ZZr. 49. 37. Zahi-g. veMgSpreiS i ««t-ljShrt. 13p0 M!. auoe«. 4J»aK. Ttei tns fiet!« tollet M. Teuernngszasckilog �Slein» Anzeigen-, da« eti» gedrulite War! IS Pjg. tzusiissig zwei settgedruitte Wone),>ede« weitere Wo« llv Lsg. Siellengesuche und Schlaistellenanzetgen das erst« Wart fö Pig. itbes weitere Wo« 40 Psg. Barle Uber 15 Buchstaben jählen>iir >t»«i Worte. Truerungazuschiag sffii» Fam tie«■ anzeigen, politische und gewrrtschaiiliche Berein«> An-eigen Z,— Ml. die steile ohne Ausschlag. Anzeigeu nir dir nächst» Stuunner «iissen d>« S Ahr nachmitrag»>m Kauotgeschäit, Berlin SR Sll Linden» ftruß» Z. abgegeben werden. Deoffzuit son a Uhr sciid dt» i Uhr airnbo. Zentralorgan der rozialdemokratifchen partes Deutfcblands Neüaktion und Expedition: EW. öS, Linöenllr. Z. aern'vrrelirre Amt iotorilevla«,?tr.>."> I U«»-- t."»! t»7. Dienstag, de« 27. Isttuar. vorwarls-veriag G. m. d. h., EW. bS, Lindenstr. Z. �eruivrarder: Amt Moritivlat», Sir. Il7S:t— Zt. Die Zreuüe öer Reaktionäre. Die deutschnationale Presse bemuht sich eifrig, jede ihr günstige Annahme, dah sie dem Attentat auf Erzberger innerlich fernstände, durch ein Uebermah von NoheitundZyniKmuszu ividerlegen. Natürlich fehlt es nicht an rein formalen Versicherungen, daß man Gewaltakte prinzipiell verurteile, aber dicht daneben blitzt die Flamme gemeiner Schadenfreude so lichterloh auf, daß die theoretische Verurteilung in ihrem Lichte als eine rein taktische moralisckse Rückendeckung erscheint. Dazu kommt eine offen zur Schau getragen« Sympathie für den Täter. Die„Partei Meuchelmörder" ist in ihrem streng christlichen und nationalen Bewußtsein mit der Tat des Fähnrichs von Hirschfeld sehr zufrieden. Am schlauesten macht es immerhin die ,.P o st", die zu dem Attentat sich nur das Nötige denkt, aber öffentlich nichts sagt. Sie bringt nur die Meldungen und ver- tröstet am Schluß ihre Leser damit, daß die Fraktion der Deutschnationalen Volkspartei noch zu der Joche Stellung nehmen werde. Was braucht die„Post" sich also vorher in geistige Unkosten zu stürzen? Eigenes Gewissen ist Luxus. Ein„Postesel" tut nur, wie ihm gelreißen. Mit besonderem Zynismus äußert sich i.ie „Deutsch« Zeitung". Sie schreibt zunächst, daß Erz- berger„leicht verwundet" sei, was noch sehr dahinsteht, und daß der Täter„aus patriotischen Beweggründen gebändelt" hat. Ihr tut die Sache sogar leid, weil nämlich möglicher- werfe der Prozeß Erzberger-Helfferich„vertagt" werden muß: Insbesondere auch in Rücksicht hierauf ist dem Verwua- beten zu wünschen, dag seine Verletzung sich nicht als ernst er- weist.— es ihm vielmehr möglich wird, Margen lDienStogs in möglichst»ovoründorter Frische in den Gerichtssaai zurückzn- kehreu. Das ist der Gipfelpunkt der Frechheit. Die Partei deS Meuchelmörders verlangt von dem Opfer, daß es schon am nächsten Tage nach dem Mordanschlaq wieder auf den Beinen sei! Ein ähnliches Maß von rohem Z n n i s m u s ist uns noch nickt begegnet. Es wird aber noch übertroffen durch die weitere Bemerkung der„Deutschen Zeitung", es freue sie „um des Täters willen", daß die Verletzung Erzbergers nicht ernst sei. Hier wird die Gesinnungtzgemein- s ch a f t mit den, Fähnrich von Hirschfeld offen zugegeben. Die„Deutsche Zeitung" wird es uns daher nicht verargen, wenn wir sie von nnn ab als das G e s i n n u n g s b l a t t reaktionärer Meuchelmörder öffentlich bezeichnen. Der fromme.Reichs böte" beruhigt sein sonst so empfindliches christliches Gewissen mit söeben Druckzeilen. wobei auch ihm die moralische Verurteilung der Tat erst hinter dam Bedanern kommt, daß der Prozeß nun am Ende vertagt'werden müsie! Tie„Deutsche Tageszeitung" bandelt nach rbrem Grundsatz. Frechheit siegt immer" und bezeichnet die Tat als eine„echte Frucht vom Baum der Revolution". Nächstens wird sie noch beballpten. daß. Drtwig v. Hirschfeld Fähnrich bei der Volksmarinedivision gewesen sei. Im Deutschnationalen Valksverein Schorwberg gab am Montag abend der.Haiivtgeschästsfübrer der Deutschna- tionalen v Lindeiner folger.de Erklärung ab: Die Porfeileihing benützt hi« erste Telegenheit, um auS- tzrücküch zu erklären, daß sie HieseS Attentat wie jeden Puliti». scken ZNord aus daS entschiedenst« verurteilt. Auch wenn die Vewenj'-ünde de? jugendlichen Attentäter« au« vaterländischem Ibealilmu« entsprungen sein sollien, so könne das dach an der unbedingic» Ablehnung einer solchen Tat nicht da« geringste ändern. Anch diese Erklärung ist nichts als eine Zweideutigkeit. Man losint eine solche Tat in Wirklichkeit nickst ab, wenn man sie als AuSfluß des vaterländh'chen Idealismus vre! st. Man kann nach allem diesen im wesentlichen nur dem zustimmen, was die„German! a". da? Berliner Zen» tipmsorgon, in ibrer Morgenausgabe vom Dienstag schreibt: E» ist wohl kein Zufall, daß der feige Revolverheld sich in dem Moment einstellte, in dem der fanatische Ansturm der poHtischen Gegner gegen ErzbergerS peickönliche Ehr« an der SeadrHeit dgr vereidigten Zeugen, an den Worten der wir?» lich Wissenden zu erlahmeti begann... Wir lehnen e« bi« zum Vewers« de« Gegenteils ab, an einen gedungenen Mörder zu glauben. Dafür halten wir die Hetzer, insbesondere ihre Führer, für die! zu vorsichtig und schlau, alk daß sie sscv soweil »»ergessen könnten. Um so sicherer aber schnn-t«s ün?. daß dor junge Mann ein Ovfer der maßlosen persönlichen Hetze gegen den ReichSstnanzminister ist, die nun lckon sei't Monaten immer wieder auf» neue durchbricht, wenn man glaubt, sie sei im Abflauen. WaS aber immer der letzte Anlaß für die Tat gewesen sein mag, da« steht fest: sie kommt auf da« Schuldkonto der notionalistischen Hetze... Wir lesen auch schon im Geist« die krampfhaften Wcißwaschungsversuch«, zu denen sich die nationalistische Presse aufschwingen wird. Aber alle« Geschrei wird ihr diesmal wenig helfen. Die wird mit allem Wortschtlwll die Tatfach« nicht aus der Welt schaffen können, daß hier eine Frucht deS übertriebenen, olle Bahnen der Vernunft— von Billigkeit gar nicht zu reden— »erlassende» Agitation vorliegt. Die„Germania" bat nur dann nicht recht behalten, daß sie an krampfhafte Weißwaichungsversuche der nationalistischen Presse geglaubt hat. Solch krampfhaftes Bemühen zeigt sich nur in der Minderzahl der reaktionären Blätter. Bei den meisten ist die Sorge nm die Person des„lieben, sympathischen Herr Meuchelmörders" yiel stärker als die Sorge um die Reinhaltung des eigenen Schildes. Erzbergers Lesinöen. Minister Erzberger hat, nach Meldung des W. T. B-, die Nacht verhältnismäßig ruhig verbracht. Die Wunde verursachte ihm groß« Schmerzen und verhinderst jede Bewegung de» Armes, um so mehr, als sich eine Rlutgeschwulst gebildet hast. Die Röndgenausnahm« I!q.,n erst heu!« erfoigerr. Im Anschluß an da» Verhör des verhafteten Olt» w ig von Hirsch feld im Polizeipräsidium erfolgte sofort sein« erngelsenve Vernehmung durch den OberstaatSannxrlt Krause von der SstaatSamvultschast 1. In dieser Venuchmung hat der Täter im wesentlicken dieselben Angaben wiederholt, die er bereits vorher gemach, hatte. Heute vormittag ist ex dem UnterfuchimgS- richter m Moabit vorgeführt wordep. •• Wie gehetzt wurüe. Die herben Schüsse de« einstigen Fahnenjunkers d. Hirschfeld sind nur da» Echo zahlreicher hetzerischer Prehstimmen, von denen hier nur einige wiedergegeben sein sollen. So schrieb die „Deutsche Zeitung" vor kurzem über Erzberger anläßlich seiner Stuttgarter Red«: Au» der Hand der van ihm mißleiteten Massen empfängt der Demagoge seine Strafe. Es macht ganz den Eindruck, als ob für den Krug ErzberjjerS das„Nu- gaug i ans Brunnele" demnächst«»»gesungen sein wird. Der Krug geht nur so lange zum Brunnen, hiS er bricht. Und weiter wird gesagt, daß auf der Sstiru Erzbergers der Makel der Leute brenne, die dem Heere mit dem Tvlche i« den Rücken gefallen seien. Der„Hannoversche Kurier" schreibt am 6 Januar' über die oben erwähnte Stuttgarter Rede: Wahrscheinlich, weil Erzberger e» nicht wagen darf, sich in Berlin und anderen großen Städten de« Nordens öffentlich zu zeigen, ist er nach Stuttgart gegangen, um fcnst. fern vorn Schuß, fein Herz von dem Alpdruck der auf ihn gehäuften Vorwürfe zu befreien. Der„Lokal-Anzeiger" schreibt zum Helfferich-Prozeß: Der Anblick des verhaßten Gegners treibt ihn lHekffe- rich) zu immer schärferen Worten, und als er Erzberger den Vorwurf in» Gesicht schleudert, daß er die Propaganda in einer Weise betrieben habe, daß er nicht der deutsche Anti-Rorlh- e l i f f«, sondern der best« Verbünd-ste de? englischen Propaganda. Ministers war. da kchfUtelt er die Hand gegen ihn. daß ei fast den Sck>«in bat, als wolle er ihm das in seinen Händen befind» lich« Manuskript vor die Füße schlendern. Di«„Tägliche Rundschau überschreibt den Bericht eine? Vor» troxs des Oberfinanzrats Dr. Dang in der Berliner Ortsgruppe des Alldeutschen Verbandes:„ErAberger als„Zuchtrute Gottes" und gibt folgendes Referat: Der Vortragend« bezeichnet den N e ichsfinanz mstmstar al» den unseligsten Menschen, den der Zorn GotteS unserem gefallenen Volke al« Zuchtrute ans den Leib gebunden habe, als die Inkarnation der deutschen Sünde, die»nS in» Unglück gebracht hat. In wundervoller Einheit der Dinqe habe er uns die Waffen still st andSbrdingungen. hi« Auslieferung der Flotte, die Friedensbedingungen verschafft, und jetzt werde er auch noch dem deutschen WirtschastSkörper den Tode»- stoß versetzen. Di«„Dsustsche Zeitung" vorn 28. Juni 1919 berichtet mit großer Genugtuung unter der Ueberschrift „Herr GrzSergrr als Lanzcnrritcr" über einen Vorfall in Weimar, bei dem einig« Soldaten versucht hatten, sich he» Miaister-» z u bemächtige». Sie schreibt in diesem Artikel über Herrn Erzberger und dbe Reichsregierung: Durch Hochverrat und Meineid seid ihr zur Macht gekorn tuen, und die Stunde der Abrechnung für diesen Hochverrat kommt ganz sicher. Di«„Tägliche Rundschau" berichtet mit ähnlicher Genugtuung über einen Vorfall bei der Stuttgarter Rede Erzbergers, bei dem ihm ein Mann auS der Vorsammlung einen Strick gezeigt und auf den nächsten Laternenpfahl gewiesen habe und nennt dies ein«„verständliche Geste". Di« Stellen in den Blättern der rechten Opposition, wo Erz- berger des berüchtigten„Dolchstoßes" in den Rücken der Anne« bezeichnet wrrd, sind Legion, die.Nationalliberale Korrespondenz" vom 5. Januar beliebt sich in der Variation, daß Erzberger diese» Dolch habe schärfen helfen. Die„Deutsche Tageszeitung" vom 8. Januar spricht von der maßgebenden Einwirkung Erzbergers bei der Entstehung der Schmachparographen im Friedensvertrag. Alle diele Aeußerungen sind nur rein zufallig bei einer ober» flächlichen Rückschau auf die Erzbergcrhctze aus den Blättern der Rechten herausgegrifsen worden. Sie ließen sich nach Deliebca vermehren. W ie oft Erzberger Landesverräter. Neichs» verderber oder, wie ihn z. B. die„Post" nennt,„Vertrauens- mann.de- Entente" beschimpft worden ist. ließe sich nur an Hand einer umfangreichen statistischen Erhebung nachtoesien. So bleibt dir Tat des Herrn v. Hirschfdd. letzten Endes an d«u Urhebern dieser Hetze hängen. Sie sind mitschuldig an seinem Verbrechen. Vielleicht überliest sich heut« noch einmal der Abgeordnet� von Graefe den berüchtigten Artikel, den er am 20. Juni 1919 m der„Deutschen Zeitung" geschrieben hat: So ist das deutsche Volk, das sich Über vier Jahre lang mit einem Heldenmut jon-dergl dchen gegen die Welt in Waffen gewehrt batle, nicht etwa durch de» Triumph der feindliche»» Hsere und ihrer gewaltigen Uebermacht, sondern durch Lügen- spiel und Gaukelet auf dem Wege einer frivolen Revolution, freiwilliger Entwaffnung und schließlich der A b- stimmungsschiebung in den fürchterückwn Abgrund ge- stürzt worden. Der Fluch dieses Schicksals trifft in erster Linie die Leute vom Schlage des Herrn Erzberger. Die seit Jahr und Tag betriebene Hetze hat ihren Erfolg ge» zeitigt. �reie Hahn öem Attentäter. Nach der Verwundung hat Erzberger zu seinem Deglei- > ter geäußert:„Wenn mein K r i m i n a l w a cht in e i st e r K i r ch b a u m bei mir gewesen wäre, wäre dies nicht passiert." Dieser Ausspruch erinnert daran, daß dem Atten» täter zu Bcgickn des Prozesses freie Bahn geschaffen wurde, als der Gerichtsvorsitzende, Land- gerichtsdirekior Baymbach, die zur Bdeeckung Erzbergers erschienenen Kriminaibeamten aus dem Saal wies. Herr Baumbach mag sich jetzt gratulieren, daß das Attentat vor, nicht i n dem Gerichtssoa! erfolgte. Die alldeutsche Presse aber bat damals diese Handlung des Gerichlsvorsitzenden mit johlendem Beifall begleitet. So schrieb die„Tägliche Rundsck>au" vom 23. Januar: Der fitgelrurrdc, ober nickst kugelftste Erzberger, der auf einem Urnnv,,« an die Verhanblungsstelte gekommon ist. hat auch daS nur in Begleitung von zivei Leibwächtern geivagt. Die„Deutsche Zeitung" schrieb ebenso: Die K a w a s s e n des großen Mannes bewachen die Schwell« deS Gerichrssagles von draußen. Hot der P o: s i tz' n d e wirk- lich weis« gehandelt, al? er st.« dort hinwies? Zwei Stimmen rm Zuhörerraum hinter mir eräriern den Fall.„Skandal l" flüstert di««in«.„Haben di« Leute nichts anderes zu tun, als mit Erz- 'berger spazieren zu gehen? Ueb.'roll wird«irnzeb rochen und gcssohlen imd die Polizei hat keine Zeit und keine Beamte, sich darum zu kümiNiern. Aber zu so etivu» ist Zeit unb sind Beamte dal" Die„Deutsche Tageszeitung" sagt zu der gleichen Au- gelegen hcit: In Schutz und Bedeckung von zw«! Anwälten, einem mit einer Aktentasche von Hamstersormat beladen«» Privatsekretär und endlich von zwei Privatmamelucken, die seine spcckglänzende Körperlichkeit vor„Ueberfällen" beschütze» solle:', zu seinem Kummer aber nicht im Saale verweilen dürf«� ist Erzberger aufmarschiert. Die„Post" bemerkt dazu: Statt der Matrosen, die im Schloß de? GroßVrjivj« rjn Sachsen den schlafenden Erzberger bewachten, hat der Minister> zwei Gehemlpolizlsten hinter sich, deren Lebensaufgabe darin besteht, dafiir zu sorgen, daß der Buddenhausener dem dent- scheu Volke»»cht gestohlen werde. D:c beZ Meucheimoröers Hai also ungefähr so .ose dia Ui�öI).'-iWgen vor �-em Ns:r!)Stag, die sich turch die'chch-:v.vache„provoziert" füblten, um nach ihrer Lntsernung unychinvert eindringen zu tonnen: Tie Deutsch. n/'üonulea haben über die Bewachung ErzbergerS höhnische Witze gerissen, r/ ben idre Entfernung gefordert und dann — erfolgte das Attentat. f/.-rz 27. JaMar. Zh vechtsstehsndc Vreffe aituntt das Datum des©t- burtSsage» de» ehenmNgen dolstschen Kaisers zum Aniaß einer Steche von Betrachtungen, die zwar im einzeinen nichts Stenns bieten, aber wegen ihrvr symptomatischen Stellung zum Kaisertum doch von einigsm Interesse sind. Es ist öeinerksnswsrt, daß die Vresse der S! a t i o n a t i st e n fast skrstimuna einen inehr oder wsniger scharfen Tremnmgs- strich zwiichen � der Politik und der Person des atze. iucUmn Kaisers zieht. Nichereinstrmmend glaubt sie Wil» le'mL Tl. Politik seit dem erKvungenen WusscheiSen BiS» ülarcks abfällig kritisieren zu.'.missen. Ter von dar Schwerindetstrie ouLge�aldene„Lokalan- fXQsc" gescilll sich in Sentimentalitäten und in Er- mneruZlgen an das äußerliche und hohle Tmntam. das.der 27. schinear in jedem Jahre Niit sich brachte. Wehmütig schreibt er: Heute.«?m 27. Jmruar, yW eS kei«« offiziellen iZai serd i n«rS, keine dröhnenden Trinkspxüche. kein bengalisches Feuer, weder tun SWlichen noch im wortlichen Sanne. Der txäfcx ist•»»cht mehr! Man fleht, wie toeing gcWiffe Kreise dsr Ernst der Zeit ersaßt habeu, den sie doch aus Haß gegen die Stevo- lu t i o n wuner in den düstersten Farben auszumalen suchen, wenn ihnen der fehlende Radau noch heule als das Be- trüdsichste in dar Ztopnblil erschcstÄ. In ihrer Liebe zu Wilhelm 17.. der sie ganz bessntewn Ausdruck verleihen null, uberschlägt sich die ollde, tische»Post" in erschütternd komischer Weise. Sie hat sich osfonbar, seit' dem sie den Expasser zun: letztenmal von Angesicht zu An- ge ficht sehen durste, aus ihm ein Idealbild geschaffen, das mit gewöhnlichen Maßstäben nicht mehr genwsfeit werden kann. Sie klagt: Mit welchen Gedanken mag er heute in dem Geviert dem Ame ro n gen yerumigehen, er, der w Deutschland so diel unter. Wegs war unJ> der im s-incr Ran mvo rftellnng Greuzen so wenig kannte, wie im Bereich seiner Beföhle! Ahnt die„Post" nicht, daß diese Worte die schwerste Kritik sntlicrllen, die überhaupt' m einem Menschen geübt werden kann? Allevdings darf nicht vergessen werden, daß auch die der„Post" stah-estchende Schwerindustrie keine Raum Vorstellungen kannte, wenn es sich um die Vertretung ihrer wahnsinnigen AnnexionSforbe- r u n g s n handelte. Wenn die„Post" den heute mrstmt«? zu hörenden Satz: „Wenn»vir nur den Kaiser wieder hätten!" als ein Bekennt- nis zum monarchischen System b�sichnet. so nimmt sie eine roch größere Naivität für sich in Anspruch, als wir ihr trotz geringer Ansprüche an ihre Geistesgaben rm allgemeinen zu- billigen. Nein, dieser Satz enthäÄ kein Bekenntnis zu einem monarchischen System, er enthäü nur den fpon- ümen Ausbruch einer ltnzufriedenheit»dlt den heutigen Sei- bältniffen, die die meisten, wenn man sie zum weiteren. Nach- denken deren l-issen würde, selbst ans das gestürzte S y st s m als letzte Ursache zurüchführen durften. Vielleickst aibt sich die„Post"' einmal di« Mhe. in diesem Sinne Er- rundigungen einzuziehen. Die„Kreuzzestuiig" sucht ihren Lesern einen Opti- -n r- m u s vorzuspiegestl, den sie in Wirklichkeit nicht hat. Sie leitet ihre Geburt StahSöetrachtung mit dsn Worten ein: Im itorigmi J-chr« brgiTkgs« Cra Toengebkiobeiisn KönigS- gctntctSMg im tiefem T:mi.r» um die verk-rone Monarchie. Heule frai) fis gewiß, daß das Königtam zu rLckkchren � $z*yMmys&* inrmmnir�yi.var/txnTmKi i■■.m»j» ipi i mm pui■« CechniMe Wunösr öes ZÜWs. Bon Srust TrebefiuS. In seinem utopischen Konton:.Auf zwei Ploneieu" läßt Kurt Las'witz von den iu der Technik weiter fortgeschrittenen MarSbe- wobnern einen Apparat erbauen, mit dessen Hilfe Ereignisse, die sich bereits vor Lochen oder Monoien adspielien, dem Auge wieder in natürlicher Weise vorgeführt werde« löunen, ohne daß diese Bor- gänge auf der photograpbischen Platte oder dem Film festgehalten zu sein brauchten. Die Zeit wird gewissermaßen zurückgeschraubt, .der besier gelagt, in ihrem rasenden Davonjagep wieder eingeholt, indem die Lichrjlrahlcn, die seinerzeit einen bestimmten Vorgang auf Erden trafen und dann ins Weltall hinaus eilten, mif ihrem SS.ege von dem Apparat wieder etngefangen werden. Der Neberfall eines SriexStchisies der Erdbewohner auf ein zur Erde nieder- gegangenes Luftschiff des Mars läßt sich mit Hilfe de« wunderbaren Apparates noch nach Monate» vom Mors aus w seinem verlaufe geuau beobachten. Mir armen Erdbewohner find leider noch nicht so weit in der Dchrrrschung der Technik wie die Marsbewohner und müssen eS daher ichon als einen großen Gewinn buchen, daß uns de: Film, dieser wunderwiriende, schmale Zelluloidstreifen, die Beherrschung der Zeit in beschränklerem llmfang» gestattet. Die Zeit, die bisher allen Forschungcn so unüberbrückbare Schwierigkeiten in den Weg stellte, mutz eö sich gefallen lasten, vom Film künstlich auSeitrander« g»zogeu oder zusavnmengcprcsvt zu werden. Einige Beispiel« mögen dies rrläute»!. Bekanntlich vermag da» Auge nur eine bestimmte Lnzahl Eindtücko in einer Sekunde aufzunehmen. Das Flügel» schwirren eh'.eö Iniekte» z. B. erfolgt fo rasch hintereinander, daß wir dabei keine Einzelheiten zu mtlerscheiden vermögen. Richten wir jedoch das Lbiekliv eine« Hockfrcquenzkiuomatogrvphen auf da» schwirrende Insekt und machen LOO Aufnahmen in der Sekunde so w.'rde.t von jedem Auf- und Niederschwingcn der Flügel eine ganze Anzahl Aufnahmen gemacht. Der Film braucht alsdann nur mit der für das menschliche Auge am besten geeigneten Weschwindig- keil von 17 einzelnen Äufnahmen in der Sekunde abgerollt werden so können auch wir Menschen da» Flügelschwtrren de» Insekte« in seinen einzelne» Phassti ganz genau verfolgen. Die Zeit wird auf dieie Weise gewissermaßen auSeincmdergezogeu. Genau wie man mit der Lupe einen beobachteten Gegenstand räumlich»»«dehnt, so daß unserem Nuge Feinheiten wahrnehmbar werde», die dem un- bewaffneten Auge unzugänglich find, so dehnen wir auf die vor- beschriebene Art die Zeit scheinbar au». Der Film wirkt iu dtesetn Falle als Zeit luve. In welch ktarkem Trade man die Zeit mit der Zeitlupe.der- größern", auflösen kann, dies läßt sich leicht berechnen, wenn man die Höchstzahl der Ausitahmeu, die gegenwärtig mit dem Funken- .. io I r i, vict vtcwiivcht, fiejj dos Volk hewckch«» tmJb zum Königtum.■. * Diese Gewißheit dürfte n»:r bei einem sehr geringen und niäsi gernde bei dem politisch ein sichtS Döllen Teile de., deutschen Volkes vorherrschen. Die übrigen dürften Wilhelm Ist. die Gefühle envidern, die er neulich in einem Briefe den Deutschen bekanntgab, dnß er nämlich keine Lust verspüre, nach Driitschümd zurückzukehren. Genau so wenig empfindet die überwiegende MeHrhert des deutschen Volkes irgendwelche Sehnsucht noch fibm. „Die„Deutsche Zeitung" beklagt als größten Mangel der Repttblik den Berlust der Fveibeit! Wir können nnS mckt erinnern, daß sie sich iematS über irgendwelche Freiheiisbe» schränkungen unter Wilhelm II. bekwgt hätte. AHordings bestand damals gerade für die der„Deutschen Zeitung" nahe- stehenden Kreise hierfür ivemg Grund, gehörten sie doch zu Den Auserwäblten, deiren alles erlaubt war, und deren erlaucht- Sch�r der großen Masse des Volkes willkürlich ihre frscheitSHeschränkenbrn Gesetze vorschreiben durste. Wer kann es deshalb der.Deutfclicn Zeitung' verdenken, daß sie sich nach der Freiheit Mriicksehkst— die sie meint? Der„Desrifchen Tageszeitung" ist vor Schreck über das Attentat auf C r z h e r g e r, zu desien intellsktuelleri Urhebern sie in erster Lircie gehurt, die Sprache verstummt und sie hat das �.hohe" Datum vergessen, zu dem doch min- destens ein schmnmgvostwr Leitartikel rälsig gewesen wäre. Brauchen wir selbst unsere eigene Stellung- nahm e zu Wilhelm Ist nochmals zu präzisieren? Wir bcrbeu sie an dieser Stelle wiederholt fo klar und eindeutig ge- zeichnet, daß wir heute tiicht nochmals darauf eingehen wollen. Nirr soviel sei gesagt: Wie wir uns gegsn jegliches llnrecht. gegkn wen eS sich immer wendet, mit aller Entschiedenheit erklären und feit Jahrzehnten erklärt haben, fo verurteilen wir auch eine Politik, oel durch Brsirastmg vor einem such- jektiv eingenommenen GeriM aus Wilhelm Ist. einen Mär- t y r e r zu schissen sticht. EÄerr'o halten wir«S stur w ü r d e- l o s. dem Gestürzten Fußtritte zu versetzen oder ibn mit Schmähungen zu überhäufen. DaS aber hindert uns nicht daran, im Interesse einer unvoreingenommenen Geschichtsschreibung auch weiterhin sachliche Kritik an der Politik des Mannes M üben, der an im- serem heicstgsn Unglück fein gerüttelt Vach Schuld trügt und dessen Sturz— das muß wieder und wieder festgestellt wer- den— von keiner Spur von Tragik begleitet wird. Eine Mftage öer Nlehcheitsparteke«. Folgenlse domsends förmliche Arrfrag« der Abgeordneten Graf(Frankfurt) und Genossen(Enz.), Dr. Fri edberg»nd Genossen(Dem.). Dr. P o r s ch und Genossen(Z.) wurde im p«u» ßischen Landtag eingeliracht: Ist die GtaatLregiernng bereit, vurnber Auskunft zu geben, welche Maßnahmen getroffen find znr Anfrechterhaltung der öffe etlichen Ordnung? Ist inSbesondeir für genügende» Schutz der Arbeit im Bergbau und im Eisenbahnbetriebe gesorgt? Ist die Aufrechte rhaltung der übrigen lebenswichtigen Betriebe stchergestclll? Ist der Rücktransport der KriegAgefaage»«» durch die Ei fenbah nverwaltung gewährleistet? Die Anfrage dürft« am Donnerstag, den LS. Jarniar, in Ber» bind-ung mit einem AMrug« der llmabhängigen auf Aufhebung v«S BelcigerunHZzustandrö" zor Beratung kommen. De? VsLkeebLvüsrat Wie ein Fnastpruch vom 28. Imnmr ans London meldet, beßinilt der Bölkerbnnd beut« seine prgktikche Arbeit. Zum e r st e n m. a I werden deutsche De- legierte au den Beratungen teilnehm e n. Der BerwaltnngSrat des Internationalen Arbeits- a m t e s, der im Rahmen dcS Völkerbundes geschasfen worden ist, wird zusammentrete», nm die formalen Arbeiten, die sich tmemalographea«rzi«lt werden können, nämlich IMvVä in der Sekunde, durch die dem Auge zuträglich« Zahl von 17 teilt. Di« Wiedergabe de« Film», der 100 000 Lufnabmen in der Sekunde mochte, mllßli, damit wir die Vorgänge richtig beobachten, rnnd 5900 Sekunden, also etwa 1'/, Stunden dauern. Die Zeit kann also der Zeitlupe ra. OOOOfack.vergrößert" werden. Anwendungsgebiete für die Zeitlupe gibt es gar diele und fast jeder Tag erschließt ihr neue Wege und Ziel«, von höchster Wich- tigleit dürfte sie in der Medizin werden, wo man schon jetzt die komplizierten Bewegungen de« menschlichen Gange», der für unser Aug« scheinbar io offenkundig zu beobachten ist nud dennoch zu schnell vor fich geht, genau in seine einzelnen Momente zerlegt hat. Mit dem Hochstequenzsilm macht man vom DoppelschrÜt, der etwa eine Sekunde in Anspruch nimmt. 800 Aufnahmen. Damit die übliche Bilderzahl von 17 herauskommt, muß die Wiedergabe de» Film» also IL Sekunden in Anspruch nehmen. Auf diese Weise geht las Spiel der Flüße beim Bang« derart langsam vor fich, daß jede Phase genau beobachtet werden kann. Di« gewonneneu Eindrücke lafien sich bei der Heilung von Krankheiten, bei der An« Fertigung künstlicher Gliedmaßen usw. in nutzbringender Weise verwenden« Dehnt der Film auf vorstehend« Art die Zeit gewissermaßen an», so vermag er auch die Zeit zusammenzudrängen, indem er bestimmte BewegungSerschewungen, die dem Auge wegen ihrer Geringfügigkeit völlig entgehen, derartig zusammenrafft, daß wir sie bei der Wiedergabe de» Film» als Bewegung deutlich er- kennert. lZeitraffung.) Ss fei bei dieser Geiegenhett auf BackSirnnSvergSnae tum Tier und Pflanze verwiesen. Die Snt» wnkitmg einer Blüte von der Knoipe bis zum Welken nimmt Wochen in Anspruch. DaS Auze vermag die Vorgänge nur ganz oberflächlich zu erfassen. Wird der Vorgang jedoch im Film fest- gehalten, derart etwa, daß jede Stunde ein« Aufnahm; gemacht wird nnd läßt man den Film dann in knapp einer Stunde ab- rollen, dann sieh: man tatsächlich die Blüte wachsen und verwelken. Und noch andere, weit wichtigere Vorgänge ans der Biologie, wie die Entwicklung de» Embryo» nn Et und ähnliche Leben»« erscheinuagen, die sonst dem Auge ewig Verschleiert blieben, werde» nunmehr der wissenschaftlichen Erforschung erschlossen. Ein großer tfot'.schritt besteht darin, daß es in letzter Zeit gelungen ist, den Film bei der Vorführung still stehen zu lassen. Bisher stellte fich dem die leichte Entzünd- barkeir der Filmmasse«ntgegen. Jetzt genügt ein Druck auf den Kontakt, um den Film stillstehen, und das Schließen eine» zweiten Kontakte«, um ihn iogor zuiückrollen zu lassen. Damst ist der eigentliche Lebrf.km gefch asten, dessen einzeln; Aufnahmen der vor- tragende nuch Belieben oft zeigen kann. Da auch die Mikrokinemato- graphie in der letzten Zeit ganz beträchtlich« Fortschritte gemocht hat,»ad nunmehr auch hg» Flimmer« btä Films durch eine uns der rtsicn Ks«srttn$ in /o.'; öinoto» n.:1 zu Je!; feein und zu erwägen, wie den Besch'L sie::, die drzsiyUch des fet ch tstuvde s tage48 Uhr. eine große Kuufegebnng für Weltfrieden und Völ�erverföhnttng und flsge» Wlitarism-u» und<>jegenredolifticm zu oemristalten. Die Kundaetmng findet tn der„Neuen Welt", Hasenheide, statt. Redner sind Pfarrer Bieier, Rudolf Breittcheid, Minna Tan er, Profeflor Nicolai. Otto Nufchiß und Rudolf Rocker. Zur Deckung der Unkosten ioettxm Einlaßkarten, zu 1 llÄrrk an den Abendkasse ausgegeben. Attentale ,md Sozioldemokratt«. DaS Attentat auf Erzbergev laßt die Stellungnahme der Soziakde in okrati« zum Attenrat wiedm. aktuell u-erden, die August Bebel tt, einer Brofel-ür« ni«dergel«»<»-».»...I'n-Iip neue Erfindung beseitigt zu weiden vermag, so stehen wir jetzt vor einer neuen Evoche der Kmetuatographie. An Stelle de» jetzigen „AufttärungZfilmS", dessen widerlich« AttSwüchs« nn» nun wieder dir Filmzensur brntgen werden, dürfte der wirkliche. Wissenschaft- liche Anftlarungsfilm treten al» neuer Pionier der Kultur deS zwanzigste« Jahrhundert«._____ Deutschs Gesellschaft für Metellknude. Am 83. Jamrar hielt die kürzlich gegründet« Deutsche Gesellschaft für Metallkunde im JttgenieurhauS zu Berlin ihre erste öffentliche Sitzung ad. Außer dem Reichswirilchaftsmintsterium und dent MaterialprüfungSamt hatten zahlreiche Fachvereine P-rtreier zu dieser Sitzung entsandt. Geh«: sn rat Hayn erörterte die Ziele und?iufgaben der Gefell- schaft, die die Förderung der Meiolliechnii durch Austausch der Forschungen und Erfahrnngen bezweckt. Man lan» da» Gebret der Metallkunde vergleichen mit einem Landstrich, durch den erst einige spärliche Straßen angelegt sind, da» aber sonst von Gestrüpp unwouchert ist, in den» man. verkommt. Man müsse eine General- stabskarte durch dieses Gebiet anlegen, durch die man sich dann orientieren kann. Mehallverrncheiter und Metallverbrzucher müssen zusammenarbeiten, trm das Ziel, den Ausbau unserer Metall» forschung, die unter den jetzigen technisch-wirtschaftlichen Verhältnissen für Dentscisiand eine ganz l-esonoerc Bedentttng hat, zu erreichen. Da» lebhafte Interesse unserer Industrie an den Zielen der Deutschen Gesellschaft für Metallkunde bekundete fich in den bisher gestifteten namhaften Geldbeiträgen. Nrinhardt im Bichnenverein. Der Direktor de» Deulfehen Theater« gehörte dem Direktorattoerbaitde nicht an. weit er Büh- nen- und Tarifpolittk ans eigene Hand treiben wollte. Durch den Abschluß de» Büssnenkariell», der die Zugehörigkeit zur Orgatn- fation für die Direktoren. Künstler, Perleger und Autoren vbli- gatorlsch macht«, war diese klußenseiterftellung unhaltbar gewor- den. Reinhardt ist jetzt dem Büdnemrrrin beigetreten, nachdem der Theaterrefereni de» Ktl'.tnsministeriums, Gen. Seelig. in lan- gen Verhandlungen feine künftlort scheu Bedenken zerstreut hat. Orgelkonzerte. Im Dom wir in der Kai!«.kll!lkelm-Aedäch!nisk!rch« llndtn D«i!>«rstog 8 Uhr OrgeUonzert« ftott. Frida Langeirdors und Theres« Schnobtt wirken mit. Die vrtnzefitn vo» Dravezi-nt. So IS der Name einer vergessenen Cwtrette visenbacht, die letzt von A. tdazemrnn am Nnllonv!!!:tarsr in Mannbctm lieue>i> studiert gegeben worden ist. Da» mulikrlisch entrückende und melodienieiche Werk vernllt die Art der damaliaen Großen Over in Pari» um IM«, die deutsch« ftitinstoattiti und ftailliche«roßmamlSsucht in heiirrster Vcrqunkung mit der« Allüren einer Artistenlimille. Der nene Dresbrncr Qprrnbirektor. Der chemallge Dresdener HofopeinsSnger Nnrl Scheidemmin stt vom 1. sielnriar d. pl«. ab al« külistierlichrr Leiter der Süchstschea StaalSoper mit der Bezeichnung �Lperodirekior' berusen worden. «IS Nattisolger Rudolf tznchcaS wurde aus den Lebrswh: der Pbi- losovbir Prcl. Max W u n d t(SiSker in Rarburg) nach Jena berufen. Prof. Wundt ii! ein Eotn de» Leipziger Pchchoiogen Nilhelm Mündt. Gr hat. im Gegensatz zu seinem Bat«, sich wesentlich der Geschichte der Philo. loohie, bchonders der jxirchrjchen, gewidmet und u. a. die griechisch« itdik und Pinto behau drill ...�izunz der Lehr«r vor her. Schkler«. Der Äu'rjS- ; tir l>3t ffte&:c Bereidigmq der Lehr« tket Verordnuirg er» :n, n.-.Uj der-die' Beroiingirng der Lehrer in den ßchuien mög- us r d en dersqmmelten Schülern«rsohen soll. Dl« .ro � chu�nj:?cl:sren haben den Cnd vor dem Aeg ierungb» p rsidenten tchz«l«He.r. Di« Leiter der Schrrlon und Unier- ni'-alten sollen vor oerstmmÄtem Lehrkörper zunächst selbst -tau C-d itrfxn lach denn die Lehrer«ich Schsecttmes vevsidezen. j-etta Masaryk! Der Präsident der tsckechoslswatSsche« Republik, ,-«r i-ltasoryk. fnt da? Gesetz gezen vi- malt« Präger deulicks ».".»itäi'uich! MlierschrieK?«» sondern dem Poktttterklub„Rotivva!» ir.ilin' j" gut Skitbetamsg xurück.!?-.eßen-. .) schöne?«panien! Wie die ,.�i;ncä'' anS Mädtid meldet, rr.-i r hx C; neu durch föu'güchea E-schüitz d:« EonntagS- r iu':.t Founna listen eingeführt, jütischen Sonntag ng Li nntag mittag darf in A«!un?t keine steitun? mebr «-t-rnQ odet verdaust tverdei». ' G i I E xZberpe- Heiffsrlch. stu Beginn der Verhandlung an; Dienstag ist dar Schwirr, ' i'aa! jpk gewöhnlich di.-ht gefüllt. Dar ZuhSrerran« ist stark . im Saale stehen die ProKe�bejeiligtsn in Keinen Gruppe» >-«'.> i�wrechen die kotzten Ereignisse. Von fetten d?z Reben» .- i.7 1 x S stich die beiden Verteidiger Gehn«rat v. Gordon und Dr. stsriedi ander sowie Geheimrat Hämmer vom Reichs» iinanzministerium«schiene». Ur.-t mo Uhr ciösfaet oer Vorsitzende Laudg-rtchtSdiveki« B a: in b a ch die Sitzung und richtet an die Parteien die Frage,' wie man sich eine FortfühiNinc de? Vertzandlunz nnJ. den gesb.ngey brdauerli.pen Vorfall denke. Oberstaatsanwalt Krause stellt fest, das; die weitere Berbandli'ng' do» FaÄes l.! y> s e n ohne den �RÄ>cn!Ager nicht möglich ist und bitter deshalb, den Fall Thyssen einsttotilen beiseite xu lassen und mit der Perlwonz der Akte» im Falle Berger zu beginnen. Gehesiurat » h! o rdon«klärt, da'; eS auch der Wunsch de? Rebenkläger» sei, die Verhandlung unter keinen Umständen kii unter, e c e n. damit nicht die bisher geleistete Arbett innscmst sei, und Äcr.rügt daher den Vorschlag des OterstaatSmuvcM, schlage aber seinerseits i«ch vor, Dienstag den Justizrot Neumann Wer den Fall„Ostropa" zu'Jcrnfhmen, da dieser FaA sich sofort erledigen lassen weide. Jtechtsanwalt Dr. Alsberg betont ebenfalls sein gcöztes Fnteresse an der For�ssihrung der Verhemdlung.' Auch der Auge» iirgle wünsche und hoffe, besonde-S. daß die Verleinmz de» Reben» klagerS nur leichter Natur sei uns Herr Erzberger wieder bald hier erscheinen könne. Vor alle» Dingen müsse verhindert worden, das; eil»? Vertagung auf länger als vier Tage«In» tr Au« Fall Oftropa benötine er Sie HandeksgerichtSa?te» SeS i.m.'özerü�s I. An einer Aüftchrirng des'Falles zweifle er nicht im aeringfien. Es handle sich um eine ganz lalle LDystisikanon.— o elffet ich: Es widerstreb: mit aufs tiefste, hier zum Falle Berg« fchwcve Anklagen gegen einen Dian» zu erheben, der- nicht in.. eni) ist, und der. weim er wiedetericheitri, sich in geschwächtem cpesundI)eitSzustand bekiudet. Ich werde mciwe Auslagen nur machen, wenn mir der Herr Rebvrsäyer in völliger Gesund. h e i t gegenübersteht. Der Vorsipende äussert seine Bedenken gegen eine Vor. -gndlung des Falles Borg« und schlägt vor, MenSiag üterhaupt zu oerhandeln und am Freitag mit dem Fall ,£)?t r o t»* V-1 besinnen. Ms,! müsse abwarten» wie lange dt« Wiederherstellung :i Reichs nnanzNiinijiors dauere. Etnstweileu könne man es ein« kröche ok-nc ihn verruche». Fin Anschtuss daran macht der Vorsitzende darauf aufmerksam, '' her bek�rgenSwe-rts Vorfall ihn dazu rstige, wenn her Reichs- '.iorzministec»nedecerscheiut. strenge ZRassnahuren zu treffe» und ci- Zlnweseudau o«f Waffe» vnrersucheu st: lassen.— Oberstaatsanwalt Krause teilt mit, ixch de? Ntten- . r wAb seiner eigen«, AuSsage sich ohne Karte im Zuhörer. räum a ut� halten hat. Tie Zeugen werden darauf zu Freitag bestellt. Zeuge rrektor Rades wird einstweilen entlassen. Zum Fall.Oftropa" DD;n als Zeuge» geladen werden.- Justizrat Neumann. Kurt v. Wirrt«fels, Friedrich Höhn« und Herr Michcllü Dann wurde sie VorhcucSArng auf Freitag vor mittag 9 Vi Cht vertagt. Wirtsihaft. EewerbSlofizkeit nnd Wirtschaft. F-si? die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage in ihrer Gesamtheit bietet die Statistik über die Erioerbslasigkeit dce wertvollste Unterlage. Sehr interessant sind die Zahlen» angaben über die Erwerbslosigkeit in Berlin und& r o fe• Ö c r li n, über die das grosso Publikum meistens unzureichend unterrichtet ist. Wir bringen daher eine Zusammenstellung, die sich auf zuverlässiges Zahlenmaterial stützt. Für Gross- Berlin ist also die Zahl der Erwerbs- losen aus den Stand vom Dezember 1918 erfreulicherweise gesunken, für Berlin liegt sie unter dem Stand von 1913 Bon den 59 108 Berliner Erwerbslosen find 48 934 r t S n n l i ch c und 10169 weibliche. Von den männlichen s.nü 12 272 unverheiratet, von den weiblichen 3616 unver» heußici, 35 10 Witweiu Ein Zwangs syRdlkte für Tors. Wie der.Schwäbische Merkur" meldet, ist der ReühSrcgierung der Entwurf eines R e i chZ:o r fge sc tz e» vsrHelegt werden. Der vor kurzem in Berlin gegründete Rcichsmuband der Brenn- st ber-eus'ing wird den Charakter eines ZwangVsvndkkatS«halten, vi« Kontrolle ütier die Verteilung der Torferzengung in ir-uici.■cbendem Mass« unterstellt wird. Jeder Erzeug«, der über 10 Tonnen Torf jährlich ss.-rstellt, wird von diesem Zwang». syndiiat ersosst werden. Dem Gesetz kommt ein« erhöhte Bedra» tung deStoefif.« zu. we£ auch der Reichs kohlenkonunissar sich mit der F'-age befasst. und auch den Torf j» sein Diktaturgebiet mit einschließt.' Nach den Verfügungen deZ RcichskohlenkommissarS äarf künftig Tork nicht üben 100 Kilometer verfrachtet werden, ferner wird Tori den anderen Brennstoffen gleichgestellt und kon. tingentiert werden. Da» Sachsenwerk, Licht,«nd Kraft A.-G.. Niedersedlitz, erwirbt ■mZ te ichSf iikalifche FeuerwerkSladoratorium in R a d e b c r g. Äleiouugsverschiedenheitcw und keiu Ende. Der Bc. ein Deutscher Maschinenbauanstaltrn beschästigt sich nm der Organisation ein«»ussenhande!»« stelle,«der eä bestehen iillemungSverschiedenhette» 1 Die Herren icfcivimmcn im Gielde und dabei: noch niemals so sorglos produ». zioren können wie heute, denn jeder Preis muß bewilligt werden Li« haben cilso diel Z e m. Wami wird der G i r t>« a f,«» minister'üc die Schaffung der iio.wcudigen Organisationen einen Termin stellen? Steht das Wohl der deutschen Metschaft, d,c ohne Organisation nichi mohr bcsichen kann, nicht höher cüs vi? Interessen von Produ�viengruppen, für die das Produzieren ein risilolose» Geschäft geworden? Ss!vfzllr.ss am 27. Geburtstag Wilhelms. Ein einzelner Uhrmacher ganz drausson in W'linersdarf hat eine fchwarz-weih-roLe Fa'hue' gehiß». Sin Tiurqr-rtcn- omganz gegenüber dem Sraiidoubürger Tor enr paar simse Burschsu, die vor Wilhelms sStirierae!»: Borer esttcu Blumen- strauß mit schwarz-weitz-Loreu Bändern«iederlegteu. Eme halbe Stunde später, am. KLnigSplatz. Aus eiller Droschke steigt ein Herr, stellt �fich an eine Bogenlampe beim Bismarck- benkmal. zieht den Hut und hält an zwei verdutzte Zuhörer eine fulminante Rede. Zum Schluß bringt er ein brausendes Hoch ans. Verdutzt gucken die beiden. Der Redner, stolz auf seinen Erfolg, steigt in seine Droschke und fährt anderswohin, Zirkus machen. Leer ist der KönigSplatz, und aus seinem Holzgerüst schaut der Helmspitzenlose Bismarck auf die Sieges- fäule und auf das Krolltheater. Achtvag,©CKofflM««,! Ter Refcnettnaenhtrfu« Lelleduesir. 7, Genossin Juchacz, wird von Mittwoch ans Donnerstag 7� Uhr verlegt. Di« ksuttuende BrotsertsuernAg. Die schon seit einiger Zeit in Aussicht stehende neueÄnhe Brot» Verteuerung soll jetzt zur Tatfache worden. Au, BonnerStag wich sich der Magistrat in einer Kachsttzung mit den Bertinsr Bäcker- ooganifartouen üb« die Frage bcr Brotverteueriing auSennrnder- setzen. Die Berliner Bäckerge'htlfsn heben Fovdzvungo« gcstellr, die angeblich eins erhebliche Vertraernng des Brote» nostoendig machen. Während die Bäckergehilfen bisher«neu WochenlcHn von |Sl5 M. crh'cliEw imrrdc in einer der letzten Sitzungen des Ge- hilfwwerbantes eine Mehrford: rung von 100 M. pro Woche der- lanet, so daß der Wockienlohu dann auf 226 M. gestiegen wi'ae. Diese Forderung wurde vom Borstand als zu hoch anerkannt. Viel- mehr wurde ein Wochenlohn von 210 M. festgesetzt D:e Bäcker- merfter ertILren nunmehr, dftss sie unter keinen Umständen ein« Erhöhung des Gefflsenlohn» ahne ein« Heraufsetzung d?S Brot» Preises gewähren können. Alan wich also, wie die B. S.-ftvrr. hört, dem Magistrat vorschlage n, angesichts dqc Lohnsorde- rungra und der dauernd steigenLen Preise für alle Materialien den PreiS de? Brote» auf st, 16 M. festzusetzen. Ob der Magistrat hierzu serne Zustimmung geben wird, bleibt abzmvurten. Lanfende Tcnerunggzulitxe» für die städtischen Arbeiter, chil'l?- frilft: und Aerkangrstelltcu. Den Lchiedsipruch über dt: von den städtischen Arbeitern, KllfzZräftzn und Merkangestellten durch ihre Verbände geforderte TsnerungSziilage hat der Berliner Magistrat angenommen, und er ersucht jetzt auch die Htadtvcrordnetenversanmtlui'n um ihr« Zustimmung. Danach soll vom 1. Januar ab vi» zum Ablauf der geltenden Tarifverträge ge- zahlt werden: eine monatliche Teuerungszulage von 60 M. für Ledige und Verheiratete mid von 16 kst für j-des versornungS- r flicht i�e Rind b!§ zum vollendeten 10. Jahr. Der SchicchSsprüH eeht Über das An�hot der Grosi-BerllNer Bchneindan insofern binmiS, als er auch die Äinderzulage von 15 M. varfiebt. v?r bleibt ober Hinte? den Forderungen der A.rVertnebiner ze'.rück, die» höhere Zulegen und überdies ein-! einntalige Wrrtschgftsdeihilfe, sowie emf WirtschaffSbki Hilfe und TeiwrungSzulage. einen Vorschuz wünschten. Die Kosten der durch den Schiedsspruch kfchesetzten und vom Wagist rat leivilligt�u Tev.erunaSzulapen belaufen sich pro Jahr aus 20 sh Millionen Atari. Zu: Deckung wird eine Nach- irogSvorlagc zum StadtkauSholteta, in Aussicht gestellt. Bc-m tzsinbrnch erschollen. In der letzten Nacht versuchten drei Einbrecher in das Geschäft von Klepper, Charlottenburg, Wil- merZdorfer Straße 27. cinjudtechen. Sie hotten auch bereits daZ Vorgstter durchschnitten, alS van innen durch dir Schchb: ein Schuß siel, der einen der Einbrecher tot zu Boden streckte. Die beiden andern«ntflohrm Der Trie wurde durch SicherheitAmannschaften nach dem Charlottenburger Schauhrmse gewacht. Sozialistiiche BildnugSschule Groß-Verli». Heute abend 7 Nffr: in der Schulaula Oderbvrger Straße 67/62, Thema: Berriebsvale und Sewertschoften B.ednet; Aeuosse Hermann Müller. 2. Hanid- werkerschuld, Autor? oSstr. 1, Redner: Dr. Rosenfeld. Schulmtla Demipclhofec Ufer 2, Redner: ffriedrich Siampfert Thema: V«t» sassuugöwesen und VerfaisungSlämpse. Stunererhähung in Schönsberg. In der letzten Stadtverordnetenversammlung Z-nn tS zu ewwt Schuldebatte. Ein Antrag der fozfchdemotraÄ- scheu Fraktian forterte bi» spätestens 1. Oktc-lr-ev die Freigab« d«Z Volks sch ulhanfeS am Wartburgvlatz, das fetzt von der KärtoffÄrersorgumg benutzt wird und auch mit ckbdachtm'en Famiilien bolegt ist. ferner die Uobenweisung de» Hau-seS der frühe- ron Eomemuöschule an die Aünglv.ieSochteiiumg der ForrbildungS- schule. Dr. V e n d i n e r(SoZ-) tu«»«ruf llnterlassungS- sunden der Schulverwaltung hin, die nach AuSquartie- rung der Truppen aus dem Hau» am Tlartburgplotz e» niÄ sofort habe r�tavivren lassen, um ei wieder für die Volksschule benutzen zu können. Luch die Eonieuiu-Ssthute hätte nicht a::st-eböst werden sollen, denn jetzt werde mfolM Uoberfüllung»cr Fichte-istsal schule die Ervichtumg«n-niec neuen Real-schuile nötig. Aus dem uneriräg« lich überfüllten FortbildunzSschulhant�könne die JünglingÄabteilimg. nur dann in die TomenruS-lchule übersiedeln, wenn die jetzt dort unterqeboochte Volksschule nach dem Kortduvg- ptcrtz u.mziehen könne. Ol«rbürgerm«fstcr Domin icu» bestritt die Schuld der Schulverwattung. Den jetzig-m Andrang zur Real- schule Hobe man nicht voraukseben könmm, er werde auch nicht am- dauern, vielmehr sei bei der wmmrmden Verelendung des Boikes eine Entvölkerung der höheren Schulen zu erwarten. Die ÄebenSmvitdesverwoAu-uq werde cm, Wartburgplatz mehrere Rüirnt« schon Mitte Mär?., die übrigen Mitte ftinri stomyelbe». Der Antrag wurde von Dr. Pflug(Reue Fraktion'! rückhalttoS, von Dc. Lauterbach fTem.) nur zum Teil Unterstützt. Er wurde im ersten Tci-l einstimmig, im zweiten mit grosser Mehrheit an- genommen.— Gegen die Ue-bertragung städtischer Arbeiten an einen Stadtverordneten,, den Ausbau der hl-üson de Samt zu Notwohnungen durch den Sladtverordneteu Wanverme'.ste? Reimer, der sofort Material und Arbviitkräfte zur Verfügung hätte, erhob H.offmann(N-�Soz.) Einspruch, weil man gvinidiätzlich die Wligu-entoi ttsthast bekämpfen müsse. S z y» mantki(Äeichsall» U. Soz.) erklärte: Ich muß mich mal mit meinem F raktio n skolle ge n beschäftige«. Ersteht oben in dieser Zeil alles ordiiuugsmidrig zu. In Edwueterg fehlen Wohnungen. Da war um die Nedertragunig der dringlichen Änbctten an den Smdtlerordneten Reimer nicht herum- zukommen.— Auf eine Anfrage der Unch'häwgigen wegcn Er- richtung vau Wärmehalle u antwortete Stadtvat Moh»: Sto ist«om Magssttai jchmi beschlossen. Austrug Foboaur wcB» i;r. Wärmc'.:.!li.n in den.. chhcjixöixmea an der üb.cstrusse und im„Ccciliengarten" eröffnet. Eine MaIistrcttSvorlsxe' bcuntsagte. den Schirl, j pruch über den die Gehälter nichtständiger Hilfskräfte erhöhen- den Tcwisvertrc» anzunehmen, die ersoroeri-ichen R�rauSgaS« von 1 CäS CCO SJü nachzubewilltgen, zur Deckung aller noch ungedeckten Bewilligungen die Gemeliideeinkemmenstener um 60 Prirz. zu erhöh:», sullS alle Gemeinden Gross-Bevlir« dasselbe tun. Zu heck« werdsn bis Ende ds» TterwMungSjahres noch 5 332 000 M. sein, die StsuerevhöhiMg würde erst L 600000 M. brinaen. Starke iTsm., nannte.heu DeckuNgSmangel eine untzchsue'rläche Tatsache. Dir Finauzwictichast der Arosz-Ä er binar Gemeinden sei immer unw:«.. chns.tzchw geworden. y.nL so grosse Zahl von Hilfskräften sei nicht mehr nötig. Nicht streck:::, sondarn konzentvieren miisie vi»?', die A-chsii. Gegen d.n Bsrschllag einer. Vermtiidorung der HtlfSkräkte wandte sich Wilberg fit. Soz.j. Die Pzlastung da» H.rujhaitZ fei nicht gross. Dr. i? endine r i'Soz.) wünschte eine vesuyder» Vorlag« über die Dv urgSsrogs. Der Schrehsspruch iei «UAunehmeii. Mckn habe die Hilsöliräs» l-ibyer Mf-enrüzenh de» zehlt. Er brantstgte. wegtot der Decküng joüe der May-srrm er- neut mit den übrigen Gemeinden verhandeln. Nach längerer Debatte wurde dieser Antrag abgelehnt. Davmf wurde von der bürgerlich«'. Mehrheit die Steuererhöhung angenommen. Ten,'Schiedsspruch stimmte die Versammlung zu, und sie bzw'iüigte die 1 W6 000 M. Ein Zusatzctnirag der Unab- hängigen, ledigen and rettuitweten mchtstänoigen Hilfskräften mit eigenem Haushalt dieselben Gehaltssätze wie Verheirateten zu ae» wahren, wurde abgelehnt. Angenommen wurde eine von der sozialdemokratischen Fraktion beantragte Resolution, die de« Magistrat ersucht, bei könfugrn Verhandlungen über die Besoldung der'.Hüfskräste dahin m wirken, dass die für Beamte und Angestellte geltenden Grundsätze der Desoldung von Vev- hewatst«» und Ledigen auch auf die Hilfskräste ange« wende: werten. D:r Ausbau des Spielplatz:» sin Südgelästde macht einen Ilmzug hon Lau d en k o lon i ste n nötig. Der Magistpoi will zu den UmzuriZkoftsn bcitrageu und fortzrrt 30 000 TL Für den Wiederaufbau der Laube usw. sollen 100 M. bewilligt werden, «ruck will der Biagistrai da» Fuh�ver: stellcu oder weitere SO M. gewühron. B ach m an n sSoz.) wie» auf die Volkswirt- schaftlichs Bedeutung der Laubenkolonien hin. Die Vor- la�: wurde angenommen. Die ElternbeiratZwahken i» Renkökln. fanden trat Sonntag unter reger Beteiligung statt. Di« Wahlreful- täte liegen bisher nur von einem Teil der Schulen vor; das Ge- famtrefuttat hofft man im Laufe des heutigen Tages feststellen ztt können. Di« bisher festgestellten Wahlrelultate lassen wir nach» itehend folgen: Kneben-W ittelfchale; Unpolst isch-christl. 12, Unobh. 4 Sitze. 2.' Madchen-Mittchchuls: N-tpol. 13, Unadh. 1, Soz. 2 S'tze. 1. Gemeinde schule: Unpoll 10, ynabh. 8, Soz. 2 Sitze. 2. Gemeinde- schule: llnpol. 13, Nvatb. 7, So.z. 3 Sitze. 4. Gemeindeschule: Nnvol. 0, Unobh. 6, Soz. 3 Sitze. 5. Gemeindeschule: Unpol. 7, Nuada. 6, So». 3 Sitze. 6. Eemeindeschnle: Unabh. 9, Soz.« Sitze. 9. Ezmeindeschule: Unpol. 10 Unabh. 7 Sitze. 10. Gemeindesch.ule: Unvol. L. Unabh. 6. Weltliche Liste 2 Sitze. 13. G-nr.eindeschule: Liste Elias(Kath Partei) 479 Stimmen, Lift« PinkowSkt fUnadh.) 93 Stimm:«, ungültig 9 Stimmen. 16. Gemeiudeschule: Unpol. 10, Soz. S Sitze. 13. Gemeindeschule: Unpol. 10, Soz. 4 Sitze, 17. ö'emeindeschule: Unpol. 9, Unabh. 8 Sitze. 18. Gemeindeschul«: Unpol. 10, Ur>abh. 8 Sitze. LI. und 22. Gemeindeschule: Unpol. 11, Unabh. 13 Sitze» 24. Gemeindeschul!!: Unpol. 6. Unabh. 7. Soz. 3 Sitze.' LS. Gcmeindeschul-s: Unpol. 10. Unabh. 14 Sitze. 23. Ge. mri.ndtschu'-: Unpol. 11, Unabh. 13 Sitze. 27. Gemetnbeschule: Unpol. Ii, Unabh. 7. Soz. 6 Sitze. 28. Gemeindeschul«: Unpol. 11, Unabh. 7. Soz. 4 Sitz«. 32. Gemeindeschul«: Unpol. 9, Unabh. 10. Soz. 6 S:tz?. LS. Gemeinveschule: Unpol. 11, Unabh. 10, Soz. 6 Sit«. 87. Demeindeschttle: Urpol. d, Unabh. 5, Soz. 8 Sitze. 33. Geineintzffchul«: Unvol. 6, Unabh. 7 Sitze. Das Ergebnis zeigt eine besonder» hohe Zahl der getvAbltra unvolirischen Beiräte. Diese sind nicht nur von bürgerlich gesinti- ten Eltern gewählt, sondern sicher von der übergrossen Mehrzahl derjenigen, die innerlich sonst zur Sozialdemokratie gehören. Wenn diese choh: Wöhleezabl ihre' Stimme dm unpaittifchen Kandidaten gegeben hat. so deshalb, weil sie befürchten, dasi durch die Wahl der Elternbeiräte nach bestimmten Pe,rteien die Schule zum TuiMttelplich der Parteilämpfo gemacht werden könnte. Die Praxi» ichrd es lehren, ob diese Befürchtung berechtigt war. Bevkglln. Die Annttlonärlonserenz stellt fch tn«wer Resolutton ent» fchiedrn bmtct den Arttlel deS Geuvssen Kranz Krüger.Mehr Demokratt» in der Leilvliltung". Dle Droi!-?-r!incc Genossen werden gebeten, sich edensallS die m dem Artikel angesührleu Nründe zu eixcu zu machen. Sie NolkSliochfelmle i» OverschSnewribe fiedt im S. Vorlesung?. verzeilduis snlgent- Äm le'vrifl.-n vor: 1.„Grundkagen der(iihit" (®r.:Pfmn e!)■ Bc�imit Dimtoag, 10. FcSrnar: 2.„Die Entwicklung uua Ltaat und CcieBfcha't In Nn- land"!. lür VortragSreide) findet w der VoUSbächerei, Frtfchenstr. S/S, am Scinaatciid, Hl. d. ÜX., von 6—8 Uhr; Sonntag, 1. Februar, ron 10—2 Uhr; und Moniag, s. Februar, von t— d'l, Uhr, ltatt. ErmerbSloje erkalten fegen Ausweis unentgeltlich HSrrrkart-n; Ledrlinge über 17 Lahre zollen die HftRe der Hörgebühr.— Freilag. SO, Lanuer, abends Uhr. In der«lula der Schule Frllchenstrotzc: Ä o!!d kocki cku ilicriommlung. Vortrag de« Gen. Birnbaum über:„DeS neue Vori ragSP: ogramm. Di« Genossen und Kenoif.nnen auch der um- liegenden Orle werben gebeten, sich rege au de» Veranjtaltunge» zu de» teiligem__ Grsß-SerZwe? paeteinachrichten. SB. Adt. Mittwoch Zahlabend für die Bezirk« 15». IKK, tv7. 1ZS. 159 bei Süssens, Paiisadenslr. ZK. ISO. Bezirk bei Lubotta, Zornbotf« Str. 68.«v. Bez. bei Albrccht, Gttatzmanniir. 42. LS. Ade. Mittwoch?'/. Uhr gemeinsamer Zahlabcnd in de»»Bubi- «lott. Ken« jlfntoftr. 26. Hortraa: Gen. Sreuxiqrr über:.Elternbeiräte SO. Abt. Mittwoch Vu Uhr Zahlabcnd im Lokal von Petsch, Pappel« Allee SO. Bezirk zwiichen Schnmannploch und Prenzlauer Allee, bei Rciuk«, Zelter Str. gl», zwischen Schvnaaufer Allee und Schmnauuplatz bei Lecher, Earmcn-Sriloa-Str. ö. L7. Abt. Mititwoch 7 vbr Zablabend für die Bezirke 727, 728, 7SS, 784 und 786 im Lola! von Kaiser, Stepbanslr. 5: sür die Bezirke 72», 730, 781 und 732 im Lola! von N. Tschammcr. Stalher.ower Str. 74; sür die Bezirke 788, 737, 7t 8 und 789 im Lokal von B. Boges. Lehrter Str. 18/19. Poutvw. Erweitert« FuuUiouärsitzuvg am Mittwoch 7 st, Uhr bei Engel, Mühienstr. 45._ JugenSveranftaltuKgen. Arbeiterjugend Reutöllu. Heute FunMonärftpmz bei SchtoeugÄ, Elbestratze S, 7 Ugr._ SilKungsverakstaltLKgen. HermSdorf. Mittwoch 7st, Uhr Kimstabend bei Böttcher. Saldsee, sttatzk. Eck» Berlu.er Strafe.___ Vortrage, verswe«nü Versammlungsn, Vorliucr Handwerke evereln, Svphiettstr. 18, 8 Uhr, Bortrag von Dr. Hedwig Ailchaesteu:»AUe Städte und Sardlche« tu der Ätartt(mit Lichtbild eruj. GWerffchgKbQvMW WZe Sie öerliner MeSallardeiter durch ihre Getsvervaltung entrechtet werden. StotiöenMglbti Kt tlravsttvnmmg Üe4 Sd kagSkrh 55uttg wenigsten« teilweise zu streichen, denn sonst ist eS nicht zu verstehen, daß in das OrtSstawt ei« neuer Sah aufgenommen wird, in dem es hei�t, daß bei.vorübergehender" Beitragserhöhung ein« U:ab- sirimmuitg nicht nötig fei. Um den Mitgliedern diese Entrechtung Wir wollen heute nicht von der Entrechtung der Mitglieder! schmackhaft zu machen, Wirt» an einigen andere» Stellen das Crtf. sehen, die auf dem Boden der S.P.D. stehen, sondern von der Eni- Mut mit unabhängig-kommunistischen Phrasen durchseht. Das rechtung aller Milgiieder, denen daZ im Berliner Ortsstatut ge- WÄirleistete Mitbestimmungsrecht bei Erhöhung der Lo- balbeiträge genommen werden soll. Die Ortsverwaltung sieht sich genötigt, den Beitrag, der für bis Bestreitung der Ausgaben"und zur Deckung der Schulden nicht ausreicht, zu verdoppeln, und zwar für einige Monate(wenigstens sagt man so). An sich steht es ja so, daß. wenn in der Verwaltung, trotz korrekter Wirtschaft, die Aus» gaben die Einnahmen dauernd übersteigen, in Gestalt von Beitrags- erhöhung ein Ausgleich herbeigeführt werden muH. SS ist Sache der Ortsvenvaltimg, den Mitgliedern den Nachweis zu erbringen, daß trotz korrekter Wirtschaft die Einnnhmen nicht ausreichen, nm die Ausgaben zu decken. Ist dieser Nachweis erbracht, dann darf man«S getrost der Urabstimmung durch die gesamttn Mitglieder Überlassen, die Höhe des Beitrages zu beschliesten. Aus diesem Grunde ist auch von der früheren OrtSvertvaltung ganz unbedenklich die Bestimmung über Urabstimmung in daZ OrtSstatut aufgenommen. Es konnte dieses um so eher geschehen, weil den Mitgliedern früher gesagt wurde: Wollt Ihr mehr Leistungen von der Organisation, dann muß zuvor der Beitrag erhöht werden. Di« Mitglieder hatten es also in der Hand, zu bestimmen, was die Organisation leisten solle. Mit der neuen Leitung ist eS anders. Bon ihr wurden de» Mitglieder golden« Berge versprochen, und nun stellt sich heraus, daß diese Versprechungen nee durch Mehrleistung der Mitglieder an Beiträgen zu erfüllen sind. Ganze wird dann gemeinsam zur Abstimmung gestellt, und man er« wartet, daß die Mitglieder neben den radikal klingenden Phrasen auch die tatsächliche Entrechtung schlucken werden. Ist dann das neu« OrtSstatut angenommen, dann braucht man die.unangenehme" Urabstimmung nicht mehr. Bei der Entwerfung und Beratung dieses Statuts scheinen Demagogen und Advokaten die Hauptarbeit geleistet zu haben. Ma- glaubt auch dcS Erfolge? sicher zu sein, denn di«.bösen" S P-D.- Leute sind ja zum größten Teil aus rhren Ehrenämtern hinaus- gebissen. Nun find die Herren fast vollständig unter sich und glauben sich schon etwas erlauben zu können. Man faßt sich ob dieser Vorgänge an den Kopf und fragt sich, sind das dieselben Leute, die immer von der Wahrung der Witgliederrechte sprachen? Di« immer erklärrn, wer das Vertrauen der Mitglieder nicht mehr hat- muß abtreten? Wenn diese unzählige Male gehaltenen Reden nicht al» elende Heuchelei angesehen werben sollen, dann mutz die Berliner Ortsverwaltung des Metallarbeiterverbandes darauf sehen, ?.�bi- BeitnA-erhöhung zur Urabstimmung � � dem�FM Suoeublick. wo man gegen die Presseverboi� Kommt«S nicht zur Urabstimmung, dann macht sie sich der groben Verletzung der Rechte der Mitglieder schuldig. sorgt zunächst für Einnahmen, um die Ausgaben decken zu können. Hier ist eS umgekehrt; man hat zunächst RiefenauSgaben gemacht, vorhandene Fonds verbraucht usw. und dann erst den Mut aufgebracht, an die Mitglieder mit der Lusforde» rung der Verdoppelung der Beirräge heranzu» treten. Aber die neue Orisbcrwaltutig scheint ihrer Sache doch nicht so vecbt zu trauen, denn sonst wiivde sie nicht versuchen, sich um die Bestimmung de? OrtSstatut-? herumzudrücken, wonach bei einer Erhöhung des Lokalbeitrags eine Urabstimmung stattsiirdvn muß. AlS während des Krieges die alte OrtZverwaltung einen An» trag auf Erhöhung des Lokalbeitrages stellte, stimmten die N.T.P.-Anhanger dagegen Wik der Erklärimg. die Annahme dieses Antrages bedeute ein Ber- trauenSvotum für die Ortsvenoaltung. unddasgebenwirihr Nicht. Wenn die heutige Verwaltung glaubt, datz sie da? Vertrauen der Mehrheit der Mitglieder hat, dann darf sie sich»licht um die klare Bestimmung dcS OrtsstatutS herumdrücken, sondern sie muß den-Mitgliedern daS Siecht geben, zu bestimmen, wie hoch der Bei- trag sein soll, und zwar durch Urabstimmung. Kein Generalversammlungsbeschlutz und kein Beschluß der Mitgliederversammlung kann diese Bestimmung auS dem Statut entferne«. ES kann nur durch Urabstimmung geschehen. Man scheint in der Orikvenvaltung tatsächlich di« Absicht zu haben, di« i Sankt BureaukratiSmnS. Den w den Reichsbetrieben Sroß-Bsriins beschäftigten Lahn- empfängern ist bi? zum Abschluß des Tarifvertrages eine vor- Em gewissenhafter Wirtschafter läufig« Lohnausbesserung von bv Pf. pro Stunde, jedoch nicht über die Hätze von 2, KV M. für Ungelernte, 2,75 M. für Ange- lernte, 3,20 M. für Gelernte und 2 M. für Frauen hinaus von der Reichsregierung zugesichert worden. Die Arbeiter dieser Be- triebe gehören mit zu den niedrigst entlohnten Volksschichten. Be- trugen doch die Löhn« seit Jahresfrist fast durchweg für unge- lernte Arbeiter 2,10 M. Wer nun glaubte, die Rot der Arbeiter würde bei den von Woche zu Woche ungeheuer steigenden Lebens- mittslpreisen vorläufig durch einen Zuschlag von 50 P{. pro Stunde etwas gemildert, der kennt, wie ein« Zuschrift des Trans- portgrbeiterverbande» zeigt, Sankt BureaukratiuS nickt. Die Herren RegierungSvertrerer erwogen den Plan, telegraphische An» weisungen�an die betreffenden Stellen ergehen zu lassen, damit bei dxr nächsten Lohnzahlung die Arbeiter sofort in den Genuß de? MehrlokinS kommen sollten. Das hätte am 10. Januar sein können. Weder am 10. noch am 17. Januar war bei den betreffen- den Stellen irgendeine Anweisung ergangen. Am 21. d. M. erklärte der Vertreter de? Finanzministeriums mit aller Bestimmt- heit, die Anweisungen seien am 17. Januar ergangen, und trotz- dem ist bei der letzten Lohnzahlung am 24. d. M. der zugesagte vorläufige Aufschlag noch nicht zur Auszahlung gelangt. Im neuen Deutschland sollten solch« Dinge nicht mehr vor- komme»._ Eine Metallqrdeiterkonferenz Hintsr verschlossenen Türen. Der 1. Bezirk des Deutschen Metallarbeiterverbandes hielt am Sonntag, den 25. Januar, in Stettin«inen Bezirkstag ab. Da diese Tagung erner großen Gewerkschaft nicht nur für die Mit- glieder de» Verbände», sondern auch fiir die gesamt« GelverkschastS, i4>MiJLU«j»iTOTaMa3ij«aaB»jnwBB ßetvegtmg von Interesse ist, hatte die Redaktion unsere» weit ver- breiteten Parteiorgans, der Stettiner„Volksbote", sich zur Be- richterstattung eingefunden. Sie war ja auch von der Bezirks- leiung des Metallarbeiterverbandes besonders dazu eingeladen worden. Doch die Bezirksleitung, die sich in jahrzehntelanger Orgcmi- sationsarbeit auch wohl einigermaßen eine Kenntnis des Srjorder- lichen erworben hat, hat die Rechnung ohne die neue„offizielle" Richtung im Merallarbeiterveiband gemacht. Diese neue Richtung ist bekanntlich der Ansicht, datz der Klassenkampf der Arbeiterschaft in„schärferer Form" geführt werden mutz, wozu in erster Lime doch wohl eine Zusammenfassung der Kräfte für die gemeinsamen Ziel« nötig ist. Datz daz» die Presse eine? der wichtigsten Hilss- mittel ist, ist bekannt. Was tat aber der Bezirkstag ber Metall- arbeiter? Nachdem bereits seit drei Sunden die Beratungen ge» währt haben und gerade die Diskussion über den Bericht der De. zirkslritung eingesetzt hat, wird auf Antrag des Unabhängigen Hermann- Stettin mit 41 Timmen(bei anwesenden 05 Tele- gierten) beschloffen, das; sich der— offiziell eingeladene!— Berichterstatter de?„Volkkboten" au? dem Saale zu entfernen bat. Hermann begründete den Antrag damit, datz die Regierung den Belagerungsznstand verhängt und unabhängige Blätter ver- boten babe, unter Mitwirkung der mehrbeitssazialistischen Blätter. lieber diesen Antrag entspann sich eine dreiviertelstündige bestize Debatte, in der von anderen Delegierten darauf birgewiefen wurde, protestiere, hier die Preßfreiheit ausheben tvolle. Di« Mitglieder sind— besonders in der Provinz— fast alle Leser des„Volksboten" und man dürfe diesem die eigene Berichterstattung nicht versagen. ES wären bei dem Antrag wieder lediglich politische Gründe matzgebend, die im Interesse einer bestimmten Partei lägen. Man sieht an diesem Beispiel wieder, daß die Anabhangigen rücksichtslos die Anhänger einer anderen politischen Anschauung überall dort vergewaltigen, wo sie in der Mehrheit find. Wollen sich unsere Genossen das noch länger gefallen lassen? Die Schliessung der Eisenbahntverksiatten ha: unter den Arbeitern der noch nicht geschlossenen Eisenbahn- Werkstätten eine wachsende Erregung hervorgerufen. Obwohl der Deutsche Eisenbahnerverband und d«: Allgemeine Eisenbahnerverband die Parole ausgegeben haben, nicht eigenmächtig zu handeln, sondern die Beschlüsse der Perbandsleitungen abzuwarten, wird namentlich von radikaler Seite alles versucht, um einen Protest- streik ins Leben zu rufen. Die Eiscnbahner-Gew-rkschaften sind deshalb»u gemeinsamen Beratungen zusammengetreten, um bei der Regierung vorstellig zu werden. Man kam nach langer Aus- sprach« zu dem Ergebnis, datz die völlig überra'chende Maßnahm- der Regierung goeignet sei. die schwebenden Tarifverbandlungen' empfindlich zu stören. Die Verbände erblicken die Hauptschwierig- leiten für ein» Verständigung in der Frage der Akkordarbeit, welche nach ihrer Ansicht für die Werkstätten undurchführbar ist. Im Lauft dieser Woche werden die Gcsamtvorstände der Eisenbahner- verbände in Berlin zilsammentreten, um weitere Beschlüsse zu fassen._ Deutscher TSerkmeisterverüand. Werkmeister der Kartonbranchr versammeln sich am Mittwoch, den 28. M,, 5 Uhr. im Restaurant Schult« heitz, Brückenjtr. 6b. Tagesordnung:.TeueruiigSzulag»». hy�mmBHMKmmmmeewKMjiiJMgmjvjLL�Lemee.'nrsxx�irATfiA'jiaiautP'ai�s.�.ri.'fc: Nech langem, sciiwercm I, eisen starb am! [ Sonnabend, e», Januar, unser allseitig verebrtfer i Mitarbeiter, der Korrektor CäMsta� IMiecka im SS, Lebensjahre. Der Verstorbene war Ober| drei[ahrrehme Im„Vorwärts" beadh&ttigt und] hat»Icn durch Pklichttrauc und Kollegialität stets ausgezelclinet. Ein dauerndes Gedenken sichert Ihm Geschllftsleitung und Personal der„VorwärtS/"-Buch'Jruckerel StaiS längerer! verstarb am 21 unser langjährige, 2 üiistav Niecfee. Sei» rege» I den verein st I eHcenbro'Oebenten. C inäscherung stehe neben- I stehend. zahlreich» > der Sänger erwartet «eteiltgung eartet Der Ä orftue d. Am Sonnabend. 21 Jan.. oerstarb nach srrwerem Lei- den unser lieber, lang- jährlger ffiitatbcUcr, der goerektar Nach langem, schwerem! Kranienlager verschied am I Eannadend mein lieber, I guter Mann, Vater, Onlel I und Schwager, öcrRomöo" i Gustav Wecke|| ßiistav Siecke im 68. Lebenolahre. Seine Pflichttreue ist allen «tu Vorbild. Ehre seinem Andenken l GcschästSlritung und Personal des BorwäriS-VerlageS. i lnfotge Schlmschlag». Die trauernden Hinter- blletoien Wt». Gertrud Meclre, ] geb. liausr, nebst Sütorat. 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