Nr. 216. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Juferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen: tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonns und Festtagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Sonntag, den 16. September 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Bedientenstücke. " bei welche aus den Zuständen der sogenannten Maffen nach Nun aber von der vernebelten sozialen Frage zur ihren Anschauungen abstrahiren." Hier macht der Ge- greifbaren Arbeiterbewegung. Die ist, auch in den KohlenDas soeben im Effener Glückauf" erschienene steno- schäftsführer" Dr. Reismann jene elegante Handbewegung, revieren, kein„ theoretisches Gebilde", sondern recht ungraphische Protokoll der diesjährigen Generalversammlung mit der man einen Unsinn abthut, der kaum erwähnt zu angenehm fühlbare Wirklichkeit. Daher muß man sie, des Vereins westfälischer Bechenbarone ist wieder einmal werden verdient. Es läßt sich bislang nicht nachweisen, wenn man sie als Komiker einem anspruchsvollen Zuhörereine genußreiche Lektüre für Alle, die Freude am Humor daß die soziale Frage mit der Bewegung der Massen kreis von Unternehmern mundgerecht machen will, etwas der Bedientenstücke nach bewährtem Muster haben. Be- identisch ist." Hier schneidet der„ Geschäftsführer" Dr. Reis- anders behandeln. Hier schlägt das Taschenspielerdientenstücke nennt man bekanntlich jene Komödien, in denen mann wieder ein ernstes Professorengesicht, weil er unmög- kunststückchen des Zerkleinerns der denkbar härtesten Masse jene dienenden Seelen gegeißelt werden, die sich leicht an lich selbst begreift, was er da eben gesagt hat; denn daß gut ein. Ein Jongleur schneidet Kieselsteine mit dem FederSer Machtstellung ihres Ausbeuters berauschen und dann in eine Frage" nicht gleichbedeutend mit einer Bewegung" sein messer wie Butter und bricht Radreifen spielend auseinander. lächerlicher Großmannssucht und mit bäuerlichen Manieren kann die Massen" sind nebenber jetzt von sogenannten" Das beluftigt das Publikum, wenn es auch weiß, daß das nachahmen, wie er sich räuspert und wie er spuckt", ohne zu wirklichen Massen avancirt, das weiß ja jedes Kind, Ganze Schwindel ist. Der„ Geschäftsführer" Dr. Reiszu ahnen, wie sie sich dabei selbst ohrfeigen. dazu brauchen die Zechenbarone eigentlich keinen Dr. Reis- mann verfährt deshalb mit der Bergarbeiter- Bewegung Und ein solches Bedientenstück bildet den Haupt- mann mit verschiedenen tausend Mark Lohn, pardon, Ge- ebenso. Er meint einleitend, unsere(!) Arbeiterverhältnisse anziehungspunkt jener wortgetreu wiedergegebenen halt zu bezahlen. In der sozialen Frage" legt vielmehr lassen sich ruhiger an, wie früher". Die christlich- soziale Unternehmerverhandlungen der westfälischen Zechenbarone; der Gebildete nur seine Auffassung über das Verhältniß der Bewegung, ein Vorläufer der unserigen, hat ihm inzwischen es ist der vom„ Geschäftsführer" Dr. Reismann erstattete verschiedenen Klassen des Volkes zu einem System zusammen, eine derbe Abfertigung auf diesen Optimismus ertheilt. Bericht über die Vereinsthätigkeit". Hier macht dieser und sucht es nach seinen Anschauungen zu lösen. Diesen Aber weiter:" Die sozialdemokratische Organisation wächst bezahlte Beamte des Ausbeutervereins, der in seiner Bemühungen will ich durchaus nicht jeden Werth absprechen, nicht mehr. Damit will ich nicht sagen, daß die SozialStudienzeit nebenbei einmal höhere Ideale gekannt hat, sie ich leugne nur, daß sich auf diese Weise jemals eine Lösung demokratie nicht noch einige Stimmen im Reichstage aber schnöde verrieth, künstlich den Uebermuth seiner Brot der sozialen Frage" finden ließe; eine soziale Frage hat mehr erhalten, oder daß sie gelegentlich wiederum geber nach und markirt komisch- gravitätisch das Progen- vor 3000 Jahren bestanden und nach 3000 Jahren wird sie 11113 einen Ausstand hervorbringen(!) kann, thum, das ihn bezahlt. Natürlich steht ihm diese noch bestehen". aber in großen und ganzen scheint sie diejenigen Miene zum Lachen komisch, während ein echter Kas Soweit der gelehrte Geschäftsführer". Kreise ergriffent 311 haben, welche sie überhaupt pitalist immerhin noch mit einem gewissen feierlichen Ernst Blicken wir staunend auf seine Leistung zurück, so finden ergreifen kann, und gleichzeitig sehen sich die Führer der auftritt. Hier liegt auch die Sache noch schlimmer als bei wir nunmehr, daß die soziale Frage eigentlich nichts als Partei gezwungen, den bestehenden Verhältnissen Rechnung gewöhnlichen Bedienten; diese haben ihre mangelhafte Schul- ein„ theoretisches Gebilde der Gebildeten" ist, trotzdem aber zu tragen und praktisch mitzuarbeiten." Das ist aber nur bildung als Milderungsgrund für sich, der„ Geschäftsführer" vor 3000 Jahren bestanden hat und nach 3000 Jahren bie eine zahme Hälfte, die beim Kieselsteinschnitt des Künstlers der Bechenbarone aber schneidet überdies seiner ganzen noch bestehen wird" eine merkwürdige Lebenszähigkeit Dr. Reismann abfällt. Hören wir näheres über die andere: akademischen Bildung ein Gesicht, wenn er auf dieser Bühne für ein theoretisches Gebilde". Man weiß ja, daß jeder„ Während so die Bewegung extensiv nachläßt, scheint fie agirt. Desto schlimmer für ihn und die Sache, die er ver- Komiker ein Stück Jongleur und Taschenspieler sein muß. mir intensiv zu wachsen..., die Entschiedenen" sondern tritt, und desto besser für uns, denen er eine heitere Stunde Er muß dasselbe Ding einmal in die Luft verflüchtigen, sich aus der sozialdemokratischen Partei aus... Die Thatbereitet. und dann als Geist des grauen Alterthums und als Klopf sache, daß im Ausstande des letzten Jahres bei den HausDer Bericht des„ Geschäftsführers" Dr. Reismann ist geist kommender Jahrhunderte und Dimensionen erscheinen fuchungen sehr oft nicht der Vorwärts", sondern die Mosteine Art Satyrbegleitspiel zu den furchtbar ernsten Kämpfen, laffen können sonst mag er mit seiner Kunst einpacken. fche Freiheit" und andere anarchistische Blätter gefunden die unsere Kameraden in den Bergrevieren auszufechten In der Anwendung dieser Geschäfts" grundsäge auf die worden sind, die Thatsache, daß in Gelsenkirchen und haben mit dem Unverstand ihrer Kollegen und mit dem soziale Frage liegt das Geheimniß des Geschäfts- in anderen Orten von Anarchisten einberufene VersammUnternehmerthum gleichzeitig. Ich komme jetzt zur sozialen führers" Dr. Reismann. Gönnen wir es ihm! Denn so lungen abgehalten wurden, die vielfachen schweren Dynamit Frage", sagt Dr. Reismann auf seiner Komikerbühne vor malitiös wollen wir nicht sein, daß wir auf seine Attentate schließlich...., alles das, meine Herren, beweist uns, seinen Bechenbaronen, die ein Stündchen vor dem Diner tiefsinnige Berichtsstelle seine eigenen Worte anwenden: daß wir in unserem Bezirk mit einer bewußten anarchist is gefigelt sein wollen. Verzeihen Sie diesen etwas Man fragt sich unter(!) solchen Thatsachen mit Sorge, schen Bewegung zu rechnen haben." Das ist die trivial gewordenen Ausdruck", fährt er mit einem breiten ob man nun auch in Deutschland beginnt, in allen sozial andere Hälfte der Bergarbeiter- Bewegung, die bei dem Lächeln fort, das seine fetten Zuhörer verständnißinnig politischen Dingen den Verstand zu verlieren." Nein, nein Bravourkunststück des Zechensekretärs abfällt, und ihretwegen erwidern. Die soziale Frage ist, wie ich mich täglich so grob hat natürlich Dr. Reismann sich selbst nicht ist das ganze Bedientenstick angefangen. Denn nun reiht sich mehr überzeuge, ein theoretisches Gebilde der Gebildeten, zeichnen wollen. der würdige Schluß, der durch Berufung auf Haussuchungs" Feuillefont. Der Inde. Deutsches Sitten gemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. " " " " " mir ein dürftiges Almosen danken muß. Die nichtswürdige die nach einander unterm Geleite der Reichsstadt, des ErzFrucht meiner Ehe mit dem von der Rhön weise ich bischofs von Mainz und des Pfalzgrafen bei Rhein einsomit gänzlich an die Mildthätigkeit der Blutsfreunde, und trafen, überboten sich an Zahl und Reichthum. Nicht blos 141 bin freier in meinem Kloster, als ich es vielleicht jemals die Städte am mächtigen Rheinstrome, von Basel beaußer demselben war, lebe meiner Behaglichkeit, und der ginnend bis gen Köln, sandten ihre besten Handelswaaren, Hoffnung auf schwere Rache an allen meinen Feinden." nicht aus dem reichen Nürnberg, oder aus den gewerb" Hör' auf!" bat Walburg:„ mir zittern die Glieder, so fleißigen Niederlanden allein eilten die Fürsten des Handels ich Dich anhöre." Meiner Freundschaft verdantst Du herzu, sondern auch aus weit entlegenern Landen fanden Glaube mir," antwortete Wallrade. Der elende diese seltene Aufrichtigkeit," entgegnete Wallrade erust: sich Käufer und Verkäufer ein. Wälschlands Werkherren, Mörder hat mich nicht zum Tode getroffen, aber an seinem von Deiner Freundschaft hingegen erwarte ich Geduld, die Gevertschen aus der Lombardei, und die Wechsler aus Eisen blieb die Blüthe meines Lebens. Weg aus der Welt Verschwiegenheit und ehrliche Behandlung. Eine andere Burgund, die Stahlarbeiter und Wollentuchhändler aus mit der Unvermählten, deren Rosenwangen und Körper- Lebensfrist beginnt hierin für mich. Herab vom Himmel England, die Pelzverkäufer aus den nördlichen Reichen, schönheit zu Grabe ging. Dem schönen Weibe gehört die will ich Rache flehen, und wie die Ritterdame vom Söller dem fernen Polen, und dem noch ferneren Reußenland, der Welt mit ihren Königen und Helden; der Verblichenen einem Turniere, so aus dem Klosterfenster ruhig dem Wirr- mächtigen Stadt Neugart, füllten die Gewölbe Frankfurts ein Altar und hinter demselben ein spätes Grab. Und ich sal zusehen, das ein unbeugsam Geschick über meine Feinde mit ihren Waaren, und genossen freundliche Aufnahme in vollends... ich, übermannt von der Last von Vorwürfen, verhängen wird;.... und somit, Freundin, Oberin, laß der von Menschen aller Völker wimmelnden Stadt. Bis welche die Welt auf mich geschleudert, weil böse Zufälle die Kirche schmücken zum Empfange einer neuen Braut, unter die Luken der Dächer lebte und webte jedes Haus, und ein tückisches Geschick mich zu Boden warfen;... ich raube mir die Locken, in welchen sich schon mancher Ge- und dennoch schien die Zahl der Gebäude zu klein, um all sollte wieder hinaustreten in diese Welt? Nimmermehr! waltiger hing, ziere mich mit dem Kranze, und dann die Gäste zu fassen, denn auf dem Fischer- und KlapperIch werfe mich in die Arme der Kirche, doch nicht als Salve Regina!" felde standen Lager von luftigen Zelten, und auf den Gassen drängte sich unaufhörlich ein rastlos tobendes Die weite Stadt faßt nicht die Menschenmeer. Stolzer als sonst wohl sah nun jeder FrankZahl der Gäste. furter Bürger aus seinem Fenster in das Gewühl vor dems Schiller. selben und pries glücklich sich und seine Heimath, auf deren Elftes Kapitel. reuige, bußfertige Sünderin: eher würd' ich sterben. Aber segnen, benedeien müssen mich noch diejenigen, die ich hasse, und bis zum Grabe hassen werde. Die Haud müssen sie noch küssen, die sie züchtigt, und laut ausrufen:„ Sie ist unsere Wohlthäterin geworden! Wir haben sie verkannt." So sehr lieblich auch der Lenz gewesen war, so stellte Markt das fernste Ausland seine Erzeugnisse brachte, und Judem ich mich also aufopfere für das Beste dieses Bruders, sich doch der Sommer ein, als ein glühender Gast, der sein klingend Geld, oder seine giltigen Wechselbriefe. so bereite ich mir einen Heiligenschein, und jenen in der Fluren und Matten versengte, Bäche austrocknete, und den Durch alle Thore rollte der Segen des Handels, durch Bruft eine glimmende Hölle. Bleibt Dagobert im Vater- verschmachtenden Menschen und Pflanzen kaum einige fühle alle Pforten zogen heitere Menschen mit lebenslustiger Stirne hause, so baut des Argwohns Schlange wieder dort ihr Nachtstunden zur Erholung gönnte. Indessen, je mehr er und schwergefülltem Bentel; den Mainstrom herab tamen schiver zerstörbares Nest, Eifersucht und Trug werden andauerte, je mehr. ließ er wieder nach, von seiner die überfüllten Marktschiffe aus Franken unterm Knall bort wieder heimisch, und Dagobert selbst, der in seiner brennenden Strenge, und ein heiterer gewitterleerer Spät der zum Jubel losgebrannten Donnerbüchsen und dem Schwärmerei im Kloster glücklich geworden wäre, wird der sommer entschädigte für des Augustmonats entsetzliche Hize. Gesange der Mannschaft; den Strom herauf zu Berg Unglücklichste der Sterblichen. Durch diesen Schritt werfe Darum strömten auch, wie neubelebt, aus allen Gegenden ſtenerten die reichbeladenen Fahrzeuge vom Neckar und ich dem Prälaten, der sein früheres Wohlsein nicht benutzt des Vaterlandes und der Fremde, zahlreiche Schaaren zu vom Rhein. Und welche Fröhlichkeit entfaltete ihr Panier, hat, wieder den Meierhof zurück, den er mir einstens über der alten Herbstmesse, die zu Frankfurt wieder eingeläutet fanden sich in der weiten Stadt Landsleute zu Landslassen; und mich ergött's, daß er, der mich an alle Fürsten wurde, und sie versprach weit glänzender zu werden, als leuten, Bekannte zu Bekannten. Die Glockenschläge und verkauft haben würde, um seinen Beutel zu füllen, jezo in vielen vergangenen Jahren. Die Züge der Kaufberren. Trompeterstücklein, die vom Thurme den Ankömmlingen ergebnisse beim Streit, auf die längst verstorbene Most'sche| laffen, der beiden Autoritäten des religiösen Gottesglaubens und " Freiheit" und auf„ amtliche" Ermittelungen über die des Königthums, die allein im Stande sind, das verführte niedere Dolitische Leberlicht. Stärke des Bergarbeiter- Verbandes an anderer Stelle vor Volt( le plebi traviate) auf den rechten Weg wieder zurückBerlin, den 15. September. bereitet ist, sachentsprechend an: es ist klar, daß die ge- Einbläsern des verführten Volkes, die von einer neuen gesellzuführen! Gegenüber den infamen Umfiurzbestrebungen, den Eine Liebesgabe. Die Zärtlichkeit, mit der die bockseglichen Vorschriften insbesondere über die Ab- schaftlichen Ordnung sprechen und allesammt auf ihrer Fahne beinigen Junker in der Strafrede des Kaisers behandelt kehrscheine und den Führungsvermerk nicht genügen, geschrieben haben: Nicht Gott, noch Herr! müssen wir das wurden, ließ mit Bestimmtheit auf weitere Liebesbeweise und daß hier die Möglichkeit geschaffen werden muß, derart Banner erheben und heilig und hoch halten: Mit Gott, mit schließen. Und sie sind auch nicht ausgeblieben. Herr gefährliche Elemente auch zu kennzeichnen. Ob wir König und Vaterland! In diesem Gotteszeichen werden wir Thielen, der Eisenbahnminister, ein sehr gestrenger Herr mit solchen Mitteln überhaupt auskommen, und ob nicht siegen!" für seine Untergebenen und ein sehr freundlicher Herr für einmal stärkere 3wangsmittel nothwendig Man kann sich denken, welches Aufsehen diese Rede die oberen Zehntausend, hat den Herren Junkern eine recht Bedientenrede. Ans Italien. mein letter Bericht. bei der man vor allem dem Andere Blätter erwähnen werden, das ist eine offene Frage, deren Lösung der Zukunft geberden und Schauspielergeffen nicht vergessen darf; denn solide Gefälligkeit erzeigt: er hat, einem vom Herrenhaus überlassen bleiben muß." So die Krönung der würdigen es ist der Zon, der die Musik macht- in ganz Italien ausgesprochenen Wunsche gemäß, eine Beschränkung hervorruft. Heute sind alle Beitungen in Nord und Süd erfüllt der Arbeiter Rückfahrttarten verordnet. Merkt Ihr nun, worauf es hinausgeht? Mit der mit Betrachtungen dieser Rede. Die„ Italia del popolo" schreibt: Diese Karten, die sehr billig sind, haben zum Zweck, den gewerkschaftlichen Bergarbeiter Organisation werden sie" Diese schauspielerische Heuchelei im Angesicht des ganzen politi Arbeitern, die weit von Hause entfernt ihre Arbeit haben, nicht fertig, die Herren Zechenbarone, das sehen sie nun- fchen Lebens und aller Thaten Crispi's kann nur Ekel und Ab- am Sonnabend die Fahrt in die Heimath und am Montag mehr ein. Daher muß eine anarchistische Bergarbeiter scheu erwecken, Ekel und Abscheu zuerst und vor allem bei den früh die Rückfahrt zur Arbeitsstätte zu ermöglichen, sodaß Bewegung an die Wand gemalt werden. Ob wohl zehn jenigen, die wirklich an Gott glauben, die wirklich religiös und der Arbeiter wenigstens einen Tag in der Woche westfälische Bergleute überhaupt wissen, was Anarchismus tönigstreu find und es immer gewesen sind. Dieſe feudal den Segen des Familienlebens", für das unsere Machtreaktionäre, gottgläubige Rede des Er- und Eryrevolutionärs ist?? Aber das ist ja eben die Rolle des Bedienten, daß und Priesterfressers Crispi, gehalten unter dem Beifall eines haber in der Theorie so begeistert sind, genießen kann. er dasjenige anfaßt, was seinem Herrn zu unsauber ist. Hauses von befrackten Sklaven und Rastraten ist der Höhepunkt Diese Rückfahrtkarten, die den Herren Großgrund Der Geschäftsführer" Dr. Reismann hat seine Aufgabe des Wahnsinns, der heute Italien, der heute zum großen Theile befizern von Anfang an ein Dorn im Auge waren, weil begriffen, aber die rheinisch- westfälischen Bergleute werden die Welt regiert."- Man bedenke, daß noch kurz vor seinem sie den ländlichen Arbeiter in den Stand setzten, auswärts die ihrige auch begreifen. Gebt uns noch ein Duzend solcher Regierungsantritt vor kaum zwei Jahren ebenderselbe Crispi in Arbeit zu suchen, ohne auszuwandern sind jetzt von Reismänner und laßt sie noch eine Zeit lang solche Be- einem Freidenferverein eine Rede gehalten hat, worin er sich Herrn Thielen zum Theil aufgehoben worden und dientenstücke aufführen zwar vom 1. Oktober an dann wird's desto schneller hell offen zur Vernunftreligion bekannte. für den Verkehr zwischen des Sprichworts von der alten Bettschwester, die zur Betschwester Berlin und Vietz( 104 km.), Döllensradung( 111 Km.), werden in den Bergrevieren. Der Efel wirkt! geworden ist und weisen darauf hin, daß jüngst das erz Dühringshof( 117 Km.), Dobrilugt- Kirchhain( 102 m.), reaktionärste, urfeudale, aber christlich frominste Blatt Deutschlands, die Kreuz- Zeitung" in Berlin Crispi begeistert gelobt Trebitz an der Elbe( 112 Km.), Roßlau( 126 Km.), hat, welches Lobes er sich nun würdig hat zeigen wollen. Das Bitterfeld und Dessau( 131 Km.) und Magdeburg( 141 Km.). verführte, irregeleitete niedere Bolt( le plebi traviate) zurück. Daß auch noch andere Verkehrsbeziehungen davon betroffen Bei Crispi ist keine Unnatürlichkeit unmöglich, so schloß geführt zu sehen zur christlichen Frömmigkeit und zum Gottes: werden, darf als sicher angenommen werden; die Einzelglauben von Crispi, dem Trigamisten( Mann mit heiten sind nur noch nicht allgemein bekannt geworden. Der Nationalkongreß der drei Frauen), und öffentlichen BankWechselWohlgemerkt, durch die Rückfahrtkarten hat die sozialistischen Partei ist nun wirklich verboten worden, und dieb, der soeben erst den vom Juſtizminister pomphaft Eisenbahn- Berwaltung keinen Verlust gehabt. Die die Einberufungskommission, die sich am 3. September in verkündeten Prozeß wegen Unterschlagung der Atten vom Imola versammelte, faßte nach sehr heftiger, bewegter Tanlongo- Prozeß hat niederschlagen lassen bei dieser Unter- Aufhebung ist ausschließlich im Interesse der Junker erfolgt, und Diskussion den Beschluß: Der Nationaltongreß der sozialistischen schlagung spielte Crispi selbst die Hauptrolle, das ist in der sie bedeutet eine Erschwerung der Freizügigkeit. Das HauptPartei beschließt auf das Verbot des Rongresses in Imola, daß That ein Schauspiel für Götter! as von der Regierung für ziel der Junker- abgesehen von hohen Brotvertheuerungsder Kongreß in der möglichst fürzesten Zeit mit eben derselben das irregeleitete unterste Volk geschieht, das wird grell durch die Zöllen und klingenden Liebesgaben, ist die verschämte Tagesordnung in eben derselben Stadt Imola einberufen werden neueste Verfügung unseres Unterrichtsministers beleuchtet, der Wiedereinführung der Leibeigenschaft in soll. Als Termin dieser möglichst kürzesten Zeit ist die Eröffnung aus Ersparnißrücksichten dies ist der ausgesucht vernünftigste der Form des Gebundenseins der ländlichen Bevölkerung des Parlaments in Rom vorgesehen, die Anfang November zu Weg zum Sparen sämmtliche öffentliche Stipendien, Be an die Scholle. Das giebt billige Arbeitstraft, erwarten ist. Berschiedene Interpellationen von fozialistischer lohnungen und Aufmunterungen für fleißige Schüler in und den Werth der Arbeit Anderer kennt der Landund bürgerlich- republikanischer Seite über den Wortbruch der den Dorfschulen und in den Volksschulen der Städte Regierung und die Brutalität dieser Verbote sind bereits an- für das junker ebenso gut wie der Schlotjunker, und ebenso erpicht laufende und für das tommende Jahr gegekündigt. Auch der Kongreß der republikanischen Partei, der strichen hat. Das Unterrichts budget des italienischen König ist er auf die Ausbeutung der Arbeit. Dieser Lage zu Genua stattfinden sollte, wurde verboten. reichs ist das schmachvollste in ganz Europa- selbst mit GinHerr Thielen erschwert durch seine neueste Maßregel Der Hauptgrund in dem Wortlaut des Verbotes bezieht sich geschluß von Rußland und seit 25 Jahren der Königsherrschaft den ländlichen Arbeitern das Arbeiten außerhalb ihres radezu auf das Ausnahmegesetz und schlägt mit nackter Wilfür starrt dem Volkswirthschafter und Menschenfreunde unver Wohnorts und übt auf diese Weise einen Druck zu gunsten Auslegung den feierlichen Erklärungen Crispi's, die er auf Ferri's ändert das Medusenhaupt der Thatsache entgegen, daß der Junker aus. Ob er seine Absicht erreichen wird? drängen in der Kammer abgeben mußte, ins Gesicht. Wie sehr fiebenundfünfzig bis einundsechzig Prozent Gewiß nicht. Mit solchen Mitteln verhindert man nicht bie Orgien der Crispinischen Reaktion, die gegenwärtig in Italien ber Italiener nicht lesen und nicht schreiben den" Bug in die Stadt". Das Einzige was erreicht wird, wüthet, geeignet ist, das grade Gegentheil von dem zu bewirken, tönnen. was sie erstrebt, das erwies sich so recht deutlich in den ersten die neuesten Nachrichten aus Nom eine neue Vermehrung der ist, daß Tausenden von Arbeitern auf einige Tagen dieser Woche in dem Zentralfiße der Industrie und des Polizei- Agenten und Sicherheitsbeamten in Zivil( Polizei- 3eit das Familienleben vollständig zerGewerbefleißes von Italien, in Mailand, zu dessen und Lockspizzel) und in Uniform. Von den letztge- stört, wird. glänzender Gewerbeausstellung sehr zahlreiche Arbeiterdeputationen nannten soll ein ganz neues Chor 0011 Sicherheitss Und das paßt recht schön zu der allerneuesten Losung aus dem ganzen Norden Italiens, vorzüglich aus Genua und wachen zu Pferde gebildet werden. Die Gesammtzahl der vom Kampf für Ordnung, Sitte und Re= Turin eingetroffen waren. Die Zahl dieser Arbeiter betrug neugeschaffenen Polizeimannschaft und der Geheimagenten, die ligion." Zur Sitte" gehört doch wohl auch die mehrere Tausende. Sie wurden von den Vorständen der Mai- schon durch die neuen Ausnahme- und Unterdrückungsgefeße sich Familie. länder Arbeiterbörse, die sämmtlich der organisirten sozialistischen als unbedingt erforderlich herausgestellt haben, beläuft sich auf Partei angehören, festlich am Bahnhofe empfangen und am 4000, und zweieinhalb Millionen Franks Mehrforderungen sind Heiteres in ernster Zeit. Das Leipziger Tageblatt", Abend fand in den weiten Räumen des Consaluto operaio eine für sie im neuen Budget vorgesehen. Eine deutliche Antwort bei dem der Reaktionstoller eine ungewöhnliche Höhe ers feierliche Begrüßung statt. Man hatte durch persönliche Ein hat das Volk soeben seinen Beinigern und zunächst Crispi gereicht haben muß, schleppt auch seinen Baustein zu dem ladungskarten den privaten Charakter der Versammlung sorgsam geben. Bei den am 9. September vorgenommenen Kommunalbewahrt, und so konnten ungestört Rundgebungen und Aeußerungen wahlen in der bedeutenden Hasenstadt Livorno wurden außer Grabmal herbei, unter dem die Sozialdemokratie verscharrt offenbar werden, welche die flammende Empörung über Crispi's vier Klerikalen nur Radikale gewählt, unter ihnen zum werden soll. Es läßt sich also vernehmen: Schandwirthschaft, aber auch die Begeisterung für die Sache der Stadtrath der im Zuchthaus zu Volterra eingeferferte Die Sozialdemokratie und der Anarchismus fönnen nur Sozialdemokratie und der unterdrückten Arbeit in hellstem Lichte Märtyrer des Sozialismus De Felice aus Palermo. durch dieselbe Methode bekämpft werden, durch welche sie verzeigten. Crispi hat am 10. dieses Monats in Neapel zur Feier des Wie es in De Felice's Heimath aussieht, dar breitet und großgezogen sind, nämlich durch Heranbildung von 10. Jahrestages der ersten Ankunft Röuig Humbert's in Neapel über lautet die neueste telegraphische Meldung aus Catania: In Rednern und eine un ausgefeßte planmäßige Gegen bei Gelegenheit der Cholera eine öffentliche( telegraphisch von den Schwefelgruben der Proving Gatania', die dem vielfachen propaganda mit geistiger, materieller und uns mitgetheilte) Rede gehalten, die an Heuchelei und an grellem Millionär Consoli Marano- die Arbeit dieser Gruben wird in persönlicher Unterstübung der bürgerlichen und des gesammten Widerspruch gegen sein ganzes früheres Leben alle schimpflichen dem Buche von Adolfo Rossi:„ Die Bewegung in Sizilien" ge- Parteien, des Adels Und zwar müßte von dieser Seite Thaten seiner Hegierung wenn möglich noch übertrifft. Er, der schildert ist soeben ein großer Streit ausgebrochen. Die Bürgerthums. einige Ge Freimaurer, der Atheist nnd Priesterfresser"( mangiaprete" ist Schwefelarbeiter, die bisher für 12 bis 13 stündige Arbeit unter aus ebenso viel Muth, Opferwilligkeit und fein italienischer Beiname) hat zur brünftigen Heilighaltung der der Erde zwei Franken( 1 m. 60 Pf.) täglich erhielten, wollen schlossenheit bekundet werden, wie auf Seiten der Gegner, tatholischen Religion, des Gottesglaubens, der Unterwerfung sich die von den Grubenbesitzern beschlossene Verminderung von denen wir doch endlich etwas lernen müßten. Aus unter Gott und seine Diener, die Priester aufgefordert! Bu ihres Lohnes nicht gefallen lassen. gleicher brünstiger Verehrung und Unterwerfung wie zur Liebe " der Monarchie und des Königs. Er sprach wörtlich: Heute mehr als je müssen wir die Nothwendigkeit dieser beiden Autoritäten mit unserem ganzen Herzen empfinden und walten Gegenüber den Ersparungen am Unterricht melden " solchem gemeinsamen ehrlichen und fachkundigen Rampfe würde fich ein geschloffenes Zusammengehen bei Wahlen von selbst er= geben und viel leichter, als durch mühsam zu Stande gebrachte Kartelle. Man hat doch sonst immer, und zuweilen auch am unrechten Drt, die Selbsthilfe gepriesen, weshalb will man entgegenschallten, stimmten zur Freude; denn nun war sie frauen, die seine Gewölbe füllen, zu seinem Vortheil zu ziehen umher, von Herold und Pickelhering begleitet, und ja überstanden, die gefahrvolle Reise, auf welcher schon stimmen. Mag immerhin der Krämer aus Pisa oder Lukka halten Wettkämpfe der Begeisterung oder possenhaften manch' Unglücklicher Leben und Habe verlor, unter den aus vollem Halse sein Gewürz, seine wohlriechenden Salben Reimerei. Häufig ist der blaue Himmel das Dach ihres Mordklanen des räuberischen Gelichters, das Heerstraße ausschreien,.. lächelnd und still erwartend lehnen un- Schauplazes, und aus den Fenstern der Häuser und den wie Strom unsicher machte. Nun befanden sich ja die fern die Kaufleute der Hanse an ihren Ladenthüren, durch Thüren der Laden fliegen die Heller, die ihre Anstrengungen Defter jedoch ziehen sie es vor, die ficher Geleiteten unter dem Schuhe eines wohlgeordneten welche blankes Schießgewehr, köstliche Nordfelle auf die belohnen sollen. Gemeinwesens, hinter schirmenden Mauern und im Schooße Straße sehen. Des Zuspruchs holder Frauen sind die heimlichen gewölbten Stuben der Küfermeister zu besuchen, geregelter Gefeße, die den Meßfremden gar günstig waren, schweigsamen Männer nicht gewärtig, ausgenommen viel die in der Messe niemals leer werden, weil ihr Kranz und insonderheitlich keine Freude wehrten. Darum schwang leicht die Verkäufer der gesalzenen und getrockneten See- und Busch immer grün, und der dadurch verheißene Wein sich auch das Rad des ernsten und eifrigen Gewerbes schein- fische, und nur Männer suchen in diesen entlegenen Buden immer duftig und kühl ist. Der Sänger liebt der Rebe bar leicht wie das Spielrad einer Knabenmühle; die Wichtig und Kellern ernstere Waare, die Metalle und Erze des Gold, der wohlgenährte Bürgersmann ist freigebig; die feit des Geschäfts gewann den Anstrich eines sorgenlosen Nordens, das gefährliche Pulver, die schweren Branntweine Fässer laufen über, und in der Laune des Trunks fliegt Tauschvertrags, und über den düstersten, angefülltesten Ge- in den ungeheuren Tonnen. Hier vorüber geht es aber aus der Gäste Hand oft das Doppelte dessen in des Herolds wölben und seinen emfigen Dienern und Schreibern wehte wieder in das dicke Gewühl des Gewerbes hinein. Die Müße, das der Geber zu steuern sich vorgenommen. Auf die Wimpel der Heiterkeit. Welch ein reges Leben in langen Reihen von Fässern, die aus Thüringen herbeige dem Roßmarkte bereitet sich indessen ein ernsterer Wett allen Theilen der Stadt und längs dem Flusse, wo sowohl schafft werden, und Bech, Theer und Kieuruß enthalten, tampf vor, obgleich im Grunde auch nur Bosse und Spielerei. die zweckmäßigste Lage, als auch Gewohnheit die Haupt ziehen das Volk der Schiffer an; die Färber und Wollen- Ein hohes Gerüste besteigen soeben zwei Fechter, die das sammelplätze der Kaufmannschaft geordnet haben. Still händler strömen dagegen zu den Niederlagen der Erfurter, Bolt unter lautem Jubel herbeigeführt, die Schelme, die und besonnen treiben die Tuchhändler aus den flandris welche den nicht genug herbeizuschaffenden Waid feilbieten. so fremd gegen einander thun, und sich drohend messen schen Städten, die reichen Antwerper, die stolzen Genter Hier spielen die Waidträger mit ihren Körben und Tragen mit den Blicken, und die Nase rümpfen, daß der geund die verschmitten Herren von Brügge ihr Werk, ohne den Herrn und Meister; die Messerschmiede, eine unhöfliche waltige falsche Schnurrbart sich in die Höhe zieht, sie viel Geräusch, aber mit sicherer Geschäftigkeit. Neben ihren Bunft, schließen sich mit ihren Kramstellen an die Thü- kennen sich recht gut und sind nur zu verschiedenen Thoren Niederlagen preisen die Schleierhändler von Straßburg ringer, an diese die Holzwaaren- und Messinghändler von eingezogen, um das leichtgläubige Volk zu täuschen, thre ben vorüberziehenden Frauen ihre dünne und köftliche Nürnberg, die Seidenweber von Augsburg, und überall Fertigkeit in höheren Werth zu setzen, um ihre Rechnung Waare, sammt den Gold- und Silberspigen, die sie lockend dieselbe Regsamkeit, allenthalben derselbe Eifer, von dem dabei doppelt zu finden. Eine Bürgerfreude ist solch ein und prahlend zugleich am hellen Sonnenlichte durch die Lehrjungen an, der auf eine Riste das Zeichen seines Fechteraufzug; die größte Wonne des Pöbels, zwei fremde feinen Finger gleiten lassen. Während auf der Schwelle Kauf- und Lehrherren pinselt, bis zu dem Ostfriesen, der Kämpfer an einander zu hetzen. Die lederne Sturmhaube einer einladenden Weinschente feurig glühende Weinhändler vor Rittern und Herren die ausgesuchten Roffe tummelt, auf dem Kopfe, geschmückt mit einer langen Feder, aus dem Elsaß den Kaufluftigen das duftende Del ihrer die er auf den bedeutenden Markt gebracht. Doch nicht die schon bei manchem Strauß gewesen, ein ungeheures Fässer rühmen, und mit Schwank und Scherz ihren Handel allein für das Nüglichste ist allenthalben im Ueberfluß Schlachtschwert auf der Schulter tragend,... seltsam richtig zu machen suchen, rufen an ihrer Seite die Kauf- gesorgt,... auch das Lustige und das Seltsame will sein aufgeputzt mit farbigen Bändern, erklimmen die Klopfleute vom Rhein ihre Hüte und Handschuhe zum Verkauf, Recht behaupten. Nicht im Handel und Wandel allein fechter die Bühne, um dort zu fiegen oder zu unterliegen, und nicht fern davon die Schweizerhändler in ihrer rauhen sollen die Beutel geleert und gefüllt werden; das aben- je nachdem gerade die Reihe an einem oder dem andern Mundart die Teppiche und Zeuge von seltener Güte, die teuernde Volk der Kunst will auch, daß man der Thorheit ist. Das Bolt klatscht sich die Hände wund, schreit sich die sie aus ihren Bergen zu Markte bringen. In der Bude seinen Zoll entrichte, und an Wunderlichkeiten der Natur Kehle rauh, und aus den bis zum Giebel mit zahllosen Zu des Böhmen klingelt die zerbrechliche Glaswaare, wie nicht ohne Spende vorübergehe,.... besondere Geschick schauern besetzten Häusern des Roßmarktes regnet reiches in des Steuermärkers Laden das dauernde Eisen raffelt. lichkeit nicht unbelohnt lasse. Hat die Handelswelt ihre Schaugeld, von einem tecken Hauswurst erbettelt, in den Gegenüber jedoch wiegt der Kluge Kaufherr aus Sachsen Throne auf dem Römerberg, im Saalhofe und am Ufer Seckel der Schaltsgefellen, die ins Fäustchen lachen, und schweigend und bedächtig die Silberstangen, um welche die des Mainstromes errichtet, so baut dagegen die Kunst, die vielleicht, um dem Schauspiel ein glänzendes Ende zu vers Münzwardeine und der Silberschmiede gelehrte Schaar sich zur Schau stellt, anderwärts ihre luftige Bühne, oder leihen, sich gegenseitig den Doktorgrad des langen Schwertes prüfend stehen; nicht minder vermißt nebenan der Ulmer durchzieht wandelnd die Gassen, Bürgern und Fremden unter albernen Gebräuchen ertheilen. feine schöne Leinwand mit geräuschloser Fertigkeit, und vor die Thüre bringend, wonach sie aus der Thüre keinen ( Fortseßung folgt.) spart die freundlichen Worte nicht, um die ehrsamen Haus. Schritt thun würden. Wandernde Dichter und Sänger der Arbeiter." ,, Einige Tausend teutsche Männer aus Posen" wollen demnächst zum großen Berather der Deutschen" alias Erkanzler wallfahren, um sich Rath und Trost in ihrer Bedrängniß zu holen. Welche Bedrängniß darin besteht, daß sie die Polen nicht mehr so schinden und unterdrücken dürfen, wie zu den Zeiten der Hausmeier- Herrlichkeit. Nachsteuer. Offiziös wird mitgetheilt: Eine die Nachsteuer ausschließende Rechtskraft der VeranTagung abgesehen von der Verjährung der Steuerpflicht besteht dem Staate gegenüber nicht; steht objektiv fest, daß die Veranlagung zu einer zu niedrigen Stufe stattgefunden hat, so ist das Recht der Nachforderung der Steuer auch dann nicht verloren, wenn eine Berichtigung der Steuerfestsetzung im Rechtsmittelwege zu erreichen war, aber nicht versucht ist. In dem bezüglichen Verfahren ist der Steuerfaß dem richtig gestellten Gesammteinkommen entsprechend zu bestimmen, andererseits darf die bei der Veranlagung richtig festgestellte Grundlage für die Berechnung der unbeſtimmten oder schwankenden Einnahmen nicht verändert werden. " " nun hier bei einem Kampf, der alle Gutgesinnten gleichmäßig die Unterschlagung wichtiger und die Unterschiebung fremder voyer- Dynastie nicht entgegentrat. Für Crispi fühlte er angeht und ein Kampf um die höchsten Güter ist, ängstlich und Säße nach. Er hält zum Schluß dem Hans- den die Berner eine tiefe Verachtung und diese Verachtung that sich zuunthätig nur nach oben sehen und, vielleicht zum Verderben des Tagwacht" offen emen Gesinnungslumpen nennt Ganzen, auf Beschränkung wesentlicher Voltsrechte und auf staat geschäftliche Fruftifizirung des Pamphlets vor und schließt dann rühmten Prophezeiung: Crispi ist der lezte Mia feine sammen mit dem Haß gegen die Monarchie in der beliche Gewaltmittel spekuliren? Hat sich das deutsche Bürgerthum mit folgenden Säßen: und mit ihm der deutsche Adel schon selbst aufgegeben und die Flinte ins Korn geworfen?„ Ehrlos, wer dem Kampfe fern- handlung der Frage: " Das alles berechtigt auch wohl zur Aufstellung und Be- nister der Könige von Italien. Wir wissen, bleibt!" Voran also zu einer energischen, planmäßigen, organi Doktor Hans Müller? Durch welche Leistungen und beitet. Wer ist denn dieser Herr mit welcher Energie Crispi an der Verwirklichung arfirten Gegenpropaganda in Wort und Schrift und in Gewinnung durch welche Dienste hat er sich das Recht erworben, so Die Rede Crispi's wird von der gesammten liberalen von Mann um Mann auch im Bereiche der besseren Elemente autoritär über das Arbeiterfekretariat zu Gericht zu sitzen und radikalen Presse Italiens als ein Prinzipienverrath und an die Arbeiterschaft zu appelliren, daß sie sich dagegen schlimmster Art, als eine Rapitulation vor dem Das arme Tage blatt" hat in seinem Roller blos ver- erhebe? geffen, daß das alles schon dagewesen nämlich als 1890, Das Handelsgeschäft Als Antwort nur folgende Thatsache: So jung Herr Müller Papst angesehen. Und mit Recht. bei Aufhebung des Sozialistengesetzes unter Heulen und auch noch ist, so hat er es doch schon fertig gebracht, sich durch es sich nicht um eine flüchtig hingeworfene Phrase handelt. mit Erytrea dessen wir schon erwähnten beweist, daß Zähneklappern der Kampf mit geistigen Waffen" gegen ähnliche Leistungen" in der organisirten Arbeiterschaft Deutsch lands abzuwirthschaften und dabei sich unmöglich uns proklamirt ward. Die italienische Presse wird überhaupt immer heftiger Es sind seitdem 4 Jahre verstrichen, und von einer au machen. Nun hofft er bei der schweizerischen Arbeiterschaft in ihrer Opposition. Auch die heitlose Kolonialgeistigen Waffe" unserer Feinde haben wir noch nichts er, wie ich nachgewiesen habe, Lügen, Entstellungen zu erreichen, was ihm bei der deutschen fehlschlug. Dazu benupt politik bietet Stoff zu scharfen Angriffen. verspürt. und Täuschungen. Solche schlechte Mittel hält er für ge- Der Eisenbahn- Zusammenstoß von Appilly und Und die Leipziger Pfeffersäcke" werden auch gewiß nügend, einen Mann zu beleidigen, der seit einer Generation Die Nordbahn Gesellschaft. Man schreibt uns aus dem bedauerlichen Mangel nicht abhelfen. Und hätten für die Arbeiterfache einsteht, den Hunderte und Tausende im Paris unterm 13. September: sie Waffen, wer sollte sie schwingen? Die Birnbäume, Schweizerlande jahrelang kennen. Die schweizerische Arbeiterschaft bei dem nicht irgend einem Angestellten die ganze Schuld ge Haben Sie jemals schon von einem Eisenbahnunglück gehört, Hans Blum u. s. m.? Sind aber alle schon abgetakelt. Und mag richten." wo find neue bessere Kämpfer für das heilige goldene ist zweifellos auch das Urtheil der schweizerischen Arbeiterschaft. von Appilly der Fall. Diesmal ist es der Stationschef, der das Nun, das Urtheil, welches die, Berner Tagwacht" gesprochen, troffen hätte? Natürlich ist dies auch bei dem Eisenbahnunglück Kalb? Bessere wären wohl möglich, doch da müßten unsere Der große Regenerator" der deutschen Sozialdemokratie ganze Unglück verschuldet hat. So wenigstens behauptet die Herren Bourgeois sich erst auf die Hosen setzen und etwas wird wohl in nicht ferner Zeit troß seines Schwabenthamns" Nordbahn- Gesellschaft. Und eine Gesellschaft, die einen Baron lernen. Und das werden sie niemals thun.auf die fette Seite eines tapitalistischen Pöstchens in der Schweiz Rothschild zum Präsidenten und einen Léon Say zum Vizefallen und damit seinen Lohn für die große That weg präsidenten hat, lügt nicht. Nur hat sie eines vergessen bekommen. anzugeben: Daß der Stationschef, das erste Opfer des ZuJuristentag stand als hauptsächlichster Berathungsgegenstand Ueber-, Unter- und Nebengeordneter war. Er war Stationschef, Auf dem jüngst in Basel abgehaltenen schweizerischen sammenstoßes, nicht blos Stationschef, sondern Alles in Ginem, die inhaltliche Ausgestaltung des zukünftigen schweizerischen Telegraphift, Billet- Abnehmer, hatte die Signalscheibe zu drehen, Strafgesetzes auf der Tagesordnung. Speziell ist es die Behand die auf und abgeladenen Güter zu überwachen, kurz Alles in lung des Preßdelikts, welche Beachtung verdient. Es einer Person. Wenn er nichtsdestoweniger auf seinem Posten machte sich eine freiheitliche und weitherzige Auffassung des ausharrte, ohne nur die mindeste Klage verlauten zu lassen, so lofen und rigorosen Praxis in Deutschland. Preßvergehens geltend, die im Widerspruch steht zu der rücksichts- war dies, weil er befürchtete, entlassen oder pensionirt zu werden; Bundesrichter und er hatte für eine Frau und sechs Kinder zu sorgen. Aber Morel aus Lausanne erklärte die Ansicht, wonach bei einem die Gesellschaft wußte, daß die ihm übertragenen Arbeiten feine Preßdelikt nach den Grundsätzen des gemeinen Rechts über die Kräfte übersteigen, daß sie von ihm geradezu Menschenunmögliches Theilnahme alle Betheiligten strafbar sein sollten, für verwerflich; forderte. Denn derselbe Stationschef hatte sich im März d. J. vor es widerspreche den schweizerisch- demokratischen Anschauungen, daß dem Gerichtshof von Compiègne wegen eines auf derselben Station neben dem Verfasser eines strafbaren Artikels auch noch der Heraus vorgekommenen Unfalls zu verantworten, wurde aber freige= geber, der Redakteur 2c. gestraft werden sollen; ein Grund sprochen, weil, wie es imUrtheil heißt, der Dienst, zu welchem dieser für eine solche Schärfe fei auch gar nicht vor Stationschef angehalten ist, die Grenzen der mensch handen. Ferner rechtfertige es die Rücksicht auf höhere lichen Kraft übersteigt". Trotzdem ist keine Veränderung Interessen der Gesellschaft vollständig, daß das Recht der vorgenommen, trotzdem dem Stationschef von Appilly keine eugnißverweigerung gewährt werde, denn die Perfon beigegeben worden und er nach wie vor Alles in Einem Anonymität bei der Presse verdient allen Schuß und kann nicht geblieben. Was liegt auch an Menschenleben, sofern nur die Die Verseuchung der oftafrikanischen Kaffee- preisgegeben werden, ohne der Presse ganz erheblich zu schaden; Ersparnisse beim Dienstpersonal ein Plus über die etwaigen plantagen bestätigt sich im vollsten Umfang. Wie wir in einer Demokratie aber muß die Preffe möglichst frei sein und Unfallsentschädigungen ergeben? Vor allem der Profit. Und erfahren, ist das Lebewesen, das die Verheerungen an- barf nicht durch abftrakte, theoretische Erwägungen eingegrenzt darauf verstehen sich die Rothschild, Say u. Cie. Die Nordbahnrichtet, jedoch nicht ein Insett, wie die Reblaus, sondern werden. Aktien, die zu 400 Fr. ausgegeben wurden, stehen heute auf ein Pilz, ber, ähnlich wie das Didium die Weinblätter, längerer Rebe auch Profeffor Mertel aus Straßburg. In gleichem Sinne wie Bundesrichter Morel sprach in 1820 Fr. und haben ihren Besitzern im legten Geschäftsjahr 66 Fr. getragen, was bei einem Kapital von 400 Fr. einen Profit so die Kaffeeblätter zerstört. Und das Didium hat in den Im Kanton Zürich hat im Jahre 1893 die unvon 16 pet, ergiebt. Wer wird sich da um ein paar Menschenfranzösischen Weinbergen weit größere Verwüstungen an- entgeltliche Beerdigung dem Staate nur 65 000 Fr. leben fümmern?! Das ist die herrliche Gesellschaftsgerichtet, als die Reblaus. statt der vorgesehenen 100 000 Fr. aefostet. Die Summe wurde ordnung, die Casimir Perier mit seinem, verbrecherischen Gesez" Neif fürs Irrenhaus. Die antisemitische als Beiträge geleistet. Im Kan.on Glarus betrugen die nach einem gewissen prozentualen erhältniß an die Gemeinden schüßen und erhalten will! Gefolgschaft des Herrn Förster hat für den Einigungs Kosten der unentgeltlichen Beerdigung im ersten Halbjahr 1894 der französischen Arbeiterpartei, waren am Zum Jahreskongres in Nantes, dem zwölften tongreß aller„ teutschen Antisemiten", der nächstens statt bei 481 Beerdigungen 12 100 Fr. ober 28 Fr. für jede Be Borabend- den 13. d. Monatsschon angemeldet die finden soll, folgende Programmgrundsäße entworfen: erdigung. Auch in der Stadt Aarau wird die unentgeltliche Bertreter von 80 Städten und von 300 Organisationen. Großdeutsche Politit, Zusammenschluß aller deutschen und Beerdigung eingeführt. ehemals deutschen Länder zu einem Großdeutschland mit Wahl- Nach dem für 1893 erstatteten Jahresbericht zählt der Unter den Abgeordneten, die theilnehmen, ist auch Jaurés, taiserthum( aus den deutschen Bundesfürsten( Volkswahl)(), schweizerische Grütliverein in 840 Settionen 13 289 von dem es irrthümlich geheißen hatte, daß er sich der Busammensetzung der Volksvertretung aus Vertretern der einzelnen Mitglieder und 248 177 Fr. Vermögen. Die Bibliothek Arbeiterpartei nicht anschließen wolle. Stände, Heranziehung der Einkommen der Fürsten zur Staats- sämmtlicher Sektionen umfaßt 45 492 Bände. Zeitungen waren und Kommunalsteuer, Beseitigung aller Standes, Adels und abonnirt 10 955 Grüflianer", 574 Grütli" und 906 andere die Wirthe von Nantes einen Druck ausgeübt, daß diese Wie die Petite Republique" meldet, hat die Polizei auf Ordensvorrechte, Ausmerzung des Alten Testaments aus Kirche Blätter. In den Sektionen werden Vorträge und Diskussionen und Schule und Erfaß durch den Glauben unserer Bäter, abgehalten, sie veranstalten öffentliche Versammlungen und Unter- feine sozialistischen Delegirten beherbergen sollten. Also überhaupt gründliche Reform( 1) des Judenchristenthums, Ver- richte und pflegen Gesang, Musik, Turnen und Schießen. Ferner auch dort diese kindischen Praktiken. Die Wirthe von bot der Judentaufe und Namensänderung der Juden unter rück- hat der Grütliverein eine separat verwaltete Krankenkasse und in Nantes haben sich aber das Geschäft nicht verderben lassen. wirkender Kraft(!), Verbot der Ehe zwischen Juden und Zürich Buchdruckereien mit einem Personal von fast 40 Personen Deutschen und des Haltens deutscher Dienstboten deutscher Dienstboten und und Buchhandlung mit Buchbinderei. Der Grütlianer" erscheint Arbeiterinnen, Wiederaufnahme der Ritual- Mordprozesse unter in einer Auflage von 14 000 Exemplaren wöchentlich dreimal und Behandlung der Hebräer als Talmud- Juden, Ausweisung sämmt der Grütlianer" Kalender wird in einer Auflage von 30 000 licher Hebräer nach entlegenen meerumspülten Kolonien, staat- Exemplaren herausgegeben. Eine Anzahl Sektionen hat eigene Der Ausschuß des Generalraths der Seine tritt heute zuliche Einziehung aller durch Lug und Trug ergaunerten Juden- Vereinshäuser mit Wirthschaftsbetrieb. sammen, um die Angelegenheit des Waisenhauses von Gempuis vermögen und Verwendung derselben zur Aufbesserung der zu prüfen. Er ist entschlossen, fich bei der Regierungsverfügung sozialen Lage der Arbeiter u. s. w. Politische Interviews haben bekanntlich feinen nicht zu beruhigen, sondern das Recht der Oberleitung dieses Das ist Wahnsinn ohne Methode. Und da Herr anderen Zweck als Bosheiten und Und da Herr anderen Zweck als Bosheiten und- Dichtungen in die Departements- Waisenhauses für sich allein in Anspruch zu nehmen Ahlwardt, ſeit Böckel in Marburg. in Marburg verkracht und Welt zu schicken, ohne daß man dafür die persönliche Ver- und den von der Regierung seines Amtes enthobenen Direktor nach Berlin geflüchtet ist, ohne Zweifel der einfluß- antwortlichkeit übernimmt. Vom Interviewer kann man Robin wieder als Beiter der Anstalt einzureichste und für die Klownrolle begabteste unter den anti- ja immer sagen, er habe sich verhört oder habe mißverstanden. feßen. Herr Perier möge sich hüten! Die Stimmung in semitischen" Führern, ein ganz ähnliches Programm aus- So gebrauchte Bismarck das Interview, so wollte jüngst gearbeitet hat, so empfehlen wir als Drt des bevorstehenden sein bulgarischer Nachäffer, Stambulow, es gebrauchen, fiel Frankreich hat umgeschlagen und nicht blos Minister, " Einigungstongreffes aller antisemitischen Teutschen", das dabei aber herein, und so gebraucht es jetzt der russische sondern auch Präsidenten können zu Fall kommen. auch geographisch sehr günstig gelegene Dalldorf. Finanzminister Witte, der zwar keine Bosheiten sagt- im Gustav dreihundertjährige Geburtstag Die Ausrufungszeichen im obigen Programmabdruck Gegentheil: die zuckrigsten Liebenswürdigkeiten, aber in Adolf's, der am 9. Dezember 1594 das Licht der Welt rühren beiläufig nicht von uns her, sondern von der Re- bezug auf die russische Politik das Blaue vom Himmel erblickte, soll zu einem großen Nationalfest" in Schweden daktion des Reichsboten", dem wir das seltsame Schrift- herunterlügt. So hat er z. B. betheuert, Rußland denke gemacht werden verlangt der König von Schweden in ftück entnommen haben. nicht daran, den status quo in Europa und Asien zu ver- einem Aufruf an sein Volt". Nun, die Schweden mögen Diese Ausrufungszeichen unter„ Genossen" sind auch ändern. Thatsache ist, daß es eine fortwährende Minir- thun was sie wollen. Wenn aber kulturkämpferische Streber charakteristisch. arbeit verrichtet in Asien Woche um Woche seine Vor- in Deutschland den 9. Dezember auch für uns zu einem Vom internationalen Lockspikelkönig, dem falschen ununterbrochen wühlt und konspirirt. In Bulgarien Verwahrung einlegen. Gustav Adolf mag ein ganz guter poften weiter vorschiebt, und auf der Balkanhalbinsel Nationalfest" machen wollen, so müssen wir nachdrücklich Baron Ungern- Sternberg", mit seinem richtigen und Serbien namentlich entwickelt der russische Rubel Soldat gewesen sein, allein das ist in unseren Augen das Namen Jagoltowski, theilt Felix Wolkowski in" Free eine fabelhafte Thätigkeit, und in Serbien kann jeder Tag Gegentheil eines Verdienstes. Nach Deutschland kam Russia"( Frei Rußland") mit, daß der Biedermann u. a. einen Ausbruch bringen. er als Eroberer, der, gleich anderen Fürsten, die auch von den russischen Konsulaten in Marseille, Nizza und Berlin Geld für Dynamit- Attentate bezogen hat. Bei In Bulgarien sollen morgen über acht Tage die Religion zu dynastischen 8 wecken ausnügen dem Berliner Konsulat könnte unsere Regierung doch Wahlen zur Sobranje( Nationalversammlung) statt. wollte. Er trug wesentlich bei zu der unheilvollen Bereinmal Anfrage halten. Daß der Lumpazius von der finden. Die neue Regierung hat zwar erklärt, die Wahlen splitterung Deutschlands, deren Folgen noch heute nicht überrussischen Gesandtschaft in Paris Geld erhalten ganz frei zu lassen und sich in keiner Weise einmischen zu land gehauft hat, davon zeugen hunderte zerstörter Städte wunden sind, und wie er mit seinen Schweden in Deutschhat, wurde bereits mitgetheilt. Jetzt ist er glücklich nach wollen, allein das sind Worte, die durch die bisherigen und Dörfer, und die furchtbaren Schrecknisse, deren ErinneRußland entkommen und im schüßenden Polizeihafen. Und Thaten der Regierung Lügen gestraft werden, Ganz so und Dörfer, und die furchtbaren Schrecknisse, deren Erinneso bald wird er fich wohl nicht nach der Stätte seiner bis- brutal, wie unter Stambuloff- der sich durch sein blöd rung im Volksliede fortlebt. Wir erinnern nur an das: herigen Thätigkeit zurückwagen, so daß die 10 000 Frants finniges Schimpfen beiläufig ganz in die Gewalt der neuen heute noch in einem großen Theile Deutschlands zum " Bet', Kinder, bet', Morgen kommt der Schwed'!" das Fanglohn, welche die belgische Polizei auf ihn gesezt hat, Regierung gebracht hat, treibt diese lettere es allerdings heute noch in einem großen Theile Deutschlands zum vorläufig unverdient bleiben dürften. nicht, aber die Polizeiwirthschaft bauert fort, die Bresse ist Einschüchtern der Kinder dient. noch immer gefnebelt, und bei den Gemeindewahlen, die Japan China. Einer Depesche vom heutigen Tage Mehr Geld für den Moloch wird, wie wir gestern nach Stambuloff's Sturz vorgenommen wurden, arbeitete zufolge sollen die Japanesen auf Rorea die Linien der sahen, auch in Desterreich Ungarn gefordert. Der die Regierung ganz mit den alten Stambuloff'schen Chinesen angegriffen haben, aber zurückgeschlagen worden Präsident der Delegation des Reichsraths Freiherr Praktiken. sein. Nach einer anderen Depesche befände die chinesische von Chlumetky meinte in seiner Eröffnungsrede: Wenn der Friede auch gesichert ist, so Die Verlogenheit Crispi's hat sich vielleicht bei Armee sich auf dem Rückzuge und wäre die siegreidje fönnen wir doch mit der Abrüstung nicht feiner früheren Gelegenheit so traß und zynisch geäußert, Schlacht nur ein Nachhutsgefecht. Wo beide Theile so unden Anfang machen." Sehr flug und weise vom wie bei seiner letzten Rede in Neapel, mit der sich unser verschämt lügen, ist es unmöglich, bei Erforschung der Standpunkt des bureaukratischen Bunftpolitikers. Aber Korrespondent heute beschäftigt. Hier hatte er die Stirn Wahrheit zu einem annähernd sicheren Ergebniß zu ge wenn der Friede gesichert ist, warum erklärt man sich nicht von seinem unfläthigen Schimpfen auf Bestrebungen, zur Abrüstung bereit für den Fall, daß die übrigen denen er selbst früher huldigte, ganz abgesehen, mit seiner Mächte mitmachen? So lange dieser Versuch nicht neuen Devise: für Gott, König und Vaterland!" sich auf gemacht, ist alles Gerede von der Friedlichkeit der Lage Mazzini zu berufen und diesen als Vater jener Formel und der Friedlichkeit der Gesinnung eitel Phrasengeklingel zu bezeichnen. Frecher ist nie gelogen und gefälscht worden. und Heuchelei. Mazzini war Republikaner vom Augenblick an, wo er ins politische Leben eintrat, und dieser reine Charakter Gott und das Volk" Bu " " " " Cempuis. Mit der Absehung Robin's hat Casimir Perier in ein Wespennest gestochen. Heute wird aus Paris gemeldet: Der langen. Parteinachrichten. Parteifonferenz. Für den Wahlkreis OffenbachDieburg findet am 28. September eine Kreistonferenz in Offenbach statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Bericht des Vertrauensmannes. 2. Abrechnung des Kreiskassirers und BeDelegirten zu demselben. Aus der Schweiz wird uns geschrieben: In einer Anzahl sozialistischer und demokratischer Beitungen war eines Prinzipienverraths unfähig. Der Wahlspruch richt der Revisoren. 8. Der Parteitag und event. Wahl der veröffentlicht Genosse Greulich, der schweizerische Arbeitersekretär, eine treffliche Antwort auf das niedere Pamphlet des Dio e Popolo Rönige betrachtete Mazzini bis seinem Herrn Dr. Sans Müller in Basel. Greulich weist ihm Tode als Feinde des Menschengeschlechts, obgleich er, aus Schlagend Satz für Saß die böswillige und tendenziöse Mache, Nützlichkeitsgründen, den revolutionären Plänen der SaDer Parteitag für Sachsen- Altenburg sollte, wie mitgetheilt, in Eisenberg stattfinden. Da jedoch ein Saal " dort nicht zu haben war, schlägt der Vertrauensmann vor, den fahren ist. In dieser Handlungsweise fonnte aber vergleiche| legenheit eine öffentliche Versammlung aller Orts- Krankenkassen Parteitag in Altenburg stattfinden zu laffen. Eisenberg ist auch hierüber die oben angezogene Entscheidung des Königlich Mitglieder, sowie aller in Buchbindereien und ähnlichen Gealso nochmals glücklich der drohenden Gefahr, von den bösen sächsischen Oberlandesgerichts- ein grober Unfug nicht ersehen schäften arbeitenden Personen einberufen und erwarten, daß dort Rothen umgestürzt" zu werden, entronnen. werden. Hiernach hat unter Aufhebung der verurtheilenden Jedermann sein eigenes Interesse wahrnimmt. Entscheidung des Schöffengerichts die Freisprechung des An- Die Versammlung findet am Mittwoch, den 19. September, geklagten zu erfolgen. Bei diesem Erfolge der Berufung waren Abends 8 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jafobnach§ 499 verbunden mit§ 505 der St.-P.-D. die Kosten erster straße 37 statt. Tagesordnung: Protest gegen die Gründung einer Innungs- Krankenkasse. und zweiter Instanz auf die Staatstaffe zu übernehmen. Bernhard Jost, Aler Sailer, Holzmarktstr. 12. Fruchtstr. 73. B Delegirtenwahl zum Parteitag. In einer öffentlichen Sozialdemokratischen Partei Versammlung für den 7. sächsischen Reichstags Wahlkreis( Meißen) wurde Genosse H. Theurich in Lommaßsch als Delegirter für den Parteitag in Frankfurt gewählt. In Arnstadt ist der Genosse Bock- Gotha gewählt worden. " Polizeiliches, Gerichtliches: c. - Dem Arbeiter- und Arbeiterinnen- Verein von Großen- Achtung, Bürstenmacher! Den Kollegen zur Kenntniß, hain und Umgegend wurde von der Amtshauptmannschaft daß in der Werkstatt von Heidrich, 3ionskirchstr. 31, untersagt, bei einem geplanten Sommerfeste in der Annonce die Differenzen zwischen Arbeitern und dem Meister ausgebrochen Worte zu reger Betheiligung ladet ein" mit an- find. Die Werkstätten- Kontrollkommiſſion ersucht deshalb, den zuführen und ebenso wurde untersagt, daß die Kinder der Zuzug streng fern zu halten. Gäste sich am Feste betheiligen dürfen. " Fünf Mart Strafe sollen zwei Leipziger Genossen beAchtung! Chirurgische Branchen! Sämmtlichen Arbeitern zahlen, weil sie bei der Lassalle- Feier in Stötteriz am Eingang der Firma F. Thamm, Inhaber Kublick, Karlstr. 14, wurde der Festhalle Festlieder vertheilten. Dabei boten ihnen, aus am 14. d. Mts. grundlos gekündigt. Die Kollegen allerorts freiem Antriebe, zwei Arbeiter 25 Pf. für die sozialdemokratische werden ersucht, diesen Aft der" Humanität" eines ArmenParteikasse an. Das wird nun von der Amtshauptmannschaft kommissions Vorstehers sich zu merken und jeden Zuzug verals unerlaubte Entree- Erhebung angesehen. Von der Agitation. Einen guten Treffer ins Schwarze. so schreibt man uns aus Glaz, machten wir am Sonntag, den 9. 5. M. Nachdem wir am vorhergehenden Sonntage in Reiersdorf eine öffentliche Versammlung abgehalten hatten, fand am 9. 8. M. eine solche im Deutschen Kaiser" zu Landek, also in der finstersten Ecke der finsteren Grafschaft, hart an der böhmischen Grenze statt. Der Reichstags- Abgeordnete August Kühn- Langen bielau, welcher erst kürzlich von seiner Agitationstour durch Schleswig- Holstein zurückgekehrt war, referirte über„ Die Thätigteit des Deutschen Reichstages". Sein zweistündiger sehr vers ständlicher Vortrag wurde mit vielem Beifall aufgenommen. Die Ein vorsichtiger Wirth scheint der Zum Kron prinzen" in Borbeck( Westfalen) zu sein. Auf eine Anfrage, ca. 250 Personen, beiderlei Geschlechts, welche anwesend waren, die einige Genossen an ihn richteten, ob er seinen Saal hergeben setzten sich aus Angehörigen der Landwirthschaft, der Handwerker und der in Schrekendorf beschäftigten Glasarbeiter zusammen. wolle, antwortete er:" Ja, liebe Leute, den Saal könnt Ihr beLeider war der Saal viel zu klein und mußten einige Hundert kommen, aber die Versammlung muß entweder von unserem umtehren. Es hatten sich drei Pfäfflein eingefunden, doch wagte Bikarins oder von dem Herrn Zechendirektor angemeldet werden, denn sonst!- D, Preußen, du Land der Freiheit! Ein es feiner von ihnen, seine geistigen Waffen" zu gebrauchen. Dafür hatte der Bürgermeister von Reichenstein, Herr Tschöke, Wirth, welcher seinen Saal zu einer Volksversammlung, in umsomehr Muth, er redete sehr viel von der ewigen Seligkeit welcher der Abg. Schumacher sprach, hergegeben hatte, wurde nach dem irdischen Jammerthal und der christlichen Nächstenliebe. Polizeilich gemaßregelt, indem ihm die Polizeistunde auf 9 Uhr Auch von seiner Thätigkeit im Amte erzähte er soviel bis er festgesetzt wurde. schwitte, fand aber bei den Anwesenden wenig Anklang. Genosse Kühn mußte wiederholt die Anwesenden ersuchen, den Herrn Bürgermeister ausreden zu lassen. Die Versammlung dauerte von 1/24 Uhr Nachmittag bis 1/49 Uhr Abends und wurde mit einem brausenden Hoch auf die internationale revolutionäre Sozialdemokratie geschlossen. Durch diese beiden Versammlungen haben wir die Schwarzen in hiesiger Gegend bis ins Herz getroffen. Falls uns die Finsterlinge in der Kutte die Lokale nicht wieder abtreiben, werden wir fleißig weiter arbeiten bis es auch in diesem Winkel helle wird. Gewerkschaftliches. meiden. nach Brandenburg a. H. fernzuhalten. Achtung, Steinsetzer! Lohndifferenzen halber ist der Zuzug NordDer Oldenburger Glasarbeiterstreit ist darüber kann jetzt wohl kein Zweifel mehr herrschen nun wirklich für die Arbeiter verloren gegangen. Die Nachricht wurde schon seit einigen Tagen von bürgerlichen Blättern folportirt, wir nahmen aus naheliegenden Gründen keine Notiz davon. Das deutsche Voltsblatt" bestätigt jetzt die Nachricht und faßt die Ursachen dieses Ausgangs in folgenden Worten zusammen: Der Unverstand der Massen hat den Sieg vereitelt! Wer je einen Streit mitgemacht oder mit erlebt hat, der muß sagen, daß niemals einmüthiger in den Kampf gezogen und ausgehalten wurde, wie hier. Und obwohl nach eigenem Ausspruch des Direttors Schulze der„ Ring" die Lohnreduktion beschlossen zu haben scheint, hatten An alle Kollegen der Porzellan, Galanterie- und die Arbeiter dennoch den Sieg in der Hand und hätten den Glasbrauche, sowie auch an die Dekorationsmaler stellen wir Ring" sprengen können, wenn nicht einige Arbeiter Angst gedas Ersuchen, den Zuzug nach den Vereinigten Malereien für habt hätten, daß es außer in Oldenburg auch noch Wohnungen Galanterie und Kunstgewerbe" fernzuhalten. Die Kollegen, giebt und Brod gebacken wird. Es sind noch viele Familien welche bei den Theilhabern betreffender Firma schon jahrelang zu unterstützen, da nicht alle Arbeiter Wiederaufnahme gefunden in Arbeit standen, darunter einige sogar bis zu 8 Jahren, waren haben. gezwungen, die Arbeit nieder zu legen. Die Herren Prinzipale traten mit Forderungen an das Personal, die gegen die aner Die streifenden Weber Bielefelds haben an den dortigen fannten Bestimmungen verstießen, und die Art und Weise, wie Magistrat ein Schreiben gesandt, in dem derselbe ersucht wird, dies geschah, zwang die Kollegen die Arbeit einzustellen. Da die eine Anzahl von Vertrauenspersonen zu ernennen, welche geneigt Vereinigten Malereien ihre Fangarme jetzt nach Dekorations- sind, die Aufrechnung und Feststellung der wirklich verdienten malern ausstrecken, welche sie als Ausbeutungsprodukte aus- Löhne nach den in den Händen der Arbeiter befindlichen Lohnersehen haben, so ersuchen wir die Kollegen dieser Branche, sich büchern zu prüfen. Die Weber begründen ihr Gesuch mit dem mit uns solidarisch zu erklären, und die Annonce im" Lokal- Hinweis, daß die Veröffentlichung der Lohnliste von Seiten der Anzeiger" unberücksichtigt zu lassen. Wenn die Kollegen sowie Firma G. A. Delius u. Söhne eine irrthümliche Auffassung in der Kolleginnen diese Worte beherzigen und danach handeln, werden Deffentlichkeit hervorgerufen worden ist und sie kein anderes Mitlel wir bald in der Lage sein, über einen uns zufriedenstellenden haben, diesen geflisfentlich erregten Frrthum entgegenzutreten als Ausgang der Angelegenheit berichten zu können. durch Veröffentlichung der wirklich verdienten Löhne. Diese Die Kommission. würde nur dann einen Zweck haben, wenn die zur Veröffentlichung gelangende Lohnstatistik vorher von einer unparteiischen Kommission geprüft worden ist. Während die Firma C. A. Delius u. Söhne einigen Seidenwebern bis zu 3,46 M. täglich verdienen läßt, machen sich die Streifenden anheischig, an der Hand ihrer Lohnbücher nachzuweisen, daß die besten Weber nur bis zu 2,51 M. Es bleibt abzuwarten, ob der ( 2 Personen) verdient haben. Magistrat diesem Verlangen entsprechen wird. Die Volkspartei als Verfechterin der politischen Frei heit. Ueber die legte große Bebel- Versammlung in München wird der Münchener Post" von Würzburg ge schrieben: In jener Versammlung sprach nahm der Herr Dr. Quidde als Mitglied der Volkspartei das Wort und fagte u. A.: 8ir, die deutsche Volkspartei, sind ebenso Verfechter der politischen Freiheit wir die Sozialdemokratie, wir tämpfen Schulter an Schulter mit den Sozialdemokraten für die Freiheit und Aufrechterhaltung und Verbesserung des direkten Wahlrechts"-Beweise hierfür lieferte diese Volkspartei bei den letzten Reichstagswahlen, wo sie( die Volkspartei) in Stuttgart und Mannheim in der Stich wahl gegen den Sozialisten und für den nationalliberalen Kandidaten stimmte, ebenso hier in Würzburg bei der Stichwahl Au die Mitglieder des Vereins aller in der Schuh für den Kandidaten des Zentrums gegen den Sozialdemokraten. industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen richten Nachdem von Seiten der Nationalliberalen, sowie des Zentrums wir die Aufforderung, in der Versammlung, die am Dienstag, aber die schlimmste Reaktion im Anzug ist, können die Sozial- den 18. September, bei Wilfe, Andreasstr. 26, stattfindet, recht demokraten leicht errathen, was von dieser Volkspartei" zu erzahlreich zu erscheinen. Es gilt, in dieser Versammlung endlich warten ist und wie weit man sich auf diese Schulter- an- Schulter- einmal Ruhe zu schaffen über den Streit um die Form der Kämpferei verlassen tann. Im übrigen nahm bekanntlich Ge- Organisation, und ob sich der Verein den Beschlüssen des ErDie Delegirten, noffe Bebel selbst in jener Versammlung Gelegenheit, das furter Schuhmacherkongresses zu fügen hat. Liebeswerben des Voltsparteilers zurückzuweisen. sowie einige Vertreter der Zentralisation werden anwesend sein. Es ist also unbedingt nöthig, daß alle erscheinen und ihr Votum abgeben. Der Vorstand. Die Streifenden Den Streif in Güstrow erklären auch die heutigen Tages blätter wieder für beendet und fügen hinzu, daß die Plähe vollauf besetzt seien und die Arbeit keinerlei Unterbrechung erleide. Das Gegentheil ist wahr. Wohl haben sich, und zwar Bur Rechtsverweigernug in Sachsen. Der aus Burgstädt ausgewiefene Genosse Braun hat eine Verfügung des An die Tapezirer! Kollegen! In der öffentlichen Verleider gerade aus Berlin, eine Anzahl Streitbrecher gefunden. Stadtraths zu Burgstädt erhalten, laut deren er sich seit feiner fammlung am 2. September in den Arminhallen wurde der Dieſe find aber wenig leistungsfähig, fodaß ein Theil bereits wieder entlassen wurde. Nur wenige Waggons, von denen Ausweisung wiederholt in Burgstädt aufgehalten haben soll; partielle Streit einstimmig beschlossen und die Agitations- früher wöchentlich acht fertig gestellt wurden, haben seitdem die es wird ihm für jeden ferneren Fall eines Aufenthalts" in tommission beauftragt, einen neuen Minimal- Lohntarif ausBurgstädt eine Strafe von 150 Mart angedroht. Wir halten, zuarbeiten. Das ist geschehen, und wurde derselbe in der öffent Fabrit verlassen; im ganzen steht der Streit für die Arbeiter so schreibt hierzu die Burgstädter Voltsstimme", diese Ver lichen Versammlung am 10. September einstimmig von circa fezt beffer, denn je. fügung womöglich für noch ungerechtfertigter, als die Ausweisung 500 Kollegen angenommen. Diese Beschlüsse sind durchaus nicht Der Streik der Wiener Tapezirergehilfen dauert, einem selbst. Braun hat auch Beschwerde zum Kreishauptmann überraschend; denn die miserablen Verhältnisse drängten uns zugehenden Privattelegramm zufolge, unverändert fort. Die Arbeitslosigkeit, unzureichende Löhne, un Gehilfen haben folgende Forderungen aufgestellt: 1. Verkürzung geführt und deren Aufhebung beantragt. Nach seiner Ausweisung förmlich dazu. das sind hat Braun Wohnsitz und Aufenthalt in das benachbarte würdige Behandlung, schlechte Arbeitsräume: der Arbeitszeit auf acht Stunden täglich. 2. Minimallohn von Göppersdorf verlegt, und inzwischen hat er sich nicht wieder in die Faktoren, mit denen unser Beruf nur zu reich gesegnet 12 fl. ver Woche für die Gehilfen, 10 fl. für die männlichen und Burgstädt aufgehalten", sondern die Stadt nur gelegentlich be- ist. Kollegen! Sollen diese Uebelstände fortwährend bestehen treten, um einer gerichtlichen Vorladung nachzukommen. Die bleiben und sich noch mehr verschlechtern, oder wollen wir die 8 fl. für die weiblichen Hilfsarbeiter ohne Abzug der Feiertage. Ausweisungsverfügung stüßt sich bekanntlich auf ein sächsisches selben aus der Welt zu schaffen suchen. Gewiß werdet Ihr Alle 3. Beseitigung der Stückarbeit, und 4. Freigabe des 1. Mai der sind Unterstützung dringend bedürftig. Der Gesetz vom 15. April 1886, dessen Verfassungsmäßigkeit mit das letztere wollen; aber bedenkt, noch niemals hat der Unter- eines jeden Jahres als Arbeiterfeiertag. Sit gutem Recht in Frage gestelt werden muß. Wir müssen uns nehmer aus eigenem Antriebe dem Arbeiter Zugeständnisse gedes Lohukomitee's befindet sich in Gold's Gasthaus, VII/ 2, nun sehr dagegen wenden, als ob es Braun verboten werden macht, sie mußten ihm immer im zähen Ringen abgenommen könnte, Geschäfte in, Burgstädt zu erledigen, sich z. B. dort etwas werden. Auf grund dieser Erfahrung mußten wir uns nun Burggaffe 67, wohin alle Zuschriften in Angelegenheit des zu kaufen, Besuche dort zu machen u. dergl. Unter dem„ Aufent- diesem Kampfe auch unterziehen, weil wir nicht physisch und Streits zu richten sind. Zuzug von Tapezirern nach Wien ist Grunde gehen wollen. Zeigen wir ein- fernzuhalten! Die österreichischen und ausländischen Arbeiter halt", der allein ihm verboten ist und ihm, wenn man selbst die moralisch zu der Erfolg wird sicher nicht auszeitungen werden um Nachdruck gebeten. Berfaffungsmäßigteit des Gefeßes zugiebt, allein verboten werden mal unsere Kraft; der errungene Preis für alle Opfer entfann, wäre vielmehr der thatsächliche Wohnsitz zu verstehen, im bleiben und Der Streik der Lederzurichter in Wien nimmt ebenfalls Gegensatz zum juristischen Wohnsitz, der nicht mit Aufenthalt schädigen. Kollegen! An Euch ist es nun, unsere Forderungen zur Durchführung zu bringen. seinen Fortgang. Die Adresse des Lohnkomitees dieser Branche Legt den neuen verbunden zu sein braucht. Zumal mag dies in dem Gesetze überall vom 15. April 1886 der Fall sein, welches auf grund des§ 3 Tarif Euren Arbeitgebern vor und verlangt die Anerkennung befindet sich Wien XII, Gaudenzdorf, Schönbrunner Hauptdes Gesetzes über die Freizügigkeit erlassen ist, und worin es sich desselben. Auch an die Kollegen in den sog. besseren Werkstätten straße 44. daher nur um das Heimaths- und Niederlassungs Verhältniß wenden wir uns, und ersuchen, recht rege für die streifenden handeln kann. Kollegen in materieller wie auch agitatorischer Hinsicht einzutreten. Die Schmutz- Werkstätten bedrohen durch ihre Schleuderarbeit die wenigen reellen Geschäfte; deshalb habt auch Ihr Ein freigesprochener Sozialdemokrat ist in Deutschland, alle Ursache nicht isolirt dazustehen, sondern mit uns vereint besonders aber in Sachsen so außerordentlich selten, daß es be- einzutreten zum Kampfe für eine freieve und bessere menschliche 35 Kollegen der Dittmar'schen Werkstatt, sonderes Aufsehen erregt, sobald sich einmal ein solcher Fall er- Eristenz. eignet. In Leipzig ist dieser Tage vom dortigen Landgericht der Moltenmarkt 6, haben bereits den Kampf aufgenommen. Genosse Röder, der vom Schöffengericht wegen Verübung Die von ihnen aufgestellten Forderungen wurden von dem groben Unfugs zu drei Wochen Gefängniß verurtheilt Unternehmer zurückgewiesen und so legten am Sonnabend Abend Die nächste öffentliche worden war, freigesprochen worden. Sein Vergehen bestand sämmtliche Kollegen die Arbeit nieder. darin, daß er eines Abends auf der Straße gegen eine dortige Versammlung findet am Montag Abend 8 Uhr in den ArminBrauerei gerichtete Boykottzettel vertheilt hatte. Die Urtheils- Hallen, Kommandantenstr. 20, statt. Wir erwarten, daß jeder Kollege in der Versammlung erscheint. Die Agitations Rom begründung ist bemerkenswerth; es heißt dort u. A.: mission der Tapezirer für Berlin und Umgegend. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Nantes, 15. Sept. In dem hier stattgehabten Arbeiter. Rongreß sprachen sich die hervorragendsten Mitglieder, insbesondere Guesde, gegen einen allgemeinen Streit aus, der eine Thorheit für die Arbeiter sei, dagegen wurden theilweise Arbeitseinstellungen anempfohlen. Macon, 15. September. Die angekündigte Konferenz zur Berathung wirthschafticher Fragen fand heute Nachmitag im hiesigen Theater statt. Mehrere hervorragende Schweizer Ber sönlichkeiten, darunter der ehemalige Bundespräsident Droz, find zur Theilnahme an derselben heute früh hier eingetroffen und herzlich empfangen worden. Angeklagter hat, wie ihm nicht zu widerlegen, die bedruckten Zettel nur an solche Personen vertheilt, von deren Zugehörigkeit Achtung, Getreideträger! Kollegen! Trotzdem gerade zu seiner Partei er nicht nur überzeugt war, sondern auch insofern überzeugt sein konnte, als er diese Zettelempfänger früher ieht unser Geschäft auf dem Höhepunkt steht, so wird der festLondon, 15. Septbr. Nach einer Meldung des Reuter'schen gefeßte Tarif uns dennoch nicht bezahlt. Deshalb haben wir in sozialdemokratischen Versammlungen gesehen hatte. Hiermit eine öffentliche Versammlung einberufen, die am Montag, den Bureaus" aus Yokohama vom 13. d. M. hat sich der Mitado stimmt überein, daß nach dem Zeugnisse des Schuhmanns Naustimmt überein, daß nach dem Zeugnisse des Schuhmanns Nau 17. September, Morgens 10 Uhr, Neue Friedrichstraße 44 bei mit dem Hofe am Morgen des 13. nach Hiroshima begeben. Die mann fein einziger aus dem Publikum aufgetreten ist, der sich Röllig stattfindet. Kollege Münch wird über den Tarif und die strenge Zensur über die Presse hat nachgelassen, doch ist es den über das Thun und Treiben des Angeklagten beschwert oder fich Zeitungen verboten, Nachrichten über die Bewegungen der dadurch belästigt gezeigt hätte. In rechtlicher Hinsicht fiel es Instruktion der Berliner Kaufmannschaft sprechen. japanischen Truppen und der japanischen Marine zu veröffentAn die Mitglieder der Orts Krankenkaffe der Buchlichen. Zwischen japanischen Truppen und einer Abtheilung zunächst bedenklich, die hier fragliche Verrufserklärung an sich, Die der Angeklagte durch seine Handlungsweise zu der seinigen binder, sowie an alle in Buchbindereien beschäftigten Per- chinesischer Kavallerie tam es bei Hwang- Zaju in Korea zu gemacht hatte, als einen groben Unfug dem§ 360, 11 des R. sonen! Die hiesigen Innungen, die immer am Blaze find, wenn einem Gefecht. Str.-G.-B. zu unterstellen. Es sei hierunter auf dasjenige ver- es gilt, die Rechte der Arbeiter zu schmälern, laufen jetzt Sturm wiesen, was das fönigl. fächsische Oberlandesgericht in seiner gegen die Ortstassen. Ihre Vorrechte benutzend, versuchen sie Entscheidung vom 21. April 1890 vergl. Annalen des gen. Krankenkassen für ihre Arbeiter zu errichten, um dieselben noch Gerichtshofes, Bd. 11, G. 318 11. 319 ausgeführt bat. Bu abhängiger zu machen. Auch die Buchbinder- Innung kann dabei prüfen war noch, ob in der Art wie vorliegendenfalls die Verrufs nicht fehlen und beabsichtigt ebenfalls eine neue Kasse für die erklärung durch den Angeklagten zur Ausführung gebracht bei Jnnungsmeistern beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Da die hiesige Buchbinder- Innung 354 Mitworden, ein grober Unfug im Sinne des angezogenen Gesetzes zu gründen. Dies war mit Rücksicht glieder zählt, so ist es klar, daß die Ortskaffe viele, womöglich Warschau, 15. September. Direktem Befehl des Baren paragraphen befunden werden konnte. darauf zu verneinen, daß das in Rede stehende Flugblatt feines über die Hälfte ihrer Mitglieder verliert, die gesetzlich gezwungen zufolge finden wegen der Cholera die diesjährigen Herbstübungen wegs beliebigen Personen ohne Auswahl der Person und ohne werden, falls die Genehmigung seitens der Behörden erfolgt, in der Reservemannschaften im Militärbezirk Warschau nicht statt. Rom, 15. September. Der Agent des Londoner Banthauses Unterscheidung, ob dieselben sozialdemokratisch gesinnte Arbeiter die Innungskasse einzutreten. Die Arbeiter können bei diesem waren oder nicht, dargeboten worden ist, daß vielmehr der An- Wechsel natürlich keinen Vortheil haben, sondern nur bedeutenden Rothschild aus Alexandrien wurde auf der Reise nach Mailand getlagte bei Darbietung des Blattes sich auf einen individuell Schaden, ganz abgesehen von der Verwaltung, die durch die Meister von zwei Individuen um 70 000 Lire bestohlen. Madrid, 15. September. Der Prinz François von Bourbon begrenzenden Personenkreis beschränkt hat, nämlich auf etliche ausgeführt und die zu einer besonderen Bevormundung werden wird. ihm als Gesinnungsgenossen bekannte Personen, denen durch den Da wir aber nicht gewillt sind, uns diese Bevormundung ruhig wurde wegen Veröffentlichung des bekannten Manifestes durch Inhalt des Flugblattes eine Belästigung annehmbar nicht wider gefallen zu lassen, so haben wir zur Besprechung dieser Ange- den obersten Kriegsrath zu 2 Monaten Arrest verurtheilt. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2 London, 15. September. Den„ Times" wird aus Hongkong gemeldet, daß die Anwerbung von Europäern für chinesische Kriegsdienste eingestellt worden ist. Das gesammte SüdGeschwader erhielt Ordre, nach den nördlichen Gewässern abzusegeln. ( Depeschen- Burean Herold.) Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 216. worden. Sonntag, den 16. September 1894. Arbeiter! Parteigenoffen! 11. Jahrg. Der brutale Willkürakt des Brauereirings harrt noch der Sühne. Den Hunderten unschuldig aufs Pflaster geworfenen Arbeitern ist noch keine Gengthnung geArbeiter und Parteigenossen! Ohne Eure opferwillige Unterstügung würden die Gemaßregelten der bittersten Noth verfallen und gezwungen sein, um Gnade zu betteln. Die Hochherzigkeit der Berliner Arbeiterschaft hat diese Schmach verhindert. Der erste Sturmlauf des Prozenthums scheiterte an Eurem Solidaritätsgefühl. Nicht eine Bresche vermochte der Bierring in Eure Reihen zu legen. Einig, geschlossen, tampfesmuthig und opferwillig seid Ihr fest entschlossen, den entbrannten Kampf zum siegreichen Ende zu führen. Arbeiter, Parteigenossen! Euer Wollen garantirt Euer Können! Ihr könnt, wenn Ihr wollt. Den zweiten Sturmlauf auf Euere Phalanx mußten die dem Bierring Lehensdienste leistenden Saalbesitzer unternehmen. Die Agitation sollte unterbunden, das Mundtodtmachungssystem praktizirt werden. Auf der Mine, die sie gegraben, sind die Saalbesizer aufgeflogen. Ihr Wehgeschrei tönnte Mitleid erwecken. Arbeiter, Parteigenossen! Selbst der Himmel, auf den der Bierring seine letzte Hoffnung setzte, ist mit uns im Bunde. Die Saison kann dem Ring nicht mehr über die Verlegenheiten hinweghelfen, die mit jedem Tag des weiteren Kampfes sich thurmhoch häufen. Ausharren bedeutet für uns siegen. Unsere Position ist uneinnehmbar. Der Stand des Boykotts ist ein vorzüglicher. Wir können zuwarten, ohne entbehren zu müssen. Arbeiter, Genossen! Je konsequenter der Boykott durchgeführt wird, desto nachhaltiger seine Wirkung, desto entscheidender der Sieg. Duldet keine Ausflüchte, keine Ausreden. Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns. Soweit unser Einfluß reicht, muß das Ringbier verpönt werden. Nicht ein Tropfen darf getrunken werden. Arbeiter, Genoffen! Die Bierzufuhr ist eine geregelte. Sie wird mit jedem Tag der Fortdauer des Boykotts eine bessere. Alle Ansprüche können befriedigt werden. Darum widersteht jeder Versuchung, Ringbier zu trinken. Die schwerste Arbeit ist gethan. Die Periode der Organisirung des Kampfes war die aufreibendste. Jetzt wird uns der Rampf leicht, weil wir das Terrain zum guten Theil beherrschen. Der Sieg muß unser werden, wenn wie bisher mit gleicher Schärfe und Ausdauer der Parole gefolgt wird. Hoch der Boykott sämmtlicher Ringbrauereien! Trinkt keinen Tropfen Ringbier! Boykottfreies Bier liefern: der Arbeiter müssen es ablehnen, die Saalsperre einseitig zu behandeln und die Saalbesitzer sollten in Wahrung ihrer Interessen Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Char- Annahme der Arbeiterforderungen der Bierboykott und mit diesem ihren Einfluß bei dem Brauerring geltend machen, damit unter lottenburg. zugleich die Saalsperre aufgehoben werde. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Attien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl King. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Exportbrauerei Nathenow, Niederlage bei May Denn hardt, N.W., Hannoversche Straße 18a. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frankfurt a. D. Niederlage bei Phönig- Brauerei, C. Nadon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage, Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Wusterhausen, Vertreter: May Fleischer, Reichenbergerstr. 155. Bürgerliches Brauhaus, Hamburg Eilbeck, Kellerei und Niederlage, SW., Verlängerte Trebbinerstr. 7. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage G. Spiekermann, Weberstr. 66. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernad, Mühlenstraße 49a. Brauerei in Storkow( in Firma A. Miethe), Vertreter: Spiekermann, Weberstraße 66. Brauerei Hildebrandt, Nowawes. Vertreter: H. Hensel, Krausenstraße 18. Louifen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. Brauerei Danz, Freienwalde a. D. Vertreter: W. Marten, N., Gartenstr. 152. Bierboykott und Saalsperre. Die Boykottkommission. 23 Herr Feuerstein will im Verein mit Herrn Kuckenbur als Vorsitzende von zwei großen Gastwirthsvereinen den Versuch veranlassen. machen, den Brauerring zu einer Einigung mit den Arbeitern zu Herr Ringel: Pantow meint, wenn die Arbeiter von ihren Forderungen etwas nachließen, sei vielleicht eine Vers ständigung mit dem Brauerring möglich. Herr Feuerstein erklärt es für nebensächlich, wer den heutigen Annäherungsversuch gemacht habe; er schäme sich dessen nicht. Die Saalsperre sei durch Gewaltakte der Arbeiter hervor Genosse Singer erklärt, daß die Boykottkommission in gerufen. Die Wirthe könnten sich dem Verlangen, ein be- Vertretung der Arbeiterschaft sich etwaigen durch die Gastwirths Die Säle und damit die Wirthe, ebenso wie die Wirthe die Kund- entziehen werde. Wie nothwendig es für die Saalbesizer, die stimmtes Bier zu führen, nicht fügen. Die Arbeiter brauchten verbände angeregten Verhandlungen mit dem Brauerring nicht schaft der Arbeiter brauchten. Bedingungslos könnten die Saal- sonst nicht zu einer Aufhebung der Saalsperre resp. zu einer befizer ihre Lokale nicht freigeben. Er halte es für möglich, Benutzung ihrer Säle kämen, sei, die Brauereien zu einer die ohne die Hinzuziehung der Brauer zu einer Verständigung zu Arbeiter befriedigenden Lösung der Angelegenheit zu veranlassen, gelangen. gehe am besten aus dem Umstande hervor, daß die Arbeiter Herr Menthe meint, die Saalbesiber haben keine Ver- mit dem Stand des Boykotts sehr zufrieden seien. anlassung, für die Brauereien die Kastanien aus dem Feuer zu Redner bittet, es als einfach den thatsächlichen Verholen. Der Redner will deshalb keine Einwirkung auf den Ring hältnissen entsprechend aufzunehmen, wenn er mittheilt, daß das Saalbedürfniß für Versammlungen wenn schon er Herr Jakobi: Die Saalbesitzer können die Saalsperre, den Werth großer Säle nicht unterschätzt vollständig gedeckt, ohne daß ihre Bedingungen angenommen werden, nicht aufgeben. daß ferner genügend Bier vorhanden ist und daß endlich die Nach seiner Meinung sind die beiden Fragen getrennt zu Arbeiter fest entschlossen sind, im bevorstehenden Winter alle verhandeln. Die Saalbesitzer hätten mit dem Bierboykott Feste und Vergnügungen in den betr. Sälen so lange einzustellen, nichts zu thun. Die Verhandlungen hierüber seien Sache bis der Boykott in einer den Arbeitern passend erscheinenden der Arbeiter und der Brauer. Er hält es sowohl im Weise geregelt ist. Jutereffe der vielen kleinen Gastwirthe als der Arbeiter dringend Aus dieser Stellung der Arbeiter mögen die Saalbesitzer geboten, die Saalsperre unter Annahme der Forderungen der ersehen, daß es nur ihren Interessen entspricht, wenn sie ihren Saalbesiber zu beendigen. Nach seinen Informationen werde Einfluß auf Beendigung des Boykotts anwenden und sich dadurch bas Boykottbier ja doch nicht getrunken. Der Redner formulirt vor weiteren finanziellen Schäden bewahren. folgende Bedingungen: Es wird den Wirthen freigestellt, neben boykottfreiem auch Ringbier zu schänken. ausüben. Herr Feuerstein frägt, ob die Arbeiter bereit sind, bes züglich des Bierboykotts auf einige ihrer Forderungen zu ver zichten. Aufhebung der Sperre über fämmliche Lokale. Genosse Auer erwidert, die Arbeiter würden verhandeln, Ueber die Beschaffung von Kellnern und Musikern hat eine Zusage, ob und wie weit etwa eine Nachgiebigkeit seitens der der Lokalbesitzer zu bestimmen. Arbeiter eintreten würde, vermöge er natürlich heute nicht zu sagen. Er befürworte einen ehrlichen haltbaren Frieden. Alles weitere müsse den eventuellen Verhandlungen vorbehalten bleiben. Abschaffung der Lokalliste im„ Vorwärts". Aufhebung des stillen Boykotts über einzelne Lokale. Der Redner bezeichnet diese Forderungen als sehr bescheiden und hofft auf dieser Basis zu einer Verständigung über die Aufhebung der Saalsperre zu gelangen. Verhandlungen mit den Brauern wolle er nicht einleiten. Herr Jakobi wünscht eine Erklärung darüber, wie die Arbeiter sich zu den Saalbefizern stellen würden, wenn etwaige Verhandlungen mit dem Brauerring ergebnißlos verlaufen, oder der Ring es ablehnt, in Verhandlungen einzutreten. Herr Feuerstein fragt, ob, wenn die Verhandlungen mit den Brauern resultatlos verlaufen, weitere Besprechungen mit den Saalbefißern überflüssig sind? Genosse Singer meint, daß die Vertreter der Arbeiter wohl geneigt sein möchten, den Saalbesitzern auch weiter Rede und Antwort zu stehen, hält es indeß für angemessen, die Entscheidung dieser Frage von dem weiteren Verlauf der Dinge abhängig zu machen. Genosse Auer verkennt nicht, wie unangenehm die Situation Genosse Singer antwortet, daß es dann bein Alten bliebe. Die von der Kommission der Saalbesitzer veranlaßte Be- für die Gastwirthe und Saalbesizer ist. Durch die eigene Ne- Herr Jakobi äußert, nach dieser Erklärung müsse er die sprechung fand gestern Vormittag statt. Zu derselben hatten sich solution des Gastwirthevereins ist festgestellt, daß die Saalbesitzer Bemühungen der Saalbesitzer, eine Einigung herbeizuführen, als eine größere Anzahl Saalbesitzer und Mitglieder des Vereins der sich mit dem Brauerring solidarisch erklärt haben. Dieses Ent- ins Wasser gefallen bezeichnen. Die Kaffen der Saalbesitzer seien Weißbierwirthe u. f. w., u. a. die Herren Jacobi, Feuerstein, gegenkommen ist ja auch, wie Herr Jacobi nach Hannover depeschirt noch gefüllt. Durch Ablehnung der Bedingungen der Saalbesitzer Wolter, Menthe, Kufenburg, Ringel, Lidemit, sowie die Boykott hat, vom Ring mit 300 000 m. belohnt worden. Die Arbeiter können werde die Sache der Arbeiter geschädigt. Tommission, bestehend aus den Genossen Auer, Gumpel, Hilpert, ohne gleichzeitige Beendigung des Bierboykotts von dem An- Herr Lidemit Niederschönhausen bedauert die Mattutat, Millarg und Singer und zwei Mitglieder der Lokal- erbieten, die Säle freizugeben, keinen Gebrauch machen. Bei der Saalsperre, die Arbeiter hätten die Wirthe viel Geld verdienen tommission, die Genossen Halfter und Zaake eingefunden. Herr Bedeutung der Gastwirthe und Saalbesitzer für die Brauereien lassen. Feuerstein eröffnete die Sigung und leitete die Besprechung mit haben die Herren Jakobi und Genossen gewiß die Möglichkeit, Genosse Auer wiederholt die Bereitwilligkeit wegen Be der Mittheilung ein, daß die Konferenz den Zweck haben, den Frieden die Brauer zu veranlassen, die Interessen der Saalbefizer zu beendigung des Boykotts zu verhandeln. zwischen den Saalbefizern und den Arbeitern herbeizuführen. rücksichtigen. Die einseitige Behandlung der Angelegenheit würde bemerkt der Redner, daß die Saalbesitzer umfomehr Veranlassung Die in den einzelnen Geschäften durch die Arbeiter herbei- selbst bei Aufhebung der Saalsperre und Weiterführung des haben an den Brauerring zu treten, als die Saalverweigerung geführten Unannehmlichkeiten hätten die Saalbesitzer zu der Saal- Boykotts die unleidlichsten Zustände schaffen.( Bierschiebung in Gegenwart von 5 Direktoren von Ringbrauereien gefaßt Sperre veranlaßt, welche, wenn die Bedingungen der Saalbefizer u. s. w.) Redner theilt in dieser Beziehung vollkommen den worden ist. Eher die Boykottangelegenheit nicht geregelt ist, erfüllt würden, aufgehoben werden könne. Ueber diese Be- Standpunkt Singer's und empfiehlt den Saalbesißern, müssen Verhandlungen wegen der Saalsperre resultatlos bleiben. dingungen hätten sich die Saalbesitzer in einer Vorbesprechung den Brauerring zu veranlassen, die Bierfrage zu regeln. Redner glaubt, daß die Differenzen zwischen den Arbeitern und geeinigt. Die Saalbefizer und Gastwirthe seien die Was die etwa vorhandenen Differenzen über die Bedingungen Saalbefißern leicht zu beseitigen sein werden, wenn der Boykott Opfer des Bierboykotts geworden und im Hinblick auf die der Saalbenutzung anlangt, so würde sich darüber eine Ver- beendet ist. Nothlage, namentlich der kleinen Gastwirthe, hätte die Kommission ständigung wohl erzielen lassen. Redner konstatirt, daß die der Saalbefizer sich entschlossen, den Verfuch zu machen, ob fich Saalbefizer gegen die in ihren Versammlungen aufgestellten BeBedingungen formuliren laffen, bei deren beiderseitiger Annahme dingungen heute beträchtlich weniger verlengen. Ueber diese die Saalsperre aufgehoben werden könnte. Fragen würde sich, vorausgesetzt, daß die Hauptfrage, der Bier Auf Ersuchen des Vorsigenden, die Vertreter der Arbeiter boyfott, geregelt werde, reden lassen, womit er natürlich nicht möchten sich zu seinen Ausführungen äußern, nimmt Genosse meine, daß die Saalbesitzer auf Annahme aller der heute aufSinger das Wort, um irrthümlichen Bemerkungen in der gestellten Forderungen zu rechnen hätten. bürgerlichen Preffe gegenüber festzustellen, daß der Wunsch und Herr Feuerstein konstatirt, daß es nicht möglich ist, Verdie Einladung zu der Besprechung von den Saalbesizern aus- handlungen mit den Brauern herbeizuführen, dieselben beharrten gegangen sei.( Dieſe Thatsache wird durch Zustimmung der fest auf ihrem Standpunkt. Redner bemerkt, daß der Vorwurf, Herren Jakobi, Feuerstein und Menthe beſtätigt.) Die die Eaalverweigerer hätten sich mit den Brauern solidarisch er Vertreter der Arbeiter, fährt Singer fort, seien er- flärt, mit Unrecht erhoben sei. Das sei nicht der Fall. Die schienen, so wie sie sich keiner Verhandlung, die mög- Saalbesitzer hätten kein Interesse an den Brauern. licherweise zur Beendigung des Kampfes führen könne, Herr Jakobi erhebt gegen diese Auffassung Widerspruch. entziehen würden. Es müsse konstatirt werden, daß die Saal- Die Solidarität zwischen Saalbefizern und Ringbrauern sei vorsperre nicht von den Arbeitern, sondern von den Saalbefizern, handen, sei bethätigt durch die Zuwendung der Ringgelder und die sich mit dem Brauerring solidarisch erklärt und sich in dem außerdem find die Brauereien verbindlich gemacht worden, den Bierkrieg an die Seite der Ringbrauereien gestellt hätten, aus- Wirthen, welche Säle zur Verfügung stellen, die Bierlieferung gegangen sei. Differenzen zwischen den Arbeitern und den Saal- abzuschneiden. Die Saalbesizer können und wollen sich nicht weiter besizern seien zur Zeit der Verhängung des Bierboykotts nicht in den Streit mischen, demgemäß nicht wegen des Bier vorhanden gewesen. Boykotts mit den Brauern verhandeln, und ebenso wenig Auf den Wunsch der Saalbefizer, die Saalsperre zu be- den Ring zu Verhandlungen mit der Boykottkommission verendigen, eingehend, erklärt Genosse Singer, daß nach seiner anlassen. Ansicht Verhandlungen über die Aufhebung der Saal- Herr Wolter erklärt, daß die Saalsperre schon vor dem sperre nur dann mit Aussicht auf Erfolg geführt werden Bierboyfott vorbereitet war und der Ausbruch desselben als ein tönnten, wenn die Ursache des gegenwärtigen Rampfes günstiger Zeitpunkt für die Einführung der Sperre betrachtet der Berliner Arbeiterschaft mit den Ringbrauereien be- wurde. Redner ist im Gegensatz zu den Herren Jakobi u. a. der seitigt sei. Der Redner meint, über die Bedingungen der Saal Meinung, daß es wohl möglich sei, den Ring zu einer Ginigung befizer zur Zeit gar nicht sprechen zu wollen, da ſelbst, wenn zu veranlassen. Die Wirthe brauchten nicht immer im Schlepptau eine Verständigung hierüber erfolgen sollte, eine Benutzung der der Brauer zu sein. Säle zu Versammlungen und Festen nach Lage der Verhältnisse Herr Jakobi erklärte sich energisch gegen Vermittelungsdoch nicht erfolgen könne, da die Saalbefizer vermuthlich kein versuche der Saalbesitzer und lehnt es ab, dieselben einzuleiten. ringfreies Bier einführen und die Arbeiter sicher kein boykottirtes Herr Menthe meint, daß die Wirthe nicht im stande sind, Bier trinken würden. Der Redner kann den Saalbesitzern nur für die Brauereien einzutreten. Gegen die Brauereien auf anheimistellen, den Brauerring zu veranlassen, in Verhandlungen zutreten, sei recht schwer, deshalb verspricht sich Redner keinen über die Beendigung des Bierboykotts zu treten. Die Bertreter Erfolg davon, den Ring zu Verhandlungen aufzufordern. Herr Feuerstein machte nunmehr die Mittheilung, daß er in Verbindung mit Herrn Kuckenburg den Brauerring zu Verhandlungen in der Bierboykottfrage veranlassen und von dem Resultat seiner Bemühungen den betheiligten Kreisen Kenntniß geben werde. Hierauf wurde die etwa zweistündige Berathung geschlossen. Tokales. Sozialdemokratisches Volksfest in Weißensee. Da in einzelnen Parteitreisen Zweifel darüber laut geworden sind, ob das Lotal Schloß Weißenfee, früher Sternecker, den Arbeitern auch zu ihren Versammlungen zur Verfügung steht, so können wir mittheilen, daß die Pächter des Lokals sich dazu durch unterschrift verpflichtet haben. Selbstverständlich wird bei Arbeiterfesten und Versammlungen, so lange der Boykott dauert, nur ringfreies Bier geschenkt werden. Richtig gestellt mag bei dieser Gelegenheit auch werden, daß die Pächter des Schlosses Weißensee sich den Saalvers weigerern nie angeschlossen hatten und daß die von den Weißenseer Genossen über das Lokal ausgesprochen gewesene Sperre in anderen Ursachen ihren Grund hat, welche jetzt beigelegt sind. Falsch ist auch das Gerücht, daß die jetzigen Bächter mit dem 1. Oktober abgehen. Das Abkommen bezüglich des Boltsfestes ist von den Beauftragten der Berliner Vertrauensleute in Gemeinschaft mit den Vertretern der Weißenseer Genossen und dem Vertrauensmann des Niederbarnimer Kreises getroffen. Wir glauben, daß nach dieser Darlegung des wirklichen Sachverhalts auch die letzten Bedenken gegen das Fest fallen werden und können wir dem nur den Wunsch anfügen, daß der Besuch ein allgemeiner und recht starker aus den sämmtlichen sechs Berliner Wahlkreisen werden möge. Gilt es doch durch den zu erzielenden Ueberschuß die Kasse der ausgesperrten Brauerei- Arbeiter zu unterstützen. Zur Saalfrage. Das neue Lokal von Reller in der Roppenstraße, das demnächst eröffnet wird, ist nach erfolgter schriftlicher Versicherung des Besizers hinfort jeder Zeit unentgeltlich zu sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Arbeiterversammlungen zu haben. Witterungsübersicht vom 15. September 1894. zu lenken. Da die beiden Geldgeber aber zum Theil mit denselben Opfern gearbeitet, so ist allem Anschein nach, nachdem der Agent seine„ Erfahrungen" in einem Verhör der Staatsanwaltschaft mitgetheilt hatte, der Verdacht gegen ihn sowohl, wie gegen den Geldgeber T. nur noch verstärkt werden. Ob auch gegen P. Stationen. die Untersuchung eingeleitet werden wird, darüber vermochten wir näheres nicht zu erfahren. ge= Dahlmann, Orangen- und Jägerstraßen- Ecke. 3o ch, Augs- zu berichtigen: Olbinsky, welcher, bis Zeit erkrankte, von der städtischen Park Deputation = Hamburg Berlin Barometerstand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke - PBBBBT123 Wetter Temperatur Flosaso( nach Celfins 50 G. 4° R.) 766 A wolfig 9 768 WSW 768 NW 769 Still wolfenlos wolfenlos wolkenlos 11 9 8 München. 768 wolkenlos 5 768 NW 744 NÆ 4 wolkenlos heiter 8 775 NND 773 NW heiter bedeckt 13 14 • • 770 NND wolkenlos 8 • • Theater. Ein Opfer des Elends. Am Freitag Nachmittag fand man auf einem entlegenen Orte in dem Schmidt'schen Schant Swinemünde. lokal, Blücherstr. 9, die Leiche eines Mannes, der sich dort unNachträge zur Lokalliste. Schulz, Beuthstr. 3, Metzner, bemerkt erhängt hatte. In ihm wurde der 47 Jahre alte BauReichenbergerstr. 154 schänken boykottfreies Bier. Im Restaus anschläger Otto J. aus derselben Straße ermittelt, der seinem Wiesbaden. rant Wittwer, Schöneberg, Gothenstraße wird Bier aus der Leben anscheinend infolge materieller Sorgen ein Ende Wien macht hat. Brauerei von Oswald Berliner verzapft. Wulle, Urbanstr. 51, Haparanda verzapft Bier aus der Unionsbrauerei, desgleichen Fehlow, Von der Armendirektion erhalten wir folgende Zuschrift: Petersburg Weidenweg 12. In Pankow schänken außer den bekannt ge- In der Morgen- Nummer Ihres Blattes vom 14. d. M. befindet Cork. gebenen Wirthen Wicht und Rockow, Kutscherbörse, Kaiser sich ein Artikel, inhalts dessen ein 71 Jahre alter Almosen- Aberdeen Friedrichstraße, ringfreies Bier. Die über Wicht in der Ver- empfänger Olbinsky( nicht Olnbinsky), welcher ein unzureichendes Paris sam mlung vom 6. September gefallenen Verdächtigungen haben Almosen von 12 M. monatlich bezogen habe, anscheinend Hungers fich als grundlos erwiesen. Funte, Christburgerstr. 40 ist nicht gestorben sei, während er auf Veranlassung der Armen- Wetter- Prognose für Sonntag, den 16. September 1894. Sechstar sondern fünfter Wahlkreis. Direktion nach dem Katholischen Krankenhause gebracht werden Beitweise heiteres, vielfach wolfiges Wetter mit etwas Regen, Preßgesetzes ersuchen wir die mäßigen nordwestlichen Winden, wärmerer Nacht und wenig vera In Charlottenburg schänken folgende Wirthe Ringbier: sollte. Auf grund des Karl Pfister, Göthestr. 79. Reimann, Ansbacherstr. 41. verehrliche Redaktion ergebenst, diese Darstellung dahin änderter Tagestemperatur. er vor einiger Berliner Wetterbureau. burger- und Passauerstraßen Ecke. Federau, Rankestraße 8. Heinrich, Hankestr. 2. Kleemann, Kaldreuthstr. 11.& öbig, gegen 2 Mark Tagelohn beschäftigt wurde, bezog daneben Schillerstr. 7. Ferber, Grollmannstraße 11. ange, Sum einer Krankenkasse Krankengeld. Am 31. August holte er, ohne sein Almosen. Während seiner Krankheit erhielt er aus Das Schiller Theater hat am Freitag das Richtige für Waldkater", Tegeler Weg. Breittemp, Schillerstraße 7. Klimer, Leibniz- und Pestalozzistraßen- Ede. Endemann, Extra- Unterſtüßung zu beanspruchen, vom Armenkommissions sein Publikum getroffen. Es wurde der„ Veilchenfreffer" Klimer, Leibniz- und Pestalozzistraßen- Ecke. En demann, Augsburger- und Bayreutherstraßen. Ede. Die Arbeiterschaft Borsteher einen Strankenschein, um sich, wie er sagte, an die gegeben, jenes Lieutenantsstück des einstigen föniglichen Leibpagen Die Arbeiterschaft Charlottenburgs wird sich diese Herren ganz besonders merken. Alters- und Invaliden- Versicherungsanstalt zu wenden, weil die und späteren loyalen Theater Schriftstellers G. v. Moser, das Zahlung des Krankengeldes aufgehört habe. Der Armenarzt heute noch das Entzücken aller gutgesinnten Väter, Mütter und Die Lokalkommission Charlottenburgs. J. A.: H. Schwarz. ordnete am felben Tage wegen Lungenkatarrhs die Ueberführung Jungfrauen bildet. Die Heldenfigur in diesem, wie in fast allen Alle für die Boykottkommission bestimmten schriftlichen des Olbinsky in das Krankenhaus mittels Krankenwagens an. Lustspielen v. Moser's stellt der brave Offizier vor, der wohl ein Mittheilungen find an J. Auer, Berlin SW., Kaybachstr. 9, zu Zu diesem Zweck hat aber Olbinsky die ärztliche Anweisung dem wenig Schwerenöther, aber streng rechtlich, ehrenhaft und teusch richten. Die Adressen der übrigen Mitglieder der Boykott- Armentommissions- Vorsteher erst am 10. September vorgelegt. ist, und weder in Hannover spielt, noch einer Mädchenblüthe kommission sind: Paul Singer, SW. Lindenstr. 44; oder gar seinen Untergebenen etwas zu Leide thun kann. H. Mattutat, SO. Wrangelstr. 124; 9. Millarg, NW, Durch die Dazwischenkunft eines Droschkeukutschers Dies respektable und ideale Milieu, das selbst auf Lehrterstraße 22; H. Gumpel, NO. Weinstraße 31; Paul ist am Sonnabend Vormittag gegen 10 Uhr ein größeres Unglück unseren modernen Bühnen so ziemlich abgethan ist, paßt so recht Hilpert, Nixdorf, Karlsgartenstr. 1. verhütet worden. Das vor dem Geschäftswagen von Felix Lande für das Publikum, das den Stamm des Schiller- Theaters voraus der Markusstr. 12 gespannte Pferd war in der Anhaltstraße stellt. Es tommen Gevatter Schlächtermeister und Steuertassengestürzt und hatte den Scheerbaum zerbrochen. Das Thier sprang Rendant und freuen sich, daß für Plätze, die sonst ihre baare wieder auf, fonnte nun aber den Wagen nicht aufhalten, sodaß drei Mart fosteten, nur ein Drittel dieser Summe zu zahlen ist, dieser dem Pferd fortgesetzt auf den Leib rollte. Das Thier wenn man fünfe im Ramsch nimmt. Weiter hat das Schillerwurde scheu, schlug fortgesetzt hinten aus, rannte mit dem Ge- Theater kaum einen Zweck. So bequem, wie es einem gemacht ist, fährt an einen anderen Wagen, sodaß ein Fenster in Splittern gelingt es sogar, hier und da einen guten Freund, der seit seiner umberflog und war im Begriff, mit dem machtlosen Kutscher ersten Liebschaft keine Bühne mehr gesehen hat, vom Stattisch durchzugehen, als an der Ecke der Wilhelmstraße ein zu reißen und ihm nebst Familie ad oculos zu Droschtenführer dem wüthenden Pferd in die Zügel fiel und demonstriren, daß es, mäßig genossen, doch kein schöneres und ihm durch Zudrücken der Nüstern die Luft nahm. Der Vorfall billigeres Vergnügen geben kann, als das Theater. Uns wollte hatte einen größeren Auflauf zu Wege gebracht. gestern bedünken, daß das Publikum des Schiller- Theaters wohl Brautpaare in der Gräfestraße gemiethete Wohnung hatte ein Theaters, aber genau ebenso anspruchslos iſt. Gar köstlich war Im Kampf gegen die Namschwaare. In die von einem um einen oder einige Grade bemittelter, als das des NationalMöbelhändler die Einrichtung geliefert, und die Braut hatte sich die Freude, als der stramme Sergeant seine tölpelhaften Einam Freitag dort eingefunden, um die Sachen abzunehmen. jährig- Freiwilligen- Rekruten oder gar seine Kasernenhofblüthen ließ, und mancher schneidige Rorporalsfluch Dabei bat sie den Möbelhändler, ihr den Mechanismus eines springen Ausziehtisches zu erklären. Als nun beide den Tisch auszogen, hatte die beabsichtigte Wirkung eines spontanen Beifallsbehielt die Braut plößlich ein gebrochenes Seitenstück des Tisches Gegenwart die Kunst ihres begeisternden und revolutionirenden Die Auffassung der Arbeiterschaft, daß in der in der Hand, und ein paar Holzleisten fielen zu Boden. Der Möbelhändler mußte sehr scharfe Worte hören und als er be- Feuers wegen gehegt werden soll, ist in den Kreisen, die sich Bum Umzugstermin erläßt der Polizeipräsident folgende merkte, sie habe den Kaufpreis so weit heruntergehandelt, daß vorgestern im Verein amüsirten, fremd und durchaus unfaßbar. Bekanntmachung: Es wird für den bevorstehenden Wohnungs- dafür fein besserer Tisch geliefert werden könne, ergriff die Braut Wenn vor diesen Herrschaften ein klassisches Stück aufgeführt wechsel zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der am 1. Oktober eine abgebrochene Leiste und hieb damit so nachdrücklich auf den wird, so ist das, in anbetracht, daß ja auch das Dekorum gewahrt beginnende Umzug bei fleinen, aus höchstens 2 Zimmern mit Möbelhändler ein, daß dieser eiligst auf die Straße flüchtete, werden muß, ja schön und gut, aber zur heimischen Molligkeit man sich, wie im Veilchen Zubehör bestehenden Wohnungen an demselben Tage, bei mittleren, wohin seine Gegnerin ihm folgte. Später fand sich der bekommt es doch erst, wenn aus 3 oder 4 Zimmern nebst Zubehör bestehenden Wohnungen neidenswerthe Bräutigam bei dem Möbelhändler ein, um seine fresser, einmal ordentlich auslachen kann und obendrein noch am 2. Oktober, Mittags 12 Uhr, bei großen, mehr als 4 Wohn- Braut zu entschuldigen und ihn zu bitten, den Tisch ausbessern sieht, wie Tugend und Ehrbarkeit über die gemeine Tücke schlechter zimmer umfassenden Wohnungen am 3. Oktober, Mittags 12 Uhr, zu lassen. Menschen den Sieg davontragen. Armer Schiller, daß dir drei beendigt sein muß. Menschenalter nach deinem Tode noch das Malheur widerfährt, die Gräuel in Shakespeare's Schatten" mit deinem Namen decken zu müssen!" Ein Gemüthsmensch. Zur Linderung der Noth, die in folge des Boykotts bei den Ringbierwirthen eingekehrt ist, will auch der Voltsanwalt" Carl Michaelis, Oranienstr. 3, sein bescheiden Theil beitragen. Er versendet folgendes gedruckte Zirkular: 3ur Nachricht an die Herren Schantwirthe! Bis zum 1. Oktober ds. Js. fertige ich, in anbetracht, daß die Herren schlechte Geschäfte machen resp. bis zur Aufhebung des Bierbontotts: 1. jeden Zahlungsbefehl bis einschließlich 300 M. für 50 Pf. und 3 Pf. Porto; 2. jede Geschäfts- und Darlehns flage bis 300 m.- für 1 M. und 3 Pf. Packetfahrtporto. Ich glaube, hiermit im Interesse meiner vielseitigen Mandanten zu handeln und halte mich beftens empfohlen." Sehr schmeichelhaft ist es für die Herren Gastwirthe freilich nicht, daß sie zu dergleichen Kleinigkeiten überhaupt eine„ juristische Stüße" brauchen, zumal ihnen doch jetzt Zeit genug zur Verfügung steht, ihre schriftlichen" Arbeiten allein zu erledigen. Wie wäre es mit dem Versuch eines Kursus in der Arbeiter Bildungsschule? 4 Frische Landmilch. Die hausirenden Milchbauern, jene Landleute aus der Umgebung Berlins, welche mit ihrem Planwagen frühmorgens nach der Residenz fahren, um hier einen oft recht schwunghaften Milchhandel zu betreiben, haben zuweilen eine recht leichte Fahrt. Wie nämlich die hiesige Polizei fest gestellt hat, haben verschiedene dieser Bauern" gar keine Milch auf ihrem Wagen, sondern fahren leer nach Berlin, um hier erst die Milch für ihre Kundschaft zu kaufen. In dem Geschäftsverkehr mit dem Einwohner- MeldeAmt pflegen in zahllosen Fällen Weiterungen dadurch zu entstehen, daß von den Beamten des Einwohner Melde Amts die Angabe des Geburtsortes und Geburtstages der Person, über welche die Auskunft nachgesucht wird, verlangt wird, während die Beschaffung dieser Daten für den Auskunftssucher oft unmöglich oder mit großem Zeitverlust verbunden ist. Auf grund eines Schreibens des Polizeipräsidenten wird in dem„ Bl. für Rechtspfl." allen Interessenten empfohlen, in allen Fällen, in denen dem Nachsuchenden das Nationale nicht bekannt ist, oder in denen es sich um Feststellungen komplizirterer Natur handelt, die bezüglichen Anfragen schriftlich zu formuliren und an den Bureauvorsteher des Einwohner- Melde- Amts zur Erledigung einzureichen. Letzteres kann in der Weise erfolgen, daß das betreffende Schriftstück, mit der Adresse des Einwohner- Melde- Uuerwarteter Kindersegen. Tonnerstag Mittag stand Amtes versehen, entweder dem Bureauvorsteher persönlich über- auf dem Bahnhofe Friedrichstraße eine alte Frau vom Lande, geben oder in einen der im Präsidial- Dienstgebäude befindlichen um die Fahrkarte zur Rückfahrt zu lösen. Da trat ein etwa Brieffäften gelegt wird. Hierdurch wird zugleich das oft stunden- zwanzigjähriges, ordentlich gekleidetes Mädchen mit einem nied lange Warten auf Abfertigung in den Räumen des Einwohner- lichen, ungefähr halbjährigen Kinde auf dem Arme zu ihr mit Welde- Amtes vermieden. Gegen die Zuverlässigkeit der polizeilichen Milchproben find neuerdings zweifel laut geworden. Milch, die nach der mit dem Milchprober vorgenommenen Untersuchung des revidirenden Polizeiwachtmeisters knapp den Vorschriften über Halbmilch entsprach, hat sich bei der Untersuchung durch den Gerichtschemiker als Bollmilch herausgestellt. Die Kriminalpolizei hat bei einem alten, ihr bekannten Diebe eine Anzahl Bettstücke beschlagnahmt, die sie den unbekannten Gigenthümern wieder zustellen möchte. Zu diesem Zwecke, wie auch zur Ueberführung des Spitzbuben wäre der Behörde erwünscht, wenn die Bestohlenen sich im Zimmer 37 des Polizeigebäudes melden möchten. der Bitte. das Kind für einen Augenblick zu halten, da sie mit ihrer Tante, die sie auf der Straße fähe, noch einige Worte reden wolle. Die Landfrau war so gutmüthig, das Kind zu halten: die Mutter oder die Wärterin des Kindes verschwand auf Nimmerwiedersehen. sturmes. " die Gespielt wurde im ganzen viel flotter als in den Räubern und im Menonit. Augenscheinlich ist die Künstlerschaft des Schiller Theaters, mehr ans bürgerliche Mittelgut gewöhnt als ans flassische Drama. Die Anstrengung in der etwas ungewohnten hohen Tragödie mochte allerdings die Ursache abgegeben haben, daß die Konversation zum Theil nicht ganz so flott von statten ging, wie man es anspruchsvoll im Lustspiel verlangt. Dem Inhaber der Hauptrolle, Herrn Georg, schien die Husarenoffiziersuniform etwas unbequem zu ſizen; durch dem Militär erb- und eigenthümlichen Künste des Monoclespiels und Schnurrbartdrehens suchte er den Mangel an innerer Aktivität zu ersetzen. Prächtig spielte Herr Pahlau den schüchternen Referendar, eine Rolle, die in der heutigen Zeit preußischer Beamtenschneidigkeit allerdings einen Widerspruch in sich selbst darstellt. Auch der Oberst wurde schlicht und recht durch Herrn Laurence verkörpert. Gut aufgehoben waren die Damenrollen. Lieblich wurde die Oberstentochter von Fräulein Levermann und mit geistvoller Pikanterie die Rolle der Wildenheim von Irma Selten gespielt. Gine brave Leistung bot auch Frau Wilfe in der mütterlichen Rolle der Frau Berndt. Unter den Nebenrollen verdient die Leistung der Frau Hortung, welche die liebende Kammerjungfer Minna flott und drastisch gab, sowie der Offiziersbursche des Herrn Walden anerkennend erwähnt zu werden. Auch Herr Formes bot als Etivas deplazirt erschien Unteroffizier eine prächtige Leistung. uns die lachende Frühlingslandschaft im dritten Akt, in dem die Damen mit der Muff erscheinen und die Soldaten sich vor Frost die Hände reiben. Gerichts- Beitung. Herr W. Klose, Liesenstr. 18, stellt den am Freitag ge brachten Bericht über die Prügelei mit einem Miether wesentlich Von den Rettungsgeräthschaften, wie sie auch in Berlin anders dar, als er nach der uns zugegangenen Reporternotiz an den Brücken angebracht sind, haben die Rettungsbälle aussieht. Danach schlug der Herr Simon zuerst mit einem Stock keineswegs den ihnen gewöhnlich zugeschriebenen Nutzen. Das derart auf Herrn Stiefenhofer los, daß diesem die Krücke des " Schiff" berichtet über Bersuche, welche in dieser Beziehung in Stocks ins Auge flog. Augenzeugen könnten die Richtigkeit dieser Leipzig von Herrn Dr. Aßmus angestellt worden sind. Die Darlegung bezeugen. Rettungsbälle entschlüpfen fast fiets den Händen der zugreifenden Polizeibericht. Am 14. d. M. wurde ein Mann in seiner Personen; bewegen sich diese nur etwas lebhaft im Wasser, so Wohnung, in der Friedrichsfelderstraße, betäubt vorgefunden und macher W. vor Gericht angegeben, daß ihm durch die WahrBeim Erheben von Zengen- Gebühren hatte der Schuhfliegt der Rettungsball pfeilgeschwind bei ihrer Annäherung nur mit Mühe wieder ins Leben zurückgerufen. Er hatte sich nehmung des Termins ein Verlust an Arbeitsverdienst erwachsen hinweg. Wird der Ball wirklich ergriffen, so dreht er sich um mittels Kohlenoxydgas zu tödten versucht. Ein in der Forster: sei, der dem W. denn auch aus der Gerichtskaffe erstattet wurde. seine Achse und beunruhigt dadurch die gefährdete Person. straße wohnhafter Mann stürzte sich aus seiner im vierten Stock Später ist dann ermittelt worden, daß W. thatsächlich als ArRettungsbälle find daher gänzlich werthlos für Menschen, welche belegenen Wohnung auf den Hof hinab und fand auf der Stelle beiter in einer Werkstatt beschäftigt war und ihm dort des Schwimmens unkundig sind. Rettungsringe sind besser ver- den Tod. Morgens wurden ein Mann in der Wohnung seiner für die betreffende Zeit Urlaub ertheilt ertheilt war, ohne wendbar. In einer vom Dr. Aßmus vorgeschriebenen Form ist Mutter, in der Oranienstraße, und Nachmittags ein Mann auf daß ihm ein Lohnabzug deswegen angekündigt oder die Tragfähigkeit eines solchen Ringes so groß, daß ein er dem Abort eines Hauses in der Blücherstraße erhängt vorW. wurde gemacht worden wäre. unter Anklage des wachsener Mann von 176 Pfund Körpergewicht von ihm ge- gefunden. Gine im Spreefanal bei den Arbeiten gegenüber Betruges gestellt, jedoch vom Schöffengerichte freigesprochen, weil tragen werden fann, ohne daß er merklich untersinkt. Dem Ver- dem töniglichen Schlosse gebrauchte Baggermaschine stürzte in- er nachweisen konnte, daß er sich in seiner freien Zeit mit Schuhnehmen nach sollen diese verbesserten Rettungsringe auch in folge Loslösens eines Schwimmers um. Die vier darauf be- macherei beschäftigte und also in der Urlaubszeit den Betrag Berlin eingeführt werden. schäftigten Arbeiter fielen ins Wasser, wurden jedoch, ohne Schaden hätte verdienen fönnen, der ihm aus der Gerichtstasse als EntBezüglich der Verhaftung einiger Mitglieder der genommen zu haben, gerettet. In der Schlächterei, Jerufalemer- schädigung für Zeitverfäumniß gezahlt worden war. Daß dem Wucherer Berlins werden noch folgende interessante Mit- ſtraße 61 sand durch die Unvorsichtigkeit eines Gasarbeiters, der 2. sein Fabriklohn voll gezahlt war, wurde unerheblich ertheilungen gemacht. Der Staatsanwaltschaft ging von einem das Hauptrohr geöffnet hatte, ohne vorher die in der Nähe be- achtet, entscheidend sei, daß M. über seine Urlaubszeit frei verAgenten die Mittheilung zu, daß der Inhaber der Firma Treu- findlichen Gasflammen auszulöschen, eine Gasexplosion statt. Er herz, gegen welchen bereits seit längerer Zeit die Untersuchung straße wurde ein Mädchen durch einen Arbeitswagen überfahren am 11. Januar d. J. ereignete, hat eine Privatbeleidigungstlage erlitt bedeutende Brandwunden im Gesicht. In der Münz- Ein unangenehmer Auftritt, der sich im Wintergarten" wegen„ Wuchers" schwebte, seine zahlreichen Immobilien, wie Grundstücke, Häuser 2c. verkauft habe in der Absicht, sich dem Arbeiter auf der Charlottenburger Chauffee beim Absteigen von Abend befand sich der Direktor der Erften Wiener Künstlerund am Unterschenkel erheblich verletzt. Nachmittags fiel ein gegen den Direktor Baron im Gefolge gehabt. An jenem demnächst stattfindenden Termin durch die Flucht zu entziehen. Da die Nachforschungen der Polizei die Richtigkeit der Denun- seinem in der Fahrt befindlichen Wagen hin, gerieth unter die Agentur" Ferdinand Büchler in Begleitung des Direktors der ziation ergaben, wurde 2. verhaftet und die von dem Bankier Räder und erlitt eine bedeutende Quetschung des Unterschenkels. Budapester Orpheum Gesellschaft im Wintergarten, als plöglich In der Landwehrstraße lief ein Mädchen beim Spielen gegen der Direktor Baron quer durch den Saal auf ihn losgeschossen offerirte Kaution behufs Freilassung nicht angenommen. Gleich einen Geschäftswagen, wurde überfahren und am Bein schwer tam und mit lauter Stimme Herrn Büchler anfuhr: Hinaus zeitig mit 2. wurden auch zwei feiner Agenten Spiegel verlegt. Beim Füttern seiner Tauben stürzte Abends ein mit dem Kerl aus dem Saal!" Büchler wollte proteſtiren, es und Bruck verhaftet; ein britter Agent( Ostertag) Mann vom Dache eines Hauses in der Grenadierstraße auf die wurde ihm aber bedeutet, daß er das Geld für sein Billet an sollte ebenfalls festgenommen werden, werden, doch hatte diefer vorgezogen, flüchtig zu werden. Besonders bemerkenswerth ift, Straße hinab und erlitt schwere innere Verlegungen. Auf dem der Kaffe zurück erhalte und er mußte den„ Wintergarten" verdaß auf Veranlassung eines bei dem Wucher Betheiligten der Schlesischen Bahnhofe fiel ein Arbeiter von einem in Bewegung laffen. Direktor Baron war durch Büchler gekränkt worden. eine jener drei Agenten das Material zur An- befindlichen Fahrstuhle und erlitt eine schwere Verlegung am Wegen einer inzwischen gegenstandslos gewordenen Differenz flage gegen sich und seine Genoffen gesammelt Bein. In dem Hause Auguststr. 84 zerschlug ein Mann bei über zu zahlende Vermittelungsgebühren, hatte Büchler dent hat. Um nämlich seinen Geldmann Treuherz zu entlasten, hatte dem Versuche, in die Wohnung eines Mädchens einzudringen, Direktor Baron nicht nur direkt briefliche Hinweise auf den dieser Agent belastendes Material gegen einen in der Linienstraße eine Fensterscheibe und verletzte sich dabei schwer am Handgelenk. Staatsanwalt zukommen lassen, sondern hatte eine diesbezügliche Im Laufe des Tages fanden drei kleine Brände statt. wohnenden Bucherer P. gesammelt, welches wohl dazu dienen Annonce auch dem Herausgeber der Internationalen Bühnenfollte, die Aufmerksamkeit der Behörde von T. ab und auf P. Revue", Herrn Alexander eingeschickt, der aber die Aufnahme fügen konnte " Versammlungen. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Sonntag, den 16. September, Vormittags 10 Uhr, Besichtigung der GenofenschaftsHutfabrik" in der Pappel- Allee. Treffpunkt Morgens 10% Uhr im willkommen. Dermischtes: Perweigert hatte. Direktor Baron war nach allen diesen Vorgängen Ichwer gereizt, as er des Herrn Büchler in den Räumen des Wintergartens" infichtig wurde. Der Gerichtshof war mit dem Rechtsanwalt 2onh. Friedmann der Ansicht, daß eine Polizeilich aufgelöst wurde am Donnerstag in Schöneberg Restaurant Bathge, Schönhauser Allee 156. Landsleute, sowie Gäfte sind derartige mit lauter Stimme vollzogene Apostrophirung in einem die öffentliche Volksversammlung, welche der Vertrauensmann Schöneberg. Arbeiter- Bildungsverein. Versammlung morgen, öffentlichen Theaterraum unter allen Umständen eine starke Be- nach dem Lokal von Keßner, Grunewaldstr. 110, einberufen Montag, Abends 8 Uhr, bei Reßner, Grunewaldstr. 110. Genossen! Unſere örtlichen Verhältnisse liegen derartig, daß ein festeres Zusammenhalten unleidigung enthalte und er verurtheilte deshalb den Direktor batte. Stadtverordneter Metzner referirte über das Thema: bedingt nothwendig tit; deshalb erscheint in der Versammlung Mann Baron zu 50 M. Geldstrafe. Die vom Rechtsanwalt Fränkel Jeder Preuße ist vor dem Gesez gleich." Während der Vor- für Mann. auf grund der erwähnten Annonce erhobene Widerklage hatte tragende in seinem Schlußwort nochmals die Rechtsbegriffe der teinen Erfolg. heutigen Gesellschaft kritisirte, muß sich wohl dem überwachenden Eine lärmende Szene, die der Arbeiter Lichterfeld am Gendarm die Meinung aufgedrängt haben, daß es dem Ansehen 12. Juni d. J. auf dem Ringbahnhofe Tempelhof aufführte, hat Proletarier sich bewußt werde, daß er mit anderem Maß als eines im Bau begriffenen dreistöckigen Hauses zwei Gesellen und des Staates entschieden nachtheilig werden könne, wenn der In Gnesen sind bei einem am Freitag erfolgten Einsturz demselben eine Anklage wegen öffentlicher Beleidigung und Wider- der Bourgeois gemessen wird, und um weitere Erörterungen ein Lehrling aus dem obersten Stockwerk herabgestürzt und sofort standes zugezogen. Am genannten Tage wollte der Angeklagte mit seiner Arbeiter- Wochenfahrkarte die Ringbahn benutzen, dieses heiflen Themas zu verhüten, hielt er es für angebracht, todtgeblieben. Zwei andere Arbeiter wurden schwer und ein er wurde jedoch den Kontrolbeamten zurückgewiesen, die Versammlung aufzulösen mit der Begründung die Polizei Arbeiter leicht verlegt. da die Benutzbarkeit dieser Fahrkarten erst um 41/2 Uhr stunde sei eingetreten. Ob mit solchen Maßregeln der beabsichtigte Untersuchung eingeleitet. Nachmittags beginnt. Der Angeklagte war darüber sehr aufgebracht, lärmte und schrie und ließ wiederholt Ausdrücke wie Staatsbetrug" u. dergl. fallen, ging aber schließlich von der Treppe weg. Nach wenigen Minuten kehrte er aber zurück und versuchte, mit Gewalt auf den Bahnsteig zu gelangen. Er mußte von den Beamten energisch zurückgewiesen werden, antwortete aber mit gröblichen Beleidigungen gegen die Bahnbeamten, so daß er schließlich gewaltsam in das Stationsgebäude befördert werden mußte. Der Staatsanwalt beantragte drei Wochen Gefängniß, indem er davon ausging, daß solche Aus schreitungen in den dem öffentlichen Verkehr dienenden Instituten nachdrücklich zu bestrafen seien. Der Gerichtshof erkannte auf eine Woche Gefängniß. von Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum 3weck erreicht wird? Freie Vereinigung der Kaufleute. Jeden Montag gemüthliches Beiſammensein im Restaurant Julius Wernau, Rosenthalerstr. 57. Daselbst Ausgabe der Bibliothekbücher und Annahme von Beiträgen. Verein der Waschinisten, Heizer und Berufsgenossen Berlins und umgegend. Sonntag, den 16. September, Nachmittags 6 Uhr, Armin- Hallen, Kommandantenstr. 20, Versammlung. Montag, den 17. September, Mitgliederversammlung bet Röllig, Neue Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure. f. w. Friedrichstr. 44. Tagesordnung: Bericht der Delegirten vom kongres. Ver eins, sowie Krantentassen- Angelegenheiten. ( G.$. 29.) Filiale 2 Berlin. Sterbekasse der Metallarbeiter. Mitgliederversammlung am Montag, den 17. September, Abends 8 Uhr, im Märkischen Hofe, Admiralftr. 18c. Tagesordnung: Kassenbericht. Vergnügungsklub Oftend". Sonntag, den 16. September, Abends Allgemeine Kranken- und 6 Uhr, bei Rudolf, Krautsstr. 6, Tanz und Vortrag. Gäste willkommen. Ein donnerndes Hoch zu dem WiegenLinow. Tott! Tott! Adolph Ernst- Theater feste unseres Genoffen und Kollegen Sonnabend, den 15. September: Zum 9. Male: gegenüber keinerlei Verantwortung Lolotte's 28 Tage. Theater. Sonntag, 16. September. Freie Volksbühne( Lessing: Theater). I. Serie. 3. Abtheilung ( graue Karten), Nachm. 21/2 Uhr: Emilia Galotti. Opernhaus. Mara. Die Puppenfee. Montag: Carmen. Schauspielhaus. Der Geizige. Die Schule der Frauen. Montag: Die Schulreiterin. Eingeschlossen. Militärfromm. Lesing- Theater. Gefallene Engel. Montag: Die Haubenlerche. Berliner Theater. Der Pfarrer von Kirchfeld. Montag: Dieselbe Borstellung. Neues Theater. Dorf und Stadt. Montag: Ein Volksfeind. Schiller Theater. Der Veilchenfresser. Montag: Der Menonit. Deutsches Theater. Das vierte Gebot. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Boltsfänger. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bendenz- Theater. Demi- Monde. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Drpheus in der Unterwelt. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Kyriß- Pyrik. Montag: Pension Schöller. Adolph Ernst- Theater. 28 Tage. Lolotte's Montag: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. O! diese Berliner! Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplay- Theater. Verbotene Liebe. Vorher: Ein Ehrenamt. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Ein Modell. Susanne im Bade. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. SpezialitätenVorstellung. Wintergarten. Spezialitäten Borftellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Gesangspoffe in 3 Aften v. H. Raymond u. A. Mars. Musik v. Viktor Roger. ( Novität.) Die neuen Dekorationen sind aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Roburg. In Szene gefeßt v. Ad. Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. 29476 Die Kollegen. Der erste Staatsanwalt hat sofort die Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde von 12-1 Uhr fällt bis zum 23. d. M. au 3. " Franke, 3. Wahlkreis. Ihre Meinung, daß die in einem boykottirten Lokal tagende Freireligiöse Gemeinde" nur durch ein Versehen Aufnahme im Vereinskalender" gefunden hat, ist selbstverständlich richtig. Brockmann. Ohne Mittheilung der Daten der Enteignung, Entmündigung und Wiederaufhebung derselben nicht zu beantworten. Es scheint Verjährung noch nicht eingetreten zu sein. Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen. Mitgliedschaft Berlin. Montag, den 17. Sept., Abends 8 Uhr, 29496 im Saale des Hrn. Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a. Unserm Pfropfenbruder Oskar Petersohn zu seinem morgigen Wiegenfeste ein dreimal Hoch!!! donnerdes Der Pfropfenverein Wedding. Ziehn helfen wir alle. Unserm Freunde und Kollegen! Robert genannt Rigdorfer Baluche Mitglieder- Versammlung. W Zages Ordnung: " 1. Vortrag von Genosse Näther über: Wertstuben- Organisation und zu seinem heutigen Geburtstage ein Vertrauensmänner- System". 2. Neuwahl der Arbeitsnachweis- Kommission dreimal donnerndes Hoch, daß sämmtl. National- Theater. kleine Waschfässer beim dicken Karl( 3 Mitgl.). 3. Abrechnung v. Sommerfest. 4. Mitgliedschafts- Angelegenheiten. Große Frankfurterstraße 132. Gastspiel des Fräul. Bertha Rother: Um 9 Uhr: Ein Modell. Posse von Eugen Prudens. Vorher um 71/2 Uhr: Susanne im Bade. Große Posse mit Gesang in 4 Akten von Eugen Prudens. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samft. Rassenöffnung 5 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Nachmittag 3 Uhr: Wolfs- Vorstellung: Die Räuber. Trauerspiel in 5 Aften von Friedrich von Schiller. Regie: May Samft. Raffenöffnung 2 Uhr. Montag: Gastspiel des Frl. Bertha Rother! Ein Modell. Vorher: Susanne im Bade. An Vereine verpachten wir für die Sonnabend- Abende u. Sonntag- Nachmittage das National- und Alexanderplay- Theater für Vereins- Vorstellungen. Die Direktion. Große Frankfurterstr. 182. Passage- Panopticum. wilde Weiber wackeln. Die durftigen Brüder auß'n nassen Reller. 2925b Unserm Budiker August Jufinger Die Kollegen und Kolleginnen werden zur Besichtigung des Botanischen Gartens eingeladen. Treffpunkt: Sonntag, den 16. d., Nachm. 24 Uhr, am Portal des Botanischen Gartens. 74/13 zu ſeinem Wiegenſeſte die beſten Wünsche Achtung! Filzschuh- Arbeiter u.Arbeiterinnen. mit der Hoffnung, daß seine Krantheit bald von ihm weicht und er mit den Bierkruken Polka tanzt. Rauchklub Dezimalwaage. 29406 Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß unser lieber Sohn und Bruder, der Zimmerer Paul Vogt infolge eines Sturzes vom Gerüst in Friedrichshagen am 13. September verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 16. d. M., Nachmittags 4 Uhr von der Leichenhalle des 2939b Emmaus- Kirchhofs statt. Ahlung, Vergolder! Am 12. September verstarb unser Mitglied, der Verzolder Paul Grass an der Rückenmartschwindsucht. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 16. September, Nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause Rheinsbergerstr. 40 267/6 aus, statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. 51 one, aus Dahomey. Die Herenschaukel, neueste Illusion. ,, Sanssouci" Kottbuserstraße 4a. Sonntag, 16. Septbr., Nachmittags Sonntag, 23. September, 3 Uhr: Die Räuber. Abds. 8 Uhr: Der Veilchenfreer. Montag, 17. Septbr., Abds. 8 Uhr: Der Menonit. Dienstag, 18. Sept., Abends 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Central- Theater Alte Jakobrake Nr. 30. Direktion: Richard Schulz. Emil Thomas a. G. Auna Bäckers. Josefine Dora. 3um 13. Male: O! diese Berliner! Große Poffe mit Gesang und Tanz in 6 Bildern nach Salingre's Reise durch Berlin von Julius Freund. Mufit von Iul. Einödshofer. Raffeneröffnung 6/2 Uhr. Anfang der Vorsteйung 71/2 Uhr. Morgen und folgende Tage: 0, diese Berliner! sowie von da an jeden Sonntag und Donnerstag: Stettiner Sänger ( Meysel, Häckel, Pitro, Britton, Eberius, Steidl und Blank). Anfang Sonntags 7 Uhr, Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pfg. Billets à 40 Pfg.( nur für die Wochentage giltig) sind im Vorvertauf in der Bigarrenhandlung von Reßler, Rottbuserplay, zu haben. Stets wechselndes, amüsantes Programm. Armin- Hallen Bäcker!! Große öffentliche Versammlung am Dienstag, den 18. September, Nachmittags 3/2 Uhr, in Nieft's Salon, Weberstraße. Tagesordnung: Große öffentliche Versammlung am Montag, den 17. d.; Abends 8 Uhr, bei Feind, Weinstr. 11. Tagesordnung: " 1. Vortrag des Genoffen Schöpflin über: Die Gewerkschaften und die Kartelle". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. NB. Kollegen, erscheint Alle recht zahlreich in dieser Versammlung. Die Agitationskommission. 125/4 Maler. Maler. Oeffentliche Versammlung am Dienstag, den 18. September d. J., Abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über: Wie können die Arbeiter fich bessere Arbeits- und Lohnverhältnisse erringen". Referent: Reichstags- Abg. R. Schmidt. 2. Wie stellen sich die Maler zum bevorstehenden Streit der Töpfer auf den Bauten, wo feine verglasten Fenster sind? 183/7 3. Stellungnahme zur Koatsforbfrage. 4. Verschiedenes. Bu zahlreichen Besuch dieser Versammlung ladet ein Der Vertrauensmann: G. Link. Freie Bereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins c. Dienstag, den 18. September, Vormittags 10 Uhr: Ordentl. Mitglieder- Versammlung bei Weruau, Rosenthaler Straße Nr. 57. Tages- Ordnung: # 1. Bericht des Arbeitsnachweis Vorstehers. 2. Neuwahl desselben. 3. Verschiedenes. 100/3 Zahlreichem Besuch sieht entgegen Der Vorstand. Achtung, Tapezirer! Montag, den 17. September 1894, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Große öffentliche Versammlung im Tapezirer- Gewerbe beschäftigten Personen. Lages Ordnung: 1. Der Bäckereiarbeiter Schußgefeh- aller Entwurf, wie er ist und wie er fein müßte. 2. Diskussion. 3. Wahl der 1. Die Arbeitsniederlegung zur Durchführung unserer Forderungen. Delegirten zur Gewerkschafts- Kom 2. Die Regelung der Streikunterstützung. mission. 4. Verschiedenes. Sämmtliche Arbeitgeber sind zu dieser Versammlung eingeladen. Der Kollegen! Eure Pflicht ist es, in Innungsvorstand ist schriftlich eingeladen. dieser Versammlung recht zahlreich zu NB. Ausgabe des neuen Minimal- Tarifs. erscheinen. 2962b Die Agitations- Kommission. 281/7 Die Agitations- Kommission. Orts- Krankenkasse der Klavierarbeiter! Strumpfwirker. Montag, den 24. September d. 3., Abends 8 Uhr, in Feind's Salon, Weinstr. 11: Außerordentliche Die öffentliche Musik- Instrumenten- Arbeiter- VerSammlung, welche zu Donnerstag, den 13. September, polizeilich verboten war, findet Montag, 17. September, Abends 8 Uhr, in Süd- Ost", Waldemarstr. 75 Generalversammlung. mit derselben Tagesordnung ſtatt: Tagesordnung: 1. Bortrag über: Wie muß der Proletarier denken und handeln" 1. Auf Anordnung des Ober- Referent: Genoffe Dr. Heymann. 2. Distusfion. 3. Wahl dreier Ronpräsidenten, Abänderung resp. Beschluß- trolleure des Vertrauensmannes. faffung der§ 13, Absah 2, Biffer 3 Die Kollegen der Pianofabriken von A. Lenz, Manteuffelstr. 10, und und Absatz 4.§ 14, Absatz 4,§ 20, von Kuhla, Koppenstr. 73, sind hierzu speziell eingeladen. § 30 des Statuts. 2. Verschiedenes. Jeder Kollege, der dies liest, theile es den anderen Kollegen freund197/18 Die Kaffenmitglieder und Arbeitgeber lichst mit. werden nach§ 49 des Statuts hierzu Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr 22. Künstl. Zähne 3 M., Theilz. Plomben von 2976b 1,50 M. Vollk. schmerzl. Zahnziehen u. Nervtödten 1 M. Sprechst. 8-7 Uhr. Castan's Sommandantenstraße Nr. 20. eingeladen. Panopticum. Hassan Ali Säle und Vereinszimmer von 20-600 Personen. Achtung! Moabit! Allen Freunden und Gönnern zur der grösste Mensch der Welt. Nachricht, daß ich Putligstr. 9, ein Zigarren- Geschäft errichtet habe und bitte um geneigten Zuspruch. Mag Peper. Prinzess Topase das fleinste Menschentin b. 29776 Der Vorstand. 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September 1894, Abends 71/2 Uhr, in den ,, Oranien- Hallen", Oranienstr. 51( am Moritzplatz). Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Pinn über:„ Die Literatur des Mittelalters, ein Spiegel ihrer Zeit. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Tanz. Für 15 M. wid Unterricht erth. im Damen Frisiren Pallisadenstr. 102, 1 Treppe. 2941b Kleiderspind, Wasch toilette, passend für Schlafleute, ist zu verk. Reichen bergerstr. 183, H. r. 1 Tr. I. 2929b Ed- Destillation ist sofort zu ver 2894b taufen Stephanstr. 25. Metalle kauft die Flaschenhandlung Linienftr. 77. 2919b Nach der Bersammlung: Geselliges Reisammensein 13 Andreasstr. 12) beer Gäste, und Herren, sehr willkommen. Um zahlreichen Besuch bittet 51/3 Die Schulkommission. 29276( Keller) Theater- Verein Proletariat". waaren reell und billig. Junger Mann sucht zum 1. Schlafst. allein, Gesundbrunnen o. Badstraße. bei Bünger. Juhaber: Bartsch& Schenk( früher Sternecker). Sonnabend, den 22. Septbr., in B. 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Daß Kläger nur auf einer töniglichen, wollte sagen: staatlichen Behörde drohte dann 2,60 M. für den Tag Anspruch hätte, begründete Direktor Garbe ganz fürchterlich, von jetzt ab jeden, der gekündigt wird, so fort Gewerbegericht. wie folgt: Kläger sei mit einem Tagelohn von 2,50 Mart auf Lohn zu sehen, und sich ganz besondere Reverse noch Das Glück des Eisenbahnarbeiters. Gegen den( welch ein hoher Lohn!) engagirt worden, der später auf 2,60 m. zuzulegen, die beim Antritt der Arbeit von jedem unterschrieben preußischen Eisenbahnfistus richtete sich eine Lohn- erhöht worden sei. Kläger habe unterschrieben, daß er als werden müßten. Unter anderem erzählte er auch, Dußende entschädigungstlage des Stellmachers M., die folgenden That: Stellmacher mit 2,50 M. eingestellt sei. Nur den Lohn und aber Duzende von Namen ständen in seiner Lifte bestand zur Grundlage hatte. M. hatte über ein halbes Jahr habe der Betrieb als Verpflichtung über der Stellensuchenden, die gern bei der Bahn" arbeiten zur vollsten Zufriedenheit seiner Vorgesetzten in der töniglichennommen, nur auf ihn habe Kläger für möchten, und dem Kläger sei damit eine Wohlthat Haupt( Eisenbahn) Werkstatt Berlin gearbeitet. Da wurde er feine Anspruch erwiesen worden, daß man ihn damals unter so ganz plötzlich am 29. März d. J. gekündigt, ohne daß man angab gehabt. Wenn der. Kläger dennoch in Akkord vielen aussuchte. Nicht den Kläger habe man gebeten, er solle, weshalb. Er wußte jedoch den Grund. Derselbe bestand darin, daß er arbeiten durfte und den großen Durchschnitt von 3,92 M. nur tommen, sondern dieser habe sich angeboten.( Der erste beste außerhalb des Betriebes seines staatlichen Brotherrn, nicht in dem( Au!) erzielte, nicht 4 M., weil er einer Kolonne tüchtiger Ar- Privatkapitalist kann nicht anders reden.) Treffend antwortete felben, sich an der sozialdemokratischen Bewegung betheiligte, beiter zuertheilt war, dann sei das eine Vergünstigung gewesen, der Kläger, daß er verpflichtet sei, sich Arbeit zu suchen, ebenso, und der Herr Direktor Garbe der Hauptwerkstatt davon erfahren die keinerlei Verpflichtung in sich schloß.( In der Hauptwerk- wie der Herr Direktor seine Stellung sich gesucht haben werde. hatte; anscheinend auf dem nicht mehr ganz ungewöhnlichen statt besteht ein vollkommen ausgebautes Kolonnen- Afford- Hutmacher Augustin, welcher als Beistand des Klägers fungirte, Wege polizeilicher Benachrichtigung.( Auf dem Gewerbegericht fyftem! Wie eigenthümlich erscheint dem gegenüber die fand es sonderbar, daß man jemanden für die gab der Herr Direktor, der den Fiskus vertrat, zu, M. wegen Verpflichtung auf Tagelohn, der nur in den seltensten legten Tage mit 2,50 M. resp. 2,60 m. abspeisen " gewisser Umtriebe" gekündigt zu haben). M., begreif Fällen, wo Akkordarbeit vollkommen unzulässig ist, ge- wolle, licherweise darüber ungehalten, nachdem er 6 Monate in Akkord gearbeitet und daß man den Grund zahlt wird.) Jederzeit hätte Kläger auf 4 M. verdient habe. Die 4 M. pro Tag verträten die Praxis, seiner angebahnten Entfernung von der königlichen Werk 2ohn geseht" werden können, ebenso hätte die 2,60 m. die Theorie; letztere Summe hätte für den Kläger statt sich nicht offen auszusprechen getraute, schrieb einige Tage man ihn jederzeit in eine der Kolonnen ja nur auf dem Papier gestanden. Auf den thatsächlichen nach der Kündigung Herrn Direktor Garbe einen Brief, der aller- ft e ct en tönnen, welche notorisch einen geringeren Durch Verdienst komme es an. A. hob auch hervor, daß von Wohldings ironisch gefärbt war und in dem er jenem andeutete, daß schnitt verdienen, wie die des Klägers: unter untüchtigere thaten den Arbeitern gegenüber keine Rede sein könne. An er sehr wohl den Grund seiner Entlassung fenne. M. gab darin Leute, vielleicht solche, die älter sind und deshalb nicht soviel weiteren allgemeinen Reden", wie der Vorsitzende Dr. Brasch unter anderem sein Befremden darüber kund, daß man doch einen schaffen wie er und seine gewesenen Mitarbeiter im engeren sich ausdrückte, wurde A. von diesem gehindert, was Herrn fleißigen Arbeiter( und das war M. nach des Direktors eigenem Sinne.( Ei, ei, Väterchen Garbe, das ist ja eine wunderbare Dr. Brasch aber nicht hinderte, dem Herrn Direktor Zugeständniß) nicht mit der nichtigen Begründung, er " Ordnung"! Wirklich!- Das große Väterchen im Osten könnte Garbe nochmals einen längeren Speech zu gestatten, sei entbehrlich", entlasse, und daß man ihn doch hätte feine Freude daran haben.) Außerdem gebe es sogar dessen größerer Theil( nach meiner und des Referenten vor allem hören müssen, wenn etwas gegen ihn vorlag. Akkorde, die so schlecht sind, daß nicht mal eines bürgerlichen Blattes Meinung. Der Berichterstatter.) ( Nach den allgemeinen Bestimmungen", einer Art Arbeits der Lohn herauskomme.( Musterhaftes aus einem aus nichts anderem als allgemeinen Reden" bestand. 3. B.: ordnung, ist jedem, dessen Entlassung wegen Diebstahls, wegen musterbetriebe!) Das Akkordsyst e m to ste Wenn es nun noch mehr so machen, daß sie bei oder nach der Vorzeigung gefälschter Zeugnisse beim Engagement u. dergl. in dem Fiskus( wörtlich: to stet uns) sehr viel, es sei Kündigung ihre Vorgesetzten beleidigen, mit der Spekulation, aus Aussicht genommen ist, vor der Entlassung Gelegenheit zu geben, aber eine segensreiche Sache.(!!) Erstens hätten dem Betriebe sofort entfernt zu werden, um einen gerade augenfich zu Protokoll zu erklären und den Thatbestand so weit als die Leute, wenn sie sich wenn sie sich anstrengten( Aha!) blicklich erzielten hohen Verdienst als Entschädigung geltend zut nothwendig durch Vernehmung von Zeugen und andere Beweis- einen höheren Verdienst; und zweitens haben machen, ohne dafür zu arbeiten! An 17 Jahre habe ich an der erhebung festzustellen. Dem verpönten Sozialdemokraten gegen wir die Gewähr, daß die Leute sich wirklich Ausarbeitung des Akkordsystems und seiner Vervolkommnung ge über machte man hiervon keinen Gebrauch.) Die Folge dieses anstrengen und mit Interesse arbeiten( da liegt arbeitet und es mir als großen Verdienst angerechnet; Briefes war M.'s sofortige Entlassung, am 4. April Mittags also der Hase im Pfeffer!). Die Verdienstmöglichkeit des Klägers nun aber mögen die mir bereiteten Schwierigkeiten auf mußte er gehen. Wie konnte er sich auch erdreisten, einem fönig- sei somit durchaus flüssig" gewesen. die zurückfallen, aus deren Reihen sie hervorgegangen." lich preußischen Betriebsdirektor derartiges zu sagen. Wahrscheinlich Der Kläger gab zu, mit 2,50 M. eingestellt zu sein, hält( Schrecklich!)- Festgestellt wurde, daß die einzelnen, um nicht viel Aufsehen von der Sache zu haben, übermittelte dem Herrn Direktor aber entgegen, daß ihm bei der Aus der Kolonne übertragenen Akkorde von nicht zu langer Dauer man M. nachträglich 19,24 M. für die noch übrigen 712 Tage der nahme gefagt worden fet, er folle nur find; Genaues über die Dauer des in Frage kommenden Akkord= Kündigungsfrist, indem man den Tag mit 2,60 M. berechnete. unterschreiben, er würde doch in Akkord auftrages wurde nicht erbracht. Nach nochmaliger, sehr langer M. war jedoch hiermit nicht zufrieden, sondern stützte sich darauf, arbeiten; ferner, daß er auch stets in Afford gearbeitet habe Berathung verkündete der Vorsitzende folgendes Urtheil: daß er während des ganzen halben Jahres in und die Bemessung seiner Entschädigung sich nur nach dem Das Gericht sei von seiner früheren Anf. Attord gearbeitet und nach seiner Berechnung im Durch gewonnenen Durchschnitt richten tönne, der seiner Meinung fassung zurückgegangen und habe es für richtig schnitt pro Tag 4 M. verdient hat. Er verlangte deshalb nach 4 M. gewesen, nicht 3,92 M. erachtet, daß dem Kläger eine ohnentschädi= eine Lohnreftforderung von siebenundsechzig Pfennig ließ er fallen Nach langer Berathung trat der Gerichtshof nochmals in die gun g nach Maßgabe des bisherigen Wer= noch 11,43 M.; er war der richtigen Meinung, die arbeits- Verhandlung ein. Der Vorsitzende erklärte, das Gericht stehe dienst es im Akkordlohn zuzusprechen sei. Zu losen Tage der Kündigungsfrist müsse man ihm, wenn überhaupt, auf dem Standpunkt, hinsichtlich der durch die Ent Grunde gelegt worden sei dem Urtheil aber, das auf Zahlung mit dem Betrage entschädigen, den er während der ganzen Beit Iassung unterbrochenen Stücklohnarbeiten habe von 9,77 M.( nicht 11,43 M.) ergehe, der Satz von 3,92 M., seiner Thätigkeit im Betriebe durchschnittlich verdiente, mit 4 M. Se läger Stüdlohnentschädigung zu beanspruchen welcher nach der Berechnung des Betriebsamtes den Durchs pro Tag. und bezüglich der anderen eventuell noch verschnittsverdienst des Klägers ausgemacht habe. Abzüglich des Der letzte Verhandlungstermin in Sachen M. gegen den bleibenden Tage stehe ihm 3eitlohnentschädi bereits erhaltenen Geldes, ständen danach dem Kläger für Eisenbahnfistus" stand am 14. September vor der Kammer IV gung( 2,60 pro Tag) zu. Festzustellen sei deshalb, wieviel 71/2 Tag noch 9,77 M. zu. Für Terminsversäum des Gewerbegerichts an; die Verhandlung leitete Assessor Dr. Kläger noch an dem Akkorde hätte arbeiten können, an welchem nisse habe das Gericht dem Kläger auf seinen Brasch. Der Vertreter des Beklagten, Betriebsdirektor Garbe, feine Kolonne zur Zeit seiner Entlassung arbeitete. Herr Antrag außerdem( für 2/2 Tag) 9,80 Mart zuge. stellte es als eine außerordentliche Koulanz hin, daß Kläger auch Garbe begann nun seine Redensarten von der Flüssigkeit" pro che u. für die Tage der Kündigungsfrist, an denen er strafweise von der Verdienstmöglichkeiten der Stellmacher des königl. HauptDer Arbeit entfernt" wurde, weil er disziplinwidrig gehandelt betriebes zum hundertsten Male zu wiederholen. Bei der Gebatte", feinen Lohn erhielt( aber dem Kläger erst nach seiner legenheit mußte er zugeben, daß der Lohn, betreffs dessen er vorEntlassung auf eine Rücksprache des Direktors mit Vertretern her als von einer Verpflichtung gesprochen, fein garan Der Eisenbahndirektion geworden war). Der Herr Direktor tirter Lohn ist. Wenn ein Stellmacher, bemerkte er auf that dann, als hätte man nur deshalb davon abgesehen, den Befragen, in Afford nur 2,30 M. pro Tag verdiene, so Brief des Klägers als Grund zur entschädigungslosen Entlassung werde auch nicht mehr gezahlt.( Mit anderen Worten: die LohnSonntagsplauderet. Briefkaffen der Redaktion. Donnerstag. Wenden Sie sich an die Redaktion der Deutschen Berg und Hüttenarbeiter Zeitung". Gelsenkirchen, Friedrichstr. 47. Rostockerstr. 10, N. W. 66, R. N. 56. Nein. = noch immer nicht verstummen wollen. Die verdammten Mächte schaaren, oder die vom Gottesgnadenthum der Racker wollen sich nicht ergeben und wiewohl ihre Wort- Herrscher den Segen für die Zukunft erwarten, oder die führer, dank Crispi's eiserner Hand, eingekerkert sind, das endlich gar in wollüstiger Knechtseligkeit den übergewaltigen Als vor zehn Jahren zu Neapel die Cholera aus Mechzen und Stöhnen, das Wimmern und Fluchen der Diktator mit dem Schwert herbeisehnen, der allem Bangen gebrochen war, da gewann sie dort im paradiesischen Süden Halbverhungerten will dennoch kein Ende nehmen und und allen Umsturzgefahren ein Ende mit Schrecken bereite? eine fürchterliche Macht. Was Mißwirthschaft, Sorglosig- die Sinne Crispi's des Eisernen umnebeln Furcht und Dder ist er bei Jenen daheim, die aus scharfer, wissens feit und Vernachlässigung während langer Jahrzehnte ver- Verwirrung. Was die Greisenhaftigkeit an Kräften in ihm schaftlicher Kritik der bestehenden Verhältnisse heraus die brochen hatten, das trat plößlich durch die Gewalt der aufgezehrt hat, eines ist dem Räntemeier treu geblieben: Nothwendigkeit einer Umgestaltung dieser unerträglichen Seuche in erschreckendem Maße zu Tage. Das grausige die Lust an Diplomatenkniffen. Er, dessen Leben ein ewiges Verhältnisse erkennen? Was wird nicht alles als Elend war, wie überall, der üppigste Nährboden für Rückwärtsweichen war, er, der jeglichen Machterfolg mit Mystizismus gedeutet? Selbst der imposante Trauerzug, die Epidemie. Damals war es, als König Humbert von dem Opfer eines deals bezahlte, hat am Ende seiner Tage welcher der unglücklichen Agnes Wabniz kürzlich die letzten Italien nach Neapel zog und inmitten all' des Unheils von noch das Knie gebeugt vor dem Zauberer in Rom. Er, der Ehren erwies, wurde mit mystischen Empfindungen in ZuLazareth zu Lazareth wanderte. Helfen freilich konnte er Revolutionär von ehedem, ist vor den finsteren Titanen sammenhang gebracht. Ja, die sozialistischen Führer, hieß nicht. Allein die Menschen, die in Unterthänigkeit des Umsturzes zu den lichten Engelein geflüchtet, die himm- es in einer tiefsinnigen Betrachtung über das Bes zu ersterben gewohnt sind, jubelten auf in inbrünstiger lische Chorlieder singen. Mit Weihwasser will er die bösen gräbniß von Agnes Wabniz, üben eine mystische Verehrung. Sie schwärmten, als wäre all den Unglücklichen, Genien besprengen und sie beschwören, daß sie von dannen Gewalt über die gläubige Menge; den lebemännischen die in den Krankenhäusern schmachteten, ein Wunder an fliehen. Die päpstlichen Streiter ruft er zu Hilfe, halb von Epikuräer Lassalle wußte die Sozialdemokratie zu einem Heil und Tröftung widerfahren. Die tluge That eines Seelenangst geschüttelt, zur anderen Hälfte im überklugen Heiligen und Agnes Wabniß zu einer Märtyrin zu stempelit. Fürsten, der nach Volksthümlichkeit rang, wurde ausgelegt, Glauben, die Diener der streitbaren Kirche, die ihm jezt die Ein Helmholtz stirbt, und außer der offiziellen Welt folgen als wäre ein heldenhaftes Wagniß ohne Gleichen geschehen. unruhig bewegte Volksseele einschläferu sollen, später, dem Leichenkondukt kaum einige hundert Neugieriger, und Mehrere Jahre darauf wurde unser stolzes Hamburg von nachdem ihre Arbeit gethan, leichthin überwinden zu können. der dahingeschiedenen Agnes Wabnik gaben ungezählte einem ähnlichen Unglück heimgesucht, wie das schöne Aus Noth ist er zu Kreuze gefrochen, die Verlegenheit hat Tausende das Grabgeleite!- Was sollen derlei müßige Neapel. Kein Fürst wanderte in feierlicher Prozession ihn beten gelehrt, nicht aus innerem Bedürfniß, sondern Vergleiche? Wer das Charakterbild Lassalle's aus spießdurch die verödeten Straßen der Hafenstadt. Aber aus politischer Heuchelei. Sein bürgerliches Bewußtsein bürgerlich beengter Seele heraus nicht zu begreifen Arbeiterkolonnen bildeten sich und sie griffen hilfreich ein erbebt vor dem Dröhnen, das den Anbruch einer neuen, einer vermag, der soll Lassalle immerhin für einen schmaßenmitten im grausigsten Jammer, da aller Wiz der hoch- verhaßten Welt verkündet; und wer immer sich dem An- den Schmauser und Zecher halten. Andere wissen es fahrenden Bürgerschaft Hamburgs zu Ende gegangen war sturm dieser jungen Generation entgegenzustemmen vermag, anders und beffer. Was hat aber die Beerdigung und die befizenden Bewohner der Stadt in sinnloser Angst der ist als Bundesgenosse willkommen; und so genießt die von Agnes Wabniz mit dem Myftizismus zu schaffen? In nach allen Weltgegenden sich geflüchtet hatten. Wohl er- Welt heute das grotesk- komische Schauspiel, den großen der äußerlich unscheinbaren Frau hat ein glühendes scholl da manches Bravo und manches Wort der Anerkennung Staatsmann Crispi mit bittenden, gefalteten Händen vor Temperament und ein feuriges Rechtsgefühl gelebt. Gine Aber im Uebrigen? Heute ist die Angst den Stufen des päpstlichen Thrones stehen zu sehen wie ein geistige Führerin wollte sie nicht sein. Was sie geben vorüber und der Dant vergessen. Ganz anders wird der verkappter Schelm etwa vor seinem Richter steht. Italiens fonnte, das gab sie durch ihre eigene besondere Persönlich" Heldenbravour" eines Königs gedacht, der im wohl Bürgerschaft aber, soweit sie ihrem Crispi willfährig ist, feit. Persönlicher Muth im Kampf ist ein gewichtig Ding, abgemessenen Paradeschritt eines großen Trostspenders und wird sich der grotesken That ihres verherrlichten Führers und der persönliche Muth übt immer hinreißende Kraft Heilbringers durch die Hütten zog, in denen die erbarmungs- kaum bewußt. Längst ist auch bei ihr das Rückgrat aus. Diesem persönlichen Muth einer Kämpferin, die von würdigsten seiner Unterthanen mit der entsetzlichen mörde- gebeugt, das sich sonst auf stolze Freiheitlichkeit zu ihrem Recht, von dem Recht ihrer Anschauungen überzeugt rischen Seuche um Tod und Genesung fämpften. Wo steifen liebte, denn auch sie verfolgt nur ein Gedanke, ist, galt die Dankbarkeit der Tausende, die dem Leichenzug der Menschenmund schweigt, da reden die Steine, und peitscht nur eine Sorge: wie baunt man den Geist folgten. Wie kleinlich und unverständig, für die natürlic ein Gedenkstein, ein dauerndes Monument, soll fernen der ewig regsamen Unzufriedenheit? Und wenn sie nur den sten Erscheinungen die gewundensten und verzwicktesten Geschlechtern noch Kunde geben von der Güte, dem Er- Kampfschrei hört: Auf, auf zum fröhlichen Jagen wider Erklärungen zu suchen. Kein Kommando der Welt barmen und dem Heldenthum des Königs Humbert. die Mannschaften, die Sitte und Ordnung bedrohen, da ver- hätte die Tausende auf die Beine gebracht, wenn die gißt sie die Gelöbnisse ihrer Vergangenheit und stürzt Tausende nicht die freiwillige Liebe bewogen hätte. hinterdrein, wie berauscht, wie blindwüthig. Was soll das Heranziehen des großen Forschers Helmholt wurde laut. Mit großer Feierlichkeit wurde in dieser Woche die Erinnerung an den Tag wach gehalten, da Humbert sein niedergebeugtes, trauerndes Neapel besuchte. An das klug- Das sind Ausbrüche von Exaltation, die im Grunde zum Vergleiche Was Helmholtz schaffen konnte, das schuf ersonnene Geschehniß von damals fnüpfte Crispé, der nur auf innere Haltlosigkeit und Schwäche hinweisen. Wie er kraft seines genialen Intellekts. Ob Hunderse, ob Schlaue, liftig an. Wo der Herrscher des Landes die Güte oft, bis zum Ueberdruß oft, ist von bürgerlichen Haffern Tausende fich zu seiner Beerdigung einfanden, das ist für und der Opfermuth selber, wie die dankbar aufjauchzende des jungen, sozialen Aufschwunges betont worden, die feine Bedeutung gleichgiltig. In seinem Leben trat er nur Hurrah- Bürgerschaft Neapels beweist, was sollen da die schlauen Führer der bethörten Masse hetzten diese in eine verhältnißmäßig Wenigen menschlich nahe. Seine Person finsteren Gewalten des Umsturzes? Die Fanfare, die vom schwärmerische Exaltation mystische Gaukelbilder schwindet vor der Wirksamkeit seiner Gedanken. Wenn rauhen nordischen Königsberg herübertönte, fand wohligen schlügen die gläubige Menge in einen Frrwahn! man den Forscher und Finder nur mit so frostigen Ehren Wiederhall im Ohr Crispi's, des Bedrängten. Wo aber ist der geheimnißschwere Mystizismus, der bestattete, so trifft die Schande höchstens diejenigen, die Jhn, dem Staatsretter von Beruf wurmt es im tiefsten die Welt im Dunkeln tappen läßt, in Wahr sonst nicht genug vom weltbefreienden Werth der Wissen Gemüth, daß die Verzweiflungsrufe der Darbenden in heit zu finden? Bei den Romantikern aus schaft zu predigen und zu heucheln wissen. Sizilien, in der Campagna und auf der Ebene des Vol Angstgefühl, die sich heute um Crispi und seine geistlichen Alpha. -W MACHTS EINIGKEIT GESETZL DEUTSCHE STARK GESCH ERFURT SCHUHFABRIK Die Fabrikate der ausgesperrten Schuhmacher in Erfurt werden jeßt, außer in den bekannten Verkaufsstellen, in der eigenen Niederlage 7512 Typographen zur en Zuperphen Berbigung Kur- Bade- Anstalt und Massage Alphonese hat sich wieder eingefunden. Armin- Hallen. 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Bortrag über:„ Die englische Genoffenschafts- Deutscher Holzarbeiter- Verband. bewegung und ihre Bedeutung für den Befreiungskampf der Arbeiterklasse." Referent: Dr. Fr. W. Förster. 2. Diskussion. Wir bitten die Genoffinnen, zahlreich in dieser Versammlung zu erscheinen. 119/2 Die Frauen- Agitationskommission. Schneider und Schneiderinnen! Dienstag, den 18. September, Abends 8½ Uhr, bei Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: = 1. Betriebswerkstätten in der Schneiderei, ein sozialer Fortschritt und treibende Kampfesmittel. Referent: Kollege Timm. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Maskenball. Bei der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen, pünktlich in dieser Versammlung zu erscheinen. 219/9 Die Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Verein der Arbeiter u. Arbeiterinnen der Wäscheund Kravattenbranche Berlins. ( Bahlstelle Berlin.) Bezirks- Dersammlung Süd- Ost: Montag, den 17. September, Abend3 842 Uhr, bei Hoffmann, Oranienstraße 180. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Fritz Hansen über:" Philosophie und praktisches Leben". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Vertrauensmänner- Versammlung Arbeitsverhältnisse. Norden: Montag, den 17. September, Abends 812 Uhr, bei Kelle, Schönhauser Allee 28. Tagesordnung: Besprechung über Lohn- und Bezirks- Versammlung für den Osten Deutschlands. Filiale II, Nord. Mittwoch, den 19. September, Abds. 81/2 Uhr, im Vereinslokale Bergstraße 12, bei Rehliz: Verbands- Versammlung. Tagesordnung: 145/3 1. Vortrag. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Gewertschaftliches. 3. Verschiedenes und Fragetasten. Pflicht der Kollegen ist vollzählig und pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. Achtung, Schuhmacher! Versammlung d. Vereins deutsch. Schuhmacher Montag, Abends 8½ Uhr, Filiale I, II u. III. Filiale 1: Koppenstr. 29 b. Keller. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. VereinsangelegenFiliale 1: Rosenthalerstr. 11/12. Tages- Ordnung: Dienstag, den 18. September, Abends 81/2 Uhr, bei Nieft, Weberstr, Nr. 17. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen A. Hoffmann:„ Der Kampf ums heiten. Dasein". 2. Diskussion. 3. Werkſtattangelegenheiten und Verschiedenes. Zu dieser Versammlung sind die Kollegen aus den Werkstätten von Steinbeck, Strautstr. 52; Vogler, Mühlenstr. 38; Rost, Mühlenstr, 36; Braun, Fruchtstr. 59; Jahn, Fruchtstr. 54; Detert. Fruchtstr. 32; Lauenroth, Lange straße 106, und der Drechslerei von Rohland, Grüner Weg 87, hiermit besonders eingeladen. Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 142/3 Die Ortsverwaltung. Dienstag, 18. Sept., Abds. 8 Uhr, bei Hrn. Feindt, Weinstr.11: Verband der Möbelpolirer Berlins u. Umgegend. Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag der Genoffin Ottilie Baader: Unsere wirthschaftliche Lage und wie verbessern wir dieselbe? 2. Diskussion. 3. Vierteljahresbericht vom zweiten Quartal 1894. 4. Wahl von Revisoren. 5. Gewerkschaftliches. Erscheinen Aller dringend nothwendig. Gäste sehr willkommen. 207/3 Der Vorstand. J. A.: C. Hergt. Versammlungen am Montag, den 17. September 1894, Abends 8 Uhr, bei Herrn Wilke, Andreasftr. 26. und Donnerstag, den 20. September 1894, Abends 8 Uhr, bei Herrn Heinicke, Friedrich Karlstraße in Friedrichsberg. Das Erscheinen aller Kollegen ist sehr nothwendig. 199/9 Zur Steuer der Wahrheit! Der Vorstand. Schultheiss- Brauerei Actien- Gesellschaft. Berlin SW., den 23. Mai 1894. Lichterfelderstr. 11. Depeschen- Adresse: Dutch Zirkulare, Bekanntmachungen und Inserate in hiesigen und auswärtigen Zeitungen hat der Verein der Brauereien Berlins und Umgegend" diejenigen Brauereien, welche sich dem sogenannten Brauer- Hing Schultheißzwei Berlin. nicht angeschlossen und folgedessen vom Boykott nicht betroffen wurden, wiederholt dadurch geschäftlich zu schädigen versucht, daß er die unwahren Behauptungen auffiellte: „ Wir hätten uns der Boykottkommission zur Verfügung gestellt" An den Consum Verein Vorwärts" Frankfurt a./D. Breitestr. 33. Aus dem geehrten Schreiben vom 19. d. Mts. ersehen wir mit Bedauern, daß es Ihnen unter den gegenwärtigen Verhältnissen nicht möglich ist, Bier aus unserer Brauerei weiter zu beziehen. Wir glauben dies gern und benicht zu langer Zeit möglich und erwünscht sein wird, die Geschäftsverbindung, die, wie wir wiederholt hier versichern wollen, uns eine recht erfreuliche gewesen ist, wieder anzuknüpfen. „ Wir befäßen den traurigen muth, den Umsturzparteien gnügen uns damit, heute der Hoffnung Ausdruck zu geben, daß es Ihnen in Vorspaundienste zu leisten", Unsere Abwehr gegen die unwahren Behauptungen des Herrn Rößtcke haben entschieden sozialdemokratischen über welche Summe umstehend Rechnung erfolgt M. 3318,01 Beigeschmad" 1...... Alle diese Unterstellungen, als deren geistigen Urheber wir wohl einen bekannten Brauereidirektor betrachten dürfen, haben nur den Zweck, Die öffentliche Meinung zu täuschen, Mißstimmung gegen uns zu erregen, uns das Wohlwollen unserer Kundschaft zu entziehen und gegen uns eine andere Art Boykott zu insceniren. Die Ringbrauereien versuchen also gegen uns dasselbe Mittel zu benuken, über deßen Anwendung ihnen gegenüber sie so laut lage erheben. Wir sehen uns diesen systematischen Angriffen gegenüber heute endlich zu folgender Erklärung veranlaßt: Wir liefern unsere Biere an Jedermann, wir haben weder Anlaß noch Beruf, uns um die politische Gesinnung oder Parteistellung unserer Kundschaft zu fümmern, sondern wir stellen uns nur auf den rein geschäft. lichen Standpunkt, unsere Kundschaft zu erhalten und zu erwerben durch die Qualität unserer Waare. Wenn der Verein der Brauereien fordert, wir sollten uns in dem jezigen Streit solidarisch mit ihm erklären und für ihn die schwersten Opfer bringen, so können und wollen wir das nicht. Ginmat: ist dieser Streit nach unserer Ueberzeugung von Herrn Röside mit schlauer Berechnung in Szene gesezt worden, um die kleineren und mittleren Brauereien in dem langen Kampfe verbluten zu lassen und um dann nachher den Konkurrenzkampf gegen dieselben mit größter Rücksichtslosigkeit zu führen. Herr Rösicke sprach es ja mit fichtlicher Genugthuung aus, daß die großen Aktienbrauereien, mit ihrem mächtigen Kapital, den Kampf aushalten tönnten, während die kleineren Brauereien zu Grunde gehen müßten. Ihrem soeben eingehenden Schreiben vom 21. d. M. entnahmen wir und danken bestens für den Ausdruck Jhrer Zufriedenheit mit unseren bisherigen Leistungen. Was den Schlußsaß des geehrten Schreibens anbetrifft, so sind wir der Ueberzeugung, daß es uns möglich sein wird, Ihnen in künftiger Zeit das Verhalten der Direktion in der in Frage stehenden Angelegenheit gerechtfertigt erscheinen zu lassen. Augenblicklich, wo die Wogen der Erregung noch hoch gehen, wollen wir von einem solchen Versuche Abstand nehmen. Wir empfehlen uns Ihnen Hochachtungsvoll und ergebenst " Schultheiß- Brauerei Actien- Gesellschaft. Finke. Confum- Verein Vorwärts", Frankfurt a./D. Darlehns- Conto am 1. Mai laut eingesandter Abrechnung von diesem Tage ( Von dieser Summe ziehen Sie zu Unrecht 79 m. ab, da Mehrzahlungen im Mai noch nicht erfolgt sind.) Darlehns- Conto fommen: Zum Die Bierrechnungen vom 2./5. M. 272,80 11./5.= 422,40 15./5.= 132, " " • M. 2701,81 827,20 1. Vortrag des Genossen Hoffmann über: Das moderne Raubritterthum. 2. Vereinsangelegenheiten. Filiale: Noftisstr. 59 b. Were. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Berichterstattung der Fachschul Kommission. 3. Vereinsangelegenheiten. 222/9 = A. Wossowski, Vorsitzender. Arbeiter- Bildungsverein Friedrichsberg. Dienstag, den 18. September, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Fuchs, 62/4 Dorfstr. 2: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Birnbaum über: Diphtheritis. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäfte freundlichst willkommen. Um zahlreiches Ers scheinen ersucht Der Vorstand. Echt Grätzer Export- Bier! Versand in Flaschen, aus der Ersten Grätzer ExportBier- Brauerei von 7152 Th. Grünberg, Grätz i. 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Nieft's Festsäle, Kunden, ohne Prüfung ihrer politischen Gesinnung, Bier liefern, beschuldigt Wir können und wollen diese Opfer für die großen uns Herr Röside: Brauereien auch um deswillen nicht bringen, weil gerade: 17. Weberstr. 17. Empfiehlt sich zu Versammlungen und Vergnügungen, sind noch Sonnab. frei. Vereinstimmer. Märkischer Hof, Admiral Strasse Nr. 18 c. Jeden Sonntag im prachtv. Spiegelsaal: Großer Fest- Ball der Leiter dieses Vereins, Herr Röschke, uns seit Jahren ,, daß wir den Umsturzparteien Vorspaundienste leisten". die schonungsloseste Konkurrens bereitet und für die kleineren Betriebe unseres Gewerbes die Lebens- Sozia demokraten Geschäfte machen", er darf zuversichtlichst hoffen, Herr Rösicke darf schwarz auf weiß erklären, er wolle frendigt mit bedingungen untergräbt. die Geschäftsverbindung baldigst wieder anzuknüpfen", uns aber beschuldigt Herr Direktor Röfice benutzt in seiner bekannten Bescheidenheit den er der niedrigsten Motive, wenn wir einfach nach rein geschäftlichen Grund: gegenwärtigen Rampf einfach dazu, auf Kosten der kleineren Betriebe für fäßen an Jedermann Bier verkaufen. seine Person und seine Gesellschaft lärmende Reklame zu betreiben. Die einfache Anführung dieser Thatsachen genügt, diese unwürdige Wie wenig Anlaß aber gerade Herr Rösicke zu seinen Vorwürfen gegen uns Rampfesweise und diese haltlosen Verdächtigungen zurückzuweisen und sie als Anfang 4 Uhr. Ende 2 Uhr. hat und wie vielmehr dieser Herr selbst beim Geschäftemachen grundsaylos das zu kennzeichnen, was sie sind: als Ausfluß ödesten Konkurrenzneides. Die Ballmufit wird von einer großen verfährt und sich, wenn es ihm profitabel erscheint, auch gar nicht scheut Wir haben an dem, unserer Ueberzeugung nach von Herrn Röcke Musikkapelle abwechselnd mit Hornmit Sozialdemokraten Geschäfte zu machen, ja sogar durch selber absichtlich herbeigeführten Kampfe die Gründe für seinen Kampfplan und Streichmusit ausgeführt. Gewährung von Darlehen sozialdemokratische Partei- liegen zu Tagente theilgenommen und wir gedenken auch fünftighin Herrn tags den geehrten Familien zur VerDie Restaurationsräume stehen Sonngründungen zu ermöglichen und zu fördern: Röficke nicht die Mittel zur Verfügung zu stellen, die er von uns fordert, um fügung. Die beiden Säle sind zu allen das beweist am besten nachstehender Brief der Schultheiß- Brauerei nach den willtürlich heraufbeschworenen Kampf zu eigenem Vortheil und zu Festlichkeiten und Versammlungen zu Frankfurt a. D. Dort hatte die Schultheiß- Brauerei( Direktor Herr Richard dem seiner Aktionäre auf Kosten der kleineren und mittleren vergeben. Zwei Kegelbahnen. Mehrere Röfice) den Sozialdemokraten, die für ihre Versammlungen in der vor- Betriebe weiterzuführen. wiegend von Beamten bewohnten Stadt kein Lokal fanden, zur Gründung Wir haben bisher unsere Betriebe nach rein geschäftlichen Grundsäßen Vereinszimmer noch frei. eines größeren Vereinshauses ein Darlehen gegeben und die Bierlieferung geleitet und wir beabsichtigen auch künftig unseren Geschäftsbetrieb von allem für dieses Vereinshaus übernommen. Bei Ausbruch des Boykotts zahlte der Parteigetriebe fern zu halten, auf keinen Fall aber wollen wir einem Verein Frankfurter Verein dieses Darlehen zurück und die Schultheiß Brauerei dienstbar sein, dessen Leiter seit Jahren mit allen Mitteln darauf hingequittirte darüber in folgenden charakteristischen Worten: arbeitet hat, uns geschäftlich zu ruiniren. Berlin, den 15. September 1894. Brauerei Pichelsdorf Hoffmann. Brauerei Carlsberg. Friedrich Reichenkron. Nordstern- Brauerei Adolph Heydel. 1 Münchener Brauhaus Akt.- Ges. Arendt. Brauerei Müggelschlösschen Ballburg u. Jansen. J. M. Müller Bürgerliches Brauhaus Frankfurt a. D. ape Schlossbrauerei Fürstenwalde. = Max Fleischer Vertreter der Brauerei Königs Wusterhausen. Rathenower Export- Brauerei Rutschmann u. Co. Phönix- Brauerei. C. Radon. HF Rein Ringbier. 節 [ 6952 Treptow Ahrens Restaurant Eres Lokal an der Chauffee. ( Neue Krug- Allee).[ 691L* Kein Ringbier. Kaffeekochen à Liter 60 Pf. Empfehle meinen Saal und Garten E perehrt. Vereinen und Gesellschaften. Tanzsaal. 3 Kegelbahnen. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.