Nr. 212. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummter 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die. fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 12. September 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Von deutschen Adels Ehre. republik geworden. Um diese Zeit war der freie Bauer in ihr Kloster, und die Aebtissin ließ ihnen durch einen Ostholstein schier ganz verschwunden; was auf den Hufen, laufenden Boten anzeigen, daß sie nicht mehr als alle Die ehrsamben Junker sind nach ihrer eigenen Meinung in den Dörfern saß, waren Hörige, Unterthanen Monate drei Tage dem Ranzow zu dienen hätten. Dies das Rückgrat des preußischen Staates; fie sollen auch die der adeligen Gutsherren oder reicher reicher Klöster. Nun erfuhr der Junker. Und nun wurde er wild, setzte sich hin Edelsten und Besten der Nation sein. Da der Mensch erst begann das Bauernlegen. Es vollzog sich in der- und schrieb an das Kloster einen Brief, der heute noch erbeim Herrn Von anfängt, haben sie, und nur sie allein, selben Weise, wie in den anderen östlichen Provinzen des halten ist. Der Schreiber tabelt erst die Aebtissin, daß sie die Schlachten der letzten Jahrhunderte geschlagen, und mit Reiches. Nur eines hatten die holsteinischen Junker vor die Bauern über die Höhe ihrer Verpflichtung belehrt ihrem blauen edelen Blute die famose Herrlichkeit zusammen aus. In anderen Gegenden bestand nicht der Unterschied und sie gegen ihn aufgehegt habe; dann verlangt getittet, welche man das Reich nennt. Darum müssen sie in der Größe der Hufen wie in Holstein zwischen Holländer er, daß die Leute 40 Tage Dienste nicht einzeln im Jahre, geschützt werden. Darum müssen ihnen recht viel Rechte und Landhufen. Von dieser Thatsache profitirte der Adel sondern hintereinander während der Ernte leisten sollen. zugewogen, aber möglichst wenig Pflichten aufgehalft werden. ungeheuer. Schon in der zweiten Hälfte des dreizehnten Letzteres muß von jetzt ab geschehen,„ dieweilen Darum muß das ganze Streben der Volksgemeinschaft Jahrhunderts begann er die großen Holländer- Hufen in ich andere meyner leute ab- oder wüste dahin gehen, diese höchste Blüthe der Nation zu er- fleine Grafenbufen zu verwandeln. Das überschüssige Land gelegt und mir auf deren von Kukoledienst halten in all ihrer Reinheit und Schöne. Der Junker fühlt tam zum Hoffelde. An den Frohnarbeiten wurde nichts ge- und Hülfe verlassen". Auch deu ihm durch die feinen Existenzgrund in fich. Wenn er nicht da ändert, denn die Verpflichtung lautete auf die Hufe schlechtweg. Weigerung der Bauern zugefügten Schaden will der Edle wäre, ging die Welt zu Grunde. Deshalb verlangt er, daß Außerdem war auch der Schein gewahrt; die Anzahl der ersetzt haben. Kann man brutaler und naiver zugleich sein? man ihn unterhalte auf Regimentsunkosten. Und wenn Hufen blieb die gleiche wie früher, und der Prediger konnte, Bis zur Mitte des siebzehnten Jahrhunderts zahlte der man ihm nichts giebt, dann fordert er; und nüßt auch das wie später in Dänemark sub fide pastorali bescheinigen, daß Holsteinische Bauer seine Steuern selbst. Da war die allnichts, dann greift er zu und nimmt, was ihm zwischen die keine Hufen niedergebrochen sind, daß ledige Hufen wirklich gemeine Landbede und die Pflugsteuer( Plochschat). Letztere Fänge tommt. Was der Junker braucht, muß er haben, vom Gutsherrn verfestet und nicht in Hoffeld verwandelt find. wurde zuweilen öfter als einmal im Jahre erhoben und psalmodiren heute alle Agrarier rechts und links der Elbe; Sehr zu nuge machten sich die holsteinischen Junker betrug ein oder zwei Gulden. Dann gab's noch außers von demselben Grundsaz ließen sich ihre Vorfahren leiten das Vorhandensein von reichen Klöstern und Kirchen. ordentliche Steuern, welche das Reich ausschrieb. Im als König Olim noch das Szepter über die Lande schwang. Deren Besigthum stammte zum großen Theil aus Ver- Jahre 1542 sollte das Johanniskloster zu Lübeck den 10. Pfennig Einige prächtige Illustrationen zur Entwickelungs- leihungen der Grafen von Holstein. Anfangs hatten sich seines Jahreseinkommens als Türkensteuer zahlen. Es übergeschichte des Junkerthums finden sich in Dr. Gustav Hein- diese das Schutzrecht und die Vertheidigung der verliehenen wälzte die Steuer auf seine Bauern, legte ihnen statt der auss rich Schmidt's Buche: Zur Agrargeschichte Lübecks und Dörfer vorbehalten und auch ausgeübt. Später gaben sie geschriebenen 1/2 prozentigen eine 1 prozentige kombinirte Oftholsteins"). Wir folgen den Darlegungen dieses Nicht- es auf, und die Klöster und Kirchen mußten mächtige Vermögens- und Einkommensteuer auf und machte dabei Sozialisten im Nachstehenden. Die Germanisirung Ofthol- Adelige in Sold nehmen, um ihre Unterthanen vor das schönste Geschäft. Die Junker hatten es mit der Zeit fteins gelang verhältnißmäßig spät, zu einer Zeit, als der anderen Raubrittern zu beschützen. Der Kontrakt, dahin gebracht, daß sie für gewöhnlich mit der Einforderung aus gleichberechtigten Freien bestehende Heerbann sich bereits zu dem sich sich die Klöster meistens nicht so ganz der Steuern betraut wurden. Wie sie dabei verfuhren, gewandelt hatte in ein Heer, in welchem es Lehensherren freiwillig herbeiließen, lief fünf oder zwanzig Jahre, davon erzählt folgende Thatsache. Im Jahre 1538 hatte und Dienstleute gab. Deshalb kam dann bei der Ausiede- oder während der ganzen Lebenszeit des Junkers. Stacke Rangom die von den Klosterleuten erhobené lung und Landvertheilung die altdeutsche Dorfgenossenschaft Das Entgelt für den Schuß, das sogenannte Verbittelsgeld, Pflugsteuer weder dem König, noch dem Kloster nie so recht zur vollen Ausprägung. Es ist bezeichnend, mußten die Unterthanen zahlen und zwar meistens acht( St. Johannis in Lübeck) abgeführt, sondern sondern für daß in Ostholstein die Hufe( Wirthschaftseinheit), Landhufe Schilling pro Jahr und Kopf. Der Verbittelsherr erhielt sich behalten. Das Kloster war flagbar geworden, oder Grafenhufe genannt, nur 12 ha macht. Als man von den Beschützten ferner noch allerlei Hoftienfte( Holz- und Stacke Rangow hatte in der Marienkirche zu Lübeck später friesische Kolonisten herbeirief, mußte man fuhren, Pflügen, Mähen, Einfahren) geleistet, und alle die eidlich gelobt, seine Schuld zu tilgen. Trotzdem hat er im ihnen bedeutend mehr Land zuweisen. Die so Bußen, welche die in den Verbittelsdörfern wohnenden Leben nie einen Pfennig gezahlt. Dafür ritt gleich darauf genannte Holländer- oder Bischofshufe war ungefähr Nichteinheimischen gezahlt hatten. In welcher Weise diese sein Bruder Hinrick mit seinen Knechten die Klosterleute gleich der großen Marsch- Hufe in der Hamburger Gegend, Berbittelsdienste von den Junkern genützt und gesteigert nieder, pfändete deren Pferde und gab sie nicht eher herans, und umschloß rund 45 ha. Natürlich mußte unter solchen wurden gegen jedes Recht, davon zeigt folgender Vorfall. als bis er für jedes 4 Schillinge Lösegeld erhalten hatte. Verhältnissen der holsteinische Adel bald zu Kräften Im Jahre 1568 war über die Bauern des Dorfes Katöhl Deutsche Bauern! So sprang der Urjunker mit Euren kommen; und es dauerte auch gar nicht lange, da herrschte( Kokole), welches dem Johanniskloster in Lübeck ge- Vorfahren um. er unbeschränkt im Lande, Holstein war zu einer Adels hörte, Detler Rantzow auf Cismar Verbittelsherr. Plötzlich Glaubt Ihr, daß diese Sorte sich im Laufe der Jahre verlangte er, die Bauern sollten ihre Verbittelsdienste alle geändert hat, sich überhaupt ändern konnte? * Zürich 1887. während der Ernte leisten. Die Bauern wandten sich an Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. ling die Thore geöffnet werden zum Auszug in die Frei- und Silber habe ich nicht; und wo findet der Arme einen heit; sie dachte schon daran, wie sie vielleicht durch eine uneigennützigen Retter?" Fürbitte die Frist abkürzen könne. Bilger hingegen, Der Komthur, der bisher geschwiegen hatte, lächelte welcher wohl wußte, daß der Bruch des Stadtfriedens, hierbei halb spöttisch, halb gutmüthig, und rief:„ Bet 137 das Beginnen des Mordes, die strengsten Richter finden Kreuz, Dorn und Wunden, Herr! Ihr wißt die Waffen zu würde, und daß die Geseze der Reichsstadt für den Fremden führen, habt gekämpft und die Wildbahn beritten wie ein mit Blut geschrieben waren, schwieg düster bei den Vor- erfahrener Jägersmann, und wollt nicht vertrauen auf das fäßen und Hoffnungen, die Katharine in ihrem wachsenden Glück, das so oft da hilft, wo weder Klinge noch Pfeil Muthe an den Tag legte, und konnte es nicht über sich noch der Arm ausreichen? Ich bleibe dabei, noch lange gewinnen, durch ein beifälliges Lächeln die Arme zu habt Ihr Frist, und wer weiß, ob nicht in diesem AugenDer Herr von der Rhön schreckte heftig bei dieser Er- täuschen." Gute Katharine!" sprach er bewegt: ich blicke schon Guer Retter Euch nahe steht?" öffnung zusammen. Das Schwerste war ihm demnach noch danke dem Himmel aus vollem Herzen, daß er mir das Rasche Schritte tamen den Gang herauf, und auf die übrig, und langsam mußte er das Geständniß seiner That, Glück gewährt hat, euch noch einmal zu schauen, meine Thüre des Saals zu. Mehrere Stimmen wurden laut. die blutige Hoffnung seiner Zukunft den dringender und Lieben, die ich jetzt mit allem Recht mein nennen fann.„ Ei, zum Donner!" fragte der Komthur:„ wer stört - Die Antwort auf dringender werdenden Aufforderungen Katharinens ent- Mehr zu begehren geziemt jedoch nicht meiner Schuld, nicht uns denn noch am späten Abend?" gegensetzen, welche begehrte, er möchte alsobald mit ihr und meinem jestigen Zustande. Ihr habt selbst von den Sold- diese Frage gab der eintretende Oberreiter, der einen Boten dem Kinde dies Haus verlassen, und niemals wieder von wachen gesprochen, die des Hauses Pforte belagern; Ihr des Herzogs Friedrich von Desterreich meldete, welchem auch ihnen weichen. habt mir selbst ihre Wachsamkeit geschildert, die Strenge, der bemeldete Bote auf dem Fuße folgte. Von der Rhön Die Tiefen des Gemüths, zumal des weiblichen Gefühls, mit welcher sie Euch befragten, und den Argwohn, mit fuhr bei seinem Anblick zusammen, denn Dagobert, Wallfind unergründlich. Ungleich weniger, als der Name Wall welchem sie Euch nachsahen, da Ihr mit Erlaubniß des radens Bruder, war es in leibhaftiger Gestalt. Wit radens in obiger Beziehung Katharinen erschreckt hatte, er- Romthurs durch dieses Thor eingingt. Diese Wachsamkeit gezwungenem Austande, ohne kauin einen Blick auf den schütterte sie die Nachricht von Bilgers Schuld und gefähr wird sich nur von Tag zu Tag verdoppeln; begierig Unglücklichen und dessen Gattin zu werfen, näherte er sich licher Lage. Trotz ihrem weichen versöhnlichen Herzen fühlte werden sie die Stunden zählen, nach deren Verlauf ich dem Komthur, und redete ihn an:" Zuvörderst, edler Herr, fie eine Art von schreckhafter Frende, da sie hörte, daß ihnen verfallen bin, und ist die letzte verronnen, mir hab' ich Euch zu berichten, daß Se. fürstliche Gnaden, der der Arm des beleidigten, verhöhnten, getäuschten Rudolphs fürder keinen Augenblick mehr schenken. Ihren Ketten Herzog dicht hinter mir einherzieht, und von Eurer Gastdas Werzeug der Vergeltung gewesen war, daß entgehe ich nicht, wie mein Haupt nicht dem Spruche des freundschaft eine willige Aufnahme in Eurem Hause er durch ihn das gerechte Verhängniß die Frevlerin in den Blutgerichts. Betrüge Dich darum nicht mit eitler Hoff- wartet, wo er, die kurze Zeit, die er zu Frankfurt zu vers Staub gestürzt hatte. Denn ihre Leichtgläubigkeit hoffte nung, gute Katharine. Wir haben uns wiedergefunden, weilen gedenkt, wohnen will."„ Ehre und Schuldigkeit," aus diesem blutigen Vorgange Wallradens Besserung er um uns in furzem wieder zu verlieren, denn also ist's erwiderte der Komthur, und sandte den Oberreiter sogleich wachsen zu sehen, und ihre Unerfahrenheit übersah spielend beschlossen im Himmel, und die Erfüllung dieses Beschlusses an den Trappierer, um die nöthigen Vorbereitungen treffen das drohende Schwert, das über ihres Gatten Haupte schreitet schnell auf Erden."" O, was sagst Du, mein zu lassen: Se. fürstlichen Gnaden sind ein lieber Gaft, hing, an einem leisen Faden hing. Hatte er doch nur Rudolph?" seufzte Katharine aus bangem Herzen. Du und sollen gut gehalten werden in unsers Ordens Hause, im gerechten Borne das Schwert entblößt, und gebraucht; willst mir jede Hoffnung rauben? Du verzweifelst an jeder das der Freigebigkeit der österreichischen Fürsten viel verwar doch Wallrade nicht an der Wunde verschieden, und Rettung?"- Warum mich hinhalten mit trügerischer dankt. Wie aber nenne ich Euch, mein Herr, der mir die sogar die Hoffnung da, sie wieder herzustellen. Die find. Ahnung, mit falschem Vertrauen?" entgegnete von der frobe Kunde bringt?" Mein Name ist nicht wohl liche Frau glaubte, es müßten recht bald dem Flücht Rhön: Ich bin nur reich durch Euch, meine Lieben! Gold klingend für diejes Mannes Ohr," entgegnete Dagobert, " " " Dolitische teberlicht. Berlin, den 11. September. -zu Grunde geht, wenn man den Menschen lediglich als Natur- wie aufgehört haben. Wir haben Grund zu glauben, daß wesen ansieht und ihn auf den Naturtrieb stellt, statt als fittliches dies eine sehr optimistische Auffassung ist. Wesen auf die göttliche fittliche Weltordnung. Der Kern der Arbeiterfrage" ist also das Bedürfniß Wir kennen den Schwindel. Gleich anderen Leuten, Unsächsisches aus Sachsen. Unsere Leser erinnern die es auf die Taschen ihrer Mitmenschen abgesehen haben, der Arbeiter nach einer Fachgewerbe- Organisation. In sich des Utases des Leipziger Stadtraths, durch welchen befolgen die Feinde des Volkes bei ihren Praktiken gewisse verständlicheres Deutsch übersetzt heißt die Fachgewerbe- ben Sozialisten das städtische Bürgerrecht verweigert wurde. Methoden, an denen man sie leicht erkennen kann. Wenn Organisation des Reichsboten": mittelalterliches Das Verfahren war so monströs, daß man es in jedem 3. B. in gewissen Organen die Beziehungen Deutschlands Bunstwesen mit besonderen Abtheilungen für die anderen der deutschen Baterländer einfach nicht begreifen konnte. Nun, auch in Sachsen ist dies doch für die oberen zum Auslande als nicht ganz glatt geschildert und die Gesellen. Wie die Weisen des Reichsboten", die den Ursprung Behörden ein zu starkes Stück gewesen, und wie uns soeben Gefahren der Lage" an die Wand gemalt werden, dann der Arbeiterbewegung ganz richtig aus der Vernichtung des ein Telegramm aus Leipzig mittheilt, hat die Kreiss geplant wird. Und wenn das rothe Gespenst mit be- alten Gewerbebetriebs, kurz der alten Produktionsweise durch hauptmannschaft Leipzig den utas aufgehoben. sonderem Eifer spazieren geführt wird, dann können wir den modernen Kapitalismus herleiten, diesen vernichteten Es wäre natürlich thöricht, wollten wir an diesen einfachen hundert gegen eins wetten, daß dem deutschen Volke ein alten Gewerbebetrieb, ohne den die Zünfte nicht möglich sind, Akt der Gerechtigkeit weitergehende Folgerungen knüpfen. ungewöhnlich starker Aderlaß zugedacht wird. Als Fürst wiederherstellen wollen, das ist ihr Geheimniß. Und es ist nicht gegen die reaktionäre Tendenz, sondern nur gegen die Bismard 1878 feinen Attentatsrummet ins Werk setzte, auch das Geheimniß aller übrigen Rückwärtser, die den ungeschicklichkeit des Leipziger Stadtraths richtet hatte er nicht den„ Umsturz" im Auge, sondern die Sozialismus pofitiv bekämpfen wollen. Und wird es ewig sich die Maßregel der Kreishauptmannschaft. Milliarden, um die er für sich und seine Junker bleiben. haben wir die Gewißheit, daß eine Militärvorlage gesetz und der " " Buchschnüffelei. Das Breslauer Zentrumsorgan, die das deutsche Volt erleichtern wollte. Das Sozialisten- Entweder über die Klinge springen oder über Schlesische Volts- Zeitung" schreibt zur Warnung für Sozialistenschreck waren nur die den Stock" das war das Prognostikon, welches wir Eltern und Lehrer": Koulisse, hinter der die famose Wirthschaftspolitik" ver- den Herrn Junkern stellten, als sie voriges Jahr den die Herzen unserer Boltsschüler. Einem schlesischen Schulkinde „ Das Gift des Sozialismus wagt sich jetzt sogar schon in steckt ward. Sturmangriff auf den Reichskanzler eröffneten. Wie wurde in diesen Tagen ein harmlos scheinendes, Märchen= Jetzt spielt sich eine ähnliche Teufelei ab. Das infame schrieen", wie drohten, wie wetterten sie. Und schließlich buch für Kinder der Proletarier" abgenommen, Gehet gegen die Sozialisten und das wüste Geschrei nach sprangen sie über den Stock der Handelsverträge. Hernach das dem Schüler von seinen zeitweise in Berlin arbeitenden AnAusnahmegesezen, Verkürzung des Wahlrechts u. s. w. haben aber ging das Schreien", Drohen und Wettern von Neuem gehörigen geschenkt worden war. Das Buch charakterisirt sich ohne Zweifel in erster Linie den Zweck, einen Sturmangriff los, und nun wird ihnen von dem Monarchen selbst, den lediglich als eine Verkörperung sozialistischer Ideen. Es gipfeln auf die Geldbeutel der Steuerzahler zu fie mit dem Kanzler in Gegensatz zu bringen suchten, der die Märchen", in denen von Gott und Göttlichem natürlich feine mastiren. Um nicht weniger als 100 millionen Stock hingehalten und sie sind wiederum drüber ge- Rede ist, sammt und sonders in dem Hinweise auf das art neuer Steuern soll es sich handeln. sprungen. Das wird sie natürlich nicht hindern, wieder alleinige„ Glück auf Erden", das dann erst vorhanden sein Augen auf und Taschen zu! und wieder zu schreien", drohen und wettern. Sie dürfen wird, wenn Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit" gegen den tyrannischen" Reichthum gefiegt haben werden!! aber nicht verlangen, noch ernst genommen zu werden. Erzieher seien auf dieses gefährliche„ Märchenbuch" dringend aufes hat nur merksam gemacht, wie es überhaupt nothwendig erscheint, die Preußen hat keinen selbständigen Adel ablige Hot, Staats- und Heer- Bedienstete. Privatlektüre der Schuljugend zuweilen zu prüfen und stets sorgAlles was die„ Edelsten" der Nation politisch sind, sind sie fältig zu überwachen." durch die Regierung. Die Regierung hat sie vollständig in der Gewalt und wenn sie will, haben sie als politischer Faktor aufgehört zu sein. 8733 Die Einführung der deutschen Reichsanleihen in die Londoner Börse ist der Deutschen Bank gelungen und wird von der Tante Voß mit einer Jubelhymne be grüßt. Für unseren Kredit mag das schmeichelhaft sein, aber für unsere Finanzen ist es sicherlich nicht gut, daß das Schuldenmachen erleichert ist. Der Kern der Arbeiterfrage ist entdeckt worden, und zwar von den Gelehrten des Reichsboten". Diese " Eltern und Den Herren Buchschnüfflern können wir verrathen, daß das Gift des Sozialismus" noch viel weiter gedrungen ist als sie sich träumen lassen. Den Eltern des Kindes, dem Wo Alles fich verbeugt, kann Plötz allein nicht sein Buch abgenommen" worden ist, geben wir aber den steifnadig bleiben. Er verbeugt sich heute in der„ Kreuz- Rath, zum Staatsanwalt zu gehen und dessen Hilfe Beitung" und geht de- und wehmüthig nach Canossa. Mit gegen den frommen Eigenthumsfeind anzurufen. welchen Vorbehalten, das werden wir ja bald sehen. Kurz Die ganze Junkerverbohrtheit des Ex- Kanzlers, Unterwerfung und Unterwürfigkeit auf der ganzen Linie. die den Polen gegenüber bis zur Idiosynkrasie ging, Wenn die alten Quitow's die Entartung des neuen offenbart fich in nachstehendem Briefe, den er vor Jahren Junkergeschlechts sähen, sie würden sich im Grabe herum- an den Grafen Eulenburg schrieb und den er soeben durch seinen Witowski alias Harden in der Zukunft" veröffentwälzen. lichen läßt: Junkerliche Bescheidenheit. Einen melancholischen Bußartikel beschließt die„ Kreuz- Zeitung" mit folgenden demuthsvollen Worten: Herren orakeln über die Strafrede des Kaisers wie folgt: Der Kampf für Religion, Sitte und Ordnung darf nicht als ein einseitiger Parteikampf gegen einzelne Parteien aufgefaßt werden, sondern er muß lediglich auf die Sache gerichtet sein, feien es nun sozialdemokratische Agitatoren oder liberale Professoren, welche das Zerstörungswerk der Religion und Kirche betreiben. Von Männern, die auf der Höhe einer großen Regierung stehen, fann man es gar nicht anders erwarten, als daß sie zu der Einficht gekommen sind, daß eine Weltbewegung wie die Arbeiter= " Ich kann mich mit theoretischen Erörterungen und Zus bewegung, deren Führung die Sozialdemokratie an sich gerissen geständnissen auf dem erwähnten Gebiete nicht beruhigen, hat, durch Polizeigefeße nicht überwunden werden kann, sondern sondern bedarf des praktischen Beweises, daß Sie mit daß dazu noch ganz andere Dinge nöthig sind. Diese große ArUnter den zehn Millionen Wählern Deutschlands verschwindet mir gegen die seit zehn Jahren profperirende polnische beiterbewegung ist die Reaktion gegen den Umfturz, welchen die bea moderne Umwandlung des Gewerbebetriebes in den Verhältnissen der Adel seiner Kopfzahl nach, wie er durch die Noth der Land- Unterwühlung der Fundamente Mein Antrag des Handwerks und seiner Arbeiter durch die Entfesselung der wirthschaft in seiner wirthschaftlichen Bedeutung start beein- preußischen Staates vorgehen. tapitalistischen Gewinnsucht hervorgerufen hat. Die Arbeiter sind trächtigt werden muß. Was ihm aber nicht genommen werden geht auf prinzipielle Ausweisung aller bei uns nicht dadurch in eine früher ungekannte Abhängigkeit gerathen, aus der sich kann, wenn er sich selbst nicht aufgiebt, ist die Gesinnung, heimath berechtigten Polen, vorbehaltlich der Ausder einzelne nicht retten taun. Deshalb erstreben sie gemeinsame die ihn befähigt, im Geisteskampfe der Gegenwart nahmen, welche die Regierung in Gnaden bewilligt. Die Organisation zur Geltendmachung ihrer Interessen. Der Staat voranzustehen. An diese Gesinnung hat der Kaiser sich Passivität des mit dieser für die Sicherheit des Staates so hat ihnen lediglich die Koalitionsfreiheit gegeben, allein diese ist gewandt, an sie allein sich wenden können; denn, das sei bedeutungsvollen Frage reffortmäßig betrauten Ministeriums für sie ein zweischneidiges Schwert; fie verlangen noch eine wiederholt, eine politische Macht befißt der Adel als solcher nöthigt mich, meine petita in diese allgemeine und viel Wenn ich einen andere stetigere Organisation, welche das Gleiche das Fach nicht. Die Gesinnung aber, auf die es hier autommt, ist richtig leicht unprattische Form zu bringen. zusammenschließt, eine Fachgewerbe- Organisation. Der Staat verstanden, nicht ausschließlich die der Edelleute, sondern allen Kollegen hätte, der seinerseits diese Frage mit derselben an hat ihnen das nicht gewährt, und da haben sich die Sozial Christen gehört sie gemeinsam, weil sie nur in der Kraft feinem Tage nachlassenden Energie betriebe, welche von der polnischen Seite zur Untergrabung der Sicherheit demokraten dieses Bedürfnisses bemächtigt und haben dann allein wurzelt, die in den Schwachen mächtig ist. mit demselben ihre ihre demokratischen Also unter 10 Millionen eine verschwindende" Preußens feit 24 Jahren entwickelt wird, so würde ich und naturalistischen Ideen verquickt, die damit eigentlich gar nichts zu thun haben. Minorität! Das ist wenigstens bescheiden. Und eine gar nicht in die Versuchung kommen, den Details des GeDiesen Kern der eigentlichen Arbeiterfrage politische Macht besitzt der Adel als solcher nicht". Auch schäftes meine Aufmerksamkeit zu widmen. Aber ich habe das zu erfassen und ihm durch Reformen, welche dem wirthschaft- ganz löbliche Selbsterkenntniß. Doch freilich, sie hat den unbehagliche Gefühl, daß in Ihrem Ministerium die Frage bisher keiner prinzipiellen aktiven, agressiven Behandlung lichen Egoismus wieder fittliche und soziale Schranken ziehen, Schalk hinter ihr. Ein großes Gut hat der Adel: die unterliegt, sondern die Thätigkeit des Staates sich auf die ohne die ein Staat und Volt nicht bestehen fann, zur An- Gesinnung, welche ihn befähigt, im Geiste stampf abwehrende Erledigung der einzelnen von hier oder aus dem erkennung bezw. Abhilfe zu verhelfen: das ist die Aufgabe der der Gegenwart voranzustehen. Nun von dieser Ge- Lande eingehenden Anregungen beschränkt. Ich habe das Sozialreform des Staats und auch die einzige Möglichkeit, der Sozialdemokratie die Herrschaft über die Arbeiterwelt zu entziehen. finnung" haben wir zu unserem Bedauern sei es gesagt persönliche Bedürfniß, die Aufgaben, an denen wir nun bald Das Grundübel unserer Zeit ist eben der Abfall von der christlichen zur bisher noch nichts bemerkt. Die Herren Edelsten müssen zehn Jahre gemeinsam arbeiten, auch mit Ihnen, verehrter naturalistischen Weltanschauung. Darin beruht auch die Ent- ihr Licht sehr sorgfältig unter den Scheffel gestellt haben. Freund, gemeinsam durchzuführen, soweit unsere Kräfte reichen. feffelung des Egoismus und der Genußsucht des Mammonis Junker und Geisteskampfwer reimt das zusammen? Wenn Sie aber von den Ihrigen in der polnischen Frage keinen nachhaltigeren und freiwilligeren Gebrauch machen als bisher, so mus in der liberalen Gewerbe- Ordnung, überhaupt die Ver- Und wann und wo ward es je zusammengereimt? reichen meine Kräfte zur Durchführung des mir zufallenden Annachlässigung aller sittlichen Zucht und Autorität und die Proflamirung des Gehenlassens auf allen Gebieten in dem Aber- Das Spielen in der Armee soll nach einer durch theils nicht aus." glauben, es würde sich dann durch das freie Spiel der Kräfte die Presse gehenden Notiz seit dem bekannten Erlaß des alles von selbst auf's beste ordnen, während thatsächlich alles Kaisers( infolge des Hannover'schen Spielerprozesses) so gut " " Und der Mann mit diesen vorsintfluthlich barbarischen Anschauungen ist eine Zeit lang von Schmarogern als der mit einem Seitenblick auf Bilger: er möge aber wissen, Menschen." Der Komthur maß lächelnd den vor ihm legener, wann so günstig? Der Herzog kömmt; von seinem daß ich nicht als sein Feind erscheine, sondern lediglich als stehenden Jüngling, in dessen Auge das reinste Feuer starken Gefolge wird das Haus, werden Sachsenhausens des Herzogs Vorläufer, zu dem mich der Zufall gemacht strahlte, die Begeisterung für Barmherzigkeit und Milde Gassen wimmeln. Die lauernden Söldner vor der Pforte hat, da ich diesen Nachmittag, eine gute Strecke vor der gegen das Elend. Ich soll mich über Eure Reden werden durch die Zahl der Fremden mehr noch durch Stadt lustreitend, unversehens auf des Herzogs Geleite wundern," begann er hierauf, und Euch für einen leidigen des Fürsten Gegenwart, der feinen Häscher in der Nähe stieß. Ich heiße Frosch, des Altbürgers Diether Sohn." Versucher halten, der gern enträthseln möchte, was ich duldet, zurückgedrängt, genöthigt, aus der Ferne dies Issing biß sich betroffen in die Lippen, sammelte jedoch im Schilde führe. Ihr seid Wallraden's Bruder, und Haus zu beobachten, damit der Mörder ihren Negen nicht feine Fassung schnell wieder, und nickte bewillkommend Blutrache zu üben wäre Gure erste Pflicht, denke ich. entschlüpfe. Morgen Mittag geht ein großer Theil des mit dem Kopfe. Judith ersah aber den Augenblick, welchen Wofür haltet Ihr mich?" fragte Dagobert kühn entgegen: Romitats auf demselben Wege zurück. In dessen Mitte, das tiefe Schweigen, das nun auf allen Lippen herrschte, Ich sollte einen armen Menschen tödten, der im auf im hellen Glanze der Sonne entschlüpfe der Verfolgte. ihr gönnte, um Katharinen zuzuflüstern, es sei nun die wallenden Zorn die That beging, die ihn ich weiß es Für reisige Gewänder sorge ich, wie für die Bewilligung, höchste Zeit, nach dem Kloster zurückzukehren. Seufzend reut? Nimmermehr; und hier, Herr, steher die Dinge des Herzogs Farbe tragen zu dürfen, bis er in Sicherheit wand sich die Arme, den Gesetzen der Ehrbarkeit gehorchend, anders denn gewöhnlich. Gestern hat sich's entschieden, sein wird. Die überraschende Einkehr des Fürsten, der das aus Rudolphs Arm, und gelobte hoch und theuer, morgen daß Wallrade wieder auf das Leben hoffen darf; der Buß- durch veranlaßte Tumult im Hause, die Verwirrung unter sicher wiederzukehren, wenn der Komthur es erlauben fertigen eigner Wunsch ist's, ihren Mörder frei zu wissen den Ein- und Abziehenden rechtfertigt Euch, Herr Ritter, würde. Verbindlich antwortete dieser: er wisse sich nur und straflos. Soll ich auf die Seite des unerbittlichen und der von der Rhön ist gerettet, ohne daß Ihr öffentlich weniger Fälle aus seinem Leben zu erinnern, wo( er gegen Gesetzes, jede menschliche Regung mit Füßen treten? die Hand dazu geboten." Frauen unerbittlich gewesen sei, und er finde vollends Lerut mich besser kennen, Herr, und folgt meinem Bei- Echön ausgedacht", erwiderte der Romthur spöttelnd, feinen Willen in sich, der leidenden Schönheit zu wider- spiele. Mir ist durch des sterbenden Rüdigers Mund be- fein schnell und leicht auszuführen, aber ein jugendlich stehen. Geht mit Gott, edle Frau," sprach er zum Ab- fannt, daß Ihr Antheil genommen an jenem Unglücksbunde Vornehmen, das erst die That will, und dann die Ueberschiede: und mit Gott fehrt wieder, so oft Ihr wollt. auf Baldergrün; laßt Euch nicht durch eifersücht'ge Rache legung. Wie steht's denn mit dem Manne, wenn er feinen Dieses Haus ist eine Zuflucht für den Verfolgten, und verleiten, hier grausam zu sein, der Tigertage über'm Meer Gefahren entronnen ist? Hilflos ist er in die Welt gewird durch solche liebliche Unschuld doppelt geheiligt, wie zu gleichen, von der die Sage geht, daß sie unbarmherzig jagt, und die Seinen erliegen unter der Laft des Unglücks, durch des Priesters Spruch. Euren Gatten sollt Ihr noch mit dem Opfer spiele, das unter ihren Klauen zittert, und unter dem Kummer, den Vater abermals von ihnen Der Herzog wird helfen", ant-Der Herr- ihm einen Schein, eine Hoffnung eine Spanne von getrennt zu wissen". unverletzt wieder finden, verlaßt Euch darauf." von der Rhön geleitete Ratharinen, vor welcher ein Diener Freiheit lasse, um es im nächsten Augenblicke unerbittlich wortete nach kurzem Nachsinnen Dagobert:" O gewiß, er des Hauses mit einem Windlicht zu schreiten befehligt war, zu zerfleischen!"- Da sah der Komthur den jungen Mann wird helfen. Er hat wieder mit dem Kaiser Friede ges bis zur Pforte, und während dessen hob Dagobert frei- mit einem auflodernden Blicke an, der den Ausdruck einer macht, und besitzt, wenn gleich an Länderthum geschmälert, müthig und zutraulich zu dem Komthur an: Erlaubt, fast beleidigten Seele annahm. Bei meinem Eid!" rief noch manche Hufe Landes, auf welcher ein unglücklicher gestrenger Herr, daß ich ein billig Wort zu Euch rede. er: Ihr nehmt Euch etwas viel heraus, junger Degen, Hausvater eine sichere Stätte finden mag. Ich hatte ja beIhr seid noch nicht lange an diesem Plate; die Stadt hat und fürwahr, Euer Name ist nicht geeiguet, mich nach schlossen, für mich seine Gunst anzuflehen; aber mit mir Euch indessen als einen unbengsamen strengen Mann kennen sichtiger gegen Euch zu machen, aber Euer fühner Muth ist's ohnehin vorbei, und so mag dem Aermeren werden, gelernt, und fürwahr, man darf Euch nur in das Gesicht gefällt mir, ob er mich gleich zu unrechter Zeit an Balder- wessen ich nicht mehr bedarf. Ich darf mich der Huld des sehen, um dasselbe zu glauben. Sollte ich mich denn grün und Wallraden erinnert hat. Ihr mögt wissen, Herzogs rühmen, und rede heute noch mit ihm davon. Ihr wohl täuschen, wenn ich bei Euch auch einen unbeugsamen daß der Ritter von Issing keiner Weisung bedarf, um aber, Herr Komthur, nehmt meinen Dank für Euer redlich Willen zum Guten voraussetze? Ihr habt der Gelegen- Gutes zu thun. Sein eigen Gemüth befiehlt ihm, keine Wollen. Ihr habt mich dadurch mit Eurem Namen ausheit manche, Gutes zu üben, und gerade jetzt wäre eine fremde Bunge. Ihr mögt wissen, daß er schon bei sich be- gesöhnt, der mir aus Rüdiger's Munde nicht lieblich geherrliche vorhanden. Dieser unglückliche Mann, der bei schlossen hatte, den armen Mann zu retten, um Gottes flungen hat. Bereitet Ihr den Herrn von der Rhön und Euch Schutz und Schirm gesucht und gefunden,-soll er und seines Weibes und Kindes willen, und daß er nur den seine Gattin vor, und laßt mich gänzlich dabei aus denn aus diesen Pforten endlich doch wieder in die Hände Augenblick erwartet, der es ihm erlaubt, ohne ihn der dem Spiele. Es ziemt sich nicht wohl, daß meiner Schwester der Schergen gelangen, welchen er mit genauer Noth ent- Straffälligkeit gegen seine Pflicht und gegen den Rath der Feind auf meinem Rücken davon schwimme, und ich möchte fam? Wollt Ihr ihm nur auf dreißig elende Tage das Stadt zu unterwerfen, der doch einmal unseres Ordens seinem wunden Herzen durch kein Wort verrathen, daß er Leben gerettet haben, damit es nach dieser Frist dennoch Haus bevogtet und bewacht."" Der Augenblick ist mir, gerade mir, Wallraden's Bruder, Dank für sein ge= des Henkers Beute werde? Rettet ihn für immerdar, gefunden," versette Dagobert freudig, des Ritters Hand rettet Leben, für seine gesicherte Zukunft schuldig sei." Herr, und werdet der Wohlthäter von drei dankbaren ergreifend und dankbar schüttelnd: wann erschiene er ge( Fortfegung folgt.) " Deutsche Eisenbahnen. Im Reichs Anzeiger, lesen wir: geniale Bertreter des Deutschthums" gefeiert worden! Wir blatt aufgetischt wird. Wann, fragen wir, hätte femals ein der Sozialisten gefunden hätte, ist nun von dem Ausschuß Sanken für einen solchen Vertreter. Finanzminister fich anders als friedlich ausgesprochen? der radikalen Assoziation" verworfen worden, worauf Namentlich einer, der pumpen muß, was das Haupt- Ferron und andere ihren Austritt anzeigten. Jetzt foll noch eine Wählerversammlung berufen werden, um die Sache zu geschäft russischer Finanzminister ist? Die Friedensbetheuerungen des Herrn Witte sollten berathen und womöglich Rath zu schaffen. Wie dieses übrigens zur Vorsicht mahnen. Jedenfalls plant derselbe Tohu Wabohu endigen wird, wissen wir nicht. Jedenfalls wieder ein Finanz- Attentat auf den deutschen Geldmarkt.- beweiset es die völlige Berrüttung des bürgerlichen LiberaEin Komödiant ist Crispi von seinen ehemaligen lismus. Gewiß ist aber auch, daß wenn in Brüffel nicht eine Verständigung der Oppositionsparteien sich herbeiFreunden genannt worden. Mit Recht. Man lese nur führen läßt, der Sieg der Pfaffenpartei absolut sicher ist. folgendes Telegramm: Weder die Sozialisten, noch irgend eine der liberalen Frattionen find stark genug, für sich allein auch nur einen Kandidaten durchzubringen. V " Parteinachrichten. Nach der im Reichs- Eisenbahnamt aufgestellten Nachweisung der auf deutschen Eisenbahnen ausschließlich Bayerns im Monat Juli d. J. beim Eisenbahnbetriebe( mit Ausschluß der Werkstätten) vorgekommenen Unfälle waren im ganzen zu verzeichnen: 8 Entgleisungen und 4 Zusammenöße auf freier Bahn, is Entgleisungen und 15 Zuſammenſtöße in Stationen und 206 sonstige meist geringere Unfälle. Dabei find im ganzen, und zwar größtentheils durch eigenes Ver Neapel, 10. September. Anläßlich des zehnten Jahresfchulden, 216 Personen zu Schaden gekommen, fowie 31 Gisen tages des Befuches des Königs während der Cholera wurde bahn- Fahrzeuge erheblich und 103 unerheblich beschädigt worden. heute auf Beschluß der Stadtvertretung eine Gedenktafel in Von den beförderten Reifenden wurden 1 getödtet und 8 verlegt, Gegenwart von Bertretern sämmtlicher Behörden und unter zahl Der Ausschuß der irischen Nationalisten in und zwar entfallen: die Tödtung auf die königlich württem reicher Betheiligung der Bevölkerung eingeweiht. Der Minister Amerika, der 1884 Gladstone eine zehnjährige Waffenruhe bergischen Staats- Gisenbahnen, eine Verlegung auf die groß- präsident Crispi erinnerte in seiner Ansprache an die Hochherzig bewilligte, soll jetzt, nach einem Telegramm der„ Voffischen herzoglich oberhessischen Staatseisenbahnen, je zwei Verlegungen feit des Königs, welcher nach Neapel geeilt sei, um in Wort auf den Verwaltungsbezirk der königlichen Eisenbahn- Direktion in und That Trost und Hilfe zu bringen, und sich hier mit Seitung", ein Manifest erlassen haben, das die parlamenAltona und auf die königlich sächsischen Staatseisenbahnen, je dem ebenso glaubenseifrigen wie wohlthätigen edlen Erzbischof, tarische Aktion für verfehlt erklärt, den Waffenstillstand eine Verlegung auf die großherzoglich- badischen Staatseisenbahnen dem Kardinal Sanfelice, getroffen habe. Die menschliche Gesell- aufhebt und eine unparlamentarische Aktion ankündigt. Die Zeit der und auf die Verwaltungsbezirke der königl. Eisenbahn- Direktion schaft durchlebe eine schmerzlich kritische Zeit; mehr als jemals Vorläufig sehen wir ein Fragezeichen. in Frankfurt a. M. und in Berlin. Von Bahnbeamten und Arbeitern mache sich die Nothwendigkeit fühlbar für ein Zusammengehen Aktionen im Sinne des Lockspitels O'Donovan Rossa, der im Dienst wurden beim eigentlichen Eisenbahnbetriebe 19 getödtet und der bürgerlichen und der religiösen Gewalt, um das verirrte weiland bei den Nationalisten eine Rolle spielte, ist für die 152 verlegt, von Postbeamten 1 verlegt, von fremden Personen( einschl. Bolt auf den Weg der Gerechtigkeit und der Liebe zurückzurufen. Irländer vorüber. der nicht im Dienst befindlichen Bahnbeamten und Arbeiter) 19 Aus den dunkelsten Höhlen sei jene ruchlose Sette hervor In Amerika beginnen die Herbstwahlen. Laut einem getödtet und 16 verlegt. Außerdem wurden bei Neben gedrungen, welche auf ihrem Banner die Inschrift trage: beschäftigungen 1 Bahnarbeiter getödtet und 51 Bahnbeamte und weder Gott noch Gebieter. Crispi fuhr fort: Laßt uns Telegramm aus New- York haben im Staat Maine, wo Bahnarbeiter verlegt. Von den sämmtlichen Unfällen beim Eisen- an dem heutigen Erinnerungsfeste einen Bund schließen zuerst gewählt wird, die Republikaner, d. h. Schußzöllner bahubetrieb entfallen auf: A. Staatsbahnen und unter Staats- zur Bekämpfung dieses Ungeheuers. Schreiben wir auf gefiegt. verwaltung stehende Bahnen( bei zusammen 35 300,32 Stilo unser Banner: Mit Gott, mit dem König, für das Vatermetern Betriebslänge und 1020 577 722 geförderten Achs- land." Der Wahlspruch ist nicht neu, er ist die logische Folgetilometern) 234 Fälle; davon sind verhältnißmäßig, das rung desjenigen Mazzini's nach dem Plebiszit vom 21. Oftober heißt unter Berücksichtigung der geförderten Achstilometer 1860. Halten wir dieses Banner hoch, zeigen wir es dem Volfe Aufruf an die Parteigenossen in Mariendorf, Marienund der im Betriebe gewesenen Längen, auf der Main- Neckar- als ein Zeichen des Heils: In hoc signo vinces!( In diesem Eisenbahn, auf den großherzoglich oldenburgischen Staats- Beichen wirst Du fiegen!) Die Rede wurde vielfach durch Bei- felde und Tempelhof! Laut Beschluß des letzten Parteitages Eisenbahnen und auf den föniglich fächsischen Staats- Eisenbahnen fall unterbrochen. Am Schluß brachte die Menschenmenge Crispi ist es Pflicht eines jeden überzeugten Sozialdemokraten, sowohl einer gewerkschaftlichen wie politischen Organisation anzugehören; die meisten Unfälle vorgekommen. B. Privatbahnen( bei zu eine enthusiastische Ovation dar. fammen 2299,05 Kilometern Betriebslänge und 33 190 663 ge- Und dieser Phrasenschwall, diese schauspielerische Nach- wie weit die Genoffen der oben angeführten Ortschaften diesem förderten Achskilometern) 12 Fälle, davon find verhältnißmäßig äffung der letzten Rede des deutschen Kaisers in einem nachgekommen find, beweist der geradezu klägliche Mitgliederauf der Braunschweigischen Landes Eisenbahn, auf der Alt Augenblick, wo das arme Italien, wesentlich durch die ge- gegebenen Stimmen) des einzigen politischen Vereins dieser drei stand( im Verhältniß zu den bei der letzten Reichstagswahl abDamm- Rolberger Eisenbahn und auf der Lübeck- Büchener Eisen- wissenlose Thätigkeit des Sprechers, in unbeschreiblichem gegebenen Stimmen) des einzigen politischen Vereins dieser drei Orte: bes Arbeiter Bildungsvereins Elend schmachtet und einer gewaltsamen Katastrophe zu Mariendorf und Umgegend". Auch die VerEine schweizerische Soldatenmißhandlung meldet gedrängt wird. Die„ Dvation" gehört selbstverständlich zur sammlungen des Vereins werden im Verhältniß schwach besucht; der Baseler Vorwärts" aus dem Waadtland unter der Theatervorstellung. tragen auch hieran wohl zum Theil die kleinen VersammlungsSpigmarte Grober Oberst und muthiger Solräume, welche uns zur Verfügung standen, mit Schuld, so trifft Casimir Perier hat bei der Sonntagswahl in seinem hierin doch wieder die Hauptschuld die Arbeiter, welche durch dat": Ein Vorfall auf dem Waffenplatz Colombier macht seit ehemaligen Wahlkreis eine Schlappe erlitten. Sein Kandidat ihr inkonfequentes Handeln es dahin gebracht haben, daß uns einigen Tagen in der welschen Presse ein gewisses Aufsehen mit Robert, den er nach seiner Wahl zum Präsidenten als größere Sofale nicht mehr zur Verfügung stehen. Der Arbeiterdem Verlangen nach Auftlärung. Unmittelbar vor Entlassung Kandidaten empfahl, erhielt blos 4081 Stimmen; der Bildungsverein ist dadurch gezwungen, jeßt seine Bersammlungen der Rekruten soll der Schulkommandant die Mannschaft auf Radikale Bachimont 3361 und der Sozialist Pedron 1183. in Marienfelde bei Teutschbein abzuhalten. Die nächste Vergefordert haben, allfällige Beschwerden in bezug auf die von Vor- Es ist also Stichwahl nöthig, und da die Sozialisten für ſammlung des Vereins, mit einem Vortrag des Genossen Hoffgesetzten zu theil gewordene Behandlung bei ihm vorzubringen. den Radikalen, der ihr Programm zum größten Theil an- mann, findet am nächsten Sonntag, ben 16. September, Etwas schüchtern sei hierauf ein Tambour vorgetreten, der sich beklagt erkannt hat, stimmen werden, so wird Perier's Mann aller Nachmittags 3/2 Uhr, in Marienfelde bei Teutschbein habe, ganz unwürdig behandelt worden zu sein; er sei in einer Voraussicht nach durchfallen. Und das in einem Wahlkreis, find. Mögen hier die Genossen das Versäumte nachholen, indem statt, wozu Mitglieder wie Gäste aufs freundlichste eingeladen Weise insultirt worden, wie ihm dies nicht einmal während seines der als Familien- Domäne der Perier's galt. Man sieht, fie der politischen Organisation, dem Arbeiter- Bildungsverein für Dienstes in der französischen Fremdenlegion widerfahren sei. Auf die Frage nach dem Urheber habe der Tambour erwidert:„ Sie der Stern des neuen Präsidenten ist in raschem Ver- Mariendorf und Umgegend beitreten. Im Lokal wird nur boykottfreies Bier verschänkt. Der Vorstand des Arbeiterselbst, Herr Oberst, haben mich während des ganzen Dienstes blassen. infultirt und sich dabei der unnobelsten Ausdrücke aus dem Thietbuche bedient". Was der Herr Oberst darauf geantwortet der Revolution von 1830 das Volk genasführt und abIn Belgien ist die große liberale Partei", die feit Bildungsvereins für Mariendorf und Umgegend. Der Landesparteitag der Sozialdemokratie des habe, wird nicht gesagt, dagegen versichert, es feien 3eugen wechselnd mit der Pfaffenpartei das Land ausgeplündert Herzogthums Braunschweig und des 13. Han dieses Vorfalles genug gewesen. Wahlkreises findet am Sonntag, den Also ein schweizerischer Wehrmann betrachtet es als hat, angesichts der bevorstehenden Wahlen vollständig aus no verschen Die provisorische ,, unwürdige Behandlung", als eine„ Jusulte", wenn er mit dem Leim gegangen. Im Hinblick auf diese Wahlen, die 30. September in 2angelsheim statt. unnobelen. Ausdrücken aus dem Thierreich" bedacht wird. am 14. Oktober stattfinden sollen, wurde bekanntlich seitens Tagesordnung lautet: 1. Bericht des Landesvertrauensmannes. Und wenn so etwas geschieht, wird es von der schweizerischen einiger Radikalen der Versuch gemacht, ein Wahlkartell der 2. Die Agitation. Referent Genosse R. Calwer. 3. Der Landbote". 4. Anträge. Preffe als ein Att besonderer Rohheit verzeichnet! Be- bürgerlichen Parteien mit den Sozialisten zu stande zu fanntlich wurde seinerzeit von den Preußischen Jahr bringen. Die Sozialisten beschäftigten sich auf ihren zwei Parteikonferenz. In Gusow fand am Sonntag, den büchern" behauptet, daß Soldatenmißhandlungen und Roh- letzten Kongreffen mit der Kompromißfrage und lehnten 9. September, eine Kreistonferenz der Parteigenossen des Frant heiten gegen Soldaten seitens der Vorgesetzten in der jedes Wahlbündniß ab, das ein Aufgeben des Prinzips er- furt- Lebuser Reichstags- Wahlkreises statt. Dieselbe war von Schweiz beim Milizheer ebenso gut vortämen wie in heische. Dadurch war jedes Zusammengehen mit den ge- 10 Drten befchickt. Bevor in die Verhandlungen eingetreten unserem stehenden Heere. Vielleicht beantwortet die mäßigt Liberalen, die teine soziale Frage anerkennen, ausRedaktion der Preußischen Jahrbücher" uns die Frage, ob ein Vorgang, wie der von dem Schweizer Blatt als etwas Außergewöhnliches gerügte, in Deutschland überhaupt der Erwähnung werth gefunden würde? bahn die meisten Unfälle vorgekommen. " " Die Friedensliebe Rußlands wird betheuert von dem russischen Finanzminister, Herrn Witte. Das ist die große Nachricht, die uns von einem hiesigen BörsenHermann von Helmholt. geschlossen. Die Radikalen, unter Führung von Jansen, Ferron und Lorand, gaben jedoch die Hoffnung nicht auf, irgend eine gemeinsame Aktion zu organisiren, und sie machten den Vorschlag, die Liberalen sollten sieben, die Radikalen ebenfalls sieben, und die Sozialisten und die Sozialisten vier Kandidaten in Brüssel aufstellen, und jede der drei Fraktionen solle die andere unterstützen. Dieses Uebereinkommen, das übrigens auch kaum die Billigung serer Zeit auf wirthschaftlichem und politischem Gebiete scheint er nicht verstanden zu haben. Schon der Kampf des BürgerDer am 8. September gestorbene Physiker H. von Helmholtz thums zu Ende der vierziger Jahre fonnte ihn nicht aus seiner besitzt einen weit über die Grenzen Deutschlands und Europas stillen Gelehrtenstube herausreißen, wenn derselbe wahrscheinlich hinausgehenden Ruf, welchen er seiner außerordentlichen Be- auch seine vollste Sympathie hatte. Der großen Kulturbewegung deutung für die Wissenschaft verdankt. Wenn der beschränkte des Sozialismus dagegen stand er völlig theilnahmslos gegenRaum unseres Blattes uns leider nicht gestattet, auch nur einiger- über. maßen unsere Leser über dasjenige zu unterrichten, was auf dem Darum schätzen wir ihn aber nicht minder; denn man fann Gebiete der eratten Wissenschaften geleistet wird, so müssen wir von einem Manne eben nicht alles verlangen. Wir betrauern doch bei dem Hinscheiden eines Mannes von Helmholtz' um- in ihm mit der gesammten Welt, welche an dem Fortschritt der faffender Bedeutung eine Ausnahme machen. Kultur ein reges Interesse befundet, einen der hervorragendsten Geister, welche in unserem Jahrhundert aufgetreten sind. Bt. Literarisches. * für wurde, ehrten die Anwesenden das Andenken an die verstorbene Genoffin A. Wabnitz in der üblichen Weise. Aus dem Bericht des Vertrauensmannes ist hervorzuheben, daß die Gesammta einnahme im letzten Jahre 1029,96 M. und die Ausgabe 956,10 m. betrug, so daß gegenwärtig mit dem Bestand des Vorjahres 130,37 m. vorhanden sind. Zum Puntt 2 der Tagesordnung: Die Preffe" wurde beschlossen, daß die Genossen der einzelnen Orte in ihren Nachbarorten zuverlässige Adressen ermitteln sollen, denen auf Kosten des Wahlfonds die Voltsstimme" ein Jahr lang zu gestellt werden soll. Zum Punkt 3: Organisation und Agitation wurde die mangelhafte Berichterstattung der Vertrauensleute ge rügt und beschlossen, daß diese verpflichtet sein sollten, für den nächsten. Kreistag Bericht einzusenden über die agitatorische Thätigfeit, sowie über die wirtschaftlichen Verhältnisse ihrer Orte. Ebenso wurde ein Antrag angenommen, die Broschüre: Bauer und Edelmann in Preußen" in genügender Anzahl im Wahlkreise zu verbreiten. Als Delegirten für die Provinzialfonferenz in Berlin wurden die Genossen Fischer- Frankfurt, Barthelt Gusow und Weiland- Fürstenwalde und als Delegirter zum Parteitag in Frankfurt a. M. Genosse Fischer- Frankfurt gewählt. Als Beweis, in ivelcher Weise die Militärbehörde die Wirthe auf dem Lande, welche ihre Lokale unseren Genossen zur Verfügung stellen, boykottirt, wurde mitgetheilt, daß gelegentlich der Einquartirung in Neu- Harden= berg der Wirth Rube von derselben oerschont geblieben sei und daß den Soldaten verboten wurde, dessen Lokal zu besuchen. Wann wird die Militärbehörde die Konsequenz ziehen und den Sozialdemokraten den Eintritt in das Heer überhaupt verweigern? * Aus nicht gerade glänzenden, aber gut- bürgerlichen Verhältnissen hervorgegangen sein Vater war Gymnasiallehrer in Potsdam wandte er sich zunächst dem Studium der Medizin zu. Als Militärarzt in Potsdam beschäftigte er sich, soweit feine Zeit es zuließ, mit der Phyfit, und veröffentlichte im Jahre 1847 die kleine Schrift über die Erhaltung der Kraft, Nummer 19 des Süddeutschen Postillon bringt in einem welche allein schon hinreicht, seinem Namen die Unsterblich- Bilde" In der Arena", wie die beiden leitenden Staatsmänner Schule und Sozialdemokratie. In den Schulvorstand zu In dieser Abhandlung wies er noch, in Frankreich als Henfersknechte das Gitter hochziehen, hinter Derlinghausen waren am 10. Mai vier Sozialdemokraten daß in der Natur ein unveränderlicher Arbeitsvorrath enthalten dem die wilden Bestien des Anarchistengefeßes lauern, um sich gewählt worden. Das konnte natürlich nicht geduldet werden, ist, der durch keine natürlichen Prozesse vermehrt oder vermindert auf das Proletariat zu stürzen, während die Bourgeoisie auf den die Wahl wurde für ungiltig erklärt. Am 8. September fand werden kann, daß vielmehr immer nur eine Umwandlung der Tribünen Beifall klatscht. In den Mittelbildern sind recht glück- die Neuwahl statt. Die Betheiligung war eine sehr starke; der verschiedenen Arbeitsformen in einander stattfindet. Sinkt 3. B. liche Gedanken zum Ausdruck gebracht. Auch der verstorbenen Herr Pfarrer selbst machte, wie die„ Volkswacht" schreibt, den ein Gewicht von einer bestimmten Höhe herab, so ist es dabei Genoffin Agnes Wabniß ist in einem Nachruf gedacht. Schlepper und holte die Säumigen heran. Half alles nicht, ganz imstande, ein ebenso großes Gewicht zu heben; ebenso unangenehm berührt dagegen die hoffentlich zum Abschluß ge- bleibt der Schulvorstand von den Rothen nicht verschont, zwei tann es, wenn es mit einer gewiffen durch unserer Genossen sind auch jetzt wieder gewählt. ben langte Brieftaften- Bolemit. Fall erlangten Geschwindigkeit am Boden anfommt, Glühlichter Mr. 126. Ein frisch und flott gezeichnetes eben durch diese Geschwindigkeit ein anderes gleich großes Vollbild von Kasteline illustrirt den jeht überall im Reich erGewicht oder sich selbst auf seine ursprüngliche Höhe herauf tönenden Henkersruf nach einem neuen Sozialistengesetz und Landtagswahl gewählt wurden, gehören 87 der sozialdemokratitreiben, wie es z. B. bei dem Pendel geschieht. Helmholtz wies nun ebenso flott illustrirt er an anderer Stelle die Frage, warum wir schen Partei an. nach, daß dies Gesetz ein ganz allgemeines ist, daß überall, wo ein tros der billigen Meblpreise so kleines Brot haben. Auch textArbeitsquantum durch einen natürlichen Vorgang verloren geht, lich zeichnet sich die Nummer durch eine Fülle sarkastischer Bedies nur scheinbar ist, daß in Wirklichkeit dagegen stets nur eine merfungen in Poefte und Prosa über die politischen TagesUmfeßung, eine Verwandlung der einen Form, durch welche fragen aus. Arbeit geleistet werden kann, in eine andere stattgefunden habe. in Eingelaufene Druckschriften. Bon der neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Dies' Berlag) ist soeben das 49. Beft des 12. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Der Klaffentampf in Frantreich. Von Paul Lafargue.( Schluß.) Gin Potpourri. Bon Ed. Bernstein. Die russischen und polnischen Juden in London. Von M. Beer, London. Literarische Rundschau. Notizen: Bum Ausfterben der Zwergbetriebe. Von den 52 Wahlmännern, die in Apolda für die Der, freifinnige" Magistrat in Nürnberg hat in seiner legten Sigung einstimmig befchloffen, gegen den Land- und Reichstags- Abgeordneten Karl Grillenberger Beleidigungsklage zu stellen. Genosse Grillenberger erhob gegen den Magistrat den Borwurf groben Amtsmißbrauchs, begangen durch falsche Auslegung des Vereins- und Versammlungsgesetzes. Die Nürnberger Sozialdemokraten begrüßen den Schritt des Magistrats, und werden die betreffenden Verhandlungen für die Partei im allgemeinen von weittragendster Bedeutung sein. Hoffentlich führt die Angart, J. H. W. Die Verlag) ift uns soeben die Nr. 18 des 4. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Zur felben Sache bemerkt die An des bayerischen Vereinsgesetzes. bie Parteigenoffinnen! Lohn- und Arbeitsverhältnisse Mann- letzte Nummer der Fränkischen Tagespost": Auch ein heimer Fabritarbeiterinnen. Feuilleton: Das Kaltwert. Von Heinrich Amtsmißbrauch? In der gestrigen Magistrats- Sizung Landsberger. Arbeiterinnenbewegung. Kleine Nachrichten. Außer mit diesem Grundgesetz der modernen Naturwissenschaft ist Helmholtz' Name mit einer ganzen Reihe von Entdeckungen in der Physik verbunden, welche das Gebiet der Lehre vom Schall, vom Licht, von der Elektrizität fallen. Dabei war er nicht einseitig beschränkt, sondern hat Hervorragendes auch in der Medizin und Mathematik Die Gleichheit. Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen.( Stuttgelegenheit zu einer flaren Definition der einschlägigen Artikel geleistet. Als Frucht seiner medizinisch physiologischen Studien schentte er 1849 der Menschheit den Augenspiegel, durch welchen das Innere des lebenben Auges dem Forscher und Arzt sichtbar wurde. Sein umfassender Geist war nicht mit dem Einzelwissen zufrieden, sondern er faßte alle einzelnen Thatsachen der verschiedenen Wissenszweige zu einem Gesammtbild der Welt zusammen, das er in musterhaft geschriebenen populären Darstellungen auch einem weiteren Publikum zugänglich machte. Doch ist es nur ein physikalisches Weltbild; die Geistestämpfe unNur zu! Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Bf., verlas der Bürgermeister von Schuh zur Begründung" durch die Bost bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungslifte für 1894 der Strafantragstellung gegen Grillenberger, respektive zur unter Nr. 2660) beträgt der Abonnementspreis vtertel jährlich ohne Beftell geld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inferatenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 f. Watentirtes Betrügen. Ein Sittlichkeitsverbrechen. Der Fluch der Arbeit. Drei Essays von E. Sorsten. Leipzig. Verlag: Aug. Schupp. sosiales Elend im Kaufmannsstande. Bon M. Reinhard.( 2. Auflage.) Leipzig. Verlag: Aug. Schupp. Vertheidigung seines Verhaltens als Polizeichef in Sachen Mißhandlung des Arbeiter- Versammlungsrechts einen großen Theil der Motivirung des landgerichtlichen Urtheils gegen Eizinger vom 17. August d. Js. Während so ein Unbetheiligter in der Lage war, sich auf den Wortlaut eines Gerichtserkenntnisses au 17 -Gewerkschaftliches. Versammlungen. berufen, ist daffelbe dem Betheiligten, nämlich dem Verurtheilten, dessen Anwalt es dringend zur Begründung der angemeldeten Revision bedarf, bis heute noch nicht zugestellt!!! Auf welche Achtung, Parteigenossen! Diejenigen, welche noch im Weise ist nun die Polizei in den Besitz der Urtheilsabschrift ge- Besitz von Sammellisten der ausgesperrten Kuhnheim'schen Arbeiter Die Verkürzung der Arbeitszeit in der Praxis. In langt? Ist das Urtheil für den betheiligten Staatsbürger oder find wollen solche sofort an den Vertrauensmann hier, Bökert, Fabritbesitzer Freese, der bekanntlich den Achtstundentag schon der letzten Versammlung des Berliner Arbeitervereins sprach der zum agitatorischen Gebrauch für den Polizeivorstand aus- Adlershof, Bismarckstr. 37, einsenden. Die Unterstützungseit einigen Jahren in seinem Betriebe durchgeführt hat, über die Fabrikbefizer Freese, der bekanntlich den Achtstundentag schon gefertigt? Und mit welchen gefeßlichen Bestimmungen will ein tommission. folches Verfahren etwa zu rechtfertigen versucht werden? damit erzielten Resultate; wir glauben der Zustimmung unserer Achtung, Weber! In Domhorst bei Schiffbeck find so Leser sicher zu sein, wenn wir über diesen Vortrag ausführlicher große Lohnabzüge gemacht, daß sämmtliche Weber die berichten. Redner bemerkt nach einer kurzen Einleitung: Bur „ Eine vergessene Statistik". In unserem Leitartikel Arbeit niedergelegt haben und ersuchen wir alle Kollegen, den Beurtheilung der Frage, betr. Einführung einer Maximalgrenze ( Nr. 208 dieses Blattes), der unter obiger Spigmarke die Zuzug fern zu halten, insbesondere da der Fabrikant Meyer, für männliche Arbeit, habe er( Redner) in seinem Betriebe seit Statistit der Gewerbegerichte in Deutschland hieß es in bezug auf Gießen, daß dort ein Gewerbe Hamburg, Rödingsmarkt Nr. 39, bekannt gegeben, daß er von dem Jahre 1886 Erfahrungen gesammelt. Vor dieser Zeit bestand Alle in seiner Fabrik eine vollständig ungeregelte Arbeitsgericht noch nicht bestehe. Nun geht uns aber von arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. einem dortigen Parteigen offen folgende Richtigstellung zu: zeit, in der Hochsaison Nachtarbeit, Sonntagsarbeit u. s. w. In Wahrheit besteht seit einem Jahre hier ein Gewerbe. Bei dem gegenwärtigen Weberstreik in Bielefeld Bufällige Beobachtungen seien die Veranlassung gewesen, gericht. Im Auguft vorigen Jahres fand die Wahl der Beisitzer kommt das Weberelend in recht nackter Form zu Tage. Die zunächst gegen die Sonntags- und Ueberfundenarbeit vorzugehen statt, die in der Arbeiterabtheilung einen Sieg der sozialdemo: Streitkommission hat 50 Lohnbücher aufgerechnet und gefunden, und diese nach und nach ohne Schaden für beide Theile, Arbeiter und Betriebsleitung fratischen Kandidaten mit ca. 240 gegen die des Gewerbevereins daß der tägliche Verdienst im Durchschnitt bei diesen 50 Perabzuschaffen. Im Jahre 1890 Bei mit ca. 30 Stimmen ergab. Das Gewerbegericht funktionirt zur sonen 1,83 M. beträgt. einer Arbeitszeit von habe man nach Rücksprache mit dem Arbeiterausschuß, der in 631/2 Stunden macht dies die nette Summe von allen Fällen höchst segensreich gewirkt hat, eine GeneralversammZufriedenheit. 171/4 Pfg. pro Stunde aus. Und, wohlverstanden, hier sind lung sämmtlicher im Betriebe beschäftigter Arbeiter zur Be Verkürzung der Arbeitszeit einberufen. die besten und geübtesten Weber und Weberinnen einbegriffen. Sprechung über seiten der ArDie Kommission hat eine halbjährige Lohnperiode, vom 9. Januar Das Resultat bestand darin, daß von wurde, bis infl. 30. Juni ihrer Berechnung zu Grunde gelegt. Der beiter eine 10-15 prozentige Lohnzulage verlangt die Reduzirung der Arbeitszeit auf die Todtenliste der Partei. In Flensburg starb nach langem Krantenlager der Klempner Schmidt im Alter von nur 29 Jahren an der Proletarierkrankheit. Der Verstorbene burger Männer- Gesangvereins" und des„ Klempner- Fachvereins". trächtlich, wenn war Mitglied des Allgemeinen Arbeitervereins", des" Flens: Durchschnittsverdienst vermindert sich selbstverständlich noch be acht Stunden nicht gutheißen wollte; da dies aber eine Mehr* * * Polizeiliches, Gerichtliches ze. Auch gewerkschaftliche Versammlungen verfallen in Dresden der Auflösung. So wurde fürzlich eine Martthelferversammlung und auch eine Metallarbeiterversamm: Yung aufgelöst. In der letzteren geißelte ein Redner die Zustände in einigen Fabriken; diesen glaubte die Polizei durch Versamm: lungsauflösung beispringen zu müssen. Soziale Leberlicht. Ein Arbeiterbudget. Herr Eugen Richter hat bekanntlich ausgerechnet, daß das Durchschnittseinkommen im Zukunfts staat" 932 Mart betragen werde. Angenommen, aber nicht zugegeben, diese Rechnung sei richtig, dann wäre ein ungeheurer Prozentsaz der Bevölkerung immerhin noch in einer besseren Lage als heute, würde also noch immer einen guten Tausch machen. Ein Arbeiter in Hirschberg hat sich die Mühe genommen, während eines Jahres Einnahme und Ausgabe genau zu notiren. Die Familie des Arbeiters bestand aus 4 Personen und sein Jahreseinkommen betrug 612 Mart. Die nachstehenden Ausgaben sind auf ein Jahr, und zwar vom 1. Juli 1893 bis 30. Juni 1894, berechnet. Der Arbeiter brauchte: Für Alters. und Invalidenversicherung und Krankengeld Wohnung 19,22 M. " " Holz und Kohlen " Wassersteuer 78, 42,-" 2," " Kommunalsteuer 2,40 " " " Kreissteuer 0,28 " " Zeitung 7,90 " Seife, Soda, Stärke 2c. 7,80 " " Bett- Stroh 1,75 " " " Fußbekleidung für 4 Personen 22,50 " " Sonstige Bekleidung 28,80 " " Rasiren und Haarschneiden 3,40 " Sterbefasse 20,80 " " An noch nicht aufgeführten wirth. schaftlichen Ausgaben 7,40 " " Schulutensilien 1,15 " " Entbindungskosten 9,20 " " Ein Kind 9 Wochen gezogen 11,25 " " Letzteres beerdigen lassen 12,70 " " Apotheke 4,30 " Doktor- Rechnung 6, " " " Kleine Ausgaben 5,20 " Summa 294,95 M. Dabei ist aber Als hinzurechnet. Die Sammlungen für die streifenden Weber ausgabe von über 7000 m. pro Jahr für ihn, den Besitzer der werden von den Gewerkschaften Bielefelds eifrigst fortgesetzt. Die Fabrit, in sich schloß, so sei die Frage damals noch ungelöst Buchdrucker bewilligten in ihrer letzten Versammlung 50 M. aus geblieben; man habe sich jedoch dahin geeinigt, die Neunstundender Ortskaffe und beschlossen ferner, während der Dauer des arbeit festzuhalten. Schon früher habe er die Wahrnehmung ge= Streits jede Woche 25 Pf. Extrasteuer von ihren Mitgliedern zu macht, daß in der stillen Zeit, der todten Saison, wo öfter zwei und mehr Stunden pro Tag weniger gearbeitet wurde, erheben. Boff. 3tg." geschrieben, daß vor einigen Tagen zehn der Ausleber den Oldenburger Glasarbeiterstreik wird der zunächst das Quantum der geleisteten Arbeit faft nicht zurückging und damit auch der Lohn derselbe blieb. die Packer, eine Arbeitergruppe, ständigen zu den verkürzten Lohnfäßen die Arbeit wieder auf: Lohnerhöhung kamen dann mit einer die Affordsäge wurden schon seit genommen haben. Insgesammt arbeiten jetzt 200 Personen gegen längerer Zeit von beiden Theilen auf 2 Jahre vorausbestimmt 700 in gewöhnlichen Zeiten. Unsere Leser werden sich erinnern, sei der Vorschlag der Betriebsleitung, für die im Lohn be= daß wir schon vor einigen Tagen mittheilten, die unsicheren schäftigten Arbeiter das Risiko zu tragen, resp. den alten Lohnsatz Fabrikanten günstigen Schluß daraus zu ziehen, wäre sicher zunächst probeweise auf acht Stunden festzusehen wäre, von der Kantonisten" seien der Fahnej untreu geworden. Ginen für die zu garantiren, während die Arbeitszeit für alle Beschäftigten verfehlt. Majorität der Arbeiter angenommen worden. Widerspruch Der Glasarbeiterstreit in Rive de Gier dauert eben- wurde von einzelnen älteren Leuten laut, welche meinten, falls fort. Täglich finden Versammlungen statt, in denen sozia- in dem schnelleren Tempo nicht mitkommen zu können. listische Abgeordnete sprechen; die Abgg. Charpantier und Die Achtstundenarbeit wurde nun aufs strengfte innegehalten und genau Baudin sind ständig in Rive de Gier. so gut wie zweckentsprechender Die. 24. Woche im Streik befinden sich nunmehr die Disposition man ohne Sonntags- und Ueberstundenarbeit aus. Stettiner Steinfeger, und immer noch werden von feiten der komme, ebenso habe diese Maßregel einen Schaden in keiner BeInnungsmeister nicht die geringsten Zeichen irgend welchen Entziehung gebracht. Herr Freese gab einen Auszug des Verdiensics gegenkommens gezeigt. Im Gegentheil werden die Herren von der einzelnen Arbeitergruppen. Tag zu Tag proziger und hochmüthiger. Allerdings hat man Der allgemeine Durchschnitt beträgt demnach in der Periode wohl auch hegründete Ursache anzunehmen, daß sich hinter der ungeregelten Arbeitszeit 24,55 M., bei 91/2 Stunden diesem prozigen Benehmen die Wuth über den fast beispiellos gleich 24,25 M., bei 9 Stunden= 25,07 M. und bei achthartnädigen Widerstand der Gesellen verbirgt. Durch stündiger Arbeitszeit( seit 1892) 25,67 M. Mit Ausnahme der die albernsten Drohungen glauben diese Herren die Maler und Schloffer haben die Arbeiter den LohnStreifenden schrecken zu fönnen; so erklärte fürzlich einer der sat troh verkürzter Arbeitszeit noch gesteigert. Klagen der Meister: Wenn die Gesellen jetzt nicht bald die Arbeit auf- Arbeiter, so fährt der Redner dann fort, sind nicht vornehmen, dann bekommen sie im nächsten Frühjahr nur noch gekommen, die Vortheile in gesundheitlicher Beziehung zc. sind 15 M. Wochenlohn( die Hälfte des bisherigen!) und wenn sie unverkennbar; ebenso wenig habe die Fabrikleitung Anlaß dafür auch nicht arbeiten wollen, dann giebt der Magistrat fünf mit der Einführung dieser furzen Arbeitszeit unzufrieden Jahre lang überhaupt keine Arbeit heraus!" Natürlich ist das zu sein. Die Ersparniß an Beleuchtung, Heizung, Maschinennur ganz albernes Blech, aber immerhin charakterisirt ein der- fraft sei ganz erheblich; interessant sei auch zu beobachten, daß artiger Ausspruch die ganze proßige Denk- und Anschauungs- I selbst die Leistung der Maschinen, da durch zweckmäßige Einweise des Jnnungsmeisterthums. theilung eine Reihe kleiner Pausen fortfalle, fich in Unbedingt aber müssen die vorhandenen Arbeiten jetzt vor etwas erhöht habe. Das Produkt habe in feiner Bes Eintritt des Winters beschleunigt werden, und es ist die Hoffnung ziehung gelitten. Der Referent führt nun im einzelnen durchaus noch nicht ausgeschlossen, daß die meisten sich doch aus, welchen Gefahren vorgebeugt würde, wenn der Staat sich wenigstens noch zu einem anständigen Vergleich herbeilassen müssen, entschließe, möglichst bald die Frage in dem Sinne, wie sie die wenn es gelingt, die Streifenden noch einige Wochen über Wasser übergroße Mehrheit der Arbeiter wolle, zu lösen. Ausgeschlossen zu halten. Es ergeht daher an die Arbeiterschaft die dringende sei, daß auf anderem Wege( freie Vereinbarung) in absehbarer Bitte, die Streifenden, wenn irgend möglich, materiell zu unter- Zeit das Ziel, nach dem sich Millionen sehnten, zu erreichen stüßen. Adr.: C. Ortmann, Stettin, Deutschestr. 19, 111. Es ist auch wäre. Mit großem Beifall wurde der Vortrag aufgenommen. Die nicht ausgeschlossen, daß die Innungsmeister, in der Hoffnung, Diskussionsredner erklärten sich auf grund ihrer Erfahrungen ausdaß die Wachsamkeit der Streifenden und das Interesse der Ar- nahmslos mit dem.Referenten einverstanden. Ein Antisemit hatte beiterschaft nachgelassen, noch einmal den Versuch machen werden, großen Lacherfolg mit seiner Behauptung, daß die konservativfremde Arbeitskräfte heranzuziehen. Es wird deshalb christlichsozial- antisemitischen Gruppen allein geeignet wären, den ganz besonders gebeten, unter allen Umständen den Zuzug von Achistundentag im Parlament zu vertreten. Von anderer Steinfegern nach Stettin fernzuhalten. Seite wurde betont, daß die sozialdemokratische Fraktion schon seit Jahren in diesem Sinne thätig ist. Der Vorsitzende Roß erklärte unter Zustimmung der Versammlung, daß die frei sinnige Volkspartei, wenn sie sich weigere, den Punkt Marimalarbeitstag in das neue Programm mit aufzunehmen, als entschiedene Gegnerin jeder sozialen Reform energisch zu be= " Rechnet man diese Summe von dem Jahreseinkommen von 612 M. ab, so verbleiben für Essen und Trinken 317,05 M., d. h. pro Woche 6 M. 92/3 Pfg., und pro Tag ungefähr 87 Pfg. Da nun die Familie 4 Röpfe zählte, so erhielt die Person pro NB. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruckt gebeten. Tag noch nicht ganz 22 Pfg. Für diese 22 Pfg. pro Tag wollen Der Güstrower Streik dauert fort. Die Streifenden, die Herren Unternehmer aber auch noch fräftige Arbeiter haben denen alle Versammlungen verboten werden, wenden sich neuerund verlangen elfstündige Arbeitszeit pro Tag. nicht zu vergessen, daß unser Arbeiter noch lange nicht einer der dings in einem Flugblatt an die Einwohner Güstrows. In schlechtestgestellten ist; sein Ginkommen ist noch bedeutend höher, diesem wird die von uns bereits beleuchtete Schießaffäre beals z. B. das eines schlesischen Webers. Dieser würde geneigt sprochen und betont, daß, währenddem bis dahin die Behörde kämpfen sei. sich einer gewiffen Objektivität gegenüber den Streifenden besein, jenen als einen Schlemmer zu betrachten. Und doch Die Geschäftsdiener, Packer ze. hatten sich mit ihren fleißigt habe, dies jetzt nicht mehr gesagt werden könnte. Den Frauen zahlreich zu der öffentlichen Versammlung eingefunden, leben wir in der besten der Welten. Ausständigen sind nicht nur der Bahnhof, sondern auch verwelche am Sonntag im Lokale Oranienstraße 180 abgehalten schiedene Straßen ganz gesperrt worden. Der Tischler Bauer, wurde. Mit lebhaftem Beifall wurde der Vortrag aufgenommen, der die Straße an der Fabrik an einem bestimmten Tage sehr den Frau Ihrer über das Thema„ Die Kindererziehung, wie häufig zu pasfiren hatte, um zu einem Herrn zu gelangen, der sie ist und wie sie sein soll", bielt. Die Referentin richtete die dort wohnte, richtete an die Polizeibehörde das Ersuchen, die Aufforderung an die in großer Zahl anwesenden Mütter, den dort stationirten Polizeibeamten dahingehend verständigen zu schädlichen Einfluß der heutigen staatlichen Jugenderziehung durch wollen. Darauf erhielt er folgendes Schreiben: Vorzeigen zu erwidern, daß ein unausgesetzter Verkehr Frau Balm und Leuschner sprachen in der Diskussion. In einer Durch zweckmäßige Einwirkung auf das Kindergemüth zu paralyfiren. seinerseits durch die Eisenbahnstraße nicht statthaft sei, und Resolution gab die Versammlung ihrem Willen Ausdruck, den ihm, wenn er so oft zu p. Seß hingehen müsse, überlassen Ideen, welche die Referentin vertreten, überall Verbreitung zu bleiben müsse, einen andern Weg zu wählen." Das kommt verschaffen. allerdings einem Belagerungszustand gleich und sind auch schon mehrere Berhaftungen von Streifenden vorgenommen worden. Trotzdem die Revolveraffäre noch gar nicht soweit aufgeklärt ist, daß man mit Bestimmtheit behaupten könnte, die Arbeiter seien die Urheber, so sind die Ausständigen durch die Maßnahmen der Polizei doch der einzig leidende Theil. Selbst für den Fall, daß ein Arbeiter der Angreifer gewesen ist, liegt für die Behörde fein Grund vor, die Gesammtheit dafür büßen zu lassen, indem man ihr in ihrem Kampfe gegen die Unternehmer Hindernisse in den Weg legt. Eine Arbeitslosenstatistik für Elberfeld- Barmen hat der dortige Allgemeine Arbeiterverein im Monat Juli vor genommen. Das Ergebniß wirft ein grelles Schlaglicht auf die gegenwärtigen Zustände. Gezählt wurden insgesammt 957 Per jonen, welche nachweislich beschäftigungslos waren, wodurch 2738 Personen, darunter 972 Kinder in Mitleidenschaft gezogen wurden. Unter 20 Jahren waren 230 Personen, von 20 bis 30 Jahren waren 260 Personen arbeitslos; auch 8 Personen, die im Alter von 70-80 Jahren stehen, werden als beschäftigungslos aufgeführt. Insgesammt find den Arbeitslosen 17 088 Wochen Arbeitszeit verloren gegangen, was, wenn 15 M. als Durch schnittslohn angenommen wird, einem Ausfall an Arbeitslohn von 256 320 m. entspricht. Die Dauer der durchschnittlichen Arbeitslosigkeit stellt sich bei der Gesammtzahl von 17 088 Wochen auf 17,9 Wochen. Im Einzelnen wurde folgendes festgestellt: von 1-5 Wochen 372 Personen 6--10 148 09 11 11-15 92 " " 16-20 41 " " " 21-25 19 " " " 26-30 85 " " 31-35 19 " " 36-40 40 " " " 41-50 22 " " über 50 90 " 09 ohne Angabe 27 Summa: 955 Personen Depeschen: ( Depeschen- Bureau Herold.) Paris, 11. September. Blättermeldungen zufolge soll eine französische Expedition gegen die Howas ausgerüstet werden, da die Vertragsverhandlungen zweifellos zu feinem Resultat führen. Streit der Pariser Kürschner. Man schreibt uns aus In Madagaskar soll demnächst eine Division Feld- und MarineParis unterm 9. September: Die hiesigen Kürschnergehilfen, Infanterie an's Land gesezt und von der im indischen Ozean deren Zahl ca. 600 beträgt, von denen die Majorität aus Aus- befindlichen Flotte unterstützt werden. London, 11. September. Aus Shanghai wird berichtet, daß ländern, zumeist Deutschen besteht und ausgezeichnet organisirt die Stellung des Vizekönigs Li- Hung- Chang thatsächlich erschüttert sind, befinden sich seit gestern im Streik. Ihre Forderungen sei und daß er sich auf seinem Posten kaum halten können lauten: 1. Achtstündiger Arbeitstag für alle Arbeiter und werde. Ferner wird die Situation der chinesischen Armee auf Arbeiterinnen und Aufrechthaltung dieser Magimaldauer während rechtigt. des ganzen Jahres; 2. ein fixer Lohn von 12 Frts. täglich für Korea als die denkbar traurigste bezeichnet, weshalb China ge= Unfagbares Glend wird durch obige Zahlen aufgedeckt; für die blos für die Saison d. i. für die Monate November big wungen sei, demnächst die Vermittelung einer Großmacht behufs unsere Herrschenden und ihre Arbeiter eine furchtbare Mahnung, Februar aufgenommenen Arbeiter; 3. für Ueberstunden ein Fünftel des Friedensabschlusses mit Japan in Anspruch zu nehmen. London, 11. Geptember. Die umlaufenden Gerüchte über nicht länger falt und abweisend gegenüber der Noth ihrer Mit des täglichen Arbeitsverdienstes; 4. ein fixer Tageslohn Mittel und Wege zu finnen, diesem grauenvollen Elende Einhalt 4 Jahren für alle Lehrlinge und ein Minimallohn von 7 Franks werden von den„ Times", sowie dem„ Standard“ und„ Daily menschen und ihrer selbst zu bleiben, sondern bei Zeiten auf von 4 Frants für alle Arbeiterinnen; 5. Maximal- Lehrzeit von bevorstehende Unterhandlungen zwischen den chinesischen und japazu thun. für die Ausgelernten. Gegenwärtig haben sie einen 9stündigen Wie dem Bauer der Militarismus als eine fegens- Arbeitstag, den aber die Arbeitgeber nach Belieben verkürzen Telegraph" dementirt mit dein Hinzufügen, die Heerführer feien reiche Einrichtung gepriesen wird. In der Lausitz finden können und damit auch den Lohn, der nicht pro Tag, sondern nur zu Kriegszwecken nach Korea gesandt worden; Unterbekanntlich jetzt die Manöver statt. Die Leipziger Zeitung" pro Stunde berechnet wird, für die bisher 1 Frant gezahlt handlungen anzubahnen, seien sie nicht beauftragt oder be weiß gar nicht Gutes genug darüber zu berichten. Wie aber wurde. Blos die Arbeiterinnen werden pro Tag bezahlt dem Bauer der Militarismus als ein Geldbringer geschildert und beträgt deren Lohn gegenwärtig 3,50 Franks im Maximum ist die im Norden von Korea befindliche chinesische Armee in einer London, 11. September. Wie aus Shanghai gemeldet wird, wird, ergiebt sich aus folgenden Zeilen: Infolge zahlreicher Ein- für die Ueberstunden erhielten die Arbeiter bisher 1/6 des täglichen sehr mislichen Lage. In den einzelnen Truppentheilen fehlt jede quartirung sind die Wochenmärkte in Löbau außerordentlich Arbeitslohns. Es giebt hier im Ganzen ca. 30 Kürschnereien, Disziplin; die Generale und Offiziere sind vollständig ermatter, lebhaft und die Preise für die Produkte der Landwirthschaft sind von denen die bedeutendste die der Gebrüder Révillon ist, die, während unter den Soldaten überhaupt Regellosigkeit herrscht, die fast in der ganzen Lausitz gestiegen, ebenso theilweise die Fleisch- von den zahlreichen Konfektionsarbeiterinnen und den Neben= preise. Nicht so angenehm dürften die hohen Fleischpreise für arbeitern, wie Ausklopfer 2c. abgesehen, 125 Kürschnergehilfen wegen des Fehlens der Lebensmittel immer mehr zunimmt. Die die Arbeiter und Handwerker sein. Aber auch für den Bauer, und einige 20 Lehrlinge beschäftigt, und in welchem Geschäfte Positionen der Chinesen sind unhaltbar, da neben der förperlichen besonders für den kleinen, hat diese Bertheuerung einen recht denn auch der Streit zuerst ausgebrochen ist. Zum Schlusse sei Erschöpfung der Truppen auch die festen Stellungen derselben problematischen Werth, denn er hat fein Vieh zu verkaufen, muß noch hervorgehoben, daß die Berhandlungen der Kürschner- durch große Ueberschwemmungen zerstört sind. Mehrere Kaufdas Fleisch, vorausgesetzt daß er solches sich leisten kann, und gewerkschaft stets in franzöfifcher und deutscher Sprache geführt leute wurden verhaftet, da sie sich geweigert hatten, die von der die übrigen Lebensmittel selbst erst einkaufen. Weiter muß er werden und zu diesem Behufe für alle ihre Versammlungen ein Regierung verlangten Geldmittel zu liefern. auch Futter und Streu höher bezahlen. eigener Uebersetzer engagirt ist. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 212. Mittwoch, den 12. September 1894. Arbeiter! Varteigenoffen! 11. Jahrg. Der brutale Willkürakt des Brauereirings harrt noch der Sühne. Den Hunderten unschuldig aufs Pflaster geworfenen Arbeitern ist noch keine Genugthuung ges worden. Arbeiter und Parteigenossen! Ohne Eure opferwillige Unterstützung würden die Gemaßregelten der bittersten Noth verfallen und gezwungen sein, um Gnade zu betteln. Die Hochherzigkeit der Berliner Arbeiterschaft hat diese Schmach verhindert. Der erste Sturmlauf des Protenthums scheiterte an Eurem Solidaritätsgefühl. Nicht eine Bresche vermochte der Bierring in Eure Reihen zu legen. Einig, geschlossen, tampfesmuthig und opferwillig seid Ihr fest entschlossen, den entbrannten Kampf zum fiegreichen Ende zu führen. Arbeiter, Parteigenossen! Euer Wollen garantirt Euer Können! Ihr könnt, wenn Ihr wollt. Den zweiten Sturmlauf auf Euere Phalanx mußten die dem Bierring Lehensdienste leistenden Saalbefizer unternehmen. Die Agitation sollte unterbunden, das Mundtodtmachungssystem praktizirt werden. Auf der Mine, die sie gegraben, sind die Saalbefizer aufgeflogen. Ihr Wehgeschrei tönnte Mitleid erwecken. Arbeiter, Parteigenossen! Selbst der Himmel, auf den der Bierring seine letzte Hoffnung setzte, ist mit uns im Bunde. Die Saison kann dem Ring nicht mehr über The Berlegenheiten hinweghelfen, die mit jedem Tag des weiteren Kampfes sich thurmhoch häufen. Ausharren bedeutet für uns siegen. Unsere Position ist uneinnehmbar. Der Stand des Boykotts ist ein vorzüglicher. Wir können zuwarten, ohne entbehren zu müssen. Arbeiter, Genossen! Je konsequenter der, Boykott durchgeführt wird, desto nachhaltiger seine Wirkung, desto entscheidender der Sieg. Dulbet keine Ausflüchte, keine Ausreden. Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns. Soweit unser Einfluß reicht, muß das Ringbier verpönt werden. Nicht ein Tropfen darf getrunken werden. Arbeiter, Genossen! Die Bierzufuhr ist eine geregelte. Sie wird mit jedem Tag der Fortdauer des Boykotts eine bessere. Alle Ansprüche können befriedigt werden. Darum widersteht jeder Versuchung, Ringbier zu trinken. Die schwerste Arbeit ist gethan. Die Periode der Organisirung des Kampfes war die aufreibendste. Jetzt wird uns der Kampf leicht, weil wir das Terrain zum guten Theil beherrschen. Der Sieg muß nnser werden, wenn wie bisher mit gleicher Schärfe und Ausdauer der Parole gefolgt wird. Hoch der Boykott sämmtlicher Ringbrauereien! Trinkt keinen Tropfen Ringbier! Boykottfreies Bier liefern: furt a. D. Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlöschen, Eberswalde. Niederlage, Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Berg- Brauerei, Brandenburg. Vertreter: H. Wolff, N., Dragonerstr. 31. Brauerei Wusterhausen, Vertreter: Max Fleischer, Reichenbergerstr. 155. Bürgerliches Brauhaus, Hamburg- Gilbed, Kellerei und Niederlage, SW., Verlängerte Trebbinerstr. 7. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage G. Spiekermann, Weberstr. 66. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße 49a. Branerei in Storkow( in Firma A. Miethe), Vertreter: Spiekermann, Weberstraße 66. Brauerei Hildebrandt, Nowawes. Vertreter: H. Hensel, Krausenstraße 18. = " Louisen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. Brauerei Danz, Freienwalde a. D. Vertreter: W. Marten, bei ihm anzulegen, und trotzdem den gleichen Zinssaß, wie die N., Gartenstr. 152. Tokales. Die Boykottkommiſſion. -Lektüre dieses Auffages) allen unaufgeklärten Arbeitern und Unternehmern nochmals dringend zu empfehlen, insbesondere aber dem Generaldirektor der Schultheiß- Brauerei, dem„ freiwilligen Wohlthäter" Herrn Richard Rösicke! noch Das von habe ich, während Sonntagsarbeit u. f. w. von ihren förperlichen und Der Raum einer politischen Tageszeitung verbietet, die treff geistigen Bedürfnissen abzwacken, in in die große Divi- lichen Ausführungen der Verfasserin zu wiederholen, die schließlich Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Charoganz leicht wird ihnen die Sache nicht gemacht. Che politischer Versuch ist, der für die Arbeiter die nachtheiligsten benden Sparbüchse des Herrn Rösicke stecken. Freilich, zu dem Resultat kommt, daß die Gewinnbetheiligung ein sozials lottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. sie den ersten Groschen in der Hoffnung auf die hohe Dividende Folgen nach sich zieht". Wir können nicht umhin, die Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. in die Büchse legen dürfen, müssen sie getreulich erst die Be dingungen für die Annahme von Spargeldern" erfüllt haben, Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. d. h. sie müssen zunächst hübsch artig ein Jahr lang draußen im Süddeutsche Brauerei, Karl Ring u. Ko., Berlin. Vorhof der Allerheiligsten mit 4 pet. sich zufrieden geben, Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. dann erst erhalten sie von ihrer Einlage die gleiche Dividende Nordstern- Brauerei, Berlin. wie die Aktionäre. Dafür aber, daß die Bäume nicht gleich in Eugens Reinfall. Auf die gestern von der Freifinnigen Exportbrauerei Nathenow, Niederlage bei May Denn den Himmel wachsen und die Arbeiter Aktionäre in schnöder Beitung" gebrachte und von anderen Zeitungen gleichen Kalibers Der Bierdurft der sozialdemokratischen Konkurrenz gegen die wirklichen Aktionäre beim Dividenden übernommene Notiz hardt, N.W., Hannoversche Straße 18a. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. schlucken nicht ersticken, hat der gegen Unfälle und für Wohl- Führer" ist der Freisinnigeu Zeitung" vom Genossen Vogtherr Niederlage bei fahrtseinrichtungen" jo vielgewandte Herr Rösic e auch folgende Berichtigung zugesandt worden: Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. mit großer Umsicht gesorgt. Sobald nämlich die Spareinlage" Ich bin am Sonntag, den 2. September vor und nach Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frank eines Arbeitnehmers fünftausend Mark erreicht hat, dann der Beerdigung von Frl. Wabniz außerhalb Berlins ge= hat's geschnappt dann wirst ihn Rösicke's Spar- Agnes wieder wesen und habe an diesem Tage weder meine„ Stammwirthderen ich überhaupt teine aufzuweisen habe, schnöde in den profanen Vorhof, wo er mit 4 pCt. abgespeist schaft" ein anderes Restaurant besucht! wird. Er muß sich dann von Herrn Rösicke mit den Worten irgend trösten lassen, daß die Arbeiter im Verhältniß zu den armen Ihnen genannte Restaurant Thurmstraße 78 aus nothwendigem geschäftlichen Anlaß, Aktionären eigentlich viel mehr verdienen und sich weit besser stehen. Denn die böse Welt, so tröstet Herr Rösice, verschweigt des Boykotts im ganzen 3-4 Mal besucht, gulegt stets, daß eine Schultheiß- Dividende von z. B. 15 pCt. durchaus vor etwa 3-4 Wochen, natürlich ohne den Boykott zu brechen, nicht einer 15prozentigen Verzinsung des angelegten Kapitals und beziehe ich mich dieserhalb, soweit nöthig, auf das in Gegengleichkommt, und daß im Durchschnitt jeder Aktionär der Schultheiß- wart eines Vertrauensmannes abgegebene und stets zu wieder. Brauerei für sein Geld nur die Hälfte von 15 pet. bekommt, da bei Fest- holende Zeugniß des betreffenden Wirthes!- In allem An stellung der Dividende nur der Nennwerth der Aktien in Ansatz kommt, deren sind Sie also leider das Opfer einer groben Täuschung aber nicht der faktische Werth derselben. Die Schultheiß- Attien geworden! seien durchschnittlich mtt 200 pet. ausgegeben, und entspreche so= Gar schauerliche Schrecken, so schreibt man uns aus mit in Wahrheit die ausgezahlte Dividende nur einer Ber- Rummelsburg, hat der böse Boykott in unserem Vorort heraufzinsung von 71/2 pet. Und wenn man den Kurs der letzten beschworen. Es ließe sich vielleicht noch ertragen, daß den armen worben, in Betracht ziehe, so ergebe sich sogar nur eine Ver- Gastwirths Vowinkel, in dem der Arbeiterverein seine VersammJahre, zu dem die meisten Aktionäre ihren jezigen Aktienbesitz er- Aufsehern des Gefängnisses verboten worden ist, das Lokal des zinsung von 6-7 pŒt. Die böse Welt verschweige ferner, daß lungen abhält, zu besuchen darunter haben einzig die bedie Aktionäre auch das Risito tragen, eventuell in dem nächsten troffenen Beamten zu leiden. Gefährlich ist die Sache aber Jahre geringere oder gar keine Zinsen zu erhalten, während die erst durch die boykottirten Herren Saalverweigerer geworden, in Arbeitnehmer berechtigt seien, ihre Ersparnisse ohne jedes Risiko denen die Milch der frommen Denkungsart, die sie bisher schmunzelnd Arbeitergroschen einfäckeln ließ, urplöglich in Aktionäre erhielten. Auch der Vergleich zwischen Arbeitslohn gährend Drachengist umgewandelt wurde. Die Einsamkeit nährt und Dividende, wie ihn die böse Welt ziehe, sei unrichtig, sonst die Neigung zur Melancholie, aber daßberödete Säle den fiele sogar zu Gunsten der Arbeiter aus. Denn während an Menschen rasend machen können, das wurden einige Arbeiter erst Dividende für das verflossene Jahr im ganzen 810 000 m. ver- gewahr, als sie lezthin in der Nacht vom Sonntag auf Montag theilt worden seien, beliefen sich die baaren Löhne auf 1046 000 an dem tristen Hause eines Ringbiermannes vorbei wandelten. Neber die heilige Spar- Agnes bei Nöficke und die ge- Mark und unter Hinzurechnung des Freibieres auf 1 380 700 M. Der durch den Boykott zur Jiolirhaft verurtheilte Saalfegneten Zustände nach Eugen Richter fogar mit bezw. durchschnittlich auf 1411,96 M. für jeden Arbeiter. Hierbei verweigerer riß, als die Arbeiter in der Nähe der düstern Mauern doppelter Jungfräulichkeit behafteten teuschen Jungfrau" giebt sei verschiedenes wie Spundgelder 2c. noch nicht mit eingerechnet. angelangt waren, schmerzerfüllt die Thür auf und schrie mit vor uns ein trockener Zahlenbericht Auskunft, den das Mitglied des Rechne man zu diesen Löhnen noch die Gehälter der Beamten Born heiserer Stimme die denkwürdigen Worte in die SternenAufsichtsrathes der Schultheiß Brauerei Attien mit 175 000 m., so stelle sich der auf die Angestellten entfallende nacht hinaus: Ich bleibe dabei, die Sozialdemokraten sind Gesellschaft, Herr Bantier Ropeyty, in der ersten Antheil der Einnahmen zu der vertheilten Dividende Schufte und Lumpen und Faullenzer! Mir wollen sie vorschreiben, Echiedsgerichts- Sigung der Röside'schen Spartasse f. 3. wie 3 zu 2. Es sei hierbei aber noch berück was für Bier ich ausschänken soll? Denen werde ich es be vom Spapel gelassen hat. sichtigen, daß die Aktionäre ihr Kapital, wenn fie sorgen und wenn ich die Macht hätte, so sollte jeder SozialDa dieses ganze goldglänzende, in Wirklichkeit aber talmi- nichts ristiren wollen und es in Staatspapieren oder Hypotheken bemotrat am ersten besten Laternenpfahl baumeln! Mit mächtigem haltige Sparsystem nur als besondere Form der Gewinnanlegen würden, auch 3-4 pet. 3insen erhielten, so daß Fauftschlag auf einen leeren Gartentisch bekräftigte der Wirth betheiligung dazu dient, furzsichtigen Arbeitern Sand in höchstens der Ueberschuß über diese Zinsen als„ Gewinn" die Wirkung dieser Worte. Ein Schauder ging unseren Gedie Augen zu streuen, sie zu blenden und ihre Blide von aus dem Betriebe der Schultheiß- Brauerei zu rechnen sei. Dieser nossen durch die Glieder und die Furcht unter der Bevölkerung dem Hauptziel des Klassenkampfes abzulenten, so wollen wir würde sich somit nur auf 400-450 000 m. bezw. ein Drittel ist seit dem Racheschwur in der Sonntagnacht so groß im sozial. heute diese Fata Morgana ökonomischer Unternehmerweisheit von dem belaufen, was an die Arbeitnehmer und Beamten der demokratisch durchseuchten Hummelsburg, daß jekt überhaupt etwas näher betrachten, zumal sie die letzte Regenbogenbrücke ist, Gesellschaft gezahlt werde. tein Mensch mehr wagt, in die Nähe des gefürchteten Saal die die harmonische" Verbindung zwischen dem Kapitalisten Armer Herr Rösicke! Bei dieser eines Eugen Richter verweigerers zu treten. Im weiten Bogen geht man an dem Rösicke und seinen artigen Kindern" bildet. Ein Moment würdigen Rechnerei fann man sich nur wundern, warum Herr Orte des Schreckens vorbei und mutterseelenallein ersäuft der und auch sie ist vor der siegenden Sonne der Aufklärung General- Direktor Rösi ce fich nicht von dem General Direktor der rachebrütende Wirth seinen Grimm in Strömen versauerten zerstoben. Schultheiß- Brauerei als Arbeitnehmer einstellen läßt?"- Doch Ringbiers. Nachdem Herr Bankier Ropesky zunächst im allgemeinen die ganze Sache ist eigentlich viel zu ernst, um sich darüber einen Ueberblick über die Entwickelung und den Stand der Spar- luftig zu machen. Was es im Grunde mit dem ganzen Wie gelogen wird. Die Bentr.- Fleisch.- 3tg." bindet ihren taffe gegeben, hob er hervor, daß die Bestimmungen der neuen Röside'schen Sparsystem, wie überhaupt mit der Lefern über die Boykottirung eines Schlächtermeisters folgenden Statuten den Zweck verfolgen, den Sparsinn der Angestellten Gewinnbetheiligung der Arbeiter auf sich hat, darüber Bären auf:" Zur Beerdigung der Agnes Wabniz war die und Arbeitnehmer der Schultheiß- Brauerei- Aktiengesellschaft an hat Josefine Braun schon vor acht Jahren in einem aus- Parole ausgegeben, in erster Linie kein Ringbier nach der Bezuregen und gleichzeitig deren Interesse gezeichneten Artikel der Neuen Zeit" in so klarer und erdigung zu trinken. Zwei Schlächtergesellen, die aus Neugierde für die Gesellschaft zu erhöhen. Auf die prägnanter Weise ihr Urtheil abgegeben, daß wir nichts besseres ebenfalls zur Beerdigung gegangen waren, gingen nach erfolgter während der ersten drei Jahre unter dem neuen Statut ihun können, als die Quintessenz der geiftvollen Aus- Beisetzung der Wabnih in ein Lokal, wo Kingbier geschänkt erzielten Erfolge könnte man mit Befriedigung hin führungen zu Nuh und Frommen aller unaufgeklärten wurde. Einige sozialdemokratische Spürnafen hatten ermittelt, weisen, denn während vor Einführung des neuen Statuts im Arbeitnehmer und Arbeitgeber hier kurz wiederzugeben. wo diese Gesellen arbeiten. Der Meister D., der Arbeitgeber der November 1890 die Zahl der Sparer nur 165 betragen hätte mit Die Gewinnbetheiligung", schreibt die Verfasserin, ist Gesellen, wurde nun einfach aufgefordert, die beiden Gesellen einem Gesammtguthaben von 54 876,25 M., wäre die Zahl der ein System der Entschädigung der Arbeiter, bei welchem sofort zu entlaffen, was dieser jedoch verweigerte. Deshalb wurde Sparer mit Abschluß des Geschäftsjahres 1892/93, d. h. mit dem denselben aus freier Entschließung des Unternehmers Meister D. resp. dessen Geschäftslokal boykottirt; die Folge wird 1. September 1893, auf 322 gestiegen mit einer Gesammteinlage neben dem scheinbar in üblicher Höhe gezahlten Lohn noch ein sein, daß er aus dem Arbeiterviertel ziehen muß." Natürlich ist an der ganzen Geschichte fein wahres Port von 148 149,04., und zwar entfielen auf Abtheilung I( Schön- beliebig für die Dauer oder für unbestimmte Zeit festgesetzter hauser Allee) 208 Sparer= 48 pt. der Arbeitnehmer, auf Ab- Antheil am Unternehmergewinn zugesagt wird. Die Formen und werden solche Mätzchen nur erfunden, um Stimmung gegen theilung 11( Tivoli) 89 Sparer 24 pCt., auf Fürstenwalde dieses Systems sind sehr mannigfaltiger Art, aber in ihrem unsere Partei zu machen, ein Unternehmen, das freilich elend 25 Sparer= 35 pCt. der Arbeitnehmer. Berzinst seien die Ein- Prinzipe stimmen sie alle überein... Die Gewinnbetheiligung, Schiffbruch leidet. lagen worden sowohl für das Geschäftsjahr 1890/91, als auch eines der zahllosen quacksalberischen Mittel, die unsere Dekonomen Saalsperre. Zu der von uns bereits als in Aussicht für 1891/92 mit 16 pet., dagegen für das Jahr 1892/93 nur mit zur Lösung der sozialen Frage vorschlagen, scheint mehr als stehend erwähnten Unterhandlung wegen Aufhebung der Saal15 pt. andere Maßregeln dieser Art die Gefahr in sich zu bergen, den sperre ist jetzt die Einladung von Seiten des Vorsitzenden der Für das Geschäftsjahr 1893/94 beträgt bekanntlich, vorbehaltlich unbefangenen Arbeiter über die völlige Nichtigteit Saalkommission des Vereins der Berliner Gastwirthe 2c. an die definitiver Festsetzung, die Dividende nur" 13 pŒt. Der dieser seinem Interesse direkt entgegenfegten Boykottkommission erfolgt. Ueber das Ergebniß der Verhand große freiwillige Wohlthäter" der Schultheiß- Brauerei giebt nun Einrichtung zu täuschen.... In Wirklichkeit ist die lungen werden wir unsere Leser rechtzeitig unterrichten. Diese Dividende nicht nur allein seinen wirklichen Aktionären, Gewinnbetheiligung nichts als ein raffinirtes Mittel für eine d. h. zum weitaus größten Theil sich selbst und seiner ganzen auf die Spite getriebene Ausnügung der Die Wonne des Saalverweigerers. Der Regiments Verwandtschaft, sondern zur staunenden Bewunderung der blinden Arbeitskraft zu gunsten des Unternehmer 3. fapelle des hiesigen dritten Garde- Regiments 3. F. war, wie f. 3. Bourgeoiswelt auch denjenigen seiner Arbeitnehmer, die den Dies ist der wichtigste Gefichtspunkt, unter dem man die Gewinn- gemeldet, vom Generalkommando verboten worden, gelegentlich ökonomischen Lehren des Hauptmitarbeiters des Schultheiß- betheiligung betrachten muß, ein anderer ist ihr Einfluß auf die eines von der Berliner Turnerschaft" in der Neuen Welt", boten", des berühmten Zukunftsbilder"-Dichters Eugen Richter Organisation des Klassentampfes.... Sie ist direkt bestrebt, Hasenhaide, veranstalteten Sommerfestes in Uniform zu konzer und seiner heiligen Spar- Agnes Gefolgschaft leisten; alle diese eine der erhebendsten und zukunftsreichsten Erscheinungen der artigen Rinder" tönnen jeden Groschen, den sie im Schweiße Gegenwart: das Solidaritätsgefühl der Arbeiter, ihres Angesichts durch Ueberarbeitung, Ueberstunden, lau untergraben." = = = " M *) Die„ Neue Zeit". Verlag von J. H. W. Diet in Stutt gart. Jahrg. 1886, S. 447 und Jahrg. 1887, S. 411. des weil nach Ansicht tiren. Wie dem Juhaber der„ Neuen Welt", Herrn Alexander| Man sollte glauben, es gäbe nichts so unberechenbares im Als interessanter Beitrag zu der Anwendbarkeit des Bau jest auf eine Eingabe vom Generalfommando mitgetheilt Theaterleben als den Hervorruf eines Schauspielers; und gewiffen- Prekgesetes ist eine Anklage wegen Nichtaufnahme einer Bewurde, ist jenes Verbot zurückgenommen und gestattet hafte Kritifer pflegen, wenn sie einen Künstler tadeln zu müssen richtigung zu betrachten, die gestern in zweiter Instanz gegen den worden, daß fernerhin Militärkapellen in dem genannten glauben, ihm zur Genugthuung die Zahl seiner Hervorrufe zu Herausgeber des„ Antisemitischen Generalanzeigers", Karl Sedlazek Etablissement konzertiren dürfen. Jetzt ist er aller Ringbiersorgen zählen und zu verzeichnen. Im Berliner Theater war aber verhandelt wurde. In einer Brieftasten- Notiz hatte das genannte ledig. durch eine Art metaphysischer Regie auch der Hervorruf der Blatt bemerkt, daß der Zentralverein jüdischer Staatsbürger" Achtung, 6. Wahlkreis! In der Huffitenstraße zwischen einzelnen Künstler im Voraus geahnt oder geregelt. Es wurden in seinem Bureau besondere Leute beschäftige, die für AngebeGrenz- und Feldstraße schänken sämmtliche Gastwirthe, außer eifrige Sammler besitzen die kostbaren Schriftstücke bei der reien 3-50 Mart Honorar in jedem Einzelfalle erhalten. In eifrige Sammler besitzen die kostbaren Schriftstücken Raul, ringfreies Bier. In anbetracht, daß von den auf der Generalprobe sogenannte Rufzettel vertheilt, auf denen hetto- einer anderen Briefkastennotiz wurde die Vermuthung ausge Gegend arbeitenden Bauarbeitern manche in diesem Lokal ver- graphisch vielfach zu lesen war, wen von den Darstellern das sprochen, daß die bekannten jüdischen Staatsbürger" in einem fehren, sei diese Mittheilung ganz besonderer Beachtung empfohlen. Publikum am folgenden Tage durch seinen Beifall auszeichnen bestimmten Falle denunzirt haben. Gegen beide Notizen schickte zu berichtigen ist, daß nicht der Gastwirth Krüger, Danzigers werde. Ich sage das ganz im Ernst. Da hieß es z. B., daß der Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" straße 15, die sechs Viertel Boykottbier erhalten, sondern der nach dem zweiten Atte auf den ersten Hervorruf Herr Barnay Berichtigungen ein, die der Angeklagte nicht aufnahm. Er wurde im selben Hause wohnende Kaufmann Breitenstein. Im Storch mit Fräulein Sorma vor dem Vorhang zu erscheinen habe, auf aber vom Schöffengericht von der Anklage der Uebernest, Müllerstraße 161, wo früher ringfreies Bier geschänkt wurde, den zweiten Hervorruf Herr Barnay allein. Oder es war voraus tretung§ 11 freigesprochen, gesagt, daß zum Schlusse des Stückes zuerst Herr Barnay und des Schöffengerichts schänkt der Wirth jetzt Boykottbier. jener Verein garnicht genannt Fräulein Nuscha Buze herausgerufen würden, sodann Herr war und weder ber Vorsitzende desselben, Doktor Barnay allein. Es gehörte mit zu den Pflichten des Regiffeurs, Mendelssohn, noch dessen Stellvertreter Dr. Fuchs, legitimirt diejenigen Künstler am Heraustreten zu hindern, die nicht auf erachtet werden können, eine solche Berichtigung zu verlangen, dem„ Rufzettel" standen. Gegen diese Entscheidung hatte der Staatsanwalt die Berufung Wegen Sittenverbrechens ist der Gerichtsbeamte Bernitti Dr. Schinkel rügten, daß Dr. Mendelssohn als Privateingelegt. Eowohl der Angeklagte, als auch Rechtsanivalt in der Barnimstraße am Montag verhaftet worden. Ein Kri- person tein berechtigtes Interesse an einer Berichtigung minalbeamter bemerkte am Montag Mittag, wie in der oben habe, und daß eine follegiale Mehrheit doch erwähnten Straße ein etwa 26jähriger Mann ein neunjähriges eine Berichtigung verlangen könne, wenn sie eine Behörde oder Schulmädchen ansprach und mit der Kleinen in ein Haus hinein eine politische Körperschaft darstelle. ging, er verfolgte die Beiden und kam gerade noch rechtzeitig behauptete auch, daß weder die Bezeichnung Zentralverein Der Angeklagte selbst hinzu, um ein auf der Treppe von dem Lüftling geplantes Ber- jüdischer Staatsbürger" noch die Bezeichnung„ die bekannten brechen wider die Sittlichkeit zu verhindern. Der Betreffende jüdischen Staatsbürger" mit zwingender Nothwendigkeit auf den wurde nach der Polizeiwache in der Neuen Königstraße gebracht, Bentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" hinweisen, da es ja noch andere jüdische Vereinigungen gebe, wie Sur Lage der akademisch gebildeten Gemeindeschulwo in ihm der oben Genannte refognoszirt wurde. lehrer erhalten wir mit der Bitte um Veröffentlichung folgende In recht trauriger Lage befinden sich einige der Opfer der z. B. die alliance israélite. Der Gerichtshof findet es für ganz Buschrift: Die akademisch gebildeten Gemeinde- bekannten Schaffner- Prozesse, die seinerzeit wegen der Durch- unzweifelhaft, daß in beiden Fällen der Zentralverein deutscher fchullehrer, deren es in Berlin einige vierzig giebt( gegen ftechereien mit Viehhändlern zu empfindlichen Strafen verurtheilt Staatsbürger jüdischen Glaubens getroffen werden sollte über zirka 2000 feminarisch gebildeten), find froß ihres worden waren. Die Leute, die meist schon Jahrzehnte im Bahn-, und daß der Angeklagte sich auch nicht im guten Glauben be höheren Lebensalters( 30-40 Jahre) immer noch, beziehungsweise Militärdienst waren, haben jetzt meist ihre funden, da er dem Gerichtshofe Gründe vorgeführt habe, an die mit wenigen Ausnahmen, auf dem bescheidenen Anfangsgehali Strafe abgebüßt, troß eifriger Bemühungen will es den meisten er selbst nicht glaube. Da es sich hier keineswegs um Beleidi von 1600 Mi art geblieben, während den seminarisch gebildeten von ihnen aber nicht gelingen, irgend welche Beschäftigung zu gungen, sondern um eine Berichtigung von Thatsachen handelte, Lehrern bereits vor den Ferien zum Theil bedeutende Zulagen finden. Besser sind aller Voraussicht nach die vermögenden Vieh- feien die Leiter des betreffenden Vereins durchaus berechtigt geausgezahlt worden sind. Sie haben sich deshalb in einer Petition händler daran, welche die elend bezahlten Schaffner durch Be- wesen, eine Berichtigung zu verlangen, sonst würden Vereine ge= an die Stadtverordnetenversammlung mit der Bitte gewendet, 1. auch ſtechung ins Unglück gestürzt haben. Diese Herren werden, ge- radezu rechtlos sein. Der Angeklagte wurde deshalb zu 6 M. ihnen, wie den seminarisch gebildeten Lehrern, ein Grundgehalt stützt auf ihr Vermögen, in Bälde wieder zu Respektspersonen Geldstrafe verurtheilt und ihm die nachträgliche Aufnahme der von 1600 M. zu bewilligen und 2. dem Ministerialerlaß vom avanciren. Berichtigungen aufgegeben. Zur Pokalliste. Die Gastwirthe Knobel und Petereit wohnen nicht Reichenbergerstraße, sondern Stalizerstr. 37-38. Die Lokalkommissionen von Niederbarnim werden darauf aufmerksam gemacht, daß die nächste Lokalliste erst am 22. September erscheint und von da an überhaupt nur alle 14 Tage ausgegeben wird. Erforderliche Mittheilungen über Wirthe, welche Unterschiebungen versuchen 2c., sind in der Zwischenzeit an die Adresse des Unterzeichneten zu richten. E. Bilz, Pankow. Verloren gegangen ist die Sammelliste Nr. 4559 für die ausgesperrten Brauereiarbeiter. Man wolle dieselbe bei August Barthel, Rixdorf, Hermannplay 7, abliefern. " F nur dann 28. Juni 1890( Zentralbl. S. 614) entsprechend ihnen bei Berechnung Jufolge des hannoverschen Spielerprozesses ist- wie Nach§ 126 der Gewerbe- Ordnung. ist der Lehrling der des Dienstalters die gesammte, im öffentlichen Schuldienst die Blätter berichten- das Spiel in Difizierstreifen gegen väterlichen Zucht des Lehrherrn unterworfen und demjenigen in Preußen zugebrachte Zeit in Ansah zu bringen. Sie glauben wärtig so gut wie abgeschnitten". Die Bankhalter finden auch gegenüber, welcher an Stelle des Lehrherrn seine Ausbildung zu nämlich, daß es eine zu bedauerliche Auffassung wäre, die in den großen Hotels teine Aufnahme mehr, vegetiren nur noch leiten hat, zur Folgfamkeit verpflichtet. In einer Prozeßfache, Prüfung für das höhere Schulamt nicht einmal der hier und da in Badeorten und haben sich großentheils in das bei welcher es sich um einen bei der Arbeit erlittenen Unfall zweiten Boltsschullehrer Prüfung gleich er: Ausland begeben. Es ist dies unseres Wissens das erste Mal eines Lehrlings handelt, hat das Reichsgericht dahin entschieden: achten zu wollen. Da nun die Stadtverordneten eine Auf befferung der Gehälter gerade mit Rücksicht auf die mittleren in der Weltgeschichte, daß durch eine strafgerichtliche Maßregel Nach§ 126 muß der Lehrherr entweder selbst oder durch einen geeigneten ausdrücklich dazu bestimmten Vertreter die AusLebensjahre befchloffen haben und die Aufwendungen nur etwa ein bestehendes Uebel beseitigt worden ist. 18 000 m. betragen, ist wohl Aussicht vorhanden, daß endlich die bebildung des Lehrlings leiten. Der Meister muß daher, wenn er Gesperrt für Fuhrwerke und Reiter. Die von der Heydt- allgemein oder in einzelnen Fällen die Anweisung des Lehrscheidenen und berechtigten Wünsche der Petenten befriedigt werden." Brücke behufs Abbruches; die Thaerstraße, von der Eldenaer lings einem geeigneten Gesellen überlassen will, diesen au 3Wir stimmen den Betenten darin bei, daß ihre Wünsche be straße bis zum Plazze N der Abtheilung XIII des Bebauungs- drücklich hierzu bestimmen und ausdrücklich beauftragen, friedigt werden müssen. Diese Wünsche sind in der That be Blanes, behufs Umpflasterung von heute ab; der Kreuzdamm den Lehrling, so weit erforderlich, anzuweisen. Die Vorschrift rechtigt". Sie verdienten auch die Bezeichnung bescheiden", der Wrangels und Manteuffelstraße behufs limpflasterung vom wenn die Betenten sich darauf beschränkt hätten, die Nothwendig 12. d. M. ab; die Landsberger Allee vom Landsberger Platz bis lautet allgemein. Man darf daher weder für einfache Arbeiten, feit einer Gehaltsregulirung auch für die afabemisch gebildeten zur Matthiasfiraße behuss Ümpflasterung vom 17. b. M. ab bis noch für den Fall, daß der Meister nur einen Gesellen hält, hiervon eine Ausnahme machen. Gemeindeschullehrer mit ihrer wirthschaftlichen Lage zu auf weiteres. ce begründen. Sie lassen aber durchschimmern, daß ihre ata Gin Dachstuhlbrand entitand am Dienstag Nachmittag um ununtersuchtes Fleisch in Berkehr gebracht wird, bewies eine Daß trok aller behördlichen Maßnahmen immer noch demische Vorbildung ihnen eine Ausnahmestellung unter den 1 Uhr in dem Hause Arndtstraße 32. Auf dem Boden des Verhandlung, welche gestern vor der V. Straffammer des LandGemeindeschullehrern anweist, die eigentlich einen Vorzug Duergebäudes waren Kleidungsstücke, Wäsche und altes Ge- gerichts I stattfand. Die Frau Emilie Natonger aus Lübben bilden müßte. Sie verwahren sich allerdings nur dagegen, rümpel aus noch unbekannter Ursache in Brand gerathen. Der führt seit Jahren geschlachtetes Vieh nach Berlin ein. Man hatte gerichts I stattfand. Die Frau Emilie Nakonzer aus Lübben daß man sie unter die seminaristisch gebildeten Lehrer nach dem zweiten Hof zu belegene Theil der Böden war aus stellt. Aber es will uns scheinen, als ob der Ton, in dem sie sich gebrannt. Zu den Löscharbeiten hatte sich die Berliner und die fie feit längerer Zeit im Verdacht, daß sie nicht alles Fleisch, gegen die Zurückfehung verwahren, nicht blos dem Gefühl der Schöneberger Feuerwehr eingefunden, die gemeinschaftlich mit welches sie einführte, vorschriftsmäßig zum Untersuchungsamte Bitterkeit, sondern zum Theil auch jenem bekannten Dünkel seine drei Röhren und einer Dampfsprize das Feuer auf das oberste Es wurde für gut befunden. brachte. Am 8. Mai ließ sie wieder Fleisch untersuchen. Entstehung verdankt, den der akademisch gebildete Lehrer dem Geschoß beschränkten. Gegen 52 Uhr war die Thätigkeit der Als das Fleisch wieder feminaristisch gebildeten gegenüber so gern zur Schau trägt. Ge Feuerwehrleute zu Ende. Betroffen sind außer dem Wirth nur aufgeladen worden war, um nach Dem Verkaufs soll uns freuen, wenn wir uns darin täuschen. Berechtigt wäre ärmere Leute, deren Habe nicht versichert war. feller der Natonzer geschafft Bu werden, folgte dieser Dünkel nicht im geringsten. Die einfältige Annahme, daß ein Fleischbeschauer in Begleitung eines Schuhmannes dem die Ausbildung eines Lehrers für höhere Schulen eine Familienzwiftigkeiten haben den 60 Jahre alten im Ruhe- Wagen. Sie betraten den Keller, nachdem das Fleisch soeben fo sehr viel höhere Begabung erfordere, Der stande lebenden Gisenbahnbeamten Friedrich Streichan in den abgeladen war. Auf dem Block fanden sie minderwerthiges Schreiber dieser Zeilen darf den Betenten die Versicherung Tod getrieben. Nachdem er am Sonntag einen Auftritt gehabt Fleisch, welches nicht untersucht war. Während die Beamten fich geben, daß er kompetent ist, hierüber zu urtheilen, hatte, schloß er sich in einem Zimmer ein und muß dort alsbald für wenige Minuten entfernten, fand die Angeklagte Gelegenheit, beruht zum größten Theile auf dem Umstande, daß das Uni- Hand an sich gelegt haben. Montag Abend wurde er an der Theile von dem verdächtigen Fleisch zu entfernen und bei Seite versitätsstudium mehr Zeit in Anspruch nimmt und auch sonst Thür hängend todt aufgefunden. zu schaffen. Das Schöffengericht verurtheilte die Nakonzer zu theurer ist und daher den Unbemittelten weniger offen steht, sowie Polizeibericht. Am 10. d. M. Morgens wurde im Land- wei Monaten Gefängniß, vor der Berufungsinstanz erzielte daß es nachher in der Regel mehr einbringt und zum Unterricht wehrkanal, am Kottbuser Ufer, die Leiche eines Mannes und im Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Wezel, eine Herabsehung der der Kinder Befihender berechtigt. Was beffer bezahlt wird und Spreekanal, am Kupfergraben, die Leiche einer Frau angeschwemmt. Strafe auf einen Monat Gefängniß. als nobler gilt, wird leicht auch für schwieriger und bedeutender gehalten. Es giebt auch unter den akademisch gebildeten Lehrern durch einen Geschäftswagen überfahren und erheblich verletzt.An der Ecke der Bergmann- und Nostizstraße wurde eine Frau manchen recht beschränkten Kopf, der seine Unfähigkeit hinter Bormittags wurde ein Mann in den Anlagen des Friedrichhains einem Wuft von Gelehrsamkeit verbirgt, und die eigentlich und ein Mann in seiner Wohnung, in der Elbingerstraße, erhängt pädagogischen Leistungen der Lehrer höherer Lehranstalten vorgefunden. Auf dem Flur des Hauses Schönebergerstr. 12 ſtehen bestimmt hinter denen der Berliner Gemeindeschullehrer wurde Nachmittags ein Mann mit einer bedeutenden, anscheinend zurück. Wie weit das auf die akademisch gebildeten von einem Falle herrührenden Verlegung am Kopf aufgefunden Gemeindeschullehrer zutrifft, möge dahingestellt bleiben. Sie haben in der Regel nicht aus Interesse für die Volfsschule und nach der Charitee gebracht.- Jm Laufe des Tages fanden m Herzog Ernst- Rennen stürzte Lieutenant von Eynard vom sondern weil sie im höheren Schuldienst kein Unterkommen fanden, sich dem Gemeindeschuldienst gewidmet, und zwar oft in schon recht vorgerücktem Alter. Zunächst sind sie als Aushilfe benutzt und dann fest angestellt, aber natürlich unten angeschoben worden. Die im Frühjahr erfolgte Regelung der Gehälter der Witterungsübersicht vom 11. September 1894. Gemeindeschullehrer hat die Lage dieser Sondergruppe ver- Stationen. hältnißmäßig noch ungünstiger gestaltet, weil die dabei beobachteten Grundsätze eben nur auf diejenigen Lehrer zugeschnitten waren, deren Vorbildung in der üblichen Weise erfolgt war. Hoffentlich wird auch den anderen nachträglich eine Aufbesserung Swinemünde autheil; denn ein Gemeindeschullehrer von 40 Jahren und Samburg. 1600 M. Gehalt ist für Berlin doch wohl etwas arg. Der Militärstaat, wie er leibt und lebt. Der„ LokalAnzeiger" schreibt: Barometerstand in mm, SM reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 1222222 www( Stala 1-12) 767 770 WSW Berlin 769 NW Wiesbaden. München Wien Haparanda Petersburg Cort. 771 Still 771 GD 769 746 762 MSM GGD 774 N 765 • 771 9. WSW NND • Aberdeen Paris Wetter Temperatur PATETTEI( nach Celsius wolfig 11 woltig heiter wolkenlos Nebel bedeckt 10 8 10 Regen bedeckt 10 halb bedeckt halb bedeckt wolkenlos 10 17 50.= 4° R.) Die größte Ginquartierung, die die Landgemeinden des Teltower Kreises je gehabt haben, steht ihnen für die Zeit vom 11. bis 15. September bevor, wo die[ sechste Division in die Dörfer einrückt. Die Stärke der unterzubringenden Mannschaften ist aber eine solche, daß viele Gemeinde- und Gutsvorstände des Kreises dem Landrath mittheilten, daß es unmöglich sei, so viel Einquartierung zu übernehmen. Der Landrath hat darauf Wetter- Prognose für Mittwoch, den 12. September 1894. mit dem Ersuchen geantwortet, sich in die getroffenen Anordnungen ohne Reklamation zu fügen. Mit Zunächst wärmeres Wetter mit frischen, westlichen Winden dieser starken Belegung der einzelnen Ortschaften habe er sich nur und zunehmender Bewölkung; nachher etwas Regen. einverstanden erklärt, nachdem die maßgebenden militärischen Instanzen dargelegt hätten, daß das dienstliche Interesse eine solche unabänderlich fordere." Wen soll man mehr bedauern, die armen Soldaten, die nach schweren Strapazen oft ungenügendes Quartier nehmen müssen, oder die Landleute, die nicht wissen, wo sie mit dem Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beifung. Vermischtes: Die dänische Regierung hat dem Schweizer Bundesrath mitgetheilt, daß Dänemark zum 1. Oktober der internationalen Ronvention zum Schuße des gewerblichen Eigenthums beitrete. Rennen gemeldet: E3 verlief alles programmgemäß. Vom ,, Turf". Einer Weimar'schen Zeitung wird über ein Pferde, im dritten Rennen brach ein Pferd das Rückgrat und wurde sofort erschossen." Ein recht nettes Programm! Vorsicht beim Genuß von Pilzen und Schwämmen! Aus allen Theilen Deutschlands kommt Nachricht von Ver. giftungen durch Pilze. Wir halten es für doppelt nöthig, zu warnen, weil in diesem Jahr infolge der feuchten Witterung, die Pilze so üppig gedeihen, wie feit Menschens gedenken nicht. Einige Pilzarten sind unzweifelhaft eben so ans genehme als nahrhafte Genußmittel, aber es ist schwer, die eßbaren Pilze von den giftigen zu unterscheiden. Und wer dies nicht mit Sicherheit thun tann, soll, ehe er Pilze kocht, dieselben erst einem Kundigen zeigen. Die sogenannten Giftproben ( Schwarzwerden einer Zwiebel, Schwarzwerden von Silber 2c.) find allesammt trügerisch. Cholera. Amsterdam, 10. September. Vom 4. d. M. bis heute sind in 22 Gemeinden 19 Erkrankungen an Cholera und 16 Todesfälle vorgekommen. Nuweit Odessa entgleifte am Montag infolge eines Achsenbruches ein Eisenbahn- Güterzug, auf dem sich auch Arrestanten befanden. Fünfundzwanzig Waggons wurden zertrümmert; ein versehrt. Fahrbeamter wurde verwundet. Die Arrestanten blieben un Briefkaffen der Redaktion. Water A. J. B. Das ist kein Ehescheidungsgrund. Kappel. Nein, die werden vom Familienoberhaupt ernährt, falls ihr ererbtes Privatvermögen nicht ausreicht. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wet Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. 5. K., 2000 C. D. Sprechen Sie zwifchen 12 und 1 Uhr vor oder legen Sie den Sachverhalt ausführlich schriftlich dar. A. 2. Mit dem Erstattungsanspruch würden Sie schwerlich Das preußische Prekgesek. Wegen Uebertretung der durchdringen, weil Sie Ihren an sich vermögenden reichen Segen des Militarismus hinsollen? Hoffentlich haben SS 10 und 41 des preußischen Preßgesetzes vom 12. Mai 1851 weder auf grund Ihrer findlichen Unterhaltungspflicht unterderartige Borfälle das eine Gute, daß sie dem Bauern ein Licht und des 830, Absatz 2 des Reichs- Preßgesetzes vom 7. Mai 1874 ftügt haben, noch Gründe vorliegen, durch die die Vermuthung aufftecken über die Herrlichkeit, der sie derartige Bescheerungen war dem Hausdiener Franz Ortmann unter dem 25. Juli widerlegt wird, daß Sie als Kind Kost und Logis haben zu verdanken haben. dieses Jahres auf Antrag der königl. Staatsanwaltschaft durch schenkungsweise leisten wollen. das Amtsgericht I, Abtheilung 142 ein Strafmandat in Höhe von 15 M., event. 3 Tage Haft zuerkannt worden, weil er auf das Zeugniß des Schuhmanns Fromm hin zu Berlin am 25. Juni 1894 Abends gegen 71/4 Uhr in der Beuthstraße einen An die merkthätige Bevölkerung Berlins" gerichteten Aufruf vertheilt haben sollte, ohne im Besitz der hierzu antragte richterliche Entscheidung, da er sich nicht bewußt war, ständige Miethe einbehalten, so muß er die Sachen aufbewahren. erforderlichen polizeilichen Erlaubniß zu sein. Ortmann be N. O. 1. Hat der Wirth Sachen des Miethers für rückdas Flugblatt auf der Straße, beziehungs- Verkaufen lassen darf er sie, wenn er die Miethe eingeklagt, ein Vom großen Barnay. Saubere Geschichten über Claque weise an öffentlichen Orten verbreitet zu haben. obfiegendes Urtheil erlangt und in die Sachen auf grund des und Herausrufe- Wesen, wie es im Berliner Theater zur Zeit des Am Montag, den 10. September, stand er vor dem Schöffen- Urtheils Zwangsvollstreckung hat vornehmen lassen. 2. Sie find Regiments des Herrn Barnay üblich war, erfährt man aus gericht und erzielte kostenlose Freisprechung, die der zur Herausgabe verpflichtet. Zerliner Briefen der Köln. Stg."; es wird dort u. a. erzählt: Amtsanwalt selbst beantragte. Huffiteustraße. Ja. Die Arbeiter Rückfahrkarten von hier, Potsdamer Bahnhof, nach Magdeburg und von hier, Anhalter Bahnhof, nach Bitterfeld, Dessau, Dobrilugt- Kirchhain, Roßlau und Trebit- Elbe werden am 1. Oktober aufgehoben. Freie Volksbühne. Es wird uns mitgetheilt, daß unsere gestrige Angabe, sämmtliche Abtheilungen der Freien Volksbühne feien gefüllt, richtig ist, soweit es die ersten fünf betrifft, dagegen sei die sechste bis jetzt erst zur Hälfte gefüllt. A. 2., 2 Streitende. Nein. M. M. 50. Der Antrag auf Berichtigung eines Gesinde dienstzeugnisses ist bei der Polizeibehörde zu stellen. A. D. 43. Ihre Frau soll es mit feiner Klage auf Ent. Roer 3,65. schädigung, die nach Ablauf dieses Monats beim Amtsgericht anzuftrengen wäre, versuchen. G. E. 99. Unseres Erachtens thun Sie gut, weiter zu zahlen. Briefkaffen der Expedition. 2. J. 650. 1. Berufung gegen ein schöffengerichtliches E. 2. Lassen Sie den Vertrag innerhalb längstens 14 Tagen| Biertisch Chauffeeftr. 2c von überzeugungstreuen Mitbürgern, Urtheil muß innerhalb einer Woche nach Verkündung beim Stempeldistributeur stempeln. des Urtheils zu Protokoll des Gerichtsschreibers oder durch ein darunter ein Hirsch- Dunckerscher 3,50. Bummelbrüder, 1 Cigarette innerhalb dieser Frist beim Gericht eingegangenes, mit dem Namen Auktion in Woltersdorf durch Kluge 4,42. Gesammelt im Herrenpartie der Möbelpolirer. Amerikanische des Verurtheilten unterzeichnetes Schriftstück des Inhalts:" Gegen das Urtheil vom Bezirk 477 der Schönhauser Vorstadt 6,50. Vom Erntelege ich Berufung ein", eingelegt werden. Die Berufung muß an das Amtsgericht, das die Verurtheilung fest Kolonie Neuseeland, Köllnische Wiesen 5,-. Amerikanische ausgesprochen hat, gerichtet sein. Erst nach Einlegung der BeAuktion beim 6. Stiftungsfest des Spar- und Kreditvereins rujung erhält man das Urtheil zugestellt. Wird Berufung nicht Solidarität" 2,65. Schlosser, Belle Allianceftraße, 1,80. eingelegt, so wird das Urtheil mit Ablauf der Berufungsfrist, Rother Geburtstag in Rigdorf 1,60. 3 Kollegen aus MalerFür die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter gingen ferner werkstatt Rochstr. 71 1,50. also eine Woche nach seiner Verfüngung, rechtsträftig. 2. Zur ein: Bierüberschuß von den Barofvergoldern bei August Werk- Bezirksversammlung Deutscher Holzarbeiter Verband, Moabit 7,20. Annahme von Ratenzahlungen zur Begleichung einer Geldstrafe meister, Brunnenstr. 194, 6,75. Für einen Vortrag des Reichs- ftraße 109, 2,-. Tischlerwerkstatt Breske, Fürbringerstraße, 3,-. Jungnickel, Lange kann die Behörde nicht gezwungen werden. 3. Berufung würde tags- Abgeordneten Schmidt 4,-. Von den organisirten Arbeitern der Konzerteinnahme bei Wernau durch Hilscher alias Mückenfett in Jhrem Falle faum Aussicht auf günftigen Erfolg haben. Hauptwerkstatt der Firma S. u. S., Charlottenb. Wert, 2. Rate, 8,05. 2,70. Kranzüberschuß von Schneidern Unter den Linden 4,70. W. H. Nr. 100. 1. Behufs Beerdigung einer Leiche ist Von denselben Ueberschuß der Kranzspende für Fräulein Gewinn vom Kartenspiel bei A. D. und Geburtstagsfeier Markin Berlin erforderlich: Beibringung der standesamtlichen Sterbe- Wabnitz 4,65. Durch Onkel May bei einer Einsegnung in grafenstraße Nr. 5 1,60. Urkunde, ein von einem Arzt ausgestellter Todtenschein, ein von Sperlingsluft, Wrangelstraße 1,50. Tischlerei A. S. Oranien- ftraße 90, 8,75. Stiftungsfest des Schwimmvereins Nord 3,40. Gürtler außer Einem, Ritterder Revierpolizei, in deren Bezirk die Leiche sich befindet, aus- straße Nr. 23 1,15. Für Prozente aus Der gestellter Beerdigungsschein und die Zusicherung seitens der Be- fchen Schuhwaarenfabrik, Kaiserfstraße 4,50. Geburtstagsfeier trag des Gen. G. Wagner im geselligen Arbeiterverein Hoffnung Abel Stat- Klub Null- Namsch, Schwedterstr. 5 10,-. Für einen VorBe- schen gräbnißplay Verwaltung, daß die Leiche angenommen wird. Stralsunderstr. 5, 2,80. Tischler- Werkstatt Ciastowsti, Koppen- 5,-. Amerit. Auktion einer Schinkenstulle a. d. Gef.- Verein d. 2. Darüber, wie lange eine Leiche auf dem Kirchhof liegen bleiben straße 9 10,-. Amerikanische Auktion eines Bildes bei Werschte, Kupferschmiede 5,-. Destillation Süd- Ost gef. d. J. Karber 2,20. muß u. f. w. bestehen gesetzliche Bestimmungen nicht. 3. Die Prinzen- Allee 25 17,20. Verloosung des Gesang- Vereins Tapezirer Beuthstr. 5,-. J. Mehlische Arbeiter, Sophienstr. 21 10,-. Veräußerung eines Kirchhofs darf nicht vor Ablauf von Myrthenblätter" der Ost- und Westpreußen 9,-. Sammlung Gef. von der Werkstatt Alte Jakobstr. 78, 2. Rate 2,50. Linden40 Jahren nach der Schließung stattfinden. Zur veränderten bei einer Beerd. d. Ost- und Westpreuß. Gesangv. d. Decker 2,70. straße 18/19, einige Genossen, die von Lemke fein Moabiter Benutzung von Begräbnißplähen ist staatliche Genehmigung er Verband der Bauarbeiter Deutschlands, Stiftungsfest 10,-. trinten, 4,10. Bei einer rothen Rindtaufe in Weißensee, Lehderforderlich. Amerikanische Auktion, Marienburgerstraße bei Appler, durch straße, gesammelt von G. H. 3,05. Von den Steinträgern F. B. 98. Das Dienstmädchen, dem wegen angeblicher Bietz 4,45. Von den Tischlern bei Stövesand, Blücher von Entwendung Lohn einbehalten ist, kann auf Zahlung des rückstraße 12,-. dem Bau Chausseestraße 35 4,80. Möbeltischlerei Durch Wolf von den Töpfern des Baues Barth, Fruchtstraße 8, 25, ständigen Lohnes beim Amtsgericht flagen. Eine Klage wegen Corteniusstraße 6,- Vereinigte Gewerkschaften Apolda's 5,85. Ausschieben bei Wolfe, Pappel- Allee, 5,-. Genossen und GeUeberschuß vom TaubenBeleidigung würde erfolglos fein. Geburtstagsfeier Nostizstraße vom Ges.-V.„ Kreuzberg" 3,20. nossinnen aus der Markgrafenstr. 98 3,-. Die rothe Einsegnung 128. Ja, die Gründe, die von dem dortigen Genossen Ges. beim 2. Stiftungsfest des Rauchklubs„ Skaliz" durch in Reinickendorf bei Bracklow, gef. durch Caccia 3,05. Ueberfür maßgebend erachtet sind, sind in den bayerischen Partei- Heinrich 5,52. Durch Puppenmüller 6,50. Tischlerei von schuß von ringfr. Bier, Spandauerstr. 30, 2. H. 8. Woche 4,70. blättern bargelegt. Der bayerische Parteitag findet am 30. Sep- Sellwig, Wasserthorstraße 19 1,50. Arbeiter der Firma tember statt. Summa 294,69 M. Bereits quittirt 9433,71 m., in Summa Karl Müller u. Comp. Blücherstr. 35 16,-. Gesammelt am 19728,40 m. W " Central- Theater Unserem Sangesbruder u. Vorsitzenden Paul Decker Sozialdemokratischer Wahlverein Für den Jubalt der Juferate über Alte Jakobstraße Nr. 30. au feinem beutigen Wiegenfefte die für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Berantwortung wig Theater. Direktion: Richard Schultz. Emil Thomas a. G. Anna Bäckers. Josefine Dora. 3um 9. Male: besten Glückwünsche. 2851b Oft- u. Westpr. Männerges.- Verein. Vom tiefsten Schmerze gebeugt, er Versammlung I theilen wir allen Verwandten und Be- Mittwoch, den 12. September, Abends 8½ Uhr, in Möhring's fannten die traurige Nachricht von dem Hinscheiden unserer innigst geliebten Mittwoch, den 12. September. O! diese Berliner! Frau und utter Opernhaus. Der Ring des Nibe- Große Posse mit Gesang und Tanz in lungen. Siegfried. Schauspielhaus. Vasantasena. Anna Wickmann geb. Küßner, Lokal, Admiralftr. 18 c. Tages Ordnung: = 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Schmidt. 2. Disfussion. 3. Vereinsangelegenheiten, event. Anträge und Fragen. Gäste haben Zutritt. Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorkand. 277/4 Leffing- Theater. Madame Sans- Musit von Jul. Gin b shofer. am 11. b. M. um 1 Uhr Vormittags Allgem. Arbeiter-.. Arbeiterinnen- Verein Gêne. Berliner Theater. Minna von Barnhelm. Neues Theater. Jugend. Schiller Cheater. Die Räuber. Deutsches Theater. Der Tartuff Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Voltssänger. Rehdenz Theater. Demi- Monde. Theater Unter den Linden. Die Fledermaus. Bellealliance- Theater. Kyriß- Pyriz. Adolph Ernst- Theater. Solotte's 28 Tage. Central- Theater. O! diese Berliner! Alexanderplay- Theater. Verbotene Liebe. Vorher: Ein Ehrenamt. National Theater. Ein Modell. Susanne im Bade. Apollo Theater. Vorstellung. 6 Bildern nach Salingre's Reise durch welche nach langem schwerem Leiden von Freund. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 7/2 Uhr. Morgen und folgende Tage: 0, diese Berliner! Adolph Ernst- Theater Mittwoch, den 12. September: Zum 5. Male: Lolotte's 28 Tage. Gesangspoffe in 3 Atten v. H. Raymond u. A. Mars. Musik v. Viktor Roger. ( Novität.) Die neuen Dekorationen sind aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Roburg. In Szene gefeßt v. Ad. Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Spesialitäten Passage- Panopticum. Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. Parodie Theater. Vorstellung. Spezialitäten. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. 0 Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Mittwoch, 12. Septbr., Abds. 8 Uhr: Die Räuber. 51 wilde Beiber aus Dahomey. Das lesende Kind alt 13 Jahr. im 48. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Berlin, den 11. September 1894. Die trauernde Familie. Die Beerdigung findet am Freitag, den 14. September, Nachmittags 41/2 Uhr. von der Leichenhalle des Bionskirchhofes in Neu Weißensee, Gustav Adolfstraße, aus, statt. Berlins und Umgegend. Mitglieder- Versammlung Dam Donnerstag, den 13. September, Abends 81/2 Uhr, bri Pape, Rolbergerstraße Nr. 23. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen C. Hoffmann. 2. Die bevorstehende Ersatz28486 wahl zum Gewerbegericht. Ref.: A. Jahn. 3. Vereinssachen. Wir ersuchen unsere Mitglieder, in dieser Versammlung zu erscheinen. Da vom 1. Oftober die Erhöhung der Beiträge in Kraft tritt, ersuchen Zentral- Kranken- u. Sterbekasse Gäste haben Zutritt. der Tischler u. s. w. wir die fäumigen Mitglieder, ihren Verpflichtungen nachzukommen. MitOertliche Verwaltung Berlin H. glieder, die länger als 3 Monat mit den Beiträgen restiren, haben sich beim Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Kassirer zu melden, widrigenfalls dieselben am 1. Oktober gestrichen werden. unser Mitglied, der Tischler Der Vorstand. 237/5 52/3 Ernst Platschkowski am 9. September im Alter von 32 Jahren an der Proletarierkrankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 12. September, Nachmittags 51/2 Uhr, von der Leichenhalle des EmmausKirchhofs aus statt. Um rege Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Berband ( Bahlstelle Berlin). Den Mitgliedern zur Nachricht, daß 142/2 der Rollege Ernst Platschkowski, Tischler, am 9. September, verstorben ist. Die Beerdigung findet heute, Mittwoch, den 12. d. M., Nachm. 51/2 Uhr, Donnerstag, 18. Sept., Abbs. 8 Uhr: Lese- u. Diskutirklub on bereicherbal beat.mausFreitag, 14. Geptbr., Abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Der Veildenfreer. Lustspiel in 4 Atten von G. von Moser. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Gastspiel des Fräul. Bertha Rother: Um 9 Uhr: Ein Modell. Posse von Eugen Prudens. Vorher um 71/2 Uhr: Susanne im Bade. Große Posse mit Gesang in 4 Akten von Eugen Prudens. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Castan's Panopticum. Hassan Ali der grösste Mensch der Welt. Prinzess Topase ,, Süd- Ost". Donnerstag, den 13. September, Abends 81/2 Uhr, bei Tolksdorf, Görliger- Straße 58, Sitzung mit folgender Tagesordnung: 1. Medizinischer Vortrag des Gen. Dr. Berustein. 2. Diskussion. 3. Vereinsmittheilungen. 4. Verschiedenes. Gäste willkommen. 160/5 Parteigenoffen! Nachdem nunmehr die heißen Sommermonate vorüber, hält bringend zu bitten, die Sizungen pünktder Vorstand es für rathfam, Euch licher und regelmäßiger zu besuchen, damit der Klub der weitgehenden Aufgabe, welche er sich gestellt, seiner starken Mitgliederzahl entsprechend, auch gerecht werden kann. Der Vorstand. Achtung! Kein Laden. Kontroll- Schuhmarke. M = Kirchhofes in Briz aus Um rege Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. Todesanzeige. Am 9. September starb unser Kollege, der Tischler Ernst Platschkowski, 7162 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Norden. Bahlstelle Berlin.) Norden. Mittwoch, den 12. September, Abends 8½½ Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23: Vertrauensmänner- Versammlung. V Tages Ordnung: Besprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Branchen- Versammlung der Modelltischler am Freitag, den 14. September 1894, Abends 8 Uhr, bei Röllig, Nene Friedrichstraße 44. Tagesordnung: 142/1 Vortrag, Diskussion, Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Tischler- Verein. Donnerstag, 13. Septbr., Abds. 9 Uhr, Melchiorstr. 15: Ausserordentliche General- Versammlung. Zages Ordnung: Das diesjährige Stiftungsfest. Sonntag, den 16. September: Herren Fusspartie nach im Alter von 32 Jahren an der Prole. Wusterhausen. Abfahrt: Görlizer Bahnhof 7 Uhr 35 Min., Schlesischer tarierkrankheit. Ehre seinem Andenken! Bahnhof 7 Uhr 21 Min. Rendezvous: Bahnhof Grünau. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 249/6 12. September, Nachmittags 51/2 Uhr, von der Leichenhalle des EmmausStirchhofes aus statt. Die Kollegen der Pianofabrik von H. Gütschow. Danksagung. Für die rege Theilnahme, sowie für die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, spreche ich allen Freunden und Bekannten, insbesondere seinen Kollegen a. d. Lampen fabrit von Rackenius, der Gasanstalt u. dem deutschen Metallarbeiter- Verband, meinen innigsten Dant aus. 2845b Wittwe Nndwill. Danksagung. Nur eigene Fabrikation, 25 Bigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Tabate. Rippentabat 2 Pfd. 70 Bfg. 71L* 5. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Für die herzliche Theilnahme, sowie Culmbacher Export Bier Brauerei für die zahlreichen Blumenspenden bei M. Angermann, Culmbach in Bayern. der Beerdigung meines innig geliebten General- Vertreter K. F. Dierberg, Gatten, unseres lieben Vaters, Berlin O., Gr. Frankfurterstraße 32. bas kleinste Menschenkind. Tel. VII 5656. Export v. Porter, Ale, Gräßer u. Champ.- Weißbier. 2857b Vereins- Abzeichen 2c. H. Guttmann, Brunnenstr. 9. Armin- Hallen Stempel Kommandantenstraße Nr. 20. Täglich: Frei- Konzert im schönen Natur Garten. Säle. Vereinszimmer. Möbel n. compl. Einrichtungen stehen im Speicher spottbillig gegen Rasse zum Verkauf. Gartenstr. 52. 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In dem Bestreben, von jetzt ab nur eigene, gut gelagerte Biere zum Ausstoß zu bringen, bitten wir unsere verehrten Abnehmer um rechtzeitige briefliche Aufgabe ihrer Bestellungen, da unser Abjatquantum für die nächste 6862* Beit fest begrenzt ist. Berlin N. Veteranenstraße 8/9. Telephon Amt III Nr. 439. Möbel Die Direktion der Nordstern- Brauerei. direct aus der Fabrik. Kein Laden! Grosse Auswahl einfacher u. besserer, solide gearbeiteter Möbel zu den billigsten Preisen. H.Meyer Möbeltischlerei Maunya- Str. 3 Lager Hof Deftillation, Stehbierhalle wird vom Zahl- zähneam. Theils. Blomben 1,50 Ronturrens nut 9. Rosende, 2 be Wirth zu miethen ges. Off. m. Preisangabe nimmt Herr Scholz, Wrangelstraße 32, entgegen. 28486 Arzt Schmerzl. Zahnz. 1 M. 8-7 Uhr. Metalle fauft Flaschenh. Linienstr. 77. 7-7. 28126 Billigste Schuhwaaren ohne bergerstr. 76, I. 27946 Kunstmann, Uhrmacher, Charlottenburg, Wallffr. 108. 2783b Klavier- Arbeiter! 50 Mark Belohnung! Große öffentliche E Musik- Instrumenten- Arbeiter- Versammlung ( Klavier-, Klaviatur-, Piano- Mechanik- und Harmonika-Arbeiter, Orgelbauer u. s. w.) am Donnerstag, den 13. September, Abends 8 Uhr, im Lokal von ,, Neu- Tivoli", Oranienstr. 51. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. G. Heymann über: Wie muß der Proletarier denken und handeln?" 2. Diskussion. 3. Wahl dreier Kontrolleure des Vertrauensmannes. Zu dieser Versammlung sind speziell die Rollegen der Pianofabrik von A. Lenz, Manteuffelstr. 10, und der Pianofabrik von Kuhla, Koppenstr. 73, eingeladen. Jeder Kollege, der dies liest, theile es in seiner Werkstatt den 197/11 Rollegen mit. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Der Einberufer. Schöneberg. In jünger Zeit haben sich Fahrer und Mitfahrer fremder Brauereien wiederholentlich oft widerrechtlich unsere Gefäße angeeignet und die Leiter dieser Brauereien sogar Rücklauf unserer eigenen Gefäße zu erzwingen versucht. Wir machen infolge dessen hierdurch bekannt, daß wir ohne Unterschied der Person einen jeden wegen Unterschlagung gerichtlich anzeigen werden, der sich an unserem Eigenthum verareift, und zahlen obige Belohnung demjenigen, der uns solche Personen namhaft macht, um gegen dieselben Strafantrag stellen zu können. Unser Personal hat, bei Androhung sofortiger Entlassung, strenge Ordre, fremdes Gefäß stehen zu lassen, und wenn andere Brauereien ihrem Personal die gleiche Ordre ertheilen, so muß der grobe Unfug mit den Gefäßen aufhören. Berlin N., den 3. September 1891. Die Direktion der Nordstern- Brauerei. Tokayer Donnerstag, den 13. September, Abds. 8 Uhr, im Lokale med. füßer Ungarwein, Literflasche 2,10 M., 5 Flaschen 1,85 m. Eugen Neumann& Co., des Herrn Keßner, Grunewaldstr. 110: 6a Belle- Allianceplay 6a. 679M 81. Neue Friedrichstr. 81. 8. Oranienstr. 8 und Polsterwaaren. 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Wegen der Wichtigkeit der Tages: ordnung ist zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwünscht. 2842b Berlin, den 10. Sept. 1894. Der Vorstand. Karl Thieme. H. Steinfeldt. Soeben erschien: mit der Tagesordnung: Stellungnahme zur Zentralisation der Orts frankenkassen Berlins und Umgegend" und am Freitag, den 21. September cr., Abends 8 Uhr, bei Ehrenberg, Annenstr. 16, eine ausserordentliche General- Versammlung der Vertreter der Arbeitgeber u. Arbeitnehmer mit der Tagesordnung: Be schlußfaffung über event. Verlängerung des Kontraktes mit dem Verein der freigewählten Rassenärzte" statt. 2855b Der Vorstand. Agnes Wabnik von B. Glogau. Den verehrten Hausfrauen wird hiermit das anerkannt vorzügliche 2634b Achtung! Bahnerfah, auch Theilzahlung, hlung wöchentlich 1 Mart. Laufizer Platz 2. Guckel, Elfafferite. 12. Rohtabak. Grösste Auswahl. Billigste Preise. Formen, Bockfaçon, wieder vorräthig. Heinrich Franck, Brunnenstr. 185, Resterhandlung. 66. 66. Billig Reste zu Knaben- Anzügen von 1 M. 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Mehr und mehr bricht sich in allen Rammer VII. Borsitzender: Assessor Rorn, Sigung vom Kreisen der über ihre Klassenlage aufgeklärten Arbeiter die 6. September. Ueberzeugung Bahn, daß kein Gebiet des öffentlichen Lebens Gewerbliche Streitigkeiten zwischen ungelernten Arbeitern Unter der Ungunft der Zeiten, unter dem Druck der wirth das politische und nicht das wirthschaftliche; auf wirthschaft- vor das betreffende Jnnungs Schiedsgericht. Diesen Grundfah, schaftlichen Verhältnisse, der Bedrängung durch Behörden und lichem Gebiet ist es aber die Gewerkschaft, die den Kampf zu der direkt einer Entscheidung der Kammer lil, welche wir fürzlich Unternehmerverbände, haben am meisten von allen Arbeiter führen hat. Ihre vornehmste Aufgabe ist es, die Lebenshaltung publizirten, widerspricht, stellte die Kammer VII gelegentlich eines organisationen stets die gewerkschaftlichen zu leiden. In einer der Arbeiter zu fördern durch Erringung besserer Arbeits- Prozesses mehrerer Arbeiter gegen den Fuhrherrn( InnungsPeriode des allgemeinen wirthschaftlichen Niedergangs, der die bedingungen. Sie nützt dadurch der politischen Bewegung, in- mitglied) Fricke auf, indem sie das Gericht für zuEinnahmen des Einzelnen beschneidet, gehen erfahrungsgemäß dem sie Kämpfer für Organisation und Agitation schult ständig erklärte. Der Vorsitzende führte begründend aus, leicht die Organisationen an Mitgliederzahl zurück. und das Solidaritätsgefühl, dieses Bindemittel jeder die Thätigkeit der Kläger dieselben prahmten Kies Nur da, wo ein langjähriges Zusammenwirken das Solidaritäts- großen Arbeiterbewegung, fräftigt." Die politische Be- aus Kähnen und häuften und siebten ihn charakterisire sie gefühl der Mitglieder gestählt hat, können solche äußere wegung ihrerseits hat der gewerkschaftlichen int die als Arbeiter und nicht als Gesellen oder Ge= Einflüsse nicht einen mertlichen Einfluß ausüben. Eine solche Hände zu arbeiten, indem sie die Hindernisse aus dem Wege zu hilfen; nach der Gewerbe Ordnung seien aber die den Ans Einwirkung der Tradition hat aber bei den deutschen räumen sucht, die jetzt noch der freien Bewegung der Arbeiter- forderungen des Gesetzes entsprechenden Innungs- Schiedsgerichte Gewerkschaften wegen der kurzen Zeit ihres Bestehens noch nicht organisationen im Wege stehen, und indem sie auf gesetzgeberische nur für gewerbliche Streitigkeiten zwischen Innungsmeistern und zur Geltung kommen fönnen. Nur einzelne, wie die der Buche Maßregeln zum ausgiebigen Arbeiterschutz hinarbeitet. Nicht deren Gesellen zuständig. drucker, blicken auf eine längere Geschichte zurück. politische oder gewerkschaftliche Organisation, sondern politische So ist es erklärlich, daß auch das uns jetzt in dem Bericht und gewerkschaftliche Organisation kann uns zum Ziele führen Meinung geglaubt, den Ausdruck Gesellen" nicht so genau Die Kammer 11 hatte beim Aussprechen der entgegengesetzten der Generalfommission vorliegende Bild der Entwickelung der und wird uns zum Ziele führen, wenn wir alle, ein jeder aufnehmen zu brauchen, und hatte durch ihren Vorsitzenden aus. deutschen Gewerkschaften im Jahre 1893 die Spuren der miß- seinem Gebiete, ernstlich Hand ans Werk legen. lichen Zeitumstände trägt. Auf den ersten Anschein, wollte man führen lassen, der Gesetzgeber habe unter„ Gesellen" auch unnur von der Mitgliederzahl der Gesammtheit der Gewerkschaften gelernte Arbeiter verstanden wissen wollen. sich beeinflussen lassen, müßte man sogar einen Rückgang feststellen, Unserer Meinung nach ist es dringend nothwendig, daß das Denn statt 244 734 Mitglieder im Jahre 1892, sind für das Jahr Gewerbegericht die Frage bald in einem Sinne entscheide: 1893 nur 229 810 Mitglieder zu verzeichnen, soweit die vorWelches Gericht ist für Klagen von Arbeitern im beschränkten handenen Einzelangaben überhaupt eine zuverlässige Summirung Sinne ungelernter Arbeiter gegen Innungsmitglieder zuständig gestatten. Dabei ist indeß in Betracht zu ziehen, daß der Einfluß das Gewerbegericht oder das Innungs- Schiedsgericht?" Die der angeblich so sozialreformerischen und arbeiterfreundlichen Kammer VIII. Vorsitzender: Assessor Fürst. Sigung vom in Betracht kommenden Arbeiterkreise haben das größte Interpreußischen Regierung es fertig gebracht hat, die zahlreiche Ge- 3. September. effe, dies zu erfahren, und es baldigst zu erfahren, das größte werkschaft der Vergarbeiter des Saarreviers mit ihren 22 400 Mit- Notizen des Vorwärts" und der Bier Recht. gliedern völlig zu zerstören und die der westfälischen Bergarbeiter Bontott spielten in einem Lohnentschädigungs- Prozeß des Kammer Vl. Vorsitzender: Assessor Leo. Sizung vom um 4126 Mitglieder zu vermindern. Stellt man diese direkt Arbeiters E. gegen die Firma Hayde eine bedeutende Rolle. 7. September. meßbare Einwirkung. der obrigkeitlichen Fürsorge in Rechnung. Der Kläger beanspruchte 30 W. wegen unberechtigter Entlassung. Auch eine Verleitung zu Handlungen, die zieht man die beiden Zahlen also ab von der Mitgliederzahl Der Vertreter der Beklagten rechtfertigte in einem früheren gegen die Geseze oder guten Sitten verstoßen." von 1892, so ergiebt sich daß gegen den Bestand von 218 208 die Termin die Entlassung E.'s damit, daß derselbe eine Notiz in Der Kutscher E., der bei der Gesellschaft Berliner Trinkhallen in Mitglieder 1893 fogar um 11 602 zugenommen haben trotz der den Vorwärts" gebracht habe, welche geeignet gewesen sei, die Arbeit stand, drehte eines Tages mit seinem Kollegen T. eine Ungunst der Zeiten. Firma zu schädigen, und welche laut Berichtigung des Vor- Schuckelmaschine; T. gerieth dabei in Schweiß, E. nicht. Das Im Einzelnen haben solgende Organisationen an Mitgliedern wärts" sich als unwahr herausgestellt habe. Dem Chef sei vor- veranlaßte diesen, sich mit den Worten:" Du bist ja so hübsch zugenommen: Barbiere 355, Bergarbeiter( Sachsen) 807, geworfen worden, er verbiete seinen Arbeitern das Trinken geschwißt," über L. lustig zu machen. Der antwortete: Wenn Brauer 459, Buchbinder 669, Buchdrucker 520, Fabrikarbeiter boykottfreien Bieres, was nicht der Fall gewesen sei. Beweis: Du nicht so faul gewesen wärst, hättest Du auch geschwitzt." Ein ( 1892 nach Schäßung 2000 Mitglieder) 2619, Former 320, Glacé: Die Berichtigung im Vorwärts". Der Kläger machte nun heitiger Wortwechsel war die Folge. Doch nach dem Spruch: handschuhmacher 114, Glasarbeiter 185, Holzarbeiterverband( die geltend, die erste Notiz beruhe doch auf Wahrheit, und schlug Der Worte sind genug gewechselt, laßt uns nun endlich Thaten Organisationen der Bürstenmacher, Drechsler, Stellmacher und als Zeugen für seine Behauptung den Heizer der beklagten fehen", faßt G. seinen Gegner an, als wollte er sich mit ihm Tischler hatten 1892 zufammen 21 713 Mitglieder) 2047, Kupfer- Firma vor. Zu der Berichtigung habe die Redaktion des Vor- fabbeln", dabei die denkwürdigen Worte ausrufend:„ Du denkst schmiede 45, Lederarbeiter 717, Lithographen 164, Maler 833, wärts" si durch den Hauptbetheiligten, den Chef, bestimmen lassen. wohl, ich graule mich vor Dir." T. verstand aber die Sache Mauer 325, Metallarbeiter 2308, Porzellanarbeiter 879, Sattler Das Gericht beschloß in jenem Termin, den vorgeschlagenen falsch, nahm seinen mit Zwecken beschlagenen Pantinen und 264, Schiffszimmerer 46, Echneider 1046, Schuhmacher 206, Stein Beugen in einem neuen Termin zu hören; dem Vertreter der schlug mit diesem E. vor den Kopf, daß er blutete. Die regelfeter 323, Tabafarbeiter 2671, Textilarbeiter 1497, Vergolder 200 Beklagten gab es anheim, die fraglichen Nummern des Vor- rechteste Holzerei war nun fertig. Wegen der Affäre wurde E. und Zigarrenfortirer 120; zusammen in diesen 26 Organisationen wärts" mitzubringen. Am 3. September erschien als Vertreter entlassen. Das Gewerbegericht Das Gewerbegericht, an welches er sich wandte, eine Mitgliederzunahme von 19 739. der Beklagten ihr welcher die Zeitungsnummern stellte auf die Einwände Werkführer, des Direktors der beklagten Abgenommen an Mitgliederzahl haben 1893 jolgende vorlegte. Die eine enthält die Notis, daß Herr Hayde geäußert Gesellschaft obigen Sachverhalt fest. Ferner wurde festgestellt, voir 10 Organisationen: Bäcker 411, Bauarbeiter 325, Bergarbeiter habe mit bezug auf seine Arbeiter, ringfreies Bier zu trinken sei daß der Direktor einige Tage vor jenem Handgemenge den ( Westfalen) 4126, Bildhauer 57, Böttcher 400, Dachdecker( 1892 nicht angängig, das beste wäre Schultheiß. Wem dies nicht Kläger verwarnt hatte, sich ja nicht irgend etwas zu Schulden nach Schätzung resp. früherer Angabe 571) 71, Gärtner 254, passe, der möge gehen. Die in der anderen Nummer enthaltene kommen zu lassen; im Nichtachtungsfalle würde er sofort entGoldarbeiter 521, Holzarbeiter( Hilfsarbeiter) 102, Hutmacher 24, Berichtigung besagt, daß der Unternehmer Hayde seinen Arbeitern lassen werden. Mit folgender, in ihrer Eigenart interessanten Konditoren 92, Korbmacher 145, Kürschner( 1892 nach Schätzung fein Bier aufzwingen wollte, das ihnen nicht schmeckt. Das Begründung wurde der Kläger abgewiesen: Jm wesentlichen sei cesp. früherer Angabe 1000) 660, Müller 628, Schiffbauer und Komptoirpersonal ist es nach der Berichtigung gewesen, welches der Kläger Provokant des stattgehabten Streites gewesen, wenn Schifffahrer 394, Schmiede 200, Seiler 33, Stucateure 20, Schultheißbier zu trinken wünschte. Der Heizer, welcher das auch die gewaltthätige Natur des T. natürlich ihr Theil dazu Tapezirer 123, Töpfer( 1892 nach Schäßung resp. Angabe Bier für das Fabrits- und Komptoirpersonal beschaffte, wurde beigetragen habe, daß sich eine wüste Prügelei entwickelte. Die für 1891 4700) 1465 und Zimmerer 698; zusammen in vernommen. Er sagte aus, der Kaufmann Hayde babe nicht zu Spitzereien des Klägers hätten ursprünglich den Streit veranlaßt, 21 Organisationen ein Mitgliederrückgang von ihm gesagt( wie der Kläger angab), daß ringfreies Bier nicht und sein Herangehen an T., das nach Aussage des einen Hierzu kommen die aufgelösten Verbände: der Berg- getrunken werden dürfe und Schultheiß getrunken werden solle. Beugen den Eindruck machte, als wollte er sich mit T. leute des Saarreviers mit 22 400 und der Posamentiere mit Bielmehr hätten die Buchhalter zu ihm geäußert, der Chef fabbeln", hätte den Schlag mit dem Pantinen und die weitere 154 Mitgliedern. Ferner die Differenz in der Zahl der hätte gesagt, man möge das frühere Bier( welches damit Schlägerei zur Folge gehabt. Eine Schlägerei sei aber etwas, lokalorganisirten Arbeiter von 1360, in Summa 34 663. Der gemeint ist, ging nicht aus der Aussage des Zeugen hervor) das sich nicht mit den guten Sitten und auch nicht mit manchen Rückgang in der Mitgliederzahl in den angeführten Gewerk weiter trinken. Auf Befragen giebt der Zeuge zu, dem Kläger Gefeßen in Einklang bringen lasse, sondern gegen sie verstoße. schaften beträgt demnach für das Jahr 1898 14 924. In drei hiervon in etwas sehr unbestimmter Form Mittheilung gemacht Des Klägers Bank und Schlägerei verursachendes Benehmen sei Organisationen tlieb die Mitgliederzahl gleich, doch ist anzu- zu haben.( Der Berichterstatter gewann den Eindruck, als habe somit der Verleitung eines Mitarbeiters zu Handlungen, welche nehmen, daß die angegebenen Zahlen wohl wie bei einigen an der Kläger infolge der unbestimmten Mittheilung gegen die Gefeße oder guten Sitten verstoßen, gleich zu erachten, deren auf Schäßung beruhen. Es sind ferner die Organisationen des Zeugen im guten Glauben" an die Richtigkeit der in die ihrerseits laut§ 123, Nr. 7 der Gewerbe- Ordnung einen der Kaufleute, der Kellner, Handels- Hilfsarbeiter, Heizer und der ersten Notiz des„ Vorwärts" aufgestellten Behauptungen diefe Grund zur sofortigen Entlassung abgeben. Deshalb sei der Kläger Trimmer und Seeleute dabei völlig außer Acht gelassen. Notiz veranlaßt.)- Nach erfolgter Berathung ersuchte der Vor: abgewiesen worden; besonderes Gewicht habe der Gerichtshof so daß jetzt 53 Zentralorganisationen bestehen. 10 749. " " " 1 " " Nun Wenn die Zahl der Zentralorganisationen 1893 eine gefiende den Kläger, seine Klage zurückzunehmen, indem er aus- jedoch noch darauf gelegt, daß der Kläger, wie er zugegeben, mit ringere iſt gegen 1892: 51 gegen 57 im Vorjahre, so liegt führte:" Wir haben angenommen, daß Kläger über die beklagte der Drohung verwarnt worden fei, wenn irgend etwas vordas wesentlich an der Verschmelzung älterer Verbände. Nur Firma, speziell über den Beklagten, Thatsachen in die Deffent- täme, würde er sofort entlassen." die Berglente des Saarreviers und die Posamentiere haben sich lichkeit gebracht hat, welche nicht erweislich wahr und geeignet Paradegäste. Wenn ich nich erzählen darf, wie der janze aufgelöst und der Zentralverein der Frauen und Mädchen ist, sind, die Firma oder den Inhaber derselben in der Meinung sich die Verbände der Bürstenmacher, Trechsler, Stellmacher weise Mittheilungen machte, durste Kläger nicht gleich hingehen schuldig bin, wie'n neijeborenet Kind?" meinte der Färber B., da er nur Bildungszwecke verfolgt, ausgeschieden. Dagegen haben seiner Mitbürger herabzusetzen. Wenn ihm der Zeuge gespräche: Sachverhalt zum Ursprung jekommen is un fich denn schließlich weiter entwickelt hat, wie soll ick denn beweisen, det ick uns und Tischler in dem Deutschen Holzarbeiterverband vereinigt. und sie in die Deffentlichkeit bringen, sondern mußte dieselben als er sich vor dem Schöffengericht wegen Beamtenbeleidigung zu Im Jahre 1894 find indeß schon zwei neue Verbände, der der erst prüfen und sich über ihre Richtigkeit informiren. Da aber so verantworten hatte. Vors.: Ja, gewiß dürfen Sie sprechen, aber süddeutschen Mühlenarbeiter und der der Schlächter hinzugetreten, feine Aussicht auf ein Gewinnen des Prozesses vorhanden ist, rathen Sie sollen uns nur nicht mit überflüssigen Redensarten kommen. wir zur Klagezurücknahme." Jetzt wandte der Kläger plötzlich Auf die Einzelheiten der Gewerkschaften an dieser Stelle ein, der Wertführer des Herrn Haydn habe sich erst damit einverstanden Angekl.: Davor bin ick gewiß der Lette, aber wat is, det muß einzugehen, müssen wir uns des Raumes halber versagen. Nur erklärt, daß er, G., noch 14 Tage arbeiten könne, nachdem er ooch sind. Vors.: Nun ja, das ist schon vielversprechend. reden Sie nur los. Angefl.: Jck wäre janz gewiß nich zur einzelne der größeren Verbände haben bisher ihre Leistungen auf später habe ihn derfelbe im Gegensatz dazu zum sofortigen Ver- Parade jejangen, aber den Abend vorher klingelt det un mein denselben auf die Kündigungsfrist aufmerksam gemacht hatte; das ganze Gebiet der gewerkschaftlichen Arbeiterfürsorge aus- lassen der Fabrit aufgefordert. Der Werkführer Docke gab zu, Vetter aus die Jejend von Fehrbellin kömmt an. Det is man gedehnt. Da die Ausgaben der Verbände durch die Ergebnisse von zum Kläger auf dessen Protest gegen die sofortige Entlassung een Kerlchen als drei Käse hoch, aber een Mundwerk hat Streits und Arbeitsstockungen sehr schwankend gemacht werden, gesagt zu haben:„ Na, denn arbeiten Sie noch 14 Tage." Er er, wat noch extra tootjeschlagen wer'n muß, wenn er mal in'n laffen sich Vergleiche zwischen den Leistungen der einzelnen Ver- habe sich jedoch dann, führte D. weiter aus, durch Einsichtnahme Sarg liegt. Frieber jehörte er zu die Sozialdemokraten, aber hat sich eenen Torfftich jekooft un dhut nu, als ob er mit die jährliche Beitragsleistung der Verbände auf den Kopf Falle die Entlassung sofort erfolgen könne, und den Kläger des- nothleidenden Agrarier Hungerpoten saugen müßte. Also nach bände nur schlecht ziehen. Einen besseren Vergleich bietet die in die Gewerbe- Ordnung davon überzeugt, daß im vorliegenden vor einije Jahre is er durch Erbschaft zu Vermöjen jetommen, halb hierauf fortgeschickt. Die Beklagte wurde zur der Mitglieder berechnet. Sie stellt sich 1893 folgendermaßen: Buchdrucker 46,44 n., Sutmacher 43,69, Bild- Bahlung der 30 Mark verurtheilt. Grund: Das die erste Bejrießung sagt er, det er expreh berieber jekommen hauer 31,72, Glacee Handschuhmacher 20,06, Porzellan- auf Erfordern des Klägers diesem gemachte Zugeständniß, noch wäre, um die Parade in Dojenschein zu nehmen. Wenn er ooch arbeiter 16,40, Kupferschmiede 12,58, Lederarbeiter 10,92, Betriebe Vertreter der beklagten Firma war, nicht zurückzunehmen Ick also den andern Morjen mit ihm los nach'n Kreisberg. Det 14 Tage arbeiten zu dürfen, hätte der Werkführer, welcher im feen Soldat jewesen wäre sie sagten ja dunnemals, er hätte eenen zu kurzen Darın so hätte er doch een Interesse daran. Lithographen 9,15, Glasarbeiter 8,70, Buchbinder 8,30, das Recht gehabt. Zimmerer 8,28, Vergolder 8,25, Töpfer 8,21, Tabafarbeiter 7,61, Tagelöhner( Arbeiter, die täglich bezahlt werden) haben indem da schon alles schwarz voll Menschen stand, det an een heeßt, wir tamen nich weiter als bis zur Belleallianceft: aße, Former 7,50, Maurer 7,25, Metallarbeiter 6,93, Gold- und Silberarbeiter 6,93, Brauer 6,86, Seiler 6,88, Schmiede 6,73 nach dem allgemeinen Landrecht keinen Anspruch auf die vierzehn Durchkommen jar nich zu denken war. Ick stand mit meinen Glaser 6,59, Schneider 5,69, Tapezirer 5,44, Sattler 5,23, tägige Kündigungsfrist, sondern können täglich entlassen werden. Bäcker 4,98, Rorbmacher 4,98, Steinfeger 4,86, Fabrit- und So begründete der Vorsitzende der Kammer VIII( Affeffor& ürst brüder. Meinen Better paßte det vojenscheinlich nich, er eenen Hümpel Penn- und Sonnen. gewerbliche Hilfsarbeiter 4,64, Bauarbeiter 4,58, Stuckateure 4,05, den Arbeiters. in der letzten Sigung dieser Kammer die Abweisung eines Hagen hielt feine Neese immer man so jejen det Firmament Maler 3,89, Schuhmacher 8,56, Bergarbeiter( Eachsen) 3,47, jerichtet. Dichte bei ihm stand so'n armer Deibel, der eene Konditoren 3,42, Schiffszimmerer 3,25, Plätterinnen 3,12, Holz- Rammer 111. Vorsitzender: Assessor Guno. Sigung vom zerrissene Kluft auhatte un eenen Stiebel, wo der jroße Behen arbeiter( Hilfsarbeiter) 3,08, Bergarbeiter( Westfalen) 2,48, 5. September. raustiekte. Wenn mein Vetter mal die Dojen niederschlug, denn Barbiere 2,11. Der Verband der Müller hatte pro Kopf der Rückständigen Lohn verlangen zwei Arbeiter von dem tiekte er immer uf den Zehen, bis der Gigendhiemer det merkte Mitglieder 9,09 M., der der Gärtner 6,83, der der Kürschner 6,05 Statermeister Müller. Die Beweiserhebung ergab, daß die und gutmiethig zu meinen Vetter sagte:" Wat haben Sie denn pro Jahr an Einnahme. Da diese Organisationen aber erheblich Stläger mit einem dritten Arbeiter, einem„ Vertrauten" des Be- immer zu tiefen? Sie sind woll nich von hier, lassen Sie doch an Mitgliederzahl zurückgegangen sind, so trifft diese Berechnung flagten, zusammen in Afford gearbeitet hatten, und daß dieser, meinen Beh, er will ooch wat sehen." Na, alle die dabei standen, nicht das richtige. dem Beklagter die Auszahlung des Arbeitsverdienstes der Kläger die lachten un denn fingen sie an meinen Torsstichbesitzer zu uzen Wenn nun auch der Bericht der Gewerkschaften fein durch überließ, denselben nicht gerecht geworden war. Der Vorsigende un rissen so niederträchtige Wize über ihn, det ich ihn endlich weg erfreuliches Bild bietet, so ist doch ein langsamer Fortschritt nannte das eine Unterschlagung. Der Beklagte wurde unter der aus die Jesellschaft un weiter mit ihm wegzog. Det is ja die in der Entwickelung zu erkennen. Dabei ist zu berücksichtigen, Begründung zur Zahlung von 10 und 11 W. verurtheilt, daß er reine Schwefelbande," meente er zu mir, aber so leise, det det daß der Anstoß, den das Gewerkschaftsleben neuerdings durch für die richtige Auszahlung des Arbeitsverdienstes an seine Ar- teener hören konnte. Wir drängten uns nu so sachten bis vorne eifrige Erörterung der einschlägigen Fragen in sozialdemokrati beiter verantwortlich sei. Ihm müsse es überlassen bleiben, seinen hin und standen zuletzt dichte hinter eenen Schuhmann, der mit schen Parteitreisen erhalten hat, sich noch nicht im Jahre 1893 Vertrauten regreßpflichtig zu machen oder ihn der Staatsanwalt bei die Absperrung betheiligt war. Geltung verschaffen konnte. Erst späterhin wird die Wirkung zu schaft zu denunziren. Vetter jerade mang Manchmal machte er mit seine Kollejen so'n Paar fleene Schritt nach hinten, wobei " unsere Hühneroojen eflich in Jefahr kamen. So standen wir holen, was der Klassenstaat in Bezug auf Volksbildung verab- ungefähr 98 M. betragen. Nach reger Debatte erklärte sich die Verwoll ieber eene Stunde, det fing in det Jedränge an, fürchterlich säumt, dem Volke vorenthalten habe. Redner wies darauf hin, sammlung mit den Vorschlägen des Referenten einverstanden und warm zu werden, det war ooch eene häßliche Atmosphäre, mein daß im heutigen Klassenstaate die Bildung an den Besitz geknüpft stimmte einer dahingehenden Resolution zu. Zum Schluß wurde Vetter sagte, er dhäte Blut un Wasser schwitzen. Eenmal un sei und für die wenigen Nichtbesitzenden, denen die Bildung und Bezug genommen auf die Vorwürfe, die den Bauarbeitern wegen nich wieder", meente er. Endlich hieß et, Nu kommen Sie!" das Wissen zugänglich gemacht werde, mit dem Odium des des Bierboykotts gemacht werden. Mehrere Redner bemerken Mein Vetter stützt sich uf mir un stellt sich uf die Zehenspitzen Almosens behaftet sei, und veranschaulichte dies durch eine ein- hierzu, daß die Beschwerden nicht immer zutreffend feien, doch un macht eenen Hals so lang als een Salzdarm, aber Kuchen, gehende Beleuchtung des Bildungswesens und der Bildungsanstalten soll der Vorwurf ein Ansporn sein, überall für strikte Durchfüh= er war zu kleen un konnte ieber den Schutzmann nich des heutigen Klassenstaates. Er hob hervor, daß, wenn im Laufe rung der Boykottbeschlüsse einzutreten, wie bisher. Besondere wegtiefen. Wenn blos der Mann so'n Kleenet bisken des letzten Jahrhunderts die Leistungen der allgemeinen Volksschule Verurtheilung erfuhren: der Vorsitzende der Orts- Krankenkasse uf die Seite rücken wollte", meent er, un richtig, er sich wesentlich gesteigert haben, dies nicht ein Verdienst der Rudolf, welcher nicht nur selbst Schultheiß- Bier trinke, sondern fäßt den Schuhmann an'n Ellenbogen un fagt, er möchte heutigen Gesellschaft, des Klassenstaates, sondern auf den Um- sogar auf seine Leute einen dahingehenden Druck ausübe. eenen Kleenen Schritt nach die Seite treten. Vors. stand zurückzuführen sei, daß die immer mehr sich ausbreitende Ferner wurde gerügt, daß der Playpolier Gutscho, auf dem Play Aber Angeklagter, wenn Sie nun nicht zur Sache kommen, ent- Industrie immer größere Anforderungen stellte und die Gesell- Engelhardt in der Prenzlauer Allee, die 40 dort arbeitenden ziehe ich Ihnen das Wort. Angefl.: Sofort bin ich zu Ende. schaft in ihrem eigenen Interesse der arbeitenden Klasse ein Kameraden durchaus veranlaßt, Bößow'sches Bier zu trinken. Also mein Better kam schön an." Herr! Was unterstehen Sie größeres Wissen zukommen lassen mußte. Dies sei der treibende In ähnlichem Sinne wurde Klage geführt gegen die Kameraden, fich, mich anzufaffen!" schreit der Schutzmann meinen Vetter an Keil, nicht etwa ein gewisses Wohlwollen der herrschenden Klassen. die auf dem Platz bei Pietsch beschäftigt sind. Auf Anregung un dreht sich schnubbs wieder um un zeigte uns wieder eenen Troßdem sei der Abstand zwischen den Volksbildungs- und den aus der Versammlung wird beschlossen, in den Vororten ein scheenen breiten Rücken. Nu war ick bange, det mein Better höheren Bildungsanstalten ein riesengroßer. Die Grundlage des Flugblatt zu verbreiten, um auf diese Art für die bessere Durchseine Zunge nich würde zähmen können, ick hielt det für meine Bildungswesens im heutigen Klassenstaate sei die Tendenz, durch führung des Boykotts zu wirken. Pflicht, ihn zu warnen. Um Jotteswillen, sage ic, sei blos ver- die höheren Bildungsanstalten Herrscher, durch die niederen nünftig un stoße Dir nich in't Unjlück. Wat meenste woll, wat Bildungsanstalten Beherrschte zu erziehen. Durch die höheren Tapezirer tagte am 10. September im„ Louisenstädtischen KonzertEine sehr gut besuchte öffentliche Versammlung der darnach käme, wenn Du den Schußmann sagen dhätest, det er Bildungsanstalten gehe gleichzeitig ein Bug fapitalistischer haus". Freiwald legte den von der Agitationskommission een froßet Rindvieh wäre? Det könnte Dir vor Jericht übel uf- Korruption, indem sie den Besitzenden die Anschauung im Auftrage der Versammlung vom 2. September ausgearbeiteten stoßen. Oder Du würdest noch weiter jehn un würdest ihm vor- einimpfen, daß sie auf grund ihres Besizes einen Anspruch, ein Lohntarif vor, welcher allseitige Zustimmung fand. In der Disschmeißen, det er seine Instruktion nich verstände, indem er jejen Vorrecht auf höhere und höchste Bildung haben. Das gleiche fussion wurden nochmals eingehend die elenden Zustände be= die Bürger höflich sind müßte? Denn würdest Du vielleicht Klasseninteresse beherrsche das Gebiet der Kunst. Das Sprich- sprochen, wie sie seit dem 86er Streit im Tapeziergewerbe wieder so'n fünfzig Märker bezahlen müssen. Un so setze ick ihm noch wort:" Die Kunst geht nach Brot!" sei kein leerer Schall. verschiedene Beleidigungen auseenander, wo er sich sehr vor Die Abnahme des anfänglichen Andranges zur Arbeiter- Bildungs: Firmen Ball, Roßstraße, und Fort, Kretschmer u. Co., Platz gegriffen haben; besonderer Erwähnung geschah hierbei der hüten müßte. Mit eenem Male friegt mein Schuhmann mir schule und die Einschränkung der Lehrthätigkeit derselben sei Stralauer Brücke. Die Verhandlungen zogen sich bis nach Mitterbeim Kragen un schiebt mir man immer so durch die Menge, fein Zeugniß zu ungunsten der Schule, sondern ein Zeugniß nacht hin. Die Versammlung beschloß, den Lohntarif drucken zu det mir Allens jrün un jelb vor die Dogen wurde. Vorf.: dafür, daß die wirthschaftlichen Verhältnisse stärker sind, als das lassen; vom Donnerstag ab gelangt er im Bureau des ArbeitsUnd daran that der Schuhmann sehr recht, denn es waren ver- Wollen und Können der Arbeiterschaft, ein Zeugniß gegen die nachweises( Restaurant Freygang, Schüßenstraße 18/19) zur steckte Beleidigungen, die Sie ihm zufügten. Mit solchen Finessen heutige Gesellschaft. Redner führte ferner vor Augen, wie Vertheilung. Seine Uebermittlung an den Arbeitgeber hat spätetommen Sie hier vicht durch. Da Sie die Beleidigungen selbst nothwendig nach allen Richtungen hin für die Arbeiterschaft eine stens am Sonnabend zu erfolgen, da bereits am Montag wieder zugeben, brauchen wir gar keine Zeugen. Angefl.: Aber ich Vervollkommnung ihres Wissens sei und forderte unter allgemeinem eine öffentliche Versammlung stattfindet, in der das Ergebniß der bitte Ihnen, wo kann det strafbar sind, wenn ich meinen Vetter Beifall zur thatkräftigen Unterstützung der Arbeiter- Bildungsschule Unterhandlung zusammengestellt und event. der Streik beschlossen vor eene strafbare Handlung warne? Vors. Jetzt seien Sie in finanzieller und politischer Hinsicht auf. Nachdem die Verwerden soll. rubig! Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängnißstrafe sammlung auf Ersuchen des Vorsitzenden Gleinert zum ehrenvon einer Woche. Der Gerichtshof beließ es mit Rücksicht auf den Andenken an die Genossin Wabnih sich von den Plätzen die Unbescholtenheit des Angeklagten bei einer Geldstrafe von erhoben hatte, erläuterte Hayer den Lehrplan der Arbeiter30 Mart. Bildungsschule. Frau Ludwig richtete einen gleichen Appell an die Frauen und Mädchen, dieselben zum Eintritt in und zur Unterstützung der Arbeiter- Bildungsschule ihrerseits auffordernd. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, Das rege Interesse, das den Verhandlungen entgegengebracht den 12. September, Abends 8½ Uhr, Zuſammenkunft im Restaurant des Landswurde, wie auch der ungetheilte Beifall, der den einzelnen Sonntag, den 16. September, Morgens 10 Uhr, Besichtigung der Genossenmanns H. Saß, Martgrafenstr. 102. Ausgabe der Billets zur Urania". Rednern gezollt wurde, bekundeten, daß der Zweck der Versamm- schafts- Hutfabrik. Treffpunkt Morgens 10 Uhr bet Bäthge, Schönhauser lung, der Arbeiter- Bildungsschule neue Anhänger zu gewinnen, Allee 156. Säfte find willkommen. durchaus erreicht wurde. = I Donnerstag, den 20. September, Abends 8% Uhr, im Restaurant Th. Bolz, Der Zonentarif. Verein für Eisenbahn Reform, veranstaltet am Alte Jatobftr. 75, eine Vereinsversammlung, zu der jedermann( Damen und Herren) freien Zutritt hat. Es werden in derselben die standalösen Zustände im Berliner Sonntagsverkehr auf den Eisenbahnen einer gründlichen Grörterung unterzogen werden. Touristenverein Freiheit. Mittwoch, Abends 8% Uhr, Bersammlung bet Wuttke, Blumenstr. 54.( Tagt alle 14 Tage.) straße 66. Geselliger Verein Unter uns. Sigung 8 Uhr bei Fischer, BeußelArbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8-10% Uhr: Nords segestunde( spez. Arbeiterrecht). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Schule, Müllerſtr. 179 a und Südo ft- Schule, Waldemarfir. 14: Ge= Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Beit aufgenommen. Arbeiter Sängerbund Berlino und Umgegend. Vorsitzender Adolf bei Kar. Adalbertstraße 21 bet Roll. mannstraße 17 bei Mothes. Lorbeertranz 1, Gesangverein Freiheitstlänge II, Freundestreue( gem. Chor). Gr. Frant Auf ein sonderbares eheliches Verhältniß läßt eine Berichtigung blicken, die uns Herr Winkler, über dessen Prozeß wir fürzlich berichteten, in seiner Sache zugehen läßt. Zunächst, so schreibt der Herr, sei mir die allgemeine Be merkung gestattet, daß es sich hier keineswegs um normale Verhältnisse handelt, unter denen einst meine Verheirathung zu stande gekommen ist, daß diese vielmehr der Art waren, daß sie den BeEine öffentliche Bauarbeiter Versammlung tagte am griffen eines Europäers faum faßbar erscheinen dürften. Ich bin nämlich 1863 zu Jerusalem geboren und wurde im Jahre 1878, alfo Sonntag, den 2. September, mit folgender Tagesordnung: Berichtals ich erst 15 Jahre alt war, durch meine Mutter und meinen erstattung der Gewerbegerichts- Beisitzer und Auſſtellung der Stiefvater mit der Klägerin, die ich bis nach der Kandidaten zum Gewerbegericht. Das Referat hierzu hatte der Trauung nicht allein nicht gesprochen, sondern Kollege Mara sa s übernommen. Redner beleuchtete sehr ein- Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bet Fris auch niemals gesehen hatte, rituell verheirathet. Schon gehend, wie Klagen auf dem Gewerbegericht geführt werden diepte, Echwedterſtraße 35. Gesundbrunnen, Abends 8% Uhr, bet vom ersten Augenblick an mochte ich die Frau nicht leiden und müssen. Sodann übt Redner an die im Baugewerbe vorkommenden Ritterfiraße 123. Seine, Rigdorf Abends 8% Uhr, Prinz- Handjerystr. 60, Haferland, Bellermannfir. 87. Gleich beit, Abends 8 Uhr bei Stramm, ließ es daher an Versuchen nicht fehlen, mich von ihr freizu Schwindeleien eine herbe Kritik. Mit den Ausführungen des parterre. Einigkeit, Abends 8 Uhr bei Zeige, Triftstraße 1. machen; allein, dies fonnte mir bei den im Heimathsorte der Referenten erklärten sich sämmtliche Beisitzer sowie die Verfamm- Neumann, Pasewalterstr. 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu Frau herrschenden geradezu unglaublichen Zuständen durchaus lung einverstanden. Als Kandidaten zum Gewerbegericht wurden richten an Fried. Kortum, Manteuffelitr. 49, v. 2 Tr. Mittwody. Uebungs nicht gelingen. Die Darstellung, als wenn ich meine Gesinnung die Kollegen Gaßmann und Schröder, als Ersakinann funde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. 2te des freiheit, gegen die Klägerin erst in Europa geändert habe, ist somit Kollege Hoffmann gewählt. Kollege Wallenthien erklärte, das Andreasstr. 26, bei Wille. Norddeutsche Schleife, Schönleinstr. 6 grundfalsch.- Es ist ferner vollständig unwahr, Amt als Beisiger jederzeit wieder anzunehmen, aber er müsse( Gemischter Chor), Rosenthalerstr. 57 bei Wernau. Unverzagt 1, Manteuffelstraße 9 bei Nowack. Frena I, daß ich schon vor der Hochzeit von den Eltern der Frau irgend erst abwarten, da ihm das Amt als Beisiger aberkannt ist, bis sichtenbergerstraße Nr. 21 bet Heife. Männer- Gesangverein Liederlust, welche Unterstützung genossen habe. Daß ich aber nach der der Entscheid des Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg Eiche 1, Große Frankfurterstraße 133 bet Gold. Hilaritas, Hochstraße 32. Deutsche Männerchor SüdHochzeit von ihnen unterhalten wurde, war ja ganz natürlich, zurück ist. Ost, Köpnickerstraße 193 bei Foge. Echo 1, Pantow, Wollantdenn was hätte ich als 15jähriges Kind ohne Mittel, ohne Die Schmiede( Filiale Nord) hielten am 5. September eine und Serfurthitraßen- Ecke, bei Weiß. straße 113 bet gebmann. Gesangverein Arion III, Rirdorf, Herrmannjeglichen Beruf und ohne die geringsten weltlichen Kenntnisse mit Freundestreue( gemisch. Chor), einer Frau anfangen sollen, wo ich mich selbst noch nicht einmal Bersammlung ab, in der Genosse Tempel in einem beifällig Gr. Frankfurterstr. 133 bei Gold. Ginigteit 1, PappeleAllee 3-4 bet ernähren konnte? Als Mitgift bekam ich von den Schwiegereltern, sprach. In der Diskussion betheiligte sich C. Fischer im Sinne yra 1, köpnicerfir. 127a b. Süfter.- Süd- Ost, Falckensteinstr. 7 b. Trittelaufgenommenen Vortrag über die Berliner Gewerkschaftsbewegung. Mainhardt. Allegro, Wrangelfir. 141 bei W. Schmidt. Fretheiti, Bülowstr. 65 bei Richter. Steinnelte. Pafewalterstr. 3 bei A. Neumann. in kleinen Geldbeträgen ausgezahlt, die Gesammtjum me von des Referenten. Zur Erledigung stand alsdann die Wahl eines wigtede stuft Fürstenwalde an der Spree, Schloßfelleret. Freier 1750 Biastern Scharot, oder nach deutschem Gelde den Ge- Hilfskaffivers für den Stadttheil Moabit, mit welchem Amte der Männerchor Nord= Weſt( fullher Mempner) Moabit, Emdener- und sammtbetrag von 218 Mart, in Worten: zwei Rollege Nitsche, Lübeckerstraße 40, betraut wurde. Siemensstraßen- Ecke 14. Kupferschmiede, Weinstraße 11 bei Feind. hundert und achtzehn Mark. Es klingt fast fomisch, Rothe Metre 1, Schöneberg, Golzstr. 43 bei Klaufe. Appolonia, Lothringerstr. 41 bei J. Brüß. Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter tagte Mathies Freiheitsgruß, Cremmenerstr. 1 bei hier von großen finanziellen Opfern" zu sprechen. Die BeSchneeglöck chen 1, Nigdorf, Hermann- und Karlsgartenhauptung aber, daß mir die Frau„ die letzten Mittel, die Be- am 8. September. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die firaßen- Ecke bei Hilpert. Schneeglockchen 2, Potsdam, Brandenburger standtheile ihres Erbtheils opferte, um ein Handwerk zu erlernen", Versammlung das Andenken der Genossin Wabnitz durch Er- Kommunikation 16 bei Glaser.- Ma i engruß 3, Friedrichshagen, Nundtheil, bei Lerche. Unverd roffen, Lindowerstr. 26 bei Sachs.- Feld= ist rein aus der Luft gegriffen. Ich habe außer der heben von den Sitzen. Alsdann erhielt der Referent Litfin blume, Lübbenerjir. 30 bei Meyer. Maiglöckchen 2, Reichenbergererwähnten Mitgift in Gestalt von 218 M., deren größter Theil das Wort zu seinem Vortrage über das Thema: Der Untergang traße 16 bei Hoffmann. Felsenburg, Krautftr. 6 bei Rudolph. Rütli, übrigens für die Klägerin selbst verbraucht wurde, niemals des Kleinhandwerks. In der Diskussion wurde das Genossenschafts- Rummelsburg, Göthe- und Kantstraße- Gde bei Greinert Friedenau im Kurhaus, Ring- und Rheinstraßen- Ecke. Vorwärts" 7, irgend welchen Geldbetrag oder Geldes werth wesen, wie es sich in unserem Beruf breit macht, einer herben nung 3, Brandenburg a. S., Kontordia", Wilhelmsdorferstraße. Hoff= weder von der Frau, noch von deren Elterner Kritik unterzogen. Unter Vereinsangelegenheiten gelangte die tedertafel West end, Schöneberg, Kaiser- Friedrichstr. 6 bet Henkelmann. halten! Der Gedanke," ein Handwerk zu erlernen, um die Handlungsweise der Fabrikanten Höhne und Sell( ehemalige Kollegen) reiheit stänge 1, Stallschreiberfir. 29, 3um eichenen Stabe" bet Schöning. Arbeitergesangverein von Briz in Brig, Bürgerstr. 4 Klägerin zu ernähren", kam mir nie in den Sinn. Das Wahre zur Besprechung. In genannter Fabrik hatten sich die Kollegen bei Dorn. Seeger'scher Männerchor, Landsberger Allee 156 bet an diesem Märchen ist, daß ich mir unterwegs einige kaum mit der gesammten Arbeiterschaft solidarisch erklärt und ent- Göbel. Rottbuser Harmonie, Forsterstr. 22 bei Tilgner.- Glüh nennenswerthe Fertigkeit in der Uhrmacherei aneignete, in der nahmen keine Waare von einem in demselben Hause wohnenden Licht( gem. Ghor) Perlebergeritraße 28 bei Hermerschmidt. Matengruß 2, Absicht, sie event. zur Beschaffung meiner nothwendigsten Existenz- Restaurateur Pußöhl, der Ringbier führte. Die Fabrikanten Charlottenburg, Wallstr. 54 bei Reichelt.- Dämmerlicht, Borndorfer= straße 17 bei Hofimann. Edelweiß 2, Potsdam, Brandenburger= Rom mittel während der Studienzeit verwerthen zu können. müssen wohl in einem befreundeten Verhältniß zu dem Restau- munifation 16 bet Glaser. Heimathtlänge, Röpenick, Rosenftr. 101 Es ist endlich unwahr, daß ich mich die ganze Zeit rateur stehen, denn es ist von jeher auf die Arbeiter ein Druck bei Troppens.-- Männer- Gefangverein Geduld, Gesundbrunnen, Buttdaß ich erst hier geübt, ihren Bedarf von diesem zu entnehmen. Jetzt aber, wo Chorinerstr. 55 bei Sobeck. hindurch in Schweigen hüllte, und eine Scheidung vorschlug. Ich stand vielmehr mit meinen die Arbeiter einig sind, erreichte der Druck den Höhepunkt. furterstraße 133 bei Gold. Freunden und Verwandten in brieflichem Verkehr, und diese Zuerst sollten alle entlassen werden. Als davon Abstand ge- Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bu Mittwoch: waren angewiesen, bei einer etwaigen Kundgebung seitens der nommen war, wurde jedem anderen Gastwirth das Betreten der chriften find zu richten an P. Gent, Adalbertstraße 95. Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bei Wolff. Frau, die Annahme eines Scheidebriefes betreffend, sofort das Werkstatt verboten. Die Arbeiter holten sich nun ihre Lebens- Sumoristis cher auch tub, Görligerstraße 42 bei Picht. Weitere zu veranlassen. Auf grund einer solchen ausdrücklichen, mittel selbst, wurden aber in der Ausführung ihres Vorhabens felliger Verein Brüderlichkeit Georgenkirchstraße Nr. 65 bet Spät. vom Rabbinat bestätigten Willensäußerung der Frau ließ ich dadurch gehindert, daß während der Pausen das Thor zugeschlossenhetorit, Naungusir. 86 bei gubeil Abends 8% Uhr. Musikverein Bautenschwengel Annenstr. 16 bei Ehrenberg. Berein auch mehrere Jahre, bevor diese noch daran wurde. Erst als dem Hauswirth bedeutet wurde, daß er offnung, Lebuferstraße Nr. 5 bei Nemiz( alle vierzehn Tage). Geselliger Verein dachte, nach Berlin zu gehen, einen Scheidebrief aus sich einer Freiheite beraubung schuldig mache, konnte auch Theaterverein Proletariat, Naunynfir. 83 bei Stöhn. BergnügungsDie Herren versuchen mun, Freiheit und Wohlergeben, Neuenburgerstr. 37 bet egeberg. verein Amor II, Prinzen- Allee 10 fertigen und absenden. Sie tam also, bereits seit Jahren ge: dieses Hinderniß beseitigt werden. bet Bergemann. Touristenklub schieden hierher und forderte, indem sie geltend zu machen sich der Unliebsamsten zu entledigen. Ein Kollege ist bereits Rauchklub Rothe Fahne, Abends 9 Uhr, Oppelnerstr. 29 bei Salomon. suchte, daß jener Scheidebrief formell ungiltig war, Wieder- entlassen, mit dem Vorgeben, es sei keine Arbeit vorhanden. Es Arbeiter- 3ither- Verein Einigkeit, Manteuffelstr. 9 bei Nowack, Abends holung der Scheidung. Ich gab ihrem Drängen nach und ließ wurde beschlossen, die Werkstatt- Kontroll- Kommission zu be8% Uhr, Uebungsstunde. Schafstopftlub Spar- Agnes, Krautftr. 36 bet Infinger. Geselliger Verein Alpenrose, Brizerstraße 22 bet Graf. mich hier zum zweiten Male von ihr scheiden. Dem auftragen, mit diesen Herren in Unterhandlung zu treten, um Privattheater- Gesellschaft Romelia, Pücklerstr. 2 bet Müller.( Außerdem rituellen Scheidungsatte ist feinerlei Bedingung voran- eventuell, wenn keine Einigung erzielt wird, die schärfsten uns alle 14 Tage Sonntags.) Theaterverein Nora, Admiralstr. 18 c bet gegangen. Ganz unabhängig von diesem erklärte ich mich bereit, zu Gebote stehenden Maßregeln gegen diese ehemaligen Kollegen Geselliger Musit Dilettantenverein münster mann, Hochstraße 32a bet Möhring. Verein für volksthümliche Kunst, Andreasstraße 26 bei Wilte. ihr, wenn meine finanzielle Lage sich gebessert haben wird, eine in Anwendung zu bringen. Die nächste Vereinsversammlung Wilte. Theaterverein Freundschaft, Flottwellstenße 5 bei Bariel. bestimmte Summe auszuzahlen. Nun dürfte es aber jedem be- findet am Montag, den 24. d. M. statt. Privat Theatergesellschaft Liberté, Manteuffelstr. 98 bet Müller. greiflich erscheinen, daß ich in meinem Beruf ich bin noch Rauchflub Gutgefinnter Freunde, Georgenfirchstr. 65 bei Müller. Eine öffentliche Versammlung der Zimmerer tagte am Musitverein Osiris, Mariannenstr. 31-32 bei Dobberstein.- Vergnügungs fein Rabbiner durch die Verfolgungen, denen ich seitens der 9. September bei Niest, Weberstr. 17. Vorerst unterbreitete der Theatergesellschaft 3iel bewußt, Große Frankfurterstr. 1 bei Hermann. verein Nordwacht, Perlebergerstr. 28 bei Hermerschmidt.. Privats Klägerin ausgesetzt bin ungemein geschädigt werde, und Vertrauensmann Fischer den Versammelten die Listen Ab- Corterteklub Fortuna, Görlitzerstr. 50 bei Siewert. daß ich es daher bis jetzt noch zu keiner Stellung bringen konnte, rechnung für die streikenden Kollegen in Danzig. Danach waren verein Andante, Mittwoch Abends 9 Uhr Uebungsstunde in Krüger's die mir die Auszahlung jener Summen ermöglichte. Ich friste auf 202 Listen 1235,80 m. gesammelt. nur fümmerlich mein Dasein durch Ertheilung von Unterrichtsstimmung zugeführt 981,53 W., 2 M. gehen für Unkosten ab, mithin gruppe des Arbeiter- Bildungsverein für Friedrichsberg. Uebungsstunde Hiervon sind ihrer Be- Restaurant, Fennstr. 5. stunden. Auf Ratenzahlungen aber wollte Klägerin sich nicht bleibt ein Ueberschuß von 252,27 M. zu verzeichnen. Im Anschluß Abends 9 Uhr, Restaurant D. Schulge, Friedrich Kariſtraße 34.- Privat= einlassen. Gegen das richterliche Erkenntniß, welches der hieran gab der Vertrauensmann die Abrechnung für die frei- heatergesellschaft eimathiuit, s úhr Sigung im Vereinslotal des Herrn rituellen Ehescheidung, weil sie in Deutschland vollzogen wurde, willigen Beiträge von Januar bis August. Lange. Theaterverein erres, Abends 9 Uhr, im Restaurant Krüger, Die Einnahmen Bülowstr. 70, Sigung und Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. die Kraft abspricht, die ehemals in der Türkei erfolgte rituelle betrugen mit dem übernommenen Bestand 129,17 M., die Aus- Privat- Theater- Gesellschaft Philharmonie, Sigung mit Damen, Abends Eheschließung aufzuheben, und das, ohne überhaupt Beweise gaben 104,12 M., fonach blieb ein Bestand von 25,05 M. In klub ustia, jeden Mittwoch, Avents& Uhr, Sigung und Fidelitas im 9 Uhr, Zeughofstr. 8 bei Behlendorf. Aufnahme neuer Mitglieder. Nordüber die Höhe meiner Einkünfte zu erheben, mich zur Alimen der Debatte wurde das Verlangen gestellt, die säumigen Restaurant Malkowski, Weddingstr. 9. Gäste willkommen. tationszahlung von 30 M. monatlich verurtheilt, habe ich bereits Bahler namhaft zu machen; diesem Wunsche kam Vergnügungsverein Thusnelda, Gigung 8% Uhr," Zum Anhaltiner", Möckernstraße, Gae das Rechtsmittel der Berufung eingelegt. Bertrauensmann nach. Von dem Gesammt Kassenbestande Tempelhofer Ufer. Gäste willkommen. Berliner Turngenossen= Berlin, den 10. September 1894. wurden 150 Mark den ausgesperrten Brauerei= Arbeitern Abend von 9-11 Uhr, Chorinerstr. 74. schaft. Die 3. Männer- Abtheilung turnt jeden Mittwoch und Sonnabend Hochachtungsvoll überwiesen, der Restbetrag soll zur Bestreitung nothwendiger Agitationsunkesten in den Händen des Vertrauensmannes bleiben. Hierauf sprach Genosse Reßler in einem ausführlichen Referat über das Submissionswesen. Redner empfiehlt die Einreichung einer neuen Petition, da man 1890 in der Stadtverordneten Zu Gunsten der Arbeiter Bildungsschule fand am Versammlung über die 1889 eingereichte zur Tagesordnung über10. d. M. eine öffentliche Versammlung im Norden Berlins ging. Sämmtliche Baugewerbe haben sich im Prinzip mit diesem ( Müllerstraße 7) statt, die sich eines regen Besuches, insbesondere Vorgehen voll und ganz einverstanden erklärt, nur sei der auch von Frauen und Mädchen, zu erfreuen hatte. Reichstags- Kostenpunkt, welcher nach vorläufigem Ueberschlag bis 400 Mark Abgeordneter Vogtherr sprach über das Bildungswesen im betragen könnte, ein streitiger Punkt geblieben. So feien es z. B. Klassenstaate". Redner erinnerte daran, daß bei Gründung der die Maler, die durchaus nichts von den Kosten wissen wollen; er Arbeiter- Bildungsschule die bürgerliche Presse sich dahin geäußert empfehle dagegen den Zimmerern, den prozentual auf sie fallenden habe, die Arbeiter- Bildungsschule folle nichts anderes werden, Kostenantheil zu tragen und den bisher mit der Berathungsals eine Schule zur Ausbildung Sozialdemokratischer Agitatoren, arbeit betrauten Kamerad Tamm zu beauftragen, die weiteren zur fünftlichen Züchtung von Sozialdemokraten. Nichts habe Arbeiten zu der vorgeschlagenen Petition mit erledigen zu helfen. senden Sie uns ausführlichere Notizen. den Gründern ferner gelegen als ein solcher Gedanke. Die Es betheiligen sich somit daran die Maurer, Zimmerer, Dachdecker, Arbeiter- Bildungsschule sollte lediglich dazu dienen, das nachzu- Steinmetzen und Töpfer. Der Kostenantheil wird für die Zimmerer Redaktion. Winckler. Versammlungen. der 1 12 Ge= Mufit- VergnügungsGelang-. Turn- und gefellige Vereine. Mittwody. Sänger Rauchflüh Grüne Quaite, Mittwoch Abends 9 1hr, bei Gorn, Kleine Markusstr. 10. Rauchklub Granate, Forsterstr. 40 bei Tuguntte. Rauchklub Brüderlichkeit, Abends von 9-11 Uhr, Wrangelstr. 84 bei Redanz. Rauchklub Artona, Abends s½ Uhr bei Herrn Brand, Reichenbergerstr. 122. Orientalischer Rauchtlub, Abends 9 Uhr, Reichen bei F. Rockendorf, Posenerstr. 5.bergerstraße 24 bei Tauschte. Rauchtlub Frisch gewagt, Abends 9 Uhr Rauchklub Eiserne Pfeife, Mittwoch und Sonnabend 9 Uhr bei Ernst Weinert, Adolfstr. 20.- Rauchklub Rooch= toch, Admiralstr. 33 im Restaurant Abends 9 Uhr. Rauchtlub Messa= in a, jeden Mittwoch bei H. Wuttke, Graudenzerftr. 2.- Stat- Klub Treff. Frankfurter- Allee so bei D. Babel. fraße 28 bei Späth.- Rauchtlub Die Dampfenden, Langeftr. 24 bet Rauchtlub Ohne 8wang, WeinJeratsch. Briefkaffen der Redaktion. Olböter. Sprechen Sie hente auf der Redaktion vor, resp. Fulmen. Wir bitten um persönliche Rücksprache auf der Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.