Nr.LÄI. 36.Iahrs. Bezugspreis: BiertelZährl. 10,50 3Ju, monatLS�SO Ml. frei bis Saus, Boraus suljlbat. Pslr- bezug Monatlich Z.50 Ml. exki. flu- stellungsgedithr. Unicr Kreuzband für Deutichland und Oesterreich-Ungarn 6,75 Mi. sllr das Übrige Ausland 10,75 AU. bei tiiglich el�mai. fluftellung 6,75 Mi. Posta estellungcn nehmen an Danemart. Solland, üu�emburg, Echweden u. die Schweiz. Eingetragen in die Post-fleitungs- Preisliste. Der»Borwörts" mit der Sonntag«- bellaz»»Doli u. fleit� erscheint Wochen- täglich zweimal. Sonntags«imnai. Teiegramm-Adreffee Sozialdemokrat Berlin". MorgenAnsgabe. Serliner Volksblatt ISpfenn»») AuzeigenprciS: Di« achtgespaltene Nonparellkezesl« lostetZPO M., Teueriingszuschlag 60«,� �kleine illnzeigen", das i»!!- gedrullte Wart 75 Pfg. lzniaisig zwei settgedruckle Worte), jedes weiter« War! 50 Psg. Stellengesuche>Ut0 Siiiiafchcllenanzeigen das erste Wort 05 Ptg. jedes weitere Wort W Pig. Worte über lä Buchstaden zählen ihr zwei Worte. Teueningszuschlag itfi.,. Familien- Anzeigen, polirisch« und gewertjchastliche Vereins- Anzeigen 1,00 Mt. die geile. Anzeigen Mr die nächste Rummer mitssen bis s Ahr nachmittags im Hailptgeschüst. Berlin SA 08, uindenstrahe 8, abgaben werden. Geöffnet oon 9 Uhr>.g dt, 5 Uhr abends. Tentralorgan äev foLisläemokratil'cken Partei Deutfchlands tteüaktion und E?tpeöition: SM. öS» �inöenstr. Z. .chrrnsvrether! Aint Moritevla«. Nr.»litSV—!SIV7. Freitag, den 3. Dezember ISIS. Kasv.-a Vonvärts-Verlag G.m.b. h., SM. öS. LinSsnstr. 3. Fernsprecher: Amt Morihplatz. Nr. 117 53— äl. Endlose Preistreibereien. Dem NeichSkalirat, der am 2. d. M. in Berlin tagte, lag ein Antrag des Kalisyndikats vor, die Kalipreise um zirka 43 Proz. zu erhöhen, da die Löhne der Kaliarbeiter um 4 M. je Schicht erhöht werden müßten, was einen Mehr- aufivand von 56 Millionen Mark jährlich erfordere. Außerdem seien die Braun kohlen preise seit der letzten Kalipreis- crhöhung vom 1. August rapid gestiegen; während damals Braunkohle cinschl Steuer und Fracht sich auf 254,86 M. je 16 Tonnen boiechnelcn, stellte sich der Preis am 15. A!o- vemvv auf 874,90 M. Die Vertreter der Landwirtschaft erklärteu durch Herrn Dietrich(Potsdam), der geforderten Preiserhöhung nur dann zustimmen zu können, wenn der Reichskalirat sich für die Aufhebung derZ Wangs Wirtschast in der Landwirtschaft ausspreche. Unter kapitalistischen Interessenten wäscht eine Hand immer die andere, und so stimmte der Reichskalirat dem Vcrlangeil der Agrarier mit 15 gegen ll Stimmen der Arbeiter und An- gestellten zu. 4 Tie Vertreter der christlichen Gewerkschaften inarcn weder warin noch kalt, und enthielten sich zur Hälfte der Abstimmung, nachdem Herr Sieger vom christlichen Gewerkverein in einer Eliicrseits-Anderstnts-Rede für ein Ent- gegenkommen an die agrarischen Wünsche plädiert hatte. Eine nette Arbeitcrpertretung 1 Tie Landbündler gestehen mit diesem Vorgehen offen ein. daß die Zwangswirtschaft die Befriedigung ihres AphetiiS auf noch höhere Wucherpreise unterbindet und daß deren Aufhebung die agrarische Preisbildung in einer Weise beeinflussen würde, daß dem Volke die Augen über- gehen müßten. Interessant ist die Begründung des Kalisyndikais für die geforderten Preiserhöhungen, die allein für den In- landsabsotz 187 Millionen Mark ausmachen, nachdem bereits am 1. August eine gleich hohe Preissteigerung beschlossen wurde. Die Belastung durch die Preissteigerung der Braun- kohle seit 1. August erfordere allein 56 Millionen Mark. Nach den Ermittlungen auf 60 Kaliwerken betrage die Preis- sleigcrung für Braunkohle je Tonne 12 M. innerhalb 8'/., Monate. Der Bedarf der dem Kalisyndikat an- geschlossenem Werke beträgt 47 M'.ll. Doppelzentner. Die Kalmidustrie ist der größte Abnehmer. Legt man die gleiche Preissteigerung der ganzen ctiva 96 M i l l. Tonnen be- tragenden Rohbraunkohlen crzeugung zugrunde, so er- gibt sich eine jährliche Verteuerung auf Grund der Preissteigerung der Monate August-Novcmbcr um 1686 M ill. M a r k. Noch toller siebt die Preistreiberei aus, wenn man die jetzige Preishöhe in Pcrglcich stellt mit derjenigen des vierten Quartais 1918, für ivelchcs das Kalisyndikat einen Tonnen- preis von 11 Mark einschließlich Steuer und Fracht nach- weist. Wir erlebten also eine Steigerung der Brauwohlen- preise von 26,44 Mark je Tonne innerhalb Jahresfrist. Das ergibt bei 96 Millionen Tonnen Jahresfördening zwbi M i l I i a r d e n 84 Millionen Mark Preis st eige- r u n g. Der Braunkohlenbergbau umfaßte nach Angabe des NeichsanzeigerS im zweiten Vierteljahr 162666 Arbeiter, die zurzeit einen tariflichen Schichtlohn von 19 Mark haben. Die gesamte jährliche Lohn summe beträgt also nach der augenblicklichen Lohnhöhe 581 Millionen Mark, wacht also nicht viel mehr als den vierten Teil der Preis- st e i g e r u n g aus. die wir in Jahresfrist erlebt haben. Will mau dann noch etwa erzählen, daß die Steigerung der jon- fügen Gestehungskosten diese horrcndei Preistreiberei recht- fertigt? Oder will man immer noch mit dem Märchen der NnrentabUltät des Braunkohlenvergbaues krebsen gehen, um vor der durch das Kabinett Bauer feierlich angekündigten Sozialisicrung gruselig zu machen? Und wann endlich wird man zur Sozialisicrung schreiten? Die kapitalistischen Interessenten in der Kallindustrie licscru ja den besten Be- iveiS, was durch die Sozialisierung des Braunkohlenbergbaues zu gcivinnen ist. Wir treiben rettungslos dem Abgrund zu. lvenn die Preisireiberei mit den wichtigsten Rohstoffen so weitergeht. Tie Preissteigerung der Braunkohle bescherte uns in vier Monaten cine� Kalivcrteuerun g allein im Jnlandsab- satz in Höhe von mehr als einer Vicrtclmilliarde Mark, die allerdings die deutsche Landwirtschast in der Hauptsache vcr- auslagt. Aber trotz Zwangsbcwirtschaftung weiß die Landwirtschaft die Last auf die Konsumenten abzuwälzen, die ihrerseits gezwungen sind, immer ivieder Lohn- und Gehaltsforderungen zu stellen, die dann wieder zu Preis- steigerungen plüs Ext» aProfiten Anlaß geben. Die Braun- l Oberst Reinhard entlasten. I» der Bockbrauerci tagte DoncrStagabend die Funktionär- konfcren» der T. P. D., in der Franz Krüger über das Thema „Der Kampf gegen d i e„R r a 1 t i o n und die Einigkeit der Arbeiterklasse" referierte. Cr führte aus, daß man in der Freie» Republik jedem Menschen daS Recht der Mci- nungsäiißerung zubilligen müsse und daß man auch nichts dagegen haben tonne,»venn die monarchistische Opposslion mit g'r i st i g c n Waffen kämpfe. Anders sei es, wenn Personen ihre amtliche Position m i ß b r a n ch e n, um besondere Propaganda zu foreiereu. Mit schärffien Mitteln sei es zu bekämpfen, daß oftmals schwarz-weiß-rote Fahnen amtlicherseitS verwandt werden. Ihre private Verwendung kSnne man ebensowenig inhibieren, wie die Bcrwendung roter Fahnen. SchaiF zu verurteilen fei eZ, daß zu Anten, wo Straßendemonstrationrn dnrch den BelogcrungSzn- stand verboten find, Dcutschnationale gegen dieses Verbot verstoßen. Es feie»»och viel zu viel Vertreter des alten SbriglritSstaateS in amtlichen Stellen. In Lehrer- stellen lünnc man wegen Mangels an Kräften nicht alsbald für republikanffchen Ersatz sorgen. In der Verwaltung jedoch seien genug Leute da, die zum Ersatz alter reaktionärer Beamter hcranz». ziehe» feien. Besonders zu beachten sei, daß hie Posten der Personalrefrrrntcn baldigst durch Männer der Republik besetzt werden. Die Krrisblüttcr, die früher höcksit regierungstreu- konservativ sein mußten, treibe» heute als konservative Blätter, ob- gleich ste RegirrungSorgaue sind, schärfste Opposition. Run zu Noske! Nicht um der Kritik willen dürfe an ihm kritisiert werden, sondern wo die Kritik not- wendig sei. Der reaktionäre Charakter der Reichswehr ist in zahl- reiche» Fällen in Erscheinung getreten. Besonder» kraß werde er durch den Prozeß M a r l» h gekennzeichnet. Wenn auch eventuell mildernde Momente anerkannt werden können, so sei doch die Erschießung der Matrose« nie und nimmer gerechtfertigt. Die Tat müsse über de« jetzt Angcslagten hinaus ihre Sühne finden. Oberst Reinhard fei nunmehr drfiititlv entlassen. Auch werde rS gege» ihn im Anschluß an den Prozeß Marloh zu einem Strafverfahren kommen. Die monarchistischen Offiziere, die ihre Posten dem Interesse der Republik zuwider mißbrauchen, könne» trotz ihrer früher geleisteten Dienste nicht Schonung er. ] warEn. Die Sicherheitspolizei sei pflichtschuldig gegen dautsch- ' nationale Dcinonstrationen vorgegangen. Wenn auch Hindrnbnrg und Mackensen mit Recht große Achtung beanspruchen können, so sei es doch zu verwerfen, wenn man sie zum Mittelpunkt p o I i- tischer Demonstrationen machen Besonders scharf muß man den Trennungsstrich zwischen den beiden Heerführer» und ■ dem durchaus anrüchigen Ludcndorff ziehen. Der Belagerungszustand müsse aufgehoben werden. Dadurch könnten die Kommunisten wohl wieder etwas Oberwasser bekommen i und auch einige» Spektakel entstehen. Die» genüge aber nicht dazu, den Lclagerungöznstand aufrrchtzcrhaltcu. Die Rrichsregierung und an erstell Stelle NoSke hätte» die Aufhebung des Belagerungszustandes beschlossen. Ein diesbezüglicher Beschluß der preußischen Re> gierung steh«noch aus, sei jedoch in de» nächste» Tagen zu erwart ein Damit verschwiardet die Reichswehr aus dem öffentlichen Leben. Tann sei die Bahn für den politischen Kamp« gegen rechts frei. Leider ist sie nicht völlig frei, da d i e E i n i g- k r i t der Arbeiterschaft nicht herzustellen sei. Selbst wenn die v.nabhänzigen zu einer Einigung bereit wären, scheiden die Kommunisten nach wie vor aus und eine Einigkeit der Arbeiter- klassc bestehe doch nicht. Aus dem Boden des Erfurter Programm? wolle sich die Sozialdemokratische Partei sehr gern einigen. D I r Führer würden sich unter keinen llmstöndru dem bindernd in den Weg stellen. Tie Unabhängigen indessen denken nicht daran, sich zu einigen, weil sie sich auf dem Leipziger Parteitag ans das Rätesystem und die Tiktqtur de» Proletariats festgelegt haben. ES>'müsse jetzt die Frage aufgeworsrn werden, aui wessen Schulter» daß Richtzustaudekommen der Einigung ruht. T i e einig» ngsfeindlk che» Unabhängigen stärken nar die Reaktion durch die Brrschärfung des Zwir spalte?. Nach lebhafter Debatte wurde eine Entschließung anzeuommcn, die nach der Aufforderung zum schärfste,, Kaurhs für die Republik und gegen die Reaktion erklärt, daß die Unabhängig gen dir Einigung des Proletariats durch ihre Abkehr vom sozial demokratischen Programm verhindert haben. kahlenherren erscheinen denn auch mit neuen Forde- r u n n e n schon auf dem Plan. Das gleiche Schauspiel erleben wir in der Stahl- und Eisenindustrie. Am l. Oktober setzte der Slahlbund einen Preisausschlag von 256 Mark pro Tonne durch. so daß der Stahlprcis jetzt auf 1666 Mark steht. Aber im Exportzeschäft verdienen die Stahlbündlcr noch viel mehr. Holland zahlt für Stabciscn 266 Gulden, also fast 3566 M. je Tonne; die nordischen Länder 46 6 Kronen(biS zu 3800 M.) Leider ist es den Stahl- und Etseninonopolisten nicht vergönnt, die ganze Erzeugung bei so s e st e n Auslandspreisen nach Neutralien hinübcrzuwerfen. Deshalb wollen sie Jnlandsersatz. Der Stahlbnnd forderte zunächst sür Stabeisen im Jnlandsabsatz ab 1. De- zember 4o6 bis 566 M.; mit dem weiteren Niedergang der Valuta fordert er plötzlich Preisaufschläge von 6 66 Mark für Halbzeug, 756 Mark für Form- und Stab- e'. sen, 866 Mark für Walzdraht, 1666 biS 1200 Mark für Bleche je Tonne. Diese Preiserhöhungen allein übersteigen das Achtfache der Friedenspreise für die betreffenden Artikel. (Wie dieser Ausgleich gedacht ist, darüber belehrt uns eine Aeußerung des Kohlengewaltigen S t i n n e s. Dieser versprach kürzlich den Arbeitern bis zu 56 Mark Tagelohn also das Doppelte bis Dreifache von heute—, wem; er die Weltmarktpreise sür Kohle erhielte, die infolge des Valuta- standes den zwanzigfachen Inlandspreis betragen I-- D. Red.) Angesichts dicse-8 kapitalistischen Heißhungers steht einem doch der Verstand still und man fragt sich, wo denn das alles noch hinaus soll. Die„Angleichung" unserer Inlands- preise an die Weltmarktpreise, die ja freilich infolge des Ties- standes der Mark fabelhaft hoch erscheinen, ivird von kapi- talistischer Seite mit Hochdruck betrieben. Wenn aber die Ungleichung nur den Kapitalisten zugute kommen soll, und die Anglcichung des Lohnes an die der Ilmwelt übersehen wird, treiben wir nur immer tiefer ins Elend hinein. Nicht phantastische Preiserhöhungen, nur die Steige- rung der Produktion kann unseren Geldwert erhöhen. Das Kalisyndikat klagt mit Recht über den Kohlen mangel, der ivcit über 166 Kaliwerke stillegt, während gerade Kali der wertvollste Aus- f u h r a» t i k c l ist. Der Gesamtabsatz an Kali beträgt jetzt 8Mill. Doppelzentner: davon werden 2Mill.DoPpelzcntner hoch- wcrtigeKalisalzeimAusland abgefetzt, gkgen6Mill. Doppelzentner im Jahre 1913. Könnten wir den Anslandsabsatz auch nur vec- doppeln(und die Welt schreit förmlich nach deutschem Kali). so würden wir weit über eine Mi lliarde jährlich an AuSlandsdevisen hereinbekommen und hätten daS stärkste Mittel in der Hand, um der Geld- e n t w e r t n n g entgegenzuwirken. Statt dessen er- leben wir, daß sogar die Alumininmindustrie mit Kohlen- liefcrungen bevorzugt wird, und die hochwichtigen Kaliwerke liegen füll. Ter Ausgangspunkt zur wirtschaftlichen Gesundung liegt in der Kohlcnproduktion. Wir brauchen 4 6 M i l l. T o. Steinkohle und 3 6 M i l l. T o. B r a u n k o b l e mehr, als uns nach dem Verlust der Saarkohle und der Abgabe von 21 Mill. To. Zwangslicferungen jetzt zur Verfügung stehen. Wir brauchen 156666Arbeiter mehr im Bergbau. Und die Vorbedingung ist, daß wir Wohnungen sür sie schaffen. Eine andere Lösung der furchibaren Kohlennot ist nicht'möglich. Trotzdem erleben wir, daß gegen das g c- plante Bergmannsheimstättengesetz, das 166 666 Bergmannsheimstättcn ermöglichen soll, und zwar in beschleunigtem Tempo, die unverständlichsten Hindernisse von partikularistischcr und anderer Seite ausgetürmt werden, über die wir heute schweigen lvollcn. Die Berg- arbeiter sind gewillt, am Aufbau mitzuarbeiten, aber sie sind auch willens, mit etwaigen künstlichen Hindernissen aus- zuräumen. Alles in allem: Die Preispolitik, die wir jetzt erleben, droht die Wirtschaft zu erdrosseln, statt ihr auf die Leine zu helfen; die Preiskrisis muß gelöst werden im a n t i k a p i- t a l i st i s ch c n Sinne. Dieser„ProduktionSanreiz" hilft nur einigen wenigen privatkapitalistischen Monopolisten: das Volk aber und seine Wirtschaft treibt er dem Abgrund zu. Tic Rohstoffkrise ist zu lösen, wenn sich Einsicht und Tatkraft Paart, wenn man die Vorbedingung dazu schafft und die Rohstoffquellen schleunigst voll erschließt. Nik. Osterroth. Grundsätzliches für die flrbeltsgeryeinZchaften. Die„Post" bringt eine Meldung, wonach die Stellung des Unterstaatssekretärs Hirsch im Reichswirtschastö- Ministerium erschüttert sein soll. Sie widmet ihm bereits siuen fte�rScifiert Ndgesang. Die Meldung entbehrt natürlich jeder Grundlage. Gleichwohl hat die Nachsicht als Versuchsballon der kapitalistischen Treiber etwas Symptomatisches. Tie Schtverindustr-e sieht in Hirsch einen Feind. Sie wird ihm seinen leider zu rasch erlahnrien Widerstand gegen die letzten Eisoni'reiserhöhungen nicht leicht verzeihen, �ann aber ist in diesem Zusammenhange noch eine andere Tatsache inter- essant. Bekanntlich steht eine Neuregelung des Außenhandels, die bereits durch den P. P. N.-Offiziostis angekündigt wurde, bevor. Das Reichsfinanzministerium hat, wohl nicht unbe- eiirslutzt von der Haltung des Reichsverbandes der deutschen Industrie, eine Politik eingeschlagen, die in ihrer praktischen Wirkung auf eine Sabotage der Ausfuhrzölle hinausläuft. Man zögert und verhandelt, bis die ganze Sache keinen Zweck mehr hat. Ulis scheint diese Haltung des Reichsfinanzministers rätselhaft. Ganz abgesehen davon, daß es nicht zu begreifen ist, woher er soviel Geldmittel für das Reich nehmen will, daß er auf Zölle verzichten zu� können glaubt, waren die AusfiihrziUe ja als G r s ch w e- rung der Kapitalflucht durch den Waren- export gedacht. Aber ihr entgegenzuwirken, scheine Erzberger sich nicht oerpffichtet zu fühlen. Ihm genügt es wohl, wenn er das Vermögen erfaßt, das so dumm ist, im Lande zu bleiben! Der Kapitalschieber darf mit so unange- nehmen Dingen nicht belästigt werden! Das ist denn doch etwas stark und wir können nicht um- hin, unsere Genossen auf die Gefahren dieser Stellungnahme hinzuweisen. Das ganz besonders, deshalb, weil bereits ein Tdil der in den Arbeitsgemeinschaften vertretenen Arbeiterführer unserer Partei in ganz befremdlicher Weise mit den Quertreibern gegen die Wirtschaftspolitik der Reichsregievnng liebäugelt. So we't sind zu anderen Zeiten die Begvisse von Arbeitsfriedlichkeit in den freien Ge- werkschaften nicht gediehen! Es gibt tatsächlich schon sozial- demokratische Arbeiter als Vorkämpfer gegen die Zwangs- Wirtschaft: in der Ausfuhrzollfrage besteht gleichfalls die Ge- fahr, daß sie vom Reichsverband der deutschen Industrie ein- gewickelt werden. Wenn hie Parteisolidarität so leicht zu er- schüttern ist, wird man sich in Zukunft die Genossen, die ein verantwortliches Amt zu übernchmen haben, mit der Laterne suchen können. Die Landwirtschaft denkt nicht an Selbstver- waliung im Gemeininteresse, ihr liegt nur an hohen Preisen, die der Arbeiter zu tragen hat. Diese mit dem Vortvand der Produktionsstcigerung zu begründen, ist nicht stichhaltig. Tie Ausführungen des Genossen Osterroth, die an der Spitz« dieses Blattes abgedruckt wurden, reden eine deutliche Sprache. Von einem flammenden Protest der Arbeiterver- treter in den beteiligten Arbeitsgemeiiischaften gegen die Preistreiberei haben wir noch keinen Laut vernommen. Da haben wir denn den schönsten Fachkapitalismus: Arbeiter friedlich Seite an Seite mit den Unternehmern— dann eine Kluft. Auf der anderen Seite der Verbraucher— ihn beißen die Hunde! Wir warnen box dieser Politik, die die Arbeiterschaft aus daS schwerste gefährdet, das Proletariat schwächt.— UnsbhZngige VeiAdftmmg. Der unabhängige Parteitag in Leipzig hat einstimmig ein Aktionsprogramm angenommen, das von einer Redaktionskommission vorberaten war. Diese Kom- Mission setzte sich zu etwa zwei Dritteln anS Vertretern der Linken, zu einem Drittel anS Vertretern der Rechten zu- sammen. DaS Programm selbst enthält daher auch für die Rechte nur so viel Konzessionen, daß sie es gerade noch schlucken zu können glaubte.' Das Programm weist alS Ziel die soziale Demokratie und als Weg die Diktatur des Proletariats. Es bekennt Ich bekenne. Was bedeutet die» Frauenbuch von Clara Müller? Au? glühendem Lebenswillen ist daS Buch von Siebe und Ehe hervorgegangen, da» Clara Müller, die zulunsigläubige iozialistische Dichterin, vor Jahren schrieb, das Buch:.Ich bekenne'. Nu» wird es abermals ausgesandt: als neuer Band der.Voriväris- Bücherei, die der Berliner Parteiverlag herausgibt. Als ein wert- volle« Gut gehört es unseren Frauen und Mädchen, und wie eS gestern stark im brvnneuden Bewegen des Tages gestanden hat, so gehört eS nun auch in unsere Zeit neuen, befreiteren Kämpfen«, der daS schwer» Werk zufällt, die Menschen zu formen, deren Leben sichern soll, was wir dem Leben ersehnen. Denn, geschrieben mit ringendem Herzblut, ist eS ein Buch, da» aus der Kraft deS einzelnen vorwärts führen will. Ist die Liebe ein Höchstes, worin das Dasein sich zu erweisen hat, so mutz sie frei sein von allem, waS Lüge heitzt. Ihr Handeln darf nur Wahrheit kennen. In diesem Buch aber be- freit sich eine WeibeSseele zu solchem Handeln. Hinter uns versinken Zeiten ärgster Vergewaltigung mensch- licher Raiurliebe. WaS bisher Gesellschaftsordnung hieß, steht auf den Tafeln der Geschichte gebrandmarkt als ungeheuerlichste Un» ordnung, die mit Oual und Blut von Millionen und abermals Millionen bezahlt worden ist. Im LiebcSlebrn der Geschöpf« voll- zieht sich herrlichste Entfaliung der DoseinSlräfte: ober was hat de» Menschen Kultur au» diesem Geschenk der Schöpfung gemacht? Fluchbeladen kümmert es hin, kann nicht fein, was e« in unwiderstehlich drängendem Triebe zu sein vnlangt, und muß Dornen- fronen der Verzweiflung und de« Elends trage». WaS ein jauchMdeS Lichlstürmen sein will, ist verdamnn zu Aolgathanöten. unter KreuzcSlasten mutz der eingeborene Wille zum Glück sich hinschleppen. Datz es gilt, mehr zu sein als das Tier, daS nur die dunipse Sucht der Triebbefriedigung fühlt, die« Ziel hat des Menschen Seele begriffen. Auch aus diesem sinnliche» Heil der einzelnen strömen dem Gedeihen der Gesellschaft Werte von wandelnder Kraft zu. De: Wille zum Kinde, dieser heilige Sinn menschlicher LjebeS- sehnsucht, mutz reisen zu einem Willen, der die höchste gesellichcist« liche Erfüllung begehrt. Das aber setzt Menschen voraus, in deren Wesen allcS Wurzel geschlagen hat und Blüte geworden ist, waS dem ersehnten zukünftigen Gemeinschaftsleben da« Gepräge geben wird. Könne» wir heute schon Menschen solches Geists« werden? Wer zum Ziele erwachen kann, mag seinen Willen in Zucht nehmen. Er wird e« aus innerstem Drange müssen, denn sonst würde die Erkenntnis sich seinem Dasein nicht entwirren. Sie bricht pur hervor, wo di« Kraft zum Wollen Tat wird. Sit ist nichts andere» als die letzte Stufe d«S LiebeS- erleben ti. die entscheidende, gesellschaftlich notwendige Klärung, die über Lergewaltigungen der Natur Herr wird. sich zum Rätesy'stem, aber mich zu parlameittarischen KampfmiLteln und predigt die»Aktion der Masse' unter Ver- werfurlg eines geioalksamen Vorgehens einzelner Gruppen oder Personen. Es wird nicht ausdrücklich gesagt, daß die Diktatur des Proletariats auf den Trümmern der bestehenden Demo- kratie zu errichten ist, doch läßt der Wortlaut in dieser Aich- tung jede Deutung zu. Von den Teilnehmern des Partei- tageS hahte keiner den Mut, zu erklären, daß der Sieg der Arbeiterklasse nur auf dem friedlichen Weg der Demokratie gewonnen pverden könne, obwohl zweifellos ein Test von ihnen auf diesem«Standpunkt steht. Zwischen der Sozialdemokratie und der Partei der Un- abhängigen ist damit klar der Gegensatz gegeben, daß sich die erste unbedingt für die AuSkämPfnng des Klassenkampfes durch allgemeine Volkswahlen und Volks- a b st i m m u n g e n erklärt, während die zweite das nicht tut, sondern mit der gewaltsamen Eroberung der Macht durch eine Minderheit wenigstens kokettiert. Die Sozialdemokratie wird aber nie dafür zu haben sein, daß man sich gewaltsam über den erklärten Willen des Volkes hinwegsetzt, sondern sie wird solchen Versuchen gegenüber fest zur demokratischen Republik stehen. Daraus ergibt sich der grundsätzliche Gegensatz und auch die Möglichkeit künftiger schwerer Konflikte. Es ist jetzt schon vorauszusehen, daß die unabhängige Rechte mit ihrem kaum noch laut sich hcrvorwagenden Wunsch nach einem Anschluß an die Genfer Inter- nationale durchfallen wird. Sie wird schon diel erreicht zu haben glauben, wenn es ihr gelingt, den Anschluß an Moskau zu verhindern. Dem Charakter dieses Parteitags würde es denn auch entsprechen, wenn man zwischen Genf und Moökau irgendwo in der Luft hängen bliebe. Es bleibt dann bei der Dreiteilung der Arbeiter- b e w e g u n g: die Sozialdemokraten entschieden für Demo- kratie und Genf, die Kommunisten entschieden für terroristische Diktatur und Moskau, die Unabhängigen dazwischen hin- und herbammclnd, taktisch aber ihren"Radikalinskis Rechnung tragend. Dadurch wird die äußere Einheit der Unabhängigen, aber auch die äußere und innere Uneinigkeit der Arbeiter- bewegung aufrecht erhalten. Es bleibt darni nichts anderes übrig als abzuwarten, bis die Besinnung wiederkehrt und die Vernunft der Tatsachen sich durchsetzt. Klärung nach lwks. (Hamburger Drahtbericht de».Vorwärts�.) Die gewerkschaftlich arganisierten Arbeiter haben den Bedingungen der Direktion der Vulkanwerft zugestimmt und ihre Bcrhaudluugs- koAmissioo mit der Wciterführnng der Wicdcraufnahmcverhandlungen beauftragt. ES ist z» begrüßen, daß die Mehrheit der Arbeiterschaft durch diesen Beschluß deutlich von den tvmnnulistische» Quertreilicru ab- rückt. Diese stehen nun, da sie nicht wieder Aufnahme in den Betrieb finden, vor de» Folgen ihrer Sabolagepolitik. Be- merlenSwert ist daS geschlossene Austrete» von U. S. iß. und S. P D. im Verlauf der Erelguisse. (Wird der Leipziger Parteitag nicht noch rasch die Nichtfaboteure hinausschmeißen?) Haussuchung be! Skmrz. Der Erste Staatsanwalt bei», Landgericht I hat heute in den QKschäs.tSräumen von Georg S k l a r z und in de» Geschäfts- räume» seiner Bevollmächtigten eine Durchsuchung vornehmen lassen. Sämtliche vorgesundenen Geschäftsbücher, Briefe und sämtliche Papiere wurden beschlagnahmt. Das aber ist der Sinn des Bekenntnisbuchs, daS Clara Müller ihrer Seele abgerungen hat. Dies Buch, von vielen Tausenden schon geliebt, weist der Ehe, der unsäglich geschändeten, den Weg, auf dem sie werden kann, was sie bisher nicht sein konnte: ein Sakrament, das gesellschafiliche Bedeutung haben wird. Denn be« ruhen soll eS auf einer Liebe, die, von keiner Lüge mehr gehemmt, in voller schöpserischer Willenskrast ihrem Ziele enrgegsnglüht. .Wir müssen auch die Liebe erlernen, wir jede andere Kunst; und sie ist gar eine schwer« Kunst, die LebenSkunst des Weibes."' Dort aber, wo sie gewonnen ist, beginnt die Ehe, die«in Segen werden kann. krä. Eduard Jelrr, der Erforscher altamerikanischer Kulturen: der seit den achtziger Jahren am Berliner Museum für DLikerkunde wirkt, seit anderthalb Jahrzehnten als AbieiliingLdtretlor, wird heute ein Siebziger. Im Werlaus eineS Bierteljahrhunderi«, zuletzt 1910 bis 1912, bereiste er zu sechs Malen di« mittel- und iüdameri- kanischeu Gebiete, um deren altgeichichtliche Erschlietznng fein Forschen sich mühte. Diese Arbeit war auf die Ausdeutung der allen Bilderhandschriften angewiesen, und was er darin Bedeutendes geleistet hat. ist wisieuschafilich international durch viele Ehrungen anerkannt worden. Kürzlich, am 29. Oktober, wurde er, bei� Ge- legcnheit des fünfzigsten Stiftungsfestes der Deutschen Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte zu deren Ebren- Mitglied ernannt. Zu seinen Hauptforschungen, den Untersuch»»- gen über die mexikanischen Bilderinschriften, gehören mehrere Werke über den Codex Vatikanu«, den Codex Borgia und über die Sprache der Maya in Aucatan. Sein Hauptwerk sind die gesam- melten Abhandlungen zur amerikanischen Sprach- und Altertums- künde, die in den Jahren 1902—1908 erschienen sind. Sie umfassen drei dicke Bände. Selcr war es aucb. der die großen Stein-Skulp- turplatten aus Santa Luzia nach Berlin gebracht hat, die im Museum für Völkerkunde aufbewahrt werden. August Renoir, der berühmte französische Maler, ist, 78 Jabr« alt, in Pari« gestorben Er war stinerzeit einer der Ersten, die sich die technischen Erlungenichasten der durch Manet begründeieu Frei- lichtmalerei und den JmpreifionismuS zu eigen machte«. AuS Augenblickieindrück-u schuf er seine Porträts und seine Landichaflen, pie durch das Fehlen olles Repräsentativen und Romantischen ein nawralist'sche« Gepräge erhielten, durch ibre lineare»nd koloristische Grazie aber die Traditio» der echt französischen Rokokokultur doku- meniierten, die in Renoir trotz aller Modernität lebbaflig nochwirkte. Bahnbrechend wurde er besonders durch die neue Art der Farben- gcbung, durch das in allen Nuancen de« Regenbogen« flimmernde Zauberlicht, daß er über seine Akte hingvtz und in das er seine Landschaftcu tauchte. Ein scharfer Beobachter,' der die Poesie deS Grotzstadllebens entdeckte. Gleich einem Märchenträumer erschuf seine Phantasie aus den Bestandteilen der nüchternen Wirklichkeit eine Welt neuer Schönheiten. Hau« Reiman» versuchte«vieder einmal einen Vorstoß nach Berlin. Er ist ibm wenig geglückt. Der Meistersaal iah eine, wie es schien, zwar sichere, aber' doch nur kleine Gemeinde, und die mutzte sich einen eimäuschten, einigermaßen unlustigen Humoristen gefallen lassen. Sie nahm ihn jedoch mit jreimdschastlicher Geduld die SeamtenbesolAungsreform. Der Interfraktionelle Ausschutz für Beamtenfragen der Ratio- nalversammlung deschäsligte sich in der DonnerStagsitzung mit einer Reihe von Petitionen und nahm darauf in chner eingehenden Aussprache Stellung zur Frage der BeamtenbesoldungS- reform. Es wurde einstimmig folgender Beschlutz gefaßt:„Der Interfraktionelle Ausschuß für Beamtenfragen der Nationalver- sammluug ersucht die Reichsregierung, die Vorbereitungen zur Bs- soldiingsrelorm so zu beschleunigen, da� die Neuregelung am 1. April 1920 bestininkt erfolgen kann. Von den Grundlinien der BesoldungSresorm wünscht der Ausschuß baldigst unterrichtet zu werden. Im Hinblick auf die auf? äußerste gefährdete wirtschaftliche Lage der Beamten beschloß der Ausschuß, auf die Tages- ordnung der nächsten Sitzung die Frage der TeuerungS- zulagen zu setzen." D!e Krkgsschulö-Untersudjuvg. Der erste NmeriuchungSausschutz beendete unter Vorsitz des Abg. Dr. Ouarck seine Vorbereitungsarbeiten. Unter lebhatter Mitarbeit der Sachverständigen, darunter Graf MonigelaS und K a n t« k y, wurde der Fragebogen festgestellt, der zuerst zur scbiiftlichcn Beantwortung bis Anfang Januar an die etwa 30 Aus- kunftspersonen geht. Unier diesen befinden sieb Bethmann Hollweg, Jagow. Zimmeimann, die Spitzen der Militär- und Marmever- waltung. iotme eine Anzahl von diplomatischen Persönlichkeiten. Nach Einlaufen der kchrifilichen Antwonen wird dann Antang Januar zur mündlichen Vernehmung geschritten werden. Für jede Frage des Fragebogens ist aus der Kommiision ein Referent und ein Sachverständiger zur speziellen Beorbeimitg in Aussicht genommen. Zum Schluß besprach der Ausschuß in Gegenwart KautSkys die bekannte Beröffentiichungsaffäre. Ein Bppsü an öas Kuktursewt�en. Ein Aufruf des Allgemeinen Deutschen Gcwerkichaflsbundes an die Acbeiterichait aller Länder stellt iest, datz Deutschland seine Lricgsgefangeiic« nur zurückerhält, wenn«S an deren Stelle andere Gciangcne cntscudet und fragt die französischen Arbeiter und ins« besondere die französischen Gewerkschaften: Seht Ihr denn nicht, wie das französische Unternehmertum in trauter Gemeinsamkeit mit Eurer Regierung die deutschen Kriegsgefangenen. Eure Klasiengeuosien. zurückhält, nur zu dem Zweck, um sich auS der Sklavenarbeit der Kriegsgefangenen die Taschen zu Wen? Sehl Ihr nicht, wie die deutschen Kriegsgefangenen zugleich auch dazu mißbraucht werden, um Eure eigenen berechtigten For- derungcn niederzuhalten, datz sie. die Kriegsgefangenen, gebraucht werden, um sie gegen Euch ausnuyen zu lönnen, wenn Ihr es wage» wolltet, einen gerechtereu Anteil am Ertrage Eurer Arbeit zu fordern I Wenn Ihr das einseht— und Ihr müßt ja erkennen, datz e« so ist.— dann richten wir an Euch, französische Arbeiter und Klassengenossen, die ganz besondere Aufforderung, uns in unserem Kampfe um die Befreiung unserer gefangenen Brüder wirksam zu unterstützen. Der Austuf schließt: Wenn Ihr das nicht tun wollt, dann fällt auf Tuch die Verant- Wartung dafür, datz in der Weltgeschichte da« französische Volt den Namen und Ruf einer Krfllurnatron für immer verliert. Wir appellieren aber auch an die gewerkschaftlich organisierten Arbeiier der ganzen Welt, mit den deutschen Arbeitern gemeinsam ihre Stimme zu erheben zum Protest gegen die ungeheuere Verge- waltigung deS deutschen Volkes und die rohe Barbarei der franzö« fischen Machthaber._ Der Frieüen abermals vertagt. Die„Baslcr Nachrichten" melden a»S Paris, daß in- folge der ungeklärten Lage die für Anfang Dezember in ÄuS- ficht genommeue Ratifizierung des Friedensvertrages auf»«• b e st i m m t e Zeit vertagt worden ist. bin. Die Veriuche deS Vorlesers, gegen da« keimende Leben seines Programms mit allzu tückische» Knrzungscingriffen zu sündigen, wurden durch wohlgelaunt gegenwirkende Beitalls- und Sctzhafiig« kettsopcraiionen mehrfach erfolgreich sabotiert, aber ein Kind von ausgeglichenen Matzen kam in diesem Kleinkriege von Abneigung und Ueberlisten micht zuwege. Der Humor Hans Reimanns entfaltet sich gern aus dem Grunde breilnaiuralistischer Kleinmalerei von Szenen d,S Lebens; da blitzt er Schritt um Schritt auf Ertrag scharfen Schauen», und nur eine Leipziger Zunge(das be- wies Reimann, der vortrefflich vorträgt) kann den witzigen Reich» ,um dieser Genrebilder zutage fördern. Datz dieser Huniorist nicht den sächsischen Witzlingen gleichgesetzt werden darf, die in den „Fliegenden Blättern" und dergleichen lange Zeit den Spießer unterhielien. braucht nicht mehr besonders gesagt zu werden. Der Leipziger.Drache', den Reimann vor eilichen Monaten auf die kratziüchtigen Tatzen gestellt Hot, zeigt den Kulturiaiirtker. der seiner Zeit ein Stück Dienst leisten will. Eine Probe dieser ernstspatzenden Satire trug Reimann jetzt vor in dem Bilde:.Der Einzug des Kinokö igö", einem ergötzlich bewegten Akt au« der Geschichte einer Null,.« zur Persönlichkeit umposaunt wird. Bon Arbeiten dieser Art hätie das Programm, das eben gar zu formlos war. gelragen sein müssen. Es ist schon nötig, nur größeres Geschütz spielen zu lasien, wenn man Berlin überzeugen und gewinnen will. zi. Ein Film über die sämtlichen Parasiten der Mensche» ist zurzeit in Bearbeitung. Die ersten Aufnahmen sind in dem mikro-kine- matographischen Laboratorium bei der Kulmrabteilung der Ufa bereits fertiggestellt. Der Film wird nicht nur die verschiedenen Schmarotzer in starker Vergrößerung lebend vor Augen führen, sondern gestattet auch Einblicke in Lebensweise und Entwicklung dieser Quälgeister, zeigt ihre Kau-� und Fortbewegungswerkzeuge, ja leilweise sogar die feinsten Vorgänge in der Verdauung. Zdcßtcr. In den Kammerspielen de« Deutschen TbeaterZ wird Ansang nächsier Woche StrtndheraS„Advent" erümalS aufgesührt. —'DaS Staatstbcater nahm Ulrich t e i« d o r i f S Drama.Sund- ram« Auferstehung"'-m. Musik. Lm Schubcrtsaal. Bülowstraße 104, findet am 8. Dezember: nachmittags L Uhr, unter Mitwirkung namhafter Künstler ein Konzert zufluimen der auS den Ereuzzebiete» vertriebenen Reich«. deutschen statt, der GedöchtiiiSiuatince für Hermann Essig, die am 7. Dezember, 11 Uhr.>m Kleine» T�aiisoieshniis slattsiiidot, wirkt auger Tiüa Durteux und Alsrst?!bci nach Marta Fach« mit. Sie sinat zum crsleumat rlreder EisigS, die von Rodert Hcrurieo-Maunheint und Richard Arnherm-Reukolln vertont find. �„ Mürchenvorlestmgen bieten Oskar Ludwig Brandt und Rargaret« Branül-Iacobyani 14., 17, und St Dezember im Meislersaal. Irene Driesch veraniialtct zum Besten der hungernden Kinder Nien S am LV. Januar in der Stugakademie eine» Vortragsabend mit vollständig neuein Programm. Dichtungen istranz Bücrfele bringt ripa Marter steig am g. Dezember im Saal der Berliner Sezesfion zum Vortrag. Tauzmatince veranstalten am 7. Dezember, vnUag«'/»12 Uhr, Senk M'abela und Ronny Johansson im Blülhneriaal. sZreihandelsbetvegung uns Kehrdensbestredungeu. Da« Krisiianiaer Novelinsiitu, setzt 6000 Kronen an Preisen aus lür di« zum l. Juli 1SL2 einzuliesernde Darstellungen der Äeschichte der Freihandel»- bewegung im IS. Jahrhundert und ihr« Bedeutiuiz sür die Friede»«- bestrebungeu. Nr. 621 ♦ 56. Jahrgang Oeilaae öes Vorwärts 5reitsg, 5. Dezember 1H1H BHCB In der Donnsrstagsitznng der Landesversammlung setzte zunächst Adolf Hoffman»(ll. Soz.) die KulluSdebatte fort. Er findet keinen Unterschied zu früher; nur die Firma habe gewechselt. Dann erzählt er u. a., er habe sich im Kultusministerium eine Krank- heit geholt.(Schallende Heiterkeit. Zuruf: Sie sind ja jetzt noch krankl) Die hat mich dreimal soviel gekostet, als das ganze Äehalt. Herr Hasmsch hat durch seine Rückwärtserei die Zentrumswünsche nur vergrößert. Ja, Herr Kultusminister, wenn Sie das Zentrum . haben wollen, dann müssen Sie katholisch werden.(Stürmische Heiterkeit.) Konrad, werde hart! Er krümmt sich wie ein W u r m, aber sein schwarzes Gefieder kann er nicht ablegen.(GelZ-hter.) Ich habe nach nieinem Austritt aus dem Kultusministerium ge- schrieben:„Haenisch gebt nach Canossa". Es muß aber heißen „Maria Laachs. Wäre Haenisch doch gleich dageblieben und Mönch geworden. Mit den alten Geheimräten kann man keine Kultur- Politik machen. Haenisch hätte sich gern von allen Sozialisten los- gemacht, weil sie ihm unbequem geworden sind. Er will auch meine Büste im Kultusministerium aufstellen lassen und hat mich um meine Wünsche wegen des Kunst» ll.rs gefragt. Ich habe da keine Wünsche. Aber ich bitte: Stelleu Sie Herrn Haenisch nicht neben mich!(Große Heiterkeit.) Kultur- Politik ist nicht möglich ohne Bekämpfung des Alkohols. Das Unter- richtewesen mutz durch ein Üinteshstem umgestaltet werden. Der „Ausstieg der Begabten" ist nur ein Mittch den Arbeiterschaft die besten Äräfte zu entziehen.(!) Her mit der wirklichen Einheits- schule! �Fort mit allen Fesseln des dogmatischen Kirchcnglaubcns. Geben Sie die Milliardenschätze der Kirche her zur Linderung der Notlage des Volkes, das einst Gold für Eisen gab. Machen Sie es auch so!(Großer Lärm beim Zentrum, lebh. Beifall b. d. Unabh.) Abg. Schluchtmann(Soz.): Das Miitisterium mutz in viel höherem Grade als bisher unseren Besitz an Kunst an das Volk heranbringen Die Rechte und das Zentrum be- fürchtet Schäden für die Kirche bei ihrer Trennung vom Staat. Sie sollten sich lieber darüber freuen, daß es trotz der Revolution der-Kirche in Deutschland noch so gut geht. Das Weimarer Kompro- misi hat von uns große Opfer gefordert. Es war nicht schön und nicht vaterländisch von der Zentrumspartei, daß sie als besonderes Druckmittel ihren Einfluß in den Grenzgeoceten iw die Wagschale geworlcn hat. Der Zentr�msredner, der die Kirche als Stütze für den Staat unentbehrlich hielt, scheint von den Zeitereignissen ziem-st sich unberührt geblieben zu sein. Diese Autoritätsstütze kann der neue Staat wahrlich entbehren.(Beif. b. d. Soz.) Ebenso ist die .Kirche auch durchaus nicht notwendig als Stütze der Sittlichkeit. Gerade zur Zeit ihrer höchsten Blüte sind auch die sittlichen Eni- artungöcrscheinungen am schärfstcm hervorgetreten. Die Kirchen- aiistrittsbcwegung ist keineswegs von der Sozialdemokratie planmäßig eingeleiter worden. Die Kirche versucht aber, die ibr abge- neigten VolkSkreise mit unzulässigen Mitteln festzuhalten.(Zu- stimmung links.).�n Schulfragair bestehen zwischen uns und dem Zentrum unüberbrückbare Gegensätze, obwohl das Kompromiß da ist und durchgeführt werden muß. Unser Ziel aber bleibt die Eni- rcrnung alles unnötigen Ballastes auS der Schule. Nur dann können die Kräfte des Volkes zur vollen EntWickelung kommen. Ueber dem Elternrecht in der Schule steht für uns das Staatsrecht. Wir wünschen, daß der demokratisch-sozialistische Gedanke überall zum Dnrchbruch kommt. Wenn das Ministerium in solchem Sinne eine lebendige Führung erkennen läßt, wird auch der größte Teil der sozialdemokratischen Arbeiterschaft geschlossen hinter ihm stehen. (Lebh. Beifall, b. d. Soz.) Abg. Dr. Jordan(Dem.): An der Forderung der Einheits- schule halten wir fest, auch wenn die höhere Schule Einbuße er- leidet. Nachdem das Schulkampro, aiß, das wir mit schwerem Herzen betrachten, da ist, muß eS auch loyal durchgeführt werden. Den Mißbrauch der Jugend zu politischen Zwecken bekämpfen wir mit äußerster Entschieüenheit und glauben, daß die wirklichen Schulmänner aller Parteien in der Berurteilung jeder politischen Jugendbewegung einig sind. Wir verlangen, daß für die körperliche Erziehung der Jugend Tatet, kommen. Tie Gleichberechtigung muß auch zur Anstellung von Frauen in der Schulleitung und-aufsicht führen. Wir sind für die Trennung von Kirche und Staat; nach der UmwälzAng kommt eine andere Regelung überhaupt nicht in Betracht. Bis zu ihrer grundsätzlichen Durchführung müssen vom Staat alle Kon- fessionen gleichmäßig behandelt werden. Unter Duldung des evan- gelischen Oberkirchenrats haben die kirchlichen Behörden amtlich aufgefordert, nur die deutsche BolkSpartei zu wählen.(Lebhaftes Hört, hört!) Wenn man so die»Demokraten aus der Kirche ver- drängen will, soll man auf der anderen>selte nicht über demo- kratische Unkirchlichkeit klagen. Die demokratische Kirchenpolihf entspricht den Wünschen der Mehrheit des Volkes; sie erstrebt die deutsche VolkZtirche.(Lebh. Beifall b. d. Dem.) Abg. Oelze(Dnatl. Vp.): Beb den Kirchenwahlen sind wir sowohl gegen die Einmischung des Staates wie gegen die der Landesversammlung. Das Schuftoni promiß wird von uns aufs tiefste bedauert; denn viele Volksgenossen verlieren dadurch den Zusammenhang mit der Religion, die doch auch Kulturwerte eut- hält. Hinsichtlich des Völkerbundes wäre etwas mehr Zürückhal» tung und Würde am Platze; bei unseren Gegnern wird über das deutsche Volk doch schließlich eine andere Meinung zum Durchbruch kommen. Kultusminister Haenisch: Wünscht Herr Hoftmanu, daß seine Büste im Kultus- Ministerium aufgestellt wird?(Große Heiterkeit.) Hätte ich nicht gefragt, dann hätten gerade die Unabhängigen großen Lärm gemacht.(Lebh. Zustimmung.) Im übrigen kommt Herr Höfs- mann neben Herrn v. Trott zu Solz zu stehen und wird in der «ammlung der Büsten einen der schönsten Charakterköpfe— äußerlich—(stürmische Heiterkeit) darstellen. Herr Hoffmann ist auch der einzige Abgeordnete von der äußersten Rechten bis einschließ- lich der äußersten Linken, der in Verbindung mit der Sklarz- Affäre meine Politik wegen meiner Beziehungen zur„Glocke" für geschäftlich beeinflußbar gehalten hat. Die Angriffe des Zentrums, das behauptet hat, ich häile die katholische Kirche zu untergraben gesucht und die gegenteiligen Angriffe Hoffmanns, ich hätte mich dem Zentrum unterWorten, heben sich aus. Ich bin weder ein Kirchcnfeind, noch ein Nachläufer des Zentrums. Aus allen Par» teilaaerri, aus denen ich Angriffe bekommen habe, sind mir auch Anerkennungen zuteil geworden. Ein Bitterfelder Stadtrat der U. S. P. hat mir u. a. geschrieben, er müsse zu seiner Freude fest- stellen, daß in meinem. Ministerium eine durchaus moderne Auf- sassung herrschet Es fei ihm eine angenehme Pflicht, das anzuer- kennen. Auch aus Zentruinskreisen und sogar aus deutschnatio- iialen ist meine praktische Arbeit anerkannt worden. Das Rätesystem im Schulwesen, ein elender Abklatsch des russischen Systems, würde uns in einep Weise bankrott machen, wie es schlimmer gar i istlst denkbar ist.(Allgemeine Zustimmung.) Im Kuktusminii- fterium sitzen 13 Sozia ldeupokraien und zwei Unabhängige. Reibungen kommen vor, sind aber immer noch so geschlichtet, daß die Allgemeinheit keinen Schaden genommen hat. Die jetzige Koa- lition stellt gerade dem Kultusministerium die schwierigsten Auf- gaben Bei Berufung sozialdemokratischer und demokratischer Schul- männer habe ich mich keineswegs von parteipolitischen Rücksichten leiten lassen. Der Lehrer kann jeder Partei angehören. ES ist aber seine Pflicht, die Jugend zu erziehen in Achtung vor der Verfassung und im Gehorsam gegen die Gesetze.(Lebh. Zu» stimmung link?.) Unsere Jugend soll für die großen Gedanken' des wahren Völkerbundes gewönnen werden. Völkerbund und starkes nationales Selbstbewußtsein'vertragen sich durchaus. Ich bin national, Sie aber(zur Rechten) sind nationalistisch.(Unruhe rechts, lebhafte Zustimmung links.) Ein Volk, das wie das deutsche mit solcher Gründlichkeit und solchem Ernste großzügige Kulturpolitrk treibt, kann nicht dauenid zu Boden gescblagen bleiben, es wird wieder zum Lichte kommen.(Lebh. Beifall.) Abg. Frank(Soz.): Das Kunstgewerbe, das teilweise noch dem Handelsministerium unterstellt ist und das Lichtbild müssen möglichst bald' dem Kultus- Ministerium überwiesen werdyn. Dieses muß sich namentlich auch mehr für die wirtschaftliche Notlage der Künstler interessieren und die Organisation, die die Künstler zu ihrer Selbst- Hilfe geschaffen haben, unterstützen, damit die Welt wieder Achtung vor der Künstlqxschaft bekommt. Das Theater soll der Verbrei- tung des Geschmacks und der Veredelung der Sitten dienen. Leider sind die Berliner Theater seit langem aus dem Wege, völlig zu Gcschäststheatern zu werden. Wir verlangen Sozialisierultg hrs� Theaters, Zuständigkeit des Kultusministeriums dafür und Förde- rung der Freien Volksbühnen. Der Film hat eine große kultur-� politische Zukunft. Was soll mit der Siegesallee werden? Aus� dieser kitschigen Schöpfung spricht der Geist, der uns zum Kriege gefübrt hat. Wir fordern vom Kultusminister vermehrte Pflege des Volksliedes und der modernen Dichter, wie z. B. Arno Holz. Nach etwa Isistkindiger Sitzung vertagte das Haus die Weiter- beratung auf Freitag 11 Uhr. Schluß gegen ö Uhr. Kommut«le Betriebe müsse» Musterbetriebe sein. Zu unserem mit der Ueberscbrift„Wenn man erste Hilf« braucbt!" veröffentlichten Artikel schreibt' uns das Neltungsamt Groß- Berlin: .Die in der Nj�. 606 Ihres geschätzten Blattes enthalten« Klage über verspätete Sendung eines Kranken» wagenS kann sich nur aus die Zeil der schweren Schneetälle in Berlin beziehen. Denn es stehen dem Rettungsaml iechs Krankenautomobile zur Verfügung, welche sür die schnelle Be- dienung �der Rettungsstelle» vollauf genügen. In den Tagen, als die Straßen durch Schneefälle fast unpassierbar waren, kann es wohl vorgekommen fern, daß eö längere Zeit ge- dauert hat, brs ein Wagen geschickt werden konnte. ES muß auch berücksichtigt werden, daß zurzeit alle Ma- terialien für den Krankentransporlbetrieb. insbeiondere Gunmrr und Betriebsstoff, sehr schwer zu beschaffen sind, so daß Srockungen, so bedauerlich sie sind, unvermeidlich werden. Ueber Schwierigkeiten in der Unterbringung Kranker in den Kraulen- Häusern ist schon häufig geklagt worden. Es ist zu hoffen, daß durch die demnächst ins Leben tretenden Ausgleichstellen sür Krankenbetten in dieser Beziehung eine Besserung eintreten wird.' Es ist richtig, daß damals Schneefälle den Verkehr erschwerten. Aber darunter litten doch ebenso die Fnbrwerke des privaten Unter« nehmers. der den von einer Rettungsstelle des Groß-Berlincr Ver- bandes für das Retrnngswesen vercögerlen KrankentranSporr schließ- sich übernahm und ihn unverzüglich aussührte. Auch vermuten wir, daß der private Unternehmer nicht weniger als das iommunale Jnstt'ur mit Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Gummi und Betriebsstoff zu kämpfen bat. Wir bedauern, hier nochmals festsrellen zu müssen, daß in dem vock uns geschilderten Fall der private Unternehmer leistungsfähiger als das kommunale Transportinstitut war. Durch soläie Vorkommnisse wird privaten Unternehmern, denen die konin, unal- politische Forderung der Sozial- deinokratie, das Kranke ntransportwesen zuver- staatlichen, den Profit nimmt, nur eine Möglichkeit geichaffen, gelegentliche Mängel des kommunalen Betriebes begierig auizu- greifen»nd sie zu seiner Dislredttiernng auszuschlachten. Der Groß» Berliner Verband für das Rettungswesen kann solcher Agitation, die sich manchmal hinter gut gespielter Sorge um das Wohl der Bevölkerung verbirgt, den Boden abgraben, wenn er mir dem e i g e n e rr K-r a n k e n t r a n S p o r t s o T ü ch i i g e>s leistet, daß die privaten Unternehmer nicht an ihnheranreichen. Zu unterer Bemängelung der übertriebenen Eile, mit der dem Perional der Retiaugsstellen die bisherigen H i n w eise auf. private Jnstirule verboten wurden, noch ehe der eigene Betrieb sicher funktionierte, sagt die Zuschrift kein Worr. Vom«Standpunkt des sozialdemokratlichen Koinmunolprogamnzs aus ist das Verbot, sobald die Leistungsfähigkeit!>eö eigenen Betriebes gesichert ist, gerechtfertigt. Daß für die Uebertretung des Verbotes dem Personal, wie daS in den Rettungsstellen geschieht, die sofortige Entlassung ange« droht wird, halten wir für durchaus unberechtigt. Etwaige Versuche eines Unternehmers, die Heilgehilfen der Rettungsstellen durch»Schmiergelder' gefügig zu machen, damit sie ihnen den Prosit zuschanzen, würden— davon sind wir überzeuat— auch ohne Androhung einer so borten Strafe erfolglos bleiben. Wir haben übrigens Grund zu der Hoffnung, daß in ditsem Punkt die noch aus der Zeit vor der Neubesetzung des Berliner Magistrats herrührende Versiigirng in Bälde geändert werden wird. Montross. 87) Detektivroman von Sven Elvestad. „Der ist ja tot", antwortete die Gewitterwolke mit einer Logik, die keiner von den andern verstand. Und er fügte hinzu: „Außerdem ist er ja erst kürzlich aus dem Gefängnis ge- kommen. Er hat nie ordentlich arbeiten wollen. Vielleicht hält der Tod ihn davon zurück, daß er von neuem dorthin kommt." „Wissen Sie. ob er Feinde hatte?" „Ich kenne weder seine Feinde, noch seine Freunde." .'.Wer hat nach Ihnen geschickt?!' „Ich nehme an, daß es einer von den Schutzleuten war. Ich aber habe nach dem Arzt telsphoniert." Krag forderte ihn ans, seine Tochter und ihr Kind mit sich nach Hause zu nehmen. „Lieber wie gern," brummte die Gewitterwolke bitter und wehmütig,„und dort soll sie bleiben. Ich hätte sie nie fort- geben sollen. Alles Unglück stammt von damals, als sie inich verließ, um mit dein Maler davonzugehen." „Maler?" fragte Krag.„Meinen Sie den Gartenarbeiter Singer?" „Meinetwegen können Sie ihn auch Gartenarbeitcr nen- neu. Er hat nie feste Arbeit gehabt. Als er zu mir kam, war er Maler. Er ist es. der alle Pfauen in meinem Hotel gemalt I>at. Der ist nun auch fort. Ten haben sie schon gefaßt, und den da drinnen können sie nicht mehr kriegen. Ich gehe jetzt und nehme meine Tochter mit mir, d i e sollen sie jedenfalls nicht bekommen, und mich auch nicht, und wenn sie zehntausend Teufel auf uns hetzen, nm uns ins Elend zu bringen." Es war lange her. seit das Gewittergewölk sich so kräftig entladen hatte, und er atmete mühsam nach der Anstrengung. Krag hielt ihn am Mantelaufschlag zurück. „Einen Augenblick nock", sagte er. ,Lat wirklich Arnold Singer die Pfauen gemalt?" „Ja." „Gut gemacht." sagte er.„ein bedeutendes Malertalent. ungewöhnlich und etwas degeneriert, doch bedeutend." Krag äußerte sich über Blumen und Kunst, als ob er seine Meinung in einer Ausstellung zum besten gäbe. Es klang seltsam an diesem Schreckensort. wo Polizeihelme blitzten, eine erschreckte Volksmenge im Regenwetter vor den flatternden Gardinen wartete, eine blutigz Leithe im Zimmer log und� das verzweifelte Weinen einer Frau zu hören war. Krag stand noch immer und bewunderte die Blumen, als Clary mit dem Kind auf dem Arm und von dem Koloß geleitet, die Wohnung verließ. Gerade, als sie die Schwelle uberschreiten wollte, erwachte das Kind und legte seine runden Acrmchen um den Hals der Mutter, während seine Augen, die von Ge- sundheit und Schlaf blank waren, von dem blitzenden Messing der Schutzmannshelme eingefangen wurden. In diesem Kinder- blick, aus dem Unschuld und Spiel sprach, ern»hte der Gegensatz zwischen dem frommen Anfang des Lebens und seiner schweren und gefahrvollen Entwicklung fast das Sublime. Als das Kind fort war, erschien das Elend in diesem zerstörten Heim doppelt sinnlos. Doch Polizeibeamte bekommen so viel Derartiges zu sehen, daß es sie schließlich nicht mehr berührt. Darum fiel es auch Keller nicht schwer, seine polizeimäßige Darstellung wieder auf- zunehmen. „Der Maro hat in der Viertelstunde stattgefmrden, als Clary Singer fort war, um die Milch zu holen. Genau in dieser Viertelstunde hat der Schutzmann 314 das„Gefängnis- gesicht" durch das Häuserviertel vor sich hergejagt. Das„Ge- süngnisgesicht" muß sich in dem Mordaugenblick hier in der Nähe aufgehalten heben. Wahrscheinlich hat er den Mörder. gesehen, oder er ist selber der Mörder gewesen." „Einverstanden", sagte Krag. „Und da wir den Fingerabdruck haben," fuhr Keller fort, wird es uns ein leichtes sein, festzustellen, inwieweit letztere Annahme richtig ist." Bevor eine Stunde um war, war man sich über folgendes klar: Die Fingembdrücke auf dem Hemd des Ermordeten führ- ton auf echen Mann zurück, der kürzlich aus dem Gefängnis entlassen war. wo er wegen Raub Mordversuch gesessen hatte. Der Name des Mannes wor Georges. Als man im Verbrecheralbum nachschlug, zeigte es sich. daß Georges mit dem„Gefängnisgesicht" identisch war. Charlie war also von dem Mann ermördet worden, den 314 bJt sich hergejagt hatte. Dieses Resultat hatten die beiden Detektive halb und halb erwartet. Was man indessen nicht erwartet hatte, war die Aufklä- rung. die man aus dem Verbrecheralbum bekam, wo unter anderm stand: Georges, geboren 1879, ehemals Steuermann auf dem Segler„Eddystone"... .»Ich hätte darauf schwören mögen, daß er Seemann war," sagte Keller,„so wie der Kerl klettern konnte." „Eddystone", sagte Asbjörn Krag nachdenklich.„Jetzt sind wir wieder bei dem Märchendichter und den bunten spanischen Farben angelangt. Denn von der„Eddystone" ist H. C. Ander- sen verschwunden, nicht der Verfasser des„Häßlichen grauen Entleins", sondern sein Namensvetter Hans Christian Ander- sen, Eigentümer dos Halstuches auS Bilbao." XXVI. D l e F i n g e r. Im Gefängnis erfuhren sie ferner, daß Gearges nach ab- gelaufener Strafzeit vor ungefähr einem Monat entlassen wor- den war. Sein Betragen war während der Gefängniszeif nicht exemplarisch gewesen; ein paarmal hatte er Tiszivlinarstrafen bekommen, das letztemal wegen eines Meutereiyersuchs. Der Gefängnisprediger gab ihm das Zeugnis, daß er ein ungc- wohnlich verschlossener, trotziger und streitbarer Mensch war. Der Aufcnthsst im Gefängnis hitte keinen guten Einfluß auf ihn gehabt, schrieb der Prediger und fügte hinzu:„Vielleicht hat der Verlust der Freiheit auf diesen Mann, der von frühester Jugend an volle Freiheit auf allen Meeren der Welt genossen hatte, einen moralisch niederdrückenden Eindruck gehabt—" Jetzt galt es. Georges' habhaft zu werden, und die Detektive gaben sich der Hoffnung hin, daß man ihn bald finden würde, denn da das Signalement überall ausgegeben tuar, konnte ein Mann init solch ausgeprägtem Acußcren sich nicht lange verborgen halten. Ein merklicher Umstand bei dem letzten Mord war, daß die Detektive sich nicht klar darüber werden kannten, ob es sich um einen direkten Mord oder einen Mord aus Notwehr handelte. Was batte Georges außerdem damit bezweckt, als er Krag und Dr. Wiho in Wb6 Montroscs Garten auflauerte? Gab, es irgendeinen Zusammenhang zwischen ihm, der Traaödje Montrose und der. Ermordung des armen verrückten Professors? Was stützte die Annahme, daß er an diesen Affären teil- haftig war? � Einer von Strantz' Mördern gehörte zu der Besatzung des Schiffes„Edystone". Dos Gefäjignisgesicht war ftüher Steuermann an Bord dieses Schiffes gewesen. Sorts. folgt.) Schon wieder allerdrkugeudste Kohlennot. Di« Kohlenversorgung siorit wieder derartig, baß bereit» die Bucher Anstalten, die Jrrenaustalt in Her-tberge, Krankenhaus Frie- drlchshain, die Epileptiker-Anfialt Wuhlgarten ganz ohne Kohlen find. HUe dies« Anstalten können wegen Mangel an kohle die Kranken nicht mehr mit warmem Essen versorgen, die Krankeosäl« selber können nicht geheizt werden. Alle dringenden Vorstellungen waren bisher erfolglos. Der Reichskohlenlommifiar hat die An» stalten durch seine Beamten besichtigen lassen und sich von dem Notstand überzeugt, durchgreifende Abhilf« aber ist nicht erfolgt. Auch die Pumpstationen I und IX sind von Kohlen vollständig ent» blökt. Wenn jetzt nicht sofort Abhilfe geschaffen wird, müssen die Abwässer in die Spree geleitet werden. Tie Telephonnot. Man schreibt uns auS Beamtenkreisen: Bei der Besprechung deö diesjährigen Postetats find von der» schiedenen Abgeordneten Beschwerden erhoben über den un« regelmäßigen Fernsprechbetrieb, der den Beamtinnen zur Lost gelegt wird. Den Borwurf der Lässigkeit können die Beamtinnen, die weit über ihre Kräfte arbeiten und oft U e b e r- menschliches leisten, nickt auf stck sitzen lassen. Die Schnld trifft die einzelnen Aenner. InSbeschtdere möchte ich mal die VerWltnisie auf Amt.Moritzplay' schildern. Die Aushelferinnen werden nach und nach entlasten— trotz des velstälkten WeihnacktSvetkehrS. Daher sind die Plätze ganz ungenügend desetzt— außerdem mit Teilnehmer» onschlüssen überlastet.— Jede Beamtin bat nicht. wie vorgeschrieben, nur hundert Teilnehmer zu bedienen, sonder» von diesen hundert Teilnehmern haben mindestens 80 Nebenanschlüsse bi» zu fünf Stück. Es kommen daher auf jeden Arbeits- platz zweihundert und mebr Teilnehmer.— Außer- dem ist in betriebsreichen Stunden von drei Plätzen der mittlere Platz oft unbesetzt.— Es ist schon häufig vorgelommen, daß eine Beamtin am Platz vor Ueberarbeitung ohnmächtig zusammengebrochen ist. Vorstellungen bei dem betreffenden Amtsvorsteher sind erfolglos geblieben. Ob diese Menschen- schinderei in, S'inne deö Herrn Retchspost- Ministers au? geübt wird, möchte ich bezweifln. Ter HauptauSschuft des Teirtscheit StädtctageS zur Steuerreform. Den �aupigegenstand der Beratung des vorgestern zusammen- getretenen und auS allen Teuen' Deutschlands, auch auZ Süddeutsch- land stark beschickten HauptausschusteS des Tcutscheit Städtetages bildete die Stellung zu den neuen S t c u c r g e s e tz e n. In der Sorge, daß durch sie die Existenz der Gcmeineverwaitung aus da-Z schwerste erschüttert werde» muß, trafen alle Redner zu- samme». Auch von den Städieverbänden in Baden und Bayern waren bereits lebhafte Proteste eingegangen. Als Ergebnis der eingebende» iebhafteu Aussprache wurde folgende Entschließung atifleiiommen: Der Städietag erbebt schärfsten Einspruch gegen die geplant« Ordnung der Einlommensteuer und der Verteilung der Steuer- etnkünfte auf llicich. Länder und Gemeinden. Die jetzigen Borlogen der ReicMregierung sorgen einseitig für das Reich mid übersehen,, daß das Reich ohne die lrältige Mit- arbeit der Gemeinden nickt bestehen lann. Ihre Annahme würde die Vernichtung der Selbstverwaltung der Gemeinden und damit des lebenswichtigsten Teils des uationalen Organismus mit Sicherheit nack sich ziehen. Diesen Vorlagen gegenüber muß der Deutsche Städtetag vor allem gellend machen: 1. DoS Reich ijutf die Sinkammenficuer für eigene Zwecke nur soweit in Anspruch nehmen, dvß es den Gemeinden möglich bleibt, ihre Finanzgeborung auch in Zukunft auf die Einkonimensteuer als di� wichtigste und beweglichste Steuerart entsprechend den Ber- sckiedcilheiten des örtlichen und zeitlichen Bedarfs zu stützen. Unter allen Umständen muß den Gemeinden das ZuschlagSrech: erhalten werden. 2. Bleichzeitig muß verlangt werden, daß die begründeten Fo�eruugen der Gemeinden ans Deckung aller ihrer außerordent- lichen Ailfweudnngen aus der Kriegs- und Ucbetgongszeit durch alsbaldige Zahlung aus der ReichSkasie erfüllt werden. SS neue �Anfchluftlinien i« Grofz-Berlin. Nachdem der Verband Groß-Berliir durch die Ucbernahme der Großen Berliner Straßenbahn und der Berliner Lstbadnen die Bereinbeitilchung dki Groß-Berimer Slraßcnhahnverk'br« vorbereitet hat, schlägt Pros. l)r. inz. G i e se. der stellvertretende Verband«- direlror, in der von ihm geieitetcn Zeitschrisr.Verlchrstechnik' eine Reihe von neuen AnschlußbetriebsUnien zur Verbindung der ver« schiedenen Straßenbahiiunternehmungcn unter emander vor. In»- gesamt bring» er 22 derartige Änscbtußlmirn in Vorschlag. Durch dies» werden ähnlich wie durch die Linien P und R und 6 neue wichtige VerkehrSverbindungen geschaffen oder alte wesentlich ver- bessert. So erhalten die Orte Heiligensse und Tegelort und da« diesen Orten benachbarte wichtige Jntuftregelände durch die Anschluß- beiriebölinien nach der Behrenslraße»nmittelbare Verbindung mit dem Nörten und der Friedrichstadt Berlins, während durch die weiter vorgeschlagenen Linien Görlitzer Bahnhof, ttupsergraben und SchlesisckeS Tor— Spandou diese Sladt und die dazwischen liegen- den Ortichasien erneut und auf anderen wichtigen Wegen als durch die Linien P und K an die Innenstadt Bcrlw« angeschlofien werden. Durch die Linie Beußelstraße— Buchbolz erhält der Norden Groß- Berlin« jPankow und Buchbolz) eine Straßenbahnverbindung, die diese Ortschaften mit dem Bahnhof Beußelstraße und der dort am neue» Westhafen gelegenen Großmarkthalle verbindet. Weitere Anicklußlinien zwnchen der Großen Berliner und den Teltower Kreisbahnen schaffen endlich einmal für de» Südwesten Groß-BerlinS. Dahlem. Lichrerfelde, Teltow und Klein-Machnow d,e längst notwendigen unmiilelbaren Straßenbabnverbtndungen mit Tharloitenburg, dem Zoologischen Garten, dem Potsdamer Platz und der Friedrichkiraße. Der Osten und Südosten Grotz-Berlins, Stralau RummelShurg, Friediicksfelde, Korleborst, Nieder- und Oberschöneweide, Johannisthal. Nudow, Adlersbof und Cöpenick erhalten durch 5 AnicklußbeiriebSlinien der Großen Berliner Straßenbahn mit den Berliner Ostbahnen»nmittelbare Verbindung mit der Innenstadt von Berlin. Durch Anicklußb«rrieb zwischen der.Großen Berliner' und den Berliner städtischen Straßenbahnen können drei neue Ringlinien geschaffen werden. Endlich stellen noch die von Profesior Ciese vorge'chlagenen Anschlußlinien Warschlincr Brücke— Herzberge, All-GI�enicke— MahlSdork-Süd und Bahnhof Banmsckulenweg— Weitdenschloy, die au» den Linien der Eöpenicker städtischen Straßenbahn, der Berliner Ostbahnen und der Linie AdlerShof— Alt-Gneincke der Teltower Kreisbabnen gebildet worden, wichtige VerlehrSverbtndungen in de» östlichen Lußengebielen von Grotz-Berlin dar. Die Wiener HilfSwoche. Die Gaben für die Wiener HUi«woch- haben sich auf den einzelnen Sammelstellen bereits so gehäuft, daß bereits mit der Abführung nach der Hauptsammelstelle begonnen werden konnte, die der Magistrot heule eingerichtet daj. Selbst« verständlich ist für unbedingte Sicherheit und Bewachung der ge- stifteten Pokeie sowohl an den Sondrriammelstellen, wie an der Haiiptsarnmelstelle gesorgt. Auck kann jeder Spender beruhigt sein darüber, daß die Gaben nach Wien unversehrt an die richtige aml- licke Stelle und in die Hände der Bedürftigen gelangen. Gerade diele Frage ist besonder» eingehend geprüft und wird von den zu- ständigen Stellen mit der Sorgfall behandelt werden, die da« Hilfswerk der Groß-Bcrliner Einwohner fordern darf. Mit dem beutigen Tage hat auch die Berliner Lehrerschaft ihr Hilfswerk ausgenommen. Mit der Schuljugend zusammen wird st« sich an der Sammlung beteiligen und die Spende« den Sammel- stellen an den Lyzeen zuführen. Die Sammlung umfaßt nunmehr alle Schulanstalten der Stadt Berlin, insbesondere auch die Ge- meindeschulen und außerdem die Privatlyzeen. Alle Banken, Bank- «eschäste und Depositenkaffcn nehmen nunmehr auch täglich bis auf weiteres Geldspenden für die Wiener Hilfswoche an. LiebeSgaSenpakrte im deutsche Gefangene in Sibirien, die über Kopenhagen gehen sollen, müssen mit dem Vermerk„RordhorS Kopeuhagen" versehen werden. KteschäftSderlegung. Die klädttsche Abteilung für Volks- l p e i s u n g und die städtische FlüchtlinqSfürsorge baden ihr« Dienstränme vertauscht. Das Bureau der Abteilung>3r VolkSspeismig befindet sich jetzt Paitstr. 28, I, da» Bureau der sfliichtlinnSsüisorge jetzt Burgstr. 8. III und IV. Bi« zur Neuregelung der Fernlprechanscblüsse sind zu erreichen: Die Abteilung sür AatkSsPeisung unter Zentrum 8SS, 1213, 4472: die stlüchtüngssürsorge der Stadt Berlin unter Magistrat SA, 708, 70S. 766. Zentrum 2353, 11871. Bcjtnng. Arbeiter Schwartzkopf- Werke, Gcheringstraße. Lln meiner Strafanzeige gegen Willy M a t x suche ich Zeugen, die über die Vorgänge in der Betriebivcrlawmlung vom 24. Juli in der Kolberger Straße au-vaqci! können. Sämtliche Unkosten werden sofort entschädigt. Georg Schmitt,.VorwartS'-Spedit., dt. 85, Utrecht« Straße. Eharlottenbnrg. Stodtverordvetcnverstrmmlnng. Nach Einführung einiger neuer Stadtverordneter wurde zunächst die Echöhung der Besoldung und Gewährung einer WirtschaflSbeihilfe für die BureauhilfSkräft« behandelt. Der am 7. November gestellte Antrag wurde vom Magistrat sowohl wie von den Bureauhilsskrätten ein- stimmig angenommen. Danach erhalten die BureaubilfSkrätte über 18 Jahre eine Er- höhung ihrer lausendrn Bezüge um 100 M. monatlich; die Jugend, lichen eine solche von 25 M. monatlich, mit Wirkung vom 1. Sep- tember ab. Die dadurch entstehende finanzielle Mehrbelastung der Gemeinde beträgt zusammen 2 Millionen Mark. Demnächst wird eine besondere Vorlag« kommen, welche die Nachbewilligung der Mittel fordert. Die GrundcrwerbSsteuer wurde auf 1 Proz. de? gemeinen Grundwertes erhöbt. Für dieMaschinenanlagen deS MaldhauseZ Eharlottenburg wurden 4000 M. au« laufenden Mitteln bewilligt. Beschlossen wurde ferner. für die städtischen Schulen Heizer anzustellen, die nickt nur halb- tägig beschäftigt, sondern nach Möglichkeit voll beschäftigt werden sollen. Die Reinemachefrauen werden in Zukunft nickt mehr durch die Schuldiener, sondern durch den Magistrat eingestellt. Außerdem wurde beschlonen, ihnen die tarifmäßigen Lohnsätze von 1,70 M. pro Stunde rückwirkend vom 1. Oktober zu zahlen. Die Ueber- nähme des Säuglingsheims Ebaclottenburg-Westend auf die Stadt gelangte einstimmig zur Annobme. erforderlich weiden dadurch für die Zeit vom 1. Dezember 1019 bis 1. März 1920 240 000 M., die aus laufenden Mitteln bewilligt wurden. Daran anschließend kam ein Antrag zur Verhandlung, welcher den Magistrat ersucht, eine Vorlage zu machen, wonach dem gegen Geschmack und Sittlichkeit verstoßei.den Kinoschund durch Dar- dietungen mustergültiger Vorführunacn entgegengewirkt loerden soll. Die umfanareiSe Vorlage zur Nsugestaitung der vekoldung�- ordnung iür dl« städtischen Beamten und Angestellten wurde. von allen Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung gebilligt und einem IllgUedrigen Ausschuß üherwielen. Die erforderlichen Mehrkosten dieser Bcsolduugsordnung belasten dieStadt für 1919 mit 4 520000 M. und für I9L0 mit 9 400 000 M. Dazu kommen später noch die Kosten für die Lehrkräfte und die Reuregelung der Besoldung der außerhalb dieses Plane« stehenden Personen. Ein weüererAntrag unserer Fraktion ersucht den Magistrat, in gemischter Deputation zu beraten, wie Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen in diesem Winter in ausreichend«« Weise Unterstützung zuteil werden kann. Dem An- trag wurde von allen Seiicn de» Hause» zugestimmt und an die zuständige Deputation die Bitte gerichtet, recht schnell und zweck- mäßig zu arbeiten. Zum Schlüsse werden noch einige Änsragen behandeU. Die bürgerliche Fraktion fordert von hen* Magistrat, dArcb eine« seiner sachverständigen Mitglieder die Bevölkerung über die Einheitsschule aufzuklären und die jetzt hcrrscheuden Unklar- heilen zu beseitigen. Der Oberbürgermeister lehnte eine Stellung- nähme dazu ab' und überläßt e» den einzelnen Parteien, die nötige Aufklärung zu verbreite». WilmerSdors- Schmargendorf. Die Schülermnen- mid Schüler- Abteilungen der»Freieu Turnerichait' veranstalten Sonntag, nachmittags 3 Uhr. in der Turnhalle der Obmealickule am Hinden- bnrgpark ein Schauturnen, dem sich ein künstlerischer Eltern-Abcnd znm Besten der Bescherung der Kriegerwaistn des Vereins anschließt. Eintrittskarten für Erwachsene 1 SU., für Kinder 60 Pf., im Parteibnreau. Gasteiner Str 12. — PoUSzählungsergebni«. Die Zählung vom 3. Oktober hat für Berlin-Wllmersdorf 139 408 ortSanwesende und 5980 vorübergehend abwesende Personen ermittelt. Groh-Berliner Lebensmittel. Berlin. Nach Mittellung de» Magistrat» werden bei der nächsten Nu«gäbe von Versorgungskurien durck die Brotkommilfionen auch Bezug«, karten aui slädiische Gänse verteilt. Jeder Berliner stiantbait eriwii eine solche Karle. Li- berechtigt zum Bezüge einer städtischen Gan», soweit der Vorrat reicht, ohne daß der Magistrat eine Nescrunaspflicht übernimmt. Die Zeit de» Vertäust der Äänl«, die Ber/ausSstellen sowie die Ver- kaussvreise weiden noch bekanntgegeben. Die ,0 I* Kinderkartui werden für den 5. bis 8. d. Mt«. statt mit Frischmilch mit eircr Büchse Kondensmilch beliefert. Auf die»l? II' Kinder- karten wird'l4 Liter Flifchmitch ausgegeben. Pankow. 125 Gramm HiUsechrüchte(100). Soziates. ZlrbeitSlohn und Militämrsorgnng. Der Soziolpotinsche Ausschuß der Rationolversammlung bat den grundlegenden Paragraphen 1 diese» GejetzentwurfS wie folgt angenommen: .Bei der Bemestung de« ArbeiiSengeltS von Beschäftigten. die milttSrische BersorgungSbezüge(Renten. Pensionen. Ber- stümmelungS-, Krieg«- oder andere Zulagen, Witwen- oder Waisengeld. Kriegselterngetd usw.) empsanpen, darf dieser Bezug nicht zum Nacktml des Beschäftigten berückstcktlgi werden; ins- besondere ist eS unzulässig, die yersorgungsbezllze gctnz oder leilweis« auf da» Entgelt anzurechnen.' Nach Paragraph 2 können bei Verstöße, i gegen die Vorschriften des§ 1 PermittlungS- und EckledSinftanzen angerufen werden, insbesondere die Schlichtungsausjchiisse. al» nichtständiger Vertreter der Arbeiter ist in solchen Fällen ecn K r i e g S b e s ch ä d i g l e r zu berufen, ß 4 tprickit aus. daß die Vorschriften über daS Ruhen militärischer BersorgungSbezüge neben den Dienstbezügen während einer Anstellung oder Beichäsiigung im Zktnldienst durch dieses Gesetz nicht berührt werden.— Die Beratung de« Gssetzemwurs« über Aendernng der Arbeitszeit in Bäckereien und Konditoreien wurde vertagt bi» zur Beschaffung weiterer Unter« lagen. Fortsetzung der Beratung über da» LrtnrbsrStegrsetz am DienStag._ Noch ein kleiner veitrag znm AalvaltSzwaug. Dem Arbeiter Otto 2. ist durch Beschluß der 12. Zivilkammer deS Landgericht» II Berlin der Antrag auf Bewilligung des Armen- reckt» nnt der Begründung abgelehnt worden, weil.er bei einem Bareinkommen von 102 M. wöchentlich in der Lage ist, die Prozeß« losten zu bestreiten'. Dabei hat L. eine Familie mit Frau und zwei Kindern zu er- nähren. Wie e» ihm dabei möglich fein toll, die Kosten eine« Pro- zesie» beim Landgericht zu bestreiten, wirft wohl Geheimnis der Richter bleiben, die den Antrag ablehnten. Inzwischen ist gegen L. in dem gegen ihn bei dem Landgericht schwebenden Prozeß Versäumnisurteil ergangen, weil er außer- stunde war, zu dem Termin sich einen Rechtsanwalt zu besorge», und steht nun mit Sangen den weiteren Schritten des Gegners entgegen, da es noch imsner fraglich ist. ob die Beschwerde gegen den Beschluß der Zivilkammer von Erfolg sein wird. 6roß-lkdme? parteinachrichten. Pereinignng der sozialdemokratische» Gewetudebeamte» u«d Slngeftrsttea Grost-Berti»«(W�rbeauSschuß T. P. D). Sonnabend 6 Uiv; Miigllederversammlun« w> Berliner Vtalhaule. 3 Tr. Zimmer 109. TapeSordming: Wahl deS 2. Borsitzenden und der Deleaicrten zum ReichS- bcamt�nbeira: und. Zentral-WerbeauSschuß, serner Organisation und Agitatldn. 1 8. Abt. 318., 320., 324. nnb 326. Bezirk. Abend» 8 Uhr im Lokal von Hcete. Wemeler Str.«3: Zusammenkunst. L8. Abt. Sonnabend 7 Uhr Sitzmig der Parteifunktionäre«no Be> triebsvertraueusleute bei Gott, vardeleben- Ecke Kniprovestraße. 40. Abt. Sonnabend 7 Uhr Sitzung der Parteifunktionäre und Le- trtedSveitvauenSleute bei Schmidt. Wiclcffslr. 17, 41. Abt. Bezirkstührcr und Betrtcbsvertrauensmänner! Zufammen- kunsl bei ftlische, WilhcimZhavcncr Str., Ecke Blrkenstr., am Sonnabend 7 Uhr. Lankwitz. Frauen» ersammwnz heute abend 71/, Uhr in der Aula de» Ghvmafium«(am Bahnhof). Res. Genoffin Todenhageu:.Di« Frcuien und die Bersassunp.' Berqwani,-Werke. Werkt«. Heute nackm. 4 Uhr m den Pharu«. Säle», Müllerstraße, Versammlung oller männlichen und weiblichen Angestellten und«rhctter, dt« auf dem Boden der S. P. D. stehen. Knorr-Brews«. Heute nachm. 2'/, Uhr im Eass Bclleane Versarmn- lung aller männlichen:md weiblichen Angestellten und Arbeiter, die aus dem Boden der D. P.D. stehen. Vorträge, vereine nnö Versammlungen. Ortsvereintgunki Grotz-Berlin für Angettellteu-Heimstätt«», Obcrwafferstr. 12. I. Sonntag,-/,10 Uhr, im Zirtu» Busch: Kundgebung gegen dt« Wobnungsnat der Vrivatangestellten. Reserent: Otto Thiels Karten bei ollen Ängestevi-n.Vcrbänd-n und bei der Vereinigung. — Die KonsuwgciP'fsenichafr Biesdorf veranstaltet am Sonnabend, 7>/, Uhr. eine östcniua>e Versammlung in der Turnhalle.— vkrtchsbnub der Kriegsdrschädigte». Sektion Oesterreich- Ungarn. Sonntag, de» 14. d. MtS., 4 Uhr, Mitgliederoerfammstmg im Rcstgurant Elisabcahstr. 30. Bediirftige Mitglieder wollen sich wegen Unterstützung zum WeibtrachtSfett fchristtich unter Angabe der MttgtiedSnummer bis spätestens den 10. d. Ml». an Kamerad I. Tannenbaum. Br-tzcr Str. 21, wenden.— Für Wie» und Deutichösterrekch veranstaltet am Sonntag, vormittags li1/, Ubr. der Volksbund lürFreibeitundBalertand im Oberlicht- sanl der Philharmonie, BernbnHier Str. 22/23. ein- öffentliche Bersamm- lammlung. In ihr werden sprechen- Pros. Dr. 11. Hartmann. Dr. Lands- berg. Redakteur Nulchke und Dr. Maximilian Pseiffer.— Der ReichS- bund entschiedener Schulrekormcr veranstaltet Sonnabend, 7 Uhr, eine öffentliche Schutresormversammtlmg in der Aula des Gymnaffnm« zum Grauen Kloster,«losteri-r. 74. Es werden sprechen- Sludienrat Friedrich Siommet, Abgeordnete Dr. Hildegard Wezscheider, Frau Sldele Schreiber. Sportnachrichten. Arbeiter, Durucrbuud kAlterSt urner Sr oh-Berlin»). tßonnadepo 7'/, Uhr Zusammenturnen in Mariendorf, Kursürftenstr. 54 (Schultiunhallet. Nach dem Turnen Sitzung.— Ardeiter-Nadfahre» du»d.Selrdariläe-(Orlsginpve Berlm, 2. Abt.V Sonntag Sireiszüge durch de» Ärtinewald, Endziel Restauram Mick. Z-HIendors. Start 1 Uhr Fontanepromenobe 18. Sitzung jeden 1. und 3. Mitvvoch im Startlokal.— Freier Waudcrbnr.d. Sonntag I. Potsdam—(»otm— Wildpark— PotS- dam, Absadrt Bahnh. Friebrichstrahe S.30 früh. 2. Birkenwerder— Grabow- see— Oranienburg, Abfahrt Stettmcr Borortbahnhos 6,50 früh. Bus alkt Weit. Ter siebeujährigr Schwerverbrecher. Bor dem französischen Militär- t'.erickt eri'chten am EamStag. den Ib. November, der fiebenjäbrige Schüler Schick au» Flörsheim bei Franisurl a. M. Zerknirscht, ge« senlisn Haupte« und an allen Glieder« zitlenid, neigte sich der Dreitäjehoch vor den sranzöfischen Richtern. Harte er doch offen gegen die französische Besatzung demonstriert und gegen französische Verordnungen rcbcllt-rl. Talbestand: der Bruder de» Knirpse« hatte sein Konunen auS englischer Gesangensckafi angemeldet. In. freudiger Erregung hierüber zogen einig«! Schulkamerade» de» Geiangcnen mtl dem kleinen Bruder zum Empfang an den FlörS- beimer Bahnhof. Dabei trug der Kleine ein Schild mit der Auf- ichrtft:.Herzliche« Willkommen unfern Kriegs» gefangenen'. Wegen dieser Demonstration gegen die sran- zösische Besatzung und Verietzunq französischer Verordnungen (öffentlicher Empfang von KriegSzejangenen verboten) erhielt der lleine.Boche' zehn Marl Geldstrafe. Wegen zweifachen Giftmorde« an feiner Schwiegermutter und Ehefrau stand der Landwirt Johanne« Togen vor den Geschworenen in Verden. Er wurde zweimal zum Tode verurteilt. Schiffbruch. Der Altonaer Fischdumpfer.Merkur' ist iw der Nordsee auf eine Mine gelaufen und gesunlcn. Die veiatzung trieb 33 Stunden in Booten, ehe sie von dein Dampfer.Regulus' oufgenoniinen wurde. Im Budapester Terroristenprozeß wurde über die Ermordung des Gendarmertc-FeldmaischulleuliianlS Ferry und der Gendarmerie- Oberteulnant» Borhy und Rettkina verhandelt, die mit Messern gelötet und deren Leichen in die Donau geworfen wurden. Lcciitannsbrauch vv» heute. Aus Montreal wird gemeldet: DaS erste deutsche Schiff mir deutscher Bemannung, das nach dem Kriege Kanada anläuft, die Bart.Paul', ist rnfolg« von Havarie in dem Hasen von Halifax eingetroffen. Der Kapitän Krüger er- klärt«, er habe Notsignale gegeben, die indcsten von mehreren Schiffen �nickt beachtet lvurden. Das nach Philadetphia be« stimmte Schiff war von Hamburg 44 Tage unterwegs. örief?asten üer Reüakttoa. Jeder ktte den Briefkasten bestimwien Antra«? sstg« man einen Buchstaben und eine?, um vi er bei. Briefliche üualunft wir» nicht ertetlt.«ili,, An. fräsen traae man in der Juristischen Sprechstunde. Lindenstr. 3. l. bat vor. terre links, vor. SchristNUcke and Bertritsc stnd vulzubrtirgen Sprechzeiten der juristischen Sprechstunde: Vtvntag, Mittwoch und Freitag 2—& Uhr; Dienstag und Donncrötag 3— 6 Uhr; Sonnabend 3—5 Uhr. Wegezi». Sie milffen in der Kcmeindevertretung darauf dringen, daß diete» Unternehmen übernommen wird.— P. R. 40, Nein. — P. P. D. Unseres Datürhaltens ist Jbr Vater als Rentner nichk zu betrachten.— Frcnud 75. 1. Bund stir Mutterschutz, Ublandstr. l4Z. 2. An die BeirlebSkrankenlaste, welcher Jbr Mann angehört. Jbnen stehen die im.Vorwärts' vom IS. Ottober t. Beilage unter der Spttzmarke .Vochenbttse mid Wocheniurtorft«' unter ll. genannten Ansprüche zu.— L. K- 86. 1. Stillgeld 75 Pjeiinig pro Tag. 2. Ist von dem Lartlaut der Kassensadintgen abbängig.— V. 100. 1. Sie find»och für das erste Stevervterleljahr zur gah ung der Kirchensteuern verpflichtet. Erstreckt sich die Veranlagung auf da» ganze Steuerjabr, so müssen Sie innerbald -.3 Tagen Einspruch einlegen unter Berufung aus die Verordnung der Prei-Hischen Regierung vom 13. Dezember 1318.— M. R. 10. Nein. — G. G. Lö. 1. Sie können Stenercimäßigung erlangen, sosern be« der Vrrantagung zugrunde gelegten Einkommen» verlusitg gegangen ist. 2. Korbern Sie vom Vennieter Adtzilse.— Kö. 80. 1. Ja. 2. Ser'n. P. P. Dagegen hilf! nm der Auslrttt auS der Landeskirche. Die Kirchengemeinden haben für die Rnnehöriaeu der Landeskirche da» leib- ständige LesteuerungSvecht.— M. K. 07. Fall« der Per- dacht dritten Perionen gegenüber ausgesprochen ist, können sie kluge wegen Beleidigung erbeben. müßten jedoch vorher die Sache beim Schiedsmann Ihres Bezirk» aiibängig macheu. —«rna 1801. Beantragen Sie Ermäßigung, sofern durch Verkärzung der Arbeitszeil bezw. AuSIperruog et» Fünstel de» verantagtcn Jahr«»- arbeitSverdienste« veriuiitg gegangen ist./,: PytrniRtlon. (Durieux.Qrllninc, liartmann, Heinich, Klöpfcr, Saliner, Schnell, Glen.) Ceclselies ligsfier-tteatsr Allabendlich?»/,: CjpHeoac. (Leop.Konstantin, Kurt Qäiz.'i Waihalla-Theater. 7-/z Uhr: Äni Röldesen Böm. V/,: Orestle(6. Ast, 1. AM.) Sbd. 7'/t. Orestic(au Ii. Ab.) Theater I. d.'t" 0 H_ B 1 fswÄS8® i Äuoiio Sonnb.: Schloß Weuentein Sonntag Nachm.: Erdgeist. (Luiu; Maria Orska.» Abends:SchIotlWeRersteln MonL: Schloß W'tUeratein "ß: Llselott v. tl..'falz Sonnabend: Sie. Sonntag Nachm.: Erdsetot. Abends: Sie. Montag: Sie. Berliner TB eater T.isu: Bummels Studenten Sty. N.: Sterne, d.yled.lcuchten Contral-Ttuater 7-/, Uhr, Dentsrlie. Opcrnitaa. 7 Uhr: Monoä. Ole TrtbUna (am Untcrgrundbabnh. Knie) 7V. Uhr: Je VMZW- Edeni-Thcüter 7\:„v. Ä. w. G." Sonnt 3; Printessin vom NIL l' rleilr.-Al'llh ebnet. XJi. "/.uhr: Gretchea. Kleine« Theater. v/.u.Je fiMvteFftt KL Sk-.haoapieliiaas. u'�ÄlblHe nndÄujust oder: Freut Euch d. Lebens Homiache Opsr 7v,u.:iiebeszauber. Stg. ÖV,: Schwannaldmicsl. Ln.t» plelhnn» Arnold StccU in: JhnfcrßPftfciailt-Sßvalier Hetropot-Thcater. 7 übr: Syblll- Sonntag 3.U.: Cltarlcra Tagte mir Thlelscncr Wüten Operettenlmua. u.. DieCafflc yomZIrL'as. HcMller-Tl.ent. Cüarl. "/.uhr: Der Meiöeidiisiie?. ThaUa-Tlienter 7v. u.: Die jiäfrisclie Liebe, Tli.am Nollondorfplatr. 3>/,: Zar und Zimmermann. 7V« Uhr, tum SO, Male: JDcrf/cTfjCiT�xtä; Theater de« TVeatena 71/, u.: ßleFraolisicniisLiii Sonnib. 4: Max und Morl». 1 Sonnt, 3'/.: Die lusiigt Witwe. Theater d. Friedrlctictadt 7'/.u.: Vier Elsakter. Wnllner-Theater üb.' Sine Balinaclit. StgJ1;.: Oelmhn m.MiaWerber Besiöenz- Theater. Täglich 1 Uhr: Evclisn Homiireciit, Sonnab.4: Hänstl und Oretet. Sonntag 4 Uhr: Oer gute Ruf. Mittwoch 4 U: Rotfcippchan. Trlanon-Thsater. Taglich V# Uhr: JSasksrads. Theater Dir.: James Klein 1 rrledrichstraBe 218 1 j 7'" SonntVItO-T'1 k iMriilll L'nSlieftreniiehgs �ariete-Progfstniii!! ALott& Partntr Humorist. Akt Kanni Garden Trapeil.nnstlertr Lo Kittaj' der veltberOhmt: Ocds.ikenüber- tragcr, macht jed. Menschen willenlos. Zum I.Meie a. ein. Varletebühno Gadbin's Todessprung aus der V. Etage I Bernhard Trio Qymnastiker Klara Borat lllushirstänte z Saivano | Komfscbe Radfahrer I j Unter d. Linden 22123 J Dir. M. S o 1 i m a n. Von Ludwig Fulda. Sounab. 4: Max und MorPr. Sonnt. 4: Der Ubensschßler. Mittwoch 4: Schneewittchen. Rose-Theater. TV, Uhr: Dklm Schalten leben. Gasieo- Tbeater l.othrlngcrstr.37. TigL'/,HU.- Schnieoels Lene Berliner VoiKSstOck i. 3 Aufl. Vorher erstkl. Spezialitäten. Viktor Litzek u d. Op.' Sketch „Erwischt." StgJ'/,: Ein sauberes Kleeblatt Der grötle spannendste j psychologische Film r o m a n In sechs Akten. Hauptrolle: Locie Höflieb. Spielleitung: Max Mao.! ill dir 2 ig alit Orlglp. Lnslspie! in 2 Akt Hauptrolle; Ottchen Ältvk« liltssy Arna\ Blllettverkaul 6 Uhr. Letzt. Voritg.'ViO— V.'l U. Musikbcgleltg.d. bekannt. Musikmeitteis Jacobs. Vw CirmJBasck He«e Freitag, S. Dczbr., sbends TV, Uhr: Seine � sonders HUP Boxkämpfe Potedomer Str. 23 „Lslii" Nach dem bek. Roman von Jolanthe Marts. Turmstr. 12 Die Püicbt zu leben! mit Relnb. Schöntel Hanno Brinkmann Friedenau, Rbelnstr. 14. Alexanderplalz-i'asssge Bruno Kastner i In: Artlstentrcuo.„ an Spott e Sport�Pel�e 435.— 4GS.— 4SO.— 500.— M. JacIceM lodelloaer Slß, blau und farblo 350.- 300.- 475.- 500.- M. USster neueste Formen 323.- 400.- 423.- M. filoseni vOTnehrne SirelfonmusL 42.-7Ö.-QO.-123.-M. JOn�lIngis« Ulster 170.- 240.- 370.- M. Wo»!»er«ilchte Westen vorm aetuiiert, mit Aermeln Lederwesten sebworz; varm oefüfiert, mit Aerrnem. JacKelte u. West. morengo, welcho Sfotle 300.- 325.- M. JUngl.- JetcReli- AnaeUne 100.- 240.- 305.- M. 47-50 M. SS- M. Keine Filialen me hr Basrjoiin Nur «Ine VerKaufssfeHe Nu? Clrakusseestrasse 29~30 Nur Beethovensnal. -onntag, 7. Dezbr, 7 Uhr: Mareen SALZ ER Das neue dletjähr. Profir Karten 6—2 M. Bote i Bock Wen heim. ton Kauft Etae, echt Kom-Steulkantm. boppel- relhlo, Stück 3,— u. 250 W. prt.uuft fte.'lfeuet, t chSnrberz, gtubensftt. 47, SH. __ spiele Xene Pliühnrinonio CBpenicker Str. 90/97 Untergrundbhl. InselbrUcka. 5. bis II. Dezember Ilerlin« größte« Kino- Pr ogr anun! 4 Schlager In einer Vorsteilg. Uraulftlhrung I. Die Blauschlitzen. Schwank in 3 Akten von Paul Hsrtenstein. 2. Unschuldig r. Tcdeverw urteilt(Das Geständnis). Detektlvdrama in 4 Akten. UiaullQhrung 3. Pas Cholerokaninchen. Lustspiel in 3 Akten von Ludwig Czerny. 4. P.rsOnllcfaes Auftreten Ludsvlg Czewnys. Anfang 7 Uhr, Sonnt. 4 Uhr. Frühes Kommen sichert gute Plätze. Das Theater Ist gut geheizt 2 Bennos Exzentriker ?4Roug&ysk7 Fliegende Akrobaten i ZW Tenfel uersclidshen Egede Nißsen Der Siebe Seid und Sieg Karl Beckersachs und Grete Weixier AftdWAWWkM /tiHII/MBWIMBJB U Sxu unserer Sammluag ROMANE, DER VÖLKER Merstmrg von Andrej Bjaly Deutsch von Nadja 5 trat f er Ceheftd M. 9.-#, feWulca M. 19.— (mit 10 0/* BvchhUisdler- Aufrctl«�) Das große Buch der rut titelten Revolution Scorg Müller Verlag München, ff Üfabecitftr. 26 Vtrlangm Sie koatenfret unsere KtxtaJoge »Mtl.l iltltllllttDtuuiM'WIHMKHfr« I II»! Schiaß Donnerstag, den 11. Dezember. � i i ®f«i«cd« *an,7.da«o Betdo» gab bh �onndorf. Betriebe ' 5Crn» Zouutetf' Mlol'SellSAM Untre brn Plnb»n44 «nb ßctibtltbgrob.a? »ornehmss TPc/m unö XUr» Jlejlcnrijnf «tpflcpt. tdit, Sl.r« t?r.;lo!!(£l: Villa« Uiqart ®•i* LlschaftBAlmmsr ». Ab»ndmuflti Kap«Le«.tchü..?. � ToMvxf � u-e«. des Liub.n s« �taü'ee« Diele» Dat Abens. dTctn.&rflfiBciintl Sodim.. n. ütt�nbJtonjttl« ÄapcOca Ufchauma.Ak-omr Ol,; ji« äitl.r.f JJäJ,m!I Äcjf.t-Scbztrfjnaa Rech Acrisbab« Alt. OTfcflfj ißrrjUtjntia. Selepljon: Aoeificjt 9033 1 Winter-Bartan FMO-Wk 7% riip; Variete-Spielplan Rauchen gestattet t I hsaiat am itaubulcr 1er 5» TnL. M,>ritxplat. 14 814. Jed. Abend 7'li Dbi: LtNe.Zsage? ff)#«nem. Mltul der wrW Stittaer Kätifcr. iootiL nchis SLhl PreteeiToli Aksnd-PrspriixiBi) 1 Kl.d Ircil» «■WWW n gestattet Bfbthgt.-iloaseil. Beg. 7.ioUhr. Veivsrkt. II- IV, u. 4— 6Ubr. ■ Neuen Projcrcmmt eigene Fabrikation, nur erstklaff. Garantie-Werke, in jeder ftewilnschfen AuS- fKKrtmg offerieren billigst SM.Sille.» Berlin» Kochstrafte 1k. Oer BERLIN W 9 Linkst- aü« 0 Ko'jtzoude Schuhwaren» Qrefr u Kkmhooaäms fchshtr: TLtods* Drall Wtr vG�jaukr- vHuöcr Ii«?. c?i*rca dien SyOaa. i»A vfiTiatöM« raasnau icto&fa/m mt/tUbt u. acnnloe —• nachm. 3 Uhr: �JfStetiifl. Sänger nachm.etmIiß.Pr RetchshaU«n-S�. I yt. perhett BrettL Zahn 5 M. und höher. In Platin u. Gold bis IOOO M,• ZSI»Aü»M Gramm 100 M. u. höher. Mal-Bronn- h Bö hdfa itifte, Kontakte, Krstnbon«, Drlhts, Tiegel _ Bgfl alter Zchmuek usw. Höohato Preis« UteSjlU p'.mll T�ichler. Btllesll lanceplstzte.H.pn in ihrem .PAPäK_ mif Fr»tg Qerecr nuti«» SiaouatHhurH AwM«>asm dhereorreg««) 0B2ina PmxW-8»w7U»r M.SWW. »WW»WWWWWWWUtW»WW« Sabal«ma Stück■. no SL an. Berlin O 27, Alexanderstr. SS, k-6 Uhr Ausgang 7 WMWWMWMWWW'WMWW Kerren-darderobS/ Anzüge, Paletots, Ulster größte Auswahl, besonders preiswert Teilrabluns x»»tnttet! Oeiser, EcftringerStri?., � B8Ä- N.r mieln • Kunstspiel'Pianos und Flügel• ' Virtuoln! ermöglichen gleichzeitige Wiedergab« der Stücke■ nach Auflassung d. Künstlers u. Selbstnüaocierung.!? Römhildt A..Q Lelpzlx«r StraBe® ■____ isai •9 119— 120, l.Stoch TMSll. 1 f Ttdnorfphfspat*• ü- Dr- iur. Wilhelm klrchbaeh LuHCgeniai�mi oers. z. sprechen Poiidamer Str. 113. (Lützov.dr.) Langjähr. Erfahr. Zuvcrläss. Rechtsbeistand In Ehe-, Alimenten- u. Vertrauenssach., Gesuche, Verträge, Ermittelungen.— Beobachtungen. TeL LOtzow 2494. iironon, Hrttc-tcen, Plomben Zähne in 1 Tag (ca. 100 Ausführungen.) Evtl. ZohlunKaerUfcbteriins auch l&r Kaseeamltcllcder. Dir. Koppe'» Zabnersatz- lostltut 1. Magdeburger Straße 28, Ecke LUtzowstraBe, Kurf. 1230. 2. Alexanderstr. 14 b. 3. Kantstr, 49. HöGiislePieiseOberlagsskiirs zahlt für Platin' Schalen> Brenn ishchen j 8 Gold- ichmuck: Zahngot lilber* Btrrea t Münzen; Abfälle: Bestecke: Löffel o,. nur O, Tiefet: Schalen> Brcnnstffte i Znhnsttlt« Schmucksachen i Blluableltcrspttzen Barren; Münzen: Schmuck; Zahngold: Bruchgold 1903 1903 Bi&fö&igcoiiSor Berlin SW 68, Alte Jakohstr. 138, Hallesch. Tor Telephon; Moritzplatz 12 858 Telegramm-Adresse: Metallxontor Berlin SW 48.| Eigene Schmelze— Direkte Verwertung:. Amtlich geprüft I JueneboiiKL mW Boii RtleDe: IH: Jigaefcaftaiotl« wleN .liimtior nach.imalCSintri" üfltKUCl btu.®tau D.... Senat. B... So udtr ahn» «ich lauten viele anbete Vi:: c(tennungen übet Keickrci*« }ootltaf!iocffcv«SecO". 1. 4 u. 6 m.„Die tr.llo nrUr irinorpflv Otto lirlckjcf !«" gratis. che!. Herlin 43. SO, etfenbahnftr. 4. Amtlich geprüft I Mehr Wärme! Sichere Hilfe durch vollständige I1T9D Ofenracchwärme' Ansnutzanol Wegen Transportgelähr(st M tert i der Bedari»ofo aufzv- filr gi te u. gewöhnL Oefen. : Draschdre Mk M. 2,20 Iiis u. Irankol Selbjiver geben I M. HO bzw. M. 120 fü��MMWMWW? Au Prospekt« ertiti Weitere �abrikalloni» aufnähme erwünscht I Ezporieure, Grossisten u. Plctzvertreter gesucht. KIeiro=Werke, Karlsruhe I. B, JcUt wieder (PmtsU tlnnich In Afwdhslrsu, Drag««.«. rdakosr-CIcsebldsa. Qeaornl-Cspot« Berlin K 4. Berqatr.»4, Morden 68-21.• Sisarren xaran». rein L'sberscs von Mk. an. Üelüfsee-liaaelitaliak Goitiüake— Kavy Cot Dlclie Türken sowie deutsche Marken. Nordhäuser Kautabak i. Roll. u. Stang. jeden Posten abzugeben. Zlxarren-Hana Gebr. Schaazer, FrleJrich»trJ43( Hall Tori A lexand erstr. 9( N.Pol.-Pr.) Kupfer, fDletfmfl, Sin". Fink, Blei(o- wie(Haiti,«lt. n. Edelmetall« faaft hbchstzahlenb• Metall- ElnkaofE-Zuatralc. Kottbuser Damm 66. Aunl Moritzplatz 13880. WZMkSliS« werben an Klänblet ab Berlin, Lehnet Bahnhof und Bahnhof öietfüg in cütn(Brägen gemischt abgegeben, Normetkung und Rautabschlug bei Körner ötllrodcrzen Machf. Berün-Siejilitz, tCCrnerstr.12. Fette Gänse Pli 10,95 S Fette Mastgänse H 12.50,, Fette Enten. 9.95,. Fetts ülastenten.. 11,50.. Tnachs, Belle-Allianccslr. 9t u.Charlo(lenbg„kai«.Friedr.4.' A Spezial'Behandlung»K» P luvalideustr. 147 W« W daBe�wt»J>• Ecke Bergstraße Viele Jahre in Krankenhäusern u. Kliniken tatig gewesen. Kostenlose Untersachnoß und Beratung über sachgemäSs Behandlung. gpreclistqodcii 10— 12 und 4— 8t Sonntag» 10—12. Vor Verkauf von Queeksilber undl Silbertittrat IF nnrafon, zahle konborrenxjose Preise| Metallkontor,' MWMW Piaüna Gr. 103 M. (nicht bis) Gold. Silber, Münze«, A�hnzevifie, Vlatin-AÜHne n>'M unter 6 M. bis SS M. kaust E. Mausdorf, NO 18. Palilnd-Nstr. II. n. II. Gebisse Still zäiine bis 80,- - Platin tinld u. Silber In jeder Form SfSjf bSchfte Preise. isuit Linke Riaclltrstr.40 Port.2 II, 8-8 U. Eiße IßLklsbÄ In elncni l abrikortt W" Heule'HW Zenpig um! Werden ÜLZ MKZEhTN. VolKsvorlräee Uber eis» Oe�cblocbtsleben von Ferdinnid Fr!,r. v. Revzeniileln mit zatil- f#{ Am reichen zum Teil faiblgrn 1-lwni tfaiiUCrU zeugen Germania» Säte, Cbausseestraße. KassenerSlfnunj; 6 Uhr. Anfang pünktlich 7 Uhr. _______ etwa| eine Stunde von Berlin ent-, lernt, beabsichtigt.elneAnzahl Si MwerkrlegsliescliiHijgter einzustellen. Angebote unter F. 42 Hatiutexp.„Vorwärts". i>r, Grüterlng Spezlnlarzt. lüvalidenstraßs 35 beke ChausseestraSe am Stettiner Sahnhof.• in-l. I,,5— 1,',7. Sonnt. 11— U ian®s gegen bar und auf Teilzahlung.' iot.«udlg„ Berlin, knstr. 10, pt. rigaretten| igarren �igaiiüos ly großer Auswahl. Uebersee.Rauchtabak.' Lagerbetuchsehrlobnend j Nur Kantinen u Gastwirt. I M. Dessen. Berlin,! Alexunderplatz 2, I Tr.| am lintergrundbahnhot. Or'fir«nrL'!!Pfti«overbun,len w!t einer Einiühruns 1 nnliiiiii niil oiio die Volkswirtschaft findet In I IHbUllumUl'UUU Lichtenberg im Realgymnasium in der Parkaue(am Bahnhof Frankfurter Allee) Mittwochs 1 undSonnabends von 7—9 Uhrabends'fld Doppelstunden 1 1 gegen eine Einschreibe gpbiihr von 3 M. statt. Die Veranstaltung steht Im Dienste keiner Partei Beginn Sonnabend, 6. Dezember, 7 Uhr, Einschreibung nacb dem ersten Vortrag. 222/20* Liga zur Erhaltung der deutschen Kultur. -Zw SpezialsBehandlung mA, Hai n- und Biutuntersuchung, Licht- und Finsen-Behandlung. Bestrahlungen. Schnell, sicher, ohne Berufsstörum'. = Gettpnnte Wartezimmer für Damen und Herren.= Aerztllche I ftnop MSnTCfT Q"bde Alexenderplatz Heilanstalt IJÜiiol, llitiL&all. ö 9— i. 4— 8. Sonnt, v— 1. -ß» Spezial-Behaadlung Kdba le" m!«§» tnilpoeretn 7ö I Ecke Breslauer Str., dicht am Schles. bnf. flilUrcttuiu. tu, 1 Sntecirz. 10—12, 3—7, Sonnt geschlossen ■ Ifarn- und Blutuntersuchnngen.. Spszialarzt Dr. Hascht Sptcdjltimbrn 10—1, 5—8. Sonnt 10— L ItißötfiÖMkMÄÄU Teilzahlung< gestattet. EdtePiassava Besen sowie ander. Büra- tenw. b. der | Eflrs- ten- Simon, denklOE strie 1 umtatdrl. rBlutcdtc bed(Bc Hcbtl,itUatäbeTd|cn, Pufieln um>. bttttuiii«m(lajecittn „wlarubm". 6eU faft bu irlittt»U mliljOOTflen dt« foliien«proM. Toi« MU. 6,—. Otto R, lobet, Um. 43 flseizhahuslr. 4. Ar. med. Karl Kei�ardt Oetlio, PotsdamerStr 1 17(a. d. LützowstraBe) j Spezlal«Arzt bewährte lachtn&nnlschci Buhandloog. L'ncntgeltl. Auskunft u. aufklär. Gratis-Broschüre. I Beschreib, sämtlich. Heilverfahren(verschloss.BrieI 1 ISO M.J. Sprechstund, v.'/,12-»2 mittags, Vj6 bis 9 abends, Sonntags V,ll— 1. 'Auf wissensch. Grundlage aufgebautes Kräfil- l Tgungs- 30 60 125 Portionen, verlangen Sie mittel. 12,- 22,"- 40,- Gratisbroschüre. I �Versan��urcl�Apnthcker�Maaßj�Hanrinve�J�J Verlangen Sie Hopch Pariüme sowie erstklassige kosmeflscäe Präparate üiolä Parflmcrie-Faliri�tioi], s�ß1- 1-- Cö?"icker 'Zahn- iiasta , Sfraßd!I2. Moritzpl.lWl MöbelsFabrik Rob. Seelisch BERLIN 0 112, Rigaer Str. 71-73a i Minuten vom Bahnhof Frankfurter Allee, erupfiehlt gute preiswerte MBbcl. , Einricbtungen In jeder Preislage. Oaaz besonders große Auswahl in Sdilal-.Spebe-.Woiiii-, RerrenzmineFfl jedAm Cresctunack entsprechend.* 134 Husterräume. Lagerriunj- 6696 □ MI. gr. Versand nacb äffen Pfützen Dctttschlands. Besichtigung lohnend, ohne Khuizwang. Gekaufte MSfcol können beliebige Zelt kostenlos lagern. Wochentags von fC/j—7 Uhr geöffnet.— m jim imamnwmi' jm, a Uniejernrihrfc, N®r¥©s8.Bi8iiaraie� Auf Ofund w/ssenj cbaftL Zusammen' .setriing das hochwertigste. Nähr' u. KpafUgungsmiiiel der» Gegen war/. ca. 90% reine Nahrsfoße emschlieiSlleh 10% Ndhrscrlze fragen SieJhren Ctrsrtt 'Zuhaben m Apotheken und Drogerien Preis pro öchacMei Marks Z,50. Phartn.PabnTi Bodensfein Sc Goslinskf, Berlin-Wilmeridorf, PnnzregentenstR 1, Fernspp. Uhiand 64!?. Seeügs Mööaüiaus ' nur CJI) affer Strohe 8' Speichereien im Fabrik-Gebäude. Stündige Gelegen- heitskäufe in neuen und ge- vrauchteil Wohnunas-Gnr- richtungen, von d.einjachften bis zu den von.ehmsten. Herren-, Jpeife« und Schlafzimuier brsondcrs preiswert. Bunte Kuchen von M. 175,— un Spezialität: Kleiderschränke, Ver- tikowS, Lcttftcllen, staunend bitbg. Serlnnfezeit non 9—7 Uhr. Der weiteste Weg ��vtach�fchbezaiM�. iMlisrten Ki'pleÄli Litzen und Waciisilralit, kauft höchstzahlend• Ingenieurburcau Schlichtin? Berlin W 9, Linkslrade 19. Tel.: LOtzow 3705 und 8518. Biel! 31SS! WWW! olle Legierung., jede Menge. zu stöchstemTogespreis tauft Sdeluzetoll- Einlauls- dnremt. Weberftraste 31 (Alex. i2iB). o e stich f. 8S ober 100 Volt, mit Änlahwiberstand, 9— fn KW. Offerten, Preis, befchfeunlgt. Mztvdsl. Äö IQeben in allen �arben, u SKfl 7teilig.,m.Rahm. ÖJU "SSi 575 Gcdicg. Verarbeitung. Aul Wunsch Zahlungserlelchtcrung. MsCsdZsss Ms WOQ »M 4.(9 Iiis 73 K. ffiotö, Silber, piotfoo fault Frau Kaotb.SrÄ. ligardtssj Pro Miste von M. 120,— an ZlggNev Mar?' rv'- an (prima Quolilät) JLitÄlLtÜ!!! IDohnungs'aufifj I Dret-gimmcrwohnung, schöne, tu Ftanlfurt a. OL wegen Bei» setzung nach Berlin gegen eine gleichartige Wohnung in Berlin ober Vorort zu tauidien gefucht. ©cfL Suichrlften an H. Kuhn, Bertin SW 48, Wilhelmsir. 140 II. Telephon: Llltzow 3877 u. 9968. r, l'.Z mittags von 12—1 Uhr und nachmitagz von 4— ä Uhr, Bou 5 Zeuluer cb ESST frei Hof.-M» Heinrich Drechsel, JtfsttKfabriäcn,• X05Z.HeinersborserSfr.15. �T-L: 5t8tL 2S03 n. Mex. 49. \imm MMWMWiit gesucht für erstflassine Wochenschrist mit grzster Auflage, ftn 1. melden bei bec. U'TD* Redaktion der„Waraxng, Fran.stistiche Straße 59, I. 223/2 Bezirksverband Zwickau(S. P. D.). Für das obere Vogtland mit dem Silz in Plauen sucren wir für l. Januar 1920 einen igitaliensbeamten. Verlangt wird rednerische, agitatorische und organlsa/orische Beiähigung. Gehait nach den üblichen Bedingungen— Schriftliche Bewerbungen mit Angabe der bisherigen Tätigkeit und der Dauer der Parteizugehörigkeit sind bis zum 18. Dezember an den Unterzeichneten einzureichen. \ Riebard Meier, Zwickau, Boseustr. 16. Ankauf von latin tn Jeder Ferra Stenge für hoben Preis J. Weinstock t.». Ooldwareniabrlk, Stohrcnatratte löa, , Ti.-Bhf. Friedricfistr. Koilbuser Damm 21. Alexanderstr. 14a. CbarL Stuttgart. Pk 3. Tauentzienstr. 6. Schöneb., Oruneualdslr. 13. Bae!2lias!!iOD§ Vorwäris G. m. t>. H. Berlin SW.68, LlndscsbiDe 3 Die Stimme aus dem Grabe Reden Ton IEAN JAHRES Gesammelt il Desprochen von VICTOR SCHIFF Preis Mk. 1,50 Betriebswäcnter sür miftletc Maschinensabrit per halb gesucht. 149L ftugo BLcnncr(Z.m.b.ff.& Co., Belle-Miante-Sfraffe 92. Buchdrucker, der im Drucken von Tüten und Beutf'm bewandert ist, sucht «oder» fCeflpifux, Fri-bttchstt. 11. 4786 für Sroßftllcke suchen wir für bauernbe fohnenbe Beschastigg. E, wirb Tarii I gezahit. 14816' x. eukimann«- teomp., Friebrtchsttaffe 220. SSlüsHÄfler Kmiz? mit oittem Saiulzeugnis als Bureauoote gesucht. Albert Kreuzer, Fabrik efettrotechn. Apparate Sariin-SchSnebrrg, Mühlen str. 9, 2. Hol Iii. KSiSSLÜS sucht Tizaretteofaxer BcrgmanniStrt Schlossermeister, erfahren in Sront-konftruftlon unb ahnlichen«irbeiten. gesucht Angebote unter H. 42 an die Hanptexpebition b.„Borwärts". Tüchtig« Motoren-Schlosser gesucht. ilHÄÜi* Ausführt. Brwerbnngsschreide!» mit 8eu0tti9bfftrtltfn einzureichen an Utuiotnobllioerf Otto Berget, Schevtedu», Bez. Franisiirt a. O. ZSchilg« Verkäuferin, branchefmtbig. für dauernd« Elctung gesucht Gofdwarenfiibrfk J.Welnstock, G. m. b. ff., Mohrenstr. 16, I. SßSei Sie sie mikM! Wenn Sie etwas suchen, müssen Sie gut sehen können, um th zu finden. Aber was nun, wenn Tie Ihr Augenglas suchen müssen. Dann setzen Sie eben ein anderes auf. Allerdings nützt auch das wenig, wenn sie es so machen wie meine Grobmutfer. Sie pfl-gle ihren Kneifer, den sie an der Schnur trug, stets über die ltnle Schulter zu werfen, wenn sie ihn nicht benutzte. Hatte sie ibn aber aus Leriehen über die rechte geworfen, fo fand sie ihn nicht, trotzdem sie ihre Brille aufsetzte und die ganze Stube absuchte zum Vergnügen von un» Kindern, die darüber lackten, weil e« so komisch aussah. Aber ebenso komisch und lächerlich steht e« aus, wenn man einen sonst ganz vernünstigen Menichen hilflos zu Hanse sitzen steht, nur weil er iein Augenglas im Äcschäit vergessen hat. Er schimvst und ärgert sich und andere, weil er an falscher Stelle i'o sehr gespart hatte, anstatt ein zweites gutes Augenglas anzuschaffen. Manchmal ist allerdings noch ein alte» vorhanden, und man sieht dann diesen Sparsamen die Zeitung lesen, wobei er die Arme so weit ousstreckl, datz man Angst bekommt, er reckt sie sich io sehr aus, dag ihm nachher die Rockärmel zu kurz sind. Lohnt es sich wirklich, heule noch so zu sparen. um sich auch nur zeitweisen Berdrusi und Aerger zu machen? Wie unangenehm ist e». wenn man sein Glas zerbrochen hat, und selbst Optiker Ruhnle. der� doch bekanntlich eine eigene große Brillen- Gläler-�abrik in Rathenow bat, kann eS nicht so- fort ersetzen, weil eben unter den heutigen Ber- bältnissen entweder das SiohglaS fehlt, da» die GlaShüttm au» Kohlenmangel nicht liefern können, oder weil ein anoeres der so bekannten Hindetnisse eingetreten ist. ES wird wohlnurwenige Menschen geben, die kein Hemd anzuziehen haben, weil ibr einziges gerode in der Wäsche ist. Aber das; eS Tausende von Menschen allem in Berlin gibt, die in Verlegenheit kommen, wenn sie ihr AugenglaS zerbrochen oder verlegt haben, das ist sicher. Wie siöreiid und manchmal auch kostspielig aber ist es, wegen eines zu wenig gekauften ÄugenglaieS nicht sehen zu können, nicht seine Atbeit zu rechter Zeit oder mit gewohnter Sorgfalt verrichten oder auch nur die Zeitung nicht seien zu können. Schaffen Sie sich deshalb noch heute ein zweites Augenglas an, vielleicht morgen schon werden Sie es gebrauchen müssen. Aber kaufen Sie sich nun leinen billigen Ersatz, sondern ein gutes, passendes, modernes Augenglas, da» seinen Zweck auch dann noch eifüllen kann, wenn Ihr jetzt im Gebrauch befindliche» den Dienst für immet versagt. Gute«achen sind immer die oilligste» Zwar auch Augengläser sind teurer gewopden. Selbst Optiker Ruhule, der dock gewch prerdwert ist, muff für erneu guten Doublä-Kneiter mit de» modernen gewölbten Punkiorik-Gläiern M. 25.— bis 50.— berechnen. Dafür prüft er aber toficnloS und mit Sorgfalt Ihre Augen und garonttert für alle Fassungen von M. 12.50 an bi« zu» Jahren. Geschäfte der Firma Ruhnle in Gro>z-Beruii: L: Am Alexanderplatz. Am Spittelmarkt. y-: Lew-iger Straffe 113. Friedrichstr. 1v3a. Linkstr. 1. 0: Fsank. funer Allee 14. 5: Kmtbuser Damm 10 lS: N». validenslr. 164, Jnvalidenstr. 1 17. Ehausieestr.<2, Schönhauser Allee 81. Friedrichstr. 106. 8lV: Belle- Nlliancestr. 4, �V: sstiedrtchsir, loü, SO: Ovamen« straffe 44. C h a r l o 1 1 e n b u r g: JoachimSikmlcr Straffe 2, Tauentzienstr. 15. Friedenau: Rhein- straffe 18. Wilmersdorf: Berliner Sir. 132-133. Schön e�erg: Hauptstr.21. Reulplln: Berg« straffe 4. Gestereelch vor öem Zerfall. Tie Shifi« des Staates geht mit Nicsc»tschritten vorwärts. Die wirtschaftliche und politisch« Lage ist vollständig ungeklärt, wird aber austcrordcntlich ernst beurteilt. Tie Konferenz der Rcgicrungöver- tretcr mit den Wiciter Ententrvertrctcra hat, wie die„Telegraphen. Union" erfährt, die Unmöglichkeit klargelegt, dir Staat»- geschäftc unter dcnzeiiigen Berhältnisscn fort. zuführen. Die Neisc Dr. Nenner» nach Pari» dürste die Klärung bringen, die jedoch nicht nur auf wirtschaftlichem i-jcbirt, sonder« auch auf politischem Gebiet erwartet wird. DaS Staats- gefüge hat eine schwere Erschütterung erlitten. Tic Bestrebungen de» Laude» Vorarlberg, sich an die Schweiz anznschlichcn, habe» die volitische Krise nur noch verschärft. In wirtschaftlicher Be- ziehung ist in der nächsten Woche wieder nur die gekürzte Brotquote zu erwarte». Die JUhlcntrise ist geradezu zu einer Katastrophe ge. worden, da abgesehen vo« den»berschlcsischrn Einlaufen au» der Tschecho-Slowatei und au» Polen wur die minimalsten Mengen an Kohlen hier eingetroffen find. Roch einer Depesche an» Bregrnz ist die Anschlußfrage T-orarl» bergs in ein akutes Stadium getreten Wie es heißt, soll dem Landtag ein Antrag unterbreitet werden, die StaatSrrgie- rung auszusordern, dem Lande Vorarlberg daS S r l b st b e st i ftr- »nungSrecht einzoranme» und die nötige« Schritte hierfür in Paris einzuleiten. Sollte die Wiener iHegicrung die» verweigern oder unterlassen, so sei die Landesregierung zu beauftragen, selb- ständig alle Schritte zu unternehme«, um dir EutschliehuligSfreiheit Vorarlberg» bei de» Ententemächten zu bewirken. E» wird sich nun zeigen müssen, wie sich die Regierung diesen Lo»rciß«ngSbc- strebungen Vorarlbergs gegenüber verhalte» wird. Nonarchistische �offaiingcn m Ungarn. Die Räteherrschaft in Budapest hat auf die Gesinnung der ungarischen Bevölkerung einen sehr starke» Einfluß zugunsten de» monarchischen Gedopien» ausgelöst. Nach den wüsten Ausschreitungen der Regierung Aeia Khun» ist dieser Sprung von einem Ezlrem zum anderen erklärlich. Eine Deputation der ungarischen Royali st en Partei unter Führung de» Grasen SommSsich sprach beim Minister« Präsidenten Husmr vor. Graf Sommssich brachte da« Ersuchen vor, daß an dem ungarischen Wappen wieder die Staalskrone an« gebracht werde, und dag bis zur Entscheidung über die SlaatSform Ungar» nicht als Republik, sondern al» ungarischer Staat bezeichnet werde. Der M i n i st e t p.r ä s i d e n t erklärte in seiner Erwiderung, er belenne sich stolz al» Noyalistea. In der Frage der GtaaUsorm werde«ine B o l t S a b st t m in u n g zu entscheiden haben. Er sei dessen sicher, dast eine gewaltige Mehrheit sich hierbei siir das Königtum auSiprcchcu werde. Der Mlnisterpräsident er- suchte schlicgiich die Partei, unter Ausschallung der persönlichen Frage ihr» Tätigkeit fortzusetzen, wobei sie auf sein« sowie auf die ».»ler stüyu>i g der Regierung rechnen könne. „Daily Exvreg" erfährt aus Budapest, daß die Aussicht auf eine etwaige Abrechnung mit den Tschechen und Nunräncn in Ungarn«ine groge Aufregung hervorrufe. Die Möglichkeit würde ein neuer, durch da» Abenreuer dÄnnunzio» verursachter Balkan- kr'-g bilde». Angeblich haben sich in vielen Distrikten dreimal mehr Freiwillige für da» nationale Heer gemeldet, al» Horiy ve» langt halle. Der Haß gegen die Tschechen und Rumänen ist im Ungarn sehr groß. Abreise ösr amenkanistben Delegation. Die„Jnformirtion" meldet au» PariS: Es sind bestimmte An- zeichen vorhanden, daß die amerikanische Abordnung mit dt« In- halt der Noten Elemencrauo an Deutschland nicht einverstanden ist. Die Abordnung, die bei der Abfassung der Noten so gut wie keinen Einfluß gebabt hat, wird trotz der Bemühungen der französischen Regierung, sie in Paris zu halten, endgültig am 6. Dezember nach den Bercruigteu Staaten abreise». Drakonisthe Strafen für Krlegsschulöige. Die Agentur Daria meldet au» Sofia: Der bulgarische Gesetz- eutwlirs über die Aburteilung der für den Krieg der- antw örtlichen Personen ist fertiggestellt und enthält fol- geudc Bestimmungen: Wer an den Borberrltuugen zum Kriege, an der SricgSerklärnag und an der dauernden Wetterführung des Krieges tätigen Auteil genommen hat, wird mit dem Tode und der Beschlagnahm« seine» siimtlichen BrrmögenS bestraft. Hierbei soll eS gleichgültig sein, oh e< sich um da» ehe- waligc Staatsoberhaupt, um Minister oder Herr- s ü h r e r handelt. Diplomaten und bevollmächtigte G t« sandte, welche an dem Abschluß jener Grhrimvcrtrige beteiligt waren, welche zum Kriege sührtcn, sollen mit 1ö Jahren Gr- f ä a g» i» und Konfistatio« drS Bermögen» bestraft werden. Sodraiijemitglieder, Prifckte« und militärische Komman- danten, dir durch Ausübung ihrer Amtspflichten zu« Kriege bei- getragen haben, werden mit Gefängnis von zehn bi» fünfzehn Jahre» bestraft und verlieren ihre Stellung. Tie- selbe Strafe wird gegen jene Personen ausgesprochca, die die Krieg». tage zn Wuchergeschäften ausgenutzt haben. Ueber die Schuldigen wird rin»attoaalrr Gerichtshof urteilen. kleine politische Nachrichten. PostauShelferstreik in Köln. Da» Hilfspersonal de» h'eflgen Post-, Feinsprech- und ScheckcrmtS ist in den Ausstand zetrelerr Die BÄäude werden von deutschen und englischen Polizei- Mannschaften bewackst. Der Ausstand wurde durch Ablehnung der Forderung einer Erhöhung des EinlommcmnS hervorgerufen. Es handelt sich um einen viertägigen P r o t« st sf r« r k. Bvi Wieder» aufnahm« dcS Dienste» soll dw Leistung von Ueberstund�i abae» lehnt werden. Wenn Mittwoch kein« zusagende Antwort mntripst, beginnt der Protestrei! von neuem. Der siebente Sowjetlongreß in Moskau. Die Blätter erfahren, daß auf dein 7. Smojettougroß in Moskau nicht nur die Bolsche- »isten, sondern auch andere politische Gruppen zuge« lassen werden. Alle Parteien, die sich bereit ertlären. für die Verteidigung der Sowjetrepublik elnzütreten. sollen im Kongreß eine berareirde Stimme erhalten. In Betracht kommen die ruf. fische kommunistische Partei, die ukrainische kam- muruslische Partei, d-e Menschewiki, die revolutionären Koni- munisten, die iniernartonalen Seziatisten, di, ukramischerr Links- fazialisten, die ukrainischen Rolbisti, der Bund der Kommunisten usw. Jede dieser Organisationen wird zwei oder drei Mitglieder »um Kongreß entsende». Abbruch des italienischen Generalstreiks. Der Sozialist T r e v« s erklärte anläßlich der Besprechung der Zwischenfälle vom Dienstag in der Kammer, daß der allgemeine Ardeiterbund, di« sozialistische Parteileitung und die sozialistische Kammergruppe de- schlössen hätten, den Generalstreik in ollen Städten Jrallen» am Vittwoch um Mitternacht abzubrechen, Reinhard, Keße! sind Vehmeper als Zeugen. (Schluß au» der?lb endausgab«.) Heber die drei Berichte sagt Oberst Reinhard nicht» Wesent- liches aus. V 0 r f.: Was für einen Eindruck machte der Angeklagte da- mal»? Reinhard: Marloh machte einen aervöscu Eindruck und den Eindruck eines Manne», der das Lkfichl hat, feine Pflicht getan zu- haben. Ich hatte aber auck den Eindruck, daß Marloh zu scharf und unüberlegt gehandelt datle. Ich wunderte mich, daß st ü tz u n g e n eingetrofjcn waren. Ich hatte persönlich die Ueber- zeugung, daß da» Recht zum Waffengcbrauch längst vorlag, und daß bei Widersetzungcn von der Kugel Ge- brauch gemacht werden konnte/ Striegsgerichtsrat Meyer: Haben Sie dem Oderleutnant Kessel gegenüber gesagt, Marloh könne von der Waffe Gebrauch, machen, oder er solle schießen lassen? Reinhard: Ich glaube gesagt zu habe», er solle schiesjen lassen. Meyer: Unter Erschießen versteht man im a llg e- meinen doch an die Wand stellen? Reinyard: Es ist möglich, daß ich so etwas gesagt habe. Meyer: Haben Sie zu Kessel gesagt, der Marloh ist schlapp. Re in- h a r d: Ich giänbe Kessel gefragt zu haben: Ist das auch eine energische Persönlichkeit? Ter Befehl, Marloh zu be- stellen, er sei schlapp, ist von mir nicht gegeben worden, denn das wäre eine Kränkung gewesen. Äon der Flucht MarlohS und der Aushändigung von bOOO M. weiß ich nicht». R.-A. G r ü n s p a ch: Hatten Sie bei der Vernehmung deS Oberleutnant Marloh durch -iotaatsanwalt Weismann den Eindruck der Ungleubhaftiglrit de« Angeklagten? Reinhard(zögernd): Darauf kann ich so nicht antworten. Marloh war damals stutzig und befangen, aber den Eindruck eineS L ü g n e r s mächte er nicht. R.-K. Grünspach: Wissen Sie, daß bei der Vernehmung durch Staatsanwalt Weis- mann Oberleutnant Marloh gesagt hat: Es ist zwar eine Lumperei, aber ich tue c3 im Jutsresse dcs Staates? Habest Sie ihn dar- auf zur Rede gestellt oser haben Sie ihn beruhigt? Reinhard: Marloh war so komisch an dem Tage, aber ich hatte keinen Grund, ihn zu rügen. Rechtsanw. Grünspach bittet, ein Schriftstück zu verlesen, aus dem hervorgeht, daß Oberst Reinhard seine Anordnungen stet» al3 Befehl angesehen hat. Bert. RechrLanw. Kikath: Herr Oberst, haben sie eine Abschrift des ersten Berichtes in Hän- den gehabt? Reinhard: Ich habe einen Bericht in Händen ge- habt, von dem ich nicht weiß, wer ihn gemacht hat. Rechtsanw. Kikath: Herr Oberst, halten Sie Oberleutnant Marloh nicht für fähig, eine klaren Bericht selbständig aufzusehen? Die S a ch d c r- ständigen haben doch gestern hier auZgesagt, daß Marlohs Intelligenz über dem Durchschnitt steht. Reinhard: Nicht jeder Offizier ist Jurist, der unstande ist, einen Bericht anzuserligen, der einem Gericht standhalten kann. SicchtSanw. Kikath: Also geben Sie zu, daß dieser Bericht schon damals juristisch verwerte: werden sollte. Ich bitte darum um Aufklärung. Zeuge: Ich habe den Eindruck, daß hier jemand auf Aktendiebstahl und ähnliches festgelegt werden soll. Vors.: Es liegt mir ein Bericht vor, in dem Staatsanwalt Weitzmann lagt, daß Marloh ihn gebeten habe, ihm bei der Abfassung des Berichtes zu helfen, da er zu auf- geregt sei. Angekl. Marloh: Ich war Kraar erschöpft, ich habe aber den ersten Bericht wahrhcirsgemätz angefertigt und ich bin zum Staatsanwalt Weißmann nur auf Wunsch voist Oberleutnant v. Kessel gegangen.(Sehr erregt:) Ich lüge nicht. Vors-p Sie haben aber wiederholt in dem Bcrsahren die Wahrheit nicht gesagt. Angekl.: Nur im Interesse dcS Vaterland«» habe ich micki verpflichtet gefühlt, die Wahrheit nicht zu sagen. Rechtsanw. G r ü n s p a ch: Oberleutnant Marloh ist von Oberleutnant v. Kessel intensiv bearbeitet worden, die Wahr- heit nicht zu sägen, da» werden wir beweisen. Da kann man doch nicht behaupten, daß der Angeklagte lügenhaft ist. Rechtsanw. Kikath: Wie kommt e». daß in dem Bericht kein Wort davon enthalten ist, daß Oberleutnant Marloh einen Befehl seiner vorgesetzten Dienststelle erhalten hatte? Zeug«: Es hau- belle sich nicht um einen Befehl, sondern mehr um eine Gefechts- anleitung, wenn ich mich so ausdrücken darf. RechtKanw. Grünspach: Herr Oberst, leiben Sie auf den Bericht irgend- welchen Einfluß ausgeübt? Zeug«: Nein. Rechtsanw. Grünspach: Ich stell« den Antrag, Oberst Reinhard als S a ch v e r st ä n d i g e n darüber zü vernehmen, daß ein Offizier in der Lage, wie sie Marlohs damals erschien— nämlich beginnende Meuterei, drohender Angriff, und wenn dem Offizier ferner Befehle seiner Vorgesetzten vorliegen, d« ihm sagen: »Geh energisch vor, und wenn Du 120 Mann erschießt' oder„Der beste Schutz ist die Kugel'— gar nicht anders handeln kann. Kriegs- gcrichtSrat Meyer: Ich bitte, die Beschlußfassung über diesen?ln. trag auszusetzen, bis mehrere Z engen hierzu vernommen sind. Außerdem hatte ich ein Militärgericht für genügend sachverständig, eine solche Frage selbst zu entscheiden. Rechtsanw. Grünspaw: Ich kann nicht anerkeunen. daß jeder in einem Kriegsgericht Sitzende auch eine Gefechtslage richtig beurteilen kann. Krieg»- aerichtSrat Meyer: Ich bitte aber, dann nicht einen Herrn als Sachverständigen zu vernehmen, der hier stark beteiligt ist. He«ptmana v. Kefjel: Der Vorsitzende macht ihn zunächst darauf aufmerksam, daß er die Beantwortung von Fragen, durch die er sich selbst der Schuld bezichtigt, ablehnen könne. Vors.: Wir kennen die Befehl« des Oberst Reinhard. Wollen Sie uns bitte Aufschluß geben, woher Ihnen die Mitteilung der be> absichtigten Lohnauszahlung in der Französischen Straße zugegangen war? Zeuge: Ich erhielt die Meldung sowohl vom Korps Lüttwitz, als auch vom Kriminaloberwachtmeister Kirchbaum vom Berliner Polizeipräsidium. Ich dachte.zuerst, daß eS sich um eine unrecktmäßig« Auszahlung von Lohn handele. Vors.: Haben Sie dem Angeklagten besondere Instruktionen gegeben? Zeuge: Nein, ich war überhaupt bi» zum nächsten Por- Mittag abwciend. Vors.: Wanu�erhielten Sie die ersten Noch- ricksiru über die Vorgänge in der Französischen Straße? Zeug c. Ich kam gegen'Ali Uhr ins Kriminalgericht unid sah dort in der Ankunft de» ersten deutscheu Schiffes im Londoner Hafen. Da» erste deutsche Schiff, da« nach Äriegsbeginn unter deutscherFlagge im Hafen von London augÄommen ist und dort geladen wurde, ist die Jessica aus Haniburg. Die Besatzung durfte nicht än Land gehen und der Bericht der Ladung wurde geheimgehalten. Das Publikum war nicht unterrichtet, Es werden noch andere deutsche Schiffe erwartet. Rategeguer. Die Beamten-tmd Diener-der Nationalversammlung in Wie n lehuten mit Ausnahme von drei Bemmen und einem Diener die Vornahme von Wahlen zum Arbeiterrat ab. Säulenhalle Oberst Reinhard und Leutnant Schröter in crregiemr Gespräch. Im Vorbeigehen hörte ich auch das Wort Französische Straße fallen. Ich bin aber nicht he rang«Fangen, weil ich nicht orientiert toar. Nach ein paar Minuten kam dann Oberst Reinhard zu mir hinauf. Vors.: Was oerfandvlte Oberst Reirehai» mit Ihnen? Zeuge: Er besprach mit mir die Lage und gab mir allgemeine Anweisungen. Vors.: Was sagte er Ihnen genau? Zeuge: Die wörtliche Wiedergabe ist mir nach acht Monaten nicht mehr inögtich. Oberst fllciuhurd äußerte sich sehr erregt über die V. M. D., gegen die wir jetzt schon zum dritten Male kämpften. Er sprach sehr scharf davon, daß der Kommandeur der V. M. D. schon zum dritten Maie der Regierung das Wort gebrochen häUa. Vors.: Und was war das Ergebnis Ihrer Unterredung? Zeuge: DaS Ergebnis war folgendes: Oberst Reinhard äußerte sich daß eigentlich bi« ganze Gesellschaft au die Wand gehört«, sagte aber soforb unter Hinweis auf die Befehle vcm L ü t t w i tz und Nöpke, daß»ach diesen Befehlen streng gehandelt werden müsse. Zeuge Leutnant Wehmrier teilt mit, daß der fragliche Defehl folgendermaßen gelautet Hobe: Nehmen Sie sich ein Auto, fahren Sie fort und bestellen Sie Marloh, daß Oberst Reinhard sehr wütend sei, weil er ergen Lllll Gefangeu« zu schlapp sich verhalte; von der Waffe müsse aus- giebig Gebrauch gemacht werden und wenn löl) erschossen würden. Alle?, wo» er erschieße» könne, solle er erschießen, ha die Unter- stützuug noch länger auf sich warten lassen würde. Oberst Nein- Harb wisse auch gar nicht, wo er mit den ganzen Leuten hin solle. Zeuge hat dann gegen IL Uhr diesen Befehl Marloh überbracht, der darüber sehr erregt war und die Aeußerung machte: Du bist wohl verrücktl Zeuge hat den Auftrag als unbedingten Befehl, dem zu gehorche» sei. aufgefaßt. Ter Bericht, den Marloh mit Staatsanwalt Zumbroich zusammen abfaßte, war nach dem Zeugen lediglich hisiorifche Wahrheit. Der von Kessel vorher überreichte Bericht ist dem Zeugen in die Feder diktiert worden. Roch einigen Tagen wurden alle diese Berichte wieder abgeholt. �Als Gründe der Abänderung hat ihm Marloh später gesagt, er� dürfe nicht in dem Bericht ertvähnen, daß die ihm überbrachten Befehle von seinen direkten Vorgesetzten kämen. Von dem dritten Bericht weiß der Zeuge nichts. Marloh sagte nur zu ihm später: Jetzt endlich haben sie Kc Sache im Lot. lieber die Flucht Marlohs bekundet er, daß er von Oberleutnant v. Kessel dazu fortgesetzt gedrängt worden sei. Marloh habe sich deswegen schon selbst in Schayhaft nehmen lassen wollen. Auf Veranlassung von Kessel hat der Pfarrer Rumo seinem Neffen Marloh bann vorgehalten, es sei seine vaterländische Pflicht, zu verschwinden, denn der Prozeß würde riesigen Staub aufwirbeln; Noske, Reinhard usw. könnten sich dann kaum halten und damit würde die Negierung hinfällig. Pfarrer Rump ließ sich darauf zweimal das Ehrenwort von Marloh geben, daß er nicht fliehen, sondern nur aus Berlin verschwinden werde. Der Zeuge schrieb für Marloh dann die Papiere aus, die Kessel unterschrieb. Sie wurden dem Angeklagten mit 5000 Mark ausgehändigt und Marloh fuhr darauf ab.— Vorsitzender: Ist gesagt worden, welche Bor- gesetzten dahinter steckten?— Zpugc: Nein. Von Kessel sagte nur lediglich: Die Herren sind vor Freude hochgesprungen, daß Marloh gegangen ist. Wer das aber war, weiß ich nicht.— Auf Befragen des Anklagevertreters bestätigt Zeuge, daß er der Auffassung ge- Wesen, daß die Erschießung unbedingt vorgenommen werden mußte.— Der Anklagevertreter hält ihm bor, daß die» aus dem Wortlaut de» Befehls nicht zu entnehmen sei.— R.-A. Grünspach erhebt gegen solche suggestive Fragen Einspruch.— R.-A. Kikart: Sie glaubten also, daß die Tendenz des Kessel sckcn Befehls war, möglichst viele unschädlich zu machen? — Zeuge: Jawohl.-4- R.-A. Grünspach bringt nun die Sprache auf eine Unterredung»wischen Pfarrer Rump und General von Oertzen, wobei auch der Zeuge zugegen war. Kessel äußerte sich: Der Befehl ist gegeben worden, deswegen kann ihm nichts passieren. Es handelte sich nur um die Auswahl der Leute. Menschlich sei dir Tat zu loben, aber jurfftisch sei damit nicht» an- zufangen. Der nächste Zeug« ist der Erste Staatsanwalt Weißmann. Er erklärt, in welcher Weise er an der Verfassung der Bericht? be- teiligt war. Er habe sich dazu bereit erklärt, und zwar lediglich aus Gefälligkeit dem Oberst Reinhard gegenüber, den er a'Z Retter von Berlin schätze. Au? Marloh sei nicht viel herauszuholen ge- wesen;«r sei ganz verstört und verworren gewesen. Der Zeuge besinnt sich auf folgenden Vorgang ganz genau: Marloh habe vor dem Oberst Reinhard stramm stehend immer wieder erklärt: Herr Oberst, wenn ich nicht so gehandelt hätte, wie ick es getan, darin hätten Sie keinen Ihrer Leute wiedergescben. Was Marloh er- zählte, bat der Zeug- dann nach bestem Wissen zu Papier gebracht Er wie Reinhard hätten die bestimmte Empfindung gehabt, daß Marloh ick einer Art Notwehr gehandelt zu haben glaubte. Aul einen besonderen Befehl hat Marloh sich nicht berufen.— Dm einri itffch: ste Zeuge, StaatSanwalti Zumbroich, Wirtsihast. Ter Kapitalbedarf hex Industrie. 23« park di« Kapitalaufnahme durch die Bedürfnisse der In- dustri« geworden ist, zeigt eine von der Bankfirma Stenger, Hoff- erklärt u. a., daß er sich bei dem langen Zurückliegen der ganzen Vorgänge nicht eidlich überall festlegen möchte. Er bestätigt nur, Iva» Oberst eRinbard gesagt hat. Marloh hat sich immer auf ve. fehle berufen, und zwar von' Noske, Lüttwitz und Reinhard. Da- malS bat der Zeuge schon die bestimmte Ansicht geäußert, daß Marloh durch diese Aef-chle völlig gedeckt sei und man seiner Person wegen außer Besorgnis sein könnte. Die nächsten Zangen, Hauptmann v. Skeuben und Leutnant Schröder, bekunden im wesentlichen, daß Oberst Reinhard keinen direkten Befehl, sondern nur allgemeine Anweisung gegeben habe. Zuletzt kommt eS noch zu einem scharfen Zusammenstoß zwischen dem Verteidiger Grünspach und dem Anklagevertreter. ES entspinnt sich eine lebhafte Kontroverse zwischen Oberleutnant v. Kessel und dem Verteidiger, welcher der Anklagevertreter schließlich scharf ein Ende zu machen sucht. R.»A. Grünspach verbittet sick ebenso scharf jede Kritik seines Vorgehens. Im Zuhörerraum ertönt dazu lautes Bravo. Freitag Weilerverhandlung. mann«. Co. veröffentlichtr Aufstellung. Danach sind im Monat November rund nominal I04ö Millionen Mark neue Aktien vcrgeschlaMu oder beschlassen worden, ein Betrag, der selbst- nerständlico nicht da» volle Ausmaß des industriellen Kapitalbe- darfS darstellt, weil er nur die Nominalsumme angibt. Der ausmachende Betrag dürfte veruiutlich um mindestens 150 Millionen DXirk höher fein, weil das KiirSaufgeld in zahlreichen Fällen sehr erheblich ist. Im ganzen Jahre lglL. einem Jahr« starker Kapitalaufnahme, betrug das von Aktiengesellschaften angeforderte Aktienkapital nur VkV Millionen Mark nominal. Zu der Summe sind ferner siir November binzuzurechnett etwa 200 Millionen Mark industrielle Obligationen, so daß insgesamt mft beinahe l'A Milliarde Mar! industriellem Geldbedarf allein für«inen Monat zu rechnen gewesen wäre. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, daß in der Novemberziffer die starke KopitalSerhöhimg des Anilin- konzern» mit rund 600 Millionen Marl inbegriffen ist, eine Summe,' die sich in den nächsten Monaten voraussichtlich kaum wiederholen dürfte. Unabhängiger partsiteg. Fiir und gegen MoSknn.— Fritz Adler, der Opportunist. Das Aktionsprogramm. (Schlutz aus der NbendauSgabe.) Hilfcrding setzt«ich mit dem Betschcwisuiius noch auseinander. Der TcrrorismuS, wie er in Moskau inszeniert worden sei, sei ua- ftttfich und widerspreche dem Geist der Menschlichkeit.(Unruhe und Zurufe.) Unschuldige Menschen seien verantwortlich gemacht und sogar getötet worden. Das hat die russische Kriegs- führung getan und dagegen haben wir uns aufgebäumt, weil es im Widerspruch mit der Menschlichkeit steht.(Zustimmung.)&s gibt allerdings Leute, die meinen, datz der Marxismus einen sol- chen Standpunkt erlaube. Das ist durchaus falsch, das ist nicht MchrziSmuS, dos ist Bismarck, die Blut- und Ersenpolitik. Ter Tcrrorismus ist erwas absolut Unsittliches. Die Bolschewiften brauchen die Weltrevolution. Sie haben nur das Interesse, uns zu ihrem Werkzeug zu machen. (Großer Lärm.) lZch muß die Partei warnen, sich von den Bolschewiften ins Schlepptau nehmen zn lassen.(Erneuter Lärm.) Ununterbrochen wird dann verlangt werden, daß wir uns den Be- schlüssen von Zlkoskau unterwerfen müssen. Wir können uns nicht einer Organisation anschließen, bei der wir wenig zu sagen haben. Wenn wir den Anschluß cn, Moskau beschließen, dann wärp es ein Triumph der deutschen Kommunisten, die nichts weniger wünschen und erwarten.(Zurufe links und Unruhe.) Die deutschen Kam- trainisteu sind cun E u d e.(Höhnende Zurufe von der Tribüne.) Wenn die Kommunisten sich stark fühlten, dann würden sie gegen uns ebenso ablehnend sein, wie sie es bisher waren; weil dies nicht der Fall ist, darum umwerben sie uns und machen uns heimlich Versprechungen, daß ifi',5 in dem Moskauer Bureau cru Sitz eiugeräunA werde. Die Frage, ob wir nach Genf gehen sollen, ist für mich nicht eine entscheidende Frage, sondern ouic tattische. (Unruhe und Zurufe.) Ich bin grgcn jede Abstincnzpolttik. Wir können in Genf Abrechnung halten.(Zurufe.) Von dem Ergebnis können wir unsere Stellungnahme abhangig machen. Der Anschluß an Moskau wäre verfehlt, well er unsere Selbständigkeit aufhebt und und restlos den Bolfchcwisten ausliefert. Wir müssen den Aufbau einer Internationale betreiben, die uns nicht ausschließt von den westeuropäischen Aribeitermassen, aber auch nicht von den heroisch kämpfenden Proletariern des Ostens.(Lebhaste Zustim- mung.) Strecker tritt entschieden für den Anschluß an die Moskauer Jnteruatioitale ein. Er verlangt eine Hare und schkrfe Abjage an die zweite Internationale und wendet sich sehr scharf gegen Kautsky. Er meint, daß die Moskauer Beschlüsse nicht die Unabhängigen für den Bürgerkrieg festlegen werden. Gewalt werde nur angewendet als Gegenmaßregel. Die Parte, werde sich weder für noch gegen den Bürgerkrieg festlegen lassen. Der Terrorismus sei von scher ein Wittel der Reaktion gewesen, und es sei die Schwäche der Re- volution gewesen, daß sie sich an die Gesetze der Menschlichkeit ge- bundcn hätte.(?!) Die Reaktion habe Taufende von terroristl- scheu Opfern aufzuweisen. Er erinnere an die Tätigkeit der Weiß- gardistei!, an die Revolutionsopfer in Berkin, München und Buda- pest, an die reaktionäre Pogromhetze in der Ukraine. Der Redner legt der Versammlung eine Entschließung vor, die mit unterzeichnet ist von Braß, Koencn, Kurt Rosen seid und Toni Sender, in der der Anschluß an Moskau verlangt wird. Die Entschließung fordert den Bruch mit den sozialistisch-imperialistischen Elementen, die das Vaterland über die sozialistische Internationale stellten. Bei Beginn der Rachmittagksitzung bringt Vorsitzender Lipinski einen Artikel des unabhängigen „Gokhaer Vollsblatt" zur Spräche, in dem ein Teilnehmer über das Austreten Friedrich Adlers auf den, Parieitag schreibt. daß, wenn ein deutscher Delegierter eine solche opportunistische Rod? gehalten hätte, die direkt einem Verrat der Revolution gleiche, so hätte uian ihn vom Podium heruntergeholt. Das Präsidium habe aber nichts Eiligeres zu tun gehabt, als Adler auch noch auf ein größeres Publikum loszulassen, und ihn in einer großen Volks- Versammlung sprechen zu lassen.(Große Unnilst.) Lipinski bemerkt dazu: Es widerspricht der Gastfreundschaft, wenn ein Mit- glicd des Partettages einen Gast des Parteitages derartig her- intterreißt.(Leb haue Zustimmung und Rufe: Unerhört!) Geithn er- Gotha erkltrt dazu, daß der Artkiel sich gegen die Stimmungsmache mit der Person Adlers richte.(Große Unruhe und Gelächter.) Es wird dann der Versammlung daS Aktionsprogramm, zur Beschlußfassung vorgelegt. Die entfcheidende» Puntte davin lauten:»..., Die Diktatur des Proletariats ist ein revolutionäres Mute! zur Erringung der sozialen Demokratie. Die Organisation der sozialistischen Gesellschaft erfolgt nach dem Rätesystem. Um dieses Ziel zu emichen, bedient sich die Unabhängige Sozial. demokratie planmäßig und systematisch gemeinsam mit den revo- lutionäre» Gewerkschaften und den proletarischen Räteorggnen aller politischen, parlamentarischen und wirtschaftlichen stampf- mittel. Das vornehmste und entsckeidcnde Kampfmittel ist die Aktion der Masse. Die U. S. P. verwirft gewaltsames Borgehen einzelner Gruppen und Personen. Die Entschließung wurde einstimmig unter stürmischem Beifall angenommen. ES wird dann die Besprechung der Stellmignghme zur Jnter- nationale fortgesetzt. Lcdebour verbreitet sich mehrere Stunden über alles Mögliche. Mit Hilferding will er nicht in einen Topf geworfen werden. Hilferding wolle die alte Internationale wieder auf- wärmen. Lebhaft beklagt er sich dann über die Angriffe der Kom- munisten und der Moskauer Internationale. Als er die Angriffe Lenins aus Kautsky, gelesen habe, habe er das Gefühl der Uebel- keit gehabt. Jeder Satz sei ein Kübel Unrat. Jrr wisse nicht, ob er mit Kautsky immer in einer Partei zusammen w'in werde, aber er tverde immer Achtung vor Kautsky als Cha- rakter und Sozialist haben.— Ledebour fordert eine gemeinsame Konforenz, auf der die Unabhängige Partei gleichberechtigt sei. Das sei allein die Haltung, die sich mit der Ehre der Partei der- trage.(Zufru: Prinzipien-, nicht Ehrensragc!) Er empfiehlt eine Resolution, in der eine Absage an die sogenannte zweite Internationale gefordert wird, ferner wird lebhaftes Bedauern über die Gründung der kommunistischen Internationale ansge- sprochen, die unter Bruch der Zimmerwalder Abmachungen hinter dem Rücken und ohne Zuziehung der U S. P. erfolgt sei. Ter Parteitag solle beauftragt werden, für die Zusammenberufung einer Konferenz aller zur Rätcorganisation und zur Diktatur des Prole tariats sich bekennenden sozialistischen Organe einschließlich inSbe� sondere der kommunistischen Internationale, unverzüglich Schritte einzuleiten. Weiterbcratung Freitag. SWeifrWsbWMng Strmk der Postaushelfer in Köln. In Köln sind, einer Privatmcldung des„BorwmtS� zufolge, am gestrigen DonnerStagvormitiag die bei dem Telegraphenamt. Postscheckamt und Fernamt beschäftigten männlichen und weiblichen Aushelier in Streik getreten, angeblich weil die von ihnen geforderte Lohnerhöhung abgelehnt wurde. Die britische Behörde gestattet zwar den Streik, duldet aber keine Bedrohung der Arbeitswilligen. Ende deS Kampfes im Clberfelder Gastwirtsgewerbc. Nach vierwöchiger Dauer ist der Kamps im Elberfelder Gast» wirtSgewerbe durch Schiedsspruch beendet. Daß es im Gastwirts' gewerbe möglich ist, einen Kampf von vierwöchiger Dauer zu führen, hat auch erst die große Umwälzung mit sich gebracht. Un» mittelbar nach der Revolution strömten die Massen der gastwirt- schafilicken Angestellren ihrer Organisation dem Perband der GastwirtSgebilfen, in hellen Haufen zu— die Lohnkämpfe waren kurz und siegreich! Das ist ander? geworden: auch die gastwirt- schastlichen Unternehmer haben ihre Organisation ausgebaut und suchen nun die im ersten Ansturm von den Gehilfen eroberten Posi- tionen zurückzilgewinne»; in Elberfeld-Barmen handelte es sich letzten Endes um Wiedereinführung des Trinkgeld- s y st e m S; doch wurde dank der Geschlossenheit der Gehilfen- schaft der energisch und mit allen Mirteln geführte Gegen- angriff her Unternehmer abgeschlagen.— Und wenn auch sonst keine nennenswerten Verbeffenmgen bei dem zähen Ringen herausgekommen sind, die eine Lehre ist den gastwirtichaftlichen Angestellten doch mit aller Deutlichkeit vor Augen geführt worden, daß nämlich ihnen vor allen Dttrgen not- tut: D r e Einheitsorganisation auf freigewerk- schafklicher Grundlag«. Die Forderung anf Besoitiguug deS Kost-, und LogiSsyfiemS im Gvstwirtsgclverbe wuxde bei Ven bisher im Jahre lvIS geMbrten zahlreichen Kämpfen mit Rücksicht auf die schwierigen VerpflegüngS» und namentlich Wohnungsverhältnisie vom Verband der Gastioirls« gchilfeu nicht erhoben; nachdem aber die Herren Ur.tenrebmer diese? Entgegenkommen der OrganisationSleiiung mit brutalstem Terrorismus beantwortet und selbst daS weibliche Hilfspersonal im wahrsten Sinne des Wortes.auf die Straße gesetzt" hatten, schreibt nunmehr»Der Gastwirlsgebtlte", daß bei Wiederkehr solcher Vor- kommnrsse die Forderung:»Fort mit dem Kost- und Logiswesen" an erster Stelle stehen und durchgeführt werden müsse. Zum Ailgcpclltcnssreik bei der bekannten Wochenschrift„Vrrlincr Hauösrau", worüber wir in uiiserer Soiintagsnummer berichteten, wird uns noch folgendes mitgeteilt: Die Firma bringt erneut tu einem Schreiben an den Angrstelltcnausfchuß zum Ausdiuck, daß sie den jetzt zwischen den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden abgeschlossenen Tarif nicht onerkeniten will. Der bisherige Tarif würde in Geltung bleiben können, wenn die Angestellten den Kampf aufgäben. Hausfrauen! Jede Erhöhung de« Abonnements. Preises hckbt Ihr bis jetzt willig getragen in dem Glauben, daß die Gründe hierfür die Erhöhung der Gehälter und Löhne rechtfertigten. Wie sieht es nun aber in Wirklichkeit aus l Der neue, den Erfordernissen des Lebens Nccknung tragende Tarii wird abaelehnt und die Angestellten tverdon daher in den Streik ge- zäsflngen. Auch dem techmiche» Personal droht die Firma mit Ver- kürzung der Arbeitszeit und der Verringerung des Lohnes unter der Maske des ArbeilSmangel«. Die Firma bringt aber durch ihr Verhalten allein nur diesen ArbcitSmangcl hervor. Leserinnen der .Berliner Hausfrau", unterstützt den Kamps der Angestellten um eine menschenwürdige Existenz. Der ZeatralverSand der Aagestellten, Ortsgruppe Groß- Berlin, teilt mit: Für Sonntag, den 7. Dezember, wird von der OrtSvereitiigung Gxoß-Berlin für Angestellteii-Heimstätten eine Persammlung nach dem ZirkuS Busch einberufen. Unier den in der Ortsveteintgung zusammengefaßten Orgaitisaiionen ist auch der Zentralverband der Angestellten genannt. Wir ertlären hierdurch, daß ww unser Einverständnis dazu nicht gegeben haben und bei dem Vorstand der Ortsveremiguug Verwahrung gegen die miß« bräuchliche Benutzung unseres Namens eingelegt haben. �Beweislose Vchltuptungen. Zu der unter obiger Ueberschrift veröffentlichten Notiz deS ZentratvcrbandeS der Angestellten in der Abendausgabe vom Sonnobeiid. den 29. November, exbalten wir vom Angeitelllenverband der Putz- und Modeinduürie, Sitz Berlin, folgende Entgegnung: Es entspricht nicht den Talsachen, daß in einer am 26. November d. I. stattget'undenen vffenilichen Verianrm» lung der Angestellten der Putz-Eichros-Branche, der Generalielretär des AngestellienverbandcS der Putz- und Modeinduittie Herr Salz- wedcl erklärt haben soll, daß von seiner Seite der Zentralverband der Angestellten aufgefordert worden ist, mir ihm zusammen über einen neuen Tart'verlrag zu verbandeln. Es konnte und brauchte dies auch nicht zu geschehen, dck zwischen beiden Verbänden keinerlei Abmachung besteht, die die eine oder andere Parier zur Erfüllung dieser Bedingung verpflichtet. Ebenso ist es unrichrig, daß der Angestelltenverband der Putz« und Modeindustrie den Zentralverband der Angestellten nicht von der Einreichung der Forderung von prozeniualen Zuia lägen iTeucrungSzulagen) auf die ollen Gehälter, so zeitig in Kenntnis gesetzt bar, daß es dem Zentralverband der Angestellten nicht mög- lich gewesen wäre, sich dieser Forderung anzuschließen und vor dem Schlichtungsauösckuß mit zu verriete». Es kann also nicht dem Angestelltenverband der Putz- und Modeindustrie ein Vorwurf gemacht werden, wenn die Angestellten der Branche noch nicht im Besitze' einer �Teuerungszulage sind, ton- der» lediglich dem Zentralverband der Angestellten, der aus rein agiiatoliichen Gründen heraus die Teilnahme an diesen Verhernd- lungen ablehnte. Herr Max Kriimmrei ersucht uns um Aufnahme folgender Zuschritt: Es entspricht nickt den Talsachen, wenn in der Abendausgabe Nr. 616 deS.VoiwärtS" betont wird, in den Kreisen der revolurio- nären Räleanhänger deS Buch- und Steindruckereihrlfsarbeiterver- bandss beginne man, verdienstvolle Angestellte zu beseitigen, um sie durch.klassenbewußte" Arbeiter zurrsetzen. Die beiden Ängestellien, von Venen nur die Rede sein kann, haben selbst ihren Posten ver- lasten. Die neugewählten Ängestellten. die allerdings aus dem Boden des revolutionären Räreiystems stehen, vereinigten 2756 reip. 2654 Stimmen auf ihre Namen gegenüber LL4 resp. 551 Stimmen der Anhänger der Arbeilsge'.neinschasten. Wenn ferner darauf hin« gewiesen wird, daß ich jede Tarifpolitik im Sinne der AröeitSye- meinschaflen ablehne, fo stimmt da?. Bemerken möchte ick jedoch, daß in der Frage des RerchsrarrfeS das Gros der Berliner Kollegen« ichatt auf eineni ablehnenden Staudpunkr steht, desgleichen auch ver geiamte Vocsianvi Unzutreffend ist auck, daß ich mich von den Untentehmern für die wrchnge Arbeit des Granatendrehcns rckla- mieren ließ. Da ich vom Heere als dienstuntauglich entlassen würde, hatte ich nicht nölig. mich reklamieren zu lassen. Im übrigen war eS der Wille der Mehrheit, der bisher rn jeder Frage die Eni- scheidung brachte.* Herr Krummrei legt noch Wert auf die Feststellung, daß er nicht der U. S. P., sondern der K. P. D. angehört. Dazu bemerkt unter Gewährsmann: Die Lerichligung deS Herrn Krummrei rennt offene Türen ein. Wir hatten geschrieben....einer ihrer eifrigsten Wortiührer, der Unabhängige... Herr Krummrei fordert fortgeietzt auf. jede Tarif- poliri! mir den Umernehmern abzulehnen..." Herr Krummrei be- lehrt uns, daß er nicht Mitglied der U. S. P. ist, sondern Kom» mupist. Ferner.berichtigt" er. daß er.jede Tprifpolitik im Sinne der ArbeitSgeineiiischafl" ablehnt. Auch gegen die.wichtige Arbeit" des Gratiaiendrehens" wendet sich die.Berichtigung". Warum jagt Herr Krummrei nicht, welche Tätigkeit er,— der doch Buchdruckeret- Hilfsarbeiter ist,— in den Spandauer HeereSwerkstäiten ausgeübt bat? Eins zu erwähnen bat die.Berichtigung" vergessen Wie lange Herr ji» ummrei überhaupt schon politisch organisiert rst? Sollt- der Herr die Mitglieder, die S P. D. sind, weiterhin außerhalb des Statuts stellen wollen, werden wir uns diesen GralShüter der RSieherrschaft noch etwas genauer ansehen. S. P. T.-jsuüktionäre deS Tiemenskonzerns und Metatla.better- VertraucnSleutc werden dringend ersucht, am Sounabend, 6. Dezember, nachmittags 2'/, Uhr, im Lokal»Zur Schleuse", am Bahnhof Jungicru- Heide, zu erscheinen. Zeniralverbaiid der Angestellte». Fachgruppe 17(Mehl) Per- lammlung: Sonnabend, den 6. Dezember, abends 71/, Uhr in der»Bier« glocke". Belle-Miaticcftr. 106. Iugenüveranstaltungen« Ttegliü.Friedcnau. Erster etlernabend am Sonnabend, den 6. Dez., im tieinen Saal des Schloßpark. Schloßllr. 4S. U. a Rezitationen. Klavier- und GesonzSvoiträge. Karten zum Preise von 1,15 M. in der.vorwärls"- Speditioii. Friedenau, Rönncbcrgslrcße. und bei den Fiuilttonä: en der Wahlve.cüie Friedenau und Slegliy erhältlich. Marieudorf. Lugcridheim, Gcsangsaai deS LyzeumS in der Rwg- straße: Mädchenabend. Verant». wr den redattivn. Teil: Artor gicklce, Ch-rlottenburgt für 94'icwii; Th. Glocke, Berlin. Bcrlog: Vorwärto-Berlag S. m. b. ch.. Berlin. Dr,a: Bar- warW-Buchdruckerei u. Beilaasauitali Paul»inger a. Co. Berlin, Sui eniie. 3. Hierzu 1 Beilage.