Ur.ßkl. 36. Jahrg. Bezugspreis: «Zicrteljährl. 13�0-HIU monatu iSO Mt, Itet ins Haus. ooÄus mhlb«. Postbezug Monatlich iSO Mk» ejfUftu- ltellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland und Llelterreich- Ungarn 7,7ö All� für das übrige Ausland IZ— Mt� bei taalich einmal. Zustellung Ib.— Ml.-s- Valuta- Auffchlag. Post- bestevungen nehmen an vanemark. Holland, Luxemburg. Schweden und die Schweiz. Eingetragen sti die Post- lieitungs- Preisliste. Der.Vorwärts' mst der Sonntags- deilage.Volk u. Zeit' ericheint wochen- täglich zweimal Sonntags«uunal. Lelegrmmn-Adrcffe �ojialdemotrol Berlin". Berliner Volksblntt C 20 Pfennig) Anzeigenpreis: Sit achtgeipaltene RonpareUezeil» kostet IM M., Teuerungszuschlag«0«/». „»leine Anzeigen", das fett- gedruckte Won 7S Pfg. szulässtg zwei tettgedruckte Watte), jedes wettrre Wott SO Pfg. Stellengesuche und Cchlafstellenanzetgen das erste Wott KS Pfg. isdcs weitere Wott 40 Pfg. Wotte über IS Buchstaben zählen für zwei Motte. Teuerungszuschlag SSV»'». Familien- Anzeigen, politische und gewerkschaftliche Pereins- Anzeigen IM Ml. die Zeile. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 5 Ahr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin EW 68, Lindenstraste 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis b Uhr abends. Zentralorgan der rozialdetnokratifchen parte» Deutfchlands Redoftion und Expedition: EW. öS,£inden(h. 3. Zernforedier:«mt Moristplah, Nr.»SlS«— lSIS7. vorwärts-verlag G.m.b.H., SM. bS, �indenftr.Z. tzsernivrecher: Amt Moriftplav. Nr. 117 äZ— ZI. vor einem Jahr. Die„Freiheit" opfert unbekümmert um die Papier- knappheit viele Spalten für die sogenannten Enthüllungen des Herrn QelMe. Die Redaktion des unabhängigen Blattes scheint diesen Memoiren wenig Aufmerksamkeit gewidmet zu haben. Denn letzten Endes wird nichts enthüllt, vielmehr etwas bestätigt, nämlich der Tatbestand, wie er von jeher von der Regierung behauptet worden ist: daß die Volks- marinedivision durch ihr gewalttätiges Auftreten während der letzten Tage des Dezembers und in Sonderheit durch ihr das Leben des Genossen Wels bedrohendes Verhalten keine andere Lösung als die schließlich gewählte übrig ließ. Herr Oehme scheint der„Freiheit" ein Kuckucksei ge- legt zu haben. Wer ist eigentlich Herr Oehme? Herr Oehme wurde im Winter 1918 von dem Unterstaatssekretär Vaake als Sekre- tär ei-ngesliellt. Erwar danials Mehrheitssozial ist, und so blieb er denn auch in seiner Stellung, nachdem die Unabbängigen aus der Regierung ausgeschieden waren. Dieser Umstand kennzeichnet zur Genüge die moralische Berechtigung des 'Herrn Oehme, im Interesse seiner jetzigen Parteigenossen zu „enthüllen", was ihm damals bekannt geworden ist. Dar- über kann doch kein Zweifel bestehen, daß nach dem Ausschci- den der Unabhängigen Herr Oehme in seiner Eigenschaft als S. P.D.-Sekretär des Unkerstaatssekretärs Baske g e b l i e- b e n ist. Der Wechsel der Parteizugehörigkeil dürfte nicht hinreichen, um ein Versahren zu rechtfertigen, das sich schlechthin als Vertrauensbruch kennzeichnet. Indessen, die zuständigen Stellen wußten seit langem, messen sie sich von seilen des Herrn Oehme zu vergegenwärtigen hatten. Richt ohne Grund ist Ende Februar dieses Jahres Herr Oehme veranlaßt worden, seinen Posten autzugeben. Wie nicht an- ders erwartet werden konnte, eröffnete er alsbald nach seinem nicht ganz freiwilligen Abgang eine journalistische Kanipagne, um die Männer, in deren Dienst er bisher ge- standen halte, anzugreifen und herabzusetzen. In- zwischen ist er nun bei den Unabhängigen gelandet, denen er wohl verheißen haben mag, durch„Enthüllungen" nützlich sein zu können. Was kann Herr Oehme enthüllen? Er behauptet:„Als Sekretär des Unterstoatssekretärs in der Reichskanzlei vom 3. Dezember bis zum 1. März alle Vorgänge der Regierung miterlebt zu haben." Diese Behauptung geht erheblich über das hinaus, was zutrifft. An Kabinettsitzungen hat Herr Dehme nur ausnahmsweise teilgenommen. Hingegen Hai er sich einen größeren Teil der Protokolle dieser Sitzungen diktieren lasten müssen. Im übrigen bestand seine Tätig- keit nicht zuletzt in der Abwicklung von Vorgängen, die er selbst zutreffend„enthüllt". Er unterhielt die ständige tele- pbonische Verbindung von der Reichskanzlei aus mit der Marinedivision: er empffng Abordnungen und sonstige Be- suche, um sie an Ort und Stelle zu leiten. Im großen und ganzen dürfte also die Würdigung, die das„Berliner Tage- blatt" den Boken-ntnisien des Herrn Oehme zuteil werden läßt, zutreffen: daß es sich um nicht viel mehr handelt, als um die Geheimnisse eines Kammerdieners. Die vorgesetzten Stellen des Herrn Oehme sind der Auf- fastung. daß Herr Oehme wohl in der Lage gewesen ist. ein- zelne Vorgänge mitzuerleben, aber. daß er kaum Gelegenheit hatte— dies gilt besonders für die letzte Zeit seiner Wtig- keit— die Zusammenhänge kennen zu lernen. Was bat nun Herrn Oehme veranlaßt, von der gemein- hm geltenden Moral abzuweichen, Kenntnisse, die aus einem früberen Dienstverhältnis entstanden sind, nicht gegen jene Dienstherren zu verwenden? .. ffr. Ist anaeblich sittlich entrüstet darüber, daß die rechts- sozmlistiscnen Führer die„geheimsten Dinae, die sie damals m gemeinsamer Arbeit mit den llnabhängigen und mit der Regierung beschlosten haben, in die Oeffentlickckeit zerren. oanc irgendwelche Rücksichten aus Moral und Anstand". Herr Oebme zimmert sich eine Rechtfertigung- es ist schön, daß er wenigstens das Bedürfnis nach einer'solchen Rechtserffgung empfindet, es ist sein Pech, daß solche Reckst- fertifliing geaenstandslos ist. Was ist geschehen? Ter Ab- geordnete Dittmann, der der VolkÄbcauftragten-Regierung angebörte. bat wiederholt behanvtet:„daß die Unabhängi- ven in der Reoierung immer für die Wiederaufnahme der kurz vor der Revolution abaebrockenen diplomatischen Be- ziebungen zu Sowjetrußland waren. Gegen dies sofort gestellte Verlangen wandten sich aber Eberl, Scheideniann und Landsberg, insviriert von dem damaligen Staatssekre- tär des Aeußeren. Solf.. Gegenüber diesen fortdauernd liuwobren Bebauptunaen eines früberen Regierungsmit- pffedes über interne Voroänae innerhalb der Regierung war es zur absoluten Notwendigkeit geworden, die Wahrheit out Grund vorbondener Niederschr'ffen festzustellen. Daß dieie Feststellungen nicht das ergeben, was zurzeit dem un- obranvigen Parteiutereste entspräche, mag Herr Oebme viel- leicht bedauern, läßt sich aber nicht ändern. Wie aber diese Eine zweite ZrieöenskonferenA. Gerade in diesen Tagen, wo der Frieden mit der Hauptmacht der Zentralstaatcn, mit Teutschland, fertiggemacht werde« soll, ver- schiebt sich das politische Bild der Welt fortgesetzt aufs stärkste. DaS Lrientproblem und dos des BSlkans scheinen Schwierigkeiten auf- zurollen, denen gegenüber man in Paris nicht genügend vorbereitet ist. Zwischen Westeuropa und dem Orient läust ein starker Ge- dankenaustausch. Taß die Pariser Machthaber davon sehr erbaut sind, darf nicht angenommen«erden. Wenigstens lasse« die Zci- tnngsnotizcn diesen Schluß zu. Amerika steht den Friedensverhandlungen jetzt mit einer Zurückgczogcnheit gcgenüher, die man als nuanciertes Des- interessement bezeichnen kann. I t a l i e» ist mit de« inneren Sorgen vollkommen beschäftigt und I« p a n S Beistand reicht kaum über das Theoretische und Platonische hiaaus. Für die Schultern Englands und Frankreichs scheint die Last recht drückend zu werden. Im Januar soll versucht werden, wenn»Petit Parifien" richtig informiert ist, alle Alliierten wieder um einen gemeinsamen Tisch zu versammeln. Es werde wahrscheinlich eine zweite Frie- denskonferenz werden, deren Zweck nach«uße« damit mas- kiert wird, daß die tatsächliche Erledigung einer Anzahl von Fragen, die von der erste» Konferenz hängen gelassen wurden, her Friedens- vertrag mit Ungarn und der Türkei sowie die der Adriafragr, erfol- gen soll. Bis spätestens Montag sollen in Paris mit der d e u t s ch e u Kommission die Berhandlunge» über die Aufgaben und Zu- sammensctzung der Wievcrgutmachungskommisston, Uebertragung der Hoheit im Memrlcr Gebiet, die Einzelheiten der Abstimmungen uf«. beginnen. Inzwischen ist die englische Sachverständigenkom- Mission zur Nachprüfung de? deutsche« Hafenmaterials nach Ham- bürg abgereist. In Berlin befindet sich bereits eine militärische Bor- kom Mission der Entente, die die Bornrbeiten leitet für die nach der Ratifikation des Friedensvertrags in Berti« zu er- wartenden Entcntc-Bolltommissionen zur Ucberwachung der Durchführung des Friedensvertrages. Nach den de« deutschen Bevollmäch- tigten in Pari? gemachten Mitteilungen ist zu erwarten, daß sich Delegierte dieser Borkommissio» drn Ententesachvcrständigen an- schließen werden. „Eorriere della Sera" vernimmt, baß Nitti auf der Pariser Konferenz folgenden Standpunkt einnehme» werde: Tic alliierten und assoziierten Regierungen, die die Ansprüche Italiens auf die adriatischen Städte und Fiume anerkannt haben, nehmen die L ö- sung an, die Südslawir» und Italien unter sich vereinbaren werden. An Pen bevorstehenden Pariser Besprechungen werde», wie das- selbe Blatt hört, anch Bertreter Japans«nd der Bereinigten Staaten trilnrhmen. wahren, und da die japanische Hilfe für Koltschok noch lange aus- bleiben könne und jedenfalls unmöglich sei, solange Japan sich nicht mit Amerika darüber geeinigt habe, glaube man, daß China sofort nachdem Koltschak gezwungen wäre, Jrlutsk auszugeben, mit Sowjet» rutzland in Unterhandlungen treten werde. China für ßrieöen mit Rußland. .Daily Herald' meldet auL Paris, daß man dort mit der Möglichleit von Unterbandlungen zwischen der russischen Sowjet» regierung und China rechne. Der Pekinger Ministerrat sei angeblich davon überzeugt, daß ein Rückzug von Koltschak bis nach Charbin nicht ausgeschlossen sei. China müsse seine eigenen Interessen Amerika, die verzweisiung der Welt*. .New Morl World" kritisiert die Tatsache, daß die öffentliche Meinung kernen Zwang auf eine Einigung in Sachen des Friedens» vertrage« ausübt und fügt hinzu, Millionen Menschen in Europa lägen im Sterben. Da sei es nur recht und billig, die Gewinn« macherei in den Vereinigten Staaten zu verurteilen, die auS den dahinsterbenden Körpern noch den letzten Blurötropfen herauspresse. Es sei nur recht und billig, die herzlose Gleichgültigkeit zu verurteilen, mit der das amerikanische Volk der surchlbaren Tragödie zusehe, die sich in Europa abspiele. Einstmals sei Amerika die Hoffnung der Welt gewesen, jetzt sei es die Verzweiflung der Welt. Das sei eiwas. worauf kein Amerikaner stolz sein könne. .Dies ist unser Weibnachten" schließt daS Blart.»Treibt Spott mit dem Elend der Menschheit."_ /legppten im Rufstanö. Nach einer„Timcs"-Mcldung auS Kairo über eine AufstandS- bcwegung im südlichen Sudan hat der Dinkastamm einen Borposien- angriff gemacht. Bei den darauffolgenden Operationen wurden zwei englische Offiziere getötet. Ferner sind große Verluste an Mann» schaffe« zu verzeichne«._ die reaktionäre Nasse. Um eine« Bizepräsidrntcn zn erhalte», stimmten die Sozialisten i» der Kammer für de» Rrchtsrepublikaner D e s ch n u e l als Prä» sidenten. Er wurde mit der höchsten Stimmenzahl, dic�je ei« Kammerpräsident erhalte» hat, gewählt— aber der Sozialist G r o u s s i e r fiel als Bize durch. Bei der Wahl des Budgrtansschnsses ließ die Mehrheit alle Sozialisten biö auf eine» durchfallen, so daß dir Partei der 1 700 000 Stimmen 1laa der Ausschußmandate hat. Frankreichs passve tzanüelsbilanz. Auch Frankreich hat bekanntlich ieine schwere wirtschaftliche Not. Die Valuta ist etwa auf die Hälfte des Friedensstandes gesunken. Inwieweit davon auch die Entwicklung des französischen Außen» Handels schuld ist, geht aus nachfolgender Ausstellung hervor, die beweist, daß der Ueberschuß der Einfuhr über die Ausfuhr dem Werte nach außerordentlich angewachsen ist. Nach verschiedenen Veröffentlichungen hat Frankreich vom 1. Januar bis 31. Oktober 1919 Waren im Werte von 23199 984 000 Fr. eingerührt und für 5 528 494 000 Fr. ausgeführt. Das bedeutet einen Ueberschuß der Käufe über die Verkäufe vo» 17 Milliarden 682 Millionen Fr. Gegenüber der gleichen Zeit von 1918 ist die Einsuhr um 5 183 121 000 Fr. gestiegen, die Ausfuhr um 1171 306 000 Fr. Feststellungen, die durch das Verhalten des Abg. Dittmann erforderlich geworden waren, Herrn Oehme zu seinen von ihm selbst für bemerkenswert gehaltenen Indiskretionen ver- aulaßt haben können, läßt sich wohl nur aus dem Bedürfnis heraus erklären, das sich bei Uebeltätern häufig vorfindet: sich Absolution auf Vorschuß auszustellen. Was enthüllt nun eigentlich Herr Oehme? Er enthülst, daß er selbst schriftlich niedergelegt hat:„daß ein direkter Auftrag zur Venven-dung von Geschützen(gegen die Marstall- Matrosen) vom Kriegsminister nicht gegeben worden war". Er enthüllt ferner, daß diese seine Niederschrift dem Zen- t r a l r a t, der die Notwendigkeit der Truppenonsetzung gegen die Marinedivision prüfen hatte, vorgelegt worden ist. Er enthüllt schließlich, daß am 24. Dezember des Morgens zwischen 3 und 4 Uhr Ledebour mit einer Abordnung in der Reichskanzlei erschien, um Eberl zu sprechen, daß Eberl sich aber verleugnen ließ und daß darüm:„die volle Schuld am Blutvergießen am Morgen des 24. Dezember dem Volksbe- austragben Eberl zur Last falle, der die letzte Möglichkeit der Vermittlung vereitelt habe". Dies ist das einzig Neue in den Enthüllungen des Herrn Oehme. Dies aber ist i ni vollen Umfange u n z utreffend und zum winde- sten eine Bestätigung dafür, wie wenig Herr Oebme über alles orientiert ivar, lvas damals vorging. Es ist bereits festgestellt worden, daß in jener Morgenstunde, als Ledebour mit seiner Deputatton erschien, der damalige Volksbeauftragte Ebert nicht mehr in der Reichskanzlei anwesend war. Er hatte die Reichskanzlei gemeinsam rnit Scheidemann, dessen Abwesenheit Oheme selbst bestätigt, verlassen. Die große Enthüllung des Herrn Oehme hat sich also als unzutteffeüd erwiesen. Was aber bestätigt Herr Oehme? Er bestätigt etwas, was bisher noch immer von seinen jetzigen Parteigenossen/ zuletzt noch in der Dcmnerstagnummer der„Freiheit" ge- leugnet worden ist, nämlich die überaus kritische Lage, in die der Genosse Wels durch das Verhalten der Ma- rinedivision gekommen war. Am Donnerstag glaubte die „Freiheit" hierüber noch ganz harmlos sprechen zu können. Sie berichtete, daß die Matrosen am Abend des 23. die Koni- mandantur und später die Reichskanzlei besetzt hatten und Wels und seinen Adjutanten gefangen nahmen.„Es kam hierauf"— so sagt die„Freiheit"—„zu Verhandlungen mit den Matrosen, die einen günstigen Verlauf nahmen und auf eine günstige Beilegung des Konflikts hoffen ließen." Wie diese Verhandlungen in Wirklichkeit aussahen, darüber be- richtet Herr Oehme nach eigenem Erlebnis:„DerFührer der Volksmarinedivision Radtke teilte mir vom Marstall aus mehrmals mit. daß er die Matrosen nur mit Mühe davon ab- halten könne, WelsansLeben zu gehen... Radtkes telephonische Nachrichten aus dem Marstall wurden immer bedrohlicher, und schließlich teilte er mit, daß er für das Leben von Wels nicht mehr garantieren könne." SobestätigtalsoHerrOehme, wasseitens der Regierung immer behauptet worden ist, daß nämlich in jener verhängnisvollen Nacht die Mattosett die Regierung zu ihren bekannten Maßnahmen g w u n- gen baben. Ob Herr Oehme solche Bestättgimg durch seine Enthüllungen beabsichtigt hat, können wir nicht feststellen. Wir möchten aber vermuten, daß, falls Herr Oehme lveitere Enthüllungen plant, das Ergebnis kaum anders aussallen dürste. MenpolM. Unter dieser Überschrift schreibt' die Zoimnu»nstische„Rote Fahrre": Niemand versteht sich so gut auf die Politik der Wen wie die Leute vom marxistischen Zentrum mit ihrem Karl Kautsky an der Spihe. Für sie ist es schon ein Erfolg des Sozialismus. ist es schon eine politische Tai, in Wien suchen und sichten zu dürfen� Und wenn es gar gilt, Akten zu veröffentlichen, dann feiert die materialistische Geschichtsauffassung Orgien. Mit iuelch' einem Beifall saeheul hat nicht- die.Freiheit� die Berösfentlichung der KautSkyakten ül'er deu 5kriegsalkÄbruch bc- grützt. Die sozialpazisisttsche Politik des rechten MügelS erstrahlte nach ihrer Meinung in bengalischer Beleuchtung da endlich aus den Wen die Berb-recherpolitik des deutschen Imperialismus sich ergab. Doch die Dinge haben auch ihre Kehrseite. Akten find ge- fsthrlich. Da siiO auch die Wen, die böse Geschichten ertthalten aus der Zeit, in der Haas?, D i t t m a n n, Barth als unab« hängige Volksbeauftragte revolutionäre Politik machten. Herr Heil- mann hat sich deu Spcnz erlaubt, hier einmal den Leinen Kautsky zu spielen. Auch er macht Aktenpolitik. Auch er veröffentlicht Akten, Wen, aus dcw.'n hervorgeht, so Nor wie cS nur aus Akten hervorgehen kann, daß die drei unabhiingigen«olksbeaustragtrn zusammen mit Ebert, Schctdemann und Lanbsbcrg Hindenburg angefleht haben, cm der Spitze der sich auslehnenden Armee zu bleiben; Akten, die unwiderleglich»rachveisen, daß diese drei patentierten Re- volutionSre ans den Rat von Karl KantSky die Wiederaufnahm': der Beziehungen zu Sowjet-Ruhland abgelehnt und die Ankunft der russischen Delegierten zum ersten deutsche« ViStckougreß vcrhi«d:rt habeiu Dia„Freiheit� ist peinlich berührt über so viel Akkupofiftk. Me unvorsichtig war es auch, die konteroevcilutionäre Tat gleich zu den Wen zu geben, da der Mund noch so glatt von revolinionären Reden überfloß. Und so weiß daS Blatt HilferdwgS, da» sonst jeden gefundenen Fetzen Papier zur Sonsation aufbauscht, jetzt nur zu Lagen über das verletzte Amtsgeheimnis. So versteht cs die Zeitung der radikalen Berliner Arbeiter, jede politische Situation auf ihre revolutionäre Spitze zu treiben: die Auseinandersetzung über die Politik der Volksbeaufiragien im Anfang der Revolution verwandelt sich unier ihrer Hand in eine Auseinandersetzung über die Grenzendes Amts- geheim niss« L. Hätten die Akten geschwiegen, so wäre Ditt» mann auch heute noch ein großer Staatsmann. Da sie aber reden, ist nur Heilmann daran schuld, daß Dittmann» Glorienschein»er- blaßt. Die„Freiheit' wagt eS nicht, die Politik der Ditwmnn und Eompagnous schlecht zu nennen, da sie schlecht ist. Sie kann es nicht wagen, weil DHtmanns Politik vom November 1018 noch heute trotz Leipzig die Politik ihres Eheftedakbeur» ist. Sie wird weiter dbn Ereignissen opportunistisch nachhinken, sie nachträglich aus den Akten weise marxistisch erklärend, statt dem suchenden Pro. letariat den Weg deS lebendigen BorwärtSschreitenZ zu weisen. Sie wird weiter über den geschichtswidrigen Bruch der Amtsverschwiegenheit jammern, wenn die veröffentlichten Akten w ieder einmal keine KautSkyakten sein werden. Dse Mbeitsmarkt. Leber die Lage des deutschen Arbeitsmarkts im November ll>19 berichtet das vom Statistischen Reichsomt herausgegebene Reichs» Arbeitsblatt in seinem Dezemberheft wie folgt: Die Lage des Arbeitsmarkts hat sich im BerichtSmonat weiter verschlechtert. Die Arbeitslosigkeit ist wieder- um gestiegen. Nach de» Feststellungen von 31 Fachverbänden, die für 4 WS 021 Mitglieder berichteten, waren im November t>. I. 131 193 Mitglieder oder 2,9 v. H. arbeitslos. Im Vormonat wiesen 32 Fachverbände eine Arbeitslosenzähl von 110 626 oder 2,6 v. H-, peter Schlemihls Erlösung. 2j Erzählung von Edgar Hahnewald. „Peter Schlemihl!" rief Paul ungläubig. Er traute seineu fingen nicht, aber Schlcmihl antwortete mit der natürlichsten Ruhe: „Der bin ich Und Sie— Sie kennen meine Geschichte?" „$ch las sie, Herr, wie sie Adalbert von Chamissv beschrieben hat," erwiderte Paul verwirrt und unschlüssig, ob er diese Begeg« nung für einen Mittagsspuk oder für«in Trugspiel seiner Phan- taste halten sollte. »Sie ist sehr bekannt?" ,O doch. In allen billigen Büchersammluiigen ist sie zu haben.. Kinder lesen sie und die Verleger machen sie in Liebhaber- ausgaben den Micheesreuuden verlockend." Schlemihl fragte mit einem schmerzvollen Kräuseln der Mund- Winkel:„Und— sie bereitet den Menschen Vergnügen?" „Verzeihen Sie, Herr, wenn es Sie kränkt, aber es ist so, wie Sie sagen.. „Bassen wir das," unterbrach ihn Schlemihl.„Ich weif; es. Ich weiß, daß sich die Menschen mit Vorliebe am Unglück anderer erheitern. Ich habe das genugsam erfahren. Doch es kränkt mich nicht mehr. Es ist menschlich. Ich kann die Menschen darum nicht verachten, obwohl sie mein Leiden maßlos gemacht haben. Denn ohne hie Spottsucht der Mensche» hätte der Fremd« sein Spiel verloren, noch ehe«S begann. O, er wußte» was er tat, alS er mich verleitete, nur in einem Punkte anders zu sein alö sie. Und ich kann die Menschen darum nicht schelten, denn ich verdiente den Spott. Ich verschuldete mein Unglück selbst durch«ine Tor- heit und gab mich der Lächerlichkeit preis. Ich war beides in hohem Matze— unglücklich und lächerlich." Paul hZrie nur unaufmerksam zu. Die Seltsamkeit dieser Vegegnung drängte sich ihm immer stärker ans, und nun, da der wunderliche Mann nachdenklich schwieg, sagte Paul mit unsicherer Stimme:„Ich bin erstaunt, mein Herr, Ihnen hier zu begegnen. Und ich fürchte, Ihnen aufs neue wehgutun, wenn ich Ihnen da» sage. Aber— ich glaubte Sie längst über Ihren Büchern, Pflan» zen und Studien sanft und friedlich entschlafen." „Und nun sind Sie erstaunt, mich als Lebenden zn treffen?" erwiderte Schlemihl mit liebenswürdiger Schalkheit, die seinem alten Gesicht wohl anstand. Und mit freundlichem Ernst fugte er: „Mein junger Freund. Sie vergessen, daß mich der Pakt mit bem Fremden an dal Leben bindet." Und tonlos fügte er hinzu:„Er verurteilt mich zur Unsterblichkeit". Paul betrachtete scheu den absonderlichen Mann. „Verzeihen Sie meine Neugier— haben Sie Ihren Schatten nicht wieder erlangt? Und die Menschen verachten Sie darum noch imMer?" firt Hobrnfat MS ST ffachb erhänge enw soFye bock ofet 1,8' v. H. auf. Die Arbeitslosigkeit hat stch demnach sowohl gegen den Vormonat als auch gegen das Vorjahr erheblich verstärkt. Von den größeren Fachvcrbänden verzeichneten der Bauarbeiter- verband infolge teiiweiser Aussetzung der Bautätigkeit die größte Zunahme der Arbeitslosigkeit von IL im Vormonat aus 4,7 v. H. im November. Stark zugenommn hat sie auch beim Fabrik- arbeiterverband(von IL aus 3,2 v. H.). Eine Abnahme der AribeitslofigWt ließ stch beim Textilardeiterverband(von 7,4 auf 6L v. H.) und beim TranZportarbeiterverband(von 2,6 auf 1,1 v. H.) feststellen. Die Zcchl der unterstützten Erwerbslosen erhöht sich am 1. Dezember auf 888 80V Personen, darunter«N 501 män». liiche und SS 799 weibliche Personen. Im Zusammenhange mit der größeren Arbeitslosigkeit Mld der bedeutende» Zahl der Erwerbslosen hat sich die Zahl der Arbeits- yesuche stark erhöht, während die Zahl der offene» Stellen vor- Wiegend in den im Freien ausgeübten Berufen(Baugewerbe, Land- Wirtschaft, Industoie der Steine und Erden, auch NotstondSarbeiten) stark zurückging. Auf je 100 offene Stellen jbrnen im November d. I. nach der Statistik der Arbeitsnachweise 173 Ar- beitsgesuche mäimlicher und 129 Arbeitsgesuche Weib- sicher Personon gegen ISO ßzw. 115 im Vormonat und 74 bzw. 101 im November 1918. Den größten Airdrang der Arbeitsuchenden wie« nach w!« vor der Handel, das Nahrungsmittel-«nd Spirinjtoffge werbe auf, wo die Lürdrangsziffer der mann- lichcn Personen zwischen 456 und 829(im Vormonat 430 und 277) und diejenigen der weiblichen Personen zwischen 354 und 169(im Vormonat 287«nd 169) schwankte. Bemerkenswert ist die starke Erhöhung der Andrangsziffer weiblicher Per>oneu im Spinnstoff- gewerbe(LS4 gegen 287 im Vormonat) und der Rückgang der- selben im Handelsgewerbe(261 gegen 287 im Vormonat). Das Spinn stoffgetve rbe hat also trotz der etwaS besser»» Rohstoffversorgung infolge der Kohlcnnot Arbeitskräfte entlassen müssen. In der Metallverarbeitung, die hauptsächlich männliche Ar- boitSkräfte bsschäftigt, ist der Andrang derselben von 265 im Bor- monat auf 2v3 im November gestiegen. Auch in der Landwirtschaft, die dir Hackfruchternte infolge der starken Schneefälle zum Teil inrterbrecheu mußte, glich der Antmang männlicher Personen erst- malig der Zahl der angebotenen Stellen, wahrend weibliche Arbeits- kräft« nach wie vor stark gesucht werden(AndrangSziffer wie im Vormonat 44). Greuelmärchen. Wie erinnerlich, hatte die belgische Zeitung„Stoile Belg«" ihren Lesern unlängst eine neue deutsche Greuelgeschichte von einem belgischen Kriegsgefangenen namens Demo» stier aufgetischt, der am 24. November d. I. in beklagenswertem Zu» stände in Möns angekommen und berichtet haben sollte, er sei bis zum 4. November in dem Gefangenenlager Quedlinburg a. H. ein- gesperrt gewesen, wo sich noch andere Soldaten der alliierten Armeen befänden. Man habe ihnen in Quedlinburg alle Zeitungen ent- zogen und seit«tnem Jahre auch keinen Briefwechsel mehr gestattet, so daß sie nichts dom Ende des Krieges gewußt hätten. Am 4. No- vember sei er mit 3 anderen Gefangenen aus dem Lager entwichen und unter tausend Schwierigkeiten über die holländische Grenze geflüchtet. Die Meldung der„Etoile Delge" war in Deutschland sofort als eine der Üblichen, zn bestimmten Zwecken zurechtgemachten Lügennachrichten erkannt und alS solche bezeichnet worden. Die inzwischen angestellten Ermittlungen haben die Richtigkeit dieser Annahme vollauf bestättgr. Es hat sich ergeben, daß sich in dem Lager Quedlinburg seit März d. I. überhaupt keine alliierten Ge» fangene» mehr, sondern nur noch russische Kriegsgefangene be- finden. Der Belgier Demoustier ist bereits am 22. Dezember v. I. aus dem Lager als freier Arbeiter nach Heck- l t n g e n in Anhalt entlassen worden. In einer schriftlichen Er- klärung, die der Lagerbehörde vorliegt, hat er freiwillig auf die Heimschaffung nach Belgien verzichtet. Schlemihl machte eine lässige Handbewegung. die Menschen! Ihre Verachtung bekümmert mich nicht mehr sehr. Ich bin ein alter Mann. Ich brauche nicht zu furch- ten, zu lieben und geliebt zu werden, um alles zu verlieren, und keine Eitelkeit läßt mich den Schatten vermissen. Auch die Men- scheN beachten diesen Mangel nicht mehr sonderlich. Dem Reich- tum verzeihen sie alle». Ich bin«in Mann ohne Schatten, aber ich bin darum kein Schurke, wie jene, die sich an der Not ihrer Mit- menschen bereicherten, lind doch verschafft auch ihnen daZ Geld die Achtung und Ehrerbietung der Betrogenen. Der Besitz fft von geheimnisvolle;: Macht. Er muß nur groß genug sein. Er- werben Sie heute als armer Teufel, als den Sie Ihre Umgebung kennt, auf ehrlichem Wege nur«inigen Wohlstand, der Sie dem Kreise, in dem Sie bisher lebten, nicht sehr entrückt, so blicken die Mensche» scheel und neidisch auf Ihr Wohlergehen. Und die üble Nachrede findet hundert Verdächtigungen, um Ihren Erwerb miß- günstig zu deuten. Nassen Sie aber durch kühn« Gaunereien Reichtümer zusammen, die Ihnen«in verfchweNderischeS Leben hoch über Ihrer bisherigen Mitwelt zu führen gestatte», und die Menschen bewundern Ihr Glück, sie liegen ehrerbietig zu Ihren Füßen und erschmeicheln Ihre Gunst. Reichtum überzeugt die Mensche« immer von der Vortrekflichkeft seines Besitzers. Reich» tum tilgt selbst das Verbreche», das ihn erwerben half. Er macht den Spitzbuben ehrlich, den Betrüger geachtet, drn Narren all- mächtig.. „Wahrhastig, auch d«n Narren!" rief Paul erheitert und die Sckltsamkett seines Nachbar» vergessend.„Aber nicht nur da» Geld betört die Menschen. Mir fällt da ein kleines Erlebnis ein. Eines Sommers besuchten mein Ft«»ud und ich das alte Schloß Burgk in der reizvollen Landschaft d«S obere» Saaletale Z. E? gehörte einem Fürsten von Reuß. Sein« Nummer ist mir entfallen. Er hieß Heinrich wie all« renßischc« Fürsten, und war geistesgestört. Aber den armen Wäldler» galt der alt« irrsinnige Mann«och immer als der Herrscher, den zu verehren ihnen eine sekbitverständliche Pflicht war. Tin« alte HäuSlerSfrau, die im Walde von Burgk dürre Nadeln zusammenharkte, um ihre hanZ- schlachten«« Würste, daaiit zu räuchern, wurde sehr böse, als mein Freund im Gespräch mit ihr den Irrsinn deS Fürsten erwähnte. Sie sagte giftig:„Nn, deSwogeu i» W unser yerfcht, wen«'r ooch verrickt iS!" Schlemihl lächelte ketsr und sagte:.Ja, auch das ist eine Anekdote von der naiven Dummheit der Menschen— ich könnte Ihnen noch herzhaftere erzählen. Aber wo bltev ich stehen..„ ja, Reichtum macht auch den Narre« allmächtig. Und ich, der ich nur ein Narr war und aichtZ Schlimmeres— ich war reiche denn ich besaß den zaubechaften MückZbeutel.. „Den Sie vo» sich warfen?" siel ihm Paul in die Rede.„Sie warfen ihu von sich, durchwanderten auf Ihren Siebenmeilen« stiefeln die Länder der Erde und studierten die Geographie der Pflanze«." Gatmk Dichont. der Chef der französischen Milltärmlsfion tu Berlin, erklärte dem Sonderberichterstatter des„Matin", es gebe nicht einen französischen Kriegsgefangenen, der gegen seinen Willen in Deutschland zurückgeblieben ist. Es gebe nicht einen, der nicht der französischen Mission sich hätte zu erkennen geben können oder nicht in der Lage gewesen wäre, seiner Familie Nachricht zu geben. Der General erklärte ferner, daß die Angelegenheiten des Soldaten Loucher und des Soldaten Plazanet der deutschen Regierung tn keiner Weise zur Last gelegt werden könne«. Plazanet, der eine abenteuerliche Geschichte veröffentlichen ließ, sei viermal seit Juli 1919 aufgefordert worden, nach Frankreich zurückzukehren. Er habe sich aber geweigert, weil er schon zum zweitenmal in Deutschland Vatersreuden erwarte. französische„Treibjagö*. Die.Neue Rheinische Korrespondenz" meldet auS Tronberg: Am Heiligen Abend gegen 7>/z Uhr trafen fünf anscheinend be- trunkene Franzosen in unserem augenblicklich unbesetzten Städt- chen ein. kehrten in der Wirtschaft.Neu-B-m' ein, belästigten deu Wirt und die Käste, trieben diese schließlich aus dem Lokal und machten auf sie mit blanker Waffe Jagd durch die Straßen der Stadt. Zur Wirtschaft zurückgekehrt, fanden die Franzosen dies« verschloffen. Sie stiegen über den Staketenzaun, erbrachen die Hintertür und drangen durch diese gewaltsam ein. Der Wirt rief um Hilfe, aber di« Polizei, sechsmal gerufen, getraute sich nicht herbei. AIS die Hilferufe immer flehender wurden, geriet die angesammelt- Volksmenge in Empörung. Eine Anzahl beherzter Männer brachte die wie wild sich gebärdenden Franzosen auf die Straße hinaus. worauf sie abzogen. Am ersten Feiertage erschien eine Kam- Mission französischer Offiziere und ließ fünf angesehene Tronberger Bürger festnehmen und wie Schwerverbrecher nach Königsiein abführen. Andere Cronberger Bürger, deren Nameü zwei deutsche Denunzianten verraten hatten, entginge« der Verhaftung nur durch die Flucht. das Nöchling-Urtell. Gegen dir Saar-Jndustrleven Robert und Hermann Röchling ist von dem franzöfifchrn Schwurgericht außer auf zehn Jahre Zuchthaus und eine Geldbuße von 10 Millionen Frank«och auf Landesorrweifung für einen Zeitraum von 15 Jahre« erkannt worden. Dir Gebrüder Röchling haben die ihurn noch»cm Urteil vorgeworfene Riederlcgung von Fabriken und Requierirrung von Material lediglich auf Anweisung der zuständigen RegirrungS- und Somwnndostrllen unternommen. Sic waren, so sagt eine offiziöse Meldung, verpflichtet, diesen Auftrag auszuführen. Nor Inkrafttreten des Friedensvertrags' haben franzöfifche Ge- richte überhaupt nicht das„Recht", weggeschleppte Deutsche abzu- «rtcllrn. Hilfe den Sibiriern! DaS Genfer Note Kreuz richtet einen Aufruf an die rniernatio- na ten Organisationen vom Roten Kreuz zugunsten der Kriegs- gefcmyenen in Sibirien, in dem es u. a. heißt: Ungefähr 200 000 Kriegsgesa ngme, zumeist Oesterreicber und Ungarn, befinden sich nocti in Sibirieu, viele von ihnen schon seit 1914. Die schlechte Unterkunft und Verpflegung läßt die Leute uni 39 Jahre altern. Sie fallen vielfach der Neurasthenie, der Hysterie und dem Wahnsinn anHeim. Ansteckende Krankheiten haben furcht- bar gewütet. Im Lager von Troizk sind von 16 000 Gefangenen mehr als 12 000 dem Typhus zum Opfer gefallen! Im Layer von Krasirojarsk forderte der Typhus 6000 Opfer DaS International Komitee hat wiederholt den Obersten Rat auf die dringende Not- wendigkeit der schleunigen Hcimschaffung dieser Armen Hu�i g-wtesen. Es stehen aber Transportschwierigkeiten im Wey: unll die Schwierigkeit der Beschaffung von Krediten. Die Heim- schoffungskosten dürften sich auf mehrere Milliarden Kronen belaufen.' Wenn nicht bald ein« Besserung eintritt, falten die Kriegs- gefangenen der vollständige» Vernichtung cmheim. An Ort und Stelle sind die Mittel nicht zu finden, den Gefangenen zu helfen und che Leben bis zu ihrer BsfrÄung zu«halten. Die jipißsterte „Das tat ich. Aber ich habe den Beutel wieder." „Sie haben ihn wieder!" rief Paul. „Ja, uni) das Ist eine Geschichte, die Ihne«, junger Herr, zeig«» mag, wie groß die Macht de« Goldes ist über den, der ihr einmal verfiel. Ich saß in meiner Höhlt in der Thebais wnd vertiefte mich in meine Studien. Mein treuer Pudel Figaro leistete mir Gesellschaft i» meiner gelehrten Einsamkeit. Und nur selten ging ich aus, um mir Kokssnüsse und Bananen und die Eier der nördlichen Seevögel zu holen, deren ich zu meinet Nahrung be- durfte. Ich arbeitete an meiner Flora universalis terrae, uns eines Tages beendete ich das umfangreiche Werk. Der Ehrgeiz, meine Arbeit von den Naturforschern Europas gewürdigt zu sehen, trieb mich aus meiner Höhle. Ich wanderte nach Deutschland. In Berlin wartete ich einen nebligen Morgen ab und wagte mich end- sich voller Furcht und Hoffnung in die dämmerigen Räume der Berliner Universität, in denen ich meine Schattenlosigteit nicht zu fürchten brauchte— es war der unglücklichste Tag meines Lebens. Ich hatte nicht bedacht, daß ich utrsterblich bin. Wohl war ich ge- altert und meine Kurtka trug die Spuren eines mühseligen, ein- behruugsreichea Lebens. Aber rascher als mir verstrichen dcr Menschheit die Jahrzehnte,.Meine Studien stützten sich auf das gelehrte Wissen meiner Zeit, und ich arbeitete, beseelt von dem Ehrgeiz, dieses Wissen um einiges zu bereichern. Und nun mußte ich erfahre», daß die Ergebnisse meiner Arbeit von den Gelehrten eines viel jüngeren Geschlechts längst überholt waren. Mein Herr, die Ächtung vor dem Alter zahlt nicht zu den hervorragendsten Tugenden der Menschen. Und ein Greis gar, der sich der Lächerlichkeit preisgibt, darf nicht auf Schonung hoffen— ich floh von Berlin, beladen mit dem Spott einer unerbittlichen Jugend. Nie war ich dem gütigen Geschick, daS mir die Siebenmeilcnsttefel schenkte, so dankbar wie au jenem schimpflichen Tage. Mein Werk, die Arbeit so vieler Jahre, warf ich ins Schwarze Meer. Ich eilte in meine Höhle«ach der Thebais, um in der Verborgenheit zn sterben. Gebrochen, lächerlich vor mir selbst, aller Freude beraubt, saß ich dort, und mein Pudel Figaro trauerte mit mit. Ich fühlte mich zu Müde, um noch Kokosnüsse aus Afrika zu hole«. Ich wartete in regungsloser Verzweiflung auf den mildtätigen Tod, der mir nicht beschieden war. Elar bald sollte ich erfahre»«, daß auch dieses neue Leid nur das Werk jenes teuflischen Fremde« war, dem ich meinen Schatten verkauft hatte. Wohl, ich hatte seinen Glücksbeutel von mir geworfen—- ich glaubt« mich dadurch der Macht dcS Fremden entzogen. Aber er besaß meinen Schatten und.ich war in seiner Hand. Ich erinnerte mich seiner Worte: Sie haben mein Gold und ich Ihren Schatten, da? läßt uns beiden keine Ruhe. Hat man je gehört, daß ein Schatten von seinem Herrn gelassen hätte? Ihrer zieht mich Ihnen nach, bis Sie ihn wieder zu Gnaden annehmen und ich ihn bis bin. Was Sie ver- säumt haben ans frischer Lust zu tun, werden Sie nur zu spät aus Ueberdruck und Langeweile nachholen müssen; mau entgeht seinem Schicksal nicht. Diese Worte des Fremden, gesprochen in jener «r.HHl.>Zö. Jahrgang �0föJClrt0 Sonntag, 28. Dezember 191 9 ru-nz-urab das Berufswi-ssem als allein«rtscheidend zu ht- laexten sind. c) Die alleinige Verwendung von akadernisch vorgebildeten Kräften in allen höheren Beamtenstellen halten wir für im- demokratisch. Sie führte im alten Staat zur Mßmng einer privilegierten, herrschenden Sonderkafte und ließ andere natürliche Talente zum Nachteil des Staates verkinnmerm. d) Bei den höheren Beamtem sind alle Vorrechte des. Besitzes, Adels und der Herkunft bei der Verwendung im Auhen- oder Innendienst des Reiches oder im Dienste der Bundes- fwaten und der Gemeinden aufzuheben. 3. Gerechtes Ausmaß der Arbeitsleistung in allen Schichten des Beamtenjtandes und Beseitigung des Vorrechtes der Willkür- lichen Einhaltung der Amtsdienstzeitcn. 4. Mitbestimmung der Beamten in allen das Beamtenrecht, � die Beamtenbesoldung und das Beamtendienstverhältnis be-� treffenden Fragen, insbesondere auch Verringerung der Zahl der Rang- und Besoldungsklassen. Zu den radikalistischen Strömlingen zählen wir jede pntschi- stische Bestrebung mit dein Ziele politischer Umwälzungen. Als überzeugte Anhänger der demokratisch-republikanischen Staats- und sozialistischen Gesellschaftsform, deren Grundrechte in demokratisch- sozialistischem Geiste durch die Rcichsverfassung garantiert sind, haben lvir das volle Vertrauen, daß bei tatkräftiger Anwendung und Ausnutzung der politischen Machtmittel den gerechten Forde- rungen der Beamten d'.c Erfiillung nicht versagt bleiben wird. . Der bisherig: Mißerfolg der Beamten ist lediglich darauf zurückzuführen, daß sie leinen politischen Einfluß besaßen und ihre Forderungen keine politischen Führer und Anwälte fanden. Die Zentralstelle hat das Versäumte nachzuholen. III. Stärkung des politischen Einflusses der Beamten im neue» republikanischen Deutschland. Im alten Obrigkeitsstaat verhielt sich der Beamtenstand politisch indifferent, die Fühlungnahme der Beamtenorganisationen mit den politischen Parteien ivar eine äußerst lose, sie beschränkte sich auf rein wirtschaftliche Fragen, die Deamtenorganisationen waren politisch ohne Einfluß. Heute liegt die Macht und Regierungsgswalt ausschließlich in den Händen von Männern, die das Vertrauen der regierenden 4zo- litischen Parteien genießen. Daraus ergibt sich mit Notwendigkeit der Eintritt der Beamten in die Politik, die Politisierung der Be- amtenschaft, ihre Anteilnahme und Mitarbeit an den Geschicken des Staates und des Volkes, mit denen die Beamtenschaft aus das engste verknüpft ist.- Wir Sozialdeniokraten werden mitarbeiten an den großen Zielen der staatlichen und wirtschaftlichen Neuordnung und aus diese Weise mit dazu beitragen, daß den Beamten jener politische Einslutz eingeräumt werd, der ihrer Bedeutung im Staatsleben zukommt. IV. Pflege wahrer demokratischer Gesinnung und sozialistischer Willcnsmeinung unter den Beamten. Wir find eins mit dem republikanisch- demokratisch-sozialistisch- deutschen Volke und haben daher auch die Pflicht, unser Verhalten und unsere Handlungen in dieser Gesinnung zu bekunden, unter uns und im Verkehr mit den Volksgenossen. Wir schätzen jeden Volksgenossen als gleichberechtigten Staats- bürgcr, dessen Rechte und Würde wir zu achten haben. Hilfreich wollen wir unseres Amtes walten gegenüber jedem Volksgenossen, der in Ausübung seiner staatsbürgerlichen Rechte oder Pflichten zu uns tritt. V. Hochhaltung des Grundsatzes: „Diene dem Ganze« aus staatsbürgerlicher Pflicht durch hingebende, ernste Arbeit in Beruf und Politik." Das neue Deutschland ist ein Deutschland der Arbeit. Jede Arbeit ehrt den Menschen. , Wir werden mit aller Schärfe dahin wirken, daß das Privileg einzelner: beschränkte Arbeit und Pflicht, das von Untüchtigen und Unzuverlässigen in weitestem Matze ausgenützt wird, aus dem Be- amtenkörper völlig entfernt wird, um auch dadurch eine Schädigung des Ansehens des Standes zu vermeiden und dem Volke das beste Beispiel zu geben. Ernste hingebende und gewissenhafte Berufsarbeit der Beamten mehrt unendlich die Werte des Staates, dessen Geschäfte vom Volke ft, unsere Hände gelegt sind. Die Verwertung der Ersahrungen der Berufsarbeit, im Dienste der Politi�wird die Verwaltungen und Behörden vor Einseitigkeit und Stagnation bewahren, aber auch den Politikern Aufschluß und Klarheit über Unzulängliches und aus dem Gesetzgebungswege Er- rei chbares geben. Die alte Begriffsbestimmung der Amtsverschwiegenheit� wird i< diesem Sinne einer Nachprüfung unterzogen werden müssen. So wenig die Geheimdiplomatie des äußeren Reichsdienstes des alten .Regimes dem deutschen Volke Segen gebracht, so wenig vermochte 'die Geheimtuerei im inneren Dienst das Vertrauen der Bevölke- rung zur Gesetzlichkeit und Aufrichtigkeit in die Maßnahmen der Regierung zu stärken. Vl. Erörterung sämtlicher politischer und wirtschaftlicher Beamten- fragen, die ihrer Lösung durch parlamentarischen Einfluß zuge- führt werden sollen. Die Beamtengewerkschaften bedürfen zur Geltendmachung und Durchsetzung ihrer wirtschaftlichen Forderungen des Einflusses der politischen Parteien. Ein vertrauensvolles Verhältnis zu den Beamtengewerkschaften betrachten wir daher ais selbstverständliche Voraussetzung der beiderseitigen Bestrebungen. Die Erörterung der politischen Angelegenheiten wird sich na- turgemätz nicht nur auf reine Beamtenfragen erstrecken, sie wird vielmehr den ganzen Fragenkomplex der äußeren und inneren Politik umfassen. Hier weiden wir uns mit den Politikern der Partei zusammenfinden und in gegenseitiger Aussprache das pv- litische Verständnis und Urteil schärfen. Die sozialdemokratische Partei war in der Vergangenheit die Partei, der Handarbeiter, zu der nach der Revolution ungezählie Scharen geistiger Ardeiter getreten sind. Die wirtschaftlichen, nationalen und internationalen Interessen der Hand- und Kovf- arbeiter sind die gleichen. Unsere rastlose Mitarbeit an der Er- reichung gleicher Ziele wird zur Bereicherung deS Wesens und zui Stärkung der Bewegung der Partei beitragen, der die führende Rolle bei der Neugestaltung der deutschen Zukunft zugefasten ist. Wir werden darüber wachen, daß die politische und staats- bürgerliche Freiheit der Beamten von keiner Seite angetastet wird. Die Revolution hat uns die Freiheit der republikanischen Staatsbürger und damit das Recht uneingeschränkter politischer Betätigung gebracht. Wir werden künftig sein, was wir aus uns machen.. Der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands gehören wir an und in ihr wollen wir wirken, weil die Partei diejenigen demo- kratischen und sozialen Forderungen vertritt, die unseren Auf- fassungen von Staatsbürgerrecht, Menschenwürde und Mduscheu- recht entsprechen, und die"wir als den allein richtigen Ausdruck der treibenden Kräfte für die Gestaltung einer besseren Zukunft des deutschen Volkes innerhalb des Weltvölkerlebens erkennen. Zur einheitlichen und krafwollen Durchführung dieser Organisations- und Aufklärungsarbeit hat der Partei- vorstand der deutschen Sozialdemokratie gemeinsam mil den in der Partei tütigen Beamten die„Zentralstelle für Beamtenagitation" geschaffen. An den norl' abseits stehenden Beamten liegt es nun, in Erkenntnis ihrer Lage zu handeln.___ �ugenöveranstalttmgön. Zeutialjugcndheim, Lindenstr. 3, 2., Hof links 3 Trepvcn. Heute: Bunter Abend. Gäste willkommen.— Erkner. Heute nbcnd Weibnachts- fcier im Jugendheim Eichborn, Tildelmilratze.— Herinsdorf. Jugendheim: Turnhalle Roonstratze. Heute abend: Natiirwisscnschaslllcher Vor- trag.— Kaulsdorf. Jugendbetm. Adoljstraste, Gemeindeschule. Heute: Turnabend.— Königswilfterhauiel:. Jugendheim. Heute abend Weihnachtsseier.— Lichtenberg. Jugendheim. Parkaue tt). Ecke Möllen. dorffswatzc. Heute: Untcrbaltungsabend.— Reinickendorf-Ost. Jugend- heim. Residenz-, Ecke Ratchdorstiraße, Lokal Raich. Heute: Unterhaltung�. abend mit be-onderem Programm.— Ostcu-Nordost. Die Weibnachtt,- seier findet erst beute abend K Uhr im Königstädtischen Lhzeum, Pasteyr strafie 43/44, statt. Saalöfsnung 5 Uhr. Kai ten noch am Eingana� Zchöneberg. Jugendheim. Rubenitrafie, Ecke Hauptstraße. Heute 6 Ubr Unlerhaltungsabeiid.— Rosenthal. Heute: Weihnachtsfeier bei Schneider. — Tegel. Jugendheim, Babnhofstr. t 5. Heute: Unterbaitungsabend.— Tempelhos. Heute: Gemeiniamer Besuch des Zenti aljugendbeimS. Linden- stratze 3. Tresspunkt: 5 Uhr Dorsstraße.— Xreptow-Baumschnlenweg. Jugendheim, Elseustr. 3, rechts Part. Heute ab?nd: Weihnachtsfeier. Wetterausfichten für das mittlere Norddxutschkand bis Montag mittag. Ziemlich mildes, wolkiges, später etivgs aufheiterndes Wetter mit weit verbreiteten Niederschlägen bei starken Westwinden. Seamte unö Sozialöemokratie. Die Revolution hatte auch den Beamten die Befreiung von politischer Bedrückung gebracht. Der Aufstieg aus der bechaßten Bearnten-Hirarchie in die soziale Beamten-Demokratie war ihnen eröffnet. Ans der Erkenntnis heraus, daß die Sicherung und der Ausbau dieser Errungenschaften Sache der Beamten selbst sei, schlössen sie sich in Scharen der Partei cm, die jahrzehntelang bereits für ihre Interessen tütig war, um in ihr als vollwertige Kanipfgenossen mitzukämpfen. Die Richtlinien für diesen Kampf sind niedergelegt in dem nachstehenden Aktionsprogramm. Zweck und Ziele. I. Förderung freudiger Mitarbeit der Beamten an dem Ausbau und der Festigung der Einrichtungen der jungen deutschen Republik. In der von dem MehrheitSwillen des deutschen Volkes als Frucht der Revolution beschlossenen Reichsverfassung erkennen wir die Grundrechte der Bolkksgenossen der Deutschen Republik an, die wir gegen Feinde von rechts und links mit allen Kräften und Mitteln zu verteidige wissen werden. Wir weiden einzeln und geschlossen darüber wachen, daß diese Grundrechte, in Sinn und Geist, unverbrüchlich im öffeiÄichsn Löben zur Geltung gelangen. Der gesunden Fortentwicklung der Grundrechte soll unser volles Augenmerk Kugöwandt bleiben. Eine der wichtigsten Aufgalben der nächsten Zukunft, deren Lösung die Lebensintevessen der gesamten Beamtenschaft berührt, wird insbesondere die„Reform der Vereinfachung der Verwaltungen" sein. Seit Jähren beschäftigen sich die Re- gierungen damit. Die übergroße Schuldenlast des Deutschon Reiches und die hohen Milliardenentschädigungen, die das deutsche Volk nach dem Friedensvertrag- für Wicldiwgutmachnngen zu leisten haben wird, drängen zur schnellsten Vereinfachung der Verwal- tungen und größten Sparsamkeit im Haushalt. Diese Ausgaben zu lösen, wird eine Sorge der Regierungen wie auch der politischen Parteien sein. Die Erfahrungen zahlreicher Beamten auf diesem Gebiete werden uns befähigen, Material zusammenzustellen und bestimmte Vorschläge zu unterbreiten. II. Bekämpfung reaktionärer und radikalistischcr Strömungen, die dem demoktatischen Geiste i» den Verwaltungen und der ruhigen Fortführung der Staats- und Vcrwalwngsgcschäfte schädlich sind. Wir achten die politische Auffassung eines jeden Andersdenken- den, können jedoch nicht zulassen, daß die Verwaltungen und Be- Hörden die demokratischen Recht« und Forderungen der Beamten mit den alten Machtmitteln-bekämpfen und ihnen die Durchfüh- rung versagen. Ein derartiges Verhalte« bezeichnen wir als reaktionär; es treibt zu radikalen Handlung cu der Beamten, die unabsehbare Folgen für den Bestand der demokratisch-sozialistischen Republik zeitigen müßten, wenn nicht ihre künftige Unterlassung durch alsbaldige Erfüllung maßvoller Forderungen erreicht werben sollte. Es wird gefordert: 1. Beseitigung deS die Persönlichkeit und die freie Hand- lung nntergrabei�sn Devotismus und Servilismus(durch die Vorgesetzten aufgezwungene, der Aufrichtigkeit Kuwidorlaufende Unteowürsigkeit und Kriecherei) durch die Forderung nach einem vertrauensvollen, gerechten und aufrichtigen demokratischen Ver- halten der Vorgesetzten. Vorgesetzten, die ein Verständnis ftir cot aufrechtes und freie» Verhalten ihrer Uutergsbenen nicht auszubringen vermögen, empfehlen wir, im Interesse einer inchigen Fortführung der Staats- und Verwaldungsgefchäfte, ihren Abschied zu nehmen. ß. Den befähigten und bewährten unteren wie mittleren und höheren Beamten ist der Aufstieg zur Erreichung höherer Siel- lungen in den Venval tungen ftoizugeiben und ihnen eine dem- entsprechende Möglichkeit zur weiteren Fortbildung zu bieten. a) Dem Reichs: age ist alljährlich zu Boginm der Tagung durch eine Uebersicht nachzuweisen, wie viele und welche Stellen den unteren und mittleren Beamten auf diesem Wege jähr- lich zugewiesen worden sind. h) Bei der Verwendung der Beamten in höheren und leitenden Stellungen vertreten wir du Auffassung, daß die natürliche Befähigung, eine gefestigte Persönlichkeit, die Berufsbewäh» Der Sohn. Von Dr. Jacobi. Gibt es etwas Schöneres, als einen jungen Menschen heran- wachsen zu sehen, ringend mit sich und mit der Welt, Kämpfe kämpfend, die wir einst gekämpft, Siege erringend, die wir einst nicht errungen, Niederlagen erleidend, die wir einst vielleicht auch erlitten? Wie stolz muß ein Vaterauge leuchten, wenn es haftet auf dem Sprossen seines Mutes, der ihm ähnlich ist in Haltung und Antlitz, ähnlich auch in Schwächen und Tugenden. Slber wie oft leuchtet das Baterauge nicht über dem Sohne, wie oft ist der Bateriblick umwölkt und düster, scharf tadelnd und strafend, wann der Sohn nicht seinem Ideal entspricht. ES ist ein alteS Problem, das Verhältnis vom Vater zum'Sohne, das mit einer Leidenschaft ohnegleichen m der Dichtung der Gegenwart wieder und wieder behandelt wird. Ein tiefes psychologisches Jifteresse läßt die Neuesten unter unfern Dichtern Stellung nehmen für den Sohn allein, oder auch Gerechtigkeit üben gegen den Vater, oder ein köst- liches, unsagbar schönes Einvernehmen schildern zwischen dem Er- zeuger und dem Erzeugten. So führt uns Hasenclcver in die grauenvolle Nacht des erbitterten Kampfes zwischen Vater und Sohn, während Börries von Münchhausen uns in die helle Sonne des Einvernehmens schauen läßt. Es ist selbswerständlich, daß der Vater in seinem Jungen seinen Jünger sehen möchte, nicht selbstverständlich aber ist, daß der Junge der Jünger werden muß. Denn wenn der Junge ehr wertvoller Mensch ist, so wird er seine persönlich� Eigentümlichkeit auszu- prägen suchen, und die ist oft grundverschieden von der des Vaters. Ein kluger Vater wird mit feinem, von der Liebe geschärftem Ohre lauschen aus die heimlichen Regungen im Herzen.des Jungen und nicht mit krasser Gewalt ihn zu führen suchen auf Woge, die er für richtig hält, die aber ftir den Jungen gar nicht richtig zu sein brauchen. Er darf nicht in den Fehler verfallen, dem selbst oft Fachpädagogen nnterliegen. Das ist der Mangel an Achtung vor dem heranwachsenden sungen Menschen. Nimm mich ernst, uiinm mich als Manu, fleht immer wieder Hosenclevers„Sohn" den Bater an, werde mein Freund! Die meisten Söhne werden das nicht sagen, vielleicht auch nicht denken, sondern nur dumpf emp- finden. Was soll es da heißen, wenn das böse, böse Wort fällt: „Werde erst einmal so alt wie ich, dann wirst du anders denken." Das böse Wort, das dann gesprochen wird, wenn andere Gründe versagen. Jeder Sohn sucht Hilfe erst beim Vater, denn der ist sein Ideal. Wehe dem Vater, der diese Hilfe nicht gel>en kann. Auf- mcrksam muß der Vater fein besonders in den Jahren der Ge- schlecht sreise, wo die Stimmungen des jungen Menschen so plötzlich und unvermittelt wechseln, wo er zärtlich und brutal werden kann, himmelanstürmcnd und verzagt. Da verlangt der Junge nach einem Führer. Wer wieviel Taft ist zu dieser Führung erforderlich. Wie schwer ist es oft, das rechte Wort zu finden. Da muß der Vater ganz unmerklich den Ton der wibedingien Autorität verlassen, liebe- vctte Freundschaft V zeigen, teilnehmender Kamerad werden. Wer diesen Augenblick verpaßt, aus Bequemlichkeit oder mißverstände- nem AutoritätSbewußffein, der hat seinen Jungen verloren, sicher für die ganzen Jahre der Entwicklung, vielleicht für immer. Da wird der Vater das Schicksal für dem Sohn. Der Vater als Käme- rad wird einen prächtigen Baum heranziehen ohne Narben und Verwachsungen. Wie navbenreich aber ist die Seele des nichtver- stau denen Sohnes. Ringen' muß der Vater um die Seele feines Jungen, nie und nimmer darf er sie loslassen. Manche Väter sind so ängstlich in der Gewährung von Frei- heiten, in der Besorgnis, daß sie falsch'bemntzi würden. Gebt euren Söhnen Freiheiten, denn dadurch zeigt ihr euer Vertrauen, und Vertrauen wird mit Vertrauen gelohnt. Wind soll das Vertrauen nicht sein, aber besser ist es oft, nicht zu sehen als zu sehen, nicht zu Höpen ais zu hören. Wo aber von vornherein Mißtrauen waltet, da wird die Liebe des Jungen zum Vater zu Grabe getragen und steht nimmer auf. Mißtrauen erzeugt Haß, Strafe aber Ausruhr oder tiefimnerliche Verbitterung. Deshalb strafet nicht in den Jahren der Entwicklung zum Manne. Da mutz der Vater der Seelenführer sein mit sreundschastllchem Zuspruch und kameradschaftlichem Rat. Daß es auch Mütter, gibt, die ihren Sohn innerlich vertieren können, ist eigentlich zu verwundern. Doch auch'das kommt vor. Der Fehler liegt auch hier vielfach im Mangel an Ehrfurcht vor dem Kinde. Weibliche Herrschsucht und Empfindlichkeit sind auch im Spiel. Als mir einst eine Mutter von ihrem Sohne sagte:„Er bat mich beleidigt," da habe ich in vollendetem Mißverstehen die Frau angestarrt. Wie kann ein Sohn eine Mutter beleidigen? Er kann in seinen schwersten Jahren wohl ftech und ungebührlich sein, aber'wer kann sich dadurch beleidigt fühlen? Das ist über- schäumendes Krastgeftihl- aber doch keim Beleidigungswi lle. Wie- viel Unverstand muß in der Erziehung gewesen sein, so gut sie ge- meint war, wenn der Erfolg eine„Beleidigung" ist. Der Sohn triit in der Zeit der Geschlechtsreife als männliche Individualität der Mutter als weiblichem Wesen gegenüber, und die. ganze in ihm schlummernde Ritterlichkeit macht sich der H itzss bedürftig fei t der Mutter gegenüber geltend, ioenn die Mutter es versteht, auf über- flüssige Autorität zu verzichten und die Kameradin ihres Jungen zu werden.. Was brauchen wir also unfern Söhnen gegenüber? Achtung und Ehrfurcht vor» der jugendlichen Individualität, das ist das ganze Geheimnis. Nur dies ist notwendig, alles andere wird zu- gegeben. Achtung und Ehrfurcht ist die Aeußerung wahrer Eltern- liebe. Sie fordert von den Eltern Arbeit, Aufmerksamkeit und Takt. Eltern, die sich gehen lassen, werden zur Verachtung oder zum Spott ihrer Kinder. Der Jdsteiner Klotz soll nun. gemäß Artikel soundso des Be- fehlsbuchs von Versailles, geschleift werden. Dieses Festungswerk behütete die ganze Südwestecke des Deutschen Reiches. Wenn man gen Basel fährt, am Schwarzwald entlang und unweit des Rheins. erheben sich da plötzlich in der Ebene zwei weitzgraue rissige und quadrige Felsklötze. Der Zug fährt durch sie, im Vorübersausen -drüben, weit hinter den Kirchdörfern Und ferneren Schloten des Elsaß blaut der Vogesenkamm. Um diese Felsen aber webie immer das Geheimnis ungeheurer Kräfte. Indessen— die stählernen Vögel konnten sie nicht hindern, aus Himlplshöben Zerstörung und Tod ans Frciburg und Karlsruhe zu streuen. Sie werden jetzt aus der Geschichte gestrichen. Ludwig Hardt spricht Iw, Montag, abends. 7'/z Ubr, in der Berliner Sezession Jean Paul, Klaus Groth, Claudius, Litaipe, Wedekind und Wolle tu Versen von Karl.Kraus. Genosse I. I. de Roodc feierte unter herzlicher Anteilnahme der ganzen hoflündssche» Partei und Literatur sein dreißigjähriges Fournafisieir jübiläum. Zwanzig Jahre dieser Arbeit gehören„Het Volk", dessen Chej- redakteur unser Freund jetzt ist. Orine Weltsvrachenunion hat sich in Schweden au! Anregung von etwa 40 Akademikern und Vertretern praktischer Berufe gebildet. JhreÄrbeitSgrmid- tage stellt in der Geschichte der Weltsprachenbewegnng etwas ganz Neues da.. Der Verband will dtrch gründliche vergleichende Foischnngen in den größeren Kuliuriprachen Europas und OslasienS eine Eprachiyntbese schaff:n> die in allen Einzelheiten dem Gesetz des geringsten Widerstandes siir die meisten Völler der Erde folge» soll, um die einzelnen Begriffe mit Ihren Form- und Vedeutungsdominanten zu bezeichnen. Jdo und Esperanto, meint man, seien gar Zu plump und künstlich. Komprimierte Luft als Triebkraft. Aus Rio de Janeiro wird be. richtet, daß ein Ingenieur namens Gaspar ein neues System der Trieb- krast entwickelt hat, das allen anderen überlegen sein soll und sich dabei erheblich billiger stellt. Nach/ einer Erklärung des Ingenieurs und Mathe. mathikerS Pereira Reis soll es mil dieser Entdeckung möglich sein. Schiffe und Lokomotiven anstatt mit Kohlenheizung und Dampslrast in Zutunst mit Kammern außerordentlich komprimierter Lust auszurüsten, die den An- trieb liefeist• Gläserne Särge. Der gläserne Sarg Schneewittchens kommt aus dem Märchen in die Wirklichkeit. Die Glasindustrie in Amerika, die in letzter Zeit einen großen Ausschwung genommen hat, beschäftigt sich auch mit der Maffeuherftellung von Glassärgen, und diese haben in der Neuen Welt eine gute Ausnahme gesunden. Patriotismus und Geschäft. Ein Herrenschneider des Londoner Westens wendet sich mit einer eindrucksvollen.Kundgebung an die Vorüber- gehenden. Er hat nämlich in seinem Ladensenster in großen Buchstaben die folgende Inschrift angebracht:.Ich habe meinem Baterland gedient. Kann ich Ihnen auch dienen k" Theater, Lichtspiele etc."] Opernhaus. Die Legende von der heil. Elisabeth. Anfang b>/, Uhr. Schauspielhaus. Wilhelm Teil. • Anfang 6' 2 Uhr. Direktion Max Reinnardt. Ueutsches Theater. ll'/at Matinie x Zugunsten 7Vj: Und Pippa> der Kinder tanzt. f Wiens Mont.?i/,: Jaakoba Tranm. Kammereplele. Z'/it Frühlings Erwachen. 7 uhn Advent. Montag 7: Advent. Gr. Schaunplelhana KarlstraBe. 2'/3; Oreslie(Nm.-Abt. D, I.V.) 71/3: Orestle(auB. Ab.) Mont.7'f3; Oreatfe(19. A.,1.A.) Theater 1. d. PniggrätzerStrafie Nachm. 3 Uhr; Musik. (Klara: Maria Orska.) VjS U.: Schloß Wetterstein Mont.; SchloB Wetterstein Dienstag; Bin TranmspleL Silvester 7.15: Kameraden. Neujahr nachm.: Erdgeist. (Lulu: Maria Orska.) Abends.Schloß Wetterstein Freit.: SchloB Weiterstein Sonnabend: Kameraden. Sonntag nachm.: Brdgeist. Abends. Schloß Wetterstein Mont.: SchloB Wetterstein KomOdienhans Z: LIselott v.d.Ptalx 'IjS Uhr: Sie. Montag: Sie. Dienstag: LIselott v.d.Plalz Silvester 7; Sie. Neujahr: Sie. Freitag: Sie. Sonnabend: Sie. Sonntag: Sie. Montag: Sie. Berliner Theater Z: Sterne�dle wieder leuchten. 7.15 U.: Uuuiniel- Studenten. Central-Thenter 3 Uhr: Die Faschingsfee. 7 uhr: FrSulein Puck. Oentschea Opornhau» 7 uhr: Tiefland. Die TrlbUne 12: Konzert Paul Schramm. 3 Uhr:„Die Wandlung." 7/, uhr: Franziska. JEden-Theater 3 U.: Der Reglmcntspapa. „ü.l.w.g." h'rledr.-Wllhelmat.Th. vit uhr: Oretchen. Kleinen Theater. 3 Uhr: Jettohen debert. 7VZU.: Die unherührte Frau KI. Schunaplelhana. 7V, uhr Die Hose. Komlache Oper 3'/« Uhr: Schwarzwaldmädel. vu u. Dichterliebe. liuntnplelhaan 3>/, Uhr: Das Siittungslest. Arnold Rleck in: j;�. Der Großstadt-Kavalier Metropol-Theatep. 3: CharleysTante m.Thielscher 7 Uhr: Sybill V eue« Operettenhnns. 3'/, Uhr; Die keusche Susanne. ivzu.DieDamevoinMiis. Sehlller-Thent. Chnrl. 3 Uhr: Wie es euch sefSUL �FlaElsmann als Erzieher Thalia-Theater 3 Uhr: Jungier Sonnenschein. iv. u.: Die närrische Liebe. Th.amXollendorfplat» 3Va Uhr: Die Puppe. T/4 Uhr: JDcr&teQefdTe'ßfe Theater des Wentens 3V, Uhr: Die lustige Witwe. 7 v, u.: Die Frau Im Hermelin Dienstag 3»/,: Oper Bestien u. Bastienne, Nurnb Puppe Theater d. Prledrlchatadt 7'/, Uhr; Die RMilui. Wallner-Theater 3'/,: Gelaha mit Mia Werter ui!? Eine Ballnacht. Residenz- Theater. Nachm. 4 Uhr, kleine Preise Der xute Ruf. Täglich 7', Uhr: Efdien Humbrecht. Mittwoch 4 U.; Rotkäppchen. Dono. 4 Uhr: Der gute Ruf. Trianon-Thcater. Nachtn 4 Uhr, kleine Hieise; Das höhere Leben. Täglich 7V, Uhr: ÜSaskerade. Mittwoch 4: Schneewittchen. Dono. 4: Das htthere Leben. Braunes Diele! AlexaoderstraDe 55.| Direkt.) Karl Heinzlus. Tata'Toto-Duett Rndl Nenmnnn Mio Bergemnno Kltty Detra Georg Kaiser Adolf Hartiey Am Flügel: Hans Sagawel »KlIIlIXXgM Volksbühne Äwpl 3 Uhr; Der Schwarzkünstler. Götz von Berlictiinp. Mont. 1Vi\ Paul Lange und Tora Paraberg. Lessing-Theater. Direktion: Victor Barnowsky. 3 Uhr: Liebe, 7»/, Uhr Montag 7;"Fräulein Julie, Der grüne Kakadu. Dienstag 7V,: Pygmalion. Mittwoch 7'/,: Pygmalion. Donnerst. 3: Oer rote Hahn. 7V<: Pvgmallon. Freitag 7; Peer Oynf. Sonnabend 71/,; Pygmalion, Sonntag 7V,: Pygmalion. Montag 7>/<: Pygmalion. Deotsehes Könsller-Theater 3 Uhr: Dies irae. 7v,uhr; CFprienne. (Konstantin, Götz, Walter.) Montag bis Mittwoch?//,: Cyprlenne. Donnerstag 3; Dies Irae. T1/,: Cyprlenne. Freitag bis Montag 7t/,: _ Cyprlenne. Rose-Theater. 3 Uhr: Rose Frummhold. 7'/, Uhr: Die im Schatten leben. Walhalla-Theater. 3'/, Uhr: Das Gesetz. TU Uhr: Am goldenen Horn. Apollo | Friedrichstraße 218| Dir.: James Klein 7t/,Sonn-u.Feier-71, tags sv, u. I 1 1 Unübertreffliches{ IVarletä.Progran 1 U. a: Lo Klttay d. telepathische Phänomen. Z. I. Male aul einer Varletd-Bühne. aus der V. Etage I Bernhard-Trio| Gymnastiker. 12(Varietd- Sensationen. Ab 1. Januar 1920 ftiternatlonales unter Mitwirkung der berühmtesten Rennfahrer wie: , Lorenz, Pawke, Tecbmer usw. sowie i 10 weitere I Varletd-Sensalionen. 1 | Keine erhSfat. Preise! 1 Sonn- u. Feiertg. 3"iU.| ed. Erwachs. 1 Kind fr I 1( Unter d. Linden 22/23 Dir. M. SoIIrnan. 2 Uraufführungen Wie der. 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Uhr Honte Uranfttihrnnff! Der groUe Sensationafllm AVt® 6 Akte nus dem Artistenleben von Aifreil Lind. Regie; E.A.Dupont Einlaß: 322, 5, 612, 81£ Admlrals-Rino\ Wochentas* 7 und S»/« Uhr 0? Gunnar Tolnaes St�y�rr: Die Herrin der Welt In der Titelrolle; M| A A'V Känstlerlsobe Oberlei mag: Joe May ®Beh8meberg nud Hasenbelde 8 1. Teil: Die Freundin des gelben Mannes Männliche H u uptroile: Michael Bohnan -M. Nolieadorfpl.ts 4 and FnediioiistrsMie ISO T 2. Teil: Die Geschichte des Maud Gregaards Mann leho Hacptroile; Hans Mierendorff vrs Korf 0 rs t end&m m 28 Vorverkauf 12 bia 1 Uhr w 3. Teil; Der Rabbi von Kuan>Fu Männliche Hauptrolle; Michael Bohnen U ta-Lieh tfp:ele Tan enlzlenpalast s, Vorverkauf 1 1 bte 1 Uhr Sonntag, 4 Vorstetl nagen 4. Teil: König Makombe Männliche Hauptrolle: Michael Bohn J 9. W e c ta e I Alezande rpl&tz und Weinbergs weg Iß e n n y Porten i. l..(.pi.i Die Fahrt ins Blaue Regle: Rudolf Blebrach :chau> bühnej Horltzplatz früher Buggenhagen � Ar ist Desember: Gr. Sllvesftsrteier |DerMoritzpiatc in Siimmung! Gr. Varletd-Programm Entschcldungs- Schluss.Kämpte u. neue gr. Ueberrasch. I Potsdamer Str. 38 Turmatr. 12 ürantführnng Eva ay in Die Braut des EntmOndigten AlezanderpL-Paas. Oer TempelrBnbar Friedenau, Rbelnst. 14 Harry UedtUe: Im Schatten dee Oelde* , GermanlaPrachisäle C. Richter, N 4, Chausseestr. 110. Jed. Sonntg. Hofim. Nordd. Sänger, eg. 'd Vorsl b.d.Konz.S1/, Nachd.Fam.-Kränz- chen.lmweißenSaal > y. 4 Uhr ab: Gr. Ball. Allabendlich 7 und 8»/4 Uhr Sonntaq* ab 4 Uhr nachm. 4 Voretellungen König MaKombe 4. Teil dee groasen May-PUm-Zykina DI« Herrin der Well HanptioUen; HIA HAY Mlcbael Bohnen KSnatlerleohe Oberleitung: J O O May Vorvarkaufi II bis t Uhr IMn l». gOnlcutiitief SK. Am Mittwoch,»1. Dezember, llß Uhr: gum 225. Male: Kameraden Kamvbie in 4 Alien von August Strlndderg. yaupldarstcller: Maris Orsfa, Alfred Adel, Ernst Dernbnrg, Frieda Richard, Grete Diercks. Volkskroft-kunä e. V. Gescbäitssleile: Uhlandstr. 95. 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Gehalt nach Ueber- elnkunft Ausführliche schriftliche Beweibungen unter Angabe der bisherigen« Tätigkeit zu richten an A. Borowskl, Königsberg 1. Pr-, Llndenstr. 28/29. In Betracht fomnit eine politische und vi..... !j— Bestii Jug uorganisie endamts Die Stelle de» Leiters des (Abteilungsleiters in dem neuorg animierten städtischen Wohl- sahrtsamt) ist sofort zu besetzen....... ~■*■".....'------*■"- irünbllch« sozial- e etnsdiUigigen erfönIichkciL die i äbagogische Kenntnisse besitzt, l., rechtlichen Bestimmungen beherrscht und eine abgeschlossene akademische Bildung hat. Praktische Erfahrungen auf dem dem Gebiet der Iugenosürsorge und Iuaendpsieae müssen vor- Hanben sein. Bewerber sollen Nach Mögitchkeit bereit» w selbständiger Stellnna tätig gewesen sein. Das Anfangsgehalt beträgt 9000 AL und steigt von 2 zu 2 Iahren um je 000 M. bzw. 400 M, bis auf 18 200 M. Da- neben wird zurzeit eine abbausähige nicht penstonsfähige gu- läge von»1600 M. illr Ledige, 2400 M. für Verheiratete ohne Kinder und 000 M. für jedes Kind gewährt. Die Anstellung erfolgt vorläufig aus Privatdienstvertrag mit gegensettitzer drei- ' er Kiindigunl monatiger 180/15 Spandau, den 22. Dezember 1919. Der Magistrat. Wir suchen kür unser» Pahrradfodrlk elnon tüchtigen 26/5 Galvaniseur, der gleichzeitig der Schlelserel vorstehen kann. Bewerbungen mit Abschritten von Zeugnissen zu senden an Pabrtklelter Tuft, Adresse A.Qresvtgs Cyklelabrik, A/S, OsterhaugsgL 4 B, Kristiania, Norwegen. Iu unserm Wohlfahrtsamt ist die neugleschaffene Stell» des teilers der MleiMg skr Negsdeslhäbiglev- Ulli» SiutervilelleuensSlsorge sofott zu besetzen. Ersahrungen Wohlfa � Gebiet, Veriangt werden gründliche und umfassenbe und Kenntnisse auf dem Gebiet der allgemeinen ege, der Gel insbesondere ai ... und der Erlasse aus sozialem Gebiet der Kriegsbeschädigten- Bewerber müssen ferner Er- und sollen möglichst Ersoig tälig gewesen und Hinterdiiebenensllrsorg». Bewerbet sahrmtg im Verwaltungsdienst besitzen beretis in einer gleichen Stellung mit__ sein. Kriegsbeschädigte werden bevorzugt. Das Gehalt beträgt 8000 M. und steigt von 2 zu 2 Iahren um je 500 M. bzw. 400 M. bis auf ll9v0 M. Daneben wirb z. gL eine adbansähige nicht pensionsberechtigte Teuerungszulage von ISOV M. für Ledige, 2400 M. für Berheiratete ohne Kinder und 000 M. für jedes Kind gewährt. Die Anstellung erfolgt vorläufig auf Privatdienstoertrag mit gegenseittger dretmonat- I iicher Kündigung. Gesuch« sind bi, zum S. Januar 1920 unter Beifügung von Lebenslauf und beglaubigten geugntsabschristen dem stabtlichrn Wohlsahttsamt einzureichen. »paudaa. ben 22. Dezember 1919. UO/IS Der Magistrat. In unserem Wohlsahttsamt ist dt« neu geschaffen» Stelle de« hauplamttidien Kreisjugendpflegers sofott zn besetzen. Der Kreisjugendpsteger soll die Abteilung siir Jugendpflege im Jugendamt selbsianoig leiten. In Betracht kommt eine PersönIichkeiL die bereits in der Jugendpflege tätig die bereits in der„„ e Fähigkeiten verfügt St> und mög- tellung ge- � �rrslnltq ichst bereits in emer ähnlichen selbständigen arbeitet hat. Das Anfangsaehalt beträgt 7000 M. und steigt von 2 zu 2 Iahren um 400 bezw. 250 Matt auf 9700 Mark. Daneben wird z. FL eine abbausähige Teuerungszulage von 1600 Mark sllr Ledige. 2400 Mark für Berheiratete und«00 Matt für jedes Kind gewährL Die Anstellung erfolgt vorläufig auf Privat- dienstvertrag mit gegenfeiliger dretmanatlicher Kündigung. Gesuche sind bis zum«. Januar 1920 unier Beifügung von Lebenslauf und beglaubigten geugnisabschttsten dem städttschen Wohlfahrtsamt einzureichen. 180/1? Spandau, ben 22. Dezember 1919. 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Fällt in den Krankengeidbezug eine Zeit. in der nur Sranfenpflege gewährt wird, jo wird diese Zeil aus die Dauer des Krantengeldbezuges bis zu 13 Wochen mchi an- gerechnet Ist Krantengeid Uber die sechsundzwanzigste oder neunuuhhrechigste Woche nach Beginn der Krankheit hinaus zu zahlen, so endet mit seinem Bezug auch der Anspruch aus Kranfenpflege. Der§ 26 erhält folgenden Wortlaut: Wöchnerinnen, die im iehlen Jahre vor der Niederkunft mindestens sechs Monate hindurch auf Grund der Reichs- Versicherung oder bei einer tnappschaftiichen Krankenkasse gegen Kranrheil verfichert gewesen sind, erhalten als Bochenhilfe: L einen einmaligen Beitrag zu den Kosten der Entbindung in Höhe von fünszig Mark, 2. ein Wochengeld in Höhe des Krankengeldes, jedoch min- destens einundeinehalbe Mark täglich einschiiehitch der Sonn- und Festtage für zehn Wochen, von denen min- destens sechs in die Zeit nach der Niederkunft fallen müssen, 3. eine Beihilfe bis zum Betrage von siinfundzwanzig Mark siir Hebammendienste und ärztliche Behandlung, falls solche bei Schwangerschaftsveschwerden ersorderlich werden, 4. solange fie ihre Neugeborenen stillen, ein Stillgeld oon siinfundsiebenzia Pfennigen täglich, einschl. der Sonn- und Feiertage, bis zum Ablauf der zwölften Woche nach der Niederkunft. Neben Wochengeld wird Krankengeld nicht gewährt, die Wodien nach der Rtederkunst müssen zusammenfallen. Bersicherungsftcie Ehefrauen. Töchter, Etief- und Pflegetöchter der Versicherten, die mit diesen in häuslicher Gemein- fchaft leben, erhatten als Wochenhiife: 4. einen einmaligen Beitrag zu den Kosten der Entbindung in Höhe von fünfzig Wart. 2. ein Wochengeld von einundeinehalbe Mark täglich, ein- schließlich der Sonn- und Feiertage, für zehn Wochen, von denen mindestens sechs in die Zeit nach der Ziiedcr- kunst fallen müssen. 3. eine Beihilfe bis zum Betrage von fünfundzwanzig Mark für Hebammendienste und ärztliche Behandluna. falls solche bei Schwangerschaftsbeschwerden erfordcritch werden, 4. solange sie ihre Neugeborenen füllen, ein Sttllgeld von sünfundsiedenzig Pfennigen täglich, einschltcßitch der Sonn- und Feiertage, dt» zum Abiauf der zwölften Woche nach der Ntederkunft. Der§ 23a soll lauten: Die Kasse kann Hilfsmittel gegen Verunstaltung und Ver- krüppclung, die nach beendigtem Heilverfahren nöttg sind, um die Arbeitsfähigkett des Kassenmitgiicdes herzustellen oder zu erhalten, sofern nicht ein entschädigungspflichtiger Betriebsunfall vorliegt, bis zum Betrage von SO.— Mark, nach sechs- monatiger Wartezeit oac her Srtcantnng bis zum Setrage van ISO.— wart gewühren. Der§ 43 erhält folgende Fassung: Die Kasscnbeittäge werden auf sechs vom Hundert des Grundlohnes(jj 19) festgefezt und je für eine Woche berechnet. Sie betragen: für stufe 1 O.is M. für Stuf- 6 2.16 M. ., 2 0,72.,. 7 2,52„ „„ 3 1,08„„, 8 2B8, 4 1,44„„,!> 3,24„ „„ 5 1BO-,„., 10 3,60„ Für Kassenmitglieder, die auch am Sonntag beschäftigt werden, betragen die Kassenbeiträge: für Stufe I 0,18 M. für Stufe 6 2,52 PL ,„ 2 0B4,„, 7 2B4„ ,»3 1R6„„,8 3,36„ .. 4 IM.„. 9 3,78. „„ 5 2,10_„„ 10 4,20 Stufe 1 ist maßgebend für Lehrlinge, die ohne Entgeld de- schästigt werden. Der§ 63 Ziffer 1 erhält folgenden Wortlaut: Die Bctlräge für unständig Beschäftigte werden auf sechs vom Hundert des Ortslohnes(§§ 149—152 RBO.) festgesetzt und für je eine Woche berechnet. Der Z 107 erhält folgenden Wortlaut: Alle Betannttnachungen. welch» die Kasse betreffen» insbe- sondere die Einladungen zu Wahlen und Ausschußsstzunqen, die '"■ Aenderung der Krankenordnung, gen über' der Bekanntmachungen_„ töhe der Beiträge und Leistungen, der Zusammensetzung des orstandcs sowie der Melde- und Zahlstellen werden in der „Weißenscer Zeitung" zu Berlm-Weißmfee. im„Vorwärts" zu Berlin und in der„Freiheft" zu Berlin erlassen. 280/16 Berlin-Weißenfce, den 13. November 1919. Der Vorstand der Allgemeinen Ortskrankenkasse Berlin- Weistensee. g-»- gez. gez.!_ Genehmigt. Eharlottenburg, den L Dezember 1919. (As.) Oberverficherungsamt Grost-Berlin. � gez. oao©ofttorosfL II. B. K. 474. 19.- Vorstehende Satzungsänderungen treten mit dem 29. Dezember 1919 in Kraft. Berlin-Wetßenfee, den 28. Dezember 1919. Der Vorstand. _ I. A.: gcnhcl, Vorsitzender.___ Baustellen für Eigenhelm. Wer sich rechtzeitig ein Eigenheim gründen will, _ kaufe sich Baustellen an der Grenze von Mariendorf, Neukölln, Tcmpelhof und Britz. Geeignet für Gemüse-, Obst- u Kartoffelbau. Bequeme AnZahlungsbedingungen.— Näheres: Marlendorfer Oruadst.-fies. m. b. H. 1. Llqu., Berlin, Mauerstr. 2. Telephon: Zentrum 4048. 236D / Nr.SH?» 5S. Fahrgang Sonntag, 28. vezember GroßSerlm Tie neue Lustbarkeitssteuer für Berlin. Infolge der Sieuerpolitik des Reiches müssen die Gemeinden ihre eigene Steucrpolikik auf eine andere Grundlage stellen. Einen Schritt hierzu will jetzt Berlin mit dem Ausbau der Lustbarkeits- fteuer�tmt.„Ausbau" heißt: Erweiterung des Kreises der Steuerpflichtigen und Erhöhung der Steuer- s ä tz c. lieber den bereits ausgearbeiteten Entwurf der neuen Lustbar- keilssteuecordnung äußerte sich gestern in einer Konferenz der Stadtkämmerer Böß. 2V Millionen Mark pro Jahr er- wartet er aus der Lustbarkeitssteuer,»nenn die Stcuerordnung so angenommen wird. Dabei sei das, versicherte er, noch sehr vor- sichtig geschätzt. Künftig sollen alle Vergnügungen besteuert wer- den. Die Verschiedenheit des Charakters der Veranstaltungen will man nur noch in der Höhe des Steuersatzes berücksichtigen. Der Lustbarkeiissteuer sollen die folgenden zwölf Gruppen öffentlicher Veranstaltungen unterliegen, und zwar auch dann, wenn sie Bestandteile anderer nichtsteuerpflichtiger Ver» anstaltungen�sind: 1. Kinematggraphifche Vorstellungen, Billard- tourniere, Schach- und Billardspiele mit Wetteinsätzen der Zu- schauer, Radrennen, Motorvennen, Ringkämpfe, Boxkämpfe; 2. Theatervorstellungen, Balletts; 3. Konzerte und sonstige musika- liiche Darbietungen, Vorträge, Vorlesungen, Deklamationen; 4. Epe- zialitätenvorstellungen, Tanzvorführungen, Pantomimen, Kunst- laufvorführungen, Marionetten- und Puppentheater, Panoptikums, Figurenkabinettc, Panoramen, Vorführung von abgerichteten Tieren und von Abnormitäten; 5. Ausstellungen l abgesehen von den nicht Erwerbszwecken dienenden Museen), Basare; 6. Zirkusvorstellun- gen; 7. Tanzbelustigungen, Maskenbälle, Kostümfeste, Karneval- sitzungen; 8. Tingeltangel- und Kabarettvorstellungen und-Vorträge, Tanztecs, Fünfuhrtees und ähnliches; S. Rundfahrten in Wagen, Flugzeugen, Luftschiffen; 10. Spiel von Musikautomaten, elektrischen Klavieren, Phonographen usw.; Betrieb von Würfel- und Lotterie- buden, Revolvcrbillards, Schau- und Scherzautomaten, Krafthäm- niern, Kraftmessern, Schietzbuden, Plattcnwerfen, Ringwerfen, Blumenverlosung; Betrib von Schaukeln� Karussells, Drahtseil- bahnen, Rutschbahnen und ähnlichen Gleit- und Drehfahrten, auch von Fahrten in Gleitbooten und Fesselballons; Hippodrome, Reit- buden, Velodrome; 11. Lustbarkeitsveranstaltungen und Schaustel- lungen auf freien Plätzen(Rummelplätzen'); 12. sportliche Veranstaltungen, z. B. Wettspiele, Wettfahrten, Wettrennen(auch Pferde- rennen), Preisschietzen, Preiskegeln. Besteuert werden die Gruppen 3 und 5 nur dann, wenn Eintrittsgeld zu entrichten ist oder Speisen und Getränk« gegen Be- zahlung verabreicht werden, Gruppe 12 dann, wenn Zuschauer bezahlen müssen, die Gruppen 1, 2, 3, 4, 8 auch dann, wenn die Darbietungen nicht öffentlich sind, aber veranstaltet werden in Gast- wirtschaften usw. unter Hinzuziehung der Teilnehmer zu den Kosten oder von Vereinen und Gesellschaften oder gegen Bezahlung von Speisen und Getränken. Bestimmungen, die eine Umgehung der Steuer verhüten sollen, sind in großer Zahl vorge- sehen. Steuerfrei bleiben Veranstaltungen ffir Wissenschaft, Unterricht und Belehrung, Veranstaltungen von UnterrichtSanstal- ton, Theatervorstellungen von Schülern oder nur für Schüler. Bei gemeinnützigen oder wohltätigen Zwecken kann Steuererlatz ge- währt werden. Die Steuer wird meist als Kartensteuer erhoben, als P a u s ch a I st c u« r da, wo das technisch besser durchführbar ist. Die 5tartensteuer ist so bemessen, daß von den niedrigen Eintrittsgeldern ein gerin gerer Prozentsatz als von den hohen erhoben wird. Am schärfften werden Kinos, Tingeltangel, Kabarefts, Tanztees, Fünfuhrtees herangezogen; bei Eintrittsgeld bis 1 M. mit 10 Pf., bis 1,50 M. mit 25 Pf., bis , 2 M- mit 50 Pf.— und so weiter in steigendem Prozentsatz, z. B. bei 4— 5 M. schon mit 2 M., bei 0— 10 M. mit 4,50 M. usw. Wenig hoch ist die Besteuerung bei Theater, Konzerten, Vorträgen, Zirkus, Tanzvergnügen usw., doch werden überall für die billigsten Billetts mindestens 10 Pf. erhoben. Di-e Steuer pro Billett be- läuft sich z. B. bei Theater, Konzerten, Vorträgen bis 2 M. auf | 10 Pf., bei 2—3 M. aus 30 Pf., bei 3-4 M. auf 50 Pf., bei 4—5 M. auf 70 Pf., bei 5-0 M. auf 1 M. usw. Der Kämmbrer glaubt, dätz diesmal der Widerstand gegen diese Besteuerung alles Vergnügens geringer sein wird als gegen die erste Lustbarkeitsstuer. Selbst in den Kreisen der Jnter- effeuten könne mon, meint er, sich nicht der Einsicht verschließen, daß kein anderer Ausweg bleibt. Der Entwurf wird in absehbarer Zeit die Stadtverordnetenversammlung beschäftigen. Montrose. 54s Detektivroman von Sven Elvcstad. ... Es war vier Uhr nachts geworden, bevor Krag zum Wachtzimmer der Detektivabteilung zurückkehrte. Es fragte nach Keller. „Keller ist vor ziuei Stunden fortgegangen," antwortete einer der anwesenden Polizeibeamten, und ist noch nicht zurück- gekehrt." „Also zwei Stunden Vorsprung," sagte Krag. Ter Polizeibeamte stutzte. „Was meinen Sie damit I" rief er aus.. „Ich meine nur," antwortete Krag,„datz das Mysterium Montrose nicht mehr existiert, das Rätsel ist gelöst. Kommen Sie, folgen Sie mir zu Arnold Singers Zelle." XXXVtTI. Seine Eminenz. Es war eine stille Nacht auf dem Polzeianit. Im Wacht- zimmer befanden sich nur wenige Polizeibeamten. Auf dem Weg zum Zellengefängnis blieb Asbjörn Krag auf dem dunklen Gang stehen und fragte einen der wachthabenden Schutzleute: „Wie lange haben Sie Wache gehabt?" '„Von acht bis zwölf Uhr abends und von zwei bis jetzt." „Sie haben also Detektiv Keller hier vorbeigehen sehen?" „Ja, mehrere Male. Er hat Arnold Singer lange Be- suche abgestattet. Das letztemal verliest er ihn unmittelbar nachdem ich meine Wache loieder aufgenommen hatte. Da ging Keller hier vorbei und durch die Tür links hinaus." „Wie war er gekleidet?" fragte Krag. „Gekleidet?" Der Schutzmann schien nicht zu der- stehen...„Er hatte seinen braunen Khakianzug an," sagte er. �Der Schutzmann, den Krag zuerst in der Wachstube gc- troffen hatte, erzählte ihm, dast er ungefähr um ein Uhx nachts einige Worte mit Keller gewechselt habe. Keller war von seinen Besuchen bei Arnold Singer austerordendlich er- griffen gewesen. Er hatte dem Gefangenen seinen zweiten Besuch abgelegt und sollte wieder zu ihm, sobald der Kranke Der neue Tarif der„Großen Berliner". Am Montag, dem 29. d. M., beginnen vor dem Zweckberbande Grotz-Berlin die Verhandlungen über die Tarife der Großen Ber« liner Straßenbahn. Mit Rücksicht auf die Verteuerung der Lohn- und Betriebsverbältnisie hat der Anssichtsrat beschlossen, die folgenden Tarife vom 1. Januar 192(1 ab in Vorschlag zu bringen: Einzelfahrt..... 0,30 M.(zurzeit 0,20 M.) Sammclkartcn f. 7 Fahrten 2,—„(zurzeit werden Sammelkarten nicht ausgegeben). Monatskarten für 1 Linie..... 23.50 M.(zurzeit 15,60 M.) „2„.•••• 30,»(„ 20,„) 3...... 39.—.(. 26,—.) .4.......-,-„(bisher 32.-.) . sämtliche Linien.. 60,—.(zurzeit 40.—„) Sckülermonatskarteck... 8,—„(„ 5,50„) Arbeiterwochenkarten für 6 Wochentagsfahrten. 1.50 M.(, 1.—,) .12.• 3,-„(„ 2,-.) Infolge von Druck'chwierigkeiten wird es allerdings kaum mög- lich sein, die Sammelkarte bereits vom 1. Januar ab auszugeben; ihre Ausgabe wird sich voraussichtlich um einige Tage verzögern. Die Erhöhung der Monatskartenpreiie soll in dem gleichen Ver- hälinis erfolgen, in dem die Preise für die Einzelfahrt erhöht werden. Für die Einheit der Arbeiter-Turnbewegung. Eine Konferenz der großen Arbeiter-Turnvereine der Provinz Brandenburg beschäftigte sich Mitte Dezember mit den Be- schlüssen des letzten Kreisturntages in K o t t b ü s. Dort wurde die Erziehung zum revolutionären Klassenkampf (Bekenntnis zur Diktatur) als die Hauptaufgabe der Arbeiter-Turn- bewegung bezeichnet. Ferner wurde die Annahme von Di- p l o m e n für vorzügliche turnerische Leistung verbot e n. Die Konferenz war sich einig darüber, datz der erste Kreis mit diesen seinen Beschlüssen weit über sein Ziel hinausgeschossen ist. Sie er- blickt darin ke i n e Förderung, sondern befürchtet vielmehr von diesen Beschlüssen eine schwere S'chädigung�der Ar- beiter-Turnbewegnng. Einstimmig wurde beschlossen, die bestehenden unhaltbaren Zustände im ersten Kreise zu be» kämpfen. � Angenommen wurde eine Resolution, die sich gegen die Be- schlüsse von Kottbus wendet und für die Au f r ech t e r h a l- tung der Einheit des Bundes energisch eintritt. Es heißt dort u. a.: „Der Arbeiter-Turnerbund darf ni ch t R i ch t u n g S o v g a- n i s a t i o ii, sondern muß weiter K l a s s e n o r g a n i s a t i o n aller Arbeiter gegenüber den bürgerlichen Verbänden bleiben. Die Anwesenden halten es im Interesse der Wahrung der Bundes- einheit für notwendig, datz: 1. der Vorstand des Arbeiter-Tnrnerbundes mehr wie� bisher allen Arbeitern(Mitgliedern! nach den Bundesbeschlüssen die Gleichberechtigung im Kreise und in den Vereinen ge. währleistet; 2. datz der Bundesvorstand die Bestrel'nnqen deS Arbeiter- Sportbundes durch die Zentralkommission fördert uno Stellung zu den Bestrebungen nimmt, die von Berlin aus eine Zu- sammenfassung der Arbeit er-Sportkartelle als Arbeit«r-Sportb und bezwecken. 3. Die Anwesenden verpflichten sich, in den Vereinen und Be- zirken den Richtungsstreit fernzuhalten und für Aufklärung der Mitglieder in diesem Sinne tätig zu sein." Die rege Mitarbeit aller aus dem Boden der Bundesturniags- beschlüsse stehenden Turngenossen wird erwartet. Di« Parole für die nächste Zukunft heißt: Heraus aus der Gleichgültigkeit des Denkens und des Handelns. Es gilt alles zn�fle- Winnen I Der Zukunft der Arbeiter-Turnbewegung gilt der Kampf! Alle Geldsendungen für den Kampffonds sind zu richten an den Turngenossen Otto Schulze, Lichtenberg, Kantstr. 20; alle sonstigen Zuschriften an den Turngenossen Max Schönberg, Neukölln, Jonasstr. 86._ Neue Turnabtcilungcn im Osten Berlins. Di«„Freie Turnerschaft Berlin" eröffnet am Freitag, den 2. Januar, in der Turnhalle Petersburger Straße 4 drei neue Abteilungen für Männer, Jugendliche und Kinder. Turnzeiten: 3. Männerab- t eilung: Dienstag und Freitag von 8— 10 Nhr, 3. Jugend- abteilung(männliche Jugendliche von 14—17 Jahren): Dienstag und Freitag von 8— 10 Uhr, 3. Knabenabteilung: Dienstag und Freitag von 6—8 Ubr.— Freunde des Fußballs piels und Erschöpfte eine Stunde geruht hatte. Keller hatte etwas von einzig dastehenden Enthüllungen, psychologischen Rätseln, seltsamen Verbrechertypen und dergleichen gesagt und war überhaupt sehr erregt gewesen. Krag lauschte diesen Mitteilungen auf dem Weg zu Arnold Singers Zelle, ohne datz sie ihn sonderlich zu inter- cssieren schienen. Er war ganz und gar von seinen eigenen Gedanken in Anspruch genommen. Die Leute aus der Wachmannschaft, die ihn begleiteten, hörten ihn halblaut zu sich sagen: „Ich hätte es doch vielleicht nicht wagen sollest... wenn nur kein Unglück geschehen ist." Vor der Tür zu Arnold Singers Zelle blieben sie stehen. Krag faßte den Türdrücker. „Die Tür ist verschlossen," sagte er. Der Gefängniswärter lachte. „Ja, natürlich ist sie verschlossen," sagte er,„Sie können sich doch denken, datz Keller so sorgfältig gewesen, ist sie hinter sich zu verriegeln." „Schließen Sie auf," sagte Krag. Der Gefängniswärter rasselte mit den Schlüffeln. „Der arme kranke Gefangene ist gewitz müde jetzt," sagte er.„Könnten Sie nicht bis morgen warten?" „Schlietzen Sie auf," sagte Krag wieder. Als die Tür geöffnet wurde und die Polizeibeamten die enge Zelle betraten, begegnete ihnen ein unerwar- teter Anblick. In dem bleichen Morgenlicht, das durch das Fenster strömte, sahen sie einen halbentkleideten Mann wie tot auf dem Boden liegen. Krag eilte auf ihn zu und beugte sich über ihn, während die anderen zurückwichen und wie versteinert stehen blieben. Nach einer hastigen Untersuchung richtete Krag sich auf. Seine Augen blitzten befriedigt. „Keine Gefahr," sagte er,„es ist nur eine vorübergehende Betoutztlosigkeit.� Holen Sie Wasser und Kognak." Während einer der Wärter nach dem Verlangten lief, beugten die andern sich über den Bewutztlosen. „Das ist ja Keller!" rissen sie wie aus einem Munde. „Ja, gewitz ist es Keller," antwortete Krag. „Aber Keller hat vor mehr als zwei Stunden das Ge- fängnis verlassen." „Nein," antwortete Krag,„er hat hier die ganze Zeit gelegen." und ber Leichtathletik können sich in allen Abteilungen zwecks Ergänzung der Mannschaften melden. Aufgeklärter Gattenmord. Am 27. November wurde auf den Gleisen der Städkbochn in Rathenow die Leiche einer Frau aufgefunden, welche �anscheinend von einem Bahnzuge überfahren worden war. In der Toten würbe eine Fan M a l i n o w s k i aus Hamburg ermittelt, deren Gatte in Rathenow lebt Bei dem Fund der Leiche am Tatort stieg der Kriminalpolizei das Bedenken auf, daß hier ein Unfall weniger vorlieg« als ein Verbrechen. Der Verdacht fiel auf den Ehemann, der sich von seiner Frau getrennt hatte und in Rathenow ein Ver- hältnis mit einer anderen Frau unterhielt. Beide Personen wurden wegen dringenden Verdachts des Mordes verhaftet und dem Amts- geeicht zugeführt. Die Geliebte des M. Hai am Heiligabend ein Geständnis abgelegt, wonach sie sowohl wie Malinowski an der Ehefrau desselben einen Mord verübt haben. Die Tat ist genau so zur Ausführung gelangt, wie die Kriminalpolizei nach dem Be- fund der Leiche sie angenommen hatte. Die M. ist am 27. Novew- ber mit dem Zuge 4,30 Uhr nachmittags aus Neustadt kommend ein- getroffen und von dem Gatten und dessen Geliebten,. die er als seine Wirtin vorstellte, vom Städtebahn-Bahnhof abgeholt worden. Ilm angeblich nach der Jägerstratze, der Wohnung des Malinowsli. zu gehen, wurde der Weg durch den Stadlwald gewählt. Hier lla! der Ehemann die Frau in der Nähe des Bahnüberganges der Städtebahn in i t e i n e ni Gummischlauch erschlagen. Die Tote wurde dann von beiden Tätern in die Schonung gebracht und zwischen 7 und 8 Uhr abends auf die Gleise der Städtebohn gelegt, wo die Leiche dann nach bereits«ingetretenem Tode von dem 8.30 Uhr abends die Strecke passierenden Zug« überfahren wurde. Angesichts dieser drückenden Beweis« hat sich auch MalinowSki selbst zu einem vollen Geständnis bequemt. Spritschwindel im grossen betrieben drei Fälscher, die sich Originallieferscheiae der Spirituszentrale und der Reichsbrannt- weinstellc und Briefbogen der Ostdeutschen Spritwerke auf noch nicht geklärte Weise zu verschaffen gewußt hatten. Diese Papiere füllten sie so aus, daß daraus eine laufende Korrespondenz zwischen den drei Stellen entstand, nrit dem Ergebnis, datz die Ostdeutsche» Spritwerke an eine auf den Ausweisen verzeichnete Firma eine ge- loisse Menge Sprit zu liefern hätte. Mit diesen Fälschungen suchten die Schwindler Geschäfisleute aus und spiegelten ihnen vor, sie hätten die angegebene Menge Sprit zum Verkauf an der Hand, weil die Firma sie augenblicklich nicht brauchen könne- Die Fälscher sau- den, weil alles durch ordnungsmäßige Papiere belegt zu sein schien, leicht Abnehmer, die ihnen den Kaufpreis gegen Aushändigung der Ausweise gleich im voraus bezahlten. Daraus war es abgesehen. Die Firmen, die angeblich von den Spritwerken beliefert werden sollten, waren erdichtet. Die Fälscher erbeuteten in einem Falle 125 000 M., in einem anderen 53 000 M. und zuletzt wieder 93 000 Mark. Die beiden letzten Fälle waren der Kriminalpolizei aii«- zeigt worden, der erste noch nicht Auch diesen gaben aber die hafteten zu. Die Schwindler lebten von ihren Beuten in Saus und Brau». Mit gewissen Damen waren sie, obwohl zwei von ihnen verheiratet sind, ständige Gäste in Schlemmerlokalen. Dadurch machten sie sich verdächtia und lenkten die Aufmerksamkeit der Kriminalpolizei auf sich. Diese stellt« sie fest als einen Kaufmann Willy Wächter, einen Kellner Max Hase und einen Fahrstuhl- führer Friedrich Lange. Eine geheime SpirituSbrennerri entdeckte die Kriminalpolizei bei der Verfolgung von BrotkartenhäNdlern. Beamte des Sonder« dezernats hatten ermittelt, datz ein 31 Jahre alter Sattler Mandel Skarupski aus Kalisch, der in der Georgenkirchstratze in Schlaf. stelle lvohnie, Brot- rmd andere Lebensmittelkarten m großer Menge durch Unterhändler'vertreiben ließ. Um seinen Betrieb voll- ständig auszudecken, folgten sie ihm heimlich, als er seine Schlafstelle verließ, und sahen, daß er ein Haus in der Prenzlauer Straße aus- � suchte. Hier fanden sie dann mit ihm einen Landsmann von ihm, «inen Tobias S i e d a r s k i, der nicht nur an seinem Brotkarten- Handel beteiligt tvar, sondern außerdem aus dem Grundstück in einem guten Versteck eine Spiritusbrcnnerei betrieb. Sie war mit allem versehen, was zu einer kleinen Brennerei gehört, mit Werk- zeugen, Hefe, Zucker und dergleichen und stellte 68prozen:igen Spiritus her, um ihn durch Schleichhandel zu vertreiben. Alles wurde beschlagnahmt, der Inhaber der Brennerei ebenso tvie der Brotkartengroßhändler verhaftet. In die Fürstengruft Nikosköe, in welcher Prinz Friedrich Karl und seine tMMslin beigesetzt sind, wurde am Weihnachisheiligabend eingebrochen. Die Einbrecher bohrten einen Zinkfnrg an, als sie aber nichts fanden, verließen sie durch das Fenster wieder die Gruft. Bon den deutschen Kindern aus Dänemark erhalten wir sol- gendes Telegramm:„Die deutschen Kinder, die mit ihren Pflege- „Aber ich Hab' ihn ja mit eigenen Augen gesehen. Ich Hab' ihn doch gegrüßt.". „Im Halbdunkel deS Korridors. ia, können Sie be- schwören, datz es Keller war." „Der fthakianzug," begann der andere. „Begreifen Sie denn nicht." sagte Krag-,„datz es der Gefangepe war, der fortging, Arnold Singer in Kellers Anzug?" Der Mann, mit dem Krag zuerst gesprochen, griff in das Gespräch ein. „Jetzt begreife ich. was Sie mit Vorsprung meinten." sagte er.„Arnold Singer hat also zwei Stunden Vor- sprung?'" Krag nickte. Der Mann zeigte auf den Bewutztlosen. „Mutzten Sic dies?" fragte er. „Ich ahnte es,"- antwortete Krag,„aber ich hoffte etwas anderes und ich fürchtete einen Augenblick da� Schlimmste." j Jetzt kam der GefängniÄvärter mit dem Kognak. Nach einigen Sekunden schlug Detektiv Keller die Augen auf. Das erste, was sein verstörter Blick traf, war Krags freundlich lächelndes GesiHt. Plötzlich fuhr Keller in die Höhe. „Greift ihn!" schrie er. Krag legte ihm beruhigend die Hände aus die Schultern. „Das hätten Sie vor zwei Stunden laut rufen sollen," sagte er. ★ Einige Stunden spater, als das Leben auf dem Polizei- amt in vollem Gange war, konnten Schutzleute, die zufällig das Zimmer der Detektive passierten, einen großen Lärm auf Krags Kontor hören. Es war Keller, der dort drinnen tobte. Krag versuchte ihn zu beruhigen, aber es war nicht möglich. Erst erging Keller sich in furchtbaren Selbstvorwürfen die mit Flüchen und Ausdrücken wie Idiot, Rindvieh, Schafskops und dergleichen gespickt waren." Da ti bamit nur sein eigenes Verhalten zu charakteri- sieren. versuchte, beschränkte Krag sich darauf, hin und wiedei ein zaghaft widersprechendes„Na, na" einzuschieb'en. Schließlich ergriff.Keller einen Saufen beschriebener Papiere, die ans denk Tisch lagen, zerriß sie in viele tausend Stücke und warf sie in den Kohlenkasten.(Fortj. folgt.) eMmt uni> Pfleg« gefckwistern Tn ffJSjfrg zur Weihnachtk-Keschcrnng versammelt sind, senden Eltern und Äeschwijtcrn in der fernen Heimat die besten WeihnachtSgrützc." lieber Weihnachtsgcbück für Kinder werden un? aus unserem Leserkreis folgende Fragen vorgelegt: Wer ist für die Herstellung und Abnahme des sogenannten„Gebäcks" verantwortlich, das aus mufsigenr Mehl hergestellt ist, keinerlei Zutaten von Zucker uns Fett enthalt und zu dem fabelhaften Preis von 1,50 M. das Viertelpfund auf Karten nach vorheriger Anmeldung als besondere Ver- «günstigung für Kinder verabfolgt wird? Wieviel schmutzige Finger haben sich dabei vergoldet?— Warum hat man nun doch die zarte Rücksicht auf die„notleidenden" Geflügel-Grohhändler geübt und die MagistratS-Gänse noch zurückgehalten, die ja andernfalls die Preist von 10 M, pro Pfund hätten um einige Mark drücken können? ArdeittnachweiS für Krankenpflege., Maffagc- und Badewefen. Der Bevölkerung Groh.BerllnS wird bekannt gegeben, daß, um einem empfindlichen Mangel abzuhelfen, der Arbeitsnachweis der Stadt Berlin am 2. tziannar 1920 hn früheren Paffage-Zkaufbaus feine Fachabteilung für da» Krankenpflege-, Massage- und Badewefen eröffnet. Di« Vermittlung deS männlichen und weiblichen Pflegepersonals wir nur von Fachleuten ausgeführt, so daß Aerzte und Patienten die Gewihr haben, daß eine sachgemäße Erledigung aller Anträge erfolgt; um jederzeit iilssberelt zu sein, wird die Abteilung Tag und Nacht, auch an Tonntagen und Feiertagen offengehalten. ES Ist im allgemeinen Interesse dringend ratsam, daß außer den Meldungen der siadtlschen An- ll alten auch die privaten Anforderungen ewschließlich der Wochenpflege durch dies» öffentlich« Stelle gehen. Di« Vermittlung ist kostenlos. Einichreibungen von Stellungsuchenden erfolgen in der Zeit von 8 bis 7 Ahr. Ausweispapier« und Origmalzeugnisse sind erforderlich. Eingang lür weiblich« Personen Friedrichsiraße 110/ UZ, für männliche Angestellte Vrajiienbmger Str. 64/56, Telephon Norden 2186—90 und 8195—09. Die Herbstausstellung der ehemals feldgraue» Künstler am Pariser Platz 4 ist bis zum 4. Januar 1920 verlängert worden. Lichterfelde. Gemelndevertretung. Die BefolhungSvorlay« für die Gemeindebeamten und Lehrer wurde nach anfänglichem Ein- sprach der Rechten angenommen. DaS Statut der Gemeindespar- kasie wurde in der Weise abgeändert, daß nun auch bankmäßige Ge- sthäste /Scheck-, Giro-, Depositenverkehr) duvbgeführt werden körtuen. Gegen den Witzerspruch der Rechten würbe beschlossen, daß der Sparkassendlrektor zu allen Sitzungen des Sparkassenvorstandes mit beratender Stimme beizuzichen ist. Der Vorlage des Gemeinde- Vorstandes, eine Anleihe von ö Millionen aufzunehmen, wurde nach längerer Debatte zugestimmt. Groh-Verliner LevenS mittel. I".-'in. Infolge Rsickgange» der Milcheingäng« beut« aul'/,-Jiler- Kranknckarten kein« Vollmilch. Montag auf'/,-Liter-Krankenkarten'/,-Liier, aus'I, Liter-Karten wieder Vollmilch.— Der BSckcrmelltcr Otto Schön, Junkerstr. 15, ist wegen schwerer Vergehen gegen die wtrtfchastlichen Vcr- ordmmgm, insbesondere wegen Schleichhandel» mit Mebl und Höchllprel»« Überschreitung, aus dl» Dauer von 4 Monaten von der Mehlzuteilung aus» geschlossen worden. f ffharlottenburg. 128 Mramm Teigwaren<108) vom 2. bis 10. Jan. 0 Öaannn Bratseti tkZ 25) vom LS. Dez. bis 4. Jan. 125 Gramm amerik. Weizenmehl(V zz) hiz 3«. Dez. ltÄilmersvorf. 29. Dezember bis 4. Januar 3 Pfund Kartoffeln Oa— 0), zur Ergänzung 500 Gramm Großbrot(ld— gj. 125 Gramm Grouven(106), 250 Gramm frischgebackenen Keks im BrotkommissionZ- bcznk VIb. Für Kranke Eier fl). Nciiköll». 200 Gramm Teigwaren(45), 200 Gramm Haserfabrikale (16) ifir Jugendliche. Kartoffeln IIa— o) 3 Pfund und an Stelle der sehlcndcn 4 Pfund 500 Grainm Brot. Britz. 29. Dez. bis 4. Jan.: 125 Gramm Gerstenflocken(107), 125 Grainm Teigwaren(10S). Für Kriegsbeschädigte 1 Pfund Kerstenflocken oder Teigwaren(1). Für werdende Mütter und für Kinder 250 Gramm Geieß(18), l Psund Granpenmebl(19), 1 Pfund Kartoffelwalzmebl(20), I Psund auSl. Haferflocken(21). Freihändig! Aepsel, Oelsardinen, Rüben- säst usw. Lichtenberg. Voranmeldung aus 125 Gramm Weizengrieß fio«), 250 Gramm MaiSfabrikatc(109). Ans Urlnuberkarte 100 Gramm Nährmittel und 250 Gramm Marmelade. Für heimgekehrte KrtegS- und Zivil- gejangenc 250 Gramm auSl. Hülsenfrüchte(to— So). Rdlershof. 29. Dezember bis Januar: 4 Pfd. Kartoffeln(1).?lIS Ersaß für die ausfallenden 3 Pfd. Kartoffeln 400 Gramm Brot(88), 125 Gramm Nudeln(107), 250 Gramm MaiSmebl(89). 250 Gramm Apfelmus(90). Werdende Mütter auf Milchkarte 250 Gramm Haserflocken, stillende Mütter 250 Gramm Haserflocken(3li), Kranke auf BezugSkarte 125 bezw. 250 Gramm Weizengrieß. 1 Päckchen Süßstoff(Javnar-Absch.). — In der Baracke Radickestraße 10 Pfund Rotkohl(M. 3), mit 20 Psund Weißkohl(M. 2.20)(Lebcnsmittclhauptkaüe). Friedrichshngen. 150 Gramm Teigwaren(87), 200 Gramm Weizenmehl.(4 für Jugendliche), 3 Psund, Kartoffeln und als Ersatz 1 Psund Brot. Reinickendorf. 100 Gr. Teigwaren(104), 250 Gr. Marmelade(105), 125 Gr. Haferflocken(106). 125 Gr. Gerstenflocken(107). 125 Gr. Kartoffel. Niehl(108), 250 Gr. Maisfabrikate(109). Für Jugendliche 200 Gramm Weizengrieß(46). Aus Kinderkarten A, B«. 0'/, Psund Panin. Tegel. 29. Dez. bis 4. Jan.: 125 Gramm Grieß(106), 125 Gramm ausl. Hülsenfrüchte(16), 2 Päckchen Süßstoff. Grost-öerliner partewachrlchten. 9. Abt. Morgen Montag, 7'/, Uhr, im Rclchenberger Hof, Neichen- berger Straße 147: Fraucnabend. Genosse Bruns über:"Jugendpflege und Jugendsüriorge. 18.— 18. Abt. Dienstag, den 30. Dczbr., 7 Uhr, in den EommeniuS- silcn, Memeler Straße 67: Sitzung bn Parteifunktionäre. 1. Vortrag: Religion und Sozialismus. 2. Bericht vom BildungSauSichuß. 18. Abteilung. Mittwoch: Sstvesterfeier in den Blumen-Sälen All- Berlin, Blumenstr. 10. Künstlerische Darbietungen. Karten am Saal- eingang. 33. Abt. Dienstag 7 Uhr Sitzung der Funktionäre und Vertrauens. Icute bei Haak, Swinemünder Str. 53. 37. Abt. Im ArtuShos, Perleberger Straß» 26: Weihnachtsfeier mit Tanz. Eintritt 50 Pf., Kinder frei. 38« Abt. Morgen Montag, den 29. Dezember, bei Trümper, FlenS. burger Straße 3: Funklionärsttzung. 40. Abt. Heute Sonntag, 4 Uhr, bei Schmidt, Wielesstr. 17: Weihnachtsfeier mit Kinderborstellung. Wilmersdorf. Heute 4 Ubr: Weihnachtsfeier in den Florasälen, Johann- Georg« Str. 19. Eintritt 1,50 M.; Kinder in Begleitung Er- wachiener frei. Schmargendorf. Dienstag 7 Uhr im Goethe-Lyzeum: Gemeinschaft, Ilche öffentliche VollSpetsammlung der®. P. D. und U. E. P. D. mit dem Thema„Graf Westarp und die Wahrheit". ES liegt im Jnleresse unserer Partei, daß Genossen auS Schmargendorf, Grunewald, Wilmersdorf und Dahlem recht zahlreich an dieser Versammlung, zu der Gras Westarp ein» geladen ist, teilnehmen. Lankwitz. Heute, vorm. 10 Uhr, bei Plehl, Kaifer-Wilhelm-Str. 84: Volksversammlung. Referent: Genosse Kanow. Tempelhof-Marirndorf. Montag 7'/, Uhr, Schulaula Martendorf, Königstr. 32/33, Versammlung der Jugendgenossen und-genossinnen im Alter von 18 bis 25 Jahren zwecks Gründung einer.Jung-Sozialistischen Vereinigung"'. Pankow. Montag 5'/, Uhr: Außerordentliche Funktwnärkonserenz bei Engel. Mühlenstr. 45._ Franenabende: Montag 7'/, Uhr. S. u. 5. Abt. bei Schmidt. Alte Jakob str. 175.' Res. S-noff« Heilbut' »Was ist Religion?" 6.— 8. Abt. bei Schwache,, wald, Bärwald-, Ecke Gncisenaustr. Res. Genosse Meise:.Religion, Kirche und Schule." 9. Abt. Im Reichenberger Hof, Reichenberger Str. 147. Ref. Genosse Bruns:„Jugendpflege und Jngendsürforge.' 19. Abt. Der Frauenabcnd fällt aus! 37. Abt. bei Butenhos, WilSnacker Str. 36. Res. Genosse Stein: „Die stellt sich die Sozialdemokratie zu Kirche und Religion?" Treptow-Baumtchulenweg. Tex Frauenabend fallt auS I Wittenau> Borsigwalde. Weihnachtsfeier im Lokal von Schulze, Oranienburger Str. Ansang der Feier 4 Uhr. Eintritt 60 Ps. Kinder freien Eintritt. Nach den Auffühningen Familienkränzchen. Silüungsveranstaltungen. BildungSauSschnst Gros?- Berlin. MSrchenvorlcsung heute 3 Uhr, Aula der Gemeindeschule Ruheplatzsir. 6/7.— 2.30 Uhr, Aula deS LhzeumS Jfflandstr. 10. Karlen für Kinder 30 Pf., für Erwachsene 50 Ps. am Eingang des EaaieS._ vortrage, vereine und Versammlungen. Zentralverband der Angestellten. Bezirk Groß. Berlin. Heute Sonntag, abends 7 Uhr, Stadthalle, Klosterftr. 57— 59, Kunstabend: Lam- binon-Ouartclt, Rezitator Alfred Beyerle. EintiittSkarten 2,50 M. am Saaleingang.— Lichtenberg. Konzert der Barthschen Madrigal-Bereini- gung Montag,'1,8 Uhr, im Realgymnasium an der Parkaue. Eintritt 1,50 M. Gerichtszeitung. Zum Prozeß Erzberger-Helfferich. Der Beginn der Hauptverhandlung dieses Prozesses ist auf den 19. Januar 1920 angesetzt worden. Den Vorsitz wird Land- gerichtsdirektor Bau mb ach führen, die Anklage von OberstaatS- anwalt Krause unter Assistenz deS Ersten Staatsanwalts Clausewitz vertreten werden. Dem Minister Erzberger tteht Geh. Fustizrat Dr. v. Gordon zur Seite, während Dr. Hclfferich vom Rechtsanwalt Dr. Alsberg verteidigt wird. Ten Gegenstand der Anklage bilden die von Dr. Helffcrich im Juli und August 1919 in der Kreuzzeitung" gegen Erzberger veröffentlichten Artikel, die von Dr. Helffcrich danach zu einer Broschüre unter dem Titel„Fort mit Erzberger?" zu- sammengefaßt und mit eine-rn Vorwort und Schlußwort versehen worden sind. Ferner ist ein Schreiben unter Anklage gestellt, das Dr. Helffevich am 19. August 1919 an Erzberger gerichtet hat und vom ihm in der„Kreuzzeitung" vom 12. August veröffentlicht wor- den ist. Als Zweck seines Vorgehens gegen Erzberger hatte Dr. Helfferich im Vorwort zu der inkriminierten Broschüre angegeben, daß er die politische Tätigkeit Erzberger? während deS Waffen- strllstandes und der FriedenSvefflzandlungen in hohem Maße als verderblich erkannt habe und zugleich einer nach seiner Behauptung von Erzberger geübten Vermischung geschäft- licher und politischer Tätigkeit ein Ende machen wolle, da er der Ueberzeugung sei, daß die Korruption nur aus- gerottet werden könne, wenn die Männer an der Spitze deS Staates auch von jedem Schatten nach dieser Richtung frei seien. ReichSfinanzminister Erzberger hat dann am 26. November 1919 d-ch Strafantrag beim Ersten StataSanwalt des Landge- richts I gestellt und ist nunmehr als Nebenkläger zugelassen worden. Geh. Justizrat Dr. v. Gordon hat in umfangreichen Schriftsätzen diejenigen Tatfachen einer Erörterung unterzogen, die von Helffe- rich zur Begründung seiner Auffassung über Erzberger mitgeteilt worden waren. Von diesen Tatsachen betrifft die eine da» Ver- hältnis ErzbergerS zum Thyssen-Konzern, die andere das zur Firma I. Berger Tiefbau A.°G. Während der Nebenkläger und fein Rechtsbeistand behaupten, daß diese Be- ziehungen von Dr.- Helffcrich falsch ausgedeutet toürden, hat Dr. Alsberg in seinen Entgegnungsschrifffätzen daran festgehalten, daß die von feinem Klienten gegeben« Charakterisierung der Vorgänge zutreffend sei. Zugleich hat er weitere umfangreiche Beweise angekündigt, weil die bisher öffentlich erörterten Tatsachen lediglich Beispiele darstellten. Neben der politischen Tätigkeit ErzbergerS wird aber auch die- jenige HelfferichS im Prozeß zur Erörterung kommen. Ein Ar- tikel der„Deutschen Allgemeinen Zeitung", der sich mit dem Verhalten.Helfserichs in der sogenannten belgischen Frage befaßte und für den Erzberger die Vevaniwortung übernommen hat. hat zu besonders beleidigenden Bemerkungen HelfferichS gegenüber Erz« iberger geführt, was nun zu der Nachprüfung führen muß, ob die in der„D. A. Z." in dieser Beziehung gegen Helfferich erhobenen Vorwürfe durch die Tatsachen gerechtfertigt werden. Die Zahl der zur Haupwerhandlung geladenen Zeugen ist bis- her«in« verhältnismäßig geringe; es ist aber zu erwarten, daß die Beweismittel der Parteien zu weiteren Zeugeniadnngen Vera»!- lassung geben werden. KÄse'lieopolii Gadlel ancb für starke Damen. Ä» fesche Modelle, auch für starke Damen. «eile Melle! auserlesener SestlunncKI WIM MoiprScKe. t Treppe Flansch n. 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Mt». verstarb unser Mitglied, die Wenossin Frau krsllüklis klnek im Alter von 46 Jahren. «hee ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Moniaa, den 29. De- zemdcr, nachm. 4 Uhr von der Salle de» Et. Matthäus» Friedhofe», Elldende, auo statt. Um rege Beteiligung er» sucht vir vorstand. Verband der Brauerei- und mahlenarbeiter. (Zahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern diene »ur Nachricht, daß unser Kollege, der Brauer Gustav Fitzner verstorben ist 48/20 Ehre seinem Andenken l Die Beerdigung findet am Montag, den Ä. d. M., vormittag»>/n2 Uhr, von der Leichenhalle de» städti- schen Semeindefriedhose» Spandau,»In den Ktsseln-, au» statt. Rege Beteiligung erwartet Dt« Ortsverwaltung. Am 26. ,6. Mt». verstarb mein lieber Mann, unser guter Balcr, Schwieger- vater und Großvater Herrn. Langhans Hirtenstr. 28. 641b Beerdigung: Dienstag nachm. 4 Uhr von d.Leichen- halle de» Gcorgcnlirchhos», Landsberger Allee, au». die traurige Nachricht, daß mein inniggcliebter Mann, unser guter Sohn. Schwic- grrsohn, Bruder, Schwager und Onkel 6066 Herr Martin Spilier im Alter von 82 Jahren am 20.Dez., nacht» UV.jlhr, unerwartet an den Felgen seiner striegsdienstbeschäd!- gung sanft enlidiiaien ist. Im Namen der tief. trauernden Hinterbliebenen Frau«w. Ida Tptller geb. Nieolah BerIIn8A'47. VontNrB.IV I. >NavI4TIdIlv!4. vr. L. indaiecio liomez, Rechtsanwalt, promoviert in WOrzburg und Buenos- Aires.* Robert Plncuj, Ingenieur u. Patentanwalt Buenos-Atrea. Reconquista 37. Tcl.-Adr. Plncus, Buenoa- Aire», A. B. C. Code. AMWUMmWlMl» in folgenden Lokalen: Deutscher Hof. Luckauer Straße 15. Comcntus-Sälc. Memeler Straße 67. Schulaula, Tilsiter Straße 4/5. Bubi-Säle. Repe Äiiuigstraße 26. Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 16/11. Aula der Kirschncr-Oberrealschule, Zwinglistr. 2. Pharus-Säle, Möllerstr. 142. Bornssta-Täle, Ackerstr. 6/7. Charlottenburg, Volkshaus, Rosinrnstr. 3. Cöpenick, Stadt-Theatcr. Mariendorf, Aula des Gymnasiums, Kaiserstraße. Neukölln. Kliemö Fefifäle, Hasenheide 1. Schöneberg, Aula der Hohenzollernschule, Belziger Str. 48/52. Tempelhof, Tivoli, Berliner Straße 67. Steglitz, Aula der Oberrealschule, Elisenstr. 3/4. Wildau, Kasino. Wilmersdorf, Aula derHindenburg-Oberrealschule, Am Seepark 36. Borsigwalde. Turnhalle, Konradstraße. Lichtenberg, Aula an der Parkane. Reinickendorf-West, Aula der 5.Gcm.-Dchule,Aug.-Viktoria'Allee. Referenten: Siering, Poetzsch, Heilmann, Barth, Lüdemann, Paetzel, Müntner, Unger, Dr. Bendiner, Dr. Easpary, Fendel, Giebel, v. Harnack, Hänsler, Hetzschold, Kabelitz, Moeglich, Vieth, Wuschick, Kano, Fuß, Weide. Tagesordnung in allen Versammlungen: Die Lebensmittelteuerung und ihre Ursachen. Parteigenossen und Genossinnen, Arbeiter untz Angestellte, Mäuner und Frauen des werktätigen Volkes! Sorgt bei der Wichtigkeit der Tagesordnung für Massenbesuch! 282/7 Der Vorstand. Mim der WM. Filiale Berlin. Am DicnStag, den 30, Dezember, abends im Gewerkschaftshaus, Engelufer, 7 Uhr. Mitgliederversammlung. i. Bericht von den Berbandlungon mit den Unternehmern zweck» Lohnerhöhung. 2. Dislusflon. 178/8 Erscheint in Masien. Die OrlaveciDOienng. Prozesse, landgerichlsrat Dr. y. K i r c h b Rat, Beistand, mSBige Preise, Teilzahlung, Ehe-, Alimenten-, Straf Sachen, Eingaben, Gnadengesuche, ..... ach, tief-----""" .(lesellschalt m. b.». AlexänderstrrJSe 45(am Alexanderplatz, gegenflbei Tietz).(9—7) Glänz. Erfolge: Beobachtg. Sonnt. 10-1. Verzogen von GneisenaustraOe 10 nach Priedrichstr. 7 (Im Laden), f Nähe des Bolle-Alliance- PI. Sßraii M5be|- nnck • I4I ölt» Polsterwaren Kassa und Teilzahlung. taucherdank! A1 lW» ges. gesch., ermögl. in mm einig. Tag. das Rauch. Srw ganz od.teilw.z.unter- «» lassen. Amtl. begut- JB■lachtet. Wirkung ver- fj> bluff. Vollstäni un- scnädl. Tägi. Anerkenn. Auek. ums. Institut Bnglbrecht. München R. 6, Kapuzineratr.ft. AMeWmima ain Montag, den 29. Dezember abends 7 Uhr, in folgenden Lokalen: Kliem, Hasenhaide 13— 15 Hohenstaufcnsäle, Kottbnser Tamm 70 Neichenbcrger Hof, Reichenberger Str. 14-7 Südost, Maldcmarstr. 75 Konzertsäle, Kommandantenstr. 5b>/5v Prachtsäle Alt-Berlin, Blumenstr. 10 Sophiensäle, Sophicnstr. 17/18 Kolbcrger Salon, Kolberger Str. 23 Borussia-Säle, Ackerstr.«/7 Riedel, Hussitenstr. 4-v Aula Müllerstr. 1ü8 Pharus-Säle I u � l ch m e ck, u d» s Up KinderkrSftiqunzSmIttel. Entfeiiungsigbleiien.IL« nach bewährt. Vorschrift, erfolgreich u. unschädlich. Lecithinpillen Tmpfen Neurasthenie, Blutarmut. Bleichsucht. Telesan! Zenftum 275S StataÄAhz nxo�o. lÜMAM/l. Sitoester-gawsehe HeiByetränke(alkoholfrei) mit Rumpunsch -Aroma, Liter 3.50 M.(inkl, Steuer). GSQhpunsch •Aroma, Liter 3,00 M.(inkl. Steuer). Das tügilche Getränk In jedem Haushalt. !! Kein Zucker erforderlich I! 1 Teil Extrakt, 2 Teile siedendes Wasser ergeben 1 ein herrliches, Bültes Getränk. !\f Berlin X, Oranlen- i/tze/�rvMSr, burjfer Str. OO. 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Der Führer der Deputation teilte mit, daß die Gcsamtanmcldung für die Auf- nähme son Kindern in Lberitalien bereits die Zahl von 1l)lX)g erreichte. Sonnlag fuhr der erste Zug mit 400 Kindern nach Mai. land. »vt, länsterunq der Pe sonenverkehrssper re in Oesterreich die Kahlcnzuschübe nach Oesterreich keine Besserung auf. rcees.-n. dehnt« das Slaatsamt für Bcrkehrsirescn die Personen- vcrlchrssperre bis einschließlich des Neujahrstages ans. L.r w i n e n st ü r z e führten zu einer vollständigen Verkehrs. ciilstellunz auf der Strecke Laud.ck— Bludenz iTirol). Keine Kabinettskrise in Gesterreich. Das Wiener Corrbüro meldet: Die Nachricht dcS„Neuen Liener Journals", wonach der U r l a u b des Staatskanzlers feine Ursache in'»wgens.chen innerhalb der sozialdemokratischen Partei habe, ist blohe Erfindung Der Staatskanzler ist über- arbeitet und fühlt sich wcht wohl. Irgendeine schwer: Besorgnis besteht indessen nicht. Nach Ablauf der kurzen Erholungszeit wird der Kanzler zu den«tratsgeschäften zurückkehren. Tie� weitere Meldung de? Blattes über eine drohende Spaltung der öste'reichischen soziaidemokrati. fckjen Partei and über eine selbständige Organisierung ihres rechten Flügels unter Führung des Kanzlers und des Präsidenten Seih sind gleichfalls völlig aus der Luft gegriffen. Die LebensmiKelteurung und ihre Ursachen Lffent» vormittag Sozial- einberufen Heilmann, putscbänafte in Ungarn. In Ungarn ist die Angst vor revolutionären Putschen bcdenkl'ch gestiegen. Das Ungarisch« Telcgr. Korr.'Büro verbreitet halbamtlich Darstellungen von Umsturzplänen, die so phantastisch klingen, daß sie kaum einer ernsthaften Prüfung standhalten. So sollte in Budapest der am Fuße des Blocksberges gelegene S i tz d e S Oberkommandos der ungarischen Nationalarmee unter» minrert und mil� Hilfe von im Keller unlergebrachien. aus elet- irischem Wege entzündlichen Sprengstoffen in die Luft ge- sprengt werden. D.e Verschwörer wollten den Oberbefehlshaber Horthy auf der Straße mii der Pistole, dem Dolche oder mit einer vonDakterienvergiftetenNadel(1) tölen. Tie Nadel kamt Gift befindet sich in den Händen der Untersuchungsbehörde. Der Täter und seine Spießgesellen wurden verhaftet. In diesem Stile geht eS fort. Daß die Besorgnisse nicht ganz unbegründet sind, beweisen die zahlreichen Verhaftungen seit langem gesuchter Kommunisten- "chrer. Unter ihnen befindet sich auch LadiSlausSzamuely. >..,1 Bruder des ehemaligen Volkskommissars, der bereits ein Ge- ständniS abgelegt hat. In seiner Wohnung wurden große Mengen wertvoller Schmuckgegenstände gefunden. Gegen Sie Suöapester Todesurteile. Die Wiener„Arbeiterzeitung" veröffentlicht ein ihr aus Paris KU gegangenes Telegramm, in welchem Slnatol« Franre, Marcer C a ch i n. Jcan L ongu e t und die Atchokbionen von„Hu- mamti" mtb„Populaire" gegen die neuerlicherffe o d r« u r t« i l« in Budapest energisch protestieren. kleine politische Nachrichten. AuSschlußantrag gegen Winnig. Aus der.Freiheit' entnehmen wir, daß der sozialdemokratische Bezirksvorstand für Ostpreußen Winnigs Abberufung und Ausschluß aus der Partei verlangt habe. Sollte diese Meldung richtig sein, so würden wir einen solchen Beschluß, der offenbar einer erregten Augenblicks- ftimmung entsprang, auf» tiefste bedauern und den heftigsten Widerstand dagegen leisten, daß Parteivorstand oder EtaatSregre- rung ihm Folge geben. Wir lehnen derartige Ketzergerichte über abweichende Mei. nungen grundsätzlich ab. Wir wissen gan� genau, daß man auch in Ostpreußen überzeugt davon ist, daß Winnig sich nach seinem besten Können und seiner ehrlichsten lleberzengung um das Wohl dcS 'hm anvertrauten Lande», um das Wohl der ganzen deutschen Ar- beiterschast bemüht. Wenn er dabei in verantwortlicher Stellung manckimal zu anderen Maßnahmen greift, alz die Parteigenossen in ? halten, so erleidet er ein Schicksal, dem V, li"1 Legierender �oz aldcmokrat oder Unabhängiger entgangen rst. Wurde deswegen erst einmal zu AuSschlußanträgen gegriffen. fo wurden bald die AuSschlußanträge gegen NoSke. Scheidemann, Ebert. Wels und Krüger nicht mehr unter Lachen begraben werden wie b-sher. Die Wahlen zu den Elternbeiräten sind laut Verfiigung des preußilch'n KultuSmrnisteri um» an den Volk-ftchulen auf den 25. Januar, an den höheren Schulen auf den 18. Februar an. geseßt wordew Nnkreiw lliq gegengen. In der„Kreu»-eiti,ng' ist'her ftübere Obervrändent v. d. Swulenburg a»f die Angesegenheit keines Ausscheidens au» dem Staatsdienst zurückgekommen und hat ent- Kegen den-AuSführungen des Minister» Heine in der Landesver« sammlung, daß Herr v. d. Schulenburp fteiwillig aus seinem Amte geWieoen�sei. erklärt, dieses sei nicht der leall gewesen. Von zu» stäildiger Stelle bören wir hierzu, daß die M'tteilnna des Minister» in der LandeSversanimlung auf einer Verwechselung mit dem Falle eine? anderen aus dem Staatsdienst« ansgesch'edenen hoben Staatsbeamten beruht. Bei der Fülle der auf daS Ministerium de» Innern einstürmenden Personalftanen nur allzu menschlich? Verlängerung dr« Stablwerksvrrbandr«. Der Stablwerksver» band, de? zuletzt bi»„im Ende dieses Jahres verlängert worden war. lell. wie die„P. P. N." hörcn. nupmebr aus Anordnung des Reichswirt'chaftsministeriumS um westere ,wei Monate verlängert werden. Die Verläuaerung des StablwerksverbandeS soll aufge- hoben werden, sobald der zurzeit in Bildung begriffene Selbstver- waltungSkörpcr der Eisenindustrie zustande kommt. Groß'�erün Unser Irühstückausträger. Großes Geschrei und Gekreische weckte mich eineS MoraenZ um« Uhr. Ich sprang aus dem Bette und öffnete die Türe. „Endlich haben wir ihn, den Dieb", schrie meine Nachbarin. dabei lausten harte Schläge auf einen kleinen, schmächtigen Jungenkörper.— Wir haften damals noch keinen Krieg: aber doch herrschte Arbeitslos, gleit und Hunger in vielen Familien. lautete das gemeinsame Thema von 20 großen lichen Versammlungen, die zu Sonntag lll Uhr von dem Bezirksverband Eroß-Berlin der demokratischen Parte, Teutschlands waren. Referenten waren u. a. Siering, Poetsch, Bar:l>, Giebel, b. Harnack, Häusler. Im Charlottenburger Volkshaus sRosiueustr. Sj ftrach Genosse Giebel. Ziel und Taktik unserer Partei haben. führte er auS. von jeher sich aus wissenschaftlicher Erkenntnis auf- gebaut. Heute mag es als Fehler empfunden werden, daß wir uns nicht schon in Friedenszeiten mehr mit der Agrarfrage bc- schaftigt haben. Das vkanomlsche Gebiet hat seine eigenen Gesetze, denen man nicht Gewalt antun kann. Den durch den Krieg vcr- ursachten Gütermangel kennen wir nicht mal in der Industrie sofort beseitigen, geschweige in der Landwirt schaff. In der Leben?» mittclversorgung ist mit Gewalt üt>erhaupt nichts zu machen. lOho!> Ja. man hat versucht, Lebensmittel vom Land mit Äen- darmen zu holen. Aber das Chaos der Lebensmittelversorgung wird dadurch nur noch größer. Hamsterei und Schleich. Handel erschweren immer mehr die Erfassung der Lebensmittel — aber die Bauern haben einen dicken Schädel! sAuch Wafsenft Daß die Preise sich hauptsächlich durch Angebot uns Nachfrage regeln, müssen wir in der jetzigen Zeit des Waren- mangels fühle«. Die Un-,uftiedenheit mit der furchtbaren Teue- rung wird von Unabhängigen und Kommunisten ausgenützt, und selbst alte Parteigenossen jaUen aus radikale Phraien hinen. An dem wirtschaftlichen Elend, das der Krieg uns hinterlassen hat, ist die Slaatsform völlig unschuldig. W der die Monarchie noch die Rätediktalur könnte das ändern. All' die P h r as e n h e l d e n, die jetzt mit ihrem Radikalismus den Bnfäll der Unzu- ftiedenen ernten, würden— wenn sie zur Herrschaft kämen— dasitzen wie die Kinder beim Dreck. Wir müssen bc- greisen und mutig das auch gegenüber.radikalen" Arbeiiskollegen vertreten, daß es nur ein Mittel giebt, den Mangel an Gütern und besonders an Lebensmitteln zu bekämpsen. nämlich Steige- rung der Produktion. Der Redner erörterte dam, die Folgen des Fnedensvcriragcs jür die dcutjch« W.rtschast. die Abtrennung großer Landgebieie. die Schmüleruno der Kohlenvorräte, die Behinderung der Rohstosfzusuhr. Auch die Nahrungs- mittelmenge wird dadurch beeinträchtigt, daß man uns Land ge- nommen hat. Künftig werden wir 40 Proz. unserer Nahrungsmittel aus dem Ausland holen müssen, womit wir dem auSlän- bischen Kapital tributpflichtig werden. Desto mehr müssen wir aus dem eigenen Baden herauszuholen suchen. Im Augenblick aber kommt es darauf an, die zurzeit vorhandenen geringen Vorräte an Lebensmitteln voll st än- diger zu erfassen, damit wir bis zur nächsten Ernte durch- kommen. Wie können der Hamsterei und dem Schleich- Handel die Vorräte entzogen werden, damit sie der allgemeinen Verteilung zugute kommen? Diesem Zweck soll die Ablieserungsprämie dienen. Lieber will man die einheimische Landwirtschaft durch eine Prämie für schnelle und restlose Ablieferung zur Hergäbe der Vorräte bewegen, als daß man diese im Schleichhandel an Wohlhabende verwuchern oder durch das Loch im Westen in daS Ausland verschieben läßt. Gelingt es nicht, die Vorräte restlos herauszubekommen, so reichen wir nur noch vis April und müssen dann teuer vom Ausland kaufen. Die Prämie an die Landwirtschaft belastet die Vcr» b r a u ch e r, darum muß für sie ein Ausgleich geschaffen werden. Die soviel beschimvften.Gewerkschaftsbonzen" der Generalkommission, besonders Genosse Legien. haben sofort vom Reichsarbeitsminister und von der Zentralarbeitsgemeinschast ver» langt, daß die neue Lebensmittelverteuerung durch ein« beson- der« Teuerungszulage ausgeglichen wind/ Aber auch sonst rechtfertigt die allgemeine Teuerung eine weitere Ein- k o m m e n S a u f be s s e r u n g, da die Löhno und Gehälter mit den L'benSmittelpreisen keineswegs Schritt gehalten haben. Ge- nosse Giebel schloß mit einem nockmaligen Hinweis auf die einzige Möglichkeit, über diese augenblickliche Lage hinaus sich aus der gegenwärtigen Not herauszuringen. Nur durch Arbeit, durch Der kleine Sünder hatte sich den Zorn sämtlicher Haus- bewolinerAinen zugezogen. Seit einem Jahre fehlte jeden Morgen ein anderer Frühstiicksbeutel an der Türklinke. Aus den Milchtöpfen. die jeden Abend(o sorglose Zeit) vor die Türe gestellt wurden, fehlte oft die Hälfte der Milch. Da beschlössen einige Hausbewohner, aufzupassen, und sie faßten gerade unseren kleinen achtjährigen Zeitungsjungen, der, vom Regen triefend, mit zerrisienen» Schuhzeug, eine kleine Oel- laterne am Joppeukuopf befestigt, auf der Treppe saß und einen Topf mit Milch am Munde hatte. Seit dem Tage kam er nicht mehr, an seine Stelle trat eines seiner Geschwister, ein nettes, etwas älteres Mädchen. Trotzdem fehlte noch sehr hänsig das Jriihsinck; es kamen ja morgenS so viele hungrige Seelchen, die sich ihr kärgliches Brot in frühester Jugend vci dienen mußten, die Treppe hinauf---. Kürzlich traf ich nun daS Mädchen wieder. Ich erkundigte mich nach ihrem Bruder. Ihr noch so junges Gesicht zog sich in traurige Falten und seufzend erzählte sie:»Ach. der ist in Fürsorgeerziehung gekommen. Als der Krieg aus- brach, konnte uns Mutter morgens nach dem ZeitungSaiis- tragen nicht mehr satt zur Schule schicke». Da hat nun Erich sehr oft den Kindern das Frühstück fortgenommen, auch Federn und Bleislifte, die die Mutter ihm nicht kaufen konnte. Ein- mal ist dem Lehrer Geld ans dem Mantel fortgekommen, da hieß eS. unser Erich war eS. Ter Lebrer hat ihn angezeigt und uns als verstohlenes Pack hingestellt."— DaS Mädchen weinte.—.Ach. nun wird unser Erich schlecht werden, und er war doch ein so herzensguter Junge." Wie eine sch'vere Anklage gegen die gottgewollte Gesell- schaftSordnung klangen des Mädchen? Worte. Massenöemon/lratioa üer Groß- öerliner öeamtenschaft. Die Grvß-Bcrliner Beamten protestierten oestern in mehreren zahlreich besuchten Versammlungen gegen die Maßnahmen der Re» gierung bezüglich der Teuerungszulagen. In allen Versammlungen wurde einstimmia beichlsssen. folgende Entschließung durch Ab» ordnungen dem Neichskonzler, dem Ncichs-Finauzmimster und dem preußischen Finalizm'.nister zu überreichen: »Die zu Tausenden im Zirkus Busch, im Böriensaal, in der Dingakademie und im Lustgarten versammelten Beamten aller Reich»-. SraatS- und Estmeind.'verivaltungcn legen gegen den Beschluß der Reglern nz, die. laufenden Teuerungszulagen um SV Proz. zu erhöhen, den s ch ä, ftst e n Protest ein. Entgegen allen gewerkschoftlichen Grundsätzen hat es die Regierung unter- lasten, mit dem Deutschen Beamtenbi�ind über die Höhe der Zu» läge zu verhandeln. Die Versammelten halten an einer fünsrig» prozentigen Erhöhung als M i n d e st f o r d e r u n g fest und beauftragen den Deutscher" Beamtenbund, mit der Regi'rnng sofort in Verhandlung weg«» Erfüllung der �Forderung zu treten." Bei eine« Wohnungsbrande umS Lebe« gekommrn ist eine 70 jährige Krau i» ihrer Wohnung Remickendorfcr Str. 76. Am Steigerung der Produktion, nicht durch radikal klingende Redens- arten können wir wieder vorwärts kommen. sStarler Beifall.) In der sehr lebhaften Diskussion wurde die Nolwcndig- feit der die volle Erfassung der Lebensmittel bezweckenden Maß- regcl allgemein anerkannt. Bedauert wurde, daß man sie infolge des Zwanges der Verhältnisse hinunterschlucken und sich einer Diktatur der Bauern fügen müsse. Die Resolution wurde mit allen Stimmen gegen eine angenommen. Im„Deutschen Hof", Luckauer Straße, sprach Genosse S i e r i n g, dessen Ausführungen bei der Versammlung unge- teilten Be fall fanden. Die vorgelegte Resolution fand gegen eine Stimme Annahm«. In der..B r a u e r e i K ö n i g st a d t" sprach Genoss Erwin Barth vor gutbesetzter Versammlung. Dem Vortrag schloß sich eine facklicl« Tislusslon an. Die Versammlung in den„Borussiasälen" war von tiefem Ernst und von Sachlichkeit getragen. Genosse Fuß re- ferierte. In einem Zusatz zur Resolution sord rie d> Veriamm- lung:„Daß diese Steigerung durch Erhöhung der dirc'ten Steuern aufgebracht wiro und nicht durch Verteuerung der Lebensmittel- preise." In den„P ha r u? s ä l e n" sprach vor einer lehr zahlrc che« Versammlung Gcncsse Heil mann. D e Unabhängigen be- schränkten sich auf einige Zwischenrufe von denen bc andere Heiler- kcit einer erregte, der dahin g rg als der Referent sch ldcrte. daß anch die tlnak-häne'gen, wenn sie an die Regierung kam n die wirftchaftlichcn Verhältnisse nicht ändern könnten.„Wir wollen ja die Macht gar nicht." Die Resolution wurde mit allen gegen drei Stimmen angenommen. Die Versammlung in Neukölln in„KlicmS Feslsälen" war sehr gut besucht. Ter Referent, Gencsse Dr. C a s p a r y, erntete stürm schen Beifall. Zwei kommunistische Diskussionsredner er- regten nur Heiterkeit. Tie Resolut on wurde einstimmig an« genommen. Die Schiilaula in der Tilsiicr Straße war ebcn- falls gut besucht. Genosse Weide referierte. Nach reger Tis- kussion wuroe die Resolutdn ein st immig angenommen. In Wilmersdorf sprach in der Aula der Hindenburaschule der Gencsse Häusler. Nach lebhafter Diskussion wurde die vorgelegte Rcsclution ongencmmen.* Ii, Steglitz referierte Genosse Dr. Benb'ner. Die Re- soluticn wurde angenommene Ein Zusatzantrog, der den Austritt der Genossen aus der Regierung foröer'e. falls sie die Wift'chaftS- politft der Bürger! chen nicht ändern können, wurde abgelehnt In Mariendorf referierte Genosse K a b e l i tz Amäng» sich suchten die zahlreich erschienenen Unabhängigen und Sparta- listen unlern Redner durch allerhand Zwischenrufe zu stören. Aber allmählich rang der Referent durch seine Logik allen W'dzrfaruch meder. Im Schlußwort hielt der Referent den Unobbängigen vor. was die..Freiheit" über die Unmöglichkeit. Bauern zu bekriegen, ge. schrieben bat. Die Resolution wurde gegen drei Stimmen ange- nommen. desgleichen der Zusatz des Genossen B i n t e: Di« Ver» lammlung erwartet, daß die Regierung alle notwendigen Maß- nahmen trifft, um evtl. eine Herbeischafsung der Lebensmittel von den Landwirten zu erzwingen. In Wildau referierte Genosse F i e t h. Di« Resolution wurde einstimmig ongcnomcn. Ter Wortlaut der in allen Versammluwg'en angenommenen Resolution ist folgender: Die am 28. Dezember auf Einladung der sozialdemokra- tischen Partei versammelten Männer und Frauen sprechen ihr lebkafieS Pcdouern über die erneute Preiserhöhung der not- wendigsten Lebensmittel auS. haben aber Verständnis für die Gründe, welche die Regierung zu diesem Schritt gezwungen haben. Arbeiter, Angestellte und Beamte müssen durch aUSrei» chende Zulagen für die neue Belastung entschädigt werden. Eine allgemeine Besserung der Lebenslage ist nur möglich durch den fortschreitenden Wiederaufbau der Wirtschaft durch intensivste Arbeit in Stadt und Land. Sonntag früh brannte die Wohnung stark. Die Feuerwehr fand die alte Frau sckwn vollständig verbrannt vor dem Ofen liegend in dem Zimmer vor. Der Fußboden und die Decke zum Stall waren schon durchgebrannt. Man vermutet Brandstiftung. Großzügige EinbruchSplline in RathSuscr, Postämter. Reichs» banknebcnstcllen und anderen öffentlichen GcöZuden, sowie in Schlösser und Villen, die bi» in da» Kleinste ausgearbeitet waren und bei deren Ausführung auch Handgranaten verwendet werden sollten, wurden von der Kriminalpolizei durch Aushebung des i Einbrechernestes aufgedeckt und vereitelt. Da» Haupt der drei- köpfigen Einbrecherbande war ein wiederholt mit schweren Zucht- hauSstrafen vorbestrafter alter Einbrecher Wilhelm Hamburger, der au» dem Zuchthaus in Görlitz entwichen war und von den Straf- b.chörden gesucht wurde. In seiner Berliner Wohnung fand die Kriminalpolizei ein vorzüglich gearbeitetes Einbrecherhandwerkzeug. zu dem auch Eierhandgranaten gehörten. Der Einbrecher selbst i wurde verhaftet. Er hatte gerade mit seinen Spießgesellen wieder einen Beulezug nach Magdeburg unternommen. Die Verbrecher hatten dort au» einem Seidenbaus 15 000 M. bare» Geld und ftir l 100 000 M. Seidenstoffe gestohlen. Bei der Durchsuchung der Woh- nnng fielen den Beamten Einbruchspläne in die Hände, deren Bor- arbeiten so gründlich durck)gcfük'rt worden waren, daß sie jederzeit ! ausgeführt werden konnten. Die beiden Spießgesellen des ver- hafteten Anführers der Bande, die dieser natürlich nicht kennen � will, werden noch gesucht. Groster Postdiebstahl. In der Nacht zum 24. d. M. wurden in dem Hauptpaketpostamt in der Oranienburger Straße von noch un- bekannten Tätern ein Paket im Werte von 100000 Kronen und einige Sendungen mit ausländischen Vavieren au» Innsbruck ge» stöhlen. Auf die Ermittelung des Diebe ist von der Oberpost« ! direktion«ine Belohnung von 5000 M. ausgesetzt worden. Mit» teilungen sind an die Inspektion C. 3 de» Berliner Polizeipräsidium», Zimmer 433», zu richten. Die neue LuftbarkcitSsteuer für Berlin. Ein Druckfehler ist in unserem gestrigen Artikel über die LiistbarkeitSsteuer zu berichtigen. Statt„Wenig bock ist die Besteuerung bei Tbeaterit, Konzerten, Vorträgen, Zirkus, Tanzvergnügen usw." muß eS beißen: „Weniger hoch"— nämlich: weniger hoch als bei Kinos. Tinael- tangcln, Kabaretts usw._ Troft-Berliner Lebensmittel. «nsiienlile. 2g. De,, bis 4. Jan.: 2ö0 Gr. Saubabnen(105), 100«r. Teiawaren(1071, 250 Gr. Morgentran»(107). Für«nees- beschädliUe 250 Gr. Grau-rnmibl. 250 Gr. Saubohnen. Auf Röhr« mINeltarten 250 Gr.»linberaerstenmehl ober Haferflocken. Rotkohl, Mohrrüben, Kohlrüben und Koblrabikonserven ftelbiindlg. AohannfStbal. Ab Freitag 125 Gr. Gemv-enmehl(106), 125 Gr. Maisflocten<107». 250 Gr. Cerealienmebl 0V. 24), 1 Päckchen Sllßftoff (553). für alle Leute)i Pfund Haferflocken(I). für Kftegsbefchädlgte 4 Pfund grün» Erbsen(1). Groß-Serliner partelnachrichten. 30.»bt. Dienttag, IM Uhr, bei Sbeling, Sarmen-Sylva-Str. 2»: Sitzung der Partetfuutttonär« und BetriedSverUauiirsleuu der S. P. D. GewerWWewMng Dia �ohubttvaguug üer Srauereiarbeiter. Nachdem am i7. Dezember die BrauereiarbÄier in einer großen Versammlung beschlossen hatten, in den Streit zu treten, wenn ihnen nicht eine wöchentliche Zulage von 60 M. bewilligt werde, sind die Verhandlungen mit den Unternehmern wieber aufge nommen worden. Wie H o d a p p am gestrigen Sonntag in einer Vertrauens« «ännerversammlung der Brauereiarbeiter berichtete, fand di° letzte Verhandlung� am 22. Dezember statt. Die Unternehmer erklärten. SV M. könnten sie unter keinen Umständen bewilligen» sie seien aber bereit, von dem Tage ab, wo die ihnen in DuSfrcht gestellte Er höhung deß Bierpreises aus 65 M. für den Hektoliter in Kraft tritt, die Teuerungszulage um 25 M. wöchentlich zu erhöhen. Die Teuerungszulagen für Frauen und Jugendliche sowie der Aranken« zuschuß sollen edenfallZ entsprechend erhöht werden. Weitere Zuge. stand nisse konnte die Lohnkommifsion trotz aller Bemühungen nicht erzielen. Luch ihr Borschlag, den Arbeitern eine einmalige Wirt» schafisbeihilf« zu gewähren, wurde von den Unternehmern ab« gelehnt. Hodapp besprach die Gründe, die gegen einen Streik im gegenwärtigen Augenblick sprechen und führte aus, die Lohnkom. Mission halte e» nicht für ratsam, die Entscheidung über die Frage 'bei Streiks einer großen Versammlung zu übertragen. Deshalb beantragt die Lohnkommifsion, das Angebot der Unternehme? einer geheimen Urabstimmung in den Betrieben zu unier« breiten. Wenn cS mit einer Zweidrittelmehrheit aller Kollegen abgelehnt werden sollte, dann ist damit der Streik in allen Betrieben beschlossen. Nach einer ausgedehnten Diskussion nahm die Versammlung den Antrag der Lohnkommission einstimmig an. Ferner wurde beschlossen, den bis zum 31. März 1020 laufenden Tarifvertrag zu kündigen, da unier anderen die Ueberstunden« Bezahlung einer Neuregelung bedarf und unter den gegenwärtigen Verhältnissen die Tarifdauer von einem Jahre zu laug sei. Ein «euer TarifaSfchluß dürfe nur auf ktzjze Zeit erfolgen. Beschlossen wurde noch die Kündigung des während deS Krieges getroffenen Abkommens über die Beschäftigung von Frauen in den Brauereien. Mit der Kündigung des Abkommens soll jedoch nicht erreicht werden, daß die Frauen sofort entlassen, sondern nur, daß kein« Frauen mehr neueingestellt werden und daß die weiterbe. schäftigten Frauen die gleichen Löhn« erhalten wi« die Männer. i..----- Dachrichte« fäx(Sitf«ich Auswanderer. 5jn Nürnberg, Pkannenschmiedgaff« 24, wurde eine Zweigstelle des ReichswanderungSamteS errichtet. Beratung über Südamerika erfolgt u. a. in Elberfeld, Am Waldschlöß- chen 82 und(für weibliche Auswanderer) in Wittenberg, Pastor Qk'elen. Nach Japan werden, entgegen anderslautenden Nachrichten, Deutsche bis jetzt nicht zugelassen. Dem„Schutzbmld deutscher Auswanderer", der auch die „Deutsche Auswanderer-Zeihrng" herausgibt und der seine Zu« lassung zu der Arbeitsgemeinschaft der in der AuswanderungS- frage tätigen Arbeitsgemeinschaft der verschiedensten gemeinnützi- gen Verbände beantragt hotte, wurde die Zulassung versagt, weil ihm die Anerkennung als gemeinnütziger Verein versagt wer» den mußte Da» ganze Geschäftsgebaren diese? sogenannten Schutzbundes und seiner verschiedensten Untergründungen läuft nur darauf hinaus, an den Auswanderern zu verdienen und so» mit auß der Not unseres Volke» Kapital zu schlagen. In Dänemark ist in den letzten Jahren eine erheblich« Verteuerung der Lebenshaltung emgetreten. Während nach frühe- ren Berecknrngen eine Arbeiterfamilie mit 2000 Kronen im Jahre ein bescheidene» Auskommen hatte, gehört heute ein Ein- kommen von mindestens 4 320 Kronen dazu. Die dänische Re- gierung verhält sich übrigens gegenüber einer deutsckien Einwände- rung sehr ablehnend. Die Einreiseerlaubnis wird fast nur erteilt, wenn der betreffende Unternehmer nackweist, daß die Einreise eines von ihm angenommenen deutschen Arbeiters oder Angestell- ten im dänischen Interesse liegt. Deutsche Frauen englischer Abstammung seien davor ge- warnt, ohne Miikjl die Reise nach England anzutreten. �Die Nachrichten, daß in Holland britische Vertretungen solche Frauen (und deren Kinder) zum Zweck der Heimkehr nach England unter- stützen, ist falsch. Sie geraten also in Holland in große Not. da di« deutschen Hilfsstellen naturgemäß nur über sehr geringe Mittel verfügen. Deut sich eSeekeute haben in Holland vorläufig keine Aussichten, eingestellt zu werden, da noch«in Ueberangebot in hol. ländischen Seeleuten vorhanden ist, die naturgemäß zuerst einge- stellt werden. Eine Auskunftsstelle über Plantagenbetrieb in Nieder» ländisch-Jndien besteht in Amsterdam, Abteilung Handels- museum, Plantage Mtddenlaan 16. Die i n d r sch e Regierung hat beschlossen, die noch dort be- findlichen Deutschen heimzusenden. Der Gouverneur von.Ceylon hält einen Zeitraum von drei Jahren für den Ausschluß„feind- licher' Staatsangehöriger für viel zu kurz; nach seiner Meinung die er in der gesetzgebenden Versammlung vorgetragen hat, müßten„30 Jahre oder sogar 300 Jahr« gesetzt" werden.(!!) China hat, trotzdem der Kriegszustand mit Deutschland und Oesterreich für ausgehoben erklärt wurde, die Verordnungen für die AngessKrig«» dar verschi ebenen„feindlichen� Länder noch nicht aufgehoben. Es muß immer wieder vor der Auswanderung nach Mexiko gewarnt werden. Arbeiter und wenig bemittelte Landwirte kön- nen mit den einheimischen Arbeitskräften nicht konkurrieren. Zu- dem find noch sehr viele deutsche stellenlose Handlungsgebilfen im Lande, die infolge des Krieges auf Grund der schwarzen Listen entlassen wurden und noch immer keine Stellung wieder- finden konnte». Der Syndikalisten-Kongrest. In der Debatte über den Geschäfts- und Rechenschaftsbericht, an der sich vorwiegend Redner aus dem rheinisch-westsälischen In. dustriegebwt beteiligten, wurde von großen Fortschritten des Shndi- kelismu» gesprochen. Einige Redner nahmen Anstoß an dem Namen „Syndikalismus" und meinten, daß dieser„anrüchige" Name au» taktischen Gründen fallen gelassen werden müsse. Fi»? d'.e Zukunft sei der Name„FrelS Arbeiter-Union Deutsch- landS" mit dem Untertitel„Syndikalisten" vorzusch'agen. Kater und andere erklärten sich gegen die Beseitigung des Namens. Zur Frage der Diktatur de» Proletariats betonte«in Redner, daß Deutschland da» Eldorado de» politischen SchlagworttumS sei. Wenn man unter der Diktatur des Proletariats nichts anderes der- steht als die Ergreifung der EiaatSgewalt durch eine politische Par- tei— und die Diktatur bedeute immer die Herrschaft einer Par. tei—, so seien die Syndikalisten geschworene Gegner diese? Dilta- tu?. Anders wenn man unter diesem Wort versteht, daß die Bourgeoisie durch da» Proletariat gezwungen werde, diesem seine Vorherrschaft abzutreten, hiernach wären die Syndikalisten be- geisterte Anhänger der Diktatur. Die Verhandlungen wurden hierauf vertagt Bua aller Welt. Zurückgeschickte Auswanderer. Einer Gruppe deutscher Au»- Wanderer aus Hamburg, die über Holland Weiterreisen wollte, wurde die Genehmigung zur Ueberschreitung der Grenze verweigert Sie sind nach Hamburg zurückgesandt worden. Gründe un- bekannt. Zweifellos wird die Regierung in der Kammer darüber interpelliert werden. 100-Millionen-Lptnde RockefellerS. Der Petroleumzar hat je 50 Millionen Dollar» für dat ErziehungSami und die Rockrseller- Stiftung gespendet. RockefellerS Stiftungen steigen damit auf 192 Millionen Dollar». «erantw. kür bin reboIHon. Stil: Art« ftkdet, C�orlettenfmra; kür Anzriinn: Td. dlnie, Berlin. Berlo«: vorwärtr-Berla«» Trii«m»pi«l. Silvester 7.18: Kameraden. tfeojahr Rachm.: Erdgeist. (tntu: Msria Orska.) Ailemls�cktaSWetterstela KomMieDhaas tu Uhr: Sie. Oienstag: I-iselottv.d.Plalc jlivtster 7; SU. Meaialir: SU. Berliner Theater US U: Bommel- ,_ Studenten. Thaatat am fcäuääaer«». TbL: Horlirotata U vi«. iSrd. Abea<1 Obi; £U«8-Sängep S»asm. Mi:«,, der «ettiner Sätgaf. �DDnkr.cboi BLikr »r*»* PreieeiifOil UsM- Prenraoa» l Kind Inil* San oben(sataUei _ niert Leg. 7.» Uhr. Vomrtt U-lV» o. d-AUhr. flr. Wemnaiiits-Programni! Täj|. 7'/,, Neoj.*/, u. r/p Nachm.«in eip. Kind frei. In sämil. Vont:: öas pßsrLFKi-Progr. Anterdam zum SchluS: Nachmittas«: Mircben-' Pantom. Abends: Wer Aphrodite Täglich 7 Uhr: Mt/zt-r Ko/Jo.€//• va«„caxac in tti.m„vn nratti Alrnslv uns fttaft SSat». Austt«»«»alter Helto. Sn Szene se!cjü von SranzArnaU». — Sär.t* einstudie.t van Ballelnre-i.-r Aobert RegreL.— Ktuptbaliieller: Paul Heidemann. Alice Hechy. Maat Gentteer. Gustav IahrSttk. Dominik Löscher. Ade»«igmuud. Karl Plate*. Aaev.rlaut an btt Ssn*«lafTe,?B»t!hetai flitctnbenbattl Spczlalarzt Dr. Hascht Svrechfninbkn 10— 1, 5—8. Sonnt. 10— L ZrlMtzwße 90 ää..-' • Harn» an d BIutuBtersnchaaicea- 1» 10D1 Schiet. S« schlot'en ;4> :t. an f. Dr. Grütering Spesialarct. iQvalidenstraße 35 Ecke Chausseestrafie am gtettiner Bahnhof.# 10-1. Sonnt 11—17 !!!Geld!!! lüriebe Wertiacha ASchileAn. bnlieprsit« kLr Bkmdscheine, Brillanten. Soldgegenktiinb«. Teppiche, Bücher ufm. Wollt Frledrichstr.dl m. Sds l?od>0r lMM!- i BalHel leine SHettm tRen Sie sich sofort die neue Preisliste Nr. 21 Kommen Pohl& Weber Naebf.» Berlin. Splttelmarkt 4 8,* iftfUOua* ür VtrofaibeiuL am Montag, den 29 Dezember abends 7 Uhr, I» folgende» Lokal»«, Rtiem, Hasenhaide 13—15 Hohenstaafensäle, Kottbuser Tamm 7K Reichenberger Hof. Reichenberger Str. 147 Südost. Maldemarstr. 75 Konzertsäle, Kommandantcnstr. 58 KV Prachtsäle Alt-Berli». Blnmenstr. lv Sophiensäle, Sophienstr. 17/18 j Kolberger Salon, Kolberger Str. 23 Borussia-Säle. Ackerstr. 6.-7 Riedel. Husfitenstr. 40 Aula Müllerstr. 1 8 PharnS-Säle(ar. Saal). Müllerstr. 1458 Bottshans, Charlottenburg, Rostnenstraste Schwarzer Adler. Hauptstraste Schönrberg» Obst, Martin-Luther-Str.«5 Lichtenberg, Bellevne, Hanptstr. 1 Königsbant» frankfurter Str. 117 Kellers Festfäle, Koppenstr. 580 Comeniussäle, Memeler Str. 07 Brauerei Pfefferberg» Restaurant Frank- furter Allee 313 Tagesordnung: Sie Wstm M kehemMelilrelie m nie Me in MM ni Meslelie». Reserruten: 22B/ie* Bauer, Bredow, Vlumruthal, Boblitz, Jeschkr, Kaiser, K»tbel, Klose, Lehwan», Lieste» Ortmau«, Reimann, Rückert, Rusch, F. Schmidt. Schumacher. Schulz, Siegle. Thons, Bollmrrhau». Zirkel. Zilie. 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