ie Se te U Nr. 99. = Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Poft- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 8 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Aint 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Benth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Vorwärts Berliner Volksblatt mit dem „ Sonntagsblatt" Donnerstag, den 30. April 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Graf Arnim- Boizenburg, der in der besten Gegend der an die Stelle des Brotes. Nach Juraschet trafen auf den Uckermart 2/2 Quadratmeilen, Fürst Pleß, der 26 Quadrat Kopf an Brotgetreide( Weizen, Spelz, Roggen): meilen befißt, find Beispiele für diese Konzentrationstendenz 1880-1885 184,97 Kilogramm. 1886-1890 176,08 Im Jahre 1889/90 162,35 " Für die Monate Mai und Juni eröffnen wir ein neues des Landwirthschaftlichen Großkapitals. Der Graf Redern fing als mäßig begüterter Mann seine Wirksamkeit" an, Abonnement auf den als er starb, nannte er hundert Rittergüter sein Eigen. Der Und doch sollten nach Bismarck Getreide und Brot Großgrundbesitz ist es, der den Zollprofit in seine Tasche nicht theurer werden durch die Zölle. Und Bismarck ,,, steckt.„ Von den Holzzöllen, den Zucker- und Spiritus- sagt Meyer mit blutigem Hohne, ist ein ehrenwerther prämien haben nur einige hundert große Grundbesitzer Mann," das war wenigstens die Ansicht der deutschen Nuzen", sagt Meyer beiläufig. Staatsanwälte durch ein Vierteljahrhundert." Die Schutzzoll- Gesetzgebung ruinirte den blühenden Meyer weist nun darauf hin, daß die Hoffnungen, deutschen Getreidehandel von Memel bis Lübeck, der für Tausende von Arbeitern Beschäftigung bot, ein Erbstück der welche der Großgrundbesitz auf die Zölle gesetzt, nicht erfüllt Hansa. Deutschland war von je ein Entrepôt, eine worden seien. Der Erntewerth betrug 1879: 2440 Millionen Niederlage für polnisches und russisches Getreide, das Mark, 1884: 2113, 1886: 2316, 1887: 2172, 1888: 2224, hier mit deutschem Getreide gemischt und zum Theil weiter 1889: 2287 Millionen Mark. Die Koruzölle haben aber nach Westen geführt wurde. Jetzt besorgen die Russen von die sonst naturgemäß eintretende Senkung des Getreidepreises Libau, Petersburg, Riga Dant Bismarck die Ausfuhr direkt. Künstlich gehindert. Belgien, Holland, England bestehen ohne Zahlen beweisen! Im Jahre 1878 vor dem ersten Korn- Schutzzoll, und der Großgrundbesiz befindet sich gut dabei, zoll hatte der auswärtige Kornhandel Deutschlands noch obwohl Erutewerth und Getreidepreis fast stetig gefallen sind. einen Werth von 1094 Mill. M., wovon 378 Mill. an Export. In Belgien kostete der Doppelzentner Roggen Die Mehreinfuhr war 338 Millionen werth. Nach der ersten als Gratisbeilage. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen zum Preise von 1 Mark 10 Pf. monatlich, frei ins Haus, entgegen. Für außerhalb nehmen sämmtliche Bostanstalten Abonnements zum Preise von 2 Mart 20 Pf. für die Monate Mai und Juni entgegen. Die Redaktion und Expedition des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Rudolph Meyer über die Kornzölle. II. Erhöhung fintt der Gesammtverkauf auf 450 Millionen, 1860 • 1870 1880 1885 wovon nur noch 51 Millionen auf die Ausfuhr trafen. Im s Jahre 1889 betrugen die betr. Zahlen 413 und 35 Millionen. Bismarck, der den bekannten Brief des Herrn von 1888 1887 . 21,36 Frants 21,10" 22,24" 15,79" 13,42" 13,81 Thüngen zu Gunsten der Kornzölle vom April 1879 so In England, das bekanntlich bis 1846 Getreidezölle freudig begrüßt und die süd- und mitteldeutschen Regierungen Tarifs deutlich. Im Jahre 1800 fostete 1 Quarter Die Agrarier brauchten ihre Zölle, und sie einigten sich denunzirt hatte, daß fie blos 30 Pf. für den Zentner Korn- gehabt hat, zeigt sich in der Preisbewegung der Einfluß des Weizen 113 Schilling 10 Pence, mit den Industriellen über den Zolltarif, der die era bes soll zugestehen wollten, hatte bekanntlich mit der ihm( 216 Kilogramm) Weizen 118 wirthschaftlichen Aufschwungs" so stimmungsvoll einleitete. eigenen Kühnheit im Behaupten erklärt, daß wir 1889: 29 Schilling 9 Pence. Der Doppelzentner kostete also Getreide das genug bauten, Ausland also nicht 1800: 53 m., 1889: 14 M. Beide Parteien vertrugen sich über die systematische Schaf brauchten. Nun hat im Jahre 1877/78, was der schur, mobiles Rapital und Grundbesitz gingen Hand in damalige Kanzler hätte wissen sollen und wissen können, Die deutsche Zollpolitik half den Engländern das Brot Hand. und seine Be- Deutschland 79 Millionen Doppelzentner Getreide im Ge- verbilligen. Meyer zeigt nun in seinem Aufsatz Das fremde Getreide ergoß sich über den eng1883 weisführung ist so schlüssig wie elegant, daß der Nußen -, daß der Nußen sammtwerth von 1600 Millionen Mark mehr ein- als aus- lischen Markt, abgehalten von Deutschland durch den hohen der Kornzölle ziemlich im gleichen Verhältniß mit der Größe geführt. Und die Anbaufläche für Roggen, Weizen, Spelz, Tarif. Mau urtheile selber! Der Quarter Weizen kostete Die 1878/80 8181 000 ettar betrug, fiel 1881/85 auf in England des landwirthschaftlichen Betriebes wächst. Ein Bauer, der 8 120 000 hektar, und betrug 1889 nur 8 124 000 Heftar. 10 Hektare mit Korn bebaut, verkauft 10 pCt. der Ernte, G3 wird also heute weniger Land für Brotkorn angebaut, 10 Doppelzentner= 50 M. Gewinn, der Gutsbesitzer mit als vor den Schutzöllen. Auch der Ernte- Ertrag ist ge1000 Hektar Getreideland 80 pCt. der Ernte, also 8 Doppel- sunken. Er betrug im Jahresdurchschnitt für Weizen und zentner pro Heftar= 8000 Doppelzentner= 5 x 8000 gleich oggen 40 000 m. Bollprofit. Die Junker, die Jahrhunderte Bauern gelegt haben wir haben fürzlich eingehend geschildert, wie X Buchweizen 1878/80: 87 000 000 Doppelzentner 1888 u. 89: 84 000-000 1878/80: 155 000 000 Doppelzentner 1881/85: 145 000 000 1888/89: 148 000 000 " es gemacht wurde, sind auch heute eifrig beschäftigt, die Der Gesammtertrag von Weizen, Spelz, Roggen, Hafer, bäuerlichen Wirthschaften zu legen. Mit allen Mitteln ergab drängt man die Kleinbauern von ihren Hufen, kauft sie aus So führt Meyer einen und arrondirt sein Besitzthum. charakteristischen Fall an: in der Stettiner Gegend grenzte Der Bauerndorf. biedere Und dabei ist die Bevölkerung seit 1879 um 10 bis ein Rittergut ein Junker kaufte 15 von den 16 Bauern von den 16 Bauern aus, und 12 pet. gestiegen. Das Ausland lieferte 1872/74 für 148, noch mehr Köthern blieben 2 im Besiz. Dies 1875/79 für 291, 1880/84 für 276, 1890 für 244 Millionen alles geschah diesseits 1848. Aber wie der Junker den Mark Berealien. Bauern, so frißt der große Adel den kleinen Adel auf. Graf Redern, der in der Mark Brandenburg 2% Quadratmeilen, an von Feuilleton. Nachdruck verboten.] [ 48 Der Konsum fiel, die Massen mußten den Verbrauch ihres Hauptnahrungsmittels einschränken, die Kartoffel trat 1884 . 41 Schilling 7 Pence Erhöhung des deutschen Brotzolts von 1 auf 3 Mart. 35 Schilling 9 Pence 1885 32 10 1886 31 1 • " 1887 32 6 " Erhöhung des deutschen Zolls von 3 auf 5 M. 1888 1885 . 31 Schilling 11 Bence 29 " 9 " Das heißt: in Deutschland kostete der Doppelzentuer Weizen 1889: 18,78 M., in England 14 M. Der Konsum an Weizenbrot, Roggen- und Haferbrot nicht mitgerechnet, betrug 1889/90 in England 158 Kilogramm. Rußland ist ein gutes Beispiel dafür, daß die Landwirthschaft nicht bei sinkenden Getreidepreisen zu Grunde geht, wie die deutschen Agrarier behaupten. Es tostete in den russischen Haupthäfen in Metallkopeken ein Pud( zu 16,38 Kilogramm): zengung nicht Ambros, sondern sie selbst. Sie verseite: Wenn es so ist, wie Du sagst, dann ist's wohl unsere eigene Schuld." Stasi fand in der Mühle manches zu bewundern. Die ganze Einrichtung zeugte von Wohlstand und als Afra in der Schlafstube zuletzt ihre Kleidertruhe öffncte und ihren Buzz vorwvies, feufzte Stasi unwillkürlich. Sie beneidete„ D, Du bist gut," rief Afra, die vor ihrer Truhe Afra nicht. Der Seufzer galt Ambros. Die guten und fuiete und stand auf. Wenn ich doch auch so gut wäre!" schönen Sachen, die sie sah, gaben ihr erst eine klare Vor- Sie umarmte Staft leidenschaftlich und dann rief sie, ihr stellung von dem, was Ambros entbehrte, und sie dachte sich, Gesicht au deren Schulter verbergend:„ Er ist ein alter daß auf dem Klosterhofe alles gewiß noch viel schöner und Mann!" Ach, du mein himmlischer Herrgott!" stammelte Stafi reicher wäre. Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol von Robert Sa, weichel. Ach, glaub's mir nur, der Reichthum macht nicht erschüttert. Er ist ja gut, so gut," schluchzte Afra, aber ich bin Stafi warf ihm für das ehrenvolle Zeugniß, daß er glücklich", rief Afra. Du bist viel, viel glücklicher als ich. noch so jung!" dem Schmied ausstellte, einen freundlichen Blick zu; er fuhr, Du liebst Deinen Mann und er liebt Dich." Stasi erröthete, schwieg aber; denn von ihren Herzens- Stafi drückte sie voll Mitleid inniger an sich. ihr zunickend, fort:" Die Gemeinde muß ihm den Schaden Sie liebte" Ich wollt', ich wäre häßlich wie die Nacht; dam ersehen und da der Klosterbauer daran Schuld ist, so werd' angelegenheiten vermochte sie nicht zu reden. ich in der Gemeind' darauf antragen, daß er mehr als die Ambros mehr als je. Seitdem sie wußte, was ihn drückte, hätt er mich nicht geheirathet," rief Afra heftig, indem sie Andern zahle. Das hat sich das Gesindel wohl nicht war ihre Liebe ja das Einzige, womit sie seiner Aufopferung fich aus Stasi's Armen aufrichtete." Dann wär ich frei!" träumen lassen, daß es mit seinen Steinvürfen den Lechner aller Herrlichkeit um ihretwillen einigermaßen vergelten konnte. Da begegnete ihr Auge den mitleidigen Blicken Stasi's und und die Lisei vor den Altar treiben würde", schloß er Darum crtrug sie auch hingebend sein unwirsches Wesen sie stockte und ward feuerroth. Stürmischer noch als vor. und die Ausbrüche seiner Heftigkeit. Sie litt vielmehr her umschlang sie Stasi. Dann entnahm sie der Kleiderlade Auch die Andern lachten und Afra forderte Stafi auf, um ihn, als durch ihn und immer noch durchbrach seine ein Kästchen, das ihren Schmuck enthielt, und diesem ein in Erwartung Lisei's ihre Wirthschaft sich anzusehen. Liebe zu ihr wieder die Wolken, die sie oft genug ver- silbernes Kreuz an einem Kettlein und hing es Stasi, ehe diese sich dagegen wehren konnte, um den Hals. Stafi Laß sie nur gehen", scherzte der Müller zu Am- hüllten. Afra warf ein rothseidenes Gürtelband, das sie eben in möchte es doch ja annehmen, bat sie und füßte die Vers Daß es ein bros.„ Die müssen jetzt ihre Herzen gegeneinander ausschütten über ihr Kochen und ihren Buz und über ihre der Hand hielt, mit einer verächtlichen Bewegung in den legene; es wäre ja an sich ganz werthlos. Geschenk des Müllers zu ihrer Firmelung war, erwähnte Männer. Na, geht nur nicht zu hart mit uns in's Raften und nun seufzte sie. Da fragte Stasi sanft: Siebst Du dein Deinen sie nicht. Vielleicht dachte sie in diesem Augenblicke auch Gericht." " Jetzt hör Giner wie eitel die sind," lachte Afra über Mann nicht? Er scheint doch ein so guter Mann zu sein?" nicht daran. aber die Einige Minuten später kehrten Beide in die Wohn" D gewiß," rief Afra verwirrt, aber Männer machen es Ginem oft so schwer, sie lieb zu haben. stube zurück. Der Müller forderte Stafi mit scheinbar ernster Miene auf, fie möchte ihm Bericht über ihre Inspektion Das wirst Du auch schon erfahren haben." abftatten, und ihm nur ungeschont die Wahrheit sagen, denn er wüßte schon, daß seine Frau von der Wirthschaft Lachend. die Schulter zurück. Als ob wir Frauen von nichts Besserem zu reden hätten, als von Euch." Der Müller drückte gegen Ambros das eine Auge halb zu und winkte mit dem Kopfe vergnügt nach den beiden jungen Frauen hin... Stafi schüttelte den Kopf. War in ihrem Verhält nisse Jemand anzuflagen, so war es nach ihrer Ueber1 Weizen Roggen 1857/61 82,81 54,5 1862/66 73,8 53,1 1867/71 90,7 69,3 1872/76 98,9 64,0 1877/81 89,6 65,6 71,9 • 61,6 1882/85 1885/88. 57,0 44,1 Trotz des starken Falls der Getreidepreise ist der Export von Zerealien und Hülsenfrüchten von 29 Millionen Hektoliter im Werthe von 254 Millionen Goldrubel in 1866-70 auf 50 Millionen Hektoliter im Werthe von 516 Millionen Gold rubel in 1881 und auf 133 Millionen Hektoliter im Berthe von 796 Millionen in 1888 gestiegen. Das Settoliter kam im Durchschnitt 1866-70 auf 8,7, 1888 auf Diese Thatsachen sind bemerkenswerth genug; wer hören will, muß ihre Sprache verstehen. 6 Mark. er aus, das einen mäßigen Umfang von 1000 bis einer Retorsionsmaßregel den Abschluß des Handelsvertrags 3000 Morgen hatte, war seit dem Kurfürsten Friedrich Wil- beantworten und einen Ausfuhrzoll auf den Roggen legen helm die Pflanzschule und der Altentheil adeliger Offiziere werde. Dieser werde Deutschland zu einer weiteren Herabund Beamten. Jetzt sei ein großer Bruchtheil dieser sehung der Kornzölle nöthigen. Darauf werde Rußland den Güter in dem Latifundienbesitz neuer Adelsfamilien Ausfuhrzoll wieder steigern, bis die Getreidezölle in Deutschund verschwunden, Der Rest sei entbehrlich, seit land gefallen wären. So werde eine Zeit kommen, in der der Staat die Offiziere gut besoldet und pensionirt." der russische Finanzminister den deutschen Kornzoll beziehen Was Meyer über die Bedeutung des Latifundienwesens sagt, und für die Ausführung der Frankensteinschen Klausel und ist beachtenswerth; aber die Entwickelung geht auf die Kon- der lex Huene das Geld fehlen werde. Die Schlußfolgerung, die Meyer aus diesen Betrach zentration auch des Grundbefizes, auf die Durchführung des Großbetriebes und Großgrundbesizes. Diese Entwickelung tungen zieht, ist einleuchtend. Er wendet sich gegen die wird in eine genossenschaftliche Wirthschaftsweise ausmünden, halben Maßregeln, gegen die Palliativmittelchen der Einzelwelche den Grund und Boden in den Besitz der Gesellschaft anträge, gegen die Politik des Bauderns und Abwartens, die ihren Gang einrichtet. nach dem Muster der Echternacher überführt. Doch dies nur nebenbei! Unser Gewährsmann weist des Näheren nach, daß man Springprozession, und was die Arbeiterpartei energisch forDeutschlands wirthschaftliche Stärke überschätze, wenn man dert, heischt auch er. Er sagt:" Mein Votum ist Abannehme, daß der Abschluß eines Handelsvertrages mit schaffung der Kornzölle". Die Wadelstrümpfe Desterreich- Ungarn allein schon genüge, die zollpolitischen des Deutschfreisinns, wie Herr Rickert, die vor einer sofor Schwierigkeiten zu beheben, in welche uns die Bismarckei tigen Beseitigung der Agrarzölle zurückbeben und hübsch Wem nützt der Kornzoll? Hülfe er den Bauern, sagt hineingetrieben hat. Kommt ein Vertrag mit Defterreich zu langsam, allmälig, um die theuren Junker nicht gar zu ſehr Meyer, dann wäre er längst in der Schweiz eingeführt, wo Stande, sagt Meyer, der den Zoll auf 3,50 M. ermäßigt, zu kränken, diese schmählichste aller indirekten Steuern das Baueruthum dominirt. In der Schweiz beträgt übrigens so ist Frankreich zu dieser Vereinbarung nicht zu haben, abbröckeln lassen wollen, diese fackeltanzlüfternen Seelen der rotverbrauch 268 Kilogramm Brot( meist Weizenbrot), weil es einen höheren Boll haben will, die Schweiz, Belgien wird dieser radikale Gedanke nicht besonders erfreuen. also über 100 kilogramm mehr als in Deutschland! Die und Holland werden sich gleichfalls dazu nicht herbeilassen, Was der ehrliche konservative Sozialpolitiker mit wissen Schweiz ist aber auch ein wildes Land. weil sie gar feinen Boll haben wollen. Der geträumte schaftlicher Unbefangenheit darlegt, das ist auch die Ansicht der Meyer hatte schon 1874/75, als seine Parteigenossen mitteleuropäische Zollverein" ist ein Schemen. Arbeiterschaft. Die Kornzölle müssen fallen, so rasch wie Kornzille forderten, ihnen klar gemacht, daß dies den Daß Deutschland und Desterreich isolirt nichts von Be- möglich fallen, im Interesse des Volkes, mögen auch die Gegensatz zwischen Groß- und Kleingrundbesitz noch lang erreichen können, geht aus den folgenden Daten mit Feudalen Beter schreien, daß sie nicht länger diese Art Wegemehr verschärfen werde. Er befürchtet von seinem Schärfe hervor. Es betrug im Zeitraum 1885/89 durch lagerei betreiben dürfen. Standpunkt aus, daß die Sozialdemokratie bei ihrem schnittlich in Millionen Kilogramm: Feldzug aufs Land Erfolg haben werde. Er theile Bus nicht, fagt er, die zur Schau getragene Sicherheit der Agrarie III. bisexs · . Die Mehr einfuhr Deutschlands. Die Mehr ausfuhr Desterreichs Das Defizit beider Resultate Also Ueberschuß Defizit. • Weizen Roggen Gerste Hafer sammen 805 530 535 167 1538 415 221 686 309 466 25 69 142 110 852 Daß ein ehrlicher konservativer Sozialpolitiker- die nationalökonomischen Strebelinge und literarischen Schaumschläger, welche heute für den Konservatismus das Wort führen, verdienen diesen Namen nicht, die Kornzölle so scharf verurtheilt, ist eine niedliche List der geschichtlichen Entwickelung. Rudolph Meyer aber mag sich Glück wünschen, daß er nicht unter den deutschen Junkern lebt. Ihm ist ein glücklicheres Loos gefallen. Er hauſt auf seiner kanadischen Farm und züchtet Schweine, was sicher für ihn ersprießlicher und erfreulicher ist, als wenn er die Perlen seines Wissens und seines Charakters vor die„ Edelsten und Besten" würfe. Berlin, 29. April. Der Schutzoll hat den Gesammtwerth der Berealien gegen den Weltmarktpreis um ein Viertel erhöht, so daß die Großgrundbefizer 500 bis 600 Millionen jährlich durch die Agrarzölle verdienen. Dauernden Nutzen aber hat, wie Meyer ausführt, blos der fideikommissarisch gebundene Besitz, oder der, bei welchem nur ein Erbe ist. Bei jedem Erbgang aber, oder bei Verkauf auf Grund der fiktiven, Ginge der ganze Ueberschuß von Getreide aus Defter um 25 pct. infolge der Zollerträge erhöhten Rente nehmen reich- Ungarn nach Deutschland, was einfach undenkbar ist, Miterben und Verkäufer ihren Antheil in Baargeld oder so hätten beide Reiche ein Jahresdefizit von 82 Millionen 8½ Hypotheken heraus, so daß bei einem Fall des Zolls die Doppelzentnern, Desterreich- Ungarn ist nicht im Stande, augenblicklichen Befizer allein getroffen werden. Seit 1879 wie die obigen Ziffern klar aufweisen, den Jahresbedarf des hat vielleicht ein Drittel der Grundbefizer gewechselt, wovon Deutschen Reiches an fremdem Getreide zu decken, und selbst Politische Uebersicht. die Hälfte, also ein Sechstel, bei dem Sturz der Schutzzölle bei einer Ausdehnung und stärkeren Intensivität des Ackerzu Grunde gehen wird. Haben alle Besitzer nach etwa baubetriebes jenseits der schwarzgelben Grenzpfähle iſt in zwölf Jahren gewechselt, so würde die Hälfte in Verfall absehbarer Zeit eine erheblich größere Zufuhr nicht Der Kampf um das Staatsalmosen an die gerathen. Die Gefahr wächst also mit jedem Tage, den Vor allem dasjenige Brotgetreide, das Buder magnaten wurde heute im Reichstag fortgesetzt. das Zollsystem noch dauert; je rascher es beseitigt wird, desto u erwarten. Vor in der deutschen Volksernährung die erste Rolle Das Almosen in der alten Form will nicht mehr recht besser für die Besizer. Die Großgrundbesitzer haben einen Bauern nach dem spielt, die Grundlage des Haushalts der breiten Massen, gehen das hat die Majorität begriffen, allein sie will sich der Roggen muß anders woher beschafft werden. Deutsch- das Almosen in irgend einer andern Form erhalten. Und anderen ausgekauft, sie haben die ansässigen Tagelöhner in land verbraucht durchgängig zwei Drittel Roggen, noch nicht es iſt merkwürdig, mit welcher Inbrunst die ritterlichen und den Zeiten der hohen Kornpreise als zu theuer entlassen, sie ein Drittel Weizen für Brotbereitung, in Norddeutschland unritterlichen Herrn Interessenten Grafen, Fürsten, Freihaben die Naturallöhne in Geldlöhne umgewandelt, das beträgt der Roggenbrotverbrauch sicherlich neun Zehntel des herrn und„ bürgerliche Kanaille" in brüderlicher Harmonie Land künstlich entvölkert; und mit tiefem Seelenschmerz Brotkonsums überhaupt. Beide Länder aber find in Roggen für ihr Recht auf das Staatsalmosen sich ins Zeug die westlichen Bezirke die spottschlechten Löhne um lächerlich passiv, fie müssen ihn fast ganz von Rußland beziehen. Die legen. Das Motto dieser sehr gemischten und doch so ein kleine Beträge hier und da erhöhen, die erbärmliche Kosteizen- und Haferpreise werden vielleicht etwas sinken, nicht beitlichen Gesellschaft ist das Wort aus dem" Faust": aber die Roggenpreise. Und zum Weizenbrotkonsum ist die Am Golde hängt, um Weniges aufbessern. Bolen aber ist noch nicht verloren, breite Boltsmasse nicht befähigt, weil sie zu arm ist, ganz " Nach Gold da brängt es liefert Rulis, die in's Land geholt werden, um die abgesehen von der Schwierigkeit, die alte Brotart aus dem Doch Alles." heimischen Arbeiter zu drücken und zu ersetzen. Meyer sagt: Volksgebrauch zu verdrängen. Charakteristisch ist die Haltung der Regierung. Sie Diese Patrioten par excellence slavisiren Deutschland bis Was für eine Bedeutung die russische Landwirthschaft will mit dem Prämiensystem und den Staats- Almojen zur Elbe." In den fünfziger, den sechziger Jahren erhielt für Deutschland hat, ergiebt sich klar aus einem Vergleich Empfängern, welche gar mächtig sind im Deutschen Reiche bei dem damaligen hohen Stand der Kornpreise ein ber russischen und der österreichischen Getreide- Einfuhr. nicht endgiltig brechen und für sich eine möglichst hohe Ein Pferdeknecht in Pommern 20 bis 25, in Branden- Deutschland importirte im Jahre 1889 in 1000 Doppel- nahme herausschlagen. Daß sie an die Möglichkeit denkt, burg bis 40 Thaler Jahreslohn. Die Kost war kläglich, zentnern: Abends Häring mit Bellfartoffeln, 14 Pfund Brot müssen sie bei dem Zuge der oftdeutschen Landarbeiter in " Weizen 1844 3045 Roggen 158 9347002386 93 Hafer Gerste 2806 3126 nach der von ihr vorgeschlagenen stufenweisen Herabsehung im Sommer, 12 Pfund Brot im Winter, dreimal wöchent Aus Desterreich der Prämien dieselben nicht abzuschaffen, sondern weiter zu verlängern das wurde heute von dem Finanzfekretär lich Fleisch zu Mittag; das Salz der Häringslake Ungarn von Malzahn offen, wenn auch vielleicht nicht mit Absicht wurde oft getrocknet und zum Würzen" der Speisen vernügt. Aus Rußland erklärt. Nur nichts umkommen lassen, und für die Landproletarier Wir können den russischen Roggen nicht entbehren. Während die Herren Zuckerinteressenten aller Stände ist das Schlechteste gerade genug, das war und ist die Die Beziehungen zwischen dem Zarenreich und Deutschland und verschiedenen Parteien sich krampfhaft an das StaatsLosung der Grundherren. Dabei konnte Geld verdient haben sich wie folgt entwideit. Deutschland verkaufte an almosen festklammern, eilt das Zentrum der Regierung werden." Heute beträgt der Lohn in der Mark 55, in Rußland 1880 für 274, 1885 für 144, 1888 nur noch für mit einem Antrag zu Hilfe, welcher ihr 18 M. Verbrauchs Bommern 40 bis 55 Thlr., die Kost ist etwas, doch nur 124 Millionen Rubel Waaren; die Russen exportirten nach steuer pro Doppelzentner bietet was den von der Regiewenig beffer." Deutschland 1880 für 138, 1885 für 142, 1889 aber bereits rung geforderten 22 M. ziemlich nahe kommt, und Trotz alledem flagen die Agravier, daß sie nicht be- für 192 Millionen Rubel. außerdem einen, dem Satz der Regierung sich nähernden stehen können. Und Meyer fragt rund heraus:" Bilden sie Meyer befürchtet, daß die russische Regierung, die Prämienjatz für die Uebergangsperiode beſtimmt. einen unumgänglich nothwendigen und sehr nützlichen Stand?" gegenüber den deutsch- österreichischen Abmachungen ein un- Nach längeren Debatten, in denen der sozial Das alte preußische sideikommissarische Rittergut, so führt heimliches Schweigen beobachte, mit dem wuchtigen Vorstoß demokratische Standpunkt wieder von Ulrich vertreten nichts verstünde. Stafi tappte auch richtig in die Falle und " zwischen nickte er von Zeit zu Zeit seiner Frau zu, zum Der Müller nickte. Heut' vor acht Tagen auf dem er lachte herzlich, als sie eifrig die Bertheidigung seiner Beichen, wie vortrefflich sie ihre Sache gemacht hätte. Lisei Kirchgang, da hab' ich ihn mir mal ordentlich vorgenommen. Frau übernahm. Ambros stellte unterdessen einen Vergleich sprach der Hausfrau ihre Anerkennung des vorzüglichen Ge- Hatte meine Säge ordentlich scharf gemacht und ließ alles an, oder der Vergleich drängte sich vielmehr ihm auf, als er bäckes aus. Es war ihr nicht anzumerken, wie schwer sie sich Wasser aufs Rad, aber ein Stück Eisen hätt' ich eher durchbie beiden jungen Frauen hereinkommen und beieinander stehend innerlich bedrückt fühlte. Ihre Stimme klang ruhig wie immer schnitten als seinen Eigensinn. sah und sein Stolz erhielt eine neue Wunde. Es war und ihre Mienen zeigten den gewohnten freundlichen Ernst. Sie Staft's ärmlicher Anzug, der ihm neben Afra's schönen war ja nicht gekommen, um Trost zu holen, sondern zu nichts ausrichten können," seufzte Lifei. „ Auch Wolf hat mit allen seinen Vorstellungen bei ihm Kleidern peinlich auffiel; und er schämte sich, daß er Staft bringen und sie lächelte Staft zu, wann deren Blicke den nicht so zu puzen permochte, wie es seiner Frau gebührte. ihrigen begegneten. Es war ein ermuthigendes Lächeln; war die Zornader dick angeschwollen. Er ballte die Faust. Stafi saß bange da. Auf der Stirne ihres Mannes Er fühlte sich gedemüthigt und Stafi verschlimmerte die denn es entging ihr nicht, daß Stasi, wenn sie sich un Ehe er aber ein Wort sagen konnte, rief der Müller mit Sache noch, als sie, unbeschreiblich lieblich in der Verlegen beobachtet glaubte, mit einer gewissen Aengstlichkeit nach einer abwehrenden Handbewegung gegen ihn: heit darüber, daß sie den Scherz des Müllers nicht gleich Ambros fah, der in keineswegs heiteren Gedanken mit und vergiß ihn, aber mir kann er leid thun, wie Einer, der Gei still, entdeckt hatte, zu ihm kam und ihm das Kreuz zeigte, das seinem Kaffeelöffel spielte. In Afra wirkte noch die Er in seiner Blindheit nicht weiß, was er verscherzt. Laß ihn! fie von Afra erhalten hatte. Er empfand es wie einen regung ihres Gesprächs mit Stafi nach und der Kaffee war Die Stund' wird schon noch kommen, wo ihm die Augen Stoß auf auf das Herz, daß man seiner Frau ein nicht geeignet sie herabzustimmen. Sie sprach viel und aufgehen werden, und wenn nicht eher, so doch auf seinem Geschenk zu machen wagte. Man hielt ihn also lebhaft und lachte oft, und ihre großen, schwarzen Augen Todtenbette." für einen armen Teufel, dem man ohne weiteres hatten einen ungewöhnlichen Glanz. Wie unscheinbar nahm ein Almosen gab! Das Blut stieg ihm zu Kopf, sich, Alles in Allem, Stafi neben ihr aus. Und Ambros einem zornigen Lachen. " Auf seinem Todtenbette," wiederholte Ambros mit und wer weiß, wozu er sich hätte hinreißen lassen, wenn der fragte sich, was ihn nur bewogen hätte, um dieses unMüller nicht mit der Aufforderung dazwischen gekommen scheinbaren Wesens willen seine ganze Butunft auf's Spiel an allem Schuld!" ," rief Stafi in Thränen ausbrechend, und ich bin wäre, sich an den Tisch zu sehen. Er wollte nicht länger zu setzen? auf Lifei warten. Seine Frau ging und erschien mit einer brückte den Kopf der Weinenden an ihren Busen und flüsterte Lifei eilte zu ihr, legte den Arm auf ihre Schulter und riefigen braunen Kaffeekanne wieder. tröstend:" Nicht Du! nicht Du!" Endlich schob auch der Müller seine Taffe zurück, holte feinen Tabatsbeutel aus der Tasche und reichte ihn Ambros, damit er seine Pfeife fülle. Ambros mochte nicht rauchen. Der Müller sah Ambroz durchbringend an und Lisei folgte ihr fast unmittelbar auf dem Fuße. Störet Euch ja nicht", bat sie und hatte schon ihren Mit langsamer Uniſtändlichkeit stopfte sich der Alte sein deutete dann mit den Augen auf Staft. Düfter richteten Mantel abgelegt, ehe Stasi, die aufgesprungen war, ihr helfen Pfeifchen und nachdem er den Tabak angebrannt und be- fich Ambros' Blicke auf sie. Afra hatte die Arme unter konnte. Sie füßte Stafi mit schwesterlicher Herzlichkeit und haglich einige Züge gethan, ſagte er, seiner Frau einen dem Busen gekreuzt; unbeweglich saß sie und unbeweglich reichte dem Bruder mit einem tieferen Blick ihrer guten heimlichen Wink gebend:" So, jetzt will ich mal ein Bissel ruhten ihre Augen auf Ambros. Nur ihre Nasenflügel grauen Augen die Sand. Der Müller war unterdessen nach dem Wetter ausschauen. Ihr nehmt's mir wohl nicht zitterten leise. Ihr Mann schüttelte den Kopf, legte die auch aufgestanden und sagte, ihre Hand schüttelnd: übel. Es ist das so meine Art." Das Beste kommt immer zuletzt!" Er schob den Ambros aber hielt ihn mit den Worten zurück: mir so ungeschickt reden? Natürlich ist sie Schuld an Pfeife auf den Tisch und sagte: Wie kann die kleine Frau Lehnstuhl aus der Ofenecke an den Tisch und drang darauf, Unseretwegen bleibet nur hier; denn was mir die Lisei zu allem, und wer den Ambros kennt, der wird's ihr nicht ab daß Lisei diesen Ehrenplatz einnähme. Lisei aber drückte sagen hat, das weiß ich schon." den Alten selbst mit sanfter Gewalt in den Lehnstuhl und Je nun, wenn ich und meine Frau Euch nicht im Namen laufen, wenn er durchaus sein eigener Feind sein streiten, ja, ja, ja! Laßt doch den Klosterbauer in Gottes setzte sich neben ihn. Wege find, Kinder," sagte der Müller mit einem fragenden will. Was wollet Ihr, Ihr seid jung, gesund und habet Blick auf Lisei, dann wird ja wohl das Wetter draußen einander lieb? Gelt, Ambros," wandte er sich zu diesem, noch das alte sein- auch auf dem Klosterhof." Sinnes- wie das Lamm Gottes alle Deine Sünden auf sich nimmt. gestand Frau zu haben! Ja, ja, ja! So eine kleine Frau, die es ist ein großes Unglück, so eine kleine, liebe, hübsche Fortsetzung folgt. Während einer guten Weile hörte man nur das Klappern der Tassen und Löffel. Afra schenkte fleißig ein und nöthigte zu ihrem Gebäcke. Den gesegnetsten Appetit bewies ihr Mann; gründlichst und mit sichtlichem Behagen Lisei mit einem Seufzer. Sie hatte von keiner Es war das alte, auch auf dem Klosterhofe, Lag er dem Geschäfte des Trinkens und Essens ob und ba- länderung des Vaters gegen Ambros zu berichten. " ward, schritt das Haus zur Abstimmung, die bei§ 67 und es giebt thatsächlich kein Land mehr, welches dem Ein-[ aus 2a 2ouviere, wonach eine zahlreiche Arbeiterversamms ( Prämiensäge) in Bezug auf die Anträge Stolberg- wanderer günstige Aussichten des Fortkommens eröffnet. Ueberall lung daselbst einstimmig beschlossen hat, am 2.(?) Mai allge Wernigerode und Orterer eine namentlich e war. Ersterer basselbe Schauspiel- dieselbe Ueberproduktion, dieselbe mein zu feiern. Nach demselben Blatte scheinen sich die Arbeiter im Borinage ebenfalls anzuschicken, einen allgemeinen Antrag, der für die Uebergangsperiode" bis zum Jahre 1900 Misère. Der Arbeiter mag gehen, in welches Land er will, Streit am 2. Mai ins Werk zu setzen. Die„ Reforme" beschwört fehr fette Prämien fordert, wurde mit 228 gegen 16 Stim- überall findet er den Kapitalismus, überall hin folgt ihm die Arbeiter, diesen Fehler nicht zu begehen. men abgelehnt. Für den Antrag Orterer, der niedrigere das Elend. Ist einmal irgendwo starke Nachfrage nach Brüssel, 29. April. Die Truppen in den Garnisonen der Säße vorschlägt, stimmte nur das Zentrum geschlossen und Arbeitern, so stürmen sofort in hellen Haufen Soldaten der großen Städte werden am 1. Mai konfignirt und die Gendarmerieetwa die Hälfte der Nationalliberalen. Er wurde mit 142 großen Reserve- Armee herbei, und rasch ist die Lücke aus- korps in den Arbeiterzentren verstärkt werden. gegen 104 Stimmen abgelehnt. Desgleichen fiel die Fassung gefüllt, mehr als ausgefüllt." Warnen Sie ja Für den 1. Mai sind zahlreiche Meetings im Freien geplant. ber Regierungsvorlage. Das gleiche Schicksal hatte der§ 2, vor der Auswanderung hierher" schreibt Die Gendarmerie in den Revieren von Charleroi und betreffend die Steuerhöhe, welcher in der Dienstags- Sigung man uns aus den Vereinigten Staaten. Warnen Mons wird verstärkt. zurückgestellt worden war. Der Steuersatz von 18 Mart Sie ja vor Auswanderung!" schreibt man uns aus Süd- Auch Spanien bleibt weder was die Vorbereitungen der wurde( vermittelst eines Hammelsprungs) ebenso verworfen, amerika. Und warnen Sie ja vor der Auswanderung", Arbeiterschaft, noch was die polizeilichen Anstrengungen anlangt, wie alle anderen Säße und schließlich auch die Regierungs- schreibt man uns aus Australien. nicht hinter dem übrigen Europa zurück. Der Frankf. Btg." entfaffung. So bleibt dem Arbeiter denn nichts übrig, als sich nehmen wir folgende Zusammenstellung: Somit ist die zweite Lesung im Plenum ebenso ba heim sein Loos menschenwürdig zu gestalten. Und die bao, Sevilla, Saragossa, Valencia, Balla. da Am 26. b. M. fanden in Madrid, Barcelona, Bil. resultatlos verlaufen, wie die Verhandlungen der Kommission. Logik der Thatsachen hat so eine Lektion gelehrt, welche der bolid Versammlungen statt, welche sich mit der Frage der In der dritten Lesung wird sich jedoch voraussichtlich theoretisirende Verstand der Meisten nicht begreifen wollte. Maifeier beschäftigten. Man sprach sich übereinstimmend gegen eine Majorität finden, und zwar im Sinne des Zentrumseinen Generalausstand, zu Gunsten von friedfertigen Kundantrags vorausgesetzt, daß es den Zuckerinteressenten nicht In den nächsten Tagen wird ein Theil der deutschen gebungen aus, wie sie durch ministerielles Rundschreiben gestattet gelingt, Alles zu verwerfen, um so den status quo den Delegirten, nachdem die Vertragsverhandlungen ab- worden sind. In Barcelona hegt man Befürchtungen und gegenwärtigen Zustand- zu erhalten. Wenn's gelingt, geschlossen, Wien verlassen. Ein Theil bleibt dort zur die Geschäfte stocken; die Anarchisten halten dort zahlreiche Verallerdings das Beste für die Herren Zuckerinteressenten. Führung gemeinsamer deutsch- österreichischer Verhandlungen fammlungen. Schuster, Schriftseher und andere Arbeiterschaften Nächste Sigung morgen Nachmittags 1 Uhr. Kleinere mit anderen Staaten. Nunmehr ist endgiltig entschieden, haben beschlossen, zu streiken, um den Achtstundentag zu er Borlagen. Uebermorgen: Branntweinsteuer. Für Montag daß die Vorlage des Vertrages an die Parlamente erst zwingen. ist die dritte Lesung des sog. Arbeiter- Schuh- erfolgt, wenn die Verträge mit anderen Staaten abgeschlossen sind. gesezes in Aussicht genommen. V Bur Maifeier " Das Depeschen- Bureau Herold" berichtet ferner aus Spanien: Madrid, 27. April. Die Arbeiterbewegung in Catalonien In Frankreich wird eine Ermäßigung der Ge- und Bilbao nimmt große Dimensionen an. Sechs Kriegsschiffe Die Nachrichten aus den Bergwerts Bezirken find in Barcelona eingelaufen, woselbst sie bis zum 10. Mai laffen darauf schließen, daß der Streit nicht über den treidezölle ernstlich erwogen. Morgens verbleiben. Die Garnison in Barcelona ist tonfignirt. ursprünglichen Herd hinausgegriffen hat, und daß auch dort Truppen marschiren in die Industriegegenden ab. Die Garniselbst die größere Hälfte der Bergleute sich an dem Streif sonen in dem Bezirk Bilbao sind überall verstärkt. Die Behörden nicht betheiligt und ruhig fortarbeitet. Bestätigt sich dies weifen in Maueranschlägen auf ein Rundschreiben des Ministers - und wir haben keinen Grund, an der Richtigkeit zu des Innern hin, worin öffentliche Straßenumzüge verboten, Werzweifeln, so wäre unsere Voraussage, daß der Streik von sammlungen in geschlossenen Räumen dagegen gestattet werden. vornherein verloren war, bereits erfüllt, und würden wir liegt heute eine Fülle von Nachrichten wieder vor; die Behörden Die Bäcker in Barcelona sind ausständig. Zeitungen werden am sind unermüdlich an der Arbeit, die Demonstration zu stören, nur noch den Wunsch zu äußern haben, daß die streikenden sie unmöglich zu machen. Doch all' der Mühe Schweiß wird 1. Mai in dem leßtgenannten Orte nicht erscheinen, da die Drucker feiern wollen. Arbeiter dies einsehen und auf weiteres Ringen, das für sie vergeblich vergossen sein, die Demonstration wird gelingen, sie Barcelona, 28. April. Die Besorgnisse vor dem 1. Mai nur verlängertes Elend bedeutet, verzichten mögen. wird jedem Unparteilichen desto großartiger erscheinen, je mehr Jedenfalls steht fest, daß die vereinzelt gebliebenen Stimmen Bourgeoisie und Behörden alles daran seßen, die Pläne der Ar- üben auf den Handel einen lähmenden Einfluß. Gestern forderten in einer großen Versammlung 9000 junge Arbeiterinnen den auf der Bochumer Delegirtenversammlung recht hatten, beiterschaft zu durchkreuzen. Achtstundentag. Die Regierung trifft umfassende Sicherheitsmaßregeln. Truppen werden nach Barcelona hin konzentrirt, um die vielen Tausende von Arbeitern in Schach zu halten. melche davor warnten, zu glauben, die Gesammtheit In Dresden verbieten die Polizeidirektion und die Amtsder Bergleute stehe hinter den Delegirten. Die Majorität hauptmannschaften von Dresden- Altstadt und Dresden- Neustadt der Delegirten beurtheilte die Lage und die Stimmung für ihre Bezirke auch gruppenweise Ausflüge für den dritten Mai. entschieden falsch. Der Grund dieser sonst unbegreiflichen In Crimmitschau( Sachsen) wurde unserem VertrauensTäuschung ist in dem Mangel an Organisation mann folgender amtlicher Entscheid zngestellt: zu suchen, der es den Führern unmöglich machte, mit Anf Ihr im Auftrage des Festkomitees zur Feier des 1. Mai den Maffen genügend in Fühlung zu sein. Möge dieser hier eingereichtes Gesuch wird Ihnen hierdurch eröffnet, daß die Streit wenigstens das Gute haben, daß die deutschen Berg- unterzeichnete Behörde beschlossen hat, die Genehmigung sowohl Leute sich von der Nothwendigkeit einer festen Organizur Abbaltung eines Bapfenstreiches am Abend des 2. Mai 1. 3. wie zur Auführung eines Umzugs am 3. Mai d. J. zu versagen, sation überzeugen, welche die Gesammtheit umfaßt da zu einer öffentlichen Feier des genannten Tages irgend welche oder doch stark genug ist, sie zu leiten. Veranlassung nicht vorliegt, Korrespondenzen und Parteinachrichten. Calbe a. d. S., 28. April. Wegen Reverenzverweigerung" ist gegen den Arbeiter Baitz von hier Anklage erhoben worden. Der genannte B., welcher 3. 8. wegen angeblicher Beleidigung eines Grubeninspektors aus der Zeit ber vorjährigen Bergarbeiterbewegung eine einmonatliche Haft verbüßt, soll in einer Bersamm lung, in welcher Pastor Ebeling einen Vortrag hielt und ein Hoch auf den deutschen Kaiser ausbrachte, bei diesem Hoch fizen geblieben sein. Zeugen für dieses Sitzenbleiben sind der genannte Bastor, der Kantor Bohlenz und ein Ackerbauer Namens Thier. Der Angeklagte leugnet, figen geblieben zu sein, der Staatsanwalt glaubt ihm aber nicht. Db solche Anklagen wohl im byzantinischen Reiche möglich gewesen wären? Der gestern in Düsseldorf versammelte Ausschuß des Aus Braunschweig wird telegraphirt: Vereins zur Wahrung der gemeinsamen wirthschaftlichen Mit Ermächtigung des Staatsministeriums wurden für das Interessen Rheinlands und Westfalens richtete, angesichts ganze Herzogthum seitens der Behörden für den 1. und 3. Mai der betrübenden Erscheinungen im niederrheinisch west- Bersammlungen unter freiem Himmel, öffentliche Aufzüge sowie fälischen Kohlenrevier, telegraphisch an den Bundesrath das die Vernachlässigung der vorgeschriebenen Polizeistunde verboten. Gesuch, er wolle die Gewerbe- Ordnungs- Novelle ohne den Aus Anhalt geht uns Nr. 853 der Gesezes- Sammlung für in zweiter Lesung vom Reichstag abgelehnten§ 153 für das Herzogthum Anhalt vom 28. April 1891 zu, welche eine unannehmbar erklären. Polizeiverordnung enthält. Die ersten zwei Paragraphen dieses staatsretterischen Erlasses lauten: Das glauben wir ganz gerne. Der Kapitalismus, § 1. Rothe Fahnen, deren Entfaltung als Demonstration Hochstadt( Wahlkreis Hanau- Gelnhausen- Drb), den 26. April. dessen gewichtigste Geldsäcke in dem genannten Vereine gegen die bestehende Ordnung zu wirken bestimmt oder geeignet In diesem Städtchen, unweit des durch seine unlängst verkrachte vertreten sind, hat an feiner Gesetzesvorlage, die dem jetzt ist, dürfen öffentlich sichtbar weder befestigt noch geführt werden. Antisemiten- Bersammlung bekannt gewordenen Windecken, fand tagenden Reichstage vorgelegt wurde, mehr Interesse gehabt,§ 2. Zuwiderhandlungen werden unbeschadet der Be- heute im Saal Bum neuen Bau" eine gut besuchte Volksverals an dem berüchtigten§ 153 der Gewerbenovelle. Und fugniß der Polizeibehörden zur Beseitigung der Fahnen im Wege fammlung ftatt, in welcher auf Einladung unserer Genossen aus unmittelbaren Zwanges mit Geldstrafe von 15 W. bis zu dem Wahlkreis Dr. Rüdt aus Heidelberg über das Thema„ Der da diese Herren die Reichsregierung für den ergebenen 30 M., an deren Stelle im Falle des Unvermögens entsprechende erste Mai" sprach. Die Ausführungen des Redners weckten beDiener des Kapitalismus halten, so verlangen sie, daß der geisterten Wiederhall in den Herzen der anwesenden Proletarier § 153, der ein so schöner Ersatz für das zum Bedauern Saftstrafe tritt, bestraft. aus Dorf und Stadt; es schieden die Genossen mit den besten dieser Gesellschaft abgelaufene Sozialistengesetz wäre, unbe Hoffnungen für die weitere Aufklärung dieser Bevölkerung, welche die Antisemiten seit Jahr und Tag irre zu leiten versucht haben. dingt angenommen werde. Dagegen daß Frauen und Kinder weiter ausgebeutet werden, daß die winzigen Verbesserungen des Arbeiterschutzes zu Stande kommen, liegt ihnen nichts. Ganz im Gegentheil, sie wollen nur den zuckersüßen§ 153. Zu dem gestern von uns beleuchteten Briefe Moltke's bemerkt die„ Berliner Börsen- Zeitung": Der Mann, der dies schrieb, stand im 90. Lebensjahre! Nie hat ein in der Bollkraft seiner Tage Stehender die Frage mit leuchtenderem Geiste behandelt. Dies spricht für die tiefe Unwissenheit dieses Blattes in allen mit der Arbeiterbewegung zusammenhängenden Fragen mehr als viele Bände. Der Reichs- Anzeiger schreibt: Aus Heilbronn( Württemberg) wird geschrieben: Die Abhaltung eines von der sozialdemokratischen Partei geplanten Festzuges am Sonntag, den 3. Mai, wurde unterm 28. April vom Stadtpolizeiamt Heilbronn, das sich vorher vom Schmölln( Sachsen Altenburg), 28. April. Diese Woche ist Ministerium des Innern Weisung einholte wie sich der Herr Polizei- Amtmann einem Vertreter der sozialdemokratischen Partei gegenüber aussprach verboten. Aus Defterreich wird telegraphirt: Mehrere Bezirkshauptmannschaften verschiedener Provinzen haben die für den 1. Mai beabsichtigten forporativen Kundgebungen der Arbeiter untersagt; ebenso sind die Arbeiter versammlungen behuss Feststellung des Verhaltens am 1. Mai durch die Behörden mehrfach verboten worden. Die Arbeiter vieler industrieller Etablissements beschlossen, am 1. Mai nicht zu feiern. Besonders zahlreich sind heute die Nachrichten aus der Republik Frankreich. für das Herzogthum und den Wahlkreis Sachsen- Altenburg eine rechte Agitationswoche; in allen größeren Orten fanden Versammlungen statt oder werden Versammlungen stattfinden, in benen mit der Berathung über die Maifeier die Erörterung des Parteiprogramms verbunden wird. Wahrhaft kläglich ist das Berhalten der Gegner gegenüber unserer Agitation. So wurde in Kahla die Wirthin dahin bearbeitet, daß sie ihren Saal nicht einem Referenten, der dem Volke den Gott aus dem Herzen reiße, zum Vortrage hergeben solle. Gs bezog sich diese Andeutung auf eine Versammlung, welche, mit demselben Referenten, schon vierzehn Tage früher stattgefunden hatte und in welcher der Pastor und Diakonus in der Debatte das Wort nahm, aber nicht einmal den Versuch einer Widerlegung des Referenten machte, auch nicht einmal Theologie und Kirche zu rechtAus Paris liegen folgende Depeschen vor: fertigen unternahm. In der zweiten Versammlung( das Lokal Paris, 29. April. Ein Maueranschlag verkündet, die Dele wurde nämlich doch hergegeben) nahmen die Gegner nicht mehr Verfassers ein Buch in zwei Bänden erschienen, betitelt„ Eine girten von Roubaix, Bordeaux, Lille, Troyes, Marseille, Nantes das Wort, traz zahlreicher Anwesenheit und trotzdem der Wor Vor einigen Tagen ist zu Leipzig im Selbstverlage des jüdisch- Deutsche Gesandtschaft und ihre Helfer von Karl und anderen Städten werden sich am 1. Mai 2 Uhr Mittags sigende sie zum Reben einlud und die Frage stellte, haben Sie Verfassers den deutschen Bundesfürsten, dem Bundesrath, sowie geben, um die übernommenen Aufträge, den öffentlichen Ge- Gegner sind auch hier eigenthümlicher Art. Wie in der zweiten sämmtlichen parlamentarischen Vertretungen in Deutschland walten zu überliefern. Die Föderation wird versichern, daß in Bersammlung in Rahla fonstatirt wurde, hat ein dortiger Gegner, zugeschickt werden. Dasselbe enthält zahllose verleumderische dem Kampfe um die Emanzipation der Arbeit, in welchen die ein Herr in angesehener sozialer Stellung, im Wirthshause feine Beleidigungen des Auswärtigen Amts und seiner Beamten, Arbeiter der ganzen Welt gerathen find, Paris wie die Departe. Bereitwilligkeit ausgesprochen, dem Führer der Sozialdemokraten die Fenster einzustoßen, wenn er dabei durch Einige geschützt sowie derjenigen der kaiserlichen Gesandtschaft in Beting. ments einmüthig zusammenstehen. Die Regierung trifft aus Anlaß der für den 1. Mai ge- würde." Geistiger"( im Sinne unserer Gegner natürlich) fönnen Wenngleich der Inhalt der Schrift den Eindruck erweckt, daß der Verfasser sich in einem bebauerlich frankhaften Zustande planten Kundgebungen umfassende Maßnahmen. Dem Bernehmen die zu unserer Bekämpfung gebrauchten Waffen freilich nicht sein. befindet, so ist doch, um die Frage der strafrechtlichen Berant nach sind bereits für heute zahlreiche Haussuchungen und In Ronneburg wagten sich die Gegner ebenfalls nicht zum wortlichkeit für die gedachte Veröffentlichung der gerichtlichen nöthigenfalls Verhaftungen von Anarchisten angeordnet, welche Wort. Dort wurde folgender Protest beschloffen, aus dessen Würdigung zu unterbreiten, der zur Strafgerichtlichen Ver- für revolutionäre Rundgebungen am 1. Mai agitiren. Infolge Wortlaut sich die zu Grunde liegenden Borgänge erkennen lassen: folgung der vorliegenden Beleidigungen gefeßlich erforderliche der in den letzten Tagen verbreiteten Maueranschläge, welche" Die Versammlung protestirt gegen die heut geschehene Entfernung Strafantrag von dem Staatssekretär des Auswärtigen Amtes das Militär zur Meuterei aufforderten, sollen die Soldaten einer Frau aus dem Versammlungslokale; sie erwartet, daß dem bevon heute bis nach dem 1. Mai in den Kasernen konfignirt treffenden Beamten eine zurechtweisung zu Theil wird. Die Versamm gestellt worden." lung protestirt ferner gegen die heute von einem der überwachenden Nun ganz schön! Auch wir wollen keine Bestrafung bleiben. Gs werden am 30. April sehr strenge Maßregeln getroffen Beamten gethane Aeußerung: So lange Bebel und Liebknecht von Verrückten. Wir empfehlen aber der Reichsregierung, werden, damit das Militär nicht von den Agitatoren beeinflußt noch nicht am Ruder find, regieren wir, und wir lassen die falls sie nicht einen geistig gestörten, sondern einen wirklich werden kann. Schon von heute ab sind die Truppen konfignirt, Frauen nicht zu"; sie erwartet eine Aufklärung des betr. Bea Schuldigen treffen will, den Verleger, den sehr klugen Ge- die Offiziere übernachten in den Kafernen. schäfts- Antisemiten Herrn Fritsch in Leipzig belangen zu Die Anarchisten(?) haben gestern damit begonnen, Mauer- amten durch seinen Vorgesetzten darüber, daß Beamte dem Gesetze Gehorsam schulden." anschläge in der Nähe der Kasernen anzutleben, worin die Bürgermeister den Referenten an dieser Begründung der Resolaffen. Goldaten aufgefordert werden, auf ihre Chefs zu schießen und sich lution mit der Androhung der Auflösung hindern wollte, so ,, Bleibe im Land und nähre dich redlich!" Ein dem Voltsaufstand anzuschließen. wird auch gegen ihn Beschwerde erhoben werden. In AltenEine Verhaftung von Anarchisten hat heute Vormittag nicht burg feiern die Kriegervereine den 1. Mai. Allerdings nicht Schönes Wort. Aber der Hunger thut weh, und wenn die die Kommisjäre, Trembe mir Brot bietet und lieb' Baterland" mich stattgefunden. Der Polizeipräfett empfing at 1. Mate, und im Sinne des Arbeiterschutzes, sondern die Absicht war, burch Vor einem halben Jahr- gab ihnen Instruktionen über ihr Verhalten am Mai. Zuvorkommen im Miethen der Säle die Arbeiter an der Maizum Hungertod verurtheilt? feier zu hindern. Erreicht ward diese Absicht jedoch nicht; es hundert schon und mehr stellte Heine beim Anblick eines Aus der Proving gingen folgende Depeschen ein: Marseille, 28. April. Entsprechend den Aufträgen der Re- wird nunmehr am 2. Mai gefeiert. deutschen Auswanderungszuges einen Vergleich an zwischen den auswandernden Deutschen und den nicht auswandern- gierung haben die Ortsbehörden Anordnungen getroffen, um den Franzosen, der darin gipfelte: wenn der gutmüthige kundgebungen auf öffentlichen Wegen zu verhindern. PolizeiDeutsche fich gedrückt fühlt, dann geht er dem Druck aus und Gensdarmerie- Patrouillen werden in den Straßen verfehren, dem Weg; wenn aber der heißblütige Franzose sich gedrückt Abtheilungen von Truppen werden verschiedene Puntte der Stadt fühlt, dann beseitigt er den Druck mitsammt den Be- besetzt halten. brückern. Nun die Wahl zwischen diesen beiden Methoden wird den Völkern nicht mehr lange freistehen. Die moderne Produktion hat ihren Welt- Eroberungszug so ziemlich vollendet, Roubaix, 28. April. Sämmtliche Arbeiter- Schiedsrichter unterzeichneten einen Aufruf, in welchem die Arbeitgeber und Arbeiter aufgefordert werden am 1. Mai zu feiern. Aus Belgien wird gemeldet: Brüssel, 28. April. Die„ Reforme" bringt ein Telegramm Da außerdem der überwachende Briefkaffen der Expedition. Für die ausgesperrten Arbeiter gingen ferner ein: Gesangverein Allegro 15 M. St. 1, Ges. v. Malern Moabits, Fil. 6, Restaur. S. Schmidt, Perlebergerstraße 2,70. Rothe Former, Südufer 4,15. Für die Bergarbeiter X. y. 3. 10 M. Berichtigung. In Nr. 95 muß es statt Rauchklub Urban 21,10 m., Bultan" heißen. Theater. Donnerstag, den 30. April. Mai- Feier Opernhaus. Der Ring des Nibe des 6. Berliner Reichstags- Wahlkretses Gr. Schauspielhaus. Der neue Herr. am Freitag, den 1. Mai, Vorm. 10 Uhr, Lessing Theater. Der Königs- im Etablissement ,, Eiskeller", Chausseestr. 88. lieutenant. Berliner Theater. Rean. Deutsches Theater. Romeo und Julia. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Saint Cyr. Wallner Theater. Weib. O Raben. SPO Große öffentl. Volksversammlung Achtung, Möbelpolirer! Freitag, den 1. Mai, Abends 8 Uhr: öffentl. Versamml. sämmtl. Möbelpolirer Berlins und Umgegend mit Damen zu Gunsten des Achtstundentages. Des Teufels Arbeiterfest im Moabiter Schüßenhause( Plößensee), Bedeutung der 1. Mai für uns hat und wir hoffen, daß Ihr Euch recht zahlResidenz- Theater. Dr. Jojo. Viktoria Theater. Die sieben Bellealliance- Theater. Der Giftmischer. Ostend- Theater. Du sollst nicht tödten. Thomas- Theater. Der Millionenbauer. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Tagesordnung: 1. Das internationale Proletariat, der 1. Mai und wie stellen sich die anderen bürgerlichen Parteien dem gegenüber? Refer.: Kollege Karl Kurth. 2. Diskussion. 3. Abstimmung über die in der Fest- Zeitung" mit einemi dem Tage entsprechenden Thema. Ref.: Genosse Wildberger. stehende Resolution. Nach der Versamml.: Gemüthliches Beisammensein Nach der Versammlung: mit Tanz. Kollegen! Wir erwarten, daß Ihr Euch bewußt seid, welche reich an dieser Demonstration betheiligt, denn auch wir wollen zeigen, daß wir auf der Höhe der Zeit stehen, daß auch wir einsehen gelernt haben, daß es nur möglich ist, daß wir durch unsere eigene Kraft unsere Ziele erreichen können. Es ist daher eine Ehrenpflicht, in dieser Versammlung pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Um die Unkosten zu decken, wird ein kleines Eintrittsgeld erhoben( 20 Pf.), wofür die Fest- Zeitung" verabreicht wird. Zanz frei. Arbeitslose Kollegen haben freien Eintritt Sonntag, den 3. Mai: Familien- Ausflug nach Friedrichshagen. Sammelpunkt früh 6 Uhr b. Henke. Abfahrt vom Schlesischen Bahnhof 231/11 punkt 7 Uhr. Arbeiter- Billets hin und zurück 30 Pf. J. A. der Kommission: C. Schönicke. verbunden mit Konzert und Tanz. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach, nicht, wie im Programm irrthümlich durch Druckfehler angegeben, 50 Pf. Entree frei. Zu diesem Arbeiterfest ladet alle Genossen Das Komitee. und Genoffinnen zu recht zahlreichem Besuch ein Maifeier! Lackirer! Maifeier! Grosse öffentl. Versammlung für Männer und Frauen am Freitag, den 1. Mai, Abends präzise 8 Uhr, in Reyer's Restaurant, Alte Jakobstrasse No. 83. Tagesordnung: Die Bedeutung des 1. Mai. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Die Versammlung wird Punkt 8 Uhr eröffnet. Es wird daher gebeten, recht pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. 203/4 Mat- Feier Etablissement Buggenhagen des Vereins der Plätterinnen n. verw. Berufsg. Berlius am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 Weissgerber und sämmtl. Berufsgenossen mit Frauen. Am Freitag, den 1. Mai, Abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung in Knebel's Salon, Badstraße 58. Tagesordnung: Der 1. Mai und der Achtstundentag. Ref.: Herr Heinr. Peus. Abstimmung der Refolution. Gäste willkommen, Sonntag, den 3. Mai 1891, in demselben Lokale: am Sonntag, den 3. Mai 1891: Grosser Ausflug nach Schmargendorf. Treffpunkt früh 8 Uhr Potsdamer Ring- Bahnhof, Alexanderplatz 7 Uhr. Fahrpreis v. Alexanderplatz 30 Pf.; vom Bahnhof Börse, Treffpunkt 71/2 Uhr, Fahrpreis 20 Pf. Vom Schmargendorfer Bahnhof: Großer Feftzug m. Mufit durch das Dorf nach Restaurant P. Kübler; von dort mit Bewilligung der Schmargendorfer Lokalkommission nach dem Schützenhause. Für Nach- 346/3 zügler Treffpunkt im Schützenhause. Es werden sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen gebeten, sich recht zahlreich zu betheiligen. Gäste willkommen. Das Fest- Komitee. 245/5 Große Maifeier, verbunden mit Konzert, humoristischen Vorträgen u. Tanz. Programm und Festzeitung gratis. Entree 25 Pf. Anfang: Nachmittags 4 Uhr. Das Festkomitee. Maifeier Bratweilige Bierhallen Friedrichshagen. Maifeier. der Wirker und Wirkerinnen Kommandantenstr. Täglich: Grosses Concert Freitag, den 1. Mai, Abends 8 Uhr, im Rest. Eiskeller: ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben unter Mitwirkung des Opernsängers u. Konzertmalers Call Signor Travieki aus Rom. Empfehle zugleich meinen Frühstücksund reichhaltigen Mittagstisch, sowie 6 Billards, 8 Regelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Verfammlungen. 703 F. Sodtke. Große öffentl. Volksversammlung. am Freitag, den 1. Mai, Abends 8 Uhr, 617b bei Feindt Weinstraße 11. Vortrag des Redakteurs Herrn Wilde über die Bedeutung des 1. Mai. Abstimmung der im Festblatt enthaltenen Resolution. T.- D.: Der Achtstundentag u. seine Bedeutung. Bekanntgebung d. Programms. Nachdem: Geselliges Brisammensein mit Tang. Der Einberufer. Sonntag, 3. Mai: Grosses Volks- Fest. Morgens Konzert. Mittags 12 Uhr Feftzug. Nachmittags 4 Uhr Beginn Maitrank l. 0,75. Sofen in all. Genres, Knabenanzüge des Festes auf Müggelschlösschen im Walde. Chorgesang, Festrede. 552L]. Beyer, Oranienstr. 154. Referent: M. Schippel. Chorgesang, Ronzert. 334/17 Abfahrt der Züge: Friedrichstr. 610, 652; Alexanderplatz 618, 658; Schles. Bahnhof 631, 76. Fahrpreis 30 refp. 40 Pfg. hin und zurück. Um recht zahlr. Betheiligung ersucht Das Komitee für die Malfeier. Castan's Panopticum. Rheinländischer Tunnel, etzt: Friedrichstr. 165. Jo Neu: Azteken. Prof. Dr. R. Koch im Laboratorium. Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Passage- Panopticum. Unter d. Linden 22/23. 11-1 u. 5-9 U. Knabe mit 2 Köpfen. Esau- Lady. gen. Die fidele Nagelkiste" Berlin N., Elsasserstrasse 73, gegenüber der Bergstraße. Ausschank von vorz. Lagerbier à Seidel 10 Pfg. bei guter musikalischer Unterhaltung u. aufmerksamer Bedienung. Urgemüthliche Kneiperei. H. Schulte( mit'n g). Bestellungen auf Musik für jedes Vorkommniß werden im Lokal entgegengenommen. 565L ZF Friedrichshagen. E Im Spezialitäten- Empfehlen den Geuoſſen mein[ 638L Theater 6-10 Uhr: Neu! Minnie Caß, 10jährige Soubrette. Gebr. Forès, Instrumentalisten. Sgr. Rappu, Jongleur. Jita Scherz. Laura Zimmermann. Sigmund Stein. Mr. Wrighton. Cigarren- Geschäft. M. Wartmann, Friedrichstraße 122. Meine Zeitungs- Spedition befindet fich jetzt 618b Bülowstraße 40. a F. Henzka. Meyer's Lexikon suche zu kaufen A. Sauer, Rüdersdorferstr. 36. Neue Walhalla. Sommer- Theater im Ausstellungspark Hasenhaide. Eröffnung: Sonnabend, den 2. Mai, 1/27 Uhr Abends. Eiserne feuersichere Bühne. Im großen Theaterpark: gedeckter, regensicherer Zuschauerraum für 800 Personen; außerdem 2000 Sizplätze im Bart. Bella vista mit Aussicht auf das Panorama der italienischen Küste mit blauer Grotte, Labyrinth, ähnlich dem altgriechischen des König Minos von Kreta. Boltsbelustigungen, Weinzelte. 601L Raffeeküche für Familienbenutzung. Konditorei 2c. 2c. Parteigenossen! Zur Feier des 1. Mai findet am Freitag in meinem Gartenlokal, Schwedterstrasse 44, ein großes Vokal- und Instrumental- Konzert 646L unter Mitwirkung eines altbewährten Gefangvereins statt, wozu ich alle Freunde und Genossen freundlichst einlade. Anfang 4 hr. R Heute, Donnerstag, Abends 7 Uhr: Vorfeier in meinem Saale, ausgeführt von einer 25 Mann starken Rapelle unter Direktion des Rapellmeisters Herrn Schonert. Otto Thierbach. Lesenswerthe Neuigkeit! Judenthum u. Sozialdemokratie. Ein Beitrag zur Beförderung der Einsicht in die sozialistisch- jüdische Roalitionserscheinung unserer Zeit. Von Alexander Berg. Preis 1 Mark. 605b Vorräthia in Georg Höppner's Buchhandlung in Berlin SW., Markgrafenstr. 21, und in den meisten Buchhandlungen. Nur allein Ecke Weinbergsweg, Rosenthaler Thor. Brunnenstr. v Filiale: Elisabeth- Üfer 47. Taschen- u. Wanduhren w. b. rep. u. ger. Staligerstr. 76( a. Schl. Thor). 158b und Arbeitssachen empfiehlt W. Pahr, Elifabethkirchstr. 16. Vereinsabzeichen, Stempel u. Grapi rungen empf. den Genossen G. Kleist, Waldemarstr. 48. Neue Amerikanische Verkaufs Hallen 396b Nur allein am Rosenthaler Thor. Brunnenstr. Ecke Weinbergsweg, Herren- und Knabengarderoben. Größte und billigste Bezugsquelle der Residenz, Brunnenstr. 1, Ecke Weinbergsweg, am Rosenthaler Thor. Durch Abschlüsse bei den größten Zuchfabrikanten bin ich in der Lage, nachstehende Sachen zu wirklich auffallend billigen Preisen abzugeben. Preis Verzeichniss: Elegante Herren- Anzüge, Jaquet- Façon, von gut defa-| Elegante Stoffhosen in farrirt und gestreiften Dessins tirten Stoffen 15, 18,. 20, 25. 4, 5, 6, 7, 8, 9, Hochelegante Herren- Anzüge, Jaquet- u. Rock- Façon, Hochelegante Rammgarnhofen in den neuesten gein Cachemirs und Kammgarn, seidenartig, 25, 30, #. 36, 40, 45 m. Elegante Paletots mit Zanella u. Seide abgefüttert, elegantes Façon, 13, 15, 18,#. 25, 30 M. Elegante Jünglings- Anzüge in Jaquet- u. Rod- Façon von nur guten Stoffen 9, 10, 12. f. 15, 18, 21 m. Hochelegante Knaben Anzüge von gut gezwirnten Stoffen, blauen Satins und Cachemirs 4, 5, 6, 7. #. 8, 9 und 10 m. Nur allein streiften Mustern. Außerdem befinden sich am Lager: Schul- Anzüge von Kottbuser und Forster Waaren von 3 Mark an. Pique- u. Seiden- Westen von 3,50 M. an. Einzelne Kinderhosen von 1,25 M. an. Jaquets, Röcke zc. Brunnenstrasse Nr. 1, Ecke Weinbergsweg, am Rosenthaler Thor. Bitte genau auf Neue Amerikanische Verkaufshallen zu achten. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 99. Wähler des 17. KommunalWahlbezirkes. Kommunalwahl bevor. In kurzer Zeit steht unserem Bezirke die Stichwahl für die Kandidat der sozialdemokratischen Partei ist unser bewährter Genosse, der Zigarrenfabrikant W. Börner. Es gilt, ihm zum Siege zu verhelfen und durch seine Wahl Protest zu erheben gegen die deutschfreisinnige Parteiherrschaft im rothen Hause. Auf zu reger und unermüdlicher Agitation! Das Wahlkomitee. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 110. Sigung vom 29. April, 11 Uhr. Am Bundesrathstische: v. Maltahn. Die Berathung der 3uckersteuer- Vorlage wird fortgefeht mit§ 67, wonach vom 1. August 1892 an auf drei Jahre zur Erleichterung des Ueberganges für die Zuckerindustrie eine Exportprämie von 1 Mart für den Doppelzentner gewährt werden soll. Abg. Fürst Ha hfeldt beantragt, eine feste Ausfuhrprämie von 1,25 M. ohne zeitliche Begrenzung zu bewilligen; die Abgg. Drterer und Spahn wollen für fünf Jahre Zuschüsse aus dem Ertrage der Zuckersteuer gewähren und zwar für die ersten drei Jahre von 1,25 M., für die darauf folgenden Jahre von 1 M. Die Abgg. Graf Udo Stolberg und Hulßsch wollen für acht Jahre Prämien gewähren, und zwar für die ersten vier Jahre von 1,50 M., für die nächsten vier Jahre von 1 M. Endlich wollen die Abgg. Witte, Barth, Schrader und Dohrn( dfr.) den ganzen§ 67 streichen, d. h. die Exportprämien sofort abschaffen. Abg. Uhden( ot.) beantragt in dem Antrage Haßfeldt die Wort bis auf weiteres" zu streichen. Diese Aenderung würde die Möglichkeit geben, jederzeit durch übereinstimmende Beschlüsse des Reichstages und des Bundesraths die Prämien aufzuheben. Die Diskussion wird geschlossen. Für den Antrag Uhden zum Antrage Haßfeldt stimmen nur etwa 15 Mitglieder der beiden konservativen Parteien. Mit dem selben Stimmverhältniß wird der Antrag Hatzfeldt selbst abgelehnt. Donnerstag, den 30. April 1891. 8. Jahrg. gelehnt. Dafür stimmen das Zentrum, die Welfen, die die Regierung aus der Hand giebt, in die Hände von Männern Nationalliberalen, mit Ausnahme des Abg. Poll und etwa die kommen, welche welfische Umtriebe nähren. Sodann sind PenHälfte der beiden Parteien der Rechten. Auch der Antrag Witte sionen aus dem Fonds gezahlt worden und Institute haben Unterund schließlich der§ 2 wurden abgelehnt. stützungen erhalten, welche, wenn auch keine Rechtsverbindlichkeit § 64, Erhöhung des Zuckerzolls auf 36 M., wird nunmehr für deren Fortdauer übernommen ist, doch nicht aufgehoben ebenfalls abgelehnt, dagegen§ 65, wonach das Gesetz am werden könnten, ohne Unzufriedenheit zu erregen. Die technisch 1. August 1892 in Kraft treten soll, unter Ablehnung des An- schwierigste Frage ist die, wie denjenigen Bedürfnissen des Reiches trages Witte als Termin schon den 1. August 1891 zu setzen, abzuhelfen fei, welche bisher aus dem Welfenfonds befriedigt angenommen und ebenso§ 66. Damit ist die zweite Be- worden sind. Die jetzige für geheime Ausgaben ausgeworfene rathung des Gesetzentwurfs erledigt. Die Resolution des Fürsten Summe von 48 000 M. genügt für diese Zwecke nicht. Dieser Hatzfeldt, betreffend erneute internationale Verhandlungen über Betrag müßte verzehnfacht werden. Alle anderen Staaten geben Nimmt man die Deduktion die Abschaffung der Exportpräntien wird bis zur dritten Lesung mehr für diesen Zweck aus. zurückgestellt, die eingegangenen 1010 Petitionen sollen durch die gefaßten Beschlüsse für erledigt erflärt werden. Echluß 5 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag, 1 Uhr. ( Sandelsvertrag mit Marokko, internationales Uebereinkommen über den Eisenbahn- Frachtverkehr, kleinere Vorlagen, Petitionen.) über die mittelbare Abwehr der Bestrebungen des Königs Georg an, so ist auch eine Unterscheidung der für Preußen und für das Reich gemachten geheimen Ausgaben aus diesem Fonds nicht nöthig, daß zwischen dem Amt des Ministerpräsidenten und dem des Reichskanzlers eine Personalunion vorhanden ist. Ohne Vergrößerung des jetzigen Fonds für geheime Ausgaben von 48 000 Mart müßten wir einen Theil unserer Politik zum Stillstand bringen. Die Schwierigkeiten werden sich überwinden lassen. Es erfordert aber zu viel Zeit, um Landtag und Reichstag jetzt da 77. Sigung vom 29. April. 11 Uhr. mit zu befassen. Die Regierung hat sich aber jetzt schlüssig geAm Ministertische: von Caprivi, von Berlepfch.macht und wird in der nächsten Session einen Gesetzentwurf vor legen, der auf eine Aenderung der Verwendung des Welfenfonds von Heyden, Miquel. Ein Schreiben des Abg. Neukirch, in welchem derselbe abzielt. Dabei wird davon abzusehen sein, daß der Welfenfonds seine Ernennung zum Landgerichtsrath anzeigt, geht behufs Gutscheidung der Fortdauer des Mandats an die GeschäftsordnungsKommission. Abgeordnetenhaus. Die zweite Berathung des Etats für 1891-92 wird fort gefeht mit dem Spezialetat des Ministeriums für Handel und Gewerbe und zwar bei dem Kapitel Gewerbliches Unterrichtswesen, wissenschaftliche und gemeinnützige Zwecke". Abg. Lotichius bittet den Minister um Gründung sogenannter Schifferschulen an den größeren Flüssen, besonders am Rhein. Die Ausdehnung des Verkehrs mache solche Fachschulen, wie sie sich an der Elbe schon bewährt haben, nothwendig. Redner wünscht ferner eine polizeiliche Vorschrift, nach welcher alle Schiffe an den engen Stellen des Rheins, besonders von Mainz bis Koblenz, durch Dampfer geschleppt werden sollen. Unterstaatssekretär Magdeburg sagt bezüglich der Schifferschulen wohlwollende Erwägung zu; die bereits vorhandenen an der Elbe haben Vorzügliches geleistet. Auch die zweite Anregung werde in Erwägung gezogen werden. Abg. Friederichs( natl.) wünscht, daß die Unterstützungssumme für die gewerblichen Fachschulen größer sei und die einzelnen Zuschüsse im Etat leichter ersichtlich gemacht werden; um Den Lehrern die Freudigkeit am Amt zu erhalten, müsse man ihnen höhere Gehälter und höhere Pensionen gewähren. Auch die von den Gemeinden zu leistenden Zuschüsse müsse der Staat figiren. Abg. Sombart( natl.) führt aus, daß sich der höhere gewerbliche Fachschul- Unterricht in Preußen sehr gut entwickelt habe, daß aber der mittlere noch viel zu wünschen übrig lasse. Es müßten Provinzialtechniken gegründet werden, in welchen alle Zweige des praktischen gewerblichen Lebens zu lehren seien. Der Titel wird bewilligt. Der Antrag des Grafen Stolberg wird in namentlicher Abstimmung mit 228 gegen 16 Stimmen verworfen.( Heiter feit.) Für denselben stimmen nur die Deutschkonservativen BockMinden, v. Flügge, v. Friesen, v. Gustedt- Lablacken, Hartmann, Hempel, Hulisch, von Kleist- Rezow, von Massow, Schier, von Schleinig, Graf von Schlieffen- Schwandt, Graf Udo Stollberg; das Wort ferner von den Nationalliberalen die Abgg. Hosang, Dechelhäuser und Poll. an das Haus Hannover zurückzuzahlen ist, auch davon, daß er zur Staatskasse zu vereinnahmen ist. Näher äußere ich mich darüber nicht. Es ist festzuhalten, daß eine Spartaffe aus dem Welfenfonds nicht werden darf. Die Regierung wird sich also darauf beschränken müssen, die bisherige Zweckbestimmung des Fonds zu ändern und zu erweitern, die Verwaltung durchsichtiger zu machen und auch dem Lande einen Einblick und eine Kontrolle darüber zu geben, was mit dem Fonds geschieht. ( Bewegung links.) Durch diese Erklärung wollte ich der in der öffentlichen Meinung entstandenen Agitation und Beunruhigung entgegentreten.( Beifall.) Abg. Rickert drückt dem Ministerpräsidenten seine Aner. fennung darüber aus, daß er die Mittheilung spontan gemacht habe, bedauert aber, daß er an gewissen Punkten, welche gegen die bisherige Verwendung des Welfenfonds geltend zu machen seien, zu schnell vorüber gegangen sei. Bei der Schaffung des Fonds habe Fürst Bismarck die Regierung gewissermaßen dafür engagirt, daß der Landtag bei der Verwendung des Fonds mitwirken sollte; das Versprechen habe die Regierung trotz mehrfacher Anregungen aus dem Abgeordnetenhause bisher, also leider dreiundzwanzig Jahre lang, nicht erfüllt. Das Abgeord netenhaus habe eben zu viel Vertrauen gehabt, und namentlich die nationalliberale Partei, auch die freikonservative, hätten aus Vertrauen ein Omissum begangen. Die Interpretation, die der frühere Reichskanzler der Verwendung des Fonds gab, war entfchieden unhaltbar. Nun handelt es sich aber um die Zukunft, von der Vergangenheit muß man wohl absehen, aber man wird zus sehen müssen, ob die frühere Regierung nicht für die bisherige Verwendung haftbar ist denn das Ministerverantwortlichkeitsgesetz ist keine Spielerei, namentlich dem Fürsten Bismarck gegen über, der fortwährend seine Verantwortlichkeit betonte. Daß die Beim Titel„ Zuschüsse für Fortbildungsschulen" nimmt Verwendung vom Ministerium nicht mehr festzustellen ist, war bisher nicht bekannt und steht im Widerspruch mit den MitReichskanzler v. Caprivi: Ich nehme das Wort, um etwas theilungen vom Jahre 1874, wonach die Verwendung auf Staatszu besprechen, was allerdings in sehr loser Verbindung mit diesem ministerial- Beschluß erfolgte. Die Verbrennung der Beläge ist Ueber den Antrag Orterer Spahn wird ebenfalls Titel steht. Die Gewerbeschule in Hannover hat im vorigen schmerzlich und erscheint zwecklos in dem Preußen, das auf das namentlich abgestimmt. Der Antrag wird mit 142 gegen 104 Stim Jahre und in diesem Jahre von der Regierung Unterstüßung Bestehen seiner Ober- Rechnungskammer stolz ist. Für die men abgelehnt. Für denselben stimmen außer dem Zentrum aus dem Welfenfonds bekommen. Wegen des Welfenfonds habe spätere Verwendung kommt für den Landtag wesentlich nur die und den Welfen nur ein Theil der Nationalliberalen, u. A. Adt, ich mir das Wort erbeten. Vor reichlich einem Jahre beschäftigte konstitutionelle Frage in Betracht. Sachlich hat der Welfenfonds v. Bennigsen, Bürklin, Buhl, Dr. Klemm, v. Feustel, Hastedt, sich die Regierung mit der Frage, ob eine Aenderung in der Ver- für die Welfen zehn Mal so viel gewirkt, als im Sinne Hofang, Möller, Pfähler, Pieschel, Poll, die Mitglieder der waltung des Welfenfonds möglich sei, was nur im Interesse des ihrer Verwendung; diese Thatsache und die Erfahrungen mit Reichspartei Lucius und Merbach, ferner ferner die Deutsch Staatsministeriums und des Landes liegen kann.( Sehr richtig! dem Sozialistengesetz sprechen dafür, hier reinen Tisch zu tonservativen von Flügge, von Guftedt, Hartmann, Hultsch, links). Es war nicht zu ermitteln, wie in den letzten 20 Jahren machen. Was die Pensionen anlangt, die der Ministerpräsident v. Kleist- Rezzow, Kropatschek, v. Massow, Stöcker und Graf der Welfenfonds im Einzelnen verwaltet wurde. Geheime Fonds erwähnte, so werde das Abgeordnetenhaus sich mit der Stolberg; außerdem Prinz zu Carolath und Freiherr v. Horn- werden durch die Ressortchess dechargirt. Ain Jahresschluß be- Rechnungslegung in der Kommission begnügen, die nicht stein. Mit der Majorität stimmen auch die Zentrumsmitglieder scheinigt der Reffortchef, daß der Fonds bestimmungsgemäß ver- weiter publizirt zu werden brauche. Die Verwendung für wendet ist. Betreffs des Welfenfonds trat Se. Majestät der geheime Reichsfonds sei nicht aktuell, zumal man annehmen Hug und Lauck. Darauf wird auch die Regierungsvorlage abgelehnt, Raiser als Reffortchef ein und dechagirte die Minister, welche müsse, der Reichstag werde die für geheime Fonds zu verwenfür welche nur ein Theil der Nationalliberalen und des Theile des Fonds verwalteten. Jahr für Jahr sind dann die denden Summen bewilligen, obwohl er, Redner, persönlich sich Zentrums, sowie einige Mitglieder der beiden Parteien der Rechten sämmtlichen Rechnungen und sämmtlichen Quittungen verbrannt natürlich im Augenblick für seine Abstimmung hierüber nicht worden, so daß Beläge nicht da waren, die gestattet hätten, ge- vinfuliven könne. Bis zur Regelung im nächsten Jahre möge stimmen. Ueber die Exportprämien hat also feine Einigung stattgeschichtlich die Verwendung rückwärts zu verfolgen. Dagegen hat nur darüber möge der Ministerpräsident noch eine Erklärung funden. Die Debatte wendet sich zu§ 2, wonach die Konsum sich alljährlich das Staatsministerium über die Verwendung des abgeben der Fonds nicht zu Zwecken verwendet werden, die abgabe von 12 auf 22 M. erhöht werden soll. Die Anträge der Fonds schlüssig gemacht. Ein Theil wurde dem Finanzminister mit der Bekämpfung der welfischen Bestrebungen nichts zu thun Abgg. Graf Stolberg und Orterer wollen 18, der der und ein Theil dem Minister des Junern zur Verwaltung über- haben, namentlich daß für die Presse daraus nichts verwandt geben und den weitaus größten Theil erhält der Minister- werde. Die Beseitigung dieser Wunde, die in weiten Kreisen Abgg. Witte und Gen. 16 M. bewilligen. Abg. Dr. Witte( dfr.): Mit der Ablehnung des§ 67 präsident, theils als Miniſter des Auswärtigen, theils als große Beunruhigung erregte, ist im Interesse der Regierung selbst sind unsere Wünsche erfüllt; wir hätten also jetzt für die Ministerpräsident. Die Zweckbestimmung des Fonds zur Abwehr nothwendig. Reichskanzler v. Caprivi: Die Regierung wird während weitere Verhandlung freie Bahn. Da ist es nun sehr bedauer- der gegen Preußen gerichteten Unternehmungen des Königs lich, daß der Schatzsekretär die vorhin gehörte Erklärung Georg und feiner Agenten dehnte die Staatsregierung dahin aus, des Interimistikums nach den Grundsägen verfahren, die sie für abgegeben hat, welche in der gesammten Zuckerindustrie noth- daß nicht blos unmittelbar mit dem Fonds solchen Bestrebungen recht hält und die fie der Vorlage zum Ausdruck bringen wird. wendig eine neue Beunruhigung hervorrufen muß. Aus einer entgegenzutreten sei, sondern auch mittelbar. Nach der Diskussion In dem brennendsten Punkte der Rede des Abg. Rickert, nämlich Erhöhung der Verbrauchsabgabe auf 16 M. wird eine so erheb- in der Presse wird das im Lande vielfach als ein widerrechtlich ist Bezug auf das Verbrennen der Beläge, bin ich anderer liche Mehreinnahme für die Reichstaffe sich ergeben, daß die An- im Verborgenen von der Regierung vorgenommenes Verfahren Meinung.( Heiterkeit.) Der Abg. Rickert hat keine Ahnung, wie angesehen. Einer anderen Kontrolle als derjenigen der Zweck- geheime Ausgaben entstehen und wie sie gezahlt werden. Als nahme des Antrages durchaus auch in ihrem Intereffe liegt. wie für die Abg. Graf Hönsbröd( 3.): Nachdem die Prämien gefallen bestimmung des§ 1 der betreffenden Verordnung unterliegt der Soldat im Felde bin ich in Lagen gewesen, wo man sich genirt, fich sind, können wir troßdem den Antrag Witte nicht annehmen. Regierung nicht. Die Frage, ob die Regierung bona fide so eine Quittung geben zu lassen.( Seiterkeit.) Solche Quittungen wir im Zentrum stehen auf dem Standpunkt, daß eine Einigung handeln konnte, kann nur bejaht werden, denn das Verfahren der aufzuheben, wäre sträflicher Leichtsinn.( Sehr richtig! rechts.) über die Exportprämien bis zur dritten Lesung herbeigeführt Regierung ist seit 1869 dem Lande bekannt. Die Regierung Bei allem Entgegenkommen gegen das Haus, werden Sie auch werden muß. Wir sind schon in der Kommission bis auf 18 M. deduzirte, was nicht unmittelbar zur Abwehr der Angriffe ver- später nie ein Wort über diese geheimen Ausgaben erfahren. gegangen; wir sehen darin teine Erhöhung des Zuckerpreises. wendet würde, könne mittelbar dazu verwendet werden, daß Das Auswärtige Amt kann darüber keine Andeutung machen. Kommt über die Prämien definitiv teine Einigung zu Stande, man den Staat und das Deutsche Reich feſtige( Lachen links) Dem Minister des Innern ist der Welfenfonds eine Laſt und er dadurch die Angriffe aussichtsloser machte. Diese De hat mir den durch frühere Bewilligungen nicht gebundenen Theil so würden wir freilich an die 18 Mart nicht mehr gebuktion hat die Regierung 20 Jahre hindurch festgehalten feines Antheils zurückgegeben. Köhlerglaube ist es aber, wenn bunden sein. Abg. Graf Stolberg( dk.) faßt den Beschluß zu§ 57 nicht und nach meiner Meinung war fie dazu berechtigt. Das man meint, daß für die preußische und deutsche Presse aus diesem als definitiv auf, sonst würde der Satz vnn 18 M. erhöht wer- Staatsministerium hat in einem Schreiben vom 10. Dezember Fonds große Summen ausgegeben sind. Soweit sich ersehen läßt, den müssen. Es werde sich bis zur dritten Lösung wohl eine 1869 diese Auffassung in einem Schreiben an das Haus aus erreichen die Verwendungen bei Weitem nicht den Umfang, wie gesprochen. Auch als im Jahre 1877 dieselbe Auffassung von man glaubt. Die Verwendung für öffentliche Bauten und Einigung ermöglichen laffen. Abg. Richter: Mehr Geld zu bewilligen, als jetzt aus dem Minister Camphausen ausgesprochen wurde, fand sie zwar andere Anlagen in der Proving Hannover, der Zuckerbesteuerung auskommt, bin ich nicht in der Lage. Widerspruch, aber führte zu keinem Beschluß des Hauses. Weiter Garnisonen und Kirchen daselbst, haben wir nicht geheim ge Eine Erhöhung der Verbrauchsabgabe von 12 auf 16 M. würde war die Regierung der Ansicht, daß Ausgaben in den betreffenden halten, aber andere Ausgaben werden sich immer der Kontrolle es handelte sich damals noch um Kurhessen und selbst des Rechnungshoses entziehen. Wenn der Abg. Rickert ein Plus von netto 11 Millionen, auf 18 Mart ein Plus von Provinzen 20 Millionen ergeben. Ich halte Beides nicht für gerechtfertigt. Hannover- berechtigt waren und zu den mittelbaren Ausgaben für eine Vergrößerung des geheimen Fonds stimmen will, Diejenigen Herren, welche 18 Mart beantragt haben, sollten zur Abwehr der Angriffe gehörte. Es sind Kirchen, Chauſſeen so wird er immer für Dinge Bewilligungen machen, von Beranlassung nehmen, von diesem Saße zurückzutreten. Aller- gebaut worden, und die verschiedensten öffentlichen Unter- denen er nichts weiß. Der Abg. Rickert scheint mich mißdings haben einige Redner ihre Zustimmung zu dem Satz von nehmungen zu Nuz und Frommen der betreffenden Provinzen verstanden zu haben; das Staatsministerium beschließt nicht über 18 Mart nur unter der Voraussetzung der Bewilligung von aus diesem Fonds gefördert worden. In dieser Beziehung hat jede einzelne Verwendung, sondern über die Vertheilung unter Prämien gegeben; aber darüber weiß Niemand etwas Gewisses, sich auch nicht etwa ein aburus eingeschlichen, sondern auch nach die einzelnen Ressorts. Ueber die Verwendung des Welfenfonds dem Kommissionsbericht des Hauses von 1869 hat fia vie kom für Zwecke des Innern könnte man sich der Auffassung des Es ist aber ein Unterschied, ob ich ob und was noch in diesem Jahre in dieser Hinsicht geschieht. Staatssekretär v. Malkahn: Die beantragten Abänderungen mission mit der Aeußerung des Ministerpräsidenten einverstanden Abg. Rickert anschließen. zu§ 2 werden um so bedenklicher, je weiter sie sich von der erklärt, daß keine Sparkasse für den König Georg angelegt werden Geld ausgebe in der Provinz Hannover, um gegen die Welfen Zuderſteuer ist angezeigt und soll nach der Meinung der verbün- gen gemacht werden können. Die Kommission nahm mit 12 gegen gegen mich agitiren. Ich bitte den Abg. Rickert, jest nicht weiter deten Regierungen bei dieser Gelegenheit erreicht werden: sie fann 2 Stimmen den Antrag auf Annahme des betr. Gesetzentwurses an. an der Sache zu rühren, und im nächsten Jahre die Sache weiter Abg. Brüel( Welfe) führt aus, die Hauptfrage, welche ihn erreicht werden ohne höhere Belastung der Konsumenten. Der zu einer Aenderung kam es im vorigen Jahre nicht, weil sich zu verhandeln. übrige Inhalt des Gesetzes angenommen wird, als jeder andere als so einfach, wie es zuerst schien. Der Zeitpunkt zu einer wesentlich interessire, sei nicht die, mit der sich Abg. Rickert be Satz von 18 Mark würde eher annehmbar sein, wenn der erhebliche Bedenken herausstellten. Die Sache erwies sich nicht die Be- bei dieser zu Preußens stehenden Personen nicht günstig wegen der Zunahme dessen Tode nicht mehr die Rede sein könne, und daß das VerSchlüffe des Reichstages feine Aussicht auf Annahme haben. In der Abstimmung wird nach Ablehnung der Regierungs- der roelfiſchen Agitation in Hannover und der Vermehrung der mögen des Hauses Braunschweig und Rumberland burde sich Niemand erhebt, der des nicht berührt abgabe auf 18 M. zu erhöhen, mit 112 gegen 108 Stimmen ab Fonds auch nicht als Waffe braucht, so kann diese doch, wenn sie werden dürfe; die Ansprüche des Herzogs von Kumberland an Es folgt die Berathung über die Einnahmen aus dem Berg-, Hütten- und Salinenwesen. Referent Abg. Stengel schlägt im Namen der Budgetkommission die unveränderte Genehmigung vor. die Revenüen sei rechtlich zweifellos. Erstaunlich sei, daß Nach kurzer Replit des Abg. Sattler gegen diese Be- Tagespreis der Kohlen auf den Gruben. Sind die Preise so hoch, man diese Rechtsfrage nicht berühre und nur Interessen- merkungen wird die Debatte geschlossen und nach persönlichen Be- so liegt das an den Zechen selbst. So lange der Staat große fragen hervorkehre, als läge die Verwendung dieses Geldes im Be- merkungen der Abgg. Rickert, Böditer, Sattler wird Kapitalien in Bergwerksunternehmungen stedt, muß er auch auf lieben des Ministeriums. Als Hannoveraner könne er, Redner, der Etatstitel bewilligt, ebenso ohne erhebliche Debatte der Rest eine angemessene Berzinsung bedacht sein, sonst reduziren sich die der Regierung mittheilen, daß die Hannoveraner wohl ihre des Kapitels gewerbliches Unterrichtswesen." Einnahmen im Etat ganz bedeutend. Den Preistreibereien folgen die Hannoverschen Gefühle haben und deshalb Hannoveraner in den fiskalischen Werke nicht. Der Verkauf an wenige Großhändler bringt Land- und Reichstag senden, aber gegen Preußen nicht agitiren; die den Vortheil des ständigen Abnehmers mit sich, sowie die Möglichkeit, Wandlung solcher Gefühle eines Landes freilich brauche Zeit die Arbeiter stets angemessen zu lohnen. Allerdings kann eine aber auch wenn die Nothwendigkeit einer Abwehr feindlicher Ausnutzung dieser monopolartigen Begünstigung stattfinden, und Agitationen nöthig wäre, dürfe man doch vom Rechtsboden nicht Abg. v. Heeremann: Hier handelt es sich um die Ver- deshalb haben die fiskalischen Werke in Saarbrücken ein eigenes abgehen und könne dem Herzog von Rumberland das ihm ge- hältnisse der Bergleute und ihrer Familien, welche Gegenstand Verkaufsbureau eingerichtet, welches zwar nicht gerade an jeden hörige Geld nicht vorenthalten. Wenn man das Geld zu anderen der Berathung des Parlaments, der Regierung und der Kleinhändler verkaufen kann, aber doch an Gruppen und InterZwecken, z. B. Pensionen, verwende, so möge die Deckung dafür Wissenschaft bilden. Wir wollten diese Verhältnisse heut hier essenten, die sich melden. Ueber die Errichtung eines ebensolchen der übernehmen, der die Schuld an der Verwendung trage, ab- besprechen, da aber inzwischen eine große Erregung der Berg- Bureaus in Schlesien haben auch schon Verhandlungen stattge gesehen davon, daß der Herzog von Rumberland solche Pensionen leute, ein Streit ausbrach, halten wir jede Besprechung dieser funden; das erfordert aber Zeit und Geld, es tann nur allmälig weiterzahlen werde. Schmerzlich sei, daß die Regierung das Verhältnisse für unthunlich, weil sie, mißverstanden oder entstellt, vorgegangen werden. Geld noch immer nicht dem Herzog von Rumberland auszahlen die Erregung und den zum Theil leider unter Kontraktbruch Darauf vertagt sich das Haus. wolle; man müsse hoffen, daß bis zum nächsten Jahre diese entstandenen Streik vermehren fönnte. Wir verzichten also auf Ansicht sich ändern werde, wenn auch nach den heutigen Aus- jede Besprechung dieser Dinge und werden das, was wir der führungen des Ministerpräsidenten diese Hoffnung nicht sehr stark Besprechung für bedürftig halten, in persönlicher Rücksprache mit fein tönne. dem Herrn Minister erledigen. Wir meinen, daß auf diesem Gebiet durch einzelne oder umfassende Gesetze teine Besserung eintreten kann, wenn nicht der christliche Gedanke die Unterlage unseres Verhaltens bildet. Das Bewußtsein der Vergeltung nach dem Tode muß seine Wirkung wieder gewinnen, die christliche Familie, die christliche Schule, die in ihrer Bewegung nicht gehemmte Kirche, die chriftliche Idee von der Arbeit und von den Arbeitern und die christliche Nächstenliebe müssen hier zusammen wirken. örterung der Streitfrage. Abg. Vopelius verzichtet ebenfalls zur Zeit auf eine ErSchluß 4 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 11 Uhr. ( Etat der Bergverwaltung und Justiz- Etat.) Parlamentarisches. fihung hat der Bundesrath den Vorlagen, betreffend die für das Berlin, Mittwoch, 29. April. In seiner heutigen PlenarJahr 1893 geplante Weltausstellung in Chikago, die Feststellung eines Nachtrags zum Reichshaushalts- Etat für 1891/92, sowie betr. die Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltungen des Reichsheeres zc. zugestimmt. " 1 Der rheinisch- westfälische Bergarbeiterstreik. Dagegen foll am Mittwoch nach einem Telegramm des W. T.-B." die Zahl der Streifenden wieder bedeutend zurückgegangen sein, und im Herner und Gelsenkirchener Revier alles arbeiten. nicht die Ausdehnung annehmen zu wollen scheint, die man nach Man sieht aus diesen Angaben immerhin, daß der Ausstand der Stimmung und den Beschlüssen der Bochumer Konferenz erwarten mußte. wieder herzustellen. Sie gießen vielmehr Del ins Feuer und be Die Zechenverwaltungen thun dabei nichts, um den Frieden weisen damit am besten, wie willkommen ihren dunklen Plänen dieser Streik ist. " Man lese folgende Meldungen: " " Abg. Sattler( natl.) bemerkt, die Wahl der welfischen Abgeordneten bedeute keine übergroße Stärke der Welfen in Hannover, sondern beruhe auf der Wahlpolitik der Freisinnigen und Sozialdemokraten. Die Welfen in Hannover hätten nur die Bedeutung einer Partei, die mit gegenwärtigen Zuständen unzufrieden sei, nicht die einer Partei, die auf Lostrennung Hannovers von Preußen hinarbeite. Die heutige Erklärung des Minister präsidenten sei sehr erfreulich und werde namentlich in Hannover freudig begrüßt werden. Einen Widerspruch der heutigen Er flärung gegenüber den Ausführungen des Fürsten Bismard vom Jahre 1877 sei nicht vorhanden. Klar sei, daß ein so großes Abg. Schmieding weist darauf hin, daß die Löhne der BergReich wie Deutschland nicht mit fo lächerlich gering bemessenen arbeiter in den letzten Jahren um 30 pet. gestiegen sind. Auch er Fonds für geheime Ausgaben auskomme, wie wir sie haben, und wollte es vermeiden, auf die Streiffrage näher einzugehen, er dürfe Die Verwendung des Welfenfonds zu diesen Zwecken fei es aber nicht unterlassen zu betonen, daß in der letzten Zeit der im Sinne des Beschlagnahmegesetzes gerechtfertigt gewesen. Streit in frivoler Weise geradezu vom Zaune gebrochen sei. Es Die Ueberführung des Geldes in den allgemeinen Staats- werden ins Blaue hinein gang unerhörte Forderungen gestellt fonds würde in Hannover große Unzufriedenheit erregen, ohne Rücksicht auf etwa eintretende schlechte Zeiten des Bergund darum sei es dankbar anzuerkennen, daß der Minister baues. In der Forderung des Minimallohnes liegt der sozial- Im Laufe des Dienstags hatte sich der Ausstand im präsident diese Ueberführung abgelehnt habe. Von dem demokratische Pferdefuß; der Minimallohn ist nichts weiter als Ruhrtohlengebiet noch ausgedehnt. Die Zahl der freudig erwarteten Geseze möge die Regierung Alles fern der Lohn der Faulen auf Kosten der Fleißigen. Arbeitgeber und streifenden Belegschaft war auf 40, die Zahl der ftreifenden halten, was einer Konfistation ähnlich sehe. Die Frist bis Arbeiter müssen zusammengehen, dann werden alle Mißhellig- Bergarbeiter auf rund 18 000 gestiegen. Nach der Zusammenzum nächsten Jahre möge der Herzog von Kumberland be- feiten beseitigt werden. Der jetzige Streit ist weiter nichts als stellung Rh. Weftf. 3tg." waren in der Mittagsschicht am nuzen, seinen bisherigen unfruchtbaren Widerstand aufzugeben, eine Frucht des Pariser Arbeiterkongresses. Den Sozialdemo- Montag unter Tage angefahren 550 von 6916, über Tage 626 und dazu mitzuwirken, wäre von den welfischen Abgeordneten traten wird der Streit jetzt schon unbequem. Es geht ihnen wie von 916; zur Nachtschicht am Montag waren angefahren unter sehr verdienstlich. es ihnen der große Feldherr, den wir gestern zur letzten Ruhe Tage 364 von 1671, über Tage 356 von 469 und zur DienstagAbg. Rickert wiederholt, daß die wesentlichste Frage für ihn bestattet haben, prophezeit hat:" Die deutschen Sozialdemokraten Morgenschicht waren angefahren unter Tage 7828 von 16 884, die konstitutionelle Verwendung sei, die konstitutionelle Kontrolle tönnen wohl die Leidenschaften der Arbeiter erregen, sie aber nicht über Tage 5193 von 5724 Mann. Es streitten mithin 18 057 müsse in dem kommenden Gesez, in Bezug auf das er den zügeln." Möchte die Regierung wie bisher ihre Schuldigkeit thun. Mann. Da bei der Zählung ein Paar Bechen fehlen, ist die Ministerpräsidenten nicht drängen wolle, enthalten sein. Das Ver- Die Arbeitgeber werden jedenfalls jede unberechtigte Forderung der Bahl der Ausständigen für Dienstag früh auf rund 18 500 Mann brennen der Beläge habe er, Redner, darum als unerhört be- Arbeiter unnachsichtlich zurückweisen, selbst wenn es ihnen anzugeben. zeichnet, weil Fürst Bismarck eben eine spätere Rechnungs- Schaden bringen sollte. Eine strenge Handhabung der bestehenden legung vor dem Landtage zugesagt habe; warum verbrenne man Gesetzbestimmungen über den Kontrattbruch wäre sehr zu wünschen. Beläge über Kirchenbauten u. s. w.? Die müsse der Reichs- Mit Unrecht hat man die jetzige Zeit verglichen mit der Zeit fanzler au feiner eigenen Deckung aufheben. Die Fortschritts vor der französischen Revolution. Wir haben keine ständische und nationalliberale Partei leugneten nur die Nothwendigkeit Mißwirthschaft, sondern ein startes Königthum, welches für den der Rechnungslegung vor dem König von Hannover, nicht Arbeiter ein Herz hat. Eher könnte man unsere Zeit vergleichen vor dem Hause, und Fürst Bismard sagte selbst, daß er mit dem Reformationszeitalter. Damals wie heute bewegte die für eine halbe Million geheime Fonds keine Verwendung Beit die soziale Frage. Auf der Grundlage der kaiserlichen Bothabe. Der Köhlerglaube von Verwendung des Welfen schaft wird unser jugendfrischer Kaiser weiterarbeiten, und wir fonds für die Presse werde aber im Lande allgemein getheilt, alle, Arbeitgeber und Arbeiter, wollen ihm darin unentwegt, aber Minister Graf Eulenburg habe eine Beeinflussung der Bresse ohne Haft, mit offener Hand und starker Faust, mit offenem durch geheime Fonds selbst anerkannt. Erfreulich sei, daß der Herz und flarem Kopf folgen!( Beifall.) Minister des Innern im letzten Jahr einen großen Theil der Minister v. Berlepsch: Es ist von verschiedenen Seiten ihm aus dem Welfenfonds überwiesenen Gelder zurückgegeben der Wunsch geäußert worden, der freilich nicht erfüllt worden ist, habe das entspreche dem Vertrauen, daß man der Regierung diefe Streiffrage nicht zu berühren. Ich meinerseits will heute lichen Interessen im Ober- Bergamtsbezirk Dortmund hat Der Vorstand des Vereins für die bergbaus schente. den Standpunkt der Staatsregierung der Streitbewegung über- an die Vereinszechen folgendes Rundschreiben gerichtet:„ Angesichts Abg. v. Heeremann erklärt namens seiner nichthannover- haupt und der gegenwärtigen Streitbewegung gegenüber nicht des Umstandes, daß einige Vereinszechen bereits am 1. des schen Fraktionsgenossen, daß dieselben gegen die Schaffung des darthun in einem Zeitpunkt, wo die Hoffnung nicht ausgeschlossen Monats Abschlagszahlungen auf den Lohn des vorhergegangenen Welfenfonds gestimmt hätten. Das Rechtsgefühl müsse immer erscheint, daß wir nicht zu einem allgemeinen Streit unserer Berg- Monats zu zahlen pflegen, empfiehlt Ihnen Ihr Vorstand: obwalten, und das Rechtsgefühl verlange eine Aufhebung des arbeiter fommen werden, sondern daß die Bewegung auf eine partielle Abschlagszahlung für den Monat April, soweit solche bereits Welfenfonds, da die Sequestration sich nur auf das Vermögen Streitbewegung beschränkt bleiben und bald verschwinden wird. am 1. Mai d. J. erfolgen würden, an streitende Arbeiter, welche des Königs Georg von Hannover bezog, und dieser sei gestorben. Wie lange dies dauern wird, kann allerdings Niemand wiffen. binnen der ihnen gefeßten Frist zur Arbeit nicht zurückgekehrt Die Regierung möge an den Hannoveranern zwischen treuer An- Indessen wollen wir alles vermeiden, was zu einer weiteren An- sind, nicht eintreten zu lassen." hänglichkeit an ihr Herrscherhaus von angeblicher Agitation regung der Bewegung auch nur indirekt dienen könnte.( 3ugegen Breußen unterscheiden. Im übrigen müsse man das Gesetz ſtimmung.) Nur eins möchte ich hervorheben, das lebhafte Be- Ausständigen, die anfahren wollten, bis zum 4. Mai gesperrt. Effen, 28. April. Auf Zeche Bonifacius" wurden die des nächsten Jahres abwarten, und wenn es mit dem Rechts- dauern der Regierung, daß auch heute wieder die Belegschaften Auf Eintracht Tiefbau" wollten 35 ausständige Arbeiter an gefühl übereinstimmt, werde seine Partei dafür stimmen. unter Bruch des Rotrafts in den Streit eingetreten sind, und ich fahren, da sie aber die Zugehörigkeit zur Belegschaft verwirkt Abg. Richter: Der Ministerpräsident meint, man mache habe es deshalb für meine Pflicht gehalten in Verbindung mit hatten, wurden sie bis zur Beibringung eines neuen Gesundheitssich zu große Meinungen von der Wirkung des Dispositionsfonds; dem Minister des Innern den Bergbeamten eine Intervention zeugnisses abgewiesen. er betrug jährlich 1 Million, und da nichts davon übrig blieb, zu untersagen, solange die Arbeiter kontraktbrüchig sind. Ob find bisher im Ganzen 20-30 Millionen verwandt, und damit dieser Standpunkt aufrecht zu erhalten ist, will ich nicht un- den Arbeitern, welche die Arbeit wieder aufnehmen wollten, Bochum, 29. April. In Wattenscheid bei Bochum wurde fann man genug Unfug treiben. Da man das gezahlte Geld aus bedingt behaupten. Er wird namentlich dann verlassen werden seitens der dortigen Zechenverwaltungen die Anfahrt verweigert. gewiffen Raffen, nicht vom Minister aus seiner Schublade erhält, tönnen, wenn nicht nur die Arbeiter, sondern auch die Arbeit- Die Bergleute erfter und zweiter Klasse sollen nach vier Wochen müssen doch die Kassen- und andere Beamten die Verwendung geber die Vermittelung der Königlichen Behörden anrufen. Im wieder um Arbeit nachfragen. Die Bergleute dritter Klasse sollen fennen, also fann die Verwendung auch nach Verbrennung der Uebrigen meine auch ich, daß Arbeiter und Arbeitgeber zusammen- zunächst ein ärztliches Zeugniß beibringen. Die Erregung über Beläge refonstruirt werden. Unter dem jezigen Reichskanzler gehören, und solange ich an der Spitze der Bergwerksverwaltung diese Maßnahmen ist groß. trat eine Einschränkung dieser Ausgaben ein, aber gefeßmäßig stehe, wird nach diesem Grundsatz verfahren werden. Wir haben find meiner Meinung nach diese Ausgaben immer noch nicht. Es jezt durchweg auf sämmtlichen fistalischen Bergwerken die Systems, das den Ausstand künstlich gezüchtet hat. Nimmt man Das ist die fonfequente rücksichtslose Fortsetzung desselben wäre gut, wenn Herr v. Caprivi schon jetzt auseinandersetzte, Arbeiterausschüsse eingeführt. Diese Ausschüsse haben zwar nicht hierzu noch die Maßregelungen der Führer, die erfolgt sind oder was er für Recht in dieser Beziehung hält. Er hält die Errichtung überall bis jetzt zu einer Herstellung und selbst Anbahnung des drohen, so wird man den Verzweiflungsschritt der Bergleute volleiner Kirche aus dem Welfenfonds für berechtigt, ich nicht; Lasker Friedens zwischen Arbeitern und Arbeitgebern geführt, wohl aber ständig begreifen. bezweifelte die Berechtigung der Errichtung einer Kaserne aus dem zu einer eingehenden Bekanntschaft der Bergbeamten mit den Welfenfonds der Regierungskommissar hielt es für berechtigt, Wünschen der Bergleute, so daß eine schließliche Verständigung genannten freisinnigen Preffe, einige ehrenwerthe Blätter aus Und diese Maßregelungen finden Beifall auch in der so wenn die Soldaten sonst in Bürgerquartieren lägen nicht ausgeschlossen ist. Die Bergwerke follen nach dem Willen genommen. So verhehlt der Börsen- Kourier" in zynischer und welfischer Agitation ausgesetzt wären; auf eine Sr. Majestät Musteranstalten sein. Ich verstehe darunter nicht Offenheit seine Freude nicht, wenn er in seinem Börsens Kirche paßt diese Motivirung nie, auch das juristische Gut- nur eine möglichst reichlich bemessene Löhnung, eine möglichst theile achten Miquel's im Jahre 1877 läßt solchen Kirchenbau nicht zu. furze Schichtdauer und die Herstellung von Wohlfahrtsschreibt: Die Verwendung der Gelder für Wahlzwecke halte ich nicht für Einrichtungen durch Beschaffung Daß weber die Regierung noch die öffentliche vereinbar mit der Wahlfreiheit, wenn ich auch nicht glaube, daß eigenen Häusern für die Belegschaften, sondern vor allen üben, ist den Bergleuten schnell flar geworden, auch daß sie auf Wohnungen und Meinung diesmal einen Druck auf die Grubenverwaltungen aus diese Gelder gar so große Bedeutung haben können da mußten Dingen die Erziehung des jugendlichen Bergmanns. Dies ist einen ausgiebigen Schutz gegen etwaige Drangfalirung feitens die Haunoveraner doch schließlich ihre Stimmenabgabe von den eine Hauptaufgabe aller Bergwerksverwaltungen, und ich streifender Strohdächern abhängig machen. Es ist bedauerlich, daß wir freue mich, fonstatiren zu können, daß in dieser Beziehung auch stimmt". Redaktion des Vorwärts") zu rechnen haben. Kameraden nicht( sic! Soll heißen: be über den Inhalt des versprochenen Gesezes nichts erfahren; wir die Privatbergwerks befizer unsere Ansichten theilen. Gelingt es Das Verhalten der Grubenvorstände, welche den ausständischen haben den Antrag auf Aufhebung der Sequestration früher ge- uns, die Bergmannstinder unmittelbar nach der Entlassung Leuten eine billige Bedenkfrist gewährten und stellt, er wurde abgelehnt; der Provinzial- Landtag in Hannover aus der Volksschule auf den Bergwerken zunächst über Tag zeitig auf die Nachtheile aufmerksam machten, welche ihnen durc fie gleich forderte schon früher die Aufhebung des Beschlagnahmegesetzes, und später unter Tag fyftematisch auszubilden, was freilich bei Kündigung der Wohnungen und Verlust an ihren Rechten gegen und diese halten wir auch für richtig, da man doch schließlich dem ungemessenen Freiheitsdrange unserer Jugend nicht so leicht über den Knappschaftstassen drohten, hat sich gut bewährt; die nicht blos zweckmäßigkeits-, sondern auch Rechtsgründe gelten fein wird, als es wünschenswerth ist, so werden wir fünftig diese ernsthaften Leute, die sich vielleicht aus Furcht vor den Kame lassen muß. Die Aufhebung des Sequestrationsgefeßes bedeutet heftigen Explosionen vermeiden können.( Beifall.) noch nicht die Ueberlassung des Kapitals an den Herzog von Abg. Ritter( frt.): Gegen den jezigen Streit sträubt sich und werden wohl ihre Delegirten für den Schaden, den sie durch raden zum Feiern entschlossen haben, tehren zur Arbeit zurück Kumberland, sondern dazu ist noch ein besonderer Vertrag der gesunde Menschenverstand. Um solche Zustände zu vermeiden, deren Verhalten erlitten haben, in dankbarer Grinnerung be nöthig. Wir haben den geheimen Fonds im Reiche stets müsse sich die Gesellschaft die Erziehung der Arbeiter an halten. Nehmen wir an, daß noch einige Tage vergehen, bevor zugestimmt, ob das jetzige Fonds verzehnfacht werden muß, gelegen sein lassen. Die höchsien Güter, die Liebe zur Religion alle Leute natürlich mit Ausnahme einer An mußte erst nachgewiesen werden, jedenfalls darf man durch und die Liebe zum Vaterland müßten den Arbeitern erhalten zahl von Heyern, an denen man durch definitive die Bewilligung der geheimen Fonds nicht den ungefehlich vers werden. walteten Welfenfonds gleichsam ablösen. Abg. v. Jhenplin( f.) erklärt, er habe dem Hause eine Petition zurückgekehrt sind, so wird Entlassung ein Erempel statuirt zur Arbeit Abg. v. Nauchhaupt: Wir sind erfreut, daß in kurzer Zeit der Stadt Breslau zu übermitteln: welche fich dahin richte, daß 4-500 000 M. annehmen können." man einen Lohnverlust von eine Regelung der Materie eintreten foll. Wir meinen, daß ein dem bisherigen Verkaufsmodus der geforderten Kohlen der privatrechtlicher Anspruch der Nachkommen des Königs von Han- Staatswerke ein Ende gemacht werde, weil mit dem jetzigen nover auf das Geld besteht, zu dessen Realisirung ein besonderer Verkauf an wenige Großhändler eine Vertheuerung der Kohlen gende Polizeiverordnung erlaffen: Der Oberpräsident der Provinz Westfalen, Studt, hat fol Vertrag nöthig ist. für die Konsumenten herbeigeführt werde. Abg. v. Bedlin- Neukirch( freik.): Auch wir find über das hätten einen solchen Berkaufsmodus eingeführt und dann wären Polizeiverwaltung vom 11. März 1850( 3.- 6. S. 265), sowie Die Privatgruben Auf Grund der 88 6, 12 und 15 des Gesetzes über die in Aussicht gestellte Gesetz sehr erfreut. Wir meinen, daß über die fistalischen Werke diesem Verfahren gefolgt und verkauften die der SS 137, 139 und 141 bes Gesetzes über die allgemeine Verwendung geheimer Fonds im Landtage feine Rechnung gelegt größte Masse ihrer Förderung an zwei Großhändlerfirmen, wo- Landesverwaltung vom 30. Juli 1883( G.-S. G. 195) wird unter werden kann, und daß, im Gegensatz zu den Ausführungen des durch eine Preistreiberei zu Ungunsten der Konsumenten gefördert Borbehalt der späteren Zustimmung des Provinzialraths für den Abg. Richter, der Welfenfonds nicht aufgehoben werden kann, werde. Angesichts der privaten Interessen der Konsumenten Umfang der Proving Westfalen verordnet, was folgt:§ 1. Wer wenn die geheimen Fonds im Reich nicht vermehrt sind. dürfe man solche Privilegien für das Größkapital nicht aufrecht sich unbefugt in der Nähe einer Betriebsstätte eines Bergiverts ständig folgen können, da er außerordentlich leiſe ſprach. sich zu entfernen, feine Folge leistet, wird mit Geldstrafe bis zu Minister v. Berlepsch: Ich habe dem Vorrebner nicht voll- hält und der Aufforderung des Polizeibeamten oder Gendarmen, oder auf den Bugangswegen zu einer solchen Betriebsstätte aufs allerdings verkaufen die Privatgruben und die fistalischen 60 Mart, im Unvermögensfalle mit entsprechender Haft bes Werke den größten Theil ihres Absages wesentlich an zwei straft.§ 2. Diese Verordnung tritt mit dem 28. April d. I. in Firmen, aber ich bestreite, daß diese Händler diese günstige, Straft." monopolartige Konzession dazu benutzt haben, die Preise über mäßig in die Höhe zu treiben. Ich habe die laut gewordenen gende Bekanntmachung erlassen: Die fistalische Grubenverwaltung im Saar- Revier hat fol Klagen untersucht und festgestellt, daß thatsächlich die Großhändler nicht mehr von den Konsumenten verlangt haben, als den brochen ist, wird nunmehr auch der Versuch gemacht, auch die " Nachdem in Westfalen ein Bergarbeiter- Ausstand ausges Abg. Brandenburg( Bentr.): Als geborner Hannoveraner, erhalten. der bis 1866 als hannoverscher, dann mit Erlaubniß meines Königs, wie ich glaube, pflichttreuer preußischer Amtsrichter amtirt und dann in dieses Haus gewählt wurde, muß ich mein tiefes Bebauern über die Ausführungen des Herrn Minister Abg. Bröel bemerkt dem Abg. Jaßler gegenüber, der WortLaut des Sequestrationsgesetzes verlange nicht, daß der Herzog von Rumberland sich unterwerfe, bevor dies Sequestrationsgefeß aufgehoben werde. präsidenten ausdrücken. von hiesige Belegschaft zu einem gleichen Vorgehen zu bewegen. Wir befriedigenden Lösung. Immer drückender laften auf man der Wirklichkeit entsprechend vor. Der Verfertiger, welcher warnen auf das eindringlichste vor jeder Arbeitseinstellung mit den Landgemeinden die Wege-, Armen- und Schullasten, noch unter den Lebenden weilt, hat zu diesem Kunstwerk über der ausdrücklichen Erklärung, daß wir einem derartigen Versuche die Versicherungsgesetzgebung fritt anspruchsvoll auf, und die 1 Jahr gebraucht. Sehenswerthe Arbeiten liefern die Frren öfter; in der schärfsten Weise entgegentreten werden. Saarbrücken, Anforderungen, welche von allen Seiten kommen, heischen ver- leider fehlt der Raum zu deren würdiger Aufstellung. 27. April 1891. Königliche Bergwerksdirektion. gez. v. Belsen." ständige gerechte Befriedigung. Die LandgemeindeOrdnung in Preußen. andarbeiter, bie Bauern zu unterdrücken, fie thum es noch heute. Mann, welcher sich wie ein Rafender geberbete, mußte von den I. Geschichtliches. ( Schluß.) Tokales. " Abseits seiner Machtstellung gewiß, seine wirthschaftliche Ein erschütterndes Drama spielte sich vorgestern( in der und politische Ueberlegenheit teck und rücksichtslos ausbeutend, Abendstunde auf dem Kirchhofe in Britz ab. Ein hiesiger Fleisteht der Großgrundbesit, immer bereit, die Landbevölkerung zu ſchermeister, welchem in der vergangenen Woche drei Kinder an exploitiren und der Landgemeinde die ihm zukommenden Lasten Diphtheritis verstorben sind, verfiel bei der Beerdigung des letzten aufzubürden. Was die Junker durch Jahrhunderte gethan, die plöglich in Stumpfsinn, welcher bald in Tobsucht ausartete. Der Und so sehen wir, wie sie den neuesten schwachen Versuch, etwas Berwandten gewaltsam in eine der Leichentutschen gebracht und Ordnung in die Landgemeinden zu bringen, durch die Kraft schleunigst nach seiner Wohnung transportirt werden, woselbst ihres organisirten Widerstandes zu nichte machen. Etwas der sogleich hinzugerufene Arzt die Ueberführung des Unglücksoll geschehen, die Angst vor der Sozialdemokratie, lichen nach der Charitee anordnete. Das Jahr 1848 traf noch bedeutende Ueberbleibsel der alten bie auf das Land geht, die unter den Proletariern der Zustände, u. a. Frohnen und Laßbesitz an, und die Beseitigung Landwirthschaft mehr und mehr Anhang gewinnt, zwingt dazu, Bei dem Amtsgericht Liebenwvalde ist, einer an die hie diefer Reste des Feudalismus gehörte zu dem Programm der und im Berein für Sozialpolitik, in der Denffchrift Der Re: fige Kriminalpolizei gelangten Mittheilung zufolge, ein etwa damaligen liberalen Bewegung; vor allem in Schlejien traten gierung, in der Kammer ist dieser rothe Faden, der sich deutlich Schnurrbart, zur Haft gebracht worden, der sich Viktor v. Bonfünfzig Jahre alter Mann, start ergraut, mit röthlich- blondem die Mißstände grell hervor.) Nachdem der Ministerverweser durch all die Debatten und Promemorias und Gutachten zieht, stetten nennt. Er wollte angeblich in Liebenwalde ein Sanavon Patow bereits am 20. April 1848 eine neue Regulirungs- deutlich zu erkennen. Aber was geschehen soll, darf die Be- torium errichten und hat auch sonst Angaben gemacht, die die und Ablösungs- Gesetzgebung vorbereitet hatte, gab man zunächst sitzenden nicht irgendwie erheblich in ihren wohlerworbenen Annahme gerechtfertigt erscheinen lassen, daß er ein internationaler für Schlesien am 20. Dezember 1848 ein Gesetz für interimistische Rechten"- wie wohlerworben" ist der Großgrundbesitz! Auseinandersetzungen, und am 2. März 1850 tamen die bekannten beeinträchtigen. Peinliches Dilemma, bas jene nicht lösen Hochstapler ist. Er behauptet nämlich, in Linden bei Hannover Gesetze zu Stande, von denen das eine die neuen Grundsäge für werden! geboren, als Oberstabsarzt der preußischen Marine bis vor einigen Wochen auf dem Schiff Preußen" stationirt gewesen Regulirung und Ablösung, das andere die Errichtung einer Rentenbank, mit deren Hilfe die Dienste und Abgaben beseitigt zu sein; auch wollte er bei einem Berliner Bantier die Summe von 120 000 Mark deponirt haben. Als ihm vorwerden sollten, behandelt. Nun war die Regulirung bezw. die Ablösung auch für spannlose kleine Stellen erreichbar, doch blieb gehalten wurde, daß es einen Oberstabsarzt von Bonstetten in der preußischen Marine nie gegeben hat, änderte der nach wie vor alles davon abhängig, ob von der einen oder Hochstapler seine Angaben und behauptete nun, daß sein Vater anderen Seite ein Antrag gestellt wurde.„ Verwaltungsrechtlich Säumige Wähler, welche der Arbeiterklasse angehören, universitätsprofessor in Genf gewesen sei. Er selbst sei in der ist die Gesetzgebung von 1850 sehr anerkennenswerth; da aber nur noch wenige Stellen lassitischer Art übrig waren, die davon sind nach Durchsicht der Wählerliste im 17. Kommunal- Wahl- Schlacht bei Langensalza durch einen Bajonnettstich und einen Gebrauch machen fonnten, so ist die sozialpolitische Wirkung bezirt, in welchem am 5. Mai die Stichwahl für den Genossen Säbelhieb verwundet worden, sei darauf als Militärarzt in die des Gesetzes nicht so sehr groß gewesen; sehr bedeutend dürfte Wilh. Börner stattfindet, unter Anderen nach Berufen fol- italienische Marine eingetreten und zuletzt neun Jahre auf Kaufaber die der neuen Ablösungsgrundsäße( anwendbar auf Stellen gende: 252 Arbeiter, 146 Tischler, 44 Schneider, 40 Maurer, Schiffe Provence" gemacht, mit dem er am 24. Dezember fin fahrteischiffen gefahren. Seine letzte Reise habe er auf dem mit besserem Besitzrechte) gewesen sein." Einen neuen Rückschritt ( die Reaktion wurde immer kühner) brachte die Deklaration 38 Maler, 31 Klempner, 29 Kellner und 18 Zimmerer. Es wäre Buenos Aires abgefahren und Anfang Februar in Marseille anvom 24. Mai 1858; diefelbe forderte für die Regierungs- in den verschiedenen Gewerkschaften und Werkstätten sehr angekommen sei. Wo er seitdem gewesen, und wie seine Verbezirke Stettin, Röslin und Danzig, daß nur dann die Regu- gebracht, wenn die Genossen solche Kollegen, welche ihr Wahlrecht wandten heißen, das anzugeben, verweigert der Verhaftete. Richtig sei, daß er bei einem Berliner Bankier die oben genannte lirung vorgenommen werde, wenn auf den bäuerlichen Stellen die Verpflichtung zu einer an den Staat zu entrichtenden Steuer in diesem Bezirk haben, zur Ausübung desselben veranlaßten, Gumme liegen habe, dort sei das Geld auf den Namen seiner ruhe, ähnlich wie 1816 nur die fatastrirten Stellen zugelassen umsomehr, da es voraussichtlich auf wenige Stimmen ankommen Schwester eingetragen, und den Namen der Schwester wolle er In Liebeuwalde, so erklärte er schließlich, verwurden. Am 16. Januar 1857 wurde das sogenannte Prätlusions- wird. Die Wählerliste liegt zur Einsicht bei Wilh. Börner, nicht nennen. weigere er jede Auskunft, dagegen wolle er in Berlin einem Bergesetz gegeben: Danach mußten Anträge auf Regulirung von Ritterstr. 108, Zigarrenladen, aus. liner Rechtsanwalt die ausführlichsten Mittheilungen über seine der einen oder anderen Seite bis zum 31. Dezember 1858 gestellt sein, oder es erlischt der Anspruch auf Regulirung. Knapp macht Berhältnisse machen. darauf aufmerksam, daß hierdurch Beschleunigung in all den Fällen, die als unbequem empfunden wurden, eingetreten, der Lassitische Besitz rechtlich aber nicht aufgehoben worden ist. Für Neuvorpommern gelten zwar die Ablösungsgeseze von 1850, nicht aber die Regulirungsgeseze, weder alte noch neue, obwohl 1890 auf Rügen, wie bereits mitgetheilt, noch laffitische Besitzrechte fich fanden. Was für Wirkungen die Reform gehabt hat, ist von uns bereits des Näheren ausgeführt worden. " Friedrichshagen. Den Ausflüglern unserer Parteirichtung giebt die Lokal- Kommission nochmals die Lokale bekannt, deren Inhaber weder ihre Säle zu Versammlungen geben, noch Arbeiterblätter auslegen wollen. Es sind dies Fr. Lerche, W. Lerche, Hohmann, W. Carius( Wilhelmsgarten), W. Friße und das Wilhelmsbad. Alle übrigen Lokale sind für uns zu haben und ertheilt bereitwilligst jede Auskunft Carl Maiwald, Scharnweberstr. 22. Gerichts- Beitung. Vor kurzer Zeit ging die Nachricht durch die Presse, daß die Heilsarmee durch die neugegründete Friedensarmee eine gewaltige Ronkurentin bekommen habe und gleich darauf wurde gemeldet, daß die Friedensarmee wegen überflüssigen Mangels an Kleingeld zur Bezahlung der Schulden das zeitliche bereits wieder gesegnet habe. Das ist jedoch nicht der Fall, wie eine Versamm lung bewies, welche durch die Friedensapostel am Dienstag Abend abgehalten wurde. Als unser Berichterstatter kurz vor 8 Uhr den Versammlungsfaal betrat, war noch niemand anwesend, als Daß in der Bewegung des Jahres 1848 die Landgemeinde- der Friedensgeneral, welcher eine mit vorsintflutlichem Einband Verfassung zu den lebhaftesten Erörterungen und zu einer Reihe versehene Bibel auf die improvisirte Kanzel legte, und ein Herr, Den Genossen von Berlin und Umgegend zur ge= von gesetzgeberischen Vorschlägen, aber zu keinem positiven Er- welcher eine breite, weiße Atlasſchärpe über die Brust ge- fälligen Kenntnißnahme, daß in Friedenau gebnisse geführt hat, ist bekannt genug. Erwähnt sei der in der schlungen hatte und wahrscheinlich der persönliche Adjutant des folgende Säle zu allen Arbeiterversammlungen uns zur Verpreußischen Nationalversammlung von den Abgeordneten der Linken tommandirenden Generals war. Merkwürdigerweise nahm der fügung stehen: 1. Trentels Gesellschaftshaus, Schwickerath und Gen. eingebrachte Gesetzentwurf über die Verfassung selbe aber an der Versammlung keinen Theil, sondern er erhob Rheinstr. 14. 2. Kurhaus( Inhaber Spremberg), Rheinstraße der Gemeinden, Kreise und Bezirke des preußischen Staates, der sich schon vorher mit einer Entschuldigung und verschwand und Ringstraßen- Ecke. Wir richten deshalb an die Genoffen die mit allen patrimonialen Rechten, mit den selbständigen Guts- auf Nimmerwiedersehen. Mittlerweile füllte sich der Saal immer Bitte, bei etwaigen Ausflügen und Landparthien die Wirthe be bezirken gründlich aufräumte, das Stimmrecht in der Gemeinde mehr und war bald so besetzt, daß kein Apfel hätte zur Erde fallen demokratisirte u. s. w. Weder dieser Entwurf, noch der mittelst können. Endlich bestieg der General, ein kräftiger, junger Mensch, die Seite stehen, denn wir sind dazu verpflichtet, dieselben nach rücksichtigen zu wollen, welche uns in unseren Interessen zur tönigl. Botschaft vom 18. August 1848 vorgelegte Regierungs- Ranzel und deklamirte ein Lied. Sodann las er einen Abschnitt Kräften zu unterstützen. Entwurf sind zur Berathung gekommen. aus Timotheus vor. Sofort durchschwirrte da den Saal der Nachdem der Artikel 104 der Verfassungsurkunde vom Ruf:„ Sieh' da, sieh' da, Zimotheus! Die Kraniche des Jbikus!" Polizeibericht. An der Ecke der Teltower- und Groß5. Dezember 1848 Grundzüge für die Verfassung der Gemeinden, Ungeheuere Seiterfeit des Publikums folgte diesem Zitat und beerenstr. wurde am 27. d. M. Abends ein 71 Jahre alter Kreise und Bezirke aufgestellt hatte, wonach eine Oberaufsicht des hielt während der ganzen Dauer der Versammlung vor. Unter- Rentier von einer Droschke überfahren und am Hinterkopfe anStaates über die Verwaltung der Gemeindeangelegenheiten nicht deffen hatte der General seine Vorlesung beendet und hielt nun scheinend schwer verletzt. Auf dem Spittelmarkt fiel am vorbehalten, den Landgemeinden die Verwaltung der Ortspolizei einen Vortrag über das Wesen und die Ziele der Friedensarmee, 28. d. M. Mittags eine Frau infolge eines Fehltritts zur Erde übertragen und die polizeiobrigkeitliche Gewalt der Gutsherren wobei es etliche tüchtige Seitenhiebe für die konkurrirende Heils- und brach den linken Oberschenkel, so daß sie nach der Charitee aufgehoben war, nachdem ferner durch das Justizorganisations- armee abseßte. Redner betonte, daß die Friedensarmee allen gebracht werden mußte. Nachmittags stürzte sich eine 70 Jahre Gesetz vom 2. Januar 1849 die Patrimonial- Gerichtsbarkeit be- Armen und Mittellofen helfen wolle( Ruf:" Pumpen Sie mir alte Frau, angeblich aus Nahrungssorgen, aus dem Flurfenster feitigt war, kam die Gemeinde- Ordnung vom 11. März 1850.' nen Dahler!"), aber nicht sowohl materiell, sondern geistig. Ein im fünften Stock des Hauses Luckauerstr. 13 auf den Hof hinab Dieselbe legte zwei Normen fest, die Aufhebung des selbständigen jeder müsse tiefes Mitleid empfinden, wenn er die große Noth und verstarb auf der Stelle. Zu derselben Zeit wurde in der Gutsbezirkes und die Nothwendigkeit einer Gemeinde- fähe, in der die armen Leute versunken wären, und zu der Spree, an der Weidendamer Brücke, die Leiche eines unbekannten, Vertretung. Die Gemeinde- Ordnung war ganzen geistigen Leere käme noch die törperliche, hervorgerufen durch den etwa 30 Jahre alten Mannes angefchwemmt. ihrer Auf einem Tendenz nach ein Kompromiß zwischen Großgrundbesitz trengen Winter und die Arbeitslosigkeit. Da der Redner be- Schießstande des Karlsgartens in der Hafenhaide erschoß sich und mobilem Kapital. Fanden sich darin liberale Anklänge, so tonte, daß gerade diesen Leuten von der Friedensarmee geholfen Abends ein unbekannter, etwa 25jähriger Mann mittelst Terzerols. war dies der noch frischen Erinnerung an die Märztage, an werden solle, lief ein schriftlicher Antrag aus der Mitte der Verdie Volksbewegung von 1848/49 geschuldet. Indeß die Reaktion fammlung ein, den Ueberschuß der Tellersammlung zum Besten erstartte schnell, und selbst diese Landgemeinde- Ordnung mußte der ausgesperrten Arbeiter Deutschlands der Generalfommission fallen. Durch Erlaß vom 19. Juni 1852 wurde ihre Durch in Hamburg zu überweisen; der General warf aber den Antrag führung sistirt. Am 24. Mai 1858 ergingen zwei Gefeße, von unter den Tisch mit den Worten:„ Die haben es nicht nöthig." Die benen das eine den Artikel 105 der Verfassungsurkunde aufhob Heiterkeit der Versammlung hatte nunmehr den Gipfelpuntt erreicht; Eine häßliche Eifersuchtsszeue führte gestern einen gees war ein allgemeines Gelächter und selbst dem überwachenden und an dessen Stelle die Bestimmung sezte: " Die Vertretung und Verwaltung der Gemeinde, Kreise Beamten gelang es nicht, den Ernst zu bewahren. Der Redner fonnte wissen Stachowski unter der Anklage der schweren Körperverund Provinzen des preußischen Staates wird durch be- nicht weiter sprechen und ging dazu über, die Vertheilung der letzung vor das Forum des Schöffengerichts. Herr Staszewski besigt Chargen bekannt zu machen. Es wurden wie ja auf den eine Frau, um welche er nach den Schilderungen, die er gestern Er glaubte fondere Geseze näher bestimmt," gegen 20 Chargen dem Gerichtshofe machte, nicht zu beneiden ist. das andere die Gemeinde- Ordnung vom 11. März 1850 außer Plakaten der Anschlagfäulen zu lesen stand Kraft sette und, aussprach, daß die früheren Gesetze und Ver- vertheilt, meistens Hauptleute, Premierlieutenants und Setonde- wenigstens Grund zur Eifersucht auf den Angeklagten Stachowski ordnungen über die Landgemeinde- Vertretungen in den östlichen lieutenants, fast teine Gemeine. Das Sonderbarste an der ganzen und einen anderen Nebenbuhler zu haben, denn er machte die Provinzen, soweit sie nicht der Verfassungsurkunde wider Sache war aber, daß die ganze Armee nur durch 2 Männer und Wahrnehmung, daß seine Frau mit diesen jungen Männern in sprächen, neu in Straft treten sollten. Zur Fortbildung" dieser 2 Frauen vertreten war, die an ihren silberbordirten Müßen und äußerst regem und vertrauten Verkehr stand, ja sogar bis spät Verfassungen sollten besondere provinzielle Gesetze erlaffen weißen Schleifen tenntlich waren. Der General machte ferner in die Nacht hinein mit denselben das Leben genoß. Es tam bekannt, daß vor Beginn der nächsten Versammlung die darüber zu vielen Auseinandersetzungen, wobei der Ehemann Am 8. Februar Abends Die chaotische Wirrniß blieb also, die Junker triumphirten, Kriegs artifel der Friedens armee" einzusehen wären, und aber gewöhnlich den fürzeren zog. 1848 war vergeffen und der ständisch- provinziale Partikularismus versicherte nochmals, daß allen Soldaten der Friedensarmee das ging Herr Staszewski mit seiner Frau zu einem Tanzfeierte seine fröhliche Auferstehung. Gesetzentwürfe zur Fortbil- Wohl der Armen und besonders der Arbeiter am Herzen liege. vergnügen nach dem Artushof in Moabit, nachdem ihm seine Dem bedauernswerthen dung" des Chaos, die der Landrathskammer 1853/54 zu Die Antwort auf diese lettere Bemerkung wurde dadurch gegeben, Frau vorher die Versicherung abgegeben, daß die beiden Schweregingen, nahmen ihr kläglich Ende in den Kommissionen, daß aus hundert Kehlen die Klänge der Arbeiter- Marseillaise er- nöther nicht zur Stelle sein würden. So endete diese merkwürdige Versammlung, der Er- Manne wurde aber auch hier die Milch der frommen Denkungses blieb Alles beim Alten bis zu der Novelle vom 14. April 1856, tönten. die, wie der bekannte Führer der Konservativen Wagener ehrlich trag der Tellersammlung wird wohl eine hochwillkommene Gin- art sehr bald in gährend Drachengift verwandelt, denn er sah in der Kammer aussprach, den Stempel der siegenden Realtion" nahme zur Deckung eines Theils der durch den Friedensgeneral plöglich die beiden Nebenbuhler im Saale auftauchen, seine Frau umgirren und konnte es nicht hindern, daß dieselben wiederholt frug. Reine Spur von Gemeinde- Autonomie; Bevormundung kontrahirten Schulden sein. mit ihr tanzten. Er machte seinem gepreßten Herzen etwas burch Gutsherrn und Staat, b. h. durch die Exekutive der Die Wegen allzu gewaltiger Mieth8steigerung will ich mein deutlich Luft und es fam zu einem heftigen Wortwechsel Feudalen, Ohnmacht der Bauern, Obmacht der Herren. einen Bettel dieses Inhalts hat zwischen ihm und den Angeklagten. Bei Beginn der Polonaise patrimoniale Gewalt wurde nicht blos erhalten, sondern er- Lager vollständig räumen!" weitert, indem das Polizei- Verordnungsrecht den Feudalen in den der in Alt- Moabit wohnende Kaufmann V. in seinem Schau- verließ er mit feiner sehr ungehaltenen Frau den TanzSchooß geworfen wurde. Die legten Zeiten bezeichnen, fagte fenfter angebracht und dadurch zunächst bei seinem Hauswirth faal. Als er auf dem Nachhausewege in der Rathenowerstraße Keil, den Höhepunkt der schon dem Untergang geweihten guts- ergerniß erregt. Der Letztere hat sich beim Reviervorstand be- angelangt war, stürzte plötzlich Jemand aus dem Hinterschwert, und ist dem Kaufmann auch aufgegeben worden, das halte über ihn her und im Nu hatte er drei Messerstiche in herrlichen Rechte." Die Kreisordnung für die östlichen Provinzen vom 18. De- Blatat zu entfernen. Dieser weigert sich jedoch, der Anordnung den Kopf erhalten, so daß das Blut in Strömen über das Gezember 1872, den Agrariern übrigens auf den Leib zugeschnitten, Folge zu leisten, indem er sich darauf beruft, daß es in seinem sicht floß und ihn am deutlichen Sehen verhinderte. Er konnte hob endlich die Verbindung obrigkeitlicher Befugnisse mit dem Intereffe liegt, seiner Kundschaft und seinen Lieferanten den blos die äußeren Umrisse des davon eilenden Attentäters erkennen. Besitze gewisser Güter auf, beseitigte die gutsherrliche Polizei wahren Grund anzugeben, weshalb er fein Geschäft aufgiebt, be- Die Einzige, welche denselben genau hätte erkennen müssen, war gewalt, das Aufsichtsrecht der Gutsherren über die Landgemeinde, ziehungsweise verlegt. Herr V. will es auf eine richterliche Ent- seine unmittelbar neben ihm gehende Frau, welche keinerlei An= sowie die mit dem Besitze gewisser Grundstücke verbundene Berechti- fcheidung ankommen lassen, falls das ihm angedrohte Straf- stalten zur Verfolgung des Messerstechers gemacht hatte und die gung und Verpflichtung zur Verwaltung des Schulzenamts, mandat zur Ausführung gelangt. Es wäre interessant, zu er- Behauptung aufstellte, daß sie den letzteren nicht erkannt habe. übertrug den Gemeinden das Recht, ihre Schulzen und Schöffen, fahren, ob auch im vorliegenden Falle der so dehnbare Paragraph Sie beeidete auch diese Behauptung troß aller Verwarnungen des Vorsitzenden und der sorgfältigen Protokollirung ihrer Aussage. Dem Angeklagten erwuchs hieraus fein Nußen. Das Schöffenvorbehaltlich der Bestätigung des Landraths(!), selbst zu wählen vom groben Unfug angezogen werden kann. u. s. w. Es ist unnöthig, die verschiedenen VerwaltungsmaßAn die unrichtige Adresse gelangte ein Schuß, welchen ein gericht hatte auf Grund der Beweisaufnahme keinen Zweifel an regeln aufzuzählen, die das baufällige Haus der Landgemeinde- junger Mann in selbstmörderischer Absicht am Sonntag in der feiner Thäterschaft und verurtheilte ihn zu neun Monaten dritten Stunde im Thiergarten unweit der Rousseau- Infel auf Gefängniß. Der Angeklagte wurde sofort in Haft gea Verfassungen stützen sollten. Bolitisch, wirthschaftlich, finanziell bedarf die Berfassung der sich abfeuterte. Durch denselben wurde nämlich die Tochter eines nommen. Landgemeinden einer Neuregelung. Erwerb und Verlust des Ge- in der Schillstraße wohnenden Rentiers glücklicher Weise nur sehr Ein Schwindel eigener Art führte den Porträtmaler meinberechte, Gemeindeabgaben, Gemeindevertretung. Beseitigung leicht am Ohr gestreift. Der Selbstmörder, welcher in der Aufder bureaukratisch- feudalen Bevormundung, Vertretung der Ge Geldverlegenheit und in Noth gerathen. Da hatte er auf einer meinden und der Gutsbezirke, Verlegung der niederen Polizei in regung gefehlt hatte, ergriff die Flucht, als er die unerwartete Robert Röder vor dieselbe Strafkammer. Röder war er Stadtbahnfahrt ein Gespräch zwischen mehreren Fahrgästen mit die Gemeinden, Heranziehung des Großgrundbesitzes zu den Lasten, Wirkung seines Schusses bemerkte. Das Kunstwerk eines Irrfinnigen birgt eine Boden- angehört, welches sich um einen Meineidsprozeß drehte. Er Stimm- und Wahlrecht, eine Fülle von Fragen drängen zur fammer der Dalldorfer Frrenanstalt. Dasselbe besteht in dem benutzte die auf so leichte Art erworbene Kenntniß, indem er zu etwa 1 Meter hohen Modell eines bestimmiten Anstaltsgebäudes. dem Kaufmann Isaac zu Charlottenburg, ben das Gespräch Summe Dieses Modell ist nach jeder Nichtung hin naturgetreu jeder betraf, hinging und ihm versprach, gegen Zahlung einer Gumi? Theil ist abnehmbar, die Inneneinrichtung bis auf den Seifen- von 400 Wt. sehr wichtige Mittheilungen zu machen. Isaac wies napf uf dem Waschtisch, sowie das Stück Seife darin, findet dies seltsame Anerbieten erst ab, sagte aber dann dem Angeklagten, werden. Vgl. Knapp a. a. D. G. 188, 189. Die Jahre 1816-1850, in welchen die fleinen Laffiten nicht mehr unter dem Bauernschutze standen, haben Dank dem guten Magen des Junkerthums geradezu verheerend gewirkt. " er möge doch in einer Stunde wiederkommen. Röder tam auch schlecht; in Königsberg als sehr schlecht. Von Querfurt, wo 12| Mitgliedern in Empfang genommen werden können, ferner att wieder, und um Näheres befragt, machte er Andeutungen aller bis 14 Stunden gearbeitet wird, berichtet man:" Das Verhältniß das Pflichtgefühl der Kollegen appellirt, sich dem Beschlusse der Art, die sich auf„ politische Anrüchigkeit", auf" Beobachtung des zwischen Meister und Gesellen hat sich in furzer Zeit auch letzten Versammlung unterzuordnen, wonach jeder Kollege, der am Isaac feitens der Polizei", für welche 1200 Mart aus einem geändert. Zwei Meister sind durch den Tod abgerufen. Da 1. Mai arbeitet, 1 M. mindestens zum wohlthätigen Zweck zu gewissen Fonds bezahlt würden und auf jenen Meineidsprozeß bloß noch ein Meister am Orte ist, werden die Kollegen ganz opfern hat, Listen hierzu liegen im Arbeitsnachweis bei Marzahn der demnächst anhängig gemacht würde, bezogen. Die gut mit demselben fertig;" nämlich bei zwölf- bis vierzehnstündiger aus, wurde die Versammlung geschlossen. Schwindelei war dem Isaac denn doch zu durchsichtig, da er sich Arbeitszeit. absolut nichts bewußt war und ließ derselbe die Polizei requiriren und den Namen des Röder feststellen. Der Gerichts- und Weiber. Die Herrschaften müssen selber kochen und sich beJu Bilbao( Spanien) streiken die Hausbediensteten, Männer hof glaubte dem Angeklagten, daß Geldverlegenheiten ihn zu dienen. seinem seltsamen Schritt getrieben hätten und verurtheilte den= felben zu 10 Zagen Gefängniß. Arbeiterbewegung. Leipzig. An den Eisenbahn- Arbeiterkongreß, der jetzt in Tours( Frankreich) tagt, haben hiesige Eisenbahn- Arbeiter folgende Adresse geschickt: „ Wir sind hocherfreut zu wissen, daß Ihr vereinigt seid zu Dieses muthige Eintreten wird nicht ohne gute Folgen bleiben. Die deutschen Eisenbahn- Arbeiter bringen Euch die aufrichtigsten Glückwünsche dar, sie begrüßen Euer energisches Handeln mit größter Begeisterung und werden sicherlich in nicht zu ferner Zeit Eurem Beispiel folgen. Wenn die Eisenbahn- Arbeiter endlich ihre Stimmen laut er heben, so werden sie dazu gedrängt, einmal durch die ungünstigen Arbeits- und Lohnverhältnisse, das andermal durch das unverantwortliche herausfordernde Gebahren der Verwaltung im Verein mit den bestehenden Arbeitgeberkoalitionen jeder Art ihren Arbeitern gegenüber. Durch Kampf zum Sieg. dem Zwecke Eure Lage zu verbessern. Mit follegialischem Gruß." Wien, 28. April. Gine heute Nachmittag abgehaltene Verfammlung der streifenden Bäckergehilfen nahm einen sehr stürmischen Verlauf und wurde schließlich aufreizender Reden wegen vom Polizeikommissar aufgelöst. Alle Redner sprachen für Fortsehung des Streifs. London, 29. April. Aus New- York wird gemeldet, daß 2500 Werkstätten- Arbeiter der Michigan- Zentralbahn streiken. New- York, 28. April. Nach Meldungen aus Pittsburg ist in dem Ausstandsbezirke von Pensylvanien die Arbeit vielfach wieder aufgenommen worden, ohne daß die Arbeitenden belästigt werden. Der Führer der Arbeiterpartei Wise ist aus Columbus in Ohio zurückgekehrt, wo kürzlich eine Versammlung der Arbeiterführer stattgefunden hatte. Wie es heißt, ist die Bewegung zu Gunsten des achtstündigen Arbeitstages vertagt worden. Soziale Uebersicht. Versammlungen. Oeffentliche Versammlung aller in Buchbindereien und verw. am Schluß gemüthliches Beifammensein mit Tanz. Um recht rege BetheiliBetrieben beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Freitag, den 1. Mat, Abends 8½ Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75( großer Saal). gung bittet der Einberufer. hallen". Wahrheit, Markusstr. 31. " Oeffentliche Versammlung der in der Schuhwaaren- Brande beSchäftigten Arbeiterinnen und Arbeiter, Fabritarbeiter, Handarbeiter, Stepper und Stepperinnen, Buschneider, Vorrichter. Tagesordnung: Zwed der Mai- Demonstration. Referent: Hermann Krause. 2. Distuffton. Die Versammlung ftedet in Hoffmann's Festfälen, Drantenstr. 180, ftatt. Männer- Gesangverein„ Unverzagt", Mitglied des Arbeiter- Sängers bundes Moabit, tagt Wilsnackerstr. 63, Moabiter Rasimo, bei Jlges. Der Fachverein der Lederarbeiter hielt am Sonntag, s uhr, Naunynfir. 86 bet Bubett. Gäfte fönnen durch Mitglieder eingeführt Lese- und Diskutirklubs. Donnerstag. Freiheit", Abends den 19. d. M., eine Generalversammlung ab, in welcher Sievers werben. Verein ,, Boltsbildung"( Männer und Frauen) Abends 9 Uhr, Lese- und Diskutirklub einen beifällig aufgenommenen Vortrag über„ Das religiöse Vor- im Restaurant Nürnberg, Schönhauser Allee 28. urtheil" hielt. Sodann verlas der Revisor, Kollege Lehmann, auf" Nachm. 3 Uhr, in der Gr. Frankfurterstr. 99, Frankfurter BierAufklärung", Abends 8% uhr, Einnahmen auf 484,78 M., die Ausgaben auf 324,45 M., der Rixdorf, Ecke Knesebeck- und Hermannstraße, Reſtaurant Benet millBeine" in den Kaffenbericht vom letzten Quartal; hiernach beziffern sich die in seindorfs Restaurant, Sangestr. 70. Gäste wiltommen. " Neue Beit", 8% Uhr, Boyenstr. 40. Gäste haben Zutritt. gegenwärtige Kaffenbestand beträgt somit 160,33 M. Der Kassirer tommen. Süd- Ost", 8% Uhr bet Toltsdorf, Görligerstr. 58. Gäste, durch Mitglieder Haunschildt macht hierzu bekannt, daß unter Ausgaben 100 M. eingeführt, haben Butritt. Lese- und Distutirklub Fester Wille", Vorschuß für das Vergnügungskomitee gebucht sind, wofür die Abends 8 Uhr, bei Schulz, Gartenstr. 70. Gäfte durch Mitglieder eingeführt gleichen Quittungen als Bestand gelten zu lassen. Nachdem uhr, uebungsstunde. Aufnahme neuer witgeber. Einnahmen noch gänzlich ausstehen, und bittet fernerhin der- haben zufritt. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Donnerstag Abends noch einige Fragen zum Kaffenbericht richtig gestellt, wurde dem Gesangverein", Blumenstraße 46 bei Wend. Uebungsstunde von 9 bis Gesangverein Einigteit"( Sutmacher), LinienKassirer Decharge ertheilt. Ueber die Thätigkeit der Arbeits- 11 Uhr. ftraße 73 bet Roth. Gesangverein Edelweiß Melchiorstraße 15 nachweiſe- Kommission berichtete Kollege Wunschet. Es wurden bei Stehmann. Gefangverein Echo 2", Alte Schönhauferstraße Gesangverein Frühlingsluft", Flottwell31 Gehilfen und 6 Lehrlinge von 28 Fabrikanten verlangt; um Nr. 42 bei Reimann. Männerchor St. Urban", Annenstraße 9 bet wurden im Arbeitsnachweis 18 Mitglieder aufgenommen und Gesangverein, or nblume", Blumenfir. betreffer. Arbeit angefragt hatten 56 Gehilfen und 3 Lehrlinge, außerdem fraße 5 bei Bartels. Prob. Männergesangverein Borar", Admiralftr. 38 bei Bülow. Gesangverein 303 Beitragsmarken verkauft; auch die Zahlstelle im Norden ent- and in Hand", Staligerstr. 142 bet Greifer. Gefangverein ,, Unverzagt" bet Rüfter, Köpenickerstraße 127a. faltete eine rege Thätigkeit. Gesangverein ,, Dorfglöcklein" Deutsch- Willmersdorf, Berlinerstr. 40 bei Pietsch. Gefang berein des„ Tischlerverbandes" in Steglitz, Restaurant Hildebrand. Arbeiter- Gefangverein„ armonie", Tempelhof, Dorfftr. 10 bei Gerth. Ecke bei Caro. Gefangverein ,, Weiße Rose", Reinickendorf, Residenz- und HolländerstraßenArbeiter Gesangverein Morgenroth", RummelsGöthestraße 9 bet Konrath. Gesangverein Bregel Sodann nahm der Verein Stellung zur Maifeier. Der Vorstand berichtete, daß er ein passendes Lokal nicht hat bekommen tönnen, und es wurde daher von einer eigenen Feier Abstand genommen, es vielmehr jedem Einzelnen überlassen, den 3. Mai festlich zu begehen, doch wurde empfohlen, sich zu der vom 4. Reichstags- Wahlkreise im Vittoria- Park zu veranstaltenden Festlichkeit zusammen zu finden. Ein Antrag des Kollegen Wunscheck: den arbeitslosen Vereinsmitgliedern zur Maifeier Gözelt: der Bibliothek 20 M. zu bewilligen. Die nächste 2 M. zu bewilligen, wurde abgelehnt, desgleichen ein Antrag Vereinsversammlung findet am Sonnabend, den 9. Mai, im Vereinslokale statt.( Referent Dr. Lütgenau.) " " " M " Seeger's cher Mustt und Gesangverein Gesangverein burg schluß in Sam's Klubhaus, Annenfabet Schnetber Gesangverein Firmitas", Adalbertstr. 8 Kreuzberger Harmonie", Lindenstr. 106, bet Boppe. Amicitia", Adlershof Bismarckstraße bei Albrecht. Gefangverein " Euphonia", Restaurant Weid, köpniderstraße 68. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Stat straße 47. tiub Rüdwärts", Abends 8% Uhr, im Restaurant Boberte, PalltfadenElisabethstr. 57-58, Königstädt. Gymnaftum. Lübeck'scher Turnverein, Männer Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Turnverein D sten", Lehrs lings- Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Blumenstr. 63a. Berliner Turngenossenschaft, 1. Lehrlings: Abtheilung, Abends 8-10% Uhr, im Lessings und Gehilfen hielt am Sonntag seine regelmäßige Mitglieder- straße 88.- Offenbacher Sängerfranz"," Uebungsftunde von 9-11 im Dresdener Der Fachverein der Gas, Wasser, Heizungs- Rohrleger Theater, Pantstr. 9-10. Männer- Gesangverein„ Crescendo", Abends 9 Uhr, bei Körting, GneisenauVersammlung ab. Bevor zur Erledigung der Tagesordnung Garten, Dresdenerstr. 45. Gäfte wilkommen. Berein" Std Bad", Sizung geschritten, legte der erste Vorsitzende, Koll. Reckner, sein Amt mit Damen Uhr in Krösches Gesellschaftshaus, Fichtestraße Nr. 29. nieder, da er Umstände halber hierzu gezwungen sei. Zum ersten Geselliger Berein" Regina", Sigung mit Damen, Abends 8 Uhr, in den Buisenstädt. Bierhallen, Alte Jatobftr. Nr. 89.- Geselliger Club BlauPunkt der Tagesordnung:" Wie stellen sich die Mitglieder des veil chen", Abends 9 Uhr bet Förtsch, Stallschreiberstr. 60- Pfropfenverein Fachvereins zur Auflösung zu Gunsten des Verbandes sämmt- Wedding", Abends 8 Uhr bei A. Engel, Müller- und Antonstraßen- Edc. licher in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter?" referirte Marienbad", Badstr. 35-36, Saal 1 Tr. Vergnügungsversin Caprice", Abends 9 Uhr, Sigung mit Damen im Kollege Rectner. Derselbe legte den Mitgliedern Zweck und Zielen", 9% Uhr, Sigung mit Damen bei Bülow, Admiralstraße 38. Gäste will Vergnügungsverein„ Veil= Zimmerlente Berlins. Da das Bureau der am 30. März des neu gegründeten Verbandes klar; es sei Pflicht auch unseres tommen. Verein ehemaliger Schüler der 98. Gemeindeschule, Abends tagenden Versammlung der Zimmerer Berlins beauftragt war, Vereins, sich zu Gunsten desselben aufzulösen, da kleine Branchen- Gesellschaft offnung"," Abends 8% Uhr, im Klubhaus, Ohmgasse 2. im Gesellschaftshause Ostend", Rüdersdorferstr. 45.- Privattheater den 1. Mai Abends eine Versammlung der Zimmerleute organisationen unter heutigen Verhältnissen nicht mehr existenz- Gäste willtommen. Verein ehemaliger Schüler der 23. GemeindeBerlins einzuberufen mit der Tagesordnung: Die Be- fähig feien. Lebhafter Beifall folgte diesem Vortrag. Unter schule. Sigung, Abends 94 Uhr, bei Saeger, Grüner Weg 29. Gäste will deutung des Achtstundentages, beschloß der Verband der Zimmer- Verschiedenem" wurde beantragt, zur endgiltigen Beschlußfassung Schröder, Stegligerstr. 18, Gäste wiütommen.- Zambourverein„ Jungferntrans", tommen. Verein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindeschule bet leute, demgemäß sich dem Beschluß zu fügen und keine Ver- über Auflösung des Vereins eine außerordentliche General- Weidenweg 12. fammlung für den 1. Mai einzuberufen. Mit der gemeinschaft- versammlung einzuberufen; dieser Antrag fand einstimmige Anlich geplanten Versammlung der Maurer und Zimmerleute jedoch, nahme. Alsdann machte der Vorsitzende auf das am 2. Mai in zu der das Bureau überhaupt nicht beauftragt ist. Feuerstein's Salon stattfindende leßte Stiftungsfest aufmerksam, erklären wir uns nicht einverstanden. Die Korporation zu welchem Billets zur Ausgabe gelangten. der Zimmerleute mußte im Stande sein, am 1. Mai den größten Saal Berlins zu füllen. Da nun das Bureau nicht im Auftrage Mitgliederversammlung ab. Bur Tagesordnung stand ein Vortrag Uhr im Restaurant Birt, Straußbergerftr. 3. Der Verein der Wäschebranche hielt am 22. April seine der Versammlung gehandelt hat, so empfehlen wir, daß sich die des Herrn Dr. Christeller über Bäder. An der Diskussion beibelto", o Uhr im Restaurant Gaillard, Prinzenftr. 87. Zimmerleute den großen Arbeiterversammlungen und den Versammlungen der Wahlvereine, in theiligten sich die Herren Zemke, Koopmann, Hergt, Frau Hoffderen Bezirk sie sich befinden, anschließen und that stetten und Herr Grashold. Zu Verschiedenem wurde um rege fräftig für den 1. Mai eintreten. J. A.: W. Zippte, Agitation angeregt, sowie der Wunsch laut, die nächste Versamm lung auf einen Sonntag anzuberaumen und ein gemüthliches Markusstr. 14. Beisammensein nachher stattfinden zu lassen.( Näheres hierüber Maifeier. Gesellschaft für Verbreitung von siehe nächstens im Vorwärts.) Ferner machte der Kassirer beWolksbildung. Am Sonntag, den 3. Ma i, findet tannt, daß sich die Zahlstellen des Vereins bei Herrn H. Grasmorgens 8 Uhr, in der Graft. Reischach'schen hold, Pallisadenstr. 59, Herrn E. Rahnführer, Neue Königstr. 11, Brauerei in Stralau ein Frühschoppen statt, wozu Herrn Franz Niemeier, Weberstr. 19, befinden. Ebenso werden alle Freunde und Genoffen mit Familien eingeladen sind. Treff- täglich Beiträge entgegengenommen und Mitglieder aufgenommen punft um 7 Uhr pünktlich am Schlesischen Thor. Von beim Kassirer Herrn G. Koopmann, Wollinerstr. 69, II. Nachdem Nachmittags 4 Uhr ab in den 3entral Festsälen, noch Herr Hergt auf unsere Maifeier aufmerksam machte, welche Oranienstraße 180: Ball, Feftrede und Vorträge unter am 2. Mai Abends 82 Uhr bei Böhow stattfindet, schloß der Mitwirkung des Gesangvereins, Brezelschluß"( Mitgl. d. A. S. B.) Vorsitzende die Versammlung. Billets à 30 Pf.( intl. Tanz) sind zu haben bei den Herren A. Wilde, Böchstraße 21, 4 Tr.; R. Sündermann, Stalizerstr. 122, 2 Tr.; A. Fricke, Adalbertstr. 53, Hof 4 Tr. und A. Ringe, Reichenbergerstr. 158. Rauchklub„ Dezimal- Waag e", Abends 9 Uhr bet Jnfinger, Krauts Straße 48.- Rauchflub ernspige", Abends 8% Uhr bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. haus, Stalizerftr. 41, Rauchtlub ,, ollegia", Abends 9 Uhr, in Spengler's Wirths Rauchtlub or wärts", Abends 9 Uhr, bet Tempel, Breslauerstr. 27. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Donnerstag. Gefelliger Berein Blau BetIchen", Uhr im Restaurant Louisenhof, Stallschreiberstr. 60.- Bergnügungsverein Schneeglödhe n Privat- Theater- Gesellschaft Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Wattenscheid, 29. April. Die Belegschaften der Bechen " Ber. Holland" und" Centrum" halten morgen um 9 Uhr eine Bersammlung ab mit der Tagesordnung: Bedingungslose iederaufnahme der Arbeit. Der vor sechs Tagen verhaftete Bergarbeiter Delegirte Werdelmann wurde heute in Freiheit gesetzt. = zeitung" gemeldet: Das hiesige Gefängniß ist angefüllt mit Köln, 29. April. Aus Essen wird der Kölnischen Volts auswärts verhafteten Bergleuten. Der Ausstand im hiesigen Revier ist fast beendet. Im gesammten Streifgebiet find heute 16 193 Mann auf 37 Bechen ausständig( gestern 20 000 auf 46). ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Der Fachverein der Berliner Stuckateure und Be rufsgenossen hielt am 20. April eine gut besuchte Generalversammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung wurde ein Kollege als Aufforderung an alle Diejenigen, welche Marken( Bons) Mitglied aufgenommen. Die Abrechnung vom vierten Quartal für die ausgesperrten deutschen Arbeiter in Bertrieb hatten, fie stellt sich wie folgt zufammen: Einnahme inkl. Bestand vom beziffert die Zahl der heute früh noch ausständigen Bergarbeiter Effen a. d. Ruhr, 29. April. Die Rhein.- Westfäl. 3tg." resp. das darauf gesammelte Geld unverzüglich dahin abzu- vorigen Quartal 329,83 M., Ausgaben 157,27 M., mithin bleibt auf 9500 und fügt hinzu, daß Nachmittag der Ausstand weiter liefern, wo sie selbige entnommen haben, da die Unterzeichneten ein Bestand von 172,56 M. Auf Antrag der Revisoren wurde nachgelassen habe. öffentlich abrechnen wollen und daher die Namen der dem Kassirer die Decharge ertheilt. Restirenden genannt werden müssen. Die Kommission der fnüpfte Kollege Osw. Daste eine übersichtliche Zusammenstellung Wahlvereinen in Karlsruhe und Mühlberg für Sonntag Nach An diese Abrechnung Karlsruhe, 29. April. Die von den sozialdemokratischen Zabatarbeiter Berlins. J. A.: Wilh. Börner. der Gesammteinnahmen und Ausgaben der vier Quartale; Der Verband der vereinigten Steinfeger- Gesellen in genommen hat die Zahl der Mitglieder während dieser Zeit mittag geplanten Aufzüge nach benachbarten Ortschaften find Deutschland hat eine Statistik über das Jahr 1890 heraus- um 156. Hierauf berichtete der Vorsitzende: In 19 Bersamm Polizeilich verboten worden. polizeilich verboten worden. gegeben, der wir Folgendes entnehmen. Die Arbeitsbedingungen lungen wurden 8 wiſſenſchaftliche und 3 gewerkschaftliche BorParis, 29. April. Mit Rücksicht auf etwa für den 1. Mai find vielfach wenig geregelt. Die Arbeitszeit schwankt sehr und träge, sowie eine Vorlesung gehalten. geplante Arbeitertundgebungen wurden die Gewehrhändler beträgt vielfach 11 Stunden, auch 12-14 Stunden( z. B. in erstattete den Bericht über die Thätigkeit des Arbeitsnachweises, liche Munition in Sicherheit zu bringen und ihre Läden zu Querfurt). Der Zentralvorstand erblickt in der ungleichen Ar- und sodann Kollege Otto Hoffmann über die abgehaltenen Ber- schließen. Ebenso find die Händler mit alten Chaffepotgewehren, beitszeit ein Hemmniß der gewerkschaftlichen Agitation und gnügen. Den Rechtsschutz haben zwei Kollegen in Anspruch ge- Bajonetten und dergleichen mehr aufgefordert worden, dieselben meint, es müsse jetzt dahin gestrebt werden, daß möglichst die nommen. Aus der Neuwahl des Vorstandes und der Kommissionen in sicheren Gewahrsam zu bringen. 10ftündige Arbeitszeit eingeführt werde. Bemerkenswerth ist, gingen hervor: A. Marfer, I. Vorsitzender; M. Müller, II. Vordaß dort, wo die Arbeitszeit am längsten ist, durchweg die Löhne fiender; Cohn, I. Schriftführer und Lüppke, II. Schriftführer. Staats- Waffenfabrik untersagt den darin beschäftigten Arbeitern Tulle, 29. April. Ein Erlaß der Verwaltung der hiesigen erheblich niedriger sind, als in den Orten mit kürzerer Arbeitszeit. Klückmann ist auf ein weiteres Jahr als Kassirer wiedergewählt. bei Strafe der Entlassung jedes Feiern am 1. Mai. und Posen bezeichnet als sehr gut, in Berlin( wo 500 Arbeiter und Fritsche berufen. Zur Verwaltung im Arbeitsnachweis die der Organisation angehören, während die übrigen 100 wegen Kollegen Ernst Schroeder, Karl Wolfert, Schmidt, Nitschke, Rich. stockender Beitragszahlung gestrichen wurden), Breslau, Dessau, Schulz und Doemel und endlich zur Rechtsschutz- Kommission die Flensburg, Görlitz, Liegniß, Potsdam und Saarmund als gut, Kollegen Meißner, Rieß und Ulm. in Hamburg als ziemlich gut; in Chemnitz, Erfurt, Wandsbeck als zufriedenstellend; in Altenburg, Eberswalde und Umgegend, Naumburg als fein gutes; in Halle, Hannover und Leipzig als nicht das beste; in Nordhausen als nicht das richtige; in Bern burg als gespannt und nicht leutselig( Ist in Bernburg ein„ leutfeliger" Unternehmer das Ideal der Gesellen?); in Köthen als Grosse öffentliche Die Verwaltung der Bibliothek wurde auf Empfehlung des Borsitzenden wiederum dem Kollegen Jänike übertragen, da derselbe bisher zur Zufriedenheit sein Amt geführt hat. Zur Stüße des Vergnügungsfomitees haben sich die Kollegen Wolfert, Reinhardt und Fritsche freiwillig gemeldet. Nach dem noch betannt gegeben, daß Billets zur Maifeier von den KomiteeBriefkaffen der Redaktion. in einem Keller am Oranienplatz ermordet. E. S., Wrangelftr. 111. Gregy wurde im Jahre 1864 dem Fall des Sozialistengesetzes eingegangen. W., Heimstraße. Der„ Sozialdemokrat" in London ist mit 540 496,74 Quadratkilometer. A. R. 1000. Deutschland hat einen Flächeninhalt von A. M- z. Ihr Gedicht ist für uns leider nicht verwendbar. Zur Feier des 1. Mni! Müller- Versammlung mit Franen Oeffentliche Versammlung am Freitag, den 1. Mai, Abends 8 Uhr, der Graveure u. Ciseleure mit Frauen Arbeitsmarkt. Züchtig. Barockvergolder, ber auch guter Versilberer sein muß, verlangt in den Frankfurter Bierhallen( Ernst Krüger), Gr. Fraukfurterstr. 99. am Freitag, den 1. Mai, bei Schmiedel, Alte Jakobstr. 32. Rottbuser Ufer 32. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Hübsch. Thema dem Tage angemessen. 2. Diskussion. 607b Nach Schluß der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Das Agitations- Comité. Gäste willkommen. Gen. 2Stub., Küche. 3. 1. Mai resp. Juni b. z. v. Neue Hochstr. 45, Seitenfl. 1 Tr. Schlafstelle für Schuhmacher z. Arb. Waldemarstr. 30, v. K.b. Oraniehl.[ 620b Tages- Ordnung: 1. Die Bedeutung des 1. Mai. Referent: Herr Sievers. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung findet gemüthliches Beisammensein statt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. 609b 549b Schrifthauer, 2 Schlafstellen bei Krüger, Linien- 11 Schlafft. b. Busch, Adalbertstr. 72.[ 618b für dauernd lohnende Beschäftigung ftraße 144, Hof 3 Tr. Freundl. Schlafst. Alte Jakobstr. 89, H. 3 Tr. b. Hoffmann. 610b Möbl. Schlafft. z. verm. Lausitzerstraße 40, v. 3 Tr. Hage. 611b Werner, Dresdenerfir. 58, 608b Gine Marquise zu vert, bei Reſtaur. 70 603b 614b tüchtig in Granit u. Marmor, werden cm. breit. Atlas in allen Farben, verlangt von befter Qualität, Met. v. 3 M. an. W. Sipperling, Blücherſt, 1. Kochmann, Alte Jakobstr. 86. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 99. Versammlungen. Die Textilarbeiter und Arbeiterinnen d. Die Donnerstag, den 30. April 1891. 8. Jahrg. and 8. blieb. Die Richtigkeit der Angaben wurde von den Revisoren stützungsfonds der Werkstätten- Kontrollkommission berichtet Kollege bestätigt. Bei der Besprechung der Auflösung des Vereins waren Mostopp. Totalbestand 879,75 Mart, Kollege Freiwald be alle Mitglieder darin einig, daß unter den jetzigen Verhältnissen richtet noch über 3 Fälle, in welchen die Werkstätten- Kontroll aller Branchen hielten am 27. D. M. eine zahlreich besuchte Vereine Fachorganisation nicht mehr zeitgemäß fei, und es wurde kommission Werkstätten- Angelegenheiten zu regeln hatte. UnSammlung ab. Zum ersten Punkte der Tagesordnung:" einstimmig der Antrag den Verein vom 4. Mai schließend an diesen Bericht wird auch die Lehrlingsfrage be Neuorganisation der Textilarbeiter und Ar- Diesem ab für aufgelöst zu erklären, angenommen. Von sprochen. Kollege Kloß ersucht die Kollegen aus allen Werkbeiterinnen" nahm zunächst der Vorsitzende, Herr Schuster, diesem Zeitpunkte ab tritt zur Regelung der bis dahin noch nicht stätten ihm über die Zahl der beschäftigten Lehrlinge Mittheilung das Wort, um in furzen Zügen die Nothwendigkeit einer Neu- erledigten Angelegenheiten des Vereins eine Liquidationskom zu machen, damit man auch hierüber ein flares Bild habe. organisation der Textilarbeiter und Arbeiterinnen in Form einer mission von 8 Mann in Funktion. In diese Kommission wurden Kollege Fricke bemerkt, daß es werfitellen gebe, wo 4-6 LehrZentralorganisation zu erörtern, die bestimmt ist, die überaus gewählt die Kollegen Unverfährt, Bathge, Röde, Kayle, Rana- linge und nur 1 oder 2 Gehilfen beschäftigt würden und spricht traurige Lage der Textilarbeiter nach Möglichkeit aufzubessern schäfsky, Jung, Weich und Herbst. Unter Verschiedenem gleichzeitig den Wunsch aus, daß der Vorstand des Fachvereins wurde noch auf das am 2. Mai bei Lips statt bei Quartalswechsel Ausrufe im„ Vorwärts" erlassen möchte, zusehen. Der letzte Kongreß hat sich bereits mit der Organisations- findende letzte Stiftungsfest( siehe Annonze) hingewiesen worin Eltern und Vormünder über den Stand des Tapezirerfrage befaßt und ist zu der Ueberzeugung gekommen, daß die bisund die Kollegen ersucht, sich zahlreich daran zu Gewerbes unterrichtet respektive nähere Aufklärung über Werkstätten Ueberschuß bet heiligen, der wird dem Verband herigen Lokalorganisationen nicht genügen im Kampfe gegen das in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter"" überwiesen. GR. Wenzel. Unter Berfchiedenem" wird nach längerer Debatte ein Un aller vom Vorstand erhalten können. Hierauf berichtet der Bibliothekar Kapital, und hat demzufolge die Zentralorganisation über ganz werden alle Personen, welche glauben, noch Reste an den Verein trag: Wollen wir( der Fachverein) eine Arbeiter- Festdekoration, welche Deutschland beschlossen. Auch ist von ihm der wöchentliche Beitrag pro Mitglied auf 10 Pf. festgesetzt worden. Redner be- zu haben, aufgefordert, sich bis 10. Mai spätestens an den Ob- auch zu Festlichkeiten anderer Vereine verliehen werden kann, an fürwortete die Wahl einer Kommission zur Ausarbeitung des mann vorgenannter Kommission, Carl Unverfärth, Naunyn schaffen einstimmig angenommen. Ein Antrag, auf Listen zu Statuts. Auch Herr Hoffmann gab seiner Meinung Ausdruck, straße 28, zu wenden und dort ihre vermeintlichen Rechte geltend Gunsten dieser Festdekoration zu sammeln, wird abgelehnt; da daß schleunigst zur Konftituirung der neuen Organisation ge Berein zu erfüllen haben, werden aufgefordert, ihnen bis zum schuß zur Anschaffung der Dekoration mitverwandt werden soll, zu machen. Alle Diejenigen, welche noch Pflichten gegen den gegen wird beschlossen, ein Vergnügen, von welchem der Ueberschritten werden müsse, da in der Provinz schon mit Sehnsucht 4. Mai Sonnabend von 8-10 Uhr und Sonntag von 10-12 Uhr zu veranstalten. Die in voriger Versammlung gewählte Komdarauf gewartet werde, um Gelegenheit zu haben, sich dem Verbande Vormittags bei Gründel, Dresdenerstr. 116, und Anklamerstr. 49 mission wird beauftragt, die Dekoration noch im Laufe des Somfestgesetzte Beitrag von 10 Pf. pro Woche für die Textilarbeiter im Restaurant, spätestens aber bis 10. Mai bei den Mitgliedern mers anzuschaffen. Zum Schluß erhebt die Versammlung auf vielfach hoch erscheinen werde, doch wurde allseitig anerkannt, der Liquidations- Kommission nachzukommen. Etwaige Gelder sind Anregung des Kollegen Bister Protest gegen das Vorgehen der daß der Verband größerer Geldmittel dringend bedürfe, an Kollegen Herbst, Ritterstr. 116, zu entrichten. Die Kollegen, Berliner Metallindustriellen. größerer Geldmittel dringend bedürfe, welche der Bibliothek Bücher mit etwaigem Vorbehalt geschenkt um etwas leisten zu können. Nach einer weiteren 311 stimmenden Neber Antisemitismus und Sozialdemokratie sprach am Diskussion schritt die resp. geborgt haben, werden ersucht, sich bis zu oben genanntem Versammlung zur Erledigung des dritten Punktes der Tagesordnung:" Wa hI Zeitpunkt zu erklären, ob diese Bücher mit in den Verband über Freitag im antisemitischen Volksverein der Reichstags- Abgeordnete Bickenbach. Derselbe fämpfte in dem Theile seiner Rede, in eines Verbandsvorstandes". Der Vorsitzende befür- führt werden dürfen, oder ob sie dieselben zurückverlangen. welchem er sich mit dem sozialdemokratischen Zukunftsstaat be wortete die Zusammensetzung des Verbandsvorstandes aus den Die Berliner Portiers und verwandten Berufsgenossen faßte, ähnlich dem vortrefflichen Ritter Don Quixote gegen vier Branchen: Weber, Wirker, Sticker und Posamentirer, da hielten am Montag, den 27. April unter dem Vorsitz des Kollegen Windmühlen, gegen Forderungen, die die Sozialdemokraten nies die sonstigen Textilbranchen bisher noch kein Lebenszeichen von Raßler eine öffentliche Versammlung ab. Zum ersten Punkt der mals aufgestellt haben und auch niemals aufstellen werden. So fich gegeben haben. Dagegen wurde von anderer Seite hervor Tagesordnung hielt der Genosse Klein einen längeren Vortrag zeigte er sich besonders darüber entrüstet, daß es im sozialdemo gehoben, daß auf die einzelnen Branchen keine Rücksicht zu nehmen über Organisation, in welchem er neben der gewerkschaftlichen kratischen Zukunftsstaate Jedermann vorgeschrieben werden solle, fei, sondern lediglich Personen in den Vorstand gewählt werden auch die politische Organisation empfahl. Besonders den ver- was für einen Rock er tragen und was er essen dürfe. Die möchten, welche die erforderlichen Fähigkeiten dazu besigen. Der fammelten Portiers und verwandten Berufsgenossen legte er Sozialdemokraten wollen übrigens nach Herrn Pickenbach deshalb Vorstand wurde nachdem wie folgt zusammengesetzt: Herr bringend ans Herz, endlich einmal ihren Indifferentismus alles Bestehende umstürzen, weil sie nicht wissen, was Petersdorf, er er Vorsitzender; Fräulein Budgerei, fahren zu lassen und sich voll und ganz auf den Boden der sie an dessen Stelle feßen wollen." zweite Borsitzende; Herr Hertig, erster Schriftführer; Fräu- modernen Arbeiterbewegung zu stellen.( Beifall und Widerspruch.) lein Schulz, zweite Schriftführerin; Herr Treue, Kassirer. In der Diskussion ergriff von Sozialdemokratischer Seite der Der neugewählte Vorstand wird die Ausarbeitung des Verbands- ferenten zustimmte, wurde angenommen. Eine Resolution, durch welche die Versammlung dem Re- Genosse Buchbinder Feldmann das Wort, um mit Erfolg den statuts übernehmen und die sonstigen Maßnahmen veranlassen. Angriffen des Herrn Pickenbach in Betreff der Haltung der Die Maifeier betreffend wurde bekannt gegeben, daß am 8. Mai Der Vorsigende Kollege Kaßler führte hierauf folgendes aus: fozialdemokratischen Reichstags Fraktion in Sachen des so ein Ausflug nach Bernau beschlossen worden ist und wurde zu von Portiers und verwandten Berufsgenossen bestehen, nämlich Aufhebung jeder Kündigungsfrist), in Betreff des Zukunftsstaates Trozdem in Berlin augenblic lich schon zwei Vereinigungen genannten Arbeiterschutz Gefeßes( besonders der beantragten recht reger Theilnahme aufgefordert. Die Bernauer Genossen sowohl ein Verein wie ein Verband Berliner Portiers nnd Be- u. f. w. entgegenzutreten. Redner betonte mit Recht, daß die haben große Vorbereitungen getroffen. Die Abfahrt findet am rufsgenossen, tönnen sich alle zielbewußten Kollegen dennoch keiner Antisemiten dadurch, daß sie sich einseitig gegen das jüdische Sonntag, den 3. Mai, Morgens 7 Uhr, vom Stettiner Bahnhofe diefer beiden Vereinigungen anschließen, da dieselben nicht auf Rapital wendeten, nur eine Wunde verkleben wollten, während aus statt. Wie Herr Lehmann befannt gab, sind von der Ge- dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehen. Es ist aber die Sozialdemokratie die Beseitigung der Grundursache und neralfommission der Gewerkschaften Deutschlands Marken einge dringend nothwendig, daß sich die Portiers ebenfalls auf die damit dauernde Heilung derselben erstrebe. troffen und er forderte zur regsten Entnahme auf. Desgleichen Seite der Arbeiter stellen, da gerade sie häufig die niedrigsten werden von der Agitationskommission Marken zur Ausgabe ge- und schmutzigsten Arbeiten verrichten müssen und der Willkür langen, deren Ertrag zu einem Reservesonds bestimmt ist und in ebenso machtlos gegenüberstehen wie jeder Handarbeiter. Ein aus fuchte öffentliche Maurerversammlung für Steglitz und Umgegend. Friedenan. Am 24. April tagte zu Friedenau eine gut bes Berlin verbleibt. Nachdem noch das Abonnement auf den 6 Personen bestehendes Komitee hat deshalb den Beschluß gefaßt, Kollege Blaurock aus Berlin hielt einen Vortrag im Sinne der Textilarbeiter" und die Arbeiterin" dringend empfohlen worden eine Freie Bereinigung sämmtlicher Berliner Portiers und ver- Lotalorganisation. Nachdem sich mehrere Kollegen ausgesprochen war, wurde die Versammlung mit einem Hoch auf das Gedeihen wandten Berufsgenossen" zu gründen, deren Zweck es sein soll hatten, wurde folgende Resolution angenommen: bus des neu gegründeten Zentralverbandes der Textilarbeiter und Ar- die materielle und sittliche Lage unseres Standes nach Möglich Die heutige Versammlung der Maurer beiterinnen Deutschlands geschlossen. feit zu bessern und zu heben. Dieser neue Verein wird sich der Friedenau und Umgegend erklärt sich mit den Ausführungen des von Steglitz, Die Metallschleifer hielten am Montag Abend eine öffent- Ausbildung seiner Mitglieder nicht nur auf gewerkschaftlichem Delegirte auf dem 8. deutschen Maurerkongreß unsere Interessen modernen Arbeiterbewegnng voll und ganz anschließen und die Referenten einverstanden und erwartet, daß der von uns gesandte liche Versammlung unter Vorsitz des Kollegen Nimetscheck ab. sondern auch ganz besonders auf politischem Gebiete anstreben. und Bestrebungen voll und ganz vertritt. Ferner erwartet die Kollege Schwarz legt in längeren Ausführungen den Nutzen des Jever zielbewußte Kollege möge sich dieser Vereinigung an Versammlung, daß der Kongreß wie folgt beschließt: 1. Die von Anschlusses der Metallschleifer an den allgemeinen Metallarbeiter Verein lar. Durch die Auflösung des Fachvereins aber mache es sich nothwendig, analog den Beschlüssen des Provinzial- Kon lebhafte, da sehr viele Mitglieder der beiden bereits bestehenden fation und das Vertrauensmänner System wieder einzuführen Die hierauf folgende Diskussion war eine außerordentlich bandes wird verworfen. 2. An dessen Stelle ist die Lokalorganis der Geschäftsleitung vorgeschlagene Gründung eines Zentral- Vers gresses, einen Vertrauensmann zu wählen, welcher mit den vom Vereinigungen anwesend waren und sich die größte Mühe gaben, und sind diejenigen Orte zu bestimmen, in welchen die Vertrauens Kongreß dafür bestimmten Arbeiten zu betrauen ist. Hierauf wird Kollege Nimetscheck einstimmig zum Vertrauens- Diskussion die Kollegen Marosch, Schuß, Falkenthal, Rennthaler, genossen in den bestimmten Orten ob. Die Vertrauensmänner das Vorgehen dieser zu rechtfertigen. Es nahmen Theil an der männer zu wählen sind. 3. Wahl derselben liegt den Gewerks mann gewählt. Grauer, Liebig, Brugelli, Wezel, Taujrold und mehrere andere. zum Maifonds gesprochen. Es sind einige Kollegen der Mei Gründung der neuen Vereinigung hart und sprachen wiederholt us Delegirte für den Kongreß wurde Kollege Friz Kowald aus Unter Verschiedenem wird zunächst über die Beisteuerung Besonders die Kollegen Marosch und Brugelli bekämpften die haben in ihren Bezirken die Agitation selbst zu betreiben und der im Kongreß neugewählten Geschäftsleitung Bericht zu erstatten. nung, daß mehr als 50 Pf. Beisteuer nicht aufzubringen seien, die Ansicht aus, daß eine Vereinigung der Portiers und Berufs Friedenau gewählt; als Revisoren des Generalfonds wurden die wegen der schlechten Geschäftslage. Hiergegen wenden fich Poppe, Knüppel und Andere, meinen, daß die Be- genossen mit der modernen Arbeiterbewegung nichts zu thun habe Kollegen Wüller und Schwericke gewählt. schlüffe der öffentlichen Versammlungen nicht so ohne Sinne sprachen noch mehrere Kollegen. Die Sprecher wurden Weiteres umgestoßen werden dürsten und fordern die aber durch die Kollegen Rennthaler, Grauer und Raßler gründlich Montag übend versammelt, um sich von ihren Delegirten Be Die gewerblichen Hilfsarbeiter Schönebergs hatten sich Kollegen auf, nach Möglichkeit diese Beschlüsse hoch zu halten widerlegt: Kollege Raßler kritisirte in drastischen Ausführungen richt über die Verhandlungen und Beschlüsse des kürzlich statte und ein Viertel bis ein Drittel des Arbeitsverdienstes zu steuern. scharf die Zustände der beiden bereits bestehenden Vereinigungen gehabten Kongresses geben zu lassen. Es mußte leider konstatirt Der Vorsitzende fordert die Kollegen auf, bei dem bevor- und las ferner einige Paragraphen aus dem Statut einer dritten stehenden Uebertritt in den allgemeinen Provinzial- Metallarbeiter Vereinigung vor, die eine augemeine Heiterkeit hervorriesen. Ein ohnehin nicht sehr große Saal der Schloßbrauerei war noch lange werden, daß die Versammlung äußerst schwach besucht war, der Berband alle Kräfte auszubieten, um noch indifferente Kollegen Paragraph bestimmie unter anderem, daß von den Einnahmen nicht zum dritten Theil gefüllt. Kollege Behrendt gab als Dele mit heranzuziehen. Kollege Knüppel bringt hierauf ein drastisches Beispiel ei Viertel in das Vermögen des Vereins, ein Viertel in das girter einen längeren, sehr genauen Bericht über die gesammten von Gesinnungswechsel. Der Kolonnenführer Wöhler bei der Vermögen des Vorsitzenden übergehe und das legte Viertel Borgänge und Verhandlungen auf dem Kongreß und erörterte gleichmäßig unter die Vorstandsmitglieder vertheilt werde; ein dabei alle einschlagenden Fragen. Länger verweilte Redner bei der Landeskirche ausgetreten ist, geht troßdem bei jeder Gelegen-/ anderer Paragraph giebt dem Vorsitzenden das Recht, Alende dem Punkt der Kongreß- Tagesordnung betreffend die Organis heit, die sich bietet, mit Banner und Fahnen zur Garnisonkirche. rungen des Statuts auf eigene Faust vornehmen zu dürfen u. f. w.sationsfrage. Er selbst mißbilligte den gefaßten Beschluß, eine Es wird hierauf noch von mehreren Kollegen zu zahlreicher gestellt, Listen auszulegen, damit sich diejenigen Kollegen, welche Bentralisation durchzuführen und stellte sich auf den Boden der LokalBetheiligung an der Maifeier am Freitag, den 1. Mai, Abends der neu zu gründenden Vereinig ng beitreten wouten, eintragen organisation mit Beibehaltung des Vertrauensmänner- Systems. Wie 8 Uhr, im Lokale des Herrn Schneider, Aoalbertstr. 8, aufgefordert tönnten. Der Antrag wurde angenommen, und ungefähr die sich jedoch die Kollegen zu dieser Frage verhalten wollen, das will Redner einer neuen öffentlichen Versammlung überlassen wissen, und die Versammlung mit einem Hoch auf die internationale Hälfte der Versammelten zeichneten ihren Namen ein. Sozialdemokratie geschlossen. Bur Ausarbeitung eines Statuts wurde sodann eine Kom- damit sich Jeder über seine Stellungnahme inzwischen klar ge mission von 7 Mitgli dern eingejezt und in dieselve gewählt die worden sein könne. Die öffentliche Versammlung möge dann be in Former, welche sich mit der Auflösung des Vereins beschäftigte, oliegen Vialenni, Schult, Schafer, Raßler, Rennthaler, saltens stelle des neuen Verbandes zu errichten; an dem bestehenden Fachtagte am 20. März. Die Auflösung und der gleichzeitige Ueber- thal und Gra er. verein hingegen werde es liegen, zu befchließen, ob er sich in Nach em noch bekannt gemacht war, daß nach 14 Tagen eine diesem Falle zu Gunsten des Verbandes auflösen wolle. tritt in die neugegründete Vereinigung, Verband der Eisen- und zweite öffentliche Versammlung einberufen werde, wurde die Ver- alle Fälle jedoch müsse mit allen Kräften darauf hingearbeitet Metallarbeiter Berlins und Umgegend, empfahl Kollege Körsten. sammlung geschlossen. An der Diskussion betheiligten sich Rollege Dinse, welcher für werden, daß eine Zersplitterung vermieden werde. In der Dis. Branchen- Zentralisation sprach, aber mit seiner Meinung nicht Der Allgemeine Metallarbeiter Verein Verlins und tussion sprachen noch einige Redner zu den Ausführungen des durchdrang; die Kollegen Stobsack, Tauschel und Paezel, welche Umgegend hielt am 21. d. M. unter Vorsitz des Kollegen Kurgas Referenten, ohne jedoch neue Gesichtspunkte oder gegentheilige den Standpunkt des Referenten vertraten. Im Schlußwort eine Versammlung ab, in der Herr Henning über:„ Blicke in Ansichten zu äußern. Mit einem dreifachen Hoch auf die inters forderte Kollege Rörsten auf, träftig für den neuen Verein zu Natur- und Menschenleben" sprach. In der Diskussion stelite nationale Arbeiterbewegung wurde sodann die Versammlung ge agitiren und in den Berein überzutreten, um durch den neuen Kollege Unger eine Frage an den Referenten. Kollege Unger schlossen. Verein beweisen zu können, daß wir Former wie bisher an der geißelte noch scharf das Benehmen der bürgerlichen Zeitungen Spige der Arbeiterbewegung stehen. Folgende Resolution jand dann vem Komplott der Metallindujiriellen gegenüber. Zum Schluß Berichtigung. Herr Sparfeld schreibt uns: In dem in 1. einstimmige Annahme: Die General- Versammlung des Fachvereins machte der Vorsitzende noch betannt, daß am 27. April die letzte Nr. 96 Ihres Blattes veröffentlichten Versammlungsbericht der der Former ist voll und ganz mit dem Referenten einverstanden. Generalversammlung stattfindet, welche sich mit der Ausiösung öffentlichen Versammlung der Mufit- Instrumentenarbeiter und Die Versammlung sieht ein, daß in kleinen Fact, vereinen es nicht und Anschluß an den neuen Augemeinen Wietallarbeiter- Verband Arbeiterinnen sind verschiedene Unrichtigkeiten enthalten. Es heißt möglich ist, etwas zu erreichen, um gegen das geschlossene Unter beschäftigen wird. da:„ Ein hiesiger Staatsanwalt neunt 12 M. einen Hungerlohn". Ich habe dies nicht gesagt, da mir derartiges gar nicht bekannt nehmerthum den Kampf aufzunehmen. Alle heute hier BerTapezirer. Am 21. April fand eine sehr stark besuchte ist. Ich führte vielmehr aus, daß die Invaliditäts- und Altersund sich sofort dem lokalen Zentralverband der Metall- und Generalversammlung des Fachvereins der Tapezirer Berlins statt. versicherungs- Anstalten in Berlin angenommen haben, eine Arbeifammelten beschließen, den Fachverein der Former aufzulösen, Eiſenarbeiter anzuschließen. Sodann brachte der Kassirer die Ab- Hr. Keßler hielt einen mit großem Beifall aufgenommenen Vor- terin verdiene per Woche 9 M., mithin falle dieselbe in die rechnung vom Stiftungsfest, welche für richtig bejunden wurde. trag über das Koalitionsrecht der Arveiter. An der Diskussion zweite Lohntlasse, daß aber 9 W. nur von einer gang verschwin Es wurde aber ein Mitglied vom Vergnügungs- Komitee, Gugen betheiligte sich ein Redner; dann wurde folgende Resolution ein- bend kleinen Zahl von Arbeiterinnen erreicht werden und gehnSchnarchendorf, laut Versammlungsbeschluß aus gestoßen. Nach stimmig angenommen: Die heutige Versammlung der Tapezirer taufende große Freude haben würden, wenn es eine Unſtalt gäbe, dem dann noch eine aus sieben Kollegen bestehen e Liquidations- verdammt das Ausbeutungssystem der Unternehmer und will mit die ihnen Sonnabends den Fehlbetrag auszahlen könnte. Löhne Kommission gewählt worden, schloß der Vorsigende mit einem allen Mittein, welche uns zu Gebote stehen, Front dagegen von 3 und 4 M. per Woche sind nicht außergewöhnlich und wohl machen. Vor wir eine straffe Organisation und verpflichten uns, alle Wiann für es Aufgabe der Agitationskommission, den Gedanken der OrganiB schließen. Es wurde nun aus der Mitte der Versammlung der Antrag Auf Der Fachverein für Schloffer und Maschinenbau. Mann dem Fachverein beizutreten, um Schulter an Schulter zur fation der Arbeiter überall in Deutschland zu verbreiten, wo mur Arbeiter hielt am 20. April er. seine letzte Generalversammlung Befferstellung unserer Lage zu kämpfen. Hierauf berichtet Koll. Muſikinſtrumente fabrizirt werden und nicht nur für Berlin eine ab. Sunächst stattete der Kassirer Bericht vom ersten Quartal ab. Gielinski als Kassirer über den Stand der Klasse. Kollege Arbeiterinnen- Organisation in der Branche zu gründen, was nicht Zarnach standen der Ginnahme von 298,58 M. eine Ausgabe Sartig als Revisor beſtätigt seine Angaben, und es wird einmal nöthig und die als Branchenverein auch aus lokale Ueber den Stand des Unter-| Gründen unmöglich ist. von 218,68 m. gegenüber, so daß ein Bestand von 74,90 m. ver- dem Kassirer Decharge ertheilt. Gr. Volksversammlung + für Männer und Frauen am Freitag, den 1. Mai cr., Abends 8 Uhr, im Feenpalast", St. Wolfgangstr., gegenüber der Börſe. Tages Ordnung: 1. Der 1. Mai und seine Bedeutung für das Proletariat. Ref. Albert Auerbach. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. NB. Der V. Wahlkreis begeht die Mai- Feier 332/1 am 3. Mai im ,, Moabiter Schützenhaus" in Plötzensee Grosse öffentliche Volksversammlung für Männer und Frauen am Freitag, den 1. Mai cr., Abends 7½ Uhr, im ,, Eiskeller", Chausseestr. 88( hinterer Saal)... Tagesordnung: Unserem Freunde und Genossen Max Abraham, Budikerwirth im Gasthaus Zur Er holung", Straßburgerstr. 5, zu seinent heutigen Wiegenfeste ein drei Mal donnerndes Hoch, daß die ganze Wirth schaft wackelf. Die Rothen. F. V. D. J. N. 3. D. N. A. 2. N. S. E. 647L Unserem Freund und Genossen, dem Budifer 606b Max Abraham ein donnerndes Hoch zu seinem WiegenVortrag: Ueber die Bedeutung des 1. Mai". Referent feste. Die Rothen vom Norden. Wilhelm Liebknecht. Nach der Versammlung: Gesellige Unterhaltung. mit Konzertu. Volksbelustigungen aller Art bei freiem Entree. Freie Vereinigung der Kaufleute. Sammelpunkt: Brauerei Königstadt" Mittags 12/2 Uhr, Abmarsch präzise 1 Uhr. bittet Um zahlreiche Betheiligung an der Volksversammlung und Maifeier Der Vertrauensmann Carl Gabbert, Friedrichstr. 181d. Sozialdemokratischer Wahlverein MS Mai- Feier! Unserem Kollegen C. Prettien zum 30. Geburtstage ein dreimal donnerndes Hoch. Vater Harisch is dot. Danksagung. 615b Für die vielfachen Beweise herzlichster Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben unvergeßlichen Sohnes u. Bruders Freunden und Bekannten, sowie dem Gesangverein Nordstern" unsern aufrichtigsten Dant. 612b Am 3. Mai: Bremserpartie nach Saatwinkel Karl fagen wir allen Verwandten, mit Damen ( nicht Herrenpartie, wie infolge Druckfehlers gestern gesagt). erbeten bis Sonnabend früh an A. Laasch, Solmsstr. 16, II. für den 4. Berliner Reichstagswahlkreis. Abfahrt: Nachm, präzise 2 Uhr vom Oranienburger Thor. Anmeldungen Freitag, den 1. Mai, Abends 8 Uhr, im Saale ,, Königsbank", Gr. Frankfurterstr. 117: Mai- Feier, bestehend in Konzert u. Gesang, ausgef. v. Gesangver. ,, Liederlust", Mitglied des Sängerbundes. IF Festrede, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten Paul Singer. Nachdem: Tanz. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Programms à 20 Pf. find in den mit Plakaten belegten Lokalen, sowie in den Zahlstellen des Vereins bei den Genossen im Süd- Often: Gottfried Schulz, Admiralstr. 40( Rottbuser Play); F. Zubeil, Naunynstraße 86 part.; Karl Scholz, Wrangel r. 32 part.; Benno Stabernack, Wrangelstr. 85 im Bigarrengeschäft; ini Osten: G. Tempel, Breslauerstr. 27, Restaurant; 0. Heindorf, Langestr. 70 part.; Lock, Friedrichsbergerstr. 11, Restaurant. werben daselbst neue Mitglieder aufgenommen. Achtung E Auch 339/9 Große Schneider- und Schneiderinnen- Versammlung am Freitag, den 1. Mai, Abends 8 Uhr, bei Orschel, Sebastianstr. 39. Thema: Der Achtstundentag in der Bekleidungs- Industrie. Referent: Der Delegirte des Pariser Kongresses: L. Pfeiffer. Sonntag, den 3. Mai: Maifeier der Berliner Schneider und Schneiderinnen bei Möwes, Fichtestraße Ur. 29. Treffpunkt: Nachmittags 2 Uhr, bei Gründel, Dresdenerstraße 116. Allseitiges Erscheinen ist dringend nöthig. Es ladet freundlichst ein Die Agitations- Kommission. 276/7 Tabakarbeiter und Tabakarbeiterinnen! Große öffentliche Versammlung und Arbeiter- Maifeier unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Deutsche Eiche" am Sonnabend, den 2. Mai, Abends präzise 8 Uhr, im Elysium, Landsberger Allee 39-41. Tagesordnung: Der achtstündige Normalarbeitstag und seine Bedeutung. Referent: Herr M. Otto. Hierauf: Tanz- Kränzchen. Die Arbeiter- Festzeitung" wird am Saal- Eingang gratis abgegeben und findet daselbst nur Tellersammlung statt. Die Kommission. 444b Rixdorf! Freitag, den 1. Mai: Gr. Volksversammlung bei Niesegk. Tages- Ordnung: Die Bedeutung des 1. Mai für die Arbeiter. Referent: Wilhelm Werner. Sonntag, den 3. Mai 1891, in den Lokalen der Herren Niesegk und Barta: Grosse Maifeier für Rigdorf, Briz und Umgegend unter Mitwirkung der Arbeiter- Sänger- Vereinigung von Rixdorf. ( 8 Gefangvereine.) Alle Gewerkschaften und Vereine werden gebeten, im Interesse der Sache von einer eigenen Feier Abstand zu nehmen. Näheres die Programme. Eintrittskarten zur Maifeier find für beide Lokale giltig. Die Beauftragten. IF Charlottenburg! Große öffentliche Versammlung 835/20 am Freitag, d. 1. Mai, Abends 8 Uhr, im Lokale ,, Bismardhshöhe". Tagesordnung: Die Bedeutung des Achtstundentages. Verschiedenes. Entree 10 Pf. Achtung! 862/10 Der Vertrauensmann. Pankow! Achtung! Große öffentliche Volksversammlung am Freitag, den 1. Mai 1891, Abends 8 Uhr, Zentral- Halle im Stadtbahnbogen unter Bahnhof Börse ( am Zwirngraben). Verkauf von Lebensmitteln aller Art. E Billigte Bezugsquelle von frischem Fleisch und Wurst etc. Alle Waaren, die bis 5 Uhr nicht verkauft, werden von da ab zu den denkbar billigsten Preisen verauktionirt. Halles Centrales Börse. [ 520 L Ausverkauf der DamenM. Lohrmann, Mäutelfabrik Müllerstraße 4, Gde Shulzendorferſtraße Die trauernden Hinterbliebenen: H. Scharnweber nebst Frau u. Geschw. Achtung! Bürsten- und Pinselmacher Berlins. Freitag, den 1. Mai, Abends 8 Uhr, in Keller's Gesellschaftshaus, Bergstraße 68: Gr. öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Bedeutung der Arbeiter- Maifeier. Ref.: Genosse Wartig. 2. Disfussion. 3. Stellungnahme event. Wahl eines Delegirten zum Apoldaer Rongreß. 4. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. 120/10 Der Einberufer. Vereinigung d. deutsch. Maler, Ladirer, Anstreicher 2., Filiale Friedenau. Sonntag, den 3. Mai cr., in Frenkel's Gesellschafts- Haus, Rheinstraße 14: nach beendetem Engros- Geschäft ca. 2400 hochelegant ff. i. m. Werkstätten nach Mitgl.- Versammlung. neuesten Modellen gefertigte Hegenmäntel, Paletots, Jaquets, Fichus, Umhänge 2c. zu sehr billigen aber festen Preisen. 521 L Unterlasse jede weitere Anpreisung und verweise a. d. guten Ruf meiner lang= jährig best. Firma a. d. lobenden Referenzen d. Berl. Zeitungen über m. Geschäft. Geschäftshaus S. Heine. Chauffeestraße 14 Die schönsten[ 588L Kinder- Kleider für Mädchen jeden Alters, fowie Morgeuröcke, Unterröde, Trikottaillen u. Blousen Massbestellungen u. Reparaturen auch im Einzelverkauf sehr billig! werden prompt erledigt! Chauffeestraße 14 Geschäftshaus S. Heine. Rester- Handlung. 2 Billige Rester zu Knaben Anzügen von 1 M. an, sowie zu großen An zügen von 6 M. an bis zum feinsten Kammgarn, sowie Rester zu Regen- und Sominermänteln, Sammt, Seide, Plüsch, Atlas( alle Besaß Artikel), Trikot zu Taillen, alle Farben; auf Wunsch Alles zugeschnitten, auch angefertigt, empf. Karle, Waldemarstr. 66, part. Möbel, 604L 9 Spiegel und Polsterwaaren empfiehlt Julius Apelt, Sebastian- Straße Nr. 27-28. Sol. Arbeit. Prompte Bedien. Bill. Pr. Rohtabat A. Goldschmidt, Spandauerbrücke 6, am hiesigen Plage bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 L. Förster& D. Delcourt, My Klempnerei, [ 452L] Wienerstraße Nr. 28, II. Hof. Wir empfehlen uns zur Ausführung aller ins Fach einschlagenden Arbeiten. Größtes Lager Berlins im Lokale Kaiser Friedrichar. 50/51( nahe der Brauerei&. Willner). Kinderwagen. Andreasfr. 23, S.p. Tagesordnung: 384/16 1. Vortrag über die Bedeutung des 1. Mai. Referent: Genoffe Lint. 2. Diskussion. 3, Verschiedenes. Parteigenoffen, erscheint recht zahlreich. Der Vertrauensmann. 2 freundl. Wohnungen, Stube u. Rüche m. Wafferl., 50 u. 54 Thlr. fof. verm. Rigdorf, Prinz Handjerystr. 50. I Steppdecken!! größte Auswahl!! am billigsten in Emil Lefèvres Fabrik, Berlin, Oranienstr. 158.[ 277L Boten Schlafdecken einen freinw. Flecken. Stück 4, 6, 8 und 10 Mark. Werth das Doppelte!! Illustr. Preisliste gratis u. franko. Sophabezüge- Refte unter Kostenpreis. Fabrik von Hille, Zimmerstr. 86, Hof part. 516L Möbel, Spiegel und Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Vortrag des Kollegen Minkley. 3. Aufn. neuer Mitglieder u. Versch. Nach der Versammlung zur Feier der Achtstunden- Bewegung findet ein Tanz kränzohen statt bei freiem Entree und verschiedenen Ueberraschungen, wozu ergebenst einladet. 546b Der Filialen- Vorstand. Lese- u. Diskutirklub Fester Wille Freitag, den 1. Mai 1891: Ausserordentliche Sitzung. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, find willkommen. Der Vorstand. 644L J. A.: Ernst Pest. Mein Haal, über 100 Perf. fassend, ist am 3. Mai für die Parteigenossen noch zu vergeben. 613b LindowerRestaurant Wedding, raße 26. Empfehle allen meinen Freunden und Genossen mein ca. 45 Personen fassendes 681L Vereinszimmer mit Piano. Eignet sich auch sehr gut z. Zahlstelle. E. Mothes, Restaurat. Gesundbrunnen, Straße 66a Nr. 17. Vereinszimmer 564b Mariannenstr. 19. Sonntag, Montag, Donnerstag noch frei. Den geehrten Leſern dieſez Blattes Gesellschaftshaus Friedenau, Rheinstraße 14. empfiehlt sich( Handelsfrau) in Wäsche jeder Art. Kleider nach Maß gegen Theilzahlung, streng reell. Adr. bitte 1., 2. und 3. Mai, sowie fernerhin Empfehle meine Lokalitäten am schriftl. an Schuhmacher Kleinschmidt, zur gefälligen Benutzung. Großer VorGitschinerstr. 81, H. I. Keller, einzusenden. und Hinter- Garten. Kaffeeküche. Kegelbahnen. Vereinen und Versamm lungen unentgeltlich. 547b H. Matthées, Ur. 70. Grüner Weg Nr. 70, nahe der Koppenstraße. Spezial- Geschäft 604b für Mehl, Mühlenfabrikate, Hülsenfrüchte, Vogelfutter, Taubenerbsen, empfiehlt mur beste waare zu billigen Preifen. Bon 5 Piund ab Engros- Preise. Rohtabak empfiehlt 114b Rud. Seiffert, Reichenbergerstr. 171. Im Tuchgeschäft Oranien- Str.126. I. Herren- und KnabenAnzüge, Paletots, fowie Damenkleider etc. Auf Wunsch auch gegen Theilzahlungen. 625 L Der Wirth: Jean Frenkel. Ju Berlin C wird an einer nicht zu schmalen Straße zur Aufführung eines Neubaues ein resp. mehrere Grundstücke von zu sammen 26-30 m Straßenfront bei 40-45 m Tiefe gegen baare Auszah lung zu faufen gesucht. 648L Geft. Angebote unter Preisangabe werden unter A. B. in der Expedition dieser Zeitung erbeten. Dr. Hoesch, homöopath. Arst Artillerieſtr. 27. 8-10,5-7, Sonnt. 8-1, Achtung für Aerzte! Ein tüchtiger, medizinischer Art, welcher Luft hat, in einer 10 000 Gin wohner zählenden Stadt SchleswigHolsteins sich eine Existenz zu ver schaffen, wird ersucht, betreffs näherer Auskunft, fich baldigst mit dem Unter zeichneten in Verbindung zu sehen. 645L Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. B. Schuly, Elmshorn, Peterstraße Nr. 11.