zlr.SSS.S«.I»hrg. BezugSvretS» vierteljühri. S<— Ml. monatl. Sr- Ml. frei ws Hau», voraus»ahlbar. Dost» bezug � Monatlich V— Ml.«iO. Ru* ltellungsgebiUir. Unter«reuzdand Mr Deutschland und Oesterreich- Ungarn 6,25 Ml, für da» iibrtg« Ausland 1025 Ml, bei täglich«mmal Zustellung SL5 Ml Posibestellungeu nehmen an Dänemarl Holland. Luxemdurg, Schweden u. dle Schwei». Eingetragen w die Poü-Rettungs-Preisllft«. Der.Borwärts' mt» der Sonntag» beilage ,VoU u. Reit' erscheint Wochen» täglich zweimal Sonntags einmal Telegrammadresse: «Sozialdemotra» SerNa». � f- Derlinev Volksbleltt. ( 20 Pfennig) Anzeigenpreis: Dt« vchtgefpalten» Nonparcillezell» lostet IM Ml»kleine Tlnz-ig-n-. da» tettgedruckte Wo« 60 Pfg. tzulässtg I tettgedruckte Worte), iedcs weiter» Wort«0 Pfg. Stellengeluche und Schlafllellenanzeigrn das erste Wort •0 Psg. tedes wettere Wort S0 Pfg. Wort« llber 15 Buchstaden zählen für zwei Worte. Teuenmgsjufdjlag 50%. Familien• Anzeigen, politisch« und gewerkschaftliche Vereins-Anzeigen 1,50 Ml die Reils Anzeigen für dt« Nächste Nummer müssen bis S Uhr nachmittags im Hauptgeschäft. Berlw SW 68, Lindenstrahe 3, abgegeben werden. Teöffnel von 9 Uhr früh bis b Uhr abend». Zentralorgan der roztaldcmokratirchcn parte» Deutfcblands. Reüaktion und Expedition: SW. 68, Linöenstr. 3. Zherniprecher! Amt Morivpla«. Nr. tal SV—»3137. vorwärts-verlag G.m.b.H., SW. 68, Linöenftr.3. Feriisprecher: Amt Morinplati, Nr.»17 SZ— 3t. Gegen westliche Geörückung. Der Proteststreik, der gegen das Verhalten der bel- gischen Besatzung auf der linken Rheinseite proklamiert wurde, dehnt sich weiter aus. Die Belegschaften von vierBergwerken und des Kruppschen Werkes Rhein- hausen, das bis auf die Verrichtung der Notstandsarbeiten stilliegt, sind daran beteiligt. Einige St rastenbahn- l i n i e n haben den B.e t r i e b eingestellt, die G e- fchäftshäuser und Gastwirtschaften sind g e- schlössen, nur die Lebensmittelgeschäfte geöffnet. Die Zahl der Streikenden beträgt 20 000. Ihre Forderungen sind: freier Verkehr niit dem übrigen Deutschland, Entfernung der Besatzungstruppen aus den Arbeitsstätten, strenge Verfol- gung der geschehenen Uebergriffe, Freilassung der aus politischen Gründen Verhafteten, bessere Lebensmittel- Versorgung und Beseitigung des Schieber- t u m s. Die Rheinschiffer haben sich mit den Streikenden solidarisch erklärt und drohen für den Fall, daß gegen sie mit Gewalt vorgegangen wird, die Rheinschisfahrt stillzulegen, wodurch die Kohlenlieferungen an die Entente unmöglich würden._., Die firbeitskampfe in Clsaß-Lothringen. Aus St. Ludwig wird uns geschrieben: Bei dem G es amistreik in der lothringischen Metallindustrie handelt es sich nicht um einen Generalstreik mit revolutionärem Einschlag, sondern um einfache Lohnforderungen. Bei dem früheren Streik vor vier Wochen hatten die Sequestoren der Metallwerke erklärt, die Forderungen seien bewilligt, aber beim Zahltag wurde nur nach den alten Lohnsätzen ausbezahlt, mit der Erklärung, zur Bolvilligung der Lohnforderungen bedürfe es der Zustimmung der französischen Regierung, welche sich streng ablehnend verhalte. Die Zahl der Ausständigen wird auf 33 000 angegeben. Aus Sympathie für die Ausstän- digen haben sich die Arbeiter des Metzer Gas-, Wasser- und Elek- trizitätAverks dem Streik angeschlossen, so daß seit vier Tagen Metz ohne Wasser, Gas und Elektrizität ist. Im Namen der fran- zösischen Regierung hat der Commissaire de la Republique in Metz, Mir man, eine Bekanntmachung erlassen, wonach niemand weist, weshalb der Streik ausgebrochen ist. Tie Regierung sei gewillt, mit den schärfsten Mitteln gegen die Unruhestifter vorzugehen, und ersucht die gesamte Bevölkerung, ihr im Kampfe mit den ausstän- digen Unruhestiftern beizustehen. Zum Schutze der Arbeitswilligen sind Dienstag drei Regimenter Jufanterie�in Metz einmarschiert. In die städtischen Betriebe sind Soldaten abkommandiert lvordeu. Zwischen Militär und Ausständigen ist es bersits zu heftigen Zu- sammenstösten gekommen, bei welchen es zahlreiche Verwundete gegeben hat. Die Bevölkerung nimmt eine passive Haltung ein. Es wird entsprechend der Teuerung eine Lohnerhühnug von 30 Proz. gefordert zu den bereits bewilligten Teuevungszulagei? und die strikte Durchführung der achtstündigen Arbeitszeit; ferner die Einsetzung von Betriebsräten, die Sei Anstellung und Gut- lassungeu von Angestellten, Beamten und Arbeitern mitzusprechen haben. Ueber die Affäre des Redaktours P terra von der Metzer„Volkstribüne" herrscht ein mysteriöses Dunkel, und man glaubt, dast der mit dem Namen Pierras verösfentlichte Brief eine Fälschung sei. Tie Redaktion der Metzer„Volkstribüne" gibt folgende Erklärung ab:„Bis heute weiß die sozialistische Partei nichts über den Verbleib Pierras. Auster dem Brief an den Vorstand ist ihr bis jetzt nichts zugegangen. Am Montag wurde Pierra auf die Präfeltur gerufen, und seitdem ist er der- schollen. Schon der Brief ist eine mysteriöse Geschichte, ebenfalls die angebliche Flucht. Hier verlangen wir unbedingt Aufklärung von der Regierung. Soll auch in Lothringen eine Dreyfus-Lenoire- Caillaux-Affäre entstehen? Regierung gib Aufschluß!" Bis jetzt hüllt sich diese in tiefes Schweigen. « Ueber den Fortgang der Streikbewegung erhalten wir noch folgenden Drahtbericht: Die Lage im lothringischen Me- tallarbeiter streik ist unverändert. Die Unternehmer lehnen alle Unterhandlungen ab. Eine Streikversammlung wurde in Diedenhofcn von Kavallerie auseinandergetrieben, die mit Waffengewalt eingriff. Dabei gab es zahlreiche schwerverwundete Streikende. Es werden immer mehr neue Militärverstärkuugeü hinzugezogen. In Mülhausen haben die Gasarbeiter am Freitag morgen den Streik proklamiert, weil ihre Lohnforderungelt abgelehnt worden sind. Der Generalkommissär hat ein Dekret erlassen, das die Ausfuhr sozialistischer Zeitungen nach dem Ausland verbietet und gegen ihren Schmuggel strenge Maßnahmen ankündigt. Die Meldung bürgerlicher Blätter von einem am 7. November geplanten Landesstreik in'der Schweiz entspricht nicht den Tat- fachen. Auch die Meldung der Telegraphenunion über einen Generalstreik in Basel ist falsch. Gegenwärtig herrscht in der Schweiz kein Streik._ Das tzalseifen. Zweieinhalb Milliarden jährlich sollen wir für die Ar- nreen aufbringen, die unsere Brüder am Rhein unausgesetzt zu verzweifelten Proteststreiks zwingen. Diese Last muß uns erwürgen. Der Reichshmishältsausschust hat darum der Nationalversamnilung den Antrag unterbreitet, daß die Re- gierung bei der Entente folgendes durchsetzen soll: 1. Herabsetzung der Besetzungsarmee auf die für hie Zwecke der Besetzung unbedingt erforderliche Stärke. Festlegung der Zahl der Truppen und ihrer endgültigen Unterbringung. 2. Unverzügliche Einrichtung der Reichsvermögensverwal- tung der besetzten rheinischen Göbicte zur Crmöglichung einer wirtschaftlichen Erfüllung der dem Deutschon Reich auferlegten Verpflichtungen. 3. Zurückführung der Ausgaben für den„Hohen" Ausschuß für Unterhaltung der Befetzunystruppen und für Grundstücks- Erwerbungen, Neubauten und Umbauten dafür auf das Maß, welches zur loyalen Durchführung der Fricdensbodingungen er- forderlich ist. 4. Verminderung der Ueberfvachungsausschüffe für Heeres-, Marine- und Luftfahrangeleyenheiten, damit die für die Kom- Missionen in Anspruch genommenen Gebäude, deren Entziehung für das wirtschaftliche Leben Berlins auf die Dauer katastrophal wirken muß, teilweise wieder frei werden.- Herr Clemenceau wird Gelegenheit erhalten, seine Worte zu betätigen, daß man Deutschland leben lassen müsse, damit es arbieten könne! Das gilt auch für Lloyd George, der so» eben in Sheffield erklärte, solange Deutschland die ihm auferlegten Verpflichtungen erfüllen soll, muß es Gelegen- hett haben, ehrenvoll und friedlich zu bestehen. Das liege nicht nilr im Interesse Deutschlands, sondern auch Englands und der ganzen Welt. �lbzug v. ü. Goltz. Das Kabinett beschäftigte sich mit dem Telegramm, das der bisherige Truppenbesehlshaber im Baltikuni, Graf v. d. Goltz, an den russischen Führer Bermondt gesandt hat. Die Reichsregierung mißbilligt dieses ihrer Politik ganz- lich zuwiderlaufende Telegramm aufs schärfste und sieht von einem Verfahren gegen den General, der in Berlin weilt, nur wegen des Umstandes ab, fveil er bereits sein Abschieds- gcfuch eingereicht hat. Das WTB veröffentlicht mit auffallender Beflissenheit die Berichte der„Westrussen"-Armee, in deren Hauptquartier auch der„Lokal-Anzeiger" einen Vertreter entsendet hat. Jetzt wird ihr Führer zum ersten Male als Fürst Awaloff vor- gestellt. Soll damit seine Eignung zum Ersatz-Zaren an- gedeutet werden? In einer Rote an Litauen wendet er sich gegen die ihn bedrohende litauische Truppenzusammen- Ziehung; er betont, daß er nur gegen die Volschewiki kämpfe und ladet Litauen zu einem Bündnis ein. Nach der gleichen Quelle ist die Regierung Ulmanis aus Riga nach Wenden geflüchtet und in Riga gehe es drunter und drüber. Die Annahme der nahe au Petersburg gelegenen Orte Krasnaja Gorka und Zarskoje Sclo durch die Armee Judenitsch wird bestätigt. In Kopenhagen cingetrosfenc Telegramme aus Helsing- fors bestätige» den Einmarsch des Generals Judenitsch in Petersburg. Die bolschewistische Front ist an verschie- denen Punkten durchbrochen. Tschitscherin soll den Alliierten dieser Tage ein neues Friedensangebot gemacht haben. Tie Bolschetviftcn»vieder in Kiew. Während General D e n i k i n weiter gegen die Ukraine geriet und dabei nach ukrainischen Meldungen auch einige Rückschläge erhalten hat, versucht er weiter seine Stellung durch diktatorisch-terroristische Maßnahmen z» sichern. Wie ebenfalls von ukrainischer Seite gemeldet wird, gelang es in- folge der Verschiebung der Deuikinschen Kerntruppen an die ukrainische Front d e n B o l s ch e w i st e n, am 13. Oktober um 3 Uhr früh in Kiew wieder einzurücken. Ungarische Reaktion. Der Ministerpräsident Friedrich sucht durch monarchistische Be- kenntnisse und Soziajjstenhatz der Entente zu beweisen, daß das Ungarn nach der Räteherrschaft der Bevormundung durch die Rumänen nicht mehr bedarf. Der Bürgermeister von Budapest läßt eine Verfügung des Ministers des Innern anschlagen, wonach die Vernichtung von 179 Werken der sozialistischen und kommu« nistischen Literatur angeordnet wird. Unter den zu vernichtenden Büchern befinden sich sämtliche Werke von Marx. Engels, Kautsty und Vandervcldc. Die Bücher werden in allen Buchhandlungen und Leihbibliothelen beschlagnahmt und dann verbrannt werden. Stuttgarter Spu?. Von großen Tagen in Stuttgart berichtet der deutsche Blätterwald. Sie mögen zu denen gehören- von denen manchey sagen wird, daß sie ihm nicht gefallen. Einer künstlich geschaffenen Mehrheit auf der Generalver- ' sammlung des Deutschen M e t a l l a r b e i t e rv e r- b a n d e s gefallen sie sicher. Nicht wegen ihrer hohen Lei- i stungen, sondern des Wortschwalls wegen, der diese Tagung � beherrscht. Hochtrabende Worte wurden verzapft. Kapitalis- mus, Klassenkampf, Sozialismus, Weltrevolution— alle alten Schlager ans der Sturm- und Drangperiode der Ar- beiterbetvegung begeisterten eine andächtige Zuhörerschaft. „Rrrevolution bis zum Sozialismus" war der Kampfruf! Das war aber auch alles. Wie das gemacht werden, was für die Arbeiterschaft dabei herauskommen soll, darüber schweigt man sich aus. Mit Recht! Im.Augenblick, wo man kalten Bluts sich anschickt, die Grundlagen der Organisation zu erschüttern, kann man dieser wohl kaum eine große Belastungs- Probe zumuten. So ist es denn kein Wunder, daß die Taten des Aer- bandstagcs und seiner Mehrheit im umgekehrten Verhältnis zu seinen Worten stehen werden. Drei geschlagene Tage Mandatpolitik, ein halber Tag Behlmer Streik-Sympathieerklärung, ein halber Tag Aeinprobe und� der Rest einer Woche Behandlung der Tagesordnung. Wie diese erledigt wird, ergibt sich daraus von selbst. „Immer feste druff!" Das zeigte sich schon zu Anfang. Mandatprüfung? Wozu? Unsinn! Wir haben die Wahlen gemacht, wissen genau, wie wir sie gemacht haben, warum das geschehen ist, wozu also Prüfung? Doch halt, dein unenftvegten Dißmann schlägt das Gewissen. Die Form wahren ist die Hauptsache. Eine Mandatspriifnngs- kommission muß gewählt werden. Das Volk, die Mitglied- schaft weiß es nicht anders. Bei einem Verhältnis von IS zu 14 der Delegierten verlangt die Minderheit in siebenglie- driger Kommission 3 Sitze, ist bereit, der Mehrheit 4 zu über- lassen. Das geht nicht! Bei 4 Mehrheit und 3 Minderheit könnte doch schließlich einer der elfteren Richtung sich über- zeugen lassen, könnte zur Minderheit übergehen oder sich der Stimme enthalten. Eine Kommission aus 9 Personen mit 6 Mehrheit und 3 Minderheit ist sicherer. Das leuchtet ein, die Mehrheit beschließt; die Minderheit lehnt Beteiligung und jede Verantwortung ab, behält sich Mitarbeit für die Vollversammlung vor. Ergebnis: Einstimmige Beschlüsse der Kommission, Gültigkeitserklärung aller Mandate der Mehr- heit, Ungültigkeitserklärung der angefochtenen der Minder- heit gegen diese. So willes dieDiktatnr des Pro- letariats! Um der Form zu genügen, diskutiert man llber die Anträge der Mandatsprüfungsiommission, sorgt aber pünktlich für Schluß der Debatte nach einem Redner der Mehrheit. Regie ausgezeichnet, aber beileibe keine Sabo- tage-des Verbandstages! Sucht die Minderheit ihre Rechte zu wahren, so ist das Obstruktion. Ergebnis: Rettung einerMehrheit von über 190 gegen zirka 130 Stimnien. Die Wahrung des Klassenstandpunktes erfordert in erster Linie Böhandltmg des B e r I i n e r S t r e i k s. Eine gebar- nischte Resolution wird eingebracht, in geheimer Sitzung dis- kutiert und einer Redaktionskommission von zwei Minder- heitsanhängern, einemKommunistcn und zwei verinutlichUn- abhängigen überwiesen. Erfolg: Vorlage einer Entschließung in Ton und Sprache aus der Zeit der Kinder st übe der Arbeiterbewegung. Die Generalversammlung fordert zum Ausharren im Kampfe auf. Das Kampfobfekt war die Schaffung von fiinf Lohnklassen, die das Streikkoinitee und der Fünfzehner-Ausschuß für unannehmbar bezeichnen. Das sollte die Vorarbeit zur Schaffung einer neuen VerHand- lungsgrundlage bilden und gleichzeitig die zlveite Tat des Verbandstages sein. Eine dritte Tat war kurz zuvor geschehen. Das Lokalkomitee empfiehlt einen Ausflug ins Remstal zur P r o b e d e s n e u e n W e i n s. Die Minderheit warnt, die Mehrheit unter Dißmanns Führung beschließt ihn. Nicht nur die Gewerkschaftsführer sind wandlnngsfähig, auch Min- derheiten, wenn sie Mehrheiten geworden sind. Dem Ver- nehmen nach ist der Ausflug gut verlaufen. Einige Räusche Gourden gehamstert. Der erste Schritt zur Einigung war getan. Ob er Bestand hat? Doch Spaß beiseite! Tags darauf begann die Ar- b e i t. Vorstandsbericht mit einem Referenten und Mei Ge- genreferenten sowie einer Nachtsttznng zeigten den ernsten Willen, Versäumtes nachzuholen. Eine Resolution Dißmann, die von dem Antragsteller gut gemeint sein mag, läßt Spuren der Erlebnisse des vorhergegangenen Tages erkennen. Die Minderheit lehnt sie ab, kann aber die Situation nicht retten. Die Resolufton verwirft die Haltung und Politik der Gene- ralkommission der Gewerkschaften und der leitenden Jnstan- zen des Verbandes. Diese Politik ließ nach dem Verfasser der Resolution den Klassenkampfcharaktcr der Gewerkschaften verschlninden. führte zu sogenannten Arbeitsgemeinschaften. Tie verwerfliche Kriegspolitik der leitenden Gewerkschafts- Instanzen und Vorstände fände ihre logische Fortsetzung nach iien Tagen der Revolution. Anstatt den revolutionären Kampf des Proletariats zu fördern, würde die Haltung der gleichen Gewerkschaftsinstanzen vielfach zu einem Hemmnis des proletarischen Befreiungskampfes inmitten der Revo- lution. Der Wiederausbau unserer Volkswirtschaft müsse ein sozialistischer sein. In Konsequenz dessen habe sich die Politik des Verbandes auf- den Boden des revolutionären Klassenkampfes und des Ratest) st e m s einzustellen. Davon erhoffen die Antragsteller den schnelleren und sicheren Sieg des Sozialismus, der in der siegreichen Weltrevolution des Proletariats münden soll. Nach dieser politischen Kundgebung wird die organi- s a t o r i s ch e Grundlage des neu emporsteigenden Ver- bandes niedergelegt. Innerhalb des Verbandes sollen die Mitglieder das weitestgehende Mitbestimmungsrecht er- halten. Ueber rein örtliche Angelegenheiten soll die Mit- gliedschaft allein entscheiden, desgleichen über die Verwendung örtlicher Ertrabeiträge. Dort, wo das Vertretersystem durch- geführt ist, sollen die Mitglieder mindestens vierteljährlich Gelegenheit haben, die Vertreter zu den örtlichen General- Versammlungen zu bestunmen. In Ermangelung nutzbrin- gender Arbeit werden die Mitglieder danach das Vergnügen haben, öfters zu wählen. Die Angestellten der Organisation haben sich alljährlich einer Neuwahl zu unterziehen. Die Ortsverwaltungen bedürfen keine? Bestätigung durch den Vorstand. Betrachtet man den letzteren Teil der Resolution Diß- mann, so bleibt kein Zweifel, daß die s y n d i k a l i st i s ch e n Arbeiterverbände hier das O r g a n i s a t i o n s m u sie r abgegeben haben. Soviel Erfahrung und Kenntnis sollte man allerdings auch den Anhängern der Resolution Tißmann zutrauen dürfen, daß gerade diese Organisations- form n i c in der Lage war, positive Erfolge für die Arbeiter zu erzielen. Wollte man boshaft sein, so möchte man fast meinen, daß Dißmann und seine Anhänger im Austrag derer handeln, die sie in hochtrabenden Reden durch die Weltrevo- lution und durch das Aufkommen des Sozialismus beseitigen wollen. Die Entschließung läßt den Läuterungsprozeß erkennen, den das klassenbewußte Proletariat während der harten Zei- ten des Krieges und des Zusammenbruchs durchgemacht hat. Darum der riesige Aufwand von Kraft und Stimme, das rücksichtslose Vorgehen gegen die Minderheit. Und darum die Anwürfe gegen Gencralkommission und Vorstand des eigenen Verbandes! Die Art und Weise, wie hier über an- dere Ueberz?ugungen gerichtet wird nnd�das geradezu kläg- liche Gestammel des in der Entschließnng'Iiegenden Geständ- nisses können auch dem revolutionärsten Proletariat die so notwendige Aufklärung nicht bringen. Wie lange noch wird die Arbeiterschaft sich solchen Spuk gefallen lassen? Kartoftelnot? Schwere Gefahren drohen der� Kartoffelversorgung, toenn nicht sofort Maßnahmen zur Einbringung der noch nicht geernteten Men- gen getroffen werden. In Ostpreußen, einem Ha-upckartoffel- bezirk, in dem die Ernte an sich durch die teilweise ungünstige Witterung weniger ertragreich ist als in den Vorjahren, liegen in- folge des Mangels an landlvirtschaftlichen Arbeitern Millionen Zentner Kartoffeln deni Verderben ausgefetzt in der Erde. Die Versuche, mit Hilfskräften aus den Großstädten die Kartoffelernte einzubringen, scheitern einmal an den in Ostpreu- ßen noch herrschenden Arbeitsbedingungen, zum anderen aber an dem für unsere gesamte Volkswirtschaft außerordentlich bedenklichen Moment der allgenreinen Arbeitsunlust. Die Landwirte, die bisher in jeder Hinsicht an die polnischen Arbeiter ge- wohnt waren, können sich mit den andere Ansprüche stellenden Großstädtarbeitern nicht abfinden, ebenso wie diese neben wenig Eignung noch weniger Arbeitslust mitbringe h. Die aus diesen Ihr Arbeiter! Von Emile Verhaeren. Ihr Arbeiter, Millionen Fiebernde, Gepreßte, Die Ihr, die Stirn vom Wahn nutzvollen Werks umstrahlt, Als Sieger aufrecht durch die Zeiten schreitet, In wieviel Bildern namenlosen Heldentums, — Gestählter Brust, mit wild und sichern Gesten, In Ansturm, Qual, Triumph und endlicher Gewalt— Fühl ich die Zeichen Eures ewigen Ruhms In meinem Innern tragisch ausgemalt I... Wie erzgeschmiedete heroische Gestalten, Ewig dem Werk gemäß. daS immer höher steigt, O wie in diesen Städten voll gefährlicher Gewalten Mein Herz sich heiß und brüderlich hin zu Euch neigt! O, diese Arbeit, wie sie finster, zäh und rastlos wütet, In Land und Meer und in der Erde Eingeweide,/ Das einzige, das unsere Welt, die sich in Länder scheidet, Noch ehern wie ein Riesenring zusammennietet! O Mannestaten, viel vergehen, kaum genannt, Millionen Arme und nie träger Hände, Und alle sie, vom einen bis zum andern Ende Zu einem einzigen Willen siegreich angespannt: Dem alten Weltall nun das Siegel irdischer Gewalten Feurig und rot auf die besiegte Stirn zu drücken, Flüsse zu trocknen. Berge zu verrücken Und- alle Ordnung, rings in Meer und Land, Nach einem neuen Willen zu gestalten. Hegen den MnofchunS. V i Uui die Auswüchse auf dem Gebiete der Kinovorführungen, insbesondere die ungünstige Beeinflussung der Jugend gründlich zsi bekämpfen, ist bekanntlich ein Reichsfilmzenfurgesetz geplant.' Da bis zum Inkrafttreten dieses Gesetzes noch geraume Zeit vergehen dürfte, ist man in mehreren Städten zur Selbsthilfe geschritten. Es sind dort im Einvernehmen aller Interessenten freiwillige Schutzmaßnahmen getroffen worden, die darauf hinauslaufen, eine bessere Auswahl der Filmdarbietungen herbeizuführen und die Ju- gend von dem Besuch der Kinos, soweit diese nicht einwandfreie Films spielen, möglichst fernzuhalten. Dem Beispiele dieser Städte will man nun auch in Berlin folgen. Diese Bestrebungen werden besonders von dem Groß-Berliner Ausschuß zur Bekämpfung der Schundliteratur verfolgt, dessen Vorsitzender Stadtrat Sassen dach ist. Wie wir hören, trägt man sich mit dem Gedanken, für Berlin ein« freiwillige Filmzensur zu Waffen« de«««»übende Kerf«»«» JW an» Vertreter« der Fragen entstehenden Meinungsverschiedenheiten gefährden die Kar- tofselernte auf das allerschlimmste. Wie bereits in einer Notiz am Montag morgen an dieser Stelle darauf hingewiesen wurde, ist es dringend notwendig, daß die berufenen aintlichen Stelleln durch energisches Ein- greifen eine Regelung der Verhältnisse in Ostpreußen und in den von ähnlichen Umständen betroffenen anderen Gegenden Deutschlands treffen, die ein schnelles und sicheres Einbringen der Kartoffelernte gewährleistet. Nach eingebender Prüfung der Verhältnisse in einigen wich- tigen Kartosfelbezirkcn Ostpreußens unterbreite ich hiermit fol- gcnde Vorschläge: In allen Städten mit großer Arbeitslosenziffer sind sofort Aufrufe an die Arbeitslosen zu richten mit der Aus- forderung, sich zur Einbringung der Kartoffelernte zu melden. Unter den sich meldenden Arbeitern muß«ine sorgfältige Aus- wähl hinsichtlich der körperlichen Eignung für die Landarbeit vorgenommen werden. Die Arbeiter müssen sich aus Grund eines alle Einzelheiten regelnden Vertrages für die Dauer von drei bis vier Wochen verpflichten. Eine frühere Auslösung aus dem Ver- trag ist nur möglich bei außerordentlichen Umständen, wie unzu- reichende Arbeitsverhältnisse, Nichteinhaltung der getroffenen Ver- einbarungen durch die Arbeitgeber, körperliche Unfähigkeit und außerordentliche Vorkommnisse in der Familie. Unberech- tigte Nicht innehaltung des Vertrages durch den Arbeiter hat den Verlust der Erwerbs- losenunterstützung für die noch laufende Ver- tragsdauer zur Folge, während der Arbeitgeber bei Aus- l o s u n g aus dem Vertrag durch seine Schuld für alle Kosten aufzukommen hat. Im einzelnen soll den sich meldenden Anbei- tern freie Fahrt zum Arbeitsort und zurück, ein Tagesverdienst von mindestens 7 Mark, freie Verpflegung, Unterbringung in heiz- baren Räumen und eine sich nach den mini- steriellen Verfügungen richtende Kartoffelmenge(2 Pfd. aus den durch Arbeiter eingeernteten Zentner) zugesichert werden. Während der Dauer der Tätigkeit in den Kartoffelbezirken haben die in Frage kommenden Arbeitsämter durch einen Vertreter fort- laufend die Arbeits- und Wohnverhältnisse der Arbeiter zu über- wachen und auf die sofortige Beseitigung irgendtoelcher Mängel hinzuwirken. Nach diesen Vorschlägen müssen sofort die Arbeitsämter der Großstädte die Hilfsaktion für die Lerrtdwirtfchaft organisieren, während auf der anderen Seite mit Unterstützung des Landwirt- schaftsministeriums und des ReichsaribeitsministeriumS die land- wirffchafllichen Arbeitgeber zur Jnrrehaltung der zu treffenden Vereinbarungen veranlaßt werden müssen. Zu langen Erwägim- gen ist in der augenblicklichen Situation wenig Zeit. Gelingt es nicht, in drei, höchstens vier Wochen die Kartoffelernte einzubrin- gen, so sind die Folgen nicht abzusehen. Carl Deerberg. Der Zrankfurter Terrorwmus. Am 14. Oktober hat ein„Stoßtrupp", der aus einer Ansammlung von Frankfurter Eifenbahnarbestern heraus eye- waltsam in die friedlichen Bureaus der Direktion eindrang, dem Präsidenten die Zusage erpreßt, daß der Verkehrsaus- schuß an den Dircktionssitzungen teilnehmen soll. Nach den„P. P. N." sind jetzt genaue Berichte eingetroffen, aus denen u. a. bekannt wird, daß der Verkehrsausschuß und seine Gc- folgschaft den Präsidenten Stapf am Leben bedroht hätten. Er sollte in eine rote Fahne eingewickelt und dann durch ein Fenster auf die Straße geworfen werden. Nur seine Ruhe und Kaltolütig- keit hätten ihn davor bewahrt. Inzwischen hat der VerkehrSaus- fchuß in Frankfurt in öffentbicher Versammlung den RückWitt des Präsidenten und seiner Vertreter verkündet. Der Verkehrsausschuß- sührer Hertel sagte am 14. Oktober vom Baiion der„erstürmten" Eisenbahndirektion, daß die Arbeiterschaft diese Machtprobe siegreich bestanden hal>e. Nun gelte es einen neuen Vorstoß; darüber werde eine Versammlung stattfinden, die auch den Rücktritt des Präsidenten verlangen werde. Unterstaatsfeiretär Genosse Graes ist nach Frvickfurt ge- Filmfabrikanten, Lichtspieltheaterbefitzer und Mitgliedern des Aus- schusses zusammenfetzen. Weiter ist in Aussicht genommen, im Einvernehmen mit den Lichkbildtheaterbesitzern eine freiwillige Kontrolle der Kinos dahin zu organisieren, ob Jugendliche unter 16 Jahren sich unter den Besuchern befinden. Für diesen Ueber- wachungsdienst haben sich bereits eine sehr große Zahl geeigneter Personen zur Verfügung gestellt. Die zuständige Stelle des Polizeipräsidiums steht diesen Be- strebungen sympathisch gegenüber und auch die Lichtspieltheater- besitzet selbst dürften sie— so wird in dem Ausschutzlager erhofft — im eigenen Interesse Wohl unterstützen. Wir werden ja balh sehen, in welcher Weise das übermächtig gewordene Filmkapital versuchen wirb, sich mit dem Ansinnen abzufinden, sein Ziel, un- gehemmt Rie-senprofite einzuschaufeln, hinter volksethische Pflichten rückwärts zu konzentrieren. Es ist praktisch» sich von vornherein auf pfiffige und heftige Widerstände gefaßt zu machen. Die Aus- spräche, die neulich stattfand, zeugte davon, daß dieses Kapital den Absichten des Ausschusses mit recht vollendeter Verständnislosigkeit gegenübersteht. Zurzeit haben die Berliner Filmkapitalisten von ihrer Position noch nichts geopfert. Alle Groß-Berliner Pläne be- finden sich gegenwärtig noch im Stadium unverbindlicher Vorbe- sprechungen unter den Interessenten und es sind auch eine Reihe von Bedenken gegen die praktische Durchführung dieser Maßnah- men geltend gemacht worden. In nächster Zeit wird der Groß-Berliner Ausschutz für die Be- kämpfung der Schundliterahxr eine große Jugendversamm- l u n g einberufen, zu welchem Zwecke der Ausschuß sich mit den Jugendorganisationen aller Parteirichtungen in Verbindung setzen wird. « Der neue Wegener-Film. Paul Wegen«? mit Spannung erwarteter neuer Film«Der Galeerensträfling" rollte Freitag zum erstenmal im U.T. Kurfürstendamm über die Leinwand. Wegener ist bekannt als Bahnbrecher auf dem Gebiete des Films. Er ist der Schöpfer eines eigenen Stiles, der in seiner Weiterentwicklung vielleicht einmal der künstlerische Stil des Filmes schlechthin wer- den wird, insofern als er auf den in der Filmtechnil liegenden, ganz besonderen, phantastischen spukhaften Möglichkeiten beruht. Auf dieser Bahn bedeutet Wegeners letzter Film, wenngleich er sich uns als„Phantastischer Film" präsentiert, keinen Fortschritt. Was in ihm vorgeht, daS sind alles höchst reale, als Tatsachen mög- liche Ereignisse, denen freilich mit dem ganzen Apparat de? modern- sten'szenischen, schauspielerischen und photographischcn Filmkönnens zu Leibe gegangen wird. Wegener hat auS Balzacschen, vor allen» dem Roman„Vater Goriot" entnommenen Motiven eine spannende, manchmal leider etwaS stark inS Kinoromantische, mit psychologischen Unwahrschein- lichkeiten rechnende Handlung aufgebaut. Mit zu dem Stärksten, was bis jetzt überhaupt im Film geschaffen ist, gehört zweifellos die Ginleitung, die„im Bauch der Galeere" spielt und in Bildern von einem fast brutal wirkenden Realismus und einer tiefen Eindring- lichkeit und Schönheit die Leide» der Galeerensträflings schildert. In den späteren Akten ist dann das Balzacjche Milieu der Empire- zeit in Dekoration, Kostüm und Gestalten ausgezeichnet getroffen. Besonder» gut gelungen find die bei Rembrandtbeleuchtung gedrehte» fahren, um sich zu unterrichte». Sein- Absicht war nicht, urik dem Verkehrsausschuß zu c>erd-r>ri<>!n. Kr hat sich deshalb auch hierfür keinerlei Vollmacht von der Reicht oder Staat»rrgiorung ausstellen lassen. Graes hat»iL voNevr Reche a» die spitze seiner Ausführungen die Forderimg gestellt, dt««tr-äfenten Beschlüsse ebenso formell zurückgenommen!r>erS«n»üfttw. wie si-«faßt wären. Es können von keiner Seite ierd iu«rr fenuat Ilinstünoen geduldet werden. daß in das ausichlicßlich» Siech; de: StaatSregierung, die leitenden Beamten enizn fitzen mo abzuberufen, eingegriffen wird. Damit würde besonders des der Staat Sdahnverwaltung und noch dazu in der jetzigen kritischen Zeit jede Sicherung des wichtig- sten Betriebes preisgegeben. Ebenso verhängnisvoll sind die Beschlüsse des VerkehrSaus- schusses gegen den Allgemeinen Tifenbabnerverband, die diesen Verband als„gelben Verband" bezeichrien und seine Mitglieder zum Austritt zu zwingen suchen durch die Drohung, daß sie sonst ihre Arbeitsstelle verlieren würden. Denigegerniber ist es hoch anzu- erkennen, Nitz die Führer der Gewerkschaften selbst in Anbetracht des Ernstes der Zeit den Gedanken erwägen, in den Betrieben eine Art Burgfrieden zu erklären, um die ungestört« Arbeit und die Ruhe in den Betrieben zu sichern. Der Verkehrsausschuß in Frankfurt ist eine wilde politische Vertrriung, die nur einen Bruchteil der Arbeiterschaft hinter sich bat. Etwa die Hälfte seiner Mitglieder sind überhaupt nicht Eisen- bahncr. Hertel ist früher Borsitzend« de» Frankfurter Zentral- rats der Eisenbahner gewesen und von ihn: stammt das drohende Wort:„Wer die Eisenbahn besitzt, hat die Hand an der Gurgel des Staates." � Zu der eigentlichen Forderung des VerkehrSmrsschusses, cm den Präsidialsitzungen öeratenid und mitbestimmend teilzunehmen, hat die Regierung bisher nicht Stellung gsnommon. Sie wird dies erst tun, wenn in öffentlicher Versammlung die Absetzung der Be- amten widerrufen und der BerkehrSausfchuß seine Verrusserklärung gegen den Allgemeinen Eifenbahnerverbaird formell zurücknimmt. Inzwischen hat nun eine Vollsitzung der Eisenbahn- arbeiteransschüsse und Arbesterräte Gi'oß-Frankfurts mit allen gegen 4 Stimmen eine Entschließung gefaßt, in der es heißt:„In der Voraussetzung, daß alle Vertreter der Ver- waltung gewillt sind, in Zukunft in loyaler Weise mit den Vertretern der Arbeiterschaft zusammenzuarbeiten, verpflichten sich die Versammelten, bei ihren Mandatgebern dafür ein- zutreten, den Beschluß der Versammlung vom 14. Oftober, betreffend die Entfernung der Herren Stapff, Lübke und Straßburg, rückgängig zu machen. Die Vertrauensleute und Ausschußmitglieder betonen, daß sie für ideelle Forderungen mit gewerkschaftlichen Mitteln kämpfen. Der Kampf gilt nicht einzelnen Personen, sondern dem System. Eine Anfrage. Die Unabhängigen bezeichnen bekanntlich dfi Technische Not- Hilfe als eine Streikbrecherovganisation. Unser Hinweis auf die Gefahren, die im Falle«ener Lahmlegung der Elektnzrtätswerfe den Patienten in den Krankenhäusern drohen, an donen drin- ig ende Operationen vorzunehmen sind, wird wohl auch als „Mätzchen" und„Belanglosigkeit" von der„Freiheit" wnd ihrem Anhang abgetan. Wir richten daher hiermit an die Professoren Rott er und Bier die Anfrage, ob es ihnen angenehm wäre, wenn mitten in ein« Operation, die sie möglicheoweifi gezwungen fitn könnten im Hedwigs? ranke nhaus cm dem schtoeckranken Abgeordneten Hugo Haase vorzunehmen, das Sich» ausginge? Und falls dieses nach wenigen Sekunden durch da» Eingreifen der Tech- irischen Not Hilfe Wied« einsetzen würde, sie sich m Verwünschungen gegen die„Streikbrocherorgamsoitwn" des.Mörder» NvSke" ergehen würden? Wir fragen ferner, ob vom ärz blichen und vom menschlichen Standpunkt aus in solchen Fällen nicht alle Krankm ein gleiches Recht auf Erhaltung ihre» Lebens und auf Schutz durch die Ne» gierung besitzen? Endlich ob die bange Sorge«iner vor dem Ope- rationsziinmer irgendeines Krankenhauses ivartende Arbeit« stau nicht dasselbe Recht auf Erhaltung des schioer bedrohten Lebens ihres Mannes hat, wie die Verwandten eines Arbeiterführers? Szenen im Verbrecherkcller, in dem jeder einzelne Darsteller ein Typ ist. Glänzend ist die schauspielerische Leistung Wegeners, des Ver- brecherkönigs, aufgebaut auf ein« geradezu monumental wirkenden Mimik. Von ein« rührenden, fremdartigen Schönheit ist die von Ernst Deutsch verkörperte Gestalt seines Miffträflings, des korsischen CisersuchtSmörders. Lyda Salmanowa und Paul Hartmann als Liebespaar, Else Berna, Sophie Pagay sowie alle übrigen Mit- wirkenden bieten gute abgerundete Leistungen. Volles Lob verdienen Regie, Ausstattung und die photographische Aufnahme. //. �6. Das Kino als Sache der Volkspflegr. Im städtischen Verwal- tungsauSschuß zu München ist ein Antrag durchgegangen, der prin- sipiell die Kommunalifierung der bS Münchener Kinvtheader er, rlärt. Bis es so weit sei, soll die Luxussteuer für Kinos verdoppelt w«den, die gegenwärtig der Stadt 1 394 006 M. einbringt. Aus dieser Steuer allein kann man auf die Einnahmen der 58 Kino- Herren einigermaßen schließen. Selbstverständlich erheben nun sie eine gewaltige Agitation. Ab« nicht nur sie. In den Pretzerörte- ru ngen werden alle wirklichen und angeblichen Schwierigkeiten der„Kommunalisierung" mit besorgtesten Mienen hin- und her- gewendet, auch an solchen Stellen, die sich sonst über den„Sau- stall" der gegenwärtigen Kinowirtschuft einigermaßen offtn äußern. So berichtet Ferdinand AvenariuS im„Kunftwart" über diese München« Vorgänge. Er sagt, er erwähne das als ein Beispiel dafür, wie wenig die Ford«ungen der Sache den Men- schen noch bewußt sind, und dann prägt« folgende Sätze: „Das Kino ist eine Sache der Volksbildung, der Volksgesundheit, der Volkspflege, genau ebenso wie die Volksschule eiue ist, und es ist ebenso unsinnig, wenn man ein Kino aus möglichst hohen Profit leitet, wie wenn ein Jxbelie- biger eine Schule aufmachen und sie auf möglichst hohen Profit leiten wollte.„Volkswirtschaft mit Geistesgut I"— wann endlich wird man dies« Forderung tu ihrer alles geistige Leben erfassenden Bedeutung begreifen?" Dies« sehr treffenden Sätze können als ein Lchtspruch voran- stehen in dem Kampfe, der jetzt in Fluß gerät./ Von Büchern Wilhelm Raubes, dies«? großen deutschen Er- zähl«?, sind nicht weniger als fünfviertel Millionen in den letzten fünf Jahren verbreitet worden gegen nur eine Viertel' Million in den vorhergegangenen fünfzig Jahren. So wurde fest- gestellt auf der Haupttagnng d« Gesellschaft der Raabe-Freunde. die eben stattgefunden hat. Wer sich den Dichter erobert hat— manchem gelingt das nicht sogleich— der weiß, daß festigende Wirkungen ausgehen von seiner Erzählerkunst, die auf dem Grunde eines tiefin, gütigen, weisen Lebenshumors ruht. Mutter und Uind. Der Verein iür Volksbygicne Groh-Berlin(e.V.) veranstallct im Bürgeriaal des Ralhauses, Eingang Könizstrake, eine Reihe unentgeltlicher Vorträge. Zunächst spricht am LS. Oktober, S Uhr abend», Bros. Dr. Franzi„Die Pfleg« von Mutter und Kind vor und»ach der Geburt". Knut-Hamsun>Abe«d. Friedrich Mo est liest am LS. Oktober, abd». 7'/, Uhr, in der Rclcherschen Hochschule, Fasanen str. 38, Novellen de» diesjährigen NoSelpreiS-TrägerS Knut Haminn. Der Berliner Acrztc-Ebor(Dir. Dr. Kurt Singer) veranstaltet am 23. Oliober in der Hochschule sür Mnii! ein Kouzcrl zum Beilen der Hinterbliebenen gesallencr Aerzte Groß-Berlin»:„Schiltsalslieo" von Brahms, „Schicksal und Mensch" Ode v. Rath. Wesendonh Musik von Slernseld, »Prometheus" v. gsszt, Nr. 535 ❖ 36. Jahrgang 1. Seilage öes vorwärts Sonntag, 1�. GktoberlHIH Deutsche Nationalversammlung. 102. S t tz u n g. Sonnabend, den 18. Oktober, 1 llhr, Am Regierungstisch: Schlicke. Das Haus ist ganz schwach besetzt.. Das Reichsarbeitsminifterium. Abg. Müller-Potsdam(Soz.): Das Reichsarbeitsmimsterium hat manche Ersolge zu der- zeichnen, doch, sind bei seinen Arbeiten allzuoft Einflüsse von äugen zu merken Das BetriebsrStegesctz lägt allzulange auf sich warten. Wir werden daraus sehen, daß der Eintritt der Demokraten in die Regierung keine Vcrschandelung des Gesetzes zur Folge hat. Auch die Vorlagen über die Bezirksarbeiterräte und den Reichsarbeiter- rat hätten früher vorgelegt werden müssen. Von einer Zwangs- weisen Ablösung der Invalidenrenten bis zu LS Prozent raten wir ab. Man soll, wie bei den Unfallrenten, den Rentenempfängern die Freiheit lassen, zu erklären, ob sie sich abfertigen lassen wollen. Die Umgestaltung der Reichsversicherungsordnung ist notwendig. Die Sparsamkeit darf sich nicht gegen die Rentenempfänger richten. Wir bedauern, daß die Unabhängigen den Antrag auf Kommu- nalisierung des Hcilwesens dadurch zu Fall gebracht haben, daß sie sofortig« Annahme ohne Ausschußberatung verlangten. Die Verficherungsanstalten müssen in die Lage gebracht werden, den an� sie gestellten Forderungen gerecht werden zu können.(Leb- haster Beifall bei d«n Sozialdemokraten.) Abg. Tremmel(Z.): Eine der wichtigsten Aufgaben ist die Schaffung eines Arbeiter-, Beamten- und Angcstelltenrechts. Zur Bekämpfung des Terrors müssen wirksame Mittel zur Verfügung gestellt werden. Wir lehnen jede Diktatur oder Gewaltherrschaft ab, ob von rechts oder links.(Sehr richtig!) Abg. Frau v. Gierke(Dnatl.): Das Arbeitsministerium soll kein Ministerium für die Arbeiter, sondern für die Arbeit sein. Man geht den schwersten Problemen mit Ueberstürzung(!) zu Leibe, fix aber schlecht. Man kann nicht groß reinemachen, wenn das Haus brennt. Di« Schulpflicht muß bis zum 15. Lebensjahr heraufgesetzt werden, der Besuch des Fortbildungsunterrichts für Jugendliche beiderlei Geschlechts obligatorisch sein. Reichsarbeitsminister Schlicke: Die sozialistische Regierung kann nicht sogleich das gut machen, was fünf Jahre verdorben haben. Die Enttäuschungen, die Ent- behrungen, dar seelische Druck des fünfjährigen„Stahlbades" haben das deutsche Volk verdorben. Bei der Neuordnung des Arbeitsrechts wird ein Ausschuß zur Vorlberatung der Vorlage gebildet, zu dem sachverständige Mitarbeiter, Frauen wie Männer, herangezogen werden sollen. Einzelne Materien müssen aber vorweg genommen werden: Die Einrichtung von Arboitsnachaveisen. die Arbeitsvermittlung und dle Arbeitsversicherung. Eine Reichszentrale für Arbeitsvermittlung mutz schleunigst in Gang gesetzt werden. Die Erwerbslosemmderstützung kann nur durch eine ftreuge Kontrolle abgebaut werden, aber gleichzeitig müssen Ginzelstaaten und Ge- meinden viel mehr für die Beschaffung von Arbcitsmöglichkeiten sorgen. Es ist beabsichtigt, Wintcrbrihilfen für besonders bedürf- tige Arbestslose für die Monat« November bis März einschließlich zu gewähren. Ich bekämpfe jeden Terror, doch steht mir leider keine Exekutive zu. Die Einzelregierungen haben es oft an der nötigen Energie fehlen lassen. Ein Neuaufbau deS Schlichtungswesens ist in seinem ersten Entwurf ferfig und wird demnächst vorgelegt werden. Die Wahrung des KoalitionsrcchteS muß den Betriebs- raten überwiesen werden. Für die Tarifverträge müssen künftig Lebenshaltung und Lohnstatistik die Grundlage bilden. Eine um- fassende Remsion der Reichsversicherungsordnung ist vorgesehen. Die soziale Kriegsbeschädigten- und Hinterblrebenenfürsorge ist Ausgabe des Reichs unter Mitwirkung der Länder. Am 1. Ok- tober ist das gesamte militärische Versorgungs- und Sanitäts- wesen dem Reichsarbsitsministerium angegliedert worden. Das BersorgungSwcsen steht vor dem Zusammenbruch. Der alte Orga- nisationskörper muß durch sozialen Geist belebt werden. Die An- sovdenmg von 200 Millionen für die Heeres- und Marine- lazaoett« und von 70 Millionen für die Heeres- und Marinever- sorgung mag hoch erscheinen, sie beruht aber lediglich aus Schätzun- gen, die ich nicht nachprüfen konnte. Auch hier ist langsamer Ab- bau vorgesehen. Dringend nötig ist die Neuregelung des BcrsorgungSwescaß für Offiziere, Mannschaften, Hrnderbliebene usw. Roch in diesem Winter wird eine Vorlage kommen. Die Frauenarbeit muß im Interesse der Gefundheit und Bevölkerungspolitik neu geregelt werden. Ich beabsichtige darüber und über die weitere Anstellung von Frauen in öffentlichen Diensten mit Vertretern von Frauen- vereinen eine Konferenz abzuhalten. Um hiß Uhr erteilt Präsident Fehrenbach dem Abg. Eichhorn (U. Soz.) dem früheren Berliner Polizeipräsidenten, das Wort. Darauf verlassen die wenigen im Saale anwesenden Abge- ordneten mit dem Minister uno seinen Gehcimräten den Saal. Im Sitzungssaal verbleiben nur noch 6 unabhängige Abgeordnete, 2 Regievunyskoinmissave tmd der sozialdemokratische Vizepräside at Löbe. Abg. Eichhorn(U. Soz.): Ich weiß nicht, aus welchem Grün- den man den Saal verläßt. Wenn das ein Protest gegen meine Person sein soll, so ist das eine sehr kindische Maßregel.(Zurufe der U. Soz.: Albernheit! Dummhert!) Ich rede nun zu meinen Parteigenossen und zur breiten Oesfentlichkeit. Will man Protest erheben gegen meine Tätigkeit als Berliner Polizeipräsident, so stelle ich fest, daß ich nur meine Pflicht als revolutionärer Arbeiter getan habe. Tie Verleumdungen und Beschimpfungen, die man mir nachgesagt hat und die durch die Flucht aus dem Hause unter- strichen werten sollen, sind erbärmliche Lügen und werden nicht zur Wahrheit dadurch, daß man sie von der Pressetribüne aus durch Zwischenrufe unterstreicht, was der Präsident absichtlich über- hört. Präsident Fehrcnbach verbittet sich entschieden diese Bcmer- kung.(Wir begrüßen es, daß die Herren Unabhängigen jetzt für Ni ch t e i n m i s ch u n g der Tribünen sind. Red.) Abg. Eichhorn(U. Soz.): Die jetzige Regierungspolitik ist dar- auf eingestellt, die Kapitalistenherrschaft zu stärken. Minister Schlicke hat es auch für angebracht gehalten, sich zu entfernen, er hat mich damit beleidigt und da ich Abgeordneter bin, auch das Parlament. Er war einmal Arbeiter und stand an der Spitze einer großen Arbeiterorganisafion, aber er ist darin unmöglich ge- worden und mußte den Vorsitz abgeben. Jetzt ist er Minister in einem bürgerlich-kapitalistischen Klassenstaat. Es wird noch so weit kommen, daß jeder Streik verboten wird.(Bruder Lenin hat die Todesstrafe darauf gesetzt. Red.) Angesichts der Verhältnisse, unter denen ich hier spreche, will ich darauf verzichten, auf alle Einzelheiten des Etats einzugehen. Der Redner behandelt den Achtstundentag und das Problem der Arbeitslosenversicherung. Die Arbeiter werden sich nicht zu geisfigen Heloten machen lassen. Um Uhr ist die Rede beendigt. ES treten nur wenige Ab- geordnete wieder in den Saal, darunter die Unabhängigen Wurm und Cohn. Abg. Henke(IL Soz.) bezweifelt die Beschlußfähigkeit deS Hauses.(Heiterkeit.) Montag, 1 Uhr: Weiterberatung Reichsschatzministerium. Schluß: 5% Uhr._ 1 4. Generalversammlung des Deutjchen Netallarbeiterverbanöes. Stuttgart, 18. Oktober. Schluß des 5. Verhandlungstages. In seinem Schlußwort brachte Reichel dem Verbandstag einen Abschiedsbries Schlickes zur Kenntnis und führte aus: Schliche stand an der Wiege des Verbandes und war sein geistiger Führer. Die Gerechti-gikeit gebietet, ihm bei seinem Scheiden den ungeschmälerten Dank des Verbandes zum Ausdruck zu dein- gen. Bei aller Meinungsverschiedenheit sind wir wohl alle � einig in der Ueberzeugung, daß Schlicke stets nur das Beste für die Kol- legenschast getan hat. Wir wollen hoffen, daß die Bande, die unS bisher mit ihm verbanden, auch für die Zukunft aufrechterhalten bleiben.(Allgemeines Bravo!) Diesen Ausführungen schlössen sich Danksagungen des Vor- sitzenden Brandes sowie Dißmanns und Haas an. Man schreitet nunmehr zur Abstimmung über einen Antrag Dißmanm, der eine Konnniission zur Ausarbeitung eines Wahl- reglenvents, die dem Verbandstag zur Beschlußfassung Bericht er- statten soll, einsetzen will. Haas dringt nach hartem Kampf mit seiner Ansicht, daß dieser Antrag ein« Statutenänderung bedeute und daher eine Zweidrittelmehrheit erfordere, durch. Der Antrag wird abge- lehnt. Von einer Nachtsitzung sieht der Verbandsdag äb, da beide Frakfionen wichtige Sitzungen abhalten müssen. 6. Vcrhandlckngstag. Die heutige Sitzung begann mit einem Referat Zerchnickes über die Arbeitsgemeinschaften und die nächsten Aufgaben unserer Organisation.» Er führte aus: Die Grundsätze, die bisher in unserem Gewerk- schaftsieben galten, kommen in den Satzungen der Avbeitsgemein- schaften zum Ausdruck. ES ist höchst sonder bar, wenn die Berliner in einer Resolution von„gemeinten Verrat" sprechen. Wenn be- hauptet wird, die Arbeitsgemeinschaften seien im November geschaffen worden, um die Revdlufion abzuwürgen, dann stelle ich fest, daß der jtvllege Schlicke im Einverständnis mit dem Vorstand und dieser im Einverständnis mit dem erweiterten Beirat bereits seit 101S mit den Unternehmern verhandelt hat. Redner wendet sich dann scharf gegen die besonders von den Ber- linern gegen den Verbandsvorstand erhobenen Vorwürfe: er habe durch die Arbeitsgemeinschaften die Arbcite-rschast verraten. Der fundamentale Unterschied zwischen den Arbeitsgemeinschaften und dem Rätesystem nach Richard Müller besteht darin, daß wir alle sozialen und wirtschaftlichen Fragen, alle bisherigen Gewerkschafts- aufgaben zwischen den Organisationen gemeinsam durch paritätisch zusammengesetzte Kommissionen be- raten wollen, während Müller die Unternehmer ausschalten und die Parlamente beseitigen w-ill. Müller verzichtet aus das Recht der gemeinsamen Zusammenarbeit. Wir wollen aber kollektive Vertretung der wirtschaftlichen und politischen Interessen. Die Arbeitsgemeinschaften bedeuten die Anerkennung der Gewerkschaften als gleichberechtigte Faktoren bei der Festsetzung der Lohn- und AribettSbedingungcn. Diejenigen, die glaubten, am 9. November habe mit der politischen auch die soziale Revolufion gesiegt, befinden sich in großem Irrtum. Der Kapitalismus ist noch nicht zusammengebrochen. Selbst Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht waren der Auffassung, daß die kapitalistische ProdukfionSweise nur durch, eine Welt- revolution beseitigt werden kann. Es ist ein Grundirrtum, wenn man annimmt, das deutsche Proletariat kann allein die sczialisierte Wirtschaft durchsetzen. Die Parlamente sind allein nicht geeignet, Entscheidungen über das Wirtschaftsleben zu fällen. Durch Dekret kann man zwar enteignen, aber damit ist noch nicht der Sozialiönrus durchgeführt. Denn durch Dekret läßt sich weder Herz noch Hirn in den Besitz der Allgemeinheit überführen. Wir streiten uns heute über die Verwirklichung deS Sozialismus. Durch eine kräftige mit Phrasen geschwängerte Rede, lieber D iß mann, kann man ihn nicht durchsetzen.(Sehr richtig! bei der Minderheit.) Unsere Erziehung zur Arbeit und unser Weg werden sicher zum Sozialismus ftihren. Wer eine feste Basis hat und keine Wetterfahne ist, wird sich durch Phrasen nicht betören lassen. Bei den wirtschaftlichen und politischen Kämpfen kommt es der Masse heute leider nicht so sehr aus die Verteidigung von Grundsätzen, wie auf Erfolge an.(Zuruf: Noske!— Gelächter bei der Minder- heit.) Die Arbefisgemeinschaften sind kein Mittel zur Verwässe- rung des Klassenkampfes, sondern zur Leistung praktischer Gegen- wartsarbÄt. Redner kommt dann auf die große Bedeutung der Entscheidung des Verbandstages in der Frage der Arbeitsgemein- schaft zu sprechen und zieht dabei einen Artikel der„Freiheit" heran, der im Falle der Ablehnung der Arbeitsgomeinschasten den Austritt des Verbandes aus dem Gewer kschafts- bund als notwendige Folge-bezeichnet.(Zwischenruf: Das wollen wir nicht!) Unser WirtschaftÄörper tst schon darum nicht reis zur Soziali- sterung, weil das Volk geistig noch nicht dazu reif ist. Eine Diktatur des Proletariats würde nur die Diktatur eines Teiles des Proletariats über den anderen sein. Das Proletaviat in seiner Gesamtheit aber, sein Drängen nach Solidarität und ge- mreinsames Handeln wird dabei den kürzeren ziehen. � Wir kämpfen nicht um des Kampfes willen, sondern um die Erreichung unseres Zieles. Wenn aber, wie Schlicke in seinem Abschiedsbvief sagt, das W o r t die Macht über die Tat erlangt, dann können wir noch lange auf seine Erreichung warten. Gehen wir daher den Weg Wetter, den der Vorstand bisher mit den Instanzen des Verbandes gegangen ist— nur so werden wir arbeiien im Interesse und zum Wohle unseres Landes und-der Arbeiterschaft.(Stürmischer Bei- fall bei der Minderheit.) Msdann erhält als Korreferent Richard M ü Her das Wort. Sein« zweieinhalbstündigen Ausführungen, während der Müller den Abschluß der Arbeitsgemeinschaften als Verrat am Pro- l e t a r i a t und die Betriebsräte in ihrer jetzigen Form als Gen. darmen der Unternehmer bezeichnet,� finden ihren Niederschlag in einer langen Erklärung, die u. a.-besagt: Die Nove-mberrevolufion hat der deutschen Arbeiterklasse die Befrci-nng vom kapitalistischon Joch nicht gebracht. Beim Ausbruch der Revolution versuchte die kapitalistische Gesellschaft, durch straffen Zusammenschluß ihre Kräfte und deren rücksichtslose Ein- setzung im wirtschaftlichen und politischen Kampf, ferner durch Dien stbarmachung der polittschen und militärischen Gewaltmittel die Arbeiterschaft zu»oillenlos-en Ausbeutungsobjekten herabzu- drücken. Dieses Bestreben der kapitalistischen Gesellschaft hat die von jeher bestehenden Klassengegensätze und die dadurch bedingten Klassenkäinpfe ins Unerhörte gesteigert und sie mehr und mehr zu rernen Machtkämpfen zwischen Arbeit und Ka- p i t a l auswachsen lassen. Diese Klassengegensätze und Klassen- kämpfe durch Schaffung von Arbetisgemetnschasten zwischen Ar- beit und Kapital zu überbrücken, ist ein Versuch, der nur Ver- wirrüng in die Reihen der Arbeiter trägt und den erforderlichen Klassenkampf unterbinden muß. Die Anbriterschast ist gezwungen, den Kampf um die Produttionsmittel, den Kamps um die Beseiti- gung des Kapitalismus mit aller Schärfe fortzuführen. Dieser Kampf ist ein wirtschaftlicher und zugleich ein politischer Kampf, der von der Arbeiterschaft in erster Linie durch Verbesserung ihrer Arbeitskraft geführt werden muß. Das Proletariat Deutsch- lands hat sich Partei- und GewerkschaftSorganisation-en geschaffen, die auf dem Boden des Klassenkampfes standen. Diese Organi- sationen genügen heute infolge der durch den Krieg und die Re- Volution geschaffenen ivirtschaftlichen und politischen Verhältnisse nicht mehr. Die gewerkschaftlichen Organisationen müssen sich zu gewaltigen JnduDüieverbänden zusammenschließen, um dadurch zum Fundament eines sich organisch entwickelnden Rätesystems zur wirtschaftlichen Betätigung zu werden. Dieses Rätesystem muß alle Kräfte des werktätigen Volkes sowohl zur Erkämpfung des Sozialismus vereinigen, wie auch gleichzeitig alle Borbereitungen zur Uebcrnahmc der kapitalistisch-en Wirtschaft und deren Ueberleitung zum sozia- listischen Gemeintvesen treffen, um sich dann selbst zu einem das ganze Wirtschaftsleben tragenden Organismus fortzubilden. Am Schlüsse fordert die Erklärung von der Generalversamm- lung die Ablehnung der Arbeitsgemeinschaft mit den Unternehmern und Anerkennung des durch die wirffchaftfichcn Kämpfe erforderlichen Per Handelns. Der Vorstand soll ermächtigt werden, sofort die erforderlichen Vorbereitungen zur Schaffung eines alle Hand- und Kopfarbeiter der Metallindustrie erfassenden I n- dustrieverbandes zu treffen und zu diesem Zweck die not- wendigen Verhandlungen zu pflegen. Eine von der Minderheit eingereichte Resolution spricht die Ueberzeugung aus, daß die Erkämpfung der.wirtschaftlichen Frei- heit nur durch den weiteren Gebrauch der alten und bewährten Kampfmittel erfolgen kann. Die Ablehnung der Arbeitsg-emeinfchaft-en würde die Beraubung der Arbeiterschaft um die Möglichkeit zur Besserung ihrer Lage-bedeuten. Ferner a#cd die Einordnung des wirtschaftlichen Rätesystems in den Rahmen der Gewerkschaften gefordert. In der Nachmittagssitzunig wird nach Erledigung einer von der Beschwerdekommission nachgesuchten Entschei-dung die Aussprache über die beiden Referate eröffnet. Es erhalten wieder abwechselnd die Vertreter beider Fraktionen das Wort. Nach kurzer Debatte und dem Schlußwort kommt man zur Abstimmung. Der Sankerott öes„rechtmäßigen revolutionären vollzugsrats". Das Tischtuch ist zerschnitten. Mit der unverfrorenen Frechheit ungezogener Lausbuben haben die Kommunisten den Unabhängigen den. Stuhl vor die Türe gesetzt, und Ernst Däumig kann nun das zurückgebliebene Häuflein seiner Getreuen nach der alten Ber- Huer Weise dirigieren:„Mang uns mang ist keener mang, der nicht mang uns mang gehört." Die Geister, welche sie gerufen, die sind sie nun wieder los, wenigstens aus dem Vollzugs-rat und der Vollversammlung der sogenannten revolutionären Arbeiterräte. In den Betrieben jedoch sitzen sie ihnen in den Nacken und die Ruten, welche sie sich auf den Rücken gebunden, werden ihnen bald Hören und Sehen vergehen lassen. Es mußte ja so kommen, und es ist gut so, daß die Pleite der Propheten des„u n v c r- fälschten R ä t e s y st e m s" in ihrer Lächerlichkeit gerad»zu groteske Formen angenommen hat. Die Vollzugsrat-Gewaltigen, welche vor weniger als Jahresftist in verstiegenem'Größenwahn als Diktatoren die Geschicke Deutschlands leiten wollten, buhlen, betteln und flennen die Kommunisten an, ja doch nur Freundschaft und Einigkeit, wenn auch nur scheinbar, zu halten. Doch halten wir uns an die Berichte der„Freiheit". In der Nr. 474 vom 30. September wird über eine Fraktionssitzung der U.S.P.-Arbeiterräte berichtet. Gegenstand der Tagesordnung war: Gewerkschaft— oder Betriebsorganisation. Einleitend heißt es: Rich. Müller gab eine kurze Darstellung der Differenzen, die in dieser Frage zwischen Kommunisten und Unabhän- gigsn herrschen. Ferfig, mehr braucht davon der bedauernswerte „Freiheit"-Leser nicht zu erfahren. Die Drahtzieher dachten viel- leicht hinter den 5wlissen den endgülfigen Bruch noch einmal zu vertagen. Doch es kam anders! In der Vollsitzung am Dienstag. den 7. Oktober, ging die ganze revolutionäre Herrlichkeit in die Brüche. Umsonst beschworen die Maltzahn und Neumann ihre bis- her so lieben Freunde, die sogenannte Einheitsfront des re- volufionären Proletariats nicht zu zerbrechen. In der vorgelegten Entschließung, in der es heißt:„Die Frage„Betriebsorganisation oder Gewerkschaften" darf keinen Anlaß zu Differenzen der Ar- beiterschaft geben", gingen die Unabhängigen bis zur Selbstver- leugnung ihrer ganzen Grundsätze, sofern sie überhaupt noch welche besitzen. Es half nichts, die Kommunisten verlangten die Aufhebung aller Beschlüsse, die von den Arbeitern und Angestellten die Zuge- Hörigkeit zu«mer Organisation verlangen. Durch dieses kaudinische Joch konnten die Unabhängigen denn doch nicht kriechen und so wurden sie im Saal sich selbst überlassen. Sehr komisch mutz es nun wirken, wenn die„Freiheit" die Spaltung,„durch welche in einer so wichfigen Frage, die den Lebensnerv deS revolutionärem Proletariats ausmacht, Klarheit geschaffen wird", begrüßt. Sie hat schon einmal, alS Sozialdemokraten und Demokraten, um ihre politische und persöulichc Ehre nicht ganz und gar mit Füßen treten zu lassen, jenen Hans- Würsten den Rücken kehrten, die Trennung begrüßt. Sie wird bald aus dem Begrüßen nicht mehr herauskommen. Aber es dämmert so langsam! Mit eimcmmal macht die„Freiheit" die Entdeckung, daß es sich bei de» Kommunisten um nichts anderes als„Dezen- tralisation, Zersplitterung der zusammengeballten Kräfte des Pro- letariats handelt, daß ihr ganzes Tun und Treiben reaktionär wirkt", daß sie, die Unabhängigen, gegenüber der Verwirrungs- arbett der Kommunisten reichlich Geduid ausgebracht haben. In der„Freiheit" vom Donnerstag ist sogar zu lesen, daß die Kom- munisten in geradezu verbrecherischer Weise mit allen Mitteln für ein Niederbrecken des in der Metallindustrie tobenden Streiks agitieren-. Ja, ist denn das zu verwundern? Ist von diesen früher indifferenten und gelben Elementen denn etwas anderes zu er- warten? Das Streikbrechen war ja zumeist ihr vor- n e h m st e S Metier. Wer sind denn überhaupt diese Rasch, Heinen. Wasilcf, Günter? Sind sie ein Haar besser als jene poli- tisch gerichteten Bergs und Herrfurths? Daß die„Freiheit" so- lange Parteigänger dieser Elemente war, braucht nicht wunder- zunehmen, aber daß ein Ernst Däumig in heilloser Verblendung mit diesen Gestalten die Welt erobern wollte, ist ein Rätsel für sich. In der Wiener„Arbeiterzeitung" vom 7, Oktober zeichnet der Kommunistenführer Dr. Bettelheim, der seine Leute ja kennen muß, eine bestimmte Sorte Koiumunistenhjjgiptlinge folgender- maßen: Die Vertreter des revolutionären Proletariats haben sich mit Ekel von den Strebern, Gaunern, Verrätern und Polizeispitzeln, welche die kommunistische Bewegung in den Kot gczerrt, abgewandt. Bei der Gründung der Part« m" foSe« sich Elemente, welche b-is feßk an den ÄrZeiÄröewegungen niemals teilgenommen haben, hineingedrängt. Eitle verlogene Elemente, die blutige Worte über die Proletarier-Nevolution sprechen, aber zur Zeit der Tat sich seige verstecken, gewissenlose, aber gewandte Elemente, die stets finden, wo man durch Windbeuteleien viel Geld verdienen kann." Und so geht es spaltenlang fort. So im Wien. Und bei uns? Doch langsam scheint endlich die Vernunft sich Bahn zu brechen. Darf man das hoffen, wenn nach dem Bericht der»Freiheit" Ernst Däumig den Kommunisten zuruft:„Daß es sich nicht um große Worte handle, sondern darum, sich mit der harten Wirklichkeit zurechtzufinden. Die gegenwärtige Be- Handlung der Frage sei ein Schulbeispiel dafür, wie eine große Idee durch eine vorzeitige unreife Anwerbung zu Tode gehetzt werde." Alle, welche Anspruch erheben, Sozialdemokraten zu sein, und nicht Ernst Däumig zuletzt, sollen diese Sätze sich zehnmal durch- lesen und danach handeln. Der einst so stolze Vollzugsrat ist bankrott. Selbst wenn es gelingen sollte, den geborstenen Rumpf noch einmal zu kitten. Die U>ee von der Diktatur des Proletariats ist, um wieder mit Däumig zu reden, durch unreife Anwendung zu Tode ge- hetzt. Doch das ist kein Unglück. Ein Unglück ist aber die der- bitterte Feindschaft, mit der sich zwei nicht verstehende Brüder gegenüberstehen. In wenigen Wochen jährt sich der Tag des An- bruchs einer neuen Weltenwende. Die große Zeit, sie fand ein kleines, ach so kleines Geschlecht. Es wird keine Stimmung zum Jostefeiern vorhanden sein. Arbeit, zähe Arbeit und Kampf nach rechts und links wird die Losung auch in den kommende« Rovembertagen sein. Bielleicht ist das gut so. j> Wochenhilfe und Wochenfürsorge. Am 1. Oktober d. I. ist das ans der Initiative der Sozial- demokratischen Fraktion der Rationalvers amm- l u n g hervorgegangene Gesetz über die Wochenhilfe und Wochen- fürsorge in Kraft getreten. Es bringt einen erfreulichen Fortschritt in der Schwangeren-, Wöchnerinnen- und Säu�- lingssürsorge und unterscheidet drei llnterstützungsarten: I. Die Wochenhilfe. Wöchnerinnen, die im letzten Jahre vor der Niederkunft min- destcns sechs Monate hindurch bei einer Orts-, Land-, Betriebs-, Jnnungs-, knappschaftlichen Krankenkasse oder einer Ersatzkasse gegen Krankheit versichert gewesen sind, erhalten als Wochen- Hilfe:« 1. 5 0 M a r k als einmaligen Beitrag zu den Entbindungskosten; 2.«in Wochengeld in Höhe des Krankengeldes, jedoch min- bestens 1,50 Mark täglich— einschließlich der Sonn- und Feiertage— für zehn Wochen; 3. eine Beihilfe bis zu 2 5 Mark für Hebammendienst« mrd ärztliche Behandlung bei SchwangerschaftSbeschtoerden; 4. für die Dauer des Stillens ein Siillgeld in Höhe des halben Krankengeldes, jedoch mindestens 0,75 Mark tag- lich, bis zum Ablauf der 12. Woche. Diese Leistungen dürfen durch die Kassensatzung a u s g e- dehnt, aber nicht verringert werden. Bon dem Wochenge�e khn n die Kasse scbon v or der Niederkunft eine Schwan gerenunter- stutzung bis zu 4 Wdchen zahlen. An Stelle der unter Ziffer 1 und 3 aufgeführten Kostenbeiträge kann frei« ärztliche und arzneiliche Behandlung'und Hcbammeichilfe geivährt werden. Den in der Landwirtschaft beschäftigten und für die Dauer deS Arbeitsvertrages von der Bersicherungspslicht befreiten Wöchnerinnen ist die Wochenhilfe von dem Arbeitgeber zu verabfolgen; leistet dieser die Unterstützung nicht, so hat die zuständige Land- oder Allgemeine Ortskrankenkassc«ufAntragder Befreiten die Wochenhilfe zu gewähren. II. Die Familieuhilfe. Versicherungsfrei« Ehefrauen, Töchter. Stief- und Pflegetöchter der Versicherten, die mit diesen in häuslicher Ge- meinschaft leben, erhalten im Falle der Niederkunft 1. einen Entbindnngskostenbeitrag von 5 0 Mark, 2. ein Wochengeld von 1,50 Mark täglich auf die Dauer von zehn Wochen, 3. eine Schwangereitbeibilf« bis zu 2 5 Mark, 4. für die Tauer des Stillens ein Stillgeld von 0,75 Mark täglich bis zum Ablauf der zwölften Woche. Wochen- und Stillgeld ist bei der Familienhilfe im allgemeinen feststehend, kann aber bis auf die Hälfte des Krankengeldes erhöht werden. Voraussetzung für die Gewährung dieser Leistungen ist, daß die Wöchnerin keiner Versicherung s- Pflicht unterliegt und keiner gesetzlichen Kranken- lasse angehört, daß bei Ehefrauen der Ehemann, bei unver- heirateten Wöchnerinnen der Vater bzw. die Mutter am Tage der Niederkunft oder zurzeit der Hilfsbedürftig- reit während der Sck wanger schaff einer Orts-, Land-, Jnnungs-, Betriebs-, knappschastlichen oder einer Ersatzkasse ange- hören, und daß die Schwangere oder Wöchnerin mit den versicherten Famtlienangehörigen in häuslicher Gemeinschaft lebt. Zur Gewährung der Familienwochenhilfe ist diejenige Kasse ver- pflichtet, bei welcher der Angehörige der Fürsorgeberech- tigten versichert ist. Sind in der Landwirtschaft Be- s ch ä f t i g t e oder Dienstboten von der Versicherungspflicht b e- freit, so hat der Arbeitgeber den versicherungsfreien weiblichen Familienangehörigen der Befreiten, die mit letzteren in häuslicher Gemeinschaft leben, die Familienwochenhilfe aus e i g e- n e n Mitteln zu gewähren. Leistet er die Unterstützung nicht, so ist diese auf Antrag von der zuständigen Land- oder OrtSkranken- lasse zu verabfolgen. III. Die Wochenfürsorge. - Minderbemittelte Wöchnerinnen, für die nach den be- stehenden Vorschriften kein Anspruch auf Wochenhilfe gegeben ist, erhalten auS den Mitteln des Reicks dieselben Unterstützungssätze, die den unter Abschnitt II, F a m i l i« n h i lf e, aufgeführten Per- sonen gewährt wird, mit dem Unterschied, daß sie in diesem F�lle keiner Aenderung unierliegen. �Nur die Entbindungs- und Schwangerenbeihilfe kann durch Gewährung freier Hebammendienste, sowie ärztlicher und arzneilicher Behandlung abgelöst werden. Die Wochenfürsorge wird durch die Allgemeine OrtS- oder Landkrankenkasse geleistet, in deren Bezirk die Wöchnerin wohnt. Voraussetzung für den Anspruch auf Wochenfürsorge ist, daß die Wöchnerin zu dem schon durch die Kriegswochenhilfe ge- zogenen Kreis der Minderbemittelten gehört. Als minder- bemittelt gilt s) eine verheiratete Wöchnerin, wenn ihres Ehemannes und ihr Gesamteinkommen in dem Jahre oder Steuerjahre vor der Entbindung den Betrag von 2500 M., der fich für jedes vorhandene Kind unter 15 Jahren um 250 M. erhöht, nicht über- stiegen hat. h) ein« unverheiratete Wöchnerin, wenn ihr Besamt- «inkommen in dem Jahre oder Steuerjahre v»r»er Nieder- tunft den Betrag von 2000 M., der sich ebenfalls für jedes vor- banden« Kind unt«t*l5 Jahren um 250 M. erhöht, nicht überstieg. Soweit eine unverheiratet« Wöchnerin von dem Bater des Kindes Entbindungs- und sonstige Kosten fordern kann(vgl.§ 1715 B.G.B.), geht der Anspruch auf das Reich in Höhe der von ihm erstatteten Beträge über. DaS gleiche gilt von dem Anspruch der Wöchnerin gegen unlerhaltspflichtige Verwandte. Neben den Verwandten bafko! dem Reich der Veiter des Kindes als Gesamtschuldner(Z Iba). Wöchnerinnen, die einen Anspruch auf Kriegswochenhilfe er- warben haben, siebt diese in unverkürzter Gewährung auch für den Fall der Beendigung des Krieges zu. Für Personen, die während des letzten Krieges dem Reiche Krieg?-, Sanijäts- und ähn- liche Dienste leisteten, hat gemäß Z 3 des Gesetzes die Zeit zwischen dem Kriegsende und der Entlassung und darüber binaus die Zeit bis zum Ablauf der sechsten Woche nach dem Entlassungstage als Kriegsdiensftim Sinne der Kriegswochenhilfe zu gelten. Damit die Leistungen aus der KriegSwochenhilfe den Unterstützungssätzen dieses Gesetzes nicht nachstehen, wird der bisherige Entbindungsbeitrag auf 5 0 Mark, die Beihilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden bis zu 2 5 Mark und die Dauer des Wochengeldbezuges von 3 auf 10 Wochen erhöht. Diese Erweiterung der Leistungen tritt aber leider erst mit der Beendigung des Krieges in Kraft. Wöchnerimren, die vor dem 1. Oktober entbunden worden sind, erhalten erst vom 1. Oktober lvl9 ab das gesetzliche Wachen- und Stillgeld. Steht der Wöchnerin für die Zeit vor dem 1. Ok- t o b e r ein Anspruch nach anderen Vorschriften zu, so wird ihr die Unterstützung bis zum 30. September zu den alten Bestim- mungen verabfolgt. Ist die Bezugsdauer für das Wochen- und Stillgeld vor dem 1. Oktober zwar nach anderen Vorschriften, nicht aber nach den Bestimmnngen des neuen Gesetzes abgelaufen, dann sind der Wöchnerin für den ihr nach diesem Gesetz noch zu- stehenden Zeitraum die Leistungen fortzugcwähren, und zwar wieder bis zum 30. September 1019 noch den früheren und vom 1. Oktober nach den neuen Unterstützungssätzen. Streitigkeiten zwis che n Empfangsberechtigten und Krankenkassen über die Leistungen aus der Wochenhilfe, Familienhilfe und Wochenfürsorge werden von den Versicherungs- behörden gemäß den Vorschriften der Reichsversicherungsordnung ent- schieden. Die Klage ist bei demjenigen Versicherungsamt zu er- heben, in dessen Bezirk die Wöchnerin zurzeit der Klageerhebung wohnt. (In Anbetracht der W ichtigkeit der gesetzlichen Bestimmungen empfehlen wir unseren Lesern, sich den Artikel auszit bewahren.) Eine Verordnung vom grünen Tisth! Nach der Verordnung des NeichSwehrministers vom 20. S. 1919 Nr. 4093/9 19 B 4a erhalten die Heeresangehörigen(Offiziere, Be- amte, Gehalt und Löhnung empfangende Unteroffiziere), soweit sie feit dem 3. 3. 1919 ununterbrochen im Heeresdienst waren, eine einmalige BeschaffungSbeihikfe, und zwar: s) Verheiratete. 1000,— M.\(Löbnung empfangende Unter» d) Unverheiratete. 600,— M./ offutere nur% der Sätze) und für jedes Kind, welches der Betreffende noch zu versorgen hat, 200 M. Die Beihilf« wird in zwei Teilen ausgezahlt, und zwar ist der erste Teil in der ersten Hälfte deS September und der zweite Teil in der ersten Hälfte des Dezember zu zahlen. Alles sehr nett und auch große Freude bei den Beteiligten darob, aber nun kommt die Kehrfeite der Medaille. Es heißt in der Verordnung weiter: 1. Bei der Auszahlung des ersten Teils der Beihilfe sind von dem Betrage von 500 M. bzw. 300 M. die vom 1. 5. bis 2. 9. 1919 erhaltenen 3 M, bzw. außerdem noch 2 M.(Freiwilligen- und Kampfzulage), soweit letztere nicht ausdrücklich vom Kriegsministerium genehmigt ist) abzuziehen. Der Mindestbetrag aber, der ausgezahlt werde» muß, beträgt für den ersten und zweiten Teil der Beihilfe je 100 M. für Verheiratete und 50 M. für Unverheiratete. Dazu kommt dann noch evtl. Kinderzulag«. 2. Bei d'er Auszahlung des zweiten Teils der Beihilfe sind die zu 1 genannten Beträge für die Zeit vom i. 5. bis 2. 12. 1919 zuzüglich des als ersten Teil der Beihilfe erhaltenen Betrages auf den ganzen Betrag der Beihilfe (1000 bzw. 600 M.) anzurechnen. In diesen Abzügen liegt aber das Ungerechte und Wider- sinnige. Denn erstens ist es unverständlich, warum die It. Ge» bührnisordnung zu dem Gesetz über die Bildung einer vorläufi» gen Reichswehr(R.G.Bl. 1919, Seit« 295 ff.) den Heeresangehörigen zugesprochenen Zulagen auf die Beihilfe in Anrechnung gebracht werden, da doch den Zivilbeamten, welche sich immerhin besser stehen al» wie der größte Teil der Heeresangehörigen, keinerlei Abzüge werden. Und zweiitens ist damit vollständig das Gegenteil von dem erreicht, was doch hoffentlich erreicht werden sollte.(ES sollte doch wohl der Verheiratete dem Unverheirateten gegenüber einen Vermögensvorteil von 400 M.(1000— 600 M.) haben. Folgendes Beispiel zeigt aber, daß der Unverhei- ratete dem Verheirateten gegenüber einen Vermögens- vorteil von 450 M. hat. Beispiel. A. Ein verheirateter Gehaltsempfänger des HeereS vom Grenzschutz O st. I. Teil der Beihilfe....(1000: 2) 500 M. davon ab die erbaltene Zulage vom 1. 5. bis 2. 9. 19--- 125 Tage ä'6 M.... 625, es bleibt ihm daher von der erhalt. Zulage(625-500) 125 M. dazu der Mindestbetrag deS l. Teils der Beihilfe, welcher ausgezahlt wird........... 100, Mithin beträgt der Vermögensvorteil deS I. Teils der Beih. 223 M. II. TeilberBeihilfe....... 1000 M. ab die erhalt. Zulagen vom 1. 6.— 80. S. 19 — 158 Tage ä 5 M.--- 765 M.. und vom 1. 10.— 2. 12. 19-- 63 Tage ä 3 M.--- 189 M.. zuzüglich des Betrages, welcher als I. Teil der Beihilfe ausgezahlt wurde(100,— M.) 1054, eS bleibt ihm daher noch von der bereits er» haltenen Zulage(1054-1000 Dl.).... 54. dazu der Mindestbetiag des II. TeilS der Bei- Hilfe, welcher ausgezahlt wird..... 100» Mithin beträgt der Vermögensvorteil deS H. TeilS d. Beih. 154„ Zusammen 879 M. B. Ein unverheirateter Gehaltsempfänger unter denselben Verhältnissen dagegen: I.Teil der Beihilfe....(600: 2) 300 M. davon ab die erhaltene Zulage vom 1. 5. biS 2. 0. 19= 125 Tage k b Dl.... 625, es bleibt ihm daher von der erbaltenen Zulage noch 326 M. dazu der Mindestbetrag deS I. Teils der Beihilfe, welcher ausgezahlt wird......... 50, Mithin beträgt der Vermögensvorteil des I. Teils der Beih. 375 M. II. Teil der Beihilfe....... 600 M. ob erhaltene Zulage vom 1. 6.— 80. 9. 19 ---153 Tage ü 5 M. 765 M., und vom 1. 10.— 2. 12. 19— 63 Tage 4 3 M.= 189 M.. zuzüglich der alS Betrag der I. Beih. aus» gezahlten Summe von 50 M., zusammen also 1004. e» bleibt ihm daher von der erhaUenen Zu» l a g e noch(1004—600 M.)...... 404, dazu der Mindestbetrag des II. Teils der Bei- Hilfe, welcher gezahlt wird...... 50, Mithin beträgt der Vermögensvorteil des II. Teils d. Beih. 454 M. Zusammen 829 M. Demnach hat ein unverheirateter HeereSange- höriger einen Vermögensvorteil von...... 829 M. Tagegen aber ei» verheirateter Heeresangehöriger einen Vermögcnsvorteil von......... 379 ,, Milhin ein Verheirateter weniger 450 M. Es ist doch wohl kaum anzunehmen, daß seinerzeit bei der Be- ratung des Gesetzes solches, wie es das vorstehende Beispiel zeigt, beabsichtigt war. Hier handelt es fich anscheinend wieder einmal um eine Geheimratsarbeit vom grünen Tisch. Verordnungen von derartiger weitgehender Bedeutung, wie die zu Anfang erwähnte, müssen doch wirklich, bevor sie der Oeffentlichkeit zugehen, dahin geprüft werden, ob auch ihre praktische Ausführung möglich und damit tatsächlich der beabsichtigte Zweck erfüllt wird. , Vielleicht prüft die Reichsrpgierung nach, ob nicht dieser Passus betr. die Abzüge auS dieser Verordnung gestrichen werden kann. Denn eine Gewährung von Zulagen und eine spätere Ein» ziehung derselben ist doch unlogisch, verursacht außer bösem Blut bei den Beteiligten noch unnötige Schreibereien und nicht unerhebliche Kosten, welche unserm schon sowieso stark zusammen- geschrumpften Staatssäckel wohl weniger dienlich sind. Darum: RsuS mit den Geheimräten aus der Verwaltung, wenn sie nicht auch praktisch arbeiten können, und dafür Männer mit praktischem Sinn und Verständnis an den Posten! H. E. Oos Wahlalter im Setriebsrategefttz. Ter Nürnberger Gewerkschaftskongreß hat unter Ab» lehnung weitergehender Anträge beschlossen, das aktive Wahlrecht mit dem vollendeten 18. und das passive Wahl- recht mit dem vollendeten 20. Lebensjahre zu verlangen. Die Regierung hat in ihrem ursprünglichen Entwurf diesem Beschluß Rechnung getragen. Der R e i ch s r a t hat dann aber beschlossen, die Wahlberechtigung mit dem vollen- deten 20. und die Wählbarkeit mit dem vollendeten 24. Lebens» jähre eintreten zu lassen. Im Ausschuß der Nationalversammlung be» antragtc die sozialdemokratische Fraktion, in diesem Punkte die Regierungsvorlage wiederherzustellen� Dieser Antrag wurde gegen die sozialdemokratischen Stimmen abgelehnt. Wenn dieser Beschluß in der vorgesehenen zweiten Lesung nicht geändert wird und wenn das Plenum im gleichen Sinne entscheidet, würden also alle Arbeitnehmer bis zum 20. Lebensjahre vom Wahlrecht ausgeschlossen sein. Ein solcher Beschluß wäre außerordentlich bedauer» lich und bedenklich. Die Bürgerlichen führen zur Be» gründung ihres Standpunktes an, daß auch bei den politi- schen Wahlen das 20. Lebensjahr vollendet sein müsse und daß bei den verhältnismäßig weitgehenden Rechten, welche die Betriebsräte erhalten sollten, junge und unerfahrene Leute unter dem 20. Lebensjahr keinen Einfluß ausüben dürften. Solchen jungen Leuten fehle noch die nötige Einsicht und Er- fahrung, die kaum mit dem 20., geschweige /denn mit dem 18. Lebensjahre vorhanden sei. Diese Beweisführung ist nicht stichhaltig. Der Arbeiter— und bei den Angestellten ist es nicht anders— wird in den ersten Jahren nach Entlassung aus der Schule mit dem Ein- tritt ins Erwerbsleben von den Eltern bevormundet. Sie machen mit dem Unternehmer den Lohn fest, schließen den Lehr- vertrag ab usw. Mit dem 18. Lebensjahre ist in der Regel die Lehrzeit beendet. Auch dort, wo eine solche nicht in Frage konimt, tritt nunmehr der Arbeitnehmer— um diesen im Gesetz vorhandenen Sammelbegriff anzuwenden— dem Arbeitgeber als selbständig handelnde Person gegenüber. Er vereinbart selbst den Lohn, schließt und löst das Arbeits- Verhältnis. Er nimmt natürlich auch in Differenzfällen die Hilse des Betriebsrates in Anspruch. Mit 18 Jahren gehört der Arbeitnehmer auch der Ge- werkschaft au und zwar nicht mehr der Jugend- oder Lehr- lingsabteilung, sondern als vollzahlendes und vollberechtigtes Mitglied. Er nimmt am Bersammlungslcben teil und wählt mit bei den Wahlen zum Vorstand, Vcrbandstag und Gewerk- schaftskongrcß. Noch mehr. Wenn Differenzen ausgebrochen sind und über eine eventuelle Arbeitseinstellung abgestimint werden soll, dann stimmt er natürlich als vollberechtigter Gewerkschaftler und Arbeiter oder Angestellter mit ab. Es handelt sich hier- bei oft uni schwerwiegende und weittragende Beschlüsse. Nur bei der Wahl zum Betriebsrat will man ihn an die Seite drücken. Aber weiter 1 DaL Betriebsrätegcsetz führt die B e- triebsversammlung als gesetzlich geregelte Einrich- tung ein. An ihr nehmen teil alle wahlberechtigten Arbeit- nehmer. Also auch von der Betriebsversammlung sind die jugendlichen Arbeitnehmer beiderlei Geschlechts a u s g e- schlössen. Das heißt nur von der Betriebsversammlung, die der Obmann des Betriebsausschusses auf Grund der ge- setzlichen Bestimmungen einberuft. Wenn die Gewerkschaft oder sonstige Personen Betriebs- Versammlungen abhalten, können die jugendlichen Arbeit- nchmer daran teilnehmen. Es wird oft vorkommen, daß bei Differenzfällen sowohl vom Betricbsobmann wie auch von der Gewerkschaft Ver- sammlungen einberufen werden. In dem einen Falle können die jungen Arbeitnehmer teilnehmen, in dem anderen nicht. Rätselhaft ist, daß auch die Mitglieder des Ausschusses, welche den christlichen und hirsch-duncker schen Ge- werkschaften angehören, für die unverständliche Entrechtung der 18 bis 20 Jahre alten Arbeitnehmer gestimmt haben. In ihren Gewerkschaften räumen sie den Jugendlichen alle die Rechte ein, die sie ihnen im Letriebsrätegesetz streitig machen und vorenthalten wollen. Es wird notwendig sein, die in diesen Gewerkschaften befindlichen jungen Mitglieder auf diese Inkonsequenz aufmerksam zu machen. _ H. Jäcker. Gerichtszeitung. Der Prozeffflegen die„Vorwarts"-Bescl ermann aus der Haft zu ent- lassen, da das Ergebnis der Beweisaufnahme ein solches schon ge« wesen sei, daß die Behauptungen der Anklage in ihrem ganzen Umfange nicht aufrechterhalten werden können, sondern wesentliche Einschränkungen erfahren haben. Die übrigen Verteidiger stellien gleiche Anträge, denen Staalsanwallschaflsrat Gysae widersprach. Der Gerichtshof beschloß, sämtliche Angeklagte aus der Untersuchungshaft zu entlassen. Zehn Jahre Zuchthaus für einen Räuber. Mit. erfreulicher Schärfe gehen jetzt die Strafgerichte gegen das Gesindel vor, das durch Raub und Plünderung die Sicherheit Groß-Berlins gefährdet. Ein krasser Fall dieser Art lag dem Schwurgericht des Landgerichts II vor. Der wegen schweren Rau- bes angeklagte Kaufmann Alfred Guth, ein wiederholt vorbe- strafter Mensch, erschien am 13. Februar in Begleitung zweier Komplizen in Uniform vor der Wohnung des Fabrikanten Sachs am Nürnberger Platz 4 und verlangte dessen Sohn, den Studenten Max Sachs, zu sprechen. Als dieser im Zimmer er- schien, hielt ihm der Angeklagte einen Revolver dohend vor die Brust, während die beiden Begleiter in Soldatcnuniform die Türen verriegelten und dann eine vogelrechte Plünderung begannen. Der Beraubte war eingeschlossen worden, und so konnten die Räu- bcr entkommen. Sie haben aber dann ein tragikomisches Pech gehabt. Sie sollen mit ihrer Beute in eine„Wedding- kolonne" geraten sein, die ihnen einen Teil ihres Raube? wieder abgenommen haben soll.— Der Ange- klagte war bald daraus wieder am Werke„ein Ding zu drehen". Er hatte einen vollständigen Plan zur Beraubung einer Dame ausgearbeitet und zu dessen Ausführung einen Mann gewonnen, der ihm zum Verhängnis geworden ist. Dieser ging scheinbar auf die Sache ein, machte aber Anzeige bei der Polizei und diese nahm den Angeklagten fest, als er sich in doS Haus begab, wo der Raub ausgeführt werden sollte.— Das Schwurgericht verurteilte den gemeingefährlichen Burschen zu zehn Jahren Zuchthaus und Polizeiaufsicht. Theater öer Woche. Volk»biihnc: 19., 26. nachm.„'s Iungse«ngift", 16., 21., 22., 24., 27.„Paul Lang« und Tora Parsberq", 20., 26., 26.„Lutlict", 26.„Gas".— Opernhaus: IS.„Palestrina", 20.„Hoffmanns Erzählungen", 21.„Die Wallilre", 22.„Siegfried", 23.„Bioletta", 24.„Nofcnlaoalier". 25.„Barbier von Sevilla", 26. „Gätterdämmcrung", 27.„Salome".— EchitnlPielhaus: 19., 22., 26., 26.„Maria Stuart", 20.„Othello", 21.„Eoriolan", 23.„Peer ffionl", 24.„Judith", 27. „Minna von Barnhelm".— Deutsches Theater: IS., 21...Der Kaufmann von Venedig", 20., 23., 26.„Evmbeliu", 22..Lamlct", 24.„Othello", 26.„Clavigo", 27.„Faust I".— Kammerspicle! 19. nachm.„Minna von Darnhelm", 26. nachm. „Frühlings Erwachen", 19., 21., 23., 26., 27.„Iwanow", 20., 22., 24.. 26.„Die Büchse der Pandora".— Leffiug-Thcatcr: 20., 22., 23., 25., 27.„Christa, die Tante", 21., 24.„Peer Grint", 26. nachm.„Der rote Hahn",— Theater in der Käniggräher Strohe: 19., 25. nachm.„Musik", 19., 20., 21.; 24.„Ein Traum- sviel", 22.„Kameraden", 23., 25., 26., 27.„Schlost Wetterstein".— Dcutschra Opernhaus: 19. varm. II. Volkstümliche, Evmphoniekonzert, 19. nachm.„Die verkaufte Braut", 26. nachm.„Das Glijckchen des Eremiten", 19.„Cavalleria rusticana",„Schwätzerin von Saragossa", 20.„Undine", 21.„Martha, 22.„Die toten Augen", 23.„Mandragola", 24.„Echiine Helena", 25.„Walkütc", 26.„Tra- viata", 27.„Fidelio".— Schiller. Theater: 19., 26. nachm.„Wie es Euch gefällt", 19., 21., 24., 27.„Der Mcineidbaucr", 20., 22., 26.„Flachsmaun als Erzieher", 23., 25.„Viel Lärm um nichts". Täglich. Die Tribüne:„Die Wandlung".— Deutsche, Kilnstierkheatcts „Der Blaufuchs", ab 24.„Ctzprienne".— Komödicnhans!„Liselott von der Pfolz".— Berliner Theater:„Helden".— Kleines Schanspielhau«:„Er kann nicht besehlen".— Trianonkheater:„Maskerade".— Rcstdenztheater:„Das höhere Leben".— genilalthealer:„Die Falchingsfee".— Edcutheater:.11. a. w. g."— Friedrich. Bilhelmstädtische» Theater:„Gretchen".— Komische Oper: „Liebeszauber".— Lnftspielhaus:„So ein Mädel".— Metropolthcatcr: ,.@v bill".— Reue» Operettenhans:„Die Dame vom girkus".— Thaliathcaier: „Jungfer Sonnenschein".— Theater am Nollendorfplatz:„Der Biclgcliedtc".— Theater des Westens:„Die Dame im Hermelin".— Theater der Friedrichstadt: „Dr. Stieglitz".— Wallnertheater:„Eine Ballnacht".— Walhavaiheater:„Eine Frau wie du".— Rafctheater:„Das Gesetz".— Kasinotheater:„Eroststadt- pflanzen".— Luisen-Theater:„Das Mädel vom Ballett". 1 HEINRICH HENNES I / Ataxancisrstrsss� 54 1(an der Prenzlauer SM j t ?j H » Wundervoile Kosfüme neueste Formen, in vielen Farben, auch schwarz und marengo Hochfeine Winter-Mäntel In guten blossen und vielen Formen Elegante Samt- und Astrachan-Mäntel Seidenkleider vornehmer Art Entzückende Kleider für]ugendlicheJ auch schöne Llchtjarben Reinwollene Kleider und Manlelkieider/ Reinwollene Kostümröcke/ Elegante China-Krepp-Blusen Geschäftsschluß 6 Uhr! V I tfi n « I nlnli erzielen fleißige, redegewandte Danien und Herren durch(» Verkauf meines acfetzl. gefch. Massenartikel« an Private. ! Näheres durch l>of>°ach 14 Schrueuulugea 184, i Würllcuebcrz. 110/5* Maschinenfabrik 1 mit sechs mittleren Drehbänken, Hobel-, Bohr- und Fräs. Maschinen sucht Aufträge. 144/1051 Offerten. 84 Hauptexpedition des„Vorwärts", Lintenstr 3. öeMs-Bel« ! für Anfertigung besonder« sorgfältig gearbeitcler 1 Hemdblusen gesucht. Stoff wird zugegeben. 16/13 Zffcrten unter L. D. S473 an Rudolf Mosse, Berlin SW Vermißt wird seit dem 6. Oktober 1918 der Musketier Emil Hochtanz, zuletzt bei der l». Komp. Ref.. Inf.-Reg. 286. Da feine meisten Kameraden au, Berlin waren, bitte ich dieseniaen, welche über seinen Beroleib etwas wisse», Nachrichten an .Emtl Hochtanz. Hettftedt(Südharz) Frcimarkt 36, zu geben. 16/1 8in nvu«? Lsisi 9 m Vorwärtsstrebenden und Erfindern bieten sich Rute Verdienst- mäglichkeitcn! Fordern Sie daher sotort Kostenlose Zu- sendungunsererAufkläruns und Anreguag gebenden ßro schüre. F. Brdmaon A CoH Berlin, KöniggräUer Str. 71. Mskk'v-ZKotors Kupferdrähte und andere elektrische Materialien laust- Lielerromockianile Zentrum Kurzestr. 18. Tel.: Alex. 4782 Betrieds- Werkstatt | für Anfertigung von ganz eleganter Damensväschc 1 bei Stoftzugabe nach vorhandenen Modellen gesucht. ' Otlerten unter l. C. 8472 an Rudolf Mosse, Berlin SW,' 1 erbeten. 16/14 Buchhandlung Vorwärts Berlin SO). 68, Cindenltr.} iAikSkMM üeti iSMIMigflei eriauterungen zum: Erf mer Programm ton- j Ml\ MlSkg und j MIO S6WM i Preis 50 Pf. •••••«•■••••••••••••• t«••••••• SEHNE SatirvPeilllene schwere Qualiköl*,___ In Miklelfarben, 6QJQO cm brelf.... ii Ii II Köpers In neuen Farben für Kleider u. Kosfüme 5Q/ÖO cm brell,,,. i m 1 23°- T an!ln0p{nhfvpqf �■ �r' ior. Wilhelm v. Kirchbach uaUttyciUrlUiWilU pers.z. sprechen Potsdamer Str. IIS. (Lützowstr.) Langjähr. Erfahr. Zuverläss. Rechtshcistand In Ehe-, Alimenten- u. Vertrauenssach., Qcsuche, Vertrage, Ermittelungen.— Beobachtungen. Tel Lüuow 2494. Itnclafahrnns gründliche Unterweisung. F. Simon, Berlin W 35, Magdeburger Strohe 24. Verlangen Sie gratis Probebriel X. R« Seifleniiliisen in elegantester Ausführung aus Crepe de China, lallet und andern Seidenstoffen. Hermann Landsberger Straße 85, 86, 87. KLnatoen-AnafiSge aus guten Wollstoflen uiuLU.waa.-manmaaiaugianwimmnamruuscünnnnicnmnün.'.'ntutnmmgntmmuaniurmtuinu.-icanmi.'WiawiiliilBIlllluiH tM t Chine in vorzüglicher Qualität und vielen Lichtfarben Persianer-, AstracHan-, Seal-Bisam-, Maulwurf- u. Seal-ElMtriKmantel. Kragen und Mafien aas Iltis, Opossum, Alaskafficfisen, Krenzfüchsen, Blanlöcksen und Weissffichsen. Harabnäragen n. Stransieder- Mnfien rtischen In Blax)faeh«i and In vielen modernen äknckBfftrbo Itarben Schwarze Satinbinsen 33 M. 39 50 M. Kleider aus Crepe de Chine, felis, Spitzen und feinsten(dollstoffen in neuesten Formen und! ssfiien Weiten. TauskleUcr In ailea LtcktUrbOn 289 K. X Samt- und Plüsoiituäatol In glatt und gepreßt X Ulster aas wetohen warmen Steffen X WlntermiiiteX tür Jagendllohe 76 M., 42 BL X Jackenkleider atu> gaten, pralctlaohen Stoffen 93.50 M, X Sel&woUene Jackenkleider 2S8 A. X XlelderrSokO in vielen Stoffen 42 H., 34 M., 19.50 M. X Morgenröok» aas Seid« and Veloars. x Samt-Horganröcke. i prltna banmw. Htoff onMeii Bit reichgesL Pstss 22 M. iiSeiffiii in. Klfippelslns. o. Stick, 33.75 M. £eUwsU«B« Dameareform- bemkieider 36,75 M., 33.50 M. Farbig« prima Qualität 53.50 M. Fofsortopplsli® in grosser Aaswahl Verblcdanrsteppichs u. Saltrlsn In allen Irtan Gardiian a. Bettdeckei Knn stlergarnitnr., lÄ'usl Halbst ores»US ErbBtlUl HO M. 08 M.«7 M. Bettdecken aborg8R5T Waffeldecken, veW z, � rölzmii�si, AUL LsslKanin 59 M.t 42 M. 18.73 BS., 16.50 13.50 EE. Jvr�Tss&i&L* BERLIN C Sfianäauer Str. 16 Gegründet 1815 Seiöe und Samt Spitzen u. Sesätze O�MNHtseiäs mZ," 14.75 Blusenseide m»«"',1.": 17.50 Bast-u. Japan-Seide bedruckt, für Kleider und nr\ Dekorationen....... Meter«-�Ö.UU BERLIN C Königstr. 11-14 SaumwoUwaren DucKesse- Mousseline ı8M� 44.00 b!. 59.00 Mantel-Samt u.-Pluscli .. 59.00 bu 98.00 Meter.. Nr. 65. Halb- und reinwollene Mantelstoffe 130-140 cm. Mete. 20.» b!. 95*- Perl- und Flitter- Spitzen u.-Besätze in reicker Aurwakl T ull- und Spacktel- Stickereien 1-90 Breite Spitzen und Besätze 4.00 KunstseideneTresse. oe scbwarz.............. Meter l.Zü/ Seidentüll■.•.scbwarz, 100 cm............. Meter 12.00 für Leib- and Bettwäsche �Madapolam und Hemdentuct 80-84 cm, Meter 6.50 bia 12.50 Linon �5 8.25 10.75 Madapolam'ä«-: 27.75 DaulaS 160 cm....Meter 28.00 Bettucknessel 150 cm grautMtr. 16.50 weiß, Mtr. 18.50 Köperoarclient i 4 ye weiß............... Meter i-4. iD ...............M.................................«...MM........... - Weiss. Reinleinen\ 84 10.75'�15.75'cm 29.751 Die neu erschienene I Herbst Preisliste\ wird auf Wunsch kostenfrei zugesandt f..........u.. Mm..........................u.i...*•«•..» öettwäsche Deckbettbezug aus ,Q_n Madapolam, 125x200 cm foy«UU Kissenbezug«u. o. nn Madapolam, 82x82 cm... Kissenbezug feinfgdig, m. Einsatz an 4 Seit., 82x82<51.«51/ Deckbettbezug aus_Q feinfad. MadapoL, 130x200» Ö*v/U Kissentezuga. feinfäd. Madapolam, 84x84 cm... vD.LU Laken 24.00 Laken....... 69.00 Ueberlaken u. Plumeaux in großer Auswahl Nr. 60. Kleid aus vorzüglicher Kle'd aus vorzüglichem—......................"............—'—"/ 1 5".°?? 19Q.~ Seg295.- Gardinen/ Möbclsioffc/ Deutsche u. Perser-Teppiche/ 4 Stockwerke Möbel Der fertige Ulster aus guter, schwerer, haltbarer Winterware, mit Gurt und Falte, in allen Grössen................. M. 235- Reichhaltige Auswahl in Paletots und Anzügen aus besten Friedensstoffen auf gutem Futter, in allen Farben und Grössen................. M. •R. Landsberger CJ Friedrichstrasse 108 Unsere Geschäftsräume befinden sich nach wie vor Bosenthaler Str. 38 und tiind ge.Ufnct von 9—1 und 3—6. Fernsprecher Norden 4212 und 4213. Monopol-Gesellschaft Jahn<& Glase 122/15* Zigarren, Zigaretten, Rauch», Kau» u. Schnupftabake enjgros mit beschränkter Haftung. Wir empfehlen als besonders preiswert: 16/5| Knaben=Anzüge I-Mx Gute Stoffe, beste Verarbeitung. JJ ZO Wi Größe 1-9. Preis � Kobnen dt Jbhrlng, Alexandcrstr. 18 RasentbaIerstr.53,Landsb.A!lee 145, Neukölln, Bergstib6I Damenrad (Wanderer), unbereift, tadellose Maschine, hat abzugeben EDnhmhP Bln.-Wilmersdorf, . DUlimCI, gjürubergee Str. 46 Patent-Seiiranciisomster- miii Wareiizeicheoanmeitiniigen| Gutachten In Patentstreitigkeiten, Konstruktionsdurch- 1 arbeitungen, Modellanfertigung, An- und V.rkauf von Schutzrechten. Erstklassige Referenzen. 81 20* Ing. Kave», Berlin■ Friedenau. Südweatcorso 10. mel Bürgerliche WohDungseinriciitungeD Schlaf-, Speise- and Herrenzimmer, farbige Kücben, einzelne Möbel große Auswahl, liefert preiswert. Teilzahlung gestattet. Msenstadt Cöpeaicker Str. 77-78 Ecke BrQckenstr.ße nahe Jannowitzbrücke. Biesdorf«üb Kaulsdorf-Süd ' in der Nähe v. Bhl. Sadawa � □ R. von M. 2S,— an./ Bebeufenbe Wertsteigerung. VieleNeusiedlung. in letzter Zeit. Villen-Grundstücke PallcenkaKen-West dir. a. Bhf. Seegefeld, nächste Stab v. Spandau, z. Anlage v. Obstgärten. Best. Garten» u. Gemüse- fand, an aepflast. Stratze. mit Gas- u. Wafferleifg. Auch WafdgrundstfilZe,|IÄ. oonMM. auswärts. Garteugrundstiicke z. Anlage o. Obstgärten. Gut», fruchtbar. Ackerland, teils an gepstast. u. regul. Straße m. Gas- u. Wafferitg. Kanisdorf-Zlorb, direkt a. Bahnd. bez., zu bist. Pr. je nach Lage. Viosdarf-Rord, Station der Siadtb. Q fl. o. M. 40.— an. Günstigste Zahlnngsbeding. Auskitnste an den obigen Bahnhöfen u. bei der ElgeOeilil-WMM, Hiescbalke& Nitscbe, Berlin NO 43, Neue Söniaftraste 16 B er! in c?Ms Wall sin A3 n&n tiantinenham Bernhard Sdmadz Mov Uistls Berlin S, Prlnienstr. fGHr'SSlül" Eindong nur unter G I a• K u ppeTj Sdilnfzlniflier „T oni** echt Haiiogoni poliert bestehend aus: 1 Spiegelachrank Stür. Ansicht, *fn Wäsche,> Kleider, 1 WascbtoJletle m. Ma» mor n. Spiegel, 2 Bctlstellen mit Patentboden, 2 Xachtüscben mit Marmor, 2 Sti-hlen, 1 Handtuchhalter 265©.- M. Standig. Lager: ca. ,.Berta" z' Eiche setelzt und anpoilert bestehend aus: 1 Sptegelschtank. 150 cm breit, *3 Wasche.*jg Kleider. I Waschtoilettera Marmor und Spiegel 2 Bettstellen m. Paten. boden u.Lmbau, 2 Nachttischen m. Marmor u. Apotheke, 2 Stühlen. 1 Handtncbhalter 3550- m. lOO Schlafzimmer Vorrätige Holzarten: Eiche, Birke, Mahagoni, Nußbaum, Kirschbaum, Weißlack Betten, Steppdecken, Daunendecken, Bettwäsche Ißeme groZZn Irlöhel- Säger mit Speisezimmern,(Jeezetuirametn, Schlaf- ? immern, Leder- u. Gobslin-Sarnilureo, Plüsch» ofas, Trumeaua, Schränken, Vertikos, kompletten KÜchenelvrlchknngea»fw. stehen zur ae- ästigen zwanglosen Destchtiquna in der»rnnnsnstrahe Ztr.?, Ar. ö u. 3!r. tSS nahe Rosenthaier Platz bei �Sbel-Lsekner,; Geöffnet von 8—6| JGordp��� vm erei k Wegen Aufgabe der Vertretung gebe ich die bestbewährte Fahrradbereifung zu bedeutend herabgesetztem Preise ab. ErsterPreis ßcriin-Cottbus-Berlin, Erster und zweiter Preis Dresden-Nürnberg-Erlangen. (Siehe Preisliste.) W. B. Grundt, Charlottenburg, Kaiserdaram 99. Vergessen Sie nicht Ihre alten Hüte schon jetzt zum Umpressen zu bringen, da später der Andrang sehr groß ist. Spezial: Cnippessen von Velouphtiten! Eckstein's Biitfabrik, �cÄ�raße. I. Filiale: Charlottenburg, Schlüterstr.61, dicht am Bhf. 2.„ Fricdrichstr. 238, neben dem Lustspielhaus. 3.„ Schöneberg, Belzieer Str. 4, and. Akaziensir. 4.„ Boxhagener Str. 24b, Ecke Niederbarnimstr. Herrenhnt-KeparatureninTalIdenltr.33u.l.d. Filialen. Piatina zu wirklich höchsten Preisen. Zabnplatlnntlftc 3 TFT. bin 40 Stark 140/4a Alte Gebläse bin 1UOO Mark Silber, Gold kauft Frau Linke, Blucherstr. 40, v. II Wir warnen Sie! zu heiraten, ehe Sie nicht die hochwichtige Aufklärungsschrift von Dr. Berener:„AerztHche Belehrungen und Ratschlage Im Eheleben" gelesen haben. Soeben in 19. Auflage, mit zwei farbigen zerlegbaren Modellen des weiblichen und männlichen Körpers, erschienen. Das Buch ist trotz des delikaten Themas sehr dezent geschrieben und durchaus nicht zu vergleichen mit den zahlreichen Schundschriffcn gleichen Titels.— Preis mit Modeilen 5,00, Nachnahme 5,60 M. 164/17 Llnser-Versand G.M.t.H., Berlin-Pankow Nr.lOO Mauerstr.SOi gegenüber Krausenstr. 1 Offeriere Montag, Dienstag, Mittwoch Kostüme, blau, schwarz, grau u. a. Farben, fesche Formen, Jacketts auf Seide, 150.— 195.— Z45.— 295.- Rocke aus guten Stoffen 29.50 48.50 63.50 Nlodellrocke aus reiner Wolle preiswert. Ulster aus warmen Stoffen 68.50 126.50 155— 198.— feinste FlaQsctiDlster preis- wert. Kleider. Wundervolle WoUkleider 290 M. an Entzückende Seiden- tnr kleider in vielen Färb. ZIÜ, iyo usw. Bildsch.Tanzkteid.»n- vae tnn in herrl. Lichtfarb. 1"3, ZOO, ZV U usw. Kronen 18 M., Brücken. Zahnersatz ohne Gaumenplatte. Unbegrenzt haltbar nnd farbecht. Zahnziehen m. Einspritzung fast vollkommen schmerzlos. TälHruifTrt Vi/rklf Potsdamer Strasse 55. £ die neuesten Modecrzengnlsse, In großer Auswahl, zu bekannt 15/20— billigen Preisen I———— Imposante Auswahl wundervollor, gediegener PeEzmäliteB!! lOOO 1950»309 PIOscIi- Ii. Phantasie-Konfektion In groSer Auswalil! fSvaatax» seschlossen! Morgenröcke, Blusen, iupons. MonntagH geiichloasen! Kriegsanleihe wird zum Kurse von 86 0/o in Zahlung genommen. Sehr billige Preise! Elspls PliiiRlel! We MimM 490, 670, 850, 1125. 1800, 24C0, 3300. Qelciie* Wlllze Ulster 89, 115, 163, 210. Wundervolle Samtkostüme(Modelle) 750, 1100, 1350. FlotteRöcke 33,54, 69. Impr.Seidenmäntel 130, 168, 189. Entzückende Kostüme 123, 169, 198, 235. Kammgarn-Kostüme 350, 475, 625. Pelzgefütterte Mäntel und Jacken 600. 825. Westmann 1. Geschäft: Berlin W 8, 2. Geschäft: Berlin NO, Mohrenstrasse 37a., Gr. Frankfurter Str. 115. Sozmtags grOBChlosaen! J. F. Afimann ButtergroShandlung 42 Detaiigeschäfte in Berlin und Vororten i / Hr. 535 ♦ ZH. Jahrgang 2. Seilage öes vorwärts Sonntag, 19. GktoberlHI� GroßSerlln ver Aufzug öer SlePerten. Geht da eines Nachts der lange Flügelmann Freiwilliger 5�nutschhein von der 4. Kompagnie eines Berliner Reichs- Wehrregiments mit seinem Mädel durch einen kleinen Park, der mitten in der Stadt liegt. Das junge Paar hatte sich verspätet, weil das Tanzen gar zu schön war. Die Straßen- bahn fuhr nicht mehr, nicht— Weil sie wieder einmal streikte. sondern— weil sie schon schlief. Den beiden Leutchen machte das gemeinsame Laufen durch die Großstadtnacht sehr viel Spaß. Sie gingen Arm m Arm und kamen aus dem jugend- frischen Gekicher und Geplauder gar nicht heraus. Auch dachten sie an gar nichfs Böses und waren glücklich in der nicht einsamen Zweisamkeit. Plötzlich tauchten vor ihnen, wie Teufel aus dem schwar- zen Ofenloch, fünf verwegene Gesellen auf. Die rempelten das nur mit sich beschäftigte Paar ziemlich unsanft an. Die Beiden sagten nichts und gingen weiter, nur das Mädchen wurde etwas ängstlich. Der Begleiter beruhigte sein Mädel und sagte ihr, daß er einen sehr starken Arm habe. Die verletzende Nichtbeachtung paßte aber den fünf Ge- sellen durchaus nicht. Einer kehrte um, holte das Paar ein, lüftete höflich die Ballonmütze und fragte ganz bescheiden: „Verzeihen Sie, mein Herr, haben Sie vielleicht eine Uhr bei sich, und könnten Sie mir dann sagen, wie spät es ist?" Freund Knutschhein befreite sich von dem Arme des Mädchens, sagte kurz:„Mit dem größten Vergnügen!" und ließ zuerst seine rechte Hand und gleich darauf seine linke Hand uneingeladen und mit starker Aufdringlichkeit auf die Wangen des erschreckten Fragers Platz nehmen und sagte dann noch:„Seien Sie froh, daß es nicht zwölf Uhr ist!" Im ersten Augenblick war der höfliche Frager sprachlos, dann rief er gellend durch die Nacht:„Hilfe!— Mörder!— Diebe!--- Hilfe!" Und schon sausten die vier Freunde heran. Sie kochten vor Wut und waren rasend über diese rohe Gemeinheit. So etwas war ihnen in ihrem tatenreichen Leben noch nicht be- gegnet— das forderte schwere, blutige Rache. Knutschhein sah das drohende Unwetter kommen. Er ergriff aber nicht die Flucht, sondern zog vielmehr seinen Rock aus und streifte sich die Hemdsärmel ein wenig zurück. Darüber lachten die fünf mutigen Angreifer. Zehn Hände griffen gleichzeitig nach dem schlagfertigen Auskunstgeber. Knutschhein überragte alle um einen ganzen Kopf. Als die zehn Hände zupacken wollten, hagelten kräftige Schläge her- nieder, die sehr freigebig verteilt wurden. Ein Heulen und Winseln und ein Klagen und Jammern war die Folge der Knutschheinschen Armgymnastik. Nach wenigen Sekunden wurde es ruhig. Fünf Gestalten lagen regungslos am Bo- den— nur Knutschhein stand aufrecht und wischte sich den Schweiß von der heißen Stirn. Das Mädchen, das bei Be- ginn des Kampfes geflüchtet war, kam wieder und weinte. Knutschhein zog seinen Nock an, beruhigte sein Mädel und ging mit ihr zu einem in der Nähe befindlichen Polizeirevier. Dort wollte man nicht so recht dem Erzähler glauben, doch mußten sich schließlich zwei Schutzleute zum Mitgehen be- quemen. Die staunten nicht schlecht, als sie das Schlachtfeld erblickten. Noch herrschte dort Ruhe. Vier Parkräuber lagen wie tot da, der fünfte bewegte sich noch etwas. Knutschhein besorgte ein Auto, verpackte seine Opfer und begab sich dann mit seinem Mädel auf den Heimweg. Vier Wochen darauf war in„Moabit" große Gerichts- Verhandlung. Auf der Anklagebank saß der Freiwillige Knutschhein. Er war wegen schwerer Körperverletzung in fünf Fällen angeklagt. Von der Zeugenbank strömte ein scharfer, unangenehmer Karbolgeruch in den Gerichtsraum. Merkwürdige Gäste beherbergte die Zeugenbank. Vorn saßen zwei Schutzleute, die mit ihren blanken Knöpfen und den weißen Handschuhen ein wenig Aufsehen erregten. An dritter Stelle hatte ein junges Mädchen Platz genommen, das verweinte, traurige Augen besaß, die ab und zu flüchtig zur Anklagebank flitzten. Es folgten dann fünf Blessierte, die bei den Zuhörern'viel Mitleid erregten. Wie sahen aber auch diese fünf Menschen ans?! Ganz in Watte und Leinen gehüllt hockten sie da und ließen sich bedauern. Die Sitzung wurde eröffnet. Das Gericht erfuhr gar bald den wahren Sachverhalt und war nicht schlecht erstaunt. So mußte der Freiwillige Knuffchhein schließlich steige- sprachen werden. Der gestrenge Staatsanwalt beantragte selbst Freisprechung, und lud die fünf Blessierten zu einer Besichtigung der inneren Räume des llntersuchungsgefäng- nisses ein, wo sie wahrscheinlich noch einige Zeit Studien über die innere Gestaltung unserer Gefängnisse treiben können. Diese fün� Bemitleidenswerten waren dann ebenso wie das Gericht sWr erstaunt über den Verlaus der ganzen Ange- legenheit. Der Vorsitzende Richter fragte Knuffchhein, ob er starke Muskeln Hobe. Knutschhein zog seinen Rock aus, streifte die Hemdsärmel in die Höhe, bällte die Faust, hielt dem erschreck- ten Richter den Arm unter die Nase und sagte:„Da— schaun's— solche Dinger seh'n Se nicht alle Tage!" „Wie ist so etwas möglich?", fragte der Richter, der die harten Muskeln vorsichtig befühlte. „Sie müssen mich doch kennen, Herr Rat. Ich bin doch Meisterschaftsboxer von Aachen, Barmen, Cuxhaven, Dresden, Elmen usw.— bloß dreimal das ganze Alphabet hindurch und dann noch vom Oberrhein und Niederrhein, von der Laufitz und von Oesterreich-West." Da war der Richter gpschlagen. Er klavpte seine Akten zu und murmelte in seinen grauen Bart:„Da sind die fünf Banditen einmal an die falsche Adresse gekommen!" Wiederaufbau. Man muh die Feste feiern, wie sie fallen. Spät nadits fahre ich nach Hause, der Tag war voll Streik und Antistreik, Protesten, Drohungen. Zwang und Gewalt, manche wollen es sogar wieder krachen gehört haben,— alles zum Wiederaufbau unseres zu- sammengebrochenen Deutschlands. Da auf einmal, ist es eine Täuschung— das Geländer der Bahnüberführung glänzt silbern in der Nacht. Ein kleiner Zsttel ist angemacht und darauf ist weder eine Pogromanregung noch ein Noskefluch zu lesen, sondern ganz schlicht und einfach:„Frisch gestrichen!' So bescheiden ist man geworden, daß man sich über dieses bihchen positiver Arbeit schon freut. Hoffentlich droht den'Eisenbahnbrückengeländerstreichern nicht irgendeine Disziplinarstrafe, zwar nicht von der Direktion her, aber vom Gegenteil. Ihr löblicher Eifer tröstete mich sogar über den Zigarrenfritzen nebenan, der für ein Paket holländischen Tabaks zu 20 Cents— selbst nach der jetzigen Valuta nur 1,80 M.— kaltlächelnd 6 M. verlangt hatte. So paffte ich das neugestrichene Gitter nächtlich nur mit Uckermärker an. Die sozialistische Silüungsjchule Groß-Serlin. Die Schule hat mit ihrer Uuterrichtstütigkeit in den letzten Tagen begonnen. Das Interesse dsr Arbeiterschaft dafür war in den Vororten ziemlich rege, während in Berlin der Besuch der Kturse teilweise zu wünschen übrig ließ. Als Dozenten sind die besten Lehrkräfte der Partei gewonnen worden; die Stoffe geben besonders den in der politischen und gewerkschaftlichen Organisation tätigen Genoffen wertvolle Anregungen und Unter- lagen. Gerade unsere Partei braucht im Hinblick auf die vielseitigen Aufgaben, die sie zu erfüllen hat, geschulte Kräfte. Für diese Aufgaben und für die koinmenden Wahlkämpfe das notwendige geistige Rüstzeug zu liefern, ist der Hauptzweck der sozialistischen Brldungsschule. Es kann daher allen Parteigenossen und -genossinnen, besonders den Funktionären, nicht dringend genug geraten werden, sich an den Kursen zu beteiligen. Dies ist jetzt, da die Vorträge gerade erst begonnen haben, noch möglich. Der Lchrplan der Schule ist folgender: a) Berlin. Montag: Praktische Volkswirtschaft. Redakteur Erwin Barth Lokal: Aula des Königstädtischen Realgymnasiums, Elisabethstraße 57/58. Dienstag; Die neue R e i ch s v e r f a s s u n g. Schrifffteller Friedrich Stampfer. Lokal: Aula der 204. Gemeindeschule, NO., Christburyer Straße 14. Donnerstag: Die russische Revolution im Lichte des wissenschaftlichen Sozialismus. Schriftsteller A. Grigorjanz. Lokal: Aula des Lutherlyzeums, Tempelhofer Ufer 2(Nähe Halleschcs Tor). freitag: Die bürgerlichen Parteien in Deutsch- . Redakteur Erich Kuttner. Lokal: Aula des Lutcherlyzeums, Tempelhofer Ufer 2(Nähe Hallesches Tor). Sonnabend: Rednerkursus mit praktischen Uebungen. Unterstaatssekretär Heinrich Schulz. Lokal: Aula des Sophienghmuasiums, Weinmeisterstraße 1ö. Beginn: 1. No- verübe r. Die Kurse umfassen 8 Abende und finden immer am gleichen Wochentag statt. Sie beginnen sämtlich abends 7 Uhr. Die Hörgebühr pro Kursus 3 M., außerdem 1 M. Lokalzuschlag (Kosten für Benutzung der Schulaulen). Teilnehmerkarten an den einzelnen Abenden im Schullokal, außerdem im Sekvetariat der Bezirksorganisation, Bellevuestraße 7, sowie in der Vorwartsbuch- Handlung, Lindenstraße 2. K) Vororte. Neukölln, Britz, Treptow, Bauanschulenweg: Sonntags vor- mittag 9 Vi Uhr in der Oberrealschule Neukölln, Emser Straße 133/137. Adlershof, Köpenick, Grüna«, Bohnsdorf, Johannisthal, Niederschöneweide. Donnerstag abend 7 Uhr in der Schulaula A d l e r s h o f, Radickestrahe 12. Charlottcnburg. Freitag abend 7 Uhr in der Aula der Köm- gin-Luise-Schule, Dankelmannstraße 26/28(Nähe Kaiserdamm). Lichtenberg. Dienstags abends 6 Uhr im Cäcilten-Lhzeum, Rathausstraße. Reinickendorf, Tegel, Borsigwalde. Näheres wird noch bekanntgegeben. Kursusthema sämtlich: Das Erfurter Programm. Vor- tragende: Wermuth. Dr. Lohmann, Horlitz. Karten sind durch die örtlichen Parteiorganisationen sowie im Unterrichtslvkal erhältlich. Vor dem Zusammenbruch der Kartoffelversorgung. Der Magistrat Berlin hat heute an den Neichswmschofls- minister gedrahtel: „Trotz der Anordnung, daß ab 13. Oktober Kartoffelver« ladungen an erster Stelle zu erfolgen haben, sind die Kar- tofselzufuhren völlig unzureichend. Ansammlung eines Wintervorrats ganz unmöglich, obwohl Jahreszeit weit vor- geschritten. Wir stehen vor einem völligen Zusammen- bruch der Kartoffelversorgung und bilten. uns in Gegenwart des.Herrn Eisenbahnministers zu einer Besprechung der Sachlage zum Zweck der schleunigsten Abhilfe einzuladen.' Hierzu bemerkt der Magistrat: Während im vergangenen Jahre am 18. Okiober, etwa 300000 Zentner, in eigenem Lager an- gesammelt,«für zwei Wowen Kartoffeln als eiserner Bestand mit insgesamt weiteren 300000 Zentnern und die laufenden Mengen bis zum 3. November ausgegeben waren, konnten in diesem Jahre Kart off feln für einen Wintervorrat nicht eingelagert oder eingekellert werden, auch keine Kar- toffeln im voraus verausgabt werden. Em früher Frost würde auch die Möglichkeit, noch' einen Teil des Wintervorrals zu be- schaffen, unmöglich machen._ Der Film in der Kirche. Ein gefilmtes Passionsspiel „Christus' wurde in der alten Garnisonkirche, umrahmt und begleitet von guten Chorgesängen, gezeigt. Gegen die Idee ist nichts zu sagen; hat das Oberammergauer Spiel solange als Hort der Erbauung gegolten, so könnte eS der Film auch sein. Dieser aber ist eS nicht. Regie, Photographie und leider auch die Dar«, stellung vereinigen sich zu unzulänglicher Leistung. Vor allem ver- 1] Montrose. Detektivroman von Sven Elve st ad. Uobersetzung von JiÄia Koppel. (Coxyriglit by Georg Müller Verlag, München.) I. Eine Frühlingsnacht. Schutzmann Nummer 314 steckte seine Signal flöte in die Tasche, blieb regungslos stehen und spähte die Straße hinunter. Die Uhr mochte ungefähr drei sein, es war eine ganz stille Frühlingsnacht und ziemlich dunkel. Der Himmel war von dunkeln Wolken bedeckt. Es hatte kürzlich geregnet, und die Luft war von eipem betäubenden Blumendust aus den Gärten gesättigt. Kein Wagenroll-n und keine Schritte waren zu hören. Die asphaltierte Straße stieg sanft an und verschwand am Horizont. Zu beiden Seiten der Straße lagen Villen, unter den duftenden Blüten der Fruchtbäumc halb begraben. Kein Licht in den Fenstern. Der Schutzmann lauschte noch immer, während er einen bestimmten Teil der Straße im Auge behielt, der von einem hohen und vornehmen Gitter aus Schmiedeeisen begrenzt war. Dahinter ragte die Silhouette eines schlanken Kirchturms zwischen den dunklen Kronen der Bäume hervor. Auch andere Teile eines Gebäudes waren zwischen den Bäumen sichtbar, der Schimnier von einer schönen Fassade, Bruchteile von Gesinisen und ein Stück Mauer. Von hier draußen sah es aus, als ob ein großer Herrensitz oder ein altes Schloß in der Stille des Gartens hinter den dichten Eisenstäben des Gitters ruhte. Endlich ertönte der Laut von Schritten weiter fort in der Straße, die hastigen Schritte näherten sich und der lauschende Schutzmann nickte erfreut. Ein Mann kam angelaufen. Kurz darauf schien er aus dem Schatten der Bäume aufzutauchen. Es war noch ein Schutzmann./ „Beeile dich," rief Nummer 314.„Hier geht es etwas vor." „Ich habe dein Signal gehört," antwortete der andere atemlos. „Was ist denn los?" Dieser Schutzmann trug in blanken Messingziffern die Nummer 12 auf seiner Uniformmütze. 314 zeigte auf das Gitter. „Da drinnen," antwortete er erklärend, während er den anderen mit sich zog,„Geschrei, Lärm und zersplitterte Fenster- scheiden." „I du meine Güte," rief Nummer 12 erstaunt.„Von dort drinnen?" Tie beiden Schutzleute blieben vor deni großen Portal von künstlerisch geschmiedetem Eisen zwischen den beiden massiven Granitsockeln stehen, die den Eingang zu dem Besitztum bilde- ten. Natürlich, das Tor war verschlossen. 314 überlegte einige Sekunden, und um keine Zeit mit unnötigen Erklärungen zu verlieren, sagte eiMaut: „Es ist besser," sagte er, daß wir über das Gitter steigen, als daß wir um das Haus herum zu der anderen Straße lau- fen."(Das große Besitztum breitete sich nämlich zwischen zwei Straßen wie eine Parkanlage.) Nummer 12 war deffelben Meinung, und wie geübte Tür ner kletterten sie schnell über das Gitter. Sie machten so wenig Lärm wie möglich, dennoch konnten sie es nicht verhindern, daß es um sie herum knackte, als sie von dem Gitter in das dichte Gebüsch hinuntersprangen. Ohne sich zu besinnen, rann- ten sie weiter auf das Gebäude zu, das jetzt deutlicher in dem hinteren Teil des Gartens zu sehen war. „Schnell, schnell!" rief 314, indem er weiterraste, denn während sie liefen hörten sie von neuem Lärm von Stimmen und zerbrochenen Fensterscheiben. „Hörst du?" rief Nummer 12. „Ja," stieß der.andere hervor. „Sie schimpfen und fluchen. An so einem Ort, hu! Jetzt kneifen sie aus." Klappernde und eilige Schritte von laufen- den Menschen entfernten sich in die entgegengesetzte Richtung, man hörte das Krachen von Zweigen und Aesten. 314 setzte die Signalflöte an den Mund und pffff höchst jämmerlich. Dann wurde hinten alles still. Die Schutzleute wußten, daß die andere Straße nicht asphaltiert war. Darum konnte man dort laufen, ohne daß die Schritte auf dem weichen Boden zu hören waren. Die Gewalttäter, wer sie auch sein mochten, hatten sich wahrscheinlich schon zwischen den vielen Gäßchen dieses Stadtteils in Sicherheit gebracht. Die Schutzleute hatten jetzt die Haupttür erreicht. Wieder dachte 314 laut. Es war ihm klar, daß ein Einbruch stattge- fimden hatte. Ein losgerissener Fensterflügel mit zerbrochenen Scheiben hing lose in den Angeln und kreischte kläglich. Drinnen flackerte ein unruhiger, aber schwacher Feuerschein. Das bestimmte ihn. „Steig durchs Fenster und sieh nach, was drinnen los ist," sagte er zu Nummer 12.„Ich mach indessen, daß ich weiter- komme." Während der andere Schutzmann durch das offene Fenster stieg, lief 314 weiter durch den Garten, um, wenn möglich, noch einen Schimmer von den Verbrechern zu erhaschen. Aber alles war jetzt wieder ganz still. Er konnte deutlich ihren Weg über die niedergetretenen Blumenbeete rmd an den geknickten Aesten vorbei verfolgen.?sls er zum Gitter kim. iah er einen dunklen Stoffetzen von einer der Eisenstangen flattern. Er kletterte hinauf und nahm ihn an sich. Es ivar ein abgerissenes Stück von einem Priesterrock, wie die katholischen Priester ihn zu tragen pflegen. 314 blieb auf dem Gitter sitzen und sah sich spähend um. Aber es war nirgends ein lebendes Wesen zu entdecken. Die Stmße war wie ausgestorben. Der dämmernd: Frühlings- morgen warf einen schwachen Schein auf den Grund der Gäß- chen und blitzte auf Fenstern und Ladenschildern. Dort in dem Straßengewirr, dachte 314 bei sich, verbergen sie sich. Und er seufzt:, denn er wußte, daß es vorläufig hoff- nungslos sein würde, die Verbrecher in diesem Großstadtchaos zu suchen, wo die Straßen sich kreuzten wie Risse in altem Lehm. Nachdem er den Garten längs d:§ Gitters vergckllich untersucht und keine neue Spur gefunden hatte, kehrte er mit dem Stoffetzen �in der Hand zu seinem Kollegen zurück. Hätte Nummer 314 den geringsten siyn für Naturschönheit gehabt, würde ihm die wunderbar: Ruhe, die frühlingsmilde Stille, die nach dem Lärm im Garten herrschte, ans Herz gegriffen haben. Die Bäume beugten sich groß und unbeweglich über die weißen Gartenwege; die Blumenbeete, die noch feucht waren nach dem abendlichen N:gen, strömten leise Wohlgeriiche aus. In einer Laube von dichtem wildem Wein standen Liegestühle aus Hellem Korbgeflecht, eine vergessene Decke hing achuos über dem einen Stuhlrücken. Tiefer drinnen im Garten sah man über den Bäumen den Turm einer kleinen roten Ziegel- steinkirche— und gerade vor sich hatte 314 das Wohnhaus, Ivo der Einbruch stattgefunden hatte, ein entzückendes kleines Fach- Werkgebäude, von Beeten mit Weißen und blauen Frühlings- blnnien umgeben:. die Mauern waren von deni dichten Grün der Schlinggewächse bedeckt und über den: Dach schwebten Kirschbaumkronen wie duftende Wolken. Das ganM Gebiet von der Kirchturmspitze bis zum Gitter schien nichts als seit- same, sauste Ruh: auszudrücken, in der die Erinnerung an das Geschrei und den Lärm der zersplitterten Fensterscheiben wie etwas sinnlos Unzugehörigcs hineinflang. Nichts von all diesem aber empfand Nummer 314» während er ans das niedrige Fach- werkgebäude zuschritt. Er rechnete nur trocken und Planmäßig: Einbruch zehn Minuten vor drei Uhr— er dachte bereits an den Rapport. Und verständig wie er war, dachte er gleichzeitig an die Einwendungen, die gemacht werden würden: Warum, würde man ihn vielleicht auf der Polizeibehörde fragen, warum lief nicht einer von ihnen auf die andere Seite des Hauses? Darum, wollte er antworten, weil man selbst im hastigsten Lauf nicht weniger als fünf Minuten gebraucht hätte, um um das Gaus herumzugelangm. Und von dem Augenblick, wo die Schntzlenre beim Gitter standen, bis die Diebe verschwanden, waren kaum zwei Minuten vergangen. Sg dachte 314. lLsxtj. folgt.) sagt die Regie, der eZ nicht gelingt, die Szenen zu vildhasten Nu? schnitten oder zu eindringlicher Größe zummmenzufassen. Manche mal glückt es— so in der Szene im Tempel, in den Groß- ausnnbmen vor Pontius Pilarns, oder in der Szene der Heilung des Besesseneu, der am Slrick zu Christus geführt wird. Reckt ungeschickt war die Statisterie, die sich als wohlgekleidetes Volk hilflos und noch in der Erregung sittsam gebürdete. Auch die Kriegsknechte mit sauber abgesteppten Hemdchen, spitzigen Knien und blasien Beinen waren nickt viel wert. Ein Lob sei aber dem lauch im Film namenlosen) Schacher am linken Kreuz gesagt. Wie der gekrümntt dahing, den Kopf gelenkt, und das Gewand im Wind ssatternd, das war echt in jeder Linie. Es hätte sich im ganzen Besseres schaffen laffen. In Mafien- szenen hat der Film auch schon viel Besseres geboten. .Marmorhaus", Kurfürstendamm, und.Theater am Moritzplatz": .Das ewige Rätsel", ein Satyrspiel. Der Versuch, eine Liebes« geschickte durch das Dazwischenweben einer Faunsgestalt ins Phan- tastiick-Symbolische zu erheben, rutscht durch die Verständnislosigkeit der Schonipieler gänzlich aus. Sehr schade. Es bleibt eine alberne Liebesgcschichte(mit außerordentlich gefühlvollen JJwischentexten). Nur Werner Krautz gibt als Faun eine famose Lelstung, die das Fabelwesen glaubhaft auf die Beine stellt. Ein dramatischer Film „Wahnsinn", in dem Konrad Veidt als Regisseur und Hauptdarsteller fungiert, bleibt eindruckslos, trotzdem Konrad Veidt durch olle sünf Akte mit hohlen Wahnsinnsaugen tobt. N.?. Stadtratswahlen in Berlin. Endlich sollen auch in Berlin die Neuwahlen der unbesoldeten Magistratsmitglieder vorgenommen werden. Bis spätestens 31. Oktober müssen sie vollzogen sein. Sie sind anberaumt auf den 33. Oktober, das ist gerade drei Tage vor dem äußersten Termin. Es kommen 18 Stellen in Betracht, über die nach dem Verhältnis« Wahlsystem entschieden wird. Nach der Stärke der Fraktionen werden den beiden sozialdemokratischen Fraktionen je S Sitze, der Bürgerlichen Vereinigung 3 Sitze, der Demokratischen Fraktion 2 Sitze, der Zentrumssraklion 1 Sitz zufallen. Im Kampf gegen die Bolksseuchen will ein„Preußischer Landesausschuß für hygienische Volksbelehrung" eine Zusammenfassung aller aus diesem Gelbiet wirkenden Kräfte anbahnen. Er soll den Rahmen abgeben, in dem die mannigfachen Vereine zusammen mit staatlichen und städtischen Behörden, mit der Aerzteschaft, den Landesversicherungsanstalten und den Krairken- lassen ihre Tätigkeit ausüben. Der Kampf gilt hauptsächlich der Tuberkulose, dem Alkoholmißbrauch und den Ge« schlechts! rankheiten. Zur Belehrung werden Aerzte össent- liehe Vorträge halten, die nach Möglichkeit durch Lichtbilder und Filme unterstützt werden sollen. In Groß-Berlin sollen die Vor- träge schon am 21. Oktober beginnen und gleichzeitig an verschie- denen Stellen regelmäßig am Dienstag und Freitag abgehalten werden. Der Plan hat im Wohlfahrtsministerium sowie bei der Landcsversicherungsanstalt Berlin und bei den Krankmikassen weit- gehende Förderung gesunden._ Berlins Entvölkerung. Das borläufige Hauptergebnis der Volkszählung vom 3. Oktober stellt sich für die S t a d t B e r l i n auf 1 897 864 Personen, wovon 864 609 männlichen, 1 033 255 weiblichen Geschlechts sind. Bei Ausbruch des Krieges am 1. August 1914 hatte Berlin nach desti Ergebnis der Fortschreibung eine Bevölkerung von 2 053 302 Personen, wovon 977 768 männlich und 1 075 549 weib» lich waren. Man sieht, wie sehr durch die Verluste des Krieges und durch die wirtschaftlichen Aenderungen die Stärke des Anteils der beiden Geschlechter an der Gesamtbevölkerung. beeinflußt worden ist._ Werkstattgespräch. Na, was sagst denn Du dazu, daß Jungens und Gelbe a. D. den alten Schulze runtergebrüllt haben, weil er„NechtSsozialist" ist? Nur ganz konsequent von den.Unrechtssozialiften". Der Rekchswirtschaftsverband deutscher Berufssoldaten hält vom 20. bis 22. Otwber im Ebenholz-Saal des WemhauseS Rheingold, Potsdamer Straße, eine Ausschußsitzung ab, an der Vertreter aller Landes- aruppen teilnehmen werden. Neben wichtigen Berusssragen steht die Be- sprcchung über die Beschasfungsbeihtlse aus der Tagesordnung. Der Rcichswchrminister bat sein Erscheinen zugesagt. Auch die Mgeord- netcn der Nationalversammlung sind eingeladen. > Die Deputation für die Kohlenversorgung, Berlin, Spandauer Straße 10. teilt mit, daß ihre AuSkunslsstelle vo» Montag bis Mitt- woch nächster Woche nur für solche Personen geöffnet ist, dje bisher überhaupt noch keine Kohlenkarte§. Grieß oder Hascrsiocken(5), sür werdende Mütter und sür Kinder Psd. Teigwaren, Reis. Grieß oder Haferflocken(8). Gegen Vorlage der Karte sür Jugei'.dliche und der Vollmilchkarte'i4 Psd. Keks. Wilmersdorf. 20.— 26. Oktober: 500 Gr.auSI. Hüfimfrüchie(74 u. 75), 250 Gramm Marmelade(T 0), 100 Gramm rum. Eipulver(R). Für Jugendliche 200 Gramm Haferflocken(ll 44). Für Kranke Eier Ende der Woche(43). Für Kriegsbeschädigte von 30—50 Proz. Nährmittel laut be- sonderer Bekanntmachung. Treptow. 20.— 26. Oktober: 250 Gramm Maismehl(92), 150 Gramm Erbsen(93), 250 Gramm Marmelade(67) bis zu 5 Psd. Obst(50). Groß-Serliner parteinachrichten. Achtung! Parteifunktionäre u. Betriebsvertrauenslente S. P. D.! 5?u«ktionärkonferenz Montag, den 20. Oktober, 5 Uhr, Sophieusäle, Sophieustr. 17/18. Tagesordutliig: Der Metallarbeiterstreik. Der Bezirksvorstand. Achtung, Genossinnen! Mittwoch, 7'/, Uhr, in HaverlandS Festsälen, Neue Frtedrichstr. 85: Oeffmtliche Frauenversammlung. Genosse Dr. Caspari: Jugcndwohlsahrt und Jugendrccht im neuen Deutschland. Freie Aussprache. Männer und Frauen! Deutschlands Jugend braucht Euch. Erscheint in Massen! Frauenabende. Dienstag: 28. Abt. bei Barter, Wörther- Ecke Rhkestraße, 7'/, llhr. Referent: Genosse Unger. 37. Abt. bei Butenhoff, Wilsnacker Straße 36, 7'/, llhr. Genosse Noack:„Freund und Femd im Reiche der Baktertm". Donnerstag: Friedrichshagen in Konrads Festsäle, 7'/, Uhr, Genossin Todenhagev: „Die neue Verfassung". Karlshorst bei Poser, Ecke Hmiigstraße, 7'/, Uhr. Genosse Dr. Engel- Hardt:„Religion, Kirche und Schule". 10. Abt. Mittwoch, 22. Oktober, 7 USr, Abteilungsversammlung Reichmberger Str. 68/70, Aula. Res. Genosse Stadt». Samolewitz: Tätig- lest unserer Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung. 81. Abt. Mittwoch, 8 Uhr, Zahlabende bei Braun, Paul-Heise-Str. 2, Pfeiffer, Hausburgstr. 2, Weber, Eberihstr. 45, Beetz, Thaersir. 33, Wölfl, Kochhannstr. 31, Wrubbel, Heidcnfeldstr. 20. 38. Abt. Eintrittskarten zum 9. November find beim Genossen Joh. Vogel, Kopenhagener Str. 14, linker Seitenfl., zu haben. 3k>. Abt. Montag, 7 Uhr, Funkttonärfltzung bei Rompel, Voltastr. 44. 36. Abt. Mittwoch. 22. Oktober, 7»/, llhr. Köhlers Festsäle. Tieck« straße. Ref. Genosse Heller: Das Erfurter Programm und die Stellung unserer Vertreter in der Regierung. Reintckcndorf-West. Dienstag, 7 Uhr, Mttgliederversammlung bei Lüning, Scharnweberstr. 37. Vortrag:„Wissen ist Macht". Tegel. Montag, 7 Uhr: 2. Vortragsabend des Gen. Wermuth über „Die Grundlagen des wissenschaftlichen Sozialismus", Jugendheim, Bahn« hosstrape 15. Oberschöneweidc. Dienstag, 7'/, Uhr: Frauen Versammlung bc! Drake. Wilhelminenhof-, Ecke Klarastraße. Genossin Ryneck, M. d. N.: „Die Erziehung des Kindes". S. P. T.-Funktionäre des SiemenskonzernS. Montag 3'/, Uhr Konserenz im Restaurant„Zur Schleuse", am Bahnhos Jungs ernheide. Werbeausschust der Eisenbahner Grost-Berlins. Nicht Montag, sondern im Lause der Woche. Näheres durch„Vorwärts". Silöungsveranftaitungen. Bezirks-Bildungsausschnst. Heute 3 Uhr zum letzten Male im Kl. Schauspielhaus, Fasanenstr. 1, Ecke Hardcnbergstratze, Maria Magdalena. Karten 1,65 M. inN. Garderobe an der Kasse. Steglitz. Heute Lichtbildervortrag des Genossen Lehrers Leopvld über den Ursprung des Menschen I Karten a 0,40. M. ab 6 Uhr an der Kasse im Lyzeum I, Rothenburgstraße. Lezirissührer, rechnet noch heute abend ab._ Jugenüveranftaltungen. Zentral-Jugendheim. Lindenstr. 3, 2. Hos linkS DI. Heute 5 llhr Literarischer Abend: Pazifistische Schriststelle Wrddiug. Heute 5 Uhr: Vortrag in der Sternwarte Treptow:„Da? Berncr Oberland" mit Lichtbildern. Karten zu 40 Pf. bei S ch m i e d i ck e, Prinz-Eugen-Str. 15, IV. Treffpunkt 3 Uhr bei Sachse, Lindower Str. 26. Danach Besuch des Zentral-JugendheimS, Lindenstr.— Dienstag 7 Uhr: AbteilungsleitungS- und Helserfltzung bei Schmiedicke, Prinz-Eugen« Str. 15. Wichtige Tagesordnung I Gesundbrunnen, Reinictendorf-Oft nnd Wcdding. HelserkursnS am Mittwoch, 7 Uhr, im Lotat Pose, Koloniestr. 20. Vortrag: Die Geschichte der Jugendbewegung. Charlotrenbnrg. Jugendheim, VolkshauS, Rofinenstr. 4. Heute 7 Uhr: RezitationSabend. Mariendorf. Heute 6 Uhr: Elternabend tat Gymnasium, Kaiser straße. NiederschSnewcide. Lokal Hllscher, Fftmstr. 26. Heute 7 llhr' Unterhallungsabend mit besonderem Programm. Mus aller Welt. Todesurteil gegen einen Gattenmörber. Das VoDSgericht in Fürth verurteilte den Privatier Andreas Büchner wegen Marpes an seiner zweiten Ehefrau, begangen durch U ebergießen und Entzünden von Benzin, zum Tode, zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte und zu den Kosten des Verfahrens. Die Schuldfrage wurde von den Richtern einstimmig bejaht. Das Urteil bedarf der Bestätigung durch das Staatsministerium. öriefkasten üer Reüaktion. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage füge man einen Buchstaben und eine Nummer bei. Brieflich« Auskunft wird nicht erteilt. Eilige An» fragen trage man in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr.», 1. Hof par- terre links, vor. Schriftstück« und B-rtrSge stnd mitzubringen. F. K. 8080. Wenden Sie sich in Ihrer Angelegenheit an das Woh- nungsamt der Stadt«erlin, Oranienburger Straße 16.— H. P. S. Wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen zunächst an die Krankenkasse, der Ihr Ehemann angehört.— M. L. 53. 1. Die Ansprüche des unehelichen Kindes bleiben besteben. 2. Rein. 3. Liegt im Ermessen des Vormund- schostZgerichls. 4. Erbansprüche können an die Großeltern nicht gestellt werden, da nach den beute noch geltenden Bestimmungen der unebcliche Vater mit dem Kinde nicht verwandt ist.— F. R. 44. Der geänderte Vertrag ist rechtsgültig. 2. Nein. 3. Durch 1. erledigt. 4. Dem Hauswirt ist eine angemessene Frist zu setzen, mit der Aufforderung, die Reparatur vorncbmen zu lassen, mit der«ndrobung. daß nach Ablauf der Frist und Nichtvornebmen der Reparalm sie diese aus Ihre Kosten vornehmen und den Beirag dann eintlagen bezw. ausrechnen werden.— P. N. 9. Die Erwerbsiosensürsorge kann zum Umzug einen angemessenen Beitrag zusteuern. Wettere Einzelheiten sind nicht bestimmt.— E. S. 80. Wenden Sie sich mit einem Gesuch an die Kriegshiisskasse der Stadt Berli Berlin Ca Brette Straße Rii#vl»ß Mygjim -\ Berlin 62 Brüderstraße Kinder- und Backfischkleidung Wollene Mädchenkleider 9Tl*t 7A«r. 70-100 cm, 4 AQ Sr.«Sem von' 4-, Dl. oa®r. 70 cm von 1-JO. M.«, Ätttsflschkleider«S Woastotf»........ VI» 250.- 3SI an,«>« Seldepfio?« vm?85.— M. n .Tanzstundenkleider � � 180.—*1«.«se«.d-»v°n263.- �aäflsch-Zackenkleider blau und farbig............ von 174.— an.« Wollene Kindermäntel"SSS 74.— n« 86.— an.« Backsisch'Mänlel in modernen Zorn,«,............ von 176.— Mxm Schlüpfer und Zackenanzüge aus phantaflestoffen, Größe-.... von 44.— M.« Kiitelanzüge aus gemusterten Stoffen, Grkße........... von 46.65 M. an Kieler-Anzüge ln allen Gräßen, Gi-Sße............. dm 69.75 M.an Ioppen-Tnzüge 65.__ M.an, Iackett'Anz'g» Größe 11 von 118.— M.an Knaben-lleberj'acken blau, Größe 0 von 51.65 M.an sard ig, Größe 0. von 33.85 M. an Knaben-lllsier in großer Auswahl, Größe............ von 57.75 M.an Schürzen Schwarbe Panama-Hausschürzen. das Stück m. 17.75 Schwarze Zlockschürzen......... das siack m. 25.— Weiße Stickerei-Zierschürzen------ da« S«c»a»�-At>. KilHiilBiültl'iKÄa Woil- 90, 86, 45 U Stoffe 67,.85. 80 K. in allen 95,120,17! Farben 200,250,: Mlffl-S.Ä'SÄSI. lehan-l nintel I ng»pr\ Modelle I IStldenpiDsch-.Atlraehan- 1 and BrelMehwanzmäntel| I bed. nnt. Herstellungspr IMafcRt'Ä'SS I Achten Sie auf Hauenummer I[Innern nur durch den |LlHgir| Haueflur. Warcnhaun IIIEKS am Bahnhof Wedding Größtes Haus* direkt am Nettelbeckplatz —inen Posten Kuchen prima lodiert. ffi.- 4B§.- ohneAnrlcht» IB. mit Anrichte B. Schlaf-, Spelse- n. WohnzlmmeF sowie ErganzungsmSbel riesig billig, solange Vorrat reicht, Zahlungeerleichfernag auf IDunfch! Lagerung b.Ian.IOM fostenL vSNKll- Lerrev-Ksräerode keixdrses» v. Räte Riesige Auswallt Aal Tellzaltlang Möbel u. Polsterwaren eigenes Fabrikat. SPEZIALfTÄT: l-D.2-ZiiaiB�-EiDrielitiiiigBn und einzelne Ksbelstiieke sowie farbige lüdien-Elnrlcliiiii'r.cn Riesen-Auswahl, billig. Preise Sehr kulante Bedingungen HS" Größtes Haus direkt am Nettelbeckplafz Reinickendorfer St. 16 an d. Gerlchtstraße. •oeeeeoeeeeeceo letchte, auf Wunsch f rang b.3on.l 920 1< Nennebaaer. EHarlottendurg, nilmecabocsi Ecke Schill! nrg, er Str. 126 Schillerflraße. Kein Laden.' aller Systeme. Transportalile Kachelöien, Kochherde, Gaskocher, Waschkessel, nmtnft und emailliert, iiefert vom Lager f.». M Lademann, ®. m. b. H., Berlin SW.I9., Seydelstr. 12/13. NUMlliilflir h Eirahe 32. gl. 2 2N. oerntchtet unter Sarantie alle Wanzen mit BruL Wiederverkijuser ge- sucht. Margonu», Verl., Belle-ÄIiianee- 10/69* I In großer Auswahl, l'antejerstklassigePli 7 jünstigeKauigelegei Max Beck jt'iunohaas Ob Andre» sstr.<«<71. Evcrth& Mittelmann »-er. Isis. Bankgeschäft"-er. I87Z. Berlin C. 19, Petriplatz 4 gegenüber der Petrlkircbe lü Fernsprecher: Zentrum 2373, 7103 und 11541. Oeschältsstunden 10— 1, 3—6 Uhr Sonnabend Geschäftszeit 9—3 Uhr.* Anmeldung ausländischer Effekten kostenlos. Gewissenhafte Beratung bei Anlage der freigewordenen Kapitalien. BesteVerwertung ausländisch. Anleihen u.Coupons. Das ist unser Preis für diesen 'nzigarttgen i2C cm langen Herbst-Maniel aus einer dicken, dezent braun« grün karriertenWare; besonders flott verarbeitet, mit großem hoch- stülpboren Kragen und be« quemen molligen Taschen aus« gestattet. Dieser willkürliche Griff aus unserem gewaltigen Lager ist ein neuer Leweis für die alte Tat« fache, wie äußerst vorteilhast Sie OSMZ Schuhcreme � Uberall erhältlich WMMWHlSlW Chem.Fabr.„GLYZEROLu G.m.bJi, Berlin NO 18• Palisadenstraße 77 BtiMß Weil ttnlHrflimcfn Zriedrichstr. 155, Elke linier d. Linden {/UUjUjUUblUt gegrnud. d. VMoria-Eafe. Zentrum lviiv! des Kultlirmenschen bedingt einen vorzeitigen Verlall des Gebisses, der .'nnr aufgehalten werden kann durch eine regelmäßige Zahnpflege. Die Zahnpasta „-„Kaliklora- erfüllt alle Bedingungen für die Erhaltung der Zähne, sie reinigt die V ■- Zwischenräume der Zähne von Jen Speiseresten und desinfiziert Mundhöhle und ist. Besondere Salze lösen Zahnstein und Zahnbelag auf und' � orgfältig: erhalten somit das Zahnbein und seinen natürlichen Schmelz. Schlechter Mund- WW»______________________________________ i geruch und fader Geschmack wird gründlichst beseitigt durch das köstliche Aroma.? 0. Große Tube M. 2,— Kleine Tube M. 1.20 MWWM Schwechlen, Mann, Ecke, Sd,ied- mayer. Austvahl rrstflnssiger Instrumente. Konetznv, Alcxanderslr. 57 lAlerpl.I.' Monö:6xira Klingen flafierapparas gebogener Älnge �aäPBUflw«. S. m.». S., s erlin fe»«l, veüeSdlüma'etr.d(l«n 12 OOO Karbid-Lampen Achtung, keine Lichtnot I Karbid billiger wleGas. Std.ca.5Pfg. Garantiert keine Exploslonsgefabr! Geruchlos. Brenndauer bestimmt 5 Stunden. Solide, dauerhafte Ausführung mit Messim tropfventii und Messinggewinde, daher nicht rostend. Verkauf zu Engrospreisen von 3,50 M. Im Fahrradhaus von Carl Kautz, sÄe«. Sonntags vormittags geöffnet!* Billigste Bezugsquelle für Wiederverkäufer. Erbitte Lagerbesichtigung ohne j Auskünfte und plane an nur ernste Restektanten und zwar persönlich burch öerliner Soüenverein Zriedrichftr. 155, 1. stock. Telephon Zentrum 1013. An Ort unb Stelle bnrch Hemmana. giigerweg L Nr. 535 ♦ 35. Fahrgaag A. Seilage öss vorwärts Sonntag, 1�. Gktober 1519 Clne mißglückte Novelle. Vsn Salamon Dembitzer. Deutsch von Lucie Schweriner. Um ein paar Gulden zu verdienen, saß ich die halbe Nacht auf und arbeitete an einer Erzählung, die mir durchaus nicht glücken wollte. Ich schrieb, strich aus, schrieb, strich wieder aus; aber das Richiige war es nicht; und als mir endlich ein guter Ein- fall zu kommen schien und id> ihn niedergeschrieben hatte, sah ich, dag er von jemand ganz anders stammte und ich ihn in irgend- einem Buche gelesen haben tnuß.e. Ich strich wieder aus, denn eine innere Unruhe quälte mich und eine Stimme klagte mich an: „Denkst du denn, daß dieser Diebstahl anders ist als ein ganz ge- wohnlicher? Hast du dich noch zu wenig mit fremden Federn ge- schmückt? Du bist ein ganz gewöhnlicher Dieb, ein Missetäter... ich wollte dich nicht immerwährend daran erinnern, weil es mir Freude bereitete, wie du schwitztest und aufstachelnde Reden hieltest über Recht und Moral, die wohl klug zusammengestellt, aber doch von einem anderen abgeschrieben waren, so daß man es nicht merken konnte... am meisten habe ich gelacht, als du cine�An- klage gegen die Reichen und Besitzenden schriebst und die Armen und Verstoßenen in Schutz nähmst.,. später rietest du deinem reichen Freund, die Witlve mit ihren fünf Kinderchen aus der Wohnung zu jagen, weil sie die Miete nicht bezahlen konnte, und dann nahmst du selbst die Wohnung... du selbst... Die Nacht ging ihrem Ende zu; es wurde Tag. Und ich stand am Fenster und sah die lange leere Straße hinab. Die Häuser standen müde und schläfrig da; nur durch ein paar vereinzelte Fenster sah man ein Nachtlicht brennen. Von irgendwoher klangen langsame leise Schritt«, ein Einbrecher kam und ging, sein Schritt klang unsicher, hart und hastig; endlich verlor er sich um eine Ecke... und über dieser frühen Morgenstille hing ein grauer Him- mel; melancholisch. Diese tiefe Stille machte mich noch unruhiger, und während ich so am Fenster stand und das tote Leben be- trachtete, sp/ach eine Stimme weiter: „Einst warst du ein Kind und ein kleines sechsjähriges Mädel- che«, das Kind der Amme deines Bruders, kam jeden Abend zu euch, um seine Mutter zu besuchen. Sie hatte blonde Locken, ein blasses Gesichtchen und dunkle unschuldige Kinderaugen, die ver- wundert in die Welt blickten und nicht begreifen konnten, daß seine Mutter bei deiner Mutter dienen und deinem Brüderchen zu trinken geben mußte... und warum ihr in solchen schönen Zimmern mit modernen Möbeln wohntet, während' seine Mutter mit einem kleinen Gemach oorlieb nahmen und ihr Kind zu fremden Leuten geben mutzte, die den ganzen Tag arbeiteten; der Mann in einer Fabrik, die Frau am Waschsaß und die keine Zeit hatten, nach dem„Pflegekind" zu sehen. Diese unschuldigen Augen wun- derten sich nicht selten, daß du, obgleich du erst sechs Jahre alt warst, imer so viel Geld hattest und dir dafür kaufen konntest, was du wolltest; und dann durftest du den ganzen Tag herum- tanzen und abends mußte ihre Mutter d'r noch helfen, dich aus- zuziehen... und sie... sie bekam nur jeden Sonntag einen Cent von ihrer Pflegemutter und dafür mutzte sie die ganze Woche hindurch allerlei Gänge machen und sogar noch bei der Wäsche helfen. Und wenn sie des Abends zu euch nach Hause kam, mußte sie auch wohl mal deine Lackschnhchen zum Schuhmacher bringen und auf dem Zurückweg allerlei für deine Mutler mitbringen... ach, dieses kleine Mädchen locktest du eitrft auf den dunklen Boden, stachest sie dort mit einer Nadel in den Arm und schloffest sie dort ein, daß sie nicht heraus konnte. Und während sie jämmerlich weinte, gingst du ins Kinderzimmer zurück und tatst, als ob die ganze Sache dich nichts anginge.... Erst ein pvar Stunden später kam zufällig jemand auf den Boden und hörte das noch schwache Schluchzen des Kindes. Man schloß ihm auf, brachte es hinunter und, obschon es ganz blaß vor Schreck war und noch nicht auf alle Fragen antworten konnte, wurde es obendrein von der Amme, seiner Mutter, bestraft. Und wenn auch joder wußte, daß du der Schuldige warst, schlug man dich doch nicht. Ja, deine Mutter brummt« selbst nach, daß das fremde Volk ihr Kind verdürbe. ** * � Du wurdest älter. Du gingst arifs Gymnasium, uuid wenn deine Mutter dich— so mit den Büchern unterm Arm dahingehen sah, strahlte ihr Gesicht von Muttevglück. Und einmal brachtest du einen kleinen Freund mit, einen Schulkameraden, dessen Mutter sich das Geld vom Munde absparen mußte, um die Schulbücher kaufen zu können. Er war schlank und bleich, hatte eine hohe Stirn und ein paar freundliche, verständige Augen. Deine Mutter verabredete mit ihm, daß er dir bei deinen Schularbeiten helfen sollte. Und dafür bekam er des Abends ein Butterbrot... und gerade hatte sie ein junges Dienstmädchen, das du, als du eines Morgens aufstandest, auf dem Hofe bemerktest... und du schämtest dich nicht, dir durch ihn Liebesbriefe schreiben zu lassen, die du ihr persönlich übergabst. Ja, noch mehr. Da du wußtest, daß er von dir ab- hängig war(wenn auch, hätte er dir nicht geholfen, du bestimmt jedes Jahr sitzengeblieben wärst), daß du ihn mit den anderen Jungen zusammen ausgelacht und verspottet; aber er schwieg still, weil er vernünftig war und seine Abende nicht verlieren wollte .. ja, er blieb auch still, als du den Jungen lachend erzähltest, daß.du ihm einen alten Anzug geschenkt hättest... weißt du, ob- gleich er einen guten Kopf hatte und alle Schularbeiten für dich machte. Und obgleich er die Härte des Lebens Wohl kannte und sich den Umständen anzupassen verstand, hat er es in dieser Welt doch zu nichts gebracht.... Er ist nun Buchhalter irgendwo, und mutz seine alte kranke Mutter mit unterhalten. Vielleicht denkt er in schlaflosen Nächten an dich und freut sich trotz seines Unglücks, daß er sich damals nicht gerächt hat... denn sonst wäre er jetzt nicht einmal Buch- Halter gewesen. Und du wurdest noch älter. In einer kalten Winternacht, als deine Mutter krank zu Bette lag und sie dir unter Schmerzen bat, diese Nacht bot ihr zu bleiben, wxil sie sich fürchtete vor Verlassenheit und Schmerzen sterben zu muffen, schlichst du, obgleich du es ihr verszrochen hattest, doch heimlich aus dem Krankenzimmer hinaus. Und während du dich in diesen traurigen Häusern bei gepudevtsn Mädchen, bei Spiel und Wein amüsiertest, gab deine Mutter, noch deinen Namen auf den Lippen, den Geist auf. Dein einziger Freund schenkte dir Vertrauen und bat dich, seiner Frau Gesellschaft zu leisten: Da hast du sie einfach zu dir genommen, gelacht über alle seine Vorstellungen und gelacht, als er wie ein Bettler dir zu Füßen lag und dich anflehte, sein Glück nicht zu zerstören. Aber sage mir, warum hast du sie dann von dir gestoßen, als sie älter wurde? Weißt du nicht, daß Frauenherzen nur einmal im Leben blühen und der Glanz nie wieder zurückkommt; denn zart sind sie wie Frühjahrsblumen, schwach und hilflos. Sie haben Schutz nötig gegen Sturm und Unwetter und wie unschuldige Kinder glauben sie starken Mannesworten... und wissen nicht, daß Worte„Worte" bleiben., Warum hast du deinem Bruder das Erbe, da? ihm zukam, fortgenommen.? Du hängtest ihm einen Prozeß an und zeigtest einen falschen Wechsel deiner Mutter vor, daß er ihr noch Geld schuldig sei. Und als er den Prozeß und das Erbteil verloren hatte und zurück wollte in das fremde Land, wo seine Frau ver- langend auf ihn wartete in der Hoffnung, daß sie nun nicht mehr so hart wie früher zu kämpfen haben würden... wolltest du ihm nicht einmal das Reisegeld geben...." Von der Straße her hörte man bereits Schritte; Arbeiter gingen schnell vorbei, noch den Schlaf in den Augen. Frauen mit großen Körben riefen ihre Waren schallend aus; und während allerlei Läden geöffnet wurden und die Kirchenglocken zu läuten anfingen, wurde der Himmel immer heller und heller; das Leben begann seinen gewohnten Gang. Das alles störte mich in meinen Gedanken am Fenster und darum setzte ich mich an den Schreibtisch; und auch hier noch hörte ich die Stimme, die spottend und scharf die lange Reihe der Er- innerungen meines Lebens beendete: „... Ich hätte dir noch tausendmal mehr sagen können, aber ich weiß, du wirst so unverschämt sein, so unbescheiden und gemein, daß du deine eigene Seele bloßlegst und für Geld verkaufst. Was ich dir diese Nacht erzählte, wirst du aufschreiben als Entschädigung für die Erzählung, die nicht glücken wollte.... Du wirst dabei vielleicht auch lachen, denn du bist so verdorben und schlecht, daß du dich nicht schämst, dein Tiefstes und Heiligstes lächerlich zu machen...'." Läßt Ihre Arbeitskraft nach, stellen sich Sehstörungen, Kopfschmerzen, Flimmern vor den Augen, Druck über den Augen ein, so fehlt Ihnen ein Augenglas. Lassen Sie Ihre Augen im Spezial-Institut des Optiker Tnluweit, Blücherstraße 12(2 Minuten vom Äalleschen Tor), durch den Physiker Gossel! untersuchen, so werden Sie zufriedengestellt. Die Untersuchung garantiert die genauesten Gläser, wie zahlreiche Dankschreiben bestätigen. Optiker Tnluweit garantiert für Sitz und Haltbarkeit aller Metallfassungen von 6,50 M. an. Die Untersuchung ist kostenlos. Geschäftszeit von 9— 6 Ahr. Bitte genau auf Straße und Hausnummer achten. Zeugnis. Herrn Optiker Tnluweit, Blücherstraße 12. � Ich bestätige der optischen Anstalt des Herrn Tnluweit, daß ich mit den von ihr bezogenen Augengläsern außerordentlich zufrieden bin. 12 Jahre habe ich an meinen Augen laboriert und herumgedoktert, sowie in Kliniken mich dieserhald behandeln lassen, ohne die gewünschte Hi:fe und die passenden Augengläser zu finden. Bei jeder mir neu verordneten Brille blieb der Erfolg aus; Kopfschmerzen und zunehmende Verschlechterung des Augenlichtes stellten sich naä) Gebrauch früherer Gläser ew. Durch eine Annonce in der„Possischen Zeitung" aufmerksam gemacht, suchte ich die Optik des Herrn Tuluwett und seines physikalischen Gehilfen, Herrn C. Gosselk, auf, nachdem die Sehkraft meines rechten Auges bereits auf V« der früheren Sehschärfe herabgemindert war und ich gänzlicher Erblindung desselben gewärtig sein mußte. Nach vorausgegangener sorgsamster und peinlichster Untersuchung meiner Augen durch die genanntdn Herren bin ich endlich durch dieselben in den Besitz einer Brille gelangt, welche ein nie mehr erwartetes Zunehmen der Sehschärfe meiner Augen zuwege gebracht hat, so daß ich nach langen Iahren jetzt wieder ziemlich normal sehen kann. Die alte Lebensfreude hat sich bei mir wieder eingestellt und dre Urheberin derselben, die Firma Tuluweit, möchte ich in dankbarer Gesinnung jedem Leidensgefährten bestens empfehlen. Hochachtungsvoll Franz Rödiger. H" ROO-FIX e£ Neu! Me u! ößlbsttäiiger Hosenspanner. Vorführung am Wirtschaftslager III. Stock Einspannen und Abnehmen in einer Sekunde- Trikotagen Strumpfwaren Damenhemddien(«strick«. makofarbiz« 1/| Arm.......... Damen» Schlupfhöschen Banrnwolle, starke Qualitlt....... Damen-Reformhosen Banm- volle, trau meliert............ Damen-Hemdhosen Banm- wolle, gestrickt, makofarbig,>(, Arm Herren- Hemden Baumwolle, graumeliert..............»• 9751000 13501550 14oo1600 15001800 20002300 H arren-BeinkleiderBaum- wolle, graumeliert............ Herren- Beinkleider Baurai volle, mit anger. Futter......... Herren-Garnituren Jacke o. Beinkleid, Baumw., starke Qual., färb. Kinderleibhösch en Baum- wolle, meliert.;.., Grösse 60—110 Knabensweaters reine wolle, farbig........... Grösse 4b— 55 140° iöoo 2750 285° 35004800 lOoo 15°° 13502250 DamcnsfrümpfeBauniwoiie, gewebt, schwarz............. Damenstrümpfe Baumwolle, gewebt, schwarz und Leder...... 725§50 975 1450 Damenslrümp{eFior, gewebt-j-e C50 schwarz.................. A-*# Damenstrümpfe Wolle, ge--« 050-5 webt, schwarz.............. AO' XO Herrensockemestricki.starke*50 C75 Qualität, meliert............. � Herrensocken woite, gewebt, meliert.................. 690 9501250 10501225 Kinderstrümpfe wolle. 1x1*750 1 gCßf) gestrickt, schwan, Or. 9—12....../ AO Herrensocken wolle, gestrickt, starke QualltSt, schwarz und grau., Herrensocken wolle, gewebt, schwarz.................. Handsdiuhc Blusen, Unterröcke Weisswaren Kinderbekleidung Kinder- Strickhandsdiuhe In allen Orbssen.................. Kinder-Strickhandschuhe starke QualltSt................... Damen-Schweden Nachahmung, farbig, mit Raupen................. Damen- Flor'""4iewebt, k-ttbare Qualitlt................... lange Damen-Zwirn dnKtbbrochea, 12 Knopi.............. Lantjte Damen-Halbseide randgewebt..................... 195 375 790 975 975 1275 Leder'Handschuhe Kinder, in Q!ac6, Snede, Wildleder, Nappa Bluse aus gestreiften, warmen, baumwoli. Flanellstoffen, Sportfasson.......... Bluse aus Perlseide, In modernen Farben, mit farbigem Handstich garniert......... Jl!ls guter wcisser Wasch- OOlOßDIUSe scide mit viereckigem Ausschnitt, reich m. färb. Stick, u. Hohlsaum verz. Trikot- Unterrock mit hohem plissiertem Ansatz, schwarz und marine.,. Trikot-Unterrock Mit hohem Glanz- Zanclla-Ansatz, farbig und schwarz....... Seidentrikot-Unterrock ranz Seide mit plissiertem Ansatz, farbig und schwarz•. 3950 7850 9450 2750 3950 8950 _«us PlfiTcfa und geripptem Samt TT mit Seide oder �{�50 ��50 Scidentrcssc cingefasst Piqu£- Schalkragen 775 mit Futter...................../ Batist-Schalkragen 1125 mit Handstieb.............. 1 a« 1»• XX ...125° 1050 Piqu�'- Westen-i /75g für Jacken und Kleider....... O Leinen- Kragen Richelieu-Arbeit»».... Pique- Kragen mit Stickerei............ Zwirn- 2 cm 4 cm 5 cm 3'f. cm spitzen 60 Pf. I10 l40 Ä?". I10 Au.wYn Mas chm.-Klöppel spitzen u.pass. Einsätzen Tonl.50bi.6.90 Kinder- Kittelkleid«us weichen, war- men Stoffen mit Stickerei, Länge 45 cm.*•• Jede weitere 5 cm I.SO mehr, Mädchenkleid aus karierten n. gestreiften Stoffen, Länge 60 cm............... Jede weitere 5 cm 7.00 mehr. Mäddienmänlei aus warmen Winter- Stoffen in verschiecenen Farben, Länge 60 cm Jede we.tcre 5 cm 6.00 mehr. Knabenanzuge verschiedene Formen, für ca. 3 Jahre...*.............. Jede weitere GröBe 3.00 mehr. Knabenmäntel Zweireiher Form, haltbare warme Stoffe für ca. 5 Jahre........ Jede weitere Größe 7.00 mehr.. 2150 78°° 4900 43°° 85°° T anzstunden- Kleider In grosser Auswatal. HcHldcirfocliCH mit Vorzeichnunö Stopfbeutel........... 275 Arbeitsbeutel.................■. l7ä Kissenplatten grau Leinen.,,.» 1075 1275 Mittendecken gien Leinen........... 475 Besen vorhänge mu Ripsieinen...... 21co Handtücher für die Küche, Rlpsleincn, i, 16 2 Küchentischdecken Kipsieiuen..... 1350 Kissenplatten Samt, XsUch-Zeichnung.. 1 975 Besenvorhänge mit Paspcl, Ncsselstofi, 2800 Paradehandtücher mit Paspel;.,.. 2600 Küchentischdecken mit Paspel 1950 Bettwandschoner Aidastoff........ 2275 Quadrate Etaminlelnen. 27S 360 Stuhlkissen mit franzen..... ,,,,,, 423 Kaffeewärmer grau 750 Kissenplatten gm» Leinen, Richelieu... IS33 Opernhaus. Palestrina. Anfang Vi, Uhr. Schsuspielhaos. 2 Uhr: 7. Voiksvorstellung Gespenster. Maria Stuart. Direktion Max Reinhardt. UentNohca Theater. 7.U.: Montag 7 Uhr: Cynibelin. Kamnicrspielc. 2'/, Uhr: Minna von Barnlielni v uhr: liaaow. Mtg.7'/,: Die Hachse d.Pandora Theater I. d. KSniggrätzerStraße Nachm. i Uhr: Musik. 7 Uhr: Ein Traunisplel Montag; Ein Traumspiel Dienstag; Ein Traunisplel Mittwoch: Kameraden. Donnerstag; Zum 1. Male: Schloß Wetterstein von Frank Wedeki n d, (Herta von Hagen, Maria Orska, Ernst Dem hure. Alexander Ekert, Ludwig Hartau, Werner Hollmann, Paul Rehkopf, Johannes Riemann, R A. Römer, Heinz Stleda.) Freitag; Ein Traumspiel Sonnaod.: Schiaß Wettersteln Sonntag nachm; Musik. Abends: Schloß Weitcrsfeln Montag: Ein Traumspiel. Komödienhaus Nachm. 3 U.: Füni Frankfurter V3S. Lisclott von der Pfalz. Berliner Theater Nachm. 3 U.: Die tolle Komteß t uhr: Bummels Studenten Centrnl-Theater vi, uhr: Die Fascfilngslee. IJoutBches Opernhanu 11 Uhr; Sinfonie-Konzert. 7 Uhr; Cavalieria rusticana. Die Schwätzerin v. Saragossa. Eden-Theater 3 Uhr: Prinzessin vom Nil. vu u.:„ü. Ä. w. g." Frledr.-Wllhelmst.Th. 3 Uhr: Jugend. vi, uhr: Oretehen. Klclncis Theater. 3>/z Uhr: Kümmelhlätfchen. vi, uhr: Beiden. Kl. Schaasplellinu». & Er kann nicht hciehlen. Komische Oper 12 Uhr: Matinee. 31/. Uhr: Schwarzwaldmädel vi, u.: Lieheszauber. Euktsplelkaas S'/a Uhr: 3ö0 Frauen. 7°/. Uhr: So ein MMei. Mctropol-Theatep. 3: CharieysTante m.Thielscher 7 ühr: Sibill mit Massary und Thieischer Neues Operettenlian«. 3Va Uhr; Die keusche Susanne. TVau.JisDaiiievßDiMas. äichlllcr-Theat. Charl. 3 Uhr: Wie es euch gefällt 71/a Uhr: DEr MEilidSUEF. TIialln-Theatcr 3 Uhr: Polnische Wirtschaft 7'/Ju.:]uaiiErSß!inenscliE!n Th.am XotlendoiTplntr, 3Va Uhr: Wo die Lerche singt. 7'/a Uhr; DcrlPtergcfTettä: Theater des Westens 3V. Uhr: Die lustige Witwe. vi, u.: Die FraniiaHeniielln Theater„Die Tribüne" II1/-: Dicht(!. Menschlichkeit. 3 Uhr;„Die Wondlunj;." vi, uhr:„Die Wandlnng." Theater d. Frledrfchstadl 7'/j Uhr: Dr. StfceUte mit ßuOchiiiikraut w allner-Theater 3'/. Uhr: Die Oelsüa mit Mia Werber. uh? EmeBallimcht. Residenz- Tlreater. Untergrundb. Kiosterstraße, Stadtbahn lannowitzbrüfcke. Nachm. 4 Uhr, kleine Preise: Der gute Mnf. rffi""™f268.Hale Das lere leüea. Von Hermann Sudermann. Redls: Alfred Holter. Ertch Kaiser-Titz, Olga Limburg, Harry Llcdtke, Rosa Valttti, Emma Uebner, Ounold, Breakendorf, Mamelok. Mittwoch 4 ühr, kleine Pr.i RotkUitpciieu. Sonnabend 4 Uhr, kleine Pr.: ISitusel und Orctel. Trianon-Theater. Bahnhof Friedrichstraße. Untergrundbahn Friedrichstr. Nachm. 4 Uhr, kleine Preise; Johannisfeuer. Täglich Vjß Uhr: Jfiaskwaäe. Von Ludwig Fulda. Regie: Alfred Rotter. Hansi Arnstadt, Eugen Burg, Käthe Dorsch, Paul Bildt, Jul. Falkcnstein, Hugo Flink, Paula Leiermann. Mittwoch 4 Unr, kleine Pr.: Schneewittchen. Sonnabend 4 Uhr, kleine Pr.: Ahche nbrttdei. Walhaila-Theater. •Va Dhr: Da» Gesetz. 7Va Uhr; Eine Trau wie Du. VepWfleFFrMsIiiilineii Somttdg. ben 19. Oftober, nadim. 2P« Uhr: Deutsches Opernhaue: Die vep fauste Braut. Nachm. Z Uhr: Bolksbiihnc:'s Jinigierugist. Echiller-Th. Charlstteubura: Wie es euch gefällt. Lessing-Theatcr: Der rote Hahn. Kitnstler-Tt>.: Diez irae. Th. bes Westens: Lustige Witwe. Fricdr.>WihcImst. Th.: Jugend. Wochentags abends vom 20. bis 25. Ottober: Polfsdithne: Die Bürger von (Talais. Paul Lange und Tora Parsberg. Der Cchwarzkimstfer >,e«o,li,�-The»toe Direktion: Victor Barnowsky. 3 Uhr: Der rote Hahn. 7>/z: Christa die Tanic. Montag Vl,\ Christa die Tante Dienstag 7: Peer Oynt. Mlttw. 7>/.: Christa die Tante. Donn. 7Vj: Christa die Tarne, Freitag 7: Peer Oynt. Sbd. 71/j: Christa die Tante. Sonnt T'/a Christa die Tante Montag 7Vj: Christa die Tante Dentsehes Künstler' TUeatez'. 3 Uhr: Dies irae. T'/j: Der Blaufuchs. Leopoldine Konstantin, Annaliese Halbe, Kurtüölz, Theodor Loos, Erich Walter. Montag bis Donnerstag TVjt Der Blaufuchs. Freitag 7: Zum 1. Male! Sonnab Cypriennc- ■ u. die folg. Tage 7Vf: Cypricnue. Kose-Theater. VI, Uhr: Das Gesetz. APOLLO THEATER | Friedrichstraße 218| Dir.: James Klein ?>/- allabendl, 7»/, I Sonnt. 3'/; u, I Die Welt im Jahre 20001 Gr.VarlcttS-Ausslalf.- stliau in 5 Bildern. I In Szene ges.von Dir. j James Klein. Unter anderem: Modenschau im Jahre 2000 1!) Ikarier zu Pferde I /Akrobatische Spiele/ S Die Lichtfee In der f Sllbergrotle/Tänze/ i Effekte a.d Jahre 2000 1 Senta Söncland Lncie Blattner H.lamberts-Paulser. S Alex Staroer usw. I Sonnt. S'/j j.Erwachs. I 1 Kind freil 1 Caslno- Theater Lothringerstraße. Tagt.»/.SU.: Greßstadt-Pfianzeii Volkssttick in 3 Akten. Vorher: Schwarzwaldbtible. Operettenakt m.ViktorLitzek. Dazu erstklass. Spezialitäten. Sonntag V-ä; Mädchenehre. Theater am Kottbn.er Tor. Tel.: Muritzplatz 14814. Jed. Abend?>/> Ifta:; miß .ZUKM' Dem. MltgT der 9 eDem. Mitg! Sleltmer Sänger. iouuc. nohra 8 Uhr ermäß Freise(voll Aäond-Programmi 1 Kind tretl• ßaucbfD gestaltet Uimnaerf-K.rizor». Beg. 7." Uhr. Yoiverkf. 11— IV, a. 4— 6 Uhr. Heute 2 Vorstellungen Z'/z Uhr Kleine Kind d. Hälfte! Prclse| I 2 Öhr "*VaHc pTl'l7> itt nT — Rauche" gcstattei.—| Retctishall.-Theater Nachmittags 3 unb abbs. 7>/, Uhr: Steilin. SangEF nachm. halbe Pr. Neichshallen-S.: DSnIioif-Dretrl. KaaMer-8li!s Teltower Str. 1—4(Hall. Tor) Heute sowie jeden Sonntag: Bunte (IHNE Konzert. Theater. Kabarett Nachdem Großer BALL Unter den Linden 22-23. Direktion: M. Soliman. 2 Uraufführungen liuseinesMannes MaMaiijaliren. Nach d.bekannten Roman von N. O. Body. In der Hauptrolle: Erika Oläßner. Dazu ferner ein Drama in 3 Akten: Finstere Maclite .oder Dämon y eitles, l«-©€»»«««©SSS««®690TÖ>/- u. S'l, ühr. Sonntags 3Va. 0 u. 8 Uhr. 2 ÄÄI'M»; M''WWW > GennaniaPrachtsäle 1 C. Richter, N 4, Chausseestr. HO. . Jed. Sonntg. Hoffm. J.Nordd. Sänger. Beg. 5 d, Vorsich,d.Konz öV» Nachd. Fam.-Kränz- chen. Im weiSenSaal , v, 4 Uhr ab: Gr. Ifali. ______ rKfcsies� PA£J3L5'i MAX LAIV[2?A DIE SPIOiSTE. LACHE BAJAZZO. TRAGIKOMÖDIE MIT, JOHANNA TERWT/I HANN1 WUSSE ALFREDABEl SUD.SCHÜJ1KSAUT SJWmilBONN toler mit Bühne noch an einigen Eonnabenden unb Sonntagen frei, besgtetchen wochentags(llt Versammlungen. prcchlfüle„All verNit», Blumenftr. 10. KSnfgstabt 3093 r xroVeDrlfolK' MAjWNMi! Reg. u. Hauptdarsteller: t mm vEiDi Außerdem; iOAROUTOELLEl in dem Film iDasewigeMtsell ieliwarzsr Kater! Schaubühne Jfiodtzplatz (früher Buggenhagen) Das jtiesen-6kiQl)er-Variet§- Programm Anfang 8 Uhr Anfang 8 Uhr 1 Sonn- u. Feiertags 2 Vorstellimgeii{ 3 Uhr nachm. u. 8 Uhr abends Nachmittags kleine Preise Vorverkauf Sonntags zw. 12—2 Uhr a. d. Tageskasse! 445 630 g Harmoalum.Saal � Dienst., 21. Okt., 7Vi Uhr: § Melsterr.bend : Maya Massa I £(Rezitation) > Kart M. 5, 4, 3, 2 b Bote 4 Bock u. A. Werlheim. Dir. Fritz Paul AlexandorstraOe 12 an d. Magazinstraße/ Wiener Salon- i1(aii.Scliöpplcl) und des große Oktober-Programm Lcssy Faßbänder, Karl 1 Moreno, MürzI Dreher! 1 ? Wrlght?! — Entrce frei I— Tel. Amt Alex. 3021. Der grofze Erfolg! MAWüiSMk Haupttdve: Maria Leiko SMeW«. liebe Hauptrolle: Alwin Ncuft ) Vorverkauf von 10—3 Uhr.) Ksnne» KvnKin-Vi'unvMsItil (Kennen des KUlner Kennverein) 3. Tag: Sonntag, den 19. Oktober,, nachmittags 1 Uhr; I ilEBDen iia Werte son 162600 M. n. a.: Preis des Wiflleriaiorltea 40000 Mark Brauerei Königstaat, Sciiönh. Äüss 10-11, Sonnabcob, ben 25. Offober thHS: ;:; Festkonzert:: s aus Anlah bes£5 jährigen Veftehens btV it..®..«..Samenlos''(M. d. A..S..B.>. Chormctster: Emil Thilo.— Süttrirtcndr: F.V- Ida Batzier(Sopran), Herr Julius Nociher(Bariton) vom Deutfchrn Opernhaus, das Vlttthiter- Orchester, Dirigent: Herr Emil Thilo. Anfang 7 Uhr. Billetts vergriffen I Eintritt 9 M. Arellng, den 24. Offober 1013, daselbst: Anfang 7 Uhr. Generalprolie. Eintritt 1.90 M. Billetts bei den MilgUeterv und an der BbcnbZaffe® Beothovensaal. Dienstsg, 21. Oktober, 7>. Uhrt B I. Liederabend Hugo« Wolf« Abend m"«i Elisabeth van PWS. EnderT •j Am Kiav.: Wilhelm Scholz I Kartin 8, 6, 4, 2 M. Philharmonie. Donnerstag, 23. Oktober. 7'/» Uhr! c I. Liederabend c. SchwarZ Schubert, MaxKowalski;„PierrettledeF',Grct3clga!|lnaff, Tschaikowsky: Arie aus„Engen Oncgln"/ Karten 8, 6, 4, 2 M. Bechsteinsaal. Sonnabend, 23. Oktober, V/rVhr: am Lebrter Bahnhof. Geäffnet von 10 bis 6 Uhr. Eintrittpreis 80 Pfg. Montags nur für) Ein- weibliche Besucher I Iritis- | Donnerstags Iflr f pIre,i,s | allgemeinen Besucht''t. j ÄDSstellimg ZBFßekäraplyng d.Pesclilechtskraiikl'.sitEn Verkehrsverblndungen t . Vorortzüge bis Babnbol Rennbahn, Untergrundbahn I -bis Sabnhok Reichskanzlerplatz, StraBenbahnen D und U bis Bahnhof Heerstraße etc. für Vereine unb Gewerkschaften ju Bcr- fammlungen unb Feftlichkeften zu vergeben Much wie vor zahle ich— wie befannl— für alte Gebisse ZW" höchste Preise!"VU «ewShal. plafin Zahn bis 8 Alf., diese jedoch j iiichiuMMK.IM pn M«! JJIotln-, Sllsf- n. PlaklenzShne bis 48 VI. fnctf; fficroichl) Für Platin des jetzigen hohen Preis! m w. mm. A-ss. ä vaam. 71/S Vogler, verlin. Liederabend Grete Merrem«Nikiscli Am Klar.; ArtUP NlkiSCfl Spobr, Händel, Gluck, J.S.Bach, Brahms, H.WoILE J.Wolff Karten 8, 6, 4, 2 M. 1 Kart. f. ob, Veranst.b. Bote& Bock, Werth, u. a.d.Abdk. j t Meistersaal. Mittwoch, 22. Oktober, abds. 7 Va Uhr:— -.5 Deutseber Volkston und Balladen§0 Oscar Ludwig Margarete-jn |l Brandt- Saeoba. H S Kt. M. 6—2 b. Bote 4 Bock, A. Wertheim u. Abdk. Künstlerhaus, Belleruestraße. Verlängert bis 26. Oktober! dMI Heute und täglich 8 Uhr abends: MiRGELL SILZER linstigo Abende:: Das neno Programm Karten von 6 bis 2 M. b. Bote& Bock, Wertheim u. int — Spottbilliger— Verkauf. Seltene Gelegenheit ehr. Pfd. 1295 auf Teilzahltmg_ I Schlafzimmer bestehend aus: ,. Schrank, 1 Wasch t S tollettem. Marmor u. i Spiegel, 2 Betten mit 1 ! Paientbädcn u. Steil. J Auflage-Matratzen, 2. i Nachttische mit Mar- j f mor, I HandtuchhaH 1 I 2 Stühle SORA* Mark IVÖU.-f Ferner* j 1 Kompl. Wohnzimmer' I Küchen, einz. Möbci,/ in großer Auswahl." jSelriift SAlexanderstr.lö 1 1 naheJannowitzbrück.J S bei bequemer Zahlweise ab- zageben:: Bei Barzahlung KP/o Nachlaß auf vorgeschriebene feste Preise. (Umarbeitungen preiswert) — Briefe erbeten— Kriegsanleihe wird In Zahlung genommen Pelzwarenialrik KaülsJerlinW Tile-Wardenberg- StraBe II. Kaffee**'- Kakao holt ff. IS°° Mei"JSt 4" In feinstem Olivenöl Bordeaai-Wein 1675 franz„ inkl. Steuer. Zigarren in gi oller Auswahl 1 0,65 an- jeleandercArtikel arfumerien usw. in reicher Auswahl sehr preiswert. Verkauf nur an Private u.Yereine. Händler verbeten. Veraandhans Skandinavia, SW, Markgrafenstr. 72 U. im Engroslager. Verkaufszeit v. 10— 8 Uhr. Pi WA- Verrogen-Tfcysjj von Cneisenaustralle 10 nach Friedrichstr. 7 (Im Laden), f* Nähe des Belle-Alliance- PI. Möbel- und i Polsterwaren Kasse und Teilzahlung. S. Gran, S immimit aller Art trinkt ArotH. v. Lühmaims enngenhellfee. Seit Jahr» Hunderten bew. Hausmittel, in neuest. Reit VON ersten inediz. Autoritäten erprobt II. warm rmpf. Wirkung wunderbar. Bazillen schwinden im Auswurf. Appetit. Gewicht, Befind, heben stch. I Pak. 2,50 M. Nieder- tage Mertur-Apotyefe, Berlin, Tegeler Straße 30. Greif«. watder Apotheke, Greifswalder 7. 12U!' Straße 47, lack cMaf ,______ iL und den. Louis XVI. Schlafzimmer Joseöh Dreyfuö Kurfürstendamm 213 Steinpiatz 5338.* Sigenheim. Wer sich rechtzeitig ein I Eigenheim gründen will,! kaufe sich Baustellen an der( Grenze von Mariendorf, Neukölln, Tempelhof und Britz. Geeignet für Gemüse-, Obst- u Kartoffelbau. Bequeme 1 AnZahlungsbedingungen.— Näheres: Mariendorfcr 1 GrundsL.ues. m. b. H. I. Lfqu., Berlin, Mauerstr. 2.| Telephon: Zentrum 4948. 236D| M Reinseidener Trikot � für Kostüme und Kleider in allen Farben, M 110 cm breit.................... Meter :oo s Wir legen besonderen Wert darauf, unsere Kundschaft mit modemer, eleganter Ware preiswert zu bedienen. Die Läger sind gut sortiert W Schuh-Reparaturen rasch und sauber Besonders preiswerte Biuse- Crepe de chlne, mit rundem Ausschnitt und apartem Handhohlsaum. Viele Kodefarben.. Sehr elegantes Wollkleid reinwollenes Salintuch, reiche Tressen- und Knopfgamlerung. Nur Tauenlzicnslraste 20 und Leipziger Strasse 64 545 oo Nerblitid der Gkmrwdk-«.Mtsiirbel!tl üümlt Kroß-Kerliv, StraßknrkiuigNn�SVeskll Kerlin u. Vororte. K7ontÄg, äcn 20. Oktober 1919, abends 8 übr im ßewerkrd�aftsbaus, Baal 5, 6ngelufer 15: .Sitzung der Nertrauensmituner Sertins und Vororte für das Straßenremigungswesen. Cazesordnung» t-MahlderAranchenleitong. Z.NnserArbeitspl�. Z.Vkrschlkdeurs _' Die Ortsverwaltung. ZMerMWülliMmerbM VerwaliunailUII« Berlin X n. 5», Cinlcnttr. 83-85 DeschSstezeit von vorm. S Uhr bis nachm. i Uhr. Telephon: Amt Ziorden ISS, 1239, 1987, 9714. Am Dienstag, den 21. Oktober, abends 7 Uhr, in den Sophiensälen, Sophienstratze: MWglM aller Wei-Mtme siimiWer Srgskmasiljlizel! lüirsiuell. DLWsAlislv!«ei!.Wk0les m. UsV.) Eefielüflgöer£oiin-n.ÄI(5�ölr.gnMen Streikkartr ober Berbandsbuch legitimiert. Die OrlaverwaUnng. m deFjöil; Dienstag, den 31. Oktober, abends 7�/, Uhr, in den Zentral-Festsäleu, Alte Jakobstr. 33: SlO öWWe ZersWMW Käu»!.LuL und Heinrich StrShel sprechen über: 1096 fiptalltopije In sei ArdeilerdeiseWiig. Sozialisten, erscheint in Massen! Zur Deckung der Unkosten SV Pf. pr» Person. ZealralmtM der Aseslelilea. vezirt«roh-Serlin.- Berlin SW 61, Setle-AHlanccftr. 7-10. Montag, de« 30. Oktober, nachm. 4 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufcr 15 Tagesordnung: l. Der Reichsiaris. 2. Das Mitbestimmungsrecht. Zutritt haben nur Mitglieder unserer Organisation sowohl Mitglieder anderer freier Eewertschaften gegen Vorzeignng der Mitgliedsbücher. 4/S Die Sektion der Aagenaugestellten. Ällgeni. Ortskrankenkasse lür ßeflln-Llcliterlelile. Am Slontag. den 27. Olc «oder 1919, abends 8 Uhr, findet Im Kassenlokal, Berlin- Lichterleide, Roonstraße 13, eine Treppe, eine ordentliche Ausschnß-Sitzimg statt mit folgender Tagesordnung: 1. Verlesend. letzt Protokolls. 2. Wahl des Rechnungsausausschusses für die Prüfung der Rechnung des lautenden Jahres. 3. Festsetzung des Voranschlags. 4. Aenderung der Dienstordnung, 5. Aenderung der Satzung und zwar der§§ 14, 20, 24, 28, 30, 31. 34, 46. 50, 5ia, 65 und Beschlußfassung über 2 neue§§ 33a und 33b. 6. Verschiedenes. 278/14 Berlin-Lichtertelde, den 18. Oktober 1919, Oer Vorstand. Reinhold Modrack, Vorsitzender. Orlskrankenk. tlerKlempnef zu Berlin. Die Herren Vertreter der Arbeitgeber und Versicherten werden hierdurch zu der am Montag, 27. Oktober i 919, abend» 7 Uhr, im Kassenlokal, Wttllftr.s>8 stattfindenden austerordentlichen AMiiMM eingeladen. 278/13 Tagesordnung: 1. Aenderung de: Satzung. 2. Aenderung der Dienstordnung sür die Angestellten der Tasse. Der Vorstand. Zosef Hertmann, Vorsitzender. Am Montag, den 20. Oktober, abends 7 Uhr, ii» der Schulnula Patlasstr. 15 i Vortrag v, Herrn Adolf Hoffniann: Kipele d. Sebole in der DBuen fertag, Diskussion. Eintrittspreis 20 Pi Freireligiöse Gemeinde Berlin. 53/7 I.A.: A. Harndt, Pappel-Allee 15. |tote?stmen !! zum 9. November!! empfiehlt Ritterband, Bamberger Str. 12. Fernsprecher: Lützow 2823. Glßblampenwerk Siemens& Halske. Betriebsversammlung l Ahr In» �Stabftheatee INoabi /tenetag 10 Erscheinen dringend erforderlich. Ii"«trone). Die Sireitleitung. FortbildungsBehrgang im Zentralinstitnt liir Erziehang pnil UnterrlEht. Beginn des ersten Fortbildungslehrganges Montag 9 Uhr. Auskunft und Anmeldung im wsd Zentralinstiiut für Erziehung u. Unterricht Berlin W 35, Potsdamer Str. ISO. tföbeli Direkt an Prieate Sohlafzlm. 947-7760 M.| Esszimmer 1048�750, Herrenzlm. 968-8280 Wohnzim. 735-2650„ Kachenelnr. 455-2425, 500 gediegene Einrieb- tuagen lietnrlerl! g vor- I ritig. Franko Lieferane. Aafklärende Druck- sachen gratis ier Möbel-Grusebättser Berlin N. 22. Veteranenstrasse 11-13. I Shefragen Aerztl. Belehr. f. Ver- _ lobte u.Ver- heir. v. Dr. med. K. Hutten Uber gesund, glück). Eheleben u.s. Vorbeding. Anhg Knabe od. Mädch.? M. 2.20. Nachn, M. 2.50. Hauearxt> Verlar, Beriin-StegUiz 23. A D.LEVIN orninnmiminuühinuüniümiujiapimiimimihaamuii'.iiiiüiuiiiiiiiiiüLUhuiuwuiunniiiiiiigtniuiaimiiuiiia gegenüber dem Uniergrandbahnhof Hausvogteiplatz FLAUSCH HERBST-MÄNTEL in einfarbig und melierten Stoffen 185 m. 275 m. 350 m. � höher Jacken-Kostüms in reinwollenen Stoßen, mit reiner Seide gefüttert 575 M., 750 M. 'jfJ" Gegründet 1868. PELZ' YS&HEU Export Enirros Einzelverkauf wie alljährlich preiswertes Angebot in Kraben, Muffen nm! Pclztaütcn* Facbsgarnitareii In großer Auswahl Reparatursn u.ijniar)ieitDng prompt und billigst. Ad. Abrahamsolln Naclifg. 261 Neue Konlgsfr. 261 echt Elche, mit Patentböden und Matratzen �>.�.....-75, BB Hygienische Gummiwarsn für Männer tu Franm. Sauger, Spiilapparate, Schlauch-, Leib- bind., Bruchbandagen, Damen- binden, Verbandstoffe, elastische Stoffe. Preisliste durch A.SchFöMoJgpIiniWß. Jlarlftr. 19. Auf Wunsch Zahlungserleichterung. Sfoizmann Beils AHjancesfr.1 > n. Weiße ofenlackierte SlSiW«el »si!-»»-. eixenef Versrdeitunx.! LpL2l2lit2t: iPücki»«. |M. Goldstein, j Kürschnermclstcr, I Dresdener Straße 1, I. Etage, kein Laden, . vis-k-vls der Hochbahn Kottbuser Tor. Töchter- und Kinüerzimmer Wäsche- und gze» dielen-Möbel «Drehe KuotoohL Direkt ab Fabrik. MWel'ZkSlisllle Serlln 0, Grüner weg»1 Frsp. Amt ÄSnigstadt 4138. I Kragen, Matten, Mäntel, j modernste Formen, beste Verarbeitung, gegen bar u. erleichterte| ZahliingsbEdingung. Pelzhaus Ähuco,! Leipziger Str. 58'• S Magerkeit 4« !, volle aötprcfocmcn durch unsere orientalisch,«rast- pitten, auch für Nelonvaics- »entert und Schwache, preisge- krönt goldene Medaille» und Ehrendlplo«, in 6— 8 Wochen bis 30 Pfd. Zunahme, aarant. Hich. Acrjtl. empfohlen. � reell! VleleDankichrelb. Preis Dos« 109 St. M. 5.—. f ostanweisung od. Nachnahme abrik D. Franz Stelner& So., G. m. b. P., Berlin W. 30/214, Eisenacher Str. IT- unschädlich. Streng reell! UliWiiilkF-öFWeii zum Selbstaufstellen. iiofpuinpcn, Garten- u. Drnckpumpcn.Sdiiäiiche nsw.SIahreGarant. Zllustr. Preisliste gratis.- kioblonk& So., Pttmpcnfabr., BerlinN, Reinickendorfer Sir. 95. Zer WWW von Sbitbünmon. Beeren- Obst, Ziersträuchern usw. hat begonnen. l.. Späth, Baumschule, Garten- gestaitung. vouinschnlonmeg. Verfaniszoit von 6 di» 0� Uhr. Starke Bünte wird erlangt durch das echte Bocatei- Busenwasser, welches die Formen zur höchsten Ent faltung bringt und einen gleichmäßig. Ha'.sansatz bewirkt. Durch natürliche äußerliche Kräftigung wird die erschlaffte Brust gefestigt und die unentwickelte kleine Büste vergrößert. Zahlreiche Anerkennungen. Wirkung unübertroffen. Flasche 4,50 Mark. Kosmet. Leborat. H. Rocatius, Berlin Schönhauser Allee 132. lauohordatik! gee. gesch., ermögl. in einig. Tag. das Rauch. ganz od. teilw.z. unterlassen. Amtl. begut- lachiet. Wirkung ver- _ blüff. Vollständ. un- schädl. Tägl. Anerkenn. Ausk. ums. Institut Bnglbrecht, München R. 6. Kapuzinerstr. 6- ZrAW-M-M» fanft Orboioer, Friedrichstr.48, Ecke gimmerstr. und Georgen» iirchstr. 50, nahe dem Alexander- platz. 9-12'/„ 2'/,— 7. 53/13- Ptioloapparate Prismenbrinokels kauft zu günstigen Preisen Steckel- mann, Potsdamer SN. 133. Steglitz. In schönster Lage 1 der Stadt ist ein modernes Rentenhaus I mit 2—5- Zimmer- Wohnungen, ohne Läden, bei lOfacher u. noch bedeutend steigerungsf, Miete umständehalber so- | fort für 540 000 M. zu verkaufen. Isp.ScluuliIt Söhne| Leipziger Str. UZ. Zentr. 12600-4. 3066 u. 10371-2. Prozesse, Rat, Beistand, mäßige Preise, Teilzahlung, Ehe-, Alimenten-, Strafaachen, Eingaben, Gnadengesuche. Landgerichtsrat Dr. v. Kirchbach, Gesellschaft in. h.!>., AfesauderstrafZe 46(am Aiexanderpiatz, gegenüber Tietzi.(9—7) Glänz. Erfolge1 Beobachte. Sonnt 10- 12. n Reines Gesicht n blütenzarLTeint, weiße, glatte Haut wird j?-5, in kürz. Zeit erreicht durch mein, altbew. ■» unübertroff.Krem„Pura". Sommerspros. Mitesser. Pickel, Runzeln u.Fältchen verschwind. Rote u.großp0r Haut wird schnell beseltigLTube 2,00 Doppeid. 3,50. Drogenhaus H.Bocatius.N.Schönhaus. Allee 132 JUWELEN | Brillanten, Perlen,{ j Pcrlenschn&re und| | sonstigen EdcSstcin- schmuck, Altgold, Silber, Platlna kaufen| zu höchsten Preisen• ÄOöte&C0.,"nere" Leipziger Str. 97— 98| l und Könlgstr. 36. Obstbäume stnd eingetroffen und stehen in bekannter Gute zum Verkauf. E. Boese& Co. S. tu. b. H. c 25, Landsberger Str. 06—«7. UmhhatiOlmig Uorwär!» Berlin SW. 63, Cindenitr. 3 Soeben crlchien in sünflec, neubearbeitetcr ßuilage: von Eduard David Preis 3 T.lact Aus dem Inhalt: Sit votwendig«. Berausfchnn- geu pelIHfdjea Wieke!!».— VIe aUzeme!»« lüldnng.— Die poiiüjw« fzachbildaag.— Wie sammle nah ordne Ich da» la- gesmaierlvl?— Die erdeilet man eine Rede an»?— DI« Technik de. Sprechen».— Dink« für da-: Ansfrelea, Bas Buch loüÄen begabten und Itrediamen heranwachlen- den Mitstreitern die Bahn Skf- nen. Ruch mancher alt« Praktiker findet In dem Buche die eine oder andere Ihm neue und wertvolle Anregung. Zu bezichen durch die Sortt- tncntsbuchliandlung Vorwärts Cindenitr. 2 Hh Wik»!? G- sind sorgenlos durch meine Hngien. Erfindung. Doid. Med. Ehrenkreuz. Shrendipl. Stück jahrel. hrmtchb. 0 M. Aufklär. araiis, Rückporto erdeten. Frau Stephan geb. Engelhardt, Berlin, Siallschreidcrstr. 22.* UliUtPM-UiO Zur Ausscheidung aller scharfen und Kranken Stoffe aus Blut und Säften, gegen Blutandrang, rotes Gesicht, Haut- unreinigkeiten ist mein Blut. retnlKungspulverSalfaria seit über 25 Jahren wirksam erprobt. Sch. 2.50. Uebi. 3 Schacht. 725. Otto Reichel, Berlin 43, EIsenbahitsiraBe 4, ARGENTINIEN. Dr. C. Indalecla Gomez, Rechtsanwalt, promoviert in Würzburg und Buenos- Aires.* Robert Pincus, Ingenieur U.Patentanwalt Buenos-Alres. » Reconquista 37. Tel.-Adr. Pincus, Buenos- Aires, A. B. C. Code. SWT Obstbäurae-flSä Beerenobst» Prachiauswahi in allen Formen, beste Sorten cmp- ßehlt Hanfe, Banmschnlrn, Zehlenbors- Milte, Bahuhoistr.- Lichterseibcrstr. Tel: Zehl. 1090. Preisliste kostenfreL» <(3>»:>»>!- abfalle), Schallplatte«-» Wachswalzen.» Gut! ipercha- Abfall« taust Ordooer, Fticdrichstr. 45, Ecke gimmerstr. lind Georgen- tirchstr. 50, nahe dem Alexander- pia«. 9— t2'/g, 2-/z-7. 53'14, K MÖBEL Tischlerei• IP. Kernien, Neue KSnisstr. 19 b. Gegründet 1894. Wolinzlntitisr Schiahitnäier Spslsezlittitisr Herrcozlintii. in sehr getäilg. Formen in groß.Ausw. am Lager. WWMMMn!! setzliches Bett Hautjucken, ohne Berufsstörung, 300000 fach bewährt. Monat- tich über 100 Heilberichtc. M ä st. Preise. Perfonenz. angeben. Sproedt, Bochum SS8. Barlin N.I A. Laul, Schönhauser Alice 27. Wachs-Paralfia- Lichte 100 SiaNicht».... 49 SB. 100 K-Ucriidst-... 49„ Hano ttastl. 1213 gusmarshausen. Bayern. mm in grasten Posten abzugeben. Nasseres durch Herein für Sinder-Vettstlichcn. Rürn- berger Platz 4. Ehland 87S8. ! Auswanderung n. Argentinien. Wissenswertes für deutsche Emigranten nach eigenen E- iehmssen u, Beobachtungen in Südamerika v. Ing. Forchmann, Gleiwitz,Kloppotsir.20. Preis 2 M. Nachn. 50 Pf. mehr. U.MuIt.-lgM St. 35 M. RotfuchskraKenOäM. J.SLl Pelzfatt.f.Mant.065t.■«S® Elnz.Telic Stck. 12 M."TBK Pelzwareahaas� Hackesch. Markt. Roseothalerst. 40/41 und Invalidenstr. 1, Bc.ce Brunnenstraße -W55 auch in tleiiien Posten kauft tcflclmästia Georg Stcrant, absall Berlin. Falkenberg (Bstf. Srtinan). Schön ge!. baureife Baustellen an fertig. Siraßen mit Ga»-u. Wafferlig. und Landparzellen, varzilgi. Gartenboden, preiswert zu günstig. Beding, zu vrti. Stüh daselbst, Gernianenstr. 49, wer'. tägL nachm. 8—8. ROS®* ameraüen! Warum so mutlos? Rafft Euch auf! Su- chet Rat und Hilst durch Deuikchlands roste Krieger- MesWeg USOkMveiWliiüff Mit Anhang: Die Verhütung der Schwangerschaft. Mit 7 Abbildungen im Text. Von Dr. I. Zadel. Preis t Mk. Porto ö Pfennig. in gefchlofsenein Brief 30 Pf. Das Äeft behandelt die besonderen. derFrau eigentümlichen Krankheiten, namentlich die der weiblichen Geschlechtsorgane. Buchhandlung Vorwärts» Berlin SD.«. eir.deustraste 3 dank- Zeitung!! -Jtcue Kraft", Stuttgart, i Sendet sogletch Eure Adresse! t w ntel aus besfen Flauschsfoffen in allen Preislagen und un» erreicht qröfbfer Auswahl O ra n i e n s r ra s se 1Ö5 Leioziiqersrrasse Deutldw Buchbinder- Verband. ZahlsieNe Berlin. Unseren Mitgliedern zur traurigen Nachricht, daß unser langjähriges Mit» glied, Vr Buchbinder Adalbert Kähnel plötzlich verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 20. Okt., nachm. S>/2 Uhr, von der Leichenhalle des Domlirch» Hofs, Mlillerstr. 72/73, au» statt. 26M Um zahlreiche Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Deutieber Pellerbund BezirksoerewGroh-Berlin Am 16. Ottober verstarb unser lieber Kollege, der Zimmerpolier 177b Paul Anders. Ehre seinem Andenken I Die Beerdigung findet am Montag, den 2l>. Oktober, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des S.Pankowcr Gemeinde» Friedhofes, Schönholzer Heide, aus ver Vorstand. I.?l.: P. Srahl. stait. lcti tiode inicd als Sperlal- nrzit kür rrauenlcrank- hclten und Qeburtshllke niedergelassen. 15/14 Dr. Martin Jacobsohn, Chartettenburg, Leibnlrstr.85 Sprechstunde 5—6. Telephon: Steinplatz 7320. Praktiziere setzt dauernd Kottbuscr Ufer 7, I. Dr. Bier, Arzt. Spezialara Dr. med. Koeben. Erprobte und schmerzlose Behandlung* FFietlric!istF.8Ueagnonp?ik Königstr. 86:51,|Ä; Spr. 10-1 u. 4-7, Sonnt 10-1. Separates Damenzlitimer Spezialarzt Dr. med. L/ommer Behandl. schnell u. Richer ohn. Berufsstörung. Teilzahlung, Brannenstp.Htölu�rÄ: Sprechz.Q-l u. 4>8, Sonnt. 9-12. SpeziaBarzt Dr. med.Wockenfnß FriedFiclistF. 125 d��ör Spr. U-I, 6-8, Sonnt. 11-1 Erfolgreiche Behandlung Harn- u.BIutuntersucbung Spezialarzt. Erfolgreiche Behandlung. Konigstr. 34/36 Afexänderplatz.' 10— 1, 5—8. Sonnt 10— I. Stsezialarzt SajnltStsrat Dr. Müller, FriMiFieiistFäjlf ISS II, Eingang KronenstraBe. Spr. 11— I, 5—7, Sonnt II— 1. Erfolgreiche Heilmethode., Harn- und Bluluntersuchung. Bertraueusvollc Auslunft. rnnnenstr. 76.• SeögM Prenfi, 3m ich habe mich in Cliarlsttealmrg-Westeiid, Ahornallee 29(Ecke HölderliostraBe, nahe Reichs. knnzlerplatz) niedergelassen. 15/16 Sprectfz'eiV: ÄÄ Bf. Alfred«3� Sonntags S1/.— O'/j. Arzt(Innere Krankheiten) Früher Berlin\V 10, Friedricb-Wilhelm-Str. 20. Spezialarzt Dr. Hasche Sprechstunden 10—1, 5—8. Sonnt 10—1. ZlleMMM 90 �rÄU- sät9 »G» SpezialsBehandlung Harn- u. Bluluntersuchung, Licht- u. Finsen-Behandlung. Bestrahlungen, Höhensonne, Vierzcllen-, Elektr. u. med. Bäder. Loser, Mßnzsir. 9 SilfÄÄ? Aerztliche Ueilanstalt Hh Spezial-ßehandlung Rfihn ÄndreasstF. 15, r Praxis N seit 1901■fc® Ecke Breslauer Str., dicht am Schles.Bhf. Sprechz. 10—12, 5—7, Sonnt, geschios sen Hsrn» und Blutuntersuchungen.»���— Z)r. med. Karl Reinhardt Berlin, PotsdamerStr. 1 1 7(a. d. Lützowstraße) SpezialsArzt bewährte tachmänniache Behandlung;. Unentgeltliche Auskunft und aufklärende Gratis- Broschüren(Beschreibung sämtlich. Heilverfahren) 1 in den Sprechstunden von 12—2 mittags,'/.ö bis i VjIO Uhr abends, Sonntags'/eil— 1 Uhr(im ver- schlossenen Brief 1,25 Mk.)._ ♦| r, Teilz. wöchentl. 1 M. Plomben 1,50.(ioldin- /Snnp»t I"' krönen 18M. Zahnziehen m. Einspr. höchst s-ullliu v.uan schmerzlind. Umarb.schlechts.Gebisse.Rep. Zahnarzt Wolf sof. Potsdamer Str. 55. Hochb. Sprechz. 9-7.» £jtFm"Erste und älteste HelKAnstalt Ldser_ —,»,.Dr. Skottl[« Sir.: Loser senior Harn- u. BlBtumcrsuchungen. Röntgcn-T Elektrische u. medlzin. Bäder.— Erfolar.« hhj: Rosenthaler Str. 69-70, �».a« vv» v, �-1, �VNNr.. Zpezialarzt Dr. me6. Coleman Sprechstunden 9—1, 5— 7V» Sonntags 9— L tmMMt 91/92 ctfe gc"" ♦ agtt'r Dr. med. Hollaender Spezialarzt Aufklärende Broschüre Nr. I. 1,50 M. gegen Nachnahme.« Leipziger Str. 108\ täglich 11-1,5— 7 Uhr, / Sonntags 11—1 Uhr. Berlin, Leipziger Hamburg, Kolonnaden 26 Br«st.«Lungenkranke mit Husten, Auswurf, Katarrh, Asthma, Grippe usw. werden spezialärztlich behandelt in Dr. med. Jaenicke's&co. liMeFigslitut, täglich 10-1 u. 3-5. Sonntag 11—1. Berlin Probenstr. 18, a. U.- Bahnhof BDIowstr. Hamburg, Große Allee 8, 16/12* SHT" Prospekt u. Broschüre m. Anerke nnungen gratis. Stammeln, Lispeln, Nervosität und Angstgefühl vor dem Sprechen, Atemnot etc. beseitigt gründlich Dr. Schräders Spezial-Instilut für Stotterer etc. leis» * Berlin W, LützowstraBe 30. Spr. 4-7, auB. Sonnabend u. Sonntag. Jeder.derstottertrei singt, erhält eine fließende natürl-Spmche Zigaretten aus garantiert reinem orientalischen, goibgeiben Tabak, ohne Mundstück, P-Banderole, 1000 Stück m. 270.-. Egyptische Zigaretten 1000 Stück ist. 220.-, 245.-. 285.-. Englische Zigaretten 1000 Stück«. 275,-. M. Guttmano, Berlin 0 27,A,1"Ä�; Fischer«Wolf f Spandauer Straße 10 Ecke Kaiser- Wilhelm- Straße Große Neueingänge aaHnMa»:;BBBaaMfc4.4aBi8BPi«BaBSEsaiiaaK!.ftk.:BB*aiiaai,a(aBBuaa« Perser-Teppiche für Wohn-, Herren- und Speisezimmer Verbindungsstücke, Seidenteppiche Deutsche Teppiche Teppich&toffe, Läuferstoffe Möbelstoffe in Gobelin, Seide und Verdure Tisch- und Diwandecken Gardinen und Vorhänge in Erbstüll, Spitzenstoff u. Etamihe Quecksilber 1 Kilo bis Mark 50.- Metallkontor/"Ä/KTÄ,"' Isolierten Kupferdraht, Litzen undWachsdroht, kauft höchstzahlend• Ingenieurbureau Scbllchtlng Berlin W 9, Llnkstraße 10 Tel.: Lützow 3705 und 8518. Elektromotor Glelcbstrom:; Drehstrom kauft f» IngenieiiFbuFeau Wedtlug Berlin W9, Llnkstr. 10. Tel. Lützow 3705 und 8518. beseitigt DÄfsHaussalbe jed. HautausschL FlechL, llautjuck., bes. Bcinschad., Krampfadern der Frauen u. dergl., in Originaldosen 6 25, 9 75 erhältlich Inder „Elefanten-Apotheke" Bertin 213, Leipziger StraBe 74(a. DönhotjoU itaa 2 Deel 2» L iSaal,1",.»" Bcefammlungen.' üereinsoergnüguugen Cblltrltz, Sophlcnf, tr.3(.| I •«•»♦•CBBBf•' !!! Geld!!! illr lebe Wertfache. Höchste An» tanispreise für Pfandscheine, Brillanten,(Soldgegcnftlinde, Teppiche, Bücher»sw. Volff. Friedrichsrr.4f Iii. Ecke Kochftr. So» 1872 n- PiABOS Verkauf direkt ab Fabrik-Magazin: NBLVottdr.lMB Platin, Gold, Silber, höchste Tagespreise. Wie Gebisse bis 1000 DI. ylalinzühne„ 45„ BW lauft"gsE E. Hausdorf, NO 18, Pallsabenstr. 11, v. II. MOSEL Lieferung kompletter BeFren-, Speise-, Sehlal- ' und WolnzinmeF ab Fabrikgebäude m. eig. Lastauto nach jedem Ort. Müiim Berlin. Alexauderstr. 31. ":1. KgsL 1737.* Zigaretten türl, amerikan. und ägyptische, Schweizer Memphis, o. Mund- stück M. 290,- per Mille. � Zigarren* 100 Stück 70, 85, 100, 120 M. Rauchtabak garantiert rein, überseeisch, rippenfrei Pfund Marl 25,—, bei 25 Pfund Marl 23,—. L. Manheimer, BeFün. Bergmannstr. 1(n.Kreuzberg). Vor Verkauf von Platin anrufen, zahle konkurrenslose Preise 1 DfietaUkotttor! Alte Jakobstr. 138. Moritzpl. 12558. Bsriiner ISitzmis�sS- BstihisiPse G m. b. H. BerllnC2, NeuePromenad.I Eckhaus am Bahnh.BSrse. Gewerkschaftskartell Stettin u. Umg. Für das Arbeitersekretariat Stettin wird zum baldigen Antritt ein 220/18 Arbeitersekreiap gesucht. Reflektiert wird auf eingearbeitete Kraft. ie Anstellung erfolgt nach den Bedingungen des Vereins Arbeiterpresse" nebst Teuerungszulagen. Dienstjahre werden angerechnet: Bewerbungen sind bis 8. November d. J. an d. Gewerkschafts. kartcll Stettin, Gr. Oderstr. l*/20, zu richten. Stettin, den 16. Oktober 1919. 220/18 Der Kartellvorstand. Zwei Rockschneider für Dronthcim.(Norwegen) gesucht. Gute Stellung. | Näheres d. Ellingsen im Christlichen Hosplz, Behren. straße 29, Zimmer 20, Sonntags und Montags zwischen 2—4 Uhr nachmittags.]82b Tabaktnelster H. Graft, Leipz. Str. 75 II — Höchste Beleihung c(S Diskret., Reellste Gelegenheit-- käute, Uhren, Brillanten, Schmucksachen. 10—50°/- unt. Ladenpr. Ankauf w von» w r Juwelen | Parlsn, Smaragde usw. Margraf& Co. g&. m. b. H. Kanonlerstr. 9.. D. R. G.M. m.„Margophon'* JFi wirkt verblüffend. f'A-»! Beseitigt Ohrger„ fst"/ nervöse Ohren- schmerz. Unsichtb. bequem zu tragen. Preis 10M. Margophonstäbch. 1 Dtz. 4,00 ist. Auskunft umsonst. Margonal-Co., Berlin, Belle-Alliancestr. 32.* Kasmorrhoiden schwind, schnell u. schmerzl. durch Myrobalanum, sicher bew., äußerl. Anw. 4,50 M. Otto Reichel, ßerlin43, Eisenbahns.4 Speisezimmer Herrenzimmer, Schlafjim. mer, Saloncinrjchi'ingcn, Äfichen, Leder- u. Sobelin- lilubgernituren, Stand» Uhren, Sofas, deutsche und echte Teppiche, Portieren, Ehaiselongue-, Tischdecken in ricstg aroher Auswahl zu enorm billigen Preisen. Kans Sennert, Möbelhaus für Gelegen» heitskänfe, Lothringer Str. 55,* Rosenthaler Platz. für kleineren Handarbeifsbetrieb in Berlin per sofort gesucht Offerten mit Angabe der bisherigen Tätigkeit und der Gehaltsansprüfhe erbeten unter M. 38 Haupfexped. des„Vorwärts". Wir suchen für bald einen juklslW. Alfsarbetler. dem der Porjitz in dem zu er- richtenden Mietseinigungsamts des Aweckverbandcs und die Geschähe des Amtsanwait beim hiefigen Amtsgericht über- tragen werden soll. Außerdem wirb der Hilfsarbeiter sid> auch in der hiesigen städtischen Per- waiNing zu betätigen haben. Gebalt monatlich 450 M. und Teuytungszulagen nach staat- iichen Grundsätzen. Kündigung 8. Monate.— Bewerbungen werden umgehend erdeten. Senstenberg, IS. Ottober 1919 Oer Maglstral. 8S0D Die unterzeichnete Berwaltung beabsichtigt Srtegs-Schwer- beschüdigte einzustellen. Bn- reauangestcllte, Äaujleute oder andere Schreibgewandte, die bereits in Bnreanbetrtebcn tätig waren, wollen ihre Offer- ten baldgefl. einreichen. 278-15 Allgemeine Ortsirankenkasie Reutölln, Weichselstr. 8. stur selbst. Anfertigung von Herren-«. SnadienmÜtzen �ZtsWellmetster gesucht. Offerten unter H. E. 4133 an Haasenstetn& Bog- ler, Berlin W. 82/11 stur Anfertigung von Knaben- kons. 1/6 wird !N"3lv!slhe»me!slel von Provinzgeschäst gesucht. Offerte:: unter H. E. 4132 an Haasenstetn& Berit» W. Vogler, 82/12 Mehrere tücht. selbständige Elektro-Monteure, gelernte Schlösset, für lieber- land- gentrate tn Kleinstadt Mecklenburg» gesucht. Off. an Horn» Annoncon.-Exped. in Marlow t. Mecklbg. erb. fiirhydraulischePreßanlaae, der diese in Ordnung zu halten hat und tletne Reparaturen daran selbständig ausführen kann, sucht Berliner Maschinen. Treibriemen- Fabrik Adolf Schwartz& Co., Berlin N 30, Miillerstruße 1713/172. 4622 • Günstige Vertretiing• für wirkl. erstkl. neuen, dring. benöt. Massenartikel(Gasbeleuchtung) für Groß-Beriin bezirksweise zu vergeh. Off. unt Bl. L 2116 bef. Rudolf Mosse, Berlin, Blücherstr. 69. gelterer, erfahrener[178b M?" Packer"HSV sofort gesucht Offerten mit Sehaltsansprüchen n. stengnis- abschriften unter L. 38 Haupt- expcdition de»„Vorwärts". Geübte�, branchekunbige Sliltsortierectüllev werben gesucht 90/17 «lchnrd Hammersteto Berlin, Schtlllngstr. 14. Zuarbeiterinnen für Taillen und Röcke verlangt Hetetze, Wartenburgstraße 4 IL auch für Blusen und Morgenröcke, bestem Seiben- Wasch- genre, sofort ges. Meld, mit Probearbeit erbeten.„Man. diai" Schulmeister& Krohn, stimmerstr. 72—74. 159b — MamsellS----- auf Paletots, Jackett», im Hause Hrrrwann. Lcnausttaße 20, Arbrllerinnen++ aus Mädcheumäntel, außerm Hause, Tattf III und 10 Proz. Zuschlag, auch zum Anlernen, verlangt Engelhardt, Retchen. berger Sttatze 35. 16/9 Mädehenkleider, Backtischkleider- Arbeiterinnen auf besseren und eleganten Genre finden dauernde Beschäftlgnng bei hoben Löhnen als Heimarbeiter und Im Atelier der Firma 957D Siegheim& Co., Wallstraße 9/10, SpindleFshof. An.«iträg,eriniien für den„Vorwärts" werden eingestellt in folgenden Filialen: Rorliit- Ackerstr. 174, am Koppenplatz.— Prinzenstr.Sl, Hof part— Fritze, Steglitz« DcFilll. Straße 37, Laden.— Markusstr. 36.— Dölz, Immanuelkirchstr. 24.— Meli». Petersburger Platz 4.— Zinke, Lindenstr. 3, Laden.— Joseph, WilhelmshavenCr � Straße 48.— Lausitzer Platz 14/15. Schöneberg I Beiziger Straße 27. Charlotteakro; Sesen,,eimer StraBe L Steglitz: Ziegeidecker. Schildhomstr. 11. Hohenschönhausen: wÄ 1.17 L?-»■ part, abeods W UM. -d Vor öer Einigung im MetaUarbeiterstreik. Nach verschiedenen vergeblichen Versuchen, den seit 4Wochen das ganze Wirtschaftsleben Berlins aufwühlenden Kampf in der Metallindustrie durch Verhandlungen beizulegen, ist end- lich am Sonnabend eine Basis gefunden, die eine baldige Verständigung hoffen läßt. Am Sonnabend vormittag traten die Verhandlungskommissionen der Arbeiter und Unternehmer im Neichsarbeitsministerium zusammen, um sich über die Zusammensetzung des Schiedsgerichts zu verständigen. Und was die Hauptsache ist: die Parteien haben sich verständigt. Die Streikleitung des Metallarbeiterverbandes schreibt uns darüber: Die Berhandlunqskommission begab sich heute um 11 Uhr nach dem Arbcieministerium. um mit den Unternehmern über die Zusammensetzung des Schiedsgerichtes sich zu einigen. Es kommen sieben Herren in Frage, auf die sich die Herren Arbeitgeber- und Arbeitnehmcrvertrctcr geeinigt haben. Die vier ersten sind ständige Vertreter, die drei letzteren der Reihe nach als Ersatz. Wir können aber die Namen dieser Herren, welche die unparteiische» Schicds- richtcr bilden, nicht eher veröffentlichen, als bis sie ihre Bereit- Willigkeit erklärt haben. In einer Vorbesprechung über die ersten Verhandlungen, welche am Dienstag vo x'm i t t a g im Reichs-Arbeitsministerium be- ginnen sollen, sind folgende Gruppen für die Verhandlungen vor- gesehen: Dienstag: Vormittags 10 Uhr— Schmiede, 11 Uhr— Ma- schinenschlosscr, 12 Uhr— Eisendreher, 3 Uhr nachmittags— Metalldreher, 4 Uhr nachmittags— Transportarbeiter. Am Montag sollen die Herren der Kommission zusammen- treten, um allgemeine Aufklärungsfrage» über die Eingruppierung der Branchen zu besprechen. Außerdem hat die Verwaltung beschlossen, daß die Branchen- vertrete» der am Dienstag zur Verhandlung kommenden Gruppen am Montag um 3 Uhr im BerbandshauS, Linien- straße 83—85, Zimmer 3, zu einer sehr wichtigen Be- sprechung sich einzufinden haben. Am Mittwoch stehen folgende Gruppen zur Verhandlung: Vormittags 10 Uhr Metallformcr; 11 Uhr Maschinenarbeiter; 12 Uhr Schraubendreher; 3 Uhr Einrichter und Revisoreu; 4 Uhr Kupferschmiede, Kesselschmiede, Heizer und Maschinisten. Die Branchenvcrtreter dieser Gruppen finden sich am DienS- tag 3 Uhr im BerbandshauS, Linicnstr. 83—85, Zimmer 3 zu einer ebenfalls sehr wichtigen Besprechung ein. Aus diesem Arbeitsprogramm ist zu erkennen, daß die Parteien nunmehr bestrebt sind, die Differenzen möglichst bald beizulegen. Bis dahin dauert natürlich der Streik un- verändert fort. /* Obleute der im Streik befindlichen Betriebe. Am Montag, den 21. Oktober, vorm. 9 Vs Uhr, findet in den .Sophiensälen* eine Besprechung statt. « Durch ein technisches Versehen ist unter die in unserer Sonn- abend-AbendauSgabe veröffentlichte Erklärung der Gewerkschafls- kommission und der Fünfzehner-Kommission.Ende deS Heizerstreiks* in der Unterschrift der Name Blumenthal geraten. Genosse Blumenthal hatte nur den Auftrag, uns telephonisch die Erklärung zu übermrtteln. Wir werden gebeten, unser Versehen richtig zu stellen. « Eine Sammlung für die ausständigen Metallarbeiter unter den Angestellten der drei Nordstern-Versicherungsgesellschaften ergab 2SSt Mark, ein Zeichen, daß der Solidaritätsgedanke auch bei den VersicherungSangestelllen immer festere Wurzeln schlägt. « Tie Streikbrecher im Auto. Manche Unternehmer lassen sich ihre Zuneigung zu Arbeits- willigen etwa? kosten. So auch die Firma Zeppel u. Co. in der Ritterstr. 52. Die Arbeiter der Firma, einer Elektromotorenfabrik, haben sich ihren streikenden Berufskollegen angeschlossen. Den Unternehmern war eS am Sonnabend gelungen, durch Inserat zwei Streikbrecher für ihren Betrieb zu werben, die bei ihrem Ein- tritt den Streikposten durch die Finger gingen. Der Versuch, die Arbeitswilligen auf das Verwerfliche ihres Tuns, aufmerksam zu machen, mißlang, denn die Herren Arbeitswilligen schienen eine unbegrenzte Arbeitslust zu haben und verließen den Betrieb nicht. Schließlich wurde ihr Kommen wahrscheinlich, denn drei Schutz- leute erschienen auf der Bildfläche, die sich jedoch passiv verhielten. Plötzlich sauste ein Auto heran, die beiden nütz- lichen Elemente wurden verstaut, heidi, gingS los und dadurch ver- hindert, daß sie vom StreikbazilluS infiziert wurden. » Die Unverantwortlichen! Die.Freiheit* wendet sich in einem ärgerlichen Artikel da- gegen, daß seitens der alten Sozialdemokratie die Stillegung der Elektrizitätswerk« und der dadurch zum Ausbruch kommende StreikgegendreganzeBerlinerBevölkerung ohne Unterschied ihrer sanitären und sozialen Verhältnisse nicht gutge- heißen wird. Den Leutchen von der„Freiheit" mag es allerdings leicht fallen, einen solchen Streik zu begrüßen. Ihr Gewissen ist von jener r o b u st e n Art wie das derjen-igen, die unseren Ge- nassen auf ihre» Einwurf, daß sie entschieden gegen einen Streik Front machen, der das Leben der Säuglinge und Kranken und auch der Gesunden in Gefahr bringt, antworten:«Was kümmern uns die paar hundert Kranken; während des Krieges sind so viele Leute umS Leben gekommen und da habt ihr kein solches Geschrei darüber gemacht.* Das sagt genug! Die Solidarität ist der beste Zug in der Göwerkschaftsbewegung. Der Arbeiter ist seinen Klassengenoffen Solidarität schuldig. Die Million Berliner Arbeiter mit allen ihren Ange- hörigen nehmen für sich auch die Solidarität in Anspruch und verlangen, daß ihre Lebensbedürfnisse respektiert werden. Gerade aus Solidaritätsgefühl hätten die Städtischen Elektrizitätswerke unter allen Umständen fortgeführt werden müssen.. Daß das nicht geschah, ist ein schwerer Makel, der auf den schuldigen Arbeitern lastet. Die„Freiheit" polemisiert auch gegen das Plakat der Berliner Parteileitung der S. P. D. und gegen dessen sympathische Haltung gegenüber der„Technischen Nothilfe". Wir begrüßen diese hoch- herzige Parteinahme für die bedrohte Bevölke- r u n g. Wir begrüßen eS insbesondere auch mit Rücksicht auf die Achtung, die wir der ehrlichen Gewerkschaftsarbeit erhalten wissen wollen. Wenn das Plakat Wirkung gehabt hat und wenn es mitgeholfen hat, die Berliner Bevölkerung vor einer Stillegung sämtlicher Verkehrsmittel, der Krankenhäuser und der Kochherde zn bewahren, so»st dadurch«in Riejenmaß von Zorn und Abscheu, das unigung. zweifellos in der Bevölkerung deutlich geworden wäre, und das sich dann gegen die Streikenden gerichtet hätte, verhindert worden. Daß die größtenteils unabhängig besetzte Berliner G e- werkschaftskom Mission den Streik gegen die Berliner Be- völkermig billigt, ist ganz natürlich. Von den Herren, die die Mehr- heit dieser Kommission bilden und die ausschließlich ihrem rabiaten Mundwerk ihre Stellung verdanken, wundert uns überhaupt nichts mehr. Die Gewerkschaftskomnnssion veröffentlicht folgenden Be- schluß: Die Geloerkschaftökommission verurteilt auf das entschiedenste das Eingreifen der behördlich organisierten Streikbrecherorgani- sation(Nothilfe genannt) sowie des Reichswehrmintsters. Ilm das Eingreifen dieser Organisation und des Reichswehrministers für die Zukunft unmöglich zu machen, setzt die Gewerkschastskom- Mission eine Unterkommission zur Prüfung aller erfor- derlichen Mahnahmen«in. Alle der Gewerkschastskom- Mission angeschlossenen Organisationen Haiben dieser Unterkam- Mission aus Anfordern jede zu obengenanntem Zweck erforderliche Auskunft zu geben. Die Unterkommission gibt der Plenarversammlung Bericht und macht die zu obigem Zweck notwendigen Vorschläge. Die G e- werkschastskommission empfiehlt ferner allen angeschlossenen Organisationen, den Aus. schluß alller derjenigen Mitglieder vorzn- nehmen, die der„Technischen Nothilfe" ange- hören. Die darin ausgesprochene Bohkottempfehlung gegen die Aobeiter, in deren Herzen noch nicht alles Menfchlichkeitsgefühl erstorben ist, wird keinen schrecken. Wer nicht unabhängig ist, fft an sich nur zahlendes Mitglied in einer Reihe Berliner-Ge- werkschaften und hat schon längst die gewerkschaftlichen Ehrenrechte aberkannt bekommen. Die notwendige Folge dieser Ankündigung des Terrors wird sein, daß sich die Arbeiter nun erst recht der.Technischen Nothilfe" zur Verfügung stellen. » Ein verkehrsftreik. In den Verhandlungszimmern des Reichsarbeitsmini- steriunis ist am Sonnabend eine Einigung zwischen den beiden Parteien erfolgt. Ueber die Unparteiischen hat man sich verständigt und am Dienstag vormittag um 10 Uhr werden die Verhandlungen beginnen. Im Wirtschaft- lichen Leben Groß-Berlins tobt nicht nur der Streik der Metallarbeiter mit ungeschwächter Kraft weiter, sondern neue Streiks, darauf berechnet, das Verkehrsleben Berlins lahmzulegen, wurden im Laufe des Sonnabends wiederholt versucht. Wie bereits in unserer letzten Ausgabe berichtet wurde, ist der Versuch gemacht worden, de.n Verkehr der Großen Berliner stillzulegen. Das mißlang: nur ein Teil des Betriebes ruhte für einige Zeit. Inzwischen aber wurde ein Sympathiestreik der Städtischen Straßenbahnen propagiert, der zunächst einen besseren Erfolg zeitigte. Die Wagen wurden auf die Bahnhöfe gefahren und der Ver- kehr wurde eingestellt. Bald aber sahen die Streikenden, daß ihr Sympathie streik der einzige Verkehrsstreik war, den Berlin aufzuweisen hatte. Die natür- liche Folge war, daß die Angestellten der städtischen Straßen- bahnen die Arbeit wieder ausnahmen, so daß zurzeit der Grojl- Berliner Berkehr wieder störungslos sich vollzieht. Ueber die Ursachen der Streikbewegung wird uns be- richtet:„Auf Verfügung des Oberkommandos waren einige Ausschußmitglieder der Straßenbahn in Schutz- Haft genommen. Die dadurch entstandene Erregung führte zur teilweisen Einstellung des Straßenbahnbetriebes. Nach- dem durch Vermittlung der Straßenbahndirektion die Ver- hafteten wieder frei gelassen waren, wurde der Be- trieb wieder in vollem Umfange aufgenommen. Das Ge-' rücht, �das in der Stadt verbreitet war, daß die Straßen- bahner sich weigern, mit dem von der Nothilfe gelieferten Strom zu fahren, ist absolut unrichtig. « Amtlich wird zu dem versuchten Streik der Straßenbahner ge- meldet: In verschiedenen Stadtteilen Berlins ist es heute morgen zu Gewaltätigkeiten streikender gegen nicht« streikende Straßenbahnfahrer gekommen. Straßen- bahnwagen wurden angehalten und die Fahrgäste zum Aus- steigen gezwungen. Ein Teil der Wagenführer hat sich daraufhin geweigert, auszufahren, andere find in die Depots zurückgekehrt, da sie der Ansicht waren, daß genügender Schutz ihrer Person nicht gewährleistet sei. Um etwaigen Zweifeln zn begegnen, sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Verordnung de« Oberkommandierenden in den Marken vom 17. d. MlS. betreffend besondere Maßnahmen gegen die Bedrohung lebenswichtiger Betriebe noch zu Recht besteht und in allen Fällen zur Anwendung zu bringen ist, in der Versuch gemocht wird, lebenswichtige Betriebe zum Stillstand zu bringen. Die zum Schutz der Arbeitswilligen täligen Posten der Sicherheitspolizei haben Anweisung, überall da, wo sie Ber- gehen gegen die Streitvrrordnung vom 17. d. MtS. feststellen, im Sinne dieser Verordnung vorzugehen. » Differenzen in üen Elektrizitätswerken. In den städtischen Elektrizitätswerken ist e» zu einer vollen Arbeitsaufnahme am Sonnabend noch nicht gekommen. Die Ver- treter der Arbeiter und Angestellten der Städtischen Elektrizitätswerke erschienen Sonnabend morgen bei der Direktion und erklärten, sofort die Arbeit«inzustellen, wenn nicht der Arbeiterrat Silt und die übrigen in Schutzhaft Befindlichen sofort freigelassen werden. Die Direklion hat darauf- hin eine Aussprache mit dem Reichswehrminister herbeigeführt, die schließlich folgendes Resultat hatte: Die in Schutzhaft Befindlichen werden entlassen, wenn 1. die Arbeiter und Angestellten der Städtischen ElektrizitätS« werke die Arbeit in vollem Umfang wieder auf« nehmen. 2. Die während der Strciktage in Betrieben tätig gewesenen Arbeiter dürfen nicht wegen ihrer Arbeitswilligkeit schikaniert werden. 3. Den arbeitswilligen Arbeitern wird für ihre Arbeit eine besondere Entschädigung gezahlt, die nicht für den Streik- sonds in Anspruch genommen werden darf. 4. Die Arbeiter, die Sabotage getrieben oder versucht haben, werden entlasse». Ihre Entlassung darf jedoch nicht einen weiteren Streikgrund bilden. 5. Der SchlichtungSautschuß entscheidet endgültig über die in Entkasssung befindlichen Arbeiter. Bride Parteken mfter» werfen sich dem Schiedsspruch des SchlichtungSausschuffes. Die Deputation der Arbeiter hat sich verpflichtet, diese fünf Punkte in einer am Sonntag vormittag stattfindenden Versammlung der Streikenden zur Annahme zu empfehlen, so daß am Montag früh der volle Betrieb wiederaufgenommen werden kann. Die Vollversammlung der Hand w erker, Arbeiter und Arbeiterinnen der Städtischen Elektrizitätswerke findet heute fSonntag) vormittag, 10 Uhr, im großen Saale des„Stadthauses* statt. Die Tagesordnung lautet! Bericht der Verhandlungskommission. Beschluß über die Wiederaufnahme der Arbeit. Pflicht eines jeden Kollegen ist es, pünktlich zu erscheine«. Die Vertrauensleute der G. P. D. * Die Technische Nothilse berichtet: Fm Charlottenburger, Lich- tenberger und Schönower Elektrizitätswerk hüben die Arbleiter sich entschlossen, die Arbeit wieder aufzunehmen. Die Technische Not- Hilfe hat davaufhin, den Grundsätzen der Technischen Nothilse ent- sprechend, die Werke verlassen. Im Moabiter und Rummels- burger Elektrizitätswerk hält die Technische Nothilse den Betrieib voll aufrecht. Ju der Ueberlandzentrale genügte die Anzeige des Eingreifens der Technischen Nothilse, unr die Wiederaufnahme der Arbeit herbeizuführen. Sonnabend nachmittag traten die Arbeiter in den Berliner Postfuhrämtern in der Luckenwatder und Rtelchiorstraße in den Ausstand. Das Erscheinen der Technischen Nothilfe veranlaßte die Arbeiter, ihre Arbeit wieder auszunehmen. Das Eingreifen der Technischen Nothilfe ist überall reibungs- los von statten gegangen. Viele hundert Arbeiter haben sich bei der Technischen Nothilse gemeldet, mn die Sttllsgung der lebenswichtigen Betriebe zu ver- hmdern. « Technische Nothilfe in England. In England hat die Regierung eine Freiwillimnorganisation gebildet, die in solchen Fällen, wo lebenswichtige Betriebe bestreikt werden, zum Schutze der Bevölkerung eingreift. Die Organisation umfaßt nach einer Rede Lloyd Georges viele Tausende von Arbeitern. Lloyd George teilt mit, daß diese technische Nothilfe auch nach der Demobilisierung weiterbestehen werde. Zum hilfsbeamtenftreik. Der Magistrat Berlin teilt mit: Um die Besorgnisse ztz zerstreuen, die in den Kreisen der Hilfskräfte aufgekreten sind, als ob diejenigen Hilfskräste, welche Mitglieder der Ange- stelltenausschüsse gewesen sind, von der Wiedereinstellung ausgeschlossen werden sollten, hat der Magistrat eine Rundver- sügung erlassen, wonach bezüglich der Einstellung derjenigen Hilfs- kräfte, die Ausschutzmitglieder gewesen sind, entgegenkam- mend Verfahren werden soll. Insbesondere wird die An- nähme zurückgewiesen, als ob die Wiedereinstellungsaktion der im Streik gewesenen Hilfskräfte dazu bemutzt werden dürfe, den bis- herigen Mitgliedern von Angestelltenausschüssen wegen dieser ihrer Eigenschaft Benachteiligung bei der Einstellung zuteil werden zu lassen. Fälle, in denen sich der Ausführung dieser Grundsätze Schwierigkeiten entgegenstellen, sollen einer Beschtverdekommission- des Magistrats zur Entscheidung vorgelegt werden. Die Umstellung öer Reichsbetriebe. Mit der Ver w a ltung der Reichsbetriebe beschäftigte sich der H a u sh a l t s a u s s ch u ß der National- Versammlung beim Etat des ReichÄchatzmimsteriums. Die Hauptterwaltuug der Reichs betriebe ist dem Reichs ver- wertungSamt, einer Abteilung des Reichsschatzmini- stemnns, unterstellt. Ihre Aufgabe besteht darin, solche HeereS- und Marinewerkstätten, die sich einträglich gestalten lassen, ftir das Reich zu betreiben. In Frage kommen unter an- dereut die gesamten technischen Werkstätten in Spandau. Ha- nau, Siegburg, Erfurt und L i p p st a d t, die Reichswerft in Kiel, die Torpedowerkstall Friedrichsort und die Torpewwerft Wilhelmshaven. An der Spitze der Haupt» Verwaltung steht der Generaldirektor Weinlig. dessen Jahres- Vergütung auf 210 000 Mt. bemessen ist. Der Ausschuß war all- gemein der Auffassung, daß die Vergütung in dieser Hohe gezahlt werden müsse, um auch eine erstklassige Kraft für die Leitung dieser Riesenbetriebe zu erhalten. Ter Generaldirektor berichtete über die Umstellung der Reichsbetriebe in die Friedenswirtschaft. Bis zum Kriegsende waren in den Betrieben rund 240 000 An- gestellte und Arbeiter beschäftigt. Nach der Revolution haben sich viele verlaufen, so daß Hann noch 100 000 verblieben. Die Betriebe sollen streng nach kaufmännischen Grundsätzen geleitet werden. Versammlungen und Baden während der Arbeitszeit können nicht mehr geduldet werden. In der Pflichttreue müßten besonders die Beamten mit gutem Beispiel vorangehen. Wie der Reichsschatzminister ausführte, sollen von den etat-- mäßig angestellten Beamten in den Reichsibetrieben die besten und geeignetsten Kräfte auf Dienstvertrag wetterbeischäftigt wer- den, die anderen werden auf Ruhegehalt gesetzt. Wegen der Für- sorge für die zur Entlassung kommenden Beamten, Angestellten und Arbeiter ist ein Gesetzentwurf in Vorbeveitung. Die sozialdemokratischen Mitglieder begrüßten das angekün- digte Fürsorgegesetz, weil Beamte, Anwärter, Angestellte und Ar- beiter um ihre Zukunft sehr bangen. Für die kaufmännffche Ver- waltungsanlage der Betriebe müßten Beamte und Angestellte durch Kurse ausgebildet werden, weil möglichst alle Arbeitskräfte weiter beschäftigt wenden sollen; mit Abfindungen sei weder Arbeitern, Angestellten noch Beamtenanwärtern gedient. Werden Entlassun- gen unvermeidlich, dann sollte man dies« nur nach sozialen Grundsätzen und unter Gleichstellung der Friedensaiiyestellten mit den Beamten vornehmen. Di« Sozialdemokraten verlangen die volle Mitwirkung der Arbeiter- und A ng e st e l l t e n a u s- s ch ü s s e und die beschleunigte BewMigung der BeschasfungSbei- Hilfe. Die sogenannte Gnadenpenision für Arbeiter und Ange- stellte müsse verbessert werden. Ein Regierungsvertreter sagte die Zahlung der Beschaf- fungSbeihilfe für Angestellte zu. Die Zahl der Angestellten und Arbeiter müsse noch mehr vermindert werden. Mit den Ar- beiterorganisaiionen seien kollektive Verträge abgeschlossen. Die Derwalwng lege Wert aus ein gutes Einvernehmen mit den Ve° amten- und ArbeiterauSschüssen. Die Beratung geht am Sonnabend weiter. Kleine politische Nachrichten. Der Zcntrlimöabgeordnete Groebcr, dessen markante Er- scheinung mit dem langwallenden Bart allen Tribünen« besuchern bekannt ist. stürzte Sonnabend vor dem ReichStagsqebände ohnmächtig zusammen. Abg. Gröber erholte sich rasch unter den Händen eines Arztes und konnte in einem Auto in seine Wohnung gebracht werden. Sein Befinden gibt zu Besorgnissen keinen Anlaß. Streik und Beschaffuugsbeihilfe. Nach einem Beschluß der preuß'schen Landckversammlung vom 2. Oktober darf der zweite Teil der den StaatSarbeitern bewilligten Beschaffungsbeihilfe nicht gezahlt werden, wenn die Arbeitstätigkeit bis zum Zahltermin durch andere Gründe als durch Krankheit unterbrochen wird. Daraus folgt, daß sie an solche Arbeiter nicht ausgezahlt werden kann, die sich an einem E:rei k beteiligen. Dieser Beschluß'der Landesversammlung ist Gesetz geworden, bindet also sämtlich� Staatsverwaltung«». HewerWWewMng Hezirkstarif fm Üen mittelöeutschsn Sraunkohlen- bergbau. Nach lajigen und schwierigen Verhandlungen wurde am 16. Oktober für das jjfcfamte mitteldeutsche Braunkohlenrevier ein ein- hertlicher Tarif abgeschlossen, der endlich eininal mit der krassen Verschiedenartigkeit der Lohn- und Arbeitsbedingungen in den ein' zclnen Revieren aufräumt. Es ist ganz erklärlich, daß mit der Schaffung eines Einheitstarifes einige Reviere etwas einbüßen; die zurückgebliebenen Reviere aber viel gewinnen. Der Geltungs' bereich erstreckt sich von Kassel bis nach der O b e r l a ü> i h. Die Arbeitszeit beträgt 8 Stunden einschließlich einer halbstündiigcn Pause. Für Untertagearbeiter beginnt die Ausfahrt 20 Minuten vor Beendigung der Schicht, so daß die Arbeitszeit 7 Stunden und 16 Minuten beträgt. Für Ueber stunden an Werttagen werden b6 Proz., für außergewöhnliche Sonn tags arbeit 7S Proz. und für die hohen Festtage 166 Proz. Aufschlag gezahlt. Die Löhne sind durch eine besondere Lohntafel geregelt und betragen die sogenannten Spitzenlöhne für Häuer unter Tage, Handwerker und Maschinenpersonal ab 7. Oktober 19 M.. und ab der auf den 15. November folgenden Lohnperiode 26 M. Nach diesen Löhnen findet eine Abstufung der verschiedenen Arbeiter' gruppen statt. Die Steigerung beträgt für die Hallcschen Reviere pro Schicht durchschnittlich 5 M. pro Tag. Einheitlich geregelt ist auch das Kindergeld, und zwar werden für jedes Kind unter 16 Jahren pro Monat 8 M. gezahlt. Auch in der Urckaubs frage ist eine wesentliche Verbesserung eingetreten. Es werden nach einjähriger Beschäftigungsdauc/r 4 Tage, nach zweijähriger 6 Tage und nach mehr als dreijähriger 6 Tage Lohnurlaub gc' währt. Die Wartezeit kommt nicht mehr bei dem jeweiligen Ar- beitgeber allein in Frage, sondern es wird auch die Arbeitszeit auf allen dem Arbeitgeberverband angeschlossenen Betrieben in An- roch nu ng gebracht. Die Deputate sind ebenfalls einheitlich geregelt und betragen für Familienvorstände oder alleinige Er- nährer einer Familie 86 Zentner pro Jahr. Die Lieferung er' folgt unentgeltlich. Für fre/ks Geleucht wird pro Schicht 36 Pf. vergütet. Es wird auch freies Gezähe(Handwcrkzeug) geliefert und bei Nichtlieferung ein Geldbetrag von 26 bis 46 M. gezahlt. Soweit bisherige günstigere'Lohn- und Arbeitsbedingungen be- standen, die nicht allgenvein durch den neuen Vertrag geregelt sind, bleiben diese bestehen. Die Prüfung der Organi- sationszugehörigkeit durch Vertrauensleute der vertrag- schließenden Organisationen ist gestattet und werden Arbeiter, die sich dem Vertrag nicht unterwerfen, in Zukunft nicht beschäftigt. Ein geradezu infames Stückchen leistet sich in seiner Donners- tagsausgabe das„Hallefche Volksblatt". Es versucht die Arbeiter wieder einmal gegen die Leitungen der Gewerkschaften aufzu- putschen. Diesmal dürften sich die Herren aber doch verrechnet Htiben. Die Vertreter der Belegschaften, die für die Halleschen Reviere durchweg der U. S. P. angehörten, waren, soweit sie am Tonnerstag abend noch Kenntnis von der Bolksblattnotiz nehmen konnten, empört über ein solches frivoles Vorgehen eines unver- antwortlichen Zeilenschinders und werden ihre Schlüsse daraus ziehen. Gewiß sind nicht alle Wünsche der Arbeiterschaft in Erfüllung gegangen. Wenn aber nach den Methoden des„Volksblattes" ge- handelt würde, wäre eine weitere Zersplitterung der Bergarbeiter die Folge gewesen, weil eine Anzahl Reviere durchaus nicht nach den Rezepten des„Halleschen Volksblattes" kuriert werden wollen. Es ist endlich eine einheitliche Tarifgrund' läge geschaffen, auf der nun weiter aufgebaut lverden kann und «ruß._ Deutschösterreichischer Gewerkschaftskongreß. Die Gewerkschaftskommission Deutschösterreichs beruft für den t. Dezember 1919 und die folgenden Tage nach Wien den I. ordentlichen deutschösterreichischen sVIL österreichischen) Gewerkschaftskongreß ein. Die Tagesordnung lautet: 1. Konstituierung des Kongresses. Wahl der Bureaus und der Mandatsprüfungskommission, Feststellung der Präsenzliste. 2. Begrüßungen. 3. Berichte: ») über die Tätigkeit der Gewerschasiskommission; b) Kassengebarung der Gewerkschaftskommission; o) der Kontrolle. i. Der Ausbau der gewerkschasilichen Organisation(Industrie- gruppen und Betriebsorganisation). 6. Die Betriebsräte und der Aufbau der Produktion. 6. Sozialpolitik und Sozialversicherung. 7. Die Ernährung der Arbeiter. 8. Wahl der Gewerkschaftskommission. 9. Anträge und Anfragen, die bei obigen Punkten nicht erledigt werden konnten. Die Gewerkschaftsbewegung in Deutschöesterreich hat in den letzten Monaten einen gewaltigen Aufstieg zn verzeichnen. Die Tagung wird wesentlich dazu mit beitragen, den Wiederaufbau der daniederliegenden Wirtfchafr zu fördern. Hilfskräfte des Magistrats Berlin. Durch die Verhandlungen zwischen dem Magistrat und der Streikleilung ist die Wiedereinstellung der Hilfskräfte Verabredel worden. Schon am Sonnabend ist uns über zahlreiche N i ch t- wiedereinstellung Mitteilung gemacht worden. Wir fordern alle am Streik beteiligt gewesenen Kollegen aus, die sich bis Sonn- abend früh in ihrem Bureau zum Wicdereintrilt gemeldet haben, aber nicht eingestellt worden sind, einen Meldezettel mit folgenden Angaben bis Montag mittag 12 Uhr im Bureau des ZentralausschufseS, Breitestr. 11, abzugeben: 1. Vor- und Zuname des Nrchlwiedcreingestellten, 2. bisherige Dienststelle. 3. an- gegebene? Grund für die Nichtwiedcreinstellung, 4. ob Mitglied eines Angestelllenausschusses. Zentralverband der Angestellten. Freier Angestellten-Verband. Zentralausschuß der Hilfskräfte. Versammlung öer sozialösmokratisthen Holzarbeiter. Am Freitag tagte im großen Saale des GewerkschnftShauses eine stark besuchte Versammlung der Holzarbeiter, die der S. P. D. angehören. Der Reserenr Genosse W u s ch i ck kenn zeichnete die unhaltbaren Znsiände, die durw den �errorismus von linksradikaler. Seite im Gewerkschaktsleben seit Monaten ringe rissen sind. Aber jedes Gewaliregiment hat seine Zeit. So auch die von den Unabhängigen und Kommunisten in den Betrieben aus geübte Gewaltherrschaft. Jetzt ist eS allerdings noch in vielen Fällen so. daß für die Besetzung gewerkschaftlicher Vertiaucnsposten nicht Erfahrung, Tüchtigkeit und Zuverlässigkeit des Charakters. sondern nur das Bekenntnis zum unverfäliwten Räteshstem maß gebend ist. Dadurch ist jedem G e s i n n u n g s l u in p,e n. wenn er nur sagt, er stehe auf dem Boden des unverfälschten Rät* systems, die Bahn zu allen Ehrenämtern geöffnet. Es mawen sich aber schon sichere Anzeichen dafür bemerkbar, daß der Anhang der radikalen Schreier sich verläuft. Die Leserzahl des, Vor- w ä r t s" st e i g t langsam aber st e t i g. Die L e s e r z a h I der.Freiheit" nimmt rapide ab und die der„M o r g e n- p o st" vermehrt sich gewaltig. Die Nachläufer der blutigen Revolutionäre kehren also zu ihrer allen Liebe zurück.— Es ist notwendig, daß unsere Parteigenossen in den G* werkschasten und in den Betrieben sich den Terror von links nicht länger gefallen lassen, sondern aus dem Recht, ihre Meinung zu betätigen, bestehen. ES gilt der Vernunft freie Bahn zu schaffen. (Lebhafter Beifall.) Ein Diskussionsredner führte ein Beispiel dafür an, wie Streik- beschlüsse in den Betrieben gemacht werden. Der Redner arbeitet in einer Fabrik, wo Metallarbeiter und Holzarbeiter beschäftigt sind. Als darüber abgestimmt werden sollte, ob sich der Betrieb dem Mctallarbeiterstreik anschließen wolle, sagte der Vertrauensmann Ihr Tischler seid Scha'sköpse, ihr seid Mehrheitssozialisten, ihr dürft nicht m i t st i m m e n. Die Schlosser und Dreher stimmten dann allein ab und entschieden sich für den Streik. Mit diesem Resultat war aber die Fünfzehnerkommission nicht einverstanden. Auf ihr Verlangen mußte eine gemeinsame Versammlung der Metallarbeiter und Holzarbeiter abstimmen. Da stimmten dann 19 für und 13 gegen den Streik, der damit abgelehnt war, weil ich keine Dreiviertelmehrheit ergeben hatte. Um trotzdem die Fortsetzung der Arbeit zu verhindern, veriügte der Versammlungs- leiter, daß niemand den Saal verlassen dürfe. Die am Vormittag einberufene Versammlung wurde bis zum Nachmittag hingezogen. Jnzwilchen war der elektrische Strom ausgeblieben und es konnte aus diesem Grunde nicht mehr gearbeitet werden. Dann sagte der Vertrauensmann, die Holzarbeiter brauchen nicht mitstreiken, die dürfen arbeiten, Streikunterstützung bekommen sie nicht._ Gewerkschaftsmitglieder. Ain Mittwoch, den 22. Oktober, findet abends 7�2 Uhr im Meistersaal, Köthener Straße 29, ein Vortragsabend von Herrn OSkar Ludwig Brand und Frau Margarete Brand-Jacoby statt. Rezitationen aus den velschiedensten Dichtungen u. a. Goethe, Mörike, Lenau, Schiller, Eichendorff, Fontane. Storm usw. Vorzugs- karten zum Preise von 1,36 und 2,50 M. löuucn in unserem-Bureau von vormittags b'/.- bis nachmittags 3Vz Uhr in Empfang genom- wen werden Berlin SO. 16, Engelufer 15, 1 Treppe, Zimmer 15. Die Angestellte»- Bewegung im Lichte des Krieges und der Revolution, l. Organisation" Aerlagsgesellschast in. b.H.. Berlin 8 W63. Preis 1,50 M.) Unter diesem Titel ist kürzlich eine Schrift er- schieneu, die den Direktor im Verbände Deutscher HaudUiugS- gehilfen, Gustav Schneider. Mitglied der Natioitalveriammlung, zum Verfasser hat. In der 24 Seiten umfassenden Abhandlung wird versucht, die Ursachen für de» radikalen Slimmungsumschwung in der Angestellten-Bewegung aufzuzeigen.?kach der Aufsassimg des Verfassers sei dieser nicht zurückzuführen auf die Revolution, sondern ans die Kriegszeil mit ihrem Zwang und der gesteigerten wirtschaftlichen Bedrückung. Die Tatsache, daß der Verfasser den der Arbeitsgemeinschaft freier Angestclltenverbände angeschlossenen Organü'alionen mitersiellr, sie wollen die Angestellteilbewegung als ein Ä n h ä n gj e l der 'Arbeiterbewegung betrachtet wissen— eine Stellung, die lediglich von parteipolitischem Gesichtspunkte beeinflußt sei— zeigt zur Genüge, in welchen Jdeengängen er sich, auch noch nach der Revolution bewegt. Nicht als ein Anhängsel der Arbeiterbewegung betrachtet sich die moderne Augestelllensckmft, sondern als eine gleichberechtige organisatorische Macht, die in ständiger Wechselbeziehung mit der freien Gewerkschaftsbewegung an der Gestaltung einer neuen Zeil arbeitet. Der Verfasser hofft die Angestellten in Handel und Industrie in einem Sammelbecken zu vereinigen und sie zu einer EindeitS- gcwerkschaft zusammenzuschließen. Eine solche aus fester Grundlage ruhende Einheitsgewerkichaft werde stark genug sein, den Verbands- egoismus„einzelner Verbände" zu überwinden.» Den Zusammellichluß der Angestelltenverbände erstreben auch die freien Angestelllenorganisationen. Es kann jedoch nur von Nutzen sein, wenn alle bisher in bürgerlichen Jdeengängen be- fangenen Angestelllenorganisationen den großen Problemen der Zukunft mit Weitblick und Verständnis gegenüberstehen. Ein Sammelbecken von Angestelltenorganisationen mit veralteten Jdeo- logien auf Kosten großer Zukunslsgedanken ist vom Uebel. �Teictsche Telephonwcrke, Werk Niederschönewcide. Montag, den 26. Oktober, nachmittags 5 Uhr, im Lokal von Märzte, Oberschöneweide, Siemensstr. 5: Betriebsversammlung. Gestempelt wird in der Versa cum- lung.■ Tie Streikleitung. Zentralverband der Fleischer. Sektion Verkäulcrinnen und Sodengesellen. Montag, den 20. 10., abends 8 Uhr, im„Rosenthaler Hos', Rosemhaler Str. 11. Deutscher Musikerverbaiid. Ortsverwaltung Berlin. Mitglieder- Versammlung am Montag, dcn�20. Ollober, vormittags 91/, Udr, im VercinShaus, Kaiser-Wilhelm- Str. 31. Tagesordnung: Tarifvertrag für die Kinomusiler, Bericht des Kassierers, Ausbau der Organisation. SÄerkmeisterverband für das Buchbindergewerbe. Dienstag. den 21. d. M., nachm. 5 Uhr, im Restaurant„Zur Bierglocke", Belle-Alli- ancc-Str. l06, öffcnilichc Versammlung aller in Buchbindereien, Geschäfts- bücherfabrilcn und Buchdruckereien tätigen Wcrtmeister. Tagesordnung: 1. Bericht über unsere Tarisverhandlungen. 2. Beschlußfassung. Vertrauensleute der gewerblichen Angestellten aller Kriegs- organifatioiien. Am Montag, den 20. Oktober, abends 6 Uhr, Vertrauens- märmervcrsammlung im Königstadt- Kasino, Holzmarltslraße 72, Ecke Alexanderstraße. Zum Metallarbeiterftreik. Glübkörpersabrik Aucrlicht. Nach dem Beichlusz der Heizer und Maschinisten wird am Montag, den 20. Oktober, die Arbeit wieder ausge- nommcn. Die Streikleitung. Kliix Li Genost. Montag, den 20. d. MtS., pünktlich 1 1Uir: Betriebs- Versammlung. Auszahlung üliv. im„Schwarzen Adler", Schöneberg, Haupistrahe. Verlraucnslcuie um 12 Ubr dort Die Streikleilung. Dynamowerk Siemens« Tchnckert. Auszahlung am Montag, den 20. Ottober. Abtlg. 1—20 von 11—1 Ubr, Abiig. 3l— 5g von 1—3, Äblig. 60— 9t, M. B. II und Konsum von 3—5. Sämtliche Kontrollkarten müssen abgegeben werden. Nachzügler können nicht berücksichtigt werden. Die VeriranenSIeuie müssen um 9 Uhr oonn. zur Stelle sein. Elmowcrk. Siemens- Schuckerr. Montag, den 20. 10. 19, nachm. 2 Ubr. Betriebsversammlung, Moabiter Sladtthcater(Krone), Alt-Moäblt Nr. 47,48. Vertrauensleute eine Stunde früher einfinden. Die 1. Unter- stütznngszahlung mutz bis Montag, den 20. 10. 19. 12 Uhr mittags, abge- holt sein. Die 2. Zahlung findet Dienstag, den 21. 10., für Abt. 31—120 und Mittwoch, den 22. 10.. für Abt. 1—30 von 9—3 Uhr im Streiklokal statt. Zwictnich Sc Go. Kollegen und Kolleginnen i Die Quittungen für die zweite Anszablung müssen am Montag, den 20. d. Mts.. unterschrieben werden bei Arcnswaidc, Charlotlcnburger User 64. Der Arbcitcrrat. Bergmanuwerke, Rosenthal. Die restliche Streitunterstützung ist ain Montag, den 20. d. Mts., von 9—4 Uhr, im Slrcitlolal in Empfang zu Nehmen; eine spätere Zahlung findet nicht statt. Dje Streikleilung. Knorr-Breinsc. Montag, den 20., nachm. 2 Uhr, im Cafs„Bellevue", Lichtenberg, Hauplstr. 2: Betriebsversammlung. Vcriraucnsleute eine Stunde früher. � Die Streikleitung. Telefunken. Die Auszahlung der Streikunterstützung findet am Montag 10 Ubr in der Nalionaidielc, Komiugndantenslr. 62, statt, C. P. Gocrz-Bctricbe. Alle Kollegen, welche länger als eine Woche im Streik find, unterschreiben Dienstag 10— 2 Uhr die Quittung. Die Listen der Vertrauensleute müssen Montag früh abgeliefert werden, streik' lokal„Lindenparl", Lichterseide. Daselbst Stempelstelle. Siemens-Zchiickert. Autobau. Bahnhalle, Gllterbahn. Montag. 20, 10., vorm. 11 Uhr, Auszahlung der Streikunterstützung im Streiklotal. Mgabe der Kontrollkarten zur Extraunterstützung. ivtefsingwerke Rcinickendorf-West. Vollversammlung am Montag, 20., mittags 1 Uhr. bei Äüsler, Berliner Stratze. Zl. Borsig, Tegel. Die Kollegen werden ersucht, am Montag von 11 Uhr ab in den bekannten Lokaten ihr Geld abzuholen. Gleichzeitig müssen die 5tollegcn, weiche über drei Wochen im Streik sind, die Stempel- karlcn abgeben. Betriebsversammlung findet nicht statt. Entiassungspapicre sind mitzubringen. Berantlv. für den redaktion. Seil: Alsred Scholz, Neukölln: für Anzeigen: Theodor «locke. Berlin Bcrlag: Vorwärts-Berlag cs. m. b. H.. Berlin. Druck: Borwarts» Buchdruckerei und Berlagsanstalt Baut Sinacr u. Co. in Berlin. Linbenstr. 3. Hierzu 3 Beilage». a Wmig! LlclckiWtsiirbeittt. Willig! Heute vorm. 10 Uhr in der Stadthalle, Stralauer Strasse: Vollversammlung der in Elektrizitätswerken beschäftigten Heizer, Maschinisten und Berufsgenossen, sowie aller Handwerker und Arbeiter. iagesordnuna: l. S-rick» 6ec v-rhondlungsrommiision. 2. schlostfassung über roiedorausnahme der Arbeit. Eo ist Pflicht eines jeden Sefchättigten, zn erscheinen i ve- A Morltzplaiz Leipziger Straße Rosenthaler Straße Königstraße Besonders preiswerte Mäntel Paletot(Abbildung 2), drcivicrlellong, loscGIockcn- form mit Gürtel, hodistcllbarem Kragen, aufgesetzten Taschen und yi Jtä Knopfgarnitur, warmer Stoff in«•'ift Jw dunklen Farben...................*'■,v-r au» Mantel(Abbildung 1), fesche, elegante Form, molligem, modcfarbilcn Stoff, mit, ryf» Raglan- Ärmel, höchst cllbarem Kragen und Knopfgarnitur...... Damen kleide?1 i€lei der Stoffe Kostumstoffe 130 cm breit in 4 CtOO praktischen Farben............. XO Kostümstoffe 130 cm breit, C£00 reine Wolle, meliert........... Mantelstoffe in TerscMedenen S* nn Farben....................... OÖ Kleid«us Paillette Seide mit IQ£00 färb. Stickerei, jugendliche Form—«'«5 Kleid. Crepe de Chine; mit färb, ty Q£00 Stickerei und Verzierung...... 55 Mantelkleider reine Wolle, OQ£00 viele Ausführungen...........«a-v Seidenstoff© Schwarzer Taffet, gute IQ 00 Qualität.................. Meter XO Schotten für Birnen und OO00 Kinderkleider............Meter■' Serge, Halbseide, 100 cm breit, OQ50 e'-fenbeinfarbig........... Meter