Ur.S08. 36. Jahrg. vezugSpret» t CiettefläScL%r- St. mono«. I— ML frei w» b-u», voran»«ahldar. Polt- dezng! Monatlich ch— Ml.«ril. gu- ftelIung»geblUir. Unlrr Sreujdand füi Dentschiaad and Orltrrrelch- Ungar» SLZ Ml. für da» ädrig,«u»io»» l» Zö Ml. de, loglich einmal. Auli-llnng 125 Ml. Pokbeltellungev nehmen an Dänemark. Holland Luxem durg Schlvede» u. die Schwel». Etngerrage» in dt« Polt-Keitnngo-PrMoltst» Der.BorwSn»� mti»er Sonntag»- de'Iage.Boll u. geil* erscheint wochen- 'ägiich zweimal. Sonnlag, einmal. Telegramm-Adresse, .Sozialdemotral SorNn». Abend Ansgabe. Verliner VolKsbltttt. ( 15 Pfennig} ««zeigenprei»: vi»»chlgel palten« Ronpareillej-ili lostel lLv MI.»leine Anzeigen-. »a« iettg«druckte Wort 60 Pfg.(juläfssfl 1 lettgedruckte Worte), tede» weiter, Wort 40 Pig. Etellengciuch« und Schlasstellenanzelgen das erste Wort 60 Psg. jede, weitere Wort ZO Psg. Wart« llder ld Buchstaden zählen siir zwei Worte. Teuerungszuschlag 50°,» Familien- Anzeigen, politische und gewerkschaftliche Berein»- Anzeigen 160 Ml. die geile. Anzeigen für die Nächst« Nummer müssen di» S Ahr ' nachmittag« im Hauptgeschäft. Berlin SW 66- Lindenlttaße 3, abgegeben Seäffnet von» Uhr früh dt, b Uhr abend». �entralorgan der rozialdemokratifcbcn Partei Deutfcblands. Redaktion und Expedition: SW. 6$, Lindenstr. Z. srerulvrecher:«ml Morrvplav, Nr. 13 1 90—15 1 97. Sonnabend, den 4» Oktober 19X9. vorwärts-verlag G.m.b. h., SW. öS, lindenstr. Z. Fernsprecher:«mt Morittpla«, Nr. 117 58—54. /lllüeutsihes Sangen. Jetzt, wo der Untersuchungsausschuß Nationalversammlung seine Tätigkeit begonnen hat und zugleich mit der bevorstehenden Veröffentlichung der deutschen Archive die Klärung der verschiedenen Schuldfragen wenn nicht restlos herbeiführen, so doch wenigstens gewaltig fördern dürfte, wird den A l l d e u t �' Sicher keine offizielle Einladung nach Washington. Von zuständiger Seite wird uns mitgeteilt: Der„Vorwärts" bringt heute morgen aus Amster- s ch e n s e h r u n b e h a g l i ch zumute. Sie hatten es nämlich dam die Nachricht, daß laut einer Information, die dem geschickt und rücksichtslos durch freche Verdrehungskunst und Bureau des Internationalen GewcrkschaftSbundes in Amstei- worden sei, Deutschland und Oesterreich eine e E r k l ä r n n g übermittelt worden sei, nach der geschickt und rücksichtslos durch freche Verdrehungskunst uno Vureau ocs antisemitische Wühlereien verstanden, den Zorn weiter Kreise. dam gegeben des deutschen Volkes von den Urhebern des großen Unglücks, offizielle den Fürsten und Staatsmännern des Kaiserreichs, gegen die Träger der unseligsten Erbschaft der Weltgeschichte, gegen die regierenden Parteien der Deutschen Republik, speziell'.gen die deutsche Sozialdemokratie abzulenken. Die, maßlose un- abhängig-spartakistische Demagogie, mit oft blutigen Begleiterscheinungen, hatte bar besten Wcrbedienste geleistet. D dieser„nationalen" Lügenpropaganda, den nächsten Reichstagswahlen pflück Tie doppelte Klärungsaktion des und der Archivöffnung wird die ganze über den Haufen werfen und d'e monarchistischen Parteien endgültig. Natürlich haben die Alldeutsl kannt. Jetit, wo sie in ein akutes den Untersuchungsausschuß der vornherein zu diskreditieren. Schon Zeitung" und die„Deutsche �_ „Untersuchungsausschuß"(zlvifthcn' sen ünd die denk- i Früchte Man sie bei zu verfaulen. ingsousschusses ativnale Mache ungsträume der n. Gefahr längst er- ' tritt, versuchen sie iverscmnnlung von echen die„Deutsche nur noch vom sefüßchen), und in letzterem Blatte läuft bereits Hct Noventlow gegen führende Mitglieder dieses Ausschusses die er als„bekannte Fanatiker einer deutschen Schuld am ärriege" bezeichnet, deren Forschungsarbeit nicht anders tendenziös sein könne. Wir kennen diese Methodcm der„präventiven Diskredi- tierung": sie sind das Kennzeichen des schlechten Gewissens. Wir haben vor einiger Zeit ein ähnliches Bemühen erlebt, als die Unabhängigen � d« Hon der Preußischen Landesversammlung eingesetzten Ausschuß zur Untersuchung der Ja n u a-r� ,u n d Märzputsche in Berlin für parteiisch unß» des Vertrauens der Arbeiterschaft unwürdig erklärten. Nochi'MkfLnglicher aktiver Mitarbeit schied Dr. Kurt Roienßelii nut sogenanntem Eklat aus der Kommission aus, als er merkte, daß die Angelegenheit für seine Partei und speziell türmhn selbst brenzlich wurde. Der Untersuchungsausschuß der' Nationalversammlung hat viel- mehr die Sorge um Unparteilickkeit so weit getrieben, daß er als wissenschaftliche Sachverständige aucb Leute berufen hat, die als„Fanatiker einer deutschen U n schuld am Kriege" be- kannt sind, wie z. V. Professor Dietrich Schäfer und R e v e n t l o w selbst! S6 ist zu erwarten, daß diese Herren sich die billige Geile leisten werden, unter irgendeinem Vorwand ihre Funktil» den, daß die Sache fü» sie Ueberhaupt kann" „Schuld" oder„Nr das Maß von a Schuld, das auf den lastet, um das M a t i s m u s, das das führenden Männer trifft. Reventlow knüpft des Aeußeren, des Regierung kein I alten irgendwie zu d e lich sogar alles I. diskreditieren� man sich die bisherige rzulegen, sobald sie fühlen wer f enden dürste. Untersuchung nicht mehr um drehen, sondern nur noch um sicher bzw. fahrlässiger gen Machthaber» Deutschlands erbrechen und von I d i o> ime im allgemeinen und die lminischen Aera im Einzelnen e. Bemerkung unseres Ministers ermann Müller, daß die heutige zran habe, die Maßnahmen der die Behauptimg, daß sie tatsäch- ' aran habe, die Maßnahmen zu �ist vollkommen richtig, und wenn ___ ita der Regierung seit der Revo- lution vergegenwärtigt, so wird man nur in der Reventlow- schen Erklärung die denlpuKschmeichelhafteste, wenn auch un- freiwillige AnerkennunG dPr Uneigennützigkeit der Sozial- demokratie erblicken! könaen. In der Tat, nichts wäre uns leichter gewesen, als düe Konservativen von gestern und Deutschnationalen von hoati auf ewig unmöglich zu machen, wenn wir uns, gleich Law �unserem Einzug in die Wilhelm- straße,„auf die Archpc gostiirzt", um mit Reventlow zu reden, und deren Inhalt, wenn tvirfst streng wissenschastlich, so doch parteipolitisch rücksichislovqwsgebeutet hätten. Dann hätte vielleicht die Volksmut manch einen, der Reventlows Herzen nahe stebt, und soweit cr nicht sofort vorsichtshalber neutralen Boden betrat, ein gleichM' Schicksal bereitet, wie jenes, das seinerzeit den vielleicht«Icht einmal ebenso schuldigen Grafen Tisza ereilte. en, wissen Reventlow und seine die Delegierten Deutschlands nnd Oesterreichs an der Jnter nationalen Arbeiterkonfercnz in Washington würden teil- nehmen können. Ferner sei den stellvertretenden Borsihendeu I o« h a u x und Martens von der französischen bczw. der belgische» Regierung erklärt worden, daß alle Delegierten Deutschlands und jdesterreichs auf der Konferenz dieselben Rechte habe» würden, wie die Delegierten der anderen Länder. In dem Schreiben, das dem Vorsitzenden der deutschen Fricdensdclegation in Versailles übermittelt wurde, heißt eS aber, daß die Zulasiuog deutscher oder österreichischer Delegierter zur Konferenz der Entscheidnug der Arbeitskonferenz selbst unterliegen würde» für den Fall, daß die deutscheu und österreichische« Delegierten sich in Borwegnahme einer ihnen günstigen Entscheidung nach Washington zu begeben wünschten. Im Eia Irleöensbunü der Kriegsteilnehmer. Anschluß an die kürzlich in Genf ins Leben ge- rufene pazifistische Internationale Vereinigung der Weltkriegsteilnehmer wurde am 2. Oktober in Berlin der„Friedensbund der Kriegsteil- n e h m e r* begründet._ die NanSstaaten»erhandeln mit Sowjetruß lanö. (Drahtbericht unseres Kopenhagener Korrespondenten.) LuS Dorpat wird über HelsingforS gemeldet: Auf der De. legiertenkonferenz beschlossen Estlands, Lettlands und Li- tauen» Vertreter die Einleitnng von FriedenSver. Handlungen mit den Bolfchewisten. Die drei Länder werde» Delegierte ernennen, die in nächster Zeit mit de« bolfch«. wistifchen Bevollmächtigte» zusammentreffe» werden. Keine Munition gegen die Bolschewiki. AuS Boulogne-snr-Mer wirb berichtet, daß die dar. tigen Hafenarbeiber dem Beispiel ihrer Kameraden m Brest folgend und gemäß der bei dem allgemeinen GewerkschaftStongretz m L Y o n getroffenen Entscheidung sich geweigert haben, die zur Nieder. werfung der rirssischen lltcbolution bestimmten M u n i t i o n S» sendnngen zu verladen. Freunde sehr Wohl. Auch die Unabhängigen wissen es. Aber beide Extreme, rechts und links, sind sich, wie in so vielen anderen Dingen, wenn es heißt, die Regierung und die Mehr- heitsparteien wider besseren Glauben anzugreifen, auch dies- mal im Verschweigen unserer Beweggründe einig. Viel wichtiger und heUiger als die Parteipropaganda war uns das Wohl des deutschen Volkes. Wir nahmen an— und der Vertrag von Versailles, der moralisch auf dem Artikel 231, dem aufgezwungenen Schuldgeständnis, beruht, hat uns durch- aus recht gegeben—, daß jede einseitige Belastung der kaiserlich-deutschen Regierung, die sich aus einer Archivver- öffentlichung und aus einer parlamentarischen Untersuchung ergeben müßte, sich am deutschen Volke schwer rächen würde. Das Wilsonsche Programm, diese beiderseits feierlich vereinbarte Friedensbasis, erwähnte zwar in keinem seiner 14 Punkte die Schuldfrage als einen für die FrictenS- bedingungen maßgebenden Faktor, aber es war voraus- zusehen, daß ein Schuldgeständnis dennoch von den Entente- regierenden ausgenützt würde, um die ungeheuerlichster. finanziellen und wirtschaftlichen Bedingungen durchzudrücken und ihre eigenen gärenden und notleidenden Völker auf Kosten des deutschen Volkes zu beruhigen. Das war es, was wir verhindern wollten. Es ist unS leider nicht gelungen und das deutsche Volk wird nun auf Jahrzehnte hinaus die erdrückenden Folgen der Verbrechen der alten Regierung tragen müssen. Jetzt aber ist der Friede unterzeichnet. Jetzt kann die restlose Ausdeckung der Wahrheit dem deutschen Volke nur noch nützen. In doppelter Hinsicht: einmal dem AuS- lande gegenüber, das diese unsere Zurückhaltung vielfach nicht verstand und als ein Zeichen unveränderter Geistesverfassung interpretierte: ferner wird diese Aufklärung dem deutschen Volke selbst im höchsten Matze nützen, indem es auf ewig. sich von dem verderblichen Regime der Hohenzollern, Falken- Hayn, Tirpitz und Reventlow in Abscheu und Ekel abwen- den wird. Es gibt übrigens noch einen weiteren Grund, der gegen eine voreilige Veröffentlichung und Untersuchung sprach: es bestand die Gefahr, namentlich solange die geistige Blockade der Mittelmächte, verbunden mit dem Fortbestehen der Zensur in den siegreichen Ländern, aufrechterhal- ten wurde, daß die Ergebnisse der deutschen Klärungsaktion in einer Weise verwertet und gefälscht würden, welche die Menschheit dem Endziel, nämlich der W a h r h e i t als solcher, nicht nähergebracht hätte. Mit anderen Worten: wenn die Belastung der Hohenzollern und Habsburger und ihrer Staatsmänner zur Freisprechung der übrigen Regierungen Europas gedient hätte. Es ist gar nicht unwahrscheinlich, daß die bevorstehenden Veröffentlichungen und Untersuchungen eine ganz überwiegende unmittelbare Hauptschuld der Zentralmächte ergeben. Aber wir sind überzeugt, daß die wahre Schuld an der Entstehung des Krieges weniger bei einzelnen führenden Männern zu suchen ist, als in dem ganzen politischen System: daß also alle Regierungen kapitalistisch-imperiälistische Politik getrieben und somit den Krieg mit verschuldet haben. Ein abschließendes Urteil, da? nur einzelne Männer verdammen und andere freisprechen würde, obwohl alle, ob in Berlin oder in Paris und London, in Wien oder in Petersburg, in Belgrad oder in Sofia, die eine allgemeine Politik jahrzehntelang getrieben hatten, würde nur eine Verfälschung der historischen und sozialen Wahrheit ergeben und, anstatt der endgültigen Gesundung der Welt durch Sozialismus und Pazifismus nur neue kriegerische Katastrophen— mit oder ohne Hin- einziehung Deutschlands— herbeiführen. Deshalb ist es sehr begrüßenswert, daß der Untersuchungsausschuß auch die Vorgeschichte des Krieges behandeln wird. Weil Sozialdemokraten befürchteten, daß eine am 28. Juni 1911 beginnende geschichtliche Forschung-nur einzelne Per- s o n e n belasten würde und das ganze System unbe- helligt ließe, haben sie das Odium auf sich geladen, den Anschein zu erwecken, als wollten sie das kaiserlich Teutschland decken, indem sie immer wieder auf die Vorgeschichte des Krieges binwiesen, die für al l c R e g i e r u n g e n Europas gleichschwer belastend ist— alles in allem vielleicht sogar etwas weniger für Deutschland. Auch Herr Reventlow trat jüngst anläßlich der Wiener Verösfentlichun- gen lebhast dafür ein, daß man die Vorgeschichte des Krieges nicht etwa zugunsten der Juliereignisie vernachlässige. Run, der Untersuchungsausschuß wird hoffentlich über das Maß von Schuld, das die Blätter vom Schlage der„Deutschen Tageszeitung" auch an der Vorgeschichte des Krieges trifft, ein deutliches Wörtchen reden. Wenn bei den Deutschnationalen der Patriotismus etwa' anderes wäre als mittelalterliches Schweifwedeln vor ent- thronten Fürsten und bankerotten Schlachtenlcnkern, als schwarz-weiß-roter Fahnenrummel und nicht immer un- eigennütziges Parteigesckiäft. so könnten sie sich gerade an der zurückhaltenden Behandlung der Schuldfrage durch die deutsche Regierung, die das innerpolitiscke Interesse hinter das Interesse des ganzen Volkes monatelang zurückstellte, ein Beispiel selbstloser Vater- landsliebe nehmen. Unerhört aber ist es, wie Reventlow in seinem Versuche, den Untersuchungsausschuß im voraus zu diskreditieren, der Regierung unterstellt, sie wolle mit einer Belastung des alten Regimes parteipolitische Geschäfte treiben. Tie ganze Haltung unserer Partei und ihrer Vertrauensmänner in der Regierung, speziell in dieser Frage der Oeffnung der Archive, straft Reventlow Lügen, und wenn er meint, daß wir jetzt aus„Furcht" vor den Unab- hängigen handelten, so ist dies geradezu lachhaft. Wir haben uns in viel gefährlicheren Fragen den Haß der Radikalen von links zugezogen und werden den Kampf aussechten, ohne uns um den Beifall oder um die Kritik der Radikalen von rechts zu kümmern. Aus den Auslassungen Reventlows gewinnt man den Eindruck, daß mit dem Herannahen der großen Abrechnungs- stunde, die mit der Verösfentfichung der Archive und mit dem Beginn der Arbeiten des Untersuchungsausichusscs schlägt. ihn ein Gefühl der Bedrückung übermannt, das immerhin in einem merklichen Gegensatz zu dem Gefühl der Erleichterung steht, mit dem er die Kriegscrklä- rung Amerikas begrüßte, diesen nicht zuletzt durch ihn ver- schuldeten Todesstoß gegen daS beklagenswerte deutsche Volk. Viktor Schiff. Deutsche Saltikumnote an öie Entente. F» der graste der Räumung des Baltikums ist General N u d a n t folgende Note für die Entente übergeben worden: In Erwiderung der Rote vom 28. st. legt die deutsche Regierung den gröstten Wert auf die Feststellung, dast sie dauernd auf das energischste bemüht ist, die Truppen aus dem Baltikum und aus Litauen heraus�«ziehen: fic hat zu diesem Zwecke unter anderem am 25. 9. ds. Jahres angeordnet, daü den Truppenteilen, die dem Abmarschbeschlc keine Folge leisten, die Löhnung sowie alle künf- eigen Versorg« ngsan spräche gesperrt werden. Um fernerhin jeglichen Zuzug zn verhindern, wurde die deutsche Grenze gegen Kurland geschlossen und Befehl gegeben, auf Truppen, die troüdrm diese L i ni e z u überschreiten v c r s u ch t n> z u schießen, auch ist jeder Nachschub an M n n i t i o n strengstens unter- iagt. General Gras v. d. Gold ist von seinem Posten a b- berufen worden. An seiner Stelle übernimmt bis zur völligen Durchführung des Rücktransportes Generalleutnant v. Eberhardt den Oberbefehl über sämtliche noch östlich der Reichsgrcnze befindlichen Truppen. Schließlich hat du deutsche Regierung an die Truppen einen Aufruf erlassen, der sie zur Pflicht zurückruft und ihnen eindringlich vorstellt, welche unabsehbaren Gefahren und Leiden sie ans ihre Volks- genossen heraufbeschwören, wenn sie in ihrem Ungehor- s a m beharren. Alle diese Maßregeln sollten die deutsche Rc- gicrnng auch in dem Urteil der alliierten und assoziierten Re- gierungcn vor dem uu berechtigten Vorwurf schützen, daß sie die Widersetzlichkeit der deutschen Truppen als Vor- wand benutze, um ihre Verpflichtung zur Räumung der ehe mals rnsflschen Gebiete unerfüllt zu lassen. Tic alliierten und assoziierten Regierungen haben hinreichenden Einblick in die durch den Friedensvertrag bedingte Lage Teutschlands, um .»geben zu müssen, daß der deutschen Regierung weitere mili- tärischc Zwangsmittel nicht z n Gebote stehen. Was de« Eintritt deutscher Truvpcn in r u s s i s ch c F o r m a- t i o n e n betrifft, so steht die deutsche Regierung diesem Vor- gang durchaus ablehnend gegenüber; sie hat ihre Auf- sassung den Beteiligten auch wiederholt und unzweideutig zum Ausdruck gebracht. Irgendeine Ermächtigung zu einem solchen Uebertritt hat sie niemals gegeben. Tie deutsche Regierung hat den festen Willen, alles zu tun, was in ihren Kräften steht, um einer Räumungspslicht nachznkom- men. Sic muß auf das schärfste Verwahrung dagegen einlegen, daß in der Rote des Marschalls Foch Zwangs- maßregeln angedroht werden, die bezwecken, Teutschland durch eine Er n e u e r u n g der Blockade die Lebens- mittelzufuhr abzuschneiden. Tic alliierten und assoziierten Regierungen dürsten nicht vergessen haben, daß gerade die Hungerblockade nicht nur den Tod hundrrttausendcr Frauen, Kinder und Kranken verschuldet, sondern auch durch Schwächung der Arbeitsfähigkeit infolge chroni- scher Unterernährung nicht zum geringsten Teile die Zer- i e b n n g s c r s ch e i» n» g c n verschuldet hat, unter denen Teutschland zurzeit so schwer leidet. Die deutsche Regierung gibt vielmehr der zuversichtlichen Erwartung Ausdruck, daß die alliierten und assoziierten Regierungen ihren guten Willen anerkennen und dementsprechend von den unmenschlichen Kriegsmaßnahmen gegen die deutsche Zivilbevölkerung, die doch keinesfalls eine Mitschuld an dem Verhalten der Trup- pcn im Osten trifft, Abstand nehmen werde. Um aber auch den alliierten und assoziierten Regierungen die Mög-- lichkcit zu geben, sich von dem nachdrücklichen Ernst ihres Vor- achens zu überzeugen, ersucht die deutsche Regierung die- selben, mit ihr in die Beratung der notwendigen Maßnahme u einzutreten. Zu diesem Zwecke schlägt sie die schleunige Bildung einer aus deutschen Vertretern einerseits und alliierten und assoziierten Vertretern andererseits gebildeten Ä v m m i s- s i o n vor. Nach Ansicht der deutschen Regierung wäre deren Ausgabe, nach Prüfung der Sachlage die Maßnahmen zur Das<-> Muster des Hauptmanns Schmude und des Studenten HulKtVWIi, Siedlnngswerk in den Berg- re v i e re n geschaffen wirkst si h-Kr'. Die Leute sind fast.stfZ:.'in Teutschland zu bleiben, falls siz die Einreiseerlaubnis hrtiv Nterd Schweiz nicht bekommen. Tie Erbitterung steigt von Tag ftHtpHg. so daß Gefahr besteht, daß sie in Meuterei sieh Luft maihi. -----------------------„ El. M< I__________.....—.. ungestraft. Alle ibewnchern alle, mm liefert feinen Konkurrenten der„Mordkommission" aus, mo?'et abgeschossen werden, Gclchäst ist Geschäft; ja. Väter, es seist inh die Stimme, sind dabin gelangt, daß si« das Blut ihrer geia mm'Söhne als Borwand nehmen, den Krieg mit zu verlängern n d Geld zu machen sogar aus diesem Blut. Ihr Staat hat diash bt: rtstben gelehrt, schändlich sei nur der Mißerfolg; sie mischrauchea.noch die Frauen der Gefallenen. Er hat sie lügen, lügen gefchrr'..'. Nein, das ist vorbei, sie treiben ihre Unzucht offen, sie tragen ihre wütende Erschöpfung frei zur Schau, ihre Auslösung vollzishl.sich an der Sonne, mögen .die Fliegen kommen!.txoi ckS Abkanz ohne gleichen! Em vcAoi.tOrtcs Volk rennt über sich selbst fort, wer zuerst am AbgruHstl> � Ach! alle kommen bin; und der Krieg selbst konnte nicht»,«ttz uns Beine machen. Den Weg und das Ziel wies uns das tearm mch. Tics Reich, rote es angelegt und sittlich begründet r«t.vko»nrc zu nichts anderem führen, es trug die Niederlage ü; nch von jeher. Auch kam sie dann nicht irgendwie, sie kam aus die winzig angemessene Art: keineswegs im Zustand der Berteidiif wr,' spndcrn als Ausgang der letzten aller mißglückten Angriftsschtuch-eu. Ihr« Zeit war erfüll:. weil die Liste der Vertennuitgen, der'�.Jchen und technischen Febl- schlüsse endlich erschöpft war. Nach i.well die letzte Lüge„Wir sind nicht besiegt",— da brach schon e Mahrheir ans, mit der ganzen Gewalt, die der Höhe xl Druckes entsprach, als Revolution. � jff. '/• irte; Lucio Höflich wird sich ihre S.-kI steche:: nicvi beschränien lassen. Sie wird die Verfügung, d:c bqte Deutsche Theater erwirkt bat, nicht beachten und in der„Mjrna, Stuart"-Ausführung des StaatstbeaterS austreten, um ihren Preten gegen Inhalt und Form des Vertrags, auf den Reinhardt sictz lltezreh:. zu einer Entscheidung zu treiben._ tjj si' Ein Ehspin-Liszt-Abend von Richard Singer im Beet- Hoven, saal nahm einen glänzenden V. i rmf. Der Künstler uernigt über eine eminente Klaviertechnik, er;n ein Virtuose in des Wor- tes bester Bedeutung. Tie Fähig! ii, wundervoll großlmig zn gliedern— der Chopinschc Marcie.ftiuebjx wird selten so rhythmisch vollendet wiedergegeben— und zin sehr nwdulai ionsfähiger Anschlag war das Rüstzeug, mit dem er ter.t bedeutendes Programm leicht bewältigte. Bezeichnend war di- WK bergab« der Berceuse- Chopin. Lisztsche Musik in ihrer itt-'Ii check Schönheit liegt dem Künstler ganz besonders— wie fei-i-war Ltebestraum. mit dem seine ohne Geizen gespendeten Zugabe" sct»lcksie>n. Ein sehr klang- schöner Ibach unterstützte das Geling-."«s Abends. eci. Musik. Hm zweiten 5.Uhr.Kon,crt im»etthoveniaal smch morgen Karl Ginrnng tticdei und Strien sowie Votl e>I»«e«r zur Laute, zum-reü unter Mitwirkung von Lisfi Kurz-Schmalstich. Das alte Berlin, lieber dies Thema beginnt Fritz Stahl im Schillersaal Ckiarlattenburg heute, nachmilkags 5 Uhr, einen sünsstündigen Zyklus mit Lichtbildern. Abonnement 3 SN. die Milch- und ßleischversorgung. Von einem Volkswirt wird uns geschrieben: Tie Milchaersorgung in den größeren Städten d-rofit sich oll- rnählich zu einer Katastrophe auszuwachsen. Wurde Berlin im Sommer 1öl3 täglich mit einer Million Liter Vollmilch oersorgt, beträgt der Milcheingang zurzeit etwa ein Fünftel. Infolge- deffen breitet sich die Tuberkulose immer mehr aus, und die Kindersterblichkeit hat eine geradezu erschreckende Höhe erreicht. Bei dieser ofsenkundigen Notlage wagt es der Märkische Land- b ii n d, den Kranken, den alten Leuten und den Kindern dir Milch- lperrc anzudrohen. In dem Landtund sitzen dieselben Leutchen getreulich beieinander, die nicht genug in moralischer Entrüstung oä des Aushungerungskrieges der Entente machen konnten. lind die Fleischvcrsorgung? Es sieht beinahe so aus, als ob es in Deutschland überhaupt kein Vieh mehr gäbe, und daher die Bevölkerung nur nocki mit Konserven und teurem Auslands- ilcisch ernährt werden müsse. Dabei ist es offenes Geheimnis, daß die heimlichen Schlachtungen in ganz erheblichem Maße zunehmen — auf zahllosen Dörfern haben die Schweine stets zwei Köpfe und acht Hintcrvicrtel— und daß der Bestand an tatsächlich vorbände- ncm Vieh bedeutend größer ist, als die letzte Viehzählung ergeben hat. Hier muß der Hebel angesetzt werden durch Plötz- Ii che Revisionen, die aber von nicht Ortsangcsessc- nett durchzuführen wären, ist der Mehrcestand von Weh festzu- stellen und erbarmungslos zu beschlagnahmen. Ilm dieses Weh der Allgenieinheit resttos zuzuführen, sind die Kommunen anzuhalten, die doch jetzt leeren, unbenutzten Ställe der Schlachthöfe zur Verfügung zu stellen und selbst die Riudvichhaltung und Schweinezucht zu bc» treiben. Was vor 1314 in Karlsruhe gegangen ist, muß bei der jetzigen Not erst recht gehen. Dieser Frage sollte in den Kam- mmten einmal energisch näher getreten werden. Es ist in der jetzigen Zeit doch geradezu grober Unfug, wenn Städte mit l ä n d- lichem Eigenbesitz ihre Wiesen usw. verpachten, damit hinterher das Vieh.hintenherum" geschlachtet und zu üblichem Schletchhandelspreis verkauft wird. Außerdem muß von der Regiarung gefordert werden, daß sie das im Auslände gekaufte Vieh in Zukunft den K o m- munen restlos zur Verfügung stellt. Arbeiten Kommunen und Staat auf diese Weife Hand in Hand, ist eine bessere Milch, und Flärschversorgung in den Städten gesichert und dem Schleichhandel mit seinen heimlichen Schlachtungen und unheimlichen Preisen ein Riegel vorgeschoben. Die jedesmalige Beschlagnahm« von.über- zähligem" Weh nach einer Viehzählung ist die beste Antwort aus die Drohung der Milchsperre durch den Märkischen Landbund und auf die jüngste Kriegserklärung der Junker aus Franzburg, dem finstersten Teile HinterpmnmernS. Ueber die Schuld om Kriege lHabSburg— �hohcuzollcrn) ver- anstaltet der Bund Neues Vaterland am Miltwoch, den 8. Oktober. abends%8 Uhr, in den Kammersälen, Teltower Str. 1 lHallesckes Tor), einen Vortragsabend. Die neuen österreichischen Dokumente babän wieder ein aktuelles Interesse an der Schuldfrage geweckt. Es werden sprechen: Hellmut v. Ger lach, Heinrich Ströbel. E. I. G u m h e l. Der.Parlamentarische Untersuchungsausschuß" ist zur Diskussion eingeladen. Eintrittskarten für 1 M. bei Wcrt- hcim, Bote u. Bock, Leipziger Straße, Portier deS Herrenhauses > Portal III). Geschäftsstelle Kurfürstcnstraße 125(Hof). Industrie unö honöel. Börse. Infolge der südischen Feiertage war der Besuch der Börse ge- ring. Das Geschäft infolgedessen eng begrenzt, die Tendenz weuer fest. Begehrt waren Montanwerke, namentlich oberschleiische, wie Bismarlkhütte Und Hobenlohe. Auch S ch i f f a h r t s k t i c n stellten stch höher, namentlich Argo und Tcutfch-Anstralrsche Damckf- ichiffahrtSgesellschaft. Auch für Patrole um werte zeigte stch Abgabsneiyung. Fest waren dagegen wieder amerikanische Bahnen, namentlich Kanada und Baliimorc, letzter« gewannen etwa 6 Proz. Elektro- und Farbwerte ivaren im allgemeinen ivenig ver- ändert. Auch heimisch« Anleihen imd heimische Banken Verkehrten ungefähr auf gestrigem Stand. SroßjVerlw 5ür die neue Schule. Tagung entschiedener Schulrefornur. Die Tagung entschiedener Schulrcsormer unter den akademisch gebildeten Lehrern und Lebrennnen, die am 4. und 5. Oktober in Berlin im großen«aal des ehemaligen Herrenhauses stattfindet, wurde heute im Austrage des Ausschusses durch Professor Oeftreich eröffnet. Die Beteiligung ist sehr stark. � In der Begrüßungöausprache hob Lest reich bcrvor, daß die Tagung nicht parteipolitisch im üblichen Sinne des Wortes sei. Minister Hnenisch führte auS: AuS den Trümmern des alten Deutschland soll ein neues Deuischland erwachsen. Dazu bedarf es einer Erneuerung aus allen Gebieten des öffentlichen Lebens. Die wichtigste Reform ist die Erneuerung des deutschen Geistes. Die von Ihnen betlagie Längs a m keil des Fortschrittes auf diesem Gebiet einpfittde ich ftlbst am stärksten. lZuriif: Gott sei Dank! Heiter- keit.) Vergessen Sie nicht, daß auch zu grundlegenden Schul- resormen Geld gehört. Verzögerungen und Henunungen entstehen aus unserer katastrophalen Finanzlage. Daß die Schulreform sich nicht konsequent entwickeln konnte, erklärt sich auS der K o a l i t i o n S r e g i e r u n g. Mit dieser Tatsache müssen wir uns bis zu den nächsten Wahlen abfinden.(Zurus: Bis zur nächsten Revolution!) Dazu kommt, daß eS an den zur Durch- führung der Schulreform geeigneten Personen gerade in der Oberlehrerschaft fehlt(Zustimmung), die in ihrer großen Mehrheit dem muen Geist nicht freundlich gegen- übersteht. Mit bloßen Verordnungen ist nichts zu machen. (■Zustimmung.) Für unsere Rcichsschulkonferenz erwarte ick v o n 'Ihrer Tagung wertvollste Vorbereitung.(Lebhafter Beisall.l Pros. O e st r e i ch- antwortete, auch in einer Koalitionsregierung lasse sich nxi festem Willen manches durchdrücken.(Beifall.) Die sortgeschrirtene Lehrerschaft stehe in schwerem Kampf nach rechts, bei dem es vom Ministerium im Stich gelassen werd:.(Lebhafte Zustimmung.)(siehe dieser Widerstand, diese Sabotieruna der Verordnungen so weiter, dann werde das Ministerium mit her Toleranz gegenüber den Wider- strebenden aufhören müssen.(Zustimmung.) Ich bitte Haenisch, Führer zu sein.— aber ver führen lassen. wir uns nicht! (Stürmischer Beifall.) _ Die Verhandlungen des ersten Tages galten den Fragen der Gcsaw.treform. In einem einleitenden Referat sprach Oberlehrer Umbsen über den„N.e neu Geist in der Schul e". Bisher babe, tesil im öffentlichen Leben nur wirtschaftliche Mächte bestimm- ten. die Erziehung bauxtsächlich in Berufsvorbercitung bestanden. Einfügung ins Allgemeine(Einheitsschule, Schul- Zu fordern sei stärkere Betonunz des Erziehlichen in der lebendigen gemeinde), Erweckung und Selbsshikduna zum Ich'(ethische Fächer, Werkarbeit). Pros Oeftreich referiert« über„Begründung und Aufbau der Einheitsschule". Die Einheitsschule ist nötig, weil Sondierung der Schüler nach ihren Anlagen größere Erfolgs- Möglichkeit bietet und jeder Volksgenosse Anspruch auf volle Menschwerdung Hot. Nach vierjährigem Besuch einer gemeinsamen Grundschule folgt die Scheidung in Begabte, Normale und Schwachbefähigte. Begabtenschulc und Normalschulc sind als elastische Anpassungsschulen mit wahlfreiem Unterricht aufzubaufti. Alle Schulen müssen auch die praktischen Anlagen durch Werkarbeit entwickeln. Ter öffentliche Unterricht ist kostenlos samt Lebr- und Lernmitteln. Tie Gc- meindc sichert dem Schüler auch den Lebensunterhalt. Eine Zukunftsdemokratie, schloß der Referent, muß nicht„gehemmte Bestien", sondern sich einfügende Willensmcnschen großziehen. Ein Referat des Studienassessors Arno Wagner über„E r- ziehungzur Gemeinschaft" betonte die Ausgabe der Schule, den Schüler die Gemeinschaft erleben zu lassen. Sie müsse möglichst alle Betätigungsarten menschlicher Gemeinschaft umfassen, wirtschaftlich«, gesellichastliche, staatliche. Fördern werde sie dann Pflichtbewußtsein. Verantwortungsgefühl, �Solidarität, die Grundpfeiler der neuen Staatsordnung. Erziehung zur Gemein- schaft sei aber der Schule nur möglich mit Lehrern, wie wir sie noch nicht haben. Dem Lcbrer müsse seine bisherige„Autorität" ge- nommen werden. Er müsse zu seinen Schülern in ein neues Ver- bältuis kommen, das auf seiner geistigen Uebcrlegenheit und Fübrereignung beruht.._ � Dr. Koch vom Provinzial-Schulkollegium Hannover sprach über„Familien- und S t a a t s e r zi eh u n g". Trägerin der Erziebuiig bis zum Beginn der Schulpslicht ist die Familie. Dann folgt Teilung der Erziehungsarbeit zwischen Familie und Staat bis zum Beginn der Pubertät. Von da ab ist zu fordern Erziehung nur durch den Staat, eine Erziehung in Erziehungsheimen, die ein starkes G e ni« i n s ch a f t s- und V c r a n t w o r i u n g s- bewußt sein entwickelt. Sie kommi dem Drang der Jugend- lichcn nach positiver Selbsterziehung entgegen. Weniger Kartoffeln? Der Magistrat teilt mit: In den letzten Tagen sind die Zu- subren von Kartofieln nach Berlin äußerst gering. Die Ur- fache ist vorwiegend im W a g g o n m a n g e l zu suckien. Der Ma- gistrat hat an die zuständigen Reichs- und Landesbehörden das dringende Ersuchen gerichtet, für rechtzeitige und ausreichende Wagengeitellung besorg! zu sein, andernfalls die Herabsetzung der Kartosfelwochenmcnge erfolgen muß. Gemeinnüpige Tiedlungsgesellschaftcn. Sofern ein Ansiedlungs- lustiger sich als selbständiger Besitzer, als Handwerker oder als Landarbeiter auf dem Lande ansiedeln will, wendet er iüh vorteil- hast unter Angabe seiner Wünsche und Bermögcnsverhältnisse an eine Siedlungsgesellichaft, über die er Auskunft crbält in der Aus- kunftsstelle für Ansiedl ungswes en. Berlin, Bernburger 13. Als Beratungs- und Vermittlungsstelle für Kriegsbeschädigte, die sich in Groß-Berlin oder in den Kreisen Osthavelland, Nieder- barnim und Teltow ansiedeln wollen, kommt der Ausschuß Groß- Berlin für die Kricgsbeschädigteu-Ausiedlung iu Berlin W. 10, Friedrich-Wilhelimtr. 12, in Frage. Es muß hierbei darauf hingewiesen werden, daß wohniertige Siedlerstellen zurzeit kaum zur Verfügung stehen werden, und daß die Siedlungsgesellichasten wegen des Mangels an Baustoffen, der haupffächlich durch das Fehlen von Kohlen hervorgerufen wird, die Errichtung von Siedlungshauten vorläufig nur in beschränktem Umfange nach und nach-mfnehmen können. Beim Einbruch ertappt und angeschossen wurde in der vcrgan- genen Nacht der Reisende Karl Zufall. Zufall war mit mehreren Helfershelfern dabei, in der Torellstr. 3 einen Laden aufzubrechen. Äls Beamte des 110. Reviers dazu kamen, ergriffen die Verbrecher die Flucht. Weil sie aus wiederholten Anruf nicht standen, gaben zwei Wachtmeister mehrere Schüsse ab. Einer traf Zufall in die rechte Schulter. Der Verwundete wurde als Polizeigefangencr nach der Eharite gebracht. Seine Spießgesellen entkamen. Eine Ruhestörung durch Ttrastciiredner verursachte gestern Abend in den Zelten einige Aufregung. Bor den Wirtschaften dort versammelte sich gegen g'.h llhr eine größere Meitschenmcuge, die fast nur aus jungen Burschen bestand. Mehrere von diesen hielten hetzende Ansprachen, in denen sie besonders alle Zuhörer zur A r b e i t sn i e d e r I e g u ü g aufforderten. Die Ruhestörer entsandten eine Rotte van 20 Burschen auch in die Wirtschaften in den Zelten, wo sie die Gäste und die Angestellten belästigten. Auf Hilferuf durch den Fernsprecher kam eine Streife der Sicherheitspolizei, die die Menge nach allen Richtungen in den Tiergarten hinein verstreute. Die Störenfriede ließen sich dann nicht mehr sehen. Einer der H a u p t r ä d e l? f ü h r e r wurde fe st genommen. In seiner Droschke überfallen und beraubt wurde in.der ver- gangenen Nacht der 50 Jahre alte Kutscher Franz T s ch ä g c aus der HennigSdorscr Straße. Drei Feldgraue und zwei Zivilisten nahmen seinen Wagen zu einer Fahrt nach Pankow. Kurz bor dem Orte fielen sie plötzlich über ihn her, fesselten zbti an Händen und Füßen, steckten ihm einen Knebel in den Mund, raubten ihm das Portemonnaie mit 70 M., warfen ihn vom Bock und fuhren mit seiner Droschke nach Berlin zurück. Tic Räuber sind noch nicht ermittelt. Alle fünf sprachen Hamburger Mundart. Die geraubte Droschke trägt die Nummer 1316. Beim Glücksspiel überrascht wurde beute in früher Morgen- stunde eine Gesellschaft in Charlottenburg im Pensionat von Stock in der Joachimsthaler Str. 35. Zwciundzwanzig Personen wurden festgestellt. Di« Penstons Inhaberin suchte Glauben zu machen, daß jie von dem Glücksspiel keinen Vorteil habe. Im Fricdrich-Wilhclmftödtischen Dhcoter werden von kommender Voche ab jeden Mittwoch und Connabend nachmtUag Märchen aus- gejührt,«miächst„Aschenbrödel". Reukölln. Die neueste Aktion de? kommunistischen Arbeiter- ratS. Der Arbeiterrat will glaubhafte Nachrichten erhalten haben, wonach der Stadttekretär B o i g s einen Paß nach Hol- land besitzt, dort den größten Teil seines(-Er- sparten" angelegt und sonst verschiedenen Per- soncn 20— 30 Pfund Butter geliefert haben soll, die von der Stadtbanptkasse bezahlt sein sollen. Unter den Beschul- digten befinden sich auch drei Sozialdemokraten. Soweit wir im Moment feststellen konnten, besitzt B. seit Jahren einen Paß nach Holland, der selbst von der städtischen Per- waltung für Lebcnsmitteietnkäufe im Ausland besorgt worden ist. Ob B. etwas erspart und wo er das angelegt bat, entzieht sich un- terer Kcnntins. Von den beschuldigten Sozialdcmo- traten erklärten uns zwei, daß die Anschuldigung eine glatte Lüge fei, den drillen Sozialdemokraten konnten wir nicht er- reichen, da er sich schon seit 1% Jahren ständig in Süd- deutsch land befindet. Die Anschuldigungen sind unterzeichnet von einem Mamte, der wegen Unterschlagung von Parteigeldern alle Ehrenämter in der alten Partei niederlegen mußte. Seine Schuldscheine über seine Unterschlagungen befanden sich noch bis vor kurzem im Bureau der unabhängigen Partei. Nachdem dann der vorberige Vorsitzende des Arbeiterrats wegen seiner Zuckt- hansstrafen sein Amt niederlegen mußte, wurde F. als Vorsitzender der ArbeiterraiS gewäblt. Nun hat er es endlich für nostvcndig gehalten, von seinen Arbeiterratsdiäten schnell die unterschlagene Summe zu bezahlen. So sehen die Leute aus, die im Gläshause sitzen. Groß-Berliner Lebensmittel. Britz, e.— 12. Oltoberc 1 Psund MmSmehl(83 und 85). Wenn Ab- schnitte nicht mehr vorhanden, gegen Vorlage und Abstempeln der Karten. st. Vsund Marmelade(84). Für Kriegsbeschädigte: 1 Psund Haferflocken(3). Für werdende Mütter und für Kinder: st, Psund Haferflocken(6). Gültig ist die Brotkarte mit dem Stichwort: Erde. Treptow. 6.— 12. Oktober: 7 Pfund Kartoffeln(41a— g), 250 Gramm auSländiiche Hülfensrüchlc(75), 150 Gramm Graupen(89), für Personen über 65 Jahre: 1 Palet Moigentrunk oder Nährhefe(22). Pankow. Von heute Sonnabend, den 4. Oktober, ab können die Geschäfte, welche von der Firma Spckowskv Milch erhalten, die'/«-Liter- Milchkartcn bis auf weiteres nicht mehr mit Frischmilch beliefern. Als Ersah für die-Nilch 1 Pfund Haferilocken. Riedcrschönhausen. st," Psund Gerstenmehl, 2 Palete Kels(54). Kriegsbeschädigte: 1 Pfund Haferflocken(3l), 3 Pakete Milchsühspeife(82), 150 Gramm Haferflocken(88), 350 Gramm Maisflocken(90), 120 Gramm Tiljtter Käse(171)._ Sroß-Serliner Partewachrichten. �unktionärkonferenzen am Montag: 13. Abteilung. Ist, Uhr mit Detricdsvertraucnsleuten bei Flügel, Prinzessinnenstr. 1. 23. Abteiluug. 7 Uhr bei Schönpalla. Knieprodestr. 12. 35. Abteilung. 7 Uhr bei Nompcl, Voltastr. 46. 46. Abteilung. 7 Uhr bei Groll. Hennigsdorser Str. 10. Pankow. 7'/, Ubr bei Engel, Mühlenstr. 45. Sämtliche Pankower Bctricbsjunktionäre der S. P. D. sind besonders eingeladen. Eharlottenburg>Z. P. D. Uebennorgen. Montag, 7 Uhr, im Volks- Haus: Kombinierte Vorllanösfihung. Sämtliche Funktionäre sind ein- geladen.__ Jugenüveranftaltungen. Abt. Süd-Ost. Montag, den 6. Oktober, st, 8 Uhr, im Jugendheim, Wrangelstr. 128: Mitgliederveisammlung mit groger Tagesordnung. Er- scheinen aller Mitglieder notwendig. Vorträge, vereine und Versammlungen. Reichsbund de» Kriegsbeschädigten. Kriegsteilnehmer ulw.. Bezirk Norden. Bczirtsvcrsauimluug übermorgen Montag stzb Ubr, Büttners Festiäle,«chwedenstr. 23/24. Referent: Pfänder. Atitgliedskaitc vorzeigen. Bezirk i» Nord-Lft. Bezirksverfammlung der Hinierbliebenen am 6. 10. 19 8 Ubr, der Kriegsbeschädigten am 10. 10. 19 8 Uhr, Union- Fcstfäle, GreisSwaldcr Str. 222. HewerkschofisbewWng Zum Metallarbeiterstreik. Vom Ausschuß der Gewerkschaftskommission Berlins und Um- gegcnd erhalten wir folgende Etklärung: Der Ausschuß der GewerkschaftSkommiision erblickt in dem Ver- halten der Berliner Metallindustrtellen und. dem Oberkommando einen planmäßigen, großzügigen Versuch, die Arbeiterschaft rechtlos zu machen und sie zu willenlosen AtiSbeulungSobjekten hcrabzu- drücken. Dadurch wird die Unterstützung der tänipfenden Metall- arbciter seitens der gesamten Arbeiterschaft erforderlich. Mit allen Mitteln müssen diese Anschläge abgewehrt iverden. Der Ausschuß der GewerksckastSkommissioit verlangt von der gesamten organisierten Groß-Berliner Arbeiterschaft tatlräslige Unter» stütznng der Streikenden. Der Ausschuß ruft sofort die Gewerkschaftskommission zusammen, damit diese zu dem Streik Stellung nehmen kann. Das Ultimatum der Hemsinüearbeiter. In unserer Morgenausgabe am Freitag teilten Wir mit. daß die Verhandlungen über die Lohnsondevuitgen der Gemeindearbeiter Groß-Berlins kein Ergebnis hatten, isett'die Vertreter der Ge- meindeverwaltnngon die Forderungen der Arbeiter als unannehm- bar erklärten und die Vertreter der Arbeiterorganisationen sich mit dem Angebot der Gemeinden nickt zufrieden geben konnten.— Was angestchis dieser Situation geschehen soll, darüber halte eine am Freitag abgehaltene, massenhaft he suchte Versa mm- lang der BertrauenSmättne r tzds Gemeindearbeitervetbanhes zu entscheiden. P o l e n s k i schilderte den Verlans der Verhandlungen und sagt« u. a.. Stadtrat Sekt begründete die Abtohitung der Forderungen mit dem Hinweis, daß die Anträge des Transpoetarbeitcrver- bandeS ein« Mehrausgabe von 66%.Millionen und die Anträge des Gemeindearbeiterverbandes ein« Mebrausgabe von 28>z Millionen erfordern würde. Auch der Sladw. August Hintze habe die Forderungen als unerfüllbar erklärt wegen der ungünstigen Finanzlage der Stadt. Er glaübc eS als Stadtverordneter nicht bercmttvorten zu können, wenn wegen der geforderten Lohnerhohnn- gen der Gcineindearbeiter die Sienerskwaube noch weiter angezogen roerdcn müßte.— Polens Ii führte dagegen aus: Unsere An- träge sind kein Handelsobjekt, sie fordern nur, was unbedingt no:- locndig ist. Nicht durch niedrige Löhne kommen wir ans dem Wirt- schastltchen Cbaos heraus, sondern durch Arbeit. Um die Arbeits- sähigkcct und Arbeitsfreudigkcit zu heben, müssen die Arbeiter einen Lohn haben, der eine gute Ernährung crutögiichl. Auf eine Mehrausgabe von 10—12 Millionen kann es nicht ankommen, wenn dadurch für 20—30 Millionen mehr Werte erzeugt iverden. Nach- dem eine Verständigung nicht erzielt werden konnte, erklärten wir am Schluß der Verbandlung, daß wir festhalten am Einheit Slohtt und an den ausgestellten Lohnsätzen.— Ter Redner empfahl die Anrufung des lariftichen Zentralausschusjes mit der Maßgabe, daß innerhalb einer Woche die Entscheidung herbeigeführt werden müsse. Wenn diese letzte Vcrhandlungstnögltchteit auch kein Ergebnis hat, dann werden die Gemeindearbeiter zu gewerkselfaftttchen Kamptmittein schreiten.(Lebhafter Beifall.) In der Dtskussian bemerkte Stadtv. Weise(U. S. P.), feine Fraktion werde sich bemüibvn, eine Plattform zu finden, die es er- möglicht, den Forderungen der Arbeiter nachzukommen, ohne daß die Steuerschraube angezogen werden müsse. Zu bedenken sei, daß eine Lobncrhöbung der Gasarbciter eine Erhöhung der Gaspmsc zur Folge habe, wodnrckt auch die Acrmstcn der Armen belastet werden. Die weitere Diskussion drehte sich in der Hauptsache darum. ob man sich mit dem Vorschlage des Referenten, dett Zentralaus. schütz anzurufen, einverstanden erklären oder sofort in den Streit eintreten solle. Mehrere Redner forderten namens der hinter ihnen stehenden Kollegen den sofortigen Streik. Außer den Vertretern der Neuköllner und Lichtenberger Gemeindcarbeitcr. die einer Kampfaktion das Wort redeten, traten die Vertreter der Gaswerk« für den Streik ein. Einer derselben verwahrte sich gegen die Be- Wertung Weises, daß infolge der LohnerMmng die Gaspreise erhöht werden müßten. Weise habe als Siadtvater, aber nicht als Vertreter einer revolutionären Partei getrochen. Nicht infolge der Lohnerhöhung, sondern weil die Kohlenbarone alle vier Wochen höhere Preise fordern, steigen die Gaspreisc. Andere Redner warmen eindringlich vor dem Streik, hevor nicht alle Möglichkeiten der Veritändigung erschöpft seien. Ohne diese Voraussetzung fei nicht aus die Sympathie der BcviMrung zu rechnen, die man doch zur erfolgreichen Durchführung eines Kampfes brauche. Stadtv. Alex. W ur m(II. S. P.) meinte, Hintze habe nicht den Standpunkt seiner Fraktion vertreten. Diese sei über die Forde- rungen der Arbeiter nickt genügend informiert gewesen. Einige Vertreter der Krankenwärter erklärten, daß sich das Pflegepersonal der städtischen Krankenhäuser aus Humanitäten Gründen d?m Streik nicht anschließen, ihn aber finanziell unier- stützen würde. Stadtv. Brolat sagte: Die ausgestellten Forderungen sind für den Lebensunterhalt durchaus nicht zu hoch. Aber es ist die Frage zu prüfen, ob wir in der Lage sind, die Forderungen ohne Rücksicht auf die Interessen der Gesamtheit im HandumdrÄhen zu bewilligen. Es wäre uns erwünscht, wenn wir mit den Gemeinde» arbeitern direkt verhandeln könnten. Iii dieser Hinsicht habe ich mich auch mit dem Stadtv. Wurm verstört igt. Wir werden uns dann mit den Vertretern der Gemeindearbeiter verständigen, was zu bewilligen möglich ist.— Der Redner warnte vor eilfertigen Beschlüssen. Tie VertrauenZIent-e sollten sich ihrer Verantwortung bewußt sein und bei ihren Beschlüssen auf die berechtigten Interessen der Allgemeinheit und auf das Gefühl der Menschlichkeit Rücksicht nehmen. fGroßer, anhaltender Lärm, der den Redner Minuten- lang am Weiterveden hindert. Rufe: Noske!) Als die Ruhe wie- dcrhergestellt war, fuhr Brolat fort: Wir werden alles tun, um Ihre Forderungen, soweit wir es der gesamten Arbeiterschaft ge- genübcr verantworten können, durchzubringen. Treten Sie nicht unüberlegt in den Streik. Warten Sie die weiteren Verhandlungen ab und fassen Sie dann Ihre Beschlüsse mit Ueberlegung und Ver- antwortnngsgefM.(Beifall.) � Ein Vertreter der Elektrizitätsarbeiter sagte: Wenn wir den Streik beschließen, haben w i r nicht viele Arbeiter hin- t e r u n s. Es fragt sich auch, ob die anderen an unseren Forderungen beteiligten Organisationen geschlossen in den Streik eintreten. Fch komme eben aus einer Versammlung der Elektrizitätsarbeiter. Da waren von 1800 Beschäftigten nur 600 anwesend und die haben mit geringer Mehrheit beschlossen, wenn die Verhandlungen nicht bis Mittwoch ein günstiges Resultat ergeben haben, in eine Aktion zu treten. Nach dem Schlußwort deS Referenten beschloß die Versamm. lung mit großer Mehrheit, bis Mittwoch auf die Entscheidung deS Zentralausschusses zu warten._ Die Lohnbewegung der Wächter und Wächtcrmncn bei der Schöneberger Wock- und Schlicßgciellswasl. Sckönebcrg. Kaiser- Wiihelm-Platz 1, ist durch Anerkennung des Tarifs gercgell worden. Deutscher Transportarbeiter-Verband Sektion 7. Brauche der Wächter, W. 62, Bayreuiher Str. 81. Tie Bewegung der Angestellten im Zeitungsgewerbe. Die geheime Abstimmung über die beiden in unserer Heuligen Morgennummer erwähnten Resolutionen zog sich bis gegen Miiter» nacht hin. Die für einen Streik erforderkiche Dreiviertelmehrheit wurde nicht ganz erreicht. Abgegeben wurden 1403 Stimmen. Für den Streik stimmten SS3, für Schlichtungsausschuß 400. 20 St. waren ungültig. ES wird daher der Schlichwngsausschuß an- gerufen werden. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Morgen Sonntag, den S. O kl ob er, vorm.ltagS 9 Uhr, in SUi*nr8 Fest. iäle. Hasenhcide 9—10: Branchenverlammlung der Robrleger, Heller, Hochdruck, und Heizungsmorsteure. Tagesordnung: 1. Bericht über die Verhandlung. 2. Diskujswn. Mitgliedsbuch legitimiert. Ter Allgemeine Verband der Deutschen Bankbeamte», Sektion Kaiicnboten. beruft zu Dienstag, den 7. d.:!>!., abends 7 Uhr, in den Alademischen Bicrballen. Dorolbcennraste, Ecke Edarlotten- strafe, eine Per evinilung der m den Berliner Banlgeichäilen und lleinercn Banken bcfchä liglcn Kaslcnbolen ein. Der �eswästsfübrer Heinrich Weiß wiid über den Reichstarif und die gewerblichen Bankangeslellien spreiten. Eämlliche gewerbliche Bankangestelllen der Berliner Bantgeichäste und Genossenschaftsbanken usw. find eingeladen. Verantw. für den redaklion. Teil: Alfred Scholz, Neukölln: für Anzeigen: Theodor Slockc, Berlin Verlag: VorwSrto-Berlag �- Cnem.BaKieriol Laborafonum der. Simons Apotheke Iqeor-neBl SpandouerStil? Bertin C1 Rechtsbcistand Dresdener Str. 111 Aufgang 2. Allerbtlligfte ProzeMhr. Alimenten-, Ehescheidung»», Straf» sachemBeobachr Ermittelungen. Möbel-Angebot. Solide Möbelfirma liefert Spozial-Eln- u. Zrveiztmmer» Slnrlchtongea sowie Elnzelmöbel gegen mSHige Zins- Vergütung bei kleiner Anzahlung und geringen monot- Off. Postlagertarte 6, Berlin 0. 27 lietieu Ratenzahlungen. keine Kassierer. GrSszte Kulanz. 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