Nr.S87.SY.zch?s. lv«zag»pret»» Sieiltfliftrl. 10�0'ÜÄEvUuraatL 8�8 3Btt. frei ins hau«, ootau»»ohldar. Postbezug: Monatlich 3,50 Mk. exv. Zu» lt-llungogebildr. Unter Kreuzbaud fite Deutschland und Oesterreich-Ungarn 6,75 Mst, für da« adrige Ausland 10,75 Mst. bei täglich einmal. guflcDung 8,75 Mt. Pastdestellungen nehmen an DSnemarh bolland, Luxemburg,, Schweden tu die Schweiz. Eingetragen w dt« Post-Zeitnnga-Preisliste. Der.Vorwärts- mit der Tonntag«- beilage»Boll u. Zeit- ericheint wachen- täglich zweimal. Sonntage einmal. retegrmnm-TdreRd: �Sozialdemokrat Berti»--. S* berliner VolKsblstt f 20 Pfennig� Slnzeigc»prcis: We achtgespaltene Nonparrillezrile in stet IL» M., Teuerung aeuichlag 80°/». .Hlcio« ainjeigen", das|eil- gedruckte Wort 75 Pfg.(guläffig zwei fettgedruckte Wort«), fedes weuero Wort Sv Pfg. Stellengesuche, und Schlasftellenanzeizen das erste Wart Kö Pfg., jedes weitere Wort tv Pfg. Worte über 15 Buchstaden zählen fiir zwei Worte. Teurrungsziischlag M,» Famiiien- Anzeigen, politische lind gewerkschaftliche Vereins- Anzeigen 1.00 Mt. die stell«. Anzeigen fiir die liächfti Nummer müssen bis K Ahr nachmittags im Hauptgeschiist, Berlin EW«8, Lindenstraste 5, abgegeben werden. Eröffnet von 9 Uhr iriig bis 5 Uhr abend». Zentralorgan der rozialdemokrati fchen partei Deutfcblanda Redaktion und Expedition: SW. öS, Lindeusto. Z. leeraip reicher: Au» MortUvian. Str. SStvV— lSl«7. Sonntag, den 16. November 1619. vorwärts-vrrlag G. m. b. H., Sw. bZ, Lindenstr. Z. Ferusprechtr: Amt Moritzplast, Nr. 117 5S~5i. Arbeiter, Parteigenossen! Wenn Ihr nicht wollt, baß die Junker nnd ihre Knechte Glich wieder in daS Joch der alten Reaktionsherrschaft spannen, u»enn Ihr die demokratische Republik als Grundlage für die Verwirklichung des Sozialismus verteidigen nnd sichern wollt, dann beweift am Sonntag Eu»e Macht und Geschlossenheit! Erscheint in Massen! am Sonntag, den 16. Novembev 1916, vormittags 16 Uhr, zu nnsercn Kundgebungen gegen deutsch nationale und antisemitische Bolksverhetzung in folgenden Lokalen: Deutscher Hof, Luckauer Straße 15, Prachtsäle Alt-Berlin, Blnmeustraßc 10, Zentralfeftsäle, Alte Jakobstraße 33, Pharussäle, Müllerstraße 143. Redner sind die Abgeordnete«: Franz Krüger, Gruft Heilmann, Hermann Lüdemanu und Redakteur Knttuer. Parteigenossen! Diese Versammlungen müssen ein Volksgericht werden gegen die Reaktion! ,. Der Vorstand der Bezirksorganisation Groh-Berlin der S. P. D. Revolte gegen öie Wahrheit« Die Weigerung H e! f f e r i ch s, als Zctige auf die Frage eines Mitglieds des Untersuchungsausschusses Rede und Antwort zu stehen, war die absichtliche, wohl- berechnete und zugespitzte Schluhaktion einer s y st c m o- tisch geführten, mit allen Mitteln einer bodenlosen Kultur- losigkeit vorbereiteten und von Tag zu Tag neu geschürten Agitation gegen deii Untersuch» ngsausschusz und seine Arbeit. Sie hat ihren Grund in der Furcht vor der Wahrheit, die der Umerülchunnsaiisschutz feststellen könnte, und hat zum Zweck die Revolte gegen die Wahrheit, die diejenigen nickst ertragen können, die gewohnt und dazu erzogen stnd, im Reiche der Lügen und Le- genden zu leben. Anders ist diese Hetze nicht zu verstehen. Durch den Vor- stoß HelffcricksS, der keineswegs einer Eingebung des Augen- blickö entsprungen ist, sondern vorbereitet und besprochen war, sollte der Unteriuchungsausschub„auffliegen". Er ist nicht aufgeflogen, er wird auch nicht auffliegen, im Gegenteil wird er mit erneuter Energie seinem Zwecke dienen und die Revolte gegen die Wahrheit niederschlagen. Es ist kein Zusall, sondern sehr verständlich, daß der Zer- störungsversuch HelfferichS in dem Augenblicke unternommen wurde, in dem die Berhandlungcn immer mehr der eigentlichen Kernfrage zustrebten. Diese Liernffage lautet dahin, ob nur der unbeschränkte U-Boot-Krieg das Mittel war, Deutschland vor der Niederlage zu bewahren, oder ob zur kritischen Zeit trotz der Ententenoten Vcrhandlungsmöglichkei- ten bestanden, welche die Reichsleitung un- genützt gelassen hat, die der Reichstag nicht kannte und die ohne die millionenfachen Opfer das Verderben und die Niederlage hätten abwenden können. Von dieser Kernfmge wird keine Revolte, aber auch keine Methode der Stoffverzertetung, ablenken. Sic steht. Das Lolk�hat sie verstanden und wird sie immer wieder erheben. Diese Kernfrage ist Helsferich und seinem Anhang tiatur- gemäß peinlickr wie die andere, auf ihn persönlich zu- gespitzte Frage von ihm peinlich emvfundpn wird, und aus der sich hemuszuwinden sein besonderes Bestreben in der Aussage war. die er am Sonnabend seiner Hauptaussage folgen ließ. Er versuchte mit der großen Gewandtheit, die ihm zweifellos eigen' ist. den wesentlichen Punkt in d r e i e r F r a g c z ü v er schieben. Weil Wilson ihn enttäuscht habe,� weil er nach denk„Schweigen" Wilsons. der in Wirklichkeit rm Laust deS ganzen Januar 19t 7 mit steigender Energie nach dem Frieden drängte—. an keine Friedensmöglichkeit mehr glaulv ii konnte, weil die Senatsbötschaft Wilsons am 22. Ja- nuar l9l7, � die tatsächlich in wesentlichen Zügen gegen die Entente gerichtet war—, die voll? Teutschfeindlichkeit dieses?>ändlerfürsten zur Evidenz gebracht habe, deswegen — wegen'einer Meimmgsänderung hinsichtlich der Wilson- scheu Friedensaktion— sei er am 31. Januar für die„letzte Karte" eingetreten, die er früher nicht„stechen" wollte, weil ste wenn sie versagte, den Ruin D-utschlandZ auf Jahrhunderte hinaus nach sich ziehen mußte.. Was war aber der w i r k l i ch e Grund, aus dem Helffertch »och am 9. Januar in seinem Telegramm an Bethmann oegea den U-Boot-Krieg austrat? Weil Wirtschaft- liche Gründe gegen ihn sprachen, weil der U- B oot-Krieg, wie er ausführte. England mehr nützen könne, als schaden, weil insbesondere auch der Beginn am 1. Februar in keiner Weise wirtschaftlich ge- boten war? Was hat die Ueberzeugungskmft dieser Gründe in Helsferich erschüttert? Als er diese Frage herankommen sah, hat er nicht geschwiegen— das tut Helsferich nickst—. sondern er bat die Lunte an den Untersnchungscmsschiiß gelegt! D a s ist der tiefere Grund für Helfferichs Flucht zur Zeugnisverweigerung. Im einzelnen muß geiagt werden, daß Helsferich ein Maß persönlicher Illoyalität dem UntersuchungsaNIschuß gegenüber bekundet hat, das seine Persönlichkvit disqualifizieren muß. Er tritt in die Verhandlung ein, deren Verfahren er kennt, ohne auch nur im geringsten seinen sogenannten„Ab- . lekmungsgrund" geltend zu machen. Er erstattet seine Zeugen- aussage, gespickt niit politischer Polemik, mohrer« Stunden lang, lind erst, als es ans Fragen geht, entdeckt e r. daß er Gründe habe, einen Abgeordneten als„Richter" afr zulchnen. Er hält eine Tendenzrede, und als man sich an schickt, die Tendenz zu prüfen, streikt er. Er erkennt das„Ge- richt" an, um seine Rede loszuwerden. Er verwirft dasselbe „Gericht", als es sich anschickt, den Inhalt zu prüfen, den man ihm in die Hände gelegt hat. Der Untersuchungsausschuß übt die höchste Loyalität allen Zeugen gogenüber. Manche peinliche Frage wird aus bestimmten Gründen vermieden. Die Zeugen haben das ge- samte Aktenmatenal in der Hemd, aus da? sich der Ausschuß stützt. Die. Hauptfragen werden ihnen vorher mitgeteilt, da- mit sie sich auf die Antwort vorbereiten können. Wenn solcher Loyalität gegenüber der Zeuge nur mit Unanständigkeit ffnt- Worten kann, so hat er sie verwirkt. Einem solchen Zeugen gegenüber, der den inneren Sinn fiir das Gebot freier Loyalität offenbar nicht empfindet, bleibt nur die kalte- Rechts- form des durch das Gesetz und nur durch daS Gesetz gebotenen Verhaltens. Die Oeffentlichkeit fmgt sich, was der U n t e r s u ch u n g S- ausschuß tun kann, wenn der Zeuge trotz ordmmgs- mäßiger Ladung n i cht kommt oder ohne gesetzlichen Grund seine Aussage verweigert. Stach Artikel 31 der Reichsaerfassung finden die Bestimmungen der Strafprozeßordnung sinngemäß Anwendung. ES stehen also dem Untersuchungsausschuß alle dtesenigen'Zwangsmittel zur Verfügung, die dem Ge- richt dem ungehorsamen Zeugen gegenüber zustehen. Der Untersuchungsausschuß hat am Ionnabend von der Geldstrafe als Zwangsmittel Gebrmich gemacht. Er kann auch die Haft anordnen und den Zeugen vorführen lassen. DaS sind die juristischen E x e ku t i v m i t t ei. die in der Hand deS Untersuchungsausschusses liegen. Sie anzu- wenden ist sein Recht und seine Pflicht. Im übrigen war die Vernehmung von Zeugen bisher ein Akt der Loyalität, der nicht zuletzt im Interesse der Zeugen selbst geübt worden ist. Wollen Zeugen sich nilbt äußern, nicht beitragen zur Steuer der Wahrheit, das Recht deS Volkes, alles zu erfahren, nicht anerkennen. daS Bethmann ausdrücklich in richtiger Erkenntnis der Sachlage während seiner Vernehmung zugegeben hat— nun gut. so steht ja auch dem nichts im Wege, daß der Aus- schuß die Urkunden allein sprechen läßt. Sie spre- chcn heute schon eine viel deutlichere Sprache wie manchs Zeugenaussage. Sie können nicht auseinandergerisjcn, sie können nicht mit langen Reden Umgedeutet werden. Die Revolte gegen die Wahrheit zerschellt— an der Wahrheit! ---- � Deutfthnationale �ugenöverMimg. Der öffentliche Skandal, den die deutschnationalen Herr- ichasten gegenwärtig vollführen, ist zum großen Teil auf das Wirken frcS D c n t s ch n a t i o u a I c n Fugend Hundes zurückzuführen. Wer sich das Treiben in den letzten Tagen angesehen hat, der weiß, wes Geistes.Kind die Drahtzieher sind und wo Man sie findet. Es wäre aber falsch, die Dinge von der leichten Seite zu nehmen und' achselzuckend darüber hinwegzugehen, sondern es muß verlangt werden, daß gegen dieses gemeingefährliche, Treiben endlich einmal mit aller Schärfe eingeschritten wird. Denn es hon best sich bei diesen Vorgängen nickt um einen Ansnahmef.all, dein die zufällige AirmesmlMt Hindenbirrgs in Berlin zugrunde liegt, sondern um die ganz natürliche Folgserscheinung einer seit Monate» zielbewußt und uitermüdlich betriebenen skrupellosen natio- nalistischcn Propaganda, deren Haupt träger der T e u t s ck n a t i o n a l e I u g e n d b u n d und seine Hinter- männer sind. Die„Erziehungsarbeit", die von' jener Seite geleistet wind, ist so v e r b r e ch d r i s ch in ihrer Tendenz und so maß- los gehässig in ibrer Form, daß selbst die Hetzarbelt Von links dagegen verblassen Muß. Ohne jede Scheu wird gegen die junge Republik mobil gemacht, das alte System verHerr- licht und die Träger der beutigen RestieruNgsgewalt in der schliiiitzigsten Weise verunglimpft. Bot alleitt.aber wird die Giftsaut des Völkerhasses und drs R ach« k rr« g e s in die jungeil Herzen hilleingestreut. In unzähligen Reden und Ar- titeln wird den Jugendlichen der Gedanke suggeriert, daß sie zinn Rächer der deutscheu Ehre bestimmt seien, daß sig'gut- zumachen haben,„waS das Geschlecht der Revolution und des Friedens von Versailles verloren Hut. Sie wirb Deutsch- land befreien und neuer Einigkeit und Größe»entgegen- führen"..... Aus diesen Ton ist die Zeitung des Bundes, die„Natio- nvle Jugend", gestimmt, die allwöchentlich erscheint und immer in der gleichen Weise ihre Leser aufpeitscht. So hieß es z. B. in einer Nummer: Wir etfeumert den Arreben von VsrfaifleS nicht an. Alle Mivglisder de! Deutschnationalen JugcndbundeS werden dahin streben und wirken, daß feaS deutsche Volk gesund und stark wird, die Fesseln unserer Feinde sprengt und in Wiodcrverciniflung mit den von uns gewaltsam getreimien Brüdern ein großes deutsches Volt lind damit das qlte Deutsche Reich in twuem Glanz und neuer Herrlichkeit wi oderer steht. AuS diesen Worten spricht jener Geist der Ueberhsbung und des nationalistischen Größenwahns, für den das deutsche Volk in der furchtbarsten Weise bat.blutcn müssen, noch. heute darbt und büßt, und der seine Wiedcrcrstchi'ing in noch Hb er- spann torer Weise feiert. Daß der Bund in seinen Reiben Sedanfeiern veranstaltet hat, wird man nicht weiter verwunderlich finden; unverantwortlich aber ist es, wenn aus einer solchen Feier ein alldeutscher Maulheld in eiirer Ansprache der Jugend zurufen kann:„Der Tag der Abrechnung kommt! Jetzt ist noch keine Zeit für den Völkersrieden, er besteht erst, wenn Deutschland die Welt zum Frieden zwingt." Am liebsten möchte man die Republik mit Pech und Scluvefel ausrotten. Da dies aber vorderhand noch nicht möglich ist, sucht man Trost und Heil darin, bei jeder Gelegenheit nach Amerongen zu blicken und den bedauerns- werten Ähwöchling, der einst vom deutschen Kaiserthron ans seine Reden in die Welt schmetterte, anzuhochen oder anzu- telegraphieren. Ludendorff. Hindenburg und „E r", das ist das Heldengestirn dieser teutonischen Jünglinge, die den Augenblick herbeisehnen,„bis wieder Alldeutschlaud seinem Kaiser huldig e". In welcher Weis« Andersdenkende beschimpft werden, darüber folgenho Probe aus der„Rationalen Jugend": .Wir müssen erleben, dah eS gemeine, zufällig auf deutscher fcsrdr geborene Menschen gibt, die unserem Volke einreden möchten, cS sei schuld an diesem Kriege und müsse seine Schuld büßen. Sic sind Verräter am Vaterlände, nur wert, a n- gespuckt, nicht angesehen oder gar angehört zu werden." Dieser Artikel, der in so gebildetem und brüderlichem Ton gehalten ist, schließt mit den Worten:„Dazu helfe Euch Gott!" Als Verfasser zeichnet— Dietrich Schäfer. Man braucht nur die Namen zu kennen, die wir im Vorstand und Ausschuß des Bundes entdecken, und jeder weitere Kommentar ist überflüssig: Oberst Reinhard, Greif Westarp, Gustav Roethe, Ludendorff, Pfarrer T r a u b u. a. Der Bund ist über da? ganze Reich verbreitet und be> ginnt. seine„segensreiche" Tätigkeit bereits bei den Kindern von 12 Jahren und setzt ne bis zum 20. Lebensjahre, dem wahlfähigen Alter, fort. Besonders wird auch dafür Pro- paganda getrieben, daß die älteren Mitglieder in die Reichswehr eintreten. Zu lvelchem Zweck dies geschieht, ist sehr durchsichtig, wenn man daran denkt, daß die Offiziere der Reichswehr ohnehin schon überwiegend den alldeutschen Kreisen angehören. In der Hauptsache ar- beitet der Bund in den h ö h e r e n S ch u l e n, und dort steht ihm, wie die Ereignisse der letzten Tage wieder beweisen, der gesamte Schulapparat zur Verfügung. Leider gibt es Lehrer genug, die ihr Amt dazu mißbrauchen, die alldeutsche Hetzarbeit zu unterstützen und die Seele der Jugend zu vergiften.< Diesem gemeingefährlichen Treiben muß ganz rück- s i ch t s l o s entgegengetreten werden. Es bedeutet nicht nur eine Gefahr nach innen, sondern vor allem auch gegenüber dem Ausland. Derartige Vorkommnisse sind nicht geeignet, unser Ansehens das durch das alte Regime ohnehin tief genug gesunken ist, im Ausland zu heben und unsere Situation zu erleichtern. Mit genügender Deutlichkeit muß jenen Elc- inenten gesagt werden, daß die Zeiten ein für allemal vor- über sind, in denen sie ihr gemeingefährliches kriegshetzerisches Treiben zum, Schaden des deutschen Volkes betreiben und gar noch die Schule und sonstige Einrichtungen des Staates für diese Zwecke mißbraluhen können. ,_ Richard Weimann. Kultusminister unö Kinöermißbrauch. Aus dem Kultusminiitcriunl wird uns amNich mitgeteilt: So sebr ter< Minister für Wissenschast, Kunst und Volksbildung die Ge- fühle versteht und würdigt, die große Teile der deutschen Jugend in ltiebe und Verehrung für den Feldmarschall Hindenburg ausblicken lassen, so wenig ist er gewillt zu dulden, daß diese schönen und berechtigten Gefühle von politischen Drahtstehern miß- bmucht werden für Zwecke parteipolitischer, gegen den Bestand der neuen Staaisordulmg gerichteter Bestrebungen. Der Minister hat deshalb die strengsten Anordnungen getroffen, um zu verhindern, daß fernerhin die Schuljugend in derartige Demonstrationen hineingezogen wird. Unbedingt untersagt werde, ohne Zustimmung der vorgesetzten Behörden zu Zwecken der Beteiligung an Straßenkundgebungen den Unterricht ganz oder teilweise ausfallen zu lassen. Die Leiter der an den bisherigen Kundgebungen vorzugsweise beteiligten Lehranstalten sind bereits amtlich vernommen worden- lieber das Ergebnis der Untersuchung wird die Oeffentlichkrit zu gegebener Zeit unterrichtet werden. Der Minister richtet an alle Schulleiter. Lehrer und Eltern den dringenden Appell, ihn in seinem Bestreben,- die Politik aus der Schule sernzuhalten, nachdrücklich zu unterstützen. Von diesem Bestreben war seine Anregung diktiert, am k>. November von allgemeinen Schulfeiern abzusehen. Dem gleichen Bestreben dient auch sein Einschreiten gegen die Partei- politischen Hindenburg-Kundgebungen dieser Tage. * Am Anschluß an die von unS schon bekanntgegebene Stellungnahme des K n l t u S m i n i st e r s zu der parteipolitischen Ausnutzung der Hindenburg-Ebrungen erfahren wir aus dem KuliuSininisterium, daß man dort keineswegs gewillt ist, die Angelegenheit en bagatelle zu behandeln, sondern strengste Unteisuchung angeordnet hat. Aus den bisher siatigcfundenen Vernehmungen der in Betracht kommenden Direktoren höherer Lehranstalten Groß-BerlinS gebt schon jetzt mit alle� Deutlichkeit hervor, daß eS sich um eine von der Leitung des deutichnationalen JugendbundeS sorgsam vorbereitete Veranstaltung handelte, in der die Mitglieder von der BundeSIeilung auf Donnerstag S3/� Uhr vormittags nach dem Wittenbergplatz bestellt worden waren. Die Schulverwaltung kann sich unmöglich von einer außerhalb der Schule siebenden Organisation, deren parteipolitischer Charakter nunmehr zweifellos kkargestell» sein dürste, Anordnungen gefallen lassen, die direkt in den Schulbelrieb eingreisen. Sie wird dem- entsprechend ihre Maßnahmen treffen. Stuüenten protestieren. Von der Studentenvertretung der Technischen Hochschule in Cbarlottenburg erhalten wir folgende Zuschrift: Die Studenlenvertretnng bedauert auf's tiefstv, daß die Hindenburg- Begrüßung am Freilag in unwürdiger Weise zu inuerpolitischen Radanszenen von unverantwortlicher Seite mißbraucht worden ist. Sie muß hierfür jede Verantwortung ablehnen und sieht sich genötigt, die Studentenschaft aus« z u f o r d e r n, sich an den weiteren geplanten Kund" gedungen nicht mehr zu beteiligen. Die Studeiitenvertretung der Technischen Hochschule. I. A.: N e u e n d o r s f, 2. Vors. G ä n e k, L S'chriftf. Gebt öl'e Gefangenen heraus! Anläßlich der große» Kundgebung für die Kriegsgefangenen richtet der Reichskanzler im Namen der Reichsregirrung au die Bevölkerung Berlins folgenden Aufruf: Heute wird in dreißig großen Versammlungen da? Volk in Ber- lin seiner kricgsgefangenen Brüder gedenken und noch einmal deu Appell an die ganze Menschheit richte«, ihre Leide» abkürzen zu helfen. Tie Rrichsregierung sieht in dieser gewaltigen Volkskund- gchung die beste Nnterstußung ihrer pflichtmäßigcn Bemühungen, die lebte und schlimmste Kriegserbschaft, die Gcfangencnversklavung. endlich aus der Welt zu schaffen. Die Reichsregierung hat bis jetzt keine Gelegenheit vorübergehen lasse«, um von Frankreich die Entlassung zu fordern! sie hat sich zu den weitesten Zugeständnissen bereitsindcn lasten, sie hat jeden ihr zu- gänglichen Weg nicht zum Herzen, sondern zum Verstand und zu den Jtercssen der französischen Regierung beschritten, sie hat jede Bedingung im Rahmen der Leistungsfähigkeit Deutschlands erfüllt. Auch fernerhin wird sie. sich in diesen Bemühungen durch keine Er- schwerung irre machen lassen und bei jeder Berhandlung als erste ausschlaggebende Bedingung stelle»: Freilassung unserer Kriegs- gefangenen. Tie einige Bolksstinime, die diese Forderung zu der ihren gemacht hat, wird den Anstrengungen der Reichsregiernng den Nachdruck eines elementaren Volksbegehrens geben. Tie Zurückbeljaltung der Kriegsgefangenen ist der heilige Schmer, der ganzen Bolkssamilie. Kein Familienzwist, kein Parteizank darf sich einmische». Einig müssen wir den Ruf nach Gerechtigkeit erheben, die wir dir Leiden einig Mann für Mann und Frau für Frau getragen haben. In dieser Auffassung weiß sich dir Rrichsregierung mit dem Geiste der Protestversamm- lungen eines Sinnes. Der Reichskanzler. gez. Bauer. Gin Morüanschlag von links. Nach den bisherigen Ergebnissen der amtlichen Uniersuchun- gen stellt sich, wie die P. P. N. erfahren, das Attentat gegen hen Leiter der Technischen Nochilse in Leipzig, für dessen Aufklärung eine Belohnung von 3000 M. ausgesetzt ist, einwandfrei als ein i Anschlag der Kommunisten dar. Dem Leiter gingen gerade in der I letzten Zeit anonyme Drohbriefe in Massen zu, und auch auf der i Straße wurde er sowie seine Angehörigen häuiig belästigt durch! höhnische' Zurufe wie:„Tu wir st auch nicht mehr langes leben!". Ein Mann wurde gestern in Hast genommen; bei ihm wurde schwerhelaftendes Material gefunden. Die„Leipziger Volkszeitung", behauptet, daß es sich nicht um ein Attentat handle, sondern um eine Explosion der im Hause des Leiters der Technischen Noihilfe untergebrachten Munition, die gegen die Arbeiter verwendet werden sollte. Es muß aus- drücklich festgestellt werden, daß diese Meldung eine a g i t a! o- r i s ch e Lüge ist. In dem Hause haben sich weder Waffen noch Munition befunden. vor neuen Kohleneinschränkunyen. Trotz aller Bemühungen, die V o rräte berEisenbahne» an D i e« st k o h l e n zu erhöhen, brachten die letzten Wochen nnr weitere Verminderung der Bestände. Einzelne Eisenbahn- dirrktioncn haben kaum noch für drei Tage Vorräte. Im Durch- schnitt sinkt der Vorrat in jeder Woche um einen Tagesverbrauch. Abgesehen davon, baß sich auf diese Weise nur noch ein ganz un» wirtschaftlicher Betrieb führe» läßt, muß dieser Zustand unfehlbar zum Zusammenbruch führen. Bricht aber der Eiscabahnve»'- kehr zusammen, so hört auch die allgemeine Kohlen- und Lebensmittelversorgung auf. Vor dieser fundamentalen Gefahr muß im Augenblick alles andere zurücktreten. Um ihr zu begegnen, habe» sich die verantwortliche» Stelle» der Regierunz zu einem Gewaltmittel entschlossen. Tie Eisenbahnen werden in den nächsten Tagen au allererster Stelle beliefert werden, bis sie wieder einige Vorräte habcn. Es wird versucht, die lebenswichtigsten Betriebe hier- unter möglichst wenig leiden zu lassen. Die übrigen Bcrbrauchcr, dir Industrie, insbesondere die Grotzciseniiidusirie«nd der Hausbrand werden starl in Mitleidenschaft gezogen werden. Schwere Schäden werden im Gefolge dieser Maßnah- men nicht ausbleiben. Tie zu vermeiden, ist aber bei der jetzigen Lage nicht mehr möglich. Im Augenblick müssen wir alle Kräfte zusammenhalten, um die schwerste Gefahr, den Zusam- mcnbruch des Eisenbahnbetriebes abzuwenden, ohne Rücksicht aus de» Schaden, ber dadurch an anderer Stelle entstehen' kann. Ist diese Hauptgefalir behoben, so können wir hoffe», auch der anderen Gefahren Herr zu werde» und den inzwischen anderwärts entftan. denen Schaden wieder gutzumachen. Tie erste Sitzung d«S ReichSkohlenretes. Nachdem die erste Sitzung des Reichskohlcnrates.infolge der Verkehrssperre verschoben werden mußte, ist sie erneut zum 21. November anberaumt worden. Untersuchung. Die Deutsche» wollten wissen und Huben RateS an,- wer ihnen den» ain Ende die meiste Schmach getan. Der Kanzler hebt die Achseln:„Ich stand in Not und Qual verängstigt an dem Hebel, das Hauptgartier befahl. Und wenn man es ermisset, so trägt da? Volk die Schuld, es ließ sich ja betrügen und gängeln in Geduld." „Was kann ein Laie sehen?' der Schiffe Meister spricht, „klar bei den: schlechten Handel war auch der Fachmann nicht/ Mit Schneid und Donnerwetter fährt Helfferich einher: „Em Hurra für den Kaiser, schafft mir den Wilson her. Ich werde ihn zerhacken,, ich bin das Licht der Welt, von hinten kann mich grüßen, wem dieses nicht gefällt."- So reden sie und Wirbeln mit vollen Händen Sand, als könnten sie verdecken, was glühend eingebrannt. Die blutig-roten Spuren, das Denkmal ihrer Macht, nicht Flut löscht sie noch Regen— und ränn' er Tag und NaSt! S ch l a r a s f. Ahr Mütter! Der Tiergarten liegt wie«in Märchenteick» tiefverschneit, weiß und still. Selbst wenn man sich aus dem Wege nach dem Reichstagsgebäude befindet, um einer Sitzung des Unter- suchungSausschusses beizuwohnen, vergißt man in dieser stillen Schönheit alles Ungemach. Friedlich wird CS innen, wie eS außen j riebe voll ist. Am Freitag aber kam c- ander?. An der Charlottenburger Chaussee und SiegeSalle« standen junge Menschen und immer neue Scharen strömten vom Brandenburger Tor herkommenid hinzu. Viele JÜWfinge in Schülermützen, dazwischen junge Mädchen. Ich biege rechts in einen verschneiten Seitenweg, meine Stimmung wird ja da eben»cch schnell genug düster. Aber am nächsten Querweg kommen neue Scharen gezogen, etwas jünger, Knaben und Mädchen, und fast alle mit bunten Mützen.„Es muß etwas los fein" fängt mein Gehirn so ganz langsam an, die neuen Eindrücke zu der- a.&eilen. Da bekommt eS auch schon einen kleinen Anhieb von außen. Gesang schallt von der SiegeSallee herüber, wo jetzt ein Zug mit wehenden schwarjweißroten Fahnen zieht: Daß sich-unsere atte Kraft erprobt, Wenn der Schlachtruf uns entgsgen-tpbt... Da höre ich den Namest Hindenburg. Und nun endlich begreife ich. Eine zweite Hindenburg-Demon st ratio«. Die Straße von der Siegessäule bis zum Reichstagsportal ist auf beiden Seiten von„höheren" Schülern und Schülerinnen umsäumt. Auch sie tragen Fahnen in den Farben des verflossenen Kaiserreichs, mit. Irgendwoher kommt»in Auto.„Reinhardt kommtl" geht es wie F/ugfruer von Mund zu Mund, und die Kinderaugen leuchten neu- gierig-trotzig. Ich weiß es nicht, wer kommt, es ist auch so genug für mich. Ich könme lachen, lachen, wenn ich nicht gleichzeitig so voll Ekel und so voll Traurigkeit wäre. Das ist also möglich in Ber- lin ein Jahr, ein einziges Jahr nach der Revo- lution, die dem scheußlich st en aller Kriege ein Ende setzte. Die Schule wird in den Dienst nationalistische: Propaganda gestellt. Diese Jungs und Mädels haben doch sämtlich den Schulunterricht zu besuchen am Vormittag. Hai ihnen der KultnSmiirister die Freiheit eingeräumt, die Schule zu schwänzen? Nein. Also haben die Lehrer mitsamt ihren Schüler» sich diese Freiheit selbst genommen! Arn 8. November fiel der Schulunterricbr in den deutschen Schüren nicht aus und wir gaben uns zufrieden, weil der 9. 3to- vember. der Jahrestag der deuischen Republik, ein Sonntag war. Ader es ist dringe>'d notwendig, daß der preußische Kultusminister Genosse Haenisch sich zu diesen Demonftrationsseiern in de: Lessen:- lichlcit äußert. Sind alle Mütter der Kinder damit eiiwerstandeii.�daß' diese in einen Taumel nationalistischen Empfindens, der mit Vaterlands- liebe nicht das geringste zu tun hat. hineingetrieben werden? Klingt in ihren Ohren nicht als ewige Warnung und— alöewigeAnklagederSchreiderJünglinge g u s der Hülle von Dpern? Als sie sich rettungslos verloren sahen, da schrien jene Knaben in T>»desangst daS.heilige War: „Mutter" in die Welt, um das Gewissen' der Welt wachzurufen. Ist d a s der Erfolg? Zur versöhnenden Liebe haben wir unsere Kinder zu erziehen, damit dem Haß nicht wieder Hekatomben blühender Menschen ge- opfter werden können. Es kann keine Mutter geben, die eS anders will. Wir wollen gewiß keine Weichlinge uiw Schwächlinge erziehen, sondern stolze, wertbewußte Menschen, die das Leben schien und die sich deshalb auch verantwortlich fühlen für das Leben ihrer Mitmenschen. Heute gibt es noch gar zu viele, denen nur das eigene Leben heilig ist und die ohne Bedenken die anderen Meirichen für ihre„Ideale" opfern... Im' U ntersuchungsausschuß äußert sich Herr Hclsserich über feine 1016/17 betriebene Politik und deren Gründe. Es ist keines Zeugenaussage, die da gemacht wird, sondern ein« Wertbemessung dessen, was die Gegner des U-Boot-Krieges taten. Er selbst war zwar auch ein Gegner, als es noch nicht soweit war. aber dann 1 wurde aus dem. SauluS ein Paulus, und daß er daS wirklich ist, glaubt er durch einen geradezu unerhörten Ausfall gegen die Reichs- tags mehrhett, welche im Juli 1917 die Friedensresolution in die Weit sandte, noch unterstreichen zu müssen. Ter Herr spricht mit einem Selbstbewußtsein, mit einer Kühnheit, daß man sich an den Kopf/ faßt und ftagen möchte:„Träumt er oder träume i ch? Haben wir den Krieg verloren oder haben wir alle Aussicht, ihn zu gewinnen, wenn wir nur„durchhalten"?" Der Krieg wurde weitergeführt, bik- er verloren war. Er wurde weitergeführt, bis auch die letzte Waffe, das U-Boot, den Erfolg nicht bringen tonnte. Und täglich fielen einige tausend blühender Menschen, wurden Tausende zu elenden Krüppew, wurde das Glück von Millionen zerschlagen, ging soviel unschätzbares moralisches Volksgut unwiederbringlich verloren. Als die Reichsiagsmehrheit es endlich wagte, diesem Wahnsinn des Mordens den Willen zum Frieden enigegenzustellerr. da— meint Herr Helfi-rich— sei diese Volksvertretung dem U-Boot-Krieg in den Rücken gefallen.' Helfierich versuch!, ans dem Zeugen den Ankläger zu machen. Diese Demonstration drinnen und die Demonstration draußen,— es paßt alles so gut zusammen. Jeder muß erkennen, wohin derWeggeht. WaS galten in dem Krieg Mütter und prüder? Familien- und Menschenglück? Nicht", nichts, nichts! Und die Nationalisten kennen auch heute nur das eine Ziel: Das jäh unterbrochene blutige Spiel fortzusetzen, bis... Ja, bis wohin denn? Für uns Frauen und Mütter muß sie gefallen sein in alle Ewigkeit. Ein Ende dem Haß, ein End« dem Krieg! Dieser Wille muß stärker sein als aller Chauvinismus hüben und drüben. Für das Leben wollen wir unsere Kinder erziehen. Nicht für den Tod. Wir haben ein Recht vom Staat zu fordern, daß er uns dabei hilf!. Clara Bohm-Schuch. eme Tie Theorien nnd Vorhersagen von Prosessor Einstein spielten -»ix Rolle in einer gemeinschaftlichen Sitzung der Königlichen wis- senscbafllichen und der astronomischen Gesellschaft in London, lieber die britischen Beobachtungen während der totalen Sonnenfinster- nie am 20. Mai wurde verhandelt. Ter Präsident erflärie zum Schluß, die Gesellschaft hätte soeben eine der denkwürdigsten, wenn nicht die denkwürdig st« Auslassung menschlichen Denkens überhaupt gehört. Von den drei Voraussagen Ein- steins habe sich die erste, über die Bewegung des Planeten' Merkur. bewahrheitet. Tie zweite, über das Bestehen und den Grad einer Lichtablenkung beim Passieren der Einflußsphäre der Sonne, sei jetzt als wahr befunden worden. Ueber die drine Vorhersage, die von spektrofkoprschen Beobachtungen abhänge, herrsche noch llngewiß- hrit, aber er heg« das Vertrauen, daß man von jetzt ab mit der Theorie Einsteins rechnen müsse, und daß nnr unsere Begriffe über die Gestaltung des Universums von Grund aus ändern müßten. Einige Redner konnten sich den gezogenen Schlußfolgerungen nicht ganz anschließen. Sie warfen die Frage am. ob die Vranomeiie nicht auf eine noch unbekannte Atmosphäre der Sonne zuruaaemhrt werden könnten, von größerer Ausdehnung und von unbekannten Eigenschaften. Theater. Am 17. November geht in der StaatSoper als zweite abendliche VollSvorftellui, qdcr, Fließende Ho IIa n d e r in Szene. Eintrbtökarlen durch die Freie Bollsbübne und die ihr an- flfldiioffcnen Oiganilailone».- Sine SondervorNellunti von Slnndberps Luther" oeronlialtct das Klalssichc Tbeater am Bußtag, nachm uags 3 Uhr, ti, der Volisbübne.- Ins S ch»« s p««» b e n s. wird, am 1?. November Hebbels»Maria Ma g da le n c wit„ucie Hoflich als Klara in den Spielplan auigenommen. Mit dieser Uuifuhrung begmnl auch die Reibe der VolkSvorslellungen. die daS Schauspielhaus in verschiedenen Sälen Berlins und der Bororte geben wir». / 300 Mark. Cha?a?te??st?sch f3r■ die Gesinming im6 daZ Benehmen Helfferichs in der Sonnabend�vitzung des UntersuchungSaus- schusseZ'war auch die Art, wie er die über ihn verhängte Orb- nungZ strafe vcm 300 M. aufnahm. Mit einer überlegenen Gebärde und einem spöttischen Lächeln zog er seine Brief- tasche heraus, als ob«r feine Zeche im CafehauS begleichen wollte. In der Tat: Was sind 300 M. für einen Grosibankdirekwr? Die amerikanischen Kapitalisten haben, nach den eigenen Worten Helfferichs, während des Krieges aus den Tränen Europas ameri- kanisches Gold gemünzt. Wird der Großbankdirektor a. D. Helffe- rich etwa behaupten wollen, daß die deutschen Kapitalisten sentimcw- taler gewesen sind? Hat er sich schon überlegt, au» wieviel deut- s ch e n Tränen sein Vermögen gemünzt ist? 300 Mark! Das ist ja nicht einmal die Provision für eine einzige 42er-Gran-rte! An wieviel Granatlieferungen ist man im Kriege als Großbankdirekwr mittelbar beteiligt gewesen? Und wegen 300 Mark sollte man sich hinstellen und mit einem Juden über Kriegsverlängerung und Zusammenbruch diskutieren. Und wenn es 3000. ja 30 000 Mark wären, meine Herren, ich täte es nicht. Und sollte ich zufällig nicht soviel bei mir ilrageri, dann zakfle ich eben mit einem Scheck auf meine Bank. Diese trägt ja wwieso die Kosten. Sie kann sie tragen. Dafür weinen genug Frauen in Deutschland. Die Entente pfeift auf öie oberfchieftschen Wahlen. Der deutschen Delegation in Paris hat der Oberste Rat folgende Rote vom 13. November 1913 übersandt: „Auf die von den alliierten und assoziierten Hauptmächten am 30. Oktober gestellte Frage hat die deutsche Delegation am 7. Na- vcmber geantwortet, daß am 9. November die Gemeindcratswahlen in Oberschlesien abgehalten werden würde». Sie hat gleichzeitig die Gründe dargelegt, aus denen die Preußische Regierung über die Be- wcrkungen der genannten Möchte hinweggehen zu sollen glaubte. Wenn man sich an den Buchstaben des Bersailler Vertrages hält, so ist es unbestreitbar, daß der Preußische Staat bis zum Inkrafttreten des Friedensvertrages die Verwaltung in dem oberschlesischcn Ab- stimmungsgcbiet ausüben kann. Aber eS erregt Verwunderung, daß die Preußische Regierung mit der Abhaltung der Wahlen b i s z u dem Augenblick gewartet hat, wo das Inkrafttreten des Bertrages, wie die Regierung hat wissen müssen, nahe b e» o r st e h t. In der Tat werde«, wie sich nicht bezweifeln läßt, die unter solchen Umständen vorgenommene» Wahlen, welche die erste Befragung des BolkeS feit der Unterzeichnung des Friedens- Vertrages barstellen, durch die bestehenden nationalen Parteien da- hin ausgelegt werde», daß sie über die Stärke dieser Parteien An- kaltspnnkte liesern, die man als maßgeblich für den voraussichtlichen Ausfall der BollSabstimmung verwerten wird. E» ist wahr. fchrinlich, daß diese Wahlen zum Borwande einer Treiberei dienen werden, um die Abstimmung über das künftige Schicksal dieses Landes zu be- e i a f l u s s e n, während die Bedingungen, unter denen diese Wah- len stattgefunden habe», weit entfernt sind, den Bedingungen zu gleichen, denen die Vornahme der Voltsabstimmung unterliegen muh. Unter diesen Umständen sehen sich die alliierten und astozi- irrten Mächte gezwungen, die deutsche Regierung wissen zu lassen, baß sie es als ihr Recht betrachten, die vor dem Inkrafttreten des Friedens und gegen ihre begründete Auffassung in Oberschle- sien veranstalteten Gemeindewahlrn a l S nichtig und nicht geschehen zu erklären. Dieinternatio- nale Kommission wird veranlaßt werden, bei der Uebernahme ihres Dienstes entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Enöe öes baltischen Abenteuers. Die Lage der wvstrnssifchen Armee bat sich in den letzten Tagen so geändert, daß eine klare Zukunft nicht mehr zu erkennen war. Die Bemühungen, sie zur Erkenntnis der Unhaltbarke't ihrer Situation zu bringen, haben nun Erfolg gehabt. WTB. verbreitet folgende Melung: Ter Begleiter der tzutentekommission für das Baltikum, Admiral Hopmann, hat Mitteilung erhalten, daß der Führer der russischen Wcstarmce, Awalow-Bermondt, sich mit seiner ganzen Armee Freltag Nacht dem Befehl des Generals V. Ebrrhardt unterstellt hat. Dieser wird alles versuchen, die geordnete Rückführung der ehe- mals reichsdeutschen Truppen zu ermöglichen. Wem, diese Nachricht wahr ist, hat jetzt wohl das baltische Abenteuer sein Ende erreicht. vor öen franzöftfchen Wahlen. Am heutigen Sonntag wählt das vergrößerte Fmnk- reich feine 620 Abgeordneten, zum ersten Male nicht mehr in Einmännerkreisen, fondern auf Grund eines halben Pro- porzes. Auch Elsaß-Lothringen wählt, hier aber sind die von altdeutschen— ins Elsaß eingewanderten— Eltern Ge- borenen rechtlos und natürlich erst recht die„Schwabe" selbst-. Zur Wahl stehen etwa 2060 Kandidaten. Infolge des Setzerstreiks in Paris erscheinen dort zwei Sammelzeitungen, die bürgerliche„La Presse de Paris" und die linkssozialistische„La feuille Commune"; ihr Name ent- spricht den wortbolschewistischen Neigungen der Parteimehr- heit. Dazu ist im letzten Augenblick noch eine„Lanterne" gekommen. Ein angebliches Attentat auf Clemenceaus Sekretär Mandel sei ne Eltern waren angeblich aus Frankfurt am Main— soll Wahlmache sein. Mandel dementiert die Be- richte, die ihn Clemenceaus Verbleiben an der Macht an- kündigen ließen. In einer Versammlung in Lapalisse, De- portement Allier, wurde der Kientaler Brizon, der mit Blanc und Raffin-Tugens seinerzeit die Kriegskredite verweigert hatte, tätlich angegriffen. Vom Hauptmann S a d o u l. dem zum Tode verurteil- ten Listenführer der Parffer Sozialisten, wird berichtet, daß er und Angelica Balabanow mit dem Titel von„Repräfen- tauten zur dritten Internationale" zu Chefs des bolschewisti scheu Provagandazuges ernannt wurden. Dieser Eisenbahn- zug trägt den Namen„Lenin" und ist aus Wagen zusammen- gesetzt, die eine vollständige Druckerei und Bibliothek enthal- ten. Der Zug soll die bolschewistischen Ideen im Ural und Sibirien verbreiten. Die Wahlen dürsten— wie überall— den Radikalismus rechts und links stärken und die Gemäßigten zerreiben. In der Angst davor biebern sich die sogenannten Radikalen und sozialistisch Radikalen, wie Briand und Millerand, den Klerikalen an. Der Marseiller Hafen ist durch Streik stillgelegt. yelfferichs (Schluß aus der Abendausgabe.) Der AuZschüß, der sich zu geheimer Bevatung. zurückgezogen hatte, betritt nach eineinhalb Stunde« wieder den Saal. Die allgemeine Spannung ist aufs höchste gestiegen. Bors. War- muth verliest folgenden B e s chl u ß des Ausschusses: Der Ausschuß hat mit dem Stimmenverhältnis vier gegen zwei und der Stimmenthaltung des Abgeordnete» Dr. Cohn folgenden Beschluß gefaßt: Der Ausschuß ist kein Gerichts- Hof. Seine Verhandlungen sind auch kein Borverfahren für den Staatsgerichtshof. Er hat kein Urteil zu fällen. Die Bbleh- nung eines Beisitzer? aus perfSnlichea Grün- den ist nicht zulässig, ebenfawenig die Nicht- b r a n t w» r t u n g der Fragen, die ein einzelne? Mitglied stellt. Eine Ablehnung der Beantwortung von Frage« steht einem Zeugen nur aus den Gründen der Strafprozeßordnung zu. Der Vorsitzende fährt darauf fort, indem er sich an Dr. Helf. strich wendet: Sind Sie bereit, Exzellenz, nachdem ich diese» Be- schluß vorgelesen habe, jetzt die Frage von Herrn Dr. Cohn z« beantworte«? Helfferich: Der Beschluß hat an den für mich maßgebenden Gründen nichts geändert. Daher bin ich nach wie vor nicht bereit: die Fragen de? Herr« Dr. Sah« zu beantworten. (Bewegung und Beifall im Zuhörerrau« und bei«nem Teil der Press e.) Vorsitzende? Warmuth: Für diesen Fall ist mit dem gleichen Stimmenverhältnis vier gegen zwei, bei Stimmenthaltung des Abg. Dr. Cohn folgender Beschluß des Ausschusses ergangen: Der Zeuge Dr. Helfferich wird, da er fein Zeugnis ahn««e- fetzlichen Grund verweigert hat, entsprechend 8 K) der Strafprozeßordnung in die durch die Weigerung verursachte» Kosten sowie zu einer Geldstrafe von dreihundert Mark verurteilt. Persönlich möchte ich folgende Erklärung hinzufügeu: Der Strasbeschluß an sich entspricht nicht meiner Auffassung über-die Bedeutung der sinngemäßen Anwendung der Strafprozeß- ordnung auf diesen Ausschuß. Ich bin der Auffassung, daß man die Strafprozeßordnung nicht in so weitgehender Weis« auf das, was diesem Verfahren zugrunde lstgen soll, ausdehnen darf, daß man vielmehr auch die persönlichen Gründe würdigen soll, die jemand bestimmen können, sein Zeugnis zu verweigern. Ich Hab« weiter den höchsten Wert daraus gelegt, daß vor einem solchen Beschluß die persönlichen Gründe genannt werden, die Dr. Helfstrich ver- anlaßt haben, sein Zeugnis zu verweigern, ehe man ihn deswegen verurteilt. Für mich ist die Ablehnung meiner Stellungnahme durch die Ausfchußmehrheit so bedeutsam und so wichtig, daß ich den Borsitz des Ausschusses hiermit uiederlrge. (Lebhafter Beifall bei einem Teil der Pressevertreter und im Zu- Hörerraum.) Ich übergebe den Vorsitz nunmehr dem stellver- tretenden Vorsitzenden Abg. Gothein. Stellvertretender Vorsitzender Abg. Gothein: Zunächst muß ich entschieden rügen, daß hier von Vertretern der Presse Beifallskundgebungr»! geäußert werden. Wenn da? noch einmal geschieht, werde ich diesen Herren die Karte entziehen. Gleidjzsitia mache ich davanf aufmerksam,' daß, wenn noch einmal aus dem Zuschauerraum irgendwelche Kundgebungen erfolgen, ich den Zuschauerraum räumen werden., Ich möchte nunmehr den Zeugen fragen, ob er bereit ist, die Gründe anzugeben, die für ihn maßgebend ge- wesen sind, die Fragen des Abg. Dr. Cohn nicht zu beantworten. Auf besonderen Wunsch des Abg. Dr. Cohn wird der Zeuge auf- gefordert, diese Gründe in öffentlicher Sitzung anzugeben. Ich mache aber darauf aufmerksam, daß«S sich nur um sachlich» Angaben ohne Werturteile dabei bandeln kann. Helfferich: Welche Rechtsmittel stehen mir gegen de» Strafbeschluß des Ausschusses zur Verfügung? Gothein: Darüber chat der Ausschuß noch keine« Beschluß gefaßt. Ich stelle Ihnen cmheim, sich nach einem Rechtsweg zu t»- kundigon oder beim Ge sinn tau Sschtzß Beschwerde einzulegen. Helfferich: Ich. stelle fest, daß ein Rechtsweg gegen den Beschluß deS Ausschusses den Mitgliedern des Ausschusses offenbar nicht gegenwärtig ist. Gothein: Sie habe» gar nichts festzustelle«. Feststellungen trifft nur der Ausschuß. Helfferich: Ich habe mich nach dem Rechtsweg erkundigt und stelle erneut fest, daß uiiir der Ausschuß eine» solchen Rechtsweg nicht angeben kann. Gothein: Ich habe Ihnen schon gesagt, daß Sie sich beim Ge- samtausschuß über den Unterausschuß beschweren können. Helfferich: Ich nehme an, daß sowohl Herrn Dr. Cohn wie den anderen Ausschußmitgliedern die Dinge gegenwärtig sind, die ich meine. Ich wollte sie nicht nennen, um jede unnötige Schärfe zu vermeiden. Nachdem aber Dr. Cohn und der Ausschuß Wert dar- auf legen, daß diese Gründe genannt werden, bin ich gezwun- gen, eZ zu tun. Ter Gesamtausschuß ist eingesetzt worden, um die Gründe zu prüfen, die zu dem furchtbarenZusammen- bruch unseres Vaterlandes geführt haben. Nach meiner Auffassung ist Dr. Cohn an diesem Zusammenbruch ganz unmit- telbar beteiligt. Nach einem Telegramm des Botschafters Joffe, des Vertreters der russischen Sowjetregierung, hat in der Zeit, in der unser Vaterland den schwersten Kampf gegen eine f« i n b. liebe U c b e r m a ch t führte, sich Dr. Cohn von Joffe Gelder der russischen S-wjetregierung zur Verfügung stellen lassen; um Deutsch. lemd zu revolutionieren. Das ist der Grund, auS dem her- aus ich es ablehnen muß, mich mit Dr. Cohn über diese Dinge zu unterhalten und ihm aus Fragen Antwort zu geben. Die öelgier verlaften Washington. / Tie belgische Delegation der Wasffingtoner Arbeitskon- fercnz nimmt nach Mitteilungen aus Brüssel nicht länger an der Konferenz teil. »Le Peuplc" teilt mit: Die belgischeDelegation bei der internationalen Konferenz für.Arbeitcrrecht in Washington tritt am 15. November die Heimreffe nach Del- gicn an. Wenn also die deutsche Delegation von Teuffchland ab- reist, ist d's belgische Delegation bereits auf der Heimreff«. Es ist noch nicht bekmnit, wodurch der Entschluß Belgions herbeigeführt worden ist. Man muß auf Differenzen raten. Wer weiß, ob nicht auch die Konferenz nichts anderes wird als eine Demonstration für eine schön« Idee.• Englanü und(Dftfrieden. Im lknterhau'e bebandelte Lloyd George den sogenannten FriedenSvoricklag der Sowjet-Regiening und erklärte, daß die Alliierten sich nicht auf Vorschläge stützen könnten, die von einer feindlichen Regierung durch nichiverantworrlicke MirtelSversonen überbracht würden. Di« Regierung könne solche Müteilnngen nur als Grundlage für ihre Handlungen benutzen, wenn sie direkt und reiftigteiten. Sie arme» alle Zwangsmittel der Strafprozeßordnung gegen mich anwenden, aber keine Macht der Welt wird nzich zwingen können. Herrn Dr. Cohn hier Rede und Antwort zu stehen. Abg. Cohn: Ich wende mich an den Ausschuß und wende mich auch cm Dr. Helfferich, obgleich er es ablehnt, auf mein« Fragen Antwort zu geben. Was Dr. Helfferich hier vorgebracht hat, ist in tatsächlicher Beziehung unrichtig. Dos ist wiederholt für die Oeffentlichkeit festgestellt worden, und es ist wieder ein Beweis dafür, mit welcher Leichtfertigkeit Dr. Helfferich mit den Tatfachen umspringt, wenn er ein« längst äkS unrichtig be- zeichnet« Taffache wiederum dazu benutzt, um sich kür sein« Hol- tung in einer ernsten rechtlichen und politischen Frage eine Grund- läge zu schaffen. Es ist n i ch t richtig, daß Botschafter Joffe jemals in einem Telegramm behauptet hätte, mir zu einer Zeit Gelder gegeben zu haben, in de? das Vaterland-an der Ftant gerungen hat. Joffe hat lediglich in jenem Telegramm gesagt, was ich später in der Nationalversammlung auch bestätigt habe, daß er mir a m Morgen des 6. November 1913 einen bestimmten Geld- betrag übergeben hat, und zwar zu ganz bestimmten Zwecken, über die ich mich gleichralls schon ausführlich geäußert habe. Der Zweck, den Dr. Helfferich behauptet hat, hatte nichts da- mit zu tun. Ich habe daS Geld bekommen nur zur Unterstützung russischer Gefangener in Deutschland und zu einem klei- neren Teil waren diese Gelder auch bestimmt zur Unterstützung der politischen Zwecke meine? Partei. ES müßt« auch Herrn Dr. Helfferich einleuchten, daß icb vom 6. November 1918 an, selbst wenn ich diese G-lder sofort zur Unterstützung meiner politischen Ziele verwendet hafte, unmöglich eine Wirkung hätte erzielen können, die irgendwie für die Verhältnisse an der Front von Bedeutung hätte sein können. Was aber den Haupt- teil der Gelder anlangt, nämlich die Unterstützung notleidender ruf- sischcr Kriegsgefangener, so wird auch Dr. Helfferich nicht behaupten wollen, daß die Linderung dieser Not irgendwie von Einfluß� ge- wesen fft auf die Verhältnisse an der Front. Dr. Hels- serich hat sicher von meiner Rede in der Nationalversammlung Kenntnis bekommen. Sollte das nicht der Fall Jein, so wäre es wieder einmal ein Beweis für die Unzuverkässrgkeit, mit der Dr. Helfferich so schwere Vorwürfe erbebt. Am Schlüsse meiner Rede in der Nationalversammlung habe ich gesagt: .Ich trage mich gleicftvohl nicht mit der Hoffnung, daß nun etwa die Redereien über die russischen Millionen aufhören werden. Ich kann nur das eine sagen: wer setzt noch eirnnff in diesem Saale mft solchen Redereien versteckt oder wenige? versteckt auf- tritt, sei eS von der Regierungsbank, sei«S aus den Kreisen d:: Abgeordneten, ist ein Lügner. Dr. Helfferich ist vor einer in dieser Richtung liegenden Kenn. zerchnung bewahrt, da er weder Abgeordneter noch Regierungsmit- glied ist. Ich kann aber an diesen Dingen nicht vorübergehen, ohne den eigentlichen Zweck dieser ganzen Ausführungen arffzu- decken. Dr. Helfferich hat gesagt, er wisse nicht, inwieweit er hier Zeuge und inwieweit A n g e k l a g t e r ist. Ich kann ihm dar- auf nur sagen, wie i ch seine Stellung sehe, nämlich daß ich in Herrn Dr. Helfferich hier den Angeklagten dieses UnterfuchungSverfahrenS erblick«. Vorsitzender Gothein: Diese Aeußerung ist u n z u I S s s r g. D er Ausschuß hat nur daS Recht der Untersuchung, nicht daS Recht, Anklage zu erheben. Ich muß diese Aeußerung als im Widerspruch mit den Aufgaben und Pflichten des Untersuchungsausschusses stehend rügen. Abg. Cohn: Ich unterwerfe mich dieser Zensur. Aber ich den Dr. Helfferich wenigstens an einen Vorgang ernnern, der sich zwischen ihm und mir im Mai 1917 im alten Reichstag abgespielt hat. Schon damals glaubt« Dr. Helfferich, mit«ff Grund einer Rede mit heftigen Worten den Vorwurf machen zu können, daß ich eine Schuld oder auch nu? eine Mitschuld deufflber Stellen am Ausbruch des Krieges behauptet hätte. Ich habe Dr. Helfferich darauf geantwortet..... Vorsitzender Gothci»: DaS hat mit dieser Sache min aber nichts mehr zu tun. Abg. Cohn: In diesem Punkte bedauere ich. mich nicht unter- werfen zu können, sondern widerspreche dieser Auffassung ausdrücklich. Herr Dr. Helfferich hat gesagt: Unmittelbar beteiligt ist am Zusammenbruch Dr. Cohn, er bat die Schuld. Der Ent- gegnimg dieser Behauptung sollten meine Ausführungen dienen. Ich Hobe damals im Mai 1917 dies? Ausführungen gemacht, um den Vorwurf Dr Helfferichs, daß ich schuld oder mit schuld sei, zu widerlegen.(Helfferich: In welcher Art von Diskussion befinden wir unS?) Vorsitzender Gistbein: DaS Wort hat fetzt Abg. Dr. Cohn. Sie sind Zeuge und haben nur zu antworten. Helfferich: Ich kann aber mein Zeugnis verweigern, dann werde ich den Saal verlassen. Vorsitzender Gothein: Dann Verden wir die nötigen Maß- nahmen zu treffen wissen. Helfferich: Wenn die Diskussion so weitergeht, dann»erlasse ich den Saal.(Dr. Helfferich erhebt sich, rafft seine Akten zu- sammen und tritt einige Schritte von seinem Platze zurück. Zkbg. Cohn: Da Dr. Helfferich uns gegenwärtig noch die Ehre seiner Anwesenheit schenkt, darf ich ihm nur noch erwidern: ich bin zwar nicht am Zusammenbruch schuld, aber an der Entstehung und Führung des Krieges ist nur einer schuld: Dr. Helfferich!(Große Bewegung.) Vorsitzender Gothein: Ich muß diese Aeußerung des Abgeordneten Dr. Cohn auf das ectschicdenste rügen. Ich schließe jetzt die Diskussion und behalte mir vor, die nächste Sitzung cmzrr. beraumen. Schluß gegen tVi Uhr. amtlich von einer Regierung abgegeben würden. Die britische Re- gieriing beabfichrige aber keineswegs einen anderen Weg als bisher m beschreiieu. Lloyd George verneinte kräftig die Behauptung, daß zu irgend einer Zeit i r g e n d welche Ver- r r e t e r in seinem Namen die Bolichewisten mit der Absicht besucht härten, sicheren Aufschluß darüber zu errielen, ob und zu welchen Bedingungen FriedenSverbandluygen auige» nommen werden können. Die Löiung der russischen Frage bedeute tatsächlich die Wiederherstellung der ganzen Welt und daher sei die englische Regierung immer zu rincr Regelung bereit gewesen, die. eine lebensfähige ruistiche Regierung und eine Ordnung in Rußland schaffen könnte, die auch für die russischen Völker annehmbar wäre. Helfferich kommt wieder dran. Die Tesegraphen Union ist zur Erklärung crmächftgt, daß Staatsminister Dr. Helfferich am Mon- tag wieder vor dem Untersuchungsausschuß als Zeuge erscheinen wird. Die„Neue Zeit" und der„Wahre Jakob" können, wie der Verlag von I. H. W. Dietz Nachf. in Stuttgart durch Zirkular mitteilt, infolg« der Bahnverkehrssperre und ungenügender K»hl«nver- sorgung Stuttgarts im Monat November nicht pünktlich erscheinen. Di« Nummern 7 und 8 der.Neuen Zeit" werden als Doppelheft erst am 21. November, die Nummer 870 des .Wah«« Jakob" erst am 0. Dezember, die Nummer 87)(Weih- nachts nummer) am 16. Dezember herauskommen. GeZVechchaWeMMV Und willst Ou nicht mein öruSer sein... Der Betriebsrat der Firma S u d i? a i i S u. Co. in Alt- Voxhagen darf sich rühmen. Faustfchlä�e und Fußtritte als berociflräfttf!« Urqumente in Bclriebsversammlungcn eingeführt >u haben. Einer der Lbleute deS Betriebsrates, ein sich u n a b- h ä n g i g Nennender, hatie bereits in einer Betriebsversammlung am 8. d. Mts. erklärt, daß die Mitglieder der S- P. D. nicht wagen sallien, an den Betriebsrat heranzutreten, um durch � ihn ibrc Interessen vertreten zu lasse». Diese Leute seien wert, mit Fußtritten ans dem Betriebe herausgetrieben zu werden. Sein Appell an die rohe Gewalt wurde mn Frei- tagnachmittag in einer neuen Bckriebspersammlung in die Tai umgesetzt. Auch hier wieder erklärte derselbe pon allen guten Sitten unabhängige Betriebsrat als Referent der Bersamm- lung, daß die!�.P.D.-K/Zllegcn nicht wagen sollten, an den Bc- triebsrat heranzutreten, damit ihre Interessen durch ihn vertreten werden. Ihnen gehöre die Faust aufS Auge, daS Knie auf die| Brust und mit Fußtritten beast zu werden! In der Diskussion trat ein im Betriebe tätiger Genosse, der i als Branchenvertreter der mittleren Ortsverwalrung angehört, j den vom Referenten entwickelten Anschauungen cntgegen./Jn fach-: kichcr Meise kritisierte er die Taktik, die im Betriebe anläßlich des Streiks eingenommen wurde. In der weiteren Diskussion wandten; sich die unabhängigen Redner in der wüstesten Meise gegen die S. P. D. Auch der Referent propagierte seine Rowdy-Taktik zum-i wiederholten Male und dann wollig man Schluß machen. Unser! Genosse sprach noch gegen den'Schluß und be-tontc, daß er von| den Rednern als Person und als Parteigenosse angegriffen sei, und daß man ihm Gelegenheit gebe» müsse, die Angriffs abzu- wehren. Bei diesen Ausführungen sprang einer der Ber° sammlungsteilnehmer auf, schlug den Genossen� ins Gesicht, dann' wurde der Ueberfallcne mit Fußtritten traktiert, kurzum, die Lehren des unabhängigen Betriebsrats fielen auf fruchtbaren Boden. kfts die Herrew sahen, waö sie mit der von ihnen empfohlenen Taktik angerichtet hatten, bedauerte der Betriebsrat hinterher, daß es zur Schlägerei gekommen fei. Die von ihm verlangte Taktik fei nur„moralisch gemeint' gewesen, beson- ders in Betriebsversammlungen dürfe daö nicht vorkommen. Da- bei ließ er aber offen, ob es ihm genehm sei, wenn solche Dinge sich vielleicht außerhalb ereignen. Ein aus der Bersammlung eingelaufener Antrag, di« Te- meinschast mit den S,P.D.-Vertretern im Betriebsrat abzulehnen. wurde nicht angenommen, nachdem ein Kommunist erst die Ver- sammelten auf das Unmögliche des Antrages aufmerksam ge- macht hatte. Im Gegensatz zu dem Antrage erklärte ein seit 1887 gewerkschaftlich organisierter Genosse, daß er früher schon trotz aller Zwistigkciten die Interessen seiner Kollegen wahrgenommen habe, und daß er als Vertreter der Ar- das aüch in Zukunft so halten werde. Forderungen der Fabrikuiaurer. In einer stark besuwlen Versammlung nahmen die in Fabrik- betrieben beschäftigte» Maurer und Bautttisalbetrer zur Lohnbe- wegung Siellung. Kollege Thons vom Vauarbeitervrrband, Be- zirköverem Berlin, schilderte eingebend den Verlauf der VerHand- lungen. Er sührle aus: Nachdem der DemodilmawuiigSloinmissar den im Jani d. I aefgllien Schiediipruch für verbindlich erklärl chatte, standen die Söhne für die in Fabrikbetrieben beschäftigten Maurer und Sauhiltsarbeiter mit de» im Hochbau Beschäsligten in gleicher Höhe. Selbst der Demobilmachungskommissar ging in seiner Begründung vou der Voraussetzung aus, daß es durchaus angemessen erscheint, den Fabrikmaurern die für das Baugewerbe geltenden Tariflöhne zuzubilligen. Milte Oktober diese« Jabre« wurde zwischen dem Verband der Vaugeschäste von Eroß-Verltn und dem Deutschen Bauarbeiterverband ein Nachtrag zu dem geltenden Tarifvertrag dahin abgeschlossen. daß allen im Hochbau beschäftigte» Gruppen der Aibeltnehmer rückwiikeud vom 1. Oktober ab eine Lohnerhöhung von 40 Pfc» n ig für die Stunde gewährt wurde. Gestützt auf diese Tatsache habe» wir uns an de» Verband Berliner Metailuidiiurieller gewandt und haben die gleichen Zuschläge gefordert. Bisher lind wir ohne Antwort geblieben. Inzwischen Hai »un in der Metallindustrie die Eingruppierung in die verschiedenstei! Berufe stattgefunden. Tie Maurer sind in die dritte und die Bau- aibeiler in die vierte Lohnklasse des Kollckiivvertrages eingereiht und sind somit zweierlei Löhne in unserem Beruf eingeführt worden. Kolleg« ThönL pfotestkem unier Zustimmmia der Ver- sammiiing mit aller Entschiedenheit argen derartige Machinalivuen. Eine Resolulton«n diesem Sinne wurde einsiimiuig angenommen. Toll den Blniaengeschäftsan�estellten die Tonntagsruhe ganz gerandr werden? Bisher verfolgte der Verband der Gärtner und Gärtnerei. erbeuer das Ziel, die SonntagSarbeit in den Blumengeschäften voll- ständig abzuschaffen. So manchen harten Kampf hat eZ gekostet, jedoch ist es bisher tiidst gelungen. Wir konnten nur durchsetzen, daß die sonntägliche GescbäftSwit auf die frühesten Bonnit�agZ» stunden reduziert wird. Aber den Unternehmern paßte auch dicse- nicht. Sie wollen die GeschäftZzeit auf die Mittagsstunden ver- legen. Sic geben an, mit ihrem Verlangen beim Polizeipräsidium Aussicht ßu haben, wenn sie das Einverständnis der Arbeitnehmer- fchaft'aufweisen tSnnei». To sie ifir Ziel bei den Arbeitnehmer- organisationen nktit erreichen, versuchen sie bei den Arbeitnehmern einzeln Unterschriften zu sammeln. Wir warnen alle Kollegen und Kolleginnen, diese Unterschrift zu geben, denn die Verlegung der sonntäglichen Arbeitszeit auf die Mittagsstunden bedeutet für i'.ilZ Arbeiinebmev vollständige Beseitigung der Sonntagsruhe. Nickit nur daß unser freier Sonntag zerrissen ist. nein, wir wissen auch genau, daß noch trotz der tariflichen 43stündigen Arbeitszeit bor der Ge'chäfiSzeit von den ürbeitnebmern verlangt werden würde, die Dorberintung zum Verkauf durch Ueberarbeit wi leisten. Das bedeutet für uns die vollständig« Beseitigung der Sonntags. n he. Dies darf unter keinen Umständen von den Unternehmern durchgedrückt werden. Die Organisation hat sofort beim Polizei- Präsidium Einspruch gegen die Eingab» der Unternehmer erhoben. Außerdem müssen wir Protest gegen diese rückschrittliche Absicht der Blumengcschafisinhabcr erbeben. Nicht Versegung der GeschästSzeu am Sonntag, sondern Einführung der vollständigen Sonntagsruhe auch für unS BlumengeschaftSangestellte mutz es heißen. Die Or- ganisation veranstaltet am DmincrStag, den 20. November, abends 71/i Ubr. im Ebenholzsaal im Rheingold eine große Protcstversamm- lung aller Angestellten der Berliner Blumengeschäfte. Kollegen und Kolleginnen, zeigt, daß ibr nicht gewillt seid, diese bsabsichiigte Verschlechterung eures Arbeitsverhältnisses euch auf- zwingen zu lassen. Erscheint daher in Rassen zu dieser Eer- lammlung! Verband der Gärtner und Gärtnereiarbeiter, Gruppe Blumen- geschtftSangestellte. Berlin S. 42, Luisenufer l. Achtung. Bauarbeiter! Infolge Witte rungsverhälinisse ist es zurzeit nur wenigen Kollegen vengönnt, ihre Berufstätigkeit auszuüben. Der grüßte Tetl der Bauarbeiter ist also arbeitslos und' ist genötigt, die Er- werbslofenfürforg« in Anspruch zu nehmen. In solchen Fällen hat der Arbeitgeber«inen dahingehenden Antrag am die Zentrale der Erwerbslosensürsorg« Berlin zu richten und die Kontrolle jet Arbeitnehmer für die Dauer der A vettseinstellung zu ü benehmen. In Fällen, wo die Kollegen die Papiere ausgehändigt bekommen, ist ein AuSioeis nötig, aus den« hervorgeht, daß die Arbeil wegen Fcostivetter eingestellt ist Um nun da« Perbandsbureau nicht u»- nötig zu belasten, weisen wir ausdrücklich darauf hin, daß die Ab- stompelung der Arbeitslosigkeit in den Meldestellen der einzelnen Bezirke erfolgen muß. Tic Konkrollutgldung erfolgt in der Zeit von 0— 1 Uhr.• Die Arbeitszeit für Stukkateure beträgt ab 17. Novemb-l täglich 7 Stunden. Im Hoch- und Tieibau- gcwcrbe tritt die verkürzte Arbeitszeit am 1. Dezember in Kraft. Deutscher Bauarbeiter-Verband. Bczirksvercin Berlin. Holzarbcitcr.» Mitglieder- und Arav che» Versammlungen� Taubst ummvu- l e k t i a ii i Montag, den 17. Aevembcr, adendZ 7 Uhr. Aib-Iislosenlaal, Nungcstr. 8l>.— Bez. Betßenlee: Donnerstag, den 20. November, nachm 4'/, Udr. im.Priilaten'. Lchdenlr. 122.— Sargtischler: Dienstag, den 2S. Aevember, abends 7 Uhr, bei«oeker, Keberstr 17.— Montag, den 17. November, abends 7 Uhr, im Lolal von Boekcr, Kebcr- ftrahe 17: Sihnng der Koniiolllemmisswn. Tagesordnung: BelriebSratc» gcsctz—.Betriebsorganisation. Referent: Red. Paul Lange. Deutscher TrnnSvortarbciicr-Bcrband, blbt-ilnng Erwerbslosen- sürlorue. Des BuhiageS wegen ertolgt die Auszahlung der Erwerbslosen- »nterltühung sür Mittwoch schon am D i e n S t a g, den IL. 11. IS. Di« MilgltedSbücher müssen daher schon am Montag, den>7. 11. IS abgegeben werde». Diejenigen Kollege», weiche am Tonnertiag Geld erhalte», geben ihre MilgliedSbüchcr am Dienstag, den 18. II. IS ab und erbattcn DonnerS« wg den 20. II. 19 ihre Erwcrbslo>enunlerslüt-ang ausgezahlt. ' Zeatralverband der ZlngesteUtr». F a ch p r u v v e IS, Sektion b sCbcnlijchc Industrie). Ä v n I-: g. den 17. November, obeuds H Uhr Mulileifä!-, Kalscr-Dilbelm-Ttr. SI: MitgitedeiSeisamiillmig. " Fachgruvve Ist, s: abends Ti, Uhr, östenilichc B-rtammtung der Angeilclllen des Papiciarofhandeis und der Brlejumichtag.. Papieraus. siattungs- und Gcichäslsbücherfobriken, Z-„tral-Sät-. Alle Lakobslr. LO/Zll. Tagesordnung!.Tic kommcudc Lohnbewegiiiig.' Resercnt: Kollege Fritz "cz u« rndsektio«. Abend« 7'/, Uhr, Musiler�SZle. Kaiser-Stlbelw. Strai;« 3t: Versammlung der jiigcndiiche» Vertrauensleute. F a ch g r u o p c 15(Lvteutc). Aontaa. 7 Uhr abends: Obleute- ?ttz!li:g in den Miisikerläten, Kaiser-WIIHetm-Ztr. 31. �entr-lverbaud der Vugrstellteu.(S i l d n n g« a u» s ch u ß.) Donnerstag, den 20. November, abend« TI, Uhr, in der rluin deS Sophien- «dmiiajimn«, tSeinm-isieritr. 15: Lonrag über LoziatisicrungSsragen. Rcserer»: Dr. AtsonS Gvtdichmidt. Korreferent: Eduard Bernstein. »ruiittionärr des ssabrtknrdeiierverdandes. Am Montag, den 17. November, abends 0 Udr..xuntttonärversammtung in den Berliner Vereins. u»o KonzcrtiSIcn, Kotiimandanienftr. 5S/5». MitgtiedSbuck und FuiitlionSrkarte testitimiert. Die OrtSverwallung. MuskuluS. Viever Dir. 18 und Grvh. Stavtzer Str. 4z. Am Monlag. den 17.. nachm. 2 Uhr: B-lriebSocr!a,iu»iu:ig zwecks Abstimmun:' bei Fröhttch. Mustauer Str. 1.» I. rUichiich lll.-G,, Sophienstr. 2t. Montag 10 Uhr: BetriebSver- samniinng, Sophlcnsäle. Knorrbremse und angeschlossene Betrieb«. Sämtliche Kollegen, weiche sich noch nicht in Arbeit vesinden, meiden sich Montag, 17. Ro- vembcr, von 10 bis t Uhr, zwecks Ausstellung neuer Listen in teigendcn Lokaien: Gruppe 1, Beyer, Ho.uptstr. 90, Gruppe 2 und 3, Rostock, Hauptstraße 85, Griippe 4 und 5. Hackepeter, Ait-Bvyl.age». Ecke WübMchslratze, Transportarl'-iler. Bunge. Stretlwkal.— Wer ,ich nicht meldet, kann keine Slreiluiiterstüduna erhallen und rechnet als Arbeilender. D. Z. Iii. Etuio. Dienstag, den 18. 11. 19, nachm. ö Uhr: Te- irtebsversommtung. Bergblauere!. Spandaucr Bock. Die Auszahlung der Unterstützung der in Aide» stehenden Kollegen und Kolleginnen, die ab Dicntiag, den II. 11. 19 die Arbeit antgenovimen dave», erialgt nach ArbeiiSichluß: Montag Abt. 1— 23 und Abt. 80, Mittwochluamiexji2:ddviiuiig Kissen mii Rückwand... 7c0 Stuhlkissen m/' ückwaad 2®° Tischdecke mit Saum, ca. 80:80 cm............ II« Tischläufer mit Saum, ca. 40:140 cm.......... 97' Nähtischdecke m. Saum, ca. 50:100 cm......... 12«» Der neue Weihnachts-Kaialog wird nach auswärts kostenfrei versandt• Versand- Abteilung Berlin W.9 große Auswahl • guten Qualitäten niedrigen Preise sind bekannt. Kfinlnftfr. 22'Ze. 1 Tr. 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In Fortsetzung seiner Rede gegen die reaktionären Krawalle in der Preuszischcn LandcSversammlung, die wir iin gestrigen Abendblatt brachten, führte Genosse Hirsch noch auS: Der Vorsitzende der deutschnationalen Partei, der trübe rc Finanzminister H e r g t, hat ein großzügig angelegtes Programm entworfen und dadurch den Anschein erweckt, daß die Deutschnatio- nalen aus ihrer unfruchtbaren Opposition herausgehen und sich der Regierung zur Mitarbeit zur Verfügung stellen wollten. Herr Hergt ist jedoch auf dem Berliner Parteitag in brüsker Weise desavouiert worden und die laule Gegnerschaft des Hergtschen Ordnungspro- grammS hat vor der Hand ln der deutjchnationalen Polkspartet die Oberhand. Tas Vorbild des größten Teils der allen Beamten und eines Teils des alten Offizierskorps sollte der lärmenden deutichnationalen Opposition zeigen, wie man beute, ohne Verrat an seiner politischen Weltanschauung, vaterländische Arb eit leisten kann. Unsere Deutschnalionalen tunA-eute genau dasselbe, was sie früher der Sozialdemokratie vorwarfen. fLebbafte Zu- stimmung.) Tie„Deutsche Zeitung" sagte, die Deutschnationale Volksparrei hat� in dem Augenblick ihre Daseinsberechtigung vec- loren, in dem sie durch Mitarbeit das jetzige System zu hal- ten versucht.(Hort! Hört!) Tann kann ich nur sagen, daß sie schon jetzt die Daseinsberechtigung verloren hat(Unruhe!), denn das jetzige System stellt die'überwiegende Mehrheit deS pveu- ßischen und deutschen Volkes dar. Gegen Versuche, uns ein reaktionäres, monarchistisches Regime aukzuzwingcn, würde sich die überwiegende Mäste des deutschen Volkes mit ungeheurer Erbitterung und Leidenschaft wehren. (Sehr richtig!) link?.) Nur wer selbst sich müht, um die furchtbare Last dieser Tage für unser Volk zu mindern, hat das gut« Recht zur Kritik.(Lebhaftes Sehr richtig!) Der Ton der Polemik der rechtsstehenden Presse gegen die Regierung ist der deutschen Presse unwürdig. Viele� Blätter, die sich„national" nennen, unterscheiden sich an journalistischer Geschmacklosigkeit nicht um einen Deut von Blättern wie„Freiheit" und„Leipziger Volkszeitung". In engster organischer Verbindung mit der monarchistischen und gegenrevolutionävcn Propaganda der Rechten steht die antisemitische Heye (Große Unruhe rechts und Gelächter), die heute einen Umfang er. reicht hat dem gegenüber keine Regierung untätig bleiben darf, wenn die Aufrechterhaltung de? öffentlichen Ruhe und Ordnung ge- währlcistet sein soll(Andauernde Unruhe und großer Lärm rechts.) Die gesamte rechtsstehende Press? erzeugt durch überaus gehässige Polemik gegen die Juden eine Atmosphäre, die die jüdische Bcvöl» kcruNg lebhaft beunruhigen muß. Hand in Hand damit geht eine unglaubliche Verhetzung der jungen Generation. Hört man doch beispielsweise in einem Gymnasium bereiiS von einem S ch w e i g e st r e i k gegen die jüdischen Schüler. In der bergehoch angewachsenen antisemitischen Literatur zeigt sich der Geist der Inquisition und der Hexenverbrennungen. Genau wie bei der rechtsstehenden Press, war auch die ganze Taktik und Poli- tik der linksradikalen Gruppen darauf eingestellt, die Auto- rität der Regierung zu erschütern und die Arbeitermassen glauben zu machen, paß die aus der Arbeiterschaft hervorgegangenen Männer der Regierung ihre sozialistischen Ideale verraten haben.(Sehr richtig I bc? den Unabhängigen.— Gegenruf«: Sehr falsch.) ES ist ganz selbstverständlich, daß sämtliche Mitglieder der Staatsregierunq das wirtschaftliche Streikrccht der Arbeiterschaft nicht antaste» lassen werde«. Mit der selben Entschiedenheit muß die Regierung aber auch gegen die Streikpropaganda ankämpfen, die jeden Lohnstreik ins poli- tische Fahrwasser zu lenken sucht. Mit dem politischen Generalstreik will man Verfassung und Regie- rung stürzen. Wenn man aber den täglich tragikomischer anmuten- den Zwiespalt der Programme und Meinungen im radikalen Lager siebt, dann erkennt man schaudernd, was uns bevorsteht, wenn jene Kräfte auch nur für kurze Zeit die Oberhand gewinnen sollten. (Sehr wahr!) Unser unglückliches Land verträgt eS nicht, auch nur wenige Tage Gegenstand ihrer Verwaltungsexperimente zu werden. Unser Volk ist nicht gesonnen, sich den Phantasie- reien verrannter Ideologen zum Opfer bringen zu lassen. Wir Nwllen unser Land davor bewahren, ein Tollhaus nach russischem Muster zu werden.(LebbafteS Sehr twthr!) Wir verdiewten mit Schimpf und Schande davongejagt zu werden, wenn wir nicht mit aller Festigkeit dort anpacken, wo man den vernichtenden Schlag gegen das Volk führen will.(Lebhaftes Sehr wahr!) Seit Mona. ten bat die planmäßige Hetze der Kommuni st«n und des unter der Führung von Taumig, Richard Mülle? und Dr. Geher stehenden Flügels der Unabhängigen darauf hingearbeitet, am 7. November den politischen Generalstreik zu entfesseln.(Lachen bei den Unabhängigen.) Der Metallarbeiterstreik sollte dazu den will. kommencn Anlaß bieten. Man hatte aber die Karten zu früh auf- gedeckt. Die preußische Regierung hat sich in Uebereinstimmung m,t der ReichSregierung entschlossen, von allen Machtmitteln Gebrauch zu machen, um den politischen Streik im Keime zu ersticken. Der VollzugSrat wurde a.u fg e l oft und die Männer, die em« ständige Gefahr für die öffentliche Sicherheit bildeten, wurden in Schutz. hast genommen. Wir wissen, daß die Gefahr nicht endgültig beseitigt tft, gber wir sind auch tür die Zukunft auf dem Posten. Die letzten Vorgange haben.ernüchternd gewirkt; man ist der Streik? müde. Wir wissen jetzt, daß die mehrheitssozialistisch? Arbeiterschaft zu. sammen m:: den Demokraten und den übrigen ruh'gen Elementen (Adolf Hoftmcmn: Ja ja. nibige Elemente!) durchaus imstande ist, gegen den Frevel eines politischen Generalstreiks anzukämpfen. An der vechscrebden geistigen Volkskrankheit ist das alte System schuld (Lacken rechts), das die Menschen in den furcktbaren Krieg hinein- gehetzt hat. Einmal muß aher die Wiedergesundung be. ginnen und dann wird di? Arbeiterklasse einsehen, daß wir wieder zu einer Einheitsfront kommen müssen.lebhafte Zustimmung bei den Soz.). die willens- ist. unser Land und sick selbst aus dem Elend dieser Tage inbessereZeitenzu bringen. Diese Hoff. rrung gibt den sozialdemokratischen Ministern den Mut. auf ihrem Posten auszuharren. In den Reihen der Unabhängigen sitzt eine Anzahl von führenden Männern, di« es auf die Dauer mit ihrem VerantwortlichkeitSgefühl nicht vereinbaren können, daß der Bruderkampf andauert. Die Elemente, die gegen die Mehrheltssozialisten und gegen den rechten Flügel de? Unabhen. gigen Hetzen, sind vielfach ehemalige Gelb« oder früher Unorganisierte.(Sehr wahr! bei den Soz.) Den alten, im Kampfe für die Arbeiterklasse großgewordenen Sozialisten gilt mein Mahnruf zur Besonnenheit. Tie Regierung war nach Kräften bemüht, Ruhe und Ordnung auf- rechtzuerhalten und den kranken Wirtschaftskörper der Gesundung enigegenzuführcn. Wir wagen selbst nicht zu behaupten, daß wir das uns gesteckte Ziel angesichts der bergehohen Schwierigkeiren er- reicht haben, aber auch unser ärgster Gegner wird nicht bestreiten können, daß wir von dem besten Bestreben beseelt gewesen sind. Wir werden de» Schwierigkeiten Herr werden, weil wir ihrer Herr werden müssen, wenn da» Land nicht völlig zugrunde gehen soll.(Lebhafte Zustimmung.) Mögen die beson- nenen Elemente Schulter an Schulter mir der Regierung kämpfen für die Rettung des Vaterlandes, daz ist das Gebot der Slunde! (Lebhafter, langanhaltendcr Beifall.— Adolf Hofsmann: Und der Belagerungszustand?) Gräf-Anklqm(Dnat. Vp.):. Sie können doch nicht verlangen, daß alle Slraßenkundgebungen nur zu Ehren des UnterfuchungS- ausschuffes stattfinden und keine für Hindenburg.(Großer Lärm bei der Mehrheit.) Während Er�berger Berlin für seine Völker. bundsgedanken für reif hielt(Lärm bei der Mehrheit, Zurufe: UnversrorenhertI), hat Lavcrrenz die Lage gerettet, indem er die Versammlung in eine Kundgebung für unsere armen deut» schen Kriegsgefangenen umwandelte. Es ist nicht unser Verdienst, daß sich die Bevölkerung unserer Partei zuzuwenden bc- ginnt, dg» liegt vielmehr an der unseligen Politik und den elenden Zuständen, die diese Regierung geschaffen hat.(Lärm bei der Mehr. heit.) Der Andrang zur Staatskrippe muß in erträglichen Grenzen .gehalten werden. Wir brauche» eine erste Kammer als hemmendes Gegengewicht � gegen den Parlamentarismus. Mit dem Brauch, alle möglichen unkontrollierbaren Fond» für neu- artige und oft recht eigenartige Behördenneugründungen zu be- nutzen, muß endlich gebrochen werden. Monatelang hat die Regie- rung das Herrenhaus dem Zentral rat zur Verfügung gestellt. obwohl dieser weder eine legalisiert«, noch überhaupt ein« preußische Einrichtung ist.(Sehr richtig! rechts. Widerspruch links.) Der traurige Zustand der Finanzen der Städte ist ein« Folgeerscheinung der Revolution.(Großer Lärm links.) Im Reich und in Preu- ßcn müssen möglichst bald Neuwahlen stattfinden. In Preußen haben die Sozialdemokraten im Ministerium die Mehrheit; dies« ausschlaggebende Stellung gebührt ihnen nicht. Wir b offen auf die Erntezeit ves nationalen Gedankens.(Lebhafter Beifall recht?. Zischen' bei der Mehrheit.) Minister deS Innern Heine: Ich kann nicht auf all« vom Vorredner angeschnittenen Einzelheiten eingehen. Herr Gräf hat erklärt, ich hätte das demokratisch? Prinzip verleugnet. Ich möchte mich drehen und wenden, wie ich wolle. Wenn"Herr Gräf sich zum Hüter des demokratischen Prinzips macht, dann muh ich mich allerdings drehen und wenden. (Der Minister dreht den Abgeordneten der Rechren den Rücken zu. Große Unruhe rechts— Vielfach sich wiederholender stürmischer Boisall bei bA Mehrheit.) Ich gebe zu, daß ich dem Abg. Graf keine besondere Ehre mit meiner Bemerkung erwiesen habe, aber die Verantwortung dafür übernehme ich(Erneuter stürmischer Beifall.) Vor einer Partei, die ihve Grundsätze vertritt, werde ich immer Achtung haben. Wer aber in der schweren Stunde dez Baterlandes das S einig« zur Verhetzung und Zerstö» rung deS inneren Friedens tut, vor dem.....(die nächsten Worte gehen in den Unruhen der Rechten und dem stürmischen Minuten- langen Beifall der Linken verloren). Der Abg. Gräf ha>t sich be- i müht, zu beweisen, daß ick nicht sein Vertrauen habe. Ick (danke ihm dafür.(Großer Lärm rechts, stürmischer Beifall links.) Nach dem Ausscheiden des ÄriegSminisierS bilden die Sozialdemokraten im Kabinett allerdings di« Mehrheit. Aber bisher haben sich die anderen Regierungsparteien noch nicht majorisiert gefühlt. (Lebhafte HörtI Hörtl-Rufe recht?.) Sie glauben gar nicht, wie einig wir sind.(Neue lebhafte HörtI Hörtl-Rufe. Zuruf: Und Erzberger?) Auch daraus will ich Ihnen antworten. Im In- teresse der Kulturpolitik trete ich für Selbstverwaltung durch die Kommunen und die Länder ein, deshalb habe ich Bedenken ge- äußert gegen die Zentralisierung des Finanzwesens durch den Herrn" Reichsminifter. Im übrigen habe ich mich stets gegen die persönlichen Angriffe auf den ReichSsinanzminister gewandt. Von einem Konflikt zwischen uns ist nie die Rede gewesen. Wenn die Rechte aus eine Politik der gewaltsamen Mittel verzichten will, so sollte sie bei ihrer Einwirkung auf ihre Anhänger n:cht vergessen, daß Pistolen, die man Kindern in die Hand gibt, manchmal von selber losgehen� Die Art und Weife, wie von gewissen Per- fönen die Verhetzungen gegen die Regierung getrieben wird, die scheußlich roh« Art der Agitation in Postkarten und Bildern kann nicht den Zustand schassen der eine friedliche Auseinandersetzung zwischen den Parteien garantiert.(Lebhafte Zustimmung links.) Die Gefahr, daß wir in eine Anarchie taumeln, wird herausbeschworen nicht nur von links, sondern auch von rechts.(Lebhafter Beifall bei der Mehrheit.) Ich richte deshalb an diejenigen, deren patriotisches Gefühl auch der Verantwortung eingedenk{st, die Mahnung: dulden Sie nicht, daß ein Teil Ihrer Anhänger und Ihrer Presse die Verhetzung gegen die Regierung so weiter treibt.' Würden Sie jetzt die Zügel der Regierung ergreifen, so wären Sie ja sicherlich nicht imstande, die Ordnung ausrecht» zuerhalten.(Stürmischer Beifall links. Widerspruck rechts.) Wir haben immerhin nur im äußersten Fall gegen recht? und gegen links Gewalt angewandt und im allgemeinen fünf gerade sein lassen. Die Verfassung werden wir in kürzester Zeit vor- legen, lieber Ihre Grundsätze wird zunächst eine Verständigung der Mehrheitsparteien hergestellt werden.(Lebhaftes Hört, hört! rechts.) Sie(nach rechts) werden ja mit der Venassung doch nicht zufrieden sein; wir werden jedenfalls sehen, ob Sie Ihren domo- kratischen Ansprüchen genügt.(Große Heiterkeit.) Wenn das nicht der Fall ift, werde ich mich mit der Zufriedenheit der Mehr- heitsparieien begnügen.(Lchhaster Beifall.) Heilnienn(Soz.): Die Kritik des Abg. Graes war ebenso spon- tan wie die gestrigen Kundgebungen,»«achten Sie bitte sol- gende Spontanität- Ludendorff will erst vor dem Umersuchungs- auSschuß erscheinen, wenn Hindenburg geladen wich. Hinden- bürg kommt nach Berlin. Nun setzt die von deutschnationalen Schul- lchrern veranstalte!« Kundgebung ein, die nich: dulden will, daß Hindenburg vor den Ausschuh geht. Am nächsten Tage erklärt Helsferich, daß er dem Ausschuß nicht antworten will. Er läßt sich in Ordnungsstrafe nehmen und wird sich in der nächsten Sitzung lvahrscheiulich verhaften lassen. Beachten Sie diese ganz spontane Steigerung! Halten Sie(zur Rechten) uns doch nicht für so naiv, daß wir die Glieder dieser zusaunnenhän» geudcn Kette nicht erkennen. Hicr liegt der Plan vor» die Nntersuchung z» sabotieren, den Ausschust z» sabotieren, dessen Vorsitzender der deutsch» nationale Abg. Warmuth ist.«Lebhafte Zustimmung liukS. Große Unruhe rechts.) TaS Geschrei richtet sich— und das ist bezeichnend— nur gegen Eohn und Sinz- heimcr, nicht gegen Gothein— Struve. Taniit verfolgt man den Zweck, daß aus der Straße gerufen wird:„Nieder mit dem Judeuau»'chuß, wft dulden nicht, daß Hindenburg von diesen Leuten gefragt wird!" Herrn Graes wird niemand bestreiten, daß da» altpreußische Ver- waliungssystem billig war. Die Kleinigkeiten wurden früher immer mit größter Sorgfalt behandelt, aber in alfen großen Fragen hat das System jämmerlich versagt. TaS alte Regime hat den Pfennig geschont und unS in den Krieg hineingetrieben, der unS 400 Milliarde» kostet. Herr Graes ist nicht zukrieden mit der Bcamtenernennung. Er sollte sich daran erinnern, wie früher Minister gemacht wurden. Der Staatssekretär der Marine v. Capelle hat dem Untersuchungsausschuß unter Eid bekundet, daß er sich mit Händen und Füßen gegen das Amt gewehrt habe, weil er sich ihm nicht gewachsen gefühlt habe.(Hvri- hört! links.) Herr Graes hat die Arbeiterräte angegriffen. Wo wären wir heut«, wenn nicht am 6. Januar und später sich der Zcntralrat als Stütze der staatlichen Ordnung gezeigt hätte?(Leb- hafw Zustimmung links.) Die übergroße Mehrheit der Landräte ist doch auch heuh-. noch deutschnational. (Zuruf links: Leider! Zuruf rechts: Man kann sie nicht entbeihrenk) Glauben Sie wirklich, daß sich nicht 863 Gewerkschaftsbeamte für dies« Posten finden könnten? Die alten Beamten sollten lediglich nicht ohne zwingende Not entfernt werden. Di« �Vorstrafen der sozialdemokratischen Beamten erklären sich hauptsäcklich cruS dem jämmerlichen KoalitionSrechi. Die Vonvurfc gegen den Genosse» Hoch sind dreckig und unanständig. Propaganda auf Staatskosten ist gerade früher getrieben worden. Di« Meh-rheitsparteien werden schon Ordnung schaffen, wenn man ihnen nur die Zeit dazu läßt. Herr Hergt hat ja selber zugegeben, daß seine Partei nicht Ordnung schassen kann. (Lebhafter Beifall bei der Mehrheit.) Tie Revolution ist nicht ge- macht worden, sondern sie war die Folge der ungeheuren Eui- täuschung deS Volkes, als es sich vor der Tatsache der Niederlage gestellt sah.(Lebhafte Zustimmung link?.)' Die Niederlage ist ver- ursacht worden durch die gewissenlose Art, w:e dir Deutschnalionalen der Regierung den U-Boot-Krieg aufgezwungen haben, und durch den Hunger. ES ist statistisch festgestelL worden, und zwar durch die ReichSgetreüdcstclle, daß die Großgrundbesitzerkcefte ihre vaterländische Pflicht loährewd des Krieges am schlechtesten erfüllt haben. Jetzt verweigern die Gemeinden den Fest- stellungskommissionen sogar den Zutritt zn den Gehöften und machen daS stellenweise sogar in ösferrtlichcr Anzeige be- kannk.(Lebhafte? Hört, hört!) DaS Heer konnte nach dem Zu- sammenbruch im Jirnern nicht zusammengehalten werden, weil e» am S. November a u Sei n a n der li e s, ohne daß wir etwa? dazu tun tonnten. DaS deutsche Heer lvollte nicht mehr kämpfen und war infolgedessen auch nicht mehr zum Kampf fähig. Am 3. November hattey wir die Diktatur und hätten alle? nieder- knallen lasten können. Anstatt dessen haben wir a l l g e m eine Wahlen ausgeschrieben. DaS ist die moralische Hebert«gen- heit, die wir als Partei über Sie(nach reckt?) als Partei ge- zeigt haben. Der B e l a g e r u n g S z u st a n d ist nur, wie Scheide- mann sagte, ein ausgerenkter Notwehrzustand, aus den die Regie- rung heute nicht verzichten kann. Wo er entbehrlich ist. soll er b e- seitigt werden. Da« Kultusministerium muß die Schuldi Vektoren. di« ihre Scküler zu Demonstrationen auf die Straße schicken, ab- setzen. Bon antisemitischer Seite wird immer behauptet, dap wir von Juden regiert würden. Dabo! sind hier in meiner Fraktion. �. rntr zwei vo« 145 Abgeordneten Juden, der Ministerpräsident H i r s ch und i ch Von unseren Parteiführern ist kein einziger Jude. Di« Negierumg muß unermüdlia, darauf hinarbeiten, daß wir auf wirtschaftlichem Gebiete errc:cken, daß wir immer genügend zu essen, zn kleiden und zu wohnen haben werden Diese Arbeit.darf nicht durch dieunabhängigeSa- b o t a g« gestört wenden. Zur Einigung sind wir jeden Tag bereit. Aus einzelue PrrsSnNch- leiten kommt es unS dabei nicht an. Gegen di« Reichseinheit werden wir in keiner Frage Stellung nehmen. Wir wünschen aber ein einheitliches demokratisches Preußen, mit weitgehender Autonomie seiner Mieder.- Di« Beamten sollen soweit wie möglich vom Volke gewählt werden. Wir beabsichtigen nicht überstürzt oder gewaltsam zu sozialisieren, erwarten aber, daß die Mehrheftsparteien uns unterstützen, wenn ein Betrieb zur Sozialisierung wirklich reif ist. Wir werden weiter unser« ganze Kraft einsetzen für die Rettung Preußen? und de? ganzen deutsckcn volle? einschließlich seiner Arbeiterklasse au? der tiefen Not, die wir nicht verschuldet haben, die wir aber allein zu bezwingen imstande sind.(Lebhafter Beifall link?.) Minister deS Innern Heine spricht über den Fall eines sozial- demokratischen Stadtrats in Staßsurt, der seinerzeit wegen Mein. eids verurteilt worden war, aber dennoch von dem Minister be» stätigt ist. Ich weiß, daß dem Manne Unrecht geschehen ist; er ist ein unzweifelhafter Ehrenmann, obwohl er in» Zuchthaus gesteckt wurde. Die Folgen der Verurteilung werden im Wege der Begnadigung beseitigt werden. Hierfür übernehme ich die Verantwortung. Dann vertagt sick das HauS auf Montag, 11 Uhr: Rhein- landsinierpellaiion, Weiterberatung, dritte Beratung des Gesetz- entwursS über die Se lbstünd i gl« i t Z rechte der Provmzialverbäride. Mretten �igarrsu Vo!"'lakc und Navy Cnt. 1'''chesuch sehr lohnend. '.'Chavcrw. n. 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Hahn, Berlin 8 W«(• Belle-Mlianee-Sfr. 98. 110/8, � Berlin C Spandauer Str. lö Knji�sirasse 11-14 „.d v* � � cj c"«.OO w � dwu"Ct-'«X-60 125 00'* � 00 cil er "t�""'�3'2232« ß etit«ehe« Thonter. i2U.:Niddy Impekoven, 7»nae f uhr Cymhelin. Hont. T1/)! Jaakobs Traum. Kammi-rAiilole. ?/, Uhr: Frühlings Erwachen Iwanow. Hont. 7.: Büchse der Pandora Theater 1. d. KdniggratzerStraße Nachm. d Uhr: Erdgeist. (Uulu: Maria Orska.) tbds: SchloBWctlerateln Hon!.: SchloB Wettcrsteln Dienstag: Bin Tranmaplel. IHituvochv Ein Traomsplel Donst.; Schloß Wetterstein -reit.: Schloß Wetterstein »nnnb. SchloßWeffersteta stg,: Schloß Weiterstein Honiag: Ein Trautnsplel. Komödienhaus Nachm. 3 Uhr; Die Ehre. 8 Ui,: Eiselott\. d. Ptal«. long'. Elselott v. d. Pfalz. :n,t.: Llselott v. d. Platz. rmcrit-'Llselbttv.d.Ptalz eittlUiXlsetott v. d. Platz nnaDend, z. I.Male; Sie. Lustspiel von üeorg Rcicke. [E'ika GJässner, Keinhoid Schünicl, Heinz Stleda, Leonhard Haskel. Gustav Solz)' Sonntag abend: Sie. Hont: Eiselott v, d. Platz. Dienstag; Sie. Berliner Theater Nehm. 3: Die tolle Körntest. Abends Bummelf ,Uhr: Studenten I Di Central-TheAter f/j uhr: Die Fasehingsie«. Dentachea Operntaan* ' uhn ündine. Die Tribüne ll'/j Uhr: Vorm.-Vetanstalt. Theodor Däubler. I 0.; ludvig Hardt, Ergötzl. Geschichten, pa, uhr.- Je Wanillung." lüden-Thcater 8 Uhr: Prinzessin vom NU. Tf:„ü. A. W. g." Fried r.-MTIhblmwt.Th. !'l uhr; Grctchen. Ülelnea Theater. 3>/, Uhr: Johinnisfeuer. K Er kann nicht beleiilen. kl. hehaaaplelhana. 12 Uhr: Tanzmat. Dorolh. Albu �Äihißß und Aninst oder: Prent Euch d. Lebens Komlachc Oper l'U Uhr; Schwarz« aldmldel rv, u Liebeszauber. EuatepleihBii» V/t Uhr: Das Stiitungsiest. Arnold Rieek in: �JcrGroBstailt-iiaralier Xletropnl-Thcater. !; CharlcysT ante m.Thielschel 7 Uhr; Sybili Metzes Operettenhsas l'U Uhr; Die keusche Susanne. iv.uvDleDanievofliMDS. Mchliler-Thent. ChsrI. 3 Uhr: Wie es euch gelillli. dMersebwörong des Fieses Thslts-Thenter I Uhr: Polnische Wirtschaft. f'i.u;:JiisgIerSoniienseiieio r h sm X»Uen dorfplsta Vi, Uhr: Die Puppe. 7',« Uhr: jDcrIHcfgcttdßk Theater des Westena VI, Uhr: Die lustige Witwe. u.: DieFrauimHenneliD Theater d. Priedrtcbatadl p;, Uhr: Dr. Stlettlt« zti. Rud. Schifdhraut Waliser-Theater d/z u. Oetaba m.Mia Werber ± Elu talbucht. VeFbandderFr.Yolksliiibnes Sonntag, den 16. November, nachm. 2 Ubt: GchauspletHans! Gespenster. Nachm. 8 Uhr: Boftsbtlhne:'s Iungserngist. Schlllcr-Th. Charlottenburg: Wie es euch gefällt Lefstna-Theatcr: Der rote Hahn. stilnstlrr-Thealer: v!es irae. Tb. des Restens: Lustige Witwe. M�WIW.'* Voifsbühne: Zriedr.-Wihelmst Th.: Jugend. Wochentags abends vom 17.— 22. November: Pont Lange u. Tora Parsberg. Preblgt in Litauen. Gas. LutheE____ Volksbßhne alSfo'�i. J Uhr;'s Jungferngift. vi, ute: Predigt in Litanen. Montag 7»/,: Gas. Lessing-Theater Direktion; A'ictorBarnowskv. 3 Uhr: Der fote Hahn. 7: Frl.Julie. Der grüne Kakadu (Ourieux, Servaes, Fischer, Klöpfer, Veidt). Montag 7; Frlutein Julie. Der grüne Kakadu. Dienstag 7: Zum I.Male: Robert Frank. Lossen, Abel, Loos, Fischer.) Hlttwoih Vj,: Robert Frank. Donnerstag 7; Fräulein Julie. Der grüne Kakadu. Freitag 7',.,: Robert Frank. Sonnabend 7; Fräulein Julie. Der grüne Kakadu. Spnntag 7'.,; Robert Frank. Montag 7: Fräulein Julie, Der grüne Kakadu, DeulsEbes Künstler-Theater 8 Uhr; Die« irae. Sonntag bis Dienstag VI,: Cyprlenne. (Konstantin, Götz, Walter.) Mittwoch Vi: Dies Irae. (Grstning Schultz, Klöpfer, Tarardowsky.) Donnerstag bis Montag VI,: Cyprlenne. (Konstantin, Götz. Walter.) Residenz- Theater. Untergrundb. Klosterstraße. Stadtbahn Jannowltzbrücke. Nachm. lUnr, kleine Preise: Der ttfnte Huf. CK?»SSIO.Male Das tilcre Lefien. Von Hermann Sudermann. Regie: Alfred Rotter. Erich Kaiser-Titz. Olga Limburg, Harrr Lledtke. Rosa Valeftl, Marieita Olly, Emma Dtbaer, GunolJ, Mamelok, Brenkeodorf. Mittwoch 4 Urr, klein« Pr.: Rotkäppchen. Sonnabend 4 Uhr, kleine Pr.: Hänael nnd Dretel. Trianon-Theater. Bahnhof PriedrlchstraSe. Untergrundbahn Frjcdrlehstr. Nachm. 4 Uhr, kleine Preise: Der Lebenaachttler. Täglich>lß Uhr: JKlaskerade. Von Ludwig Fulda. Regie; Alfred Rotter. Hans!.Umlädt, Eugen Burg, Ktthe Dorsch, Pauf Bildt, Juf. Falkenstein, Hugo Flink, PauIaLevermann.EmmiWyda. Mittwoch 4 Uhr, kleine Pr.: Behneewvittchen. Sonnabend 4 Uhr. kleine Pr.: AMchenbrttdei. Schaubühne XHoHtzplatz (früher Buggenhagen). Sonnabend, d. 15 Norbr.; Freier Ringkainpl: Ky'rlloft.RuBland gegen PIcero.Scholz.Berlin um d. Carl Abs-Memorial Wehram- Essen gegen Marge- Berlin Heide. Berlin gegen Fischer- Leipzig Hansen«Esch» Aachen gegen Hiatze- Berlin Oesterrcicb'Brandenbg. geg. Schmitz-Dortmund Vorher das Rleken-Variet�protr. 6 Attraktionen. Anfang 7.30 Uhr. Alles Nähere durch den täglichen Säulenanschlag komööienhaus Am 3onnabcnb, den 22 Novbr., 7 Uhr, 18»« zum ersten Male t Sie Lustspiel w 5 Aufzügen von«eaeg Xeltfe. ynupthnrfieller: Srlfa«lähner, Retiihoib Schünzef, Heinz«tieba, Leonhard Hnslel. Gustav Kotz. Ernst Behrner, Ell!) Branden, Rudolf Jünger. Frieda Lehndorff, Jenny Marba, Otto Sauler. Sarto, Alfred Scherzer, Robert Scholz. Sditha Seidel. Werner Eteiii, Wolfgang ZUzer.— Regie: Ernst Welifch. D Konr.-vlT. Hermann WolH und Jules Sachs.€ Beelhovensaal. Donnerstag, 27. November, 8 Uhr: Konzert m, d. Phllharm. Orchester SABINE WEYEN LEO BLECH Dirigent• Generalmusikdirektor Arien a.„Idomeneo",„Zalde",„Entführung", Mozart: Zerblnetta-Arie a.„Ariadne", R. StrauB; Kinderlieder v. I.eo Blech.(Am Klavier; Der Komponist j— Cherubini Ouv. �Ml Baba"; Haydn, Sinf. Nr. 14; Wollf: Ital. Serenade. Karten 10. 8,«, 4. 2 M. Singakademie. Freitag, 21. November, t Uhr; Lleder.Abead— Paula Liaehowsky-Nivell Brahms, Jürgens, J. Marx, Winternitz(Kinderlieder, zum ersten Male). Am Klavier: Wald. Llachowsky. Karten 6, J, 4, 2 M. _ Singakademie. Sonnabend, 22. November, 8 Uhr Konzert m. d. Phllharm. Orchester MAX MENGE Dirigent; Werner Wolff Reznlcek: Our. z.„Donna Diana".*— Hans KoeSler „Passacaglia". Konzert A-Moll für Violine(Urauff.)— Dohnänyl; Suite, op. 10.— Georg Hendrik Witte: Viol. Konz. D-dur op. 18(Erstauff.). j Kart 8, 6, 4, 2 M. fo�Ta""'1;. Totensonntag, 7% ühr: Einziger Klavierabend. NArtur und Mit ja IRISCH Werke tflr 2 Klaviere: scäma'nÜ/Me U. Vaiiat B-dur, Slnding: Varlat f-moll. Soll(Mltja Nlklsch) v. Brahms: Rhapsodien h-moll, g-moll, Intermezzo Es-dur; Elszt: Jets d'eaux ä la d'este, d. heilig. Franziskus a. d. w< Villa; 'este, d. heilig. Franziskus a. d. Wogen schreitend. Karten 2, 4, 6, 8. 10 M. ab Dienstag, Phllharmonl.. Montag, 24. November, 71/, Uhr Dritter Eleder-Abcno. Paul Bender Schubert— Loewe>Abend. Am Klar.: Mtcbtel Rauchelsen.| Karten 8, 6, 4, 2 M Freie Volksbühne. ilußerordenlliehe Seneralversammlnng im grollen Saale des Gewerkschaftsbaoses, Engelofer 14-15 Donnerstag, den 20. November, abends 7 Uhr. Tagesordnung: I. Vortrag des Herrn Schriftstellers K. H. Döscher Ober Soziale Theaterpolitik. 2. Unser Verbandsvertrag. 3. Antrag auf Statutenänderung zwecks Eintragung ins Vereinsregister der zz 1, 2, 7, 9 und 14. 4. Neuwahl des I. Vorsitzenden u.Wahl von 4 Mitgliedern des künstlerisch. Ausschusses. 5. Kassenbericht. Bericht der Revisoren. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Mitglieder der Freien Volksbühne Ist Pflicht Die Mitgliedskarte gilt als Legitimation. Oer Vorstand. I. V.: Q. W I n k I e r. am Lebrter Bahnhof. Geöffnet von 10 bis 7 Uhr. Mittwochs und Sonnabends von 10 bis 8 Uhr. Eintrittspreis»0 Pfg. Montags nndl EinDonnerstags... I Iritis- Montags(nur tür( preis Damen) 1 I M. iLGeseiileetitsMiielteD Singakademie. Fteitag, 28. November, 8 Uhr: Eleder-Abendt Elilsabeth Schumann (Staatsoper, Wien). Lieder v. Schubert Schumann, StrauB und C. Alwin. Am Klavier: Kapelim. Carl Alwin.| Karten 8, 6, 4, 2 M. Kart. L ob. Veranst b. Bote& Bock, Wertheim u. i. d. Abdk. 8 U. Meister S. Köthenerstr.'S Karten Abendkasse. HARDTS. BERLINER SECESSION, Kurfdm 232: 3 ABENDE Mittw. 26, Nov. Heine Dstg. 27 Nov. H I L K E Sbd. 29. Nov. ERGÖTZ. GESCH. u.SCHAUSPIEL.„PORT" Kti.d 3Abde. Bote 4 Bock, Werth.. Secess.— Heute ABDK _ Sing-Akademie-Anffllhning_ 5lercktor Professor Dr. Georg Schumann* To,en E. I. ifaM: Kater onser � sonntag 23./11. 7>/, Uhr: Kantate Liebster Gott, wann werd* ich sterben f Friedr. Kiel; Regulem in As-dar Dbltootf, Fi Soll: FH-Et Isabel h Ohlhoff, Frl. Martha Stapelleldt c Valentin Ludwig, Hr. Eduard Kandt Sonnabend, 22./1L 4»/, Uhr tHeatlichc Hauptprobe. K'H-»: Autt. 6,5,4 M., z. Hauptpr 4. 3, 2.H.— von 9 M» 1, 4 Ms 7 Uhr in d. Slng-Akadcmie. MEUE PHILHARMOniE��iiJ � IkÖPEnimER-3TR SS/JZ � • tKOsea. nowttne. uusr 14.— 20. Novor. ö u. B Uhr. Stg. 4, 6, 8 Uhr. DieVerfilhrten Soziales Drama in 6 Akten von Hans Hyan. In den Titelrollen: .Prelarlncer Pletro Scholn Gertrad Welcher vom Oeutsohen Theater BEHRinSL il-V» das hervorragende iNovemberprogranunj Anfang 7 ühr »»>•••••••••— 4 Pie Erbin des Chrafen von Monte Chrißo Tz'/e/zaih Mar<% Rose-Theater. 3 Uhr:.Minna von Barnhelm Vi, U m: Das Gesetz« Walhalla-Theater. SV, Uhr: Das Gesetz. Vi, Uhr: Eine Frau wie Du. . allabendlich persönlich anwesend.■ Wochentass 61', und 8VsUhr i" Kammerlichtspiele and i l�T �Sciiöneberg � 3. Wochel Fr ledrlcl �0? VR m m Mü t. r* ä■ 4» 1> Sonntags 4, 6 und SUhr CartBratsv- damm 26 Frledrlo. Strasse 180__ Wein be rgsw eg 3. Wochel* 3. WoeheT Eine schwache Stunde Kammer-Säle Teltower Str. 1—4(Hall. Tor) Herne sowie jeden Sonntag: lUHNE Konzert. Theater. 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Woche I OirfialramttWtejTSb Pkiatistscher Film ios dtr V»r- [rtenerwglt•«sbealzae/'Vcr iB' TO Paul Wepenar Beste; Rochae Gllete Hanpidaratellet; Pasl Wagener ✓ Lyd« Solmonova/ Ernst Dcutich Paul Hartmann Do» Busstagec wegen bleiben am Mittwoch, den 19. November, die Theater gewchlosaen I Nur noch 4 Tage! In betd.Theatern CAROLA TOELLE in dem Film Die Ehe Oer Frau Hary Regie: Josei Cocnen. P, Vs; JOE DEEBS (Carl Auen) Anstrallsche» Abenteuer. Der Dolch des Malayen Regie: Leo Lasko. Vorverkauf II— l Uhr. ClnlaB: 2Vv 4'». 6'». 8'° Antens: 3. 4", 6M. S* Wlnlcr- Gaden. Heniea Vorwtellg. 3'/z Uhr Kleine Preise. Kind d. iiä'fte! lÜOlir Variet£» Spielplan. Rauchen gesranet! Blauer Ssarafan Russische KlemKunstbUhne Bülowstr. 6. nÄ™ Joslwi i.Beplic Russ. Ballett und Balalaika. Vorverkaui Tneaterkasse 10—1, ab 6 abds. u. an der Theaterk Wertheim, Leipa�. Ihcstar am nottbuser ioi a TbJ.; Muhizplatz 14814. vf Jed. Abend T>(» Ubn Silie- Sänger 8 enem. 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I > Fefie SM mollige Schuhe l I i gui zpreisweti Leffentliche Mahnung zur Steuerzahlung!" Alle in den Stadtbezirken 31—49 und 178—181 oeranlaglen Steuerpflichtigen, welche die fälligen Staats» und Gemeindesteuern(Oktober— Dezember 1919 und frühere geilen) noch nicht entrichtet baden, werden hierdurch aufgefordert, die fällig gc. wordenen Beträge spätestens bis zum 22. November h. I. an die zuständige Steuerkasse abzuftihren. Dies« Aufforderung gilt als Mahnung gemäß fl 7 der Verordnung vom 13. Jio- oemder 1899 betr. da« Verwalwngszwangsvctsahren usw. Besonder« Mahnzettel weiden nicht dehändigt. Wer die rechtzeftige Einzahlung unterläßt, hat ohne weitere« die mit Kosten verbundene zwangsweise Beitreibung zu gewärtigen. Für die Stadtbezirke 31—49 ist zuständig die Steuerkasse III, W 35. Kursllrslenstraße 143. Fllr die Stadtbezirke 178—181 Ist zuständig die Steuer» lasse VII C, O 34, Petersburger Straße L Berlin, den 16. November 1919. Steurrdepntafion des Magistrats, Abteilung III. Sauge, Stadtrat. (Tgb..Rr. 1228/19, St. 11/.) Bekanutmachung. Gaswerke. Aus Grund de« Gemeindebeschlusse» v»m 13. November 1919 Ist der tBaspcels von der im Nooemder 1919 erfolgten Stand- aufnähme ad aus SO vfenulge fllr das Kubikmeter erhöht worden. Demgemäß sind von dem genannten Zeitpunkt ab für 1 cbm Gas L bei der Entnahme durch gewiihnliche Gasmesser 89,— Pf. 2. bei der Entnahme vermittelst Das» automaten....... 70,— Pf. und einschließlich Mietzins fllr die Gaseinrichtnng........ 2,46 Pf. 72/46 Pf. »b zahlen./ Abnehmer, die Gas durch gewöhnliche Gasmesser beziehen und im Verlause eines ganzen Geschäilsjahre» der siädlifchen Gaswerke bei ununterbrochener Sasdenußung nicht mehr als 363 cbm verbrauchen, erhalten illr ba, in ber Zeit von der Standaufnahme im Nooemder 1919 ad oerdrauchte Das oor» dehaltiich anderwellizer spälerer Gaspreissestsetzu ng 10 Pf. pro cbm oergil'et. B« r 1 in, den 14. November 1919. Tirektion der städtischen Gaswerke. Lenze. Va d a m e r. mnmii Bfc die jede Person lesen mnll! DieKunst d, sexuell. Lebensiührung vor der Ehe 3,— Oeschlechtsirieb u. Sinnlichkeit beim Weibe 1,50 Waswirvonunsrem Liebesieb, wissen müssen 2,— Die Erkennung von Krankheiten 4,50 interessante Kriijii- nalproz.v.kulturh. Bedeutung 4,50 Sexuelle Veri rrungi, Sadismus usw 7,20 Die Grausamkeit 7)2 Russ. Grausamkeit. einSt urfd fettl-i S,SfV und andere vielgMuCNLO Bücher U. Katalog Müller«S-Winler,. Abt. f. sf. Leipzig, Kronprinzstr. 43 Aemaff Berordnung der ReichSregterung vom 31. Oi» tober d. IS. dürfen nach dem IS. Nooemder d IS. für � den Personenoeriehr nur die im Inlereise der Eihaftung deS WirlschnslSlebens unbedingt notwendigen Züge ge» fahren werden. Demgemäß wird ab 16. November d. I». der Per» fbnenzugf brpian vvm S. Olioder d. IS. nur in b e» j 'chranktem Umfange wieder in Kraft gefetzt Die für den Sonn» und FentagSbertedr seit dem 26. Ok» j 1 tober d. HS. angeordneten Zugelnichräntungett bleiben-] auch fetnerbin in Kraft. Näheres ist aus den neuen AuShangfahrplänen aus den Sabnbbsen erfichtlich. 129.5 Halle(Saale), im November 1919. Sisenbahndlrektf o». Nach Anordnuni der RtiCTisrd,(crorlg flürlen nach deill 15. November bis auf weiteres für den Personenverkehr nltr die zur Erhaltung des Winschafislebcns unbedingt notwendigen Züge gefahren werd-n. Es tritt daher am Mon- rag, den 17. d. Aits.. der Fahrplan vom 5. Okioner d. J. nur in beschränktem umlange wieder In Kraft, ueber die verkehrenden Züge erteilen die Bahnhofe Auskuntt. Die für Sonn- und Festtags getroffenen Anordnungen b eiben unverändert bestehen. Bahnste gkarten werden nicht ausgegeben. Die Fahrkanen gelten zum Reiseantritt nur am Lflsungstage. Magdeburg, den 12 November 1919. Elsenbahndh-cktlon. Eintragung (Or die neue BriKettkundenllste vom IS. bis 25. November 1919 für Eaiisbranii, Geweriie aril ßeliönlen. Auf Wunsch Llelerun" frei Haus. KermannSaßoby! VUfroiöWagClig�l * � Fennutr.>| Roblenbahnh. 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Ecke Demminer Straße Swinemünder Str. 121(Zionskirchplatz) Schönwalder Str. 26(Wedding) ——— Haaalieferang aal Wunsch!- Wer die Eintragung während den festgesetzten Stunden nicht vornehmen lassen kann, wolle GrundKarte mit Ausweis senden an unser Hauptgeschäft Oet]r,A.&J.Po(izüW0it N31, Gl8inistr.02 KumMotsen � B er/in G gm o Wo! bin 73 „ asramen ßaidmenhaus Bernhard Sdwßdt Gute Möbel Bolld., g«aehma«kvoIl. MUls, aovi« komplett# Wohnunt»" Blnrichtnogca kauft der Kennar am 3 Willi direkt beim Tisctlermeiuer Julius Apelt Btrlla SO.. Adalk�rtstraB« 6 tm K ottbmw Tor f�infSÜ Koliklora enthält Salze, dia Mnndhöhla und Baohoji kräftiff de sin fizi oren und den Zahnstein auflösen. Das köstliche Aroma ninterlägb im Munde ein beha�liohea Gefühl der BairJiobkeit und Prisoh# Qroäe Tube M. 2,— Kleine Tube M, 1,20 Mwrzteöeri Queisser& Co., G. m« b. H« Hamburg 19. Mottet und kompL VohnunoselnrlcWunocn Herren- u-Speifezlmmcr Wo Im— xr. 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Tiefe Leute, die also jahrelang nicht iür, sondern gegen die Genosienschasteu gearbeitet haben, suchen uu». diese in ihre Hand zu bekam- mcn, um sie al» Kampfinstrument gegenlhre eigene« Klassen- genossen zu gebrauchen. Die am Montag, den 17. November 1919. abends 6 Uhr, im Patzenhofer. F i d i c i n st r. 2'3, stattfindende Generalversammlung soll dazu dienen, um die letzten Mitglieder, die der S. P. D. angehören, ans dem Aufsichtsrat hinauszuwählcn. Welches Schicksal dann unserer Koniumgcnossenschaft, 7die unter der Leitung unserer alten bev'ährtcn Genossen zu unserer Freude cmporgeblühi ist, beschieden wäre, zeigdn uns die Gewerkschaften, in denen beute die Unabhängigen das Regiment fllbrcn. Niedergang und Zusammenbruch, wohin wir blicken. Es sei nur an den großen Streik der Berliner Metallarbeiter erinnert. Dieses Schicksal droht auch unserer Grnossenschast, wenn es n ich: g e l i n g t, tüchtige und tatkräftige, mit dem Genossenschaftswesen vertraute Genossen i n d e n A n s s i ch t s r a t z u e n t s e n d e n. Es ist darum Pflicht eines jeden Mitgliedes der Genossenschast. sich am Montag, den 17. N o v e m be r, frühzeitig im Bersamm- lungslokal einzufinden. Die b na u n e Mitglieds- karte dient als Legitimation. Wernichtrechtzcitiz zur Stelle ist, macht sich zum Mitschuldigen des drohenden Niederganges der Genossen-� s ckfa f t s b e w e g u n g. Auch hier gilt es, unserer alten Parole:„Nicht zerstören, sondern aufbauen" zu folgen. Gebt nicht auf die Strafte! Don den Dcutjchualionalen ist die Absicht geäußert worden, Hindenburg am Montagvormittag wiederum am Erscheinen im t>t ei ch S l a g durch Belagerung der Zugangs st rußen zu verhindern.. Wie wir aus dem Polizeipräsidium erfahren, sind die notwendigen Maßregeln getroffen, daß Hindenburg auf alle Fälle wird erscheinen lönnen. Zusammen» roituiigen der Dennchnationalen werden nicht geduldet werden. Da in Parleikrcisen schon mehrfach die Ansicht laut gc- worden ist, daß die Parteigenossen gleichfalls auf die Straße gehen und die deutschnationalcn Radaul llmmel der- treiben sollten, so möchten wir hier ein« ausdrückliche Warnung an alle Parteigenossen richte», sich auf der Straße in Streitigkeiten mit den Deutschnationalcn einzulassen. Die Aufgaben der einschreiten- den Sicherheitswehr würde dadurch nur erschwert werden, die bei Schlägereien usw. natürlich ihre Tätigkeit gegen beide Teile richten müßte. Wo die grüne Sicherheitspolizei nicht mittut.. Die grüne Sicherheitspolizei von Berlin Ihrt erklärt, daß sie an den N e p v st r e> f e n der blauen Polizei teilzunehmen nicht mehr in der Lage ist, wenn-ihr nicht vorher mit- geteilt wird, gegen welche Unternehmungen sich daö vorgehen der L a n d c L p o l i ze i richtet. Es handelt sich hier um cintn bedauerlichen Mangel an Zusammenarbeit, für den auf feiten der grünen Sicherheitspolizei verschiedene Gründe mafojcl-cnd zu sein scheinen. Die P. P. K, sind in der Lage, fol- gende Mitteilungen'der Sicherheitspolizei an die Lande Spolizei zu veröffentlichen. Die erste ist vom Oktober und lautet: An das LaitdeSMczeiamt! Infolge der durch den Metall- achcitersiveik und der.>s:leik der städtischen Hilfskräfte an die Sicherheitswe.br im O ktoiicr herangetretenen zahllosen Anforde. rungen ans Stellung von Kommandos zum Schutze Ar. b est sw i l l i g'er ist die Betricbsstofflage derart, daß bis auf weiteres Ansordcrungen des LandespolizeiamteS auf Gestellung vou Kraftwagen nicht mehr entsprockwn werden kann. Unterschrift: Unleserlich. DaS zweite Schreiben ist vom 3. November und lautet: Ar. das Landespolizeiamt! Bei künftigen HilfÄeistungen der Sicherheitswehr bei Unternehmungen des LaudeSpolizeiamtS er- ftiche ich, die Hilfen schriftlich beim Koimnandostab anzufochern, unter A�cgabe, zu welchen Unternehmungen, Mittel der SichcwheitS- wehr angerordert werden. Auf fernmündliche Anforderungen kann Hilfe nicht mehr gestellt werden, abgesehen von Fahrzeugen für eiligen Auf- trag. Unterschrift: Der Äommandairt Schönstäbt. Zeitlich hängt die Absage der Sicherheitspolizei mit einer ,Kon» trolle des Hauses in der Tiergartcustraste 17 zusammen, das dem Prinzen Wied gehört, wobee von der Seveife sehr hoch. stehende Persönlichkeiten beanstandet wurden. Das Vorgeben der Scherheitspolizei ist um so bedauerlicher, als die LanbeSpolizei hierdurch gezwungen wird, ihre- Stoeifen mit unzu- reichcnden Mitislb vorzunehnceu, wodurch der Friedrichstraßemnob zu Ausschreitungen gereizt lvird, so daß cZ bei den nächsten S reuen leicht zu Blutvergießen kommen k.nrn, wenn nicht sofort mit der entspreche irden.Kraft eingegriffen wird. Die Weigerung dcr grünen Sicherheitspolizei bedeutei aber auch eine nicht genügende Aus- Nutzung der dem Staat gehörigen Mittel, da die Landespolizei hierdurch genötigt worden ist, Lastwagen für ihre Unternehmungen zu mieten, was einen jedesmaligen Aufwand von etwa 500 bis 600 M. zur Folge bat. Sollte die in dieser Meldung airSgcsprochcne Vermutung, daß die Sickterheiispoläzei auf ibr« Streifen vor Prinzen Halt macht, zutreffen, und wir haben nach uns von privater Seite zu- gegangenen Nachrichten keine Ursache, daran zu zweifeln, dann wäre es freilich allerhöchste Zeit, daß hier evraml gründlich Rcmcdur geschaffen»virb._ Borzusiökurse für Heimkehrer für die Woche vom 17. 11. bi« 23. lt. 1910: Amerika Noten i Scheck 58; 35 England Noten 1 Scheck 160( U5 Kleinkiaiidelepreiie für Pferdefleisch und Pserdefleischwarc». Danach tollet I Pfund: tüiicken, Stcule, VI all mW Sog mit einer»nach«,. beitage von 25»/„ 1,95 M., die übrigen Teile mit ri!> cwachlcnen»inoche» 1.90 M., Hackfleisch 1,90 M.. Kopslnochen mid andere»Nochen 0.25 W.. ö-ett ö.SS A., Brühwursl 1,95 t.'-. frische Siuiwutst 2.15 M.. frische Leberwurit L.co M. Vom IS. bis 22. November ocsangen Picroefl-islb und Pferdeflciich« waren auf Iflbick-niit.1 der PierdesUiickisarte zur Veraiwgabting. ücne gleich. zeitige Pelieserung aller VezugSderechttgten ifl wegen der geringen Vorrai« nicht angängig. Die Keschaile, in denen der'oetiuuj an die bei ihnen ein- gelragencn Kunden«folgt, loerüen vom Magistrat össentilch bekanntgegeben. Zu der Erzberger-Bersammlunx am Freitag wird uns ge- fchriobeu- Die..Freiheit" brinat in ihrer Sonnabend-MoroenaUS- gäbe ein«. Tarstellung über den Verlauf der-Demonstration in, An- schluh an die Versammlung der„Liga für Völkerbund" in der P hü. Harmonie, die das Verhalten dcr EkcherheitSwehr.i n bLSwilli» g e r Weise entstellt. So wird vor allem behauptet, daß die SichcrheitSwchr n i cht durü-gcgriffen habe, d ae s s i ch ja nicht um N r b e> t e:, sondern um De u t s ch n a t i o n a I e ge- haudelt habe. Dem entgegen wird ausdrücklich festgestellt, daz die Sickerheiiswchr in diesem Falle ebenso wie in jedem anderen ihre Pflicht gcia» und den unzulässigen Umzug sowie die Versammlung aufgelöst Hai, was sich auch aus den Darstellungen der übrigen Berliner Preße einwand- frei ergibt. Kohlenliste für LaubenkokonifieN. Die Ausweise zur Eintragung in die neue Oiciibrand-Kimdcnüste für Laubenkolonisten liegen zur Abholung in dem Bureau dcr Kohlenversvigung. Spandauerstr.>0, Zimmer 9, bereit. Abholung ist nur durch den Koloniiten oder einen seiner Familienmitglieder xn lässig. Yn beschräi-ktem Unffaniie lvird deute, am 16.. November.»« Perionclivcrtebe wieder anigrnommen. Wir weisen aus Sie Siesoczugu pe» Jnjcrate in der heutigen Ausgabe hin. Groft-Berliner Lebensmittel. Berlin. Deol— Gcrite...... Von heute»b b!ö o.ul weiiei es folgende Mikchkelieferung: Zi I-Kinder- karten- 1 Liier-.-1 ll-5!!iiderk«!-»— Ltr.. B i-»-nderkm>e»-- �Ltr.. Ii ll-Kinderkarlen-v'I, tili-. werdende Müller—'/« Ltr.. I-Uiter-Kiantc::. kaitcu- 1 Liter.»/.-Wer.Krankcnkarken?-\ Ltr..>/,.Lttrr�«n,kei, karten ='1, Ltr.,'/.-Liter-Krankeukarleu~ lli Ltr. Äm lUonlag, den 17. d. RtS. wird die..C 1"U! iRd-rfarie mit>.< Liter Vollmilch beiieferi. Au! die.iI i l'- Kinderkarte wird auf die Dauer von 4 Tagen eine Büchse Kondensmilch nilsgeacbcn. Vom. 17. bis 23. November auf die Reichsfleiichtarie aus. lüudischc».Büchlenfleisch ivornofl deok)(1 Ud. 4.00 Mch.�me Wochen. menge von.200 iÄramm kostet aiio I 5t At. DaS Bachsciislcisch loi.d auch ___ Zei.■____________..... W. bezug beider quauierweilen Verteilung auszubewobeeii. yiuwrlchen Quartieren Nase verteilt wird, wird noch hekanntgcma»».— � AM Abschnitt«5 sürgugend« liche nicht 200 iL ramm Arich. sonder» 200 Kramm Neid iW�PsgÄ—/An. geflchi-Z der Fortdauer de» FrofleS wird daraus animerllain gemacht, dofl angesrorcnc Kar tosscin durchaus nicht zur menschlichen Nabrung iwze-ignet sind, sofern sie in geeigneter Weife bebandcil werden. Derartige.itarlosseln werden, wenn!ic gefchält oder in ungeschältem Zustande drei Stunden lang im kalten Walser gelegen haben, wieder zum Genug geeignet Mil' Rücklicht daraui, bah bei den augenblicklichen WilterliiigSoerhälinissen mit solchen Kartossein zu rechnen ist, wird hieraus hingeiviesen.— Bis Mittwoch in den B-Orken der IIS.. 117.. 119.. 122.. I2ö.. 127.. 128.. 182., LÄ. und 22a. Brotkommission und bis Donnerstag in den Bczlrlen dcr 121., 123., ISO., 131., 132. und 190. Drotkoinmiiilon vro Komps 125? Käse. L>dnrlotteubnrg. 250«? Zkunsthonici i90). 250 x ausländ. MaiSsabrikate i9S), 125 e Araupen(100), 250 g ausländ. Hülsenfrüchte(28), 250 g aus. ländische HüIIensrüchte(20). Lirluenberg. 1 Päckchen Slhstoff(ISO). Poranmeldimg: 250 Gramm auSl. Hülsensrüchte(95). 250 Gramm Mai-Ssabvtkatc(97). 200 Tromm Haserslocken(45 J). 100 Gramm Nährmiltet und 250 Gramm Marmeiad« aus Urlauberbczugskarle. Für beimgelehrle Kriegs- und Zrvrlgejangene 250 Äramm auyi, Hülsrnslüchle(1 c— 6 c). Vir» köll». Ende aer Wpehc Verieiiimg von Teigwaren, Knrkviicl- starkem rhl und Mlchsüglpeise. Menge lvird belnunlgegeben. Ferner Pslliid Marmelade.— Kinder im 5. und S. Lcbcnsiahr>/, Piimd üirup (C 1 und O-S).— o« 12. Brolkvnnnissiolisbezrrt 125 iSramui Käse.— Sügstokf(231). Wilmersdorf. 250 Gramm MaiSgrieß auf 92(1.45 M.), 250 Gramm Marmelade aus 90(O.üöM.I, 70 Granun Margarine auf 0 21, 250 Gramm Keks mit dem"Ausdruck„Brolkoinmisston Ivb'(2,50 M.). Für werdende und stillende Mül!«: Eipulopr. Für werdende Müller vom 4. Monat ab: 1 Dose Maltexlrail(2, Sä M.) u» r in dieser Woche. Die Auagab« dcr Bezugscheine für werdende und stillerde Mutier erjoigi im Städtiichen LebenSmili'lamt, Badeniche Sir. 43. 11. Erdgelchoi! twls, Zimmer o(9 bis 1 Uhr). Für Kranke: Eier aus 47 Ende der Woche. Bri». Vom 17. bis 23. November aru Groh-Lerliner Lebensmittel. karte Abschnitt 99, 250 Gramm Graupen, uils Karte sür Kriegsbelchüdigte Abschuilt 9 1 Pid. Haserstockeu, aüs Karle für werdende Mütter und Kinder« ZIbjchnttt 12 2..0 Gramm Grieh, aus Brihrr Ausweis Ab'chnilt 8? 2 Pid. amerikanische Haser flocken a 1,00 M., aus Abfchnill 88 1 P-S. ausländische Hülsensrüchte. Lanlioitt. 250 Gramm Maismehl(99). 150 Gramm Graupenmehl (101), 875 Gramm. Zucke,(75), 125 Gkninr�Kartosselicheiben(18). Montrofe. 2Sj Detektivroman von Sven Eldesta�. Und aittzerdem ist das Zimmer nebenan genau ebenso möbliert. Sobald ich das entdeckt hatte, wurde es mir klar, daß wir uns in der Nunimer des Zimmers geirrt hatten. Die Nummern sind vertauscht worden, während ich umten im Eakä war.' „Uimiöglich.' brauste der Wirt auf.„diiffeS Zitroner ist Nrnnmrr 6(j und ist immer Nummer Ai gewesen, irnd das Zimmer, in dem lvir zuerst waren, ist Nummer 338. Ich iverde mein eigenes Hotel doch kennen.� »Sehr richtig. Aber lcne Sie selbst tvissen, sind die Nunmierichiider draußen an den Türen lose und können ge» wechselt loc i den. Ich begreife nicht, wanun der arme Kerl dort ermovdet worden ist', daß die unbekannten Berbreckier otior den Mord geplant haben, das ist sicher, und sie - Ii« geplant, daß das Derbrcchen in diefein Ziw"-- also aus Nummer stattfinden sollte. Warum eS suft hier gc- sch�hm sollte, kann Keller mis vielleicht erklären. Zkeller trat ans offene Fenster und blickte hinaaS. „Tie Ursache mag sein," jagte Keller,„daß dieses Zimmer zwei Ausgange hat." „Zwei Ausgänge,» brummte der Wirt. „Ja, einen durch die Tür und einen durchs Fenster. Hier unterin atnntx hängt nämlich eine Rettimgölctter aus Eisen, die an der Mauer befestigt ist, und in diese Richtung habe ich die Verbrecher ver'chminden sehen.» „Gut." bemerkte Krag,.chas ist eine sehr annehmbar« Erklävung. Im übrigen kann man sich das Vorgefallene leicht erklären. Die Mörder haben ihr Opfer hierher locken wollen. Und haben die Nummer 66 mit Nummer 333 vertauscht, wäh- rend der Unglückliche bei unS war. Darauf ist dcr Mann fehlgegangen, das kann man ja'leicht in diesem Labyrinth, und das Verbrechen ist ausgeführt worden. AlS wir hier drinnen waren, Keller, haben die Mörder bereits hinter dem Vorhang gestanden, haben unser Gespräch mit angehört und sind zum Vorschein gekommen, als ich das Zimmer verließ. Nachdem sie Sie dann wehrlos gemacht hatten, haben sie die Nummern wieder umgetauscht. Da haben Sie die ganze Ver- wechslung.» „So wird es ivolil gewesen fein.» sagte Keller,„ich er- innere mich übrigens, daß einer dcr Berbrccyer die Tür öffnete und sich etwas daran zu schassen machte. Gleich nochdein er -die Tür wieder abgeschlossen hatte, Hörle ich Ihre Schritte auf dem Korridor. Krag, ein recht erheiternder Gedanke, nicht wahr?" „Seltsam," anttvortete Krag,„während wir un-J im Nebenzimmer befanden und m Betrachtungen darüber der- loren, wieso es leer sei, haben die Mörder sich also hier in diesem Zimmer aufgehalten. In Wahrheit seltsam. Warum flohen sie nicht gleich durchs Fenster?" „Weil sie sich erst der Briese des Ermordeten bemächtigen wollten, seiner Korrespondenz oder Kospenz, wie er es nannte.» „Die Briese, die beweisen sollten, daß er war, wofür er sich ausgab, nämlich Äbbä Montrosc.» „Es ist nicht Abbö Monttose.» zischte der Wirt,„es ist der vernickte Professor.» „Sic nahmen dann auch alles mit sich, was sie in den Taschen fanden," fuhr Keller fort, ohne sich um die Bemerkung des Wirtes zu kümmern.„Lange aber suchten sie nach hinein Stück Papier, ich nehme an. daß es die Quittung lvar, die Sie aus der Hand des Toten lösten.» :,Und die aus dem Archiv der Polizei gestohlen sein muß." sagte Krag,„und die ich jetzt in meiner Tasche habe." „Ja. Als sie sie aber nicht fanden und hörten, daß Sie hier draußen auf dem Korridor meinen Namen riefen, gaben sie es auf und eilten iort. Ob. Sie können mir glauben, Krag, öS war heiter, Sie draußen rufen zu hören, und hier niachtlos mit e'nem Knebel im Mund zu liegen.» „Wir müssen den Ermordeten fortschaffen.» sagte Krag, „ich werde die Schutzleute rufen. DaS Seltsame bei dieser Sache ist. Keller, daß immer mehr(Geheimnisse auftauchen, ie mehr wir»nS in sid vertiefen. Es iit, als ob bei jedem ab- gehauenen Kops soundso viel neue herauswachsen. Nicht weniger als acht Fragen gibt es zu beanttvorten. 1. Wo ist Abbö Montros«? 2. Tot oder lebendig? 3. Wie ist dieier Mann in den Besitz von Abbä Montroses Papieren gekommen? 1. Warum ist er ermordet worden? Wer hat ihn ermordet? 6. Wo sind die Mörder? /5. 7. Sind diese Verbrecher dieselben, die Abb 6 Montroje- entführt und ermordet haben? 8, Warum bat dieser Mann sich für Abb6 Mouttose aus- gegeben?» Was Nummer 5 betrifft," anttvortete Keller,„so kann ich vielleicht einen Aufschluß geben. Ter eine der Verbrecher wir ein unoarbiertcr Kerl mit einem brutalen Gesicht. Gleich, als ich ihn sah, mußte ich an Ihren Märchendichter H. C. A» derscn denken." „Aha, der Seemann, dcx verschioiindene Matrose.— Hier haben wir abermals eine Verbindung mit dem Drama in der Bibliothek des AbbS." „Und was die Frage Nummer 6 betrifft." fuhr Keller fort,„indem er aufs Fenster zeigte,„so wissen wir jedenfalls, daß die Verbrecher»ich nicht mehr im Hotel befinden." Krag trat ans Fenster. Es führte zu einem dunklen und engen Hof. Ek sah den Wirt fragend am „Sie müssen durch zwei.Höfe, bevor sie auf die Straße kommen," erklärte dieser,„in Diesem Viertel ist ja alles in- einandergeschachtet. Ja. ja, durch zwei Höfe, dann erst ge- langen sie auf die Straße." „Welche Straße?" fragte Krag. „Den Huiarenweg.» autnumete der Wirt. „Die Straße,.in der Arnold Singer wohnt," murmelte Krag nachdenklich. „Abermals dieser Name." XVI. Die Gemüsehändkerin. Asbjörn Krag wurde immer mehr davon überzeugt, daß der Win vom„Vergoldeten Pkau" nur eine oiiginelle ffiiroß- stadtfigiir war, die offenbar nichts Direkte? mu den unheimlichen Geschehnissen.u tun hatte. Indessen hatte der W:rt so nahe Bezieht, iigcn zu mehreren Hauptpersonen des'Drama», daß der Detektiv beschloß, ihn im Auge M behatten. Darum befahl er dem Wirt, daß cr sich am nächsten Morgen in der Detcktivabteilung meiden solle Der Wirt schimpfte leise über die Polizei, die ihre Nase in sein Geschäft gesteckt habe und fluchte In ist über d�u verrückten Professoi, mährend er in feine unvergleichliche Bar zurückkehrte, wo Polizeibeamte an allen Utirero Wache hielten. Krag schickte auch die beide» Kellner fort. Gorts. folgt.) Marieuborf» Sudendc. Auf NovemSer-Vollmilchkarten fÄx Kinder, Siovember-Krantemnilchkartcn, für werdende Mütter, Lebensmittelmrten für Lugendliche, KiregLbochSdigte und Personen über 70 Jakire erfolgt Aus- gab« von je 2 Pfund Sajcrftocken. Verlaus nach Aufaugsbuchstaben von Montag, den 17., bis Montag, den 21., in beiden lNcmciiideläden. Für die bis zum 2g. November nicht abgebolte Ware erlischt das Bezugsrecht. Bobusdorf. 1 Psund Maisflocken(98 u. 09),>/, Pjund Graupenmehl ilOO u. 101), 1 Pfund Suppenwürkcl(102 u. 103). Tegel. 250 Gramm Marmelade(97), 250 Gramm ausl. Hälfenfrüchie (Oflt. 125 Gramm Graupen(100), für Kinder 125 Gramm Reis und 2 Päckchen Puddingpulver(9), für ältere Leute 250 Gramm Morgentrauk und 2 Päckchen Puddingpulver(17). Groß-Serliner parteinachrichten. s. P. T.-Funkticnärc des Siemcns-Konzrrn. Montag 4 Uhr; Konserenz aller Vertrauensleute des Mxtallarbeilerocrbandes, auch der Kollegen, die sich zur S. P. D. bekennen, im Lokal.Zur Schleuse", am Bahnhof Iungsernheide. Die bevorstehenden Arbeiterausichusjwahlen. Frauen der K., 8. Abt. Besichtigung des TlachtcnmuseumS, Klostersnaize 30, heute vormitiag.' Treffpunkt 11'/« am Eiugang des MuseumS. IS.«nd lt. Abt. Tonntag 12 Uhr Fllhrimg durch das Museum für Volkstrachten, Klosterslr. LS. Treffpunkt',«12 pünlllich vor dem Museum. Stralau. Absahrl der Genossen heute'/,9 Uhr von Bollenbach zur Versammlung Blumensirasie. Vollzadliges Erschemen erwünscht. Wilmersdorf. Heute abend 7 llhr t 2. Kunstabend in der Hinden- bnrg-OberrealschuIe am Seepart Mitwirkende: Lotte Wieland(Klavier), Loh. Th. Hickci.dorff(Gesang), Johanna Meyer(Rezitation). Billetts bei du! Ilbteimngsführern und am Saalcingang. Neukölln. Dienstag 7 Uhr in den Hohenstausensälen, Kottbuser Damm 76, Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht der Stadl» verordnetenfraktion. 2. Halbjahrcsbcricht des Vorstandes. 3. Ausschlug- autrag eines Mitgliedes. Rasentlial. Frauenabend morgen bei Barth, Prinz-Heinrich-Str. 7, c?Se Viltoriastraße, 71/, Uhr..Genosse Meise spricht über.Mutterjchuz und Jugendwohlsahrt". ' Rosenthal. Montag 7'/, Uhr im Lolal von Frl. Barth: Fraucnlese» abend. Reinickendorf, West. Dienstag 7 Uhr w Hartmann» Brauerei, Scharnweberstr. 101—104, Dtitglied erv ersammlung. Gen. Lehrer Meise: Die weltliche Schule. Ttegltb. Morgen abend 7'/, Uhr Mitgliederversammlung Aula der Realschule. Stubenrauchplatz. Bericht aus der Gemeindevertretung. Ref.: Genosse Szillat. verein �rbelterjugenü Groß-VerNft. Dämtlichc Tvniitagevcranstaltunge« fallen«mS. Das Zentral- Jugendyeim bleibt geichloffen k Heute Sonntag, den IS. November 1919: Revolutionsfeter« in der Fürstin- Bismarckichule, Charlotten bürg, Svbelstr. 2/4, Friedrich, Wilhelm-Gymnasium, B c r t i n EW. SS, Kochstr. 13. Programm: Männerchöre, Musik, Ansprache, Rezitationen. Die Auicn sind geheizt. üinlasikartcn a 1 M.— Tchäueverg. Dienstag, den 18. November: Herbslfeter im„Schwarzen Adler", Hanptstr. 141. Einlaßkarte a 1,50 M. Anfang 7 Uhr. Anschließend Tanz. » Roscnthaler Vorstadt. Heute 9 Uhr früh: Treffpunkt Rosenthaler Platz, Normaluhr, zur Teilnahme an der öffentlichen Versammlung. U Preuss.-Siidd.(240. Preuss.) KJassen-Lotterle B. Klassa 9, Zieliuvgilag 15. Kovembcr 1910 (Ohne Gewähr.)(Kachüraetr verboten.) In der Yotmitlagszielrung wurden Gewinne über 140 Mark gezogen. 2 Gewinne zu 50000 M 118798 2 Gewinne tu 30000 M 206177 2 Gewinne tu 15000 U 204334» 4 Gewinne zu 10000 M 122498 205255 2 Gewinne zu 6000 M 154880 88 Gewinne tu 3000 M 4799 5163 7121 12469 24358 3D6'1 40228 43380 65737 67452 68551 69655 79014 79105 84723 85865 103313 104127 105360 115503 132189 140257 144125 133856 162437 103783 170371 171323 172697 1�4248 179479 184499 183571 190804 192123 200045 206538 220105 224554 224927 227820 230670 231398 160 Gewinne zu 1000 M 1909 4046 7217 10913 17419 22059 23252 27459 28981 33988 34112 37638 42598 46418 43769 49033 51231 51740 65807 56034 63''94 57622 61143 64735 65834 70027 75922 8U03 84144 85131 59544 90393 90380 93473 100321 104933 115027 122600 124046 124751 125705 127195 132285 137038 139643 130893 140202 143184 140765 147499 161634 152210 153818 156016 158587 181899 162503 165908 187230 170070 173795 177194 181163 132103 183380 189438 191777 193195 199484 290394 200402 203383 215483 217682 218802 322199 236568 229143 238036 233167 194 Gewinne zu 600 M 602 914 1136 3328 5413 6473 5594 8873 9357 9975 10307 14186 15211 15701 l'SBB 19907 25045 27044 30389 35133 41036 42794 43525 40028 46701 47166 49370 60908 52350 62769 65966 66458 57785 63539 53611 67205 71775 72923 73597 15942 80292 84221 83019 89917 92064 03723.96677 03198 98857 103812 107366 112065 1152�8 115844 117357 118323 119299 119383 121386 130980 132429 134557 135987 136433 140421 148799 149204 152310 152913 154543 166165 158177 166601 158929 157809' 100855 167873 169213 179603 186502 186882 189214 189380 201894 205915 207290 210000 212135 215186 215823 219403 221180 223847 229538 231867 233601 In der Ktehmüiagsztekmng vnrJeh Bewknm Uber 149 Harle gezogen 88 Gewnne tu 8000 M 1683 2853 10409 26782 28087 28534 28708 30170 38248 46978 49504 60220 55111 65224 68465 72400 73562 89880 101031 108027 110889 118990 124370 126352 132209 137223 137358 140997 145030 148007 150750 152718 155570 160372 174101 176222 187464 187549 192847 207450 214823 815283 224624 230905 54 Gewnne zu 1000 M 31 3279 5086 9608 12592 13483 16493 16893 23332 23983 30347 22570 33955 37116 47332 54363 63301 56407 57124 73230 74358 75908 83833 88389 94149 102555 104899 106126 105747 108287 108972 109409 112934 114882 117708 121814 122785 123127 132857 144453 145830 146033 147322 151261 164039 154430 155204 155384 157505 169413 180330 100682 162771 164696 166327 166731 167309 167315 169550 170619 173469 175993 177679 178561 179157 185731 185871 190706 193867 108445 198721 205672#06722 207383 lOOi tc oiq-roi WfrkikUuuuWuHtsn« Der erste Tkiwettlanf t» Berlin. Heute 1 Uhr nachmittags imdel ein vom Berliner Schneeschuhllub veranstalleler. für alle offener Sliwett- lauf rund um den Krunewaidsee(Treffpunkt Paulsborn) statt. Er soll, da nunmehr einige tausend Skiläufer in Berlin sind, den Austakt bilden zu größeren Unternehmungen dieser Art. Meldungen können bis eine Stunde vor Beginn des Rennens angebracht werden bei<3. Neukirch. Schöncberg, Martw-Lnthcr-Str. 32._ Wrtterausstchte« für das mittlere Rorddeut'chland bis Montag mittag. Uebcrwiegend trübe» Frostwetter bei frischen östlickm bi» nordöstlichen Winden. Im Binncnlonde ziemlich starke, an der Küste schwächere«Schneefälle. — tojaamiDDßDDßciaDffloasr�-™''■0~�~ verkaufe ich im ersten Stock moderne schwarze Zylinder- und Samtsormen zum Preise von> Mark 28-, 38-, 48.- Modellhaus Auguste Miiuzer Markgrafenstraße 28. (Zweites Haus von der Leipziger Straße) 0»gi-iIanSS4. MM Engros- Exportlarjer I PlnislveMjeuif liir eil« Trepp«,| tennlster wfÄor starke Damen. DackflsctetePstMII. 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Hierfür wird Im Fllialgeschältkzimmer ein Ausweis ausgegeben, welcher zum Eintritt während der Beslchtigungs- und Ver- stelgeeungstage berechtigt Die Bezahmag ausgestelgertcr Objekte ma# sofort erfolgen. Es wird nur deutsehe Keiehswährung angenomrner. — Kriegsanleihe wird nur von solchen Käufern in Zahlung genommen, die den lückenlosen Nachwels liefern, daß die in Zahlung angebolcneh Stücke aus ihren eigenen Zeuchnungen herrühren. Der Nachweis Ist den Stücken benn- fügen. Er ist durch eine eldesstaitliche Erklärung der Zeiehnungs- oder Vermittlungsstelle unter genauer Nummcrnautgabe auf den vorgeschriebenen Vordrucken beizubringen.* An Zahlungsstatt werden angenommen und berechnet: I. Zum Nennwert: t) die S prorenttgen SchuMverschreRrtmgen aller Kriegsanleihen ohne Unterschied, b) die s prozentlgen Scnatzanwelsungen der 1,2. und 3. Kricgsanlcfrie, c) die 4»/, prozenu Schatzanweisungen der 6., 7., 8. und »: Kriegianlaihe; 2. zu 96»/, Prozent: k 4. ond Der er bat die StücKzInseu voth Zahlunestaae des iflni verbleibenden Zfrisscheincs abzutrennen, bis zum Fällig- in bar zu kehstage zahlen. Königsberg L Prw den IS. November 1919. ReichsväfweftuogsflmL Verkaufsabtellimg für Äntomöbiwesen (Vaubll) Filiale Pnigsberg!. Pr.-Rcsenao. Bemerkung i Es Ist erwünscht und de« Käufer« gestattet, vor Beginn(in den Geschätis räumen der Deutschen Ban, Filiale Königsberg i. Pr, Kneiph. Langgasse 1—4, und . während der Vcrsieiterung bei der Versteigerungseahtsterte) eine Summe zu himeilegen, auf Grund deren die Kauflustigen berechtigt sina, bis zur Höhe dieses Betrage* zu steigern. Diese Summe darf nicht überzogen werden. Wer keinen Betrag hinterlegt, hat jedes Los unverzüglich nach dem erfolgten Zuschlag bei der Versteigerungssteile zu bezahlen. PEalina zu allerhöchsten Preisen ICnhnplalin-Mrte 5.51) 71. bin 70 Ulk. 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Der Vorsitzende und vier Mitglieder des künstlerischen Ausschusses find neu zu wählen. Der Kassenbericht des abgelauseuen SpieljahreS 1318—1210 wird gedruckt vor- gelegt. ES ist für alle Mitglieder von höchstem Interesse, der Versammlung beizuwohnen. Die Eröffnung ist aus?Uhr abends seit gesetzt. Als Legitimation dient die Mitgliedskarle.— ReichSbnud der Kriegsbeschädigten. Bezirk Norden. Montag's, 8 Uhr in den Humboldt.Feslsälen, ussttenstr. 40, Hwierbliebeuenvei sammlung. Referent: Bundessekrelär (ändner. Neuausnahmen am Saaleingang.— Bezirk 12(Osten). Dienstag 1ll, Uhr Mitgliederversammlung in der Viehbossbörse, Eldenaerftr. 37. Kam. Psändner: GegenwartSnöte und ZukunslSsorge».— Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene der Hcerwertftätten Spandau. Montag nachmittag 2 Uhr Versammlung in der Aula des LhzeumS, Qein« meisterstr. 18. Ausweise mitbringen.— BoltShochichule Berlin. Jeden Montag abend 7—3 Uhr im AndreaS-Gymnasium, Koppenstr. 76, Arbeiter- BUdungSkurjuS. Stiezialavzt D Dr. med. 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Zlo- venider. abends«>/- Uhr, im RestaurmU«iisabeihsir. 0Z zu einer Besprechung. 9_ Oer(ganooefioni». ÄÄiierlitieflESlea Bezirk Gros;-Berlin. Setiin SW 61, Belle-Alliancestr. 710. Tel. Nollend ors Fachgruppe 16! THonfag. den 17. Jloocmöcc 1919, abends 7*/$ Ahr» iu den Zealrai-Feftsälen, AUe Iakobfir. 30,321 Heute Montag, den t?'. November 1919 FW" abends 7'/! Uhr H offentl. Vorträge k lrSrZp � wwWxKr § Zinriektexf ZlsnÄ�svke I 2ay nnr erstklassig 8 SriahrsneSchraubsudrelienimen!! II bei hohem LiOhn möglichst sofort gesacht, f? |„Comptator" S: AKe Jakotistr. 133\i icnrnxasaiH« Wilmersdorf: S WIlmerSdorfer Dtadtpark. SlaitoraHee 57/58. f„Die Arbeitsgemeinschaft und dcrWiedcr- i ausbau." vr. Zoachim Tiburtius, Reserent im Reichsardettsmwisterimn. Lichtenberg: Schwarz' flestsSle, Möllendorffstr. 25. 1 DiesittlicheWeltanschaungd. Sozialismus» » vr. aSppeu. Dozent an der Humboldt-Hochschule.» Osten: 5 Pahenhoser Brauerei, Landsberger Ullee 25. s !„Die deutsche Frau im Wirtschaftdeben."! 3- Fräulein Hebmig wucheuhelm. Osten: aSnigstadt-Kasino, tzolzmarNstrab« „Wirtschaftslage und Finanzen." Bruno eehmauu. »Zum Eichhofbauer«, Warschauer Strafze 34. „Wirtschaftslage und Finanzen." yrrdert Lerger. Norden: »GescllkchaftShaus". Swinemünder Straße 42. „Wirtschaftslage und Finanzen." Otto Giitts. Eintritt zn den Vorträgen frei aller Aiiliestellten deSPapicrgroßhandcls u. der Briesum> schlag-, Papierausstattungs-u. Geschäftsbücherfahrlteli« Tagesordnung: „Die kommende Lohnbewegung." Neserent: Kollege Schmidt %«.: Iungbluth. ZiiillMlKSNMMßeWN Bezirk(Sroft-Berlin. Berlin SV Sl, Belle-Wiancstr. 7-10. TeL Nollendorf 4460-4463. Fachgruppe Ä Mz» d. SMEMiWs-«.GMette! Sienkaa. den li Jtoccuiber 1919, obeuös 6 Ahr, im„Deutschen f,oi", Cudouct Str. 15:. Voll Versammlung rtfle; in den Städtischen Elcttrizitäta- und Gasioerkcn licschästigten tcufmännischen u. technischen Ängcstelllcn. Tagesordnung: Anfer Tarif. Das Trschcweu alle» Kolleginneu und Kollegen ist unbedlngt ____ eenrvcriich. 5/1 I MuMiie serEwlziSeiw Lrauienslraße 138. Fu der am Montag, de» 24. d. Mt». nachmittags>/-5 Uhr im Ziestaurout Sottlieb, Oranienstraze 69. Hol 1 Trp.. ftattsindenden ordentlichen Aus ichnst- Sitzung werden die Herren Vertreter der Arbeitgeber und der Kassen- Mitglieder im Aitssdmb hiermit ergebenft einzeiaden. Tagesordnung: 1. Wahl des Rechnungsaus- fchusses zur Brüning der Rechnung de» lausenden Jahres. 2. Festsetzung des Voran. schlage, für 1920. II e. G. m. b. H. Zentrale: Lichtenberg, Rittergntstr. 16—26. Montag, den 17. November 1V1S, abends 6 Uhr Ia der Berliner«oä» Brauerei, Am Tempeihoser Berg: Generalversammlung. Tagesordnunzt 1. Jahresbericht nl des Vorstandes, d) de» Aufsichtsrats. 2. Entlastung des Vorstandes. S. Genehmigung der Bilanz. 4. Verteilung des Reiiizewinne». S. ni Wahl von sechs Äufsichtsratsmitgliedern, d) Wahl oon Ersatzpersonen. OKonsum-Genossenschaft Berlin und Umgegend. Eingetragene Eettossensch-st mit beschräntter Hastpsticht. Oer Ausstchidrat.?. A.: F. Wallber. Dar Vorstand. t/ R. Junger. O. Schultze. W. Lamm. A. Mirus. P. MOIIer. Der Eintritt kann nur den eingetragenen Mitgliedern gegen Siorv'igimg der braunen Legitimattonskarle gestaltet werden. Für Nichlmstglieder tann dec Zutritt nicht geüattet werden, da sämtliche Räume lilr die Miiglieder reservieti werden mugen. Es liegl im eigenen Interesse der nicht eingetragenen Mitglieder, den Weg zum Bersammiungsiv'al Nicht erst zu unternehmen Kafftte-Kösterei A. Wiatrak Nachflg. Hugo Bsumgärtner Berlin SO 16. Cöpenicker Straße 75 an der Brüpkenstraa« 14/10 ......mm-pn keißfi KriE�sware, yorzililieh ia fasetek Hililcbrands Kakao und». TecMelanc« Tätlich friscii tz-dr. Bohne nUalSee Sperialitfit: Guatcraala-Aliscliungcn 8. Äachbewilligung zum Kapitel 6 Titel I und 3 de» Bor- anfchlages sür 1919. 4. Beschlustfastung über die vom Vorstand beantragte Satzungsändetnng. 5. Beschlußsassung über die Abänderung der Dienstordnung betr. die Veostonierung der An- gestellten. 2.9/9 6. Verschiedene». Aniragen und Beschwerden, zu denen die Einsicht der ive- schäflsbücher eriorderlich ist, lind dem Vorsitzenden des Bor- stände» bis zum 2L»d. Mts. schriiliich zu unterbreiten. Die Versammlung wird pitntt- lich eräffnell Eine Vertretung isi unzulässig B» r I i n, d. 16. Novemd. 1919. Der Aersiand. Aäoli stösener, Borsttzender. Die den Herren Vertretern zu- gebende Einladungskarte dient als Ausweis und ist am Saal- eingang abzugeben. ftfortbildttiisi. Tcmiclicr Unterricht (au Damen und Hetren) t Richtig svrechen und schreiben(Brief)- EtiLFremdworietrlärung.Rcde- gewanathc>t,Bortrag,Ans!ands- lehrei De! ells chast»tuItur),Frage. beomwortung. 9ä5o Dorotheenstädtisches Siealgymuasium, vorothe-ushe. 12, Zimmer 5. Atontags und Donnerstags 6—9. Anfang Montag, 17. Ro- nember. 10 llebungea L0 SL, Einzeladend 1 M. Prof. Dr. Kühnhagen. r'eiz- Kragen, Muffen, Mäntel.| modernste Formen, beste Verarbsiiunj!, gegen bar ,, erlcichtcr.i| Zaliiünisbsllingans. i Pelzte Abaco,; Leipriger Str. 5$ i. iWMMzM Ser | r.a Berlin. Ordentliche AllSWkWWW der Vertreter der Kafsenlii'.t- glleder und der Jununaamit. giieder am.Aonia?, den 24. November 1919, abend» S Uhr, im iioirnrbeilcr- Verbandshaos, Rungestr 30, Hof pari. links iw Sitzungssaall Tagesordnlingt 1. Bericht des Vorstandes. ?. Bcschwstfassnng über den vom Vorstand amgestellten Vor- anschlug tür das Jahr 1920. i. Dahl des Rechuungsaus- schulles zur Prlisung der Jahre»- rechnung 1919. 4. Beschluäiassung über die Abänderung der Dienstordnung für die Angestellten der Kaffe. ß 20. 5. Satzungsänderung der 20. 21, 22. 29, 24, 25, 25a, und 76. 6. Verschiedenes. 279/8 Berlin, den 14. November 1919. Der Vorstand. Otto Gronau, Borsttzender. Hermann Natcbuscb, Schristf. Die den Herren Vertreiern zugehende Ausweiskarte dient gleichzeitig als Quittung stier de» Emosang de« Eatschädi- gungsgeldes.__ SteSienasigebote ' OOCQJCOO-XXXC Selbständige Revolverdreher für schwere Bänke mit Euheiseil von moderner Werizcugmaschii�nfabrii gesuchL Bewerber aus ibroß-Berlin. die an präzises und sauberes Arbeiten gewohnt sind und sich die M-fchiuen selbst ein- richten, wollen sich mit Lebenslauf und Angabe der aiauer ihrer Tätiokeit bei den einzelnen Firmen melden unter T, 40 an die Hauplexpedition diefcs Blattes. 1074D r Wer? 221/1.» Volkswirlschaftllche und sozial. Bücherei- in gebraucht. Zustaride wrd v. Parteigcnoss. z. kauien gesucht. Angabe üb.P und werzeic'inis d. Biicho unt. Chi.'fre C. 41 an Hauntexp. d.»Vorwärts". I ' Mrk�kUMUZSkAer eventuell SSriessbescliilelig-ter F mit Branchenleenntnissen gesucht.® Schraabsnfabr.„CoffigtaiQr G.m.b.B. i Alte Jakobstr. 33. 0 asoi TisÄtler auf weiße Mol'l, bei hohen Löhnen. 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Der Magistrat. it—«woiwcflsasssocsoecae«» Schürzen,"vas Für alle Arten suchen wir nur beste Arbeitskräfte. Meldungen mit Probearbeit bei Emist de Cleorp Wurtenbcrc, Heiligegciststr. 15. ü t SSH« tc© S'/S S«. e � Perfelde Haosarbeiterin für Kartonnagenarbeit gegen Tariflohn soloi't gcnucht Zigarettenfabrik Wenesti, N. 37, Kasfanienallee 17. 20 40»