Mr. St. 37. Jahr,. BeznltSvretS: «IftttliäftrL IS jO IKu. monatl. 450 Ml. rcei ins ihaus aocaue lahldar. Postbezug Monallick 450 Ml. erkl. Zu- lirllunqsgedützr. Umer Krru.1dand für Dcutiiiitand und Oelterrenti- Ungarn 7.7z M!» iür oa» udrigi-Lustand 12.— ,1)1 bei tao'idi tmmiv. Zustellung 10,— Ji',-f- Valuta-Ausschlag. Post- bektellungen aeamen an vanemarl. Solland, 2uremdurq, Schweden und dt« Schweis ibingerragen'n die Post- seirung«- Preisliste, Der„Vo-mans' mit der Sonnraa«- beiloge»Boll a. Zeit* eriche-m wochen- 'agtich lweimat.Sonntags einmal. Teiegramin-Adreile �Sozloldomotra» üft'.W. Abend Ansgabe. g ) berliner Oolli�blnit Ait'.ein.cnvrkiS z Die achtgeinaüenr Nonnareillezeile toltel M., Teuerungszuichlag 60 »Slon« Mnjetgcn", das lett- gedrnclte Werl tö Pjg.(zulitisig zwei settgidrurire Wortes, tsdes weiter« Wort SO Psg. Stellengesuche und Echlailtellenanzeiaen das erste Wort 6ö Psg., ,«de» weitere Wort 40 Pfg. Worte über lS Vuchllaben ziit,lcn für twei Worte. Teiierunossuschlag öOo/> Familien- Anzeigen oolitilche und gewertichattlich» Vereins- Anzeigen i,— Ml. die Zeile ohne Ausschlag. Anzeigen tür die n il ch st e Utuaimer müssen bis 5 Uhr aachmiltag, im HaunlgelchSlt, Verlin ZW 08, Linden» ftratze 3, abgegeben werden,»eoffnet von 9 Uhr irüh bis ö Uhr abend«, �entralorgan äer so�isläemoKraN scken Partei Veutscklancls Neüaktion unö Lxpeüition: SW. v8, Linöcn�r. Z. ,7erni>rfiter: 11 mi BJorttiiiian, Sir. I.MWO 1515)7 imiiiii i ii■—il—«»I n— wtp) iii mim in i mn VorwärtS'verlag G.m. d. h., EW. HS. Linöenste. Z« KeruivrrNier! Am» iviorluvlu«/ Sir. Il7 53—»4. j...BiL JIB1BBÜ b»?h Die erste Arbeit öes Völker- bunöes. II.(Schwb.» Aohnlich unvollkonrmen ist öer Washingtoner Vorschlag für ein internationales Uebereinkommen zur Abichaf- fung der weiblichen Nachtarbeit, noch dazu mit Ausnahmen für Arbeiten, durch die„ein Betriebsverlust ver- hütet" werden soll. An sechster Ztclle wird vorgeschlagen eine internationale Vereinbarung über den Wöchncrinnenschutz. Sechs Wochen nach der Niederkunft soll keine Frau arbeiten dürfen,; und zwar nicht bloß in der Industrie, sondern auch im Handel. Jede Frau soll ihre Arbeit verlassen dürfen, wenn sie ein ärztlick'es Zeugnis darüber beibringt, die Niederkunst vermutlich in den nächsten sechs Wochen i findet. In beiden Fällen soll die Frau nicht entlassen werden dürfen und einen> hinreichenden Beitrag zu ihrem und des Kindes Unterhalt erhalten., wobei die Zahlung aus der Staatslasse oder aus einer Versicherung freigehalten ist. Eine stillende Mutter� soll zur Besorgung ihres Kindes zweimal eine halbstündige Pause während ihrer Arbeitszeit freibekommen. Der deutsche Arbeiterinnenschutz geht in bezug auf Nachtarbeit. Pausen und Wöchnerinnenfürsorge zum großen Teil weiter. Die Nachtarbeit ist bei uns von 8 Uhr abends bis 6 Uhr morgens verboten, der Samstagnachmittag frei, eine mindestens einstündige Mittagspause gesichert und däe Leistungen des Wöchnerinnen schutzeS sind durch die Wochenstirsorge der Kriegszeit upd jetzt der Nevolution besser ausgebaut. Außerdem besitzen wir bereits das völlige Verbot der Frauenarbeit in Kokereien, bei Bauten zum Transport von Materialien und in einer Reihe weiterer, bestnihers ge- sundheitsgesährlicher Betriebe, wo übrigens auch Kinder- und Juaendlichenarbeit viel weiter beschränkt sind, als die Arber erschutzkonserenz es plant. Ein letzter Vorschlag will den Kalypf gegen die Arbeitslosigkeit international regeln. Die Mitgliedstaaten sollen sich verpflichten, die öffentliche und unentgeltliche Arbeitsvermittlung mit paritätischer Leitung einzurichten und sie mit denjenigen der anderen Staaten in Verbindung z» setzen. Staaten, welche »die Arbeitslosenversickierung einaesührt haben, sdllcn fremde Arbeiter zum vollen Genuß zulassen. Bis auf die Arbeitslosenocrsickzerung'ist auch hier erficht-' lich. daß Deutschland die gestellten Forderungen längst erfüllt. Ter Schweizer Gewährsmann dieses ersten Berichtes gibt aber als Grund für die Bescheidenheit der Forderungen an. daß„zu radikale Neuerungen als unvermeidliche Folge den Nicht anschlntz gewisser Staaten" gelabt hätten. Was an dringlichen Wünschen für den Arbeiterschutz übrig b'ieb, hat man in den neuen Vortchläaen zusammen- gepnckt, die nicht inkernational, sondern nur für die Landes- gefetzgebnng gemacht werden und mit denen jeder Mitglied- siacit anfgngen kann, was er will. Hier stebt der Vorschlag, daß der Berner llebereinkunst über das P h o s p h o r V e r- bot bei der Streickh o lzfabri kati on beigetreten werden möge svon Xeirischland längst betätigt!): daß volle Gegenseitigkeit in der Zulassung fremder Arbeiter und ihrer Fa- mi'ieh zum Genuß des Arbeiterschutzes und des Koalitions- rechts der eigenen Arbeiter Platz greifen möge: daß Frauen und junge Leute unter 18 Jäbren von der Beschäftigung mit Bleiverwendling misgeschlossen werden möchten: daß eine richtige Gewerbe lnspektion eingerichtet werde: daß die entgeltliche Arbeitsvermittlung möglichst schnell verboten und da, wo sie'besteht, der b-hördlichen Genebmi- gring unterstellt werde: daß die Anwerbung fremder Arbeiter niir stattnnden durle'nach Verständigung unter den betci- ligten Staaten und nach Berragung der Unternehmer und Arbeiter jedes� Landes:• daß eine Arbeitslosenversicherung eingerichtet werden müsse und daß die öffent- liehen Arbeiten so oraanisiert werden, daß ihre Ausführung in der Zeit der grössten Arbeitslosigkeit stastfindet. Lauter Dinge, für welche die deutschen Sozialisten lange vor dem Völkerbund, zum Teil mit gutem Erfolg für ihr Land und mit gar keiner Unterstützung durch die Entente- lärrder. kämpften. Der ständige Verwoltungsrat für das internationale Ar- beitsamt der aus 12 Rsgierungsvertreteril. 6 Uirtcrnebmern und K Arbeitern besteht, hat zum Vorsitzenden Herrn Arthur Fontaine gewählt und den Posten des Direktors des Arbeits- amtes unserem hrkinzösischen Genossen?llbert Tbomas über- tragen der dadurch den höchst verdienten bisherigen Direktor Professor Stefan Bauer, vom bisherigen Internationalen Treue um Treue. Die preußische Staaisregieruag veröffentlicht fel- gcndcu Ausruf: An die aus Preußen ausscheidenden StnatSbürgerl Lnluüpfend au die Nundgevung, die der gieichsprnsident und die Rrichsrrgieruog an dir deutsche dsevöUcrung der au» ocu, Reichs- verband aüsiche.drnocn ükicheUue gerichtet haben, wendet sich d»e Rtgicruag des Kre.siaateS P-cu�o aach beionderS au ihre ovu Oer Abtretung au sremde Staaten btlr»,ila>.a lRubiuger. Der dem drutjlhcu i*)Ut auigezwungeue hr r i e p e« vau Bersuillrs trifft Preußen ganz des anders schwer. Gebiete mit keri, deutscher L�vüllerung, die in jahthundertelenger Ztigchäriglcit zu Preuße» seine Schittsale geteilt und an seinem ruhmvallen Ausstieg trilzenommcn hab.'n, die eS durch lorgsdinr Verwaltung, unter Vinschunil der finanziellen Kräfte deS gesamten Stnotes, auf eine hohe Stufe wirtschaftlicher Bliire>»nd mensch- sicher Kultur geführt hat, muß eS preisilcben. Da» Vand stnat'ichrr stiig-k'Ofi-'keit wird nun peGst. da» Bund der.8»sanl,ne»geh?rigfr!t der Gei'ter und der Gerzen kann keine Macht dieser Okrde lösen. Sün» gemeinlamr Arbeit drr Kn'tnr und de» Wirtschaftslebens in?rahrh,i«drrtrn geschaffen hat, ist durch keine ilnüerr Gewalt zu zerstören. Wie qelabeo Such Trene. Halter fte»»«»nd vklanzt sie in die Herzen Giirer Kinder. Da? Recht der Selbstbestimmung, da« zur Nnrerlage de» strirden» werden kalkte, istasfte man sich durch D.i e b st a h l und Plünderung Geld. Der Einsender selber, der mit ehr- licher Begeisterung inf Februar herausgezogen war, hat sich mit Ekel von diesem Treiben abgewendet.— Arme deutsche Ehre, wenn so deine„Retter" aussehen! fichte unö neunte Klage. Wie W. T. B. meidet, hat der Neichsprasideni G e n. Eberl gegen die gltdentsche„Nngbhängige National" Korrespondenz" und gegen. die„Ostpreußische Zeitung" Strafantrag wegen der im Zusammenhang mit dem Fall S k l a r z gegen ihn erhobenen beleidigenden Angriffe gestellt. Nach unserer Zählung, die nicht einmal Anspruch auf. Vollständigkeit erhebt, ist dies die achte und neunte Klage, die von feiten der Augegriffeiien gegen die Verbreiter ehrenrühriger Beschuldigungen erhoben wird Trotzdem wagen alldeutsche. unabhängige und kommunistische Blätter in trauten Verein immer noch die verlogene Behauptung, unsere fuhrenden Genossen scheuten die gerichtliche Klarstellung der Angelegenheit und trauten sich deshalb nicht zu klaaen. Demgegenüber sei festgestellt, daß unsere führenden Genossen in allen Fällen zu klagen entschlossen-find, wo Verdächtigungen i n einer strafrechtlich greifbaren Form ausgesprochen werden. Dies ist hisher geschehen und wird auch weiter geschehen._ die ffeimkebr öer Kriegs �efan�enek. Die deutsche D�legativn, bestehend auS Mai»r Draudt, von Leiter und zwei technischen Sachverstfindigen wolinti«m Sonntns vormittag einer Tivung im Ministerium der öffentlichen Arbeiten bei, an der unter dem Vorst» von Castouin die französischen Delegierten von der Kommistion für die Heimschaffung der Kriegsgefangenen teilnahmen. General Castouin machte den dcut- scheu Delegierten Mitteilung über die Einzelheiten des H e i m s ch a f f u n g p I a n e S, der zur Aussiihmng gelangt, sobald die deutsche Regierung dem Friedensvertrag gemäß daS erfor» derlichc Material geliefert hat. Die Heimschaffung erfolgt auf sechs verschiedenen Li- nirn: Neber Düffeldorf, Limburg, Mannheim, Offenburg, Basel und Konstanz. Andererseits sind die Hrimfchaffungen auf dem Seewege in Aussicht genommen, nnd zwar von Hcrvre, St. Na- zaire, La Nochrve, La Palice und Vörden,!x auS. Die Hrimbeförderung wird auf ollen genannten Linien 24 Stunden nach der Ankunft de« nötigen Materials beginnen, worüber den deutschen Delegierte» Angaben zugehen. Die hratfdic Delegation wird igrerseitS apt mogllihen»lnorbiiungell fffr «ine möglichst rasche Absahrt der Zuge treffen. Man nimmt an, daß, sobald der Plan voll zur Dnechsührunz gelangt, täglich sechs»»der siebesta«»sead deutsche Kriegsgefangene nach Deutschland zarückbeför- dertwerd?« können. Strektausöehnunfi 5n Der aberschlcsischc"is:nbahnerstreil hat am Sonnabend und Sonnlng an Ansc.chnunz zuge»»m.»en, doch bärste er von'nicht allzulanger Tauer sein, da dir Zentralleitunq der l�ewerk» sch asten dir Nnterstützung für U,i Streu tu Oberschlesten a b» gel? Hut Hai und auch dt» V c e»:te u« r g a u lsat i o n abzr- lehnt hat, sich am Streik»u beteiligen. Dagegen fleht ei« S d« x a t h t e st r e i k der«rbrUer und Angestellten der oberschleflschrn t'l l e i n b a h« e u in Aussicht. Die Tohnhöfe, auf denen gcstr.'ikt wird, sind zur Bcrhlltung von Nn- ruhen durch Reichswehr«nh Sichrrhcltkpolizei besetzt wordeu. LiShrr ist die Ruhe nirgends gestjrt. Die Streifenden sind auf die Opfcrwilligkeit ihrer Kameraden angewiesen. Ter P e r s o n en verkehr wird bis z.'yt«ufrechttrhalton, doch ist viel- such der Güterverfrhr lahmgelegt. Heegarbe�terforöseukgen in Nieäerstblesien Im niederschlesische« Acrgrerier sind die v.'rgleute mit Lohn- szrderungen hrrvorgetreten, die eine Verdopvelnng der jetzigen Lohnsätze bedeute«. Tie verlangen, rückwirkend ad 1. Ja- nuar, eine Loh« er höh« ng von 100 Proz. sowie eine Be- fchaffnngsbtihilfe von 1000 M. und für jedes Kind von liÖO M. besonders. Auch die Erhöhung der Witwen» und In- validenpension wird gefordert. Die Forderungen solle« bis spätestens IS. oder 20. d. M. durchgesetzt sein. Eine große N e» »ierkonferenz, die Donnwg in GottcSl-rrg stattfand, beschäf- tigte sich mit diese« Forderungen. tzohe ZorSerungen. Auf dem Bahnhof Hagrnvw-Lan, hielt der«ewerk. fchaftbi'und derrtscher Eisenbahner eine Versammlung ab. die zu dtzr Fragi der Teuerungszulagen Stellung nahm. In einer lTntschHctzung wurde die sofortig« Erhöhung der Teuernngvzu- lag« um 200 Proz. gefordert. Der �lusnahmezuftanö im tvestsn. Der Dirlitärbefehlshaber der NesticrungSbezirke Düsseldorf, Arnsberg, Münster und Minden Wirb mit Zustimmung des Reick�kabinettS eine Verordnung folgenden Inhalts er- lassen: Mit Zuflinnmmg de» RegiernngSkommfssar? ordne ich auf Grund der Verordnung des Reichs Präsidenten vom ll. Januar ILM für... tm Interesse der öffentlichen Sicherheit fosgon- des an: Jede Betätigung durch Wort, Schrift»der andere Maßnohmen, die darauf gerichtet ist. lebenswichtige Be» triebe zur Stillegung zu bringen»»vird verboten. MS lebenswichtige Betrieb« gelte« die öffentlichen Bei» ?«hrsmitt«l sowie alle Anütgen und Einrichtungen zur Er» zeuguug von GaS, Wasser, Elektrizität und Kohl«. Zuwiderhandlungen werden nach Maßgab« der Verordnung des Reichspräsidenten vom ll. Januar 1020 bestraft. Diese Verordnung tritt sofort in fdraft. Zum Militärdefchlkhaber für dl« RegierungSbezirfe Düsseldorf. Arnsberg, Münster und Minden ist vom ReichSwehnuinister der General v. W a t t e r ernernnt worden. Zum NegierungSkommissar wird der Reich«» und Staatskommissar Severins ernannt. '»«e»>>Uj.— ii.-,.ii. j i« ii—.miM'iiMviwi— ii iimai i«.im«,<««iH'iwi-imiUL,-!.' ?m Lattenarrest. Erinnerungen an» der»guten alte» ZeiN von Arno Reichard. E» war in den Dezembertagen 1806. Da mußte ich den schweren Golgatbagong gehen, den vor mir so mancher brave Kampfgenosse ichon gegangen war. den na» mir no» mancher und ich auch selbst noch oft gehen mutzt«. Bon dem TerichtSgeiSoguisse meines Wohnorte«, w» nur GefängniSstrosen bis zu drei Monaten Verbüßt wurden, war ich zu der langen Strafe nach der sächsischen Bergstadt Stollberg„transportiert* worden. In einiger Entfernung davon winkt eine einstige Naubritterburg. jetzt zum großen Lande«- geiängm« ausgebaut, auf hohem verg«— Hobeneck. Da» war mein Reiseziel. Bor mir hatte man«inen Kollegen von der Zeitung gefesselt hinaufgeführt, auch dem jüngst verstorbenen Partei- literoten Edgar Steiger war dasselbe paistert. In Kelten durch die Sladt! Ich hatte«».bei der strafvollstreckenden SlaatSanvail- schalt durchgesetzt, daß man mir diese Schmach ersparte. Mit meinem.Transporteur*, einem Gerichtsbeomten, ging S durch da« Siädtchen. Die Schuljugend in Schoren dahinter her und fröhlich rufen sie hinter un« der»Spitzbub. Spitzbub*. Wen st, damit meinlenk Ich hatte doch nicht gemaust. Freilich, da« konnten die Pergarbetterjungrn«' nicht wissen, daß ich wegen meiner poliiifchen Betärigung hinein und auck für sie millrden mußte für eme bessere Zukunft, auch für st«. So mußte ich denn Weibnachlen in dem engen Zellenraum vertrauern, wie mir da» den» dreimal Hinterem- «„der beichieden war. in meinen besten Jugendjahren. Ich war schon vorbestraft, war deshalb»Mitglied* der 8. Diiziplinartlasse. Nach der Hausordnung lount« ich daher nicht die Vergünstigung der Selbitbeschäsligung»rhalten. Ist mußt« in SlräftinpSkleidting GefänguiSarbeit verrichten, von früb S bi« abend« 7 Ubr. Zu- nächst erhielt ich alte schmierige Webabsälle, Slrumpslängen zum »Wollezupfen*. Bald bekam ich eine bessere Arbeit. Korsett» und Taillenv-rschlüsse fertig machen, Heitel und Schlingen an diele. Panzerstäde annieten.«». das war doch so schrecklich langweilig. Und ich noch so jung, da» Her, und den Kopf so voll von Bedanken. sie drängten nach Betätigung in anderer Richtung, ich wollte mich geistig beichähigen i und mein« Gedanke» und Einsäll« zu Papier bringen. Man hatte mir tro,dem al« besondere Vergünstigung die Erlaubnis gegeben, eine Anzahl Bücher in die Zelle zu nehmen und ein Amtsblatt zu halte«. Da» war etwa«. Ich hälle damit keinen Mißbrauch treiben sollen. Aber ich war noch zu jung, das Herz war mir zu voll I Schreibzeug zu erlangen, da« war mir nicht möglich, eS wurde rundweg abgeschlagen. Da gelang es mir unter sehr großen Gefahren ein elwa drei Zentimeter lange« Stück Bleistift zu erhalten. Wie ein Kleinod wahrte ich es. Da ich lein Messer hatte, mußte ich ihn mit den Zähnen spitzen. Luch mutzte ich ihn ganz sdrgsam versteck«,. Bei der»Bewegung im Se!?e?alftre!5hctze. Der Ausrilf, zu dem st» Unabhängige und Kommunisten in der.Freiheit* bi üderlich vereinen, um zum P r o t c st sl r e t k gegen daZ Betriebs räteg es etz ai»izu fordern, ist zwar gerade in dieier Stunde ein besonders fchlveres Verbrechen am Volle, aber er bedeutet wevigsters offen eine ehrliche Kampfansage gegen Ncg'erlmg und Parlament. Weit abstoßender und widerwöiti�er miitcl die Art und Weife an, in der dic»Role Fahne* für den Generalstreik Propaganda macht. Sic besitzt nämlich nicht den Mui, offen hierzu aufinsordern wohl aus Furcht vor einer elww für sie«nlstehenden Niederlage nnd so sucht sie unter einem Vorw.andr Stückendeckung. Sic fordert nämlich Vre Bibeiierichaft auf. am l£>. Januar.die pe- iallenen Kämpfer durch Aibeilsrude zu ehren*. Uns dünkt diese Art von Heuchelet höchst widerwärtig. Unter der Maske.der Pietät soll der p o l> r i s ch e Kampf auSgeiochten weiden. Haben wir es nicht früher von den Pfaffen genau so gehört, wenn diese„aur Erhaitimg der Religion* von den Kanzeln herab Politik trieben und gegen die Sozialdemokrali» hevren? ES scheint keine llerikaie Unmaruer zu geben, die von den Kommunisten nicht begangen w.rd. Sie hat HrunKsätze! Zur rechien Zeit eriimert Strescinann wtekier einmal saran. daß die D c u t s V o l k b p a r t e i, zu deren er- leuckstetcn Häuptern er gehört, Grundsätze hat. Gerade noch. früh genug) um diese unnatürliche Talsache nicht in Ver- gessenbeit'geraten zu lassen� Und zwar erinnert er an die Grundsätze in einein Artikel, in dem er zu dem A n t i s e yi i- t i S m u s Stellung nintnrt. Zu dieser Frage äußert sich daZ Parteiorgan der„Deut- scheu Volkspartei" folgendermaßen: .Die Not der Zeit macht es besonders notweMg, daß das dentsav Volk feiner völkischen Eigenart ffch wieder de- wtcht wird und alle geistigen und Kttichen Werte, die in ihm heben, herausarbeitet. Dazu will die Deutsche Volkspartei nach Kräften mittv-irken. Dagegen bekämpft sie all« Zersetzung?- bestrebungen, dir an Stelle des Beteznitniste« zum.nationalen Staat und zum deutschen Volkstum das Weltbürgertum setzen wollen. Sie verwirft alle Bestrebtingen, die unser Deutsch- Mm zurückdrängen, wollen zugunsten internationaler und w e s o n s f r e'm der Auffassungen. Der sittlich« und Wirtschaft- liehe Wieberaufbau unseres Volkes kcmn nur gelingen, wenn wir 'zurückkehren zu den alten Grundsätzen von Treue, Glauben. Ehr- lichkeit und Imbestechltchkert km often tischen Dienst, in Kandel und Wandel. All« ander« gearteten Gesinnungen bekämpft d-i« Deutsche Lo>I kspariei, gicichvirl von welcher Setzt« stze kommen.* 'Stresemann behauptet, cm« dieser Erklärung geh« hervor, daß die Partei es ablehut, einen— grundsätzlichen Anti- seuiitismus z>t betreiben. Aha! Also doch uin HimnielS- willen nicht auf Grundsätze festlegen, soitdern- immer hübsch zweideutig lavieren und die Veischwonmienhrit der praktischen Politik, dttzi man aus der nattonalliberalen Per- ganqcnheit erblich übernommen bat, hübsch hin- übertragen in dl?— Grundsätze der.Deutschen Valkspartei I* Daß der Kampf gegen wescnssremde Elemente und die Betonung der dcutschvölkischen.Eigenart stark crnti- semitischen Einschlag enthält, bei dadurch, daß er nicht ehrlich als das hervortritt, was er tst. ntcht gerade sympathischer wirkt, ficht einen so prinzipienfesten Mann wie Stresemann nicht weiter- an. Nationüttstisthe Gotteslästerung. . Wie weit deutfÄnal-onaie Agitatoren gehe», zeigte«ine Per- sammlung deS.Aus'chusse« für Volksautklärung*, �te dieser Tage in Tempelhof stailfand und zu der Juden ieiuen Zutritt hatten. Nachdem der Vorsitzende tüchtig auf'die Juden geschimpft hatte, hielt Lehrer Wolf-Hornier einen Bortrag über»Die Lebens- auigabe des deutsche» Äolkes*. der eine konftise, �verzerrte Dar- stellung der germanlichen Mvtbologie gab. Einleitend sagte der Freien* wurden die Zellen revidiert, in der einzigen Hoienlaiche konnte ich ihn auch nicht auibewahren. Da hatte ich nur de» einen sicheren Aufbewahrungsort, unter dem Kotkübel. Papier hatte ich nicht. Ich nahm die weißen Reipeklbtättcr hinler den Einband- decken meiner Bücher. Und nun konnte ich»von Lenz und Liebe singen und von seliger, goldner Zeit*. ES war vielleicht ein Gluck für die»Mit- und Nachwelt*. daß mir dieie» tcutlische Beginnen bald vereitelt werden sollte. Aber da» Gluck der Nachwelt sollte mein schweres Unglück werden und mir furchtbare Leiden bringen. Ich wurde erwi'cht. Hatte ich doch versucht, einige Sachen hinauSzupaichen und sie meiner Zeitung zum Abdruck zu senden. Das Schick'al Halle mich ererlt.{HS war am Silvestettage 1895, Von der Bewegung im Hole wurde ich abgeführt in eine kalte Foller-elle zu ebener Etde, in den Latlenarrest. Ich mußte mich entkleiden, man nahm eine genaue Leibesvisitation vor, die sich auch aus die Mund, und »andere* Oeffnung'erstieckt». ,Ham ie was im Maule*, mit dieier liebcnSwüidigen Anrede riß mag mir den ,Mund auf und lugie hinein, als gelte es darin schwere KoNtrebanpe zu finden. Man nahm mir Unterjacke, Hasenträgzr. die Schnursenkel au« den Schnhen, da» Taschentuch und riß vom Hemd den Saum. Da» tparen Vorsichtsmaßregeln, daß ich mich nicht aufhängen konnte. Dann gtngs v»hinter die Latten*. In einer kalten Zelle stand ein Gillerbau etwa in der Größe eine« Kleiderschrankes, gerade fo hoch, daß man darin stehen und sich nicht rühren konnte. Alles mit schweren Gitterstäben versehen. Darin stand noch eine Holzkanne. in die etwaige Bedürinisse ver« richtet werden tollten. In diesem engen fltaum in kalter Zelle, zu furchtbar laltcr Winterszeit mußte ich, nur mit Dr-cllbose und Tuch- jacke belieidet., von früh 5 Utwbrs avendS 7 Uhr untätig sieben. Wre ein wilde« Tlcr«iiigezwängt I Die Erlöienn Nacht sollte mir eine Abwechselung der Oual bringen. Man ließ mich ouS dem Kasten heraus, nabm mir die wenige Kleidung noch und nur mit einer dünnen Decke durste ich mich auf den harten, so splittrig aus- gelaufenen Fußboden der Zelle legen. Da« waren furchtbare Nächte. Eln ganz entsetzliche? Frieren. � Ich wälzte mich vor Kälte auf dem Fußboden. Der Sturm trieb durch die vergillcilen Fensterlücken die Gleckeuktönge aus der Bergstadt Stollberg, abgebrochen oder doch deutlich vernehmbar, an meine Obren. Und min bei dieser Oual die Erinnerungen! Ich dachte der Meinen, dachte der»Ltevsten*. und backte des großen Elends des ganzen Volke», Und ich dockte meiner Partei, für die ich leiden durste. Die Oualen dieier NcujahrSnacht waren furchtbar, es sollten noch mehr solcher Nächte lommen. Am NeujahrSlog ging es wieder Himer die Lauen. Zu esien gab eZ nichlS, nur eine erst in heißem Waffer aiifgetveichte Semmel, die einen aber anekelte.' so daß man gär nichts halte. Nun stellten sich noch die Oualen de« Hunger» ein. Diese Oual mußte drei Tage und drei Nächte Überstsndrn werden. Ich meldete mich trank, halte ick mich doch schwer erkätlel. Der Arzt kam m die Zelle, die»Untersuchung* Redner: Der Krieg sei gekommen, weil wie unsittlich war«--. Wir müßten Gvu danlen. daß es fo gekommen fei. Dann mußten zu Ehren der Deuischnanonaien die germanischen Gölter und Eöiimnen amniarschlcren. Leider habe sich esn.Jude Lok!* darunter geschmuggelt, daS machten die Juden ly-mer'— Juden rau?' I e h o v a sei ein Lump, ein Spitzbube, sei der G o t t d e r Schieber gewesen, Jesus, der.blonde, blauäugige, gradnafige", habe den' Haß gegen die Juden gepredigt. Dieses unflätige Gewäsch ging ielbst einem konservativen Pfarrer an die Nieren und aus einem Gefühl deS Ekel? und der Empörung nckm er sich in der Di«tuision den»Ledrer* vor und zeigte ibm, gestützt, auf eingehendste Sochkenmnis. daß dag Re'-ral ebenso dum m wie gemein und hetzerisch gewesen wäre. Daraufhin großer Lärm, wüste Betchimpwnyen, ein persönlich-ge- holtencs. beirchigende» Scklußworl, de»»Jugendbilpners*. Sa ende:? die nationale, treudenliche Radauveranslollung.' Daß der Vorsitzende die jetzige Regierung samt und sonders »Lumpengesindel* nannte, nur nebenbei. Das ist VolMaufMäning! Uns tun dt« Kmdrr leid, die diesem Pädagogen anvertraut sind!_ Dsnksagunz.• Genosse Eduard Bernstein bittet unS um Aufnahme folgen- der Zxilen:, Aus Anlaß meine« siebzigsten GeburtSiagS sind mir von nah und fern, ouS der Fetzcr von EesinnungSgenossxn und Freunden, vor? Politikern wie von Wissenschaftlern Glückwunschschreiben und— aoS dein Auslände— Glücktounschtelegramme in so großer Zahl zuge- gangen, daß eS für mich eine U n,m ö g l i chk e t i ist, sie alle einzeln z» beantworten. Möge es Ntir daher verziehen werden, wenn ich iit diesem Falle einmal in einer persönlichen Sache die Presse m t'ln» spruch nehme."> Ich dank? den Schreibern auf diesem Weoge von Herzen für die so überaus wohlwollenden Worte, die sie m-inem Streben gewidmet haben, mit meinen besten Kräften dem Werk der wirrschaftlichen Be- freiung, der geistigen Hebung und, der solidarischen Verbindung der Völker zu dienen. Wenn eS zum Ausharren in diesem Streben juAy der Aufmunterung bedurfte, so ist sie mir rn diesen Tagen durch die vielen Beweise nachsichtiger Anerkennung in mehr al» ausreichen'ern Rahe zutejl zcwrrdcn'. Einer Zuschrift, die mich besonder? ergriffen hat. glaube ich öffentlich gedenken zu sollen, da sie zugleich a!S ein Symbol für ein- der größten Ausgaben unserer Zeit zelten kann. Ein gleichzesinn?er französischer Freund schließt seinen Brief nach Bemerkungen., die sich auf meine Person beziehen, mit folgendem Worten: „Jcht wollte Ihnen erst Blumen schicken. Aber was sollen Blumen inmitten dieses Icaiitigen, rauhen, durch so viele Tnt» heilen derschlimmcueii, für so viele Kinder tödlichen WinierZI Ich bitte Sie daher, für Ihre Unlerstützungszwecke. den beifolgenden bescheidenen Beitrag eines»Siegers* anzunehmen, der sich der Soli. darität aller im Unglück nur zu bewußt ist.* T-er diesem von, echtem Gefühl diktierten Schreiben beigefügi- Bjetrag von dw M. ist von mir einer Körperschaft zugewiesen worden. von der ich sicher bin. daß sie ihn im Sinne des Geber?-verwenden wird. Ten Brief' selchst aber glaube ich alZ ein ioertvollc? persönliches Andenken ausbewahren zu dürfen. Berftn-SchöneberA den 3. Januar ILSO. 'Eduard Bernstein. NeichSrecht bricht Landre>stt. Nachdem der NeichZpräsident durch Verordnung vom lt. Januar 1020 auf Grund de« Artikel« 4b Abs. 2 der Re i ch Z o» r f a ss u ii g für die NrgieruogSbezirke Düsseldorf Arnsberg. Münster und Blinden die nötigen Maßnahmen zur Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung getroffen hat, w'.rd, wie die preußische StaarSre-siernng mitteilt, der au? Grund des preußischen Gesetze« über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1821 verhängte B ef ag er u n g S z u st a u d, fowe'.t er innerhalb, dieser Gebiet« noch besteht, aufgehoben. Dank an PosrnZ Beamte und Lehrer. Der Regierungspräsident v. Bülow verösfenllicht, a!S stellvertretender Oberpräfibent der Provinz Posen eine Bekanntmachung, die unter Hinweis auf den licbevMing der Staatshoheit auf Polen den preußischen B e« a m t e n und Lehrern für ihre treue Arbeit in der Ostmark deZ preußischen Staates dankt.> »»?>«"!!»>>.<---------!--- U_ii--:...... IMI. ,LL»iJJ.J.!L�Hge> geschah aber duich da» Käfiggiiler hiodurck. Ich mußte die Zunge durch das Giller stecken.»Sie werden es schon noch aushalten*. damit War der Fall erledigt, und hohnlachend wandte er mir den Rücken. Da hotte ich io viel über sibirische Mißhandlung politischer Gefangener grlesen. ob diese Behandlung der zaristlsch-ruisiiSen nachgestanden hat? Als mein dreitägiges Martyrium kiderstanden war und ich wieder in meine Zelle geführt wurde,. glaubte ich. die Freibett wieder erlangt zu haben, so glücklich fühlte ich mich. Man nabm mir die Bücher aus der Zelle, selbstvetständli� auch das Bleistlfifragment. Ich bekam noch schlechtere Arbeit. Aber ich hiane doch so viel Gedanken! Ich mußte mich während der mechanischen Arbeit geistig beichäfligen. Und da fiel ich wieder auf daS Fabulieren und»Dickten*- Wie sollte ich da» zu Papier bringen! Not macht er- sinderisch. Man hatte mir'unbegrcrflicherweise die gelesenen Zeilungsnummern in der Zelle gelassen. Da ritzte ick mit einer Nähnadel Buchstaben heraus, stellte sie zu Silben usid Wörtern zusammen und klebte sie � mit Mchliuppenresten auf unbedruckieS Papier, den sog.»Speck*, d. h. die weißen Stellen in der geilung, die ich wiederum ausritzie und zusammenklebte. So mackte ick Geschichten und Gedicht«. Ick hatte gerade em blut« rflnstige« Gedickt zum 18. März fertiggestellt und in meinem Gr» iangbuch versteckt. Ich glaubt« eS dorr am sichersten. Aber auch bler rrrilie m>ck das Sckickial. Diesmal gab es sieben Tage Latlenarrest. Die Oual wurde jetzt noch schlimmer, wie die erste Wie Eue»»« in dem bekannten Zlssastben Roman Germinal, so begann.ich vor Hunger Holziplttter zu kauen.' Als ich dies über» startzven balle und in meine Zelle geführt werden sollte, brach ich auf der Treppe zusammen. ES stellte sich bald Blutlpeien ein und sckwere- Störungen nack der Nabrungsausitahm«. Bald war auch daS dreivierieljäbrige GeföngniSleiden überbavpi übetstanden. Als mir der Direktor bei meiner Entlassung dm hielt, daß ich e» besser hätte haben können, wenn ich nick!»TummheilSn* ge- macht hätte, entgegnete ich treuherzig und bieder:»Nun, da» nächste Mal wird eS icko» besser werden.*— Empört sprang der Direktor auf:»Was. sind jetzt Sie noch nickt heraus und Sie reden sckon vom nächsten Mal?* Ja. da« war eben der Kampf, der ja damals in Sackten ganz niederiräcklig geführt wurde. Ter Dte«st der Wahr» hell ist ein strenges Lo» I____ Der Verein Berliner Presse veranstaltete Sonntag mittag im Metropo! eine Porstellung heiteren-�r. Wirtschaft. Äbt'iN» der Preise. Im.berliner Vörsen-Courier" bringt an leitender Stelle Tr. Treuherz einen„V o r s ch l a g zur Erhol- tung des sozialen Friedens mit folgender Forde- rnng:'''' .�?an gründe mit der Ardeitgebcr Konsumgenossenschaften. Beispiel: tn« Smdt Berlin begründet -r ii idrcr zahlreichen Beamtenschaf' djn über den giirize» Bezirk Tfoh-Berlin reichendes Netz von Verkaufsanstalten. Ter Vertauf -würde zentral von der Leitung der Konsumgenossenschaft durch- geführt. Jeder Zwischen h-nÄel kann ausgeschaltet werden; der T,i'r..�rhandel wäre ins Mark getroffen.> Durch den Eintauf im großen kann erheblich ökonomische: gc.lrirtschcube; werden. uVch ei märe möglich, ohne daß die verhossie Zwangswirtschaft mit ihren bekannten üblen Folgeerscheinungen wieder eingeführt werden müssie. Hilfe aus eigener.Kraft zu bringen. Dem Verbraucher könnte, was sonst in den Konsumgenossenschaften nicht üblich war, überdies ein Anspruch auf Bezug der eingekauften � Waren eingeräumt werden. Die ganze Organisation»vär« von unten herauf ohne Vevormundnng durch Staaisbehördon in gemeinsamer Arbeit ron Unternehmern und Angestellten durchzuführen. Einmal hin- gestallt, wird sie au» sich selbst heraus wachsen, wenn nur der Ge- nogerschaftsgedanke erst Wurzeln gefaßt hat.'Denn überall, wo in �großen Betrieben eine bedeutendere Zahl von Angestellten und Ar- üei'crn rorhanden Ist, können ohne große Mühe Konsumvereine be- gründet werben, die dann örrlich j« nach Bedarf zusanimenzufassev wären. N e u an dem Vorschkag tst nur die Beihilfe der niiter- N, eh wer. Während Konsumgenosseuschuften bisher lediglich als Schutzorganisationen einheitlicher Verbraucher schichten errichtet wurden, sollen jetzt auch die Unternehmer ihnen beitreten und, wenn angängist. ihre Gründung durch Darlehen, vielleicht sogar regelrechte Zuschüsse unterstützen. ES kann nicht schwer sein, ein« Verzinsung dieser Darlehen au» den sonst bei Konsumgenossenschaft«', ectviri» schasteten mäßigen Dividenden zu bestreiten. Für die Erhaltung des sozialen Grieben» außcrorchentlich wertvoll ist die Zuiammen- arbeit von Unternehme i�n und Arbeitern in ge- me in schaftlichen Organisationen.' Wer von der Erkenntnis ausgeht, daß daS Unter- nehmertum verfclMnden muß, um das proletarifll)« Verhältnis beseitigen und zu einer organisierten, plan- mäßigen Wirtschaftsführung gelangen zu köniien, die dem CbaoS ein Ende macht, der wird die Anregung, die oben gegeben wurde, ablehnen müssen. Unsere heute völlige veränderten ökonomischen Grundlagen erfordern andere Mittel, um zum Ziele zu gelangen. Immerhin fordert der genannte Verfasser die Ausschaltung deS Han- dels, und das allein will gewiß für ein Börsenblatt schon sehr viel b»de,üenl Wir mochten vom sozialistischen StandpunTt aus dem Verfasser gegenüber bemerken, daß wir eine andere Forderung stellen. In der Versorgung der großstädtischen Bevölkerung spielen die Waren- und Kaufhäuser eine außer- ordentlich bedeutende Noll«. Sie haben die gewaltigen Or- .ganisationen für den Einkauf und Verkauf im großen. Ihr jtvnkurrenzverbältniS verursacht aber gewaltige unproduktive AnSgoben an Reklame,»nd durch die Zersplitterung der Organisation infolge fehlender Arbeits- terlung zwischen ihnen. Alle diese unnötigen Unkosten muß der Verbraucher bezahle«. Wir fovdern daher di« „Tozialifierung drr Waren- und Kaufhäuser�, h. h. ihre Zusantmenfassung umd Unterstellung un-ter eine zentrale. Leitung zum Zweck weiterer Verbillignug oes Einkaufs und Venuei-dung der rieefnhane» Unkosten, mit denen diese Großunternehmen bellte zu eechrnm ltaben. Das wäre eine organisatorische Aufgab« die so beben- t?nde Organisatoren wie Tietz. Wertbeim usw. ohne weiteres zu leisten imstande wären. Von dieser Zentral- orgänisation ans könnten ohne weiteres Tausende von Ge- schäften als Filialen mitbeliefert, werden. Einen ungeheuren Einfluß könnte diese Organisation auf die QualitätSs!<-igrrung der Waren ausüben und dem furchtbaren Warrnfchwindel, unter dem gerade die Arbei» t e i s ch a f t lind die A e r m st e n so schwer zu leiden Heiden, bald ein End? machen. Man fasse asso alle Groß- Berliner Waren» und K a v. fhä ufer baldigst zu einer großen T r u st g e» sellschgft zusammen, die unter die ge meinwirt- s ch a f t l i ch e Kontrülle der Stadt gestellt wird, man gebe den bisherigen Besitzern Obligationen der Truftgesell- schon, man erhalte sich die allen organisatorischen Kräfte. um den Niesenbetrieb vor der gefährlichen Verbureau. kratisierung zu bewahren, dann werden wir am schnell- sten zu einer-y e r a b s e tz u n g d e r V r e i s e kommen, weil sich die Unkoiten gewaltig verringern wurden. Eine Plan- mäßige Versorgung wäre gesichert. TaS wäre Positive Arbeit im Sinne der sozialistischen Wirtschaftsouffassung. die der Stadt keinen Pfennig Geld kostet. Es liegt am Magistrat und an bei Stadtverordnetenversammlung,»« Taten zu schreiten._____' 5 U GroMerün heil dk.. ?cben«mlttelnachricht: ,mm levhasie gusudr von Kohlrüben jetzt»m«. iHeil Dir im Eiegerkranz. ' Retler des Valerlands. Kovlrübe du! O edier Rübenichwan� füble die Wonne ganz, Liebling de« Volks zu sein. Heil. Rübe. Dirl Kein Kommunalverbanb' � erlöst das Valeiland Von deiner Huld. Halb Wasser und halb Hol» bist du der Junker Stolz, all ihrer Weisheit Schlutz und ihr Verdienst l. '__»aulche«. Gebt BSohnstellen für heimkehrende Kriegsgefangene. Die Organiialion der KilegSgefangenenheimledr fordert alle Hausb.sitzer and Mieler aus,, Slnbe» oder Swiai stellen zur vorübergehende» Unterbringung der zurück- kehrenden Gefangene» im Einvernehmen mil dem Wohnungsami zur Veriügung zu stellen. Die Gefangenen werden mil Ausweisen verjehen, die Höhe der Bergülung wird nach«inheiUichen Sätzen lestgeketzt. Meldungen find an die Zrntiule tti AvhuungSamlr». Orauienburger Sir. kü, zu liebten: Es gilt, müeren Brüdern, die mit am längstcn für uns gelitten hoben, den Ton! der Hesmai zu zeigen."' Dorum meldet. Zimmer und UnkerkiinflSmögilchleiten baldigst mn_'> Betriebsrötekursus. W-r empfehlen allen Ncilaehmer» der BetriebSrAtesurse, okfo auch den Teilnehmern an dem KuxsuS von 6 bis s phr. driui nd, an dem einkcitendcn Vortrag des Jng. Wölbt, am DienStag. den 1Z. Jan.,.. vbr, teilzimehmen. Ter Vortrag findtt, wie auch alle übrigen Vortrüge, im Sitzungssaal des Herrenhgnsr», Leipziger Straße 4, statt. � Freifahrt für Begleiter von TchwerkriegsbeschLdigten. Eine neue Fahrpreisermäßigung für die Schwer- kriegsbefchädigle» tritt mit solo» tiger Ghliigteil in Krait. Aednl'ch wie die Kriegsblinden gibt es amd«ine ganze Reche audem Kriegsvrrlctzlee, die infolge ihres Leiden« gezwungen find, sieip eines Begleiters auf allen Ausgängen zu bedienen. Der Begleiter der Kriegsblinden hat auf den vreußlichrn Bähncn freiz» Fahrt, diese V e r g ü u st i g u n g'st nunmehr auch auf andere Schwerbefchädigle ausgedehnt morden. Die Kriegs- beschädigten, die auf diese Uergüiistigurig Anspruch erheben, müssen einen Aulrag an die Eisenbahn duekiion'. in deren Brzirl sie wohnen, richlen. Diesem Anträge mutz beigefügt werde»»': Eine Bescheinigung eines beamteten Ar'rteS fMiitiürarzt oder Kreis- phy'ilu»), ein Lichtbild de«»riegsbeichädigic» sowie ein Miiiiär- Papier, da« die KnegSdrichädigung ausweist. Auf dlesen Antrag hin werden den Kriegsbejchiidigten die entsprechenden Ausweise zugesandt._, Hochstapekeken eine? ZtrastenmädcheuS. Eine Hlxbstaplerin, die nr Kurorten de« RiesenyebimeS eine große Noll« spielte, wurde von der Berliner Kriminalpolizei als eine Schwindlerin unv Diebin entlarvt. Au« freien Stücken ver- sprach sie unter«'.deren, dem Geschäftssührer eine« Howis ein Darlehen von LGOOWi 2K. und King auch gleich mi! ihm zum Notar, um durch einen Verlraa Sache feft.zumackien'. So viel Güte vevog den vertrauenSselligen Mann, sc tuet Wohltäterin die Zecht zu stunden und ihr auch n?ch, alk sie m augenblickliche Verlegenheit gersei. in Veirägen von SO M 500 M. ilp ganzen 1 35 0 Mark hrr zu borgen..AIS sie dann abreiste,.um>» ihrer Wohnung in Leipzig-Eutritsch muh dem Rechten zu sehen", schuldet« sie ihm rund 2000 M. Er ließ sie aber ruVg reisen und wartet« hoffnungsvoll aber vergeblich auf die 200 000 SR,. Noch schlimmer ergistg es einem Eisenbahr.beamten, den die RiktergulSbesitzerin bei ihrem Aufcnt- hast in Hirschberg kennen lernte. Bei ihm beseitigte»ine Todes- anzeige jeden Zweifel, und er verlobte sich mit der feinen Dame. Der jung« Mann gab mit seiner Braut nach und nach 2000 M. auS. borgte ihr noch daZ Dreifache dar dazu»:>d wartet fetzt auch vergeblich auf die 6000. Pi. die er ebenfalls am 1. Oktober.zurückerhalten sollte. Von Hirschberg aus machte die Ritte rguiSbesitzcrin viele Abstecher in die Kurorte des RiesengebirgeS. aber auch weiter. bin nach Dresden, Grottkan. Glay. Guben/ Landeck. Neiße, Frank- fürt a. d. O. usw. U eberall betrieh sie ihre Wohltätigkeit, aller- dwpS nrnner nur auf dem Papier, Vertrauensselige Männer hat. ten dabei allerorts Oes Nachsehen. Ein Berliner Kcim'nasbeamtep, der von dieser.Wuhltälenn' hörte, erinnert, sich einer Person. die zw Anfang des vergangenen Jahre» in Berlin unici dem Namen Anna Berthold, geborene von Wnuk-L'epinski, sich eingemietet und ihre W:rt»!eutc empfindlich besrahl. Er ging den Spuren niiter n�ich und entlarvte jetzt die Hochsiaplerim al» ein 37 Jahre altes, schon oft bestraftes Straßenmädchen, eine frühere Äcllnerip Anna Bcrlhold, di« Tochter eine» DienstmanneS, au.» Lissa m Posen. Es gelaug bisher noch nicht, die Hochstaplerin ftsstzwiehmen._' Achtung, fol'che iO Mart« Scheine! Seit kurzem find Nach- bedungen der rosafarbigen Reich-banknoten zu d0 Mark mit dem Dalum de» LI. April lötO aufgetaucht. Die Nachbildungen sind hauptsächlich daran zu erkenuen. daß di« Riffe lung de» Papier» fehkt. Die Aasrr streifen, die den Nachbildungen fehlen, sind durch ein« gelbliche Tönung de» Papiers oberfläch. lich ne-chgeohmt. DaS Papier ist unregelmäßig be- schnitten. Die Nummern bestehen au» verschiedenen protzen und kleinen Typen mit abweichendem Schrift- ckmrakter. und zwar sind die letzten drei Ziffern etwa? kleiner al» di« anderen. Der Kreis tn der Mitte der stnteren Be- grenzuag zur Miteelguilloche ist unten recht» über dem zweiten „p' in der Unterschrift.v. Glaienapp" etwas abgeflacht. Bor Annahme der Falschstücke mit obengenannten Kennzeichen wird gewarnt. Neber die Einfuhr- und Abgabeufresheft der au? dem Ausland cingrhrndrn Postpakete mit Lebensmitteln und persönlichen Bedarf». i gegenständen herrscht noch immer Unklarheit. Ztrständig ftrr di« hier- bei anzuwendenden Bestimmungen ist für die Sinsuhrfreipeir der Reich skominissar für Aus- ond Einsuhrbewilli». gung und für die Abgabenfreiheft(Befreiung vom Zoll) der LkeichSministerddl Zinanzen Bei der Behandlung wird genau unterschieden zwischen LtebeSgabenpateten und sonstigen Le- benSmitlelvaketen. LiebeSgabenpakete, die durch die Polt befördert werden, sind solche, die vom Ausland uninitteklxu an bestimmte in- ländische Empfänger eingehen, nachweislich geschenkt, ftir den eigenen Bedarf des Empfänger» od-r feine« Hauöstait« bestimmt und der Art und Menpe nach diesem Bedarf augemessen find. Sie untcrlleaen keiner Einfuhrbewilligun« und sind von jeder Zollabgabe befreil. l Hai'.cl». Ii l>-r AbsiU ihn zu' einciu Auheutc» muzuarbevei» wollten sie Aufnabmeanträgt bis 10. Januar, i�aihauSstraß«. Ba» rack« 2, Zimmer LI.___ Gruß-Berliner Lebensmittel. Reknickendvel. tLc»rn Abüempclunli de? PtonntSobschnktte» Januar der Klndrriarten Pund v. von M iiwoch ad t ff, Psund Himdecrstrup. G�oß-ösrÜNL? PsrLeinacbrichten.{ S.»löl. Di« Fu»ll!o»c>>!oiis«ronz fällt an». Abtcitungsversammlung Mittwoch 7ff, Uhr V'.ochl>ah»-Rl ilauraul. Schöneberner Ufer 80. J. Zlvilg. Diri Staa 7 U(ii, im Siufal tlaifcrlli-ÄUinlila-Me«» Sitzung sämllichir. ttbieüungSstuikt-onäre lind«clrlkdZokrl' auenSleute. Edarlotteuvnra. Mr»pvc»voi7sammlungt» 7ff, Udr abends. In folgen» den Letalen i t0. Ärndpe ai» Diensten, de» tll. Joriuar, Tchlogltr. IS. Am Mittwoch, l l. Panuar: I.(»nippe..fiöntaw-EIilabuh-Klr 6; 2. Nrupp«, izried»>ch-Kan-Plvh 16; 8. Gruppe. Jtaifuin» lluguiio-stlle« 36/36; i Kruppe, HuUepilr.(Ulenau tr.! z 6. Stzrupp«, Hclmholh ii. 39 ,; 8. Gruppe. Wallilr. SO: lt. tRruppc, Hoilllveg 4ä i ltl Oirnppc. Wndlitietdfti. 11/ l3.(Brnope, JEanlfü'. 63; Ii. G.npv«. Slani'tc. M; 15..ch>uvpe,£ chlülerftr. 75; !6./17. Gruppe. Schlüleriir 47; 13, Grnppe, KnrsSrltcnftr. 76; ,9. Gruppe am DounkiSIaep de» Ib. Januar. WiliucrSdorfcr Slr. Li; o./7. Kruppe am ssreilag, de» 16 LiaNuor. Am Liltzo« 9 Walilverein aidkereliof.1 Mlltwuch. den 14. Januar, abend» 7 Uiir. Kcneralperlmnw.luuz, tztejiguiant von Belg, BiSmarckitr.»5. Oberichönewrive. Tonueitiug. ib. Lannar. 7ff, Um, Schulaula ftrolrtienlnnjie iff utl AollSbeijallmiiäng. Gen. Rndotf Ässjell Ipricht über Deutsche Gr mefinp>r< i 7 ajt Retnickendorf-Dst. Mittwoch. 7.30 11 1t; stabtabcnd tr den bekannten Lolii c». Mittiv'och den LI. Januar: Mttgticdkrre laminlungi Neinirtendsr,'»Biest. Zim abcnd für läantichc bezirle: Mittiooch, dm 14. d. M., 7 Uhr. HaNnianns stiaucret, Tchai'nweberstr lOt— 104. Tegel. Mittwoch. 1». paruar. 7 Ildr, Zahlabcnd. Schniaula Tresckow«� ltrahe. Vortrag über EllertibciratSivahl. j �ugenöveranftaltungen. Schvnhanler'Vorstadt t. Genrcindefchule Sonnenburger Str. LO. lhnite Boili»«!»Jmpiess.ouiSmus und Lxp'.essionttmuS".— Tildosten. > Äranglljw. 138. 7 Uhr: UuterhaUnupSabeiid. m Anders liegt di«' Sache. bei den sonstigen Postpaketen i t.Lebensmittel», die gellen Bezahlung geliefert werden. Dies« LcbenSmittelpakete können bis zum Gnu'cht von 5 Kilogramm mir dann ohne Einfuhrbewilligung eingeführt werden, wenn sie Dutter. Fleisch und Fleischinateu. Spöck. Mehl.. Zucker, Ananas. Jng. wer. Vanille. Kaviar. Kaviareriatzstoffe, Kaviarlake, Langusten, Hummern und Austern-überhaupt nicht, ferner Margarine. Schmalz. Vebäck, Teigwaren. Zuckenverk nebst ähnlichen Waren. Kasse«, Tee, Erzeugnisse der tSchokoladenuidustrie nur bis zum Ge- wicht- von j« 1 Kilogramm, sowie Seife, Kerzen und Stärke bis zum Gesamtgewicht von SVi Kilogramm enthalten. Tie an die Gewichtsgrenze gebundenen Waren sind also innerba'b dieser Grenze einiuhrsrei. dasselbe gil, von den sonstigen ndcn nicht ausdrücklich «msgenommenrn Lebensmitteln. Den deutschen C-mpsängern kann nur dringend ans Herz ge- legt werden,' allen Freunden und Anverwandten im Ausland und besonders in. Amerika, zu empfedleu. die Sendungen gleich bei per Auflieferung in der Aufschrift und Zollinhaltserklärung als Lie- besgabcnpakei(englisch grft parcel) zu kennzeichnen. Bei Nach- ftagen über Pakete aus Ame.ila wende mst» sich an die OrtS- p o st a n st» l t, die Auskunft erte'lesi oder bei Paketen auS-Amerika von dem Postamt 7 in Hamburg einholen wird. »vorzugslurs« für Heimkehrer für di« Zeit von» 12. bis 18. Januar 1920: Aiuerilo � �Enpland I Franiieicp I Beiaien Roten! Scheck I Renen I Säirck I Anten t Tcdeck I Roien\ Scheck 60| 46| 190( 170| 4.60| 420| 400 j 420 Zwei Personen durch eine» Granakzünder getötet. Ein ge- .iährsiches..Andenken" hat in Tegel große» Unheil angerichtet. Der Kutscher Fra.rz Hanel au» der Berliner Straße 60 au» Tegel fand mit dem Arbeiter Jultus M a i bei einem Aukslug nach Döberitz einen Granatzünder und nahmen ihn mit in die Wohnung . HMsHWdbewMng- Unabhängige Theorie und Praxis. Auf die dem.Vorwärts� ckon den Hi-rren Neumann. H. Z»aN« zahn und Eckert eingesandte sog..Richligstellung' in der Abendau»« gab« vom 7. d. Di. erhalteit wir von einem der Gematzregelten loer ander» mußte etn Genetungshenn oufjuchen) folgende Sach- darstellung. Zu t. Del meinem Eintritt in die„Berliner DerlagSdruckerei* wurde mit mir«nie achtsilindige Arbeitszeit tukl. einer halbstündigen Etzpause vereinbart. Im übrigen wurde mir sowohl von der öle» schäflsiettung.wie vom sog. irchmschen Leiter nochmals die Zusicfce- rung gemocht, daß dieitr Betrieb ein„Miiileibetrieb eister Ouoliiät' werden solle. SetbigeS wmde auch.stets in jeder Betriebeversamm» tung dem anderen Perional versichert. Natürlich in der Tbeorie, in der Pipri» sah e» ander« au«. Denn al» vom Personal eine Wirt» jchafu&eihil'e von 60 Di. beantiagl würde, wnl andere Firmen auch ihrem Personal Beihilfen gew-ihnen, lebni« Herr Eckert die- ielbe rpndweg ab und erlläne. datz nian in diesem Veirieb nur au» JdcalismuL arbeileit müsse. Ei kenne einen un- abhängige» Betiieb, wo die dort Beichättiglen unter anderem ouf ach: Tag« Lohn verzichlet Höllen,-um da» Unternehmen zu halten, da e» auch auf sehr schwachen Füßen l stände.".'' Herr Eckert erklärte sodann noch.- daß, wenn die vom Buch- druckerverbond mit den Druckereiunlernedinern vereinbarien Teuerungszulagen von 28 Di. beichiossen werden sollten, di» .BnIagSdruckerer". nicht die letzle iei» würde, die diese Perbesserung auch jb'rem Personal zukommen lassen würde.— ES kam jedoch in der Piazii» ganz anders. Zu 3. Kaum war eS ofsiziell bekannt gewoideu. daß vom?ari>au»ichuß die Zulage beschlossen war. fand in der.Berliner PeiiagSdinckerei" eure Betiiebeveisammlung statt; i» derselben wurde dem Peisouai von Herrn Eckert erklärt, daß der Betited. oder sogen w>r die Leitung,.diese erhöhten Ausgaben nicht lrogen könne, und dir Beschäjliglen aus einen Teil der > a r i s m ä tz i g.e ii I» l a g-e verzichten sollten". Nur unrer diesen Umständen könne der Betrieb der Druckerei aufrecht erhalten werden." � WaS mich betrat, so sollte ich au» JdeoliSmu» wöchentlich auf 13 M. verzichten; ich hätte also nur 40 M. von den lariftich beschlosseneu 23 M. erhalten ioten. Solches Ansinnen war für mich als PerbandSmiiglied selbslversländlich— ungeachiel der Herrichen- den Teuerung— ausgcichlosieu. Da» ungelahr gleiche Ausinnen wurde auch an die übrigen Setzer gestellt mit dem Hinweis, datz, Wenn sie sich nichl eiiiverstarden erliäien würden, die Jalusien her- iiulergeiasseu und daS Geschäft gesei lossen würde. Bis jetzt sei noch lein Berlutz und könne die T rnckerei»och zu gutem Preise verkauft werden. Das erklärte Herr Eckert! ' Al» wir beide auf da» Pfiasier gesetzten und langjährigen Perbandsmilgtieder un» nicht mit vieler laiittvidrigen Hailungzder .Berliner Pcrlagrdrnckerei" einverstanden erklären lonine», wurden wir am anderen Morgen kurzervand eutlasien mit der Bedeutung, nnS am heiligen Weihnachtsabend den noch sülligen Wochenlohn sür die abgelaufenen 6 Tage zu hole». Wft mochten Herrn Eckert daraus oitsmeiksam. datz eine vierzebntällig« Kündiaumr vereinbart iei und somit noch sür 8 Tage Lohn zu beanspruchen hüllen. Letzlerer bedenreie uns, daß sich che Leitung(.weil wir un» auf den larislichen Lohnstaudpimtt stellteu") nicht mehr an die zweiwöchige Künd'gungsii st g-b»i'de» fühle und wir klagen lallten, wenn wir andner Dkeniung seien. Ich mutz noch bemerken» datz. wie ich schon erwähnte, sofort der Buchdruckeiverband von dem Ansinnen der Lohnlürzung versländigt wurde und datz wir beide ttiemotzrcgeitrn das volle Eiuverständm» der O r gemi l ntronöteikiing hallen.> Wie ipäicr vom. Gauleiter Kall Waisini mitgeteilt wurde, bat dann die.Bcrl. VerlagSdiuckerei" den Tarii anerionnt. wahiffbein- lich desboib. weil' die matzgebenden Tarifinstanzen duich unser« SnUassung aujmtttjam gemocht, und dt« dort lvrichästigten al» PcrBnnbSmft iNcder ihre TZtigkelt in diesem.Musierdetrteb' hätten einstellen müssen, wenn nicht die vollen Löhne reip. die L8-!lli.»Zu- läge geiahll würden. Zu 4i Wie uuier dieiem Punkt von den Herren Eckert»iw. mit der cirösucn Unvelfrorcnheit tiesa.it wird, sei die Entlassung sowohl meines ito liegen wie meiner Wenigkeit deshalb eriolgl,»weit unser Veidalten im Betiiebe ein weitere« Zusammenarbeiten unmö glich machte. Tarauf ist au ei widern(und selbigeS müssen die Setzer- kollegcn der»Beil. Verlagddruckere>', wenn e« daraus ankoniml, unter Eid bestäiigen), das; ich mir nicht da« mindeste im gen. Betriebe zuschulden kommen liest. Von veilraUenSwürdiger Seile wird hierzu noch bemerkt: Tie V rbandlungen vor dein Vorstand des Verein« Bertmer Buchdrucker haben die Richtigkeit vorstehender Widerlegung ergeben.— Wir haben mit der Erwiderung gezögert bis zur Bcrhandlung der Klage vor dem Schlichiiing�auS'chust. Da dieselbe elsl Ende d'eier Wowe sta�istnaet. Berlin. Druck: Bvr- wiirrs-Luebdruckcrei u. Bcrlunsansteilt Paul Sinqer u. Co. Berlin Lindeniir, S Eine hochinteressante Weltreife für alle Leser des WaS regt den Geist von neuem an, bringt ffrohstnn und SchasfenSkreude wieder?—— Reiielust und Reuen I Wir wollen erfahren, wie die Welt in Wirklickkeil mi: all dem Reichlum ihrer Naiurschöiibeilen aussiebt und wie die Mcnsrdeu daraus leben. Wer Zeit und Geld hat. der reist. Aber wie viele können diele« überhaupt und sollen sie ei sich versagen? NeinI Trete dabei jeder mir uns getrost die Weltreise an und lerne die Pracht der Nalur, die Eitlen und G'bräuche der verschiedenen Menschenrassen ohne Reiiebeschwerde�, teure Ausrüsten zen und Reisegelder kennen. Er kann Alle» im gemnl- lichen Heim für nur 10 Pf. pro Tag durch unier „vorwärts". illustriertes Prachlwerk„Fm Fluge durch die Welt" genießen. Um der Reiie besser folgen zu tönnen, erhallen alle Besteller außerdem einen Hanüatlas vollställökg gratis. Verlangen Si« sofort durch Gullchem einen Proipeki gratis. Gutschein für die Leser deS „Vorwärts". An de» Verlag Peter I. Lcstergaard, Perltn�ZchZnebcrg sich bettelle hiormU einen Vwipek! über die Wcltrcile ,sim Finge durch dt« Well" kostenlos zugeilelll. Name:. Ort und Dtraste: I 2 Hark! HOg-g Z.- Mark Kit echte«,.. Friedens-Kautschuk ichSne, aatQrllchc Farbe bei 8 JÜlir. StfcrllfllfliSr tiSriDÖS. Zahnziehen mit örtlicher Beliabnng ooch bewdhrtcr Metüode bei Bosteliung von äebisseo iratlb! 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