Nr. 46* 37. ZahrH. Bezugspreis: KertritZhrl. lZL<>M!�mZ!iatl.4A0Z>t. «! ma Sxas, ooro-a. chUxir. Po> fr«ce JÄmjaJlidi tAO ML. ßetanjaritbüha. Upaet SSmubcnb fto Drutichillllb and L«!i»r«ich- Unq«b 7.7ä?!!. lg: tai übriai änj'aRb 13— JUL, tri tärtUA f nm:■.[tslung 10.- 31:.+ Salnta.TtnftiSIag. v?» brieQuasen runnitn an jantmarf. Soll ans. cu�emdurq, Schwtdrn aed di« Echa>«LL«l»g«rraaei' n die Poil- ?eitanq«- Bnislik». Der.?«ll>>ans- Mb dar Earariaao« dailagt.Bai! a. Reif arilbeml oetLen. idglict! injlimoi Smrnrag» cma.aL Taiearamm-DdraOa �ostaldrmieiaaf E-ccKn" Morgen-Ausgabe. C 2® Pfennig") \ Ip-/-' � � V. rlincr Oolksbltttt AnzeigcupreiS: Die«ditgriBaltent üonrare'Oalfflt lefte. 2.— iN..T?urrun?»julchwz 60 V aftleine Sajaigca". de« feSrudie Worl 75 Ptg.(julölfig|sw< 'ettaedmifle Körte), itfie« Keilet# Von 50 P!». StetlenBeiurt'e und Ddilaffieaenonjetnen das etile Wert 65 Big.'ebee weitere Wort 40 B»z. ®one übet 15 Buchstaben lätjlen für ttoei Barle Teuerunq»ziiaq 5Q»v ffamtlian• Bntetecn, ooütüdie und (leocr'tüjaftllltte Beteino»An eine» 2.— ML die Reil» obr.« Aufkchlaz. Anzeigen tilt die nächste Miuueuc muffen bis ö Ahr nadiintltage im öanotJ.etiMft Berlin SA OS. Chiten# Rtofje 3, abgegeben werben. Oeüiftwl von 9 Uizr irllh bb 5 Uhr e'.tr.'JS. Zentralorgan der rozjaldemokratifcben parte» Deutfchlands Reüaktioa and Cxpesition: SW. 65. Liuöenstr. Z. ?er»i>,rel.',1 96— 151 97. Ziimzensur. Ein Aufatmen flina am 12. November 1318 durch die Reihen der freiheitlich senkenden, als der Erlaß der BolkS- beauftraqten mit Gesetzestrast verkündete, daß die Zensur aufgehoben sei. f�rei von jeder Fessel, vor allem aber frei von jeder Bevormundung durch amtliche Stellen, hoffte man. daß K u n st. Literatur und Presse sich aleich dem Pliönix aus der Äsche erheben und der goldenen FreiheitS- sonne zustrebend ihr Scnaffen auf jene Höhe stellen worden, die jedem nach Kultur Durstigen vorschwebte. Die Entwicklung ist anders gegart en. Sie mußte anders gehen, weil unter dem Einfluß des fünfjabrigen Menschen« mordcns nickt die Bedingungen gegeben waren, die zu fenem erträumten Aufstieg vorbanden sein mußten. Krasser Eigen- nutz, rücksichtsloseste Ausbeutung und zügellose Spekulation auf die niedrigsten menschlichen Triebe haben als einzige Er- folge deS Krieges der feiiherigen Entwicklung ihren Stempel aufgedrückt. Und nirgend hgt diese Entwicklung schlimmere Formen angenommen als im Film. So kam es. daß lrotz der grundsätzlichen Beseitigung der Zen'ur schon in die Verfassung ein Passus aufgenommen werden mußte, nach dem für Lichtspiele durch Gesetz abweichende Bestimmungen getrossei»»Verden können. In Preußen wurden bis zur StaatFumwälzung die Bild- streiien auf Grund einer Bestimmung des Allgemeinen Land- rechts zensiert, und nach der Revolution unlermarfcn sich die angesehensten Firmen der Filmindustrie einer freiwilligen Prusnng ihrer Erzeugnisse, als sie gewahr wurden, wohin die Reise ging. Der augenblicklich in dem AuSschußderNational- Versammlung zur Beratung stehende Gesetzentwurf über die Prüfung von Bild st reife»» für Licht- spiele ist der Niederschlag der Bemühungen der Reichs- regierung. diese für unser Volksleben so wichtige Frage durch eine gesetzliche Maßnahme zu lösen. Die Emvfindungen. welche der Vorlage im Ausschuß entgegengebracht werden, sind sehr geteilt. Während Sozi aide molraten und Demokraten den Entwurf— bei aller Anerkennung der Notwendigkeit einer Filmzensur— als viel zu weitgehend betrachten, würden die Anhänger des Zentrums und der rechtsstehenden Parteien ihn gerne noch schärfer fassen. Zu den KardiUalfraeen gehören der vorgesehene jeder- zeitige Widerruf einer einmal ausgesprochenen VochführungS- erlaubnts und die Zulässigkeit der Zensur durch die OrtSpolizeibehörde. Jener ist in der ersten Lesung gegen die Stimmen deS Zenmims und der Rechten schon gefallen, und die andere Klausel wird sicher das gleiche Schicksal erlebet». Der grundlegende Z 1 wnrde z»mächst von der Beratung abgesetzt, weil der A u s s ch u ß. um sich ein richtiges Urteil über die Gründe eines FilmvcrbotcS bilden zu können, vor- her im Polizeipräsidium b.eschlagnahmteFilme an- sehen wollte. Diese Vorführung hat stattgefunden, und die schlimmsten Befürchtungen der Ausschußmitglieder find weit, iveit übertroffen worden. Tie Folge dieses Anschauungsunterrichts war am Tage darauf die Fassung des entscheidenden zweiten Absatzes des 8 1 in folgendem Wortlaut: Die Zulassung«»»«4 Bildstreifen»«rsolzt auf Antrag. Sie ist zu versagen, wenn die P-lisung ergib», datz die Bor« iöbrung de» Bildstreifen» geeignet ist. durg, Anreiz zu Strai- taten die öffenlucde Ordnung oder Sickerheit zu gefährden, die Religion oder religio'« Einrichtungen herab» zuwürdigen, oder durit' E»?eaung niedriger T> iebe der» r o h e n d oder entsittlichend zu wirken, oder da» deutsche Anieben oder die Beziehungen Deutschland» zu aus» wärtigen Staaten zu gefährden. Die Zulassung dar» wegen einer volirischen. sozialen, telig'ösen, ethischen ober a5e!loiischai,ung»,«tdeitz als solcher nickt versagt weiden. Die Zulassung darf nicht versagt werden au» Glünden. die atcherhalb de» Inhali» der Vildstrelsen liegen. Um eS offen zu sogen, ei war erschreckend zu sehen. welck? Unmenge. Schmutz in solck einem Bildstreifen ziliammengetragen werden kann. Der Gedanke, daß ein Terldicser ekelerregenden Machwerke unreisen oder in der Entwicklung de- griffenen Menschenkindern vorgeführt worden ist. ließ manch- mal vor Cckam daS Blut zn», Kopfe steigen. Eine schlimmere Vergiftung deS GrmütS. als sie durch derartige Bilder erzeugt wird, ist schlechterdings nicht auszudenken. Torheit wäre es. sich über eine Aus- und Ankleideszene. wie sie in den Lustspielen zum Vergnügen deS PitblikumS oft vorkommt, entrüsten zu wollen. Es ist auch nicht not- wendig, wegen jeder sonst'gen heiklen Sitaation Hallo zu schreien. Aver man braucht iveder ein Sittenrichter noch ein Moralprediger zu sein, wenn man verlangt, daß mit aller erdenklichen Schärfe des Gesetzes gegen diejenigen vorgegangen wird, von welchen derartige Schweinereien, wie sie der Ausichutz zu sehen Gelegenheit Hatte, vorgeführt und gefilmt »Verden. Wenn eS noch eines Beweises über die Notwendigkeit der Filmzcnsur bedurfte, so ist er durch die Vorführung er- bracht worden. Aber die Zenjur soll daS Volk nicht mir von Sitzung öes internationalen Arbeiter- bureaus. Am Moutag tritt in Pari? der ZZer»o«ltu»gSrat de» Juter- »atieualen Lrb�ilerburrauS, der au» 24 Mitglieder« besteht, zusammen. Zwölf Staaten sind offiziell durch je einen Re- gieruagS. und eine» Arbeiterdelegirrte« vertreten. An der Citzung nehme« teil: Deutschland, Belgien, Frankreich, England, Italien, Japan, Schweiz, Spanien, Argentinien. Kanada, Bolen und Dänemark. Teutschland ist vertrete» durch Gcheimrat L«h» man» und L c g i e n. Zum ständigen Direktor de» BerwaÜuagS» rat» wir» Albert Thoma» ernannt werde«. Moskau gegen die ententiftische tzanüels- Politik. „Petit Porlfieu" meldet, daß nach drahtlose« Jusormatione« der Regierung von Moskau, die in Washingt«» ringe- troffen seien, dir Sowjet» erklärt hätten, jede Intervention der alte» russischen Genossenschaften im Handelsaustausch mit de» alliierte» Mächten zurückzuweisen. Neu vou den Bolls» kommissarrn geschafsene Organisationen seien eS, an dir sich dir Möchte wende« mühten. ES würde deshalb schwierig sein, ver- Handlungen mit der Regierung von Trotzki und Lenin anzuknüpfen, eine Eventualität, die ja auch der Oberste Rat sarmest beiseite gr- schoben habe. Die �uslieferungspolitik. Dle Weigerung Holland, zugunsten der Wünsche der Entente die Gesetze ui.d Traditionen des eigenen BolkcS zu verletzen, hat natürlich die Sieger nicht befriedigt. Nach einer Reutermcldung betrachten die englischen NegierungS- kreije und die Pariser Herren die holländische Antwort keineswegs als daS Ende ihrer gehässigen Absicht. Strafen auszuteilen für die kein Strafgesetzbuch der Welt Handhaben gibt. Der Oberste Rat oder sein Nachfolger werden die weiteren Schritte bestimmen, die im Nahmen anzuspinnender Verhandlungen mit den Niederlanden zu unternehmen sind. Es kann sich also ni�r noch darum handeln, einen Druck aus Holland auszuüben, also die Souveränität der holländischen Regierung»md des holländischen Volkes zu verletzen. DaS paßt allerdings ganz in die Wasfenkammer der Gerechtig- keitsphraseure von Paris und London. DaS Präsidium de- deutschen ReichSbürgerratS wendet sich in einem Schreiben an den Neichspräsidenten. »»m seinen Einfluß auf die Neichkregierung geltend zu machen. damit die neuen Haß un'd innereSchwierigkeiten auslösende Auslieferung deutscher StaatSan- gehöriger an die Entente untsrbleibt. diesem ausgesuchten Schmutz befreien, sondern man erwartet auch von ihr, daß sie— vernünstiq gehandhabt— ihr Teil dazu beitragen wird, den ganzen Aukbau des Film? auf ein höheres Niveau zu heben. Besonders wird daS Augenmerk auf den verbindenden Text gelegt werden müssen. Es ist erstaunlich, wie leicht er sonst nicht anstößige Szenen dadurch verschmutzt, daß er die Gedanken deS Zuschauers auf bestimmte niedrige Instinkte lenkt. Die schlimmsten Jilme sind aber jene, die niemals der Zensur vorgelegt werden. Sie sind derart, daß die Beamten deS Polizeipräsidiums sich schämten, einen dieser Filme in Gegenwart der weiblichen Abgeordneten vorzuführen. Nur die männlichen Mitglieder des Ausschusses mußten eS über sich ergehen lassen, einen derartigen Film mitanzusehen. Wenn vorhin von Schweinereien gesprochen wurde, so fehlt der deutschen Sprache zur richtigen Kennzeichnung die er Tarstellungen das treffende Wort. Man sollte eS wirklich nicht für möglich halten, daß derartige Szenen, welche die Darbietungen des Leutnants aus der Motzstraße und seiner Frau noch übertreffen dürften, wirklich vorgrlülirt worden sind.' In welcher Sittenverwilderung müssen sich die Menschen befinden, die sich zu solchen Schaustellun len her- geben? Und in welcher schmutzige Tiefe müssen sich jene bewegen, welche diese Szenen ausnehmen oder hierbei als Regisseure mitwirken? Was aber soll man dazu sagen, daß einer der Haupt- akteure bei diesen Darbietungen ein bekannter Berliner»schau- spiclcr ist? Was soll man dazu sagen, wenn dieser Mann sich dazu hergibt, zusammen mit zwei hergelaufenen Siraßen- mädchen derartige Lorsührungen zu veranstalten? Und was soll man dazu sagen, wenn ein Regisseur von Rang so schäm- loS ist. diese Borstellungen zu inszenieren? Und wer waren die.Feinschmecker», denen diese.Kost" zum Nachlisch vorgesetzt wurde? Dies waren nicht di; Leute aus Berlin X«der 0. dies waren und sind die Besucher der Spielsalons und Klubs aus Berlin WW, aus der Gegend cS Kursvrstendainms. Dort fahnden die Polizei- beamten nach diesen Dingen, holen die Film? während der ..Sitzung" au« dem Lorführungsapparat Heraus zur allgemeinen Empörung der Anwesenden. voewärtS'verlag G.m.d. h.» SM. 68, Zmöenste.Z. Fernlvrechert«in» Morinvla». Nr. 117 53—34. Mit Filmen dieser Art kann sich natürlich nur der Staats' anwalt befassen. Die geschäftstüchtigen Unternehmer, von denen es mehrere geben soll, werden sich schwer hüten, sie der PrüfungLstclle vorzulegen. Sollte dies aber doch einmal versucht werden, müßte die PriisimgssU'lle die Sache natürlich sofort der Staatsanwaltschaft übergeben. Tie Ansicht, daß man auch ohne Filmzcnsur auskomme, weil man unzüchtige Bildstreifen ja beschlagnahmen könne, ist verfehlt. Wie die Vorführungen in, Polizeipräsidium unzweideutig ergeben haben. lassen sich Schmutzcreien und Gemeinheiten in Hülle und Fülle in einem Film anhäufen, ohne daß er direkt unzüchtige Bilder zeigt. Diesem soll durch die Zensur begegnet werden. Da« Gesetz— nicht kleinlich, sondern in freiheitlicher und großzügiger Weise gestaltet— wird deshalb nicht»vie eine Fessel, sondern wie eine Befreiung von einem Alpdruck so- ivohl auf die Filmindustrie als auch auf die Lichtspieltheater- besitzer»virken. Diese haben nach den Worten eine» ihrer Fübrer nnr einen Wunsch, und dieser wird ihnen erfüllt werden. Sie wollen weiter existieren können und wieder als ehrliche Männer vor der Türe ihre» Theaters stehen dürfen. tzal�ose Angriffe gössen Nsske. Hn der linksradikaleu Presse erschienen vor einiger Zeit Angriffe gegen die Person deS R e i ch s w e h r m i n t st e r S im Zusammenhang mit der Firma Schweitzer u. Oppler. Sic gipfelten in der Unterstellung, daß der Reichswehrminister auf Grund besonderer Beziehungen zu Herrn S k l a rz die Vergebung der Arbeiten bei Schleifen von Festungen an die genannte Firma veranlaßt habe. Die somit Bevorzugte habe Millionen daran verdient. Genannt wurden im besondern die Entfestigungsarbeiten auf Helgoland, in Thorn» D a n z i g und Königsberg. Die vom Reichswehr� minister angeordnete Unter-suchung dieser Angelegen- heit hat ergeben: 1. daß in Helgoland noch keinerlei Entfesti» gungsarbeiten vergeben wunden, mährend T h o r n und D a nz i g nicht in Frage kommen und auch Königs» b e r g überhaupt nicht geschleift wird: 2. die Ausführung der Entsestigungsarbdten ist Sachs des Reichsverwert nngsamtes, an mddheS alle derartigen Arbeiten vom ReichSwtzhrm'misterium�üklergebcn wor« den sind. Es ist möglich, daß vor Uebernahme der Entfesti- gungsaufträge durch das ReichsvenvertungSamt einzelne lo- kale Arbeitsaufträge schon vergeben wurden: dos geschah aber dam» durch die örtlichen Fortifikationen auf dem üblichen »md vorgeschriebenen Weg« der Ausschreibung und auf Grund der ihnen überwiesenen Etatsmittel, keinesfalls abeo durch das Reich sro ch rmi ni steri um oder gar durch den Reichs- wehrminister, der damit überhaupt nichts zu tun hat._ Zür ßrieörich den Groden und Mlhslm II. In den letzten beiden Tagen fanden in Berlin verschie- den« dcutschnationale Kundgebungen statt. Am Sonnabend beging der deutschnationale Lehrcrbund eine Erinne- rungsfeier, die dem Andenken Friedrich sdeZGroßen galt. Professor Dr. Meyer, der Rektor der Berliner Universität, hielt die Festrede und rechnete scharf mit der«i> e r- süchtigen Politik der Habsburger Dynastie ab, die nie deutsch rtatienal war. Teutschland sei an der öfter- reichischen Monarchie verblutet, die mit schnödem Un- dank die Nibelungentreue belohnt habe. Bor Tisch las man es anders da gab es nichts, was reiner und edler war als die deutschösterreichisch? Bundestreu?. Weh« dem. der sich an diesem hohen Mit vergriff. Herr Meyer übte auch lebhafte Kritik an der politischen LeitungdeS Reiches während deS Krieges rrnd behauptete, baß die einzige Persönlichkeit, die d a s Z« u g z u m g r o ß e n Staatsmann hatte, der Großadmiral v. T i r p i!z war. Wilhelm II. hat in seinem letzten bekanntgewordenen Briefe genan das Gegenteil gesagt. Der Hohenzollernfreuird mag sich also mit dem Hohenzollen» darüber auseinandersetzen. Der Bund der Aufrechten feierte am Saniftag gleich zwei Gedenktag« mit einemmal. Der UrPreuße und dreifach gesiebte Reaktionär Junker Westarp gab einen historischen Ueberblick von der KönigSkrönnnq Friedrichs I. bi» Wilhelm II. Er rühmte die preußischen Könige, die er- füllt waren von» Pflichtgefühl gegen ihr Volk, und die hielten, was sie dem Volke Vers pro- ch en. Die Pflichttrene wird klar durch Wfthelms Flucht bewiesen und seine Worttreue durch dse Geschichte des p r e u- ßischen Wahlrechts. Bis zur Flucht Wilhelms II. wartete das preußisch? Volk immer noch auf die Grinlösting seines 1908 gegebenen W-ahlrechtsversprechens. Und die Inn- ker waren es, die diesen Wor!bruch segnete»! und erzwangen. Westarp jammerte' dahet über die k a i s e r l o s e. die schreckliche Zeit, freute sich aber, daß sie bald über- wunden sein werde, denn sie sei nur ein? vorübergehende Er- scheinung. Die Junker möchten natürlich wieder ihre alte Herrscherstellrmg einnehmen. Es fehlte in dieser Versammlung nicht an antisemitischen Zwischenrufen, die sich bt der HMpisaÄe auf die Regierung fcegeg&t. Der .,H o f p r e d i g e r" Dr. Vogel aus Votsbam, der vor kei- nem Hof mehr predigen kann, feierte den Geburtstag des „bedeutendsten Mannes der Weltgeschichte neben rtin Luthe r." Wer nicht lveifj, wer das ist, der möge die Briefe nachlesen, die einst Willi an Nicky in treuer Freundschaft schrieb. Und wer dann noch nicht Bescheid weiß, dem sei gesagt, daß ausgerechnet Wilhelm II gemeint ist. Zornig rief Vogel aus: Von Rechts wegen hätte der 'Kaiser mit einigen treuen Divisionen über den deut- schen Michel herfallen müssen, hm die Revolution�» verhindern. Dem Ausweichen des Kai- sers sei der gnädige Verlauf der Revolution zu verdanken. Äls Dritter im Bunde veranstaltete die Deutsch- nationale Voltspartei am Sonntag mit viel Theo- terdonner eine Massenkundgebung gegen den AtislieferungLparagraphen. Fast alle Redner wurden durch fortgesetzte antisemitische Zwischenrufe rmterörochrn. Der Friedensvertrag wurde als eine„Bibel der Schande" verworfen und der Königin von Hol- l a n d für ihr Verhalten in der Auslieferungsfrage e i n d r e i s a ch e s H o ch gebracht. Rock Schloß der Versammlung gab es eine große Prüge- lei vor dem ZirkssgeSandr. Einige Unabhängige, die ärgerlich über drfö Verbot ihre? Versammlungen waren, der». suchten schon vor Beginn in den Zirkus einzudringen, was ihnen aber verwa hrt wurde. Nun warteten sie aus der Straße, unt als die Versammlung zu Ende war. erwidert«, sie das„Deutschloud. Deutschland über alles" mit der Ar- beiiennarseillaise. Wemi die Deutschuationalm Wilhelm hochleben ließen, dann riefen die Geyendemonstranten:„Nie- der mit Wilhelm!" Natürlich kam es zu Raufereien, wobei «imge verwmm lung ste i lnehmer blutig geschlagen wurden, im übrig«! beschränkte man sich darauf, sich mit D r e(f z u bewerfe w In einer halben Stunde hatte die Polizei, die man ohne Erfolg zu hänseln und zu reizen ver- suchte, die Straße wkJdsr m Ordnung gebracht. Wir befürchten ob dieses kleinen Geplänkels keine e r n st e n Differenzen zwischen den Unabhängigen und Deutschnationalen. In den Parlanienien wird sich«chon wie- der einmal bei der Abstimmung über irgendwelche Gesetzes- vorlagen Gelegenheit bieten, Arm in Arm gegen ie- den Fertschritt Front zn machen. NtLsröttlMA Ses Werkftättenwesens. Tltsntag bade» unter dem Vorsitz des E'-senbahnmimsterS Oeser im Sitzungssaal de? Potsdamer BahnbofS Beratungen .iber die Neuordnung der Organisation der EisenbahmHaupttverk- hätten der preußischen StaatZeisenbahnen stattgesiind-si unter Teil- nabme von Abordnungen de? Beamten und Arbeiter dieser Werkttätten, von Mitgliedern der Laudesversammlnng sowie führender Männer auö den Kreisen der Industrie und Wisienschaft. vertreten waren ferner das ReichSverkehrs Ministerium und die Mißerprsußifch-n deutschen Eisonbahnverwaltungen. Der Versammlung log eine nach den Weisungen de? Minister' ousAstellU: Denkschrift über die Neuordnung der Verwaltung der Etscnbahn-Hauptwerkstäiten vor, die nach einem lleberblick über die zurzeit bestehende Organisation und ihre geschichtliche Eni- ,!zii$ung umfassende Vorschläge für«ine Neuordnung des-Werk- -tättenwesenS macht. AuS diesen Vorschlägen ist besonders herbor- .zstheben, daß die Hauptwerkstiitfen der(S i f e n 6 a h n? n. unter denen sich Großbetriebe mit mehr ÄS bvOl) Arbeitern bcfin- den. mehr al' viLyer selbständige Unternehmen werden sollen. An ihrer Spitze werden mit weitgehenden Befugnissen und eigener Veranitüortung ausgestattete Leiter stehen, dt« das Werk in technisch-wirkschaftlichem Geist verwalten sollen. Durch eine sargfälrisse Unkostenrrmittlung wird die Wirtschaftlichkeit jeder ArbeitSauSführung überwacht, um so die Leistungen der ein- z-lnen Derkstätte mit denen anderer staatliche? Werkstätten und gleichartigen Industrieunternehmen vergleichen zu köunen. Die Neuordnung soll gleichzeitig den Wünschen der V e a m- {«n und Arbeiter der Eisenbahnverwaltung entgegenlommen und fede'n, der die erforKerlichen Kenntniste erworben und sich durch gute Leistungen hervorgeian hat, an die Stelle stellen, an der feine Arbeitskraft zur Steigerung der Arbeitsleistungen und zum Gedeihen des Werkes voll ausgenutzt wird� das(drientprodlem. Laut Tetegraaf ist in London ein« Bestätigung der Dlel- dung eiligetroffen, daß die Alliierten und die Vereinig- ten Staaten nicht die Absicht haben, eine neue Sxpe» dition nach Rußland zu eutseuden. „Central News" Zufolge soll Foch im Obersten Rat einen Be- richi des englischen GeneralsiadeS vorgelesen haben, wonach min- bestens vier europäische Divisioneu nötwenbiz seien, um im Käu- kasns eine stark: Front herzustellen. Räch einer Untersuchung der Lage sah man ein, daß die große Truppenzrrbl, die England in Irland, Aegypten, Indien und Mesopotamien halten muß, es nicht in die Loge setzt, Freiwilligcntruppen noch nach anderen Punkte« zu entsenden. Die Intervention soll nur darin bestehen, daß die Georgier mit Kriegsmaterial versorgt werden. Verschiedene Soldaten- und Pia- trosenabtcilungru solle» jedoch«ach dem großen Pctrolenmmittrl- Punkt Baku entsendet werde«. AuZ. Ko n st a n ti n opel meldet Havas: Die»natu- Irschen Deputierten erhielten von ihren nationalistischen Wählern die Weisung, in der Kammer sich jedem Eiagriss in den GcbietSiestand des»Smanischen Reiches z« widersetze» und die sofortige Räumung der besetzten Gebiete zu verlangen. Man spricht von einem Rücktritt des Kabinetts Ali Riza Bascha und der Bildung eines neuen Mrnisierium» mit(Jroßwefir Marschall Jzzet und nationalistischen Mitarbeitern. Tusar über Deutschlanü unö Ungarn. Ter Berichterstatter>dsS..Abend"(Wien) hatte eine Unter- redung mit dein tschecho-slowälischsn Ministerpräsidenten T u s a r, in deren Verläufe dieser«ruf die Frage, was die Dfchecho- Slowakei vom Frieden mit Dsuischland erwarte, ar.i- wartete: Räch allen Anzeichen besieht auf beiden Seiten der ans- richtige Wunsch, die wechsÄseitigen Beziehungen planmäßig zu regeln und zwischen Deutschland and der Tscheche-Slaioalei ein gutes, da u« r n d e s H a n de lsve rhälltn iS herzustellen, welchcS die Jnieressen beider Parteien wahrt. Auf die Frage,. ob vre Meldungen«ruf Richtigkeit beruhen, wo- nach der tschecho-sttwakische Staat geneigt sei,, sich einem bemokvaNAH konsolidierten Magv. arten gegenüber wohlwollend zu verhalten, erwiderte der Ministerpräsident: Eine unerläßliche Boraussetzung ist. daß da? Land auf die Selbsttäuschung und die Rache- plan« verzichtet. Eine Regierung, welche diese Bedingui�gen erfüllt, wird auf kein Hindernis von unserer Seite bei Schüfung eines ehrlichen nachbarlichen Verhältnisses stoßen. Wrr sind jedoch weit davon entfernt, uns in die Regelung ihrer Häuslichkeit ein- zu mengen. Wir fordern nichts anderes, als die tmoedmgt ruhige Tntwicllung unseres ganzen Siaat-gebietes. Der Zug nach Palästina. Tie Berliner„Jüdische Presse" vom 23. Januar meldet: Aus dem Kongreß der Weltorgantsätton der ortbodoz-z!ouisttsS der Junge den Vater und die ganze Ceme'ude wegen Meuchelmord« vorS Schwurgericht lieferte. Rur «in spitzfindig beantragter Indizienbeweis bringt den ungeheuren Schwindel an de» Tag. Der Judenjunge, der alles gelogen hat, nimmt sich in der Synagoge das Lck-n. Ist daS eine Triuzödte? Es ist gewiß ein blödsinnig tragisches Ereignis, daS dinch die Zeitungen aller fünf Erdteile gedonnert ftei. iUk massiven Redensarten der Entrüstung konnten erneuert werden. Der Jude spürte wieder durch und durch, daß er xnr ein Geachteter sei. Die Kreigesinnten ncnmten derartigen Skaridal eine ..Kuliurschande". Arnold Zweig hat die«Kulturschand- gebrand- inarki". Derb, sachlich, ohne Erbarmen, in ScWnrz und in Blühend- r. r. tu sjwit sich nicht das Tierische de» Guiöhrrm, das Blöde in? Untersuchungsrichters, die bestialische Verhetzung des Anti- femiten, die Riesendummheit von Zigeunervack und Bauern, die literwei« strsmendtm Tränen. Klagen. Wutschreie und Verzweis- lungSanfälle her Juden und Christen. Natürlich fehlt' die ganze SchwurgerichtSverhirndlung nitht auf der Bühne. Mit Sorgsalt find dir Martern des Judensungen behandelt, der erst lügt und nach d-r Entlarvung sich eigenhändig entlarvt. Ter UntersmhnngS- richte? knallt sich auch ins Jemens. Die Mutier des armen Mäd- chensps-er» wird vor Schmerz blind. Der Gutsherr, der ein Liebhaber sein wallte und dabei so viel Unheil hinterlistig feige geschehen fieh. verliert vielleicht den Verstand. Es geht sehr laut, hitzig, aufregend, kinodramatisch zu. Die Dinge jagen sich. Alle? ist ent- schlich wahr. Der Filmdichter Zweig hat alle i-Punkte mit Aufmerk- ftnnkn! und Fleiß gesetzt. tSt wallte noch«in Dichter und Au-oeuter de» Ewigen fem. S:» wühlendes Jndenherz trieb ihn, Ewigkeit hinter dem Schauer zu suchen. Gytt versucht sein Volk Israel, da er ihm den Verdacht deS Ritualmorde» cvnflädt. Ter Knabe, der alles Unheil berauf- v«ngt» wird vom Guten und Bösen leibhaftig umkämpft. Es fiegt fcn» qinte.*»»ntersiegt Gemc-l, dvr Feind Jehovahs. Und den Sünder, den Verleumder, den Selbfimörder führt, doch die sühnend« Heiterkeit. ins Jenseits. DaS ist der tiefere Sinn, da» soll der jchilosophischchichterischs giewicm diescu Tragödie sein, die als jüdische hesonderZ«msgegeben wird.?llteS Symbols eher SpmH- gewandthoit als Tichterkrgft, trotz hoher, Absicht und der Glut, der Einstellung n»r Literatur. Jedes Ursprünglich; fehlt. Das Thearet, das dem jungen Genie DeutsthlandS dienen möchte, hcrt nur etirem Halben geholfen. Herr Deutsch, Herr I e n n i n g Z, Herr Heß, Herr Lange kämpf ten für Herrn Zweig. Herr Deutsch wqr der arme Judenjunge, der zu Jud und Christ den Weg verliert und den ftühen Tod sucht. Er ist vor allem zu preisen, weil er Psycho- logisches vortäuschte, so die SeelÄiknnde deS Dramatikers sackgrob oder ganz verwaschen wurde. Max Hochdorf. NrueS»«« der Glatte. Die erste internationale Versammlung. deS Clarte-BundcS. die im Januar auf Schweizer Voden stattfinden' sollte, ist vertagt worden. Der Kongreß soll erst im Frühling ab- «reHalten werden. Da bis deutschen, und österreichischen Mitglieder des ölarte-Bun-deS gegenwärtig zu große Geldopfer pxwgen müßten, um einen längerem Aufenthalt in der Schweiz zu bestreiten, denkt man daran, eine Stadt in RovdUalien u'3 Hongreßart z» wählen. Auch Maxim Gor kt gehört zü der Elartä. Man hofft, daß e» ihm im Frühling möglich sein wird. Nußlamd zu verlassen/ um an dem Kongreß teilzunehmen. Henri Barbusse läßt im Verlage der Ckartä soeben sein neues Buch erscheinen, das den Titel„Dämmerung im Ab- g r u n.d e" trägt. In diesem Buche wenden noch einmal alle Pro- bleme der internationalen Versöhnung erörtert. DaS Programm ist im wesentlichen das gl-jche. das am Ende deS großen Barbusse- schon Roman? von der„Erleuchtung" aufgestellt worden ist. Der Dichter wendet sich besonder« an die Künstler und Arbeiter auf der ganzen Erde. Er meint, daß Künstler und Arbeiter gleich- roeise in ihrem Schicksal und in ihren Lebensbedingungen noch nicht ge- sichert seien. Darum müssen sie zusammengehen, um sich eine neue Welt und eine neue Existenz zu schaffen. Barbusse wendet sich an die Frauen auf der ganzen Erde, daß ste sich von der alten Tra- dition der Hörigkeit abwenden sollen und den Männern helfen, die neu« Welt de» Friedens auf der ganzen Erde zu erbauen. Das Progrmnm. da» Barbusse entwickelt, ist lehr radikal, und er will in feinem großen Friedensbunde der Geister besonder» die Deut- schon und die Lefterreicher aufnehmen. Gr prägt daS Wort von n�uem. daß auch die Besieget von heute die Besiegten seien und alles darauf ankommt, sich aui dieser moralischon und wixffchaft- ltchen Niederlage zu erholen. Kinematogrevh und Wiflenschaftsfvrfchnng. In der bekannten amerikanllschen Fachzeitschrift„Ebsmieal, and Metallurgicql Singine, ring" schildert der Professor Archur G. E'.deredge von der Un/versität Illinois, daß ihm der Versuch gelungen sei, da» Mikhoskop mit der ktnomatographische« Kleine politWe Kachrichten. KautSky Und Burmat. Zu? Berichtigung Karl Kaul'skyS an dieser Stell- teilt unk die.Soz. Korr." mit, dich allerdings nicht Kautsly persönlich, sondern seine Frau, gelegentlich der letz- ten Sozialistenkonferenz in Amsterdam, die Gastfreundschaft des HauseS Barmat genossen hat. Bor einer neuen KohlcnpreiserhShung? Eine ZechenSesitzer» Versammlung in Essen beschloß, bei dem Reichskohlenverbaicd eine Kohlenpreiserhöhnng für den 1. Februar 1920 zu beantragen, die den erhöhten Ausgaben für Löhne, Gehälter und Ma. teriolien sowie der RotwendigkeÄ Rechnung trägt, die AiÄvgen wie- der so inftau.dzusetzen, daß die fetzige Förderung schalten und die Frieden Sförderung wieder erreicht werde. ErbShte Ausmahlung auch in Bauern. Das bayerische Land- ivirischaftSmtnisterium erläßt eine Bekanntmachung, wonach die Be- fiimmung der ReichSgetreide stelle Über die erhöhte'Ausmahlung d-S Brotgetreides auch auf Bayern Anwendung zu finden habe." Mir soföniger Wirkung müssen RoWen und Wetzen zu 99 Proz. und Gerste zu 8S Proz. ansgemahlen werden. Abschied der Dauziger Garnison Die Danzfger Garnison verabschiedete sich durch eine Parade auf dem.Heumarkt. General- leutnänt v. MalachowSki hielt eine ergreifende Ansprache, die in ein Hoch auf daS deutsche Vaterland ausklang. Die Menschenmenge si-mmte«Deutschland, Deutschland über alles" an. Hieraus marschierten die Truppen durch die Stadt, deren Häuser halbmast geflaggt hatte:'.. Tie Spannung im Gastwirtsgewerbe. Wie die.Voss. Ztg." erfährt, sollen die Gastwirre von einer Schließung der Betriebe zum 1. Februar absehen, falls man sie nicht als Wucherer und Schleichhändler ansieht. Vlti Sonnabend tagte eine Gastwirte» Versammlung hinter verschlossenen Türen. Sollten gewisse Dinge vorgefallen sein, die das Licht der Oeffentlichkiit zu scheuen haben? Das Hilfswerk für unsere Kinder. In einer Unterredung mit Vertretern des niederländischen Roten Kreuzes sprach der Reichs- Präsident den Riederlanden seinen wärmsten Dank'für die großherzige Unterstützung auS, die in dem in Wilhelmshaven bei Berlin gegründeten Kinderheim von dem niederländischen Roten Kreuz zur Linderung der Not der Kinder geleistet werde. Der Führer der Delegation,. Dr. DrcsselhuiZ, teilte mit, daß das Heim von dem niederländischen Roten Kreuz unterhalten lverde. Die Entschädigung der Kolonialdeutsche» soll nach den jetzt veröffentlichten Richtlinien in ähnlicher Werse wie für Aus- l a n d d. L d e u t s ch e in Gestali von � Vorschüssen, Beihilfen und Unterstützungen erfolgen. Daneben können Unterstützungen. biZ . grundsätzlich zu 1509 M. gewährt werden. Anträge sind an da» ReichSkolonialministerinni lEntschädigungssteU-i unter Darlegung des Sachverhalts und Angabe der Beweismittel zn richten. Bei Prüfung d-r Anträge wirkt als Interessenvertretung der Geschädigten der Reichsverband der Kolonialdeuischen mit. Die Entscheidung Über die Anträge erfolgt durch Spruchkom- lnisfionen. Ausgehoben� wurde am Sonntag da? Verbot der Kreier«Re- publik", des Organs der Unabhängigen. ZeitungSverbotr. Der Garnison-Aeltefts für Hamburg, Altona.und Wandsbeck teilt mit:. Auf Grund der Veroro» nnng deS Reichspräsidenten vom 13. Januar 1T2Y wird das Erschei- nen folgend-r Zeitungen verboten:„Ter Kämpfer",.Die Rore Fahne".„Tie Freiheit.„Der Kommunist" und„Die Republik". Dir Heimkehr der Secchn-Flow-Manaschafian. Die D.enststelle der StzmipalftSt teilt«Sit: Die auf den Dampfern„Bylgia" und „LrSbea' zurüFkehrcndsn Scopa-Flow-Mannschaftrn werden in WilbelmShafen ausgeschifft. Zwölfftünbige Arbeitszeit— siebentägige Arbeitswoche in Sowjetrußland. Der„Daily Tglsgraph". erfährt aus Kopenhagen. �uß'chie, B.'.lsche'.vfiV.d:-" fünftägige ArbeitS'.ooche und den. sechs- ftiuedigen ArbeitÄchg wieder abgeschafft haben. Sie haben jetzt die zw�lfstündige ArbMSAsit und die siebenftündigs Arbeitswoche ein- geführt. � � Ter Achtstundentag für die Beamten. Nach einer beim Ober- bürgermeister der Stadt Essen eingegangenen drahtlichen Mit» ieilung des Ret chsminist.srS des Innern haben die Verhandlungen mit dem Ziele, allgemein bei den Beamten die ackt- stundige ArbgitSzeit wieder einzuführen, beim Deutschen Beamten» bnnd zu. einem gruichsäylichen Einverständnis gesührt. Streng kaiserlich gesinnt ist das Postamt 61.� so. streng, daß es den Titel kaiserlich voller Stolz viermal auf einem einzigen Kuvert abstenipcli. Immer zu, wenn'S für monarchistische Seelen ein Trost ist.__ Kamera zu vereint gen, und daß«ö � dadurch Ici-kit möglich sei, zum Beispiel die fovtschreüends LLiriung wied-:rholter Biegungsbeanipruchnngen auf einen Eisen» staö'in der Prüfmaschine erkennbar zu machen. Aus weiteren Versuchen und Demmcstrationen schließt der amerikanische Ge- lehrte später:„Ich glaube, daß die ktnematographlsche Kamera mit und ohne Mikroskop ein/ Forschungsinstrument darstellt, dessen Wert man kaum voraussehen kann und dessen Anwendungsgebiet sich über die gesamte Wissenschaft erstreckt. Wir besitzen heute Sonderapparate, welche finematographische Aufnahmen ermög- lichen, die in ganz winzigen Bruchteilen einer Sekunde aufein- ander folgen, und mit solchen Werkzeugen mutzte man geradezu die- Bewegungen der Schallwellen pbotographisch festhalten können. Eines Tages wird auch einer kommen, der die Bewegungen der Elektronen in der Vacumnröhre aufzeichnet; eine Grenze gibt e? kaum mehr!" Diese AuiunftShoffnungen zeigen, wie der „Prometheus" schreibt, wieder einmal so recht, wie sehr der Ktne- matograph daS Zeug zu einem hervorragenden Werkzeug der Wissenschaft und der Aufklärung im allerweitesten Sinne de? Wortes in sich trägt. Wenigsten? einen steinen Teil der Dinge, die wir. ihr mit Hebeln und mit Schrauben nicht abzwingen könn- ten, wird uns die. Ratnr noch durch den Kinemaiographen offen- r? baren müssen.. Entzifferung unbekannter Alter tumsstirachen. Die Ausgrabungen auf dein, gewaltigen Trünnaerfelde de» heuoigen Orte? B oghaz kö i, die von deutscher Seite.«r-iernommen wurden, haben eine ganze Periode der ältesten Geschichte inS helle Licht gerückt. und man lernte durch diese Funde in der asten Hauptstadt de? kleinzsiarffchen TloenterrcicheS die politische Entwicklung des Orients in den letzren Jahlchunderten dsö zweiten Jahrlaufends v. Chr. näher kennen. Große Schwierrgtmten aber machte die Entzifferung der LopKazW-Jnschrift«' dle allein.das verwickelt: Bild der da- mÄigen"PÄierverschiebitNgeo erklären konnten, und jahrzehntelang haben stch Sprachrcr.'cher und Historiker mal bkftn Prrblmnen b:- schäftigt. Eine Lösung bringt mm Dr. Emil Forrer in«ner Abhandlung, die in den Sitzungsberichten der Berliner Akademie der Mffcnfchasten verösieutlicht wird und nachweist, daß in diesen Inschriften nickt weniyer als acht verschiedene Sprachen vorkomm-n. Durch ihre Berteilumr aus die verschiedenen Gebiete wird zugleich die rniereffa.ctc Geschichte einzelner Völker aufgehellt. Schon dellnalS gao es„rote Sprachen", die an den Hochfchulen der Cherite- in Hartusa» und Ariane gelehrt wurden. Dazu ge- hört das Sumerische, die Sprache der Sumerer, die die älteste Kultur in Babylonien hevaufführten. Die Sprache der mit ihnen etwa gleichzeitigen Akkader. das Akkadische. war m der Bog. haM�Poche nur noch im diplomatischen Verkehr gebräuchlich, und zwar mit Ländern, die nicht die Sprache der Ehetiter kannten. Daher sind dä« in den Inschriften vorhandenen Bertrage mit Aegypten. Mitanni, Haüab und S.izwadna im Akkadischen abgefaßt. ' Die Sprache der Ehetiter hat man bisher als Herttifch oder „Haiti ich" k>e zeichnet, lieber neun Zehntel aller Jmchrifteu von BoghaM sind in diesem Idiom de» Hmri-Reichel abgefaßt, wie sie ja auch alle aus der alte« Chettterhaupifvadt Hattufa» stammen. Virtsthast. 189'». 407„ 465' Die A-lufirast der Mark im LsSlamd. Mm kauitö w Köln am 24. Januar am Z.Jenu« 1 eu«lische Psuudnole...»it SSO— 295 M. 100 irauzifische Frauke»...„ 640— 650„ 100 belgische Frautea...„ 640— 650„ 100 schweizerische Frauke»..„1350—1400„ 894_ 100 stolläadische Guide»..„ 2900-2SS0. 1890 h 100 rawSuische Lei....„ 123— 133„- ISS„ Das Sinken der MurdaüUa im Aukkaud Bei Zsdeuiuua für die Be-ahlung der Waren, die vir dam Ausland kaufen müssen, die teurer werden in dem Grade, wie der Kurs der y?ar',im Ausland sinkt. Die Kaufkrafr der Mark im Znlmid ist dagegen ganz erheblich c> ö h e r und kommt zum Ausdruck in den inländischen Ware»preise» Rechnet mau eine durchschnittlich« Serteuerung im Island von 409Proz.. so bedeutet das ei» Sinleu der Kaufkraft um ein Eiertel ibres Wertes, etwa auf 25 Ps. Steigen vi« Inlands- preise«ui die Höh« der Auslandspreise, umgerechnet nach dem Kurs- stand der Mark im Ausland, fo würde das ein Herabsinken der inländischen Kauskrost auf den Tiesstand, den fle im AuLiand hat. ledemen. Die Angleichung der Inland preis« an die Weldaarkt- preise, die von groychtdustrieLer Seite und von anderen Jnter- «sisnten so eifrig gesordert wird, bedeutet nichts anderes als eine weitere Kernichmng der Kauskrast unsere« Geldes mit all ihren verhängnisvollen Erscheinungen. Zfeuerveranlagnng. Wie zahlreich« persönliche Anfragen zeigen, ist nicht allgemein betanwt, �atz eine Berluckagung zu? vreutzischen Einkommensteuer iür das Sieuerfahr 1920 und zur Ergänzungsfiet!«? für die Bar» anlagungsperiode 1920/22 nickt stattfindet. Heringe iur Deutschland. Zur llnterllützuna der Grostherings, und FrühjahrSb-rings- iischere: im Jahre 1W0 sollen Shndikare norwegischer Exporteure gebildet werden, unter der Voraussetzung, dah von dem diesjährt- g-:n Fange von-Grotzheringen und FrühjahrLheringen frische Heringe, nach Deutschland akgrschifst werden sollen zu einem Ge- iamikatiurabetrage von lä'viiliionen Krönen. Deutschland über« nimmt die Lerpfüchtung, für die notwendige Tonnage zu sorgen. Der Zusammenschluß iu der Glühlampcnindustrie. Die«iemens u. Halsks!l. G. hat von dem ihr vordehalleneu iirck: auf Beitritt zu dem früher bekannigemachten Zusammen- fchluß der Glühlampensabriken der A. E. G. und der Q�raru- werke Gebrauch geüracht«ick ist mit gleichen Rechten wie die A. E. Ä. in die Gemeinschaft«ingeireten. Arbeit für den Spielteufel? Die„B. Z." schreibt in einem Börsenbericht: ..In den BanküureauS gibt es seit langem doppelt und dreifach verlängerte Zlrbei t s schi chth bis zur mit- iernächtlichen Stunde brennt die Arbeilslampe. Die Zahl der verftigbarcn Kräfte reicht auch nicht enrferni aus zu einer pünktlichen Erledigung der lau-endeu Geschäfte. Es fehlt vor allem an bankmäßig geschulten Ärästcu, und so braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Institute aus allen möglichen Be« rufskrdsen Hilfskräfte heranzuziehen suchen;«ine führende hie- sigs Bank ist bereits tmk.., �studentenhilf« verfallen. Nur um den Spielteufel zu befriediZen, den D a u m e I von Spekulanten aus allen preisen, müssen fleitzige Bankangestellte mit einem U e k e r m a ß an Kräften arbeiten, unprvduktipe Arbeit leisten, die Volkswirt. schafrlich im höchsten Matze schädlich wirkt. Bank- beamte, wenn Ihr statt solcher Arbs.lt Kartoffeln buddeln oder Kohden schaufeln wolltet, würdet Ihr für Euch selbst unMür die Wirtschast nützliches leistenl Viel- leichn beschäftigen sich die Bankaugestelltr« doch einmal mit dem wirtschaftlichen Wert solcher Arbeit, die nur der Zer- rütinng unseres wankenden Wirtschaftsgebäudes dienen kann. Ter Wettbewerb um tüchtige Beamte. Ter Aufsichte rat des Schaaffhanseuschen Bankbereivz bat be- schlössen, den Geheimen Finanzrgr Roker: Bürgers, zurzeit Vor- trazendox Rat im Preußischen Finanzministerium, zum Mitglied« des BorstandeS zu ernennen. Fgrrer hat nun feftzestellt, daß dies« Ehctiiersprache in den In- lchriftsn.Nasisch" genannt wird; er möchte ihr die B-.zeichnung ..K an« fisch" Hedem nach der alten Siqdi fimtis, die wahrscheinlich in der Gegend von Tnkyra lag. Die Kcmestcr waren ein aus Atropa Zingewandentes Volk. daS sich in Phchgieu niederließ und hier ein großes Reich gründete. D-s kanesisch« Volk hat'ich dmrn nni dem Voll der Luvier vermischt und in seiner kraftvollen naiio- nal-n.Eigenart sich über ganz Kleinasien verbreitet bis nach den Grenzläzsern Kizwadna, Svrien und Arzawa. wo es überall die perrlchende SchA der Edlen bildete. Auch die Sprache dieser Jicko- �rmanen hat die anderen Idiome bcainstußt und war schon um »IVO a. Ehr. tat Lande der Eheriter m Gebrauch. Haarausfall»ach Grippe.%LS«ine unangenehme Folge« «r,cheinung der Grippeepidemie ist in zahlreiche» Fällen ein inten- 'wer Haarausfall veobachtet worden. Etwa S— IL Wochen nach der überstandenen Krankheit fallen die Haare bei leisester Be- ruhrung aus. Sie blecken beim Ordnen und Richten des Haares oft büs�lweste tu der Sand. In der..Medizinischen Klinik" untersucht Dr. C. Pulov-Wtcn die Ursachen diese» Haarverluste, und kommt zu dem«cklutz. daß die Ursacke in einer StSrnna d-S ckmpatlsischen Nervensystems und de, Gefäßsystems durch Toxin- Wirkung zu suchen ist. Der Haarausfall tritt dann auch nur bei Perwueu auf. die ein besonder? reizbares Nervensystem und Ge. ckßsystem besitzen. Bei frühzeitiger Behandlung kann der Haar. vertust wirksam bekämpf: werden. Die ausgefallenen Haare wer» den bei entsprechender Pflege de« Haarboden« wieder ersetzt. Theater. J« z« Volksbühne findet am Wstwoch. ben 28. Ja. Uhr. die 55.«nfiübnuig von Goethes.Götz von Verl ich ing en" mit Friedrich Kayßler in der Titelroll« statt. ...?°�6t>übne»roi>zert.?m XI. Konzert de« Verbände« der frete» .t o I k« b u b n e n.. das am Sonntay, den 1. Februar, mittag«>/.tZ Ubr, im Bl u t d n er I a a t stalt'tndet, bringt Artur Schnabel vier aoraien von �.udwig van Beethoven(U a. Da« Cebereoblj zu Gehör. Olne Wandkarte van« tttel-Europo. in sechs Farben ansgeführt. r- 1 den Grenz«»ach dem Frieden von Versailles und emem Nation von ■rinnlanb. 95 Zentimeter hoch, m Z-ntimeMer breit, bat der Verla, vluquü eoqerl, Serlm. aus bestem FrtedenZpaxter zum Preist von S Kart (zcwl't) herausgegeben. � Tie Sriefe Wilhelms It.»* ve« 3nte«, von denen wir einige bereits WW' M"" u. Co., «nchält ------ Anzahl faksimilierter Briese. Tie Herausgabe und Einleitung besorgt« Utuversi. tätsxrofcssor Dr. Balicr Goetz. Leipzig� Elly Reicher wird w.Abenden der Fangen* nen«.«t. bekannte Dichter zu Sorte kommen lassen.«» ersten Sten»(30. Januar in, SsteKteifcal) spricht sie a»S de» Manustript«« von tzaeS-Heiarich E>.-M>waldt. Vstekkehr de« Genier Ülltor» noch Gen«. Die e-mZß dem Verla..er Frieden bevorsiebende ll»S0 M. in seiner Wohnung bereit hielt. Der Anschlag auf diese« Geld mißlang nur, weil da! Gift� da« üe in den Jfcaftee mischte, wider Erwarten nichi auf der Stelle tödlich Wicke. Das flüchtige Pärchen Isnrfc jetzt eifrig gesucht. An dem Raubmord in Berlin R. Der zweite Raubmörder Schneider konnte noch mchi ergriffen werden. Noch den neuesten seeststellungen bat er sich in der Gegend de« Hallescheu Tore« einen neuen Viantel und einen neuen Hui, wabricheinlich auch einen neuen Anzug gekauft. Ter verhaftet? Mittäter Alexander Sommerfeld gab eine ausführlichere Darstellung des Verbrechens. Danach hatte Schneider den I leberfall zuerst mit einem getvifien Willy Kandel ausführen wolle». Schneider hatte einen Plan ausge- arbeitet und den Altwarenhändler sckon wiederholt in seinem Keller ausgefnckü. T«r Ucbersoll sollte am Dienstag itattftnde». Sommerfeld fand jedoch nicht den Mut. Sie kehrten am Donnerstag abend zurück. Jetzt sprang Sommerfeld Koch von hinten an die Kehle und drückte sie fest zu. Kock setzt« sich zur Wehr und biß seineu Angreifer in die K i u g e r. Sckm.ecker schloß die Kellerlsir von innen ab und machte das Gaslicht au«. In Groß-Serlwer porteinachrichten. 6, bis 8. Abteilung. Heme 71t Uhr Frauenabend bei Schwachenwalb, Bärwald-, Ecke GneisenauftraKe. Vortrag de. Gen. Pätzel üb« Fritz Zieut« mit ZiezUationen aas seinen Werken. Steglitz. Heute L Uhr Frauenabend bei Th'.el, Albrecht-, Eck« Ring- praß«. Qb-uschSneweide. Heut« 71S Uhr bei Drake, Wilhelminenhof-, Eck« Klaiastraß«, Frauenleseabend. Vortrag d«S Gen. Vierbrecher über Heinrich Heine.__ JugenSveranftaltungen. Zentralsuzendhei«, Lindenftr. Z. Z. Hof, llnkt. Z Tr. Heut«: Haust- Abend.— Abt. Küd-Lst. Jugendheim Gemeindeschul« Wranaelstr. 128 tJitgendklubzimmer). Heut« 7 Uhr: DiSkussionSabend.— Lönigswuster- hausen. Jugendheim Restaurant.Zum Luftschisft. Heute: Unterhaltungs- abend.— SchZahans« Vorstadt l. Jugendbcim Gemeindeschul« Sonnen- burger Str. 20. Heuie abend Vortrag: Di« französischen Utopisten.— Steglitz- Friedenau. Jugendheim Lokal Clement, Steglitz, DüppelsU. 7. Heute: Rädchenabend._ Vorträge, vereine und versammlnnyenT' Arbeier Ztenographen Bund Jutersyflemal. lkuisus für Fortge- schrittene, Z'egin» heute 7 Uhr im Lokal Handle. Fruchtstr. 71. Kursus stw Anfänger, Freitag, den 6. Februar ISA. abend» 7 Uhr, ebenda. KurS- gebühr für Anfänger 18 Mk. Gäste willkommen. ________ grog M» W vollbrachter Tat sofort durch daS Gitter des Hosfensters davonlief, nahm Schneider die Brieftasche mit dem Geld« au sich nick folgte dann auch. Aufklärung eines 160 fM-Mark--Raub«S. Von falschen.Krimi- nalbeamten um jOO 000 M. gevrellr wurde am Silvestertage ein Kaufmann au« der Rosenihalcr Straße. Jetzt ist es der Kriminal- mv tm«tuiiiici Außerdem wurde auch noch da« Dienstmädchen des KsufmanneZ festsenomman. da es be» dem Gaunerstreich seine Hand im Spiel hatte. Bon den 100 000 Mack Hre dt« Eiawner. erbeutet und unter sich geteilt hatten. waren nur neck wenige Dan send Mark vorhanden, die be» schlagnahmi wurden.___ ?te Metallarbeiter-Vertraucnsleuke der Südcubezirke. die auf dem Boden der S. P. D. stehen, kommen am Mittwoch nach ö Uhr im Lokal Wollschläger. Adalbertstraße 21. zusammen. Die Betriebe, die keinen Vertrauensmann haben, werden ersucht, einzn S. P.-D-Kollegsn zu delegieren. Verbands- und Partei. Mitgliedsbuch legitimiert._ D.-P.-D.-Frokt!o». Oirfaugenentransporte au« Japan. Nach telegrapbischer Nach» richt der Transports üörer sind die Heimkehrer aus Japan an Bord de« japanischen Dampfe's.Hofuku.Diaru" am 14. Jaguar in S a b a n g angekommen und am 16. Januar von dort nach P o r t S a i d abgefahren. Die Heimkehrer auf.Himalatra Viaru" sind am 19. Januar in Singapore angekommen und am 21. Januar von dort nach Sabang abgefahren. Aus der Hast entlaste» ist der GerichtSsekretär Fah lisch, der, wie wir am 12. Januar meldeten, in dem Verdacht stand, an dem geplanwn Betrug an der Generwlkriegskasse beteiliat gewesen zu sein. Nack, kurzer Vonuntersuchung hat sich der Sachverhalt zugunsten des Inhaftierten aufgeklärt. Tie S.-P.-T�»nd T.-P-Arbritcr und-Betriebsräte werden darauf aufmerksam gemacht, daß die heutige Vollversammlung im Herrenhaus« pünktlich um 4>- Uhr begiimt, da der Saol um 7 U h r geräumt werden muß. Wetterbericht bis DienStag mittag. Meist heiter, trocken, nacht« Nebel und Frost, tagsüber ziemlich mild. Grok-Bcrliner Lebensmittel. Pankow. Voranmeldung: 230 Gram« Grieß(110). Lichlerfeld«. 500 Gramm Jnlmcksmormelade(97 u. 105).<00 Gramm Audeln(So— Sg). 500 Gramm ausländische Maisfabrikot«(65). Kr.e�s- btfcki&biflie, die 50 Pro; uud darüber erwerbsunfähig find, monatlich < Psuad Nährmittel. Für heimkevrend« Kri«gsgesangene wöchentlich auf besonder« Znsak4arten 250 Gram« Hfüseitftiich«. • Lankwitz. 2 Pfund Sartofieln(5). 100 Gramm Fruchtihn-p(105). 875 Gramm Zucker(90). 50 Gramm Butter. 70©ramm Margarine. <00 Gramm Rudeln als Ersatz für fehlende tk-ttossel«(43 und«). Für Linter von 5—14 Jahr«, 3 Päckchen MAchsützspeis� 250 Gramm Erbsen (45). Semrigsbarf. Heut« SO Grm»mt Rüböl(R 5): Mittwoch Bnsgabe der Nährmittel für Krankt, Kriegsbeschädigte und Kinder bis 2 Jahr«. Tempels es. 125 Gramm Graupen(107). Ffir Jugendlich« 200 Gramm © etften flocken>16 J). 135 Grauun sierealmedl(Ü 27). 609 Gramm Marmelade(105). Für Kinder m> 1. und 2. Lebensjahre aus Februar- Krndervolimilchtarien A I: 1 Büchse Malzexttakt, 500 Gramm Hafer- fivcken. 2 Paker««norrS Sürder-Rablung. Auf � U: 500 Gramm Hafer. flocken, 2 Pakct« Knorrs Kitckcr-Nahrung. Anmeldung: 125 Gramm Teigware»(112), 125 Gramm Teigwaren(118), 250 Gramm Zercalm-bl (J 27), 250 Gramm Zerealmehl(K N). CSarlevenburg. Beihilfe» für notleidende KrirgSbinttn-bliebene für den ckÄmat Kekmuar ISA) werden in der Turnhalle der Slisicketh» schule. Kirchhof, rr. 6, an: 2. und 3, Februar 1020 ausgezahlt. Ten Tmpfaugsverechtigien wird ein« 3uhlkarte übersandt, auf der Tag und Zahlungsart angegeben sind. »ee«vw. BolkShachfchule. Am 19. Januar d. I. beschloß«ine von allen Bolksschichten abgehaltene Versammlung, die Errichtung «-.»er Bollshochschul« für den Kreis BeeSkow-Storkow. Tie Sckule. soll praktisch« Bildung und Aufklärung über soziale Fragen usw. I im Lllgemetnintttesss verbreften und ford- w Sine aufklärende öffentliche Versammlung über Zweck und Ziel ndet am S. Fobruar, 7X Uhr. im Schütz-rchanse. Be.cklow. staÜ. Die Arbsiterschafi deS Kreise« sowie auch all« anderen sind freundlichst und dringend ein- geladen. 1 GewerkschgflsbelvVlmg Zentrale Verhavölungen und Schiedssprüche im Holzgewerbe. In der verflossenen Woche wurden im ReichSarbeit«» Ministerium Verhandlungen zur Beilegung der Differenzen im Holzgewerbe geführt. ES sind auch Schiedssprüche gefällt war» den, aber der Lösung der Streitfragen ist man dadurch nicht merk» lich näher gekommen. Bei diesen dreht es sich in erster Linie um den Retch«. tarif, über den vom Mörz bis Ende August vorigen Jahre» mit dem Arbeitgeber-Echutzverband verhandelt worden ist. Die letzten Meinungsverschiedenheiten wurden in beiderseitigem Ein» Verständnis durch einen vom Führ. v. Berlepsch gefälllen S ch i e d S» spruch gelöst und der Reichstarif hätte, dem Abkommen ent- sprechend, am 1. September lSlk> in Kraft treten sollen, wenn nicht die Eeneralversammlnng deS Arbeitgeber-Schutz» verbände? feine Anerkennung abgelehnt hätte. Die Be» stimmungsn des Reichktarifs über die Befugnisse der Arbeiteraus» schüsse(Betriebsräte) und Über die Regelung deS Lehr» lingSwesenS boten hierzu den Vorwand. Dessenungeachtet betrachtete eS der Deutsche Holzarbeiterverband alS seine Aufgabe, den Bestimmungen de» Reichstarifs Geltung zu verschaffen. Infolge der Ablehnung deS ReichStarif» durch die Unterneh» mer war auch in vertraglicher Hinsicht ein unklarer Zustand ent- standen. Der Reichstarif sollte nach dem Willen der Vertrag«. Parteien die seither geltenden Ortsverträge ablösen. Dies« waren infolge Nichtkündigung während der KriegSzeit allmählich bis zum 15. Februar 1020 verlängert worden, hatten aber durch die mannigfachen Aenberungen, denen fi« unterzogen worden waren, jede Bedeutung verloren. Ihre am 15. November erfolgt« Kündigung hatte nur formale Bedeutung. Die fm August vorigen Jahre» erfolgt« Lohnvereinharnng enlsprach den TeuerungSverhältnissen zu jener Zeit. Inzwischen sind aber die Lebensbedürfnisse fortgesetzt im Preis« gestiqftn. Wa» die Holzarbeiter in den einzelnen Orten veranlaßte, weitere Teuerungszulagen zu fordern. Do» waren örtliche Bewegungen, bei denen recht unterschiedlich« Forderungen'erhoben wnrden. Durch daS Verhallen des Arbeitgeber-Lchutzverbandeö war ja die Möglichkekt, eine zentrale Regelung herbeizufühben. hinterlrieben. Zu diesen örtlichen Lohnbewegungen gehört auch die schwebende Bewegung der Berliner Holzarbeiter. über die der„Vorwärts" in der letzten Zeit wiederholt berichtet hat. In Berlin ist«S bis jetzt zum Streik noch nicht gekommen. In vielen Orten ist aber gestreikt worden und zahlreich sind die Siädte, in denen zurzeit gestreikt wird. In dieser Situation hat da» RefchSarbeitsministerinm eingegriffen. Der ge- fällte Schiedssvruch erklärt den strittigen ReichStarif alSmaßgebend bis zum Abschluß eines neuen Tarifverträge» ausschließlich der Bestimmungen über die Cntlphnung und be- stimmt ttKifer. daß die in Frage kommenden Bestimmungen de» RcichStorlfS unmittelbar nach Inkrafttreten deS B e t r i e b S- rätegesetzeS diesem anzupassen sind. Nach der Fällung dieses Schiedsspruches erklärten sich beide Parteien bereit, sofort über die neuen Lohnforderungen der Holzarbeiter zu verhandeln. Gefobdert wurde für alle Ar- bester und Arbeiterinnen vom 1. Jannar ab e>n« Zulage von 1 M. auf die bestehenden Löhn«. Außerdem wurde«in« Reu- regelung der Durchschnitt»- und Mindest löhne verlangt, die seither für all« Arbeiter und Arbeiterinnen über 18 Jahr- galten. Hier sind seither folgend« vier Gruppen anerkannt: Fach- orbeiter, Hilfsarbeiter, Facharbeiterinnen und Hilfsarbeiterinnen. Die VertragSlöbne dieser Gruppen will der Holzarbeiterverband nun in ein bestimmtes Verhältnis znsina-ndew bringen in der Weise, daß sie sich verhalten wie 100: 00: 80: 70. DaS heißt, der DurchlchnittSlobn der Hilfearbeiterin z. B. soll 70 Proz. de» Durch- schnittSlohneS des Facharbeiters betragen. Die Mindestlöhne sollen in allen Gruppen um 10 Proz. niedriger sein, als die Durch- schnsttSlöhntz Auch die 6 bestehenden Ortsklassen sollen in ein bestimmtes Verhältnis zueinander gebracht nwrden dergestalt, daß der Lohn in seder Klasse um 6 Proz. de? Lohne» der ersten (obersten) Kloss« niedriger ist, olS in der n�chstböberen. Ans diese Weise würde der Lohn in der sechster K'asse 70 Proz. des Lohne« der ersten Klasse betragen. Als Durchschnittslohn für Facharbeiter in der ersten Klasse wurde 4,60 M. gefordert. lieber diese Forderungen verhandelten die Varte'en direkt unter dem Borsitz de? Herrn Korvettenkapitäns Erler. eine Per- ständignng war jedoch nicht zu erzielen AIS dem Arbeits- minister berichtet worden war, daß die Verhandlungen zu keinem Ergebnis geführt haben, verfügte er von amtSwegen di» Einsetzung eineS Schiedsgericht». Dieses trat am 28. Januar unter der Leitung des Herrn Erler zusammen. Ihm waren noch zwei Ministerialbeamte als Milvorsitzende beigegeben und außerdem hatte jede Partei drei Vertrauensmänner zur Stell« gebracht. Nachdem die Posteien in Gstfu-nwarl der SchiedSrichier verhandelt tü" sich alSdaun längere Zeit beraten halten, wurde ein Schiede pruch geföll:. der im wesentlichen da? Folgende besagt: Eine Teuerungszulage wird allen Arbeitern und Ar- beiterinnen über 22 Jahren vom 12 Januar ab gewährt. nttd zwar in der Tarifklasse I und ll von 1 Mk.. III und lV W Pf. V und VI 60 Pf. pro Stünde. Diese Zulage vermindert sich für Personen im Alter von 20—22 Jahren um 10 Pf., von 18 bis 20 Jahren um 20 Pf« von 16— 18 Jahre» um 80 Pf. Dtt DurPschnittZlohn fflt Facharbeiter über Z3 Jahren in Klosse I beträgt 4.20 M. pro Stunde. Tr vermin- dert sich in den anderen Tarifklassen nach dem geforderten Vor- hältniS, beträgt also in den sechs Klassen 100. S4, SS, 82, 76 und •70 Proz. von 4,20 M. In den drei gebildeten!l l t e r S st u f r n von 20—22 Jahren bezw. 18—20 und 16— IS Jahren vermindert sich der Durchschnitts- und Mindestlohn um 20 bjto. 40 und 60 Pf. Von den Tertragslöhnen der Facharbeiter berechnet selten die Löhne der Hilfsarbeiter SS Proz., die der Facharbeiterinnen 70 Proz., die der HilsSarbeitcrinnen SS Proz. betragen. Die Mindestlöhne sind überall 10 Proz. niedriger als die Durchschnittslöhne. In den Durchschnitts- und Mindestlöhnen sind die Teue» rungLzulagen enthalten. Lufzechcm wird bestimmt, dag auf die Zulagen, die seit dem 1. Dezember ISIS örtlich vereinbarten Zulagen insoweit anrechnungZfähig sind, als mit diesen Zulagen die DurchschnittSlohnsätze erreicht werden, mit der Maß- gäbe jedoch, daß die Personen, die demnach keine Zulage erhalten würden, dennoch eine Sonderzulage von IM proTag erhalten. Bei einer Aenderung der wirischasilichcn Verhältnisse soll nach dem t. April erneut über die Lohnfrage verhandelt werden können. Die Parteien müssen sich bis zum 3. Februar über die An- nahm« des Schiedsspruchs äußern. Im Laufe dieser Woche werden beide Parteien Vertreter- Versammlungen abhalten, eS läßt sich aber leicht voraussehen, daß dieser Schiedsspruch den Frieden nicht bringen wird. Ter Schiedsspruch ist unklar und berüäsichtigt die tatsächlichen Verhältnisse nicht. In der Holzindustrie hat sich das Tarifverhältnis so eigenartig entwickelt, daß eS Außenstehenden nicht leicht füllt, alle Fragen zu übersehen. Der Schiedsspruch laßt viele wichtige Momente unberücksichtigt, auf die jedoch hier nicht näher eingegangen werden kann. Wenn der Frieden im Holzgewerbe hergestellt werden soll, dann wird dazu noch ein anderer Weg gesunben werden müssen. Drohender Streik der BäSer i« �raukfurt a. M. Wie auS Frankfurt a. M. gemeldet wird, haben die dortigen organisierten Bäckergesellen an den Magistrat und die Stadtver- ordnetenversammlung ein Ultimatum gerichtet, daß die Bäcker» gesellen am 1. Februar in den Streik eintreten werten, wenn bis dahin nicht eine sogenannte Ausgleichsstelle errichtet wird. Die Erhöhung des BröfpreiseS ist u. a. dadurch zustande gelom- men, daß die erhöhte» Lohnforderungen der Bäckergesellen in den neuen BrotpreiS einkalkuliert wurden. Die Bäckergesellen machen nunmehr den Meistern Brotwucher zum Vorwurf, weil diese auS dem erhöhten BrotpreiS Sondervorteile für sich herauszuschlagen suchen, indem sie nicht so viele Gesellen beschäftigen, wie angegeben, vielmehr sich mit den billigeren Lehrlingen begnügten, ferner billigere Ar» beitSkräfte von auswärts heranzögen. Sie verlangen, daß mehr Gesellen eingestellt werben und der Arbeitslosigkeit im Bäcker- gewerbe gesteuert werde. Die GewerkfchastZkoMmiffion wtb der 18. Januar. Durch ein technisches Versehen ist in unserem am Sonnabend veröffentlichten Bei ich: über d« letzte Sitzung der Berliner Ge- werkschastSkommisflon der erste Teil des Berichts fortgeblieben. Wir wollen, um ein vollständige» Bild der Verhandlungen zu geben, das Versäumte nachholen. Vor Eintritt in die Verhandlungen machte Schumacher CSchneider) auf die am Einaang des Saales befindliche AuS- stellung von Kleidungsstücken, die in den Betriebswerk- statten der Schneiderei-Genossenschaft.Hoffnung" und der des Schneiderverban-d.'S hergestellt sind, aufinertjam. Beide bezwecken mit der Ausstellung, der Arbeiterschaft Bekleidung aus guten dauerhaften Stoffen, mit guten Zutaten, zu liefern. Tie Gewerk- schatlSvorstände sollen dafür Propaganda machen und für die Mit- glteoer dann die Aufträge entgegennehmen. Bei Anfertigung von größeren Posten würde sich der Prci» sclbstderständlich billiger stellen. Damit die Besteller die Swffe bzw. Probekleidung-stücke auch vor der Anferiigung sehen können, würden die Sachen in den einzelnen Bureaus der Gawerifchaften gezeigt werden. Tarauf sollt- in die Berhandlunge» eingetreten werden. Es geht indcS eine Anfrage ein. warum das Bureau(Link leitet die Verhandlungen) nicht vollzählig besetzt sei. Der Redner wundert sich darüber, daß Karsten nicht anwesend ist,(Rufe: Feigheit! Kneifen!) Link. Kolleg.- Karsten kann nicht hier sein, weil er im Interesse der Arbeiterfache feu zwei Tagen außerhalb der Mauern Berlin» weilt. Damit dürsten auch die deplazicrtcn Ruf« ihre Erledigung gefunden haben. Da trotz Anregung Links eme Bureauwahl nicht gewünscht wurde, leitet Link die Verhandlungen. 1 Schumacher berichtet darauf über die Vorgänge der letzten Zeit. Wie bekannt, sei daZ Verbot der.Freiheit" erfolgt. Dies Verbot mache sich außerordentlich schwer bemerkbar. Durch daS Verbot der.Freiheit", die PublikotionSorgan der Berliner Ge- werschaften sei. ist eS diesen unmöglich gemacht, auf die Mitglieder der Gewerkschaften einzuwirken. Um die Aufhebung des PerbotZ der.Freiheit" zu erlangen, sei in einer Sitzung des Ausschusses eine Kommission gewählt, die beim Reichswehrmiinster vorstellig werden sollte. Die Kollegen K ö r st e n und A l b r e ch t baben e§ jedoch abgelehnt, in diese Kommission zu gehen. Wir sind dort gewesen. Vom Wehrmmister sind wir jedoch nicht empfangen wor- den. sondern nur von seinem Vertreter. Dieser glaubte, er müsse uns über die Borgänge lange Belehrungen geben Da wir dieser nicht bedurften, sind w:r gegangen Schumacher kommt dann auf die in unserem Bericht bereits wiedergegebene Sitzung der Kom- Mission zu sprechen. Zur Vervollständigung unseres Berichts in der Sonnabend- nummer wollen wir ferner witteilen, daß der Antrag Albrccht, der das Sondervorgehen eines Teiles der AuS'chußmitglieder anläßlich des 13. Januar verurteilt, gegen eine starke Minderheit abgelehnt wurde, der.zweite Absatz, wonach die Gew-rkschafiÄommission für völlige Pr-ßfreiheit und Entlassung der ohne B Gründung Ver- hafteten eintritt, einftmmig angenommen wurde. Streik im Berliner optischen Gewerde. Die un» der Verband der Optiker mitteilt, treten die in den vpirschen Anstalten Berlins beschäftigten Geb ,'fen beule, Montag, wcyen Lqhnfardcrungen in den Streik. Mit einer Reihe füh- render Firmen des Gewerbes ist durch Verhandlungen bereits eine befriedigende Verständigung erzielt worden. Sichtung Holzarbeiter? Die Jalousiesabrik von A. Wohlfahrt u. Ca, Steglitz. Bergstraße 92, ist wegen Nichtanerkennung de» tzaloustearbeiter-Tarlms gesperrt. Wir ersuchen die Kollegen, den Betrieb strengstens i umiden. Deutscher Holzarbeiterverband. Deutscher Trajttpcrtartrtirr, Verbund. Kutich« und Milsahrer ans ■ der Papven- und Karlonagenbranch- l Mittwoch, den 28, Januar 1330, abends 7 Uhr, bei Fcysara, Melchior ßr. 16; Allxeine!«« Versammlung. Tagesordnung: Die stellen wtr uns zu den bestehende« Lohnverhaltnissen,? Deutscher Met-rUarbtiter-Verband. Mittwxh, den 28. Januar IIA,. abends 5 Uhr, Vranchenversammlung der Gürtler, ktronerschlofler und Kronenklempnei H» den Aentral-Fesisälen,«lte Jalobstrahe ZZ. Tages- »rdmu-z: Jahresbericht. Diskussion, Neuwahl des BranchenleiterS und der xesamtcn Branchevlommisfion. Verschiedenes, Aentralverband de, stiel! rm. Versainmlunae» am Dienstag, de» 27. Januar 1926, Fachgruppe 1. S-Mon»(Reichs- und EtaatsangesteZte) Mitgliederveriammlung. abends>48 Uhr. im Drelchener Caftno. Dtessener Str. 96.— Fachgruppe 6«Sektion der Rechtsauwatts. Angestellten) Mitgliederversammlung, abends liH Uhr, Schultheiß-Aus. fchnnf. Neue Jakobstr. 24/25,— Fachgruppe 9(Angestellte der Lcderwiri- schast) Lessen!l ich« Bersaimnumg. abends HS Uhr, Alexandrinenstr. 37i. Mus allsr Welt. Hochwasser folge«. Der Bahnbetrieb auf der Strecke Dan- nenberg Ost— Dannenberg West ist auf stwa vierzehn Tage wegtjt Hochwasser eingestellt. Grotzfeuer in einem Wiener Kaffeehen». Im dritten Kaffee- hauS im P r a t e r brach Sonnabendnachmittog, wie aus Wien gemeldet wird, infolge der Schadhaftigkeit des Kamin» Feuer cuS, das großen Umfang annahm Im großen Saal. ,.t dem eine Veranstaltung eines alpinen Vereins stattfinden sollis, hatten sich zur Zeit des Ausbruches des Brandes etwa 600 Personen eingefunden, die jedoch noch rechtzeitig den Saal verlassen konn- ten. Das ganz- Gebäude ist den Flammen zum Opfer gefallen. Wie England kolonisirrt. Die neue Fassung der englisch« kolonialen Strafgesetze für die„Vereinigten Malayischos Staaten" besagt, daß in den englischen Kolonien bzw. in den ihnei- unterstellten Gebieten der Bequemlichkeit halber die P r ü- gel strafe mit dem Nettan.stock und der neunschwänzigen Latz« wieder eingeführt worden ist. Dazu schreibt die.Psnanq Gcoette", Penarg, vom 1. August lÜiG. unter der frohlockenden Ueberschrift; „Die Katze":.Ter neuen Ve'sügung kann man nur als einer dringcn/en Notwrndigle': durbruS zustimmme». Eine Ab- schreck» ng mußte gefunden werden, und es gibt kein anderes Mittel von solcher Kürze und Wirkuug, SlltrträgS gibt eS manche, die dagegen Emwcntungcn machen und meinen, die Prüge«stra,'e dürfe nicht eingeführt werden sie wäre ein Rückfall in barbarische Zeit- n, sie wäre brutal und sckäd.ge vi« gu.on T tte«. Unglück- literweise hat sich abc: gezeigt, daß nichts so prompt wirkt, wie eine Ankpeiikchung. Ei'ns solche Strafe ist ein Bedürfnis für die allgemeine Wohlfahrt und die öffentliche Sicherheit...' In viesem Zusammenhange erinnert mon sich an die Eni- cktstung der englischen Presse über unsere sogenannten Kolonial- greuel, bei der?» Erörterung auch die Anwendung der Prügelstrafe eine große Rolle spielte 'ftTCf.'.ro. für btn r-b-cktisn. Seil:«rfett RiSIet, ch-rlottenbara: für iSnseltttn: J Sh. fifoie. Berlin. Berl-Ig: Soragrts-fttrloq®. n. b. 9.. Drrlin. Dturf: Bor» I Däris SudAruckerei a. Sctloaeanfialf Paul Sinaet n. Co. Berlin. Lindenllr. t. Aiacli die sauberste Mutter � der Gefahr ausgesetzt, daß ihr Kind auS der Schule gelegentlich Ungeziefer mitbringt. Sie kann es aber — Ungeziefer nebst Nissen— sofort durch Kopf- und Haarwasser Pseifferol radikal beseitigen. Dabei schäumt uns» Haarwasser prächtig, reinigt die Kopfhaut von Schinnen, befördert den HaanouchS und macht das Haar, voll und locker. Flasche 2 und 3 M. überall zu haben. Parasitcn.Liniitteiit-FfFifrcrol, geg. Körper- u. Kleiderläuse, gl. 2 u, 8 M TpieresoJ-.Pnder Pfelfferol, gegen Flöhe, 1,25 M. nantercuio Pfeifl'vrol, Tube 2.00 M. Frostcreme Pfclffcrol, in Tuben und Doien 4.L0 M. chVaiZBontock Pfeifferol, Fla'cke 2,50, 8chO und 5,00 M. Apoiltsker OSto Pfeiffer& Pielifer, N. 65, Ssfulefr. 17. Apollo Theater Dir.: Jamet Klein I? /, Allabendlich Vk\ | Heroi, KraU|on?leur Ij I(urran, da« scr.wan-■ I kende vhsnomen.s |4 Uessemt, Sensau- Akrobaten, Hadges u. de Vjaos., Melstersch.-Tänze.t 1 2 OUUars, urkomisch I Reckakt. 1 4 Sfernas, Rangen I. 1 Seebad, 1 2 Morindis, Leben- 1 des harr-igepScK. 1 Nad-Reonen auf dei Bühne mir Lorenz, Pawke.Techer usw 1 Sonntags 3"j Jeder Rru'aehs' Kind frei p* iilinirals-Paiast®� [DialustisaPüppäj 7% Uhr, msssr 'AüMrsl8-kmö' j OpferCl�aTaök| 4 hls 11 unr. 5000 Mark Belohnung! Am SO. Sanuac vi auf dem Wege von b?r Stoo'soper bis sunt Nürnberger Platz ein Heines UtzfcaiaUiee in der Drolchke oder auf der Eiratze verloren gegangen. Der Finder detommt soso Mari Belohnung gegen Nückgade.— Adresse im Annoncendureau. Offerten unter 11209 AI» Berlin W 25. 84/lu Iii iaMiss 'Tttcit zerbrochene, bis 8000 ZI. i'linzalne Platinstiftzahne von 10,25 bis 100 doch nicht unter 10,25 Mark pro Zahn. f latln-Sreiisstiffp, srr„re-ü SUfcemiltize» 7,eo«r i««.», Coldmütisen �-o Mark, Geld-, Sllber-Gsfäts nnd Schmockssciisit kauft eh konburrcazlosen Preisen Jf-f p r T Felirklljssr Stf. 52, • Ji Ii'ine Ä jtJ 9) Vorderhaus links parterre. Resiöenz-Kssinc | und Blumen-Diele BlnmenstraB« 10 TSelich: ! uß!!' 0. TSM" Ehrungen I Anfang 7 Ohr. mze-Miiim. Eir M ZiiSMM 0.43& <öol». Sil ose. ZZiaiiu in AtlaOan.• diät Barren, ZohNL-bisse. Piatei», ör. Ii3 M.*»* Ede l- Metall- Eiukanfs- Bureau K-ZSkn�iok Ito-nncabaicfennc. 29 I. Huf«,' Ccanlanftneccc Sir. iiS,— Moritzplatz 5721 ♦ !!!Ge!d!!! iSr ied« W«rtia 19—»°/,»nt. Ledenpr. M Messing 8,12 Kupfer 154», Sie! WM, Zinn bis 3C,<», V'tUStnetall 22,00, RotguB IIF0, iah!t pr» Kilo MElallstteElzB,£SuT an der Kottbuser Brücke. MJW Uag-mMfBMW UMHhl I H. ti" Mut allein-53G• tzj g KoastsplelBPiaTjos UEd Fi§gel© t Virtuol«! 9 ermöglichen gieichseitire WiedeifsSe dei Stacke fss W nach Auhassung d Künstlers II. Seibstnüancierunt 1'- | Römhlldt A.sÖ., Sö'Ä'i.aÄ S Haülna Si*. 172 ikas�k. Für 40 Kark erhaiten Sie 1001 pthn» Cabsc- SdlKür- eiGtacn.lOOcm lanimegmi -jtiujic tun Sücmcniabcit f II. Fei*. ENS*] SdsmecKicgta 10 C.9L PL-Zahne nicht unter II— Wark. Alte Gebssse bis!0 000 Mark ! 3aldi4tf>istn SIOmtskU, ßruc&- f f wirft BJQctierstr. ro!d, f Überstehen k a a f i* lilU wiUÄÜt Eifelmetalle nndAltinetalle.gtMlir.Meskina, Rinn, Zwk. Biet. Dm-t h-M ztch'.erch• Metall• Einkaufe• Zentrale Kottbnser Damm t,6. Amt Morittplati 135»0. Platin pro Gramm Jtf. 195.- Metallkontor Alte Jakob» traße 138 Telephon; Moritzplau i2Sö& ergründet 1903. Oold- nod Silbermedaillen kauft icden Posten zq aüerbSebstis Preisen X Metallkontor x Berlin S WAS, Alte Jakobstr. 138 Telephon; tAoritznlats 12 856 Gegründet 19uä. oestät. d. hellt. Wirkii. von I o'sÄHanssalbe bei Haute us Flecnu I Hiat)aclL,bcs.i>etnscbad., I Krampfadern der Frauen| und aerzl Ori£inaldoser. I 4,28,«2,— verser.d-t| „Elemmen-AsiKbeke" I 6 e r 1 i n 204 SW 19, Leip- ziger Str. K(rifinhotfpl) j i 40 V. II AUmetaiie in Kupfer. Messing, Rot.tug. A!iimi»iam, Zinn, Zink. Blei, Abfälle und Späne. Quecksilber kauft m auScrst hohen Pre san von Fahfikanteii und Händ.eir.* n.MctalicinkaafseCentrale�S Berlin SO Iii, Neanderstr 15. Teleph.: Moritzpiatt 657 Flk Siilisrmark 8.SG Uta SrnCc Posten tiBher. Für GsldstSska 270 M, Sübet brnch p. Gr. bis 1,30 M. äeldhrncb p Gr his 28 M. F9r Plalfna 17» Strahlt s.ets d nCc sten Preise B. Wuschsck, Rommasdaoteestr. 61. Silber-Krautz SWM�Müßel?. WeWlWs kMllche. Für 1 Mark in Süder jachie.... t£C J» Kar; m(holb......... zr»�. Hataat o«"» trnb tuteejaefeen zn �SdiifpraHen. Keil 2m! ffieitn sö! alle Legierung.>>'»Meng». m hochsieniTageo ret» tauft «bewintall- hiafoce» burtau. Tflebtrft atz» 81 (AUr 4Z4Z>.,* cjerbf*®V derch Cankts �e-MAiea-Iilw? Ha* brm Zntzait Die n»;m»dw»N Serast. Nagen potilijcheN w�. taa— Dir aSjK» t i»t Sil- »»»,.- DieatUftfft» Jafe kitduag.— Kit lauiruit Slä ar»»s ich da» Zaz;u> al�wl?— Bf« mra ea» Sehe aast— Sie Technck de, Z».echrnc dtwir iSr das Ärftret«. Da, Aach'oll d.rn dera- aiechiend'a Loimder£■« Bad, offnen, idech man, -her alle» t>ra.'«Uer f>nb«t i» de« Buch« inertoaü- Ilnreannaen. ck» ffe-.�!V- vsn?.G0 M». und 36 Sjf. ■ it San« iSchechfsino SerNn IM» durch die Seri.-Dachddig- tvrmCia, Bertin€«.68. Sndenin.' flanas Stumlüitfi. Harmunien jeder holt- u. Sillaru Kunstspielap'iarate Noten rollen. Oebrauctue Insirumente, in eigener.Reparaturwerkstau wie neu her restert, unter voller Osrantlc Verkauf nur fce�en Kasse, daher billigste Preisterecnnung. Annahme von Aufarbei. tor>tn. Reparaturen und Stimmungen• Max Adam. Münzstraße 16. Elektaolore Gleichstron:: Drehstrom nach|- MesrtaiSslilkltlBD "Berlin W 9, Llnkstr. 1». Tel. tßtiow 37n5 und 851«. Wv!d«�1 Silber mu. Münzen Wer- v. Eolögeiv lauft hSchftzahIenb Silbcrzentrale MlSVWÄtlZ M tzMWMeZZ Schellack kauft iede« Quorrtui» Kraaerlr Anrz, Anoreaaftr. 75. ISS/IO Tel. ÄSnigft. Sioa* Zalili tor ßoli!- u. SllWozen »0l»!eun!Z>sü«b- fd. 4,10 1 Kork»Silber»--*•" 3 Mark(Silber»«"-60 X Marls(Silber»--« S Mark(Silber»--"*'f- 10 Mark(Qold)—••'J*«- 20 Mark(Oold)=»«0»— Glasberg, B-rrila. Brunn euslr 24, Vbrcolndets, neben iandorl Te'ephon Kugiboldt 011. [•Bt.udiea Sie asivrr j Bertcu'eränrr» t- i aoM / Wtfes\ V'herPa�j.-fj � eingetrofien f Iske"""ff.,»., Auswärts; bei. Drthtantwcrl. E!et!ro-Motore Lsitittig»-Di>nami>-HriU»te, In» ftallaL�lloierial kauft»an'rnd Sieirromech�zeatas».(AI« fiSi), Rarje tetr. 1B fUbr-c--! Die von der fr Obc 1 hebanuneanderge- j | rurtthllt.uth. Klinit;| der Cliant«, Berhn, Frnu Amin HVn. j tausend!, erprobten| Mensirual-Tiopfcn Qritn keiner Frau fehien. Flasche M. 19. PulverM. 5, Versand| 'litkrrtp.Nachn.vcn i : FnatefflifeiÄ: Bis. 100, PeUtcHier j ' Sir.lCea, f.Elt. j i-'rosiie'tifr Golämtan, Silbenaü&zen, lauft höchstzatztenb (rhclmttnQ« EinkaniS« bsrenn Wchnitrnfit 81 Sei: Zfescnber 421?. Armeo-Fistolon 03 (parabcilnni) und Mawear| 9 mm kaufen je-e Menge P. W. Tandrey dt Co- Berlin, Undeattr. 90.* 11 liliM-llillW . KüB.mit« t oetchea iofert eizspestrUt. 1 Akli/ng. Mirckuenetvi ! Zelepb- n. TelegL»B«rf