Ur. 603. ZO.Iahrg. Bezsgsyreis: BiertÄjiUj:!. l0A>Mt�mi>n2tI.S�0Mr. k« ras Sicmt. voraus soölbar. Post- tejus Moiuit'ich SÄ ZK!» effl. fa- Mmv!«f(ebü!yc. Umet ftrrojbonb für Qmtfjjlanb nn5 v» suchen, auch künftig fem Gehalt beziehen zu können, das aus den Steucrgroschen aller Bürger fließt. Deshalb einige Stilproben aus dem Kolleg des Teutonen:, .... Vor der Revolutü»« ragte man sich auf, wann die S?« werfen da» Geld mit vollen.'Händeu zum Fenster hinaus.� .... Die©oztöüicawf raten tragen leicht die Schmach bei | friedigung gefunden haben.... Die meisten sozialistischen Führer sind pathologische Individuen, vom T-oßenwahn befallene Subjekte...." ....Herr Friedrich Ebert und seine Frau Luise— Königin Sufifc!"_ ....Herr Erzgau». � ach, Verzeihung. Herr Er;- berger... man kommt nur zu leicht in Versuchung, den erste re» Ausdruck zu gebrauchen... Für heute mögen diese vier Sätze aus dem Kolleg über »Grundlagen der Politik" genügm, die H-rr Trä- ger genau so beherrscht wie die deutsche Sprache. Wir können uns jetzt vorstellen was der Jugenderzieher in seinen polt- tischen Vorlesungen sonst noch verzapft. Solcher Apachen- Unterricht erklärt das Benehmen der Schiller. Erklärt es, wenn in Marburg sozialistische Studenten von ihren Kommilitonen verprügelt, wenn Andersdenkende um ihrer Ucberzeu- gung gehetzt und verachtet, wenn ihre Anschläge am schwarzen Brett /beschmutzt und heruntergerissen werden, und wenn es die alldeutschen Lümmel wagen, die gesamte Bürgerschaft zu terrorisieren. In einer Zeit, in der den Krankenhäusern der Verbandsstoff Khll ist Sonnabends in der ganzen Umgegend von Marburg kein£�>.->1 frei, well die Bur- schen gegen Gesetz und Kultur Mensuren schlagen und beweisen wollen, daß an ihren Köpfen keine edlen Körperteile verletzt werden können._ Juden. Sozialdemokraten und Hunde rangieren in Marburg in der gleichen Gesell) chaftsklaste. Es gibt im dortigen Wirtshaus studentische Fachgruppen. Den Jude» ist von den„Teutschgeborenen". wie sie sich be- zeichnen, gütigst gestattet, Beiträge zu entrichten. Von den Versammlungen und Zusammenkünften, bei denen über die Verwendung des Geldes und über Berufsnagm entschieden wird, sind die Deutschen jüdischen Glaubens aus- geschlossen. Also verkünden die kommenden Richter, Staatsanwälte. Beamre und Pfarrer dos Evangelium und die deutschen Sitten im 20. Jahrhundert. All dies kann dem Rektor der Universität nicht unverbor- Pen sein. WaS geschieht? Auf dem demokratischen Parteitag m Berlin berichtet der Studeckt Lemmer über die Vor- Dem Borsitzende« der Deutsche» Friedrusdele- g a t t o» in Be r f a i! l e S ist folgende Note übergeben worden: Paris, be» IS. Nvvember ISIS. Herr Präsident! Ich beehre mich, Ihne» de» Empfang Ihres Schreibens vom 7. November wegen der Heimbeförderung der deutschen Kriegs- gefangene» in Frankreich zu bestätigen. Sie mache« mich besonders auf die tiefe seelische Er- schütteruug dieser Gefangene» aafmrrtsam, die eine natürliche Folge einer langen Ecfangenschaft wir auch der Ungewißheit über de» Zeitpunkt ihrer Befreiung sei. Sie weisen außerdem auf die Sorge der deutschen Familien hin, die, wie Sie sagen, ge- hofft haben, daß die Gefangenen zum WrihnachtKfest nach Deutschland zurückkehre» würden. Abgeseh.'» von den menschlichen Empfindungen der franzSsischen Regierung, berufen Sie sich schließlich zur Begründung Ihres Ber- langenS auf dir Tatsache der HeimbesSrderung der in den Händen der Amerikaner, Belgier, Engländer und Italiener befindlichen Gefangene». Nach Ihrer Behauptung sollen wiederholt Versprechungen gemacht sein, welche die Annahme rechtfertig- trn, daß die Hrimschaffung sofort nach der Ratifikation dcS Friedensvertrages durch die französische Regierung stattfinden würde. DiefranzSsischeRegiernnghatniemalSetwaS anderes versprochen, alS die Bestimmungen des Friedensvertrages zu erfüllen. Angesichts der plan- mäßigen B erwüstung aller von den Deutschen besetzten Gebiete NordfraalreichS darf sie einer Abweichung vom Bertrage zu- gnnstetr der deutsche» Gefangenen in Frankreich nicht z v- stimme». Die Gefangenen werde« augenblicklich gerade dazu verwendet, mit der Wiedergutmachung dieser abscheuliche» Taten de» Ansang zu machen. Die»vLst« Behandlung der Bewohner der besetzten Gebiete und die schrecklichen Kränkungen, die den in deutsche Hand gefallenen u n- glücklichen Familien zugefügt wurden, können nicht so bald der Bergeffenheit überantwortet werden. Die tiefsten Gefühle dcS menschlichen Herzens find zu grausam verletzt worden, als daß eine B e r g ü u st i g u n g wie die von Ihnen erbetene von der fron- zösifcheu öffentlichen Meinung zugestanden werde» könnte. Doch damit nicht genug. Deutschland hat durch die Unterzeich- nung des Bersailler Bertrages die Herausgabe der Deutsche», die in ihrer Amtstätigkeit diese Greuel begange» haben, ans fich genommen. Und jetzt erklärt fich Ihr: Regirrung, bevor sie noch mit der Frage befaßt wird, außerstande, baS gegebene ver- spreche« einzulösen, was die schwerste« Folgen habe» könnte. Wen»»nsere Verbündeten schon im Monat September mit der Hrimschaffung der Gefangenen begonnen habe«, so ist bieS geschehen. weil die franzöfischr Regierung geglaubt hat, dem nicht widerspreche« zu sollen. Keiner unserer Verbündete» ist in seinen Gefühlen und Interessen so tief verletzt worden, wie dir Bewohner von Rordfrattkrrich. Wie würden diese Bewohner, die in tragischer Not zwischen den Trümmern ihrer Heimstätten umher- irre», eS aufnehme«, wenn dir zu de» erste» dringende» Ar- b e i t e n herangezogene»<üdrige»S materiell wie woralisch durchaus gut behandelten) dentfche» Gefangene« vor dem im Bersailler Vertrage festgesetzten Zeitpnnkte, nämlich vor der endgültigen Ratifikation, d. h. dem Zeitpunkt dcS Jnkrast- treten» der Vertrages, Fr-nkrrich verließen? Dies ist nm so weniger möglich, alS mit der deutschen Regi:- rung noch keine endgültige Verständigung darüber er- folgt ist, unter welchen Bedingungen zivile deutsche Ar- b e i t S k r ä s t e zur Verfügung Frankreichs gestellt werden sollen. Dir deutsche Regirrung> verlangt die vorzeitige Er, f ü l l u n g einer Bertragsbestimmung.?lbcr jedesmal, wenn ihr Maßnahmen zur leichteren Ausführung der Friedensbedingungen nahegelegt worden sind, um die Leide« der schwergeprüften Bevölke rang, sei es in Schleswig oder iu Schlesien, zu vermindern, hat sich Teutschland stets peinlich hinter dem Wortlaut des Vertrages verschanzt und den Entschluß kundgegeben, von seinem Recht bis zu- letzt Gebrauch zu macheu. Die deutsche Regierung hat sich aber nicht damit begnügt, eine streng juristische Haltung einzunehmen. Sie hat planmäßig dir Ausführung der W a ff e n st i l Ist a n d S tz ed i n g u n ge n verzögert, indem sie stch den an sie ergehenden Ersuchen entzog und die bindenden Borschriften offen verletzte. Muß erinnert werden an die Versenkung der Flotte in S e a p a Flow, an die verzögerte Auslieferung dcrSchiffe, an die hintanhaltende, dem Buchstaben wie dem Geiste des Waffenstillstandes wider- sprechende Politik, die in den baltischen Provinzen trotz aller Aufforderungen der Verbündeten getrieben wurde, an die in die Verfassung aufgenommenen(nnd bis jetzt beibehaltenen) zweidentigen Artikel, an die Propaganda,, die in Elsaß-' Lothringen und überall mittels ungeheurer, durch die finanzielle Not nicht herabgeminderter Kredite unablässig gegen die Verbünde- te» betrieben wird?' WirschuldenDeutschla.ndnichtHalsdiegeuaue Erfüllung der Bestimmungen des Bertrages, den e» am Ende deS erbarmungslose« Krieges ange- nommen hat,— eine« Krieges, den Deutschland den zivilisierten Völker« aufgezwungen hat.' Genehmige« Sie, Herr PrSfibent, die Versicherung meiner auk- gezeichueten Hochachtung(gez.) Elemeneeau. Diese neue Note Ckemencelvis atmet den gleichen Geist der Unvcrsöhnlichkeit, wie wir sie seit Vesiinn des Noten Wechsels mit einsetzendem Waffenstillstand nicht anders kennen. Tie Note des französischen Ministerpräsidenten wird in den Kreisen des deutschen Volkes, die auf baldige Rückkehr ihrer Gcsanflcnen ans Frankreich hofften, tiefste Bcstürzunfl hervorrufen. Ist doch der abweisende Ton der Note sseeignet, de« Eindruck hervorzurufen, als sei in absehbarer Zeit an eine Heimscnduuss der Gefanstcnen nicht zu densen— ein Eindruck, der insbesondere durch die Vcrknüpsunss der Gr fanssencnfrasie mit dem Wiedergutmachunsis- Problem doppelt gestärkt wird und wohl auch werden soll. Temssesscnüber darf jedoch nicht der sachliche Kern der Note übersehen werden. Diese lehnt lediglich eine Rück- sendunss der Gcfansiencn vor dem im Bersailler Friedens- werk festgesetzten Zeitpunkt ab, erklärt sich aber ausdrücklich bereit, dem Wortlaut des Vertrages' gemäß die Gesänge- uen mit der endgültigen Ratifikation, dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des Vertrages, heimzu- senden. Nicht leidenschaftliches Auswallen den kaltherzigen Worten Clemenceaus gegenüber wird also die Aufgxibe der nächsten Zeit sein» sondern Volk und Regierung werden viel- mehr ihre Hauptausgabc darin zu erblicken Häven, weiterhin dir Lage der Gefangenen in jeder erdenklichen Weise— materiell wie moralisch— zu erleichtern und unablässig auf beschleunigtes Inkrafttreten des Friedeusver- träges hinzuwirken. lesung des Herrn Träger. Der Rektor läßt den Studenten zu fich kommen, sagt ihm: er habe Würde und Ansehen der Universität verletzt. Einige Tage später ist gegen Lemmer das Disziplinarverfahren eröffnet. Später hat das sogenannte Studentenparlament, in dem die sozialistische und demokratische Organisation nicht vertreten stnd, zwei gegen den unbequemen Komtliionen gerichtete Reso- lutionen angenommen, worin Tatsachen abgeleugnet werden, die der Angeklagte durch Zeugen bewiesen hat. In dem„Par- lament" wurden Dinge verlesen, die nur durch einen Amtsmißbrauch des Universitätsrichters dem Vor- sitzenden bekannt sein konnten, und die Tagung begann mit der unglaublichen Beeinflussung: der Rektor.habe mit großer Freuds und Genugtuung von dem beabsichtigten Schritt des Studentenparlaments Kenntnis genonimenl So teutscher Mut und teutsche Art gegen einen Mitschüler, der fünf Jabre als Jnfanterieofsizier vor dem Feind gestanden. Wer erkennt nicht die Früchte und die Früchtchen des Herrn Träger, der mehr als einen geistigen So hn�hat, ders schon mit 18 Jahren kann._ In der Volksversammlung wie in der Universität: überall die gleiche Anmaßung, die gleiche Ueberhebupg nnd die gleich? Hetze gegen alles, was nicht ins alldeutsche Horn tutet. Das isl die geistige Elite! Uns�bangt um Teutschlands Zukunft. Veranlaßt durch unsere trostlose Finanzverhältnisse sind neuer- dings die Schulgelder erhöht worden. Man soll diese Ab- gaben progressiv erheben, nach dem Vermögen der Ellern. damit der Aufstieg der wahrhaft Begabten nicht auf dem' Papier stehen bleibt, damit auch die mindcrbemittellen und demokratischen Dolkskreise ihre Kinder in die höheren Lehranstalten schicken können. Heute sind unsere U n i v? r s i- täten die Brutstätten des Volks- und Rassenhasses, die Hochburgen der Reaktion. Sie müssen ausge- räuchert und ausgemistet werden. Im Wirtshaus an der Lahn seis begonnen! Jakob Altw aier. Ran an Sie Schieber! � Mein Artikel in der Freitagmorgenausgabe des„Vor- wärts" hat mir eine ganze Anzahl von Zuschriften aus den verschiedensten Volkskreisen eingebracht. Die Schreiben aus bürgerlichen Kreisen nehmen aus- nahmslos scharf gegen mich Stellung und werfen mir vor. ich wolle das Volk dem Hungertode preisgeben. Nach ihrer Meinung würden gerade die breiten Schichten der Arbeiter und Festbesoldeten durch eine Erschwerung des Lebensmittelvaketversandesam härtesten getroffen werden. Sie könnten dann nicht einmal mehr ein Paket von der Mutter, der Schwester uiw. erhallen und so hin und wieder ihrer knappen Lebensinittelration in der Großstadt aufhelfen. Diese Sorge der Bürgerlichen ist ja äußerst rührend, aber unaufrichtig und' unzutreffend. Man et- bettet nach dem Rezept: galtet den Dieb", und hofft sich auf diese Weise zu retten. Zunächst sei festgestellt, daß nach meinen Ausführungen diese Patete nicht gemeint sein konnten, denn sie sind keine Schieberpakete. Sie. werden durch meinen Vorschlag nicht j getroffen. Ich ziele auf die gewerbsmäßige Lebens noch hinzugefugt werden, daß die betreffenden Konferenzen aus dem ihnen vorgelegten Material eine Belastung ange- sehener Parteiführer nicht haben feststellen können, und daß einer der angeblichen Hauplbel astung szeugen es vorgezogen hat, zu diesen Konferenzen nichtzuer scheinen, sondern sich mit Krankheit zu entschuldigen. Es handelt sich um die Geschäfte der Kaufteute Gebr. m i t t e ls ch i e b e re i, wie sie z. B. von der L a n d w i r t �, S kla rz. denen vorgeworfen wird, daß sie während des s ch a f t heute ganz offenkundig im Großen betrieben wird.! Krieges als Spitzel des deutschen Nachrichtendienstes gear- Zusammen mit der verlangten Kontrolle wird und mutz beitet und mit Hilfe eines bekannten sozialdemokratischen die Unterbindung dieser Schieberei eine vermehrte Abliefe-! Führers, der in Dänemark als Professor P. austrat, eine rung der Lebensmittel bewirken und so eine allgemeine Er- Kdhienhanöelsgesellschaft gegründet hätten, die angeblich den höhung der Rationen ermöglichen Die Kreise, welche Wohl die sehr dünn gesäten Liebes gabenpakete, aber keine Schieberpakete kennen, haben in rich- dänischen Arbeitern Kohlen lieferte, um Lebensmittel einzm tauschen, wobei die Gründer monatlich 250 000 M. verdient haben sollen. Weiter soll der Hauptgeschäftsmann, Herr Georg tigem Volksempsinden meine Anregungen so aufgefaßt, wie � Sklarz, der zusammen mit Dr. Helphand(Parvus) den„Verlag iju-='• nv;-» für Sozialw.sfenschaft" gegründet hatte, ein Geschäft mit russischen antibolschewistischen Kalendern getrieben haben, wo- bei amtliche Ausweise der Reichskanzlei zu Privatzwecken aus- genutzt fein sollen. Ferner wird Sklarz vorgeworfen, er habe zu Beginn der Revolution eine Wach- und Schließgesellschaft gegründeh und für diese von dem damaligen unabhängigen Polizeipräsidenten Eichhorn Waffen erhalten. Eichhorn habe dafür von Sklarz großartige„Weihnachtsgeschenke" sür sich und seine Frau geliefert bekommen, über die er in über- schvengl chen Dankesbriefen quittierte. Dann soll Sklarz bei der Verpflegung des Regiments„Reichstag", das er finan- zierte, sich der gröbsten Berfehlungen schuldig gemacht haben. Es wird ihm zur Last gelegt, Riesensummen zweimal kassiert zu haben, und es wird den zuständigen Instanzen der Regie sie gemeint sind. Hier gibt es kein Mißverständnis. Dies beweisen die Kundgebungen aus den Reihen der Arbeiter. und-unteren und mittleren Beamten, denen der Hunger ja an der Kehlv sitzt. Sie haben mir ausnahmslos zu- gestimmt und hoffen, daß die entsprechenden Maßnahmen so schnell ails möglich erfolgen werden. Die höheren Beamten haben Bedenken, daß es nicht mehr gelingen werde, das einmal durchbrochene Po st gehe im- n i s wieder herzustellen. Sie waren früher nicht so ängst- sich, denn während des ganzen Krieges war das Postgeheimnis in recht umfangreicher Weise durchbrochen. ohne daß sich auch nur eine Stimme der höheren Beamten dagegen, gewendet hätte. Uebrigens ist eine grun dsätzli che Durchbrechung dieses Geheimnisies gar nicht nötig. Es genügt, ebenso wie! �ung der Vorwurf gemacht, baß sie die Zahlungsanweisungen es bei dem Geich zur Verhinderung der Kapitalflucht ge-! gegeben hatten, ohne die vorhandenen Beläge sorgfältig zu schehen ist. in das kommende Gesetz zur Bekämpfung deS' lwuwn. irnr Wuchers eine Bestimmnng aufzunehmen, die eine gewiffe Postüberwachung und. AnZeigepfticht der Beamten festlegt. Mit dem Außerkrafttreten dieses Gesetzes fällt dime Beschränkung wieder fort. Es sind� auch Befürchtungen geaiißcht worden, daß diese Art der Schieberbekämpfuna. der. Bestechlichkeit der Be- arnten Vorschub leisten würde. bestimmt nicht stichhaltig. Ich habe von den Posibeomten denn doch noch eine zu hohe Meinung, ich bin- auch von ihrer unbedingten Pflicht- treue noch zu sehr uberw'.wt. als daß derartige Vermutun- gen. mich in meinem Glauben schwankend machen könnten, Außerdem geht ia die ganze Bewegung, der Ruf. das Schiebertum endlich auf seinen Schleichwegen zu stellen, gerade von den unteren und mittleren Postbeamten ans. llnd chließlich soll Sklarz bei einem Marketendereigeschäst 25 Proz. an den im Ausland aufgekauften Waren verdient haben. Sein Gesauitgetvinn eines Jahres wirb auf 20 Mil- lionen angegeben.' Dies die Beschuldigung. Soweit uns die Tatsachen be- kannt sind, ist vieles darin falsch und'binsettig dargestellt. Die Jlü, i�P... 4 w, Geschäfte des Herrn Sklarz haben als solche kein politisches Diese Befürchtungen sind � Tuteresse. Für die politisch wesentliche Behauptung, daß h e r- � vorragende Parteigenossen unserer Partei schwer kompromittiert seien, enthält die Darstellung keine a u s» reichenden Belege. Die einzige mit Namen genannte Persönlichkeit ist der Unabhängige- Emil Eichhorn. Wir können die Anschuldigungen um so weniger ohne weiteres glauben, als die Quelle, aus der die gesamten Anschuldigungen stam- MLn, eine überaus trübe ist. Vor einiger Zeit ging nämlich der Privatsekretär des Herrn Sklarz, ein gewisser Sonnen, feld, unter Mitnahme von 1200000 Mk. schließlich sind bei den Bosibeförderüngen der �dachten Art kD immer mindestens zwei Postan stalten und mebrerc Beamten„ Qu.. beteiligt. Was also an der einen Stelle durchgeht, wird bei d.-/ k:� ZwL ui.ü yftfTr'ffflr'ff ff isüfff ti K? LW' Kpmi. d.?&SSmSA$%i . � �- u gl I 01 k � I t, �eneranm ein areifen, da. l bel dtib NN»»i! oei der Wurzel zu packen, ist obne Zweifel aeaeben: es fehlt nur der feste Wille, sie auszuführen. Ein anderer Weg rührt nicht zum Ziel. Wo die Schieber sitzen ist bekannte die Aeußerüngen aus Bolirgeoiskrersen haben es auch gezeigt. . Darum nochmals: Ran an die Schieberl W il l y S t e i n k o p f, M. d. N. Eitie Enthüllung? .. Umer der- Ueberschrifr.�kevolutionsschjeber" stringt die Lokalkbbreipon-denz L. 8. Mftteiftlngsn über einen angeblichen äpoßen Skandal,-durch den bekannte- Führer de? Sozialdemo- kratischen Partei nach ihrer Behaiipt-uüg schwer kompromit- tiert sein wllen. Die Korxespondenz schreibt, daß einflutz- «'che Kreise innerhalb der S. P..Di bemüht seien, diesen Skandal aufzudecken, und dciß sich verschiedene Konferenzen. an denen hervorragende Parteimitglieder teilgenommen haben, damit befaßt hätten. Das ist richtig. Aber es muß Gelder nach Holland.durch. Außer onncnfeld sich einige Papiere an- und ver- I PVPi I.. I_____________ Papiere zu erreichen, daß von einer Strafverfolgung abgesehen würde und er im Besitz des unterschlagenen Geldes bliebe. Sklarz hat sich auf diese Erpressung nicht eingelassen, sondern die Vcrhaf- tung des Defraudanten in Holland veranlaßt, dessen Ange- hörige nach vergeblichen Versuchen, eine Niederschlagung der Sache zu erreichen, nun das. Material an verschiedene Stellen — wie verlautet, an Angehörige der U. S. P. und der Deutsch. nationalen Volkspartei— geliefert haben. Was an diesen' Anschuldigungen ist. muß unseres Erach�. tens in öffent licher gerichtlicher Verhandlung� festgestellt werden. Auch wir sind selbswerstäitdlich sin Jntcr- essen des politischen Anstandes und der politischen Jauoerkeft für restlose Aufklärung des Sachverhalts. Dazu ist vor aber vor allem nötig, daß das System der halben Andeutungen und versteckten Drohungen,- wie- es-schon fett ge- raumer Zeit in- verschiedenen Blattern geübt wird, endlich auf- hört, und daß diejenigen die glauben, begründete Anschuldt- gimgen gegen Rcgierungsmitgliedcr erheben zu können, offen und klar mit ihrem Material hervortreten. Neuer Konflikt in öer Königshütte. SSuigShütte, 2S. November.(Telunion.) Zwischen der Ber» Wallung der vereinigten Königs- und Laurahütte und den Ange- stellten ist ein neuer Konflikt ausgebrochen, weil die Verwaltung nicht die Wiedereinstellung einer größeren Anzahl von gekündigten Arbeiterräten durchführen will. Obwohl eine Geheimabstimmung mit erdrückender Mehrheit den Eintritt in den Streik am gestrigen Montag ergab, wurde in einer gestern nachmittag stattgefundenen Versammlung beschlossen, in den Streik noch nicht einzutreten. Die Arbeitsniederlegung soll noch eine kurze Zeit vertagt werden, um dann mit den gesamten Organisationen aller Kopf, und Hand-. arbeiter ein einmütiges-Vorgehen zu ermöglichen. Die Arbeiter« schast hat sich mit den Angestellten solidarisch erklärt. lettische Rache. Ei» lettischer Bericht triumphiert, baß de« Baltikuur- truppeu der Rückzug uach Deutschland(durch die augeblich der« büudkten Litauer) abgeschuitten worden ist. Erst fordert mau ihren Rückzug, dauu hindert mau sie und schlachtet sie ab! W. T. B. meidet, es scheine dem Zusammenarbeiten der Ententekommisfiou mit der litauisch»« Regierung und dem ruglischeo Admiral Hopmanu geglückt zu sei», eine E u t« s p a u u u u g der Lage herbeizuführeu und den Rücktrausport zu fichrru. Wie aus Schaulen und Kowuo übereinstimmend gedrahtcvl wird, hätten sie die Litauer verpflichtet, die De- markatiouSliuie uicht mehr zu überschreiten. Die Entente« kommiisioo sei damit tiuvcrstandeu, daß bei weiterer Behinde- rung des Abtransports von feiten der litauischen Bevölkerung und disziplinloser Truppen der. B a h u s ch u tz zwecks Rück» sührung der ehemals reichsdeutsche» Truppe» deutscherseits übernommen wird._ Der(Dberfle Rat. Polen und Deutschland sin� von Natur aus aufeinander abgewiesen. Sie könnten ihr Verhältnis einverstandlich nach ihren Bedürfnissen regeln. Ter Oberste Rat hat aber, an« geblich auf polnischen Wunsch, beschlossen, daß dle.Verhand- langen über Gebietübergabe und Wirtschaft in Paris ge- führt werden müsien. Man will eben mit dabei sein, zu welchem Zweck, wissen wir schon. Daß nebenbei deutsche und polnische Valuta die Verhandlungen in Paris höchst koftspiellg machen--„eenen jroßen Jeist genierts nich und'nen kleenen jehts nischt an". Ueberdies ist ja das Grundsatz des vorläufigen„SSölkerbundes": Der Boche zahlt alles. Auch die Verhandlungen zwischen Polen und Dqnzi-g sollen in Danzig nur beginnen, in Paris aber fortgesetz: werden. Endlich heißt es in dem Tagesbefehl: Der Oberste Rat wurde benachrichtigt, daß zahlreiche deutsche Soldaten in Flensburg in der Zone vo-n Schleswig, die der Ab- stimmung unterliegt, entlassen werden. Da eS wenig wahrscheinlich ist, daß diese Soldaten aus dieser Gegend ge- bürtig sind, wird in der Angelegenheit eine Untersuchung an- gestellt werden. Natürlich kann an der Volcksabstimmung keiner teilneh- men, der nicht seine Herkunft aus dem Abstimmungsgebiet nachweist. Eine Pariser Zuschrift deS„Kurjer Warszawski" besagt u. a.:„Ein französischer General wird die inter« alliierte Garnison in Overschlesien befehligen, ein fronzb. s i s ch e r Beamter wird Vorsitzender der Verwaltungskom- Mission, die Franzosen werden in dieser Provinz die Volksabstimmung organisieren. Diese Entscheidung ist für uns-ebenso wichtig, als alle rein theoretischen Be. schlüsse, durch die unsere Grenzen auf der Landkarte abgesteckt worden sind." Wir verstehen die polnische Genugtuung.... ,Secolo" meldet: Ter Vorschlag � des amerikanischen Senators Lodge, das Volk durch allgemeine W a hlen Konzert-Umschau. Von Dr. Kurt Singer. Bußtag und Toten-Sonntag: Tage der Sammlung, Aufrüttelung, Eerinnerung an Einkehr und Pflicht dem Leben gegenüber! Bachs N-moll-Messe leitete die Wache f-sttich ein. Kiels Requiem beendete sie und leitete sie mit der vom edlen Pathos gehobencn Sprachc eines hochbegabten Epigonen wieder zurück in das Spiel des Werktags. Denn hart im Räume stoßen sich die Nachen. Dieses zweite Requiem Kiels(As-dur) erklingt unter Schumanns geruhigicr vornehmer Leitung nach 30 Jahren deZ Schlafs wieder, auferstanden von den Toten. Ob es leben wird? � Ich glaube es nicht. Denn ihm fehlt bei aller schönen, melodischen Diktion, fehlt im saubersten Chorsatz und bei der geschicktesten In- stuumentatwn doch der jeder großen Totenmesse zugchörenve Auf- schtaung, das Phänomenale der Eingebung, das Eherne des StilZ. Das klangschöne,' liebliche Wer? gefiel in der klaren Wiedergabe durch den Chor sehr gut; von den Solisten wußte Kandl durch seinen breit schwebenden Daß, weniger durch Stilisierung zu iitter- essieren; Frl. Stapelfeldt sang ihre Noll schlechthin vollendet. Am Anfang des Programms.stand die Bach- Kantate„Liebster Herr, wann muß ich sterben", ein in aller frommen Einfalt und in der Kindlichkeit des TodcsgedankcnS herzerquickendes Stück. Daneben fiel R e c z n i c e k s sünsstimmigeS..Vater Unser" gewaltig ab. Welche Geschraubtheit, welche kontrapunktische Geschäftigkeit, um an der edlen Stille dieser Worte vorbeizukommen! Da ist ein Fehler in der Anlage; das Wort Ihr sollet lasten stahn. In dieser schwerschreitenden Musik ist Kenntnis und Fertigkeit, aber keine Empfindung, die uns rührte. Das äußerst schwierige Werk kam trotz- Orgel-Unierstützung usw. nicht sauber heraus. Desselben Reznicels entzückende Ouvertüre zu„Donna Diana" stand aus dem Programm des Geigers Max Menge; aber Werner Wolfs, der sehr tüchtige Dirigent des Abends, erneute auch die Be- känntschaft mit TohnanyiS op. 19, einer mit nicht sehr noblen Mitteln gearbeiteten und anscheinend für eine Aktion, eine Szene gedachten Orchcster-Suite; sie ist zu schmissig, zu reißerisch geschrie- ben, als daß sie das durchschnittliche Konzett-Niveau halten könnte. Dominierte hier der Spektakel, so die Mattigkeit jm O-dur-Biolin- Zonzert von Witte. Im Allegro ist der Mangel an thematischem Mnd recht söhlbT, das Geigerische entfernt sich nicht diel vom Etudenhaftcn; und ein Andante will sich die Melodie, die sich schmiegsam anmeldet, nicht entwickeln. Also wieder einmal kein Violinkonzert. Menge mühte sich hier wie bei der viel gelobten Passacaglia Koeßlers redlich. E-.n guter, sauberer Geiger. Ob. mehr in ihm steckt, hat er nixh zu erweisen. ; Sikhr erfreulich war die Begegnung mit Carl- F r i ed b e rg. Er hatte seinen großen Tag und die kl-moll-Sonate. Chopins fand in ihm«inen berufenen, stimmungsvollen, großartigen Nachdichter. Neber den Pianisten v. S a n e r sind die Akten geschloffen, er bleibt Meister unter Meister«. Und bald wird auch Mitja N i k i s ch, den der Bater weise leitet, die hohen Stufen zrklommen haben. Dieser Weg- ist nun sicher der- Geigerin Wanda Taube verschlossen; sie steht da, wo sie vor 10 Jahren stand. Jm Zusammenspicl mit der reiferen Schwester Magdalena zeigt sie aber, daß sie in guter Schul« aufgewachsen ist und ihren Bogen beherrscht. Nur: mehr Respekt vor.der Niesen-Ciacounc! Die ist nur für ganz Vollendete da—, und wohl auch nur von Männern. ganz zu erschließen! Voa Elisabeth Schumann sprach, nein, schwärmte ich schon. Sie zeigte auch im ersten Licder-Abend, dem Meister Strauß Assi- stenz lieh/ daß sie zu den AuSerwählten gehört. Maria I v o g i i n, die vorbildliche Zcrbinctta, steigt im Konzertsaal fast noch ein« Stufe höher. Sie ist schon aus den Schlingen des. Ziergesangs heraus, ihr Herz wittert Musik mehr.als Töne, sie erlebt ihr Werk und durchlebt eS. Ist es Glocke, was da. tönt, Schalmei. Flöte oder Geige? Jm Wettstreit mit Dcstans schönem Violln-Klang siegt die Stimme der Sängerin. Ohne Qual, ohne Schärfe, ein nicht mehr kokettes� sondcrn�musikalisch gelenktes Können, eine Virtuosität, die fesselt, aber dem Kunstwollen nicht die erste Bedeutung nimmt. j Treppauf, treppab diese Koloratierung, diese klar sitzenden Staccati. aber um keine Nuance verschoben ist die melodische Linie. Eine Morzart-Sängerin, die uns Arien der„Königin der Nacht" und aus„Jl re Pastore" mit gleicher Klugheit, mit gleicher Abwägung von Sinn und-Gestaltung, mit gleichem Wohlklang zu Herzen fingt. Diesen beiden Staren gegenüber hat nun zwar«Sabine M e h e n einen schweren Stand. Dennoch: sie besteht die Probe, besteht sie - glänzend. Seit-zwei Jahren-ein starker Aufstieg vom trillernden - Vögelchen zur künstlerisch bildenden Sängerin. Ihre technische ! Bravour leidet nicht darunter, und die leicht« Schärf« ihrer hoben Tön« wird sich überwinden lasten. Was besticht, ist die Reinheit de? Organs, die stimmungsvolle Behandlung des Textes,-die wachsende Empfindung für seelische Regung, das Mitgehen deS Herzens. Sie ist innerlicher geworden, ihr Gesang und ihr Aus- druck springen über auf den empfänglichen Hörer. Auf den Fittichen deS von Blech meisterlich geführten.(fast zu starken) Orchesters schwebt es warm und sieghaft empor: eine hervorragende Be- gabung, die sich Herr v. Schillings nicht entgehen lassen sollte. Wer die Jdomeneo-Arien auf dem Podium so zu beleben und zu ge- stalten versteht, der mutz auch auf der Bühne eine erste Kraft fein. In alter Rüstigkeit trat auch wieder der starkköpfige Lehrer- Gesangverein(Schmidt-Rüdel) auf das Podium. In Pracht- vollen Chören von Schubert, Kreutzer, Koch zeigten st« nicht nur höchstentwickelte Sangestechnik, sondern auch eine Kultur des Aus- drucks, wie sie dem Durchschnitt der Männergesangvereine sonst noch fremd ist.__ Die BolkSschule als EinheltSschuke. D'e Literatur über die künftige G.staltuna unteres BildungSwesenS ist in den letzten Mo- nalen lawinenartig angeickwollen. Immer schwerer wird e» für jeden, der an dieser Lebensfrage unseres Volkes lebendigen Anteil iilmmt, die Spieu vom Weizen zu sondern und eure tlore Lrren« lterung über Erstrebtes und Erreichbares zu erdalten. Da lommt die knappe Zusammenfasiung, die Dr. Max Apel soeben unler dem Titel„Die Volksschule als Einheit» ich ule" herausgibt, wie gerufen. l.Vorwärts'-verlog. 20 S.Preis 1 M.) Die Schrift setzt sich in aller Kürze mit den wichtigsten Ein- Wendungen gegen den EmheitSichulgedankeii auseinander und zeigt einen klaren Weg zum Ziel, ohne sich>n uniruchrbare Phanrasiereien zu verlieren. Sie tonn allen, die sich mit der Frage der neuen deutschen Schule aus Beruf oder aus innerer Anicil» nähme beschäftigen, nur oiiis wärmste e m p f o b l e n werden, gerade weil hier das norwendrgste Marerral»r aller wüm'chenS» werten Beichräntung und Knappheit geboten wird. ZL. Der' Pödaorge CduarV Spranger. bisher orS-nlllch-r Professor in Leipzig, wird vom nächsten Frühjahr ab an der ilnlie.-'-i.rr Berlin wirken. Er ist ein Kopf von wettesren Gesichtspun.ten und resten Zielen. Als sür ihn entscheidenden Gedanken hat er-tamal Jen vixrtz bezeichnet:„Der Erzieher bedarf eines starken und umfanen- den Kulturbewußtseins."«Seine Berufung bedeutet einen bcmertens. werten Gewinn silr die Berliner Ilniverr.tät. Puhonnys Marionetten- Theater, seit einigen Jahren vom Ernst Ehler, gelettei. erfreut jetzt viel tirwl.ches Volk im CqarloULNburger Schillcrsaal. ES ist nicht nur die Anhänglichkeit deS ErinncrnS on licbgcwordenes Altvätergut. wa, diesen Puppen, p.elen wünscht, sie möchten von den Gegenwart, die am Nawen ungereizt vorüber. geht, nicht beiseitegefeg: werden. Da die Weisheit guten HumorS grauen Tagen immer dienlich ist. gewinnt diese Liliput-Buhns auch jetzt wieder eine Aufgabe, die al,o auch die Erwachsenen an- geht Das Wesen des Marionette, isp, eis ist GroleSke der kleinsten Form; der Groteske aber ist unsere Zeil unzwekfelhaft geneigt, und so zeiqt sich auch hier e'-n« Anwartlclait der Marionetten aus Ein- aliederung in unfern lebendigen Kunstbedarf. Um dem zu ge- nüacn müßten diesen Spielen allerdings Stolic aus neuem Geb'üt zuwachsen Sie sollen nicht etwa die alten Stoffe verdrängen, die jetzt die iSzene beherrschen. Märchenspiele(gestern wurde eni „Froschprinz" ausgeführt) gehören zum festen Bestände, und so lustige Gebilde wie Puhonnys dicker König Sorgenfrei und feme spukgeborene Sexe Gyllephaß sichern ihnen immer das Daie'n. ES müßte aber Wert darauf gelegt werden, daß die' Texte solcher (Spiele über der Linie bloß glattfließender Reimereien stehen, die der fingernden Kunst der Puppenführer nur wenig witzige auf- gaben weisen können. Das bunte Brettl der Solomarlonetten, die zum Schluß rezitierten, sangen und tanzten, ergötzte v,e Zu- schauer sehr._ 3:fltater. Ludwig Tüllner Theater die Titelrolle der Legende„ v» r v>>*-~„y—- v. Feiner.— Da« Theater der �iedrlch'iadt wbrl am* f 0'. � neue Einakter ans:„Drei Frauenbute. von Brentano, Herzog Ferdinand III-', von alfonofi und Etragburger;„Achilles von Ezer und„Tie Klette� von Epstein. Tie Freie Sezessi»» wird zeitig im Frühjahr em« größere AuS» stellung veranftaltcn....,,_ lieber de» Friedensvertrag von Versailles heglnnt Dr� S tillick am MMwoch. abeyps 8 Ubr. w der �umboidl-HochschuIe (Georgensir. 30)31) einen fünf Vorträge unnastenden ZYtluS. spielt am?. De.ember im Kleinen Gevatter Tod" von Karl über den Frledsnsdsrirag und Völkerbund entscheiden zu lassen, hat allgemeinen Anklang gefunden. Man rechnet bestimmt mit der Zustimmung der Demokraten. Die ameri» konischen Wahlen finden November 19 2-0 statt. Der Abg. Kenworthy will im englischen Parlament an den Premierminister die Frage richten, ob im Hinblick auf die monarchistischen Bestrebungen und die militärische Reaktion in Deutschland die Ulli- ierten alles, was in ihrer Macht liegt, tun werden, um die «Stellung der gegenwärtigen deutschen Regie- run g zu stärken.(Man siehts'ja täglich, was ste tun!) Bonar Law antwortete auf eine Anfrage, die Alliierten seien der Ansicht, daß die Berichte, wonach Deutschland eine Armee von einer halben Million Mann in Kriegsstärke haben wll, übertrieben seien. Es sei das aber eine derjeni- gen Fragen, die der Obersts Rat im Auge behalten werde, um die Durchfuhrung der Friedensbedingungen nach der Ratifikation durchzusetzen. Obwohl die Verminderung der deutschen Armee erst nach der Ratifikation stattzufinden brauche, könne man sich darauf verlassen, daß Foch die Stärke -der deutschen Streitkräfte nicht übersehe. Wolle-Weltherrschaft. Die britische Rrflierung trifft Maßregel», um rirsiae Borräte von Wolle in den Kolonien und in England selbst anzusammeln- Der Gcncraldirrktoi für Rohstoffe«ir Artur Gotdfisl, teilt mit, daß man im nächsten Jahr über einen Borrat von etwa vier Millionen Balle« »crffiflcn wird, wovon 840000»ach Belftirn, Frankreich, den Bcr- einiflien Staaten, Italien und Japan geschickt werden sollen.— Die -BochcS und Hunnen brauchen ja keine Wäsche. öefferung in wie«! Tier in Oderberg von den Tidbeiben angeblich wegen SofornoHtj- mangel seftgeboltenen Kohlen, üae von je 20 Wagen, die den Bedarf der EleltriziiätSwerke für och: Zage decken, sind im»ui ollen. Mi, der Aushebung der Slrom'perre an Fobriken. kann vom Montag ub gerechnet werden. lyOOO Tonnen Äetrcide sind aus Mannheim in RegenSburg ongelang, und zum Teil aus Tonouschleppschiste veriaden.— Ferner ist das in Gibralwr durch Streik fest. gehaltene Schiff mit 44 00-0 Tonnen arpentmilchen Getreides in Triest� angelangt. lWenn die im Ueber stutz schwimmenden Siidflawen e4 gestatten, kann der Transport losgehen; wieviel noch die Wien» '»indlichen und selbst hungernden Alpeuländer beschlagnahmen und wieviel gestohlen wird/ ist eine weitere Frage.) Die Zufuhren sind aber nicht imstande, den normalen VetpflcgungSdienst in den kommenden- Wochen zu ermöglichen. Der interfraktionelle„dcutschvstrrreichische Ausschuß" der National- Versammlung bat heute Oienetag vormittag unter dem Vorsitz Febrenbacks und in Nnwe'enhert dcS Gesandten Hartmann über untere Hilfsalton beraten. Ter deutsche Städtebund will gleichfalls zur Hilfe aufrufen. ,- Keine Ruhe in fiegppten. „Times' melden aus Kairo, datz die Unruhen trotz der Ver» Haftung verschiedener Führer fortdauern. In Alexandria kam es ,u einem Zn'ammenftotz mit der Polizei. Da es dieier. selbst mit Hilfe der ägyptischen Truppen nicht gelang, die Ordnung - wiederherzustellen, mutzten englische Tiupven eingreifen. Auch - in Tanta und anderen Städten des Nildeltas fanden Kundgebungen -statt. Bei den Unruhen in Kairo am SonNtag betrug bie Zahl dep O P f e r unter- der Bevölkerung 84. davon-sieben Tote.-Dazu .kommen noch zahlreiche Opfer unter-der ägypmchetr Polizei und miler den englische» Truppen. Schiffsraub. Der deutsche Segler.C-apella', der anläßlich der Ostfee- fperre aut der Fahrt von Helsingör nach Odense von einem fron- zönichen Torpedojäger festgehalten wurde, war bei heftigem Sturm von seinem Liegeplatz abgetrieben und in den Hasen von Kiöge eingelaufen. Franzonsche Marinemanntchaften haben das W i e d e r a u S l a u f e n des Seglers mit Gewalt erzwungen und da? Schifr unter französischer Flagge nach Kopenhagen verbracht. Deutichland hat bei der dänischen Regierung und bei der Interalliierten Marine-Kommi'sion protestiert. Gegen üen SelagerungszuftanA. lEigener Drahtbericht des„Vorwärt S'.) Wie unser Hamburger Berichteistatter erfährt, hat der Hamburger Senat beschloffcn, bei»er Reichsregierung dahin vorstellig zu -> reden, daß der Belagerungszustand für Homburg aofgehobrn wird. Ter Senat hat die drei zu« Tode verurteilten Mörder de? Bücherrevisors Srttemcycr zu lebenslänglichem, bezw. 20 jährigem Zuchthaus begnadigt._ Kleine politische Nachrichten. Reaktionäre Verleumder. In einzelnen Wiener Blättern war vor kurzem behauptet, Präsident. S e i tz habe den Heinrich-Hof gegenüber der Oper angekauft. Die Verbreiter des Gerüchtes hatten offenbar die Absicht, Mißtrauen gegen den Präsidenten der Na- tionalversammkung zu säen. Die Meldung wird nunmehr von der »Arbeiter-Zcttung" und dem christlichsozialen„Deutschen VolkSblatr als Lüge gekennzeichnet. Der Handelsmann auf dem Drradnought. Im Unterhause teilte die Regierung mit, daß eygliscüen Staatsangehörigen, die nacb übersecislben Ländern reisen wollten, gemattet sei, diese Reise, wenn st- tm Interesse des englischen H a n d eck S unternommen werde, auf einem englischen Kriegsschiff zu machen.„Krieg. Handel und Virocne, dreieinig sind sie, nicht zu trennen/ sagt der gertnsn Goethe. Lästiger Ausländer. Der„Ostwesttelegraph' orsährt. daß der ehemalige ungarische Minister Prinz Ludwig Windischgrätz, einer der intimsten Vertrauten des Exkaisers Karl, in Verlin «Ing.'Iroffen ist und Besprechungen mit deutschen Politikern har.— Die Paßertoilung in Bern wäre demnach sehr liberal/ Industrie und Handel. Börse. Die Börse stand unter dem Eindruck der Berhäliniffe am Valutenuzarkt. Das Ausland war wieder als Käufer im Markte und bevorzugte namentlich Äolonialwerre, von dene» Pomonax über 6000 und Di. Kolonialgesellschaft über 3000 stiegen. P e t rch l e u m a k t i e n waren im allgemeinen wenig veränteri, dagegän waren amerikanische Bahnen begehrt. Höher bewertet wZirden sodann vermiedene Montanpapiere, 'owie FaröweLte, während auf den übrigen Gebieten die Kursentwicklunge:.' nicht einheitlich waren. Heimische An- -e'.htit waren u Unbeachtet, teilweise etwas beger. GroßSerün Neue Einschränkungen wegen der Kohlennot. Da die Kobleneingänge der Gas- und Elektrizitätswerke Groß- Berlins nicht genügen, erläßt der Koblenverband Groß-Berlin nach Beröandlungen mit dem Reichskommiffar für die Aohlenvsrreilung, mit dem- preußischen Ministerium des Innern und mit dem Polizei- vräsidium Berlin ivcitere Einjchränlungsveftimmungen iü: den Gas- und Elektriziiätsverorauch vom 28. November ab.- Zum Tchl wird dabei auf frühere Bestimmungen zurückgegriffen, die schon im Vorigen Winicr galten, absr während- des. Sommers außer Kraft gesetzt waren. Für Gastwirtschaften und gaftwirt» schaf-tliche Betriebe jeder A-r�(auch Hotelrestaurants, Eafe» usw.), sowie für Konzertsäle, Zirkusunterneh- m u ng e n usw. darf nach �10 Uhr abends Gas und Elektri» zität zu Bcleuchtungszwccken uichi mehr- verbraucht werden. Diese Maßregel wird besonders die Gchlwirtschaften hart treffen. Aride- rerseits bringen die neuen Bestimmungen eine Erleichterung für Ladengeschufte, indem sie für diese den Verbrauch von Gas und Elektrizität an Sonnabenden bis 7 Uhr abends ge- statten. Für die anderen Tage bleibt es bei der bisherigen Vor- schrift, daß Gas und Elektrizität in Ladengeschäften nur von 9 Uhr vormittags bis 0 Uhr abends verbraucht werden dürfen, sowie bei den Ausnahmen für Apotheken, Leoensmittel- und Kohlengeschäfts, Friseurläden und Zeituiigsverkaufsjtände. lieber' die HauSbranvversorgung Groß-Berlsiis ist zu berichten, daß sie noch immer unter den Verkehrs ich wie- r i g k c i te n leidet. Die Briketteingänge aus der Riederlausttz waren in. der ersten Hälfte des November geringer als bisher, doch wird für die nächste Zeit äpf Besserung gehofft, namentlich nach Beendigung der landwirtschaftlichen Transporte. Werk Golpa wird wahrscheinlich streike». Tie Lage in B i t i e r f e l d, wo der Ausnahmezustand noch fortdauert, hat-.heute vormiitag keine A e n d e r u n g erfahren. Die für die Berliner augenblicklich � wichtigste Frage, ob durch Shirt- pathiestreiks- die Versorgung der südlichen Bororte Berlins in Frage gestellt werde, ist noch nicht ge- klart. Der Streik m der Grube Leopolo und» der AuSstard im Werk Selektron I berühren an'und-für sich diese Vei-sörguna der südlichen Teile-Berlins noch nicht. Eine Störung der Licht- und Kraft- Versorgung käme erst in Frage, wenn die Arbeiter des Wer- kes Golpa dem Sympathiestreik sich anschließen würden. Die Versammlung der Arbeiter des Werkes Golpa, die in der vergangenen Nachi hafte stattfinden sollen, um über die Frage des Sympathiestreiks Beschluß zu fassen, ist auf heute vor- mittag verschoben worden, Sie ist noch nicht beende:. Das Er- gebnis licgi also noch nicht vor. Es ist wahrscheinlich, daß der Beschluß dahin gehen wird, sich dem Sympathiestreik anzuschließen. In diesem Falle wird die Technische Not- bilfe, die bisher noch keinen Anlaß zum Eingreifen gehab: hat, für die Aufrechterhallung des Betriebes sorgen, ssm übrigen hofft man, daß die eingeleitete Verhandlung mit irzn Streikenden heu te noch ein günstiges Ergebnis haben und der Streik auf gütlichem Woge beigelegt werden wird. Im ganzen Kreise Bitterseld ist in der vergangenen Nackst und heute vormiitag die öffentliche Ruhe nicht gestört worden. Kriegerverlustc, Kriegergräber und Nachlastsachen. Das Zontral-Nachweise-Bureau des ehemaligen Preußischen Kriegsministeriums, das Zwitral-NmstNeise-Vureau des Rcichs- Marineamis. die Nachweffe-Bur-'aus von Bayern, Sachsen und Württemoerg, die Z�niral-Nachlaßsielle und die Kriegergräber- nirsorge--Abteilung des ehemaligen Preußischen AriegsministcriumS sind zu einer dem Rcichsministerium des Innern ttachgeordneien Zipilbchö.r.de. vereint worden, welche- fortan die Bezeickmung '..Z-e n t r ä I-N ach w e isea m i für K r ie g e r v e r l u ir e und K r i-K ge rg.x ö.b e r".führt. Die Abteilungen Bavern, Sachsen, Württemberg, Marine--und Zentral-Nachbaß-Stelle bleiben in ihren bisherigen Lureauräumen in München, Dresden. Stuttgart und Berlin. Die Zentrale des Zentral-Nachweise-AmieS für Krieger» Verluste tlr.d Kriegergräber,' einschließlich Abteilung Preußen, be- findet sich in Verl i n NW. 7, T o r o t h e e n st r a ß e 48. Die Tätigkeit deS Zentral-Nachweife-AmiS für Kriegerverluste und Kriegergräber erstreckt sich auf: Verwaltung aller Verlust-, KrankbeilS- und Gräbern, eldungen aus dem Weltkrieg 1914—18; Auskunftscrteilung und Ausstellung von Bescheinungen über Gefallene, Verstorbene, Vermißte und Gefangene; Auskünfte über Ver- wundungen und.Krankheiten von Kriegsteilnehmern in Renten- angclegcnheitcn; Vermißtennachforschung; Ermittelung unhekannt Verstorbener und Beerdigter: Ermittelung von Krieg-ergräbstätten. verbunden mit der Beschaffung von Lageskizzen und Photographien; Gräberfürsorge: Veranlassung der Beurkundung von Sterberällen; Ermittelung sowe Aushändigung von Rachlatz- und Fundsachen.- Bei dem Zentral-Nackwciie-Amt für Kriegerverluste und Kriegergräber sind während deS Krieges alle Meldungen und Nach- richten zusammengeflossen, die mit dem persönlichen Schicksal der Heeresangehörigen irgendwie in Zusammenbang stehen. Das Zentral-Nachtveise-Amt für Äriegerverluste und Kriegergräber ist also die einzige Stelle, die Auskunft auf alle diesbezüglichen Anfragen erteilen kann. Dies geschieht unentgeltlich. Urberfall auf offener Straße. Gestern abend 10 Uhr wurde der Pferdehändler R o ck am Oranienburger Tor von dem Arbeiter G ö r n auf offener Straße überfallen.' Görn versuch:« Rock die Brieftasche' zu entreißen, griff, als Rock sie nicht guiwillig bergab. zum Messer und versuchte, dem Pferdehändler den Rock aus- zuschneiden. Rock, der über 10 000 M. bei sich trug, setzte sich energisch zur Wehr. Es entspann sich ein Ringkampf zwischen den beiden kräftigen Männern, wobei der Pferdehändler einen Messer st ich in die linke Hand da- vonrrug. Eine Patrouille der Cicherheitswehr trennte die beiden und brachte sie zur Wache. Dort war Görn als gewalttätiger Patron schon bekannt. Bei einer Leibesvisitation fand man in den Taschen des Görn eine Anzahl Dietriche und Sperr- haken.« 105 000 M. geraubt. Ein Gast eines der ersten HotelS nt der Friedrichstraße batte von der Bank 105 000 M- in Papiergeld erhoben und in einem Lederkoffer nach seinem Hotel gebracht. Dies muß ein Dieb beobachtet haben und dem Besitzer des Geldes heim- lich gefolg: sein, als er das Hotel aufsuchte. Im Speisesaal des Hotels, wo der Gast den Koffer für einen Augenblick niedergestellt hatte, schnitt der Räuber schnell und unbemerkt die Rückwand auf, nahm das Geld heraus, steckte es in sein: Tasche und verließ mit der reichen Beute das Hotel. Verdächtigt wird ein Mann, der eine gelblederne Aktentasche bei sich trugt Auf seine Ergreifung und die Wiebcrherbeischaffung des geraubten Geldes hat der Geschädigte eine Belohnung von 20 Proz. des wiedererlangten Bc- träges bis.zur Gesamthöhe von 21000 M. ausgesetzt. Daö Geld bestand aus vielen Tausendmarksch.'inen. 200 Hunderrmarkscheiltcn und 1000 Zwanzigmarkscheinen, die die fortlaufenden Serien» nummern von 3603 000 bis 3 604 000 tragen. Mitteilungen, die zur Ausklärung des großen Diebstahls führen können, nimmt Kriminal- kommissar Genna: im Zimmer 6l des Berliner Polizeipräsidiums entgegen. Gchtseschntalz aus Pfcrdeliesen. Der Inhaber einer Eänseaus- schlochlerei in FriedsrichSfelde, Emil Schaue-r. belieferte die Ber- kiner Zentrakmarkjhalle'lange Zeit mit großen Mengen geschlachteter Gänse. AIS Nebenerwerb vertrieb er noch Gänseschmalz, die Pfund- dose zu 28 M. und fand, da der übliche Preis für Gänseschmalz etwa 30 M beträgt, reichen Absatz. Glücklicherweise kam man bald dahinter, daß ein Teil dieser. Dosen reines Pferde- fiii snHl'eÄ. Sin Käufer, der heveingssallen war, yat längerck/ Beobachtungen angestellt und dabei konstatiert, daß Sch.'ein Gänse-- schmalz zur Hälfte- aus Gänsefett, zur anderen Hälfte aber aus Pferdesett, Pferdemar? und Pffrdeliessn herstellte. Leider hat Sch. Kenntnis von diesen Beobachtungen bekommen'und ist ver» sch wunden. Jetzt ist festgestellt, daß er ein guter Kunde eines Pferdsgroßschlächters in Wriezen war,. von dem er recht beträchi-- liche Posten Pferde fett bezogen hat.'Sein Handel konnte deswegen so lange' blühen, weil Pfevdefstt' in dem Gänseschmalz sehr schwer nachweisbar ist. Zur Giutragung i» die Prikettkundenliste« für Haukbrand, fflewerbe und L.'Vörden mit Ostnbehcizung wird die Fiist bis zum 29. November einschließlich verlängert. Der sich aber bis zu dieiem Tage nicht eintragen läßt, kann mit dem Bezug von BriketlS vom 1. April 1920 ab nicht mehr rechnen. Neukölln. BolkSzählungsergeSniS. Nach einer amtlichen Zu» samnlenstellung des Statistischen Amtes der Stadt Neulölln wurden in Neukölln 121 767 männliche und 139 782 weibliche, zusammen 261549 ortsanwesende Personen gezählt. � Die Bevölkerungsziffer hat sich danach seit der letzten Friedenszählung im Jahre 1910 um 24260, das ist um 10.2 Proz., erhöbt. In Berlin ist in der gleichen Zeit eine Verminderung um 173 393 Personeir eingetreten. Lichtenberg. Itadtv«rorb«etenversa"imlung. Eine besonders lebhafte Debatte entfachte eins dring-liche Anfrage. d«r U. S. P» ob der Magistrat bereit fei, mit aller Schärfe bei der Regierung dafür einzutreten, daß das Versammlungsrecht der L'.chtenberger Einwohner durch die Sicherheiiswcbr respektiert wird. Die Bär- anlassung dazu gab die ohne jede Ursache erfolgte Auflösung einer geschlossenen Miigliederversammlung der U. S. P. in der ischulaula Parkauc durch ein Aufgebot der Sichervenswebr. Eine Delegation unserer Parleii'raktion han? schon tm Laufe des Tages Gelegenheit genommen, beim Polizeipräsidenten Eugen Ernst vorzusprechen urj» ganz energisch Protest gegen derart' ge Maßnahmen zu erheben, die absolut nicht geeignet sind, das Vertrauen der Arbeiterschaft zur Sicherheitswehr zu heben, außerdem wurde die Bestrafung des Offiziers, dem angeblich ein Irrtum uiiterlausen �sein soll, verlangt. Auch in der Stadtveroichnetensitzung gaben unsore Redner chroe Entrüstung gegen derartige PolizeiNiatzna-hmen Ausdruck, und der Magistrat versprach, im Sinne der Anfrage zu hapoem. Don den weiteren Tagesordnungspunkten ist herbarzüheben die Erhöhung de» Beirieoöfonds für die städrffchen Werke. Bei dieser Ge-egenbei-- -wurde darauf hlngewieseu, daß es unbedingt notwendig sei, die ärmer« Bevölkerung mit möglichst billigem Koks zu versorgen. Ein entsprechender Antrag an den Magistrat wurde angenommen. Mariendorf-Südenbe. Gemeindevertreterbericht. An Stelle des erkrankten Bürgermeister» Holle wurde dtt Sitzung vom. Schöffen Genösset. Waldbeim geleitet. Vor Eintritt m die Tage-- ordnung lag ein Tringkichkeilsanirag unserer Genossen vor betr. Schneebesciligung vön Straßen und Plätzen. � Genosse K a p y u n -orderte, dass die Polizei energisch gegen die säumigen Hauswtrte vorgehen solle.— Ein Dringlichkeitsantrag der U. S. P. forderte die Einrichtung einer Eisbahn aus dem Pfuhl am Gemeindegrunv- stück deS eoemaligen Blümelschen LokalS... Ter Festsetzung von Grundiägcn für die Gewährung- freier Lernmittel für die Kinder der Gemeindeschulen wurde zugestimmt. Tie für diesen Zweck eingestellten 10 000 M. in den Etat und Herens ausgebraucht, es wurden noch weitere Mittel in Höhe von IL 600 M. i'.ack-vewilligt.— Für die Beschaffung freier Lernmittel ntr die Schüler der Fortbildungsschule wurden 1700 M. bewilligt unter der Bedinglinn, daß die' Zeitschrift„Fei er abend nicht-emge- führt werden soll.— Zur Einführung von Soüderiursen,«teno- grapbic, an der FoitbildungSschulc wurden 300 M. zur Verffigunz. gestellt. Auf Anregung Unseres Genossen Deinert sollen diese wähl» freien Stunden des Abends eingerichtet werden.—- Die Bew'lli- gung der Mittel-ür den Ankauf, Abbruch und Wiederaufbau etn»s GcwächSbauscs in Höbe von 20 306 M. zeitigte einen einmütigen Protest sämtlicher Vertreter gegen die eigenmächtige Ausführung eines derartigen Plan«?, ohne daß die Gemeindevertretung dw. Mittel dafür bewilligt bat. Die Nachbewilligung von 20800 M. wurde genehmigt.— Die Kenntnisnahme der Anstellung dkm Beamten auf Kündigung fand nicht die Zustimmung der llnabhängigen. in dieser Form; sie sehen darin eine Anstellung, auf Lebenszeit und stimmten dagegen.— Der Abschluß eines neuen Tarifvertrages für die Genwinoearbdier Groß-Bcrkins erforderte, in der Ose- mciflde e-ne Mehrausgabe von 109 698 M. Der Lohnerhöhung wurde zugestimmt.— 55000 M. wurden nach Befürwaxtung�durch Genossen B i n t o aus Änleihemiijeltz zur Herstellung einer Feuer»- meldeanlag- bewilligt. Tie Mittel ftir den Armenetat sind nifolge der hoben Lebensmittelpreise und sonstigen Ausgaben nnziircichend: 17 800 M. wurden nachbewilligt. Don dieser Summe stnd 3o0') M. für die Weihnachtsbe'cherung der Armen bestimmt. Grosz-Bcrliner Lebensmittel. Ttralnn. Sonnabend lall Gramm Maismehl(101), 150 föranftn Haferflocken(101), 150 Gramm Erbst«(193). Freihändlg t Karlötstiwalj- mcöl.?lbtchn!tle bis Mittwoch abgehen. Johannisthal. Ab Freitag 250 Gramm Maisflocken(93), 150«ramm «raupen(101), 2 Stück Suppenwürfel'538). Für KriegSbelchädi tle, werdende Mütter und Kranke gegen im RatbauS. Zimmer J, erhältlichen Gultcheln und sür Kinder bis zu l t Jadren 1 Paket KckS(537). Tahlem. Mittwoch bis lireilag S50 Gramm Mannclade(97). Z50 Gramm Hüllenfruchtmebl llVO), 150 Gramm Rndeln(102), 200«ramm KarionewSrkrmehI(102). 2 Päckchen Süßstoff(7j. Für KriegSbeichädigte von«0 Pioz. und de, über qeaen Bezugsschein, erhältlich im Zimmer 10 des KiiiStdustS, 500 Gramm Nährmittel In der Gemeindclchute LanS- strafe Mittwoch ab 3.Uhr Seisstohl zum Preise von 12 Ps. sür da? Psmid. Roniickondorf. Haferflocken(Ztltertarle) nicht aus t. sondern aus 2, 250 Gramm Marmelade(97>, 150 Kraurm Graupe»(102), 150 Gramm .vüllenirüchte(103). Abschnitte bi» Donnerstag abgeben. 125 Gramm Teigwaren(K>0). 150 föramm Suppe»(101), für Llugendliche 200 Gramm Sago(45), 250 Gramm Maissabrikate(99). Abschnitte bis Dienstag abgeben. Hcrmsdorf. Für Kinder von 4—8 Jahren als Ersatz sür ausfallend« Milck cnispi. Menge strndensmilch. Bezugscheine gcgcn Borlegun-i der Milchkarfe Donnerslag und Freilag im Lcbensmiiteldüreau, Zimmer Nr. S. Sroß-Serliner parteinachrichten« Betriobsvertraurnsleiite, Parteiftinktionäre, Arbeiten-äto der S. P. T. Toiluerstng, abends 6 Uhr, im Krieger» BerrinshauS, Chanssccstr. 94, allgemeine Funktionärversamm» lang. DegeSorduung:„Was wird mit dem Betriebsräte» gcsetz?" Wir bittru alle Funktionäre, an dieser Bersammlong teilzunehmen. Mitgliedskarte und Answeiskarte vorzeigen. _ Der Bezirksvorstand. II Abt. Mittwoch 7 Nbr:?lui!erordentliche Bersammlung bei Peisker.Ctivrystr.il. Tagesordnung: 1. Die bevorftebenden gesetzlichen Cllelnbewatswahlen. Referent: Genosse Pialsch. 2. Ansiprache. Alle Palteigenosseu. Genossinnen und Anhänger unserer Bestrebungen� aus schulvoltiischem Gebiet werden dringend ersucht, zu dieier Versammlung zu erscheinen. 35. Abt. Mittwoch,?>/, Ubr, Zahlabend in den bekannten Lokalen. 45. Abt. Mittwoch 7 Ubr: Zahlabend bei Pose, Koloniestr. 15. Ali.Glienicke— Aalkenberg. Mttiwoch,-/.8 Uhr. Zahlabend bei Meher, Falkenberg. Eisenbabner» BterbeauSsckmss 1 Etreckenobleut« und Bezirks. Vertrauensleute nebmen am Donnerstag geschlossen an der Funktionär- Versammlung im Krteger-Vereinsbaus. Chauffeestr. 94, teil. Ttwffpunkti C Nhr abends pünktlich vor dem Hause. Vorträge, vereine unö Versammlungen. LBilmersdorser Bolksbockiietiulo. Mittwoch, 6 Uhr: Eduard Bern» stein über„Die sozialistisch« Staatstbeorie".— Märkischer Douristen. klnb ISVS. Donnerstag S Udr: Lichtbildervortrag„Porzellan' im Ber. liner Klubhaus. Ohmstr. S. Gäste willkommen. 10. Vsrbanöstag öer Lichographen unö Stemörucker» Ma 3 b e 5 u t g, fcen 24. November 1919. Sechster Berhartdlmrgstag. Ten Bericht der& tötuien&erahingäJo ntmiffio k erstattet Herbst (Lskpzich. Tie Kommission schlägt einen Wochenbeitoag von 2 M. für männliche und 1,29 M für weibliche Mi:gl!lei>er vor. Dazu svrechen Riet er iStuttgart>. Schweinfurtst iKarlsruhe), Brinkmann(Berlin), Dürr(München), Hehr(Berlin), .Christoph(München) und andere. Der KommissionZoorichlag wird angenommen. Tie Kranlenunterstüyung wird aitf 9 M. pro Woche erhöht. Die Höbe der Streik- und- Aussperrunterstützung soll von Fall zu Fall geregelt werden. Die Invalidenunterfkitzun? wipd neu geregelt. An die Stelle der dauernden Witwenunterstützung tritt eine- einmalige Unterstützungssumme. In namentlicher Ab- stimmung wird weiter mit allen gegen Wei stimmen beschlossen, daß alle Angestellten des Verbandes aut den Gencralversammlunaen nur beratende Stimme baöen, soweit� sie nicht Delegierte ssnd. Die Wochenbeiiräge'in der Lebrlingsabteilung werden auf 29 Pf. er- höht. Der Verbandstag erklärr, daß in allen Mitgliedschaften auf die Ausgestaltung der Lebrlingsabtetlung stingearbeiter werden muß. Ein �diesbezüglicher Antrag de: Berliner Lebrlingsabteilung wird dem Hauptvorstand als Mpierial überwiesen. Das neue Statut wird darauf einstimmig angenommen. Die erdöstten Beiträge treten am 1. Januar, die erhöhten Unterstützungssätze aur 1. April 1329 in Kraft. Unier„Allgemeine Anträge' werden die Entschädigung� für die Ortsverwaliungen neu festgesetzt. Die Gaueinteilung wird nach den Vorschlägen des Verbands- Vorstandes neu geregelt. Taraus werden die Verhandlungen auf Dienstag früh vertagt. HewerffchafisbewWvs Achtung. Meischergeselle«! Am Sonntag/ den 7. Dezember, finden die Wahlen zum pari- tätischen Arbeitsnachweis für das Fleischergewerbe Groß-Bsrlin statt. Da der gelbe Fleischeraesellenb und 2 Sitze im Kuratorium beansprucht, die ihm nicht zustehen, so soll die Wahl entscheiden. Der Ausgang der Wehl kann nicht zweifelhast sein, wenn die An- Hänger des AentralverÄandes der Fleischer geschlossen ,ur Wahl er- scheinen. Jede Gleichgültigkeit kann sich schwer rächen, weil hie Gelben mit Hilfe der Arbeilgeber die Mitglieder des Verbandes im Nachweis rechtlos machen wollen. Es soll zunächst H e r m a nn Dräbert und der gelbe GörgeS als Arüeitsvermiitler an- gestellt werden, während der Arbeitsvermittler des Zentraler- bandet, der seit mehr als 19 Jahren als solcher angestellt ist, ein- fach kaltgestellt werden soll.' Ter Aentralverband der Fleischer ist bereit, seine starke Ar- 'beitsvermittlung zugunsten des paritätischen Nachweises auszugeben, um endlich für Groß-Berliit eine einheitliche Vermittlung zu schassen und die pr-vaten Siellenvermittler auszuschalten. Aber dafür sich im paritätischen Nachweis sich den Einfluß rauben zu lassen, ist eine Unmöglichkeit, sie ist nur zu verhindern, wenn jeder Fleischergeselle zur Wahl erscheint und die Liste des Vexbandes wählt,, die mit dem Namen Conrad' Krause beginnt. Eine gelbe Organisation.' die lediglich zum Schutze der Arbeit- geber geschaffen ist, die bei jeder Lohnbewegung auch in den Einzel- betrieben don den Arsseitgebern herangeholt wird. Um die Bewegung abzuwürgen, St re,-breche rdi en sie leistet, hat in der Vertretung der Arbeitnehmer nichts zu suchen. Am 7. Dezember ist die langersehnte Gelegenheit, einmal zu zeigen, wie wenig Anhang der gelbe Fleffchcrgesellenbund in Berlin bat. Es darf niemand whlen. Wählen kann jeder Fleischergeselle in Groß-Berlin.- Er muß durch seine Papiere nach- weisen, daß er Fleischer ist, und dos letzte Arbeitszeugnis mit- bringen. Jnvalidenkarte oder sonstig? Unterlagen dafür daß der Wähler auch Arbeiinehmer ist, sind ebenfalls beizubringen. Die Wahl findet im städtischen Arbeits nach- weis. Rücker t st r. 9 und Gormannstr. 13 von 19 bis 4 Uhr statt. Flei scherge sellen, die jetzt vorübergehend in anderen Berufen arbeiten, sind gleichfalls wahlberechtigt, sofern sie in der Zeit von Anfang 1914 bis Dezember 1919 im Be- rufe gearbeitet haben. Soweit dieselben Mitglieder des Zentral- Verbandes sind, werden sie von dort dem Gewerbebureau gemeldet. Sind sie aber in andere Verbände übergetreten oder urwrganö- fiert, so muß bis zum 1. Dezember schriftlich oder mündlich beim Gewerbebureau, Spandauer Str. 39, II, die Eintragung in die Wählerliste beantragt werden: cs genügt die Anmeldung per Post- karte unter Angabe des Namens und Adresse und Zweck der An- Meldung. Ter Verband ist auch bereit, die Anmeldung vorzunehmen, wenn ihm Mitteilnng gemacht wird. Zentralverb and der Fleischer, Elisabethftr. 11. Telephon Königstadt 3924. Lohnbewegung der Pferdedroschkenfnhrer. Seit März stehen die Pserdedroschkenfuhrer mit der Personen- Lohnfuhrwerks-Jnnung in Tarifverhandlungen. Am 6. Oktober wurden sich die Parteien endlich ein'g, ab 15. Oktober einen Tarif abzuschließen. In letzter Stunde zogen die Unternehmer ihr Ver- sprechen zurück, so daß erst durch Spruch des Schlichtungsausschusse? am 12. November der Tarif ab 15- Oktober Gültigkeit haben soll. Ti: Kutscher verlangen 39 Proz. anstatt wie bisher 25 Proz. der Einnahme. Die Fuhrherren erklären sich bereit, den. Tarif miznerkennen, jedoch erst von dem Zeitpunkt an, wo die Bebörde die Grundtaxe von 79 Ps. auf 1 M. des Droschkentarifes erhöbt. Der SchlichtungSausschuß begründet seinen Schiedsspruch damit, daß Meinungsverschiedenheiten über den Tarifvertrag zwischen den Parteien nicht bestehen, sondern nur über die Zeit des Jnkraft- tretens, den Arbeitnehmern aber nach den längeren vorangegangenen Berhandlungen eine weiiire Wartezeit nicht zugemutet werden kann. Der Einsicht, daß die Lohnaufbesierung für die Kutscher'unbe- dingt notwendig ist, können sich die Fuhrherren nicht verschließen; bei etwas gutem Willen hätte bereits längst eine Verständigung herbeigzführt werden können. Leider muß festgestellt werden, daß einzelne.Fuhrherren ihre Kutscher zu Bedingungen gezwungen haben, die geeignet sind, die Fahrgäste zu übervorteilen. So soll ein Fuhrherr seinem Kutscher pro. Tag 5-9 M. Pacht abgenommen haben, dies kann er nur aus Kosten� der Fahrgäste zahlen. Pflicht aller Troschkenführer muß es sein, dafür Sorge zu tragen, daß der Tarif innegehalten wird und dadurch wieder geordnete Zustände eintreten. � Kollegen unter den gegenwärtigen Verhältnissen für zu gering de« lrackiel. Geklagt wurde auch, daß die Arbe-lgeber der Groß- Berliner Brauereien die seit dem 1. Oktober geforderte Teuerungszulage von wöchentlich 39 Mark noch immer nicht be- willigt haben. Die Handarbeiter der Brauerei Julius Bötzow ersuchen nun die beiden führenden Verbände lTran-poitarbenerverband und Brauereiarbeitervcrband) mrt allem Nachdruck für die perechte Forderung einzutreten. Der gegenwäitiae Lobn der Broueretarbeiter Groß-Berlins beträgt einschl. Abzug von Kranken- und Invaliden- beitrag wöch.nrltch 112,35 M. bez. 117,35 M. Eine BetviebSorrsammlung sämtlicher Handarbeiter der Branerei Julius Bötzow besprach u. a. die freiwilligen Entlassungen, welch« laut Schiedsspruch vom 13. November in den Brauereien Groß- Berlin« vorgenommen werden können. Dabei wurden die Ab- sindungSsilmmen für d e aus dem ArbeitSverbäliniS ausscheidenden flu? aller Welt. Die Kohleunot iu Budapest. Wegen der Koblennot müssen die' Geschäfte in Budapest um 4 Uhr und die Bureaus um 3 Uhr ge« schlössen sein. „Herr tapferer Leotnaut." Der ungarische KriegSminifier hat angeordnet, daß die Oistziere der Rarionalarmee vom Lenrnonr auf- wäits b's ZUM Oberstleutnant im Dienste mit»Herl tonferrr... anzusprechen find. Wird darauf vielleicht geantwortet:„Du tapferer Schweinehund'? Schleifung der rZmischrn Festungswerk«. Der italieniiche Kriegs« minister bat die Schleifung der römiichen FestungSpSriel angeordnet. Dadurch wird ein großes Gelände der Bebauung geössner. Siegerdank. Englische Blätter berichten über da? traurige Ende eines englischen Soldaten. Der Mann, der an Laufgraben- fußen litt, hatte keine Arbeit finden können und war schließlich unter eine Vincke bei Both gekrochen/ wo er nach 17 Tagen der-/ hungert aufgefunden wurde. Er starb im Hoipital. Javaner nach Paraguay. Der Gesandte von Paraguay in Washni./on erklärte, daß zwischen Paraguay und Japan ein Ab- kommen geschlossen worden ist. Da Paraguay ein« Erhöhung der Einwohnerzahl nötig habe, sei«ine japanische Emwanderung sehr erwünscht. Sriefkasten üer Reüaktion.' Sprechzeiten der juristischen Sprechstunde: Montag, Mittwoch und Freitag 2— 5 Uhr; Dienstag und Donnerstag 3—6 Uhr; Sonnabend 3—5 Uhr. K. 217. 1. Die Veranlagung seitens Tb-nIottenburgZ ist ungerecht- fertigt. Sie müsse» sofort rctlamicren. 2. Ja, eMivrecheud dem tatsäch- lichen Einkommen.— Ol. Dk. 13. 1. Das kann jrfet geschehen. 2. Be- zi-.kskommando Bcrlw-Tchöneberg. Genera!- Pape- Straße. Z. Mündlich oder schriftlich unter Vorlegung des PasseS.—gi:ng, falls Leibnachtsgialisikation uibch ist.— A. H. 66. Leider Kastel leine Kasse. Sie oder Ihre ssrau hätten die Mitgliedschaft sreiwillig'oitsetzen müsse».— P. B. 1893. I. u. 2. Der zum eigenen und zum Unter« kalt der Familie noiwendige Betrag ist?u belassen. Eine beftwimle Höhe sieht in solchen Fällen das Gesetz nicht vor. 3. Nein.— D. Z- 22. 1.- Tkiericher Bli zervercin, Nollendoriviatz 1. 3. Ja. an diejenigen, die vor dem S. November 19lS ein Anrervt daraus erworben hatten.— E P 51. 1. Für die sctzungsgcmäße Dauer, mindestens jedoch lür 26 Wcchen. 2. Nein.— Perlin 169. 1. Ai trag an das Polizeipräsidium. 2. 18 Jahre. 3. Auch das ist möalich.— Z. Wenden Sie sich an den Magistrat. Derentw. sil« den rcbaliion. Teil: Artur giSler, Tharlotiendurg: für Anzeigen: Th. C-Iocke, Berlin. Berlag: Barwärts-Berlag(Z. m. b. S>.. Berlin. Druck: Bor- wärts-Buchdruckrrei u. Berlogsanstalt Baul Singer u. So. Berlin. Ltudenftr. 8. Osar auLerorckemürke tZuailtZt. , I T. Band. 1000 Stück 330 M. Abgabe nicht unter 3 Mille. 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