ffr* 58* 37. Jahrg. »ejitflfwrrif t » icctritasd. IflJO Ml. mmtofl,»»«El frei tas Sau», ooraus ,ahU>ar. Pr i- l cju<;: Monatlich 5J0 31t, ettL fiu- ftdlimgsflebüftt. Unter Ättujbanb für vcurfdjlani und Oesterreich• Ungarn 8.75 Ml, für das Ubctgt Ausland 1 3,— Ml.be> taalich emmaL Suftellung 11.— Ml.+ Valuta- Aufschlag. Po!t- bciteHungen nehmen an sianemot*. Holland, itutembutq, Schweden und die Schweiz. L ing-traaen in die Post- -tettung»- Preisliste. !>er.Vonvarte' Ulis der Sanntag«- deiiage ,Valt u.tleir' eechniU wachen- agiich twelmal. Sanntag» einmal Teiearamm-Adresse „tSotial&einotrat Oerflo" Berliner Volksblkltt f 20 Pfennig} ttesefsen�rrtf t M« achtgespaltene Zlonpareille'eile ioltet!�- M., Teaerungizaschlag »«lein, Anzaigon-. lt-z seit- gedruckte Wart 75 Pfg.(julüssig zwei fettgedruckt» Warte), jede» weitere Wort 50 Pfg. Stellengesuche und Echwfstellenanzeigen das erste Wart 65 Pfg. lebe« weitere Wort 40 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Teuerungszuschlag 50«/«. Familten- Anzeigen, politische und gewertschastliche Verein»- Anzeigen 2.— Ml die Feile ohne Aufschlag. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 5 Ahr nachmittags im Hauptgeschäft, Verttn TW 68, Linden- ftrahe S, abgegeben werden. DeöZnet »ou S Uhr früh bis 3 Uhr abends. Zcntralorgan der rozialdemokratifcben Parte» Deutfchlands Neöaktioo und Expedition: 65®. 6$, Lindenstr. 3.{: .vernfureriier: Amt Moni-plak. Nr. KlilSv— es»«?. Geschichtslügen der Gegenwart. Von Ed. B e r n st e i n. DaS Attentat des Primaners Olbricht don Hirtchfeld auf den RelÄsfinanzministcr Erzberger regt mehr Fragen an als die der intellektuellen Mitschuld einer b e sl i m in t e n Presse. Es fragt sich auch, ob nicht die Art, wie die heranwachsende Jugend von der Schule her hinsichtlich der großen Fragen der Zeit beeinflußt lvird, sie für iolche Hetzereien, die leidenschaftliche oder rühm- lüsterne Gemüter zu Attentaten auf Personen verleiten, von vornherein empfänglich macht. Es ist schon mancherlei über das Vorwiegen nationalistisch-reaktionärer Gesinnung in der akademisch gebildeten Lehrerschaft geschrieben lvorden, und wer da sieht, wie sehr die große Mehrheit der akadeuiischen Jugend unter dem Banne solcher Tendenzen sieht, der wird mit Notwendigkeit zu der Folgerung geleitet, daß für den Geist dieser jungen Menschen, wenn nicht aus- schließlich, so doch in sehr hohem Grade die politische Erziehung verantwortlich zu machen ist, d i c s i e in der Schule empfangen. Es ist mir das schon längst aufgefallen. Schon vor dem x!lnege habe ich wiederholt darauf hingewiesen, daß der hetze- rische Nationalismus weit mehr als in der industriellen und tsmmerzicllcn Geschäftswelt in derjenige» Welt zu sin en ist, die man die Welt der Intellektuellen nennt. Die Großindustriellen und Großkaufleute. die man als Kriegs- irciber bezeichnen kann, haben in ihrer Klaffe immer nur eine Minderheit gebildet. Ihr Einfluß auf die Nation wäre ver- schiviiideiid gering gewesen, wenn er nicht in der Welt der Intellektuellen, insbesondere der Gymnasial- und Hochschullehrer, eine so starke Resonguz gefunden hätte. Dort war die Psianzschule deS Allbeutschtums und dort wird auch heute die Jugend nationalistisch— mau darf ivohl sagen: irregeführt. Nichts ist der deutschen Jugend heute notwendiger, als sachgctreu über Ursache, Entstehung und Verlauf deS Welt- krieges unterrichtet zu werden. Denn nur auf Gnmd von Kenntnis der Wahrheit hierüber wird sie die Lage Deutsch- lands in der Welt richtig verstehen und die Maßnahmen und Forderungen der Nationen, die ihm im Krieg gegenüberge- standen haben, richtig beurteilen, das objektiv Berechtigte in ihnen von dieses Maß Ueberschreitendem unterscheiden lernen. was alles nötig ist, um zu einem vernünftigen Urteil über die dem deutschen Volk am besten frommende Politik zu ge- langen. WaS geschieht aber in Wirklichkeit? Vor mir liegt eine soeben erschienene Broschüre:.Weltkrieg. Revo- lu t i o n. Verfassung", die den Geheimen Studienrat Dr. Hermann I a e n i ck c zum Verfasser hat und ein Ab- schnitt ist aus desselben Hern» gleichzeitig in fünfter Auflage' erschienenem.Lehrbuch der Geschichte". Da man hinsichtlich des Geistes zum Teil auf das Ganze schließen darf, so ver- dient dieses offenbar für den Schulunterricht bestimmte„Leie- buch" einen ganz anderen Titel. Denn wie in dem die Broschüre füllenden Abschnitt die geschichtliche Wahrheit tendenziös mißbandelt wird, ist im Angesicht der ernsten Luge, in der Deutschland infolge des Kiieges sich befindet, das Wort ruchlos nicht zu scharf. Gleich zu Anfang dieser„auf weitere Kreide" berechneten Schrift wird nicht nur erzählt, daß der Dreiverband„daraufhin arbeitete. Deutschland durch eine sogenannte Einkreisungs- Politik aller Freunde zu berauben und im geeigneten Slugen- blick zu vernichten", es wird auch frischweg ohne die geringste Spur eines Beweises behauptet:„die Staaten des Drei- Verbands hatten sich also in Haß, Neid und Mißgunst zu- saiiimcngefiinden und für etwa lfflö einen gemein- s a m e u U c b e r f a l l a u f die b e i d�e n G r o ß m ä ch t e Mitteleuropas vereinbart 5" Dies die„Ursache des Weltkriegs*. Unter der Aufschrift „Veranlaffung" erzählt Herr Jacnicke:-„Als nun gar ein serbischer Mordgeselle mit Vorwiffen seiner Negierung so weit ging, den ösierreichisch-ungarischen Thronfolger Franz Ferdi- lianb und dessen Gemahlin meuchlings zu erschießen usw." „Mit V o r iv i s s e n s e i n e b Regierung"— selbst während des Kriegs, wo doch das Bedürfnis, dis Bevölkerung nuszustacheln, manche Vergewaltigung der Wahrheit em- schuldigen mußte, haben die Regierungen der Mittelmächte sich gehütet, auch nur andeutungsweise der serbischen Regie- rung dergleichen zu unterschieben. Hier aber lvird es mit dreister Stirn als Tatsache hingestellt. Beiläufig sei bei dieser Gelegenheit auf den jetzt in den „Deutschen Dokumenten zum Kriegsausbruch", Bd. 1. zur Ver- öffeiitlichung gelangten Bericht hingewiesen, den zwei Tage »ach dem Attentat in Sarajewo am 30. Juni 19U, der beutiche Gesandte in Belgrad, von Griesinger, über die dortige Stimmung an seine Regierung nach Berlin schrieb. Er schildert sie als„recht gedrückt", bemerkt, daß „verletzende und unziemliche Aenßcruugen" über das Attenrat „in der Oeffcntlichkeit unterblieben" sind. Die serbische Rs- flicniug habe es in der peinlichen Situation„für angebracht gehalten, vor allem in möglichst geräuschvoller und ostentativer Sonntag, den 1. Februar 19�0. Form ihre Verurteilung der Tat und ihr Beileid zum Aus- druck zu bringen" und„ein Communiquö(Mitteilung an die Presse) veröffentlicht, worin die unselige Tat in den schärfsten Ausdrücken verdammt wird". Ein inspirierter Artikel im Re- gierungsorgan hob hervor,„wie schwer dieses Ereignis Ser- lue« gerad? in dem jetzigen Moment treffe, wo so vielfältige und wichtige Verhandlungen mit der(österreichisch-ungarischen) Monarchie ihrer Lösung entgegengehen und wo Serbien, der fortwährenden Aufregungen müde, nichts Sehnlicheres wünsche, als eine Periode ungestörter Ruhe".(Bd. I der Dokumente S. 13 u. 14). Damit stimmt überein, daß die serbische Re- gierung dann in die maßlosen Forderungen des österreichisch- ungarischen Ultimatums zu neun Zehnteln ohne weiteres ein- willigte und hinsichtlich des zehnten Zehntels nur bat, da es eine Verfassungsänderung benötige, darüber noch zu ver- handeln oder es dem Haager Schiedshof zu unterbreiten. Die Leser des Herrn Jaenicke erfahren dagegen nur, Oesterreich habe in ernstem Tone„gründliche Abstellung der Verbrechers- scheu Umtriebe verlangt, die Anlwort Serbiens fiel aber hier- auf soui» genügend aus, daß Oesterreich-Ungarn in vollem Einverständnis mit Deutschland den Krieg erklärte". Sodann habe Rußland„für das Land der Meuchelmörder Partei er- griffen" und„damit den Stein ins Rollen gebracht". Ber- inittelikngen blieben erfolglos,„weil die russischen Minister ihren Herrscher hintergingen und ihn zum Los- sch l a g e n n ötig t enl"'(S. 7.) Zu dieser Weise wird die Jugend über die Entstehung des Krieges weiter„belehrt". Bald tendenziöse Verzerrung. bald direkte Verdrehung der Tatsachen, Vom Krieg selbst werden nur deutscherseits gewonnene Schlachten mitgeteilt. deiltscherseitS erlittene Niederlagen entweder ganz verschiviegen oder bemäntelt. Ueber die bedeutungSvolle, fünf Tage währende Schlacht an der Marne vom September 1914, die den entscheidenden Schlachte-: der Weltgeschichte zugerechnet wird, weil sie die AuS'r hr des deutschen FeldzugSplaneS vereitelte und damit dem Krieg eine andere Wenßung gab, lvird»mr mit folgenden Worten hinweggegangen: .Aver die deutschen Armeen hatten sich zuweit von ihren VersorgungSquellen enlsernr. Sie mußten deshalb an der Marne umkehren, zumal sie hier an der Besetzung von Pari« und anderen Reserven Joffre« starken Widerstand fanden. Sie machten nach siegreichen Rilckzngsgefechten erst hinter der Ai«ne und O»se Halt."' Selbst hier ist nur don Siegen die Rede. Die Fried ensrcs olution der Reichstagsmehr hei t Vom Juli 1917 wird dagegen der Jugend so dargestellt, daß, nachdem Bethmann Hollweg am 35, Januar 1917, zur Freude deS größten Teils des deutschen Volkes, trotz der Warnung Amerikas den uneingeschränkten U-Boot-Krieg mit der Erklärung verkündet hatte, daß„die militärische Ge- samtlage eS zulasse, alle Folgen auf uns zu nehmen, die dieser Krieg nach sich ziehen könne", und schon Millionen Tonnen englischen Schiffrämns vernichtet waren, sich „im Deutschen Reichstag unter Führung des Sozialisten Scheidemann und des Zentrumsmitgliedes Erzberger eine sozialistiich-deiuokratisch-ultramontane Mehrheit zusc-mmenfand die den Nückiritt Betbmann Hollwegs veranlaßte und unter dessen Nachfolger Michaelis eine FriedenSemschließung faßte. Unsere Feinde mußten davon den Eindruck empfangen, als seien wir ebem'o wie Rußland nahezu am Znstande der Kamdsimfähigkeit . angelangt, va« ihren KriegSeifer natürlich steigerte" Hier wird unter anderem sorgfältig verschwiegen, daß Bethmann Holllveg im Jult 1917 tatsächlich den Anfeindungen vonseiten der Nationalisten»mterlegcn ist» daß diese seine» Rücktritt gefordert hatten, während die Mehrheits- koalition lediglich erkläet hatte, ihn. nachdem er ihre Friedens- resoluticm als„nnannehmbar" abgewiesen hatte, nicht mehr gegenüber der Rechten smtzen zu können. Selbst den Rücktritt deL Kanzlers zu forder», hätte die Koalition damals sich nicht herausgenommen. Mit noch größerer Ungewißheit übt unser G-schichtSlehrer die Kunst tendenziöse« Verschweigens,»vo er das Ende des Krieges zu beschreiben hat. Er schildert den Zusammen- bruch der Bundesgenossen Teutschlands und fährt dann fort: .Wir standen allein in der Welt, und obwohl Hindenburg und Ludendorfi noch deS öfteren erklärt hallen, daß die Westfront zwar zurückgedrängt,- aber nicht zercisieiz werden könnte, so wünschten doch auch sie nnnmebr einen ehrenvollen Frieden. Prinz Max wandte sich daher an Wilson usw.«sw. Dieser aber nützte unsere inneren Schwierigkeiten gründlich aus und legte uns Demütigungen auß die dein bisher unbesiegten deut- s ch e n Volk unerträglich schienen und vom Prinzen Max dennoch hingenommen wurden." Kein Wort davon, daß Hindonburg und Ludendorff es waren, die am 24. September!918 die Reichsregierung auf- gefordert hatten, um jeden Preis schleunigst Waffenstillstand zu schließen, widrigenfalls sie für nichts bürgen könnten. Alle Schuld für die drückenden Waffenstillstands- und Fiiedensbedingungen lvird dagegen auf die Zivilregierung und dann auf die Revolution geschoben. .Ueberall", heißt e« von dieser,.wurde HeereSgut ver. schleudert und die Verteidigungskraft de« Vaterlandes bi» zum vonvärtS'verlag G.m.d.£>.. SM. 6$, Lindenstr. 3. Fernsprecher: Amt Morinplav, Rr. 117 53— 54. 1 1--- Sußerften zetstött'.. die Welt begriff diese SelVstvennchtm'.g unsere« Volke« nicht, daS auch dann nicht vollends au« seiner traumähnlichen Erschlaffung zu sich kam, als e» die ihm von dar Entente in Spack auserlegten, unerhört harten»nid schmachvollen WaffenstillstandSbed'ngungen erfuhr. Unser diplomatischer Der- treter, der in weiten Kreiien de« Volke« verhaßte Zentrums« obge ordnete Erzberger und unsere neue Regierung hatten fast wideistandsloS in alle Forderungen de« Entente-UnterhändlerS Foch gewilligt. Genug,--daß auch daS letztere nicht stimmt, daß Erzberger und der damalige Staatssekretär des Aeußeren Solf gegen die Waffenstillstandsbedmgungcn Proteste über Protests er« ließen, lehrt ein Blick auf die Zeitungen jener Tage. Aller- dinzs blieben die Proteste fast ohne Ausnähme wirkungslos. Aber doch nur, weil das deutsche Volk weder willens noch imstande war, den Kampf von neuem aufzunehmen. Selbst die Nationalisten wagten damals nicht von Widerstcnld zu reden, und so mußten die Bedingungen unterschrieben werden. Wer es anders darstellt, belügt seine Leser. Und nun frage man sich, tvie solche Geschichte- schreib itng aus die heranwachsende Jugend wirken muß? Kann man eS den jungen Leuten, denen die Geschichte deS Krieges in dieser Weise gelehrt wird, sehr übel nehme», wenn sie sich zu solchen nationalistischen Exzessen hinreißen lassen, wie sie uns bald au 5� der einen, JDalb aus Der anderen Stadt berichtet werden? Ter Geheime Studienrut Jaenicke ist ja leider doch nur einer unter vielen, und er hat sich in seineni„Lehrbuch" zweifelsohne noch einem gewissen Zwang auferlegt. Im Hörsaal werden gleichgcsinnte Kollegen mit den geschichtlichen Tatsachen noch ganz anders um- springen. Hier obliegt der Republik eine große Pflicht. Sie kann sich dieser Strömung gegenüber� nicht durch die bloße Repression von Ausschreitungen beschränken. Diese sind ja nur Shmvtome. das Nebel aber sitzt im Körper und muß an der Wurzel ausgerottet wei'dem Aber lote seiner Herr werden? Man kann nicht die höheren Schicken kurzweg schließen, und»lieniand kann es ferner liegen, als dem Schreiber diese?, Maßregelung«» wegen unliebsamer Gesinnung das Wort-zu reden. Die Personell mag man schonen, in' der Sache darf es keine Rücksicht geben. Es muß daflir gesorgt werden, daß der Jugend die Geschichte der Neuzeit in Lehrbüchern und von Lehrern sireng der Wahrheit gemäß vorgeführt wird. Können oder mögen die derzeitig mit dem Ge- schichtsunterricht betrauten Lehrer dem nicht entsprechen, nun. so muß dieser.Gegenstand soweit die Kräfte dafür vorhanden sind, anderen Lehrern übergeben werden, und wo diese fehlen, muß die Sorge darauf gerichUl sein, dafür geeignete Kräfte auszubilden. Inzwischen aber muß unter den Lehrbüchern gründliche Umschau gehalici» lvcrden. Die Republik b e g eh t g ei st i g e n Selbstmoi d, wenn sie es ruhig geschehen läßt, daß der Jugend in der Schule Lehrbücher in die Hand gegeben werden, welche dieser die Wahrheit über die Ursachen und Urheber des Elends vor- euthalien, an dem unser Volk leidet. Es sollen Bücher in Vorbereitung sein, die geeignet sind, Abhilfe zu schaffen. Möge es sich bewahrhesten und möge vor allem der Menge und dem Geiste nach ganze Arbeit geleistet w�dett. In letzter Stunüe! Von einem L andtog sab geordneten aus den» Ruhr- gebiet wird uns geschrieben: Ten Bemühungen der sozialdemokratischen und chwi- lichen GelverkschaftSfiihrer im Ruhrgebiet ist es gciungeni die große Gefahr eines Streiks um die Sechs- st u ii d en sch i cht auszuschalten oder doch) yanz wesentlich herabzumindern. Im normalen Verlauf der Dinge mögen hier und da Versuche passiver Resistenz vorkommen. An wesentlicher Beilnrichigililg aber gibt die Lage im Rllbrgelstct keine Veranlassung, w e n n nicht neue Ursachen-der Bennrnbigllnz binzukommen. Ein solches Moment der Beimrichigung ist da? sBsstre&es». der Werkbesitzer, eine längere Arbeitszeit als die jetzt übliche siebenstündige zn erzwingen. Es wäre gewiß wimsttzenswerl, wenn die Bergleute, um ihren notleidenden Volksgenossen zu helfen, länger arbeiten, ioenn sie U e b e r s ch i ch i)c n machen wollten. Sie machen sie aber auö>. wenn sie sehen, daß man ihnen entgegenkommt. Man darf ihnen aber jetzt unter keinen Umständen mit der Drohung koimnen. sie v.i ach:- oder neunstündiger Arbeit zwingen zu wollen. Die Tarifverbandlungen werden dem Bergmann einen Schichtlc i n van 49 M. bringen, einen entsprechenden Aufschlag für Ueber- schichten, und wenn man dann nur einigermaßen die Berg- leute zu behandeln versteht, werden sie Ueberschickten vor- fahren, um ihre Klasseiigenossen draußen im Lande vor Arbeitslosigkeit zn betvahreil und sich selbst zu nützen, indsni sie Gegentverst» für die Einfuhr schaffen Helsen. Unter keinen Umständen aber darf man die Verläkrgarnug der rege!- mäßigen Schichtzeit verlangen. Die Bergleute haben das Versprechen der Einsüh- rung der Sechssiundenschicht, sobald dieselbe Volkswirt- ufvmi-cf» vit berönhuesiett ist. Ueber bie Bers>HigtM dieser yiibcit.-icü ist tdn. Wort Wcht zu verlieren. Sie beMht schon 'Vit langen Jahren für steifte tmb nasse AröertKpuiekte: itnö sie uiiire sthr viel rascher Mgemein ohne SchMguny der Pro- duktion durch jstfiZhren. wenir die Unternehm e.r nicht den t e ck n:' ch e u Au sb a u ihrer Betriebe in.cirajr Art und Wsi k vernachtiisfigten, die dem Verdacht der a b s ich t t i ch e n Sabotage immer neue Rahyiny gibt. Tie. Himer im Ruhrgebiet liegen stnnhensttng vor Ort auf iorsu ttobienchau m..oeil nicht genug! e«re För- d e r w a ge ir vorstanden'ind. Sie bohren du» Wnze Schicht ein Loch in't dem Handürustel, Nest der Lurtdrrtck nicht ge- nicht'ür die Püdmtachi.ie,, die das Hoch in eitzer Viertel» stmiie bohren würde,.vi r upp hat nur seiner Z»cho Selzer- Stensck feit zchn Jahren keine neuen Focdenvagsn. angeschafft. .iU'upp hsr nach dem Krieg AbteilunMN für tum Bau von V e' tüni.Vchinen, SchreibwaschMM und Sei; mosth inen einge» richtet, nicht aber für den Bvu von Fönderwagan.. Tie Aus» rede, es seien imfirt ferne Slerhr vorhanden, ist Scherl ich. Sie sin) schon vorhanden, e-y fragt sich nur. wofür'.je verwendet werden. Kohlen brauchen wir am nStchstor. BSnnn zu ihrer Forderung Förde r«vg«r fchten. dürfen chiech? zunächst nur Mcjeaigev. Werke bskonnnen, die daraus Förd.tewagen her- stellen, dann die Lokmnotivf.chriren und immer /o weiter. K nach der Trmrflichkeit des Bedürfnisses. Xt-e-ch und viele andere Tat aren auf N'ichschaftlich- tcch.iischmi Neloiet bilden- e«? Qu:.le ställdine-r Beimrubi» aungen der Bergleute. Würde hi-sr die Regierung mit starker Hemd eingreisen lasten. Knute sie T Pfh. pro '.eü'ch-r bekommen dat. vordem Nichts steht. Hier Muffen dt.' zuständigen Mellen für Getreide imd Kartoffeln schleunigst sorgen, um die akute Gefahr zu beisitigsn. Wenn der Bergmann kein Brot hat. bann er nicht arvcitev. BÄt Ersatz- nahnmgsmitteln, wie Hiistenfriichten usw. kann dein Teile der Bevölkerung gedient werden.' der seine MaMzeiten zu Hause einnimmt. Der Bergmann m n st aber Brot haben, um es mit in die Grube zu nehmei'. Entstehen aus Meiern Man"st an Lebcmsjnitkln im dchiistricgcbiet Unrui-e-. wer will ei Mann verantworten, r iVitär und Standgerinre gegen Ar sschreilvsFm-arbeiten zu lasten? In den Verhandlungen, die in den nächsten Tagen in Berlin Mächen den Vertretern de? Städte und der Land» Wirtschaft stattfinden, muß den letz.ereu euindring» s i ch st jpi Gemüte geführt werden, wie sie'ich verfündigen am Boss, wenn sie nicht ifrerHts alles a"'i)ieten. um'N'chere Äoli'iernng der Lebensmittel herbeizuführen. Es ist i ch k im m st e r Bolksverrat. es ilr Meuchelmord an H u n d e r t t a u' e n d e n.. weim die Landwirtschaft diest Pflicht vernachlästigt in der Hoffnung: wenn wir noch etwas warten, müh man nns wieder mehr bezahl-en während die Bevölkerung in den Jnd-ustriebszirkhtt' Wider- 1 liches Fett und fast gar kein Fleisch bekommt? Beherzigt die L a n d w i r t sch a ft solche Mahnungen nicht, w ist sie m i t- schuldig an dem Chaos, das uns bedroht, und da? nicht nur die Industrie, sondern auch die Landwirt- schaft vernichten würdel «.Schlagt öle Iuüen tot!* einem antisemitischen Flugblatt, das IN die — be- wurde, Es ist eine nnbeftreiib«'? Tatfachor-daß m- weiten- länM l- sche n.- ist«üb? r diesS-stw-S�dßen lichen Gebieten die Bevölkerung w gut oder last so gut lebt wie im Frieden. Nur ein klein wenig Ei»?schrcinkung hier, nur .in wenig mehr als die Pflichterfüllung und Hunderttausen- den in den Industriegebieten wäre geholfen. Muß man in diesen ländlichen Bezirken so gut leben, wie man das bei Be- stnh dieser Gegenden beobachten kann? Muß man außer dem . V.lNch-v.iT Bersügung stehenden Fett jedru Tag Fleisch essen. Das GZdchms von öe? Kraft öes SoziaZismus. Von Julius Z e r f a h. SozialitumS ist eine Sache des Kerns, de: Pflm,zung und Ver- cdelung. Ein Mann pflanzte ein Bäumchen, das. er a% Wildling im Walde ausgegraben, in seineu Acker, Das Bämnche» faßte Wurzel, gewann Säfte und Ivac gesunden Stammes. Da pfropfie er ein Edelreis darauf, das wuchs und Zweige bildete. Der Mann aber narr und fein Sohn wußte und beachtete nicht, daß der wilde i-unran wilde Sckvße trieb, die auch Zroeige wurden und die edle .ikrone erstickten. Und im Herbste wunderte er sich, daß er Holzäpfel erntete statt Zdler Früchte. Ein anderer Mann besaß einen Birnbaum, der immer kleinere .Früchte brachte. Er beschloß, die großen Acsre mit- edler Art cu'-fzu», !> tropfen, was er auch tat. Kaum zu. Zweigen gewachsen, brach ein i-tumi den Edelwuchs und der Wildwuchs begang and Ssiuc. Ein klugen Gärtner aber setzte in seinem Garten ein in Kern »nd beschützte die Stelle, wo er ihn versenkte. End siebe, nach einem Jahre zeigte«ine Rute gen Himmel. Aach einem weiteren Jahr okulierte er an die Wurzel der Rute ein itdelauge und schruüt die Rute ab. Das Auge aber trieb eine Edel- rute. Die Edelrnte hieß er Zweige treiben und diese bildeten bald eine Ärone. Die Krone wuchs und trug die. ersten Blüten, aber der Sturm schüttelte sie ab. Dann kenn ein Orkan und riß eingepflanzte, oft große Bäume au»; er beugte den jungen Baum bis zur Erde. Aber jedesmal, ' wenn er Atem holte, schnellte der junge Baum empor und stand aufrecht. In ohnmächtiger Wut legte sich der Orkan— der junge Baum schütielte sich und stand. Dann trug er Jahr um Jahr«icheps. schönere Frucht. Der Gärtner starb und sein sehn hegte und pflegte den V«um weiter, hielt ihn von Raupen und Parasiten fre:. so daß er oben seine herrsche Krone recken konnte und unten im Erdreiche seine Wurzeln um die Felsenadcrn schlang. � Reicher und reicher trug er Frucht; in seinem Schatten tanzte � die Jugend; in seinen Zlvcigcn sangen die Vögel und von seiner �> nicht gedieh ein neue»,.starke-? Geschlecht. Die» ist das Glcichkris von der Kraft des Sozialismus. Aus einem ontisemitückien Flugblatt, das uns .Hände fällt und— nach seinem Inhalt Zu urteilen rests. gegen Ende des vorigen Jahres verbreitet zitieren wir'olgende Sätze: „Wenn die Sckniften aus E. BehrZ Verlag, Leipzig und die„Deutsche Vereinigung" für. eine sofortige restlose JudenauStreibung eintreten, so sollen-Blutvergießen vermieden werden und der Freistaat erhalten bleiben. Tie Juden müßten diese Forderung auch von ihrem Standpunkte aus al-S die vorreilhattaste ansahen, denn ihre restlose AuSmcrzung durch Tötunz steht ihnen andernfalls sicher bevor und zwar spätestens am l. l< ZstLst aus deutschen Arbeiterkreisen.— DaS frech: unverantwortlich� Dreiben der Juden hat die Volkswur her- aukgefordert; die Arbeiterfchaft fühlt sich mit Recht betrogen und sieht auch ein, daß ibre indischen Führer sie aus dein Hereickestel nickn wieder herausführen können. In aller Stille hat stck ein„Verein der A e r in st e n der Arme n" ge- . bildet, der nur schlechibezablte und arbeitslose Arbeiter und Ar- befterinnen alt- Mitglieder aufnimmt. Dieser Verein hat eine straffe Leitung und zählt bereit? Hunderttausende von Mitglie» dem über ganz Teutschland hinweg. Diese haben sich verschworen. am 1. 3, 1920 spätestens alle Juden und Jndenstämmlinze' zu töten, falls diese nicht bis dahin freiwillig Deutschland verlassen haben. Dem vertraulichen Grund- und Wrrbeschreiben sind folgende Sätze entnommen:„Mit einem letzten Apvell, uns in unserem schweren Kampfe gegen das Judentum zu unterstützen, wenden wir uns an Sie. Dcr Tag der Abrechnung mit den Juden naht; die Vorarbeiten sind im vollen Gange. Ein Seiße» Ringe» im„stf fe neu K a mp s t.wird, es geben; viel Blut wird fließe», um das Judinpack auszurotten. Sollen wir etwa noch länger warten, bis unser liches deutsches Vaterland, bis die letzten Dtztuschen dem Judenjoche unterworfen sind? Weit geling ist es bereits gekommen, es wird höchste Zerr, daß wir cS abschütteln. Mi: Papierprchesten kommen wir nicht weiter. Auf zur Tötung, auf zum offenen Kampfe gegen die Blutsauger, gegen die Räuber, gegen dgS Pack, da» unser liebe? deutsches Baterland ins Unglück stürzte E» gibt nur eine Auflösung dcS deutschen Volkes oder ein Totschlagen dcS JvdrnvslteS. Wir sind keine Phrasenhelden, sondern chsr.schaffen durch Taten. Zeigen wir. daß wir Deutsche sind und stark genug, uns zu befreien. Das in Strömen geflossene Blut von Millionen Deurschen und die deutsche Bkutögemeinschaft per» pflichten jetzt alle Deutschen zum gemeinsamen Toftchlaz der Juden. Um dieses von den Juden herausgeforderte>'!l Red. d. 25.) Blutbad zu vermeiden, müssen die Juden aukgeksrdert werden, Trzttfchland sofort bis spätestens 30, Tezemher 1919 zu»er- lassen."..-.. � �....... Wahrscheinlich um hie LMtrllichen SMer-htzUsorgane.,. über den wahren Sinn dieser A-tisführungen-hinwsettutäi!.' Hr-oßen LettSrtt'dtestUetzer�rift gc-..... Jedenfalls.verden nach dieser Kostprebe die Führer der antisemitischen Bewegung. nicht mehr.bestreuen können, daß es eine antisemitische Propaganda in Teutschland gibt, die t> f f e u z u Mord und Totschlag he tz t. Tie Regie- rnng wird gut tun, auf die ganz« GefeUschast, ob sie nun ihre Blutpläne offen zugibt oder hinter glatten Phrasen maskiert, ein w a ch f a in e s Auge zu haben. Denn komnit nachher eiwaL vor, so will natürlich nieniand etwas dafür können. Vergleiche das E r z b e r g e r- A t t e n t a t..... die ZorÜTrungen öe? Kriegsbeschäüjgten unö HinteebUebeaeu. Der Reich* lim od der Kriegsbeschädigten, Kripgsteilttehmer und Kriegthmierbliebeueu hat au die RcichSregierung und die National- Versammlung eine Eingabe gerichtet, in der angesichts der im letzten Jahre, vornehmlich aber in den letzten Wochen eingetretenen Per- fchlcchlcrung der wirtschaftlichen Lage au» die Unzulänglichkeit der Reuten der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen hin- gewiesen wird. Die bisherigen Erhöhungen der Gcbührnisse, die stets erst aus Trän gen der Organisationen gegeben wurden, toarcn nicht dazu angetan, de» TcuerungSvcrhältniffen Rechnung zu tragen. Tie Gctvährung hcr Wititerbeihllfen für die KriegShinterbkiebenen hat in jeder Beziehung unbefriedigt ! gelassen. Tie neuen VeisorgungSgesetze, von denen die Kriegsbeschädigten !vnd Kriegshinterbliebenen eine ausreichende Versorgung erwarten, 'sind noch nicht einmal im Entwurf vorgelegt. In der Verwaltung der N a t i o n a l st i f t u n g wurde bis jetzt dem l:- rechtigten Verlang:» der Hinterbliebenen, ihnen den gebührenden Einfluß zu gewähren, nicht Rechnung getragen. Dia Kriogswohlfahrkspflege,' die bis jetzt in dringenden Fällen eingriff, soll am Ll. März cingestellt werden. Dadurch würden viele iKricgerfamilicn und vor allem Kriegöeltern, die noch keinen Rechtsanspruch auf Versorgung haben, der Not preiSge- geben. Dia wirtschaftliche Lage hat sich verschl-chtert und lastet besonders schwer auf den Schwerkriegsbeschädigten, für die ein anorcicheuder Beschästignngszwang immea noch nicht geschaffen ist..Ter.ReichSouio hat daher der Regierung und der Rattonawersammlung folgcitbe Forderungen übermitlelt: I. Gewährung einer einmaligen W i r> s ck» a i t S b e i» hi'l t- an alle KrirgSveichädiglen und.K�iskishinterdliebens». 2. Sofortige, den DetierungSvethältnissen entsprechend: laufende Erhöhung der Rctitcn der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen. 3. tievergab: der Mittel der Nationalsti ftung für - die- Hinterbliebenen an die a m 1 1 i ch e-H i n t e r b l i e b c n e rt» f ü r s o r a c unter Einränmnng eines enifchei deichen Mitbchtim» otungsrechlrs de' Himerblidtmn. 4. Weiiergewäbruug der Mittel für die Krieaswohl» -t ah r ts p fl e'g s, tv'oeit sie zur Ausübung der Kriogsbefchä- digien- mid Kriegs Hinte röliebenenfurso rg: verwende: wurden. f>. Sofortige Verabschicduna des Gesetzes über den E i n- st e l l u n g s z w a n g und restlose weitherzige Durchiührung deskelben. t Bei aller Rücksichtnahme auf M& schlechten Finanzen des Reiches scheint uns ein ww it h e r Z ig x z Entgegenkommen gegen diese Forderungen dringend notwendig. Die Kri.tgSbcschädig» ten und Kriegshinterbliebenen, sitz ans ihr» schmalen Renten an, gewiesen sind, leiden am schwersten unter der andanernden Ei"- wertunz de-s Geldes, ander mfgitz�aben sie das stärkste moralische Anrecht auf Ilniernüd'tng durch die blllgemeinhett. Di: Durch» fUsrnng der Ferdcrungen üntcr L uns ü'würde dem Reich' üb«, sie'' ist sofort in äkstariff zu nehmen-.-' sie..de i! t f ck, e V e r e in i g u tt g f iir Wahr V o l k s a n s k! ä r n n g' und Bolksgeiun Ein Fall Leo Frobeuius hat sich in München enlioickell. Er ist aber keineswegs nur eine Münchener Angelegenheit. Werner Mahr» hol, behandelt ihn iu der.Frankfurter Zeitung' als ein Faktum S'tntfcher Kulturpolitik. Leo FrobeniuS, der Erforscher der Geschichte i-f oiknL, der zu ganz neuen Ankchaunngen auf seinetn besonderem '>>-l-er.elangre und von hier aus aufhellende neue.Blicke i» die llrgcichichte der Menschheit eröffnet'!, steht sich gezwungen, feilte sehr wertvollen Sammlungen nüch Amerika zu verkaufen, und ist schon jetzt setzt: c i t, I dun g" iE. V.) Leipzig, E. B e h r s Verlag Leipzig, so wie alle in diesem Verlag erscheinenden Schriften find G e g- nerblutigerJudenpogrom et— Wie diese„Gegner- schaft" aussieht, davon gibt wohl das angeführte Zitat ein genügendes Bild. �_,/_- genötigt, den Betrieb teine« JiistitntS kür Sstikaforkchnng mit dem Gelse amerilan'.scher Mäcene aufiechtzuerbalteu. Wttd hier nicht Hilse gebracht, so wird es geschehen, dag tnü den Sammlungen euch der For'cher selbst der deutschen wissenschaftlichen Arbeit verloren gebt. DaS amerikanische Äuzebot ist iebr doch, aber durch Aufwendung von 100 000 Mar! Reichszuschuß würde eZ aus dem Felde geschlagen werden, können. Durck Kurt E r S n e r und Auer wnide Frobenius im No-' vember 1916 nach München berufen, aber das Versprechen, sein Institut zu bcmitteln. ist nicht eingelöst worden. Die bayerischen Wirren, die EiSner aus dem Leben und Auer aus der Arbeit rissen, haben unterbrochen, was begonnen war. und in- zwischen har dl« offizielle Wissenschait dem Neuerer schlecht gedient. MahrKolz sagt, die.Zunft' habe stillschweigend Frobenius' Theorien und Erkenntnisse tu den Kanon der'ofst stellen Wissenschaft aufgenommen, ohne aber ihren Schöpfer zu erwähnen, und im übrigen werde FrobenrnS„rn persönlichem Klatsch von znm Teil' ordinärer Art vetdäcknjzt'. Daß einzelne Gelehrte, so die Letter der drei größten völkerkundlichen Mn'eea in Berliii, Hamöing und Leipzig, warm für ikn eingetreten sind, Hot jept'auch in MünÄe.t den in Artikeln und hinter verschlost'enen Türen bemerkbare» Angriffskrieg nickt verhindern können. Kein Geringerer als Georg Schweiniurrb. der greife Altmeister der Afrtkaforschung. schrieb in einem Brief vom 8. Slovembe? 1918:.E? wird eine Zeit kommen— des. bin ich gewiß— wo die detilizen Bemätler unseres Frobenius. wie srnierzeit die eines Schliemann, vor dem llrkcil der Rachwelt in den Staub sinken Iverden...' Daß die Gefahr droht. Frodeniu-Z zu verlieren, hgt die von der.Zunft' ausgehenden Hindernisse nickt zum Schweigen gebracht, fodaß der Appell, den Mahrholz an die allgemeine deutsche£esscnt- lichkeir richtet, als notwendig anerkannt werden muß. Wir geben seine Forderung, das Institut zu verstaatlichen, ohne eö zu bureau- lcausietcn. hiermit weiter. Margarete Reff im Mcistersaal. Tee jugendliche Heldin der Jeßner-Bühne verfügt über ein kräftige» Organ, das ui der Meijter. schule de» alten Strakosch Disziplin lernte. Sie benutzt in unaus- dringlicher Wesse das musitalistbe Moment, wmtdelt unter geichick- 1er Ver eilung von Piano und Fori« da« Spiel ihrer Register und vergißt nur»nwrUon im stärftten Affekt die«uuAjsch»« Bedingungen des Vortrag-'aaleS im Gegensatz zur Bühue. Aber gerap.- dieses ungestüme Zttvusl erweist die wahrhaft innerliche Ergriffenheit dieser Frau, die eine getreue Dionerin des göttlich inspirierten Wortes ist.— Sie spracki Stücke an» der chinesisch-! n Flöte HattS BeihgeS. Da» Instrument BwhgeS ist der Dämonie des TrinUiedcs Li-Tai-PoS nicht gewachsen, aber die fußen gclirochenbn Atforfc' etwa tu St'-m-n deö Tschan-Ti n stiU' jpud in Beibg.-z N�.- d i.b:ur.,z dtia sibtr stör ivohl ein Ge'ckont und Marggrete'.wif stcköc mit der Färtlichkeft ihrer Siimwo silbcrue Reiher und zeichnet-.- suggestiv die Sstlzouette eine» Eukap, ptuS-Strarich». Ihre vicl-eissze Gr- staltungSkraft erweiterte das lyrische Element: sie mattierte daS schlitzäugig? Erstaunen des Mandarinen, verlebend igte im„Fischer' die werbende Magie dos Wasser» und war w Goetlst-S„vor Eercht* eine Anreißend? BeZcunenn. Au» einem Krieg bZuch des Malet; 'Franz Ainche wählte sie'ergreifende Päfnancn, die sie tztsnslvg'.'ch formte, und vertiefte. Zuletzt«nzündete-i're Sur. Fackeh.ihrtr- Lsik-u. schaft in SScrfelfchcn Hymnen: Da hantierte» die alle» TsisnstbvL«», fizhwetek&ttcv.fiictym schlesijchsr Esssnbahasr. BreSlauer All end blättern zttfo-ge haben sich dir Eiseiilxchrtcr, nachdjsti ihnen bekannt geworden, daß sich der Haup.lvorftand deS T.'usschen �ifenbalmerverbandes mit der 23 i cdcMTtmcbnte der Arbeit zu den von der Eifenbahr.Sehörd: gestellten iSedingungetme üt» versianden erklärt hat. geschlossen in den BetrirbSämtern zur Wiederaufnahme der Arbeit rinjchrcjben lasse«, �MWWWWM sa da stieg die beitedeii« Lerche, die Jxi ist. was sie ist", während un» sere hundert MaSken schmerzen, und Jesus predigte an.'leserwog: ..Tcnn wo ist Liebe, wo noch Ekel ist...."— Es war eine Feier und ein Erfolg. K. E. Meurer. Homer im Vvrttagssaal. Ter undankbaren Ausgabe, Homers Götter- und Menschengestalten ciacC modernen Zuhörerschaft lebendig zu machen, unierzog sich dieser Tage ÄeorgcArntin mit gutem Erfolge. Tie fristlosen Schwierigkeiten, die eine Homervor- iesung ser las den fünften und neunten Gesang der Odyssee, bietet, wurzeln teils im Stoff, dessen Form und Inhalt besonders Meisterung verlang!, teils in d-r Aufnahmefähigkeit der Hörer. T-a« g witterbait Grollende der Poseidon lzenen wiedwzugeoen g-'» lang Herrn Armin außerordentlich gut. Weniger traf er die lyri- iche» sötte, mit»eUbi! Homer meisterhast de« Meere» Grollen zu öesänstigen versteht, und völlig fehlte leider jener Humor, jene göttliche Heiterkeit, ohne die Homer schwer zu erwecken ist. STSkSfaih .üorigenS.rväblt» der Vortragende niwt einen für den intimen Stoif geeignetere» kleineren Saal, als gerade dte weiträumige Singakademie? Richtlinien t»? die'Kusbildnug der«omwuvalärzte bot de« prrugiis-e Minliie? tür Bollswoblsabtt betauSgegebeu. Sie sin dem Nach« weis hev iachätztlichen Kenntnisse und ausreichende prakiiiche Vorbildung. Eine'beiondcrS umfassende Sonhcraiitbiidniig müssen KommtinalllrzI-. die -der Gfmk'ndeverwaltung in allen uro'ai der öfteulltchen Gesundheiispfleoe und«er sozialen Hssgiene als ärztliche Berate- dienen sollen,«achweifen. -Sie uiüisen->!e-allocineine soziale Hygiene praltlich smdiert haben und die verschiedenen llntetsuchunzsmctvoden der Hvgleuc kennen. Auch die Nennt- nis der Medizinal-, ScsundheitS- und soziale« Kefexgebunz, der Scucheti» bekämpsung und der M-dizinasitatistic wird gefordert. Im Anschluß an ge- eignete städtilche Auiialten und ltinrichtungen des K�sundheitswcsetiS sollen staatlich anerkannte Untcrrichtsstätteti errichtet werden. Theater. Ant Deutschen Opernhaus iiitdet-nn Ist. Februar die Erst« aufsührung von Meycrbrers Oper„Der Prophet» statt. 'OiUiit. Eine ucugebildeie Vereinigung von Solobläsern des P b i I h a r m o n i s ch r n O r ch» N e r Z- A. Harzer ist löte), Aern (Lboe), H. Schräder(Klarinette,. O. Schümann(£orn), ft. Moritz(Fagott) — dringt am 3. Februar, abenod VI, Uhr, im Oberlichtsaal de: PSilbar- monie Verl- von Mozart. Beethoven und T h ui l l e zum Bor. freg. Ro" Walter(Lovran, trägt die.Nachtigallenarie" von Händ-l(mit obligater Flöte, und„z.rr Hnt am dem Feiwn' vr-tt S. ruber:(mit obü« guter aiatinclici vor. issaii Ntslartcn zu ertnagigleit Preisen an<»«werk!chaitS« haun. außerdem zu Bollpreiseu bei Bote it. Bock und SSertijtim. Hedwig Helling trägt im Metstersaal am S. Februar, abends S Ubr. Dichtungen von Hölderlin, Goethe. Hebbel, Hauptmann(aus dem.Ketzer von Soaua') von tie Leitung de« tvilinckriier ZtanttiUenicrti ist wie die Kor« r-iponde'iz Hol man« melde«, vom baftenf«)«, Um»n;a.t-fmtn:'terimtt nach itc'oicchjmo titit tetu ldnn'nn tat reo Ratio naltreateeS peut Grneraltnten» dm::«« der FtoiiKurit' städtischen SMlänöt, Zr->' arlZeiß, angetragen tcoiden. Nach MUteUuiig-n. die die, er Tage in der Presse auftauchtet� schemt Dr. Zeitz, der früher am Dresdener Schauspielhaus wirkte, geneigt, den Nnj anzanchmei:. Die deuticke Uniuerfi-ät Prag trug bisher einen Habsburgischen ffSrfteTauur.cn. Ta-Z ist zu Ende. Laut Seichluß des KulturauSschusseS der Nationawerfanimlimg in Brag wird ein hochhcuncher Name ibn ersetzen. Las die dettttche Uuiverfitdt anbelaugt. so ioll n-(tü, der veränderten ft.- ichichlsiez« ensspreckend neu benoinsett. natürlich nicht'mit cmem Wort fcffiSftisgtschei' llkückckrdckertMg. souderii etwa, was am meiste» zusage» würde, mit dem Namen So ethe-Univerjität. Nr. SS ♦ 37. Jahrgang 1. Seilage öes Vorwärts Sonntag, 1. 5ebruarlH20 veutsche Arbeit»»» Klamauk und Lasreißungl Besonders bemerkenswert erscheint von der Sonnabend- cebatte. die der Einsübrungsrcde StegerivaldZ zunr Ruhr- bezirksgesey solgie, die Rede des Demokraten Schlotzmann wegen ihrer tatsächlichen Feststellungen über die Praxis der unabhängigen Machthaber, wie seinerzeit in Düsseldorf; aber auch wegen seinesHinwcises aus die Gefahr von rechts. Rosen- f e l d bezeichnete die Mitteilungen Heines über unabhängig- französische Verbindungen im Rheinland als Verleumdungen, was ja nicht allzuschwer ist. Seine Behauptung aber, daß irgend- welche Schützen am 13� Januar vor dem Reichstag aufgestellt gewesen seien, um die U.-S.-P.-D.-Abgeordneten zu erschießen, bringt den Dr. Nvsenseld in bedenkliche Nähe gewisser Partei- Häupter, denen der Irrsinn arrs Aug' und Miene spricht. Heitre berief sich aber auf ein gewichtiges Zeugnis— das in Frankreich verbotene Buch des"Franzosen Jacguvt. Arn Montag geht diese Debatte noch weiter. Tie prcuhische LaudeSversamiutung haue am Sonnabend auf der Tage-ordoung zlinäcbst ei« erbe Beratung des Gesctzenlwurss über c>ie Verbandsordnung für den Steöelungsverbanö Nuhrkohlendezirk. Minister für Volkswohlfahrt Stegerwald: Zur Sicigerung der jwhlenproduklion werden Bergwerksheim- stStteu michiei. Tic Köllen dafür werden aus einer Steigerung der Kvhlenvrcise in Hohe ron einer M'-lliard« Mark gewonnen. Erwogen wird auch die Einführung einer Hausrenreuftetier zunr Aus- gleich de: Mieten zwischen alten und neuen Häuiern. Im Ruhr- gebier sollen eitoa liiUOiXI Vergvrbeüer, also wenn man die Familie» einrechnet, rund 600 000 Personen neu angesiedelt werden. An diesem Plan sind 822 Gemeinden i» zwei Provinzen und drei Reaiermigsbezirleir beteiligt. Es handelt«ich um etwas Aehnliches wie den ZweEverbund Grotz- Berlin. Die Zuständigkeit des Verbandes ist sachlich und räumlich begreuzr, so daß die Bildung einer neuen Provinz nicht in Frage kominr. � Auf Vorschlag des Präsidenten wird die Beiprechung über daS Gesey aus Montag veriagr und zunächst die Aussprache fort- gefetzt über die förmlichen Anfragen berreffend öss 5ffent!iche Grönung, die Eisenbahnwerlstälten und über den Antrag der Unabhängigen um Aushebung des Belagerungs'Ustandcs. _ Abg. Adolf Hoffmaiü: sll. Soz., zur Geichäftsordmmg) kommt auf die Bemerkung des Präfidemen Leinert in der Freikagsitzung zurück, die Beleidigungen des Ministers durch Paul Hoffmann und Dr, Noseiiield seien so niedrig, daß er sie durch eine» Ordnungsruf nicht erreichen könne. Das Versah en des Präsidenten babe gegen die Geschäftsordnung verstoßen. Er habe die Würde des Parla- rneniS nach allen Seilen zu wahren, im besonderen auch die Ab- geordneten vor Beschimpsimgen durch die Minister(!) zu schützen. lim vorliegenden Fall bat sich der Präsideut zum Schützest eines Ministers pemachr, der ibm durch Poxreigemeinichast verbunden ist, er habe sich zum Lakaien der Regierung erniedrigt.(Anhollende Mißsallenkkundgedunpen auf allen Seilen des Hauses, nur einzelne b llnabhäng ge rufen: Sebr richlig!) Präsident Lciiicrt: Was Herr Hoffinann zuletzt gesagt bat, eiitziebl sich meiner geschä>ksordiii:ne.Smäsiigen Beurteilung. Ich überlaste es dem Urteil d e ö L a n d e S, ob der Abg. Adolf Hoffmann die Würde des Parlaments wahrt. Jch verzichre daraus, auf die weiieren Beutz»! ringen des Abg. Adolf Hoffmann gefchäitSordnungsmäßig einnigebeu. Zur Sache erbält zunächst das Wort: Abg. Stöger iZ.): Durch ihr Benehmen hat die Partei der Unabhängigen am Freiiag nichl die Würde des Hauses gewahrt. Vor der Sozialljiecurig des Bergbaues nach Ihrem Muster szu den Unabhängigen) möge uns der Herrgott bewahren Die Sechs- stnndenschlchl in n ß schon au« gesundheitlichen Gründen kommen, aber diese Frage muß i n t e r n a t i o n a l geregelt werden. Die Regierung«nutz endlich für einen wirlsamcn Schutz der Ärbeits- willigen sorgen. Für die Beamren kommt ein Stieikrechr nicht in Frage. Auch wir bedauon, daß der Ausnahmezustaud nötig war, tonnen ober bei der heutigen Laee seine Aushebung nicht befiir- Worten. An dem Attcntar auf Erzberger trägr die der Rechten nahestehende Presse einen großen Teil der Schuld. Abg. Dr. Schlosiisamt(Dem.): Friedrich Naumann hat der akademischen Jugend gciagt, es sei ihre Ansgabe, für ein neues Deurichland aus demokratischer Grundlage zu wirken. Leider hat man den Ruf Naumanns nicht beachtet, sonst wären uns die traurigen Erfahniugeu dieses KtiegeS erspart geblieben. Heute ist unser Traum erfüllt, wir haben eine demokraiische Regierung, Uniere Voraussetzung war. daß die deutsche Arbeiterschaft reif sei für die Demokratie. Ist aber dies: Voraussetzung erfüllt? Heute leben wir in einem unerhSrteu Ausnahmezustand unier einer Beschränkung der bürgerlichen Freiheit, die noch vor einem Fahre tvobl niemand iür möglich gehatten hätte. Daran tragen die Schuld die Uttraradikalinski von rechts und links. Ich habe es immer als eine Schmach und Swande empfunden, wenn ich das Haus nur durch eine militäniche Sperrkette erreichen konnte, vorgestern hat mir aber der Abg. Ad. Hoffmann über die Notwendig- keil dieser Maßnahme» die Augen geöffnet. als er mir zurief, uns würde das Lachen»erzcheir, wenn un? die Maschinengewehre nicht schützen würden. Wenn Herr Hoffmann sich ärgert, spricht er ein ganz korrekles Deutsch iHeiteikeit) und sagt auch was er denkt. Seine Aeußerung konnte nur bedeuten, daß man entweder hier aus der Tribüne einen Budenzauber arran neren wollie, wie im Stadiparlameiit, oder daß dem ver- im glückten großdeu'chen Pntkch ein kleiner preußischer folgen sollte. (Zustimmung.) Fn Tüffcidorf haben ieinerzeil die Nnadqängigen jede Nacht Leute ohne Begründung aus dem Berte heraus verhaftet, und wenn man den Mann nicht iand, nahm man die Frau mit. Auch Standgerichte wurden von den Unabhängigen eingesetzt.(Hört! hört!) Tie Ilnabhängigen haben- kein Recht zur Leschtverde über Zeltungsverbote, sie haben den».Düsseldorfer Generalanzeiger" verooten. weil er„aiffhetzensch« Artikel" gebrachl habe.(Hörr! höil! und Heiterkeit.) Die ganze Aktion vorn 13. Januar war kein bloßer«panergang nach dem Reichstag, sondern gleichzeitig sollte überall m Deutschland die Sache losgehen und die Räte- diltatnr errichie« werden. GHckze ffg mit dem Putsch am Reichs- lag war in Düsseldorf der Geneialstreik arrangiert.(Abg. Adolf Hoffmann: Sie burrn das Gras wachsen I) Ich glaube, der Abg. Hoffmann wird sich auch bei dieser wie bei änderen Gelegei:- heilen hübsch in der Etappe aufgehalten haben. In Hamborn wurde daS RatbauS gestürmt, die Drmonstranicn riefcn:„Ran an die Jndeu!" und plündert. u die ktemen und die tlcinsten Geschälte systematisch aus. Wie können sich die Freunde des« bg. Leid über Schließung der Eiicn- bahnwerlstätleu beiladen, da sie doch selbst die Flugblätter verteilt haben:„Heraus �us den Werkstätlen!" Wir verlängen, daß die Aufwiegler und Spartakisten nicht wieder in die Betriebe herein- kommen, daß aber den Arbeitern, die nur dem Druck der Terro- risicn geiolgr sind, keine Schwierigkeiten geinacht werben. Mit Entrüstung haben die Unabhängigen den Vorwurf zurück- gewiesen, daß ihre Presse von der Eniente finanziert wäre. Im . BorwärrS" wftd aber aus Wiesbaden iniigereilt. daß die dorrigen Unabhängigen eiue P r oteftve rs annnlunq veranstalten wollten, nicht etwa gegen die Schandtaten der Entente, sondern gegen die deutsche Volksrezierung. lHört! bort!— Sehr richtig! bei den U. Soz.) Als die deutschen Polizeibehörden die Versammlung ver- boten, wandten sich die Unabhöngigea an die Franzosen. (Dr. W e y I[U. Soz.s: Selbstverständlich!— Lebhafte Pfuirufe bei der Mehrheit nnd Rufe: Warum dann die Aufregung gestern?) Die Wiesbadener Ortsgruppe der U. S. P. bat sogar den Zeitungen eine Z'o'iz gesandt, mit der Einleitung:„Auf Befehl der frirnzö- fischen Behörde bitten wir um Anfiiahme nachfolgender Notiz." lLebhasles Hört! bort!» Darin wurde ganz einseitig dargestellt, daß die«ranzöniche Behörde die Protesiversammlunq sofort ge- ncbmigt habe.(Erneutes Hörtl hört! und Rufe: WaS«ollie da Ihre Entrüstung von gestern?) Die Regierung muß aber auch gegen Borstöfie der Rechten genau s« scharf vorgeben, wie gegen die Nebergriffe der Linken. DaS Ministerium registriert, anscheiuend völlig ohne Schuld des Ministers, die Bor- stößx der äußersten Linien Vesser, als die der Rechten. Wenn jetzl dauernd der Meuchelmord verherrlicht wird, wie in der .Täglichen Rundschau", die früher einmal sehr anständig gelcriet wurde, dann kann man sich ausmalen, was erst in der Presse zweiter und dritter Ordnung geschieht. Gibt es etwas Verruchteres, als Jugendliche in Verianimlimgen zu schicken und Künstler zu stören wie- in Haniburg?(Ledhafte Zostmunung.) Der General- sekretär Kunze der Deiiischnotionalen wirbt im Hernmrei'cn tut den StaaiSlninkrott.(Zurufe rechis: Wir haben ibn desavouiert!) Ja- wocil, aber in Halle gibt es schon wieder Plakate,- auf denen Kunze als Redner angekündigt wird.(Anballende Unruhe rechts.) Unerhört ist auch die Brofessorenhetze der Deuiichnationalen. Heute ist die Frage nicht„Republik oder Monarchie? Mimsterium Hirsch oder Hergt?" Sondern Sein odek Nichtsein!(Lebhafte Zustimmung.) Die Vorstöße von rechts und tinls haben nicht nur die Valuta verschlechtert, sondern auch den Personalkredit im Anstände in gefährlichem Grade gestört. Jetzt gehlS ums Ganze. In den nächsten Monaten muß sich daS Schicksal DeulschlandS eulicheiden. Hilfe haben wir weder vom internationalen Kapitalismus, noch vom internationalen Proletariat z» erwarten. Selbst ist der Mann.(Lcbhastec Beifall.) Abg. Dr. Friedbr-g k?em.) zur Geschäftsordnung: Die Leuße« rung des Abg. Adolf Hoffmann, der Präsiden» habe das Haus zum Lakaien der Regierung gemacht, hat daS Haus mit tiefster Entrüstung aufgenonimeu, die dadurch noch gesteigert wurde, daß Hoffmann niemals das Bestreben gezeigi bat, die Würde des Haute« zu wahren.(Allseitiger lebhafter Beifall.) Nach Auffassung aller Paiteien hat der Präsident Leinert stelS die Würde des Hauses wahrgenommen und auck die unparteiische Geschäfts- sührung in jeder Welse gewahrt.(Anhaltende Zustimmung. Unpuhe bei den U. Soz.) Minister der öffentlichen Arbeiten Oeser: Wir haben zur Schließung der Werkstätten erst gegriffen, nach- dem das Zusammenarbeite» mit den Gewerkschaften nicht zum Ziel geführt bat. Wir sind benn Wiederaufbau zur Zusammenarbeit mit der Albeilerichaft bereit, aber nur auf der Grundlage des Akkordsystems. In der Werkslätte Grunewald habe ich zwei Arbeiter entlassen, die zum Streik ausforderten, um die Regierung zu stürzen. Im Jabre 1895 wurden für die Eisenbahnwerkstätten 62 Millionen ausgegeben, 1913 200 Millionsn, 1918 bereits 528 Millionen, 1920 sollen eS 2853 Millionen sein. Im letzten Jahre wurden allein an Werkzeugwerten für 5 989 930 M. gestohlen! Zur Wiedereinstclluug haben sich mehr Arbeiter gemeldet, als wir brauchen. Die ersten waren die radikale!« Elemente, die erklärten, zu jeder Bedingung weiterarbeiten zu wollen. Spartakus stand ichou draußen, um schnell wieder in die Werkstätten hineinzukommen. Minister Heine: Dr. Schloßmann hat mich der Lässigkeit in der Bekämpfung staatsfeindlicher Bestrebungen von rechts bezichtigt. Ich lasse dahin« gestellt, wie weit das im Jnieresse einer einheitlichen Politik liegt. In meinem Ministerium sitz! ein Mitglied seiner Partei als Unter« staatSsekretär, der Einblick in die Personalpoliiik de» Mrnsteriums hol. Wenn sich in meinem Ministerium jemand gefunden bälte, der offen oder versteck: reaktionäre Hmdenzen nnterstützt(Ad Hoffmann: Sie selbst!), io wäre ich eingeschrilien. Es handelt sich aber um eine vollkommen unbegründete Bcschnldigung gegen die Herren, die mit mir zusammenarbeiten. Die Beamten können nur bei nachgewiesener Pflichlverletzung im Disziplinar ver- fahren aboesetzt werden, sonst kann ich sie höchstens»ersetzen. Ich werde auch nach rechts geeignete Schutzmaßregeln treffen. Abg. Dr. Kavimann(DmÜ: Herr Kunze gehört nicht mehr zur Deurschnationalen Partei. Wir haben deuilich erklärt, daß wir da» Attentat gegen Erzberger verurteilen, und auch untere Presse hat es scharf verurteilr. Die Führer der Unabhängigen waren bei der Reichstagsdemor.stration weit ab vom Schuß. Wir fürchren nur ein Zurückgehen der Regierung von ihrer Energie.(Beifall recht».) Abg. Dr. Nosrnfeld(U. Soz.): Minister Heine wirkt für eine Verwilderung der Sitten.(Stürmisches Gelächter.) Herr von der Recke, der nur auf die Füße schießen lüetz, ist ein Waisenknabe gegen Heine. Die Schützen(?) ßor dem Reichstag(?) waren aufgestellt, um die unabhängigen AWeordneten zu treffen.(An- haltendes Gelächter.) Welch« Beweise-liegen dafür vor, daß die Unabhäng'gen die Nationalversammlung sprengen wollten? Redner wird zur Ordnung gerufen, weil er dem Minister vorwirft, dir Ge- setze mit Füßen zu treten. Wie weit die Sozialdemokratie ge- kommen sei, zeige die Tatsache, daß Ebcrt die Beleidigungsklaa- gegen einen Wiyblaftredakteur angestrengt hat. Die„Rheinische Republik" sei Organ des RheinlandbuirdeS. aber nicht der unr.b- hängigen Partei. Baumann sei den Unabhängigen unbekannt. Es ist unerhört, daß man uns so beschnutzt hat. Die Behauptungen Heines sind schamlose Vcrleiim,dun-aen(Präsident Leinert ruft den Redner zur Ordnung und weist darauf hin, daß e» der zweite Ordnungsruf ist. Als der Abg. Paul Hoffmann und andere Un- abhängige den gerügten Ausdruck wiederholen, erklärt der Präsi- dent, daß die Unabhängigen b#n Zweck, einen Ordnungsruf zu er- zwingen, bei ihm nicht erreichen würden.) Abg Rosenfeld(U. Soz.) schließt mit den Worten: Der Belagerungszustand schreckt unS nickst, das Proletariat läßt sich nicht unterkriegen!(Beifall b. d. U. Soz., einige Tribünenbosiicher klatschen in die Hände.)' Minister Heine: ES ist schlimm genug, daß ohne Rücksicht m,f die Wirkung i.ln Ausland die Szenen vom 18. Jamrar berboigeführt worden sind. Diejenigen, die sie verurslicht haben, sind schuld an dem weiteren Sturz der Valuta.(Großer Lärm b. d. U. Soz.) Wer heute solche Unruhen hervorruft, ist ein Verräter des Volkes.(Lärnr bei den U. Soz.) Die noch nicht verbotene unabhängige„Hessische Ar- Heiterzeit itirg" fordert auf, die unfähige Regierung in den Abgrund zu stürzen, die Diktatur deS„Volkes" zu pro'! amieren und Deutschland an Rußland anzuschließen. Sollte von der Reckten ebenso gehandelt werden, wie von den Unabhängigen, so würde ich ganzebenso vorgehen. Ein in Frankreich verbotenes Bu5. eines gewissen Jacquot(Major beim Stabe de? Generals Gerard! i, von dem einige Exemplare hierher gelangt sind, gibt eine interessant Tarsielln'.ig, wie die Franzosen in der Pfalz ver- sucht habe». SHmmirna für den Anschluß an Frankreich zu machen. Die he uv! sächlichsten Gegner der Franzosen waren danach die � Sozialdernokraten. die hauptsächlichsten Förderer die Rn- «bhärrgigeir. i Großer Lärnr b. ix IL Soz.) Auf die Selbstbesinnung der sozialdemokralischen Arbeiterschaft, die kommen wird, sobald der TemriSmuS zu Ende ist. gründe ich meine Hoffnung auf Wieder. Herstellung des inneren Friedens und der Arbeit. Alle Ihre Be- schimpfungen bringen mich auch nicht um eine Linie von meinem Wege ab. Wir haben die Mebxheit auf unserer Seite, wenn wir unser Vaterland rrttrn wollen. Die Geschichte wird einst da? Urteil sprechen.(Lebhafter Beifall bei der Mehrheit. Großer Lärm bei den U. Sog.) Hierauf wird die weitere Beratung auf Montag 18 Uhr vertagt. Außerdem stehen auf der Tagesordnung Fortsetzung der Beratung des Gesetzentwurfes über den Ruhrkohlenbezirk und kleinere Vorlagen. Schluß 7 Uhr. NA M„kllik EGIWSWW- (Rachduul verdvtul.) nein, geradezu ein unverautworrlicher Leichlsinn ist es heurzutago noch schtechtsitzende Augengläser zu tragen.� Früher waren guisitzende Augenglüier nur in der Brille zu crreiwcn, und nur diese wurde deZ- halb von den Aerzten verordnen Damals war e» riicvt verwunder liid, wen» Damen wie Herren scelenrubig mit einem verbogenen Nickel-Klemmer dem elemenlarsten Siilgefühl Trotz bolen und ihre sonst ansprechenden Gesichter dadurch arg verun- stalteten. Bei der Mehrzahl der kneisertragenden Menschen von beule ist es aber noch so geblieben, wie es damals war. Einen Regenschirm aus Großvaters Zeiten rrcg: kein moderner Herr, keine elegante Dame mehr, aber Klemmer Urgroßväter- licher Konstruktion werden ohne Beoenkeu auf- gesetzt. Würde eS sich hierbei nur um eine vorüber- gehende Berunstaliung des Gesichts handeln, so möckiie es vielleicht noch hingehen. Aber es handelr sich hier um viel mehr und viel Wichtigeres: um eine o merade, Schädigung der Augen. Die altüberkommene Konstruktion de« Kneifers und viele neuere angebliche Verbefferungen find dem Auge gar nicht da«, was sie sein sollen, uäm- lich eine Unterstützung. Denn da die Gläier meist seitwärts herabhängen, sich vorn überneigen und ihr Brennpmrkt— gerade bei dem modernen, l'o- genannten„Fingerklemmer" kann man dieö hänsig beobachten— innen oder außen seitwärts vor den Pupillen steht, anstatt genau vor denselben, so werden die Augen dauernd ahgelentr und damit zum Schielen gezwunge». Die Folge dieser an- dauernden lleberanstrenaung der ÄugeiimuSkel» si nd Sehstörungen, schnelle Ermüdung, Kopfschmerzen, Nervosität usw. Man hal diese Fehler längst erkannt und durch zahlreiche mehr oder weniger komplizierte Kon- strukrionen abzustellen gesucht. Eine wirklich voll- kommen? Lösung ist aber erst durch den»Loh- mann- Kneif er" erreicht werden. Er ist der eleganteste Kneifer, weil er atsto- matiich richtig fitzt und durch die Hiiiansverlegmri seines schmalen Federbügels an die Stirngrenze. dort eine zarte Verbindungslinie zwischen den Auaeiibrauen darstellend, ästhetiich und völlig un» auffällig ericheint; feine Gläser �scheinen zu schweben, das Tragen an einer Schnur ist über- flüssig. Der Lohmann-Kneifer hält aber auch unbedingt fest, ohne lästigen Druck, und zugleich sitzt er ortbozentrisch ivie eine gut passend« Brille; deshalb ichonr er auch die Augen, anstatt sie, wie bei schleckt sitzenden Augengläsern, dauernd zu über- anstrengen. Abgesehen von den hierdurch bedingten, von ärztlicher Seite warm anerkannten grsundbeitlichcn und sonstigen Borzügen, beeinträchtigt der»Loh« mann-Kbeifer" auch den Gesichrsausdruck nicht wie die brillenähnlichen Fingerklem>ner oder die gleich zwei geknickten Flügeln herabhängenden Gläier älterer und nenerer Marterwerkzeuge, welche dem Gesicht des T'ägcrS eine fatale Aehnlichkeit mit einem unter Bauchgrimmen Leidenden geben. Viel- m-t r hebt der„Lohmann-Kneifer" den natürlich. n A f druck des Gesichts, macht es nichl alt, wie die Brille, gibt dem Gesicht ein enlschieden flottes. energisches Aussehen. Zahlre-che AnerkennungZ- schreiben bestätigen dies. Z. B. schreiben unS: Herr Walter H ü t h e r, Elbingerode: »Ich freue mich sehr, durch Ihren Lobmann- Kneiier die Brille ablegen zu können, denn die Leichtigkeit Ihres Fabrikats läßt daS Augenübel fast vergessen." Herr Oskar Zenker. Weitzenfels: „Ich bin mit dem Kneifer anßerordent« lich zufrieden. Selbst beim stärksten Schwitzen ist er mir nie abgefallen, auch beim Bücken nicht � so daß ich noch kein neues Glos in zwei Fabren nötig gehabt habe. Dann fleht Ihr Kneifer gegen die im Handel befindlichen neueren Systeme auch be» deutend eleganter ans, ganz abgesehen von der Stabilität gegenüber den anderen, bei denen die Federn und Federcherr fortwährend Reparaturen nötig machen." Herr Pastor B i e g e r, Kiummendieck t „Ich bestätige gern, daß Ihr Kneifer wirkliä gut sitzt und so leicht, daß ich ihn eigentlich gai nicht süble. Ich habe ihn bei der Gartenarbeit de, ganzen Tag gelragen, ohne daß ich. wie sonst be jedem anderenKnelfer.ibn einmal zurechtrückeumußte.' Noch viel mehr solcher Schreiben könnten wii wiedergeben, wenn Raum und Kosten eS zuließen Dabei ist der.Lohmann-Kneifer" nicht teurei als andere moderne, aus denselben hochwertigen Roh> stoffen u. mit derselbenSorgfalt georbeiteteKlcmmer Trotz unserer großen treuen Kundschaft i» Stadt und Land haben wir keine Zweiggeschäfte Unser Grundsatz ist. einen jeden Käufer voll mit ganz zufriedenzustellen und einen wirklich»in- d i V i d u e l l e n" Kneifer zu liefern. In„Filialen" aber würden wir unsere Kraft zersplitierns ar keiner Stelle das Siechte leisten und dadurch au absolutem Vertrauen einbüßen>nüssen. D a t aber wollen wir nicht und deshalb ist dei „Lohmann-Kneifer" nur an einer Siellg bei der Hersteller!» selbst, Orthozeri irisch, Kneifer G. m. b. H., Berlin W., P o t S, d a m e r Straße 134», göffnet von 9 bis 6 Uhr ununterbrochen, zu haben; Niederlagen in andere» oplii'chen Geickäften gibt es. nicht. Nach auswärt» verlange man Proipekr 2 L, welcher kostenlos und ohne Kaufzwang gern zuge> sandt wird und alles Nähere zur brieflichen Be> stellung enthält. Zur Einsegnung 'jVTrJSfM&L, N.W. Kleid»chm VixiletoF, mit Saide gvrn.Ls.' 1 lo,l)5,t20cm• tcbwz. Seide, reich teat.Lg. OftA I I0,l I5,l20<;m J*»U. r. Schnnsplolhana KarlstroBe. i'/j! Hamlet(NM, C, I.V.; I'/M Hamlet(assB Abonnem Wtg. 7'/,; Hamlet(4Z.A.. I* IV.) lern.) '• A) Theater i. d. KönlggrützerStraße I Uhr: Erdgeist(M.Orska) ■'ß U.: Schloß Wetterateln Moni.: SlUtrend. Oesellschaft Dienst: Schloß Wetterstein Hlttw.; Schlots Wetterst ein Donst; Schloß Wenerstein ?rcitag;SchIo(!Wrttersteln Sod.: Schloß Weiterstein Sonnt, nachm.: Erdgeist.- Abds.; Stützen d.Oesellschaft Muntg.:Scbloß Wetterateln KomSdienhans 3 Ohr: Ltselott v.d. Pfalz. VjS Uhr: Da« Instanzenklnd. Montag: Sie. Dienstag; Das Instanzenklnd. Mittwoch: Sie. Donnstg.: Das Instanzenklnd. Freitag: Sie. Sonnnbd.; Das iBttanzcaklnd. Sonntag Nachm.: Uaelott. Abends: Sie. Montag; Da» Instanzenklnd. BerUner Theater .1 Ohr: Sterne, d.wlcd. leuchten (.15 Uhr: UDmnicI- thtudenten »>. 4. neuen Operett.-Parodft. Ocntral-Tlieater Z Uhr: Die Fasehlngsfee. 'v.u. Fräulein Pack. Oentachcs Opernliaue v ui>r: ündlue. Ol« Trlbllme z Uhr:«Dia Wandlung.- 7V«U.i_________ Eden-Theater Tv.utßMWvMiWr. k'riedr.-WlIhelaast.Th. 7.. mtr- S. Hobelt der Dieb. Klelnea Theater. 3 Uhr: Jcttchen Qebert. ilhV: Die narrbaaskomailie. Kl. SohanHplelliana. tv. u: Die DDberührle Fpsd Komlaehe Oper 3V«: Schwarzwaldmddcl. 7 2ou.:Dlchter{ieb0. linatnplelhKaa 3>f, Uhr: Papageno. Arnold Rleck in: J&DepGroßsIadl-Saialler Hetropol-Theater. 3 Uhr; Charit;» Taate mit Thiel»cher 7 Uhr: Syblll hieaea Operettenbaaa. Z'A: Die keuiche Susanne. 7'/, tu Die kleine Hobelt HehUler-Tbeat. Oharl. z Uhr: Wt« es euch gefällt i�naehsmau als Erzieher ThaUa-Tliester 3 Uhr: Jnngier Sonnenschein. tv.u.: Die närrische Liebe ' mit Oskar Sab« a. G. und Parr? Slkla a. G. Tb. am NaUoudorfplata S>/, U.: Drei alte Schachteln. TVs Uhr; JDerftefjcfeiteßte: Theater des Westens ZV,: Die lustigt Witwe. 7>/,u.;IlieFraBlinlerDieliii Wallaer-Theater V/a: Geisha mMla Werber a Ehe lallticbL Rose-Tbeater. 3 Um. Die Brandttiftcrfn. 7»/, Uhr: Seine zweite Frau. Volksbühne Theater am Bülownlatz. 7-/.- Der Llebestrank Lessing-Ttieater. Direktion; Victor Rarnowsky. 3 Uhr; Oer rote Hahn. 7v. uhn Pygmalion. Montag 7'/.: Pvgmnllon. Dienstag P/a: Pygmalion. Mittwoch 7'/,: Pygmalion. Donnerstag?1/,: Pygmalion. Freitag 7; Peer Oym. Sonnabend PI,: Pygmalion. Sonntag 7'/,: Pygmalion. Montag?>/«: Pygmalion. Dentscbes Kiinsller-Theater 3 Uhr: Dies Irae. Allabendlich?>/,: Die Marijaise von Jlrcls, (Xonstantin. Servaes, StraB- mann-WItt, Veid'D. Residenz-Theater. Nachm. 4 Uhr, kleine Preise: Der sota Rat. Täglich TV« Uhr: Efülisn Kumbreclit. Mittwoch 4 U.t Roikippehen. VerbaniilerFr.VolkshGbnen Comöog, ben 1. flebeuoe, nachm. 2V. Uhr Deutsche» Opembau«: Martha Lchdulplelbau»(Swdtetbedtcr) Biel Liirm um nicht». Nachm. Z Uhr: Vokfebühne: Luther. Echlllrr-Th. Charleftenburs: Wie e» euch gefällt Lefsma-Theater: Der rote Hahn. Riinlurr-Tbeafer: Die» Irae. Frieb-.-Wiibelmft Th.: Die«ärf. lidien Verwandten. Th. d. West.: Die lustige Witwe. Volksbühne. Wochentag» dbenb» vom 2.-7. Februar: Der Llebestrank. DSU von Berlichlngett, Predigt in Litauen. TslanoniTheater.- Nachm. 4 Uhr, kleine Preise: dt>ba.nnlarv««r. Täglich PI, Uhr: Femina. Mittwoch 4: Max und Morlfz. Walhalla-Tlieater. Nachm. ZV, Uhr: Die Ehre. PI: Uhr: Die CsirdisfQrstin. Clymsia-Theater (früher Voigt. Badntr.SS) Tätlich 7>-z Uhr abends; Im Cmf« Xoblciae. DicbeskomOdic In 3 Akten. Vorher: Anschluß verpaßt. Cperette In einem Akt f*"' Theater Dir.: James Klein IE Februar El | Die weltbcr&bmite| Fregolia[ | In Ihren 100 Verwand- | wogen u. Illusionen. Gertrud» IB1RR1S0N ans London surtlck 6 Grunatos Salonakrobnten jOesebwIiomeDlelil Luftakt GChungHangl Chinesische Oaukler| HedwlgGItzkc Sängerin Elvira Drmhtsellakt Simon n. Man! Pierrots am Reck. , GcrmanlaPrachtsäl« C. Richter, N 4, Chausseestr. IIa 1 led. Sonntf. HeHm. Ifterdd. Sänger. Reg. 'd.Vorst.6,d.K»n.' v, Nechd.Fam.-Krnnz- chenJm weidenSaal v.4t Heute nachm. 3 unk »kend» 7 Uhr: Stcttiner «Hänger. Heute Lotte Workmeistor Paul Westermelor In ihren Duetten Kapitain Wall mit seinen Krokodilen Ben Abdüiiab Truppe arabische Springer Geschw. Severus Tänze Arno Balda • Stlmmphaenomen Zwei Saytons Gymnastik er Aleianiler nnil Kltly Radfahrer auf der Tischplatte DiepoIilenenJanijlrauen Zwei Hartwells Luftakt Ä. W. Repp n. Partner Humoftst. FhngkOnstler Unter d. Linden 22/23 Dir. M. S o I i m a n X Uraufführungen Sensationelles Detektivschauspiel In 4 Akten gespielt t. ersten Kräften. itrM iv Drama In 4 Akten. Hauptrolle: Erra Bognar Bruno Eichgrün Wocheotass ab 7 Uhr Casino- Theater l.otbrlngerstr.37. Tägl.>/,8U. —— Letzter Monat- Seit November auf ef3hrtt Schniepels Lene Der Schiacer aller Possen Neue Februar-Spezialitäten. Sonntag 3V,: Die Wunderkur. Winter- Garten Voranselgel Ab 6. Februar 4>Wochen-Syklus in den Kammepllchtsplelen I U.T Hascüholde 28 5. Teil« Ophlr. die Stadt oer VersangsnheH / /chK' nusi.Siistniügs: Michael Bohnen /Paul Manssn1 l Regie: Uwe Jons Krafft / g g O.T Alexanderplats, Welnbrrgiweg 16. ScbOncbezg /■WsW* o. Ten i Die frau mit den miltarden WchD VSanllcbe HanptroUa; Paul Hansen ".t f Legi,: Uwe Jens Krafft U.T Kurnntezduom 58, N'oUeadnrtplit, 4, Friedrich«tr. 180 7. Teiu Die Wohltäterin der Menschheit *im des Mla May/ Hans Mlarenderf gmp trollen: Paul Hansen/ Ernst Hofmann Tllalrollai JML X Ä JML A V Kfinstlerische Oberleitung loa May Uia-l,:eaCBpi»iu iau.-n*. z.oupaiat: Uraafführocg des leisten Teile«: Die Rache der Meud Persusson mt Mla May/ Kens Mierendorf Ernst Kefmann Schall u.|Uneh Im Gruücn Schauspielhaus Karlstr., Schltfbaucrdamm. Onasy Holl Mady Christ laas Paul Oraetz Frledr. Hollsender Hildo Qad Hubert von Meyerlnk Ann Heusinger Olli Sudahti PHtz Feld Karlksturcnlilm von Trier Erdflnung J'/j. Beginn s1/, U. Eilrals-Paiast� istigePuppeJ 7'/, Uhr. mülffL i�Admlrais-Kiin iDie Puppe Rose Bernd. 4— II. Cirsssjsasck ZV, Heute Stg. 2 Vorst. TV, In beiden Vorst. DasBeiiß Febr.-Proifr.! u.s. Rndol! HUttemann, Max Schuireiter alsGast 3 Urbanis, KraHtunier Hemde, der lustige Musikant Familie Rabnitz u. Beasy m.ihr. lust.Sch weine- Potp. O'Leary u. Jansen usw. Zum Schlut* Nachm.: AschenbrSdeL 1 eig. Kind frei 1 Abends: Aphrodite. Dir Vornr- kxsl Ii 4h Ult-Lits(l,lin Tansalzlenpalait fndet ni 11-1 litt r'aS | Konz..Dlr. Hennann Wold n. Jules Sachs| Philharmonie. Freitag. 6. Februar, 7V, Uhn n. Konzert mit dem PhUharmon. Orchester ferner Volff Sollst: LUDWIG WÜLLHER. »onaetsst U.T KurfOrstendaaim ' und FrladrlehstraSe 1 12-1 Uhr Bruckner Andersen von Bagdad' and M. : Vf. Sinf.-Die Nachtigall", Märchen von (Musik v. winterniu); Ouv. z..Barbier Jdad", Cornelius.| Karten 8, 4, 4, 2 M. Bcethovcnsaaf. Sonnabend, 7. Febr., 7 Vz Uhr I II. KJnvier«Abcnd Carl ssotte N e u m a n n � nn>7 Kr 7 rin-mnll— Srhnh�rt.' M�nrif ) m Maxim-Ftlm �r»inxesscH Begle: Alfrad Halm Beethoven: Sonaten: Op. 10, e-moli, opT¥ia Es-dur, op. 27 Nr. 2, cls-moil— Schubert, Mendelssohn, Brahmi.) Karten 10. g, 6, 4, 2 M. e n Singakademie. Sonntag, 8. Pcbr� S Ubrt Vi vi, Allabendlich 7 und L'/« Uhr Sonntage: Beginn 4 Uhr Die Rache der Maud Ferotisson 8. Tetl de« grossen May• Filir- Zyklse Ol« Herrin der Welt Ka.VoU.a: Ml» May B[ansMiex>exkdox>f Ex»» st KLofmann KkastlerUche OberUl,tDng: 3»« May j Vorverknuf« II bis 1 Uhr Mknoercliof ebemal. Sctiiiler in Domcbofs. Chormeister: Kurt Langner, Mltw.: Ksniniersüngerin Oertr. Plscher.MaretsId. Karten 5, 4, 3. 2 M. bei Wcrthcim. Bote 4 Bock, Abendk. Volksverband der Bücherfreunde. Hochnchule für Muslck, HardonbergatraB«. 11. Februar, 7V, Uhr abends II. Goethe- Abend. Bertba Gebiclö* Frieilr. Hajßlep Am Ä'ägol : Fritz Lindemann. P reize für Nichtmitglieder: M. 8.—, 6.—, 4.—, 3.— hei Werthelm und Bote A Bock. Karten tör Mitglieder zu halben Preisen auf zchritt- licho Vorausbestellung beim Wegweiser- Verlag ö. m. b. H., Berlin W 30, Raakestr. 34. Kurien für obige Veranstaltungen bei Bete A Bock. | Werfheim und an der Abendkasse.—— am Koti «z Tel.: Moritza « Jeden Abend i SUi W Rlf8. latz 14814. _______ TV, Uhr: SUh'Sixftt. 9 ehem. MiigL der Senat, nehm. 3 L crmäS Preis,(vefl AitgL der chm.3d eis.(voll. B'Otbfea- Konzert. Beginn 730 Uhr. Zum Schln»: Die Hebe» Verwandten. Vorvtrk. 11-1% u. 4-4 Uhr. Schiller• Saal, Chsrfottenburg, Bismarckstr. 110. von beute bis o. IL 192», abends 8 Uhr: „Allotria", Lustige Vortragsabende RESI LANGER Sonntag: Alter u. neuer Humor Mitw. Inga QruBcndorl Montag: drotesken nnd Satiren Mitw. Ilse Kamnltzer Dienstag- Schnurren u.Schwänke Mitw. Sclma Cassel Mittwoch: Wilhelm Busch Mitw. IngaOruBcndorf Donnerst.; Rokoko u. Biedermeier Mitw. Ilse KamnUzer Freitag: Moritaten, Bäufcclsängc Mitw. Seims Cas�l Kart. 8, s, SM. Bote i Bock. A. Wertheim. Abendk. Schillers. PAUL CASSIRER WILHELM LEHMBRUGK GEDÄCHTNIS» AUSSTELLUNG Bildwerke Gemlide/ Aquarelle/ Zeichnungen VICTORIASTRASSE 35 TlSehHlngsfstrsorge�fSÄiWi Domkonzert Dienstag, den 10. Februar, abend» 7 Uhr: immi Leisner,°«°wp„,�7«ud-. Kllnolef- QliartBtt, Prof.Walter Fischer. Karten 30, 20. 10, S, 4, 3 M, bei Bote 4 Bock, A. Werthelm. Im Kaufhaus des Westens, in 4 Domküsterei. Port 11 und abends an der Kasse, Lustgartenseite: 226,0 Oratorien«Verein. Jobannes Sieiunaon. C GarnlsonKlrche, Nene Priedrichatr. 8. Februar, P'i Gore Bäsch, Paula Weber H SS Fritz Kottmann ? 1-1 IMV Cornelias Bronsgeest Karten 3, 4, 6 Bote£ Bock, Wertbelm, KUsterei. 24/18 ri'o'.sdca-.« SL-.72» Höctmahn BUlowstzTl Esther Carena Die Liebe der Sklavin Das Raritätenkabinett Voilflhniiigea 4, 6». S4® Nr. SS ♦ Z7. Jahrgang 2. Seilage öes- Vorwärts Ssnntag, 1. 5ebmar1H2S Staötverorönetenverfammlung. Neue Verhandlunge» über die städtischen Teuerungszulagen. In der gestrigen außerordentlichen Sitzuinz sollte dar cmgesichte AussSuß über seine Bemühungen, eine Einigung über den Schiedsspruch des SchlichtiingsauLschusseS vom 22. Januar bei?. Bewilligung einer laufenden TeuerungS- l.Loh n«) z u la g e an die städtischen Arbeiter. HilfSlräfte und Äerksangestelltea herbeizuführen, berichten. M ü n t n e r(Eoz.) rekapitulierte die Vorgeschichte des Spruches, der 50 M. monatlich und 15 M. für i.ed eS Äind den erwähnten Kategorien zubilligt, die gefolgerte etn- malige Wirtschaft Sbeihilfe aber ablehnt. Der -Magistrat hat dem Schiedsspruch zugestimmt. Der von der Versammlung singefetzte Ausschuß hat anerkannt, daß der Ma- aistrat nicht anders handeln koniitc. zugleich aber auch, daß die Arbeiter das Anaebot als ungenügend mit Recht abgelehnt daben. Der Ausschutz empfehle der Versammlung, den Stmidpunkt des Magistrats bezüglich des Schiedsspruchs»u billigen. Die Versammlung ersucht jedoch den MagistrÄ, da der Schiedsspruch von den Gemeindearbeitern nicht angenommen wurde, mit den Ver. trctern der Arbeitnehmer sofort in erneute Berboudluiigen einzutreten und hierzu Vertreter der Versa in mlung hinzuziehen. Dr. K e y l i n g und Koch(Bg. Bga.) stimmen dem Kam- promißantrage zu, empfehlen aber folgenden Zusatz:„Der Ma- �rjtvat wird ersucht, bei Gelegenheit der neuen Verhandlungen in irrwözung darüber zu treten, welche Garantien geschaffen werden tollen, um ein« Steigerung der Arbeits! e, st nng in den städtischen Betrieben herbeizuführen, und gleichzeitig mit der neuen Verhandlung«ine Vorlage über die Deckung zu mcic/m.* ■tisch redet unter Bezugnahme«ruf die in der Landesversammlung vom Gisenbahmninistcr vorgetragenen Mitteilungen den Arbeitern und speziell den U. Soz. ins Gewissen, für vermehrte Ar» beitsleistung zu sorgen. Dr. Levh(Dem.! tritt unter den obwaltenden Umständen ebenfalls für den AuSfchußantraa ein, macht daneben darauf auf- merksam, daß auch u. o. bei den Gaswerken sine Reduktion der viel zu hohen Arbeite rzatl notwendig sei. Auch daS Zentrum läßt durch Schee de l die Zustimmung erklären. Rosemann sll. Soz.): Die Rechtsparteien sprechen vom Standpunkt der Unternehmer. Die Arbeitsleistung hat ab- nehmen müssen, weil die Arbeitskraft durch das Elend der ÄviegSjahrz und des Wirtschaftslebens s-hr gelitten hat. Redner verwirst die beantragten Zusätze. Nachdem noch Dave(Dem.) betont hat, daß allertin»-? die Deckung? frage fest im Auge behalten werden muß, daß die Finanzkatastwphe immer näher rückt, erklärt Oberbürgermeister Mermuth, daß der Nagistrat sich seiner Pflicht, für Deckung zu sorgen, voll bewußt ist, um so mehr, alZ dte Versammlung ihrerseits keine Vorschläge zur Deckung mache. Dittmer lSoz.l tritt den Ausführungen Kochs über die Arbeitsunlust der Arbcfler entgegen. Wo war Herr Koch mit seinen DeckungSsorderuwgen, al» es sich um'die Beamtent>oldungs- eihöbung bandelte?(Stürmische Zustimmung bei der Mehrheit.) Der Ausschußantrag wird einstimmig«rngenommen, der Zusatzantrag der Bg. Vgg. abgelehnt. Aus der Versammlung werden 11 von ihr z« bestimmende Vertreter den neuen Verhandlungen beiwohnen. Schluß nach%7 Uhr._ GroßSerlw Die Milch kostet 2 Mark. Weder wird der Berliner Bevölkerung eine höchst folgenschwere Mtteilung auf den Frühstückstisch gelegt: Der Erzeugerhöchstprei« für den Liter Vollmilch ist, wie bereit? veröffentlicht, vom Oberpräsidenten der Pro- vinz Brandenburg für die Groß--Berliner Lieferanten auf 1,20 Mark festgesetzt worden. Dazu kommen Transport- und andere Kosten, bis die Milch nach Groß-Berlin gelangt. Tiefgekühlte Vollmilch aus Prodinzialmolkereien erreicht frei Groß-Berlin infolge der Zuschläge einen Preis von 1,42 M. Schon daraus ergab sich eine außerordentliche Erhöhung der Kleinhandels- preise. Ferner waren die Anträge des Groß-Berliner Milch- Handels auf Erhöhung ihrer Spannen, soweit berechtigt, zu berücksichtigen. Danach mußte der Vollmilchpreis im Klein. Handel auf 2 M. für den Liter festgesetzt werden. Di« prozen- tuale Erhöhung des Kleinhandelspreises beträgt bei Be- achtung des Umsiondes, daß ein nicht unwesentlicher Teil des Milchpreises, wie bekannt, bisher auf die Fetipornon abgewälzt war, 37 Proz- Die Erhöhu ng des Erzeugervreis es beläuft sich auf 107 Prvz. Die Fettportion weiterhin— abgesehen von geringfügigen Beträgen— mit erheblichen Milchkosten zu belasten, erschien angesichts des überaus hohen und noch in weiterer Erhöhung begriffenen Preises für die Fettportion, insbesondere die Margarine, alS nicht mehr angängig. Wegen der einschneidenden Bedeutung der Milch- preiSerböhnvg lind die Groß-Berliner Gemeinden und der Landkreis Teltow auf Anregung der Fettstelle Groß-Berlin mit der Frage befaßt, wie viejenigea Familien, die völlig nußerstand sind, einen salckien MilckpreiS z» zahlen, van den städtischen Wodttahrtseinrichtnngen i« grrigneter Weise unter. stützt werden können. Die neue Regelung der Höibstpreise tritt am M o n t a g, d« n 2. Februar d. I. in Kraft. Es wäre u. E. ricktig gewesen, wenn man mit Bekannt- gäbe des unerhört hohen Milchpreises auch gleichzeitig mitgeteilt hätte, daß die W o h I f a h r t s e i n r i ch t u n g e n darauf porbereitet seien, den Unbemittelten den Milch» bezug zu erträglichen Bedingungen zu sichern. Wir dürfen wohl vom lKagistrat darüber Aufklärung erwarten, warum das nicht geschehen ist. Jni übrigen können wir nur auf den Artikel in der dritten Beilage verweisen, in dem wir die WirtschgftSdiktatur fordern. Auf dem bisherigen Wege der maßlchen Steigerung oller Preise für die not wen- digsten Lebensunterhaltsmittel, der die Löhne gar n i cbst m e h r f o l g e n k ö n n e n. kann es nicht mehr weiter gehen. Wir werden uns mit der Frage der Milchversorgung im wirtschaftlichen Teil noch eingehend zn befassen haben, um die Bevölkerung aufzuklären über die U r s a ch c n, die zn diesem höchst bedauerlichen Zustand geführt haben. Ursache« der Brotvertenerung. Der Perba rib dar Bäcker, Konditoven und verwandte« Berus- sendet uns zu der kürzlich vcrösfontlichten Notiz über dj« isimrmende Bratvertrucrung einige E rllävuNgen. die in Anbetracht des die All- gemeinheit/heute so stark irrteressierrnden Thamas nicht nniut-r- esfarvt sind: Daß die bevorstehende BrotpreiSevMmny allein dnrck die Erhöhung der Gesellcniöhne verunsacht«st, entspricht nicht den Tat- fachen. Vielmehr haben schon im Dezember v. als durch die Prämniengswährung an die Landwirte der Brotpreis erhöht wurde. die Arbeitgeber des Väckerhcm-dwerks eine BrotproiLreyulie nt ng verlangt, die dem wahren GestehtmgSpreis entspreche, da seit der letzten Brotpreisfestsetzung Kohle wie alle anderen benötigten Artikel wesentlich im Preise gestiegem waren. Die? wurde damals von den Behörden abgewiesen und dazu erklärt, daß vorerst nur eine BrotproiSerböhung um die Prämmnigewährung vorgenommen werden könne. Dabei wurde aber den Arbeitgebern des Bäcker- gewerbeS anheimgegeben, wenn die Gestehungskosten tatsächlich gestiegen sind, entsprechende Anträge zu stellen, wa» auch geschah, ehe die Lohnforderung der Gesellen vorlag. Daß allerding» bei der BratpieiSregnlierung die eventuellen höheren Gesellenlöhne mit aus den Preis wirken, soll und kann nicht bestritten werden. Eine Lohnerhöhung von 100 M. pro Woche ist nicht verlangt worden. Vielmehr wurde ein« Erhöhung des Wochen lohn«? von 75 M. eingereicht, wodurch die Mindefllöhne auf 210 M. bzw. 220 M. steigen würden. Von der Verwaltung wurde dabei anerkannt, daß auch bei der verlangten Lohnhöhe die Lebenshaltung nickst die Höh« der Zeit vor dem Kriegs erreichen wird(mit geringen Ausnahmen ist das wohl in keinem Berus der Fall. D. Red.).' Daß aber die Ver- waktung daraus hinweisen müsse, di« Forderungen so zu stellen, daß die Löhne im Rahmen deS jetzt üblichen bleiben. DemMfolge wurde die Fordern, rg auf 75 M. gestellt und eingereicht. Echeckformulare gestohlen wurden laut Mitteilung der Deut. fchen Bank bei ihrem Drucker. Die gestohlenen Formulare tragen die Nummern 3 335 050— 80, 5 340 050—80, 3 345 050— 80 und 3 350 050—80. Anscheinend sind sie sämtlich mit gefälschter Ausstellung der Deutschen Bank, Filiale Kattowitz, in Umlauf gesetzt. Vor Ankauf und Bevorschussung wird gewarnt. Brikettpraiserhöhnng. Der Kohlenverband Groß-Berlin teilt mit, daß die Preis« für Briketts ab 1. Februar 1S20 infolge der von diesem Tage ab erhöhten Erzeugerpreise um 60 P f. pro Zentner erhöht werden. Ter Preis für Küchen- und Ofenvrand beträgt dem- nach für die Stadtkreise Beilin. Chariottenburg) Neukölln, Berlin» Schöneberg, Berlin-Lichtenberg. Berlin-WilmerSdors sowie die meisten Orte der Landkreis« Teltow und Nieder barnim bei Selbstabholung ab Loger.... 8.10 M. se Ztr. bei Lieferung frei Erdgeschoß oder Keller 8,70 M. je Ztr. bei Lieserungen an da? Kleingewerbe sowie sür Zentral- beizungs- und War, n wasserbereitungSaulage« in Fuhren nicht unter 20 Zentnern: bei Selbstabholung ab Lager.... 8,10 M. je Ztr. bei Lieferung frei Erdgeschoß oder Keller 8,65 M. je Ztr. Für«inen Teil der Ort- in den Landkreisen Niederbarnim und Teltow sind die Preis« für Küchen« und Ofenbrand und für Liefe- rnngen an das Kleingewerbe sowie sür Zentralheizung!- und Warmwasserbcreitungsanlogen in Fuhren nicht unter 36 Zentnern: ab Lager auf.... 7,85 M. je Ztr. frei Keller auf... 8.40 M. je Ztr. festgesetzt. Samariterdieuste. Die Arberter-Samariter-Kolonn« Groß- Bev- I i n» versendet ioeben ihren Vorstands- und Kassen» b e r i ch t für das Jahr 1919. Da? segensreich« Wirken der Ar- beiter--Samariter ist von uns schon früher erwähnt worden. Auch da» Berichtsjahr zeigt di« unentbehrlichen Dienste der Ar- beiter-Sainariler in der erregten Zeitspanne des letzten Jahres. Heber di« Dienstleistung bei besonderen Anlässen sei kurz folgen. des berichtet: Bei den Januar unruhen wurden m der Jett vom 6. bis 20. Januar fünf Wachen mit 289 Samaritern Tag und Nicht besetzt. An den Tagen der Truppen«' nzuge war in der Neuen Wa�e sowie in dem Hause Brner den Linden 54—55 ausreichendes SanitätZpersoncck tätig. Be, den Märzunruhen konnten im Gebiet der Städte Berlin und Lichtenberg z e h n f e st e. S t a t i o n en mit zusammen'4 34 M, t- gliedern besetzt werden. Daneben bestanden ein- Anzahl Ute. genber Wachen in allen Staid tagenden. Bei der Beerdi- gung der R e v o l u t i->n S o p fe r, bei allen Massenonsammlungen wurden die Wachen belegt und die Zug« von Samaritern begleitet. Am 9. November waren zum ersten Male sämtliche Kolminen in Alarmbereitschaft. Zu den .eerienspielen der Stadt Neukölln stellte die Kolonne drei Samcr- riter, die w 8 08 nie ist leichten Fällen eingreifen mußten. Die Gesamtzahl der gestellten Wachen beläust sich auf ca. 2 900, ES wurden 2231 verletzte oder erkrankte Per» sonen in der ersten Hilfe versorgt. 259 Transport« mußten namentlich bei den Kämpfen mit Hilfe der Feuerwehr und anderen Transportmöfllichkeiten durchflefuhrt werden. 3 4 Personen verstarben in den Händen unserer dienstbeflissenen Arbeiter- Samariter. Zwei Samariter wurden bei der Ausübung ihres Dienstes auf der Straße erschossen, zwei männliche und em werbliche» Mitglied schwer verletzt. � Ein sehr wichtiges TatigTeHSfeld ist die Ausbildung der Mitglieder. Es wurden 11 L eh rku» se zur Ausbildung in der ersten Hilfe veranstaltet, die von 578 Teilnehmern be- sucht waren.» Bei den beklagenswerten Ereignissen am IS. Janvar anläßlich der Demonstration gegen daS Betriebsrät-gesch waren unsere Samariter ebenfalls in aufopferungsvoller Werse rätiz. Meist war«, eS Schwerverletzte, die hi-r geborgen und ver- sorgt wurden. Der Abtransport in die Krankenhäuser wurde tat- kräftig unterstützt durch den Branddirektor Reichel und der Ber- bandsstofftnangel durch Herrn Dr. F r e h m u t 6 von der Kommandantur b-hobep, Im ganzen wurden an diesem kS. Januar 128 Hilfsleistungen und eine groß« Anzahl von Transporten, darunter auch solche von 16 Toten besorgt. AuS diesem Auszug ist zu ersehen, datz die Arbeiter-Samariter- Kolonne Groß-Berlin ihre Aufgabe in vollem Sinn« gelöst hat. Pflicht der Arbeiterschaft ist es, nach besten Kräften das Liebes- werk des Bundes zu fördern, um so ihren Dank für dessen Mühe- waltung zum Ausdruck zu bringen. Di: ReichSschuhe. Um unsere Leser vor unnützen Laufereien und Schreibereien zu bewahren, teilen wir mit, daß die PerkaufS» stellen für Berlin noch bekanntgegeben werden._ 4] Jan Krebseeeuter. Seine Taten. Fahrten und Meinungen. Aufgezeichne» von Haas Müller-Schlöffer. Hier fällt mir eine kleine Geschichte von einer Kevelaer Prozession ein, die mir Jan Krebsereuter selber erzählt hat: Früher, als die Leute frommer waren als heutzutage. und noch keine Eisenbahnen fuhren, pilgerten die Wallfahrer von Düsseldorf bis Kevelaer zu Fuß. Sie beteten einen Rosenkranz nach dem anderen zur Ehre der schmerzhaften Mutter und sangen kindlich-innige Marienlieder den ganzen langen Weg über. Es war ein beschwerliches und mühseliges Wallfahrten über die endlosen, langweiligen, staubigen und in der Sommersonne glühenden Landstraßen, und wenn die Mutter hie und da einen armen Teufel, der ihr sein Leid und Gebrechen mit gläubigem Gebet ans Herz legte, erhörte und ihn an Leib oder Seele gesund machte, so tat sie, wenn inan's richtig nimmt, eigentlich nicht zuviel, denn wer von Düsseldorf nach Kevelaer in"langsamem Trendelschritt pil- gerte, hatte ihre Hilfe wohl verdient. Mag sein, daß heut- zutage darum nicht mehr soviel Wunder an dem verblichenen Gnadenbildchen geschehen, weil die Wallfahrer sich faul mit der Eisenbahn bis an Ort und Stelle fahren lasten, und dann kann ihnen freilich das überlaute Beten und noch so gefühl- volle Singen nicht viel nützen. Die Brudermeister, so nennt man die Vorbeter, die in der Mitte der Prozession in Abständen von mebr oder wen,- ger als achtzig Schritt gehen nnd bei jedem„Gegrüßet seist du, Maria" eine halbe Wendung nach den rechts und links von ihnen gehenden Wallfahrern machen und dabei aufmun- ternd ihren Stab heben, kannten die Beschwerlichkeiten des Weges, weil sie ilm jedes Jahr ein paarmal mochten, und rüsteten sich mit Stärkungsmitteln aus. worunter eine Flasche Kornschnaps das vornehmste war. Zwei von diesen Bruder- meistern hatten sich eine irdene Sauerlxasserkanne voll Schnavs gemeinsam zugelegt, die sie abwechselnd trugen. Der erste ging, wenn er einen Schluck genommen hatte, einig« Schritte zurück, und der zweite kam ihm entgegen und nahm die Flasche an. Beide gingen dann wieder an ihren Platz, .und der zweite trank, und das Sviel wiederholte sich umge- lchrt. Einmal, als der zweite wieder gerade Inn',, sah der erste einen herrschaftlichen Wagen, um die Biegung der Land- straße herankommen. Sapperlot', dachte er. die Herrschaften dürfen nicht sehen, daß wir in der frommen Prozession Schnaps trinken I Der zweite aber sah den Wagen nicht, weil er gerade die Kanne vor dem Munde hatte. Er mußte also ans eine schickliche und für die Herrschaften sowohl als auch für die Wallfahrer unauffällige Art aufmerksam gemacht werden. Unser Brudenneister, ein gewitzter Schalk, nahm seinen Stab, drehte sich um und fing sein Ave so an:„Scheele Kopp, tu' die Butelje fort, hinten kömmt ein Wagen.— voll der Gnaden, der.Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Weibern--"«und die Kanne verschwand!--- Meine geneigten, gutmütigen Leser mögen wieder mit mir zu unserem kleinen Jan zurückkehren, der an dem Gang- fensterchen steht und mit einem Hölzchen an den Gitterstäben vorbeistreicht, auf denen er aus die Art Harfe spielt.„Ping, pong, pang, pung" klingt es jedesmal, bis dicke Regentropfen auf daS Dach prasseln, und da beginnt ein anderes Spiel. Jan streckt seine derben Aermchen bis an die Schultern durch die Gitterstäbe und läßt sie naßregnen, und als der Regen in Strömen kommt, und das Wasser von Pfanne zu Pfanne plätschert, sängt Jan eS mit der Hand ans und wäscht sich Arme und Gesicht und wie er sich mit seinem Schürzchcn ab- trocknet, sieht er in dem Fußboden einer Bohle ein nränner- handgroßes Loch, das in den Jahrzehnten von den nngezöbl- ten Schritten ausgehöhlt worden ist. Rur ein dicker Ast mitten in dem Loche ist stehen geblieben. Jan schöpft Wasser von den Dachpfannen mit der hohlen Hand und gießt es in dcr§ Loch, b.is es bis oben voll ist. und hat seine Unterhaltung daran, wie daS Wasser allinählich in! dem morichen Fußboden versinkt. Im Augenblick ist für' Jan ein wunderschönes Spiel entstanden. Jans Mutter bügelt in der Küche Schürzen und Grades' buntseidene Halstücher und singt dabei getragen und voll Empfindung ihr Lieblingslied, während das hin» und her- fahrende Bügeleisen den Takt angibt: „Wenn ick in deine Augen ich', Versckwindet all mein Leid und Weh, lind wenn ich küsse deinen Mmid, Tann werd' ich ganz und gar gesund." Jan laust zu ihr hin und ruft: „Mamma, mach' mir so Schiffte aus Papier! Rasch, rasch, sonst bört der Regen auf!" stau ist energisch mid da hilft fei'.: Hiiiustst aus o'..' Bügeln, das Schiffchen muß gemachl werden, und. Trüdeke stellt das Bügeleisen auf die umgekippte Untertasse und faltet ihrem Jan aus einer alten Tstite, auf der ein blauer Stempel „Ferdinand Ouaddelmechel, Viktualienhandlung" prangt, ein Schiffchen zusammen. Jan laust zurück auf seinen Gang, schöpft flink daS Loch wieder voll Wasser und setzt das Schiffchen darauf, rührt mit dem Finger Wellen und bläst mit dicken Backen, daß daS Schiffchen vom Sturme hin- und hergeworfen wird. Jan ist der liebe Gott, der die Sündflut über die böse Menschheit schickt, das Schiffchen ist die Arche Noah, als Ver- treter der Tierwelt liegt eine tote Fliege im Schiffchen, und der dicke Ast ist der Berg Karmel, auf dem die Arche Noah hängen bleibt, als die Wasser sich verziehen und der liebe Gott zum Zeichen der Versöhnung den Regenbogen über den Himmel spannt. Jan legt die Hand auf das Schiffchen und läßt sie dann davonflattern: das ist der Rabe, den Noah auSsandte, daß er ihm Nachricht bring«, ob die Erde schon trocken wäre. Ader der Nabe kommt nicht zurück. Da nimmt Jckn die andere Hand und läßt sie davonflattern. Das ist die Taube, die einen grünen Oelzweig, daS schöne Symbol dsS Friedens, heimbringt. Was tut's, daß Jans Hand ein abgebrochenes morsches Holzsplitterchen in das Schiff fallen läßt, Jons Dichteraugen— alle Kinder sind Dichter und alle Dichter bleiben zeitlebens Kinder!— sehen einen grünen Oelzweig! Aber eine Sündflut war nicht genug, so rasch tut die unverbesserliche Menschheit nicht Buße. Und wiederum rauscht der Regen vierzig Tage und vierzig Nächte, wieder heult der Sturm und wieder toben die Wellen, daß die Arche Noah in die Gefahr des Unterganges ksmmt. Ach, wäre sie doch! Wäre sie mit Mann und Maus untergegangen und wir ibr alles irdische Elend, Krieg, Pestilenz und Hungers- not. Sorge, Kummer. Aerger, Enttäuschung, alle Affen, die das Leben zum Posienspiel machen, alle Füchse, die freund- schastlich lächelnd betrügen, die Wölfe, die nimmer satt wer- den und den.Hals auf ander Leuts Kosten nicht voll. kriegen können, die Katzen, welche die schmerzhaftesten Wunden schlagen, die Schafe, die jeglicher Dummheit nachblöken, auch die gutmütigen Ochsen, die ihre Kraft stumm für ander« her- geben, die dummen Kühe, die ihre Milch jedem, der's ver« steht, abzapfen lasten,— und meinetwegen auch das bißchen Freude. Aber sie ist nicht untergegangen! Sie klebt tvieder am Berg- Karmel. als das Waff.'r versunken' ist, und die D„n bring' wieder- den nndiirnv. Oeizlvezg. der isinrl mir morsches, halbverfauUes Holz ist!(Forts, folgte Hochwaffe» hl der Start. Spree, Havel»n!» ander» märkisch« glflfse find bt den letzten Stunden ganz bedeutend gestiegen. Auch die Warth«, der B o b e r und die Reihe stiegen und find ans ihren Ufern getreten. Ä Ü st r i n und Landsberg a. Warthe find rings» herum meilenweit von großen Wasserflächen umgeben. Einzelne Ortschaften find nur noch mit Kähnen zu erreichen. Die Beamte» im neue» Deutschland. Bor«ine? Sffentlichen, vom S.-V.-D.-Werbeou»schuß der Be» amten und Angestellten der Verwaltungsbehörden einberufenen, gut besuchten Versammlung referierte Gen. Franz Krilger über: »DleBcamtenundAnge st eilten imdemok ratischen D e u t s ch l a n d." Krüger iührte In seinem von lebhaften DeifallSkundgebungen iinterbrock)eiien Vortrage u. a. aus, daß unsere Genossen in Parl-r- ment und Regierung die Interessen der Beamten und Angestellten mit allem Nachdruck v e r t r e t�e n. Es gilt ein t ü ch- k i g e S und zuverlässiges Berufs- und Volksbeamteutum heranzuziehen und unter Mitwirkung der Beamten- und Ange» slellienauKschüssz den Grundsatz.Freie Bahn dem Tüch- tigen' großzügig zu verivirtlicben. Klassenunterschiede bekämpfen wir. Unterschiede zwischen einzelnen Beamten- gruppen und zwischen Begmten. Angestellten und Hilfskräften müssen ausgeglichen werden. Beamte und Angestellte müssen in letzter Stunde, ehe eS wieder für ein« gewiss« Reihe von Jahren zu spät ist, erkennen, daß nur surch intensive Mitarbeit jedes einzelnen am Wiederaufbau, durch entschlossenes üch-Einreihen in die Kampffront der in den WerHeausschüssen der 3. P. D. organisierten Kollegen daS Glück aller, der Soziali S- wuS, zu erreichen ist, denn Sozialdemokrat sein heißt Mensch, heißt Kämpfer sein._ De, Kampf mn de« EntlassungSanzng bereiwi fo manchem. Heereöentlasscnen immer noch schweren Verdruß. Auf tu« Nachricht, daß im Bereich deS GardekorpS zur Feststellung deS Bedarfs alle vor Ende 19ll>-zeltend gsmacksten. ober nicht«rledichen Ansprriche nochmals bis spätestens gl. Januar lSAI angsneldei werden müssen, fanden sich schon am folgenden Tag« Hundert« bei der Prüfung«- stelle«in. Einer, der dabei war, berichtet unS, daß ihm erklärt ivorden sei:.Die vor de: Revolution entlassen wurde? und keine Moirtenempfänger find, bekommen nicht?.' DaS sei nun, fügt� er bitter hinzu, schon der sechste vergeblich« Gang gewesen. Immer Hab« man ihn wieder hingehalten und ihm gesagt, er müsse warten. Nach der Revolution fing«S an beim Sol- datenrat in Lichtenberg, co* da wies man ihn nach Moabit und dann mußte er zur Kleiststraße, wo er nach dreistündigem Warten zum IS. April llllü hinbestellt wurde. Al» er an diesem Tage sich «infand, bestellt« n:an ihn nochmals zum 8. Juni, aber auch da war wieder nicht« für ihn zu haben. Denselben Mißerfolg hatte sr dann am 18. August in Lichtenberg im SchulhauS an der Markt« "traße, und nun muh er im Januar lÜÄZ hören, daß er über» Haupt nichts mehr zu fordern hat. Der Mchm klagt, daß er trotz einer Krmlähmung kein« Rente erhält» weil Dienst- beschädigung nicht angenommen wird. Wenn die Auskunft bei der PrüfungSstell« richtig ist. so hätte man dad vorher bekannt machen sollen. Dann wäre nicht der iviann zum sechstenmal genarrt und durch Zeitverlust in seinem ArbeitK-inkommen geschadigt worden. Einbruch beim Acbeiter-Rudcrverein.Vorwärts'. In der Nacht vom Montag z» Dienstag stiegen Diebe durch die Dachluken des Bootshauses des RudervcreinS.Vorwärts'. Sie erbrochen °lS Garderobenschränke und nahmerv hauptsächlich lo ollen« Sweater. Milrtärmäntel und blaue An- ü g e mit. In der Nacht vom Freitag zum Sonnabend kehrten ste wieder, erbrackzen sämtliche Schränke und raubten sie zum Teil aus. Die? ist das vierte Mal, daß in kurzer Zeit da» BootShauS von Einbrechern hecmaesucht wurde. Da eS sich duvckloe� um Ar- beiler handelt, trifft diese der Schaden um so erheblicher. Die Mitglieder werden zu einer außerordentlichen Sitzung am Montag 7 Uhr nach dem Bootshause eingeladen. " volksbochschule. Im Arbeitsplan der BollShochsihule find auch rfne N--she Kurse voreesehen über die©nrnMapen der modernen VolkSwirtfchalt, md die Entwicklung der modernen Demokratien, die sämtlich in der low- wenden Woche beginnen. Soweit einzelne Rur!« schon begonnen haben, haben e« die Dozenten so eingerichtet, daß die Hörer sich auch zur zweiten Stunde noch melden können. Der Arbeitsplan ist u. a. zu haben im Bureau der Gewerlichast-ir, Engelufer t». I. der Bezirks or-anisatton. Belle. tmeliraiie 7, II, Zimmer 15. BorwärtS-Buchhandlung, Teilnehmerkarten an den beiden letztgenannten. Stellen. Schleichhandel mlt Koks. T-ie Kohlendeputaftvn de? Stadt Der- ltn hat in den letzten Tagen wiederum in einer großen Reih« von Fällen, in denen Schiebungen mit Kohlen vorlagen, ein- aegriffen. So hat sie u. a. bei der Silbcrschmelzerei von R ö s ch k e m der Spandauer Str. 88 ca. 100 Ztr. im Schleichhandel erworbenen Koks festgestellt, für den nicht weniger als 30 00 M. gezahlt worden waren. Als Lieferanten wurden zwei ?!/, Uhr, tm Kleinen Schiütheitz, Ka'tamen-Avee 28. Vortrag über LiedlungSwesen.—(OrtSver- waltung Ttmvelhof.) MonatSverfammIung. Dienstag, den S. Februar, abend» T1/, Uhr, im Restaurant.Kurfürst', Berliner Str., Ecke Dorsftrasse. Wollbutdranche. Montag, den 2. Februar, nachmlttaz» b'/, Ubr, im ©ewer kichastShauS, Engewser IS, Saal 8. versammlimg aller w der Dollhutbranche Beschäfitztcn._ Grsh-VerNner Lebensmittel, In der Woche gelangen zur Verieilung in: Berlin aus die ReichSstetschkarte ausländisches Rindergestierfleisch oder Büchsenfleisch. ©harlottenbnrg.'I4 Pfd. Zucker«ss die Zuckerkarte vom 1. bis IS. Februar unter gleichzeitiger Abgabe de» ZlbichnittZ 277 der roten NahrungSmittelkarte. 100©ramm Graupen(114). 125 Gramm Teig- waren(1). 350 Gramm ausl. MaiSsabrikat«(2). 250 Gramm Inlands- marmelade(6). Kartostelersatz Ist besonder» bekanntgemach!. Im Monat Februar an Kriegsbeschädigte, die 20 Proz. und mehr erweröSimsähig sind, 1 Vsd. Teigwaren, 1 Pfd. Weizengrietz, 1 Psd. Graupen und 1 Pfd. Haser- Nährmittel. DchSueberg. Voramneldunz 250 Gramm Teigwaren(118 und 114), 250 Gramm AufstrichmIItel(87), In der nächsten Woche: 0 b«: e Vor- anmeldung tür ausfallende Kartofieln 800 Gramm getchäite Ackerbobnen (6 0 bis x der Kartosietkarte), 250 Gramm Gerstenfabrikate(III und ULI, zwei Päckchen Puderpuddingpulver(35) und 20 Gramm Dörrzwiebeln(3S). Wilmersdorf. 2 Psd. Kartoffeln und ans 60 2 Psd. Kohlrüben. Ab Donnerstag 800 Granau Hülsenfrüchte(SS».«). Ii» Gramm HRsen- sruchlmebl(Sk u. x). 875 Gramm Zucker(82). 250 Gramm Maisgriess (109). 400 Gramm Marmelade(v 3). 2 Dosen Malzertrakt(IS). Für Kinder je 250 Gramm Fruchtstrup(45 A. 1, A II, B I, B IT. 0 I, C TI). Für Kinder vom S. bl» 14. Lebensjahre je 4 Stück Milchlveiien. Für Jugendliche(9 bl« 1» Jahr) Armee-tZremafekonjerve. Für Personen von SO Jahren und darüber 250 Gram« Hasemäbrmittel. Für Personen von bS Jahren und darüber 2 Päckchen Zwieback. Für Kranke Eier UrlauberbezugSkarte 100 Gramm Nährmittel, 250 Gramm Marmelade. Für heimgekehrte Kriegs» und Zlvilzefangene 250 Gramm auSl. Hüifenfruchte. Stralau. 875 Erantta Zucker(8), 100 Gramm Nudeln(S)> 125 Gramm Haferflocken(4). Jovanntöthal. 250 Gramm Haferflocken(56?). 125 Gramm Kunst- Honig(563), ein Suppenwürfel(564). ein Päckchen Süxstoff(5S5). Für alte Leute 2t.0 Gramm Griess<2). FricdrichStiage». Mittwoch 100 Gramm Haferflocke»(9), Donnerstag für Jugendliche 600 Gramm Lohne»(5). Itcgel. 125 Gramm Graupen(118), 100 Gramm Teizwaren(114), 350 Gramm AuSlandSmehl(T 85 nnd ü 36). Für Kinder: 250 Gramm Kinder gerflenmehl und 2 Päckchen Milchsüffspeile(S). Fttr Jugendliche: 1 Büchse kondensierte Milch, 2 Päckchen Mckchsüssspeise(49). Für alte Leute: 125 Gramm Kakao und 2 Päckchen MUchsüssipeffe(S). Poukaw. All Ersatz für die ausfallende MUchmenge wird Ksnden»-. milch verabfolgt. Auf Zusatzzuckerkarten für Kjnder: Gerjtenmebl. ArtedrichStelde. 250 Gramm Ackerbohnen(HauShaltStartei, 250 Gramm Maismehl, 250 Gramm Kartoffelmehl(110), 250 Gramm Sirup (112), ein Suppenwürfel, 100 Gramm Griess(113). Hermsdorf. 100 Gramm AuslandSiäse(10), 850 Gramm Linien(4). Werdende Mütter(vom 4. Monat ad), Montag 9 bi» 8 Uhr, bei Tluvprechi, Tegeler Dtrasse 10:'/» Psd. Speck od«'/« Pfd. Margarine, 100 Gramm Buchweizengrütze(104). Für Jugendliche 800 Gramm Graupe» zu« Preise von 29 Ps. Alt-Elienicke. 125 Gramm Nudeln(114), 250 Gramm Morgentrank, 125 Gramm WaiSfiocken(E 9), ein Hering(70), 125 Gramm Marmelade (71). Aus Rährmiiteliarte 250 Gramm Gerstenflocken oder Haferflocken und ein Paket Zwieback. Für Kriegsbeschädigte t Psd. Graupen. Für stillende und werdende Mütter 250 Gramm Leber- oder Plulwurst. Abschnitte g der Kartoffelkarte 250 Gramm Saubohnen, tr—o i Psd. Kartoffeln, k 8 Psd. Kohlrüben. Vuchholz. Für Jugendliche 200 Gramm Erbsen nnd 250 Gramm Kartoffelsago. Ift, Psd. Rogxemi.ehl(T 15, N 36, V 37). Hennigsdorf. Montag 250 Gramm Ackerbohnen(B«), 250 Gramm Bohnen(B 7), 200 Gramm Erbsen(B 3), 200 Gramm ReiS(B S). TimStag 200 Gramm Granpen(B 10), 100 Gramm Htferflocken(3 11). Mittwoch. Für Kinder bis 10. Lebensjahre 1 Paket Keks, 11. bis IS. LebenSjabr« 1 Psd. ReiS. Ausgabe der Setjenkarte« für Kinder vom 1. bi» 2. ItbenSjahr« Freitag 8—12 Uhr. Hrsß-Serttn« parteinachrichten. Achtnug, Genossiknen! Montag S Ubr: Versammlung der Funkttouärinne« Gross- Berlins in den»Sophieniiileu«. Toptzieusir. 17/18. grosser Saal (1. Etage). Vortrag»er tSeuojsi« Gertrud S 0 d a h l(M. d. St.) über:.Unsere Wirtschaftslage unter besonderer Berücksichtigung des Grnöhrnngsweseus"._ 12. Sbt. Montag 7 Uhr Funktionärsttzung bei Rüge, Waldemar. strafe 22. 17. Nbt. Montag 7 Uhr tm Lokal von Pärchen. Sehtnestr. 2, ausser. orbcntl. Sitzung der gesamten AbtetlungSkeitung und samtlicher veziri». ILhrer, jedoch ohne die BetriebSveriraueuSleuie. 26. Slbt. Dienstag 7 Uhr tm Bürgerheim. Alte Schönhauser Strasse 23/24. Resereut: Gen. Dr. Stöizer über.Elternbeiräte'. El. Abt. Alle Eltern, deren Kinder die LOS.. 49. Eemeindeschule. so- wie die 13. HiljSschule, Jbjenstrasse. besuchen, werden zu Montag 7»/, Uhr bei Forst, Seelvwer Str. 18. zu einer wichtigen Besprechung eingeladen. Schwerhörtgengrnppe. Riltwoch 7 Uhr Versammlung m't Bortrag in der Tanbstumnienschule, MarkuSsw. 49, Hos, link« 2 Tr. Werden nskchüsie der Beamten, flstittwoch öffentliche Berjammlung aller Reichs-, Staats- und Kommunaibeamten und HltsSbeamten Cbar- wilenbnrgs im«oUSbause, Rosinenstr. 8. Referent: Genosse Lehneri über .Reaktiou in d-r Beamtenschast«.__ CchlnsN««. Montag 7 Uhe im 9tM tm Hetntze,_____ Rubens ftrasse. Frauen abend. Thema: Religion. Kwche, Schule. Lichtenberg. Die Jugendweihe findet diesmal am LI. März, 11 Uhr vormtttag», im Feftsaal dcs NealggnmafimnS an der Pariaue statt. An- Meldungen hierzu können im Sekretariat, Niederbmnimsir. 4, beim Genossen varanowski, sowie Kegel, Rittergutjtr. 2i, Arndt, Skandinavische Str. 2, gemacht werden. Di« Einschreibegebühr beträgt 1,— ZS. Silüungsveraastaltungea. Vezirksbilduttgsansschtch Groh-Berlia. Tozialistitche BildnugSschnle. Der Kursus des Genoffen Dr. S i n z h e j m e r in der Stola de» KSntzstüdtilchen Gkunnasimn» muss -ms spater verschoben loerden.— MSrchrnvorletnnge«. Heute SchiUaulö Lülticher Str. 47/48, 3 Uhr. Karten zu haben Kraiet und Buchholz, Tran«- vaaistr. 18. Anla der Fichtekchule Schöneberg, Kolonnen strasse, 8'/, Uhx. Karten zu haben: Mflde. Nollendorsstr. S, GrieS, Sedanstr. 17, Obst, Mariin-Lutberstr. S9. Löhne, Rudenstrasse, Ecke Canoverftraße, Charlotten- .bürg 2'/, Ahr im Botkshaus, Rofinenstr. i.— 3. K«»stabend«Kammer- mustk« 15. Februar 7 Ubr A:lla dc» GhstmaflumS zum grauen Kloster, Klofterstr. 74. Karten 1 M.— Bebrl-Aeier 22. Februar 7 Uhr Festhalle deS StadtbauieS, Straianer Strasse. Eintrittskarten 3 R. destn Dilduug». auSschuss. Lindrnftr. 3. 2. Hos IV, Zimmer 10, von 9— 4, Donnerstag» von 9—1 u. 5— 8, bei Harsch, Engeins er 15, in der BorwärtS-Buchhandluna, Lindenitr. 2, und bei allen AbteitungSkassterern.— Abonnements-Ztzest- konzerte»Ter Ta»Z*. Für grüne und rote Karte» 8. Februar mittags 11'/, Ähr in den Kammersä-en, Teltow« Ctr. 1/4. Die Marken müssen unverzüglich eingelöst werden. Steglitz. Nachbestellungen z» Ernst TollerS„Wandlung'. Tribüne, 8. Februar 3 Ubr, k 2 SB., find btS Montag abend beim Gen.. Stahl, Rtngfrr. 7. zu tätige«. Wer noch nicht im Lefitz von Karten ist, kann diele am Sonntag abend 7 Uhr dortselbst abholen. Nachbesteller erhalten ihre Karten Mittwoch 7—8 bei Clement. Düppel llrasse(Restaurant). Vorträge, verewe unö Versammlungen. Reichvbnnd der KriegSbeschäbigte«(Weztrt 1», Osten). Die»;. tag 7 Ubr öffentliche Lerjammiunz tn der Ciciyffeör'c. Eidenaer Str. 37, Tag-Sordnung;.Wir und die Teuerung'. Ref. kkam. Bader.— Bezirk Nordosten. Montag*/£ Uhr Versammlung der Hinterbliebenen in den NniouS-Feft'älen. Greiföwalder Str. 222.— Ter Arbeiter-Waffersport- Verbauv plant am 8. Februar m gmn Deutschland emen Protest«ezen dir fast Überali durchgeführte Schliessung der Hallenbäder. Ansang und Ort der Protesioersammlungei,, an denen fich auch die bürger- lichrn Schwimmveretne beteilige», wird sür Berlin»och bekannt gegeben. Neukölln hält seine Bersammiung in KllemS Feftjäle» und Cdarioilenrur z st» BoikShause ab. Alle Schwimmer nnd»Bädesreunve worden um zahl- teichc Beteiligung ersucht._ Mus aller Welt. Grubenunglück. In einem Koblenschachi im Zwickauer St-Zd- teil Neu-Dörsel wurden während der Nachtschicht drei Benaleute verschüttet. Erst nach längerer Arbeit konnten die Vernngluckteit geborgen werden. Zwei von ihnen waren bereit» tot. Hnngrrkrawalle in Rord-Nähren. Die deutsche Stecht Rüg» Ith in Nord- Mähren wurde dieser Tage der Schauplatz große- nx Hungerkrvwalle. Die AuSscktreitunyen wurden, von den Ar» beitern der dortigen Zuckerfabrik begonnen, denen fich bald Arbeiter anderer Betriebe anschlössen. Im Verlauf der Demonstration wurde der Vürgermeistar mißhandelt. Ein Riksrnbenkmal a« der Marne. ThoincS Mmwoech von her Firma Morgan u. Co. hat nach Paris berichtet, daß auterikaüische Bürz�r die Absicht haben, an den Ufern der Marne ein Denkmal zu errichten zum Andenken an den heldenhaften Widerstand de- Franzosen im Jahre lS14. Da» Denkmal soll natürlich da» größte dar Welt werden. Die Marschälle Fach und Joffre sollen den Platz bestimmen, wo eS errichtet werden soll. Die Kosten in Höhe von 25 000 Dollar sind bereits von Amerikanern anfgebraeht worden. Schade, wir hätten ihnen den Leipziger Bölkerschlachtkoloß gratis überlassen l Fleifchprelse in Wie«. Im 5A«nverZauf kostet et» Kilogramm vorderes Rindfleisch 50 Kronen, biwtereS 52 Kronen, Lungenbraten. M Kronen in der billigen Woche. Ju den drei unmittelbar auseinanderfslgenden Wochen: S8, 102, 124 Kronen. Da» find RationSpreis«! Zwar sind 124 Kronen nur etwa 80 M., aber in Wien verdient man ja nicht Mark, sondirn Kronen. Di- Republik sollt« übrigens die Bezeichnung.Eine Krone' durch.Ein Bettel' ersetzen. Die neue« Plebiszitbrlesmarke» finden reißenden Wsatz. In Flensburg sind in den letzten Tagen für ö Millionen Mark Briefmarken angekauft worden. Ein einziger deutscher Aufkäufer brachte allein für eine halbe Million Mark«n sich. In Apenrade wurden für 100 000 M. verkaust. Hechtsprung. Im LandgerichtSgebüudß zu Ttudrfstndt wurde der wegen schwerer Einbrüche festgenommene Bäckergeselle Jecho» au» Schwarzburg vernommen und dabei von einem anderen Gefangenen bewacht. Plötzlich stürzte Jechow zu dem ge- fchlossenen Doppelfenster, schoß, mit dem Kopf voran, durch die Scheiben und gelangt« anscheutend unverletzt auf die Straße. Und — ganz wie in den Filnirgznanen— stand auf der anderen Seiie ein Rad, auf dem der Verbrecher schleuwigst da? Weite suchte. Verschobene Patronen. Beamte de» NeichZverwertungSmnt» beschlagnahmten am Donnerstag in einem Lorort Hannovers auf' dem Gleisanschluß eines Jndustriewerks einen Waggon Patronen, der dem Beamten von Personen, die sich alz Ange- stellte de? Werke» ausgegeben hatten, zum Kau? angeboten worden war. Eichcrheitswehr übernahm die Bewachung deS Waggon» bis zum Abtransport. ES wurden 4 Personen festgenommen. Eine wettere Untersuchung ist eingeleitet. Schlafkrankheit in Nordsrantreich. Au» Frank reich in Halle etngerroffene Kriegsgefangene berichten, daß in den letzten Tagen im Militär lazareti ron Reim» ein deutscher Kriegsgefangener an der Schlafkrankheit gestorben sei und daß zwei weitere Ge- sangen« an dieser Krankheit schwer daniederliegen. Auch in Lille seien mehrere Personen von der Schlafkrankheit betroffen und streng rsoliert worden._____ Srkefkasten der Reöaktioa. ». 04. 1. N. 2. Schmidt-Spttna. Leipzig, König-Johann-Stt. 18. 8. L. Fernau. Leipzig, Feldsir. 15 4. Die NnterhalttmoSäeilage für Kinder erschewt 14tägig als Beilage der»Gleiibhett'; vierteljährlich 4�5 M. 5. Ja, bei einer Eilenbavnwertstatt.— BS. D. 37. Lasse» Sie sich von der Buchhandlung Vorwärt» geeignete« Material übersenden: wir haben keine Zeit dazu.— ffi. W. München. Fragen Sie beim Partelblatt Ihre« LrteS an,«b in Ihrer Stadt Reichsschuhe zur Ausgabe gelange». «DetteranSflchten kür da» mittlere Skorddentschkand div Montag mittag. Ueberwlegeud deviltt, etwa» milder, zeitweise Regen. fäll«. Meint-, Burn-** u: d tz/nteTleibslcldcn, iq» BeruIsotÖrnng. Anltl&renda, belehrende roschttre für 1 Mi. portofrei in versohlosaenern Umschlag ohne Aufdruck durch pezlalarzt Dr. med. Dammann, OerliD II. Potsdamer Straße 123 B. Spreeheeit: 0—11, 2—4. 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In Berlin traten die im Hauptausschvß für freie Nah- rnnasmittelwirtschaft znsammenaeschlossenen Verbände zu- sammea, um mit den Vertretern des Handels und der Land» Wirtschaft über die notwendige» Schritte zu beraten, die zur Wiedereinführung des freien Handels erfor» derlich sind. Generalsekretär MiOTer-Franken voin HauptauSschuß für frei« ÄiahrungSmittelwirtschaft forderte die Notwendigkeit der sofortigen Aufhebung der Zwangswirtschaft. Der Schleichhandel blühe trotz aller Regterun-gserlasse lustig weiter und werde vom grünen Tisch aus nicht zu bannen sein. Wenn die Regierung und die verant- wortlichen Stellen in ihrer ErnäyrunospolitA in der bisherigen Weise fortfahren, werde der Krieg zwischen Stadt und Land unver» weidlich werden. Noch immer versuche man die Lüge fortzuführen, daß es möglich sei, hohe Löhne mit billigen Lebend. mirtelpreisen zu vere nen. Man könne nur noch die Ratio» nierung für Fleisch, Getreide und Milchprodukts zur Sicherung des Existenzminimums anerkennen. Alles ander? sei der freien Bewirk schastung zuzuführen. Die Verhältnisse seien so weit gediehen, daß der Handel den Mut habe zu sagen:»Wir tuu nicht mehr mit!� Der Vertreter Breslaus, Fritze, zeigt« an Hand von Zahlen die Wirkungen der Zwangswirtschaft. Im Dezember 1918 seien noch 2 054 000 Tonnen Getreide abgeliefert worden, gegen 1 034 000 Tonnen im Dezember 1)19. Diese ungeheure Differenz sei in der Hauptsache auf den Rückgang der Anbaufläche zurückzu- führen. Tie Preise, welche den Landwirten für Kartoffeln gezahlt werden, sind so gering, daß sie nicht einmal die Kosten für das Hacke» und Abfahren der Früchte decken. Das Prämienfystem der Regierung für die Getreideablieferung sei ein Bluff nach außen. Es müsse vor allem gefordert werden, daß die Regierung den Betrieb der Kali, und Stickstofstverke dem Kohlenkommisfor en'�iehe, dessen schematische Arbeit die Landwirtschaft an den Rand des Abgrundes bringe. Der Vertreter der Landwirtschaft bei der ReichSgerreideftelle, Oberamtmann Schliephake, führte den katastrophalen Rückgang in der Produktion in der Landwirtschafi vor allem auf die Kohlen- Znapphei: zurück. Ten Landwirten fehlten Pferde und Menschen. Die diesjährige Hackfruchternte habe zum Teil deshalb nicht gebor» gen werden können, weil die Landarbeiter weder Kleidung noch Stiefel kaufen ki'nn'n und so nicht die Möglichkeit haben, sich vor Regen und Schnee zu schützen. Tie Pariser Börse handle heut« mit deutschem Hafers Er habe, als er davon Kenntnis erhielt, den Herren de: ReichSg�treidcstelle gesagt:„Wer gehört an die Laterne? Die Landwirte, die das Getreide inS Aus- lccnd verschieben, oder diejenigen, die eine solch« Katastro'bbe nicht verhindern?" Darauf habe er als Antwort erhalten:„Schließen Sie doch das Loch im Westen. Bei der Bestechlichkeit des Eisenbahn. Personals ist eS uns nicht möglich." Der amtliche Sachverständige für Kartoffeln, Spieß, wie» auf die fürchterliche Mißwirtschaft der Städte in der Kwüoffelversorgung hin. Die Ware, die heute in Berlin zum Verkauf käme, sei besten Falles als V i e h f u t t e r zu bezsich. nen. Vor dem Kriege chabe der Kartofselhändler 30 Prozent beim Verkauf gehabt, heute kaufe man die Kartoffel vom Bauern mit 8 Mark und verkaufe sie mit 25 Mark. Man verdiene also 200 Prozent. Auch dieser Redner forderte, wie die anderen, die so- fortige Freigabe der Lebensmittel. Der Vertreter deS Deutschen Fleischervelbandes, derbes, schil- derie. die Verhältnisse auf dem Fleischmartt. Hier könne d'.e Zwangswirtschaft nur noch mit Hilfe der Auslandslieferung durch- gehalten wvrden. Auf jedes Pfu-nd AuSlandSwa«, da» zur Vor- teilung komme, lege das Reich 19 biS 11 Mark z«. In d«n näch- sten drei Monaten sollen 250000 Rinder geschlachtet werden. Dann kämen also 70 Gramm Fleisch auf den Kopf der Bevölke- rung. Vorbedingung aber sei, daß der volle Auftrieb ge- lingt, und nicht, wie bisher, nur rund 50 Brozent des anberaum- ten Auftriebes■gut Durchführung komme. Der Deutsch« Fleischer- verband stehe auf dem Standpunkt, daß der Handel mit Kälbern, Schafer. und Schweinen freizugeben, und daß lediglich, um die Milchlieferungen sicherzustellen, der Handel mit Rindvieh zu kontingentieren sei. Auch der Vertreter der Vereinigung deutscher Bauernverein«, Assessor Brinkmann, stellte sich auf den Stand- punkt, daß die Freigabe de» Handels eine Besserung der Lebens- mittelbslieferung bringen werde. Die freie Preisbildung fei der beste Regulator der Wirtschaft. Räch sehr ausgedehnrer Debatte, in der Vertreter der einzel- nen Gewerbe und der Landwirtschaft sprachen, wurde beschlossen, sofort an die maßgebenden Stellen heranzutreten, um eine Freigabe der Wirtschaft und des Handel» uuter Ticherstellung eines Existenzminimums durchzufetzeu. Also die Freigabe der Wirtschaft ist die einzige Rettung! Das ist dos einzige Auskunftsmittel der Zerren S a ch v e r- ständigen. Wir sind etwas anderer Meinung. Wenn den Herren Produzenten noch nicht die Erkenntnis ge- kommen ist, daß es nicht nur die höchste sittliche Pflicht ist, freiwillig alles daran zu jeden, daß' die Millionen Städter das Eristenzminimum erhalten, sondern daß es Selbsterhaltung auch für sie bedeutet, dann bürste ihnen kaum mehr zu helfen sein. Wir brauchen eine Wirtschaftsdiktatur, die den Produ- zenten klar macht, daß sie der Allgemeinheit gegenüber als Besitzer des nicht dermehrbaren Bodens die weitestgehenden Pflichten haben. Wenn die Landwirte heute ungenügend produzieren, vor allem aber abliefern, so liegt das vor allem an der gesunkenen staatlichen Autorität. Wenn man Eisenbahwoerkstätten schließt, weil sie unwirtschaftlich produ- zieren infolge O b st r u k t i o n, und sie auf neuer Grundlage wieder öffnet, dann erfordert Gerechtigkeit und Billigkeit, daß man mal einige hundert Agrarier aus ibren feudalen Landsitzen entfernt und a r b e i t s- willige, sachlich vorgebildete und höchstaualisizierte In- spektoren an diese Stelle setzt, die für die Allgemeinheit pro- dozieren und abliesern werden. Die Landarbeiter- schalt werden sie hinter sich haben. Was nun die Preise anlangt, so ist eS selbstverständlich, daß jeder Produzent, der seine Arbeiter angemessen be- zahlen wll. auch einen Preis haben inuh, der die Pro- duktionskosten zuzüglich angemessenen Gewinnes deckt. Nur in der organisierten Wirtschaft kann es erreicht werden, daß für den Anbau ein für alle Pro- dukte gleichmäßiger Gewinnzuschlag geboten wird. Ob der Landwirt Kartoffeln. Getreide oder Hülsen- fruchte anbaut, dafür darf nicht der Preis allein ausschlag- gebend sein, der muß für das ein« wie für das andere Produft den gleichen Gewinn bringen. Dann wird eine wirftiche Bedarssdecknnaswirtschaft möglich werden. In der freien Wirtschaft entscheidet jetzt aber der Monopol- preis, der den höchsten Getoiim sichert. Nach i h m wird unter Berücksichtigung der technischen Doranssetzimaen deS FruchtwshsÄ» und ter trweMgm Bodonbeschaffenheit cm- geoaut Wir protestieren mit aller Sntschiedeuheft gegen irgendwelche Lockerung der sogenannten Zwangswirtschaft, sondern fordern eine völlige Durchorganisierung der land- wirtschaftlichen Produftion unter der Leitung der hervor- ragend sten landwirtschaftlichen� Sachver- st ä n d i g e n. Dazu gehört staatliche Autorität. Macht und Sachkenntnis gemeinsam müssen mit Hilfe der Arbeiterschaft und Beamten alles daran setzen, daß wir von der Willkürherrschast politisch reaktionärer, agrarischer Tyrannen befreit werden. Die wirtschaftliche Diktatur schaffe landwirtschaftliche Bezirksorganisationen, denen weitestgehende Voll- machten gegeben werden/gegen die vorzugehen, die ihren Pflichten der Allgemeinheit gegenüber nicht nachkommen, und die gleichzeitig die Beschaffung der notwendigen Pro- duktionsmittel übernehmen. Heute machen die Agra- rier die„schwache" Berliner Regierung lächerlich. Was kann sie uns denn? Die Macht liegt doch bei uns, aber nicht bei den Berliner Proleten! So reden die Herren auf dein Lande. Zeigt die Regierung den städtischeil Arbeitern gegenüber ihre Macht, dann zeige sie auch der land- '.virtschafilichen Obstruktion die gleiche Faust! Vor allem brauchen wir einwandfreie PreiSprüfungS- stellen für die landwirtschaftliche Produftion. Die Landwirt« haben Geld verdient, ihre Hypotheken im gewaltigen Umfang abgebaut, die landwirtschaftlichen Kassen schwimmen im Geldc. Also beweise man den städtischen Arbeitern die Not der Landwirte! Es Handel! sich hier um eine reine M acht f ra g e politischen Charakters. Hunderttausende landlose Fachleute, Gutsinspeftoren und Verwalter sind da, die mit Freuden helfen wollen. � Man greife zu und bediene sich ihrer. Hoffentlich werden die ander Zwangsbewirtschaftung freigelassenen Produkte baldigst wieder in sie einbezogen. Die Grundlagen aller wirischaftlichen Produftion, die genaue Kostenfcstftellung und der Zwang zur rationcllcn Wirtschaft sind infolge der freien Preisbewegung verloren gegangen. Alle Produzenten verdienen heute so viel, daß für sie die Notivendigkeit, nach sparenden Methoden zu suchen, verschwunden ist. Bei völlig freier Wirtschaft würde dieses Uebcl noch weiter wachsen, weil auch dann noch die Produktion hinter dem Bedarf mangels Einfuhr zurückbleiben würde. Grenzenlose Preissteigerung und verringertes Interesse an der Herausholung des letzten Ertrages werben die Folgeerscheinungeit des leichten Geldverdien en- sein. Der Hintergrund dieses gewaltigen Kampfes ist politisch, die Bodenbesitzer wollen die Arbeiterbewegung vernichten mit dem Mittel der Sabotage, um auf diesem Wege die sich entwickelnde ländliche Arbeiterbewegung im Keime zu ersticken. So wird dann also wohl odei übel die Macht entscheiden müssen und der Bürgerkrieg i» bedrohliche Nähe gerückt. Die Ernährungslage ist ungeheuer traurig. Erkennt die Arbeiterschaft, daß diese Notlage aus politischen Motiven und aus Geldgier der Bodenbesitzer statt gemildert noch verschärft wird, dann kann der Ausgang des Konflikts kaum mehr zweifelhaft sein. Unsere nSÜarenbestände vergrössem sich mit federn H'age. HSDlr haben ans die besten Fabrikate der deutschen Schuhindustrie gesichert und führen ausserdem noch eine Weihe erstklassiger ausländischer Schuhwarenprodukte, die dem verwöhntesten Qeschmack Wechnung tragen. 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Die Einäscherung erfolgt Mittwoch, den 4. Februar. nachmittag» 8 Uhr, im Are- matorium Gerichtstraße. Kranzspenden dankend ver- beten. Danksagung. Für die mir so herzlich er- miesene Teilnahme anläßlich der Einäscherung meines lieben Manne» 812b Heinrich Maaß kag« allen Verwandten, Freun- de», Bekannten, dem Gesang- verein Fichie- Georginia sowie Herrn Stimm in« sllrdiettost- reichen Worte am Sarge meinen innigsten Dank. Institut nSu Meißner ES® WzM�.�n��e' Haut-, H arn° u.UntcrIeibslew., nervöse Schwäche, spez. veraltet. Edile, bei schnell., sich. u. schmerz» loser Behandlung ohne Berus»- stärung. Auskunft kosten I. tiarn- tt. Biulumersuchung. 10-1, 58. i Donnerstag u. Sonntag 10-12.* SpeziaI»Arzt 2t/t7 Dr. Elpern t Haut- u. Geschlechtsieiden hält jetzt Sprechstunden 10-2. 2—8, Sonnt. 10—12 öroße Frankfurter Straße 87 Strausberg.PU bckeWebersir. Spezialarzt Dr. med. Hasch6[• FrieiriElisirJfl.sÄhTh. | Spr. 10—|. 5-8, Sonnt. II— 1. 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Februar 1920. nachmlNags 5 Ahr, Im tvemertschastshaua. Engeluser 14 15. Saal 1: Mitgliederversammlung. Tageaordnung: Z2K,l0 l. Stellungnahm» zu der am 28. und 29. März stattfindenden Hau..oersammlung 3 Wahl von acht Delegierten. Um da« Erscheinen sämtlicher Mitglieder ersucht ver Vorstand. Am 9. Februar. 8 Uhr abend», deginnt«lederum unter der Leitung von Albert Gebhardt im geichensaal de« Augusta- Ggtunasium», EharloUeuburg, Eauerste. 58« unser <». Rednertursus sowie wirtschallllcher und polilische. vildnngatursu». Uedungolage: Montag« und Dotmeroiag» 6 bi» 8 Uhr abend». Dauer zwct Monate. Gebsthr 5,— Bi. Rechtzeitige Meldung erbeten an A. Gebhardt, EHarlotteuburg, Suarezstratze 4. Vte Kurse bleue» keiner politische» Partei. 14S/1la Liga zum Schutze der deutsche» Kultur. «H« Spezial' Behandlung von Haut-, Harn-, UnterleibsL, Frauenleü, spez, veraltete hartnäckige Fälle, Schwäche; Salvarsan-Kuren.— Llrin- u. Blutuntersuchungen. Licht- u. Finsen Behandlung. 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(Bit machen hierdurch bekannt, daß in Berlin Berlln-Bahlem ,-Friedenau ,-Grunewald „-Lanttviz _-Mariendorf ,-Marienfelde m-Ntederschäneweide ,-Schmaraendors ,-Schdnederg »•etoglig m-Temveihos -Wilmersdorf Buckow Groß-Ztethen Grunewa b-Forst Kiein-Machnow Lichtenrade Reukölln-shasenheide) Ni!ola»je« Rudow Echönefeld Selchow Stahnsdorf Teltow Waßmannsdorf von dem Tage ad, an dem im Monat Februar 1930 die laufenden Ga»mesterstände aufgenommen werden, der Pret» für das Rubi meier Das bis aus weitere» 78 Pf. einschließlich stöhlen- und Umsatzsteuer deträgt. Für da» durch Munzgasmesfer entnommen» Da» erhöht sich dieser Prel» um die Gasmessereinrichtungsmiete. Der Unterschied zwischen diesem neuen Preise und dem. aus den der Miinzapparat noch eingestellt ist, wird bei der Entleerung der Mlinzgasmesser durch die Beausiragten der Gesellschaft gegen Empsangabeicheinigüng besonders eingezogen. Berlin, den X. Februar 1920. 177® GaSbetriebSgesellschast, Aktiellgesellschaft. Ver Vorstund. 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Kritik der poittisehan Ökonomie von Ka�£cUa� Gemeinverständliche Ausgabe Besorgt von Julian BorcHardt Ein genauer Kenner her hier, tedig lieh durch Umgruppierung des Stoffes und Fortlassen de sshireichen Wiederholungen, in Ran* eigeaen Worten die grundlegenden Gedankengaose und Gesetze des gewaltigen dreibändigen Werkes auf 325 Seiten zusammengestellt die leicht zu bewältigen und ebenso leicht zu verstehen sind Die Lektüre bietet, statt(nlihseliger.-rbeit Genuß und unterrichtet trotzdem Uber die tiefsten und schwierigsten Probleme des Sozialismus; wir wiederholen: es handelt sich nicht um eins..Popularisierung", sondern um eine für jedermann lesbar gemachte Ausgabe von Rarx* olgenem WerK. Da» Buch wird Anfang FLbkuar versandbereit sein. Bestellungen, die in der Keihe der Eingänge unter Nachnahme ausgeführt werden sind m richten sn: Neuzeitlicher Buchverlae, Bln.-Sch5neberg 5 � Preis 9.50 M.+ 2D0<, Teuer-Zusclil. Portoextra.y Cüftoio 8763. Reinmachett-iuen. Woicklirouen, Au« Hille«. 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Wilhelm BrandeS, Bremerhaven, .«ukerstr. 1«. 220,5- Für unseren Tlschteueidelried wird ein tüchtiger jtolzbtldhauev zu sosortlgem ffinltin gesucht. 188/11 i Luftfahrzeuflbau Schütte-Lanz. Zeciten bei Königswusterhausen!Mart>. (lSSlKSSSGSSaoOWlSSSOOfVSSeOSSVSSSe !! 14-tkMdr. llonlorbiileii L || und Mädcbeu |[ z. sofortig. Eintritt bei gutem Lohn gesucht. G l i Stsrek, �ickael& Co., f Berlin*W 7, Mttelstr. 2—4, I80D � 1 l�sesa sasse � Zeitungs- Zentrale(Z.Z.) Aktien-Gesellschaft stein Botenfrauen«m>» den o- schäftsstellen; 146/10" Inmsnuclkirchstr. 21.- Petersburger Platz— 7en aurzutragen. 2. Tie letzten Kommandeure aller Truppenteile haben Stämme vorzubereiten, die in der Lage sind. Frei- willige aufzunehmen. Waffen- und MunitionSdepots sind unauffällig zu sichern. 3. In jedem Ort müssen di- Garmsonältesten Männer zur Verfügung haben, auf die in jedem vorkommenden Fall unbe- dingter Verlaß ist.©�eignet sind hierzu die aktiven mrd ehe- inaitgen aktiven Offiziere und Untervffiziere, die auf Ruf un- a.nffäitig, in Gruppen und Ingen zusammengeschlossen, bewaffnet bereitstehen �müssen. 4. Männer müssen vertraut fern über die Oertlichkeiten, in denen die Hetzprcise und unnationale Presse arbeitet. 5. Ofsizierflieger, Flugzeugs und Abwurfbomben müssen unauffällig bereit gehalten werden L. In den westlichen Provinzen ist daZ Durchkommen von fiOO und mehr Fliege ru ins Auge zu fassen. Unbedingte Flug- bereitschaft 1. März 1i)2Ü. WTB. bemerkt hierzu: Der Offizier ist zu Beginn deZ Krieges schwer am Kopf verwundet und leidet seit dieser Zeit an Geistesstörung. Er ist angesichts der allgemeinen Gefahr, die bei weitgehender Versendung eines solchen Befehls besteht, in militärische Schutzhaft genommen und in eine Heilanstalt übergeführt worden. Es ist zweifellos, baß da» Bekannkverdcn dieses Befehls bei der Entente uns als Bruch des Friedensvertrages und illoyale! Verhalten auegelegt werden kann. Der Befehl wird daher der Presse bekannt gegeben, um von vornherein jeden Glauben an die mögliche Existenz eines solchen zu zerstören.— Nachschrift der Redaktion: Ein Teil der Alldeutschen wird sich der Ansicht, daß der Verfasser geistesgestört ist, nicht an- schließen können. Denn diese Leute ntnßten damit ihre eigene Geistcsoestörtheit zugeben. Ersatz-Reinharö. Die KuisergeburlStagSfeier in den Gebäuden de! Eisenbahner- reglmcntS scheint keine Einzelerscheinung gewesen zu sein. Im Neichswebrregimeiit L9. das jetzt dem Oberstleutnant von den Hagen als Kommandeur nntcrstebt. hat sich nach einer Mitteilung des.Republikamichen FührerbundcZ" folgendes zugetragen: Am 26. Januar wurden die Kompagnie-Feldwebel des ReichswebrregimtnlS 29 �Berlin) hei der Beschlsausgabe auf' geiordert, namens der Unterotfiziere und Mannschaften des Regi- wients der Abfendung eines Glückwunschtelegramms an «S. M. den Kaiser" zuzusttwme». Mit Rücksicht auf ihr« Existenz gaben sämtliche Feldwebel ihre Zustimmung rienso unterzeichnete das LffizterkorpS des Regiment! geschlossen. Ulkt« den Uulerojftziercn und Manni'chaswn herrscht tiefe Erbitterung, daß man hinter ikimn?ii!cken, ohne die Bce- trauenjlcute des Reginients oder drr Kompagnien zu hören, ihren Rainen zu dcrailigon, der RepubUk hohnsprechenden Handlungen m iß b ro u ch t. (Sine Untersuchung dieser Angelegenheit scheint un« drin- gcnd nollvendig. Nach den»„Lok.-Anz." bat General v. L ü t t w i tz schon am 1ü. Januar jede Kaiser-GeburtStagk-fcier innerhalb seines Äorpöbereiche» v e r ö o t s u. Was sagt er zu dieser cigenartigeu .Befolgung" feines Verbotes? De? tzsmburger MoM-Skanöal. Lchtliin stellte ciuc' dcutschvajioilalx Berliner ttillvcr- jitatsleuchtc Goethe und Bismarck in einen Gegensatz; wir wüßten weg von Goethe und hin zu Blsmarck. Die Harn- burger Deutsch nationalen baben uns eine Probe davon gc« geben, indem sie Ztinkbomben und Stuhlbeine gegen den Schauspieler Maissi warfen, der Goethe, Heine und andere deutsche Poesie lesen ivolltr. Aus Hamburg wird uns dazu noch gedrahtet: Die deutschuationale„Demonstration", der eS am Donners- tagabend gelnage,, war, rinrn Vortragsabend von Alexander Moissi zu sprengen, worübrr wir kurz berichteten, ist— wie fest- gestellt wird— seit langem vorbereitet gewesen,(jv bestand in Hamburg eine sogenannte Vobrenf.üder Zeitfreiwilligen. lrnvpr, deren Nevcmste auS einer«lldcutiih verftente» Gesellschaft bestehen, die»ochgerade eine Gefahr sür die öffentliche Ruhe und Sicherheit in Hamburg wird.- Es stellt sich heraus, daß bereits über eine Woche vor der Veranstaltung dieie Elemente sich Erntrittstarten verschafft hatten. Sie hatten dabei ganz offen gesagt, daß sie mit allen Mittel» versuchen ivürdcn, di- Veranstaltung unmöglich zu machen. Taö Konzertbureau . hatte sich daraufhin an den Garnisokliltrstrn Oberst von Wangen- heim gewandt und ihn gebeten, die nötige« Schritte zu unter- nehmen, um die geplante Altio» unmöglich zu machen. Vom Garnisonältesteu war aber ein ablehnendes Schreiben er- gangen, in welchen» er bemerttr, daß nichts davon bekannt sei. Trobd-ni tan, es zu- ben rmpöcekwe» AuSschreitnnge«. Das „Hamburger Echo" stellt n, inmehr fest, daß dicse Bahrenselder Zeitsreilvilligen planmnsjig in gegenrevolutionnrem Sinne geleitet werde», daß sie geheime Zusammenkünfte haben, wo von de» Zührern die Leute dabin instruiert wurde«, dir Moisfj-Verau- staUMg z» sprengen, daß die Leute sich Siinkboinbc» nnp Explosionolörper bedienten, die S t a a t s c i g c».t u in seien. Unser Parteiblatt verlangt von den Inhabern der llicgicrungs» genwlt in Hamburg dir sofortige Auflösung dieser Truppe, von der nicht bekannt sei, ob sie ein regulärer Truppenkiirper oder lrdigtich ein Verein ktaatüfeindlicher Elcpirut? fei, die sich im Ve- si» van Woffcn befinden. Äav-c Klasscu höhcrcr Schülcr waren mit ihren Lehrern zu d«Ui Zlbcn!) erschienen. Zoll man es glauben, daß sie nicht kamen, um deutsche Trchfrr z,» hören, sondern um einen Künstler nieder zubrüllen, der nlo dominum st ansacgebcn wird? yr erklärt, kein Positifxr � sr,',,. ssher iL der Goethe, den ei" ÄoMMn'ft. li"'r, ein anstever? Unüurchführbar l Englischen Blättern zufolge erklarte ASquith in PaiSley ans Befragen, die von der Friedenskonferenz den vormalige» Feinden auferlegten Bedingungen seien völlig undurchführbar. polnischer Segen. Eine Galgensrist. Hava» meldet aus PariS: Tie unsarische Friedensdolegation ist davon benachrichtigt worden, haß ihr Gesuch um Verlange-- vung dar Frist für die FormulieritUg>:>rer Beme-tung�r zw den Zriedenöbedwgungcli vi»»am, t2. Februar zngenoutulen tvoriX'n fti. JA D i r s ch a u haben infolge polnischen WoribruchS de! BeamtenabkonimenS die Eisenbahner einen Lästündigen Protest- streit durchgeführt. In S o l d a u haben die Fremdherrscher die polnische Mar! s---- 38 Pf.) mit der deutschen gleichgesetzt und ibr ZivangSkurS bei- gelegt. Jeder braucht, wenn er nach Polen oder Deutsch-Lftpreußei» will, einen Paß für 80 M.; 21— LSjährig« Männer erhalten ihn überhaupt nicht. Aus Benthe» zog die Reichswehr nach einer ergreifenden Abschiedsfeier ab. tzeimkehr von Scapa§low. Ter Dampfer Lisboa mit Admiral v. Reuter und etwa 1l)'t wegen de-? Mißbrauch.? von ErzbergerS Nomen ein CrinuiIungSverfahren eingeleitet worden. Leutnaut Liebwrg in Haft. Au- Antrag de! KriegSgcrichtSraiö Künkele vom Gericht der Reick-»vebrvrigade lll-in Potsdam wurte Leutnant Biebweg in da! Arrestlokal in der Gorde-du-CorpS-Stcaße in Potsdam gebrocht. Die Maßregel wurde erariffen, weil Vieh. weg sich trotz aller Aufforderungen nicht dem Gericht aestellt bat. Donnerwener ja! Bei ganz anderen Delikwn hoben die'Militär- gericbte die Verbastui»g weit weniger enmgitch betrieben! Ter bolschewistische„Lok-»! Anzeiger". In Freising wurde eine Rentnmn ermardet, die 10 000 M in Gold ausficchäust hatte. DaS Gold und außer!»-,» Pfandbriefe über 20 OksO R. wurden von dem Virtsihast. Tie Kaufkraft der Mark im Ausland. Man kaufte an der Börse vi. Januar S.Januar 1 e», g k H ch e P f u n d u- t e mit 305 M. 189 M. 100 französische Franken mit.... 655„ 457„ 100 belzische Franken mit..... 655„ 465„ 100 schweizerische Franke», iuBcrlin mit 1523�,, 894. 100 holländische Gulden mit.... 3300„ 1890„ 100 österreichische Kronen, in Berlin mit 27,22„ Man beachte den Unterschied zwischen den» Kursstand der französischen und der schweizerischeil Franken, die den gleichen Friedenskurs hatten. Silberpreis: In Frankfurt notierte die Silbermark list/� Papiermark. Barrensilber 2200 M. da? Kilo. * Hafer notierte in Berlin ISO M. für den Zentner ab Speicher frei Wagen. Neuregelung der Zementbewirtschaftnuz. Für die Zemeutbewirtschaftung gelten mit Ausnahme des Gebiets der Länder Bayern. Würtiemberg, Baden und Hessen, für die bereits besondere Anordnungen erlassen sind, künftig folgende Bestimmuugeu:• 1. Es findet eine amtliche Bedarfsermittlung und Zement- Zuteilung für sömlliche Berbrauchergruppen statt. 2. Für die Bedarfsermittlung und Zementzuteilung gelten fol- gende Grundsätze: u) Die Zementverbraucher melden ihren Bedarf an Zement für den kommenden Monat bis zum 5. des laufenden Monats an. und zwar für die nachstehenden Verbrauchsgebiete bei den an- gegebenen Stellen: 1. Für Bergbau bei den Bergrevierbeamten. 2. für Hochbaulei, bei den Bezirkswohnungskommissaren, I. für Wasser- und Tiefbauten bei den Regierungspräsidenten, 4. kür Eisenbabnbaulen bei den Eisenbahndirektioiien, 5. sür Postbauten bei den Oberpostdirektloneu, 0. sür Kleinhandel bei den AezirkSwohnnngSlommIssaren. b> Die eingehenden Bedarfsanmeldungen werden nach dcr Dringlichkeit gesichlet und au die Zentralstellen weilergegeben. Als solche gelten für Bergbau die Oberbergämter und ive>terhin das Preußische Ministerium Gr Handel und Gewerbe, für Hochbauten und Kleinhandel dcr ReichSkommissar für Wohnungswesen, für Wasser-, Tief- und Etsenbahnballleu daZ Preußische Ministerium der öffentlichen Arbeiten und sür Postbaute» das Reichspostmi.iisterium. c) In der Ende des laufeuden Monats stallfinvenden Zement- verteil!», gssitzuiig wird die EfzeuguiigSmöglichleit an Hand der vom NeichSkommissar für die Kohlenverteilung sür die Zement- indnstrie in Aussicht gestellten Kohlenmengen festgestellt und die geschätzte Erzeugung des kommende» MonatS„ach einem in der Sitzung festzustellendeu Verteilungsschlüssel den zentralen Stelle« zur Verfügung gestellt. ä) Die zeniralen Stellen nehmen die Unterberteilung auf die ihnen unterstehenden Stellen(Bergrevrerbeamte, BezirkSwohnuugs- kommlsfare, Elsenbahndirekliolie», Oberpostdircllionen usw.) vor, vie ihrerseits unler Beriäckiichtigung de« dringendsten Bedarfs Bezugs- scheine bis zur Höhe der auf den betreffenden VerbrauchSbeziri enlfallenden Menge ausstellen. 3. Bei den Länder» außer Preußen treten an die Stelle der z» 2 genanmen Anmeldung«- und Zuteilungsbehörden— ausgenommen für Eisenbahnbaulrn und Postbauten— die von den Landesregierungen bestiurmlen Behörden. 4. Vorstehende Bestimmungen trelen. soweit die Bedarf!» anmeldusig in Frage kommt, sofort, soweit die Zementzuweisung in Frage kommt, am I. März 1920 in ftrcfl- Für die Zuweisung von Zeincul im Monat Februar 1920 gelten die bisherigen Bestimmungen. Tie Buchsühruiigopflicht»ach dem neuen Umsatzsteuergesctz. Der Gedanke ber allgemeine;, B u ch s ii h r u n g s- pf l ich t ist nun bei der jetzigen neuen Steuer- resorm weiter ausgebaut w o r d e n. Einmal ist er— wie ja auch in manchen anderen Beziehungen die Unrsatzstcuer für die Reichsabgabenordnung ein Vorläufer gewesen ist~ in die Reichsabgabenordnung übergegangen:§ 164 der Reichs- abgabenordnung verpflichtet jeden, der ein Einkommen von mehr als 10000 M. versteuert, feine Einnahmen fortlaufend aufzuzeichnen, und§ 163 stellt kejt, daß derjenige, der nach anderen Gesetzen, also z. B nach dem Handelsgesetzbuch oder nach der Ve- werbeordiiung Bücher führen soll, zu dieser Buchführung von: steuerrechtlichen Standpunkte aus insoweit unmittelbar gezwun- gen ijr, als e» im Jnreresse der Lesteuerung erforderlich erschein:. Der Geh. Regierungsrat und Vortragende Rat im Reichs- rinanzministerium Dr. Popitz veröffentlicht in der„Deutschen A l l.g e m e i i, e ri Zeitung" erneu Aufsatz über diese Frage, in dem er ausführt: Zu unlerfcheiden ist die BüchführuirgSprlrcht, die für jeden Erwerböiäligen, der unter die Nmiatzsteuer fällt,— und SaS sind nicht nur alle Gewertelreivenden und Knuflentr, sondern auch all? Landwirte und alle Angehörigen freier Berufe— gilt und', diejenigen Vorschriften, die sich auf die LnxuSfteuer und die sou- itigeu erhöhten Steuer» de! II in sa tz't e u e r g e s etz e S sz.'0. At;;eigc»(ie;iec und Gasthaussteuer) beziehen. Für jeden Erwerbs- rängen gilt die Pflicht, sich über seine Einnahmen- seien eS'Aust Bareingange, Banküberweisungen oder sonstige Eingänge, sart- !ause>ck>, grundiävlich täglich. Aui.zeichuungcn zu machen, und zwar so, daß am Schlüsse jede? Kalenderjahres der Gesa nrtbetrag der Entgelte trmsttntz werden kamr. Dabei dürfen selbstver- itändtich Auslagen irgendivelchcr Art für geschäftliche oder für häuslich« Zwecke nicht abgezogen werdet», und wenn der Er- werbstälige die Gewohnheit hat, aus feiner Kasse auch solche Aus- lagen je nach dem Bedürfnis zu übernehmen, so muß er auch diese Entnahme» buchen, damit der a�snmte Kasseneingang ein- loandLirei feststeht. Ferner soll er frinuffetzen die Werte derjenigen Gegenstände, insbesondere der von ihm«erruteten Lebensmittel, die er sne feine eigene Lebeushallung und diejenige feiner Ja- milie und feines HauSgcsindes aus seinem eigenen Betriebe entnimmt. Es werde» also keineswegs kausninnilische Bücher verlangt, aber doch st ä u d i g e Auszeichnungen, wie sie jeder ordentlübe Hausvater grundsätzlich führen sollte. Wenn itn mit! brauchte das! sonst so iapttaisromme Blatt doch nicht gleich u verfalle»,, daß e-S Rauitimorde an Besitzenden. verberrlicht und sie allei-n der Goldgier der Ermorderen, nidst auch der Geldgier der siiairbmörder zur Last legt. Vir« Ie— 8eliieicdl,enckel! Der Besitzer de! Hotels.Kaiser- ho?" in Aachen war von der deutschen Behörde wegen Per- backt deZ Schleichhandels verhaftet und in« Gefängnis gefetzt worden, ststn b e i g j> ,ti e/ Offizier Käufer erzwang bei der deiuicken Behörde die Entlassung d«! Hoteliers. Judenitsch ist dank hoher EntewteproiMiou wieder«rchaftet. V �'litt.'. y'.-j uui.1. iiUijtiuu; JUjL 0,ütu,uu0� U!' u dringend zu ivünfchen, daß jeder von sich aus seine Buchführung glich auf solche Auslagen ausdehnt. Run gibt eS gewiß" Kreise, denen die harte Arbeit des Tage! selbst kleine schriftliche Arbeiten kaum gestattet und oie nur Sonntag! vielleicht dazu kommen, sich die nöngstei�Aufzefchnungen zu machen. Das gestattet der Erlaß ausdrücklich sür Äctriede. deren Umsatz nicht nrevr als 30 000 M. berragt. Er geht sogar noch weiter,'und läßt für eine gewisse U e b e r g a>r g S z e H die kleinsten landwtrtschaftlicheli Betriebe ganz aus der Buchnchrungspflichr heraus. Ter Segen der freien Wirtschaft.-. W.. WMWW___|___ pro Zentner. Das ist gegen die Borwoche eine Stetgcvung von 1909 M. pro Zentner. ZwuitgSbewirtschaftung in Rumänien. . Amtlicker Meldung zufolge bat die rumänische Regierung die Beschlagnahme der Frühjahrsaussaat angeordnet, da die Herbsifaal vollkamnwn uitgeuLgend ist. Di- Regierung will die SrichjlthrS» bestellimg überwachen. Da die letzte Ernte jür das Land völlig un- genügend ist, muß die Regierung dringend Abhilfe schaffen, um gleichzeitig die Getreideausfuhr wieder aufzunehmen. HeVechchaMewMng Eisenbahner und slkkorüarbeit. Der erweiterte Vorstand des Deutschen Der erweiterte Vorstand nimmt Kenntnis von dein jetzt abgeschlossenen Teil des Tarjfvertraaes. Wenn auch der Lohntarif nicht in allen Teilen voll befriedigen kann, und erwartet werden muß, daß vorhandene Ungleichheiten und Fehler durch spätere Verhandlungen beseitigt werden, so anerkennt der Vorstand doch die Arbeit der. Tarifbera- tnngskommission, die sie mit großer Hingabe unter den schwierigste» Verhältnissen und wiederholten Störungen zu vollenden imstande war. Dem engeren VorstGno wird d ie Ermächtigung zur Unterzeichnung des abgeschlossenen Teilvcrtrages erteilt. Zur Wiedereinführung der Akkordarbeit gibt der erweiterte Vorstand folgende Erklärung ab: Die Abschaffung der Akkordarb«t war eine der ersten und bedeutendsten Errungenschaften der gewerkschastlichm Organisation der Eisenbahner, und es inuß nach wie vor daran festgehalten werden, daß die Akkord- oder Stücklohn- arbeit für die Eisenbahnreparaturwerkstätten ungeeignet und nicht zu empfehlen ist. Ein Akkordspstem, wie es auch gestaltet sein möge, wird stets nur einen Teil der Arbeiter- schast und auch nur vorübergehend befriedigen und es wird die Ursache andauernder Differenzen zwischen Arbeiter und Verwaltung bilden, aber nie zu einer gerechten Lohnverteilung führen. Der erweiterte Vorstand bedauert aufs tiefste, daß eine hervorragende Errungenschaft der Cr- ganisation nach kurzer Zeit wieder verloren ging. Der Verlust ist um so mehr zu beklagen, weil er die Folge der Disziplinlosigkeit und der unheilvollen Hetze von u n v e r a n t w o r t l i cb e r S e i t e ist, die da- zu führte, daß trotz fleißiger Arbeit« und Vflichterfüllung des größten Teiles der Kollegen die Leistungen der Werk statten derart zurückgingen und der Ver- waltung'die Begründung lieferten, eine Anzahl Werkstätten wegen Unwirtschaftlichkeit zu schließen. Ohne seinen grundsätzlichen Standpunkt aufzugeben, je- doch im Hinblick auf die außerordentlichen Schwieriakeiien, in denen sich unser Verband befindet und in dem Bestreben, an der Wiederaufrichtung unseres Wirtschaftslebens nach Kräften mitzuwirken, billigt der Vorstand die Er- klärungen der Tarifverhandlungskommis- sion vom 28. Januar, wonach sie bereit ist, auch über ein A k k o r d s y st e m mit der preußischen Eisenbabnverwal- tung zu verhandeln. Dabei spricht der Vorstand zu- versichtlich die Erwartung aus, daß es den vereinten Kräften nach Einkehr d'es vollen Pflichtbewußtseins aller Kollegen gelingen wird, die als N o t m a ß n a h in e eingeführte Akkordarbeit baldigst wieder und endgültig zu beseitigen."'_ Streik in der KonfektbnsMndderek. Km Freitag sind die in der Berliner Damenkoicfel- < i on beschäfigten Schneider und Schneiderinnen sowie- die-Zu- arbeiterinnen in den Ausstand getreten. Für die Branche waren durch Schiedsspruch neu« Lohnsätze festgelegt worden, die den Ar- beitern ungenügend erschienen. Der Schiedssvruch wurde daher ab« gelehnt. Da eine Einigung über höhere, den heutigen Teuerungs- Verhältnissen entsprechende Löhne nicht erfolgte, griffen die Arbeiter der Branche zum Streik. Wie gemeldet wird, haben v e r s ch i e° de.n« Firmen bereits die Forderungen der Strei. kenden bewilligt. Nach einer Lokalkorrespondenz erkennt de- Arbeitgeberverband den Schiedsspruch ohne weiteres an und hat sein« Mitglieder bereit? ermächtigt, die im Schiedsspruch festgesetzten Löhne, die in der 1. Klasse für männliche Arbeiter 183,60 M. pro Woche, für weibliche 162 M. und für Zuarbeite- rinnen 86.40 M., in der untersten Klasse für männliche Arbeiter 161,50 M. wöchentlich, für weibliche 123.50 M. betragen, zu zahlen. Er steht aber nach wie vor auf dem Standpunkt, daß er weiter- gehende Forderungen unter keinen Umständen anerkennen will. Verhandlungen haben bisher zwischen den Parteien nicht stattge- f im den. Die Berliner Leitung des Schneiderverbandes hat bei diesem Streik ein« sehr unklug« Taktik eingeschlagen. Da ihr die politische «z Haltung de?„Vorwärts" nicht gefällt, hat sie uns wahrscheinlich damit zu strafen verbucht, daß sie uns über Ausbruch und Fortent- Wicklung des Streiks' keinerlei Informationen zugehen ließ. Bedauerlich ist das nur für dieam Streik Beteilig- t e n, die infolge der sonderbaren Uuterschätzung der Bedeutung der Arbeiterpresse bei Lohnbewegungen über den jeweiligen Stand de» Streiks nicht auf dein Laufenden gehalten werden. Die Pflichtverfäuinnis der Streikleitung wird unÄ natürlich nicht hindern, nach besten Kräften für die Interessen der am jpirei! Beteiligten einzutreten. Tie S.-P.-D.- Fraktion der Metallarbeiter zur Beitragserhiihuttg. Fm Riesensaal der Neuen Welt, der bis auf den letzten Platz gefüllt war, nahmen am Freitagabend die auf dem Boden der S. P. D. stehenden organisierten Meiallarbeiter Stellung zu der geplanten Beitragserhöhung. Na ms bock, oft durch stürmische Zustimmung unterbrochen, referierte über die geplante Erhöhung. Wie Redner u. et. ausführte, rufe die Frage der Beitragserhöhung uns auf den Plan, weil unter Umgehung des LrtSstatuts der Ver- such gemacht wird, die Gesamtheit der Mitglieder vom Mitbestim- mungsrecht auszuschalten. Wenn wir auch die Notwendigkeit der Erhöhung der Beiträge einsehen, so können wir doch nicht schw'ei- gend an der Verschwendung von Geldern für politisch einseitige, unabhängig gerichtete Mitteilungsblätter, die zu unserer Bekämpfung dienen, vorübergehen. Schärfster Einspruch muß er- hoben werden gegen die Inszenierung politischer Streiks, die den Etat des Verbandes über Gebühr belasten. Die lässige Art der ReckfnungSlcgung, durch die noch nicht ei nntal das finanzielle Ergekmis deS dritten Quartals 1919 irekmm: ist, vermindert nuser Vertrauen, den augenblicklichen Leitern der Ver- toaltungsstelle einen Blankowechsel auf die Zukunft auszustellen. Tie Diskussionsredner hielten eine gründliche Abrechnung mit der gleich unfähigen wie brutalen Verbandsleitung. Folgende aus der Versammlung eingebrachte Resolution fand zum Schluß ein- stimmige Annahme: 4000 auf dem Boden der S. P. D. stehende Mitglieder der Ovtsberwaltung Berlin des Deutschen Metallarbeiterverbmides neh- men Kenntnis von der geplanten 100prozentigcn Erhöhung der Verbandsbeiträge.. Die Notwendigkeit erhöhter Beiträge im Prinzip a n e r- kennend, legen die Versammelten jedoch schärfsten Brake st gegen die geplante R.e chtlosmachnng der Mitglieder durch Umgebung der im Ortsstatut vorgescbenen Urabstimmung. Eine doppelte Erhöhung der Beiträae, die nur zu versieben ist durch die sinnlose Verschwendung von Verbandsgeldern au? Anlaß der Förderung und Leiruirg von politischen Streiks und Demon- straiionen, durch.die dadurch notwendige Unterstützung gemaßregelter .Kollegen, durch Stattgeben weitgehender rein politischer Tätigkeit der meisten der neuen Beamten und dadurch hervorgerufenen großen Ausgaben für ungeschulte Hilfskräste, können die Versammelren nicht gutheißen. Die Versammelten protestieren weiter auf da? schärfste gegen die schamlose, allem sozialistischen Empfinden hohnsprechende Ver- gewaltiMng zehntausender Berliner Kollegen, denen jedes Mit- bestimmungs- und MitbetÄigungsrecht in allen Orgamsatiouk- fragen genommen wird. Sie geloben, durch festen oraanis atorii che it Zusammenschluß in einer Fraktion, treu zur Gewerkschaft stehend, sich de« gebührenden Einfluß im Verband zu erobern. Die Telegiertenwaklen znr tKener«l»«rsammlung des Holzarbeitsrverbandes. Uns wird geschrieben: Tie Unabhängige Leibung der Berliner Verwaltungsstelle bestimmte bis jetzt, daß nur Anhänger ihrer Richtung Funktionen im Verbände.ausüben dürfen. Zur Verhinderung der Wahl andersdenkender Mitglieder wird eine Wohlparole aus- gegeben, wonach sich kommunistische und unabhängige Kandidaten für das Rätesystem und gegen Arbeitsgemeinschaften verpflichten müssen.- Jetzt ist man noch einen Schritt weiter gegangen, indem den me hrhei tssozi a listis chen Mitgliedern das Recht zu Wäblen abgesprochen wird. In dem neuen von der Outsverwalinng herausgegebenen Mitteilungsblatt entrüstet sich der Angestellte L i« s k e darüber, daß zwei in Neukölln wohnende Mitglieder de: früheren Verwaltung die dortigen Holzarbeiter in einem Zirkular zum Besuch der Mitgliederversammlung zur Ausstellung von KctnM- baten und Wahl von mehrheitSsozialistischen Delegierten auffordern. Er bringt das Zirkular zum Abdruck und hangt eine längere Schimpftcmonade daran an. So werden die Migkieder in dem Mittcilungsblatic, da? von.»hren Beiträgen bezahlt wird, von ihren eigenen Angestellten beschimpft. Der Grund ist, daß sie von ihren statutarischen Rechten Gebrauch machen wollen und dieselben Recht« beanspruchen, wie die unabhängigen Mitglieder. Die Mehrheit?- sozialistischen Mitglieder haben nur Beiträge zu entrichten und die Befehle der unabhängigen Leitung zu befolgen. Di« Verwaltung nimmt sich aber auch das Recht heraus, zu de- stimmen, wer zu wählen ist, wer wählen und wer zur Wahl auf- fordern darf. Da lesen wir in Liestes Ausführungen: Tie Neu- köllner Kollegen haben die Absicht erkannt. und die Wahl schnell vertagt. Weil die mehrheitssozialistischen Kollegen zum Ver- sainnilungSbesnch eingeladen worden sind und Sie unabhängigen dann nicht allein waren, ist die zweimal durch Inserat dekanntge- gebens Versammlung schnell durch Boten in den Werkstätten ebbe- stellt worden. Die Unabhängigen wollen wie im Vorjahre in einem kleinen Versammlungslokal die Dekegienenmandate unter sich verteilen. Mehrheitssozialisten dürfen nicht daran teilnehmen. Die Aufstellung der Kandidaten ist denn auch im geheimen geschehen. In keiner Ver- sammlung ist den Mitzsltedern Neuköllns Gelegcnheil gegeben wor- den, Vorschläge zu machen. Gegen diese Tricks ha: die Verwaltung keine Eiuweudungen, sondern läßt sie als reelle Wahlen gelten. Die mchrheitssozialistischen Holzarbeiter dürfen sich nicht länger abseits stellen und die unabhängigen im Verbände allein schalten und walten lassen. Sie müssen sich wieder an den V c r s a»i m- lungen beteiligen und für ihre Anschauungen eintreten. Tie jetzigen Versammlungen sind entsckieidend für da? ganz Jahr. Wie die Unabhängigen für ihre Anhänger, so müssen wir für die Wahl von Mehrheitssozia'isten eintreten. Bc- sucht di« Versammlungen und wählt unsere Kandidaten. Hensel, der Held. Wir erhalten folgende Zuschrift: Ter ..Vorivärts" bringt in seiner Nr. 57 eine Berichtigung des Re- daktionssekreiärs der„Freiheit", Hensel, d'e sich mit dem tät- lichen Angriff aus den Genossen Franz Krüger beschäftigt. Die Berichtigung ist bewußter Sckiwindcl: der Sachverhalt ist kurz folgender: Krüger widerlegte die Ausführungen des Oppo- sitionellen Hirsch. Krügers Ausführungen wurden dauernd mit den unflätigsten Redensarten durch den Kollegen Wolf unter» brachen. Wöhrend der Rede de» Genossen Franz Krüger schrie Wels dauernd dazwischen, gebürdete sich wie ein Wilder und rief: Krüger sei für die Schutzhaft, worauf dieser Zwischenruf mit den Woiren erwidert wurde: Die snäwlich die Schutzhaft) gehör: hier nicht her!"— Nach den Ausführungen KrügerS schrie Hensel:„Krüger habe Spitzel angestellt." Auf die Frage Krügers, bei welcher Gelegenheit dies denn der Fall gewesen sei. schlug Hensel den Genossen Krüger mit der Faust ins Gesicht. Es sei hiermit festgestellt, daß der Vorsitzende Cohn, be- kanntlich ein Parteigenosse Hensels, sofort feststellte, daß Hensel und nicht K r ü�g- r geschlagen habe. Charakteristisch ist, daß Hcm'sl die Sache jetzt so hinstellt, als sei er der Angegrifsene. Hensel sowie die gesamte Liste 7 hätten alle Veranlassung, zu schvc'iaen. Es sei hierbei erwähnt, daß ein Vertreter der Liste 7 die Freundlichkeit hatte zu sagen, bei der nächsten Red« Krüger? schlage er diesen, daß er in keinen Sarg paßt, ihm könne keiner waS, er habe den Verrücktenschein? Was sagt Hensel dazu? Will er den Namen wissen? In der nächsten Delegiertenversammlung kann er ibn erfahren. Unwahr ist auch die Behauptung, daß Anhänger dgr Liste 5 in Istzug aus die Liste 7 Judenliste geäußert haben. Das Gegen- teil ist richtig. Ter vorerwähnt: Kämpfer erklärte dem Genossen Felix:„Raus mit Dir Juden nach Palästina!" So sehen die Vertreter der Opposition aus. Holzarbeiter. Mitgliederversammlungen. Tischrbranike' Am Sonntag, den 1. Februar<920. vorinitlaoZ Sft. Ilbr, in Fürstenbergs Fistlälen, Franksurter Allee 2(Ecke Gubener Sil atze). Tischler, Bezirk Südwesten und Westen: Am Montan, den Z. Febl»ar, nachmittags 4'/. Ilbr. bei Fröblich.„Restaurant zum Leuchtturm-, Fontane« Promeughe. Ecke Blücherstraste und Kaiser-Friedrlch-B'aiz. Tilchlcr, Bezirk Reutöllu! Am Montag, den 2. Februar, abends C'/j Uhr.„Hobenstauicn-Säls". Koltbustr Damm 76(Saal 3). * Tstchlcü und Möbelvolierer, Bezirk Norden, Roienthaler und SRün- bauler Vorstadt I Am Montag, den 2. Februar, nachm. 5 Uhr, bei Büttner, Schivcdter Straße 23. :«! VcrtraucnSmänncrvcrsamnilnngen: Montag. S. Februar, OvalbelAebe cDrechiler). Dienstag, S Februar. Knopsmaider, Laden branch«. Donnerstag. 6 Februar, Lei goidrr, Tüchler Südosten. Mittwoch, 4. Februar, alle übrigen Branchen und Bezirke tn den bekannten Lokalen. Dienstag, 10. Februar, abends 6'.', Ahr. anstrrordciitliche«Irneral- Versammlung im�GeweikschalishauS, Engeluser 15. Saai 4. Tagesord- nung: 1. Stelluncjnabme zum außerordentlichen Verbandslag. 2. Wahl von zwei Angestellten für da§ Bureau. L. Wahl von zwei Beisitzern im Hauptrorstand. 1. Beralung von Anträgen zum Verbandslag. l Anträge zum BerbandZtag sind bis zum 8. Februar 1920 dem Bureau einzu- reichen). Beranlw. für den redaktion. Teil: Artnr gickler, Cliarlotlenbur«: für Anzeigen: Th.«blocke. Berlin. Verlag: Vorwärts-Verlag G. m. b. S. Berlin. Druck: Bor- wärle-Br.ckdruckere! n. Verlaasanstalt Paul Einacr u. Co. Berlin. Lindenftr. S. Hierzu 3 Beilagen. Zum keten brauchst vu Srot mib Kohle aus den Abstimmungszebietea. Sib Velne für öle Volksabstimmungen auf J5o|Jfche,»», m■jiMiiiiiiniiMiLi.mmM KS! MlMIii Frisier-Salon »NMÄMMMMMMMNlo Moderne Haararheiten Schönheitspflege t57shu27" Wäsche-Stickerei n« großes Muster-Sortiment....Meter �°'s—' Rock- Stickerei 7/175; 7050 in guter Ausführung.... 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