Nr.<54Ä.36.IahrK. vezaqSvret« z «»rwlstlbrl. 10&* i#U monoilSJBRl. fr« in* Hans, voraus Zahlbar. Bvfd- be!>ua Movallich ZLO Ml.»rN-K»» ftrllunqsarbühr. Unter Zlrenzdand fS« Dentfchland und Oeft-rreick,- Ungarn 6,15 Mi. für da» übrige ausländ 10.75 Mi. bei tiiglich einmal. Anstellung 8,75 Mi. Poftbeltellungen nehme n an Danemart. Holland. Lnremburg, Schweden n. die Schwei». Tingetragen !n die Bofl-�eilungs-PeeisIlite. Der.Svrwdrt«* mit de? Sonntag»- detlage.Boll it-Keil� ericheinl wochew- »Sgttq zweimal. Sonnrag* einmal. Altend-Ansgybe. Zeiegramm-abceff« �»»zinldemolrM! 0e«N»». Nerlinrr VolKsblntt �ISPfsnn v) Anzeigenpreis t We achtgewallen» Ronvareillehikl» leitet 180 im, Teuerungszuschlag 80% �ftlcin* tinzcigen". da« reit» gedruckte Wart 75 Wg. rzuiässrg»w«l friigedruckt» Wortes, iede» weirere Wort 50 Pig. Sieltengesuche und Schlaiiiellenanzeigeit das«rite Wart 85 Big. rede« wertere Wort 50 Pfg. Worte über 15 Buchstaben«üblen llir Zwei Worte. Teummgszulchlag 50°.'» Famrlren- Anzeigen, poliiiiche und gewerlichastüche Bdretno-Anrergeu 180 Rl. die steile. Anzeigen liir die nächti« Nummer müssen br» 5 llhe nachmittags im Houptgrichätt. Berlin EW 88, Lindenil ratze 3. airgegeben werben. Geöffnel von 0 Uhr srich U» 6 Uhr abends. Zentralorgan der fozi'aldemokrati leben parte? Deutfchlands Redaktion und Expedition: SW. 6$, Linöenstr. Z. aemittrerticr;«im tMerinvia», Sir. 151 90— 151 97. voctvärts-verlag G.m.b. tz., EW. öS, tindenstr.Z. Kernsvrrcdrr: Am« Alioriirvlan. Nr. 117 55— 54. Wie Clemenceau siegte. Umsihwung bei öen Hememöewahlen.! Während in Italien und Belgien drie Sozialisten einen| vle Kohlenuot in Wien. (Eigener Drahtbericht de».Lorwärts�.? unbestrittenen Wahlerfolg errangen, en'chcint der tv. November!_ � M°n erwägt die E i n st e l tun« d-ö ges m, � � in Frankreich als ein Triumph Clemenceaus. somit als eine Pers onenverke hrs, da die Llohlensendungen Niederlage der Sozialisten. In der Tat verloren der die Sozialisten 34 Mandate: statt iOl Sitze bei den Wahlen ini Jahre 1914, errangen sie am 16. November nur 67 Man- date. Zwei Wochen später, am 36. November, bei den Ge» meirnderatswohlen, vervollständigt bei den Stich- wählen vom 7. Tezeni&er, trat jedoch scheinbar ein plötzlicher Umschwung ein. In Paris stieg die Zahl der sozialisti- schen Stimmen gegenüber den ParlamentsmaH.'en von 152 000 auf 160 000, während die bürgerlichen Stimmen von 383 000 auf rund 300 000 Stimmen zurückgingen. Die Zahl Oberjchlesien da ausbleiben. aus Sie öüefen. Die britische Negierung erklärt amtlich, einen etwaigen Wunsch der bollischen und anderer N a n d si a a t e n, Frieden mit der Sowjetrcgierung zu schlicjjen. keineilei Schwierigleitrn in den Weg legen zu wollen. nicht genügen, um die Niederlage bei den Parlamentswahlen zu erklären. Zielien wir auch die Stimiiienzunahme in Noch- ...... �> nung, und die ist schließlich der Maßstab zur Beurteilung der sozial istiMn Gemeinderatssitze iticg von 16 aus 20. Der! eines Wohlresultats, so ist sie bei weitem nicht ausreichend Pariser Gemeinderat zählt 80 Mitglieder. Sie mußte 28 be-> ange'ichts der revolutionären Situation, die der Krieg in»rüv�'n" w' Mämrs'voii Stevban'i tragen, wäre die Wahlkreisemteilung eine gerechte.! Frankreich wie anderivöris gcsckMen hat. Tie Stimmen- 0Cj 1 U'ÜT*"o Noch größer sind die Erfolge in den dicht um Paris ge-! zunähme enlsprielst eher einer normalen Entwicklungs- lagerten Vororten. Bisher hatten die Sozialisten in 7 Bor-! peri�g. N�ch dem fürchterlichen Blutbad des Krieges, der gescllscksastliche, politische, wirtschaftlickie und moralische orlen die Mehrheit. Jetzt in 24 Vororten, und zwar in allen bedeutenderen. In vielen anderen Vororten, wo bisher kein Sozialist in den Gemeindevertretungen saß, sind sozialistische Minoritäten gewählt worden. Noch eklatanter ist der sozialistische Wahlsieg rn der Provinz. Von ollen großen tranzesischen Städten sind j nur Bordeaux und Toulouse in ungeteilten bürgerlichen. Besitz geblieben. Zwar Toulouse, das die Sozialisten infolge der Spaltung der bürgerlichen Parteien vorübergehend erobert hotten, fiel wieder an den nunmehr geeinigien bürgerlichen Block zurück. Dagegen eroberten die Sozialisten Lyon, Marseille— diese Stadt mit Hilfe der unabhängigen Sozia- listen—, Lille. Toulon. Grenoble, Nochesort. Tourcoing, Troyes, St. Clmide, Perignenx usw. Sie beliaiipteten Roubaix, Brest, LimogeS, Montlu�cm, Monceau-les-MineS, Lens uiw. Sie eroberten mit Hilfe der Radikalen und nn- abhängigen Sozialisten von der Rechten eine Reilie großer Städte, in deren Gemeinderäten sie erhebliche Min der- j h e i t e n haben, wie Havre, Nantes. Tours. Chäteau-Tierry,> Boulogne, Lalenciennes, Douai usw. Man konnte annehmen, daß die Gemeinderatswahlen die Niederlage der Sozialisten besiegeln würden. Einmal, weil die Gemeindepolllik für die sozialistische Agitation einen weniger günstigen Resonanzboden! bildet. Zweitens war� man berechtigt anznnelimen, daß die Masse der politiich im- z„ zahlen habe. sickieren Mitläufer sich der politischen Strömung vom 16. No- i bas Leitmottv. die.........,________.. Bankrotterklärung der kapilalii tischen Gesellsckwft ist, konnte man mit Recht auch in Frankreich ein ganz anderes Resultat erwarten. Wer von Teutschland nach Frankreich kommt, dem wird sofort eine der Ursachen der sagen wir relativen— Wahlniederlage der sozialistischen Partei klar. Während man in Dentschland noch lebt wie zu Kriegszeiten, ist in Frank- reich alles im Ueden'luv vorhanden. Gewiß ist alles drei- und viermal teurer— gewisse Fertigsabrikate sogar noch mehr— als vor dem Kriege, aber auch die Löhne. Gehälter. Einnahmen der Baueni, sind drei- und mehrmal höher, be- sonders die Einnahmen der Bauern. Die Steuern sind zwar gestiegen, aber fast ausichließlich die indirekten Steuern, die mmi bekanntlich nicht als Steuern gleich er- kennt, und auch dies« verhältnismäßig in nur geringem Maße. Weder die alte Kammer noch Clemenceau hatten ein besonderes Bedürfnis, den Wählern noch vor den'Wahlen neue Steuern aufzuhalsen. Man behalf sich mit der Noten- presse, allerlei Kvediivorschülsen und kurzfristigen Schatz- scheinen. Im übrigen rechnete der Finanzminister Klotz dem frendig aufhorchenden Spießbürger vor, wieviel hun- dert Milliarden Deutschland an Frankreich Deutschland wird zahlen, war und blieb vember anschließen würde, während die Sozialisten, finan- ziell und physisch noch erschöpft, entmutigt durch ihre Nieder- läge, nicht die nötige Schwungkraft besitzen würden, um den Wahlkampf um die Genieindevertrettingen mit dem nötigen Nachdruck zu führen. Diese Umstände waren teilweise un- leugbar vorhanden— wir meinen die phylisckie und finanzielle Erschöpfung—, haben aber den unbestreitbaren Wahl- erfolg der Sozialisten nicht verhindern können. Um ihn rich- tig zu würdigen, muß man sich die Niederlage vom 16. November etwas näher ansehen und auf ihre U r- fachen zurückgehen. Zunächst muß in Rechnung gestellt werden, daß die Geschrei um Nelnhorö. Wie immer, wenn einer von den Ihren fällt, beginnen auch im Falle Reinhard die Alldeutschen den üblichen Feldzug der Petitionen, Deputationen, Klageartikel usw. Ein paar gefügige Vertrauensleute aus dem Mannschaftsstande wer- den vorgeschickt, nachdem ihnen vorher von ihren Offizieren der Fall in möglichst gefärbtem Licht geschildert worden ist. Immer wieder taucht das Wort vom„Retter Berlins� aus. Wir. lwben schon bei früherer Gelegenheit die eigen- tümliche„Retterrolle" Reinhards beleuchtet. Reinhard hat sich mit seinen Leuten währenddesganzenJanuar- putsch es so passiv wie irgend möglich verlwlten. Mir besitzen hinreickwnde Zeugnisse dafür, daß eine Depu- tation, die Reinhard aufforderte, zum Schutze der Regierung einzugreifen, von ihm in der höhnischsten Weise abge- wiesen würbe. Wir haben auch Beweise dafür, daß Rein- lwrd noch am 10. Januar sich weigerte, mit den Potsdamer .Hand in Hand zu ar- beiten. Alles, was im Januar ar. ernsthasten militärischen Handlungen zur Niederwerfung des Spartakusausstandes ge- schah, ist zum mindesten ohne Reinhard getan worden.— Seine„Verdienste" im März sind ja durch den Marlohvrozeß zur Genüg« klargestellt. In Wirklichkeit hat Reinhard kein anderes Ziel während der Unruhen verfolgt, als s i ch se lb er stark zu machen und bann für alle Eventualitäten bereitzu» halten. Wir wüßten nickst, warum ihm die Regierung hier- für noch besonderen Dank schulden sollt«. KurBchtige Demagogenpolltik. Heinrich S t r ö b e l veröffentlicht in der neuesten Rnm» mer der„W e l t b ü h n e" Ausführungen über den Leipziger Parteitag der Unabhängigen, die wir wegen der treffen- den Kennzeichnung des Wesens dieser Tagung unverkürzt wiedergeben: .Ein« Abkehr vom nationalistrschen Wahnsinn und der mill» taristi schen Provokationspalitik wäre gssichwehl durchzusetzen ge» westn, wenn die Unabhängigen sich mit den NechtZsozialisten in «nen demokratisch-sozialistischrn Block zur Eicheruns drr Siepubli? zusammengeschlossen hätten. Der NoskiSmuS dätte dann vor«inet Politck der inneren und der internationalen Berständigung die Segel streichen müssen. Aber leider hat der Parteitag unsere schlimmsten Erwartungen noch übertroffen. Nie» mal» hat man Bcrhandlungrn von solcher Niedankenarmut, niemal» den Triumph solch trostloser Mittelmäßigkeit erlebt. Niemals seu Bestehen der deutschen Sozialdomokoatie so vachätrynisvolle Beschiii ss«. An HoaseS Stelle sitzt nun, neben dem hilflo» beflissenen Dem Durchschnittsbürger kommt aber erst zum Bewußt- 1 Parteischüler d°» Bolschewismus krifpien drr Magistrale Fanaiikrr fem, daß etwas faul im Staate ist, wenn die Sleuern wachsen Täumi«, eine wunderliche Mischung von Revolutionsfanatiker und — das heißt die direkten Steuern—, wenn seine Einnahmen mit den notwendigen Ausgaben nickst mehr im Einklänge Organisatipntphilister. See dirigieren fortan mit den Stöcker und Koenen dir Partei. Selbst der alte Heißsporn Ledebour war des Herkommens stehen. Wohl traut der Franzose diesem: tragen seiner domokratisch-parlamentorischen Vorbehalte und seiner Frieden nickst lo reckst, aber seine Unzufriedenheit war mehr eine latente. D>ie Sozialisten, die sich bemühten, die Situation in ihrem wirklichen Lichte zu schildern, wurden als»nbeqneme Mahner angesehen und als„BolschÄvisten" verschrien. Und hier kommen wir ans die zweite llrsache de? Miß- erfolges der Sozialisten. Die sozialistische Partei hatte für Stimmenzahl der Sozialisten gegenüber d?n Wahlen von; dir Wahlen ein miSgezeichnetes Kampffeld. Sic brauchte nur 1914 um 20 Proz.— von 1 33QiX)0 auf 1625 000— zu-! aufzeigen, daß die kapitalistische Geiell schalt durch diesen nabm. während die Anzahl der abgegebenen Stimmen von � Krieg Bankrott gemacht hat, ans dem der Sozialismus allem 8 100 000 aus ettnas über 7 000 000, also um über 12 Proz., die Menschheit zu retten vermag. Statt dessen gingen zurückging. Wir stellen Elsaß-Lothringen hier nicht in Rech- � sie Clemenceau in die Falle und verbissen sich in nung. Während die Sozialisten im Jahre 1914 von 602 Man-! die Veisteidignng von Sowjetrußland. Nun wird zwar kein baten lOl erhielten, also ihre Manhatszahl ihrer Stimmen- 1 Franzose nach einer Expedition gegen Rußland lechzen, aber zabl entsprach, hätten sie 1919 mindestens 150 lmit den nichiSdestoweniger sind die Franzosen seit dem Separat- elsä'sischen Stimnien 160) Mandate erhalten müssen, statt � frieden, den Rußland mit Deutschland geschlossen hat. schleckst der 67 Mandate, die ihnen geblieben sind Dieies Mißverbältnis zwischen den sozialistischen Stirn- men und Mandaten, das zunächst nicht allaemein ersichtlich war. ist einesteils dem Wahlsystem zuzuschreiben, dessen Mechanismus b:cr erklärt worden ist(siehe„Vorwärts" vom 15. November), arrderiiteils»der bürgerlichen Blockpolitik. Bej den Gemeinderotswahlm ist zwar im allaemeinen auch das Listenwablsystem gültig, doch nur noch Orten. Es tritt also automalisch ein Ausgleich ein. denn nicht immer ist der Wablanslall einer bestiinmten Partei günstig. Da dort, wo eine Mehrheit im ersten Wahlgang nicht erreicht wird. Stichwahlen eintreten, an'der alle Listen wieder teil- nehmen oder auch neue Listen gebildet werden können, haben die bürgerlichen Parteien nur wenig Interesse, von vorn- herein einen Block zu bilden. Von dieser Zersplitterung pro- fitieren natürlich die Sozialisten. Das allein erklärt aber nicht den Erfolg bei den Ge- meinderatswahlen, wie die Blockpolitik und das Wahlsystem aus die Bolichewisten zu sprechen. Ter Wablkampf. statt ausgesoelsten zu werden unter der Parole: hie Kapitalismus, hie Sozialismus, wurde gistührt um das Schreckgespenst des Bolschewismus— in Rußland. Diese? politische Schreckgespenst, das zu verteidigen die noch unerfahrenen Führer der neuen Mehrheit die heroische Dummheit begingen, konnte bei den Wahlen zu den Ge- meinderäten nicht mehr in Aktion treten. Denn hier handelt es sich inn lokale, wirtschaftlich? Fragen. Daher erklärt eS sich, daß innerhalb vierzehn Tagen die antisoziaNstitche— vielmehr die a-ntiboljchewistische— Strömung versieg-te und die Sozialisten, trotz ihrer Erschöpfung, Erfolge errangen, von denen sie selbst überrascht wurden. Und vielleicht ist es gut so. Die Niedersage bei den Parlamentswahlen wird ihnen eine Lehre sein. Tie Verwalttingsaiifgaben�die ihnen die Erfolge bei den Genieindewahlen stellen, werden eine Schul« sein, in der sie sich zu größeren Aufgaben praktisch vorbereiten können. I. S. I. Verwerfung des Terrors den waschechten Räte-Fanatilern nicht radikal genug. Und entsprechend der Zusammensetzung des Vor- st a n d e s legte man denn auch dir Partei auf da» Rätesystem, aus die Diktatur de? Proletariats, die dritte International« und die Weltrevolution fest. Solang« die Unabhängigen unter einer solchen ssührerschaft und unter dem Zwange eines so wirklichkeitsfremden Programms stehen, sind sie als Faktor einer positiven, außhguonden Politik in Deutschland ausgeschaltet. Ihr hemmungsloser Wortradikalismus wird ihnen, bei der hoffnungslosen Verfahrenhcit der deutschen Zustände, der Unfähigkeit der Herrschenden und dem wachsenden sozialen Elend auch künftig noch Arbeiterschichten zutreiben: dem politischen Auf- stieg und der sozialen Befreiung wird ihr« kurzfichtigr Demagoge». Politik nimmermehr dienen.. J:n Gegenteil: der NoZliSmus und die Neaklion können sich kein« besseren Verbündeten wünschen. Des» gleichen die Machtpolitiker und Imperialisten der Entente, deren Absichten auf die Zerreißung und dauernde Schädigung Deutschlands in den bolschewistischen Allüren der deutschen Unabhängigen und in dem unsinnigen Geschrei von der Weltrevolution ja die w i l l k o m m e n st e E u t s ch u ld i. g u n g finden. .Bemitleidenswert war die Rolle, die der Chef» redakteur der„Freiheit" spielte. Rudolf Hilfer» ding hat. wi« ja seine Parteitagsreben über die dritte Jnter- nationale und die Aussichten des BolscheunsmüS bewiesen, viel zu tiefe Einsichlev. in das Wirtschaftsleben und dir ökononiischea Mög» lichkeiten, als daß er ohne Widerstreben seines ganzen geistigen Menschen diese AurSschwenkiing der Partei hätte mitmachen können. Er fand ja auch manches tapfere und ehrliche Wort der Kritik gegen die rabiate Stimmungspolitik der verblen-deien Mehrheit, Aber er drang nicht durch, denn fein Preuest kam zu spät. Hilferding ift daS Opfer feiner eigene« Taktik geworden. Vor Hahressrist, als die Kauiöky. Bernstein. Nestricpke und ick ihn zum Kampf gegen den dolschewijtijcheu HeiUwahn drangt«� Wkch et jrdem rückflchiZlossn St'cnnintS m.t5, weil er Tarch jeS- weiügeS Rachgeben die Zügel nui so sicherer in der Hcr.ed zu behalten glaubte. Ein rätselhafr>er Jrrtuni: denn wie konnte er über die kommunistische Konfusion zu siegen hoffen, wenn er in der .Freiheit" dem Kommunismus unausgesetzte Konzcssionen machte, jede entschiedene Kritik aber aus dem Blatte veriutnnrel Hat er doch nicht einmal eine Besprechung von KautLkhS Buch über de»„TerrorismuS und Kommunismus" zu bringen gewagt. Nicht nur die Demokratie, sondern auch der S o z i a k i S- muS hat in Leipzig eine schwere Niederlage erlitten. Wenn nicht die Logik der Ereignisse— vor allem die Rückentwick- lung des Kommunismus zur Demokratie in Nuhland selbst— diese Fehler der Unabhätigigmi korrigiert, sind die Aussichten für Proletariat«nd Demokratie einfach trostlos." Heinrich Ströbel steht mit dieser Auffaffung über den sogenannten Klärunflssiorteitag innerhalb seiner Partei nicht allein; mir hat er den Mut, das zu s a a e n, um des Proletariats willen, selbst auf die Gefahr hin, dah die Er- Habeil heit der.Bonzen" in weniger bengalischer Beleuchtung erscheint._ verlengnete Lanötsgssprengung. Im Lindner- Prozest hat daS Gericht auf Grund der Beweisausnahme als festgestellt erachtet, was jeder vernünftige Mensch als erwiesen annehmen muß. daß die Sprengung des bayerischen Landtages von Anfang an beabsichtigt war. wenn auch das Attentat auf Auer vielleicht nicht zu dem ursprünglichen Plan gehörte. Auch die ..Freiheit" muß das registrieren, dclommt cS aber gleichwohl fertig, zu schreiben: Man merkt es der Urteiksbegrsindung an. daß sie alles heranzieht, was zur Bejahung der L-ckuldfreee dienen konnte. Jedoch selbst dieses Gericht hat nicht umbin können, die Frage nach einem vorbereiteten Komplott zu verneinen. Man er- innere sich daran, daß die rccWssazialiftiiche Presse gerade hierauf das Himplgcwichl legie. Sie batte behauptet, daß der An- schlag auf Auer, cbenio wie sie setzt noch mit dem Gericht zugleich behauptet, dgß die Sprengung des Landtags vorbereitet war. Dos erste hat selbst dal, Gericht als unbttviesen annehmen insisien, das zweite ist ebensowenig bewiesen. Hier sieht Aussage gegen Autsage, wobei allerdings dem bürgerlichen Gericht und mit ibm dem»Porivöits" die bürgerlichen Zeugen alz bewcis.'iäiliger erscheinen,«iL die Zeugen aus proletarischen Kreisen. Die„Freiheit" will sich jetzt alss bezsigl'ch der Landtags- fprengung auf ein„neu liciuei"(es ist nicht festgestellt) herausreden, wobei ihre Reugenklasfifizierung in proletarische und nichtprolrtariiche Zeugen, von denen nur die ersteren glaubwürdig sein sollen, verdammt nach Ilmkehrung der ölten Klassenjustiz sämcckt. Aber eS handelt sich aar nicht um wloersprecheude Zeugenaussagen, sondern die Haupttatsachon, wie die Schüsse von d e r T r i b ü n e usw.. sind übereinstimmend von s ü m t I i che n Zeugen berichtet worden. Es handelt sich einfach darum. daß die„Freiheit" nach wie vor einen verzweifelten Kampf gegen die Wahrheit führt, den sie im Februar damit begonnen tat, daß sie jeden, der die Wahr- heit über die Miinchener Vorgänge feststellte, aus das nieder- trächtigste beschwipste.•_ ,NZte?ex»bU? Mhen.* Der Siössinqersche Bilderschwmdel veranlaßt einen Leser. ums eine ältere Numiuer der»n abhängigen illustrierten Zeitschrift..Freie Welt"(Hess 26) einzusenden und uns auf einen darin enihaliencii Bilderschwindel auftnerksam zu machen. In diesem Fall ist die Methode allerdings eine andere: die Bilder als solche sind echt, der Schtoindel liegt nur in den Unterschriften. Es handelt sich um eine Anzahl von Reproduktionen, welche die Kultur deS allen griechischen Staatswesens A t he n nn fünften Jahrhundert vor Christi Geburt veranschaulichen. Dazu Unterschriften wie die folgenden: Ifffff I|liiljWtpwefTlil�-r»MW|lliM|GHI,liPKPPPI.lM!IWW>'...11 llUIWWUj— j'llijyu* Kiifthsewsrte. üut Gespräch von Dr. Siegfried Beröerich(München). »Gott kei Dank! Die Zeilen der.dunkelroten Rosen" sind vorüber! DaS h«iht: beii.ahc vorüber. Denn Dausende von Poeien der zweiten»nd drjlten Rangliaise„arbeiten" noch immer mit„buiikelmen Rosen". So wie früher wirkliche Poeten vom Range Liliencron«. Rur waren Meie sparjamer damit.„Die dunt-lroten Rosen in der Poesie des sterbenden zwanzigsten Jahr- Hunderts" wäre gar kein so blödsinniges Thema für eine Doktor« dissclt-mon! Material gäbe es massenhaft." „Oder, weniger blödsinnig formuliert:.Kl'kch« Worte und -begriffe.„Bon unseren Massilcrn bis auf die Reuzeit." Denn sihnllche Pbrasen wie: Demo.dunkelrotcn Rosen' hat e« zu allen Zeiten gegeben." „U»r> das erzählst Du mir, der ich fifion- seit Jahren da? Un- individuelle am Individuum studiere I Jedes geiiatler bat feine Pbra'en, Begriffe. Ideen, denen sich, niemand entziehen kann; schon deshalb nickt, weit man eS nicht will, weil man sie schön findet. Jene Klischeewort- haben ihre eigene Mode, die natürlich gar nichts zu tun hat mit trgenveiüer anderen Mode; die nur eigenen Gesetzen unterworfen ist. Wer kann voraussagen, wann ein neue« Klischee Mode wird( Oder wann ein modernes veraltet I Niemand kann das, Ebensowenig wi« wir die Damenkleidermod» von 1L2lt vor- aussagen können." „Du sprichst immer von Modekkischeeworten. Aber eS gibt doch auch Klischeewort-, die keiner Mode unterworfen find." „Sie sind alle der Mode unterworfen, und wenn auch nur in der An- Wendung. Hcrrenkieidermooe... Aber gewiß eS gibt stehrndePhrasen. die nicht umzubringen sind. Die— meineibalben— einen riefen Tinn und q-otzen Wert in sich bergen. Die dem Gedankenormen und Denk- faulen manchmal doch zu einem Gedanken vcrbelsen. ZumBei.piei die Sprichwörter oder andere mehr oder weniger �klassische" Zitate. Nor kann man über die Anwendung der Sprichwörier und Zitate verschiedener Meinung sein. Ich halte eS für iebr geichntackioS. wen» einer seine Briese. Reden, Aussätze fortwährend ansstopit mit diesen Bildungsschlacken; wenn einer sick lleberzeugung verschaffen lottl mir Hilfe soner Dichierworie und Bollsweisheiten, der Aussprüche sonstiger bedeutender oder auch nur berühmter Leute, die über jeden Zweifel erhaben sind, oder die er für erhaben hält— seiner Hausgötter. Der Jurist darf sich— meinetwegen»ortwährend— vor Gericht auf sein Geietz beziehen und der Pfarrer in der Kirche auf die Bibel. Er darf! Besser aber und giötzer ist die Wirkung, wenn beide nick« so vrel zitieren. Wenn beide den Woriiaut ibrer Bücker geistig verarberret haben und nun aus dem Geist ihrer Bücker heraus reden. ohne zu zitieren. Und so rit es auck mit den Zitaten der Poesie. Der Dichier Hai dos Reckt, nickt immer die Fähigkeit,«ine Situation in einem Krastspruch zu belencklen. Wenn aber einer zitiert„Die Axt nn HauS erspart Zimmermann", dann lügt er uns an. DaS kaat ja auck nur Wilhelm?ell— nickt Sckillerl Sckiller igtzt da» vielleicht sogar nur Tell sagen, um seinen begrenzten«erstand PerikkeS. der Führer detz griechischen Bpl?s», der Schöpfer einer proletarischen Republik und einer hohen, zum Teil nicht wieder erreichte« Kultur. Die Reste des Parthenons, des bedeutendsten Bauwerks Athens, das unter der proletarischen Republik erbaut und im Jahre 438 vor unserer Zeitrechnung eingeweiht wurde. Im bsFleitenden Text von Dr. ArthurRosenberg finden. sich Sätze wie dieser: Athen hat in dieser Zeit der Diktatur deS Proletariats(gemeint ist die Zeit des Pervklcs. Red.) eine Bersassung gehabt, die im wesentlichen dem Grundgedanken des Rätesystems entsprach. Derartige Ausführungen bedeuten eine Verhöhnung der mangelhaften Schulbildung der Arbeiter. Diese sind freilich unschuldig daran, daß sie auf der Volks- schule, wo man sie mit Hohenzollerngeschichten und Bibel- sprüchen fütterte, von den politischen Zuständen des alten Athens kaum etwas gehört haben dürften. Aber das berech- tigt Herrn Dr. Rosenberg nicht, seinen Lesern die t o l l st e n Bären aufzubinden. Athen zur Zeit des Perikles hatte wohl eine demokratische Verfassung, die aber dem bol- schewistischen Ideal kneilerrsern stand urtd sich viel eher mit der den LiukSradikalen so verhaßten„formalen Demokratie" der jetzt gültigen Reichsverfassung in Parallele setzen läßt. Das wesentliche aber war, daß an dieser Demokratie nur die freien Bürger teilnahmen, während das eigentliche arbeitende Volk vollkommen rechtlos war, es bestand aus— S klav e nl Die Arbeit de? Sklaven, namentlich der Staatssklaven auf Bergwerken und Galeeren, ermöglichte es auch den unbemittelten Athenern, ein ziemlich müßiggängerisches Leben auf Staatskosten zu führen und einen großen Teil ihrer Zeit in allen möglichen öffentlichen Körperschaften hinzubringen, wofür sie staatliche Diäten er- hielten. Aber wenn zum Beispiel in Athen ein einfaches Volksgericht mit mehreren hundert Richtern besetzt war— bei einer Gefamtzabl von höchstens zwcmzigtausend freien Bürgern—, so war das eben nur möglich, weil zur gleichen Zeit Taufende von Sklaven unbarmherzig fronen mußten. Ein Sklaven st aat als Musterder pro- letarifchenDiktatur,— hoher kann das Blatt Esiren- StössinMrJ den Schwindel nicht treiben! Annahme ausseschloj?eN.* Man schreibt unS: In Gummersbach wurden durch Beschlust der letzten Siadiverordnetenversommlung acht neue Polizeiwachlmeisterstellen und dre Stelle eines Knmliialbeamten erricktel. Bei Sichrung der vorliegenden Bewerbungen erklärte der Polizei-Oterwochtmerster Prinz: .Die Annahme eines Sozialdemokraten, auch wenn er Mehrheitssoziali st ist, ist ausgeschlossen." Die GummerSback-r Behörde vertritt also immer noch die elivaS veraltet erscheinende Ansicht, dah ein Sozialdemokrat nichr einmal — ffie die neuen Stellen kommen Nacklwachtbeamte in Frage Nachtwäckter werden dürfe, trotzdem wir sozial- demokratische Minister und Polizeipräsidenten haben. Die Aeutzcrung des Polizei» Oberwochtrneisters wirkt doppelt unverschämt, wenn man brrücksickrigt, daß in Gummersbach von 80 Stadtverordneten H MehrbertSsozioliften sind. WeSbaib zieht der sozialistenseindlrcke Beamte nicht die einzig richtige Folgerung aus seinem Verhalten und sucht dort Dienste, wo seine Gesinnungsschnüffelei mehr Anerkennung finden dürste als bei einer Behörde der deutschen Republik? Amerikaner kaufe« wie». In Wisii steht die Ankunft einer amerikanischen Fn-.anzgruppe bevor, die das Gaswerk und die Straßenbahnen ankaufen will. In New Dork soll unter Teilnahme mehrerer amerikanischer Firicmzleute ein«„German-Austrian-Expliiting-Company"(Deutsch- land-Oesterreich-AusbeutungS-Gescllschast) gebildet worden sein. Ihr Kapital beträgt hundert Millionen Dollar. In dem ArbeitSpro- gramm der Gesellschaft ist als Hauptpunkt die Erwerbung der Wiener Gasioerke und sirmtlich.'t Wiener Verkehrsmittel vorge- zulage ireieu zu laffen. Und so gehl es mit Hunderten von Zitaten. Die meisten bedenke« nicht, daß nicht der Dichter spricht im Drama. iendern daß der Dichter leine drama tischen Geschöpfe sprechen läßt I Aber trotzdem wird brav zitiert und der Dichter veraniwortlick ge- macht. Unardeiierlickkeilen gestehen da: So mußt« ick in der Schule einmal in einem iech« Schien langen Au'satz das Zitat aus der Glocke.Denn die Elemente Haffen da» Gebrld der Menschen- Hand"— beweisen I Daß die meisten Sprüche gewagte Dichleriplelereien find, mehr in Wort« gebannte Ge'üble als Gedanken, daß sie oir nur um- rissene Stimmungen sind, die sick in Prosa nickt übersetzen, also nickt bewetfen lassen, davon weist natürlich nicht jedermann zrr er- zählen. Sckon deshalb ist das Zitieren eine gefnhrlicke Sache; sobald man einen Satz and dem Milieu herausreißt, wird er»inmög« lich besonders eben, w-nn et nur ein«»chioankenve Situalion, eine leickt-umnffene Vorstellung de« Dichters wiederaibt. In Worten. die auck in uns nur eine gewiffe Klangfarbe auslösen— aber nicki etwa siir mrS Lehrsätze sein sollen. Nenn Zehntel aller Dichter- zltate find also zum„Hausgebrauch" ungeeignet. Und der Rest wird von einem a>, ständigen Mmsckeu auch nicht zur Komplettierung. zum Busstopfen geistiger Lücken verwandt. Für die Sprichwörter gilt das gleiche Gei'etz. Für daS Kind mögen sie verblüffende Wahrheiten im. GinuftettSfätze. Bohnenstangen zum Hiiiaufranken. Der Erwachsene soll sie aber in sick aufgenommen haben. Für ihn sind sie-» mögen sie noch so inhaltSrlef sein— abgedroschene Weisheiten, an die man zwar denken darf, die man aber, eben weil sie abgedroschen find, nickt zitieren soll I Man kann sie ja umschreiben. Man kann sie um» schreiben, wenn man sie wirklich verstanden hat. Sie find un- rndrviduelle Plattheilen und sedermann bekannte Selbstverständlich- leiten. Sind Fremdkörper im Geiüge einer persönlichen Red« und müssen als solche sckon äntzerlich angedeutet werden. Wenn man sie niederschreibt, soll man daher um Gottes willen nie die Gäii'esüstchen vergessen I Ganz widerlich sind aber die lateinischen Brocken. mit denen so mancker imponieren will, der versucht, sich mit dieien U-berresten aus seiner Schulzeit al« ehemalige».Humanisiett" zu legitimieren. Da« gurgelt nur so:„Ich möchte ja nicht pro äorno reden" oder.immer«um grano salis*. Es folgen Nock Dutzende solcher Bbraien— bis unser kleiner Sprachkünstler seinen Schatz ausgerlilnderi bat. Schließlich gehören zn diesem Kapitel auch die Lieblings- wort«. Jeder hat einige„an sick"— und alle paar Wochen ander«. Worte, die sick immer wieder in seine Rede drängen, denen er nicht entgehen kann; denen auch da« Genie nickt entgeht. Wa» findet zum Beispiel Goethe nicht alle«„trefflich" oder .herzig"! Nur ist eS falsch, anzunehmen, daß solche immer wiederkehren- den SSorie etwa den Stil ausmachen. Obwohl man natürlich auch aus ihnen den Autor erkennen kann. Scklimmer aber als die Klischeewort« sind natürsich die Klischeebegriffe. Lieblingswort« bat jeder— und jeder hat ander«: Die Klsscheedegriffe verkitschen aber aanze GesellschastS- ichichlen. Sie find aus einmal jedermann geläufig. sehen, wobei die Gesellsch-rft sich nicht nvet verpflichtet, ein« mw- malen. bis nach Mitternacht währenben Verkehr zu Kahrvreisen unter der jetzigen Höhe aufrechtzuerhalten, sondern auch für die notwendigen Kohlen und für die Lebensmittel für das gesamte Personal selbständig aufkommen will. Die Neugier See Sefreier. Da« Bezirksamt Zweibrücken ersuchte auf Beranlaffrmg der sranzösiscken Behörde die dortige sozialdemokratische Parret m» Auskunst Über nachstehende Punkte: a) Kurze allgemeine Definition der Partei. K) Ihre Grundsätze. o) Ihre Ziele, die sie verfolgt(Programm). äi Größe. «) Ungefähre Anzahl der Mitglieder t msgesamr, 2. Katho- lrken. Protestant« rr. Jude«. k) Preßorgane. g) Zahl der Führer und Vorstände. k- csche Nachrtchzea. CR« Gesetzent..;.....r Pripatregale. Der Gesetzentwurf zur Sicherung der Ueberf ührung der Privatregale ans dcnStaah ist der Prenßischerr mrdeLSversammlung zugegangen. Der einzige Paragraph destimmt, daß erst nach dem 1. Dez« arder lS19 über Privatregal« oder einzeln« Negalrechix abgeschlossene Verträge, d» Uebersührung der Regale nicht berücksichtigt werden. Forderungen der Ceffeler Eisenbahner. Die Caffeler Eilen- dahner halten vor einigen Tagen anläßlich der Entlassung zweier Arbeiter wegen fortgesetzten Diebstahls der Ei'enbahn- � direktio» die Fordenrng auf W i e d e r« r n st e i l u n g der Arbeiter. Entfermiirg mißliebiger Beamter, Erweiterung des Arbeiterrar» sowie Lohnzuschläge unterbreitet und mit Weiterungen gedroht. Der Mini st er de: öffentlichen Arbeiten enfichted, daß die Entlassungen zu Recht erfolgt und der Lohnzuschlag abzulehnen sei mit Rücksicht auf den bevorstehenden Tarifvertrag. Die gefo» bert« Beamtenentfernung bezeichnete der Minister als Cingriif in die Befugnisse der von der Regierung eingesetzten Verwaltung, der aufs schärfste zurückzuweisen sei. Ter Eisenbahnpräsident teilte den Arbeitervertretern die Entscheidung mit und ermahnte sie zur Ruhe und Besonnenheit. Dnrifküirdisrrns der Zeckwnangeftellten. Räch einer Meldung au« Bochum wuvd« der Tarifvertrag für die technischen Zecken- angestellten vom Deutschen Gruben- und Fabrikbeamtenverband, dem Verband technischer Zechenangestelltea uns dem Reichsverband beut- scher Angestellten vom 1. Dezember llltg mit Wirkung zum Sll. Fe-- bruar lSLO gekündigt. Die Kündigung wurde vom Zechenver« band anerkannt. Gegen den Wucher mit WeihnachtSsochen. Um werte Kreise der Bevölkerung, besonders des Mittelstandes und der Arbeiter- klaffen, vor Hebervorteilung und übermäßigen Preis- forderunzen auf dem Weihnachtsmarkte zu schützen. hat die volkSwirlschastliche Abteilung de? AeichSwirtschaftSmimste- nnrnS sämtliche KriegSwucherämter. Landes-, Provinz- und Be- zirkSpretSprüftings stellen telegraphisch ersucht, die Preisbildung v« Weihnachtsbäumen, WeihnochlSobst und Weih« nachitgebäck besonder» zu beobachten und etwaigen übermäßi» gen Preissteigerungen sofort nachzugehen. Ausfuhrverbot für Bayer« Mit Rücksicht darauf, daß fttSbe» stmdore in den bayerischen Grenzdezirken Geschäfte von Ausländer« förmlich auSgekarift werden, hat die bayerisch« Regierung«in allge. meines Ausfuhrverbot für HauShaltungSgegenstände. Kücken. einrichtungen. Glas, Porzellan und Stenrgutware«, Nähmaschinen. Möbel und ähnliches erlaffen. vusrre Gefangenen. Di« englische Regierung hat sich bereu, er- klart, den schon heimgekehrten Kriegsgefangenen die noch rückständigen Arbeitslöhne auszuzahlen. Die dafür erhal- renen Gutscheine sind als Wert- oder Einschreibebrief der Gcitecal* triegSkafse in Berlin SW. IS, Unterwasserftr. 7, einzusenden. Zu den Klisckeeworten gehören natürlich auck die zabllose» Phrasen deS koufmännjickeit BriesverkebrS. ebenso die Klischeeworts in der Junstensptacke. Wenn jede Wisien!chafl ihre eigenen Klitckee» warte herariSgebtldet hat— die Juristerei übertrifft sie gewiß olle. Besonders darin, daß ihre Klischee« sogar dem Fachmann manch- mal schwer verstäitdltch sind. Aber auch hier— wie für die Philosopbie— gilt da«, was Schopenhauer ungeinbr so ausgedrückt hol: Wer etwa« zu saaere hat. etwa« Reue«, Tiefe«, der wird immer bestrebt sein, sich möge ltchst deutlich auszudrücken, damit et von möglichst vielen ver- standen wird.______ Die Deutsche KorschunnSanpalt für Psychiatrie in München ist vor etwa anderthalb Jahren rmier Leitung von Prof Dr. E. Kraepelin ins Leben, gerufen morden. Jh« Aufgaben, die Ur- sachen und das Wesen der Geistesstörungen aufzuklären und weiter- hin Mittel zu ihrer Verhümitg, Heilung und Linderung attfzu- siichen, sucht die Anstalt durch ausgedehnte Forschungen zunächst r» fünf Abteilungen zu erfüllen, von denen drei den verschredmen Ge». bieten der anatomischen Forschung und s« eine den serologischen und den demograohisch-genealogischen Untersuchnngen gewidmet sr»d. Auch die Errichtung einer chemischen und psychologischen Ab, teilnng steht bevor. Für dt« Leitung der einzelnen Äbterlt-ugtrs wurden hervorragend? Forscher gewonnen, die nach jeder Richtung vollkommenste llnabhängigkeit und SeldsiätÄigkott gemeßen. Jdre Verbindung mit der Universität ist nur eine ganz lose, da» eigen:- liche Gebiet ihres Wirkens ist die wiffenschaftliche Forschung und die Heranziehung von Mitarbeitern für deren Aufgaben. Um de« Zufluß jüngerer strebsamer Kräfte zur Forsckungsan statt nack Mög- lickfeit zu fördern, wurde«ine große Anzahl von wiffenschastlichen RrbeiiSvlötzen geschaffen und allen jenen Körperschaften der dcut- scheu Bundesstaaten, denen die Fürsorge des Irr?» Wesens ob'irgt. angeboten, solche Plätze gegen eine entsvrcchtnde Jahresmrete durch geeignete Rerzt? zu besetzen. Erfreulickertoeise baden sich krotz der Ungunst der Zeilen schon 20 derartige Körtxrsckasten bereit erklärt, Arbeitsplätze ganz oder teilweise zu mieten. Damit:st die sichere Gewähr für ein Gedeihen der Anstalt und vor all«m enck dasst- ge« geben, daß— eine unerläßliche Bedingung für die Fr-oichf-.-. keit der in der Anstalt durchgeführten Forlckungen— die stet» Verbindung de» ForsckunaZtnst'tutS mit den Anstalten der praktischen Jrrenpflewe aufrech! erbolt-n wird. Die Mittel zur llnterbalrnnz der ForschungZanstalt stießen au? den Zinsen eine« TtiftunaZ- kapitals und fortlaufenden Zuwendungen, die u. a. auch von der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft alljährlich gewährt werden. „Im Dollbanke". DaS Buch Artnr ZIcklerS erlÄ»mt demnächst Ii r« n i s ch e r SiuSgabe In einem«erlwer ruiülckrn Berlage. ®li» neue» Zrpvelinluktschiff. Aus äonitanz wird an* gemeldet? SM neurt Zeppeliiiltiitlchitf, ein. Schtvesterschiff zrr»»vodenie«", steht vo, leiner Sollendnng. SS toll ob l. bfedruer 1920(Cr regelwtßige Fahrte, Schweiz— Berlin—Schweden Bertvendutig finden, Das mtjfttfcke Zyanlibrovia„Marmor"»an Hellmut ver iaiam, mit Musik von Felle Nobert Mendelslgbn. wird am 20. Dezember, 7h', Uhr abend«, in der«Ma der Siemens-Qberreallchit!-, Sbarlvttenbnrg. Sovbie» Cdarlolten-Piatz. oorselelen. Solist«» find Htm» MShkho!«(TtaatSthenter� «dost Philiple», Johanna Philchlen. SoziaWerung Ser ElektrizitätS' Versorgung. l x>. GißMA. Dienst-: a. den 16. Dezember 1V!S. 10 ffi&r- uat KegierungStisch: Meyer-Äoufbeuren, Dr. DadÄ, Koch. iLtzepräsiden: Lobe eröffnet die Sitzung um 10 H Uhr. Mfragea. Wg. Krmvlcd fD. Bp.) führt Deschtverde. daß««Heine Hiiim» •�.r'.sn Pirordnungen erlafseu, die über die Demobil- mschunASbestimwunge« hinauslaufen. Unterstacllsselreiär LewaL» erklärt, daß ein« Aerständizunz der ZKin'iterie» über die Frage erst statin»den wird. lig. Dil iut(Dem.) verweist auf die Aotlagi der 4000 aus Slsiest-Lothringeu veririeöenen Beamten und Lehrer. UnterstvatZfetretär Lewalb: Die Regierung benutzt gern die Äolegenheit, um der Nationalversammlung Mitteilung zu machen -on den Tccznahaien, tue st« getroffen hat, um den au» der H«. ma! vertriebenen Beamten zur Hilfe zu kommen. Di« Reich«. regierung wird der Nationalverscünnilung beim Zusammentritt nach vor Weihnachten ein Gesetz über die EntfchSdiztmg ber vertriebenen Elsaß-Lothringer vorlegen. Borher soll ei» E nt sch ä d i gu« g»de r fah r«» ein» �«leitet werden. Der Tr-mtport der Möbel wird so sehr wie mög- lick beschleunigt; die Kosten können zum größten Teil auf daL Reich übernommen weichen. Durch Reichsgesetz sollen die Länder und die Gemeindeverwaltungen verpflichtet werden, unmittel- bare und mittelbar« ReichSbeamt« unter Nebernnhme eines Teils der P e n s i o n s I a st e n auf das Reich wieder anzustellen. Dabei soll.'m Lehrer an Anstalten, die auf Stiftungen beruhen, staatlich angestellten Lehrern gleichgestellt werden. Mit Beschleunigung wird geprüft werden, wie den Wünschen der vertriebenen Elsaß-Lothrin- -rer auf gleichmäßige Berücksichtigung bei anderweitiger Ans-adlung Rechnung getragen weoden kann. In der elsaß-lothringischen Abtastung de« Mir.isterium« des Innern soll ein besonderes Referat eingerichtet und mit einem cl- saß-lothringischen Beamten besetzt wenden.— Alle dies« Maß. i'abmcn sollen zeigen, daß wir ein warme» Herz für die Nöte und Beschwerden der elsaß-lothringisckien Beamten besitzen und bestrebt sind, möglichst schnell Abhilfe zu schaffen. Abg. Dr. Qnarck(Soz.) weist darauf hin, daß die süddeutschen Staaten fich gegen den Zuzug von Ortsfremden und Flüchtlinge« vielfach absperren. Die Wo?,« dieser BevölhorungSbewegun� wird daher einseitig auf preußische Gebietsteile gelenkt, Uwhrend glekst-eitig die Lebensmittekbeschaffung au» Süddeutsch- land einfach abgeschnitten ist. Tarunter leidet besonders Frank» fürt a. M. Gcheimnat Dr. Maß: Es ist bekannt, daß in Westdeutschland, besonder» Frankfurt a. M.. ei« großer Teil von Flüchtlingen stch niederzulassen versucht und daß ein süddeutsches Land ein Z u z v g s- verbot erlassen hat. Ein foictes Verbot ist rechtSunwirk- f c m. Es ist daher auch nicht zulässtg, daß Preußen ähnliche Verbote erläßt, etwa für Frankfurt a. M. Durch ein derartiges Verbot würde der Zustroui von Flüchtlingen nach anderen preußische« Orten zu deren Schaden wesentlich vergrößert werden. Bertrmbenen muß regelmäßig Zuflucht gewährt werden. Der Regierungtvertreter stellt ein« neue Prüfung der Maßnahmen gegen de« Wohnung»- r.mngel in Auistcht. Abg. Schiel»(Dnat.) stellt eine Anfrage wegen de« Beamten- eides. Unterstaatssekretär Lnoald: E? liegt ber Reichsregierung fern, >»rch die Fassung de» Eide» ettva» anderes zu verlang«», als daß de» Beamte gelobt, in seiner Tätiqkeit die Destimmunge» der Verfassung zerreukich zu beachten. D-r Aeichzregierung«r wartet, daß die Be- amtenschast in loyaler Beachtung ihre» Eid-» cm de« Wieoeraufbem de« Reiches miehelfen tmrd. Ls folgt die zweite Lesung de« Gesetzentwurf» üb« die SoziaUsieenng ösr ElsMz!tA«w!rtsthafi. Z-maä) will da» Reich Fernleitungen und L.rafttrzengnngvlnerke Aorsehmen. De» Kcmmunen wird da» Reck» gegebe», die Per- ieilungSanlage» zu übernehmen. Die Entschädigung de? Anlagen. die lKreit» vor dem Kriege bestanden, kann nach den Herstellung». kctzon oder nach dem Ertrag swert her drei letzten FriedenSjahre be- rechnet werden. Die in den einzelnen Ländern au» natürliche» Energiequellen lWasserkväste) gewonnenen Elektrizität?» mengen müssen, soweit ste im eigenen Lande gebraucht werde», in erster Linie diesem zur Verfügung stehen. Tie Verwaltung ser ReichSele/ktrizitätSwirtschaft soll nach kaufmännisch-techmschen Ge- sichtSvunlwn erfolgen. Ter Reichsregierung wird z-rr beratend«« Mitwirkung bei der Dnrchführiirg de» Gesetzes ein Beirat zur Seit« gestellt«n!» je fünf Vertretern de» Reichstag», de» Reichsrat» und der Arbeiter- und A n g e st e l l t e n o rga« i sati sn«». ferner aus 20 Sachverständigen. Abg. Kläger(Soz.): Da» Verlangen nach Sozialisserung der Wirischast erfüllt die groß« Masse unsere» Volke» in starker Weise. Politische und wirtschaftliche Ireihsi: müssen in enger Verbindung miteinander stehen. Elve vSllige Vrzinlifierun» unserer Wirtschaft ist heute nicht möglich Da» vorliege nt* Gesetz ist die Einleitung zur Sozialisierung. Die Elettrizi. tötSwittschaft ist dazu reif. Damit wich eine« der wichtigsten Gebiete unserer volkSwirrschaft unter den bestimmenden Einfluß der BölkSgcjamtheit gestellt. (Schluß in der Morgenausgabe.) Joöustrie uaö hanSst. Börse. Nach dem gestrigen heftigen Rückschlägen an» Markte der S u»- landswert« ist heut« wi«d«r«in« Besserung eingetreten. Diel- fach konnten die?« Werte einen Teil der gestrigen Rückgänge wieder ausgleichen. Eancha zogen heute um 70 Proz. an, Gchantuvgbahnen waren zur-achst um LS Proz. gebessert, später jedoch um IS Proz. wieder schwächer. Petroleümwerie durchweg gut gehalten. Am Kolonialmarki« Colmanscoov. Steu-Guinea, Southwest, Sloman Salpeier und Pomona anziehend, dagegen Oiavi schwächer. Heimische Anleihen vorwiegend niedriger, nanwntlich preußische KonsolS. Kriegsanleihe unverändert VM. Sehr fest «neder Montanwerte, dti Besserungen von i bis 6 Proz. verzeichneten. Bcvorzuqt waren Bochumer, Gelsentirchener. Phönix und Rombacher. Schwach lagen Anilinwerte. Schiff. fohrtSaltien preishaltend. HroßfAerllu die üroheaüe Sasthsussperre. Di« Berh-mdlungen bissh«, srfvlglst. De« igerhandlunzen, die zwischen den SaKviri«, und Hotel- � sitzer« und de, SiegierungKfiellen in de» letzten Tage« geführt wurden, haben bisher noch kein positive» Ergebnis gehdbi. Eine Kommission soll»och dem Braimschweige: Muster au» de« Kreisen de» GaftwiriSberufe» gebildet werden, der der Porfitzende d«S Berliner Hotelbefitzev-Berarn» und der vorfitzende des Gast. wirteverbandeK für Groß-Bsriin und Bvandenburg u. a. ange. hören solle»!. Sie sollen bei den Berveilungeu und bei dem Erlaß neuer Verordnungen den ausführende» staatlichen Organen mit beratender Stimme zur Seite stehe» Heute vormittag wird zum letzten Male versucht»verden, die Regierung auf die schweren Folgen ein« VetriebSeinstel. lung in de» Restaurant» und Speisehäuser« hinzuweisen. I« den Kreisen der Gastwirte ist man feste» Willen», die Schließung der BelrieSe am Ib. Dezember vorzu- nehmen und durchzuhalten bi» mindesten» über da» Weihnachi»fest hinaus. Man ist sogar gewillt. die Konsequenzen au» diesem Jorgohe» voll zu tragen nnd die An- gestellten für die Lohnousfäll« zu entschädig», wen» an dieser Frage da» Jusamineng-Hen zwischen Angestellte» und Arbeitgebern etwa scheitern sollte, ö» steht für die Gastwirte bei de« setzigen einmütigen Vorgehen mehr auf dem Spiel a!» die Erleichterung im Bezug rationierter Lebensmittel, e» handelt sich um die Festlcgur-g der rechrlickan Stellung der Gastwirte, der«» llnsicherheit eine stän- digc Gefahr für das ganze Gewerbe ist. Morgen vormiltag wird um 11� lkhr im Wintevgarien wieder eine Versammlung der Gastwirt« stattfinden. Dort werden fich die Arbeitgeber versammeln, während sich di« Arbeitnehmer morgen vormittag in zwei anderen Lokalen, in den Kammersälen, Teltower Straß», und im Kolosseum in der Äommandantenftraße zur erch- gültigen Beschlußfassung zusammenfinden werden. Ter Konflikt bei de« Dpandauer Staatsbetriebe». Ein» Lokalkorrespondenz meldet: Stach der gestrige» versamm- lung der Arbeiter de» ReickSwerkeS Spandau äaben heut» vor- mittag Berhandlunqen zwischen der Leitung de» Werke» und den Arbeicerveittelern begonnen, die zur GUmde noch andauern. Wir un» mitgeteilt wird, steht die Werkleitung de» Forderungen der Berlammlimg auf Entlassung der Zentralverwattung und Ab- schassung der Akkordarbeit ahlebnend geo.-uüber. Sie ist auch der Meinung, daß die Mehrheit der Eerkarbeiter fich an einem Proteststteik nicht beteiligen wird. Von radikaler Seite ist heute vormittag versncht wardtn, auf di» Arbeiter der städtischen Werke Spandau» einzuwirken, um sie zum Streik»» veranlassen. Bisher waren die Bemühungen vergeblich. In den Staatsbetrieben traten dt« Belegschaften beute moraen voltzäblig an. Au Spandau ist alle» ruhig, e» wird auch gearbeitet. BZ soll nach dem Beschluß der gestrigen Versammlung ein Demonstration»- zug von dem Werk nach dem Rathaus veranstaliet und eine Doputatiem zum Oberbürgermeister geschickt werden, die d« Tot- lnssunig dek Kommandanten der Sichrrheitswehr. Heß, verlangen tmrd. Der Oberbürgermeister kann zu dieser Forderung gar keine Stellung nehmen, weil er nicht zuständig ist. Velggentngszvstaud und Wohnm»ssSa»t. Im Publikum und wilweise auch in der Presse ist die Anficht geäußert worden, daß die dem WoknungSamt gegenüber dsu HauS� besitze rn und Mietern zustehenden Befugnisse zur Besichtigung nnd Beschlagnahme von Wohnungen und dergl. infolAZ der Aufkebung da» BolaherungLzustand-S ihr Ende gefunden hatten. Diese An- ficht ist irrig. Die Befugnisse de» Wohnungsamtes haben mit dem Belage eungSzustand nicht da» mindeste zu tun. Sie beruhen viel- mehr auf der Verordnung des Bundesrates vom 28. September 1818 (der iogen. WohuungSmangelordnung). Mit Rückstcht au? diese gesetzliche Grundlag« der B-fugnifle de» WochnungSamts» ist auch die Vier unz da geäußerte Ansicht imrich. txQ, daß di» Maßnaliwe» de» Wohnungsamte» gegen Artikel IIb bzw. IM der ReichSdexfassung, vis di« Unve-'etzlichlei: der Wohnungen und den Inhal: de» Smsntnm» zu« Ssegenstand habe», vec. üoßen! denn dies« beide« Paragraphen lassen eine Beschränkung sowohl de» Vohnrechte» wie de» Sigmuum» durch die Gesetze au»- drLcklich zu. Hauseigentümer und Mieter müsse« daher dringend gewarnt werden, de» Anordnungen de» Wohnungsamtes Widerstand entge- «tlizusetzen, da sie sich sonst strafbar mache». Tie Lichtsperre alS Berdkevstsperi.-. Die Lichtsperre benutzt« ein Schwindler, um. stch-uf die bequemste Weise frei« Feche zu verschitssen und außerdem noch die Tasche zu füllen. In vielen Erst- und Tchantoirtschaften. denen die Lichtsperre natürlich nicht sehr bequem ist. fand sich feit einigen Tagen ein Wann ein, der sich de« Wirten al» Kriminalkommissar Krüger vpistellte. Er errlärte den Leuten, daß er be- auftragt kei. die Wirtschaften daraufh'!« zu prüfen, ob sie di« Per- ordnung über die Lichtsperre auch richtig tefolgten, und od auch die Notbeleuchtung allen polizeilichen Vorschriften genüge. Der.Herr Kommissar" unterfuchie auch iw« Einrichtungen, fand immer und überall alle» in der besten Ordnung, ließ sich nach seiner Amt»- Handlung al» Gast nieder und unterhu-lt sich mit dem Wirt über diese» und jene», besonders auch übir die Sichtsperr« und ihre Holgen für den Betrieb- Die Wirt« klagten«atürlich über die in ihren Betrieb sehr einschttoidende Mahnohme nnd auch über die Strenge der Lwndhabung. Kommissar Krüger" ließ dann durch» blicken, daß bezüglich der Ausdehnung und der Handhabung der Sjwrre nnter Umständen wohl Ae:»nahmen u«d Milde» r u n g e n gemacht werden könnten. Die Wirte waren, wie man sich vorstellen kann, alle darauf bedacht, von diesen Ausnahmen für sich zu profitieren, bewirteten den Gast, der ihnen mit so schönen Aussichten»am, auf da» freund. lichst« und ließen, weil der Gast auch nach dieser Richtung gewisse Attdeuiungen macht«, ench sonst nebenbei noch gern etwa» abfallen. Der Gast ließ fich gern gefallen, daß ihm die Lech««ich: angerechnet wurde, steckt? das Schmiergeld ei«, schrieb dann einen Schein«i». daß dem Wirt di« Spetrjeii um soundso viel gekürzt sei. und empfahl sich. Erst wenn die wirkliche Kontrolle kam, erfuhren sie, daß»Kriminalkommissar Krüger" ei» Schwindler war, der den Rnmen eine» bekannten Kommissar» mißbraucht hatte. Gestern endlich ließ ein Wirt de» Mann festnehmen, und jetzt entpuppte fich der Schwindler rf» ein 80 Fahre alter Kaufmann Paul Falz, der wegen Betrügereien schon wiederholt vor» bestraft ist und sist wohnungSla» in Berlin aufhielt. Der Ber- haftefe: nahm, um sich der Strafe zu«mziehen, Weronal und mußte zunächst nach dem Kranfalhause am Urban gebracht wenden. Gegen- miiitel beseitigten bald jede Lebensgefahr. Der Berqaftets hatte allen Grund, mit den Srroftehörden nicht näher bekannt z» werden. Denn«»«rycch sich bald, daß er auch jener Schwindler ist, der seit mehr al» zwei Monaten al« falscher Arzt Berliner Geschäftsleute und Wirte heimsucht«. Unter dem Namen Dr. Günther. Dr. Weber und Dr. Brun» führt« er bei den Geschäftsleute» erdichtete Zerngefpräch«, um sie für«in Darlehen sicher zu wachen. Er teilte scheinbar dem einen cder dem anderen Krankenhause mit. daß er gerade Gelegenhei: habe, jn günstigen Bedingungen Morphium zu kaufen und deshalb erst später kommen könne. Di« Schwester wog« unterdessen selbst alle» Erforderliche im Krankenhaus« veranlassen. Nach diesem Gespräch entdeckte dann der»Herr Doktor" plötzlich, daß er für den Morph!»man kauf nicht oenstgenb Geld bei fich hatte und bat die Geschäftsleute oder Wirte, chm auf kurze Zeit auszuhelfen. Weil«x zum Unterpfand außerdem noch eine goldene Uhr mit Kette und goldeei« BrillantmnssS anbot, so erhielt er überall, rvnS er habe« wollte. Die scheinbar>? wertoollen Unterpfänder erwiesen fich bei ge»a»er Berrochtung als wertlose Neppware. Nachdem die Kriminalpolizei di« GefchiftSIeut? vor diesem Arzt gewarnt hat. verließ der Schwindler diese» Gechiet und legte stch nun darauf, die Lichtsperne au«»chent»«. Der ElternmSrder bau©ntnfet. Die weitere Vernehmung de» dreifachen Mörder» Erich Koller, der Bater. Mutter und Tcbwester erschossen und erwürgt bat. führt« zu der Neststellung, daß Koller eigentlich nur mit seinem Vater verfeindet war. der ihn wegen SrbeitSickeu au» de« Hause gewiesen hatte. Mutter und Schwester nahmen ihn dagegen bei seinen heimlichen Besuche» im Elternhaus wmier gut auf und steckten ihm allerlei z». Der Mörder wurde auf folgende Weise zum Geständnis ge- bracht. Die Kriminalbeamten ließen Koller durch seine Billder(die außerhalb wohnen) fragen, vb nicht vielleicht der alt« Koller im Jähzorn Nrou und Tochter selbst getötet hat und dann von dem hinzukommenden Glich, der die Tal verhindern wollte, getötet wurde. Erich Koller, der mit seinen Ableugnungen ichov lehr in» Gedränge gekommen war, beschritt sofort diesen Ausweg und ge- stand in diesem Sinn». Im weiteren Berber mußt« er dann bald. da er fich auf dw Tat schon festgelegt hatte, die volle Wahrheit zugeben. Die treibende Kraft der Tat war seine Braut Holpert st» Ra«k»e»dorf. Sie hatte ihm bereit« ein Ultimatum gestellt, wen« et nicht Geld schaffe, könne fi« ibn nicht mebr bei stch aufnehme«. Deshalb beging«oll« de« fürchterliche« Raubmord. Di» KirchenanKtrittSerNärnnge» baven stch in der letzt»« Zeit stark gemehrt. Beim Amtsgericht Berlin- Mitte in der Reue» Nriedrichstraße ist im ersten Stockwerk da» Zimmer 281, wo ich, Erklärungen zu Protokoll gegeben werden, täglich vor» Hunderten umlagert. Heute z.B. wurden 400 Perkonen- karten ausgegeben, die sehr raich vergriffen waren, so daß die später Kommende» leer ausgingen und unverrichtet«» Sachs umkehre« mußten. Wer sich nicht schon sehr zeitig einfinde», kann auf ein« Wartezeit von«rehrere» Stunde« rechne«, bis er mit seiner glücklich noch erwischte» Nummernkarte ausgerufen wird. Der Korridor vor Zimmer AI ist den ganzen Bormittag hindurch so vollgestopft von Wartenden, daß kaum durchzukommen ist. Warum wird nicht eine Einrichtung geschaffen, die eine schnellere Abfertigung ermöglicht? Di« geschilderten Zustände haben die Wirkung, die Kirchen- austritt»« rklärungen zu erschweren. Damit mag der Kirch« gedient sein, die Bevölkerung aber fordert mit Recht schleunigste Abhilfe._ «Sr-h-Berlmer Lebensmittel. Dahle«. Mittwoch vi« Frettcg: tvv x Haferflocken flOi). 18« g Marmetade(104), 060 g Tuppentrüeftl(it\ ein Päckchen StWsss 118). KondenSwiich nur an Kranke auf Bezi'qschew. Kartoffeln zufamwe« 14 Pfd. (81»— g. 62 Zretveifons! Gejchnnten« Karo ten, Tomoten-Ptn«� Brechsparliel. Lpinat. Aohlrob!, Röbrhel«. stür«rlegtbelcheidiqt« von Vi Pro,, uud darüber 600 g Nährmittel.-Sei Saebelmann«in Uerner Ziest NSHaarn. Tankow. Ab firelw« eiti Posten ve'chlnchteter und aerupster Gänse. chermodors. Mittwoch dt» Sonnabend, Istr Kinder bis zu � gahre» je 9 Päckchen Zwieback. Dczligfchewe Im LebenSmitielbuieau, Zimmer i. AI» Trfatz für«ekürzte Mllch wc Kinder von l bt» S Jahren sowie an Kinder im 7. Lebensjahr je 1 Büchse Kondensmilch. Groß-Serllner portditachrlcktten. Verna«. Qefftntliche Palttdirfammlung streitag 7 Uhr Restaurant Pellcvni. Franz K r ü a c r- Leittn: Stretlio« und Etntgusg der Llrdetterklafle Sklüungeveranstaltungen. s.». 41. Sll't. Miitnoch in der BaueewerlichtUe, Suifikstenstr. 141, WÄcheuabend. Lortragend«: Gen. Dr. Mallototlr. Ansang 7 Uhr. GaverkschBsbewMas titt vorbASttcher Aufbau Ser SetrlebsrSte. vor einigen Tagen hat in Homburg eine Versammlung der Vetrieblrät, die vom Gewertschaftslartell Hamburg auSgeerbeiteie« Richtlinien zum Aushau einer Betriebsröleorganisotio» einstimmig gutgeheißen. E« verlohnt fich Sei Meser Gelegenheit, einen kurze« Slstckbssck zu werfen aui die seit der Revolution auf diesem Gebiete in Ham- bnrg gemachten Aorlschriite.' Sit» s. Z. der Hamburger Arbeiter- nnd Soldatenrat die allgemeine« Wahle» zu dem noch jetzt be- stehenden Albeiterrot ausgeschrieben hatte, bildete fich eine Nenner- lommission der Betriebsräte, die aus je drei Mitgliedern der drei Parteien bestehend, sich besonder» den grog.-n de» VetriebSrätege- setze» wsdmen sollte. Die beiden Körperschaften konnte»! in der ersten Zett sehr gut urdeiieruander bestehe». Die» änderte sich srdoch. al« infolge der immer wei-er aus den Werften Verbreitung findenden radikalen Agitationen die Netmerkommissio« durchaus in unabhängig« kommunistische» Fahrwasser geriet. Die Kommtsflon erw«ite»te fich bald danach zu einer 18er- Kommission der Betriebsräte Hamkuig», in der nunmehr der Ein- flnß der Sozialdemokratie fast völlig ausgeichattit war. Al« im Juni die Unruhen au« der Heiliwen Snlzeuffäre entstanden, änderte fich da« Birhälttii« in'ofern, ol» die Iger-Kommisfion stch volittiche Rechte anmaßt«, und mit dem Vorgeben, di« Einigung de» Ham- burg-sch»» Protetarial» zu betreiben, eine durchaus dikta- »oris»e und gegen die Reicktregierung ge- richtete Politik trieb. Nach Wiedereintritt geordneter Zustände war e» dieser ISer-ftommission nicht möglich, sich irlbst die Sympathien der unabhängigen Arbeiterichaft zu erdalten, zumal e» ihr nicht gelang, irgendwelche für die Arbeiterschaft günftigr Sntscheidtlffgen aus dem Gebiete der Tarirregelung und der Betriebsräte zu bewirke«. Zudem waren die Ansichten in den Reihe« der Unabhängigen und Kommunisten i« bezug auf den endgllliigen Aufbau der Betriebsräte keineswegs Sbereinstimmend. Wöbrend die Unabhängigen den Aufbau nach Hallefchem Muster propagierten, machten die Kommunisten zum Teil für die»revolutionäre BetrlebSorganiiation' im ihndikaltstlscheu Ctnne Gtimmnng. Änderet seit» machten sich unter den sozial- demoirainchen Werftarbeitern und ihren BrtriebSrätrn«ine immer stärker werdende Bewegung bemerkbar, di« dahin ging, zu einer endgültigen Enticheidnng bezüglich eine« regulären Susbaue» der Betriebsräte zu kommen. Anfang» Okiober beschloß«ine stürmische Versammlung der Be- »riebSräte. di« Zwölferkommiiston aufzulösen, die Organisation der BetriebSlät« vi« zum Inkrafttreten de« ReicbSgesetze» hierüber de« Sewerkfchafttiartell zu übertragen und diesem sämt- licke» Material derKommttfion zu übertrogen. Seilen»»««Kartell» wurde«uu unier tatkräftiger Unterstützung nicht nur der sozial« demokratischen Betriebsräte, sondern auch der gesamten gewerkickast« lich-organisierten Arbeiterschaft daran gegangen, die Betriebsräte im engem Znsammenhang mit den Gewerkichaiien aus«ine neue Grundlage zu stelle«. Au« de« Richtlinien ist folgende« be- ««kenswert: Die Durchführung der Wahle« obliegt den zuständige« Gewerkschaften; die Betriebsräte bilden gruppenweise je eine» Gruppenrar, der d>« Ausgab« haben ioll. in sozialer, kaafirrämnicher und technischer Beziehung eu'za« klären und die Jndnstri« de» Wirrschafiebezirk« Hamburg durch Neststellung über An«nd Umfang de« Betriebe« nnd der»n dem« selbe« hergestellt« Produkt« p» ersaß«». Di« gesamte« vettted»- «St* wÄLlii, den SlrtsAaftVrat au» ts Personen nach folg«»» der Gruppeneints'.lung: L Vertreter für Transport und Verkehr, 2 Vertreter für Handel, Banken, Versicherungen und Kasien, 2 Ber» treter für die Metallindustrie, 2 Vertreter für das Bau- gewerbe, 2 Vertreter für Staat«- und Kommunalbeamte, Angestellte, Arbeiter, zwei Vertreter für Nahrung«- und Kenuhmittel, je ein Vertreter für Holzindustrie, Bekleidungsindustrie, graphische«(Be- werbe, chemische Industrie, freie Berufe. Die Wirtschaft«- ratsmitglieder müssen mindesten« ein Jahr frei- zewerlschÄftlich organisiert sein. Die Finanzierung des Aate« wird von den versckie enerr Gewerkschaften getragen, die auch die Josse verwalten. Gewelkschastskarlell und WirtsctiastSiat verständigen sich gegenseitig durch Delegationen.— Rur einige sehr radikale Metallarbeiter-BetriebSräte versuchen noch, gegen diese Regelung Stimmung zu machen. Im allgemeinen kann man dir Hoffnung aussprechen, dost für Hamburg die BetiicbSrätesrage endgültig gelöst ist. Die im Verhältnis zu der ll S.P. recht starken wtd besonder« aktiven Grüppchen der ganz Radikalen haben das «in« Gute, baff die Unabhängigen gezwungen sind, Farbe zu bekennen. Da« aber werden sie selbst nach den Leipziger Beschlüssen nur tun löunen, indein sie an den GeWerk- schasten festhallen._ HshaltsforSerung öer MetMnöusiri�/wMettten. Die durch den im September abgeschlossenen Torii der An- gestellten in der Meiallindustri« festgesetzten Gebälter entsprechen den heurigen Verhältnissen nicht mebr. Da» ist die ouck von mah- gebenden Unternehmern geteilte Auffassung der Angestellten. Ueber da« Mast der notwendigen Ausbesserung scheinen aber die Meinun- gen beider Parteien wesennich auseinanderzugehen. Am Moniag abend nnhm eine sehr stark beiuchle Versammlung der sreigewetlschaitlichen Funktionäre der Angestelllea ber Metall« industrie Stellung zu dieier Angelegenheit. Fritz Schmidt vom gentraiverband ber Angestellten führte au«, er habe eine Rürksprache mit einem Führer de» verbände« der Berliner Metallindusiriellen gehabt und die Auskunft erhalten, die Arbeitgeber feien sich im internen Kreike darüber klar geworden, dost sich die Gehaltssätze de« Tarif« nicht aufrechterhalten lassen. Ueber da» Mast der Gebaltserhöhung, welche» die Unternehmer be- willigen würden, sei keine Auskunst erteilt worden. Al» Schmidt bemerkte, die Angestellten rechnen auf ein« Trhöhung ihrer jetzigen Gehälier um 40 Prozent, habe der Arbeitgeber geantwortet, keine Kollegen würden, wenn sie diese Forderung hören, aai den Rueken fallen. Die Arbeitgeber wollen unter sich zu dieser Angelegenheit Stellung nehmen und der Vertretung der Angestellten spätesten» am Mittwoch Bescheid zukommen lassen. Weiter führte Schmidt aus. von der Antwort ber Unteiaehmer werde«S abhängen, wie sich die Siiualion gestalten werde. Mit einer unzureichenden tzlufbcsserung würden sich die Angestellten nicht abipciien lassen. Sie bällcn kein Interesse an dem Komps an sich, sie würden aber, wenn es notwendig sei. den Komps nicht scheuen. Wenn eine Verständigtiitg mit den Unternehmern vor Reujabr nicht zustande komm-, dann werde der Tarif zum t. April gekündigt. Eine vom Referenten vorgeschlagene Resolution wurde ein- stimmig angenommen. Sie beauitragr die freien Angestellten- verbände, mit dem Verband Berliner Metallindustriellen unverzüg-' lick>n Veibandlungen zu treten, um einen Ausgleich zwischen den Tgrrsgebältcrn und den wirtschaftlichen Verbältuissen berbeizusübren. Die Vertreter der Verbände werden brvollmächtigr, den Tarif zum 81. März 1VS0 zu kündigen.> rrrr�:™> ww«—M wriai Zu« Konflikt tu der ReichSdrackeret. Bon der Direktion»er Reichsdruckerei wird un« hierzu folgen- de« geschrieben: Die am 15. d. M. auch an den Arbeiterrat der Reichsdruckerei erfolgte Bekanntgabe des schon bor geraumer Zeit erschienenen Er- lasse« deS Finanzmimstcrium«. wonach Reichsmittel für Arbeiter- und Soldaten röte nicht mehr zur Verfügung stehen, wind von an- scheinend an Unfrieden interessierter Seite so ausgelegt, als ob die von der Arbeiterschaft geschaffenen Vertretungen kurzerhand be- seittgt werden sollen. Dementsprechend faßte der Betriebsrat den voreiligen Entschluß, die sofortige Zurückziehung des Erlasses zu erwirken oder am darauffolgenden Tage in Passivs Resistenz ein- zutreten. Durch die Bereitwilligkeit de? ReichSpostmlnifter« Giesbert«, dem die Rsichsd ruckerei untersteht, sofort über den geäußerten Wunsch zu verhandeln, wurde die Arbeiterschaft beruhigt unp per- richtet« ungestört ihre Tätigkeit. In Wirklichkeit dachte weder da« ReichZpostministerium noch die Direktion der ReichSdruckerei dar- an, die Rechte de« SrbeiterratS irgendwie zu schmälern oder gar beiseitezuschieben. Wa» die Verwaltung«- behörden wollen, ist lediglich ein« Verminderung der durch den Ar- heiterrat entstehenden sehr erheblichen Ausgaben. Diese betrugen an Lohnaustvendungen für Arbeiterrat, Ber- traurnsleute und den erst seit Ende August bestehenden Betriebs- rat für die Zeit vom 1. April bis 31. September 1019 rund 39 000 Mark, während tu» gesamt« Direktorium einschließlich aller TeuerinigSzu lagen in der gleichen Zeit hier 29000 Mark be- anspruchte. Hierin ein« Aenberung vorzunehmen, verlangt der Säckel de? Steuerzahler« und verlangt da« Interesse der Arbeiter, denen man letzten Eudes die Schuld an solch ungesunden Verhältnissen in die Schuhe schiebt. ES steht zu erwarten, daß bei den stattfindenden Verhandlungen diese» Tatsachen entsprechend Rechnung getragen und allseitiges Einverständnis erzielt wird. k Auf die hiergegen von der Firma beim Landgericht eingelegte ' Beruiung wurde dicieloe kosteupflichlig abgewiesen. Da» Urieil j besagt, daß den Ausführungen oer Beklagten, sie iei im vorliegen- � den Falle tniolge Unmöglichkeit der Leistung nicht in Bevzug ge- kommen, nicht habe beigetreten werden können Die«läger hätten ihre Leistung ordnungsmäßig angeboten. Aus Grund de» 8 ölö B.G B. seien sie daher berechtigt, für die infolge des Verzug» : nicht geleisteten Dienste die vexinbarte Vergütung zu verlangen, ohne zur Nachlelstung verpsiichtet zu sein. E» wäre unsozial, die Ge'ahr der Möglichkeit der MitwirkungS- Handlung des ArbeNgederS dem Arbeitnehmer aufzubürden, dies � entspräche nicht dem im B.G.B, durchgeführten Schutz de» Arbeit- nehmers als dem wiriichastlich Schwächeren. Verbindlichkeit des Tarifvertrages im Tachdeckergetverbe. Der zwischen dem Zenlralverbond Deutscher Dachdecker meister. dem Jnnlingeverbavd Bund Deuiicher Dochdeckerinnungen, dem Zentralverband der Dachdecker Deutschlands und dem Zeniraiverband christlicher Bauarbeiter Deutschlands am 20. Juli abgeichlosiene RstchSiarifvertrog zur Regelung der Lobn- und Arbeitsbedingungen im Dackdeckergewerbe'.st für da« Da»dcckergewerbe oliS'chtießlich der TachZeckungSbelriebr der Pappindustrie, für da» Gebiet de« Deutschen RcicheS für allgemein verbindlich erklär! wo: den. Tie allgemeine Berbindiichleil beginni mit dem I Oktober 1910. Tie Ausdebnung der Verbindlichkeil aus die XachdeckungSbelriebe der Pappindustrie bleibt vorbehalten. Streit der Mlialleiterinncn der z?ln«a Meyer u. Co., A.-G. Nachdem die Verhandlungen über ein Tarifobkommcn kür die Filialleiterinnrn der seck« Tochtergeiellschaiten der Firma M e y e r u. E o. zn keinem befriedigenden Resultat geführt, haben dies« in einer Versammlung in de»„Sophieniälen* den Streik beschlossen. Es kommen die Filialen ber Firmen Wein- und Sp'.riiuoiengesellschaft, Südliche Wem- und Lilörgesellschast, Berliner Wemgelellschast. Ripdorker Genußmittelgesellschaft. Westliche Wem- »nd Lilörgesellschast. Ocstliche Wein« und Likörgesellschaft in Frage. Der Zentralverband der Anpeslkllten, Fachgruppe 1? Eä. ersucht alle Hand- und Kopfarbeiter, Solidarität zu übe». Ei« Nachspiel zum Ianuar-ElektrizitZtSstrcik. Am 22. Januar d. I.. dem Tag des ElektrizitätSstreikS, waren die bei der Buchbindcrei-Firma Wübben u. Co. beschäftigten Arbeiter zu Arbeit erschienen, ihnen wurde jedoch, da es an Stlom "für de» Betrieb der Ma'chinen mancelle, von der Firma erklärt, daß sie nicht oeschäktigt werden lönnien. Die Arbeiter verklagten die Firma aus Erstattung des Lohnes in Höbe von insgesamt 2194 2t M. beim Gewerbegericht. Letzteres verurteilte die Firma zur Zahlung. fltts aller Welt. Bergarbritertod. In der Kohlengrube Peißenberg in Ober» bayern wurden durch«in« Kohlenstaubexplosion drei Bergleute ge- tötet, fünfzehn schwer unH eine größer« Anzahl leicht verletzt. Ein Massenmörder verhaftet. Auf dem Bahnhof von Brest- Litowsk verhafteten die Bolen den früheren Vorsitzenden des W i- b org er VollzugSkomiteeS Valubow, der seinerzeit achtzehn Offiziere ertränken ließ. Man fand bei ihm Millionen'Rubel nebst Dokumenten, di« angeblich klarlegten, daß Palubow von den Bolschowisten zu Propagandazwecken nach Polen geschickt sei. Bubenstreich gegen römische Mädchen. Ein Gegenstück zu dem Zopfabs rdneider, der einst die Berliner Mädchenwelt be- unrubigle, setzt beute die weibliche Bevölkerung Roms in Schi ecken. In wenigen Tagen sind wieterbolt jungen Mädchen auf der Straße die Haare in Brand ge st eckt worden, ohne daß man de» Urbeltäter« bi» setzr bäite habbaft wer den können. Diese Buben- anschlage gesäbrden nicht nur den Haarschmnck der Ovter, ionder» auch ihr Leben. In zwei Fällen stand da» ganze Kopfbaar in Flammen, so daß nur durch die Geistesgeaenwarr von Passanten em größeres Unheil verbötet wuide. Die Ucdeltäter geben gleich« sam.wisienschafilich' zuwege. Sie haben eine Art Angeldalen, an d,m sie eine entzündliche Substanz, wie e« scheint, ein Gemiich Von Pech und Pbospbor, anbringen. Der Angelboken wird in den Zopf oder Haarknoten eingehen� was im Slraßentrubek leicht möglich ist. Australienssieger totgestürzt..World" meldet au« Korfu, daß de? Flieger Kapitän Howcll, der aus einem Fluge noch Australien begriffen war. in der Nähe der Insel tödlich verunglückt ist. Perant». fttr den rcdatllcn. Zeit: Arwr Rickter, CborlBltenburn: für Änzelaen: Td. ßloie, Pcrlin. Berlag: Vzrwärts.Beriaq S. rn. b. 6.. Derlin. Druck: Vor- wölts-Buckbruckeret u. Berlaasanltalt Voul Einaer u. ffe. Berlin. Linbrnftr. 8. »»»MI«»»»»«»»!!»»«»»»»»» Praktl-ch© Weihnaehtngesehenke -------- sind unsere Bareau- Artikel, wie:" 1 1■ Sciireibzeuge, Scbrei banterliigen, Tischkalcader. Kfipenlcker > 108.| Amt Moritzplatz 2481, 8482, 8488. Uünstlgcti Welhnaciitu-Angebot! Toilette-Seife S'»60, butzendwelse In Statton« gepackt, p. Dtzb. 31,—®. u. 33,— M. I ftil. Porto.— Wribi.achtzpackunqeii<8 Et. 8 80,) M. I «lsller KiWaÄ. ErÄw7,Ä.S„»I Fceudsniag- Waschtag , der I mit dem patentierten,.wollkomiTieri selbsttätie arbeitenden..Meblj;«-' Dampf• Wasch. Automaten, dar I dauernd Arbeiisieil, Arbeite io:;«, Seife und Feuerung er snart und in jedem Raum für Gas- und KUcdenherd benutzbar Ist, ohne iede Bedienung. OrdBte Schonung der Wäsche. Die Aeschaifun;' wird evtl. auch w durch bequeme Zahlunpsweise erleichtert. Preis le nach Größe. Näh. d. Preist. V. in. Ahbiid. gratis. ZiRkwaschgefäße zu FabriKprelsen. n Lieblos" Dampl. Wasch. Automnteo. Zentrale. Berlin-Wilmersdori. Hühenzolferadamm 27a. J.H.Qarich «tantdjwlberftr. M empf. alle Arten■Bftften, euch verstellbare u. Matz juSabtilpr. Welhirachlsg. Pllotcapparate Prismenbrinokels kauft zu günstigen Preisen Steckel- mann, Potsdamer Str. 135. MAR LA azea 6 I IS I 1 Liter brennt SS I SA isruito««. ___ 15 iKEFtZfiN I ISA. 23 1101.85 I 83.30 1 07.35 I M A R K j �- �Nachnohmo oo Ooschnelbung Koatanlea j Vy Getir. loutertJödi BeriUi SO ie3 OiarJsnsfclöÄ umww€**r Kuhla Verlaul Im Zobritmogazm N 81, Watutr. 17/18. jlalina, Gr. 120 M. r Golde Silber, Zahngebisse, Miv-ZWe�rlN. lautr F. tiausdorl, Pal laben- straß» It. vorn II. Ilü/tba» I aZie Schellack tauft Hahn, LCilll, Sir dien st t. 2,(538b- Kaufe in Berlin Mittwoch, den 17. und Donnerstag, d. 18. Dez. alta bfinstllche, auch zerbrochene Gebisse Zahn bis 5. 8 and 25 M. Platin p. Gramm 100 M. Brennstifte St. bis 50 M. debissc le Qold n. Platin zn hSchsten Tagesprelaen. E|nkaut�nd� statt JjJagfleJjUfßer ßof, Oeorgenstr, 24 1, Zimmer 10. gegenüber hauptausgang Bahnhol FriedricdstraSe,»on 8 Uhr trüh bis 6 Uhr abends. nwmrm Zuckcttanzlig«, Ulster, nur rtima Stoffe, Matzarbeit. lertauft preiswert Leikbaus ßrinzenstrotz« tllb.__ haus, Seraiann- 'i •lok 8. Ma(skna»«w-bt! Vet,- odicnl sperrt nflotberobe! fctbfaditn. Bettenuertauf. efantsltigci;. Stunks- Hüffen verkaufe infolge«Un- ligen Einkauf« von 258 vis L75 Mark. Cierabe Kllchfe, lie grotze Mobe. in allen er. >ent!ichrn ssellarien von 7» »is 875 Mark. Ein sehr irotzer Posten imit. Plaufud'« tub Alaskafuchs. ba,u bis lafsenb«» Müssen von 85 M. öerren-, Sport-, Burschen- mb Änabeniinberkragen von !5 bis 185 Mark. Aiuber- avnituren, weift, farbig, von Mark. PeUbcsatze unb selle spottbillig. Seal. Etec- rie unb Bieberett-Earni- biren, für junge MLddien «assenb, in jeder Preislage. «turmkrogen in ollen stell- cten von 35—1811 Mark. Um- Inberungo» werben prompt inb billig ausgeführt.— viegsanleihe wirb in zah- mg genvmmrn. Pintue llelzvertrieh, Berlin- Char- Ottenburg, nur Leidnizfir. vll !ke>n Laben). Segrllnbct ßll.___- flfinftler unb Madraogarbi- »eil. Slo es, h ortieren. Such- lecken. Bettdecken, Ehaifelon- »uebecke», ferner Mähet jeder »et verkauft billigst Nolen- slait, Aaftanienallte lll/A.__ Pelzgarnititrev! Wunde c- lote ttreuzwchfe von too lllark an! AIoolafütMs 75 »iarkl ESie Roifllchie m Mark! Slegonie Silberfüchse. Stetfllchs«. stobetflldife sowie ille anderen Pelgarien in irofter Auswahl zu' aller- itlligften Son-merpreiienl »lnaralafchenl Schinucklachen! Leihhaus! Barichauerfirafte 7. NZHivaschlnea ,u verkaufen, »ch Teilzahlung gestattet. ßahn, Beenzlsverstr. AI._* Anzlluc Ulster. 125,— bis Taschenuhren. Seh- Ockanzug. Mlütaemantel ver- ll-slich. ffrifeurgefaiäfl Rench- «strafte»(Moabit). 127«' | Pelzwarrn.(norm billig, i jedes Stück ein Delegenheirs- ; kauf,«reuzfllchfe. bÜbtdiüne, fesche Verarbeitung. 08 M. 1 KobelfUdife, bilbfdiHne, fefdie I Verarbeitung. 98 Mk. Alaska. silchse, felbe.iglänzenb. 68 M. Blaufüchse, imitiert. 88 Sst. Bssten Petzkraaen unb Muf. feit 28 M. Silberfüchse. Älet- . füchse. stobeffstchse, Skunk,. Iltis und viel« andere Pelz» arten, auagefucht schöne > Stücke. Slicsenouswaftl. fg- bclhaft billig. Selten gün- I ftige GetegenbejlbkSufe in Damenpelzmänteln. Seal« elektrik, Persianer usw. Neu- rite Mode, erstklassige vir- arbeitnng. Lerren-Pelzkragcn 28 M. PelzbeNlke. P-'z. hüte. Spezlal-Pelzwarenhaus. Eharlottenlnirg. Bilmersdor- ferstreft« 118/114, kein Cgben, nur Hochparterre. Sonntag geöffnet am IL unb 21. De- zeitibev.____» Eleganter«errenaehpelz, Serrcnreifepeft mit Ncrzfut- ter und Dibeckraaen. ge- fütlerter Ledermantel, Wa- gen- oder Schlittenveiz. der- rrn- nnd Damenpelzfutter zu fabelhaft billlaen Preisen. Geleaenheitsfäufe vieler an- derr.' Waren. W-gnerleih- Haus. Potsdamerstraft» 48 I.' �«renzsSchfe. prima. 2t«.— an, Alnskafüchsr 150,— an. stobclfilchle B'aiifüchf-. Eil- l berfüchfe unb all« anderen Pelzwarcn staunend billig. ..TIvtop� Tvrmstrafte ZO. Pelzgarnltnrent streu,- fstchfel AInsfgfüchfel Rot- füchfe! Muffen! ssuchsform- kragen! 75,—! Irtit fpotlbillir! Pfanblelh«! Brunnenstr. 47. Huna! Beitwölche. Laken, Karbinen verkauft preiswert Sverber, stehbenlckerstraft, 18 (Psfenthalernlnft)._ 128/14 Pelzgarniinrentl Staunen- erregend!! Welhnachtoverkaiif Pfgableihbausü Schönhauser Allee ll5(Ringbghn-Koch. babnhof) benvnnenll Riefen- taaer naaelneuer Alaska- fstchfeü ZOO.—, fflichsform- kragen!t 55.—. Skunksaarni- iur! Rotfuchsaarniturl streu». füchfe! I stobelfllchfe.'t Blau» füchfe!! Sttmnenb billla»®e- legenhritskiwfeU©olbwnrtn» fag»r!I Uhrennertaufll Sonntags geöftnatll liZSC Pelzwaren elegantester Ausführung fm echt Weift. fuchs, streu»-, Silber- unb Robclfudie, ferner Skunts, Marder, Iltill« usw. Dftne ieben gwischenhanbei, direkt � in der W Beer. stöllnifcher ttlfch- : markt 1, 2. Etage, zwischen Breit-strafts unb sto Eparkaffe. Reparaturen werben wiebet angenommen. «ettwZfdjrl Ein arofter Posten Retfemniter, etwa» angsftaiibt. billig zum Per- kauf. Auch an Private. Per- kauf nur bis 24. 12. Wäsche- fabrik Eräfestrafts 89(an Kafenbelde).___ 149P* starbidfampen, 8,50 Karbid verkauft stru.is, Srofts sirank- furterstrafte�dZ.__ OT/liP Darblnrn, Stores, stü.tstlee. garniwren, Meterware. M»ll- aardineu preiswert. Lands- beraerstraft« 18.___ 89il2' Mickef-staffeefervle». Bowl-n. flfniditfrfwlen. Brotkörbe. ve.'iswerte Geschenke. Lands- bergerl!r.18. parterre. 89/18 Ssanenmuff und Batelt (Tehrückcnl 400,—, schwarzes Wlnteekostüm mit seiden-m iVutter 800.—, fchwarzleibe- iiet Regenmantel 150.—, Abenbhur(Ieit und Tüll) 75,— zu verkaufen. Wilhelm 8680.___ 548b Regale mit Schiebetüren und Lattenreoole weoen De- schäftslskal-Aufgobe billig ,» verkaufen. Schirmfabrif. Reue(trieb richstratze 38—40.• Rnckföcke in Private aus Militärfegoltuch zirka 82X50 stenlimetec mit 80 Millimeter breiten ta Ledrrriemen und Tasche. Preis 42,— franko Rachnohme. Jabel, Sattler- Meistrr, Prikerbe._ 89/18 | Echt Ret», stragen, Muft. Biii vreiswert. Trvlle. straut- strafte 9. 4188 Möbel. Infolge günstigen Giukoufs Riefenfager in 4 Etagen. Speisezimmer. Schlaf» »immer. Serrenzimmer, Wahn» »immer. Küchen, einzelne Möbel. Auf Wunsch Teil- «ahlung. Möbelhaus A. Da- mitL Rolenthalsrftr. 46/47.* Ehaiselsngnes»0�., Doppel- betten. Metallbetten. ststchen. Ankleibeschränfe. Meicke, Auguststtafte 32 A. vnergrb. JtütbeB, SM Mark. 1- unb 2-Stubenilnrichtungen. Bor oder stredit. Liekere auch auswärts. Sröftte Rückllcht- nähme, striensanleihe nehme in stablung. Möbel-Sroft. Graft« itrankfurterftrafte 141, Invallbenstrafte 5.__• Möbelhaus Luisesstabi. ÄZ- venlckerstrast? 77/78. Ecke Brückenftrafte, liesert billig gegen bar und beaueme Teil- zohluna bürgerliche Woh- nungsrinrichiung. Wohivim- mer. Schlafzimmer. Sveise» »immer. Beirenzimmer. stst. chen, einzelne Möbelstücke. grofte Auewabl.___ Shaffelongnes, englische Bettstellen, Pgfenftnatrafte», Auslagematraften. Tapezierer Walter.(Stargarserstr. 18._• Mobern« Schlafzimmer, Svelfe, immer, stücke. An- kleidefchrank. Verschiedenes einzeln. Umbnnfofa. Ehaife- Ivnaue. Bettstelle, einzelnes Büfett. Schreibtisch. Wasch. toileffe. Trumean, Tepviche, Federbetten verkauft Teift. stöpenickerstr. 154, 4. Etage. Berkguf an Pripatleute. Sllnblrr verbeten.__ 1299 Möbeltischlerei, 40 Irhre bestehend, Belle.Mionre.Str. 14g, liefert als Epezinlein- rjchtung Schlafzimmer!500.—, B-rrcnzimmer 1850.—, hoch- rlegontes Speisezimmer 850li.—, moberne Anrichte- küchrn 590,—. Ruftbanm- »ohn, immer ISHO�-, An- klelbefchränke 675. Bücherschränke 285,—, Polsteraarnt- tat Spiegelumbau 1450,—, Bettstellen komplett 150.—, stkeiberschränke. Vertikos 150�—, Umdovten, Tische, Standuhren. Riihrbetten sehr b!Mg. sturückgeleiit». ver- lieheu gewesene Elnrlchtan- aen unter Preis. Sicheren Leute» gahlungserleichtcrung. !3a3EEB0BK3 Pianos. Lannoniums. groftes Lager von n-.ucn ovo ge» brauchten Instrumenten. Ge- leoenheiiskäule in jeder Preis» löge. Si&ete*. Ehaullec- straft, 106. ULst» | Pianos, Siukflügel, fiar- monien jeder Solz- und Stil- ort. itiinftfpiclapparatz. 9io- I lenrollen.(»ebrauchle Initru- ! mente in eigener Reparatur- , Werkstatt wie neu heraestellt. � unter voller Garantie. Per- kaut nur gegen stalle, daher billigst« Preisberechnung. Annahme von Aufarbeiten- gen, Reparaturen und Stim- Mit ligen. Mar Adam. Münz. strafte!8.» Pianos, besonders billige Gelegenheiten. gute. ge- brauchte, prächtige, neue. Pianohaus Mar Becker. An- dr-asstrafte 47.____ 489» Grammophon mit Platten. Gläser, Marianiienufer 6._ Pianos. Auswahl, preiswert. Dittmar. Grofte Krank- fu:t-rstrafte 44. 88/14 EEmES «delmetalle. vueckstider fazniliche Metallabiälle tauft Metall-Eintaulszentrale. statt- bufecdamm 66. Moritwlok ßZZ 80.___• Leitangsdrähte. stadel. Zilien, Anler-, Kpnldrabt. Boaisdrahl lauft höchst., a!,. lend Etetlrobiireou Dranien- strafte 199. Morihplok 4016. ! Plnttn-. Gold- unb Silber- i Air, alle, vueckstider. stellen. Ringe. Bestecke. Uhren. Zaiel- | auflätu. Trellen. ebologra- ! phi/che Rückstönbe. Papiere. Glühstrumptaidie. alt« gahn- . gebille. falpelrrsaureo Silber. : deren Rü.stände unb Gekrüke ! usw. tflud Statin- u.nb Sil- j berWirurljetei Broh. Berlin. TöPliiickorstraftr 20. Telephon: \ MarikPlaft 8476. Eigene Schmelze, oirckle Berverlung. !«npf-robföll-I vuecklllber! Mefstngabfälle! stinn! Blei! Stanniclvapier! PlatinI Sil. ! Herl äahngebille! sämtliche Metallabiällel kauft höchst- zahlend. Schmekzpreisel Me Itnllfchmelze Barnch, nur Beuiselsirafte 29.____ Iläst Alte Taler zu hohen Brei- > fen kauft Sstftmann, Lothrin- gerftratze 25. Rorben �781�» Spiralbohrer, neue, kauft laufend höchshzahlenb. Tech- rnldi« Bedarf sarlikel.«agltt- strafte 12. vorn IT Unis. 88/15 stupfrr! Quecks, Iber! Mef- llngl /stnnl Pickel! stink! Bleil Aliimtnl"ml Stanniol! stahngebille! Platin! Bruch» golbi Silberbri-ch! hö> lendl.Metollschmclze Cohn', !ekt nur Bahnhofft:afte 2. Ecke Kchöneberaerstrafte(am Anhalter B-hnhos).__ 184« Statin, Brillanten, Wölb und Silber, alte stahngebille. Absälle. ketten, Ring«. Be- steck«, Uhren, unmodern ge» wordener Schmuck. Safelauf. sähe sowie Qckrääe kaust zu höchsten Tagespreisen Wold» schmelze stokoski. Berlin. Brunnenstrafte l6S. Televhon: Snmholbt 8480. Eigene Schmelze. Selbswerbraucher.» Altmetalle, vueckstider zu höchsten Tagesvreisen kauft jeden Posten. Metallschmelze Invalidenslrafte 142. Norden 9049.____ 70« Metalle! Bed-uiende Preis- steigeruna! Pla'ln' stahngebille, stahn bis 75.—! Woldabsälle! Cildecahsällel Münzen! Talvelectaures Sil- der! vueckstlberl Glüh- strumpfaschel Stannlolvauier! Kupfer! Rotguft! MeMng! Alumininmi Nlckell stinn! stink! Blell Sächstzahlend Eckmetzercl. Ebolmeiall-Ein- kaufsdiireau. Weberstrafte 81. Aleranber 4248.___ 78»' Kupfeeabtällel Öueckstlder! Melüng! stinnl Nickel! stink! Bleil Alnwiniiiml Etaniiloli stahngebille! Plalin! Brudi- golbi Silberbruch! höchstzah- lenbl Relall fchmrlze Botbes. Weibenwea 72. Kof. am Bat- tenvtok.___)3t»' Platin, Gramm 123 Mark, BreilliKifte, Platinfonlakte. Gold. Silber. Silbergeschirr. Quecklllber. stahngebille kau- fen böchstzahlend striedländer u. Eo. stommanbantea- strafte 29 L___ ISSfl' vpiralhnhrer. Werkzeuge feufl laufend leben Posten. Schröder Prinzenürofte 86.' Antoznbehlr, speziell Per. ggfer, Magnet«, Zündkerzen. Scheinwerfer. Entwickler, Sit- Pen. kauft Selbstoerbrancher Schräder, Reinickenborfer- strafte 418.___ 11 5S- Domenrnd. ßerrenrab kauft Kraus. Gräfte- ssrantfurter- strafte 68 M/W* Kanke Irden Posten Kupfer- leitunqe», Kabel»a den höch- sten PreisciH SIeltrobüro. Langesir. 27 l. Ecke Andreas. strafte. Alerauder 8Wg�II8«' stahngebille!- Platinabfälle. � Goldlackien. Silbersachen, säml- sich« Metalle, Quecksttber, Gtühstrumviaichi. satprter. saures Silber. stelluloid- absälle kaust höchsizahlenb Sitberschmelze Christional, nur stöpenickerstraft« 20» (gegenüber Manteussetstrafte). stahngebille, Platin. Gosd. Silber. Ebelsteine, Eckmuck- lachen tauft Ebelmetallschmelze � Dlumenstrafte 88._* Platinabfälle! stahno-bisse! ! Gold! Eitberl Quecksilber! Stanniolpapier!»— ft höchst- zahlend>il unseren 8 Ein- ! kaufsstelleu»Edelmetall- sten- trale dobn*. l. Brunnensirafte - 11, am Rofenthaler P'ai>. 2. sreunstraft« 48. 8. Neukölln, Kaifer-Triedrichstr. 228 inahe Sermaiir.vlaft).__ 134 K | Meiallschmelze Mariannen» strafte 7e(Seinrichplati). kauft zu höchsten Tagespreisen löml- > ficht Metavobfälle sowie Pia- i tin. Gold. Silber, Quecksilber. I? mich Werfzeuge. 149« Alte Taler, 11,—, Bruch- •' aotd, Tdimucksachen lauft ; Mener. Lvihringerstrafte lOO. L links._____ 1S8K' Schrrlbmo'chlnr kauft Rol-! iing. Rilbelmstrafte 98. Zentruin 8992._ 545b' 1 ! Nuftbaum-Trumeau»>i kau- fen gesucht. G.«orvtowskl, Berlin-Eharlottenburg, Reue f»antstrafte 8. 39/16 Kanfmännilche Privatschul« von Hugo Strablcnborff, Berlin EW., Beuthslrafte 11, am Eplttrlmartt. Am 6. Ja- j nuar beginnen balbjahres- lehrgänae sür Damen unb | Serren zur Ausbildung sstr I das Kontor. Anfang jeden . Monats beginnen Privat- i zirk-l(8 Teilnehmer) tttr i Damen unb Serren im kauf- mäniiilchen SIrchnen, ßchriit- verkehr, in der doppelten Buchführung und Sandel»- lehre. Dauer 8 Monate, un. terricht in jedem einzelnen Lehrfach: Einfädle, doppelte, ameritnnische Buchführung, Banlbiidisilhrung. Rechnen. kaufmännischer Briefwechsel, Kurzschrift(Stolze-Echreg). Maschinenschreiben, Eckän- schnellschreiben, Denttck'. Eng- lisch, siranzöstsch. Auwel- düngen jederzeit. Lehrvlan unentgeltlich.__ 96«* 1 Technische Privmkchule Dr. Weener. Regierangs- Bau- Meister a. D. Berlin Rean- � berstrafte 8. AusMbuna zu Werkmeistern. Technikern, ftonftrulleuren. ästold-.nrn- 1 bau, Elrkiralrchnit. Sodibau, Siefbau, übrabturf« Zaoes- i kutft.______________ 87/2* Unterrich sknrfe Suggestion�, vupnose. Graphologie. Elole- rik und oklulie ssädiev. Lehranstalt„Ioppich*. Ber- . lin W. 85, Meisbamerstr. 40. Englischen Unierrichs für Anfänger unb lFortaelchrit- � tene. sowie beuifche und frnn- ! zönfch- Stunden erteilt G. ! Swientg.(fharlottenbnrg. . Stiittaarlerplah». Garten. | Haus TT____' Bchtoftplafi, Schsltchs kaufmännische Privatfchul«. In- Hader Emil Walther. Berlin E. Brüberstrafte 89. Telephon stentrnm 8077.* Azterttgnng no» Roftünicn, Mäntel. Jacketts sowie jede � Umänderung, Kunststopfen. > Kleezewsli, Meiningerstr.�11. i Knnstslopserei Grofte ssrniik- � kurtee Strafte 67._ 08«' 1 Kosiealos« Rechtsberatungl Spezialist: Ehesachen. Straf- lachen! Gerichisnerlreluna' � Neulö8n, Berlinersttafte 102 ,(Sermannvlak)._' Rechtsbneean. Drontheimer- ! strafte 20. ckl44' Elektrotechnik. Abendkurs, gründliche Anebildung: -Schlieft/ach 8. Postamt«*.* essssssusss »rbelteelnnea für leichte San!, arbeiten stelle» ein Carl Mag«. Co., Reu« Zriedrichstr. 87.«7»