der Furcht hat wie die bürgerlichen Par« teien, sie, die mit Freude die Zertrümmerung(I'zoruscirumts der Republik Scheidemuun und dir Jnbefitznahme der Gewalt durch die Unabhüngigen und Kommunisten begrüßen würde? Wer aus diesen Worten de».Populaire' nicht deutlich erkennt, was mit der Zertrümmerung der deutschen Wehrmacht beabsichtigt ist, dem ist überhaupt nicht zu helfen. Der „Populaire' führt dann im weiteren au», baß, wenn Deutsch- land einmal kommunistisch geworden sei, auch in Frankreich jeder Vorwand für die ttaüonale Verteidigung schwinden würde. Aber daS erste und hauptsächlichste ist ihm. daß Deutschland zunächst einmal kommunistisch wird. Und nun zu Renaudel I Die Freiheit' glaubt un» mit einem Zitat der Rede widerlegen zu können. Auch wir zitteren Renaudel sehr gern: .Marschall Koch schlug in einem von der Entente schließlich abgelehnten Projett vor, Deutschland 18 Infanteriedivisionen. «inen ganzen Generalstab, kurz eine vollständige Armee zu be- laflen. Warum wollten Fach und seine Offiziere de« Feinde eine so beträchtliche Streitmacht lasten? Wa« konnten fie damit be- zwecken, wenn sie nickt auch bei un» eine Militärmacht mit Hoffnung auf neue Schlachten erhalten wollten? Nicht hierin lag die Hoffnung, für die unsere Soldaten gekämpft haben. Sie haben dafür gekämpft, daß der Militarismus und seine Gefahren au« alle» Ländern verschwinden. Es gibt einen Punlt, der ihnen nicht hätte entgehen dürfen: da» fei die Notwendigkeit der vollständigen Entwaffnung Deutschlands. Man dürfte ihm keine Kanone, kein Kriegsmaterial, lediglich ein« Polizeimacht laffta. Sie haben erlaubt, daß Deut'chland eine Berufsarme« behält, weil NoSke ein« solche nötig hatte." Wir können dies« Worte nicht ander» verstehen, als daß Renaudel zunächst die völlige und restlose Entwaffnung Deutschland» fordert in der Ungewissen Hoffnung, daß dann später auch einmal Fränkreich abrüsten wird, DciS n ä ch st e. allein sichere Ziel aber ist und bleibt die völlige WehrloSmachuug Teutschlands, dem Renaudel noch nicht ein- mal eine einzige Kanone lcksseu möchte. Daß Renaudel genau weiß, wohin da» führt, beweisen seine letzten Worte„weil Noske eine solche nötig hatte'. Jff diesen Worten liejjt diskret angedeutet, was der.Populaire" mit dankenswerter Offenheit ausgesprochen hat. Das Ziel der EntwaffnungS- campagne ist zunächst, in Deutschland die Unabhängigen und Kommunisten ans Ruder zu bringen, das deutsche Volk einer terroristischen Minderheit auszuliefern. Und daß die Unabhängigen die eigentlichen Anstifter der Campagne sind, das zeigt die Lüge CriSpiu'S und ihr Echo tm.Populaire'. der Streik unö öas soziale Recht. SR erscheint mir an der Zeit, einmal ganz objekttv die Fragen des Streik» unter dem Gesichtspunkt des sozialen Rechts zu betrachten. Ich brauche den Ausdruck soziales Recht, den die Rechtswiffensiyast kaum kennt, um den begrifflichen Unterschied des Rechts der Gesamtheit vom individuellen oder persönlichen Recht scharf abzugrenzen. Sozial im. weiteren Sinne ist daS ganze positive Recht, denn selbst dos Priixitrecht wird in der Theorie auS sozialen Gründen fest- gesetzt. Sein ihm zugrunde gelegter Zweck ist, das gesellschaft- liche Zusammenleben möglichst gesund zu gestalten. Es grenzt die Rechtsgebiete des Einzelnen so ab, wie es das Allgemein- interesse zu gebieten scheint. Was, wie wir wissen, infolge von Klassenvorurteilen und jonstigen Voreingenommenheiten des: Gesetzgeber keineswegs auch immer erreicht wind. Im Fort- schritt der Entwicklung gerät das Privatrcckst in Widerspruch mit den Anforderungen des sozialen Lebens, seine Reform wird notwendig. Zuvor vergeht jedoch eine ziemliche Weile und Kämpfe aller Art sind erforderlich, bis diese Reform verwirklicht wird. Den Gang der Reform selbst aber hat Lassalle in seinem „System der erworbenen Rechte' dahin gekennzeichnet, daß ,chcr kulturhistorische Gang aller Rechtsgeschichte" darin besteht, „immer mehr die Eigentums sphäre des Privat- Individuums zu beschränken, immer mehr O b- sekte außerhalb des Privateigentums zu setzen". Dem so verstandenen sozialen Recht steht nun als etwas u ihm unterschiedenes das sogenannte Naturrecht des Menschen gegenüber. Man versteht darunter das aus der vernunftmäßigen Betrachtung des Wesens des Menschen und alles menschlichen Zusammenlebens abgeleitete und daher unter den Begriff des sogenannten L e r n n n s t r e ch t s fallende Recht deS Menschen als Persönlichkeit, das un- abhängig vom Wechsel der gesellsckjostlichen Einrichtungen für alle Zeiten gelten soll und darum auch als„angeborenes Menschenrecht" oder.unverjährbares Menschenr.'cht" bezeichnet wird. Tatsächlich ist allerdings auch dieses Recht oder sein Be- griff i■ Produkt der geschichtlichen Entwicklung. Di? Men- scheu utussen erst eine gewisse Kulturstufe erreicht haben, bis sich die Vorstellung von einem solchen Recht wie überhaupt von einem Recht, daS etwaS anderes ist als die Sitte, bei ihnen ent- wickeln kann. Indes erstreckt sich die Vorstellung von bestimmten N a t u r r e ch t e n des Menschen über einen erheblich weiteren Abschnitt der Menschheitsgeschichte, als jeweilig das positive Recht. Als ein solches Naturrecht d?S Menschen nun wird seit langem das Recht der freien Verfügung des Menschen ich« seine Persönlichkeit betrachtet, wozu auch die Ber- füsiimg üb« seine Arbeitskraft gehört. Daß diese Frei- h?lt in der Praxis sich an den vielen Rückivirkungen der hcuti- gen Eigentitmsverteilung und Produktionsweise stößt, durch sie alle möglichen Einschränkungen erfährt, gilt ebensowenig für ein« Beeinträchtigung deS Prinzips wie der für die Mehrzahl der Menschen durch die Hungerpeitsche ausgeübte Arbeitszwang und die Unfreiheit in der Fabrik usw. Das Prinzip ist vom Stündpunkt der Anhänger der heutigen Gesellschaftsordnung dadurch gewahrt, daß niemand durch Gesetz oder Verordnung gezwungen wird, seine Arbeitskraft dem Unternehmer Paul oder Peter zu verdingen. Innerhalb der ihm durch die L e r- h ä I t n i s s e gegebenen Möglichkeiten hat in dieser Hinsicht jeder die freie Selbstbestimmung. Er kann auch nicht gezwun- gen werden, einen eingegangenen Arbeitsvertrag einzuhalten. "Er kann bei Nichteinhaltung eines Vertrags auf Sckpdenersatz verklagt werden, ab« niemand darf ihn durch<1Kwaltmittel zur Verrichtung irgendwelcher Arbeit zwingen. v Mit diesem heute als Naturrecht geltenden Recht der indivi- duellen Arbeitsverweigerung wird vielfach das S t r e i k r e ch t verwechs-lt, daS ztoar äußerlich ihm' ähnlich genug sieht, aber doch in einem wesentlichen Punkt von ihm zu unterscheiden ist. Gewiß, so gut wie der einzelne Arbeiter ein eingegangenes Ar- beitsverhältniS jeden Augenblick auflösen kann, ohne dadurch sich der strafrechtlichen Verfolgung auszusetzen, steht dies auch jeder Viclhcft von Arbeitern frei. Alle Anträge, den Kontrakt- bruch durch den Streik unter Strafrecht zu stellen, sind von der modernen Gesetzgebung abgelehnt morden. Ob ein einzelner Arbeiter od« tausend Arbeiter die Arbeit hinwerfen, wird vom Gesetz bis soweit gleichmäßig beurteilt. Aber da» Streikrecht ist kein Naturrecht. Es ist soziale» Neckst. Es ist als solche» ausdrücklich von der Gesetz- gebung geschaffen worden. Da der Streik nickst der Ausfluß individuellen Willensaktes ist wie die individuelle Arbeits- niederlegung, sondern das Ergebnis einer Verabredung, der eine losere od« festere Verbindung— Koalition— zur Stütze dient, fiel er in der Frühzeit des modernen Kopita- lismus unter die Gesetzgebung, welche die zum Zweck der Hoch- hallung oder Hochtreibung von Preisen gerichteten Koalitionen unter Strafe stellte. Man unterschied noch nicht zwischen den Koalitionen der Händler— den Aufkäufern—, den Koalitionen der Unternehmer in.Handwerk und Fabrik und den Köasiticnen der Lohnarbeiter. Alle wurden al» gleich verwerfliche Beschrän» kungen des freien Wettbewerbs zum Schaden der Allgemeuthelt betrachtet. Dt« Aufhebung der allerdings zumeist oecrotteteu Zünfte fällt überall nnt der Schassunr; von Strafgesetzen gegen die Koalitionen schlechthin zysammen, wofür di? Eesetzgeöung der französischen Revolution ein besonders klassisches Beispiel liefert. In dem zu Anfang des 19. Jahrhunderts erschienenen, viel verbreiteten Lexikon des gelehrten Stilkünstlers Charles Nodicr wird die Koalition wie folgt erklärt:„Vereinbarung nrehrerer Personen zu dein Zwecke, andere oder den Staat zu schaden. Vereinigung verschiedener Parteien, Liga verschiedener Mächte." Im gleichen Geiste tragen in Eng- land die um die Wende zum 19. Jahrhundert geschaffenen Koa- litionsvcrbote den Titel:„Gesetze gegen die Verschwörungen." Aber schon ein Vicrteljahrhundcrt später wird in England die Arbeiterkoalition freigegeben, und zwar als eine Maßnahme sozialer Reform. Bürgerliche Radikale, darunter der rn Deutschland meist ganz falsch beurteilte David Ricardo, sowie reformfreundliche Tories treten mit der Begründung für das Streikrecht der Arbeiter ein, daß von einem wahrhaft freien Wettbewerb zwischen dem mittellosen Arbeiter und dem kapital- besitzenden Unternehmer keine Rede iein könne, nur durch die Koalition der Arbeiter werde ein einigermaßen gleiches wirt- schaftliches Machtverhältnis ermöglicht. Diese Auffassung drang durch, zumal es sich immer deutlicher gezeigt hatte, daß es ganz unmöglich sein werde, der an Zahl beständig wackrsenden Arbeiterklasse das Streikrecht vorzuenthalten, und unter ahn- sicher Begründung ist in den sechziger Jahren auch in Deutsch- land und Frankreich den Arbeitern das Koalitionsrecht zner- kannt worden. In Deutschland fällt die Anfbebimg deS Verbots der Ar- beiterkoalitionen übrigens auch der Zeit nach zusammen mit der Beseitigung der dem Handel In Waren bis dahin auferlegten Schranken. Dieselbe Gewerbeordnung von 1869, die im 8 152 die Verabredung der Arbeiter zur Arbeitseinstellung behufs Erlangung besserer Arbeitsbedingungen freigibt, verkündet auch für Gewerbe und Handel die Freiheit von einem ganzen Wust einschränkender Bestimmungen. Unter anderein wird in den 88 41 imd 55 daS einst so verfemte Aufkaufen von Wa- r cn geradezu l eg i t i m i er t. Es ist an den Besitz einer Legitimation(Paß), die jeder, der ein stehendes Gewerbe bc- .treibt, für sich und seine Beauftragten erhalten kann, und einige rein formale Vorschriften, aber an keine sachlichen Re- gnlierungen oder Vorbehalte mehr geknüpft. Die kapitalistische Produktion, wie sie sich damals zeigte, ist Produktion auf Vorrat. Ihre Tendenz ist U e b e r p r o- d n kt i o n. Die Ware sucht den Käufer und nicht umgekehrt. Die Befreiung des Außenhandels von hohen Zöllen, das Nieder- reißen der Schlagbäume im inneren Verkehr unterstützt diese Tendenz noch. So scheint die Gefahr, daß das Aufkaufen von Waren wie ehedem zum Warenwucher führt, für ausgeschlossen. llnd in der Tat dient eS nun fast nur noch als Mittel, den Warenumlauf zu beschleunigen. Der Warenwucher scheint durch den Kapitalismus im allgemeinen aus der Welt vertrieben zu sein uyd nur noch an ganz entlegenen Orten ein .zum Verschwinden verurteiltes Dasein zu führen. Aber die Entwicklung ist hierbei nicht stehen geblieben. Die schutzzöllncrische Reaktion auf der einen Seite und das Syndi- kat(Kartelle und Trusts) der Unternehmer auf der anderen Seite erlauben von neuem eine künstliche Hochhalwng der Preise, die sich in Europa zumeist noch in mäßigen Grenzen bält, in den Vereinigten Staaten aber, dem Lande der Riesen- trusts, sich zu wucherischen Preistreibungen auswächft- Der Ruf nach wirksamer gesetzlicher Gegenwehr ertönt immer lauter, ihm verdankt unter anderem Wilson seine Wahl zum Präsidenten, und Gesetze gegen die Trusts werden erlassen. Dem Rechts- begriff nach sind sie jedoch, wie sozial berechtigt sie sein mögen, Rückkehr zu Beschränkungen der Gewerbefreiheit. Mit den Ge- setzen über die Trusts wird die Aufkäuferei erneut unter fach- l i ch e Kontrolle gestellt oder ganz verboten._ Auf dem gleichen Blatt steht in Europa die ZwangSwtrt- Die voltshochsthule Groß-6erlkn. Nach monatelangen Vorbereitungen sind am Dienstag die grundlegenden Satzungen der Volkshochschule Groß-Berlin ange- nounnen worden. Die Volkshochschule tritt damit ins Leben und wird— wie Genosse Stadtrat Sassenbach, der die schwierigen Be- ratungcn des vorbereitenden Ausschusses mit Umsicht und Hin- gäbe geleitet hat, hofft— im Januar 1920 chre volksbildende Tätigkeit aufnehmen können. Ein großes und für die. Arbeiter- schaft bedeutungsvolles Bildungswerk ist damit eröffnet! Tie Beratungen haben deshalb so lange Zeit in Anspruch ge- nommen, weil eine Organffation für alle Gemeinden Groß- Berlins zu schaffen war, in der in gleicher Werfe eine Vertretung der Gemeinden sowie der Arbeiterorganisationen und der Ml- dungSkörpersckaften der Grotz-Berliner Arbeiterschaft vorzusehen war. Auch mußte erst Klarheit über Mittel und Ziele der neuen Volkshochschule geschossen werden, die etwas anderes erstrebt, als waS heriömmltcherweise mit diesem Begriff und den verwandten populären Vorlesungen verknüpft ist. Die neue Volkshochschule sieht ihren Zweck in der AuSbistmng de? Denk- und Urteilsver- mögenS, in der Fruchtbarmachung des Wissensstoffes. Sie will nickt in erster Linie Kenntnisse vermitteln und ebensowenig eine Fachschule sein. Sie wird wesentlich Avbeitsgevreinschasten bil- den, in denen die Arbeiterkreise Groß-Berlins Gelegenheit haben «oerden, sich gründlich im wissenschaftlichen Denken ausbilden zu könne«. ES sollen auch die Vortragsreihen sachgemäß gegliedert unö niUcinander in Verbindung gebracht werden. Ein seminar- artiger Betrieb mit Arbeiten und Uebungen der Teilnehmer wird ihre intensive. Mitarbeit herbeiführen. Mitglieder des Vereins können werden t. Gemeinden, die die Volkshochschule unterstützen, 2. Arbeiterorganisationen und Ver» bände von solchen, soweit sie mehr als 5000 Mitglieder haben. 8. die Bildungsorganisationen der Groß-Berliner Arbeiterschaft, soweit sie von Körperschaften eingesetzt sind, die mehr als 5000 Mitglieder zählen. Der Verein wird von einem Vorstand geleitet, in dem sowohl Vertreter der Gemeinden, der Arbeiterorganisationen, der Hörerschaft wie der Wissenschaft sitzen. An der Uni- versität wird eine besondere Beratungsstelle geschaffen, welche die Verbindung mit der Hochsckulwissenschaft herstellen wird. Ein dort einzurichtender Arbeitsausschuß, der zur Hälfte aus Ver- tretern der Volkshochschule besetzt wird, gibt die Gewähr dafür, daß bei der Auswahl der Dozenten usw. alle Rücksichten auf die Bedürfnisse der Arbeiterschaft genommen werden. Der Vorstand wird gewählt von einem größeren Ausschuß, dessen Bildung jetzt alsbald in Angriff zu nehmen 1 ist. In diesen Ausschuß können die angeschlossenen Gemeinden ihre Vertreter entsenden, und zwar für jede- angefangene Fünfzigtausend ihrer Einwohnerschaft je einen biS zum Höchstbetrag von 3 Vertrete»,. Die Arbeiterorga- nisationen und ihre Verbände stellen je einen Vertreter(inSge- samt 35), 20 Vertreter sind den Bildung-organisationen der Groß- Berliner Arbeiterschaft, also im wesentlichen den BildungSaus- . schüssen der beiden sozialdemokratischen Parteien zugestanden. Weitere Mitglieder stellen die Hörerausschüsse, der Lehrkörper, die Organisationen deS freien Volksbildungswesens sowie einzelne .Persönlichkeiten der Wissenschaft und des freien VolksbildungS- wesenS. Die Revolution hat die Bahn frei gemacht für da? VildungS- �veseq der groß�« Kkaffe. Im innigen Zufanunenwirken der Ge» fchast im Kmege und tinler der Fortdauer der durch dkefe ge- schcrffenen Einschränkungen der Zufuhren. Wv Verbindungen der Produzenten, des Groß- oder des Kleinhandels den Mangel an Zufuhren zu wucherischer Preistreiberei ausnutzen, wird die � gesetzgeberische Gegenaktion notwendiger Schutz der Allgemein- heit. Nur die Zweckinäßigkeitsfrage entscheidet über Art und Ilmfang dieser Gegenaktion, kein Rechtsprinzip steht ihr im Wege. Denn der freie Handel istkeinRaturrecht, auch er ist n u r s o z i a les Recht. Soziales, d. h. von der Gesell- schaff(Reich, Staat, Gemeinde) eingeräumtes und daher den gesellschaftlichen Bedürfnn'wn unterworfenes Recht ist die Koalition der Unternehmer m Produktion und Handel. Das mögen sich namentlich die koalierten Produzenten und Händler gesagt sein lassen, die jetzt gegen die Kontrollvorschristen Sturm lattfen, denen der Verkehr in notwendigen Bedarfsartikeln unterworfen werden soll. Es gibt kein soziales Recht gegen die Allgemeinheit. Jeder Sozialdemorkat wird diesen Satz rückhaltlos unter- schreiben, denn er ist der dem Sozialismus zugrimde liegend« sozialeRechtsgedanke. Dietem Rechtsgedanken entspringt die Verwerfung des Stveiks der Aerzte durch die sozialdem okrati s che Arbeiterschaft. Rein ökonomisch betrachtet stände daS Koalitionsrecht der Aerzte auf deiirfelben Blatt wie das Koalitionsrecht der Ar- bester. Daß der Arzt in der Mehrheit der Fälle heute noch immer einer anderen Gesellschaftsklasse entstammt als der Arbeiter, und zwischen ihm und dem Verbraucher seines Dienstes(außer in Krankerchäiffern. Sanatorien usw.) kein Zwi s chen Unternehmer steht, ändert daran noch nichts. Aber der Arzt erfüllt ein« Funktion, die für einen großen Teil der- jenigen, welche ärztliche Hilfe brauchen, nnenH ehrlich sein kann, und das macht den Streik der Aerzte vom Stand pimkt des sozialen Rechtsgedaukens aus so anfechtbar. Von der Funktion nrüffen wir ausgehen, um den Maßstab fiir das soziale Recht des Streiks zu finden— bei Arbeitern wie bei Angehörigen anderer Gcsellschastsschichten. AlleL, was hier zuletzt ausgeführt wurde, gilt mit den nötigen Modifikationen auch für den Streik der Arbeiter. Nicht jeder Streik ist deshalb schon dem anderen gleichznsetzeu, weil hier und dort es Lohnarbeiter sind, die in Frage kommen. Es zeigt die ganze Verlosterung des moralischen Urteils, wenn Leute, die sich für radikal hatten, diesen Unterschied der Funk- fton als nicht existierend behandeln, um den Arbestern nach dem Mim-d reden zu können. Mit der größeren Wichtigkeit der Funktion für die Allgemeinheit steigert sich auch die Ver- pflichtung der Allgemeirchest gegenüber. Arbeiter, die an so Verantwortlicher Stelle stehen, daß die Richters üllung ihrer Funktion der Allgemeinheit schweren Schaden zufügen würde, sind auf jede Weise dafür zu entschädigen, daß ihr Streik anders beurteilt wird als der Streik dieler ihrer Klaffen» genossen. Aber die gleiche Einschätzung deS Streiks bei hochgradigem Unterschied in der sozialen Mchftgkest der Funktion widerspricht allem sozialen Rechtsempfinden. Es ist nicht vollständig dasselbe, einer Großstadt die Wasserzuftchr abzusperren und ihr die Milchzuftibr vorzuenthalten, aber es kommt sich in den Wirkungen auf die Volksgesundhest außer- ordentlich nahe. Wer denen, welche über das Wohl der All- gemeinhest zu wachen hoben, das Recht abspricht, dafür Vor- sorge zn treffen, daß diese von einer. Wafferkalamität bewahrt bleibt, der schwächt, damit auch ihr Recht denjenigen gegen- über, welche heute ruchlos mit dem Milchstreik drohen. Im übrigen kommt für das moralische Urteil— und mn dieses handelt es sich in dieser Untersuchung— selbstverständ- sich auch die Lage der Betreffenden in Betracht. Die Masse, die es in der Hcmd desjenigen duldet, der wirklich.nirgends Recht kann finden", wird eS als verbrecherisch bei dem be- trachten, der über hinnanere Mittel, verfügt, fem Recht zu suchen. Eduard Bernstein. meinden. der Körperschaften der Arbeiter und der Wissenschaft im weitesten Sinne soll siir Groß-Berlin ein« VollSuniversität er- stehen, die ihre Tore für jedermann geöffnet hält, und das Bil- dnngsprivileg der Besitzenden aufzuheben berufen ist. Eine Basis ist geschaffen, auf der sich Voll und Wissenschaft in fruchtbarer Wechselwirkung finden werden. Di« Arbeiterschaft wird ihren Sieg bekrönen, wenn sie sich als würdig« Erbin und Verweserin der Geistesschätze erweist.__ Erinnerungen an Ziume. Von Gerhardt Lehn. F i u m e, der Hauptseehafen de»«instigen Ungarn, steht gegenwärtig im Mittelpunkt de» Interesse» von ganz Europa. Wer jemals die reizend am Ouarnerogolf liegende Stadt durchwandert und kennen gelernt hat, wird das Streben Italiens nach dem Besitz von Fium« verstehen. Ob dadurch den Lebensbedürfnissen der Stckdt Rechnung getragen wird, bleibt freilich unberücksichtigt. Hier heißt es eben wie überall:„Hat, hat!" Wenn nur nicht aus der Komödie noch ein Trauerspiel wird! Der Leidtragende dabei würde einzig und allein die Stadt selbst sein— und.das wäre wirklich schade. Den schönsten Anblick bietet die unmittelbar am Meer gelegene Stadt dem sich ihr per Schiff nähernden Fremden. Ter- rassenförmig breiten sich ihre Häuser aus und ziehen weit hinauf die Bergeshöhen ringsum. Die weite Wasserfläche ist übersät von Ochisfcn der mannigfaltigsten?ct gnd Größe. Gewaltige, wen ins Meer hinausragende Molen schaffen einen sicheren Hafen. Riesige Docks und Lagerhäuser eicheben sich an seinen reichbeleb- ten Quaistratzen, wo die vom Orient und Occident zurückkehren- den Dampfer ihre Schätze entladen. Jstrien liefert Steine, Kroatien Ballen und Baumstämme und Dalmatien schließlich die dicke, reichbegehrte Wolle seiner Herden. Durchwandert man die reich- belebten Straßen und Promenaden, so findet man allenthalben ein überwiegende» italienisches Gepräge. Hier ist etwa», was die Reichsilaliener nie verstanden haben: ein Gemeinwesen von alter italienischer Kultnr, das jedoch mit dem italienischen Staat keiner- lei Zusammenhang hat und ihn auch gar nicht haben will. Nach kurzer Wanderung erreicht man eine Brücke, nnter der der Rjeka- oder Rccinafluß seine Wassermassen der ncchen Adria entgegenwälzt. Ueberschreitet man den Fluß, so besindet man sich in der am Abhang der jenseitigen llferberge sich ausbreiten- den kroatischen Stadt Susak, in der kein italienisches Wort gesprochen wird und keine italienische Auffchrift zu finden ist. Mit einem Schlage ist man wie in eine andere Welt versetzt, und dies alles nach einer Wanderung über eine etwa fünfzig Meter lange Brücke! Wenn man es nicht selbst erlebt hätte, würde man es nicht glauben. Der Recinabach trenut das Fiumaner Stadtgebiet vom kroatischen Staatsgebiet. Er trennt gleichzeitig haarscharf die Kulturen und Sprachen zweier benachbarter Völker. Um nun eine Einigung zwischen diesen beiden feindlichen Brüdern zu er- zielen, plant man, den Flutzlauf den SchiffahrtSbedürfnissen ent- sprechend auszubauen und Susak als Hafenstadt den Kroaten zu übergeben und Fiume den Italienern zu überlassen. Eine Lösung des schwierigen Problems, bei dem der Wunsch der Vater des Ge- danlens ist und noch lange nicht Frieden und Eintracht auf die Dauer garantiert. Rechts von der Rjeka leben Menschen, die Spaghetti essen, in der Schule Dauteberse lernen und die Straßen nach Galilei be- Der parlamentaristhe Untersuchuags- ausschuß. Derparlamentarische UntersuckungSauSsckutz trat gestern zu seiner > ersten Sitzung unter L»orsitz de§ Abgeordnelen Petersen in öffentlicher Verhandlung zusammen. Die Beratungen hatten die > Feststellung des Arbeltsplanes zum Gegenstand. Der SuS- ickuß nahm in allen wesentlicken Punkten die Vorschläge des Abge» ordneten Dr. Sinz heimer an. Hiernach wird als Aufgabe de» Ausschuffes angesehen, daß die Untersuchung auf die Beantwortung bestimmter Fragen gerichtet wird. Vier NnterauSschSsse werden gebildet, die sich mit den folgenden Gegenständen zu be- soffen haben: 1. Aufklärung der Vorgänge, die im Juli 1S14 al» Folge des Attentat« in Serajewo zum Sfnöbriich des Krieges geführt haben; wobei sich die Aufklärung erforderlichenfalls auch auf die- jenigen Vorgänge erstrecken soll, die vor diesem Zeitpunkt sich ab- gespielt haben. 2. Aufklärung sämtlicher Möglichkeiten z« FriedeuSbesprechunge» mit den Feinden zu gelangen und Aufklärung der Gründe, die solche Möglichkeiten und dahingehende Pläne deutscherseits zum Scheircrn gebrockt baben, bezw. wenn Besprechungen statt- gefunden haben, aus welchen Gründen solche Besprechungen er- so lglos geblieben find. � � 8. Aufklärung über kriegerische Maßnahmen, die Völker- rechtlich verboten waren, oder ohne daß sie völkerrechtlich verboten waren, doch unverhältnismäßig grausam oder hart waren.(Insbesondere Verwendung giftiger Gase, Ab- tranSport von Zivilpersonen auS den feindlichen Ländern zur Zwangs- arbett, Wirkung der Blockade auf die Ernährung der Bevölkerung und ihre Sterblichkeit, militärische Zersrörimgsmaßnahmen in Nord- frankreich, Behandlung der Kriegsgefangenen durch die kriegführen« den Länder). 4. LusllSrung über die wirtschaftliche» KriegSmaßaahmen an der Front, im besetzten Gebiet, die d öl k e rr e ch t» w i d r i g. waren oder deren Durchführung ob»« einen besonderen militärischen oder wirlschaftlichen Vorteil zu versprechen eine für die betreffende Be- völkerung nnd deren Land nicht zu rechtfertigende Härte mit sich bringen mußten. Zu den Verhandlungen war der Minister de» Auswärtig«« Hermann Müller persönlich erschienen. Er erklärte, daß die Re- gierung bereit sei, daS gesamte Aktenmaterial rückhaltlos de» An»- fchuß zur Verfügung ,» stelle«, daß die heutige Regierung nicht da« geringste Jaterrssr daran habe, die Maßnahmen der alten Regier»»» irgendwie z« decken, daß bereits veranlaßt worden sei, auch die militärischen Stellen nnd die Gesandtschaften der Einzel« staaten zur Herausgabe des ganzen Materials zu veranlassen, daß die in Aussicht genommene Veröffentlichung der den Kriegsausbruch detreffeudeu Urkunde» baldig bevorstehe und eine Grundlage für die Untersuchungen deS Ausschusses bilden soll. Abgeordneter Dr. Schückmg ergänzte diese Mitteilungen, indem er mitteilte, daß daS von Kautz ky zusammengestellte Material ahne jede wesentliche Aenderung publiziert würde. Es entspann ficü eine längere Debatte über die Frage. ob verfassungsrechtlich den Unterausschüsse« ein Recht zur eidlichen Vernehmung von Zeugen zusteht. Man einigte sich dahin, um die Eidesleistungen vor den Nnlerausschüsse« vor allen rechtlichen Zweifeln mit allen rechtlichen Folgen sicherzn- stellen, die Rationalversammlung den einmütigen Antrag zu unter- breiten, die Unterausschüsse unmittelbar als parlamentarische Unter- WchungSauSschüsse mit den Rechten der eidlichen Ber- nehmung einzusetzen. Den UnterauSschüsseu sollen Sachverständige als wissenschaftlich« Hilfskräfte beigegeben werden und außerdem soll die Anstellung besonderer Sekretäre mit einem be- sonderen Bureau für die Arbeiten deS Untersuchungsausschusses er-. folgen. Die nächste öffentliche Sitzung findet in den nächste« Tagen statt. In ihr solle» die Mitglieder der Unterausschüsse be« stellt werden._ flu« öer Iratttoa. Die sozialdemokratische Fraktion der Nationalversammlung wählte gestern den Genosse« Schetdemann wieder zu ihrem Vorsitzenden. nennen, links davon findet man den Jelacicplatz, die Einwohner essen gern Papriziertes und Schweinernes und haben in der Schule Lodevit Gas und Gundulic gelesen. Mit dem Fortschritt des slavischen Einflusses sowohl hier in Fiume als auch in Dal- matten hält jedoch�die Ausbreitung der stalieuischen Sprache nicht gleichen Schritt. Sie ist nur eine Folge literarischer Bildung, doch nicht ein Zeichen politischen UebergewichtS. Die Kroaten, die, wie alle Slaven, ein wunderbare» Sprachtalent besitzen, lernen die italienische Sprach«,»m mit deren Hilf« langsam aber sicher ihren ständig wachsenden Einfluß durchzusetzen. So wird denn allen t- Halden an der ganzen fftrischen und dalmatinischen Küste al« Ein- heitSsprache italienisch gesprochen, aber nur als Mittel zum Zweck. Die„Lände rraub Politik benützt aber die Sprachenfrage als Vorspann. Ebenbürtig der Großartigkeit de» Hafen»»rit seinen Kunst- bauten und seinem regen Lebe« und Treiben ist die Schönheit der Aussicht, die man vom hochgelegenen historischen Frangipanischloß Tersatw mit seiner berühmten Wallfahrtskirche zur Madonna von Tersatto genießt. D'cht nebeneinander hängt in der Kirche ei» Seebild neben dem anderen. Die Namen der Künstler findet man in keinem Buch«, auch Formengewandtheit und technffches Können sucht man vergebens. Aber alle Bilder haben«toa» gemeinsam: Den Zug zur Andacht. Man ftihlt e« förmlich, wie die Künstler sich hineingelebt haben in den Sturm nnd das Wetter und nun den ruhigen Beschauer mit fortreißen wollen zur Erschütterung und zum Gruseln. Und wenn der einheimische Betrachter sich voll. gesogen hat mit der Angst um seine auf dem Meer befindliche« Angehörigen, dann soll er hingelenkt werden zum Glauben an die Retterin aus Schfffsnot, zur.Madonna von Tersatto". Aus Kroatien und Slavomen kommen die Männer und Frauen zur wunder- tätigen, berühmten„Madonna von Tersatw". Den steilen Stufen- weg ziehen sie den Berg hinan, singend und betend. Vor den Al- tären am Wege knie» sie nieder und bringen ihre Wünsche und Gelübde vor. Ein älterer Mann liest und trägt die Gebete vor. Der Chor fällt mit einem Choral ein. Nachdem sie sich bis zur Kirchenpforte durchgesungen und durchgebetet haben, betreten sie erwartungsvoll das Gotteshaus, um die Madonna in ihrer Herr- lichkeit zu schauen._ -„Eine Nacht i« Venedig, ein« weniger bekannte Operette von Johann Strauß, gelangte am Mannheimer Nationaltheater znr Erstaufführung. Karl Hagemann hat das Werk für dte moderne Bühne bearbeitet und besonders da« alte Textbuch gründlich umgestaltet. Die burlesken Bestandteile der Operette wie» er an die ihnen gebührende zweite Stelle, um dafür das MaSken-VerwechSlungSspiel in den Vordergrund zu stellen. Die Musik des Wiener Meisters, den die moderne Operette allzuseher in den Hintergrund gedrängt bat, war ein rechter Ohrenschmaus. Echt italienische Farbenpracht wetteifert« mit einem abgerundeten gusammrnspiel, um dem Meisterwerke zur erfolgreichen Auferstehung zu verhelfen. H. ö. Kniistchronik. Zum 80. Geburtstag HanS Thomas ist t» Kupserstichkabinett eine Ausstellung von seinen Steindrucken und Ra- dierungen eingerichtet. Vwrträge. In den BortragS-Zyllen im Schillersaal, Tharlottenburg, spricht Prof. Schubring über ein besonders aktuelles Thema:» M a t�t h r a K G r ü n- w a l d und den Jsenheimer Altar m Colmar'. Beginn Di-nStag. den 14. Okt.. nachm. 4-/, Uhr.— Dte Borttäge von Fri» Stahl über .Da« alte Berlin' deoinn-n Freitag, den 10, Okt., nach«.» Uhr. AbonnementSheste für jede» ZhkwS S M. Gegen Möeutfthe vvö Kommuntsten. Wir haben wiederholt auf die schamlose Agitation hin- gewiesen, die sowohl von alldeutscher wie von kom- m u n i st i s ch e r Seite in den Gefangenenlagern be- trieben wird. Beide Gruppen rechnen hierbei auf die Poll- tische Kenntnislosigieit der deutschen Soldaten, die zum größtenteil jahrelang der Heimat fern gewesen sind und sich deshalb den inneren Verhältnissen in Deutschland ein wenig entfremdet haben mögen. Daß jene Kreise aber das Jnter- esie unserer nunmehr zurückgekehrten Gefangenen an den Vorgängen in Deutschland und ihr Verständnis hierfür ge- waltig unterschätzt haben, beweist nachstehendes Tele- gramm, das wir aus Altengrabow erhalten: Die Kommunisten sowohl als auch die Mo«- a r ch i st e n versuchten, uns für ihre Bestrebungen cinzufan- gen. Demzufolge erklären wir 2500 im Lager Zlltengrabow an» wesenden deutschen Kriegsgefangenen einstimmig: Durch neu« Unruhe» i» Land« wird die Hoimsendung un- serer in Frankreich gefangen gehaltenen Kameraden gefährdet, unser Baterland in immer größeres Elend gestürzt und unsere gefangenen Kameraden der Verzweiflung und dem verderben preisgegeben. Wer selbst eS durchgemacht hat, weiß, welche Ge- fahren und welch«? Elend ein Winter für in Gefangenschaft Schmachtende bedeutet. Wir erklären deshalb nochmals» voll bewußt der Tragiveite dieser Kundgebung: Wir wallen Ruh« im Lande, um unsere Kameraden aus der Gesangen- schaft zu befreien, und, wenn nötig, werden wir die Regie- r u n g mit allen Kräften unterstützen. I. A.: W. Bange» Offizierstellvertreter. Diese Erklärung der heimgekehrten Kriegsgefangenen zeichnet sich neben ihrer erfreulichen Ruhe und Bestimmtheit durch ein großes Maß von aufrichtigem Mitgefühl mit den noch rn Gefangenschaft befindlichen Kameraden aus, ein Mit- gefllhl, das zwar von Alldeutschen sowohl wie von Kommu- nisten in jeder Kundgebung gleichfalls geheuchelt wird, sich aber in ihrem Munde als nichts anderes denn als s r e ch e Demagogie erweist._ Heimkehr aus Aegypten. Die Reichszentralstelle für Krieg«-«nd Zi- vilgefangene teilt mit: Bei der deutschen«Waffenstill st apdskom- Mission ging eine neue Note der englischen WaffenstillstandÄommisiion ein, in der erklärt wird, die Heimsckaffung der deutschen Gefangenen aus'Aegypten werde in Kürze beginnen und die Heimschaffung der Gefan- genen aus anderen britischen Kolonien sei in die Weg« geleitet. Eine britisch-deuffche Unterkommisston zur Siegelung der verschiedenen Schiffsfragen wird nicht für nötig erachtet. Zum Metallarbeiterftreik. Vn einer äußerst stark besuchten Versammlung der S. P. T.-Mitglieder des Deutschen Metallarbeiterverbandes im Lehrervereinshaus hielt Gen. Adolf Cohen einen Vortrag über die ArbeitSgeuiernschast. Heber den Verlaus der Versammlung werden wir in unserer nächsten Nummer Näheres berichten. Die Versammlung nahm». a. folgend« Entschließung an: Die Versammlung de? der S. P. D. angehSrende» Metallarbeiter spricht den Streikenden ihre vollste Sympathie in diesem wirtschaftlichen Kampfe auS und verpflichtet sich, mit allen Kräften dazu beizutragen, denselben mit Erfolg zu beenden. Einem etwaigen versuch� diesen Kampf«ff da« po- litisch« Gebiet zu drängen, werden wir aber energisch ent- gegentrete» und ertuarteu von den Streikenden, sich dazu nicht mißbrauchen zu lasten. Die Versäum, lung forderte werter einstwnnig mit Rücksicht darauf, daß dieser Streik die unbedingte Notwendigkeit de« Zusammenarbeiten« der Metallarbeiter ohne Unterschied der politischen Richtung gezeigt hat, daß der„Vorwärts" so- fort wieder als Publikationsorgau des Metallarbeiterver- bände« benutzt wird._ Die£00* im Zettvngsgewerbe. 5» der gestrigen»erfSltte» Berhammln» im SchuSheiß, .d-i�rrheit*, der Augesteilten de» Z«itw"gSg«,x'rbl's berichtete Dr. Pfirrman» über den Stand der Dwriftewsgwng. An ein« öffentlich», Bersommtung in d« Phtlharmonie habe man die freie» Gewerkschaften zur Verhandlung beauftragt. Der Vorschlag der Unternehiner. emen Reichstarif abzuschließen, sei nur ein Ver- schlepp, ingsrnanöver gewesen. Trotzdem nur die frei», GeWerk- schasten beauftragt waren, in Verhandlungen eim zutreten, ver- langten die Unternehmer, daß auch die gelden Verbände zu den Verhandlung«, hinzugezogen werden. ES ist daher überhaupt nicht zu Verhandlungen gekommen. ES handele sich hier rnn die Entscheidung, ob die Angestellten rein« Arbeitnehmerinteressen ver. trete» oder sich auf den Boden der Harmonieverbände stellen wollte».— B u b l i tz(ZentraÄvrband) weist eS als lächerlich zurück, dem Kampf politische Momente zu unterschieben und den- selben mit dem Metallarheiterstreik im Verbindung twinge» zu wollen. An der Diskussion wurde von Harmonieverböndlern behauptet, daß der Zentralverband die Sachlage entstellt habe und daß der Abbruch der Verhandlungen nicht hätte erfolgon dürfen. Es kam zum Ausdruck, daß man nicht sofort in den Streik treten wolle, sondern ti noch einmal versuchen müsse, zu Verhandlungen zu kommen. Eime Resolution, in der die Ansicht ausgesprochen wich, daß die freien Gewerkschaften am besten die Jnter- essen der Angestellten vertreten und die Arbeitgeber ersucht werden in Verhandlungen zu treten,>oird angenommen. De» Arbeitgebern wird eine Frist ,ur Antwort bis heute nach- mittag 3 Uhr gegeben. Di« Angestellten versammeln sich heute abend m Uhr im Schultheiß, Hasenheide. Zentrums-„Hrunüsätze". Stadtrat Esser, Mitglied der Zentrumsfraktion der Preußischen Landesversammlung, sprach vor kurzem in einer Steglitzer Versammlung über die.politische Lage. Er führte u. a. au«, daß die Verstimmung in Zentrumskreisen «eist auf einer Lerkennung der Tatsachen beruhe. Die Partei habe nach der Revolution gar nickt ander? handeln .können. Da» Zentrum mußte, um ziemlich viel zu retten, An- , schluß nach link» suchen, denn alle Fühlung nach rechts war ver- loren gegangen. Aber seinen Grundsätzen werde das Zentrum stets treu bleiben. In sozialen Dingen mußten Zugeständnisse gemacht und auf dem Wege der Sozialisierung ein Stückchen mitgegangen werde». Aber nach und nach werde man Uebereiltes wieder gut machen. Langsam vermittelnd werde das Zentrum weiterarbeiten, »m den Boden für die künftige Umkehr zu bereiten. Abgaben von öen£eÜLrgewwu*a. Im Reichswirtschaftsministerium steht ein Gesetzentwurf vor dem Abschluß, der die Einziehung von zwei Dritteln des Gewinns aus dem Verkauf von Häuten vorsteht. Der Er- trag soll Reich und Gemeinden za dem Zwecke zugeführt werden, eine Verbilligung des Fleisches zu er- möglichen. Ein weiterer Gefetzentwurs sieht Einziehung der Konjunkturgewinne- von Leder vor; der Ertrag soll zur Ver- billigung des Schuhwerkes verwendet werden. Auflösung von Kommunistenversammlungen Eine Sokalkorrespondenz meldet: Die Kommunisten hatten für Dienstagabend 30 Versammlungen einberufen. Mit der Möglichkeit rechnend, daß diese Versammlungen verhoben würden, hatten die Einibernfer zum Nachmittag an den gleichen Orten, wo die Abend- Versammlungen stattfinden sollten, Ar bei t S lo se n versammlun- gen einberufen und vorschriftsmäßig angemeldet. Diese Ver- sammlungen vertagten sie, um sie dann abends unter falscher Flagge wieder zu eröffnen. Die Polizei und die neugeschaffenen SickerheitStrnppen lösten jedoch alle diese nicht angemeldeten Versammlungen auf. Di« Auslösung vollzog sich fast überall ohne ernste Zwischenfäll«. Die Einberufcr und Redner waren durch ausgestellte Beobachter vom Herannahen der Polizei gewarnt worden und verschwanden in der Menge. In den.Prachtsälen Moabit" war der Wirt von dem polizeilichen Verbot benachrichtigt worden«nd öffnete deshalb nicht erst sein Lokal. Im G e w e r k- s ch a f t s h a u s« war der große Saal gefüllt. Ein starkes Militär- auf gebot war am Kanolufer ausmarschiert. Punkt 7 Öhr erschien ein Hauptmann mit zirka 30 Mann im Saal und erklärte bau Versammlungsleiter, daß er beauftragt sei, die Versammlung aufzu- lösen. Der Versammlungsleiter versuchte den Offizier davon zu überzeugen, daß eZ sich um eine vom Nachmittage vertagte Versammlung handle. Der Offizier erklärt« jedoch, er verhandle nicht, sondern habe lediglich für die Räumung des SaaleS zu sorgen: wenn der Versammlungsleiter die Versammelten nicht von der Auf- lösnng in Kenntnis fetze, so werde e r die? tnn. Als der Ver- sammlungsleiter sodann versuchte, der Vetsammlung in weit- abschweifender Rode dies mitzuteilen, fiel ihm der Haupt- mann WS Wort und erklärte, die Anwesenden müßten den Saal sofort räumen. Unter Hochrufen auf die Internationale und Schmährufen gegen NoLke wurde der Saal geräumt. Vor der Tür wurde, die Parole ausgegeben» die anfgelöste Versammlung auf dem Mariannenplatz abzuhalten. Dort fanden sich ungefähr 300 Personen zusammen. Ein Redner führt« etwa anS: man sehe, daß der Spartakusbund nach wie vor da sei. Die deutsche Revolution habe die Erwartungen der russischen Brüder schwer enttäuscht. Heute stebe die Sowjetrepublik stärker denn je da« Die deutsche Regierung Ebert-NoSke müsse gezwungen werden, unverzüglich frted- iiche Handelsbeziehungen zum SoJvjetrußland aufzunehmen.— Plötzlich erscholl der Ruf: „JUSte fmnmtk* Ew Teil der Versammelten nah« schleunigst Reiß««», währeich die Mehrzahl der Anwesenden blieb. Als da? Lastauto mit ungefähr BO schwer bewaffneten Soldaten angelangt war» räumten die De- monstranten auf Aufforderung deS Offiziers den Platz. Ein Mann, der versucht«, die Demonstranten zusammenzuhalten, wurde fest genommen. Bei einer Zusammenrottung mit der Absicht, den Ver- hafteten zu befreien, wurde Waffenyebrauch angedroht.— Hierauf zerstreute sich die Menge unter großem Lärm. vor Uonche« w potea.. Der Krosaoer.Tz«»" erfährt wie z. B. Breslau, haben jetzt selbst Eisenbahn» wagen und Lokomotiven erworben, um Kohlen für den Ge- brauch der Bewohner direkt beziehen zu können."— Man fragt sich, wie eS möglich ist, daß der Eisenbahnminister über Mangel an. Lokomotiven klagt, während eS den Städten möglich ist, solche für Koblentransporte zu erwerben. Wir richten deshalb an ihn die bescheidene Anfrage, wie er sich das zusammenreimt. Uebergang des MilitärversorgungswesenS auf daS ReichSarbeitS- miuisterium. Eine vom Reichswehrminister und ReichsarbeitSminifter gemeinschaftlich unterzeichnete Verfügung besagt, daß mit dem 1 Oktober die Leiiung des MilitärveriorgungSweienS e i n h e i t« l i ch für da» ganzeReichaus das Reichsarbeitsministerium übergeht. Staötverorönetenversammlung. Erregte ReligirmSdebatte. Zwecks Errichtung einer Beratungsstelle für vorübergehend im städtischen Obdach unterge« brachte Flüchtlinge sollen bem Roten Kreuz Mittel zur Verfügung gestellt wenden. Zum Antrage der U. Soz. und Soz. betr. Befreiung der Schulkinder vom Religions- Unterricht beinerkt Hoffmana(U. Soz.): Immer wieder wird tf als heilige Pflicht jede? Lehrers hingestellt, Eltern und Kinder zu beeinflussen. Wenn auch der vorliegende Antrag den Lehrern die Bseinflussnug in ihrer amtlichen Eigenschaft verwehrt, so n-erben sie es immer noch privatim tun. Nicht nur die Schüler, auch die Lehrer müssen vom Religionsunterricht beffeit werden. Die Lehrer, die Moral- und Sitieimuterricht erteilen wolle«, dür- fen nicht gezwungen werden, dazu erst eine Gonehmtguna einzu- bolen. Dann ist es von allerhöchster Wichtigkeit, Schul« und Hau» nicht in Konflikt miteinander zu bringen» was un- vermeidlich ist, wenn das Haus ander» d*Ät. Außerdem ist die Bibel durchaus kein Buch für Kinder; sie weiden durch diese geschlechtlich vorführt und verdorben.— Cassel(Dem.): Es Tann. Beeiuflu is ungeu" geben, die durchau« nicht unzulässig sind; das hat Herr Hoffmann selbst zugegeben. Daß wir die Gewiffens- frei heu absolut vevtoeten haben und vertre�u, muß auch der Kollege Hoffmann wissen; schon ISW habe ich den Antrag�auf Befreiung der Dissidentenkinder namens der Partei befürwortet. Wollen die Eltern vom Lehver einen Rat, so soll er chiesen auch erteilen dürfen; das wird sogar bis in die Reihen der Sozialdentv- Traten binei« gebilligt. Auffrängen aber soll er ihnen seineu Rat nicht. Toleranz soll geübt werden, aber gletchmäftig nach allen Seiden.— Hübner(So*): Jede Beeinflussung hat zu«uter- bleiben. ES steht fest, daß in manche» Fällen Kinder, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, be>uacht«ligt werden. 0#■ geht darum, daß die Behörde den Lehrern sagt, wie sie die volle Gewissensfreiheit gesichert wissen will, und das kann nur mit dem Antrag Wehl-BrunS erreicht werde«. Nickt um eine Gegnerschaft gegen die Religion, sondern um ein« Rechtsfrage handelt es sich Unser Antrag spricht lediglich auS, woS Art. 149 der Verfassung statuiert.—«stadtschulrat Dr. Fischer sucht dar- zutun, daß die Schulverwaltung duvchauS loyal verfahren ist, und sagt bezüglich der Vorkommnisse i« der 108. Gemeinde- schule, auf die Hofftnaim hingewiesen hatte,.Rsmedur zu. Der Stvett d«S Tages müsse von der Schule ferngehalten werden.— Koch(Bg. Vyg.): Die Durchführung des Antrages macht den leben. diyen Lehrer überflüssig; ein Grammophon wüwde genügen, den Schülern mitzuteilen, was die Parteidoktrin vorschreibt. Aller Unterricht soll erziehlich sein; alle Erziehung aber ist Berti«- flussung. Von der Beeinflussung der Kinder und Eltern durch fozialdemokratijche Lehrer hat Herr Hübnor geschwiegen, nach Zeiwngsberichten ist er bvi den Eltern mit seinen Beeinflussumgs- versuchen gänzlich abgefallen�. Warum hat der Rektoe Friese sein GtadjverottmetcnmauÄai niedergelegt? So lange kann man nicht warten, bis Herr Adolf Hoffmaun alle? zugrunde gerich- tet hat, was an sittlichen und religiösen LSerten noch im Volke vochawden ist. Der ganze Sozialismus ist eine vom alten Inden- tum und Christentum erborgte Lehr«, darum ist den SozioQemo- Traten das Christentum eine gefährliche Konkurrenz.— Dr. Lam- merich(Chr. Vp.) sieht in dc-r Steillüngnahme der SchuLepuiaiio n eine Selbstverstau M: chkeit. Den Sogtalisten� schein« der Kamm beide uicnd geschwollen zu fein, in ihrem Größenwahn gingen sie über all«? Maß hinaus.(Stüßnijscier Widerspruch der Mchchett; dar Vorsteher Dr. We»l rügt den Ausdruck.) Weg mit den Jako- binerhänden von der christlichen'Sch nie!(Lachen bei der Mehrhert.) Die von den Soz. eingeleitete Bewegung zugunsten der Vierwell- lichung der Schul« mache Fiasko. Auch die Lehrerschaft habe sich in ihrer großen Mehrheit gegen die weltliche Schule erklärt. S»- lange das Zentrum da sei, werde der Religionsunterricht aus der Schule nicht verschtvinden; die So z i a tde myk rat i e und derSozialiSmu« seien vorübergehende.Grschewungen. (Geläckter bei der Mehrheit.)— Hübner: Vorübergehende Er» scheimlngcn sind gerade derartige AgitatiouSreden de? ZentrumA zum Fenster hinaus. Unerträglicher Gewissenszwang sei es, die Kinder von Jugend auf mit den Machtmitteln des Staat«? in die Religion hineinzuztvingen.(Andauernder de« übender Lärm rechts.)— Koch: Rektor Friese ist aus dieser Versammlung aus- geschieden, weil die Sozialdemokraten entgegen früheren ihm gege- benen Zusicherungen ihm ange sonnen haben, in seiner Schule lecht viel Verzichterklärungen zustand« zu bringen.— Brun» tSoz.): Rektor Friese, der sich zu userer Partei bekannt hatte, ist von seinem Mandat aus uns unhelamtlen Gründen zurück- getreten; von irgendwelcher Einflußnahme auf ihn seitens der Partei ist absolut kein« Red«. Noch heute gilt für uns der Programmsatz„Religion ist Privatsache"; wäre er verwirklicht, dann hätten wir uns diese Debatten ersparen kömten. Im Schluß- wort rechnet Adolf Hoffmann mit Dr. Lammerich und Koch ab. Judenpogrome in Berlin w Szene zu setzen, werbe ihrer Agitation nicht gelingen. Di« Schwierigkeiten in der ganzen Frage rührten daher, daß der Kultusminister Hänisch im Dezent- der«inseitig den Novembererlaß der beiden Kultusminister Hänisch� und Adolf Hoffinann auf Andrängen d-S Zentrums rückwärts revidiert habe. Hierauf imtd der Antrag Wehl-Bruns,„den Magistrat zu ersuchen, dafür Sorge zu tragon, daß.die Schulkinder auf schrift- lichen Antrag der Erziehungsberechtigten ohne weiteres vom Religionsunterricht befreit werden, und daß durch die Lehrer keinerlei Beeinflussung der Eltern oder Kinder versucht wirld." von der aus den beiden sozialistischen Fraktionen bestehenden Mehrheft zum Beschlutz erheben. Der ab schwächende Antrag Cassel erhält nur die Stimmen der Demokraten und de,r Rechten. Nach debatteloser Erledigung einer Reihe von Vorlagen» «. a. über die Gewährung eftter Beihilfe für das Blüthnov, Orchester, wird die Sitzung gegen 9 Uhr geschlossen.. Sportnachrichten. Frclcr Wandrrbünd. Sonntag: Niederstnow— Falkenbcrg�Frciea- Walde. Adsahrt ö,5ä Uhr Stettiner Fernbahnhos.. Sonntag: Erlner— Mcllcnlee— Erlner. Absahrt S,M Uhr Echiesijcher Bahnhof.— Heute musikalischer Abend« bei Hehle, Bovenstr. IS. Anwaltszwang, GcbilhrenerhShnng nnd Armcnrecht. .Uneiitgeltlichkeit der Rechtspflege' ist eine der Forderungen deS Erfurter Programms. RechtSanlvälte und Gemeindebehörden sind ober dabei, uns weiter denn je von der Erfüllung dieser Forderung abzubringen. Die Rechtsanwälte fordern eine weseni- liche Erhöhung der Sätze der Gebührenordnung und Abschaffung oder doch wesentliche Einschränkung der Bestimniungen über da» Arnienrecht. Die Gemeinden machen immer gröbere Schwierig» Aerantw. Air den redaktiou. Teil:»sre» Schol». Neukölln! für Anzeig. n: Hc=bct 6b(te, Scrlir Verlag: Vonnörts-Bcrlog ib. m. b. s., Berlin. Druck: Vorwärts. Builidruckerei und Lerlagsaittlalt Paul Singer u. Co. in Berlin. Lindenlir. S. Htrrz» S Beilagen. Meine Tauentzien- Filiale im Pfchorrhaufe Tauentzienstraße 13 wirü heute eröffnet. 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Rur beim Fort- gehen sieht man unten in der Vorhalle einen Posten und durch Berlin scheinen sich mehr Patrouillen und Wagen mit Maschinen-! gewehren zu bewegen als sonst. Aver eS scheint doch nicht, als ob j der freigcwählten Vertretung de? ganzen deutschen Volkes in> seiner Hauptstadt noch die Gefahr der Sprengung durch eine der-, hetzte Meigc drohen könnte. Inner: Valutadebatte, dann Tumultantengesetz. Genosse � Heymann letzt sich warm für die Gemeinden ein, denen nicht noch mehr Las: n zugemutet werden dürften. Uebliche Erwiderungen von rechts und von der Mitte. Die Debatte schließt. DaS Haus vertagt fi(j. Ein Auftakt. * 87. S i' u n g vom Dienstag, 30. September 1079, 'a nachmittags 3 Uhr. Am lb'gicrirngStisch: Erzberger, Noske. i Präsident Fchrcvbach: Di« de:tsre Ralionalverfammlung hat den Umzug von Weimar nach der Ss icktz Hauptstadt und nach dem Heim der deutschen Volks- vert'-ewng, v.flzogen. Möge dieser Umzug segensreich sein! (Beifall.) Seit mar ist die Nationalversammlung von einem schweren Bgclust betroffen worden. Der Abg. Friedrich Nau- mann, s t 1907 Mitglied des Reichstags,:st verstorben. In diesem a!~ Menschen wie als Parlamentarier hervorragenden Manne.handle Nationalversammlung ihren glänzendsten Redner verloren, zuslcich einen immer liebenswürdigen und bescheidenen freund, de- o: t seinen reichen GeisteZgaben der Menschheit ge- dient hat.-las HauS hat sich von den Sitzen erhoben.) Jfti, Kleine Anfragen. Abg."rsen(Dem.) weist die Behauptung zurück, daß die deutschen ch» er es verschuldet hätten, daß die deutschen Seeleute auf den die Entente abzuliefernden Schiffen nicht bleiben dürften, seine Anfrage hin bestätigt dieS Ministerialdirektor Dr. o. Jo ff-vq u i e r e. Abg. Loelz(To;.) teilt mit, daß Vertreter des Volksbundes zum Schutze»er deutschen Kriegsgefangenen in Bonn und Köln bcm englischen Gouverneur in Köln erklärten, infolge eines Versäurniff«? der deutschen Regierung sei die Frag« der Heimkehr der lkriegsgefangenen noch nicht endgültig gelöst. Auch wurde behaupbt, Reichskanzler Bauer habe gesagt, man habe kein Geld für lcberläuser. Solche Behauptungen dürft« man nicht unbeantwortet lassen. Reichskomrtssar� Stückle» stellt fest, daß die beiden Herren aus Bonn und Kol, diese� Aeußerungen tatsächlich gemacht haben. Der Reichskanzler k- natürlich niemals eine solche Bemerkung gemacht. Die Reich Sie g i e r u n g hat alles getan, um die Heimkehr d>r Kriegsgefangenen zu fördern. Das unwürdige Verh lten der beiden Herren muß vor der Veffenilich. keit gebrandmart werden. Die Regierung stellt mit Genugtuung fest, daß der �eimtranSport sich bisher durchaus glatt abgewickelt hat. Der Not-�tat. Es wird hievuf in die Beratung des dritten Not-Etatt eingegangen, der die Ermächtigung zur vorläufigen Regelung des Haftung der Gemeinden muß grundsätzlich«tSgeschlosse« sein. Für keine Stadi kann eine solche Haftung weniger in Frage kommen, als für Berlin. So wenig auch in diesem Haufe für Berlin Sympathien sind, so wird doch nicht bestritten werden kön- nen, daß Berlin seit Kriegsende mehr zu leiden gehabt hat, als ivgcmdeine Stadt in Deutschland. Bis zum 3. Seplemder sind gegen die Gemeinde Berlin nicht weniger als 15 534 Entschadi- gungsanfprück» erhoben worden, die einen Betrag von zusammen 50 bis 60 Millionen erreichen. Man behauptet, die Belastung der Gemeinden hätte eine vorbeugende Wirkung gege« Unruh»». Da? ist falsch, denn die Gemeinde kann nichts machen, um Un- rulhen zu verhindern. Auch auf die schlecht« Fuianzlage des Reiche? wird hingewiesen. Dagegen muß festgestellt werden, daß die Lage der Gemeinden in den meisten Fällen noch ungünstiger ist unid wabrscheiulich in der Zukunft noch ungünstiger Warden wird, denn der Staat belogt alle nur möglichen Steuerquellen mi* Beschlag ES ist daher nicht möglich, der Gemeinde auch nur ein Drittel der Schadensgu tmachung aufzubürden. In dem Gesetz- enbwurf fehlt auch die Bestimmung, daß in dar Kommission, die über den Schadenersatz zu beschließen hat, Mitglieder vorhanden sind, die als Vertreter der Geschädigten deren Interesse wahr- nehmen können. Ich beantrage Beratung im HauptauSschuß. (Beifall bei den Soz) Abg. Astor(Zentr.): Da» Gefetz ist unbedingt notwendig. Man kann die Revolutionsschäden nicht in gleicher Weise behandeln wie die Kriegsschaden. Die Kommission muß den Gesetz- entwarf so gestalten, daß das Staatsgrundgesetz, wonach alle Deut schon vor dem Gesetz gleich sind, dadurch nicht berührt wird. Wir beantragen einen besonderen Ausschuß von 28 Mitglie- dem.(Beifall im Zentr.) Abg. Barrwald(Dem.): Eine Haftung der Gemeinden, wie sie im Jahre 1850 galt, ist heut« nicht mehr aufrechtzuerhalten, denn oft sind die' Schäden bei Abwehr der Tumulte durch Reichs- trappen entstanden. Unterstaatssekretär Lewald: Ich wandere mich, daß alle drei Regierangspardeien diese Regierungsvorlage so stark bekämpfen. Ist das der Beginn de? parlamentarischen Systems?(Heiterkeit.) Die Gemeinden find nach wie vor haftpflichtig. Sie können sich durch Eiuwohnenvehre» gege» Tumult« schützen. ES steht nicht in dem Gefetz, daß der Reiche nichts be- kommt, der Arme aber entschädigt wird. Auch dar Reiche wird entschädigt, allerdings nur, wenn seine wirtschaftliche Existenz gefährdet ist. Auch der ReichSwegierung wäre es lieber, wenn alle Schäden vergütet woitdcn könnten. Hierzu fehlt«S leider an Mitteln. Ich bitte, diesen finanziellen GestchtSpirnft niemals aus dem Aug« zu lassen. Abg. Wamuth(Dnat. Vp.): Man wird die Haftung der Ge- meinden nicht vollständig ausschalten können. Im übrigen trifft die Regierung die Schuld an solchen Zustänkden, denn bei einem schärferen Zufassen wäre mancher Ausstand vermieden worden. Hierauf wird die Weiterbevatung auf Mittwoch, 1 Uhr, vertagt. Schluß 6X Uhr._ Inf der Tag�aduung steht die erste Beratung des Gefetz. üchec e durch inner« Unruhen verursachten Abg. Hrymann(Soz.): Das Gesetz ist in« Notwendigkeit. ES ist Pflicht des Reichs. den tyemeinden zu hlfen. Während des Krieges mußten die Ge- meinden viel auf irekie Anordnung des Staates durchführen,. wofirr oft tK Milte, fehlten. DaS deutsch Volk verdankt es nur der hingelbungsvoller xpstsskeit der G e m e i n den, daß die Wir- kling der früfv.-.:> entralcn Regierung nicht noch viel unheil- Koller war. Räch M t>io!>erigen Gesetz hätten die Gemeinden iur die schaden, den Bürgerkrieg aufkommen müssen. Doch auch ein« nur teilt �; Haftung durch die Gemeinden, wie sie der O/efetzentwurf vorsi ist tinc unhaltbare Ungerechtigkeit. Wenn sich das Reich Mit Ländern verständigt, so ist dagegen nichts zu sagen, aber eine- i preußische Lanöesversammlung. 66. Sitzung, Dienstag, den 30. September 1919, 12 Uhr mittags. (Schluß aus der Abendausgabe.) Finanzmintster Dr. Südeknm: Wenn ich die Presseauseinandersetzungen aus der vorigen Sitzung»och ein wenig fortfetze, so geschieht das nicht aus persön- lichen Gründen, sondern e» find rein sachliche Gründe, die mich auch heute veranlassen, die Abwehr weiter fortzuführen..Keine Zeit', so sagt« neulich Dr. Martin Möhr, der Leiter der zeitungS- wissenschaftlichen Kommission des ReichsverbandeS deutscher Presse, .hat den unertiägltchcn Einfluß, insbesondere die verheerende Wirkung der Presie auf Vorstellung und Willen der Menschen auch der anicheinend höchstentwickelten und selbständigen Geister, gezeigt. wie die Gegenwart.' Darin hat er Recht. Und Mil der Einfluß der Presse' beute gewaltiger ist als je zuvor, muß jeder zur Verantwortung Berufene jeden Mißbrauch an seinem Teil kiäslig und in jedem Fall zurückhalten. DaS habe ich getan. Und nach dem Griindsay.' Greif niemals in ein Wespennest, aber wenn Du greifst, so gmstr fest, werde ich noch einige Auseinandersetzungen pflegen. Meine Abwehr ist nicht auf Veranlassung der Börse, 'andern au« den wohlerwogenen mir anvertrauten Interessen des Staates geschehen. Aber sie hat mir den Dank sehr ernster Ge- schäfismänner eingeblacht, die mir nach meiner Rede vom vorigen Freilag erklärten, daß die falschen Nachrichten über die Finanz- ministerkonserenz in Bamberg unsere B'a l u l a aufs schwerste gefährdet und ihre geschäftlichen Verhandlungen an den Rand de» Abgrundes gebracht hätien. Die.Tägliche Rundschau' fragi: Wa- mm so aufgeregt? Rein, nicht aufgeregt war ich, zornig war ich über deutsche Männer, die so mit dem Schicksal ihres Landes spielen können.(Sehr richtig! links.) Auch die.Post' hat nicht den sitt- lichen Mut aufgebrackit, klipp und klar zu sagen: Wir sind irrcge- führt worden und bedauern es. Der Artikel der T R. ist ein Musterbeispiel dafür, wie notwendig eine Kritik der Presse im Parlament ist, während bisher meistens das Parlament Gegenstand der Kritik in der Presse war. Die.Post' ftagt: Soll und darf man denn nicht bei uns vom SlaatSbankrott sprechen? Selbstverständlich darf man sich Gedanken darüber machen. Aber es ist eiwa« ganz anderes, ob in einem Kreis fach- kundiger Männer darüber Beratungen gepflogen werden, oder ob in einer irreführenden, verlogene« Weise darüber alarmierende Nachrichten in die Oeffcntlichkeit geschleudert werden.(Sehr richtig! links.) DaS Steueraufkommen hat in diesem Jahr eine erfreuliche Ver- mehrung gezeigt, dies hat aber nur nominelle Bedeutung. Wir müssen heuie alles von uns weisen, was nur zweckmäßig und wünschbar ist, und uns ganz streng auf das absolut Notwendige beschränken. Die Eisenbahn hofier wie ein fressender Krebs, wie eine offene Wunde am StaatSlörper. Solange wir täglich 10, 12, 15 Millionen Fehlbetrag an der Eisenbahn haben, ist eS auSgeschlosfe>r, daß unsere Finanzen wieder in Ord- nung kommen.(Hört I hört l rechtS.) Vor dem Friedensschluß konnte man noch damit rechnen, daß unsere Feinde, die sich im W a f t e n st i l l st a n d S v e r t r a g auf die l4 Pu nkle Wilsons festgelegt hatten, auch Wort halten würden. Bei treuer Pflicht« erflillung des ganzen Volkes hätte dann vielleicht Preußen in weniger al» einem Menschenaller die finanziellen Folge» de« Kriege» überwinden können. DaS ist alles durch die unerhört grausamen, beinahe aberwitzigen finanziellen Bestimfnungen de» FrwdenSvertrageS verbindert worden. ' Die Reichsregicrung hat sich verpflichtet, soweit menschliche Kräfte reichen, den Friedensvertrag zu erfüllen.Die Länder sind verpflichtet, sich diesem Willen anzuschließen; aber wenn unö das aufgezwungen wird, was französische Staatsmänner jetzt verlangen, ist für uns jede Hoffnung verloren. Drüben braucht man offenbar dies«« Stimulans und variiert in immer neuen Forme» dt« Melodie: .,l.e docke pAjWrast' Der.Boche' muß alles bezahlen.(Zuruf rechts: Wir hätten nicht unterschreiben sollen!) Da« steht nicht zur DiSlusion. Wie haben es mit dem Friedensvertrag zu tun, und damit müssen wir unS abfinden. Auch der Baum der Entente wird ni»t in den Himmel wachsen. Wir in Preußen geben morgen unsere eigene Steuerhoheit und Steuerverwaltung zugunsten des Reiche« au». Die Preußische StaatSregierung ist sich der Trag- weite und Notwendigkeit dieser Maßnahme voll bewußt, aber wir konnten auf gewisse Sicherungen nicht verzichten. 8 46 der Reichs» abgabenordnung gibr uns die doppelte Sicherung, daß wir mindestens so viel aus der Emkommensteuer in Zukunfr erhalten werden, wie unsere durchschnittliche Einnabme in den Jahren 1917,1918/19 bc- trug, und mindesten» so viel, wie die Einnahme von 19!S plus 6 Proz. Herr Her gl hat eine weitgehende Sicherung der Gemeinden vermißt. Ich durfte mein Schifflein nickl allzu sehr überlasten, wenn ich e» sicher in den Hafen fteuern wollte. Die preußische Staatsregierung steht grundsätzlich auf dem Standpunkt des Einheitsstaates» aber ich bin fest überzeugt, daß der Weg nicht über die Zer- trümmerung Preußens, sondern über ein Aufgeben des starken in sich gefestigten Preußens in�das Reich geht.(Beifall rechts.) Die Gemeinden behalten ersten» nach wie vor die Ertragssteiierir. die in vielen Gemeinden sehr wohl auSbausähig sind, und zweitens die Gemerndeberriebe. die, wenn die Zustände sich konsolidiert haben, auch wieder zu U e b e r s ch u ß q u e l t e n sür die Gemeinden werden können. sZurus rechtS: Ra na i) Der LastenauSglerch muß über das ganze Land geschaffen werden. Di« Frage des Uebergang« der preußischen Eisenbahnen auf daS Reich muß verbunden werden mit dem Uebergang der Staatsschulden. Die staatlichen Schulden sind restlos auf das R e i ch zu übernehmen, und zwar so, daß für Preußen keine Schädigung daraus enistehen wird. Es wäre unerträglich für Preußen, wenn es bei gebundenen Einnahmen diese hohen Schuldenlasten zu tragen hätte. Wir stehen unmittelbar am Borabend großer organisatorischer Veränderungen in der Sleuerverwaltung. Am 1. Oktober geh» die Veranlagung und Verwaliung der Sieuerbebördchr au'�eine Reichsfinanzbehörde üW. Endlich wird die Loslösung der Sieuerge'chäsle von den Behörden der allgemeinen Landes- Verwaltung. denLandräten und Provinzialregrerunge» durchgeführt werden. Nunmehr nrmmt daS Reich als Erbe einer großen Vergangenheit die Frnanzverwaltung selbst in die Harld. Bei vielen »leli» alte« und verdienten Beamte« wird dieser Wechsel ein schmerzliche! Gefühl auslösen. Auch sie werden fich damit zu trösten wissen, daß auch diese» Opfer notwendig ist,»m das Reick auf eigene Füße zu stellen und für schwere Aufgaben der Zukunft leistungsfähig zn machen.(Lebhafter Beifall) Der letzte Gruß der ichwar z-weißen Fahne des Fmanzminisieriums, wenn sie morgen hinübergrüßt zu der schivarz-rot-goldenen Fabire der Reichsbehörde, wird den scheidenden Mirglredern des Amtes gelten, die mir treu zur Seite geslanden haben in dielen schweren Wochen und Monaten und nur das eine Ziel kannten, unser engeres und weitere» Vaterland aus den Nöten dieser Tage einer besseren Zukunft zuzuführen.(Lebhafter allseiliger Beifall.) Abg. Brust(Z.): Zu den A n g r i f f e n gegen Erzberger ist zu bemerken, daß der Reichsfiiranzmrnister «in» traurige Erbschaft antreten mußte. Seine Vorgänger im Reichsfinanzministerium haben den Reichsfinanzkarren in den Dreck fahren und ihn ruhig darin stecken lassen.(Sehr richtig! im Zentrum.) Da« Programm de« Abg. Hergt zeigt eine zu schnelle Wandlung konservativer An- sichten, als daß wir daran glauben könnten.(Beifall im Zentrum.) Abg. Hafrichter-Hannover(D. vp): Wenn der Firianzminisier die beiden rechisirehenden Zeirrmgen so scharf angegriffen hat. so scheint er übersehen zu haben, daß der in Rehe stehende Bericht nicht nur von der Opposiiionspresie, fondern auch van einem großen Teil der P r o v r n z p r e f s e der verschiedensten Richtungen, darunter auch der i'ozialdemoiratischen, gebracht wo, den ist. Die Selbstverwaltung der Provinzen, Kreise und Gemeinden, muß tun- lichst erhalten bleiben. Abg.». KrieS(Dnat. Bp.): Die Durchführung de? vom Abg. Dr. v. Hergt aufgestellten OrdnungsprogrammS ist erst möglich, wenn wir einen auf Grund der Neuwahlen zusammengesetzten neuen Reichstag haben. DaS HauS vertagt fich. Nächste Sitzung Mittwoch 12 Uhr. Teuerungszulagen für die Staatsbeamten. Herne Vorlagen. Fortsetzung der Etatebeiaiung. Schluß 5 Uhr. Gerichtszeitung. Eine Haussuchung mit Hindernissen. Gegen den Arbeiter Her- mann Matthe» aus Oranienburg war eine Strafanzeige wegen Diebstahl? von Zigarren und Zigaretten erstattet worden. Als ein Kriminalbeamter erschien, um eine Haussuchung vorzunehmen, drang der Angeklagte mit einem sckarfgeschliffenen Beil auf den Beamten ein, der dicht daran war, in der Notwehr von seiner Dienst- vistole Gebrauch zu machen und M. niederzuschießen, wenn nicht dessen Frau ihm im letzten Augenblick von hinten das Beil entrissen hätte. Die gestohlene Ware wurde dann auch gefunden.— Mit Rücksicht auf die Schwere der Ausschreitung erkannte daS Gericht auf 9 Monate Gefängnis bei sofortiger Verhaftung. In der DchwurgerichtSverhandlung gegen Pasnien und Ge- nassen, in der eS sich um zwei gewaltsame Einbrüche in dem Hause d Alexanderstraße 12(Beutewert 123 000 M.) und die Tötung deS Nachtwächters Nesemann handelt«, verneinten die Geschworenen die Schuldsraae nach Raub mit Todeserfolg und nahmen nur schweren Diebstahl bzw. Begünstigung an. Das Urteil lauten gegen Lindner auf 7zh Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust. gegen PoSnien und Packebusch auf je 3 Jahre und gegen Balzereit auf 3 Jahre und 1 Monat Zuchthaus sowie je 5 Jahve Ehrverlust._ Vorträge, vereine und Versammlungen. Zwei Glternversammlungen. Morgen, Donnerstag, 7 Uhr, Ee- wertschaftShau«, Engeluser IS. Saal 4, und Sophien-Kymnafium, Wein- merfterftr. IS: Meißner und SB in gut 6 über:.DaS LebrlingSwesen In der Groß-Berliner Metallindustrie, dir AnSblldung und Entlohnung der Jugend-.— Verband inaktiver Untcroisiziere und Niannichaktcn. Morgen, abends 7 Uhr: Ocffentliche Persammlrmg in den Sovlncn-Sälen. Bund Preußen bat leine Geschäftsräume nach SO IS, Cöpenicker Str. 64» oerlegt.—«und der technischen Angestellten iiiid Beamten. Am 2. Oktober, abend» 7'/, Uhr: MonatSveilammlimg der Ortsgriippe .Steglitz- im Patzenhofer, Breite Str. 41. Referent: Dr. Stillich' über: .Was heißt Sozialisierung?-— Bersammluug der deutlchen Flücht- linge aus Belgien am 2. Oktober, abends>/.H Uhr, im Casö Wilhelm- vlav, Cbarloltenburg. Sprcestr. 10.— Bund für Trelgliedernng des sozialen Organismus. Heute, abends?>/, Uhr. Potsdamer Str. 39/30», «tleliergebäude III: Portrag über:.Der werdende Sozialismus-.— Geiellichort Aufbau und Werden. Morgen, 7'/, Uhr, spricht Genosse Saternu«. Redakteur am.vorwärts-, über:.Die national- P.r od u t t i o n S t r r s e' in der Aula der Gemeindeichule Stephanstr. 27. Sinttitt stet. Letrtebtstmittonär« und BertrauenSleut« sind besonders ein- geladen. Opernhaus. Ein Maskenball, Anfang 7 Uhr. Schauspielbans. Nathan der Weise. Anfang 7 Uhr. Direktion Max Keinhardu Ueutaches Theater. 7 uhn Faust. L Donn.7; Kauimann V.Venedig Kam ni erspiele. 7vsu.: Unterwegs. Donnerstag 8 Uhr� NJu._ Theater i. d. KöniggrätzerStraße f/.S Uhr Kameraden. Donnerst.; Kabale u. Liebe Freitag: Kameraden. Komödienhaus '/z8 Liselott von der Pfalz. BerünerTheater VsS: Die Dome im Prack. Donnerstag: Neueinstudien BummeKludenten (Hilde Wörner, Melitta Klefer, Emil Sirron. Julius Brandt. Berthold Reißig, Paul Rehkopf, Hermann Picha, Hellmuth Bathe, Otto Schiller.) Central-Thenter Geschlossen. Ab 2, Oktober: Die Paschingatee. Hentsrhcs Opernhaus 7 uhr Carmen. F.den-Theater Alle Jakobstr. 30 7 Uhr: Zum 1. Male! „ü. A. w. g." Frledr.-Wllhelmst.Th. 7-,- uhn Gretchen. Kleines Theater. 7V, uhr; Helden. Kl. Schansplelhans. 7'/, uhr. Krach. Komische Oper 7v, u Liebeszauber. Luatspieihau»! 7-,. uhr; So ein Mädel. Metropol-Theater. Wegen Vorbereitung zur Premitre geschlossen. henes Operettenhaas. 74 u.: Die Dune vom Mos. Sehiller-Thent. Chari. �Flaehsmaiui als Erzieher Thalia-Theater 7«/, u.; Jungler SonDEnsEhehi Th.aiw\ ollen dorfplats SV« Uhr; Der Wildschütz. ?-/, uhr Die Puppe. Theater des Westens t/, u.t Die Frau im Hermelin Theater„Die Tribüne" 7«/. uhr:„Die Wandlung." Tbeater d. Prledrlchstadf 7v.u.- Vier Einakter. Waliner-Theater uiir Eine Ballnacht. Residenz- Theater. Untergrundb. Klosterstraße. Stadtbahn Jannowitzbiücke. Nachm. 4 Uhr, kleine Preise: Itotkiippohen. I'fi" H"i 250.MaIe Bis Böliere IM Komödie von Sudermann. Olga Limburg, Harry LIedtke, Rosa Valetti, Emma»ebner. Sonnab. nachm. 4, kleine Pr.: Hlinsel und Gretel. Sonntagnachm. 4, kleine Pr.: Vt espenster. Trianon-Theater. Bahnnof Friedrichstraße. Untergrundbahn Friedrichstr. Heute 7 Uhr, zum 1. Male: Maskerade. Komödie in 4 Akten von Ludwig Fulda. Hansi Arnstadt, Eugen Burg, Käthe Dorsch. Marietta Olly, Paul Bildt, Jul. Falkenstein, Hugo Flink, Paula Leiermann. Bose-Theater. TV, Uhr; Kleine Sklavin. Luisen-Theater. 7'/,; Strandgut Miiiu/o-h Da» und fol-| gende Tage. DU Gesanpsposse in 4 Akten, 4onnabd. 3: Max und Moritz. onntag 3: Charlotte Klinger. Casino- Theater Lothringerstraße. TägL»/.« U.t Großstadt-Pflanzen VolksstUck in 3 Akten. Vorher: Schwarzwaldbable. Operettenakt m.ViktorLitzek. Dazu erstklass. Spezialitäten, Sonntag',',4: Mädchenehre Theater am KotlbuserTor Tel.: Montzpl I4«I4. T1/, Uhr und Sonntag; nachm. 3 Uhr: Elite-Sänger Seidel, Rusrlii, Schubert, Horst, O. Schräder etc. Neues i'rogtamml Großer Lacherfolg I Sonnt, nachm. ermaß. Preise. I Kind trel! Blüthgen-Konzert I Beg.7 U. BelctehalL-Tliester Uhr unb Sonntag nachm. 3 Uhr; Stetiio. Sänger nach m. halbePt. ReichoHallen�.; VSiihoff-Brettl. Voiksbvbne The'ittT a. BÜlownl �.u.: Die filirger von Calais LieMutug-Tbenter Direktion: Victor Barnowsky. 7; Peer Gynt. Denn. T/t Christa die Tante Freitag 71/,: Christa die Tante. Dentuehea KOnstler- Theater. Allabendlich 7'/,: Das SchloC am Wannsee. Walhalla-Theater. (>', Uhr; Das Gesetz. APÖLLT TIIKATEIt Friedrichstraße 21k| Dir.: James Klein 7>/, allibendl. H'l, Sonnt.3V, u. I Die Well im Jahre i 2000! [Große Variet£-i Ausstattungs- Ischaui.SBilderni 1 In Szene gesetzt f i v. Dir. James Klein| Unter anderem i | Modenschau 1 i Jahre 2000 10 Ikarier zu Pferde/ Akrobatische Spiele Tänze /Effekte I a d Jahre 2000 1 Sem Söneiand Lueie Biattner iHlamliefts-ranlsenl ilexStamer usv.[ | Sonnt 3*/,). Erwachs. I I Kind frei! 1 Ädmirals-Palasl1 | in allen Gewichtsklassen| um die Meisterschaften von Deutschland. Anfang" UT Admtral.'Klno Die Rache des Titanen| mit Fem-Andra. Eröffnung des Eden- Theaters 1. Oktober 1919 7 I hr: „U.A.w.g." Ißrcasjfasci Mittwoch, l.ukf., ab. 7V,U. zum 7. Male die v. Publik, a. Presse m. unget. Beifall aufg, traglkom. Pantomime „Aphrodite" in 3 Akt. v. Paula Busch In den Hauptrollen: Die Verfasserin Paula Busch»nd Georg. Blanvalet Vorher d. gr. Clrcus-Proyr. Freitags u. Dienstags, 8 U« nnr Boxkampf«! RIENT StraiishErgerPlatz Inge Lars, Walter»ehrend Arthur Zahle 2 StOhwas u. Hund P1H Mlzzl Bieder Tata- Toto-Duett liiaCreder uPaal Höckmann in ihrem Sketcb Jo eine Gemeinheit." fingt« Haneid Toakünstler.Konzert Anfang 7, Sonntags F/, Uhr. jsanos 'gegen bar und auf Teilzahlung.• Pianohandlg., Berlin, Göbenstr. 10, pt. Unwiderruflich letzter Tag! Cepeilscht Drama in S Akten mit Ria Jende Friedrich KOhne Regie: Karl Bosse. Außerdem das Lustspiel; Ein Schwerenöter mit Trade Hesterberg Leo Connard Kurt Vespermann Iziehtaplel- Palast Schweizer Garten Am Friedrichshain 29/32. TgL ab 6 U„ Stgs. ab 3 ü.: Der große Kino- Erütiuungs.SpielpIan. Ab g1/, Uhr Im grünen Soolt Kabarett- Darbietungen 1. Kräfte. Eintiitt frei! Ilictropol- tljcatcr. Sonnabend, den 4. Oktober er. ? Zum 1. Male?! 7 Uhr LzfkiIIs Große Ausstaltungs-Operette in 8 Akten von Max Brody und Franz Marios. Uebersetzt u. bearbeitet v. Bodansky u. Neidhardt In Szene gesetzt von Direktor Fritz Fnedmann-Frederich. Winter-Ksrten TSgllcb VI* Uhr: Oktober-Spielplan EllenTels mit ihrem Ensemble Tanzsohöpfungen Jean Paui Komiker Das Mädchen mit demgoldenenHaar Hera Jongleur GeorgdeBrun-Trio Fliegendes Beck 5 Poncherrys Drahtseilakt 4 Millons Airobatisohe Neuheit Ferry Corwey Musikal. Akt Laurenz u.Partner Kunstpfeiler Karl �ress Malakt Hans Rend Sopransängßr Ganivet II Excentrüc. Komiker Klnematograph. KGnstlerhaus, Bellevuestraße. Sonnabend, 4.. bis Sonntag, 12. Oktober, täglich 8 D. MARCELL SALZER linsttge Abende:: Neues Programm Karten von b bis 2 M. Bote& Bock, Wertheim und im KQnstlerhaus(Tageskasse). 54/13* ELFTE VERSTEIGERUNG AM 8. OKTOBER ■ n.M. Tage. KUPFERSTICHE UND HOLZSCHNITTE VON ÄLBRECHT OBRER UND ANDEREN MEISTERN DES 15. BIS 18. JAHRH. (SAMMLUNG VINCENT MAYER) BESICHTIG U N G VOM 2.-6. OKTOBER VON 10-2 UHk NACHMITTAGS IM HAUSE V. PAUL CASSIRER, VICTORIASTRASSE 35 PAUL CASSIRER, BERLIN HUGO HELBINO. MÜNCHEN:-: JACQUES ROSENTHAL, MÜNCHEN ■www w wsr xr wwvsrww Heldentaten Inder Sdtatt* Btstrm am Rahdamer*£ PtafE vv ww V V w v tli dih A dßfc A ifkb iftl A dk idth �li dih dfk A MTI ffelnreslaurani u. Früh- slücksstuhen. MtadtLflehe;;;;; Flaschen-Vetkauf wohlgepflegter Weine, bes. echt alt Bordeaux (rot und weiß) o -------- Wohltatigketts-Mtinee zugunsten der„Unterkunft für hlffsbadUrftlge W öch norlnnen und deren Sfiugllnge" Sonntasr* den 5. Okt.. ▼ormtttac* Il�sUbr «mmmmnmliummmnmmmmifummnmuulimulm« RoseVernd Schauspiel von Gerhard Hauptmann Kr dss Filu batrMUt ud lacwlttt tu L Uta Person«» Rose Semd.... Hetinx Fortan 9er alte Straß etredmatut..... Iran Jlamn..... klamm.......... Kn«. m...... Werner Kreann fOsDtichss Tkait.r) Emil Jannlngs (iwutichss Ihsäfsr) Jlkn«rtlnin* (Lsstiitg Täsi'er) Alex. Wlertfe (SUatst eilet urudss) Paul Bildt (Kleisea Tksetsr) preise, der Plötze: iO fti« 30 Warf Vorverkauf im Mozarisaal ii-AOlfr jteiehs-Cafe W Dir.: Fritz Paul. Alexanders trade 12(an der MagazlnstraBe). voHständig renoviert! Wiener Salon>Kapelie. Gustel Schöppich. Oastsplel des berflbmten Singers Karl Moreno,g:en. Caruso II. yorz&gllcbe Küche und OctrÄnke, I i Schwarzer Jfiter Sehaubühne Jflorit; latz (früher Buggenhagen) f ,--'f- Das Riesen-Öktober-Viiiete- Programm Attiang S Uhr Air'.ng 8 Uhr Sonn- u. Feiertags 2 Vorst Hungen, 2 Uhr nachm. u. 8 Ubr abtids Nachmittags kleine Palse Vorverkauf Sonntags zw. 12—2 Uhr a d. Tageskasse I Brauerei Röniostadt Am Schönhauser"for Eröffnung. Annahme fürVorvetten. Rennen zu Hamburg-Groß borntei 5. Oktober Hambarg-Horn... 7. Oktober Herlln-Grnnewald.. J 5. Oktober (Rennen des Ünion-Kl�b) Trabrennen zu Hfiachen-Daglftng... 5. Oktober Annahme von Vorweiten für /rlin bei persönlich erteilten Aulträgen bis 3 Stund i vor dem ersten programmäßig angesetzten Renner Für auswärtige Plätze nur am Tage vor dem Reiäen bis 6'/. Unr abends; Sehadowatr. 8 parterre, iurfüraten- damin284, Bayerlscher�lati 9, Eing. 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Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 2. Ot» tober, nachm. Z Uhr, von der Leichenhalle des Fried- Hofes der Andreas- und Marlus-Semrinde in WU- Helmsberg aus statt. Treffpuntt Uhr.___ SiraAenbahnoerbinduog: NO und IM. Der Borstaad. I. SC: P. Grahl. Allen Freunden und Be- kannten die traurige Nach- richl, daß am 29. 9. 19, nachmittags 12"« Uhr, meine liebe gute Frau, unsere lieb« gute Mutter, Schwilger- und Grogmutter plötzlich verstorben ich Dies zeig m mit tiefer Betrübnis, m stille Teilnahme bittend, an Wilhelm Kisow Erich Klsow Richard Schnell u. Frau geb. Kisow Bruno Schnlze Fra» geb. Kl.ow Willi Riksla» Frau geb. Lehmann und Enkelkinder. Beerdigung Donnerstag 2>/« Uhr nachm. vom St. Georaeittirchhof, Bethen- fee, Rölkestratze. Aufbau und Werden Gesellschaft für praktische Volksaufklärung Donnerstag, am 2. Oktober 1919, abends T/z Uhr, in der Anla der Gemeindescbnle, Berlin NW, Stephanstr. 27: Vortragszyklus des Redakteurs Arthur Saternus über: 1. Die nationale Produktionskrise. 2. Die internationale Produktionskrise. 3. Der praktische Sozialismus. Der erste Vortrag findet am Donnerstag, den 2. Oktober, statt. Eintritt frei. Die Arbeiterschaft, insbesondere die Vertrauensleute, werden um zahlreichen Btsuch gebeten._ AitGÄ Spezialarzt Dr. med. Koeben. Erprobte und schmerzlose Behandlung• in Dr. Homerer& Co. konz. Labor, t Blutunters. FrieilPicsstr.8Ueag„eonP?ibk i(ygstr.565Ua äpr. 10-1 u. 5-8, Sonnt, io-i. ■eparate« Damenzimmer Spezialarzt Dr. melWockenfoß Fpiedrieiisir. 12S ÄTor Spr. II-,. 6-8. Sonnf. 11-1 Erlolgrelcbe Behandlung Harn- u Blotnntersacbaog se'che Neuheiten noitumein.i63i225, 280 usw. CdCL*.*, au» molligen Stoffen Ulster m. es, R, 128 .. ans Plstsch. Astrachan, rAVy W f iT vreitschnianz Jj(antelEi9o, 2J0.385... _ ans wall« und Leid« - Hl.. entzllrtend�arbrnUln« Kle>der�ii5.2«,M«.. ofV>1£. neuartige Formen �Vike 16. Ui 86* oQY. kleidsame Macharten -Blusen m. 39, 54, n i. 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Die Bersammlungen sollen ein weithin stchlbare» Zeichen der Lolldarliai für die Streikenden und Ausgesperrten der Metallindustrie sein, sollen protestlerea> lenmdnagea und Entstellungen de» Sl 128/12» dstrgeriiche Presse! Keiner darf fehlen! Da» MetallkartoN der chomertschasten Srah-verUa». venkscher Metallarheilerverdand. vie löer Nommisfloa. PharuS-Säle, Müllerstr. 142, Germaniasäle, Chaussecstr. 110. Kösliner Hof, jlöslincr Str. 8, Löwen-Brauerei, Hochstraße, Ecke Badstraße, FeibeiS Festsäle, Kolberaer Str. 23, Borussiasäle, Ackerstr. 6/7. Butwer, Schwedter Str. 23» Aula d. Sophieu-Gymnas., Weinmeisterstr. 15, Roseuthaler Hof, Rosenthaler Str. 11/12, Mufikersäle, Kaiser-Wilhelm-Str. 31» Brauerei Köuigstadt, Schönhauser Allee 16, Audrcas-Festsäle, Andreasstr. 21, trachtsäle des Ostens, Frankfurter Allee 48, omeuius-Säle, Memelrr Str. 67, Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, gr. Saal, Südost, Waldemarstr. 75, Zeutral-Festsäle, Alte Jakobstr. 32, Hoheustaufen-Säle, Kottb.Damm 76, ob. 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B.t L und :i. schreibt Herr Lehrer Zlelsle aus Iachzendrück bei Zossen am 21. Dezember 1S13t»Nachdem ich in einem Gebirgs-Sanatorium für Lungentranke b Monate ohne Erfolg dehanbelt worden bin, habe ich dl Ihrer Heil- anstalt wieber Heilung gefunden und wurde vom Kreis» arzt, der mich vorher für dienstunfähig erklärt hatte, nach genauer Untersuchung wieder für dienstfähig deftinden. Seit dem Itt. Oktober 1018 erteile ich 4 Stunden unnnter- brochen Unterricht. Dies schreibe ich Ihnen ohne jegliche Beeinslnsrnna Ihrerseits. Auch meiner Frau, die bei Ihnen behandelt wurde, geht es ausgezeichnet(litt an tuberiul. fjalsbrüsenocteitctung)."— Herr Werkmeister D. Völker, Berlin, Utrechter Str. 2b, chreibtt. Nachdem ich mehrere Wochen in einer ärztlichen lKIinik ohne Erfolg dehandelt worden war und mir fchlieblich der rechte Arm abaenommen werden sollte, habe ich mich tu letzter Not an Ihre Anstalt gewandt und bin mit 4S BeHanblnngen von meiner Olntoeetglftnng nntt Vereiterung des rechten Arine» und der Sand geheilt worden.�— i. Frau Magiftratsasststent Herriuann au« Kottknis, Lausiger Str. 14, schreibt!„Ich bin von meinen Alageo- ' tefleen mit Sit Behandlungen völlig in Ihrer An- Siraste 31(jetzt Köniasderg L Pr.) schreibt:.Meine Mutter, meine Schwester, meine Frau und ich sind in| Ihrer Anstalt geheilt und gebessert worden; die Mutter von chronischem vkal-----'""* schmerzen und£ Herz- und Alagen neruöjer lllbspananna.-— S. Frau Restaur. Hering. Berlin, Schönhauser W-e«7, schreibt:»Ich bin vor mehreren Jahren bei Ihnen von Herzleiden und Basedowscher ftrernkheit geheilt worden. Au« Dank- darleit habe lch Ihnen viele Patienten mit gleichem Leiden empsohien. Sollte sich irgend ein Leiden bei mir bemerk- bar machen, so werbe Ich mich sofort wieber an Sie wenden."— 7. Herr v>. Heese, Tempelhof Kaiserin- Augusta-Straße S7: Bon 5 Monate alter, stark eiternder, breiter Opeaalions-Souch- und varmsisiel zeheilt - 8. Herr W. Herrmann, an tuberkulöser Prüft, und (vorher zweimal o\ Nahnsdorf, Dorfstr. 9; Nippeofellvereikerung gebellt— 9. Herr 2t Schön. llharlottenbuia, Svanbauer Berg 21: Bon vronchial. asthma geheilt(anhaft. Heilung 9 Monate später de» stätigt).— 10. Frau HL Voroemon«, Beriin-Treplow, flraetzftt St Bon vioren-». vlchseulrldeo aeheiti.— (ietrennte Beliandluagsräume kür Damen und Herren! Sprech- u. iiehandlungsiell: 9—1. 4— Tit.— Sonn, und Feiertag: 9—1. «ertliche Anstaltsiel knng: yellanftallsbesther Profeffor P. Mistelsky groduisrl und approbiert im Ausland iiterli» iü«». l«. Ui-ttclieiistrsslitv IV am Bahiifeot JnnnowitabrUeke. . Geöffnet von S— 6 Uhr. 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Wenn heute die Krankenhäuser und Siechenanstalten ungeheuren Zuwachs erhallen, so liegt es mit daran, dast man nicht alle Mittel zur Hebung der Volksgesundheit in Anwendung bringt, um die Kriegsschäden und deren Folgen auszubessern und zu verringern. Es ist doch leichter, einen gesunden Menschen gesund zu erhalten, als einen Kranken gesund zu machen. Und nur gesunde Menschen können arbeiten, um uns aus dem wirt« schoftlichen Chaos herauszubringen. Sollen die Berliner Schwimmhallen, welche Millionen gekostet haben, unbenutzt bleiben, zumal sie doch unzähligen Segen stiften könnten? Eine Welinadt wie Berlin sollte im Winter nicht eine Schwimmhalle geöffnet halten können? Dazu müßte man auf alle Fälle Mittel und Wege finden. Die bestehende Kohlenmisere kann, solange für Ki n o S und Vergnügungsstätten große Mengen unnötig verbraucht werden, nicht Beranlaffung sein, unsere Schwimmhallen geschloffen zu halten. Die Staatsbehörden und die Kohlenverteilungsstellen sollten fich der Einsicht nicht verschließen, daß hier ein dringender Notstand vorliegt und in der Belieferung mit Brennstoffen dir Schwimmballen den Krankenhäusern gleichgestellt werden müssen im Interesse unserer Volksgesundheit und Wiedergutmachung der körperlichen Kriegs'chäden an unserem Volke. Hier darf nicht gezögert werden. Was für diese Zwecke ausgegeben wird, das wird an den Krankenhäusern gespart. Wo ein Wille ist, ist auch ein Wegl Im Zeichen der Kohlcnnot. Der Verein der Saalbefitzer fordert schärfere Kontrolle der Tanzkonzessionen. Baden— alle 14 Tage. Am 1. Oktober wird das neue Casö des Westens als Tanz- palast wieder eröffnet. Kino, Cafäs, Bummellokal« allabendlich; nach der Sperrstunde erst richtig. Gegen hie neue Kohlenverordnnng protestiert die Berliner Zweigstelle der internationalen Frauenliga für Frieden und Frei- beit. Sie nennt die neu« Verordnung die rücksichtsloseste der letz- ten Jahre und bezeichnet sie als unerträglich für Familien, in denen Krankheit herrscht und werdende Mütter oder Säuglinge vorhanden find. Mit aller Schärfe wendet sich der Protest gegen die empörende Tatsache, daß die meisten Badeanstalten »vegen Kohlenmangel geschlossen werden, während die B« r gn ügung Slok ale offen bleiben. AuS dem Berliner NikolanS-Bürgerhospital kommen Klagen. Nicht wenige der Bewohner dieses Altersheims nehmen an den fingen äußerhalb der Anstalt noch sehr regen Anteil. Um so lästiger empfinden ße eS, daß ste am� Abend schon von 9 Uhr ab in das HauS gebannt sind. Die Heimbewohner erhalten keinen Haus- schlüssel, und nach Schluß des Tores soll keinem, der zu spät kommt, mehr geöffnet werden. Den Rüstigeren unter ihnen, die Der- wandte und Bekannte außerhalb der Airstalt besuchen oder auch mal in einer Versammlung einen Vortrag anhören möchten, wird daS durch diese Hausordnung sehr erschwert oder ganz unmöglich ge- macht. Da aber die Heimbewohner in ihren Wohnzimmern keine EaSeinrichtung haben und Petroleum ihnen nur knapp zugeteilt wird, so müssen die langen Winterabende manchem zur Qual werden. ES wäre nur nötig, aus AnstaltSmitteln dem Hausvater oder seinem Personal eine kleine Vergütung dafür auszusetzen, daß dann und wann für einen später Heimkehrenden die Tür geöffnet werden muh. Warum diese„Freiheit* den alten Leuten nicht ge- gönnt werden soll, ist unverständlich. Ein»- andere Klage betrifft die Höhe der baren Unterstützung die ihnen gegeben wird. Sie konnte selbst bei den niedrigen Lebensmittelpreisen der Zeit vor dem Kriege nur bescheiden genannt werden, heute aber bleibt sie sehr weit hinter dem Betrag zurück, den bei der allgemeinen Teue» rung die alten Leute brauchten. Diese erhalten freie Wohnung samt Heizung, aber für ihre Beköstigung sowie für Kleidung und Leibwäsche müssen sie selber sorgen. Wenn ste auch das Mittags- mahl aus der Volksspeisung zu ermäßigtem Preis beziehen, so können sie doch mit einem Betrag von 24— 29 M. pro Monat sich nur ganz dürftig ernähren. Uebrigens kommen auch aus anderen Altersheimen, deren Insassen auf Selbstbeköstigung angewiesen sind, Klagen darüber, daß die Unterstützung nicht den veränderten Lebens- mittelpreisen angepaßt ist Wenn es solchen Stiftungen an eigenen Mitteln zur wirksamen Aufbesserung der Unterstützung fehlt, so sollte wenigstens den von der Swdt verwalteten Stift:'"gen— zu ihnen gehört auch daS Nikolaus-Bürgerhospital— ein ausreichender Beitrag aus allgemeinen Mitteln geleistet werden. Ter Selbstbezug von Kartoffeln durch Verbraucher ist von der ReiwSkartoffclstelle für die diesjährige Herbsterme in er- weitertem Umfange zugelassen worden. Der Selbst- bezug soll im Wege de« BezugschelnverfabrenS mit Genehmigung der Bedarfsstelle und deS LiefertreiseS von stalten gehen. Die Be- darfsstellen< Gemeinde verbände) können für ihre versorgungSberech- tigte Bevölkerung Bezugscheine über eina-.K o p f m e n g e bis zur Höhe von 3 Zentnern ausstellen und zwar aus alle Kreise der eigenen Provinz, sowie ferner auf die ihnen zur Lieferung zugeteitten Kreise anderer Provinzen. In den Groß-Berliner Bedarsskreisen Teltow und Niederbarnrm find wegen deS Selbstbezugs Bestimmungen dahin ge'.roffen, daß der Bezug ausnahmslos nur Einzelhaus- h a l t ü n g e n gestattet, waggonweiser Bezug durch Händler, Ver- eine, Anstalten und dergleichen dagegen ausgeschlossen ist. Mit der Erteilung der Ausfuhrgenehmigung find für Mengen bis zu 39 Zentnern die Ortspolizeibehörden beauftragt.— Die Provinzial- karloffelstclle der Provinz Brandenburg hat ferner bestimmt, daß der Kartoffelerzeuger bei Abgabe von Kartoffeln unmittelbar an Per- biauckier aus Grund eines Bezugscheines den ErzeugerböchstpreiS für den Zentner um 1 M, also insgesamt auf 8 M. erhöhen kann, sofern es fich um Mengen von flicht mehr alS 10 Zentner handelt. Bei mehr als 10 Zentnern ist lediglich der Erzeugerhöchstpreis maß» gebend._ Befferes Brot. Vom 16� Oktober ab wird der Roggen nur noch zu 82 Proz., Weizen zu 80 Proz. und Gerste zu 7ö Proz, auSgemahlen. Mit demselben Tage kann die Verbesserung des BroteS allerdings nicht einlreten, da die vorhandenen Mehlvorräte zunächst aufgebraucht werden müssen, doch ist gegen Ende des MonatS damit zu rechnen. Infolgedessen wird auch der Preis des Brotes erhöht werden, um ibieviet, steht bislang noch nicht fest. Nachdem die Vorräte an ausländischem Weizenmehl jetzt völlig erschöpft und weitere nennenswerte Mengen für die nächste Zeit nickt zu erwarten sind, soll die veisorgungSberechtigte Bevölkeinng jetzt Roggen-, Gersten- und Maismehl als Kochmehl erhalten, das zu elwa 60 Proz. ausgemahlen ist. Lehmbauten werden jetzt an vielen Punkten der Umgebung Berlins aufgeführt. Die Lehmbauweise gehört zu den Notbehelfen, die zur Linderung der Wohnungsnot beitragen sollen. Mangel an Backsteinen hat dazu genötigt. Wir hatten Gelegenheit, I unter Führung eines Vertreters der Siedlungsgesellschast Nieder- barnim einige Lehmbauten in Biesdorf zu besichtigen. Von diesen Häusern kann man im doppelten Sinne des Wortes sagen, daß sie !„aus dem Boden gestampft* werden. Aus dem Lehm, den der � Boden hergibt, werden die Wände Lage auf Lage bis zum Dach emporgestampft. Und- die Lehmbcmweise gestattet eine solche Be- i schleunigung der Arbeit, daß ein kleines Landhaus in wenigen Tagen im Rohbau fertiggestampft wird. Besser ist es, ein Lehm- : daus bauen, als aus Mangel an Steinen überhaupt nicht bauen | können. Zu dem Vorzug der Schnelligkeit, der angesichts der Wob- ' nungsnot besonders schätzenswert ist, kommt noch eine sebr beträcht- liche Verbilligung. DaS steigert die Möglichkeit, sich außer- hall> der Großstadt anzusiedeln. Niemand braucht Bedenken zu/ haben, in einem solchen Lehmstampfbau zu wohnen. Einem Lchmhaus kann man, wenn es fertig geputzt ist, bei richtiger Aus- führung der Arbeit weder außen noch innen etwas von der Bau- weise anmerken. Mau wohnt in ihm ebenso off und wie tu einem gemauerten Hau«. * Einen LehmbaukursuS veranstaltet der WohnungSverband Eroß- Berlin, Ter hauptiächlich praltische Unterricht wird in einer im Bau be« griffenen Klein bauskolonie der Siedlungsgesellschaft Nicderbarnim statt- finden Bei starkem Andrang werden die Kurse mchffach wiederholt. Interessenten wenden fich am beste« unmittelbar an Herrn Architekten Brödcrsen, SiedlungSgesellschast Niederbarnim, Friedrich-Karl-User 3. Ein Arbeitskonflikt im Reichstage ist zwischen dem Hilfsper- son»I und dem Direktor ausgebrochen. Die Hilfskanzleidiener verließen gestern nach Ablauf der gesetz- und tarifmäßigen acht- stündigen Arbeitszeft den Dienst, der danach nur sehr notdürftig versehen werden konnte. Das Personal beschwert sich darüber, daß der Direktor, wenn überhaupt, so nur indirekt und schriftlich mit dem Arbciterausschuß verhandle. Eine Teppichschiebung wurde von der Kriminalpolizei im letzten Augenblick verhindert. Beamte beobachteten, daß vor einem Hause in der Putkamerstraße ein Kraftwagen hielt, aus dem sieben wert- volle Teppiche ausgeladen wurden, die für einen Schlosser Johann W i e l a n d bestimmt waren. Dieser war nicht anwesend, und die Insassen des Wagen? konnten über die Herkunft der Teppiche keine befriedigende Auskunft geben. Di« Ladung wurde deshalb b e- schlagnahmt. Wieland ließ sich seit der Zeit nicht wieder sehen. Die Kriminalpolizei stellte fest, daß er, ein ftüherer Ma- trose und Heizer, ein mehrfach vorbestrafter„schwerer Junge* ist. Die Teppiche sind im ganzen etwa 60 000 M. wert. Die Be- swhlenen sind noch nicht bekannt. Meldungen Zimmer 89, Polizei- Präsidiulck. Der Film im Dienste der Kriminalpolizei. Bei schweren Ver- brechen werden in Zukunft die Bilder der gesuchten Personen den Theaterbesuchern während der Pausen auf der Lein- wand gezeigt werden. Mit dem Bild erscheint ein kurz gefaßter, von der Kriminalpolizei verfaßter Text, der auf das Ver- brechen und die ausgesetzte Belohnung hinweist. Die ersten Bil- der, die versuchsweise in einigen Lichtspielhäusern gezeigt werden, stellen den Unteroffizier Dahlmann dar, der seinerzeit in der Münz- straße seine Geliebte erschoß und entkam. Em neues Mittel, die allgemein« Sicherheit zu steigern. Ein gefährlicher Verbrecher namens Prinz ist gestern dingfest gemacht worden. Er hatte kurz vor Ausbruch des Krieges in Crossen an der Oder einen Postdiebstahl verübt, bei dem ihm etwa 80 000 Mark in die Hände gefallen waren. Er entkam damals und wurde bishex vergeblich gesucht. Ein Zufall führte nun auf die Spur des Flüchtigen. Er wurde in seiner Wohnung in der Puttkanrer- straße 17, die er unter falschem Namen bewohnte» festgenommen. Der Verhaftete leugnete hartnäckig, der Gesuchte zu sein. In der Wohnung des P. wurden eine große Zahl amtlicher Stempel und ein« Menge von Formularen für alle Arten militärischer Ausweispapiere vorgefunden, mit denen er zweifellos einen schwunghaften Handel getrieben hat. Zwei jugendliche Zuckerkartendicbe wurden in NeuköZn festge- nommen. Der 14 Ja h r e alte Arbeitsbursche K- und der 13 jährige Schüler H. gingen in Kolonialwarengeschäfte hinein und kaiftten dort eine Kleinigkeit. Plötzlich klopfte es dann ganz laut und Unausgesetzt an der Fensterscheibe, so daß der Laden- inbaber und die Kundschaft hinausliefen, um zu sehen, was es gäbe. Es war der Spießgeselle der beiden Jungen, der dann davon- lies, während diese beiden schnell die Zuckerkarten aus der Ladenkasse an sich nahmen, die sie au eine Frau T. sofort ver- kauften. Nachdem ihnen eine ganze Reihe solcher Diebstähle ge- glückt war, wurden st« gestern abgefaßt und festgenommen. Der Besitzer des Grundstücks Georgenkirchstr. la bittet uns mitzuteilen, daß sich auf demselben weder Waffen noch Munition befinden. Sekretariat für militärische Angelegenheiten. Die juristische Sprechstunde findet heute Nachmittag zwischen 5 und 6 Uhr statt Die akademischen Unterrichtsknrie für Arbeiter(E. V., Geschäftsstelle, Berlin NW,, Dorotheenstr. 49) wollen Männern und Frauen, die nicht mehr die Fortbildungsschule besuchen können, Gelegenheit zur gründlichen Ausbildung in den elementaren Unter- richtsfächern bieten. Unterrichtsfächer sind Rechnen(3 Stufen), 80) Erleuchtung. Roman von Henri Barbusse. Verdeutscht von Max Hochdors. Herr Gozlan scheint der Oberste unter all' diesen Herr- schenden. Er ist der Greis, der alle Reichtümer aufschichtet. Seine Unternehmungen sind weltberühmt. Sein Reichtum vergrößert sich ganz von selbst. Er heimst jeglichen Nutzen ein, der ihm beliebt. Das ganze Land ist ihm hörig. Im Glänze eines Edelsteines, den er trägt, leuchtet sein Gesicht auf. Ueber seinen Bauch hängt ein'mächtiger Goldschmuck wie ein Geschlechtsteil, und um ihn stehen die Generale herum, diese ruhmbedeckten Machthaber, deren Lächeln aus so vielen Seelen zusammengesetzt ist.. Und all die anderen Geschäftsleute und gelehrten Männer scheinen in dem Schauspiel nur Schau- spieler zweiten Ranges zu sein. Montan macht sich auf dem Festgerüste breit. Er scheint zu schlafen. Seine beiden'kugeligen Hände ruhen vor ihm. Der geräumige Vielfraß verdaut. Er schnauft, und sein Mund ist fettig. Alles, was er gegessen hat. schebbert und schnurrt in ihm. Der Schlächter Rampaillc steht in der Menge der übrigen. Er ist ein reicher Mann, aber schlecht angezogen und er sagt gewöhnlich:.Ich, ich bin ein armer Mann aus dem Volke. Seht nur meinen dreckigen Anzug an." Eben taucht die Sammlerin vom Bund für ewige Erinne- rnngen vor ihm auf. Rampaille kann sich der allgemeinen Beachtling„icht mehr entziehen. Er gräbt verzweifelt in der Uhrlasche herum und preßt sich drei Nickelstücke ab. Es gibt noch andere von seiner Sorte, und sie stehen auch jenseits des SperrstrickeS, Sie scheinen zu der großen Masse zu gehören, Aber sie kleben nur durch ihren Beruf mit der Masse zu- sammen. Denn die Könige tragen nicht mehr überall das Königtum auf ihrem Kleide herum. Sie verschwinden soxar in Gewändern, so wie sie jedermann trägt. Aber all''die hundert Gesichter des ewigen Königtums sind mit dem gleichen Zeichen gezeichnet. Sie lächeln ivohl. aber sie wiederholen immer und immer die Worte, Habsucht. Raubsucht. Mordsucht. Und die düstere Menge, dort trottet sie hin. Auf den Landwegen und auf den Stadtstraßen sind sie herangekonlmen, aus Stadt und aus Land. Da steht der Bauer, er starrt in seiner Neugier. Sein Blick klammert sich an die Dinge. Sein Gesicht ist verbrannt von der grausamen Berührung mit dein Wetter der Jahreszeiten oder ausgebleicht von der Krankheit bergenden Luft. Die Wangenknochen dringen spitzig aus den Wanzen, die' eingeschrumpft sind. Da stehen be- sonders diese Jünglinge, die vorzeitig verwittert sind, da stehen diese Frauen, die vorzeitig häßlich geworden sind. Und sie schlagen über der verschossenen Jacke und über den verwelkten Hals die Flügel ihres Radmantels zusammen. Da stehen auch all' die kleinen Angestellten, deren Schicksal Blutarmut und Schüchternheit ist. Da stehen auch die kleinen Leute, deren Lebenszeit niedergebeugt ist von Schwierigkeiten und zerquetscht vosi Mittelmäßigkeit. All' das wogt durchein- ander, diese Menschenrücken, diese Schultern, diese schlenkern- den Arme. All' das zeigt sich in seiner sonntäglich aufge- Putzten oder auch wochentäglich abgeschabten Armseligkeit. Das ist die Zahl, und das ist die ungeheuere Kraft, die sich borten entfalten. Also entfalten sich borten das Recht und die Gerechtigkeit, denn die Gerechtigkeit und das Recht sind keine hohlen Formeln, sie' bedeuten das Leben, sie bedeuten die größte Möglichkeit alles Lebens. Die Menschen, alle Menschen von überall und seit altersher gehören zu dieser Gerechtigkeit. Diese Worte hallen nicht aus einem Reich wieder, das im Jenseits liegt. Sie sind eingegraben in die Kreatur. Diese Worte beben und quellen über. Fordert man Gerechtigkeit, so tastet man nicht im Traume herum. Man schreit aus dem Grunde alles Menschenelends auf. Da steht nun dieser Mcnschenberg. Er steht ausgeschichtet auf dem Erdboden, gleich den Steinen, die vom Wege auf- sprossen. Abgewetzt sind die Menschen durch das Elend, er- niedrigt sind'sie durch die Bettelhaftigkeit. Auf Schritt und Tritt an die Reicken gebunden sind sie durch ihre Not. ein- geschmiedet sind sie in ein einziges Räderwerk, das sich ent- setzlich dreht, das niemals rastet, und ich rechne zu diesem Schwarme auch fast alle jungen Menschen, zu welchem Stande sie auch gehören mög..n. Denn durch, ihre Unwissenheit und nachgiebige Leichtfertigkeit gehören sie auch nur zu der Masse. Diese dürstigen Gcsck.öpse bilden eine Menge, die aus der Ferne wohl mächtig anzusehen ist.' Aber da ein Jeglicher der Einsamkeit ausgeliefert wird, bedeutet er nur etivas Geringfügiges. Man begeht fast einen Rechen- fehler, wenn man die einzelnen Menschen zählt. Rechnet man dem Schwarme nack. so besteht er nur aus einer Größe, die aus einem nicbts zusammengesetzt ist. Und das Volk von heute, das überladen ist mit Finster- nis und berauscht von Borurteilen, sieht rot, weil die Fest- gerüste �rot überspannt sind. Dieses Volk ist verblendet von dem Blinken dA Krone und Kronjuwelen und von all' dem übrigen Prunke und von den Brillengläsern der Männer, die sich die geistige Führung anmaßen. Dieses Volk hat Augen, um nickt zu sehen. Es hat Ohren, um nicht zu hören. Es hat Arme, um nicht zu handeln. Dieses Volk ist wahnsinnig, denn andere denken an seiner Statt.--- Und die andere» l Hälfte dieser nämlichen Masse des Volkes sucht nach dem Menschen, der aus der Tiefe heraufsteigen soll. Und sie wird auch gesucht von dem Menschen, der in den großen, düsteren Schluchten haust, darinnen Blut ausgesät wird und ausge- rottet das Geschlecht der Menschen.—— Und dann recken sich» in einem anderen Winkel der Erde die gleichen Feftgerüste empor. Sie sind wie die Königsthrone, und sie zermalmen die gleichen, ungeheuren Schichten der Menschen. Und dort herrschen die gleichen vergoldeten Knechte des ewigen Königtumes und auch die anderen Königsknechte schleudern dem MenschenhausSn nur Worte zu, die nichts als ein Nachhall jener Worte sind, die man eben hier auf uns all die armen Menschen nieder- geschleudert hat. Trauer tragende Weiber sind kaum diesem düsteren Bilde eingemischt. Sie ergehen sich ratlos auf diesen Plätzen und Menschenorten. Sie sind noch die gleichen wie zu alter Zeit. Diese Weiber haben kein Älter. Sie sind keinem bestimmten Jahrhundert eingefügt, all' diese zer- malmten Seelen, die in schwarze Schleier gehüllt sind. Stur zu unserer Welt gehören" alle diese Weiber. Die Erschei- nung, die ich sehe, ist wahrhaftig durch und durch. Der böse Traum hat sich in feste Gestalt verwandelt. Das alles ist trübselig anzusehen, das alles ist beinahe seltsam tanzusehen. Es ist schlimmer als der böse Traum. Es ist schwer lastend, unausweichlich und niederschmetternd. Ich wate herum in alledem, verweilend bei jeglichem Dinge, und gehe wciter-meiner Eingebung nach. Hier sind die Dinge, die heute gelten, dort sind die Dinge, die morgen gelten werden. Aber alle sagen sie nur dieses: Ausbeutung deS Menschen bis zum letzten Atemzug, bis zur vollkonimencn Auflösung und bis zum vollendeten Tode. Ich geselle mich wieder zu Marien. In ihrer Nahe bin ich noch wehrloser als in meiner Einsamkeit. Da wir dem Feste zuschauen und dem glänzenden Durcheinander, das ganz aus Lobpreisen eingestellt ist, wird die Baronin auf mich auf- merksam. Sic lächelt mir zu und bedeutet mir, daß ich näher kommen soll. Ick tue es und sie sagt mir vor der ganzen Gesellschaft eine Schmeichelei über meine Kriegstüchtigkeit. Sie trägt ein schwarzes Sammetkleid, und ihre weißen �aare sind wie eine Krone aufgesteckt. Fünfund'wanzig Jahre deS Vasallentums beugen meinen Rücken vor dieser Frau ein, und sie erfüllen mich auch mit Schweigsamkeit. Demütig. wie ich es gar nicht will, bringe ich meinen Gruß dar vor dieser Familie Gozlan, die Vollmacht über mich besitzt. Die Gozlans gewähren Marien eine Zuwendung, ohne die wir gar nicht standesgemäß lebe» könnten. Ach, ich bin ja nur ein Mensch! Worts, folgt.) Deutsch(I Stufen), mit Crfcfunb«, ftotttf lehre.— Der Unterricht in jedem einzelnen Kursul findet einmal wöchentlich abends%8— �lO Uhr statt. Unterrichtslokale: Gipsstr. ZSe(Gemcindefchulc), Nicderivallstr. 12 lFriedrich-Wer- dersche Oberrealschule), Lanffestr. 31(Fortbildungsschule). Da? Wintersemester dauert von Anfang Oktober bis Ende März. Hörer- gebübr für Kursus und Halbjahr 1 M. Anmeldungen werden entgegengenommen an folgenden Abenden von%8—%10 Uhr: 2. Oktober Langestr. 81, 2. Oktober Niederwallstr. 12, 4. Oktober in der allgemeinen Hörerver- s a m m l u n g in der Aula Gipsstr. L3e, bei der auch nähere Mit- teilungen über Organisation und Lehrmethode gemacht werden. Erster Unterrichtsabend am Montag, den 6. Oktober, in der Langestraßc Donnerstag, den v. Oktober. Nachmeldungen an den UnterrichtSaben den. ig en!» lassen. Aus deutliche Schreibweise, auch des Namens und der Wohnung, ist besonders Wert zu legen. Eine Vereinigung der MilitärversorgungSiimter. Am Dnschlusj an diese Notiz in Nr.-194 werden wir gebeten, daraus hinzuweisen, dost sich die Beichasiungsstelle beim Sanitätsamt des lll. A. K. und die Siauts' fabrik künstlicher Glieder G o tz k o w s k ist r. LH befinden.— Von der �eldzcugmeisterei. dem stüberen Wumba, sind die Devot-Jnspck- tion. die Vcvwaltimgs-Inipcklion und die Zentralnbteilung nach der che» maligen Frgnzer-Kaserne in der Vlüchel str. 47/48 übergesiedelt(Fernsprecher Moribplatz tiiiö«), so daß sich nur noch die BeschassungS-JnsPektion Kur- sürstendamm 193/94 befindet. Eine Bitte auS New Dork. Kakob Mitichsl w New Dork. ebne näbere Adresse, sticht seine Frau and seine vier Kinder, die vor den Russen au» Galizien geflüchtet sind. Zssreigabc weiterer KokUen- Abschnitte. Ab Sonnahend dürsen zur Eutt-abme und Abgabe von Kohlen bis aus weiteres nur di« solgendsn Abschnitte verwendet werden: 1. 5—8 der allen Kochkarte, 1 der neuen IL-Zentner-Kochkartc, 11 der neuen IS-stenwer-Kochtart«, LI der neuen IM>/! en in er- K o ch kor i e, 81 der neuen 32-Zentner9, Sonderkarte Ausgab« 1919,20. ist sorgfältig darauf zu achten, od sich die Besiimmlingen der Verordnung aus die alten oder neuen Koblenkarten be> ziehen. Aus die Ablchnitle 1—4 der alten Kochkarten und sämtlicher glten Osentarten dülsen Kohlen nicht mcbr abgegeben werden. Freigabe der Ab- schnitte V und 10 der alten 10— K0-Zcnlner-Os«nkart«n und 17—20 der alten Sonderkarten erfolgt nicht. Erböstung»«r Brikettpreiie. Infolge Trhöbung der Bahnftachten ab 1. Okiober d. IS. um durchschntttlich 50 v. H. und der Arbeiter- und Kuticherlöhne bat sich der Koblenverdand Grost.Berlsti genötigt gesehen, die Preise sür Briketts ab 1. Okiober um 30 Pf. je Ksntner zu erhöhen. Preis sür BriteltS für Küchen- und Ofenbrand demnach bei Selbstabhoiung ab Lager 5,05 M. je Zentner, bei Lteserung frei Hau» 5,00 M. je Zentner. Teltower Kreistag. Die Zustimmung zur Abänderung de» Amtsbezirke»„Grüne- wald-FOist" wild niit 32 gegen 31 Stimmen versagt. Genosse . E w a I Sö begründet namens der sozialdemokratischen Fraktion den Autrag, bei der Regierung dahin vorstellig zu werden, die Guts- bezirke>o schnell wie möglich zu beseitigen. Neumann(U. T. P.j schlieft sich dem an und verlangt den ZuiämmenichKtll zu leistungs- fähigen Gemeinden. Abgeordneler W a l l g a r(bürgerliche Rechte) führt auS, im vorliegenden RegierungSeniwurf sei bereits die Unier- läge süp.Hie Forderung, der joz'aldemokratiichen Frakliou entvalven. W i e s e n er(Dem.) schlieizt sich im wesentlichen diesen Ausführungen an. Ewald betont, dag die Lösung der Frage dringend sei und die Regierung zur Beschleunigung aufgefordert werden raüsie. Dr. Wrdtke ist nicht aus politischen,, sondern auS wirtschaftlichen Gründen sür die Beseitigung der Gutsbezirke. Unter Wahlen werden eine Anzahl Kommiisionen nach den Vorschlägen des Wahl« auSichusses besetzt. Bei der Wahl von 10 ProvinziallandtagS-Ab- geordneten reichen die sozialdemokratiiche und die un- abhängige Fraktion verbundene Listen ein. ES werden gewählt. Sozialdemokraten: Herbst, Gutschmidt, Strieder und Gebrie. Unabhängige: Neumann. Demokralen: Wieiener, Frenz. Vereinigte Rechte: Buhrow, Wrede und Lange. Die Wahl der Amtsvorsicher wird vertagt. Form(*. a. Ausschmückung der Leichenhalle. Harmonium spiel)»«» tragen bei Trwachienen:»00 M., Bestattung von Kindern bis zu drei Jahren(vier Größen): 25 M., 40 M.. 60 M., 110 M. Bestattung von Kindern von drei bis zwölf Jahren(zwei Größen): 180 M. und 196 M., Charlottenburg. Da» Wohnungsamt wendet sich an die Oeffentlichkeit mit der Ausforderung, daß jeder, der Kenntnis erhält von leerstehenden oder sonst irgendwie verfügbaren Wohnungen, die nur als Möbelaufbewahrungsort dienen oder nur vor. übergehend und unvollständig von Bewohnern besetzt sind, dem Wohnungsamt Charlottenburg, Rathaus, schriftlich oder mündlich Anzeige er- st a t t e t. Tegel. In der Gcmeindrvertretersttzung am LS. November wurde di« neuen Schöffen eingeführt und verpflichtet. Die Mittel zum Bau einer Volksbadeanstalt werden bewilligt. Die Dampfer- landungsbrücken sollen durch Betonbrücken ersetzt werden. Die Kosten betragen 160 000 M. Die Händler, die sich an dem Demon- strativnSstreik für den freien Handel beteiligt haben, und neu er- öffnete Geschäfte werden nicht mehr mit Gemeindewaren beliefert. Die U. S. P. beantragt, an die Regierung den Antrag zu stellen, da? Einkommen der Beamten und Arbeiter des Reichs und der Ge- meind« ebenso zu besteuern wie das aller anderen Personen. Bei der Neuwahl der Kommissionen erhielten die S. P. D., U. S. P. und die Bürgerlichen je 2 Sitze. Der Preis für den elektrischen Strombezug wird auf 80 Pf. für Beleuchtung und 36 Pf. für Kraft festgesetzt. Den nach dem 1. Juni in den Dienst der Gemeinde gc- tretenen Angestellten und Arbeiiern soll je nach der Beschästigungs- dauer für jeden Monat ein Zwölftel der für die übrigen Arbeiter bewilligten 1000 M. als Teuerungszulage gewährt werden. Unsere Fraktion gab die Erklärung ab, daß sie in Zukunft keine einmalige Teuerungszulage mehr bewillige. Der Unterricht in der Fort- bilhungSichule wird in die Zeit von 3— 6 Uhr festgesetzt. Für Ge» Währung von Mietbeihilsen an Erwerbslose werden dem Gemeinde- vorstand Mittel zur Verfügung gestellt. Der Gemeindevorstand soll in oer nächsten Sitzung eine diesbezügliche Vorlage machen. Neukölln. TäuglingSsürsorgr. DaS Ergebnis der letztjährigen Fürsorgetätigkeit auf dem Gebiet der städtischen Säuglingspflege ist ein durchaus erfreuliches. Di- Inanspruchnahme der Fürsorgestellen war eine überaus rege. Von ven im Jahre ISIS in Neukölln geborenen Kindern gingen 1894 durch die städtische Fürsorge, so daß unter Hinzurechnung der au? dem Vorjahr übernommenen Klein- kinder die Gesamtaufnahmezahl 2646 erreichie. Hinsichtlich der Geburtenziffer ist gegenüber den ersten drei Kriegsjahren ein« Stei- aerung um über 200 zu verzeichnen. Die Zahl der Sterbefälle unter den Fürsorgekindern betrug 183. Unbemittelte stillende Mütter und künst- lich zu ernährende Säuglinge wurden von Fall zu Fall mit Milch und Nährmitteln unentgeltlich unterstützt. Nur für die teuren Nährpräparate wurde ein geringes Entgelt erhoben. Während der Sommermonate Juli-Sevtember wurden an 203 besonders bedürftige stillende Mütter Stillprämien in Höhe von 2S48 M. ausgezahlt. Wegen de? erheblichen Rückgang? der Milchproduttion konnten nur 7800 Liter unentgeltlich abgegeben werden. Vom 1. Oktober 1S18 ab wurde der in einem städtischen Kuhstall erzielte Ueberschuß zur Hälfte frei verteilt. 348 ärztliche Sprechstrinden mit 80Slb Beratungen wurden abgehalten und über 10 000 Hausbesuche gemacht. Groh-Berliner Lebensmittel. Berlin. Im 9., 10.,«., 18., 172. und 246. Brotkommiffionsbezirk 125 Gramm Käse. Biichliolz. Die angemeldeten dülsenkrücht« können abgeholt werden. Die Anmeldunaen für neue Zucker-Kundenltsten sind sofort zu machen.— KartofseluuSgabe Mittwoch bis Freitag. Lichtenberg. Die Uebernahme des BerrdigungSwesenS in städti scher Regie ivird am 1. Oktober vor sich gehen. Ein Zwang auf die Inanspriichnabüre dieser städtischen Einrichtung besteht nicht, jedoch muß jede Bestatiung dem Bureau iür das städtische Be- erdigungtwesen, Möllendoristr. 14, gemeldet werden, das in allen Fällen die Zuweisung der Leichenlräger und des LeichenfiihrwerlS beaufsichtigt. Ditz gesamten Kosten sür Vestatlungen in würdiger Groß-Serliner Parteinachrichten. L.> S.— 8. Abt. Sonntag, 5. Oktober, nachmittag« 0 llhr, Blücher- iäle, Blüchersiratz«: Herbstfeier, anschließend Tan,. Tinlagkarten bei den Abteilungssührern. 8.«. 4. Abt. Sonnabend, 4. Oktober, abends 7 Uhr, Im National- hos, Bülowltr. 37: Herbstseier unter Mitwirkung de« Berliner Terzetts (Gesang), Herr Hclnr. Aller: Bürger(Rezitationen), Tanz. Einlaßkarten 1 M. bei den Abteikungssüdreru. «. Abt. Mittwoch: Bez. 123. 124 bei Reim, Urbanflr. 29. Bez. 131, 134 bei Drogg«. Dieffenbachltr. 57. Bez. 135. 136 bei Voigt, Boppllr. 8. Bez. 137, 138 bei Schüttler, Gräsestr. 3. Donnerst au;: Bez. 125. 126, 128 bei Schmoldt, Hasenhaide 58. Bez. 133 bei Rode, Dieffenbachltr. 36. 20 Abt. Heute. 7'/, Uhr, Sitzung der Parteisunkiionäre und Betrieb«- verlrauensleute bei Lahde. Löweftr. 1. Treptow-Baumschnlenweg. Heute. 7 Uhr, Funkttonärsitzung bei Erbe. Baumichulenweg. 6 Uhr: Vorstandssitzung. Lichtenberg. Heute, abends Tl. Uhr, drei Frauenverlamm- l u n g e n. 1. Im Lokal von Müller, Wühlisch- Ecke Holteiftraße. 2. Schilling. Kanlslr. 19. 3. Meier, Möllendorfsir. 77. Vortrag. Reserenten die Genoiicn Peterftansel, Baranowski und Kegel. FrOeurgrhilfe«. Morgen Donnerstag 8 Uhr Engeluser 15. »»«»««»«schütz kB» v->ft»»» Delegraptzie. Süf Ha btmv abend 8 Uhr im Lokal von Schetlhauer, Gorpoirrftr. 2K, ftattgnd enden Vortrag werken dt« Angehörigen des Pollamte« W..« besonders aulmerkiarn. gemacht. StemenSiiabt. Frauenabsnd heute 7'/, Uhr im Lokal Hcidrkrng, Nonnendamm-Allcc LS. Genossin Todcnhagen spricht über.Frauen, was bringt Euch der Sozialismus?' Eövenlck. Heute'/jß Uhr in der Körnerichule: Lichtdildervorträg: „Eine Wanderung durch den Harz'. E nlaßkarten a 50 Ps. find an der Kasse zu haben.__ Hilöungsveranftaltungen. Der Bezirksausichusi Groß■ Berlin veramaiiet am kommenden Sonnabend im Kleinen Schauspielhaus eine Aufführung von Hebbels .Maria Magdalena'. Karten zum Preise von 1,50 M. und 0,15 M. Garderobengebühren find in allen Borwärlsspediiioncn sowie in der Buchhandiung VorwärlS zu baben. Die»Miitrr Ichcn Borträge- von OStar Bolle werden diesen Sinter wieder im Höriaol de? Kunil.irwcibemuieu.-nS, Prinz-tlibrechi-Zir. L, ilatt- finden. Verzeichnisse werden bei A. Werlheim, Bote& Bock um. ausgegeben, ebenso Karlen zum EröffnungSabend am 8. Otiobei-, 3L� ilW, der d!» Entliehung der mariischen Bodcn'vrmcn, in» zweiten Teile den Fläming mit seiner Romantik schildern wird. Steglitz. Die mchl vertansten Programme zum k ü n stl�e r is.ch e n U n t e r b a 1 1 u n g 5 a b e» d am 4. Oitobcr bitten wir bis Lonnadend, mittags 12 Uhr, bei Fran Alexander, Dllppetttr. 41, i p ä i e it e n s aber bt« abend»? Uhr an derKass«(Lyzeum, Rolhenburgsiraßb) zu- rückzugeben. Volkshochschule Wilmersdorf- Lebrgäng« L.'iobcr— Dezember. Beginn 13.— 16. Okioder.— Auskunft- und B e � a! u n g s ir e 1 1 e: Rathaus, Zimmer 83, Dienstags und Freitags 3— 5 Uhr. Pro.ran.me und Hörerkarten sür jeden Ledrgang<8 Dobhelftundenv zu 5 St.: im Ratdaus, auch im VorwürtSbureau, Uhlandstratze. vom 1. 10. ab Gasteiner Strotze 12. Hörrrtarlen(ermäßigt«) sür Krregsbcschädiate sowie Freikarten sür Erwerbslose nur im RalhanS.' Man deachle die P I ata! e mit dem Verzeichnis der Lchrknrse, die über die versrrjiedensten WiffcnSgcbietc von vortrefflichen Krästell geHalle« werden. Sriefkasten üer Reösktwa. Jeder für den Briektaften bellimmttn Anfrag« füg« ms», i n e n Duchsiabr» und«ine Rümmer bei. Brieflich« Arrskunf! wird nicht«rtirlt. Eitigi' An- frag«» trag« man in d«r Juristischen Sprechstunde. Lindcustr. 6 l. Hof var- t«rre link», vor. Echriststück« und Bertritge sind mitzubringen. H. B. 300. Erbeben Sie beim Amtsgericht Klage. Es ericheint zweckmäßig, sich«wen Anwalt zu bestellen.— A. H. 30 An das Amts- gericht, in deffen Bezirk die Mutter verstorben ist, mit dem livtrag Nris Vcrmiitlnng der Auseinandersetzung.— Bärtig, Sora». Wenden Sie sich an die ReichSregienmg. Auswärtiges Amt, Berlin, Wllhelmsir. 75.— — P. H. 48. Ja. das kann auch beute noch geichehen durch Ehcljchkeiis. ertlärung, wozu allerdings die Zustimmung des Vormundes und der Mutter erforderlich ist.— 100 I(8. Ja, Antrag beim Bezirksvorstcher, evtl Magistrat.— 8.®. 45. Di« tzluskunit ist juttcffcnd. ialls die Bsr- anlagung sich aus die Zeit bt« etnschttetzitch Dcz-mber 1SI8 erstreckt. Iii Ihre Frau für ba« aanze Steuerjabr 1918 veranlagt, io kann sie Herab- Minderung sür da« letzle Sleuerquartal von Januar b.» März 1919 vcr- langen.— D. St. 0. Sie haben Anspruch aus Lohnzahlung sür 14 Tage. — W. 27. Versuchen Sle es w der.Täglichen Rundschau'.— H.iW. 81. 1. Beim Städtischen Gewerbesaal, Siraßmannliraße; Kosten gering. 2. Durch Besuch der Technischen Privalschuie. Reinickendorfer. Sttsatze.ll. Augenblicklich ist der Berus überfüllt.— SA H. 00. Die Karte» sind noch nicht freigegeben.— Nr. 48 Abt. Wir iönnen nur die ANtlvori vom 26. 9. wiederbolen. Legen Sic den Sachverbali nockmals dar. Warum di« Gereiziheit.— St. 77. Fragen Sie bei der sozialphsilischen. Ab- tetwng der Keneralkommisfion der Gewerkiibaften. Engelnser 15, an.— — V. 49. Ihre Auficrssnng ballen wir sür zriiieffend. Wir raten Ihnen noch, die Angelegenheit dem Zenlraloer baiid der r'iiigestellten. Berlin, Belle« allianc-itr. 7(10, oorziitragen.— I."Dl. 24. Ja.— 57.'Z.!)!>. Amtsgericht Berlin-Witte, Neue Friedrrchflr. ILrlö, in den GeschästSstlindeii von 10—2 Uhr unter Mitnahme von LegiiimationsplUiierrn.'— S. 82- Die Kündigung ist nur wirksam, wenn das Mieftminmg&rm: zustimmt.— 40. 83. 81. KriegSminislerium.— M."Dt 12.' Nein. — S. 82. Das Wohnungsami der Etadt Berlin rtsp da» Mietcinipünqs- aml kommen in Hcizungsiragcn in Betrachl.— A. 4». 28 Polch- mliilärische Aufklärung Sindenstr. 3, kl-Höf 4 St., Ansninft �* 3. 1. Ja. Dl. 4. Die betr. Stelle in Goeiheö..Fairst flautet: LlistM-sf-mb Dens, scientes bonurn et rnalnm(Ibr werdet sein wie Kott und w ssen, was gut und bö!e ist).— Flammentod P. 83. Weder in Gotha. Offenbach noch jetzt in drm modernen Verbrennungsofen in Treptow wird den Angebörtgen gestattet, dem Berbrcnnungsvorgang znzu-cben.—<5. 5i. 1. Wenden Sie sich an di« Vereinigung sozialistischer Juristen. Vorürender: Dr. Flatow, Kroß-Ltchlerselde. Promenadenstr. 10.— C. H. Der Beamte war formell im Recht, so daß Sie die Unkosten nicht zunickerstcktiel verlangen kör.ncn.— Schönsltest 230. Tie Antwort des L-raatsanwalis entspricht den gesetzlichen Vorschrijlen, eine Beschwerde iil daher aukiichtslos.— Alarm U. 100. 1. Nein. 2. u. 3. Zur Nachzahirmg eines schätzungsweise ongeoebenen Betrog«» sind Sie verpflichtet, sofern das.unregekmäßige Funktionieren dcS Apparates bewiesen weiden kann. Der geforderte Be» trag erscheint aber mit Rücksicht aus die Jahreszeit zu hoch.— 21. H. 70. Das Gesetz{ordert 1200 Bciiragswochen.— 43. Dl. 99. 1. Nein 2. Ja Lotte 100. Für die nächste Zeil nicht zu erwarten.— Jt. 10. Falls Ihr Vater auch jetzt noch den angegebenen Verdienst hat, ist' die Reklamation aussichtslos, anderenfalls raten wir zu einer � solchen. WetterauSstchte« für das mittlere vlorddeuischkand bis Donnerstag mittag. EiwaS wärmer, östlich der Oder noch grötzlenterls trocken und vielsach bciler. weiter westlich langsame Trübung bei Mäßigen südöstlichen bis südlichen Winden, ssm Hühneraugen, Hornhaut, Ballen und Warzen Kukirol. verschwinden schnell, sicher und schmerzlos hei Gebrauch von In vielen tausend Fällen glänzend bewährt.> Kukirol Ist zum Preise v. M.1,50 In Apotheken u. Drogerien erhältlich. Lassen Sie sich nichts anderes aufreden, es gibt nichts Besseres. Hersteller Kurt Krisp, Magdeburg. Engrosiager». Barkowsw, Benin so is. Unnötigen /lerger! 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