Ur.SlÄ. 36.Iahrg. Bezugspreis, Blertkllilhrl.•/— Ml. monatL Mi. fni ins Haus, voraus zahlbar, Post- dezng! Monatlich st— Ml. exkl. Au» stellungsgebilhr. Un»r Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungar» SL5 Ml. für da» übrig» iluslan» 10.25 Ml, bei täglich einmal, gustellung 0.25 Ml. Postbestellungen nehmen a» Dänemarl, Holland. Luxemburg, Schweden u. die Schweiz. Eingetragen in die Post-Zettungs-Pretslist». Der»Vorwärts� mit der Sonntag»- bellage.Poll u. Zeit' erscheint Wochen- täglich zweimal. Sonntag»»innud, Morgen Ausgabe. m» Telegramm-Adresse s «Sozialdsinolrat verlin-. Verlinev Volksblstt. (iSpksnms) SluzelgenpreiS: Dt« achtgelvaltene Iionpareillezeiie lostet Ichi> Ml..kleine Ilazeigen-. da» tettgedcuSte Wort Sg Pfg. lzuläfsig i fettgedruckte Worte), fedes weitere Wort«0 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen da» erste Wort td Pfg. lede» wettere Wort ZO Pfg. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Teuerungszuschlag 50°, z. Familien- Anzeigen, politische und gewerlschastiiche verein»- Anzeigen 150 Ml. die geil«, üluz eigen für die Nächste Nummer müssen bis 5 liste nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin EW 68, Lindenstraste 8, abgegeben «derde». veijffnet von S Uhr früh bis b Uhr abend». Tentralorgan der rozialdemokratifchcn partei Dcutfchlands. Redaktion und Expedition: SV). öS, ilindenstr.5. , Fernsprecher: Amt Morivplaq, Nr. ISI SO— 151 97. Dienstag, den 7. Oktober 1919. Vorwärts-Verlag S.m.b.h., SW. öS, Lindenstr.Z. Fernsprecher: Amt MoriNPlav, Nr. 117 SZ— S4. Der Streikabbruch in Englanö. i (Drahibericht unseres Kopenhagener Berichterstatters.) Londoner Mitteilungen über die Beilegung des Eisen- bahoerstreiks zufolge war es der Führer der Konservativen, B o n a r Law, der die Grundlage für eine Verständigung der Parteien schuf. Ans der Massenversammlung der Elsen- bahucr in Albert Hall wurden Thomas' Mitteilung von der Beendigung des Streiks von den Eisenbahnern und deren Franeu mit Begeisterung bcgrüstt. Man erwartet, daß der König eine Proklamation unterschreiben wird, durch die das Parlament zu eiuem früheren Zeitpunkt, als ur- fprüuglich bestimmt, einberufen wird. Wie dex„Tel.-Union" berichtet wird, äußerte sich der Eisenbahnführer Thomas mehrere» Pressevertretern gegenüber, die Eisenbahner hätten im allgemeinen dem Vergleich zugestimmt. Nur eine geringe Anzahl verweigere die Rückkehr znr gemeinschaftlichen Arbeit mit den Streikbrechern und freiwilligen Hilfsarbeitern. Eine Gruppe hindert die Arbeiter, die Arbeit wieder aufzunehmen. Bonar Law versucht, auch zwischen dieser Gruppe und der Regierung zu vermitteln. Tas Reuterschc Bureau meldet aus London vom 3. Okto- der amtlich: Die Bedingungen für die Beilegung des Streiks sind folgende: 1. Die Arbeit wird sofort wieder ausgenomnreiu 2. Die Verhandlungen werden sortgcsctzt mit der Maß- gäbe, daß sie vor dem 31. Dezember beendet sind. 3. Tie. Löhne werden bis 30. September 192t) ans der gegenwärtigen Höhe gehalten und könne» nach dem 1. August)92l) im Lichte der dann herrschenden Ler- Hältnisse nachgcprüst werden. 4. Kein erwachsener Eisenbahner soll weniger als 51 Schilling wöchentlich erhalten, solange die K o st c n des Lebensunterhaltes nicht weniger als 119 Proz. über der Höhe vor dem Kriege stechen. 5. Tic Arbeiter werde» mit den bei der Arbeit Gebliebe- ucn oder zur Arbeit Zurückgekehrten in Harmonie arbeiten und niemand wird in irgendeiner Weise wegen des Streiks benachteiligt werden. 6. Die in Folge des Streiks einbehaltenen Löhne werden nach Wiederaufnahme der Arbeit ausbezahlt werden. Iranzösifcher Irrwahn. Italienischer Sozialistenkongreß. Am Sonntag ist der Sozialistenkongreß in Bologna unter sehr starker Beteiligung zusammengetreten. B a r o c c i eröffnete ihn mit heftigen Angriffen auf die Regierung, die sich nur durch reaktionäre Maßnahmen, wie die Wiedereinführung der Zensur halten könne. Er las dann ein Begrüßungsschreiben der russischen Sowjet- republik unter stürmischen Kundgebungen für Lenin und Soivjetrußland vor. Porteisekrctär L a z z a r i stellte ein weiteresAnwachsen der Partei und der straffen Disziplin in dieser fest, wodurch die Wahrscheinlichkeit des Gelingens von Massenaktionen zur Eroberung der wirtschaftlichen und politischen Macht zugenommen habe. Im Namen der maximalistischen Gegner der Wahlbeteiligung sprach B o r d i g a unter scharfen Angriffen auf die Kammer- sraktion.— T r e v e s antwortete in deren Namen. Er er- klärte, daß der Appell an die Gewalt, der heute von vielen Genossen verlangt werde, ein Kriegsüberbleibselsei, der Barrikaden- Sozia- l i s m u s unter Leitung der Minderheit führe nur ins V e r- derben. Die Gesamtheit wolle keine Einzelaktion, jeden- falls sei gegenwärtig nur ein ganz unscheinbarer Teil der Arbeiterschaft für einen gewaltsamen Umsturz zu haben.— Die Meinung der überwiegenden Mehrheit des Kongresses gab G e n n a r i wieder, als er die Notwendigkeit einer Revolution für die Errichtung der Diktatur des Proletariats forderte, aber auch gleichzeitig die Beteiligung an den Wahlen als unerläßlich verlangte. Aus den Verhandlungen des ersten Tages kann fest- estellt werden, daß zwar ein tiefer Gegensatz zwischen eformisten und Maximalisten besteht, daß aber niemand eine Trennung wünscht und daß aller Wahr- schcinlichkelt nach die Einheit der Partei erhalten bleiben wird. Die öauarbeiter-Internationale. In Amsterdam wurde die 4. internationale Konferenz der Baufacharbeiter unter dem Borsitz des deutschen Delegierten P a r p l o w erösfuet. Es haben Vertreter entsandt: Deutschland, Belgien, Frankreich, Holtand, Oesterreich, Norwegen, Schweden, Dänemark und die Schweiz. Ende des Seemonnsstreiks. Unser Hamburger Berichterstatter meldet: Nachdem in der Hochseeschiffahrt der Ausstand endgültig abgebrochen ist, machen sich nur noch im Fischdampfervertehr die Ausläufer des wilden Streiks bemerkbar. Doch auch hier sind täglich Abbröckelungen festzustellen, so daß in wenigen Tagen diese erste Kraftprobe des SeemannSbundes voll- kommen gescheitert sein wird. Die Streikführer vermögen ihre wenigen Anbänger nur durch das Märchen zusammenzuhalten, daß sie mit den Reedern in Unterhandlungen ständen. Der Transport- arbeiterverband stellt demgegenüber fest, daß nur er zu Bsrhand- lungen berechtigt sei, und daß die Reeder nach wie vor jede Ber- Handlung mit kommunistischen Drahtziehern ablehnten. ES steht demzufolge zu erwarten, daß nunmehr auch im Fischdampferbetrieb der Seemannsbund die Waffen strecken muß und die Fischversorgung wieder im vollen Maße aufgenommen werden kann. Der Transporiarbeiterstreik in Kiel ist beendet, die Arbeit bieder ausgenommen. Oewahrt üie Heimat! MTB. verbreitet folgenden Aufruf:„Deutsche Männer und Frauen! Bewahrt Euch die deutsche Heimat! Ihr, die Ihr aus Ost- und West Preußen, au§ Obcrfchlefien und aus Schleswig- Hol st ein stammt, bewahrt Eurer Heimat auch die Treue, wenn Ihr jetzt in fremdem Land, in fremder Stadt weilt. In Eurer Hand liegt das Schicksal der Gebietsteile, in denen nach Inkrafttreten des Friedensvertrages Volksabstimmungen vorge- »ominen werden sollen. Ihr sollt mit darüber entscheiden, ob Eure Heimat fernerhin noch zum Deutscheu Reiche gehören soll. Keiner darf bei dieser Entscheidung fehlen. Jeder tucscine Pflicht! Jeder Abstimmungsberechtigte trage sich in die Fragebogen ein, die am 8. Oktober aus Anlast der Volkszählung in jede Familie kommen. Es gilt die Abstimmung vorzubereiten, von der Vorbereitung hängt der Erfolg ab. Jeder hole die Seinigen heran! Jede Stimme zählt, jede entscheidet!" Cin Notschrei an �lle. Um alle Staaten auf die im Friedensvertrag vorgesehene Vergewaltigung des Hnltschincr Ländchens aufmerksam zu machen, wurde folgender Funkspruch„An Alle" verbreitet: Nach Artikel 83 des Friedensvertrages soll der süd- liche Teil des Kreises Ratibor» das Hultschincr Ländchen, ohne V o l k s a b st i m in u n g der T s ch c w o s l o w a k c i einverleibt werden. Diese Bestimmung hat allgemeine Er- regung und heftigsten Widerstand unter der Bevölkerung her- vorgerufen, die ailsnahinslos den Wunsch hegt, bei Deutsch- land zu verbleiben. Die Einwohner des Hultschincr Ländchens bitten die alliierten und assoziierten Mächte in letzter Stunde, die Ungerechtigkeit aus dem Friedensverträge zu beseitigen und der Bevölkerung des Hultschincr Ländchens das vom Präsidenten Wilson proklamierte nnd garantierte Recht der Volksabstimmung zn gewähren. Nißhanölung deutscher Gefangener. Von den amerikanischen Kriegsgefangenen« lagern in Frankreich, Ivo bisher unsere Gefangenen eine günstige Behandlung hatten, liegen jetzt zahlreiche Klagen über schwere Mißhandlungen Deutscher vor. Deutsche Ge- fangene werden teilweise grausam und menschenunwürdig be- handelt. Die deutsche Regierung hat an die schweizerische Regierung eine Note gerichtet, in der sie bittet, eine Reihe von Einzelfällen zur Kenntnis der amerikanischen Regierung zu bringen und sch är f st e n Ein s p ru ch gegen die Mißhandlung deun'cher Gefangener zu erbeben. Außerdem wird um Enlsendung von Vertretern gebeten, die die Mißstände seststellen und ihnen ab- Helsen sollen._ Deutschenverfolgungen und Streiks in Elsaß-Lothringen. Die Verfolgung und Gcschäftsschädigung der Deutschen in Elsaß-Lolhringen durch die französischen Behörden dauern an. Die Rechtsanwälte Elsaß-Lothringens haben von den Präfekturen die Aufforderung erhalten, nach Erledigung der noch schwebenden Prozesse ihre Praxis einzustellen. Die elsaß-lothringi scheu Eisenbahner sind in eine neue Lohnbewegung eingetreten. Sie fordern eine Lohnerhöhung um 100 Proz. Die Bürgerlich-Radikalen Frankreichs treten in die künftigen Kammerwahlen mit der Devise ein„Frankreich vor allem". Die obrrelsässischcn Sozialisten lehnen unter Hinweis auf den Kon- grestbeschluß der französischen Sozialdemokraten ein Znsammen- gehe» mit den Bürgerlich-Radikalen ab. Die französische Kammer hat mit 444 gegen eine Stimme einen Antrag Lefövre angenommen, der die völlige Entwaffnung Teutschlands durch ein V e r- bot der Fabrikation jeglichen Kriegsmate- r i a I s vorschlägt. Am liebsten würden uns die Franzosen weder einen Mann noch einen Browning lassen. Aber da wenigstens die verantwortlichen Regienrngsmanner in Frankreich noch soviel Einsehen haben, daß sie nicht gut die Polizei- dienste und den Grenzschutz für Dentschland übernehmen können, ist man Herrn Tar d i e n gefolgt, der uns zwar die Fabrikation von Kriegsmaterial verbieten, aber das, was wir brauchen, immerhin tiefern will. Diese französischen Kaminerdebatten lösen zunächst ein Gefühl des Erstaunens ans über die Kluft des Mißverstehens, Argwohns und Hasses, die uns noch immer von»istercn West- lichen Nachbarn trennt und deren Hauptursache d i e völlige Unkenntnis der tatsächlichen Verhältnisse Teutschlands, vor a l be in der Zustände in der Reichs wehr ist. Für die französische Mentalität ist nichts bezeichnender als der Satz des Depn- ticrten Leftzvre:„Wahrscheinlich habe Deutschland g e g e n lv ä r t i g eine Armee von 999999 bis 8 99999 Mann." Noch unlängst hat der„Tenips" in einem Artikel zur Ratifikation des Friedensvertrages festge- stellt, daß sich Frankreich oft genug über Deutschland geirrt habe und man jetzt eine Politik betreiben müsse, die auf einer genauen Kenntnis unserer Verhältnisse beruhe. Davon ist leider noch immer nichts zu spüren, denn sonst müßten dir Franzosen wissen, daß wir nicht mehr als 499 999 Manu unter Waffen haben, an deren ständiger Verringerung gear- beitet wird. Wenn die Rechte und die Linke der französischen Kammer sich bei der Annahme des Antrages Leftwre zusammengefunden haben, so doch aus ganz verschiedenen Rl o t i v c n. Tie französische Bourgeoisie har auch hier wieder bewiesen, daß sie mit dem Versailler Friedensdiktat nicht zn- frieden ist,' lvcit es ihr längst nicht weit genug geht. Wie die Frage der Räumung des Baltikums so benutzt sie auch diese Gelegenheit zu einer brutalen K nebe- lung Deutschlands. Nichts fürchtet man in Frankreich mehr als den Augenblick, in dem Deutschland wieder auf- atinen und ein gleichberechtigtes Mitglied des Völkerbundes werden könnte. Man weiß sehr wohl, daß die Abrüstung nur dann einen Sinn und Aussicht auf Verwirklichung hat, wenn sie auf Gegenseitigkeit beruht und von allen Staaten des Völkerbundes nach bestimmten Grundsätzen gleichzeitig durchgeführt wird. An diesen Völkerbund aber glaubt man nicht, weil man ihn nicht will, sich vor ihm fürchtet. Wenn Herr C l e ni e n c e a u nach ihm ruft, fo nur, um ihn als Büttel gegen Deutschland zu benutzen. So befindet mau sich in Frankreich in einem Zustande allgemeiner Verwirrung nnd Unsicherheit. Man will den Frieden und schreckt doch vor ihm zurück: n»d als einzigen Ausweg sieht man die dauernde gewaltsame Nieder- Haltung Deutschlands. Wenn der Franzose Romain- Rolland es einst als seine gläubige Ueberzeugung aus- sprach, daß nach dieser Periode des patriotischen Hasses eine Zeit überschwenglicher Sehnsucht und ivcltbürgcrlicher Liebe kommen werde, so ist Frankreich heute davon iveiter entfernt als je. Hat die französische Bourgeoisie dem Antrag Lefe-Vre zu- gestimmt, um den Friedensvertrag zn sabotieren, so die Soziali st en in der naiven Annahme, dadurch der allgemeinen Abrüstung näher komme n zu können. Wir sprechen den französischen Sozialisten keineswegs den guten Glauben ab, müssen aber bekennen, daß ihr Verhalten ein gar bedenkliches Maß poli- t i s ch e r Einsichtslosigkeit und kindlicher Illusionen verrät. Die Heeresorganisation eines Landes kann nie das Pro- dukt rein theoretischer Ueberlegungen sein, sondern richtet sich jeweils nach dem praktischen Zweck, dem sie dienen soll, nnd der Art des voraussichtlichen Gegners. So hat England als Kolonialmacht neben seiner Flotte ein Söldnerheer behalten, während in der Kontincntalniacht Frankreich, von den Demo- kraten und Sozialisten gestützt, die allgemeine Wehrpflicht fortbesteht. Auch in Preußen hatte sich nach 1896 die allge- meine Wehrpflicht durchgesetzt und behauptet. Daß Deutsch- land jetzt ein Söldnerheer aufgezwungen wurde, geht, wie aus vielen Anzeichen bemerkbar ist, in erster Linie auf England zurück. Tie französischen Sozialisten geben mit Recht vom demo- kratischen Standpunkt aus dem Miliz-Shstem vor dem Söldnerwesen den Vorzug. Ihren Standpunkt haben sie in folgenden Worten formuliert: „Es ist die Aufgabe der Gesellschaft der Rationen, eine mili- tärische Kooveration der nationalen Einheiten herbeizuführen» zur Beaufsichtigung der Entwaffnung, Kontrolle der Herstellung de! Kriegsmaterials, Organisierung der Rekrutierung nationaler Kontingente nach dem Miliz-Systcni, strenges Verbot von Berufs- hrere», die eine ständige Bedrohung des bürgerlichen sowohl wir des internationale» Friede«» sind." Dcidilrit» nun, Saß XoittfcfVkinf) ein Söldnerheer auf- Hellen mutzte, sind die französischen Gemossen in eine Zwick- mühte aeeoten. Auf der einen Seite ist die allgemeine Wehrpflicht bei ihnen ein demakratisches Erbteil, und auch das Andeiifrn an I«« r#*s ist noch zu lebendig, als bqtzjic der aflgemeinen Polk-?bewaffnnng als stärkstem Verleidigungs- iirstrnment nicht den Vorzug geben sollien. Andererseits erblicken sie in dem MI'erb und einen zwar noch unzulänglichen aver dockt ersten Anfang, der zur allgeiaeineu Abichassung der Rüstungen führen werde, lind bei alten Vorbehalten gegen die nudeinokratischen Berufsheere würden sie sich mit ihnen abfinden, wm« diese unter der.llonitrolle des Völkerbundes stehen würden»nd dadurch keine Bedrohung des Weltfriedens und der Teniokratie bilden könnten. Wie die sranzöstsche» Genossen lXeL Heeresproblem für ihr Land lösen wollen, mag zunächst ihre Sorge sein. Schärfsten Widerspruch f o r ch e r n sie jedoch heraus, w e un sie auf Grund ihrer Unkenntnis des jetzigen Deutschlands eine Politik betreiben, die ihnen und uns zum s ch w e r st e n R a ch t e i l g e r e i ch e n ni u tz. Welch«ein Matz von Kritiklosigkeit und Ueberhebung zugleich ist es. dauernd das be- wutzt übertreibende Geschwätz der deutscheu Unabhängigen von einer monarchischen Reaktion und d?m Wiedererwachen des deutsche'! Militarismus nochzuplat�pern. dabei aber blind zu sein für die wirklichen U e b e r g r i s f e des französischen Militarismus! Die französischen Genassen scheinen ganz zu vergessen, daß wir bereits die politische Macht besitzen, die sie noch lange nicht haben. Ihr geringer politischer Einfliitz wird dadu-rch wirklich nicht größer, daß sie die erste lozialistisch-deniakratische Regierung der Welt mit Schmutz bewerfen, sich an? N o s k e und der deutschen Regierung einen Popanz Anrecht? machen, ohne von den tatsächlichen Verhältnissen die geringste Ahnung zu haben. Bezeichnend für ihre Gespensterseherei ist ein Artikel R e- naudcls iiik Jukiheft der„I n t e r n.ei t i o n a l Re- v i e w", in dem es heißt: „Nacb daua hob Teutschland seine Iüngtinge au? trotz der vorbeugenden Matznahmen Napoleon?. Da S s>s t bc kann st ch ereignen mit diesem Heere von l; 0 0 0 0 0 Mann, von dem jeder einzelne ein Führer werden iiev, so daß ein Gerüst von einem zahlenmätzig furchtbaren Heer entstehen würde. da? unter einer ganz harmlosen Antzense ite�auszebaut werden könnt?." Selbst wenn es wirklich noch einen preichischeu' Miü- tarisinns gäbe, den es in Wahrheit nicht mehr gibt, glauben die Iranzosen wirklich, daß für das deutsche Volk jemals ein Ifll l wiederkehren könnte? Ueberieheii sie so vollkommen, daß das Schicksal Deutschlands nicht mehr in den Händen der Ludendorff, Tirpitz, Helsserich und Bethmami, sondern der Gbcrt und Roske, Erzberger und David liegt? Allerdings mögen die französischen Sozialisten bedenken, daß. wenn sie sich für berechtigt halten, uns, solange nach ihrer irrtümlichen Meinung das demokratische Regime i n T e n t s ch l a n d nicht s e st verankert i st, einseitige, e n t- ehrende Bedingungen auferlegen zu können, sie dadurch am meisten das Empor- flammen eines Revanchegeistes in Deutsch- 1 n n d begünstige n. Auf die Dauer lätzb sich ein großes Kulturvolk nicht knebeln, lassen sich 70 Millionen nicht wie die Hunde treten. Die Franzosen dienen nur sich selbst, tvenn sie Deutschland als gleichberechtigtes Glied der Völkerfamilie betrachten und behandeln. Wir haben darüber nie einen Zweifel gelassen, daß wir freudig bereit sind, alle sich ans dem Völkerbund für uns ergebenden Verpflichtungen aus uns zu nehmen. Die materielle und moralische Auto- r i tä t zur dauernden V e r h i n d e r ti n g von Kriegen hat der Völkerbund jedoch er st dann, SLeGberschleflfche/lusstellungmSres!au To? Schicksal K b? r s ch l e s i e n 3 steht auf dem Spiel. In kurzer Zeit wird die Abstimmung erfolgen und die Entscheidniig fallen, ob e? deutsch bleibt oder an Polen kommt. Ta tauchte der Gedenke auf, zuerst im Zcntralvolksrat für die Provinz«-chlcsicn, durch eine großzügige Ausstellung da? Deutschtum Ober- schlesicus kuudzutun. Alle Nicht-Obcrschlcsicr sollten da? strittige Oberschlesien kennen und seine Bedeutung für die�BolkS- Wirtschaft und Kultur Deutschlands einsehen lernen. Tie Schwere d-s Verluftes sollte allen zum Bewußtsein kommen und namentlich sollic auch den Oberschlesicrn selbst und besonders der oberschlc- sischcn arbeitenden Bevölkerung klar werden, welcher Art in Wirk- lichkeit ihr Land sei, wie sehr es deutsch war seit urdenklichcn Zeiten und wie sehr es deutsch ist und fühlt mit seiner Arbeit, seiner Kultur. Mit diesein politischen Ziel trat die Ausstellung ins Leben. Tort, wo vor sechs Jahren bei der Jahrhundertfeier der Befreiung?» kriege die Erinnerungen an eine kriegerische Zeit der preußischen Geschichte wach wurden, in den gleichen Räunicu wird heute mit gcschictitlichen und geistigen Mitteln für die Teiitscherbaltung eines der wichtigsten I n d u st r i e g e b i e t c Deutschlands gekämpft. Ter Raum verbietet eine Kritik, namentlich des künstlerischen Teiles der Ausstellung. Betrachten wir daher nur kurz, wie sich Oberschlesien uns hier offenbart. Bis in die Zeit der Völkerwanderung greift die Ausstellung zurück und zeigt uns kostbare Funde aus der Zeit germanischer Besiedlung. Wir sehen die Entwicklung des MünzwescnS in Ober- schlesien vom 12. Jahrhundert bis in die Gegenwart, deutsche Nr- künden, Schmucksachen, Elfenbeinschnitzereien, Reliefs aus dem Mittelalter. Neiße als Urstättc des Kunsthandwerkes ist«in be- stmOmr Raum gewidmet, schöne Arbeiten aus dem 15. und ib. Jahrhundert veranschaulichen die Kunst jener Zeit. Große Sorgsalt widmete man der Darstellung oberschlcsischer Kunst- industriell. P r o s ka u e r Fa y e n c e n füllen einen Saal. Ein vollständiges intimes Eßzimmer mit einem ProZkausr Fayence- Service aus dem 18. Jahrhundert macht jene Zeit lebendig.— In G l e i w i tz entwickelte sich die Eisengießerei zur Kunst. Eisen- güffe, Plastiken, eiserne Schmucksachen legen Zeugnis davon ab.— Besonderen Raum bat man den schlesischcn Dichtern Eichen» d o r s s und Gustav F r e h t a g gewidmet. Nach diesem Rückblick in die deutsche Vergangenheit Ober- schlcsiens tritt unZ die Gegenwart entgegen in einem hohen Kuppel. bau für den Bergbau, die Erzeugnisse der B l e i- und Zink- industrie; Görlitzer Lokomotivwerkstätten, Aus- stclliing von Modellen aller Art, Bilder au? Gruben und Werk- stärten. ei» Riesen-GIasmodell des gesamten oberschlesischen Stein- kohlenbeckeiis neben ein anschauliches Bild von Oberschlesiens Ar- beit und Industrie. Boikstümliche ober�chlesische Kunst ist vertreten durch Modelle, Bilder und Photographien der lypischen Holzkirchen, obcrschlesische Trackiten in Originalen und Bildern, oberschlesische BauernhäuScheu in Photographien und Modellen. Ter Raum berühmter O b e r s ch l c s i e c enthält Ge- mäldc der Bildhauer August Kiß. Helide, de» Musiker» Emil Bohn, des Dichters Hossmann von Fallersleben, des wenn ihm alle Knlturnaltonen einfchlietz- l i ch Deutschlands als gleichberechtigte Glieder angehören. Bei der Beratung über den Antrag Lesävre sind die französischen Genossen nichts als ein O p s e r ihrerJllu- s i o n e n geworden. Sie wollten der Abriistungsidce dienen, baden aber in Wahrheit jene Tendenzen ihrer Bourgeoisie u n t e r st ü tz t. aus deren Trachensaat, wenn sie se zur Reise gelangen sollte, neneinternatio» italc Konflikte mit Naturnotwendigkeit entstehen müsse n. B e r n h a r d R a u s ch. vor einem Jahre. Der Artikel Scheidemanns in der Sonntagausgabe des „Vorwärts" mit seinem klaren Ueberblick über die Ereignisse, die vor einem Jahre der Revolution vorangingen, hat den Blättern der Rechten naturgemäß nicht gefallen, weil er wieder einmal mit ihrer zurecht gemachten Geschichts- legende aufräumt. In ihrem Mißmut suchen sie durch reich- liche Aufwendung journalistischer VerdrehungSkunst es so dar- zustellen, als bestätige Schetdemann, was sie schon längst gesagt hätten. Am plumpsten und oberflächlichsten verfährt dabei die .�Tägliche Rimd'chml". Sie bekommt es sogar fertig, aus Scheidemanns Artikel eine„Entlastung der Obersten Heeres- leitung" zu konstruieren! Scheidemann habe in der Sitzung bei Herrn v. Hintze am 29. Septbr. den baldigen Ausbruch der Revolution prophezeit. Da habe man den Beweis, daß dieser Scheidemann schon damals heimlich konspiriert habe und „von den revolutionären Plänen und Absichten der Umstürzler genaue Kenntnis gehabt haben muß". Also sei es nicht wahr, daß erst die Bankerotterklärnng der obersten Heeresleitung am 3. Oktober die Revolution als Folgewirkung entwickelt habe. — Eitles(»leschwitz vutichlüsterner Reaktionäre, die immer noch den historischen Sinn der Revolution nicht begreifen können, weil sie die Dinge nur auS ihrer eigenen Verschwörer-Perspektive heraus betrachten. Scheidemanns Prophezeiung ist selbstverständlich nicht das Resultat einer Teilnahme an irgendwelchen Konspirationen, sondern der Ausdruck klarer politischer Erkenntnis, die in dem Zusammenbruch Bulgariens das Vorspiel des Zu- sammcnbruchs der Mittelmächte überhaupt erschaute und die sich klar machte, daß dieser Zufamnlewbruch in eine Re volution ausmünden müßte. IlebrigcmS war Scheideinann, so hoch wir seine politische Voraussicht schätzen, damals durchaus nicht der einzige, der diese Entwicklung vorahnte. Wir erinnern uns deutlich, daß in der Sitzung der Pressevertreter, in der die Nachricht vom Zusammenbruch Bulgariens gegeben wurde, gerade auch Vertreter rechtsstehender Blätter gesprächsweise ihrer llcberzcugung von einer kommenden Revolution Ausdruck gaben. Nach der„Täglichen Rundschau" wären die wohl auch mit verschworen gewesen! Die„Krenzztg." findet folgendes heraus: Bisher habe dieser Schcidemann bestritten, die Revolution gemacht zu haben, jetzt gestehe er es zu und stempele sich damit selber zu einem„Hauptschuldigen an unserem Zusammenbruch". Folgt der Hinweis, daß unsere militärische Lage im No- vember 1918 noch sozusagen glänzend gewesen sei. Auf den letzteren Unsinn einzugehen, erübrigt sich wohl, da nur ein kompletter Trottel oder ein böswilliger Lügner die Tatsache ableugnen kann, daß der militärische Zusammenbruch vor der Revolution da war. Was aber die Teilnahme Scheidemanns an der Revolution anbetrifft, so hat er die in seinem Artikel geschilderte Tätigkeit als Mitglied der Oktober- Regierung niemals auch nur im geringsten in Abrede gestellt. Freilich hat Scheidemann genügend Afnfafoifrficr? E m i n Pascha und zakiltcicher Künstler, Politiker, Schriftsteller, Musiker. Die jüngste Kunst ist vortcilbaft vertreten durch die Maler Willi Psitzner, WoSner. Hatzek, Kowalski. PilarSki, Odoy, die Dicktkunst durch Max Herruiann-Neiße und die Buchausgaben des Pbönir-Vcrlagcs in Kattowitz. Ferner finden wir noch eine umfassende Ausstellung der ober- schlesischen Fauna und Flora, der Geologie und Mineralogie Ober- ichlesiens, seines Hüttenwesens, WohlfahrtZcinrichtungen, Kranken- Häuser. Trinkcrheimstättcu usw. Ter Gesamteindruck der Ausstellung ist der einer wohlgelunge- neu Kundgebung de? Deutschtums OberschlesixnS. Auch viele Ob-r- scklesier werden durch sie erst ihr eigenes Land richtig kennen lernen und erkennen, was verloren geht, wenn sie sich in der Entschci- dungSstunde dem Osten zuwenden. Orb. d!e§i!me öer Voche. .Rose Bernd" im Film. Im..Mozartsaal" gab es die Erstaus- sührung de? verfilmten Dramas„Rose Bernd" von Gerhart Haupt- mann zum Besten einer Wöchnerinnenhilsc. Mit Henny Porten in der Hauptrolle waren bewährte Schauspielkräfte zu einer in Spiel, Mimik und Maske angenehm abgerundeten FAmdarstelliing«verbunden; doch erwies sich hierbei klar, daß Henny Porten, äußerlich vortrefflich für die Rolle passend, in dramarischen Szenen jenes innere Können eben nicht besitzt, da? die andern, vor allem Emil Janmrtgs, Werner Kraust und Alexander Wierth, zu höherer Lei- stung emporfragt. Sobald aber Henny Porten neckisch-liobelnd die „G'schamige" spielen darf, ist sie nett und erfreulich, und das Par- kett stöhnt:„Ach, wie süstl" Ter Versuch, Gerhart Hauptmanns Drsma für den Film um- zuformeii, ist dem Regisseur Alfred Halm im Bildlichen überraschend gut gelirnge», versagt aber im Psychologischen. Wer das Drama nie gelesen und nie auf der Bühne gesehen hat, muß von den Film- szenen einen schiefen, weit von Gerhart.Hauptmann wegführenden Eindruck empfangen. Jlka GrüningS„Frau Flamm" blieb blast und ausdruckslos, weil sie. gelähmt im Stuhl sitzend, keine Gelegen- heit zu abwechslungsreicher Mimik hat. Tie Gelegenheit hierzu war dem„Streckmann" von Emil Jannings gegeben, der in dieser Figur mit prachtvoller Lebendigkeit den besten Typ de? Films schuf. Und noch eins: die Zwischentitel sind in schlestscher Mundart möglichst textgetreu wiedergegeben— und daher dem nicht ans Schlesien stammenden Teil der Zuschauerschaft schwer verständlich. Es ist eben doch ein Unterschied zwischen dem gefilmten und dein gesprochenen Wort! M. ProSkauer. Ter gefilmte Exkaiser. Der Kaiserfilm Ferdinand Bonns, betitelt„Wilhelm II. Glück und Ende", ging am Donntag in Ur- anfffihrung über die Leinewand der Lichtspielbühne de? Sport- Palastes. Bonn natürlich ln der Titelrolle.— Ein Ereignis war dieser Film immerhin, eins, da» eben nur durch die Neuordnung der Dinge Erscheinung werden konnte, und dabei ein Erzeugnis unserer modernsten Darstellungsweisen mit allen ihren Vorzügen und Schwächen. E» war ein Stück in Stücken, das manchmal reichlich in? Zerrissene, Episodenhafte ging, dafür aber auch in großer Menge Details brachte. Daß das Ganze seinen.historischen Zug" batte, ist nicht zu'bestreiten. Freilich nicht in einer Art, daß die monarchistisch Empfindenden sich das Zischen verbeißen konnten. Die Darsteller bemühten sich mit Geschick, CharaktermaÄen von historische Einsicht in die Dinge, rnn deswegen nicht zu glauben, daß er die Revolution„gemacht" habe. Natürlich fqnn in der Reihe dieser Ankläger die„Deutsche Tageszeitung" nicht fehlen. Auch nach ihrer Ansicht hat nur die Revolution den Zusammenbruch herbeigeführt und nicht Herr Lildendorff, der erst die Bundesgenossen und dann sich selbst zu Tode siegte. Ihr Hauptzorn gilt aber den Beamten in der Regierung, die„anstatt sich auf ihre Eidespflicht gegenüber dem Monarchen zu besinnen, an weiter nichts dachten als daran, die Revolution von oben zu machen", und zwar waren dies nach Ansicht der„Deutschen Tageszeitung" in erster Linie Prinz Max, Minister Drew 3 und Unter» staatssekretär Wahns chasfe. Dir haben nicht die Aufgabe. diese Männer zu verteidigen, aber gerade die«Deutsche Tageszeitung" sollte bedenken, zu welchem Dank sie ihnen verpflichtet ist. Denn wären diese Männer nicht verständig genug gewesen, die Unvermeidlichkeit der Revolution einzusehen und hätten sie statt dessen den von der«Deutschen Tageszeitung" verlangten sinnlosen Widerstand organisiert. dann hätte zwar der 9. November sachlich kein anderes Resultat gebracht, als er brachte, nämlich den Sieg der Revolution: aber dieser Sieg wäre unter solchem Blutvergießen und solcher Erbitterung der Masjen erfochten worden, daß man füglich bezweifeln könnte, o b noch einer der Redakteure der«Deutschen Tageszeitung" am Leben geblieben wäre. um noch fiirder seine Weißheiten in die Welt hinaus zu geben! €int Spihelzentcole. Ein linksradikaler Spitzel hat der„Freiheit" eine Reihe von falschen Behauptungen zugetragen, die darauf hinausgehen, das S t a a i s k o nr in i s s a r i a t für die Uelbe,rw?ciischaft die Verbindung mit dem Staatskommissariat ans- rcchtzucrhaltcn. Endlich wird eS uns als erfunden bezeichnet, das a n t i-- semitische Propagandabureaus durch das Staat?» kommissariat rechtzeitig gewarnt worden seien, wenn die Staats- anwaltschaft Pogroniflugblätter und dergleichen beschlagnahmen ivollte. ES sind im Gegenteil mehrere solcher Bureaus ausgeräumt worden, die Staatsanwaltschaft hat aber in einigen Fällen das bc- schlagnahmte Material aus Grund des Gesetzes freigeben müssen, wenn ein strafbarer Tatbestand, wie etwa die Aufforderunz zu Ge- walttätigkeiten, nicht vorlag. Persönlichkeiten, die in diesem Kapitel eine Rolle gespielt haben, vor Augen zu führen. Wenn manchmal Bonn dabei die Reklame- trommel stark für sich selber schlug, so gehört da§ zum Bilde dieses Mime». Am stärksten wirkten, wie immer im Kino, die Szenen. in denen die Karikatur und das Terokomnche zu ihrem Rechte kamen, wie in der Hauptmann von Köpemck-Einiage. Das Still- loben am Schluß dieser Szenen: Uniform und Degen am vcr» schwiegenen Ort, ipar köstlich. Das neue RcichSwappen. Herr Emil DoepIeFd. I. bittet 1 uns mitzuteilen, dost»ach Einholung von Gutachten bedeutender Heraldiker das ehemals königliche Heroldsamt ihn mit der Her- stellung von Skizzen sm i t dem Reichsadler) beauftragte. ÄuZ. diese n sehr verschiedenartig gehaltenen Formen wurde dann die jetzt der Oefsentlichkeit übergcbene Zeichnung ausgewählt.— Diese Ergänzung innerer Notiz zeigt, wie berechtigt unser,» Kritik an dem neuen Wappen war. Wir wiederholen: die besondere Bc- sähigung bc? Pros. Toeplcr. die ihm gestellt« Ausgabe glücklich zu lösen, steht außer Frage. Al-er die Wahl eines neuen Wappens durfte von vornherein nicht dem Heroldsamt überlassen werden. da? ohne weiteres an dem Adler festhielt. Mag per Adler seit der Negierung der Qitonen deutsches Wappen gewesen fern, die Frage ist damit nicht beantwortet, ob es für die neue deutsche ,'oziale Republik kein anderes, besseres Symbol gibt. Uns scheint das neue Wappen in erster Linie keine Angelegenheit der Herol- diker, sondern des VolksempsindenS zu sein. Die Wünschelrute. Der Verband zur Klärung der Wünschelrutenfrage, der in Nordhausen tagte, pahm nach einem Vortrage seines Vorsitzenden Dr. Aigner, worin alle Verquickungen mit spiri- tistischen Erper: wen kn scharf abzelehiet wurden, folgende Eni» ichliestung an: „Die von dem Verband in den letzten«cht Jahren gemachten Erfahrungen lassen heute annehmen, daß die Untersuchungen und Mutungen mit der Wünschelrute einer tatsächlichen Grundlage nicht entbehren. Die zweifellos noch vorhandenen Unklarheiten so- wie nachweisbare Täuschungen und auch mißbräuchliche Anwen- düngen der Wünschelrute dürfen nicht davon abhalten, die einwandfreien Erfolge mit allen zur Venügimy steten den Mitteln nachzuprüfen. Der Verband ficht sich hierzu nach Kräften ver- pflichtet, er bittet aber um die Unterstützung der einschlägigen Be- Hörden und Verbände." Barbusse? Roman„Erleuchtung" itt, wie wir aus viele Anfragen biertur» mitteilen, noch nicht als Buch erschienen. Der'Abdruck tm„Vor- wäits- ist die erste deutsch« Verössentlichung. Das Such wird im Züricher Verlag von Ruscher u. So. herauskommen. Theater. Shakespeares T Y m b e l i n geht am Freitag tm Deutschen Theater in einer neuen Uebertragung von Ludwig B-rger, der auch die Regie führt, in Szene. Mitfik. lim? o m veranstaltet Walter Fischer am Donnersiag wieder ein Orgelkontert. Eintrllt jret gegen lknlnahme eines Programms. Vorlesungen. Dr. V. lk n g e l h a r d t liest in der Hninboidt-Hoch- schnle, am Montag b— g>). ob 13. Oktober Invalidenslr. 11, über die Eni- Wicklung des physikalischen'Weltbildes„Bon Aristoteles bis Ein- stein". Er wird hierbei die Geschichte dieser Wtssenschast vom Stand- Punkt der matersalistischen Gelchlchlsaussassung behandeln. Eine zweite. Vorlesung„Die physikaltsche» Grundlagen der Elektro t c ch n i l" Dienstag 8—3'/, Gcorgenstr. 30 ab 14. Ott. soll Mechanikern, Monteure» usw. zu einem tiejeren Verständnis ihres Fache?»er- Heise». t?r. 512 ♦ 36. Jahrgang Seilage öes vorwärts Dienstag, 7. Getober 1919 Groß-�erün Sozialistische Dilöungsschule Groß-öerlin. Zum ersten Male tritt die neuerrichtete sozialistische MßmngZ- schule für Groß-Berlin cm die Oeffentlichkeit. Nach ihren Satzungen hat sie die Aufgabe, das sozialistische Wissen zu verbreiten, insbesondere den in der modernen Arbeiterbewegung tätigen Genossen und Genossinnen das für ihre Tätigkeit notwendige geistige Nüst- zeug zu beschaffen. Zu diesem Zwecke wird sie den Wissensstoff, den -sie ihren Hörern vermittelt, den Gebieten der Geschichte, der Bolls- Wirtschaft, des theoretischen und praktischen Sozialismus entnehmen. Die brennenden Fragen der Zeit, die Zusammenhänge des Wirt- schaftlichen und gesellschaftlichen Lebens sollen im Lichte der sozialistischen Wissenschaft gezeigt und dem Verständnis der Arbeiter- schaft näher gebracht werden. Damft will die Schule im Sinne von Karl Marx der oberflächlichen Betrachtung schwierigster Probleme entgegenwirken u£d ihre Hörer auf den festen Boden Wissenschaft- licher Erkenntnis führen. Für das erste Quartal ihrer Tätigkeit veranstaltet die Sozia- listische Bildungsschule folgende Vortragskurse: Montag: Praktische Volkswirtschaft. Vortragender: Redak- teur Erwin Barth. Lokal: Aula des Königstadtischen Real- gvmnasiumS, Elisabethstr. 57/58(Nähe Alexand-erplatz). Beginn: 13. Oktober.- Dienstag: Die neue RcichSverfassung. Vortragender: Schriftsteller Friedrich Stampfer. Lokal: Aula der 204. Ge- meindcschule, NC., Christburger Str. 14. Beginn: 14. Oktcber. Donnerstag: Di« russische Revolution im Lichte des wissenschaftlichen Sozialismus. Vortragender: Schriftsteller A. Grigorjanz. Lokal: Aula des LutherlhzeumS, Tempelhofer Ufer 2(Nähe Hallesches Tor). Beginn: 16. Oktober. Freitag: Tie bürgerlichen Parteien in Deutschland. Vor- tragender: Redakteur Erich Kuttner. Lokal: Aula des Luther- lyzeums, Tempelhofer Ufer 2(Nähe Hallesches Tor). Beginn: 17. Oktober. Sonnabend: RednerkursuS mit praktischen Uebungen. Vor- iragender: Unterstaatssekretär Heinrich Schulz. Lokal: Aula des SophienghmnasiumS, Weinmeifterstr. 15. Beginn: 1. November. Die Kurse umfassen 8 Abende und finden immer am gleichen Wochentag statt. Sie beginnen sämtlich abends 7 Uhr. Die Hörgebühr beträgt für jeden Kursus 3 Mk., außerdem 1 Mt. Lokalzuschlag(Kosten für Benutzung der Schulaulen). Teil- nebmerkarten sind ab Mittwoch an folgenden Stellen zu haben: Sekretariat der Bezirksorganisation, Bellevuestr. 7 II,„Vorwärts"- Buchhandlung, SW., Lindenstr. 2, VorwärtS-Spsdition Joseph, NW., Wilhelmshavener Str. 48, Vorwärts-SpÄftion Menzel, Ackerstr. 174, Borwärts-spedition Arndt, MarkuSstr. 36, Vorwärts- Spebition Böhm, Lausitzer Platz 14/15. Die Vorwärts-Spediiionen sind geöffnet täglich von 9— 5 Uhr. — Außerdem finden Kurse über:„Das Erfurter Programm" oder: „Einführung in den wissenschaftlichen Sozialismus" m folgenden Orten statt: Neukölln. Adlershof, Wilmersdorf, Charlottenburg, Reinickcndorf-West, Lichtenberg Hierzu ist auch die Arbeiterschaft der angrenzenden Ort eingeladen. NäbereS wird im„Vorwärts" bekanntgegeben. Anmeldungen können schon jetzt bei den zustän- digen Parteiorganisationen erfolgen. Kurse für Fortgeschrittene m der Oberstufe werden erst im nächsten Quartal stattfinden. Befreiung vom Religionsunterricht. Nach einer neuen Verfügung müssen Befreiungen vom Re- ligionsunterricht zu Beginn des Halbjahres beantragt werden. Da am heutigen Tage die Schule beginnt, so empfiehlt es sich, daß diejenigen Ellern, die ihre Kinder vom Religion«- »nterrichl befreien wollen, sofort einen dohinliehenden schriftlichen Antrag der Schulverwaltong überreichen. Versäumen sie die An- gelegenheit, können sie erst zu Beginn des nächsten halben Jahres wieder einen solchen Antrag stellen. ganz gegen ihre Gewohnheit aus. Der Mann schickte seine Nichte in die Wohnung. Diese fand, als sie das Schlafzimmer betrat, Frau Grube besinnungslos im Bette liegend vor. Die Schwer- verletzte wurde nach dem Virchowkrankenhause gebracht, wo der Arzt feststellte, daß sie außer einer Kopfwunde, die von einem Un- fall herrührt, noch zwei schwere Verletzungen an den beiden Schläfen und außerdem mehrere Stichwunden am Halse hatte. Nach dieser Feststellung wurde die Mordkommission des Berliner Polizei- � Präsidiums benachrichtigt, die nach der Besichtigung der Wohnung j feststellte, daß zweifellos ein Raubmordversuch vorliegt. Außer den Blutlachen im Bett und auf dem Fußboden zeigten sich noch Blut- Raubmordversuch in der Seestrastr. Ein schweres Verbrechen ist wahrscheinlich in der Nacht zum vergangenen Sonntag in dem Hause S e e st r. 60 verübt worden. Dort wohnte im vierten Stock des Vorderhauses die 38 Jahre alte Frau Anna Grube, geborene Kraft. Von ihrem Manne lebte sie getrennt. Sie suchte ihn jedoch täglich auf, um sich die Unterstützung abzuholen. Am Sannabend und Sonntag blieb sie Achtung, Parteigenosten! Mittwoch in Groß-öerlin Zahlabenö! Es ist Pflicht aller Genossinnen und Genossen, sich an öen im Inseratenteil angekündigten Veranstaltungen zu beteiligen! spritzer an den Wänden. Schränke und Behältnisse waren durch- wühlt und ein großer Rohrplattenkoffer und mehrere Bckleidungs- stücke geraubt. Ob auch bares Geld fehlt, weiß man noch nicht. Eine Verletzung an der Hand läßt darauf schließen, daß die Frau mit dem Räuber gekämpft haben muß. Wahrscheinlich wird die Ueberfallene nicht mit dem Leben davonkommen. Tie Ermittlungen ergaben, daß die Frau öfter Männcrbesuch empfing. Wahrscheinlich ist sie von einem solchen Besucher überfallen und beraubt worden. Auf die Ergreifung des Täters und für zweckdienliche Angaben zur Aufklärung des Verbrechens ist eine Belohnung von 1000 M. aus- gesetzt._ Vollversammlung der Arbeiterräte, der kommunalen Arbeiterräte und der Funktionäre der S. P. D. und der D. P.-Partei. Freitag, den 10. Oktober, nachmittags 4 Nhr, im großcn Saale des Lehrervcreinshauses, Alcxandrrstr. 41, Vollversammlung. Tagesordnnng: 1.„Die praktische AuZgestaltuna deS Rätegedankens". Referenten: KaliSti und Dr. S i« S h r i m e r. 2. Diskussion. In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung ist vollzähliges Erscheinen dringend erforderlich. Der Bollzugsrat der Ardeiterräte Groß-BerlinS. Brolat. Fischer. Der Vorstand der BezirkSorganisativ» Groß Berlin. » Die„Freiheit" kündet für heute Vormittag eine„Bollvcr- sammlung der Groß-Berlincr Arbeiterrätc" an. Um allem Zweifel vorzubeugen, sei darauf hingewiesen, daß cS sich hier n u r um eine Versammlung der U.-S.-P.- und K.-P.-D.-Räte handelt, an der die Arbeiterrätc der S. P. D. gemäß der früheren Beschlüsse nicht teilnehmen._ Wege« gemeinschaftlichen Raube? wird sich in der nächsten Woche der bekannte Hasso v. TpSka vor dem Schwurgericht zu verantworten haben. Der lange vergeblich gesuchte Kronzeuge aus dem Ledebourprozeß hat gemeinsam mit dem Fleischer Kluge und dem Kaufmann Retzlasf eine Anzahl von Raubzügen unternommen. Ter in der Uniform eines Felldivebels arbeitende T. hielt bei dem Koufnwnn V o l l s ch l ä g e r eine unberechtigte Haussuchung ab und zwang ihn mit vorgehaltenem Revolver zur Herausgabe seiner Barschaft und Lebensmittelkarten. Ein geplanter Raub bei dem Kaufmann Besch mißlang, da dieser rechtzeitig die Polizei alarmieren konnte. Die Anklage gegen T. lautet gleich- zeitig auf unbefugte Anmaßung eines Amtes. Beraubte Polizeibeamten. Ter ReichSzuckerstelle wurde gemeldet, daß wieder eine große Zückerschiebung stattfinden solle. Um diese zu verhindern, die Ware zu beschlagnahmen und die Schieber dingfest zu machen, traten zwei Beamte der Militärpolizei mit den <.ii geblichen Verkäufern in Verbindung. Diese, ein Kaufmann Nölte aus der Bendlerstr. 14 und ein Leutnant Thiel, wurden mit den vermeintlichen Käufern handelseins und beauftragten sie, sich mit dem Kaufpreis, 25 000 M., in einem Schanklokal in der Culm- straße 29 einzufinden, um den Zucker in Empfang zu nehmen. Als die Beamten dort erschienen, wurden sie von zwei Unteroffizieren empfangen, die im Auftroge der beiden ersten handelten. Sie sagten, daß der Zucker zur Stelle sei und verlangicn, daß die „Käufer" zuerst das Geld zeigen sollten. Als die Beamten die Briestasche herausholten, zogen die Unteroffizier« plötzlich ihre Rs- volver, entrissen den Beamten die 25 007 M. und schloffen sie in daS Zimmer ein. Dann fuhren sie mit dem Kraftwagen, in dem die Beamten gekommen waren, davon. Ter Berliner Kriminalpolizei ist es jetzt unter Leitung des Kriminalkommissars Lehnert gelungen, die beiden Unteroffiziere und die Urheber des Streiches, den Kauf- mann Nölte und Leutnant Thiel, zu ermitteln und hinter Schloß und Riegel zu setzen._ Die Zukunft der Kommandantnrpolizei. Zu dieser Meldung wird uns von der Wachabteilung der Kommandantur geschrieben, daß sie nach wie vor in den Straßen Berlins praktischen Sicher- heitsdienst ausübt. Unrichtig ist ferner, daß bei den Ministerien Verhandlungen über die Auflösung der Truppe gepflogen werden. Die Führung der W. A. d. K. ist mit Erfolg bemüht, den Mann- schaftcn eine Unterbringe� zu verschaffen. An unsere Abonnenten in Berlin W. In der Steglitzer Str. Z7, Eck- Magdeburger Str. IS, haben wir eine Ausgabestelle unserer Blallcs eröffnet, die Bestellungen und Jnseralcnaus- träge entgegennimmt. Vir bitlen unsere geehrten Abonnenten, Ihre Adresse umgehend der Spedition einzusenden, damit Störungen in der Zu- stellung vermieden werden. Prcuzlau. Die„Vorwärts"- Spedition ist in die Hände des Genossen Friedrich Kcrstc», Neustadt 743, übergegangen. Bestellungen auch im Wochenabonnement und aus Bücher und Broschüren werden dort entgegen» genommen und finden prompteste Erledigung. Schöneberg. Die Stadtverordnetenversammlung wählte gestern zum Stadtsyndikus den juristischen Stadtrat Dr. M u t h e- siu s mit 53 von 59 gültigen Stimmen, zum juristischen Stadtrat den Assessor Dr. Lange mit 31 von 56 kfiiltigen Stimmen(gegen 25 Stimmen für den von der rechten Seite auf- , gestellten Kandidaten Stadtv. Dr. Schneider), zum besoldeten Stadtrat den Stadtv. Gen. Mohs mit 32 von 61 gültigen Stimmen(gegen 22 Stimmen für Stadtv. Dr. Schneider, 6 Stim- men für Stadtv. Zobel, 1 Stimme für Stadtv. Willberg).— Eine Anfrage der„Neuen Fraktion"(Deutschnationale usw.) behauptete, vom Ausschuß der Kriegshilfskräfte werde für deir Bureaubeamtenverband geworben mit der Angabe, daß eine Teuerungszulage künftig nur den im Verband orkprni- sierten Kriegshilfskräften gezahlt werden könne. Für den Magistrat erklärte Stadtrat Dr. M u t h e s i u s, daß die Teuerungszulage nicht an eine solche Bedingung geknüpft ist. In der Debatte wur- den die Angriffe der Interpellanten zurückgewiesen von den Sozial- demokraten Rathmann, Caspar, Erdmann, Küter, Freier, denen sich der Unabhängige W i l l b e r g anschloß. Her- vorgehoben wurde, daß unter Umständen allerdings eine Vertrags- mäßige Teuerungszulage auf die Mitglieder der vertragschließenden Organisation beschränkt werden könnte.— Für die Kohlenstelle der Stadt forderte der Magistrat zur Kostendeckung weitere 200 000 M. Hierzu verlangten die Demokraten Auskunst über ein Gerücht, daß Unregelmäßigkeiten bei der Kohlenstelle vor. gekommen seien. Stadtrat Dr. MuthesiuZ anwortete, Be- schuldigungen seien gegen einen früheren und gegen einen jetzigen Beamten erhoben worden; die Untersuchung sei jedoch nicht abge- schlössen. Die Vorlage wurde einem Ausschuß überwiesen.— Die KriegSfürsorge erfordert zur Unterstützung von Krieger- familien und sonstigen.Kriegshilfsbedürftigen noch etwa 2 Mil- lionen Mark. Sie wurden bewilligt.— Gegen einen früheren Stadtverordnetenbeschluß, daß die Seefischhalle auszubauen und die Lebensmittelversorgung auf die Stadt gemeinde zu übernehmen sei, wandte sich ein Antrag Jatzow(Neue Fraktion), der Aufbebung forderte. Der Ausschuß zur Be- ratung kommunaler Maßnahmen für die Ucbergangswirtschast empfahl Ablehnung des Antrages. In längeren Ausführungen unternahmen die Antragsteller einen erneuten Sturmlauf gegn» Zwangswirtschaft und Kommunalisierung. Ihnen traten der Un- abhängige D r e w S und der Sozialdemokrat F r i tz s ch e entgegen, der letztere mit Aufzählung eines reichlichen Sündenregister? dV freien Handels. Gegen den Antrag Jatzow erklärten sich auch die Demokraten durch Fräulein Dr. Berliner.� Nach weiterer D«- hatte über den freien Handel und seine Auswüchse wurde der An- trag abgelehnt. Ein Dringlichkeitsantrag der sozialdemo- kratischen Fraktion betraf die von der Groß-Berliner Ge- haltskommission abgelehnte tziirischaftSb.'ihilfe für Hilfskräfte. Er forderte«inen Stadtverordnetenbeschluß, die Angelegenheit durch erneute und beschleunigte Beratung zu erledigen un«>e! erneuter Ablehnung durch Groß-Bcrlin sich mit Charlottenbrg und WilinerS- 85] Erleuchtung. Roman von Henri Barbusse. Verdeutscht von Max Hochdorf. Ich stehe in der Traulichkeit dieser Orte, und ihre Ein- samkeit liebkost mich. Ich stehe auf diesem Hügelkamm, zu dem mich'der Pfad, gleich einem nie ermüdenden Gefährten. hingeleitet hat. Hier brauchte ich nur einige Schritte vor- märts zu tun, um sanft zur lockenden Tiefe hinunterzutvan- dern, und ich bebe auf, da mich Lästerung und Gedanken um- sausen Was ist sie, diese Idee des Vaterlandes, die mich so oft mit Freude und Begeisterung überschüttet hat, wie die Idee an das Göttliche?— Nein, es geschieht nur im Namen dieser Idee, genau so wie einstmals im Namen der Gottes- idee, daß die Menschheit sich selber um ihr Bestes bestiehlt und daß sie alles aufbietet, sich mit ihren eigenen Händen zu er- drosseln. Ja, bald wird sie dorthin gelangen. Nur wegen des Vaterlandes ist es geschehen, daß die mächtigen Länder, die reicher cm Blut waren, die kleineren unterjocht haben. Nur wegen des Vaterlandes ist es geschehen, daß der Be- Herrscher des deutschen Nationalismus Frankreich angegriffen und den Bürgerkrieg unter den Völkern der Welt angefacht hat. Man soll die Frage bis auf ihren Grund erforschen. Sie ist überall und jederzeit die gleiche Frage. Man muß all diese unermeßlichen und sehr klaren Dinge ganz gewissenhaft ermessen I Denn in jeglichem birgt sich der Vorwurf:„Bei mir ruht alle Schuld!" Die!Jbee des Vcrterlandes ist nickst eine so l setze Idee, aber sie ist eine kleine Idee, und sie dürfte nicht klein vleiden. Es soll nur ein einziges Wohl gelten, das die Allge- meinhsit ausschließlich angeht. Es gibt nur eine Sitten- lehre, es gibt nur eine Wahrheit, und jeglicher Mensch muß deren leuchtender Träger sein. Was bisher als die Idee des Vaterlandes ausgegeben wird, das zersprengt all diese großen Ideen, das schlägt sie in Stücks, das verschlingt sie in ein Sondergebiet undurchdringlicher Kreise. Wir finden ebenso- viele nationale Wahrheiten wie Nationen. Wir finden eben- soviele nationale Pflichten wie nationale Sonderrechte und Sonderbestrebungen. Aber alle bekämpfen sich untereinander. Jegliches Land wird von seinein Nachbarlande durch mächtig hohe Scheidewände getrennt, als da sind: Sitte und Handel und Wandel; und man glaubt, in ein Gefängnis eingesperrt zu sein, wenn man sich bei dem einen oder dem anderen aufhält. Alles, was nur national begründetes Wollen ist, mag es nun eingestanden, mag es nun geleugnet werden, birgt einen Widerspruch in sich. Weil die Grenzen aller Nationen eng zusammenlaufen, weil alle Nationen auf dem Erdreich sich berühren, müssen die Träume des einzelnen Landes diel weiter gehen als die Landesgrenzen. Was jede einzelne Nation an Gebieten und wirtschaftlichen Vorteilen einheimsen möchte, das wird notgedrungen aus die eine oder die andere Art vermindert. Also ist es in der Allgemeinheit unmöglich, daß jeder einzelne Anspruch verwirklicht wird. Da dieses Gemenge von Halbivahrheiten nicht von einem höchsten Gerichtshofe geregelt wird, möchte jede Nation ihren besonderen Anspruch mit allen möglichen Mifteln und mit all ihren eigenen Kräften des Vertrauens, des Zornes und der brutalen Kraft verwirklichen. Nur, weil dieser ordnungslose Zustand die Welt beherscht, wird diese flüchtige und leichte Scheidelinie zwischen wahrem Patrivfismus und Jmperialis- mus und Misftarismus auf der ganzen Linie durchbrochen und niedergetreten, und es kann gar nicht anders sein. DaS lebende Weltall muß deshalb um jeden Preis der Schauplatz werden, auf dem sich die kämpfenden Armeen zusammen- scharen, und daraus nur ergibt sich die ewige Verknüpfung des Menschenleides. Keine dauerhafte Siegesbeute läßt sich darum erhoffen. Wird ein Sieg errungen, io wird gleich die Hoffnung auf einen neuen Krieg erweckt. Das ist allerorten so. Kampf klammert sich an Kampf, Menschenmord an Mcnscbenmonden. Die Köni>ncl Wenn man nactz tcr Un- glucksguello der Völker sucht, wird man immer auf die Könige stoßen! Daß die nationalen Einheiten so heftig überschwellcn und sich selber zersprengen möchten, ist nur die Schuld der Könige. Sie sind die Herrscher, sie sind die regierenden Aristokratengeschlechter, die ausgerüstet sind mit Wappen und gemünzter Währung. Sic erschaffen und stützen in den Jahr- Hunderten all das Pomphafte. Geweihte mit Glückseligkeit oder glühender Leidenschaft hingenommene Aufgebot, das die nationale Absonderung verhüllt. Sie schaffen auch das Märchen von den besonderen Notwendigkeiten der Nationen, die den Keim der Feindschaft unter die Massen wen. Daß die einzelnen Menschen, die über den bewohnten Erdenraum verstreut waren, sich zusammentaten,'das entsprach allein der sittlichen Wahrheit. Tws war allein die vollkommene Ver- körperung des Fortschritts. Das versprach allein allen Men- schen ihren Borteil. Daß aber diese Vereinigung wildwütend und unumstößlich durch eine Spaltung ausgehalten worden ist, das bedeutet ollem das Todesurteil für die Menschheit. Nun ist diese Spaltung notwendig für die regierenden Klassen. Denn diese Schranken und scharfen Aöschnürungen gestatten das Spiel des Handelskrieges und der Soldatenkriege, das heißt, sie schüren die Hoffnung auf die großen Nuhmestaten und auf die ungeheuren Erfolge. In diesem Grundsatz ist aller Imperialismus verankert. Wäre die Einigkeit eine voll- kommene Welteneinigkeit, die Menschen würden sich nicht mehr dem Auffchwellen all der Eigensucht fügen, die niemals das Wohl der Allgemeinheit gebracht hat. Was die Allgemeinheit angeht, es würde plötzlich wieder den einzelnen angehen. Das Sittengesetz würde wieder seine Herrschaft über die Gleich- berechtigung aller Menschen antreten. Aber es war anders, und so geriet alles nur zum Vorteil einiger Ausbeuter, die über die Erde dahinwanderten. Darum werden die bewußten Kräfte, die bisher die Geschicke der alten Welt geleitet haben, unaufhörlich alle Mittel ausbieten, um die menschliche Einig- kcft zu zerstückeln. Die alte Herrschermacht klammert sich cm alle Stützen, die den Nationalismus zusammenhalten. Entblättert man die Idee des Vaterlandes von der Hab- sucht, dem Hasse, der Eifersucht und falschen Ruhmesherrlich. keit, nimint man der Idee ihre Begierde nach Gewaltherr- schaft, was bleibt dann übrig? Aber, so Posaunen die Stimmen derer, die sich die Herr- schaft anmaßen. Es gebietet eine andere Zauberformel- Es gebietet die große Vergaiigeiihckt, ciuf die /eglkche Notto» zurllSvllckrn rairn. flu» vi« �rg»nge»yeit t/t»wst schalten. Aber es darf auch nicht der lange Leidensweg der unterdrückten Völker übersehen werden. Das Gesetz der Starken und Herrschenden verwandelt das demütige Fest des Lebens in inimer neue und vergeblich dargebrachte Todes- opferungen. Das Gesetz der Herrschenden erschafft allein die Reihe dieser zertrümmerten Schicksale und Ideen. Nach diesem Gesetz sind die starken Erneuerer immer gemartert worden. Nach diesem Gesetz haben die Herrscher ihre persönlichen An- gelegenheiten, ihre eigensüchtigen Verträge, ihre Treubrüche, ihre Mitgift- uud Erbfolgcgeschichteu allezeit geregelt. Eorts. folgt.) bcr.f in Verbindung zu schon. M o h S(Soz.) kennzeichnete die Ablehnung als eine I-.ngcrccfjtigkcit, gegen die bei einem eventuellen Lohnkamps der Hilfskräfte die Bevölkerung ihnen feine Sympathie nicht versagen werde. Der Antrag wurde auch von allen anderen Fraktionen empfohlen und einstimmig angenommen. Groh-Berliner Lebensmittel. Temvelhof. Verkauf von 250 Gramm auKl. Kartoftelstärkemehl st ,45 M.) auf Abschnitt f-6, SW Gramm ausl. HSIs-nfrücht- M.«Z M.) ans Abschnitt 73, 375 Gramm Kartoffclwal»mchl(0.45 M.) aus Abschnitt 49 der Gemeinde- Lebcniimiltelkarte. An Näbrinitleln sür Oktober: An Kranke aus t-Liter». '/,-Liter-, Y.-Litcr-Oktobcr-Vollmilchkarten 500 Gramm Hascrflocken. An- meldimg von se 250 Gramm an-51. Hiilsenlrüchte aus Abschnitt 74 und 75 der SlcciSffltlc. Aus Abschnitt X 16 der(iinsubrzusatzkarte 250 Gramm auöl. Weizenmehl oder 250 Gramm inl. Weizenmehl. Hroß-l)erliner Partewachrichten. LS.— Z!i. Abt. Donnerstag 7'/, Uhr abends bei Blefsrn, Stargarder Str. 3: Sitzung der Parteifunktionäre. 33. Abt. Der heutige Frauenabend findet In Form eine?.Dieter« abendS" bei WiMvaldt, Putbuscr Sw. 23, abends 7'/, Uhr statt. Vor- tragender: Genosse Köhler.'' 2. P. T. Bankangestellte. Heute bl Ubr im Spatenbrau, Friedrich st r. 172: Versammlung der in der S. P D. organisierten An- gestellten der Deutschen Bant. Das Erscheinen der bei anderen Banken besckästigten Partciaenossen ist dringend erwünscht. Wcdding. Heute,'!jl Uhr, bei Schmiedicke, Prinz-Eugen- Straße 15: Flluktionärfitzung mit wichtiger Tagesordnung. �ungsozialistiiche Vereinigung(Z. P. D.i; Donnerstag abend 8 Uhr im Saale der Iurtslischen Sprechsuindc Lindcnstr. 3: Vortrag deS Genossen Dr. Kaiverai: über:„Der neue Gellh in der Erziehung." Diskussion. Gäste willkommen. C'l, Ubr: ArbcitSauZschugsitzung. Wilmersdorf. Heute 7'/, Uhr In der Aula der Oberrealschule am Scepark: Oeffentliche Versammlung. Thema: Schleichhandel und bürgcr- liche Parteien. Reserentcn: Genosse Stadtrat Beyer, Genosse Dr. Holz und Genosse Bredow. Lichterfcldc. Mittwoch Tl, Uhr in der Aula der Oberreallchule Ringstraße: Mitgttcderversannnlung. Vortrag deS Genossen Rektor B o i e- Neukölln über„Eltern, schafft Euren Kindern die weitliche Schute". Aus- spräche. Ersatzwahl von Funitianärcu. VereinSangelegenheiten. Tempelhof. Der Kursus über daS(irfurtcr Programm muh wegen Verhinderung drZ Referenten uni 8 Tage verschoben werden. Stralau. Zablabend erst am DonncrSiag. 8 Uhr abends, bei Bollenvach: Bortrag des Gen. Ingenieur Ebrecke über:„Die WestwtrtschastSlage". Tegel. Mitgliederversammlung morgen abend 7'l, Uhr im„Friedensrichter". Vortrag: Zweiter Teil des Ersurter Programms. Reinickendorf-Lft, Mittwoch 7 Uhr: Zahlabend in den bekannten Lokalen. Nelnickendarf-West. Morgen abend 7 Ubr: Gemeinsamer Zablabend im Lokal von Lllning, Scharnweberstr. 37. Bortrag: Die neue Reichs- Verfassung.... Pankow. Mittwoch Zahlabend. Donnerstag Frauenversammlung In der Aula der 5. Gemelndeschule. Kollankstr. 131. Ref. Marie Ju chacz: Die politische Lage und die Frauen. Bernau. Mitgliederversammlung Mittwoch 8 Uhr pünktlich bei Roth. wölb. Kaiscrstr. 82. Genosse Hermann Müller-Berlin spricht über: Die Tätigkeit der Sozialdemokratie w der Nationalversammlung.„Vorwärts»- Leser und Anhänger unserer Pariei als Gäste willkommen. PeterSliagen. Mittwoch: Zahlabend bei Kunsch, PeterShagen, Hen> nigSdorlcr Weg: Vortrag; Diskussion. Teltow. Donnerstag, 7 Uhr, im„Weihen Schwan": Oeffentliche Volksversammlung. Thema: Bericht von der Nationalversammlung. Re- serentin: Gen. Frau R y n« ck. Kaulsdorf-MablSdorf. Herbstseier, bestehend aus Gesang. Rezi- tatianen, Theateraufführung, auSgesübrt von Mitgliedern deS Vereins Arbeiterjugend Grosi-Be-lin, anschließend Tanz, Sonnabend 7 Uhr, Rest. Bergqarten, Frantsurter Str. Einlaßkarten zu 75 Ps. bei den Funktionären. Zeuthen. Der Zahlabend findet acht Tage später bei Genoffen Shtli statt. Biesdorf. Morgen abend 8'/, Uhr: Oeffentliche Mitgliederveriamm- lung bei Porotb. ,VorwärtS">Leker und Parteisreunde find eingeladen. Genosse Horlitz spricht über.Kommunalisierung der Lebensmittel." Darauf Zahlabend._ Möungsveranftaltungen. Bezirksbildungsausschuß Groß-Berlin. Sonntag, nachmittags 8 Uhr, im Kleinen Schauspielhaus, Fasanenstr. 1, Ecke Hardenbergilraße:„Maria Magd alene", Traucripiel von Fricdr. Hebbel. Korten sind erhältlich in sämtlichen Berliner„Vorwärts"- Expcdttionen, in der Buchhandlung Vorwärts. Lindenstr. 3 und bei Horsch, Engeluser 15, sowie Steglitz. Ziegeldccker. Schildhornstr. 11; Cbarloiten- bürg: Scharnberg: Sesenheimer Str. 1 und Striemer. Tauroggener Str. 11; Wilmersdorf: Schubert, Gastciiicr Str. 12; Friedenau: Petermann. Rhein- straß« 27; Schöncberg: Bäumler, Beiziger Str. 27; Lichtenberg: Seikel, Wartenhergslr. 1 und Kleemann, EryPhlnSiw. 18; Neukölln: Heinrich, Neckarstr. 2; Marienfelde: Kurstedt, Kranitzkystr. 5. Gerichtszeitung. Wegen unbefugten Malzhandels und übermähiger Preissteige- rung ist vom Landgericht R e u b u r g a. D. am b. Mai der Bier« braucreibcsitzer Pcier S a i l e r zu 1500 M. Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte, obwohl der Malz band? l außer durch Vermitt- lung deS Deutschen Brauerbundes verboten war, auf eigene Faust Malz nebst d"m n-r tauft und sich für den Doppelzentner 145 M. zahlen lassen, während er beim Verkauf durch den Vrauerbund höchsteirS 30 M. für den Doppelzentner hätte nehmen dürfen. Daß Malz ein Gegenstand des täglichen Bedarfs ist und daß deshalb die PreiSsteigernngsverordnung auf solche Fälle an- gewendet werden muß, ist in der Rechtsprechung allgemein aner- kannt. Die Revision des Angeklagten, welche sich hiergegen wandte, wurde vom Reichsgericht als unbegründet verworfen. Die Richtige und die Falsche erschossen. Vor dem Schwur- gericht des Landgerichts I hatte sich die 43jährige Frau Ida Kurth, geb. Rhk, wegen versuchten Totschlags und fahrlässiger Tötung in 2 Fällen zu verantworten. Der Tischler Johann Kurth, der jetzige Ehemann der Angeklagten, lernte während seiner ersten Ehe die Angeklagte kennen, ging mit ihr ein Verhältnis«in und bezeichnete dieses als die Urfack�e des Zerwürfnisses mit seiner ersten Frau, von der er später geschieden wurde. Die Ehe mit der-Angeklagten war ebenfalls keine glück- liche. Die Frau behauptet, ihr Mann habe sich herumgetrieben und sie mißhandelt; er wiederum behauptete, daß sie ihn und die Wirtschaft vernachlässigte und ihn durch häßliches, hysterisches Gc- zänke auS dem Haufe getrieben habe. K. trat dann zu einer Frau Marcus in Beziehungen. Bei wiederholten häuslichen Streitig- leiten drohte die AngÄagte, daß sie ihren Mann und„das Weib" niederschießen werde. Sie zeigte ihn auch bei der Militärbehörde an. so daß seine Reklamation zirrückgezogen und er ins Feld geschickt wurHe. Dies hatte wiederum zur Folge, daß K., als er aus Urlaub kam, nicht zu serner Frau, sondern zu der Frau Marcus ging. Die Angeklagte kaufte sich nun von einem„Sicherheits"- soldaten«inen Revolver und lauerte damit am Abend des 28. De- zember v. I. vor dem Hause Rathenower Sir. 44, der Wohnung der Frau M., ihrem Manne auf. Als dieser mit der M. die Straße betrat, gab die Angeklagte aus einer Entfernung von fünf Schritten drei Schüsse ab. Die eine Kugel durchlöcherte die Mütze ihres Mannes, die zweite streckte die Marcus nieder, die dritte Kugel aber ging fehl und richtete namenloses Unheil an. Sie traf die zufällig vor einem Gemüsegeichäft stehende Kontoristin Lucia Gut- zeit, die einzige Ernährerin ihrer alten Mutter so unglücklich, daß sie verstarb. Auch die Frau M. verstarb, wie der Oberarzt Dr. Ehlenburg vom Krankenhause Moabit bekundete, noch an demselben Abend.— Vor Gericht bekundete die Angeklagte— wie auch schon früher—, daß sie sich in einer derartigen Ausregung befunden habe, daß sie nicht wußte was sie tat. Der auf Antrag des Justizrnts U n g e r geladene Sachverständige der Irrenanstalt Herzberge bezeichnete die Angeklagte als eine hysterische, psycho- pathische Person, die Eemütsstimmungen unterworfen sei, welche Hemmungen kaum zulassen; es sei die Möglichkeit vorhanden, daß die Angeklagte unier Ausschluß der freien Willensbestimmung gc handelt habe. Die Geschworenen kamen dementsprechend zu einer Verneinung der Schuldfragen. Di« Angeklagte wurde f r e: gesprochen. örlefkasten der Redaktion. R. 87. Anscheinend bestand keine Steuerpflicht für die letzten»'.er Jahre. io daß auch keine Nachsorderung zu bcsürchten ist. Weiter zu- rückliegende Ansprüche sind verjährt.— M. M. 100. Nein. Am 1. Oltober«erstarb rasklich mein lieber Mann, unser guter Bater, Schmie- ger- und Großvater, der Puber- vlb clglmvll Holst int 72. Lebensjahre. M- Einäscherung findet am Mittwoch, den 8. Ottbr,, mittag» 12 Uhr. im Are- matorwm, Gcrtchtstr,, statt, gm Namen der Sinter- bltcbcnen Anna Halst. Unsere Sprechstunde öe- findet sich jetzt Stczlltz, SchloBstr. 841 (Segeniwer dem Kathaus, am Wannseeuahnhot) jTclfphon: Amt Steglitz 469. Dr. Erwin loewy, Nervenarzt 8-9 5-6 Dr. Erna Loewy, 8&7D Acrzttn, Spez. für Frauen und Kinder 9- Ii) 3"..— Speziaiarzt Dr. melWockenfuß Frlsdrictetr. 125 bSÄr Spr. 11—1, 6—8, Sonnt. 11—1 Brfolgreiche Behandlung Harn- u B'uiuntersucbung beseitigt Ähl'sBaussalbe ied. HautausschU Flecht, il auyiick., bes. Beinschad., Krampkadern der Frauen u. dergl, in Originaldosen 4 50. 7.50 erhältlich in der „Elelamen-Apotheke" Berlin 213, Leipziger StraBe 74(a. Dftnnolfpl> WS sind zu vermieten t 1. Lagerplag Nr S: 1KZ5 gm ohne GIclaanschluß, Anhalter Innenbahnhof, ab 1. 1. 20. 2. Lagerolaß Nr. 18: 934 qm ohne Gleisanschluß, Anhalter Innenbahndos, ab 1. 1, 20. 3. Lagerplatz Nr. 13a: 160 qm ahne Gleisanschluß, Anhalter Innenbahnliof, ab 1 l. 20. 4. Lagerplatz Nr 75: 424 gm ohne Gleisanschluß, Anhaller Außenbahnhof, ad 1. l. 20. 5. Lagerplah Nr. 89: 6 qm ohne Gleisanschluß. Anh. Außen- bahnhof, ab sofort. 8. Lagerplatz Nr.2(Pap): 145 qm ohne Gleisanschluß, Bahnhof Papcstraße, ad>, 1. 20. 7. 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Mitgliederversammlungen Tagesordnung: 1. Bericht über die mit den Arbeitgebern gepflogenen Verhandlungen. 8. Abstimmung über das Angebot der Arbeitgeber. 2. Diskussion. Moabit: VerkelirZlokal Salzwedeler Stx. 13. Wedding: Schulaula Müller- Elke Triststratze. Norden I: Schulaula, Sperenbergstr. 7. Norden II: bei B ü! t n e r S, Schwedter Str. 23/24. Nordosten: Bubi-Säle, Neue Königstr. 26. Osten I:.Zum Freischütz', Fruchtstr. 36a. Osten II- bei K e m p i n. Tilsiter Str. 86. Südosten: Schulaula Skalitzer Str. 55/56. Süden! M i t t w o ch, den 8. Ott., im„Märkischen Hos', Sldmiralstr. 18. Südwesten: bei Schult, Mariendorfer- Ecke SolmSslr. Westen: bei W i e m e r s, Bülowsir. 58. ««esnudbriiniicn: bei Mandel, Prinzen-Allee 57. Oranienburger Vorstadt: bei D a h m s, Schlegclstr. 9. Adlershof: bei Kaul, Helbigstratze. Alt-Ütltentckc: bei S t a d i e, Grünauer Str. 7. bfharlottenbnrg: im VolkShauS, Rosinenstr. 3(kl. Saal). Frtedrichssetde: bei Sommerfeld, Miquelstr. 70» Friedrichshagen: bei Schröder, Seestr. 103. Friedenan: bei S ck ö n e f e I d, Kirchftr. 23. Johannisthal: bei Kappten, Roonllr. 2. Köpenick: bei K l a n e r t, Grünauer Str. 7. Lankwitz: bei Schulz, Kurfürstenftr. 37. Lichtenrade: bei I a n t l e, Krüger- Ecke Hohenzollernstr. Lichtenberg: bei Bürger, Frankfurter Allee 239. Lichterfelde:beiLicdts chwager, Berliner Str. 129. Mahlsdorf: bei Anders, Babnstr. 34.. Btariendorf: bei Streiter, Chausseestr. 27. Marienfeld«: bei Schufter, Kirchstrahe 68. Neukölln: Aula der Realschule, Boddinstrahe. Oberschöneweidc: bei D r a i e, Wilbelminenhofstr. 44. Pankow: bei W a n s k e, Brehmesir. 26. Reinickendorf: bei UHIig, Residenz- Ecke Schön- bolzer Strane. Schmargendorf: bei Bringmann, Breitestr. 3. Schöneberg: bei F o I g e r, Kyffhäulerftr. 16. Steglitz: bei S ch e I l h a s e, Ahornstr. löa(7Vj Uhr). Stralau: bei Hossmann, Stralauer Allee 17. Tegel: bei Tornow, Schlieperslr. 64. Teltow: bei B o n o w, Berliner Str. 16. Treptow: bei Sandig, Grätzstr. 49. Wannsee: bei K o ch. Chausseestr. 2a. Weitzensee: bei Masche, Berliner Allee 229. Wilmersdorf: Viktoria-Luisen-Schule, Uhland- Ecke Gasteincr Strahe. Zehlendorf: bei M i e ck l e y, Potsdamer Cbaussce 25. Baumschulenweg: bei Krause, Marienthaler- Ecke Kiesbolzstraße. Hohenschönhausen: bei M ll l l e r, Berliner Str. 98. Tcmpelhof: bei K u s ch, Ringbahnstr. 18. Heiligensee: bei Meier, Dorsaue. Hermsdorf(Waidmannslust): Schwelzerhäuschen, Dianastr. 27.. Hennigsdorf: bei7, Alisch, RoMzstr. 38, Mittelstadt, Marien- dorfer Str. 6, Kramer, FUrbrinaerstr, 36. Bielecke, Noftizstr, 63, Schult, Martendorser Str, 5. r. Ab«. BIIicher-Festsiile. BlUcherstr, 61. Ref. Gm. D.ttmet. 8. Abi. Aula. Boeckhstr. 9/1». Res, Dr. NLgler:„Schulkompromiß'. 0. Ab«. Rcichenberaer Hof, Reichenberger Str. 147. Ref. Gen. Brückner. 10 Abt. Duns, Lausitzer Str.»6, Preuher, Reichenberger Str. 58. Mwnlch, Förster Str. 86, Hebestreit, Reichenberger Str. 124, Mai, Reichenberger Str. 98, Schwemmer, Reichenberger 11. Ab«.'' Peisker. Euvrystr. u. Ref. Gen. Riedger.. � �, 12 Abi. Dees, Nannqnstr, 38, Rüge, Waldemarftr. 22, Schugat, Muskauer Str. 23, Krause, Mariannenplah 22, Weiser, Wrangelstr. 22, Fröhlich. Muskauer Sir. 1. 1Z. Abi. Alexandriner, Alcxandrinenstr. �7-. Ges. Gen. Pastor Franke. 14. Ab». Gewerkschast-haus. Engeluser IS. Res. Sen. Ritter:„Die neue R-Ichsoers-stung', IS. Ab,. Trödel, Frankfurter Straße 47. Ref. Gen. Limbertz:„N-Uon-listische Geschichts- 10. Abu T sicmdwerkerschul», Andreasstr t Referent: Sen. Litfin. 17. Ab«. Aula, Hohenlohestr. II. Ref. Gen. Heller. IS. Ab«. Turnhalle. Litauer Str. 18. Ref. Den. Dr. Tasvari„ � Ig. Abt. Kühn, Schreinerstr. 63. R-f Den, Weide:„Erfurter Programm". Sorgatz, Waldeyer- ftraße 8. Ref. Gen. Meise:„Erfurter Programm. 20. Abt. Aula. Eckertstr. 16/17. Res. Gen. Kietzmann-Röder:„ArbeUerbildung und Volks. Hochschule". 21. Ab». Aula, Hausburastr. 2», Ref. Gen. Dr. P-is-r._ 23. Abk. Werneuchener Schloß, Elbinger-, Ecke Werneuchener Str., Ref. Gen. Kabelitz. 2«. Abk. König». Oberrealschnle, Pasteurstr. 44— 46, Res Gen. Schacht. 25. Ab«. Bubi-S-ile. Reue Königstr. 26, Ref. Rechtsanwalt Dr. Halpert. 26. Abk. BUrgerheim, Alte Schönhauser Str. 23,24, Res Gen. Pattloch. 27. Ab«. Aula, Ruppmer Str. 48, Ref. Dr. Emme!„Einheitsschule'. 23. Abi. Aula, Oderberg er Str. 57,58, Ref. Gen. Koblenzer. 2Z. Ab». Aula, Danzlger Str. 23, Res. Gen. Schmitz. 50. Ab». Aula, Pappelallee 41,42, Gen. Hlldner. 31. Ab«. Aula, Schönfließer Str. 7, Ref. Gen, Thomas„Die neue Reichsvcrsassung". 52. Ab». Blefstn, Stargarder Str. 3, Keubeck, Schönhauser Allee 65, Kalter, Sonnendurger Str. 45. 35. Abt. Aula, Graunstr. 11, Ref. Gen. Wuschick 34. Abt. Aula, Bernauer Str 99/90, Ref. Gen. Hellbut. 55. Abi. Humboldt-Säle, Hulsttensir. 4», Ref, Fuß. 5b. Ab«. Dumte, Ack-rstr. 6, Döll, Bergstr. 71, Bärwaldc, Schlegelstr. 8, Dieke, Boi>enstr. 19, Bclran, Pstugstr. 1. 57. Ab». Artushof. Perleberger Str. 26, Ref. Gen. Knies„Was bedeutet UN» die Berfasiuna?" 3S. Abt. Schulaula, Bochumer Str. 8 d, Ref. Gen. Wally gepler„Die Krise in der zweiten Internationale". 5g. Ab«. Kleiner«. Levetzowstr. 21, Ref. Gen. Gröber. 4g. Ab». Aula, Siemensstr. 20, Ref. Gen. Bethge„Da« Soziallsterungsproblem". M. Ab». Arminius-Festsöle, Bremer Str. 73, Ref. Gen. Bahlk«. 2. Ab». Sturm, Sprengelstr. 4», Ref. Gen. Todenhagen„Die Frau und die neue Berfassung." ,5. Ab». Aula des Lefflng. Gymnasiums, Panlstr. 18,19, Ref. Gen. Siering. 44. Ab». Schulaula, Gotenburgstraße. Ref. Gen. Samolewitz:„Di- Tätigkeit im Stadt- / Parlament". 45. Ab». 7lula, Ehriktianiastr. 3235. Ref. Gen. Setzscholb 46. Ab«. Groll, Hennigsdorfer Str. 10, Klage« Utrechter Str. 29, Fuchs, Weddingftr. 5, Pühs, Rlaxstr. 22. 47. Ab». Di-uer, Buchftr. 8, Lewandowski, Seeftr. 104, Adam Razarethkirchstr,, Ecke Turiner Str. 48. Abi. Aula, Schöningstratze, Ref. Gen. Katzenstein:„Die neue R-ichsversaffung". Am Dienstag, den 7. Oktober, abends 7�, Uhr: 214/12 Ter Vorstand. 22. Ab«. Steffen», Landsberger Allee 15», Ref. Den. Meise. Um zahlreiches pünktliches Erscheinen ersucht Bern ilkl MM- ll. MMN Filiale 6roß-BerUn. ♦ Btädtifche u. Gemeinclebetriebe. Mittwoch, den 8. Oktober 1919, abends 6 Uhr, im GewcrkschaftShauS, Engelufer 1ö, Saal 4 fgroßcr Saal): AllgmMe veMmsmöMl- veMMlmig. Tagesordnung: 35/2 Bericht über die Verhandlungen mit dem Zentralausschust. Die Lertraueusleute und Albeiterausschußmitglieder aller Gemeindebetriebe Gr»ß«Berlins«üsie» erscheinen. SW BerbandsauSwei» ist vorzuzeigen."W> vi« Slks-KMenM fllr BWl!lvesv.Mgegevil Am 1. Oktober ist der von der Ausschußsitzung am 29. Juli be- istene 5. Satzungsnachtrag schlaff in Kraft lautet: getreten. Derselbe Familienhilfe. z 32 3. Die Kaff- gewährt Sterbe- geld beim Tode des Ehegatten eines Mitgliedes oder eines Kindes unter 15 Iahren. Das Sterbegeld wird ftir den Ehe» gatten auf die Hälfte, für ein Klnd bis zu 4 Jahren auf ein Achtel, darüber auf ein Viertel des im ß 31 festgesetzten Mit- glledersterbegeldes bemessen und um den Betrag des Sterbe- gelbes gekürzt, auf das der Verstorbene selbst gesetzlich ver- sichert war. Rowawe«, 29. Juli 1919. ver Vorstand der Allgemeinen Orts- SrontentastesarZlowaw-s und Amgegend. Wtlk, Klag, Borsitzender.. Echrlftstihrer. Genehmigt. Eharlottenburg,' den 24. September 1919, Oberverflihernngsam« «vroLVerlin. II. B. K. 322. 1919. o. Goftkowskl. Obiger Nachtrag tritt mit Wirkung vom 1. Oktober in Kraft. 278/11 Nowawes, 3. Oftober 1919. Ver Vorstaad der Allgemeinen Ort»- Krankenkasse für Vowawcs und Amgegend. Silk,«lug, Vorsitzender. Schriftführer. MgemeislemOl. Die Stelle des vllrger- Meisters oon Aeubranden- barg soll zum 1. Januar 192» besetzt werben. Gewählt wird von allen wahlberechtigten De» melnbeangehörigen au» drei von den Stadtverordneten ge- wähltet: Bewerbern auf sechs Jahre. Da» Gehalt richtet sich nach dem Besoldungsgelcil für obere Staatsbeamte mit einer Amtszulage von 3v»v Mark /Grundgehalt 450» M., Ver- heiratetenzulage 900 M, für jede» versorgungsberechtigte Kind 800 M, Aiterszuwgen 450 M. siebenmal nach(e drei Jahren von der letzten Staats» prüsting ab oder nach Be» fchtuß der Stadtverordneten) Als Wohnungsgeld werden 720 M. gewähr», außerdem Teuerungszulagen nach den dafür geltenden Beschlüssen. Bewerber, welche über Er- fahrung in der Kommunal- Verwaltung verfügen, werden hierdurch aufgefordert, sich bis zum 20. Oktober 1919 einschl. bei dem Unterzeichneten unter genauer Darlegung ihrer per- sönlichen Verhältnisse schrift- lich zu melden. 100/2 ZIeubrandenburg, den 2. Oftober 1919. vor s»adtoerordne«eo- vorfloher: Mouckr. e°ffk.-ns°Ak�ff m.prieden»-dir,vie neu, fahrt, verk. 8. preis*. Fcanstr. 31. Verwaltung Oroß-Berlln. Berlin 5. 42, Luisenufer 1. Fernruf: Moritzplatz 3725 Tonnerstag, bcn 9. Oktober, abends 7i/z Uhr, in den Neuen Rathaussälen, Schöneberg, Martin-Luther- Straße 69: Gruppenversammlnng der Landschaftsgärtnerei. Tagesordnung: Die Kündigung des Tarifvertrages durch d.llntrrnehmer Referent: Kollege E. Hei er. Kollegen und Kolleginnen! Gärtner, Arbeiter und Frauen der Landschaftsgärtneret! Zu dieser wichtigen Versammlung ist vollzähliges Erscheine» notwendig. 220/3 Der Gruppenoorstand. 6. Beter Allweltf. Jüdischer soz.-demokr. Arbeiter- Verband Poale-Zion. vienokog, den 7. Oktober, oben» 8 Uhr, in yaverland« FestsSIen. Reue Friedrichstr. 35: Oettentlleke Verssininlunx. Thema:„Aufgaben und Ziele de» jüdischen Proletariat»." Referenten: l>r. Brunner(Tschecho-Slowakei), tievülrkl __(Uttaine). SchotllSnder(Breslau) u, a. 93b Band str MlMerW des sozialen Organismus. Mltkwoch, den 8. Oktober, ISIS, abends>/z8 Ahr, Im Semertschostohan», Engelufer 15. Saal I: Dr. Bruno Krüger: g4d Ter Ausweg aus der sozialen Not. Mit freier Aussprache.— Eintritt frei. Arbeiter aller Parteien, es gilt zu tragfähigen Gedanken zu kommen, die unmittelbar in die Lebenspraxis stießen können, Vortragsabend JstkmnMWW uMMe" am ANlwoch, den 8. Oktober, abend» 7'/, Ahr, im Herrenhaus(Plenarfltzungs-Saal), Leipziger Str. 3. Redner: Heinrich Nienkamp, Prof. G. F. NieolaI, Prof. Wilh. W-tekamp, Graf Harry Keßler, Prof. Hans Frledenthal u. a. Eintritt 50 Pfennig. Esperanto- Verband Groß. Berlin. Esperanto. Ausschuß der deutschen Liga für Bölierbuud. Deutsche Friedenszesellschaft. Deutscher Montstcnbund. Deutscher Freybund. Sozialistische Studeittenpartet. 12/3 Norddeutsche Gummiwerke. Seil wte. k. 10.. mitö rnleser voll nenrvellet. � Bei WwigerStadtvewaltung sind die Stellen a) des 2. Bürgermeisters b) eines besoldeten Stadtrates neu zu besetzen. Das Ciehalt beträgt vorbehaltlich der Genehmigung des Bezirks-Ausschusses für die Stelle zu a) 10 000 M., steigend dreimal nach je 3 Jahren um je 1000 M. bis zu 13 000 M., zu b) 8000 M., steigend dreimal nach je 3 Jahren um je 500 M., bis zu 9500 M. Außerdem weiden 10 Proz. des jeweiligen Gehaltes als Wohnungsgeldzuschuß und Teuerungszulagen nach staatlichen Grundsätzen gezahlt. Gehalt und Wohnungsgeldzuschuß sind ruhegehalts- berechtigt Der zweite Bürgermeister erhält wahrscheinlich auch das Dezernat für die städtischen Betriebswerke. Als Bewerber werden neben Juristen und Vcr- waltungsbeamten auch geeignete Volkswirtschaftler, Kaufleute und Techniker zugelassen. Bewerbungsgesuche mit Lebenslaufbeschreibung und Zeugnisabschriften werden bis 25. Oktober d. Js. an den Unterzeichneten— Rathaus, SOdstr. 2— erbeten. Hamm(Westf), den 3. Oktober 1919. Der Stadtverordneten-Vorsteher. 184/7 A. Gockel. lMMMMW. In den Rat der Stadt Neubrandenburg sollen durch die Stadtverordnetenversammlung 3 besoldete, 3 unbesoldete Rats- Herren auf 6 Jahre vom 1. Januar 1920 ab gewählt werden. Das Gehalt der besoldeten Ratsherre» richtet sich nach dem Besoldungsgesetz für obere Staatsbeamte mit einer Amtszulage von 1000 M.(Grundgehalt 4500 M., Verheirateten- zuiage 900 M., für i-des ver- forgungsberechtigte Kind300M., Alterszu lagen 150 M. siebenmal nach je 3 Jahren von der letzten Staatsprüfung ab oder nach Beschluß der Stadwerordneten). Als Wohnunasgeld werden 720 M. gewährt, außerdem Teuerungszulagen nach den dafür geltenden Beschlüssen. Di- jährliche Entschädigung der unbesoldeten Ratsherrcn beträgt 2000 M.. Wohnung-- z-ldzulchuß oder Teuerung«. Zulagen werden nicht gezahlt Bewerber werden hierdurch aufgejorderl, sich bis zum 20. Ottober lgt9 einschl. bei dem Unterzeichneten unter genauer Darlegung ihrer personlichen - rhältnisse schriftlich zu mel- t Für eine der Ratsherr-»- stellen wird die Befähigung zum Richteramt gefordert werden. 100/3' Reubraudenburg, den 2. Oktober 1919. Der Stadtverordn.-Dorsteher! M o n ck e. tektuilg! ,?Istin(irsmmK.7vf I irb!.Qoler,Zahn.| lgeblsse,urillanten.süw■ Junmodern gewordener� 1 Schmuck verkauf! mar) 1 am besten z. den höchsten f s Kurs-».Tagespreisen bei/ Jofcoskl Berlin H 54, j Brunnenstr. 168, . Amt Humb. 34:0� Möbel Stuben■ Einrichtungen, farbige Küchen, Bettstellen, Kleiderschränke, Vertikos, Sofas u. anderes. Auf Wunsch Zahlungserleichterung. P.& H. Schmidt, Petcrgburger StraPe 23 I. Zu den bedeutend erböhten Preisen kaufe jede Menge; Platin! Gold I Silberl Münzen! Salpeters. Silber! Quecksilber! Stanniolpapier 1 IZ a.nfzs«. f RotguS! Messing) Aluminium! IVUJJICI 4 xickei: Zinn! Lötzinn! Zink! Blei! Flaschenkapseln! GlCbstrumptasche! ! 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Für den Unterbezirk Vorpommern«, umfassend die«reife Stralsund, Rügen, Greifswald, Grimmen, Ankiam und Demmin. wird ein pnrleifekretSr gesucht 220 6 Bewerber müssen agitatorisch und organisatorisch befähigt sein und haben unter Angabe ihrer bisherigen Tätigkeit sowie Beifügung eines kurzen Lebenslaufes ihre Meidung unter „Bewerbung" bis zum 15. Oftoder einzureichen an das Bezirks» felretariat S.B.D. Stettin, Säiillerstr. 10. Der Bezirksvorstand. Mill-UMMSmiMiM praftifch und theoretisch erstklassiger Fachmann, fett sechs Jahren Betriebsingenieur bei kommunalem Eleltrizitäis-Unter- nehmen, vordem sieben Jahre bei A.-E.-G:, seit langem in der Parteibewegung tättgerPartcigenosse, sud/t geeigneten Wirkungs- Ireis 82b Ott. C 37 Hauptexvedition„Borw ärts". Wüo MAN- Dilti UMMet ottf Bcrkstelle und außer Haus sucht 871D Xdolk A. Stern, Pontstr. 34/25. Graveur, gem. Branche, fürSchwarzdruek, Petschafte, Flachstich, 12/15 sucht für dauernd und erbittet Meldungen mit Abdrücken u. 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Doch auch der Erlast vom August bezieht sich nicht auf die jetzt bestehende Technische Nothilse, sondern auf die damals innerhalb gewisser militärischer Verbände au ige- stellten technischen Abteilungen, die zunächst zwar auch den N a- men Technische Nothilse trugen, aber nichts mitder jetzigen zivilen Techniscken Nothilfe zu tun haben. Tief« hat ähre Organisation erst am i. September begonnen, woraus schon hervorgeht, daß eine Verfügung vom 1. August keinen V e z u g auf sie haben kann. Für die zivile Technische Nothilse ist vielmehr die Verfügung vom 3 9. September mast- gebend, die sich die„Freiheit" ja leicht auf dem best ihr üblichen. Wege verschaffen kann. Immerhin wird es sie schon jetzt inter- essieren, dost Punkt 1 dieser Verfügung lautet: > Zweck der Technischen Nothilfe bleibt die Ausrechterhaltung lebenswichtiger Betriebe durch NotftandSarbeiten. Damit ist gesagt, dast die Technische Nothilse in ihrer Tätigkeit über die Aufrechterhaltung lebenswichtiger Betriebe nicht hin- ausgehen darf und dast sich ibre Arbeit auf Notstands- arbeiten beschränken must. dast sie also keine produktive, für den Unternehmer gewinnbringende Arbeit, also keine Streikbrecherarbeit verrichten darf. An einer anderen Stelle interessiert sich die„Freiheit" für die Frag«, ob denn die Technische Nothilfe auch gegen die dem Berliner Rettungswescn durch einen Aerztestrei? drohende Ge- fahr eingreifen würde, oder ob denn daS RettungSwcsen kein lebenswichtiger Betrieb fei. Die„Freiheit" kann ganz beruhigt fein. Wie uns von der Leitung der Technischem Nothilfe miigc- teilt wird, ist diese sich keinen.Moment darüber im Zweifel, dast daS RettungSwcsen ein ebenso lebenswichtiger Betrieb ist wie zum Beispiel GaS-, Wasser- und Elektrizitätswerke. Bei einem Streik des Aerzte- oder Sanitätspersonals würde sie es alö ihr« P sticht borrachten, zugunsten der biljsbedürf- tigen Kranken und Verletzten in Aktion zu treten. O b dann freilich die„Freiheit" auch von Streikbrnch sprechen wird! Die neue sächsiftbe Regierung. Die sächsische Volkskammer nahm nach� längerer Fericnpause ibre Vollsitzungen wieder auf. Am RegicrungStische waren auch die beiden neu ernannten demokratischen Minister erschienen. Ministerpräsident Dr. Gradnauer erörterte eingehend die lang- wierigen Bemühungen auf Schaffung eine? parlamentarischen ver- fasiungSmästigen Ministeriums. Nachdem die Verhandlungen mit den Unabhängigeii an deren unannehmbaren Bedin- gungen gescheitert seien, hätten sich die sozialdemokratische und die demokratische Fraktion zu- gemeinsamer Arbeit zusammenge- funden. Der Ministcrpräftdeirt schloß mit der Bitte, die neu ge- bildete Regierung zu unterstützen. Die Ausführungen des Mi- nisterpräsidenten fanden lebhaften Beifall. Die Volkskammer wird sich in einer späteren Sitzung mit chcr Regierungserklärung befassen._ Wegen Psiichttreue ins Gefängnis. Aus dreimonatiger Gcfängnishaft ist der badische Amts- richter Frisch in die Freiheit zurückgekehrt. Seinem Vorgehen gegen Landesverräter verdankte er die Aburteilung durch ein französisches Kriegsgericht. Den zu sechs Monaten ver- urteilten Amtmann Werber vermochten die Bemühungen der badischen Regierung vor Verbühung der ganzen Strafe zu befreien.__ Die Eisenbahnöirektion See Gstmart. Von zuständiger Seite wird den P. P. N. mitgeteilt: Drei preutzischc Eisenbahndircktionen und Teile ihrer Bezirke fallen nach dem Friedensvertrag an Polen. Die deutsch bleibenden Rcstklassen dieser'drei Bezirke müssen, da sie zu umfangreich sind, um unter die Nachbardirektionen aufgeteilt zu werden, zu einer Eisenbahndirektion vereinigt werden. Die linier- bringung dieser Direktion und ihrer Beamten must in Berlin er- folgen, so unerwünscht dies der Verwaltung selbst ist. Es hat sich aber herausgestellt, dast nur in Berlin auch die Wohnungsfrage zu losen ist, da über 199 Beamtenfamilien der Direktion hier in Berlin ein Unterkommen bei Verwandten finden. Für die Unterbringung der Bureauräume kommen mehrere bisher vom Reich benutzte Gebäude in Frage, die auf Grund des Reichsgesetzes vom 26. Mai 1873 vom Reich an Preusten zurück- gegeben werden müsien. Die Verhandlungen hierüber sind im Gange. Die Verpflichtung zur Unterbringung dieser Behörde wird vom Reich auch mit Rücksicht auf die bevorstehende lieber- nähme der Eisenbahn anerkannt. Die rasche Unterbringung der Eiscnbahndirektion ist um so wichtiger, als die B e a m t e n- s ch a f t der polnisch werdenden Bezirke sich in grosser Unruhe be- findet und stürmisch ihren Abtransport verlangt. Die Aufrechterbaltung des ganzen Verkehrs im Osten hängt davon ab, dass die Verlegung der Direktion, die für den Betrieb vcrant» wörtlich ist, vor der Ratifikation des Friedens voll- endet ist. Gemeinöewah!en kn Köln. ES erhielte» Slimmcn: Zentrum 89133, Mehrheit S- svzalisten 69899, Ilnnbhängige 12 992, Demokraten 11 893, Deutsche BoltSpartei 9148, Teutschnationale 3701, ES stehen noch 33 Wahlbezirke aus. Die Wahl zeigt bei stark verminderter Beteiligung gegen die Parlameutswahlen ein Anwachsen der Extremen. Ohne die Spaltung würden die Sozialisten an der Spitze marschleren. �merltas öeSingvngen. In New Jork ist man der Meinung, dast der Vertrag mit den folgenden Einschränkungen angenommen werden wird: 1. Must die M o n r o e» L e h r e sAmerita den Amerikanern!) ausdrücklich bestätigt werden; 2. must de: Kvngrest das Recht haben, zu be- stimmen, ob Truppen der Vereinigten Staaten in Europa gebraucht werden dürfen; 8. darf der Völkerbund nicht das Recht haben, sich in inner« Angelegenheiten der Vereinigten Staaten zu mischen. Wilson werde die Vorbehalte akzeptieren, sofern der Senat nicbt verlangt, dass sie den Alliierten zur Genehmigung unterbreitet werden. kleine politische Nachrichten. An alle Freunde der Völkrrversöhnung im Deutschen Reich. Der unterzeichnete internationale Berein, in dessen Leitung durch alle die KriegSjabre hindurch Schriftsteller und Parlamentarier der einander feindlichen Staaten zusammenwirkten, hält cS für feine Pflicht, diese Zusammenarbeit auf die Notwendigkeit der nun beginnenden Friedensepoche sinngemäss anzuwenden. Die gleiche Sache der Bölkerfreiheit, die wir während deZ Krieges vielfach gegen die Bestrebungen mancher deutscher Kreise zu vertreten hatten, müssen wir jetzt gegen die Bestrebungen ver- wandt gesinnter Kreise der Westmächte und der slawischen Staaten verteidigen. Die grosse Idee der Völkerverständigung und des Völkerbundes must nun, gerade auch im Interesse der Gleichberechtigung des deutschen Volkes, planmästig vertreten werden. Hierfür bedarf es einer internationalen Tribüne und diese wollen wir in einem Kranze internationaler Zeitschriften und Tageszeitungen schaffen, deren erste, vom Völkerbundsitz Genf aus redigiert, in nächster Zeit ins Leben treten soll. Der Druck der deutschen Ausgabe soll in Stuttgart erfolgen und eine Stuttgarter, wie die Genfer Redaktion soll in gleicher Weise die Fühlung zwischen dcuschen Interessen und den Behörden des Völkerbundes vermitteln. Eine Genossenschaft wurde zur Durchführung dieser Pläne begründet und Anteilscheine a 199 Mark ausgegeben. Jede lieber- Messung an? Deutschland für dieselbe kann vermittelst Zahlkarte an da? Postscheckkonto Berlin 22196 erfolgen. Alle bisherigen Mittel sind uns aus der Schweiz zugeflossen, aber wir hoffen, dast gesinnungSgenössische Verbände und Persönlichkeiten auch des Deutschen Reiches unsere Arbeit, die im Interesse aller bedrängten Völker und somit auch des deutschen Volkes liegt, unterstützen werden. Wir richten daher an alle Jdeen-Frcunde in deutschen Landen die herzlich? Bitte, uns durch Beitritt zur Genossenschaft zu unterstützen. Ter Bund für MenschheitSinteressen. Lerchcnwcg 33, Bern. Ter preußische StaalshiruShaliSauöschnß nahm beim Haushalt der Forsivcrwaltung einen Antrag an, die B ä ck e r e i e a rechtzeitig mit Holz auS staatlichen Waldungen zu versorgen, ferner die Be- schassung von Gehöften für Forsthilfsausseher und Forstarbeiter durch Ankauf oder Ausbau in größerem Umfange fortzusetzen als bisher. Weiter wurde ein Antrag angenommen, der die F r e i- gäbe der Weideplätze in den Hochwäldern verlangt. De? weiteren wurden Anträge angenommen, die für die Besserung der wirtschaftlichen Lage der Forstbcamten eintreten. Ter Untersuchungsausschuß der Nationalversammlung, der die Fragen der Kriegsschuld klären soll, hat in seiner letzten Sitzung vier Unterausschüsse gebildet. Der erste Unteraus ichuss beschäftigt sich mit der Vorgeschichte des Krieges unter Borsitz von Dr. Ouarck. Der zweite llnterausschuss für all» gemeine Fragen wird geleitet von Dr. Warmnth, Referent ist Dr. Sinzheimer. Der dritte AuSichuss behandelt die militärischen Fragen unter dem Vorsitz des Abgeordneten Bolz, während der vierte die wirtschaftlichen Massnahmen zu untersuchen hat mit Dr. Landsbcrg alö Borsitzenden. Als Sach- verständige sollen Professor Bonn und Graf Monis vernommen werden. Koslspielige Gäste. ErhebliSe Summeil verschlingt, wie aus der letzten öffentlichen Sitzung des ReichsralS hervorging, der Ilnterhall der Entenlelommiision und-truppen in Deutschland. Der Hohe Aus- schuss der Entente verlangt für sich die besteingerichteten Gebäude und Villen. auch die Ueberwachungskommiisionen sowie die Heer- und Marinekominisfion mit ihren Unterkominissioncn benöligen Räume und Nmerkünst« in grosser Zahl. Für die Besatzun gStruvpen in den Rheinlanden wurden im Etat 429 Millionen Mark angefordert, ausgegeben sind für diesen Zweck bereits 892 Millionen Mark. Die im Etat eingestelllcn Mittel für die nächsten Monate dürften daher kaum ausreichen, uni den An- forderungen der Ententegäste zu eiitsprechen. Die öffentlichen ReichSratsihungcn finden im ReichStagSgebäude statt. Einlaßkarten find im Bureau des Reichsministeriums de» Innern. Wilhelmstr. 74. erhältlich. Bei der Kleinheit de« SitzungS- saaleS des Reichsrats kann nur eine geringe Zahl von Karten aus- gegeben werden. Deniiin fühlt sich. Wie uns auS Kopenhagen gedrahtet wird, erfährt der Pariser Korrespondent der„National Tidendc". dass General Deirikin energisch gegen die Abtretung der Alands- Jnieln an eine der beiden Mächte Schweden oder Finnland pro- testiert hat. Offenbar betrachte: er sich schon als Verweser All- russlands. Wirtschast. schaffen. Sonst wird mit einer dauernden Erhöhung der Förderung nicht zu rechnen sein. Die KohlenförSerung. Der„Reichsanzciger" veröffentlicht die Ergebnisse der preußischen Kohlenförderung im ersten Halbjahr 1919. Die Produktion an Steinkohlen blieb danach um 23,7 Mill. Tonnen, das sind 33,9 Proz. hinter dem Ergebnis des 1. Halb- jahrcs 1918 zurück. Geriiwer ist der Rückgang im Braun- k o h l e n b c r g b a u. wo 6,8 Mill. Tonnen oder 16,18 Proz. weniger gefördert wurden als in der entsprechenden Zeit des Vorjahres. Dabei ist die Belcgschaftsziffer in beiden Pro- duktionSzweigcn gestiegen. Im Stcinkohlenbergbait waren in diesem Jahre 639 218 Personen beschäftigt, das sind 63 621 niehr als im Vorjahre, während die Zahl der im Braun- kohlenbcrgbau Beschäftigten um 38 266 auf 95 574 gestiegen ist. Die Förderungsergebniffe gestalten sich wie folgt: Betriebene Steinkohlen. Betriebene Braunkohlen- Werte wrberung sorderung m Tonnen �erle Tonncit 1018 286 80 097 002 306 42 297 700 1919 292 51323 819 307 35 451946 Die Halbjahrsübersicht der amtlichen Statistik spiegelt die V e r w ü st e n d e n Wirkungen, die hie Streiks und die Verschlechterung der Produktionsbcdingungen durch den Raubbau während des Krieges im Kohlenbergbau, insbesondere in der Steinkohleuförderuiig. während der ersten 6 Monate dieses JahreS gezeitigt haben. Hinsichtlich der Vermebning der Beleg- schaftsziffer ist allerdings zu berücksichtigen, daß der Zuzug der Arbeiter insbesondere zu den Braunkohlenreviercn während des ersten Halbjahres fortdauernd zu verzeichnen war, so daß eine große Anzahl von Arbeitern in der Halbjahrsstatistlk mit angeführt sein dürste, die nur einen kleinen Teil der 6 Monate tatsächlich beschäftigt waren. Aus diesem Grunde wäre eine Berechnung der Leistung auf den Kopf der Belegschaft irre- führend. Das kann aber über den Tatbestand des außerordentlich hohen ProduktionsansfalleS von mehr als ein Drittel der gesamten Förderung an Steinkohlen nicht hinwegtäuschen. Unter sämtlichen Obcrbcrgamtsbezirken weist nur der Bezirk Breslau eine bedeutende Steigerung der Braun- kohlcnförderung auf. Diese Mehrfördcrung hat aber mit 634 909 Tonnen auf das Gesamtergebnis nur einen ver- hältnismäßig geringen Einfluß. Sic verdient gleichwohl eine besondere Erwähnung deshalb, weil sie volle 36 Proz. beträgt. Die Belegschaftsziffer ist im schlesischen Braunkohlenrevier fast auf das Doppelte erhöht worden. In den letzten Wochen werden wieder steigende Produk- tiousziffern gemeldet. Das � ermutigt zu der Hoffnung, daß der Tiespuukt der Krise, besonders in der Kohlenförderung bereits überwunden ist. Die Wirkungen des FörderungSrück- ganges im ersten Halbjahr werden aber bei dem erhöhten Kohlenbedarf der Großstädte und der Industrie und besonders auch infolge der Licfcrungspflicht an die Entente noch lange spürbar sein. Schon jetzt hält der A b t r a n s p o r t d e r Kohle mit der steigenden Förderung nicht mehr Schritt. ES mutz alleS aufgeboten worden, um hier endlich Ordnung zu Sie Kohlenabfuhr aus Gberschiesien. Wegen der Kohlenabfuhr aus Oberfchlcsicn fand am 4. Okto- her unter dem Vorsitz des preußischen Ministerpräsidenten eine B c- s p r c ch u n g statt, an der der preußische Minister der öffent- lichen Arbeiten, der ReichSverkohrsmimstar, der Reich Sko Menko m- niissar und Vertreter des Neichstvirtschafts-tünisteriums, des Retckisarbeitsminlsteriums und der ScküffwbrtSabteilung teilnahmen. Es herrschte llebercinstimmung darüber, daß alle gegebenen Mittel Mr Besserung der Transportmittel angewendet werden müssen. In Oberschlesien steigt die Menge der auf die Halden geschütteten Kohle, während in dem mit obcrsch'esischcr Kohle zu versorgenden Gebiet empfindlickicr Kohlenmangel herrscht. —. Die Eisenbahn Verwaltung ist nicht in der Lage, ohne Unter- stützung mit.besonderen Mitteln grötzere Leistungen auszuführen. Tie Ursachen ihrer unzureichenden Leistungen sind bekannt. Dazu kommt für Oberschlesien die besondere Erschwernis durch die Un» Möglichkeit der Benutzung früherer Absuhrstrecken tnsolga tcilweiser Besetzung der Provinz Posen durch die Polen. Alle diese Um- stände führen eine„D i ck f lüsf i g kcit" des Betriebes herbei, dt: dem Wugenumlauf stark verzögert, wodurch ein Wagende- darf von rund 250 Proz. deS normalen bedingt ist und so ein scharfer Wagenmangel hervorgerufen wurde. Ein weiterer Wagenbedars entsteht durch die Kohlenlieferung an die Entente und den äusserst schleppenden Rücklauf de? Wagen Materials. Um den Betrieb flüssiger zu gestalten, hat sich der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten entschließen müssen, vom 12. Oktober ab gewisse Einschränkungen im Schn ellzugverkehr durchzuführen. Wenn diese Maßnahme einen außerordentlichen Erfolg nichl bmigt, so wird et bei der überragenden Wichtigkeit der Kohlenversorgung für das ganze Wirtschaftsleben nötig werden, dast man zu weit schärferen Einschränkungen greift. vie Neuregelung öer Kaliwirtschast. lieber die Tätigkeit des Reichskalirats wird berichtet: Am 1. August 1919 ist der Reichskalirat zum erstenmal zu- sammengetreten. ES stand die Frage einer Preiserhöhung im Interesse der ausreichenden Gestaltung der Löhne und der ivirtschaftlichen Kräftigung der Kali indu st r ie aus der Tagesordnung. An der Lösung der Frage waren in pari- tätischcr Zusammensetzung Arbeitgeber und Arbeiter be- teiligt. Es wirkten ferner Vertreter deS Handels, der landwirtschaftlichen Verbraucher und der chemischen In- diistrie. soweit sie Kalisalze wciterverarbcitet, mit. Der Reichskalirat soll die Äaliwirtschaft nach g c m c i n w t r t- schaftlichcn Grundsätzen unter Oberaufsicht des Reichs regeln. Ihm ist eine Kaliprüfungsstelle angegliedert, der die Aufgabe obliegt, die Beteiligung der Kaliwcrkbesitzer am Ge- samtabsatz festzusetzen, eine Funktion, dich bisher von der Ver- tcilungsstelle für die Kaliindustrie ausgeübt wurde. Ferner ist eine LohiiPrüfnngSstclle geschaffen, der die Prüfung der Löhne obliegt, eine Aufgabe, die durch den neuerdings vereinbarten Lohn- tarif für die Kaliindustrie wesentlich erleichtert ist. Zur Nach- Prüfung der Entscheidungen der VerteitungSstellch und der Lohn- prüfungsstelle ist eine B e r u f u n g S st e l l e geschaffen, der im wesentlichen die nämlichen Aufgaben obliegen wie der früheren Be- rufungskommission für die Kaliindustrie. Schliesslich ist zur Mit- Wirkung der landwirtschaftlichen Behörden und Korporationen nn Interesse der Hebung des KgliabsatzeS eine landwirtschaftlich-technische K a l i st e l l e geschaffen. Als Verkaufsstelle ist das bisherige Kehlcnsyndikat beibehalten worden, da? in laiigjähriger Tätigkeit für die Steigerung i-es Kaliabsatzes Sorge getragen hat. Die Erhaltung dieser aus samt- liehen Erdteilen bekannten Einrichtung erscheint allseits geboten. Auch ist Sorge getragen tvordcn, daß dem Shndilat die wcitmog- lichste Bctvcguiigsfrcibeit gegeben wird. In den inneren Verhält- nissen des Syndikats wird insoweit eine Aenderung eintreten, als in den Vorstand des Syndikats sowie in den AussichtSrat desselben von den Arbeitern gewählte Mitglieder treten. Die Mitglieder der Kalistellen, abgesehen vom Kalisyndilat. Werden vom ReichSkatirat gewählt. Die Vorsitzenden der Kali- stellen loerden vom Reichöwirtschastslniiiister ernannt. Es steht zn hoffen, dast die gemeinsame Arbeit von Arbeit- gcbcrn und' Arbeitnehmern sowie die Mitwirkung der Verbraucher im Reichskalirat die'Kaliwirtschaft belebt und dast durch die Neu- rcgelung insbesondere das Verständnis der Arbeiter für die Volks- wirtschaftlich- Bedeutung der Kaliindustrie gefördert wird. Vor allem wird es darauf ankommen, in den arbeitenden Kreisen das Verständnis der Bedeutung der Kaliindustrie für unsere heimische Landwirtschaft und für den Export zu steigern. Das ist um so mehr geboten, als der neu auftretende französisch: und spanische Wettbewerb die Anspannung aller Kräfte der in der Kalnndustne Tätigen erforderlich macht, um Dcnffchland die bisherige führende Stellung auf dem Weltkalimarkt zu erhalten. Nreksgeftaltung in üer Ciseninöustrie. Am 30. September fand, wie die ,.P. P. 91." erfahren, im Reichswirtschaftsminifterium niiter dem Vorsitz des Unterstaats- sekretärs Hirsch eine Besprechung mit Vertretern der Eisenindustrie über die Preisfrage statt. Von Inter essentcntveisen wurde an- geregt, den Eisenpreis dem WeltmarltpreiS anzu- passen. Das RcichSwirt schaftsmini st erium hat diesem Vorschlage nicht zugestimmt und daimuf hingewiesen. dast bei dein derzeitigen niedrigen Stand« der deutschen Valuta die Erhöhung der Eisenpreise auf dem Weltmarkt das Wirt- schaftsleben geradezu ruinieren würde. Auch zn einer sofortigen Preiserhöbuna für die Produkte des Stahlwerkver- bandes bat das ReichswinschaftSmmisterium leine Zustimmung nicht gegeben, vielmehr sollen vorerst mit Beschlounigung die Selbstkosten der Werke nachgeprüft werden, um. sichere Unterlagen für die Preisgestaltung zu gewinnen. Einst- weil«, bleibt es bei den Produkten des S t a h l w e r k v c rb an- des bei der jetzigen Preisstcllung, während der Roheisen- verband seine Verkäufe derartig tätigt, das; der Preis sur Lie- ferungen nach dem 1. Oktober vorbehaltlich der Zustim- mung deS R e i ch S>v i r l s ch a f t 8 Iii i n i st e r i u m 8 bei t>ct Preisbesprcchung am 8. Oktober dieses Jahres nachträglich fest- gesetzt wird.____ Auflösung der Korkbcivirtichaftungsstelle. Nachdem die De- wirffckxlftung von Kork und Korkerzeugnisseu ausgehoben ist, ist mit dem l. Oktober 1919 die K o r k b ew'. t s ch a s t un g S st c I lc 'des Rcichswillschastsminisüriums ebenfalls aufgelöst worden. Lekts Nachrickiea. Offen« Schranke! Am 5. Oktober abends wurde auf der Dtrecke Kohlfurl— Falkenberg zwischen Mücka und NieSky vom Eilgüterzug ein mit sieben Personen besetzte? Fuhrwerk überfahren. Hierbei wurden fünf Personen schwer und zwei leicht verletzt, da? Pferd getötet, der Wagen zertrümmert. Schuld ist nicht rechtzeitige Schließung der Schranke. Der Besitzer und Führer des Fuhrwerks, Bierverleger Lorenz, ist in- zwischen seinen Verletzungen erlegen. Seine beiden Söhne sind schwer verletzt, während seine Frau und seine Tochter mit leichte- ren Verletzungen davonkamen. Ausserdem wurde ein mitfahrendes Ehepaar Braun schwer verletzt. GeweekschHsbewMkg Unabhängige und Gewerkschastszersplitterung. Durch die Presse ging vor einiger Zeit ein Brief aus dem Parteibureau der U. S. P.-D., der die Düsseldorfer Gemeindearbeiter zur Gründung einer syndikalistischen Ar- beiterunion beglückwünschte. Kurz darauf erfolgte eine Er- klärung des Zentralkomitees der U. S. P. D., wonach jeder Versuch der Absonderung in den Gewerkschaften für verfehlt und schädlich zu halten sei. Obwohl es bekannt ist, daß, wie in allen Fragen, so auch in der Gewerkschaftsfrage, in der II. S. P. D. zahllose verschiedene Richtungen einander gegen- überstehen, mußte dieser offenbare Widerspruch doch auf- fallen. Höchstens konnte er sich daraus erklären, daß wir das bis dahin nicht bekannte schreiben der U. S. P. D. zu- gunsten der Gewerkschaftszersplitterer an das Tageslicht gezogen hatten. Eine Veröffentlichung unseres Düsseldorfer Partei- blattes gibt nun weitere Auskunft über die Gründe des raschen Stimmungsumschwungs der u. S. P. D. Die Düssel- dorser„Freie Presse" veröffentlicht nämlich ein Schreiben, das der unabhängige Düsseldorfer Gewerkschaftssekretär Peter Agnes am 22. September an den U.-Si-P.-D.- Parteivorstand gerichtet hat. Unter Bezugnahme auf den „Vorwärts" protestiert er darin energisch gegen die Unter- stützung der Arbeiterzersplitterer durch die U. S- P. D. und bezeichnet die Anerkennung der Arbeiterunion als über- eilt und s a ch I i ch z w e ck w i d r i g. Er schreibt: „In der hiesigen anarchistisch geleiteten Svndikalisten- gruppe ist der Plan ausgeheckt worden; die Kommunisten, die den Allgemeinen Arbeiterverband beherrschen und in der Klemme waren, schlugen ein, und die in der Allgemeinen Ar- beiterunion befindlichen städtischen Arbeiter, die zur U. S. P. D. standen, sind Novembersoziali st en. Ihr Hauptfüstrer, der vor dem Kriege Gesundbeter war, monievte gestern noch sehr über Gen. Adolph Hoffmanns Vortrag in Düsseldorf. Ihr anderer Führer, ein U.-S.-P.-D.-Stadtverordneter, ist erst einige Monate organisiert, war auch bor dem Kriege nicht in der Partei. Diese Querulanten, mit politischen Gegnern zusammen� gründen eine„Freie Arbeiterunion" und flugs gibt ein Mitglied des Partcivorstandes dazu seinen Segen... Warum pfuscht man uns von dort herein? Glaubt Ihr, diese geldarmen von Konfusionsräten verhetzten Zersplitterungsgebilde könnten dem mächtigen westlichen Großkapital Erfolge abringen? Nein, wir erreichen nichts, als wie die Züchtung kommunistischer Uneinigkeiten. Solange Parteibeschlüsse und Richtlinien gelten, hat kein Angestellter des Parteivorstandes das Recht, so eine Politik mit doppeltem Boden zu treiben. Wegen der Per- h e tz u n g e n, die der Parteivorstandsbrief in den Köpfen der Novembersozialisten und Querulanten anrichten wird, beantrage ich. daß der Parteivorstand in seiner Sitzung die Stellungnahme des Briefschreibers mißbilligt und im Sinne des Per- bleibenS in den Gewerkschaften eine öffentliche Kr- klärung abgibt." Das hat denn der Parteivorstand der U. S. P. D. auch schleunigst getan. Dabei unterstützt er ruhig weiter die Ge- werkschaftszevsplitterer, von denen er sich Vorteil verspricht. Z. B. den Seemännsbund. Aber abgesehen von dieser Politik mft doppeltem Boden kennzeichnet sieh die Politik des Vor- standes der U. S. P. D. ja schon genügend durch ihr rasches Schwanken. Und die Beschreibung, die ein Kundiger aus Düsseldorf von den führenden Männern in der U. S. AZ. D., den Gesundbetern, Querköpfen und Novembersozialisten gibt, wird bei allen ebenfalls Kundigen ein verständnisinniges Schmunzeln wecken und ihren Wert für die Tauer behalten. Der Metallarbekterftrelk. In der Lage des Streiks ist heute keine wesentliche Aenderung eingetreten. Die Zahl der Streikenden hat sich um etwa 5000 erhöht, zum Teil dadurch, daß die Branche der Rohrleger und Helfer nunmehr auch in den Streik getreten ist. Wie die Streikleitung der Presse mitteilt, haben die Heizer und Maschinisten von Aroß-Berlin in gemeinsamer Versammlung ein- stimmig beschlossen, den Streik der Metallarbeiter mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln zu unterstützen und auf Aufforderung der Fünfzehner-Kommission und der Berliner Gewerkschafts- kommission die Arbeit niederzulegen. Um der Bevölke- rung Groß-Berlins Wasser, Licht und Lebensmittel- zufuhr nicht abzuschneiden, hat sich die Fünfzehner-Kommission noch nicht entschließen können, den Appell zur Arbeits- niederlegung an die Heizer und Maschinisten ergehen zu lassen. Dem Antrage einer Kohlenzeche, die Außenmonteure dieser Zeche von de: Strcikparole zu entbinden, hat die Kommission nach Be- gründung durch den Betriebsrat stattgegeben, um das Bergwerk nicht ersaufen zu lassen. Anträge dieser Art sind an die Fünf- zehner-Kommission mit Begründung durch den Zechen- bzw. Be- triebsrat und der Streikleitung des Betriebes zu richten und werden von Fall zu Fall entschieden. ★ Der Bund für ptoletarische Kultur macht sich er- bötig, den streikenden und ausgesperrten Arbeitern der Metall- industrie künstlerische Vorträge zu halten. Die Adresse des Bundes ist: F. R. Natterroth, Steglitz, Mommsenstr. 2i. Zum Streik in den chromolithographischen Anstalten. lieber den Streik in den chromolithographischen Anstalten brachte der„Vorwärts" vor einiger Zeit eine Notiz, worin gesagt wurde, daß der Temobilmachungslommissar abgelehnt habe, den vom SchlichtuirgAausschuß Groß-Bevlin gefällten Schiedsspruch für rechtskräftig zu erklären, weil die Arbeitgeler der Berliner Luxus- Papierindustrie dadurch zu sehr belastet würden. Dazu wird uns vom„Workmeisterverband für das Buchbindergewevbe und verwandte Berufe" geschrieben: Die Stellungnahme des Demobilmachungskommissar? ist im Interesse aller in der Luxuspapierindustrie tätigen Angestellten»nd Arbeiter sehr zu bedauern. Sie ist nur"dadurch zu erklären, daß der Dcmobilmachungskommissar den Angaben der Unternehmer anscheinend mehr Glauben beigemessen hat, als denen der Arbeit- nehmer. Wir Werkmeister, von denen ein großer Prozentsatz weit über 20 Fahre bei ein und derselben Firma der Branche tätig ist, er- klären hiermit öffentlich, daß die Geschäftslage �der Berliner Luxus- Papierindustrie keineswegs so ungünstig liegt, wie man es von feiten der Herren Arbeitgeber bei jeder Gelegenheit hinzu- stellen beliebt. In dieser Industrie werden heute nicht nur Luxus- artikel, sondern auch Bedarfsartikel für Industrie und Handel an- gefertigt, die auch gegenwärtig verhältnismäßig guten Absatz findekl. Wir kennen die gegenwärtigen Herstellungs- und Verkaufspreise einer ganzen Anzahl von Artikeln und sind sehr wohl in der Lage, nachzuweisen, daß die Mehrzahl von ihnen heute noch einen ganz erheblichen Nutzen abwerfen, trotzdem man dieses durch Manipulationen der verschiedensten Art zu verschleiern sucht. Die Herren Arbeitgeber sind nämlich mit allen Mitteln bestrebt, buchmäßig nachzuweisen, daß die Herstellungskosten beute so hoch seien, daß von einer Rentabilität der einzelnen Betriebe bald keine Rede mehr sein könne. Diese Angaben dürsten jedoch gegenüber den Nachprüfungen erprobter Fachleute keineswegs standhalten. Die Arbeitgeber der Luxuspapierindustrie haben vor dem Kriege eine ganze Reihe von Jahren geradezu glänzende Ge- s ch ä s t e gemacht. Und auch während des Krieges waren sie in der Lage, durch Räumung ihrer Lager zu bedeutend erhöhten Verkaufspreisen teilweise ganz respektable Gewinne einzustreichen. Dabei sind die Lohn- und Arleitsverhältnisse der Arbeiterichaft so- wohl als auch der kaufmännischen und technischen Angestellten schon seit einem Menschenalter so erbärmlich, daß die Luxuspapierbranche geradezu als das Schmerzenskind der ganzen papierverarbeitenden Industrie betrachtet werden muß. Auch die Werkmeister mid Direktricen, die im Werkmeister- verband für das deuffche Buchbinderyewerbe und verwandte Berufe organistert sind, befinden sich schon fest Wochen in einer Tarif» bewegung. Durch eine von der Organisation im August aufgenom-- mene Statistik, die sich aus über 20 der größeren Firmen erstreckt, in denen ca. 45 Werkmeister und Direktricen tätig sind, wurde folgendes festgestellt: Von den in Frage kommenden Werkmeistern hatten nur vier ein höheres Einkommen als 300 Mk. pro Monat. 15 Werkmeister bezogen ein Gehakt von 425 bis 500 Mk., 9 ein solches von 400 M., was ungefähr dem damaligen Minimallohn der Gehilfen entspricht, und 7 Werkmeister bezogen ein Gehalt unter 400 M. monatlich. Tasselbe Verhältnis herrscht bezüglich der Ge- Haltsverhältnisse der Direktricen. Der von uns eingereichte Tarirv worin eine Regelung der Gehalts- und Arbeitsverhältnisse der Werk- meister und Direktricen vorgesehen war, wurde glatt abge- lehnt. Nur einige wenige Firmen haben sich zur Anerkennung unserer Forderungen bewegen lassen. Dabei hat unsere Organisation bereits im Mai dieses JahreS mit den Arbellgebern der chromolithographischen Anstalten in Nürnberg einen Tarif abgeschlossen, in dem ein Mindestgehalt von 500 M. monatlich für Werkmeister festgelegt wurde. Was den Nürnberger Arbeitgebern möglich war, müßte sich bei einigermaßen gutem Willen auch in Berlin einführen lassen. Berichtigung. Vom Genossen W i t o l l a erhallen wir folgende Zuschrift: In dem Bericht, den der„Vorwärts" am Sonnabend über die Versammlung der Elektrizitätswerke bringt, wird auch mein Name in einer Weise als Redner erwähnt, daß angenommen werden kann, daß ich für einen Streik eingetreten wäre. Abgesehen davon. daß ich Streiks in der gegenwärtigen Zeit als eine Schädigung unserer Volkswirtschaft betrachte, würde ich auch nie für einen Streik eintreten, solange nicht alle Verständi- gungsmöglichkciten erschöpft sind. Ich lege Wert darauf, festzustellen, daß ich weder der Fünfzehner-Kommission an- gehöre, noch in der genannten Versammlung gesprochen habe. Paul Witolla. E. Zwietuich u. Co., Charlottenburg. Die beute stattfindende Lohnzahlung findet wie am Freitag statt. Der Arbeiterrat. ?ugenüveranftaltungen. Ricdersckiöncweidc. Heute abend 7 Ubr, Lokal Hilicher, Fennstr. 2S: Mitgliederversammlung mit wichtiger Tagesordnung. Sitzung der Ab- teilungslcitung 6 Uhr._ Vorträge, Vereine und Versammlungen. Stenographen- Berein Stolze« Schrey zu Berlin, Nordbezirk Nebungcn jeden Dienstag von Yz8—'/zlO Uhr in der ILO. Gemeindeschule, Gartcnstr. t07a. Anmeldungen daselbst Gäste willkommen.— Bortrags- abcnd«der Bölkerverftändignng n»d Weltsprache am Mittwoch. 7>/, Ubr. im Herrenhaus(PlenarsitzungSsaal), Leipziger Str. 3. Redner: Heinrich Nienkamp, Prof. G. F. Nicolai. Pros. Wilh. W e t c- k a m v. Gras Harry Keßler, Pros. Hans Friedcnlhat u. a. Karten zu 50 Pf. bei A. Wertheirtl, Bote u. Bock, Leipziger Ew., bei den nach- solgcnden Vereinen und an der Abendkasse. EIveranto-Verband Groß- Berlin. Espcranto-Ausichuß der deutschen Liga siir Völkerbund. Deutsche Friedens gesell schall. Deutscher Monistenbund. Deutscher Frehbund. Sossalistische«tudentenparlei.—„Unsere deutsche Ctbe.» lltnen Vortrag mit Lichtbildern wird Herr Max Nentwich am Mittwoch 7Y, Uhr im großen Hörsaal der Treptow-Slernwarte halten. Mit dem großen Fernrohr wird abends der Mond mit feinen Kratern und Gebirgen beobachtet.— Mär- ki'che Borträgc von Oskar Bolle. Mittwoch 8'h Uhr im Saale des Kunstgewerbemuseums: I. Märkischer Sand: Uebcr Bodengestaltung. Land- schastScharaktcr usw. der Mark; II. Der Fläming, Kultur- und LandschaftS- bitdcr. Mit ILO Lichtbildern in natürlichen Farben.— Ehem. Kriegsgefangene. Zusammenkunft aller ehem. 237. Lrisoirsrs ok war im Klub- honS. Chmflr. 2, am Donnerstag, abends 7'/, Uhr. All« ehem. Leidens- genossen in Ost und West werden gebeten, zu erscheinen. jfttis aller Welt. Schmalzverschieber. Ein Zugabfertiger auf dem Güterbahnhof Derendorf(Rheinland) hatte am 30. v. M. einen Waggon Schmalz im Werte von 320 000 M., der an eine Düsseldorfer Firma adressiert war, verschoben. Der Kriminalpolizei ist es gelungen, den Waggon Schmalz zu ermitteln. Ter ungetreue Beamte wurde verhaftet. Berantw. sllr den redaklion. Teil:«tsred Lch-Iz, Neukölln; sllr Anzeigen: Theodor «Stocke, Berlin Verlag: Vorwiirts.Verlag®. m. b. H.. Berlin. Druck: Vorwärts. Buchdruckerci und Berlagsanstalt Baut Einaer u. Co. in Berlin. Lindenitr. s. Hierzu 1 Beilage. iriii* ijHyniivtyiv/ Direkt ab meiner Fabrik. Da Aluminium enorm gestiegen ist, gebe ich nur noch bis zum 20. Oktober diese 4 Inhalt 4 3 2 l*/, Liter mit Deckel(eigenes Fabrikat) zn 71. 65.00 gegen Nachnahme.(Bedlngnng litt bei Bestellung diesen Inserat mitelnznscnden.) ÄlumiDium-Pragewerk Seuthe, Holthausen bergTw". niinasiehtcimt a. O. Or. iur. Wilhelm v. Kircbbach smgencnisrai pers.z. sprechen Potsdamer Str. IIS. tonstr.) 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