mt.r. st fdhfc ___ g-X £ÄÄ*HSrs S'v Md. kis�nbutr � h.»3t.Vi»!». S«mt'*tt'«»»ai. jtt»! BetOit". �FOJJwMrCHl» v, Berliner Volksblntt 20 Pfennig A«z«tse«prÄS: Stt achtgtwalttat NouvarcilleziN» JoftttlÄ M., TeutnmgiMschlag 60«/» �JUclne linjcigen", das>ttt- zedrucltt Wo« 75 VIg.(jaläffig zwei lettgedrulkt» Worte».>edes weiter» Wort SO Psg. Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wort 65 Big. ledes weitere Wort 40 Pfg. Worte Uder 15 Buchstaben zähien illr zwei Worte. Teuerungozuschlag 50»/» Familien- Anzeigen, politische und gewerkschaftliche Verein«»Anzeige« IjDO Ml. dl» Zeile. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis S Ahr nachmittag« im Sauvtgeschäsi. Perlv, SW 68, Lindenktrabe Z, abgegeben werden,»«öffnet oon 9 Uhr früh dt» d Uhr abend». Zcntralorgan der foziatdemckratircbeii Partei Deutfcblanda Nk öa?tion,«ö Expedition: Sw. 05. tiaüenstr.Z. erns»re estigen, sozialem FortjchrL. br, Lzeg K u u»<«ftn und das aüe linrecht, das nicht sterben will, zu belli npsen. ZS ist leicht, einem von unerträglichem Leid Gefolterten z z. rasen:»Trag eS nicht langer: Wirf die Last von dir. rame dich aus! Schlag um dich!"' Darauf beruht die Zug- l ast, die reaktionäre und bolschewistische Heilslehren auf' be» knmte Voltstreise ausüben. Es ist schwer, aoer es ist der» cntwortungsvolle Pflicht, der Massen statt deina- ��gi cher Gaukelbilder ernste Wahrheit zu lehren, ihnen zu /gen. ba'i sie vermeidbarem Leid aus dem Wege gehen mögen, unvermeidliches aber tragen müssen. Nu.: in solchem Ber» halten aber liegt der Weg zur ifotiung. während jedes andere nur noch in tiefere Abgründe fährt. Ter Verlaus des Jahres 1919 gibt uns das Vertrauen, daß unser Volk trotz aller Krisch die ihm auch das kommende ~ ahr noch bringen mag. klar genug ficht, um den rechten eg zu erkennen, und sittliche Kraft genug besitzt, um aus ihm zu beharren. Der furchtbale Iberglaube, daß man durch Menschenopfer höheren Mächte» gefällig sein kann, hat im Weltkrieg seine erschütternde Enttäuschung erlebt, der W a h n- sinn deS Bürgerkriegs ist in raschem Aufflackern der- lodert, und die Wünsche der ungeheuren Mehrheit des BolkeS sind nicht auf blutige Abenteuer gerichtet, weder nach außen noch nach.nnen. Das veue Jahr wird un» bie ersten verfassungsmäßigen ReichStagSwahlen der deutschen Republik bringen. und das Volk wird dabei zu zeigen haben, wie eS sein Schicksal zu meistern versteht. Cfe kann irren, aber niemand hat dann daS Recht, seine Irrtümer zü korrigieren, als eL selbst. Minderheiten haben daS Recht. Mehrheiten zu wer- den, ober die Pflicht, sich der Mhrheit zu fügen, solange sie Minderheiten sind. Das deutsch, Volk ist endlich dazu ge- kommen. alS Ganzes für sich diesen Grundsatz vernünftiger Ordnung anzunehmen, ohne dessen Geltung keine Körper- jchasi. kein aristokratisches Herren, aus und kein kommunisti- so, er. Klub bestehen kann. Dieses gleiche Recht aller, an den Entscheidungen des Ganzen teilzunehmen, durchgesetzt und gegeu alle Anfechtungen verteidig zu haben, ist daS große geschichtliche Verdien st.Ms sich die s o zi atdemo- kratische Partei im verflossentn Jahre erworben hat. Sie ist emschlossen. eS zu behaupten, un. sie rechnet dabei, wenn es nottut, aus die Unterstützung asi-r. die erkannt haben, was eS heißt, als Deutscher demotratscher Re udlikaner zu KunÜgebung öes Ndchsn siöenten. Der Reichspräsident hat den Reichskanzler gebeten, folgende Kundgebung zum NeujahrStage zu veröffeutlicheo: I» de« vergangenen Jahre ist zwar daS Chao» abge- wehrt, die Einheit d.S Reiches-erhalten und gefestigt worden, indessen mußte nuter dem Druck rücksichtslose« Zwanges ein Friede geschlosser werde», der die Ehre unseres Voltes, seinen Wohlstand,»i Frücht« vergangener und künftiger Arbeit fremder Gnad zu überautworten droht. Das heute beginnende Jahr muß /entscheideu, ob die Deutschen trotz allem als Ration. Staat rad Wirtschaft sich zu behaupten hoffen können oder durch irnere« Hader, dem sich äußerer Haß zugesellt, in üne« endgültigen Znsammenbrnch auch die Hoffnungen/ ihrer Kioder begraben muffen. Diese' Schicksalchrage vor Augen, bitte ich heute alle, die sich Deutsche nenne,,»u der gemeinsamen Rot die Reihen z« schließe« und ei jeder an seiner Arbeitsstelle für den Wiederanfb»»nfere» Vaterlandes das äußerste zu tnn. formale politisthe Gle.cl.berechtigung hinaus der Weg zur sozialen Gleich �rechtigung zu finden sei. so besteht in ihnen — und das eibt das Tröstliche an allem— nur e i n Willen o. Angriffen der Reaktion auf die Republik mit der äußersten Entschlossenheit zu begegnen. Auch die ärgerlichen Parteien sollen sich sagen, daß die innere 1»he in der Arbeitcrwelt nicht hergestellt werden kann, solange die noch zuckenden Reste des enthaupteten Kaiserreich Militarismus und Klassenjustiz, nicht erledigt und begraben id. Den Fanatikorn der Vergangenheit sei zu- gerufen: Ihr habt vor sechs Jahren mit dem Krieg ge» spielt, n er ist euch schlecht bekommen, wenn ihr jetzt mit *"17"ür Rrieg spielt, so wird es euch noch viel schlechter bekommen I Nu-- als demokratische Republik, die im sozialen Fort- schritt-n andern vorangeht, werden wir imstande sein, eine neue g achtete Stellung unter den Völkern zu gewinnen und allmählich die Fesseln lösen, in die unS ein barbarischer Etrai rieben geschlagen hat. Nur so werden wir die immer noch feindliche und mißtrauische Welt zu der Erkenntnis führe«.. daß nur die internationale soziale Völker» solidarität die Wunden zu heilen vermag, die der Weltkrieg geschlagen hat. DaS kann nicht in einem Tag und dun- eine rasche Tat geschehen, sondern nur durch eine ge- duldige. zähe Arbeit vieler Jahre. Möge das heute be- gimende:n ihrer Reihe daS erste sein! welch ein verheißungsvoller Sauen damit in den Boden der Zukunft gesenkt ist. Uns deutiche Sozialdcmokraien trägt bei allem, was wir tun. die feste Zuversicht, daß dw deutsche V»lk nicht denio- kritisch sein kann, ohne sozial st isch zu werden, wir beklagen es als eine der schliinnsten Kraniheitserscheinungen rer Zeit, daß ein Teil unserer niheren Parteigenossen den st'landen an die siegreiche Werlekraft des sozialistischen Gc- d nkens verloren hat und vu, der Gewalt einer Minder- heit erwartet, was nur die klgx Erkenntnis und der ent- icklojscne Wille des Volkes brinM kann. Ist eS nicht Heller Aberwitz, ein Besreiungswerk Menschheit damit beginnen S wollen, daß man zunächst jnmal den freien Willen der enschen vergewaltigt? Gegen jh« auf allen Gassen Bcr- nunsr zu predigen, wird auch m neuen Jahr unsere Auf- «ade sem Wal Wenn aber-' auch in den arbeitenden Massen tragische.> teil für einen alte? Sozialdemuraten schwer verständliche j �eidi 'sversd''enheiten dar'äzx bestehen W» üb»? die' h � 1 1 Dier Oehme eine längere Zuschnft. in der er die Mit- igen Mosers als teils entstellt, teils erfunden be- jet. Außerdem beruhten sie auf einen Vertrauens- -- Heber Vertrauen Spruch sollte sich Oehme zuletzt eat» rüsten. Genosse Messer erfklö.'-t, baß er seine Angaben auf» recht erhalte. Er hat auch keinen Vertra.�,cLoruch' gen. Wenn Oehme behauptet, daß iR- t, sich gegenüber Herrn Lasnitzki verpflichtet habe, von dessen Mitteilung«- keinen Gebrauch zu machen, so ist Moser diese Verpflichtung nur eingegangen für den Fall, daß Oehme sich ru>hig verhalten würde. Oehme erhebt weiter gegen unS den Vorwurf, wir hätten die Angelegenheit durch die Wiedergabc der Moser. schen Ausführungen aus das rein persönliche Gedic» gesch». den. Auch hierin ist Oehme im Irrtum, denn in der Haupt- fache bandelte es sich bei diesen Ausführungen um die Roll�. die Oehme selbst wahrend der Dezembertag» gespielt hat. Die Mitteilung Mosers, daß gerade Oehme das Verhalten Eberts und Scheidemanns ständig als zu schlapp und zu wenig energisch kritisiert und Anwendung schärferer Mittel gefordert hat, wird auch von anderen Parteigenossen bestätigt. Koltschak in Not. Daily Telegraph meldet aus Pari«: Urber dir Lage in Sibirien lause» weiter sehr>» n« k-« h l- g r» d r R» ch r i ch t e» riu. ES ist nicht nur von de« R 0 � u j eine» Teile»»eS Heere»»au Admiral Koltschnl, sondern vtn Ausstände» gegen die Regierung die Rede, l�nerhals de« Regierung selbst sind große Schwieritikeiten entstanden«in» Emigang über da» Programm ist noch immer nicht erzielt. Es mW» berichtet, daß a« 25. Dezember da» Stadtviertel an der eine» Bahnstation von I r k u t« t, der Sitz der Re-iierung, ohne Mide� stand in die Hände der fozialrevolutionare« Partei übergegangen sei, während deren erste Forderung der i»- sortige Friedensschluß mit Sowjet-Rußlaad sei. Zur die ewige Internationale. (Slgener Drahtbericht de».V o r w ä r t»�.) Da» Zentralkomitee der Schweizer Sozialvemolra- tischen Partei ergreift die Initiative zur Wieder�ufrichtnng der Internationale. Sir drabsichtig» eine« Sozialisten longreß aller Parteirichtnnge« rinzubernsen. GcschästSleitung und Parteiansschuß«erde« i» Januar darüber rmea bestimmte« Be. schloß saffe»._ Mamille tzupsmans über öen frieden. Camille HuySman», der Generalsekretär d«» Jnternatio- nalen sozialistischen Bureau», beMnt im.Peuple" eine Artikel seri« über die internationale Lage. Er sagt: Robert Cecil habe jüngst die europäische Lage im englischen llnterhause al» bedrohlich bezeichnet. Er glaube nicht, daß der englische Staatsmann sich zu optimistisch ausgedrückt habe. iMmi� der Ruin Europas vollständig sei. bedurfte eS nur einer Sache, daß die westlichen Demokraten Tlemenceau erklären würden, ihren Re» gierungen und den Kreisen, die sie vertreten, zu erlauben, ihre Politik eine» blinden, engherzigen Egoismus sortzu» setzen, dann werde e» ein Wunder sein. Europa vor dem Zu- sammenbruch und der Katastrophe zu bewahren. Sir William GoodS, der englische Direktor der Hilfskommission für Mittel» europa, schreibt die augenblickliche Lage in Mitteleuropa zum große Teile der Verspätung des Friedensschlusses zu. Nllc, die daran arbeiten, die Ratifikation des Friedensvertrages zu vei zögern, sollen Mitteleuropa besuchen, um mit ihren eigenen Auge,-. daS wirtschaftliche ChaoS und die Leihen zu beobachten, die man dir-kt mit politischen Adern beschreiben könne. Er glaube, daß in zwei»der drei Monatrn, wenn man nichts tue. um die Lage zu be seittgen. die Tesorganisatio» und die Revolution sich auf gan-. Suropa ansdehnrn könnte und schließlich daS ChaoS auch in l andere« Länder tragen wird. Die französischen Chauvin! st en seien nichtbefriedig. vom Friedensverträge. Die Flotte und das Heer der Miitelniml seien praktisch verschwunden, aber trotzdem sei der Militarismus b Europa stärker denn je. Er sei der Ansicht, daß die Staatsmänner und Diplomaten, die das Statut des Völkerbunde» unterschrieben hätten, nicht an sein« Verwirklichung glaubten, vor allen Dingen nicht daran, die zukünftigen Beziehungen zwischen allen Rationer. nach diesem Instrument zu regeln. Die einflußreichsten und viel- leicht die loyalsten unter den alliierten Militaristen und Politikern verhöhnen oft den Völkerbund. Der Kriegszustand sei absichtlich b Osteurropa verlangsamt worden. Die wirtschaftliche Wieder» crhcbuiig Europas sei durch die Aufrechterhaltung der Vlockad, verhindert worden." In einem zweiten Artikel schreibt Camille HuySmanS: Friedensvertrag von Versailles sei unter der Voraussetzu.- ,i•> macht worden, daß ein w'rtschaftlicher Ruin Deutschland dst Rettung für Frankreich« Belgien und England bedeute� jetzt sehe f r vPff, 5aß Set Nulu D«« ch t s zu verkaufen habe. In diesem Augenblick-'!«! der lgische Außenhandel auf Franlreich, Italien und a-els seine ehe- ligen Feinde beschränkt. Allgemein erkenn«'-»an jetzt an, die ' ühr deutscher Waren sei da» einzige M'!nel, den Wechselkurs nehr oder weniger wieder zu verbessern, die- Lebensteuerung herab- zudrücken und das wirtschaftliche Leben'wieder aufzurichten; aber im von Deutschland einzuführen, müssie man Deutschland erlauben, luSzufübxren�.'v h. zu produzieren,. Um das wkrtfchastliche Leben ill" Belgien wieder aufz.richt�«., sei man gezwungen, die Industrie nnd die Produktionökraft der ehemaligen Feinde aufleben zu lassen, an- statt alle? zu tun, um sie zu entmütigen und um diese Kraft zu zerstören. Und die? höre man heute sogar von den besten belgischen Patrioten." r- Hinrichtung ungarischer Kommunisten. Der Protest gegen die vudapester Todesurteile ist ungestört verhallen. Wie das Ung. Telegr.-Korr.- Bureau meldet, wurden Sonnabend vormiitag im Hofe de» Militärgefangenenbaufe» in üudaprst die wegen Aufreizung bezw. Begehung zahlreicher Mord- aien zum Tode verurteilten Otto Korvin, Eugen LaSzlo, Josef D i n y e S. Arpad KerekeS-Kohn. Karl Sturz, Lud- «ig K o v a c s, Emmerich D o e g e n. Karl H o r V a t h und Grana . omb öS durch den Strang hingerichtet. Kanonen abgelehnt. De» sozialistische Gemeinderat der sranzöfiiche« Stadt Perigneux, «MC— aa erbeutete Kanonen zugewiesen hatte, die bereits auf n-- �'hnhof eingetroffen waren, hat einstimmig die Annahme dieses Seschenis--»««igert._ die Jranzofea in Serliu. HadaS meldet: Die ftanzöstfche Kammer verhandelt« über eine Vorloge betreffend Gewährung eine» Kredites von einer Million cm de s Ministerium de» Seußern zum Zwecke de» Ankaufe» -i o JebäudeS in Berlin zur Unterbringung des VoNzugS» ViensteS de» B erfa iller Vertrage». Der Bericht- erstatter begründete die Vorlage und führte au», dag e« schwierig wäre, ein passende» Gebäude zu mieten, während da» in Frag« tehende Gebäude zu günstigen Bedingungen gekauft werden könne. Die Kammer stimmte der Vorlage ohne Debatte einstimmig zu. Lächerliche Ammenmärchen.] Die Pariser Presse hat eine Nachricht auS Kopenbgen verbreitet, derzufolge man in unterrichteten Kreisen in Berlin«nen Staatsstreich für Februar erwarte. Diesem StaatSsreich werde ein spartak ist»scher Putsch in Süddeutschlaud vor- ausgehen; die Eiserne Division, die jetzt 70 000 Mann umasse, werde für die Wiedereinsetzung der Hohenzollern eintreten. Der Kaiser werde fortgesetzt auf dem Laufenden gehalten; er sei jüngst von dem Grafen Mirbach, dem Grasen Dohna-Schlobitten sowie einigen Generalen besucht worden. Gleichzeitig verbreitet ,Le Journal" aus Genf die Kunde, die Züricher Polizei habe ganze Ballen revolutionärer Zeitschriften beschlagnahmt, die au» Deuischlmid kamen. Nach aufgefundenen Briefen soll L e n i n im Einverständnis rait der deutschen Regierung eine neue Revolution in Europa zu entfachen suchen.(I!) Die Bewegung solle in der Schwitz beginnen und von dort auf Frankreich und Italien auSgedehor werden. Man braucht nicht erst darauf hinzuweisen, wie �.üve dir Quellen dieser Nachrichten find und weiche Wldei'iprüche sie enl- halten. Da« geniert die Verbreiter dieser Metidungen nicht, dit bekanntlich nur den Hauptzweck verfolgen, Beunruhigung hervorzurufen. Man kann oft genug in d-". französischen Presse die ReoenSart lesen, d a S Lächerliche tötet", aber dieselbe Presse scheint dieses Wort niema'� auf sich selbst anzuwenden. jftuf üen ßvßstapfen üer Freiheit*. Die stcanzöfivchtn Genossen sind bekanntlich zumeist sehr stark nach links-.v.entiert. Wir MehrheitSsozialisten sind ihnen daher nicht"ubcrnäßig sympathisch. Sie wissen zwar von den deutschen "fceifjältnifser. sozusagen nichts oder sie wollen eben nur das wissen, wa» ihnen dit.„Freiheit" vorschwindelt; um so selbstbewußter und entrüsteter schreiben sie über Deutschland und schimpfen sie über die Führer unse.-er Partei.,« Nun hatten sie jüngst die selten« Gelegenheit, die Ansichten eines neutralen Hurteigenosscn zu hören, der kurze Zeit zuvor irr Deutschland gewesej, war: der in der ganzen politischen und geWerk- schaftlichen Internationale hochangesehene holländische Genosse Vliegen befand sich iX den letzten Wochen in Paris und nahm, zu- gleich mit dem Eekrerär der Zweiten Internationale, dem belgischen Genossen HuySmons, an«iner Sitzung de? französischen Parteivor- standeS, der Commiszion Executive per.uanente sowie einer Sitzung der sozialistischen Kammerft�ktior teil. Man könnte»tauben, die französischen Sozialisten hätren mit Freud« dies« kostbare Gelegen- heit wahrgenommen, sich über deutsche?!erhältniffe durch einen un- parteiischen Führer der Internationale informieren und seinen Ansichten weitest« Verbreitung zu verleih Kein Wort erschien darüber in den blättern der französischen MehrheitSrichtung,„Humanftö" und.i»„pulaire"..Au» DiS- kveiion wollten wir darüber nicht berichte erklärte der. Populär re". Nun hat Vliegen«in Interview dem iRatte der französischen lantibolschewistischen) Minderheit.„France. ibre". gewährt. Der Wortlaut seiner Ausführungen ist un» n«zt bekannt, aber au» einem Entrüstungsartikel Rappoport» im„Joi rnal du Peuple" er. fahren wir den ungefähren Inhalt der Bli«gen ch«n Ausführungen: Vliegen setzte die deutschen Verhältnisse auseinander und verteidigt« NoSke. Der einzige Vorwurf, den er gegen u,z MehrheitSsozia- sisten erhob, ist der. daß sie zu spät loSgeschlagcr hätten. Jetzt verstehen wir in der Tat di-„DiSkreiiow" des„Popu- laire" vollkommen: Man kann nämlich nicht mont. x�ing der„Frei- heit" nachplappern, daß NoSke ein Mörder und K nterrevolutionär fei und daß die MehrheitSsozialisten den Bürgerst au» reinem Machtdünkel entfesselt hätten, um dann, durch d-n Mund«ine» neutralen Sozialistenführer», feinen Lesern mittein, � müssen, toi« die Verhältnisse in Wirklichkeit liegen. In solch',, Fällen wird die„Diskretion" zur revolutionären Pflicht... i Der„Populaire" schließt sich dem erzürnten Rchpoport an, ist aber so gnädig. Vliegen» guten Glauben nicht in Zioefel zu ziehen und fügt schließlich hinzu, die These von Vliegen wich« sicherlich nicht viele Zustimmungserklärungen in Frankreich Hden. Da» allerdings ist koin Wunder: wenn itian„au» Diskretion' alle» der- schweigt, wa» einem nicht angenehm ist und sogar die sei enen Mög- kWeffen, fefn« Leser vurH«ftwu Sefiiirnlei» � � zeugen über die wichtigste Frage der mternationalen Poiitiküoer die Lage in Deutschland, zu informiere», dann ist e� � unwahrscheinlich, daß die gegenteiligen Anficht«» sick� schaffen. Wir möchten bei dieser Gelegenheit folgende«rZ»l-r. für deren Richtigkeit der Hauvtbeteiligte,«in par �jaenön'.scb-. auS Reinickendorf, sich verbärgt: Bei einem lxrankeokesuü b�- einem braven, anständigen Arbeiter sah der A � die Freiheit" auf dem Tisch liegen und sagte beim Abschied'seinem fficren»'» (es war während des Klüber-Prozesses, dessen Berichte>aZ edle ll.S.P.-Blatt regelmäßig unterdrückte):„Tue den einen Gefallen und schreibe der„Freiheit" warum sie de: in nicht» über den Prozeß in Halle gegen die Mörder des Oberstleutnants Klüber bringt?"—„Klüber? Klüber? Wer ist da»?- Unser Genr"- setzt dem U.S.P.-Mann die Geschichte ouSeinani,� Dieser hör: ehrlich entrüstet zu und fraßt schließlich ungläubig,»nd hatübtr bring! die„Freiheit" wirklich mchiS?"—.Na. so�st'hZttest du es doch selbst gelesen!" Der Arbeiter denkt eine nach und schließlich leuchtet ihm die Erklärung«in:„Wenn �.Freiheit" nicht» darüber bringt, so ist«» sicherlich, weil No>� ,jr üet boten hat!" � Di« Berichterstattung der„Freihcht", die sich of-n,bar der di». krete.Populaire" al» Muster genommen hat. hat � Kaisen ein« Vorstellung von unserer Partei und speziell �n Noske er- weckt, die man in frübmn Zeiten in einem pcln.rx. Polle nicht für möglich gehalten hätte. 4 0 Die französische Parteipress« hat e» tn dezug aus,� Wirkung de» Namen» NoSke auf ihre Leser ungefähr so weit �baecht, mic die„Freiheit". Kommt aber ein Mann, ein Neutral«�, drn'man schon mit Rücksicht auf seine führende Stellung zu der Intcrnatio- nale nicht gleich alS Verräter beschimpfen kann, und ve rsuch: er die Wahrheit wieder auf di« Bein« zu stellen, dann enisin�j � »eS internationalen Sprichworts:„Schweigen ist Gold-„nd ieigt sich von einer peinlichen, mustergültigen Diskretion. Hätte Vliegen nicht diese» Interview der rechtssozialistischen Konkurrenz, gewährt. niemals hätte man in Frankreich«in Wort von feinen Ansickten über Deutschland vernommen, obwohl er sie vor etwa hun��t Parteiführern und Deputierten in Paris entwickelt hat. Und dann fügt man noch höhnisch und selbstbewußt, mir d« „Populaire". hinzu, daß Vliegen mit feinen Ansichten nich� vielem Anklang tu Frankreich begegnen dürfte... dr. Kramarsck. Der bekannte Führer des tschechischen nationali Bürgertums, welches heute in der Partei der Na sional- demokraten gesammelt ist, Dr. K r a m a r s ch. ist kürzlii t, Rußland zurückgekehrt. Er verhandelte dort unter an-.rem mit D e n i! i n und wollte die tschechoslowakischen Legionäre neuerdings für ein imperialistisches Abenteuer engagieren. Der Plan ist aber an der Kriegsmüdigkeit der tschechischen Soltateska gescheitert. Da»un Herr Kramarsch wiederum auf böhmischer Erde glücklich gelandet ist und wohl neuerdings in die Pol.tik eingreifen wird, ist es wohl nicht unangebracht, daran zu erinnern, daß er zu jener Eligue von.Herrenmenschen" gehört, die an der Verewigung des nationale» HasseS iu Böhme« die größte Schuld haben. Es ist kein Zufall, daß sein Ministe rkollegc Dr. Rasch in den guten Willen de? deutschböhmischen Arbeiter, nstt dem tschechischen Regime zur Auselnanverictzung zu komme«, seinerzeit gegenüber dem Ge- nosen Seliger mit solge»den Worten quittierte:„Mit Rebellen verhandeln wir nicht."— Dr. Raschin war damals Firan, minister und dem Kabinett stand Dr. Kramarsc» vor. WoS in dieser Epoche im übrigen am deutschen Volke m der ganzen Tschechoslowakei verübt wurde, sagt deutlicher als jede andere Stimme das Zentralorgan der tschechoslowakischen Sozialdemokratie„Pravo Lidu"(„VolfSrecht"). Das Blatt führte damals Beschwerde darüber, daß die deutschen Arbeiter auch unter der neuen Regierang schweren Willkürakten der tschechischen Bureaukratie ausgesetzt sind, jener Beemtenkaste, die durch die Letternschaft der Dr. Kramarsch und Konsorten groß und mächtig geworden ist.„Pravo Lidu" schrieb: Wollen, bis unser wollen siegt! Zum neuen Fahr. Schaut nicht nur auf die vergangene» Jahre zurück, die uns mit Leid und Verzweiflung zerqnält. Bor uns liegt Arbeit, Hoffnung, vielleicht auch ei« Glück, das unsere MuSkel« zum Streite« stählt. Ein Iaht sinkt sang- uud"angloS ins Grab. Wir fühlen«us arm«nd fragen: WaS hat eS gebracht? Vielleicht, daß es un» nebe« deu Sorgen einen Atemzug Liebe gab, vielleicht, daß es nebe« de« Weiuen einmal gelacht... Laßt nnr.. Wir dürfen für nichts auf Erden audankbar sein: Grad aus dem Leideu blüht die befreiende �at. Wenn nnr die Liebe in»usrrem heiligste« HerzenSschrei« keine Not und kein schreiender Schmerz übtrwuudeu hat. Dnrch Trümmer haben wir mühsam un» eine» Weg gebahnt ?nd spähen, ob nicht doch vor uns ein Glückslaud liegt. Wir haben Großes gewollt, das Höchste geplant, werde» weiter wollen, bis unser Wollen siegt. Je�er Tag. der kommt, soll ei« Tag uusrer Sehusucht sein, ein reicher Tag, der nuS Fülle der Freiheit gibt. Jede Stunde, die kommt, soll eine Stunde der Güte sein, eine reiche Stunde, ia der der Mensch seinen Bruder liebt. Wir wissen, nichts ist getan, wen« man klagt. <"'.ücklich das Volk, das nie de» Glauben an seine Zukunft verliert. Der Arbeit für Freiheit und Glück bleibt der Loh» nicht versagt. Wie fühle« die Kraft in ans, die»uS zu höchste» Ziele« führt. Junges Jahr, wir schaue« entschlossen i» dein verhülltes Gesicht. Wir wollen Gemeiuschast mit alle» Mensche» und Bölken» der Welt. Wir wollen, daß in dir alle« Feindliche endlich zerbricht und ein Verbünden allumfassend sich«ntcr deine funkelnde« Sterne stellt. Hau« Sathmann. Uur ein kleiner Untersihieö. bin Erlebnis von Herbert Eulenburg. itch komme zum Bahnbof irgendeiner mittelgroßen Stadt. An � cre frage ich:„Ist Verspätung für de» V-Zug angemeldet?" Di« übliche Erkundigung, die man heute am Bahnhof einzuziehen pflegt..Hundertundvierzig Minuten!" bemerkt der Mann mit der KnipSschere, gleichgültig wie Schwager Chronos. Der Koj er ent» sinkt meiner Hand. Die Reisedecke, mit der man sich heute wieder wie zur Zeit der Einführung der Eisenbahnen versehen muß, gleitet ihm nach. Hundertundvierzig Minuten I Wa» tut man mr in dieser Zeit? Eh' ich zu disponieren beginne, verweilt mei Blick unschlüssig auf den nächsten Erscheinungen. Ich lese die Rfllame- schilder und Aufschristen neben und über mir. Und plötzlich safte» meine Augen an Folgendem: Unter schon etwa» dürr und.-raun gewordenen Tannengirlanden, die wie ein Ehristbaum nach Neu- jähr ihre Nadeln abstreuen, hängt zwischen bunten und schon' stark vergilbten Fähnchen ein Riesenschild.-Darauf steht zu oberst und fett gedruckt:„Willkommen in der Heimati" Und darunter olgt klein und zierlich: KriegSgesangenenheimkehrstell«, Rathaus, Zimmer lt. Da kommt mir aus einmal zum Bewußtsein, wie diese Zn« schrift gefaßt sein würde, wenn der Krieg ander» ausgefallen wire, wenn wir al» die sogenannten Sieger mit Träterätätä und Schnede- rängtäng heimgekehrt wären. Ich male e» mir au», wie dann da» Schild oben gelautet hätte. Ganz umgekehrt wie jetzt hätte zu- nächst der schneidige Befehl dick gedruckt geprangt:„Heimkehnnde Kriegsgefangene haben sich sofort und unverzüglich zu melden. Und zwar auf der Fcldwebelstube des Bezirksamtes." Darunter väre vielleicht noch ganz klein zu lesen gewesen:„Willkommen dah iml" Vielleicht? Fall» man e» nicht lieber vollkommen weggc äffen hätte. E» ist nur ein ganz kleiner Unterschied zwischen einer dlchen und der heutigen Fassung. Doch mir vergingen vierzig M nuten von den hundertvierzig in den angenehmsten Gedanken über diese Veränderung in Preußen. Und ich nahm gern die Verspätung über solch einem Wandel in der Form und der Gesinnung bei url hin. Auch in Borussien hat sich ereignet, waS Goethe al» eine rirserer Aufgaben in der„Metamorphose der Pflanzen' also gepräsi „Bildsam andre der Mensch selbst die bestimmte Gestalt!" )' Nicht müde werden! Sturmwind geht und etsigkalt di, Luft. Ich aber gehe langsamen Schritte» Straßen der Borstadt, zie ich so oft gegangen. An mir eilen einzelne Menscben vorübn. mit hochgeschlagenem Kragen, die Hände tief in den Taschen Und kaum, daß sie ein Wort sprechen. Nur die Lungen atmen tief die rein« Dczemberluft. Späwbend. Dunkel die Gassen; nur hier und da an de« Ecken ein Licht. Finster die langen Fronxn der der Fabriken jenseits am Wasser. Essen ragen tot im sterr klaren Abendhimmel. Und ich dachte an die Jahr« zuvor, da Tag und Nacht d innen rüstiges Schaffen, und Menschenmassen durch die großen, e"ernen Gittertore sich drängten. Taufende und abermal» Tausende.i Pro- letarrer, bleich«, engbrüstige, Männer und Frauen. Un. welch dröhnender Rhythmus, wenn d e Arbeiterheerr straßauf, straßab sich wälzten. Ich war oft mit ifnen geschritten. Und in dem Rhyth- muz der Tausenden Schritte spielte das Licht der hcllaufleuchtenden Maschinensäle, klang ehern gcwaftia Maschinengetön um. verschmolz zu großem, gewaltigem Sang d«r Arbeit. Jetzt Stille und Nacht; kaum daß tagüber etliche Tausende noch schaffen. Stille und Nach— so poesievoll fast. Aber eS ist nicht» für den Dichter, den vT klärenden— Not, Elmd, Hunger, Bitternis. Haß. Leid der große, Arbeitslosigkeit singe« im Sturm-' wind mit, töne» lauter noch in mir denn Naturgewalt. Ver- lorener Krieg, beraubender Fried«! Gebrochen so viel Wille ünd Kraft, verhaltener Zo n, wilde Empörung, müdes Er- gehenlassen so tausendfältig;» allen— und ewü Bewußtsein der Ohnmacht im tiefstn Untergrund der Seelen, wenn- gleich so viele Münder auch.chreien: Krieg der Regierung, die ihnen nicht Arbeit kann schaffe«— nicht Arbeit, nicht Kohle, nicht Fett und Brot, nicht Erfüllung leuchtender Ziel« und Ideale. Und hundertmal klingt«S in Nackt �inp Sturm: Wir sind so unsäglich arm!— und Sklaven der Elten te zugleich!! Arbeit von Jahr» zehnten im vorguS verpfände, obgleich un« schier alles dazu er- 'mangelt: Nahrung, Kleidung, Rohstoff, Transportmittel. Und ich muß an Oesterreich denken, dis sterbende Wien, an Renner, den Sozialisten, Vorkämpftr so kzher Religion der Menschenwürdig- keit, Freiheit. Gerechtigkeit, dr jetzt m Paris vor den Dktajoren Europas, vor dem Thron bfttelü sterner, kaltbcrechnender Pront- gier die furchtbarst« Lnklag der Menschlickkeit gegen brutalen SiegrngoiSmu» erhebt; ein Yang nach Canossa— von Verzweis- lung eine? ganzen Volkes ge:-eben. Ob daS auch uns blüht?! So furcktbar. entsetzlich di« gras— daß man davor sich verbergen möchte. Da leuchten weithin ein paar Fenster. Musik töni in Nacht und Sturm; e» ist so eisig i«r draußen. Ich trete ein in da» Caie, etwas Warme» zu trink«. So wohlig warm ist«s da innen. Der Geiger spielt muntere Leisen, Klavier und Cello begleiten. Und an den Tuchen leichtlebge» Volk, junge Menschenkinder, die da schwatzen uno lachen und sherzen, mitsummen, was der auf dem Podium dort fiedelt, und rythmisch die Oberkörper mitwiegeu. die Füße bewegen den Takt. Und mit Gläsern und Tasse« und Tellern die Ober geschäftig iazwischen von Ti'ck zu Tisch eilen. Ich habe zu Bekonnten in«„«r der Ecken mich zugesellt. Eiit munteres Fragen bestürmt ,ich Verschlossenen. Ich weiß nicht warum— ich bin so wortkxg ob der sprudelnden Reden, der Ueberganq ni eine ander« Wel�nag schuld daran kein. Ein Komiker tritt auf— und sie alle jubfc, und klatschen und trampeln vor überschäumender Lust ob de, faden, zweidewigen Witze. Ein« Sängerin»och schweift toenitr diskret, nachi rucksvoller in da» Erotische. Und ick frage am Tsch: Ob immer da» so? Die stutzen. .Da» ist noch gar m»tS!" sprfy«j�r„ES war besser schont" Ich bin dann sinnend n«h Hause geschri ten. Mir war der Köpft so voll. So viel wirr« lragen kreuzten sich. Da» Schicksal Wien»—!,esite Tragik. Frrge» quälender Zu- kunft... Mir schaudert. toe*i ich bedenk«, laß die Härte» des Leb«» den Rausch ftnnenlustger, zukmtftSglö rbiger Jugend wer Nr.1« Z7. Jahrgang 7. Heilage des Vorwärts donnerstag, 1. Januar 192H Seamtenfragen. In dem früheren Dreiklassen Parlament war es immer die kleine sozialdemokratische Fraktion, die mit Eni- schiedenheit die Jutercsseir der Beamten vertrat. War doch der Beamte im alten Klassenstaat der unfreieste Mensch der staatlichen Gemeinschaft. Und das nicht nur während des Dienstes, sondern auch außerhalb des Beruses. Bedin- gungslose Unterwerfung unter die Autorität des Staates, das heißt der vorgesetzten Behörde, aoar im Obrig- keitsstaat das erste und letzte Gebot für den Beamten. Die meisten Beamten konnten ihre staatsbürgerlichen Rechte nicht nach ihrer Ueberzeugung, sondern nur nach Vorschrift der Re- gicrung ausüben. Nun ist eine neue Zeit gekommen. Sie hat unter der Führung der Sozialdemokratie auch den allgemeinen staatsbürgerlichen Forderungen der Beamten zum Siege der- Holsen. Di« sozialdemokratische Fraktion der Preußischen Landesversammlung geht daher praktisch an die Arbeit, um mit plten überlieferten Bestimmungen aufzu- räumen. Sie hat unter anderem auch den Antrag gestellt, daß den Beamten das Auswärtswohnen gestattet l oerden soll. Der Antrag verlangt: die Staatsregierurvg zu ersuchen, unter Aufhebung der Bestimm nrung der Kabinettsorder vom Jahre 1793, allen Beamten und Angestellten das Auswärtswohnen von ihrem Beschäftigungsort auf Ansuchen ohne den Nachweis der Notwendigkeit zu gestatten. Stehen in Ausnahmefällen dienstliche Interessen dem cnt- gegen, so ist vor Versagen der Erlaubnis der Beamten» bzw. Angestelltenausschuß zu hören. - Des weiteren ersucht ein sozialdemokratischer Antrag um Beseitigung der geheimen Personal- a k t e n. Er ersucht die Staalsregierung, dem Parlament 1. unverzüglich einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch welchen alle� geheimen Perfonalakten der im Staats- oder Gcmeindedienst stehenden Beamten, Angestellten und Arbeiter abgeschafft werben. 2. Bei Eintragung in die Personalakten ist dem davon Be- troffenen Mitteilung zu machen; die von ihm zur Sache ab- gegebene Erklärung ist der erfolgten Eintragung anzufügen. 3. Auf Ansuchen des Betroffenen ist vor der Einleitung von Verfahren soder Art der Beamten-, Angestellten- bzw. Arbeiter- ausschuß zu hören. 4. Die Personalakten sind den Beamten, Angestellten und Arbeltern jederzeit persönlich zur Einsicht vorzulegen. Durch Annahme dieser Anträge ist die Führung aller geheimen Personalakten'der rm Staats- oder Gemeindedienst beschäftigten Personen aufgehoben. Die Beamten haben das Recht. Einsicht in die Personalakten zu verlangen. In das herrschende I n ri fr e n m o n o P o l hat die Annahme eines sozialdemokratischen Antrags Bresche ge- schlagen. Zunächst in der Eisenbahn-Bauverwaltung. Der Antrag ersucht die Staatsregierung: mit tunlichster Bestbleuniguug dafür Sorge zu tragen, daß die höheren technischen Beamten der Bauverwaltung und der Staatseisenbahirverwaltung in ihren Anstellungs- und Be- forderungsverhältuissen grundsätzlich den juristisch vorge- bildeten höheren Beamten dieser beiden Verwaltuugszweigc gleichgestellt werden. Damit wurde die Gleichstellung der höheren Techniker mit den Juristen auch in den anderen Verwaltungen erreicht. Um auch den mittleren Technikern den Aufstieg zu ermöglichen, hat unsere Fraktion einen Antrag gestellt, die Absolventen der staatlich-techui schon Mittelschulen gleichzustellen mit den Abiturienten der Gymnasien in Beziehung ihrer Weiterentwicklung an den technischen Hoch- schulen. Den Absolventen der teckmischen Mittelschulen wird nach Wlegung einer Ergänzungsprüfung in den allgemeinen Fächern das Recht eingeräumt, die technische Hochschule zu besuchen. Im Haushaltsmtsschitß traten die Sozialdemokraten dafür ein. daß das Studium der M a r k s ch e i d e k u n d e von vier Semestern auf sechs Semester zu erhöben ist. Zur Besserstellung einer großen Kategorie von Beamten hoben die Sozialdemokraten folgenden Antrag eingebracht, der vom Zentrum und den Demokraten unterstiitzt wurde: die Staatsregierung zu ersuchen, bei der zu erwaricnden Reu- regelung der Beamtenverhältniffe den gehobenen Unterbeamtm den Rang der mittleren Beamten zu verleihen. Tie neue Zeit hat außerdem den Beamten das K o a- l i t i o n s r e ch t gebracht. Wir lvifsen, daß eine große Zahl von Beamten, namentlich die unteren und mittleren, den Ge- danken der Revolution mit Begeisterung aufgegriffen haben. Sie haben sich dafür eingesetzt, bei der Beamtenschaft dahin zu wirken, daß ein neuer Geist in die Verwaltungskörper ein- ziehe. Die Beamten, die in diesem Sinne gewirkt haben, gilt es, vor Maßregelungen zu schützen. Das ist der Leitgedanke eines Gesetzentwurfs, der von der sozialdemo- krati scheu Fraktion bei der Preußischen Landesversannnluug eingebracht ist. Im§ 1 bestimmt daS Gesetz die Niederschlagung aller Disziplinarverfahren und Untersuche«gen wegen solcher Dienstvergehen, die vom 9. November 1918 bis zum 9. Mai 1919 im Zusammenhang mit Kämofen um die staailiche, soziale oder wirtschaftliche Umgestaltimg begangen worden sind. Ter 8 2 fordert Erlaß aller bis zum Inkrafttreten dieses Gesetzes verhängten Disziplinarstrafen. Die folgenden Paragraphen beschäftigen sich mit der Niederschlagung des Verfahrens; im 6. Paragraph wird Löschung aller amtlichem Vermerke einschließlich derjenigen in den Persanalaklen gefordert. Es dürste bekannt sein, daß bereits eine Verordnung, die eine Amnestie für Disziplinarvergehen der preußischen Beamten ausspricht, vorhanden ist, aber nur für solche Ver- gehen, die bis zum 8. November 1918 begangen wurden. Gerade für die Zeit nach der Revolution aber ist eine Amnestie notwendig. Tie sozialdemokro-bische Fraktion war es ferner, die ent- schieden dafür eintrat,„eine gesetzliche Neuregelung der Ver» Hältnisse der Beamten und die i ch e r st e l I u n g ihrer erworbenen R e cklü e. herbeizutühren". Das kommt in den nachfolgenden Anträgen des Staatshaushaltsausschnsses zum Ausdruck: 1. in die demnächst vorzulegende Vsrfassmigsurkmide Be- stinrurungen auszunehmen, durch welche die von den Beamten nach den'bestehenden Gesetzen erworbenen Rechte auf Ge- halt, Ruhegehalt und Hinterbliebenenversorgung gewähr- leistet werden, 2. mit möglichster Beschleunigung der verfassunggebenden Lnndc sversamml ung dcu Ennonrf eines Beamte ngesetzes zu unterbreiten, inhalts dessen a) den Staatsbeamten ausreichender Schutz gegen Ent- Ziehung vom Amt und Eint omni eu gewährt wird. Die Einziehung ist nur im Disziplinarwege statthaft; Ift die Anstellung der Staatsbeamten auf Lebenszeit nach möglichst kurz zu bcmessendcr Probezci�oiote der An- spruch auf Ruhegehalt und Hintcrblic'beikMsersorgung zn- gesichert wird; c) zur Wabrung der Bcnmtrninteressen bei jeder Behörde (Amtsstelle, Dienststelle), die wenigstens 19 Beamte umfaßt, die Bildung eines B c a m t e n a n S s ch u s s e s und für jede Provinzialbehörde die Bildung einer B c a m t e n- k a m m e r unter Abgrenzung der Befugnisse dieser Lugano vorgeschrieben wird, wo bei einer Behöroe weniger als zehn Beamte vorhanden sind, ist durch Zusammenlegung der Be. amteu benachbarter Behörden ein Beamtenausschuß zu bilden und wo auch dieS nicht möglich ist, ein Vertrauens- mann zu wählen; 6) den Beamten das Recht auf Urlaub eingeräumt und die Beurlaubung der Beamten mit der Maßgabe ge- regelt wird, daß für die Dauer des Urlaubs vornehmlich die Zahl der Lebensjahre maßgebend ist und die Stellver- iretungskoften auf die Staaidkasse übernomuien werden. Gegenseitige Vertretung ist hierbei aus das Mindeßmaß zu beschränken; e) dem Beamten der Eintritt in eine öffentliche Körperschaft gestattet wird, ohne daß er eines Ur- laubs bedarf und Stellvertretungskosten zu tragen hat; k) den Beamten das freie Koalition s- u n d Ver- s a m m l u n g s r e ch r sowie P r e ß s r e i h e i t gesichert wird und freie politische Betätigung gewährleistet ist; K. a) möglichst chald eine zeitgemäße Aenderung des bestehen- den Gesetzes, betreffend Disziplinarvergehen der Beamten, herbeizuführen und in dem diescrhalb aufzu- stellenden Gesetzentwurs insbesondere die EinsMrung einer Berusungsinstanz und eines Wiederauf- nahmeverfahrens vorzusehen sowie in bezug auf die Besetzung der Gerichte vorzuschreiben, daß aus der Dienstklasse des Beschuldigten sttmnchercckstigte Beisitzer zu- gezogen werden müssen; d) die Disziplinar st rasen nacki einer bestimmten Zeit vorwurfsfteier Führung als gelöscht auS den Akten zu ent fernen.und zu verhindern, daß sie die weitere Beförderung des Beamten beeinträehrigen, i. alslxrld eine Gefetzesvorlage einznbriw'»�.. wonach Be- soldungsgesetz und bas Gefetz, betreffend Gewäbrung von Ruhegehalt dahin ergänzt werden, daß die Dienstzsit, welche der Beamte während des Krieges in seinem Amte verbracht hat, bei Festsetzung des BesoldungSdienstalters und des Ruhegehalts anderthalbfach angerechner wird, ö. den infolge des Krieges besonders angestrengten Beamten, Angestellten und Arbeitern des Staates in diesem Jahre einen längeren Erholungsurlaub als bisher üblich zu ge- währen. Das vergangene Treiklassenparlament speiste seine Staats- beamten mit einer Treffe oder einem Titel ab. Als nun der Zusammenbruch erfolgte, da zeigte sich mit aller Deutlichkeit die N o t d e r B e a m t e n. Es wurde« zunächst vom Reiche anderthalb Milliarden Mark innerhalb dreier Monate zur Verbilligung der notwendigen Lebensmittel ausgegeben. Die Entschuldungssumme betrug 600 M. für Ledige, 1000 M. für Verheiratete und 200 M. für jedes Kind. Sie ist im letzten Halbjahr ausgezahlt worden. Außerdem wurden alle Kinderzulagen in allen Orten gleichmäßig auf 30 M. für den Monat festgesetzt und vom September ab nachgezahlt. WaS die BefoldungSreform unbelairgt, so ist auf Drängen der sozialdemokratischen Fraktion eiu Antrag, der von Zeittrum und Demokraten unterstützt wird, eingebracht, in dem verlangt wird,„eine Neuregelung des Besoldungs- gesetzes vorzunehmen" und bis zu dieser Neuregelung die iaufcndeit Teuerungszulagen der Staatsbeamten ent- sprechend den verschäften Teuerungsverhältuissen ab 1. Januar 1920 zu erhöhen. Aus diesen kurzen Darlegungen geht hervor, daß es ein Verdienst der Sozialdemokratie im Parlament ist, daß die wesenflichsten Forderungen der Beamten, die in dem von den Konservativen beherrschten Obrigkcitsstaat aus- stchtslos waren, nunmehr erfüllt sind. Die Beamten haben die politischen Freiheiten erhalten, sie siitd gleichberechtigte Staatsbürger gewordrn. An ihnen liegt cS nun, zu erkennen, daß der demokratische Staat auch i h r Staat ist. Gustav Heller. MODEWAREN RUDOLPH HERTZOG BERLIN C ifnEINRICHTUNCEN Herren-Kleidung Jackett-Anzüge, Rock-Anzüge, Abend-Anzöge, Frack-Anzüge, Gestreifte Hosen, Phantasie-Westen, Oberzieber und Ulster, Geh-Pelze, Sport-Peize, Loden-Mäntd, Gummi- Mäntel, Sport-Anzüge, Loden-Joppen und Anzüge. Kommunal- W are- Anzöge, Überzieher, Hosen. BRUDERSTFC Herren-Wäsche Weifie Oberhemden mit Pikee- Faltenoinsätzen. Frackhemden, Farbige Oberhemden mit Klappmanschetten in Zephyr und Perkai,— Rohseidene Oberhemden. Herren- und Knabenkragen, steif und weich. Anfertigung nach Mafj von Oberhemden, Nachthemden, Schlafanzügen. Handschuh«Abteilung Damen- und Herren-Handschuhe in Trikot, G!ac£, Schweden etc., gefütterte Lederhandschuhe. Pelshandschuhe für Damen und Herren. Spitzenkragen.... d.stck m. 4� 485 S�usw. Spitzenjabots..... d.stck. m. 775 875 1025 ntw. Ballfächer....... d.stck.M. 7M£5010.-nsw, Seidene Taschen d.Sick.M. 13.- 1475 IS30 usw. Neuheiten m gestickten Tüll- und Melallspitzen für Kleider- besätre oder in großen HS' en für Üoerkleidcr, Tressen und Knöpfe für Kleidergarnituren. Blendend weiße Zähne duren ehioroäont die wunderbar erfrischende Zahnpaste Juwelen Pe r I e n Margraf& Co. G- m. b. H. üutoaienu.• TaoeAtz lensta. Uf a Tel:' ZcBto.8M4. Ankauf rJuwelerV zum heut, hohen Kurs, Margraf& Co. G. m. b. E. KAnonierjtr. 9. Rheumaciiin Marie„Sibaja" rotrb 8« ßfrWffte u. rtftmiftfitäie Leiden mit Erfoln verwand!. pelikaMpotheke, Telefon: Zentrum 27SS. ProsplUc gratis. Dr. med. Hollaender Spezialarzt Aufklärende BroschUre Nr. X. 2,50 M. gegen Naebnahme.* Berlin, Leipziser Str. 10;;\ täglich II— l.S—'! Uhi. Hamburg, Kolonnaden 26/ Sonntags U�l bin Frankfurt et. Main, ßethmannstr. 56. �iümnmspenHanati�. Generai-Vertreter: Vertriebsgesellschaft für Brennerei-Erzeugnisse m. b. H., Berlin W 9, Potsdamer Str. 23 a. leiepkon- Kurfar8t74Z. >)0>.*>SO!1>0ve0lK><»ÜOlM0vt>vDB«» Opernhaus. Meistersinger nonlliipnlierg. Anlinij 8 Uhr Schausplclhans. Wilhelm Teil. Anfang V;t l�tr. ' uirektlon Max Reicnargt I»,»»»« dem TUeater. 2 Frühling* Erwachen. Jaabobs Traum. i rciiag7'/,: Und Pippa tanzt. HiiBtniernpl«!«. 2",: vis BBclue der Pandora. 7 uhr: Advent. - I'reiug 7: Advent. f.'r. McbanspielhAnn Knrlstraße. 71.! Oreatle(auß. Ab.) ! roitf. 1 y Oreitle(22Abt, 1. A.) Theater i. d. iiOnigerätzerStraße Nachm. 3 Uhrs Erdgeist. (tulu: Maria Orska.) en ts:8chloSW«tteret*ln ! reit.! Schlott Wetterat« In «»nahend! Kameraden. «»»tag nachm.: Brdgeist. V' ends; Sclilott W edierst el n XomOdienhaus > Llaelott v.d, Pfalz .hends Vi* Uhr: Sie, l'reitsg; Sie. :ünnabcnd: Sie» Sunntag: Sic. Berilner Theater Uhr: Sterne, d. wied. leuchten v" Bummel» r Studenten Central'Theoter 3 Uhr: Die Faschtngefce. uhr: Prlnleln Puck. itentaelira Operohaua b'/j uhr: Cimefl. Diu Tribtine« 3 Uhr:„Die Wandlang." ru. Franziska. Edlun-Theater 3 Uhr 7�.:.. rrledr.-dVllbelniat.Tli. ?uhr ftretrtien. Kiulnua Tbuater. > Uhr: Kenrietle Jacoby. ft.u Die uvkMrlekm KI. brhansaielhnua, s uhr: Die lese. Kuaelarke Oper 3V«: Sckwarzwaldaldcl. .. u Uchtertlcbe. r.nataplelhaua ß'/i Uhr: Das ßtlhuDfsfest. Arnold Weck in; j&fcrßriWÄ-üTrter Der SeiiAentspapa. „v. I. w. ff. Tletropol-TbuotuP. • Chsrleyilante tn.Th ?!!!»: Syktll iiilirr- rueaia v/«»»*** hr: Wie e* euch«fällt. üleTtr Ins Freie. \cvtea OyeretteahaaB. Die keusche Susanne. iviu.: Helme Tom Mos. «fhlller-Thent. Charl Uhr TU U.; ThaUm-Theater 3 Uhr; Jaogiar Sar.aenichein, «. u,:Me ilmstlie Lltfte. Th.aai KollendurfpUitr. o1 U.: Drei ahe Schachteln, 77« Uhr: Jfei�rgfertcJkk Theater dea Waatena J1/.: Di« luttlge Witwe. '/nu-BeFtu iilneDi Sonnab, 4: Max and iHaritz. Wnilnar-Theator 3"'«; Qslaha mit Mia Werber uhJ Eine Balliicht. iicsldeiz- TkMtir. Sechm. 4 Uhr, kleine Pteine Der gute Ruf. Täglich 7»/, Uhr: Evclien Hwibrielit, ' rcitad 4: Max und Aforllz. ä«'itiab.4: Himelund Uretcl. enntss 4j Dar guta Ruf. VoIksbflhneaÄwd. 1 Uhr; Der SehwarzK Unstler. 6'/.; Götz von Berliehingen. Frcltad?>/, Uhr: Predigt In Litauen. Lessho-Theater. ip- v'ictc rfan Rose-Theater. 7'/» Uhr: Die Brandstifterin. Jaimar-Splelplan Taglich 7 Vi Ihr Ernst Matray- Katta Sterna Neueste Tänze Eiigahetb Balzer- Lichtonstsin Sängerin Bruno Schenk Eine Schau seltsamer Wunderdinge Hermann Strebel Humorist Kara Jongleure Herbert anii Sehuellsr die ulkigen Virtuosen Francis Gerard der moderne Herkules Georf H. Walt dns elektr. Plmenemen Hamilton Exzentrischer Malakt Trella• Comp. Radfahrakt Kinematograph Blltiuer-Irckciter Lfltzewstr. 76; BlOthaersaal. "/fuhr- lefljilsps-lfliizprt. Dir.: Paul Scbelapllug. Sol.i Ciaadle Arrnn(Klav.) T.Jan. 2 Vorst, i'l, u. 7%. in beid. das neue Progr.i Außerd. Nachm.) ein eTg Aschenbrödel /Kindftel Aphrodite Direktion: Victor Öarnowsky. 3: Oer rote Rähn. 7«/. uhr: Pygmalion. Freitag 1: Peer flynt. Sonnabend 77«: Pygmzttloi Sonntag 7"«: Pygmalion. Deytsriies Kfinsüer-Theaier 3; Dies Irae. 7'/iUhr: Cyprienne. (Konstantin, Götz, Walter.) Freitag bis Sonntag 7>/,: _ Cyprienne._ Trianon-Theater. Nachm. 4 Uhr, kleine Preise; Johannisfeuer. Täglich?>/, Uhr: Ktaskersde. Freitage; Hinsel und Qretel. Sonnab. 4: Max und Moritz. Sonntag 4 U.i Johannlsfeucr. > Jonos n. Ollvla Slarg.«. Luise Duwe Leu Florenz Prmu aravenhornt Splett u. Ooo Vlndabonae Annle KU«, netten Prlta u. Bobby Link Seiila SManii In ihrem Sketch „Pst Pst" mit Fritz Borger. Kapelle Muodl Neumann. Am Flügel; E. Hentschtl. Walhalla-Theater. 7»/« Uhr- Die Csanläsfilrstln. Schall».Hauch Im Oroßen Schzusplclhtus Karl str., Schlflbtuerdamm. Onasy Holl Mndy Christiane Paul Oraeta Prledr, Hotlaender Hüde Qad Hubert von Meyerink Ann Heusinger Olli ttudahtl Prita Feld Karikaturenfilm von Trier Erßlfnung 7'/., Beginn»>/, Y. legis: E.A.Dupout Außerdem das Lustspiel VaterG.m.h.H. mit Wally Wera. Einlaß: 322, 5, 6i2, 812 Vorverkauf U-I Uhr. Releiislail.-Tlietter feute nachm. 3 Uhr u. abmbs Ti,: JP Gtettincr Sänger. Sladpufttage APOLLO-THEATER T/t Frlediichstr. 218 Dir.: JAMES KLEIN Ab 1. Januar 1920 allabendlich. Sonn- u. Feiertags J'/z u. 7'/, Um die Meleterschaftsprelse von zusammen 20 000 Mark auf der Bfihne auf Home» Trainer» Renn• Apparaten. RAD-RENNEN Unter Mitwirkung der berühmtesten Rennfahrer Deutschlands wie: Lorenz:, berühmt. Flieger und Sieger des ersten New-Yorker Ä-Tage-Rennens. P«wk®, Weltrekordmann üher 2 bis 3 Stunden. Techmer, Sieger des letzten Berliner 6-Tage-Rennens.«ehwaab, nttußler, Bndel, Krahmer u. viele andere. Außerdem 10 Variete-Sensationen I— Cnrran, Tollkühnheiten auf schwankendem Mast. Heros« der weltberühmte Kraft-Jongleur.— 5 Uessems, Sensations-Akrobaten.— Keine Preiserhöhung. Sonn- und Kelcrtag» 87, Uhr Jeder Erwachsene 1 Kind Irel l Tageskasse ab 10 Uhr ununterbrochen geöffnet 1 Rauchen gestattet I Wochsntasa 7 und »lt Uhr lammsrllehtspfolo G Die Puppe Lnetiplel mit Sonn-H.Pest- tags 4, Au. 0 Uhr Hermann Thlmig/ Vlkter3anson Beglel Ernbl U u b 1 1 s o h Jugondlloha hebon zur«rbton Vorotsllung S w f p M 4 RicHar»d. Älexander» im B. B. Lnetiplel Seine Belize SaP" Ab Freitag! av.tv-K Die Herrin der Weit In der Titelrolle: M I A HAY KQnhtlerlEobe Oberleiiuf; Joe May _ AlexznderpIztz.WelnlierKfwerlS und Schöneberg W 2. Teil; Die Geschichte der Maud Grerjaards Mtnniiche Hziptrelle; Nana Mlercrsdorff Yerlinaertl Kiirtttrueixitpim-28. Koll.BdnrLnnti 4. Fned lehetr. 180 Pu t Männlich. Emptroiie; Michael Dahnen � Aa*aaaaaaaaaaaa>.r bKähaas««eaa WaakA« aaeeja, aaaaaiaaa a a e a a aa»AA. u 0 I Der» WUr»0er» 43.© r» W e 1 t Detektinohz uspiei mit Hax Landa (3) HAieaheido 28 O Die PaHrt ins GlUcksXand Bcbaneplel mit Dunnar Tolnaes �mXOO Unwiderruflich letzter Tag! Die Puppe mit Oasi Oswalde und persönliches Auftreten BALLETT CH ARELL Morgen! 7 Uhr Morgen' Uraufführung: Hanny Porten in Hroßes Schauspielhaus Sonntag, 4. Januar, nachm. 2'/, Uhr Die Greftie Regie: Max Reinhardt. Hauptrollen: Alexander Moisß, Ailpust« PUnk?gdu. Fccdina.id Sregori. Paul Harlmann, Lia Rosen, ®u!luo Ejdnrg,"Joses Klein, Margaret« Thristianz. ffrig Richard, Mu:,iaret, Kupier, Harald Paulsrn, Frirdrich Kühne, Eugen Herbert. Preise b Pl M. 2 bis 10. Billetts: Kasse d. Theaters, A. Wertheim u. i Znvalidendank ValhaNa-Titeater. I?'/, Uhr: MS kßMjüutia Operette von'Emmericti Käieman. ZNonica Vogelfang Drama in 5 Akten und einem Nachspiel nach der Novelle von FELIX PHILIPPI Für den Film bearbeitet von HANNS KRÄUY Regie; Rudolf Blebrach Wochentass.. 7 II.%9 Uhr Sonntass.... 4, 6, 8 Uhr Vorverkauf 11—1(ohne Aufschlag) Sport-Palcts« ma Potsdamer Str. 3S Turmetr. 11 Tötet nicht mehr (Miserlcordia) Regie. Lupu Pick. Altzanderpl..Pass. Sie siebente GroSiriseM. Priedeuan, Ithelast. 14 Im Scbattea dea Qcldei m.t Harry l,iedtk«. Ab Freitag: Dae ersta gre.lo amerlkaaleaho Au.statmnge. Pilmwark Plaut I ZuM m Sethulien Der Sekretir der Königin."Äf Schllleriaal, zllabcndl. tl'kr: «!■ MM fll�K MPI Stg. 4., S.Jan..Tt/;. Meiater.S. Ifi ARDT Heitere Diebtangen ■■■ m■ a.11 Sctaaitoptelcr*„Port.M bieten wir, wie von jeher, die edelsten Erteugnisse der modernen Schuhindustrie zu sehr mössigcn Preisen. Grosse Abschlösse mit erstklassigen deutschen u. ausländischen Schuhfabriken sickern die Reichhaltigkeit unserer Auswahl Unsere Kulanz ist sprickwörllick. 12 eigene Geschäfte In Berlin und Danzig. n Konz.-Dir. Bennann Wölfl DDd Jules Sachs. Phntaarmonle. Morgen, Freitag,?>/, Uhr: Konzert mtt dem Phliharm. Orchester Hugo Reichenberger (Kapellmeister der Staalsoper, Wien) an Stelle des erkrankten PAUL BENDER i Dr. Emil Schipper Motart: Symph. Nr. 29, A-Dur; Uaandel: Arie aus „Measlas"; Weber: Ouvertüre zu„Kurvanthe"; Szene u Arle des Lysiart aus ,Euryanthe": Strauß: Sytnph. „Aua Italien". Karten 10 bis 2 M, Philharmonie. Freitag, 9. Januar, abends TV, Uhr: Die Neue Musikgesellschaft E.V. 4. OrcheatefKonzert mit dem rerstSrkten Phllharaion. Orchester Hermann Seherchen sonst: Barbara Kemp Wagner: Tristan und Isolde. Schönberg: Peleasu.Melisande. Karten k M. 12, 10, 8, 6, 5 u. 3 b. Bote» Bock, Werth. BectboTenssal. Freitag, 9. Januar,?>/, Uhr: Waldemar Staegemann Heiter. Badladen und Lieder von Welt u. Bluemet, „Die Nachtigall", Mircfien von Andersen,(Musik von Winlernllz.) Am Klavier: Paul Aren. Karten 10 bis 2 M. ftiWÄ 4Uhr: 1 Mass. SonntaHactiiiUoiiz. I.(II, Januar) t Wagner.Llszt Elens Waither Adolf fierhardt Kirehkoff Wateraiann Solisten der nlchsten Konzerte; M. Pos-Carlolurti, Jos. Menn, Ocorg Bertram, Carl Clcwjng u. a. _ Abonnem. dir 3 Konterte: 12, 9, 6, 3 M_ Kt. I. ob. Veranit. b. Bote& Bock, Wertheim u.a. d. Abendk. CIRCUS ARNUM- SCHAU 3 Ritterstr. 88, Ecke Alte JakobftraBe, nahe Undenstr. An den Feiertagen nachm. 4 Uhr, abend«?»,, Uhr: Kr. Gala-Vorstellungen Drennlerte Elefanten:: Kanx-l« Pferde:s Schweine:: Ottnue Ferner das große Spezlalltaten-Programip ■■■ B Eintritt von l,SO Mark an. W M MM „Zk n *4 der 30. Abt. SPD. 3000 Mark (monetlidie N(!ck,»HIuitg) sucht Parteigntoffe. Off. u. Kriegs- inoaltbe",9Iti»gabeit. b.„Borw." Adierobof. Viomardstr. S2. Allen meinen fsreunbtn und«enoffen wllniche ein gesunde, neues Zabrl R. Schlrmcr, mmSttänanrnSrnL ��ieinm'we�n�fste?? sowie Freunden und Bt innuten wünscht ein frohe, Neusahr! Akgust Rode, - s 59, DieffenbachNr. 36. fXtommkmikikmmimmAi etn sröblicho,. gesundes{ neue»?ahr tnünidit allen seinen Gälten II. Peeannien I Der alte Freund, Pichelewerder. »ickvkZMsihzIil�v�inärif� L jzff er zbz e5di I c>!! kll eVei?i cd enu> z??>. lliarden ülionen a x- 1«. illeDbasdiiisse geiötm denXWdiflio jniali d üälsvgrsifligmugj Eigene Schmalze— Direkte Verwertung. HöclislePreiseöberTagtskiirs zahlt für Brennslllte: Zehnstlfte Hlllzabielterspltzen üarrca: Münzen! Schmuck! Zaingold; Bruchgold Barren: Münzen: Abläile: Bestecke: Ulflei Gegr. 1903 Gegr. 1903 Hetallkontor Berlin BW ön, Alt« Jakobstr. IS». Hallesch. Tor Telephon Moi Itzpltti I2euit Tcleframm-A.dress*: Mntllkoitor Berlin SW M. Big,»» Behl»»!»«- Direkt« V«rw»r«»wg. K Quitmann Berlin O 27 Ständig großes Lager in ZIGARETTEN aus reinem orientalisch«» Tabak, ohne Mundstück P-Band, von 310 Mark an. Rein überseeischer Rauchtabak-ehr preiswert. Larerbesuch lohnerd Geschä tsteit 9—3 Uhr. Automobilersatzleile-Versteigerung Am 8. Januar 1920 und event. an den folrendenTagen iffcdet beim Reichs-Verwertungsamt, Verkauisabteilung für Automobilwesen, Fil. Königsberg i,Pr., Verkaufsstelle Elbing, in Elbing. vormittags 10 Uhr beginnend, im Saale des Hotels „Stadt Elbing" gegenüber dem Hauptbahnhof eine öffentl Versteigerung des gesamten Ersatzteillagers der Verkaufsstelle Elbing statt: Es kommen zur Versteigerung: Ersatzteile verschiedener Fabrikate, wie Benz, Adler, Opel, Daimler. Mercedes, Wanderer, X. A.«. Bergmann, Büssing, Mnlag usw. für P«rson«n- und Lastkraftwagen. U. a. ferner: Magnet« und Werkzeuge p. p. für Kraftwagen. Genaues Verzeichni« der Versteigerungsobjekte nebst Versteigerungsbestimmungen kann von der Verkaufsstelle Elbing bezogen werden. Die zur Versteigerung bestimmten Gegenstände können am 6. und 7. Januar l92u von vormittags 9 Uhr bis 2 Uhr nechmittagt auf dem Gelände der Fliegerschule besichtigt werden. Jeder, der am 4. und 7, Januar 1920 und an den Tagen der Versteigerung das Gelände b.treten will, hat eine Bleie- kaution von SOOM. in bar zu hinterlegen. Hierfür wird im Verkaufsstellen-Geschältszlmmer ein Auswels ausgegeben, welcher zum Eintritt während der Besichtigung«- und Ver- stelgerungstage berechtigt Im übrigen finden die Bedingungen wie für die Auto Mobilversteigerung Königsberg i. Pr. sinngemäß Anwendung. Elbing/ Westprl, den 23. Dezember 1919. Werftgebludc der Fllegcrßctaule. Reichsverwertunusamt Verkanfsabteilung für Automobilwesea (Vaubll) Filiale Königsberg I. Pr. Bemerkung: Es ist erwünscht und den Käufern gestattet, vor Beginn der Versteigerung bei der Versteigerungszahl- «telle, die am 8. Januar 1920 von vormittags 8 Uhr imVer- steigerungilokal eröffnet ist eine Summe zu hinterlegen, auf Grund deren die Kauflustigen berechtigt sind, bis zur Höhe dieses Betrages zu steigern. Diese Summe darf nicht Uberzo en werden. Wer keinen Betrag hinterlegt, hat jedes Los unverzüglich nach dem erfolgten Zuschlag beldefVcr- stelgerungszahistelie zu bezahlen, 129; IC Automobiiversteigerung. Em 0. Tonunc 1020 unb evtl. an de» folgenden Wochen- Set __________________»Iget tagen sinbet beim Reichanereoeetniigeatnt, vertan,». obfeitonp, für UnfotnobHmeleR. Filiale Aäaissbcta t.pr.. Aolcnau. ttni«4kcc ttKce 113/118, normiltag, 10 Uhr d-. ginnend, im Saa!« de, vaftanraal Sdffliafar.«roclbee MDee. gegenüber dem Schlachthos,«ine Sffentlich, Versteigerung non ca. Sv Lafttritftwaqen en. Ii» Personcitlrastwagrit ca. 11«rantenwagen.Anhitnaertß diversen«rsatzteile« sowie gebr. voll- und Luftgumtnideretfung statt Senaue, Verzeichni, der Versteiaemnaeodsekie nedst Vor- steigerungedeftimmungen kann durch die Filiale ab 31. Dezember ISIS bezogen werden. Die zur Verlieiarrung bestimmten Degenstände rönnen am 3, und 5. Januar 1920 von 9 Uhr nermiitags bt» 2 Uhr nach- mittagafaus dem Selände der Filiale besichtigt werden. Jeder, der am 8. und 8. Januar und an den Tagen der Verftetaemna da, Selände betreten will. Hai eine Bietekaution von Mo,— Mk. in dar zu Hinteriegen. Hierfür wird im Filiai. g»schält«ßitnm«r ein Anewel, gegeben, weicher zum Eintritt während der Besichtigung� und Verfleigeningsiage berechtigt Sie Bezahlung der gesteigerten Objekte mutz sotart erfolgen. S, wird nur deutsche Reichswährung angenommen. Kriegs- anlethe wird nur von selchen Käufern angenommen, die den iüeienlesen Nachweis Itcferit datz die in Zahlung angedatenen Stücke«U» ihren eigenen geichnung-u herrithren.— Der Nachweis ist den Knicken bchzufüern. 8« ist«ine-idesstattlich« Erklärung der Zeichnung»- oder Vermittlungsstelle unter genauer Nummerausgabe aus den oorgeschrtcbenen«orbrncken betzubrtugen. An Zahlungsstatt werden angenommen und berechnet: L Zum Nennwert: al dir 5 proieattgen Schuldverschreibungen aller Kriegs- »nleihrn»hn, Unterschied, d) die S»rezenttoen Sch-tzanweffungen der L, t und 8. Krtegoanleihe, c) die 4>, prozentigen Schatzanweisungen der 8« 1, & und X Kriegsanleihe; 2, zu 90'/, B'azent: d) die Ol, proeenttgrn Schatzauweisungen der L und 5, Kr«gsanleihr(Ausgabe 1918). Der lonsenbr zwescheln bleibt a« Stück. Sit Zinsen »erden vom Beainn des Zinsenitmses bi, zum Zahlmigslage auf den Kauspreis«errechnet Königeberg i. Ar., den 38. D�ewber 1819. ReichsverwerwngSa«t «»rkaiifSabttilung für«ntomobiLwrfc,(„Baubil") Zilial« Köntgßberß i. Pr. Hemerinngi K, ist erwünscht und den Käufern g»- statte:, ,sr Beginn b«r Merßrsgerunr bei der Versteigerung,. zahlfielle, di« am 0. Januar 1920 nen»«mittag»>/,» Uhr im Berstelgerungslokal cciMfntt ist, eint Kamme zu hinterleg«», auf Srund deren die Kausluftißsn berechtig! sind, dl» zur Hohr dies»s Betrag«» zu steigern. Dies- Summe da-ff nicht ü'.er- zogen w.rden. Wer temen Betraa hinterlegt. b»t j«ß«. Ja» Unverzüglich nach dem cifelgien Zuschlag bei der Btrstwgerun�». «ckkf----- Stutiilüget Harmonien ieder hoiz- u. JTbS jtOm Stflart Kunstspielapoprate Noten • teilen Qebrauchie Initrumente, in aieener Reparararwerkttatt wie neu hergestellt unter voller Garantie. Verkauf nur gegen' billigste Ptwisberccnnung. Annahme tungm, Repareturen und Stimmungen Max Adam, MOnzstraße 16 Kaste, daher von Aufarbei- Gute Möbel solide, gegctanutckvoU, billig, sowie komplett» Wohnung«' Einrichtungen/ kauft der Kenner am besten direkt beim Tischlermeister Julius Apeit Berlin SQ., Adalbertstraße 6 Tß\ am Kottbuser Tor. " Mzsi.i�I" «ptxioouooi>AAjgjjocM><;ujcAxgjoocooe>' rwwwrma Stelienangebofe ��steiy» igchyhr>�h!itz«n und aus »rund deiondererSprechstunden sich körpertich perwahrwster Kinder anzunehmen. Damen, die Uder cntfptfchrttbe «uebildun,««b Erfahrung per- stlgeo, wollen ihre Bewerbungen mit Lebenelent und Zeugnis- absckriftrn unter Angabe der Setzaltsansprilche bis 15. Jan. 18*0 einjuretcheu.«D Der Getttrintzevorftaud. Itluhtsahrtsaiul. _ n.. Snlßc. Zeitungs-Zentfala(Z.Z.) Aktien-Gesellschaft stellt Botenfrauen ein in den de- schätwstell»«: IWla* Bee-weldstr. 42, Ltullteer Platz 14/14, Steyiitzer «trat« 37. Lndenstr 3. 2. H. pt, Ackerstr 174, Charlotttnburg, äcstnheimer Str. t. Schöneberg, Bel.ijer Str. 27. Prinzenstr. dl, Lichtenberg, Warten bernstraSe I, Treptow. Klefholzstr. 412, Gramenz -„ Angebote aus unserer llWilfeiliSiAweilBnfl Jackenkleider Ulster Mänrel Werrerfesr Waschkleider Kleiderröcke Seidene Kleiderröcke Blusen fürHaus Blusen funStrarbe u.Sport Kinderkleider OasChristiisprabtagslistlJfÄ'rJSA1'"' In einer siten orientalischen Bibliotbch ist ein ßnknmont gofunden worden, d»M U»n» genao mittoilc. wer Josua Oliristus war s ein Bi-utieBbrudar dos EBsäerbundoe, einer Art Freimaurer�areiaigung. Es ist der üericbt des Äitcsten dieses Bundes Ja Jeruaaleai aa den Ältesten iu Aleiiendricn. Ein ciirietlichcr Priostcr versucht© hei der Entdscknng das Dokument zu vernichten, da sieb die ganzen mysliacl.ea TVandergeschichtm anr einmal ganz natflrlicb erklären. Die Vormcbtang gelang Ibra aber nicht. Dieser bistorisrhe Beriobt ist ins Douuehe Bbersetst worden, mit einem Vorwort über Pontius'Pilatus neubearbeitet von Ford. EchuidU Kein Renkender wird das Werk unbefriedigt aus der Hand legen. Preis ü, fcbön feGB] gebunden AU Z,—, 2iacbnabme 60 PA uonr. iiuoi.eritauiug gratis. Crosser Bücherk&ttlos gratis durch: Albreoht Donath, Verlag, Leipzig 42. i Kleinste Anzahlung— Beguemste Ab zahlunq— Größte Nürtstcht. Einzelne Möbel gebe bereitwilligst ab. Lei Barzahlung bedeutende Preiscrmiistigstng KS. Landwehi* Mttllerstraste 7, eine Treppe. Kriegsanleihe nehme in Zahlung Liefere auch nach auownrio. Kautabak Rollen u. Stangen, Nordhäuser Beize, schwimrlirei a SS PH, bei größerer Abnahme billiger. Dänisch. Kautab Z, 2ö Oere-Paiete ll M. bis SM) St. je nach Abnahme. Zigaretten/ goldgelber tiirl. Tabak, 5-Bond., o./Mdst. u. n>. Gold pro Mille von 175.— M. an. Sctini!liiepÄCi!..SÖf 144 12* Amt LUdring 354. fri-TMMriMamunwwu Jci Mcifee dabei IklitllliJiUiiL, UM'Ull H Kriegsanleihe wird mit 83®/o In Zahturg Benemmeet . ¥@rkaiif zu sehr billigen Preisen!!! PlüschfT�äntel 550,»00, 1050 Kostüme 98, 115, 175 Sportjacken 68, 82, 95 Imprägnierte Seidenmäntel 165, 238, 295 Pelzmäntel 2500, 3400, 4200 USsler 68, 112, 156 Gummimäntel für Damen u. Herren 118, 168, 225 Kunstseidene Strickjacken 215, 260, 315 StoKröcke 36, Seidenröcke 83 Kunstseidene Blusen 48 Westmann 1. Geschäft: Berlin W 8, Mohrenstrasse 37 a 2. Geschält: Berlin NO 18 Gr. Frankfurter Str. 115 Neujahr geschlossen! infolge des zeitwtülg grollen Andraaget In den ersten Janaartagen erbitte Besuch möglichst vormittags. | In allen Geschäften zu haben! g ii'.U!iui7jiiij5vnnii)tniraiii!!nE3:3iniiiai:ia:uuiiit:iiiuuli!>!IM!lIIMWlIMI!!WN!>>Ml>l!I1!I>I!!l»I!!Il!!WlII>!MIII!IIl!' IllllliniWItnilllllfr WL MlBl','1»7 �ßmAH-A|H Wbdsrn&'l�bfiP�dwTVz Gross�Cage� ___ ferti�ee&ineix�fun�en, 1 foäBusv&amnL?? Alte Gebisse! Kein gswöiinl, Piatinzahn unter 8,- M. Piatin Gramm 131,- M. Besser verarb. Zähne, Brenn stifte n. obig. PUtm-Qewichl. Stets bSchstxahlendt Ankauf 6«""Krausenstr. 56-58, Zimm.l pt.(Hotel) üt. 1•» 37.?ahrgat das deutsche Volk noch nicht das Recht der freien Verfü- guug über seinen Arbeitsertrag. Die ungeheuerlichen F r i e- d e n s b e d i n g u n g e n wollen erfüllt sein, schon die ersten Wzahlungssummen sind so hoch, daß kaum einer weiß, wie sie aufgebracht werden sollen. Und doch ist noch nicht einmal der volle Umfang unserer Verpftichttmgen bekannt. Noch wissen wir nicht, ob weite Territorien industriellen Wohlstandes bei der Volksabstimmung sich für oder gegen Deutschland ent- scheiden werden. Die unhaltbaren Zustände, die sich in der Zeit zwischen Krieg und Frieden entwickelt haben, führten zu dem Aus- verkauf Deutschlands. Das fortgesetzte Sinken der Valuta lockte den Dieb ins Land, der hier bei den Schiebern zahllose Geistesfreunde antraf. Die Entente sabotierte die Grenzkontrolle, die ein Absttömen deutscher und ein Herein- fluten fremder Waren durch die besetzten Gebiete auf da3 not- wendige Vtaß hätte beschränken können. Milliardenwerte' deutschen Geldes flössen für unnütze Waren ins Ausland und drückten auf die Devisenmärkte. Endlich, kurz vor Jahres- schluß, hat der Oberste Rat die Wiedereinführung der Gold- Montrofe. Detektivroman vort Sven Elvestad. (Schwß.) Darauf begaben Sie sich zu Ihrer Frau. Jetzt aber taucht eine neue Gestalt auf dem Walplatz auf. Ihr Schwager Eharlie, der gerade aus dem Gefängnis entlassen war und aus verschiedenen Gründen, unter anderem, weil er die Rache eines Mitgefangenen fürchtete, am nächsten Morgen mit dem Dampfer nach Amerika wollte und' mußte. Hierzu aber hatte er die Summe vchr tausend Kronen nötig, und Sie gehen aus. um ihm das Geld zu verschaffen. Da war es ein Uhr nachts, und Sie hegten keine Bedenken, durch die Dunkelheit geschiitzt. sich zur Abbswohnung zu begeben, um in der Bibliothek das Geld zu holen." „Ich holte daS Geld auch und kam damit zurück." „Aber Sie vergaßen Ihr Schlüsselbund auf dem Tisch in der Bibliothek." „Ja. leider." „Und die Photographie Ihrer Frau."■ „Sie war in einer Schublade eingeschlossen�. Ich nahm sie nur hin und wieder heraus, um sie zu betrachten. Ich liebe meine Frau. „Gut." sagte Krag,„soweit sind wir also gekommen. Während Sie alles dies vernahmen, die Bibliothek verließen und zu Ihrer Frau zurückkehrten, nahm indessen das Ver- drecken, das so seltsam mit Ihrer Angelegenheit verquickt wurde, an einem anderen Ort seinen Anfang. Von Grimm erfüllt und voller Begierde nach dem Gold, das er in ihrem Geldschrank sah. hat Strantz einige schlechte Subjekte seiner Bekanntschaft aufge- sucht, dazwischen einen neuerdings angekommenen Seemann dänischer Herkunft, namens Hans Christian Andersen, einen alren Bekannten der Polizei. Diese Menschen nun beschließen einen Einbruch in der Bibliothek und setzen ihren Plan auch ins Werk, unmittelbar nachdem Sie den Garten verlassen haben. Der Geldschrank wird erbrochen und geplündert, und zwischen der Beute, die Strantz an sich ragt, find auch die Schlüssel, von denea er sich zölle gestattet, die Deuftchland die Möglichkeit gibt, eine ein- hettliche Ein- und Ausfuhrpolttik zu treiben. Inzwischen ist auch eine Neuregelung der Außenhandelskon- trolle in die Wege geleitet, die eine Verschleuderung deut- scher Waren an das Ausland verhindert. Zu den Schwierigkeiten, die sich aus der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands herausbildeten, und die wie ein Alp auf dem Erwachen des Produkttonsgeistes lagen, gesellte sich die außerordentlich bedrolichc Lage der R e i ch s f i n a n z e n. Tie schwebende Schuld des Reichs wuchs ins Ungemessene an. Ter Papiergeldumlauf stieg unausgesetzt. Die meisten Kri- tiker, die das Anwachsen des Papiergeldumlaufes so gern den sozialistischen Regierungsmitgltedern in die Schuhe schieben möchten, unterschlagen dabei die Tatsache, daß der Papier- geldumlauf sich längst nicht in dem Tempo erhöht hat, wie es der allgemeine Bedarf an Zahlungsmitteln bei der steigen- den Teuerung und bei dem Umsichgreifen der wilden Ein- und Ausfuhr wahrscheinlich gemacht hätte. Gewiß ist es kein er- hebendes Zeichen, daß wir jetzt icher ein Viertelhundect Milliarden Papiergeld mehr im Umlauf haben, als am 1. No- vember 1918. Daß aber allein die Demobilisienmg, die mehrere Millionen Menschen aus der Naturalwirtschaft heraus in die freie Marktwirtickrast übergeführt hat, etwa 8 Milliarden mehr Noten verschlang, will keiner für wahr liaben. Daß der wilde Außenhandel im Westen Milliardenbeträge monatlich bean- svruchte, daß enorme Summen davon im Ausland verblieben sind, wagt kaum einer auszusprechen. So groß ist die Geistes- Verwandtschaft zwischen dem Schiebcrtum und den kapitalistisch orientierten Nationalökonon.enl Daß bei fortgesetzter Erhöhung der Preise und Löhne der Notenumlauf steigen muß. weil man schließlich nicht jeden Sosenknopf mit einer Scheckübcrweisung bezahlen kann, scheint diesen Herren eine unbekannte Tatsache. Und daß endlich mehrere Monate hindurch der deutsche Noten- umlauf trotz aller dieser Erscheinungen nicht zugenommen, über- Haupt totgeschwiegen hat. wird ebenfalls unterschlagen. Gleichwohl bedarf es keines Wortes, daß die Papiergeld- Wirtschaft durchaus zu verurteilen ist, und daß ihr, sobald es irgend möglich, ein Ziel gesetzt werden muß. Nur haben diejenigen kein Recht, sich darüber aufzuregen, die von der Geld- aufblähnng leben und sie nach allen Kräften fördern, indem sie die Anpassimg der Inlands- an die Weltmarktpreise verlangen. Man hat den Arbeitern vorgeworfen, daß sie durch fortgesetzte Forderungen die Papiergeldwirtsckxift begünstigen. Wo aber kommt die auffallende Tatsache her, daß wir eine un- erhörte Produktionskrise hinter uns haben, mtt Kohlcnmangel. RohstossknaPpheit, Betriebseinschränkungen- und-stillegungen, ohne daß auch nur ein einziges führendes Werk der Industrie ftnanziell zusammengebrochen ist? Gewiß unterscheidet sich die Produktionskrise des letzten Jahres von den Marktkrisen frühe- rer Zeiten in vielen Punkten. Der ungeheure Warenbedarf der ganzen Welt ermöglicht es immer wieder, auch die höchsten Gestehungskosten durch Preiserhöhungen hereinzuholen. Dazu kommt, daß die Verbandsbildung in der Industrie gegenüber früheren Krisenepochen bedeutende Fortschritte gemacht hat, und daß die in Verbänden geeinten Werke trotz aller Bctriebsein- schränkungen den größten Rohstoff- und Kohlcnmangel gleich- mäßig trugen, während bei steter Konkurrenz die Schwächsten schon längst am Boden•Jägen. Wenn die Industrie aus Angst vor künftigen Steuern noch dieses ganze Jahr hindurch Di vi- d e n d e n ausgeschüttet hat, die sich in den besten Fric- densjahren sehen lassen konnten, so war das nur möglich, weil man immer wieder mit der Preisschraube gespielt, also die Geldentwertung mit allen Kräften begünstigt hat. Bon dieser Seite aus also sind die Angriffe gegen die Finanz- Politik des Reicbes herzlich iibersliissig. Sowohl hinsichtlich der Schulden wie hinsichtlich des Notennmlausts ist die Finanz- Politik nur eine Fortsetzung der Helfferichschen Kriegspolitik. doch mit dem einen Unterschiede, daß man setzt ehrlich be- strebt ist, dem Anwachsen der Schulden durch das Reichs- n o t o p s e r und scharfe steuerliche Erfassung des Besitzes wie durch die Fundierung in langfristigen Anleihen cntgegenzn- wirken. Daß überhaupt durch das Steuerprogmmm ein anderer Zug geht, als in wilhelminischen Zeiten, beweist schon das an- dauernde Geheul der armen Kapitalisten, die das Bersten ihres viel verspricht. Er kennt ja Ihre heimliche Wohnung. Ich nehme an, daß Strantz erst später seinen Kameraden von diesem Geheimnis Mitteilung gemacht hat, und danach ver- suchen die Verbrecher die Polizei auf die falsche Spur zu bringen, indem sie Ihre Handschrift nachahmen und Ihrem juristischen Beirat Dr. Wide einen Brief schicken." „Die Verbrecher sind auch in meiner heimlichen Wohnung gewesen," schob Montrofe ein,„dort ist alles durcheinander- gewühlt." „Der verrückte Professor ist auf alle Fälle dort ge- Wesen," antwortete Krag,„denn ich habe die Ehre gehabt. ihn in einem Ihrer priesterlichen Gewänder auftreten zu sehen. Es war kurz bevor er als Opfer seiner Kameraden fiel. Ich kehre indessen zur Plünderung und zur Bibliothek zurück. Der Schutzmann, der in der Nähe patrouillierte, wurde auf einen ungewohnten Lärm mrs der Bibliothek aufmerksam. Es ist wahrscheinlich, oder richtiger. eS ist Tatsache, daß die Vcr- brecher bei der Verteilung der Beute in Streit gerieten und sich in eine wilde Schlägerei verwickelten, von der die Bibliothek deutliche Spuren trägt. Zerbrochene Stühle, zerrissene Decken. zerschmetterte Fenster. Einer hat einen Schlag auf die Nase bekommen, wobei das Blut durchs Zimmer gespritzt ist. Das ist die Erklärung dafür, daß man annahm, daß Sie, Herr Abbö, überfallen und schließlich tot oder lebendig entführt worden seien. Indessen hörten die Verbrecher, daß die Schutz- leute sich näherten. Sie packten in aller Eile das geraubte Gut in einen Ihrer Priesterröcke und stiegen damit übers Staket. Ein Zipfel des Rockes blieb an den Etsenstangen des Stakets hängen und daraus meinte mau schließen zu können. daß Sie, Herr Abbö, steiwtllig oder mit Gewalt denselben Weg genommen hätten. Dann begann die Arbeit der Detektive. Unsere Miß- griffe sind durch die eigentümliche Natur der Umstände zu entschuldigen. Wie es sich zeigt, stimmen die Fingerabdrücke auf der Photographie vollständig mit denen des Arbeiters Arnold Singer überein. Der Arbeiter kann keine befriedigende Erklärung ivegen der tausend Kronen geben. Ueberhaupt scheint alles darauf hinzudeuten, daß er der Verbrecher ist. Was den verhasteten Arbeiter Arnold Singer betrifft, so weiß er, daß er gerettet ist, wen« er aus dem Gefäiigms ent- Geldsackes fürchten. Noch steht ein wesentlicher Teil der Steii- ern aus. Man kann also über das Finanzprogramm der Reichs- regierung noch nicht abschließend urteilen. Sicher aber ist die starke Belastung des Besitzes der einzige Weg zu sozialer Ge- rechtigkeit und im bedingten Maße auch zur Sozialisiernng. Die Wirtschaftspolitik des Reiches hatte mit den großen Schwierigkeiten, die ihr die innere und außenpolitische Lage brachten, schwer zu ringen. Das großzügige Planwirt- schäftsprogramm Wissels scheiterte unter dem Widerstand eines Teiles der Parteigenossen wie der Bürgerlichen. Vieles van den Forderungen der Verfechter der Planwirffchaft hat sich all- mählich unter dem Druck der wirtschaftlichen VerhAtinsse teils mit behördlicher Beeinslusfting, teils ohne sie von selbst heraus- gebildet. So haben sich die Arbeitsgemeinschaften zu Zentral- arbeitsgemeinschaften zilsammengcschlossen. die Demokrati- sierung der Wirtschaft schreitet vorwärts, lind es ist nur noch eine Frage weniger Wochen, bis im vorläufigen Reichswut- schaftsvat die Konstituante des WirtschaftsparlamenteL zu- sammentreten kann. Inzwischen gewinnt der Gedanke der gleitenden Lohn- skala immer mehr an Raum, und es ist zu hoffen, daß wir stald zu einer konsequenten Lohnpolitik kommen, die den Arbeiter gegen die fortgesetzte Entivertung des Geldes schützt. Das ist um so wichtiger, als die nächste Zeit ein weiteres Anziehen der Preise zu bringen droht. Daneben läuft das Betriebsrätegesetz. Große Gebiete der deutschen Volkswirtschaft sind bereits in gemcinwirtschaftliche Verwaltung übergeführt, so die Kohle, das Kali und die Elektrizität. Auch die Kommunalisierungshestrebungen haben manche Frucht gezeitigt, so daß eine allmähliche Organisation der Wirtschaft in sozialistschem Sinne, eine allmähliche Sozialisiernng ohne Hemmimg des Wiederaufbaues, stattfindet. Die Produttionskrise ist zu einem Teil bereits über- wunden. Es wird mehr Kohle gefördert, die Siedlung von Bergarbeitern geht allmählich vonstattcn und wird hoffentlich doch noch durch ein Bergarbeiter-Heimstättengesetz beschleunigt werden. Auch sonst wächst der Arbeitswille. Am Ka- pitalmarkt ist eine zunehmende Uiiternehmiinqslust zu verzcich- neu. Nachdem die Industrie fast das ganze Jahr hindurch init Neuaufnahmen von Kapital znrückgehalten hatte, machte sich in den letzten Monaten ein sehr starker Kapitalbedarf geltend. iverden. Auch sonst wächst der Arbeitswille. Wenn wir die ersten Anzeichen des wiedererwachenden Produktionswilleiis nicht zu spüren bekommen, so liegt das daran, daß erst jetzt der bedeutende Ausfall in der Giitererzcugung, der zum Teil mit durch die Streiks verursacht ist, ani Waremnarkt� verschärft in Erscheinung tritt und nur bei einer bedeutenden Steigerung der Produktion überwunden lverdcn kann. Tie Erkenntnis, daß die Produktionssteigerung nin jeden Preis die erste Vorbedingung zur Rettung aus dem Wirtschaft- lichen Elend ist. daß nur sie uns eine Gesundung der Innen- und Außenpolitik bringen kann und letzten Endes dem Sozia- lismus die Bahn ebnet, weist uns den Weg für die wirtschast- liche Arbeit des neuen Jahres. Groß'Berün Ein voppeljubiläum. In unermüdlicher, Pflichttreuer Arbeit im Dienste der Partei grau geworden! Das kann unser Genosse Karl M ars'von sich sagen, der am heutigen I.Januar gleich zivet Jubiläen, das seiner LSjährigen Tätigkeit als Bor- ivärts- Spediteur und als Arbeitgeber- beisitzer beim Berliner Gewerbegericht be- gehen kann. Es ist ein Stück Berliner Parteigesckiichte, das bei diesen Jubiläen vor uns auftaucht! Um der immer mehr zu- nehmenden Ausbeutung der Kinderarbeit im Zeitrmgsgewerbe entgegenzuwirken, um engere Fühlung mit den damals freilich noch sehr spärlich gesäten Lesern des„Vorwärts" zu erhalten und dann auch, um eventuelle Ueberschüsse für die Partei- agitaiion verivcnden zu können, beschlossen die Genossen des kommen kann, um so mehr als er erfährt, daß die Verbrecher den verrückten Professor ermordet haben, iveil er mit seinem betrunkenen Geschwätz drauf und dran war, alles an zivei Detektto?, die mit ihm in einem Hotelzimmer sprachen, zu verraten. Darum versucht er zu entkommen, das erstemal mißglückt der Fluchtv?rfuch. das zwcitcmal aber glückt er. irach- dem er mit Intelligenz und Phantasie eine Falle ausgelegt hat, in die mein tüchtiger, aber etwas naiver Feund Keller glatt und willig hineingeht. Ich habe Ihnen eüien speziellen Gruß von ibm zu entrichten. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Sache indessen bereits durchschaut. Ich begriff, ivas Sie mit Ihrem phantastischen Gesräudnis beziveckleu, wollte aber die Patience nicht am Aufgehen hindern. Sie war bereits danmls ihrer Lösung nahe. „Und jetzt," schloß Krag, und ging aus die Tür des Neben- zimrneis zu,„werde ich Mir erlauben. Eurer Eminenz die Person vorzustellen, die mich hierher begleitet hat, eine arme, unglückliche Frau, die mitten in ihrem Glück einen furchtbaren Schlag erlitt, die aber jetzt ihr Glück zurückerhalten kann, kraft menschlicher Nachsicht." Er führte Clarh Singer ins Zimmer. Sie eilte in die Arme ihres Mannes. Und hier verließ Asbjörn Krag die Wiedervereinten und kehrte zum Verbrechen zurück. Dank Bischof de Marnys Fürsorge wurde Abb� Mou- ttoses an und für sich uuschnldige Teilnahme an der Affäre ohne Aufsehen abgewickelt. Kurze Zeit darauf wurde der Abbe aus dem Verband der Kirche gelöst. Er hat später mit großem Erfolg seine interessanten Studien über die Vcrbrechertypcn bei Shake- fpcare fortgesetzt. Harry und Bussi wurden für ihre Verbrechen zur Rechen- schaft gezogen. Und was das Morgcngewölk betrifft, so verlebte er seine letzten behaglichen Tage als Obergärtner in dem Garten, den der Doktor der Philosophie Armand Montrofe äuf seinem Landsitz anlegte. Denn der„Vergoldete Pfau" wurde für immer geschlossen. Krag aber ist von neuem an der Arbeit. sechsten Kreises im Herbst 1894, den Vertrieb deS„Vorwärts" in eigene Regie zu übernehmen. Mit der Leitung der Spedition für die Sckiönhaiiser Vorstadt wurde Genosse Karl Mars betraut, der seinen Geschäftsbetrieb am 1. Januar 1895 in einem kleinen finsteren Laden in der Kastanienallee er« öffnete. Allnächtlich in Regen, Wind und Schnee fuhr der neue Spediteur oder eines feiner Familienmitglieder mit dem „Geschäftsauto", einem Kinderwagen, nach der Druckerei in der Veuthstraße. um den Lesern die geistige Kost zuzuführen. Als fürstlichen Lohn erhielt er— es waren Arbeitergroschen — ganze 120 M. den Monat. So eng der Laden war, für die Parteiarbeit in der Vor- stadt und darüber hinaus wurde er die Zentrale. Hier holten sich die Leser Rat in ihren Nöten, hier wurde die Agitations- arbeit für die Schönhauser Vorstadt im engeren Kreise durch- gesprochen und Norbcreitet. Und einer der Unermüdlichsten, wenn es galt, für die Bewegung einzuspringen, war unser Schuster-Karl. Und wahrlich, es gab Arbeit für die Par- t e i! Glaubten doch Unternehmer, Polizei nnd Gerichte, der sozialistischen Idee durch brutale Gewalt den Garaus machen zu können. Gerade damals hagelte es Haussuchungen, Vcr- Haftungen und Schrcckensurteile, als ob man sich noch in den seligen Zeiten des Schandgesetzes befände, bis dann im November 1895 durch den K o e I l e r c o u p die gesamten Ber- liner Parteiorganisationen aufgelöst wurden. Aber auch dieser Schlag wurde geschickt pariert. Und doch waren es schöne Seiten! Brüderlich standen die tätigen Genossen füreinander ein. Nur. ein Wille beseelte sie: die Ausbreitung des sozialdemokratischen Gedankens zu fördern und die frech ihr Haupt erhebende Reaktion niederzuringen. Mit an erster Stelle in diesdni Kampf stand Karl Mars. Er war stets bereit, wenn die Partei ihn rief. Seiner und all der anderen tätigen Mitarbeit ist es zu danken, daß der„Vor- wärts" in inimer weiteren Kreisen der Arbeiterschaft unent- behrliches Rüstzeug für den politischen Kauipf wurde, daß die Ideen des Sozialismus obsiegten über die finsteren An- schlüge der Reaktion. Darum danken wir heute an seinem Ehrentage unserem Genossen für die geleisteten Dienste und wünschen ihm vom Herzen, daß er noch recht lange zum Wohle der Arbeiterbewegung die von ihn» übernommenen Pflichten ausübt. Arbeit, nur Arbeit... Ich befand mich auf dem Heimwege au< einer Versammlung. In elnster Aussprache hatten wir unsere Meinungen ausgetauscht, wie eS möglich sei, Deutschland aus dem wirtschaftlichen Elend zu erretten. Arbeit, nur Arbeit lann uns helfen I DaS war der Untertan all der Ansichten, die zum Ausdruck gebracht wurden. Im Geiste noch beschäftigt mit dem Geborten, ging ich meines Weges, der mich durch die im Norden der Stadt gelegene WiSbyer Straße führte. Plötzlich fiel mein Blick auf ei» weißes Schild, das sich grell von dem roten Gemäuer einer inr Straßenzuge ein- gebauten Kirche abhub. Bei näherem Hinblicken sah ich, daß das weiße Schild, an dein ich achtlos wohl schon dutzende Male vorübergegangen war. Namen und Wohnung der an der Paul-Gerhardt-Kirche amtierenden Pastoren kündet. Staunend eröffnete sich inir ein Einblick, wie schwer die Arbeit der fünf aus dem Schilde genannten Pastoren sein muß. wenn man bedenkt, daß nicht nur Sonntag vormittag, sondern auch Sonntag abend die Glocken die Gläubigen rufen... iL IV. Zur Einführung der Höchstinieten. Nach§ 5 der Verordnung vom S. Dezember 1919, betreffend Einführung der Höchstpreise für Mietszins, sind Steigerungen und Kündigungen zum Zwecke der Miets« it e i g e r u n g vom Tage nach der Verkündung der Ver- orduuna sd. i. IS. Dezember 1919) bis zur Veröffentlichung der Beschlüsse deS Verbandsausschuffes über die Höchstgrenze für Miets- zinssteigerungen von Mietsräumen unwirksam. Nach den für 9 S gegebenen Ausführungsbesiimmungen werden aber die Kün- digungen, benen daS MietSeinigungSaml vorher zugestimmt hat, mit der Veröffentlichung der Beschlüsse des LerbandSauSschufieS wirlsam. Der Gesetzgeber wollte also den Vermietern va« ihm zustehende Recbt der Kündigung nicht nehmen, sondern lediglich deren Wirksamkeit in der Schwebe halten, bis die Beschlüfie des VcrbandSauSschusseS veröffentlicht sind. Er bezweckte damit, daß die Mietsparteie» nicht vor Ver- ösfentlichung der Beschlüsse des VerbanbSauSschuffeS ein Abkommen über die Miethöbe treffen, daß sie vielmehr vor einer eudaültigen Regelung der MietSzinShöhe die VerbandSauSschußbefchlüsfe ab- warten. Der Magistrat Berlin hat mit Vertretern Troß-Berliner Miet» ciiligungSämter neue Richtlinien für d'te Mehran- i p r ü ch e der Vermieter aus§ 3 der Verordnung vom 22. Juni 1919 betreffend Einwirkung der Heizstoffpreise auf Miels« verhältnifie sowie Richtlinien für den MinderungS- anfpruch der Mieter wegen Einschränkung der Warmwasserversorgung aufgestellt. Sie»perden in aller Kürze bekanntgegeben werden. 800 000 Mark auf der Steuerflucht. Vor mehreren Monaten wurde die 22jährige Privatsekretärin irttife S. unter dem Verdacht, die Summe von 399 999 M. in Wert- papieren gestohlen zu habe», verhaftet. Wie sich nach und nach herauszustellen scheint, Handell es sich nicht um einen Diebstahl, sondern um eine in allen Einzelheiten schlau eingefädelte Ver» in ö g,« n s v e r s ch i e b u n g. zu der die Beschuldigte S. zum Teil als unbewußtes Werkzeug mißbraucht worden war. Es handelt sich um ein„B e r g w e r k s u n t e r ne h m e n" Dr. Z. u. Co., welches sich in einem von einer Putzmacherin abgemieteten Räume etabliert hatte. Ein völlig geschästsunlundiger Arzt Tr. Z. hatte gegen prozentuale Gewinnbeteiligung seinen Namen herge- geben,"während der eigentliche Inhaber ein gewisser tzintze war. Dieser gab der alS Sekretärin angestellten S. strenge Anweisung, den Tr. Z.„nicht schnüffeln" zu lassen. Wie von Rechtsanwolt Tr. Frey weiter behauptet wird, bat H. ohne Vorwissen des Dr. Z. und der Gesellschafter in einem Jahr über 1 Million verdient. und zwar dadurch, daß eine Bohrung und zwei Oelgruben„durch- gepeitscht" wurden, d. h. es wurden mit Hilf« riesiger ZeitnngS- reklame die Anteile der minderwertigen Gruben durch Versprechung einer Verzinsung von 33 Proz. untergebracht. Als die AerrnögenSabgabe drohte, fall nach Behauptung der S. HIntze den Plan gefaßt haben, einen Teil des MillionengewinueS verschwinden zu lassen. Er trgt an. die S. mit dem Ersuchen heran, «inen Diebstahl zu fingieren, wofür sie erst 199 999 M. und dann 159 090 M. erhaltea sollte. Tie S. täuschte tatsächlich einen nächt- liehen Einbruch vor, ließ aber in der Aufregung Kleidungsstück bangen, so daß der Verdacht sofort auf sie fiel. Hintze wurde vo» ihr sofort telegraphisch zurückgeholt und war sehr ungehalten über ihre Ungeschicklichkeit. Beide holten gemeinschaftlich die 899 999 M zurück und unternahmen, der angeblich Bestohlenc mit der angeb- lichen Diebin,«ine vergnügte S e k t k n e i p e�r e i. Einige Tage darauf rief£>. gegen drei Uhr nachts bei der S. an und riet ihr. sofort zu verschwinden, da Dr. Z. mißtrauisch geworden sei und die Kriminalpolizei benachrichtigt habe. Elf Tag« später wurde Fräulein S. auf die BefchuldiguNg des H. hm plötzlich verhastet.— Seitens des Rechtsanwalts Tr. Frey ist ein umfangreicher Be- weis nach dieser Richtung hin angetreten worden, welcher zur Folge hatte, daß Fräulein S. aus der Haft entlassen wurde. Gegen H. ist Anzeige bei der Steuerbehörde erstattet worden, da cS sich offenbar um eine VermögenSverschicbung handele und ferner, weil er ein Einkommen von 18999 M. versteuert hatte, obwohl er über 199 999 M. verdient«. Hotelersak. Der.Krieg ist aus; schon seit einem Jahre ruhen die Waffen. Alle Hoffnuilgin, daß mit ihm auch die Zeit des„Ersatzes" ins Grab wanken würde, haben sich n i cht erfüllt. Immer noch gibt es alle Arten von„Ersatz". Zurzeit müht man sich sogar ab, eine» neuen Ersatz zu schaffen, nämlich— H o t e l e r s a tz. Alle Hotels sind überfüllt. Hunderte von Reisenden irren nächjil icherweise ohne Obdach in Berlin herum. Auf den Bahnhöfen aber stohen zur selben Zeit eine große Anzahl schöner Schlafwagen, die infolge des eingeschränkten Zugverkehrs unbenutzt bleiben. Hotelnot und Schlaswagen„ilberfluh" sind die Quellen aus denen zur Freude der obdachlosen Reisenden das Ersatzhotel auf- steigen soll. Zur Organisation dieses HotelbetriebeS werden mit Beginn deS kommenden Jahres von der Ersenbahndirektion Berlin 39 .Schlafwagen mit insgesamt 699 Plätzen auf dem Anhalter Gör- litzer, Stettiner, Lehrter und Militärbahnhof Schöneberg aufgestellt werden. Auf diesen Bahnhöfen ist die Möglichkeit gegeben, daß die Reisenden, ohne die Sperre passieren zu müssen, durch einen be- sonderen Eingang zu den auf einem Nebengleis stehenden Schlaf- wagen gelangen können. Der Zugang wird unter Kontrolle eines Auffichtsbeamten stehen. In den Wagen selbst wird das augenblick» lich beschäftigungslose Schlafwagen personal die Bedienung der Reisenden übernehmen. Es werden Halbabteile mit zwei Betten zur Verfügung stehen. Falls ein Reisender den Raum für sich allein benutzen will, muß er die zweite Bettkarte be- nutzen. In dem Kartenpreis ist gleichzeitig eine V e r s i ch e- r u n g s g e b ü h r enthalten, welche die Person und das Gepäck deS Reisenden gegen Ueberfälle und Diebstähle versichert. Die Schlafwagen dürfen nur des Nachts benutzt werden und bleiben am Tage geschlossen. Besonders schnnerig wird sich die Reinigung der Wagen und die Anlagen für Wasserzufuhr sowie die Ableitung des SchmutztvasserS gestalten. Für«ine Erfrischung der Reisenden mit Kaffee, Tee, Frühstück usw. wird vorläufig durch die Schlafwagenbeamten gesorgt Werden, wo nickst eine Versorgung der Schlafenden aus den BahnhofrestauraruS selbst möglich ist. Die Frage der Karteuausgabe ist noch nicht geregelt. Vorläufig will man die llnterbringuug der Reffenden in der Weise regeln, daß z. B. ein Reifender, der spät abends am Anhalter Bahnhof ankommt und am nächsten Morgen vom Stettiner Bahnhof weiterfahren will, sich zu seinem Abfahrtbahnhof begib! und dort in der BettkarienauSgabe des Mitteleuropäffchen ReifebuvemiS einen Schlafplatz zugeteilt erhält. Die Preise sollen mäßig gehalten wer- den, um'den gegenwärtig blühenden Hvtelzimmerwucher zu bekämpfen. Man will den Hotels nicht etwa Konkurrenz machen, will aber auck» nur wirklich„obdachlosen" Fremden, die sonst in Hotels nicht unterzukommen vermögen, ein Nacht- quartier schaffen._ Achtung, Vertrauensleute der Metallarbeiter! Morgen Freitag, 5 Uhr: Funktionärfiyung aller aus dem Boden der S. P. D. stehenden Vertrauensleute im Gewerkschaftshanse. Purtei- und Aerbandöbuch legitimiert. In ihrer Wirtschaft überfallen nnd beraubt wurde die Witwe LauerhaaS in Neukölln, Berliner Str. 7. Kurz nach 12 Uhr, als sie mit ihrem Dienstmädchen allein war, entrissen ihr zwei un- bekannte Männer unter Bedrohung mit dem Revolver, nachdem sie sie geknebelt hatten, die Handiosche, die 7999 M. bares Geld enl- hielt und entkamen mit der Beute. Durchführung der Linie 8? bis Köpenick. Bon heute ad wird die Linie 83 der Großen Berliner Straßenbahn mit pedem zwecken Wagen, also im 39-Minuten-Vcrkehr, von der Behrenstraße über Treptow, Platz am Spreetunnel, und weiter über die Gleise der Berliner Ostbahnen bis Köpenick durchgeführt, während die andere Hälfte dieser Linie unter der neuen Linienbezeichnung 86 zwischen Behrenstraß« und Treptow bei rieben wird. Die Linie I der Ber- liner Ostbahnen, Köpenick bis Sch'esischer Bahnhof, verkehrt ebenso in 39-Minuten-Abständen, und eine Teillinie derselben unter� der Linienbezeichnung II gleichfalls in 39-Minuten-Abständcn zwischen Treptow, Spreetunnel und Schlesischer Bahnhof. Es findet also, wie auch schon jetzt, zwischen Köpenick und Treptow und Behren- straße ein eingreifender Ib-Minuten-Betricb statt. Abgefaßte Posträuber. In der Nackt zum 8t. Dezember ist eil gelungen, eine Bande von drei Posträubern dingfest zu machen. Sie wurden als der 17jäbrige Hans Grahl und der'20jährige Leo S o b c z a k aus Berlin, sowie der Istjährige Stanislaus G o d z i k aus Hohenschönhausen festgestellt und dem Amtsgerichts- geiänanis in S e e l o w zugeführt. Die Drei hatten den Eilgüter- zug 6121 nach Königsberg i. Pr. kurz hinter DahmSdorf-Münche- berg während der Fahrt bestiegen und waren in einen ver- schl offenen Postwagen eingedrungen. Dem Bremier deS be- uachbarlen Wagens war ein Lichtschimmer in dem erbrochenen Wagen ausgefallen,»veShalb et die Postbeamten aufmerkiam machte. Diesen gelang eS dann im Verein mil den Eisenbahnbeamten, die Posträuber in Golzow der Polizeibehörde zu übergeben. Die Diebe Hollen schon einen großen Teil der im Wagen beförderten Pakete ausgeraubt und ihren Inhalt zur Mitnahme bereitgelegt. 14 Schreibmasch»en erbeuleten Einbrecher in den WeihnachtS« feierlogsn rn der elektrotechnischen Fabrik von Terpitz und Wachs- mulh in der Kmfürstenstr. 15. Die Einbrecher schafften ihre Beute zunächst nach einer Echaniwirtschaft in der Kaiser-Friedrich-Swaße zu Charlottenburg und von dort am 2v. Dezember mtt einer Droschke nach einem noch unbekannten anderen Versteck. Der Schankwirt will die Einbrecher nicht kennen. Auf ihre Spur kann wahrschein- lich der Droschkenknischer helfen. Er wirb ersucht, sich im Zimmer 33 de« Berliner Polizeipräsidiums zu melden. Eme Belohnung wird ihm zugesichert. � 20 000 Paar Militärltiefel beschlagnahmt. Die in dieser Notiz lNr. 652 d.„V."> erwähnte Firma C o n r a d u. G r a o e, Neukölln, bat nachgewiesen, daß sie die Stiesel einwandfrei erivorbcn und ihr Ver« kaiissprei» sich in einem durchaus angemessenen Verhältnis zum Etnkauss» preis befunden bat. Die ,>irma Ist als HeeresgutverwertungS- g e s e l l f ch a f t handclsq-richtlich eingetragen. In Sonntagsnachmittagsporstellungen des RosetheaterS wird vor einem aus sozialistischen Parteikreisen zusammengeietzlen Pubbiktttn eine Tragödie:»Ro s e Fromm hold" von Gustav Stahl berg gespielt. Ter Ändranq scheint nickst wentger stark als bei der vom„Verein für proletarische Kuitur" im großen Saal der Phtlhanüonie gegebenen Borste ll».ing der Kranzschen„Freiheit". Viciricht daß das Bedürfnis nach einer vroletarffch revolutionären Kunst auf da? auck diese tastenden Versuche deuten,, emst eine dichterische Kraft erwecken wird, einen Schöpfer, der dem Großen dieses Strobens und Ringens zütidenfcen ArtSdruck geben, von den Brettern, die die Welt bedeuten, eine neue Wett verkünden wirdl T-och eS kann lange dauern. Tie Volksbühne, bei deren Gründung vor drei Jährzebnien solche, iooftnungen au feuernd mitgeholfen und die beute solcher neuen Kunst die stärkste Resomtang verleihen könnte, hat bisher all die Zeit Verdens darauf geharrt. Mit Surrogaten, die für den Mangel etgenen Gebalts durch Pocken auf Tendenz entschädige» wollen, kann jedenfalls der Dache nicht gedient sein. Eckte Trantattk, die über Tendenzen. Gedanken und Polemik nicht hinauskommt, die da» gedankenmäßtg Allgemeine nickt tu die Wärme seelischen ü. nu zusetzen vermag, führt abseits, wird in der Regel n r..>; d nur verwirrend wirken. Wenn daS von dem„Verein für proletarische Kultur" aufge- führte Schauspiel in seiner die Erde unter de» Füßen verlierenden Hymnenari mit Stilexperimenten unserer jüngeren Dramatiker Verwandtschaft zeigte, geht Stahlbergs.Rose Frommhold"— weit bequemer, aber noch um vieles unerfreulicher— auf die Traditionen des grobschlächtig moralisierenden alten Rührstücks und der Gartenlaubenroman« zurück. Die>'chlschten und die guten Menschen stehen sich einander sein säuberlich gesondert gegenüber; nur daß die guten hier proletarischer, die schlechten bürgerlicher Herkunst find, und daß der Autor es mit Ausgaben der plhchologischen Moti- Vierung womöglich noch ein gut Teil leichter nimmt. Der brave MüllerSburfch und gute Genosse liebt des reichen MühlenbefitzerS boldfei igeS Töchterlein und wirft deren yeldftolzem brutalen Vater, der sie in standesgemäßer Ehe verkuppeln will, die ver- dientesten Wahrheiten an den Kofff. Die Tragik wird damit be- stritten daß das Fräulein, in lächerlichem Mißverständnis sich von dem Burschen für betrogen haltend, ins Wasser geht, unb daß eine Postbotenimtwe, Mutter von zwei Kindern und refoiut tüchtige Person, sich von einem unauSstehlichcn Bengel, des Mühlenbesihers Sohn, mit ein»xmr Gläsern Wein betrunken macben und verführen läßt! Worauf sie dann als Dirne aus dem Hau» gejagt wich. Eine faustdicke Wfichtlichkeit regiert an Schicksals Stelle. cke. Neue Filme. In der„S ch a u b u r g"(früher Hofiägtr) läuft ein Film„Todesurteil", der wie schon mehrere seiner Vor- gänger die Absckaffung der Todesstrafe propagiert. Ethische und sozias« Probleme sind ein Gebiet, auf dem der Film infolge seiner Massenwirkung sicher erhebliche Eindrücke dermckteln kann. Nur müßte an solche Dinge sozusagen mit reinen Händen herangegangen werden; der vorliegende Film„Todesurteil" biegt manchmal sehr stark in die Weg« des seligen Aufklärungsfilms«in. Die Hauptrolle spielt Grete Ly. die, wenn sie als ernste Darstellerin gewartet werden will, noch ganz anders mimische und körperliche Be- herrschung lernen muß. M. P. Im Rpollo-Dheatcr findet im Monat Januar ein Radrennen unter Mitwirkung der weltberübmteften Rennlabrcr Deutsckla»d« statt. Unter anderem bade» allabendlich zugesagt! Lorenz, Vawle. Techmer. die Sieger der bekanntesten«-Zage-Rennen.«uherdem ein grotzer Varieksteil, aus welchem insbesondere Heros, der weltberühmte Matrose aus schwankendem Mast hervorzuheben ist. Charlvttenburg. Der Unterricht in der FvrtbildungSschnl« und Gewerbeschule beginnt bereits am 5. Januar, nicht erst am 17. Januar. Die Verlängerung der Ferien gilt nur für die Gemeinde» schulen und höheren Schulen. Mariendorf-S übende. Gemeindevertretung. Ueber die Raum- beschaffung für die Gemeindeschulen berichtete Schöffe Waldheim(S. P. D.). Nach eingehender Beratung in den ver- schieden«» Kommissionen ist man dahin einig geworden, der Ver- tretung zu empfehlen, drei Schulbarackcn aufzubauen, eine auf dem Gelände am Lstzeum in der Ringstraße und zwei aus dem Terrain zwischen König- und Kaiserstraße. Der Preis für ein« Schukbarocke, welch« 4 Klassenzimmer fassen soll, stellt sich auf 165 999 M. Hesse(Bürgerl.) will den Nachmittagsunter- ri ch t einführen, um die Kosten zu fitaren; er sieht ein, daß Räum« geschaffen wenden müssen, kann sich aber nicht dazu verstehen, in der jetzigen Finanzlage der Gemeinde derartige Ausgaben aufzu- bürden. Genosse Gerlach tritt den Ausführungen HesseS ent- schieden entgegen. Die Kosten dürfen uns nickt schrecken; eS ist unbedingt notwendig, etwas zu schaffen. Nachdem noch mehrere Redner zur Sache gesprochen hatten, wurde dem Verschlage des Ge- nassen Waldheim zugestimmt. In dem Hause Lichterfelder Str. 29 in Südende ist dem Bürgermeister Holle ein« Dienstwohnung eingeräumt. Dieselbe soll zum 39. Juni 1929 gekündigt werde?; dem Bürgermeister soll eine angemessene anderweitig« Wohnung zur Verfügung gestellt w«Ä>en. Durch dj» Eingemeindung soll Südende dem Steglitzer Distrikt zugeteilt werden; aus diesem Grunde soll da» Gemeindehaus verkaust'werden. Ohne Widerspruch stimmt die Vertretung dem Vorsck'oge de» von G«- Nossen Waldheim empfohlenen Projektes zu.— Auch die Benutzung de» RathauSgartenZ soll dem Bürgermeister Holle entzogen und an Interessenten pachtweise abgegeben werden evtl. sollen die Schul- barackc» dort aufgestellt wenden. Lichtenberg. WaS geht im Augusta-Biktoria-Krankenh«»» vor? Im Juni vergangenen Jahres richtet« der Vorstand der Staats- und Gemeindebeamten an das Kuratorium des Augusta-Viktoria- Krankenhauses zu Licktenb-ra im Auftrage des Personal» das Er- suchen um Regelung der Lohn» und Arbeitsverhältnisse auf tarif- licher Grundlage. Erst nach Anrufung des SchlichtungsauZschusses bequemt« sich daS Kitratorium zur Verhandlung. Es wuvde eine Einigung erzielt. Die Verwaltung des Krankenhauses erklärte, dem Verbände de? privaten gemeinnützigen Krankenanstalten bei- treten zu wollen und erkannte den zwischen obigem Verbände und dem Verband« der Gemeinde- nnd StaatSarbeiter getäsi-ffen Tarifvertrag an. Daraufbin wurde die Klage beim Schsich- tunaSauSschuß zurückgezogen. Von dem Personal der Kranken- anfialt wurden aber nunmehr Klagen über N ichtinneSaltu ng der tariflichen Bestimmungen laut. Wiederholte Hin- weis« der Organisation auf Jnnchaltung. des Tarife» fruchteten nichts. Eine persönliche Rücksprache deS Organffationsvertrrtcrs mit dem Inspektor der Krankenanstalt hatte nur das Resultat, daß dieser Herr den Vertreter an den Vorsitzenden des Kuratorium?, Herrn Pastor Kunzendorf, verwies. Die an diesen gerich- teten schriftlichen Anträge«us Regelung der Lohn- und Arbeitsbedingungen harren noch hatte ihrer Er- ledigung. Ein Schreiben vom Okiober vongen Jahres, worin um umgehende Erledigung und Rückäußerung gebeten wurde, blieb ebenfalls nnbeantwortet. DaS eigenartige Verhalten de? Vorsitzen- den des Kuratoriums nötigte die Organisation zu der Frage,»b daS Krankenhaus iiberbaupt Mitglied des Verbandes sei. Die an. läßlich einer Verhandlung zwischen dem Verband« der gemern- nützigen Anstalten und der Fpsiatnebmerorganisatioiten von einem Vertreter an Herrn Direktor W ü r tz gestellte Frage wurde von diesem verneint. Wir können nicht umbin, über ein solches Verbalten des Kuratorium» unserer Verwunderung»»»druck zu geben, und die sozialistischen Kuratortuulsmitglieder zu bitten, hier Remedur su schaffen.___ Vrok-Berliner Lebensmittel. Berlin- Ab 1. Januar auf Ol und 011 Urnherfarten je«/, fiter Vollmilch. Die flbrlae MilchbeNeserung bleibt wie bisher. Marienvorf-Tübrnde. 2 Päckchen Sähstoff. Für Jugendliche 206 Gramm Speiseshruv s-Is).______ Groß-öerttner parteinackricbten. 18. Vbt. 318., 320., 824. und 3-25. Bezirk. Fre-tag 8 Uhr im Sofal von Heese, Memeler Str.«3, Zusammenkunft. Erscheinen sämtlich« Ee- nchs«, der Bezirk« erforderlich. Silöungsveranstaltunyen. BildunstSnnSschnfj Groß. BerN«. Kleine» Tchanspielboo«. H»rde»>ber,.. Ecke stefannifiriche. Heute nachm. 8 Uhr:.Helden*». Beruh. Ckaw. liatien tz 1,90 il*. inkl.«arver obe und Theaterzettel zu haben bei Harsch,«ngeluier 15 1 Botirteln, Cielmatittflr. 5 und an der Theaterkasse Verlosung um ü'f, Uhr im Vorraum d. rbe-'ker». — Staatstheater. Sonntag, nachm. S Uhr: Maria Magdalena. Karte» tz 2,50 M. Im Bureau de» Sildnng»-Aus!ch,ch. gwden'tr. 8, S. H. IT, Z. 10. �ugenüveranftaltungen. Sämtliche»lbtetl»ng».Vrran«e«ltnngen iallen heute an«. Die Jabreewendfeier findet heute abend 5 Ar im.Deutlchen Hvl*. Luckouer Straße, statt. Saalöffnung 4 Ubr. Eintritt 0,75 R. Anschließend Tanz.— Allgemeine Vorständekaukeren» Sannatend 7 Uhr im Zen- traljugandheim, Lindenstr. 3, 2. Hoj ltuts 3 Tr. st(5er tftrajs Zwecfor Invetttwraufriahme bleiben, tmrere ftäurer Ircöa�.'1™ 2,1.20 Ultt' geschtorsett S2 i e jca o de rp/a fa frankfurter Allee Sozicldcmokratitther Yerew«krliB(S.P.D.) 27. AbtrUuilg. Unser Mltxlied, der Zim- merer RÄirt üoünieisler wohnhaft Bolliner Str. 12 C-b. M 3. I»«-h ist mn l7. i'l. 19 plötzlich verstorben Ehre seinem«ndenkrnl Die Decrdigunz erfolgt am Freitag, den J. Januar ,n90, nachm. 3 Vi Uhr. von der Leichenhalle de, Ziono- Sememdetriedhois, Nieder- schönhaufen-Nordend, aus. Zahireiche BeteMg>mg erwartet 219/11 vcr Abt.- Vorstand. SB Am 28. Dezember 1919 starb in der Anstalt in Buch unser treuer und lieber Genosse Aagnst Töpfer im 62. Lebensjahr«, ifflit verlieren in ihm einen treuen Milläinpjer fstr die Befreiung de» Proletariats und werden ihm allezeit ein treues Andenken de- wahren. via ivenoff«-» dar AA. Abtelluug S.P.V. Die Beerdigung findet Freitag, den 2. Januar lg29, VI, Uhr nachmittag», in Buch. Anstaltssrtedhof, statt. Zlochrus. Iturz vor Jahresschluß wurde uns nach langem, schwerem Leide» unser Spediteur für Rtederschöne- weide UnmK dnrch den Tod entriffen. .3" langer, fiertziger, treuer Tatigteit war er für dre Spedition de»„Bor- wart»" bemüht Sein Andenken werden wir stet» in Ehren halten. i«! fi» Zeitunes-ZeotraletZ.-Z.) Akiieajesel Isdiaft. SMlaldzm. ülaklwreln fleudiflln S. P. B. Den Genvsfinnen und Ge- »offen die traurige»ach- richr. daß unsere langjiihrtge »rnosfin, Frau 828,29 «srtds 8edSfer »'». 19, IL«dt. nach langen, geduldigen Lechen km Alter von 3» Iahren verstorben ist Ehre ihrom Andens-n I Die Beisetzung»er Urne findet am Sonnabend, den ».Januar 1929, nachmittag« t Uhr im strrinatorwm Baumschulenweg statt. Rege Beteiligung seitens der Genesfinnen erwartet vor Voi-aiami. Öffnung und beginn dej* Itwcnittr- Verkaufr in oltcn crlattbicn flbteüungett ■und jRfiiketn Mg. öttstuintenfofie »Sr SerKll'WlievMs oqd Uingegenö. Am vonuerstn», den 8. Januar 1020. abend» t'l. Übt hn Lokal von JJlas S!rel:«r, Settin- TNorieu» darf. Gyauffeofit. 22: Außerordentliche Ausschnhfitzung der Sertteiet der Arbeitgeber und verficherten. Tagesordnung: 1. Beschlutztassung über Ankauf i eme» Erholungsheimes. 2. Wahl von S Äusschußver» tretern gem. ß 192 der Cahung. 3. Berschiedene». 286,18 Etwaige Ansengen oder Be- schwerden. bei denen Einficht- nähme in die Ziaffenaktcn er- sorderlich ist, find spätestens bis zum 6. Januar n. I». dem Bor- , stände schrittllch einzureichen. Berlin-Martendorf, den 89. Dezember 1910. Oer Sassenuorftoud. Aug. Leip, Borsitzender 8pe2islLrzl De. med. Koeben. Erprobte und schmerz lose Behandlung• Frieilriciistr.SUXvk IlBtetr.gßiSI.eS: Spr. fo-l u.4-7,Sonnt. 10-). .Se»ar«tt» Damenzimmer Wie eiii Willer Deseitipt DÄsHaussalbel ied. Haulausschi- Flecht, I ilautjuck., bes. Hetnschad., I Krarapiadern der Frauen I u.dergl, in Originaldosen I 6 28, 9 75 erhältlich in der I „Eletamen-ApothtKe" j Berlin 213, Leipziger StraSe 74sfe nu» fiireeiaete» la Suchhandlungea, an den rheaterkaffen Im Naufbau» dea Westens, dal Kermana rieh, In»ea Bafchdftsstelten zahlreicher Vaealba habptdOra C 2. Naua Frletrlchstraßa!»-»»< U, I»-ie»I— 2. Telepboa, Zentrum»»»« Zähne von3M. an in ttn Farbe genau wie die Munde stehenden, echter Zriedenstaulschut, Kleves vov 39 E an. Plomben t Sold, Silber, Porzellan. BröilenatöeOÄ (üt Patienten, die das Tragen einer Platte in Munde st ort Alle Arbeiten werden im eiaenen Laboratorium m. riet- irischem Betrieb audgesuhrt. Uniarbetten schlechtfitz. Gebisse. Reparoniren sofort stahnsiehe» nach altbewährter Methobe. Sprechfi.»— Ifi. 2— 7, Sonntags 9-12 Uhr. Zahnatelier Robert, Sru»n»«fte»A» 4. Bis Weihnachten 5 Pr«,. Rabatt. MÖBEL Lieferunj Kompletter Bemfl-, �eise-, Schlal- ubiI WehBiiiMsr ab Fabrikgebäude m.»ig. Lastauto nach ledern Ort MÖLLER Berlin, Alexanderstr. 31. Tel. Kgst 1737.• Die bekannte Entwicklung der Verhältnisse nötigt auch das Bankgewerbe, die auf ihm ruhenden und ständig steigenden Lasten durch Erhöhung der Geschäftsbedingungen wenigstens teilweise auszugleichen. Die unterzeichneten Banken und Bankiers sehen sich daher gezwungen, vom I.Januar 1920 ab die Sollzinsen mit 1 Proz. Aber Lombardsalz der Reichsbank, mindestens 6 Proz. zu berechnen und bitten ihre Kundschaft, hiervon Kenntnis zu nehmen. Berlin, den 31. Dezember 1919. Bank kvr Handel und Industrie. Beritner Handels-Gesellschaft. S. Blelchröder. Commerz- nnd Dlsconto-Bank. Delbrück, Schickler& Co. Deutsche Bank. Directlon der Disconto-fiesellschaft Dresdner Bank. LDreyfns&Co. Hardy& Co., fi. m.b.H. Mendelssohn& Co. Mitteldeutsche Creditbank. Nationalbank für Deutschland. Isolieiten Kupferdraht, Litzen und Waclisdraht, kauft höcbttzahlend' ingemturbureau dchlictiiin» Berlin W 9, Linkstrale 10. Tel.: l-ätzow 1705 und 8518. DlonVOlfiCa Beistand. mäBIge Preise. Teil FIULCq�C rehiung. Ehe-, Alimenten-, Straf 9 Sachen, Eingaben, Gnadcngeweh« Ltndgerichttni Or. t. K i r c b b a c t, Oesellacbitt m. d. N. AlcxandersernUo(am Alexanderplatt gegenObci T ieti)(9— ji illänz. Erfolge Beobaehtg. sonnt Ii- 1. Vir bauen und verkaufen Spezlalarzt Dr. Hascht Sprechstunden 10—1, 5—8. Sonnt. 10—1. ZlieMsttlM 90 srtÄrW�- 4* ... WM___ sind. Blut- nnd Harnuntersnchnng, Hdhensoa Miel rnt 42 + besonder, f. ftrankc, welche anderwärts»icht auagehnlt worden Blut- und Harnuntersuchung, Hähensoaue-Besteahluxa, ....»-—M.--— I, Epr. 10-lt. 4—7,«. 9—10. JM:ö fc>e>I Rlesenläser in I Ilt.gon I Moderne Speisezimmtr Schlafzimmer Herrenzimmer Wohnzimmer Küchen Llefr-runf: frei Haua Auf Wunsch Telliahlunzl Möbel-Haus i A. DAMITT Rosenthaler Str. 46/47 Spezial« Abteilung Uniformenfärben, in Zivil umarbeiten w schwarz, branb, blau,„ran, w S rag«» iowle Wenden, Umarbeiten, Neuarbeiten von Herren- und Oaniangarderobea ln z Tagae. Stoffneuheiten. StoffaussteUnng. Außerdem wlrd jeder Artikel In 0 logen gefärbt und i» 24 Standen chemisch gcreinial. Abholung und stustellmig toftealo». —— Orsglual- Englische»taff-- AaemahL——- » Iranersochen ia 46 Standoa. Basch&Baczkowskl, FrÜrichstraße 08 I. Platin'Sinhsl statin! Platin>Zähne nicht unterlOM., Gold. Silber, Edelmetalle kauft Platin- OroShandlung Cmi.mo P�MtfO Berlin, Dlficherstr. 40, vorn II, Ollima JelllHV»[rflher Invalidenslr. unterdem Namen Robert Linke, gtenannt Plntln.Llnkc, Qegrttndet 1895. BtilWn HetlEH Mm a) Sletetarm-Siediaeg bei etebeomalbe L«ort. s-gimmerwohnungen, Tanne u>w., TlehUierstallung und ea. 9 Morgen Lau» fstr vbst- und Semstfitdau. d)»atonte Zafanenperf det gtransberg. B-Zimmer-Kolzhtwachen mit filetntterstall U Sattenland c)»iedlang Alpenberge bei Bach. ilO/llr 9- dis 5-fihnmerwohnung. mit»letnttettwS u. Gattenlan» Meldungen von Nefiettonten. defondera auch firleg, beschädigter, welche geg. ftapttalifierung ihrer Rente sich antauf, wollen, erbittet W«e MMv-GeieM m v. S. GetriebSbureau: Gerlin-Gruncwald. Sahen, otteraba«« 1241.— Keratpr.: AHIaab 14». >4» 8pkzIsI-Dohsndlnng kühn �.'i«,! 4« InifooBCCtP 75 I iiek» Breslauer Str. dicht am Schles. Bnl. nlllircaddlr, 10, I Sprechz. 10— 12, 5— 7, Sonnt getchlossen i i Harn, und Blntnutaranchunzen...... chrirdrtchftr. 1*5, Svchpt., Ecke Unter dajl , Linden, grgenfid.d. Btttvria-Teft. fientr. 1050. Mems g?-zAen Jkföhel- Säger mit Speisezimmern,«ercenalmmeca. Schlaf ,»».Ziern, Leder- U.»otieltn.Gnrnitnren, Binich- lvfas. Trur. can». Schränken. Bertttoa, tanz. plettcn ctitchenelnrtchtnngen nsm. sieden zur ae- > älltgeu jwanalo i en Bestchtignna In der Pmnnonflc atl> Ar. t,»e.» u. Nr. 180 nahe Aoientholer Pwt, bn stLÖhel-I�echnen, i j Gebffnet von 8— 8 I old-innzen Silher-Ütünzen Piatina, Pl..ZShne nicht unter 8 Mark. Alt* Gebisse kauft E. tlaus- daii, PaJIsadcnsir. II, v. II. Elektiomolsre Gleichstrom:: Drehstrom kauft f* Iiigeniearto�a SclitiÄ] Berlin W», Llnkstr. 10. Tel. LOtiow 3705 und 8818. r JOSEPH BERGER& Co.. 166 Oranien■ Straße 166 Flügel, Pianos, Harmoniums auch mit eingebauten Spielapparaten (ohne Notenkenntntm sofort tplolkor), naujijebrauohL Eingespielte Violinen, Mandolinen, Celli, Qltarren, Lauten, sowie alle Streicli> und Znphnstrumente, Zithern mit Unterlegnoten, Konzertzithern, Bandonien, ffands und Mundharmonikas, Noten für alle Instrumente in großer Auswahl, Saiten, UtenslliM etc. 3W llmtaasch and Ankauf aller Instrnmente. Keparatur Und Anfarbeitnng von Pianos, Flügeln ete. I LEIPZI6ERtTR exiJ*2o ITTAG lÄ UHR FFNMN6- ER€EE(}BI*FEIiTieBHEIiliEN �Nationale" Neufahrswimsthe. I« einer von der.Tägltckien Rundschau" veranstalteten Rund- frage über Gedanken zum Jahreswechsel äußern verschiedene Per- sönlichkeiten Ansichten und Hoffnungen, die blitzlichtanig nicht nur den Charakter, sondern daS gesamte politische Streben und Wünschen jener Männer charakterisieren. Herrn Rießer ist offenbar der peinlichste Gedanke, den die Revolution gezeitigt hat, der an eine WirtschaftSumgestaltung. und so mahnt« mit erhobenem Zeigefinger voll schlecht verhehlter Angst: .Erspare der Wirtschaft Experimente. Sie hemmen den Rufbau und führen zum Ende." Was ist schlimmer, so fragt man sich schaudernd: Die schlechten Reime oder der geradezu klägliche Mangel an Einficht in ökono- mische Notwendigkeit«»?— Wenn Herr von W o y r s ch. der unter iemen Namen stolz den Titel.Königlich preußischer Generalfeld- Marschall" setzt— also io etwa« gibt«» innner noch?—, dreMah- nung ausspricht:»Deutsche« Lolk, werde vneder deutsch", so können wir dem nur hinzusetzen:.Aber nicht in dem Sinne, wie Herr von Woylsch eS sich denkt I"_____ Techniker mrü FMstea ln öeu Mnlsterten. Dre Preußische LandeSversanrmlmrg hat auf Antrag der Ab- geordneten Lüdemann, Woldt, Mcyer-Lippstadt und Genosse» ein- strmroig den Beschluß gefaßt, die technisch und die juristisch vor- gebildeten höheren Beamten im Muristerium sollten in ihren An- stzllung». und BefirderunaSverhaltniffen einander grundsätzlich gleichgestellt werden. Zur Ausführung dieses Beschlüsse», der nach den Erklärungen her RegierungSvertreter in erster Linie die Beamten de» Ministeriums der öffentlichen Arbeiten und de» Reichs- verkehrSminifterium» betrifft, ist bisher nicht? veranlaßt worden, vielmehr sind neuerdings die Geschäfte des Unterstaats- sekretärs in der Bauabteilung deS Ministeriums der öffentlichen Arbeite»— unter Verlängerung der Reihe juristisch vovgebildeter llnterflaatssekretäre dieser Verwaltung— dem Ministerialdirektor Kirschstein übertragen worden. Daneben werden die Geschäft« de» UnterstaatssekretärS in der Abteilung für Wasserstraßen des ReichSverkehrSnnnisterinm» durch dem au» der preußischen Vcr- waltung ausgeschiedenen Dr. PeterS wahrgenommen. Dem Vernehmen nach soll Dr. Peters den Wunsch geäußert haben, wegen der in der Frage der sachlichen Vertretung der Binnen. schiffahrtSinteressen zutage getretenen Schwier, gkeften mit einem anderweitigen hohen StaatSamt betraut zu werden. Damit ist die Gelegenheit gegeben, nunmehr das von der Lande», und National- Versammlung geforderte paritätische Verhältnis zwischen Technikern und Juristen herzustellen. Falls ein« Neubesetzung der UntcrstaatSsekretärstclle für die WafferverkehrZ. und' Wasserwirt- schaftSabteilungsn de» Reich SverkehrSministerium» notwendig werden sollte, mutz daher gefordert werden, daß neben dem Juristen im Ministerium der öffentlichen Arbeiten tm Techniker im Reichs- verkehrSministerium zum Unterstaatssekretär bestellt wind. �tzanügranaten als flgrarierschutz�. Zu dem in Nr. SSZ unsere« Blattes enthaltenen Artikel wird uns folgend« Berichtigung eingesandt: Die Landarbeiter de» Gnies Falkenstein bei Fried« berg Rm. hatte» die Entlassung de« LeuteaufseherS in Form»ine« MtimowmS gefordert und waren am lv. Oktober IStS in den Streik getreten. ohne sich an die Vereinbarungen ihre» verbände« mit un« zu kehre« und ein« SchlichtungSkommiision anzurufen. Da sie sich außerdem dazu verlerten ließen, die arbeitswilligen Rusien. fall« sie nicht mitstreikren, mit Piügsl zu bedrohen, die Arbeit der Russen aber notwendig war— 1500 Zentner Sartoffeln lagen unbedeckt auf dem Acker und drohten zu erfriere«—, sah sich der Gefangenenführer veranlaßt, militärischen Schutz zu erbitten. Da« Militär wurde sofort zurückgesandt, nachdem die streikenden Arbeiter da» Versprechen abgegeben hatten, die Arbeitswilligen nicht zu belästige». Der SchlichtungSauSschuß entschied alsdann am 25. Oktober ISIS:.Das Verlangen der Arbeiterschaft Falken- stein«, den Leuteaufleber Feuerreich au« seiner gegenwärtigen Stellung zu entlaffe», ist ungerechiferttgt." De» weiteren entspricht e« nicht der Wahrheit, daß die Guts- Verwaltung während de« Streik« angeordnet habe, daß die.Herr» schasllichen' Kühe geweidet würden, während die Deputalküq« im Stalle bleiben mußten. Die.herrschaftlichen" Kühe werde«.nie" geweidet»nd die Deputatlüh« jollteu für dis Tag» dos Streik« im X Stalle gefüttert werden, weil auf dem Felde keine Aufsicht war, Futter war zu diesem Zweck« berett« herangefahren, auch waren die älteren Leute mit der Maßnahme durchaus einverstanden. Während die Leute da« Bieh mit Gewalt— sie hätten nicht vor Tätlichkeiten zurückgeschreckt— heraustrieben, ist weder die Gutsverwattung noch der Geschäftsführer de« Arbeitgeberverbande« bemüht gewesen, dasselbe mit Gewalt auf den Hof zurückzutreiben- Al« wir iahen, daß rübige« Zureden vergeblich war, ließ man die Leute gewähren. Nicht au« diesem Gninde, sondern au« dem obere erwähntest wurde bereit« am Vormittag militärischer Schutz er- beten. Klekue politische Nachrichtet». Die Wahl des Retchspräsideuteu. Der Gesetzentwurf über die Wahl des Reichspräsidenten befindet sich in Vorbereftung. Vermutlich wird er gleichzeitig mft dem Gesetzentwurf über da« ReichStagSwahlrecht der Nationalversammlung zur Beschlußfaffung vorgelegt werden. Bisher rftch nicht entschieden ist die in der Vorlage zu regelnd« Frag«, ob die Wahl des Präsidenten auf Grund absoluter oder relativer Sttm- menmehrheit erfolgen soll. Die Meinungen hierüber sind innerhalb der maßgebenden Faktoren noch sehr geteilt. Im Falle die Wahl auf Grund absoluter Stimmenmehrheit erfolgen sollte� müßt« jedenfalls auch«ine Stichwahl in Betracht gezogen werden. Besteuerung der„toten Hand". Da« ReichSlablnett hat Dienstag zwei neuen Steuervorlagen zugestimmt. Die eine enthält die.Körperschaftssteuer", die andere die.Ergänzungösteuer" zur ReichSeinkommensteuer. Die erste Borloge bringt die Besteue-' rung aller Körperschaften sowohl derjenigen, deren Tätigkeit auf einen Erwerb abzielt, wie auch der Nickt-ErwerbStätigeu. In di« letzte Kategorie fällt dann auch die sogenannte»tote Hand". Der Steuersatz wird für die Nicht-ErwerbStätigen mit 10 v. H. de« Einkommens vorgeschlagen, für die anderen gestaffelt zwischen 10 und 30 v. H. Da« ErgänzungSsteuergeietz enthält auch die bereits erwähnte Aufwandsteuer, die de« übermäßigen Aufwand treffen soll. Ein Schritt Scheid emnun«. Zu der von un« unter obiger Spitz- marke gebrachten Meldung wird un» mitgeteilt, daß Genosse Scheideman« nicht ein Beriahren gegen sich, sonder« gege« Sonnenfeld beantragt habe, um diesem Gelegenheit zu geben» seine Behauptungen über die angebliche Aussetzung einer Belohnung zur Ermordung Liebknechts und der Luxemburg vor Gericht zu be« weisen. 5 Au? Münchens RStezeit. In Hamburg wurde der Kaufmann Faust verhaftet, der seinerzeit während der München«« Un« ruhen eine Rolle spielte. Er ist üüerführt. die Todesurteil« der Münckener Geiseln mit dem Namen.gaustiu»" unterschrieben zu haben. Faust ist größtenteils geständig. Die Abschätzung de« Hafenmaterials. Die interalliiert« Kom'mrsiion zur Abschätzung de» Hamburger Hafen- materialS rit Mittwoch mit dem Torpedoboot v St tu Hamburg eingetroffen. Arbeitsaufnahme in Magdeburg. Der Eisenbahnarbeiteraus- stand ist beendet; die Arbeit ist i» allen Betriebe« wieder auf« genommen worden. Krankreich und«kr. Infolge eine« Versehen« ist die Unter» schrisx unter dieiem in unserer gestrigen Morgenausgabe erschienene« Artikel weggefallen. Er entstammte der Feder unseres Mitarbeiter« Victor Schiff. Der Sohlenmangel. In Düsseldorf ruht der Straßen» dahnbetrieb vom 1. bis 4. Januar völlig, um eine wenigstens sechsstündige Versorgung der Industrie mit elekuischem Strom zu ermöglichen. Erhähuug der vierpreise. Da« Reichswirtschafts« Ministerium bat für das Gebiet der ehemaligen norddeutsche« Brausteuergemeinschast mit Rücksicht aus die eingetretene Steigerung der Herstellungskosten den HerstellerhöchftpreiS für Bier einschließlich Stenern aus St M., für bierähnliche Getränt«(Ersatzbier) auf 58 M. für de» Hektoliter erhöht. In besonderen Ausnahmefällen werden nach den bisherigen Grundsätzen Erhöhungen bis zu 63 bezw. 65 M. bewilligt werden. Die Einheitskurzschrift. Zur Vorbereitung der Schaffung einer Einheitslurzschrisr ist von den Vertretern der beteiligten Regierungen ein OberauSschuß eingesetzt worden. Zur Aufnahme serner Arbeiten wurde dieser Ausschuß vom Reich«» Ministerium deS Innern nunmehr auf den 18. Januar 1920 einberufen. Der Wechsel im ReichsgcrichtSprässdium. Im großen Fest- saale der Dienstwohnung deS ReichSgerichtspräsidenien fand am Dienstag unter Anwesenheit sämtlicher Mitglieder und Beamten deS Reichsgerichts- und der ReichSanwalrichaft die Verabschiedung de« bisherigen Präfidenten Dr. Freiherr» v. S ecken« darf und die Einführung de« neu ernannten Präsidenten Del« brück durch den Reichsjustizminister Schiffer statt. An« de« besetzteu Gebiet. Die französische Militär» b«Hörde hat den Gewerbeickmllehrer Hoelzel in Wies« baden verhaftet, weit er die Oberschlesier ausgefordert haß, in ihrer Heimat an der Abstimmung reilzunebmen. Bei verschiedenen Oberschlesier« find Haussuchung.« n vorgenommen worden, hauptsächlich wurde nach den Mitgliederlisten des Berein« der Oberjchlefier gesucht; einige Schriftstücke sind beschlagnahmt worden. � � Gefangenenheimkehr. Das Zentralkomitee vom Roten Kreuz, Abteilung Flüchtlingsfürsorge. teilt mit: Die Beiatzungen de« Kreuzer« Dresden und des Hilfskreuzers Seeadler find im Heimkehrerlager Friedrichsfeld bei Wesel eingetroffen. Di« in Britisch-Jnd-ien und in Portugiesisch-Jndien internierten Krieg«» und Zivilgefangenen. insgesamt eiwa 2000 Kopie, find für die zweite Hälfte des Januar in der Heimat zu zu erwarten. I» Mülhausen i. Elsaß sind die Straßenbahner Wege» Maßregelung von Angestellten neuerding» wieder in den Ans« stand getreten. Der Straßenbahnverkehr ruht vollständig. Der PoffanweisungSverkchr mit Mexiko wird am 1. Januar 1928 unter den früheren Bedingungen wieder aufgenommen. Tie Teuerung i» Frankreich. Der französische SckecVauminister Ron ten» erktärie vor der Kredukomrmsfion der Kammer, daß der Brotprei« vom 1. Febr. an in Pari« von 55 aus 90 und in den Departements von 60 auf SS Centime» erhöht werde. Dia Handelsfreiheit für JnlandSgetreide werde wieder hergestellh, während sich der Staat das Einkauf«-, Einfuhr- und BerterUing»« Monopol für AuslandSgetreide vorbehalte. Verlegung des Nationalkongresses französischer Sozialipen. Au« Straßburg kommt die Nachricht, daß der für den 25. Januar noch Straßburg einberufen« Nanonalkongreß der französischen Sozialiste« auf Verlangen zahlreich» Regionalverbände und Einzeliektioneu bis zum 25. Februar vertagt wurde; es find für denselben die Tage vom 25. bi» 29. Februar festgesetzt worden. Da« amerikanische Eisenbahapersoual gegen das Streik»erbot. Die Vorstände der vier Verbände des amerikanischen Eiienbabu- personal« haben beschlossen, gegen die gesetzliche Maßnahme, künstig» Sisenbahustreiks als ungesetzlich zu verbiet«� kräftig zu opponiere». SewerkschoMewMng Internationale Solidarität. Der Internationale Gewerkschaftsbund bat an dl« ruffifche 5ie- glerunz in Moskau folgende» Schreiben gerichtet: Werte Genossen! Wie Ihnen vielleicht bekannt ist, hat der internationale Gewerkscha'tskongreh, der vom 28. Juli bis 4. August in Amsterdam stattfand, sich in sehr energiicher Weise gegen die Blockade R u b l a n d« durch die Regierungen der sogenannten alliierten Länder ausgesprochen; außerdem ha: er den Vorstand der neuen gewerkschaftlichen Internationale beauftragt, sich so schnell wie möglich in Verbindung zu fetzen m't den Genossen derjenigen Länder, die früher keile des alten russischen Kaiserreiche« gewesen find, um möglichst genaue AuSkunfr über die Lage und Tätigkeit der rusfiichen Gewerkschaftsbewegung zu erhalten, damit er auf Grund dieser Auskunft über die Mittel beschließen kann, die durch un» anzuwenden find, um die russische Gewerkschaft»« dewegung so energisch wie möglich zu unterstützen. In Üebereinstimmung mit diesem Austrage, der un» erteilt wurde, habe ich die Ehre, mich an Sie zu wenden, um Sie in» ständig zu bitten, in möglichst kurzer Zeit alle geeigneten Mit» teilungrn über den Ausbau, die Entwicklung und die Kämpfe der russischen Gewerkschaften, ebenfalls über die durch die Kämpfe er« zielten Erfolg« an unser Bureau einzusenden. Ich habe da« Ver- trauen, daß Sie meinem Ersuchen entsprechen weiden und daß auf diese Weise der erste Schritt zu einem internationalen Zu» sammenarbeiten der russischen Arbeiter mit ihren Genossen der anderen Länder geschieht. Unsererseits verspreche ich im Namen der IL Millionen Arbeiter, die dem Internationalen Gewerkschaftsbund angeschlossen sind, die wirksam st e moralische und materiell« Hilfe, fall» sie«ötig ist und wen« die Umstände un» erlauben, sie zu leisten. Freundliche Grüße. Da« Bureau de» Internationalen SewerkschaftSbunde». E. Kimmen, Sekretär. Weitere Verschleppung der TarifvertragSverhaudlmtge« im Berficherungsgewerbe. Der Arbeitskampf im Berficherungsgewerbe wird trotz aller Bemühungen de» Zentralverbande» der Angestellten immer be> drohlicher, weil der Arbeitgeberverband systematisch jede Gelegen- heit benutzt, die Verhandlungen zu verschleppen. Da« Reich«» arbeitSamt hatte den objektiven Vorschlag gemacht, einem Schlich- tungSauSschuß die Entscheiduug darüber zu überlasien, welche übrigen Organisationen außer der Vertragspartei de« bestehenden Tarifvertrages vom!2. Mai, dem Zenirolverband der Angestellten, hinzuzuziehen seien. Kerner sollte zugleich eine Kommission unier Hinzuziehung eine« Vertreter» de« ReichSarbeitSministerium« in Verhandlungen darüber eintreten, welche Korderungen de« so« genannten Magdeburger Entwürfe» der VersicherungSangestelllen VerhandlungSgrundlage bilden konnten, und welch« nach Loge der Sache als unerfüllbar angesehen werden müßten. Der Zentralverband der Angestellten nahm lediglich im fnteresie der Wahrung de» WirtschaflSfrieden» diesen vor» chlag de« ReichSarbeitSamte« an. Der Arbeitgeber- verband dagegen lehnt« diesen Vorschlag in einer sogar nach Anficht de» ReichSarbeitSamte» schroffen Weis« ab. Der Arbeitgederverband nahm schriftlich zu der Frage, welche Organi» salionen die Vertretung der Angestellten übernehmen könnten, die Stellung ei»,.daß er allein darüber schlüssig werden müsi«, mit welchen Verbänden er einen Bertrag schließen will'. Diese Stellungnahme bedeutet eine Mißachtung de« Mit« bestimmungSrechte» der Auge st elten, welche Organi- fation ihre Jnterefienvertretung fei. Der Standpunkt entspringt ganz dem reaktionären Herr«im-Hause« Standpunkte, der die KoaNtionIfteiheit der Angestellte» verletzt, völlig unsachlich und eine grobe Entstellung bedeutet e». wenn der Arbeitgeberverband sich dabei auf«ine inhaltlich völlig ander« geartete Meinung«» äußerung de» RetchSarbeitSamte» stützt. Ebenfalls lehnte der Arbeit- geberverband die Bildung der Kommission zu Verhandlungen über die Eignung de« Magdeburger Entwurf» al« Verhandlungsgrundlage ab. Trotz der Bereitwilligkeitserllörung de» Zentralverbandes, in solch« Verhandlungen einzutreten, bringt er e« in völliger Ent- stellung der Wahrheit fertig, daran zu zweiftln, daß der Zentral- verband bereit wäre, unmöglich« Korderungen de« Magdeburger Eniwurfe» der VersicherungSangestelllen in den Vorverhandlungen fallen zu lassen. Zur Steuer der Wahrheit muß gegenüber den immer wieder- holten Tatsachenenlstellungen de» Arbeitgeberverbandes festgestellt werden, daß der Zentralverband der Angestellten lediglich verlangt. daß die Angestellten selbst die Entscheidung darüber treffen, wer ihre Vertretung ftrin soll und ferner, daß der Arbeitgeberverband über die' Forderungen der Angestellten in Verhandlungen bezw. Borverhandlungen eintreten müffe, ohne daß die Angestellte« vorder von ihm gezwungen werden. nur solch« Korderungen zu erheben, die dem Arbeitgeberverband angenehm seien. Ebensowenig bat aber der Zentralve« Hand damals Unklarheit darüber gelassen, daß er unerfüllbar« Forderungen nicht vertritt, oder ober, wie e» der Arbeitgeberverband tut. poliiisch« Gesichtspunkte über die einzelnen Korderungen entscheiden läßt. Grade die Jntereffen der älteren BenikSkollegen werden durch die Borschläge, die der Zentrolverband im Laufe der Verbandlungen zu dem Magdeburger Entwürfe zu machen in der Lage ist, am weitgebend st en berücksichtigt. E« ist unbedingt not» wendig, daß bei den weiteren vermittlungtbemübungen de« Reich»- arbeitsamte« entsprechend dem Familienstände die Festsetzung der Entlohnung eingehend« Berücksichtigung erfährt. Wechsel i« Bergarbeiterverband. Der Bergarbeiterverband bat da» Ausscheiden der langjährigen Vorstandsmitglieder, der Genosien Hermann Sachse und Karl Stühmeyer, zu verzeichnen. Genosie Sachte ist auf Vorschlag de« verbände« al« gefSSfiOführende« Bor- standtmitglied in da» Kolishndikat berufen, während Genosie Gtühmeyer von der Regierung zum Landrat in Bockum ernannt wurde. Der Gesamtvorstand de« Verbände« hat bestimmt, daß der bisherige 2. Vorsitzende. Genosie Friedrich Husemann.die Leitnng de« verbände« übernimmt, während der Genosie Friedrich W a l d h e ck e r al« 2. Vorsitzender fungiert. Die Stelle de« Hanpi« kaisierer« wurde dem Genossen Hermann Bittner übertragen. Di« Adresie de« 1. Vorsitzende« ist Friedrich Husemann, Bochum, Wiemelhauser Str. S8— 42. Für de« Achtstundentag in Italien. Die Genosien D'Arogona und B i a n ch i baben bei der Deputiertenkommer die Einfübrnng de» gesetzlichen Achtstundentages beantragt. Im Zusammenhang damit verlangen sie eine Verbesierung de« Unterricht« in Volk«- schulen und Fortbildungsschule». Achtung, Holzarbeiter! Am«. und 7. Januar finden die Bertrauentmänner« Versammlungen der Bezirke und Branchen statt. Jede Werk» statt muß vertreten sein, da Anträge zu den neuen Tarifforderungen zur Beratung stehen und in einigen Versammlungen die Kandidaten- listen zur Generalversammlung für da« Jahr 1Ü20 aufgestellt werden. vuchbtuderdranche. BertrauenSmänmrsttzung der Vertrauensleute aller in vuchdruclereien und Buchbindereien beichästigien Mitglieder am Krettag, de» 2. Januar, S Uhr. im.Alexandriner', Alex an. driuenftraß«._____ «etterauSstchte» fit da» mittlere«orddeutfchland di« Freitag mittag. Ziemlich mildes, vorwiegend wolkiges Wetter bei {unken lüdöslkichen Binden, wiederholte Ztegenfälle. Serschtszettung. Wege« schwere» Diebstahl», Betrüge«, Urkundenfälschung und Bestechung war der Diener Hieronymu» K o l l a i angeklagt.— Der Angek'agte nahm eine Stellung bei dem Rittmeister von L a»- gen auf Schönfeld bei Friedeberg an, um zwei Tage später mit dem Silberzeug, soweit«r e« schleppen konnte, zu verschwinden. Da« Silber, welche» etwa 40 000 Mark Wert hatte, verkaufte er iu Berlin für 4200 Mark. Nachdem er oen Erlös ineiner einzi- gen Nacht in einer Dar verjubelt hatte, nahm er eine Stelle bei dem Freiherrn von Z a st r v w in Polzig an. Nachdem er hier Ein- blick in di« Verhältnisse erhalten hatte, richtete er im Namen seine» Dienstherrn ein Telegramm an die Züllichauer Bank und ersuchte um Ueberweisung der Summe von 75000 Mark nach dem Postamt SW. 7 in Berlin. Sodann verschwand er unter Mitnahme der Legitimationspapiere de» Herrn v. F.. um den Wertbrief in Berlin in Empfang zu nehmen. Di« Sache war jedoch zufällig herausgekommen und als K. in Berlin das Geld abholen wollte, wurde er verhaftet.— Im Gefängnis bot er einem Aufseher 10 000 Mark, wenn dieser ihm zur Flucht verhelfen würde.— Da« Gericht verurteilte den gefährlichen Burschen zu 1 Jahr und ü Monaten Gefängni» und 8 Jahren Ehrverlust. Ms aller Welt. Hochwasser in Elfass-Lothrinizea. (Eigener Bericht.) Da» am zweiten Weihnachtsfeiertagv wkefchH zurückgegangene Hochwasser ist in der Nacht vom Samstag zum Sonntag neuerding? wieder zu einer ernsten Gefahr geworden. De- sonder» gewaltige Wassermassen führt die Jll mit sich; zwischen Brunstatt und Dornach bilden die Jllwiesen einen gewaltigen See, der sich von Minute zu Minute weiter ausdehnt«ich jede Verbiu. dung zwischen den beiden Mülhauser Bororten unmöglich macht. Da« Hochwasser führt allerhand HauSrat mit sich; ganze Schweine- und Hühnerställe kommen auf den Fluten dahergefchwemmt, be. sonder« aber viel Baugerüstholz. Da« Gelände zwischen Jllzach und Modenheim steht auf weiten Strecken unter Wasser, desgleichen da« Feld zwischen Didenheim und Hochstatt, und Mülhausen steht in dem UcberschwcmmungSgebiet wie eine Insel. Der Bahnver. kehr zwischen Mülhausen und Altkirch ist seit Sonntagabend voll- ständig eingestellt,«benfall« ist auch der Berkehr Altkirch— Beifort über Dammerkirch unterbrochen, da der große Bahndamm in« folge Unterspülung einzustürzen droht; zwei kleinere Brücken über die Jll sind von den Fluten fortgerissen worden. Be- sonder« schlimm haust« auch die Thür, deren Wassenmassen weite Gebiete überfluten. Zwischen Dollweiler und EverSheim wurde eine erst während de» Kriege» neu erstellte Brück« weggerissen. Der sonst fast trockene Vogesenfluß Doller hat in Zeit von nicht ganz einer halben Stunde da» ganze Dorf Lutterbach unter Wasser gesetzt._ Eine Leiche gestohlen. Ein eigenartiger Borfall spielte sich in Fürstenberg a. O. ab. Vor«inigen Tagen wurde dort die Leiche eine« lebensmüden Manne? gefunden. Der Magistrat veranlaßte die Abseadung der Leiche, die in eine Holzkiste gelegt wurde, an die anatomische Ätaiion der Klinik in Rostock. Bahngutmarder be- mächtigten sich nun der Kiste, in der sie anscheinend Fleisch ver» muteten. Die Gasquelle bei Hamburg. Bei einer Bohrung von 23V Meter Tiefe ist man in Neuengammen wieder auf Gas gestoßen. Der größte Teil wurde sofort aufgefangen und iu die Rohre nach Hamburg geleitet. Bayerische verkehrSsperre. Der Personenverkehr in Bayer« wird für den NeujahrStag, den Tag der Heiligen Drei Könige (S. Januar) und die ersten beiden Sonntage im Januar(4. und 11.) vollständig eingestellt. Birantw. für b«n rtOoltios. Stil: Akt»« AUItt, Ctartottenbura: ffir An,««»: Tb.»lockt, Berlin. Beklag: Borwirlo-Berlaa®- m. b. H. Berlin. Druck: Vor» wSilo-Blicklbrucktrti u. Berlaooan stall Paul Linaer u. So. Berlin, LindttiNr. i Htrrz» S BtiUttn. AJWEMTHEIM ■üzifjzjgQP Str? TConigstn RosentfiaCar» Stn TRorifypCafy Beginn Sonnabend, den 3. Januar Außerordentlich vorteilhafte Angebote Bücher Musikalien Schreibwaren Bilder Lederwaren Lederhandschuhe Bijauteria Toiletteartikel Glas Versilberte Waren Porzellan Steingut Nippes Emaille Nickelwaren Stahlwaren Holzwaren Korbwaren Puppen Kletamübel Beleuchtungsartikel Spielwaren Uhren Sport-Artikel Mal-Artikel Photo- Artikel Optische Abteilung Parfümerie Freitag, den 2. Januar � um 3 Uhr geöffnet thom 'u isnoocr TOrrStlf. ZIthong 13, u. 14. Juniar 1920. Hit-fr» fr- i-otttri«. nirlCg Einnehmer, BERLIN SW, MarksrateDotrsBe 76. Picket,«uq Ott un. __»jtftftiitn. ietiaion. ithOt. DiobOmtge Ha», und aam,- H-muniewiaitiltn fett. öl» eriltn bort,»tut |tl< 80 stohrt»»iti inlntMs- ttmä: tten*Oc|ieliniUt. rejtitiat. natl O.OO. Z»- hmnitA-r»»> Si f i fe e>'» toüait"• tlulreinlimnet ulvee E:,. V.SO. Ctto iKtiifitl. itcrlin«3, fiitnoatn&tait 4 WaSflettUÄ'i In den verlängerten Weihmditsferlen veranstalten irSMvallramttan wir neben unsern Jederzeit zu beginnenden fclaldCSSilAUl StSal Stotternde und uider« Sprachleidende wieder einen Sonderkursus für Schüler Stottern, Stammeln, Lispeln usw. werden gründlich beseitigt durch individuelle Behandlung ohne Apparat und ohne Hypnose bei Erwachsenen und Kindern. Kein langsames, unnatürliches Sprechen. Keine BernlnntOrnnc t Tu je«« and Abendkarse I Anmeldungen un er persönlicher Vontel ung der Sprachleidenden täglich nachmittags i bis 7 Uhr(auSer Sennabend und Sonntag) Dr. Sehrader's Spezlalinstitut, Berlin ff, LQlzowstr 80 Speisezimmer! Hemnjimmtt, Ldjlafjbu- «üchtn. Leder.».»odtl RlnogarnUuttn. Stand. i. Seiet, bentfdjt und Teppiche, Portitten, ftlongue.. Tischdecken in riesig aroftte Antwehl zu enorm dilligt» Preisen. Kans Lenneri. ■jndbeltoa» für«e legen. beUttäuft, Lotbringer Str. 58,• Dosrnthaler Plötz. 100 E BeloOW Schwarzer Dackel, Steuer. I 1 marle 11M7, entlaufen. »Bieber, Kurfürst eng.gl Hold, und SUbermednUIcn kauft jeden Rosten zn aDertßctisleii Preisen � Metailkontor X Berlin SWA8. Alte Jakobttr. I3S Telephon; MoriOpUti UU8 Zigaretten Pro Mille von M.»20,—»n Zigarren liüll aOa!< prima Lualitä» SavWOar<«w Beste Bezugsquelle s.Sastwirte L. Manheimer, Berlin, Berrmannstr. ttn.Kreuzbcrg). Platin pro Gramm M.1M-. Metallkontor Alte Jakobatraße 138 Telephon: Morttzplatz 128*8 PL-Zähne nicht unt. 8 ZK. Alte QebUse, Goldsachen, Sitbersacben, Geld, and Silbermünzen, Piatina kauft Prnn Knuth, /Ions- klrchstr. M, v. II IM.TOc* !!!Geld!!! . üt jede Wertlache. HOchlte An» iauitpreile für Planhscheine. Brillanten,»oldgegenstände. Zepoiche. Büdter uiw. Volkt. Frledrlchtir.41 III. Ecke«ochstr. Bettnässen, fof. Befreiung, auch in hart» nödigtten Sollen. Alter,»e- schlecht anaeden. SB» Md. Doppelschachtet 7 ML Bochn. Ferd. Bororlirka.chem. pharm. Präparate, Rrgeiukurg, B.7tl Metalldetten Stahldrahlnratratzen.»inher betten. Potüee an jebermann. «atalog sr. Llsenmobclladr Suhl la Thür. abrikl «bi» FranzSsische. Koj-nak-Rezept ottlänflid) Offerten unter K. 43 an diese Rettung.* BachbnMuiVmwdrt. Berlin SSI. 68, Clndfflltr. J Soeben trldilen in s« öfter. neubear bei toter Auf lag«: Wm»le»Mei Eduard David peew 3 lilart Nu. dem Inhalt: Pf« Mlfetabige. So:an>;tt«n' ■m pohHId)«. BMeua.— Sl. .Ußemewe B.lön.j.— Dt« poihlj die Zachbtlbao»- wie sammle.Nb»rbae ich be. Xa- gtsnata::'>7•• w>«»rd eilet ma» eine?' e til— Die Technik iti.|— Vn».— Bisfe lile ha. bu'trechn. Du Buch toll»Um begabten und Itrrtlamtn berinwadilen- den miilire tem die Bahn S» nen. flucn mancher all« Tror «kee findet In dem Buche ult eine oder andere Ihm neue und wertvolle flnregung. Zu beziehen durch dl« Sord- mtmsouctinandlunjVorwJrB Clndcnltr. 2