Nr. 214. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertels jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Snfertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 14. September 1894. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Wie die Edelsten Thron und Altar vorher schon Kunde gegeben hatte, in vollem Umfang. Breslau; am 6. Februar Herr von Haake Schweidniß. Schützen. Der Tag von Jena war das völlige Widerspiel Rühmlich hielten sich nur Kolberg in Pommern durch seine des Tages von Roßbach. Die Franzosen erbeuteten eine Bürgerschaft unter dem alten Seemann Nettelbeck und dem ungeheure Menge von preußischen Offiziersequipagen mit berühmten Gneisenau, Graudenz in Preußen durch den alten Von Johannes Wedde. Damen, Toilettengegenständen und Leckereien, ganze Wagen 74jährigen Franzosen Baron Wilhelm Renée Courbière, In der Haniburger Bürgerzeitung" vom 28. Januar mit Hühnern und Weinfässern, die zum Bedarf des Pillau in Preußen unter dem ebenfalls 74jährigen Oberst 1883, also vor mehr als 11 Jahren, veröffentlichte unser Offiziersforps der Armee nachgeführt wurden. Schon am Johann Friedrich Herrmann( man sieht also, das Alter unvergeßlicher, leider jetzt nicht mehr unter den Lebenden ersten Tage nach der Schlacht übergab das wichtige Erfurt allein thuts nicht) und von den schlesischen Festungen Cosel weilender Freund Wedde einen Artikel, der heute wunderbar Herr von Pruschent; er ward später ohne unter dem erst 1799 geadelten David von Neumann, der zeitgemäß ist. Den Anlaß bot eine Debatte im Reichstage. Abschied entlassen.... Am 25. Oktober übergab während der Belagerung starb, und Glatz unter Graf Der Artikel lautet: Herr von Benkendorf, ohne einen Schuß zu thun, Göze. Die Kommandanten dieser rühmlich vertheidigten Die traditionelle Bevorzugung des Adels in der Spandau, die Zitadelle von Berlin; er ward später Festungen, fand man, waren zumeist aus dem preußischen Arntee führte wieder einmal zu lebhaften Aus- ohne Abschied entlassen..... Das wichtige Bürgerstand heraufgekommene Offiziere, aber Hoch- und einandersehungen im Reichstage. Jedes Lob des Adels, Stettin kapitulirte kapitulirte am 29. Oftober, der General Altadelige zumeist waren die Kommandanten der so schänddas den entsprechenden Tadel des nichtblauen Blutes Freiherr v. Romberg und der General Herrlich preisgegebenen Festungen." in sich schloß, wurde von der schweren Kavallerie" von Knobelsdorf übergaben es; beide wurden Das ist die wahre Lehre der Geschichte. Im übrigen auf der Rechten mit stürmischem Beifall begleitet, kassirt." Zwei Tage später, am 1. November, sollte man nicht vergessen, daß eine ähnliche Stelle wie das jeder Zweifel an einer besonderen Begabung ihres tapitulirte Küstrin, auf dessen Wällen wenige Tage zuvor mals bei den Adeligen der hohle Name, heute bei den hochadligen Nachwuchses für das ernste Handwerk des Krieges der König mit seiner Gemahlin gewandelt und den alt- Bürgerlichen der volle Beutel spielt und daß erst dann von den versammelten Vätern mit Bischen und Zweifel auf- adeligen Guvernör Oberst Herrn von Ingersleben eine wirkliche Besserung eintritt, wenn nicht mehr das genommen. Bei dem Zentrum wehte wieder einmal der zu tapferer Gegenwehr angefeuert hatte. Kaum war der Offizierskorps sich aus den Söhnen des Adels und des Wind stark von rechts, Windthorst fuchtelte daher mit dem König fort und die ersten französischen Husaren, 2-300 Patriziats rekrutirt, sondern wenn diejenigen in der Stunde schweren Pallasch der Garde- du- Korps, als ob er ein alter Mann, sprengten vor die Festung, so ging v. Ingersleben, der Gefahr kommandiren, welche sich dazu qualifiziren, ja Wachtmeister wäre, und Schorlemer ritt auf dem hohen ohne nur einmal eine Aufforderung abzuwarten, um ihnen überhaupt, wenn gar keine Bevorrechtung mehr gilt, sondern Pferde seiner altaðligen. Vettern von der Rechten gegen die Küstrin mit 3-4000 Mann Besatzung zu übergeben; er nur Gines entscheidet über die Stellung des Menschen im Pony- Kavallerie" der bürgerlichen Linken an freilich ward Arque busiren tommandirt". Leben: sein persönlicher Muth und seine per. ungefähr mit demselben Erfolge wie das berühmte Regi-„ Die Herren v. Ingersleben und v. Knobelsdorf waren sönliche Tüchtigkeit. ment Gendarmen gegen die leichte feindliche Kavallerie in Menschen, denen alles fehlte, bis auf den Magen". Darauf kam der Schlacht bei Auerstädt. der furchtbarste Schlag, die Kapitulation Magdeburgs am Infanterie und Ritter des schwarzen Adlerordens, des höchsten Berlin, den 13. September. Ehrenzeichens der Monarchie, übergab zur höchsten Schande und Alles bleibt beim alten sagten wir mit bezug Schmach" diese stärkste Festung der Monarchie, die, seit sie auf die Wirkung der kaiserlichen Strafpredigt gegen die in preußischen Besitz gekommen, nicht wieder erobert worden Junter. Die Wundergläubigen dachten einige Tage, ein war, mit 22 000 Mann, 19 zusammen 1300 Jahre zählen- Wunder hätte sich vollzogen. Die Junker und Agrarier den Generalen, über 800 Offizieren und 800 Kanonen an machten Verbeugungen, faßbuckelten wie sie das schon Ney, der blos mit 10 000 Mann und einigen leichten Feld: häufig gethan haben und heute steht alles genau so wie kanonen vor die Stadt gerückt war. Kleist kam durch am Tage vor der kaiserlichen Rede. and mit Entlassung ohne Abschied. Ebenso leichtsinnig und ehrlos" kapitulirten noch später während des Winters die schlesischen Festungen. Am 2. Dezbr. übergab Pindter wird fürchterlich. Der neue Binderus General Jo a chim von Reichardt, Ritter des Ordens schmettert folgende Ode in die Welt hinaus: pour le mérite, Glogau, die nach Magdeburg wichtigste Wie der Kampf( natürlich gegen die Sozialdemokraten) zu Festung der Monarchie; am 5. Jan. 1807 Herr von Thiele führen ist, das haben wir in Besprechungen über den Berliner Das alles ist im Ganzen weder nen noch überraschend, überraschend waren nur einzelne der fühnen Behauptungen, die den Führern des Zentrums als Brücke zu ihrem Spaziergange nach der Rechten des Hauses dienten. Wenn beispiels weise nach Herrn Windthorst die Geschichte beweist, daß der preußische Adel stets Vorzügliches im Kriege geleistet habe, so ist es solcher Mythenbildung gegenüber Pflicht, immer wieder daran zu erinnern, daß es die Adelswirth fchaft war, welche Preußen 1806 an den Rand des Abgrun des brachte, und daß der Adel in dem Augenblick versagte, wo die Rettung des Vaterlandes in seiner Hand lag. Baffen wir einmal einzelne Perioden nach der Schlacht bei Jena Revue passiren. Wir lesen darüber: " Jetzt erst nach dem Unglück zeigte sich die Fäulniß des preußischen Staates, über die Mirabeau 20 Jahre Feuilleton. Der Inde. Dentiches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Bon C. Spindler. Zehntes Kapitel. Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren, Und nicht in dir, du bleibst noch ewiglich " 1 zum 8. Novbr. Herr Franz Cafimir von kleift, General der Dolitische Ueberlicht. Dolifilte Das Merkwürdige ist blos, daß es am Schluß des 19. Jahrhunderts noch Wundergläubige giebt. nimmer gedacht, Euch wieder zu finden, schmal und blaß, Freude die Hände.„ Der liebe Gott," sprach er, hat mich trotz einem bußfertigen Sünder, der zur Seelgerette noch zur Abwechslung einmal wenigstens im Leben vervor seinem Ende in eine Kutte friechen will, um sich darin nünftiger gemacht, denn Euch. Ich traue kaum meinen Ohren, in den Himmel zu stehlen." da ich Euch also reden höre. Ich begreife aber leicht, 139 Deine Vergleichung könnte mich fränken," versetzte warum Herzog Friedrich, Euer Freund und Gönner, sich Dagobert gelaffen, wenn ich sie nicht Deiner Narrheit zu so schnell davon gemacht hat. Es thut weh, den Busengute hielte, Freund." Narr hin, Narr her," erwiderte freund verrückt zu sehen. Ich will mit meiner steifen Gerhard lächelnd:„ Laßt das gut sein, Junker. Schon oft Bunge, die blos an das Vorwärts! Kolbe auf! Lanze ab! hat ein lustiger Narr durch seine freie Rede mehr Gutes Schlagt zu! Hopp, mein Fuchs! und an das beliebte: gestiftet, als der hohläugigste Fastenprediger durch seine abs„ Eingeschänkt!" größtentheils gewöhnt ist, versuchen, Euch schreckende Tugend. Ihr konntet mich einst wohl leiden, klar und heiter darzustellen, wie Ihr gehandelt habt. und deshalb habe ich's, nach meiner Rückkehr von einer Närrisch für's erste, denn Ihr zieht ohne Noth den Mönch Inftigen Rheinfahrt unternommen, Euch auf den Zahn zu über Euren ritterlichen Leib. Der zaundürre Dominik fühlen, und meine Meinung zu sagen, deutsch und ge- Bfülber aus dem Lamprechtgäßlein, der feiste Henne Wiedrade heraus, wie ich mir sie denke. Bei allen Kreuzen und ling unter den neuen Krämen, beide arme Teufel, die um Dornen! Ihr seid nicht mehr der Schatten dessen, der Ihr ein Stück Geld augenblicklich baarfuß gehen und den BettelIn einer einsamen Zelle des Predigerklosters saß Da ehemals waret. Und desto schlimmer ist's, da Ihr Euch sack umwerfen würden, haben Euch um aller Heiligen gobert, die Laute in der Hand, und sang mit halblauter selbst zum Schatten machtet. Hui! Wie viele Freude willen gebeten, ihnen an Eurer Stait zum Himmel zu Stimme ein frommes Lied, zu welchem das schwermüthige machtet Ihr mir, da Ihr auf dem Wege waret, ein recht verhelfen. Ihr habt's nicht gethan, obgleich Euch beide Antlig des Jünglings, wie die klagenden Töne, die er den ungeschlachter Kapitelherr zu werden, geistlich aus Zwang, Schlucker um ein Paar Pfund Heller feil gewesen wären. Saiten entlockte, passende Begleiter waren. Er überhörte, aber rüftig bei Jagd und Gelage! Aber nun, da das Eitel und thöricht handelt Ihr für's Zweite; Ihr meint, ganz seinem Tiefsinn hingegeben, daß man schon einige Gelübde Eurer Mutter den Stachel verloren hat, und es Ihr habt Glückliche gemacht? D, Ihr irrt Euch sehr. mal leise an die Thüre gepocht hatte, bis dem rüftigen Euch frei steht, einen anderen an Eure Stelle zu schieben, Was Euer Biedersinn gut gemacht hat, verdirbt Guer verKlopfer draußen die Zeit lang wurde, und seine Hand nun zieht Ihr freiwillig die Kapuze über die Ohren, uni derblicher Dumpfsinu um so gewisser. Seht Euren Vater die Klinke öffuete, ohne ferner ein einladendes Wort von darunter ein rechter Duckmäuser zu werden, aus eigener an, der nach einem Erben seiner Habe aussieht, und nur innen zu erwarten. Dagobert ftaunte, den Hülshofner Wahl! Schämt Guch, zum Frömmler seid Ihr nicht ge- die Wahl hat, seinen Stamm gleich einem unfruchtbaren vor sich zu sehen; allein, da mit dem Gesichte des Bekann- boren und der Friede belohnt niemals solch widernatürlich Baum abdorren zu sehen, oder alles seinem Enkel zu überten auch zugleich manche wohlthnende. Erinnerung wieder Beginnen." lassen, dessen Anblick ihm, der Mutter willen, jedesmal dor seiner Scele wach wurde, so verzog sich unwillkürlich verloren. Geistlicher Spruch. " Du schiltst mich unverdient;" antwortete Dagobert, einen Stich versetzt, da wo sich die linke Schulterplatte sein ernst geschlossener Mund zu einem freundlich bewill- ohne jedoch eine leichte Röthe bezwingen zu können, des Harnisches öffnet. Seht Eure Stiefmutter, die ihr tommenden Lächeln und er fragte sanft:„ Ei, alter Freund, die über seine bleiche Wange hinlief:" Mein Bewußtsein ganzes wiedererworbenes Lebensglück durch den Gedanken wie kommt Dein fröhlich Angesicht in diese Klause? Mich verheißt mir den Frieden, wenn ihn auch diese Mauern vergällt sieht, Euch, ihren Heiland, unglücklich zu wissen. befremdet das, obgleich ich Dich gerne hier sehe."-Laßt nicht verleihen sollten. Ich habe Ruhe und Glück in Seht den kleinen Johannes, der einst vergebens an der mich Euch mit einer anderen Frage antworten", entgegnete meines Vaters Haus zurückgeführt. Darinnen, in dieser Brust des liebeleeren Mönchs den Freund suchen wird, zu Gerhard, der sich ohne weiteres neben den jungen Mann Ueberzeugung finde ich tröstenden Balsam für mein welchem ihm der beweibte Mann geworden sein müßte. setzte: Wie kommt der weiland fröhlichste Geselle in der ganzes Leben, das jeder anderen Blüthe tückisch beraubt Seht endlich Euren väterlichen Lehrer Johannes, dessen Wetterau in diese enge Zelle, wo alle Freuden des Lebens worden ist." Antlig über Euer Beginnen von Gram gefurcht ist, der schon vor der Thüre. Valet nehmen? Traun, ich hatte Gerhard lachte wieder und rieb sich mit einer Art von seufzend schweigt, da die Pflichten seines Standes ihm ver die Kommunalverwaltungen auszudehnen, hier das große Wort an fich zu reißen oder lichen Stelle getroffen werden. die er - " Am ,, Kampf für Religion, Sitte und Ordnung/ regieren. Man bearbeitete den geistig Umnachteten genau bedeutend verschlechtert worden durch das Fallissement der der " Bierboykott und bei anderen Gelegenheiten wiederholt angedeutet.[ und wird in jedem Fall gegen den und die Urheber einem halben Dutzend Reporter vorgenommen, die nun alle Es handelt sich darum, die sozialrevolutionäre Partei auf feinem des Machwerts nebst patriotischen; Komplizen verwandt sammt unisono der Welt verkünden, daß Rußland der Buukte unferes öffentlichen Lebens, weder auf politischem, noch werden. Gewissen Leuten sollen die Augen übergehen. friedlichste Staat der Erde ist, der kein Wäfferchen trüben auf wirthschaftlichem, noch auf gesellschaftlichem Gebiet, Terrain Boulanger hat in Deutschland sehr viele und sehr gute fann, und überhaupt nie ein Wässerchen getrübt hat. Herr gewinnen und in ein Machtgefühl hineinwachsen zu lassen. Macht die Sozialdemokratie Miene, ihren Einfluß auch auf Freunde gehabt. Und wir kennen sie. Witte muß Geld sehr nöthig brauchen, daß er das EinBayerisches. Aus Bayern kamen in letzter Zeit seifungsgeschäft so eifrig betreibt. zunächst mit einem sonderbare Nachrichten. Ein Denkmal des Prinz- Regenten oder einigen Vertretern den Fuß in den Bügel An Neberarbeitung soll der russische Bar bekommen, so müssen ihre Kandidaten von den bürgerlichen Par nichts weniger als schmeichelhafter Volkskundgebungen. Und mag? zu zerstört, Mitglieder der Prinz- Regenten- Familie Gegenstand leiden. Welcher Art wohl diese„ Neberarbeitung" sein teien in geschlossener Reihe zurückgedrängt werden. Steht bei dann geheimnißvolle Andeutungen in der Presse. Zu politischen Wahlen, insbesondere den Wahlen zum Reichstage, auch ein Sozialdemokrat zur Konkurrenz, so muß sich das Haupt- Grunde liegt dem Allen die Thatsache, daß das Bolt in In Galizien herrschen geradezu trostlose Zustände. augenmerk darauf richten, feinen Sieg zu vereiteln; denn von Bayern, namentlich in Oberbayern, der festen Ueberzeugung Mau schreibt uns darüber: feiner Stelle gilt mehr als von dieser, was wir in unferer ist, König Ludwig II. sei niemals geisteskrank gewesen, man ist es, in dem das Elend diesmal seine äußersten Grenzen erDie österreichische Getreidekammer, das gebenedeite Galizien Nummer vom 7. Juli sagten: daß Macht Macht gebiert, daß habe ihn eingesperrt, weil jedes neue Mandat der Sozialdemokratie an sich und ohne wei- von Berlin habe annehmen wollen, und er sei er Hütten und den Straßen, die von galizischen Arbeitern bewohnt er nicht mehr Befehle reicht. Der geradezu berühmt gewordene Schmuß, der in den teres den Einfluß dieser Partei auf die Masse steigert. Unter mordet worden, der jetzige Prinz-Regent aber sei ein find, herrscht, gepaart mit der traurigen Lage, die von der heu nimmt es die politische sozialdemokratische Partei, mit Werkzeug der preußischen Regierung. Dieser Glaube steckt rigen allgemeinen Krisis noch bedeutend gesteigert ist, hat aus Hilfe frivoler Streits und anderer Mittel des Terro- fest in dem Volt, und wer widerspricht, begegnet sofort Galizien einen günstigen Herd geschaffen für allerart epidemische rismus fich als Herrschaftsfaktor in unserem wirth schaftlichen Leben aufzuthun, so muß der bedrohte, feindlichstem Mißtrauen. Und wahrlich, zum Mißtrauen hat Krankheiten. Abgesehen von der Cholera, die dermaßen droht, daß einzeln herausgegriffene Punti mit gemeinsamen Mitteln das Volk auch reichlichen Grund. König Ludwig II. war selbst der heilige Militarismus vor ihr die Segel streichen mußte, geschützt und gehalten werden. Art darf gelingen. Und wenn Berufsgenossen und geschäftliche sein Geist nicht normal, was u. a. durch einen kürzlich ver: Bolofatoje. Es find hauptsächlich die Landarbeiter, die der GeRein Anbohrungsversuch dieser allezeit exzentrisch", und schon in den 60 er Jahren war herrscht noch der Hunger mit feiner unabwendbaren Folge den 60er Typhus, in den Kreisen Sjanok, Ljesto, Dvornik, Carinkoje und Ronkurrenten des von der Sozialdemokratie Angegriffenen aus öffentlichten Brief Nichard Wagner's bestätigt wird. seiner Bedrängniß Vortheil ziehen und die Sache der Sozialfahr des Verhungerns oder des Typhustodes ausgesetzt sind, und revolution direkt oder indirekt unterstützen, so müssen auch sie mit der Bismarck'schen Politik halten, die ihm, seinen Neigungen diese Aermsten, wie der Galizin" betont, für einen Lohn von In seiner Jugend ließ er sich aber im Schlepptau wie sollte denn das nicht der Fall sein, wenn man bedenkt, daß allen Schärfen der Konsequenz als Gegner behandelt und nach dem entsprechend, durch Künstler wie Richard Wagner, Hans 10, fage zehn. Kreuzer pro Tag arbeiten müssen!( So z. B. im von der Sozialdemokratie gelieferten Muster an ihrer empfind Bülow u. s. w. mundgerecht gemacht ward. Es unterliegt Kreise Brodi.) Zieht man in Betracht, daß der galizische LandWehe! Wehe!! Wir müssen unser Testament machen! keinem Zweifel, daß Ludwig II. schon vollkommen irrjinnig arbeiter vom frühen Morgen bis zum späten Abend in Aber wie wird uns. Wachen wir oder träumen wir? war, als er im Winter 1870 dem König von Preußen die Sonnengluth und Regenwetter im freien Felde arbeiten und erwägt man die Nahrungs Quantität, Haben wir das nicht schon gehört? Wie sagte doch Ben deutsche Kaiserkrone anbot. Und so lange sich der unglück- muß, ir für seinen Lohn einnehmen kann( die meisten Atiba? Alles schon dagewesen. Und Alles liche Wittelsbacher als Werkzeug der Bismarck'schen Politik haben auch noch Familie), so wird es einem gleich klar, wie leicht schon verkracht. gebrauchen ließ, redete fein Mensch von Unfähigkeit zu es der Epidemie ist, Fortschritte zu machen. Die Lage ist noch nach Bismarck'schem Rezept. will auch der Fälscher der Emser Depesche theilnehmen - wir folgen hier Vloscjanski Bank". Angesichts dieser Thatsachen hat der einem Gewährsmann des Fränkischen Kurier"- man Galizin" ganz Recht, wenn er meint, Lodomiria( der alte läßt er durch seine Hamburger Sauhirten" verkünden.- ließ den König in beständiger Angst Name Galiziens) fann jetzt nur noch lauten Golodomiria( Das Mordzivilisation. Der Genfer Ronvention, por Attentaten der Sozialdemokraten Land des Hungers)! Es ist der höchste Hohn auf die kapitalistische deren Zweck es ist, die Humanität im Kriege, oder sagen schweben, und in der Residenzstadt erzählte man irthschaft, wenn in einem Lande, reich an Nahrung, wie Galizien- der Name" Getreidekammer" stammt von der wir richtiger die Humanität des Massenmordes zu pflegen, sich jahrelang vor der Katastrophe, daß Minister Frei- Bourgeoisie- die Hungersnoth herrscht. ist nun auch, wie ein Telegramm meldet, die Republik herr v. Feiligsch sein Portefeuille nur der dem Könige Venezuela beigetreten, so daß die Zahl der Konventional- plausibel gemachten Vorstellung verdanke, In Tarnopol, Galizien, sind, wie wir gestern schon wie wi mächte jetzt 37 beträgt. Natürlich sind alle europäischen als ob Herr v. Feiligsch der einzige und unter Depeschen meldeten, zwanzig Schüler des Seminars Mächte dabei, was sie nicht hindert, eifrigst die Klein- richtige Mann sei, um den Monarchen aus wegen Geheimbündelei, Hochverrath und Majestätss falibrigen zu fultiviren, deren Geschosse die Schädel aus der ihm beständig drohenden Lebensgefahr beleidigung verhaftet worden. Hu, hu! einanderplaten lassen, wie zerschlagene Töpfe". Crispi'sche Wahrheit. Herr Crispi ließ bekanntlich Wir kennen diese Praktiken, die in der genialen" vor Kurzem in die Welt hinaustrompeten, der Belagerungs Hans Blum klagt doch. Im„ Sächsischen Volksblatt" Staatsmannskunst Bismarck's eine große Rolle gespielt zustand in Sizilien habe seinen Zweck erfüllt und werde Tesen wir: haben. Plauen.( Berr Hans Bium macht's billig.) aufgehoben werden. Und richtig, am 1. September wurde Jeht, nach mehr als 3 Monaten, hat sich Herr Dr. Hans Blum Das Blättchen wandte sich in den 80er Jahren, als der der Belagerungszustand auch wirklich aufgehoben Jeht, nach mehr als 3 Monaten, hat sich Herr Dr. Hans Blum auf dem entschlossen, Privatklage gegen das sozialdemokratische Wahl- bayerische Monarch dahinter kam, daß er schmählich be- Papier, durch königliches Dekret, gegengezeichnet Crispi. komitee und gegen den Verleger des am Stichwahltage von trogen und mißbraucht worden war, und sich von der Bis- Gleichzeitig erschienen aber zwei andere Dekrete, deren erstes Seiten derfelben herausgegebenen Flugblattes, Bubenstück marc'schen Politik abwandte. Nun entdeckte man plöglich, dem Kommandanten des nach Sizilien beorderten zwölften betr.", zu erheben. Die Anklageschrift ist den Betheiligten jetzt daß der Monarch geisteskrant sei; er wurde entmündigt Armeekorps Palermo als Wohnsitz anwies und deren zugestellt worden. Herr Dr. Hans Blum verlangt nicht mehr und eingesperrt, bis er in der bekannten tragischen Weise, zweites dem nämlichen Herrn sämmtliche Ver und nicht weniger als 6000 art Geldbuße für fich, vermuthlich bei einem Fluchtversuch, in dem Starenberger waltungs- Behörden der Insel, namentlich Gefängnisstrafe für die Angeflagten, außer See ertrant, nachdem er seinen obersten Wärter erdroffelt die Polizei unterstellte. dem Tragung der Prozeßkosten und nothwendigen Auslagen des Herr Crispi hatte hatte. Privatklägers feitens der letzteren, sowie Veröffentlichung des auf diese Weise ein Taschenspieler- Kunststückchen gemacht. Urtheils in den verbreitetsten Blättern und An= Wir sehen also, es ist nicht alles rein und zweifels: Der Belagerungszustand war aufgehoben, schlag desselben an den Plakatsäulen 2c. der Städte des ohne", und wenn das bayrische Volk an unehrliches Spiel der Kriegszustand wurde aber verschärft. Bloś 23. Reichstags- Wahlkreises. Herr Tr. Hans Blum tann, wie foul play glaubt, so hat es dazu sehr guten Grund. der Name ist gewechselt. Das Kriegsrecht herrscht nach man hieraus ertennt, fürchterlich" werden. Liebknecht und Auer, welche das erste Flugblatt Ein Bubenstück" unterzeichnet nenlich schon gebührend von uns gekennzeichnet. Der UrDer nichtswürdige Angriff auf Greulich wurde wie vor auf der unglücklichen Insel. hatten und in welchem die inkriminirten Aeußerungen zuerst ge beber dieses reaktionären Streichs im Interesse der Bourstanden hatten, haben anscheinend noch eine Anklage erhalten. Um nun darum zu fommen, auch geoisie war bekanntlich der Ey Unabhängige Dr. Hans diese beiden verklagen zu müssen, hat Blum schlauerweise ge- Müller. In den schweizerischen Arbeiterblättern wird diesem wartet, bis deren Vergehen gegen Ee. Wohlgeboren verjährt Herrchen jetzt gebührend heimgeleuchtet. Wir wollen jedoch waren, and desto grimmiger über die Planenschen berfallen zu hier nicht weiter auf die Sache eingehen, da uns von bekönnen. Nun, feine Suppe wird so heiß gegeffen als jie gefocht rufenster Seite ein Artikel in Aussicht gestellt ist. wird; so auch nicht die Suppe, die Herr Hans Blum den Mitgliedern des Wahlkomitees eingebrockt hat. Bisher hat Herr Zehnmal gelogen macht eine Wahrheit fagt Auch der Papst hat nun seine Attentäter. Im Blum wenig Glück gehabt, wenn er mit Sozialdemokraten ein irgend ein Sprichwort. Der russische Finanzminister Garten seines Palastes, des Vatikan, wurden gestern Nacht Tänzchen gewagt hat. Witte scheint es sich zur Richtschnur genommen zu haben. zwei verdächtige Leute verhaftet. Die Polizei fand zwar Er hat sich mit dem von uns besprochenen Interview nicht nichts Verdächtiges bei ihnen, aber das macht die Sache begnügt, sondern gleich ein Masseninterview mit nur um so verdächtiger, und Attentäter find's ganz gewiß. " Bis jetzt haben Auer und Liebknecht noch keine Auflage erhalten. Das Material ist aber beisammen, zu retten." " • Von den versprochenen Sozialreformen" hat noch keine sich bemerken lassen. Es ist alles beim alten ge blieben; die Ursachen, welche zur Hungerrevolution des vorigen Winters führten, dauern ungemildert fort. Nies mals hat eine Regierung das Land schmählicher getäuscht; niemals hat eine Regierung eine größere Gewiffenlosigkeit und Unfähigkeit bewiesen. bieten, Euch zu ermahnen, demselben nicht beizutreten. So Liebestrant beigebracht hat bei zunehmendem Mond. Wenn" Thor aller Thoren!" rief Gerhard aufspringend aus: steht's um das Glück Eurer Angehörigen, und ich will sie Euch liebte, warum ließ sie sich nicht taufen? Warum Ihr redet also und draußen lacht der blaue Himmel, nicht einmal davon reden, wie mir's um's Herz ist der lies sie davon? Eine schöne Sippschaft, in die Ihr schier rauschen die dichten Zweige, und zwischen ihre Schatten ich Euch so viel verdanke, und wahrlich für euch gerne gerathen wäret. Der Vater hängt vielleicht schon irgendwo streut Frau Sonne ihre Goldstrahlen, welche den Saft der Messe lesen würde, wenn ich zu dem verdammten Latein am lichten Galgen, oder sucht in der Ferne ein Paar neue Traube fochen und im voraus jedem Fröhlichkeit ins Auge nicht schon gar zu alt wäre. Glücklich durch Euer frei- Ohren. Der aus den Wolfen gefallene Bruder wird viel blißen, wie ins Herz? Wie anders würdet Ihr reden, willig Unglück wird nur der Pater Reinhold, der für sein leicht in diesem Augenblick als Falschmünzer in kochendem hättet Ihr mit mir die heitere Rheinfahrt gemacht auf dem Klofter im Trüben fischen wird, bei Eurer Stiefmutter; Del gefotten, und das heuchlerische Esterchen Nun, blanken Wasserspiegel, durch gesegnete Fluren und heitere wird nur der hochnäsige Prälat, Euer Ohm, der in Guerm nun! runzelt nur die Stirne nicht also, und haltet Eure Städte; hättet Ihr mit mir erklimmt die Burgen der Hanse liegt wie ein schmarozender Blutigel, und sich an Geduld nur ein klein wenig noch fest. Ich meine s ja Freunde, wo es treuen Händedruck gab und Sang und Euerm Erbe für den lumpigen Meierhof zu entschädigen nicht so böse, aber ich denke, der liebe Herrgott wird wenig Klang und Bergluft; hättet Ihr mit mir die Thäler be gedenkt, den er einst der bösen Wallrade abgetreten. Lachen Freude daran haben, wenn er Euch vor seinem Altare stehen sucht, wo aus jeder Hütte ein freundlich Dirnengesicht lacht, wird nur der Schultheiß, der Euch weniger leiden mag, sieht, im Meßgewand, den Kelch mit seinem heiligen Blute von jedem Giebel schier der lustige Tannenbusch schwantt, als mein Roß eine Bremse; sich freuen wird nur der in den Händen, und das Bild einer unheiligen Jüdin und mit Fiedel und Schalmei die Ernte gesammelt wird; Oberstrichter, der, weil er seinen lüderlichen Sohn in so im Herzen!" hättet Ihr mit mir gekostet vom herrlichen Weine, den verdrießlichem Handel verlor, Eurem Vater herzlich den Dagobert unterbrach durch eine heftige Bewegung den der Keller des Bürgers aufweisen kann, wie die Gewölbe Verlust des seinigen gönnt. D, ich könnte, da ich einmal Redefluß des Edelknechts, der in seinem ganzen Leben nicht der Schlösser und das plumpe Faß des Weinbauers! in Fluß gerathen bin, dieses Bild noch sehr in die Länge so viel auf einmal geredet hatte, und, nachdem er der Kreuz und Dorn! Wer jemals zu Bacharach saß auf dem dehnen, aber schon wird meine Zunge trocken, und ich muß Freundschaft dieses unerhörte Opfer gebracht, sich allent- Stalecker Fels, den Scheitel mit Reblaub bekränzt, ein eilen, Euch noch zu guter Letzt vorzurücken, wie unverzeih- halben und vergebens in der dürftigen Zelle nach einem Mädel im Arm, den Pokal in der Hand, und den Blick lich blödsinnig Ihr drittens und schließlich handelt. Trunk Wein umfah, um seinen dürren Gaumen zu neßen. weit schweifend über Strom, Städte, Schlösser, Berge und Ihr sagt, alle Blüthen hätten Euerm Leben abgeblüht, Wir sind Freunde gewesen, so Du weiter fortfährst, altes Ebenen, und hat nicht den Herrn gepriesen unter dem alle wären Euch tückisch geraubt worden? Donner und Sieb! sagte Dagobert heftig, und ein Funke des alten Dache seines prachtvollen Hauses,... der freilich hat an Hagel! Ist das eine Sprache für einen Mann, oder über- lebendigen Geistes schlug aus seinen Augen: Beinahe der ganzen schönen Welt keine Freude, und mag sich auf redet sich nicht vielmehr also ein frantes Gemüth, ein- fommt mir der Glaube an, daß man Dich, den wunder- den Friedhof legen, wann es ihm gefällt, ihm zum Nußen gesperrt in dumpfiger Zelle? Welches Glück vermißt Ihr? lichen Redekünstler, abgesandt, um mich firre zu machen. und seinem Nachbar zum Frommen. Aber das könnt Jbr Den Besitz einer Jüdin, vor der jeder Rechtgläubige ein An den unüberlegten Worten eines rohen Fechtmeisters nicht; das sagt mir Euer glänzendes Auge, das sich auf Kreuz schlägt, weil sie ein Satanskind ist, wenn gleich ein soll mein Vorsatz stumpf werden, der schon Vaters Ermah gethan hat bei meinen Worten, Eure hochathmende Brust, recht feines. Glaubt mir, junges Herrlein, ob ich gleich nungen, den Bitten der Mutter und der Mißbilligung des die sich endlich wieder hebt, wie es einem jungen Kämpen nicht gelehrt bin, wie Ihr, durch die Juden ist alles Un hochwürdigen Johannes widerstand? Welch ein Mensch geziemt, und die Leibfarbe der tecken Jugend, die sich abers glück auf die Erde gekommen. Wer erschlug den guten wär' ich dann? Du- Ihr alle begreift es nicht, was mals auf Eurem Gesichte zeigt. Werft sie vollends ab, Christen Abel? Der abscheuliche rothköpfige Jude Kain. ich an Esther verloren; Ihr wißt nicht, daß dieses Mäd- diese Trauer, diese unmännliche Schwermuth. Ich bin ein Wer hat unsern Herrn und Heiland verrathen und ver- chen in seinem Irrthume reiner und heiliger ist, als die rauher und derber Geselle, aber weinen möchte ich, wie ein kauft, den rechtschaffensten Christen seitdem die Welt steht? frömmste Nonne. Ihr ahut nicht den Werth des Kleinods, gepeitschtes Kind, sehe ich Eure angeborne Fröhlichkeit Der verfluchte rothhaarige Jude Jscharioth. Wer hat das von meiner Brust fiel in das tiefste Meer. Die Welt in solch traurigen, unnatürlichen Banden liegen." den wackeren Haman aufhängen lassen, und den ganzen bietet mir teine Freude mehr; aber diese kleine Zelle, in Dagobert rieb sich die Stirne, hielt die Hand einen Augen Hofstaat des damaligen römischen Kaisers Ahasverus? welcher ihr Bild zum allererstenmale in mir emporstieg, blick auf der Brust, schüttelte dann mit mildwehmüthigem Wer anders als die abscheuliche Esther, die einen Ohm hatte, ist jetzt noch von ihm erfüllt, wird es ewig sein. Darum Lächeln seine Locken und des Freundes Hand. Wahrlich," zehumal schlechter als der Eure? Seht, indem ich also an will ich selbst der Mutter Schwur erfüllen, und nicht feilen fagte er: Gerhard! ich hätte nicht so viel Anlagen zu alles das deute, was mir in der Jugend der Leutpriester zu Miethlingen die Sorge überlassen. Hätte ich einen Seelen- einem Sänger hinter Dir gesucht. Deine Worte haben Friedberg eingebläut hat, so dreht sich mir das Herz um freund, einen Blutsverwandten, der aus reiner Anhänglich mich um so mehr ergriffen, als ich ihrer aus Deinem Munde bei dem Namen Esther. Ihr und ich, und die Euren teit für mich das Kreuz auf sich nehmen wollte, vielleicht nicht gewärtig war. D, warum sprachst Du nicht blos von wären nimmer dergestalt in die Tränke gekommen, wären hätte ich, wenn gleich wider Wunsch und Willen, den dem, was Du besonders liebst: von Deinem Rosse, Deinen Ben David, der Jude, nicht gewesen, und nicht dessen Bitten der Eltern willfahrt; aber da dieses nicht war, nicht Fechterkünften, Deiner Trinkluſt und Deinen Schulden? Tochter Esther, an deren Haupt Ihr die Hörner nicht sehen ist, so ists beschlossen, auf immerdar, hier in Abgeschieden- Ich wäre im Geleise geblieben, und das Leben mir noch wollt, wie unter den Fransen ihres Kleides nicht die Pferde- heit die Lust zu genießen, welcher ich in der Welt entbehren abgestandener erschienen, denn zuvor, aber wie ein Bauber füße. Wißt Ihr, woher das kommt? Weil sie Euch einen würde auf ewig!" is die hat Deine Rede auf mich gewirkt. Seit Wochen schon " Der Handwurst Eluferet ist für seine jüngst von sei aber nach Meldung der chinesischen Behörden unent. I der Arbeiterwohnung verschwinden müssen und solche durch unser 1113 erwähnten chauvinistischen Hezzereien von der schieden" geblieben. Man" glaube jedoch, die Chinesen Boltsblatt" ersetzt werden. französischen Presse kräftigst abgefertigt worden. Und was hätten eine Niederlage erlitten. schr charakteristisch, und zugleich ein erfreuliches Zeichen ist: die zwei Zeitungen, die ihm die tüchtigste Tracht an " 4 * * Als Delegirte für die Provinzialfonferenz in Berlin werden gewählt je 1 Delegirter von Prenzlau und Schwedt und außerSem Thierbach- Berlin. Von der Beschickung des Frankfurter Prügel verabreichen, sind die zwei größten militärischen des Budapester internationalen Kongresses( Gesund Als Kreisvertrauensmann wurde Günterberg wiedergewählt. Zur Ju der IV. Sektion der hygienischen Abtheilung Parteitages wird der hohen Kosten wegen Abstand genommen. Fachblätter Frankreichs ,,, l'Avenir militaire" und beitspflege der gewerblichen und landwirthschaftlichen Arbeiter) Frage über die Gewerkschaften nimmt der Kreistag den Stand,.Progrès militaire"( Militärische Zukunft" und" Mili hielt Dr. Julius Donath, Universitätsdozent, einen Vortrag punkt ein, daß diese zu unterstützen seien. Die Delegirten zur tärischer Fortschritt") beiläufig zwei Namen, die den unter dem Titel: Die chronische Quecksilber Berliner Konferenz wurden beauftragt, dort den Antrag zu stellen, Unterschied zwischen französischem und deutschem Militär vergiftung in den Edison'schen Glüblampen, daß unbedingt für Gratisvertheilung von wirklich geeigneten recht deutlich ausdrücken. Fabriken und deren Verhütung." Vortragender hat Schriften für die Landbevölkerung gesorgt werden müsse. zuerst auf die in den Edison'schen Glühlampen- Fabriken auftretende Belgien. Ein Telegramm aus Brüssel vom Mercurialcacherie aufmerksam gemacht, zu welcher der Gebrauch der Die 2. Parteikonferenz des Reichstags- Wahlkreises heutigen Tag meldet über die von uns angekündigte Ver- Quecksilberluftpumpen Anlaß giebt. Diese dienen zur Erzeugung des Brandenburg Westhavelland sand am 9. September in sammlung: luftleeren Raumes in den Glühlampen, sind aber, weil aus Glas Brandenburg statt. Vertreten waren 15 Orte durch 20 DeleGestern Abend hielt die liberale( fortschrittliche) Vereinigung gefertigt, häufigen Brüchen ausgefeßt. Vortragender ist in der girte, außerdem waren noch die Vertrauensleute mehrerer Orteine Generalversammlung ab. Auf der Tagesordnung stand der angenehmen Lage, über wirksame Echuhmaßregeln, besonders schaften, sowie die Presse durch Ewald und Siedow- Brandenburg. Abschluß des Wahlbündnisses mit der liberalen( gemäßigten) aber über sowohl technisch als hygienisch wichtige Verbesserungen und Nied- Rathenow. Der Kreisvertrauensmann hebt in seinem Liga im Hinblick auf die Kammerwahlen für den Bezirk Brüssel, in diesem modernen und in raschem Aufschwung begriffenen Bericht hervor, daß sich die Einrichtung, daß die Vertrauens die am 14. Oktober auf grund des neuen Wahlgesetzes vorzu- Industriezweige berichten zu können, welche die Gefahr männer in den Dörfern das Parteiorgan zugewiesen erhalten, nehmen find. Das Uebereinkommen der genannten Par- dieser Erkrankung auf ein Minimum reduziren, beziehungs welches dann im ganzen Orte zirkulire und wodurch eine teien theilt 7 Kandidaten der„ Liberalen Vereinigung", weise gänzlich beseitigen werden. Dieses erfreuliche Resultat stetige, geistige Verbindung mit den ländlichen Genossen 7 der„ Liberalen Liga" und 4" der Arbeiterpartei zu, wurde auf Anregung des Vortragenden im Etablissement der unterhalten werde, als zweckmäßig erwiesen habe. Die welch letztere jedoch die Theilnahme dem Bündniß hiesigen Aktiengesellschaft für Glühlampen" in kürzester Zeit Einnahmen betrugen bis 1. September 815 Mark, abgelehnt hat. In der gestrigen Versammlung beantragte Janson erreicht, insbesonders durch Vergrößerung der Arbeitsräume, die Ausgaben 195,13 Mart. Es ist somit Bestand eine Tagesordnung, wonach neuerliche Schritte bei der Arbeiter Anlage ausgiebiger Ventilatoren, große Reinlichkeit der Arbeiter, 119,87 m. Ueberwiesen habe Brandenburg 260 M., Rathenow partei gethan werden sollen; bleibe diese bei ihrem ablehnenden ferner durch Ersetzung der früheren Töpler'schen durch 20 M. Sonstige Einnahmen 35 M. Nach§ 7 des OrganiVerhalten, so sollen die 4 freibleibenden Kandidaturen durch die die verbesserten Sprengler'schen Quecksilber- Luftpumpen, fationsstatuts ift Brandenburg zu zwei, Rathenow zu einem den liberalen Vereinen angehörenden Wähler der Vorstädte unter welche mit 1/10 des Quecksilberquantums dieselbe Leistungsfähig Drittel der Kosten heranzuziehen. Nach Gutschrift der sonstigen Ausschluß der Mitglieder des Brüsseler Vereins besetzt werden. teit befizen, oabei weniger gebrechlich sind. Der allerwichtigste Einnahmen hat Brandenburg ein Guthaben von 153,242/ 3 M., Die Tagesordnung wurde beinahe einstimmig unter allseitigem Fortschritt aber welcher daselbst erzielt wurde, besteht in der Rathenow eine Schuld von 33,392/ 3 M. Der schriftliche Verkehr Reifall angenommen. Eimührung mechanischer Luftpumpen, wo also überhaupt kein mit den Vertrauensleuten des Kreises spiegelt sich in folgendem: Wir wollen das Ergebniß der obschwebenden Verhand Quecksilber mehr zur Anwendung kommt. Auf diese mechanischen Vom 21. Januar bis 7. September sind versandt 130 Briefe und lungen abwarten. Luftpumpen hat die genannte Aftiengesellschaft auch das Patent Postfachen, 26 Briefe sind eingegangen. Die geringe Bahl erworben. In der daran sich schließenden Diskussion be- der eingegangenen Briefe ist durch die ländlichen Verhältnisse Eflavenhandel in Teutsch- Ostafrika? Auf grund merite de Berliner Gewerbe- Inspektor, daß ähn erklärlich. Im übrigen fei zu erwarten, daß ein regerer und einer Notiz in dem Missionär- Blatt„ Krenz und Schwert" liche Fortschritte in der Technik, wie sie der Vortragende weckentsprechender Verkehr mit den ländlichen Genossen sich immer führte die„ Germania" vorgestern einige Fälle von angeb- beschrieben, ebenfalls in Berliner Fabrifen zu verzeichnen feien mehr entwickeln werde. lichem Sklavenhandel in unserer ostafrikanischen Kolonie fabrikation häufig beobachteten Quecksilbervergiftungen nicht mehr ein der Redaktion des Volksblattes" seitens der Rathenower und zu erwarten sei, daß vadurch die bei der Glühlampen= Ueber das Parteiorgan entspinnt sich eine längere Debatte; an. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" erklärt jegt vorkommen würden. Leider müsse auch er es fich versagen, Genoffen ausgestelltes Mißtrauensvotum wurde als zu Unrecht die Anklage für unbegründet. Frühere Vorkommnisse näher. Mittheilungen über diese Schuhmaßnahmen zu machen, bestehend, verworfen, dagegen wurde der Rathenower Preßhindern uns aber, diesem Dimenti vollen Glauben entgegen- da die Sache ebenfalls Fabriksgeheimniß sei. Dr. Zadet tommission ein gewisser Einfluß auf die Artikel, die von lokalem zubringen. Uebrigens ist in unseren afrikanischen Kolonien führte aus, wie wie sehr diese Geheimhaltung technischer Interesse für Rathenow sind, zugesprochen. Sur Provinzialdas Arbeitsverhältniß eingestandenermaßen vielfach derart, Fortschritte zum Schuße der Arbeiter vor Gewerbekrankheiten konferenz in Berlin wurden gewählt: Kratsch Brandenburg, daß es sich von Sklaverei im Wesentlichen nicht unter den Zwecken der Hygiene zuwiderlaufe. Er beantragt, daß die schermanns- Rathenow und Hörste- Fohrde; für den Parteitag in scheidet. IV. Seftion gegen diese Auswüchse der privatkapitalistischen Frankfurt a. M. wird Genosse Ewald- Brandenburg gewählt. Produktionsweise laut protestire, indem sie die sofortige Ver ,, Ein kleiner Krieg" mit Madagaskar droht öffentlichung solcher Leben und Gesundheit der Arbeiter schüßenden Franzosen. Sie haben sich dort als Eindringlinge der Vervollkommnungen der Technik verlangt. Nach kurzer den Eingebornen seit langem lästig gemacht, und nachdem Debatte gelangt der Antrag Zadek gegen eine Stimme( des sie es schon mit verschiedenen, ebenso fostspieligen als Wiener Gewerbe- Inspektors) und eine Stimmenthaltung( seines erfolglosen Expeditionen versucht haben, wollen sie jetzt Berliner Kollegen) zur Annahme. isid sell eine Art Ultimatum überreichen und, Alles sofort zugestanden wird, mit wenn nicht 15 000 Mann Parteinachrichten. " = Parteipreffe. In der am Dienstag in Leipzig stattgefundenen Parteiversammlung sollten die dortigen Genossen Beschluß faffen über die am 1. Oktober vorzunehmende Veränderung ihres Organs. Der größte Saal, der den Leipziger Genossen zugänglich ist, die Tonhalle", war überfüllt, gegen 2500 Personen hatten sich eingefunden. Der ReichstagsAbgeordnete. Dr. Schoenfant referirte über: Die Presse und die Parteien". Der Redner entledigte sich in 18/ 4ftündigem Vortrage angreifen. Nun ist Madagaskar eine der größten Inseln feiner Aufgabe in vortrefflichster Weise. Am Schlusse der Erde mit zwei Millionen sehr streitbaren Einwohnern Die Kreiskonferenz des Wahlkreises Jüterbogtstellte Genoffe Kleemann im Namen der Preßkommiffion und einem für militärische Operationen äußerst schwierigen udenwalde 3 auch- Belzig findet am Sonntag, den den Antrag, das Leipziger Parteiblatt vom 1. Oktober d. J. feiner Rede, die mit großer Begeisterung aufgenommen wurde, Terrain. Da tönnte der kleine" Krieg leicht zu einem 30. September, Bormittags 11 Uhr, in Belzig( im Gasthof ab achtseitig unter dem Titel„ Leipziger Volkszeitung" erscheinen großen werden. Und jedenfalls wird es ein mörderischer zum goldenen Löwen) statt. Tagesordnung: 1. Bericht der Ver- zu lassen, die Chefredaktion dem Genossen Dr. Bruno Schoenund kostspieliger Krieg. Die radikale und sozialistische trauenspersonen. 2. Organisation und Agitation. 2. Organisation und Agitation. 3. Presse.lant zu übertragen und den Redaktionsetat( inkl. Honorar für Presse erhebt deshalb auch lebhaften Einspruch. Aber 4. Wahl eines Delegirten zum Parteitag. 5. Verschiedenes. Mitarbeiter, Korrespondenzen, Nachrichtendienst, Bibliothek u. s. m.) Herr Perier, um dessen Herrlichkeit es schlecht bestellt ist, braucht einen Krieg, wie andere bankrotte Gewalthaber. Die Kreiskonferenz für den Reichstags Wahlkreis Redner, die gegnerischen Blätter fallen zu lassen und unseren auf 25 000 m. pro Jahr festzusetzen". Zum Schluß ermahnt der Prenzlau Angermünde fand am Sonntag, den Von den Samoa Inseln meldet ein Reuter'sches 2. September in Prenzlau statt. Grschienen waren 10 Delegirte neuen Agitator in jedes Haus, in jede Familie zu tragen. Telegramm das Ende des letzten Aufstandes. Das nächste und außerdem der Kandidat des Kreises, Genosse Thierbach seinen Sträften wolle er sich in den Dienst der„ Leipziger VoltsGenosse Schoenlant nahm die Wahl dankend an, mit allen Renter'sche Telegramm meldet vielleicht den Beginn eines Berlin. Der Rechenschaftsbericht des Kreisvertreters wurde Beitung" stellen, um sie zu einer schneidigen Waffe zu machen neuen Aufstandes.-. von 3 gewählten Delegirten geprüft und mit Belegen übereinstimmend für richtig befunden. Außerdem berichteten die Ver. für die Partei der Unterdrückten. Die Japanesen haben mit dem König von Korea, trauensmänner über die Thätigkeit der Partei am Orte. Zum den sie sich aus seinem Palast holten, einen Vertrag" ab Punkte Agitation" wünscht Bauer- Prenzlau die Gründung eines Ansicht der Kreishauptmannschaft Dresden kein Sch and Schandgesetz oder nicht? Das Sozialistengesetz ist nach. geschloffen, der den Chinesen die Oberherrschaft der Halb. Wahl oder Bildungsvereins in Prenzlau. Adermann- Prenzlau infel entzieht. Natürlich haben die Chinesen hiergegen und Thierbach- Berlin waren ebenfalls der Meinung und be- gefeß sie hat den Beamten das Recht zuerkannt, gegen eine protestirt. Mit dem Protestiren ist's aber nicht abgethan. tonten besonders, daß durch Gründung eines solchen Vereins erst solche Herabwürdigung und Beleidigung des Sozialistengeſetzes" einzuschreiten. Nun, über Geschmack läßt sich nicht streiten. Die Japanesen müssen auch aus dem Land getrieben wer- der richtige Stamm von Agitatoren gebildet würde. In einer Wir sind der Meinung der Sächs. Arb. 3tg.", welche an der den. Und bis jetzt hat es gar nicht den Anschein. öffentlichen Versammlung soll hierzu Stellung genommen werden. Spize ihres Blattes schreibt: Zum Punkte Presse" führt Thierbach aus, daß mehr als Nach einem heute eingelaufenen Reuter- Telegramm aus bisher Pflicht eines Arbeiters wäre, dafür su sorgen, daß die Shanghai hätte am 2. und 3. September eine große patriotischen Winkelblättchen, welche die Interessen des Arbeiters Echlacht" zwischen Chinesen und Japanesen stattgefunden verleugnen und tagtäglich ihre Leser mit Lügen aufwarten, aus V " 7: " " Es steht einer hohen fächsischen Behörde recht gut an, fich 8um Schußhort für die infamsten Greuel der Geschichte aufUns aber hindert dies nicht zu wiederholen, daß das Sozialistengeset ein schändliches Schandgefet gewesen und daß zuwerten! glaubte ich, mit mir fertig geworden zu sein. Indem ich muth in den Becher meiner Eltern!" ergriff er das Barett, in Zukunft jedes ähnliche Gesetz, selbst wenn es die wärmste Fürdas Vaterhaus verließ, und wieder zu dieser Belle zog, die Hand des Freundes und verließ mit ihm schneller, sprache der Kreishauptmannschaft von Dresden haben sollte, ein dachte ich die ganze Welt dahinten gelaffen zu haben, aber als dieser es gedacht, das Haus des heiligen Domi- ebenso schändliches Schandgesetz sein wird!" -" nun war mir es plöglich, als müßte ich mindestens noch nitus, um seiner Eltern festliche Wohnung einmal, bas Wie verdächtigt wird. Aus dem 28. sächsischen Wahlkreis einmal hinaus in die weite Schöpfung, und noch einmal legte Mal dachte er vor seiner Einkleidung zu be-( Plauen i. B.) geht uns folgende Zuſchrift zu: Die hiesigen ihr ganzes Bild in meine Augen ziehen, um sie dann auf treten. Wie wurde ihm zu Muthe, da er dieses Haus Genossen hatten geplant, das Andenken Lassalle's durch einen ewig in Klosternacht zu schließen. Der alte Muth hat an- wieder sah, geschmückt mit der alten gediegenen Pracht, Spaziergang nach dem benachbarten Dorfe Kauschwitz zu feiern, getlopft in meiner Brust, der alte Frohsinn lüftete meine die nur bei den feierlichsten Anlässen hervorgeholt wurde und zwar am 2. September. Da aber Spaziergänge von Sozial Stirn, und wenn auch gleich diese herrliche entzückende aus den bergenden Schreinen. Schon die Flur, die Treppe bängen und diese nicht ertheilt worden ist, im Gegentheil jeder demokraten in Sachsen von der behördlichen Genehmigung ab= Bewegung nicht zur That werden darf, so habe Dant va- verkündete Festlichkeit, und aus den Minen der dem Sohne Theilnehmer mit strenger Strafe bedroht wurde, mußte man für, Du gute treue Seele. Gehörte mein die Jakobskirche des Hauses entgegeneilenden Diener leuchtete das Behagen, Davon absehen. Nicht weit davon, in Baselbrunn, fand eine zu Compostell mit allen ihren Kronen und Schätzen, den willkommensten Gast zu empfangen. Der alte Diether, große Militärvereins- Fahnenweihe ftatt, bei welcher 36 Militärwären mein die Kleinodien des Reichs, Dein müßten von der guten Botschaft erfreut, umarmte den Sohn auf vereine vertreten waren, die alle in gefchloffenem Buge, vielfach sie werden für das Hochgefühl dieses Augenblics." der letzten Treppenstufe, und Frau Margarethe trug in mit Musik, angerückt tamen. Auch der Herr Amtshauptmann „ Eeht Ihr wohl, wie Ihr schwärmt!" lächelte Gerhard ihren zarten Händen den aus filbernen Münzen kunst- von Polenz der verflossene Reichstags- Abgeordnete, welcher zufrieden: Die Kronen des heiligen Jakobs, wie unsers fertig zusammengefügten Pokal herbei, um ihn, mit duftendem unseren Spaziergang verboten hatte, war mit anwesend und beHerrn und Kaisers wolltet Ihr hinwerfen um den Schatten Weine gefüllt, dem lieben Dagobert zu kredenzen. fand sich mit auf der Tribüne. Als die Weihe vorüber war war und dessen, was Euch die Wirklichkeit umsonst bietet, und eine" D, meine Eltern!" sprach der überraschte und gerührte und das Beschenken der Fahne losgegangen ein Mitglied irgend eines Militärvereins auch seinen Grille nur verhindert anzunehmen! Ich schenke Euch in Jüngling, ihre Liebkosungen dankbar vergeltend, Nagel einschlug und ein besonders kräftiges Hoch auf deffent meinen Lohn nicht, und Ihr werdet, statt mir Silber wie macht Ihr mir es doch so schwer, dieses Haus zu Herrn von Polenz ausbrachte, brach der ganze Klimbim und Gold zu schenken, mir etwas zu Liebe thun." betreten, da ich es ja doch wieder meiden muß? Aber zusammen. Aus dem Hochrufe wurde ein Schreckensschrei; Sprich!" entgegnete Dagobert mißtrauisch. Thut Eures Vermählungsfestes Jahrestag, der zugleich meiner während aber alle auf der Tribüne befindlichen mit dem Schrecken einen einzigen Schritt noch zurück in die Welt, der Ihr wackeren Mutter Geburtstag ist, forderte meine Gegenwart, davontamen, find leider zwei Knaben die unter derfelben gesteckt Balet zu sagen gedenkt;" sprach Gerhard; erheitert noch obgleich ich noch in diesen unheiligen Kleidern dabei er hatten, verunglückt; der eine war todt, der andere hatte ein Bein für einen Augenblick das Haus Eures Vaters. Er feiert scheinen muß." gebrochen. Zwei Stunden später wurde flott getanzt auf dem Festball. heute den Jahrstag seiner Vermählung, und ich darf's Vor dem Herrn ist der reine, unbescholtene Sinn das nicht lengnen, er, der ehedem nie gute Freundschaft hochzeitlichste Gewand," sprach dagegen der Predigermönch mit mir hielt, er hat mich aufgesucht, und mich gebeten Johannes, der Wallradens Söhnlein an der Hand, zu den auf meine Weise zu versuchen, was nicht seinem Munde Umschlungenen trat: Ein trolliger Schalt hat Dich der und nicht dem Muude Frau Margarethens gelingen mochte." Klause entlockt, guter Dagobert, in welcher ich Dich ungerne Dagobert schwieg erschüttert; dann sagte er, den Kopf jah. Möge ein guter Engel es fügen, daß Du nicht mehr schüttelnd: Dieser Gang wird mir web thun; denn alle dahin zurückkehresi.-Der junge Mann sah ihn betroffen Proben meiner Standhaftigkeit werden sich verdoppelt er an. Während dessen aber ergriff Diether ihn bei der Hand „ Ei, so zeigt Euch doppelt standhaft," versetzte und führte ihn in die Stube ein, um deren Tafel ein mit gutmüthigem Scherz der Edelknecht; tommt aber mit bunter Stranz fröhlicher Gäste sich reihte. Die Männer, mir; noch ehe der Pförtner das Kloster schließt, bringe ich größtentheils nahe Freunde des Hauses, begrüßten den Euch frank und frei hierher zurück, und Ihr mögt Euch Sohn mit den gewichtigen Handschlag; die geladenen meinetwegen morgen schon die Platte scheeren lassen. Aber Frauen mit fittiger Kopfneigung, und er rieb sich verwundert Ihre eigenen Lügen, so schreibt„ Der Wähler", müssen die heute seid noch einmal den Euren; heute fehlt nicht in Eurer die Augen, als ihn der Vater zu seiner Rechten seßte, und Gegner der Sozialdemokratie oft widerrufen, gezwungen durch Eltern Mitte: denn nicht froh würden sie sein, sagten sie, er in seinen Nachbarinnen die Edelfrau von Dürning und die offen zu Tage liegenden Thatsachen oder durch die Angst wenn der Schuhgeist ihres Glücks unter ihnen fehlte. ihre anmuthige Tochter Regina erkannte. Beide Frauen, vor dem Wachsthum der Sozialdemokratie zum Bekenntniß der Darum wolltet nicht des Tages Freudenwein durch Gure seine Ueberraschung gewahrend, theilten sie gewissermaßen, in Wahrheit gebracht. Wie oft haben gegnerische Blätter auch halsfiarrige Weigerung in Wermuth verkehren. Es giebt einer Befangenheit verharrend, die sich in Mutter und Leipziger über die von sozialdemokratischer Seite ausgehende Frauenbewegung gespottet, dieselbe herabzusehen gesucht und ihr ja in dem Ehestand Galle genug durch's ganze übrige Tochter gleich aussprach, obschon von verschiedenen Beweg jede Bedeutung abgesprochen. Jetzt schreibt sogar das Leipziger Jahr." gründen erzeugt. Ihr staunt, ehrsamer Junker," begann Tageblatt": In der letzten Zeit hat es sich gezeigt, daß die Dagobert's Augen wurden feucht; seine Blicke flogen endlich die Edelfrau, Ihr staunt, uns hier anzutreffen. sozialdemokratische Frauenbewegung an Stärke gewonnen hat. Begen Himmel und mit einem freundlichen:„ Keinen Wer ( Fortsetzung folgt.) orgt ist nämlich das ,, Tageblatt" über die voraussichtliche Entsendung neuern." Natürlich ging fofort das Gerücht um, die Sozialdemokraten vätten einen Racheatt derübt, weil ihnen ihr Spaziergang sei verboten worden. Die Untersuchung hat aber ergeben, daß das Podium einstürzen mußte, so leichtsinnig war es gebaut, außer dem hat 2 Tage und Nächte Wache dabei gestanden. Während aber unser Amtsblatt sofort geheimnißvolle Andeutungen machte über die Urheberschaft des Unglücks, beeilt es sich gar nicht, das Resultat der gerichtlichen Untersuchung am Unglücksorte mitzutheilen. Unsere Patrioten sind wegen dieses Unglücks recht still geworden über das Sedanfest, man will nicht gern an das Vorkommniß erinnert sein. * = Soziale teberlicht. 1 " Derlammlungen. vertritt der von weiblichen Delegirten zum sozialdemokratischen Parteitag nach m zurückgehalten, bunt durcheinander auf die Straße geworfen. Die Frankfurt. An den Parteitag wird wiederum, wie im Vorjahre, Frauen tochen am offenen Feuer das Mittagessen, des Nachts sich eine Konferenz der weiblichen Delegirten anschließen, in der fampirea alle im Freien; einige Gendarmen halten Wache. Die Mittel zur Agitation u. s. w. berathen werden. Diese Kon- Die Verschlechterung der ländlichen Verhältnisse in Die Führer der Glasarbeiter: Vinay, Bonneton und andere ferenzen find der Frauenbewegung äußerst förderlich. Zum Schluß Böhmen schilderte der jungczechische Abgeordnete Tekly in einer sind verhaftet; dagegen sind eine Anzahl sozialistischer Abfeiner diesbezüglichen Aeußerungen jammert das„ Tageblatt" mit Versammlung in Münchengräß wie folgt: Schauen Sie sich um geordneter unterwegs, um die Sache der Streikenden zu verforgenbeladener Stirne: In dem Erlaß des Ministers Gulenburg bei uns am flachen Lande, was werden Sie da gewahr? Die fechten. Noch find seitens der Behörden keinerlei Schritte ge= ist ausdrücklich auf das Umsichgreifen der Sozialdemokratie unter Entvölkerung nimmt stetig zu; Bauerngüter mittlerer Größe than, die obdachlosen Familien unterzubringen. Jedenfalls wird der Frauenwelt hingewiesen worden und es ist zweifellos, daß nehmen ab; die Verschuldung der Liegenschaften nimmt zu. Ein das Ereigniß dazu beitragen, die Arbeiter klar erkennen zu laffen, die Position der Sozialdemokratie eine wesentlich befestigtere iſt, großer Theil unserer Bauern ist zu bloßen Pächtern, ja zu Tage: welch' gefährliches Geschenk die sogenannten Wohlfahrtswenn sie die Frauen hinter sich hat. Darum verdient die sozial- löhnern auf den eigenen Gütern herabgefunken. Der ehemals freie einrichtungen" der Unternehmer für die Arbeiter sind und des demokratische Frauenbewegung eine ganz besondere Beachtung. Bauer ist ein Sklave des Großkapitals geworden.( So ist es weiteren, welch herrliche„ Ordnung" es ist, die es mit sich bringt, Es freut uns, daß unsere Genossinnen sich den Respekt unserer Lebhafter Beifall.) Sie werden vielleicht fragen: Auf welche daß ein Ginzelner durch sein Machtwort im stande ist, Hunderte Gegner erzwungen haben. Weise bedroht der Kapitalismus die Bauernschaft? Ich will nicht blos brotlos, sondern auch obdachlos zu machen. die Frage beantworten: Durch Ankauf der Bauerngüter und Die Sozialdemokraten wissen fich zu helfen. Die Bildung von Latisundien; durch die Konkurrenz, der GroßFranks. 3tg." schreibt: Da es in Thüringen möglich ist, inner- grundbesitzer produzirt billiger als der kleine und mittlere halb mehrerer Stunden zu Fuß vier und noch mehr Vaterländer Bauer; durch Schaffung von fünftlichen Preisen mit Hilfe von zu besuchen, so hat man die Wahl, falls eine Versammlung in Kartellen, Ringen, Syndikaten und Börsenspekulationen. Der einem Staat verboten wird, diese schnell in einem andern Staat Wiener Saatenmarkt verfolgt z. B. den Zweck, die gesammte Der sozialdemokratische Wahlverein für den zweiten abzuhalten. So wird das Städtchen Ruhla von dem Erbstrom Getreideproduktion um 30 bis 50 pCt. zu heben, um die Ge Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt am 12. September im in zwei Hälften getheilt, deren eine zum Großherzogthum Weimar, treidepreise herabdrücken zu können. Ter Wiener Saatenmarkt Märkischen Hof", Admiralstr. 18c, eine öffentliche Versammlung die andere zum Herzogthum Gotha gehört. Auf weimarischem Ge- ist ein bloßes Spekulantenkonventikel, wobei zahlreiche Rapita ab. Reichstags- Abgeordneter Robert Schmidt beleuchtete in biet soll nun morgen eine Voltsversammlung mit der Tages- liſten und Börsenjobber ein frevelhaftes Hazardspiel treiben zum einem sehr beisällig aufgenommenen Vortrage die Sozialpolitik ordnung: Die bevorstehende Landtagswahl" abgehalten werden. nicht geringen Schaden der ackerbautreibenden Bevölkerung. Und unserer Gegner". In der Diskussion wendet sich Genoſſe In der Einladung wird aber gleich bemerkt:„ Im Falle die Verfamm- dabei spielt man mit Gegenständen, die zur Ernährung des Rosenthal gegen die sozialpolitischen Bestrebungen der Partei lung auf weimarischem Gebiet verboten wird, findet dieselbe in Erd- Volkes beſtimmt sind. Auch die Kartelle sind ein Werk der Groß- im Parlament. Redner ist der Meinung, daß die Gewerkschaftsmanns Restaurant( gothaer Gebiet) statt." Dieses Vorkommniß kapitalisten. Es ist bekannt, daß gerade jetzt die Zuckerfabrik- bewegung weit eher in der Lage ist, die Forderungen erinnert uns, so schreibt hierzu die Magdeburger Volksstimme", Kartelle daran gehen, den Zuckerrübenpreis auf das Aeußerste auf diesem Gebiete in zweckmäßiger Weise zu erfüllen. an folgende heitere Episode aus der Zeit des Sozialistengesetzes: herabzudrücken. Und all dem steht der Bauernstand schutzlos Demgegenüber den Referent Standpunkt, Bier aus Leipzig ausgewiesene Sozialdemokraten hatten sich in gegenüber."- Und Deutschland ist in der Entwickelung schon daß die parlamentarische Thätigkeit auf diesem Gebiet immerhin Schkeudit so gut oder so schlecht es eben ging, häuslich nieder etwas weiter. fleine Erfolge gebracht hat, für deren Durchführung die Gewerfgelassen. Unter diesen vier Uebelthätern waren drei verheirathet, Die ,, Sittlichkeitsbewegung". In Christiania tagte ein schaft schwere Opfer bringen müßte. Im übrigen möge man Seren Familien sich in Leipzig befanden, während der vierte mit internationaler Verband von Sittlichkeitsvereinen, wobei auch daran festhalten, das Gute daher zu nehmen, wo es uns geboten seiner Familie nach Schkeudik verzogen war. Wie nicht anders Deutschland start vertreten war. Natürlich wurde wieder eine wird. Unter Vereinsangelegenheiten" gab der Vorsitzende zu erwarten, tamen Weib und Kind, sowie Freunde der Ge- Unmenge leeres Stroh gedroschen. Aerzte, Geistliche und alle Kibing bekannt, daß der Vorstand beschlossen habe, aus Anlaß ächteten Sonntags nach Schkeudig. In einem Restaurant, möglichen, andern Leute versicherten, daß die" Sittlichkeit" des Falles Ludwig" die alten Mitgliedsbücher einzuziehen und welches an der Hauptstraße Schkeudig Leipzig lag, wurde ge- gehoben" werden müsse, daß die Prostitution namentlich die neue ausstellen zu lassen. müthlich gekneipt. Das Restaurant stand halb auf preußischem, Jugend auf's Schwerste vom moralischen wie vom hygienischen halb auf fächsischem Boden. Saßen die Ausgewiesenen zufällig Standpunkt schädige; aber wirksame Vorschläge zu einer Abhilfe( Baumeister Kohlmetz) beschäftigte am 12. September er. Der Stand der Bausperre des Banes Landwehrstr. 37 auf sächsischem Boden, so mußten sie, sobald die stets wachsame wurden nicht gemacht und konnten nicht gemacht werden, da öffentliche Maurerversammlung. Der Eigenthümer dieses Baues Polizei anrückte, den Theil des Restaurants aufsuchen, der auf diese Herren und Damen alle übersehen, daß die Sache ihre ist der Restaurateur Schöneberg, welcher in der Gertraudtenpreußischem Gebiete lag. Diefer Unzug rief stets ungeheure Grundlage in unserer Wirthschaftsordnung hat. Sehr schlechtstraße 26 eine Stehbierhalle hat, in der namentlich Hausdiener Heiterkeit hervor. tam übrigens Deutschland fort. Es wurde hervorgehoben, daß verkehren sollen. Dieser Bauherr sandte ein Fäßchen Freibier im Norden die Presse und die Dichter Björnson's" Hand- für die Arbeiter, das aber die meisten Maurer nicht trinken ,, Berechtigte und nuberechtigte Bestrebungen der schuh"! der Sittlichkeitsbewegung sehr wohlwollend gegenüber wollten, weil es boykottirtes Bier war. Sie wurden dafür zu Sozialdemokratie". Die Deutsche Tageszeitung". tänden, in Deutschland ihr aber gar keine Beachtung geschenkt Feierabend entlassen, während dem Burschen, der auch von dem welche unter ihrem Titel die Devise: Unparteiisches Volts- würde. Nur bei einem Pastor Hohlenberg aus Kopenhagen Biere nicht hatte trinken wollen, ein Lohnabzug von 22 Pf. blatt", sowie Für deutsche Arbeit in Stadt und Land" trägt, schien eine richtige Erkenntniß zu dämmern, indem er sagte: bringt in ihrer" Nummer 10 zwei beachtenswerthe, sich einander wenn der Geldgewinn fortfiele, dann würde die„ Unſittlichkeit" eine Tracht Prügel verabreicht wurde. pro Stunde gemacht und außerdem auf dem Komptoir Dies find die Gründe, ergänzende Mittheilungen. In ihrem Leitartikel:" Was verschafft bald hinschwinden. Gewiß, es würde sich Niemand mehr für weswegen alsbald die Sperre über diesen Bau verhängt wurde. der Sozialdemokratie ihre Erfolge?" läßt sie sich von hoch Geld verkaufen, wenn er auch anderswie leben und seine Be: Von den acht Mann, welche nach der Maßregelung in Arbeit gefchäzter Seite" schreiben:„ Es gilt, scharf die berechtigten und dürfnisse befriedigen könnte. geblieben waren, hörten, wie Blaurock berichtete, am letzten die unberechtigten Bestrebungen des Sozialismus von einander zu trennen, die ersteren zu stüßen, aber die Ausschreitungen entSonnabend Abend drei Mann auf, die übrigen fünf arbeiteten am Montag weiter bis zum Mittag, wo vier von ihnen sammt schieden zu bekämpfen." sieben von einem anderen Bau herübergefchickten Kollegen die Arbeit einstellten; nur Maurer Kunze arbeitete ununterDie brochen fort. Zu Vesper ließen sich jedoch die 11 Feiernden von Kohlmetz überreden, weiter zu arbeiten. Am Dienstag befahl nun der Polier Runge, daß die Maurer nicht mehr, wie bisher, bei dem boyfottfreies Bier führenden Gastwirth Märten verkehren sollten, sondern bei Ratke, der boykottirtes Bier ausschänkt. Unter den trog der Sperre auf dem Bau arbeitenden Maurern befinden sich auch, wie mit Entrüstung hervorgehoben wurde, einige angeblich vierMitglieder des Zentralverbandes der deutschen Maurer, die sich damit ausreden, daß bei der Verhängung der Sperre nicht der Der Allgemeine Arbeiter und Arbeiterinnen Verein Vertrauensmann des Verbandes hinzugezogen worden sei. Blau( Filiale Adlershof) hatte am 8. September in Wöllstein's Lokal rock bedauerte, daß es seit der Hamburgerei" in Berlin möglich fein Sommerfest arrangirt, das troß der ungünstigen Witterung fei, unter solchem Vorwande die Interessen der Gesammtheit zu recht gut besucht war. Die Festrede hielt der Genosse Liebschädigen. Wie überall, wo die Arbeiterschaft mit dem Unterne cht, der in seinem trefflichen Vortrag einen Rückblick aufnehmerthum im Streit liegt, verstärkt auch hier wieder die die Entwickelung des Vereins gab, sowie zum weiteren eifrigen Polizei die Position des Unternehmers. Sie bot sich, so erzählte der Polier Kluge, diesem bereits am Sonnabend zum Schuge an. Wirken für die Organisation aufforderte. Als Kluge ausgezahlt hatte, fragten ihn ein paar Polizeibeamte, ob die Leute sich noch lange auf dem Bau aufhielten, und erwiderten auf sein: Wieso?"" Wir sind wegen Ihrer hier," worauf Kluge den Herren erklärte, daß er ihres Schußes nicht bedürfe. Die Polizei hat sich aber gleichwohl nicht davon ab halten lassen, seitdem täglich in Stärke von einem Lieutenant, vier Schußleuten und zwei Kriminalbeamten dort zu erscheinen, um diejenigen Maurer, welche ihre Kollegen an Ort und Stelle über die Lage der Dinge aufklären wollen, daran zu hindern und sie mit Verhaftungen zu schrecken. Am Montag sowohl wie Einer der am Dienstag hat sie Verhaftungen vorgenommen. Sistirten, der aus dem alten Verkehrslokale heraus verhaftet worden, wurde erst am Nachmittag des anderen Tages wieder des Poliers Runge; auch zwei Maurer, die am Mittwoch früh auf dem Bau wieder anfingen, bekamen es fertig, sich an den Polizeilieutenant um Schutz zu wenden. Die Versammlung beschloß einstimmig, die Namen der auf dem gesperrten Bau arbeitenden Maurer zu veröffentlichen und ferner die Sperre so lange aufrecht zu erhalten, bis die Kollegen, welche dort gemaßregelt wurden, wieder eingestellt werden, an die gesammte Ar beiterschaft aber einen Appell zur Unterstützung dieses Vorgehens zu richten, namentlich auch an die Hausdiener zur entsprechenden Beachtung der Kneipe des Bauherrn in der Gertraudtenstraße 26. Die Gemaßregelten sollen mit drei Mark täglich unterſtützt wer den. Die auf dem gesperrten Bau arbeitenden Maurer sind die folgenden: Steinführ, Nieß, Ferd. Otto, Wilh. Schulze aus Weißensee, Gustav Frize, Eger, Seiler, Otto Plettner, Frih Stintmann, Biegel, Kunze, Otto Kaping, Frizz Miericke, Dito Steinmann, letzterer Kleine Markusstr. 10 wohnhaft. Mitgetheilt wurde noch, daß von einem Kollegen, der bei dem Abbruch in der Kochstraße verschüttet und per Korb weggetragen wurde, die Armendirektion jetzt die Transportkosten verlangt. Sie sind überall dieselben, unsere Herren Bourgeois. In der letzten Sigung der Mainzer Stadtverordneten brachte Als Erläuterung findet sich unter der Rubrik:„ Aus den unser Genosse Tiefel den Antrag ein, bei Vergebung der Provinzen" folgende Notiz: Danzig, 10. September." Na chstädtischen Druckarbeiten nur solche Druckereien zu berücksichtigen, ahmenswerth. Wie Ordentlichkeit und gutes Verhalten welche den Tarif deutscher Buchdrucker anerkannt haben. immer noch verdiente Anerkennung finden, sollten auch hier jüngst Stadt dürfe nicht die Hand bieten zu Lohndrückereien und Lehreinige brave Handwerker erfahren. 5 Zimmergesellen, die sich an lingsausbeutung, sondern müsse sich gegen die Schmutzkonkurrenz der allgemeinen Arbeitseinstellung, die hier fast den ganzen wenden. Nach kurzer Debatte wurde der Antrag mit 19 gegen Sommer hindurch unter den Zimmerleuten bestand, in feiner Stimmen abgelehnt. Weise betheiligt hatten, wurde von der Jnnung neben ihrem fortlaufenden Lohn noch eine außerordentliche Zuwendung von je 50 M. gemacht; auch erhielt einer von ihnen bei den aus Anlaß des Kaiserbesuchs in unserer Proving stattgefundenen Ordensverleihungen das allgemeine Ehrenzeichen. " Vergleiche man diese beiden Mittheilungen mit dem Eröffnungsprogramm, welches die Deutsche Tageszeitung" in verschiedenen Zeitungen inferiren ließ und wonach sie dafür eintreten wollte, daß den Arbeitern der wohlverdiente Lohn nicht vorenthalten werde und daß der Arbeiter seines Lebens froh werden könne und man wird sich ein Bild machen können, auf welche Weise die Deutsche Tageszeitung" für„ deutsche Arbeit in Stadt und Land" einzutreten bemüht ist. Gewerkschaftliches. 1 Der Streik der Tapezirergehilfen von Wien dauert, wie das Lohnkomitee mittheilt, unverändert fort. Unsere Zweifel der gestrigen Depesche gegenüber, die das Ende des Ausstandes meldete, waren berechtigt. Heiteres in ernster Zeit. Die amtliche Leipziger Zeitung" wird vom Druckfehlerteufel in der„ Vossischen Zeitung" zum sozialdemokratischen Partei Organ gemacht. In dem An die Kürschner! Kollegen! Wie Ihr bereits aus dem genannten Blatte finden wir folgende Notiz:„ Der fozial" Vorwärts" ersehen habt, besinden sich die Pariser Kürschner im demokratische Reichstags Abgeordnete Dr. Schoenlant wird am Streif. Da uns nun bekannt ist, daß von unseren Berufsgenossen 1. Oktober von Berlin nach Leipzig übersiedeln, wo er die zum Herbst viele nach Frankreich machen, um dort Beschäftigung Chefredaktion Der Leipziger Zeitung" übernehmen foll. zu nehmen, so richten wir an alle diese die Bitte, Paris zu Lettere wird von diesem Zeitpunkte ab an Stelle des Wähler" meiden, bis wir die Nachricht erhalten, daß der Streit beendet treten, dessen Titel auf Beschluß der Leipziger Sozialdemokraten ist. Auskunft über Streit Angelegenheiten ertheilt Mr. Alle Arbeiter in der vorgenannten Weise abgeändert werden soll." Wenn auch Chassniset, Paris, 12 rue des bons enfants. die noch nicht, um das Organ der Kürschner- Verbandes. sächsischen Regierung zum Publikationsorgan der Partei für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit zu machen. Der Druckfehler teufel, dem die föstliche Verwechselung der Leipziger Zeitung" mit der demnächst erscheinenden„ Leipziger Bolts Zeitung" offen bar zu danken, täuscht sich in den Abfichten der Leipziger Sozial demokratie in bezug auf die Gestaltung ihrer Presse. " macht, so weit sind wir doch te erfreulichsten Fortschritte blätter werden um Abdruck gebeten. Der Vorstand des Deutschen entlassen. Diese Sistirungen erfolgten zum Theil auf Verlangen bedacht. Polizeiliches, Gerichtliches ec.org Bei dem Streik der Steindrucker in Leipzig macht sich die Einmischung der Polizei in recht unliebsamer Weise be merkbar. Vor einigen Tagen wurde auf Veranlassung eines Streitbrechers im Verkehrslokal der Ausständigen durch einen Kriminalbeamten eine Verhaftung vorgenommen; der Verhaftete wurde aber bald wieder entlassen. Aus Anlaß derartiger Vor fommnisse bat bas Streiffomitee der ausständigen Steindrucker der Firma Wezel und Naumann folgende Eingabe an das Polizei Wegen Uebertretung der famosen Kinderfest Gr: Amt gerichtet: An das Polizei- Amt zu Leipzig. Schon einzelne I asse" sind in Sachsen schon mehrfach" Bestrafungen erfolgt. Male wurde uns die Mittheilung, daß Anzeigen an die königl. Im Plattenschen Grunde wurden 5 Vorstandsmitglieder des All- Polizeibehörde wegen Belästigung der in der Firma W. u. N. gemeinen Arbeitervereins mit Strafmandaten von 30-50 M. arbeitenden Personen gemacht sein sollen, und zwar soll dieses von seiten der Ausständigen der Firma W. u. N. geschehen Die Amtshauptmannschaft 3 wickau hat sein. Da nun von seiten des Komitees entschieden jede etwaige die Statuten des für den Nachbarort Wilkau angemeldeten Handlung, welche mit den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen Arbeiter, Wahlvereins" nicht genehmigt, weil sich der nicht im Einklang steht, verurtheilt wird, und nach genauer Er neue Verein als eine Fortsetzung des kürzlich aufgelösten Orts- fundigung bei sämmtlichen Streikenden jeder einzelne eine Bevereins" für Wilkau darstelle. Die Eächs. Arb.- 3tg." bemerkt lästigung, Beleidigung 2c. gegen die in der Firma W. 11. N. hierzu: Eine Fortsetzung eines Vereins kommt im ganzen Ver- Arbeitenden entschieden in Abrede stellt, die Behörde aber unter eins- und Versammlungsgesetz nicht vor und nur das Sozialisten den Streifenden heute Verhaftungen vornahm und noch nach gesetz statuirte die Fortsegung eines verbotenen Vereins; weiteren Personen, welche Ausschreitungen begangen haben sollen, letzteres ist aber aufgehoben. Wohl aber handelt es sich im vor- fahndet, so fordern wir hierdurch die königliche Polizeibehörde liegenden Falle thatsächlich um die Fortsetzung reichssozialisten auf, uns einen Tag anzugeben, wann selbige eine Musterung gesehlicher Bestimmungen, welche der Bundesstaat Sachsen, nach- unter den Streikenden vornehmen will, wir werden die Streifenden dem sie vom Reich, fallen gelassen worden sind, weiter anwendet. fämmtlich zur angegebenen Stunde zusammen berufen. Obiges Man erkennt hieraus, daß immer neue Momente in das Polizei- glauben wir im Intereffe der Streifenden thun zu müssen und gefeß, betreffend Vereine und Versammlungen in Sachsen, zwar deshalb, damit endlich einmal den nicht bewiesenen Verhineingetragen werden. Wir haben schon früher ausgeführt, dächtigungen gesteuert wird und erwarten deshalb näheren daß die Absicht bestehe, existirende Vereine, wo angängig, auf Bescheid. Depelthen. ( Depeschen- Burcan Herold.) Wien, 13. September. Der Kongreß der aus Sibirien zurückgekehrten Polen wird definitiv am 16. d. M. in Lemberg stattfinden. Venedig, 13. September. Aus Catania wird gemeldet, daß in den Schwefelgruben Consoli und Masano 2000 Arbeiter wegen Lohnreduzirung streiten. Dieselben erhalten bei 13stündiger zulösen, die Bildung neuer aber möglichst zu verhindern. Unsere Der Streif von Nive de Gier. Tout comme chez Arbeitszeit nur einen Lohn von 11/2 Lire täglich. Gegner werden aber nicht triumphiren, die sächsischen Arbeiter nous" kann man ausrufen, wenn man die Berichte des Madrid, 13. September. Infolge der in Villafranca ausrichten sich auf die neuen Verhältnisse ein. Ein veränderter Réveil des Verriers", des Organs der französischen Glasarbeiter gebrochenen Unruhen sind nach dort drei Bataillone Infanterie Frontenaufmarsch nichts weiter. über die Vorgänge in dem Streiforte liest. Ganz wie bei uns; und eine Schwadron Kavallerie aus Barcelona abgegangen Gegen die Genossen Vater und Harbaum in in Güstrow sperrt man für die Streifenden den Bahnhof und und haben die Stadt besetzt. 22 Aufrührer sind verhaftet Magdeburg ist das Verfahren wegen Vergehens gegen ganze Straßen und schießt auf die Arbeiter, in worden. § 166 Str.-G.-B.( begangen durch den Vertrieb des sozialdemo- Rive de Gier dasselbe Bild. 127 Familien liegen Madrid, 13. September. Die Städte Cata( Provinz fratischen Katechismus) auf Antrag des Ersten Staatsanwalts auf der Straße, das heißt buchstäblich auf der Straße; Almeria) und Javea( Provinz Alicante) wurden in voriger zu Magdeburg wieder aufgenommen und die Beschlagnahme der die Wohnungen, die sie inne hatten, gehören dem Fabrikpafcha, Nacht fast vollständig überschwemmt. Bahlreiche Häuser wurden Geschäftsbücher der M. V." wieder angeordnet worden. Be der sie, als sie in den Streit traten, ohne Erbarmen aus den zerstört. Viele Familien sind obdachlos geworden. kanntlich hatte die Ferien- Straftammer- I des fönigl. Landgerichts Wohnungen vertrieb, Männer, Frauen und die unschuldigen London, 13. September. Einer Meldung aus Shanghai zu Magdeburg in dem Vertrieb genannter Schrift feine strafbare Kinder. Die Polizei leistete, wie immer und überall, hilfreiche zufolge, benachrichtigte der Befehlshaber der chinesischen Armee Handlung gefunden, auch die beschlagnahmt gewesenen Geschäfts- Hand, um dem Fabrikpafcha zu seinem Recht" zu verhelfen. Die in Korea den Kriegsrath, daß für einen Winterfeldzug beffere bücher der„ M. V." freigegeben. Häuser gehören ihm, dem Unternehmer; wer nicht bei ihm Verproviantirung und bedeutende Truppenverstärkungen nothDer Budweiser Geheimbunds- Prozeß gegen frohnden will, braucht nicht bei ihm zu wohnen. wendig seien. Bartosch und 28 Genossen endete mit der Freisprechung sämmt- Ju ergreifender Weise schildert der Berichterstatter, was er New- York, 13. September. Die Stadt Memphis( Nordlicher Angeklagten. gesehen der beschränkte Raum unseres Blattes, verbietet amerita) ist von einem furchtbaren Wirbelsturme heimgesucht leider, alles wieder zu geben. Die Möbel der worden. Ein ganzer Stadttheil wurde vollständig verwüstet. Der Unglücklichen sind, soweit sie nicht für schuldige Miethe| Schaden beträgt mehrere Millionen Dollars. Berantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. uns " Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 214. Freitag, den 14. September 1894. Arbeiter! Parteigenossen! 11. Jahrg. Der brutale Willkürakt des Brauereirings harrt noch der Sühne. Den Hunderten unschuldig aufs Pflaster geworfenen Arbeitern ist noch keine Genugthuung geworden. Arbeiter und Parteigenossen! Ohne Eure opferwillige Unterstützung würden die Gemaßregelten der bittersten Noth verfallen und gezwungen sein, um Guade zu betteln. Die Hochherzigkeit der Berliner Arbeiterschaft hat diese Schmach verhindert. Der erste Sturmlauf des Prozenthums scheiterte an Eurem Solidaritätsgefühl. Nicht eine Bresche vermochte der Bierring in Eure Reihen zu legen. Einig, geschlossen, kampfesmuthig und opferwillig seid Ihr fest entschlossen, den entbrannten Kampf zum siegreichen Ends zu führen. Arbeiter, Parteigenossen! Euer Wollen garantirt Euer Können! Ihr könnt, wenn Ihr wollt. Den zweiten Sturmlauf auf Euere Phalanx mußten die dem Bierring Lebensdienste leistenden Saalbesitzer unternehmen. Die Agitation sollte unterbunden, das Mundtodtmachungssystem praktizirt werden. Auf der Mine, die sie gegraben, sind die Saalbesizer aufgeflogen. Ihr Wehgeschrei könnte Mitleid erwecken. Arbeiter, Parteigenossen! Selbst der Himmel, auf den der Bierring seine letzte Hoffnung setzte, ist mit uns im Bunde. Die Saison kann dem Ring nicht mehr über die Verlegenheiten hinweghelfen, die mit jedem Tag des weiteren Kampfes sich thurmhoch häufen. Ausharren bedentet für uns fiegen. Unsere Position ist uneinnehmbar. Der Stand des Boykotts ist ein vorzüglicher. Wir können zuwarten, ohne entbehren zu müssen. Arbeiter, Genossen! Je konsequenter der Boykott durchgeführt wird, desto nachhaltiger seine Wirkung, desto entscheidender der Sieg. Duldet keine Ausflüchte, keine Ausreden. Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns. Soweit unser Einfluß reicht, muß das Ringbier verpönt werden. Nicht ein Tropfen darf getrunken werden. Arbeiter, Genossen! Die Bierzufuhr ist eine geregelte. Sie wird mit jedem Tag der Fortdauer des Boykotts eine bessere. Alle Ansprüche können befriedigt werden. Darum widersteht jeder Versuchung, Ringbier zu trinken. Die schwerste Arbeit ist gethan. Die Periode der Organisirung des Kampfes war die aufreibendste. Jetzt wird uns der Kampf leicht, weil wir das Terrain zum guten Theil beherrschen. Der Sieg muß unser werden, wenn wie bisher mit gleicher Schärfe und Ausdauer der Parole gefolgt wird. Hoch der Boykott sämmtlicher Ringbrauereien! Trinkt feinen Tropfen Ringbier! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Char lottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Attien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Kinz u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlöschen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Exportbrauerei Nathenow, Niederlage bei May Denn hardt, N.W., Hannoversche Straße 18a. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frank furt a. D. " Versandbier 20 1/1 Tonnen 120 1/2 550 1/4 150 1/8 " " Pilsener 10 1/1 Tonnen 90 1/2 120 1/4 40 1/8 Hofbräu Tonnen 20 1/2 " n " 60 1/4 20.1/ 8 " " Dazu kommt der 40 1/2 140 1/4 25 1/2 " " 82 1/4 " " 40 1/8 8 1/8 " " 6 1/1 Tonnen 302 1/4 Tonnen Sonnabend- Ausstoß mit: 2 1/1 Tonnen 113 1/2 Tonnen Tonnen 6 1/2 2001/4 418 " " 36 Zonnen Die Boykottkommission. gaben ihm Genossen des 4. Reichstags- Wahlkreises, Mitglieder des Holzarbeiter- Verbandes, der Zentral- Krankenkasse, seine Kollegen aus der Pianofabrik von Gütschow( Wienerstraße) und sonstige Freunde und Bekannte von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes in Brit aus das lehte Geleite und legten Kranzspenden an seinem Grabe nieder. Sein eifriges Wirken' für die Ziele der Partei sichert ihm bei allen, die ihn kannten, ein bleibendes, ehrenvolles Andenken. Mit Haussuchungen hat sich die Polizei am Donnerstag Morgen beschäftigt. Bei mehreren Parteigenossen im sechsten Wahlkreise klopften in der neunten Stunde die lieben alten zusammen für die Stadtkundschaft durch die Kutscher 4518/4 Tonnen Wohlbekannten von der politischen Polizei an, um nach verdazu der Export und sonstiger Verkauf. ferner das Flaschenbiergeschäft an den ersten fünf Wochentagen. desgleichen an den Sonnabenden Frank- Macht Phönig- Branerei, E. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage, Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Berg- Brauerei, Brandenburg. Vertreter: H. Wolff, N., Dragonerstr. 31. Brauerei Wusterhausen, Vertreter: Max Fleischer, Reichenbergerstr. 155. Bürgerliches Brauhaus, Hamburg- Gilbeck, Kellerei und Niederlage, SW., Verlängerte Trebbinerstr. 7. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage G. Spiekermann, Weberstr. 66. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße 49a. Brauerei in Storkow( in Firma A. Miethe), Vertreter: Spiekermann, Weberstraße 66. Brauerei Hildebrandt, Nowawes. Vertreter: H. Hensel, Krausenstraße 18. Louisen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. 50 " 100 32 " Macht Ausstoß wöchentlich vor dem Boykott 633/4 Tonnen Unter dem Boykott wurden an den ersten fünf Wochentagen für die Kutscher fertig zum Abfahren" genracht: Versandbier Pilsener 5 1/1 Tonnen 60 1/2 120 1/4 5 1/1 Tonnen 20 1/2 " " " 40 1/4 10 1/8 Sonnabend- Ausstoß mit: Hofbräu Tonnen 5 1/2 30 1/4 20 1,8 " Tonnen 40 1/8 Dazu kommt der 31/1 Tonnen 25 1/2 65 1/4 30 1/8 Tonnen " 6 1/2 15 1/4 4 1/8 " " 2.1/ 2 10 1/4 4 1/8 " " " 16 1/2 Tonnen 105 1/2 Zonnen 33 1/2 Tonnen botenen Druckschriften zu recherchiren. Man beschlagnahmte, soweit uns berichtet worden, einige Parteibons, vereinzelte Liederbücher, ein Notizbuch und andere Kleinigkeiten, von denen kein Mensch weiß, was die Polizei damit anfangen will. zusammen für die Stadtkundschaft durch die Kutscher 155 1/ 2Tonnen drei Tage voll zu bezahlen. Es werde aber nicht immer gleich, dazu Export und sonstigen Verkauf.. 15 . 40 1/2 15 " " ferner das Flaschenbiergeschäft an den ersten fünf Wochentagen. desgleichen an den Sonnabenden Macht wöchentlicher Ausstoß unter dem Boykott 226 Tonnen Brauerei Danz, Freienwalde a. D. Vertreter: W. Marten, rund 4073/4 Tonnen zu verzeichnen. In baare Münze umgesetzt Herr Gregory hat mithin einen wöchentlichen Ausfall von N., Gartenstr. 152. heißt dies, daß Herr Gregory durch den Nichtverkauf von 4073/4 Tonnen Bier( die Tonne zu 18 M. Verkaufspreis gerechnet) einen wöchentlichen Ausfall an seinen früheren Einnahmen von Lokales. 73391/2 M. hat. sich schon seit einer Reihe von Jahren vor anderen Verwaltungs Der Bericht über das Straßenreinigungswesen zeichnet berichten des Berliner Magistrates durch ein besonders anges legentliches Bemühen aus, die vermeintlichen Lichtseiten der Ver waltung recht deutlich hervortreten zu lassen. Am auffälligsten zeigt sich dieses Bestreben jedesmal in dem Kapitel„ Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Arbeiter". Auch der diesjährige, die Zeit vom 1. April 1893 bis 31. März 1894 behandelnde Bericht, der jetzt erschienen ist, eifert darin wieder seinen Vorgängern nach. Er konstatirt eine an den Löhnen der ständigen Arbeiter und Arbeitsburschen gemachte Ersparniß von 19 149 M., verwahrt aber die Verwaltung gegen den Verdacht, daß etwa Lohnkürzungen stattgefunden hätten. Wenn Arbeiter erkrankten( wird dann ausgeführt), fönne ihnen nicht weiter Lohn gewährt werden, da sie Krankengeld und Unterstützung erhielten und die Direktion„ befugt" sei, sondern gewöhnlich erst dann Ersatz eingestellt, wenn längere Dauer der Krankheit anzunehmen sei. Dadurch würden, zumal bei den zahlreichen Erkrankungen, denen die StraßenreinigungsArbeiter ausgesezt seien, im Laufe eines Jahres bedeutende Summen erübrigt". Wer inzwischen die Arbeit des Erkrankten fallen. Daß diese dafür besonders bezahlt würden, steht nirgends macht, jür die noch kein Ersatz eingestellt ist, wird nicht gesagt. Sie fann aber nur den andern ständigen Arbeitern zur Zust türzung der Löhne, sondern durch Verlängerung der Arbeitszeit im Bericht. Dann werden also die Ersparnisse nicht durch Vergewonnen. Daß das auf dasselbe hinauskommt, scheint dem BerAuch das Bierbrauen ist ein wenig auf der Gregory- Brauerei fasser des Berichtes nicht klar geworden zu sein. Private Arzurückgegangen. So wurden vor dem Boykott wöchentlich beitgeber sind darüber meist besser unterrichtet. Sie wissen ganz Sum Parteitag. Parteigenossen! Laut Bekanntmachung durchschnittlich 8 Sud= 1040 Tonnen Bier gebraut, während genau, daß sie bei Verlängerung der Arbeitszeit sogar noch des Parteivorstandes ist der diesjährige Parteitag auf Sonn- unter dem Boykott nur noch wöchentlich 2 Su d= 260. beffer wegkommen, als bei Lohnkürzungen. Sie sparen dabei Bier gebraut werden. Es werden also auch hier wöchentlich ganz dasselbe, aber sie machen weniger böses Blut", weil die tag, den 21. Oktober, nach Frankfurt am Main ein- 780 Tonnen Bier weniger eingebraut Schädigung der Gesundheit von der Mehrzahl der Arbeiter weniger aber wie gesagt:" Der rasch und weniger deutlich empfunden wird als die des Geldberufen. Da die Tagesordnung äußerst reichhaltig ist, so ist es Boykott wirkt nicht". beutels. Gewiß werden sich auch die Straßenreinigungsarbeiter. dringend erforderlich, daß die Parteigenossen möglichst zeitig ,, Grober Unfug" welch eine geniale Erfindung unserer nicht ganz klar darüber sein, welche Bedeutung diese Ersparniß für alt den einzelnen, zur Berathung stehenden Fragen Gesetzgebung. Wenn alle Paragraphen unseres dickleibigen Straf- fie hat. Der Bericht bemüht sich nachzuweisen, daß ihre Lage an Stellung nehmen. Die Vertrauenspersonen Berlins sehen gesetzbuches versagen, dann findet der grobe Unfug3 sich günstig sei. Die Arbeit dauert Nachts 8 Stunden mit einer paragraph seine Anwendung; wenn der Redakteur einer halbstündigen Pause, am Tage 12 Stunden mit drei Pausen von sich daher veranlaßt, die nöthigen Volks- Versamm Beitung es fertig brachte, alle Beleidigungen oder sonstige Preß zusammen 3 Stunden. Das gilt aber nur für normales Wetter: lungen zum Freitag, den 28. September, anzu- sünden zu vermeiden, dann beginnt der grobe Unfug mit dem bei schlechtem dauert's länger. Zuweilen giebt's auch noch be beraumen. In diesen Versammlungen steht gleichfalls die Unfugsparagraphen. Bisher war allerdings Sachsen das fast sondere Arbeiten außerhalb der eigentlichen Arbeitszeit, und bei Wahl der Parteitags- Delegirten auf der Tages- ausschließliche Versuchsfeld, wo der grobe Unfug gedieh. Neuer plöglichen Regengüssen müssen die Arbeiter, auch wenn sie kaum man dings scheint ihn aber auch hier in Berlin ihren Dienst beendet haben, sofort wieder zur Stelle sein. Der ordnung. In Anbetracht der Wichtigkeit dieser Versammlungen importiren zu wollen. Unser verantwortlicher Redakteur Bericht sagt, das alles gehöre zu den Ausnahmen und könne richten wir an die gewerkschaftlichen und sonstigen Arbeitervereini Pötzsch erhielt heute vom Staatsanwalt ein Strafmandat nicht ernstlich in die gewöhnliche Thätigkeit der Arbeiter mit gungen Berlins hiermit die Bitte, an diesem Tage, soweit es in der Höhe von 6 M., weil er gegen den Kautschukparagraphen eingerechnet werden". Die Löhne( Vorarbeiter 3,75, Arbeiter irgendwie angängig, keine Versammlungen abzuhalten. Weiter gefündigt haben sollte. Dies Verbrechen soll begangen sein durch 1. Klasse 3,25 M., Arbeiter 2. Klasse 2,75 M., Burschen eine Notiz, in welcher bemängelt wurde, daß in den Berliner 1,60 M.) werden als vollkommen ausreichend hin verweisen wir nochmals darauf, daß Anträge zum Parteitag Messingwerken, Alexandrinenstr. 170, wo ein Arbeiter sich ver- gestellt. Ueber diesen Punkt äußert sich der Bericht in einem die von einzelnen Parteigenossen gestellt sind, der Gegen- leyte, fein Verbandsstoff vorhanden gewesen sei, sodaß der Ver- so bestimmten und entschiedenen Tone, als betrachte sein Verzeichnung der Vertrauenspersonen bedürfen.. Die betreffenden wundete einen starken Blutverlust erlitten habe. Das soll gegen fasser selbst den leisesten Zweifel an der Auskömmlichkeit der Parteigenossen werden also Anträge dieser Art der Vertrauens- den§ 360 des R.-Str.-G.-B. verstoßen, der bekanntlich von einer Löhne wie eine Frevelthat. Er denkt augenscheinlich die beste und ist der je meby man die Mietimuiche, eine persen ihres Kreises zugehen lassen; letztere wird dann rechtzeitig handelt. Daß gegen dieses Strafmandat die gerichtliche Ent- Löhne betont, desto nachdrücklicher tritt man dem Wunsche, eine Beunruhigung und Belästigung" eines größeren Personenkreises Deckung ist der Sieb; je mehr man die Auslömmlichkeit der ihre Veröffentlichung und Berathung bewirken. scheidung beantragt werden wird, ist selbstverständlich. Vohnerhöhung zu fordern, entgegen. Das entspricht ganz dem Geiste, der unsere städtische Verwaltung beherrscht, wenn es sich fommt uns die traurige Mär, daß mit einem Male in den harm darum handelt, die Lage ihrer weniger gut gestellten Beamten und Arbeiter zu verbessern. Am Klarsten kam er zum Ausdruck losen Erntefesten, welche auf den Köllnischen Wiesen abgehalten worden sind, behördlicherseits ein Haar gefunden worden ist. in den Worten, die der Stadtv. Meyer I 1891 in der Etatberathung Warum? Vielleicht wird dem boykottfreiem Bier, das dort ver- äußerte:" In dem vorliegenden Etat sind die Gehälter verschiedener Beamtenkategorien, sowie die Löhne städtischer Arbeiter zapft wurde, eine staatsfeindliche Wirkung zugeschrieben; furz zum Theil nicht unwesentlich erhöht. Doch täuschen Sie ich und gut, die Kolonisten dürfen, wie unser Gewährsmann meldet, nicht über die Folgen dieser Erhöhung, meine Herren! Volle auf den Köllnischen Wiesen feine öffentlichen Festlichkeiten mehr Befriedigung werden Sie dadurch nicht erzielen. Wenn wir eine abhalten. Wenn das die Sozialdemokratie nicht mürbe macht, Beamtengruppe in ihren Gehältern ausbessern, so werden sich was hilft dann noch? doch stets so und so viel andere finden, welche den gleichen Anspruch zu haben meinen, wie Jhuen ja die zahlreich eingegangenen Petitionen beweisen. Je mehr Entgegenkommen wir zeigen, desto mehr Aeußerungen der Unzufriedenheit werden wir hören; auf einen Zufriedenen werden immer 100 Unzufriedene fommen." Genau so sprechen private Arbeitgeber, wenn sie eine Lohnerhöhung verweigern. Die Vertrauenspersonen. Die Liste der boykottirten Gastwirthe und Restaurateure, die am Sonnabend wieder insgesammt veröffentlicht werden, müssen bis spätestens heute Mittag 1½ Uhr in der Expedition abgegeben sein. Spätere Zustellungen können für die Sonnabend- Nummer auf keinen Fall berücksichtigt werden. Keine Kameruner Gentefefte mehr? Aus Rigdorf Es ist ein gar köstlich Ding mit dem unverwüstlichen Gefasel von der Wirkungslosigkeit des Boykotts. Die RingbierDigane schreien sich beiser, sie schreien mit frächzender Stimme Die zum Besten der ausgesperrten Brauereiarbeiter komischerweise nicht über die Schmerzen, die ihren Auftraggebern vom Theaterverein freier Wille am 29. Juli im Elysium vervon der Arbeiterbevölkerung bereitet werden die werden ja anstaltete Matinee, bei der die Gesangvereine Gerechtigkeit, frohe nach fortdauernder Versicherung garnicht gespürt sondern sie Hoffnung, Olympia, Frisch zur Freiheit, Freiheit 1, Rothe Welte schreien einzig darüber, daß der Boykott partout nicht wirken will. Schöneberg, sowie die freie Vereinigung der Zivil- Bernismusiker Wie wir denn schon so oft in der Lage waren, zahlenmäßig mitwirkten, hat einen Ueberschuß von 453 M. 30 Pf. gebracht. darzulegen, wie der Boykott wirkt, so wollen wir denn auch Diese Summe ist an die unterzeichnete Kommission abgeliefert heute an einem nicht gut zu widerlegenden Exempel darthun, worden. Ein kleiner Reſt ſteht noch aus. Die Kommission der wie berechtigt der Radau der Ringbierblätter über die Wirkungs Brauer und Brauerei- Hilssarbeiter. losigkeit" des Boykotts ist. Auf der Brauerei Gregory wurden vor dem Boykott an den ersten fünf Wochentagen durchschnittlich für die Kutscher fertig zum Abfahren" gemacht: Eisenach hinter verschlossenen Thüren tagen. Es ist nun zweifelEugen Richter will bekanntlich mit seinen Getreuen in los das gute Recht Eugen's und seines Anhanges, sich die GesellDer Tischler Erust Platschkowski, ein braver Partei- schaft auszusuchen, welche ihnen am besten behagt. Außerdem genosse, starb am 9. September im Alter von 32 Jahren an der verliert die Welt sicherlich nichts, wenn sie nicht erfährt, was die Proletarierkrankheit. Am Mittwoch in später Nachmittagsstunde paar freisinnigen Offiziere und Unteroffiziere ohne Soldaten sich hinter den Koulissen in Eisenach zu erzählen baben. Interessant r Die Besuchszeit in den städtischen Krankenhäusern ist| Weinmeisterstraße derart verunglückt, daß er schleunigst in ein ist nur, wie Herr Richter über dieselbe Sache zu urtheilen be: gegenwärtig für zwei Tage der Woche auf je zwei Stunden festa Krankenhaus geschafft werden mußte. " Mittwoch, 10 000 Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke WNW 3. (-332126221 Wetter heiter wolkenlos halb bedeckt bedeckt die Abends folds Temperatur 50.40 R.) %( nach Celfing liebt, sobald fie bei anderen Parteien vorkommt oder wenigstens gesetzt. Diese lange Dauer des Besuches soll aber, wie berichtet behauptet wird, daß sie vorkommen soll. Da spielt uns nun der wird, mit Nachtheilen für die Kranken und Unzuträglichkeiten für 24 Jahre alte Tapezirergehilfe Wilhelm Saul aus Hameln. Im Bette erstickt ist am Dienstag Morgen um 7 Uhr der Zufall einen Ausschnitt aus der Freifinnigen Beitung" in die die Verwaltung verknüpft sein. Die Deputation für die städtischen Er ist in seiner Wohnung, Sebastianstr. 17, während der Nacht Finger, der aus der Zeit der Einberufung unseres Berliner Kranken- Anstalten hat daher am Mittwoch beschlossen, in Zu Parteitages 1892 stammt und in dem folgendes zu lesen steht: kunft die Besuchszeit auf drei Tage in der Woche von Krämpfen befallen werben, hat sein Gesicht dabei in Die sozialdemokratische Gleichheit geht wieder einmal in die Sonnabend und Sonntag- auszudehnen, jedoch die Stunden- Kissen gedrückt und ist erstickt. Brüche und zwar bezeichnenderweise bei der Beiwohnung am zahl auf die Zeit von 2-3 Uhr Nachmittags zu beschränken. Durch einen Schuk schwer verletzt wurde am Mittwoch fozialdemokratischen Parteitag selbst. Formell hat zwar jedermann Zutritt; thatsächlich aber wird diese anscheinende Na, na! Vom Gewerbegericht bringt die Volts: Nachmittag um 4 Uhr auf dem Tempelhofer Felde der neunwie die„ Berliner Preffe" mittheilt, mit Rücksicht auf den be- Charakter als sonst die Gerichtsverhandlungen, tragen die Ver- Gehirn gedrungen zu sein, so daß sich das Kind in Lebensgefahr Deffentlichkeit des Parteitages dadurch illusorisch gemacht, daß, Zeitung" folgendes Stimmungsbild: Ginen viel lebhafteren jährige Sohn eines Arbeiters. Das Geschoß traf ihn an der Stirn, durchschlug die Schädeldecke und scheint in das schränkten Raum" und den zu erwartenden starken Besuch ein handlungen vor dem Gewerbegericht. Es muß anerkannt wer Eintrittsgeld, wahrscheinlich von drei Mart, erhoben werden den, so schreibt man uns, daß es besonders die Vertreter der befindet. Den Schuß hat ein bisher nicht ermittelter Mann im wird. Nur den sozialdemokratischen Wahlvereinen ist eine An- Arbeitnehmer find, welche den Berhandlungen ein lebhaftes Alter von 20 bis 25 Jahren mit einem kleinen dunklen Schnurrzahl Freibillets für ihre Mitglieder zur Verfügung gestellt, doch Interesse entgegen bringen und mit allem Eifer bestrebt sind, die bart abgefeuert. Als er sah, welches Unheil er angerichtet hatte, dark von diesen Auserwählten niemand mehr als einen Tag den Rechte der Arbeiter wahrzunehmen. Das Amt eines Kammer- ergriff er die Flucht und entkam über die Monumentenbrücke Verhandlungen beiwohnen. Die sozialdemokratische Parteileitung vorsitzenden beim Gewerbegericht, welches von den Berliner hinweg, obgleich ein Radfahrer ihn verfolgte, und zwei ihm entmacht also thatsächlich einen Unterschied zwischen den Partei- Magistratsassessoren nur als Nebenamt verwaltet wird, gehört gegenkommende Personen ihn aufzuhalten suchten. genossen, während sie sonst geflissentlich das" Bourgeois- Progen- feineswegs zu den bequemsten. Während der Verhandlungen, so Zu der Explosion in der Kaserne des zweiten Gardes thum" in Gegensatz zu der geringeren Lebensstellung der Arbeiter führte einer der Vorsitzenden aus, habe er alle Noth, die er- Regiments wird noch berichtet, daß sich die drei Verunglückten stellt, gewährt sie dem besitzenden„ Genossen" ein Borrecht gegen- higten Parteien in Ordnung zu halten; im Berathungszimmer noch am Leben befinden, auch bei Bewußtsein find, aber nicht über dem besitzlosen, statt, wie es sonst üblich ist, Ginlaß platen dann die Ansichten der Beisitzer beinahe ebenso heftig vernommen werden können. Zur Linderung der Qualen haben farten nach Maßgabe des vorhandenen Raumes unentgeltlich zu aufeinander; komme er nach Hause, so finde er nicht selten seine fie Delumschläge erhalten. Bei der anfänglichen Namensvertheilen. Die Arbeiterschaft dürfte über diese Auslegung des Entscheidungen in der Presse einer scharfen Kritik unterzogen. feststellung ist insofern ein Frrthum untergelaufen, als die beiden Gleichheitsprinzips durch ihre Vertreter wenig erbaut sein." Es sei beffer, sein Brot als Steinklopfer zu Maurer Gottlieb Hauch und August Kluge, nicht Hauck und Was die thatfächlichen Angaben dieser Notiz betrifft, so verdienen, denn als Vorsitzender im Gewerbegericht. Gloge heißen. wissen unsere Leser, daß sie öde Flunkereien sind; wie steht es or furzer Zeit zogen sich, wie üblich, nach der Veraber mit der sonst üblichen unentgeltlichen Vertheilung von bandlung mit den Parteien, der Vorsitzende und vier Bei- Beim Segeln um das Leben gekommen ist am DonGinlaßkarten nach Maßgabe des Raumes" für die Verhandlungen schien recht stürmisch zu sein: auch tehrte nur der Vorsitzende mit der Jagowstraße 22 in Moabit. Er hatte in Gemeinschaft mit fiber zur Berathung zurück; die Berathung dauerte lange und nerstag Vormittag um 1012 Uhr der Klavierspieler Viehweg aus in Eisenach, Herr Richter? zwei Beisigern in das Verhandlungszimmer zurück, während zwei einem Hausdiener das Eegelboot des Gastwirths Wegener aus Ein Musterunteruehuter. Die Bosnische Zeitung" be: Beisigende fich entfernt hatten und an den Verhandlungen nicht Schildhorn bestiegen und war auf die Havel hinausgefahren. richtet: Der Generalsekretär des Hirsch- Duncker'schen Gewerk- mehr theilnahmen. Wie nachträglich bekannt wurde, sind die Schon kurz hinter dem Wagner'schen Lokal brachte ein Winditoß vereins Mauch hatte den Besitzer der Alten Hütte" in Neu- beiden ausgeschiedenen Beisitzer während der Berathung so heftig das Boot zum Kentern, und beide Insassen fielen ins Wasser. falz a. D., den Bankier W. v. Krause in Berlin, ersucht, seine gegen einander gerathen, daß der Vorsitzende erklärte, fernerhin mit Hilfe eines anderen Bootes konnte der Hausdiener gerettet Arbeiter dem Gewerkverein beitreten zu lassen und ein vor vielen nicht mehr mit den betreffenden Beisigern arbeiten zu können; werden, während Viehweg ertrunken ist. Jahren erlassenes Verbot des Beitritts zu diesem Gewerkverein er bat daher lettere, sich aus dem Gewerbegericht zu entfernen. Polizeibericht. Am 12. d. M. Vormittags wurde ein Mann zurückzunehmen. Herr v. Krause hat dem„ Niederscht. Anz." zu Der Herr, der solches Malheur in seiner Amtsführung gehabt in seiner Wohnung, in der Rheinsbergerstraße, erhängt vorge= folge darauf eine ablehnende Antwort ertheilt. Nachdem Herrn hat, scheint ein wenig nervös zu sein und im übrigen noch nicht funden. Beim Abrüsten einer Rüstung am Hause HolzmarktW. v. Krause afle Vortheile, die seinen Leuten von den Gemert- als Steinklopfer gearbeitet zu haben. ftraße 69/70 fiel ein Dachdecker aus einem Fenster des zweiten vereinen geboten werden, auseinandergesezt waren und ihm das Von der städtischen Waisen- Erziehungs- Auftalt. Die Stocks in den Hof hinab und erlitt schwere innere Verlegungen. Ansuchen gestellt war, das zur Zeit bestehende direkte Verbot Kinder, die der städtischen Waifenpflege anheimfallen, gelangen Nachmittags fand im Offizierkasino des 2. Garde Regiments zurückzunehmen und nicht hindernd in den Weg zu treten, aus dem„ Waisen- Depot"( Alte Jakobstr. 33), in dem sie zunächst zu Fuß, Friedrichstr. 107, eine Gasexplosion statt, bei der ein wenn die bei ihm beschäftigten Arbeiter von dem ihnen Unterkunft finden, entweder in die„ Kostpflege" oder in Anstalten, Malerlehrling und zwei Maurer im Gesicht und an den Händen gefeglich gewährleisteten In der Bandelstraße wurde Rechte der Koalition Gebrauch namentlich in die„ Waisen- Erziehungs- Anstalt der Stadt Berlin bedeutende Berletzungen erlitten. machten, da er ein solches Verbot dauernd doch nicht zu Rummelsburg", je nachdem sie in der Familie oder in einer ein Knabe durch einen Ziehhund gebissen und am Arm bedeutend aufrecht erhalten könne und dadurch nur die Sozial- Anstalt erzogen werden sollen. Die Mädchen werden seit 1871 verletzt.- Auf dem Tempelhofer Felde wurde ein Knabe durch demokratie auch in seinem Werk Eingang gewinne, erklärte der fast sämmtlich in Kostpflege gegeben, da hier die Erziehung in einen Schuß an der Stirn getroffen und anscheinend schwer verHerr, er könne sein Verbot nicht zurücknehmen, er fürchte die der Familie als geeigneter angesehen wird. Bei den Knaben leht. Der Thäter ergriff die Flucht und entkam. Sozialdemokratie nicht; es sei gar nicht möglich, daß seine Ar- wird die Erziehung in Anstalten und in Familien neben ein wurde vor dem Bahnhof Alexanderplaß eine Frau von einer beiter sich dieser anschlössen, dafür bürgen eine strenge Fabrik- ander angewandt. Die Rummelsburger Anstalt nimmt( ab- anderen umgerannt, fie erlitt eine Verstauchung des Hüftgelents. ordnung, fein Direktor Herr Krumbholz und die Meister auf gesehen von In der Weinmeisterstraße fiel ein Arbeiter ohnmächtig zu einer geringen Anzahl Mädchen, die an seinem Werke. Die Arbeiter der Alten Sütte", sagte Herr chronischen Krankheiten oder Schwäche leiden) nur Knaben Boden und zog sich eine erhebliche Verlegung an der Stirn zu. v. Krause, hätten überhaupt gar nicht nöthig, solchen gemein auf. Am 1. April 1893 befanden sich darin 462 Kinder, der -Im Laufe des Tages fanden sechs Brände statt. nüßigen Organisationen beizutreten, er selbst sorge für seine Leute Zugang in 1893/94 betrug 346, der Abgang 403, so daß am Witterungsübersicht vom 13. September 1894. in ausgiebigstem Maße; es seien die verschiedenartigsten Ein- 1. April 1894 405 Kinder in Pflege blieben. Konfirmirt wurden richtungen von ihm für seine Leute getroffen, und dazu würden 97 Knaben. Davon blieb 1 in weiterer Pflege und 94 tamen von diesen ja auch Beiträge gezahlt. Reise- Unterstützungen brauchten in die Lehre, fast ausschließlich bei Handwerkern. Nur 2 wurden die auf seinem Werk beschäftigten Leute nicht; denn er entlasse zu weiterer Ausbildung auf Realschulen gegeben. Der Bildungs- Stationen. nie einen Arbeiter, vorausgesetzt, daß er sich der sehr strengen stand der Konfirmirten scheint im allgemeinen nicht hoch gewesen Fabrikordnung füge. Arbeitslosen Unterstützung brauchten sie zu sein. Nur 26 hatten die 1. und 41 die 2. Klasse der sechsauch nicht, denn Arbeitslosigkeit und flauer Geschäftsgang tämen klassigen Schule erreicht, dagegen 24 nur die 3. und 6 gar mur bei ihm nicht vor, und bei besonderen Gelegenheiten fönnten sich die 4. Klasse. Noch auffälliger war die mangelhafte Schulbildung Swinemünde. feine Arbeiter bittend an ihn wenden; dann trete er persönlich bei den Neuaufgenommenen. Unter 91 in 1893,94 neu in die Hamburg mit seinen Mitteln zur Unterstützung ein. Jin übrigen, erklärte Schule Aufgenommenen hatten bereits 47 das 12. Lebensjahr Berlin Herr von Krause, hätten seine Leute die zehn Biennige für die vollendet, was etwa dem 6. Schuljahr entspricht. Aber nur 5 Wiesbaden. Woche zum Beitrag für den Gewerkverein gar nicht übrig; der davon famen in die 1. und 12 in die 2. Klasse, dagegen 18 in Lohn sei so knapp, daß er gerade zum Lebensunterhalt und zu die 3., 7 in die 4., 3 in die 5. und 1( ein über 14 Jahre alter den Beiträgen für die Fabrikwohlfahrtseinrichtungen reiche, und Knabe!) gar in die 6. Klasse. zulegen fönne er nichts zu den Löhnen, die Geschäftslage lasse Wegen Ausbruchs der Klanenfeuche bleibt der Zentral dies nicht zu. Auf den Einwurf, daß seine Fürsorge bis auf das Privatleben seiner Leute doch wohl zu weit gehe, erklärte Biehhof bis auf Weiteres für den Abtrieb von Schweinen geHerr von Krause, er müsse dies gleichwohl für sich in Ansprsich sperrt. nehmen; es stäude ja einem jeden, dem dies nicht passe, frei, Auf einem Neuban in der Berlinerstraße in Rigdorf stellten sein Werk zu verlassen und sich andere Stellung zu fuchen!" die sämmtlichen Bauarbeiter die Arbeit ein, weil ihnen am Wetter- Prognose für Freitag, den 14. September 1894. Es ist immerhin gut, daß sich unter den Unternehmern Leute Sonnabend ihr sauer verdienter Lohn vorenthalten wurde. Ziemlich fühles Wetter mit mäßigen bis frischen nordwestbefinder, die offen ihren Sklavenhalter- Charakter zu bekennen Augenscheinlich handelt es sich wieder einmal nm einen oer jetzt lichen Winden und veränderlicher Bewölkung ohne erhebliche wagen. Die meisten dieser Herren sind viel zu gefcheidt, um so modernen Schwindelbauten. Was in letzterer Beziehung geNiederschläge. Berliner Wetterbureau. so naiv, wie zum Beispiel Herr v. Krause zuzugestehen, daß der leistet wird, beweist der Umstand, daß sich gegenwärtig in einer von ihnen gezahlte Arbeitslohn eben vor dem Verhungern schüßt. der neuen Straßen Rixdorfs fast sämmtliche Häuser in gerichtUebrigens wundert uns, daß der Herr Bantier noch feinlicher Zwangs- Verwaltung befinden. Kommerzienrath ist. Dieser Titel tommt dem Herrn v. Krause ebenso sehr zu, wie den Herren Hirsch- Duncker'schen, die troß mittag um 6½½ Uhr der faft 71 Jahre alte Almosenempfänger Anscheinend Hungers gestorben ist am Mittwoch Nachalledem immer noch die Harmonieflöte blasen, der Charakter von Andreas Klubinsty, als er auf Veranlassung der Armen- am Amtsgericht II in gestriger Sigung in einer Anklagefache Ein bemerkenswerthes Urtheil fällte das Schöffengericht vorsündsluthlichen Geschöpfen. direktion mittels Krankenwagens nach dem katholischen KrankenGin Mißverständniß. hause in der Großen Hamburgerstraße gebracht werden sollte. wegen Verfälschung von Nahrungsmitteln, die sich gegen den Wie bereits mehrfach erörtert, Er wohnte in dem Hause Manteuffelste. 3 im Seitenflügel 3 Tr. Schlächtermeister Karl Richter aus Neu- Weißensee, gegen deſſen mußten Passagiere der Stadt- und Ringbahn eine Strafe von Ehefrau Ottilie geb. Landsberg und den Gesellen Robert 6 Mark bezahlen, wenn sie irrthümlicherweise oder absichtlich über hoch seit dem 1. Oftober 1892, mit seiner 61 Jahre alten Ehe Heimann richtete. Am 12. März d. J. fand eine große die fünf Stationen hinausgefahren waren, zu welchen ihr Behn- fenstrigen Zimmer, deffen ganze Ausstattung aus einer Bettitelle, Revision des Riydorfer Wochenmarktes statt. Von 22 Schlächtern pfennigbillet berechtigte, gleichviel, ob der Betreffende fich nach einem Tische und einer Bank besteht. Den Lurus einer Gardine und Fleischwaarenhändlern wurden je mehrere Proben von Schlack Beendigung der Fahrt zur Nachlösung einer Fahrkarte meldete fonnten sich die alten Leute nicht leisten. Da Klubinsky feit der Kreischemiter Dr. Stelzer Pferdefleisch in der Wurst. Gegen und Mettwurst entnommen. Bei 15 dieser Geschäfte entdeckte oder nicht. Wie die Direktion der Stadt- und Ringbahn öffent- längerer Zeit arbeitsunfähig war, die Ehefrau aber durch Wäsche diese 15 Geschäfte ist Anklage erhoben worden, ein Theil lich bekannt machte, ist die Strafe von 6 Mart auf ein Mißwaschen ihres Alters wegen auch nicht viel erwerben konnte, so verständniß des betreffenden Bahngefeßparagraphen seitens bezog das Paar eine Armenunterstützung in Höhe von 12 M. derselben ist je nachdem verurtheilt oder freigesprochen der Stationsbeamten zurückzuführen, da die letzteren nur monatlich. Davon mußte ein Theil für die Miethe verwandt zur Erhebung der 6 Mark berechtigt seien, falls ein beabsichtigter werden, damit wenigstens das Obdach erhalten werden Auch Richter und die beiden Mitangeklagten gehörten Betrug erwiesen ist. Jest hat die Direktion allen Den konnte. Kein Wunder daher, daß die alten Leute die größten zu dieser Serie. Frau und Geselle waren mitangeflagt, weil sie welche laut Buch nachweis die 6 Mart Entbehrungen ertragen mußten und oft tagelang nichts zu essen bei dem Verkauf der angeblich verfälschten Wurst geholfen hatten. Strafe bereits bezahlt haben, durch ein Schreiben von der hatten. Der Mangel nagte an der Gesundheit und der Greis Richter, der eine große Wurstfabrit mit Dampfbetrieb bejizt, be unberechtigten Erhebung des Geldes durch die Stations ftritt energisch, daß jemals Pferdefleisch von ihm verarbeitet beamten Kenntniß gegeben mit der Aufforderung, 5 M. wurde nach und nach derart schwach, daß sich ernste Besorgnisse worden sei. Wenn in den Proben wirklich Pferdefleisch gefunden der gezahlten Summe an der Hauptkasse der Stadt- um einstellten, und er am Mittwoch wegen Siechthums nach dem worden wäre, so könne nur eine Verwechselung der Proben ents St. Hedwigs- Kraufenbause befördert werden sollte. Die Hilfe weder in den Händen der Beamten, welche die Proben einkauften, verschied der Alte. Die Leiche wurde nach dem Schauhause ge- dem die Kontrolle fam indeß schon zu spät; denn auf dem Wege nach dem Hospital oder des Chemikers stattgefunden haben. Gendarm Kamenz bracht. Die hinterbliebene Wittwe zeigte gleichfalls Zeichen der des Rigdorfer Wochenmarktes feit bittersten Noth in ihrem Aeußeren. Einen Nothstand giebt es Jahren obliegt, bestritt auf seiner Seite die Möglichkeit einer natürlich nicht. Verwechselung und gab dem Gerichtshofe eine detaillirte Darftellung, mit welcher Vorsicht die entnommenen Proben registrirt Der Hauswirth als Nanfbold. Um die Sehkraft auf und behandelt würden. Auch der Chemiker wies die Möglichkeit Das Auskunftsbuch über schlechte Miether", in dem dem linken Auge gekommen ist am Mittwoch Morgen gegen einer Verwechselung weit von sich und setzte dem Gerichtshofe die die Herren Hausbesitzer ihr Spiel treiben wollen, soll eine Um- 6 Uhr der 33 Jahre alte Arbeiter Wilhelm Stiefenhofer aus der Methode auseinander, nach welcher die Proben chemisch und fänglichkeit erhalten, die wirklich dem Adreßkalender Konkurrenz Neuen Hochstraße 18. Er war von dem Schuhwaaren- Fabrikanten mikroskopisch behandelt werden, um zu einer sicheren Unterschei= macht. In das Buch sollen nicht nur hartnäckige Miethzins Simon angenommen worden, um bei dem Auszuge aus dung zwischen Pferdefleisch und Schweine beziv. Rindfleisch zu verweigerer und Prostituirte beziehungsweise deren Förderer dem Hause Biesenthalerstraße 18 behilflich zu sein. Sei es gelangen. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Rosenthal I, stützte Aufnahme finden, es soll vielmehr ein Berrufsbuch" um- nun, daß Simon unberechtigter Weise ziehen wollte, sei sich auf die Kritik der Fachpresse des Schlächtergewerbes, namentfaffendster Art werden. Nach der offiziellen Mittheilung eines es aus einem anderen Grunde: der Hauswirth erschien bevor lich der Allgemeinen Fleischer- Zeitung", welche das Verfahren Grundbesitzervereins sollen darin Aufnahmre finden: Miether, die Sachen hinausgebracht werden konnten; ein Streit entspaun des Chemikers Dr. Stelzer gefunden hat und führte mehrere welche a) wegen nicht bezahlter Miethe ermittirt worden, sich zwischen Wirth und Miether, an dem sich auch Stiefenhoser Fälle an, in denen der Chemiker sich geirrt und absolut nur aus b) heimlich gerückt sind, c) ihre Wohnungen zu Prostitutions betheiligte. Dabei schlug der Eigenthümer Klose mit einem Pferdefleisch hergestellte Wurst als rein und einwandsfrei" bes zwecken benutzt haben, d) durch gewolmheitsmäßige Rube- Stocke nach dem Arbeiter. Dieser wurde in das Auge getroffen zeichnet habe, während er in notorisch aus reinem Rind- und törungen das polizeiliche oder gerichtliche Einschreiten nöthig und sofort nach einem Krankenhause gebracht. Es erscheint Schweinefleisch hergestellter Wurst Pferdefleisch konstatirt haben gemacht haben, sowie e) alle diejenigen unlauteren Elemente, sehr zweifelhaft, ob das Sehvermögen wieder hergestellt wollte. Da nun ein Irrthum des Sachverständigen immerhin welche zu solchen Beschwerden Anlaß gegeben haben, daß werden kann. möglich sei, andere Zeugen aber bestätigt hätten, daß Richter niemals ihre Entfernung aus dem Hause anf gerichtlichem Wege Eine aufregende Szene spielte sich gestern in der Hermann- Pferdefleisch verarbeite, so rechtfertige sich die Freisprechung. Der erzwungen werden mußte, oder endlich solche: f) bei denen bestraße in Nigdorf ab. Gin anständig gekleideter Mann, der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten Richter zu 50 M. Geldstrafe. fondere Borsicht bei Abschluß von Miethsverträgen anzu später als ein Schuhmacher Gustav K. aus Berlin festgestellt Daß dieser Pferdefleisch verarbeitet habe, sei durch das allein maßgebende Gutachten des Sachverständigen erwiesen. wurde, entledigte fich plötzlich seiner fämmtlichen Kleider und Verwechselung der Proben oder ein Irrthum des Sachverständigen Wenn denn einmal der Boykott, und zwar nicht der offene, warf sich alsdann vor einem Pferdebahn- Wagen über das Ge- erscheine nach Lage der Sache ausgeschlossen. Die Ehefrau und ehrliche, sondern der geheime, hinterlästige von den Hausagrariern leis. Glücklicherweise konnte der Kutscher des Pferdebahn- Wagens der Geselle mußten freigesprochen werden, weil nicht erwiesen flott betrieben werden soll, so hätten unseres Erachtens auch die Miether Urfache genug, fich zur Abwehr zu rüsten. Uns dünkt noch rechtzeitig halten, so daß K. unversehrt blieb. Ein Polizei sei, daß dieselben von der Zusammensetzung der Wurst Kenntniß daß in gegenwärtiger Zeit Wohnungen die Fülle leer stehen, ein beamter brachte den unglücklichen Geistesgestörten nach dem Amts haben mußten. Der Vertheidiger hat gegen dieses Urtheil sofort jenigen, Ringbahn am Alexanderplatz zu erheben. Warum denn nur fünf Mark? Psychologisch interessant ist es übrigens, wie mit einem Male in allen Stationsbeamten daz Mißverständniß auftauchen konnte, durch das ehrliche Leute ohne weiteres zu Betrügern gestempelt wurden. Vielleicht wird uns auch dies Geheimniß noch erklärt. wenden ist. Boytott derjenigen Hauswirthe, die notorisch ihre Miether quälen und chikaniren, gar fein so übles Ding wäre. Wurst wider Wurst! frau zusammen. Die Wohnung besteht nur aus einem einMünchen Wien 761 10 766 NW 12 764 WNW 11 . 768 N 11 767 Still heiter 8 764 WNW halb bedeckt 12 Haparanda 754 NNO Petersburg Cort. Aberdeen 744 NW wolkig bedeckt 4 9 775 DND 773 763 Still halb bedeckt woltig woltenlos 14 14 12 Paris Gerichts- Beitung. worden, gegen die übrigen schwebt das Verfahren noch. " Eine die Berufung angemeldet und die bekannten Gerichtschemifer Durch einen Sturz vom Omnibus ist am Mittwoch Dr. Bischoff und Dr. Jeserisch als Gegensachverständige in Bor Abend 9 Uhr ein Arbeiter an der Ecke der Nosenthaler- und Ischlag gebracht. " Der Auffage wegen Vergehens gegen die Sittlichkeit, von dort sorgfältig prüfen zu können. Die Sachen wanderten der viele Millionen besitzt. Diefer Millionär beschwerte sich der der Redakteur der Deutschen Warte" kürzlich freigesprochen sofort ins Pfandhaus. Eine Wittwe vertraute ihm öffentlich darüber, daß ihm die Berliner Stadtverwaltung zu viel wurde, lag, wie wir auf Wunsch dieses Herrn hiermit bestätigen, zwei Sparkassenbücher über zusammen 2175 Mart an. Er Steuern auferlege und drohte mit der Verlegung der Residenz. Bisdie Aufnahme von Heirathsgesuchen zu Grunde. follte das Geld abheben und es den Erbberechtigten nach marc nahm als vielfacher Millionär ohne Gewissensbisse die fog. auswärts schicken. Dieße unterschlug hiervon 600 M. Aehnlich Bismarckipende an, zu welcher den Arbeitern die Beiträge vielfach Eine schwere Aufgabe hatte gestern der Molkereibesitzer lagen die übrigen Fälle. Die Mitangeklagte Kupfer beftritt, daß abgepreßt worden waren. Vor einigen Jahren verklagte Se. DurchSchmidt vor der siebenten Strafkammer des Landgerichts I zu sie den wahren Namen und Stand des Dieze gekannt habe, laucht einen armen Tagelöhner, der ausgerückt war, auf Herausgabe erfüllen. Er hatte als Zeuge gegen feinen einzigen Sohn, den ebenso wenig habe sie davon eine Ahnung gehabt, wie derfelbe einer Gans. Und dieser Mann soll sieben Kühe verschenkt 19 jährigen Arbeiter Wilhelm Schmidt, aufzutreten. Der junge Mann ist auf einen bösen Weg gerathen. Wie der Vater die Mittel erwarb, über die er verfügte. Daß sie sich Frau haben! Freilich weiß man nicht, wie viel die Beschenkten bekundete, ist der Sohn ein Opfer seines Hanges zum Müßig zeihlich. Der Gerichtshof verurtheilte sie nur wegen der Ueber gang und zum Wohlleben geworden. Der Angeklagte wußte, daß fein Vater in einem verschlossenen Pulte eine größere Geldsumme tretung zu 15 M. Geldstrafe. Der Angeklagte Diege wurde verwahrte. Er ließ sich von seinem Freunde, dem Mit- dagegen zu 3 Jahren Gefängniß, 5jährigem Ehrverluß angeklagten Schlosser Otto Gumbert einen Nachschlüssel und einer Woche Haft verurtheilt. zum Pult anfertigen und stahl den ganzen Inhalt, gegen 600 M. Das Geld wurde von den beiden Burschen innerhalb kurzer Zeit in der leichtsinnigsten Weise vergeudet. Der unglückliche Vater war im Termin geneigt, den Strafantrag gegen seinen Eohn zurückzunehmen, als er aber erfuhr, daß derselbe noch einen zureiten Diebstahl begangen, indem er einem eingeschlafenen Bechgenossen das Portemonnaie aus der Tasche gestohlen hatte, rief er vom Zorn übermannt: Nun, denn mag er für beide Dieb: fähle seine Strafe bekommen!" Der Angeklagte Schmidt, der feine Spur von Reue seigte, wurde zu einem Jahre und einem Monat Gefängniß, der Angeklagte Gumbert zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. erhalten. Die Arbeiter zu Varzin flagen gar sehr, und nach den amtlichen Wahlakten sind bei der letzten Reichtagswahl im Wahlbezirk Dorf und Gut Varzin etiva 60 sozialdemokratische Stimmen ungefähr ein Drittel der dortigen Gesammt- Stimmenzahl abgegeben worden, was jeder Vor dem Rigdorfer Schöffeugericht batte sich kürzlich der Unbefangene. als einen Beweis bafür ansehen wird Artist Gustav Rudolf Roßdeutscher wegen Diebstahls zu verant- es den dortigen Wählern nicht zu gut geht. Für uns ist diese worten.. Um sich Geld zum Kneipen zu verschaffen, entwendete Thatsache noch eine besondere Freude. Der Mann, der durch ein der Angeklagte einem armen Dienstmädchen 11 M. baares beispiellos hartes Ausnahmegesetz die Sozialdemokratie vernichten Gelb, sowie eine Damenuhr im Werthe von 25 M. Das Urtheil wollte und noch jetzt empfiehlt, dieselbe mit Gewalt zu bekämpfen, hat in seiner unmittelbaren Umgebung Anhänger dieser selben lautete auf zwei Monate Gefängniß. vervehmten Partei großgezogen. Auch eine Vergeltung! wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( Zwei Buchstaben oder eine Batt Briefkaffen der Redaktion. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Wendt in Rigdorf theuer zu stehen gekommen. Auf einer„ Bier Ein galantes Abenteuer ist dem königl. Förster a. D. 23jährige unverehelichte Marie Schulz aus Briz kennen, reise", die Wendt am 2. August d. I. unternahm, lernte er die welche lediglich von der Prostitution lebt. Wendt nahm die Maid mit nach seiner Wohnung, als er aber am nächsten Morgen Zwei Genoffen.„ Karl der der Rahle" regierte von 843 erwachte, war sein Schüßling verschwunden und mit ihm eine bis 877. goldene Uhr, ein Portemonnaie mit ca. 150 M., sowie aus dem Volksstimme Frankfurt a./O. Die Notiz, aus leicht Schreibtisch ca. 450 M. Die Schulz wurde auf erstattete Anzeige erklärlichen Gründen nicht aufgenommen; jedoch dem Verfasser in Haft genommen und hatte sich kürzlich vor dem Rixdorfer zugestellt. Schöffengericht wegen Diebstahls zu verantworten. Die Angeklagte C. 2. 99. Sie können warten: Die ausgeklagte Forderung gab nur den Tiebstahl der 150 M. zu, das übrige Geld, sowie verjährt erst in 30 Jahren. Lassen Sie sich aber vollstreckbare die Uhr entwendet zu haben, bestritt sie entschieden. Das Urtheil Urtheilsausfertigung ertheilen. lautete auf neun Monate Gefängniß. J. P. 18. Nein. Vermischtes: In Johannisthal erregte vor etwa drei Monaten die Verhaftung eines angeblichen Ehepaares, welches dort eine Sommerwohnung bezogen und sich als„ Forst- Assessor Duncker und Ehe frau" angemeldet hatte, Aufsehen. Dem Gendarm Hauschild kam das Paar verdächtig vor. Als er festgestellt hatte, daß der Ghemann ihm eine falsche Wohnung angegeben hatte, fagte er ihm auf den Kopf zu, daß er auch über feine Personalien falsche Angaben gemacht habe. Der angebliche Assessor gestand denn auch ein, daß er der Schreiber Ferdinand Dietze und feine Begleiterin die Schauspielerin Margarethe Kupfer sei. Frau und Kind hatte er in Berlin in bedrängten Verhältnissen zurückgelassen. Der Gendarın sah das Steckbrief Verzeichniß nach und entdeckte, daß Tieze wegen Bismarck wird bald sterben. Nicht etwa, daß er augenverschiedener Betrügereien und Unterschlagungen gesucht wurde. blicklich besonders frank wäre, meint unser Braunschweiger Diege wurde in Haft genommen, seine Begleiterin auf freiem Parteiblatt, aber er hat nach den Meldungen kapitalistischer Fuß belaffen. Gestern standen beide vor der zweiten Ferien- Blätter eine sogenannte gute That vollbracht, die Leute seines Straftammer des Landgerichts I, Dietze wegen der erwähnten Schlages nur fertig bringen, wenn sie ihr nahes Ende herankommen Strafthaten, die Kupfer wegen Hehlerei, beide außerdem wegen sehen. Als der Alte vor einigen Wochen nach Barzin fuhr, war Beilegung eines falschen Namens. Der Angeklagte Dieze war furz vor der Einfahrt durch den damals herrschenden Sturm im Wesentlichen geständig. Sein Vater war gerichtlicher ein Baum umgebrochen und lag quer über dem Wege. Dieses Tagator gewesen, der Angeklagte hatte ihm Schreiberdienste ge- Hinderniß wurde indessen noch rechtzeitig beseitigt und als Bis. leistet. Im vorigen Jahre nahm der Vater sich das Leben, in marck kam, ging die Einfahrt glatt von statten ein Unglück einem hinterlassenen Schreiben gab er als Grund an, war vermieden. Das soll den Alten, der das Leben anderer nie daß er der übernommenen Verpflichtung, die Schulden für feinen schonte, aber an seinem eigenen doch zäh festhält, so gerührt Inderlichen Sohn zu bezahlen, nicht gewachsen sei. Der An haben, daß er an sieben Arbeiter je eine Rub schenken ließ je eine unterein getlagte hat dies traurige Ereigniß zu seinen Betrügereien be- und zugleich anordnete, die Kühe nußt. Er stellte sich den Personen, welche Erbschaften zu feinen Stallungen zu füttern. Vorausgesetzt, daß diese reguliren hatten, als amtlicher Tagator und Nachfolger feines Nachricht richtig ist, kann derjenige, der den Geiz Bisverstorbenen Baters vor. Handelte es sich um die Schäzung von mard's tennt, nicht genug darüber staunen. Bismarck war in Kunst oder Schmuckgegenständen, so erbat er sich die Erlaubniß, seiner Jugend ein verarmter Junker das Stammschloß Schöndieselben mit nach Hause nehmen zu dürfen, um fie hausen war bereits verkauft worden und ist heute ein Mann, Für den Inhalt der Jnierate über nimmt die Redaktion dem Bublikum Adolph Ernst- Theater unserem Freunde u. Kollegen Otto Freitag, den 14. September: Zum 7. Male: gegenüber keinerlei Verantwortung Lolotte's 28 Tage. Theater. Freitag, den 14. September. Opernhaus. Der Ring des NibeGesangspoffe in 3 Aften v. H. Raymond u. A. Mars. Musik v. Viktor Roger. ( Novität.) Tüngel zu seinem heutigen Wiegenseste ein donnerndes Hoch![ 28966 Na aber, Otto, fehlt denn Talg? C. 3. P. K. A. R. F. K. C. G. 5. N. P. K. Vom tiefsten Schmerz gebeugt, theilen wir allen Verwandten und Bekannten mit, daß unsere vielgeliebte Frau und Die neuen Dekorationen sind aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Mutter Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Roburg. In Szene gefeßt v. Ad. Ernst. Schauspielhaus. Der Tugendwächter. National- Theater. Leffing- Theater. Die Haubenlerche. Berliner Theater. Der Pfarrer von Kirchfeld. Neues Theater. Das neue Gebot. Schiller Cheater. Der Veilchenfresser. Deutsches Theater. Das vierte Gebot. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Voltsfänger. Rehdenz- Thenter. Demi- Monde. Theater Unter den Linden. Drphens in der Unterwelt. Bellealliance Theater. Pension Schöller. Adolph Ernst- Theater. Lolotte's 28 Tage. Central- Theater. O! diese Berliner! Airranderplan Theater. Ver botene Liebe. Borher: Ein Ehren amt. National Theater. Ein Modell. Susanne im Bade. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Baufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Große Frankfurteritraße 182. Gastspiel des Fräul. Bertha Rother: Um 9 Uhr: Ein Modell. Posse von Eugen Prudens. Vorher um 71/2 Uhr: Susanne im Bade. Große Posse mit Gesang in 4 Atten von Eugen Prudens. Mufit von Adolph Wiedecke. Regie: May Samst. Rassenöffnung 512 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag Nachmittag 3 Uhr: VoltsVorstellung: Die Räuber. An Vereine verpachten wir für die Sonnabend- Abende u. Sonntag Nach früh 41/2 Uhr, entschlafen ist. üh 4½ 28886 Die Beerdigung findet am 14. d. M., Nr. 13. 1. Rechtsanwalt Dr. Hersfeld wohnt Leipziger straße 25. 2. und 3. Ohne Rücksprache nicht zu beantworten. K. H., Rigdorf. Ja. 1863. p. 8. Die alte Vereinbarung gilt. R.$. 101. Zwischen 2 und 6 M. 2. Die deutsche. 3. Das geht nicht in Kürze anzugeben. G. 100. 1. So oft er Luft hat. 2. Es wurden an sozialdemokratischen Stimmen abgegeben, beziehentlich Abgeordnete gewählt: im Jahre 1871: 1874: 1877: " " -12ton- lado!! 101 927 851 670 1 493 447 1878: 437-158 9 " 1881: 311 961 12 1884: 549 990 " -24( mit Nachwahl 25) 1887: 768 128 11 " " 1890: 1427 298 " " 35( mit Nachwahl 36) 1893: 1786 738 44( mit Nachwahlen?) C. J., Friedenau. Da Ibr Mann am 7. September verstorben ist, so haben Sie das Recht, den sonst bis zum 1. April 1897 laufenden Miethsvertrag spätestens am 1. Oktober zum 1. April 1895 zu fündigen. Warten Sie mit der Kündigung nicht bis zum letzten Tag. Freie Volksbühne. 1. Serie, Ill. Abtheilung( graue Karten). Sonning, 16. September, Nachmittags 22 Uhr( Verloosung 14 Uhr), Lessing- Theater. Emilia Galotti. Marie Breitholz geb. Dietel Ser I. Serie 1,20 M. zahlen und sich von dem Inhaber Die alten Mitglieder müssen für die Vorstellung nach ſchwerem Kampf am 11. d. mts., der Zahlstelle je eine Marke à 60 Pf. in die Rubriken Die trauernde Familie. 1 und I der Mitgliedskarte kleben lassen, und zwar gilt Nachm. 52 Uhr, von der Leichenhalle dies für die Mitglieder aller Abtheilungen, auch für die des Zious- Kirchhofes in Neu- Weißensee der V. und VI. Abtheilung. Die neuen Mitglieder zahlen aus statt. ebenfalls 1,20 M., 60 Pf. für die Karte, 60 Pf. für eine Marke( Rubrik 1). Buchhandlung des Vorwärts" Berlin SW., Beuthstr. 2. Au@ gabe: Heute gelangt zur Ausgabe: Leipziger Hochverrathsprozeß Heft 10. Achtung, Schriftgießer! Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, Blumenstraße 21. 271/10 Verband der Textil- Arbeiter Sonnabend, den 15. September 1894, Abends 8½ Uhr, ( Filiale I. Berlin). bei Wilke, Andreasstraße 26: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Heilkräfte des Organismus und wie werden dieselben am vor mittage das National- und Alexander- sprache b. Chr. Ostertag, Rigdorf, 3. Verschiedenes. Sonntag früh 10 Uhr: Morgen- theilhaftesten unterstützt. Referent: Herr Hugo Sperling. 2. Diskussion. play- Theater für Vereins- Vorstellungen. Bring Handjernstr. 34. Die Direktion. Große Frankfurterstr. 182. Alle Mann mit Müzen! 2883b Verband Deutscher Zimmerer. Parodie Theater. Spezialitäten Passage- Panopticum. Sonntag, den 16. Sept., Vorm. 10 Uhr, Vorstellung. Wintergarten. Spezialitäten Borstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Freitag, 14, Septbr., Abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Der Veilchenfreer. Lustspiel in 4 Atten von G. von Mofer. Sonnabend, 15. Sept., Abds. 8 Uhr: Der Menonit. Central- Theater Alte Jakobstraße Nr. 30. Direktion: Richard Schulz. Emil Thomas a. G. Weiber aus Dahomey. 51 wilde Weiber Das lesende Kind alt 134 Jahr. Castan's Panopticum. Hassan Ali Anna Bäders. 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September, Vormittags 10 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Mitglieder- Versammlung. des Vereins der Zimmerer Berlins u. Umgegend. Tages Ordnung: 925 3 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Vortrag. Referent: Genosse Pfannkuch. 3. Diskussion. Da eine weitere Einladung nicht stattfindet, werden die Mitglieder ersucht, für guten Besuch au agitiren. Zutritt hat jeder Bimmerer. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 293/4 Achtung! Der Vorstand. Achtung! Ban- u. gewerbl. Hilfsarbeiter Allgemeine Kranken- und Sterbekasse von Rixdorf und Umgegend im Vereinslokal Prinz Handjeryfir. 7. Der Vorkand. 28826 Rohtabak. Grösste Auswahl. Billigste Preise. Formen, Bockfaçon, wieder vorräthig. Heinrich Franck, Brunnenkr. 185, Eck- Destillation ist sofort zu vertaufen Stephanftr. 25. der Metallarbeiter ( E. H. 29, Hamburg). Filiale Berlin VI. Von Sonnabend, den 15. September 1894, wird die Zahlstelle von Galle, Bergstr. 36, nach Ackerstr. 49 bei Giebler verlegt. Daselbst findet auch Freitag, Abds. von 8-9 Uhr, die Auszahlung des Krankengeldes statt, 28946 176/2 Sonntag, den 16. September, Vorm. 10% Uhr, tüm ke, Ackerstr. 123: bei Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Rassenbericht. 2. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. N690 In RohTabaken und Utensilien für Cigarren- Fabrikanten !! billigster Einkauf!! W. Hermann Müller Berlin Neue Friedrich- Strasse 9. Streng reelle Bedienung. Creditgewährung nach Uebereinkunft!! Ein Jeder mache den Versuch. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Freitag, den 14. September 1894, Abends 8 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44: 142/1 Branchen- Versammlung der Modelltischler Tagesordnung: Vortrag, Diskussion, Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Maurer! E Centralverband deutscher Maurer( Fil. II, Berlin). Sonntag, den 16. September, Vormittags 10% Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Wahl eines zweiten Bevollmächtigten. 191/5 4. Gewerkschaftliches. In dieser Versammlung wird die Sache des Koll. Macijewski geregelt. Zahlreicher Betheiligung sieht entgegen Der Vorstand. Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend. Sonntag, den 16. September, Vormittags 10 Uhr: im Märkischen Hof, Admiralstraße 18c: Mitglieder Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Ausnahme neuer Mitglieder. 3. Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen bittet 146/4 Der Vorstand. A. Schmidt. Färber, Appreteure, Dekateure, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Berlins u. Umgegend. Möbel- Kaufgelegenheit Sonntag, den 16. d. M., Nachmittags 2½ Uhr, im Lokale des Herrn Wilke, Andreasstr. 26: Von der Reise zurück 2634b Dr. Zadek S., Annenstr. 46. Telephon Amt VII, Nr. 1466. 2900b Achtung! Zahnersatz, auch Theilzahlung, wöchentlich 1 Mart. Guckel,& ſaſſerſtr. 12. Laufiger Platz 2. CONRAD STEMPEL Die besten u. billigsten Stempel macht Berlin NW. 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Trinkt kein boykottirtes Bier! Ausbeutung der Arbeitskraft. " Auch an den Sonntagen wird von den meisten und zwar| seiner Artikelserie in der Metallarbeiter- Zeitung", sowie der in einen halben Tag gearbeitet, es giebt sogar solche, welche den letter Versammlung gemachten Ausführungen zu geben. Drei Einen interessanten Beitrag zu diesem Kapitel der Herrlich ganzen Sonntag arbeiten. Gründe seien es, die ihn zunächst bestimmen, gegen das Unters feiten unserer heutigen Gesellschaftsordnung bietet eine vor kurzem Die längste Arbeitszeit erhöht allerdings bei ständiger stützungswesen, Arbeitslosen- Unterstüßung und zum Theil auch in Dänemark erschienene Schrift, welche das Resultat einer in Arbeitsgelegenheit die Jahreseinnahme, aber sie drückt die Werth gegen Reife Unterstüßung, in den Gewerkschaften anzufämpfen. Kopenhagen veranstalteten Enquete über die Verhältnisse der schägung der einzelnen Arbeitsstunde. Die Näherin, welche täg- Die Stärke der deutschen Gewerkschaften schon allein verbiete es, Näherinnen enthält. Der Verfasser des Buches, Paul lich 151/2 Stunden arbeitet, verdient nur 10-15 Pf. die Stunde, daß sich letztere mit der Frage der Unterstützung für die Zukunft Sveistrup, hat von 887 Kopenhagener Näherinnen während bei einer Arbeitszeit von durchschnittlich 91/2 Stunden überbürden. Zunächst würde die Einführung der ArbeitslosenAuskunft erhalten, etwa der Hälfte der nach de: für die Stunde. 15-20 Pf. erzielt werden; ja es fann heraus. Unterstüßung bei dem stetig zunehmenden Anwachsen der Reserve 1890er Volkszählung in Kopenhagen vorhandenen Arbeite- gerechnet werden, daß. je kürzer die fägliche Arbeits- Armee die Existenz der Gewerkschaft geradezu auf's Spiel setzen. rinnen dieser Art. Der Raum gestattet uns hier nicht, zeit, desto höher die Lohnung der einzelnen Zweitens würde der niedrige Stand der deutschen Gewerkschaftss auf all' die interessanten Verhältnisse über Alter, Familienstand zc. Arbeitsstunde ist. Bewegung gegenüber einer englischen doch nur klägliche Mittel der Näherinnen einzugehen, sondern wir wollen nur zwei Punkte Bei den großen Zahlen und den Durchschnittsberechnungen aufbringen und werden 1 M., höchstens 1,50 M. pro Tag, herausgreifen und die betreffenden Resultate mittheilen, nämlich ergeben sich im Ganzen aber immer noch scheinbar erträgliche den Empfänger dieser Unterstützung wohl kaum abhalten die Arbeitszeit und die Lohnverhältnisse. Verhältnisse, indem einzelne befonders gutgestellte den Gesammt den organisirten Mitkollegen bei Differenzen mit den Untereindruck günstig beeinflussen. Wahrhaft graußig wird das Ge- nehmern in den Rücken zu fallen. Und drittens, das mälde dieser Arbeitsausbeutung aber, wenn wir einzelne Fälle arbeitende Volt friste ein erbärmlich Dasein, es degenerirt selbst näher in Betracht ziehen. bei der Arbeit. Die Opfer der heutigen planlosen privatEs giebt bei der Näharbeit eine sogenannte fille" Zeit und die Waison". Die erstere bedeutet für einen großen Theil der Arbeiterin nen eine unfreiwillige Arbeitslosigkeit, die letztere eine größtenthet la geradezu unmenschliche Ueberanstrengung. Ueber Die Hälfte, nämlich 52 pCt. der Näherinnen haben eine mindestens zweimonatliche Arbeitslosigkeit und fast ein Drittel eine solche von über drei Monaten. Natürlich ist sie nicht in allen Arten der Nähthätigkeit gleich. Die längste stille" Beit haben die Mäntetnäheri..nen. die kürzeste die Handschuh- und Korset näherinnen. Natürlich übt auch diese Unregelmäßigkeit der Thätigkeit einen Einfluß auf tie Lohnverhältnisse aus, indem eine sehr lange, stille" Zeit die Jahreseinnahme, selbst bei hohem Tageslohn, sehr herab drückt. Aber es sind auch noch andere Verhältnisse, welche auf den Lohn bestimmend einwirken. So wird der Lohn am meisten in den Zweigen gedrückt, zu deren Ausübung nur eine geringe Vorbildung oder Geschicklichkeit nöthig ist natürlich übt auch hohes Alter, mangelhafte Gesundheit auf die Leistungsfähigkeit und damit auf die Höhe des Erwerbes Einfluß aus. Am besten stehen sich die Näherinnen, welche in Privat: häuser arbeiten gehen, da sie dort Essen bekommen und ihr Lohn nicht erheblich geringer ist, als der Lohn derer, die in Geschäften oder zu Hause arbeiten; sie sind dafür aber auch die unfreieften und abhängigsten von allen. einnahme" erfordert. Da ist eine Näherin, die von Morgens um 3 Uhr bis kapitalistischen Produktionsweise über Wasser zu halten mit den Abends um 10 Uhr mit 1/2 stündiger Mittagspause, also von Arbeitern aufgebrachten Mitteln, sei ein Selbstmord an der 181/2 Stunden zu arbeiten pflegt, das ganze Jahr, mit Aus- Arbeiterklasse. Die Gewerkschafter haben diese Frage lediglich nahme der Sonntage, thätig ist und nur 560 m. verdient. als eine solche des Verstandes zu betrachten. Für den wirth Sie ist nun seit 11 Jahren bei ihrem Fach. schaftlichen Krieger gelte, ob ihm auch beim Fallen des Eine andere Arbeiterin verdient mit Häkeln, Flicken, Säckenähen und Blumenmachen nur 110 bis 120 mt. jährlich u. f. w. Ja, wir leben wirklich in einer mustergiltigen Gesellschaftsordnung! Versammlungen. " = $ Da ist eine Damenschneiderin, eine von ihrem Manne ver- Kameraden das Herze brechen mag, nur die eine Losung: Bor laffene Frau, welche mit a chtzehn stündiger Arbeitszeit wärts!" Die Organisation muß in erster Linie Arbeitslohn, 700 m. verdient. Tieselbe ist nun seit 82 Jahren bei ihrem Fach. Arbeitszeit und Arbeitsvermittelung regeln; das sei die nächstZa ist eine Herrenschneider, die 16/2 Stunden arbeitet liegendste Aufgabe der Gewerkschaften. Den Ausführungen und 550 m. verdient und ein sechsjähriges Kind ernähren muß. folgte lebhafter Beifall. An der circa zweistündigen Debatte be Eine andere Damenschneiderin arbeitet seit 15 Jahren täglich theiligten sich die Kollegen Weiß, Bösch, Beutler, Rohrlack, Hof17 Stunden und muß nicht selten die ganze Nacht zu Hilfe nehmen, mann, Maler und Kluge. Erstere beiden für die Pflege der um fertig zu werden. Alle klagen natürlich über ihre schwer ge-| Unterstüßung. Die Ausführungen der anderen Redner deckten schädigte Gesundheit. sich mit dem Referate, theils wurden neue Gesichtspunkte ins Feld geführt und fand folgende Resolution fast einstimmige Annahme: Die Versammlung erflärt sich mit den Ausführungen des Refe renten Dr. Lux einverstanden. Sie erkennt, daß in der heutigen Gesellschaft bei der riesigen Entwickelung der maschinellen Technit eine Arbeitslosen- Unterstützung bei den Arbeitern der Metallindustrie nicht durchführbar ist, sie beschließt deshalb, die EinTer höchne Tageslohn wird an die Mäntelnäherinnen ge- 3. Berliner Reichstage. Wahlkreises tagte am 11. D. Mts. geregelte Arbeitszeit herbeizuführen. Nur eine Verkürzung der Eine öffentliche Versammlung der Parteigenossen des führung des Achtstundentages anzustreben, um eine gefeßlich zahlt, die im Durchschnit etwa 1,80 m. verdienen, infolge bei Deigmüller, Alte Jakobstr. 48 a. Der Vertrauensmann Fri Arbeitszeit könne der Arbeitslosigkeit lindernd begegnen. Die der langen ſtillen Zeit es aber doch nur auf 420 M. Jahres machte zunächst Mittheilung von dem am Vormittage desselben Bersammlung empfiehlt dem Deutschen Metallarbeiter- Verbande, einnahme bringen, während die Damenschneiderinnen mit 1,65 M. durchschnittlichem Tageslohn 430 M. Jahreseinnahme erreichen. Tages erfolgten Ableben des Genossen, Zeitungsspediteur die Frage der Unterstüßung auf die Tagesordnung der nächsten Generalversammlung zu sehen." 430 M. durchschnittliche Jahreseinnahme! Und das sind die angemann und widmete ihm, wie auch den kürzlich verDer zweite Punkt der Tagesordnung, Bericht der Delegirten bestgestellten unter den Näherinnen. Die Strickerinnen z. B., eine torbenen Genossen Kohlhardt und Hoffmann einige einer AgitationsArbeit, die keine Ausbildung erfordert, verdienen nur 60 Pf. pro sammlung ehrte ihr Andenken durch Erheben von den Plägen. Kommission, mußte der vorgerückten Zeit wegen vertagt werden. Worte der Anerkennung für ihre stete Opferfreudigkeit; die Ver- von der Provinzialkonferenz und Wahl Zag oder jährlich 160 M., weshalb diese Arbeit auch nur Hierauf referirte Genosse Otto Antrick über die Thätigkeit Der deutsche Holzarbeiter- Verband hatte für den Bezirk von älteren Frauen, die sich eine kleine Nebeneinnahme damit der Agitationskommission für ie Provinz Brandenburg und die West und Südwest am 9. d. Mts. eine Versammlung einberufen. verschaffen wollen, ausgeübt wird. Wir werden aber bald sehen, Aufgaben des am nächsten Sonntag zusammentretenden Pro- Die Tagesordnung lautete: Regelung der Werkstatt Kontrolle. welche Aufwendung von Arbeitszeit eine solche Neben- vinzial Parteitages. Die Wahl der Delegirten fiel auf die Ge- Kollege Röster legte in treffenden Ausführungen dar, daß bei Von den 887 Näherinnen hat der vierte Theil eine höchft. noffen D. Kräfer, B. Mahle und K. König. der großen Ausdehnung des Bezirks es nicht möglich sei, und er schlage einnahme von 225 M., ein weiteres Viertel verdient bis 350 M., Der fozialdemokratische Wahlverein für den vierten eine aute Werkstatt Kontrolle auszuüben daher vor; den Bezirk in ne westliche und südein weiteres Drittel bis 550 M. und' noch nicht 10 pCt. haben Berliner Neichstags- Wahlkreis hielt am 11. September eine eine höhere Einnahme. sehr gut besuchte Generalversammlung im Lokale„ Süd- Ost" ab, westliche Hälfte zu theilen und für jeden Bezirk etliche Unter den 837 Näherinnen befinden sich vier Schneiderinnen welche als Fortsetzung der kürzlich stattgefundenen General Kontrolleure mehr zu wählen. In der Diskussion waren die Kollegen mit diesem Vorschlage einverstanden und und eine Mäntelnäherin, welche über 1000 m. verdienen und versammlung den gelegentlich der Reorganisation des Vereins wurden 29( inkl. der obigen 5), welche mehr als 800 W. verdienen; das vorgeschlagenen Geschäftsordnungsentwurf zu berathen und die Kollegen: Meier, Möwes und Willing. Für den südwestfür den westlichen Bezirk neu gewählt ist also die Aristokratie, und wenn wir näher zusehen, erzielen Wahl der Bezirksvorsteher vorzunehmen hatte. Vor Eintritt in diese solche Einnahmen nur dadurch, daß sie noch meist un- die Tagesordnung ehrte die Versammlung die verstorbenen Ge- lichen Bezirk: Köster und Hente. Zum Schluß wurden zwei bezahlte Hilfe haben, Lehrmädchen und Familienangehörige; also noffen: Kerstan, Räts, Platschkowsky und Fräulein Wabnih durch drastische Beispiele angeführt, zu welchen Mitteln der Unterdieses Einkommen ist nicht das Resultat der Arbeitskraft eines Erheben von den Pläßen. Der Entwurf wurde mit wenigen nehmer greift, wenn er sich in seiner Macht weiß. Der TischlerMenschen. unbedeutenden Aenderungen angenommen. Die Wahl der Bezirks- meister Reuter in der Steinmetzstraße ließ diejenigen Arbeiter, So hat Herr Sveistrup denn auch mit Fortlassung der Verführer 47 für den Often und 39 für den Südosten ging Montag darauf vor sich kommen und befahl" ihnen, als Strafe welche die Bezirksversammlung am 19. August besuchten, am heiratheten, die ja nicht ihre ganze Zeit der Näharbeit widmen glatt von statten. Im Verschiedenen" kam der Boykott zur können, und der durch Alter, oder Krankheit, oder zu große An- Sprache. Die Kontrolleure erhielten von einem Genoffen den für ihr Vergehen am Abend eine halbe Stunde länger zu fängerschaft noch nicht voll Leistungsfähigen, also als mög Rath, den zuvorkommenden Wirthen nicht allzusehr zu trauen, Feldmann und Wegener, Bellealliancestraße, zogen einen älteren Die Tischlermeister arbeiten; was auch geschehen sein soll. liches durchschnittliches Erträgniß der Näh- da dieselben manchen„ Biermumpig" machten. Genoffe Stabernack Feldmann und Wegener, Bellealliancestraße, zogen einen älteren arbeit einer fehlerfreien Näherin bei voller warnte vor dem Herrn Keller, welcher den Arbeitern sein Arbeiter, weil derselbe angeblich nicht mehr so viel wie früher Anwendung der Arbeitszeit 500 bis 400 m., je nach noch unfertiges Lokal in der Koppenstraße marktschreierisch leisten könnte, wöchentlich 4 M. vom Lohne ab und als derselbe der Nähthätigkeit herausgerechnet, wobei die Strickerinnen anpreise, feine Arbeiter jedoch bei Strafe der Entlassung sich nach 14 Tagen diesen Abzug nicht mehr gefallen ließ, hieß Jortfallen, da sich unter ihnen keine„ fehlerfreien" finden. zum Trinken es einfach, wenn es ihm nicht passe, tönne er gehen. Kollegen, von Boykottbier zu zwingen suche. In Und welche tägliche Arbeitszeit ist nun nothwendig, um es der folgenden Debatte wurde verschiedenerseits bedauert, daß diese Borgänge sind eine Warnung für jeden, bie Organisation zu einem so ausfömmlichen" Einkommen zu bringen? Wir mehrere Gewerkschaften bereits mit dem Herrn Keller Kontrakt in der Beseitigung solcher unwürdigen Berhältnisse zu unterwerden da sehen, daß die bürgerliche Lehre, daß man abgeschlossen haben, wenn dies auch mit dem Vorbehalt geschehen ſtüßen. mit„ Fleiß" immer durch die Welt kommt, durchaus fei, taß er seine Säle zu Versammlungen unentgeltlich herzugeben Der Interessenverein der Buchdruckerei- Hilfearbeiter nicht zutrifft, denn diejenigen, welche am längsten arbeiten, sich verpflichten müsse. Gin Lokalkommissionsmitglied theilte mit, tagte am 9. September. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte haben durchaus nicht die höchsten Tageseinnahmen, daß viel Herr Keller habe vorläufig seine Unterschrift der Kommission die Versammlung das Andenken der Genossin abniz durch mehr mit der größeren Ausdehnung der Arbeitszeit oft ein nicht geben wollen, weil das Lofal noch nicht fertig sei. Genojie Erheben von den Pläßen. Unter Vereins- Angelegenheiten gab Sinken des Gelderträgnisses Hand in Hand geht. Kaiser wußte zu berichten, daß Keller am 2. September dem Kollege Jahns einen längeren Bericht über die letzte graphische Der gewöhnliche Arbeitstag( mit Abrechnung der Vertreter eines Nauchtlubs, der zu einem Vergnügen einen Saal Sigung; hervorzuheben ist, daß das Eingehen des Fachorgans Essenszeit) beträgt tei 13 pet. 7 Stunden, bei 85 Ct. 8 bis feftmachen wollte, auf deffen Frage nach dem Bier antwortete Neue Union" feststeht. Sodann frug Kollege Bleich, ob in diesem 10 Stunden, bei 27 pet. 10-11 Stunden, bei 11 pt. 11 bis" Ich schänke das Bier, welches ich will," indem er zugleich die Jahre ein Maskenball stattfinden soll, um event. rechtzeitig einen 12 Stunden, bei 9 pCt. 12-14 Stunden und bei 5 pet. über Verhandlungen abbrach. Zum Schluß ermahnte der Vor- Saal beschaffen zu können. Nach längeren Auseinandersetzungen 14 Stunden! sitzende, Genosse Erbe, die Versammelten, nun, nachdem die gelangte folgender Antrag zur einstimmigen Annahme: Bon 800 Näherinnen, die hierüber Auskunft ertheilten, Reorganisation durchgeführt sei, Mann für Mann unter ihre, nicht die Berliner Arbeiterschaft einen definitiven Beschluß in arbeiten 4 sogar über 16 Stunden, 10: 15/2 bis 16 Stunden, der Sache des Sozialismus noch fernstehenden Freunde und Be Sachen des Bierboykotts und der Saalsperre gefaßt hat, wird 18: 15 Stunden und 7: 14 bis 15 Stunden. fannte zu gehen, fie nicht nur zu belehren, sondern auch unter von der Vereinigung kein größeres Vergnügen abgehalten." Inter Der durchschnittliche Arbeitstag aller Näherinnen, ihnen tüchtige Streiter im Kampfe, thatkräftige Vereinsmitglieder Verschiedenem tamen einige Mißstände in Buchdruckereien zur also auch derjenigen, welche nebenber noch Kinder zuzu werben. Nicht nur auf das Institut der Bezirksführer solle| Sprache. So beschäftigt u. a. die Buchdruckerei Jmberg u. Leffor warten und die Wirthschaft zu besorgen haben, beträgt man sich verlassen und auf den Vorstand: Jeder müsse mitwirten weibliches Personal bis 10 und 11 Uhr Abends, bei H. S. Her 102 Stunden! Ueberhaupt muß man beachten, daß wohl an der Stärkung des Vereins. mann war bis vor kurzer Zeit im Rotationsmaschinen- Saal ein verrichten hat! die Bevor jede Näherin, abgesehen von einzelnen in Fabriken Der sozialdemokratische Wahlverein für den sechsten Ventilator angebracht, der wenigstens zum Theil die aus dem thätigen Mädchen, nebenber noch Hausarbeiten zu Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt am 11. b. M. eine Gasmotor ausströmende ungefunde Luft beseitigte; derfelbe war Noch schlimmer wird die Ausnutzung der Arbeitszeit natür zahlreich besuchte Mitglieder- Versammlung ab. Die Verfamm- aber bei Aufstellung einer neuen Maschine hinderlich, wurde ab tages beträgt dann etwas über 12 Stunden( zwölf Stunden!) und den Genossen I anus check durch einmüthiges Erheben von Licht gestellt. Von diesen Herren werden Ueberstunden gemacht, lich in der Saison". Die durchschnittliche Länge des Arbeits- lung ehrte zunächst das Andenken an die Genossin Wabnih gerissen und liegt jetzt auf dem Hof. Ferner wurde die Solialler Näherinnen arbeitet dann über den Pläßen und hörte hierauf einen Vortrag des Genossen und über die Hälfte vierte Theil arbeitet sogar über Jahn über die Entstehung der Volkswirthschaft. Da eine die fast eine ganze Woche ausmachen. Den Hilfsarbeitern( Punk12 Stunden täglich, der 14 Stunden und 1/8 über 16 Stunden. Die längste Arbeitszeit findet sich bei denen, welche zu Hause arbeiten, bei den Arbeiterinnen in Geschäften kommt eine Arbeitszeit über 14 Stunden nicht vor. Diskussion nicht beliebt wurde, ging die Versammlung zu Vereins- tirern, Anlegern) wird der horrende Lohn von 18 bezw. 13 M. Angelegenheiten über. Nach Mittheilung des Vorstandes sind geboten. Nach Besprechung einiger anderer Uebelstände wird aus demselben aus zum Schluß bekannt gegeben, daß der Gesangverein Solidarität folgende Mitglieder des Wahlvereins geschlossen worden: Kürschner Seifert, Schade, Schantwirth am 16. September in den Arminhallen sein Stiftungsfest feiert Der deutsche Holzarbeiter Verband( Bezirk Nord) hielt Dabei ist zu beachten, daß diejenigen, welche einen gewöhn. Friedrich Koch, Schankwirth Christian Radtke, W. Krüger, lichen siebenstündigen Arbeitstag angeben, fast alle Personen Kortlobel, Hager, Adolf Echwolpien, Stanislaus Bourdegewitsch, am 10. b. Mts. eine gut besuchte Versammlung ab. Auf der find, auf denen eine große häusliche Arbeit lastet, sodaß W. Fischer. Ein Theil der Ausgeschlossenen sind Böttcher, die Tagesordnung stand als 1. Punkt Vortrag des Schriftstellers diese turze Erwerbsthätigkeit nicht gleichbedeutend mit kurzer wegen Streifbruchs ausgeschlossen sind, wie die Schankwirthe Joel über Religion und Sittlichkeit im Lichte der Naturwissenwegen Boykottbruchs. Nachdem noch einige den Boykott be- schaft. Die Ausführungen des Vortragenden wurden von den Arbeitszeit ist. Es sind Angaben da, daß eine solche Damenschneiderin treffende Angelegenheiten ihre Erledigung gefunden hatten, erfolgte Versammelten allseitig mit Intereffe verfolgt. Eine Diskussion fand nicht statt und wurde zum Punkt 3 der Tagesordnung, awischen Ostern und Pfingsten die ganze Nacht zu arbeiten Schluß der Versammlung. pflegt, und eine Herrenschneiderin arbeitet im Sommer von 5 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends. Also auch die kurze Arbeitszeit ist bei den daheim Arbeitenden fein Beweis für günstige Arbeitsverhältnisse, sondern nur für den Mangel an Arbeit oder für anderweitige Abbaltung, dagegen find verhältnismäßig am besten gestellt diejenigen, welche in Geschäften arbeiten und einen nur achtstündigen, aber regelmäßigen Arbeitstag haben. Eine kombinirte Mitglieder- Versammlung des Deutschen Vereinsangelegenheiten, fibergegangen. Sur Debatte stand ein Metallarbeiter- Verbandes( Filiale Berlin und Umgegend) tagte hauser Vorstadt einzuberufen; dem stimmte die Versammlung zu, Metallarbeiter Verbandes( Filiale Berlin und Umgegend) tagte Antrag, alle 4 Wochen eine Bezirksversammlung für die Schönam 8. d. M. in den Arminhallen. Zum 1. Punkt der TagesOrdnung: Fortfegung der Debatte über den Vortrag der legten und wählte sodann als Beitragssammler für die Zahlstelle Lothringerstr. 32 den Kollegen Burgschat. gemeinschaftlichen Mitglieder Versammlung, in der Genoffe Lothringerstr. 32 den Kollegen Burgschat. Dr. Lur über Arbeitslosen- Unterstützung bezw. die Pflege des lassenbewußtseins durch die Gewerkschaften referirte, nahm zunächst Genosse Luy abermals das Wort, um kurz ein Resumee Einen ziemlich stürmischen Verlauf nahm die am Montag, den 10. September, einberufene Versammlung der Arbeit geber des 41. Kommunal- Wahlbezirks, welche sich mit der Auf endet ward. 1 1 Zypo chor, Rofenthalerstr. 57 bet Wernau. Drante, Weißensee, Königs Chaussee 19. Böhmert's Gai haus. obannt, Rüdersdorferstr. 45, Gesellschaftshaus Ostend.- Sängerverein Dragonerstr, 32 bei Kamlowsty. Grgenfrei, Admiralstr. 18c, Märtischer Hof. Gangesfreund, Gesangrerein stellung der Kandidaten zu den Gewerbegerichts- Wahlen be- schon zu abgeftumpft, um darauf zu reagiren.- Die Preise in Sangesbrüder Moabit, Stromstraße 28 bei Lange. Maiglöckchen I, Hochstr. 32a, bei Wilte. Kreuzberg, Schönschäftigen sollte. Herr Beyer, der das Referat hielt, gab eine kleine der Gießerei von Hoppe sind sehr niedrig, die Arbeitszeit leinfir.& bei Kraak.- Gemüthrich teit, Neue Friedrichstr. 44, bei Röllig. Besprechung über die Thätigkeit des Gewerbegerichts und fordert am maßlos. Man hat sich nicht genirt, die Arbeiter zu Beiträgen Deutsche Liedertafel, Blumenstr. 38, bei Wiedemann. Schluß zum Kampf gegen die Sozialdemokraten auf. Dem schließt für ein Denkmal des Chefs heranzuziehen, trotzdem dort noch graphia, Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgießer, Arminsich Herr Grünberg an, der empfiehlt nur Leute aus dem acht- 22 Pf. als Stundenlohn bezahlt werden. Wie schlimm die Zu- hallen, Kommandantenstraße 20.- Gefangverein or beerzweig, Swinemünderstr. 35 bei Hübner. Gefangverein Rheingold, Büschingir. baren Handwerker- und Mittelstand zu wählen. Herr Maurer- stände bei H. find, ergiebt sich daraus, daß die Hirsch- Duncker- bei Jakob. Gängerchor der Maler, Annenftr. 9 bei Albert Prob. Gesangverein Melodia, Rirdorf, Bergstr. 142 bei Schimtäse. Iris, meister Berthold will von der heutigen Versammlung nichts schen den Versuch wagen konnten, Listen zirkuliren zu lassen, um Naunynstraße 86 bei Friz Zubeil. Brandenburger Männerwissen, sondern die Aufstellung der Kandidaten der Versammlung, die Mitglieder des Wahlvereins und der gewerkschaftlichen Besangverein in Brandenburg a. H., Mengerts Voltsgarten, Bergstraße. Die Fabrik von Rössemann die zum Mittwoch einberufen ist, überlassen. Da Herr Beyer Organisation zu brandmarken. Gefangverein Freya Il( gem. Chor), Nixdorf, Hermannstraße 140, Apollo, Grünstr. 21 bei Sommer. Gejang= trotzdem versucht, seine Kandidaten zum Vorschlag zu bringen, so und Kühnemann gilt allgemein als" Perle" unter den bet Daniel Böttcher. Freie Liedertafel. Lichtenentsteht ein Tumult, der mit dem Schluß der Versammlung be- Arbeitern. Hier herrscht die Einrichtung, daß man die bessere verein Moabii, Havelbergerfir. 31, bergeiftr. 21 bei Heise. Nordwacht, Müllerstr 7, bei Reichert. Frete Arbeiters Arbeit außerhalb fertigstellen läßt. Während einzelne Ueber- säng r, Schmargendorf, Warnemünderstraße bei Friedrich. Loreley, In einer öffentlichen Versammlung der in der stunden machen, sind andere wieder fast ohne jede Be Gefangv. Sängertreis( Weißenfee), Rölfestr. 138 bei Play. Die Ventilation, Waschvorrichtung u. s. w. ist Günthalerstr. bet Hämmerling.-uftige Sänger, Potsdam, Brans Schuhindustrie beschäftigten Arbeiter und schäftigung. denburger Kommunikation 16 bei Glaser. Bieber'fcher Männer: Geselligteit, Hennigsdorf, Arbeiterinnen, die am 10. September bei Deigmüller tagte, ebenso mangelhaft wie bei den vorher genannten Firmen. erstattete der Kollege Rott Bericht vom Schuhmacher- Kongreß Außer dem Referenten sprachen noch Tauschel, Frau Noack und in Erfurt. Redner schickte seinen Ausführungen einen kurzen andere; alle Redner forderten zur Organisation auf und beBericht über den vorhergegangenen Bekleidungsindustrie- Kongreß tonten, daß nur durch den festen Zusammenschluß der schimpf Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. voraus, und theilte die auf beiden Kongressen gefaßten Beschlüsse lichen Ausnutzung der Arbeitskraft begegnet werden könne. Ein Alle Zuſchriften sind zu senden an P. Gent, Adalbertstr. 95. Freitag: und seine Stellung zu denselben mit. Kollege Fleischer fügte Aucharbeiter versuchte ein Loblied auf die Fabrikanten anzu: Gtattlub Kairo, Abends 8 Uhr bei Flid, Siméonſtr. 23. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Quartettverein dem Vortrage einige Ergänzungen hinzu. Damit war die Ein- stimmen, fand aber in der Versammlung fein Entgegenkommen Männerchos Die Versammlung nahm sodann eine Wedding, Abends 8 Uhr, bei Schäfer, Steue Hochstr. 49. leitung zu einer recht regen, ausgedehnten Debatte gegeben. für seine„ edle" Absicht. Theils verhielten sich die Diskussionsredner zustimmend, zum Resolution an, welche den Anschluß an die Organisation empfiehlt Waldesrauschen, Abends 9 Uhr, bei Weigt, Wartgrafeuftr. 87.- Privat Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Punbuferfir. 36. Theil scharf kritisirend zu den Arbeiten des Kongresses, doch Als Revisoren für den Streitfonds wurden drei Personen ge- Theaterverein wultania, 9 Uhr, Jäger's Gesellschaftshaus, GartenStarosson richtete das Ersuchen an die Partei- fraße 13-14.- Gesangverein Gemüthlichteit, Uebungsstunde Abends sprachen fast sämmtliche Diskussionsredner sich dahin aus, statt wählt. 9 Uhr bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44.- Gesangverein Sängerte: te, Urbanitr. 84 bei Schrief. der verschiedenen Zweigorganisationen eine große Drganisation genossen, die Barbiere in ihrem Kampfe um bessere Lohn- und Vergnügungsverein Fm Brand, Sigung bei Stawicke, Barnimir. 21. zu bilden. Nach mehrstündiger Debatte stimmte man zum Schluß Arbeitsbedingungen nach Kräften zu unterstützen. Verliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung einmüthig folgender Resolution zu:" Die Versammlung erklärt In einer öffentlichen Gruppenversammlung für die turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10 Uhr in der Turnhalle bes sich mit dem Verhalten der Delegirten auf dem Kongreß einver- inhandel und Verkehr beschäftigten Personen, effing- Gymnasiums Pantur. 9-10.- Turnverein Gesundbrunnen standen, und verpflichtet sich für Hochhaltung der gefaßten Be- die am 12. September tagte, hielt der Genosse Kepler einen, die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Turn= halle des Leffing Gymnasiums, Pantitr. 9-10.- raft und Arristen= schlüsse nach jeder Nichtung hin Sorge zu tragen." mit vielem Beifall aufgenommenen Vortrag über Gewerbegerichte. I uo Berolina jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bei Grüßner, Turnverein Germania( Mitglied des deutschen ArZu einer Versammlung der Vertrauensmänner des Holz- Er schilderte in kurzen Zügen die Nothwendigkeit derselben, waldemaistr. 42. arbeiter- Verbandes( Bezirk SO.) wurden die Verhältnisse in der deren wesentliche Vortheile gegenüber den ordentlichen Gerichten. beiter- Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Übends von 8-10% libr Turnverein Fichte( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes Galanteriewaaren- Fabrik von Schoy, Mariannenstraße 31/32, Im Anschluß hieran betonte Redner die Nothwendigkeit der Deutschlands.) Die zweite Männer- Abtheilung turni jeden Dienstag und einer eingehenden Besprechung unterzogen. Die Lohnfürzungen eifrigften Betheiligung an den bevorstehenden Ersatzwahlen. Die Freitag Abends von 8-10 Uhr in der Staligerstr. 65/56.- Kraft- Turnverein haben in dieser Werkstatt bei den Zusammensetzern bis zu 33 pCt. hierauf folgende Wahl ergab: Für die Droschkenfutscher Stiller ffnung übt jeden Freitag Abend von 9-11 Uhr bei Schuhmacher, betragen. Recht sonderbare Zustände zeitigt das System der Straf- als Beisitzer, Banse als Ersahmann. Für die Hausdiener: Stunde Prostauerstraße 35-37 bei Schneider. gelder. So wurden an einem Mittag den Arbeitern 6,50 m für angeb- endt als Beisitzer, Al b. Freude als Ersahmann. Für die alle Freitage von 9-11 Uhr im Restaurant Dobernein, Mariannenſtr. 31/32. liches Uebertreten der Fabrifordnung berechnet, und zwar weil sie die Rollkutscher: Gust. Wangenheim und Fr. Hepke als Fabrik- Marken während der Mittagpause im Kasten hängen Beisiger, Stof en stengel als Ersatzmann. Für die Möbelließen, trozdem alle pünktlich zur Stelle waren, wurden jedem transport und Speditionsarbeiter: Pannier. Zum Schluß 25 Pf. als Strafe in Abzug gebracht. bemerkt Stiller, es wird ihm soeben mitgetheilt, daß auf einem Von den Strafgeldern find nun allerdings in diesem Jahre 71,15 M. zu Vergnügungen Bau in der Yorkstraße sämmtliche Arbeiter entlassen seien, weil zurückgegeben; aber eine Kontrolle über die Verwendung und sie sich weigerten, das von dem Restaurateur ausgeschänkte Ringbier su trinken. Auf eine Anfrage von Gustav Grauer was beEinnahme der Gelder haben die Arbeiter nicht. züglich ber uebertretung der Sonntagsruhe gegenwärtig geschehe, wird allgemein Klage geführt, daß die Uebertretungen viel zu wenia zur Kenntniß cbracht werden. In einem seltsamen Kontrast zu diesem Strafgelderunfug steht der Berdienst der dort Beschäftigten. Die jugendlichen Arbeiterinnen verdienen bei einer Arbeitszeit von 60 Stunden pro Woche 4-5 m., und der Verdienst der männlichen Arbeiter schwankt zwischen 12 Der Frauen und Mädchen Bildungsverein( Filiale bis 15 M. Durchnittsverdienst pro Woche. Die hygienen Ver- Charlottenburg) hielt am 6. September eine Versammlung ab, hältnisse lassen manches zu wünschen übrig; aber auch in in der Frau Iher in einem interessanten Vortrag über das fittlicher Beziehung scheint man wenig Rücksicht zu nehmen. Thema:" Moderne Sittenanschauung" referirte. Vor Eintritt Der Markenkasten befindet sich in dem Ankleideraum der Männer. in die Tagesordnung gedachte die Vorsitzende Frau Liedtke Da auch die Frauen gezwungen sind, ihre Marke in den Kasten der aus dem Leben geschiedenen Genoffin Wabuit, und ehrte zu hängen, so kommt es hier oft zu unangenehmen Auftritten. Die Versammlung das Andenken an die Verstorbene durch Er Nicht viel anders ist es mit dem Auskleideraum der Frauen beheben von den Plätzen. An der Diskussion über den Vortrag stellt, der von dem Arbeitsraum durch eine Portière von der an der Frau Ihrer betheiligten sich mehrere Mitglieder im Sinne deren Seite durch ein Lattenregal getrennt ist. Dieses Latten des Referats. regal gewährt natürlich eine fast ungehinderte Durchsicht. Von den einzelnen Rednern wurden diese geradezu ungeheuerlichen Zustände in berechtigter Entrüstung einer verdienten herben Kritik unterzogen. Die Bügler, Stepper nud Zuschneider der Damen Ronfettionsbranche hielten am 10. Eeptember eine gutbesuchte Versammlung ab. Nach einem Referat des Kollegen Drefs, dem eine längere Diskussion folgte, beschließt die Verfammlung, eine Rommission zu wählen, die eine Verschmelzung der bestehenden Vereine der Bügler herbeiführen soll. In Rummelsburg beschäftigte sich am 10. September eine gut besuchte öffentliche Boltsversammlung mit dem gegenwärtigen Stande des Bierboykotts. In einem mit Beifall aufgenommenen Referate wies Genosse Riesel nach, welche Schädigungen den Ringbrauereien in dem von Rösicke provozirten Kampfe einmal durch den Verlust eines großen Theiles ihrer Kundschaft, sodann dadurch erwachsen, daß Rösicke die Zeit, für welche fich die Ringbrauereien gegenseitig die Hände gebunden haben, dazu benutzt, seinen Großbetrieb durch Auffauf kleinerer Brauereien noch mehr auszudehnen, um fpäterhin gegen die übrigen hiesigen Die Angehörigen der Nahrungsmittelbranche und der Brauereien eine um so fühlbarere Konturrenz ausüben zu können. Bedienung waren zum Besuch einer Versammlung eingeladen, Delting berichtete hierauf, daß in Rummelsburg auf dem Bau welche am Dienstag bei Niest stattfand; leider war die Zahl der des Herrn Thiele, nachdem der letztere erfahren hatte, daß der Bierkommission sitzt, dieser Erschienenen äußerst mäßig im Verhältniß zu der großen Bahl einer feiner Arbeiter in der in den Gewerben befchäftigten Personen. Einziger Gegen plößlich entlassen wurde. Bort ersucht um Aufnahme in die stand der Verhandlungen war die Proklamirung der Gewerbe- ifte nach. Nach kurzer Diskussion beschloß die Versammlung, Das Er- diesem Wirthe wegen seines ganzen Verhaltens während des gerichts- Kandidaten für die Wahl am 26 September. gebniß war folgendes; Brauer: Steiner, Ersatzmann Boykoits bas Plakat nicht zu geben. Zwei Anarchisten beklagten Gandorfer; Schlächter: Neumann und Gaß mann; fich darüber, daß der Gesangverein Autonom", der bei Friesecke Konditoren: Karbitsch und Hüsler, Ersatzmann Kellner tagt einem Lokal, in dem Schultheißbier verschänkt wird Hilpert; Zigarrenmacher: Butry, Rethwich und im Vorwärts" als anarchistischer Verein bezeichnet wurde. Im Kellner: Roth, übrigen suchten die beiden Herren das Verbleiben des„ Autonom" Seifert, Ersahmann Holznagel; Mörschel und Schröder, Erfaßmänner Klugmann und bei Friesecke zu rechtfertigen. In seinem Schlußwort nahm der Polter. Die Bäcker hatten feine Wahl vorzunehmen und die Referent Gelegenheit, den Widerspruch hervorzuheben, der zwischen Barbiere haben mangels geeigneter Persönlichkeiten auf eine Ver- den Worten und der Handlungsweise der Anarchisten besteht, sie tretung verzichtet. Der Vorsitzende Pfeiffer forderte die An- predigen Solidarität; durch ihre Unterstützung eines Gastwirths, wesenden auf, für eine zahlreiche Betheiligung am Tage der Wahl der boykottirtes Bier schänkt, zeigen sie aber, daß sie die Solidarität am wenigsten üben. Sorge zu tragen. worden. Ackerfir. 67. Bücklerstr. 49 1 Musitverein Hoffnung, Abends von 9-. Uhr Uebungs Musikverein Dfiris" tagt Bitherflub Waldrose, Abends 9 Uhr, Manteuffelstr. 86, Parterre Restaurant. Verein Grüne tanne. Abends 9 Uhr, bei Kaiser, Markus= firare 8. Vergnügungsverein Jm Brand, Sigung bet Stawicki, Barni.. firaße 22. Stattlub Schnitt, Abends 9 Uhr, bei Trittelwig, Faltenfteinstr. 7. Tanzlehrer- Verein Solidarität, Restaurant Ehrenberg, Annenstr. 16, Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Mary, Abends 8% Uhr, -Westen, bei H. Werner, Bülowfir. 59, bei Gruber, Mariendorferstr. 5. Unterhaltungs- und Leseklub Schiller bei A. Bugge. Lübeckerstr. 22. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Lecturer Mr. J. Bloen. abends 8 Uhr, Gigung. Eriday at 9 p. m. at Beherns Restaurant, Königstr. 62. Guests are welcome. Literarisches. Agues Wabuit. Von B. Glogau. Eine Frauenstimme aus der Bourgeoisie. Preis 50 Pf. A. Hoffmann's Verlag. Es ist gut, daß die Verfasserin sich ausdrücklich als eine Frauenstimme aus der Bourgeoisie bekennt. Denn die ganze Broschüre athmet bürgerlich rührseligen Geiſt. Die Verfasserin hat den Charakter der verstorbenen Genossin durchaus mißverstanden; sie macht aus ihr eine Romanfigur. Auf der einen Seite verräth die Schrift eine romantische Ueberschäzung der Persönlichkeit A. Wabniß, auf der andern bleibt sie an Nebenfächlichkeiten und Kleinigkeiten hängen. Sieht man von der geschmacklosen Judenberäucherung ab, die durch die ganze Schrift in widerlicher Weise sich breit macht, von den vielen Superlativen von Lobeshäufungen, die sich verschiedene bekannte " große Führer"," Genie", Genossen gefallen lassen müssen hervorragender Reichstagsredner" u. dgl. so bleibt von der ganzen Schrift inhaltlich nichts übrig, als daß wir erfahren, daß die Verfasserin die verstorbene Genossin als eine heilige Erscheinung" verehrt und gegen diese romanhafte Uebers Schwänglichkeit müssen wir die schlichte, bescheidene Genoffin schüßen. Und die Parteigen offen selber haben über Charakter und Thätigkeit der Verstorbenen ein besseres Urtheil, als es ihnen hier auf 21/2 Bogen pathetischer Redensarten für 50 Pf. geboten -hwird. Der Sozialdemokrat, Bentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Bartet Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthstraße 2). Bu beziehen durch alle Zeitungsspediteure. Das Abonnement beträgt durch die Post oder in Berlin durch die Zeitungsspediteure pro Quartal 1,20 M. Kreuzband 1,80 M. Die Nr. 33 vom 18. September hat folgenden Inhalt: Wochenschau. Die Wahlen in Neufüdwales. Aus Bayern. Eine freibenterische" Bibelkritit. Parteinachrichten. Laffalle Wie man uns behandelt. feter. Diskussion. Zur Landagitation in Mitteldeutschland. VI.: Klein bauern und Echutzölle. Wie agitiren? Wie Agnes Wabniß Sozialiitin Ge ward. Agrarisches. Tony Kellen: Weibliches Stlaventhum. wertschaftliches. Vermischtes. Sozialstatistisches. Todtenlifte. Literarisches. Volks- Lexikon, Heft 13, Herausgegeben von Emanuel Wurm; Berlag von Wörlein u. Comp., Nürnberg, ist soeben erschienen und enthält felgende größere Artikel: Baukunft( egytische, affyrische, persische, indische, chinefifche, griechische, altitalisch- romische, byzantinische, arabisch- maurische, mittelalterliche, romanische, gothische, Renaissance, Barod, moderne), Baumwolle, Bau- Ordnungen, Bayern( Geschichte, Verfassung, Etat, Geographie), Befähigungsnachweis 2c. Alle 14 Tage erscheint ein Heft. Das Bolts- Leriton fann durch jede Postanstalt bezogen werden. Es ist im deutschen Post- Beitungstatalog unter Nr. 6879a( 9. Nachtrag), im bayerischen Postzeitungsfatalog unter Nr. 760a( Nr. 25 des W. Bl.) eingetragen. Eingelaufene Druckschriften. 1 Rototo, Unter diefer Rubrik zeigen wir sämmtliche der Redaktion zugebenbe literarische Neuigkeiten an. Wir bitten unsere Leser die Nennung der Schriften nicht als Empfehlung der Rebattion, sondern lediglich als Empfangsbestätigung aufzufaffen. Frleb Blos über diejenigen Erscheinungen, welche im Interesse unserer Leser oder aus politischen Gründen besprochen werden müssen, veröffentlichen wir, soweit dies der Raum unseres Blattes zuläßt, Krititen. Genügt einer Berlagsbuchhandlung die Anführung der übersandten Rezensionsexemplare in dieser Rubrit nicht, so bitten wir von der Zusendung der Neuerscheinungen des Berages abfehen zu wollen. niffe des fatholischen Geinlichen Mr Forbes aus Schottland im Alertaner3 Monate bei gefundem Geifte als irrfinnig eingekerkert. Kloster Mariaberg in Aachen. Hagen i. W., Verlag Herm. Riefel u. Ko. Studierten- Proletarier. Von Eckart. Berlin. Berlag von Hermann Lazarus. Das Reichs- Militär- Pensionsgesetz vom 27. Juni 1871 nach seinen AbGood Night, Schatz! Realistic Joke and Earnest. Jn one Act. By Adolf Hepner, St. Louis( Amerita). The St. Louis News Company. Von Gestern und Heute. Coziale Gedichte von Ludwig Brügel. Wien. ( Jm Selbstverlage des Verfassers.) Wien VII, Randlgaffe 5. Volksschulzwang, als Reform unferes höheren Schulwesens. Von Aug. Pflug. Berlin W. Verlag von Emil Apolant, Martgrafenftr. 60. änderungen. Berlin, Verlag S. Gerstmann. Die wirtschaftliche Lage der Arbeiter und Arbeite In Rigdorf hielt am 11. September der Verein„ Vorwärts" rinnen der Luxuspapierbranche behandelte Buch eine gut befuchte Sigung ab, in welcher, nachdem das Andenken binder Sailer am 12. d. M. in einer öffentlichen, sehr gut der Genossin Wabnis in üblicher Weise geehrt worden war, besuchten Versammlung der Branche in Reichert's Salon, Dr. Lug einen Vortrag über" Die technische Revolution des Müllerstraße 7. Die wirthschaftliche Lage illustrirt Redner an letzten halben Jahrhunderts und die soziale Wirkung derselben" einer von der Fachorganisation aufgenommenen Statistik für die hielt. Eine Diskussion schloß sich an die beifällig aufgenommenen legten zwei Jahre, die 29 Fabriken umfaßt. Nach dieser Stas Ausführungen nicht. Zur Mittheilung gelangte daß die f. 3. tistik betrugen die Durchschnittslöhne für Arbeiter pro Woche aus zehn Mitgliedern zusammengefeßte Sanitätstommission heute in Zeitlohn 22 M., in Stücklohn 24 M. 20 Pf. gegen 25,20 m. nur noch aus vieren besteht und daß der Vorsitzende derselben, in den Vorjahren; für Arbeiterinnen: in Zeitlohn 8,50 m. ser bisher Beschwerden des Publikums entgegennahm. nunmehr gegen 9,40 m. in den Vorjahren, in Stücklohu 12,32 M. gegen sein Amt niedergelegt habe. Es entspann sich eine Erörterung 10,50 M. in den Vorjahren. Diese lettere Steigerung sei zurück- darüber, ob die Kommission weiter bestehen solle. Hildebrand Bei bemerkte, einige Vortheile in sanitärer Hinsicht habe dieselbe er zuführen auf die Ueberfeierabendarbeit der Arbeiterinnen. den Löhnen der Arbeiter seien die der Meister, Kolonnenführer, zielt; da fie indeß keine tüchtige Presse zur Unterstügung, feinen Vorarbeiter mitgerechnet. Bei solchen Löhnen sei es den Ar- Arzt an ihrer Spitze und schließlich Mangel an tüchtigen Mitbeitern und Arbeiterinnen nicht möglich, ein menschenwürdiges gliedern gehabt habe, so mußte der Erfolg hinter den Anstrengungen Dasein zu fristen. Die Behandlung namentlich der Arbeite- zurückbleiben. Andererseits bedinge auch die Durchführung rinnen ist bereits in früheren Versammlungen genügend geschildert der Kanalisation eine Einschränkung der bisherigen Thätigkeit. Vieweg fügt hinzu, daß mit den Untersuchungen die In der folgenden allgemeinen Aussprache über Werkstuben- Sonntage vollständig ausgefüllt wurden, weil Arbeiter Alltags Angelegenheiten wurden u. a. die Verhältnisse der Hagelberg- nicht Zeit haben, denn der Abend eigne sich dazu nicht. Redner schen Fabrik ein wenig ans Licht gezogen, besonders der Buch- schlägt vor, die Kommission von der Deffentlichkeit wählen zu binderei III. Bei Martin Schlesinger( Inhaber Wunosch u. Lange) lassen, damit auch Frauen hineinkommen können; im übrigen sind die Titulaturen der Arbeiter und Arbeiterinnen sowohl empfiehlt er. möglichst nur selbständige Personen hinein zu wählen. seitens des Prinzipals wie der Meister allem Anstande Hohn Die Versammlung löste schließlich die bisherige Sanitätskommission sprechend, und dementsprechend auch die sonstigen Verhältnisse. auf und ernannte an Stelle derselben die Genossen Regerau, Verschiedene Arbeiter hatten den Muth, die Verhältnisse klar zu Fischöder und Erhart als Kommission zur Entgegennahme von legen, da sie ihre Kündigung bereits in der Tasche hatten. Allen Beschwerden und zur Abgabe derselben an die zuständige Behörde. diesen traurigen Zuständen gegenüber wurde der Anschluß an Ein Antrag, einem Mitgliede, dessen Frau lange frant und der dann selbst lange arbeitslos gewesen ist, eine Unterstügung zu den Buchbinderverband dringend empfohlen. Eine öffentliche Formerversammlung fand am 12. d. M. gewähren, wurde abgelehnt, da in ähnliche Lage viele Mitglieder kommen und der politische Verein fein Unterstüßungsverein ist. $. G. 10. Ihr Gesuch haben Sie an das Charlottenim Kolberger Salon statt, von dem Vertrauensmann Tauschel Der Vorsigende machte dann aufmerksam, daß Billets zur Urania burger Amtsgericht zu richten. Eine ausführliche Darlegung einberufen, um die Mißstände bei den Firmen Schwarzkopff, zu dem ermäßigten Preise beim Kassirer noch zu haben find. über die Fragen betreffend den Austritt aus der Landeskirche Röffemann u. Kühnemann und Hoppe zu besprechen. Meistens, Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. S. finden Sie im Brie kasten vom 11. September. Formulare so bemerkte der Referent Päbel, sind die Klagen der Arbeiter Mr. 29, Hamburg), Filiale Berlin 8. Mitgliederversammlung am Sonngleichlautend, aber öfter hat auch eine Firma noch ihre besondere abend, den 15 September, Abends 8 Uhr, Babstr. 12( Biftoriagarten). Tages: werden Sie wohl durch die Freireligiöse Gemeinde( z. B. durch Vogtherr, Stephanstraße) beziehen können. Spezialität". Bei Schwarzkopff ist die Ausbildung der ordnung: Kaffenbericht, Raffenangelegenheiten, Verschiedenes. Arbeiter und Arbeiterinnen vom Gewerbehof, Krautstraße 52. A. T. V. C. Darüber, daß unpolitische Vereine MitLehrlinge an sich schon mangelhaft, dabei muß der betreffende Deffentliche Bersammlung am Sonntag, den 18. September, Vormittags gliederlisten oder Statuten der Polizei auch auf deren Erfordern junge Mann noch ein Vierteljahr zur Probe bleiben und erhält 10 Uhr, bei Wilte, Andreasftr 26. Arbeiter- sidungsschule. Freitag, abends non sy- 10% ur: or nicht vorzulegen verpflichtet sind, und daß die gegentheilige von da an zunächst 3 M. Koftgeld; die Arbeitszeit ist fast unbegrenzt. Da ein Raum fehlt, wo das Mittagessen eingenommen ue, allerfraße 179 und Soft- Schule, aldentarfte. 14. Ansicht dem Gesetz nicht entspricht, haben wir wiederholt uns Deutsch( Logit und Rethorit). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue ausgelassen. Lesen Sie z. B. den Bericht betr. den Gefangwerden kann, so soll es öfter vorkommen, daß sich einzelne mit heilnehmer, Danien und Herren, jeder Bett aufgenommen. Arbeiter Sängerbund Berline und Umgegend. Borfigender verein 3aget nicht" in der Nummer vom 8. d. M. durch. In ihren Speisen in der Nähe der Klosets niederzulassen genöthigt Ad. Neumann, Pajewalterstraße 3. Alle Aenderungen im Vereins- Ihrem Falle müßte schleunigst Klage beim Ober- Verwaltungsfind. Während für das Komptoirpersonal c. Bade- Einrichtungen talender sind zu richten an Fried. Korium, Manteuffelſtr. 49, v. 2£ r. Freitag. geschaffen sind, hat man für die Arbeiter bei ihrer schmutzigen nebungsunde Abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. E o Ilegia, gericht erhoben werden. Dieselbe ohne Buziehung eines RechtsKaiser'scher Männerchor, Schönbauser verständigen zu erheben, ist sehr wenig... gebracht. Sprechen Arbeit einige Eimer als Waschvorrichtungen bestimmt. Ueber Manteuffelftr. 9 bet Nowact. Die kleinen allee 28, bet elle.- Arbeiter- Gesangverein Nor, Kaftanien Allee 11, bet Sie, bitte, auf der Redaktion zwischen 12 und 1 Uhr vor. die Behandlung durch den Betriebs- Ingenieur 2. Augustin. Kumme' scher Gesangverein, Langestraße 65 bei Tempel. B. u. F. 100. 1. Zum Quartalsersten. 2. Nein. G. 2. und Wette. Unbekannt. Rühmenswerthes zu berichten, leider ist ein Theil der Arbeiter Buchbinder Männerchor, Holzmarttitr. 3, bei Deter. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 7 Geister äffen dessen Benehmen getreulich nach ist nichts Arbeiter- Gesangverein Spandau in Spandau, Neunmeisterftr. 5, bet Radtke. Bereinte Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Zwei Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll.