Nr. 206. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertele jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuze band: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Bettungs- Preislis für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonna und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berling Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 5. September 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! " auch aus diesem Anlaß gleich wieder die bekannte Scheidung| Staatssekretär als einen Fehlgriff" bezeichnet, wenn man der Geister: die Bourgeoisie verräth die Selbstverwaltung dazu übergehen wollte, eine völlig neue Grundlage zu dort, wo sie ihr nicht paßt, weil sie von Arbeitern ausgeübt schaffen." Folglich sei gar kein Grund zur Beunruhigung Zur Vereinigung der drei Arbeiterversicherungen. wird, und geht mit voller Absicht stillschweigend an allen für die Unternehmer da. Das glauben wir auch; und es " " Seitdem der Vorwärts" mit seinem Leitartikel vom Attentaten vorüber, welche auf diese Selbstverwaltung geplant war ja gerade der Zweck unseres ersten Artikels, darauf 16. v. M. auf den Busch geklopft hat, sind zu der wichtigen werden. Dafür ist sie desto zäher in der Festhaltung hinzuweisen, welche arbeiterfeindliche Spitze die Ansichten Frage der Vereinheitlichung unserer Arbeiterversicherungs- ihrer Klassenprivilegien auch bei der Arbeiter- Versicherung. der Regierung über die Möglichkeit einer Vereinigung Gesetzgebung Aeußerungen zur Sache in der Preffe aller Ein solches Privilegium ist die Ueberantwortung der ge- der drei Versicherungsarten haben. Selbst bei solchen rein Parteien erfolgt. Es ist uns also gelungen, die Aeußerung sammten Unfall- Versicherung an die Unternehmer. Daran technischen Fragen fann man sich von der Voreingenommen des Herrn v. Bötticher vom 10. Juli d. Js. in das Licht darf nicht gerührt werden so rufen nationalliberale, heit gegen die Arbeiter und der Hinneigung zu den Unterder öffentlichen Kritik zu ziehen. Sie war bekanntlich ultramontane und konservative Blätter in schönem Dreiklang. nehmern nicht frei machen. In diesem Sumpf muß eben gegenüber einer Deputation von Kassenbeamten gefallen Lieber soll die drei- oder vierfach getheilte Versicherung die gesammte Sozialreform", sie mag wollen oder nicht, und lautete im Wesentlichen dahin, daß man in Regierungs- weiter durch ihre getrennte Verwaltung unsinnige Kosten ersticken. freifen an eine Zusammenlegung der sozialpolitischen machen, als daß man die wohlbefestigte Stellung der Be- Einstweilen kann also unser Warnungsruf an die Ges Gesetzgebung denke, daß man sich aber über die Behand- rufs Genossenschaften aufgiebt. In den berufsgenossens nossen, wenigstens bei den Krankenkassen auf dem Posten zu sein, lung der Krankenkaffen noch nicht klar sei. Da aber gerade schaftlichen Kreisen ist man über. die denselben ein- nur verschärft wiederholt werden. Es liegt heute ein neuer bei den Krankenkassen die Arbeiter die Möglichkeit haben, die geräumte Selbstverwaltung sehr zufrieden Grund vor, zu dieser Wachsamkeit zu mahnen. Die Bes Verwaltung selbst zu führen, so ergab sich, daß die Regierung und die lettere den Berufs Genossen amten der deutschen Orts- Krankenkassen, deren Deputation einen ziemlich reaktionären Plan der Zusammenlegung schaften zu entziehen, würde geradezu ein sozialwir jene Mittheilung über die Aeußerung des Herrn hat. Nirgends ist auch inzwischen eine Berichtigung der politischer Fehler sein." So schreibt die Bolts- v. Bötticher verdanken, schicken sich eben an, für einen Vers ministeriellen Aeußerung erfolgt, weder bei der Quelle, der wirthschaftl.Korr." der deutschen Industriellen, und die national- band Propaganda zu machen, den sie zur Wahrung ihrer wir die Nachricht entnahmen, noch bei uns, die wir sie liberalen Blätter drucken es getreulich und verständnißinnig Interessen im Januar d. J. gegründet haben. Das ist ihr wiedergaben, noch an dritter Stelle. Sie darf. also als nach. Um diese Kraftstelle sind als Ausschmückung einige andere gutes Recht. Aber die Propaganda erfolgt unter eigenthüme authentisch gelten. Je schweigsamer aber der Minister selbst Gründe" gegen das Aufgehen der Berufsgenossenschaften lichen Umständen, welche die Aufmerksamkeit der Arbeiter blieb, desto geschwätiger wurde die bürgerliche Preffe, und in eine Gesammtversicherung gruppirt: die Unfall in den Orts Krankenkassen herausfordern. Die neueste die Bekenntnisse schöner Seelen, die dabei zu Tage famen, verhütung würde bei Aufhebung der Berufsgenossenschaften Nummer der Berliner Arbeiterversorgung" bringt die erste bestätigen den Argwohn, den wir von Anfang an äußerten. leiden, während wir aus Dußenden von Aussprüchen un- Nummer der Mittheilungen" dieses Verbandes, und daraus ... Rein einziges der bürgerlichen Blätter parteiischer Fabrikinspektoren wissen, daß die berufsgenossen- geht hervor, daß die Herren Orts- Krankenkassen- Beamten ist für die Selbstverwaltung der Arbeiter fchaftliche Unfallverhütung unter aller Kritik ist u. s. w. in Loyalität gegenüber den Regierungen schwimmen. Sie beiden Krantentassen und bei der übrigen, eventuell Bur Noth will man sich sogar zu Zugeständnissen ver- wollen die Rechte einer juristischen Person erwerben, vereinigten Versicherung eingetreten. In diesem Punkte stehen, eine Vereinfachung des Meldewesens einführen und demüthigst bei der Regierung petitioniren, durch eine pflichtet die Bourgeoisie vom Freifinn bis zu den Junkern dem Arbeitervertreter bei den Berufsgenossenschaften mehr als besondere Enquete Stoff zur Revision der VersicherungsMinister völlig bei, der die Krankenkassen offenbar soviel bisher mitsprechen lassen- alles nur, um das Heft nicht gesetze liefern zc. Hier rathen wir den Arbeitern in den als möglich isoliren will. Es stimmt dies ja auch mit aus der Hand zu verlieren! Daraus fann geschlossen Orts- Krankenkassen aufzupassen. Die Rassenbeamten sind dem sonstigen Verhalten der Unternehmerseite in Kranken- werden, welchen ungeheuren Vortheil die Unternehmer in der Hauptsache angestellt und bezahlt von den Arbeitern. faffen- Angelegenheiten überein. Unsere Genossen sind an die dadurch haben müssen, daß sie die Unfallversicherung ver- Es würde ihnen sehr gut stehen, sich durch ihren Verband stille Obstruktion aller Unternehmerelemente in den Orts- walten, wie es ihnen paßt. Die Volkswirthschaftliche zunächst in Fühlung mit den Arbeitern zu setzen und deren frankenkassen bei Wahlen, Einführung von Verbesserungen Korrespondenz" bezeichnet es als einen Hohn", den Ge- Wünsche zu studiren, um sie mit Hilfe ihrer Geschäftsund so weiter längst gewöhnt. Und die Unternehmerpreffe danken an eine Beseitigung der Berufsgenossenschaften auch erfahrung nach Oben zu vertreten. Sollten sich die Beamten pflegt seit Langem über die vereinzelten Fälle, in welchen nur auszusprechen und die hochkonservative Schlesische 3tg." etwa einfallen lassen, die Liebediener bei der Regierung zu die Arbeiter bei der Rassenverwaltung nicht gleich die tröstet sich mit dem„ Hannöverschen Courier" durch den spielen, so hätten die Arbeiter sehr einfache Mittel in der richtigen Wege finden, großes Halloh zu erheben, während Hinweis auf eine Aeußerung Herrn von Boetticher's, die Hand, um sie auf ihre eigentliche Aufgabe aufmerksam zu sie die großartigen Ergebnisse glücklicher Arbeiterverwaltung dieser zum Berufsgenossenschaftstage in Dresden am 5. Juni machen. Also aufgepaßt auch hierin! in tausend anderen Fällen todtschweigt. So vollzieht sich d. J. gethan habe; dort habe es der redegewandte Herr Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von E. Spindler. " = hold, wenn Ihr meint. Ich liebe raschen Entschluß, und-D sieh, sieh, Dagobert!" sprach Diether entzückt; sieh denselben rasch zu vollführen."-" Geh', wohin Dein Herz diesen beleidigten Engel, der für die Beleidigerin bittet. Dich zieht," versetzte Diether; die Mutter wird vom Ich lese in Deinen Augen gleiche Wünsche, aber, um nicht Himmel herab Dich segnen, und Dein Bruder Johannes weich zu werden, entziehe ich mich lieber Euren Bitten, bis 131 Deiner Tugend huldigen. Ich gehe, um den Dechant und ich kälter und ruhiger geworden bin."- Er ging rasch den Vater Reinhold von Deinem freien Willen zu unter- hinaus, und Dagobert sagte kopfschüttelnd:" Der Vater richten. Im Barfüßerkloster wartet meiner ohnehin eine gleicht einem gewandten Gesellen, der auf der Mummerei andere Pflicht. Der Mönch, der mir von Wallrade Kunde Tag und Nacht vorstellt. Argwöhnisch und gehässig in brachte, ist genesen, und soll meinen Dank empfangen. Reinhold, einer Stunde, entzückt und das Vertrauen selbst in der ihn in der Krankheit oft gepflegt, betheuert, der Mann der andern. Ich sehe, nur ein guter Schiffer vermag ficher " Nicht doch, mein Vater," unterbrach ihn Dagobert ge- sei nicht Priester, sondern von ritterlicher Herkunft, wie durch dies trügliche Meer zu steueen. Euer Schifflein jelaffen und heiter: der würdige Herr mag diese Mühe er aus Worten vernommen, die seinem Wunde in der doch, meine Muter, geht hohl und einer Klippe zu. sparen, wie Ihr die Sorge, nach Morten zu suchen, die Hige des Fiebers entwischten. Wie dem auch sei, ob eine Sprecht;" fuhr er zu der Verlegenen, sich herabneigend, Eure Absicht aussprechen sollen, ohne mir wehe zu thun. Ordensregel, ob ein Unglück oder ein Gelübde den Mann fort: Sprecht doch, ehrsame Frau! Wie mögt Ihr doch Nicht Ihr, nicht Herdan, nicht Reinhold, nicht einmal der in seine Rutte zwang; ich will ihm vergelten, so gut ich's ein lügendes Schweigen der Wahrheit vorziehen, die sich Ohm, die Hauptquelle dieser Einwirkung der Kirche... vermag; denn er war mir immer ein froher Bote, und überall Bahn bricht: Noch, wie ich höre, weiß mein Vater feiner von ihnen fügt mir dadurch ein Leides zu, sondern seine Botschaft darf nichts gemein haben mit meinem nichts von dem falschen Johannes. Und ich bat Euch doch ihre Worte sind aus meiner Seele genommen. Ja, mein Bwiste mit Wallraden." Wallrade! die Unglückliche so sehr! Soll ich denn reden an Eurer Statt? Und Bater: ich will Priester sein, und will den Bischof um die und Unselige! rief Dagobert theilnehmend aus: Wo ist mnß ich es nicht vielmehr?" Bater Reinhold rieth mir Weihen bitten, sie mir nicht aufdringen laffen." Sohn! fie? sicher nicht in diesem Hause, denn ich sehe, hier wobnt zu schweigen;" antwortete die Betroffene ängstlich:" Seine Dagobert!" rief der Vater entzückt, so schnell am Biele zu endlich der Friede."„ Ja wahrlich, bekräftigte Diether, Klugheit Sucht hinter Eurer Lüge die eigene sein: ist es möglich, daß ich recht hörte? Du wolltest? mit einer herzlichen Umarmung seines Weibes:" Der kühne wohlgemeinte- zu verbergen, mit welcher er Euren Leumund wahrlich, Du bist mehr als ein gewöhnlicher Mensch, und Gang zum Bannstein hat Margarethen gereinigt in meinen rettete;" unterbrach sie Dagobert: aber ihn trifft nicht grenzest an den Heiligen, der dort- Dein Ebenbild Augen wie ein heiliges Feuer. Sie ist eine wackere Haus der Bliz, der Euer Haupt nicht verfehlen würde, erführe von der Wand herab uns zulächelt." Dagobert warf frau, eine biedere Mutter, und pflegt mit voller Liebe den mein Vater durch andere Zungen, was sich begeben. Ver schnell den Blick auf das Gemälde, welches den heiligen Ruaben, der uns fast so schnöde verloren gegangen wäre, achtet doch endlich die Winkelzüge. Ihr habt mich einst Gcorg in seinen Zügen darstellte. Seine Bescheidenheit durch die Schlange, meine Tochter; durch mein eigenes Kind! fehr geliebt, Ihr liebt mich noch; wie eine treue Mutter hatte nie geahnt, daß dieses Bild ihn selbst vorstelle, und Ha, diese That hat mich empört, wenn ich ihr gleich den ben frommen Sohn, denke ich. Thut mir doch zu Liebe er erröthete. Dann verneigte er sich vor Margarethen, und Fehltritt verziehen hätte, der sie in jenes Edelmanns Arme jenes Geständniß, das Euch süße Früchte tragen wird. redete: Ehrsame Frau, Euer Befehl schuf jenes Bild, und führte. Gott schüße ihr unglücklich Kind, das, wer weiß Thut es bald, denn die Zeit verrauscht, und jeder Tag ich muß Euch herzlich um Vergebung bitten. Ich dachte, auf welchem Strom des Lebens jego schwimmt, aber sie, tönnte Guch unrettbar verderben. Ueberlegt, und laßt mich, vom Haus geschieden, in schlechterm Andenken bei Euch zu die nichtswürdige Tochter und Mutter, will ich nicht mehr tehr' ich wieder, Euch entschlossen finden." ftehen. Ihr jedoch, mein Vater, preiset allzusehr mein wiedersehen, kein Wort mehr von ihr hören. Möge fie in Kurze Zeit, bevor Dagobert aus seines Vaters Hause schwach Verdienst. Ich bin kein Heiliger, begehre auch nicht, dem Hause der Reuerinnen, wohin fie fich grollend zurück ging, um sich zu seinem geliebten Lehrer Johannes zu bes es zu sein; aber wohl ein gehorsamer Sohn und ein Mensch, zog, Reue lernen und Gefühl. Ich bin mit ihr fertig." geben, hatte der Herr von der Röhn, von den Schmerzen der allein sein will mit Vergangenheit und Gegenwart. Ach, lieber Herr," seufzte Margarethe:„ bezwingt doch des heftigen Fiebers erstanden, das Barfüßerkloster verEs bleibt dabei, mein Vater. Morgen, heute noch spreche diese Unversöhnlichkeit. Bedenkt, in welchen Jammer uns laffen um zu luftwandelnd im Strable des sommerlich ich mit Pater Johannes über diese Sache, oder mit Rein- Eure Härte ohne Gottes Beistand gebracht haben würde." leuchtenden Tages, neue Kräfte zu gewinnen und seine -" Turnverein zu Ravolzhausen, dem der Sohn des Beschwerde waren fo führers angehört, im letzten Jahr eine rothe Fahne als Vereins- Anarchisten und Versammlungschikanen untauglich zur Bekämpfung der und fonftigen Umstürzler, aber soEin neues Mittel, die Sozial- s nun durch die stattgehabten Ermittelungen feſtgeſtellt, daß der Die vorgeschlagenen Bereinsdemokraten unschädlich zu machen fahne angeschafft hat und daß diese bei einer Feier des Vereins wohl geeignet zur Belästigung der bürgerist entdeckt worden und zwar ganz in der Nähe von Frank- am 15. April d. J. auf deffen freiem Turnplaz gehißt worden lichen Oppositionsparteien, daß felbft blöde Augen furt a. M., in Langenfelbold bei Hanau, vom dortigen Königl. ist. Die rothe Fahne ist die Versinnbildlichung der internatio- die interlist und die verborgenen 3 wecke der anAmtsgericht( gez.) Spindler". Hierüber berichtet die Frankfurter nalen Revolutionsideen. Deren Anhänger find, jedenfalls der geblichen Staatsretter zu erkennen vermochten. Dieses Vorspiel Boltsstimme" das folgende: In einer Ortschaft des Bezirkes großen Mehrzahl nach, Leute, deren Liebe zum Vaterland, Ghr hat die Wähler hoffentlich„ helle" gemacht. Wenn es aus Anlaß Dieses Amtsgerichts gehört der 16jährige Sohn eines Arbeiters M. furcht vor Recht und Gesetz und Obrigkeit und felbft Religion gescheiterter Zwangsgesetze zu„ Angitwahlen" fommen sollte, so dem dortigen Turnverein an. Eines schönen Tages wurde W. und Gottesfurcht Gegenstände des Spottes und der Verachtung wird sich der besonnene Wähler sagen: Es handelt sich in Wirk( Der Vater) auf das Amtsgericht geladen und aufgefordert, daß sind. Die Theilnahme an einem organisirten Verband, in welchem, lichkeit nicht um die Grundlagen der Staats- und Gesellschaftser seinen Sohn zum Austritt aus dem Turnverein veranlasse. wie das Vereinswahrzeichen bekundet, folche Anschauungen zum ordnung", sondern erstens um 100 Millionen neuer Steuern, Denn der Turnverein befasse sich nach amtlichen Mittheilungen mindesten ausgesprochene Billigung finden, kann der heran- welche die fünftige Kartellmehrheit Herrn Miquel gern bewilligen mit Politit, er habe sich durch eine zweistündige Hissung einer wachsenden Jugend nur zum Verderb gereichen. Es ist deshalb möchte, und zweitens um die Beseitigung des Reichsrothen Fahne als Anhänger einer revolutionären Gesellschaft eine grobe und zur Anwendung aller gefeßlich zulässigen tags Wahlrechts, das die Kartellmehrheit sofort öffentlich bekannt und zu seinem Vorsitzenden einen gewiffen Gegenmaßregeln nöthigende Pflichtvergessenheit der für ihre Er- im Geiste Geiste der Geldherrschaft verunstalten gewählt, welcher vor einiger Zeit in 2. einer Gesellschaft anziehung Verantwortlichen, wenn sie, wie dies der Beschwerde- wird!" gehört habe, in der Einrichtungen der evangelischen Kirche führer in seiner brieflichen Erklärung gethan hat, troh erfolgter auf das schwerste verhöhnt seien. Ferner wurde F. befragt, ob Erinnerung an ihre Pflicht, sich weigern, die ihrer Erziehung Die ,, Post" des Herrn Stumm begeistert sich heute es richtig sei, daß ein großer Theil der erwachsenen mit unterstellten aus einem folchen Berein herauszunehmen. Das für das belgische Wahlrecht mit seinem Pluralstimmenſyſtem. glieder des Turnvereins dem politischen Vereine„ Arbeiterschuh" Amtsgericht hat hiernach mit Recht dem Beschwerdeführer das Alles was die politische und wirthschaftliche Uebermacht der angehöre, was W. bejahte. Auf Vorhalt, daß es doch überhaupt väterliche Entziehungsrecht entzogen, und es wird diese Maß- Befizenden noch mehr stärkt, ist den Beauftragten Königs nicht passend erscheine, daß minderjährige Personen einem regel so lange aufrecht zu erhalten fein, bis er anderen Sinnes Stumm recht. politischen Vereine angehörten, hat er erwidert, darüber bestimme geworden sein und genügende Garantien für fernere Wahrung Das Vereinsgefeß. Auf den weiteren Vorhalt, daß das Vor- feiner Erziehungspflichten gegeben haben wird." ,, Gefährlicher als die Anarchisten" sind die So= mundschaftsgericht nicht dulden könne, daß minderjährige PerSo lautet wörtlich die landgerichtliche Entscheidung, die wir zialdemokraten- das hat Herr Lieber entdeckt. sonen einer Gesellschaft angehörten, welche sich öffentlich als Ver- in unserer Ueberschrift ein neues Mittel, die Sozialdemokratie Die Entdeckung ist nicht neu. Lange bevor die verunglückte treter der Revolution bekennen und gerichtsbekanntermaßen jeder unschädlich zu machen, nannten. Und dies mit Recht. Denn Windthorst- Kopie auf den Gedanken kam, hat Herr Puttreligiösen Anschauung und der herrschenden Sitte widersprechen, nach dieser Entscheidung würden die Gerichte nicht dabei famer es schon ausgesprochen. Und auch die französischen hat er sodann erklärt, er werde seinen Sohn abmelden, doch stehen bleiben können, die Väter zu zwingen, ihre Söhne von Anarchistengesehler wußten es, denn sie machen nur Jagd halte er sich nicht für verpflichtet, seinem Sohn den Wiederein Sozialdemokratischen Vereinen fernzuhalten. Sie müßten tritt in den Verein zu untersagen, wenn derfelbe das 18. Lebens- vielmehr jedem Sozialdemokraten das Erziehungsrecht entziehen. auf das gefährlichere" Wild. jahr vollendet habe. Anstatt seinem Versprechen nachzukommen, Denn viel gefährlicher als ein Verein, der zur rothen Fahne Ueber den Militär Strafprozeß ist, wie dem hat W. sich an die bekannte in Frankfurt a. M. erscheinende hält, ist offenbar ein solcher Bater. Er wird bemüht sein, ja es Braunschweiger Tageblatt" von wohlinformirter Seite mitZeitung Boltsstimme" gewendet und auf grund einer Notiz im geradezu für seine Pflicht ansehen, feine Kinder aufzuklären, fie getheilt wird, ein Gesezentwurf zur Abänderung des Ver Briefkasten ein Schreiben an das Gericht gefendet. Borliegend," für die Ideale der Sozialdemokratie zu begeistern, alfo für die fahrens in der That ausgearbeitet worden und liegt gegen lautet die Entscheidung des Amtsgerichts( gez.) Spindler",„ handelt Ideale, deren Versinnbildlichung die rothe Fahne ist. Und als fahrens in der That ausgearbeitet worden und liegt gegenes fich offenbar um einen Mißbrauch des Erziehungsrechtes durch Bater hat er hierzu nicht nur viel öfters Gelegenheit, sondern wärtig dem Kaiser zur Entschließung vor. Der Gefeßentwurf Nichtausübung desselben, durch Vernachlässigung der Erziehungs- fein Wort hat auch eine viel größere Bedeutung, sein Beispiel bezwecke aber nicht, analog dem bayrischen Gesez, das pflicht. W. will seinen Sohn nicht aus dem fraglichen Verein einen viel entscheidenderen Einfluß auf seine Kinder, als dies öffentliche und mündliche Verfahren in Militärherausnehmen, obwohl er bestimmt weiß, daß in demselben seitens irgend eines Vereines der Fall sein kann. Es müßten Straffachen einzuführen. Glemente überwiegen, welche vaterlands- und religionslos sind also all' denjenigen Eltern, welche in den Berdacht kommen, daß Das Militärgerichtsverfahren scheint demnach nach Maßund der bei uns herrschenden Sitte widersprechen und sogar so sie zur rothen Fahne halten, die Kinder fortgenommen werden. gabe der Leute, die es wissen müssen, das Licht der Deffentweit gegangen find, daß sie den Verein als solchen durch ein Derjenige, der dies vermeiden will, muß ängstlich be- lichkeit nicht zu vertragen. allgemein verständliches Abzeichen als Träger des Gedankens der forgt sein einen solchen Verdacht von sich fernBerliner Btg." Sind denn die Herren der Berl. 3tg." so unwissend, daß ihnen unbekannt geblieben ist, daß Johann Jacoby sich voll Ekel und Verachtung von den fortschrittlichen Mannesseelen abgewandt hat und in seinen letzten Lebensjahren als Sozialdemokrat für die Befreiung des arbeitenden Boltes gewirkt hat. Auf diesen Schuhgeist müssen nun die um Richter verzichten. Der wäre auch zu gut für diese Gesellschaft. Revolution, und zwar recht eigentlich der politischen Revolution zuhalten. Wer würde da noch wagen, irgend eine Der Geift Johann Jacoby's möge über den Parteiöffentlich gekennzeichnet haben. 2. weiß also, daß sein urtheils- Sozialdemokratische Zeitung zu halten, einem folchen tag der freisinnigen Volkspartei schweben, das wünscht die Tofer, jugendlicher Sohn in dieser Umgebung zu einem vaterlands- Vereine beizutreten, sich an einer sozialdemokratischen Versammi lofen, religionsfeindlichen und sittenlosen Menschen heran- lung oder einem derartigen Fefte zu betheiligen? Ja schon die wachsen muß, unterläßt es aber, dies zu verhindern. Er ge- Thatsache, daß ein Arbeiter sich von den gutgesinnten Zeitungen, fährdet also durch sein Verhalten das geistige Wohl seines Kindes, Vereinen, Bersammlungen u. f. w. fernhält, tönnte verdächtig und da er durch sein Schreiben und die darin kundgegebene werden. Sollte aber selbst die Liebe zu ihren Kindern die Eltern Abhängigkeit seines Dentens und Handels von den Rathschlägen nicht dieser„ Ordnung" zuwenden, so werden ihre Kinder bereits einer gerichtsbekanntermaßen mehrfach vorbestraften Person, im zartesten Alter in irgend eine fromme Erziehungsanstalt eines gewissen Hoch in Frankfurt a. M. ebenso wohl seiner gesteckt, und dort wird ihnen dann die gute" Gesinnung gehörig Widerspenstigkeit und Auflehnung gegen obrigkeitliche Anord- eingebläut. nungen, wie feine Unfähigkeit selbständig die Erziehung seiner Auf diese Weise wird die sozialdemokratische Gefahr" beKinder zu leiten, dargethan hat, erweist sich als nothwendig, die seitigt ohne alle Ausnahmegesetze, ohne daß die Regierung mit Person des Kindes durch Einschreiten des Vormundschaftsgerichts den Abgeordneten lange verhandeln muß. gegen geistige und filtliche Verwahrlosung zu schützen und nach Wahrlich! dem Entdecker dieser herrlichen Idee muß das Lage der Sache erscheint die Entziehung des Erziehungsrechtes Herz im Leibe hüpfen nur schade, daß diese Entscheidung als einzige zum Ziele führende Maßregel." ficher von der höheren Behörde aufgehoben werden muß, denn Natürlich wurde hiergegen Beschwerde erhoben. Das sie ist nach unserer Ueberzeugung unhaltbar. tönigliche Landgericht zu Hanau aber hat in seiner Sizung, genommen Theil Landgerichts. Den Berliner ,, Arbeiterverein", der bei den Reichstags- Wahlen die Hauptarbeit für die freifinnige Volkspartei macht, hat Richter, vorsichtig wie er ist, in seiner Freis. Btg." vor einigen Tagen verleugnet. Jetzt weiß man warum. Gestern hat er nämlich eine Herrn Richter wohl sehr unangenehme Resolution zum Entwurf des neuen Parteiprogramms gefaßt. In derselben werden gefordert: 1. Das allgemeine, gleiche, nur zu allen Direktor Boysen, Sandgerichtsrath Dr. Brandt, 8. Za Dolitische Ueberlicht. nicht gefeßgebenden Körperschaften in Reich und 2. 3. richter Kehr die Beschwerde zurückgewiesen. Begründet Berlin, den 4. September. Einzelstaaten, sondern auch in den Kommunen für wird dies in folgender Weife: Der Vater, der den Eintritt feines minderjährigen Sohnes in einen politischen Verein, des Reichstagswahlrechtes, das ist der geheime Zweck Hundert Millionen nene Steuern und Beseitigung alle beimathsberechtigten Männer. 2. Trennung der Kirche von Staat und Schule, Aufbau des soweit dieser Eintritt überhaupt gesetzlich zulässig, gestattet oder bulbet, verlegt damit allein seine Erziehungspflicht noch nicht. Ver- der Befürworter der neuen Ausnahmegesetze. Sehr treffend gesammten Unterrichts auf der Boltsschule, unentgeltlichkeit des folgt aber ein Verein, einerlei, welche besondere Zwecke er sich setzt dies der die Interessen des rechten Flügels des Ben Unterrichts und der Lehrmittel. 3. Verbot der Fabritarbeit von verheiratheten Frauen, der fete, un welcher politischen Richtung er etwa angehöre, austrums vertretende Westfälische Merkur" auseinander. Er Erwersarbeit von Kindern unter 14 Jahren, möglichste Gingesprochenermaßen Tendenzen, die gegen Recht, Sitten, Religion schreibt: schränkung der Arbeitszeit für unverheirathete Arbeiterinnen und oder verwandte Güter gröblich verstoßen, dann ist es die in der Allem Anscheine nach fühlen sich die leitenden Kartell- jugendliche Arbeiter, Erstrebung eines gesetzlichen MaximalarbeitsErziehungspflicht begründete Pflicht des Baters, den Sohn von politifer jetzt ftart genug, den Umweg über den preußischen tages für erwachsene Arbeiter. diesem Berein fernzuhalten. Denn bei der Erfahrungs- und Zensus- Landtag aufzugeben und geraden Weges auf ihr Ziel Stellung aller gegen Lohn oder Gehalt arbeitenden Personen Urtheilslosigkeit und der dadurch bedingten leichten Bestimmbar loszusteuern: Ang st wahlen, um eine Kartell mehr unter die Gewerbeordnung, also auch der Dienstboten und feit des jugendlichen Alters bestände die dringende Gefahr, daß heit im Reichstage zu erreichen. Die schrecklich aus- ländlichen Arbeiter, der Handlungsgehilfen und Bureaujene Güter, die von jedem Gesitteten werth gehalten werden gemalte fozialdemokratisch- anarchistische Gefahr soll daffelbe er- Angestellten, fomit Ausdehnung des Koalitionsrechts beziehungs müssen, unter dem Bann der Vereinstendenzen und dem persönlichen reichen helfen, wie 1887 die Baracken und die Pikrinsäure Bouweise der Zuständigkeit ber Gewerbe- Schiedsgerichte auf biefelben. Einfluß insbesondere der älteren Vereinsmitglieder den jungen Leuten langer's. Wenn der Plan der preußischen Sondergesetzgebung Neben Sicherung der Koalitionsfreiheit Ertheilung von Kor verächtlich gevocht und dauernd entfremdet würden. Borliegend jetzt aufgegeben sein sollte, so hat er doch sein Gutes gehabt. porationsrechten an Arbeiterverbände aller Art. Literarisches. Wenn wunderliche Lage genau zu bedenken. Schon im einsamen früher, dämmernder Beit. Wer bist Du, Maid?" Krankenzimmer des Klosters hatte er gehört, daß Diethers stammelte er betroffen und hielt die Bettlerin mit zitternden Tochter zurückgekehrt war aus der Haft des räuberischen Händen fest: Wer bist Du, Unglückliche und wessen ist das Die Geschichte des Sozialismus in Einzeldarstellungen. Bechtrams, der ein blutiges Ende gefunden. Er lenkte unkind?"- Seiner heftigen Bewegung zufolge fiel die Erster Band: Die Vorläufer des neueren Sozialismus. Redigirt von willkürlich halb und dennoch halb von Sehnsucht getrieben ,, Kapuze von seinem Haupte, und sein Antlig erschien im infung E. Bernstein und St. Kautsky. Stuttgart. Verlag von J. H. W. Diez. feine Schritte nach Diethers Wohnung. Er umschlich sie Sonnenlicht der bestürzten Magd so schrecklich und drohend, 1. Heft. 66. 1-32 Zerifon 80. Preis 20 Pf. einigemale, und lugte empor zu den Fenstern des Hauses daß sie aufschrie:" Um aller Heiligen Willen! Herr von Mit dem vorliegenden Heste beginnt ein sorgsam von langer um vielleicht Wallraden zu gewahren, einen Anlaß, sie zu der Röhn! Ihr seid's? Dwelche Freude!"" Kuni- Hand vorbereitetes großes Unternehmen, das bestimmt ist, eine längst fprechen zu suchen, um von ihr zu hören, wo sein Knabe, gund!" stammelte er, wie von einem neuen Fieberanfall gefühlte Lücke in der Parteiliteratur und der Literatur der deutschen die einzige Hoffnung seines Lebens, sei. Freilich mahnte geschüttelt: Antworte mix... antworte! dieses Mädchen!" Nationalökonomie auszufüllen. Die bisherigen Werke über die ihn öfters die innere Stimme, der Arglistigen, die seine-" Ist das Gure, Herr;" erwiderte Gundel, sich vor Standpunkt der Wissenschaft noch von dem der Partei, sie waren Geschichte des Sozialismus konnten nicht genügen, weder vom Feindin geworden war, nicht blindlings zu vertrauen; ihm auf die Kniee werfend: verzeiht, vergebt, Herr, ich meist tendenziös gefärbt, die Verfasser waren unſelbſtändig, ihnen freilich beschlich ihn die Furcht, sie möchte ihn mum sie wußte nicht, daß Ihr zu Frankfurt; ich fürchtete mich fehlte die genaue Kenntniß der Literatur und der ökonomischen in Freiheit täuschen, wie sie schon oft gethan, allein-... mich schreckte der Kerker. Bettelnd hab' ich meine Grundlagen, auf denen sich dieselbe aufbaut. Das vorliegende nach dem Strohhalme greifend, wie ein Schiffbrüchiger, und des Kindes Tage gefristet, um nur Frau Wallradens Unternehmen auf dem festen Boden der Marxistischen Geschichtstreibend auf wallender See, sehnte er sich dennoch nach Rückkehr zu erwarten." Wallrade," rief Bilger entsegt, auffassung wird Freund und Feind willkommen sein. dem Anblicke der Gehaßten. Ihr Antlig, so widerlich es indem er das schreiende Kind, das den Vater in der rauhen es auch natürlich nicht möglich ist, aus dem vorliegen ihm geworden, war das Ziel, nach welchem seine Blicke Hülle, entstellt von Bläffe und verwildertem Barte, nicht den ersten Hefte zu einem abschließenden Urtheil zu fuchten, allein vergebens war sein Bemühen. Die Fenster- erkannte, auf seinen Arm riß:" Wallrade? ich entfinne die Probe aus dem ersten Bande vollkommen zu der Hoffnung fommen, so fann man doch schon behaupten, daß flügel alle standen offen, um die balsamische Luft in das mich. Welch fürchterliches Licht! Sie nannte mir das berechtigt, daß wir es hier mit einem ausgezeichneten Werke zu dunkle Gebäude zu lassen; jedoch an feinem dieser Fenster Kind todt!" Todt?" fragte befremdet Kunigunde, thun haben werden, das für die tiefer in das Wesen unserer Partei war Wallrade zu erspähen. Ein freundliches Gesicht todt, ach nein, lieber Herr!" Des Kindes Mutter eindringenden Genossen, ja für jeden, der sich als Anhänger wie -Margarethens neigte wohl öfters aus dem Bogen, jedoch?..." fuhr Bilger mit steigender Angst und als Gegner mit unserer Partei beschäftigt, unentbehrlich sein wird. kein anderes war aber zu schauen. Seiner Fassung nicht ver- Hoffnung fort. Auch fie lebt, guter Herr!" betheuerte Aus der marxistischen Geschichtsauffassung der Verfaffer geht trauend, um unvorbereitet in das Haus, unter die Augen Gundel. hervor, daß sie mehr bieten werden, als nach dem Titel Viele der Unversöhnlichen, oder ihres Vaters, des strengen Mannes Abschaum der Hölle!" schrie von der Rhön in heftig- vermuthen werden. Neben einer Geschichte kommunistischer Ideen und zu treten, fehrte er seufzend, sein Vorhaben auf günstigere ster Bewegung: Niederträchtige Wallrade! Wo ist mein Bestrebungen wird das Wert, wie schon das erste Seft, auch ein gut Zeit verschiebend, den Mauern, in welchen Wallrade, das Weib, wo? sprich, Dirne, sonst ist Dein Ende da!" Das erste Best enthält eine Einleitung, dann folgende Kapitel: Stück allgemeiner Entwickelungsgeschichte der Gesellschaft geben. Heft Unglück feines Lebens, geboren wurde, den Stücken, und" Ich schwöre, daß ich es nicht weiß, Herr," entgegnete Blato und feine Zeit, das Buch( Plato's) vom Staat, die ging weiter, ohne ein bestimmtes Ziel sich zu strecken. An Gundel schluchzend und die Hände ringend: hätte ich denn Wurzeln des urchriftlichen Kommunismus, das Wesen und der den Hütten vorüber, in welchen Bettlerrotten ihr unver- sonst nicht der Mutter ihr Kind gebracht, das nur mich Verfall desselben. Das letzte Kapitel wird im zweiten Heft seinen schämtes Gewerbe trieben, und in Horden die Vorüber- allein hatte in der Welt? Ach, Herr, Wallrade ist böse, Abschluß finden. Sehr viel neues, originelles, schlagend übergehenden anfielen, schritt er gedankenvoll dem Rauer- und ich bereue mit blutigen Thränen, daß ich um ihre zeugendes haben wir in der Darstellung des platonischen und berge zu, um von dannen an den Mainstrom zu gelangen; Frevel weiß. Euer Sohn, o Herr!... Nachher urchristlichen Kommunismus gefunden. Auch aus dem, was über nicht die Aussicht über den Fluß zog ihn dahin; wohl aber von meinem Sohne!" donnerte von der Rhön: nachher! Den Urkommunismus, über die Gracchen, über die Ursachen des die schmerzliche Luft, die Fluthen wogen zu sehen, in welchen jetzt aber von ihr, der Lüguerin! Wo finde ich sie? wo?" Unterganges des römischen Reiches mitgetheilt wird, wird jedermann reichliche Belehrung schöpfen. sein geliebtes Weib, sein theures Kind zu Grunde gegangen„ Erst gestern hab' ich ihren Aufenthalt erfahren," ants Auszusetzen ist sehr wenig, vornehmlich daß der Name waren. Wie er nun so dahin ging, dieser verlorenen Lieben wortete Gundel schnell: die Aebtissin der Reuerinnen ist Aristoteles nicht einmal erwähnt ist, dann daß die Literatur im Junerften wehmüthig gedenkend, so strich eine junge ihre Freundin, und sie wohnt darum im Hause der weißen recht stiefmütterlich erwähnt wird. Ohne daß viel Raum mehr Betteldirne an ihm vorüber, die ein Kind auf dem Arme Frauen."" Der Teufel im Hause der Buße?" fragte verbraucht werden würde, könnte doch leicht die Angabe der hielt, und den Mönchsgewand eine fromme Berneigung von der Rhön mit wilden Zornesflammen im Gesichte: wichtigsten Schriften über die wirthschaftlichen Zustände der Verschenkte. Als wie durch eine Fügung gezwungen, drehte Wenn ich sie finde, wenn ich sie treffe! Mit gangenheit und über die Entwicklung des Sozialismus Plaz Bilger den Kopf nach ihr, und indem er das Kind diesen Worten enteilte er, das Kind auf dem Arme, dem finden. Der Werth des Werkes würde dadurch nicht unerheblich gewahrte auf ihren Armen, schlug wie ein Donnerstreich Kreise von neugierigem Böbel, der sich um diesen seltsamen gefteigert werden. der Gedanke durch sein Gehirn: Rudolph! dieses Kind! Auftritt versammelt hatte, und stürzte mit der Haft eines ists nicht das Deine? Und zu stehen befahl er der Dirne, Wüthenden der Mainpforte zu. und auch ihre Züge waren ihm bekannt, als wie aus ( Fortsetzung folgt.) " " Schrift, Druck und Umschlag anlangt, ist vorzüglich. Daß das Die Ausstattung des Werkes, sowohl was Format, als Papier nicht holzfrei ist, erklärt sich aus dem außerordentlich billigen Preise des Wertes. Bermehrung der Fabrikinspektoren und Wahl derselben aus Jen Kreifen der Aerzte, Techniker, Arbeiter und Arbeiterinnen, Frweiterung der Befugnisse derselben und Errichtung einer Inspektion der landwirthschaftlichen Betriebe. 4. Bekämpfung der Unreellität im Gewerbebetriebe, inzJesondere Sicherung der Bauhandwerker durch Gewährung eines Vorrechts ihrer Forderungen vor den Hypotheken. " " Herr Cluferet in Paris hat einen ultra- chanvi-| Charkow, fanben ernste Bauern- Unruhen statt, welche erst durch nistischen Brief geschrieben, in welchem er den freundlichen ein starkes Militär- Aufgebot unterdrückt werden konnten. Grenzverkehr, der sich hier und da zwischen französischen Die Nube des Kirchhofes ist in Rußland trotz aller Polizeiund deutschen Soldaten herausgebildet hat, als" Vaterlands- maßregeln nicht eingekehrt. Es brodelt und dampft unter verrath" hinstellt. Wir erwähnen dies blos, weil vielen der Oberfläche, und einmal kann plößlich der Vulkan zum unserer, Genossen nicht bekannt ist, daß der ehemalige Ausbruche kommen. 5. Aufhebung aller indirekten Steuern und Zölle; dagegen Kommunegeneral Cluferet ein Renegat schlimmster Sorte ist, teigende Besteuerung der reinen Grundrente als des einzigen mit dem die sozialistische Partei längst alle Verbindung ab- die Bildung eines neuen Ministeriums meldet der TeleIn Portugal hat eine Ministerkrise stattgefunden, arbeitslosen Einkommens. 6. Berstaatlichung resp. Kommunalistrung aller Gewerbe- Benchelei. Der französische Temps" und mit ihm gebrochen hat. graph. oetriebe, welche einen von Natur aus monopolartigen Charakter Neue Unruhen in Marocco. Wie dem Reuter'schen haben, als Verkehrsmittel, Bergwerke, Wasserkräfte, Beleuchtungs- viele deutsche Zeitungen entrüsten sich über die Orgien, zu Bureau" aus Tanger gemeldet wird, haben die Kabylen wesen, Wasserversorgung der Städte 2c. und selbstverständlich denen die Hinrichtung des französischen Pfaffen Bruneau in der Nähe von Demnat, nordöstlich von Marakesch, sich Gestaltung derselben zu Musterbetrieben wie auch Bermeidung den Anlaß gab, und benügen die Gelegenheit, um Stimmung empört, plündern Demnat, Mellah und andere Orte und der Ausbeutung derselben zu fiskalischen Zwecken. für das heimliche Köpfen zu machen. 7. Reorganisation des Beamtenwesens, Abschaffung der Bestein Spaßmacher, fein Jongleur, der zur Belustigung der und Witanan belagern Marakesch; man befürchtet, daß die Der Henter ist tödten die Juden. Die Kabylen von Erhamma, Zeman oorzugung der sogenannten Militäranwärter bei der Besehung Buschauer Fangball mit Menschenköpfen spielt." Nun, der Stadt zu schwach sei, um Widerstand zu leisten. von Beamtenstellen. seine Vorstellungen fünftig nur für die Minderheit von Kolonial- und Mordkultur so beschämenden Brief wir Spaßmacher" ist blos zu gut für den Plebs- er soll Witboi, der afrikanische Wilde", dessen für unsere Glücklichen geben, die ein Billet zur Privatvorstellung vor bürgerliche Gesellschaft schämt sich des Henkers, aber sie Genaueste vertraut ist, einen warmen Vertheidiger geauserwähltem Kreis zu erhalten in der Lage sind. Die neulich mittheilten, hat in dem Rektor Kleinschmid von Görlitz, der mit den einschlägigen Verhältnissen auf's kann ihn nicht entbehren. funden. Derselbe veröffentlichte dieser Tage in dem Die Frage der internationalen Schiedsgerichte Globus" einen Artikel, worin er ausführte, daß Witboi wird gegenwärtig in Haag von einer interparlamentarischen durchaus im Recht war und daß er mit den Deutschen Friedenskonferenz berathen. Daß bei diesen Zusammen- friedliche Beziehungen zu unterhalten wünschte, aber schmähfünften nichts herauskommt als friedliche Phrasen, denen lich verrathen und vergewaltigt wurde. Um den unbequemen die Abstimmungen für die Militärbudgets in den Parla- Artikel zu diskreditiren, verbreiteten die Organe der Kolonialwissen unsere Leser. menten seitens der Konferenztheilnehmer gegenüber stehen, politiker, der Verfasser des Artikels habe eine Hottentottin geheirathet, sei mit Witboi verwandt, und handle aus Familien- und Geschäftsinteressen. Diese Verdächtigung, welche die Urheber kennzeichnet, wird in einem, heute von der Kreuz- Zeitung" abgedruckten Schreiben des Eingehenden widerlegt, und die deutsche Kolonialpolitik bei dieser GeDie Militärherrschaft dauert in Sizilien trotz legenheit einer unbarmherzigen Kritik unterworfen. InterAufhebung des Belagerungszustandes weiter fort. Das essant ist die durchaus glaubhafte Versicherung, daß die italienische Amtsblatt, die Gazetta ufficiale" veröffentlichte Mehrzahl der Deutschen in Südwestafrika bezüglich Witbot's des 12. Armeekorps( Palermo) die Leitung der Polizei auf Verfasser des Artikels. gestern Abend einen Erlaß, durch welchen dem Kommandeur und der gegen ihn befolgten Politik ebenso denken, wie der Sizilien bis zum 31. Dezember b. J. übertragen wird. Die Bräfekten und Beamten der öffentlichen Sicherheit auf Sizilien werden zu diesem Zwecke dem Kommandeur unter stellt. Eugen Richter bringt heute eine ganze Serie pole mischer Notizen gegen den Vorwärts". Wir heben aus find", daß„ Herr Eugen Richter im Waldeck- Verein gesagt denselben nur heraus, daß wir„ besonders ärgerlich darüber hat, er könne nicht begreifen, wie ein junger Kaufmann der jenigen Partei angehören könne, die seinen Stand aufheben will, da der sozialdemokratische Staat teinen Handel kennt." Du kennst mein Herz noch lange nicht!" Wir haben uns nicht nur nicht geärgert, sondern schon seit langer Zeit nicht so innig gelacht, als in dem Augenblicke, in dem wir jene tiefsinnige Weisheit lafen. Lieb Kind wollen sich die Leute vom Bund der Landwirthe bei gewissen Personen wieder machen, an denen sie früher sehr scharfe Kritik geübt haben. Ihr Organ, die " Deutsche Tageszeitung" bezeichnet es heute als des Staates erste Pflicht, den monarchischen Grundcharakter des Staates zu wahren, alles übrige erscheint ihr nebensächlich oder erst in zweiter Linie wichtig. Db auch die Erhöhung der Getreidezölle wird nicht gesagt. Das parteipolitische Ideal der deutsch- konser vativen Junker ist die enge politische Verbindung mit ben ultramontanen Agrariern. Die Kreuz- Zeitung" freut sich heute, daß Herrn v. Schorlemer- Alst auf dem Katholikentage achtungsvolle Behandlung zu theil wurde. Vielleicht wäre thr das Gegentheil lieber gewesen, denn bei dem Zerfall der Zentrumspartei fallen die um Schorlemer- Alft der tonservativen Partei zu. Zur Bewegung von 1848 und 1849 fchreibt uns ein älterer Genoffe aus seiner eigenen persönlichen Kenntniß, daß Dortu schon in Berlin Sozialist war- was um so natürlicher, als feine Eltern streng demokratischen Ansichten huldigten und auch für sozialistische Forderungen eintraten. Unser Genosse ver weift ferner noch auf Kinkel, der zwar in den Revolutions jahren dem Sozialismus fern stand, sich aber später in Zürich offen zu unserem Parteiprogramm bekannt hat. Die englischen Gewerkvereine traten heute zu ihrem 27. Jahreskongreß zusammen. Wir werden über die Verhandlungen desselben ausführlich berichten. 1 Crispi an der Arbeit. Aus Rom wird telegraphirt Die Behörden zeigen sich sehr energisch in der Verfolgung der Anarchisten. In Livorno wurden neun Anarchisten, welche zur Verbannung verurtheilt und entflohen waren, abermals verhaftet. In Ravenna wurde der Sozialistenklub aufgehoben, und in Genua verbot die Polizei alle sozialistischen und revolutionären Versammlungen. Verro, 1 was nur 0 wird von einem Berichterstatter der Versuch gemacht, KleinIn der heutigen Abendnummer der Kreuz- Zeitung" schmidt's Erklärung zu entkräften. Der Herr Berichterstatter tann aber feine Thatsachen ins Feld führen und fonstatirt schließlich seine absolute Windigkeit dadurch, daß er an das deutsche Nationalgefühl" sich wendet, welches verbiete, Witboi noch zu entschuldigen. Ein schönes Nationalgefühl", durch das die Wahrheit verboten" wird! Meldung aus Auckland beleuchtet: Die Lage in Samoa wird durch die folgende RenterHier eingegangene Nachrichten aus Apia bestätigen, daß sich schreibt man uns: Der ehemalige Abgeordnete De Felice mit Malietoa an Bord des englischen Kriegsschiffes„ Curaçoa" De Felice und Genoffen im Zuchthause. Aus Palermo die aufständigen Atua unterworfen haben. Nach einer Ronferenz Giuffrida und seine Genoffen Garibaldi Bosco, Bernardino wurde ein Angriff auf die von dem Häuptling Tamafefe bes Dr. Nicola Barbato und Rechtsanwalt Giacomo fehligten Aana beschlossen. Letzterer hat erklärt, daß die KriegsDas erste Opfer des französischen Anarchisten- Montalto, die von den fizilianischen Kriegsgerichten wegen Hochschiffe feine Stellung nicht erschüttern könnten. gefehes war bekanntlich der Antisemit Drumond, weiß noch zu langjährigen Buchthausstrafen verurtheilt wurden, verraths, Klaffenverlegung, Anstiftung zur Revolution und wer der tapfer nach Belgien auskniff. Das zweite Opfer ist der sollen, hier eingetroffenen Nachrichten zufolge, in den Bucht gekehrt, erfahre ich, daß die groteste, nur aus dem völligen Von einer möglichst unpolitischen Ferienreise zurücknun angeklagte sozialistische Abgeordnete Chauvin, häusern in geradezu empörender Weise, noch ärger wie gemeine Bankrott der französischen Bourgeoisie- Politiker zu erklärende der den Mord Carnot's verherrlicht haben soll, weil er Berbrecher, behandelt werden. Die Nachrichten sind durchaus die polizeilich gouvernementale Büchtung von An verbürgt, denn sonst ständen sie nicht im„ Giornale di Sicilia", Lüge eines Pariser Blattes, ich habe in Stuttgart zur archisten gegeißelt hat. Außerdem sind etliche sozia einem waschechten Regierungsblatte, das mit Crispi durch Did Ermordung des Herrn Casimir Perier aufgefordert, von listische Blätter auf grund des Anarchistengesetzes in und Dünn geht. Die fünf unglücklichen Männer so lesen wir einigen unserer reaktionstollerigen Beitungen ernst genommen Auflagestand versett. Sicher vor dem Anarchistengesetz sind in dem genannten Blatte, die für die Befreiung der fizilianischen und zur Aufführung eines großen Entrüstungsradaus benutt nur die Anarchisten wie wir von Anfang an sagten. fundien- und Bergwerks befizer ftritten und litten, wurden balb legen zu wollen, Bauern und Arbeiter von dem Joche der sie knechtenden Lati- worden ist. Es fällt mir natürlich nicht ein, widerVon den franzöfifchen Generalräthen. Man schreibt nachdem die gegen fie gefällten Urtheilssprüche Rechtskraft erlangt ernstlich behaupten und ein boshafter Cretin uns aus Paris unterm 2. September: Wenn auch alle General: hatten, von einander getrennt und hier und dorthin verschickt. ernstlich glauben kann. Aus dem räthe die Ermordung Carnot's und mit ihr alle anarchistischen De Felice nach Volterra, Bosco nach San Geminiano, Barbato Heren Sabbath eines Theiles der deutschen Presse Attentate verdammten, so haben sie damit noch durchaus nicht nach Ballanza, Verro nach Paliano und Montalto nach Viterbo. habe ich aber mit Vergnügen ersehen, daß meine Stuttdem sogenannten Anarchistengesetze beigeftimmt. In einigen und Am schlechtesten geht es De Felice, der im Festungsthurm zu garter Rede, welche die Identität der kapitalistizwar ganz bedeutenden Departements, wie z. B. das Departement Volterra in Toscana schmachtet; er figt in einer winzig fleinen, ichen und anarchistischen Weltanschauung" bis ins der Rhonemündung, das Hérault- und Vardepartement, haben fie fast gänzlich unbeleuchteten, luftlofen feuchten Zelle. Hier bringt Ginzelfie nachwies, die, welche sie treffen sollte, auch wirklich fich sogar scharf dagegen ausgesprochen und seine Abschaffung er den ganzen Tag zu, nur eine Stunde täglich darf er die so getroffen hat. verlangt. Besonders interessant hat sich die diesbezügliche Ab- genannte Luft" im Zuchthaushofe genießen. Er darf lesen, Den Kronzeugen der National Zeitung", der meine stimmung im Generalrath des Héraultdepartement gestaltet. Doit aber nicht schreiben, denn während der ersten sechs Monate ist Perier- mörderischen Worte höchst eigenohrig gehört haben wurde nämlich der Wunsch auf Abschaffung des Gesetzes vom den Zuchthäuslern das Schreiben verboten; auch Briefe em 26. Juli 1894 i. e. Schandgesetzes erst einer Kommission, an deren pfangen dürfen sie nicht, nur De Felice darf es, und das ist die will, beglückwünsche ich zu seinen Ohren. Spiße der bekannte Dekonomist und Sozialistenfresser Leroy- einzige Vergünstigung, die ihm zutheil wurde. Früh Morgens Und der Kreuz- Zeitung", die da entdeckt hat, daß, wer Beaulieu stand, zur Borberathung überwiesen. Der Referent um 6 Uhr muß der Sträfling aufstehen, sein Bett wird dann die angeblich politische Ermordung eines harmlosen Menschen dieser Kommiffion, der eben Herr Leroy- Beaulieu war, hat sich zur Bellendecke hinaufgezogen und oben befestigt. In der Belle wie Carnot für eine Verrücktheit" erklärt, darum die Ernatürlich dagegen ausgesprochen. Nichtsdestoweniger wurde der befinden sich weder Tisch noch Stuhl, die tägliche Kost des Ge- mordung eines nicht harmlosen Menschen, wie Perier, Antrag mit allen gegen brei Stimmen angenommen. In den fangenen beschränkt sich auf ein Brot, einen Topf Gemüse und billigen muß, spreche ich hiermit mein Vedanern aus, daß Erwägungen hierzu heißt es, daß die Regierung die durch den einen Krug Wasser. Da er sich in Ifolirhaft befindet, darf er es keinen Drden des Heiligen Basilio giebt. verruchten Mord Carnot's hervorgerufene Stimmung benügt habe, während des ganzen Tages mit teinem Menschen sprechen, und bas ist für ihn die ärgste Qual. Sonst hat er sich mit Würde um von der Majorität des Parlaments Gesetzesbestimmungen zu erlangen, die eine absolute Berneinung der Prinzipien bilden, in sein trauriges Schicksal gefügt und hat sich sogar ruhig welche die Gesetzgeber von 1881 leiteten in welchem Jahre gefallen lassen, daß man ihm das Haupt und Barthaar schor. nämlich das Gesetz über die Preß- und Redefreiheit ge er seine Familie in der Nähe: weiß; sie hat sich, bald nachdem Es ist ihm ein, allerdings sehr schwacher Trost im Unglück, daß schaffen wurde und daß diese einen wahren Rückgang bildenden Bestimmungen, wenn fie aufrecht erhalten blieben, er nach Volterra überführt worden war, dort häuslich niedernur das Denunziantenthum begünstigen und sowohl der Sicher: gelassen; aber einstweilen ist es feinem Menschen erlaubt, den demokratie. Um bei den nächsten Landtagswahlen ein rechtTie württembergischen Landtagswahlen und die Sozialheit der Bürger wie der Gedankenfreiheit den schwersten Schlag gefährlichen Verbrecher" zu besuchen. Den anderen Hochzeitiges und energifches Eingreifen der württembergischen Sozialversehen würden. Raum war die Resolution votirt, als auch schon verräthern geht es etwas beffer, d. h. fie werden nicht gerade bemokratie zu ermöglichen, hat der Landesvorstand ein Wahlder Präfekt Verwahrung dagegen einlegte und oftentativ den wie rändige oder tolle Hunde behandelt, sondern wie gewöhnliche programm aufgestellt. Das Programm steht ganz auf dem Saal verließ. Der Generalrath des Bardepartements hat in Wetterhunde. Garibaldi Bosco, der 14 Jahre Zuchthaus ab. Boden des allgemeinen Parteiprogramms, betont aber ebenso seiner Resolution, in der er das Schandgesetz verurtheilt, den zumachen hat, fißt in San Geminiano; das Städchen ist als energisch die nächsten Forderungen an den heutigen Staat und Abgeordneten gleichzeitig ans Herz gelegt, Reformen zu gunsten Luftturort berühmt; Bosco müßte sich also eigentlich für die die heutige Gesellschaft. Von den Forderungen heben wir der arbeitenden Klaffen zu schaffen. Derselbe Generalrath hat Luftveränderung bedanken. Zwar ist der hochgebildete Mann hervor: fich auch gegen die Konstitution von 1875 ausgesprochen, die, eine Nummer geworden wie der gewöhnlichste Straßenräuber, wie es in der diesbezüglichen Resolution heißt, von der an einem aber er darf eigene Wäsche tragen, und das ist schon was. Unglüdstage gewählten Nationalversammlung von 1871 ger arbeitet mit den andern Zuchthäuslern zusammen, aber schaffen wurde, der die Wähler durchaus teine konstituirende sprechen darf er nicht, dafür darf er aber jeden Monat einmal Macht verliehen hatten. Da diese Konstitution eine Berneinung an seine alte Mutter schreiben. Dank dieser humanen" Be des demokratischen Regimes sei und nur ein Hinderniß für jed- handlung soll ihm der Aufenthalt im Zuchthause gar nicht so wede ernste Reform bilde, hätten die Abgeordneten mit allen schlimm vorkommen. Bernardino Verro befindet sich in Baliano ihnen zu Gebote stehenden gefeßlichen Mitteln für eine im demo- in der Provinz Rom, das ist eine der besten Strafanstalten im tratischesten Sinne zu erfolgenden Revision einzutreten. Natür- Lande, und wer dorthin kommt, kann von Glück reden. Berro lich hat auch da der Präfekt Verwahrung dagegen eingelegt. scheint denn auch mit seinem Schicksale sehr zufrieden zu sein; Boltsabstimmung nach schweizerischem Muster für alle Bon sonstigen Berathungen wäre noch zu erwähnen, daß der Leute, die ihn vor einigen Tagen gesehen haben, behaupten, das wichtigen Gesetze. In gleicher Weise soll auch dem Volk ein Generalrath des Departements der Oftpyrenäen den Beschlußer dick und fett werde; nur das Zebragewand, die gestreifte Gesetzes- Vorschlagsrecht zustehen. gefaßt hat, daß bei Vergebung der Lieferung von Drucksachen Buchthauskleidung. scheint ihm nicht recht zu paffen, aber in zehn Einfache und volksthümliche Staatsverwaltung, unter für die Präfektur in dem Pflichtenheft eine Klausel aufzunehmen Jahren oder find es zwölf oder gar vierzehn gewöhnt Bermeidung unnöthiger und kostspieliger Zwischenstellen. Wahl fei, die einen Minimallohn und Marimal- Arbeitstag für die von man sich auch daran, Der gelehrte Dr. Nicola Barbato aller Staatsbeamten, auch der höchsten, durch das Volk und nur fich im bem betreffenden Unternehmer beschäftigten Arbeiter jeftsetzt. Der hat Buchthause zu Ballanza niedergelassen auf bestimmte Zeitdauer. Neuregelung der Beamtenverhältnisse, dahin gehende Antrag war eigentlich nur die Erneuerung eines und foll auf seine alten Tage ein Handwerk lernen; namentlich durch Besserstellung der niederen Beamten und Anbereits in der Aprilfession gefaßten Beschlusses. Derselbe wurde mit Büchern weiß er allerdings besser umzugeben, aber gestellten. jedoch vom Staatsrath annullirt. Sollte das dies mal wieder im Buchthause zu Ballanza gebraucht man keine Gelehrten. ber Fall sein, haben die Abgeordneten dieses Departements den Barbato behauptet, daß er in nächster Zeit verrückt werden und Steuerwesen. Abschaffung der Lebenslänglichkeit des OrtsGrößere Selbständigkeit der Gemeinden im VerwaltungsAuftrag, die Angelegenheit vor die Kammer zu bringen. Schließ- müffe, ob das im Zuchthause zu Ballanza erlaubt ist, fonnten vorsteheramtes. Zu allen Gemeindewahlen sollen sämmtliche lich sei noch hervorgehoben, daß der Generalrath des Nord- wir nicht in Erfahrung bringen. Was endlich den Advokaten über 20 Jahre alte Einwohner, nicht nur die Gemeindebürger, departements debattelos einen Antrag annahm, der den Wunsch Giacomo Montalto angeht, so befindet er sich im Zuchthause zu wahlberechtigt sein. ausdrückt, die Regierung möge einen internationalen Rongreß erhält; da er täglich 25 Centefime verdient, wird er, wenn er der Biterbo, wo er Wasser, schlechte Suppe und verschimmeltes Brot zum Zwecke der Einführung des Achtstundentages an regen. Zur Begründung des Antrages wird angeführt, daß mit einst das Zuchthaus verläßt, ein begüterter Mann sein, denn den stets wachsenden industriellen Fortschritten auch die Armee im Zuchthause fann man fein Geld verschwenden. Der Arbeitslofen immer mehr anwachse und damit die Lage der Gesammtarbeiterschaft zu einer unhaltbaren gestalte. Ift der Antrag auch faum mehr als ein frommer Wunsch, so zeigt er immerhin, welchen immensen Fortschritt die Achtstundenbewegung macht und ist als ein solcher nur erfreulich zu begrüßen weiß Ein Kommentar au diesem Berichte des Giornale du Sicilia", der voll bitterer Ironie ist und ganze Bände spricht, dürfte wohl überflüssig sein. Rußland. Aus Petersburg wird telegraphirt: Auf dem Jahrmarkte in Swatogorsky, Gouvernement 4. Septbr. 1894. 3. Liebknech t. Parteinachrichten. Volkskammer, aus dem allgemeinen, gleichen, geheimen und Aufhebung des Zweikammersystems, Schaffung einer reinen direkten Wahlrecht hervorgehend. Wahlberechtigt und wählbar foll jeder über 20 Jahre alte Staatseinwohner ohne Unterschied des Geschlechts fein. Wahlbezirke mit gleicher Einwohnerzahl. Einführung des Proportional- Wahlsystems. Völlige Sicherung der Wahlfreiheit, insbesondere durch Wiedereinführung der Wahl= fouverte. Die Wahlen sind an einem gefeßlichen Ruhetage vorzunehmen. Zweijährige Legislaturperiode. mittel, Abschaffung des Umgeldes, der Malzsteuer, der WerbrauchsAbschaffung aller Staats- und Gemeindefteuern auf Lebensabgaben in den Gemeinden, sowie fänimtlicher Sporteln. Deckung vermögen erzielten Einnahmen nicht hinreichen, durch eine stufenaller Staats- und Gemeindausgaben, soweit die aus dem Staatsweis steigende Einkommens- und Vermögenssteuer, sowie durch eine Erbschaftssteuer, stufenweis steigend nach Umfang des Erbgutes und nach dem Grade der Verwandtschaft. Die Doppel besteuerung bei Pfandschulden ist abzuschaffen. Die Parteigenossen Württembergs werden bei diesen Wahlen Alles aufbieten, um einige Sitze in dem Halbmondsaal von Stuttgart zu erobern. *« Lassallefeier. Ueberall in Deutschland und über seine Grenzen hinaus, überall, wo es klassenbewußte Arbeiter giebt. ist auch in diesem Jahre das Andenken unseres großen Vorkämpfers durch eine Feier geehrt worden. Treibt auch das sozial- demokratisch gesinnte Proletariat keinen Personcnkultus, so wird es doch nicht unterlassen, seine Tobten, die für die Befreiung des Volkes gekämpft, zu ehren. Ueber die Bedeutung Lassalle's als Mensch und als Agitator, über seine Werke und seine Thaten, über seine Ideale, die er mit soviel Kraft und Energie verfochten, über sein tragisches Ende haben wir an anderer Stelle berichtet, hier mögen nur in Kürze die Berichte über den Verlauf der Feier im Reiche, soweit sie uns vorliegen, Platz finden. In Potsdam wurde die Feier am Freitag unter zahl- xeicher Betheiligung begangen.— In Brandenburg a. H. fand am gleichen Tage eine Versammlung unter Mitwirkung einiger Gesangvereine statt. Genosse Ewald hielt die Festrede. Eine eigentliche Feier fand außerdem am Montag statt.— Die Genossen von Spremberg veranstalteten am Sonntag die Feier, verbunden mit einem Festzug. An diesem nahmen Theil etwa 400 Personen, namentlich waren diesmal viel Personen aus den umliegenden Dörfern vertreten In Forst fand am 31. eine von ca. LOW) Personen besuchte Versammlung statt, in welcher der Reichstagsabgeordnete Auer einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag hielt über das Leben und die Kämpfe Lassalles.— Die Erfurter Genossen hatten im Auenkeller ein Konzert arranairt; am Abend hielt Reichstagsabgordneter R e i ß h a u s die Festrede.— In H a l b e r st a d t sprach der Reichstagsabgeord- ueter Wurm im Odeum vor etwa ISO» Personen über die Bedeutung Lassalles.— In D e s s a u fand am Freitag eine Versammlung statt, in der Genosse P e u s das Referat hielt.— In K ö t h e n fand am Sonntag eine Feier, bestehend in Ge- sang, Vorträgen u. s. w. statt. Genosse P e u s hielt auch hier die Festrede.— In Magdeburg, wo die Polizei die Theilnahme der Frauen verboten hatte, verzichteten die Genossen auf eine Feier und hielten am Abend zwei Versammlungen ab, in denen die Abgeordneten Klees und Schmidt referirten.— Ernst und würdig, ganz der Bedeutung des Tages entsprechend, ist die dies- jährige Lassallefeier verlausen. Hunderte von Menschen, Arbeiter und Arbeiterinnen, hatten sich am Sonnabend Abend im Kolosseum eingesunden, um in, engen Beisammensein das An- denken des großen Tobten zu ehren. In zündender Rede hob hier der Genosse S ch m a l f eld t die Verdienste Lassalle's für die Arbeiter hervor.— Für Hamburg und Umgegend war in verschiedenen Lokalen eine Feier arrangirt. Im l. Hamburger Wahlkreise war eine Feier im„Englischen Tivoli" veranstaltet, die in würdiger Weise verlief. Die Gedächtnißrede hielt Genosse Frohme. Entsprechende Konzert-, Gesangs- und deklamatorische Vorträge füllten den übrigen Theil des Abends aus.— Im zweiten Wahlkreise leitete die Lieder- tafel„Anakreon" die Feier, welche in Wöhlckes Etablissement stattfand, das bis auf den letzten Platz gefüllt war, mit einigen Gesangs-Vorträgen ein. Dann folgte die vom Genossen E. Fischer gehaltene Festrede, worauf Gesangs- und deklamatorische Vorträge der Feier ihren Abschluß gaben.— Der dritte Wahlkreis hatte in Barmbek(Barmbeker Kasino) und Rothenburgsort(Saubert's Salon), wo Genosse Metzger die Festrede hielt, eine Feier ver- anstaltet.— In Altona(Kaisersaal), Otttensen(Kluth) und Wandsbek(Zum Schwarzen Bären) war die Todtenfeier, ebenso wie in den verschiedenen Hamburger Wahlkreisen, außergewöhnlich stark besucht. In Altona sprach Genosse Theiß, in Ottensen Molkenbuhr, in Wandsbek Stalten. Konzert-, Gesangs- und deklamatorische Vorträge bildeten neben den Festreden das Pro- gramm des Abends. In Dresden waren zwei Säle,„Trianon" und„Güld'ne Aue", von Männern und Frauen überfüllt, die gekommen waren, das Andenken Lassalle's zu ehren. In beide» trugen Gesang- vereine dazu bei, die Würde der Feier zu erhöhen. Die Fest- reden, die im„Trianon" vom Genossen Dr. Gradnaner, in der„Güld'nen Aue" vom Genossen Kaden gehalten wurden, wurden mit stürmischem Beifall aufgenommen. Irgend welche« Reibereien' oder Störungen sind nirgends vor- gekommen, trotzdem in beiden Sälen ein großes Aufgebot von Polizisten vorhanden war. Die Dresdner Arbeiterschaft hat eben wieder einmal bewiesen, daß sie trotz aller Verbote und sonstiger Maßregeln versteht, ihre Feste würdig zu feiern.— Die L e i p- z i g e r Parteigenossen hatten die großen Halle in Stötteritz zur Abhaltung des Festes gemiethet. Ihnen war bekanntlich ver- boten worden, die Theilnahme der Kinder, das Verkaufen von Billets u. s. w. Alle diese kleinlichen Maßnahmen einer übereifrigen Polizei vermochten nicht, das F'st abzuschwächen. Ter„Wähler" berichtet, daß 12 000 Personen der Feier bei- gewohnt haben.— In Chemnitz hatten die Behörden ebenfalls Schwierigkeiten gemacht, Frauen und Fortbildungsschüler waren von der Feier ausgeschlossen. In Bielefeld fand, begünstigt vom Herrlichsien Wetter. die Feier in der„Zentralhalle" statt. Durch Konzert. Gesang, lebende Bilder unterhielten sich die Versammelten bis zum Abend. Genosse S l o m k e hielt hier einen mit Begeisterung auf- genommenen Vortrag über das Leben und Wirken Lassalle's.— In Elberfeld gestaltete sich die Feier zu einer Anti- Sedandemonstration. Ueber das Verbot des Umzuges hatten wir bereits berichtet. Die Parteigenossen von E l b e r- selb hatten infolge dieses Verbots fünf Lokale in der Stadt gemiethet. Die Plakate, die zu den Versammlungen einluden, lauteten: A nt i- S ed an- D em o n str a ti o n— 30jährige Gedenkfeier an Ferdinand Lassalle. Das Programm i» allen fünf Lokalen bestand in Konzert, Festball und Festrede. Der Besuch war überall ein ausgezeichneter.— In Düsseldorf hatten die Genossen in der„Neuen Welt" sich versammelt, der Genosse Dr. L ü t g e n a u referirte.— Zu einer großartigen Demonstration gestaltete sich die Feier in O s f e n b a ch. Hier hielt die Festrede Genosse W. Lie bkn e ch t, der in packender und fesselnder Ausdrucksweise das Leben und die Thaten Lassalle's schilderte. Minutenlanger, nicht endenwollender Beifall folgte dieser Rede und die Begeisterung, mit welchem ein von der Galerie ertönen- des Hoch auf die internationale Sozialdemokratie im Saale widerhallte, zeugte von dem Geiste, der die Festtheilnehmer be- seelte. Das Lassalle-Festspiel mit eingelegtein lebenden Bilde „Triumph der Arbeit" erregte die allgemeine Bewunderung und wurde mit stürmischem Beifall belohnt.� Wie liebenswürdig die sachsischen Behörden unter Um- ständen auch sein können, geht aus einer Berichtigung hervor, die der„Sächs. Arb.-Zeitung" von der Amtshauptmannschafl Chemnitz zugestellt wurde. In einer Notiz„Die doppelte Buch- führung" u. s. w. war die auch von uns in Nr. 203 vom Sonn- abend, den 1. September, unter„Zweierlei Maß" gekennzeichnete Thatsache gegeißelt worden, daß, währenddem man harmlose Gesangvereine zur Auflösung bringt, man es andererseits ge- schehen lasse, daß die Antisemiten(in Chemnitz) Feste arrangiren, zu denen sie an„sämmtliche deutschsozialen Vereine unseres engeren Vaterlandes" Einladungen er- gehen lassen. Die famose Berichtigung ist so niedlich, daß wir nicht umhin können, sie auch ohne besondere Aufforderung zum Abdruck zu bringen. Sie lautet: Die„Sächsische Arbciter-Zeitung" erwähnt in ihrer Nr. 201 ein am ö. August in Siegmar abgehaltenes Sommerfest des deutsch-sozialen Vereins für Chemnitz und Umgegend mit Angaben, welche der Wahrheit nicht entsprechen. Zunächst ist dieses Sommersest nach der Anmeldung von dem genannten Chemnitzer Vereine allein und zwar unter Be- schränkung auf Partei-Mitglieder und deren Familien-Angehörige, welche sich durch Mitgliedskarten zu legitimiren hatten, veran- Verantwortlicher Redakteur: staltet und als solches genehmigt worden. Nach den jetzt sofort angestellten Erörterungen ist aber der Chemnitzer Verein aus Anlaß dieses Festes auch thatsächlich weder mit dem deutsch- sozialen Vereine zu Siegmar, noch mit anderen derartigen Vereinen in Verbindung getreten. Die gegen- theilige Angabe in dem Einladungs- Schreiben beruht auf einem Jrrthume des mit feiner Ab- sassung beauftragten Vereinsmitgliedes. That- sächlich sind diese Einladungen nur an die persönliche Adresse von etwa 80 Parteigenossen im Lande verschickt worden. Es liegt daher für die kgl. Amtshauptmannschafl Chemnitz, deren vereinspolizeilicher Beausstchtigung der Chemnitzer Verein über- dies nicht untersteht, kein Anlaß zum Einschreiten vor. Chemnitz, den 31. August 1894. Königliche Amtshauptmannschaft. Dr. Rumpelt. Merkwürdig? Wie reizend, gemüthlich und verträglich die sächsischen Behörden doch sein können. Die Antisemiten haben „einen Jrrthnm begangen", Gesangvereins aber sind aufgelöst worden, nicht weil der„Jrrthum" perfekt geworden, sondern weil sie in Aussicht genommen, einen solche» zu begehen, nämlich einem Sängerfest beizuwohnen. 9« In dem Kampfe wider die Sozialdemokratie besteht ein wahres Wettrennen zwischen den einzelnen sächsischen Be- Hörden. Welche erfinderische Polizeiseele dereinst die Palme des Sieges erringen wird, ist noch nicht abzusehen, denn jeder Tag bringt neue Ueberraschungen. Hier wieder etwas neues: Beschluß vom 29. August 1394. Nachdem festgestellt worden ist, daß der sozialdemokratische Wahlverein für Roßwein und Umgegend in einer am 19. d. M. im Vohland'schen Gasthofe zu Marbach abgehaltenen Mitglieder- Versammlung beschlossen hat, am 2. September dieses Jahres im Vohland'schen Gasthofe zu Marbach eine öffentliche Volksver- sammluug zu veranstalten, in welcher über den Unterschied zwischen Sozialdemokratie, Anarchie und Antisemitismus gesprochen werden soll, und am 23. selben Monats im selben Gasthofe ein Vereins- vergnügen, verbunden mit einer Laffallefeier, zu veranstalten, so wird in der Erwägung, daß derartige Veranstaltungen mit dem Zwecke dieses Vereins(zu vergleichen ß 1 des Vereinsstatuts) nicht im Einklänge stehen, auf grund der Zg 19, 30 und 31 des Gesetzes, das Vereins- und Versammlungsrecht betreffend, die Auf- lösung des sozialdemokratischen Wahlvereins für Roßwein und Umgegend hiermit verfügt. Der Stadtrath zu Roßwcin. Bürgermeister Rüder. Also die Veranstaltung politischer Versammlungen gehört nicht zu den Obliegenheiten eines Wahlvereins. ..Undank ist der Welt Lohn." Dieses Sprichwort hat für M i t l w e i d a reine Giltigkeit. Das„schneidige" Auftreten des Bürgermeisters Apelt gegen die Sozialdemokratie hat auf einmal den Spießern die Augen über die Fähigkeiten des Herrn Bürgermeisters geöffnet. Deshalb hat man auch schleunigst Schritte gethan, daß dem Verdienste die Krone werde. Man beschloß in der am Donnerstag abgehaltenen Sitzung der beiden städtischen Kollegien, Herrn Bürgermeister Apelt auf Lebenszeit zu wählen und ihm 800 M. Gehaltszulage zu gewähren. Bei der Berathung wurde hauptsächlich die Nothwendigkeit betont, eine so bewährte Kraft auf Lebenszeit zu besitzen. Glückliches Mittweida, dem es gelang, einen so schneidigen Gegner der Sozialdemokratie sein ganzes Leben lang an seine Fahnen zu fesseln. «» Nusere Gegner, die bekanntlich dieFlöhehusten hören, flunkern allerlei dummes Zeug über den diesjährigen Parteitag. Auf ihrer Suche nach einer„Spaltung" haben sie nun glücklich entdeckt, daß eine solche vorhanden sei zwischen den norddeutschen und den baye- rischen Führern. Es habe, so heißt es in einem Waschzettel, der die Runde durch die Provinzpreffe macht, die„norddeutschen Führer arg verschnupft", daß die bäuerischen Abgeordneten in der Kammer mit für das Budget gestimmt haben. Nun, einen Trost müssen sie doch schließlich noch haben, unsere Gegner, und sei es auch nur, daß sie sich an den Schnupfen der Genossen Bebel, Auer, Liebknecht u. s. w. festklammern. � Parteipresse. Gleichzeitig* mit dem Erscheinen der neuen vom Grafen Hoensbroech herausgegebenen katholischen Zeitung wird, so berichtet das Herold'sche Depeschenbureau, auch unser dortiges Parteiorgan neben der täglichen in einer Wochen- ausgäbe erscheinen. Uns ist von einem derartigen Beschlüsse der Kölner Parteigenossen nichts bekannt. � Militarismus und Sozialdemokratie. Während der Militarismus sonst bestrebt ist, die Berührung smit den Sozial- demokraten möglichst zu meiden, scheint das in Bezug auf Ein- quartirunge» nicht immer der Fall zu sein. Der Genosse H. in Unterweißig, der eine Ausgabestelle der„Sächsischen Arbeiter-Zeitnng" hat, schrieb an die Miltärbehörde folgenden Brief:„Wie mir vom Gemeindevorstand mitgetheilt wurde, soll ich bei der nächsten Einqarticrung mit einem Mann belegt werden. Theile der Militärbehörde hierdurch mit, daß ich Sozial- demokrat bin und die Ausgabestelle der„Arbeiter-Zeitung" be- sitze, daß infolge dessen allerhand sozialdemokratische Schriften herumliegen, sdie, weil sie nicht verboten, ich keine Veranlassung habe, der Einquartierung wegen bei Seite zu schaffen." Von diesem Brief wurde den Mannschaften vom Hauptmann Mit- thcilung gemacht und hinzugefügt:„Der soll aber gerade einen Mann bekommen!" Zugleich wurde den Leuten der Verkehr in einigen Wirthschaften untersagt. Freilich müßte man, wollte man den sonst beliebten Standpunkt einnehmen, das ganze Dorf boykottiren, denn wie ein Korrespondent der„Sächsischen Arbeiter-Zeitung" mittheilt, waren bei der letzten Wahl, bis aus 11 antisemitische, nur sozialdemokratische �Stimmen abgegeben. In nicht beueidenSwerther Lage— schreibt die„Mann- heimer Volksstimme"— befinden sich die Redakteure solcher Zeitungen, die viel mit Korrespondenzen aus Leser- und Partei- kreisen zu rechnen haben. Ein jeder der Mitarbeiter möchte sich am schnellsten bedient sehen, was ost beim besten Willen aus redaktionellen und technischen Gründen nicht möglich ist, die daraus entstehenden Aergerniffe sind aber noch die geringsten im Vergleiche zu denen, die einem Redakteur aus der Verarbeitung des eingesandten Stoffes oft erwachsen. Die Herren Mit- arbeiter haben meistens die Schwäche an sich, ihre Artikel oder Notizen so veröffentlicht sehen zu wollen, wie sie eingesandt worden sind. Das ist nun vielfach aus dutzenderlei Gründen nicht angängig, wird aber dann zur strikten Unmöglichkeit, wenn der Einsender nicht die erforderliche Gewandtheit im Stile, viel- leicht nicht einmal die einfachsten Regeln der Grammatik be- herrscht, was ja entschuldbarer Weise bei manchen Korrespondenten aus Arbeiter- und aus anderen Kreisen zutrifft. Da muß denn der Redakteur nachhelfend die klotzigen Stellen abschleifen und den ganzen Satzbau in ein richtiges Gefüge bringen. Gerade bei dieser gewiß nicht angenehmen Arbeit aber erntet er den meisten Undank und zieht sich den Groll seiner verehrlichen Mitarbeiter zu, die partout nicht begreifen wollen, warum dieser oder jener Satz gestrichen oder nicht in der nieder- geschriebenen Form erschien.„Der Redakteur hat ja meinen Artikel verpfuscht", heißt es dann ingrimmig, ohne daß man be- denkt, daß der vielgeschmähte Mann erst etwas Brauchbares aus dem ganzen Kuddelmuddel gemacht. Hat man es mit vernünf- tigen, einsichtsvollen Korrespondenten zu thu», so verständigt man sich leicht; der Redakteur weiß nur zu genau, daß der Schreiber der fehler- und mangelhaften Aufsätze in den meisten Fällen keine Schuld an seiner lückenhaften Schulbildung trägt, er weiß, daß dos in dem verkehrten System unseres Unterrichtswesens liegt. Nichts wissen ist noch keine Schande für den, der sich bemüht, etwas zu lernen und den Fehler seiner Jugendbildung gut zu lpgo Pötzsch in Berlin. Druck und Verlag von Max Badsng v machen sucht, dabei bescheiden ist und Belehrung von denjenigen Leuten annimmt, die das zu Erlernende schon verstehen; aber nichts wissen, nichts können und nichts lernen wollen und dabei grob und unverschämt sein, ist eine Eigenschaft, die auch dann nicht schön genannt werden kann, wenn man sie als Arbeiter einem Arbeiterredakteur gegenüber ausübt. Die beste Kur für solche Leute wäre, sie einmal nur acht Tage lang selbst in das Geschirr eines Redakteurs zu spannen, das würde sie sicher kurirew Leider ist das aber nicht�angängig. Eine reaktionäre Masse.* Bei den demnächst in Dort- mund stattfindenden Gewerbegerichtswahlen stehen den Sozial- demokraten alle anderen Parteien entgegen. Die christlich.sozialen, evangelischen und katholischen Arbeitervereine, die Hirsch-Duncker- schen und der blaue Brauerverein— alle in schönster Harmonie. Der Letztere bettelt in einem Zirkular an die Ärauereibesitzsr diese um Unterstützung gegen die Rothen, mit denen allein er nicht fertig wird.„Um der Sozialdemokratie, heißt es dort, die eifrig bestrebt ist, dafür zu sorgen, daß nur Anhänger ihrer Partei gewählt werden, einen Riegel vorzuschieben, ist es noth- wendig, daß jeder wahlberechtigte Brauer und Arbeiter, soweit er sich nicht zur rothen Fahne bekennt, sein Wahlrecht ausübt und. um dieses Recht ausüben zu können, sich noch rechtzeitig in die Wahllisten einträgt. Es ergeht daher die Bitte an Sie. Ihre Leute, die keine umstürzlerischen Gedanken hegen, anzuhalten, ihr Wahlrecht auszuüben und ihnen Gelegenheit zu geben, sich noch rechtzeitig in die Listen einzutragen, die am Freitag ge- schloffen werden." Welch traurige Gestalten diese braven Brauerburschen doch sein müssen, daß sie die Hilfe ihrer Ausbeuter erbetteln, um ihre Gunst buhlen, um ihre klassenbewußten Arbeitsbrüder zu be- kämpfen. Nun, unsere Parteigenossen werden ihre Kräfte dieser zusammengerührten reaktionären Masse gegenüber verdoppeln, sodaß der Sieg doch auf ihre Seite fällt. ** Todtcnliste der Partei. In Uetersen starb der Gen. I. H o l st. Seine Beerdigung fand am 30. August unter großer Betheiligung statt. »» Polizeiliches, Gerichtliches ic. — Genosse Simon, Redakteur der„Brandenburger Zei- tung" wurde wegen Beleidigung des kommandirenden Generals des 4. Armeekorps v. Hänisch zu 20 Mark Geldstrafe oder zwei Tagen Haft verurtheilt. Er hatte in einem Artikel, welcher der „Freis. Ztg." entnommen war, behauptet, daß der General als Pächter der Jagd Soldaten abkommandirt habe, um als Treiber zu dienen. Durch die Aussagen der als Zeugen vernommenen Bataillons- Kommandeure ist nun zwar fest- gestellt worden, daß allerdings Soldaten in der be- zeichneten Art und in größerer Zahl Verwendung ge- fnnden haben, daß aber dies nicht ans Kommando, sondern infolge freiwilliger Meldung, immerhin aber„auf Ersuchen" des Generals v. Hänisch geschehen ist.— Der Verbrecher mußte also büßen; warum stellt er eine solche Begriffsverwechselung an unj> meint, daß, wenn der General„ersucht", das dann so viel bedeute, als„ k o m m a n d i r e n". Ge»verkHll»k»fkltches. Gleiche Brüder, gleiche Kappeu. Ob in Deutschland. in Rußland oder in Frankreich, sie sind überall dieselben— die Unternehmer nämlich. Im Rive de Gier ist, wie bereits mit- getheilt, ein Glasarbeiterstreik ausgebrochen. Die Arbeiter hatten das zweifelhafte Glück, in den Häusern der Fabrikanten zu wohnen. Jetzt kommt die Nachricht von dort, daß 129 Ar- beiter wegen Einstellung der Arbeit aus den der Fabrik ge- hörigen Wohnungen gewiesen worden sind und daß das Gericht den Ausweisungsbefehl gebilligt und die Arbeiter zum Schaden- ersah verurtheilt hat.— Wieder ein Beweis, daß die Arbeiter sich vor den Wohlthaten der Unternehmer zu hüten haben. Die Gewerkschaften in Spandau haben in einer Konferenz am 2. September beschlossen, eine gemeinsame Herberge und Arbeitsnachweis zu errichten. Das Anerbieten des Gast- wirths Stasinowski, Jüdenstr. 11, der für diese Zwecke sein Lokal zur Verfügung stellt, wurde von der Versammlung angenommen. Die Zlnösperrung der Strumpfwirker in Göppersdorf (Sachse n). Ueber die schon kurz mitgetheilte Aussperrung wird noch berichtet: Vor 14 Tagen waren in der Köbke'schen Strumpfwirkerei zu Göppersdorf einschneidende Lohnherab- setzungen angekündigt worden. Ohnehin waren in diesem Geschäfte, das an 110 Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt, die Löhne knapp, mit den Vorschriften der Gewerbe- Ordnung wurde es nicht immer genau genommen. Wiederholt mußten Mädchen Sonnabend Abends nach �26 Uhr noch arbeiten und ein Mädchen von 18 Jahren mußte regelmäßig an den fünf ersten Wochentagen von Morgens 6 Uhr arbeiten, wie die älteren Mädchen. Unter solchen Umständen joaren die Arbeiter zum Streik entschlossen. Als Donnerstag früh VsIO Uhr der Arbeirer-Ausschnß mit Köbke erfolglos verhandelt hatte, ging dieser in seiner ersten Erregung durch die Säle, ließ abpfeifen und sperrte persönlich sogleich 43 Arbeiter und 9 Arbeiterinnen (Aufstoßerinnen) ans. Bis jetzt arbeiten noch 14 Arbeiter.— Hoffentlich kommen auch diese noch zur Einsicht und schließe» sich den Streikenden an. Depefrlten: tWolff's Telegrapden-Bureau.) Amsterdam, 4. September. Nach Blätttermeldungen aus Batavia ist Hauptmann Lindgreen mit einer Abtheilnng Sol- baten von den Balinesen gefangen genommen. Der Radja will die Gefangenen freilassen unter der Bedingung, daß der Frieden geschlossen werde und die Truppe» sich zurückziehen. Glasgow, 4. September. RDa der jüngst gefaßte Beschluß, die Arbeit in den Gruben wieder aufzunehmen, eine absolute Majorität nicht erlangte, dauert der allgemeine Ausstand fort. Von den 70 000 Bergleuten Schottlands arbeiten heute nur vier- hundert. » Jmola, 4. September. Einige Vertreter de? Nationalrathes der sozialistischen Partei hielten hier eine Versammlung ab. in welcher mit Rücksicht darauf, daß die Regierung das Verbot der Abhaltung des angekündigten sozialistischen Kongresses energisch aufrecht hält, beschlossen wurde, den Kongreß so lange aufzu- schieben, bis die Exekutivkommtssion die Abhaltung desselben für opportun halten wird. (Tepeschen-Burean Herold.) Marburg, 4. September. Bis heute Mittag 12 Uhr sind keine Neuerkrankungen oder Todesfälle an Cholera in Bürgeln vorgekommen. Die früher an der Seuche erkrankten Personen befinden sich aus dem Wege der Besserung. London, 4. September. Ter schottische Bergarbeiter-Streik dauert noch immer fort und nimmt besorgnißerrcgende Dirnen- sionen an. Die Arbeitgeber beschlossen gestern Abend von neuem, den Resolutionen der Arbeiter energischen Widerstand ent- gegenzusctzen.— Im Kongreß der Trade- Unionisten wollen die sozialistischen Arbeiter den Antrag stellen, nur solche Vertreter in das Parlament zu senden, die das kollektivistische Programm zu vertheidigen versprechen. Ein zweiter Antrag will allen ausländischen Armen die Einwanderung nach England verbieten, um dadurch die nationale Arbeit zu schützen. Wien, 4. September. Gestern Abend ging im Raxgebiets (Semmering) ein furchtbares Unwetter nieder, durch welches die Straßen in der Umgebung von Reichenau im Naßwalde un- passirbar gemacht wurden. Dort kamen auch Lawinenstürze vor. Das Hotel Kaiserbrunn und dessen Logirgästt sind von allem Verkehr vollständig abgeschnitten. > Berlin SW., Benthstraße 3.' Hierzu eine Beilqge.j Beilage zum„Vorwärts" Berliner Volksblatt. -----■■------ »r. 206. Mittwoch, den 5. September 1894. II. Ilchrg.. Arbeiter! �arteigenojsen? Der brutale �Willkürakt des Brauereirings harrt noch der Sühne. Den Hunderten unschuldig aufs Pflaster geworfenen Arbeitern ist noch leine Genugthuuug ge- worden. Arbeiter und Parteigenossen! Ohne Eure opferwillige Unterstützung würden die Gemaßregelten der bittersten Roth verfallen und gezwungen sein, um Gnade zu betteln. Tre Hochherzigkeit der Berliner Arbeiterschaft hat diese Schmach verhindert. Der erste Sturmlauf des Protzenthums scheiterte an Eurem Solidaritätsgefühl. Nicht eine Bresche vermochte der Bierring ,n Eure Reihen zu legen. Einig, geschloflen, kampfesmuthig und opferwillig seid Ihr fest entschlossen, den entbrannten Kampf zum siegreichen Ende zu führen. Arbeiter, Parteigenossen! Euer Wollen garantirt Euer Können! Ihr könnt, wenn Ihr wollt. Den zweiten Sturmlanf auf Euere Phalanx mußten die dem Bierring Lehensdienste leistenden Saalbesitzer unternehmen. Die Agitation sollte unterbunden, das Mund« todtmachungssystem praktizirt werden. Sliif der Mine, die sie gegraben, sind die Saalbesitzer aufgeflogen. Ihr Wehgeschrei könnte Mitleid erwecken. _ T Arbeiter, Parteigenossen! Selbst der Himmel, auf den der Bierring seine letzte Hoffnung setzte, ist mit uns im Bunde. Die Saison kann dem Ring nicht mehr über die Verlegenheiten hinweghelfen, die mit jedem Tag des weiteren Kampfes sich thurmhoch häufen. Ausharren bedeutet für uns siegen. Unsere Position ist uneinnehmbar. Der Stand des Boykotts ist ein vorzüglicher. Wir können zuwarten, ohne entbehren zu müsse «w-. s, Arbeiter, Genossen! Je konsequenter der Boykott durchgeführt wird, desto nachhaltiger seine Wirkung, desto entscheidender der Sieg. Duldet keine Ausflüchte, kein Ausreden. Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns. Soweit unser Einfluß reicht, muß das Ringbier verpönt werden. Nicht ein Tropfen darf getrunken werden. -.. Arbeiter, Genossen! Die Bierzufnhr ist eine geregelte. Sie wird mit jedem Tag der Fortdauer des Boykotts eine bessere. Alle Ansprüche können befriedigt werden. Darum widersteht jeder Versuchung, Ringbier zu trinken. Die schwerste Arbeit ist gethan. Die Periode der Organisirung des Kampfes war die aufreibendste. Jetzt wird uns der Kamps leicht, weil wir das Terrain zum guten Theil beherrschen. Der Sieg muß nnser werden, wenn wie bisher mit gleicher Schärfe und Ausdauer der Parole gefolgt wird Hoch der Boykott sämmtlicher Ringbrauereien! Trinkt keinen Tropfen Ringbier! Die BoyItotlkommWon. Bohkottstties Vitt liksern: Brauerei Carlsberg» Friedrich Reichenkron, Char- l o t t e n b i» r g. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhans, Aktien-Geiellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Kintz u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlöstchen, Friedrichshagen. Nordstern-Brancrei, Berlin. Exportbrauerei Ratheuow, Niederlage bei Max Denn- Hardt, Hannoversche Straße 18a. Schlosibrauerei, F ü r st e n w a l d e. Niederlage bei Franz Heiser, dl., Liesenstr. 5. Bürgerliches Brauhaus(in Firma Müller), Frank- f u r t a. O. Phönix-Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jaadschlöstchen, Ebers walde. Niederlage, E d m. R e n t e r, Swincmünderstr. 45. Berg-Brauerei, Brandenburg. Vertreter: H. W o l f f, 1�., Dragonerstr. 31. Brauerei Wusterhausen, Vertreter: Max Fleischer, Reichenbergerstr. 155. Bürgerliches Brauhans, Hamburg-Eilbeck, Kellerei und Niederlage, SW., Verlängerte Trebbinerstr. 7. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage G. Spieker mann, Weberstr. 66. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mnhlenstraße 49a. Brauerei in Storkow(in Firma A. Miethe), Vertreter: Spiekermann, Wcberstraße 66. Brauerei Hildcbrandt, Nowawes. Vertreter: H. Henscl, Krausenstraße 13. Louisen-Brauerei, Bellermannstr. 71-�72. Ztolrnles. Das Gerede von der Versumpfung deS Boykotts findet gerade dort, wo man mit gespanntester Ausmerksamkeit den einzelnen Phasen dieses Kampfes folgt, nämlich in den Reihe» der Brauereibesitzer selbst, am wenigsten Gläubige. Der beste Beweis dafür ist wohl die Thatsache, daß fast leine Woche vergeht, wo nicht ein neuer Branereibesitzer sich zur Lieferung boykottfreien Bieres bereit erklärt. So können wir auch heute unseren Lesern mittheilen, daß der Besitzer der Louisenbrauerei, Bellermannstraße 71a/72 die Forderungen der Brauerci-Arbeiter akzeptirt und zur Lieferung von Bier sich bereit erklärt hat. Die Zahl der mit ihren Arbeitern in Frieden lebenden Brauereien ist also bald so groß wie die der Herren vom Ringe, und wenn in den Reihen der boykoltsreien Brauereien auch die kleineren Betriebe vorherrschen, so befinden diese sich doch in der angenehmen Situation, daß ihr Kundenkreis von Tag zu Tag wächst, während die Kapitalmagnaten vom Ring für sich und ihre Opfer den Bettelsack im Lande herumgehen lassen müssen. Die Thatsache, daß die kleineren Brauereien die Forderungen der Arbeiter anerkennen, zeigt übrigens auch, was an dem Geschwätz der Ringherren vom unerträglichen Terrorismus der Arbeiter Wahres ist. Was die kleinen Kapitalisten den Arbeitern genähren können, das kann doch für die Millionäre vom Ring auch nicht unerschwinglich sein. Die„Brauer- und Hopfen-Zeitung" bringt in ihrer letzten Nummer einen Denunziationsartikel gegen jene Brauereien, welche boykottfreies Bier in Berlin liesern und deren Firmen regelmäßig im„Vorwärts" aufgeführt sind. Helfen wird diese Denunziation freilich nichts, im Gegentheil mochten wir gerade diese Gelegen- heit benützen, unseren Genossen zu enipfehlen, jene Brauereien besonders zu unterstützen, welche den Muth haben, trotz der Kläffereien ihrer ins Hintertreffen gekommenen Konkurrenten, dem Ringe fern zu bleiben und sich ihre Selbständigkeit gegenüber dem Bierkönig zu wahren. Das ist der Fluch der bösen That! Wie einstens die Kinder Israels sich zurückgesehnt haben sollen nach den Fleisch- töpfen Egyptens, also sehnt auch er sich jetzt zurück, der große Saalinhaber im Osten Berlins, nach den schonen Tagen von Aranjuez. da er noch das verwöhnte und bevorzugte Schooßkind der Berliner Sozialdemokratie war. Nichts ist, nach einem be- rühmten Ausspruche, schwerer zu ertragen, als eine Reihe von guten Tagen. Auf seine Unentbehrlichkeit pochend hat er aus der Zeitgeschichte nicht gelernt, daß niemand unentbehrlich und unersetzlich ist, sein Uebermuth kannte keine Grenzen wehr, er setzte seinen Nährvätern, die ihn groß gezogen, in toller Ver- blendung den Stuhl vor die Thüre, spielte vo. banque und hat das Spiel glücklich— verloren! Aus ihn läßt sich nicht das Schiller'sche Räuberwort zur Anwendung bringen: dem Manne kann geholfen werden! Dem Manne ist nicht zu Helsen, und das ist der Fluch der bösen That! Vertrauend auf die Millionen- Kommission der Saalverweigerer, vertrauend auf die Krieger- und sonstigen Vereine, vertrauend auf die Hilfe der Polizei hat er die Arbeiterschaft verrathen und erntet nunmehr seinen wohl verdienten Lohn dafür. Die Saalkommission bat fein Unterstützungsgesuch ablehnend beschieden, weil er— o Ironie des Schicksals!— em vermögender Mann sei! Reich geworden durch die Berliner Arbeiterschaft! Sein Verlust ist unersetzlich, die ihm verbliebenen Vereinchen können ibn über die Aussichtslosigkeit seiner Position nicht hinwegtäuschen. Die Polizei verniag ihm ebenso wenig zu helfen. Hilflos ist er seinem selbstverschuldeten und schon bitter bereuten Schicksale verfallen. Drohend winkt ihm auch hier die Zukunft gähnende Leere und mit Grauen sieht er in nächster Nähe in dem Schlächter-Jnnungshause mit dem größten Saale Berlins eine tödtliche Konkurrenz sich erwachsen. Da möchte er gern zu seiner ersten Liebe, zur Berliner Arbeiterschaft zurückkehren, doch ach, diese will von dem Ungetreuen nichts mehr wissen, sie wendet sich ab von ihm und überläßt ihn seinem wohlverdienten Schicksale. Das ist der Fluch der bösen That! „Eine Maschine fnr Arbeitslose ist das neueste Produkt menschlichen Ersindungsgeistes und strebsamer geschäftlicher Spekulation, das möglicherweise berufen ist, auch bei uns noch eine Rolle zu spielen."— Mit diesen Worten leitet Herr Chefredakteur R ö s i ck e in seinem Leibblatt, dem„Schultheiß-Boten", einen Artikel ein und giebt seinen Lesern dann über die neue Erfindung nach einem englischen Fachblatt, der„Electricity", folgende„heitere" Mit- theilungen. Gegenwärtig, da Arbeitslosigkeit und Arbeitsscheu so schwer zu unterscheiden sind, erscheint die neue Maschine für Arbeits- lose nicht unzeitgemäß. Man kennt die Automaten, die gegen Einwurf eines Zehnpfennigstückes ihren Kunden Süßigkeiten zc. liefer» oder sie wägen oder messen. Bisher lieferten diese gegen Geld ein Werthobjekt; in dem neu erfundenen Automaten wird das Prinzip umgekehrt. Das Publikum soll Zehnpsennigstücke empfangen, statt sie zu geben, und zwar ist die Idee folgende: Jedem, der eine Kurbel hundertmal umdreht, liefert der Automat zehn Pfennige. Die Kurbel ist innen mit einer Dynamomaschine verbunden, und die Hunderl Umdrehungen erzeugen und speichern eine Quantität elektrischer Energie auf, die dann von dem Besitzer des Automaten zu Leuchtzwecken aus- gegeben werden kann.— Der Plan scheint„einleuchtend" genug und hat für Arbeitslose gewiß viele Reize. Niemand braucht zu hungern, der nicht zu faul ist, die Kurbel zu drehen. Und warum sollte nicht jeder Haushalt sich einen solche» Kraftsammler anschaffen? Die Möglichkeit, sich eine Lichtquelle zu schaffen, gäbe gewiß der Zimmergymnastik einen ungeahnten Aufschwung." Nun also, Herr Rösicke! Quousqus tandern? Wie lange zögern Sie noch? Warum ziehen Sie nicht sofort aus dieser genialen Erfindung die praktische Konsequenz für die augenblicklich so drückende Lage des Bierrings, den sie sich um den kleinen Finger gewickelt haben? Warum stellen Sie nicht gleich 32 solcher Automaten in den boykottirten Brauereien auf? Leere Sudhäuser giebt es ja jetzt in Berlin so viel wie Kirchen! Und warum rufen Sie nicht zur Bedienung dieser Maschinen die von Ihnen in so frivoler Weise zur Arbeitslosigkeit verdammten, gänzlich schuldlosen 500 Brauerei-Arbeiter zurück? Sollte Ihnen das Geräusch der Dreh-Maschinen zu eintönig sein? Tann könnten Sie ja die konfiszirten„Bier-Boykott-Lieder" dazu singen lassen, z. B. die Bier-Königs-Hymne nach bekannter Melodie: „Heil Dir im Schultheiß-Glanz, Herrscher im Brauerkranz, Bierkönig Heil! Sieh in der Kellerschanz' die vollen Tonnen ganz, Jetzt geht erst los der Tanz, Bicrkönig Heil! Nicht Ring, nicht Rösicke, sichern die Aktienhöh', Wo Schultheiß steh». Trinke» wir nicht Dein Bier, sinken die Kurse Dir, Wie Deine Dividend' um zwei Prozent!" Die Polizei würde Ihnen sicherlich die ca. 500 beschlag- »ahmten Boykott-Liederbncher für die 500 Brauereiarbeiter über- antworten, da sie es nicht für nöthig hält, daß auf Ihren Preßerzeugnissen der Verleger und der Redakteur angegeben werden.— Außerdem würden Sie die Boykottfrage ohne Ring- kapitulation lösen und sich dazu noch in ihrer Lieblingsrolle des „freiwilligen Wohlthäters" zeigen. Denken Sie, ein Schauspiel für Götter! In sämmtlichen 32 boykottirten Brauereien drehen die 500 Ausgesperrten die Kurbel an den„Maschinen für Arbeitslose" und jeder erzeugt für einen Groschen elektrischer Energie, um die Herren Ringdirektoren zu erleuchten.— Oder sollte das letztere wirklich nicht mehr möglich sein? Die Schönebergcr Schlostbranerei registrirt ihren Minder- absah pro August in den bürgerlichen Blättern drolligermaßen als Plus. Diesmal ist ein Minus von 511 Hektolitern zu verzeichnen: im August 1893 waren es 13 369, während im selben Monat dieses Jahres nur 12 858 Hektoliter los zu werden waren— trotzdem die Brauerei sich das Kroll'sche Etablissement zugelegt hat. Man sieht, daß nicht allein das Plus gegen das Vorjahr anfängt weniger zu werden, sondern daß der Absatz gegen 1892/93 sich überhaupt als ein geringerer herausstellt. Wie soll das erst, werden, wenn die Sommerlokale geschloffen sind? Ter Tradition gemäß fabelt die gegnerische Presse auch über das diesjährige Sedanfest; die Betheiligung soll eine ge- »valtige und die Begeisterung der großen und kleinen Kinder über die vor 24 Jahren erfolgte Gefangennahme des bösen Napoleon recht ergreifend gewesen sein. Man weiß, welche ge- waltige Rolle das mit Kognak gefüllte Vergrößerungsglas bei derartigen patriotischen Festberichten spielt. Was die Festlich- leiten anbelangt, die sich die patriotischen Vereine geleistet haben, so ist die Betheiligung daran an manchen Stellen geradezu miserabel gewesen. Der Uniongarten in der Hasenhaide war, wie berichtet wird, für den Sonnabend Abend einem Krieger- verein gänzlich umsonst überlassen worden und trotzdem sollen kaum 30 Personen es der Mühe werth gehalten haben, den heiligen Sedanstag dort mit Ringbier zu begießen. Selbst der große Rösicke scheint den Nationalfeiertag nicht besonders hoch zu schätzen, wenn man seine, leider so oft schmählich verlästerte, Generosität als Maßstab gelten lassen will. Das kleine Pankow hat etwa 400 M. patriotisch zusammen gebracht, dabei figurirt der schwere Kommerzienrath mit ganzen 20 M. Früher war er nicht so— zurückhabend; aber vielleicht bestimmt ihn der Stand des Bierboykotts zw seiner Haltung, die in Pankow lebhast kommentirt wird.... Die agrarische„Deutsche Tageszeitung" hat. so jung sie ist, bereits bekundet, wie sie ihre Devise„für deutsche Arbeit in Stadt und Land" auffaßt. Mit großem Halloh verlangte das Organ des Bundes der Landwirthe im Jnseratentheil verschie- dener Zeitungen Arbeiter zum Austragen der Probeexemplare. Es fanden sich auch Arbeitslose genug ein, die mit einem Tage- lohn von 4 M. engagirt wurden; zur Sicherheit nahm man den Leuten die Legitimationspapiere ab. Nachdem sie ein bis zwei Tage mit Austragen beschäftigt waren, bestellte man sie von Tag zu Tag zur Arbeit; behielt aber die Legitimationspapiere in Händen. Die derart hingehaltenen Arbeiter mußten nun vor dem Gewerbegericht Klage erheben, weil ihnen die Vergütung der Wartezeit verweigert wurde, und zwar machten sie den Expedienten entschädigungspflichtig. Das Gewerbegericht erachtete den Erpedienten jedoch nicht für den eigentlichen„Arbeitgeber"; die Arbeiter werden daher ihre Klage gegen den Eigenthümer sowohl als auch gegen den Ex- pedienten der„Deutschen Tageszeitung" richten müssen.. Polizeiliche Aesthestik. Unsere Leser erinnern sich noch der niederschmetternden Kritik, mit der vor einiger Zeit der Breslauer Polizeizensor Gerhard Hauptmann's„Weber" zu den Todten geworfen hat. Diesem Herrn ist im hiesigen Anzeiger eines Königlichen Polizeipräsidii ein Gesinnungsgenosse mit gleich hoher literarischer Schulung entstanden. Es heißt da Nr. 205 in einer„Die Demoralisation des Theaters" überschriebenen Be- trachtung über Hauptmann's bedeutendstes Werk: „Wie dieses Machwerk auf denZAntikapitalismus und somit in weiterer Folge auf den Anarchismus furchlbringend wirken muß. ist leicht einzusehen. Ein kritikloses Publikum, mit der empfänglichsten Begeisterung begabt für alles, was Revolution athmet, ihm braucht nur noch von der Bühne das Evangelium der vermeintlichen Wahrheit gepredigt zu werden, um es vorläufig in seinen Gesinnungen anlimonarchisch zu erziehen, bis es ihm eines Tages, wenn der hetzerische Unsinn sein Gehirn vollgepumpt hat, die lodernde Fackel reicht, mit der es die Städte und Länder einäschert." Es ist nicht mehr als billig, daß bei dieser ästhetischen Gummischlauchattacke auch die„Freie Volksbühne", die sich be- kanntlich vermessen hat, sdas mit einem so üblen Führungsattest versehene Dichterwerk aufzuführen, die wohlverdienten Jagdhiebe empfängt. Das Polizeigemüth schöngeistelt: „Es giebt einen forensischen Satz, der von der Verschleierung der Thatsache» spricht. Das Gesetz ist ermächtigt, anarchistische Vereine auszuheben.(!) Die Freie Volksbühne ist ein Verein. der dem Namen nach sozial ist, der That nach anarchistisch!— Er ist schlau genug, eingestreute soziale Stücke zu geben, um den Charakter seines Namens � laufrecht zu erhalten.— Er weiß auch, daß er Gesetzwidriges begeht, sonst würde er sich nicht der Zensur entziehen, um hinter dem Rücken des Gesetzes öffentlich ge- setzwidrige Schau st ellungen zu geben. Das ist Verschleierung!. Wir aber, die wir jeden Grund dazuhaben (ganz abgesehen von der Kunst), in einer so gefährlichen Zeit jedes zu vermeiden. was die A u f r e i z u n g des Volkes be- schleunigen muß, unsere Pflicht ist es. energisch einem Unfug zu steuern, der in seiner schamlosen und demokra- tischen Tendenz von den„weltbedeutenden Brettern" herab die Wahn-Jdeen einer allgemeinen Revolte predigt." Also heran, meine Herrschaften! Hier giebt es Geld zu ver- dienen! Acht gute Groschen Die Leistung und obendrein noch das Verdienstkreuz für Kunst und Wissenschaft! Der„Sedantag" hat unseren privilegirten Patrioten wie- der reichlich Gelegenheit geboten, sich in der Bethätigung ihres „Patriotismus" zu überbieten. Den Gipselpunkt des diesjährigen Sedanrummels scheint man glücklich auf der Kinderstation der Charitee erklommen zu haben. Nach einer Mittheilung bürger- licher Blätter waren nämlich der dort befindlichen Kinderschaar Säbel, Gewehre und Trommeln geschenkt worden. Mit diesen ausgerüstet, hielten die Kleinen, patriotische Lieder plärrend, einen Umzug durch mehrere Krankensälc! Hieran reihten sich Vorträge, die von den Wärterinnen mit den Kindern eingeübt worden waren! Ein Idyll aus der königlichen Charitee! Und das nennt die betreffende Korrespondenz„ein niedliches Bild"!— Die Uubrauchbarkeit des Dowe'schen Panzers konstatirt der„Reichs-Anzeiger" in einem Bericht über die Schießversuch«, Soziale Uebersicht. welche die Gewehrprüfungs- Rommission damit angestellt hat. Raffenbestand foll um etwa 15 000 m. nicht stimmen. Hofrath| abzuwarten, ehe er feinen Soldaten den Befehl zum Abführen Wir heben aus den Mittheilungen folgendes hervor: Nach einem Pilch wurden sofort die Rendantengeschäfte abgenommen und gab. So viel Humanität besaß die vaterländische deutsche Polizei vorher vor Offizieren angestellten Versuch privater Art, der zu seiner Vertretung der bei der Hofverwaltung thätige Sekretär zur Zeit der Sozialistenausweisungen nicht einmal am heiligen" befriedigend ausfiel, sollte Mitte Mai bei der Gewehrprüfungs Stechert aus Berlin nach Potsdam beordert. Bilch hatte es Weihnachtsabend. Kommission in Spandau eine amtliche Prüfung des Panzers vor vom gemeinen Soldaten seiner Zeit bis zum Hofrath gebracht, genommen werden. Zu diesem Zweck erschien bei derselben der einem sehr einflußreichen Posten bei der töniglichen HofKunstschüße Martin mit zwei Panzern. Beide waren bezüglich Gartenverwaltung. der Größe und Dicke dem im Wintergarten gezeigten ziemlich gleich; auch bei ihnen sollte nur eine kleine, besonders gekenn vorgestrigen Abend auf dem Schlesischen Bahnhofe der neuen Schwur- und Landgerichts- Gebäudes in Gera werden Von den Rädern der Lokomotive zermalmt wurde am Weibliche Arbeiter auf Hochbauten. Bei dem Bau des zeichnete Fläche wirklich schußsicher sein. Trogdem wog der eine Bau- Unternehmer Wilhelm Kersten aus Groß- Beesten bei Königs- Frauen zur Arbeit verwendet. Sie werden, nach dem Berichte 4,5 Kilogramm, der andere 8,5 Kilogramim. The das Schießen Wusterhausen. K. war den Tag über in Berlin gewesen, um unseres dortigen Parteiblattes, oft zu Arbeiten kommandirt, die begann, erklärte Martin, nicht Dowe, sondern er seinerseits sei Besorgungen zu machen und wollte den um 7 Uhr 1 Min. vom eigentlich nur von körperlich starken Männern ausgeführt werden der Erfinder des Panzers. Dowe sei nur als Reklame vor Schlesischen Bahnhofe abgehenden Vorortszug nach Königs- follten. Es giebt männliche Arbeitskräfte in Hülle und Fülle, geschoben in anbetracht der vorjährigen Zeitungsberichte. Von Wusterhausen zur Rückfahrt benüßen. Lange vor Abgang des warum werden die nicht eingestellt, damit die Familien Brot ihm, Martin, habe auch der im Wintergarten beschossene Panzer Trains war der Bau- Unternehmer bereits auf dem Perron und haben? Weil die Frauen billiger arbeiten, das ist die Ursache geftammt. Wenn der eine der jetzt vorgestellten Panzer so viel schwerer sei als der damals benutzte, so wäre das vermehrte flieg, wiewohl die Lokomotive noch nicht vorgespannt war, in davon im Rechtsstaate, der zur Pflege des Rechts und der OrdGewicht auf die bereits darin steckenden Geschosse zurück- einen Waggon. R. stellte sich an die Thür, welche nach dem nung Justizpaläste bauen läßt von schwachen Frauen, die vom zuführen. Nun wurde mit Gewehr und Munition 88 auf die Einfahrtsgeleise zu gelegen und schaute heraus, die Einfahrt Elend an die Arbeit getrieben sind. Die arbeitslosen Männer beiden Panzer von dem Personal der Gewehr- Prüfungskommission eines auf dem Nebengeleise heranbrausenden Vorortszuges be- find Steuerzahler, die Steuern werden oft ohne Rücksicht auf die geschoffen und zwar lediglich auf die kleinen, als schußsicher be- trachtend, In demselben Augenblick sprang die Thür auf, K. Nothlage der Familien eingetrieben, diefe Leute haben nach der sonders bezeichneten Flächen. Die Schüsse wurden so gezielt, daß stürzte das Gleichgewicht verlierend heraus und wurde von der heutigen Ordnung" ein Recht darauf, Beschäftigung zu erhalten; fie innerhalb dieser Flächen sämmtlich dicht um einen Bunti okomotive des Vorortszuges überfahren. Mit zerschmetterten hier wurden sie jedoch abgewiesen. herumfaßen. Hierbei wurde der eine Panzer auf 8 Meter, der Lokomotive hervorgezogen und verstarb wenige Minuten darauf. in den Bergwerten Preußens im Ganzen 88 Schlagwetter Händen und Beinen wurde der Bedauernswerthe unter der Vom Schlachtfelde der Arbeit. Im Jahre 1893 find andere auf 30 Meter Entfernung durchschlagen. Beide waren berartig beschädigt, daß Martin selbst die Versuche für abs Die Seiche wurde nach dem Schauhause gebracht. Explosionen erfolgt; 21 führten den Tod von Personen herbei; gebrochen erklärte. Zugleich aber behauptete er, er werde nun- In der Urania" hält heute Abend Herr Dr. Karl Müller 64 hatten nur Verlegungen im Gefolge und 3 verliefen ohne mehr einen neuen, widerstandsfähigeren Panzer vorführen, der über das Genossenschaftsleben bei Thieren und Pflanzen einen Verlegung. Von den Explosionen entfallen 70 auf den Oberin der ganzen Frage den Ausschlag geben solle. Die erste amt- Projektionsvortrag. bergamtsbezirk Dortmund, 12 auf Bonn, 5 auf Breslau, 1 auj liche Prüfung hatte also ein völlig negatives Ergebniß. Mitte Juni tam der in Aussicht gestellte neue" Panzer zur GewehrNachträge zur Lokalliste. Die Wirthe Knobel und Clausthal. Die Zahl der Getödteten beträgt 127, die der schwer Prüfungskommission nach Spandau." Er wurde vorgeführt von Petereit wohnen nicht Reichenbergerstraße, sondern Staliger- Berlegten 30, der leicht Verletzten 119, im Ganzen 276 Personen, einem Vertreter des Kunstschüßen Martin. Das Gewicht betrug straße 26 resp. 37. Wittwe Neubauer, Sebastianstr. 78, zeigt gegen 198 Personen im Vorjahre. Das Jahr 1893 stellt sich 8 Kilogramm, im übrigen waren die Größen und sonstigen Veran, daß sie bokottfreies Bier führt. Desgleichen Vogel, Glbinger- bezüglich der Zahl der tödtlichen und der nicht tödtlichen Explosions. hältnisse die gleichen wie bei den früher geprüften. Auch dieser Straße 9. Glbingerstr. 7 und 10 wird Ringbier geschänkt. Die fälle, sowie der Bahl der bei letztern beschädigten Personen Panzer wurde durchschoffen. Hiernach sind Dowe und Martin Stontrolle wird versagt von Jeske, Eisenbahnstr. 18. Sello, günstiger, bezüglich der Zahl der getödteten Personen dagegen weit beide amtlich in Kenntniß gesezt worden, daß die der Gewehr- Pantow, Berlinerstraße, schänkt nur Ringbier, besgleichen Raul, ungünstiger als die meisten Vorjahre. Der schwerste Unglücksfall, der Gewehr- Bankow, den Tod von 62 Personen und die nicht tödtliche Verlegung von Grenz- und Feldstraßen- Ecke. Laftander, Bergstr. 21 und Hiller, weitern 15 Personen zur Folge hatte, fand am 19. Auguſt auf Prüfungskommiffion vorgelegten Panzer unbrauchbar seien. Bergstr. 102 in Rigdorf schänken boykottirtes Bier aus der Dalles. 33 000 Mark Defizit hat dem„ Lokal- Anzeiger" Bereinsbrauerei. In Henningsdorf führen Bömert, Brose, Beche Kaiserstuhl statt; der nächst schwerste Fall mit 20 Personen zufolge die Landwirtschafts- Ausstellung im Treptower Part ge- Wolter, Rodewald und Hartge boykottfreies Bier. Gesperrt ist Euen's ereignete sich auf Zeche Blumenthal bei Recklinghausen, je bracht. Man erinnert sich noch, daß die großen Balllokale, in Gasthof. In Zehlendorf schänkt außer den auf der Lifte und auf Beche König Ludwig bei Bruch. Jm Durchschnitt ent10 Mann wurden getödtet auf Grube Reden im Saarbrückenschen denen der Champagner 20 M. die Flasche tosiete, während der angeführten Wirthen noch Warnid, Teltowerstr. 23, boykottfreies fallen auf je eine Explosion mit tödtlichem Ausgange 6,05 Todte, Ausstellung ein ausgezeichnetes Geschäft gemacht haben. Bier. Der Restaurateur Wiemer, Pantow, Berlinerstr. 78, gegen 2,21 im Vorjahre. Bon den 349 Steinkohlen- Bergwerken, In der Markthalle II( Linden- und Friedrichstraße) werden erklärt zu der vor einigen Tagen im Austrage der Kommission die während des Jahres 1893 in Betrieb waren, sind 19 oder jebt Bersuche mit Kohlenstaub- Verbrennung gemacht, die günstigen in Borwärts" erschienenen Mittheilung, wonach er boykottirtes 4,5 pGt. von todtbringenden Explosionen betroffen worden. Wie Bier schänke, daß er seit dem 15. Juli fein Bier aus Erfolg zu versprechen scheinen. Im wesentlichen handelt es sich einer gesperrten Brauerei verzapfe und nur Bichelsdorfer Vier in den Vorjahren ist wieder beobachtet worden, daß die aufsteigend darum, die Raucherzeugung insbesondere der Fabritschornsteine zu verhüten. Der zur Anwendung kommende Apparat ist zum Ausschant bringe. Der Restaurateur Friesede, Haupt- geführten Bauten mehr als die Hälfte aller Explosionen in sich trichterförmig; eine darin befindliche Vorrichtung regulirt das traße 81, Rummelsburg, verschänkt jeht Schultheiß- Bier. fchließen. Von den Explosionen werden drei mit 67 Todten Buströmen des Kohlenstaubes nach Bedarf. Durch Verbindung Die Arbeiter- Gesangvereine, die bisher in diesem Lokal ihre Rohlenstaub Explosionen bezeichnet. Die unmittelbare Ursache und 17 Berlegten, darunter jene auf Beche Kaiserstuhl, als mit dem Abzugsrohr wird eine Zugluft hergestellt, die den Kohlen Uebungen abgehalten haben, sind daher fortgezogen, einzig der ber Explosionen war: Gebrauch offener Grubenlichter in 9 Fällen, staub über den ganzen Feuerhero verbreitet, wo er dann gänzlich ger der Boltsbrauerei, Herr Legde verzapft fortan nur bontott beitslampe in 10, Schadhaftwerden der Lampe bei der Arbeit in anarchistische Verein„ Autonom" bleibt bei den Wirth, der Be- Benuhung einer Zabatpfeife in 1, unbefugtes Deffnen der Sicher Durch Neberfahren getödtet wurde vorgestern Abend der 9, unvorsichtiges Umgehen der Lampe in 22, zu große Wetterfechsjährige Knabe Emil Sauer, deffen Eltern Elisabeth- User 10 Polizeibericht. Am 8. d. M. Vormittags wurde ein Mann geschwindigkeit in 5, Schießarbeit in 2 Fällen. Ein unmittelbares wohnen. Der Kleine spielte mit anderen Knaben auf der er an der Ecke, der Barnim- und Büschingstraße durch einen Bier- ober mittelbares Verschulden ist nachgewiesen oder als wahrwähnten Straße, als plötzlich ein der Firma Gebr. Haber( Unter wisabeth- te, uns ant fruße erheblich verlegt.- Am ſcheinlich angenommen in 47 Fällen, hiervon entfallen 45(??) ( Unterlisabeth- Ufer den Linden) gehöriges Fuhrwerk heranrollte. Der Kleine lief Elisabeth- Ufer gerieth Nachmittags ein Knabe unter die Räder auf die Schuld eines Mitverunglückten selbst, je 1 auf die Schuld direkt in das Gespann hinein und wurde, ohne daß der Kutscher eines Geschäftswagens und wurde dabei so schwer verletzt, daß eines Mitarbeiters bezw. eines Beamten. Unvorsichtigkeit lag in Gustav Seibel die Pferde zügeln konnte, überfahren. Straße, wurde ein Mann erhängt vorgefunden. Auf dem Vorschrift bei 10 tödtlichen und 14 nicht tödtlichen Explosionen er bald darauf starb. In seiner Wohnung, in der Bärwald- 13, grobe Fahrlässigkeit in 10, Uebertretung einer bergpolizeilichen Der Schneidermeister Johannes Machuif, Berlin S, Schlesischen Bahnhof stürzte Abends ein Mann von einem bereits vor. Strafrechtliche Untersuchungen wurden in 7 Fällen einLouisen Ufer 41, ersucht uns, zu fonstatiren, daß er nicht mit dem in der Fahrt befindlichen Zuge, wurde überfahren und auf der geleitet. verhafteten Schneider gleichen Namens identisch ist. Stelle getödtet. Im Laufe des Tages fanden drei kleine Brände statt. verbrennt. Seche werthvolle Delgemälde find außer anderen Sachen, wie die Hamburger der hiesigen Kriminalpolizei mittheilt, dort in der Nacht zum 29. v. Mts, mittelst Einbruchs ent wendet worden, nachdem sie aus den Rahmen herausgelöst worden waren. im freies Bier. Witterungsübersicht vom 4. September 1894. Barometer WNW MSW NA stand in mm, d. Meeressp. reduzirt auf Windrichtung Windstärke 14433324222( Stala 1-12) Wetter Temperatur 50 G. 4° R.)] 758 760 759 759 M halb bedeckt wolkenlos Regen bedeckt 12 11 11 12 760 SM 5 Regen 14 758 bedeckt 17 760 NND 752 NW 767 NNW 764 MW 762 bedeckt bedeckt heiter wolfig bedeckt 7 12 11 9 11 NND # Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. Rammer III. Vorsitzender: Assessor Blankenstein. Sigung vom 1. September. Die Asphaltkompagnie( South) wandte durch den Mund ihres Vertreters gegen die Lohnentschädigungsklage eines Arbeiters ein, berselbe sei auf Stundenlohn engagirt worden, und außerdem habe man ihn darauf verwiesen, daß an einer der Buden unweit bes Arbeitsplatzes( einer zu asphaltirenden Straße) die Arbeits ordnung hänge, welche über alles Weitere Aufschluß gebe. Ein Beuge bestätigte diese Angaben. Die Arbeitsordnung enthielt die bekannte Bestimmung:„ Eine Kündigung findet nicht statt." Der Kläger gab zu, daß ihm die Stunden mit je 30 Pf. abgezogen wurden, in welchen wegen ungünstiger Witterung nicht gearbeitet werden konnte. Wenn hieraus zu schließen fei, er habe in Stundenlohn gearbeitet, dann wäre das allerdings der Fall; der Lohn sei jedoch Sonnabends für die ganze Woche ausgezahlt worden. Das Gericht verurtheilte die Beklagte. Gründe: Eine Vereinbarung auf Stundenlohn schließt nicht den Ausschluß der Kündigung in ich. Ebensowenig genügt der Hinweis barauf, Bus Gegen Ringnepper gehen täglich bei der Kriminal- Polizei Stationen. neue Anzeigen ein, obgleich in der letzten Zeit eine große Anzahl sid solcher Betrüger festgenommen worden ist. Wir geben zur Warnung nochmals die Art und Weise an, wie die Opfer in die Falle gelockt werden. Es arbeiten mindestens 2 Gauner zu Swinemünde fammen. Der eine tritt an das Opfer mit einer beliebigen Frage, Hamburg wie nach einer Straße, die überhaupt nicht besteht, heran und Berlin Enüpft ein Gespräch an, in das sich der zweite einmischt. Der Wiesbaden. eritere theilt mit, daß er einen Pfandleiher suche, da er Unglück München gehabt habe, bestohlen worden sei oder dergleichen und nun einen Wien Ring verpfänden müsse, obwohl es sich um ein theueres Andenken Haparanda handele. Der andere spielt dann den Sachverständigen, begut Betersburg achtet den Ring und macht den Fremden kauflustig durch die Cork, Bemerkung, daß er für den sehr werthvollen Ring gern 50 oder Aberdeen 60 M. geben würde, wenn er so viel Geld bei sich hätte. Das Paris Opfer geht nun in die Falle und kauft für einen geringeren Preis das Kleinod in der Aussicht, damit ein gutes Geschäft zu machen. Wetter- Prognose für Mittwoch, den 5. September 1894. In dieser gleichen Weise sollte ein Bildhauer R. auf dem Schillerplatz am Sonntag Abend angegaunert werden. Er westlichen Winden ohne erhebliche Niederschläge. gehörte nicht zu denen, die nicht alle werden und wies das ihm gemachte Angebot, einen werthvollen Ring für eine Kleinigkeit zu erftehen, rundiveg ab. Damit waren aber die Nepper durchaus nicht einverstanden, da sie sich ein gutes Geschäft mit K. versprachen. Die beiden Kerle packten ihn rücklings, warfen ihn Schiller Theater. War's wirklich blos bie Folge über. zu Boden, und während einer auf ihm niete und ihn eifriger Reklame, wonach auf Wochen hinaus das Schiller- Theater fest hielt, raubte ihm der andere die Börse mit ausverkauft fein follte, daß am Montag der Wildenbruch'sche 7 M. Inhalt und eine silberne Uhr. S. war nach Menonit" vor völlig leerem Hause gespielt wurde? Und die feiner Angabe durch den plöglichen Ueberfall so bestürzt geenigen, die da waren, verriethen zudem nur die Abwesenheit u. a. zur Herauszahlung von 26 M. und 6 M. an die klagenden worden, daß er erst Hilfe rufen konnte, als sich die beiden all' derer, für die eigentlich das Schiller- Theater geschaffen worden Räuber bereits aus dem Staube gemacht hatten. Die beiden sein soll. Unsere Furcht, es werde bald allzuviel Waffer in den Persönlichkeiten tann er nicht anders beschreiben, als daß jeder einen schwarzen Schnurrbart gehabt habe. Das Gericht von einem Cholera Todesfall war heute früh im Nordosten der Stadt verbreitet. Allein es liegt indeß nur ein tödtlich verlaufener Brech durchfall vor. " Kühles, vorherrschend woltiges Wetter mit schwachen nord- bie Arbeitsordnung hänge, den Arbeitnehmer Berliner Wetterbureau. Theater. daß an einer bestimmten Stelle des Arbeitsortes auf das zu verpflichten, was in derselben steht.Ein Kolonnenführer darf nicht ohne Einwilli gung der anderen kolonnenmitglieder aus dem Gesammtertrage der Kolonnenarbeit Geld zu 8weden fortgeben, die nicht nothwendiger. liegen, wie z. B. zur Beschaffung von Rüstung 2c. weise im Interesse dieser Kolonnenarbeit Diesen Grundsatz stellte das Gericht gelegentlich der Entscheidung einer Klagefache gegen den Kolonnenführer 2. auf, indem es 2. Rolonnenmitglieder verurtheilte. Diese Summen hatte der Berurtheilte einigen Beamten feines Auftraggebers bezw. dessen der Kolonne als Trinkgelder" verabreicht, ohne nach der Beweiserhebung dazu befugt gewesen zu sein. " Programm- Wein dieser neuesten Boltsbühne" gegossen werden müssen, dürfte sich nur allzubald erfüllen, auch wenn obenerwähnte Nachricht nicht der Reklame, sondern den Konkurrenzneid ihr Das Kammer II. Borsigender: Assessor Cuno. Bathos und die unvermittelte, aufdringlich aufgepfropfte Tendens gründung verurtheilt, an den Weber W.( Heimarbeiter) 7,50 M. sein dankte. Der„ Menonit" gehört zu den Stücken, wo das hohle Die Firma F. M. Friedländer wurde unter folgender Bes die Freude über die dramatische Gestaltungskraft des Dichters stört. Ueber die Verhaftung zweier Anarchisten bringt die Den Patriotismus in allen Ehren, aber man muß ihn wurzeln bleiben, ob der Kläger selbständig oder ohnarbeiter zu zahlen: Für vorliegenden Rechtsstreit tönne unentschieden Bolts- Beitung" folgende Mittheilung: Am Sonnabend Abend sehen, wenn man an ihn glauben foll! Wo lein Samenforn war. Der Gerichtshof gehe davon aus, daß ihm thatsächlich wurden in der Wertheim'schen Fabrit in Bornheim bei Frant gefallen, fann feine Aehre reifen! Und alles patriotische eine Arbeit übertragen gewesen sei, und daß er aus Mangel an furt a. M. zwei Arbeiter, Namens Müller und Garfch, verhaftet Schellengeklingel des Herrn Wildenbruch seht nicht über die Material warten mußte. Am dritten Lage sei ihm aber, und gefchloffen abgeführt. Sie sind als Mitglieder der dortigen Frage weg, woher denn so plötzlich und so unvermittelt diefes wie die Beweiserhebung ergeben habe, anheimgestellt worden, anarchistischen Gruppe bekannt und in Verfanmlungen häufig als pathetische Gefühl angeflogen fam. Man sieht die vaterländische das vorhandene Material zur Beklagten zurückzubringen. Wenn Redner aufgetreten. Die Verhaftung wird, jedoch ohne Angabe Sauce, fast riecht man fie, aber das solide Fleisch fehlt, wenn der Kläger nun noch weitere 7 Tage wartete, fei das ein freier bestimmter Thatsachen, mit den anarchistischen Umtrieben" in man sich an diese patriotische Tafel sezen will. Dabei that Herr Willensatt desselben. Ihm hätte deshalb nicht, wie beansprucht, Berlin in Zusammenhang gebracht. Müller war bei dem Streit, Ba ch als Reinhold sein Bestes, uns über diesen organischen für die 10 Wartetage eine Vergütigung zugesprochen werden der vor einiger Zeit in den Adlerfahrradwerken ausbrach, Wildenbruch'schen Fehler hinwegzutauschen. Organ und Spiel tönnen, sondern nur für 3 derselben, welche er durch Verschulden agitatorisch thätig. Er und Garsch wandten sich nach Beendigung hielten sich von der Gefahr der Uebertreibung und Erschöpfung der Beklagten zur Unthätigkeit verurtheilt war. des Streits nach Norddeutschland, wo sie sich eine Beit lang in gleich fern, während der Mathias des Herrn Behrendt uns Berlin aufhielten und kamen dann nach Süddeutschland zurück. nur die Grimasse des Jutriganten brachte. Den MenonitenDen Menoniten- Eine Art des Betruges, welche dem Schlächter Rudolf Ertränkt hat sich der seit Freitag vermißte Syndikus der Weltesten Waldemar ließ Herr Bategg immer zwischen Rühr- Blaße bereits vier Worstrafen eingetragen hat, führte ihn gestern Diskontogesellschaft Unter den Linden 35, der 29 Jahre alte feligkeit und bäuerlicher Poltronie hin- und herschwanken, wiederum vor die 11. Ferien Straftammer des Landgerichts I. Affeffor Dr. jur. Sattler. Die Leiche wurde anscheinend beraubt wodurch anfänglich auch das im Ganzen treffliche Spiel der Der ebenfalls angeklagte Rutscher Wilhelm Golberg sollte sich Maria( Frl. Elise Bant) in tastender Unsicherheit gezwungen in einem Falle der Beihilfe schuldig gemacht haben. Blaße pflegt an einem Baume des Köpenicker Forstes gefunden. Es ist un wurde. Die von Wildenbruch mit so gefundem bürgerlichen Pferdefleisch zu kaufen und dies dann unter der Versicherung, bekannt, warum Dr. S. den Selbstmord begangen hat. Erwerbssinn ausgestatteten Menoniten( Lies die Bibel, pflanz daß es Rindfleisch sei, weiter zu verkaufen. Er gebraucht dabei Der Herr Hofrath. Aufsehen erregt in weiteren Kreisen, Deinen Kohl, erwirb, erwirb enrichissez- vous: Bereichert verschmigte Mittel, um den Eindruck eines Rinderschlächters zu so schreibt die„ Bolts- Zeitung", die am Freitag erfolgte plögliche Euch) machte die Regie zu einer Gesellschaft frömmelnder Trottel machen. Mit einer weißen Schürze angethan, erscheint er des Amtsenthebung des Hofraths und Rendanten der föniglichen und Salbidioten, nur der Justus des Herrn Pauly machte eine Morgens in einer Schankwirthschaft, wo er eine kleine Beche macht. Gärten A. Pilch in Potsdam. Mehrfache Beschwerden, die Ausnahme, wofür dann wieder Herr Felix den westfälischen Bauer Sodann bietet er fein Rindfleisch" zu einem billigen Preise, bei der Hofverwaltung über die Nichtbezahlung von Rechnungen und Schill'schen Agitator zum Operettenverschwörer parodirte, ganz zumeist für 50 Pf. das Pfund, zum Kauf an. Er pflegt dabei für Arbeiten, die für die töniglichen Gärten geleistet waren, ein wie Herr Grelle den französischen Hauptmann im Sinne einer Offen zu erzählen, daß er Lohnschlächter fei, feinen Arbeitslohn aber gingen, gaben Veranlassung dazu, daß am Freitag eine Rom bachiade gab. Zum Glück hat Herr Wildenbruch dem so pathetischen nicht in baar, sondern in Fleisch erhalte. Da das rohe Pferdes mission aus Berlin eine außerordentliche Revision der Kaffe der gehaßten Erbfeind solch' unglaubliche Nachsicht angedichtet, daß fleisch von Rindfleisch schwer zu unterscheiden ist, so fallen die töniglichen Hof- Gartenverwaltung in der Wohnung des Hofraths wenigstens der andere französische Hauptmann als Bertreter der Käufer häufig darauf hinein. Der Angeklagte macht dabei ein Bilch, Lennoftr. 8 in Potsdam abhielt. Das Resultat der Revision bewaffneten Macht genügend franzöfifche Höflichkeit bewahrte, gutes Geschäft, denn Pferdefleisch hat nur einen Werth war, daß der Geldschrank verschloffen und in die Wohnung des um als stummer Zuschauer den Tod Maria's und die Ver- von 20 bis 25 Pfennigen. In einem der zur of Gartenbirektors Better in Sanssouci gebracht wurde. Der söhnung Waldemar's mit dem rebellirenden Franktireur Reinhold tlage stehenden Fälle hatte der Genuß des Pferdes Ana und den zu Briefkaffen der Redaktion. Benffelstraße. Sie meinen wahrscheinlich das Fleisch leicht tuberkulöser Thiere, das, wenn wir nicht irren, im gefochten Bustande zu dem von Ihnen bezeichneten Preise verkauft wird. . 200, T. 4. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr zur Klarlegung des Sachverhalts vor. Schafskopf 30. Spielfragen beantworten wir nicht. " fleisches eine böse Wirkung hervorgerufen. Cine Reftau| folutionen und Anträge, welche beim Bureau eingelaufen waren, rateurs- Ehefrau, welche von dem Angeklagten ein Stück nicht zur Abstimmung kommen. Es befanden sich darunter folFleisch gekauft hatte, bereitete fich davon ein Beefsteat, welches gende, welche auf die Zustimmung der Konferenz rechnen wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bwet Buchstaben oder eine Ball fie in rohem Zustande verzehrte. Als sie später das Fleisch konnten: 1. Zur Betreibung der Agitation der Provinz Branden anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. tochte, nahm dasselbe eine so dunkle Farbe an, daß es ihr ver- burg wird eine Agitationskommission eingesetzt, deren Siz Die Sprechstunde von 12 bis 1 Uhr fällt dächtig vorkam. Sie zeigte es einem Schlächtermeister, der es Berlin ist und die aus drei in einer gemeinschaftlichen Mitglieder heute aus. als Pferdefleisch bezeichnete. Die Frau wurde darauf von versammlung der Berliner Verwaltungsstellen zu wählenden N. 2. 64. 1. Hartung, Palmer, Zipprich. 2. Es kann solchem Etel ergriffen, daß sie den ganzen Tag an Er- Kollegen besteht. 2. Bei der Veranstaltung von Agitationstouren sofort nach Rechtskraft des Strafurtheils Aufforderung zum brechen litt. In einem anderen Falle hatten weder wird die Korrespondenz mit den Orten, in welchen Versammlungen Strafantritt ergehen. Im allgemeinen vergehen bis dahin 3 bis der Restaurateur noch dessen Gäste den Betrug bemerkt. abgehalten werden sollen, dem Agitator überlassen, der mehrere 4 Wochen. Der Angeklagte Colberg hatte in einem Falle dem Themata, unter welchen jeder einzelne Ort wählen kann, vor- R. 88. Unferer Ansicht nach müßte eine neue GeneralWirth zugeredet, er möge doch das schöne Stück Rindfleisch" zuschlagen hat. Es empfiehlt sich, lieber ein paar Mart mehr versammlung die Enthebung vom Vorstandsposten beschließen. taufen, Blaße habe fünf Kinder, die auf Brot warteten. an Reise- Unterstützung aufzuwenden, als daß infolge der Sparsam- K., Reichenbergerstr. 1. 5 Mart. 2. Ja. 3. Zur Be Da nicht zu beweisen war, daß Colberg wußte, daß es sich um feit die in Aussicht genommenen Versammlungen nicht stattfinden rufung ist nicht zu rathen. Pferdefleisch handelte, so wurde er freigesprochen. Gegen Blaße tönnen. Ferner empfiehlt es sich, öfter, in turzen Zwischenräumen, beantragte der Staatsanwalt eine Buchthausstrafe von 3 Jahren, fleinere Agitationstouren zu veranstalten, statt jährlich einmal ba deffen Handlungsweise als nichtswürdig und gemeingefährlich eine große. 3. Referenten sollen, in Uebereinstimmung mit dem bezeichnet werden müsse. Dem Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Beschlusse der Altenburger Generalversammlung, pro Tag 8 M. Schwindt, gelang es, für Blaße noch einmal mildernde Um- und die Reisekosten erhalten. Dieser Satz wird um den ortsstände zu erzielen, das Urtheil lautete auf eine Gefängniß üblichen Tagelohn gekürzt, wenn der Referent an dem betreffenden strafe von einem Jahre neun Monaten und zwei- Zage teine Einbuße an Arbeitslohn erleidet. 4. Der Hauptvorjährigen Ehrverlust. stand ist in der Metallarbeiter- Beitung" aufzufordern, daß er Wegen öffentlicher Beleidigung von Gendarmen hatte den Beschlüssen der Altenburger Generalversammlung nachkommt Briefkaffen der Expedition. fich heute der Bürstenmacher Heinrich Wels aus Neu- Weißensee in Betreff des Beitrages, welchen der deutsche Metallarbeitervor dem Schöffengericht am Amtsgericht II zu verantworten. Am Verband an die Generafommission der Gewerkschaften DeutschFür die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter gingen ferner 17. Februar d. Js. fand in Weißensee eine Versammlung des lands zu leisten hat. 5. Die nächste Konferenz für die Provinz ein: Ueberschuß vom schles. Stat in Café„ Schiller" 1,65. NeberArbeiter- Bildungs- Vereins statt, in welcher über die fünftige Brandenburg ist nach der Generalversammlung des Verbandes schuß von einer Kranzspende für Fräulein" Wabnik von einigen Gestaltung der Schulen debattirt und dabei auch die Nothwen- einzuberufen. Arbeitern der Firma Mix u. Genest, Fil. Brandenburgstr. 5,-. digkeit der Einführung der Stenographie betont wurde. Dabei Die Lohgerber, Lederzurichter und Lohgerberei- Hilfs. Versteigerung eines Kürbis beim Erntefest in Sperlingswurde die Aeußerung laut, daß die Stenographie, wenn dieselbe arbeiter hielten am vergangenen Sonntag eine sehr zahlreich lust, Dunckerstraße 5,36. Gefangverein Schneeglöckchen" 3,90. erst in der Schule gelernt würde, wohl am meisten die Beamten besuchte öffentliche Versammlung ab, in welcher Genosse Jahn 4,50. Von einer Auktion d. M.-G.-V. Vorwärts 3,25. Von den Tapezirer Beuthstraße 18, 4,50. Rothe Kindtaufe Rielerstr. 21, die Versammlungen überwachenden Gendarmen in einem recht beifällig aufgenommenen Vortrag über:" Baffalle, Façadenstreichern von der Werkstatt Fritz, Golzstr. 25, mit Ausgute kommen würde. Darauf meldete sich der An- feine Zeit und Agitation sprach. Gine Diskussion fand nicht geklagte zum Wort und stellte die Frage, ob ein Gendarm auch statt. An stelle des ausgeschiedenen Gewerbegerichts- Beisiger's name Ruffed, gef. durch Labude, 1,95. Holzarbeiterverb, Bocken= ein Beamter sei. Als ihm dies bejaht wurde, behauptete Habig, dessen Verhalten einer scharfen Kritik unterzogen wurde, heim 9,95. G.-V. Freiheitsflänge, 2. Rate, Amerit. Auft., 2,12. er, die Gendarmen feien gar keine Beamten, fie gehörten viel wählte die Versammlung den Kollegen Scheibe, als Stell- Auktion einer Schnalsstulle auf einer rothen Hochzeit in Rixdorf habe bei ihm einen Hausfriedensbruch begangen und als er sich den Streit in der Weste' schen Fabrit, wobei es vorwiegend Beitrag zu einem Mittagessen für A. 0,50. Rauchklub darüber beschwert habe, sei er wegen Beleidigung angeklagt und auf die Bernichtung der Organisation abgesehen war. Leider" Rose" bei Schumacher, Bücklerstr. 49, Auktion einer Boulette Nanon II" 3,-. Theater- und Vergnügungsverein Weiße verurtheilt worden. Seine Revision sei vom Reichsgericht mit fand dieser Streit von feiten der Freien Vereinigung und des der Motivirung zurückgewiesen worden, daß ein Gendarm fein Verbandes nicht die erhoffte Unterstützung, im Gegentheil nur 1,95. Malergehilfen der Werkstatt Limsus 2,50. TheaterBeamter sei. Durch diese Aeußerung fühlten sich die überwachenden Beschimpfung und Verleumdung. Die vom Kollegen bel verein Freundschaft" 5,15. Ertrag einer amerik. Auktion Gendarmen Jakob und Scholz beleidigt und veranlaßten die erstattete Abrechnung ergab ein Defizit von 24 W., welches bei Spindler's Geburtstagsfeier durch H. Röppen 7,30. Stellung des Strafantrages seitens des Kommandos. Das Schöffen- burch weitere Sammlungen gedeckt werden wird. Die febr Statflub Treff 10.- Klub Fortuna 6,76. Brandenburg, Uebergericht hielt den Angeklagten der Beleidigung für schuldig und lebhafte Diskussion, an welcher sich die Kollegen Schwab, 2. Beim Erntefest im Zukunftsstaat, Amer. Auktion( Nixdorf) schuß vom Voltsfest 109,75. Drei Rothe, tl. Freiheit Altona erfannte auf 30 M. Geldstrafe oder 6 Tage Gefängniß. That Rußte, Peutert, Neumann und Schüß betheitigten, 145. W. Kühn, Maurer 1,-. Ges. von den Handwerkern von sächlich ist ein Gendarm ein Beamter, untersteht aber der Militär- zeitigte nachstehende, einstimmig angenommene Resolution: gerichtsbarkeit. Wie Herr Wels das von ihm Behauptete aus" Die Versammlung weist entschieden alle Verleumdungen und Rothenmoor, Mecklenburg 5,95. Dinslage-, 60. Ernst seiner Verurtheilung folgern konnte, ist unverständlich. Berdächtigungen von seiten des Verbandes zurück in der Erzwei 1,50. Pianofortefabrit, Kastanien- Allee 75 4,-. wartung, daß bei Einstellung aller Streitigkeiten ein gemeinsames Von den Klassenbewußten Arbeitern von S. und H. Charlottenburger Werf 10,50. Von den Arbeitern der Firma S. Markus, Borgehen im Kampfe gegen das Unternehmerthum ermöglicht burger Werk 10,50. Von den Arbeitern der Firma S. Markus, Staligerstr. 10, 7,90. Der Bericht über die Thätigkeit des Gewerbegerichts Neuenburgerstr. 14a, 9. Rate, 9,90. Die Rothen vom EngelTelegraphen- Bauanstalt Mix u. Genest, wurde bis zur nächsten Versammlung vertagt. Unter Berufer 3,15. Unglüdsstelle 8,- Danzigerstr. 78, die inneren schiedenem" berichtet Busse über den Streit in Wien, wo Buger, 2. Nate 6,-. Tischlerei von Jarius, Höchſteſtr. 17, 2,10. zur Zeit gegen 500 Schwarzzurichter wegen Lohndrückerei seit bem 11. Auguſt im Streit sich befinden. Glücklicherweise stehen impel, Memelerstr. 4,24. Werkstatt Meichhardt 2,00 M. Humoriſt. die Dinge für die Streifenden günstig, da nach dem vorliegenden Pfeifenbrüder, Vergnügen bei Salzwedel, durch amerikanische Organ zu urtheilen auch die Wiener Kollegen auf dem Boden Nachfolger, Holzmarktstr. 5, 3,65. Amerikanische Auftion in Auktion 22,-. Gesammelt in der Schuhfabrik von Wäder der gesammten modernen Arbeiterbewegung stehen. Ein Antrag Marienfelde 3,75. auf unterstützung derselben fand einstimmige Annahme. Am Gesangverein Jugendfreuden, amerikanische Sonntag, den 16. September, findet eine Herrenpartie über Glbingerstr. 31, 7,10. G. R. in 6. 1Auftion 7,15. Gesammelt auf der Kolonie Helgoland, Wannsee nach Potsdam statt. Treffpunkt: Alexanderplatz Morgens verloofung der Kause'schen Bergkolonie 5,-. Von Wabst 1,-. Elbingerftr. 31, 7,10. G. R. in G. 1, Aus der BlumenVon den Arbeitern der Metallwaaren Fabrit Glisabeth- Ufer, 7. Rate 8,- Statklub„ Revolution" 6,-. Gesammelt anf der Geburtstagsfeier der Fran Beckmann durch Frau S. 4,70. Bei einer Geburtstagsfeier auf Kolonie Neu- Seeland gesammelt 5,82. Von den Steinträgern der Kolonne O. Schulz und F. Neukirch, werke" 8,-. Tapezier- Werkstatt Flatom u. Priemer 8,10. Von den Coloniestraße, durch P. Schröder 9,50. Vom Rauchklub„ Schmokesdurch Arbeiter der Löwe'schen Waffenfabrit, Martinikenfelde, ge= sammelten 72,30 M. für einen Kranz verbleibender Ueberschuß 38,50. Bierprozente von den Steindruckern aus der Stalizerstraße, 2. Rate 3,-. Amerikanische Auktion bei Dürre, Stendalerstr. 6 durch J. L. 6,-. Schlesischer Stat 2,12. Ueberschuß von ringfreiem Bier, Spandauerfir. 30, 2. Hof, 7. Woche 5,10. Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäschebranche durch Hergt 19,-. Kontobuch- Arbeiter bei A. Zumpe, Dranienftr. 10, Puppenmüller 3,- Färber, für ein Referat des Genossen Wagener 4, Summa 458,42 M. Bereits quittirt 8698,76 M., in Summa 19157,18 M. Dersammlungen. wird." 9 Uhr. " Eine Konferenz der Metallarbeiter der Provinz Brandenburg, einberufen vom deutschen Metallarbeiter- Berband, tagte am 2. Sept. in Berlin. Vertreten waren Berlin, Schöne berg, Rixdorf, Brandenburg, Potsdam, Fürstenwalde, Forft, Frank furt a. D., Oranienburg, Prenzlau, Jüterbogt, Rottbus, Luckenwalde, Rathenow, Neu- Ruppin durch 24 Delegirte. Berger referirte über die aus den verschiedenen Orten eingelaufenen Situations berichte. Danach sind, abgesehen von Berlin, im deutschen Verbande in der Proving etwa 1200 Mitglieder, das ist 10 pet. der beschäftigten Metallarbeiter. Etwa ebenso viel Kollegen sind in den Hirsch- Duncker'schen Vereinen. Die Arbeitszeit beträgt durch schnittlich 11 Stunden, in Berlin weniger, in Orten wie Rüftrin und Rathenow, wo das Kleinhandwerk herrscht, bis zu 13 Stunden. Die Arbeiterinnen haben in einzelnen Städten Wochenlöhne von 3-5 M. Nach kurzer Diskussion ging die Versammlung zum zweiten Punkt der Tagesordnung, Regelung der Agitation, über. Es wurde gewünscht, daß die vom Hauptvorstande beschlossenen Agitationstouren nicht von ihm selbst, sondern von der Leitung ' ber betreffenden Bezirke arrangirt werden, ferner daß auf Den zur Bersendung gelangenben Flugblättern die nächste Bahlstelle angegeben und und daß auch Aufnahmescheine beigegeben werden. Weiter kam die Erörterung Die Cholera.. Amsterdam, 3. September. Bom 1. Sepnicht, denn hier wurde eine einstündige Mittagspause gemacht, tember bis heute tamen in 11 Gemeinden 17 Erkrankungen an die dann nach Wiedereröffnung der Versammlung durch neuen Cholera und zwölf Todesfälle vor. Vertagungsbeschluß noch auf eine weitere halbe Stunde aus- London, 3. September. Wie aus Morecambe gemeldet gedehnt wurde, was den Polizeilieutenant veranlaßte, die Ver- wird, schlug heute Vormittag in der Morecambe Bay ein Verfammlung aufzulösen, weil sie länger als eine Stunde vertagt gnügungs- Segelboot mit 27 Personen um. Nur 7 Personen gewesen. Leider fonnten infolge dessen die verschiedenen Re- Iwurden gerettet. Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 5. September. Opernhaus. Lohengrin. Schauspielhaus. Nathan der Weise. Leffing- Theater. Die Haubenlerche. Nenes Theater. Das neue Gebot. Schiller- Cheater. Die Räuber. Deutsches Theater. Rabale und Liebe. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Voltssänger. Residenz- Theater. Demi- Monde. Cheater Unter den Linden. Die Fledermaus. Bellealliance- Theater. Der Trompeter von Sättingen. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Central- Theater. O! diese Berliner! Alexanderplatz Theater. Ber: botene Liebe. Vorher: Ein Ehrenamt. National Theater. Ein Modell. Susanne im Bade. Apollo Theater. Spezialitätenaufleute. Donnerflag, Abends% 9 Uhr, Große Verfammlung im Gartenlaat der Arminhallen, Kommandantenstr. 20, Vortrag des Genossen Türt. Gäste willkommen. Franen- und Mädchen- Bildungsverein für Berlin und umgegend, Mittwoch, den 5. September, Abends 8½ Uhr in Schmiedel's Festfälen, Alte Jatobfir. 88, Bereinsversammlung. Schleswig- Holsteiner in Berlin. Mittwoch, den 5. September, Abends 6% Uhr, Bersammlung im Restaurant H. Saß, Martgrafenstv. 102. Vermischkes: M Schiller- Theater.| National- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Mittwoch, 5. Septbr.: Die Räuber. Donnerstag, 6. Gept.: Der Menonit. Adolph Ernst- Theater Lekte Woche. Charley's Tante. Schwant in 3 Atten v. Brandon- Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Poffe in einem Alt von Eduard und Benno Jacobson. Anfang 7/2 Uhr. In Borbereitung B Lolotte's 28 Tage. Gesangsposse in 3 Aften v. H. Raymond u. A. Mars. Musik v. Viktor Roger. ( Novität.) Central- Theater Alte Jakobstrak Nr. 30. Direktion: Richard Schulz. Emil Thomas a. G. Anna Bäders. Josefine Dora. 3um 4. Male: Baufmann's Variótó. Spezialitäten, O! diese Berliner! Vorstellung. Parodie Theater. Spezialitäten Borstellung. Wintergarten. Spezialitäten Vorftellung. # Armin- Hallen Kommandantenstraße Nr. 20. Täglich: Frei- Konzert im schönen Natur Garten. Säle. Vereinszimmer. 0! Große Posse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern nach Salingre's Reise durch Berlin von Julius Freund. Musik von Iul. Einödshofer. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen und folgende Tage: 0, diese Berliner! Große Frankfurterstraße 182. Gastspiel des Fräul. Bertha Rother: ( Nut viermaliges Gastspiel.) Um 9 Uhr: Ein Modell. Posse von Eugen Prudens. Vorher um 71/2 Uhr: Susanne im Bade. Große Posse mit Gesang in 4 Atten von Eugen Prudens. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Im Garten: Großes Konzert und Spezialitäten- Vorstellung. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag Nachmittag 3 Uhr: Dle Weber. Passage- Panopticum. 51 wilde Weiber aus Dahomey. und Das Lokal des Herrn Gillmann zu Woltersdorf ist für diese Woche und Sonntag, den 9. d. 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Müller, Wilmersdorferstr. 144. perlangt Wilhelmstraße 130, Mattúles Heute Abend 10 Uhr entschlief nach langem, schwerem Leiden unfere geliebte Tochter, Schwester, Schwägerin und Kousine Frau Pauline Strempel in ihrem 40. Lebensjahre. geb. Ochwat Um stilles Beileid bitten Berlin, 3. Septбr. 1894. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Freitag, 7. September, Mittags 12 Uhr, von der Leichenhalle des fathol. Begräbnißplates Südende aus statt. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern des sozialdemo fratischen Wahlvereins im 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis zur Nachricht, daß unser treues Mitglied, der Bureauvorsteher Paul Käcks am 2. September an der Proletarier: frankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donners ftag, den 6. September, Nachmittags 3 Uhr, vom Krankenhause Bethanien nach dem Emmaus- Kirchofe, statt. Ehre seinem Andenken. Um rege Betheiligung bittet 279/5 Der Vorstand. Hiermit die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater und Bruder, der Metalldreher Theodor Preiss am 1. September, Nachm. 41/4 Uhr, nach langem Leiden sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 5. ds., Nachm. 5 Uhr, vom Trauerhause Mariannenstr. 19, aus, nach dem Neuen Thomas- Kirchhof statt. Dies zeigt tief betrübt an 27026 Frau Auguste Preiss. Freie Vereinigung der BureauAngestellten Berlins und Umg. Unser treues Mitglied 95/2 Paul Käcks ift am 2. September nach langem Kranfenlager an der Proletarierkrankheit verstorben. Sein unermüdliches Wirken für die Organisation sichert ihm ein dauerndes Andenken. Die Beerdigung findet Donnerstag, Alter, zu Deinem Wiegenfeste unsere herzlichste Gratulation. Wie wäre es denn in der Schön27006 Hauser Allee bei Grafe? Zur heutigen Vermählung des KaufKrankenkassen Berlins Achtung! 4. Wahlkreis. Achtung! und Umgegend. Die Vorstandsmitglieder sämmtlicher Krankenkassen werden nochmals zu der am Mittwoch, 5. Septbr., Abends 8½ Uhr, -Mittwoch, den 5. Sept. c., im Konzerthaus Sanssouci, Rottbuserstr. 4a: Große öffentliche sozialdemokratische Abends 81/2 Uhr. in den Armin- Hallen, Kommandantenstraße 20, stattfindenden Versammlung zur Berathung des von der 21er Kommission ausgearbeiteten Statuts der Berlins und Umgegend" hierdurch einFreien Vereinigung von Krankenkassen geladen. Die Kommiffion. J. A. Paul Magnan, Ritterstr. 94. manns Herrn Richard Köhr mit Fräu- 37 As anerkannt reelle und lein Marie Oswald sendet die herzlichsten Glückwünsche aus Philadelphia. 26996 H. O. Die am 26. August Abends vor der Thür gemachte Beleidigung gegen den Restaurateur Lietz nehme ich hiermit zurück und erkläre denselben für ehrenhaft. Fr. Ehlich.[ 2693b 2706b 37 billigste Einkaufs- Quelle des Süd- Ostens Partei- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Wahl der Delegirten zur Provinzial Ronferenz für die Mark Brandenburg. 4. Verschiedenes. 264/2 Die Vertrauenspersonen. Parteigenossen Gold, Silber-, des 5. Berl. Reichstags- Wahlkreises! Alfénidewaaren( Eg.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, Heute, Mittwoch, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Bolzmann, Lichtenbergerstr. 16: Große öffentliche Brat Treumans, bie to an 3 Buget 37 Admiral- Straße 37 sozialdemokratische Versammlung Ich die Beleidigung gegen Frau ich am 3. August gegen fie ausgestoßen habe, zurück und erkläre dieselbe für eine anständige Frau. Frau Vocke. 2611b Ich erkläre Herrn Flamm für anständig. 2617b Frau Krause, Grüner Weg 86. Roh- Tabak Detail- Verkauf Rud. Völcker& Sohn, Köpnickerstr. 45. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, den 6. September, Nachmittags 3 b Oranienburgerstr. 2. Dom Krankenhaus Bethanien aus nach dem Emmaus- Kirchhof in Brig statt. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. Todes- Anzeige. Den Genoffen bes 276/5 Möbel, Spiegel und Polsterwaaren fowie ganze Ausstattungen empfiehlt H. Strelow, Tischlermstr. Rixdorf, Berliner Strasse 40, am Denkmal. Nach beendeter Inventne Sozialdem. Wahlvereins für den 1. Berliner ReichstagsWahlkreis zur Nachricht, daß das Mitglied, Genoffe Paul Brückner im Alter von 22 Jahren am Montag Gardinen- Reste an der Proletarierkrankheit aus dem zu 1-4 Fenstern paffenb, spottbidigt Leben gefchieden ist. Sein unermüdliches in der Fabrit Grüner Weg 80, part. Wirten für unsere Partei sichern ihm Eingang vom Flur. ein ehrendes Andenken. 66. Weißbier! Für Fabriken und Werkstätten sowie für Wiederverkäufer liefere ich mein Versand- Weihbier in unübertrefflicher Güte zum Preise von 3 Mt. für 40 halbe oder 45 4/10 oder 25 8/10 oder 20 ganze Flaschen, frei für den 5. Wahlkreis. Tages- Ordnung: 1. Die Sozialpolitik unserer Gegner. Referent Reichstagsabg. Robert Schmidt. 2. Diskussion. 3. Die Parteifonferenz für die Proving Brandenburg event. Wahl von Delegirten zu derselben. Die Vertrauenspersonen. Grosse öffentliche 265/9 in's Haus, in Flaſchen mit Patent Brauer- und Brauereihilfsarbeiter- Versammlg. verschluß, ohne Pfandberechnung. Fernsprecher Amt Schöneberg No. 92. am Mittwoch, den 5. September, Abends 8 1hr, A. Seidler, im Lokale der Arminhallen, Kommandantenſtr. Nr. 20. Schöneberg, 214L* 1. Bortrag. 2. Bericht der Beisiger zum Gewerbegericht. 3. Neuwahl Sedanstraße Nr. 73-75 und 82. eines Beisigers zum Gewerbegericht. 4. Verschiedenes. Berliner Weissbier- Brauerei. In Roh2710b Der Einberufer: H. Gärtner. Metallarbeiter! Donnerstag, den 6. September, Abends 81/2 Uhr, Tabaken im Saale der Arminhallen, Kommandantenstr. Nr. 20: Große öffentliche Versammlung und Utensilien für Cigarren- Fabrikanten !! billigster Einkauf!! W. Hermann Müller Berlin Neue Friedrich- Strasse 9. 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Da wichtige Sachen zur Ver handlung stehen, fordern wir Euch auf, zahlreich zu erscheinen. Der Vorfand. Charlottenburg. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein. Donnerstag, den 6. September, Abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Krause, Wilmersdorferstraße Nr. 39: Versammlung für Männer und Frauen. Um zahlreiches Erscheinen, besonders der Frauen, bittet Die Bevollmächtigte. Bur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Dafelbst stehen täglich zum Verkauf: nene gediegene Möbel zu außergewöhnlich billigen Preisen, gebrauchte und verliehen gewesene Möbel zu wahr 118/16 haften Spottpreisen. Theilzahlung geftattet. Kleiderschränke 15, Küchenspinden, Kommoden 12, Sophas 15, Bettstellen mit Matragen 18 Mart, Nußbaum- Kleiderschränke, Vertikowa 30, Stühle 3, Muschelspinden 40, Trumeaug 65, Paneelsophas 75, Plüschtische, Schreibsekretäre, Buffets, Rou in blauen und schwarzen Stoffen und Rammgarnen zu billigsten Preisen empfiehlt garnituren 60 Mart. Herren- SchreibJulius Lindenbaum, Frankfurterstr. 139. 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