Nr. 32. 37. Jahrg. Bezugspreis: Bierteljährl, 18,50 Mt., monatl. 4,50 ML. frei ins Haus, voraus zahlbar. Poft bezug: Monatlich 4,50 mt, eg. 8u stellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 7,75 Rt, für das übrige Ausland 1,2,-, bei täglich einmal. Buftellung 10. Mr.+ Baluta Buffchlag. Boftbeſtellungen nehmen an Dänemart, Solland, Luxemburg, Schweben und die Schweiz. Eingetragen in bie PostBeitungs- Breisliste. Der„ Bormärts" mit der Sonntagebellage Bolt u. 8eit" erscheint wochene täglich zweimal Sonntags einmal Telegramm- Abreffe: Sozialdemokrat Berlin". Vorwärts Berliner Volksblatt 20 Pfennig Anzeigenpreis: Die achtgespaltene Nonpareillezeile foftet 2.-M., Teuerungszuschlag 60% Aleine Anzeigen", das fettgedruckte Wort 75 Pfg.( zuläffig zwei fettgedruckte Borte), jedes weitere Wort 50 Pfg. Stellengesuche und Schlafftellenanzeigen das erste Wort 65 Pfg., jedes weitere, Wort 40 Pig. Worte über 15 Buchstaben zählen für amei Worte. Teuerungszuschlag 50% Familien Anzeigen, politische und gewerkschaftliche Vereins- Anzeigen 2.- Mt. die geile ohne Ausschlag. Anzeigen für die nächste Summer müffen bis 5 2hr nachmittags im Sauptgeschäft, Berlin SW 68, Lindenftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr abends. Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Expedition: SW. 68, Lindenstr. 3. Fernsprecher: Amt Moritplat, Mr. 15190-15197. Sonntag, den 18. Januar 1920. Vorwärts- Verlag G.m.b. H., SW. 68, Lindenstr. 3. Fernsprecher: Amt Moritplag, Nr. 11753-54, Der Präsident Frankreichs. Preßfreiheit. Bon besonderer Seite wird uns geschrieben: Präsident Deschanel. Banl Deschanel ist mit 734 von 889 Stimmen zum Eine der ersten Maßnahmen, zu der sich Genosse Note Präsidenten der Franzöfifchen Republik gewählt worden. Ferner erhielten Jonnart 66, nach der erneuten Verhängung des Belagerungs 6 Stimmen. Weitere Stimmen waren zersplittert. Clemenceau 56, Bourgeois zustandes gezwungen fah, war das Berbot der Freiheit" und der Berliner tommunistischen der Politit Balet und schreibt seine Memoiren. Für das Clemencean wird sich auf das Land zurückziehen. Er sagt Blätter, dem wahrscheinlich das Berbot einer Reihe an- fünftige Verhältnis zu Deutschland ist dieser Personenwechsel derer unabhängiger und kommunistischer Zeitungen im Ge- ohue Belang. biet des Belagerungszustandes folgen wird. worben. Freundschaftlich aber entschieden. Ein reicher Sammler aus Fére- en- Tardenois hat gegen den deutschen General von Gonta beim Obersten Rat Klage angestrengt, weil er Ende Mai 1918 aus der Billa des Sammlers Möbel und Kunstgegenstände im Werte von 800 000 r. geraubt haben soll, und er gibt als Beweis an, daß ein Teil des geraubten Gutes bereits in Natürlich ertönt wieder das bom vorigen Sommer her gewohnte Geschyrei über„ brutale Gewaltherrschaft"," schamIoje Unterdrüdung der Preßfreiheit, dieses Paladiums Sonnabend nachmittag ist die Note der Alliierten, die die A u s. Staatsbürgerlicher Freiheif und wesentlichen Elements jeder Lieferung des früheren deutschen Kaisers verlangt, demokratischen Staatsordnung. Im Mund der Unabhängigen dem holländischen Wiinister des Neußeren Karnebeek ausgehändigt und Stommunisten fönnen diese Proteste jedoch auf feinen balten. Der Prozeß soll angeblich in Baris stattfinden. Sie ist in freundschaftlichem, aber entschiedenem Zone ge benkenden Menschen mehr den geringsten Eindrud machen, benn gerade die Kommunisten, die prinzipiell auf dem Stand punkt der Diftatur einer Minderheit stehen, und die Unabhängigen, die feit ihrem letzten Barteitag vollkommen auf die schiefe Ebene bolichemistischer Demagogie geraten find, wiffen fehr gut, daß ihre politische Herrschaft nur als blu. Den: schland wiedergefunden sei. tigstes Gemaltregiment aufzurichten und zu erhalben ist. Die Beispiele Rußlandsund Ungarns beweisen, daß eine der ersten Maßnahmen, jeder bolfchewisti fchen Regierung die systematische und brutale Unterdrüdung jeder Breßfreiheit ist. Die demokratische Verfassung Deutsch londs dagegen hat die bolle Breßfreiheit garantiert und bebt Diese nur zeitweise und nur dann auf, wenn die Erbal tung der demokratischen Orbung Deutschlands es aur unbedingten Notwendigkeit macht. Im Munde der Unabhängigen und Kommunisten ist das Geschrei über die Unterdrüdung der Breßfreiheit daher nichts als ein inner lich unwahtes demagogisches Manöver. Sie am allerwenigften find berechtigt, fich zu Sütern demokratischer Freiheiten aufzuwerfen. Arco- Valley begnadigt. Arbeiter der berbotenen Beitungen, in mit.. leidenschaft gezogen werden. Vielleicht läßt sich irgendeine beffere Form der Entschädigung als die Arbeitslosenunterstügung finden. Die von den Verboten Betroffenen haber sich jedoch für ihren Schaden lediglich bei denen zu bedanken, die den Belagerungszustand und die Treiben provoziert haben. Höher als alle Ge3eitungsverbote durch ihr verbrecherisches fühlsmomente und gewerkschaftlichen Rücksichten steht in diesem Falle für die Regierung die Verantwortung für das Schicksal des ganzen Boltes, von dem das Unheil ferngehalten werden muß, das tollmütige bolschenvistische Gewaltpolitiker heraufzubeschwören drohen. Und dafür muß die gesamte Arbeiterschaft das nötige Verständnis aufbringen. Der Fall Kautsky. Im Untersuchungsausschuß der Nationalver fammlung tam es am Sonnabend über die Veröffentlichung des Kautskyschen Buches abermals au einer ausgedehnten Debatte, in beren Verlauf der Angeschuldigte wiederholt das Wort nahm, um sich gegen die Angriffe der Rechten zu verteidigen. Dstar Cohn versuchte den Nachweis, daß Kautsky) von vornherein berechtigt gewesen sei, für sein Buch das ihm zugängliche amtliche Material zu benußen. Eine etwaige Bestrafung Kautskys würde das Vertrauen in die Unpartei lichkeit des Untersuchungsausschusses vernichten. Das Boltsgericht beini Landgericht München I hatte in feinem gegen den Grafen Arco- Balley einstimmig gefällten Urteil ausge. prochen: Bon einer Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte fonnte teine Rede sein, weil die Handlungsweise des jungen, politisch unerfahrenen Mannes nicht niedriger Gesinnung, sondern( Bromberg). daß Kautsky den Eid der Amtsverschwiegenheit Wegen der erregten Vorwürfe des Abgeordneten Schulz ein Ausfluk feines taufgängertums und der in weiten gebrochen und aus dem Unglück des Vaterlandes ein Geschäft der glühendften Liebe zu seinem Bolte und Vaterlande entsprang unb Boltstreifen herrschenden myörung gegen Eisner war, weil ferner gemacht habe, nahm vor allem Genoffe Landsberg den ber Angeklagte seine Tat in allen ihren Einzelheiten ohne jeden Ber- Angegriffenen in Schutz. Auch ihm gefalle das Buch nicht. juch einer Beschönigung oder Berschleierung mit offenem belmut es sei in seinen Grundgedanken verfehlt, aber der sachliche in Achtung gebietender Weise als aufrechte Persönlichkeit einge- Standpuntt Kautskys scheide hier völlig aus. Von einer bestanden hat. Demzufolge hat das Gesamt- Minifterium be- wußten Verletzung des Amtsgeheimnisses fönne teine Rede fchloffen, gnadenweise die Todesstrafe in lebenslänglige sein. Spahn vom Zentrum ist gleichfalls der Meinung, daß Festungshaft zu mildern. Studenten auf den Straßen unter Hochrufen auf Arco. Sie zogen daher abzulehnen. Nach der Urteilsverkündigung demonstrierten einige Hunderte ein bewußter Wortbruch nicht vorliege; die Ausschließung sei zum Ministerpräsidenten, den ihre Abordnung jedoch nicht antraf. Vorzeitiger Poleneinmarsch. Leider aber wird auch in den Reihen unserer eigenen, auf dem Boden der Demokratie stehenden Barteigenoffen gegenüber den wieder einmal notwendig gewordenen harten In der Abstimmung wurde der Antrag Kahl- Dohna auf Maßnahmen, an denen niemand, am wenigsten die Regierung, Ausschluß Stautstys als Sachverständiger gegen vier eine Freude hat, ein deutlicher Widerstand fühlbar, namentlich bei den Kollegen der durch die Beitungsverbote am u Stimmen abgelehnt. Der Vorsitzende Petersen( Dem.) faßte die Ansicht der Mehrheit des Ausschusses dahin zu mittelbarsten Betroffenen, der Buchdruder und Buch- Sonnabend früh rückten in Argenau bei Thorn polnische Truppen, sammen, daß durch die im Verlaufe der Aussprache abgebrudereihilfsarbeiter. Sie glauben, froß allem, thr statt um 10 Uhr vormittags ein und überrumpelten gebenen Erklärungen Stautstys die Pflicht zur Amtsverschwiegenentgegen den schriftlich vereinbarten Abmachungen, schon ihren grundfäßlichen Standpunkt der Breß- bie beutsche Selbwache. Die deutschen Soldaten wurden in den Häusern heit ausdrücklich von ihm anerkannt worden sei. Die Angeum 7 freiheit betonen zu müssen, und ihr gewertihaft gefangen genommen. Nach einer weiteren Meldung gab es auf legenheit tönne somit als erledigt gelten liches Empfinden sträubt sich dagegen, daß ein Teil beiden Seiten Tote und Berwundete. Die Bromberger der Berufskollegen für die Sünden anderer büßen und ge- Deutschen nahmen in Versammlungen, die in sämtlichen Schulanten raume Zeit der Erwerbslosenunterstützung anheimfallen folle. tagten, Abschied von Deutschland. So verständlich derartige Gefühle find, so muß doch klar und deutlich betont werden, daß fie gegenwärtig weder für die Regierung noch für die Partei als Nichtschmur des Han Italienischer Eisenbahnerstreik. Der Ausschuß befaßte sich dann noch mit der Angelegenheit des Hauptmanns Mayer, der auf Vorschlag der Unabhängigen und Pazifisten als militärischer Sach verständiger des zweiten Unterausschusses geladen, bisher aber infolge eines Frrtums vom Gesamtausschuß noch nicht delns dienen fönnen. Eine außerordentliche Situation macht laffen erkennen, baß der Eisenbahnerstreit nicht mehr vermieden zogen, doch soll, da Hauptmann Weyer Fliegeroffizier war Nachrichten, die dem Mailänder Secolo" aus Rom zugehen, bestätigt worden war. Die Bestätigung wurde heute volleben außerordentliche Maßnahmen notwendig. Die Re- werden kann. Die Leitung der Bewegung wurde von den Führern und mit den Verhältnissen im Generalstab nicht vertraut ist, gierung war besten Willens, ohne Belageder Eisenbahnergewerkschaft übernommen. An die verschiebenen ein Generalstabsoffizier als Vertreter militärischer Sachrungszustand auszukommen. Sie hatte ihn auf Gisenbahnnebe find bereits Weifungen ergangen, auf das erste verständiger geladen werden. gehoben und die volle Breß- und Versammlungsfreiheit, wie Beichen die Arbeit niederzulegen. fie durch die Verfassung gewährleistet ist, hergestellt. Wenn jekt der Belagerungszustand erneut berhängt werden mußte, so wegen der wahn- die Zeitungsverbote das göttliche Schauspiel versagt bleibt, wißigen und berbrecherischen Geze der mit ansehen zu fönnen, wie sich die Unabhängigen und verjenigen, die sich dieser staatsbürgerlichen schiebenen kommunistischen Seften bei dem Verfuch, einander Freiheiten als unwürdig ermiefen haben und die Schuld am Mißlingen des 13. Januar zuzuschieben, in Sie alles daranfegen, das deutsche Bolt in das bolfchemistische trautem Bruderswist in die Saare geraten. Dies anmutige Chaos hinabzustoßen. Schauspiel würde zweifellos einem großen Teil ihrer ber Darüber fann fein Zweifel bestehen, daß es am führten Anhängerschaft die Augen öffnen. Augenblidlich ban 13. Januar beabsichtigt war, bie Nationalber.belt es sich aber um mehr als bloßes parteipolitisches Interiammlung, diefes auf breitester bemokratischer Grund effe. Das Saidjal bes ganzen deutschen Tage gewählte Parlament, auseinander zu treiben, oltes steht auf dem Spiel! Würde die Regierung als Auftatt einer groß angelegten ftion im ganzen Sbeid bie bemagogische Seke derer, die ihr ans Leben wollen, aus mit bem Ziel des Sturges der Regierung und der Aufrich- Fahrlässigkeit und Schwäche gewähren Jaffen, fo berbiente fte, tung einer Ratediftatue. Steg oder Tab," rief ber Unab bon einem Entrüftungssturm des gangen Volkes hinweg. Bängige ente in der Stationalversammlung aus, und nur gefegt zu werden. Gin totfrankes Bolt, bas am Rande des böllige politische Einsichtslosigkeit und urteilstole Sarmlofig. Abgrundes entlang tanmelt, darf nicht bem gewissenlosen feit kann den Ernft der Lage, in der wir uns befinden, ber. Treiben fanatischer Tolltöpfe und Parteiftreber ausgeliefert kennen. Wenn es nach dem Willen ber bolichemistischen Toll- werden. Der Reichskanzler, Genosse Bauer, und der föpfe ginge, die das Blutvergießen bom 13. Januar auf dem preußische Minister des Innern, Genosse Seine, haben in Gemiffen haben, wäre bereits in ganz Deutschland ein ihren Steden vor der Nationalversammlung am 14. Januar Generalstreif emporgeflammt, die demokratischen mit unmißverständlicher Deutlichkeit angekündigt, daß die Regierungen lägen gemeuchelt am Boden, und Regierung es verstehen werde, das deutsche Bolt vor dem über dem Trümmerboufen der deutschen Wirtschaft wehte das rote Banner einer deutschen Sowjetrepublit. Das au berhindern, liegt in erster Linie im Interesse der deutschen Arbeiterklasse felbft. In gewiffem Sinne ift es ja au bebauern, baß uns bunch Verderben zu schüßen. Und die Tatsache, daß die oberste Befehlsgewalt in den Händen des Genoffen 2 oste liegt, bürgt dafür, daß es nicht bei bloßen Worten bleiben wird. Gewiß ist es zu bedauern, wenn unbeteiligte, wie die technischen Angestellten und Die Streikwelle. Die Gefahr eines Eisenbahnerstreits in Baden ist infolge einer Verständigung mit der Regierung abgewendet, ber der Landtag zustimmen wird. bahnbetriebswerkstätten und im Gaswert am 15. Januar wegen In Königsberg sind die Hauptstreitagitatoren in den EisenBergehens gegen die Verfügung des Reichspräsidenten betreffend die Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung vom 18. Jamuar festgenommen worden. Die unabhängige Frei Belt" ift für groei Wochen verboten worden. " Roblenmengels H. Stadt Arbeit und warmem Effen ein hoch best In Frankfurt a. M. ftehen die Gaswerfe infolga fri. Binksrabifalen! politische Streiks mißbrauchen zu laffen. Die Beipziger Eisenbahnbeamten lehnten c ab, fich für politische Streiks mißbrauchen zu laffen. maer der folgendermaßen begründet: Das Verbot der Leipziger Boltszeitung" wird von General aer der folgendermaßen begründet: Seit geraumer Zeit hat die Leipziger Boltszeitung" unter bewußter Entstellung der Wahrheit Veröffentlichungen gebracht, die nach Form und Inhalt geeignet und bestimmt waren, ber schiedene Stlaffen der Bevölkerung gegeneinander aufzureizen, die Achtung vor den Gesetzen und Anordnungen des Staates zu untergraben und zur offenen Auflehnung und zum Ungehorsam aufforderten. Daß es sich aber unmöglich mit der Sicherheit des Reiches verträgt, wenn planmäßig und bewußt in einem Blatte mit großem Leserkreise die Regierung ober ihre amtlichen Ver treter unb fonftigen Organe herabgewürdigt werden, bedarf gar Die Heimkehr der Gefangenen. Die Ankunftszeiten der Transporte im besetzten Gebiet sind auf 1-5 Uhr morgens festgesetzt, um alle Kundgebungen zu bermeiden. Vier deutsche Dampfer sind zur Abholung nach französischen Häfen beordert worden. Die heimkehrenden Baltikumtruppen veranlaßt Der Macht darstellten, nicht so vor den Kopf zustoßen, daß feines Beugnens. Diesem Treiben muß endlich ein Ende geWinnigs Rechtfertigung. macht werden, und das kann nach Lage der Dinge nur durch das Verbot des Druces, des Verlages und Vertriebes der Leipziger August Winnig hat einem Mitarbeiter der P. P. N. gegenDie Franzosen hatten die Forderung gestellt, daß jedem GeVolkszeitung", und zwar in jeglicher Erscheinungsform geschehen. fangenen Eßbested, Dede, Zeltbahn und Brotbeutel geliefert über die Gründe darzulegen gesucht, die ihn zu seiner Rede an Der Eisenbahnerstreik in Oberschlesien ist beendet. Nachdem werden. Deutschland könnte dies, wenn überhaupt, so erst in in Kattowitz die Aufnahme der Arbeit beschlossen worden war, ver- einiger Zeit. Auf eine Bitte haben sich die Franzosen zur Her- haben. Es ist bekannt, daß diese Rede, welche die Milderen eine jammelten sich Sonnabend früh die Arbeiter der Oppelner Werk- gabe dieser Gegenstände bereit erklärt, was dankbar anerkanmi Entschuldigung, die Strengeren eine uldigung der Meustätten, wo die Streifbewegung beschlossen wurde. In geschlossenem werden muß. Die deutschen Leerzüge sind daraufhin nach Trier terer genannt haben, gerade in den Kreifen der Partei viel Mißfallen erregt hat, und da gegen Winnig sowieso eine gewisse Zuge marschierten dann die Streifenden noch am Vormittag zu abgegangen. ihrem Arbeitsfeld. Erregung wegen der Rede bestand, die er in einer deutscinatioIn Düsseldorf war die Beteiligung an dem von den Undie Ansprache an die Baltikumtruppen schwer verdacht. nalen Versammlung in Königsberg gehalten hatte, wurde ihm abhängigen und Kommunisten veranstalteten eintägigen Generalstreif nur gering und zu einer Stillegung der Fabriken ist es nirReihe von Gründen an, die ihn zu seinem Verhalten bestimmt parteigenössische Oberpräsident von Ostpreußen gibt nun eine gends gekommen. Nachmittags wurden beim Durchzug einer Ulanen schwoadron durch Explosion einer Handgranate ein Ulan getötet Die Geistlichen, welche einzelne französische Lager mit deut- haben. Er hat sich danach hauptsächlich von dem Bestreben leiten und vier Personen verletzt. Die Explosion erfolgte, als ein Pferde- fchen Kriegsgefangenen besucht haben, berichten über ihre Ein- lassen, die noch festgeschlossenen Baltikumtruppen, die eine starte geschirr in Unordnung geraten war und ein Ulan es wieder in drücke: Stärkste seelische Verstimmung, die teilweise der er sie während ihres Transportes durch Westpreußen eine Gefahr Ordnung bringen wollte. Ruhestörungen sind nicht vorgekommen. zweiflung nahekommt, größter Pessimismus in bezug einer Eisenbahnerabordnung dar, daß die Lohnbewegung jetzt nur dem Inkrafttreten des Friedens), ausreichende Nahrung, aber rabe in jenen Tagen, als die Baltikumtruppen zurückkehrten, Herr Der sächsische Ministerpräsident Gen. Gradnauer legte auf das Datum der Heimkehr( die Besuche fielen in die Zeit vor für die Ordnung in der Provinz geworden wären. Zu diesem auf ein Neudruden von Papiergeld hinausläuft, wodurch Krankheitserscheinungen, Strophulose und Nachtblinddem Warenmangel nicht abgeholfen werden könne. Die Regierung beit infolge monatelanger gleichartiger Ernährung( Erbsen und Ludendorff sich veranlaßt sah, einen„ privaten Besuch“ in Oftsei außerdem auf ein Einverständnis mit dem Reich und Preußen Reis). Die Bevölkerung ist allen Deutschen gegenüber ha ßund auf die Zustimmung der Volkskammer angewiesen. Man Winnig nimmt aber die Baltikumsoldaten auch fachlich einigte sich über Vorschläge und Richtlinien. Die anwesenden Ver- und Wort über den Zustand der zerstörten Gebiete viel beiträgt. den vielen Erlassen und Verfügungen der Regierung erfah= erfüllt, wozu eine allgemeine Propaganda durch Bild in Schuh. Er betont erneut, daß die Baltikumsoldaten nichts von treter erklärten, bei ihren Kollegen dafür eintreten zu wollen, daß zu Gefangenenaufsehern sind vielfach früher in Deutschland beren hätten, daß sie tatsächlich zum weitaus überwiegenden Teik Der Zentralvorstand der Zentralarbeitsgemein- findliche französische Kriegsgefangene bestellt. Doch hat man die ehrliche und anständige Menschen waren, die ledigschaft hat eine Entschließung angenommen, wonach er sich nicht merkwürdige Erfahrung gemacht, daß gerade sie die Gefangenen lich von ihren Offizieren irregeführt wurden. für eine weitere Verkürzung der Schichtdauer von sieben durchaus menschlich behandeln, sei.es, weil sie das Gefangenenauf sechs Stunden aussprechen tann. Deutschland fönne mit einer jo einschneidenden Verfürzung der Arbeitszeit nicht voran so gehen. Die Frage könnte nur durch internationale VerDas Kriegsgericht von Grenoble hat zehn deutsche Offiziere ständigung gelöst werden. Die weitere Schichtverkürzung würde freigesprochen, die unter der Anklage des Fluchtversuchs standen. für Deutschland den vollständigen Zusammenbruch bedeuten. Der Ein weiterer Offizier wurde zu einem Monat Gefängnis verAusfall könnte auch durch Vermehrung der Belegschaftsziffern nicht urteilt, weil er bei seiner Festnahme Widerstand geleistet habe. am Montag die Arbeit wieder aufgenommen wird. Verhalten wurde Winnig besonders dadurch veranlaßt, daß ge= preußen zu machen. los kennen, sei es wegen der Behandlung, die ihnen in Deutsch- durch die Winnigsche Darstellung nur noch schärfer herausland zuteil geworden ist. ausgeglichen werden. Eine weitere Erhöhung der Kohlenförderung für Industrie und Hausbrand müßte sogar durch Einrichtung von lleberschichten oder lleberstunden ins Auge gefaßt werden. Die Präsidentenbeleidigung der Deutschen Zeitung". Die Zahl der im Duisburg- Hamborner Bezirk streikenden Bergarbeiter ist weiter erheblich zurüd gegangen. Lohnkonferenz im Reichsarbeitsministerium Das Urteil gegen den Verantwortlichen der D. 3tg." lautete auf 300 M. Geldstrafe und Veröffentlichung des Urteils in feinem Blatt und in der Deutschen Allg. 3tg.". Der Staatsanwalt Das Verbrechen der Offiziere der Baltikumtruppen wird gearbeitet. Es ist wirklich jammerschade, daß die deutsche Regierung, um diese Gesellen aus dem Baltikum herauszubringen, und nicht durch ihr längeres Verweilen dort dem deutschen Volke weiteren schweren Nachteil zuzufügen, den Meuterern Amnestie hat versprechen müssen. Es wäre der Deutschen Republik nicht würdig, das einmal gegebene Wort des amtlichen Vertreters Aber moralisch sind die Herren Offiziere der Eisernen Dizurückzunehmen und nachträglich Strafverfahren einzuleiten. vision und der Deutschen Legion gerichtet. Wo bleibt die Akteneinsicht? " Unabhängige Kapitalsschützer. hatte 600 M. beantragt. Die Urteils begründung führt aus: Jm Reichsarbeitsministerium hat vor kurzem unter dem VorDer Neichspräsident habe die von dem Verfasser des Artikels Artilel 129 der Reichsverfassung gibt den öffentlichen Beamten siz des Unterstaatssekretärs Geib eine Beratung über die Frage angezogenen Worte, daß man den Frieden nicht unterzeichnen dürfe, das Recht, ihre Personalatten einzusehen. Trotzdem wird stattgefunden, ob durch zweckmäßige Anpassung der Löhne in dieser Form nicht gebraucht. Es haben zwischen der deutschen ihnen dieses Recht, z. B. bei Heeresabwicklungsämtern, vorenthalten, an die Lebenshaltungspreise in den Tarifver Regierung und der Entente Verhandlungen stattgefunden. Es trägen eine Verringerung der Arbeitskämpfe erreicht werden sind auch Kommissionen nach Versailles gegangen, die dort eine angeblich weil über die Richtlinien zur Ausführung dieser Verfönne. An der Beratung haben teilgenommen: die Herren Pro- die Unterzeichnung des Friedens ist auf Beschluß der National Milderung der Friedensbedingungen zu ermöglichen suchten, und fassungsbestimmung noch verhandelt wird. Wir meinen, daß es da gar nichts mehr zu verhandeln gibt. fefforen Gothein- Heidelberg und Herkner- Berlin, die Mit- versammlung erfolgt. Die Regierung habe also alles Die Verfaffung ist flar, sie ist in Kraft und hat restlos ausglieder der Nationalversammlung Dr. Dernburg, Beder- mögliche getan, um entsprechend ihren Worten eine Ab- geführt zu werden. Arnsberg und Erfelenz, der Geschäftsführer des Allge- schwächung der Bedingungen zu erzielen. Der Verfasser des Artikels meinen Deutschen Gewerkschaftsbundes Adolf Cohen, die Vor- habe die beiden Aeußerungen des Reichspräsidenten zu einer ver standsmitglieder der Zentralarbeitsgemeinschaft der industriellen quickt. Ob durch andere Maßnahmen der Regierung ein Frieden und gewerblichen Arbeitgeber und Arbeitnehmer Geh. Rat Ernst erzielt worden wäre, der besser geworden wäre als der gegenvon Borsig, Direktor Kraemer und Dr. Hoff. Ministerial- wärtige, ist nach Ansicht des Gerichtes lediglich Parteiansicht Auf den Standpunft des Angeklagten, daß die Nichfunterdirektor a. D. Dr. Simons vom Reichsverbande deutscher In- zeichnung des Friedens für das deutsche Volf vordustrie, der Chefredakteur der Sozialen Praxis" Dr. Heyde so- teilhafter gewesen wäre, fönne das Gericht nicht näher einwie Vertreter des Reichsarbeitsministeriums, Reichswirtschafts- gehen. Für das Gericht komme lediglich in Frage, ob der in Rede ministeriums und des preußischen Handelsministeriums. stehende Artifel eine Beleidigung des Reichspräsidenten und " enthalten seien. Der Angeklagte könne in diesem Fall den der Minister darstelle, da in ihm die Worte ehrlos und würde Schutz des§ 110 nicht auf sich beziehen. Eine Aufforderung zum Ungehorsam hat der Artifer nach Ansicht des Gerichts nicht enthalten. Dagegen müsse in dem Artikel die Absicht der Beleidigung erblickt werden, und hier sei zu beachten, daß der Angeklagte zwar nicht der Verfasser des Artikels war, aber verant wortlich für ihn sei. Das Gericht ist der Ansicht, daß auch in der Oeffentlichkeit der politische Kampf mit vornehmen, nicht verlezzenden Mitteln ausgetragen werden könne. Aus diesem Grunde erkennt das Gericht auf eine Geldstrafe von 300 M. und gesteht dem Reichspräsidenten das Recht zu, das Urteil im politischen Teil der Deutschen Zeitung" und der Deutschen Algemeinen Zeitung" zu publizieren. " Im Laufe der Aussprache äußerten fast alle Redner ernste Bedenken gegen eine mechanische Anpassung der 2öhne an die Preise der Lebenshaltung, von der eine ständige Steigerung aller Preise zu befürchten jei. Dagegen wurde allgemein die große Bedeutung der vom Reichsarbeitsministerium veranlaßten Lebenshaltungs- und Lohnstatistiken für eine angemessene Lohnbemessung und für die Ausgestaltung der Tarifverträge anerkannt. Die Frage, wie die Ergebnisse dieser Statistik in der Praxis bei Tarifvertrags- und Ginigungsverhandlungen zweckmäßig zu verwerten seien, wird von der Bentralarbeitsgemeinschaft unter Beteiligung des Reichsarbeitsministeriums eingehend geprüft werden. Es fei! Rafe, Schicksalssturm! Von Ernst Kreowati. Rafe, Schickfalsfturm, nur zu. Der du mich nimmer Raften ließeft, noch ruhn, Der du graufam mich warfft Fluf die öde Klippe der Not Eins kannst du nicht: Mir brechen den Mut! Und riffige Runden mir grubft in die Stirn Zwingit Du mich auch nieder, Stolz erhebt mein Geift fich wieder, Vom göttlichen Hauch der Dichtung getragen, Zum fiegesfreudigen Sonnenflug. Cofe, rafe nur zu. Ich will indeffen Den Schöpfergefängen laufchen, Die meiner Bruft entlodern Und jubelnd fich der Windsbraut gefellen, Welche im forit die Wipfel peitfcht! Doch wenn der Begeiftrung himmlifches feuer Langfam einft mir verglüht und erkaltet, O, dann umfchmeichle nicht mein Ohr Mit trügrifchen Hoffnungsklängen: Nein, fchmettre jäh mich hinab Ins ewige Nichts Und im ftürzenden Code noch Will ich dich preifen, Sturm! Schulübergang und Auslese der Begabten " In Versammlungen, Entschließungen und den Parte blättern schreit immer die U. S. P.: Nur die Sozialisierung fann uns retten." Wie die 1. S. P. aber in der Praris handelt, zeigen folgende Fälle: In Engelsdorf bei Leipzig ist das der Thüringer Gasgesellschaft gehörige Gaswerk in eine G. m. b. H. umgewandelt, wobei die Gemeinde Engelsdorf, wo die 1. S. P. die Stimmenmehrheit besitzt, hohe Anteile in Attien der Thürger Gasgesellschaft Thüringer Gasgesellschaft die Versorgung der Stadt mit Gas und In Schfeudit übertrug die Stadtgemeinde der übernahm. schloß einen längeren Vertrag mit der Aktiengesellschaft ab. In Schreudig stimmten sogar die Demokraten für ein gemeindeeigenes Gaswerk, die.- S.- B.- Leute haben aber die Stimmenmehrheit und ftimmten für den Vertrag mit der kapitalistischen Thüringer Gasgesellschaft, deren einer Direktor 2. Vorsitzender des Leipziger Ortsvereins der Deutschnationalen Volkspartei ist, der andere Direktor dem engeren Vorstand dieser Partei angehört. Also die 1. S. P. Arm in Arm mit dem Kapital und der Deutschnationalen Volkspartei! Und da wagen die Leute der U. S. P. noch nach sofortiger Sozialisierung zu schreien und uns Lauheit vorzuwerfen! Solange die Stadt selbst die meisten Aftien im Besize hat, fann man auch als Sozialdemokrat einer Aktiengesellschaft oder G. m. Lustigen, was später ins Tragikomische und Tragische gewendet wurde. Aber was für ausgewachsene echt Wedekindsche Geschöpfe sind hier bereits vorhanden in der jungen Gräfin Katharina, die ihrem brausenden Lebensdrang Erfüllung im Zirfus ersehnt, in diesem ehemaligen Schauspieler, der seinen wahren Beruf nicht mehr im gespielten, sondern im gelebten Kammerdiener entdeckt hat, oder in der Fürstin, die in hoheitsvoller Würde ihre Vergangenheit ols Trapeztünstlerin birgt? 5. Damit das Ergebnis nicht durch die Befangenheit der Schüler und Schülerinnen zu sehr beeinträchtigt wird, und damit der Zufall so viel wie möglich ausgeschaltet wird, ist die Prüfung von der Kommission an mehreren Tagen vorzunehmen. 6) Nach dem Ergebnis der Gesamtprüfung werden die aufzu nehmenden Schüler und Schülerinnen in zwei Gruppen geteilt: a) in solche, die unbedingt in die unterste Klasse der höheren oder der Mittelschulen aufgenommen werden können; b) in iolche, welche veriuchsweise aufzuneb men find. Bei Wedekind hat viel von diesem Stücke, dessen zugrundeliegendiesen wird spätestens nach einem Jahr entschieden, ob sie in der Schule bleiben sollen oder nicht. 7. Um den Andrang zu bestimmten Schulen zu vermeiden, wird die Verteilung der Schüler und Schülerinnen auf die einzelnen Schulen desselben Ortes durch die Gemeindeschulverwaltung vorgenommen. Hierbei werden die Wünsche der Erziehungsberechtigten so weit wie möglich berücksichtigt. 8. Obwohl die Aufnahme der Schüler und Schülerinnen in die höheren und Mittelschulen nach Besuch der gemeinschaftlichen Grund schule die Regel bilden soll, so fann sie auch später erfolgen. Dies geschieht in der Weise, daß die besten Schüler und Schülerinnen jeder Stlasie zu einer Aufnahmeprüfung zugelassen werden. Durch besondere Kurie ist ihnen Gelegenheit zu geben, das nabzuholen, worin ihnen die anderen Schüler und Schülerinnen voraus sind. 9. Wenn Schüler und Schülerinnen auf einer höheren und Mittelschule den an sie gestellten Forderungen in bezug auf die Leistungen und Begabung dauernd nicht gewachsen sind, so find sie wieder der Voltsschule zu überweisen. Volksbühne:„ Der Liebestrant". der Einfall Boccaccio, wie Münchhausen zu Ahnen hat, gehalten und dafür immer eine Art erpressionistischer Darstellung berlangt. Der Dialog erinnert ja auch bereits an den der jüngsten Dramen.) Gr wäre mit dieser Aufführung sicher recht zufrieden gewesen. Da war das rechte Tempo, das gar nicht immer zur Besinnung kommen lassen soll, und der schmetternde Zusammenprall. Die Besetzung fonnte vielleicht besser sein. G. Stahl- Na chbaur war der elastischste, allen Situationen gewachsene, in jeder hohen Schule berittene Zirkus- und Lebenstünstler. In Marion Regler( Gräfin Katharina) schien wirklich jeder Puls ein Pistolenschuß geworden zu sein. Welche Mischung unnahbarer Würde und unglaublich echter Theatermutterei war vollends Adele Sandrock. Der Kammerdiener Richard Leopolds, anfangs etwas grobschlächtig, gewann im Spiel an Qualität. Eine Schivankfigur echtester Prägung bot Julius Sachs in dem dummen, närrischen, genarrten Fürsten. Die Volksbühne hat mit dem„ Liebestrant" einen glücklichen Griff getan: ihr Publikum war voll Dankes. -1. Im Leijing- Theater findet die Erstaufführung von Georg Kaisers ,, Hölle, Weg, Erde" bestimmt am tommenden Dienstag statt. Die Erstaufführung von Helenens hemänner" sindet am Freitag, den 23. Jamuar, im Eden- Theater statt. Dieses Jugendwerk Wedekinds ist in der Schivanffiteratur eine Gin Breisausschreiben für württembergische Dienstireimarken Klasse für sich. Es hat alle Vorzüge und auch einige Mängel des erläßt joeben im Auftrage der Postverwaltung das württembergische üblichen Schwants, aber es hat darüber hinaus Eigenschaften, die Landesgewerbemuseum. Es wendet sich an sämtliche in Württemberg sich sonst kaum in dieser Art der dramatischen Unterhaltung finden. tätigen oder aus Württemberg gebürtigen Künstler mit der AufDie Kommiffion für Schul- und Erziehungsfragen der Eine tolle Lustigkeit erfüllt die Handlung, übermütige Laune forderung, ihre besten Kräfte einzusetzen. Die Entwürfe müssen bis zum 6. Februar eingeliefert sein. S. P. D.- Gemeindevertreter von Groß- Berlin nahm nach den wirbelt die grotesken Personen durcheinander.. Ein Raketenfeuer Nora Zepter bringt an ihrem Vortragsabend, am Donners. Borschlägen des Stadtverordneten Dr. Erich Witte folgende von Knalleffekten wird besonders an den Aktschlüssen losgefeuert. Leitfäße an: Die Situationen sind bis zum Plaßen ausgefüllt und die Figuren tag, den 22. Januar, im Meistersaal":" Frauenliebe und Leben", Dich1. Das Ziel der Schulreform ist unter Wegfall des Unter- bis zur fomischen Karitatur gesteigert. Was für eine töftliche tungen von Rainer Maria Rilke, Walt Whitman, Josef Bédier, und Volksdichtungen zum Vortrag. ichiedes zwischen der höheren, der Mittel- und der Volksschule die Sammlung von Originalitäten und Spezialitäten des menschlichen Franz Koppel Gülfeld, der eine Heibe vielgefbielter Unterhaltungssozialistische Einheitsschule. Solange diese nicht Geschlechts hat hier Wedekind in einem Milieu, das diese unwahr- itüde in Gemeinschaft mit Franz v. Schönthan schrieb so das Kostümflüd vorhanden ist, regelt fich die Aufnahme in die höhere und die scheinlichkeiten halbiregs wahrscheinlich macht, vereinigt. Wir sind Komtej Guder!"), ist, 82 Jahre alt, in Dresden gestorben. Mittelschule nach folgenden Gesichtspuntten: 2. Vorbedingungen für die Aufnahme in die untersten Klassen der höheren und der Mittelschule sind ein erfolgreicher Besuch der untersten Volksschultlassen( Grundschule) und eine Aufnahmeprüfung. 3. Wenn mehrere höhere oder Mittelschulen sich an einem Orte befinden, so sind im Interesse der gleichmäßigen Beurteilung aller Schüler und Schülerinnen dieselben Anforderungen zu stellen. 4. Die Prüfung bezweckt die Feststellung der In telligenz. Stimmt das Prüfungsergebnis mit dem letzten Schulzeugnis nicht überein, so ist auch eine Prüfung im Rechnen und Deutschen vorzunehmen. in Rußland, im alten Rußland, wo Barbarei und Kultur so schön Der Bibliothekar, das von Gustav Hennig geleitete Organ nebeneinander gediehen. Neben das russische Milieu ist aber eine das auch als Ratgeber für Hausbüchereien wirten will, trift jest in fein echt Wedekindsche Welt gestellt. Die Literaturkrämer, die den zwölftes Lebensjahr. Der Gesichtspunkt, daß Bücherwesen und Volkshoch toten Wedekind jetzt zu jezieren beginnen, können feststellen, daß in fchule zu enger Wechselwirkung berufen sind, führt zu einer Erweiterung diesem Jugendwerk im Keime bereits der ganze spätere Wedekind des Inhalts durch Nachrichten und Anregungen von der Bolkshochschule enthalten ist, und damit sind wir über den üblichen Schwank hinaus. Gera- Tinz. Schwimmtanks. Riesige Tanks tauchten jekt in England auf, die Es werden hier Beziehungen eröffnet und Bliblichter geworfen, die alle zu Menschen späterer Werke hinführen. Ist nicht in diesem 16-17 englische Meilen in der Stunde zurücklegen, bei gutem Gelände Schwigerling, dem mit allen Hunden gehezten Kunstreiter, der das aber auch mehr als 20 englische Meilen in der Stunde fahren, sich auf dem Waffer ebenso leicht fortbewegen wie auf festem Boden, und fogar Evangelium von der bejeligenden Schönheit des Körpers, seiner imstande sein werden, über den stanal zu fwimmen. Diese Kraft und dem Recht auf Sinnengenuß predigt, schon eine Vor- das Meer befahrenden Konstruktionen werden geschildert als etwas zwischen abnung des. Marquis von Keith und zugleich des Karl Hetmann im einem Zant und einem auf der Oberfläche fahrenden Unterseeboot. Man Hiballa? Freilich hier in diesem Schwant bleibt alles im ist also auf dem Wege, Zankamphibien zu erfinden. 51 Nr. 32+ 37. Jahrgang Die Ehre der Partei. Von Franz Krüger, M. d. N., PP 1. Beilage des Vorwärts Sonntag, 18. Januar 1920 zitiert und abgebrudt. So von der Freiheit" und so auch ebenfalls den Gaal nicht verlassen. Kein einziger Disvon Herrn Hans Leuß, der ihn zu einem besonderen Artikel fuffionsredner ist in diesen Aguationsfonferenzen in seiner in der unabhängigen W. a. M." verschleimt. Welcher Art Redefreiheit irgendwie beschränkt worden. Sie sind allerdings 1. Vorsitzender des Bezirksverbandes Groß- Berlin der S. 3. D. sind nun die Vorwürfe und was ist an ihnen Wahres? an die sehr liberal gehandhabte Redezeit gebunden gewesen. P. Es wird behauptet, daß ich infolge meiner Tätigkeit als Daß man dem Genossen Roste eine längere Redezeit bewilligt Die Groß- Berliner Parteiorganisation der S. P. D. und Sekretär und politischer Vertrauensmann des Reichspräji hat, war feine ungleiche Behandlung gegenüber der Oppoich als ihr Vorsitzender find seit einigen Monaten Gegenstand denten Ebert lediglich das Interesse habe, in der Partei Be- fition. Er brauchte diese Redezeit nicht, um sich gegen Anlebhafter Angriffe seitens der Unabhängigen und gewisser schlüsse herbeizuführen, die die Regierungsmaßnahmen un- griffe zu verteidigen, sondern um allgemeine Ausführungen unabhängiger Mehrheitssozialisten" und Demokraten" ferer Genossen in der Regierung gutheißen. Infolgedessen über seine Amtstätigkeit und Maßnahmen zu machen. Die ( Berliner Boltszeitung"). Der Grund dieser Heze liegt, in würden die Versammlungen und Funktionär konferenzen von verlängerte Redezeit wurde ihm stets mit 3ustimder selbständigen Haltung unserer Berliner Organisation mir nicht objektiv berufen und nicht imparteiisch geleitet. Die mung der Konferenz gewährt. Auch in dieser Begegenüber den Unabhängigen, denen dadurch der Einfluß auf beiden Funktionär konferenzen, in denen No 3 ke ziehung sind wir nicht einseitig gewesen, da zum Beispiel der weite Berliner Arbeiterfreise verloren gegangen ist und denen ein Vertrauensvotum erteilt wurde, seien unter Genosse Kutiner wiederholt in Funktionärkonferenzen zu infolgedessen kein Generalstreik und fein Putsch mehr ge- falscher Flagge und im Gegensatz zu sonstigen Konfe- Reden gegen Noske unbeschränkte und andere Oppositionelle lingen will. Dazu kommt, daß unsere Groß- Berliner Partei- renzen periönlich eingeladen gewesen, Angehörige( iefftahl) erheblich verlängerte Redezeit erhalten haben. genosse bei aller Selbständigkeit der Kritik auch gegenüber der. Opposition" feien absichtlich nicht eingeladen. Beide angefochtene Konferenzen und ihre Be Handlungen der Regierung doch nicht gedankenlos in das Dazu stelle ich folgendes fest: schlüsse sind also in einwandfreier Weise zustandeGeschrei gegen Noste einstimmen, da gerade sie wissen, daß Wir haben in der Berliner Partei allgemeine gefommen. Herr Hans Leuß hat zu früh gejubelt, und er die" Noste- Politik" lediglich eine Frucht der unabhängig Funktionärkonferenzen, zu denen öffentlich alle Funktionäre schäßt die Berliner Parteigenoffen zu tief ein, wenn er in tommunistischen Putschpolitik ist. eingeladen werden, und in denen die Besprechung wichtiger einem Artikel: lüngel in der S. P. D." zu behaupten Die Berliner S. P. D. hat sich sogar erdreistet, No 3 ke aftureller politischer Fragen stattfindet. Daneben haben wir wagt, daß ein Vertrauensvotum der Berliner Parteifunktioein einstimmiges Vertrauensvotum zu erteilen. nach dem Bezirksstatut sogenannte Agitationston fe- näre für Roste nicht zu haben sei, und daß man es nur durch Das war ein schmerzhafter Schlag für alle diejenigen, die sich renzen, die statutarisch bestimmte Aufgaben zu erfüllen Siebung und Schiebung vortäuschen konnte, die Massen wolldas kindische Vergnügen leisten, die 1. S. P. in ihrem giftig haben, indem sie zwischen zwei Bezirkstagen diesen ersetzen ten von Noste nichts wissen. Gerade die Berliner Parteiverlogenen Geschrei gegen Noske zu unterstüben. Deshalb und für die Partei verbindliche Beschlüsse faljen genossen wissen, welche Verdienste sich Nosse bis auf den wird nun alles daran gefeßt, um diese Berliner Partei- fönnen. Mit Rücksicht auf den im Statut bestimmt festgeleg- heutigen Tag um die Partei und um das ganze deutsche Volk beschliffe als bon mir fünstlich geschoben" au ten Teilnehmerkreis dieser Agitationsfonferenzen ist zu diesen errungen hat, und daß wir nur deshalb noch nicht in dem charakterisieren und den Eindruck hervorzurufen, als ob die Sigungen stets persönlich eingeladen worden. Blut- und Gewaltchaos der Nätediktatur untergegangen sind, Berliner Genossen in Wirklichkeit nicht hinter diesen Be- Wenn daher Angehörige der sogenannten„ Opposition" nicht weil Noste die Gewaltpolitiker und Terroristen im Zamu schlüssen ständen. eingeladen worden sind, so beweist das lediglich, daß sie keine gehalten hat. Bereits bei früheren Gelegenheiten hatte die Freiheit" solche Funktion in der Partei haben, die ihnen die Mitglied- Es ist heute billig und leicht, durch den Unabhängigen Berichte über Funktionär- und Arbeiterratssigungen unserer schaft in der Agitationskonferenz sichert. Es ist ja auch nicht nachgeäffte Opposition und Schimpfen auf Noske fich den Partei gebracht, die angeblich von Mitgliedern unserer Partei merkwürdig, wenn diese Leute neben der Heze gegen Noste Beifall urteils- und gedankenloser Boltskreise zu sichern. Die herrühren sollten. In diesen Berichten wurde über angebliche und gegen die eigene Partei feine Zeit für nügliche Partei- Politik der Hans Leuß, Riebeling, Dr. Kölik und Genossen, Unterdrückung oppositionell gerichteter Minderheiten geflagt arbeiten übrig behalten. Ich fordere den Nachweis, die sich in der würdelosesten Weise bei den Unabhängigen anund von Fäulniserscheinungen in der Partei gesprochen. Die daß irgend jemand nicht geladen ist, der nach zubiedern versuchen, die kein Wort der Kritik für alle SchandFreie Zeitung" des damals noch mehrheitssozialistischen dem Statut hätte geladen werden müssen! taten der Unabhängigen und Kommunisten haben und nur Herrn Walter Dehme betrachtete es ebenfalls als ihre Bei der Einberufung beider Versammlungen bestand an den Handlungen der eigenen Partei und Führer herumSauptaufgabe, unsere Partei zu befämpfen und herabzusehen. Feinerlei Absicht, Noske ein Vertrauensvotum auszu- fritteln, wird nie die Politik der großen. Masse der Berliner Die Berliner Volkszeitung"( Mosse), die auf wirt- ftellen. In der ersten Versammlung sollte Genosse David Genossen werden, die eine selbständige, aber auch würdige schaftlichem Gebiete in nachdrücklichster Weise die Interessen über die politische Lage sprechen. Da er verreist war, sprach Bolitik und Taktik wünschen, die die Ehre der Partei nicht des Kapitals und des Unternehmertums vertritt, hat mit an seiner Stelle Schöpflin. Auf dringenden allgemeinen in den Schmutz tritt! Rücksicht auf ihren Abonnentenkreis offenbar die Erlaub Wunsch der Parteigenossen gerade die Opposition" ber- Die Berliner Genossen der S. P. D. haben aus den poli nis bekommen, politisch, insbesondere militärpolitisch, langt dies stets waren Noske, Eugen Ernst und andere tischen Erfahrungen der lezten Jahre allerlei gelernt. Sie .unabhängige" Politit zu treiben. Das ist eine besonders eingeladen, damit sie sich gegen etwaige Angriffe haben insbesondere gelernt, daß unsere Partei nur dann bezartfinnige Rüdsicht auf die Anhänger der Unabhängigen und rechtfertigen fönnten. Diese Angriffe, die zum Teil vom Ge- stehen kann, wenn sie eine Politit nach eigenen GrundRommunisten, die zum großen Teil Leser der Berliner noffen Suttner- in unbeschränkter Stedezeit in der Funt- jagen betreibt und den Stampf nach rechts und links rücksichtsVolkszeitung" find. Unsere Stellungnahme zu den Noske- tionärversammlung wiederholt wurden, wurden dann von los aufnimmt. Bon diesem Gesichtspunkt find die Beschlüsse und ähnlichen Fragen wurde daher auch von der Berliner Noste beantwortet. Aus dem Eindruck dieser De- der Berliner Parteiorganisation, insbesondere auch unter Volkszeitung" stets in der schnoddrigsten Weise angegriffen. batten heraus wurde erst in dieser Eizung, wie nach meiner Zeitung diftiert gewesen. Es ist doch ein Beweis für Wo so viel uneigennüßige Helfer fich um das Wohl gewiesen werden kann, der Beschluß formuliert, der das die maßlose Einbildung, wenn diese Quertreiber, die sich als unserer Partei bemühen, fonnte natürlich Herr Hans Vertrauensvotum enthält. Der Margift" erlaubt Opposition bezeichnen, behaupten, weil sie mit ihrer Ansicht Leuß von der Welt am Montag" nicht fehlen, der sich sich aber, die Nede Suttners als bestellte Oppo- nicht durchgedrungen find, seien die Berliner Parteigenossen noch immer Mehrheitssozialist nennt, und sich bei jeder Ge- ition zu bezeichnen. Die übrige wirkliche" Opposition, an der Nase herumgeführt und die Beschlüsse seien ein Hohn legenheit mit dem besonderen Vertrauen der mecklenburgischen Genosse Dr. Kölib usw., jei angeblich nicht genügend zu Wort auf die Demokratie. Sie offenbaren damit eine GeringGenossen brüstet. Als der Berliner Bezirksvorstand, anläß- gekommen. Dabei habe ich Dr. Kölik statt 10 Minuten schäßung der selbständigen Meinung der Berliner Genossen, lich der unabhängigen Heze zum Marloh- Prozeß, in einem 14 Minuten reben laffen und auf Zurufe aus der Versamm- die die größte Beleidigung derselben darstellt, und sie überAufruf die Parteigenoffen aufforderte, nicht auf die heuch lung, ohne ein Wort dazu zu sagen, darüber abstimmen schätzen zugleich die Wirkung ihrer eigenen Argumente", lerische und blöde Nosteheze hereinzufallen und die Sauld laffen, ob ihm eine weitere Redezeit bewilligt werden foll. denen doch jeder verständige Mensch auf 100 Schritte das der Unabhängigen an den Vorgängen flar und fachlich nach- Das lehnte die Bersammlung ab. Das ist die Querulantentum anmerkt. vies, da opferte Herr Hans Beuß einen ganzen Artikel in von mir angeblich geübte Unterdrüdung der Meinungsder Welt am Montag" dem 3med, die Verderblichkeit dieser freiheit in der Funktionärversammlung. Politik unserer Berliner Parteiorganisation nachzuweisen. Er deckte den Mantel der Nächstenliebe über alles, was unabhängige, Spartafiften und Kommunisten getan haben, um dann mit um so schwererem Geschütz gegen unsere Partei losauziehen, die wir aus dem letzten Jahre etwas mehr gelernt und etwas weniger vergessen haben als er. Entrüstet fragte er: Wer ist es, der immer von neuem Organisationen der Mehrheitspartei zu solchen Zweden mißbraucht, die Partei bloßstellt um Noskes und Reinhards willen? Diese Ränke müssen endlich aufgeklärt werden und aufhören." " " " Hans Beuß schreibt zum Schlusse seines Artifels: Die S. P. D. fönnte mur durch sich selbst zerrüttet und zerstört werden. Was hier in Berlin geschieht, ist aber eine Zerrüttungsarbeit, die ans Leben geht. Die Genossen werden bald zeigen müffen, ob sie der Waffen der Demokratie noch würdig find oder ob Franz Krüger dauernd mit ihnen das falsche Spiel treiben tann, das er bei den Vertrauensvoten für Noste gespielt hat. In der zweiten Funktionärkonferenz ist über ein Vertrauensvotum für Nosfe überhaupt nicht abgestimmt worden. Bur Abstimmung stand lediglich das von den Genossen Heller und Caspari an die Fraktion und führende Genossen gerichtete Schreiben, in dem der Rücktritt Nostes verlangt wurde, und diefes Verlangen besonders als ein Wunsch eines großen Teils der Berliner Funktionäre bezeichnet wurde. Deshalb hielt ich es für zweckmäßig, da die Agitationskonferenz tagte, und gerade die Opposition ihr einziges Thema„ No3te" wieder anschnitt, auch eine BeVor furzem mun bringt der Marrist", das Organ der schlußfassung über diese Frage herbeizuführen, und die Kon Zentralstelle für Einigung" der Sozialdemokratie, der von ferenz selbst beschloß gegen wenige Stimmen diese dem Auch- Mehrheitssozialisten Riebeling redigiert wird, einen Abstimmung. Dies war auch um so mehr notwendig, als ja Artikel unter der geschmackvollen Ueberschrift: korrup- eventuell die Groß- Berliner Abgeordneten in der Fraktion tion in der S. P. D.", in dem diese Angriffe gegen die au jenem Antrage Stellung nehmen mußten. Berliner Bezirksorganisation und gegen mich in einzelnen Es ist übrigens auch unwahr, daß sich der größte Teil spezialisiert und ausführlich wiederholt werden, von Lug und der Konferenzteilnehmer bereits entfernt und die Opposition Loug" gesprochen und die Partei als ein it intender vor der Abstimmung den Saal berlaffen habe. Nach genauer Sumpf" bezeichnet wird. Erklärlicherweise wird dieser Ar- Auszählung war noch erheblich mehr als die Hälfte der Nontikel des Marrist" von allen Gleichgesinnten freudestrahlend ferenzteilnehmer im Saal anwesend, und die Opposition hatte sieben wird. " " 1 TIETZ Damenbekleidung Kleiderröcke a aus haltbar. Stoffen 1875 2950 4900 Winter- Paletots varm.Stoff. aus guter, 7800 9800 16500 Sport- Paletots flotte Formen. 79 00 9800 15000 7900 19500 23500 Jacken- Kleider Stoffen. Gesellsch.- Tanzkleid. 29500 35000 47500 Stoff- Kittel- Kleider F 35000 59000 67500 aus soliden Seide Form. Seidenstoffe kariert.... Mtr. Blusenseide einfarbig und gestreift. Mtr. Kleiderseide doppeltbreit, gestreift und Seiden- Voile doppeltbreit, in modernen Kleiderseide doppeltbreit, in vielen FarBastseide doppeltbreit, für Blusen and Kleider. ben. Mtr. ... Mtr. Mtr. 1950 2950 4950 5450 5650 6450 5950 6450 Velour du Nord rate Dealf 4450 6950 Mr. 9850 12500 Herr Hans Leuß und seine Hintermänner befizen nicht die moralischen und politischen Qualitäten, um die Hüter der Parteiehre und Parteigrundsäße zu sein. Es wäre übel um die Partei bestellt, wenn fie auf solche Leute als Führer angewiesen wäre. Den Posten, auf den mich das Vertrauen der Berliner Parteigenossen gestellt hat, fuche ich unter Ein feßung meiner ganzen Person und Kraft auszufüllen. Ich eiche auch nicht vor den Anwürfen der Leuß und Genossen. Jawohl, die Berliner Parteigenossen werden bald zeigen müssen, ob sie eine Politik der Selbstachtung oder der Selbstbeschmuzung, eine Politik, geftüßt auf selbständige Anschon ungen, oder eine Politik der würdelosen Kriecherei vor künstlich aufgepeitschten Massenstimmungen treiben wollen. Ich weiß, wo die erdrückende Mehrheit der Genossent Gegen Reichsbezugschein Kinder- Waschkleider 45 cm lang 100 cm 3975 75 bis 14T Billige Blusen- Unterröcke Kinder- Waschkleider Bluse aus gutem Baumwoll- Flanell, offen und geschlossen 4950 zu tragen.... Schleife garniert. In vielen modernen Farben 5950 Bluse Schwarzweiß kariert, mit seidener Blende and Bluse aus schwerem Gabardine, eleganie Form, 9850 Bluse aus schwerer Waschselde, weiss und rose, 12750 offen geschlossen zu tragen...... Trikot- Unterrock sit hohem plissterten 3950 Unterrock ans schwerer Kunstseide, schwarz und 7950 marine Stoffansatz Kleiderstoffe Blusenstoffe Blusenstoffe moderne Streifen.. Mtr. 1950 2950 Blusen- Schotten mod. Stellungen Mtr. 2850 3850 Kostümstoffe schwere Qal., einfarb. Mtr. 3950 4950 Reinwoll.Kostümstoffe Metal: 8950 12959 Woll- Voile etwa 100 cm br., ar schwarz 2450 3950 Wollmusseline Wollmusselinessca Endiment 2950 Meter.. Kittel- Kleidchen 45 cm lang... aus gerauhten Stoffen mit Stickerel, 1750 Jede weiteren 5 cm je M. 1,00 mehr Taillen- Kinderkleid farbigen Waschstoffen, 2750 ans 50 cm Jede weiteren 5 cm( bis 70 cm) M. 2,50 mehr Mädchen- Kleid 75 mischiedenen Waschstoffen, 4100 lang Jede weiteren 5 cm( bis 90 cm) M. 4.00 mehr Kinder- Spielhöschen in verschiedenen Stoffen und Knaben- Waschanzüge etwa 3 Jahre Formen, für etwa 2 Jahre.... Jede weitere Größe M, 1,50 mehr 2100 in verschiedenen Formen, für 2500 Jede weitere Größe bis 8 Jahre M. 2,50 mehr Baumwollwaren Schleierstoff gepunkt und gestreift........... Mir. 1250 1850 Waschstoff gestreift, etwa 120 cm breit....... Mir. Kleiderstoff schwarzweiss kariert, doppeltbreit. Mtr. 2950 Perkal für Oberhemden und Blusen.... Blusen- Barchent hellgemustert. Eider- Flanell for Malluces and Morgenröcke Mir. 1750 Mir. 1850 Mi 2350 Nr. 96. Tanzkleid aus weißer Seide mit farbiger Verzierung Opernhaus. ( Außer Abonnement) Parsifal. Anfang 4 Uhr. Schauspielhaus. Wilhelm Tell. Anfang 6 Uhr. Direktion Max Reinhardt. Deutsches Theater. 7% Uhr: Und Pippa tanzt. Mont. 7: Jaakobs Traum. Kammerspiele. 2 Uhr: Frühlings Erwachen. The Die Büchse der Pandora Cur Mtg. 7: Frühlings Erwachen. Gr. Schauspielhaus Karlstraße. 2: Hamlet( N.- Abt. A., 2. V.) 72: Orestie( auß. Ab.) Mtg. 7: Hamlet( 33. A, 1.A.) Theater i. d. KöniggrätzerStraße Nachm. 3 Uhr: Erdgeist. ( Lulu: Maria Orska.) 18 U.: Schloß Wetterstein Mont.: Schloß Wetterstein Dienst.: Schloß Wetterstein Mittw.: Stützen d. Gesellschaft Donst.: Schloß Wetterstein Freit.: Schloß Wetterstein 07 1234 ier Stockwerke Moebel யய் Damen- Kleidung aus natunfarbig. WaschNISRAEL BERLIN C Spandauer Str. 16 Bluse stoff mit bestickt.Kragen 19.50 Bluse aus einfat bigem Stoff, 33.00 mit Tresse garniert... hell gestreiftem aus Bluse Flanellstoff 75.00 Trikottaille manineblau. 55.00 aus rosafarbig. Schleierstoff. Korsette aus starkfäd. Nessel Korsett mit 1 Paar Halter 19.50 Korsett halblange Form weiß- rosa gestreift, mit 1 Paar Haltern.. weiß gemustert, Korsett lange Form mit 1 Paar Haltern..... aus Batist, mit Tanzkleid saari: 160.00 Korsett Spitzengarnierung Tanzkleid aus weißem, gemustertem Tüll mit farbigem Band.... 245.00 Jackenkleid aus dunkelblauemStoff aus hellfarb. Jackenkleid Stoff, Jacke mit Seidenfutter 125.00 368.00 und 1 Paar Haltern Untertaille 27.00 31.50 56.75 ringsherum a. Stickereistoff 16.50 Prinzeßrock kurze Form m. Spitzen- Garn. 70.00 Gegründet 1815 Wollwaren Wollene Sportschals gestrickt, gerauht Damen- Westen BERLIN C Königstr. 11-14 Gardinen 16.75 gestrickt, schwarz, mit Ärmeln, 39.00 Mittelgröße... Herren Strickjacken mit Ärmeln, Mittelgröße..... 53.00 Sweater- Anzüge marine woll. Trikot f. 3-12Jahre, Sweater u. Beinkleid, Mittelgr. Damen- Sportjacken 57.50 aus Wollseide, Größe 44 u. 46 245.00 Strickwolle grau meliert 2.95 50 Gr....... Gewebte Tüllgarnituren 2 Flügel, 1 Quer- 40.- 58.- 90.behang Etamine- Garnituren 2 Flügel 1 Querbehang 99.- 118.- 127.Mull- Garnituren 2 Flügel 1 Querbehg. 110.- 116.- 132.Halbvorhänge in verschiedenen Ausführungen 62.- 120.- 154.Halbvorhänge mit breiten FiletFriesen..... 193.- 215.- 345.225.- Möbelstoffe/ Vorhänge/ Teppiche/ Läufer/ Auslegestoffe Volksbühne Theater am Bülowplatz. 3 Uhr: Luther. 7 Uhr: Der Liebestrank Lessing- Theater. Direktion: Victor Barnowsky.. 3 Uhr: Der rote Hahn. 7% Uhr: Pygmalion. Montag 7: Pygmalion. Dienstag 7, zum 1. Male: Hölle, Weg, Erde. Mittwoch 74: Pygmalion. Donnst. 7: Hülle, Weg, Erde. Freitag 72: Hölle, Weg, Erde. Sonnabend 74: Pygmalion. Sonntag 7: Hölle, Weg, Erde. Montag 74: Pygmalion. Deutsches Künstler- Theater 3 Uhr: Dies irae. Allabendlich 7 Uhr: Cyprienne. ( Konstantin, Götz, Walter.) Residenz- Theater. Nachm. 4 Uhr, kleine Preise: Der gute Ruf. Täglich 71 Uhr: Evchen Humbrecht. sbd.: Schloß Wetterstein Trianon- Theater. Sonnt. nachm.; Erdgeist. Ab.: Die Stützen d.Gesellschaft Montg.: Schloß Wetterstein Komödienhaus Nachm.3: Liselott v.d. Pfalz 12 Uhr: Sie. Nachm, 4 Uhr, kleine Preise: Johannisfeuer. Täglich 7 Uhr: Berliner Theater Maskerade. 3: Sterne, die wieder leuchten. 7.15 U.: BummelStudenten m. d. neuen Operett.- Parodie. Central- Theater 3 Uhr: Die Faschingsfee. 7. U.: Fräulein Puck. Deutsches Opernhaus 6% Uhr: Lohengrin. Die Tribüne 3 Uhr: ,, Die Wandlung." U.: Franziska. Eden- Theater 66 7. U. A. w. g." Freitag 7 Uhr, zum 1. Male: Helenens Ehemänner. Friedr.- Wilhelmst.'Th. 3. Die zärtlichen Verwandten. Uhr: S. Hoheit der Dieh. Kleines Theater. 3 Uhr: Johannisfeuer. Uhr: Die Pfarrhauskomödie. 1. Sehauspielhaus. 7% U. Die unberührte Frau Komische Oper 314: Schwarzwaldmädel. 7.20 U.: Dichterliebe. Lustspielhaus 3: So ein Mädel. Arnold Rieck in: Uhr: 7. Der Großstadt- Kavalier Metropol- Theater. 3 Uhr: Charleys Tante mit Thielscher 7.10 Uhr: Sybill Nenes Operettenhans. 3% Uhr: Die keusche Susanne. 74 U: Die kleine Hoheit. Schiller- Theat. Charl. 3 Uhr: Wie es euch gefällt. The Die Tür ins Freie. U.: Thalia- Theater 3 Uhr: Jungfer Sonnenschein. 7% U.: Die närrische Liebe mit Oskar Sabo a. G. und Ferry Sikla a. G. Th.am Nollendorfplatz 3% Uhr: Wo die Lerche singt. 71 Uhr: Der Viergefieble Theater des Westens 34: Die lustige Witwe. 7% U.: Die Frau im Hermelin Wallner- Theater 34: Geisha mit Magda Almo 7.15 Uhr: Casino- Theater Lothringerstr. 37. Tägl. 48 U. Der Schlager der Spielzeit. Schniepels Lene Berliner Volksstück in 3 Akt. Dazu der Operetten- Sketch ,, Erwischt m.Viktor Litzek. Sonntag 3: Frohes Fest. ApolloTheater Dir.: James Klein An einem Abend Weltrekordmann Heros berühmt. Kraftjongl. Curran Tollkühnheiten a. schwankend. Mast. 4 Uessems Sensations- Akrobat. Hadjes& de Vynos Meistersch.- Tänzerp. 2 Ottkars Urkom. Reckakt. 4 Sternas Rangen im Seebad. Sowie pers.Auftreten der berühmt, Rennfahrer wie: Lorenz, Pawke, Techmer und andere: Radrennen auf der Bühne Winter- Garten Heute 2 Vorstellungen 31 Uhr Kleine Preise 715 Uhr Kind. d. Hälfte! Varieté- Spielplan Rauchen gestattet! PAVAVAVAVAVAVAVAVAVA Theater am Nollendorfplatz Freitag, den 23. Januar, 7, Uhr: Zum 100. Male: Unter persönlicher Leitung des Komponisten Der Vielgefieble Opereffe Herman Haller Verfe von Rideamus Mufik von Eduard Künneke In Szene gesetzt von Herm. Haller. Tänze: Rob. Négre!. Claire Waldoff Eduard Lichtenstein Grete Freund Eugen Rex Mizzi Schütz Agni Wilke ZAVAVAVAVAVAVAVAVAVAVI Olympia- Theater ( früher Voigt. Badstr. 58) Täglich 7 Uhr: Die Frau mit den 2 Männern. Schwank in 3 Akten. Vorher: Dalles- Brüder. Gesangsp. Wochentags ab 7 Uhr Walhalla- Theater. 71 Uhr: Rose- Theater. 3 Uhr: Die im Schatten leben 72 Uhr: Die Csárdásfürstin. Die Brandstifterin. Sonntags ab 4 Uhr UFATHEATER UFA Herr U.T Hasenheide 28 3. Teil Der Rabbl von Kuan- Fu Männl. Hauptrolle: Michael Bohnen Di e * U.T Alexanderplatz, Weinbergsweg 16, Schöneberg 4. Teil: König Makombe Männliche Hauptrolle: Michael Bohnen Regie: Uwe Jens Krafft U.T Kurfürstendamm 26, Nollendorfplatz 4, Friedrichstr. 180 5. Teil: Ophir, die Stadt der Vergangenheit Männl. Hauptrollen: Michael Bohnen/ Paul Mansen Regie: Uwe Jens Krafft Titel: MIA MAY rolle: Künstlerische Oberleitung: Joe May Ura- Lichtspiele Tauentzienpalast Erste Woche! 6. Teil elt Die Frau mit den Millarden Männl. Hauptrolle: Paul Hansen Regis: Uwe Jens Krafft der Der Vorverkauf in den Ufa- Lichtspielen Tauentzienpalast findet von 11-1 Uhr statt Der Vorverkauf in dem U.T Kurfürstendamm findet von 12-1 Uhr statt Kammerlichtspiele und Mozartsaal BOO Ellen Richter Potsdamer Str. 38 Die Geschichte der Maud Gregaards. 2.Teil des groß.May- Films Eine Ballnacht. Die Herrin der Welt. Theater am Mettbaser 1er. Tel.: Moritzplatz 14 814. Jed. Abend 712 Uhr: Elite- Singer 9 ehem. Mitgl. der Stettiner Sänger. Sonnt. nchm. 3 Chr ermäß. Preise( voll. Abend- Programm). 1 Kind fret! Rauchen gestattet. tngen- Konzert, Beg. 7.10 Uhr. Vorverkf- 1 1 4-6 Ubr Turmstr. 12 Henny Porten: Die Fahrt ins Blaue. Friedenau, Rheinstr. 14 Der Galecrensträfling 1. Teil. Alexanderplatz- Pass. Henny Porten in Rose Bernd. im Monumental film Der rote Henker Frei nach Victor Hugos Marion Delorme von Dr. Willi Wolft und Georg Jacoby Regie: Rudolf Biebrach Ausserdem Kammerlichtspiele Arnold Rieck im B. B. Lustspiel Killemann hat' n Klaps Mozartsaal Rich. Alexander and Leo Peukert im B. B. Lustspiel Seine Selige Schall u. Raneh Im Großen Schauspielhaus Karlstr., Schiffbauerdamm. Gussy Holl Mady Christians Paul Graetz Friedr. Hollaender Hilde Gad Hubert von Meyerink Ann Heusinger Olli Sudahti Fritz Feld Kar katurenfilm von Trier Eröffnung 72, Beginn 82 U. Passage Theater Unter d. Linden 22/23 Dir. M. Soliman. 2 Uraufführungen 2 Die Schlange mit dem Mädchenkopf. Spannend. Detektivdrama in 5 Akten. Hauptrolle: Ria Jende Hans Albert. Yerhand der Fr. Yolkshähnen Circus Busch Gonntag, den 18. Januar, nachm. 22 Uhr Deutsches Opernhaus: Martha. Schauspielhaus( Staatstheater) Heimat. Nachm. 3 Uhr: Boltsbühne: Luther. Schiller- Th. Charlottenburg: Wie es euch gefällt. Leffing- Theater: Der rote Hahn. Künstler- Theater: Dies irae. Friedr.- Wilhelmst. Th.: Die zärtlichen Berwandten. Th. d. West.: Die lustige Witwe. Boltsbühne, wochentags abends vom 19.- 24. Januar: Der Liebestrant. Predigt in Litauen. Baul Lange und Tora Barsberg. Admirals- Palast. Sekretariat Die lustigePuppe 31½ u. 7 Uhr Admirals- Kino Harakiri 4 bis 11. GermaniaPrachtsäle C. Richter, N 4, Chausseestr. 110. Jed. Sonntg. Hoffm. Nordd. Sänger. Beg. d.Vorst.6, d.Konz.5% Nachd.Fam.- Kränzchen.Im weißenSaal v. 4 Uhr ab: Gr. Ball. 32 Heute Stg. 2 Vorst. 71/2 Nachm. 1 eig. Kind frei! Inbeid. d. gr. Circus- Progr. U. a. Lustiges Neu! Schweine- Potpourri. Zum Schluß. Nachm.: Aschenbrödel. Abends: Aphrodite. Sonntag erhöhte Preise. Braunes Diele Alexanderstraße 55. Direkt.: Karl Heinzius. Trude van Bargen Mario Costa Geschwister Skala Sorma Schneider ? Rubins? Am Flügel: Hans Sagawe Reichshall.- Theater Heute nachm. 3 und abends 7 Uhr: Stettiner Sänger. Nachmittags ermäßigte Breije UFA Lichtspiele auentzienPalas Allabendlich 7 und 8% Uhr Sonntags ab 4 Uhr nachm. 4 Vorstellungen Die Frau mit den Milliarden 6. Teil des grossen May- Film- Zyklus Die Herrin der Welt In den Hauptrollen: MIA MAY Paul Hansen Kanstlerische Oberleitung: Joe May Regie: Uwe Jens Krafft Vorverkauf: 11 bis 1 Uhr Meistersaal. Donnerstag, 22. Jan., abds, 72 Uhr II. VortragsAbend: Nora Zepler Rilke, Whitman, Bédier, Volksdichtungen, Kart. M. 6-2 b. Bote& Bock, A. Wertheim u. Abendk. Blüthnersaal. Montag, 26. Januar, abds. 8 Uhr Friedrich Kayssler Buddha Bibel. 103D Kart. M. 6-2 b. Bote& Bock. A. Wertheim u. Abendk. Konz.- Dir. Hermann Wolff und Jules Sachs Philharmonie. Freitag, 23. Januar, 72 Uhr: II. Konzert mit dem Philharmonischen Orchester Lyssys Brautnacht MAX FIEDLER Lustspiel in 3 Akten. Hauptrolle: Lissy Arna Ottchen Mücke Theateram Moritzplatz Schallendes Gelächter Die Puppe 4 Akte mit Ossi Oswaldi Außerdem: Seine Selige Schwank in 3 Akten. Einlaẞ: 330 5 645 830 Vorverkauf 11-1 Uhr. Solist: Walter Kauffmann Brahms, 2. Klav- Konz.; Hugo Kaun, 2. Symph. op. 85 Karten 10. 8. 6. 4. 2 M. Blüthnersaal. Sonnabend, 24. Januar, 7% Uhr: Klavierabend Conrad ANSORGE Beethoven( Son. op. 110, Son, op. 81 a), Schubert, Mendelssohn, Schumann, Liszt( Son. H- moll. Karten 8, 6, 4, 2 M. Meistersaal Zwei Klavier- Abende Ilse Fromm- Michaels: Liszt' Wanderjahre I. Abend, Sonnabend, 24. Januar, 7 Uhr: Schweiz II. Abend, Dienstag, 9 März, 7 Uhr: Italien Karten für beide Abende: 14, 10, 7, 4 M. Karten f. ob Veranst. b. Bote& Bock, Werth. u. a. d. Abendk. Marmorsaal, Zoo. Freitag, 23. Januar, abds. 7 Uhr: Konzert- und Liederabend. Musikalische Leitung: Musikdirektor Brase. Solistin: Kammersängerin Elisabeth van Endert. Karten: 8, 6 und 4 M. bei Bote& Bock, Wertheim und Abendkasse. M. Partenheimer. Nr. 32 ♦ 37. Jahrgang 2. Heilage öes Vorwärts Sonntag, IS.IanuarlHÄS GrofcBerBn Stauen, wehrt üen Hetzern! Äer Augen hat zu sehen, der sieht es, wer Ohren hat zu hören, der hört es, überall sind im geheimen und in der breitesten Oeffentlichkeit auf den Straßen Berlins und in seinen Winkeln Kräfte am Werke, bie uns nicht zur Ruhe kommen lassen wollen, die auf den Zusammenbruch unseres Wirtschaftslebens hinarbeiten und die zum Bürgerkriege schüren. Lawinenartig geht die Entwicklung und die Er« eignisse'überstürzen sich. Hüben und drüben, drinnen und draußen wird gehetzt und gehetzt. Und während hier Heißsporne, bar eines jeg- lichen Verantwortungsgefühls, prahlerisch von ihren Rüstun- gen zur zweiten Revolution reden, sind auch die Machthaber unserer ehemaligen Feinde durchaus nicht müßig, wenn es gilt, neuen Zündstoff nach Deutschland zu tragen. Dabei sind wir, und namentlich wir Frauen, schon so niedergedrückt und aufgezehrt von aller Not. Die schlimmen Jahre seit 1914 kosteten uns ja ein gut Stück unserer Nervenkrast. Unsere einzige Hoffnung war der Friede und nun zeigt er uns ein solches Gesicht, daß wir fast zerbrechen. In der Sorge um Essen und Trinken, Kleidung und Feuerung und Arbeit müssen wir weiter unser Leben verzetteln. Diese elenden, kleinlichen Plackereien aber zermürben unbedingt. Darum wohnt eine gewisse Heftigkeit jetzt in uns allen. Und zu dem Kampf um das Allernotwendigste kommt jetzt noch der Kampf mit sich selbst. Daher ist es auch augenblicklich erklärlich, wenn die Frauen ein gegebenes Objekt für Verhetzungskünstler sind. Nicht zu verstehen aber ist es, wenn Frauen selbst zu dem .Handwerk dK Hetzapoftels herabsinken. Hiergegen sollten die Frauen, und gerade die einfachen, bescheidenen, die un- bekannten Frauen, sich gewaltig auflehnen. Weib sein, heißt Empfinden haben. Wir wissen, die Verhetzung bringt uns keinen Schritt vorwärts, wir wollen Ruhe, ohne die ein jeder Aufbau unmöglich ist. Der große Würger Krieg und auch die Straßenkämpfe im Reiche haben gerade Opfer genug gefordert. Frauen, waren während der vier Kriegs- jähre unsere Augen nicht stets rot und heiß von geweinten und ungezveinten Tränen? Frauen, war während dieser un« gezählten Schreckenstagc nicht ein stetes Warten in uns auf die Post und wenn wir die Schritte der Briefträgerin hörten, schraken wir dann nicht zusammen aus Angst, sie könnte uns ein« Todesnachricht bringen? Frauen, jetzt haben wir den Frieden, es liegt mit an uns, ihn zu behalten. Wir wollen nicht in einen Hochmuts- dunkel verfallen, bei echter Selbstbescheidung bleiben, aber auch nicht zu gering von uns denken, wir können für den Frieden arbeiten, ganz gleich, wo wir stehen. Wir brauchen nicht Mitglied der Nationalversammlung zu sein oder m Parteivorsiand zu sitzen, wir brauchen nur mit unserem ganzen Können, unserem ganzen Wollen, ulsserer ganzen Liebe für die Erhallung des Friedens eintreten. Wir wollen uns nichts vormachen, für die Hetzer tritt jetzt sehr oft die Straße ein, aber wir dürfen uns nicht irremachen lassen. Frauen- seid stark, dann werden wir wachsen mit unseren Aufgaben und Zielen und dann wird, mit durch unser Zutun, wieder die Zell kommen, wo es heißen wird: „Ein gutes Wort findet einen guten Ort" Erna B ü s i n g. , Das Recht auf den Strahenhandel. Die Händler und Schausteller Berlin» sind unzufrieden mit der Behandlung, die ihnen widerfährt und haben in einer ArbertSge- meinschaft sich mit der Frage de« Berliner Straßenhan- dcl» beschäftigt. Sie erkennen wohl an, daß sich gewisse Miß- stände im Berliner Straßenhandel eingeschlichen haben, stehen aber andererseits auf dem Standpunkt, daß in einem freien VolkSstaat ein« gewisse Ausdehnung des Strahcnhandels nicht ohne weheres zu verurteilen fei. In ausländischen Großstädten zum Beispiel ipiele der Straßen tan de l eine weit größere Rolle als in Berlin, Die ArbeiiSgemeiitschaft bat deshalb eine Reihe bog Leitsätzen beschlossen und sie dein Polizeipräsidium unterbreitet als Grundlage für«in« neue Polizeiverordnung über den Straßenhandel. Danach soll der Handel m>r Blumen und Druckschristen überall g e st a t t e t sein. Verboten soll er nur jn denjenigen Straßen sein, wo er ein wirkliches Verkehrshindernis bietet. AIS solche Straßen werden anerkannt: Friedrichstrqße von b«T Behren- straße bis zur Weidendammer Brücke, Leipziger Straße, Köriig» straße, Spitrelmarkt auf der Nordferte, Rosenthalerstraße, Münz- straße, Alexanderstraße, Weinmeisterstraße. Blumenstraße zwischen der Wollner-Theateritraße und der Jsflandstraße, Gertraudten- brücke. Große Frankfurter Straße zwischen der Kaiserstraße und der Krautsrräße, Kalandsgasse, Kemperplatz, Kurfürstenbrücke, Neue Schönhauser Straße.— An denjenigen Stellen, wo der Straßen- Handel gestattet ist, darf der Straßenhändler vor 7 Uhr morgen? und nach dem gesetzlichen Ladenschlutz einen festen Stand nicht ein- nehmen. Vom 1. bis 27. Dezember jeden Jahres ist der Straßen- Handel auch in denjenigen Straßen gestattet, in denen er sonst ver- boten ist. Im übrigen ist der Straßenhandel frei und unterliegt nur folgenden Beschränkungen: Straßenhandel darf jedermann betreiben, der vorher einen Gewerbe- oder Legttnnationsschein ein» gelöst hat und nicht Arbeitslosenunterstützung be- zieht. Der Straßenhandel ist mit allen Waren gestattet, auf die sich, nach der Gewerbeordnung nicht ein Verbot erstreckt. Jeder Straßenhändler muß 2 Meter von der Ecke der Baufluchtlinie ent- fernt stehen. Straßenhändler mit Karren, Wagen oder großen Be- HAtnissen müssen 2 Meter voneinander entfernt stehen. Straßen- Händler ohne Karren, Wagen und großen Behältnissen müssen min- deftenS 1 Meter voneinander entfernt stehen. Ter Kindermord in der Neue» Friedrich straße. Die vollständige Aufklärung des schauderhaflen Verbrechen» in der Neuen Friedrichstraße 49 macht noch fortgesetzt neue Ermitte- lungen der Kriminalpolizei und weitere Zeugenvernehmungen not-� wendig. To beklagten sich kurz vor dem Mordtage die Kinder HecklauS über Uebelkeit nach dem Genuß von Brot. Die über- lebenden Kinder sind nun von der Kriminalpolizei über die Folgen des Brotgenusses gehört worden und sagen au«, daß ihnen nach demGenuß schlecht geworden sei. Auch dieEltern hätten damals gesagt, daß ihnen nichi wohl sei. Der Polizeichsmiker Dr. Brüning begab sich nun in die Wohnung Hecklou», um alle Räume und Behältnisse nach einem Giftstoff zu durchsuchen. Er fand und beschlag« nahmt« zur chemischen Nntersiichung einige Speisereste, einiges Brot und Mehl und einige Fläschchen mit homöopathischen Heilmitteln. Durch weilere Zeugenvernehmungen ist außer Zweifel gestellt, daß Frau Hecklau ihre Kinder oit mißhandelt hat, Demgegenüber muß es auffallen, daß sie doch wieder auf ihre Ausbildung sehr bedacht war. Der älteste, jetzt tote Sohn Marno besuchte nicht nur die Realschule, sondern erhielt ebenso wie die anderen älteren Kinder auch Klavier» Unterricht. Die zehnjährige Martha soll demnächst nach Schweden kommen. Wie die anderen Kinder, deneu diese Wohltat zuteil wird, erhält sie deshalb Unterricht in den Anfangsgründen der schwedischen Sprache. An dem Geburtstage der Mutter, dem Mordtage, kam sie statt um 4 UKr nachmittag» bereits um kl Uhr zur Lehrerin. Diese wunderte sich darüber. Die Kleine konnte aber nur erwidern, daß die Mutter sie weggeschickt habe. Bei ihrem Fortgange sei es zu Hause.schon P Uhr gewesen. Die Mutter hat hiernach, ohne Zweiiel im Zusammenhang mit dem Verbrechen, da« Kind vor» zeitig aus dem Hause geschickt und vielteicht auch die Uhr vorgerückt._ Des Rittergutsbefiüers Wutmber die Zwangswirtschaft. Zur Frage der Lebensmittelversorgung ist folgender Briefioechsel ein sehr lehrreicher Beitrag: Die.Kasinoverwaltung der B e rli n- A nhalt i» scheu Ma sch i n en b au-Akti en- Gesellscha ft schrieb: 7. Januar 1929. Herrn Rittergutsbesitzer Schultz-Lupitz, I Friedrichs Hägen b. Berlin. Betr.: Kartoffeln. Kasinoverwal» ung. Wir benötigen zur Speisung unserer Beamten und Arbeiter aus unserem Kasino einen größeren Posten Kartoffeln und bitten Sie, unS mitzuteilen, ob Sie in der Lage sind, obiges Quantüm l eventuell einen Waggon) zu liefern, und zwar gegen Freigabe» schein de« Magistrats Charlottenburg, Bejahendenfalls bitten wir uni Angabe des Preises. Wir würden event. die Kartoffeln nach erfolgter Freigabe durch unser Auto von dort abholen lassen. Ihren umgehenden Nachrichten sehen wir entgegen. Hochachtungsvoll Kasinoverwaltung Bamag. Der Rittergutsbesitzer, Oekonomierat R. Schultz-Lupitz antwortete: Friedrichshagen, den 13. 1. 1920. An die Kasinoverwaktilng der Berl.-Änh. Masch.-A.-G. Berlin. Die gewünschten Kartoffeln möchte ich Ihnen nicht liesern. Es ist viel richtiger, wenn alle Herren und besonder? die Arbeiter einsehen und am eigenen Leibe erfahren, daß die Zwangswirtschaft der glorreichen Revolution ein Unding ist. Hochachtungsvoll R. Schultz-Lupitz. Will Herr R. Schultz-Lupitz die Zwangswirtschaft auf das Konto der Revolution setzen? Sein Brief zeigt, mit welchem.Eifer" die Landwirt« sich um die LcbenSmittelver- s o r g u n g der Städter bemühen. Der Herr Ritterguts» besitz-r verdiente, daß die Arbeiter i h n einiges„am eigenen Leibe erfahren" ließen._ Achtung, Genossinnen! Der RednerknrsuS(Gen. Juchacz) fällt am Mittwoch, den 21. auS.. � Kursus znr Einführung in dir Wohlfahrtspflege, ,m Jngend- heim, Lindenstr. 3, 2. Hof, 3 Tr.: Montag, den 19., abend« 7 Nhr, EinführimgSabrnd Ref.: Gen. Bohm-Schuch). Dienstag, den 20., SV, Uhr, Armenpflege(Herrn. Müller). Donnerstag, den 22„ 4 Uhr, Familien- und Jugendrecht(Dr. CaSpari). Freitag, den 23., 4 bis S Nhr, Erziehungslehre(Nydahl); S-k'/z Uhr, Schriftliche Arbeiten (Dr. CaSpari)._ Oefsentlich« Fraucnversammlung, DienStgg. den 19., abends 7zh Ubr, Reichenberger Hof, Reichende rgerftr. 147. Tagesordnung: „Die Frau im Kampf gegen die Reaktion/' Referent Genossin Anna Simon, M. d. N. Die Wähl znm Berliner BczirkSlehrerrat findet für die Bor- linec Leihterschaft der Volks- und Mittelschulen am Montag, den 19. Januar, im Berliner Lehrervereinshause statt. Die Lehrer- schaft will Männer und Frauen ihre» Vertrauens in die behördlich anerkannte Körperschaft senden, damit sie dort auf drei Jahre der Regierung und den städtischen Schulbehörden gegenüber da« In- teressc der Lehrerschaft vertreten. Allein sechs Listen hat die Lehrer- schaf: ausgestellt. Die 32 Mitglieder dcS Bezirkslehrerrats werden in unmittelbaren und geheimen Wahlen nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt. Das Todesopfer beim Brande der Bergmannwerke ist jetzt fest- gestellt. AuS dem Betriebe wurde, wie mitgeteilt, eine Arbeiterin vermißt. Nun fand man unter den Trümmern bei den Aufräu- mungSarbciten ein« Leiche, die vollständig verbrannt war. Diese Verunglückte ist ohne Zweifel die vermißte 17 Jahr« alte Ar- beiterin Charlotte Anger aus der Lubenwalder Str. 84. Eine Explosion hat nicht stattgefunden. Die Ursache des Brande« war lediglich eine Entzündung von Lack. Wilmersdorf. Die Unlerkommilsson der Gewerkschaften veranstaltet am Montag, Otu 1U. Januar, abends 7 Ulli, in der«lula der Ciec.'ca'- schule. am Seepark 3«. eine öfi-ntlich- volteversammlung mit der Tagesordnung:..Di- Lebensmittelprefte und die Löhne der Arbeiter und Angestellten". Erscheinen aller Partei- und Gewerkschaftsmitglieder ist dringend notwendig. Lichterfelde. Gemeindevertretung. Ahl 17. Juli 1919 hatte sich die Gemeindevertretung für die Einhcitsgemeinde Groß-Berliir ausgesprochen. In der Sitzung am IS. Januar stellte, die gemischte Fraktion der Rechten den Antrag, den seinerzeitigen Beschluß— der nur durch eine ZusallSmehrheit zustande gekommen sei— auf. zu bebe n und die Schaffung einer Gesamtgemeinde zu fordern. Nach stundenlangen Auseinandersetzungen wurde auch in diesem Sinne beschlossen, da die reaktionäre Mehrheit deS Gemeinde Vorstandes mit der 2-St!mmen»Mehrheit der Rechten stimmte. Ein Antrag, die Gemeinde Schmargendorf und Grüne- wald einem anderen Bezirke einzufügen, dagegen Lankwitz, Teltow und die Gutsbezirke Klein- Machnow und StahnAdorf mit dichter- 2j Jan Krebsereuter. -t? e l n e Taten. Fahrten und Meinungen. Aukgezeichae, von HanS Müller-Schlösser. „Verschreck' dich nft, Schwager!" lachte Grades,„ich bin es!" „Wer soll auch anders so'» Manieren haben, einem guten Morgen zu sagen, als wie d»l" schimpfte Ouoddclniechel und putzte sich die Knie ab. Grades stellte sich breit� vor ihn hin, nahm die Pfeife aus dem Mund und sagte feierlich, indem er die Augen weit .rufriß und die Brauen so hochzog, daß die Stirn sich in Falten legte wie eine Ziehharmonika: „Ferdinand Ouaddelmechel, Spizereihändler und Schwa- ger, jetzt nimm mal all deine Grütz' zusammen und guck' mich mal an!" „Wat ist denn?" fragte der ein wenig verdrießlich. „Ich sag', du sollst mich mal angucken!" „Jo, jo, ich guck' dich an!" „Und wat siehst du?" „Ich seh' einen Doll, der andere Lelit' unnöttg bei der Arbeit aushält." „Merkst du nit, wat der Schoner für'n Ladung hat?" fragte Grades und zeigte mit 5em kurzen Pfeifensttel auf sich. „Nee." „Und wenn ich dir sag', bat der Hubert! mein HochzeitZ- Habit bis am Sonntag instandbringen muß, merkst du dann wat?" „Nee." antwortete Quaddelmechel hartnäckig. „Marjajolef, du bist aber auch so blind wie eine alte Focklantern! Mo w' mir den Gefallen, du merkst doch wat!" „Ree." „Dann will ich dir sagen, wat du merkst: Du merkst, dat mein Fahrzeug heut morgen guten Wind hat." „Dat merk' ich." „Du merkst, dat ich klar Wasser unterm Kiel Hab'—" „Ich merk' auch." fiel ihm Quaddelmechel lachend ins Wort,„dat du beut geflaggt und illuminiert hast. Du hast als am frühen Morgen Oel auf die Lamp' geschütt'." „Kein einzig' Dröpvke, Fernand l So wahr wie Gott kfct!_ Aber rück' mal raus mit der Jennewittsslasch'. denn wat ich dir zu melden Hab', verdient, dat man wat von binnen illuminiert." Und Grades packte seinen kleinen, schwächlichen Schwager unter den Arm und schob ihn vor sich her in das Lädchen hinein. „Wie du mir heut morgen vorkömmst, Grades! Ich weiß es nit!" rief Quaddelmechel und holte kopfschüttelnd unter der Theke den Steinkrug mit dem holländischen Kornschnaps hervor.' „Also merkst du doch wat. du Schinder-Aasl— Auch ein Flötchen für dich!" fügte Grades hinzu, als er sah. daß Quaddelmechel bloß ein Gläschen vollgoß. „Nee, nee," rief Quaddelmechel,„so früh am Morgen packt der mich zu hart an, und ich Hab' noch einen ganzen Tag Arbeit vor mir. Du kannst ja nreinetwegen ein Flötchen für mich mittrinken, Grades." „Ich sag', du trinkst ein Flötchen stiit! Voran�oder ich setz' dir noch ein Leesegel bei!" Und Grades ließ vor Ouaddelinechels Nase seine braun- behaarte Hand wippen, die so groß war wie die hölzerne Schaufel, mit der er das Kielwasser ans seinem Lotsennachen schöpfte. „Laß gut sein, Grades, laß gut sein!" rief Quaddelmechel und goß rasch ein zweites Gläschen voll, denn wenn Grades bloß streichelte, gab es schon blaue Flecken. „So. Damit wären wir also klar. Und jetzt setz' dich mal mlf deinen Achtersteven und halt' dich an der Reeling fest, denn wie ich dich kenn', fliegst du mir über Bord, wenn du gewahr wirst, wat du gewahr werden sollst!" Quaddelmechel sank bestürzt aus den Binsenstuhl, der hinter der Theke stand und starrte Grades mit großen, ängst- lichen Augen an.„Um Jesechrestewelle, lieber Grades, bring' mich nit in unnötige Alteration!" „Mo da gib paß, Fernand!" Grades stützte sich mit beiden Fäusten auf die Theke und beugte sich herunter zu dem verbiestert dasitzenden Quaddel- mechel und sagte, nachdem er ein paarmal Heftig geschnauft hatte, mit feierlichem Ernst: � „Ferdinand Quaddelmechel, Spizereihändler und Schwa- ger. ich. der Lots GradeS, ich bab' dich dies Nacht � no gib Paß. sag' ich!— Hab' dich dies Nacht— zum Qbme gemacht!" Quaddelmechel starrte den Grades mit offenem Munde an.„Hä?" war das einzige, das er nach einiger Zeit heraus- bringen konnte. „Böhl" blökte Grades und schnitt ihm ein Schafsgesicht. Dann sagte er ärgerlich:„Du sitzt da, wie Butter an der Sonn' und hast dat Maul voll Zäbn', aber nit Pivp oder Mäpp als Antwort drin! Ich sag', du bist dies Nacht Ohme geworden!" Quaddelmechel rührte sich noch immer nicht, sondern starrte ihn Wetter dumm cm. „Qh, du bimmlische Barmherzigkeit!" rief Grades. „Quaddelmechel! V Stoppelkalb! Dir kann man aber auch wahrhastig als Gott den Klüverboom in die Kombüs jagen, dann merkst du noch nix! Nee, ich geb' es dran, denn dir kömmt der Verstand wie deni Qchs die Milch. Nee, ich kann dich als Pat-Qehm nit brauchen, dat wätt ja ein Deutvels- iftalöhr für den armen Jung, wenn er nach dir schlagen tät'I" Quaddelmechel klappte den Mimd zu und schluckte. „Grades, leewe Grades!" stotterte er dann und sprang auf.„bist du geck oder>vat ist dir? Wahrhastig?? Ist dat wahr?? Ist dat so weit? Ne Jung? Au, au, au! Ne rich- tige Jung??" Grades stellte sich wieder aufrecht hin und antwortete, während es ihm feucht in den Augen blinkte: „Ne Jung, Quaddelmechel. ne Erbprinz! Ne neue See- mann! Ne Jungmann I Ne kleene Toppgast!" „Au. a». au, Grades!" rief Quaddelmechel,.i» laß mich aber gratulieren I" Und erschüttelte Grades die Kielwasserschaufel und klopfte ihm auf den Oberarm— bis zur Schulter langte er nicht— „nee, nee, dat ist aber eine Freud'! Wann ist er denn ange- kommen? Ist alles gut abgelaufen? Oder hat er sich lang' nötigen lassen? Wat macht die junge Mutter, et Trüdeke? Mein Gott und Batter, da müssen wir eins draus trinken Grades, dat sagst du gut! Und ich wevd' Pat-Oehm, saast du? Oh. dat freut mich! Der Jung soll sich, so Gott will, nit schlecht dabei stehen! Prost. Grades!" Und er kippte das Gläschen in den Mmrd und goß eS sich und Grades wiader voll.. Grade« wischte sich mit der Hand über den Mund und berichtete:.Heut in der Früh Klock drei ist er hon Stapel gelausen. Sa nah' eZ rührte, hätft es zu guter Letzt noch Havarie gegeben." „Au au!" „Eja. Mit der Bogspriet ist er kramboliert und dat Gangspell hatt' sich ein bißchen verwickelt. Aber sonst ist er glatt zu Wasser gekonimen. Und beim Trüdeke ist alles ge- sund an Bord." „Gott sei Donk! Gott sei Dank!" rief Quaddelmechel und kippte da8 Gläschen wieder.'„Grades, da kawiett ich dir für. du hast mir einen gehörigen Schreck in die Glied.: ge- jagt! Psrost!" Worts. jolaU felbe su vereinigen, wurde einstimmig gutgeheißen. Der Gemeinbe horstand berichtete über seine Maßnahmen zur Linderung, der Wohnungsnot. Es wurden 118 Dachivohnungen festgestellt und für 88 Wohnungen 245 000 M. aus Gemeindemitteln bezahlt. Zwangs wohnungen sind in 100 Fällen in Anspruch genommen worden. Für Erschließung von Pachtland für Kleingärten werden vorläufig 10 000 m. bewilligt. Die sozialdemokratische Fraktion setzte sich besonders für die Kleingärtner ein. Ein Dutzend kleiner Vorlagen wurde schnell erledigt. Mariendorf- Südende. Vom 12. d. M. ab führt die Gemeinde Schuhreparaturen aus. Sie werden je nach Gewicht des verwendeten Leders und der erforderlichen Arbeitszeit billigst berechnet und stellen sich etwa für Herrensohlen auf 25,00 M., Damensohlen 20,00 M., Kinderfohlen 17,50 M. Verwendet wird für die Sohlen Chromleder. Annahme und Ausgabestelle befindet sich in der hiesigen Feuerwache, Rathausstr. 69/72. Diefelbe ist werktäglich von 8-2 Uhr hierfür geöffnet. Die Wolfsbibliothet ist jegt wieder eröffnet und befindet sich im alten Schulhaus, Dorfstraße. Die Ausgabe der Bücher erfolgt: Dienstags und Donnerstags von 6-9 Uhr; Sonntags von 11-1 Uhr. Sozialistische Bildungsschule. Januar Februar. Groß- Berliner Lebensmittel. In der kommenden Woche gelangen zur Berteilung: die in den Speisefettkundenlisten der in den Bezirken der 29., 34., 35., 36. Berlin. Bis Donnerstag, den 22. Januar, wird an diejenigen Kunden, und 38. Brottommission und bis Montag, den 26. Januar, in den Bezirken der 37. und 42. Brottommission gelegenen Geschäfte eingetragen find, pro Stopf 125 Gramm Käse verteilt. Für die am 19. Januar beginnende Fleischkartenperiode können die Fleischkarten in Berlin in der Zeit vom 19. bis 21. Januar bei den zuständigen Brottommiffionen gegen Bezugsscheine auf Haferfloden oder Teigwaren in doppelter Höhe der Fleischration umge tauscht werden. Für jede Boll- Fleischkarte wird ein Bezugsschein auf wöchentlich 500 Gramm, für jede Kinderfleischfarte ein Bezugsschein auf 250 Gramm dieser Nährmittel ausgegeben. Auf die Reichsfleischkarte gelangt ausländisches Gefrierfleisch zum Preise von 6,20 Mart für ein Pfund in Strajt, d. 5. A I- Starten 1 2iter, A II, Liter, B I- Starten, Liter und zur Ausgabe. Für die A- und B- Milchkarten tritt Liste V bis auf weiteres B II Liter. Charlottenburg. 250 Gramm Fleisch auf Reichsfleischkarte( Kundenlifte), 2 Pfund Kartoffeln,% Pfund Buder auf die Buderkarte vom 15. bis 31. Jan., 125 Gramm Graupen, 125 Gramm Weizengrieß, 135 Gramm Teigwaren, 70 Gramm Margarine. Für Jugendliche: 200 Gramm Weizen griek. Im Januar an Striegsbeschädigte, die 30 Proz. und mehr erwerbsunfähig find, 4 Pfund Nährmittel: 1 Bfund Reis, 1 Pfund Hafernährmittel, 1 Bfund Graupen und 1 Pfund Teigwaren. Wilmersdorf. Fleisch nach besonderer Bekanntmachung. Kartoffeln: 2 Pfund auf 4a und 4b, zur Ergänzung der wöchentlichen Kartoffelration In Berlin finden im 1. Quartal 1920 folgende Vortragssyklen für auf 40 2 Bjund Koblrüben, auf 4 d und 4 200 Gramm Teigwaren und 200 Gramm Hülsenfrüchte. 375 Gramm Zuder. Speisefett nach besonderer bie 9 Arbeitsgruppen statt. Bekanntmachung. 125 Gramm Suppen. 250 Gramm Nährhefe. Auf die Bujaknährmittelfarten für Stinder: Grieß. 1, Pfund auf 42 der gelben mehl. Für Krante: Gier auf 4 anfangs der Woche. Für werbende und Busaynährmittelfarten A I, 2 Pfund auf 42 A II. 1 Pfund Kindergersten stillende Mütter laut besonderer Bekanntmachung/ Bfund Burst. Lichter felbe. 125 Gramm Grieß, 75 Gramm Sago und 50 Gramm Rudeln, 500 Gramm ausländische Maisfabritate, 2 Pädchen Süßstoff, 125 Gramm ausländ. Dörratiebeln, 250 Gramm Zerealienmehl Montag: Gruppe Nordosten- Zentrum. Beginn: 19. Januar, 7 Uhr, Redner: Gen. Wissell. Thema: Volkswirtschaft. Lokal: Königstädtisches Lyzeum, Greifswalder Str. 24/25. Gruppe Wedding. Beginn: 19. Januar, abends 7½ Uhr. Redner: Gen. Dr. Loewe. Thema: Bollswirtschaft. Lotal: Schulaula, Plantagenstr. 15/17. Gruppe SüdwestenSüden- Westen. Beginn: 26. Januar, abends 7 Uhr. Redner: Gen. Lindow. Thema: Betriebsräte und Gewerkschaft. Lokal: Schulaula, Mittenwalder Straße. Dienstag: Gruppe Schönhauser Vorstadt. Beginn: 20. Januar, abends 7 Uhr. Redner: Gen. Hermann Müller. Thema: Betriebsräte und Gewerkschaften. Lokal: Schulaula, Oberberger Str. 57. Gruppe Often. Beginn: 20. Januar, abends 7 Uhr. Redner: Gen. Dr. Rojen feld. Thema: Verfassungswesen und Verfassungskämpfe. Lokal: Aula der II. Handwerkerschule, Andreasstr. 1. Gruppe Moabit. Beginn: 20. Januar, abends 7 Uhr. Redner: Gen. Friedr. Stampfer. Thema: Berfassungswesen und Verfassungstämpfe. Lokal: Schulaula, Tempelhofer Ufer 2. Neukölln. 250 Gramm Marmelade. Für Kinder von 3-4 Jahren 500 Gramm Speisesirup auf die Milchkarten B1 und B2 in den städt. Verkaufsstellen. Ab Dienstag Conderverteilung für Jugendliche: 1 Büchse Walzertraft sowie 250 Gramm Nährmittel. Für ältere Bersonen über 70 Jahre eine Dose Malzertraft. Fettration: 20 Gramm Butter, 70 Gramm Margarine auf Speisefettfarte sowie 100 Gramm Schmalz auf Abschnitt E26 der Einfuhrzusaglarte. Für Speisefettfunden der 2. Brottommission 125 Gramm Staje bis Montag, den 19. Jan. An Stelle von Kartoffeln Ausgabe von Hülsenfrüchten und Nährmitteln. Brit. 125 Gramm Teigwaren, 125 Gramm Gerstenfloden für Kriegsbeschädigte; 1 Lfd. Teigwaren für werdende Mütter;% Bfb. Teigwaren, 100 Gramm Sped, 50 Gramm Katao, für Kinder; ½, Pfd. Leig waren, 100 Gramm ruffischen Tee soweit Borrat, sonst Kalao, auf Einfuhrausazkarte; 150 Gramm amerit. Gerstenmehl. Auf Berlin- Briger AusDonnerstag: Gruppe Südoft. Beginn: 22. Januar, abends 7 Uhr. Rebner: Gen. Knoll. Thema: Volkswirtschaft. Lotal: Schulaula, Dresdener Str. 113. Gruppe Often II( Landsberger Viertel). Beginn: 22. Januar, abends 7 Uhr. Redner: Gen. Adolf Cohen. Thema: Beweis: 1 Bid. Graupenmehl, ½ Pfd. ausländ. Haferfloden, 1 Pfd. Obsttriebsräte und Gewerkschaften. Lokal: Heinrichs Festfäle, Große Frank- mus, 1 Bid. fleine, weiße Beribohnen; 1 Bfd. braune Bohnen, je Haus furter Str. 30. halt soweit Borrat. Auf 4a- d der Kartoffeltarte 4 Bfb. Kartoffeln, auf 40- f der Startoffelfarte 200 Gramm Großbrot, auf 4g der Kartoffellarte 1 Bid. Kartoffelscheiben und 5 Std. Maggi- Suppenwürfel. Sonnabend: Gruppe Gesundbrunnen- Rosenthaler Borstadt. Beginn: 24. Januar, abends 7 Uhr. Redner: Gen. Kaßenftein. Thema: Verfassungswesen und Verfassungstämpfe. Lotal: Schulaula, Graunftr. 11. In den Vororten finden im ersten Quartal ds. J. folgende Vortragszyllen Katt: Reukölln. Vortragslokal: Albrecht- Dürer- Oberrealschule, Emferstr. 137. Beginn: Sonntag, 18. Januar 1920, vorm. 10 Uhr( 8 Abenbe). Bortragender: Erwin Barth über Volkswirtschaft. Tempelhof- Mariendorf: Vortragslotal: Aula der 2. Gemeindeschule, Werderstraße, Ede StaiferFriedrich- Straße. Beginn: Montag, den 19. Januar, abends 7½ Uhr ( 8 Abende). Bortragender: Rebatteur Kuttner: Rednerkursus. Wildau: Vortragslotal: im Kasino. Beginn: Montag, 26. Januar 1920, abends 7 Uhr( 8 Abende). Vortragender: Gen. Bahlte über Grundbegriffe des Sozialismus. Adlershof: Vortragslokal: Zeichensaal der 2. Gemeindeschule, Radiceftr. 10. Beginn: Donnerstag, 22. Januar 1920, abends 7 Uhr( 8 Abende). Vortragender: Dr. Lohmann über Volls wirtschaft. Reinidendorf: Vortragslokal: Aula der 5. Gemeinbeschule, Auguste- Bittoria- Allee 38. Beginn: Donnerstag, 22. Januar 1920, abends 7 Uhr( 8 Abende). Vortragender: Gen. Kabelis über Boltswirtschaft. Steglik: Vortragslokal: Aula der Realschule, Am Stubenrauchplan. Beginn: Donnerstag, 22. Januar 1920, abends 7 Uhr ( 8 Abende). Bortragender: Gen. Squer über Volkswirtschaft.. Lichtenberg: Vortragslotal: Schulaula, Kronprinzenstr. 10. Beginn: Freitag, 23. Januar 1920, abends 7 Uhr( 8 Abenbe). Vortragender: Dr. Tichauer über Verfassungswesen und Verfassungsfämpfe. Frie drichshagen: Vortragslotal: Restaurant Lindengarten, Friedrichstr. 24. Beginn: Dienstag, 3. Februar, abends 7 Uhr. Vortragender: Gen. Streußiger über Verfassungswesen und Verfassungskämpfe. Vortragslokal: Engel, Mühlenstraße, Ecke Brennerstraße. Donnerstag, 29. Januar, abends 7 Uhr. Vortragender: Dr. Bendiner über Erfurter Programm. Pankow: Schwerhörigen- Gruppe. Mittwoch, 21. Januar, 7 thr, Saub ftummenschule, Markusstr. 49, Hof links, 2 r. $ C Vereinigung der sozialdemokratischen Beamten der Gemeinden Freitag, den 23. Januar, 7 Uhr, im Berliner Rathaus, Bimmer 109. Groß- Berlins Werbeausschuß S. P. D. Mitgliederversammlung am Agitationskonferenz der A. G. G.- Betriebe. Mittwoch, den 21. Januar, 5 Uhr, in der Aula des Sophiengymnasiums, Weinmeisterstraße. Konferenz sämtlicher Vertrauensleute, Funktionäre und aller Stopsund Handarbeiter, die auf dem Boden der S. P. D. stehen. Mitgliedsbuch legitimiert. S.- P.- D.- Funktionäre des Siemenskonzerns. Montag 4 Uhr Konferenz aller auf dem Boden der S. P. D. stehenden Metallarbeitervertrauensleute, Arbeiter ausschußmitglieder und Arbeiterräte im Lofal Marsand( Heidekrug), Siemensstadt. Sowjetrußland und das deutsche Proletariat. Referent: Genoffe Otto Berz. Boden der S. P. D. stehen, am Mittwoch, den 21., 5 Uhr, Versammlung Buchdruckerei- Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen, die auf dem im Alexandriner", Alexandrinenſtr. 37a. Charlottenburg. Dienstag, den 20. Jamuar, 7 Uhr, im Boltshause, Rosinenstraße: Mitgliederversammlung des Wahlvereins. Reinickendorf- West. Dienstag, den 20. Januar, 7 Uhr, in der Aula der 5. Gemeindeschule, Auguste- Bittoria- Alee 35/36: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Bortrag des Genoffen Hänsler über:„ Was ist und was will der Sozialismus"? Borsigwalde. Mittwoch, den 21. Januar, 74, Uhr, bei Sakinsky, Neue Ernststraße: Frauenabend. Referentin: Genoffin Stiefel. Niederschönhausen. Mittwoch, den 21. Januar, 7, Uhr, bei Reibe, Kaiser- Wilhelm- Straße 10: Frauenabend. Referent: Gen. Lehrer Ziechert: Mahlsdorf. Dienstag, den 20. Januar, 7%, Uhr, bei Anders, Bahnhofftr. 39: Frauenabend. Referent: Genosse Lehrer Meise:„ Religion, Kirche und Schule". " Elternbeiräte". Bildungsveranstaltungen. Bildungsausschuß Groß- Berlin. 4. Kunstabend( Musterveranstaltung) „ Die Ballade heute 7 Uhr Aula des Gymafiums zum Grauen Kloster, Klosterstr. 74, Cintritt 1 M. Kleines Schauspielhaus nachmittags 3 Uhr 2 Uhr. Die Helden" von Bernhard Shaw, Eintritt 1,90 M., Beginn der Verlosung nuar, nachmittags 3 Uhr, im Blüthnersaal, Lüßowstr. 76, nur für Inhaber Erste Aufführung für Heitere Mufit" Sonntag, den 25. Ja blauer Starten. Bir bitten, die Marken einzulösen. Bureau, Lindenstr. 3, 2. of L. 4 Tr. L., Zimmer 10, ist geöffnet von 9-4, Donnerstag von 9-1 und 5-8. Steglit. Der heutige Sonntag bietet noch Gelegenheit, für den end beginnenden Kursus der Sozialistischen Bildungsschule über„ Praktische gültig Donnerstag 7 Uhr in der Aula der Realschule am Stubenrauchplat Bollswitschaft zu agitieren. Jugendveranstaltungen. Wedding. Heute vormittag 10 Uhr Führung durch das Bau- und Berkehrsmuseum. Treffpunkt: Judendheim, Lütticher Str. 38. Dienstag, den 20., fällt Veranstaltung aus. Donnerstag, den 22. Januar, 7 1hr, in der Gemeindeschule, Plantagenstraße, außerordentliche Funktionärsigung mit wichtiger Tagesordnung. Treptow. Kartoffeln: Auf die amet Abschnitte 4a bis 4b der Startoffellarte 2 Pfund. Auf die Abschnitte 4c bis 4g 500 Gramm Brot. Auf Kartoffelstärtemehl. Auf Abschnitt 72 der Berl. Trept. Karte 500 Gramm Maismehl und 250 Gramm weiße Bohnen. 125 Gramm Nudeln. 250 Gramm Sago. Lichtenberg. 2 Pädchen Süßstoff, 125 Gramm Teigwaren, 112 bis 125 Gramm Haferfloden, 5 Suppenwürfel. Auf Urlauberbezugsfarten: 100 Gramm Nährmittel und 250 Gramin Marmelade. Friedrichshagen. Auf Abschnitt 6: 200 Gramm Teigwaren, 56a- o: 3 Pid. Startoffeln, Einfuhrkarte C 26: 100 Gramm Schmalz. Alt- Glienice. 125 Gramm Teigwaren, 250 Gramm Morgentrant, 125 Gramm Maisfloden, 250 Gramm Berealienmehl. Für Kriegsbeschädigte 1 Bfund Gerstenfloden, ½, Bfund Sped und 1 Balet Zwiebac. Karlshorst. Die den Gewerbetreibenden bewilligten Gewerbefohlen farten liegen bei der Kohlenverteilungsstelle Starlshorst, Donhoffstr. 31, in den Dienststunden zwischen 8-13 Uhr werttäglich, an Sonnabenden von 8-1 Uhr gegen Borzeigung des Gewerbescheins zur Abholung bereit. Tegel. 125 Gramm Teigwaren, 2 Pädchen Milchfüßspeise, 250 Gramm Grieß und ältere Leute 250 Gramm Morgentrant. die Abſchnitte la bis 16 500 Gramm Buffbohnen und 200 Gramm Vorträge, Vereine und Versammlungen. Pankow. Die Gemeinde hat einen Heinen Boften Leberwurst, aus Die Ware Auslandstram bergestellt, zum Berlauf überwiesen erhalten. gelangt in sämtlichen Fleischereigeschäften zur Ausgabe. Auf jeden Fleischfartenabschnitt werden, soweit der Vorrat reicht, 50 Gramm Wurst verabfolgt. Hermsdorf. Auf die Doppelabschnitte 3a, b und c der Kartoffelfarte werden 3 Bfund Kartoffeln verabsolgt. Für ausfallende Kartoffeln Beginn: wird Ersaz geleistet. Infolge des geringen Mucheingangs fönnen Kinder im Alter von 4-6 Jahren, die im Befit der braunen Milchkarte find, nur dann mit Milch beliefert werden, soweit dem Bändler solche verbleibt, nachdem alle Bersorgungsberechtigten bereits Milch erhalten haben. As Ersatz für die Milchausfälle wird den Kindern eine Büchse Kondensmilch gewährt. Hörerkarten zum Preise von 4 Mr. bei den Obleuten der Bildungsausschüsse und ben Vertrauensleuten. Aus Raumgründen tönnen wir die Vorträge im Februar März April erst in den nächsten Tagen veröffentlichen und bitten unsere Leser, fich den Lehrplan auszuschneiden, da es uns Der Platz nicht erlaubt, die Beröffentlichung noch einmal vorzunehmen. D. Reb. Die Besichtigung der Erziehungsanstalt Lindenhof in Lichten berg für die Teilnehmerinnen des Wohlfahrtskursus in Charlottenburg findet am Montag statt. Treffpunkt 2%, Uhr Endhaltestelle der Linie 64 und 164, Ede Gudrunstraße. Sprachschule für Proletarier. In den nächsten Tagen beginnen neue Surfe in Englisch und Französisch für Genossen ohne Borlenntnisse. Anmeldungen bis zum 22. Januar täglich von 5-6 Uhr abends in der Gemeindeschule Hinter der Garnisonkirche( Nähe Bhf. Börje), Zimmer 7. Groß- Berliner Parteinachrichten. 6. Abt. Wichtige Sigung aller Funktionäre und Betriebs- Bertrauens leute am Mittwoch, abends 8 Uhr, bei Schult, Mariendorfer Str. 5. Montag, 7, Uhr, bei Stayfer, Reichenberger Str. 154. 9. Abt. Sigung der Funktionäre und Betriebs- Bertrauensleute am 28. Abt. Betriebs Bertrauensleute, Arbeiterräte und Funktionäre! Montag, 19. Jannar, 7%, br, bei Bartel, Wörther Str. 19, Ede Ryleftraße. Thema: Die fommenden Wahlen. 32. Abt. Märchenvorlesung 25. Januar, 4 1hr, la ber Schulanla Schönhauser Allee 166a. Eintrittstarten beim Genossen Johannes Bogel, Kopenhagener Str. 14. Deutscher Werkmeisterverband, Bezirksverein Berlin XV. Diens tag, den 20. d. M.: Große öffentliche Buchbinder- Werkmeisterversammlung im Restaurant Sur Bierglode", Belle- Alliance- Straße. technischen Angestellten und Beamten, Ortsverwaltung Norden IV. Bund der Nächste Mitgliederversammlung am 21. d. M., abends 6, Uhr, in Lambert Festfälen, Schönhauser Allee 129. Arbeiter Radfahrerbund, Soli barität, Ortsgruppe Berlin, II. Abt. Sonntag: Besuch der TreptowSternwarte. Sternwarte. Sonntag, 3 Uhr: Bewohnbarkeit der Welten"( LichtbilderStart: 2 Uhr Fontanepromenade 18. Treptowa vorträge), 5 Uhr: Bilder aus dem Harz, Thüringen und dem Riesengebirge", 7 Uhr: Sitten und Gebräuche frember Bölker". Einführung in die Astronomie"( Bortrag mit Lichtbildern von Direktor Dienstag: Dr. Archenhold). Mittwoch, 7%, Uhr: Beltanfang und Weltende"( Vortrag mit Lichtbildern von Robert Henseling). Sonnabend, 5 Uhr:„ Mit Ozeandampfer von Bremen nach Newport"; 7%, Uhr:„ Die Leistungsgrenze von Auge, Fernrohr und Mikroftop"( Erperimentalvortrag von Dr. W. Bollmann). Aus aller Welt. Das Hochwasser in Dresden am Terrassenufer hat einen Ver= fehr mit Hähnen hervorgerufen, da die dortigen Häuser nicht mehr anders zu erreichen sind. Der Gondelhafen an der Brühlschen Terrasse ist überschwemmt. In Meißen steht das Stadttheater teilweise unter Wasser, so daß die Vorstellungen eingestellt werden mußten. Seit Sonnabend mittag ist ein langsames Fallen des Waffers eingetreten. In Benrath am Rhein wurden ztvei Leichen angetrieben. Eine Sprengstoffabrik in die Luft gegangen. In Air- les- Bains weitem Umtreise wurden die Fensterscheiben zertrümmert, auch ( Südfrankreich) flog eine pyrotechnische Fabrik in die Luft. In Dächer wurden abgerissen. Es wurden alsbald 80 Tote und Verwundete gezählt. Explosion eines Blindgängers. Aus Walldorf wird gemeldet: Ein Blindgänger, den der Elektrotechniker Peter Fensterer im Selsterbacher Balde fand, kam bei dem Versuch, ihn gut enbladen, zur Explosion und tötete Fensterer sowie 2 Knaben aus der Nachbarschaft, die sich den Vorgang mit ansehen wollten. RUDOLPH HERTZOG BREITE STRASSE BERLIN C2 BRUDERSTRASSE Vorteilhafte Angebote in Woll- und Baumwollstoffen Phantasiestoffe für Kostüme,| Einfarbige und schwarze| Halbseid. Stoffe für Straßen-| Baumwollene Waschstoffe Kleider, Blusen und Mäntel Kleider- und Kostümstoffe und Gesellschaftskleider glatt und gemustert Kostümstoffe in gemischten Farbentönen, verschwommenen Karos und im Herrenstoffgeschmack, sowie neue Karos, Strelfen u. Noppenstoffe, Breite 130-140 em, das Meter M. 19.20 28.30 bis 180.80 Karierte Stoffe für Kleider und Röcke in großer Auswahl, Breite 100-130 cm, das Meter M. 13.65 28.30 bis 54, Blusenstoffe in einfarbig, gestreift u. kariert. Reinwollene, halbwollene, kunstseidene u. Burett stoife Breite 70-90 cm, das Meter M, 18.45 36.95 bis 42.50 Mantelstoffe. Neuzeitige Gewebe in hellen, mittlen und dunklen Farbentönen, Breite 130-140 em, des Meter M. 62.69.64.85 bis 180.00 Reinwollene einfarb. Kostümstoffe. Gabardin, Twill, Diagonal, Cheviot und Tuch, Breite 100-140 cm, das Meter M. 74-139.- bis 180, Reinwollene einfarb. Kleiderstoffe. Popelin, Wollbatist und Köper, Breite 100-130 cm, das Meter M. 48.50, 62.- bis 147.Schwarze reinwollene Kleider- und Kostümstoffe in neuzeitig. Webarten, Alpaka und Panama. Breite 90-140 cm, das Meter M. 36.35 59.10 bis 180.Schwarze halbseidene, kunstseidene und klare Stoffe glatt, gestreift u. gemustert, reinwollene und reinseidene Schleierstoffe und Grenadine, Breite 90-110 cm, in elfenbein-, zarten Licht-, mittleren u. dunklen Farben. Eolien, Chinakrepp, Tussorseide und Seidenkaschmir. Breite 80-100 cm, das Meter M. 65.- 95.- bis 116.50 Bedruckte Tussorseide farbenprächtige Muster, Breite 70 cm.... das Meter M. 55.05 Breite 110 cm.. Bedruckte baumwoll. Musseline und Madapolame.Helle u.dunkle Farbenstellungen, Breite 76-112 cm, das Meter M. 9.70 bis 14.Baumwollene Batiste und Schleierstoffe. Bedruckt und einfarbig, Breite 70-80 cm, das Mtr. M. 7.60 9.10 bis 18.Breite 98-115 cm, das Mtr. M. 14.15 28.30 bis 36.Weiße baumwollene Schleierstoffe. Glatt und bestickt, Breite 70-110 cm.. das Meter M. 7.25 bis 26.65 Baumwoll. Flanelle in verschied. Streifen, Breite etwa 80 cm, das Mtr. M. 16.95 20.40 bis 24.25 Bedruckte reinseidene Schleierstoffe. Blumen- und Arabeskenmuster, .... das Meter M. 48.50 Neuheiten in gestreift. u. karierten halb- und kunstseidenen Stoffen Hemdentuche und Madapolams. in großer Auswahl, Breite 90-105 em, das Meter M. 31.40 42,- bis 61.50 Mantelscide imprägniert, Motor M. 24.48 2.35 M 20 Bolle 300 130- am dus Ma a Mater M Gute Ware, Breite etwa 80 cm, das Meter M. 16.35 bis 23.50 Weisse Koeper- Barchent. Sehr vorteil. Arelle 88. des Meter M. 1415 bis 28 Nr. 32�37. Jahrgang S. Seilaae öes vorwärts Sonntag, IS. Januar 1�20 Volksernährung unö Verkehrsfrage. f:it Nationalversammlung hatte am©omta&enb eine s«l>r ernste Deiatte. über, deren Dsgimt wir im Wendblatt berichtet haben. «bg. Seger tU. E.) stimmt der Borlage zu. Tab der Reich» bankerott da ist. weih jedermann. Der Staat zieht aber auch dr Länder und Gemeinden mit in den Abgrund. Nur Abbau der Lebensmittelpreise kann helfen. Abg. Brüh»(Tnat.): Seinerzeit war eS der Abg. Steinkopf. der eS nicht unterstützte, als ich vor Weihnachten im SuSschuh SO Proz. Teuerungszulage als zu gering erklärte. Da war er gan, still. Wenn die Beamten gut gestellt werden, muh selbstverständlich die Arbeitszeit entsprechend sein. Abg. Nacken sZ.s: Als Borfitzender des interfraktionellen Ausschusses für Beamienfragen stelle ich fest, dah alle Parteien darin einig waren, dah die SO Proz. nicht ausreichten. Wir muhten sie aber nehmen, damit dre Beamten zu Weihnachten überhaupt etwas bekamen. Abg. Steinkopfr Hohe Ausschuß ist sogar berechtigt, den Kreis der Sachen zu be- stimmen, die vor die Milrtäroerichte oder Tribunale des Hohen Ausschusses gehören, ja selbst bei den Zidilgerichten anhängige Sacken m jeder Lage des Verfahrens diesen zu entziehen. Da- durch sind für Strafsachen und für bürgerliche Rechtsstresiigkeiten wie auch für das Streikrecht von den zuständigen Stellen gc- trennte Sondereinrichtungen getroffen. Die auf die gerichtlichen Verfahren während des Waffenstillstands bezüglichen Vorschriften finden in der Vereinbarung vom 28 Juni 1010 keine Unterlagen. Was gedenkt die ReichSreyinung zu tun, um die Jnnebal- tung des Rheinlandabkommens seitens des Hohen Ausschusses dcS Rheinlandes zu sichern? Rcichsmimster des Innern Dr. Koch: Inhalt und Umfang der Befugnisse der BcsatzungSbehürden im Westen richtet sich nack, dem Rheinlandabkommen. Wären die Ordonnanzen der Kommission recht, so wäre das Rheinland nickt be- setztes, sondern unterworfenes Gebiet.(Sehr richtig!) Dann unterstände eS nicht deutscher, sondern fremder Souveränität, dann wäre eS nicht ein Faustpfand für die Erfüllung unserer Verpflich- hingen, sondern eine Fremden auf Gnade und Ungnade überlieferte Kolonie. Die Bestimmungen des RheinlandabkommenS geben den Alliierten daS Recht, jederzeit den Belagerungszustand zu ver- bangen. Wären ab« di« Ordonnanzen Reckt, so bedürfte cZ der Verhängung des Belagerungszustandes im einzelnen Fall gar nicht mehr, denn sie bedeuten einen dauernden Velageru-gSzustand. (Sehr richtig!) Die Reichsrogi«ung hat daher, nachdem sie beim Rheinlandkommissar ihre schweren Bedenken vergeblich zur Sprache gebracht hatte, eiircn sckriftlickem Protest gegen diese Ordon- nanzen erlassen und sich zu mündlichen Verhandlungen bereit er- klärt. Die Regierung steht auf dem unantastbaren Rechtsbodcn, den ihr der in feierlichster Form verkündete Friedensvertrag garantiert.(Beifall.) Die Hohe Kommission hat das Recht, Berort«. nun�en zu erlassen, soweit cS für die Bedürfnisse und Sicherheit de* VesatzungStruppen nötig ist. Die Alliierten begründen di« Ordonnanzen ab« damit, daß sie zur AuftechterHaltung der öffentlichen Ordnung nötig sind. Die AuftechterHaltung der Ordnung ist jedoch Sache der deutschen Behörden. Nur was die Sicher« heit ihr« gctvaltigcn Armee gefährden könnte, geh: die BcsatzungS- behördcn an. Die Ordonnanzen«schütteln die Sicherheit deö Rechtslebcns in verhängnisvoller Weife und beschränken die Ein- nwhticr in der Ausübung ihrer ursprünglichen Staatßbürgerrcchte. Nach den Ordonnanzen kann jeder ausgewiesen werden, den man auSiveisen will.(Sehr richtig!) Die Bccrmisn können nach dem Abkommen nur abberufen,»gch-den-Ordaimanzen aber- sogar aa--- gewiesen werden. Seit dem Waffonstillstand sind 7S Beamte von oen Franzosen unl>_12 von den Belgiern ausgewiesen worden, wäh» rend von den Engländern und Amerikanern nur je ein« abberufen, aber nicht ausgewiesen worden ist. Die Gründe der Ausweisung sind fast niemals authentisch mitgeteilt worden.(Hört, hört!) Die Lage im besetzten Gebiet ist daher für di« Beamten in Zukunft ge« fährlick und unerträglich Die fremden Gerichte haben sich auch vis Zuständigkeit angemaßt bei jedem Verstoß gegen die Ordon- nanzen. Eine solche Bestimmung wird dazu führen, auch in Zu- kunft Hochverräter zu fchiitzen. ES liegt auch di« Gefahr nahe, daß Schieber durch die fremden Gerichte geschützt werden. Selbst Urteile dcS Reichsgerichts können durch di« fremden Tribunale aufgehoben werden Wer einen schwarzen Soldaren belächelt, wer an einer Fahne vorübergeht, ohne sie zu grüßen, sogar, wer gegen die S ck i ck- lichkeit verstößt, kann seiner Freiheit beraubt werden.(Hört. hörti Große Unruhe.) ES ist ein unerträglicher Gedanke, Angehörige eines fremden Volkes als Sittenrichter darüber zu sehen, was schicklich ist. Wir erleben die Wiederaufrichtung eines GeßlerduteS im 20. Jahrhundert.(Sehr richtig!) Der Charakter des befetzten Gebiete» als unterworfenen Lande» wird dadurch gekennzeichnet, daß jedes Gesetz und jede Verordnung der beut- ichen Behörden der Rheinlandkommission zur Genehmigung zu unterbreiten ist(Hört, hört!) und nachträgliche Äutzerkrah- setzung jeder Zeit vorbehalten bleibt.(Bewegung.) DaS be- deutet die Aufrichtung eine« fremden Souveränität und ist ein Bruch deS Friedensverträge».(Lebhafter Beifall.) Tie Franzo- ien nennen das Rheinlandabkommen „ein Statut von beispielloser Freiheit". Wir haben ander« Anschauungen von Freiheit.(Lebhafter Beifall.) Die Reichsregierung wird ihre Aufgabe darin sehen, jede Handlung im besetzten Gebiet, die die Rechte der deutschen Bevölkerung antastet, von dieser Stelle auö, und sonst wo es möglich ist, der Oeffentlichkeit zu unterbreiten. Leider sind wir heute dazu genötigt. Am 13. Januar sind der Gerichtsassessor und der Registerrichter HüSgen und ein anderer Beamter durch belgische» Militär festgenommen und zwangsweise zum Truppen- kommando geführt worden. Noch kurzer Zeit wurden sie zwar entlassen. Assessor HüSgen aber die wettere Ausübung der richier- lichen Tätigkeit untersagt, weil er sich geweigert hatte, auf mili- tärischen Befehl der Belgier eine Eintragung in das H a n- d«l»reglper auSzuführett.(Lebhaft« Hört-HSrt!-Rufe: Ur� erhört!) Wir betrachten eS als unsere Susgabe, der Bevölkerung der Rbeinlande überall wo e» möglich ist. ratend und bels:«" zur Seite zu stehen. Wenn daS bisher nicht immer so gelungen ist, wie eS möglich war, so lag daS daran, daß der Waffenstill- stand noch lein Friede war. Gerade jetzt hat die Regierung stck entschloffen, anläßlich der Ueberschwemmungen im besetzten Gebiet der Bevölkerung mit einem Betrag von zunächst 10 Millio- neu zu Hilfe zu kommen.(Lebhafter Beifall.) In den Erörte- rungen über da« Rheinland bitte ich Tie. eine nationale Ein- heitSfront zu bilden.(Beifall.) Eine» Trost für uns bilvet»n dieser bitteren Etvnde die untadelige würdige Haltung der rhei- nischen Bevölkerung.(Lebhaft« Beifall.) Unter den Hammer- schlügen dieser Behandlung wird daS Rheinland fester an da« Deutsche Reich angeschmiedet ckerden als je in den Tagen deö Glück». DaS Rheinland ist deutsch nach Gesinnung, Blut und Spracke. deutsch auch nach Form und Inhalt des Friedensvertrages.(Stürmischer Beifall und Hände- klatschen, in da» auch die Tribüiienbesucher�pinstimmen.) Damit ist die Tagesordnung erledigt. Nächste Sitzung Sonntag 12 Uhr: dritte Lesung de« Be» triebSrategosetzeS. erst« Lesung des KörperschaftSsteuergesetzeS. Die Abgg. Schnlz-Brember,(Dnat. Bp.) und Rieß«(D. Lp) erhoben Einspruch gegen die Beratung de» Körperschaft»,!««- «efetzetzf wehrend die Abgeordneten». Payer(Dem.) und LSbc ( Soz.) die Notwendigkeit betonen, auch dieses Gesek dem Ausschuß zu überweisen, der die Einkommensteuer berät. Wegen des Einspruchs der Rechtsparteien muß die Störperschaftssteuer von der Tagesordnung abgesett werden. 1919 betrug ihr Umfag 22 095 887 Pfund Sterling( 450 756 095 m.), Jum 106, Broz. usw. Unter den in den nächsten Bezirksverfamm 37 Broz. mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres; auf die lungen zu behandelnden Gegenständen sind von Interesse die AnEigenproduktion entfielen 6 682 557 Pfund Sterling( 136324 163 M.), träge auf Erwerb von Grundstücken in Plymouth, wo ein Eins was eine Steigerung um 723g Proz. bedeutet. Die Ein- und Aus- faufs- und Musterraum geschaffen werden soll, auf Erwerb von zahlungen der Banfabteilung beliefen sich auf 126 357 321 Pfund Druckereibetrieben in Reddisch. einer Möbelfabrik in Bristol, ciner Sterling( 2 577 689 348 M.); hier beträgt der Zuwachs 265% Pro3. Kleiderfabrit in Brislington und einer Reihe Grundstücke zur Er Einige Produktivbetriebe zeigen einen gewaltigen Aufschwung, so erweiterung bestehender Betriebe. Beachtung verdient auch der Vors höhte sich die Produktionsmenge in Margarine um 146, Proz., in schlag, eine Statutenänderung zu dem Zwecke vorzunehmen, eine Seife um 100 Proz. Der Wert der Produktion stieg in den Kleiderfabriken Berzinsung des Anteillapitals bis zu 6 Proz. zu ermöglichen. BeDie Konsumgenossenschaftsbewegung in England. um 157 Proz., in den Konservenfabriken um 1451 Proz., in den gründet wird dies mit der großen Anziehungskraft, der außerhalb Die englische Großeinkaufsgesellschaft steht vor einer wefent- Eimerwerfen um 136 Proz, in den Weißblechwerken um 110 Proz., Der Genossenschaftsbewegung die Kapitalien begegnen. lichen Erweiterung ihres Aufgabenfreiies. Jm dritten Vierteljahr in den Rochdaler Farbiverken um 129½, Proz., in der Möbelfabrik Soziales. in England. Imprägnierie RegenMäntel für Damen à 89- Leopold Gadiel Bezaubernd schöne Tanzstunden- Kleider, Crêpe de Chine, Tüll, Seide etc., zarteste Lichtfarben. Entzückende Jungmädchen- Kleider feine Wollstoffe u. Seide. ochelegante Kostüme große Auswahl auch für starke Damen und für Jugendliche. Cinsegnungs- Kleider Velvet Eolienne feine Wollstoffe, vorzügliche Qualitäten, selbst für den verwöhntesten Geschmack, enorme Auswahl, ungewöhnlich binig. Nochelegante esellschafts- Kleider so schön, wie sie selten wieder gezeigt werden. Alle Stoffarten. Elegante, selten schöne Wollene Damen- Kleider Auswahl. Königstr. Treppe Wollene Strickjacken viele Farben. Entzückende farbige Voile- u. Batist-, Kinder- u. Mädchen Kleider für den Hochsommer, 50-100 cm lang, in einer riesigen Auswahl, zu den fabelhaft billigen Preisen, je nach Größe: 40.-, 50.-, 60.- bis 135.Statt Karten. Die Beerdigung des am 5. d. M. verstorbenen Schuhmachermeisters Hermann Breitsprecher findet am Dienstag, den 20. d. M., um 2 Uhr auf dem Neuen Zwölf- Apostel- Kirchhof( Tempelhofer Weg) statt. Um stille Teilnahme wird gebeten. 21/20 Die frauernden Hinterbliebenen. Nach langem, schwerem, und qualvollen Lelden verschied am 15. Januar 1920 mein innigftgeliebterMann, unser herzensguter Bater, Schwiegervater, Schwager, Onfel, Großvater und Ürsangroßvater, der Schriftfezer Snvalide Friedrich Apel im 78. Lebensjahre. Amalie Apel nebst Kindern. Berlin. 15. Januar 1920. Razbachstr. 5. 7046 Die Einäscherung findet am Montag, den 19. d. 2., abends 6 Uhr, im Krematorium Berlin, GerichtStraße, statt. Kranzipenden höflichst verbeten. Für die Beweise herzlicher Teilnahme und reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres Starke Büste wird erlangt durch das echte BocatelBusenwasser, Dtsch. Erfinder- Schutzverband. Sitz München. E. V. Gegr. 1912 Dienstag, den 20. Januar, abends 7 Uhr, im Musikervereinshaus, C. Kaiser- Wilhelm- Straße 31: Oeffentliche Erfinderversammlung. T.- O.: 1. Patentschwindel und Schutzverband. 2. Friedensvertrag und Patentrecht. 3. Kostenlose Beantwortung von Patentfragen. Gäste willkommen. Eintritt frei. Sterbelasse 56. Generalversammlung am Sonntag, 25. Januar, vormittags 9 Uhr, in Lokal von Funke, Triftstraße 63. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Bericht welches die der Revisoren, 3. 23ahl des Formen zur Borstandes. 4. Wahl der Revihöchsten Ent foren. 5 Wahl der Gesasperfaltung bringt fonen. 6. Sagungsänderung. und Achtung! Allgem. Orts- Krankenkasse Spandau. Montag, den 26. Januar, abends 71% Uhr, im Hotel 3. Stern, Spandau Potsdamer Str. 35: Außerordentliche Ausschußßißung Tagesordnung: der drei Karenztage). Mitglieder Zahlreiches Erscheinen der 2. Aenderung der KrankenBittogt. unbedingt ist ordnung. 7036 3. einen 7. Feſtfegung der Publitations- 1. Sagungsänderung( Wegfall gleichmäßig. organe. 8. Berschiebenes Halsansatz bewirkt. Durch natürliche äußerliche Kräftigung wird die erschlaffte Brust gefestigt und die unentwickelte kleine Büste vergrößert. Zahlreiche Anerkennungen. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. J. A.: R. Bergemann. Wirkung unübertroffen. Flasche 600 Mark. Kosmet. Laborat. H. Bocatius, Aranten- u. Sterbelasse Berlin Schönhauser Allee 132. Unauffällig erhält ergraut. Haar die früher. Naturfarbe wieder d. Reichels Regenerator. Dunkelt allmähl. u. ist unverwaschbar 7,50 bis der im allgemeinen Verfehrswesen beschäftigten Personen n. verwandten Berufsgenossen Eintracht"( 3. a. G.) in Berlin. Bureau: Muladftr. 19. gut. Vaters Friedrich Gläser 12 M. Otto Reichel, Berlin 43, Mittwoch, d. 18. Feb. 1920, sagen wir allen lieben Verwandten u.Bekannten unseren innigsten Dank. 707b Wwe. Pauline Gläser und Kinder, Berlin, Voltastr. 43. Spezialarzt Dr. med. Koeben. Erprobte und schmerzlose Behandlung gegenüb Friedrichstr.81, Panoptik Königstr. 56 57, Rathaus. gegenüb. Spr. 10-1 u. 4-7, Sonnt. 10-1. Separates Damenzimmer Spez,-Behandig. Hauts, Sarn, Unterleibsleiden und nervöse Schwäche. Schnelle, fichere Behandlg., möglichst ohne Berufsstörung. 19jdgr. Praris. Kühn, Andreasstr. 25, Ece Breslauer Str., bicht am Schlef. Bhnh. Sprechst. 10-12, 5-18. Gonnt. geschlossen. Homöopath. Institut Meißner Am Babnnof Müggelstr. 25, Franki.Allee Saut, Sarn- 1.Unterleibsleib., nersöje Schwäche, ipez. veraltet. Faile, bei fchnell., sich. u. schmerzInler Behandlung ohne Berufsstärung. Auskunft tofteni. HarnSO, Eisenbahnstraße 4. Raufe BriefmarkenSammlungen, auch Einzelmarlen, Marten auf Brief, Raritäten. Bei Nachweis von Gamm lungen zahle hohe Brovifion. K. Stoebe, Berlin W, Santftr. 14 III. Telefon: Steinplag 1790. Alt- Kupfer, jedes Quantum, fauft ( Preis per stilogr. 14-18 M.) Hengst, Brinzessinnenſte 21. Zigaretten, türk., engl., amer. Lagerbesuch sehr lohnend. abends 71% Uhr, im Reſtaurant Bürgerheim, Alte Schönhauser Straße 23/24: Ordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Berwaltungs- und Rassen bericht vom Jahre 1919. 2. Wahlen des Vorstandes, Auffichtsrates u. Schiedsgerichts. 3. Festsegung der Gehälter und Entschädigungen. 4. Antrag auf Aenderung der Gagung. 5. Innere Kaffenangelegen heiten. zur Bekanntmachung. Am 19. Januar 1920 wird eine 5. Ausfertigungsstelle für Berechtigungsscheine auf Kommunalware eröffnet. Die Ausfertigung von Berechtigungsscheinen für Kommunalware erfolgt fünftig in den folgenden Stellen: Nr. Bezirk, umfaffend die Stadtbezirke 1-30,38,41-78, 114-136, 142-144, 182, 197-198, 200-217, 269-271, 279-283 2 31-37, 39, 40, 281-304, 307-314 3 246-268, 272-278, 305, 306, 315-326 4 5 79-113, 138, 139, 149-151, 153, 159-181, 189 b, c, e, 190 b, c, e, f 137, 140, 141. 145-148, 152, 154-158, 188-189 a, 189d, 189f, 190 a, 190 d, 190 g, 191-196 und 199 Berlin, den 15. Januar 1920. Gif Wallstr. 13, Hof, Quergebäude, 1 Treppe Bochumer Str. 13 ( Laden) Ramlerftr. 16 ( Laden) Roppenstr. 72, 1 Treppe Stralauter Str. 33, 3 Treppen Magistrat, Bekleidungsstelle. Bortrag über Reforme Krankenversicherung( Herr J. Nr. 91 BIT. 1/20. Geschäftsführer Hartung). 4. Kleine Anfragen. Anfragen, welche eine Einsicht nahme in die Bücher oder Atten erforderlich machen, sind dem Borstand mindestens drei Tage vor der Sizung schriftlich mitzuteilen. Die Herren Ausschußmitglieder erhalten noch eine be sondere Einladung. 281,8 Der Borstand. G. Richter, Borsigender. Kranken-, Sterbe- und Zuschußkaffe für männl. Bersonen aller Berufe Freitag, den 20. Februar, Groß- Berlin. abends 62 Uhr: Mitgliederversammlung bei Hummel, Cophienstr. 5. Tagesordnung: 1. Vorstands u. Kaffenbericht. 2. Erfahwahl des Ausschusses. 3. Wahl der Schiedskommission. 4. Verschiedenes. 281/9 Maas. Dr. med. Karl Reinhardt Potsdamer Str. 117 an der Lützowstraße Sprechst. 12-2, 6-2 10 Uhr abds., Sonnt. 1211-1 Uhr Spezialarzt für Haut- und Harnleiden, Harn- u. Blutuntersuchungen. Aufklärende Broschüre mit Beschreibung sämtl. Heilverfahren im verschl. Kuvert gegen Einsendung v. M. 1,50. Spezialarzt Dr. med. Coleman Sprechstunden 9-1, 5-7%. Sonntags 9-1. Stiedrichstraße 91/92 de theenftraße. Kuren. Teilzahlung gestattet. ohne Berufsstörung be. seitigen Haut-, Haruu. Unterleibsleiden, wo alles andere versagte. Keine Einsprigungen. Natura- Institut. Herzliche Leitung. Blücherplatz 3( direkt am Halleschen Tor). Sprechstunden von 10-1, 4-8 Uhr 1. Gonntags 11-1 Uhr. Blut-, Harn-, Sputum- Antersuchungen usw. Aerztliche Beratung oder schriftliche Auskunft fostenlos. für Haut, Hara, Blasen, Seifensieder gesucht. Angebote unter K. 45 an die Erpedition d. Vorwärts, Lindenstr. 3. Buchhalter Kartonarbeiterinnen verlangt J. Berger, Burgstr.21. Krawattent geübte Zuschneiderinn. verlangt 3. Berger, Burgfit. 21. Maschinentlöpplerin für Telephonschnüre fof. gesucht. B.& G.Kepler, Elifabethufer19. für Conto- corrent gesucht, mög 100 Mamfells I chft sofort. Off. u. J. S. 2896 a.Rudolf Mosse, Berlin SW19. Reisende sucht Zigarettenlager Bergmannstr. 1. Cehrling, Sohn achtbarer Eltern, der Zeichentalent hat, verlangt jo fort oder 1. April Schilderfabrit 3ohannes Slug u. Co., Stallschreiberstr. 60. Staub- und Seidenmäntel. Beinhardt, 9914* Petersburger Straße 81. SchürzenNäherinnen für weiße Kinderfachen sucht 3. Wartenberg, Stralauer Str. 42/43. 22/2 Blusen- und Kleidernäherinnen fär Lingerie( eleg. Genre) bei guten Preisen in u. außer fort gesucht. Fantasiewesten dem Haufe( mit Vorlage) fo geübte Zuschneiderinn. verlangt 3. Berger, Burgstr. 21. I Geldschrank sucht sofort 21/ 18* Kohn& Drenfuß, Stronenstr. 61-68. Schlosser, Schloßbauer, Hebeler, Stoßer, Schmiede Panzer A.-G. Berlin N., Badstraße 59. Geschäftsführer gesucht. 108D Der Ortsausschuß Harburg a. d. C. des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes( Gewerkschaftskartell) fucht mit Antritt bis spätestens 1. April einen Geschäftsführer. Mitgliederzahl zurzeit 17 000. Jn Betracht kommen lenn nur eine tüchtige, energische und erfahrene Kraft. Der Betreffende muß entsprechende Kenntnisse der Gewerkschaftsbewegung besigen und Um zahlreiches Erscheinen der Spezial- Arzt Unterleibsleiden, nervöse Schwäche, imftande ſein, alle Arbeiten eines Ortsausſchuſſes ſelbſtändig Der Borstand. 281/10 Anträge zur General Mitglieder ersucht verfammlung müssen bis zum 4. Februar 1920 schriftlich beim Borstand eingereicht werden. Der Vorstand. speziell veraltete Fälle, Salvarsan- Kuren, zit erledigen, sowie gegebenenfalls im Arbeiterfekretariat Urin- u. Blutuntersuchungen. Separates Damenzimmer. vertreten. Weitere Bedingung: Mindestens zehnjährige MitErste und älteste Heil- Anstalt Löser. gliedschaft einer freien Gewerkschaft. Bewerbungen mit kurzer Dänischer Kautzbak 25- Oere: Dir. Löser senior. Drskotti. herige Tätigkeit sind bis 10: Februar 1920 at Dito Adler, Spezial- Arzt Darstellung über die Aufgaben eines Geschäftsführers und bis Löschin, Karl Wendt, 1. Borsigender. Charlottenburg, Schloßstr. 45. Spezialarzt Dr. Hasché Sprechstunden 10-1, 5-8. Gonnt. 10-1. am Bahnhor Friedrichstraße 90 Friedrichstraße. Nur Selbstverbr. u. Gastw. Friedrichstraße 90 M. Dessen, Berlin, Alexanderplatz 2, 1Treppe, am Untergrdbh. 9-6 Uhr. Blatin 142-146 M. pro Gramm u. Blutuntersuchung. 10-1, 5-8. alte Gebisse ts 1000. Donnerstag u. Conntag 10-12. Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß OranienFriedrichstr. 125 burger Tor Spr. 11-1, 6-8, Sonnt. 11-1 Harn- u. Blutuntersuchung Goldmünzen 230 M. Gilbermark 6,20 M. tauft E. Hausdorf, NO 1s, Palisadenstraße 11, v. II. Elektromotore Gleichstrom:: Drehstrom kauft Dr. med. Laaks Ingenieurbureau Sehlichting Spezialarzt. Erfolgreiche Behandlung. Königstr. 34/36 Alexanderplatz. 10-1, 5-8, Sonnt. 10- T Lätowierung entfernt sicher, oft genügi eine Sigung. C. Weissert, fosmet. Jnititut. Invalidenstraße 147. Spr. 10-12 und 3 Uhr.* Teilzahlung gestattet.Giftfreie naturgemäße Behandlung von Haut. Harn- und Unterleibsleiden, Broschüre für 1 Mk. portofrei in verschlossenem ohne Berufsstörung. Aufklärende, belehrende Umschlag ohne Aufdruck durch II, Nur Rosenthaler Str. 63-70 am Rosenthaler Platz Sarburg a. d. E., Gr. Schippfee 18 11, zu richten. 9-1, 4-8, Sonnt, 10-1 Spezial- Behandlung von Haut-, Harn-, Unterleibsl, Frauenleid., spez. veraltete Urinhartnäckige Fälle, Schwäche; Salvarsan- Kuren. u. Blutuntersuchungen, Licht- u. Finsen- Behandlung. Schnell, sicher, ohne Berufsstörung. Getrennte Wartezimmer für Damen und Herren. Aerztliche Heilanstalt. 144/ 3* nahe Alexanderplatz. Löser, Münzstr. 9, 9-1, 4-8, Sonntags 9-1. Stellengesuche Spezialarzt Dr. med. Dammann, cluichi. d. Sebammendienstes, b. Wochen- u.3rrenpflege. Berlin 11, Potsdamer Straße 123 B. Sprechzeit: 9-11, 2-4, Sonntags 10-11. + Spezial- Behandlung v. Saut, Sarn, Unterleibsleiden, nervöser Schwäche. Größte Ingenieurbureau Schlichting Seiterfolge! Besonders f. Kranie, welche anderwärts nicht aus Berlin W 9, Linkstr. 10. geheilt worden sind. Blutuntersuchung, Höhensonne- Beitrahig. Tel. Lützow 3705 und 8518. DIF. HERMANNS Gijajjerstr. 421. Stiebrichftr. Spr.: 10-12,4-7, Sonnt 12-1 Bierdegance taufe große und fleine Mengen. Angebote erbittet A. Höffmann, Bin.- Mariendorf, Richterstr. 49, II. 721b Brillantschmud fauft oder tauscht gegen Goldwaren Frau Taiche, Belle- Alliance- Straße 98. Dir. Dr. med. Hollaender Spezialarzt Aufklärende Broschüre Nr. X. 2,50 M. gegen Nachnahme. Berlin, Leipziger Str. 108 täglich 11-1,5-7 Uhr, Hamburg, Kolonnaden 26 f Sonntags 11-1 Uhr. Frankfurt a. Main, Bethmannstr. 56. Arbeitsnachweis der Stadt Berlin. Fachabflg. f. D. Srantenpflege-, Babe- u. Massagewefen Friedrichstr. 110/112. Teleph.: Norden 2186.90, 2190/95. Norden 2157 weibliche Abteilung, 2158 männliche Abteilung. Sonn- u. Feiertags nachts: Teleph. Nord. 2157. Bertrauenswürdige Pflegerinnen f. Brivatoflege stehen jederzeit z. Verfüg. Amt Norden 2186-2190 Züchtige Stockarbeiter, Polierer, Schleifer, und 2195-2199. Arbeitsnachweis d. Stadt Berlin vermittelt füchtige Reinemache-, Waschfrauen, Aufwärterinnen sowie Sausangestellte aller Art für Privathäuser in der Fachabteilung für Sausangestellte, Friedrichstr. 110-112( früher Bassagekaufhaus). 123/ 11* Geöffnet 8-7 Uhr. Stelienangebote cool Feiler einem Gohn fofort gesucht. Emil Knuth& Co., Schirmund Gtodfabrit, Berin SW 48, Wilhelmstr. 121. 699b Elfenbeinschniger für Schirmgriffe eventuell für Arbeit außer dem Hause bet höchstem Lohn fofort gesucht. Offerten unter H. 45 HauptBorwärts", 6986 egp. Beaco Ein Metallbrücker wird für fofort bei gutem Lohu nach Dänemark gesucht. Offerten find unter G. 45 an die HauptExped. d. Vorwärts zu righten, 920 Kartons. Geübte Arbeiterinnen verlangt 3. Berger, Burgstr. 21. Anprobier- Damen! Wir suchen junge Damen Größe 44 bei dauernder Stellung. Persönliche Vorstellung zwischen 10 bis 1 Uhr. 109D Fischbein& Mendel Lindenstr. 44/47. Zeitungs- Zentrale( Z. Z.) Aktien- Gesellschaft 225/19 stellt Botenfrauen ein in den Geschäftsstellen: 146/ 4a* Markusstr. 36, Petersburger Platz 4, Wattstr. 9, Baerwaldstr. 42, Lausitzer Platz 14/15, Steglitzer Straße 37, Lindenstr. 3, 2. H. pt., Ackerstr. 174, Prinzenstr. 31, Greifenhagener Str. 22, Wilhelmshavener Str. 48, Immanuelkirchstr. 24.- Charlottenburg, Sesenheimer Str. 1.- Schöneberg, Belziger Str. 27,- Lichtenberg, Wartenbergstraße 1. Boxhagener Str. 62.- Treptow, Kiefholzstr, 412, Gramenz. Neukölln, Neckarstr. 2. Niederschöneweide. Unruh, Brückenstr. 10. Borsigwalde, Räuschstr. 10. Weissensee, Berliner Allee 61. Leiser Sport- Palast Das größte Kino der Welt Potsdamer Str. 72 Hochbahn Bülowstr. Schreckensnacht im Irrenhaus Ivoy. Hierzu: Der Frauenspekulant. Vorführungen 4, Die 6.15, 8.30. 225/17 Liga zum Schutze der deutschen Kultur veranstaltet Dienstag, den 20. Januar, 7 Uhr abends, im Großen Hörsaal des Museums für Meereskunde ( Georgenstr. 34-36) für die Teilnehmer an ihren volkswirtschaftl. Kursen einen Lichtbildervortrag von Dr. N. Schidlof über ARRA 000000 Entfettungstabletten Marke„ Gibaja" nach bewährter Vorschrift, erfolgreich und unschädlich. Pelikan- Apotheke Berlin W. Leipziger Giraße 93 nche Charlottenftr. Reichels Lebensmittel 60 Zweig- Geschäfte. Die Zukunftsstaaten der Vergangenheit, Industriellen Unternehmungen zu dem jedermann herzlich willkommen ist. Eintritt frei. Sing- Akademie. Mittwoch, 21, Jan., 1/28 Uhr: Drittes Konzert( im Abonnement) der Kammermusik- Vereinigung der Kapelle der Staatsoper Mozart: Divertimento. C. M. Weber: Variationen f. Klav. u. Klar O. Urack: Quintett. Beethoven: Septett. Karten: Bothe& Bock, Wertheim, Abendkasse. BARON 15 UHR TEE ATLANTIC * DIELE* KURFÜRSTENDAMM 14 15 WIEDER ERÖFFNET GG Gemälde- Galerie Gelb Potsdamer Str. 27 gegenüber Lepke Amt Lützow 6362 Gute Originale. Reelle Preise. Bevorzugte Gaststätten Berlins sind die Tonndorf- Betriebe Ed. Arno TonndorfLinden- Restaurant| Conndorf Unter den Linden 44 und Friedrichstraße 87 Bornehmes Weinund Bier Restaurant Gepflegte echte lere Spezialität: Pilsner Urquell Unter den Linden 56 9 Kaffee Diele- Bar Abends Wein- Restaurant! Nachm. u. Ubend- Konzerte Rapellen Uschmann.Wagner Gesellschaftsgimmer Eigene Wiener Bäderei! Mittag- u. Abendmusik: Kapelle Michalor. Kaffee- Zubereitung nach Karlsbader Urt. Alseitig gerühmte Berpflegung. Verkauf an Private! kann die Ueberwachung ihrer Betriebe gegen Vertrauensbruch) Diebstahl Einbruch usw. gewährleistet werden. Offerten unter L. 45 an die Expedition d.„ Vorwärts", Lindenstr. 3. Möbel Gelegenheitskäufe Speisezimmer, echt Eiche, 3700an kompl, von Schlafzimmer, echt Fiche, 2700, kompl. von Herrenzimmer, echt Elche, 3200, kompl. von Küchen in allen Farben von 500, Einzelmöbel, Kleinmöbel, Polstermöbel große Auswahl Rosenthalerstr.Sa lu.12( Lad.) Baron Ein wohischmeckendes und leicht verdauliches Nährmittel aus Eigelb und Milch gewonnen ist Dr. Hoffbauer's( ges. gesch.) LECITHIN- EIWEISS ( 5% Eigelb- Nervstoff und 95% Milcheiweiß enthaltend). Ueberraschende Erfolge bei allgemeiner Körperschwäche, Unterernährung, Nervosität, Blutarmut. 100 Gramm 7,75, ½, Pfd. 18,50, 1 Pid. 36,- Mark. Alleinige Verkaufsstelle Elefanten- Apotheke, Berlin 213. Leipziger Str. 74, gegenüber Dönhoffplatz. Zentrum 7192. Ehlenbecks Kautabak aus Uebersee- Tabak mit prima Friedensbeize. Vorzüglichste Oualität. Größte Leistungsfähigkeit. Rauchtabak rein Uebersee Zigaretten- Tabak in den verschiedensten Qualitäten. Ständig Vorrat. Unfer riefiger Bedarf macht uns zu bevorzugten Abnehmern vieler erstklassiger Schuhfabriken, die uns ihre feinsten Erzeugnisse reservieren. Unsere Kunden haben den Vorteil davon Platin 141 bis 145 Mark. Tabak, Zigaretten, 3elluloid- Film- Udfälle Pl.- Zähne nicht unter 9 Mark. Silbermark 6 M., Goldmünzen über Preise tauft Ordower, Friedrichstr.46 Engl. v. 250 pr. Mill, Deutsche Ecte Zimmerstr. und Georgenv. 140 pr. Mille, firchstr. 50, nahe dem Alegander53-13 VerKernleife, finen, wirte, er plag. 9-12, 2-7. 140/ 20a braucher. 0. Krebs, Alt. Für Schwerhörige D. R. G. M Sachenchen, Silber: Frau Linke, Blücherstr. 40, kauft v. II. Möbel- Rossien Inventur- Verkauf aller Lagerbestände billigst. Schlafzimmer von 2900 bis 15000 M. Speisezimmer 9 3800 16500 " " Herrenzimmer. 3850 12550 9 " 22 Wohnzimmer 2700 4650 " 99 " 57 Kastanien Allee 57 Brennholz -Meter Kloben 90,- Mt. Meter geschnitten 10,- M., ofenfertig 11, M. bei Abnahme von 10 Zentnern. 7246 Greifswalder Straße 6. 21/19 und Gold Silber Münzen Silver- u. Gológeld kauft höchstzahlend Silberzentrale Gotkowskystraße 13 und Huttenstraße 35. Zahle für Goldu. Silbermünzen 50 Pfennigstück M. 3.10 6.20 1 Mark( Silber) 99 12.80 31.115. 230.2 Mark( Silber) 99 5 Mark( Silber) 10 Mark( Gold) 20 Mark( Gold) 99 Glasberg, Berlin, Brunnenstr. 24, Uhrenladen, neben Jandori. Telephen Humboldt 911. MOBEL Lieferung kompletter Herren-, Speise-, Schlafund Wohnzimmer ab Fabrikgebäude m. cig. Lastauto nach jedem Ort. MULLER Berlin, Alexanderstr. 31. Tel. Kgst. 1737. Quecksilber 1 Kilo Mark bis 112.kauft in unseren 4 Einkaufsstellen 99 Cohn" 1. Brunnenst. 11 ( am Rosenthaler Pl.). 2. Bahnhofstr. 2 Ecke Schöneberg. St. am Anhalt. Bahnhof. 3. Fennstr. 48 am Weddingplatz. 4. Neukölln, Kaiser- FriedrichStrasse 229 ( nahe Hermannplatz). Gold- u. Silbermünzen Gold- und Silbermedaillen kauft jeden Posten Zu allerhöchsten Preisen Metallkontor Berlin SW.68, Alte Jakobstr. 138 Telephon: Moritzplatz 12 858 Blei! Ziun! Weißmetall! alle Legierung ,, je de Menge, zu höchftemTagespreis tauft EinlaufsEdelmetall bureau. Weberst.aße 31 ( Aleg. 4243). Glienicke- Adlershof, Cimbernstraße 10. 702b Zähne von 3 M. an in Farbe genau wie die im Munde stehenden, echter Friedenstauffchut, Kronen von 30 M. an. Plomben i. Gold, Silber, Porzellan. Brüdenarbeit, fog. plattenlofer Ersag für Patienten, die das Tragen einer Blatte im Munde stört. Alle Arbeiten werden im eigenen Laboratorium m. elettrischem Betrieb ausgeführt. Umarbeiten schlechtsiz. Gebisse. Reparaturen fofort. Zahnziehen nach altbewährter Methode. Sprechst. 9-12. 2-7, Gonntags 9-12 Uhr. Zahnatelier Robert, Brunnenstraße 4. Bis Weihnachten 5 Broz. Rabatt. MOBEL Tischlerei. F. Kernien, Neue Königstr. 19b. Gegründet 1894. Wohnzimmer Schlafzimmer Speisezimmer Herrenzimm. in sehr gefällg. Formen in groß.Ausw. am Lager. ,, Margophon" wirkt verblüffend. Beseitigt Ohrger., nervöse Ohrenschmerz. Unsichtb. bequem zu tragen. Preis 10 M. Margophonstäbch. 1 Dtz. 4,00 M. Auskunft umsonst. Margonal- Co., Berlin, Belle- Alliancestr. 32. aucherdank! ges. gesch., ermögl. in einig. Tag. das Rauch. ganz od. teilw.z. unterlassen. Amtl. begutachtet. Wirkung verblüff. Vollständ. un schädl. Tägi. Anerken. Ausk ums. Institut Englbrecht. München R. 6. Kapuzinerstr. 9 Silbermünzen Golbmänzen Ffauft bedeutend über den höchsten Tagespreis 1696b* Kaiser, Greifswalder Giraße 201, Armee- Pistolen 08 ( Parabellum) und Mauser 9 mm kaufen jede Menge F. W. Vandrey& Co. Berlin, Lindenstr. 90. Gartenlandparzellen neu erichlossen in guter Kultur, felten bequem und schön gelegen, zur Selbfibewirtschaftung und Stopitals. Sin neuer Geist anlage jehr geeignet, verlaufe Vorwärtsstrebenden und Erfindern bieten sich gute Verdienstin Niederschönhausen, KaiserWilhelm- Straße, dicht Straßenbahnhof ant 889 die Quadratrute von 85 90. an. Auskunft auch Gonntags Niederschönhausen, Kaiser Wilhelm- Str. 47. S. Joseph, Amt Moabit 8675. möglichkeiten! Fordern Sie Perser daher sofort kostenlose Zusendung unserer Aufklärung und Anregung gebenden Broschüre. F. Erdmann& Co., Berlin, Königgrätzer Str. 71 Gegründet 1894. Damen Sparen Geld Einzelverkauf nur eine Treppe Kostüme 95, 120, 150, 200 M. Damenulster 50, 75, 100 M. Für 1 Mark Backfischulster 45, 53, 65 M. in Silber zahle 6.30 2. und mehr, Platin für 1 Goldstück: pro Gramm M. 155. 235.-M. Kommandantenftr. 61, nur vorn 2 Treppen. Altgummi( Gummiabfälle), Schallplatten, Wachswalzen, Guttapercha Abfälle Metallkontor Orbower, Friedrichstr. 45, Alte Jakobstraße 138 Telephon: Moritzplatz 12 858 Goldmünzen, Silbermünzen, fauft höchftzahlend Edelmetall Einkaufsbureau Weberfstraße 31 Tel.: Alexander 4243. Ehlenbeck& Becker, Köln, Lindenstr. 14.!!! Geld!!! Fernspr. B. 5658. A. 4756. 185/ 1* Platin Zahngebisse 75 M.! Gold! Silber! Münzen! Salpetersaures Silber! Quecksilber! Glühstrumpfasche! Stanniolpapier! Kupfer! Messing etc. Sämtliche Metalle zu höchsten Tagespreisen kauft Edelmetall- Einkaufsbureau, Weberstraße 31. Vets and Teegebäck„ Dolp" wieder eingetroffen Prozesse, zahlung, Ehe, Alimentengesuche Kaffee Gastwirte Pfund 7 Marf. und 667b Barten, Hallesches Ufer 25 III. Biederverkäufer erhalten Rabatt. Rat, Beistand, mäßige Preise. TeilStraf sachen, Eingaben, Landgerichtsrat Dr. v. Kirchbach, Gesellschaft mj. b. H. Alexanderstraße 45( am Alexanderplatz, gegenüber Tietz)( 9-7) Glänz. Erfolge Beobachtg. Sonni 10-1. für jede Wertsache. Höchste An taufspreise für Pfandscheine, Brillanten, Goldgegenstände. Teppiche, Bücher nim. Wolff, Friedrichstr.41 III. Ede Rodift. Ueber 1000 Atteste bestät. d. heils. Wirkg. von San. Rat Haussalbe Dr.Strahl's bei Hautausschl., Flecht., Hautjuck., bes. Beinschad., Krampfadern der Frauen und dergl. Originaldosen 6,25, 12,- versendet ,, Elefanten- Apotheke" Berlin 204 SW 19, Leipziger Str. 74( Dönhoffpl.) tauft Ede Simmerstr. und GeorgenTirchstr. 50, nahe dem Alexanderplan. 9-12, 2-7. 53/14 Cinen Boften Küchen prima ladiert, M. 375.mit Anrichte M. 525.ohne Anrichte Schlaf, Speise-, Herrenu. Wohnzimmer sowie Ergänzungsmöbel riefig billig, solange Borrat reicht. Neugebauer, Charlottenburg, Wilmersdorfer Str. 128 Ede Schillerstraße. Kein Laden. 125, 150, 200 45, 58, 65 M. 80, 95, 125 Kindermäntel 25, 30, 35, 40 Röcke 45, 50, 55, 60 Woll 30, 36, 45 Stoffe 57, 65, 80 M. Max Mosczytz Berlin C 591 Straße Achten Sie auf Hausnummer. nur durch Eingang d. Hausflur. Speisezimmer Herrenzimmer, Schlafzimmer, Galoneinrichtungen, Küchen, Leber. u. Gobelin. Klubgarnituren, Stand. uhren, Gofas, deutsche und echte Teppiche, Portieren, Chaiselongue, Tischdecken in riesig großer Auswahl zu enorm billigen Preisen. Hans Lennert, Möbelhaus fir Gelegen. heitstäuje, Lothringer Str. 55, Rofenthaler Blag. Teppiche Klavier oder Stutzflüge! dringend gesucht Herer, Pallasstr. 8/9. Kurfürst 9704. Maler Augen find Hingerichtet auf PATENTEX und BIOFORM Berlangen Sie sofort kostenlose Auskunft vom Versandhaus Expreß Charlottbg. 4, Goethestr. 44 Eiserne Defen aller Systeme, Transportable Kachelöfen, Kochherde, Gaskocher, Waschkessel, verzinkt und emailliert, liefert vom Lager F. H. Max Lademann, G. m. b. H., Berlin SW.19., Seydelstr. 12/13. Saal ca. 1000 Personen fass., für Versamml., Vereine, Vergnügungen etc. frei. Residenz- Festsäle Landsberger Str. 31 Alexander 5294.1* Halt? Höchst zahlend kauft Zahle für Gold- Alt- Metalle u. Silbermünzen 50- Pf.- St. 3 M. 1 M.( Silb.) 6 99 2 12 99 39 55 30 " 200 99 10"( Gold) 100 20 37 und sämtliche rohen felle Quade, Schmidjie. 36 ( Reller) Ecke Reanderstraße. Telefon: Mleg. 1192. Kokoski 168 M Berlin Brunnenstr. Deutfcher Cognac Winkelhausen Cognac brenneneien Preuß.- Stargard kauft ünzen BALL Münzenhandlung Berlin, Wilhelmstr.47 JANDORF Kaffee Belle AllianceStr. GrFrankfurter Str. BrunnenStr. KoffbuserDamm Wilmersdorfer Str. Chibo Porzellan Obertassen weiss................ 95PL Kaffeetasse mit Untertasse, weiss gerippt, mit Goldrand. 2.25 Teetasse innkendekor.... 2.25 Kindertasse mit Untertasse, hübsch dekoriert..... 1.25 Eierbecher mit Goldrand....... mit Goldrand u.Blumen.45PL 3.75 Butterglocke dekor... Kuchenkorb oval, hübsch dekoriert 3.75 Satz Milchtöpfe m. Golddekor. 5 St. 9.50 Kompotteller weiss.............. 75PL Gemüseschüsseln weiss, rund, tief 2,95 oder flach Bratenplatten weiss, oval.. 2.75 2.95 Glas Kompotteller Diamantmuster..... 75PL Kompottschale Diamantmuster 75PL Butterdose schweres Pressmuster..3.95 Käseglocke schweres Pressmuster 4.50 Honigglas mit Deckel........... 38PL frisch gebrannt, Sturzkaraffe mit Wasserglas.. 2,45 Wasserflaschenm. Stöpsel 2.45 3.95 Salatieren hübsch. Pressmuster 75 95PL Obstschale hübsches Pressmuster. 2.95 Senftopf mit Deckel............. 95PL Emaille Fleischtöpfe... 4.25 5.25 6.95 Kochtöpfe 9.75 12.50 Schmortöpfe....... 7.75 8.75 9.75 Maschinentöpfe gestanzt 4.75 5.75 675 Kasserollen.............. 4.50 5.95 Bratpfannen mit Stiel..4.95 5.95 6.95 Küchenschüsseln........ 3.95 5.95 Essenträger...... .3.25 12 Pfund 8.00 Steingut ........ 65PL 65PE Obertassen weiss. Milchbecher Kaffeebecher. 75 95PL bunt 1.45 Kartoffelnapf mit Deckel......... 3.95 Salz- oder Mehlmeste dekoriert 4.95 Essig oder Oelflasche dekoriert 95t. Wasserkannen..... 6.95 9.75 13.50 Salatieren gerippt..... 2.95 3.95 4.95 Satz Schüsseln....... 6 Stück 14.75 Küchentonnen Grössen, dekoriert, verschied. 5.95 6 Stück Heringskasten dekoriert 4.95 Kaffeegeschirr Pers., Blumenmuster 10.75 10.75 Wirtschafts- Artikel Schmortöpfe Emaille, ca. 32 cm 17.50 2 extra schwer.... 1.75 2.65| Leitern..... 18.- 21. 24.| Reibeisen 1.95 2.95 2.75 3.45 Waschständer....... 10.75 Kaffeesiebe... 55P 65P 75Pf. 2.25 Isolierflaschen 12.75 Suppensiebe..... 2.65 3.25 2.25 Brotdosen. 15.50 19.50 23.50 Backformen...... 2.45 Esslöffel Aluminium... 1.25 1.45| Waschbretter... 7.95 8.50 Deckelhalter Teelöffel Aluminium 75 95P Kleiderbügel 35P 48P Messerkasten Essgabeln Aluminium 1.45 1.95 Nudelrollen. 2.95 3.45 Eckbretter..... Füllöffel 2.45 2.95 Topfbretter...... 3.25 3.75 Kammkasten Küchenmesser........... 1.25 Fußbänke........... 3.95 5.50 Küchenstühle.... 15.50 18.50 Kehrschaufeln...... 2.75 3.45 Kaffeemühlen..... 14.50 17.50 Waschwannen zink 77.50 95.- Löffelhalter mit Delfteinlage 3.45 Küchentische JANDORF JANDORF JANDORF ANDOR JANDORF JANDORF 52. 65. Kartelestampfer 1.45 2 Gasplätten m JANDORF JANDORF JANDORF JANDORF JANDORF mit Erhitzer, 33.Garnitur JANDORF Weisslack Mobel für Boudoirs Schlaf zimmer Garten und Dielen. Louis XVI. Schlafzimmer Joseph Dreyfuẞ Kurfürstendamm 213 Steinplatz 53 88. Schlechtsitzende Bruch. bänder sind ebenso lästig und gefährlich wie der Bruch Wir färben Jn 3-5 Tagen gute Teell Billig Schnell Radtke.Grundmann, Berlin S.14 Dresdener Straße 34-35.Luifenhof Moritzpl. 7328 Rickers selbst Verlangen Patent- Gebrauchsmuster- und Warenzeichen anmeldungen Photoapparate Sie aufklärende Broschüre über Gutachten in Patentstreitigkeiten, KonstruktionsdurchFeder das ohne arbeitungen, Modellanfertigung, An- und Verkauf von Prismenbrinokels kauft zu Schutzrechten. Erstklassige Referenzen. 81/ 20* günstigen Preisen SteckelIng. Haves, Berlin Friedenau, Südwestcorso 10. mann, Potsdamer Str. 135. Bruchleidende!!! nur aus Leder hergest. Bruchband ,, Applikar" ges. gesch. von Unverzagt. Jahrelang haltbar. Tag und Nacht zu tragen. Hersteller Alleiniger Carl Unverzagt, Braunschweig, Stobenstraße 1. Tausende Anerkennungen! Bitte um Angabe der Zeitung. Kupfer Messing Quecksilber 1 Kilo M. 70, Platin Silber Silbergeld Sämtl. Altmetalle Zahngebisse kauft zu Schmelzpreisen in unseren 4 Einkaufsstellen Cohn' 66 1) Brunnenst.11 ( am Rosenthaler Pl.) 2) Fennstr. 48 am Weddingplatz 3) Bahnhofstr.2 Ecke Schöneberg.St. am Anhalt. Bahnhof 4) Neukölln, Kaiser- FriedrichStraße 229 ( nahe Hermannplatz) Kriegsanleihe wird zum Kurse von 83% in Zahlung genommen! Sehr billige Preise Pelzmäntel 3200, 4500, 5600 Plüschmäntel 550, 675, 990 Impr. Seidenmäntel 196, 228, 275 Kostüme 89, 176, 225 Ulster 58, 76, 98 Gummimäntel m. Kappe 135, 185 Gummimäntel für Herren 265 Sportjacken 49.50, 62, 86 Stoffröcke 36, 54 Seidenröcke 79 Da zelfweise greßer Andrang, erbitte Besuch möglichst vormittags Modelle in allen Abtellungen sehr billig!! ODEWOCHE BERLIN FROWJ 1920 BEGINN 9. FEBRUAR VERANSTALTET FÖR DIE FACHLEUTE DES IN UND AUSLANDES Auskunft erteilt: ,, Verband der Deutschen Mode- Industrie", Berlin, Friedrichstr. 61 Fernsprecher: Amt Zentrum Nr. 12378.1357 Brillanten Berlen Westmann Juwelen 1. Geschäft: Berlin W 8, 2. Geschäft: Berlin NO 18 Mohrenstrasse 37 a Gr. Frankfurter Str. 115 Sonntags geschlossen! kauft zu bohen Preffen Ballbusty, 155, Sept., de Unter den inben, gegenüb. b. Bila Café. Rente. 1080. Stammeln, Lispeln, Nervosität und Angstgefahl vor dem Sprechen, Atemnot etc. beseitigt gründlich Dr. Schraders Spezial- Institut für Stetterer etc. Berlin W, Lützowstraße 30. Spr. 4-7, aus. Sonnabend u. Sonntag. Jeder, derstotterfreisingt, erfallt eine Rießende na tiri.Sprach Stottern 1672 B. FEDER Brunnenstrasse 1| Kottbuser Damm 103 Frankfurter Allee 350| Charlbg, Scharrenstr.5 Riesen- MOBEL Auswahl vom Einfachs en bis zum Elegantesten Speisezimmer, Herrenzimmer Wohnzimmer, Schlafzimmer, Salons, farbige Küchen Ledermöbel, Polsterwaren, Einzelmöbel Weisse u. ofenlackierte Schlafzimmer Auf Wunsch Zahlungserleichterung Preiswert gediegen: stilgerecht Lieferung frel Haus Groß- Berlin Kostenlose Lagerung gekaufter Einrichtungen bis zum Abruf. Versand nach ausserhalb Emmler's Möbel. Fabrik S.59. Kotbusemlamm 5/26 Speise Zimmer Herren- Zimmer Schiaf Zimmer Wohn Zimmer Каспер in alien Preislagen ORIENT TEPPICHE REINHART VONOETTINGEN BERLIN W.9 BUDAPESTERSTR- 2-3 Quecksilber 1 Kilo bis Mark 108. Metallkontor Alte Jakobstraße 138. Moritzplatz 12858. kauft b. S. die Gasversorgung übertragen, benn ihr Attienbest fichert| der Stadt ja das Allgemeinbestimmungsrecht über den Betrieb. Wenn aber ein Privatunternehmer, wie in Sch feudiß, die Versorgung übertragen bekommt und den größten Teil des Aftienbesizes auf sichy vereinigt, dann wird Gemeindeeigentum in privatfapitalistische Hände geliefert. In der Theorie sind die Unabhängigen für die weitestgehende Sozialisierung, in der Praxis sind fie noch weniger als selbst bürgerliche Demokraten für Kommunaljozialismus zu haben. An alle stimmberechtigten Schleswiger! Zehntausend von Euch fehlen uns noch. Auf jeden einzelnen von Euch kommt es aber an. Tut Gure Pflicht, noch ist es nicht zu spät. Helft dem bedrohten Deutschtum der Nordmark. Die Internationale Stommission sichert uns gerechte unparteiische Entscheidung Sie gewährt jedem Stimmberechtigten Schutz, sein Recht ungetränkt auszuüben. Laßt Euch durch kein Geschwätz zurückhalten, das der Gegner absichtlich verbreitet, aber erst recht nicht durch falsche Bequemlichkeit. Beweist der Heimat Eure deutsche Treue. Ihr gebt damit zugleich das Vorbild für die späteren Abstimmungen in den übrigen deutschen Grenzmarken. zu. Diese nationale Pflichterfüllung ist so einfach. Wer sich noch nicht gemeldet hat, teile noch heute dem Deutschen Ausschuß, Flens burg, Südergraben 59, Geburtsort und Geburtstag mit. Der vermittelt dann die Eintragung in die Stimmlisten, schickt den Reisepas zu, erstattet die Fahrkosten und besorgt tostenlos Unterkunft und Verpflegung. Wer angemeldet ist, fomme, wenn er gerufen wird, unbedingt. Aber Gile tut not. Am 21. Januar beginnt die Aufstellung der Stimmlisten. Am 10. Februar ist die Abstimmung in der ersten Zone. Darum schiebt Eure Meldung feinen Tag länger auf. Die Heimat ruft Euch zu in ihrer größten Not. Helft ihr, daß diese Prüfung ein stolzer Sieg des Deutschtums werde. Der Deutsche Ausschuß für Schleswig- Holstein. Verbotene Werbung im besetzten Gebiet. Das Allgemeine Truppenamt der Heeresleitung des Reichswehrministeriums macht bekannt, daß ein Reichswehrangehöriger am 28. November 1919( an welchem Tage er von der amerikanischen Polizei verhaftet wurde) auf Befehl feines Borgesetzten, der ihm hierzu die erforderlichen Papiere gegeben hatte, Mannschaften für die Reichswehr angeworben hat. Er ist vom amerikanischen Striegsgericht zu sechs Monaten Gefängnis und 5000 M. Geldstrafe verurteilt worden, da er gegen die Waffenstillstandsbedingungen und die im Heeresverordnungsblatt bekanntgemachten Werbeverbote gehandelt hat. Gegen den verantwortlichen Borgesetzten wird geschritten werden. Auf der Tigerjagd. einVor längerer Zeit ist von dem bekannten Satiriler Theobald Vor längerer Zeit ist von dem bekannten Satiriker Theobald Tiger in der Weltbühne" ein Gedicht erschienen, das„ Unier Militär" benannt war und die Offiziere des alten Deutschlands mit einem heiteren und einem nassen Auge der Liebe betrachtete. Da heißt es von den wilhelminischen Offizieren: Die Leutnants fressen und faufen und huren, wenn sie nicht gerade auf Urlaub fuhren. Die Leutnants faufen und huren und fressen das Fleisch und das Weizenbrot wessen? wessen? Die Leutnants freffen und huren und ſaufen... Der Mann fann sich kaum das Nötigste kaufen. Und hungert. Und stürmt. Und schwigt. Und marschiert. Bis er trepiert." Ein Stüd weiter heißt es: Wir wollen nicht diefe Nationa. listen, diese Ordnungsbolichewisten, all das Gefindel, das uns geknutet, unter dem Rosa Luxemburg verblutet. Rennt Ihr es auch Freiwilligenverbände, es sind die alten schmutzigen Hände..." Es kann zugegeben werden, daß der Tiger scharf ins Zeug geht. Das Gedicht entstand in den Marlob Tagen und es wäre längst vergessen, wenn es nicht zuerst von einem monarchisti schen Hezflugblatt wieder ansgegraben worden wäre. Nun haben der Reichswehrminister und der Chef der Heeresleitung Reinhardt wegen des Gedichtes Stra fantrag gegen den Verfasser wie gegen den ersten Veröffentlicher Siegfried Jacobsohn wegen Beleidigung ihrer Truppen gestellt. Jacobsohn schreibt uns dazu: Die führerlosen Unabhängigen. Breitscheid über den 13. Januar. Unglück sei auf bezahlte Spikelarbeit zurückzuführen. Auf meine Frage, worauf sie diese Behauptung stüßten, sagten fie mir, sie hätten beim Abmarsch selbst zwei Spiel entlarvt", d. h. sie hätten aus dem Zuge ihrer Wertsangehörigen zwei ihnen unbe= fannte Männer entfernt, die einen Revolver untergeschnallt hätten. Es gibt unabhängige Führer, denen allmählich doch das Gewissen schlägt, wenn sie auch nicht zugeben, daß der un abhängigen Partei als solchen ein gerüttelt Maß von Schuld am roten Dienstag beizumeffen ist. In der beschlagnahmten Ich muß auch heute noch den Beweis dafür vermissen, daß diese Broschüre über die Vorgänge vom 13. Januar wurde die Ent- Männer Spigel der Regierung waren. Sie selbst werden nicht waffnung und Mißhandlung der Sicherheitssoldaten als„ un- leugnen können, daß der Aufmarsch der Massen bei den bedeutender Zwischenfall" erklärt. Der Kron- und Augen" 1 Dienstagdemonstrationen ein anderes Bild zeuge dieser Broschüre sprach gar davon, daß die Menge mit zeigte ale jene geradezu militärisch disziplinierten Rundgebungen, die die Sozialdemokratische Partei Deutschlands bor den Grünen sich harmlos unterhalten" hätte. dem Kriege veranstaltete. Ich erinnere nur an die Wahlrechtsspaziergänge. Anderer Meinung ist inzwischen Rudolf Breitscheid geworden. Er spricht in der„ Leipziger Volkszeitung" von den Mißhandlungen der Sicherheitssoldaten als von verdammungswürdigen Taten, die sicher niemand verteidigen wolle". Er wirft die Frage auf, worin die behauptete Schuld der unabhängigen Partei liege und gibt selbst folgende Antwort darauf: Um ganz gewiß zu sein, soll eines zugestanden werden: daß es nämlich besser gewesen wäre, wenn es Ordner gegeben hätte, die, nachdem die Demonstration ein paar Stunden lang ruhig verlaufen war, die Massen zur Heim kehr aufforderten. Hier hat ein Fehler der Regie vorgelegen. = Gewiß gab es auch diesmal eine ganze Anzahl geschlossener, in Reib und Glied marschierender Züge, jedoch strömten, als ich 1m 3 Uhr den Weg von meinem Ministerium nach dem Reichstag zurücklegte, gleichzeitig mit diesen Zügen auch große unge alieberte Gruppen und Haufen in der gleichen Wich tung. Ich bin ein Berliner Junge und kenne nicht nur Berlin W. Mir war es auf den ersten Blick flar, daß die einzelnen Haufen und Gruppen nur zum geringsten Teile aus disziplinierten organisierten Arbeitern bestanden. Der Minister Heine hat in der Nationalversammlung aus der " Freiheit" mitgeteilt, Ihre Funktionäre hätten den Mann, der den ersten Schuß aus der Menge auf das Reichstagsgebäude abgab, zurechtgewiesen. Ihre Fraktion in der NationalversammDiese unabhängigen Regiefehler haben annähernd fünf- lung begrüßte diese Mitteilung mit Genugtuung. Dieser eine Ver zig Menschen mit ihrem Leben bezahlen müssen. Ein Arbeiter fuch, Ordnung zu halten. der doch auch erst nach Abgabe des hat im Vorwärts" bereits darauf hingewiesen, daß die un- Schusses einseite, fann aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß die abhängigen Größen die„ revolutionären Führer Funktionäre im übrigen gegenüber den schweren i Bder Massen", wie sie sich so gerne selbst nennen vorsichtig handlungen der Sicherheitswehrleute machtlos im sicheren Hause sich aufgehalten haben und – wie zum waren. Auch das ist ein Grund, aus dem Demonstrationen nicht Beispiel Sto eder aus den Fenstern des Reichstags zu- mehr so harmlos wie früher verlaufen können. Nach allen Ersahen, wie drunten die Arbeiter in das Verhängnis vannten. fahrungen der vergangenen Monate muß man feststellen, daß ein Reichswehrsoldat oder Sicherheitswehrbeamter, der bei DemonEs ist übrigens doch merkwürdig, daß gerade dieser Kron- ftrationen in die Menge abgedrängt wird, totgeschlagen oder schwer zeuge noch nichts über seine Beobachtungen hat verlauten verlegt wird. lassen. So war es früher nicht, Als wir am Dienstag zum Reichstag gingen, machte ein Genoffe, der einige Erfahrungen in militärischen Absperrun- mochte auch noch so viel Wut gegen die" Blauen" sich angesammelt gen und der Behandlung von demonstrierenden Volksmassen haben. In den Veranstaltern früherer Demonstrationen lebte das während der Revolution sich erworben hat, die Bemerkung, Bewußtsein, daß die Beamten nur die ausführenden Ordaß, wenn es heute zu Unruhen käme, die Unabhängigen Beamten in Erfüllung ihrer Dienstpflicht auf ihrem Posten standen. gane der Staatsgewalt waren, die man bekämpfte, und daß die sicher behaupten würden, daß gerade die schwache Besetzung Die Autorität der Funktionäre war damals groß genug, um diedes Reichstages und besonders das Umbergehen der kleinen jenigen, die nur auf höheren Befehl handelten, vor einer VerPatrouillen provozierend gewirkt habe. Wir waren alle der gewaltigung durch die Menge zu schützen.. Meinung, daß der Genosse einen Scherz mache, aber Rudolf Breitscheid beweist, daß dieser Genosse unsere Unabhängigen besser kennt. In dem erwähnten Artikel in der„ Leipziger Volkszeitung" heißt es: Dazu kommen die gänzlich verfehlten Worberei tungen für die kritische Stunde. Man kannte die Stims mung der Massen, und deshalb war es falsch, die Sicherheitsmannschaften paarweise und in ganz kleinen Gruppen durch die Menge patrouillieren zu lassen. Sie wirkten so nicht beruhigend, sondern provozierend: Deshalb war es ganz unangebracht, die Truppen überhaupt vor dem Reichstage gebäude aufzustellen. Wollte man Parlamentarismus und Demokratie" schüßen, so genügte die Postierung vorher an den Eingängen und im Innern des Hauses. " 1 die friedliche Gesinnung der Demonstranten hatte der PolizeiEntschuldigen Sie, Herr Breitscheid, im Vertraiten auf präsident und der Minister des Innern genau das angeordnet, was Sie hier verlangen. Die Postierungen fanden doch nur direkt vor den Eingängen und im Innern des Reichstags statt. Man hatte darauf verzichtet, den weiteren Umkreis des Reichstags abzusperren. Bei seinen Freunden in der Nationalbersammlung wird Herr Breitscheid mit seinem Zugeständnis wenig Freude hervorrufen, denn Henke und Geyer Vater verlangten doch, daß überhaupt die Sicherheitswehr, abrücken solle. Als ich Sie darauf hinwies, daß von einem provokatorischen Verhalten der Regierung wohl laum gesprochen werden könne, da man ja keinerlei Absperrungen um das Reichstagsgebäude herum vorgenommen habe, gaben Sie zu, daß Sie sich über diese zurückhaltung sehr gefreut hätten. Man habe aber noch weitergehen und keinerlei Beamte zum Reichstag beordern sollen, dann wäre der Tag überhaupt unblutig verlaufen. Besonders empört waren Sie über das Eingreifen der Beamten am Portal II, das ja auch die meisten Opfer gefordert hat. Wenn Sie sich an der Hand der in der Nationalversammlung durch die Mitglieder der Regierung beigebrachten Tatsachen die Entwicklung der gangen Situation vergegenwärtigen, werden Sie diese Meinung nicht aufrechterhalten können. Bunächst einmal die probotatorische Postierung. Die Mehrzahl der 200 Mann, die die Regierung zum Schutze des 4 Mann, die nicht einmal den unbeliebten Stahlhelm aufhalten großen Gebäudes aufgeboten hatte, befand sich den Blicken des Publikums entzogen im Innern. An den Portalen standen je 3 bis und feine Sandgranaten im Gürtel trugen. Außen posten be fanden sich nur am Königsplak, um die große Rampe freizu halten. Das war aber unbedingt erforderlich, denn die Fenster des Restaurants und des Lesezimmers gehen unmittelbar auf die Rampe hinaus. Ist die Menge erst einmal in diese Räume eingedrungen, so ist der Plenarsizungsfaal nicht zu halten. führten eine beredte Sprache. Sie werden mir einwenden, daß bei niemanden die Absicht bc= standen habe, das Gebäude zu stürmen. Aber hatten Sie denn Aber wozu sich weiter herumstreiten. Die Regierung irgendeine Kontrolle darüber, was von den zahlreichen hätte machen können, was sie wollte: wenn es zu Zwischen- Rednern von der schließlich eingenommenen Rampe verkündet fällen fam, wäre doch immer nur sie in den Augen der Un- wurde? Die drohenden Gebärden, die aufgeredten Fäufic. " Die Weltbübne" wird diese Gelegenheit benutzen, um das abhängigen die allein Schuldige gewesen. Die Unabhängigen mit denen sich der gegen 3 Uhr auf der Rampe vor dem Restaugesamte Material über die Mißgriffe der Freiwilligenverbände in den sind sich offenbar nicht einmal darüber einig, wie die Stim- rant sprechende Agitator immer wieder gegen das Gebäude richtete, Berliner Kämpfen des vorigen Jahres und über die mangelnde mung der Massen war. Sühnung der begangenen Straftaten einmal vor einem bürgerDer Führer Ihrer Fraktion in der Nationalversammlung, lichen Gericht aufzurollen, das nicht nach Belieben Entlastungszeugen oder sagte es wenigstens, daß kein Mensch unter den Demon- auf die Traditionen der großen Demokratien des Westens hingeDie unabhängige Fraktion war fest überzeugt davon der Abgeordnete ente, hat am Dienstag in beredten Worten ablehnen kann und nicht mit seinem Urteil schon vor der Beweis- ftranten die Nationalversammlung stören wollte, während wiesen. Wenn die Regierung diefen großen Traditionen nachFür uns hat diese Angelegenheit insofern besonderes Interesse, Rudolf Breitscheid der Meinung ist, daß die Regierung der eifern wollte, so mußte es ihre erste Pflicht sein, die Tagung gereizten Stimmung der Massen nicht genügend Rechnung der Nationalversammlung vor jeder gewaltsamen Störung zu als ein Teil unferer Parteipreffe dieses Gedicht vor trug und zu schwache Kräfte zum Schuße des Reichstags schützen. Wenn deshalb der bei Portal II postierte Zug von der turzem abgedruckt hat und nunmehr dieselbe rächende Nemesis zu aufbot. Waffe Gebrauch gemacht hat, so geschah es nicht etwa allein, um fürchten hat wie Theobald Tiger. So schreibt unser Duis- Warum ist aber Breitscheid nicht vor der Demonstration retten. Vielmehr mußte sich die verantwortliche Beitung sagen, den schwer bedrängten Kameraden am Königsplatz das Leben zu burger Parteiorgan, die Niederrheinische Volksstimme": aufnahme fertig ist." " unmittelbaren Einbruch der Maffen von Theobald Tiger ist im Zeichen des Belagerungszustandes nach seinen Kräften versucht, den„ Regiefehler" auszugleichen? in das Gebäude zur Folge gehabt hätte. Welch blutige Wegen der Veröffentlichung des Gedichtes„ Unser Militär" erteilt? Warum hat er nicht zu den Massen gesprochen und daß der Fortfall jeglichen Schubes an der Reichstagswestfront den eine Strafverfolgung durch das außerordent liche Kriegsgericht in efel gegen mich eingeleitet Warum, warum? Folgen ein solcher Einnbruch gehabt hätte, läßt sich überhaupt worden. Von wem die Anklage erhoben wurde, ist mir unnicht ausdenken. bekannt. Das außerordentliche Striegsgericht hat die dan mir Ohne jede Kontrolle. Ich habe Ihnen diese Darlegungen gemacht, weil ich bei beantragte 3 eugenvernehmung über den Gesamtcharakter Der Genosse v. Sarnad, Hilfsarbeiter im Preußischen Mi- unserer Unterredung die Ueberzeugung gewonnen hatte, daß unferes Blattes und die Mitteilung des Wortlautes der Verord- nisterium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, hat unmittel- Ihre ehrliche Absicht auf einen friedlichen Verlauf der Demonnung des Kommandierenden Generals vom 2. 9. 19, gegen die bar nach den verhängnisvollen Schüssen vor dem Reichstag mit ſtration ging. Vielleicht werden meine Worte ein wenig dazu die Veröffentlichung des Gedichtes verstoßen haben soll, in Funktionären der Auer- Gesellschaft ein Gespräch beitragen, Ihnen klar zu machen, warum politische Kundgebunfchrofffter form abgelehnt. Dr. W. B." gehabt. Gr möchte dies mit folgenden Säßen abschließen: gen in Groß- Berlin heutzutage nicht mehr so harmlos verWir würden es für angebracht halten, wenn der Reichswehr- Angesichts der sich auf dem Boden in Schmerzen laufen können wie einst. Gewaltige Taten zur Vollendung minister und Reinhardt von einer Verfolgung des Dichters, des windenden beklagenswerten Opfer des Zusammen des Sozialismus sind zu vollbringen. Es wäre besser um DeutschHerausgebers und unserer Parteigen offen absehen würden, noch stoßes machten sie dem Minister Seine und mir, den sie als land bestellt, wenn Sie die revolutionäre Energie Ihrer Anhändazu von einer Behandlung der Angelegenheit durch außerordent- Beamten der Regierung erkannt hatten, die schwersten Vorwürfe über ger nicht in zwecklofen Straßendemonstrationen verpuffen ließen, liche Kriegsgerichte. Zum größten Teil ist das Gedicht gegen das die Provokationen der Sicherheitswehr. Minister sondern sie in Gemeinschaft mit allen schaffenden Kräften in den wilhelminische durch die Revolution gestürzte System gerichtet und eine brach die Unterredung ab bei ihrer Behauptung, das ganze Dienst des Wiederaufbaues stellten." da ist mit Recht angesichts der reaktionären Lügenheze gegen Millionen unierer Boltsgenossen das härteste Wort noch angebracht. Der bayerische Finanzminister zurückgetreten. Blättermel- Gefangenenheimkehr zur See. Die Reichszentrale für KriegsDoch auch das, was er gegen Ausschreitungen der Freibungen zufolge hats Finanzminister Spec am Sonnabend sein und Zivilgefangene teilt mit: Vier deutsche Dampfer haben Auswilligenberbände( und nur daran Schuldige tönnen Rüdtrittsgesuch eingereicht. laufbefehl nach französischen Häfen erhalten, um den Abdas Gedicht auf sich beziehen) vorbringt, hat als Stimmung den transport der Gefangenen in Frankreich auf dem Seewvege zu fachlichen Untergrund in den Vorgängen und man sollte glauben, daß er wegen der Schriftstücke, die von Baumeister dem Unter- nach Rouen,„ Gotenhof" und„ Herbert Horn" nach St. Nazaire, am Stlarz. Der Erfte Staatsanwalt beim Landgericht I teilt mit, übernehmen. Es fahren aus: am 18. 1. der Dampfer Rügen" es gäbe heute größere Sorgen, als hinter ein paar Reimen her- iuchungsausschuß der Sozialdemokratischen Partei übergeben find, 19. Januar Melilla" nach Le Havre, Rückkehrhäfen sind Emden, zulaufen. bereits, bevor die Sache in der Presse erwähnt wurde, ein Erkurhaven, Brunsbüttel und Bremerhaven. mittelungsverfahren eingeleitet hat. Kleine politische Nachrichten. Englische Amneftie? Man erwartet einen Amnestieerlaß für einen Teil der von den Belegungsbehörden Beshaften. Eine Verordnung ist noch nicht erschienen, dagegen follen bereits mehrere Perionen infolge des zu erwartenden Erlasses aus der Haft- entlaffen worden, bei anderen Erhebungen über ihre Würdigkeit im Gange fein. Eisenbahnhauptwerkstätte Nied geschlossen. Hörfing. Dem Staatsministerium wird in den nächsten Tagen Die Regierung hat die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. beauftragt, die Eisen- der Antrag des Ministeriums des Innern auf Ernennung des bisbahnhauptwerkstätte Nied, die größte, modernste und best- herigen Staatskommiffars für Schlesien, Hörsing, zum Oberausgestatteste Lokomotivwerkstätte des Bezirks, wegen Unwirt. präsidenten der Provinz Sachsen zugehen. schaftlich leit au schließen. Die Schließung ist Sonnabend Verboten ist der Vortrag, den Karl Schneidt heute Sonntag in nachmittag erfolgt. Sämtlichen Arbeitern ist das Dienst den Pharusfälen über die Opfer des Militarismus" halten wollte. Der Damm gebrochen. Infolge Anwachsen der Maas wurde berhältnis zum 2. Februar unter Lohnzahlung bis zu diesem Tage der Damm von Grevenbicht fortgerissen. Alle Anstrengungen, gekündigt und auf ihre Dienste von jetzt ab verzichtet worden. Protest legt der Reichsverband der deutschen Industrie ein den Dammbruch auszubessern, moren vergebens. Die teleDie Regierung glaubt, eine fernere Vergeudung von gegen die Verschärfung der Strafandrohungen des Betriebsräte- graphische Verbindung mit Belgien ist unterbrochen. Das Staatsgeldern nicht mehr verantworten zu können. geseges wider die Unternehmer. ganze südliche Limburg ist bedroht. Gewerkschaftsbewegung Tarifabschluß in der Puhengroßbranche.[ Beitungspapierpreis auf bas Behnfache des Friebenspreises hinaufZwischen dem Verband zur Wahrung der sozialwirtschaftlichen schnellte." Das sind ja recht unerfreuliche Mitteilungen, die aber Interessen der Buzbranche und dem Zentralverband der Die Tarifverhandlungen im Versicherungsgewerbe. angestellten ist der Tarifabschluß für die laufmännischen An- feine leberraschungen bedeuten. Solange man die Händler Angeblich nach Mitteilungen des Arbeitgeberverbandes im gestellten erfolgt. Er sieht für jugendliche Angestellte beiderlei Ge- und Spekulanten bei ihrer rücksichtslosen Profitmacherei nicht schlechtes in den ersten sechs Berufsjahren Gehälter von 90, 120, stört, wird es auch nicht anders werden, Nur eine Rettung Versicherungsgewerbe verbreitet das 8 Uhr Abendblatt" 150, 200, 250 und 300 W. bor. Nach Vollendung der sechs gibt es, nämlich der Zwang zum Zusammenschluß, Unteralarmierende Mitteilungen über den Gang der Tarif- Berufsjahre erhalten Angestellte der Gruppe 1, z. B. Kontoristen, it ellung der Organisation unter öffentliche Kontrolle, verhandlungen im Versicherungsgewerbe, die, wie der Telephonisten, Fatturisten, Kladdisten, Lager und Verkaufskräfte bis Beseitigung aller Versteigerungen, Festsetzung der Zentralverband der Angestellten mitteilt. den Tat zu dreijähriger Lager- und Verkaufstätigkeit 350. und fünf Berufs- Verkaufspreise. fachen nicht entsprechen. Bei Beginn der jahreszulagen von 20 M. monatlich, mithin Endgebalt 450 M Gruppe 2, Zu welchen verwüstenden Folgen die freie Verhandlungen überreichte der Arbeitgeberverband eine Gypedienten, Warenprüfer, Lageriften und Verkäufer nach Ablauf längere Erklärung, in der er die Schuldfrage über die Ver- der Tätigkeit in Gruppe 1, felbständige Stenotypisten, Einrichterinnen Bewirtschaftung führt, das ist doch an allen Orten zu sehen. zögerung der Verhandlungen aufrollte. Demgegenüber stellten 400 2. und fünf Berufsjahreszulagen von 20 M., mithin Endgehalt Man kann nur immer wieder fragen: Wie lange kann es auf 500 m. Gruppe 3, Expedienten nach zehnjähriger Berufstätigkeit, diesem Wege noch weitergehen? Bertreter des Zentralverbandes fest, daß die immer wieder erste Lageriften, Diretticen, Stadtreifende usw. 500 m. und fünf gebrauchte Behauptung des Arbeitgeberverbandes von einem Berufsjahreszulagen von 25 M. monatlich, mithin 625 M. Endultimativen Charafter der Magdeburger Forderungen, die den gehalt. Gruppe 4, Reisende, selbständige Kallulatoren, BilanzBeginn der Verhandlungen verzögert hätten, mit den buchhalter ust. 600 M. und fünf Berufsjahreszulagen von 25 M. Tatsachen in Widerspruch steht. Weiter hat die monatlich, mithin 725 M. Endgehalt. Weibliche Angestellte erneue Verzögerung der Verhandlungen nach Abbruch des balten von den Sägen zu Gruppe 2-4 85 Broz. Zu Gruppe 1 in machtvoll einseßenden Generalstreits seinen Grund darin, ben ersten drei Jahren 90%, dann 85%. Die Arbeitszeit beträgt daß der Arbeitgeberberband die von ihm durch die münd. 46 Stunden pro Woche, mit der Maßgabe, daß die Gefchäfte an den Sonnabenden um 2 Uhr geschlossen werden. Neberstunden werden mit liche Erklärung seiner Vermittler eingegangenen Bedingungen 1,50 m. für jede angefangene halbe Stunde bezahlt. An Urlaub ernachträglich abstreitet. Lediglich aus diesem Grunde balten Lehrlinge im ersten Lebrjahre 18 Arbeitstage, im zweiten sind neue bedauerliche Teilstreits infolge einfeßender Maß- Lehrjahre 12 Arbeitstage. Alle übrigen Angestellten erhalten regelungen seitens der Arbeitgeber immer wieder möglich. Die urlaub von 6-18 Arbeitstagen. 11nrichtigkeit der Angaben, daß es zu solchen Streifs am Sonnabend nachmittag gekommen sei, wird schon dadurch bewiesen, daß bereits über eine Stunde vor Vertagung der Verhandlungen, nämlich 1 Uhr mittags, die Geschäftszeit in den Bureaus der Versicherungsbetriebe been digt war. Der Fortgang der Verhandlungen beginnt in der für Montag 10 Uhr vormittags anberaumten Vollverhandlung. Die beim Zentralverband der Angestellten eingelaufenen Meldungen von Mitgliedern des Fachverbandes der Buybranche befagen fortlaufend, daß ihnen von Fachverbandsfeite niedrigere Ge baltsjäße genannt worden sind und daß sie daher aus Unwiffenheit fich dem Streit angeschloffen hatten. Lugus Anleihen. 5% Kriegsanleihe 4% Berliner Stadtanleihe Kauffraft der Mark. 100 holländische Gulden losteten: Am 8. Januar . 77,5 Bros. 94,75 N " 13. 16. " 9. . 1890 M. 1965 1990-2010 2080-2100" Dividenden. 19 Hannoversche Maschinenbau- Aft.- Gef. vormals Georg Egestorff Hans Windhoff Apparate- und Maschinenfabrit Aktiengesellschaft, Berlin- Schöneberg. Wandererwerk vorm. Winklhofer u. Jaenide A.-G. in Schönau bei Chemnit Hofbräuhaus Koburg A.-G. in Koburg Bergschloßbrauerei A.-G. in Berlin Fabrik isolierter Drähte zu elektrischen Zweden( C. J. 4 Vogel) A.-G. Stärke- Buderfabrik- A.- G. vorm. C. A. Koehlmann u. Co. zu Frankfurt( Oder) Phönicio- Werke A.-G. in Clsterwerda Brein chemischer Fabriken in Zeis. Bereinigte Metallwarenfabriken A.-G. norm. Heller u. Lindener Aktien- Brauerei vormals Brande u. Meyer Optische Werte Voigtländer u. Sohn Akt.- Ges. in Braunschweig Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen Zimmermann A- G. in Halle a. S. Co. in Altona 4 22% Broz. 20 Proz 20 Proj. 20 Broz. 20 Proz. 18 Broz18 Bros. 15 Bros. 12 Bros. Bonus 15 Broz. 12 Broz. • 11 Broz. 10 Proz 10 Proz. 10 Proz. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Hausdiener, Bader ust. der Engrostonfettion und Belleidungsindustrie. Montag, den 19. Januar, abends 6 Uhr, Branchenversammlung im Königstadt. Rafino, Holzmarliftr. 72. Jahresbericht und Neuwahl der Branchenleitung, Tagung des französischen Gewerkschaftsausschusses. Stellungnahme zu dem neuen Lohnabkommen. Deuticher Wertmeister: Verband.. Fachgruppe Lederwaren ber Der große Landesausschuß der französischen Gewerkschaften sammelt sich am Montag, den 19. Sanuar, abends 6 Uhr, im Verbands tagte in den ersten Tagen der vergangenen Woche in Paris, um den lokal Stralauer Str. 56. Fachgruppe Metallindustrie, Montag, abends allgemeinen französischen Gewerkschaftskongreß vorzubereiten. Die 6%, Uhr, in den Mufiterjälen, Staifer- Wilhelm- Str. 31. Koll. 30ste spricht Taftit des Generalsekretärs Jou haug, die gegen jede poli- über Betriebsrätegeses, Antistreit- und Arbeitslosenfürsorgegesek. tische Aktion der Gewerkschaften gerichtet ist, hat nach leb- bapterbranche. Montag, den 19. Januar, nachmittags 5 Uhr, Restaurant Schultheiß, Brüdenstr. 6b. Tagesordnung: 1. Stand unserer Taris. haften Diskussionen in allen Buntten mit großer Mehrheit bewegung. 2. Bestätigung der Wahl des Branchenleiters. 8. Berschiedenes. gefiegt. Die Teilnahme Jouhaur' an der Arbeitskonferenz des Bund der technischen Angestellten und Beamten. Fachgruppe Bölfervereins in Washington wurde mit 89 gegen 19 Stimmen ge- Architektur( Angestellte im Architektenbureau): Montag, den 19. Januar, billigt. Der Antrag der Extremen auf Durchführung eines De- abende 7 Uhr, in den Pharusfälen, Müllerfir, 142: Wichtige Bersammlung. G. Wunderlich u. Comp. A.-G. in Altwasser Affumulatoren Wert Oberichöneweide. Alle S. P. D. Kollegen monstrationszustandes zu in Schuße der russischen Revo nehmen die Arbeit am Montag früh 7 Uhr wieder auf und melden sich Iution wurde mit 106 gegen 22 Stimmen abgelehnt. Schließ beim Kollegen Rossab, Kugelmible". lich wurde Jouhaur mit den übrigen Mitgliedern des geschäfts- ficherung". Heute Sonntag, büntlich) 10%, Uhr, Berlammlung der Zentralverband der Angestellten. Fachgruppe 4, Seftion a Berführenden Verbandsausschusses mit großer Mehrheit wiedergewählt. bleute im Alten Astanier"," Anhaltſtr. 11/12. Bersammlungen für Montag, den 19. b. Mts., nachmittags 4 Uhr: Fachgruppe 4, Sektion d Entschuldigung wegen 221 Broz. Dividende. Strantenfassen- Angestellte". Sigung aller Geschäftsführer und AbteilungsDie Hannoversche Maschinenbau Attien Gefellfist vormals borsteher der Groß- Berliner Krantenfassen, Restaurant Gottlieb", Dranien, Ede Kommandantenstraße. Nachmittags 5 11 br: Bersammlung der Ueber Mißstände in dieser für das gewerbliche Leben wichtigen Aranfentontrolleure aller Groß- Berliner Strantenfassen in den Dufifer Georg Egestorff, Hannover- Linden, entschuldigt sich in ihrem GeKörperschaft wird uns geschrieben: Es wird hier nicht beabsichtigt, eftfälen, Staiser- Bilgelm- Str. 31. Abends 7, Uhr: Fachgruppe 16, Sel- fchäftsbericht wegen ihrer hohen Dvidende mit folgenden Worten: Wie wir dies in den letzten Jahren stets taten, möchten wir Stritif zu üben an der anscheinend friedericianischen Gewissenhaftig- tion a Buchhandel", Seltions- Sigung im Verbandsbureau, Belle- Allianceteit, mit der der Oberpräsident als Aufsichtsbehörde schon seit Mo- Straße 7/10, 3immer 12. Abends 7 Uhr: Fachgruppe 4, Seftion a Ber- auch dieses Mal mit, allem Nachdruck darauf hinweisen, daß der naten an der Aufstellung und Berufung von Beisitzern arbeitet, da ferung". Mitglieder Versammlung in ber Renen Welt", Hafen ausgewiesene Gewinn im Verhältnis zu dem angegebenen Umsatz beibe 108/114. Dhne Mitgliedsbuch fein Cintritt. Dienstag, den von 90 740 384 M. ein sehr bescheidener ist. Er beträgt nur 2,35 einen Teil der Schuld ja auch gewisse Angestellten- Organisationen 20. b. Wis., na chmittags 4 1hr Sachgruppe 4. Seltion d, Der Prozent des miches. In Beziehung gebracht zum Attienfapital zu tragen haben, die sich weigern, einem behördlich beauftragten fammlung aller in Oris, Betriebs und Innungskrantentassen Groß erscheint der Gewinn dagegen, sowohl der Summe als auch dem Berlins beschäftigten Stolleginnen und Stollegen im Gewerkschaftshaus", Bücherrevisor Einfitnahme in ihre Mitgliederlisten Engelufer 14/15. abends 7 Uhr: Gadgruppe 17 Bäderei- Ain prozentualen Berhältnis nach, hoch und gibt häufig für den oberzu geben, um eine ordnungsgemäße Berufung der Beisitzer zu er geffelite", Mitglieder- Versammlung in den„ Musiker- Feltfälen", Stailer- flächlichen Beobachter, der nicht in die Verhältnisse eingeweiht ist, Wilhelm- Str. 31. Tagesordnung: Müssen wir einen Tarifvertrag abzu dem Glauben Veranlassung, daß den Aktionären ein zu hoher möglichen. Gewinn zuflösse. Dieser Auffassung fann nicht scharf genug ent schließen? gegengetreten werden." Der Schlichtungsausschuß. 1 Wirtschaft. " 1 W H Gine Frage von ganz besonderer Bedeutung dagegen ist die unverzügliche Bereitstellung bon geeigneten Räumen, Warum diese Entschuldigung? Die Heren Attionäre, bie Es geht nicht an, daß die Angestellten wochenlang in der Ungewißdie 22% Proz. Dividende in die Tasche steden, haben zur Erzielung heit schweben: Was geschieht denn in 14 Tagen? Bin ich entlaffen. bes Umjazes auch nicht das geringste getan! Day das oder bin ich nicht entlassen? Bekomme ich mein tarifmäßiges Gea Zur Lage der Zeitungspapierwirtschaft. Werte diese Dividende zahlen kann, ist darauf zurückzuführen, daß halt, oder bekomme ich es nicht? Wir fönnten tausend Fragen der Geheimrat Dr. Pfundtner vom Reichswirtschaftsmini es feine riesigen alten Gewinne in die Anlagen hat steden verschiedensten Art aufwerfen, die den Schlichtungsausschus täglich fterium hielt am 16. Januar vor Pressevertretern einen Vor- Fönnen, die den 91- Millionen- Umfas erarbeitet haben. Das beschäftigen. Man stelle sich vor: ein gimmer, etiva 6 Meter lang trag über die gegenwärtige Bapierversorgung der Preffe. Dividende ausgeschüttet. so hätte der preußife Staat bei den find alte, verstedte Geipinne. Sätte das Werf früher 50 roz. und 3 Meter breit. Wir glauben, daß diese Bodenfläche für viele Sur Bapierholzfrage erklärte ber Referent: Lokomotivenaufträgen, die er vergeben hat, wohl Gewissen= Zimmer noch sehr reichlich bemessen ist. In diesen Zimmern sigen Roch schwerer gestaltete fich die Papierholzfrage. Die Preise biffe belommen. So hat man cten die Gewinne nicht ers die ständigen Spruchlammern: 3 Arbeitnehmer und 3 Ar für Papierholz nahmen eine Entwicklung, die felby von den gefcheinen lassen, sondern verbaut, was bom volkswirtschaftbeitgeber sowie ein Prototollführer. Dazu kommen wiegtesten Holzfachleuten nicht übersehen wurde. Leiter der größten lichen Standpunkt gewiß nicht zu beanstanden ist. dann die einzelnen Parteien, die oft in einer Einzelsache in einer Solzbetriebe haben erflärt, daß eine derartige Preistreiberei in Personenzahl von 6 bis 8 und mehr Mann antreten. Die Bapierhols, wie sie eingetreten ist, von ihnen nicht im ent- Preise für Sommerungsfaatgut von Brotgetreide und Gerste. Anforderungen, die an die Beisitzer der Spruchkammern bei einer ferntesten erwartet wurde. Schuld an den steigenden Holzpreifen Nach einer Berordnung des Reichswirtschaftsministers werden die durchschnittlichen Tätigkeit von 9 bis 4 Uhr in dieser Raumenge batte insbesondere die vermehrte Verwendung von Holz für für Saatgut von Brotgetreide und Gerste festgesetzten Höchstpreise, gestellt werden, gehen weit über das physische Vermögen hinaus. Baracken, als Brennholz und die Holzausfuhr. Der Export von soweit es sich um Sommergetreide handelt, wie folgt geändert: Es ist uns belannt, daß geplant war, eine Etage des früheren Papierholz ist zwar streng verboten, findet aber in einem gewissen Der Preis für die Tonne Sommerungsfaatgut darf nicht überDiage dennoch statt, ohne daß es der Regierung zurzeit möglich ist, fteigen: a) bei Moggen und Gerste für die erfte Abfaat 1015 M., Baffage- Staufhaufes für diese Swede zu mieten. Welche Gründe meitere Vorkehrungen dagegen zu treffen. Die Preistreiberei ift fo die atveite Abfont 915 W., die dritte Abfaat 815 W., für fonftiges dafür maßgebend waren, daß dieses Projekt nicht zur Ausführung groß, baß die heutigen Preise bei dem ausgedehnten wilden Handel Saatgut( Handelsfaatgut) 765 M., b) bei Weizen, Epels( Dinkel, tam, fonnten wir nicht feststellen. bie des September und Oftober um das Drei bis ünifache über- eien), Emer, Einkorn für die erfte bfaat 1065., die zweite Wir müssen zum Schluß fagen, daß die augenblicklichen Aufteigen. Die deutschen Fabriken liefen Gefahr, überhaupt feine bfaat 965 W., die dritte Abfaat 865 M., für sonstiges Saatgut stände überhaupt nicht mehr haltbar sind. Wenn ein Arbeitgeber are mehr zu bekommen, wenn sie nicht den Preissteigerungen( andetsjaatgut) 815 M. fein Bersonal ähnlich zusammendrängen würde, wie die Angestellten folgten. Angesichts diefer Verhältnisse, wie sie Ende Dezember 1919 des Schlichtungsausschusses und weiterhin eine Unzahl von Ueber- lagen, erklärten die Drudpapierfabriken, daß sie ihrerseits mit den stunden von einigen Angestellten verlangen müßte, wie es augen- Fabrikatpreisen ganz erheblich in die Höge gehen müßten, und zwar blicklich die Geschäftsleitung des Schlichtungsausschusses( wahr- ungen mit den Zeitungsverlegern gepflogen, die anerkennen mußten, scheinlich gezwungenermaßen) tut, dann würde dieser Arbeitgeber daß die Forderungen im großen ganzen gerechtfertigt seien, und Berantw. für den redaktion. Teil: Artur Ridler, Charlottenburg: für Anzeigen: den Gewerbeinspektor überhaupt nicht mehr los werden. Darum, fich genötigt saben, Preise für den Januar 1920 zuzugestehen, die Th. Glode, Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: BorHerr Oberpräsident, bitte, bemühen Sie sich! die bisherigen Preise um 100 Proz. übersteigen, so daß der wärts- Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Ginger u. Co. Berlin. Lindenstr. 3. auf das Doppelte des bisherigen Preises. Es wurden Verhand A.WERTHEIM: Leipziger Str Königstn Rosenthaler Str. Morigplat Pelzwaren Echter Skunkskragen, für 46500 Mäntel und Kostüme, Streifenverarbeitung... Echter Skunks- Muff, passend, Streifenverarbeitung.. dazu 53500 15500 Fuchskollier, alaskafarbig, gerade moderne Form, auf Seide...... Rollkragen, amerikan. Opossum.. 57500 Großer Tonnen- Muff, dazu passend 750⁰⁰ Weißfuchs, imitiert, große, gerade 27500 Form.... Zobelkanin- Kragen, grofe Matrosenform, flach und hochgeroll: zu tragen.... 8400 Tonnen- Muff, dazu passend. auf Daunen gearbeitet. 84.⁰⁰ Große Fehkaninkrawatte 890 zum Durchschlingen. Muff, Taschenform, dazu passend....... 8900 Hermelin- Taschenkragen 360 imitiert...... Herren- Sport- und Schalkragen aus Opossum- Kanin........ von Wetteraussichten für bas mittlere Norddeutschland Dis Montag mittag. Meist trübe und vielfach nebelig, ziemlich mild, später etwas fühler mit wiederholten Niederschlägen. Hierzu 3 Beilagen. Damen- Kleider Kleid aus Crêpe de Chine, mit farbiger 29500 Stickerei, in hellen und dunklen Farben..... Tanzkleid aus Crêpe Georgette, mit drei Volants, in zarten Abendfarben... Blusen 475⁰⁰ 00 Bluse aus schwarzem Stoff, halsfreie Form 3800 Bluse aus schottischem Stoff, mit Seiden- 4900 weste.... Bluse aus Crêpe de Chine, runder Ausschnitt, farbig gesteppt... Bluse aus weißem Crêpe de Chine, mit Stickerei und Handstich Morgenröcke Morgenrock Flauschaus warmem stoff, mit abgetönter Blende garniert........ Morgenrock 6000 aus warmem Flauschstoff, mit türkischer Kragen- und Knopfgarnitur 6900 75⁰⁰ 00 11000 16000