Nr.509.36.Jahrg. Bezugspreis: Bierteljährl. 9,- Mi, monatl.&, fret ins Haus, voraus zahlbar. Boft bezug: Monatlich 8 ML, egil. 8u ftellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 6,25 M, fülr bas übrige Ausland 10.25 ML, bet täglich einmal Bufteffang 8,25 Mt. Boftbestellungen nehmen an Dänemark, Holland, Luremburg, Schweden u. die Schweiz. Eingetragen in die Boft- Beitungs- Breistifte. Der„ Borwärts" mit der Sonntage beilage Bolt u. Seit erfcheint wochen täglich zweimal. Gonntags einmal Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Vorwärts Berliner Volksblatt. 20 Pfennig Anzeigenpreis: Dte achtgespaltene Nonpareillezetts Loftet 150 ML. Kleine Anzeigen", bas fettgebrudte Wort 60 Bfg.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Sort 0 Big. Stellengesuche und Schlafftellenanzeigen das erste Bort 60 Bfg. febes weitere Bort 30 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Teuerungszuschlag 50% Familien Anzeigen, politische und gewerkschaftliche Vereins Anzeigen 1,50 Mt. bie 8eile. Anzeigen für die nächste Summer müssen bis 5 he nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin S2 68, Lindenstraße 3, abgegeben werben. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 6 Uhr abends. B . Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion und Expedition: SW. 68, Lindenstr. 3. Fernsprecher: Amt Moritplag, Nr. 15190-15197. Sonntag, den 5. Oktober 1919. Vorwärts- Verlag G.m.b. H., SW. 68, Lindenstr. 3. Fernsprecher: Amt Moritzplak, Nr. 117 53-54. Volle Entwaffnung Deutschlands verlangt Vor einem Jahre. Bon Philipp Scheidemann. Baris, 4. Oktober.( Havas.) Die Kammer hat auch die Zustimmung der Regierung gefunden hatten. Wie den Antrag Lefèvre in folgender Fassung angenommen: die Katze das Mausen nicht lassen fann, so wollten sich gewisse Die Kammer lädt die Regierung ein, sich mit allen alliierten einflußreiche Behörden nicht an die Beseitigung der Zenfur und assoziierten Mächten hinsichtlich der Ausführung von gewöhnen. Als ein Vertreter der Presseabteilung im AusMaßnahmen, die die Entwaffnung Deutschlands wärtigen Amt den Versuch machte, mich für die Beibehaltung und seiner Berbündeten verwirklichen, und die darin der Zensur in der Kaiserfrage, die inzwischen akut gebestehen, daß die Fabrikation von Kriegsmaterial worden war, zu gewinnen, schrieb ich ihm u. a.: verboten wird, ins Benehmen zu sehen. Am 29. September des Jahres 1918 fand im Saale des Bundesrats im Reichstag eine vertrauliche Sigung des Hauptausschusses statt, in der Herr von Hinge über die Vorgänge in Bulgarien berichtete. Als im Verlaufe der Aussprache Anschauungen vertreten wurden, die mir unjaẞDie Kammer hat ferner ohne Aussprache einstimmig bar erschienen, rief ich in einer kurzen Rede den immer noch folgende Entschließung Auriol, die von der Regierung gutnicht klarsehenden Herren die Worte zu:„ Verkennen Sie doch geheißen worden war, angenommen: Die Kammer nicht vollkonummen die Situation, machen Sie sich doch bitte lädt die Regierung ein, mit den Alliierten in finanzielle Bermit dem Gedanken vertraut, daß hier vielleicht sehr bald handlungen einzutreten und zu verlangen, daß die von den ein Arbeiter und Soldatenrat seine Sigun- Deutschen geleisteten Zahlungen in erster Linie für die gen abhalten wird." Wiedergutmachung der in den besetzten nnd verMancher der Anwesenden hat mich damals mit überlege- wüsteten Gebieten verursachten Schäden verwendet werden. nem Lächeln, mancher aber auch sehr erschrocken angeschaut. Herr von Hinge, der mich viele Monate später, als ich bereits Ministerpräsident war, einmal besuchte, hat mich an jene Worte erinnert und dabei gesagt, daß sie auf ihn einen tiefen Eindruck gemacht hatten. In der Debatte hatte Lefèvre wiederum behauptet, die Wiederaufrichtung der deutschen Armee, die über 600 000 bis 800 000( 1) Mann verfüge, nehme ihren Fortgang. Deshalb müsse die Herstellung von Geschüßen in Deutschland vollständig Ich werde mich entschieden gegen jeden Versuch sträuben, der Presse weitere Fesseln anzulegen. In dem Programm der Regierung ist genau sbizziert worden, unter welchen Umständen die Zensur das Recht hat, einzugreifen. Ueber die durch den Krieg bedingten vier Punkte hinaus darf die Preise unter gar keinen Umständen gehindert werden, frei und offen ihre Meinung zu bekennen. Das Thema von der Abdankung des Kaisers ist nach meiner Auffassung ein politisches, tein militärisches. Aber selbst wenn man gewaltsam konstruieren wollte, daß, weil der Kaiser Oberster Kriegsherr ist, deshalb das Thema von der Abdantung ein militärisches sei, so könnte die Zenjur dennoch nicht einschreiten. Es ist nicht schlechthin die Erörterung eines jeden militärischen Themas unter Benjur gestellt, sondern nur Fragen strategischer und taktischer Art und außerdem Fragen, die sich auf die Munitionsherstellung beziehen. Ich kaun also nicht einsehen, woher das Recht abgeleitet werden soll, der Presse die Erörterungen des erwähnten Themas zu berbieten oder auch nur zu erschweren.. unterdrückt werden. Gr forderte die Regierung auf, mit ihren Es kam in den ersten Oktobertagen der Kampf um den neuen, den ersten parlamentarischen Reichs- Alliierten in Verhandlungen einzutreten, um Deutschland in jeder fangler. Bir Sozialdemokraten plädierten im interfraktio- Form zu verhindern, den Krieg von neuem zu beginnen(!). nellen Ausschuß für einen Barlamentarier, weil der Reichs. Cachin erklärbe, daß die Sozialisten für den Antrag Lefèvre stihumen würden. Er fragte an, ob es richtig sei, daß die AIIi, Die weiteren Versuche, die Presse in der Kaiserfrage zu tag vor aller Welt klar und deutlich bekennen müsse, daß es iersea Deutschland ermächtigt hätten, zur Befämpfung fesseln, veranlaßten mich dann Ende Oktober, dem Reichsihm mit der Demokratisierung und Barlamentarisierung ernst der Revolution mehr Soldaten zu halten, als nach dem Verkanzler den bekomitgewordenen Brief zu schreiben, in dem es sei. Fehrenbach, den wir als Vertreter der stärksten trag zugestanden werde. Clemenceau erklärte, das sei un hieß, daß es munmehr Pflicht der Staatssekretäre sei, dem Partei nannten, lehnte ab. Payer, gegen den wir wegen einiger Wendungen in einer furz zuvor von ihm gehaltenen genau. Frankreich habe unter der Politik des Waffenstillstandes Kaiser durch den Reichsfangler zu empfehlen, zurüdzutreten. gestanden, der die Anzahl der Soldaten nicht begrenzt habe. Die Ereignisse überstürzten sich dann. Am 4. NoNede Bedenken äußerten, lehnte ebenfalls ab, empfahl aber als Cadyin einirarf, daß die Armee von der Golk in Litauen an- vember zeigte mir der Marineminister von Mann, der im sehr warm den Prinzen Mar von Baden. Obwohl man fehr warm den Prinzen May von Baden. Obwohl man ſcheinend absichtlich von den Alliierten unterſtüßt würde, er Stabinett zumeist neben mir jaß, alarmierende Nachuns sehr viel vortrug, was für die gute Eignung des Prinzen widerte Elemenceau, bas sei falsch. Tardieu legte die Berichten aus Kiel. Sofort sollte ein energischer Verals Reichskanzler sprechen sollte, berhielten wir uns durchaus mügen Clemenceaus dar, die dahin gezielt hätten, auf der treter der sozialdemokratischen Partei nach Niel kommen. Ein ablehnend. Im vollkommenen Einverständnis mit allen Ver.mmgen tretern der sozialdemokratischen Mitglieder des interfraktio- Friedenskonferens ein Höchstmaß von Beschränkungen der deutschen energischer Mann? Noske! Ich verständigte mich teleinterfraktio- Effektivbestände zu sichern. Als die franzöfifchen Delegierten graphisch mit Ebert im Parteibureau, der einverstanden war. nellen Ausschusses fette ich am 1. Oktober auseinander, daß völlige Beseitigung der deutschen Artillerie verlangt hätten, sei von Innerhalb einer halben Stunde war Noste bei mir in der der Reichstag die parlamentarisch- demokratische Aera unmög- den Alliierten eingewendet worden, man tönne jich nicht an die Reichskanzlei. Er war bereit, sofort zu reisen. Das Kabinett lich damit beginnen dürfe, einen Prinzen auf den Stuhl Stelle Deutschlands sehen, um die Sicherheit feines Geerklärte sich auf meinen Vorschlag damit einverstanden, schickte feßen, des Reichskanzlers zu setzen. Der eifrigste Befürworter der sietes zu gewährleisten. Tardieu führte weiter aus, weam aber den Staatssekretär Haußmann mit nach Kiel. Noske Kandidatur des Prinzen Mar von Baden war der Abgeord- defèbre den Beweis erbrachte, daß bie Deutschen mit ihren Rüftam aber den Staatssekretär Haußmann mit nach Kiel. Noske Rüftum- war am 6. November dann Kieler Gouverneur, Haußnete Haußmann, von dem angenommen werden durfte, daß er den Prinzen, mit dem er sehr befreundet war, genau gen fortführen, so würde das den Alltierten eine Handhabe geben, mann fehrte an diesem Tage bereits nach Berlin zurüd. Am fannte. Als Ebert und ich am 2. Oktober im Amtszimmer boten sei, Geschüße herzustellen und daß die Miierten ihmen die des Vizekanzlers von Bayer eine Aussprache mit dem Prinzen nötigen Teichten und 28,8(?) Bentimeter- Geschübe liefern würhatten, gewannen wir zwar den besten Eindruck von ihm, verden. Viviani unterstützte Tardieu. Deutschland sollte ange= mochten aber nicht unseren kritischen Standpunkt aufzugeben. balten werden, das dem Friedensvertrag zamvider hergestellte Der Prinz erklärte mit Bestimmtheit, daß er mrr dann das Material zu zerstören. Man folle eine einzige Fabrik ermächtigen, Amt des Reichskanzlers übernehmen würde, wenn auch So- Kriegsmaterial herzustellen, um die Aufsicht zu erleichtern. Anzialdemokraten in sein Kabinett eintreten würden. Wir be- gesichts der deutschen Verfassung, die die beutschen Rüstun richteten in der Fraktion, die unseren Standpunkt vollkommen gen verrate, felen die Alliierten gezwungen, die verlangten billigte. Maßnahmen durchzuführen. Die Situation gestaltete sich von Tag zu Tag Noste hat letthin erklärt, daß die Reichswehr 400 000 Mann schlimmer. Das Parlament hatte feinen geeigneten Randidaten in Vorschlag zu bringen, die Gefahr war also sehr start sei. Sollte man das in Frankreich noch nicht wissen? Die groß, daß wieder irgendein Michaelis für das wichtige Amt Debatte zeigt, wie sehr man drüben von der Angst vor einer berufen würde. Die allgemeine Lage gestaltete sich inzwischen Revanche des ohnmächtigen Deutschlands besessen ist. Nun, dann so furchtbar für unser Land, daß die Fraktion schließlich sollte man um so mehr alles unterlassen, was den Nationalis ben demokratischen Prinzen akzeptierte und Bauer und mich mus bei uns wieder hochbringen muß. Das tun aber die ewizum Eintritt in das scabinett bestimmte, wenngleich ich bis gen Drohungen der Entente und die empörenden Erlasse der zum letzten Augenblick nicht zu den Befürwortern einer Teil- Herren Pineau- Wiesbaden und Gerard- Pfalznahme der sozialdemokratischen Partei an dieser meines Erachtens sicher zum Zusammenbruch verurteilten Regierung gehört hatte. 7. November depeschierte mir Noske: Ich mußte soeben die Leitung der Marineangelegenheiten in Kiel übernehmen, der bisherige Stationschef hat mir die Geschäfte übergeben. Wie die Aufgabe zu überwältigen ist, bermag ich noch nicht zu übersehen. Soeben traf auch Haase noch hier ein. Wenn es Streitigkeiten gibt, ist die Sache natürlich unmöglich zu machen. Heute gab er mir die Versicherung, daß Ginigkeit nicht gestört werden soll. Grwarte dafür Gegenleistung in Berlin. Wahnschaffe sagte mir heute am Telephon, als ich ihm andeutete, wie die Sache hier laufen werde, die Regierung ermarte, daß ich so lange wie möglich hier ausharre. Ich bin gespannt darauf, ob sie diese Anschauung jetzt noch hegen wird. Noste. Natürlich waren alle froh, daß Roske auszubarren bereit war. Mittlerweile liesen neue Weldungen über revoIntionäre Erhebungen aut s zahlreichen reit war. Mittlerweile liefen neue Meldungen über reboStädten des Reiches ein. Allen Versuchen, die Bewegung mit Gewalt niederzuschlagen, seßte ich den heftigsten Widerstand entgegen. Als der Oberbefehlshaber in den Marken die Gründung von Arbeiter. nnd Soldatenräten und die für den Abend des 7. November in Berlin einberirfenen Versammlungen berbieten wollte, widerseßte ich mich energisch. Der preußische Staatsminister Drews, der die Situation vollkominen flar überschaute, berhielt sich sehr verständig und pflichtete nrir bei. Bauer, der Staatssekretär im Reichsarbeitsamt war und als Im Kabinett erwies sich der neue Reichskanzler solcher dem engeren Kabinett nicht angehörte, und von mir als ein durchaus modern denkender Mann, dessen aufrichtig für alle Fälle unterzeichnet, damit wir ihn eventuell sofort volksfreundliche Gesinnung ihm die berechtigte Hochachtung übergeben konnten. Dr. David und Dr. August Müller, aller Rabinettmitglieder gewann. Leider kam ich schon nach die als Unterstaatssekretäre amtierten, erklärten sich mit unwenigen Tagen in eine überaus peinliche Situation. Ein ferem Verhalten solidarisch. Die Verhältnisse waren derart zugespigt, daß ich es für Brief, den der Prinz früher an seinen Standesgenossen Infolge der Briefaffäre gab es dann lange Verhand- immöglich hielt, weiter in der Regierung zu bleiben. Ich verHohenlohe geschrieben hatte, wurde im Ausland ver- lungen im interfraktionellen Ausschuß, Verhandlungen des langte von der Partei die Ermächtigung zum Ausöffentlicht. Der Inhalt des Briefes war nicht in Ein- Ausschusses und der Fraktionen mit dem Prinzen. Der tritt, den ich auf eigene Fauft nicht vornehmen durfte. In flang zu bringen mit dem vom Prinzen jezt vertretenen Bro- deutschen Presse war der Abdruck des Briefes der kurzen Debatte, die in der Fraktion stattfand, untergramm. Also eine Zweideutigkeit? Am 11. Oktober, abends bis dahin untersagt worden. Am 13. Oktober segte ich stüßten mich We Is und Braun in der energischsten Weise. gegen 9 Uhr, im Anschluß an eine Kabinettsißung bat ich den im Kabinett seine Freigabe durch. Die Angelegenheit Es wurde der Versuch gemacht, Bedingungen für ein etwaiges Brinzen in Gegenwart der Abgeordneten Gröber und Erz- wurde schließlich als beigelegt angesehen, nachdem alle unsere Verbleiben in der Regierung zu formulieren: Versammlungen berger um Aufklärung. Er suchte den Widerspruch zwischen Vertreter in den neutralen Rändern übereinstimmend ver- müssen gestattet werden; jedwedes gewaltsame Eingreifen feinen Ausführungen in diesem Brief und seinen öffentlichen sichert hatten, daß das Vertrauen zu dem Kanzler nirgends muß unterbleiben; der Kaiser muß bis morgen mittag zurückErklärungen zu entfräften, erklärte sich aber sofort beerschüttert sei. treten; Angebot an die 11. S. P. D., ebenfalls in die Regiereit, zurückzutreten, falls wir der Meinung sein Es tamen dann im Kabinett die Erörterungen wegen des rung einzutreten usw. sollten, daß sein Verbleiben im Amte die Bandesinteressen Waffenstillstandes und Friedensangebots, Das Schicksal nahm indessen seinen Bauf. Am 9. Neschädige. Ich bat ihn, nicht voreilig zu handeln, fügte aber über die in der Presse bereits sehr viel geschrieben worden bember brach das morsche Gebäude des pren. hinzu:„ Ob ich im Kabinett bleiben fann, wird fich morgen war. Die Auseinandersetzungen über die Handhabung Bisch- deutschen Raisertums" zusammen. Im entscheiden." Ich war entschlossen, in der Fraktion die Er der Zensur rissen nicht ab, obgleich flare Bestimmungen Laufe des 10. November übernahmen Ebert, Sandslaubnis zum Rücktritt zu erbitten. Ein Brief, durch den wir über deren Beschränkung auf genau firierte militärische berg, Barth, Haase, Dittmann und ich als Bizetangler von Baper unseren Stüdtritt anzeigten, wurde von Fragen im interfrattionellen Ausschuß beschloffen waren und Boltsbeauftragte die Regierungsgeschäfte Das Jahr 1920 wird zunächst der Aufräumung und der führt hat und dafür von der alldeutschen Presse ebenso mit Wiederaufbau Nordfrankreichs. Serſtellung von Baumaterialien zu widmen sein und den Vor- dem Erſchießen bedroht wurde, wie später von der ſpartabereitungen anderer Art. Das Rohmaterial zur Herstellung tistischen Presse mit anderen ebenso liebenswürdigen MaßDie Verhandlungen zwischen der französischen und der von Ziegelsteinen befindet sich fast in allen Bezirken in erreich- nahmen. deutschen Regierung, die im Jult d. J. begannen, haben jetzt barer Nähe. Das Gleiche gilt von Kalt, Sand und Kies. Besonders entzückend ist aber folgende Behauptung: insoweit eine Förderung erfahren, als eine deutsche Sach- Die Errichtung von Ringöfen ist teilweise begonnen; die Her- Nach dem Zusammenbruch im November 1918 wandte er verständigentommission für Aufräumungsarbeiten ftellung Anderer ist in Aussicht genommen. Ebenso die Ber-( Scheidemann) seine ganze Energie auf, um die schnelle typische Punkte des zerstörten Gebietes bereisen konnte. befferung der Transportmöglichkeiten. Verwirklichung des Sozialismus zu verhin Bon unterrichteter Seite wird uns hierzu folgendes geDem Beginn der Arbeiten stehen noch andere dern." Die Arbeiter wissen also nun genau, woran sie sind. schrieben: Schwierigkeiten entgegen. Unter anderem auch die Der Sozialismus wäre aufs schnellste verwirklicht worden Die Bereifung begann im Departement du Nord und er staatlich garantierten Rechte der einzelnen geschädigten und wir würden längst das Paradies auf Erden haben, wenn streďte fich von Lille bis St. Mihiel. Sie umfaßt einen be- Eigentümer. Der einzelne fann seine Schäden selbst beseiti- nicht Scheidemann seine ganze Energie aufgeboten hätte, das deutenden Teil der für den Wiederaufbau in Betracht kommenden Städte, Dörfer, land- und forstwirtschaftlicher Be- gen und aufbauen oder er kann sich mit anderen zu einer zu verhindern. Korporation zusammenschließen, oder einzelne oder die Kor- Diese Entdeckung zeigt, wie weit es mit dem von zirke in einer Ausdehnung von 480 Kilometer. porationen fönnen den Staat mit dem Aufbau beauftragen. Raut3fy beflagten geistigen Niedergang der ArbeiterDer Besuch der ausgewählten Buntte follte den Sach- Hier werden also schwierige Borverhandlungen bewegung schon gediehen ist und für was für ein Publikum verständigen einen Ueberblick über Art und Umfang nötig, die von Ort zu Ort zwischen Eigentümern, den fran- die Freiheit" schreibt. Jeder Mensch, der von den Proder Zerstörung gewähren; und durch die gewonnenen zösischen Behörden und dem ausführenden Generalunter blemen des Sozialismus auch nur eine Ahnung hat, muß ja Eindrücke die Prüfung darüber erleichtern, welche Art der nehmer zu führen sind und sehr viel Zeit und Tatt erfordern laut auflachen, wenn er diese Behauptung liest. Schäden am dringlichsten der Abhülfe bedürfen und daher werden. en find und ſehr viel Aber solche Albernheiten hätten natürlich weiter feine Bezuerst in Angriff genommen werden müssen, und ferner, Die Bedingungen, unter denen boraussichtlich deutung, wenn in ihnen nicht eben auch die schroffste Ableh welche Arten der Arbeiten Deutschland ausführen könnte. deutsche Arbeiter sich am Wiederaufbau beteiligen nung des von Scheidemann proflamierten Bieles, Schaffung Auf Grund dieser gewonnenen Erfahrungen wird Deutsch- können, b. h. soweit dabei die Hoheitsrechte des französischen einer Arbeiterregierung durch Einigung der Arbeiterklasse, land in der Lage sein, von den im Friedensvertrage zugeftan- Staates berührt werden, find Gegenstand fortgesetter zum Ausdrud käme. Sollten wir falsch verstehen, so bitten wir denem Recht, anzubieten, welchen Teil der Schäden es wieder Verhandlung. Es ist Aussicht vorhanden, die staats- die Freiheit", uns einmal das Rezept zu verraten, wie man herstellen will, Gebrauch zu machen. Die Gegenpartet wird bürgerliche Unabhängigkeit, die persönliche Sicherheit, die sonst zu diesem Ziel gelangen tann. Wenn die Unabhängidann prüfen und entscheiden, welche Arbeiten Deutschland Fortsetzung der gewerkschaftlichen Organisation, Berjamm- gen es durchaus allein schaffen wollen, so werden sie wohl überlassen werden sollen. lungsfreiheit, Sicherung der Sozial- und Arbeiterschußgefeße doch nicht sobald dazu kommen! Wer den Ruf zur Einigkeit Im Norden, von Armentières bis Lens, überwiegt die und dergleichen zu erreichen. Die Verhandlungen hierüber mit der schlimmsten und dümmsten persönlichen Verhetzung Textilindustrie und der Kohlenbergbau, deren werden fortgesetzt. beantwortet, der zeigt damit, daß ihm die Befriedigung seiner Wiederinbetriebsegung zu den dringlichsten Aufgaben geDaran werden sich die Verhandlungen zwischen dem Ge- eigenen persönlichen Gehässigkeit alles ist, das Wohl der Arhört. Ebenso wichtig ist die Herrichtung des Bodens. Allein neralunternehmer Deutsches Reich und den Gewerkbeiterklasse aber nichts. Solange es bei solchen Methoden in der Umgegend von Arras harren 35 000 Heftar besten schaftsorganisationen anfügen müssen, in denen bleibt, gibt es feine Einigung. Rüben- und Getreidebodens der Aufräumung. In den anderen alle übrigen Bedingungen des Arbeitsverhältnisses und der Bezirken ist vornehmlich die Aufräumung des Bodens und Form der Arbeitsausführung zu regeln sein werden. der zerstörten Dörfer und Städte dringlich, während weite Bei dem Besuch in den zerstörten Gebieten war GeGebiete an der Somme, in der Champagne und um Verdun legenheit geboten, viele deutsche Kriegsgefanherum zunächst nicht in Frage kommen. Diese sind teils nicht gene zu sehen. Leider war eine Unterhaltung mit ihnen furter Einfuhrmeffe nach Berlin zurückgekehrt. Der Reichspräsident fo bringlich und teils für Acerbestellung nicht mehr verwend- im allgemeinen nicht möglich. Das förperliche Wohlbefinden hat durch seiner Besuch sein hohes Intereſſe bekundet, das er der bar. Hier werden auch die zerstörten Wälder neu aufzu- und die Kleidung erschien befriedigend, teilweise sogar gut. Wiederverbindung Deutschlands mit der Wirtschaft des Auslandes Sie leiden alle unter seelischer Depression. Die Sehnsucht entgegenbringt. Mit Hilfe der verfügbaren französischen Sträfte, ihrer nach Befreiung aus dem gegenwärtigen Zustand, nach der In der Vorhalle des Hauptmesseamles wurde der ReichspräsiHilfsvöller und der Kriegsgefangenen ist die Aufräumung der Heimat und nach dem so lange entbehrten Familienleben bent von dem Vorsitzenden des Messeausschusses Dr. Landmann Städte, Dörfer, des Landes, der Straßenbahnen und Brücken erfüllt ihre Gedankenwelt vollständig. In dieser Stimmung begrüßt. Dieser führte in seiner Ansprache aus, daß der Ausschuß begonnen. Ein geringer Prozentsak der früheren Einwohner finden sie harte Worte, die jedes Herz rühren und paden. der Messe in den Tagen des Friedensschlusses entstanden sei, als ift zurückgekehrt und hat in Kellern und neuerrichteten Baraden Der Besuch der zerstörten Gebiete hat viel Klarheit ge- das Reich von feindlicher Gewalt von mißen und der Anarchie im Unterkunft gefunden. Besonders schlimm ergeht es der schaffen, unsere Aufgaben in helles Lidyt gerüdt und praf Innern bedroht war. Politische, wirtschaftliche und moralische ZuLandwirtschaft. Hier fehlt noch fast jede Unterkunftsmöglichkeit. Die Bauern tönnen folglich noch nicht zurück- tische Anregungen und Vorschläge, gezeitigt. Er wird auch stände erzeugten damals eine Stimmung des tiefsten Pessimismus. zum gegenseitigen Verstehen beitragen. Wie die deutsche Die Einfuhrmesse sei ein Beweis des Vertrauens in die Regierung guten Willens ist und in ehrlicher Anstrengung wirtschaftliche Selbstbestimmung der arbeitenden Friedensvertrag zu erfüllen fich bemüht, so wird die den Stände, wenn sie zur Zusammenarbeit an einem, Sentiche Arbeiterklasse das Ihre fun, um der so die Kultur fördernden Friebenswert aufgerufen werden. Die Hoff hart getroffenen Bevölkerung nach Sträften zu helfen und mung sei nicht getäuscht worden, Bürgertum und Arbeiterschaft folidarisch mit den Arbeitern der anderen hätten bis zum lehten Mann zusammengearbeitet, um das Unmög änder die gerstörten Gebiete wieder aufzurichten. liche fertig zu bringen, ein Wert von solcher Schwierigkeit und Bedeutung herzustellen. Dieses Zusammenarbeiten von Bürgertum und Arbeiterschaft soll als glückverheißendes Symbol für die Zukunft aufgefaßt werden. forften sein. tehren. Dort, wo die Arbeiten begonnen worden sind, ist in der Ausführung der Geist der Sparsamkeit erkennbar. Die noch einigermaßen erhaltenen Bauteile werden geſtügt, das Material gefäubert, geordnet und zur weiteren Verwendung bereitgestellt. Die Bauwerke von historischem und künstlerischem Werte werden vor weiterem Verfall geschüßt; die Herstellung im früheren Charakter wird vorbereitet. Die wichtige Aufgabe, Beschaffung von Wohngelegenheit, wird durch die großen Transportschwierigkeiten start behindert. Gegen die Arbeiterregierung! Genosse Scheidemann hat in seinem Artikel ,, RoaDie gesamten Aufgaben sind so groß und lition und Ideal" auseinandergesett, daß die Koalition mit so gewaltig, daß sämtliche in ihrer Heimat überflüssigen den bürgerlichen Parteien ein augenblidliches unvermeidSträfte Europas dort Verwendung finden können. Es braucht liches Aushilfsmittel sei, daß aber die sozialistische Arbeiter fein Land die Befürchtung zu hegen, ausgeschaltet zu werden. regierung, herbeigeführt durch die Einigkeit der ArbeiterNach dem vorliegenden Tatbestand ist aber in diesem flaffe, das Ziel sei und bleibe. Der Freiheit" ist das nun ein Jahre eine Aufnahme der Arbeiten durch Landes- Anlaß mehr, über den Genoffen Scheidemann, ohne auf den fremde unmöglich geworden. Bis auf ganz geringe Aus- fachlichen Inhalt feines Artikels einzugehen, mit wilden Benahmen, z. B. die Inangriffnahme der Unterkunftsräume für schimpfungen herzufallen. Im allgemeinen handelt es sich deutsche Arbeiter. Das aber auch nur dann, wenn baldigst um olle Ramellen, die eine Bolemit nicht lohnen, von den von der französischen Regierung ein Einvernehmen darüber zu Leuten wird Scheidemann immer als Förderer der offiziellen erreichen sein sollte, welche Arbeiten dem Deutschen Reiche Kriegspolitik hingestellt werden, obwohl gerade er, wie fein übertragen werden sollen. anderer, den Kampf gegen den alldeutschen Militarismus geamme. Paradoxe Che. Groteste bon Paul Gutmann. Metropol- Theater: Sybill. Sie heirateten einander. Er war Totengräber, fte war BebSie beförderte meist in der Nacht ihre Menschenkinber ans Licht der Welt. Er übergab feine Toten am Tage der evigent Nacht. Gegensäße ziehen einander an. Deshalb vertrugen sie sich eine Zeitlang. Benn das Geschäft gut ging, fanten fie einander gerührt in die Arme. Ich hatte heute brei Geburten", sagte fie triumphierenb. Und er antwortete mit geringschäßigem Schmunzeln: Ich hatte vier Beerdigungen." Am Ende des ersten Jahres sprach er zu ihr mit schlecht verfchon Operette, hohlener Schadenfreude: Ich bin Dir um sieben Boften über. Diese Verwandlungskomödie mit obligater Mufifbegleitung Wenn das so weitergeht, stirbt die Menschheit aus." Sie war bejtürzt, aber am Ende des zweiten Jahres batte fie neun Bosten mehr auf ihrer Seite.) Eines Tages gab es Streit. Sie hatte Drillinge auf die Welt befördert. Er hatte schon den zweiten Tag nichts zu tun. Da ihm die so gewohnte Rührung fehlte, fuchte er feine üble Laune in Schnaps zu ertränken. Er wurde auf seine Frau neidisch, und als fie strahlend vor ihm intrat und brei an ihren Fingern abzählte, brohte er ihr den Mund zu stopfen. Ebert auf der Frankfurter Messe. Der Reichspräsident Ebert ist von seiner Reise zur FrankBräfident bert antwortete:„ Wir müssen es als unsere vornehmste Aufgabe betrachten, die Kräfte im deutschen Wirtschaftsleben mit allen Mitteln wieder zu heben und zu fördern, das Ver trauen und das Zusammenarbeiten aller schaffenden Kreise unferes Bottes, der Bürger wie der Arbeiter wieder zu heben, Faftoren, welche uns die Gefundung bes inneren Wirtschaftslebens verbirgen. Jn gemeinsamer Arbeit wird es uns wieder gelingen, die Fäden angufnüpfen, die uns mit dem Ausland verbinden. Frankfurt hat auf diesem Wege mit der Gröffnung der Einfuhrmesse einen ersten mutigen Schritt getan. Möge ihm ein reicher Erfolg befchieden fein." Nach dieser Begrüßung trat der Präsident unter Führung der Meffeleitung einen Rundgang durch den Hauptbau und die Nebengebäude der Meffe an, der bis gegen 2 Uhr dauerte. Kreisen den gleichen Kunstgenuß bieten zu können. Dergleichen ist in Demokratien öfter schon Brauch gewesen. Im alten Athen Wie gern möchten wir das Wort Rabbi Akibas, daß alles schon zahlten die reichen Bürger die Theaterkosten ganz allein. Solange bagewesen sei, angesichts dieser oder einer anderen Operette unserer bie Oper nicht unbegrenzte Staatszuschüsse zur Verfügung hat, ist Lage für ungültig erklären! Wir tommen nicht um das gerechte es in der Tat schwer anders möglich, ihren Betrieb aufrechtzuer Urteil: gewogen und zu leicht gefunden. Die Zeit des Ersatzes ist balten. Es fann in diesem Zusammenhang darauf verwiesen werdoch nun vorbei, und auch der genügsame Hörer verlangt von der den, daß für die nächste Straußpremière in Wien die EintrittsBugkraft einer musikalischen Komödie mehr als Befriedigung des Auges: will seinen Walzer, die Schmiegsamteit eines Tanzes, die preise awei bis dreimal so hoch sind wie die Berliner. De Inten Werbe- Weise eines Ensembles, eines frohen Biebs. Hier ist alles danz hätte sich nur offen zu diesem Prinzip bebennen und sich nicht mit Anstand und nur mit mäßig temporiertem Geist gemacht, die erst auf den starken Andrang berufen sollen. Das könnte als ge. Musik fließt durch die Operettenschablone der Wiener Fabrif, und schäftsmäßige Ausnutzung einer Kunstfonjunttur ausgelegt werden, zwei Dezennien böser und guter Erinnerungen retten une faum während doch ein ausgleichendes soziales Prinzip zugrunde liegt. in das Fahrwaffer eines einzigen Schlagers. Victor Jacoby Gine fatale Frage ist freilich: mer find die Kunstfreunde", die solche ist ein Auswähler, aber in der Furcht, operettenhaft zu werden, Preise zahlen können. Sicherlich sind genug Kriegs- und Nevoalso jedem zu gefallen, hätte er ruhig anhalten können. Wenn lutionsgewinner darunter, die aus Sensation und weil es teuer dann auch mit aller Sing- Seligkeit und aller ist, sich zu den ersten Vorstellungen drängen. Die wahren Kunstfreunde werden spärlich dabei, außer auf dem obersten Rang, verAnsteckung des Mitsummens. treten fein aber fie haben dafür den Troft, nachher zu um fo günstigeren Bedingungen hineinzukommen. Jdeal ist, wie gesagt, diese Lösung nicht, aber zweifellos durch die Umstände geboten. Die Opernleitung wird daber sicher ebenso gern andere Wege einschlagen, um die beiden Aufgaben: mit dem Etat hauszuhalten und in Ginklang z die Oper auch breiteren Voltsschichten zu öffnen bleiben. Solange es Unterschiede des Einkommens und Befizes gibt, wird in irgendeiner Weise dabei immer der größere Geldjad bazu herangezogen werden müssen. Vag er zahlen in welcher Form immer. hat ihre Spannungen. Sybill zu Liebe defertiert ein Leutnant; die Verhaftung wird verhindert, die Ehrenfituation gerettet, indem die schöne Schauspielerin Großfürstin spielt. Und nun kommt der wirkliche Großfürst, verliebt sich in Sybill, kommt die Großfürstin, die zum Schein die Schauspielerin mimt, fommen absichtlich gesteigerte Verwechslungen, Abenteuerlichkeiten, verbrämt mit Fest glanz, Tang, Aufmachung. Die Durchsichtigkeit der Komödie ift schnell, allzu schnell erkannt, und der giveite Att beendet eigentlich schon Leben und Spiel der Komödianten. Es ist ein Abend der Ausstattung, der Darsteller und der Deutsche Kriegsschiffe als Handelsschiffe. Eine Danziger Werft „ Das Ende ist schwerer als der Anfang", schrie er fie an. Er Kostüme. Albert Sutner, schön bon Ansehen und schön bei gebe sich mit Kindereien nicht ab. Dazu sei er zu ernst. Das Stimme, Tielscher, quirlig bis zum Uebermut; seine Frau, hat von der Reichererft zwei neue große Torpedoboote gekauft, bei ewige Kindergefchrei mit anhören zu müssen... Ha, und wenn Trude efterberg, gut und geschmadvoll in Bewegung und denen die Inneneinrichtung und die Maschinenanlagen noch nicht Du noch so viele Buderpüppchen", fuhr er höhnend fort, auf die Gesang. Sie alle überstrahlt Friki Massary: gehet hin und eingebaut waren und will diese Fahrzeuge jeßt für Handelszwede Wenn auch die leichte Bauweise von Torpedobooten Welt feist, es ist doch alles umsonst. Und wenn solch ein Neun- lernt von ihr, wie Atem, Kopfbaltung, wie Handbewegung, Lächeln umbauen. bfundlinbehen, nach all dem Gehabe und Getue, schließlich sogar und Sprache, wie alles an einemt temperamentgeladenen Menschen die Schiffstörper für den Frachtverkehr wenig geeignet erscheinen ein Wirklicher Geheimer Rat geworden ist, zu guter Letzt nehme zu Musik wird. Die Grazie, der Charme dieser Frau ist vollendetste läßt, so fann dieser Mangel doch durch den Ginbau von Verstär Bunft. Kammermusit. Gehet hin und lernt von ihr, oder erbaut fungen behoben werden, so daß die beiden Schiffe zu schnellen ich ihn doch in Arbeit." Such an einer Leistung, die auch dieser Operette Dauerwirtung Fracht- und Personendampfern umgebaut werden fönnen. verbirgt. ohne sie und ihresgleiches fönne er ja sein Geschäft zusperren. Das war zuviel. Ist das der Respekt, den Du mir schuldest?" brüllte er. Sie drehte sich auf ihrem linken Absatz um und sagte lachend: Sie brach in ein herzliches Gelächter aus. Laß Dich doch begraben", entgegnete fie. Aber sie hatte nicht bedacht, was sie damit seiner Standesehre zufügte, Gleich darauf wurde sie bleich bor Schreden. Er hatte sich empört aufgerichtet. Schäumend vor Wut schwang er eine Schnapsflasche gegen fie. " Ich mich begraben lassen. Wer darf solchen Schimpf gegen mich aussprechen. Wer mir ins Handwert pfuscht, den erschlage ich1" Ich meinte es ja nicht so", wollte sie erwidern. Aber bevor sie noch zu Ende reden fonnte, sant er vor Eptegung tot zu Boden. k. s. Die Preispolitik der Oper. Die fiarte Erhöhung der Eintritte preise für die ersten beiden Aufführungen von Pfigners Baleftrina", die naturgemäß lebhafte Kritif inachgerufen hat, wird vom Intendanten der Oper in einer Zuſchrift an die Breffe berteidigt. Es wird darin betont, daß die Aufführung ganz besondere Schwierigkeiten und Kosten verursacht( Heranziehung besonderer Kräfte, zahlreiche Proben, Ausfall einer Abendvorstellung). Da die Oper das bereits vorhandene große Defizit nicht noch bermehren darf, muß sie sich durch solche Erhöhung der Eintrittspreise helfen. Die billigen Plätze sind dabei schonend berücksichtigt, die Stehpläge find überhaupt nicht erhöht. Außerdem hofft man fo bie Möglichkeit au schaffen, dieses deutsche Meisterwert au bolts. tümlichen Preisen den weitesten Streifen zugänglich zu machen. Die Staatsoper befolgt also den Grundfok, den„ bermögenden Runstfreunden eine Egtrafteuer aufzuerlegen, unt so breiteren Was ist Leben“ und„ Die Entwicklung der Pflanzenwelt" betiteln fich zwei Vortragszyklen, die unser Mitarbeiter Robert Botonié am 11. Dftober, abends 7 Uhr, im Fall- Realgymnafium beginnt. In dem Das Leben des toten ersten Kursus wird 11. a. behandelt merben: Stoffes, Arbeitsteilung im Pflanzenförper, Der Pflanze Liebesleben, Daseinslampf und Anpassungsvermögen aus formlofen Urzellen" unfere Sinneswerkzeuge der Pflanze. Der zweite Kurfus foll schildern, wie durch Beide Kurse sollen durch Anhöchsten Pflanzen entstanden sind. chauungsmaterial und Museumsbefuche eindringlicher gestaltet werden. Kunstchronik. In der Dltober- Ausstellung des Sturm" ftell Beemsterd zeigt Entwürfe für Glassenster. Die Kunsthandlung Friz Johannes Vcolzahn kubistische Gemälde und Aquarelle aus. Jacoba van Gurlitt, Botsdamer Str. 113, eröffnet am 8. Dtober eine Ausstellung von Beichnugen Hans Thomas'. Ueber Bücher der Gegenwart wird Julius Bab an bent Donnerstagen vom 9. Oftober an in den Räumen des Frauentlubs, Genthiner Straße 18, Borträge balten. Die gleiche Vortragsreihe findet vom 15. Dftober an Mittwochs, 6 Uhr, Bellevuejtr. 15, ftatt. Wilhelm Blos 70 Jahre! Der Präsident des Ministeriums des neuen Volfsstaates Württemberg, Staatspräsident Wilhelm Blos, über. schreitet am 5. Oftober die Schwelle bes Greifenalters, von einer bebentlichen Erkrankung glüdlicherweise wieber neu geträftigt au ben verantwortungsvollen Staatsgeschäften zurüdgefehrt. Daj Genosse Blos noch die Möglichkeit hat, nach den politischen Umwälzungen bei dem Neuaufbau der Deutschen Republik an so hervorragender Stelle mitzuarbeiten und den Charakter des neuen Staates nach den in seinem ganzen Leben vertretenen Grundjähen zu beeinflussen, wird ihm eine ebenso große Genugtuung jein, wie es für die sosialdemokratische Partei und für das Volks. ganze bon großem Wert ist. Das Vertrauen, das nicht nur die württembergische Partei sondern man barf ohne Bebenten fagen, der weitaus größte Teil bes württembergischen Volfes seinem neuen Staatsoberhaupt entgegenbringt, ift wesentlich begründet auf der während des ganzen langen politischen Lebens in grabTiniger Sonfequenz geführten politischen und fulturellen Arbeit des Jubilars. 1 Winterbeihilfe für Erwerbslose. Die Maßnahmen der Unternehmer richten sich nicht nur schlagen. Dies Tiefe fich allerdings berhindern bund e eine ev gegen die Berliner Metallarbeiter, sondern gegen die Arbeiter. hebliche Verstärkung des Grenzfordons, ber jetzt aitva schaft im allgemeinen. Aus allen Teilen des Reichs mehren nur 10 Mann auf den Rilometer an leberwachungstruppen stellen sich die Anzeichen, daß die Unternehmer genau wie in Berlin fann. Offenbar beabsichtigt die Freiheit", eine Verstärkung borgehen mollen. Gelingt es den Scharfmachern der Berliner der Truppenmacht vorzuschlagen? 1 Metallindustrie, ihre Ziele durchzusehen, dann werden die Unternehmer im Reich dadurch angespornt, gleichen Bielen zuzu streben. Wehren die Berliner Metallarbeiter diesen Schlag erfolgreich ab, so ist dieser Erfolg gleichzeitig der Erfolg der Die Reichsregierung hat in Aussicht genommen, die großen deutschen Arbeiterschaft. Dessen sind sich die Berliner Metall- Stäbte zu ermächtigen, daß fie vom 1. November bis zum 31. März arbeiter voll bewußt, barum haben die am höchsten entlohnten bestimmten besonders bedürftigen Gruppen von Erwerbslofen eine Gruppen den Kampf eröffnet. Die Metallindustriellen Deutsch. Winterbeihilfe gewähren. Eine entsprechende Berordnung Tands sowie die gesamte Unternehmerschaft ist bestrebt, die Ar- ist in der nächsten Seit zu erwarten. Außerdem beabsichtigt bie beiterschaft in die vorrevolutionäre Abhängigkeit zuzüdzu- Reichsregierung, die Arbeitsbeschaffung für die Erwerbslosen durch führen. die Einrichtung einer produttiven Erwerbslofen für. forge nachdrücklich zu fördern. Ginig und unter Wahrung höchster Solidarität der gefamten Arbeiterschaft Deutschlands wird diefe den Kampf gegendas geeinigte Kapital aufnehmen müssen. " Die Provinz Oberschlesien. Diese Auslassung der höchsten Gewertschafts. instanz deckt sich bollkommen mit unserer Auf Der Ausschuß zur Vorberatung des Gefeßentwurfs über die Wilhelm Blos ift am 5. Oftober 1848, etn Jahr nach ber be fassung, die wir seit Beginn des Kampfes vertreten haben. Selbständigkeit der Provinzialverbände hat bent Und darum war es richtig, daß die Metallarbeiter die ge- Gesez für die Bildung einer selbständigen Provinz Ober. sonders im Süden start wirkenden bürgerlichen Revolution des Jahres 1848, in dem Städtchen Wertheim, in dem nordöstlichen samte Berliner Arbeiterschaft zur Befundung ihrer schlesien einen neuen Paragraphen hinzugefügt, nach welchent Zipfel des badischen Landes, als Sohn eines Bezirksarztes geSolidarität aufgerufen haben." das Gesetz am Tage seiner Verkündung in Kraft tritt. Im horen. Da er frühzeitig seinen Bater verlor, erhielt er schon seine Es ist kein Wunder, daß die in der Notiz niedergelegte übrigen wurde das Gesetz unverändert angenommen. Die politische Schulbildung an verschiedenen Orten Badens, die im Jahre 1868 Anschauung sich vollkommen mit der Auffassung der Frei- Verwaltung wird danach wahrscheinlich schon in allernächster Zeit bis 1870 an der Universität Freiburg beendet wurde. Der junge beit" deckt, denn das unabhängige Organ, das die Auslassung für Oberschlesien gesondert geführt werden, die vermögensfreigeistige Student war mit der sozialistischen Literature befarnt als Meinung der höchsten Gewerkschaftsinstanz wiedergibt, rechtliche Auseinandersetzung Bann erst allmählich erfolgen. geirorden und, von einer starten journalistischen Veranlagung, berschweigt, daß die Notiz von dem ihr sehr nahestehenbald von der Ergreifung der Staatsbeamtenlaufbahn abgekommen. den Unabhängigen Zoft her stammt. In der Er ergab sich dem Journalismus und fand seine erste Betätigung Nummer des Gewerkschaftlichen Nachrichtendienstes" heißt in dem damals schon gut bekannten Schwarzwälder Boten" in es in der Einleitung zu der Notiz ausdrücklich: Oberndorf. Hier stärkte sich seine sozialistische Gesinnung so, daß er sehr bald als eine erwünschte Kraft bei der sich eben bildenden fozialistischen Breffe erfannt wurde. Steiner der seitherigen Journalisten der sozialdemokratischen Bartei hat eine fo be regte Tätigkeit ausgeübt wie Blos. Alle Gebiete des Reiches, Leipzig, Berlin, Hamburg, Bremen, Dresden, Nürnberg, Braunfchweig, Maina, Stuttgart, haben feine Kraft in Anspruch genommen und an allen Orten hat er für die politische Bildung der Arbeiter und für die Propaganda der sozialistischen Ideen erfolgreiche Arbeit geleistet. Mit Bebel und Liebknecht arbeitete er in ben 70er Jahren in Eachsen. Er ist wohl einer der wenigen lebenden Parteigenossen, die noch mit Karl Marx und Friedrich Engels in persönliche Beziehung getreten find. Bei seiner journalistischen Tätigteit in den Jahren ber schwersten Verfolgung hatte er viele Strafprozesse zu bestehen und ist auch nicht ohne Bestrafung durchgekommen. Nach Berhän gung des Sozialistengefeße 3 wurde er im Jahre 1880 aus Hamburg ausgewiesen. Diese Hamburger Tätigkeit hat ihn mit dem Buchdruckereibesiher Diez zusammengeführt, der nach feiner Ausweisung aus Hamburg sich in Stuttgart niederließ und dont mit dem Wahren Jakob" einen neuen Verlag gründete. Wilhelm Blos übte von ba ab als Mitarbeiter dieses Blattes in Stuttgart eine hervorragende Tätigkeit aus. Bom Genoffen Toft, 1. Bevollmächtigten des Deutschen Mes tallarbeiterverbandes Berlin, wird uns folgendes geschrieben: Das hat die Freiheit" in der Gile wohl übersehen, und nur aus diesem Grunde wird aus Tosts Artikel eine Auslaffung der höchsten Gewerkschaftsinstanz". Oder leiteten die Freiheit" vielleicht andere Gründe? " Freiheit"- Blütenlese. Die Freiheit" wendet ein ftrenges Prinzip an: Was man ihr nicht ausbrüdlich wiberlegt, bucht fie als augestanden, wie der befangenfte Formaljurift. Dabei bringt sie in einer einzigen Rummer so viel Berdrehungen und Entstellungen, daß eine ganze Beitung allein für die Richtigstellung und Widerlegung aller Schießheiten und unwahrheiten nötig wäre. Die Sonnabendabend. ausgabe ist so ein Musterbeispiel. Wir wollen wenigstens ganz furz einiges beleuchten: " In dem allgemeinen Gesetz für alle Provinzen wurde deren Zuständigkeit in chifragen auf die Bestimmung beschränkt, daß die Provinziallandtage über die Legung der Religionsstunden beschließen können. Das Gefeß tourbe mit 10 gegen 5 Stimmen angenommen. Die sozialdemokratischen Mitglieder des Ausschusses enthielten sich ihrer Stimme, da sie erst mit ihrer Fraktion Nüdsprache nehmen wollen. Der dänische Parteitag. ( Drahtbericht unseres Kopenhagener Korrespondenten.) In einer vor dem dänischen sozialdemokratischen Barteitag gehaltenen Ansprache brachte der Vorsitzende Sigvald Olfen gegenüber den deutschen Gästen seine Ueberzeugung zum Ausdruck, daß die Lösung der Nordschleswigschen Frage ein gutnachbarliches Verhältnis zwischen Deutschland und Dänemark herbeiführen werde. In seiner Antwort sagte Wels u. a.: Die deutsche Sozialdemokratie hätte die Macht allein erobern fönnen, wenn sich nicht Elemente abgesondert hätten, die durch ihre wilden terroristischen Drohungen Tausende und Abertausende ins Lager unserer Gegner Zunächst wird dem Genossen Sollmann Köln aus dem gejagt hätten. Die Leute, die sich die wirklich Nadikalen Freiheits"-Prinzip der Strick gedreht. In einem langen Ver- nennen, haben den Sieg des Sozialismus gehemmt. Aber leumdungsartikel gegen Sellmann hatte die Freiheit" u. a. audy mir bleiben treu den Ideen des Sozialismus wie den behauptet, daß Sollmann mit der gesamten Rebattion der bei Grundsäßen der Demofratie. Nneue Gefahr droht der nischen Zeitung" im August 1914 auf das Dach geflüchtet sei. In deutschen Arbeiterklasse, da das amerikanische KaAber nicht nur journalistisch verdankt die Partei dem Ge- einer Berichtigung stellt Sollmann fest, daß diese Behauptung pital in wachsendem Umfange die deutsche Industrie ernoffen Blos viel, er ist ihr auch ein fruchtbarer parlamenta ein schon seit Jahren widerlegter Schwindel ist. obert. Der Weg aus der Sklaverei führt durch die Wieder rischer Vorfämpfer geworden. Schon im Jahre 1877 wurde und die Freiheit"? Weil Sollmann nur diesen einen Punkt aufrichtung der Internationale hindurch, und er in Greig in den Reichstag gewählt, dem er dann von 1881 bis berichtigt habe, sei alles andere in dem Artikel wahre und erwiesen! wir sehen damit unsere Hoffming namentlich auf die Wr1887 und später in den Jahren 1890 bis 1906 und dann wieder Dabei weiß jeder Anfänger in der Journalistit, daß nur ein fleiner beiterklasse Englands. Dänemark hat sich an die Spike vom Jahre 1912 bis zum Ausbruch der Revolution angehörte. Jn Teil berleumderischer Behauptungen sich auf dem preßgefehlichen der Versöhnungsarbeit gestellt. Die Lösung der den letzten Jahrzehnten vertrat er den ersten Braunschweigischen Wege berichtigen läßt. Ein merkwürdiges Selbstlob übrigens: Nordschleswigschen Frage hat jeden Grund zur Kreis. In früheren Jahren hat er die Partei bei wichtigen va- Weil ich in einem Fall positiv ber Lüge überführt bin, steht feft, Weißstimmung zwischen Dänemark und Deutschland entfernt. gen bon geschichtlicher und fattureller Bedeutung in tvirtsamfter daß ich sonst stets die Wahrheit jage." Darauf erstattete Minister Stauning Bericht über Weise im Parlament vertreten. Wir fönnen der Freiheit" dies Zeugnis allerdings nidyt aus die Entwicklung der jest 111 000 Mitglieder zählenden Bartei. Neben dieser umfangreichen journalistischen und parlamenta ftellen. Im Falle Danneberg u Quandt haben wir die Er erklärte: n höherem Grade als je zuvor hat unsere rischen Arbeit hat Wilhelm Blos der Arbeiterflasje außerordentlich terroristische Methode der Unabhängigen entlarbt. Die Freiheit" Partei während der Kriegsjahre die Gesezgebungsmichtige Dienste als politischer Schriftsteller geleiftet. will nun die für ihre Partei rief beschämenden Feststellungen da arbeit beeinflußt. Von der Oppofition sind wir zur post. Seine Geschichte der französischen Revolution" und feine Ge- mit bertuschen, daß fie plötzlich ein großes fapitolinisches Gänse- tiven Arbeit gelangt. Trotzdem haben wir unsere Stelschichte der deutschen Revolution vom Jahre 1848/49 find in den geschnatter erhebt, wir hätten diesen Fall mur angeführt, um gegen lung als Opposition gegenüber der kapitalistischen Avfangsjahren unserer parteipolitischen Tätigkeit wichtige und das Mitbestimmungsrecht der Arbeiter im Betriebsräte Gesellschaft bewahrt. wirfjame Propagandaschriften getoonden. Biele unserer heute gefeß au bezen! Das ist denn doch die Höhe! In dem Artikel, In der Diskussion tam das illoyale Auftreten eines wirkenden Agitatoren und Journalisten haben ihre ersten Anre- den wir über den Fall Danneberg u. Quandt schrieben, war aus- Teiles der Leiter des Leiter des Jugendverbandes gungen und ihr tieferes. Wissen den journalistischen und schrift drücklich der Erwartung Ausdrud gegeben, bah bie sozialbemokra Sprache. Zur Ausarbeitung eines Manifestes der stellerischen Arbeiten unseres Jubilars zu danten. tische Fraktion fich für eine Erweiterung des Mitbestimmungs- Bartei über die verflossene Periode und die zukünftigen Als im November v. J. auch in 23 ürttemberg die sozial rechtes einsehen wird. Außerdem weiß ja jeder mur halbwegs Richtungslinien wurde ein Ausschuß gewählt, dem u. a. demokratische Partei vor bie verantwortungsvolle Aufgabe gestellt Kundige, baß bas Betriebsrätegefet eine Formel enthält, bie der Stauning und Borgbjerg angehören. wurde, den Neuaufbau des zusammengebrochenen Staates artige Mißbräuche des Mitbestimmungsrechts, wie sie bei der burch Uebernahme der Regierung und durch Wieder Firma Danneberg u. Quandt vorgekommen finb, fünftig unmög Herstellung des ordnungsmäßigen Staatslebens zu übernehmen, I ich macht. Warum geht die Freiheit" übrigens mit feinem war es für die Partei ein großes Glüd, in dem Genoffen Blos einen Mann von abgeklärtem politischen Wissen und von ziel bewußter Energie zu haben, der mit der Fähigkeit der Führung der neuen Regierung auch das allgemeine Vertrauen in feine poli tische Charakterfestigkeit und in feine persönliche Inantastbarkeit verband. zur Der nächste Punkt der Tagesordnung waren die kürzlich veröffentlichten Sozialisierungsvorschläge. In seinem Referat betonte Lindberg, daß bis zulegt die ErWort auf den ausführlich von uns behandelten Stettiner eigniffe der Kriegsjahre die Notwendigkeit erwiesen haben, & all ein, wo ihre unabhängigen Gesinnungsgenoffem über poli- daß das arbeitende Volk sich Einfluß auf die Zeitung der tisch anders denkende Arbeiter eine breitägige Ausfperrung der Produktion sichere. Wir müssen eine positive Form hängten?! Warum nicht auf den Fall der unabhängigen verlangen fönnen: die friedliche Umbildung der GeBager balter in den östlichen Vororten, gegen beren ellschaft vom Rapitalismus zum Sozialis. terroristisches Gebahren andersdenkenden Angestellten mus. Unsere Sozialisierungsvorschläge sind ein Anfang, der gegenüber wir ausdrücklich den Schuh bes Mitbestimmungsrechts schnell zum Ziele führen wird, ohne Erschütterungen des Geder Angestellten herbeiwünschten?! Diese Fälle übergeht fie mit sellschaftslebens hervorzurufen und ohne der Produkgänglichem Stillschweigen, was nach ihrer eigenen Anschauung ia tionsfraft der Industrie im geringsten Abbruch zu ein 8 uge ft ändnis bedeutet! tun. Die Vorschläge halten sich fern von aller Phantasterei; wie weit fie es bringen können, hängt ab von der Einigkeit. und Stärke der Arbeiterkraft. Die Behauptung, daß diese Vorschläge das Streifrecht begrenzen, ist unrichtig. Im übrigen gibt es Streifs, die den Interessen der arbeitenden Klasse zuwiderlaufen. Wilhelm Blos hat nach den ersten Tagen des Umfturzes mit großem Verständnis die Revolution aus dem Stadium der Herr schaft der Soldaten und Arbeiterräte auf den sicheren Boden der demokratischen Staatsordnung geführt und es fo ermöglicht, daß Württemberg zuerst und unter Beteiligung der anderen In einem langen Artikel derselben Nummer schneidet die Mehrheitsparteien als Einzelstaat im Reich eine neue Ber- Freiheit" wieder einmal die Frage der Technischen Nothilfe" fassung zustande gebracht und den Weg zu einer demokratisch an. Mit einem im Wortlaut abgedrudien Grlaß des Reichswehr fozialistischen Volksgemeinschaft geebnet hat. gruppenfomunandos fucht sie den militärischen Charakter des In Das württembergische Land wird beim 70. Geburtstag feines ftitutes zu beweisen. Nur bergist" fie leider hinzuzufügen, daß Staatspräsidenten allgemein den Wunsch äußern, daß es ihm ver- dieser Erlaß bereits aus dem März 1919 stamint und auf gönnt sein möge, noch lange an der Spitze der Regierung zu wirken. die jett eingerichtete zibile Technische Nothilfe" längst nicht Die württembergische sozialdemokratische Partei aber mehr zutrifft. Im übrigen würde das von der Freiheit" tann stola fein, daß fie in der wichtigsten Zeit ihrer politischen so heftig befehdete Institut sofort überflüssig sein, wenn die Frei Tätigkeit einen Mann an ihre Spike stellen konnte, der als Afa- heit" ihre Anhänger so weit zur Vernunft zurückführen wollte, demiker mit gutbürgerlichen Aussichten sich lieber der Partei zur daß bei fünftigen Streifs nicht mehr Betriebe stillgelegt werden, Verfügung stellte und der dann sein ganzes Leben dem Ziele ge- durch deren Nichtfunktionieren unmittelbar Leben und Gesundheit weiht hat, die Arbeiterklasse zu befähigen, als tüchtige Demokraten der Bevölkerung bedroht wird, daß ferner feine Notstandsarbeiten und Sozialisten einmal die Staatsregierung zu übernehmen. Aber vertreigert werden, deren Nichtleistung die Zerstörung der Pronie hat er gewünscht, daß es unter geschichtlichen Umständen von duktionsmittel selber bedeutet. folcher Tragit wie heute geschehen möge, wo das alte militaristische Deutschland von den vereinigten Staaten der Welt besiegt und fast völlig zu Boden geschlagen worden. Karl Hildenbrand. Fälscherkunststücke. " Kleine politische Nachrichten. Aritit des Netcharbeitsministers. Die Germania" behauptet, daß der Reichsarbeitsminister der Regierung einen schlechten Dienst erwiesen habe, als er sich für Au fhebung des Versamm Behauptung mit seinen eigenen Ginwendungen tot, wenn es weiter Das Blatt schlägt dann aber diese Iungsverbotes einsetzte, sagt, daß der Minister nicht voraussehen fonnte, in welch dema gogischer Weise sein Vorgehen ausgebeutet werden würde. Die „ Germania" hat recht:„ Daß das Reichsarbeitsministerium eine Ein großes Sensationsstück ist ferner der Brief eines Majors Vermittlungsaktion unternahm, war seine Pflicht. Der ReichsVielhaber aus dem besetzten Gebiet. Dieses an das Reichs. arbeitsminister wollte Verhandlungsmöglichkeiten schaffen und die wehrministerium geschicte Schreiben ist allerdings abgefandt wor. Borwände zu weiterem Treiben beseitigen." Er hat selbstverständ ben, aber niemals angelangt. Es enthielt die private An- lich niemals daran gedacht, die Anordnungen der für die Sicher heit Berlins verantwortlichen Behörden zu durchkreuzen." Von ficht des Majors Vielhaber über die augenblidliche Lage im befesten ben führenden Zentrumsblatt aber tann wohl berlangt werden, Gebiet, eine Ansicht, die von den verantwortlichen Stellen ber baß es für die Psychologie der Arbeiter größeres Verständnis zeigt, Die Freiheit" leistet sich wieder einmal eine unqualifi- Reichsregierung feineswegs geteilt wird. Der Brief des Majors als es hier geschieht. Dann würde die Germania" auch einsehen, zierbare Fälschung. In sensationeller Aufmachung bringt jie Vielhaber ist in Köln gestohlen worden und in die Sände daß der Reichsarbeitsminister nur so handeln fonnte, wie er geunter der Ueberschrift„ Die Generalfommission über die Beder Engländer gelangt. Jetzt steht er in der Freiheit" handelt hat. deutung des Metallarbeiterstreifs" folgende Notiz: abgedrudt. Ein merkwürdiger Weg, der allerhand zu denken gibt! Auf nach Nußland! Aus der„ Räte- Zeitung" ersehen wir, daß Der Gewerkschaftliche Nachrichtenbienft", Auch die baltischen Enthüllungen( Quelle Walter Dehme) es sich bei der angeblichen Möglichkeit der Ueberfiebung bon 800 000 herausgegeben von der Generalfommission der Gewerben fortgefekt unter der Ueberschrift Was Noste nicht fagt". deutschen Arbeitslosen nach Sowjet- Rußland um Berhandlungen wertschaften, schreibt zum Berliner Metallarbeiterstreif: Man hätte auch die Ueberschrift wählen tönnen: Was die Frei- zwischen der Leipziger Siedlungsgesellschaft Ost" und Moskau Nicht nur die Kürzung des Lohnes ist das Ziel der Unter- heit" nicht sagt!" Denn der in allen übrigen Berliner Abend- handelt. Den Vertretern des Leipziger Vereins feien in Mostau nehmer, sondern ihr Stampf richtet sich auch gegen die Organi blättern abgebrudte Befehl des Reichswehrministers an bie balti alle nur möglichen Begünstigungen zugefagt worden, sie sollen auch fation der Metallarbeiter. Bei dem Siemensstreit im Juli schen Truppen ist in der Freiheit" nicht zu lesen. Im übrigen eigene Fabriten erhalten, fo baß die Unkenntnis der ruffischen d. 3. mußten zirka 30 000 Arbeiter in den Streit treten, um verrät die Freiheit" durchaus sein Geheimnis, wenn sie mitteilt, Sprache nicht mitspielt. Allerdings sollen sie sogleich russische Staatsbürger werden und Staatsbürger müssen doch wohl MoDie Maßregelung von 42 Vertrauensleuten der Organisaiton daß sich immer noch zahlreiche Leute unter allen möglichen Mas bilmachungsbefehlen folgen! Das Reidstambenungsamt babe die umb Betriebsräte ridgingle au machen, tierungen fiber bie oftpreußte penge nach bem Baltihum burch- Sache gun Brüfung eingeforbert " Gewerkschaftsbewegung Der Metallarbeiterstreik. der vom 16. bis 22. Rovember 1919 in Tours, im Departement[ einberflanben und entrarben deren Berüdsichtigung Bundy Bos bate. Indre- et- Loire, stattfinden wird. rische Verkehrsministerium. Der Streif in der Berliner Metallindustrie hat auch am Sonnabend wieder weitere Ausdehnung gewonnen. Die Zahl der bestreiften Betriebe hat sich von 210 auf 225, die Zahl der Streifenden dadurch um etwa 6000 Arbeiter erhöht. Die Fünfzehner- Kommission, das Metallfartell und die Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbei- bas iedererwachen der internationalen Beziehungen der sozialisti terverbandes haben beschlossen, die Forderungen der Arbei- fchen Arbeiterbewegung, und diese Freude ist um so größer, als die ter auch den Arbeitgebern zu unterbreiten, die nicht dem obige Kundgebung flar vor Augen führt, daß die unabhängigen Berband der Metallindustriellen angeschlossen sind und nicht Versuche, die internationale Arbeiterbewegung auf das Niveau der Berband der Metallindustriellen angeschlossen sind und nicht Settiererei herabzudrängen, in Frankreich allem Anschein nach in einem Vertragsverhältnis mit ihren Arbeitern stehen. Mit der Durchführung dieses Beschlusses sind die Branchen- wenig Antlang finden. vertreter betraut. Die Arbeiter der genannten Betriebe wollen sich zur Ausführung dieses Beschlusses an diese Branchenvertreter wenden. Berhinderung einer Gewerkschaftsversammlung. H machen. Wir würden glücklich sein, Sie unter uns zu wissen. Achtung, Töpfer! Ihre Anivesenheit wird zum Vorteil der Berhand. lungen der Bauarbeiter Frankreichs gereichen, leber den neuen am 1. Oktober in Kraft tretenden Lohntarif insbesondere nach der entsetzlichen Dual, die die Menschheit eben bertrag geben wir hiermit noch bekannt: Die Arbeitszeit beträgt noch erschütterte und die internationalen Beziehungen zerstörte. im Oftober 46 Stunden pro Woche. Arbeitszeit von 8-5 Uhr mit In der Hoffnung auf Ihre Antwort empfangen Sie, Kamerad, je ½ Stunde Frühstücks- und Mittagspause, des Sonnabends ist um den Ausdruck unserer brüderlichen Gefühle. 3 Uhr Arbeitsschluß. In den Monaten Januar, Februar, Die deutsche Arbeiterschaft begrüßt mit lebhafter Genugtuung November und Dezember beträgt die Arbeitszeit pro Tag 7 Stunden, Arbeitsschluß um 4 Uhr, des Sonnabends um 3 Uhr. Lohnabzug darf für Sonnabend nicht erfolgen.- Die Summe über 2,20 M. Fahrgeld pro Woche hat der Arbeitgeber zu zahlen. Das Fahrgeld wird berechnet von der Wohnung des Summe über 2,20 M. Fahrgeld pro Woche hat der Arbeitgeber zu Arbeitnehmers bis zur Arbeits- resp. Geschäftsstelle.- Für Edichienen an Stelle von Kacheleden, die nicht auf den Fußboden aufstehen oder nicht durch Zapfen oder Verschraubung mit der Unterlagschiene verbunden sind, pro Stück 2 M. anderenfalls 1,50 M. Ab 15. Oktober darf nur auf verglasten Bauten gearbeitet Wie die Freiheit" in ihrer gestrigen Abendausgabe meldet, ist werden. Die Bauleitungen find jetzt schon darauf aufmerksam zu Wie wir von der Streifleitung erfahren, hat die fom- am Sonnabendvormittag eine Versammlung der Karrofferiearbeiter Die Zentrale der Angestellienausschüsse im Bankgewerbe Großmumistische Fraktion des Vollzugsrats an die Streifleitung die die Wiederaufnahme der Arbeit beschließen wollten, die Anfrage gestellt, ob auch an Nichtorganisierte die Streit durch die Sicherheitswehr berhindert worden. Die Freiheit" Berlin bittet uns um Aufnahme nachstehender Warnung: Noch immer versprechen sich junge Bankangestellte im Reich unterſtügung gezahlt würde. Die Fünfzehnerkommission er- schreibt in ihrer gewohnten Art dazu, daß die Leitung sich sofort goldene Berge von einem Engagement nach Berlin. Bir lönnen teilte darauf folgende einstimmig beschlossene Antwort: mit dem Polizeipräsidenten in Verbindung gesezt hat, der nicht dringend genug davor warnen, denn wenn auch die gebotenen , natürlich das Verhalten seiner Getreuen Anfangsgehälter zuweilen über die im Reich gebotenen Säße „ Die dem Metallfartell angeschloffenen Organisationen find statutarisch nicht in der Lage, den nichtorganisierten Streifenden billigen wird." Hätte sich die Freiheit" die eigentlich selbstverständ- hinausgehen, so find doch die Lebensbedingungen in Berlin weit statutarisch nicht in der Lage, den nichtorganisierten Streifenden liche journalistische Mühe gemacht, sich über den Ausgang der Unter- ungünstiger, als irgendwo; besonders eindringlich müssen wir Ver und Ausgesperrten aus Mitteln der Gewerkschaften generell redung mit dem Polizeipräsidenten zu erkundigen, dann hätte sie den doch beiratete vor diesem Schritt warnen, da die Wohnungskalamitat Streifunterstützung zu zahlen. nur aus agitatorischen Gründen angehängten Dreckschwanz nicht geradezu tatastrophal ist. Bekanntlich ist die Bezahlung in den schreiben tönnen. Banken zurzeit wohl ungefähr die schlechteste in Handel und Wandel. Zentralverband der Fleischer, Bezirk Berlin. Die durch die poliFreitag, den 10. Oftober, abends 7%, Uhr, bei Böeter, Weberstr. 17, statt zeiliche Auflösung verfallene Mitgliederversammlung findet nunmehr am Buchbinderverband. Montag, den 6. Dftober, nachm. 5 Uhr, im Restaurant Fris Wegner, Seydelstr. 30: Versammlung aller in den Betrieben der Hersteller photographischer Karten und gellebten kartons beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Bericht über die Tarifverhandlungen. Zahlreiches Erscheinen dringend erforderlich. Die Branchenleitung. Achtung! N. A. G. Am Montag, den 6. Oftober, mittags 1 Übr, Die Streilleitung. Bürgerpart, Oberschöneweide, statt. Achtung! Schwartkoffarbeiter B. M. A. G. Wildau. Dienstag, den 7. Oftober 1919, nachmittags 3 Uhr, Betriebsversammlung im Kasino in Bildan. Der Arbeiterrat. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Branche der Beinfeller arbeiter. Dienstag, den 7. Oftober, abends 7 Uhr, im Englischen Garten", Alexanderstr. 28, große Branchenversammlung. Tagesordnung: Die ablehnende Antwort der Arbeitgeber auf unsere berechtigte Lohn Die Branchenleitung. forderung. Diskussion, Beschlußfaffung. Norddeutsche Gummiwerke. Montag, den 6. Oktober, wird der wegen Kohlenmangel unterbrochene Betrieb wiederaufgenommen. " Ginzelfälle bedürfen eines besonderen Antrages und unterliegen der Prüfung und Beschlußfassung der örtlichen VerWie wir nämlich auf Anfrage vom Polizeipräsidenten Ernst erwaltungen. Bei der Festsetzung des Zuschlages zur Streifunter- fahren, ist die Tatsache der Verhinderung zwar richtig, sie ist jedoch stüßung aus dem durch die Sammlung aufgebrachten Unter- ohne Kenntnis der Leitung der Sicherheitswehr in vollständiger Berstützungsfonds sollen die nichtorganisierten Streifenden und Aus- fennung der Tatsachen erfolgt durch ein Streifkommando der gesperrten berüdsichtigt werden." Wehr. Der Polizeipräsident hat sofort verfügt, daß die Versammlung freigegeben wird. Die Leitung der Sicherheitswehr wurde nochmals eindringlich hingewiesen auf den früheren Erlaß des Bolizeipräsidenten, wonach die Sicherheitswehr sich in gewerffchaftliche Streitigkeiten nicht einzumischen hat, sondern nur in Fällen, wo die öffentliche Sicherheit bedroht erscheint, eingreifen soll. Diefe Tatsachen sind auch den Beschwerdeführern mitgeteilt worden. Es wundert uns, daß die Freiheit" troß ihrer guten Beziehungen davon nichts erfuhr. Die Antwort ist durchaus korrekt, denn aus Gewerkschaftsmitteln können schließlich nur die bedacht werden, die vom Gedanken des solidarischen Zusammenschlusses erfaßt, sich ihren Gewerkschaften angeschlossen und materielle Opfer für die Erlangung besserer Rohnverhältnisse gebracht haben. Der Verband der Berliner Metallindustriellen hat auf die durch den Arbeitsminister übermittelte Forderung der Streifleitung, den Streit durch Verhandlungen der Beteiligten in einzelnen Gruppen beizulegen, dem Minister am Sonnabend seine Antwort zukommen lassen. Wie zu erwarten war, lehnt der Verband der Metallindustriellen diese Art der Verhandlungen ab. In dem Schreiben heißt es: „ Die Arbeitgeber, die den Vorschlag des Herrn Reichsarbeitsministers restlos und ohne Vorbehalt angenommen haben, sehen sich nicht in der Lage, den ihnen übermittelten neuen Vorschlag der Arbeitnehmer anzunehmen, da er nur eine Wiederholung der früher wochenlang gepflogenen, aber resultat= Ios verlaufenen Verhandlungen bedeutet, von der ein Ergebnis nicht zu erwarten ist." Damit find die Bemühungen, den Streik, der der gesamten Volkswirtschaft inmensen Schaden zufügt, durch erneute Verhandlungen beizulegen, wieder gescheitert. Die Folge dürfte sein, daß in den nächsten Tagen eine weitere Verschärfung des Kampfes eintreten wird. Achtung, Stuffateure! warnt in einer Zuschrift an uns die deutschen Berufskollegen vor Der Vorstand des Verbandes der Stuffateure in Schweden der Zureise nach Schweden. Das dortige Stukkateurgewerbe leidet unter großer Arbeitslosigkeit. Forderungen der Aushelfer bei den Postscheck- und Verkehrsämtern. Am Freitag und Sonnabend tagte in Berlin eine aus verschiedenen Teilen Deutschlands beschickte Reichskonferenz der im mittleren Beamtendienst tätigen Aushelfer und Aushelferinnen bei den Postsched- und Verkehrsämtern. dag heuer de jet. We aushelfer erhalten ein Zagegeld die wirtschaftliche Lage der Aushelfer wurde ausgeführt, von 7 M. und eine monatliche Teuerungszulage von 110 M. Da die Aushelfer baufmännische Vorbildung haben, so erscheint diese Bezahlung als durchaus unzureichend. Als die Beamten 1000 M. Teuerungszulage erhielten, find die Aushelfer nicht berücksichtigt worden. Die Aushelfer wollen nicht länger Tagelöhner sein, sondern in ein festes Anstellungsverhältnis treten und den mittleren Beamten gleichgestellt werden. Sie erheben Anspruch auf die Siche rung ihrer Existenz. findet eine Bersammlung aller streikenden und ausgesperrten Kollegen im Gerichtszeitung. Ant Eine recht mysteriöse Sache tam in einer Verhandlung vor demt Reichsmilitärgericht zur Sprache, in welcher es sich um die Aufhebung der Schußhaft, die über die Eisenbahnarbeiter Eduard Hinz und Richard Hünice handelte, zur Sprache. Wenn der revolutionärer Ring, der sich im Juni 1919 unter den Eisenbahnern Kaiser aus Holland zurückkehrt, wollte ein sogenannter gebildet hatte, durch Gewaltmaßregeln und Sabotage die Rückkehr verhindern. Die Lokomotiven sollten durch Salzsäure und Sand und Schmirgelpapier unverwendbar gemacht werden. Ein Zeuge, der diesem Ring angehörte, zeigte jedoch die Sache seiner vorgesetzten Behörde an und die Mitglieder des Ringes wurden in Haft ge In den Siemens- Schüdert- Werfen in Spandau nommen. Auch Hinz und Hünice wurden beschuldigt, diesem Ring scheint sich die Situation zuzufpizen. Nach einer Meldung der anzugehören. In der gestrigen Verhandlung beantragte der Militäranwalt, den Haftbefehi aufrechtzuerhalten, da die beiden in Streifleitung sollen dort Reichswehrtruppen mit schwarz- weiß- roten Die Konferenz stellte eine Reihe von Forderungen auf, unter Saft genommenen Personen eine große Gefahr für die Sicher Fahnen eingetroffen sein. Nach der Meldung einer bürgerlichen denen in erster Linie das Mitbestimmungsrecht bei Kündiging, heit des Reiches darstellten. Die Rechtsanwälte Th. Liebknecht Korrespondenz, beren Richtigkeit wir nicht nachprüfen fonnten, ist Entlassung und Einstellung steht. Als Monatsgehalt wird ec- und Dr. Bramo Isaac wiesen jedoch darauf hin, daß die beiden es auf den Siemenswerten zu Zusammenstößen zwischen Streifen- fordert: Für Ledige 400 M. and 80 M. Teuerungszulage, für Ver- Beschuldigten sehr harmlose Menschen seien, die niemals die Abben und Arbeitswilligen gefommen. Die Streifenden sollen verheiratete 480 Mt. in 120 M. Teuerungszulage, für jedes Kind eine sicht gehabt hätten, irgendwie positiv sich an dem Gisenbahnmaterial sucht haben, die Wiederaufnahme der dringendsten Arbeiten zu ver- Sonderzulage von 50 M. Alle an die Beamten zur Auszahlung zu vergreifen. Das Reichsmilitärgericht hob den Haftbefehl auf. hindern. Es sollen dabei die Arbeitswilligen gröblich mishandelt fommenden außerordentlichen Beihilfen und Beschaffungszulagen Der Präsident wies jedoch die Beschuldigten darauf hin, daß sie sind den Angestellten in gleicher Höhe zu bewilligen. Weiter wird fofort wieder verhaftet werden würden, wenn auch nur der kleinste worden sein. Sollte diese Meldung zutreffen, müßten wir die gefordert: 42stündige wöchentliche Dienstzeit, Abschaffung des Sonn- Anhalt dafür sich zeige, daß sie sich an derart verbrecherischen Plänen Vorgänge im Interesse einer ruhigen Entwicklung des Streifs leb- tagsdienstes oder, wo das aus betriebstechnischen Gründen nicht beteiligen. haft bebauern. Ebensosehr, wie von den Sicherheitstruppen die möglich ist, ein freier Wochentag. Ablehnung von Ueberstunden, größte Zurückhaltung gefordert werden muß, muß man auch von durchgehende Arbeitszeit. Für Telephon- und Telegraphenämter den Ausständigen verlangen, daß fie alles vermeiden, was zu einem 38stündige Dienstzeit. Urlaub nach einhalb bis zweijähriger Tätigfeit 14 Tage, nach 2 bis 4 Jahren 21 Tage, nach mehr als vier Einschreiten der Sicherheitsmannschaften Anlaß gibt. Jahren 28 Tage. Die Direktion der A.E.G., Kabelwerk Oberspree, Oberschöne weide, teilt mit, daß die Notiz in der B. 3. am Mittag", laut welcher das Werk militärisch besekt sein soll, nicht zutrifft. Internationale Arbeitersolidarität. Bildungsveranstaltungen. Theatervorstellung. Heute nachmittag 3 Uhr im Kleinen Schauspielhaus, Fajane ftr. 1: Maria Magdalene". Karten find noch an der Kasse Regierungsrat kohler, Vertreter des Reichsarbeitsministe- 31 haben. riums, versprach, die Wünsche und Forderungen dem Minister vorzutragen. Franz Krüger, Vertreter der S. P. D.- Fraktion der Nationalversammlung, sagte, die hier aufgestellten Forderungen halten fich in berechtigten und erfüllbaren Grenzen und sind geeignet, als Grundlage für Verhandlungen der Angestellten mit dem Reichspostministerium zu dienen. Das Verlangen der Aushelfer, in ein festes Anstellungsverhältnis zu treten, ist durchaus gerechtfertigt. Die sozialdemokratische Frattion wird in der NationalversammLung dafür eintreten, daß die Gristenz der Aushelfer rechtlich und wirtschaftlich sichergestellt wird. Volkshochschule Schöneberg. Gelehrte, Aerzte, Technifer, Statistiker, Ernährungstheoretiker, Bolkswirtschaftler, Künstler, Handwerker, überhaupt redegewandte und gut unterrichtete Personen, welche glauben, an einer Boltshochschule mit Erfolg arbeiten zu können, besonders soweit sic innerhalb Schönebergs wohnhaft find, wollen sich an den Dezernenten, Stadtrat kob, Neues Nathaus, Zimmer 166, mit Meldungen und Vorschlägen wenden, damit eine Auswahl getroffen werden kann, die gute Leistungen verbürgt und eine wirkliche Teilnahme aus der gesamten Schöneberger Bevölkerung erreicht wird. Parteipolitit bleibt fern. Wetteraussichten für bas mittlere Norddeutschland bis Montag mittag. Ziemlich mild und zeitweise beiter, jedoch noch vor herrschend mollig oder nebelig bei meist schwachen, größtenteils nordöstlichen Binden; nirgends wesentliche Niederschläge. Man spricht so viel vom Haß der Franzosen gegen die Deutschen. Unter den lassen und zielbewußten französischen Arbeitern ist für ibn so wenig Plaz, wie unter den deutschen Kollegen gegenüber den Franzosen. Das zeigt am besten der folgende Brief, Die Konferenz nahm diese Ausführungen mit Beifall auf. der dem Zentralvorstande des Steinfegerverbandes vom Zentral- Scharf gerügt wurde, daß der Reichspostminister inot dringender tomitee des französischen Bauarbeiterverbandes aus Paris au persönlicher Einladung feinen Bertreter zur Konferenz gesandt, gegangen ist: fondern nur die schriftliche Uebermittelung der Konferenzbeschlüsse anheimgestellt hat. Die Delegierten aus Bayern erklärten sich mit den Forderungen Buchdruckerei und Berlagsanstalt Baul Singer u. Co. in Berlin, Lindenſtr. 3. " Im Namen unseres Zentralfomitees erfülle ich die angenehme Pflicht, Sie hiermit zu unserem nationalen Kongreß einzuladen, LEIPZIGER STRASSE KÖNIG STRASSE ROSENTHALER STR. MORITZ- PLATZ Berantw. für den redaktion. Teil: Alfred Schola, Neuköln; für Anzeigen: Theodor Glode, Berlin. Berlag: Borwärts- Verlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts. Hierzu 3 Beilagen. A.WERTHEIM: Kostümröcke Kostümrock aus praktischem festen Stoff, mit Knöpfen garniert, ver- 2950 schiedene Farben Kostümrock aus graukarier- 3950 tem Stoff, aparte Form m. Tressen Cheviotrock, reine Wolle, fesche Form, mit Knöpfchen- und 9800 Steppereigarnierung.. Damen- Mäntel Damen- Paletot, dreiviertellang, lose Form, Gürtel, hochstellb. Kragen, 8900. weicher Stoff, verschied. Farben Damen- Paletot, dreiviertellang, lose Form mit Gürtel, Kragen, Taschen, reich gesteppt, warmer Winterstoff, 13900 blau, braun, grün. Damen- Kleider Kittelkleid aus guter Pailette- Seide mit Stickerei, in hellen und dunklen 19500 Farben.. Kittelkleid aus Pailette- Seide, jugendliche Form, mit reicher Stickerei 24000 in vielen Farben..... Kittelkleid aus gutem Crepe de Chine mit farbiger Stepperei für junge 29500 Mädchen, in hellen Farben... Kleid aus Crepe Cirquit oder Crepe de Chine, elegante Verarbeitung 34000 mit reichen Hohlsäumen.. Abendkleid aus Crepe Gorgette in hellen aparten Farben mit 34500 farbiger Garnierung... Mantelkleideraus reinen Wollstoffen..... Blusen Sportbluse aus gestreiftem Baumwollstoff, offen und ge- 2950 schlossen zu tragen Bluse aus gestreifter Seide, halsfreie Form Yon 29500 Bluse aus Crepe de Chine, Vorderteil mit Stickered verziert, 6900 jugendliche Form.... VERS AND. ABTEILUNG BERLIN W 9 LEIPZIGER STRASSE Morgenröcke Flauschmatinee, glatte praktische Geisha- Form mit 3500 bunter Stoffblende...... Flauschmorgenrock, hochgeschlossene Form oder mit 7900 Schalkragen.... Flauschmorgenrock mit Stoffblende und Hohllitze.. 11000 Unterröcke Trikotunterrock mit Stoff- 2800 plisseevolant Unterrock aus feinem dunkel gestreiftem Stoff, hoher Ansatz 5400 5500 Bluse aus Pailetteseide, mit rund. Ausschnitt, in versch. Farb. 7900 mit Säumchen. Nr. 50$ ♦ 36. Jahrgang 1. Seilage öes Vorwärts Sonntag, 5. Oktober 1$1$ Deutsche Nationalversammlung. 9. Sitzung, Sonnabend, 4. Oktober. Am Regierungstisch: Erzberger, Bell. Ter Abg. Engelhardt(Dem.) hat sein Mandat niedergelegt. Eine Ergänzung zum Haushaltsplan und die siebente Ergänzung des Besoldungsgesetzes vom Jahre 1999 werden ohne Aussprache dem Haushaltsausschuß überwiesen. Auf der Tagesordnung stehen Bittschriften. Eine Eingabe, die eine unparteiische Aufklärung des Volkes über wirtschaftliche und politische Fragen fordert, wird nach kurzer Befürwortung durch den Abg. Kunrrt(11. Soz.) ebenfalls als Ma- terial überwiesen. Die Zentrumspartei des Kreises Neichenbach in Schlesien führt Beschwerde, daß Angehörige des sozialdemokratischen Textilarbeiterverbar. des die Mitglieder der Gewerk- schaft der Textilarbeiter im Verbände kaiholischer Arbeitervereine terrorisieren, um sie zum Austritt aus dieser Gewerkschaft zu veranlassen. Abg. Sczeponik lZentr.) unterstützt die Eingabe. Jeglicher Terror müsse verworfen werden. Nach kurzer weiterer Verhandlung, an der sich noch die Abgg. Koßmann rZcntr.) und Thiele(Soz.) beteiligen, wird die Eingabe als Material überwiesen. Weitere Eingaben werden nach den Vorschlägen deS Ausschusses erledigt. Eine Eingabe Hamburger Frauenvereine auf Entwaff- nung der Regierungstruppen wird durch die Annahme des Gefcheniwurfs über die Schaffung einer vorläufigen Reichs- wehr für erledigt erklärt, nachdem Abg. Kunert(U. Soz.) alle Frauenvereine aufgefordert hatte, ihre Eingabe erneut einzu- bringen. Eine Eingabe betreffend Gewährung von Ruhegehalt an Beamte mit weniger als zehnjähriger Dienstzeit wird als Material überwiesen. Es folgen Bericht« des Ausschusses für soziale Ange- legenheiten. Dem Bericht des Ausschusses für V o l k s w i r t s ch a ft über die Bildung eines Stick st off syndikats wird zugestimmt. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Nächste Sitzung Dienstag 1 Uhr: Anfragen, Ergänzungs- etat, Haushaltspläne des Reichsministerhums, der Reichskanzlei, des Reichskanzlers, des Reichs- finanzmini st eriums. Schluß 2 Uhr. Der Kampf um öie Kriegsgefangenen. Von besonderer Seite wird uns geschrieben: Die Kriegsgefangenen kehren jetzt in die Heimat zurück, sie werden freudig begrüßt und festlich empfangen, die Hei- mat hat volles Verständnis für ihre ausgestandenen Leiden und ist gewillt, alles zu tun, um ihnen die erlittene Unbill so rasch wie möglich vergessen zu machen. Die verschiedenen po° litifchen Parteien versuchen nun, die Heimgekehrten ihren Zwecken dienstbar zu machen.. Das ist ihr gutes Recht, das wir ihnen gewiß nicht verkürzen wollen. Es kommt nur dar- auf an, welche Mittel bei dieser Propaganda angewendet werden. Die reaktionären Parteien glauben, die Kriegsge- fangenen zum Sturmbock gegen die Regierung verwenden zu können. Sie bauen darauf, daß die Heimgekehrten über die politischen Verhält- nisse in Deutschland nicht genügend infor- miert sind, und diese Unkenntnis glauben siefürihreZweckeausnützenzukönnen. Man hetzt nach Strich und �aden gegen die Regierung, wiewohl man weiß, daß die jetzige Regierung mehr für die Kriegsgefangenen geleistet hat, als jemals früher geleistet worden ist.' Wir glauben nickst, daß diese Hetze den von den Reaktiv- nären erhofften Erfolg haben wird. Aber es ist notwendig, auf die Methode einmal hinzuweisen, die dabei angewen- det wird. Es ist ganz selbstverständlich, daß die jetzige Re- gierung die Gefangenen darüber aufklärt, was für sie geleistet wurde und wie die politischen Verhältnisse in Teutschland sich entwickelt haben. Von der Regierung der- langen, daß sie diese Aufklärung im Sinne der Reaktionäre, der Feinde der Verfassung und der Republik halten soll, ist etwas zuviel verlangt.(Ueber die Anmaßung der Reaktiv- näre geben wir im Anschluß an diesen Artikel eine neue Probe. Red. d.„V.".) Die Regierung treibt keineswegs eine sozialistische Propaganda, diese Propaganda muß der Partei überlassen bleiben-, aber sie hat die Pflicht, die Kriegs- gefangenen darüber aufzuklären, wem sie die ausgestandenen Leiden in der Hauptsache zu verdanken haben. Wenn Wut und Ingrimm die Heimgekehrten ergreift, so darf sich diese Wut nicht gegen die Regierung richten, die sich ihrer in der wärmsten Weise angenonimen hat, sie muß vielmehr gerichtet sein gegen jene Kreise, die das ganze Unglück verschuldet haben, unter dem das deutsche Volk so matzlos zu leiden hat. Wenn es nach den Absichten der Reak- tionäre gegangen wäre, dann hätten die Gefange- nen noch lange warten können, bis für sie die Stunde der Freiheit geschlagen hätte. Gerade diese Parteien sind es gewesen, die verlangt haben, die Re- gicrung solle den Frieden, der durch die Schuld der Kriegs- Hetzer zu einem Schmachfrieden geworden ist, nicht unter- zeichnen. Wäre die Regierung diesem Wunsche gefolgt, dann würden unsere Gegner den Krieg fortgesetzt haben, und das traurige Schicksal der Gefange i? schaft hätte dann weiteren Zehntausenden von Söhnen unseres Volkes blühen können. Diesen Weg'.st die Regierung nicht gegangen, und dem ist es zu verdanken, daß die Gefangenen jetzt in die Heimat zurückkehren können. Verschiedene Organisationen haben sich gebildet, die es sich zur Aufgabe gestellt habejj, den Gefangenen beizustehen. Der Volksbund zum Schutze der deutschen Kriegs- und Zivil- gefangenen, der auf dem Boden der modernen A r b e i- terbewegung stehende Reichsbund der Kriegsbeschädig- ten und Kriegsteilnehmer, die Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener, und andere mehr. Welcher Organisation die Kriegsgefangenen in ihrer Mehrzahl sich anschließen wer- den, das bleibt abzuwarten; aber der Behauptung muß mit aller Entschiedenheit entgegengetreten werden, daß die Be- freiung der Gefangenen verzögert worden wäre, wenn Or- ganisationen, z. B. der V o l k s Jj u n d, ihre Tätigkeit nicht entfaltet hätten. Keine dieser Organisationen konnte es er- reichen, daß die Gefangenen auch nur einen einzigen Tag früher der Heimat wiedergegeben wurden. Die Erfolge, oie erreicht wurden, nuissen zurückgeführt werden auf die rast- lose Tätigkeit der Stellen, die mit der Wahrnehmung der Interessen der Gefangenen betraut worden sind. Der Volksbund prahlt fortgesetzt mit seinen vielen Millionen Mitgliedern, die in der Mehrzahl natürlich auf dem Papier stehen. Zu den Millionenzahlen kommt er nur dadurch, daß er die Angehörigen der Kriegsgefangenen, in weitestem Sinne genommen, als Interessenten ansieht und sie der Zahl seiner Mitglieder hinzurechnet. Wenn die angegebene Mit- gliederzahl richtig wäre, dann müßte der Volksbund eine Jahreseinnahme von 24 Millionen Mark haben, und es wäre die Frage am Platze, was mit diesen ungeheuren Mitteln denn nun eigentlich geschieht. Die Frankfurter„Volks- stimme- veröffentlichte am 18. September einen Artikel, in ivelchem sie auf die Uebertreibungen des Volksbundes hin- weist, insbesondere darauf, daß in der Berliner Zentrale ein Beamtenapparat von nahezu 70 Köpfen sitzt, und daß eine in Deutschland völlig überflüssige Propaganda getrieben wurde, die Unsummen verschlungen hat. Die Frankfurter„Volks- stimme" führt dann in dem Artikel einen Fall an, wonach ein Hilfesuchender vom„Volksbund" glatt abgewiesen wurde mit dem Hinweis darauf, daß dafür keine Mittel zur Verfügung stehen. Es muß aber demgegenüber durchaus anerkannt werden, daß die lokalen Organisationen des „Volksbundes" am Empfang der Kriegsgefangenen sehr fleißig mitgearbeitet haben. Diesen freiwilligen Helfern ge- bührt der uneingeschränkte Dank, der aber natürlich auch aus- gedehnt werden muß auf die Angehörigen anderer Organi- sattonen, die sich in der gleichen Weise betätigt haben. In den letzten Monaten sind nun zahlreiche Briefe von Gefangenen eingegangen, in denen mitgeteilt wird, daß in den englischen und amerikanischen Lagern den Gefangenen verkündet wurde, Deutschland wolle sie gar nicht haben. Daß dadurch unter den Gefangenen eine große Erregung und Erbitterung ausgelöst wurde, ist verständlich. Räch langer Mühe war es gelungen, festzustellen, wie man in den erwähnten Lagern zu der Behauptung kommen konnte. Der Führer des„V o I k s b u n d e s" in Bonn, e in ProfessorBucherer, ist nämlich zu dem engli- schen Oberst Ryan in Cöln gegangen und hat diesem erzählt, die deutsche Regierung tue nichts, um die Gefangenen freizubeko mm e n. Er hat noch hinzugefügt, in den englischen Lagern seien die deutschen Gefangenen gut, in den deutschen Lagern dagegen die engli- schen Gefangenen schlecht behandelt worden. Oberst Ryan hat die Mitteilung dieses deut- schen Professors an den Rat der Alliierten weitergegeben, und diese haben dann die er- wähnte Bekanntmachung in den Gefange- n e n l a g e r n erlassen. Wenn die seelischen Leiden der Gefangenen dadurch unendlich vergrößert worden sind, dann trifft die Schuld diesen übereifrigen Professor. Während die Zentrale des„Volksbundes" das Vorgehen des Professors mißbilligte, hat sich die Leitung des„Volksbundes" in Cöln mit diesem Vorgehen vollkommen einverstanden erklärt. Derartige Vorkommnisse sind im höchsten Grade be- dauerlich, ihre Folgen waren unheilvoll, aber es ist jetzt nichts mehr daran zu ändern. Wir glaubten diesen einen Ausschnitt der Oeffentlichkeit übergeben zu sollen, damit einmal einem allzu prätentiösen Auftreten bestimmter Kreise mit allem Nachdruck und aller Schärfe entgegengetreten werden kann. Unsere Parteigenossen und unsere Gewerkschaften haben die Pflicht, sich mit Herz- lichkeit und Wänne der Heimgekehrten anzunehmen und ihnen zu zeigen, daß sie auf die Seite des Proletariats treten müssen, um geineinfam mit der aufgeklärten Arbeiterschaft den Kampf gegen die reaktionären Strömungen zu führen. Diese Aufklärung wird den Gefangenen zeigen, daß ihre' eigentlichen Freunde in den Massen des deutschen Volkes zu finden sind, nicht aber in jenen Kreisen, die sich der Gefan- genen lediglich zur Durchführung ihrer Volks- und staatsfeindlichen Pläne bedienen wollen. Mehr als bisher müssen unsere Parteigenossen darauf drän- gen, daß sie in den Empfangsausschüfsen beteiligt Werden, sie müssen jeden einzelnen in die Heimat zurückgekehrten Kriegs- gefangenen besuchen, um auf diese Weise eine Propaganda zu entfalten, die im ausschließlichen Interesse der Heimge- kehrten gelegen ist. Wenn unsere Parteigenossen überall in diesem Sinne ihre Schuldigkeit tun, dann wird es leicht sein, die Pläne der Gegner und ihrer bewußten und unbewußte!! Zutreiber zuschanden zu machen. Erregung im Neichsbürgerrat. In welcher Weise die Reakttonäre eine fachliche Auf- klärung der heimkehrenden Kriegsgefangenen über die deut- schen Verhältnisse zu hintertreiben suchen, daS zeigt von neuem ein« Eingabe des sogenannten ,Lk e i ch s b u r- gerrats", gezeichnet Wessel, an den Reichsminister Erzberger. Herr Wessel richtet an Minister Erzberger Sau-Kunft,-Verwaltung unö-Unterricht Von Otto Bartntng,, Bering Diesen Ausführungen eines bewährten Fachmannes geben wir gern Raum, ohne irnZ freilich der Erkenntnis zu verschließen, daß hier auch noch andere Faktoren mit- zusprechen haben. Die Red. Durch den Uebergang der Eisenbahn- und Wasserbauverwal- tung an das Reich bildet sich im preußischen Ministerium der öf- fenÄichen Arbeiten ein leerer Raum; dem schembar starren Res- sortkomplex nicht nur dieses Ministeriums, sondern auch des Kultus- und des Handelsministeriums droht dadurch eine Art von Bergrutsch. In diesen labilen Zustand wirst nun der.Reichsbund deutscher Technik" die Forderung eine» neuen Baumim stettumS hinein. Diese Forderung ist in Fachkreisen nicht neu, und sei de» Tagen der Revolution, die wieder emunal die Hoffnung aus Taten des Staates wachrief, taucht das Bauministerium stets vom neuem in der Diskussion auf. Nun steht«S plötzlich im Bereich praktischer Erwägungen und es wird allerhöchste Zeit, sich mit diesem Problem auseinanderzusetzen, es offen zu vertreten— oder energisch zu bekämpfen. Der Hochbau tu feiner Mischung auJS Technik, Handwerk und Kunst muß sich zunächst vorsehen, daß er nicht in einem Bau- mraisterimn von der Technik Gnaden in den Schlagschatten der reinen Technik gerät. Es geht dabei nicht um Standes- oder Be- rufsinteresse, sondern um di« Sache. Wemr die Baukunst nicht bald die Stelle im öffentlichen Leben einnimmt, vom der aus sie ihre gestaltende, fügende und ordnende Kraft voll einsetzen kann, so wird die gefam-te Kultur unseres Volkes weiter technisiert und weiter industrialisiert und gerät immer tiefer ins Umgestalte, Ungefüge und ungeordnet Se lbstzerstör e r i sche hinein. Also Vor- sicht bei einer Berfchveißuug von Technik und Baukunst in einem Bauministeriuim. Ferner: die Baukunst schafft den Rahmen, ja sie ist letzten SmneS der einzig natürliche Nährboden der bildenden Künste. Eine Neuorganisation, die die bildenden Künste beim Kultus- Ministerium beläßt, die Baukunst einem getrennten Bauministerium Mvetst, wäre verhängnisvoller als keine Organisation. Die bis- herige unfruchtbare Isolierung der bildenden Künste würde ver- ewigt, und zwar gerade in dem Augenblick, da die Krankhaftigkeit dieser Isolierung erkannt worden ist. Endlich: Handwerk»nd Kaakung( i nd nicht trennbar voneinander. Dies bedarf gkücklicherweife heute kaum mehr der Betonung. Di« Baukunst kann nur ans dem Handwerk heraus gesunden, ebenso die bildenden Künste; der geile Trieb.Kunstgewerbe" ist in seiner heutigen Unnatur nur ein Be. weis, wie gewaltsam die Abschnürung des natürlichen SafttriebeS zwischen Handwerk und Kunst war. Andererseits hat die Bau- kunst die Aufgabe, das Handwerk vor Technisierung und Jndustria- ftsicrung zu bewahren, sonst schwindet der Boden für Baukunst und bildende Künste, sonst schwindet jene Humusschicht im Volksmafsiv, aus der allein vielleicht eine neue Kultur ersprießen kann. Am deutlichsten wird die Notwendigkeit, diese Einheit herzu- stellen und entschlossen durchzuleben, beim ErziehungSpro- blem. Im Winter 191S habe ich im Schöße deS Berliner.Ar- beitSrats für Kunst" einige Grundsätze für die gemeinsame Er- ziehnng der Handwerker, Architekten und bildenden Künstler sor- muliert, andere Stelleu haben verwandte Vorschläge gemacht, vom Weimarer staatlichen Banbunse sind praktische Versuche angebahnt; alles zusammen deutet auf einheitliche Erkenntnis einer massiven Tatsache. Neben Eriermrng des Technffch-WissenschaMchen muß die Ausbildung wieber ganz auf die Anschauung die Handübung und die praktffche Erfahrimg der bildenden Instinkte gestellt weiden. Werkstatt und Baustell« treten in den Vordergrund, der Schule bleibt das Schulgemäß«, Begriffliche; der Fachlehrer bleibt auf die Schule beschränkt, im Übrigen sind ausübend« Handwerker und Baumeister die Lehrenden. Denn auch Schulwerkstätten und Lehr- bauten bleiben etwas künstliche und schwindsüchtige Gebilde— in handwerklicher, in künstlerischer und auch in sozialer und wirt- schaftlicher Beziehung. DaS Natürliche ist und bleibt die Ausbil- dung in produzierenden Werkstätten und Baubureau», auf der wftk- lichen nd ernsthasten Baustell«. So wird Können vermittelt, das Sprachmittel der Kunst.(Kunst selbst aber kann niemals metho- bischer Lehrstoff sein. Sie erwächst aus dem Einfluß der Werke and der Person des Meisters auf die Gaben des Jüngers.) Nun wird klar, welche Bedeutung die öffentlichen Bauten für die Facherziehung haben, und wie notwendig es ist, die Verwaltung des Fachunterrichts in sich zu vereinigen und mit der des Bau- Wesens zu verbinden. Das preußische K u l t u s m i n i st e r i u m hat sich im Juli dieses Jahres mit der Erziehung des bildenden Künstlers und des Architekten in«ingehenden Beratungen be- schästigt und schließlich einen Ausschuß von Praktikern gebildet. Aber auch in diesem Ausschutz kommen wir nicht voran, solange der gewerbliche Fachunterricht zum Handelsunnisterium, der Kunst- und Kunstgeverbeunterttcht zum Kultusministerium gehört. jSme Bereinigung dieser Ressort»(wie sie z. B. in Baden al« unerläßliche Voraussetzung der Reform inzwischen vollzogen ist) muß, den gegen- teiligen Pressenotizen zum Trotz, gelingen. ES kann nickt laut darauf hingewiesen tvevden, daß die Beibehaltung der Ressort- trennungen hier eine höchst unzeitgemäße Geld- und Kraftvergeudung, vor allem aber«im vollständig« Vach- Widrigkeit ist. Baukunst, bildende Kunst, Handwerk und also Kunst- Unterricht, Fachschul- und Lehrwesen(klL. auch in der Mittelschule) mit Einschluß des bei den Viagisttaten liegenden Fortbildungsschul- Wesen» bilden eine Einheit, die nur zum größten Schilden der Sache gettennt wird. Fast steht es nun so au», als sollte ein neue» Ministerium diese Einheit herstellen, indem es die Hochbauabtsilung d» Arbeits- Ministeriums, den Rest de» Handelsministeriums und beträchtliche Teile de« KulftlSrnrnisteriumZ in sich auffangt. Was aber entsteht? Eine riefige Zentralstelle zur Erledigung öffentlicher Bauausträge. Fort aber mit aller beamteten Bautätigkeit, /beim Staat wie bei den Gemeinden I Schöpferische Kunst entspringt der Persön- lichkost und niemals Kommissionen oder VerwaktungSa ppara w ren. Der Staat soll für ferne Bauaufgaben steh Meister berufen wie jeder Bauherr, er braucht sie nicht vorher jahrelang in Bureaus auf Eis zu konservieren und— künstlerisch— zu mumifizieren. Diejenigen Staats- und Stadtbauboantten, die innerlich noch am Leben und fchöpferffche Naturen find, fühlen und sagen«» fiibst oder beweisen es durch rechtzeitigen AuSttitt. Den Einzclmi- nffterien und Gemeinden als Bauherren verbleibt die Pflicht der technischen Bauprüfung,-aufficht und-obrechnung, wofür ein kleiner Apparat pflichttreuer Baubeamter völlig ausreicht. Der Grundbegriff vom.Bauen" aber und von der Baukunst als Gesamtkultur mutz im Kultusministerium vertreten sein, nicht so sehr durch eine.Abteilung" alz durch einen Menschen. Nicht um selber zu bauen, sondern um die Bauaufgaben zu erkennen, die Meister für die einzelnen Aufgaben zu wähien, das ganze Schul- und Fachlehrwesen, die gesamte Kunftpflege mit diesem Bau- gedcmken zu durchdringen. WaS also ist das Resultat? Kein neues Bauministe» r i u m, im Gegenteil Auflösung aller Bauten verfertigenden Dienst- stellen, denn sie sind ein Widerspruch in sich. Dagegen Einschmel- zung der Idee vom„Bau" in das Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung. Jetzt ist der Augenblick, daß weitblickend« Männer an entscheidender Stelle sich tatkräftig an die Spitze dieser Geistesbewegung stellen, fang geht die Bewegung über sie hiM-eg, ,, als ben wichtigsten Vertreter der bürgerlichen Parteien in 1 gen" der Herren Dunkelmänner schonen soll. Herr Wessel ter den Internierten. Im Gegenteil, auf die Beschwerde der Regierung" folgende Anfragen: möchte wohl, daß unter den heimkehrenden Kriegsgefangenen eines Internierten darüber, daß Herr Cleinow in seinen Vorträ 2. ob es richtig ist, daß den Kriegsgefangenen bei ihrer Anutnft in der Heimat auf Staatskosten zwei Flugschriften dargeboten werden sollen, die einen unverhüllt fozialdemokratisch- agitatorischen, ja teilweise radikalen(!) Charakter tragen, während jede andere politische Propaganda im Durch gangslager berboten sein soll. Die beiden erwähnten Flugschriften, von denen im übrigen die erste erstaunlich feicht und schundartig ist, tragen die Titel: Was ist in Deutschland geschehen?" herausgegeben von der Reichszentralstelle für Kriegs- und Zivilgefangene, llnseren heimkehrenden Brüdern", herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft für staatsbürgerliche und wirtschaftliche BilDung. Ich glaube fährt die Eingabe des Herrn Wessel fort bei Ew. Exzellenz Berständnis dafür finden zu dürfen, daß solche Maßnahmen das berechtigte Empfinden des deutschen Bürgertums ohne Unterschied der Parteien schwer zu tränken und zu beunruhigen geeignet sind, und einer leberbrückung der unseligen Spaltung in unserem Volt, an der wir doch alle zu arbeiten gewillt sind, neue Hindernisse in den Weg zu legen. Theater der Woche. 1. Ob es zutrifft, daß etwa 30 Redner, welche die heim- ,, Aufklärungsabende" a la Dr. Oberfohren veranstaltet gen das Dreiklaffenwahlrecht verteidigt und den Frieden von Bresttehrenden Kriegsgefangenen in den Durchgangslagern begrüßen werden! Soll die deutsche Regierung etwa die Herren Litowsk als ,, noch zu weich" bezeichnet hatte, daß ferner diese Vorsollen, nur aus den jebigen Mehrheitsparteien ausgewählt, also b. Graefe und Oldenburg- Januschau zum Emp- träge für die Internierten als„ Dienst" bezeichnet worden waren nach parteipolitischen Gesichtspunkten bestimmt sind; fang der Kriegsgefangenen bereitstellen? Selbstverständlich und daß daher eine unzulässige politische Beeinfann eine republikanische Regierung hierzu nur Männer flussung der Internierten stattgefunden hatte, erging brauchen, die auf republikanischem Boden stehen, unter dem 27. Januar 1919 der von Herrn v. Fransech im Aufund nicht Leute, deren erste Arbeit es wäre, die Kriegsgefan- trag des Kriegsministers gezeichnete Bescheid, daß der Erfolg der Vorträge den Erwartungen entsprochen hat", und daß die Vorgenen gegen die Republik aufzubezen. Dasselbe gilt auch von den Empfangsschriften. Zeitpunkt besonders brennenden Fragen bezweďten". träge eine objektive Beleuchtung der zum damaligen Daß sie die Wut des Herrn Wessel und seiner Hintermänner Besorgt ist Herr v. Fransedy nur um das Wohlergehen der Realerregt haben, gereicht den Schriften zur Ehre. Herr Wessel tion! mag sie seicht und schundartig" schimpfen, weil sie die Ereignisse objektiv und nicht in alldeutscher Verzerrung darstellen; von den Kriegsgefangenen find die Schriften bisher mit großem Interesse gelesen worden und die Entrüstung war allein bei den Ehren herren und Ehrendamen Boltsbühne: 5., 12. n.' s Jungferngift", 5. Luther", 6., 8., 10., 13. Die des sogenannten ,, Volksbundes", die großenteils Bürger von Calais", 7., 9.„ Der Schwarzkünstler", 11., 12. Baul Lange und Tora Parsberg". Opernhaus: 5. Tristan und Isolde", 6. Mignon", 7.„ Tiefunter der Maske der Fürsorge für die Kriegsgefangenen land", 8. Bioletta", 9. Gefchloffen, 10. Fidelio", 11., 12. Palestrina", 13." Carnichts als reaktionäre Propaganda unter diesen 7. Minna von Barnheim", 9. Seimat", 10. Egmont", 13. Beer Gynt". men". Schauspielhaus: 5. Die Journalisten", 6., 8., 11., 12. Coriolan", treiben wollen. Deutsches Theater: 5., 9. Samlet", 6. Fauft I", 7. Clavigo", 8. Und das Licht scheint in ber Finsternis", 10., 12. Cymbelia", 11." Othello", 13. Raufmann von Benedig". Kammerspiele: 5., 12. n. ,, Minna von Barnhelm", 5., 7., 9., 11., 13. Die Bitchfe der Bandora", 6., 10., 12. ju", 8. Gespensterfonate". Leffing- Theater: 6., 8., 9., 11., 12., 13. Chrifta, die Tante", 7. Peer Gynt", 10. Liebe", 12. n. Der rote Hahn". Deutsches Künstler- Theater: 6., 7., 8., 10., 13. Das Schloß am Wannsee", 9., 11., 12. Der Blaufuchs", 12. n. Dies irae". Theater in der Königgräker Straße: 5., 12. n. Musit", 5., 8., 10., 12. Rabale und Liebe", 6.„ Erdgeist", 7., 9., 11.„ Kameraden", 13. Traumfpiel". Deutsches Opernhaus: 5., 11. n. Die verfaufte Braut", 5. Troubadour", 6. Schöne Helena", 7. 18." Die Liebe dreier Könige", 8." Der Postillon von Lonjumeau", 9. Siegfried"," 10. Cavalleria rusticana"," Die Schwägerin von Saragoffa", 11. Fledermaus", 12. Hoffmanns Erzählungen".. Schiller- Theater: 5., 12. 1. Bie es euch gefällt", 5., 7., 9., 10. Flachsmann als Erzieher", 6., 8., 11., 12. Biel Lärm um nichts", 18. Der Meineidsbauer". RofeTheater: 5., 6., 8., 9., 11., 12., 13. Kleine Glavin", 7., 10. Maria Magdalena". Täglich. Die Tribüne: Wandlung". Kletues Theater: Helden". Aleines Schauspielhaus:„ Krach". Rombdienhaus: Liselott von der Pfalz". Berliner Theater:" Bummelstudenten". Trianon- Theater: Masterade". Residenz- Theater: Das höhere Leben". Bentral- Theater: Die Faschingsfee". Eben- Theater: u. A. w. g.". Friebrich- Wilhelmstädtisches Theater:„ GretKomische Oper: Liebeszauber". Luftspielhaus: So ein Mädel". Metropol- Theater:„ Sybill". Renes Operettenhans: Die Dame vom Birius". Thalia- Theater: Jungfer Sonnenschein. Theater am Rollendorfplat: Theater bes Westens: Die Frau im Hermelin". Theater Die Buppe" Der Friedrichstadt: Vier Einatter. Walhalla- Theater: Eine Ballnacht". Rasino- Theater:" Großstadtpflanzen". Namens des Präsidiums des Reichsbürgerrats richte ich daher an Ew. Exzellenz das höfliche Ersuchen, nachdrücklichst dafür sorgen zu wollen, daß die Durchführung solcher einseitigen Maßnahmen unterbleibt. Als Redner müßten besonders geeig= nette Männer aus allen Kreisen des Volkes ohne Unterschied der Partei bestimmt werden; jede parteipolitische Schrift propaganda, besonders aber eine solche auf Staatsfosten, muß bei dem ersten Empfang ausgeschaltet jein. Für baldige Rüdäußerung wäre ich Ew. Exzellenz dankbar, damit ich(!) in der Lage bin, der durch vorstehende Nachrichten entstandenen Erregung entgegenzutreten. Wir fordern die Regierung auf, sich durch alles Geschrei offener und verkappter Reaktionäre nicht irre machen zu lassen. Zu der Verfügung des früheren Kriegsministers Reinhard gegen die Verteilung der Schrift ,, Was ist in Deutschland gefchehen?" geht uns noch folgende Mitteilung zu: In der Verfügung heißt es unter anderem, daß, bie von Herrn Oberst v. Fransedy( Dezernent für KriegsgefangenenAngelegenheiten im Kriegsministerium) zu feinerzeit gegen die erwähnte Schrift geäußerten Bedenken unverändert fortbeständen". Die Erregung der Herren vom Reichsbürgerrat wird die Wer ist dieser bedentliche Herr v. Fransedy? Dieser Regierung sehr falt lassen. Hinter diesem Reichsbürgerrat felbe Herr hatte vor einem Jahr keine Bedenken gegen die Entverbirgt sich niemand anders als die Reaktion und Gegen- fendung des allbeutschen und stodtonservativen Herrevolution, und es ist etwas viel von einer republikanischen ausgebers der Grenzboten", Herrn Cleinow, nach der Schwetz Regierung verlangt, wenn sie die berechtigten Empfindun- zum Zwecke der Abhaltung politischer Vorträge un Nr. 650. 0 chen". N. ISRAEL BERLIN C Spandauer Str. 16 Seide u. Samt Gestreifte Seide für Blusen....... Meter Crêpe Georgette in vielen Farben, 100 cm Meter 17.50 39.00 Meter 18.50 Schwarzer Samt 45 cm. Köper- Velvet 50 cm........ Meter Ripp- Velvet 70 cm... 29.00 Meter 39.00 Mantel- Samtu. Plüsch, Gegründet 1815 Wirkwaren Korsettschoner weiß Baumwolle, fein gestrickt, m. lang. Aerm. 13.50 Damen- Hemden gestrickt, Baumw., gelblich, mit langen Aermeln 24.50 Damen- Golfbluse Reinwolle, marine, grün, braun, dunkellila, grau, 31.50 Größe 44 und 46 Reinwoll. 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Sie haben die Aufgabe, unter loyaler Anerkennung ber Pflichten, die sich aus der 8ugehörigkeit zu einem neuen fulturellen Staate ergeben, bte allen Deutschen gemeinsamen Intereffen zu vertreten, z. B. flir die Erhaltung der Mutter Sprache in Kirche und Schule zu forgen, deutsche Kunst und Wissenschaft nach Kräften zu fördern, beutsche Bildung, deutsche Ideale zu pflegen. Die Durchführung dieser umfangreichen Aufgaben er fordert sehr erhebliche Mittel Darum erheben wir unsern Mahnruf an den Opferfinn aller hochgesinnten Deutschen und bitten, freiwillige Spenden zu senden an ble Danziger Privat- tienbank in Danzig. die Offbant für Handel und Gewerbe in Graudenz file bas Ronto ber Sentral- Arbeitsgemeinschaft Dirschau ober an die Raffe der Westpreußischen Provinzial- Arbeitsgemeinschaft in Grandens, Lindenste. 81, IL. Dirichan, im Oktober 1919. Die Zentral- Arbeitsgemeinschaft der deutschen Barteien in dem an Bolen abgetretenen Gebiet. 3. 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Erbställ 325 M., 240 M., 175 M. Nr. 50936. Jahrgang આ Groß- Berlin Das Sprachrohr. Uns wird geschrieben: 2. Beilage des Vorwärts Mit der Aufforderung an eine Voltsmenge, auseinanderzu gehen, ist es so eine Sache. Leute, die demonstrieren von anderen Beschäftigungen war nicht zu reben, horchen nicht auf merksam und still wie die Gläubigen in der Kirche oder wie ererzierende Soldaten. Schon ein paar Reihen weiter hinten tann man weder sehen noch hören, was vorn vorgeht, und die Aufforderung, deren Nichtbefolgung so oft schon zum Waffengebrauch geführt und schweres Unheil herbeigeführt hat, mag selbst mit lautester Stimme vorgetragen sein ste kommt den Allermeisten gar nicht zur Kenntnis. Viele sind darunter, die ihr sonst sicher gefolgt wären. Der Säbel, der haut, und die Flinte, die schießt, die machen im nächsten Augenblick keinen Unterschied zwischen Gerechten und Ungerechten. Es sollte darum für derartige Anlässe jede Abteilung der öffentlichen Macht mit einem Sprachrohr ausgerüstet sein, dessen Anwendung erst die Aufforderung zum Auseinandergehen wirklich zur allgemeinen Kenntnis bringen und das mit durch jedermann befolgbar machen wird. Für die neue Schule. " Sonntag, 5. Oktober 1919 Das Mehl ist übrigens beste helle Ware und zu etwa 60 Proz ausgemahlen; der Preis beträgt 1 M. für das Kilo. „ Ein eigenartiges Monopol. Eine öffentliche Volksversammlung, die sich gestern abend an die Tagung anschloß, galt der Erörterung von Fragen der Gesinnungsumbildung. Stadtschulrat Dr. Buchenau sprach über Sozialpädagogik. Waren wir denn, fragte er, bei Ausbruch des Krieges eine Nation"? Waren wir eine Lebensgemein- Zu der unter diesem Titel gebrachten Notiz bittet uns Herr schaft des Geistes, des Willens und der schaffenden Kräfte, Nach Bergenthal um Aufnahme folgender Berichtigung:„ Es ist richtig, unserem Zusammenbruch kommt es darauf an, diese Kräfte lebendig daß die Badische Obstversorgung in Karlsruhe zurzeit mir allein zu machen. Eine Geſundung des Volkskörpers von innen heraus für Groß- Berlin Obst liefert. Es ist dagegen unrichtig, daß ich ist nötig. Von sozialem Geist, vom Geist der Gemeinschaft durch dieses Monopol" irgendwelchen unzulässigen Gewinn oder hat man in unserem Erziehungs- und Schulwesen bisher nichts Vorteil erstrebt oder erzielt habe. Auf Grund meiner Vorlagen gespürt. Der Mensch wird aber zum Menschen nur durch die Ge- habe ich den Beweis geliefert, daß ich ordnungsgemäß und preismeinschaft: Die zu der Tagung zusammengetretenen Schulreformer wert der Berliner Bevölkerung das Obst liefere. Bei sachver wollen zur Gestaltung der neuen, sozialen Pädagogik beitragen. ständiger Kalkulation bleibt ein Bruttogewinn, welcher den üblichen Von Diese und die Persönlichkeitsbildung sind die Hauptaufgaben des Prozentjab eines soliden Kaufmanns nicht überschreitet. Erziehungswesens der kommenden Zeit. Oberlehrerin Dr. Weg diesem sind die Unkosten, wie Frachten, Mantos, wie sonstige Verscheider Biegler trat ein für die Forderung gemein- lufte abzuziehen. Das Landespolizeiamthat auf Grund samer Erziehung und gemeinsamen Unterrichte einer anonymen Denunziation meinen gesamten Geschäftsbeider Geschlechter. In Deutschland hat man die Forde betrieb kontrolliert, die Bücher, Belege geprüft und festrung bekämpft mit sittlichen Bedenken, obwohl diese in anderen gestellt, daß meine Geschäftsführung durchaus einwandfrei Ländern durch die Erfahrung widerlegt sind. Auch die Sorge, daß ist, so daß die Angaben von Ueberpreisen und Gewinnen von die Mädchen dem Wettbewerb mit den Knaben nicht gewachsen einer Million vollständig aus der Luft gegriffen sind. Sollte es vorwären, ist unbegründet. Die Einheitsschule mit der Einrichtung kommen, daß das Obst zu abnormen Preisen dem Publikum zugevon Wahlfächern wird die Eigenart beider Geschlechter zu ihrem führt wird, so trifft mich dafür keine Verantwortung und entzieht Franz Bergenthal." Recht kommen lassen. Wir brauchen die gemeinsame Erziehung sich das auch meinem Einfluß. auch wegen der sich unaufhaltsam vollziehenden Umgestaltung des Verhältnisses der Geschlechter. Den Schluß der Kundgebung bildete ein Vortrag von Oberlehrer Dr. Kawerau über„ Schule und Bazifismus". Den Gedanken der Völkerverständigung hat die Schule bisher nicht gekannt. Von diesem Geist müßte der Unterricht erfüllt sein. Den Referaten folgte eine lebhafte Diskussion in hauptsächlich zustimmendem Sinne, = Die Kräte heimgebracht! 0 Hierzu ist unsererseits zu bemerken: Herr Bergenthal hat der Redaktion die Belege über seine mit der Obstversorgung abgeschlossenen Käufe vorgelegt. Daraus geht hervor, daß die EinKaufspreise im allgemeinen zwischen 35 und 50 M., seine Verfaufspreise zwischen 45 und 60 m. je Zentner schwankten. Obst, das infolge des Bahntransportes in verminderter Qualität antam und deshalb unter dem Ginkaufspreis verkauft werden mußte, sowie Edelobst, das sowohl im Einkauf wie im Verkauf teurer zu stehen tam, aber auch nur in fleineren Sendungen eintraf, ist dabei nicht berücksichtigt. Da infolge der Hibe große Mengen von Frühobst auf dem Bahntransport verdorben sind, ist es ausgeschlossen, daß die Gewinne des Herrn Bergenthal auch nur einen größeren Teil der Schäzungen unseres Ginfenders betrugen. Dann waren Auf der gestrigen Tagung entschiedener Schulreformer unter den akademisch gebildeten Lehrern und Lehre rinnen knüpfte sich an die ersten vier Referate über Erziehung und Unterricht eine lange Diskussion. Gemeindeschullehrer Hübner Die Verschickung von Großstadtkindern aufs Land hat neben wies hin auf die Notwendigkeit einer Reform auch der ganz unter dem Bann der Berufsvorbereitung stehenden Fortbildungsschule. ihrem unleugbar günstigen Einfluß auf den Ernährungszustand Dr. Ausländer äußerte Bedenken gegen die für die Einheits- leider auch einige nicht erfreuliche Nebenwirkungen schule geforderte Aussonderung der Begabten. Dr. Chahm ver- gehabt. In den Berichten der Berliner Schulärzte finden wir lebwarf überhaupt die Differenzierung nach der Begabung und ber- hafte Klagen darüber, daß die aus Berlin verschickten Kinder aufWir stellen das der Objektivität halber feft. Tatsache bleibt, langte die wirkliche, gleiche, eine Einheitsschule". Dr. Start fällig oft Hautkrankheiten heimbrachten. Das mag fich aus der Lein bersuchte eine Ehrenrettung der Familienerziehung. Frau hygienischen Rüdständigkeit erklären, die auf dem Lande noch viel- daß das Monopol besteht, was im Hinblick auf die allgemeine FreiAdele Schreiber erklärte, die Durchschnittsfamilie werde selbst fach anzutreffen ist. Was aber soll man sagen, wenn fogar bei gabe des Obsthandels mindestens zu beanstanden ist. Die Badische dem Kleinkind nicht gerecht, dessen richtige Erziehung ein wesent- Unterbringung in einem regelrechten Kinderheim solche Dinge Obstversorgung hat dem Berliner Einkäufer Preise abgenommen, licher Bestandteil der ganzen Schulreform ist. Direktor Ziegler vorkommen! Kinder aus Berlin und Vororten waren in diesem die die in Baden gezahlten Obstpreise erheblich über. beklagte den Wettbewerb der Jugendorganisationen, die den Be- Sommer nach Seidenberg in der Oberlausitz verschickt und steigen. Warum das sein mußte, dafür dürfte sich das badische Tatsache ist aber ferner, daß dürfnissen der Jugend entgegenkommen und der Schule nur den einem dortigen Heim in Pflege gegeben worden. Eine in Char- Ministerium einmal interessieren. nadten Unterricht laffen.( Buruf: Die Schuld der Schule!) lottenburg wohnende Witwe, die ihre von einem Wohltätigkeits- in Berlin Obst zu Preisen, die den Verkaufspreisen des Herrn In der Nachmittagssigung wurden Lehrerbildung und Lehrer- berein verschickten Kinder im August in dem Heim besuchte, war Bergenthal entsprechen, im Kleinhandel nicht zu haben war, was es eben die freiheit erörtert. Stadtschulrat Dr. Buchen au forderte in erstaunt, sie verlaust vorzufinden. Ende September entschloß ebenfalls recht bedenklich ist. sich die Mutter, ihre drei Kinder zurückzuholen. Bei einer Be Kleinhändler, die sich an dem badischen Obst gesund gemacht" seinem Referat über„ Lehrerstand und Lehrerbildung sichtigung entdeckte ste zu ihrer großen Bestürzung, daß die haben. Das entspricht auch durchaus den Mitteilungen, die uns dreierlei für die Lehrerschaft: Einheit, Freiheit, soziale Gesinnung Rinder an verschiedenen Körperstellen einen häßlichen Aus von anderer Seite geworden sind. Dem muß entgegengetreten Vom Kindergarten bis zur Universität habe die gesamte Lehrerschaft fich als einen Stand zu fühlen. Was wisse mancher Oberlehrer lag hatten. In einer Charlottenburger Stinderpoliklinik werden. Wer jetzt noch von dem Gegen des freien Obsthandels vom Betrieb des Kindergartens und der Volksschule! Gerade nach erhielt sie von einem Arzt den schriftlichen Bescheid( den sie reden will, ist unbelehrbar. der Seite des Lehrens gebe es nichts Einfacheres als die Tätigkeit ausgelegt hat), daß alle drei Kinder an Kräge leiden Kursus über praktische Betriebsführung. Am 4., 7., 11. und auf der Oberstufe.( Sehr richtig!) Auch der fünftige Volksschul- und einem Krankenhaus überwiesen werden müssen. Da die Kinder 14. November finden Vorträge über. praktische Betriebsführung lehrer müsse nach der gemeinsamen Grundschule die höhere Schule 3 Monate in dieser Sommerpflege untergebracht waren, so ist nicht statt. Bur Abhaltung der Vorträge, die mit Uebungen verbunden und eine pädagogische Hochschule durchlaufen. Gegen- daran zu zweifeln, daß sie sich die Kräße erst dort geholt haben. find, hat sich Genosse Ing. Richard Woldt zur Verfügung gestellt. über den einzelnen Gruppen der Lehrerschaft vom Volksschullehrer Wissen möchten wir, was in dem Heim getan worden ist, die Krankheit Allen Arbeiterräten und Funktionären ist die Teilnahme unentbis zum Universitätsprofessor dürfe es feinen Unterschied zu bekämpfen. Die Kinder sollten dazu angehalten worden sein, sich mit geltlich gestattet. Zur Regelung der Teilnahme ist es unbedingt in der Wertschäßung geben. einer Salbe einzureiben und dabei einander zu helfen. Das könnte erforderlich, daß die Anmeldungen unter Angabe von Name, Unterstaatssekretär a. D. Dr. Baege erörterte die Frage der es erllären, daß sie einander angesteckt haben. Ist die Krankheit Wohnung, Betrieb spätestens bis zum 12. Oftober an uns eingeauf die oben erwähnten drei Kinder beschränkt geblieben? Das pädagogischen Professuren, Hochschulen und Fakultäten. Nur zu sehr werde die Pädagogik an den Uni- Heim soll mit mehr als 50 Kindern belegt sein, so daß eine Weiter- fandt werden. Vollzugsrat der S. P. D. und D. P. D. Fraktion, versitäten noch immer unterschätzt. Demgegenüber feien pädago- dortige Aufsichtsbehörde, die fich gewiß um das Heim geverbreitung von Hautkrankheiten leicht möglich wäre. Hat die Lindenstr. 114 v. I. t. Prolat. Fischer. gische Fakultäten und womöglich pädagogische Hochschulen zu for- fümmert haben wird, Kenntnis von diesen Krägefällen? Dieselbe dern. An ihnen müsse auch die Pädagogik als Gesellschaftswiffenfchaft gepflegt werden. Den pädagogischen Hochschulen rage richten wir an das Berliner Jugendamt, das dieses feien praktische Uebungs- und Versuchsschulen anzugliedern. Heim gleichfalls aur Unterbringung von Kindern benutzt hat. Ein Referat von Oberlehrer Dr. Karsen behandelte die Verfassung der Behrerschaft". Er forderte ftatt der Verwaltung von oben die Selbstverwaltung durch Lehrerkollegium und Lehrerkammern und durch follegiale Behörden. Alle Schulen sind dem Staat unterstellt. In der Diskussion wurde von mehreren Rednern freudig begrüßt, daß die Kluft zwischen Boltsschullehrern und Oberlehrern ausgefüllt werden soll. Die Forderung wissenschaftlicher Vorbildung auch des Volksschullehrers wurde begründet mit der Notwendigkeit einer Durchgeistigung aller Erziehungsmaßnahmen. Ein Lehrer aus Hamburg wies darauf hin, daß dort vieles von den auf dieser Tagung aufgestellten Forderungen bereits erreicht sei. Dort habe man eben, anders als in Preußen, den Moment zur revolutionären Aktion erfaßt". 841 Heute wird die Tagung fortgefekt. Erleuchtung. Roman von Henri Barbusse. Berdeutscht von May Hochdorf. Ungerechtigkeit! Du künstliches und schlecht verankertes -- Abstimmungsberechtigte aus Oberschlesien, Ostpreußen, Westpreußen und Schleswig, füllt am Mittwoch die Fragebogen, die den Haushaltslisten für die Volkszählung beigelegt find, vollständig aus! Eine Wettfahrt zweier Kraftbroschken mitten durch die Stadt. erregte gestern einiges Aufsehen. Es handelte sich um die VerDas Ende der ausländischen Weizenmehlzufuhren. folgung von Kofferschwindlern, die auf dem Anhalter Bahnhof Nach einer den Gemeindeverbänden zugegangenen Mitteilung einem Reisenden mehrere Koffer, die über 45 000 M. Wertsachen des preußischen Landesgetreideamts find die Zufuhren an Auslands- enthielten, geraubt hatten. Am Alexanderplatz wurden die Diebe getreide und Auslandsmehl in der legten Zeit äußerst gering ge- eingeholt und der Polizei übergeben. Die Verhafteten sind die wesen, so daß die fleinen Vorräte an ausländischem Weizenmehl, Händler Chaim Schloffer und Ignaz Miekelmann aus Lodz, die bas bisher als Kochmehl verteilt worden ist, jetzt völlig erschöpft in der Dragonerstraße wohnen und ihre Beute dorthin schaffen find. Weitere nennenswerte Ankünfte sind für die nächste Zeit nicht wollten. zu erwarten. Um daher der versorgungsberechtigten Bevölkerung Kochmehl zuführen zu können, muß auf die Vorräte an Zerealienmehl" zurückgegriffen werden. Unter Berealienmahl ist Roggen, Bu diefer Notiz schreibt uns die Reichsstelle für Gemüse und Gersten- und Maismehl zu verstehen. Die Gemeindeverbände und Obst: Gemeinden, die größere Bosten Auslandsmehl zu erhalten haben, Der Verein gegen das Bestechungsuntvesen" hat gegen den werden in der Regel zur Hälfte mit Roggen, zu einem Viertel mit| früheren Prokuristen der Reichsstelle für Gemüse und Obst Hans Gersten- und zu einem Viertel mit Maismehl beliefert werden. Plate, der zugleich Agent der Allianz" war, sowie gegen den be" 1 Million Beftechungsgelder. " Ich spreche zu Marien von alledem. Sie wird mehr von| schon dunkel und verworren all diese Wahrheit geahnt hätte, der Schärfe meines Tones betroffen als von der Beweiskraft die so schön anzusehen ist und so lieblich in Worte zu fassen. meiner Worte. Sie antwortet nur schwach:„ Wirklich? So Doch sie unterbricht sich wieder und sagt:„ Man wird wird es wohl sein." Aber dann schüttelt sie mit dem Kopfe immer ein Mittel finden, um die Wahrheit zu verhüllen." und sagt:„ Stammt nun das Sittengefeß, von dem Du und endlich sagt sie: Ja, das wäre vielleicht die Gerechtig sprichst, nicht auch aus der Ueberlieferung?" feit, aber man wird doch nicht dahin kommen. Plötzlich kommt viele bunte Bewegung dort unten in das ,, Nein, es ist das selbstverständliche Naturgesek, nach dem Recht, Du Königstum ohne Vernunft, Du Feenmärchen, das sich das Algemeinwohl regeln muß. Jedesmal, wenn es um Tal. Am Abhang marschiert ein Regiment vorbei, das zur Raserne zurüdfehrt. Es ist ein neues Regiment mit seinen unverhoffte Kronen auf Häupter niederlegt, die nichts davon das Allgemeinwohl geht, schafft sich dieses Naturgesetz seine Kaserne zurückkehrt. Es ist ein neues Regiment mit seinen ahnen, das ist das Erbrecht! So weit muß man vordringen, neuen und vernünftigen Bestimmungen. Es ist durchsichtig neuen Fahnen. Das Banner schwingt an den Talwänden entman muß einen geraden Schacht bohren und die Finsternisse und makellos. Es enthüllt sich bis auf seinen Urquell. Die lang und inmitten der langen Menschenreihe. Die Fahne auflichten und hineintreffen in das ungeheuerliche Recht, das Quelle dieses Gesetzes ist die Vernunft selber, und die Gleich- rauscht und flattert über die verstaubten hellen Büsche, und noch für die Toten gilt! Die Auslieferung des Reichtums und der Macht, die den heit, um die es geht, ist dasselbe wie die Vernunft. Dies ist schon funbelt so etwas wie ein Schlachtennebel auf. UnwillErben von den Toten zugesichert wird, läßt sich nicht mit der eine Wohltat, jenes ist ein Uebel. Die Ueberlieferung schreibt fürlich reden wir uns über den Wegrand hinüber; da die Vernunft und der Sittlichkeit vereinbaren. Allein den Leben keinerlei Wohltat vor. Reichtum und Macht müssen erworben Fahne vorbeigetragen wird, zittert mir die Hand aus der GeVernunft und der Sittlichkeit vereinbaren. Allein den Leben werden. Man darf sie nicht fertig hinnehmen. Die Idee wohnheit, das Banner zu grüßen. Aber ich bleibe doch unbeden gehören die Gesetze der Kraft, des Reichtums und des den gehören die Gefeße der Kraft, des Reichtums und des Lebens. Jeder darf nur in dem allgemeinen Schicksalsbereiche Lebens. Jeder darf nur in dem allgemeinen Schidsalsbereiche der Gerechtigkeit muß bei jeder Gelegenheit neu aufgebaut weglich und grüße nicht. Es ist genau so wie vorhin, da mich die Stellung einnehmen, die allein seiner Arbeit gebührt und werden, es darf niemals als fertig bingenommen werden!" die erhobene Rechte des Bischofs nicht veranlassen konnte, den Ropf zu beugen. Das alles sage ich. nicht vom Zufall bestimmt wird. Der Zufall, das ist auch die Ueberlieferung! Der Zufall Maria hört mir zu. Sie überlegt. Dann meint sie: ist keine vernünftige Fügung, et ist das Gegenteil. ueber- Man würde nicht mehr arbeiten, wenn man den Seinigen lieferung, das ist die künftige Verlötung der Gegenwart an nicht etwas hinterlassen könnte." Aber sogleich macht sie sich den Block der Vergangenheit. selber Einwände: Nein, das stimmt wohl nicht." Nur im Gebiete der Wissenschaft und ihrer Anwendung, Sie führt Beispiele an, nur Beispiele aus unserer nächsten und manchmal in den praktischen Künsten darf die Ueberliefe- Umgebung: dieser, jener. Die Aussicht auf Gewinnst rung Gefeßeskraft beanspruchen. Dort nur ist es vernünftig, oder Macht oder auch nur die starke Arbeitsbegeisterung und das schon Geschaffene aufzustapeln. Doch diesen angesam- die Lust, etwas Neues zu schaffen, sie reichen schon aus, damelten Vorrat praktischer Erfahrung auf die herrschenden mit sich die Menschen bemühen. Und ferner, dieser große Sonderrechte der Allgemeinideen der weltlichen Macht oder Umschwung würde auch die fruchtbar Arbeitenden weniger des Reichtums, all dieser künstlichen Schutzgötter, übertragen hemmen. Nur die vorzeitig reich Gewordenen, die ihren wollen, das würde eine ungeheure und gewaltsame Gleich Reichtum von der Erde aufraffen, würden faul werden und macherei bedeuten. Das würde die wirkliche Gleichheit im bleiben. Verändert würde auch das Los dessen, der mit 20 Reime erstiden und die Menschenordnung in ihren Wurzeln Jahren schon an Erschöpfung hätte eingehen müssen. Veruntergraben. Das Erbrecht, diese faßbare, diese greifbare Ge- schvinden würden derart zahlreiche, schändliche und unbestalt der Ueberlieferung, berteidigt sich allein durch die Ueber- streitbare Beispiele der Ungerechtigkeit und auch all das lieferung von alten Grundsäßen und Glaubenssäten. Der Komödiespielen, das mit pomphaftem Aufwand von falscher Mißbrauch verteidigt sich mit dem Mißbrauche. So geht es Neigung und Liebe um die Erbschaften, um die Erben und ins Unendliche. Und darum, weil diese Verfettung niemals Erbinnen aufgeführt wird. Verschwinden würden endlich all gesprengt worden ist, halten einige Menschen, gegen alles diese Schändlichkeiten. Schimmelt doch schon Verwefung auf Recht der Urwahrheit, in ihren Händen die Macht über die den Seelen, die sich allzu lange und allzu gehorsam solchem Massen aller Menschen, Getue unterwerfen, Maria erbitt fich ein menig, als ob fiel Maria ruht sich wieder ein wenig aus. Ich gehe noch einige Schritte für mich und dente weiter nach. Ich erinnere einige Schritte für mich und denke weiter nach. Ich erinnere mich noch einmal an die Gestalt des Feldwebels Marcassin, von dem eben die Rede gewesen ist. Er war mit seiner wütenden Gläubigkeit und trotz seines Gehorsams vor der leeren und abgebrauchten Form der lautere Held. Mir ist, als befrage ich ihn:„ Glaubst Du an die Schönheit und an den Fortschritt?" Er weiß es nicht. Er antwortet nur:„ Nein, ich glaube nur an den Ruhm des französischen Namens." Glaubst Du an die Hochachtung, die das Leben verlangt? Glaubst Du an die Würde, die in der Arbeit ruhen muß, glaubst Du an die Heiligkeit, die vom Glücke versichert sein muß?" Nein!" Glaubst Du an die Wahrheit und an die Gerechtigkeit?"" Nein, ich glaube nur an den Ruhm des französischen Namens!" " H Die Idee des Vaterlandes. Ich habe es niemals gewagt, mich Aug um Auge mit dieser Idee zu messen. Jezt halte ich in meinen Gedanken und in meinem Gange ein. un, alfo das ist auch noch zu lösen? Meine Vernunft ist ebenso ehrlich wie mein Herz. Sie hemmt mich noch nicht bei meinem Weiterschreiten, o, das ist auch noch zu lösen. Gorti. folat) Jugendveranstaltungen. treffenben Direktor ber Allianz Strafantrag wegen Beftechung 1 Lichtenberg. 150 Gramm Sago( 87), 150 Gramm" Subben( 88). I orbnung: 1. Geschäftlichés. 2. Bortrag des Genoffen Brge!:„ Die gestellt. Der Verein macht dabei Angaben, die nicht ganz den 150 Gramm inland. Erbsen( 89), 250 Gramm Maisfabrikate( 90). Auf Grenzen des Bissens". 3. Verschiedenes. Beiträge werden tassiert. Gäste Tatfachen entsprechen. Daß die Reichsstelle für Gemüse Urlauberkarten: 150 Gramm Nährmittel und 250 Gramm Marmelade. Für haben Zutritt. Borsigwulde. Genoffin Todenhagen spricht Donnerstag über, Die und Obst für ihre Transportversicherungen nur die„ Allianz" Her- beimgelehrte Striegs- und Zivilgefangene: 250 Gramm ausländische Hülsen. früchte( 1c bis 6c). Frau in der neuen Verfassung". angezogen habe, ist nicht richtig. Sobald das VersicherungsFriedrichsfelde. 150 Gramm Graupen( 88), 500 Gramm Hülsengefchäft der Reichsstelle einen größeren Umfang annahm, find zu früchte( Y), 250 Gramm Maisgries( 90), 1 Beutel Feldzwiebac( 34), Roßerst bier, später sechs Versicherungsgesellschaften herangezogen fleisch( 5), 250 Gramm inland. Marmelade( 89). worden. Es erscheint deshalb im Hinblick auf die hier bekannten Brämienumfäße ausgeschlossen, daß die Provisionen des Herrn Plate die in den Beitungen angegebene Höhe erreicht haben fönnten. Unter allen Umständen begrüßt die Reichsstelle bas gerichtliche Vorgehen, damit in dieser Angelegenheit völlige Klarheit geschaffen wird, mit ungeteilter Ruftimmung. Mit diefer angeblichen Richtigstellung hat die Reichsstelle im wefentlichen die Angaben des antlagenden Vereins bestätigt. Eine sehr verschämte Ausrede ist darin zu suchen, daß man die Höhe der angegebenen Provision für ausgeschlossen hält. Macht es der Reichsstelle folche Schwierigkeiten, inzwischen diese Provisionssumme festzustellen? Bolt und Zeit", unsere illustrierte Wochenschrift, erhalten die Groß- Berliner Abonnenten mit diesem Blatt. Holländische Handelskammer für Deutschland. Die anläßlich der Berlegung der Nederlandschen Kamer van Koophandel voor Duitschland anberaumte öffentliche Versammlung der am deutsch- holländischen Handel interessierten Streife findet am Dienstag, nachmittags 5%, Uhr, im großen Saale der Handelskammer, Berlin, Dorotheenstr. 8, statt. Der Gaspreis für Monat Dftober beträgt bei Entnahme durch den Bribatgasmesser 55 Pf. pro Kubikmeter. Bet Entnahme durch den Automaten wird ein Buschlag von 42 Pf. pro Rubikmeter erhoben. Ein Ausstellung zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten wird voraussichtlich von Mitte Dftober ab in den Ausstellungshallen am Lehrter Bahnhof der allgemeinen Befichtigung zugänglich sein. Groß- Berliner Lebensmittel. Brotkarte Stichwort: Erde. Berlin. 3 Pädchen Milchfüßspeise( 82). Anmeldung vom 5. 61s 8. Ditober. Für Kinder bis zum 3. Lebensjahr auf mit Novembermilchkarte zur Ausgabe gelangte Bezugsscheine 1 Pfd. Kindergerstenmehl. Jm Brottommiffionsbezirk 14, 15 und 19 Safe. Auf Kinderkarte OI eine Büchse Kondensmilch, O II/ Liter Vollmilch. Anträge auf Bewilligung von Petroleum müffen bis 8. Oktober bei den Brottommisfionen abgegeben werden.- Anträge auf Erteilung von Bezugsscheinen zum zentnerweisen Bezug von Kartoffeln vom Erzeuger find im Bureau der Kartoffelversorgung, Schidlerstr. 7, werttäglich von 8-3, zu ftellen. Charlottenburg. Auf allgemeine Groß- Berliner Lebensmittellarte: 300 Gramm Graupen auf Abschnitt 81 vom 10. bis 18., 250 aust. Maisfabrikate auf Abschnitt 85 vom 10. bis 18., 150 Gramm Sago auf Abschnitt 88 bis 11. Ottober. Auf Einfuhrzusaglarte: 190 Gramm Margarine auf die Abschnitte O 17 bom 6. bis 12. Oftober, 250 Gramm aust. Weizenmehl auf die Abschnitte J 19. Auf die Charlottenburger rote Nahrungsmittellarte bis 11. Dftober: 250 Gramm Marmelade auf Abschnitt 252, 250 Gramm Suppen auf Abschnitt 253. -U Wilmersdorf. Hauslisten für die Bestellung von Winterkartoffeln müssen bis spätestens Dienstag an die Brotkommission zurüdgegeben werden. 250 Gramm ausland. Kartoffelstärkemehl( 86), 150 Gramm Graupen( 88), 150 Gramm Reis( 87), Weizenmehl( K 20 und L 10). Für werdende und stillende Mütter Malzertraft, Breißelbeeren, Eispulber, für werdende Mütter im 4. bis 6. Monat fondenfierte Vollmilch. Für Krante Eier( 41). Für Striegsbeschädigte 2 Kilogramm Nährmittel. Bezugsschein dafür im Lebensmittelamt. Lankwitz. 250 Gramm Hülsenfrüchte( 75), 150 Gramm Nudeln( 87, 88), 125 Gramm Startoffelscheiben( 9), 5 Pakete Puddingpulver( 10), 250 Gramm Maismehl( 11), 500 Gramm Graupenmehl( 12). Neukölln. 300 Gramm inländische Hülsenfrüchte( 79). 150 Gramm Graupen und 150 Gramm Nudeln( 80), 250 Gramm Marmelade( 71), 750 Gramm Auslandsmehl. Für Kinder vom 3. bis 4. Lebensjahr 2 Büchsen Kondensmilch, für Kinder im 5. und 6. Jahr eine Büchse Malzettratt Hersbt und Winter 1919 und Kinder( 4). Tegel. 250 Gramm Graupen und 250 Gramm Nudeln( 83), 250 Gramm Marmelade( 84), 100 Gramm Kartoffelstärkemehl und 500 Gramm Kuchenmehl( 85). 250 Gramm Kunsthonig für Jugendliche Friedrichshagen. 125 Gramm Graupen( 46), 125 Gramm Kartoffelstartemehl( 47). 7 Bfb. Kartoffeln( 41a- c). Nowawes. 150 Gramm Graupen( 88), 250 Gramm Suppen( 39), 250 Gramm Pflaumenmus( 40), 250 Gramm Maisgries( 41), 2 Bafete Milchsüßspeisen( 14). Groß- Berliner Parteinachrichten. Angestellte! Beamte! Linksradikale versuchen im Bureau und in der Werkstatt jeben Zentraljugendheim. Heute geschlossen. Herbstfeler Blücher. fäle, Blücherstraße, abends 6 Uhr, Einlahlarte 75 Pf. Anschließend Tanz. Konferenz der Jugend Betriebsvertrouenslente. Mittwoch, 7 Uhr, Jugendheim Lindenstr. 3, 2. Hof, I. III. Bortrag, Gen. Stein. berg: Taylorsystem. Kein Betrieb darf fehlen. Lichtenberg. Heute Sonntag, 5. Oftober, Schulentlassungs. felir, nachm. 3 Uhr, Jugendheim, Parlaue 10. Die schulentlassene Jugend nebst Eltern eingeladen. Kaulsdorf. Schulentlassungsfeier, nachm. 5 Uhr, Jugendheim Adolfftraße. Arbeitereltern find herzl. eingeladen. Mahlsdorf. Mittwoch, 7 Uhr, Schulenflaffungsfeier im Jugendheim, Schule Walderfeestraße. Unterhaltungsabend, Lokal Niederschöneweide. Heute 6 Uhr: Hilscher, Berliner Straße, Ede Fennstraße. Kollegen, der das Ziel und den Weg unferer Partei offen und ehr Vorträge, Vereine und Versammlungen. lich bertritt, zu terrorifieren. Kein Mittel wird von denen gescheut, bis zur Entlassung oder Nichteinstellung wird getrieben. Angestellte und Beamte, schützt Euch nach dem muftergültigen Beispiel der Handarbeiter. Wählt in jedem Bureau Kollegen als politische Vertrauensmänner. Sendet baldigft Adreffen an den Sozialistischer Aerzteverein. Sigung 6. Oktober, 7 Uhr, int Deutschen Zahnärztehaus, Bülowstr. 104, Richterzimmer. Tagesordnung: 1. lleber die Schulärztefrage. 2. Ueber die Drganisation der öffentlichen Gesundheitspflege im zukünftigen Groß- Berlin. Gäste willkommen. Homöopath. Verein Hahnemann. Dienstag, 8 Uhr abends, in Rowers Festfäle, Elisabetbkirchstr. 14: Bortrag des Herrn San.- Rats Müller über „ S. P. D.- Werbeausschuß für Angestellte", Bellevueftr. 7. Die Homöopathie nach dem Striege". Gäfte find herzlich willkommen. Reichs bund der Kriegsbeschädigten. Bez. Often 12. Dienstag 7 Ubr 2. Abt. Morgen abend 7 Uhr bei Schirm, Charlottenstr. 7: Funktionär Versammlung in der Viehhofsbörse, Eldenaer Str. 37. Bezirk 4. Süden. Sizung. Bezirksversammlung der Kriegsbeschädigten am 8. Oftober fällt 2., 5.- 8. Abt. Heute 6 1hr, Blücherfäle, Blücherstraße: Gerbitfeter. aus. Bezirksversammlung der Hinterbliebenen Dienstag, den 7. Oktober, Das Programm wird ausgeführt von Mitgliedern des Bereins Arbeiter bei Schwachenwald, Gneisenauftr. 72.- Bezirk Wilmersdorf. Mits jugend, anschließend Tanz. Einlaßlarten 75 Bj. gliederversammlung am 9. Dtober, 8 Uhr, Wilhelmsaue 24, Ede Uhland13. und 14. Abt. Besichtigung der Erziehungsanstalt Lindenhofstraße. Besonders find die heimgelehrten Gefangenen eingeladen. Mitin Lichtenberg am Montag. Treffpunkt 1,3 Uhr Endhaltestelle der Linie 64. glieder, welche die Bollshochschule besuchen wollen, erhalten Hörerfarten zum 25. Abt. Montag abend, 7, Uhr, bei Eichler, Gollnowstr. 13: Borzugspreis im Rathaus, Bimmer 38. Bezirk Charlottenburg. Sigung der Parteifunktionäre und Betriebsvertrauensleute. Morgen, vormittags 4,10 Uhr: Bezirksversammlung im Boltshaus; Mittwoch: Hinterbliebenenversammlung tm Botal von Stallmazel, Beftallogiftr. 78, abends 8 Uhr. Mitgliedstarte legitimiert. Neuaufnahmen finden dortselbst statt. Versammlung aller Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen des Siemens. Konzern Montag nachm. 4 Uhr im Artushof", Berleberger Str. 26. Die Berliner Elektriter. Genossenschaft, e. G. m. b. S., Geschäftsstelle Lichtenberg, Rittergutstr. 24, balt Donnerstag, den 9., abends 5%, Uhr, im Lokal von Hummel, Sophienstr. 5, eine außerordentliche Generalversammlung ab. Lages ordnung: Bericht des Borstandes, Wahl eines Beißigers, Genossenschafts. angelegenheiten. Mieterbund Groß- Berlin, Ortsgruppe Neukölln. Donnerstag, 7 Uhr, im Starlsgarten( pricht Rechtsanwalt Dr. Hans Meher über Wohnungswucher und Höchstpreise. 33. Abt. Dienstag, 74, br, bei Gillwaldt, Putbuser Str. 24, Nef. Genosse Stähler, Thema:" Dichterabend". 42. Abt. Mittwoch, 8 Uhr, bet Sturm, Sprengelftr. 40, Ref. Genoffin Todenhagen, Thema: Die Frau in der neuen Berfaffung." Arbeitsgruppe Süd- Westen, 2.- 8. Abt. Donnerstag, abends 6%, Uhr, in der Aula der VI. Realschule, Belle- Allianceftr. 80: Allgemeine Konferenz der Funktionäre, Betriebsvertrauensleute und Arbeiterräte. Die grüne Starte legitimiert! Achtung, Genoffinnen! Groß- Berliner Frauenkonferenz Mitt woch, 4%, Uhr, im Festsaal des ehemaligen Herrenhauses, Leipziger Str. 3. Tagesoronung: 1. Bortrag ber Genoffin Bohm- Schuch über die Verfassung der Deutschen Republik. 2. Aussprache. 3. Wahl einer Delegierten in den Barteiausschuß. 4. Ergänzung des Bezirksbildungsausschusses durch eine weitere Genoffin. 5. Verschiedenes. Moabit und Hansaviertel. Montag, 7%, Ubr, in den Arminius. ballen, Bremer Str., Ref. Genoffin Lodenhagen, Thema: Was bringt der Sozialismus den Frauen?" Funktionäre des Siemens- Konzerns. Morgen nadm. 3, 1hr im Rotal zur Schleuse, Siemensdamm: Konferenz der S. P. D.- Funktionäre. Mitgliedsbuch legitimiert. Eisenbahner- Werbeansschuh. Sthung Montag fällt aus. Lichtenberg. Morgen, abends 7 Uhr, im Lokal von Sturlowsti: Ordentliche Funktionärfonferenz. Stralan. 8 ablabend Dienstag, 1,8 hr, bei Bollenbach. Mariendorf Südende. Montag, abends 7%, Uhr, bei Hoch, Mariendorf, Chausse estr. 44: Sigung des erweiterten Borstandes des Wahlvereins. " Hermsdorf. Mittwoch, 8 Uhr, bei Böttcher, Waldsee Ede Berliner Straße: Bersammlung. Bortrag: Die weltliche Schule. Referent: Gen. Rudolf Neunzig. Eggersdorf( N.-B.). Mittwoch, 8 Uhr abends, bet Catholy: 8ahl abend. Gäste willkommen! Nowawes. Mittwoch 8 Uhr, im Lokal Deutsche Festfäle", Wilhelmftraße 41/43: Bersammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins. Tages Briefkasten der Redaktion. -W S. B. 5. Die öffentliche Anpreifung ist untersagt. G.$. 233. 1. Nein. 2. Im Geses nicht vorgeschrieben, jedoch tönnten ortspolizeiliche Borschriften bestehen. 3. Nur dann, wenn die Nachbarn in threm Befit geftört find und diese Befitstörung nachweiſen tönnen. P. G. 1030. Ihre Darstellung gibt nicht genügende Klarheit. Sie wenden sich am beften an einen dortigen Rechtsanwalt. J. 8. 101. Fragen Sie einen Notar, da die Beträge für die Gemeinden verschieden sind, auch mur berechnet werden fönnen nach Feststellung des früheren Erwerbs. preises. Stowe. Klage ift aussichtslos, falls fich der Bächter nicht zum Rüdtransport bereit erklärt hat. Khn. Es muß gezahlt werden. 1819 5.. Pharus- Verlag, Berlin, Lindenstr. 3. R. R. 77. Der Laubentolonift", Berlin; Brattischer Ratgeber im Dbft- und Gartenbau", Frankfurt a. 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Auch bei der Schiffsmaschine tann von der Kohlenber. gafung Nutzen gezogen werden, indem die hier abfallenden Treib. öle zum Antrieb von Explosionsmotoren ausgenutzt werden. Die bisher angestellten Versuche sind sehr erfolgversprechend ausgefallen, und insbesondere die Leistungen unserer U- Boote haben erwiesen, daß der Explosionsmotor eine ebenso zuverlässige Schiffsmaschine ist wie die Dampfmaschine. Mit der In einer Kleinen Stizze über den.ll rteer" habe ich hier früher auf die unglaublichen Verschwendungen hingewiesen, die mit der Aber auch die Verfeuerung von Rofs zwingt noch dazu, große einfachen Verbrennung der Kohle verbunden sind. Von dieser Ver- Verluste in Kauf zu nehmen, die durch die Einführung von Gasschwendung wird man so lange nicht loskommen, als man die Kohle feuerung ganz enorm eingeschränkt werden könnten. Die Gaslediglich als„ Brennstoff" betrachtet, anstatt fie als„ Rohstoff" für feuerung ist ohne weiteres anwendbar bei allen ortsfesten DampfDie Verfeuerung von Steinkohlen zum Zwecke der Elektrizitätseine ganze Reihe unserer wichtigsten Industrien anzusehen. Der fesseln; in der Metallurgie bei allen Schmelz-, Muffel- und alte, aber längst als unsinnig erkannte Zustand ist die Berfeuerung Flammenöfen; in Glasfabriken zur Beheizung der Wannen und versorgung muß generell unterfunden werden, was auch keinerler Gerade die Glektrizitätsmerke unferer Kohlen unter den Dampfteffeln oder im Hausbrande. Da- Wärmeöfen; ebenso in der ganzen beramischen Industrie zum Bedenten unterliegt. bei erhalten wir zwar Wärme und Kraft, aber in einem geradezu Brennen von Zement, Ziegeln, Ton- und Porzellangefäßen usw.; können sofort von der Steinfohlenfeuerung zur Koksfeuerung überlächerlichen Verhältnis zu der Gesamtmenge der in der Kohle auf- in der chemischen Industrie und schließlich bei der Raumbeheizung, gehen. In der weiteren Folge aber kommt die Elektrizitätsgespeicherten Energie. Mit den entweichenden Rauchgasen entlassen vor allem dort, wo einzelne Räume wie Kirchen, Restaurants, Ver- erzeugung mit Explosionsmotoren in Betracht, die wir dafür den Hauptteil dieser Energiemenge ungenüßt in die Luft sammlungsfäle, Schulen, Bureaus usw. nur während weniger um so weniger Schwierigkeiten macht, je mehr auf eine Zentralis und zerstören dazu noch all die wertvollen Verbindungen, die wir Stunden zu erwärmen sind. Auch die Warmwasserbereitung ist sierung der Elektrizitätserzeugung hingearbeitet wird. bei einer Vergafung oder Entgafung der Kohle für zahllose In- mit Gasheizung rationeller zu leiten als mit Rohle oder Rots. allgemeinen Entwicklung steht das durchaus in Uebereinstimmung, feuerung. Da die Gasfeuerung im Gegensatz zur Nots- oder denn diese zielt dahin, die Elektrizitätsversorgung wenigstens dustrien nukbar machen könnten. Nur durch Vergasung der Kohlen können wir der bisherigen Kohlenfeuerung eine Temperaturregelung in sehr weiten Grenzen innerhalb geschlossener Wirtschaftsbezirke zu vereinheitlichen und Verschwendung vorbeugen. Die Vergasung kann mun entweder eine gestattet, da sie weiterhin jederzeit betriebsbereit ist und sich schließ- alle Elektrizitätserzeuger auf eine gemeinsame Sammelschiene arteilweise oder eine vollständige sein. Bei der teilweisen Vergajung lich die Wirkung einer Gasflamme mit Hilfe geeigneter Brenner beiten zu lassen. Das großartige Projekt des Bayernwertes, das bleiben von der Kohle Stots und feiner Abfall( Breeze) als feste sehr genau lokalisieren läßt, so treten bei Gasfeuerung geringere die gesamte Elektrizitätsversorgung Bayerns rechts des Rheins übernehmen soll, wird in nicht zu ferner Zeit Wirklichkeit geworden Bestandteile zurüd, während brennbare Gase, wie Wasserstoff, Wärmeverluste ein als bei der Verfeuerung fester Brennstoffe. Kohlenoryd, Methan( Grubengas) und schwere Kohlenwasserstoffe, Die Beheizung ortsfester Dampffefsel mit Gasflammen, die sein. Ebenso sind in Rheinland- Westfalen, Schlesien und Sachsen die zusammen das Destillationsgas( Leuchtgas) ergeben, entweichen einen technischen Umweg darstellt, ist natürlich nur während eines alle Vorbedingungen gegeben, um diese Landesteile zu geschlossenen und aufgefangen werden. Außerdem entstehen noch Ammoniat, der Uebergangsstadiums durchzuführen, denn wesentlich zweckmäßiger Elektrizitätsversorgungsgebieten zu machen. Es würde auch nicht sich in dem Gaswaschwasser löst, Chan, das bei der Reinigung des ist es, die Verbrennungswärme des Gases direkt in Explosions- auf unüberwindliche Schwierigkeiten stoßen, diese Gebiete unterGases zurückgehalten wird, und eine große Zahl von organischen motoren, Gasmotoren oder Gasturbinen auszunußen, die einen einander zu verbinden. Die eventuellen Lücken können sehr gut chemischen Verbindungen, die sich zu flüssigem Teer kondensieren. Nuzeffekt bis 35 Prog. ermöglichen, während selbst die besten durch Glektrizitätserzeugung in den verstreuten Braunkohlenbe zurken ausgefüllt werden. Nur Ost- und Westpreußen, Bommern, Bei einer teilweisen Bergasung von 200 Tonnen Rohlen entstehen, Dampfturbinen nur einen Nubeffekt von 18 Prog. aufweisen. die uns verbliebenen Teile von Posen sowie Teile von Hannover wenn die Temperatur nicht zu hoch genommen wird, rund 140 An dieser Stelle ist auch die Lösung des Problems zu suchen, find ungünstiger gelegen. Aber in diesen Gebieten sind wieder Tonnen Koks und Breeze, während 60 Tonnen als gasförmige oder wie der enormen Verschwendung von Heizmaterial durch unsere große Torflagerstätten vorhanden, die noch bei weitem nicht voll große Torflagerstätten vorhanden, die noch bei weitem nicht boll flüssige chemische Verbindungen nebenher gewonnen werden. Bei Dampflokomotiven Ginhalt geboten werden kann. Die Dampf ausgenutzt sind. Die Kraftversorgung für diese Elektrizitätsmerke der vollständigen Vergasung wird auch noch der Nots lokomotive ist diejenige Dampfmaschine, die mit dem ge- sollte, soweit nicht Wasserkräfte vorhanden sind, ausschließlich durch unter Zuhilfenahme von Wasserdampf in Wasserstoff und Kohlen- ringsten Nubeffett arbeitet. Um fie in Betriebsbereitschaft Gasmaschinen erfolgen; nur dort, wo Braunkohlen und Torf zur oryd verwandelt, welches Gemisch mit dem Namen„ Wassergas" be- zu halten, muß sie auch während der Stunden, in der sie nur zur Verfügung stehen, fönnen vorläufig noch Ausnahmen zugelassen zeichnet wird. Das Resultat der vollständigen Kohlenvergafung ist Reserve steht, beheizt werden. Während der Fahrt wird nur zur werden. Aber auch hier muß die vollständige oder wenigstens teilalso eine Mischung von Destillationsgas( Leuchtgas) und Waffergas. Anfahrt und auf Steigungen die ganze Leistung voll ausgemust. weise Vergasung der Brennstoffe- unter Gewinnung der NebenAmmoniat, Cyan und Teer fallen gleichfalls als Nebenprodukte ab, Während der glatten Fahrt arbeitet sie dagegen mit einem ber- weise Vergasung der Brennstoffe unter Gewinnung der Nebenprodukte angestrebt werden. Die vorhandenen städtischen und es bleibt nur unvergasbare Schlade übrig. schwindenden Bruchteile ihrer marimalen Leistungsfähigkeit; und Glektrizitätswerte, die als Referben für die Beiten der Höchft wenn sie aus dem Dienste herausgezogen wird, nach etwa sechs belastung bestehen bleiben tönnen, find allmählich gleichfalls auf stündiger Fahrt, bleibt die im Kesselwasser und in den auf dem den Betrieb mit Explosionsmotoren einzurichten. Das benötigte Roste lagernden glühenden Kohlen noch vorhandene Wärmemenge Gas ist aus den städtischen Gasanstalten oder aus eigenen Wasserunausgenußt. gas- oder Mischgasanlagen zu beziehen. Von vornherein ist jedoch das Augenmert darauf zu lenten, daß auch bei der Versorgung mit Gas eine größere Zentralisierung als bisher einzutraten hat. Gasfernleidungen bis auf 200 Kilometer bieten heute keine unüberwindlichen Schwierigkeiten mehr. Dadurch wird der Transport und die Lagerung von Steinkohlen, die beide deren Güte beeinträchtigen, eingeschränkt, und es wird wiederum rollendes Material und Schiffsraum für wirtschaftlichere Zwede frei. Die vollkommene Bergafung der Steinkohle ist überall dort angebracht, wo bei der Entgafung ein minderwertiger Rofe abfällt, der eine mur ungünstige technische Verwertung finden kann. Der Entgafung unterwirft man solche Sohlenforten, die Badtots liefern. Dieser ist insbesondere bei der Verhüttung des Robeisens und bei einer Reihe anderer metallurgischer Proseffe noch unentbehrlich und sollte an Stelle der Steinkohle auch überall dort ausschließlich verfeuert werden, wo bestehende Heizanlagen nicht oder mur mit großen Kosten für Gasfeuerung eingerichtet werden können; m erster Linie also unter Lokomotiv-, Schiffs- und anderen Dampfteffeln, in Zentralheizanlagen und in Bimmeröfen, sofern diese nicht ausschließlich für Braunkohlenbriketts eingerichtet sind. Eine solche Forderung stößt natürlich zunächst auf erheblichen Widerstand, da insbesondere Lokomotiv- und Schiffstessel nicht für Rotsfeuerung eingerichtet sind, und bei der Zimmerheizung auch mur einzelne Konstruktionen von Dauerbrandöfen den Nots an standslos zu verwerten geftatten. Aber biefe Schwierigkeiten sind durchaus nicht unüberwindlich, und sie müssen überwunden werden, wenn man der Rohlenberschwendung und vor allem der Bergeudung der sonst unvettbar vernichteten Nebenprodukte vorbeugen will. Wir müssen also auf das äußerste mit den uns verbleibenden Kohlenmengen haushalten, um unseren Wirtschaftsbetrieb aufrechtzuerhalten und unsere Industrie wieder lebensfähig zu machen. Der Anfang zu einer rationellen Ausnüßung der Kohlen muß bei allen NeuH Ganz anders arbeitet die elektrische Sptomotive, bie etwa aus einer mit Gasmotoren ausgerüsteten Energiezentrale ihren Strom erhält. Sie ist in jedem Augenblick betriebsbereit, und in sehr weiten Grenzen ihrer jeweiligen Belastung arbeitet fie mit annähernd dem gleichen prozentualen Nubeffekt. In der Bentrale selbst aber, die ihren Strom auf ein weitberzweigtes Neh liefert, ist bei einem sorgfältig durchdachten Fahrplane mit einer relativ konstanten Belastung zu rechnen, und außerdem läßt sich der Gasmotor in viel toeiteren Grenzen, als es bei der Dampfmaschine möglich ist, den jeweiligen Belastungen anpassen. Das gilt vor allem hinsichtlich des Verbrauches primären Betriebsstoffes. Die Umwandlung des Dampflokomotivbetriebes auch auf unseren Vollbahnen muß deshalb schon im Interesse unserer Kohlenwirtschaft selbst wenn nicht noch andere Gründe dafür sprächen angestrebt werden. Mit dem Militarismus, der bislang aus strategischen Gründen" die Einführung des cleftrischen Betriebes auf unseren Vollbahnen verhindert hatte, ist ja glüdlicherweise auch auf diesem Gebiete ein wesentliches Kulturhindernis gefallen. Die Einführung des elektrischen Betriebes auf den Vollbahnen bringt dann noch den weiteren Vorteil, daß das rollende Material, das LETZ Damen- Bekleidung Moderne Herbst- Mäntel mit grossem Kragen.. Moderne Herbst- Ulster aus guten dicken Stoffen. Moderne Herbst- Jackenkleider flotte Gürtelverarbeitung Moderne Kleiderröcke aus kräftigen Stoffen Moderne Kleiderröcke aus guter Seide..... Nachmittags- und Tee- Kleider Seide, flotte Formen. Moderne Tanzkleider Seide, für junge Mädchen... Moderne Tanzkleider Schleierstoff, aparte Formen 9800 16500 19800 19800 39000 49000 19500 23500 39000 2950 4900 4900 6900 50% 15000 17500 19500 27500 39000 490°° 35000 39000 47500 15000 19500 26500 Kleiderstoffe Einfarbige Kleiderstoffe Mtr. 975 1450 Blusenstoffe kariert und gestreift..... Mtr. 1750 2450 Reinw. Batist für Kleider und Blusen Mtr. 1950 2950 Reinwoll. Voile ca. 110 cm breit..... 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Lux. nung untergraben werden. Unfere Geschäftshäuser werden um 6 Uhr gefchloffen Versand- Abteilung: Berlin SW19, Leipziger Straße. Nur Leipziger Strasse: Mass- Abteilung für Blusen u. Unterröcke Bluse hell und dankel gestreift, ane warmen, bamwollenen 3950 4350 Damen- Bekleidung Bluse Anfertigung in kürzester Zett nach den neuesten Entwürfen auch von zugegebenen Stoffen, zu mässigen Preisen Prima Verarbeitung, guter Sitz, geschmackvolle Ausführung Damen- Pelz- Mäntel and Berren- Geh- Pelze in vielen Ausführungen Silber-, Weiss-, Blau- u. 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Mtr. 4450 6650 Rippen- Samf/ Köper- Velvet Velour- Chiffon Ausschneiden! Dem Kaufmann gehört die Zukunft! daher müssen wir vorwärts durch Selbststudium- die äußerst günstige Zeit, sie kehrt nie wieder, voll und ganz ausnutzen, dazu- oder umlernen. neue Gedanken und frischen Arbeitsgeist in unsere Tätigkeit bringen, das Alte abschütteln, diesen Beruf ergreifen und uns zur vollen Selbständigkeit zielbewußt einarbeiten- denn mehr als je gilt heute das Sprichwort ,, Jeder ist seines Glückes Schmied" Tausende verdanken ihr Glück, ihre bevorzugte Stellung, ihren erhöhten Verdienst der angesehenen und berühmten, in neuester Auflage erschienen en unter Mitwirkung von mehr als fünfzehn Professoren und ersten Fachleuten. Handbibliothek der gesamten Handelswissenschaft 22 Bando samt Mappe mit 100 Geschäftspapieren. Jeder Band auch einzeln 1. Berufsausbildung und Weiterbildung des Kaufmanns M. 6,60. 2./3. Kaufmännisches Rechnen. 1. und 2. Teil je M. 6,60. 4. Münz-, Maß- und Gewichtskunde M. 6,60. 3. Der deutsche Briefverkehr M. 6,60. 6. Kaufmännische Buchführung M. 6.60. 7. Inventur, Bücherabschluß und Bilanz M. 6,60. 8. Handelslehre M. 5,50. 9. Kontorarbeiten M. 6,60. 10. Handbuch der Reklame M. 7,70. 11. Der reisende Kaufmann M. 6,60. 12. System und Organisation M. 7,70. 13. Güterversand und Exportpraxis M. 7,70. 14. Die Banken und Börsen M. 6,60. 13. Der Wechsel-, Scheck- und Postscheckverkehr M. 6,60. 16. Das Handelsgesetzbuch nebst Erläuterungen M. 4,40. 17. Kaufmännische Gesetzeskunde M. 6,60. 18. Volkswirtschaftslehre M. 6,60. 19. Handelsgeschichte M. 4,40. 20. Der englische Korrespondent M. 6,60. 21. Der französische Korrespondent M. 6,60. 22. Fremdwörter und kaufmännische Fachausdrücke M. 6,60. Mappe mit 100 Geschäftspapieren M. 8,80. Ich bestelle anbei die komplette Handbibliothek 150,70 M. einschließlich 10 Proz. Pflichtzuschlag, gegen Monatszahlung von nur 10 Mark oder die nicht durchstrichenen Einzelbände per Nachnahme, Erfüllungsort- Berlin, direkt und nur durch den Verlag u. Versand für deutsche Literatur, Berlin W9, Köthener Str, 81, Abt. 81. Name und Beruf Opernhaus. Volksbühne Theater a. Bülowpl Walhalla- Theater Tristan und Isolde. 3 Uhr:' s Jungferngift. Anfang 5 Uhr. Schauspielhaus. 2 Uhr: Die Räuber. 7 Uhr: Die Journalisten Direktion Max Reinhardt. Deutsches Theater. 7 Uhr: Hamlet. Montag 7 Uhr: Faust I. Kammerspiele. 21 U.: Minna von Barnhelm. Die Büchse der Pandora Uhr: Montag 8 Uhr: Nju. Theater i. d. 72 Uhr: Luther. Mont. 72: Die Bürger v. Calais Lessing- Theater Direktion: Victor Barnowsky. 72: Christa die Tante. Montag 72: Christa dic Tante Dienstag 7: Peer Gynt. Mittw. 72: Christa die Tante. Donn. 72: Christa die Tante. Freitag 72: Liebe. Sbd. 72: Christa dle Tante. Sonnt. 7% Christa die Tante 3 Uhr Der rote Hahn. Montag 72: Christa die Tante Deutsches KünstlerTheater. 3 Uhr: Dies irae. Sonnt. bis inkl. Mittwoch 7/2: KöniggrätzerStraße Das Schloß am Wannsee. 3,15 Uhr: Musik. 7 Uhr: Kabale und Liebe. Montag: Brdgeist. Dienstag: Kameraden. Mittw.: Kabale und Liebe. Donnerstag: Kameraden. Freitag: Kabale und Liebe Sonnabend: Kameraden. Sonntag 3.15: Musik. 7 Uhr: Kabale und Liebe. Montag: Neu einstudiert Ein Trauerspiel von August Strindberg. Komödienhaus 3 Uhr: Die 5 Frankfurter. 1/28: Liselott von der Pfalz. Berliner Theater 3 Uhr: Die tolle Komteß. 7 Uhr: Bummelstudenten. Central- Theater 7 Uhr: Die Faschingsfee. Dentsches Opernhaus 11 Uhr: Sinfonie- Konzert. 7 Uhr: Der Troubadour. Eden- Theater 66 7 Uhr: ,, U. A. W. g." Friedr.-Wilhelmst.Th. 3 Uhr: Jugend. 7 Uhr: Gretchen. Kleines Theater. 3 Uhr: Kümmelblättchen. 7% Uhr: Helden. Kl. Schauspielhaus. 7 Uhr: Krach. Komische Oper 34 Uhr: Schwarzwaldmädel. 7% U. Liebeszauber. Lustspielhaus 32 Uhr: 360 Frauen. 7 Uhr: So ein Mädel. Metropol- Theater. 7 Uhr: Sybill. Neues Operettenhaus. 32 Uhr: Die keusche Susanne. 7 U. 10: Die Dame vom Zirkus. Schiller- Theat. Charl. 3 Uhr: Wie es euch gefällt. 7 Flashsmann als Erzieher U.: Thalia- Theater 3 Uhr: Polnische Wirtschaft. 7% U.: Jungfer Sonnenschein Th. am Nollendorfplatz 82 U.: Drei alte Schachteln. 7% Uhr: Die Puppe. Theater des Westens 3 Uhr: Die lustige Witwe. 7% U.: Die Frau im Hermelin Theater ,, Die Tribüne" 3 Uhr: ,, Die Wandlung." 7% Uhr:„ Die Wandlung." Theater d. Friedrichstadt 7% U.: Vier Einakter. Wallner- Theater 31 Uhr: Die Geisha. Uhr 7.15 Eine Ballnacht. Residenz- Theater. Untergrundb, Klosterstraße, Stadtbahn Jannowitzbrücke. Nachm. 4 Uhr, kleine Preise: Gespenster. Täglich Heute 254. Male 8 Uhr. zum Das höhere Leben Komödie von Sudermann. Olga Limburg, Harry Liedtke, Rosa Valetti, Emma Debner. Mittwoch 4 U.: Rotkäppchen. Sonnab. 4: Hänsel und Grete!.. Rose- Theater. 72 Uhr: Das Gesetz. Casino- Theater Lothringerstraße. Tägl/ 48 U.: Großstadt- Pflanzen Volksstück in 3 Akten. Vorher: Schwarzwaldbüble. Operettenast m.ViktorLitzek. Dazu erstklass. Spezialitäten. Sonntag 14: Mädchenehre. Winter- Garten. Heute 2 Vorstellungen 31 Uhr Kleine Preise 72 Uhr Kind. d. Hälfte! Variete- Spielplan. Rauchen gestattet.. Donnerst. 72: Der Blaufuchs. Freit. 7: Schloß am Wannsee. Sonnab. 72: Der Blaufuchs. Sonntag 72: Der Blaufuchs. Mont. 72: Schloß am Wannsee Weinbergsweg 1. Nachmittags- Vorstellg. im Oktober: Das Gesetz. Sonntag nachmittags 3/2, abends 18 Uhr: Das Gesetz. Soz. Drama v. Paul Bader Theater am KotthuserTor Tel: Moritzpl. 14814. 74 Uhr und Sonntag nachm. 3 Uhr: Elite- Sänger Seidel, Ruselli, Schubert, Horst, O. Schrader etc. Das vorzügl. Oktober- Progr.! Größter Lacherfolg! Sonnt. nachm. ermäß. Preise Trianon- Theater.( vollst.Abd.- Progr.) 1 Kind frei! Bahnhof Friedrichstraße. Blüthgen- Konzert: Beg.7U. Untergrundbahn Friedrichstr. E NORWOWANA Nachm. 4 Uhr, kleine Preise: Johannisfeuer. Täglich 128 Uhr: Maskerade. Komödie in 4 Akten von Ludwig Fulda. Hansi Arnstädt, Eugen Burg, Käthe Dorsch, Marietta Olly, Paul Bildt, Jul. Falkenstein, Hugo Flink, Paula Levermann. Donnerst. 4: Schneewittchen. Sonnabend 4: Aschenbrödel. APOLLO THEATER Friedrichstraße 218 Dir.: James Klein 7½ allabendi. 7 Sonnt.32 u. Die Welt im Jahre 2000! Große VarietéAusstattungsschau i.5 Bildern In Szene gesetzt von Dir. James Klein. Unter anderem: Modenschau Jahre 2000 10 Ikarier zu Pferde/ Akrobatische Spiele Tänze/ Effekte a. d. Jahre 2000 Senta Söneland Lucie Blattner H.Lamberts- Paulsen Alex Stamer usw. Sonnt. 3 j.Erwachs. 1 Kind frei! Passage- Theater Unter den Linden 22-23. Direktion: M. Soliman. Die große Nachfrage, der kolossale Kassenandrang veranlassen mich zu einer Verlängerung des Aufsehen erregenden, lange nicht dagewesenen Königstadt- Theater Alexanderstr. 21. Tägl. d. erstklassige KünstlerSpezialitäten- Programm ,, Auf ins Königstadt!" Ausstattgs.- Varieté- Burleske. Text u. Musik v. Harry Waldau Arrang. v. Hofballettm.Riegel. Sonn- u. Feiertage 2 Vorstellg. Anfang 7 Uhr. 3 Uhr nachm. und 70 abends. Kammer- Säle Teltower Str. 1-4( Hall. Tor) Heute sowie jeden Sonntag: UNTE PUHNE By BURNINETEE Konzert, Theater. Kabarett Nachdem Großer BALL GermaniaPrachtsäle C. Richter, N 4, Chausseestr. 110. Jed. Sonntg. Hoffm. Nordd. Sänger. Beg. d. Vorst.6, d.Konz.52 Nachd. Fam.- Kränzchen. Im weißen Saal v. 4 Uhr ab: Gr. Ball. Ort und Datum, Straße Nnr 10 Mark monatlich Sonntag Nachmittag Abonnement für das Große Schauspielhaus( Leitung Mar Reinhardt) Sechs Vorstellungen. Spielplan: Aschylos: Drestie Goethe: Faust und Götz von Berlichingen Shakespeare: Julius Casar Aristophanes: Lysistrata Gerhart Hauptmann: Preise der Pläge: für eine Vorstellung Loge und Parkett... 5 m. Balkon I. Ring II. Ring Der weiße Heiland III. Ring -> 4 m. 3 M. .2. 1. 907. Verkauf: Theaterkasse Wertheim, Leipziger Straße Circus Busch Stgs. 2 Vorst. 32 Nachm. hat jed. 72 Erw. 1 Kind frei. Nachm. 3, Uhr Gr. Kinder- Vorstellg. Das Riesen- Zirkus- Progr. Alle Clowns und Auguste, Schul- u. Freiheitspferde u. die übrigen hervorrag. Spezialitäten. Abends 7 Uhr: ,, Aphrodite" Tragikomisch.Pantomime in 3 Akt. v. Paula Busch, insz. v. Hofballettmeister Georges Blanvalet. Vorher das große Zirkus- Programm! Dienstags und Freitags nur Boxkämpfe! Hubertus- Sale BOL Schönholz. Jed. Sonntag, Mittw., Sonnabd. Anf. Sonnt. 4U. Groß. Ball Wochent. 7 6 Okt.: Kinder, amüsiert Euch. Dir.Hein, Mag, Grimm, Brosini Admirals- Palast. B Internat.Boxwettkämpfe in allen Gewichtsklassen um die Meisterschaften von Deutschland. Anfang 8 Uhr. Admirals- Kino Die Austernprinzessin Nach dem Gewitter Blüthner- Orchester Lützowstr. 76: Blüthnersaal. 712 Uhr: Potsdamer Str. 38 Uraufführung: Aphrodite Das Problem der Liebe. Turmstr. 12 Asta Nielsen Nach dem Gesetz. Friedenau, Rheinstr. 14 Alexanderplatz- Passage Bruno Kastner Eines Mannes Wort hierzu Die Rose von Stambul mit Gesangseinlage. Eröffnungs- Konzert Tauentzien Dir.: Paul Scheinpflug. Sol.: Kztmstr.Lambinon( Viol.) Lichtspiel- Palast Schweizer Garten Am Friedrichshain 29/32. Ab 3 Uhr Wenninder She Südwest- die Liebe stirbt. Films: Die Welt der Bestien und des 3akt. Lustspiels Nie sollst du mich befragen mit Ilse Bois in der Hauptrolle. Kasseneröffnung 4 Uhr Sonntags 3 Uhr. Anfang 4,30. Reichshall.- Theater Nachmittags 3 und abends 7, Uhr: Stettin. Sänger nachm. halbe Br. Reichshallen- S.: Donhoff- Brettl. Drama in 6 Akten mit Thea Sandten und das lustige Spiel: Was den Männern gefällt. Ab 82 Uhr Bei freiem EintrittKabarettBetrieb im grünen Saal PALAST Egede Nissen Harry Liedtke in Tropen blut Jdealer Frauenschutz! ( medizinisch anerkannt). Prospett verfchloff. u. ft. Versandhaus Berlin- Wilmersdorf Postfach 18 V. 9000 Rennen zu Berlin- Grunewald ( Rennen des Union- Klub) 12. Tag: Sonntag, den 5. Oktober, nachmittags 1 Uhr: 8 Rennen im Werte von 174000 M. u. a.: Oppenheim Rennen 40 000 M. Verkehrsverbindungen: Vorortzüge bis Bahnhof Rennbahn, Untergrundbahn bis Bahnhof Reichskanzlerplatz, Straßenbahnen D und U bis Bahnhof Heerstraße etc. UFA Mozartsaal HEUTE Sonntag, den 5.Okt. Rose Bernd nach dem gleichnamigen Schauspiel von Gerhard Hauptmann Für den Film boarbeitet. Inconiert von A. HALM wit Benny Porten in der Titelrolle Erstmalig Sonntag vormittags 11, Uhr Wohltätigkeits- Matinee Bugunsten der Unterkunft für hilfsbedürftige Wöchnerinnen und deren Säuglinge" preffe ber pläge zur Wohltätigtetts Borstellung: 10 bis 30 Mart Beginn der regelmäßigen Vorführungen zu den gewöhnlichen Kassenpreisen Sonntag 4, 6, 8 Ubr 7,9 Ubr Montag Borverlauf fämtlichen Bor ftellungen täglich 11 bis 1 hr und an der Abendlasse des Mozartsaals Schwarzer Kater Schaubühne Moritzplatz ( früher Buggenhagen) Das Riesen- Oktober- VarietéAnfang 8 Uhr Programm Anfang 8 Uhr Sonn- u. Feiertags 2 Vorstellungen 3 Uhr nachm. u. 8 Uhr abends Nachmittags kleine Preise Vorverkauf Sonntags zw. 12-2 Uhr a. d. Tageskasse Peltzer Grill HERMANN PELTZER WEIN RESTAURANT Neue Wilhelmstr. 5 Nähe Unter den Linden. Zentrum 11 017. Verband konz.Künstler. Sekretariat M. Partenheimer Blüthnersaal. Mittwoch, 8. Oktober, abends 7 Uhr: Liederabend Richard KOENNECKE.: Am Flügel: Ceci Preuß. Kart. M. 8, 6, 5, 4, 3, 2 b. Bote& Bock u. A. Wertheim. Singakademie. Freitag, 17. Oktober, abds. 72 Uhr: Klavierabend LAMBRINO. R. Schumann: Sinf. Etüden.- Scriabine: Sonata ( Fis- moll). Walter Niemang: 5 Stücke( zum 1. Male). Liszt. Kart. M.&, 6, 4 u. 2 bel Bote& Bock und A. Wertheim. Klindw.- Scharw.- S. Donnerst., 9. Okt., ab. 72 Uhr Wiederholung des im vergangenen Jahre stattgefundenen Bibel- Homer- Goethe- Abend Irene Triesch Kart. M. 8-2 bel Bote& Bock, A. Werth. u. Abendk. Meistersaal, Montag, 13. Oktober, abends 8 Uhr Konzert Sorbey- Vocal- Quartett Berlin W. 30, Luitpoldstr. 27 W. 57, Blumenthalsir. 17. Su.a.Palestrina, Verdi, Taubert, Kämpf, Alexis Holländer Volkslieder. Kt.M.5,3,2, b.Bote& Bock, A.Werth.u.Abdk. Beethovensaal. 1. Liederabend, Dienstag, 21, Okt., 7 Uhr. Hugo- Wolf- Abend. Elisabeth van ENBERT Am Klavier: Wilhelm Scholz. Karten 2, 4, 6, 8 M. Karstendamm UT Der grosse Haxim- Film Der Tünzer Tell) nach dem Roman von Foltz Holländer Hauptdarsteller: Gertrud Welcker Irmgard Bern LII Dagover Margarete Kupfer Walther Janssen Theodor Burghardt Regie: Cart Froelich Notiendorfplatz u. Friedrichstraße Schöneberg: Kitsch Die Tragödie einer Intrigantin mit Johannes Riemann Edith Posca Regie: Lupu Pick Hasenheide: Henny Porten im Schauspiel Die 7. Grossmacht Die lebende Tote a. Knoppehen i. d. Parodie Die Lieblingsfiamme des Maharadscha Weinbergsweg Ossi Oswalda Modernes Filmdrams Bater Mitwirkung der Taarerin Luole Kieselhausen Begie: Will Grunwald Alexanderplatz: Dergrosse Maxim- Fim Die Liebschaften Das Millionen- Madel der Käte Keller nach dem Roman von Richard Skowronek im Lustspiel Bowie Uraufführung des Dramas Regie: Carl Froelich Gewissenlose Bestien Hauptdarsteller: Irmgard Bern Margarete Kupfer Paul Hartmann Reinhold Schinzel H. Teil Wochentags 7, 4.9 Uhr Sonntags...... 4, 6, 8 Uhr Schau- Burg am Potsdamer Platz Königgrätzer Straße, Ecke PrinzAlbrecht- Straße: Früher Hofjäger. URAUFFÜHRUNG des Eichberg- Films Der JETTATORE ( Die geheimnisvolle Macht) mit Lee PARRY, Bruno DECARLI, Violette NAPIERSKA in den Hauptrollen.. Bühnenschau: Persön11ches Auftreten von PAUL HEIDEMANN in seinem Filmsketsch Sein heißer Tag! Eröffnung am 9. Oktober. Schuhe Jeder neue Tag bringt neue Lieferungen praktischer und eleganter Schuhwaren Leiser 00.EsloM Seide Modernste Gewebe für eleg. Kleider, Kostüme und Mäntel in grosser Farbenauswahl: Satin grenadine, Charmeuse, Gabardine, Faille, Velours- Chiffon Kleider Crepe de Chine- Bluse Jugendliche Form, mit Handstich und Grelots garniert, in sehr schönen Farben... 79.50 Reinwollenes Kleid In nemen Modefarben, mit reicher Tressengarnierung 00 265ºº Leipziger Strasse 65 Tauentzienstrasse 20 MARMOR HAUS THEATER AM MORITZ PLATZ FRIESENERFOLG Der große Ausstattungsfilm PRINZ KUCKUCK frei nach dem Roman von Otto Jullus Bierbaum. Regie: Paul Leni .. Ballett Charell. 2. Vorverkauf 11 bis 1 Uhr. 3 430 6 730 9 3 445 630 830 Sport- Poiloys Gofbafe Brillmathe das großßte Dino& ms Wall Die Folgen einer unglüd( Geflüfter lichen Ehe. des Teufels.) Esther Carena. Dem Glücke entgegen. Hilde Wolter. 3, 5, 8 Uhr. Eigene Bichtanlage. Borverkauf von 10-8 Uhr. Kammer Licht spiele Wochentags, er Sonntags... Uhr Der große Maxim- m Der Tänzer ( 1. Tell) nach dem Roman von Felix Holländer Hauptdarsteller: Gertrud Welcker Jrmgard Bern Lill Dagover/ Margarete Kupfer Walther Janssen/ Theodor Burghardt Regle: Carl Froelich RICHARD OSWALD LICHTSPIELE DIREKTION GEBR. KÖTTNER Kantstraße 163| Cöpenicker Str. 68 Der goldene See 1. Abenteuer aus dem Decla- Abenteurer- Zyklus ( früher National- Theater) Eröffnung Die Spinnen Freitag, den Verfaßt und inszeniert von Fritz Lang 3 5 7 19 10. Oktober Werkstätten für Uhrmacherkunst für jede Reparatur 1 Jahr Garantie. Max Zeutschel, Uhrmachermeister BERLIN N, Müllerstraße 150 und Seestraße 102. Direkt ab meiner Fabrik. Deutscher Metallarbeiter- Verband Da Aluminium enorm gestlegen ist, gebe - Ortsverwaltung Berlin. N 54, Linienftraße 88/85. Geschäftszett von vorm. 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr. Telephen: Amt Rorben 135, 1299, 1967, 9714. Achtung! Achtung! Streikende und ausgesperrte Arbeiter der Metallinduſtrie! Bom Montag, den 29. September ab 15nnen sämtliche freifenben und ausgesperrten Kollegen und Kolleginnen die abftempelung ihrer Streiffontrollfarte in der Nähe ihrer Wohnung in ben in den Streiflolalen bekanntgemachten Stempelstellen vornehmen und zwar täglich in der Zeit von 10-2 Uhr. Die Kollegen müffen sich jedoch mindestens zweimal in der Woche in den Strettlotalen ihrer Firmen, einmal zur Entgegennahme ihrer Bağlquittungen und bas andere Mal zur Auszahlung der Streifumterftigung einfinden. Es wirb fich auch notwendig machen, daß außer diefen beiden Tagen in besonderen Fällen die Kollegen auf Anordnung ihrer Streilleitung fich an einem weiteren Lage der Woche im Streitlotal einfinben müssen und zwar aus dem Grunde, damit bie Einteilung der Streifpoften vorgenommen werben fam. Jeboch wird ausdrüdlich darauf aufmerksam gemacht, daß dazu die Streiflettung ber einzelnen Firmen besonders auffordert. Die Ortsverwaltung. Borläufig find durch uns folgende Stempelftellen eingerichtet: Stempelftellen für die ftreitenden und ausgesperrten Arbetter der Metallindustrie: 1. Schmidt, Bantow, Floraftr. 15. 2. D. Masche, Wetgensee, Berliner Allee 251. 3. Blume, Alt- Boghagen, Ede Bahnhofftr. 4. Gütich, Neukölln, rfftr. 8. 5. Schnorre, Copenid, Mahlsborfer Str. 8. 6. Thiatus, Friedrichshagen, Friebricht. 121 7. Schumann, Wildan, Bahnhofftr. 68. 8a. Scholz, Martenfelbe, am Bahnhof. 8b. Herolf, Martendorf, Chauffeeftr. 288. 9. Burgergarten, Tempelhof, Berliner Str., Bahnhof. 10. Brumm, Schöneberg, teljest, de Beneftftraße. 11. Delbeter, Ufebomfte. 88 12. Krüger, Scheringftr. 84. 18. Döhling, Brunnenstr. 72. 14. Thomas, Gartenstr. 71 16. Jähnich, Putbuser Str. 8. 16. Sturz, Huttenstr. 9. 17. 28. Lorenz, Gräfeftr. 82. 18. Dben, Briger Str. 22 19. Fröhlich, Mustauer Str. 1. 20. Steuter, Gr. Frankfurter Str. 10. 21. Berleben, Bildenowftr., Ede Burgs. Dorfstraße. 22. Raß, Marfte. 12. 28. Borban, Linienstr. 198. 24. Brauns eftfäle, Treptow, am Bahnh. 25. Feind, Reinidendorf, Kopenhagener Straße, am Bahnhof. 26. Mörners Blumengarten, Oberföne weibe, Dftender Straße. 27. Kobanel, Oberschöneweide, Wilhelminenhofftraße 18. 28. Bamp, Dberschönewelbe, hofstraße 48. ich nur noch bis zum 20. Oktober diese Inhalt 4 3 4 Rein- Aluminium- Kochtöpfe 2 1% Liter mit Deckel( eigenes Fabrikat) nu M. 65,00 gegen Nachnahme.( Bedingung ist bel Bestellung dieses Inserat mfteinzusenden.) Aluminium- Prägewerk Seuthe, Holthausen bei PlettenJ. F. Aßmann Buttergroßhandlung 42 Detallgeschäfte In Berlin und Vororten Ziehung 16. 1. 17. URL. 1818 Narabarger Geld- Lotterle helminen- 360alegow.bar ohne Abz M 29. Merate, Oberschönetebe, Siemense. 5. 30. Batschte, Mitterftr. 85. 81. Kienzler, Hennigsdorf, Fabritts. 15. 82. Bereinshaus Südost, Melchiorte. 16. 88. Steinmeh, Spandau, Bismardstr. 8. 84. Boltshaus, Charlottend ,, Rofinenfte. 4. 85. Schirm, Charlottenstr. 7. 86. Lehnhardt, Tegel, Berliner Str. 84. 87. 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Men Berwandten und Befannten bie traurige NachSanitätsrat Dr. Müller, Spezialarzt Dr. Hasché Sprechstunden 10-1, 5-8. Gonnt. 10-1 am Bahnhof Friedrichstraße. Friedrichstraße 190 Friedrichstraße 90 II, Eingang Kronenstraße. Spr. 11-1, 5-7, Sonnt. 11-1. Erfolgreiche Hellmethode. Harn- und Blutuntersuchung. Spezialarzt Dr. med. Lommer Harn- und Blutuntersuchung Behandl, schnell u. sicher ohn. Berufsstörung. Tellzahlung. thaler Platz). Brunnenstr.185( nahe RosenSprechz. 9-1 u. 4-8, Sonnt. 9-12. Spezialarzt richt, baß mein lieber, guter Dr. med. Weckenfuß Mann, unser Iteber Bater, ber Maler Adolf Rüchel 666 ant 3. Oktober 1919 verstorben ist. Die Beerbigung finbet Dienstag, nachmittags 4% Uhr, auf bem Heilig- KreuzKirchhof, Mariendorf, statt. Die trauernden Hinterbliebenen: Fr. Rüchel und Söhne. Zurück 12/5 Frauenarzt Dr. Baner, Admiralstr. 40a( Kottb. Tor). 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