Nr. IS. 37. 1-Hrg. Abend Ausgabe. [ 15 Pfennig�) BeMqsprei»: s«, ms s«u». vsraus-ahldar. Pov» drimA RonatUch 4M ZU. eßL&t- «ellunq»gebühr. Umec Rrtnjbanh für Demjchlimd und Oesterreich- Unzar« f.Ti ZU. für da» übrige Ausland 12— Mi. bei tSniich e-nmal. Zustellung 1».- ZU.+ Haiuta- Aufschlag. Post» bestellungea nehmen an Sauemarl. Holland, rurewburz. Schweden und dt« Schwei». Singelraqen m die Post» Leitung,- Preisliste. Der.Dorwärl»' mit der Sonntag». beilag?.Boll n. Reif ericheinl Woche» chglich»weimal. Sonntag» einmal. Teiegramm�ldrest» .So,io>dr»»«eral BetUa*. BcHinctr Volksblstt Anzeigenpreis: ®i« achtgelpalten« RonpareMezeil» lostet 3,— M., Teuerung»zulchlag 10% kleine Mnjeigen". da» fett» gedrn-tte Morl 75 Pfg. lznijillig zwei tettgedruckte Worte), jedes weiter« Wort»0 Pfg. Stellengesuche ttor, Schlofstellenanjeigen das erste Wort 63 Psg» jedes weitere Wort 40 Pfg. Borte über IS Buchstaben jilhlen für zwei Wort«. Teuerungszulchlag 30V Familien- Anzeigen, politische und gewerkschaftliche Perein»- Anzeige» Ml. die Feile ohne Aufschlag. Anzeigen für die» ä ch st e Nummer müssen bi«» Ahr nachmittag» im HauptgeschLst. Berlin SW 68. Linden- Kratze 3, abgegeben werden.®«S(fa«t mm» Uhr früh di» 3 Uhr abend». �entrslorgan 6er fosialckemokratifcken Partei Daitfcblands s? Reüaktioo und Expedition: SW. 68, Lindettstr. Z. llerniv recker: Amt Mantivlat». Str. 15190—15197. Mittwoch, den 7* Januar 19'40. Vonväcls-Verlag G.m.b. H., SW. 68» Lindenstr.Z. »kerntvrecker: Amt Marivplu», Nr. 117 53— 54. Schweizer Sündenfall. Der im perialistlsch-kapitalistischeTaumel, der iiärker den je Westeuropa ergriffen hat— vielleicht wie so oft die Ueberspannung vor der Kata>'trophe— und deffen urkundlichen Niederschlag die Friedensschlüsse von Versailles und Saint Germain bilden, hat anscheinend auch in der Schweiz s-einen Einzug gehalten. DaS Land der Demokratie und Neutralität, das während des Krieges eine kluge und gerechte Neutralitätspolitik geübt hat, trotzdem oder weil es Connatio- nale dreier kriegführender Völler in seinem Bereiche vereinigte. geht jetzt auf Ländergewinn aus. Vorarlberg, das Ländchen zwischen Bodensee und Arlberg mit seinen 150(XX) Einwohnern, wird von weiten Schweizer Kreisen als eine höchst begehrenswerte Er- Werbung angesehen. Die Schweizer Stickerei- i u d u st r i e in St. Gallen wünscht nicht, daß die Vorarl- berger Sticker. die bisher weilgehend von ihr abhingen, in irgendeinem späteren Zeitpunkt zur Selbständigkeit heran- wachsen und infolge günstigerer Produktionsbedingungen auf dem Weltmarkte, besonders aber in Deutschland, eine über legcne Konkurrenz bilden. Die Schweizer Eisenbahnen sehen in der— gemäß dem Frieden von Saint Germain aus- zubaneuden— Bahnlinie von Mals nach Landcck und ihrer Verlängerung über den Arlberg eine Gefahr für ihr Verkehrs- Monopol zwischen �Italien und Westdeutschland und streben da.er die Kontrolle über die Ärlbcrgbahn an. Der Holz- Hunger der Schweizer Industrie begehrt die Vorarlberger Wälder. Nicht weniger vorteilhaft erscheint den Schweizern die Ausdeutung der Vorarlberger Wasserkräfte. Allen diesen Bestrebungen, die m der Schweizer Presse mit bemerkenswerter Offenheit Ausdruck gefunden haben. kommt die Valuta entgegen, die dem Schweizer Franken eine dreißig fach höhere Kaufkraft beimißt, als der öfter- reichischen Krone und die Auskaufung Vorarlbergs billig macht. Dazu tritt die Anhäufung österreichischer Kronen in der Schweiz, die weniger durch den Handelsverkehr als durch das Treiben der Steuerflüchtlinge zustande gskommen ist und nach einer entsprechenden Anlagegelegenheit suchen läßt. Kein Wunder also, wenn gewisse österreichische.Emigranten" in der Schweiz den Vorarlbergar Anschluß mit besonderem Eifer betreiben. Ja Vorarlberg selb st' hatten die KriegSmüdigkeit und das Willkürregiment der Landesbefehlshaber während des Krieges bald nach dem APchluß des Waffenstillstandes den Gedanken des Schweizer Anschlusses in Fluß gebracht. Zunächst waren eS überwiegend NichtPolitiker und auch ein paar politische Glücksritter, die für den Anschluß agitierten. Tie Landesregierung, die fast ausschließlich aus Christlichsozialen besteht, griff den Gedanken schließlich auf und� veranstaltete im Mai l9l9 eine Vorab st immung darüber, ob mit der Schweiz in Vorbesprechungen wegen eines Anschlusses eingetreten werden sollte, wobei die An- schlutzfrcunde die Parole ausgaben, mit.Nein" tzimmen, hieße auf das Selbstbestimmungsrecht verzichten. Daher und unter dem wirtschaftlichen und politischen Druck, der infolge der Enchntepolitik auf Dcutschösterreich lastete, war es kein Wunder, wenn eine erhebliche Mehrheit sich für die Schweizer Verhandlungen aussprach. Sie sind, wenigstens offiziell, nicht zustande gekommen. weil die Schweizer Regierung damals jeden Anschein un- korrekten Handelns vermeiden und auf Verhandlungen mit Voralberg nur eingehen wollte, wenn die Wiener Re- g i e r u g dessen SclbstbestimmungSrecht anerkannte. Dafür fehlte aber die Boraussetzung, nachdem das Ländchen sich am 23. November 1918 selbst und aus eigenem Willen als Be- standteil der deutschösterreichischen Revublik erklärt hatte. deren Vizekanzler der Voralberqer Christlichsoziale Jodok Fink ist. Auch mußte die Wiener Regierung damit rechnen, daß ein Nachgeben gegenüber Boralberg auch in anderen Ländern und LandeStcilcn Loslösungsbestrebungen gezeitigt und schließ- lich den Bestand Deutscköslerreichs in Zweifel gestellt hätte. Endlich aber ist der Begriff des Selbstbestimmungsrechts, wie immer er seit Aufstellung der 14 Punkte Wilsons ausgelegt und durchgeführt worden ist. immer nur auf nationale Ein- heften, nicht auf einzelne Verwaltungsbezirke ohne nationale Besonhcrheit bezogen worden. Die demgemäß zurückhaltende Stellung dex Wiener Regierung paßte den Vorarlberger Anschlußagitatoren, die be- reftS yom Frieden von Saint Germain Verwirklichung ihrer Pläne hofften, gar nicht. Aber auf ein objektiv unwahres und unwürdiges telegraphisches Gesuch an Herrn Clemenceau erhielten sie keine Antwort, und der Friede von Saint Germaiu beließ sie bei Oesterreich. Das Lorgehen der ijnschlußwerber erregte damals auch in Vorarlberg Unwillen, zumal nur ein geringer Bruchteil der Bevölkerung, vor allem die Kreise, die den Gewinn des blühenden Kriegsschmuggels aus und nach der Schweiz in Sicherheit bringen wollten, wirklich den An- sckluß wünschte, wä rend die Menge des Volkes, teils auS Gedankenlosigkeit und kritiklos der Agitation folgend, den Scvweizerrummc! mitmachte, teils aber in scharfer Ablehnung dem Schweiz« Anschluß gegenüberstand. DaS gilt ms- \ besondere von den beiden Minderheitsparteien, de» Deutsch- freiheitlichen und den Sozialdemokraten. Die letzteren haben in ihrem Parteiblatt, der.Vorarlberger Wacht", den Schweizer Anschluß und dessen kapitalistische Motive auf das nachdrücklichste bekämpft und ihren Standpunkt auch in Schweizer Zeitungen, so kürzlich im.Volksrecht", unverhohlen zum Ausdruck gebracht. Hatte der Schweizer Anschluß in Vorarlberg an Boden verloren, so entfalteten die Anschlußqgitatoren nun eine um so regere Tätigkeit in der Schweiz. Man verfuhr dabei weitestgehend nach der Formel:»Haltet den Dieb!" Man unterstellte dem Deutschen Reich, das in selbstloser Weise den hungernden Vorcrlbergern Lebensmittel geliefert hatte, Annektionsabsichtcn. Ja. man ging soweit, vom bevor- stehenden Einmarsch deutscher Truppen nach Vorarlberg zu berichten.(!) Dabei war gerade von reichS- deutscher Seite jede Einwirkung auf die Vorarlberger Ver- hältniffe vermieden worden und manche wohlgesinnte An- regung von Vorarlberger Seite hatte eine Ablehnung erfahren müssen. Schon deshalb, weil man die Amtshoheit der öfter- reichischcn Republik unter allen Umständen zu achten wünschte. Schließlich gelang e» den am Anschluß interessierten Schweizer Kreisen und ihren Vorarlberger Helfern, eine er- hebliche Zahl bürgerlicher Schweizer Politiker zu bestimmen. daß sie in einer Eingabe an den Schweizer Bundesrat wegen Wahrung der.bedrohten Schweizer Interessen in Vorarlberg" und des»Vorarlberger Sesbstbestimmun�srechts" vorstellig wurden, und nunmehr wich auch die Schweizer Re- g t e r u n g von ihrem bisherigen peinlich korrekten Wege ab. Im Ständerat erklärte der Bundesrat Calonder. daß unverkennbar eine starke Bewegung für die Aufnahme Vorarlbergs' u..» diese Ausnahme zweifellos erhebliche wirtschaftliche Vorteile— uämlich für die Schweiz — in sich schließe. Es sei zwar verftüht. jetzt schon über die politische Aufnahme Voralbergs zu entscheiden. da die Stimmung in der besonders interessierten romanischen Schweiz noch nicht geklärt sei. Auch gedenke die Schweiz sich in keiner Weise in die Verhältnisse»zwischen Oesterreich und Voralberg" einzumischen. Für den Fall aber, daß auS irgendeinem Grunde die Loslösung Voralbergs von Oester- reich in Frage kommen sollte, würde der Bundesrat aas Wunsch deS Voralberger Volkes mft ganzer Kraft dessen Be- strebungen zur Verwirklichung seines Selbstbesnmmungs- rechts beim Völkerbund bczw. bei der Pariser Konferenz unterstützen. Wenngleich die Schweiz in einer späteren RegieruugS- erklärung die Rede des Bundesrats Calonder abzuschwächen suchte, hatte diese ihre aufreizenden Wirkungen bereits geübt. und diese Wirkungen offenbarten sich in den Sitzungen des Vorarlberger Landtags zu Beginn dieses Monats. Zwar eilte der österreichische Vizekanzler Jodok Fink von Wien herbei, um beschwichtigend auf seine Landsleute ein- zuwirken. und' er erzieKe im LandeSrat zunächst auch ein Kompromiß des Inhaltes, daß die Angelegenheit des der- meintlichen Selbstbeftimmungsrechtes auf dem verfassungsmäßigen Wege über die Wiener Regierung weiter verfolgt werden sollte. Aber nach Abreise Jodok Finks ergingen viel weitergehende Beschlüsse des Vorarlberger Landtages. Er beauftragte den Landesrat. bei der österreichischen Landes- regierung die sofortige Anerkennung des SelbstbestimmungS- rechtes und dessen Verwirklichung beim Obersien Rat zu ver- langen und alle erforderlichen Vorkehrungen für den'Gebrauch des SelbstbcstimmungSrechies zu treffen, insbesondere die Stimmlisten sür eine Volksabstimmung ständig auf dem Lausenden zu erhalten. Angenommen wurde ferner, nnd das ist der springende Punkt, ein Antrag des chriftlichsozialen Landesrates Neyer, dahingehend, daß der Landesrat ermächtigt werde. »nötigenfalls" über den Kopf der Wiener Regierung hinweg dem Völkerbund bzw. dem Obersten Rat den Wunsch Vorarlbergs nach Anschlußverhandlungen mit der Schweiz zu unterbreiten. Alle diese Anträge gelangten von der christlich- sozialen Mehrheit fast einstimmig zur Annahme, während Sozialdemokraten und Deutschfreiheitliche geschlossen dagegen protestierten, ersiere schließlich durch Ver- lassen des Sitzungssaales. Die»Voralberger Wacht" legte dann den Standpunkt der Partei am 7. Dezember 19l9 in den markigen Worten fest: .Wir können el nicht mit unserm Gewissen vereinigen, unser Volk wirtschaftlich und nutie al zu schädigen, und sind deshalb Gegner de« ÄnichlusseS, wie.»ir auch underiöhnliche Feind« de» Schweizer und des geür-teil WeftkapftaliSmuS sind. Wir wollen im Rahmen Deutschösterreichs zum großen Reich aller Deutschen." Man wird abwarten müssen, wie sich die Dinge weiter entwickeln. Sicher ist die G e f a h r groß, daß ein Teil Dcutichöftcrreichs um vermeintlicher materieller Vorteile willen von diesem Staat und vom deutschen Gedanken ab- splittert. Immerhin bestehen aber noch manche Hem- mungen. Die Kundgebungen des Vorarlberger Landtages haben w Tirol das Verlangen nach wirtschaftlichem An- schlutz an Deutschland und in andere» österreichische» Länder» ähnliche Wünsche hervorgerufen. Gibt die Entente Vorarl- berg nach, so kann sie folgerichtig auch den andern Ländern ein SeldstbestimmungSrecht nicht mehr versagen und das begründet die Vermutung, daß sie doch lieber auch die Borarlberger zviickiveisen wird. Auch ist in der Schweiz die Opposition gegen den imperialistischen Kurs der Regierung im Wachsen. Neben Angehörigen verschiedener Parteien im Tessin und im Kanton Waadt sind eS vor allem die Sozialdemokraten, die den Irr weg der Regierung mißbilligen. Ihr gewaltiges Anwachsen bei den letzten Wahlen kennzeichnet die Volksstimmung. So würde schließlich in der Schweiz kaum eine große Mehrheit für den Anschluß zu haben sein, und dasselbe wird in Vorarlberg selbst gelten, wenn man dort erst einmal die Motive der Schweizer Anschluß! rcunde und die möglichen Aaschlußbedingungen kennen wird. Urban Licht. Ein französischer Racheakt. Di« Kunde von der Verurteilung der Brüder Roch- ling durch das französische Kriegsgericht zu j« 10 Jahreu Zuchthaus. 15 Jahren Landesverweisung und 10 M i l I i o> nen Frank Geldbuße beschäftigt andauernd die deutsche Oeffentlichkeit. Die Begründung dieses Urteils ist noch nicht de kannt; man kann aber auf den Inhalt der Gründe schließen au» dem eingehenden Berichte, den der Berichterstatter deZ französische» Kriegsgericht» dem Gerichtsherrn über das Ergebnis de» Ver fahrens erstattet hat und daS uns inhaltlich von zuständiger SrelU mitgeteilt wird. Danach ist folgendes festzustellen. As im Laufe des Krieges sich he Not.vendigkei» ergab, die Produktion der deutsche» Industrie an Kriegsmaterial aifts äußerste zu steigern, um gegenüber der den Feinden zu Gebote stehenden Produktion der ganzen Welt di« Möglichkeit deS Wider- stände» aufrechtzuerhalten, hat die Heeresleitung sich entschlossen, die im besetzten Gebiet« vorhandenen industriellen Werke dem Betrieb der deutschen Werke d i e n st b a r zu machen. Zu diesem Zwecke wurde aus Werken, die still logen, das erforderliche Material an Eisen usw. entnommen. ES wurde» aber auch ganze Maschinenanlagen abgebrochen und deutschen Werken gegen Bezahlung«ine» angemessenen Preises zur Verfügung gestellt, um Wen Betrieb zum Nutzen deS Reiches aufrechterhalten oder erweitern zu können. Es war dies eine harte Maßregel, die aber durch die Kriegsnotwendigkeit aufgezwungen wurde und völkerrechtlich zulässig war. An der Ausführung dieser Matzregel haben sich die Brüder Röchling, ebenso wie die übrigen deutschen Industriellen, beteilig!. Deshalb sind die Röchlings jetzt verurteit worden. Hermann Röch- ling hat als Vertreter seines Werke? Verhandlungen mit der beut- fchen Regierung geführt wegen Ankaufs der durch Abbruch eines französischen Wertes zu gewinnenden Maschinen für ein« Erwefte. rung der Werksanlagen in Diedenhofen, die von der Heeresleitung gewünscht wurde, weil die vorhandenen Werk« in Völklingen infolge häufiger Fliegerangriffe nicht den erforderlichen Detrag an Heeres» Material liefern konnten. Robert Röchling wird vorgeworfen, daß er sich an dieser.Maßnahm!: beteiigt habe. Außerdem wird er be- schuldigt, daß er in seiner Eigenschaft als Offizier die ihm erteilten Befehle zur Beschaffung von Material auS belgischen und französi- sehen Fabriten— nicht sür sein eigenes Werk, sondern für andere Zwecke— ausgeführt habe. Tie Gehässigkeit des Vorgehens gegen ihn zeigt sich darin, daß ihm vorgeworfen tmrd, daß er allerhand bei Durchsuchung seiner Wohnung gefundene Gegenstände ge- stahlen habe; die eigenen Ausführungen des Berichte? lasse« er- kennen, daß er sich über den rechtmäßigen Erwerb dieser Gagen- stände hat ausweisen können; es ist auch insoweit Frei- sprechung erfolgt. Nach diesem Sachverhalt kann bei keinem der Gebrüder Räch- sing von eiiter strafbaren Handlung die Rede sein. Soweit Robert Röchling als Offizier gehandelt hat, hat er nur pflichtgemäß die ihm erteilten Befehle ausgeführt; im übrigen sind die französischen Maschinen ordnungsgemäß von der deutschen Regierung gekauft, die zur Verfügung über die Maschinen völkerrechtlich befugt war. deren Verfügungsrecht jedenfalls seitens deutscher StaatSonge- höriger nicht in Zweifel gezogen werden konnte. Wie bringt«S da? französische Gericht fertig, trotzdem auf diesen Sachverhalt die Anklage des Diebstahls und der Sachbeschädi-- gung zu stützen? Die» ist nur dadurch möglich, daß alte rechtlichen Erwägungen in?en Hintergrund gedrückt werden und in breiter Ausmalung geschildert wird, wie die deutsche Industrie, insbesondere Gebrüder Röchling es verstanden hätten, zum Nachteile der stan zöfischen Industrie ihre eigenen Interessen zu fördern. Der Be- richt bestreitet ferner das Recht der deutschen Regierung zur Be scklagnahme der französischen Maschinen und bezeichnet ihr Vor- geben al« eine Verletzung des gemeinen und des Völkerrechts. Für diese Verletzung sei nicht nur die Regierung verantwortlich, vielmehr treffe die Verantwortlichkeit auch die deutschen Industriellen, die um ihres Vorteils willen von den Maßnahmen den Regierung Ge» brauch gemacht hätten, sie seien Mitschuldige und könnten sich nur dann entlasten, wenn sie de» Nachweis erbrächten, daß sie von der Regierung zur Mitwirkung geradezu gezwungen worden wären. Dies« Ausführungen sind falsch Tie Wegnahme der Maschinen durck das Deutsche Reich war eine KvtegSmaßnahme. Wäre es selbst richtig— wa» nicht der Fall ist—, daß hierbei gegen da? VMervecht verstoßen wöre, so würde dadurch cm dem Charakter oer Handlung olS KriogZiuaßnahme nichts geändert werden. Sie tonn niemals desba'b zu einem gemeinen Tiebstahl gestempelt wer» den, weil angeblich eine Verletzung des Völkerrechts vorliegt. Auf !'den Fall aber könnlen aus einer Verletzung des Völkerrechts Rechtsfolgen nur gegen das Deutsche Reich hergeleitet werden, nicht a er gegen dessen Staatsangehörige Zum Diebstahl gehört, das T'swußtsei« der R.'chtswidrigkett, und Sovon kann keine Rode sein. .�'nn der einzelne Staatsbürger eine von ihm für rech'-mäßig er- achtete Anordnung seiner Regierung ausfWrt. Hiernach liegt keinerlei strafbare Handlung vor. Aber selbst wann sie voklängei>dste aus. Truppen in das Gebiet zu entsenden, damit da» Ver- trauen der Arbeiterschaft zur Regierung nicht untergraben wird und nicht sonst schlimme Zustände entstehen.' Vom Sozialdemokratischen Wahlverein ln Swinemünde wird dem..Vorwärts' geschrieben:/ Ansang Dezember zog hier da» Sturmtzataillon vütkcnhaus ein unter den Klängen des Liedes»Teutschlanv über alles', Seit dieser Zeit ist kein Tag vergangen, an dem nicht unsere Bürgerschaft durch die Soldateska belästigt wurde. Sonntags erscheinen diese Helden, umgeschnallt und mit Revolver auf den Tanzböden«nd fangen Schlägereien an. Am 3. Januar lag hier ewi englisches Torpedoboot im Hafen, Anlaß genug, daß zirka>00 Mann dieser Truppen— an der Spitze der Kommandeur hoch zu Roß— sich vor dem Boot im Halo- kreis ausstellten— und die..Wacht am Rhein' sangen, der sie d.n schönen Schluß angehängt lmtt.n:„Da kann kein RoSke was be« machen, da kann kein Eberl dran wackeln." Ende Dezember brachte da» hiesige Tageblatt eine Lokalnotiz, in de? das Verhalten der Truppen zeri'igt wurde. Am nächsten Tage rrschira rin Lcut- nant und vrrttindete, daß die Druckerei»ach der SUvestersrirr vr» Bataillou» gestürmt wrrden würde. Nur der Umstand, daß das Blatt unter dem Druck dieser Drohung eine den Tat» fachen widersprechende Berichtigung aufnahm, ver- hinderte die Tat. Die Silvesterfeier deS Bataillons verlief auch in unerhörtester Weise. Als am Neujahrsmorgcn ein schwer kriegsbeschädigter Genosse zufällig am Elysium, dem Festlokal, vorbeikam, hörte er, wie»Heil Dir im Siegcrkranz" ge» sunger. wurde. Er stellte einige Soldaten deswegen zur Rede mit dem Erfolg, daß diese rohen Menschen den Krüppel zu Boden schlugen und mit Füßen stießen. Das Sturmbataillon Lütke n- hau» befaß dann noch die Frechheit, dem hiesig.n Tageblatt folgenden Bericht aufzuzwingen: »Um unsinnigen Gerüchten über die Silvesterfeier de» Sturmbataillon» Lütkenhaus im Elysium entgegenzutreten, teilen «mr Ihnen mit, daß die Skeujahrsfeier des Bataillon» einen gtänzenden Verlauf genommen hat und ein neuer Beweis dafür erbracht wurde, welcher vorzüglich« Geist da» Bataillon beleett. Heber die sogenannte.Schlägerei' sei kurz folgende» gesagt: Gegen Schluß der Feier wurden patriotische Lieder gesungen. darunter auch da» Lied:„Heil Tie im Siegerkranz". Tarauf fühlte sich ein Herr in Zivil veranlaßt, abfällige Bemer- k u n g e n über das Treiben der Soldaten zu machen. Tie» rief natürlich(!) die helle Empörung der Baltcnsoldatcn hcrver. welche damit endete, daK de» betreffende Herr eine Tracht Prügel erhielt und durch kräftige Soldatenarme durch die Fensterschcibrn ins Frisch« befördert wurde. Dos Baiaillon ließ sich durch diesen kleinen Zwischenfall in der Fortsetzung der schönen Feier nicht im geringsten stören.' Klarer al« durch diese eigene Darstellung kann wohl nicht erwiesen werden, in welcher Weile sich das monarchistische Söldnc«- gesindel heut« schon Herr in Deutschland fühlt. Die vorstehenden Berichte sprechen für sich selber. W» fordern sofortige vollständige Entwaffnung der Baltikummeuterer. die für Deutschland eine ständige Gefahr und Landplage bilden. Ferner fordern wir, nachdem wir hier unwiderspiochen nachgewiesen haben, daß die den Baltikumcrn versprochene Amnestie der Reichs- Verfassung widerspricht, daß endlich gegen säint- liche Offiziere»vegen Meuterei usw. strafrechtlich ein- geschritten wird. Weichs Folgen das Versprechen der Amnestie gehabt hat, das lckßt das jetzige Benehmen dieser Leute nur allzu deutlich erkennen. Kenzert-Ämschau. Der Arbeiter-SängerbunV in der Philharmonie. Ein Rest bleibt aus dem alten Jahr nachzutragen, zur Häisie j-inlich. zur anderen Hälfte«iqmckend. Ziveifelbaft der Genuß äeim PremhS law-Ouartetr, wo Artur Schnabel es für ;ut hielt, dem Schumannlchen sis-«Zur- Ouiuiett futuristisch präludieren und sich auch sonst in rhythmischen Hemmungen. erben Anschlag?- Nuancen Lbernimml. Eist im zweite» Satz blüht wieder echte» Leben und warme», unge- ivungeneS Gefühl. Den Futuristen Schnabel lehnen v'r ab- sn Romantiker am Klavier aber, den Brohm»- und Moiart-Jnter- reten— den Schnabel wollen wir hallen. In alte Zeit hinein- uleuchten, ist die dankent werte Marotte der ausdrucksreichen Zängerin Helene Siegfried. Sie bringt au» vergesienen Literaturen, abgelebten Stil- Perioden stets Neue». Tiesmol eine äiuite von Telemann, klingend, sauber, aber im Ueblichen ballend. lrien von Telemann und Hasse in der tüchtigen Bearbeitung von ieichtentriit, Lieder von Graun, deiien Metzels Klaviersatz 'neu satten, dem Zeiitolorit möglichst treu bleibenden Rahmen schafft. In all diesen Lammerwerken. Arien. -kantaien sind musikalische Werte verankert, di« sich steigern m historischen Vergleich, im Betrachten der Stil-Eigenbeiten. Bei aller Anerkennung dires wüidigen, fast ehrwürdigen Programm»: am besten komme» die Pbilologen weg, und man sollte die Hälsie -eS Raum» der neuen Zeit anvemauen. Sonst könnte einmal .Äohliat Plage werden. Emil Schipper nimmt für sich schnell .in durch die noble, affelifieie Art. seinen schönen, schweren Baß austönen zu lasten. Er erinnert an Fischer, dem er auch in einer entbehrlichen Groblörnigkeit nachkommt. Er sang Arien aus»HanS Helling' und Euryantbe. Da» Oickesier führte sieickenberger au» Wien. Eine Podiumzirrde, elegant und doch nicht oberflächlich, temveramentvbll und doch nicht»ifernd. vorbildlich in per zarten Ruancierung der(ach, wie benlichen'.i Mozart-Sinsonie Rr. LS. In der.Euiyanien'-Luvertüre fehlte eine Geschmeidigkeit und ein Du't der Streicher, den Nrkiich bei tsn Philharmonikern helaufbeschwörr; lag'S am Orchester? Ich -laude fast. Reichenberger und Schipper wurden mit Recht ge- (eiert. Mit weniger Recht der Barilonist V. Za w i lo w» ly. der einst an der Komifcheri Cm al» Begabung ouisiel. E» febtt»hin nicht an Intelligent und EinsühiungSlrait. aber mit seinem spröden. unausgieblgen Organ füllt er nichl die Lücken, die da» Matilerche Orchester dem Sänger zugewiejen Hai. Meyrow>tz sorgte daiür. daß von den genialen Liedern«ine» sabrenden Gesellen und den zindertotenlieder» dennoch rein«, wehe, aufrüttelnde Stimmung -»»«strahlt. Aber da sind wir schon längst im neuen Jahr, da« uns den Musilgenuß nicht im Marenhausbrlrieb ertöten möge. Jaicha Tpiwakowsky. eine Verbeißung de» voiigen Fabre», ist noch keine letzte Erfüllung. Ein meister basier Techniker spiniisier« er Kleinigleiten a»S der Schumonnschrn O-ckur- Phantasie.heimlich lau'ckend' prachlvoll berous. Andere« l»'rd be'täufig, wenn auch korrekt abgeian. Die großen Bariatiwien über da» Thema: Weinen. Klagen und Crue fixu» baut er sauber«nd glanzvoll aus. gibt Kraft und Seele her und bot für de» tröi'inde» Abschluß nur noch die letzten Bewegungen der Arme, nicht mehr treibenden Atem übrig. Es fetzlt die Oelonomie, da» Handweikliche ist vollendet. Zu dieser Vollenbmiq haben einzelne Abteilungen de»»Deutschen Aebetler-Sänger« b u n d e»' noch immer einen stotilichen Weg. Wohl ihnen, daß sie für ihre ernsten Nebungen noch wirtliche Ziele zu verfolge" baden. Di« Jagd nach der Wahrheit und nach dem Erfolg ist sckölier al« ibr Teilbesitz. Da» 2V. Siiflungsfest sab einen übervollen Philharmoniesaal. angeregi, Menichen, Hörle iang'rohe Frauen und Männer mit der Materie ringen und kreui« sich man»«» wohlgetroffenen Chorwert«. E« seien die Chormeister Ludwig, Coro. Thilo. Bothe. Kurz, die alle eitrig bemüht find, au» Hebung Kunst wachsen ,« lassen, lobend genannt. Hermann Scherwen zeichnete verantwortlich; er war weder aui dem Podium al» Dirigent noch in dem nach ihm benannten Ouariet, zu be- merken.___ Kurt Singer. Di, Männer d«? Frriheit. Die Revolution hat mit jähem Schlage das eifrige Gerede au» der Zeit von Kriegsbeginn abge- tan. daß nun HSü erledigt sei. Das in Sackgasien geistiger Ver. Dämpfung festgelauscne Europa besann sich wieder auf die alten Verbindungen mit den Herden freiheitlichen Denken», die da» acht- zehnte Jahrhundert loh in Brand gesetzt hat. und fing an, den neuen Umsturzakt mit den rerganqcn«» NevolutionSleistungen zu ver- gliedern. Daß aber die Geichichissiteratur letzten Jahres in Deutschland darin Erhebliches zutage geiördert hätte, läßt sich nicht sagen. Nur ein paar schmal« B«rgleich»schristen fielen einer breiteren Qefsentlichkeit auf: Sigmund Hellmann».Die großen europäistben Revolutionen'(Leipzig. Dunker u. Humblot) und Roben Ulich» „Europa und sein« Revolutionen'(Leipzig. Theodor Weicherl. ES siegt nahe, dieser mageren Ernte eine Erklärung zu suchen in dem geringen Verständnis, das der Geschichte der Revolutionen in den letzten Jahrzehnten in den Stuben zünftiger deutscher Ge- lehrsamkrit blühte. Wenn einmal zusammengetragen würde, wa» dort über die aetsttgen Bahnbrecher her Revolution Beachtenswertes gcurteilt worden, so würde sich keine Echetztrube füllen. Vielleicht war da» nun auch nicht ohne Einfluß auf da» drei- hunderr Seiten füllend« Buch, das«lkred Semerau unlängst unter der Aufschrift.Die Männer der Freiheit' fltei Bong, Berlin) erschein«« ließ. Bat« di« Verbindung mit jenen Männern i« Deutschland de» letzten halben Jahrhundert» irgendwie stark ge- Wesen, so war« das vermutlich auch ein Anreiz geworden, diese» un» zeitlich nahen Zeugnisten ein Mitze.chen recht bei den Bildern der Männer einzuräumen, deun dieS Buch soll doch ein Bond knüvien zwischen dem Geist der Revolution, der einst geweht hat und wieder in ein Wehen gereten ist. Daß solche Mitwirkung in Semerau» Aibeit gar so wenig eine Roll« svielt, läßt sich also immerbin er- klären. Der Mangel hätte aber dvrck um so regeres Ausbeuten deS Schriftwerte» sozialistischer Geschichisdenker mebr al« geschehe« ausgeglichen wer..m sollen. Denn in der von Semerau durch- wanderten geistigen Welt, die zwischen Voltaire und Jaurs» sich über Europa hindehnt. sind die Beziehungen dauernd eng. und immer wieder beweist die Tenkarleit der aufsteigenden jüngeren Generationen, daß sie sich ihrer geistigen Abstammung donkbar pe- wüßt sind. Doch wcnn da« Buch Semeraus hier versagt, so braucht es darum noch nicht verworfen zu wcrdmr. ES kommt aber auch sonst ohne einiges Verzeihen nicht ans. Ueber jenen Mangel hinau» hat e» noch den Einwand zu tragen, daß der Kreis der Männer de, Freiheit einer Erweiterung um xtliche andere Gestalten dringend bedurft hätte, vor allem um Hein- rich Heine, den braven Tambour, der unbedingt au' dem Plön fei» mußte, wo Freiligrath. der Trompetcr der Revolution, ins Glied ge. stellt wurd«. Hier klafft eine schmerzliche Lücke, über die sich schwer hinwegsehen läßt. Denn gerade dem. was den Reiz des Buches ausmacht, geht damit ein Zustrom bester Bluiskra't verloren Und, doch ist dieser Reiz auch jetzt schon stark: in all den Ausschnilien oe'chichtfichen, philosophischen, politischen, biographischen Inhalts, die Semerau au» den Schriften. Briefen. Tagebüchern der von ihm ac- wählten großen Freiheitsgeister Europa» wetet. pu'siert die reichste Fülle zeugender Gedanken, und immer rucken sie glühend leberdig aus, wo fie mit unserem neuen Tag« in Berührung kommen. ee- Die..Lichtstabt' al» Rebelstadt..Wird Pari? bald ko�neblig sein wie L-'ndvns' Diese Frage wurde auf einer der letzten S'tzun- gen der Pariser Akademie der Wissenschaften ernsthaft erörtert. Anlaß dazu gaben die Berichte des Pariser Wetterdienst«», au» denen hervorgeht, daß die Pariser Atmosphäre während der letzten W Jabre in immer steigendem Maße von Rebeln heimgesucht wird. Im Jahre lOlv war die Stadt an nicht weniger al» 60 Tagen um die Mittagszeit in Nebel gehüllt. »bnarb VernfteinS LebenSertnnenrnaen. die»ntcr dem T'tel „Aus den Jebren mein«» Crl«' im VerInge Crich Reiß, Scrlin W �2, er« ichienen. liegen bereit» in süniier Auilr ge vor. «e»b«rt Her-ptwonn» n, nee Drama»?ndi»»bdi- Iii foeden im Januar best de?.».-,«»« Riindichau'(bei S. giicher Verlag, verlm) voll. bändig abgedruckt erschienen. »in v»,lbelw.Nande.Vbe„d wbd von der Verlt-e» Ortegruvve der Mcleb-.a.ati der Freundp Slbelm Raab«» an, 9. Januar, obenSS, I, Afr, im A«tani'ch-n'»tjmnahum, Hallesche Str. 5»/�, vcranl.oltet. St" Huw gervatim.Dri» van Paul Eraeber wird ausqesubrt. Heinrich«pu» spricht üb««aatw. Dr. Nanz ltesl au, de« Dichter» Verl««. Der»alte ehrliche tzauKe�en". Von Informierter Eeite wird un« mitgeteilt: „Unter allerhand geschmackvollen Ueberschriften. wie„Der Generalsrang als Aöder für den Obersten Reinhard' und ähn» liches, erschien gestern morgen oleichgeilig in vielen rechtsstehenden B.ättern ein Zirtilel über die Verabschiedung dieses Offiziers, der als feine eigene Tarstcllung bezeichnet wurde. Wenn diese! zutrifft, io ist die Verössenllichvng von vertraulichen und diemt» lichcn Rücksprachen des Obersten mit seinen Vorgesetzten ein un- schöner schritt, von dem sein« guten Freunde ihm am besten a d- geraten hätten. Dieses«rar um so notwendiger als die Ln- gaben nur auf Erinnerungen beruhen können und Irrtümer enibalten. Canz besonders unzutreffend ist die Behauptung, wo- nach General von Lüttwitz dem Obersten gesagt haben soll: er wolle ihn zum General ernennen, wenn er sofort den Abschied nehme. Weder hat General von Lüttwitz eine» Auftrag zu solchem Angebot gcbabt,»och bat er auS eigener Initiative davon ge- sprochen. Ebenso wenig ist solch ein Angebot ihm von einer anderen bcruscnen Seite gemacht worden. Damit fällt gerade der Bunkl fort, der zu verhetzenden Kommentaren ausgebeutet worden war.' Wir be'eichneten gestern das Angebot dsb Generals- rang? an Neinhard als„nnangebrachtes Zuckerbrot". Wenn es nicht erfo'gt ist. um so besser. Wie aber steht der be- rühmte„ölte ehrliche Loudegen" da, der Tinge behauptet, die sich nicht zugetragen haben?! Wilhelm als Journalist. Fe mehr von den Brieten Wilhelm» II. an den Zaren Nikolan» betannt wird� um!o m-chr veciiet« stch die Uebeezeuguna. dah Vit- Helm II. nickit nur im Deutschen Reich dir velsastungS, nähig vorge- schriebenen t o» st i> u i n e l l e n Faktoren, wie Reichskanzler. ' Parlamente u>w., noch Möglichkeit auszuschalten»uchte, sondern dag er auch in lernen Ländern die von tbm beliebte persönliche Politik zu treiben suchte. Wußte man schon von jeber zur Taara toristik des ruisi'chel Znren, daß dieser ein bililoter Echwäck- Ulla und ein Iv llentoic« Welkzeug in den Händen ai derer war, so erdellt jetzt, dag diese audern nicht nur russi'che M h st i k e r vom Schlade eines R a» p u l i n waren, sondern daß zu idnen tn erster Linie Wstbelm>1. zählte, und zwar muß besten Einfluß aus den Letiev n PeierSbrirg ein geradezu suggestibler geweien lein. Wenn mait eriäbrt. daß Wilbelm II. den Zaren zu dem un- gliicfnchc» F'ld'ng gegen China ermutigte und inSbeiondere die ruii'i'chen Ansprüche auf die von Japan io he>ß b/gebrte Haldinsel Korea noch anspornte, io kann man sich wohl vorstellen, daß seine Ratschläge in späterer Zeit in Petersburg re-vl oit verwünscht worden sind. Es ist kein Zufall, daß über der Mehrzahl der Handlungen Wilh im II. ein Unstern geichwebt Hot; kein Zuiall, denn sie waren nicht Eeaebniste einer folgerichtig aufgebauten und gleichmäßig»ach allen Seilen hin orientierten Poliltk, fondern die Er:ednii!e Aller höchster Launen und Einfälle, die mitunter bekannt- Uch recht bunt waren. Von Jutercsse dürfte sein, daß WUbelr» N. sich getreu nach dem Grunaiatz»multa, non multum' svieleilei, nicht viel) auch j o u r» a I i st i s ch betätigte. Hierfür ist folgende Briesstelle charakleriilifch: Ich schickd Dir»in Exemplar der.Marfne-Rundschau" mit eine», Artikel über gepanzerte«reu, er, geichriebe» von L. Diese« L ist eine Maske, hinter der ich niich verberge; ich habe ihn geschriebc.i, aber niemand außer Tirpitz dai die geringste Ahnung davon. Al» Material tür meuren im Nooember geichiiebenen Artikel gelang es mir, kehr interestonie Er»»elbeiten über Rivodario und Moreno zu bekommen, die kür Sraeutinien erbaut, aber nun von England Japan geschenkt worden siutz. Aber der.Schriftsteller auf dem Thron� war ein sehr schlecht informierter Journalist; denn er wußte nicht einmal, daß die für Argentinien erbauten Schiffe.Rivadaria' und.Moreno' vpn Eng- land»ich» an Japan verschenkt, fondern verkauft wurden, Höchst bezeichnend ist auch die Art, in der er die Tariache ieiner Schri'istellerei geheimhielt, hätte er doch al» gewiiienbofter lonslitulioneller Monarch nichts ohne Kenntnis de« Si e r ch»- kanzlers publ'z'eren dürfen, hoffentlich am Sonnabenö. Hava» berichtet au« Pari», daß dir Besprechungen bezüglich der Urbergade dE r Regier»ng»»»ll«acht in de» Adstrmwangsgrdieten zwischen de» beiderseitigen Kau- «iisionen fortgeführt werden. Man hofft, daß dir Arbeit»er ßt die Jnkraftsrtznng des Friedensvertrages»estimmir« Lom- «tjfion noch vor Sonnabeiid beendigt fr« wirb, damit»er«nstaujch der Ratisitationsurtuudcn— wie brudsichtigt— a» Sonnabend » a ch m i t t a g erfolge« kann. Hoffentlich... Schon ober munkeln Genfer Privatwrldungen a»n einer kurze» Verzögerung, et«« dt» vi»» t a g. Eine Möglichkeit, die bei»er Geduld, welche«an sich i» beinahe jrch» Jahren Krieg erworben hat. zu ertrage» wäre. Eine Protestnote. Der Entente ist«on der deutsche» SteichSrrgieruag eine Rote überreicht»orde«. in der wegen der Suiweifuiig des BerwaltungSpräjidcntc» von Saarbrücken»nd feines Affessor« Protest erhoben wird. Es wird der Entente das Recht abgesprochen. deutsche Lraiute»der Ncichsangehörige auszuweifrn. kleine politische Nachrichten. Ein Dementi Hindraburg». Der angebliche Brief Hindenburg» an Demtin. den einige Blätter veröffentlichten, ist eine Fälschung. Hindon bürg erklärt, diesen Brief niemal» geschrieben zu haben. „Deutsche Tage»z,Itung" und Landarbeiterverband. Zu der Br- Häuptling der.Deutschen Tag:ezellung'. daß der Landarbeiter»«- band vom LanowirtsckaflSminister finanziell unterstützt werde, teilt un» Genoste Braun mit, daß diese selbstverständlich völlig er- funden itnd aus der Luft gegriffen ist. Eisenbahndefizit in Sachse». Die sächsischen StaatShahnen hatten im Vorjahr llbll Millionen Defizit. Wirtschast. die Srotversorgung nicht gesähröet t Entifegen den alarmierenden Nachrichten über die Ge- fährdung der Nahrunasmrttclvcrforaunst wird von ziiständiger Leite gemeldet, daß die beunruhigenden Nach- richten über die Stock ung der Brotgetreidever- so r g u n a keineS'.vegS zutreffend ieien. Vor allem ist eS nicht richtig, daß die Lleichsgetreidc'tsllk die Brotn?-,jprgung nur noch 14 Jage aufrechterhalten kann. Tie zur Verfügung stehenden Vorrät« zuzüglich der zur Verladung angemeldeten Anbtenun- gen ermöglichen eine Versorgung bis Mitte Februar. Die Stockungen in der Ablieferung in den letzten Wochen lind darauf zurückzuführen, daß der Landwirtschast die bevorstehende Betvilligling von Lieferungsvrämien bekannt war und sie ihre Lieferungen bis zur Bewilligung der Präinien zurückhielt. Nach den bisherigen Erfahrungen der Er- nährungswirtickxift in den vergangenen Jahren kann mit einer wiedereinsetzenden Zunahme der Ablieferung gerechnet werden. Für etwaige Ausfälle der Getreideversorgung gegen Ende des Wirtschaftsjahres kann durch Einfuhr der notwendigen Mengen mit Sicherheit Ersatz beschafft werden. Tie N eu r e g e l u n g der Ausfuhr gibt der Negierung die Möglichkeit, die not- wendigen Devisen für den Einkauf ausländischen Getreides bereitzustellen. Zur Ghrlichmachung des Handels. Wie der„Franks. Zeitung' gemeldet wird, hat die National- Vereinigung der Wellzückter der vereinigten Staaten«inen Ge- setzentwurf ausarbeiten lasien. der, als„Truti, in Fabric Law* (b. h. Wahrheit bei der Herstellungkchezeichnung) bezeichnet. d«m Verkanf und der Anpreisung von al»„reinwollen' bezeichneten Fakirikaten entgegentreten soll, sofern diei« Bezeichnung nicht zu- trifft. ES steht zu«rirartcn. daß die Bill Gesetz wirb, wenngleich sie in gewissen Textilkreisen angefeindet wird, weil sie un- durchführbar sei. GroßSerlw Kehlen für Herlin. Tie Koblenversorgung der Berliner In- d u st r i e dürfte in den nächsten Tagen besser werden. Auf eine ausreichende Versorgung ist indes vorerst nicht zu rechnen. Von den in Fürstenbcrg e i n g e t r o f f e- nen 180 Kähnen werden 1 1 Kähne im Laufe des heutigen Mittwoch erwarlet. Weitere 33 Kähne sind unterwegs. Es soll dafür gciorgt werde», daß der Zufluß kontinilierlich ist. Tas Kabelwerk Obersvree. da» vom 23. Sep- tember bis zum 5. Januar freiwillig feierte und morgen zum Erliegen gekommen wäre, dürfte damit rechnen, daß ihm jetzt Kohlen zugewiesen werden können, vor dem Stillegen gerettet wer den, Ta» W e r k d e r A. E. G, in der Brunnen- st raste beesinnt heute umschichtig mit 60 Prozent der Belegschaft zu arbeiten. Auch diesem Werke iverden von den heule erwarteten Kohlen soviel zilgeteilt werden, daß es. vor dem Stilliegen bewahrt bleibt. Die Inbetriebnahme des L ö w e s ch e n Unternehmens, für das ebenfalls etwas von den heute eintreffenden Kohlen bestimmt ist. dürfte in einigen Tagen erfolgen können. Die Siemenswerke werden mit Sicherheit Freitag früh wieder arbeiten lassen können. Auch für sie ist bei den heutigen Kohlenmengen etwas bestimmt._ Das Verdrecherpaar Ttranst verhaftet. Der Berlin«? Kriminalpolizei ist eS heut« früh gelungen, die berüchtigten Einbrecher, die Brüder S:rauß-Vogel, im Haus« Köpenicker Str. 101 zu verhaften und dem Polizeipräsidium zuzu- führen. Tie Brüder Erich und Emil Strauß hatten, wie mitgeteilt, vor«inigen Wochen� in der Wohnung der Witwe Behrmd. in der Guineastr. 3g, bei der Verfolgung der Posträuber vom Scklesischen Bahnhof drei Kriminalbeam«, von denen, der Wachtmeister Erd- mann seiner Verletzung erlag, schwer verwundet und waren dann geflüchtet. Alle Bemühungen zu ihrer Wiederergreifung blieben zunächst erfolglos. Schließlich gelang e». gewisse Anhaltspunkte dafür zu finde«, daß die beiden Brüder sich noch in Berlin auf- hielten und auf neue Daten sannen. Sie hatten sich inzwischen, da sie über eö* bliche Geldmittel verfügten, mit neuem Einbrecher» Werkzeug versehen und gedachten ihre alte Tätigkeit wiederaufzu- nehmen" Am gestrigen Dienstag nachmittag erschienen nun gegen 4 Uhr in der Wohnung der Wilwe Lehmann in de? Köpenicker Straße 101 zwei Manner und verlangten et» Zimmer. Sic trugen eine Handiasche bei sich und erklärten der Wirtin, daß sie sich nur wenig« Tage tn Berlin aufhalten wollten. Die beiden Fremden machten eS sich im Zimmer bequem und verließen das HauS auch lpährend der Abendstunden nicht. Die Polizei hatte inzwischen Nachricht bekommen, daß die Gesuchten sich in der Wohnung der Frau Lehmann befanden, und so erschien heute morgen ein Kriminal- kommissar mit sechs Kriminalbeamten und zwei Schutzleuten. Da man bei der Gewakttätigkeit der b-rdcn Einbrecher mit einem Feuergefecht rechnen mußte, wurden besondere Vorsichtsmastregeln getroffen. D!« Beamten drangen in die Wohnung der Frau Leh- man in und brachten die Wirtin in Sicherheit. In den beiden Zimmern der Frau L. wurde nicht» verdächtige» gefunden, da» gegen war die Tür des Raumes, in dem die Gesuchten schliefen. verschlosien. Tie Beamte« fragten zunächst, ob die beiden Ein- brecher sich ergeben wollten. Die Brüder antworteten:„Geht au» dem Woge, wir geben keinen Pardon l' Da eine Schießerei jetzt unvermeidlich schien, griff der Kriminalkomissar zu einer L i st. Er rief den beiden Brüdern Strauß zu, daß seine Beamten mit Handgranalen ausgerüstet seien. Eine Flucht sei unmöglich und man werde die Tür durch Handgranaten sprengen. Das wirkte. Nach einer kurzen Beralung sa�en die Umstellten die Hoffnungs- losigkdt ihrer Lage ein und erklärten, daß sie sich nicht wehren, sondern die Kriminalbeamten mit erhobenen Händen erwarten würden. Borsichtig drangen die Verfolger in da» Zimmer ein und fanden die Strauß, nur dürftig bekleidet, vor ihren Betten. Beide ließen sich ohne Widerstand fesseln. In der Handtasche der beiden Einbrecher fand man ein« Samlung de» kunstreichsten Einbrecherwerkzeuge». Tie Festgenommenen waren im Besitz von Brownings und Munition, von der sie die Spitze abgekniffen hatten, um die Wirkung der Geschosse zu erhöhen. Im Automobil-wurden die Verbrecher nach dem Polizeipräsidium gebracht und dort zu- nächst verhört._ Etwas für de« Genossen Hünisch. In Blumberg, Bez. Potsdam, scheint man über ministe- rielle Berfügungen besondere Anschauungen nicht nur zu haben, sondern sie auch weitesten Kreisen bekanntzugeben, lins« Genosse 23. bat gegen Ende des oerfloffcnen Jahres die Befreiung seine» Sohne», der zu Ostern die Schul« verläßt, vom R e- ligion»unterricht beantragt. Das ging dem Pastor R a m i n gegen den Strich und er suchte deshalb in Abwesenheit de» Mannes die Mutter des Kinde» auf. um ihr da« Sündhafte ihres Tun» vor Augen zu halten. Als er kein Gehör fand, erklärte er der Frau, daß die ganze Familie keinen Anteil mehr am Kirch- b o i habe und er olles in Bewegung setzen werde, daß auf dem Blumberger Begräbnisplatz kein« Stätte mehr kür sie Übrig sei. Da» würde bedeuten, daß sich 28 mit seiner Familie für schweres Geld wo anders eintaufen müßte. Um die Geschichte aber komplett zu machen, benutzte er die VeUfiepfitit, den von ihm geplanten Streich auch der weiteren Leifentlichkelt zu? Kcnntni» zu geben. Da? geschah am 2. Weihnachtö-eiertag von der Kanzel aus. An sich ist ja die ganz« Geschichte ziemlich lächerlich, und der mißvergnügte Psnffe hätte daZ Nachsehen, wenn er für die Zukunft dafür vot leeren Bän.'cn predig.» müßte. Da da? aber bei der Nachsicht der Blumberger für die nächste Zeit nicht zu erwarten ist, muß sich schon der Minister damit beschäftigen und Herrn R a m i n zu erkennen geben, daß seine Verfügungen nicht zum Spaß gemacht werden. Ter Mörder als Reick, swchrsoldat. Der Raubmörder Tobrik befindet sich bereit» in Berlin im Gewahrfom der Krim nalpol zei. liebet seine Festnahme erfahren wir noch einige E.nzclheilcn. Tobrik war erst am 3. d. M. bei dcm ReichSwchr-Scl ützcnregiment Nr. 83 wieder eingetreten Er er- klärte dort, daß er nach seinem Austritt im Lazarett gelegen habe, jetzt aber wieder gesund sei. und wurde deshalb auch gleich wieder angenommen. Al» Kriminalkonimisiar Werneburg uns Km« minoloberwachtmeifter Wilde, die der Ehef der Kriminalpolizei. Oberregierungkrat Hoppe, zn feiner Verhaftung entsandt hatte, in Lechow ankamen, stand Tobrik gerade in der Näh« auf Vorposten. Die beiden Beamten wolllen«inen unnützen Kampf mit dem Raubmörder, der ja aui Posten schwer bewaffnet wat. vermeiden und warteten dcSh.'lb feine Ablösung vom Posten ab. Tobrik kam dann in die Baracke der Wache zurück und setzte sich mit seinen Kameraden an den Tisch, um rhncn auf der Getge etwas vorzuspielen. In diesem Augenblick trat Kommisiar Werneburg an ihn heran mit den Worten:„Dobrik, Si« sind wegen Morde» verhafte tl Hände h o chl' Obwohl der Kommisiar seine Pistole auf ihn richtete, machte Dobrik keine Miene, der Ausforden, ng zu folgen Jetzt sprang aber Oberwacht- meister Wild von der Seit« her zu, packte den Verbrecher und über- wälligt« ihn, bevor er dazu kommen konnte, von einer Schußwaffe. einer Handgranate oder dergleichen Gebrauch zu machen. Der Vcr- haftete wurde gefesielt, zunächst nach dem AmtSgerichtSgefängnis in Bromberg und dann mit dem niesten Zuge nach Berlin gc- bracht. Unterwegs erklärte Dobrik ganz kaltblütig, daß nur die Ueberrumpelung ihn der Kriminalpolizei in die Hände gc- liefert habe. Hätte er noch Zeit dazu gefunden, so halte e: ohne weiteres„die ganze Bude mit den Kriminalbeamten und seinen Kameraden mit Handgrangten hock' gehen lassen'. Ueber das BetbrcckjcTi in der GiPSstraßc'• vernommen, schob Dobrik bis jetzt alle Schuld ans seine G' die verhaitele H e i,n r i ch s c n. Ter geheimnisvolle.,?ldie�. Eine sehr gemischte Einbrechergesellschaft wurde, wie wir seine,' zeit ausführlich berichteten, von dcr Kriminnipslizei unschädlich g macht. Sie stand unter der Leitung der„Gräfin Colonna', eine. geborenen Ella Stutz und geschiedenen Frau Müller, die auch unt.. dcm Namen Lotte Bach als Sängerin auftrat, um später durch Per. mittlung de» in Muncktf» a!S Geisel erschossenen Prinzen von Thür und TaxiS, dessen„Freundin' sie war. zur Gräfin Colon, ca zu „avancieren*. I&ei ihrer Vernehmung versuchte die.Gräsin Co lonna', glauben zu machen, daß sie an der Auiführung der Ticb- stähle ganz unbeteiligt sei, diese vielmehr von„A d i'. „Jean, von Böttcher und Dahl, die bei ihr verkehrten, selb- standig unternommen worden seien. Die Haupirerhandlung endete zunächst mit eincr Vertagung deS ganzen Prozesses, weil man sich zunächst Zilarheit über„Jean* und„Adi* verschaffen will. Nun ist es gelungen, des..Adi' Habbast zu werden, während.Jean' noch nicht ermittelt ist. In einem Weinlokal in der Leipziger Straße erschien ein Gast, der eine große Zeche machte. Der Mann war sehr aufgeräumt und lustig, tanzte auch flott mit den anwesenden Damen. Bei einem Zerwürfnis versetzte er einer Tänzerin mit einer Tasse einen Schlag auf den Mund. Endlich, al» es zum Zahlen kommen sollte, ergab sich auch, daß er kein Geld hatte. Zum Unterpfand bot er dcm Kellner emen B r i l l a n tr � n g an. Der Kellner traut« aber dem Ringe nicht, lehnte ihn ab und ließ einen Schutzmann rufen. Diesem stellte sich der Gast als Köster von Ad, vor und wies sich auch mit Papieren auf diesem Namen aus. Der Schutzmann brachte aber trotzdem den Gast, der ihm hestigen Widerstand leistete, nach der Wache. Ti« KPminaipolizei stellte ihn fest als den viclIefuchien „Adi* von der Bande„Colonna*, einen 25 Jahre allen Schlächter Adolf BriegzschinSkt._ Da» Ende einer Liekie. Eine LiebeSgefchich!« hat mit Mord und Selbstmord der Liebenden«inen blutigen Abschluß ge- funden. Ter Löjährige Bruno Kurth au§ der Loren�straße 12 in Lichterselde holte mit der lbjährigen Stenotypistin Viktoria Goran au» der Kurfürstenslraße 34 in Lankwitz ein Liehcsverhältni» unter- halten, da? aber von dem Mädchen vor einiger Zeit gelöst worden war, weil das Mädchen über den Lebenswandel ihres Geliebten Nachwilige» erfahren hatte. Kurth war an der Beraubung Kues Eisenbahnwaggons beteiligt gewesen und dabei abgefaßt worden. Er war übrigcnZ auch der Führer de« AntoS, dessen Insassen bei Dahlwitz einen Ueberfall auf einen Postwagen geplant hatten, der nur durch das zufälllge Hinzukommen von Soldaten der Reichswehr vereitelt wuvde. Wohl aus Furcht vor brechender Straf: hat Kurth den Plan gefaßt, au- dcm Leben zu scheiden, feine früher« Braut aber ebenfalls zu erschießen. Am Montagabend erwartete Kurth da» Mädcden«m Bahnhof, sprach sie an und begleitete sie eine kurze Dtrecke. An per Ecke der Lorenz- und Langestraße in Lichterfelde zog Kurth nach einer heftigen Auseinandersetzung plötzlich einen Rebolder und gab auf da» junge Mädchen au» nächster Näh« mehrere Schüsse ab, die sie sofort niederstreckten. Tann richtete bex Täter die Waffe gegen sich selbst und tötete sich durch einen Schuß in die rechte Schläfe. Da» schwerverletzt« Mädchen wurde von Pas- santen aufgefunden und nach dem Lick'erfclder Krankenhause xe- bracht, wo e» noch in der Nacht au den Folgen der schweren Schuß« Verletzungen starb. Rücktelfr von Kttiber« an» Dönewark. Am Monlag. den t?. Ja» rniar, treffen noclinlal« 84 Berliner und 60 Brctlauer Kinder, abend» S.bg Uhr in Lerli» auf dem Sletlwer Lahn tos ein. Einer armen Witwe wurden om 27. Dezember durch Einbrecher Aet!-, vc!b» und Zbchwöiche, sowie y>eldung»slkcke gestohlen. Diejenigen, d.e irgendwelche tachdienliche» Millellnpgen machen lönnen, werden ge- beten, sich bei giou Klara Przhgodda, f uffileniir. 41, ,» meiden. Untoften weiden eiietzt, ouf etdem bat die i'ei.otlere eine Belohnung van 60 Mark auf die Wiederbejchasfung ihrer Sachen au»>,ejetzl. Groff-Serttner parteiKachricktea. Alit>keuberg. Sonnabend, den>0. Januar, 7'/, Uhr. öffenll. Verlan mlrrrg UN Deutschen Hans, Grünauer Llratze 66. Referc.it Friedrich Bartel. Wethenied. Donnerdtag abend 7 Ubr bei Tzichentzschler. Langhan». strafe INN. M taliedcroeriammiung. Vortrag Eenoije Dr. Linnemann über Elteiiibeiröie. «briedriehchagen. Morgen~>l, Uhr bei Scholz. Fredrbb strafe bl. Mlkgliederver'ammlung.««elchäft»- und Kaslenbericht. Die Gründung eure» Zerlung für d.e östlichen Vororte. VercrnSangclegenhciten. VortrSge. vereine unü Versammlungen. Die Aazialtstif«»« BUdungSschule für Sr öneberg. Friedenau, Steglitz uiw nimmt ldre Zöttgkeil am Donnerstag, den 8. Januar, abend» 7 Uhr, in der Auta der Realichule am Stubenraucbplatz aus. Genosse Dr. Loewe töricht über..Pratti'che Votttwirsschalt.— Retchsdnnd der»triei»« beschSdigteii. Zeblendori-Mitte. 10. Januar, l. Ltilwngtfett im Kailer« bot.— Vietchoviind der Invaliden. Soimlai.»oim.« Ubr tn der Aula de» Köiiigiiädt. Nealgqmuaiium». SIi> betditr. 67/60, Gercralocr. länim ung. ch ilglirdelaue legtltw ctt. Aw ahmen neuer Mitglieder am Saaieingang.— ttzVnfc der tectnifchcn Angelrellte» und Veamtcn, idriSverwallriN'! Hder'chineweide. Mt iieder»erianimning fireitar, den ö. Januar, ahends 7>/, Udr, im.Hnbcrti!»', TderichLneweioe— leurineu- derein„Tic tztiriursreuiit««. Donnerstag.«. Januar, Milglledcrvrr- tammlunr, 7 Uhr, Obmftr. 2.— Sonntag, 11. Januar, SüdPart, grot». stelle, Potsdam. i'M Pardd. gernbhj. 6.30. GeweckschaDbewWng Reines �cevolutionäres" RäteMem. Wie die freie Meinung politisch Airder�enlender unter dem ..reinen"' Rotegedanken geachtet wird, zeigt« die Betriebkocrsamm« luiig der Firma Dr. B. Weyer, Wsddmy, vom 6. d. M. TageS- fraaen waren ArbeiteroatS- und Ausschutzwahlen. Zur Ausschuß» wähl wurde von unseren linksstehenden Ärüdern folgender Modus zur Annahme empfohlen: Borschläge aus der Versammlung zur Auf» ßelluog einer freigewertschaftlichen Einheitsliste. Jeder borge- schlagene Kandidat sollte sich aber zum revolutionären Rätegedanken bekennen. Die S.-P.»T.-.Azllege» leisteten Verzicht zu einer Ein- Heilsliste und wählten wieder nach getrennten Listen. Concm« S5 r a r n g r geißelt« scharf die Taktik der ll.-S»P.» Führer. Auf einmal dämmerte etwas auf beim U.-S.-P.-Bersamm- lunySleiter. Er erklärte, daß Angestellte in Arbeitersragen, trotz einheMcher Phalanx der Hand- und Kopfarbeiter, nichts drein- zureden haben. Und mitten in seinen Ausführungen wurde dem Esnoflen Vrunncr das Wort entzogen. Sie fürchteten die Wahrheit. Wie mag es erst werden, wenn die sogenonnk« reine Räteide« Wirklichkeit wäre? Allen S.-P.-D.- Cwosien rufen wir zu: Achtung! Seht Euch den hinkenden Pferde- fuß der H.-S.-P.-EinheitSparole des Metallarbeiterverba odeS genau an. Die S.-P.-T>.-Funktionäre von Dr. P. Meher, Wedding. N« die KewerkschaftSvorstände, Delegierte»-«md Unter- tommisstousmitglieder. Heute. Mittwoch, den 7. Januar, abends 6 Uhr, findet im Lokal Prachtfale M-Veilin, Blumenstr. 10, eine Versammlung aller Funktionäre der Gewerkschäften statt. Tagesordnung: Das Be- tmeksräregesetz vor der Verabschiedung in der Nationalversammlung. Referenten: Laukant sU. S.P.D.) und Hermann Müller «I-P D.).__' �chnforderungea der Mufikinstramentenarbeiter. Die Branchenleitung der Berliner Muslkinstrumentenarbeiier hott« im Dezember wegen stner vom 1. Januar ab zu gewähren- den neuen Teuerungszulage von SO Pf. für die Stunde mit den Unternehmern derhandsiti Da diese aber nur LZ Pf. boten und die Authebung deS Streiks.bei der Firma Lehmann verlangten, hatten die Verhandlungen kein Ergebnis. Inzwischen ünd di« Lebensmittelpreise weiter gsitiegen. Die Branchenleitung hat des« chtÖ) den Unternehmern die Forderung unterbreitet, vom 1. Januar ei. eine neue Teuerungszulage von 7Z Pf. für die Stunde zu be» willigen. Ein« am Dienstag abgehaltene sehr stark besuchte Per- sgmmlung der Musikinstrumentenarbeiter erklärte sich mit dem Vorgehen der Brnnclenleitung einverstanden und verpflichtete die Kollegen, auck in den einzelnen Betrieben die Forderung zu stellen um um deren Bewilligung bis spätestens Freitag, den 16. d. M. zu ersuchen. An diesem Tag« wird eine Brauchender- sammlung je nach>.m Aussall der Antwort der Unternehmer die erforderliche tAntscheidung treffen. Unabhängig von der Teuerungszulage soll der Stundenlohn in allen Betrieben, wo er noch nicht den Durchschnitt von LchO ZK. erreich:, au- diese Höhe gebracht werden, ' D:e Versaaunlung vavm auch Stellung zu den beporftehenden ReichSiarifverliaudlun.zen. � Zu der von der Städtekonferenz des Holzarbeiterverbandes beschlossenen Vorlage wurden mehrere An- träge angenommen, die den Standpunkt der Berliner Zlkustkinstru- mwuenarbeiter zum Ausdruck bringen. Vor allem sollen dw Loh». sähe nicht im Reichstarif festgelegt, fondern Bruich vereinbart werden. D-e Akkordarbeit soll grundsätzlich abgeschafft werden und nur da zulässig sein, wo sich drei Pierre! der Kollegen im Betriebe dafür erklär«. Die wöchentliche Arbeitszeit soll 44 Stundet» de- tragen. Die Ferl->ngewährung soll günstiger wie im Entwurf ge- staltet werden. Mit Rücksicht auf die fortwährende Steigerung der Lebensmittelpreise soll der Tarif nicht länger als auf Jahr abgeschlossen werden.— Die Anträge wurden der Vetbandlungs- kommission überwiesen. Rechtsverbindliche Tarifverträge. Der zwischen dem Zentralverband der Handlungsgehilfen, Be- zirk Groß-Bcrlin, und dem Arbeügeberveüjand im Einzelhandel Groß-Berlm am 7. Mai lülst abgeschlossene Tarifvertrag zur Reg«- lung der Gebasts- und Anitellungsbedingungen der kaufmänni- schen Angestellten im Einzelhandel ist für das Gebiet des Zweck- Verbandes Groß-Berlin für allgemein verbindlich erklärt worden. Tie allgemeine Verbindlichkeit beginnt mit dem 1. August 1S19. Sie eritrech: sich nicht auf die kaufmännischen Angestellteu des Lebensmittel-Einzelhandels. Arbeitsverträge in Handelszweigen, für di« besondere Jachtarifberlräge in Geltung sind, fallen nicht unter die allgemeine Verbindlichkeit. Der zwischen dem Drisverband Berlin der Arbeitgeber in den Transport-, Handels- und Verkehrsgewerben, dem Verein Berliner MSbeltranSporteure E. V. und dem Deutschen Transportarbeiterverband, Bezirk Groß-Berlin, am 29, August 19l9 abgeschlossene Tarifvertrog zur Regelung der Lo�n- und Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer im MSbeltranS- portgewerbe für die Orts- und Gemeindebezirke Groß-Berlin ist gleichfalls für allgemein verbindlich erklärt worden. Die allge- mein« Verbindlichkeit beginnt mit dem 1. November 1919. In der Zahlung der Wirtschaftsbeihilfe sind nicht nur das Reichsverwertungsamt. sondern auch ander« RsichSstellen äußerst im Rückstand«. Aus zahlreichen inzwischen bei unS eingegangenen Zuschriften geht hervor, daß die Auszahlung der Wirtschaftsbeihilfe auch bei der Eisenbahn noch nicht stattgefunden hat, obwohl alle hierfür in Frage kommenden Eisenbahner sehn- süchtig darauf warten. Zwar ist vom ReichSf.inan-minister gesagt worden, daß mit der Auszahlung sofort begonnen werden soll, dies scheint den maßgebenden Steven jedoch ganz ohne Bedeutung zu sein. Ein Eisenbahner bemerkt in seiner Zuschrift:»Es gärt und kocht unter den Eisendabnern; daß durch solche Verzögerung die Erregung der Eisenbahner nicht beseitigt wird, scheint man höheren Orts nicht zu bedenken. Fast durchweg herrscht unter den Eisen- bahnern die Meinung, daß durch deronige Manipulationen von »oben' herab die Erregung der Massen künstlich geschürt und ange- facht werden soll. Solange die reaktioären Elemente von leitenden Stellen nicht entfernt werden, ist auf Abstellung aller llebel nicht zu Höften." Von einem Kohlenlccher in Wustermark wird unS mitgeteilt, daß er die erste Rate de? Beihilfe noch nicht bekommen habe, trotz- dem er bereits seit dem 17. b. I. dort beschäftigt sei. Unabhängige Theorie und Praxis. Von den Herren Neumann, H. Maltzahn und Eckert erhalten wir folgende Zuschrift: Bezugnehmend auf die Mitteilung in der Nr. 8 de»„Bor- wärts" unter der Ueberschrift„Unabhängige Theorie und Praxis" stellen wir folgendes fest: 1. Das Trucker- und Setzerpersonal der„Berliner Per- lagSdruckerei" erhielt bei 7�stündiger Arbeitszeit pro Woche 100 Mk. Die Arbeitszeit in den anderen Berliner Druckereien beträgt 8 Stunden. Das Personal erhielt dort tarifmäßig 150 Mark. Einzelne Druckereien bezahlten höhere Löhne. 2. Die von dem Buchdruckerverhand mit den Berliner Druckereiunternehmern vereinSarien Zulagen von LS und L8 M. wurden von uns unter Zugrundelegung der bereits über Tarif bezahlten Löhne gleichfalls bezahlt. 8. TS ersten alle Beschäftigt«» nicht nur die vom Buch« drucke rverband mit den Unternehmern vereinbarten Zulagen. sondern außerdem noch einen Lohn, der den Tarif bei 7ihstün- diger Arbeitszeit um 19,50 M. überschreitet. 4. Zwei Setzer mußten entlassen werden, weil ihr Ver- hallen im Beirieb ein weiteres Zusammenarbeiten unmöglich machte. Die Schlußsolgerung des„Vorwärts" über die Unter- nehmerwillkür der Firma Eckert. Reumann, Maltzaün ist dem- nach hinfällig. Neumann. Maltzahn. Eckert. Da die Klage der beiden Gematzregelten vor dem Schluhtungs- ausfchuß schwebt, werden wir auf die Angelegenheit noch zurück- zukommen haben. Deutscher Werkmeisterverband Werkmeister der Tbirurgiemechantl versammeln sich Donnerstag, den 8. Januar, nachm. 4lL Uhr. im Rosen- tbater Hof, Rosenibaler Str. 11/12. Tagesordnung: Stellungnahme zur Anforderung einer Teuerungszulage. Deutscher Transportarbeiter. Verband. Dezir! Groß- Berlin Packer, Lagerarbeiter. Hausdiener. Kutlchrr, Crauffenre, Arbeiterinnen aus den Betrieben der(Sias-, Export-, Eilen». Stahl-, Ribren-, Eiienkurzwaren-, Metallhandlungen. Elellro-technischer Handel. Werkzeuge Werkzeugmaichinen- Handel, Spielwaren, Ubrni, Koldwareu und LUabaslei bell ieben Freitag. de» St Januar, abends 7 Uhr. im ÄewerkjchajiShauS, Engeluser 15, großer Saal, allgemeine Branchenoerjammlung. flus alter Welt. Ei» Handgranatcnanschlag. DienZtagnocht 12 X Uhr wukde. toi« auS Unna gemeldet wird, gegen den.Hellweger Anzeiger und Boten"«in Handgranotenanichlag verübt. Von zwei gegen den Maschinensaal geworfenen HznSg'..tuatcn platzte eine in einem Gange. Durch den Luftdruck wurden die Fensterscheiben deS Saales zertrümmert. Verletzt wurde niemand, obgleich sämtlich« Angestellten sich rn der Setzerei befanden. Die Polizei fahndet nach dem Täter. Warum die Besatzung Liblars verdoppelt wurde. In Liblar im kölnischen Brannkohlengebiet hatten drei Arbeiter elf Engländern dermaßen daS Fell gegerbt, daß diese verbunden werden mußten. Der Ortskommandant machte daraufhin bekannt, daß er, wenn die Täter sich nicht freiwillig meldelen, den ganzen Ort bestrafen würde. Die drei meldeten sich freiwillig. „LZaS. die drei baben die elf Mann so verbauen?" ,N' ja, Herr Kommandant." Di« Engländer werden reingeholt und müssen daS bestätigen. Ter Kommandant sagt ihnen ein paar frenndlich« Warle und schickt sie wieder hinaus. Dann wendet er sich den drei Missetätern wieder zu und verkündet ihnen, daß er sie für diesmal, weil sie sich freiwillig gemeldet bällen. mit einem Verweis entlasse..Aber", fährt er fort,.sagen Sie mir,. wieviel brauchen Sie, um die ganz« Besatzung zu überwältigen?" .Och. Herr Kommandant", sagt der eine,.zebn Mann; äwer ich muß mer se ouSiöken dörfe"..Was. zehn Mann?".Ja. Herr Kommandant, äwer, wie gesagt, ich muß mer se auS'öke dörse". Der Kommandant entläßt die drei.— In den nächsten Tagen wurde die Besatzung von Liblar verdoppelt. Die tschechischen Ptztrrer heiraten. Nämlich die katholischem Der erste, der daS Zölibat aufgehoben hat. Pfarrer Techtibor in Radwanitz. hat schon 130 seiner AmtSbrüder getraut. Wo bleibt die Exkommunikation?__ Iugenüveranftaltuagea. «bt. Temvelhof. ssiugendbeim, Lvzeum, Germaniaitr. 4— 7, 7 Ubr i DlSkussionSabenU— Abt. Wilmersdorf. Jugendheim, Oberrealickule am Eeepark sHindenburgichulr) r Mitgliederversammlung.— Abt. Diidost. Achtung, neue» Lokal. Schroff, Wrangelftr. 125: Dortrag über die Sejchichte der vrolctarilchen Lluaendbeweauna. Ber-ntw. kür Heu redaktion. Teil:«rt»e gl Itter. Thorlotten buea: für Anzeigen: Th. Glocke, Berlin. Beklag: Borwärto-Berlaa G. m. b. 6.. Berlin. Druck: Bor- iBärt«.B»S>druckerei a. Berlaaoaustalt Paul Linaer n. To. Berlin. Lindenllr.». Dl« l» der ANeMuduNrio deschästlgie» Sol-ge» werde» ttfuAt, an: Freitag, den V. Januar 1920, abends 6:/s Uhr, im iteflauraut»ennlnx, mexandrineulte. U, zu«wer»e- spro-isung zu erscheine«. SSM Gfravoreitsna. ?ZsLn-Ll«ksl Platin! Platän«Zähne nicht unterlOM., (Sold, Söder, Kdelinctalle kauft Platin- Oroahandlang ClMmm-iq Berlin, Blöclieratr, SB» vorn 17, feJSIIll'®•••l**»*»»'i /ei Invaltden�tr. unterdem Namen Robert Linke, srsaant Plstln-Linke, Oevründet 1895. Gelegen heUetckuf» in)• KMbrm bWvl'v-GzNjMea. O. Schllephacke, JrleOrlchftt. 210. Ecke Sochstr Rechtsbeistand Wteovmcr Sir. III Anfgana 2. ■�crfciKiofu Prozeßführ, all- menien-. Eheiiiieidunao-, Stra'. sl�chen-Veobacht. GnnittclUngen WfslsellsDiciis di» 6X4 auz Privatdanck gesucht. John Rosenthal, BerUnW. S, Touhenstr. 10. Fernsprecher Zentrum 7791. Kleine Anzeigen im„Vorwärts" sind biliig und erfoigreifdil illüliiB Mit» unter recht peinlich Ist es, wenn man Fremdwörter hört, ohne sie ra verstehen, oder gar gebraucht und falsch aussoncht. Erlösung bringt Osk. Krctses neues gljnzend empfohlenes Fremdwörterbiich entK ca. 15000 Freindwörfer mit genauer Verdeutschung und Aussprachebezeichnung, ferner über 700 Vornamen mit Angabe d Bedeutung. Bezug geg. Einsendg. v. nur 1,75 M. franko oder Nachn. durch Verlar Schwclaer, Abt 505, Berlin N'W 87. Repkowpl. 5 SMMImz WMlS. Betila Bffi.K Lindeostraße 2. Im Tollhauje Von Srinr Zickler. Söhllderungen-weneu Erleben» auf de» Nasernenho! und wt Krenhaufe. Ein Buch dichte-iich erfakfer ''""'»Muf sozi Wahrheit, drandmarft e» mit dem üzioUftifch- menlAIickiet Erienntnis der Tragüdie die unerbiMliche Brutalität de« ttriege«. Der BMer fühlt flch den un» glückUchsten der Opfer desNrieges, den Geifte-aestorteu. in lärperltcher Rühe. Preis 2,4» Bt. GKdjuri», Ernster von rZ, K, Beivvdsch-.. ctore« ner. wst oflU« Lacroer. llchde- ickerstrahe ltz sEcke Wein- erg»a»«L._ iSäH' Ssmeauiae»- miAia« Stoffe. linwoScn» floftiüne, eleunnte ütadwnm&niel, Plüschmau- I, Pelzioaren. 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