Mr. 204. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret tn's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für dte fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonns und Festtagen bis 9 Uhr Bor mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 2. September 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Die Mode. Das beliebte Thema für Feuilletonisten bürgerlicher Zeitungen als Leitartikel eines sozialdemokratischen Organes! Was hat denn die Mode mit dem Sozialismus zu thun? Me hr als man auf den ersten Blick glaubt. herhalten, Unzufriedenheit mit noch recht gut brauchbaren der Damentracht genügt, die Seide um Hundertausende von Möbeln und Wohnungs- Einrichtungen, Kleidungsstücken und Gebrauchs- Gegenständen aller Art hervorzurufen. Käuferinnen zu berauben."( Thun.) Wer einen Konfektionsartikel, einen Gebrauchsgegen Die gewaltige Bufpigung des Konkurrenz- Kampfes schuf stand produzirt hat, der nicht zieht, behält den ganzen die heutige Launenhaftigkeit der Mode, die sich auf allen Bosten für sich; und da es sich in dem rasenden KonkurrenzGebieten des menschlichen Lebens einen ausschlaggebenden fampf gleich immer um Massenartikel handelt, so kann ein Ju dem wahnsinnigen Steeple- chase der Konkurrenz Einfluß errungen hat, die heute alles und alle terrorifirt. einziger unglücklicher Griff zahllose Produzenten und um neue Absatzgebiete, um die Anziehung neuer und die Wohl find Mode- Thorheiten keine spezielle Eigenthüm- Grossisten dem Ruin entgegenführen. Wer freilich den Fesselung alter Kunden ist es eines der Geheimnisse absatz- lichkeit der Gegenwart. Mode- Narren und Närrinnen sind militärduseligen Geschmack unseres honnetten Bürgerlüsterner Produzenten, nicht einem vorhandenen Bedürfnisse vielmehr zu allen Zeiten der Zielpunkt von launigen Necke- thums so glücklich belauscht hat, wie jener geniale Unterentgegenzukommen, sondern immer neue Bedürfreien und bitteren Satyren gewesen. Aber zu feiner Zeit nehmer, der Offizierpaletots für Damen herstellen ließ, das nisse zu weden. Jeder Unternehmer muß darauf hatte die Mode ein so rapides Wechseln und Springen von mit dann auch jede Dame wie eine Offizier- Maitresse aussehe, bedacht sein, eine Waare auf den Markt zu werfen, die einem Gegensatz zum anderen zu verzeichnen wie in der der führt natürlich einen annehmbaren Schatz klingenden zieht". Immer neue Muster werden erfunden, immer Gegenwart, wo die beschleunigten Verkehrsmittel, die Fort Goldes als Braut heim. neue Materialien werden auf den Markt geworfen, schritte in den vervielfältigenden Künsten, und vor allem Aber die durch die Aenderung des Geschmackes voll, immer neue Industriezweige werden geweckt; jeder natürlich die unglaubliche Produktivität der Technik zogene Revolutionirung in einem Gebiete, in einem InProduzent will, auch zur Saison" mit einer Neuheit in kürzester Zeit einen nenen Mode= Artikel wieder dustriezweige, wirkt sofort zurück auf eine ganze Reihe von hervortreten. Glückt ihm der Wurf, so heimst er einen er altmodisch zu machen im Stande ist, wo die ver Hilfsindustrien, denn die einzelnen Industrien sind durch tiecklichen Profit ein, ist seine Waare nicht zugkräftig ge- vollkommnete Technik es ermöglicht, zahlreiche Ge- tausend Fäden innig mit einander verknüpft. Ein Beis nug, so behält er den ganzen Nainsch und macht pleite; brauchsgegenstände, die vordem ein Reservatrecht der spiel für viele: Vor einigen Jahren spielten die aber das nächste Jahr muß wieder etwas Neues gebracht Vornehmen und Reichen gewesen sind, als Massenartikel in Farben Gelb und Grün in der Damentoilette eine werden. Heute Federbesäße und Plüsch, morgen Seiden- minderwerthigen Imitationen auch dem Bolte" zugänglich nur sehr untergeordnete Rolle. Auf einmal wurden gelb. moirée, übermorgen Pelz und Sammet; heute tarrirte, zu machen. und grün modern, weil vielleicht irgend eine launenhafte morgen gestreifte, übermorgen diagonale Hosenstoffe; Ein Wechsel in den Konsumtionsgewohnheiten überträgt Cocotte, eventuell gegen gute Bezahlung von einem Ge heute Schmelzperlen, morgen Spißen, übermorgen Chenille; sich deshalb heut sofort auf die breitesten Gesellschaftsschichten schäfte, das gerade bedeutende Posten von gelben und heut Cuivre poli, morgen Altfilber, überntorgen Alu-... und damit wird die lannische, unberechenbare Mode zu grünen Stoffen auf Lager hatte, diese Neuheit pouffirte". minium; hent Renaissance, morgen Barocco, über einem sehr einflußreichen Faktor, die Stabilität der Pro- Die Nachfrage nach gelben und grünen Kleiderstoffen sticg morgen Empire.... Und das Gegenstück? Heut kann duktion zu untergraben, die Periodizität der Krisen zu ver- enorm, während Waarenhäuser, die sich anderes fich ein Fabrikant vor Aufträgen kaum retten und muß wischen. Die Mode wird sogar selbst zu einem assortirt hatten, 6 sogar jelbst zu einem aſſortirt hatten, Textilfabriken, die gerade eine Hunderte von Arbeitern neu einstellen und lange Ueber trijenbildenden Moment von nicht zu unter andere Farbennüance bevorzugt hatten, in das Zeichen stunden einlegen, morgen feiern alle Hände und der Unterschätzender Bedeutung. Da wird in der Damentoilette die des Krebses eintraten. Das Auf und Nieder" der nehmer wird fallit. Heut hungern die Spizenklöpplerinnen, ausgiebige Verwendung schwarzer Glasperlen modern, Konfektionsbranche überträgt sich sofort auch auf die Farbmorgen die Seidenweber. und die Glaswaarenindustrie nimmt einen glänzenden Auf- waaren- Industrie. Die meisten Anilinfarbwerke sind auf Hunderttausende und Millionen von Mark, die Arbeits- schwung, Hunderte von Arbeitern verlassen ihre alte Be- den plöglichen Wechsel in ihren Erzeugnissen, der unter kräfte von Tausenden und Abertausenden werden für durch schäftigung, um sich, durch den steigenden Lohn augezogen, Umständen bedeutende technische Neueinrichtungen erfordert, aus unproduktive Zwecke vergeudet... Herr Eugen Richter der Erzeugung von Glasperlen zu widmen. Blöglich nicht eingerichtet; nur einige wenige Fabriken, die gleichforrigiren Sie, bitte, Ihr sozialistisches Durchschnitts- kommt die Nachfrage ins Stocken. Tausende von Arbeitern zeitig kapitalfräftig genug sind, ihren Betrieb maschinell einkommen!.... um prunkende Schaufenster- Auslagen, werden brotlos. Die Mode hat sich von den Glasperlen sofort zu vergrößern, fönnen der gesteigerten Nachfrage ge= luxuriöse Verpackungen herzustellen, die die Käufer anlocken den Spitzen zugewandt. Nun ist es die Spitzenklöppelei, nügen; diese machen in kurzer Zeit ein Riesengeschäft, während sollen, um Waaren zu erzeugen, die keine Käufer finden, die sich einer vorübergehenden Blüthe erfreut, um diese bald die übrigen unter Geschäftsslane zu leiden haben. Die weil sie unmodern" geworden sind. Gleißnerische Reklamen genung der Gürtlerei und Metall- Kurzwaaren- Industrie ab- Laune irgend einer Theaterprinzessin fann ganzen Industriean allen möglichen und unmöglichen Orten, ein ganzes Heer treten zu müssen, da Metallknöpfe und Schnallen en vogue" zweigen zum Aufschwunge verhelfen, vermag andere zu von Reisenden werden aufgeboten, die Kauflust des Publikums find." Aber noch weit bedeutungsvoller ist der Wechsel in ruiniren; die Extravaganz einer gelangweilten Halbweltzu reizen; eine täglich wechselnde Mode muß dazu den Bekleidungsstoffen selbst. Eine einzige Aenderung in Dame ist im stande, den ganzen Waarenmarkt bis in feine Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Bon C. Spindler. 129 er es versuchen wolle, Esthers Spur zu finden. Gegen " " " Er hatte kaum den Scheideweg verlassen, der ihm die dessen Gefolge ich ebenso wenig nassauische Reitersknechte Straße frei ließ nach Friedberg und weiter ins Land, oder vermuthet hätte, als den Tod, und den ich also blind und nach dem Mainstrome, als eine leise Stimme, hinter einem thöricht angriff. Wie mir's erging, weißt Du so gut wie Haselbusche hertöneud, fragte: Aber Veit! Warum sendest ich, denn ohne Dein Hinzukommen wäre ich jetzt steif und Du dem Schurken nicht einen Pfosten nach oder starr. Hab' Dank, daß Du mich hierher geschleppt hast; ich in Ermangelung einen guten derben Stein?" wollte gerne meine Wunde verschmerzen, wenn ich meinen „ Ei, laß mich doch, Leuenberg", anwortete der Horn- guten Klepper, den die Hunde niederstießen, wieder lebendig berger; denn die beiden Ehrenmänner waren's, die hinter machen könnte, oder wenigstens das Blut jenes breitdem Busche lagen; ich bin noch müde, wie ein kolleriges mänligen Junkers gesehen hätte, der Deiner Trägheit verSchweigend verneigte er sich und verschwand. Seinen Pferd, das seinen Meister gefunden hat. Der scharfe Mitt dankt, daß ihm sein erbärmliches Leben geblieben ist. Oder quälenden Gefühlen konnt' er jedoch nicht entgehen, wie schon hatte ich angestrengt, und Du, guter Gefelle, warst war's etwa eine gewisse Aengstlichkeit, die Dich zurückhielt? den strafenden Blicken der argwöhnischen Mutter. Viele in eine verdammt schlechte Sippschaft gerathen, deren Arme Willst Du Reu und Leid machen? und hat Dich das, was Male hielt er auf seiner Straße inne, und überlegte bei nicht von Wachs gewesen sind. Sag' mir doch, wie kamst Du in Frankfurt sahst, auf ernsthaftere Gedanken gebracht?" sich selbst, ob er zurück gen Frankfurt kehren solle, ob Du unter das Gelichter?" Möglich wär's schon gewesen, beim Donner!" hieß "' s hat weiter fein Bedenten", entgegnete Leuenberg, des Hornbergers Antwort." Dich hätt' ich an meiner Stelle diesen letzten, von keinem Hilfsmittel unterstützten Versuch und mein wunder Schädel schmerzt mich dermaßen, daß schen wollen. Ich ritt ganz ruhig und verkappt in die sträuble sich sein Stolz. Ward ihr's so leicht, von Dir ich nicht viel reden mag. Seit ich von Neufalkenstein weg- Stadt ein, und faufte mir die Dolchklinge hier. Da nun zu scheiden ohne Frage, ohne Wahl und Lebewohl," fagte ging, hat mich tausend Noth verfolgt. Wie hab' ich's be die Gassen wimmelten von neugierigen Leuten und alles dieser, so laß sie. Sie hat Deine Liebe nicht verstanden, rent, daß ich dem ängstlichen Doring folgte, der von der sich deni Bockenheimer Thore zuwälzte, konnte ich mich nicht oder war ihrer nicht würdig." Und dennoch flüsterte Burg ausriß, als hätten ihn schon die Häscher der Stadt enthalten, nach der Ursache zu fragen. Der verdammte sein Herz im nächsten Augenblicke: Ach freilich hat sie beim Helmkragen. Der Tangenichts ging seine Wege, ich Räuber, der alte Bechtram von Vilbel, wird gerichtet," gab Dich verstanden, so wie auch Du ihre Liebe, die heilige, die meinigen. Auf der Gelnhauser Burg hatte ich nichts mir der Krämer zur Antwort, und ich hätte ihm dafür die tadelreine verstehst. Freilich war sie Deiner würdig, auch zu leisten, nichts zu thun, und schlug mich hieher, wo ich Rippen durchbohren mögen. Aber, so entsetzt ich auch war in der Ferne wird fie's bleiben." Und hierauf dachte er auf den Anstand herumlungerte, ohne ein glücklicher Schüße von der Kunde, den, den ich wo möglich zu befreien gean das Vaterhaus, an den Vater, der ihm wieder lieb ge- zu sein. Ein Paar armer Bauern, nicht der Mühe werth, kommen war, auf dem Wege zum Tode zu finden, worden, an die reuige Mutter, an den kleinen Hans, und sie zu durchsuchen, das war alles, was die Heerstraße dabei mußte ich sein und es mit ansehen, fostete es mir auch den biederen gelehrten Johannes, und er fühlte, daß außer bot. Doch halt! Bald hätt' ich's vergessen, einen Schelm selbst den Hals. D, welch bedauerlich Schauspiel, Freund der Liebe noch das Leben Ansprüche an ihn, und Pflichten bot sie auch: den rothen Juden Zodick, oder wie der Teufels- Leuenberg! Du hättest sehen müssen, wie unser wackrer alter für ihn habe, und daß daheim nur das heilende Kräutlein topf in der Taufe genannt wurde."„ Ho!" fiel der Horn Ritter daherschritt in den Stricken der Soldknechte, die er - vieleicht auch nur wachsen möchte, seiner Seele berger ein:" Wie schön! Friedrich, mein Bathchen! Was einst augeführt hatte. Donner und Strahl! So weh mir Wunden zu sänftigen. Gegen alle Weltgegenden breitete er treibt der hier herum?"" Der Gauner stiehlt auf eigene dieser Anblick that, so war ich dennoch hoch entzückt, zu daher seine Arme aus, als wollte er die Verlorene damit Faust, zu Fuß zwar, wie ein rechter Dicb," versezte Leuen- sehen, wie er noch den alten Troß und die ritterliche Würde an sein Herz ziehen, und wäre sie am äußersten Ende der berg, allein dem hebräischen Hund war das Gewerbe im auf seiner Stirn festhielt, vor welcher die Krämerlümmel Welt. Ihre Namen rief er laut und oft in die Welt hinaus stillen Busche weit günstiger, als mir außer dem Feld und die Augen niederschlagen mußten. Und so blieb er auch bis und himmelan; dann waffnete er sich mit neuem Muthe, Holz. Gestern hat er einen Reisenden geplündert, und zum Ziele. Vor dem Thore auf dem Anger war ein und wandte sich nach der Vaterstadt,.... nicht ein Ver- hente den Plunder zum Verkauf getragen. Hier wollt' er schwarzes Tuch ausgebreitet, und auf demselben ließ man den geffender, sondern ein in seines Herzens Wuth und zuver- sich einfinden, sagt er. Ich schlenderte indessen zu Gaule alten Maun niederknien wie einen Verbrecher. Ich hätte fichtlicher Kraft Getrösteter. hin und her, bis der verdammte Wechsler daher fuhr, in ein Gewitter sein mögen, um über die abscheulichen Raths = Tegten Ausläufer in steter Aufregung zu halten,| Beugen Genossen Donath der Staatsanwalt urplößlich auf die anwalt haben tönnen. Nach Bad Hall reisen vermag Absatzkreise und Stockungen des Geldverkehrs Bernehmung dieses Zeugen, sowie der anderen Zeugen von der konnte er, aber zurüdreifen, das ging beiauszulösen, unter denen natürlich die kleinen und mittleren sosialdemokratischen Partei gänzlich verzichtete, weil deren leibe nicht. Was sind denn eigentlich nachtheilige Unternehmungen am meisten zu leiden haben, während die Aussagen feine Bedeutung für die Sache Folgen"? Wenn Herr Gerlach per Schlafwagen 1. oder Riefenunternehmungen sich des Wechsels der Mode, des bätten. Der Staatsanwalt hatte recht, wir wußten überhaupt 2. Klaffe, wie es bei dem reichen Aufsichtsraths- Vorsitzend en nicht, was eigentlich die Zeugen aussagen sollten; dieselben der Waldschlößchen Brauerei selbstverständlich ist, nach Dresden Wüthens der Krije erfreuen. Von solcher Bufälligkeit ist hatten garnichts mit der vorliegenden Anflage zu thun. Man gekommen wäre, es wäre gewiß mit den nachtheiligen Folgen" die kapitalistische Produktionsweise abhängig! In so itelle sich also vor. Staatsanwalt und Gericht verfügen In- nicht so schlimm gewesen. Denn Herr Gerlach war recht gesund, labilem Gleichgewicht befindet sie sich, daß der leiseste Lufthafthaltung der Angeklagten hauptsächlich de 3er nahm eine Badekur, wie Taufende Proletarier sie sehr nöthig hauch genügt, heftige Stürme, gewaltige wirthschaftliche balb, weil sie die parteigenössischen Zeugen zu hätten, die aber bei der Arbeit bleiben müssen. Katastrophen zu wecken. Grund genug, die kapitalistische falschen Aussagen verleiten tönnten, und als Wir meinen, das Attest des Dr. Günther, des befreundeten Gesellschafts- Ordnung" für alle Zeiten zu verewigen!- nun diese 3eugen in der Hauptverhandlung Hausarztes Gerlach's, diefes in Dresden über den in der Ferne Kleine Ursachen, große Wirkungen, das gilt also auch von aussagen follen, verzichten Staatsanwalt und Weilenden geschriebene Attest war bei weitem kein zureichender der Mode, die dazu beiträgt, der Produktion ihre Stetigkeit ericht ganz auf ihre Vernehmung, dasie gar Grund zur Terminsvertagung. Zum allermindesten hätte das Landgericht Attest über den Gesundheitszustand des Herrn Gerlach zu rauben. Die Unsicherheit der Existenz zahlreicher Unter- nichts mit der Sache zu thun haben!!! nehmer, die im Konkurrenzkampf aller gegen alle an sich durch einen unparteiischen Arzt an Ort und Stelle, d. h. in Hall, schon die bedenklichsten Formen angenommen hat, spitzt sich verlangen müssen, ehe es sich dazu entschloß, den kranken Eichunter der launischen Herrschaft der Mode bis zur Uners horn wegen des gesunden Gerlach fast 4 Wochen länger in Hajt zu halten!" träglichkeit zu; und nirgends ein Ausweg! Im Gegen theil gerade die Unsicherheit der Exiſtenz, der Wunsch, Zum in parlamentarischen Formen zu führen! Wahrlich, es ist schwer, gegen solche Vorkommnisse eine Kritik 14 Politische Leberlicht. = nicht wegen irgend welcher Thatsachen in Haft genommen wurde, Ferner wird darin nachgewiesen, daß der Genosse Gradnauer fondern auf grund einer bloßen Bermuthung, daß er mit ber Anregung des Boykotts irgend etwas zu schaffen habe. Zu Politische im rasenden Wettlauf der Konkurrenz der Erfte zu sein, dieser Bermuthung gaben Anlaß die Aussagen der Zeugen Bier Bu zwingt zu immer neuen Exzessen in der Mode, die wieder und Gerlach und eins der berühmten Leumundszeugnisse, die die Berlin, den 1. September. nene Krisen und Absaystockungen auslöst, ehe noch die Polizei auf richterliches Ersuchen gegen Angefchuldigte losläßt. Eine Nachwahl zum Reichstage wird, wie wir vorangegangenen in ihren Nachwehen verschwunden sind. Aber In diesem Lenmundszeugniß der Polizeidirektion wurde wiederum schon vor Wochen als wahrscheinlich gemeldet haben, demwie die Krisen an sich, so sind auch deren auslösende nur die übrigens ganz irrige) Vermuthung ausgesprochen, nächst im zweiten anhaltischen Wahlkreise stattfinden, da Ursachen Momente, die den Kapitalismus nicht blos ad daß Gr. die Leitung der Partei in erster Reihe mit in Händen heute der Reichs- und Staats- Anzeiger" die Ernennung absurdum führen, sondern ihn auch in seinem festesten babe, d. h. daß vermuthlich diese Boykottangelegenheit nicht ohne des bisherigen Abgeordneten Friedberg zum ordentlichen Gr. in Angriff genommen sei. Auf dieses Polizei. Gefüge unterminiven. zeugnis hin wurde die Haft Gr'3. weiter ver- Professor der Staatswissenschaften an der Universität längert: Halle a. S. amtlich meldet. Die hiermit zusammenhängende Zwei Wochen später wird Gradnauer entlassen und weshalb? Erhöhung von Gehalt und Rang hat den Verlust des Reichstags Mandates zur Folge. Bei energischer AnAm 15. Juni 13 Tage nach der Verhaftung Gr.'sfich ein Anhalt dafür gewinnen laffe, daß Find- demokratie in eine nicht aussichtslose Stichwahl kommen. veröffentlicht die" Sächsische Arbeiterzeitung" einen sehr beachtens eisen und Eichhorn zu ihrem Vorgehen durch Gradnauer ver- Von Friktionen zwischen Miquel und Posadowsky merthen Kommentar. Wir heben daraus in Ergänzung unserer anlaßt worden seien! Am 16. Juni hat man endlich die richtige wissen die Zeitungen manch' abenteuerliches Zeug zu er eigenen Besprechung vom 26. August noch einige bis dahin nicht Auskunftsperson gefunden; ein Polizeiwachtmeister der politischen zählen. Uns interessiren diese Personalien nicht, viel mehr in die Oeffentlichkeit gedrungene Thatsachen hervor, die geeignet Abtheilung dessen Beruf es ist, sich mit den Sozialdemokraten find, das Verhalten der Behörden sowie der Kronzeugen Bier und an beschäftigen", erklärt, der Nachweis werde nicht möglich sein, dagegen die Steuerentwürfe, in deren Ausarbeitung diese Rechtsanwalt Gerlach, auf deren ungerechtfertigte Denunziationen daß Gr. bei der Boykottirung entscheidend mitgewirkt habe! uns so theuren Staatsmänner wetteifern. der ungeheuerliche Prozeß und die noch ungeheuerlichere Nunmehr wird Gr. entlassen. Also von den Au3. Seifenblasen betiteln die Grenzboten" eine politische Untersuchungshaft des Angeklagten Eichhorn basirten, in das fprüchen und vielleicht ganz falschen Ansichten Plauderei, der wir das folgende entnehmen: hellste Licht zu rücken. eines Polizeiwachtmeisters bängt die Ent Lange hat der freilich auch bei Pindter Nachfolger u. Komp. zur Rechtfertigung der Untersuchungshaft war der Flucht- laffung eines Verhafteten ab, ebenso wie nicht vorgehalten, und auch diese Herren lassen fleißig Seifenverdacht" ausgeschlossen, man begründete die Haft also mit seine Inhafthaltung von den falschen blasen steigen, um sich daran in Ermangelung eines stoffhaltigeren Rollusionsgefahr", d. h. mit Vorliegen von Thatsachen, aus Auskünften des Polizeidirettors abhing! Trostes zu erfreuen. Da ist z. B. das Kartell aller denen zu schließen sei, daß die Angeklagten Spuren der That Unsere Rechtspflege hat es weit gebracht!" Staatserhaltenden! Nun ist ja diese Blase freilich nicht, vernichten oder Zeugen oder Mitschuldige zu falscher Aussage Es erübrigt sich noch, über die Vertagung der aber man hat halt immer wieder seine Freude dran. verleiten werden. Die Begründung dieser Annahme haben sich Hauptverhandlung vom 28. Juli auf den Wenn nur mehr Stoff drin fteckte! Die Staats die Gerichtsinstanzen indeß erstaunlich leicht gemacht. Die Gächf. 22. Auguft zu sprechen. Diese Vertagung hat die größte Entrüftung erhaltenden, d. h. die Männer von Rang und Vermögen Arbeiterzeitung" führt darüber aus: in der Bevölkerung hervorgerufen. Und zwar mit vollstem Recht. zusammenbringen, das ist ja niemals schwierig, und schroffe AbNoch in dem Verwerfungsbeschluß der Haftbeschwerde durch Seit faft zwei Monaten faßen Eichhorn und Findeisen wegen fagen der Kreuz- Zeitung" an die" Norddeutsche Algemeine" das Oberlandesgericht werden als solche Thatsachen, aus denen diefer ungeheuerlichen Anschuldigung der Erpressung in Haft. haben nicht viel zu bedeuten; aber die andern zwei Drittel oder eine Kollusion zu schließen sei, teine anderen angeführt, als die Endlich sollte, so hofften sie die Hauptverhandlung ihrer Ein- neun Zehntel wollen nicht mehr mitthun, und das ist in einem Beschaffenheit der vorliegenden Anklage" und ferkerung ein Ende bereiten. Da plötzlich hieß es: Vertagung Staatswesen mit unserm Wahlrecht eine schlimme Sache; die „ der Umstand, daß die Angeklagten, sowie eine Anzahl des Termins. Warum? Unter den obwaltenden Umständen alten Parteien stehen in Gefahr, Offizierkorps ohne Soldaten zu von Beugen der fozialdemokratischen Partei mußten es gewiß besonders wichtige Gründe sein, die das Gericht werden, soweit sie nicht über Zwangsgefolgschaften verfügen. Also bez in örtlich hervorragender Stellung an zwangen, die Haft der Angeklagten um weitere faft vier Wochen wenden wir den Blick auf einen anderen Trost, den Anarchismus! gehören und demzufolge unter sich eng ver- zu verlängern? Der Grund bestand jedoch lediglich in einem Ja, wenn der nur nicht auch eine Schaumblase wäre! Natürlich bunden sind"!! Attest folgenden Wortlauts: meinen wir nicht den leibhaftigen Anarchismus, der nicht eine Man traut feinen Augen faum, wenn man diese Benutzung Daß ich dem Herrn Rechtsanwalt Gerlach den Gebrauch Schaumblase, sondern eine Eiterbeule ist, sondern den Anarchis des§ 112 der Strafprozeß- Ordnung mit ansicht. Ja, wenn das einer Brunnen- und Badekur in Bad Hall in Oberösterreich mus als Mittel der Politik, der nach der alten bewährten Regel Rollusionsgefahr" ist, wenn die Thatsache, daß einige Zeugen verordnet habe und derselbe ohne nachtheilige Folgen für seine gehandhabt wird: und was man sonst nicht fassen fann, sieht Parteigenoffen der Angeklagten sind, eine Thatsache im Sinne des Gesundheit diese Kur nicht unterbrechen fann, bescheinige ich man als Anarchismus an. Das wäre nun sehr schön, wenn § 112 ist, aus der Zeugenbeeinflussung n. s. w. zu folgern ist, wenn andurch wahrheitsgemäß. Dresden, 20. Juli 94. Präsident nicht andere kluge Leute schon der Polizei zuvorgekommen folche allgemein gehaltene Redensarten hinreichend sein dürfen Dr. Günther." wären: Die Männer des fünften Standes, die Herren Verdann kann man offenbar jeden Angeklagten mit größter Leichtig Eichhorn faß seit 8 Wochen in Haft. Ueber Gichhorn be- brecher. Nachdem die Behörden die nüßliche Entdeckung gefeit in Haft nehmen. Wir glauben aber, daß der Sinn des scheinigte der Gefängnißarzt Dr. Donau selbst, daß er an Lungen- macht haben, daß die Anarchisten keine Sette, sondern gemeine Ber § 112 ein ganz anderer ist, daß er ganz andere, flipp und klar fatarrh leide und Fiñelgeschwüre auf der Brust trage. Eichbrecher sind, haben die gemeinen Berbrecher beschlossen, sich diese vorliegende Thatsachen" zur Begründung einer Haft, zur horn's Privatarzt erklärte feinen Gesundheitszustand für höchst Gelegenheit zu einer ehrenvollen Standeserhöhung nicht Sicherung der Staatsbürger vor unberechtigter Haft verlangt! sich Anarchisten zu bedenklich. Eichhorn's Gesuche um bessere Pflege, um Aufnahme entgehen zu lassen und raubt stiehlt, und Wie gesagt, die Gerichte haben hier mit einer ganz ungebühr ins Lazareth wurden abgelehnt und Eichhorn mußte 4 Wochen mordet in diesen Kreisen" lichen Leichtigkeit die Verhaftung und Inhasthaltung verfügt. länger in dieser Bein verbleiben, weil Herr Gerlach nicht die sondern aus Prinzip" und Nächstenliebe, was doch weit nun nicht mehr um schnöden Gewinnes willen, Mit schlagender Deutlichkeit trat diese ungebührliche Leichtigkeit Reise aus Bad Hall nach Dresden machen könnte! Es hervor, als in der Hauptverhandlung vor der Vernehmung des hätte ja nachtheilige Folgen" für den Herrn RechtsDresdener Erpressungs- Prozeß fragt der Untersuchungsrichter bei der Polizeidirektion an, ob strengung unserer Genoffen kann der Kandidat der Sozial" 21 man nennen; mehr Anstand hat, wie sie in Süddeutschland sagen. Und wenn nun die Staatserhaltenden beim Wort genommen werden mit ihrem Vorsatz, den Anarchismus auszurotten, so sehen sie sich schnauzen herzufallen, die so steif und hölzern dem Bechtram auslöschte. Es war mein Probestück auf einem Wildgange, Base im Pfeffer! Das hätten sie nämlich längst schon gethan, gezwungen, alles Gesindel zu beseitigen, und da liegt der das Urtheil wieder vorlasen, als ob sie im Recht säßen, und der mich durch den ganzen Forst geführt hatte. Bei der base im Pfeffer! Das hätten sie nämlich längst schon gethan, wenn fie nur wüßten, wie sie es anstellen sollten. der von Vilbel im Unrecht. Und dennoch hatte er die Ge- Futterhütte des Waldes sah ich einen Mann stehen, einen Alle zehn Jahre zwanzigtausend Mann abschießen, daß fangenen losgegeben und folglich ward ihm von treu- Edelmann, nach Kleid und Wehr zu halten; er zählte fei die richtige Politit für Paris, foll der fluge brüchigen Hunden das Leben abgesprochen. Mit diesem letzteren feine Rehe, und mir wässerte in dem Versteck der Wund, Thiers einmal gefagt haben. Aber ist denn heute noch war's auch bald vorbei. Ein Rottmeister brachte ein Tuch daß mir's jeho so leicht sein würde, ein Wild aus diesem mit 20 000 gethan? 50 000 Männer, Burschen und Weiber, hat heran, uni dem Sterbenden die Augen zu verbinden, gedrängten Haufen herauszuschießen; daß mir aber nicht uns schon vor zehn Jahren ein Berliner Kriminalbeamter gesagt, aber tausend Hagelwetter! der Bube kannte unseren Alten gestattet sei, das Geschossene zu holen. Ich ergrimmte müßte man aus der Reichshauptstadt fortschaffen, wenn sie fauber nicht, welcher das Tuch verweigerte und die Augen muthig bei diesem Gedanken und dachte: wie wär's denn, Veit, werden sollte. Und dazu das Gesindel im übrigen Reich! Und offen hielt, unterm Schwert des Henkers, das schon blitte, wenn Du den breitschultrigen Mann holtest, der wie ein sigen von den nahezu zwei Millionen sozialdemokratischen wäre es vernichtet, wäre man damit auch nur einen ein und nach welchem die in unzähliger Menge versammelten frohlockender Geizhals seinen Reichthum überzählt, von dem Reichstagswählern los! Auf die ists aber doch eigentlich abReichsstädter schielten, wie abgestandene Fische, denn das Dir nichts gehört? Der Gedanke war auch sogleich die gesehen, denn die Sozialdemokratie ist ja das" Neffushemd" an Gesindel fürchtete jogar die Klinge, die es selbst in Händen That, und wie hingeblasen saß der Pfeil der Armbrust dem unserm Boltstörper. Würden die abgeschossen, so wäre das führt. Da muß aber noch mein Unstern wollen, daß, Menschen in der Gurgel. Ich auf und davon, sah ihn allerdings eine sehr gründliche Lösung, die freilich unten mehr während ich also in Zuschauen und grimmiger, verhaltener von ferne noch taumeln, stürzen, und kam selber glücklich befriedigen würde als oben, weil dann für die überlebenden ArWuth versunken auf meinem Gaule hielt, und hervorragte davon. Hinterher erfuhr ich, daß ich den Herrn von Dür beiter die goldene Zeit der hohen Löhne, die ihre todten Kame= über den Pöbel an der Erde,... daß Bechtram das Auge ning erschossen." daß Bechtram das Auge ning erschossen." Ei, das ist ja eine gräßliche That, würde, wie im Mittelalter, nachdem der Schwarze Tod die raden vergebens erstrebt hätten, ganz von selber anbrechen zu mir emporhob und trotz meines falschen Bartes mich ein Jugendstreich, wie es wenige giebt;" versetzte der Horn- Reihen der Arbeiterbevölkerung gelichtet hatte. erkannte. Unwillig rief er aus, mir winkend: Hoho! bergaber Dir ähnlich, Leuenberg. Einen wehrlosen Mann So bleibt also nur noch die Seifenblase übrig: ein preußis Hornberger! Du hier, und ich muß sterbend? Hilf!" Im aus dem Busche zu treffen, oder einen friedlichen Pfarr- sches Muster- Vereins- und Versammlungsgeseh, unb die ist keine selben Nu fiel sein Kopf, aber alle anderen Köpfe drehter herrn vom Kirchwege ins Grab zu legen, das ist Deine Seifenblase, denn dieses Gesetz werden wir haben. Im preußischen sich nach mir, der ich meinem Gaule wüthend die Sporen Sache."- Schweig mit dem Spotte!" eiferte Leuenberg Abgeordnetenhause fist eine Kartellmehrheit, und unter den gab, um mich aus dem Strudel zu arbeiten, der um mich wild werdend: Ein jeder treibt's nach seiner Lust und Kartellherren werden wenige sein, die nicht dächten: o wie gut wäre her fummte, wie ein Schwarm wilder Bienen, und mir Freude. Dieser in geräuschloser Nacht, jener in Rauferei es, wenn wir in Preußen ein so schönes Vereins- und Versamin fein besseres Schicksal verhieß, blieb ich in seiner Mitte und offenem Streit." Da fömmt aber Einer, dem das lungsgeseh hätten, wie sie es in Sachsen und in Hamburg haben! hängen. Salt auf! halt auf!" schrie es um mich her, und wahre Mordhandwerk noch keiner jemals besser nachäfft, beiden Muster- Polizeistaaten erfreuen, muß man ergänzen. Also Und eine so zahlreiche Sozialdemokratie, wie sich ihrer diese manche tecte Fauft griff zu nach meinem Bügel; ich aber, als er's treibt."- Der getaufte Jude Bodick schlich sich doch wieder nur Seifenblase? Namentlich, da sich noch andere nicht faul, hieb mit der Beitsche um mich her wie ein toller eben auf Kreis- und Schneckengängen aus dem Gehölze Schwierigkeiten erheben; wird man z. B. bei großstädtischen Maun, und habe manchen Spießbürger gezeichnet, daß er daher. Sein Rücken war ohne Last, sein Aussehen ver- Volksversammlungen über genug Polizeibeamte verfügen, ewig an den wilden Hornberger denken wird. Reiter hinter rieth indessen weniger den glücklichen Vertrödler geraubter um die Geburtsscheine aller Einlaßbegehrenden, deren Gesichter mir brein... Steine durch die Luft. und ich voran Sachen, als vielmehr den zornigen erbitterten Bösewicht. Schwach oder gar nicht bebartet find, prüfen zu können? Und, wie eine Windsbrant und narrte sie hinter mir her Vorsichtig und wie ein Falke blinzelte er hinter jeden Bersammlungen mehr besuchen dürfen, wie sollen wir da unfere jammern die ultramontanen Hirten, wenn die Jünglinge feine bis an die Warte. Dann streckte ich dem Lumpenpack die Strauch und trat, nachdem er sich überzeugt, daß es rings Schäflein zusammenhalten und vor dem durch die Werkstätten Bunge heraus und ritt gemächlicher durch Feld und Flur umber still geworden, mit zuthulicher Frechheit zu den schleichenden sozialdemokratischen Wolfe behüten? Doch diese und Saat, bis ich in Deine Händel fiel. Aber geschworen Junkern, die ihn starr ansahen, aber seinen Gruß faum Schwierigkeiten werden sich am Ende überwinden lassen. Man darf ja hab' ich's, heute wenigstens feiner Christenseele ein Leid zu erwiderten. Bringst Du Geld?" fragte der Leuenberg: nur verordnen: Das Vereins- und Versammlungswesen ist Sache thun, weil mich des armen Bechtram's Tob doch sehr be- heraus damit, ohne Widerrede und Umstände. Du siehst, der Polizei; Vereine dürfen nur von der Polizei gegründet und ftürzt gemacht, und deshalb ließ ich den Fant ziehen, den Jude, daß ich Hilfe in diesem Manne erhalten habe. Weigere geleitet werden, und andre Versammlungen, als die von ihr Du nicht leiden kannst."-Hol' ihn der Teufel, und Dich demnach nicht ferner." Euer Knecht, Herr von berufnen, sind nicht gestattet. Diese gefeßmäßigen Versamm nicht minder den Juden, der seines Vaters Bruft ver- Hornberg," versetzte der Jude flüchtig: wie seid Ihr gelungen dürfen nicht blos, sondern müssen besucht werden von fehlte!" brummte Veit von Leuenberg grollend:" Daß ich kommen in die Wildniß, die da beherbergt zwei von Guren Ueberhaupt, wenn man einmal Schaumblasen macht, muß allen, die dazu kommandirt find. die dazu kommandirt find. mich nicht rühren konnte! Ich hätte den Buben falt ge- besten Bekannten?"" Um Dich zu seh'n, mein Taufsohn!" man nicht schüchtern sein, sondern etwas ordentliches zufammens macht, wie feine Landsleute an Bechtram thaten, der grinste der Hornberger dem Buben zu: Wie steht's mit blasen, im Stile der Wigblätter, daß doch Auge und Herz eine übrigens auch noch lebte, wenn auf, Neufaltenstein mein Rath Dir, Bursche?"" Gut, Herr," entgegnete Bodick boshaft Freude daran haben. Wie schön ließe sich 3. B. bei dieser befolgt und der saubere Neffe gehangen worden wäre." lächelnd: ich habe den Fehdebrief geschrieben der ganzen Manier die Reichstags- Wahl ausmalen! Bur bestimmten Stunde Bab!" erwiderte der Hornberg: hört man Dich allein, Welt, meine Freunde, die edlen Herren hier, ausgenommen. ruft die Signaltrompete die Bürger des ersten Bezirks auf so hast Du zu allem das Beste gerathen, und vor allem das Ich hatte gebaut so schön mein Haus, und die frumme die Straße, eine Viertelstunde darauf kommandirt der Beste gethan. Geht man auf den Grund, ist wenig das Schlange hat's eingeschlagen. Zu Frankfurt verlangen sie Polizeilieutenant: antreten, in Zügen rechts schwenkt, marsch! hinter. Ich denke, die meisten Leute leben noch, denen Du meinen Kopf, und das Vehmgeding hat mich geladen vor seinen Bettel einhändigen u. f. w. Das Reich der Phantasie kennt So ins Wahlzimmer, wo andere Polizeibeamte jedem Wähler ben Tod geschworen!"- Keinen Schimpf!" drohte Beit, seinen Stuhl. Was thue ich aber mit der Ladung? Da teine Grenzen, und darum schadet's auch nichts, wenn der Zukunftssich mühsam auf den Ellbogen stüßend: gerade hier bin mit ich nicht erst zurückgehen muß, bleibe ich ganz weg." staat der Staatserhaltenden aufs Haar so aussieht wie der von ich dem Plaze nahe, wo ich zum ersten Male einen Menschen! ( Fortsetzung folgt.). Eugen Richter aufgebaute sozialdemokratische. Auf die Manöver als bedenkliche Verbreitungsmittel| arrogantesten sozialpolitischen Nichtswisser in Deutschland wird der Cholera wiesen wir unlängst hin; wie recht wir hatten, bestehen bleiben. Uugern- Sternberg ist vielleicht doch in Rußland ver haftet worden. Es wäre dies ja die beste Lösung für die beweist eine Meldung der Frankfurter Beitung" aus Marburg, wonach in dem Dorfe Bürgeln, eine Meile von Freis. 3tg." bie Deffentlichkeit unserer Parteitage noth- Rußland, dem Jdealstaate des Landgerichts- Direktors BrauseDas Mißtrauen der Genoffen" macht nach der um ihren theueren Lockspigel so besorgten Geheimpolizeien. In Marburg, im Manöverterrain der 21. Division, durch den wendig. Nun wenn dies die Ursache für die Deffentlichkeit wetter, wo es wirklich keine Deffentlichkeit giebt, kann man Profeffor Fränkel zwei Todesfälle an Cholera asiatica fest- unserer Parteiberathungen wäre, so hätte die freisinnige ihm bequem einen Geheimprozeß machen, durch ein offizielles gestellt wurden. Die einquartirte Eskadron der Mühlhäuser Volkspartei" zu voller Deffentlichkeit weit mehr Anlaß, Telegramm dann die Welt belügen, daß er zu lebensÜlanen wurde ausquartirt. Die Soldaten sind verschont benn wie ein Blick in die freisinnige Presse und dito Vereine länglicher Zwangsarbeit in Sibirien verurtheilt wurde, geblieben. beweist, herrscht dort ein den Bestand der Partei ge- während er in Wirklichkeit zum geheimen Staatsrath bei der Die Verständnißlosigkeit des Herrn Nichter. Herr fährdendes Mißtrauen. Wir halten übrigens unsere Be- politischen Polizei gemacht werden kann. ¡ lleber die anRichter bellagt sich in seinem letzten Leitartikel über die Irr rathungen deshalb öffentlich ab, weil wir das Licht des gebliche Verhaftung liegt die folgende Depesche aus lehren der Sozialdemokratie" bitter darüber, daß wir ihm Ber- Tages nicht zu scheuen haben und weil wir eben wirklich Brüssel vor: ständnißlosigkeit, Berworrenheit, öde und thörichte Ausführungen eine Volkspartei sind und nicht ein Chor von Steifleinenen, Berhaftung des Baron Ungern- Sternberg aus und fonstatiren, Siesige Blätter drücken ihre Befriedigung über die endliche vorgeworfen haben. wie die um Richter und Genossen. Herr Richter nennt diese Ausdrücke Echimpfereien". Wir daß derselbe nicht nach Belgien ausgeliefert werden kann. Laut tönnen Herrn Richter versichern, daß es uns durchaus ferngelegen Auch die Freifinnige Vereinigung beabsichtigt, wie felbe nach russischem Gesez für verübte Verbrechen ver Auslieferungsvertrag zwischen Belgien und Rußland wird derhat, zu schimpfen, sondern daß wir mit jenen Ausdrücken nur der Frankfurter Beitung" aus Gotha berichtet wird, am urtheilt. Das ganze Aftenmaterial des belgischen Untersuchungsunsere tiefste und innerste Ueberzeugung von dem sozialpolitischen 15. September daselbst einen Parteitag abzuhalten. richters ist nach Petersburg geschickt worden. Ein belgischer BeVerständniß des Herrn Richter ausgesprochen haben. Die Thüringer Anhänger wollen dabei die Frage des der amter wird von Lüttich nach Petersburg reisen, um Sternberg Partei so nöthigen Programm 3 erörtern. Das kann zu verhören. ein heiteres Pendant zu dem Programmspektakelstück der freisinnigen Volkspartei werden. Einen neuen, überraschend deutlichen Beweis dafür, daß diefe unsere Ueberzeugung thatsächlich die richtige ist, finden wir in der Mittwochnummer feiner Freisinnigen Zeitung". Herr Richter bringt da zu dem kleinlichen häuslichen Kriege zwischen Freifinnige- Zeitung" und" Bolts- Zeitung", der uns im übrigen ja gar nichts angeht, eine Berichtigung. Es handelt sich um eine Rede des Herrn Richter selbst, die er auf ciner feiner Irrfahrten zur Vertheidigung seines waschTappigen Programmentwurfes in dem hiesigen Werein Walded" gehalten hat. Es ist also anzunehmen, daß die erwähnte Berichtigung durchaus authentisch ist, da man doch nicht glauben fann, daß Herr Richter in seinem Leibblatt seine eigenen Reden falsch wiedergegeben wird. Was müssen wir da nun lesen! Wir müssen die Genossen vorher bitten, auf thr Zwerchfell Acht zu geben, da es sonst leicht Schaden nehmen tönnte. Verschiedene ordnungsbegeisterte Angehörige des ehrfamen Handelsstandes waren im besagten Verein aufgetreten und hatten die entsehliche Thatsache festgestellt sie selbst nannten es traurige Erfahrungen", daß viele ihrer Kameraden in das fozialdemokratische Lager übergingen. Versprechungen von Ersparnissen hat Crispi schon oft gemacht, über die letzte meldet ein Telegramm aus Rom das Folgende: Im geftrigen Ministerrathe legten die Minister die Insgesammt baben dieselben Ersparnisse von 22 Millionen zur Folge. Am Schlusse kommt dann immer ein Hundertmillionen Defizit heraus. Auch ein nationalliberaler Parteitag, der freilich sein wird, soll im Herbste am Site des in vollster Deffent- Entwürfe der organischen Reformen vor. blos eine geheime Konferenz einiger Delegirter lichkeit tagenden sozialdemokratischen Parteitags zu Frankfurt a. M. abgehalten werden. Derselbe wird natürlich nicht die von vielen Parteimitgliedern gewünschte Revision des Parteiprogrammes vornehmen, da dann ja die Partei sofort auseinanderfallen müßte, er wird", nach der nationalliberalen Correspondenz, nur zur gegenseitigen Anregung und Er muthigung in diesen schweren Zeiten dienen". Die Kreuz- Zeitung" bemerkt hierzu treffend? oings höchft nöthig. Wenn aber entmuthigte Leute einander " Gegenseitige Ermuthigung ist den Nationalliberalen aller gegenseitig Kourage machen wollen, dann suchen sie zunächst Wunderdinge von ihrer eigenen Kraft zu erzählen, die Gegner aber, die sie fürchten, als Schwächlinge darzustellen." " Natürlich gehören sie dahin. Das kann aber selbstverständlich der Harmoniedusel und der arrogante und dünkelhaste Hoch- Die Furcht vor dem Antisemitismus wird in der muth, der heute noch in weiten Schichten der kaufmännischen konservativen Partei immer stärker, wie die folKreise grassirt, nicht begreifen. gende Auslassung ihres wichtigsten Organs, der Krenz Beitung", beweist. Dieselbe schreibt anläßlich der den Konfervativen so unangenehmen Beitungsueugründungen: Aber auch für Herrn Richter ist diese Thatsache etwas Unbegreifliches, und dem verdanken wir seine neueste Weisheit. Er bestieg würdevoll die Redner- Tribüne und sprach nach seinem eigenen Bericht die inhaltschweren Worte: „ Ich muß zunächst sagen, daß ich nicht zu begreifen vermag, wie ein junger Kaufmann derjenigen Partei angehören kann, die feinen Stand aufheben will, da der sozialistische Staat teinen Handel kennt." Da steht es. Sollte man es für möglich halten, daß ein Mann, der überhaupt in das politische Leben hineingerochen hat, so etwas sagen fann? Und nun gar Herr Richter, der doch unbestreitbar in der Pelitit einen gewissen Namen hat, und der der absolute Herrscher einer ganzen Partet ist! Wenn wir nicht längst verlernt hätten, uns überhaupt über Herrn Richter zu wundern, dann müßten wir es hier thun. Aber vielleicht ist dieser Vorfall geeignet, manch' anderen über das sozialpolitische Verständniß des Herrn Richter auf zuklären. Doch versuchen wir einmal, uns klar zu werden, was Herr Richter sich wohl bei diesem tiefsinnigen Saye gedacht haben tönnte. So sehr wir unser Hirn anstrengen, wir finden nur zwei Möglichkeiten. Die eine Möglichkeit ist die, daß der Handel nach Ansicht des Herrn Richter an sich eine so erhabene Thätigkeit ist, daß die Beseitigung dieses Handels eine der vielen fulturvernichtenden Folgen wäre, die Herr Richter und seine Jünger der Sozialdemo: tratie aufs Ronto zu schreiben pflegen. " " " " Ruffisches aus Italien. In einem Briefe' an die die grausame Behandlung, die man ihrem Vater im GeUnion" von Catania protestirt die Tochter de Felices gegen fängniß angedeihen lasse. Demselben soll als Nahrung Brühe, Brod und Wasser gereicht werden, auch bleibe derStuhl oder Bett vorhanden sei. Erst nach einem Jahre selbe während des ganzen Tages in der Belle, wo kein Tisch, soll ihm gestattet sein, seine Freunde sehen zu dürfen. Zur Situation in Ostasien liegt jetzt eine für China höchst bedenkliche Nachricht vor, nach der ein Konflikt mit Frankreich nicht ausgeschlossen ist. Eine Depesche aus Hanoi meldet nämlich, daß der Zollfontrolleur Chaillet in Moncai in der Nacht vom 26. zum 27. d. Mts. von Chinesen ermordet wurde; seine Frau und seine sechsjährige Tochter wurden entführt. Die französischen Truppen fonnten die Chinesen nicht einholen. Die Angelegenheit wird von dem französischen Gesandten in Peking weiter verfolgt. " Wir haben indessen unsere Gesinnungsgenossen auch insonder beit vor der Voltsrundschau" bereits gewarnt; wir wiederholen diese Warnung hiermit. Das Der Figaro" fordert anläßliche der Ermordung des Zollgenannte Blatt ist zu dem Zwecke gegründet, um für einen fontrolleurs Chaillet in Moncai ein sehr energisches Vorgehen größeren antisemitischen Einfall in unsere Partei den Boden gegen China; man müsse alle Grenzstreitigkeiten mit China ein zu bereiten. Unsere Gesinnungsgenossen werden gut thun, in für allemal regeln und dessen Zusammengehen mit den Piraten Bereinen und engeren Kreisen auf dieſes Biel aufmerksam zu ein Ende machen; China werde angesichts des Konfliktes mit machen and insonderheit darauf hinzuweisen, daß man die un- Japan gewiß die Forderungen Frankreichs bewilligen. geheure Mittelstands- Freundlichkeit der Volts Ueber die Entwickelung des Krieges mit Japan wird vom rundschau" als das erkenne, was sie wirklich ist: als Mittel der Reuter'schen Bureau" über Shanghai aus Chefoo gemeldet, Reklame nämlich für dunkle antisemitische Zwecke." daß das englische Kanonenboot Redpole" zurückgekehrt Die Konservativen dachten den Antisemitismus als ift. Dasselbe berichtet, die Meldung, daß die Japaner Ritt für ihre Partei benußen zu können, nun fürchten sie Port Arthur angegriffen hätten, sei unbegründet. Die in ihn als Explosivstoff, der die Partei zersprengen könnte. den nördlichen Häfen ansässigen Ausländer seien infolge der letzten Mißhandlungen von Missionaren sehr beunruhigt und Höhere Besteuerung des Haufirgewerbes. Die„ Nordd befürchteten, daß das kaiserliche Defret, welches der Bevölkerung Allg. 3fg." schreibt: Letter Tage wurde in einzelnen Blättern befiehlt, die Missionare und Ausländer au respektiren, unbeachtet die Vermuthung ausgesprochen, daß der Bundesrath bei seiner bleiben werde. bevorstehenden Beschlußfassung über eine Abänderung der Ge- Wie den Times" aus Shanghai gemeldet wird, bestätigt werbe- Ordnung auch dem von einer Handelskammer angeregten eine chinesische Depesche aus Tientsin, daß 14 japanische KriegsAntrage zustimmen werde, zustimmen werde, daß das Hausirgewerbe, um schiffe mit 4000 Mann an Bord Port Arthur angegriffen haben. eine Beschränkung desselben herbeizuführen, einer höheren Die chinesische Flotte erhielt den Befehl, den Kampf gegen die Besteuerung als bisher zu unterwerfen sei. Die Mach- Japaner aufzunehmen. richt wird verschiedentlich als nicht zutreffend bezeichnet. Der Antrag, den die Ausschüsse nach den gründlichsten Be Die zweite Möglichkeit ist die, daß Herr Richter glaubt, daß rathungen dem Bundesrath zu den bekannten preußischen und nach Beseitigung des Handels in der sozialdemokratischen bayerischen Abänderungsvorschlägen unterbreitet haben, wisse, so Wirthschaftsordnung die heute im Handelsgewerbe beschäftigten viel bekannt geworden sei, von einer Erhöhung der betreffenden Aufruf an die Parteigenossen Berlins und der Provinz Personen stellenlos werden würden und verhungern müßten. Steuer nichts. Da nun aber das Plenum des Bundesraths and Brandenburg. Vielleicht hat Herr Richter die Güte, uns anzugeben, an Ausschußanträgen bekanntlich nur in feltensten Fällen noch welche diefer beiden Möglichkeiten er bei seiner famosen Rede Aenderungen vornehme, auch an den Ausschüssen für Handel Parteigenossen! Nach dem glänzenden Aufschwung unserer gedacht hat. Viel Ehre würden sie ihm beide nicht eintragen, und Verkehr und für Justizwesen, die den vorliegenden Antrag Parteibewegung innerhalb der Provinz Brandenburg anläßlich und eine dritte finden wir, wie schon gesagt, beim besten Willen gestellt haben, diejenigen bayerischen Bevollmächtigten, die seiner der letzten Wahlkampagne halten wir es für unsere Pflicht, Euch Zeit den auf eine weitgehende Einschränkung des Hausirhandels zu einer Partei Ronferenz nach Berlin zusammenzu Oder doch! Uns fällt doch noch eine dritte Möglichkeit ein: sielenden Antrag im Namen ihrer Regierung eingebracht haben, rufen. Auf dieser Konferenz wollen wir Rechenschaft ablegen Vielleicht hat sich Herr Richter gar nichts gedacht. betheiligt gewesen seien, so sei wohl zu erwarten, daß es bei den Ausschußantrage sein Bewenden haben werde. über unsere agitatorische Thätigkeit im verflossenen Jahre. eignetsten sind, unsere Ideen in die noch zurügebliebenen Weiter wollen wir mit Euch berathen, welche Mittel die ge Theile der Provinz zu tragen. Die Konferenz tagt Sonntag, den 16. September, von Vormittags 9 Uhr ab in den Oranienhallen, Drantenstr. 51, am Morigplatz. Im Anschluß an diese Bekanntmachung ersuchen wir die Parteigenoffen der nicht heraus. Parteinachrichten. Da wir gerade bei Herrn Richter sind, wollen wir auch noch einige Worte zu unserer fürzlichen Breßfehde mit ihm über die Produktivität der sozialdemokratischen Wirthschaftsordnung Beitung wird geschrieben:" Personen, die diesen Sommer Aus dem bayerischen Hochgebirge. Der„ Franks. hinzufügen. Serr Richter meint, wir seien mit unserem Latein ganz und ausgedehnte Fußtouren durch das bayerische Hochgebirge gar zu Ende. Ja, glaubt Herr Richter denn, wir fönnten es gemacht haben, erzählen, daß sie fast überall eine ähnliche unseren Lesern bieten, dieselben Leitartikel mehrere Male hinter- Stimmung der Bevölkerung gefunden haben, wie sie einander zu bringen, wie sie Herr Richter in so herzerfrischender jüngst in Murnau bei den Gebirgsbewohnern zu beobWeise seinen Lesern vorseßt, die allemal vor Entzücken auf den achten war. Es scheint, daß in diese Stimmung vielfach Reichstags- Wahlkreise, nunmehr schleunigst Versammlungen einBauch fallen, wenn Herr Richter gegen die Sozialdemokraten auch Wald, Wild- und Jagdfragen hineinspielen." Toszieht, ganz gleichgiltig, was er auch schreiben mag? Wir zuberufen und darin die Wahlen der Delegirten zur haben ihm die höhere Produktivität der sozialdemokratischen Das Berliner Tageblatt" theilt jetzt, nach dem Parteikonferenz vorzunehmen. Die Zahl der Delegirten jedes Wirthschaftsordnung bewiesen, und einen stichhaltigen Einwand Graf zu Dohna Laud ihm etwas geschrieben haben Kreises hat er dagegen nicht vorgebracht. Damit ist die Sache für uns foll, mit, daß die als von ihm veröffentlichten Dokumente ferenz wird erledigt. Wenn nun Herr Richter in seinem letzten Geschreibsel sich dem Vorwärts" entnommen waren: Die Dokumente sind findlich darüber freut, daß nach unserer Ansicht auch selbstverständlich durchaus echt. " darf drei Die nicht übersteigen. Kons einen Tag in Anspruch nehmen. Parteigenossen, die auf einen oder mehrere Tage in Berlin Logis nehmen wollen, werden ersucht, sich an Hermann Mattutat in der fapitalistischen Wirthschaftsordnung sich die Produktivität Die ,, Volksrundschau" ist nun heute erschienen. Be- Berlin SO ,, Wrangelstr. 124, zu wenden. Die Tagesordnung von Kapital und Arbeit erhöht, so können wir ihm das Verzeichnend für diese Tageszeitung für den deutschen Mittel- bestimmt die Konferenz selbst; als provisorische Tagesordnung gnügen laffen. Jedenfalls haben wir das noch niemals bestritten stand" ist, daß sie als besondere Beilage einen Rathgeber schlagen wir vor: 1. Bericht über die Thätigkeit des AgitationsWenn aber Herr Richter im Anschluß daran schreibt, es wird in Geld und Börsensachen verspricht. Das kann eine nette fomitees; 2. die fernere Gestaltung unserer Landagitation; hier also zugegeben, daß in der heutigen Gesellschaftsordnung schon die höhere Produktivität, welche durch den Großbetrieb er- Korruptionsquelle werden. Herr Hempel will es Herrn 3. Anträge.- Alle Anfragen und Zuschriften, sowie die Anreicht werden kann, in der Hauptsache von selbst eintreten wird, Mosse in allem gleichthun. ohne daß es dazu eines Umisturzes oder eines neuen Aufbaues Das Agitation 3 Romitee für die Proving Brandenburg. träge sind an den Unterzeichneten zu richten. der gesellschaftlichen Ordnung bedarf", so zeigt dieser Sah wieder glücklich, daß sein Souverän König Philipp VII., sonst so wichtigen Konferenz betheiligen mögen, zeichnet mit sozial-. Der Orleansdiener Cafimir Perier ist sehr un Mit dem Wunsche, daß sich alle Kreise an dieser für uns die geradezu haarsträubende Verständnißlosigkeit des Herrn Richter Graf von Paris genannt, dessen Statthalterschaft über Frank demokratischem Gruß in sozialpolitischen Dingen. Robin verrennen Sie fich denn nur, Herr Richter? Hat reich er als Präsident der französischen Republir führt, denn jemals ein Sozialdemokrat gefagt, er wolle die heutige todeskrant ist. In allen Kirchen von Paris läbi Ordnung nur deswegen umstürzen, um die Produktivität zu er er für die Genesung des ungekrönten Königs Messen höhen? Unsere hauptsächlichsten Beweggründe sind doch ganz lesen und sich stündlich durch direkte Londoner Telegramme anderer Natur, und wir sagen nur, daß sich außerdem auch über den Zustand seines Herrn benachrichtigen. Die die Produktivität erhöhen wird. Wenn Herr Richter auch ein französische Republik hat ihre ungetreuesten Anhänger am Mittel fände, die Produktivität in der heutigen Wirthschafts. Steuerruder des Staatsschiffes. ordnung zu verdoppeln und zu verdreifachen, so würden dadurch greift. unfere Gründe für die Beseitigung der kapitalistischen und für Sozialistenverfolgungen auf Grund des Anarchisten: die Einführung der sozialdemokratischen Wirthschaftsordnung gesetzes scheinen schon wieder in Frankreich geplant zu sein. nicht schwächer. Wir denken allerdings von der Verständniß- Aus Paris wird hierüber telegraphirt: losigkeit des Herrn Richter so hoch, daß wir ihm gern glauben, Wie verlautet, jollen die Redakteure verschiedener Heiner daß er den richtigen Zusammenhang der Fragen nicht be- Sozialistenblätter, ohne Angabe des Grundes, vor den UnterWir haben uns heute, wie ja schon die Ueberschrift suchungsrichter geladen sein. beutete, vornehmlich mit der Person des Herrn Richter Die Spitzbuben läßt man laufen, die Sozialdemo: beschäftigt. Wir haben das absichtlich gethan Wir diskutiren fraten sperrt man ein, so ist die Signatur in Frankreich, gern mit Gegnern, die uns verstehen. Aus dem Angeführten denn nach dem Echo de Paris" soll der im Panama wird aber jeder unbefangene Leser ersehen, daß Herr Richter Prozeß verurtheilte Minister Barhaut in Kürze wieder frei uns nicht versteht. Und jeder unbefangene Leser wird uns Recht geben müssen, wenn wir die Verständnißlosigkeit des Herrn gelassen werden. wir heute beweisen. Richter als eine unbestreitbare Thatsache hinstellen. Das wollten Barhaut war bekanntlich ein persönlicher Freund des Herrn Der Erzlump, Millionendieb, Panamist und Minister Das Wissen und die Schlagfertigkeit des Herrn Richter in Casimir Perier, des würdigen Präsidenten der französischen finanspolitischen Dingen in allen Ehren; aber das Wort von dem Republik. J. A.: August 2ölter, SO., Reichenbergerstr. 72a. Die Provinzialblätter werden um Abdruck vorstehenden Aufrufs gebeten. Bei den Gewerbegerichts- Wahlen in Weimar, die am 29. August stattfanden, stegten die von der Gewerkschaftstommission aufgestellten Arbeitnehmer- Kandidaten mit rund 250 gegen 50 Stimmen, der von dem Gewerbeverein aufgestellten artigen Kinder, hiervon ein großer Theil Wertführer. Als Bertreter der Arbeitgeber siegte hingegen die Liste des Mischmasch's mit rund 80 gegen 20 Stimmen. Um die Errichtung dieses Gewerbegerichts haben die dortigen Genossen einen ziemlich langen Rampf gehabt. Man schreibt uns darüber: Schon im Jahre 1890 beantragten die Gewerkschaften beim Gemeinderath die Errichtung eines Gewerbefchiedsgerichts, man. ging zur Tagesordnung über. Anfang 1890 referirte bier Genoffe Bock aus Gotha über die Bedeutung der Gewerbegerichte 2c." Von den Gegnern erschien der Vorsitzende des Gemeinderaths, und äußerte unter anderem, er bedaure, daß nicht mehr ſeiner Herr Kommerzienrath Döllstädt. Dieser Saulus wurde ein Paulus Kollegen anwesend seien und sich an diesem interessanten Vortrag belehren Tonnten, wie er. Falls die Gewerkschaften nunmehr beim Gemeinderath die Errichtung beantragten, werde er ents schieden dafür eintreten. Tas ließen sich die Gewerkschaften nicht veimal fagen und Herr Dölstädt hielt Wort. dafür sprachen. * Besonders In genannten Provinzen giebt es eine ganze Anzahl Kollegen, Soziale Lteberlicht. welche dieser Organisation noch fernstehen. Die Unterzeichnete Wie Juspektionen ausgeführt werden. Unter dieser Kommission wendet sich deshalb an alle Kollegen mit der Auf Befürwortung des letzteren fand die Schaffung eines Spigmarke brachten wir fürzlich eine Notiz, in der die Art der Aufforderung, sich dieser Organisation anzuschließen, Gewerbegerichts einstimmig Annahme. Erwähnt sei noch, daß Grubeninspektion in Böhmen gegeißelt wurde. Damit sollte gemeinsam bessere Bedingungen zu erringen. Wir erwarten von der Ober- Bürgermeister, als auch Gemeinderatsmitglieder von feineswegs angedeutet werden, daß wir die deutsche Fabrik. Den Kollegen, welche diese Beilen lesen, daß sie dieseur Muje verschiedenen Städten Erkundigungen einzogen, welche sämmtlich inspektion für eine durchaus mustergiltige halten. Daß sie eine folgen, sich an unterzeichneten Kollegen wenden und Auskunft folche nicht ist, geht recht deutlich hervor aus einer Zuschrift, über die Organisation verlangen, sowie ihre Adressen einsenden, Herr Dr. Bruno Wille als Verfechter der persön zunächst gesagt, daß der Bericht der Provinz Hannover mögen uns die Genossen, welche Fühlung haben mit den in die uns aus dem Lüneburger Bezirk zugeht. In dieser ist um mit ihnen in Verbindung treten zu können. Blätter in einer Rieler Bersammlung, wo er gegen einen beim Verhältniß steht zur Thätigkeit des betreffenden Beamten, ver Organisation und Agitation find zu richten an Georg lichen Unabhängigkeit" soll nach den Meldungen bürgerlicher fich fiets auszeichne, und zwar durch seine Kürze. Ob dies unseren Industriezweigen beschäftigten Arbeitern, zur Seite stehen, und Adressen von Steinarbeitern einsenden. Anfragen in betreff ziehentlich zwei Sechser Entree seinen, um mit dem ,, Sozialdemokrat" mögen wir nicht zu beurtheilen, Thatsache ist aber, daß nur zu reden, Philosophatsch" zum Besten gab,„ interessante Mitthei- ältere Arbeiter in Lüneburg fich erinnern tönnen, daß der en fer, Berlin, Thurmſtr. 58. lungen über den Terrorismus der sozialdemokratischen Führer Herr Fabrikinspektor die dortigen Fabriken, und zwar vor sechs innerhalb der Partei" gemacht haben. Dr. Wille habe in scharfen bis sieben Jahren inspizirt hat. Unter diesen Umständen könnte Worten gegen die Parteileitung polemisirt, deren Mitglieder es denn nicht anders sein, als daß der betreffende Beamte Nach" S Die Agitations Kommission der Provinzen Brandenburg, Pommern und Preußen. Der Verbands= teine geistigen, sondern herrschaftliche Führer" seien richten über die Lüneburger Arbeitsverhältnisse durch Umwege Achtung, Barbiere und Friseure! Seit 4 Wochen stehen und verurtheilte auf das Entschiedenste die strenge Disziplin erhielt. Dies ist auch deutlich ausgesprochen, denn es heißt in die Kieler Kollegen in einer Bewegung für Verkürzung der Arinnerhalb der Partei. Nun, gegen diese Angriffe einer in ihrem dem Bericht unter anderen:" In einer Zeitung fand sich beitszeit. Sie fordern den Schluß der Geschäfte am Sonntagen Nichts erkannten und darum gekränkten Leberwurst den Partei- die Mittheilung, daß Anfangs 1898 in Lüneburg 302 arbeits- um 4 Uhr Nachmittags und an Wochentagen um 9 Uhr Abend?. vorstand vertheidigen, halten wir gewiß nicht für nöthig. Uns lose Personen ermittelt seien, die zusammen 1606 Wochen be- Bon 70 Geschäften haben bis jetzt 50 bewilligt. Schivere Opfer intereffirt nur die eine Behauptung des Verehrers der viel schäftigungslos waren. Die Zahl der Arbeitslosen würde auf hat dies Resultat gekostet und fortwährend sind noch neue Ausgeschmähten Bourgeoisie", der Vorwärts" habe in der 400 bis 500 geschätzt; die Noth unter ihnen spotte jeder Be- gaben nothwendig, wenn der Sieg endgiltig errungen werden Rubrit" Bersammlungen" seinen Namen tonfequent ausgelassen.schreibung. Von maßgebender Seite wurde die Polizei- Direktion soll. Die Kieler Arbeiter sind schon aufs äußerste herangezogen, Darauf bak wir zu erwidern: Der Vorwärts" hat in Lüneburg veranlaßt, der Sache näher zu treten, und es die Kaffe des Zweigvereins ist erschöpft und die Verbandstaffe Berichte über Versammlungen der" Unabhängigen", in deren wurde dabei festgestellt, daß jene Zeitungsnachricht den thatsäch ist ebenfalls nicht im stande, mit genügenden Geldmitteln zu Reihen Herr Wille eine Zeit lang geglänzt und deren Thun und lichen Verhältnissen nicht entsprach, vielmehr stark übertrieben Hilfe zu kommen. Wir appelliren deshalb an Euch! Unterſtüßt Treiben sich überhaupt nur beschränkte auf die Berleumdungen war."( sic.) die Kieler Kollegen in ihrem Kampfe für eine gerechte Forderung von leitenden Personen in der Partei, allerdings fonsequent" nicht aufgenommen und somit auch nicht seinen Namen. Was Inspektors nichts zu schaffen, ist aber aus den bekannten Gründen Buzug streng fernhaltet. Gelder sind an J. Laß, ZigarrenDiese Mittheilung hat direkt mit der Thätigkeit des Fabrik- durch schnell vorzunehmende Sammlungen und indem Ihr den die Versammlungsanzeigen der„ Volksbühne", sowie der in dem Bericht des Fabrik- Inspektors aufgenommen, um den fabrikant, Kiel, Jungmannstr. 74, Korrespondenzen an I. Anthes, Freireligiösen Gemeinde", anlangen, so sind diese, soweit die Nothstand im Winter 1893 wegzuleugnen. Um jedoch den Werth Barbier, Kiel, Knooperweg 136b, zu senden. jetzigen Mitglieder der Redaktion informirt sind, stets in des Berichts und die Nichtigkeit der Mittheilungen beurtheilen zu vorstand. J. A.: Rob. Start, Borsigender, Hamburg, Billy. dem Wortlaut aufgenommen worden, in dem sie übergeben können, dürfte es sich empfehlen, der Entstehungsgeschichte jener Brückenstr. 32. worden sind. Der Merger darüber, daß ihm das fozialdemo- Mittheilungen" näher zu treten. Am 16. Januar 1898 tagte NB. Alle Arbeiterblätter werden freundlichst um Abdruck tratische Heerdenvieh" bei seinen Wanderversammlungen nicht in Lüneburg eine Arbeitslosenversammlung. Das Lokal war gebeten. genügend Groschens zuträgt, läßt ihn schließlich noch behaupten, überfüllt, viele fanden keinen Einlaß. Anwesend waren über Streik in Wittenberg. Die„ Magdeburger Zeitung" der Redaktion des„ Vorwärts" sei ein diesbezüglicher Befehl vom 200 Personen, darunter waren, wie in der Versammlung feit schreibt: Dienstag gegen Mittag kam es unter den Arbeitern der Parteivorstand zugegangen, den Namen des Dr. Bruno Wille zu gestellt wurde, 4 in Arbeit stehende Arbeiter. G3 wurde schließlich Tynamitfabrik bei Reinsdorf wegen Lohnfireitigkeiten zu so argen unterdrücken. Muß der Mann eine hohe Meinung von sich eine 10gliedrige Kommission gewählt, welche statistische Er- Reibereien, daß Gendarmerie geholt werden mußte, die die Ruhe hebungen veranstalten sollte. Schon nach kurzer Zeit war eine herstellte. Gegen 70 Arbeiter von außerhalb legten freiwillig die Subkommission von 8 Personen in der Lage, den damaligen Arbeit nieder und begaben sich mit der Bahn in ihre Heimath. Oberbürgermeister Sauenstein auf eine Liste von 302 Arbeits- Nach dem konservativen Wittenberger Tageblatt" find die auslofen zu verweisen und Abhilfe zu beantragen. Diese Liste gezahlten Löhne so gering, daß die Arbeiter zum Theil nicht die schien dem Oberbürgermeister, welcher die Arbeitslosen, wahrschein- täglichen Ausgaben für Wohnung und Kost verdient haben, an lich um sie zu trösten, mit einer Serviette um den Hals empfangen ihre Familien aber überhaupt nichts haben abführen können. hatte, nicht zu gefallen, er erwiderte:" Auf der Liste können Weitere Nachrichten fehlen. Wir warnen vor. Zuzug nach Viele stehen. Zum Wortführer gewandt: Was sind Sie?" Wittenberg. Dachdecker."" Im Winter werden feine Dächer gedeckt," sprachs und fehrte zur verlassenen Mahlzeit zurück. haben. fe Als Telegirter für Luckenwalde zur Brandenburger Parteifonferenz wurde in einer Versammlung am 29. August, in welcher der Reichstags Abgeordnete Robert Schmidt einen beifällig aufgenommenen Vortrag über:" Die Thätigkeit des Reichstages in der letzten Session" hielt," der Genosse Frib Gerischer gewählt. " Bekanntwerden Die Aussperrung von zirka 50 Arbeitern und Arbeite rinnen der Köbte schen Strumpffabrik in Göppersdorf bei Burgstädt ist, wie erwartet, am 31. August erfolgt. zuzug ist fernzuhalten. Alle Sendungen beliebe man an Albin Reichelt, Burgstädt, Marienstraße, zu senden. Für Zuzug von Formstechern nach folgenden Orten: Die Polizei als Förderin des Boykotts. Der Besitzer des Tivoli" in Flensburg war durch das über sein Lokal Die Kommission wandte sich nun an die Regierung zu Lüne verhängtes Militärverbot nach seiner eigenen Aussage an den burg, wurde dort freundlicher empfangen, die Aussagen wurden Rand des Ruins gebracht worden. Er versuchte daher Alles, den protokollirt und die Kommission mit dem Versprechen entlassen, Boykott los zu werden. Die Aufhebung des Boykotts wurde daß Untersuchungen veranstaltet würden. Hier dürfte nun die ihm auch versprochen, wenn er bei der Flensburger Polizeibehörde Initiative zu suchen sein, daß die Polizeidirektion, wie Sarburg a. G., Köpenid und Hildesheim( Prov. Hannover) wird ein Echreiben, an die sozialdemokratische Partei gerichtet, vores in dem Bericht heißt, der Sache näher getreten" ist. Aber gewarnt, da in allen drei Orten Differenzen mit den ArbeitIegen würde, die Erklärung enthaltend, daß für die Zukunft fonderbarer Weise kann sich zum Beispiel kein Delegirter des gebern ausgebrochen sind. Für den Zentralvorstand: Jödecke. bas„ Tivoli" für Volksversammlungen und größere Fest Lüneburger Gewerkschaftskartells erinnern, daß die Polizei lichkeiten mit sozialistischem Charakter nicht mehr zu in Lüneburg je in Arbeiterkreisen eine diesbezügliche Um- Für die streifenden Weber und Weberinnen in Biele haben sei. Herr Levin legte der Behörde den Der frage gehalten hat. Um dieser polizeilichen Umfrage" auf den feld hat das dortige Gewerkschaftsfartell vorläufig 800 M. be langten„ Galgenbrief" vor und fandte denselben an den Ver- Grund zu kommen, erließ das Lüneburger Gewerkschafts- willigt und Sammelbogen ausgegeben. Die bei Delius u. Söhne trauensmann, worauf der Militärboykott sofort aufgehoben tartell in den dortigen Blättern die Aufforderung, daß alle beschäftigten Winderinnen und Scheererinnen stellten schon mehrwurde. Hieraus ist wieder einmal deutlich zu ersehen, daß Arbeiter, welche in dieser Sache Auskunft geben tönnten, sich an mals die Arbeit ein; fie wollten nicht eher weiter arbeiten, als gerade von den Behörden, die doch kraft ihres Amtes die Rechte dasselbe wenden möchten. Auf diese Aufforderung hin hat sich bis die Weber und Weberinnen die Arbeit wieder aufgenommen und Gesetze aller Staatsbürger schützen sollen, den Arbeitern ihr auch nicht ein Ginziger gemeldet. haben würden. Bezeichnend für den christlichen Sinn der Millionengefeßlich gewährleistetes Versammlungsrecht illuforisch gemacht Wohl ist uns aber erinnerlich, daß die Lüneb. Anzeigen", progen ist die Thatsache, daß sie denjenigen Weberinnen, welche wird. Gewiß eine Handlungsweise, wodurch das Mißtrauen der welche unter der Leitung eines Dr. phil. Cordes stehen, nach sich zwei Jahre verpflichtet hatten, bei ihnen zu frohnden, den Arbeiter zu den Behörden im höchsten Maße gesteigert wird. Das Gewerkschafts. der Thätigkeit der Arbeitslosenkommission rückständigen Lohn auszuzahlen weigern. Eine Versammlung, welche in dieser Angelegenheit einberufen schrieben, daß die Polizeibehörde sich ebenfalls damit beschäftige, fartell wird auch diese Angelegenheit für die Weberinnen führen. wurde, nahm schließlich eine Resolution an, in welcher der Boykott und nur dies Resultat das Richtige sei! Ferner ist uns er- Pinkertous in Güstrow. Tie Pinkertons werden, wie es als nothwendige Folge obiger polizeilicher Maßnahmen über innerlich, daß die Polizei in den Komtoirs der großen Fabriken scheint, in Deutschland mehr und mehr heimisch. Die Direktion „ Tivoli" verhängt wurde. Im weiteren wurde das Bureau be- nachgefragt haben soll, wie viel Arbeiter entlassen seien. der Güstrower Waggonfabrik, deren Arbeiter bekanntlich streifen, auftragt, ein Flugblatt auszuarbeiten, um durch dessen Ver- Wir glauben nun ganz gerne, daß die Polizei keine hat die Streitbrecher, etwa 30 an der Zahl, mit ganz gefährlichen breitung die Flensburger Arbeiterschaft von Vorstehendem in 4-500 Arbeitslose auf diese Weise zusammengebracht hat, aber Schlagringen bewaffnet, die sie gegebenen Falles gegen die Kenntniß zu sehen. wenn die Lüneburger Polizeidirektion wünscht, werden wir ihr Streifenden gebrauchen können. Um diesen Zweck recht deutlich noch 302 Männer vorstellen können, welche bezeugen, daß sie im hervorzukehren, waren etwa 30 Mann, die zu dem Zweck an die Winter 1893 arbeitslos waren, troydem schon viele von den Bahn gesandt waren, etwa 3ureifende in Empfang zu nehmen, jenigen abgereist sind, die auf der Liste als arbeitslos ver- sämmtlich mit solchen Schlagringen ausgerüstet. Daß die Fabrik zeichnet waren. ihre Berechnung, den Muth der Streifenden zu brechen, lediglich nur noch auf die rohe Gewalt stüht, hat erst am 28. v. M. der Dreher Lorenz an sich erfahren müssen. Derselbe ging in das Fabrik- Komtoir, um sich seinen zurückbehaltenen Lohn zu holen. Der Betrag war 11 M., wovon ihm nur 6 M. ausgefolgt wurden. Statt der fehlenden 5 M., die er sich zu beanspruchen erlaubte, wurde ihm vom Obermeister Hofbansel in Gemeinschaft mit 5 Technikern regelrecht eine Tracht Prügel verabfolgt. Zu der Angelegenheit des Genoffen Dr. Wendtland schreibt die M. P. R.": " Gewerkschaftliches. dann die Die Sache der Streikenden ist dieser Tage durch den Es war die Frage aufgeworfen, warum Dr. Wendtland, der nach seiner Einstellung wegen eines vor dieser Zeit begangenen Bergehens mit einer Gefängnißstrafe von drei Monaten bestraft worden sein soll, nicht vom Militär entlassen und die UnterAn die Handlungsgehilfen Deutschlands! Kollegen! suchung dem Zivilgericht überwiesen sei. Für die hier aufgeworfene Rechtsfrage ist entscheidend§ 9 der preußischen Von Seiten der Reichskommission für Arbeiterstatistik werden an Militärstrafgerichts- Ordnung. Dieser lautet:„ Kommen Verbrechen, alle kaufmännischen Vereine Fragebogen abgeschickt, die feststellen welche Personen des Soldatenstandes vor" dem Eintritt in den sollen, ob die Handlungsgehilfen es für eine genügende Regelung Dienfiftand verübt haben, erst nach deren Eintritt zur Sprache, der ausgedehnten Arbeitszeit im Handelsgewerbe ansehen, wenn so steht die Untersuchung dem Militärgericht nur in dem fämmtliche Detailgeschäfte etwa Abends 8 1hr geschlossen werden. Falle zu, wenn die wahrscheinlich zu erwartende Strafe eine drei- Kollegen, wir rönnen uns mit dieser Reform Ministerialrath von Hammerstein untersucht worden, und die monatliche Gefängnißstrafe nicht übersteigt. Fit eine längere teineswegs zufrieden geben.- Abgesehen davon, daß wegen der Schlagringe ist von den Streifenden der Polizei zur Freiheitsstrafe zu erwarten, so muß der Angefchuldigte entlassen unsere politischen Gegner, die die Intereffen der Chefs vertreten, Verfolgung angezeigt. Diese Ringe sind geeignet, bei Verwendung und die Untersuchung dem kompetenten Zivilgericht überwiesen durch Ausnahmebeſtimmungen jeglicher Art, auch diese Abendschluß- furchtbar zu wirken, weil die 6 Stacheln, die sich am äußern Rande daß werden." Hiernach werden die Anträge der Truppentheile auf ſtunde illusorisch machen werden, ist es zweifellos befinden, dreiseitig spitz zugefeilt sind. Damit sie für den BeEntlassung eingestellter Mannschaften wegen der vor dem Eintritt Eröffnungsstunde so früh wie möglich geverübten strafbaren Handlungen zunächst von dem zuständigen, legt wird. Das aber darf nicht mehr geschehen, treffenden bequem gehandhabt werden können, werden sie ihm zu paß gefeilt. mit der höheren Gerichtsbarkeit beliehenen Befehlshaber geprüft und so ist es dringend nothwendig, daß nicht nur in Detail, Die menschenfreundlichen Rundgebungen der 5 Herren: FabrikWird die Entlassung von dem zuständigen Militärbefehlshaber fondern auch in Engrosgeschäften die Stundenzahl, in denen ge= abgelehnt, so hat das Militärgericht das Urtheil zu fällen, ohne arbeitet werden darf, genau so gesetzlich festgelegt wird, wie bei Inspektor Hennemann, Bürgermeister Süßerott, Oberlehrer Rücksicht darauf, ob es die im§ 9 erwähnte Strafgrenze über dem Gesetz über die Sonntagsruhe. Diese Forderung werden Erzgräber, Pastor Wilhelmi und Kaufmann Kcause sind vom Direktor Franke in schmuzigster Absicht steigt oder nicht." Diese Auslassung, so bemerkt die Boff. 3tg." wir aber nur durchseßen, die von der Kommission für Arbeiter Herrn Denunziation mit Koth beworfen worden. Nichts destoweniger ganz richtig, berührt nur einen nebensächlichen Punkt. Die Haupt- statistik veranſtalteten Enqueten werden nur dann ein praktisches haben sich die Herren nicht beirren lassen und den Jabrilpascha wenn sich die Handlungsgehilfen aller in einer neuen Erklärung ablaufen lassen. frage, warum dem Dr. Wendtland die Berechtigung entzogen ist, Resultat erzielen. den er der Ar: Orten, rühren und als Einjährig Freiwilliger zu dienen, und warum politischen und wirthschaftlichen beiterabtheilung überwiesen worden ist, hat noch feine Be Gegnern zeigen, daß sie nicht mehr gewillt sind, an ten der Chefs Rockschößen antwortung gefunden. zu hängen, sondern ibre Klaffenlage erkannt haben. Kollegen! Rust daher in allen Groß- und Handelsstädten, in denen Tausende Eurer Kollegen unter der wirthschaftlichen Abhängigkeit leiden, Versammlungen ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Der Reichstags Abgeordnete, Genosse Schulze ein; gründet Vereine, die sich fest an die Arbeiterschaft der ein- schiedenen Orten des Landes bedeutenden Schaden verursacht. Bukarest, 1. September. Ein Erdbeben hat gestern in ver. Königsberg batte sich am 24. August vor dem dortigen zelnen Orte anschließen. Nur so kann den Handlungsgehilfen In Galah wurden die Kathedrale, das Post- und das GeSchöffengericht wegen Beleidigung der Polizei zu verantworten. geholfen werden. Die unterzeichnete Kommission ist gern bereit, 營 Polizeiliches, Gerichtliches: c. Depeschent. der Er hatte in einer Versammlung erzählt, daß er vor Kurzem allen Kollegen, die für unsere Sache arbeiten wollen, mit Nath richtsgebäude stark beschädigt. Die Erderschütterung wurde einen Schutzmann zu seinem persönlichen Schuß gebraucht, troß und That zu unterstützen. Die Agitationstommission auch hier wahrgenommen. aller Mühe, selbst in der Kneipe, teinen habe finden können. Der der Handlungsgehilfen Deutschlands. J. A.: Ayres ist die Herabsetzung der Zölle auf nordamerikanische ProParis, 1. September. Nach einer Meldung aus BuenosStaatsanwalt wollte ihn, da er( Schulze) die Ehre habe, Ab- Julius Türt, Berlin O., Blumenstr. 21. geordneter zu sein", sehr schwer bestraft wissen und beantragte dukte beabsichtigt. einen Monat Gefängniß. Auf Antrag des Vertheidigers erkannte G. Marien u. Co. in Hamburg ist wegen Reduktion der stoß von ausständigen Bergarbeitern mit der Polizei statt, wobei Achtung, Glasschleifer! In der Werkstatt Don Glasgow, 1. September. Heute früh fand ein Busammen jedoch der Gerichtshof auf Freisprechung. Affordpreise ein Streit ausgebrochen. Die Kollegen allerorts lettere mit Steinen beworfen wurde; ein Polizist wurde zu Der Kampf der sächsischen Polizei gegen die Sozialdemokratie eine stehende Rubrik in der werden ersucht, den Zuzug nach dort streng fernzuhalten. Boden geschlagen. Die Polizei ging darauf mit blanker Waffe fächsischen Parteipreffe. Eine Verordnung jagt die andere, alle Achtung, Schneider! Aus Newyork wird geschrieben: gegen die Unruhestifter vor und verwundete mehrere ernstlich. Wege, auch nur Feste zu feiern, sucht man den Genoffen abzu- Schneider werden ersucht, sich kommende Saison von Newyork ( Depeschen- Burean Herold.) schneiden. So erließ die königliche Amtshauptmannschaft Leipzig fernzuhalten, insofern daselbst gegenwärtig ein Ausstand der in Gemeinschaft mit der Schulinspektion eine Verordnung, Kundenschneider wegen Lohnreduktion, sowie beabsichtigter wonach Kinder an der heute( Sonntag) in der großen Brechung des Vereins( Union) feitens der Arbeitgeber im Gange Halle in Stötterit stattfindenden Lassalle Feier nicht Theil ist. Das Streit Komitee. John Stewart, Vorsitzender, nehmen dürfen. Ferner wird verboten ein Eintrittsgeld 131, E 33. Str. N.-Y. City. zu erheben. Damit wird natürlich das Fest durchaus nicht ver- An die Steinmetzen, Steinbrecher, Marmor, Granit Paris, 1. September. Die französische Polizeibehörde bat eitelt, die Verbitterung, die Unzufriedenheit weitgehender Bearbeiter und Schleifer der Provinzen Branden Gründe für die Annahme, daß der Baron Sternberg an der Ervölkerungsschichten aber auf's heftigste geschürt. Die Polizei ist burg, Pommern und Preußen! Auf dem letzten Kon- mordung eines Russen in der Nähe von Algier betheiligt ein guter Agitator für die Sozialdemokratie. Das Herbstfest greß der deutschen Steinmeßen und Berufsgenossen zu Frank war. Dieses Verbrechen soll er kurz nach seinem Austritt aus der Genossen vom 4. sächsischen Wahlkreis( Dresden- Neustadt) furt a. M. ist für obengenannte Berufsarbeiter eine einzige der Fremdenlegion verübt haben. Die französische Regierung ist ausverkehrspolizeilichen Gründen" verboten worden. Wie Organisation beschlossen worden, welche den Namen führt: fordert die Auslieferung Sternberg's. in Leipzig und Dresden, so geht man natürlich auch in Organisation aller in der Steinindustrie beschäftigten Arbeiter." London, 1. Septbr. Wie mehrere hiesige Blätter berichten, den kleineren Städten vor. So wurde in Glauchau die ge- Die Organisation hat den Zweck, die Interessen der Kollegen ist das von der Königin Viktoria im Zulu- Lande für den Prinzen plante Laffallefeier ganz verboten. wahrzunehmen, für Besserstellung ihrer wirthschaftlichen Lage Napoleon errichtete Denkmal vollständig zerstört worden. Die einzutreten und in Nothfällen eine Unterstützung zu gewähren. Untersuchung sei eingeleitet. Triest, 1. Septbr. Der Redakteur Giacommelli des hiesigen Independente" wurde wegen Publikation eines Artikels, welcher fich mit einer Majestätsbeleidigungellage in mißliebiger Weise beschäftigt, zu 20 Tagen Arrest und 15 Gulden Geldstraje verurtheilt. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 204. Sonntag, den 2. September 1894. Arbeiter! Varteigenoffen! 11. Jahrg. Der brutale Willkürakt des Brauereirings harrt noch der Sühne. Den Hunderten unschuldig aufs Pflaster geworfenen Arbeitern ist noch keine Genugthnung geworden. Arbeiter und Parteigenossen! Ohne Eure opferwillige Unterstützung würden die Gemaßregelten der bittersten Noth verfallen und gezwungen sein, um Gnade zu betteln. Die Hochherzigkeit der Berliner Arbeiterschaft hat diese Schmach verhindert. Der erste Sturmlauf des Prozenthums scheiterte an Eurem Solidaritätsgefühl. Nicht eine Bresche vermochte der Bierring in Eure Reihen zu legen. Einig, geschlossen, tampfesmuthig und opferwillig seid Ihr fest entschlossen, den entbrannten Kampf zum fiegreichen Ende zu führen. Arbeiter, Parteigenossen! Euer Wollen garantirt Euer Können! Ihr könnt, wenn Ihr wollt. Den zweiten Sturmlauf auf Euere Phalanx mußten die dem Bierring Lehensdienste leistenden Saalbesitzer unternehmen. Die Agitation sollte unterbunden, das Mundtodtmachungssystem praktizirt werden. Auf der Mine, die sie gegraben, sind die Saalbesitzer aufgeflogen. Ihr Wehgeschrei fönnte Mitleid erwecken. Arbeiter, Parteigenossen! Selbst der Himmel, auf den der Bierring seine letzte Hoffnung setzte, ist mit uns im Bunde. Die Saison kann dem Ring nicht mehr über die Verlegenheiten hinweghelfen, die mit jedem Tag des weiteren Kampfes sich thurmhoch häufen. Ausharren bedeutet für uns siegen. Unsere Position ist uneinnehmbar. Der Stand des Boykotts ist ein vorzüglicher. Wir können zuwarten, ohne entbehren zu müssen. Arbeiter, Genossen! Je konsequenter der Boykott durchgeführt wird, desto nachhaltiger seine Wirkung, desto entscheidender der Sieg. Duldet teine Ausflüchte, keine Ausreden. Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns. Soweit unser Einfluß reicht, muß das Ringbier verpönt werden. Nicht ein Tropfen darf getrunken werden. Arbeiter, Genossen! Die Bierzufuhr ist eine geregelte. Sie wird mit jedem Tag der Fortdauer des Boykotts eine bessere. Alle Ansprüche können befriedigt werden. Darum widersteht jeder Versuchung, Ringbier zu trinken. Die schwerste Arbeit ist gethan. Die Periode der Organisirung des Kampfes war die aufreibendste. Jetzt wird uns der Kampf leicht, weil wir das Terrain zum guten Theil beherrschen. Der Sieg muß unser werden, wenn wie bisher mit gleicher Schärfe und Ausdauer der Parole gefolgt wird Hoch der Boykott sämmtlicher Ringbrauereien! Trinkt keinen Tropfen Ringbier! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Char lottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Kinz u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Die Boykottkommission. manchem Brauereibesitzer in einem Unmaß von Anstandswidrig| gehenften Gebrauch davon machen zu wollen. Ihnen einen genußfeit fich Luft schaffen zu wollen. Wir heben nur zwei Vorgänge reichen Abend versprechend, zeichnet nach dieser Richtung hin hervor. P Hochachtungsvoll 1. Gestern oor acht Tagen beehrte der Diretor der C. Saeger. Norddeutschen Brauerei, Schulz, das Lokal des Biellos und wahllos sendet das Saalsperrer- Konsortium Gastwirths Schmidt in der Sophienstraße, in dem boykottfretes solche und ähnliche Bittschreiben in die Welt. Wenn die PortoBier( Münchener Brauhaus) zum Ausschant gelangt. Der Herr verschwendung aber in dieser Weise weiter geht, dürfte die SaalDirektor meinte zu einem der anwesenden Gäste, zu dem Schlosser fommission doch ihr Weto einzulegen gezwungen sein. Unerfindlich Jentsch, unter anderem etiva:" Sie sind wohl auch einer von ist nur, wie sich der Absender einbilden kann, damit seinen großen den Bierboykott Anhängern. Den Arbeitern werden nur die Saal vollzukriegen. Die Norddeutschen Sänger lassen ja ihre Röpfe verdreht Sie sind so verbohrt, daß sie Arbeitergroschen Stimmen noch an anderen Orten erschallen, ohne daß für die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter sammeln, die gesammelten man deshalb nach der Andreasstraße laufen müßte; überhaupt Gelder werden ja gar nicht für die Arbeiter verwendet, die werden das mag sich der gar gewaltig fluge Herr C. Saeger merken, für Liebknecht, Bebel und die anderen Führer ge- für das honnete Publikum ist das Andreasstraßen- Viertel lange Die nicht fein" genug, und die Arbeiter Niederlage bei fammelt, damit die bei Dreffel bon leben fönnen. die lassen schön grüßen! Abgeordneten bekommen 15 M. Diäten täglich" u. s. 10. Zur Lokalfrage. Der Wirth des Louisenstädtischen Exportbrauerei Nathenow, Niederlage bei Max Denn hardt, N.W., Hannoversche Straße 18a. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. furt a. D. Phönix- Branerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage, Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Berg- Brauerei, Brandenburg. Vertreter: H. Wolff, N., Dragonerstr. 31. Brauerei Wusterhausen, Vertreter: Max Fleischer, Reichenbergerstr. 155. Bürgerliches Brauhaus, Hamburg Gilbeck, Kellerei und Niederlage, SW., Berlängerte Trebbinerstr. 7. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage G. Spiekermann, Weberstr. 66. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße 49a. Branerei in Storkow( in Firma A. Miethe), Vertreter: Spietermann, Weberstraße 66. Brauerei Hildebrandt, Nowawes. Vertreter: H. Hensel, Krausenstraße 18. Tokales. am Sonntage zu gestatten, fann aus sicherheits- und ordnungspolizeilichen Gründen nicht stattgegeben werden. Aus denselben Gründen und mit Rücksicht auf die§§ 9 und 10 des Vereinsgesehes vom 11. März 1850 wird auch an anderen Tagen die in Rede stehende Beerdigung nicht genehmigt werden können, wenn diefelbe mit Mufit stattfinden oder sonst den Charakter eines Aufzuges annehmen sollte. tors Schulz der Norddeutschen Brauerei hatten wir gewartet, ist der Paradegarten am Tempelhofer Feld. Brunnenstraße 188, zu Versammlungen zu haben. Gesperrt " Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frank. Selbstredend dienten Genosse Jentsch und andere dein Herrn Konzerthauses, Alte Jakobstr. 37, hat sich durch unterszeniren, um für sein boykottirtes Bier Absatz zu erlangen. Mit der Veröffentlichung des schamlosen Auftretens des Herrn Direkfügung zu stellen. Ferner ist das Lokal von Gründel, weil wir annahmen, er würde allmälig einen Theil der verlorenen Scham wiederfinden und dem Genossen Jentsch gegen Nachträge zur Lokalliste. Der Schankwirth Tuscher über die lügenhaften Pöbeleien zurücknehmen. Wir hatten uns wohnt nicht Gollnowstraße, sondern Georgenkirchstraße 48. Zu geirrt streichen ist der Schankwirth Giersdorf, Neue Königstr. 78, Fall 2. Am 28. August saß Abends zwischen 11 und fowie Röppen, Elisabeth- Ufer 10. Schantwirth Sch ö mann, 12 Uhr Herr Gregorn, Besitzer der boykottirten Brauerei Heimstr. 16, führt boykottfreies Bier, desgleichen Böhm, Gregory, im Hathefeller bei einer Flasche Rothwein in Gefell- Dresdenerstr. 57. Der in der gestrigen Lotalliste aufgeführte schaft einer anständig gekleideten Dame und 4 anderen Herren. Gastwirth Nagel wohnt nicht, wie angegeben, Elbingerstr. 7, Nach einem paar Einleitungsworten rief Herr Gregory einem sondern Nr. 9 dortselbst. Irrthümlich ist der Gastwirth Herrn zu: Was, Sie sind Sozialdemokrat! Dann sind Sie ja 3immermann auf die Lokalliste gekommen. Derselbe ver ein Sirolch, wie alle Sozialdemokraten. Ihnen hat wohl schänkt boykottirtes Bier. Cinger eingeredet, Sie können Reichstags- Abgeordneter werden! In Friedrichshagen find folgende Lokale, in denen boykottNachdem wollen Sie alles theilen, Sie LAUSE JUNGE!" freies Bier geschänkt wird, für Varteigenoffen geöffnet: Kurzfe, Genügen diese Anstaltsproben aus dem Kreise von Ringbrauerei Rüger, May Lerche, Rundtheil, a pell, Handike, se besitzern? Ist das Ringbier ebenso ungenießbar wie das Betragen 3ademad, Erdmann, sämmtlich Friedrichstraße. Rem= einiger Ringbrauereibesizer? perling, Fischerhütte, No at, Wegener, Brauerei- AusMadame Voß in der Pose der Prophetin ist ein recht schant und Müggelschloß, Hohensee, Kuhlmann, Bauma erbaulicher Anblick. Mit hohler Grabesstimme fündigt die gart, Beder; ferner Reinhold Lerche, ScharnweberBossische Zeitung" an, daß früher oder später" der Tag kommen straße, Büttner und Eigendorf, Wilhelmstraße. muß, an welchen der Bierverruf nichts weiter ist, als ein hohlesstraße 3; 2 aue, Langhansstr. 9; Damradt, CharlottenburgIn Weißensee verschänken Falkenstein, GürtelWort". Schön, aber warum die Kassandramiene? Wenn straße 156, wieder Ring bier. Boykottfreies Bier führen Die Beerdigung unserer Genossin Wabuit kann nicht die Bourgeoisie nur getröstet werden sollte, konnte der außer den in der gestrigen Ziste genannten Wirthen noch Artikel ungeschrieben bleiben, denn fast dasselbe wurde in der ursprünglich geplanten Weise vor sich gehen. schon früher an derselben Stelle nur mit anderen Worten Richter, Sedanstr. 33, und Dietrich, Parkstr. 3. Am Sonnabend Morgen wurde unserer Parteigenoffin Frau ausgeführt. Oder hat man vielleicht vergessen, daß sich die Ar- Achtung, Parteigenoffen! Die für den 2. September Mosch, in deren Hause die Leiche bekanntlich aufgebahrt liegt, beiter und nur diese bestimmen über das Schicksal des geplante Lassallefeier für den Kreis Teltow- Beestow- Storfow folgende Verfügung des Polizeipräsidenten zugestellt: Boykotts noch niemals durch die langweilige Vossin haben Charlottenburg ist für diesen Tag verboten und findet nun am Ihrem Antrage, die Beerdigung der unverehelichten Wabnitz belehren lassen? Will man vielleicht aller Logit zum Troß auf Sonntag, den 9. September, in Wöllstein's Lustgarten, Adlershof, die ungeberdige" Masse einwirken? Nein, das wäre doch zu statt. Näheres Annoncen und Plakate. Die ausgegebenen tomisch! Billets haben am 9. September Giltigkeit. Arbeiter- GesangIn dem ihr eigenthümlichen dozirenden Tone theilt die Vereine( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes), welche gewillt Beitung für Staats- und gelehrte Sachen" den Lesern mit, daß sind, uns durch Gesang zu unterstützen, bitten wir, ihre Meldung den Sommer schlecht und den Bierverruf leider wirksam gemacht Bismarckstr. 37, baldigst gelangen zu lassen. das Regenwetter mit den Augen des Brauers gefehen" gefl. an den Vertrauensmann Heinrich Bökert, Adlershof. hat; Jupiter Pluvius muß also wieder den Sündenbock markiren. Am letzten Ende bleibt sich's ja gleich, ob das Ringbier mit oder Schandpresse die Sozialdemokratie auf jeden Fall zu vernichten Der Kampf mit geistigen Waffen, durch den eine gewisse ohne Regen seiner Bestimmung entzogen wird, aber interessant trachtet, erhält in der Bolts- Zeitung" anläßlich des Verhaltens ist es doch, daß das brünstige Flehen der Frommen so wenig dieser Bresse zum Tode unserer Genossin Wabniz die gebührende Der Polizei- Präsident. wie das Fluchen der Kapitalanbeter den Himmel in seiner Beleuchtung. Das genannte Blatt schreibt: In Vertretung: Friedheim. Neutralität beeinflussen konnte. Zum eisernen Bestande der AntiDieser Bescheid veranlaßte einige Parteigenoffen und Ge- boykotter gehört, und darum fehlt er auch hierbei nicht, der Hinweis, lichen Presse auszeichnet", ist es charakteristisch, daß in ver„ Für den Geist der Rohheit, der einen Theil der bürgernossinnen, am Sonnabend Morgen beim Polizei- Präsidenten vor- daß der Bierabsah keineswegs so gesunken ist, wie man nach der schiedenen Blättern sich der With armseliger Zeilenschinder an Ziffer der sozialdemokratischen Stimmen hätte annehmen müssen. zusprechen. Das ist ein Trost, der auf die Unbefangenen ebenso wirkt, wie der unglücklichen Agnes Wabniß auszulaffen vermag. Wir Die stattgehabte Unterredung hatte schließlich folgendes Re- wenn Jemand, der die Beine gebrochen hat, darüber Jubeltheilen nicht die wirthschaftlichen Anschauungen, welche die Verhymnen anstimmt, daß ihm dasselbe nicht am Genic paffirt ist. ftorbene in sozialdemokratischen Versammlungen zu vertreten beDas Verbot des Leichenzuges bleibt bestehen. Die Leiche" Ju Verwicklungen dieser Art hilft nur die Zeit und Geduld", fissen war, aber wir halten es für gemein, eine politische Gegwird bereits am Sonnabend nach der Leichenhalle der Frei wenig es dabei an diejenigen denkt, welchen der Rath in Zeit bürgerliche Presse weniger forrumpirt, als sie es thatsächlich so flingt die Weisheit des liberalen Blattes resignirt aus. Wie nerin lediglich um ihrer politischen Gegnerschaft willen noch nach ihrem Tode ins Lächerliche zu ziehen. Wäre eine gewisse religiösen Gemeinde übergeführt und bleibt dort aufgebahrt bis und Geduld Alles abzuwarten wie bittere Ironie klingen muß, ist, sie würde vom rein menschlichen Standpunkte aus für zum Sonntag Nachmittag 4 Uhr. zu welcher Zeit die geht aus einem Absay hervor, den wir wörtlich zitiren: Beerdigung stattfindet. Vereine dürfen zur Kranz- NiederSchwerer als die Brauereien find die kleinen Gastwirthe das Schicksal der Verstorbenen herzliche Theilnahme empfinden müssen. War Agnas geschädigt, die man doch wohl nicht zu den Kapitalprozen rechnen Wabniß, wie legung nur durch Deputationen von geringem Umfang vertreten wird. Ein Theil wird von den Brauereien unterſtüßt, und wir flar, so verdient sie unser innigstes Mitleid; war sie geistig wie es den Anschein hat, in den legten Zeiten geistig nicht mehr ganz sein. Einzig diese Deputationen werden auf den Friedhof zuge- würden es für recht und billig halten, wenn sich an diesem vollkommen gesund, so müßte doch auch in bürgerlichen Kreiſen laffen. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung werden vom Beer- Unterstützungswert auch weitere Streise betheiligen wollten, vollkommen gefund, so müßte doch auch in bürgerlichen Kreisen die ein Interesse daran haben, die Sozialdemokratie nicht zum mindesten die Energie bewundert werden, mit der die digungs- Komitee Ordner bestellt, die durch ein äußeres Abzeichen übermächtig werden zu lassen. Das Interesse für die Berstorbene für die von ihr für richtig erkannten Anschauungen ( rothe Armbinde) kenntlich sind. Lage der Gastwirthe tann aber niemals so weit eingetreten ist. Wo in aller Welt hat die ganze bürgerliche Der veränderten Sachlage entsprechend werden die Partei- gehen, daß um ihret willen sich die Brauereien Bintansehung ihrer Person für ihre Ueberzeugung fo schwer Gesellschaft von heute eine Frau aufzuweisen, die mit genossen und Genossinnen handeln. Sie werden unserer unver- ben fozialdemokratischen Forderungen unter und so lange zu leiden im stande wäre, wie die Verstorbene werfen." Da schaut der kapitalistische Pferdefuß aber begeßlichen Borkämpferin in dem Rahmen der getroffenen Anordnung dentlich heraus. Man versteht: Heilig, heilig, heilig ist der um ihrer Ueberzeugung willen gelitten hat? Wahrlich, die die letzte Ehre erweisen und in allen Dingen den Anweisungen, Profit! Aber ist es nicht etwas leichtsinnig, das so brüst aus- bürgerliche Gesellschaft, in der man die„ Ueberzeugung" so vielwelche die Ordner treffen, streng und pünktlich nachkommen. zusprechen zu einer Zeit, wo der ehemals stolze Freifinn, der nun oder der Ueberzeugungslosigkeit winken, ist unfähig, es in diesem fach modelt nach den Vortheilen, die dem Ueberzeugungswechsel wie der Fisch auf dem Trockenen zappelt, die Unterstützung der Punkte der Sozialdemokratie gleichzuthun. Möge sie dies doch zu Wirkt der Boykott? Da der Bierkonsum der Ringbrauereien von Tag zu Tag abnimmt, sollen einige Brauerei:" Mittelschichten" so sehr nöthig braucht? ihrer eigenen Beschämung offen eingestehen! Gern wird man es der besitzer beabsichtigen, zur theilweisen Deckung des Ausfalls an Ein armer Saalverweigerer bittet um eine kleine Dahingeschiedenen bei objektiver Beurtheilung nachsehen, daß ihr GinGewinn eine neue Auflage von Knigge's Umgang mit Menschen" Gabe! Einer unserer Parteigenossen erhielt nachfolgendes treten für ihre leidenden Schwestern zuweilen den Charakter des unter besonderer Berücksichtigung der Braupaschas von Befih hektographirtes Birkular: Fanatismus zeigte, der immer einen Stich ins Groteske hat. Wer und Bildung herauszugeben. Die absolute Nothwendig- Ew. Wohlgeboren erlaube mir zu der vom 6. September ab aber vermag zu ermessen, wie er zu seinen Mitbürgern reden feit der Herausgabe solchen Anstandsbüchleins für an jedem Donnerstage stattfindenden Soireen der beliebten Nord- würde, wenn er das Elend so mit eigenen Augen kennen gelernt Brauereidirektoren wollen auch wir gern anerkennen. deutschen Sänger einige Bons zu übersenden, mit der Bitte, auch hätte, wie die Wabnik, die aus der Reihe der Aerinsten hervorDer Schmerz über den Verlust von Konsumenten scheint bei in Bekanntenkreisen durch Empfehlung und Verbreitung den weit gegangen und mit den Aermsten in Fühlung geblieben war. Uns fultat: " Eine antisemitische Geschäftsstelle". Wenn es auf Ruppigkeit und Unverfrorenheit allein antäme, so müßten unsere Untisemiten in der That an der Spree geduldigem Wasser oben auf sein. Mit einer Ungenirtheit, die sich von den Grenzen des Wohlanstandes nicht allein, sondern auch der Vernunft weit über Sehweite hinaus entfernt, rnmoren und quicken sie oft, wenn man ihnen Raison beigebracht hat, als ob der Metzger ein Borstenthier schlachtete. Es sind nicht allein die untergeordneten Radaubrüder unter führenden Elemente, von denen man wenigstens ihrer Schulbildung nach annehmen sollte, daß sie halbwege wüßten, was man in Sinficht auf Ruige's Umgang mit Menschen zu thun und zu laffen hat. Recht poffierlich zeigte sich dieser Mangel an Schicklichkeit und Bildung wieder gelegentlich des Vorfalles, den wir in Nummer 185 aus der Segerstube von Frei- Teutschland" mit theilten. Oeffentliche Persammlung der Bau- Arbeiter. Am Sonntag, den Verein der Maschinisten, Heizer und Berufsgenossen. Sonntag, Schöneberg. Arbeiter- Bildungsverein, morgen, Montag, Abends 8 Uhr, Versammlung bei Keßner, Grunewaldfir. 110. Genoffen! Gorgt dafür, daß unfere Organisation fiäifer wird, indem Ihr für diese Versammlung agitirt. und dünt, wer dieser einfachen objektiven Erwägung am offenen Aber dann wäre das Wildenbruch'sche, mit sozialer Sauce über- 1 gegen einige Stimmen; gleichfalls angenommen wird folgende Grabe der unglücklichen Selbstmörderin, die doch in ihrer Art tünchte Mischmasch von possenhafter Rührseligkeit, Trivialität, Resolution des Bäckers Scholz: Die Bersammlung der Deleihrem Jdeal nachlebte, nicht fähig ist, ja, wer sogar an ihr noch Hohlheit, Schablonifirung und Unwahrheit nicht möglich gewesen. girten zur Gewerkschaftskommission erklärt es für die Pflicht feinen schoffen Wiß zu üben vermag, der verräth eine grenzen Gs mußte also was dazwischen kommen. Das wird so gemacht. jedes Arbeiters und jeder Arbeiterin, welche sich als zielbewußt lose Brutalität der Gesinnung." Der sehr gereifte Fabrikbefizer August Lenzenthal fühlt unnatürliche betrachten, nur Waaren mit Kontrollmarke zu kaufen, insoweit Die Staatsbürger- Zeitung" gefällt sich weiter in der Johannistriebe der jungen, schönen Arbeiterin gegenüber, die seine dieselben in den einzelnen Branchen eingeführt find. Der nächste Punkt der Tagesordnung betraf die ErgänzungsRolle des Straßenjungen, der nach Empfang seiner Prügel aus- Tochter fein tönnte. Auguft hat aber Grundsäße. Er meint, es sei reißt und sich durch Schimpfen schadlos zu halten sucht. Beweis, Pflicht eines jeden Ordnungsmenschen, an seinem Theil zur Verwahl zum Ausschuß. An Stelle Franke's, der aus geschäftlichen der daß die Prügel faßen! föhnung der verschiedenen Klaffen beizutragen, falls nicht die Gründen zurücktritt, wurde FormerKörsten gewählt. Der RechenschaftsZum Besten der ausgesperrten Brauerei- Arbeiter wird Arbeiterklaffe die Ausbeuter in ähnlicher Weife wie die Bar bericht wurde nach unwesentlicher Debatte gebilligt. Am Schluß ge Zum Besten der ausgesperrten Brauerei- Arbeiter wird baren die Römer" sich unterjochen sollten. Den Arbeitern müsse langte der Antrag an die Versammlung, die Bureauſtunden im Feute, Sonntag, Nachmittags 3 Uhr, wiederum eine Vorstellung man entgegenkommen unser Blut soll sich mit ihrem ver- Gewerkschaftsbureau von 10-1 und 6-7 festzusehen, damit der im National Theater stattfinden. Dieselbe ist diesmal vom Verband der Möbelpolirer von Berlin und der Umgegend arrangirt. mischen." Da August insbesondere seinem jugenblichen Brause Bureauführer Zeit gewinne, dringende statistische Arbeiten u. s. w. windbruder Herrmann gegenüber der in offenster Weise es zu erledigen; Schriftsäße in Krankenkassen-, Gewerbegerichts- 2c. Auch heute wird hoffentlich ein starker Beſuch den guten Zweck als sein Menschenrecht betrachtet, sich so zu„ amüsiren", wie Angelegenheiten sollten fünstighin nicht mehr dort angefertigt der Vorstellung fördern helfen. die Erbgelder eB gestatten) dein" Moralfagte" häufig werden. Nachdem Faber die gewählten Stunden durch die Von den zusammenhängenden Berichten über die Ge herausbeißt, muß natürlich diese Vermischung" eine Frequenz begründet hatte, wurde dem Antrage zugestimmt. Zum meindeverwaltung Berlins, die in Buchform veröffentlicht eheliche sein. Sein Baudern, die Hand" der schönen Hauben- Bureauführer wird Faber einstimmig wiedergewählt. Beim werden, soll das nächste die Beit von 1889-1894 behandeln. lerche zum Ghebunde zu erbitten, wird durch die Wahrnehmung Punkt Gewerkschaftliches forderte Böttcher Winkelmann die DeleDie letzten Berichte, die die Zeiträume von 1861-76, 1877-81, überwunden, daß der böse Bruder Herrmann mit der Bauben- girten auf, für Ablieferung der Sammellisten aus ihren Gewerk1882-88 behandeln, zeichnen sich durch ein die Grenzen des Bu- lerche" am tellen lichten Tage schäfert. Er hält um der Tochter schaften an die Lohnkommission der Böttcher Sorge zu tragen; Täffigen beinahe überschreitendes Maß von Selbstgefälligkeit, Hand bei der schwerleidenden Wittwe an, der er Geld zu einer Brauer Gärtner dankte für die Unterstützung seiner Gewerk Eigenlob und Selbstbeweibräucherung aus. Da die städtische Badereise zu geben verspricht. Haubenlerche" giebt unter Thränen schaft und ersuchte, um weitere Hilfe. Die letzten AusVerwaltung sich in dem Zeitraum von 1889 bis jetzt bekanntlich ihr Jawort, um der Mutter Gesundheit hergestellt zu sehen. laffungen der Ringpresse, wonach die Brauer beim Beginn wiederholt in ganz besonderer Weise mit Ruhm bedeckt hat, so bre Untreue gegen Schlefeld nagt allerdings an ihrem Herzen. ver Wiälzereiperiode wieder eingestellt werden sollten, wurden darf man auf den Ton, in dem dieser neueste Bericht gehalten Schlefeld erbittet und erhält schließlich seine Entlassung als Bütt- von Franke auf ihren wahren Werth hin beleuchtet; die fein wird, mit Recht gespannt sein. gefelle von dem guten August", dem er nicht im Wege stehen möchte Gegnerschaft täusche sich sehr gewaltig, falls fie annehme, daß der und der natürlich absolut nichts von dem Verhältniß zwischen Boykott nolens volens damit beendigt würde.( Lebhafter Beifall.) den beiden jungen Leuten gemerkt hat. Der böse Bruder Herr Hieran anschließend wurde das Verhalten der Kylographen ge mann will der vor einer Heirath mit dem wackeren August tadelt, welche das Lokal Königgräßer Garten" immer noch verzweifelnden Braut helfen, gleichzeitig feinen ihn bevormunden frequentiren, trozdem dort Boykottbier verzapft wird. Der den Bruder tief ärgern und sich ein Vergnügen leisten. Was Delegirte der Gewerkschaft, Kahn, bestritt, daß dort boykottirtes thun? Sie entjungfern, dann ist sie sicher für den wackeren Bier von seinen Kollegen getrunken werde. Von Pohliz August zu schlecht, für den Büttgesellen noch lange frisch. Hauben( Hausdiener), Brüß( Stellmacher) und anderen wurde den Terche geht in eine recht plumpe Falle, wird aber trotz Malaga- Xylographen ob ihres unsolidarischen Verhaltens gehörig der Text weingenuffes vor Vergewaltigung durch rechtzeitiges Gin- gelejen; man hielt den Grund, daß kein passendes Lokal vorihnen, die so polizeiwidrig dumum daher lärmen, sondern auch die greifen des wackeren Auguſt geſchützt. Wei Sougue, bie doch timmung barüber vorhanden sei, weil manchen kleinen GewerkAugust dämmert handen sei, nicht für stichhaltig. Faber bemerkte, daß Mißes dank fanfter Nachhilfe durch seine gute auch von Fleisch und Blut", aber von ihm unverstanden bleibt, schaften die Zahl ihrer Beisitzer zum Gewerbegericht beschränkt im leßten Akte allmählich dahin auf, daß Schlefeld und Hauben fei; er erklärt das aus den vielen Prozessen, welche in anderen lerche ein Paar werden müssen. Schlefeld erscheint noch recht- Industriegruppen geführt werden; doch sei Sorge getragen, daß zeitig auf der Bühne, um seine Geliebte als Braut heim nach Möglichkeit auch in Zukunft alle Gewerbe vertreten feien. am 1. Oktober nach der zuholen. Schluß. Brausender Beifall. Verfasser selbst erscheint Das Gewerkschaftsbureau wird und dankt: also war doch der Blödsinn für's Bourgeois Grenadier str. 10, v. 1 r., verlegt. Die Gewerkschaften publikum nicht nur eines Possentheaters noch gut genug. Bon werden aufgefordert, die Insertionstolen für die Mat: und Der Leiter des Geschäfts, in dem dies antisemitische den Darstellern waren Fräulein Retty( Haubenlerche), Herr Boykottversammlungen an Millarg abzuführen. Blättchen hergestellt wird, ein Herr Mustalla, wurde be- Guthery( ein Possenonkel), Frau v. Pöllnis( Lerchenfanntlich, wie wir mittheilten, gegen seine Seher thätlich, ale nutter) vorzüglich, Herr Reicher( August) wie immer, 2. September, Schönhauser Allee 161, Nachmittags 2 uhr. diese ihn an seine Pflichten erinnerten; der Setzer verstand wallner( Herrmann) und Schönfeld( Schlefeld) herzlich nachmittags s uhr, in den Urminvallen, Kommandantenir. 20, Bersammlung. natürlich keinen Spaß und drückte den Mann so fanft wie es schlecht. die Umstände geboten, in die Ecke. Nach dieser Szene verließen die Kollegen die Arbeit; nur der Metteur, ein Herr Graue, welcher das fürstliche Gehalt von 25,65 M. erhält, blieb seinem Herrn treu. Wir bemerkten noch, daß die Seher das Geld für Die letzte Arbeitswoche trots wiederholter Mahnung nicht erhalten Die vorgestrige Sigung der Gewerkschaftskommiffion haben. Als sie ihr Geld holen wollten, fanden sie einen Bettel war von 78 Delegirten besucht. Unentschuldigt fehlten: Barbiere, an der Thür angeschlagen, der den Wortlaut trug:„ Eintritt bei Rutscher, Möbeltransport Arbeiter, Steinindustrie Arbeiter, ftrafrechtlicher Verfolgung verboten." Klempner, Einsetzer, Pinselmacher, Schäfte Arbeiter und Dies alles theilten wir streng objektiv und wahrheitshilfsarbeiter( Thal). Vor Eintritt in die Verhand gemäß mit. 4. Ind lungen ehrte man das Andenken all die Genossin abnih durch Erheben von den Plägen. Der Vorsigende ertheilte dann das Wort dem Schneider Timm zur Begründung des Antrages, betreffend die Unterstützung der Kontrollmarke auf Bekleidungs- Gegen Das Ding fah folgendermaßen aus: stände durch die Gewerkschaften. Der Redner Zur Arbeitseinstellung in Frei Deutschland" geht uns bemerkt, daß die überaus traurigen Zustände in der Konfektion folgendes zu: In Ihrer Str. 188 b. Mis. brachten Sie unter seine Gewerkschaft veranlaßt hätten, seit ca. drei Jahren derobiger Spitmarte einen längeren Bericht, in dem die Arbeits- selben ihre besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Die Grundund Lohnverhältnisse in der Druckerei unserer Zeitung in sehr ursache der Misere liege in der Hausindustrie, deshalb habe man abfälliger Weise geschildert werden. Wir erklären nun aus alle Kräfte einzusehen, daß auch dort der moderne Fabrikbetrieb drücklich, daß sämmtliche Behauptungen in diesem Berichte, in- Gingang finde, alsdann würde es auch leichter sem, die Anwieweit fie geeignet sind, uns oder unsere Druckerei herabzu gehörigen dieser Branche überwiegend Frauen der Organi würdigen, unwahr sind. Eine eingehende Richtigstellung werden fation zuzuführen. Nachdem es nun gelungen sei, einen wir Ihnen nächsten Montag senden und wird aus derselben Großunternehmer zu zu veranlassen, den Münschen der bervorgehen, daß der Erfinder des Berichts ein.( hier Gewerkschaft entsprechende Werkstätten einzurichten, hornstr. 15a, Schelhose's Gambrinus. folgt ein überaus gemeines und beleidigendes Schimpfwort) ist. in denen bei geregelter Arbeitszeit u. s. w. Bekleidungs- Feindt. Bruderherz, Strautir. 6, bei Rudolf. Arbeiter- Gefangverein Es fiel uns natürlich aus Gründen des Austandes nicht ein, gegenstände nicht theuerer wie sonst hergestellt werden, diese den§ 185 des Strafgesetzbuchs gröblich verlegende Be- trete die Gewerkschaft an die Berliner Genossen mit der Bitte richtigung" in unser Blatt aufzunehmen; wir warteten vielmehr heran, die Waaren, welche mit Kontrollmarke geführt würden, bis zum Montag, für welchen Tag uns die eingehende Richtig zu kaufen und damit ihr Solidaritätsgefühl praktisch zu bestellung" zugehen sollte. Was aber nicht fam, war die Berichti thätigen. Der Referent schlägt folgende Resolution vor: Nachgung; in Frei- Deutschland" wird jedenfalls ein Schimmer auf dem von den Arbeiter- Organisationen und Kongreffen der vergekommen sein, daß es besser sei, sich nicht vor der Deffentlichkeit schiedenen Richtungen die Kontrollmarte als wirthschaftliches bloszustellen. Kampfmittel anerkannt ist, erklärt sich die öffentliche VersammWir veröffentlichen das Dokument jetzt nachträglich. Galung der Delegirten aller Gewerkschaften mit der von den Die möge Zeugniß ablegen von der pyramidalen Kenntniß des Preß- Schneidern eingeführten Kontrollmarke einverstanden. und Strafgesches an der Geschäftsstelle einer antisemitischen Delegirten werden verpflichtet, ihren Gewerkschaften hiervon Beitung, wie auch von den Begriffen von Anstand und Schick Kenntniß zu geben und dahingehend zu wirken, daß auch diese lichkeit, die man dort hegt. Kontrollmarte praktische Bedeutung erlangt.- Kaufmann Hinze bezweifelt, daß durch die Einführung der Marke die Lage der Bertha Rother macht die Welt wieder unsicher. Nachdem Schneider im allgemeinen günstiger gestaltet würde, ebensowenig man xon der aus dem Prozeß des Malers Gräf bekannten Dame wie das bei den übrigen Branchen, welche damit Versuche feit einiger Zeit nichts mehr gehört hat, kommt plötzlich aus dem angestellt hätten, zutreffe. Umso mehr müsse man sich wundern, National Theater die Nachricht, daß sie am Mittwoch dort in daß die Schneider damit hervortreten, wo nur ein einzelner einer eigens für sie geschaffenen Gesangsposse„ Tas Model" auf- Unternehmer, zweifellos um ein Geschäft zu machen, sich den treten wird. Alle Achtung! Bedingungen unterworfen habe. Vor allem könne nur eine Gestern Vormittag wurde im Landwehrkanal die Leiche starte Organisation, über welche die Schneider leider nicht verdes schon seit 14 Tagen vermißten Töpfers Riedel angetrieben fügten, einen solchen Plan realisiren. Gleich energisch wendet und nach dem Schauhause gebracht. St. hat unzweifelhaft durch sich ergt( Wäschebranche) gegen die Resolution. Bei der Selbstmord geendet und zwar dürfte das Motiv zur That in gegenwärtigen Krise sei es ein verfehltes Beginnen, die Unterlängerer Strankheit zu suchen fein... d Witterungsübersicht vom 1. September 1894. Einen Tag darauf paffirte etwas recht Romisches; Frei Deutschland" schickte uns am Sonnabend, den 17. August, eine Berichtigung unter Hinweis auf den berühmten§ 11 des Preßgesetzes. 32 Stationen. Ewinemünde Barometer stand in min, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung " Windstärke B | 02|| N| Stala 1-12) Wetter Temperatur 760 SSA Hamburg 762 SW Berlin 762 SW Wiesbaden. 764 Still München 766 SW Wien 765 Still Haparanda 755 Still Petersburg 756 1 Cort. 767 NIW I 765 NW 765 Still heiter Dunst 14 wolkenlos 14 wolfenlos 15 heiter 17 wolfenlos 11 bedeckt wolfig woltig halb bedeckt wolfenlos 16 9 12 14 12 15 Aberdeen Paris. 50 G. 4° R.)] Wetter- Prognose für Sonntag, den 2. September 1894. Warmes, vielfach beiteres, zeitweise woltiges Wetter mit mäßigen südwestlichen Winden und etwas Neigung zur Gewitterbildung. Berliner Wetterbureau. Theater. Versammlungen. f Holzpläven befäffigten Arbeiter und Arbeiterinnen( Hiltalel.) : = = Am Montag, den 8. Eeptember, Abends 8 Uhr, bei Wilte, Andreasitr. 26. Tagesordnung: Vortrag des Genossen Friz Hansen, über Recht und Moral. Verein deutscher Schuhmacher. Kombinirte Bersammlung, am Montag, den 3. Ecptember, Abends 8% Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenftr. 30. Tagesordnung: Berichterstattung des Delegirten Aug. Fleischer vom Industries tongies sowie von der Generalversammlung in Erfurt.( Siehe Inserat.) Verband der Schlächter und Berufsgenossen. Bersammlung, am Sonntag, den 2. September, Nachmittags s ühr bei Wilte, Andreasstr. 24, Arbeiter- Bildungshule. Montag Abends 8%-10% Uhr: NordSchule, Müllerstr. 179a und Südost.Schule, Waldemarstr. 14: National ötonomie. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Tamen und Serien, jeder Zeit aufgenommen Bei allen Unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jest, im Laufe des Simefiers, eintreten. Montag, Abends 8%-10% 11hr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: unterricht in Gejegestunde. Güdo ft. Schule, Reichenbergerstraße 183: Deutsch. Oft- Schule, Matusstr. 81, Unterricht in Gejegestunde. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Mar Bayser, jeden Sonntag Vormittags 10% Uhr im teftaur. Echomann, Selmftr. 16. etmer, jeden Montag, Abends 9 Uhr, bei Rudolph Bahr, Gerichtstr. 19. Arbeiter Sängerbund Berline und Umgegend. 1. Borstzender: Ad. Neumann, Pafewalterstr. 3. Alle Renderungen im Vereinstalender v. 2 Tr. sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelitraße 49, Montag, Avents 9-11, Nebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. iebertafel der Maler, Annenstraße 6, bei Ehrenberg. Deutscher Männerfang, Belforterstr. 15, Schneiders Gefellschaftshaus.- Frisch zur Freiheit, Simeonftraße 23 bei Flid. Wiederhall, Köpenickerstraße 191 bet Foge. Butunft I, Steglig, Harmonie II, Weinftr. 11 bet 4-6 Uhr Nachm. Ver Lustige Brüder", Krautftr. 48 bei Ratite, Abends 8 Uhr. Privat orwärts III, Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzen- Allee 6 bet Karl Schulz. Myrthe, Alte Jakobstr. 68 bei Diefenbach. Liederzweig, Waidmannstuft Berlinerstraße bei Berbe. Liebesfreiheit II, Strausberg, Wilhelmstraße, A. Weber's Kaffeehaus.- Glodenrein( gentischter Chor) Schönhauser Allee 46 bet Höhne.- Rofalta, Lebuferstraße 5, bei. Nemiz. Solidarität, Drantenstr. 109 bei Greifer.- Syrene, Schönhauser Aulee 28 bei Kelle.-Arbeiter- Gesangverein wacht auf II, Woltersdorf bei Grtner, Neftaurant Gillmann,„ Wilhelmshöhe". Arbetter- Gesangverein der Gnterbten, Swinemünderstr. 49.- offnung II, Deutsch- Wilmersdorf, Günzelstr. 39. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ( Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu richten an P. ent, balbertſtr. 95.) Sonntag: Theatergesellschaft, Ro melia" afte bet Sauermann. 14 Tage, Adalbertstraße 8 gnügungsflub Ostend, Krautstr. 6 bet Rudolf von 5-6 Uhr.- Verquügungsverein Belgoland 2, Langestr. 9 bei Styczewsty, alle 14 Tage Vergnügungsverein Seerofe, Strautstr. 6 bei Rudolf. Vergnügungsverein Glück it ern 2, Fennstr. 2 bet Wiesner.- Montag: Pfeifentlub Felsenfest Andreasstr. 26 bei Wilte. Humoristischer Berein Bipifar bei Kröſche, Fichteftr. 29. Bergnügungsverein Felfen e Rirdorf, Germannstraße Nr. 167 bei Füllebørn, 8% Uhr. Kartenflub heaterverein Crescendo, Sonntags 5 Uhr bet Meißner( Eſſighaus). inienstr. 142-143. Vergnügungsverein Normannia II( früher Lustige Jugend), Sigung 4% Uhr im Admiralsgarten, Admiralſtr. 36. Stopftiub Fidelitas. Herren und Damen als Mitglieder erwünscht. rubertette, Sonntag, Abends 5 Uhr, Sigung, Manteuffetur. 9 bei Nowack. Bergnügungsverein Eintracht, Sonntag, Sigung um 5 Uhr, Raupachiir. 3, bei Palaze. Bergnügungsverein Normannia II, 4% 1hr, Sigung, Admiralsgarten, Admiralstr. 38. Bergnügungsverein Bruder= berz. Sonntag, Raupachstr. 6: Sigung und Fidelitas. Frete Vereinigung der Kaufleute. Jeben Montag gemüth itigung der Maffe für diese Unternehmungen zu verlangen. liches Beifammensein im Restaurant Rosenthalerstr. 11-19 bet Brüning. Das Fiasto der Hutmacher sollte andere Gewerkschaften davon abhalten. Daß die Gemaßregelten der Branche davon Vortheil hätten, sei noch nicht erwiefen; die Resolution sei abzulehnen. Briefkaffen der Redaktion. ( Beifall und Widerspruch.) Schneider Täterow: Wenn Anti- Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Bab pathie gegen die Marke vorhanden sei, resultire das aus den Fehlern, welche früher gemacht seien. Durch die Kontrollmarke würde, weil der Großbetrieb rentabler sei, die Waare nicht vertheuert. Wenn man dann noch vor einer Unterstützung zurückschrecke, sei das Gerede von Solidarität überhaupt zwecklos. Filzschuharbeiter Willner spricht sich für S. Mariendorf. Wir erfahren von dem Betreffenden folgens die Annahme der Resolution aus, ebenso Steindrucker Wurzel des: Das wahrscheinlich in Frage kommende Richtfest ist zwar der betont, daß die Indolenz mancher Arbeiter, wodurch der bei M. gefeiert worden, aber schon zu einer Zeit, als dessen Bier artige Unternehmungen einen schweren Stand erhalten, nicht das noch nicht boykottirt war. Die Hauptsache ist aber, daß der von abhalten könne, trotzdem und immer wieder Solidarität zu Betreffende dort überhaupt kein Grundstück besitzt, sondern nur predigen. Hutmacher Joppig führt den Mißerfolg, den seine Lieferant für den Bau war, welcher also weder von ihm noch Gewerkschaft zu verzeichnen hat, nicht nur auf die Genossen- für ihn aufgeführt wurde. Alles andere ist leeres Gerede. schaft sondern auch auf die Kontrollmarke an sich zurück. E. 2. 94. Lehnen Sie die Beantwortung ab. Die BeTimm geht nochmals ausführlich auf die Gründe ein, welche hörde scheint wegen Gewerbesteuer- und Gewerbe- Ordnungsdie Veranlassung zu dem Vorgehen der Schneider abgaben und Kontravention vorgehen zu wollen. Sprechen Sie gelegentlich weist auf den Brüffeler Kongreßbeschluß hin, der ausdrücklich be: zwischen 12 und 1 Uhr vor. fage, daß das Zwischenmeistersystem mit allen zu Gebote C. 2. Charl. 1. Gegen den Wirth, der die Sachen unstehenden und gutdünkenden Mitteln" zu bekämpfen sei. Wie befugt einbehalten hat, soll Ihr Vater beim Amtsgericht auf wirkungsvoll diese vorgeschlagene Maßregel sein werde, gehe aus Herausgabe flagen. 2. Boykottfrei. mißgünstigen Aeußerungen der Unternehmer hervor, die F. N. 32. Die Dienstkaution haftet in erster Linie der fich mit aller Kraft gegen den Fabritbetrieb sträubten Behörde, dann den übrigen Gläubigern. und das bezwecke im Wesentlichen die Marke.( Beifall). F. G. 100, G. W. Frauseckistraße, A. Funk, A. B. Frau Müller( Silfsarbeiterin) und der Delegirte der 1892. Nein. Böttcher, Winfelmann äußern sich zustimmend; Gold- Wilmersdorf. Den Aufenthalt des Sohnes müssen Sie arbeiter Faber erinnert noch daran, daß schon zweimal durch suchen durch die Polizei zu erfahren. Nur ihn können Sie mit entschieden sei. Vielleicht wäre bei den Hutmachern auch der anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. H. S. H. Scherm's Reise- Handbuch. . G. Melden Sie den Vorfall Ihrer Organisation, Rudolf Behrend. Die Angelegenheit ist schon vor mehreren Wochen im sechsten Wahlkreis geregelt. Leffing- Theater. Die Haubenlerche" von Ernst v. Wilden- die Kommission, und zwar in bejahendem Sinne, diese Frage Erjo, 101. Gin Angeklagter braucht die Frage nach seinen bruch, ein Stück, das vor etwa 4 Jahren im Deutschen Theater zuerst aufgeführt wurde, feierte vorgestern ihr Debüt im Leffing- Erfolg größer gewesen, wenn dieselben nicht ihre Organisation Vorbestrafungen überhaupt nicht, ein Zenge nuß fie wahrheitstheater. Haubenlerche" wird die hübsche, fröhliche Tochter einer damit engagirt hätten. Es nahmen nochmals das Wort Hergt gemäß beantworten. Die Ueberweisung in eine Erziehungsonitalt armen Fabritarbeiter- Wittwe genannt. In sie ist ehrlich verliebt und Hinze; der letztere wendet sich besonders gegen die per- iit teine Strafe; auf Verweis fann als Strafe gegen Zwölfder auch von ihr geliebte Büttgeselle Schlefeld. Zumal Schlefeld sönliche Kampfesweise Täterow's und seine Zwischenrufe.( Bubis Achtzehnjährige erkannt werden. bis 6 Mark täglich" verdient, läge eigentlich fein Hinderniß für ftimmung.) Ein Schlußantrag wird sodann angenommen. Die N. 2. C00. Darlehusforderungen verjähren in dreißig Verlobung und Heirath zwischen den beiden jungen Leuten vor. Abstimmung über die Resolution ergiebt ihre Annahme mit allen Jahren. Allgemeiner Für den Inhalt der Inserate über deutscher Lapezirer- Verein. nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 2. September. Freie Volksbühne( Leffing. Theater). 1. Serie. 1. Abtheilung. Nachmittags 21/2 Uhr: Emilia Galotti. Opernhaus. Der Freischüz. Montag: Mignon. Schauspielhaus. Die Hermannsschlacht. Montag: Wohlthätige Frauen. Leffing Theater. Die Hauben Terche.hade Montag: Madame Sans- Gêne. Neues Theater. Das neue Gebot. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller Cheater. Der Menonit. Montag: Diefelbe Vorstellung. Deutsches Theater. Rabale u. Liebe. Montag: Mora. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Voltsfänger. Montag: Dieselbe Vorstellung. Rehdeny Theater. Demi- Monde. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thenter Unter den Linden. Die Fledermaus. Montag: Diefelbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Der Trompeter von Säffingen. Montag: Der Wildschüß. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. O! diese Berliner! Montag: Dieselbe Borstellung. Alexanderplat Theater. Verbotene Liebe. Vorher: Ein Ehrenamt. Filiale Berlin. Montag, d. 3. September, Abds. 81/2 11hr, Mitglieder- Versammlung. bei Freigang, Schüßenstr. 18/19. Tagesordnung: Unserem Freund und Kampfgenossen[ dem Schraubendreher Babbel- Wilhelm zum heutigen Wiegenfeite ein dreimal 2681b donnerndes Hoch von seinen Freunden O. N. O. O. H. 2. Arbeiter- Bildungsschule ( Süd- Ost). Gente, Sonntag, den 2. September, Abends 6% Uhr, in den Oranienhallen, Oranienstr. 51( am Morihplay): Unserem Freunde und Genossen, dem Restaurateur Emil Böhl, zu seinem 1. Vortrag des Kollegen Schmidt heutigen Wiegenfeite ein donnerndes über Unternehmer- Vereinigungen". Hoch, daß die ganze Frankfurter Allee seine 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegen wackelt. Die Mitglieder heiten und Fragetasten. Gäste will- des sozialdem. Agitationsklubs für den Osten. [ 231/6] 2008b tommen. Die Ortsverwaltung. Unserem Freunde und Genossen, dem Groß Destillateur Emil Böhl, zu # Achtung! seinem heutigen Wiegenfefte ein dreiFachverein[ 197/9 fach donnerndes Hoch, daß der ganze Versammlung. Zages Ordnung: dospit 1. Mortrag des Genoffen Theodor Metzner über: Der Sedanstag und Bedeutung im Lichte der Kultur. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Aufnahme neuer Mitglieder findet in der Versammlung statt. Gäfte, Damen und Herren, willkommen. Um zahlreiches Erscheinen bittet Die Schulkommission. 50/14 Ethische Gesellschaft. d. Musikinstrumenten- Arbeiter. Diten wackelt und die 200 von selbst Sonntag, den 2. September 1894, Abends 7 Uhr, Diejenigen Kollegen, die an der Beerdigung der Genossin Wabnitz theilnehmen, treffen sich um 2 Uhr b. Rohr, Naunynstr. 78. Der Vorstand. Verein deutscher Schuhmacher. ( Filiale I, II und III.) Kombinirte Versammlung am Montag, den 3. Sep., Abends 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. 2672b dem kommen. Emil, wir fönnen heute nicht flagen. Ethische Gesellschaft. Unser langjähriges, treues Mitglied Agnes Wabnitz ist am 28. August freiwillig aus dem Leben geschieden. Ihr unermüdliches Wirken für das Proletariat sichern ihr ein dauerndes Andenken. 113/11 im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23: Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. Pinn über:„ Der schwarze Tod." Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz.lov 118/10 Gäste, Damen und Herrn, haben Zutritt. Der Vorstand. Oeffentliche Versammlung d.graphischen Gewerbe ( Gruppe VIII: Allgemeines) Die Beerdigung findet am Sonntag, am Dienstag, 4. Sept., Ab. 8½ 1hr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. den 2. September, Nachm. 3 Uhr, von nach dem Frei1. Berichtsordnung: Delegirten religiösen Friedhof in der Pappel- Ale. Die bevorstehenden Gefahwahlen um" Berliner Gewerbegericht. Der Vorstand. 138/8 1. Aug. Fleischer von der stattgefundenen statt. Um recht rege Betheiligung bittet 2. Berichterstattung der Beisitzer über ihre Thätigkeit. 8. Aufstellung von Generalversammlung, sowie von dem Randidaten. Industriekongreß in Erfurt. 2. DisArbeiter und Arbeiterinnen aller Berufe, welche zur Gruppe Allfussion. 3. Vereinsangelegenheiten und gemeines", Rammer VIII, gehören, sind zu dieser Versammlung eingeladen. Verschiedenes. A Um rege Betheiligung ersucht Der Ausschuß. J. A.: Paul Stößel. 222/8 Mitgliedsbuch legitimirt. NB. Am Sonnabend, den 8. Sept., Abends 8 Uhr, findet ein gemüthliches Beifammensein mit Kränzchen statt bei Feindt, Weinstr. 11. Zu zahlreichem Besuch laden ein. Die Bevollmächtigten. Den Mitgliedern zur Nachricht: Zur Beerdigung des Frl. Agnes Wabnik National Theater. Susanne im ist Treffpunkt präzise 2/2 Uhr am Bade. Montag: Dieselbe Vorstellung. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Borstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. Spezialitäten Vorstellung. Wintergarten. Spezialitäten- Bor ftellung. Schiller- Theater. Wallnerth eaterstrasse. Sonntag, 2. September, Nachmitt. 3 Uhr: Die Räuber. Abends 8 Uhr: Der Menonit. Trauerspiel in 4 Aften von Ernst von Wildenbruch. Montag, 3. September, Abends 8 Uhr: Der Menonit. Central- Theater 21te Jakobstraße Nr. 30. Direktion: Richard Schulz. Sonntag, den 2. September 1894: Eröffnungsvorstellung Emil Thomas a. G. Landsberger Play und 23/4 1hr Schönhaufer Allee und Saarbrückerstr.- Ecke. Charlottenburg.del Frauen und MädchenBildungsverein. Die Mitglieder. Die an der Be " Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzpläzen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschl. gün H. Berlin 1. erdigung der Genosin Frl. Wabnih theilnehmen wollen, bitte am Sonntag Montag den 3. September, Abends 8 Uhr, bei Wilke, Andreasstraße 26: Nachmittag 2 Uhr bei Krause, Mitglieder Versammlung. Bismarckstr. 74, sich einzufinden. 118/14 Die Bevollmächtigte.. Adolph Ernst- Theater Rachricht, daß unsere inniggeliebte Charley's Tante. Schwank in 3 Atten v. Brandon- Thomas. Borher: Die Bajazzi. Parodistische Poffe in einem Att von Eduard und Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. In Vorbereitung Lolotte's 28 Tage. Gesangsposse in 3 Atten v. H. Raymond u. A. Mars. Musik v. Viktor Roger. ( Novität.) Castan's Panopticum. Anna Bäders. Josefine Dora. Hassan Ali Zum 1. Male: O! diese Berliner! der grösste Mensch der Welt. Prinzess Topase Große Posse mit Gefang und Tanz in das kleinste Menschenkind. 6 Bildern nach Salingre's Reise durch Berlin von Julius Freund. Muſik von Jul. Ginödshofer In Ecene gefeßt vom Dir. R. Schulz. 1. Bild 2. R 3. " siècle. English Buffet. In Hoppegarten. Ein Damen- Boudoir fin de 4. Bild: Italien in Berlin. 5. Im American- Theater. " 6. " In Berlius( vornehmstem Ball- Etallissement. Jm 6. Bilde: Ballmusik, ausgeführt von der ungarischen Magnatenkapelle des Konya Sandór. Kaffeneröffnung 6 Uhr. Anf. 72 Uhr. Morgen, zum 2. Male: 0, diese Berliner. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Novität. Novität. Susanne im Bade. Große Posse mit Gesang in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Musit von Adolph Wiedecke. Regie: May Samst. Passage- Panopticum. Mor 51 wilde Weiber aus Dahomey. Allen Freunden und Genossen zur Mutter und Schwiegermutter, verw. Wilhelmine Richter, geb. Saafel Mochis am Freitag, den 31. August, früb 71/2 u., nach kurzem Strantenlager fanft ent schlafen ist. Die Beerdigung findet Montag, den 3. September, Nachu. 4 Uhr, vom Trauerhause, Kiez 23 bei Röpenick, aus, statt. 660T Die trauernden Hinterbliebenen. Todes- Anzeige. Die traurige Nachricht, daß unser Rollege 227/6 August Wehnelt verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 24 Sept., Nachm. 4 Uhr von der Sorauerstraße u. Wrangelstr. Ecke aus nach dem Emmaus- Kirchhof statt. Um rege Betheiligung ersucht Der Vertrauensmann. J. Buchmann, Willibald- Alexisstr. 39, Billigstes Patent- Burcan, Berlin S., Luckauerstr. 3. Metalle fauft und zahlt den höchsten Marktpreis die Flaschenhandlung Linienstr. 77. 26706* Flaschen, alle Sorten, tauft die Flaschenhandl. Linienstr. 77. 2669 b* 2662b Grünkramgeschäft mit Rolle frankheitshalber zu verkaufen Waldemarstr. 70. Straßenkleider 7,50 M., Hauskleider Das lesende Kind 4,50 M. werden sauber angefertigt. alt 13 Jahr. 4 Frau Freigang, Görlizerstr. 39. Genossenschaftsbrot 2659b liefert auf Wunsch frei ins Haus Hilliges, Dessauerstr 37, und Yorkstr. 58 part. Pianino, prachtvoller Ton, verkauft fof. für 90 Thlr. Grüner Weg 119, 12r.l. H. Hoffmann, Pappel- Allee 42. Zähne 1 M. nur Dresdenerstr. 130. Die von mir ausgesprochenen Belei digungen gegen Herrn D. Molten nehme ich hiermit zurück und erkläre denselben als Ehrenmann. 2657b 2. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Fritz Hansen über: Recht und Moral. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches und Fragefasten. 147/2 Zwei Die Kollegen werden an ihre Pflichten erinnert. Der Vorstand. Maler und verw. Berufsgen. Dienstag, den 4. September, Abends 8% Uhr: Versammlungen der Filiale Berlin I. 1. Lützowstr. 7 bei Appelt. Vortrag: Geschlechtskrankheiten und Prostitution. Ref. Dr. Gebert. 2. Oranienstr. 180 bei Hoffmann. Bortrag. Referent Genosse Bitfin. Diskussion. In beiden Versammlungen: Stellungnahme zu einem Besuch der Urania." Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 180/9 Große öffentliche Versammlung sämmtl. Zinkgiesser u. Stürzer Berlins und Umgegend am Dienstag, den 4. September, Abends 8 1hr, bei Möhring, Märkischer Hof, Admiralstraße Nr. 18c. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Paul Jahn über: Lohn- und Affordarbeit. 2. Bericht der Kommission zur Ausarbeitung des Lohntarifs. 3. Bericht und Abrechnung über die Aussperrung infolge der Maifeier. 4. Aufstellung des Kandidaten zum Gewerbegericht. 5. Bericht des Delegirten zur GewerkschaftsKommission. 6. Verschiedenes. 296/2 Der hochwichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht jedes Zinkgießers und aller in Lampen- und Bintgußwaaren beschäftigten Arbeiter, in dieser Versammlung zu erscheinen. Achtung! mow Große Achtung! öffentliche Schuhmacher- Versammlung Dienstag, den 4. September er., Abends 8½ Uhr, bei Nieft, Weberstraße 17. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung der Delegirten von dem Erfurter Industries und Schuhmacher- Kongreß. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. 223/10 Der Einberufer: Rich. Zemmler. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin Süd- Ost.) Am Mittwoch, den 5. September, Abends 8%, Uhr, im Lokal des Herrn Hoffmann, Oranienstr. 180: 141/19 Vertrauensmänner- Versammlung. Tages Ordnung: : Besprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Zu dieser Bersammlung sind die Kollegen der Werkstätten von Mauff, Achtung, Maurer Rixdorfs und Umgegend! aunynſtr. 68, und Schoy, Mariannenſtr. 31/32, sowie die Beitragsammler Dienstag, den 4. September, Abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung aim Lokale des Herrn Kummer, Berlinerstraße 136. Kaffenöffnung 2 Uhr. Anfang 7/2 Uhr. eines Im Garten: Großes Konzert. Auf der Sommerbühne Aufführung von Tagesordnung: 188/8 1. Bortrag des Genossen Silberschmidt. 2. Diskussion. 3. Wahl Delegirten zum Gewerkschaftsfartell. 4. Verschiedenes. Das Gewerkschaftskartell. J. A.: A. Schulze, Berlinerstr. 182, II. Arminhallen, Kommandantenstrasse 20: Italien in Berlin. Sumoristisches Grosses Herbst- Vergnügen Quodlibet von Carl Peters, sowie Auftreten von Spezialitäten ersten der Nachmittag 3 Uhr: Aufführung, die Schneider und Schneiderinnen Berlins verbunden mit Garten- Concert u. Familien- Kaffeekochen. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr ab geöffnet. Entree: Herren 50 Bf., Weber Kaffeneröffnung 2 Uhr. Montag: Snfanne im Bade. Mittwoch, den 5. September: Grites Gastspiel des Fräul. Bertha Rother: Ein Modell. Große Posse mit Gefang von Eugen Pruden 3. Titel. rolle: Frl. Berha Rother. Von 9 Uhr: Tanz im großen Saale. Damen 15 Pf., intl. Tanz. Um recht zahlreichen Besuch bittet 219/8 des Bezirks besonders eingeladen. Um rege Betheiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Dienstag, den 4. September, Abends 8%, Uhr: Große öffentliche Versammlung aller in der Gold- u. Silberwaarenbrauche besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen 2680b bei Deigmüller, Alte Jakobstraße 48a. Zages Ordnung: 1. Vortrag über: Gewerbe- Gerichte. 2. Dis Eussion. 3. Nominirung der Kandidaten zum Gewerbe- Gericht. 4. Bericht des Verschiedenes. Delegirten der Gewerkschafts- Kommiſſion. 5. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwünscht. Der Einberufer. Künstl. Zähne, toes Basieben. Theilzahlung. Goldstein, Oranienſtr. 123 vorzügl. u. Garantie, schmerzl., Zahnschmerz beseitigt, schmerzschmerzlos eingeseht, feitsigend. Reparaturen sofort. Weniger Künstl. Zähne Bemittelte Ermäßigung. Kreslawski, Spittelmarts 18, Die Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Süntl. Zur Aufklärung! Nachdem unsere gesehlich geschütte Original- Fabrik- Marke: が Ehte ,, Marie"-Briquets. Marie GEBR. RESCHKE Echte ,, Marie"-Briquets. in mehrfacher Nachahmung geliefert wird, sowie alle nur möglichen Sorten von Briquets unter der Marke Marie" in den Handel gelangen, sehen wir uns veranlaßt, darauf aufmerksam zu machen, daß die von uns seit dem Jahre 1880 in unserer Briquette- Fabrik" Grube Marie" zu Senftenberg, N.- Lausit hergestellten Briquets, welche zu allererst unter dem Namen, Marie" von uns eingeführt worden Find und stets allseitige Anerkennung als ein Fabrikat ersten Ranges von unübertroffener Heizkraft gefunden haben, nur dann aus unserer Fabrik Grube Marie zu Senftenberg, N.- Laufh, Sammen und volle Garantie für die Echtheit bieten, wenn dieselben den Stempel: Marie GEBR. RESCHKE tragen. Reschke'sche Braunkohlenwerke bei Senftenberg, N.- Lauft, im August 1894. Briquette- Fabrik ,, Grube Marie" bei Senftenberg N.- Lausitz. Gebrüder Reschke. Unser Fabrifat ist zu beziehen bei: C. L. Anhelm, Kleine Alexanderstr. 29. A. Baeskow, Dragonerstr. 46. E. Beelitz, Alexanderstr. 10/11. C. Büttner, Mulackstr. 27. W. Eckert, Hoher Steinweg 9/10. F. Hartmann, Kleine Kurstr. 5. A. Kriegs, Mulackstr. 34. F. Lindemann, Steinftr. 23. F. Löwendorf, Friedrichsgracht 39. Frau Salzmann, Mulackstr. 1/2. F. Schimke, Jüdenstr. 55. W. Sieck, Jüdenstr. 31. A. Warszun, Scharrenfir. 15. K. Winsker, Brüderstr. 32. SW. L. Baethke, Bergmannſtr. 88. A. Kind, Alte Jakobstr. 119. D. Kundt, Wilhelmstr. 27. H. Leitloff, Barutherstr. 22. J. Mohr, Alte Jakobstr. 133. W. Pohl, Junterstr. 20. K. Ritzkat, Alexandrinenstr. 53. G. Titze, Blücherstr. 69. W. Wolte, Alte Jakobstr. 123. WW. H. Hirsch, Rarljtr. 5. 0. Kropf& Brodhage, Huttenstraße vis- à- vis der ostockerstraße. Bertha Krüger, Melanchthonstr. 23. W. Miers, Spenerstr. 4. W. Rahn, Stromstr. 46. Paul Seidel, Beusselstr. 38. W. Voss, Rathenowerstr. 85. W. Aug. Dünnbier, Groß- Görschenstr. 22. E. Grützmacher, Luther und Moy Straßen- Ecfe. Mich. Meyer, Schöneberger Ufer 36a. B. Sadecki, Grunewaldstr. 21. W. 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Naapel, Bergstr. 6. A. Schneider, Ackerstr. 173. A. Schulwitz, Hagenauerstr. 17. 0. Schulwitz, Hochmeisterstr. 13. J. Schultze, Bergstr. 65. G. Schulze, Zehdenickerstr. 15. M. Schulz, Weißenburgerfir. 38. F. Schumann, Elsasserstr. 58. C. Schwahn, 3ionskirchstr. 10. C. Stellmacher, Neue Hochstr. 11. F. Sündermann, Wörtherstr. 13. A. Schröter, Frankfurter Allee 121. W. Trenske, Usedomstr. 3. H. Thormann, Markusstr. 32. C. Würzbach& Co., Lüßow- Ufer 11. Chr. Lehmann, Koppenstr. 76. SO. A. Atteln, Mustauerir. 39. J. Baganz, Rottbuferdanım 98. J. Baganz, Hermannsplay 43. H. Bartel, Josephstr. 4. A. Bitter, Wienerstr. 26. A. Boeck, Falckensteinstr. 97. C. Bötteher, Röpeaiderstr. 31. H. Buxbaum, Oranienstr. 187. P. Paude, Fuldensteinstr. 40. R. Förster, Cuvrystr. 43. C. Frenzel, Röpenickerstr. 102. W. Fritze, Liegnigerstr. 34. H. Grimpe, Waldemarstr. 46. F. Guttzeit, Melchiorstr. 18. H. Hätzel, Cuvryſtr. 7. 0. Heinitz, Söpenickerstr. 68. J. Heinisch, Schmidstr. 35. L. 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Wyczykowsky, Wallner- Theater straße 22. R. Zucker, Rleine Markusstr. 2. NO. A. Baldin, Friedenstr. 86. C. Bormann, Weberstr. 15. J. Cantor, Reibelstr. 42. H. Glaeske, Landwehrstr. 20. W. v. Guretzky, Marienburgerstr. 40. J. W. Hoffmann, Katharinenstr. 8. J. Hoffmann, Liegmannstr. 10. H. Hohenstein, Höchstestr. 28. H. Hoppe, Büschingstr. 22. C. Kraemer, Landsberger Allee 34 H. Krandt, Waßmannstr. 10. A. Marhold, Pallisadenstr. 99. Th. Michansky, Weberstr. 13. G. Prells, Barnimstr. 15. E. Purtz, Landsberger Allee 49. A. Reuter, Elisabethstr. 12a. C. Reuter, Barnimstr. 38. C. Ross, Weberstr. 65. F. Schreyer, Raiserstr. 44/45. R. Stuhl, Friedenstr. 88. C. Vogt, Reibelstr. 9a. F. Wollert, Pallisadenstr. 8. A. Wolf, Mendelssohnstr. 11. S. G. Berner, Urbanstr. 130. C. Bettin, Wallstr. 29. C. Bräunig, Prinzenstr. 104. R. Gier, Annenstr. 49. C. Grossmann, Ritterstr. 122. J. Halm, Stallschreiberstr. 20. W. Jaenicke, Stallschreiberstr. 12a. Ernst Kahl, Fürstenstr. 12. R. Klinkert, Dresdenerstr. 82/83. A. Konitzer, Wasserthorstr. 49. W. Langwisch, Sommandantenstr. 61. R. Lustig, Dieffenbachstr. 21,22. C. Magen, Sebastianstr. 63. H. Wenzel, Coloniestr. 128. E. Wittig, Schönhauser Allee 46. A. Zander, Schönhauser Allee 49. Charlottenburg. B. Maywald, Berlinerstr. 46. R. Haube, Sophie- Charlottenftr. 103. C. Heegemann, Wilmersdorferstr. 122. G. Mette, Kirchstr. 15. Friedrichsberg. Theod. Gleinig, Blumenthalstraße: G. Günzel, Gürtelstr. 35. C. Neumann, Frankfurter Allee 172. W. Stockmar, Große Frankfurter Chauffee 139. J. Wirsig, Gr. Franks. Chaussee 138. Friedrichsfelde. A. Hohlwein, Prinzen- Allee 48. Gross- Lichterfelde. C. Rieger, Brauerstr. 6. Pankow. C. F. Gatllard, Wollantstr. 110. Potsdam. Egnat& Heinrich, Leipzigerstr. 7. Paul Hintze, Humboldstr. 5-6. G. Prinz, Kriewigstraße. Paul Wölffert, Holzmarktstraße. Rixdorf. Wwe. A. Brademann, Goethestr. 5.6. H. Fiebach, Sopiſtr. 44. Paul Keller, Hermannstr. 46. A. Niemetz, Steinmehstr. 66. G. Reitmeyer, Prinz Handjerystr. 8. A. Zimmer, Berlinerstr. 33. Rummelsburg. K. E. Franzky, Türrschmidtstraße. Fr. Kleemann, Köpenicker Chauffee. J. Trendel, Schillerstr. 7. Stralau. H. G. Dieckmann& Co., Dorfstr. 21. A. Kothe, Dorfstr. 7. Treptow. Georg Müller, Neue Krug- Allee 4. Wannsee. Frau Hönow. Zeuthen. Theodor Dörnbrack. 6579 Buchhandlung des„ Vorwärts" 2. Beuth- Straße. Berlin SW. Beuth- Straße 2. Soeben erschienen: Leipziger Hochverraths- Prozeß Heft 9. Dieses Heft enthält eine Fülle historischen Materials, u. A. das Manifest des Braunschweiger Ausschusses( gegen die Fortsetzung des deutsch- französischen Krieges nach der Gefangennahme Napoleon's) mit dem berühmten Briefe von Mary, worin er als die nothwendige Folge der Annexion von Elsaß- Lothringen die stete Kriegsgefahr zwischen Deutschland und Rußland und das Bündniß Rußlands mit Frankreich prophezeit und auf die große Verantwortung der deutschen Arbeitertlaffe hinweist, da der Krieg den Schwerpunkt der fontinentalen Arbeiterbewegung von Frankreich nach Deutschland verlegt hat". Preis pro Heft 20 Pf. Bestellungen nehmen noch jeht alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure oder die Verlagsbuchhandlung entgegen. Soeben ist erschienen: Die Bewegung in Sizilien 274/6 im Hinblick auf die legten Verurtheilungen. Bon Adolfo Rossi. Deutsch von Leopold Jacoby. Elegant broschirt mit folorirtem Titelbild 75 Pf. Porto 10 f. Die Schrift giebt zum ersten Male eine eingehende Darstellung von jener großen sozialistischen Bewegung in Sizilien, die in der ganzen zivilisirten Welt ein berechtigtes Aufsehen erregt hat. Die entsetzliche Lage der sizilianischen Bauern, Land- und Bergarbeiter wird von dem Verfasser in wahrheitsgetreuer Weise geschildert, ebenso die unter der Bevölkerung erwachte Organisationsluft, die ihre Form in den Arbeiterbünden( Fasci dei lavoratori) finden. Das Buch bildet eine Anflagefchrift gegen die italienische Regierung, wie sie schwerer nicht gedacht werden kann. Bei Bestellungen von Auswärts bitte den Portobetrag beizufügen. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr 22. Künstl. Zähne 3 M., Theilz. Plomben von 1,50 M. Vollk. schmerzl. Zahnziehen u. Nervtödten 1 M. Sprechst. 8-7 Uhr. Roh- Tabak Charlottenburg. Zum bevorstehenden Quartalswechsel alle Sorten, billigste Preise. empfehle ich mein Möbel- TransportMax Jacoby, 124 Streligerstraße Nr.52. Kinderwagen. S Kasten, Leiter und Sport Wagen. 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2673b 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 204. Sonntag, den 2. September 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Tokales. Die Qualifikation des Militärstaats und seiner Organe als Unternehmer ist schon des öfteren von uns in eine Erscheinung gerückt worden, die den Neid auch der gewiegtesten Kapitalisten erregen fönnte. Mit der Rücksichtslosigkeit, die im Kriege den schneidigen Armeeführer bestimmt, unbekümmert um Habe und Leben der Bürger in Feindesland, dem eigenen Vortheil nach zugehen, wird auch im Frieden über das Schicksal der Arbeiter abgeurtheilt, die das Glück haben, in einem Staatsbetriebe thätig zu sein. Hält die Leitung eines solchen Instituts es aut diesen oder jenem Grunde für angezeigt, Arbeiter auf die Straße zu sehen, so ist, ganz wie im rücksichtslos geleiteten Privatbetriebe, die Auswahl der zu Entlassenden einzig nach den Gesichtspunkien zu treffen, die die Verwaltung für die vortheilhaftesten hält. Es ist dabei gleichgiltig, ob die Arbeiter, über welche das Unglück der Entlassung verhängt werden soll, lange oder kurze Zeit ihr Arbeitskraft dem Staatsbetriebe geopfert haben, ob andere Leute im Betriebe sind, die ihnen an Anciennität nachstehen, einzig der Vortheil des Fistus gilt als leitend in königlich preußischen Musterwerkstätten. Beschäftigung nicht mehr vor, weswegen sie sich frühzeitig nach nothwendig gewordene Maßregel, den Arbeiterstamm zu veranderer Arbeit umzusehen hätten. Was bekanntlich auch nur des kleinern, mit ausdrücklicher Zustimmung des Direk Umsehens" bedarf. In einer Schlußrubrik" Bemerkungen" be- toriums getroffen worden ist; denn wir haben noch nie so findet sich zum Theil bei den einzelnen Arbeitern und zwar merk- schlechte Beiten gehabt, wie jetzt. Wer nur irgend kann, begnügt würdiger Weise gerade bei den am längsten in Arbeit stehenden sich mit Reparaturen, statt neue Sachen zu kaufen; unser Lager die Note" Minder geschickt".( Die unter 18, 19 und 20 auf ist daher sehr bedeutend und kann nicht in dem Maße, wie bis geführten Arbeiter sind nach dem Gewert IV überwiesen worden) her den Winter über vergrößert werden. Nach Lage der Dinge Staatsbetriebe stehende Arbeiter u. a. deshalb auf die Straße zu noch weitere Kündigungen erfolgen müssen, Das harte Verfahren, ältere, zum Theil schon acht Jahre im ist es sogar nicht ausgeschlossen, daß im Laufe der nächsten Zeit setzen, weil es sich nunmehr herausgestellt hat, daß sie minder geschickt" sind, wird einigermaßen ausgeglichen durch das segens- gung trifft, ist vom Direktorium dem Meister Peters überlassen Die Auswahl derjenigen Sattler, die die bedauerliche Kündi reiche Wirken der Direktion auf die ethische Erziehung der Ar- und sind von der Kündigung hauptsächlich solche Gesellen beiter. Dies Wirken besteht u. a. in der Errichtung von Spar- betroffen worden, deren Leistungen im Verhältniß zu den anderen tassen und anderen schönen Dingen, die noch den besonderen Vortheil zurück stehen, wenn sich auch die geringere Leistungsfähigkeit haben, daß sie dem Fiskus nicht allzuviel kosten. In dieser der Betreffenden zum Theil durch Kräntlichkeit erklärt. Beziehung that sich namentlich durch seinen großen Eifer der Bei einem der gekündigten Sattler trifft der Grund der ge= Leiter des Feuerwerks- Laboratoriums, Oberstlieutenant Bahn ringeren Leistungsfähigkeit allerdings nicht zu; bei diesem hervor der deswegen unter der Arbeiterschaft auch ganz unge- Arbeiter hat sich aber Meister Peters darüber zu beklagen, daß er zur Aufsässigkeit neigt; und Ruhe und Wi allgemein bekannt, sind die Arbeiter in den Militär- Frieden in der Werkstatt liegt doch im Interesse werkstätten insgemein nur alle fünf Jahre, nämlich bei den Aller. Uebrigens gehören mehrere der gefündigten Gesellen Pichaiaga mahlen, im Stande, über alles Gute, das von zu oben auf sie niedert äufelt, generell zu quittiren. zuletzt angenommenen. E3 ift nicht ausgeschlossen, daß bei besserer Arbeitsgelegenheit Meister einen Im Einzelnen quittiren sie bekanntlich im Vorwärts" Peters den oder anderen, wenn er über die ihnen widerfahrenen Wohlthaten. will, wieder einstellt. Das Direktorium ist der Ansicht, daß Meister Es ist nicht mehr als in der Ordnung, daß nach dem Peters bei der Kündigung gerecht vorgegangen ist, und selbst Muster, das in Militär- Werkstätten gegeben ist, auch in einem wenn das Direktorium jetzt eine Aenderu ug darin vornähme, nicht Betriebe verfahren wird, der sich zwar nicht das Prädikat so würde doch bei der nächsten Kündigung derselbe Mann staatlich" beilegen kann, der aber dennoch ebenfalls von Militärs wohl wieder getroffen werden. Im Auftrage des Direktoriums, geleitet wird. Wir meinen das Waarenhaus für Armee Direktorialbureau: Beese. und Marine, aus dem wir ebenfalls einen recht charakteristischen Beitrag über die Manier bringen können, in christlich- militärischen Aera der Sozialreform" gar manchem bis Wir denken, daß diese beiden Momentphotographien aus der der man mit älteren Arbeitern umzuspringen beliebt. jetzt noch indifferenten Arbeiter die Augen öffnen werden. Art Sozialreform von ganzem Herzen zu ihren Erfolgen! Die Sozialdemokratie gratulirt den Herren Förderern dieser Wer noch Zweifel daran hegt, daß wir mit diesem harten Urtheil im Recht sind, der lese aufmerksam die folgende Eutlaffungsliste, welche im Feuerwert? 2a bu ratorium zu Spandau angesetzt ist. Sie lautet: Gewert la. Nach weifung derjenigen Arbeiter, welche voraussichtlich vom mehr beschäftigt werden können: Laufende Nr. 90 verheirathet? ||||| Kinderzahl. Eintritt im Namen Stand F. J. 1a. 4, 10. 93 23 nein 17. 12. 89 31 " M. 10. 90 28 " 2 Hepe " 9504 2. 5. 87 30 ja 15.89 18. 5. 89 28 nein 1 Grothe XVII. Schloffer 3. 1% 88 Billiger . 4 Kruschte. 5 Klimanschefsti 6 Mänz 7 Schmiedecke 8 Wuttke V " " wöhnlich beliebt ist. " Das durch seinen Ringbier- Utas bei unseren Lesern noch in Erinnerung stehende Institut hatte vor kurzem fünf Sattlern, die ebenfalls schon längere Jahre dort beschäftigt waren, die Arbeit gekündigt. den 11 Von einem Radfahrer überfahren wurde am Freitag Die von dieser harien und befremdlichen Maßregel Be Abend gegen 11 Uhr an der Admiral- und Skaligerstraßen= Ecke troffenen baten darauf in folgendem Schreiben um Aufklärung: der 56 Jahre alte Schuhmachermeister Johann Ebert aus der Die unterzeichneten Sattlergehilfen richten an das Direk Hobrechtstr. 19 zu Nixdorf. Ebert wurde auf dem Straßendamm torium die ergebene Anfrage, welche Gründe für die am von der Maschine, die angeblich kein Warnungssignal gegeben 11. August erhaltene Kündigung vorliegen, da dieselben sich hatte, ebenso wenig durch eine Laterne sichtbar war, gefaßt und 1 durchaus nichts haben zu Schulden kommen lassen, was eine umgerannt. Die entstandenen Verlegungen find indeß nur geringsolch harte Maßregel rechtfertigen könnte. Die Angabe des fügiger Natur. Der Radfahrer bat sich der Persönlichkeits- Fest= Meisters H. Peters, das Geschäft gehe flau, ist denn doch wohl stellung nach dem Görlitzer Bahnhofe zu entzogen, während sich nicht recht zutreffend, denn sonst würden, wie bei früheren Ent- das Publikum mit dem umgefahrenen Manne beschäftigte. laffungen, die zuletzt eingestellten Gehilfen zuerst entlassen, und nicht, wie es hier geschehen, die Unterzeichneten, welche schon seit Jahren, einige darunter über 5 Jahre, in der Werkstatt be9 Werner XI Dreher Schlosser 8. 8. 89 16, 9. 87 28. 3. 93 26 ja 16, 10. 90 30 1. 12. 92 10 Werner XII 11 Kind 12 Wendel II f Graveur Dreher 13 Angner 4. 10. 92 26 mein 20. 6. 92 36|| ja 6. 9. 93 26 12. 7. 89 25 nein 9.. 88 1. 10. 90 20 11. 11. 91 27 ja " 14 Buchhorn 15 Bergelt 8. 9, 86 8. 5. 89 5. 93 39 21. 3. 90 26 2. 12. 91 34 " 4 " " 71 12. 4. 90 36 " Bursche Zuschläg. 4. 7. 92 16. 3. 93 16 nein R. 12. 88 33 ja 9. 4. 90 29" 1 16 Dittmeier III 17 Sübte 18 Krause XI 19 Schwarze 20 Lillwig Briefhaffen der Redaktion. 2 schäftigt und stets ihre Schuldigkeit gethan haben. Wir glauben, wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wei Buchstaben oder eine Ba daß die ganze Eache nur auf ein Mißverständniß beruhen kann 3 und bitten das Direktorium, uns durch persönliche Aussprache Gelegenheit zu geben, die Gründe für diese Kündigung fennen zu lernen, um die Angelegenheit zur beiderseitigen Zufriedenheit su erledigen." Hierauf traf folgende, vom 17. August d. J. datirte Antwort ein: Die Liste enthält noch die weitere grundgütige Bemerkung, daß An den Sattlergehilfen Herrn E. Wiese hier. ben Leuten mitzutheilen ist, es liege voraussichtlich in sechs Auf Ihr Schreiben vom 16. d. M. erwidert Ihnen im AufWochen, vom Tage der Mittheilung, den 23 Juli d. J. ab, eine strage des Direktoriums das Direktorial- Bureau, daß die leider Sonntagsplauderet. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Streitende Schlornburger. 1. Niemand, auch ein Soldat, nicht, fann gezwungen werden, sich taufen zu lassen. 2. Ob jemand Chrift oder Jude, Muhamedaner oder Dissident, ist ganz gleich; wird er als Zeuge vernommen, so hat er zu schwören. Daß ein aus der Landeskirche Ausgeschiedener einen Eid nicht abzulegen habe, ist eine völlig unrichtige Ansicht. A. R. Wir können Ihnen nur den wiederholt mündlich ertheilten Rath wiederholen: unterlassen Sie weitere Schritte. E. S.. 33. 1. Nein. 2. Ja. = geschöpft haben mögen. Es ist möglich, daß die vertrackten Kleingeld nicht sparen. Man weiß, bei solchen Dingen ist Sozialdemokraten bisher kaum einen Hauch von Alberti's der Eintrittspreis das Nebensächliche. Wer seine Sinne Heute am Tage von Sedan wird's abermals hoch Geist verspürt haben; und das ist sicherlich strafbar im erheitern, sein Gemüth in mannigfaltigen Buden kaum erhergehn. An solch nationalem Festtage nimmt die müde höchsten Maße. Aber wer wird darum gleich in so heben will, der darf nicht kleinlich mit dem Groschen Seele einen neuen Aufschwung. Krieger- und Turnvereinler zürnender Prophetenmanier der aufstrebenden Sozialdemo- knausern. Ja, in solcher italienisch berlinischen Nacht bürsten sauber ihre Röcke und Joppen aus und ein Häuf- fratie zurufen: Ihr armen Schächer seid zu ewiger Verschwinden auch Goldfüchse leicht zwischen den Fingern. Für lein sonst so friedlicher Bürger setzt sich an den Biertisch dammniß berufen! In ewiger Blindheit müßt Ihr einher- Proletarier also verbieten sich derlei fostspielige Erbauungen und berauscht sich an schwülstig- blutigen Phrasen. Da wird tappen auf dieser schönen Erde. Die Geistesquellen werden im allgemeinen von selber, aber die Söhne des gutfituirten der alte Gott, der Eisen wachsen läßt, höchst pathetisch Euch immerdar verschlossen bleiben und keine Kunstpflege Mittelstandes zog's hin mit magnetischer Kraft und die angerufen und damit dem rabiaten Waffengeschrei wird in Eure Seelen leuchten, mit der Gewalt eines Schwerenöther von Strohwittwern, die doch auch für ihre nicht die höhere Erbauung fehle, deklamirt man, wärmenden Sonnenstrahls. Unvorsichtig finde ich solche Bildung etwas thun wollen. trunkener Begeisterung voll, von der Erfüllung des Propheten, doppelt unvorsichtig, da Alberti's gutbürgerliche Es ist überhaupt ein beliebter Vorwurf bildungsstolzer Ideals, das mit Sedan gekommen und von der Hochfluth Gesinnungsverwandten selber durchaus nicht den Eindruck Prozen, die Tingeltangelei finde eine hauptsächliche der Kulturerrungenschaften, die seit Sedan über Deutsch machen, als seien sie von höchstem Respekt vor dem Wort Nahrungsquelle im Proletariat. Gebt ihnen Theater und lands Gefilde hereinbrach. Man kann der dürftigste geistiger Arbeit erfüllt. Bildungsstätten frei, schafft ihnen gewählte UnterhaltungsNüglichkeitsmensch sein, nüchtern, berechnend und trocken Ich will mit Konrad Alberti und den ungezählten aus abende, sie laufen doch dem Tingeltangel zu. Das ist eine bis ins Herz hinein, am Eedantage macht sich ein bischen deren Märchenerzählern nicht rechten, die von der sieghaften stehende Redensart, die besagen soll: Das Proletariat ist piahlerische Ruhmrednerei, ein bischen Toastiren auf den Sozialdemokratie eine fürchterliche trostlose Künstlerbarbarei nun einmal helotisch; sein Sinn ist nur für's Niedrige edlen, deutschen Jdealismus, den keines Erbfeindes Tücke erwarten. Die Herren sind wir über; sie wissen in der Zu- geschaffen. Das Proletariat will aber nichts geschenkt; beugen darf, dennoch sehr hübsch. Die philiströseste Herings- funft so genau Bescheid, wie Eugen Richter die Ereignisse in auch keine Kunstbeglückung. Es dankte herzlich für die fcele friegt es mit der Beredtsamkeit, und Kerle, die der Zukunftfamilie der Spar- Agnes vorherbestimmt, Stöcker'schen Theeabende am Johannistisch und es dankt tein Nickelstück an irgend einem öffentlichen Zweck und ich nicht. Ich weiß nur, wie lächerlich arm- ebenso für die Volks Unterhaltungsabende"( Bfui! ein wagen, werden die eifrigsten Echreihälse und preisen die selig für Jeden, der offene Augen hat, heutzutage schreckliches Wort) des Herrn Sanitätsraths Küster und Opferfähigkeit, Gut und Blut für's Vaterland zu lassen. die freie geistige Arbeit und die Kunstpflege bei jenen geehrt seiner liberalen Mitwohlthäter. Ja, es dankt sogar für die Dreimal Pfui! schallt es aus des wackeren Bürgers breiter wird, die's doch dazu haben. Die Berliner Bourgeoisie ist Wohlfahrtsideen der Herrschaften vom neuen Schillertheater. Brust, dreimal Pfui! einer materialistischen ideallosen Welt, doch stolz und mächtig und reich und vornehm und edel! Was die Tingeltangelei aber mit dem Proletariat näher zu die nicht mehr im nationalen Hochgefühl für das glorreiche Eine ganze Künstlerschaar dient ihr; demüthig verbeugt sie thun hätte, wüßte ich nicht. Daß irgendwer aus dem ProleEedan schwärmen kann. sich vor jedem blanken Thaler, der ihr winkt. Emsig ist tariat das Tingeltangel einem ernsteren oder schöneren Also am Sedantage. Wenn der sonntägliche Rausch fie und unverdrossen und welch' schlimmen Dank erntet sie Bildungsbedürfniß vorzieht, das mag wohl zutreffen. Daß dem werkeltäglichen Kazenjammer Platz gemacht hat, dann für all ihre Unterthänigkeit? Am Sedantage sollte die aber Proletarier zu den gewohnheitsmäßigen Besuchern des freilich muß Prahlhans seinen Degen aus Pappendeckel, diesjährige Kunstausstellung geschlossen werden, aber es Tingeltangels gehören, das ist gewiß nicht wahr. Der ganze mit dem er so luftig am nationalen Festtage" herumzu- ging nicht an. Man hat sich die größte Mühe gegeben, zu- Buschnitt dieser Vergnügungshäuser beweist dies. In allen fuchteln verstand, in die Scheide stecken. Dann bleibt von meist nach dem Herzen der gebietenden Bourgeoisie auszu- Tingeltangeln wird jetzt die Wintersaison eröffnet; und was der Glorie und der theatralischen Heldenspielerei nicht viel stellen. bringen fie als hauptsächliche Sensationen? übrig. Der idealistische Schwung ist zum Teufel gegangen Man malte feine Anklagen und keine Rebellion. Man Kleine Kinder müssen Boten singen, das abscheulichste und die blanke Stupidität guckt überall hervor. vermied sorgsam alles, was das ruhig- süße Behagen der Reizmittel für blafirte Lebemänner, und die frömmsten Kulturerrungenschaften, ein schönes Wort. Den arm- Beschauer hätte stören tönnen und dennoch war das Publikum Beitungstanten, in erster Reihe die sittliche Tante Voß, feligsten Pfahlbürger überfliegt ein frommer Schauder, wenn so undankbar, die Ausstellung links liegen zu lassen. klatscht Bravo zu den Pikanterien. Unter dem Vorer es nennen hört und er meint, Wunder was geleistet zu Ein Defizit gähnte der Künstlerschaft entgegen und hange lugen fünf Paar nackte Mädchenbeine hervor, haben, wenn er die bestehenden Kulturerrungenschaften gegen fie versuchte noch ein letztes Mittel und erwirkte glück- langsam geht dann der Vorhang in die Höhe und den Anfturm der modernen Heloten, das heißt der Hunnen- lich vom gütigen Ministerium die Erlaubniß, die Aus- man sicht fünf sogenannte Schönheiten im Babykostüm daschaar von Sozialdemokraten, zu wehren geschworen hat. ſtellung noch bis zum 16. September offen halten zu dürfen. stehen. Kolossal schneidiger Jur, was? Ich habe das In einem Artikel der Zukunft", den der Berliner Vielleicht erbarmt sich noch die Bürgerschaft der noth- alles in den tugendsamsten Blättern gelesen und die Schriftsteller Conrad Alberti verfaßt hat, fand ich leidenden Ausstellung. Sie hatte freilich eine gar mächtige niedrigsten Reporter wurden förmlich zu Dichtern, als sie erft türzlich wieder das alte Märchen auf Ronkurrenz in der Tingeltangelei. Gegen das sinnvolle diese Herrlichkeiten beschrieben. Nein, das ist nicht auf's getischt, wte die Sozialdemokratie, die Verächterin Schauspiel Italien in Berlin" kämpften die bildenden Proletariat zugeschnitten. Ein gewisses Lumpenproletariat freier geistiger Arbeit, mit allem allem Schönen, was Künste dies Mal vergebens. Man wird mir einreden: wohl bevölkert das Tingeltangel; das ist jenes traurige, das Menschenherz erhebt, aufräumen möchte. Und Konrad Gemach! an der Tingeltangelei betheiligte fich das Proletariat prostituirte Frauengeschlecht, das selber nicht den Genuß Alberti beruft sich noch dazu auf die Zeugenschaft von in ausgiebiger Weise. Allein die Sache hat einen Haken. Die sucht, sondern nur der Genußgier der Habitué's, der Karl Mary! Ich weiß nicht, wie viele Menschen mit Tingeltangelei ist ziemlich kostspielig. Wer sich am herrlichen ständigen Besucher des Tingeltangels und der„ amusementKonrad Alberti's gesammelten Werken künstlerische Erhebung| Spektakel Italien in Berlin" ergötzen will, darf sein bedürftigen" Fremden dient. Alpha. Achtung! Eine alte deutsche Feuter- Berf. Gefell Gesellschaftshaus Ostend Achtung! schaft sucht für Berlin u. die Provinz 4. Wahlkreis( Osten). Sonntag, den 2. September, Vorm. 10 hr: Große öffentliche Volksversammlung im Lokale Elysium, Landsberger Allce 40. Tagesordnung: 1. Die Bedeutung Lassalle's in der Sozialdemokratie. Referent Genosse Lux. 2. Diskussion. [ 274/4] Die Vertrauensperson. thätige Haupt- u. Spezial- Agenten. Hohe fortlaufende Bezüge event. auch festes Gehalt werden zugesichert. Expedition entgegen. 219L* Verlag von F. Fontane& Co. ( Inhaber A. Zameitat) 45 Rüdersdorferstrasse 45 Offerten unter O. 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Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 210/1 Die Agitationskommission. Metallarbeiter! Diejenigen Kollegen, welche sich an dem Begräbniß der Genoſſin A. Wabnitz betheiligen wollen, werden ersucht, sich bis spätestens 21/2 Uhr im Lotal von Kelle, Schönhauser Allee 28, einzufinden. Die Vertrauensleute. J. A.: Otto Naether. 174/18 Verband der Geschäftsdiener, Packer, Kutscher u. Berufsgen. F Versammlung am Dienstag, den 4. September 1894, Abends 9 Uhr, in den Arminhallen, großer Saal, Kommandantenstr. 20. Zages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Heymann über: Die Wirkungen des Rapitalismus auf das Nervensystem des Menschen." 2. Diskussion. 3. Mits theilungen. I. 612L Wilh. Groth's Danziger Volksgarten Danzigerstrasse 50-51. Haltest. der Pferdeb. Moltenmarkt- Weißenfee. Bairisch- Bier von Lerch& Plettenberg i. Werder. Gute Weisse. 8 neue Regelbahnen. Voltsbeluftig. aller Art. Kaffeeküche. Gute Speisen. Bu recht zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein Wilh. 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Holz- Arbeiter! Moutag, den 3. September, Abds. 84 Uhr in den Armin hallen, Kommandantenstr. 20: Große öffentliche Versammlung der Tischler, Drechsler, Bürstenmacher 2c. Tages- Ordnung: 1. Berichterstattung der Gewerbegerichts- Beifizer über ihre Thätigkeit. 2. Diskussion. 3. Aufstellung der Kandidaten zum Gewerbegericht. 4. Bericht des Vertrauensmannes. 5. Wahl eines Vertrauensmannes. 6. Verschiedenes. Alle Holzarbeiter, welche zur Gruppe Holzindustrie", Rammer IV, gehören, sind zu dieser Versammlung eingeladen. Im Interesse der wichtigen Tagesordnung ersucht um rege Betheiligung 141/18 Der Vertrauenemann. E. Wiedemann. Friedrichsberg. " Berliner = Dienstag, den 4. September, Arbeitervertreter Verein. Abends 81/2 Uhr, öffentl. Mitgliederversammlung Versammlung Abends 81/2 Uhr, KinderWagen, Krantenwagen Korbwaaren, Holzwaaren, größtes Lager Berlins, Theilzahlung gestattet, Musterbücher gratis, empfiehlt A. W. 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Tagesordnung: schusses der Invaliden- und Alters- Lachtauben 75 Pf., Kreuzschnabel 1 M., 1. Vortrag des Genossen F. Berndt. versicherung.( Dieselben sind hierzu Staare 1,25 M., Grasmücken, Roth2. Diskussion. 3. Verschiedenes. schriftlich eingeladen.) 2. Bericht über schwänze, Stieglite, Wachteln, Tieger 62/3 die Besichtigung der Heilanstalt zu Neu- finten 1,50 M., Gichelhäher 2 M., vorj. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Rahnsdorf am 26. ds. Mts. 3. Be Drosseln, Schwarzplättchen, SprachMitglieder, die sich an dem Begräbniß sprechung über die vom Vorstand der meister 3 M., Belgische langh. Kanienunserer Genossin Wabnik betheiligen Invaliden- und Altersversicherungsschen, Paar 6 M., Steinfauz 6 M. wollen, bitte, fich Sonntag, Nachmittag anstalt Berlins empfohlene Besichtigung Universalfutter 2 Uhr bei Lange, Wartenbergstr. 67, des Sanatoriums in Gütergoz am 8. Sep- für Jusekten fressende Vögel, à Pfd. 50 Pf. einzufinden. tember d. J. 4. Verschiedenes. N. B. Der wichtigen Tagesordnung Graveure, Ciseleure! halber ift bas Grſcheinen fämmtlicher Dienstag, den 4. September er., Abends 9 Uhr, Versammlung Oranienhallen, Oranienftr. 51. Mitglieder dringend nothwendig. 108/20] Der Vorstand. Lackirer! Tages- Ordnung: 1. Geſchäftliches. Dienstag, d. 4. September, to 2. Vortrag des Herrn Pinn, über: Kirche und Humanität. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes, Fragekasten.[ 133/6 Pünktliches Erscheinen nothwendig. 81/2 Uhr, Jakobstr. 83, Filial- Versammlung. Tagesordnung: Getrocknete Ameiseneier, prima deutsche Waare, à Str. 80 Pf. empfiehlt Alb. Hoffmann, Berlin, Reinickendorferstrasse 64c, Laden, ( nahe der Dankestirche.)[ 2671b Rohtabak. Große Auswahl, billigste Preise. Filiale von F. Leopold, Rixdorf, Berliner Strasse 40, am Denkmal. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L* am biengen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigite Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rontavate sind am Lager. A. 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