Nr. 71. 37. Jahrg. Bezugspreis: Brerteljährl. 16,50 92, meat 8,50 feel ins Haus, Doraus zahlbar. Boftbezug: Monatlich 5,50 m eg Su ftellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 8.75 t, für das übrige Ausland 13- ML, bei täglich einmal. Ruftellung 11- Mt. Baluta Aufschlag. Boft. bestellungen nehmen an Dänemart Solland, Curemburg, Schweben und die Schweiz. Eingetragen in die PostRettungs Breisliste. Der„ Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolt u. Seit erscheint wochen. taglich zweimal Sonntags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". nsonalise alla not Vorwärts Berliner Volksblatt 20 Pfennig Anzeigenpreis: De achtgespaltene Nonpareillezetle toftet 2- M.. Teuerungszuschlag 60% „ Aleine Anzeigen", das Tettgedruckte Wort 75 Big.( zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 50 Pfg. Stellengesuche und Schlafftellenanzeigen das erste Wort 65 Big. jedes weitere Wort 40 fg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Teuerungszuschlag 50%. Familien Anzeigen, volitische und gewertschaftliche Vereins Anzeigen Mt. die Seile ohne Aufschlag, Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags im Sauptgeschäft, Berlin EW 68; Lindenstraße 3, abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr abends. 2, Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Expedition: SW. 68, Lindenstr. 3. Rerniprecher: Amt Morisblas, Nr. 15190-15197. Sonntag, den 8. Februar 1920. Einberufung der Nationalversammlung. Englischer Widerstand. Die Reichsregierung hatte am Sonnabend eingehende Bes sprechungen mit den Fraktionsvorständen, der Nationalversamm. Baris, 7. Februar. Nach einem Privattelegramm des Jourlung. Es wurde festgestellt, daß die Frage der Auslieferung nur unter Mitwirkung des Parlaments gelöst werden solle, nal" aus London sagt ie Einberufung wird unverzüglich erfolgen, sobald die zus Kärung der Angelegenheit notwendigen Unterlagen boter wife nicht, ob die veröffentlichte Lifte zutreffend sei oder nicht, liege Erhard Auer nicht auf der Liste. Wie wir zuverläffig erfahren, handelt es sich im Falle des von der Ententegeforderten Auer um einen Major Auer, also nicht um unseren sarteigenoffen Erhard Auer. Genoffe Auer wurde von diesem Sachvehalt, der gestern abend in Berlin bekannt wurde, schon drahtlich erständigt. So sehr wir bedauern, daß der erholungsbedürftige Genoffe Auer durch diese Berwechselung einer schweren Aufregang ausgefeßt wurde, so freuen vir uns doch der tapferèn Erklärung, die dieser serschossene und doc mutig gebliebene Kamerad vor der Aufklärung des Jrriums abgegben hat. Eie wird für alle Zeiten ein ehrenvolles Blatt in der Geschichte unserer Partei bleiben. Franzifische Proteststimmen. Baris, 7. Februr. Gumenité" erklärt: Biele Personen der alten und neuen 4t, felbft die außerhalb des Sozialismus stehen, berurteilen den Vertrag von Versailles und erflären ihr für unausführba Bor wenigen Tagen hat Asquith in Baislen erflärt, bit Revifios des Bertrages sei unvermeidlich. Die öffentliche Meinung Deutschlands, richt nur der rechten, dern auch der anderen Fraktionen, stünde der Auslieferung feinhlich gegenüber. „ Daily Chronicle", aber er könne bestimmt sagen, daß, wenn die Liste stimme, fic niemals der britischen Regierung übermittelt und von ihr genehmigt worden sei. Sie sei schlechthin grotest, und wenn dies wirklich die W Vorwärts- Verlag 6.m.b. H., SW. 63, Lindenstr. 3. Fernsprecher: Amt Morisplas, Nr. 117 53-5 Macht und Recht. T In der folgenden Betrachtung wird der Versuch gemacht, die überaus verwickelte internationale Rechtslage darzustellen, die durch die Auslieferungsfrage. entstanden ist. Um Mißverständnisse zu vermeiden, sei im voraus bemerkt, daß es sich um einen redaktio nellen Meinungsausdruck handelt, und nicht um die Wiedergabe der uns zurzeit noch unbekannten - Rechtsauffassung der Reichsregierung. Redaktion des Vorwärts". Ueber die Schritte, die die Entente unternehmen wird, der deutschen Regierung vorgelegte Lifte sei, fo sei er überzeugt, daß um die Auslieferung zu erzwingen, herrscht überall, in den die interalliierte Diplomatie in Paris wieder einmal eine unent alliierten Ländern wie in Deutschland, die größte Ungewißschuldbare Torheit begangen habe. Man könne von keiner Regie- beit. Es lohnt sich daher zu untersuchen, was die Entente rung und feinem Voit verlangen, 15 Monate nach Einstellung der nach dem gegebenen Zustand des Völkerrechts tun kan in Feindseligkeiten, ohne ein Wort zu sagen, einen Mann auszuliefern, womit freilich nicht gesagt ist, daß sie nicht etwas ganz ander so seine Pflicht erfüllt habe wie Hindenburg. Wenn diejenigen, deres tun wird. die im Namen der Alliierten handelten, wirklich die in Rede stehende Die Nichtauslieferung der geforderten Personen ist Lifte oder eine ähnliche überreicht hätten, dann müßten sie glatt bezweifellos eine Verlegung des Friedensvertrages. Ob diese feitigt werden, che fich etwas Aehnliches wiederhole. Berlegung aus bösem Willen oder aus Unfähigkeit, sie zu Lord Robert Cecil fagic nach der gleichen Meldung des Jour- vermeiden, entspringt, ist gleichgültig, entscheidend ist das nal in einer öffentlichen Versammlung, diejenigen, die die Ausbleiben der Leistung, die vertragsmäßig zu erfüllen ist. Kriegsgefangenen in Deutschland mißhandelt Eine Verlegung des Vertrags bedeutet aber noch nicht hätten, müßten bestraft werden, aber das wolle nicht feine Aufhebirng. Wenn Deutschland seine Pflichten bejagen, daß es richtig sei zu verlangen, daß Generale, Staats- aus dem Vertrag nicht erfüllt, so haben deswegen die Alliier männer ober Bringen nun sozusagen massenweise ausgeten gegenüber Deutschland noch nicht alle Rechte, die sie fid liefert würden. nehmen wollen, sondern nur diejenigen, die ihnen der BerAuch in der übrigen englischen Bresse findet die Ausliefe Deutschland zubilligt. Aus dem Völkerrechtlichen ins Privat trag im Falle der Verlegung der Vertragspflichten durch rungsliste teine Zustimmung. Daily Expres" nemnt fis einen gewaltigen Rikgriff. Die Lage sei jetzt so, daß die rechtliche übersetzt: Wenn ich meine Bertragspflichten nicht fon- allerien entweder Deutschland gingen müssen und dabei einen erfülle, jo entspringt mir daraus der im Vertrag vorgesehene Sieg der Sparta! iften ristieren oder den Standpunkt, Nachteil, 3. die Berpflichtung, eine Konventionalstrafe g den fie eingenommen haben, preisgeben müssen. Dadurch zahlen, nicht aber die Verpflichtung, mich meiner Freiheit würden sie gegenüber den Feinden ihr ganzes Prestige und ihre berauben oder mir den Schädel einschlagen zu lassen. Autorität verlieren. Das Blatt schlicht:„ Wenn wir den Frieden Ein Paragraph des Vertrages(§ 18 Anlage II zu Teii nicht benlieren wollen, so müssen die Altierten und der Hohe Rat VIII), der wegen seiner Ungeheuerlichfeit häufig zitiert wird, mit ihrer kurzfichtigen Bolitit aufhören. Daily Expreß" weist auf befagt, daß die alliierten und assoziierten Regierungen bedie Folgen hin, die ein Rüd tritt der beutschen Regierechtigt sind, wirtschaftliche und finanzielle Sperr- und Verung für die Affiierten haben würde. Das Blatt ist der Ansicht, geltungsmaßregeln, überhaupt solche Maßregeln zu ergreifen. daß die Liste auch Namen von Personen enthält, die teine welche die genannten Regierungen als durch die Umstände Kriegsmiffetäter find, und schreibt, die einzige Lösung jei Die, in einem neutralen Lande einen internationalen Gerichtshof zu errichten. Selbst die Tschechen. Die Aliierten feien durch den Bertrag bewaffnet, aber ent waffnet vor dem menschlichen Gewiffen! Sie hätten für sich den Buchstaben eines Vertrages, den sie mit Sie hätten fik fich den Buchstaben eines Bertrages, den fie mit Gewalt diftiest hätten, aber sie hätten gegen fich die nicht geschrie. benen Gefeße von denen der große griechische Tragöde spreche. Der Populaire" wendet sich in schärffter Weise gegen das Auslieferungsverlangen und stellt feft, " geboten erachten. Es fann jedoch kein Zweifel daran bedie Eklärung eines im Reichsrat fei eine, Runbgebung, bic stehen, daß sich dieser§ 18 mir auf die Verpflichtungen der man nicht als theatralisch bezeichnen dürfe, fie entspreche ficher Wiedergutmachung bezieht, also zur Erzivinigung der Auseitem tiefen, allgemeinen Gefühl, und die alliierten Regielieferungen rechtmäßig auf keinen Fall in Anwendung ungen würden einen schweren und unverzeihlichen Fehler gebracht werden kann. Außerdem ist später festgelegt wor begehen, wenn sie ihre Tragweite unterschätten. Brag, 7. Februar. Zu dem Konflikt zwischen Deutschland und den, daß die Maßnahmen, die die Alliierten ergreifen dürfen, Man dürfe nicht umsonst an die Gerechtigkeit der Belt appellieren. Der Entente in der Auslieferungsfrage schreibt das offiziöse Blatt um die Kriegsentschädigung zu erzwingen, nicht militäriWelche Verbrecher auch die Militär- und Zivilbehörden des" Cesko- Slowensta Republica": Es kann feinen Streit scher Natur sein sollen. taiserlichen Deutschland gewesen seien, welchen Anteil von Ber- die Schuldigen tatsächlich bestraft werden. darüber geben, daß es das Interesse der zivilisierten Welt ist, daß Es ergibt sich also, daß die Entente aus dem Vertrag antivorting fie auch mit vielen anderen an der Grdrosselung beutschen Gerichte gewähren nicht hinreichende Bürg- rung zu blodieren oder weitere Besetzungen vorzunehmen. Die nicht berechtigt ist, Deutschland wegen der Nichtausliefe der Böller trügen, sie hätten doch ein Aurecht auf diese Gerech- schaften. Auf der anderen Seite aber darf der Widerstand des Noch weniger hat die Entente aus dem Vertrag das Recht. tigkeit. Der Artikel 228 verlege Grundsäge, die man nicht deutschen Bolles nicht unterscäßt werden. Vielleicht gibt es einen die Kriegsgefangenen oder einen Teil von ihnen als Geiseln vergessen und mit Füßen treten dürfe, ohne daß das WeltAustveg, wenn neutrale Gerichte damit betraut werden, über die zurückzuhalten, wie das vielfach befürchtet wird. Militärische gewissen dadurch Schaden erleide. Anlagen su urteilen. Der Artikel sei tatsächlich und rechtlich unausführbar. Man fönne nicht Richter und Bartei in einer Angelegenheit sein. geben nur Rachrichten aus Berlin wieder, Die Pariser Lanterne" schreibt: 3ft man bereit, felbft bis zur vollständigen Besekung Deutschlands au gehen, um die Hand auf die Angeklagten zu Tegen, die sich aber trobem entfernen fönnten? Glaube man die Blockade wieder aufrichten zu können, die keine andere gültige Entschuldigung babe, als das Recht legitimer und gebieterischer Verteidigung? Maßnahmen oder Festhaltung von Geifeln kommen recht mäßig in feinem Fall in Betracht, wirtschaftliche und finan Weber„ Temps", noch„ Journal des Débats" äußern sich, fie Die Berliner Parteifunktionäre zur Auslieferung. zielle oder ähnliche Vergeltungsmaßregeln nur dann, wenn Sine Konferenz der Abteilungsvorstände der Berliner Partei es sich im Pflichtverlegungen aus Teil VIII des Vertrages organisation, die am Freitag in den Sophienjälen tagte, beschäftigte( Wiederautmachungen) handelt. fich neben der Erörterung anderer Parteiangelegenheiten auch mit Vertragsmäßig hat die Entente infolge der Nichtausder Auslieferungsfrage. Allseitig wurde die Auffassung lieferung nur ein Recht, dieses aber ist unbestreitbar. Sie vertreten, daß das Verlangen der Gewalthaber der Entente nicht hat das Recht, die Beierung der jett bejezten Geerfüllt werden kann, weil es nicht erfüllbar ist. Die Partei- biete im Westen längere Zeit aufrecht zu er genossen lehnen es entschieden ab, tatsächlich vorgekommene Kriegs- halten, als dies der Fall wäre, wenn Deutschland alle Ber verbrechen verteidigen und die Verbrecher schüßen zu wollen. Sie tragspflichten erfüllte. Das geht aus Teil XIV des Berverlangen im Gegenteil eine gerichtliche Sühne ohne An- trages hervor, der von den Bürgschaften für die Durchfüh sehen der Person. Die Angeschuldigten müssen aber vor deutsche rung" handelt. Dieser teilt das Belegungsgebiet in drei Gerichte gestellt und dürfen nicht der niederen Nachsucht der selbst fchuldbeladenen Sieger ausgeliefert werden. Die Unterfdrift unter bas Versailler Dokument ist erpreßt;' die Durchführung der Friedensbedingungen unmöglich. Selbst wenn die Erfüllung dieser Verpflichtung möglich wäre, hätte es die Entente in der Hand, so wie sie es jetzt tun wird, mit Repreffalien zu drohen wegen der Nichterfüllung anderer unausführbarer Friedensbedin Der Vertrag enthält aber nichts, was die alliierten und guigen. Ginstimmig beschloß die Konferens, fich den Grassoziierten Regierungen berechtigt, der Besetzung einen anIazungen anzuschließen, welche am 5. Februar ban Genossen deren Charakter als einen zeitweiligen zu geben, insbeson Reinert in der Preußischen Bandesversammlung und vom Ge- dere nichts, was sie berechtigt, die Besetzung zu einer Los noffen eimann in ber Berliner Stadtverordnetenverfammlung reigung und Angliederung an einen anderen Staat zu ver abgegeben wurden. wandeln. Außerdem steht das Recht, die Besetzung zeitlich In diesem Falle dürfe man nicht vergessen, bevor man sich auf ein solches Abenteuer einlaffe, baß nur wenige Staaten fich baran effektiv beteiligen würden, daß dies das beste Mittet sei, Frankreich selbst ins Glend zu stürzen. Die Entscheidungen, die man aber in der Annahme, daß Deutsch land nichts ausführen werbe, auf die eine oder die andere Weije treffe, würden schwere Konsequenzen nach sich ziehen. Die Deutschen behaupten heute, die laufel der Auslieferung fei nicht gültig, weil fie unter dem Drud der Gewalt erzielt wor ben fei. Das fei bas grobe Argument: Richtigkeit wegen Anwendung bsn Gewalt. Das sei indeffen die Geschichte fast aller Berträge, bie bie Ginger ben Besiegten, aufgesungen. a Franfpeidy 1870 fes- Both zingen abgetreten habe, habe es sich in einem ähnlichen Salt befunden." Het Bolt" gegen die Entente. Bonen: die erste soll nady fünf, die zweite nach zehn, die dritte nach fünfzehn Jahren geräumt werden, wenn Deutschland, den ihm für den betreffenden Zeitabschnitt auferlegten vertragsmäßigen Pflichten nachgekommen ist. Andernfalls sind die alliierten and assoziierten Regierungen berechtigt, die Belegung länger auszudehnen. Die Mitteilung der behorstehenden Aufhebung der auf auszudehnen, nicht einer einzelnen Macht zu, die sich in den Grund des Belagerungszustandes ergangenen zebberbote ihr aus dem Vertrag erwachsenden Ansprüchen geschmäleri nahan die Konferang mit großer Befriedigung entgegen. fiebt, fondern nur der Gesamtheit der alliierten und Sie bebauerte, daß die Breßfreiheit nicht schon längst wiederherges affoziierten Regierungen. Andernfalls wäre es z. B. fuftellt wurde. Dagegen tar fie der Meinung, daß der Belage- ristisch möglich, daß der Freistaat Sedichas wegen NichtausAmperbam, 7. Februar. Das Organ der niederländischen rungszustand im gegenwärtigen Augenblid um jo weniger lieferung des ihm durch Artikel 246 zugesprochenen Schädels fozialdemokratischen Arbeiterpartei et Bolt" schreibt in einem aufgehoben werden könne, als die reaktionären Parteien die des Sultans Mataua das linksrheinische Gebiet zur arabiLeitartikel, die Spannung, bie das Auslieferungsbegehren in Auslieferungsfrage für ihre Parteiinteressen auszuschen Provinz erklärte! Deutschland, in den neutralen ändern und in der ganzen müngen bestrebt find und mit der Möglichkeit gerechnet werden muß, Mit diesem Beispiel ist auch schon gesagt, daß die zeitliche Belt erzeugt, laffe deutlicher als je den daß Bersuche, den Bürgerkrieg zu entfesseln, von jener Seite Ausdehnung der Befeßung eine Folge ist, die im Falle einer Vertragsverlegung erfolgen kann, aber nicht erfolgen muß. weltgefährlichen Charakter der Ententepolitik ertennen, es sei eine Politik auf Biegen oder Brechen, ohne Rücksicht auf die wirtschaftlichen, politischen und vor allem psychologischen Fulgen. unternommen werden. Sehr scharf sprach sich schließlich die Konferenz gegen den der Man kann nicht die Besetzung.länger ausdehnen, weit Preußischen Landesversammlung vorgelegten Gefeßentwurf über Deutschland fünf Mark schuldig geblieben ist, das wäre eine die Abfindung des ehemaligen wönigshauses aus.unjinnige und schikanöje Auslegung der Vertragsbürgschaf ten" und ein Sohn auf jegliches Recht. Tritt der Fall einer schließlich auch die stärkste Macht an der dauernden Kraft des Bertragsberlegung durch Deutschland ein, so wird die GeNechtsgedantens zerbrechen fann. fa eit der allierten und assoziierten Regierungen, darilbet ju eftiefben haben, ob diese Verlegung schwerwiegend genug ist, eine Berlängerung der Besepung über die vorgefchienen Setträume binans wie sie Millerand in feitter merrede bereits in Aussicht gestellt hat zu rechtfertigen. " Wir werden alles verlangen Millerand spricht in der Kammer. Ein guter Wille. Laut Nieuwve Rotterdamiche Courant" erklärte Cir Audland Geddes in einer Unterreduna, nirgends jet die Not so arog wie in Ociterreich. Man werde einen Plan erwägen, um Defterreich Robstoffe und Halbfabritate zu berichaffen, um ihm auf diese Weise auf die Beine zu helfen. England könne reien ichide. Dadurch würder die Fabrikanten Aufträge erhalten und fönnten die Ware sofort an die Berbraucher. liefern und cinen Zeit des Fabritats als 8ablungsmittel zurüdienden. Nach Geddes Ansicht ist das ein ausgezeichneter Plan, um die Schwierigkeiten der gesunkenen Währung zu beheben. Paris, 6. Febriar. In seiner a ni merrede sagte mi- hierbei mitwirten, indem es Bolle für die Gurn spinne misterpräsident Millerand betreffend. die Wicheraufnahme der Handelsbeziehungen mit den russischen Genossenschaften, die Ausführung des Friedensvertrages von Versailles Verräterabsichten". Dent Versuch der Deutschnationalen, in der Austieferungsfrage das Volf in einen wilden, chauvinistischen Zaumel zu berießen, um dann an der Glut des angefachten Hafies die reaktionäre Parteisuppe zu kochen, ist hier mit Entschiedenheit entgegengetreten worden.. Es ist wohlberedete Absicht wenn jetzt alldeutsche Die Gatente fan alfo vertragsmäßig nur eines fun. Sie fann beschließen, daß die Besatzungszeit verlän gert wird, falls die Auslieferung nicht in einer bestimmten Grist erfolgt ist, und kann diesen Beschluß der deutschen Re- es Noh- Plan, gierung mitteilen. Wir stünden dann vor einer Situation, es handle jich um den Austausch vor Fabrikaten gegen Roh Die fowiejo eines Tages eintreten muß, falls die Entente auf Wiederaufnahme der Beziehungen, mit den Sowjets nach sich materialien. Diese Maßnahme ziehe tetneswegs die der Erfüllung des Bertrages in jedem Punkte bestehen sollte. Jeder fehlende Baggon doble, jedes fehlende Faz Teer fann fönnte nicht dazu dienen, die Rote Armee zu versorgen. genan dieselbe Wirkung hervorrufen. Das ist ja, wenn der Würde man das erfahren, dann würden die Sendingen einge= Ausdrift erlaubt ist, der diplomatische Trick des Bertrages, itellt. Willerand sprach dann von der Sowjetregierung als einer dag er den verschleierten Annexionsbestrebungen Frankreichs iftatur, die vielleicht(?) cine lasiendiltatur sei, die Eillung winft, daß er die Gelegenheit bietet. Die Offupa- aber trobem(?) berbrecherisch und bassenstoert sei. Ueber tion so lange auszudehnen, bis sie sich wie im Fall Bosnieniaft von selber in eine Annerion verwandelt. Aber e Milecand, es sei peifelsohne bedauerlich, daß merita Blätter wie die Tägliche Rundschau und Deutsche Tagesdie Annerion wäre auch dann noch Bertragsbruch, und die den Vertrag no nicht ratifiziert habe, aber trotzdem have zeitung" so tun, als tönnten sie nicht verstehen, was gemeint zeitliche Ausdehnung der Bejebung kann, wie schon gejagt, bie Wiedergutmachungsfommission schon ihre Arbeiten begonnen fei und uns„ Verräterabfichten" unterschieben möchten. Unfer nicht von einer einzelnen Macht, sondern nur von der Gesamt und er sei nicht beunruhigt über die endgültige Entscheidung der Verlangen, daß die Sache mit feltigkeit aber auch mit Berheit der alliterfen und assoziierten Regierungen verhängt Bereinigten Staaten. Was den Sicherheitsvertrag nunft, daß sie von Standpunkt der GerechtigkeitsToerden. Wie steht nun die Sache, wenn die Entente durch eine zwischen Amerika und Frankreich anbetreffe, so müsse bemerkt wer idee, nicht vom Standpunti des deutschnationalen BarteiinterDrohung, die un Vertrag teine Stübe findet, die Ausliefe- den, daß eine der beiden Barteien die fofortige Ratifizie- effes aus von der Regierung geführt wird, deuten diese Blätter rung it erzibitaen verfucht? Muf diese rage fann man sich zung verlange, während die andere Bariei an die Ratifizierung geflijfentlich dahin um, daß wir der Regierung in den Rücken nur aus der 2 of ferb und jagung Antwort bolen, Nach die Slanjel tapie, daß in gewissen Fällen der Bertrag fallen und die Einheitsfront des deutschen Volkes in der der Bösterbundsahig ist Blockade, außer im Fall des schon fannt sei. Die eine Partei verlange also den Vertrag auf Zeit, nicht in raft treten. falle, wenn der Völkerbund amer- Auslieferungsfrage zerstören wollen. erwähnten§ 18, uur möglich auf dem Wege des Bundes Ber nicht lefen kann, demt ist nicht zu helfen Unser erwähnten§ 18, nur möglich auf dem Wege des Bundes. Bericag Standpunkt in der Auslieferungsfrage ist hier nicht enimal, beichtusies und der Bundeserefution, ein militärisches Bor- die andere für immer, aber alle Parteien verlangten in. geben, olio Bornabine weiterer Bejegungen, ist nur auf In bezug auf Deutschland erklärte der Ministerpräsident, sondern fortdauernd mit entschiedenen Worten zum Ausdruck gelangt, an denen nicht zu drehen und zu deuteln ist. Wer diesem Wege möglich. Die Bundeserefution jest Gines müsse 27 Millionen, Tonnen Koblen jährlich liefern. der Regierung in den Rücken fällt, das zeigt ein Blick in die ftir niig feit der Bundesversammlung voraus. Suvor Die Deutschen verbrennen mehr Kohlen als, die Franzosen. gleichen Nummern der beiden alldeutschen Blätter, muf der rechtliche Sachverhalt durch den Rat oder durch elit Das sei eine Lage, die er nicht annehmen könne. Der Mi- denen wir angegriffen werden. Da wird in grger Schiedsgericht flargestellt sein. Der rechtliche Sachverhalt ist nisterpräsident besprad alsdann die Mittel, über die man ver- Aufmachung eine Resolution des ,, Nationalverhndes aber so, wie er oben dargestellt ist; auch der Nat oder das füge und die im Friedenstertrage vorgesehen seien, um von deutscher Difiziere" abgedruckt, die den Rücktrit der Schiedsgericht fann rechtmäßigeriveise der Entente feine Teutschland. die Ausführung der Friedensvertragsflauseln zu er- Regierung und die Bildung einer Regierung des ncionalen Rechte zugestehen, die ihr nicht aus dem Vertrag zustehen: Jangen. Er verlas den Artikel 429 und sagte: Ich habe also die Widerstandes" und der nationalen Ehre aus en beften also nicht das Recht der Rurückhaltung der Kriegsgefangenen, wicht das Recht der Blockade( außer im Falle des§ 18) bicht, Deutschland zu benachrichtigen, daß im Falle offenbarer Männern des Volkes ohne Rücksicht auf die gehörigkeit mid nicht das Recht des militärfichen Einmarsches. Die Nichtausführung einer seiner Verpflichtungen die im Artikel 429 zit einer Partei und zur Nationalversammlury gefordert. Bornahme solcher Handlungen durch einen einzelnen Staat vorgesehenen Fristen für aufgehoben erklärt werden wür- Die Tägliche Rundschau" mißbilligt in ihrer Teitartikel oder durch die Gesamtheit der Entente ipürde einer auf den und nicht mehr laufen. Der Ministerpräsident verlas auch das zwar, daß von einzelnen nationalen Drganisationen der oder durch die Gesamtheit der Entente würde einer Auf: Kohlenabkommen und sagte, falls Deutschland seinen Ber- Rücktritt der Regierung gefordert worden taber bringt hebung des gesamten Friedensvertragspflichtungen einschließlich der Völkerbundiakung gleich- pflichtungen nicht nachkomme, werde man zu wirtschaftlichen gleichwohl diefe Resolution ohne jeden kommentar. Der Artikel der„ Tägl. Rundschau" ist im übrigen ein tommen. Der durch den Vertrag von Versailles geschaffened) erfcheinenden Maßnahmen greifen, ohne daß Deutschland Musterbild hezerischer und verleumderische Sinnberdrehung. sölferredttliche Rechtszustand. wäre dann restlos bejeittat. imo bas Recht habe, jie als einen eindjeligen Att zu betrachten. Unsere Verwahrung gegen die alldeutiche Ausschlachtung der der Kriegs zu stond, hervorgerufen durch eine Völker Di Aulierten behielten sich das Recht vor, Auslieferungsfrage wird umgelogen in ine Bereifwilligkeit rechtserlegung der Entente, würde an feine Stelle treten. zur Auslieferung, in eineffene intadung an den Feind, die Entehrung des deutschen Voffes durch das deutsche Volk selbst durchzusetzen. und finanziellen Repreisalien und allen anderen militärische oder andere Zwangsmaßnahmen Aber auch der Zusammenhalt der alliierten und assoSiferten Regierungen wäre dann vertragsmäßig nicht mehr zu treffen.( Beifall mit Ausnahme der äußersten Sinten!) gegeben, er fönnte nur durch neue Verträge ganz oder teil- Millerand fuhr wörtlich fort: Ich beabsichtige also, wenn der Augenbeije neu geschaffen werden. Denn die Entente als Kriegs- blid gekommen ist, mich aller Maßnahmen zu bedienen, die der Bund hat ja durch den Abschluß des Friedens zu bestehen auf- Bertrag mir an die Hand gibt. Ich erkläre von der Tribüne herab, gehört, und für den Fall vertragswidrigen Verhaltens eines one drohen zu wollen und nur deshalb, damit die Frage sehr Har Zeffs her Gatente besteht für die anderen keinerlei Solidari and wohl verstanden werde dag wir beabsichtigen, von Deutschland tätsvflidir: Bölkerrechtlich wäre die Bildung aang neurer nicht zu verlangen, ibas es uns nicht auf Grund des Vertrages ombinationen in den Bereich der Möglichkeit geschuldig ist, rida Aus diesen Betrachtungen ergibt sich, daß Berlegungen des Vertrages: von Versailles für beide Teile mit bedentenden: Nijiten verbunden sind. Die Enfente hat heute alle Macht, aber nicht alles Recht Weit der Aufhebung des jetzt geltenden Vertragszustandes würde ein neuer Abschnitt der Weltgeschichte beginnen, in dem sich erweisen müßte, ob nicht Jimmie Higgins. Von Ben Sanford. Die amerikanische Sozialistische Partei hat fürzlich an die zehnjährige siederkehr des Todestages von Ben Hanford er unert, der als Agitator für fie eine ganz unvergleichliche Beseutang hat. Bei diefer Gelegenheit ist ein feiner Artikel von ihm aufs neue verbreitet worden, der für seine Art bezeichnend tit, und wohl berdient, auch den deutschen Parteigenossen bekannt 31 Derben. Ein Genosse, den wir Jimmie Siggins nennen wollen, weil das nicht fein richtiger Name ist, und den wir für einen Maler ausgeben wollen, aus dem ganz zureichenden Grunde, daß er fein Maler ist, hat vielleicht einen größeren Einfluß auf mich gehabt, als irgendein anderer: er hat nie die Augen geöffnet für meine Aufgabe in der Arbeiterbewegung. Jimmie Siggins hat weber breite Schultern noch einen mächtigen Brustlasten. Er ist weder hübsch noch stark. Ein kleiner, binther, schwacher, Gleichgesichtiger Bursche. Gin armer, magentranfer, asthmatischer Gpileptiker, aber start genug, um einer Ritter mit ähnlichen Eigenschaften als Stüße zu dienen. Stark genug, um 10 Jahre übertrefflicher und nie genug anzuerkennender Dienste für die Sache des Sozialismus beizusteuern. Was tat er? Alles. Er hat mehr sozialistische Reben zustande gebracht als irgendein anderer Mann in Amerika. Nicht, daß er sie selbst hielt, aber er sleppte auf seinem Trummen Buckel die Phatform herbei, wenn dns Platformfomitee) nicht zur Stelle mare. Dann schlängelte er sich weiter in eine andere Versammlung und besorgte ihr eine Platform. Bald holte er ein Glas Wasser für den Rebner. Am gleichen Abend oder am Tag zuvor hatte er Handzettel für die Versammlung verteilt. Im voraus hatte er seine Abteilung benachrichtigt, wo die beste Gde in seinem Stadtviertel war, um eine Versammlung zu veranstalten. Bald verteilte er Flugblätter in der Versammlung und haff die Platform abzubauen und fie wieder ins Hauptquartier zu schaffen, oder auch Whonnenten für die sozialistische Preſſe anzuberben. Am nächsten Tag das gleiche. Und so während des ganzen Wohlfeldzuges und eine Wahl nach der anderen. Wenn er eine Beschäftigung hatte, was nicht allzu häufig der Fall war, denn Jimmie wat fein besonders guter Arbeiter und wurde meist zuerst entlaffen, verteilte er sozialistische Zeitungen unter seinen Kollegen während der Arbeitspause oder lief zwischendurch an das Tor einer Fabrik und verbreitete sozialistische Flugblätter unter den Angestellten, die zum Frühstück heraustamen. Bas tat er? Jimmie Higgins tat alles und jedes. Was immer ahn war, das war Jimmies Arbeit. Buyrst erledigte er seine eigene Aufgabe, dann die Aufgabe derer, die müde oder nachlässig geworden waren. Jimmie Higgins *) In den Bereinigten Staaten wird die Rednertribüne für jebe Versammlung, die vichach im Freien stattfinden, besonders mrigefchlagen. daß wir aber alles perlangen werden, was es uns schuldet. um dies zu erzielen, werden wir alle Maßnahmen treffen, die der Vertrag uns an die Hand gibt. ( Der von Mitterand zitierte Artikel 423 betrifft die Bürg schaften für die Durchführung. Siehe dazu den heutigen Zeitauf jazz Macht und Recht".) fonnte nicht singen, noch tanzen, noch Geschichten erzählen, aber er fomute all das tun, was gerade getan werden mußte. Hier haben wir die beste Ilustration zu der von Graf Reventlow geforderten Meuche Imörderfrei. heit, die dieier jetzt gegen uns als grzen vaterländischen Gesichtspunkt zu verteidigen fuch airlich arbeitet auch der edle Graf mit allen Mitteln der jonrintistichen Stamperdrehung, um ſchließlich herauszubekommen, daß der Vorwärts for Volfsverrafer gemeinter Sarteympathis Interesse" aufbringe. Grat Revenflow bet njere- weientlichste Feststellung wohlweislich verschwiegen, die jezt jowohl durch ihn selber wie durch die Tägliche und fchau" reiche Bestätigung findets de namlich von der alldeutschen Beesse iojari jeder als im Solde der Feinde stehend denunziert wird, der nicht unbedingt ins aldeutsche Horn Magst du, Genosse, noch so tüchtig sein, du oder irgendein anderer fannst nie mehr leisten. Jimmie Higgins hatte keine Deutschnationalen in der Breußischen Landesversammlung, Reichtümer, aber aus seiner Armut gab er immer etwas, seit Alles; magst du, Genosse, noch so wohlhabend und im gleichen Maße freigebig sein, nie kannst du mehr geben.' Jimmie Higgins saß nie vornean auf der Tribüne, niemals fannte er die Aureizung des Beifalls noch die Begeisterung der Opposition; niemals sah man ihn im Vordergrund. Aber er hatte die Platform errichtet; durch seine harte unangenelme, undankbare Arbeit war es dahin gekommen, daß Freiheit im Anzuge war und die Dinge in luß famen. Jimmie Higgins. Wie sollen wir diesen Mann bezahlen, wie jeine Arbeit lohnen? Wie ihm mit Gold oder Lorbeer danten? Es gibt nur einen Weg, Genossen, um die Taten Jimmie Siggins und seinesgleichen wieder gutzumachen. Wir müssen es jo machen wie er. Nimm einen frischen Anlauf and lag richt wieder Loder. Dente daran, wie groß feine Lat war und über wie wenig er verfügte. Wie flein die unsere ist im Verhältnis unserer Macht. Ich kenne manche bedutende Männer und Frauen in der sozialistischen Bewegung, aber in der hohen Selbsthingabe, in der unvergleichlichen Treue werde ich nie jemanden finden, der größer war als Jimmie Higgins. Die Bastei zählt manche seinesgleichen. Elber möge jie noch viel mehr davon bekommen. Die deutsche Rechtschreibung als Parteisache. Gegen tine Neuordnung der deutschen Rechtschreibung nach rein phoretischen Gesichtspunkten wendet sich eine förmliche Anfrage der die über die Stellungnahme der Regierung zu den dahingehenden Absichten des Reichsschulausschusses Aufschluß verlangt. Recht so!. Die deutsche Orthographie ist eine reine Parteisache! Das Ungetüm der bisherigen Rechtschreibung" ist ein Wahrzeichen des alten Deutschlands, das erhalten bleiben muß! Die Konfervativen würden sich selbst untreu werden, wollten sie nicht auch hier die Rücksicht auf das historisch Gewordene" über den gefunden Menschenverstand stellen:" Wir toollen, daß unserem Volke seine Rechtschreibung erhalten bleibe!" Demgegenüber ist es aufs freudigste zu begrüßen, daß das Reichsministerium des Innern entschloffen ist, ganze Arbeit zu leisten und durch eine radikale Reform unser Volk von der Qual feiner halb historischen, halb phonetischen Rechtschreibung zu erlösen. 1. Neue Fime. Auf seinem Galoppmarsch durch die Weltliteratur greift der Film jetzt bereits zu den ausgestorbenen Formen naiver Schilderungslust zurück: der Raubritter- und Gespensterroman bietet der„ Bruntfilm" Angelo eine merkwürdige Mischung von wird wieder aufgefrischt. In den Schauburg- Lichtspielen mittelalterlicher Gruselromantik und modernem Milieu. Rinaldo Rinaldini und die ähnlichen Sachen der Spieß und Cramer werden nun wohl auf wieder auftauchen. ―r. Für die 5. Mittagsveranstaltung des Schauspielhauses beginnt Sonntag, 10%, Uhr, der Vorverkauf. Sie findet am 15. februar statt und Hölderlin und Goethe; Bortrag von Dr. Bruno Bille, musikalische Darist den Selassikern gewidmet.( Dichtungen von Klopstod, Leffing, Schiller, bietungen von Mozart, Beethoven, Schubert.) eiland Stlassisch kommen uns die Richard Oswald- Lichtspiele Oswal mit einer Bearbeitung von Lessings bürgerlichem Trauerspiel Miz Sarah Sampjon"; das einst durch den Griff ins Leben Epoche machte. Geblieben ist das Rührstück, das einfach in die moderne Großstadt versezt ist. Das Innerliche bleibt dem Elektrizität aus der Luft. In Nr. 63 brachten wir eine Notis Das ausdrucksvolle Spiel von Rud. Hofbauer ist zu lpben; die verKino verschlossen. Das Drum und Dran ist gut gegeben. über die Gewinnung von Elektrizität aus Luft, die der fachlichen führte Unschuld und das vachsüchtige Verhältnis charakterisieren Berichtigung bedarf. Das sehr einfache Verfahren, fosmische Ener- Ettel Erff und Grit Hegeja. gie in elektrische Energie umzuwandeln und für Heizung, Kraft, ausmalte, durch solche Verfilmung das Beibende der Dichtung Ob wirklich, wie der Prospekt es drahtlosen Verkehr und sonstige menschliche Bedarfszwede nubbar einem großen Publikum erschlossen und zur Lektüre des Originals zu machen, ist nicht von einem dänischen Ingenieur, sondern angereizt wird? von unserem Parteigenossen Prof. Ewald W. Rasch- Steglitz erfunden worden. Rasch hat im Jahre 1899 die Elektronen strahlung durch glühend gemachte Körper entdeckt und hat auch bereits in feinem Werte Dos elettrische Bogenlicht" die Anivendbarkeit der durch Rasch Kathoden erzeugten Elettronenstrahlen für die Technik der drahtlosen Telegraphie nachgewiesen. Gerhart Hauptmanns neues Drama, Der weiße gilt aber der Prophet im deutschen Vaterlande wenig( weder bei ist die nächste Bremiere in Großen Schauspiel 6 aufe den Ministerialräten, noch bei der Schwerindustrie). So ist sein Franz Dülbergs Korallenkettlin, das unter dem alten Regime funtentelegraphisches Prinzip erst im Jahre 1918 als vollendete pielverfolgte Drama, wird am fommenden Montag im Residenztheater Tatsache, und zwar in amerikanischen Schübengräben„ neu ent- Hannover eritaufgeführt. Es ist dies nach Aufhebung der Zensur. die deckt" worden und ist nunmehr erst auch in Deutschland von funda- erste öffentliche Aufführung des Studes in Preußen. Der von Dülberg vor einiger Beit in der Deutschen Dramatischen Gesellmentaler Bedeutung für die drahtlose Telegraphie und die Röntgen- schaft gehaltene Vortrag über die Aufgabe des deutschen. Dramatiters in technik geworden: sein Werk über die physikalischen Grundlagen dieser Zeit ist jetzt im willingverlag, Berlin- Bartow, unter dem Sitel der Lichterzeugning und der elektrischen Entladungsvorgänge ist Drama und Reichsgedante", gebrudt erschienen. nämlich fucz bor Ausbruch des Krieges 1913 in New York in eng Tischer Ausgabe erschienen. Nach Prof. Rasch wird man bestenfalls in der Lage sein, pro Quadratmeter Erdoberfläche bis etwa 1,820 Stilowatt elektrischer Energie muhbar zu inachen, nämlich dem Sonnensystem zu entziehen. Rasch hat auch lange vor Marcont entbedt, daß man zum Betrieb bon drahtlosen ernstationen teiner besonderen Straftwerte bedarf. 611 Bekanntlich " Psychologie des Seruallebens. Die von der Leffing- Hochschule angejezte Borlesung über dieses Thema übernimmt Geh. Can- Rat Dr. meb. albert.No 11 an Stelle des verstorbenen Dr. Einft O. Burchard. Der Zyklus beginnt am 11. februar, abends 7. Wht in der Bismard- Schule, Sybelstr 2( am Kurfürstendamm). leber Oitprenien spricht in der Urania. Taubenstraße, Prof. Franz Goerte, am Dienstag zum eritemmal mit farbigen Bildern. Er wieder. holt den Bortrag am Donnerstag und Sonnabend. Nr. 71 37. Jahrgang Kessel vor Gericht. ( Schluß aus der Abendausgabe.). 1. Beilage des Vorwärts Sonntag, 8. Februar 1920 An der Name des Herrn Reichswehrministers wird hier zum erstenmal und zu ihm selbst geäußert, er sehe es gern, wenn Marloh wegin Verbindung mit dem Hauptmann Babit gebracht. Ich beantrage ginge. Reffet handelte barin im Ginvernehmen daher, die kommissarische Vernehmung des Hauptmanns Babst. mit höheren Dienststellen, wie Garde- Kavallerie- SchüßenAngeft. v. Kessel: Das Gespräch mit dem Hauptmann Babit forps, Korps Lüttwiß und Oberkommando Noste. Vors: Jm liegt zeitlich vor meinem Anruf an Striegsgerichtsrat Meher. Ich Einverständnis mit welchen Offizieren von diesen Stäben? Borf.: Haben Sie sich dem Pfarrer Stump gegenüber geibeigert, fuhr zu Hauptmann Pabst und sprach mit ihm über die Angelegen Beuge: Ich möchte das Herrn v. Steffel sagen lassen. Vors.: bie Geistesberwirrung borzutäuschen? Marloh: Ich wollte heit. Dann fam Striegsgerichtsrat Meher zu mir, und auf Grund Wir wollen doch hier fein Verstedspiel treiben. Von wem erhielten lediglich ein kurzes militärisches Gesuch aufießen, aber Stump meiner Unterredung mit Hauptmann Babjt blieb ich Mayer gegen Sie das Geld? Beuge: Von Kessel. Borj.: Ich wünsche betonte, in dem Gesuch müsse die geistige Berüber bei meiner Behauptung, daß Marloh geflohen sei. Kriegs- nun Namen von Ihnen zu hören, und zwar bom Garde- Kavalleries wirrung erkennbar fein. -Vors: Wieviel Geld be- gerichtsrat Mayer tam um 5 Uhr zu mir; das Gespräch mit Haupt- Schüßenforps, vom Korps Rüttwik und vom Oberkommando Noske. famen Sie? Marloh: 5000 M. von Oberleutnant Hofmarin; mann Pabit fand vor 5 Uhr statt. R.-A. Alsberg: Haben R... Lütge brune: Wir möchten uns doch die Anregung Wehmeyer brachte mir dann die Papiere mit. Bors: Was Grzellenz später gehört, daß gewisse Dienststellen geftatten, ob diese Frage nach§ 189 M.St.G.O. zulässig ist. Der tönnen Sie mit über den Ausweis sagen, der die Unterschrift Marlohs Verschwinden wünschten? b. Oben: Beuge hat es doch in Ausübung des Dienstes erfahren. Vors.: „ Schleinik" trägt?- Marloh: Darüber verweigere ich meine Dienstliche Stellen eigentlich nicht, aber es gab. Pribatfreise, so werden dienstliche Intereffen dadurch berührt? 8euge: Ich. Aussage. Bors: Das flärt die Sache etwas. Sie veriveigern Bekanntenkreise, die jagten: Baht den armen Kerl doch habe es dienstlich erfahren. Bors.: Dann ersuche ich den Herrn also die Aussage in Wahrung Ihrer Interessen? Marloh: 3 laufen! R.-A. Isberg: Sind vielleicht Aeußerungen ge- Anflagevertreter beim Bolizeipräsidenten, dem Borgesetzten des verweigere eben meine Aussage! Beuge schilbert fallen, wie z. B.: Sie verfolgen den armen Marloh ja, andere Beugen, die Genehmigung zu dieser Aussage nachzusuchen. dann die Fahrt zum Bahnhof. Vors: Sind Sie durch den in Dienststellen wollen ihn laufen lassen? Beuge: Nein. flagebertreter Dr. UIImann: Ich weiß nicht, ob hier eine Pflicht der" Freiheit“ über Sie erschienenen Artikel fehr beunruhigt t Nach der Vernehmung v. Ovens tritt eine Mittagspause ein. aur Dienstverschwiegenheit vorliegt? R.-A. Als berg: Uns den?" Marloh: Durchaus nicht. Bors.: Haben Sie fliehen wäre jebenfalls eine Aussage lieber. Vors.: Die Aussagevertpollen? Zeuge: Nein, ich habe mich immer stellen wollen. Reffel als Meineidstifter. Marloh macht dann noch Aussagen über sein Gespräch mit Kessel weigerung erschwert das Verfahren ungeheuer, Herr Oberleutnant Sofmann. Ich sähe mich genötigt, alle Generalstabsoffiziere der vor dem Eden- Hotel, das jedoch nichts neues bringt. betreffenden Korps zu verhören. R.-A. Alberg: Der Zeuge hat doch außerdienstlich davon gehört. 3euge: Das auch. Borf.: Alfo teilsteile! Sind Sie nach pflichtgemäßer Prüfung der Ansicht, dah Steffel wissen mußte, daß Sie Ihre Hand bei Marlohs Flucht im Spiele hatten? Beuge: Nein, ich habe ihm nichts gefagt. Ich habe ihn absichtlich aus dem Spiel gelaffen.. Gr hat bestimmt nichts gewußt. Vors: Auch nichts von der fingierten Stranfmeldung? Beuge: Nein. Wenn ich dies zu Wehmeyer und Stump gesagt habe, so wollte ich nur den Einbrud erweden, bak Sessel mit mir in allen Buntten übereinstimme. Borf.: Sie haben also absichtlich Rejjel borgefcho. ben? Ich stelle dies fest, weil es zugunsten des Angeklagten ist. fliehen will?" ipor= Um 2 Uhr nachmittags wird die Situng wieder eröffnet. Der erste Beuge ist Leutnant Wehmeyer. Wehmeyer will sich Vom Vorsitzenden über den Verlauf des Flurgeiprächs befragt. mit Bestimmtheit erinnern, bag, Stejjel ihm am Morgen des 2. Juni erflärt Marloh, er fönne beschwören, daß Messel ihm gejagt gefagt habe, es sei jetst ber allerlesie Termin, daß Marloh weggehe. habe, er solle jeden Augenblid verhaftet werden. Striegsgerichts- Sessel habe auch gefapt, wenn er au Rump fomme, dürfe er Marloh rat UIImaan: Hat sich am 1. Juni Hofmann, als er von Rump bort nicht treffen. Die Verhandlung gto schen Stump und Kessel zu Steffel ging, von Rump mit den Worten verabschiedet:„ Na, habe ungefähr eine gute Stunde gebauert. Er habe dann Steffel Steſſel wird schöne Augen machen, wenn er hört, daß Marloh nicht am Vormittag bes 2. Juni einen Brief Stumps übergeben. Refsel Auf Befragen erklärt Pfarrer Rump, daß Hof- habe beim Lesen gelacht; als Wehmeher ihm sagte, ihm wäre gar mann sich in diesem Sinne geäußert habe. Dabei erzählte er mir nicht lächerlich zumute, bat Steffet ihn um Entschuldigung, aber die Tächelnd, er hätte sich für gestern Iran gemeldet und der Sache wäre zu geschiedt eingefädelt. Weiter erklärt Wehmeyer, Staffel mitgeteilt, er läge trant zu Bett. Beute morgen habe ihn daß die Unterschrift des Noste- Ausweises und des Kriegsregisterdaraufhin v. Kessel vor der Staffel zum Scheine angeschnaust, wo auszuges von Kessel stamme. Auf Befragen des Vorsitzenden er er denn gesteckt babe, es sei inzwischen viel los gewesen. Borf.: klärt der Zeuge weiter, er habe in der Zeit vom 3. bis 5. Juni Also gewissermaßen ein künstliches Iibi? Beuge Rump: Steffel mitgeteilt, daß Marloh weg fei; wohin er geflohen sei, wollte Jawohl! Die Mannschaften der Staffel sollten Hofmanns Abwesen- Wehmeher Sessel sagen. Dieser aber habe abgewehrt und wollte heit am 2. Juni nicht mit Marlohs Flucht in Verbindung bringen. gar nichts davon wissen. Der Vorsitzende fommt dann auf die Marloh erklärt, die Unterredung zwischen Keffel und Stump habe falsche Aussage Wehmeners bei seiner Bernehmung am 12. Juni eine bis zwei Stunden gedauert. Daß fie nur 20 Minuten gebauert vor Kriegsgerichtsrat Meyer zu sprechen. Wehme her erf ärt, babe, halte er für ausgeschlossen. R.-A. AIsberg: Saben Sie er habe mit Absicht übertrieben und habe die Geistesfrantheit früher gesagt, daß Sie vor einem Zusammenbruch der Nerven Marlohe in den Vordergrund gezogen. Damit Striegsgerichtsrat Ständen? Marloh: Jawohl.- Alsberg: Hat Sessel von Meher von dem Saftbefehl Abstand nehme. Der Zeuge schildert einer vorübergehenden oder von einer dauernden Entfernung gebann weiter, daß v. Sessel ihm nach Ueberreichung des Briefes die sprochen? Marloh: Steffel wollte mich nicht für dauernd ent- Direktive gegeben babe, zu sagen, daß Marloh geiftestrant wäre fernen, fondern nur für so lange, bis eine gesicherte und in Berlin umheriere. Steel würde ihn binnen 48 Stunden rechtsite hende Regierung da sei. Nach einer kurzen Bause wird der frühere Verteidiger Marlohs, meher. Thre unwahre Aussage bei der Vernehmung am 9. Juni dem Kriegsgerichtsrat Meher übergeben. Vorf.: 3euge Weh Rechtsanwalt Dr. Sifath vernommen. Nilath betont, daß aing alfo auf die Direttiven des Angeklagten zurüd? ihm niemals der mindeste Zweifel an Marlohs Geistesklarheit ge- Wie steht es nun mit dem forenannten Meineidebetennt Sommen sei. Er schildert seine Unterredungen mit Marloh und nis Reisels am 21. Juni? 3euge: Kessel sagte zu mir: feine Ueberraschung, als er pöglich von dessen Flucht hören mußte. Wir müssen in der Sache doch mal fügen, da sehe ich nicht ein, Der Zeuge wird bereidigt und entlassen. Der nächste Beuge ist warum ich meine Aussagen nicht beschwören soll. In meiner Aus Bentnant v. Grolmann. Beuge schildert, wie er Marloh eines fage ist vieles ungenau und ich habe sie doch beschworen! Ich war Tages getroffen babe und mit diefem über die Artikel in barüber platt und machte davon sofort Pfarrer Rums Mitteilung der Freiheit" gesprochen habe. Er glaube aber nicht, daß wir haben diese Aeußerung esse's dann aufgefchrieben. G3 folMarloh die Artikel schon gelannt habe. Sie hätten die Sache all- gen Aussagen des Zeugen über die fälschliche Stranfmeldung des gemein ganz fustig besprochen. Auf wiederholtes Befra- Beutnants Sofmann, über die unbekannte Dame" und das Augen erlärt der 3euge, v. Steffel wäre nicht am Telephon gewesen, jammentreffen strijden Pfarrer Hump und Hauptmann v. Steffel, als er die Staffel anrief: die wesentlich neues nicht zutage fördern. Marloh muß weg!" ber Garbe- Kavallerie- Schübendivision, Marlohs Pension". " Oberleutnant' Auf Befragen des Vorsißenden berichtet der Beuge noch über ein Abkommen, das mit Marloh getroffen worden war, wonach biefem monatlich 2000 bis 3000 m. zugestellt werden sollten. Die höheren Stellen würden das Gerd schon geben Marloh: Davon höre ich zum erstenmal. Borj. zum Angeflagten: Woher stammte das Geld? b. Steffel: Es waren teine Privatgelder, fondern Dienstgelber. Auf Befragen R.-A. Lütgebrunes gibt der Zeuge Hofmann über die halb monat.. iche Abrechnung der Auslagenkasse mit Kessel Auskunft. Gr babe stets am 1. und 15. jeden Monats abgerechnet. Steffel fonnte Gelder bekommen. also nicht vor dem 15. Juli Aufschluß über die Verwendung der Borf.: Haben Sie es nicht nach der gelungenen Flucht mitgeteilt, auch nicht durch irgendeinen Hinweis ober ein Stichwort? 8euge: Nein. Ich habe mir gleich gefagt, wenn eine Untersuchung eingeleitet wird, hält man sich zuerst an den Führer. N.-A. Alsberg: Oberleutnant b. Kessel wollte eine Flucht Marlohe nur bis zu dem Zeitpunkt, bis der Haftbefehl borlag? 3euge: Jawohl. Dr. Alsberg: Als der Haftbefehl nun heraus war, glauben Sie da nicht, mit Steſſel von der Flucht gesprochen zu haben? 8euge: Nein, ich habe mit Marloh und Rump ein Babanquefpiel getrieben. Ich habe Nessel immer vorgeschoben, damit ich Marloh gefügig machte. Das Oberkommando Der Beuge erzählt weiter zur Frage des Urlaubsgefuches: Kriegsgerichtsrat Meher habe ihm bei einer Vernehmung Sierauf wird der Beuge Journalist Stafch über den gefagt, er habe schon viel in feiner Braris erlebt, aber der Brief G3 erfolgt hierauf die Bernehmung des damaligen Kommandeurs Rusammenstoß zwischen Rumo und Reifel während des Marloh- wäre doch wirklich sehr geschickt. Bei der weiteren Vernehmung Brozesses vernommen. Des Generalleut. Er gibt an, daß nach seiner Erinnerung bes Beugen Oberleutnant Hofmann erklärt der Borfitende, daß mit nants Burkhard v. Oven 3 schide poraus, baß ich die an dem Tage erfolgt waren, fehr erregt und wischte fich, nach zur Verfügung gestellten Gelder endlich aufgehört werWehmeter neben Nump fak. Rump war durch die Rusammenstöke. dem Berstedspielen über die perkunft der für Marloh Stellvertretender Chef der Garbe- Savallerie- Schüßendivision war und mich erst einen Tag in dieser Dienststelle befand, als Striegsbärde des Ausspeiens. Auch Leutnant Bedurth, der hierzu. dem Rcffel ihn berührt hatte, den Aermel ob und machte die Ge- ben müffe. Beuge of mann: Dacüber darf ich nichts jagen. gerichtsrat Meyer mir einen Haftbefehl gegen Marloh vorlegte. Ich b. Reisel: Ich habe die mir übertpiesenen Gelder Hofmann fagte: Nann, ich bin erst einen Tag hier, gegen Marloh schwebt das vernommen wird, saat aus, daß die Berenung des Pfarrers Nump mit dem Bemerken übergeben, daß er sie für Marloh verwenden Verfahren aber schon seit drei Wochen; weshalb kommen Sie jetzt dur! e". Schuft usw. gefallen. Es folgt die Aussage wis, von Hauptmann Moicziczewie, zum Teil von Abteilung Ic bes geradezu unglaublich gewesen sei. Vorher feien Worte wie dürfe. Die Gelder sind mir zum Teil vom Generalfommando Lütt. zu mir mit dem Saftbefehl? Kriegsgerichtsrat Mayer sagte, er des Zeugen über die Forderung zum Zweikampf. die im Gang des Oberkommandos Noste übergeben worden. wolle meine Entscheidung in der Angelegenheit haben und nicht selbständig handeln. So verlangte ich denn die Aften, um den Sustizpalastes stattfand. Rump faate darauf, Refsel habe überhaupt Noste wußte, wofür die Gelder verwandt wurden.( Bewegung im Fall zu prüfen. Das ging natürlich nicht in ein paar Stunden, nichts mehr au fordern. Darauf überbrachte Oberleutnant Stennes Zuschauerraum.) und außerdem bin ich der Ansicht, daß die Verhaftung eines Mannes bem Serrn Pfarrer Stump meine Forderung und die des Bruders Weitere Reugenvernehmungen bringen nichts wesentlich Neues. oder eines Offiziers eine so ernste Sache ist, daß ich sie mir des Hauptmanns v. Keffel, berrn Oberleutnant v. Keffet. Darauf Nach der Pause wird als 3euge Sauptmann v. Steuben, Jm weite Gr weiß überfchafen wollte. Am 30. Mai besprach ich die Sache fente fich Pfarrer Mums in Lauffchritt und eilte davon. mit Striegsgerichtsrat Maher und Ergellens v. Büttwis. Nach ren Verlauf der Verhandlung bestreitet Pfarrer Stump, bei früher beim Stabe der Brigade Reinhardt, vernommen. diefer Unterredung bestellte ich dann am Sonntagmorgen den der in Frage kommenden Gerichtenisung vor Reffel ausaefpudt nichts von einer Absicht der höheren Dienststellen, den Prozeß durch Reffel Striegsgerichtsrat Maher zu mir und sagte, daß ich den Haftbefehl zu haben und verlieft zum Beweis einen Brief des Majors die Flucht Marlohs zu verhindern; auch von zur Verfügung zur unterzeichnen werde. Ich setzte meine Unterschrift unter den Befehl b. Vogel, der das bestätigt. Es kommt zu scharfen Auseinander. Flucht Marlohs stehenden Geldern ist ihm nichts bekannt. und fügte hinzu, daß, nachdem die Affäre Vogel so großes Auf Isberg. Es wird dann der Journalist ein über den großer Arbeitskraft und aufopfernder Selbstlosigkeit, der sich um febungen atischen Pfarrer Nump und Rechtsanwalt schildert v. Steuben als einen äußerst pflichttreuen Offizier von jeben erregt habe, im Marloh Prozeß der Gindrud einer Schiebung unter allen Umständen vermie Busammenstok awischen Rums und Sauptmann v. Steffel ver. Die Niederschlagung der Unruhen außerordentliche Verdienste erEr befundet mit Sicherheit, das Wermeher neben dem worben habe. Auf die weitere Frage Dr. Asbergs versichert ber den werden müsse. Ich bin auch heute noch der Ansicht, daß Pfarrer Rump geseffen habe und so den Vorfall hätte mitanschen Beuge, daß er Hauptmann v. Kessel unbedingt glauben würde, es damals notwendig war, den Prozeß Marloh so bald als möglich wenn dieser eine Flucht Marlohe im patriotischen Interesse für zu verhandeln. Vors: Ist Ihnen, Ew. Exzellenz, bekannt, daß richtig gehalten hat. Der nächste Reuge, Rechtsanwalt irgend eine Dienststelle zu erkennen gegeben hat, es sei o inOberleutnant Sofmann als Senge. Gerhardt vom Stabe der Sicherheitspolizei, schildert die Ueberbrinichenswert, daß Marloh verschwinde? Angel: Nach Bereidigung der brei Breffebertreter mird der 3euge gung des Briefes durch Leutnant Wehmeyer am 2. Juni. ehich bemerke, daß ich nie gesagt habe, daß ich eine diesbezügliche Oberleutnant Sofmann aufgerufen. Die Bedingungen meher habe ihm den Brief übergeben, Gerhardt jolle Reußerung von Grzellenz Cven gehört habe. Ich bin mit Exzellenz für Marlohe Flucht gibt der Zeuge folgendermaßen an: 100 000 bis das Schreiben Steffel weitergeben. Gr möchte doch jagen, er habe Open ja auch nicht näher in Berührung getreten. Vori: Das 150 000 M. in bar, ein Rittergut, Auslandspaß, Versicherung, daß das Schreiben von einem Unbekannten befommen. Zeuge ist richtig, aber bei dem politischen Hintergrund, den der Prozeß kein Steckbrief erlaffen würde, notarielle Beglaubigung fämtlicher will pofitiv wissen, daß er v. Kessel darauf den Brief gegeben hat. hat, hin ich verpflichtet. Erzellenz über alles zu befragen, was hier- Bunfte. Er, Zeuge, habe sich dann durch Leutnant Sobirey frant Beuge Wehmener bestreitet das; er habe den Brief v. Kessel felbſt über Auskunft geben könnte. Angeft. v. Steffe I: Da hierdurch melden lassen. Am Abend des 1. Juni habe er zu Sessel gejagt. übergeben. Pfarrer Rump bestätigt das, nochmals: Nach meiner der Verdacht entstehen könnte, als habe ich unwahre Angaben ge- als er zu ihn in die Wohnung fam: ch tomme von Rump macht, muß. ich nochmals verlangen, daß Hauptmann Babst ver- Marlohist fort. Steffel habe ihn darauf unterbrochen, be ihm Ueberzeugung muß Wehmeyer gewußt haben, daß es sich bei dem nommen wird; Hauptmann Pabst hat mir gejagt: Marloh muß die Unterredung in Gegenwart seiner Gattin und eines Gaites un fonnte er nicht kennen, da Marich und ich ihn nur kannte. Brief um das Urlaubsgesuch Marlohs handelte; den Wortlaut teg, toeil der Reichswehrminifter Roste es angenehmt war, und sagte, er werde persönlich mit Rump sprechen. toünsche.( Bewegung im Ruhörerraum.) Borf.: Angeklagter, Der Reuge erklärte weiter, Kessel habe schon früher zu Mar'oh ( Schluß auf der 8. Seite des Hauptblatts.) nommen. fönnen. Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW. 68, Lindenstraße 2 28 EMPFEHLENSWERTE BÜCHER Interessante Neuerscheinungen: Das erste Friedenslexikon: Meyers Handlexikon Arno Holz: Das ausgewählte werk 409 .Geb. M. 40, Geschenkwerke für Konfirmanden, Bibliotheken usw. Ohne Teuerungszuschlag, da Gelegenheitskauf! Eigene Verlagsausgaben: 24, Obermaler: Der Mensch der Vorzelt. Birkner: Die Rass.n und Völker der Menschhelt Eleg. geb. m t 44 Abb 592 S. M. 24, 19 99 " 9 R. Willbrandt: Sozialismus " " 18, Wagner- Baumgarten: Hellas.. 597 405 " 550" 99 24, 676, " " " " "" 18, Kommentar z. Betriebsrätegesetz bearb. v. Dr. Flatow Geb. M. 8, Führer durch das Betriebsrätegeset, v. Herm Müller Conrady: Relchsgründung und Kommune 99 13, 99 99 - sind die Sozialisten sozialistisch genug? Gombart: Grundlagen und Kritik des Sozialismus Briefe Wilhelms 11. an den zaren, 1894-1914. Edm. Fischer: Demokratie Br. , 80 " Umlauft Das Luitmeer. 183 488 " לו " 19 " 18, Manes: Der soziale Erdtell " 9 .Geb. 35, Bersch: Mit Schlägel und Elsen 346 80 99 " 99 29 "" " 93 25, Wilke: Die Elektrizität. 631 " 9 9 ท 476» 29, 22, Apel: Die Volkshochschule als Einheitsschule 99 7, " P Hentschel: Das Leben des Süßwassers. 245 M " 344 " 97 10, Hertling: Ein Jahr in der Reichskanzlei 12, " 33Henningsen: Aus fernen Zonen 202 464 " " 18, 9 Kropotkin: Die Eroberung des Brotes. 99 95 5, Schwei. er- Lerchenfeld: Weltpost.. 666 952 20, " 97 и " Die Volkshochschule im neuen Deutschland. Volkslieder: Für Hel u.Wanderung, herausg v. H. Böse Kart. A. Braun: Zeitungsfremdworter und polit. Schla worte.Geb. W. 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Th.: Die zärtlichen Verwandten. 7% Uhr: Pygmalion. Th. 6. Weft.: Die luftige Witwe. Montag 7: Pygmalion. Dienstag 74: Pygmalion. 1/2 U.: Mont. 72: Jaakobs Traum. Die Sendung Semaels. Mittwoch- 7: Pygmalion. Kammerspiele. 12: Minna von Barnhelm. U.: Die deutsch Kleinstädter Donnerstag 74: Pygmalion. Freitag 7: Peer Gynt, Sonnabend 74: Pygmalion. Sonntag 74: Pygmalion. Montag 74: Pygmalion. Mont. 72: Gespenstersonate, Deutsches Künstler- Theater Gr. Schauspielhaus 3 Uhr: Dies irae. Karlstraße. tg.2: Hamlet( N.-A. D., 2V.) 72: Hamlet( auß. Ab.) Allabendlich 7/2: Die Marquise von Arcis. Montag: Gesellschaftsabend-( Konstantin, Servaes, StraßTheater i. d. KöniggrätzerStraße Uhr: Erdgeist( M. Orska) Montg.: Schloß Wetterstein mann- Witt, Veidt). Central- Theater 3 Uhr: Die Faschingsfee. 15: Die Stützen d.Gesellschaft 7 U.: Fräulein Puck. Dienst.: Schloß Wetterstein Deutsches Opernhaus Mittw.: Stützen d. Gesellschaft 11 Uhr: Sinfonie- Konzert, Donstg. Schloß Wetterstein 7 Uhr: Die Fledermaus. Freit.: Schloß Wetterstein sbd.: Stützen d.Gesellschaft Sonnt. nachm: Erdgeist. Die Tribüne 3 Uhr:.Die Wandlung." 7 Abd.: Schloß Wetterstein U.: Franziska. Mont.: Schloß Wetterstein Komödienhaus 3 Uhr: Liselott v. d. Pfalz. 1/2 Uhr: ,, Sie". Montag:" Das Instanzenkind. Dienstag: ,, Sle". Mittwoch: ,, Sie". 99 Eden- Theater 7. Helenens Ehemänner. U. Friedr.-Wilhelmst.Th. 7, Uhr: S. Hoheit der Dich. Kleines Theater. Donnerstag, neu aufgenomm.: 3 Uhr: Henriette Jacoby. Der Biberpelz. Diebeskomödie von Gerhart Uhr: Hauptmann. Die Pfarrhauskomödie. Kl. Schauspielhaus. Frau Wolff: Else Lehmann.) 7, U: Die unberührte Frau Freitag: ,, Sie". Sonnabend: ,, Sie". Komische Oper Sonntag Nachm.: Liselott. 314 Uhr: Schwarzwaldmädel. Abends: Der Biberpelz. Montag: ,, Sie". 7.20 U.: Dichterliebe. Lustspielhaus Berliner Theater 3 Uhr: Papageno. 3: Sterne, die wie er leuchten 1.15 Uhr: BummelStudenten 73/4 Arnold Rieck in: Uhr: Der Großstadt- Kavalier Metropol- Theater. Donnerstag, Erstaufführung: 3 Uhr: Charleys Tante Der letzte Walzer. Operette von Bi ammer und Grünwald. Musik von Oscar Straus. mit Thielscher 7 Uhr: Sybill Neues Operettenhaus. Fritzl Massary, Otto Storm 3 Uhr: Die keusche Susanne. [ vom Theater an der Wien), Hans Wassmann, Olga Engl, 7% U: Die kleine Hoheit. Robert Scholz usw. Schiller- Theat. Charl. 3 Uhr: Wie es euch gefällt. Residenz- Theater. Die Tür ins Freie. Stadtbahn Jannowitzbrücke. Heute 4 Uhr, kleine Preise: U.; Thalia- Theater 3 Uhr: Jungler Sonnenschein. d. Boltsbühne, wochentags abends Dom 9.- 13. Februar: Der Liebestrant. Göz von Berlichingen. Predigt in Litauen. Circus Busch Sonnt. 2 Vorstellungen 31 u. 72 Uhr. In beiden Vorstellungen: Das gr. Fehr.- Programm u. a.: 3 Urbanis. Das lustige SchweinePotpourri.- Z. 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In Anbetracht dieser hohen Gagen Bereits in unserer Sonnabend- Morgenausgabe baben wir mit Selbstverwaltungsrechte, z. B. in dem Vorschlag thres hat fie fich geweigert, die Forberung auf Bezahlung der Sonntags nachmittagsvorstellungen, Sie rückwirkende Kraft haben soll, anguer ( Bürgermeisters) allem Nachdrud gegen die Verlängerung der Polizeiftunde, die Ortsbezirksvorstehers auzugestehen. Ente nur auf Kosten der Industrie vorgenommen werden fana, sprechende Vorschläge wurden für die zweite Besung in Aussicht ge- ennen. Die Musifer haben sich einstweilen dem Streit noch nicht protestiert. Vam Arbeiter und Angestelltenausschuß der Firma stellt. Die Erledigung des§ 31( über die Polizeikosten) wurde ausDie Vorwärts4- Buchhandlung fünbigt im heutigen Inferatentell Beermann in Treptow erhalten wir zu dieser Frage folgende gefest, bis eine erbetene neue Aeußerung der Staatsregierung zu interessante Neuerscheinungen( polinsche Schriften uin), Bücher, Geschenke Zuſchrift: den künftigen Polizeilaften der Stadt Berlin ein für Ronfirmanden und Bibliotheken, sowie Werke aus eigenem Berlag an. Am 29. Januar d. J. wurde der Arbeiterschaft der Firma getroffen ist. Die§§ 32 bis 88 fanden ohne Henderung Annahme. Am 29. Januar d. J. wurde der Arbeiterschaft der Firma Die Beratung des§ 39 über die Regelung des Schul- mit berichtedenen Schulfragen. Von Ostern ab finden keine Lichtenberg. Die Stadtverordnetenversammlung beschäftigte sich Carl Beermann G. m. b.. in Treptow von der Direktion mitgeteilt, daß der Betrieb megen Kohlen mangel gewesens wurde ausgesetzt, bis dem Ausschuß die Absichten der Neuaufnahmen mehr in die unterften Bertahulklassen und die ersten flossen werden müßte. Die Schließung erfolgte denn auch Staatsregierung hierüber noch näher mitgeteilt sein werden. Im Stlaffen der Lyzeen und Mittelschulen statt. Alle Stinder werden der an demselben Tage. Zurzeit ist noch nicht abzusehen, wann der§ 40 wurde auf Antrag Dominicus( Dem.) die Bestimmung des Boltsichule eingereiht. Außerdem werden aber Borkehrungen geBetrieb wieder aufgenommen werden kann. Gesezentwurfs gestrichen, wonach im Gegensatz zur bestehenden troffen, um tüchtigen Volfsidulkindern den Weg zur böheren und Von seiten des Angestellten- und Arbeiterausschusses find Städteordnung die Stadtverordnetenversammlung das Recht be- mutleren Schule freizumachen. Zu diefem gived werden folgende alle erdenklichen Schritte unternommen worden, um Rohlen her tommen follte, zwei gleichberechtigte Borsteher zu Einrichtungen getroffen: 1. die Schaffung ben llebergangsmöglich beizuschaffen. Auch die Firmenleitung versichert, daß sie alles wählen. Was das Wahlrecht zur Stadtverordnetenversammlung feiten von der Wolfs zur böberen bzw. Mittelschule nach Auswahl getan habe, um die Betriebseinstellung zu verhindern. Leider toar alles erfolglos; nur Vertröstungen und die Aufforderung anlangt, so wurden zwei Anträge, die Dauer des Wohnfißes für den durch die Lebrerschaft ohne Prüfung, und 2. die Einrichtung von Borbereitungs-( Förder-) alaffen. Zur Durdiführung diefer Maßs an uns, wir sollten den Bergleuten fagen, fie sollten mehr Wähler auf ein Jahr zu erstreden oder jede Beschränkung darin zu nahmen wurde die Magistratevorlage betreffend Einrichtung ftreichen, abgelehnt. Gs blieb bei der Vorschrift des Gesetzes, wo- Yeiner dritten siebenten Selasse am Bestalozzi- Lyzeum angenommen. Da nun unser Betrieb für die Volkswirtschaft unentbehr nach 6 Monate Wohnsiz für den Erwerb des Wahl- angenommen wurde ferner die Magistratsvorlage über Bewilligung liche Erntemaschinen herstellt, so müßte unserem er rechts ausreichen. Durch Annahme eines Antrages Dominicus einer laufenden Teuerungszulage für die städtischen Arbeiter und achten nach dieser Betrieb bevorzugt mit Kohlen beliefert toerden. Cassel( Dem.) wurde aber festgelegt, daß diefe Regelung der all- zwar in der Höhe, wie sie der Schlichtungsausichuß in Berlin in Alle Tage wird den Arbeitern gepredigt: ihr follt mehr gemeinen Regelung, die die Städteordnung bringen wird, nicht feinem Schiedspruch festgelegt hat. Hiernach erbalten Verbeiratete arbeiten und Werte schaffen. Hier, wo eine Arbeit präjudizieren solle, und Ledige monatlich 50 M. Teuerungszulage und für jedes ver nehmerschaft borhanden ist, die, wie auch von Unternehmerseite Es wurde anerkannt ist, mirflich hervorragend leistungsfähig forgungspflichtige Kind sind weitere 15 M. zu zahlen. beionders darauf hingewiesen, daß es sich nur um eine vorläufige ift, wird die Arbeitsluit staatlid ja botiert. Denn anders Regelung handeln könne und daß die Verbandlungen, die ernent fann man es wirklich nicht nennen, wenn zu einer Belt, ivo solche aufgenommen find, wesentliche Verbesserungen der Säße bringen Werte wegen Kohlenmangel brach liegen und 700 Arbeiter der müffen. Die Whtglieder der l.. D. stimmten gegen dieten Erwerbslosenfürsorge anheimfallen, der Gedanke diskutiert wird, Antrag, weil der Schiebespruch von den Arbeitern nicht angenommen ben Vergnügungsstätten und Salemmerlotalen, wurde. Eine sehr eigentümliche Auffassung über die Tätig deren Betrieb jahon jetzt gewaltige Mengen Stohlen verschlingt, feit eines Stadtverordnetenparlaments zeigten dann die Mitglieder die Polizeistunde zu verlängern der Fraktion der 11. 6. B. D. bei der Besprechung ihres Antrages Der Kohlenfommissar schilderte uns bei unserem Besuch am über die Aufhebung des Belagerungszustandes. Nachdem der Stadio. 2. Februar die Kohlenversorgung als troft los. Sollte nun in Thurm die Rednertribüne bestiegen hatte und feine Ausschnitte aus diefen wenigen Tagen in der Kohlenprobuftion ein fold) rieallen Zeitungen zu verlefen begonn, die im Sinne der 1. S. P. figer mich wo ung eingetreten fein, daß man für solche 3vede Rohlen freigeben fann? Vielleicht hat man bei diefer ge- Der Wohnungsverband Groß- Berlin beschäftigte geichrieben waren, wurde bekannt, daß sich von den U- S.-.- D= Stadtverordneten 21 Medner zum Wort gemeldet hatten. Hierauf waltigen Stoblenzufuhr, die es ermöglicht, die Polizeistunde der sich am Sonnabend mit der vom Dberpräsidenten beanstandeten verließen die bürgerlichen und S.- P.- D.- Stadtverordneten Vergnügungsstätten zu verlängern, vergessen, in erster Linie die Verordnung betreffend die höchst mieten. Die Beanstandung auf zwei oder drei den Sigungsfaal, fodaß die Sigung vertagt Betriebe mit Koblen au verforgen, die unbedingt im Interesse wurde im Laufe einer sehr ausgedehnten Debatte einer sehr des ganzen deutschen Voltes erhalten bleiben müssen." scharfen Stritit unterzogen. Nach dem Bericht eines Korre- Es ist wirklich eine sehr naibe Auffaffung der Unabhängigen, Möge diese Stimme aus Arbeiterfreisen den zustän- spondenzbureaus scheinen die Herren Hausbefizer ihren Standpunt wenn sie glauben, daß die übrigen Stadtverordneten ruhig zuböten digen Stellen die Gefährlichkeit ihrer Absicht zum Be- febr gäbe verteidigt zu haben, denn es wurde verschiedene Male follen, bis ihre 21 Redner ture Zablabendsreden glücklich angebracht Schließlich haben. Bemerkenswert war, daß der Stadtverordnetenvorsicher wußtsein bringen. Nötiger als eine Verlängerung der Po- vorgeschlagen, den Beschluß aufrecht zu erhalten. lizeistunde ist eine strengere Kontrolle über die Einhaltung ber- gab man aber doch flem bei und wählte eine Kommission, die fich Tempel( U...) sofort bei Beginn der Verhandlung die Zeitung nochmals mit der Frage beschäftigen foll. dem Borsteher- Stellvertreter übertrug und als erster den Saal ver felben. Eine Beitlang fonnte man ein energisches Gin- Der Magistrat hat der Stadtverordnetenversammlung eine Bor ließ. Bielleicht war auch ihm die Sache doch zu langweilig. greifen bes Randespolizeiamts gegen die Uebertreter lage über die Erhöhung des Saulgelbes unterbreitet. der Bolizeistunde feststellen. In der letzten Zeit bemerkt man aber Für Gymnafien, Realgymnafien, Studienanstalten für Mädchen und Boltshochschule Shtenberg. Für die Folge beginnt der Vortrag im Zentrum der Stadt ebenso oft neue Uebertretungen für Lyzeen follen ab 1. April 240 art, für Realschulen 160 bed berrn Dr. Löwenstein( Vortragsreiße Nr. 15: Grundfragen der Gr burch Bars, Kabaretts und sonstige Zingeltangels. Lange roch und für Mittelschulen 130 Mar erhoben werden. Die 90% ebxiebung) nicht wie bisher Dienstags um 8% Ur, fondern bereits un Sintritt der Polizeiftunde wird man in der Friedrichstraße durch so den Gemeinden des fünftigen Groß Berlin follen teinen einnahmen dürften 2 Millionen erreichen. Schüler aus genate Anreißer zum Besuch derartiger Bolale aufgeforder. 8uflag beim Belud der Berliner Schulen bezahlen, dagegen Sier einzuschreiten, erscheint uns schon allein im Interesse wird von Schülern, die außer balb. Groß. Berlins wohnen, ein unserer danieberliegenden Industrie weit not- Buschlag von 60 art erboben werden. wendiger als das Entgegenkommen gegen die zweifelhaften„ Vergnügungs" stätten des Berliner Schieberhumns. Groß- Berlin im Ausschuß. Der 17. Ausschuß der Landesversammlung erlebigte die§§ 24 bis 41 des Gesezentwurfs. Im§ 24 wurde gemäß dem Antrage des Unterausschiffes dem Bezirksamt das Beamtenernennungsrecht für den Bezirk zugestanden. In§ 25 erhielten die Bezirkskörperschaften das Recht, selbständig ohne Beschluß der Gemeindekörperschaften der Zentralgemeinde Bezirksbeputationen jederart einzusehen. In§ 26 wurde die Beschwerdeinstang der Stadtverordnetenversammlung gestrichen. Im§ 27 Jan Krebsereuter. Seine Taten, Fahrten und Meinungen. Aufgezeichnet von Haus Müller- Schlösser. IV. Schließlich trat die Kommission noch in eine Generaldebatte über die Baragraphen des Gesetzentwurfs ein, die das Beamtenrecht regeln. Die Fortsetzung dieser Aussprache wurde auf Montag vertagt. Es wurde in Aussicht genommen, in der nächsten Woche an fünf Tagen eine Sigung abzuhalten. Aus dem Rathand. Für den Empfang der Seriegsgefangenen, für thre unterfunft und Verpflegung bei der Ankunft und Durch reise in Berlin hat der Magistrat 400 000 M. au den Berwaltungsfosten der Kriegsgefangenenheimfebr- Fürsorge" bewilligt. Der Magistrat hat befchloffen, über den legten Schiedsspruch hinaus jemen Arbeitern, Hilfefräften und Werlangestellten 47,50 Martan gulagen zu gewähren, vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung. Borzugskurse für Heimlehrer werden für die an der Berliner Börie notierten Roten nicht mehr festgelegt werden; diefe Noten tönnen vielmehr von den Bauten zum legibelannten Geldfurie der Berliner Börie für Nechnung der Zweigstelle der General Kriegstaffe eingelöst werden. Artistenstreit im Wintergarten. Am Sonnabend traten vor Be ginn der Borstellung die Artisten des Etablissements Wintergarten in den Streit. Die Artistenlage hat der Direktion einen Taund legte ihn auf den mit Kartoffeln und Schalen gefüllten Korbdeckel. Wat ist denn?" wollte Trübeke fragen, aber Drögendid fam ihr breit lachend zuvor. ,, Eja, Fräufe," rief er und schnappte mit feuerrotem Kopf nach Luft, der Trabant muß in die Schul'. Es wird auch die höchste Zeit für den! Der macht ja die ganze Stadt unsicher. Vorgestern hat er den armen Laternelopp beriert!" ,, Enä," rief Jan, ist nit wahr!" werden mußte. 8 Uhr abends. Groß- Berliner Debeneimittel. In dieser Boche gelangen zur Berteilung. in: Berlin. Auf Reichsfleisch farte zur Hälfte gefrorenes ober gepöfeltes 250 Gramm Teigwaren Schweinefleisch, zur anderen Hälfte amerit. Sped ( 110). Für Kinder, die zmilchen 1. Dez. 08 d 30. Sov. 11 geboren find, eine Dole Walzerts att. Bezugsscheine vom 9.- 14. Februar in den durch rote Schilder gefennzeichneten Geschäften. Bis Mittwoch in den Brot tommiifionen 73, 77 und 79 125@iamm Stase. Charlottenbura.% Pfund Zuder, 125 Gramm Teigwaren( 1), 100 Gramm Grauben( 3), 250 Gramm Inlandmarmelade( 6). Februar: An über 60 Jabre alte Berfonen fe ½ Pfund Stets. Maisfloden( 2). 200( Granım Haferflocken( 48). Schöneberg. Voranmeldung: 125 Gramm Haferfloden( 1), 250 Gramm Botarmeldung für ausfallende Kartoffeln 200 Gramm Teigwaren( 7e u. f), Ausgegeben werden ohne 100 Gramm Kartoffe stai femebl( 7g) 225 Gramm Teigwaren( 113. 114), ( 60- g) wird bis 17. verlängert. Für Eninaome von Brottar enmehl gilt 250 Gramm Fruchtmus( 37). Die Ausgaben pon 300 Gramm Acer bohnen neben Brotfarte für diese Woche Doppelabschnitt 39 der Schöneberger Bes zugstarte. Auf Nävimit elsonder farten im Februar ateistocen und Trüdeře war aufgestanden und hatte den Bettel mit dem Bescheid, daß ihr Sohn Jan von Ostern ab schulpflichtig geworden sei, in den Küchenschrank zwischen die Borzellantaffen gelegt. Sie nahm die Ingwerflasche und goß Drögendid, um ihn zu besänftigen, ein Gläschen ein. ging. ,, Mergi!" feuchte er, tranf, wischte sich den Schnauz und Srebsereuter fabriziert Schneeberger und Jan war in der Schule. Er war stolz darauf und fühlte tommt mit England in blutigen Konflikt. Trüdefe schälte Kartoffeln, und Jan saß auf dem Fuß- Dünnes, der im nächsten ahr an die Neih' fömmt. ihr zwei Selofter war, gegenüber der elterlichen Wohnung, so daß er it wol wahr!" feuchte Drögendick ,,, du und der dicke sich der anderen gegenüber dadurch bevorzugt, daß die Schule in der Zitadellstraße, in dem ehemaligen Franziskaner bäntchen, auf das sie ihre Füße stügte, und summte, den Stopf habt ihm das Pieferohr mit' nem Strohhalm verstoppt, dem vom Fenster aus in die Klassenzimmer hineinschauen, die an ihre Anie gelehnt, vor sich hin und ließ dabei an einem armen Mann, dat er sich bald die Müht) aus dem Leib geöpfe der Schüler sich bewegen und die aufzeigenden Finger Zwirnsfaden eine Blaskugel pendeln. Vormittagssonne blafen hat." schien durch das Fenster, das auf die Nachbardächer blickte; fehen konnte. Jan prunkte damit, daß er bloß über die Jan schwieg still und schnitt bloß ein Geficht, denn fein Straße zu laufen brauchte, um in den Bereich des wippen Shre Strahlen schlüpften durch die Maschen der weißen Gar- Respekt vor Drögendid mar doch zu groß, als daß er leugnen den Niedstocks zu kommen. Wir dürfen es dem Jan nicht dinen und zeichneten auf dem Fußboden langsam wandernde tonnie. Der Laternefopp" war der einzige städtische a- übelnehmen, daß er damit pruntte, denn wenn wir ehrlich und leise zitternde grelle Punkte. Die Glaskugel fam bei ternenanzünder,-ausbläser und-reiniger. Wenn er die La- fein wollen, müssen wir an die eigene Brust schlagen und beihrem Hin und Her in einen dünnen Sonnenstrahl, blizte ternen reinigte, stedte er feine Pfeife in die Rodichoßtasche, kennen, daß wir uns auch oft mit Dingen wichtig machen, die grünlich auf und verschwand im nächsten Augenblicke wieder aus der dann das zerfaute Mundstück herausguckte. Vor- nicht unser Verdienst sind und wofür wir nichts fönnen. Der im Schatten, bliste wieder auf und verschwand. Und so gestern war er so vertieft in feine Arbeit gewefen, daß er gar befcheidene Mann zwar prunft nicht einmal mit eigenen wiederholte sich das Spiel, wie in unserem Leben einem Auf- nicht gemerkt hatte, wie Jan ihm einen Strohhalm in das Berdiensten, aber ich tröste mich damit, daß es in der Regel Bligen der Freude ein langer Schatten des Mißmuts, der Mohr gestopft hatte. Troy allem Saugen und Blasen, daß nicht Bescheidenheit, sondern Mangel an Verdiensten ist. Trauer, der Not und des Elends folgt. Und so fchwingt ihm bald die Adern am Salie geblatt wären, hatte seine uns das Schicksal hin und her, und es liegt an ihm, uns Bfeife feine Luft bekommen, und schließlich hatte er in seinem alles leicht von der Hand ging; er lernte aber auch rubig eine Jan also lernte Lesen, Schreiben und Rechnen, was ihm immer im Schatten pendeln zu lassen; wir hängen an einem Borne die unschuldige Pfeife gegen die Hausmauer geschleu Faden, und wenn es ihn los läßt, fallen wir binab und dert, wo sie in Splittern auseinandergesprungen war. Jan Stunde lang auf einem Fleck fitzen, was ihm viel Schweiz rollen in das Dunkel der Vergessenheit, wie Jans Glaskugel und Künnes, die in der Nähe das Schauspiel betrachtet kostete und was ihm sein ganzes Leben lang niemals rec jetzt unter den Küchenschrank rollte. hatten, waren vor Vergnügen in die Höhe gehüpft. Aba!" gelungen ist. Er hatte tein Sikfleisch und damit fehlte ihm. hatte der Laternekopp geschrien, aba, dat feid ihr zwei als was fehr oft und auf die bequemste Art zu den größten Erwidder gewefen! Ihr zwei glübdige Deuvele! Ab, wart'!" felgen und zu den höchsten Ehrenstellen verhilft. Sitzfleisch und seine Laterne im Stiche lassend, war er mit seinen lan- ist eine Gabe Gottes. Und wem es Gott schenkte, sollte ihm gen Beinen hinter ihnen hergelaufen und hatte ihnen die auf den nadten Knien für diese Gabe danken. Denn möchte Lichtputschere, den Hammer, den Schlüffelbund nachge- man nicht nach den großen und guten Wirkungen des Sitzworfen. Aber an und sogar der dice Tünnes waren flin- fleisches, die für febermann offenbar find, zu sagen geneigt fer als er gewefen.fein, daß es beispielsweise dem Fleiße, eine wie große Tugend er auch fein mag, bei weitem vorzuziehen sei? Da kam jemand mit schweren, polternden Schritten die Treppe herauf. Bei jedem Tritte stieß er mit den genagelten Schuhen gegen die Stufen. Ein asthmatisches Reuden fam immer näher. Jekt war es, als ob ein undichter Blafebalg bor der Türe pustete. Berein!" rief Trüdefe auf ein barsches Klopfen. Der Polizist Drögendid trat herein. Jan machte große, ängstliche Augen und drängte sich an feiner Mutter Schoß, denn sein schlechtes Gewiffen regte sich. Drögendid legte die Sand an den Mügenschirm und fogte: Morge, Frau!". Dann nahm er aus einer ledernen Mappe einen Betteli Baß auf, Jüngle!" fuhr Drögendid fort, in der Schul wird dich der Herr Lehrer schon bändigen, du Herrgottszappermenter!" *) Melcher beim Sering; hier soviel wie Zunge. Jan, fit' gerade! San, hast du Quecksilber in der Soie? Jan, Bordermann halten! Jan, gud nicht zum Fenster hinaus! Jan, laß die Spielereien!" ( Bortf. felat.) 11. Abt. Die Flugblaffberbreitung findet von Geisler, Staliter Str. 54 abends or in rebersbort be! Seine, Schwarzer Beg aus ftatt. 13. Abt. Montag 7 1hr Sigung der Funktionäre und Betriebsvers trauensleute bei Staitan, Gitschiner Str. 62. 4. Rinbergeritettme! Begunleme auf Kondensmils für Desember und Sanuar terben bis 15. in allen Stranfenernährungsgeschäften eingelöst. Bilmersdorf. 2 Pfumb Kartoffeln( 7a u. b) und 2 Pfund Kohl zliben( 7 c), 200 Gramm ülsenfrüchte( 7 d), 7f u. 7 g, 200 Gramm Haferfloden( 7f. 7 g) 375 Gramm Buder( 82) 1. bis 15. februar 125 Gramm 16. Abi. Morgen, Montag. 7 1hr, bei Saufert, Rüdersdorfer Str. 3: Granpen( 1). Für Kinder über 6 bis 14 Sabre: je 4 tiid Milchfgivelsen. Sigung der Bartelfunktionäre und Betriebsvertrauensleute. Für Jugendliche fiber 9 bis 16 Rabre: 2 Armee Gemilefonferven. Für 17. Abt. Montag 7 1hr Sibung der Funktionäre einschließlich Bes werdende Mütter im 4. bis 6. Monat: 8 Dolen Kondensanilch Ausgabe triebsvertrauensleute bei Gutibe Sobenlobeftr. 3. ber Bezugsscheine im städtischen Pebensmittelamt, Babenice Straße 43/44. 20. Abt. Hente 9. Ihr Flablattverb: eitung bei Lade, Bethenipeg, Fil Striegsbeschädiate von unb über 20 Broa. Ermerbsunfähigkeit: 4 Blund Ede Löweftraße, Albert, Stratmannstr. 42, Behrens, Liebigitr. 24. Räbrmittel für Strante: Eier( 7). Für Kinder im 1. und 2. Lebens- Montag 7 Uhr Eizung der Funktionäre und Betriebsvertrauensleute bei jahre: Baterfloden. Albrecht, Strakmannstr. 42. Steglit. Anmeldung von Sternen( 7 A), atvei Bädchen Milchfüh beile( 65) umb 250 Gramm Berealienmehl( Z 24). Verteilung von: 250 Gramm füffenfrüchten( auel), 100 Gramm Grauben, 250 Gramm Marmelade, Mährmitteln für Jugendliche, für werdende Militer, fir Berfonen über 65-70 und über 70 Sabre; für Kinder im 1. bis 6. Lebens. jabre, für Striegsbefchädigte. Kranfenbrot auf Abidniit 6. Neukölln. Ende der Woche voraussichtlich 100 Gramm Sago und 1 Bädchen Wilchibeffe. Für Rugendliche Sonderverteilung von 200 Gramm Saferfabrikaten und 200 Gramm Zeigwaren. Brit. 225 Gramm Haierfloden( 3 und 4). Rür Ariensbeschädigte 1 Bfund Gerftenfloden( 7). Rir werdende Mütter 500 Gramm Gerftens floden( 25) Für Kinder 250 Gramm Saferfloden( 24). 4, Pfund Milch fanfbelle( 39) 2 Bfunb Kartoffeln und für den Ausfall 200 Gramm Hülfenfrüchte( 7e- d), 200 Gramm Kartoffelfiärfemehl( 7e- f), 1 Bfund Kartoffel Scheiben( 7g). Treptow. 2 Biund Kartoffeln and für Ausfall 250 Gramm meiße Bohnen und 250 Gramm Erssen( 70- g). Muf 3a und 3b der alten Kar toffelfarte foweit nicht beliefert 250 Gramm Kartoffelicheiben, 225 Gramm Rubeln( 3 und 4), 250 Gramm Marmelade( 6), 250 Gramm Rogen mehl( 727). tralau. Donnerstag 250 Gramm Nudeln( 5). Lichtenberg. Gegen Voranmeldung 100 Gramm Sago( 3), 125 Gramm Gerfienfloden( 4). Für Sugenblice 200 Gramm Weizengrieß ( 48 J). Uriauberbezugstarte 100 Gramm Rührmittel und 250 Gramm Marmelade. Für Striegs- und Bivilgefangene je 250 Gramm aust. Hülsens frilehte( 1a- 60). Friedrichsfelbe. 250 Gramm inf. Marmelade und 150 Gramm Mubeln( 101), 200 Gramm Syrup und 250 Gramm Maismebl( 113), 250 Gramm der bohnen( Haushaltstarte), 250 Gramm startoffelmehl( 114), ein Suppenwürfel. Tegel. 125 Gramm Teigwaren( 1). 250 Gramm Haferfloden( 2). Für Kinder und ältere Reute je 250 Gramm Grieß( 7). 2 Pädchen Süßftoff( 2). Bankow. Für Jugendliche 200 Gramm Teigwaren( 48), 225 Gramm Zeigtvaren( 2 3) zum Bretie von 51 i. Bet Abgabe von mehr als 500 Gramm barj der festgelegte höchftpreis von 1,18. nicht überschritten serden. Hermsdorf. Bis Milimoch im Geschäft Zeichert, Roonftr. 32 urd Railers Staffeegeichäft, Bahnbofitz. 17 je 1 Balet Zwieback and Kets. Be zugsscheine für Rinber von 6 bis zu 7 Qabren und alte Leute über 70 Jahre, int Lebensmittelbureau ab Montag. Für die in der Woche vom 19. bis 25. Karuar ausgefallenen 4 Bfund Kartoffeln( 3d bis g) 500 Gramm Saferfloden. Al- Glienicke. Beim Konsum: 250 Gramm Grieß( 1), 250 Gramm Ma'sfloden( 2), 125 Gramm Marmelade( 4), 1 Sering( 72). 250 Gramm Eaubohnett( f u. g der Kartoffellante). Auf Nabrinittelfarten 250 Gramm, Saferfloden und ein Patet Biebad. Für Kriegsbeschädinte 1 Pinnd Nudeln und 1 Patet Zwiebad. Für Jugendliche 200 Gramin Grauben. Für alte Leute 2 Bad Milchsüßspeise, 1 Pfund Graupenmehl und 1 Pfund Nudeln ( 1,20 M.). Groß- Berliner Parteinachrichten. 2. Abt. Montag 7 Uhr Funktionäre und Betriebsvertrauensleute Wife Jafobtr. 174 bei Schmidt. 4. Abt. Montag 7 Uhr bei Ridert, Steinmesstr. 36a, Gigung der Abt.- Funktionäre und Betriebsvertrauensleute. 23. Ast. Montag 7 Uhr Sikung der Parteifunktionäre und Betriebsvertrauensleute bei Rademacher, Elbinger Str. 49. 24. Abt. Montag 7 Uhr Funktionärfonferenz bei Rösner, Immanuelfirchstr. 25 25. Abt. Parteifunktionäre, Betriebsvertrauensleute, Arbeiterräte toidh tige Siguna: Montaa 7%, Uhr bei Eichler, Gollnowo- Str. 18. 27. Mbt. Montag 7 Uhr Sigung ber umftionäre und Betriebsver trauenslente bei Dobroslaw, Swinemünder Str. 11. 28. Sibt. Montag 7, Uhr Sigung der Funktionäre, trauensleute und Emulobiente be Altmann, Stufeftr 2 IL 32. Abt. Montaa Sigung der Betriebsführer und Betriebsvertrauenelente bei Storn, Gleimitr. 10. 33. Abt. Montag, den A Febr., 8 Uhr: Sibung fämtlicher Funktionäre, Arbeit grubbe Betriebsverfrauensleute bei Gifwald, Buttbufer Str. 24. Geimdbrunnen. Sonntag, nachm. 4 Uhr: Märchenoorlesung, Schulaula, attitr. 16. 43. Abt. Monina 7 Uhr Sigung der Funktionäre und Betriebsver. trauensleute bei Schade, Mösliner Str. 9. 15. Februar: Bezirt I, nachmittags 3 Ube in Stolpe an der Rorbbahn bei Bergemann. Bezitt II, nachmittags 1 Uhr, in 3 a 3. borf bei Schulz, am Bahnbof. Bezirt IV, bormittags 9 lbr in A brensfelde bei Staaf, am Bahnhof. Bezirk VI, vormittags 10 Uhr in Ertner, Lotal Zur Post", Berliner Str. 3. 差 Bildungsveranstaltungen. Bildungsausschuß Groß- Berlin. Abonnements Festkonzerte! Heute 11% Uhr, Stammerfäle, Teltower Straße: Der Lang". Mitwirkende: Frau Valeska Gert, Franlein Else 8immermann und das Tanzensemble unter Leitung von Frau Mary Zimmer mann- Schmidt. Herr Prof. Bie: Vortrag. Blüthnerorchester unter Beltung von Herrn Direktor Scheinpflug. Nur Inbaber roter oder grüner Kartenz haben Rittritt. Einzelne Karten à. 2,50 ab fe or an ber Staffe. Bebel- Feler 22 Februar, 7 Uhr, in der Festhalle des Stadtbaufes. Genoffe Bilh Branntuch: Worte zum Gedächtnis. Rezitationen: Fräulein Elfriede Sobn und das Lambition- Quartelt. arten& M. 2 bei allen AbBetriebsverteilungstaffierern, Gorsch. Engelufer 15, Buchhandlung Vorwärts, Linden straße 2, und im Bureau des Bildungsausschusses, Lindenstr. 3, 2. Sof IV, 3immer 10. Geöffnet von 9-4 Uhr. Donnerstags non 9-1 Uhr und von 5-8 Uhr. Brogramme( Erinnerungsblätter) find schon jetzt im Bureau des Bildungsausschusses fäuflich. Breis à 1 M. Märchenverlefungen. Hente Aula der Gemeindeschule, Battftr. 16, 3%, Uhr; Niederschönhaufen: Aula der 2. Gemeindeschule, Bismardftraße, 3 Uhr; Charlottenburg: Jugendheim, Rofinenstr. 3, 24, Uhr. Steglit. Die gepachtete Nachmittagsvoritellung„ Die Bandlung in ber Tribüne am 8. Februar beginnt um 3 11 hr. Junasozialistische Vereinigung.( S.P.D.) Gente 3 Uhr im Saal ber Juristischen Sbreaftunde, Lindenstr. 3: Arbeitsgemeinschaft Rebe übungen. Ebema: Die Reaktion. Jugendveranstaltungen. Wilmersdorf. unterbaltungsnachmittag hente 4 Uhr in der Obers realschule, Seeparts, Ecke Anquitastraße. Mufit und Geiangsvorträge, Lichts Die Abteilungsvorstandekonferenz findet heute abend bestimmt bilder vom Hamburger Hafen. Borverkauf im Barteibureau, Gasteiner 7 Uhr im Jugendheim, Sindenstr. 3, 2. of lints IIL Erscheinen jebes Straße 12 Stinder 30 f., Erwachsene 50 Bf. Einzelnen erforderlich. Friedenau. Mittrooch 7, Uhr: Bezirksabende. 1. Bezirk: Restaurant Wedding. Heute Vormittag Jugendheim. Blantagenite. 15/18, Funt Hohenzollern, Sanbjernür. 64: 2. und 3. Bezirk: Restaurant Sobannten, Honärtung mit wichtiger Tagesordnung. Nachmittags bleibt das Heim Sandjerhitr. 86; 4. Bezirk: Reftaurant Schönherr, Südweſterſtraße, Ede geschloffen. Die Genoffen besuchen nach der Theatervorstellung gemeinsam Wiesbadener Straße; 5. Beght: Restaurant Ziegel Rheingau, Ede Bertel- bas Zentral- Jugendheim, Lindenſtr. 3. ftrake. Der 6. Bezirk tagt Donnerstag, 7%, Uhr, Restaurant Kühn, HederStraße 8. Friedenau. Frauenabend morgen.8 Uhr. in ber Quienfchule( 10). Vorträge, Vereine und Versammlungen. Goglerftrase. Ueber die politischen Barteien. Ref.: Genoffin Stiefel. Steglit, Frauenabend morgen 8 Uhr bei Thiel, Ning, Ede Albrecht Mitt ftrake. Erziehungsfragen. Ref.: Genoffin Lebrerin Sobotta. woch, 8 1hr, Mitaliederversammlung im Gemnasium Heffeftraße. Stellung nahme zum außerordentlichen Bezirkstag. Lichtenberg. Funktionärfonferenz: Montag 7 Uhr bei Fudowali, Biarritraže 74. Die Betriebsvertrauensleute ersuchen wir ebenfalls zu er scheinen. Neukölln. Morgen, Montag, 7 Uhr, Aula Realgymnsium, Kaifer Friedrich- Straße 210: Funktionärfibung. Tempelhof. Montag 7 Uhr bei Lan, Friedrich Wilhelm- Str. 90: Erweiterte Borstandssitung, wozu alle Bezirks. und Gruppenführer hier. durch eingelaben werden. Stralan. Heute 10 Uhr: Flugblattverbreitung bei Bollenbach. Alle Genoffen haben daran teilzunehmen. Montag 8 Uhr bei Bollenbach: Vor stand und Fraktionssitung, Ablershof. Berjamn lung Mittwoch im Ratsteller, Bismardstr. 58. Vortrag: Tas Betriebsrätegeles. Oberschöneweide. Dienstag, 10. Februar, 7 Uhr, in der Aula ber Frischenstraßer Schule: Versammlung der Eltern, die auf dem Boden der S.D. stehen; Stellungnahme zu den Elternbeiratswahlen( Ref.: Gen. Lehrer N. Mether) und Aufstellung der Kandidatenlinen. Ruhlsdorf. Frauenverfammung bente nachmittag. Ref.: Genoffin Sobotta über„ Religion, Schule und Elternbeiräte". VP Freter Wanberbund. Heute Sonntag: Museumsführung durch die zoologisch botanische Abteilung des Martischen Museums. Treffpunkt: 1 Uhr vor dem Museum. Hente vormittag 6 Uhr: Lehrter Bahnhof. Tour nach Dallgow- Döberit- Rambniz- Potsdam. Sozialistischer Studentenbund. Dienstag, 7 Uhr, Dorotheenstraße 6, Hörsaal IV: Breifcheib über: Friedensver rag und auswärtige Bolitit. Wiffen schaftlicher Berein. Mittwoch, 8 Uhr, im Höriaal Georgenstr. 34/36: Brof. Mietbe über:" Etwas von unserem Monde", mit Lichtbilern. Starten Bund der technischen Angestellten( Drtsin der Geschäftsstelle. gruppe an! ow). Dienstag, 7, or, in der Aula der II. Gemeindes schule, Grunowstraße: Mitgliederversammlung. bie Aus aller Welt. Ter Großfener in Liverpool. In Liverpool bat ein Großfeue Benizalbäderei und Mehlfabrik zerstört. Saben beträgt etwa 100 000 Pfund Sterling. Die Grippecpidemie in Kattowig. Die Grippe hat schon weit über bundert Zodesopfer gefordert. Vom Donnerstag Niederbarnim Land. Bezirkskonferenzen 14. Februar: Bezir! III, bis Sonnabend wurden in Kattowiz gegen 80 Todesfälle ver abends 6, Uhr in Buch bei Piotrowski, Bahnhofstraße. FERTIGES EBENBÜRTIG Bezirk V, zeichnet. HERREN KLEIDUNG JEDER MASS ARBEIT GEBR WOLFF& KELLER DAS HAUS DER HERREN MODEN BERLIN LEIPZIGER ECKE FRIEDRICHSTR Deutfcher Cognac Winkelhausen Cognacbrennereien Preuß.- Stargare Fn unsern beiden Sáusern zeigen wir die neuesten Modelle für das Frühjahr Die große Mode: Mantellleider G. Maassen Oranienstr.165 Gegründet 1894 Damen sparen Geld Einzelverkau nur eise Treppe Frühjahrs- Neuheiten o Covertcoat- Paletots. Kostüme, seidenmäntel große us.pant am Lager 100. 125, 150, 200 Bacxfischulster 25, 30, 35, 401 Kindermäntel 45, 50, 55, 60 Winternister 50, 75 109 Woll- 30, 36, 45 Röcke Stotte 57, 65, 80 Max Mosczylz, burger cl BERLIN C Achten Sie au) Hausnummer. nur durch der Eingang Hausflur. Uitgommi ( Gummiabfälle), b. LH. Leipzigerstr. 42. 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Rohstoffbörse für Rohstoffe und Halbfabrikate für die auf der Allgemeinen Mustermesse vertretenen Industrien, Entwurfs- und Modellmesse, Vermittlungsstelle für Künstler und Fabrikanten. Technische Messe 14. bis 20. März 1920 für Gießerefen, Berg- und Hüttenwesen, Mebwerkzeugen und Meßgeräten, Feinmechanischen und optischen Instrumenten, Präzisions- Apparaten, Laboratorlums- Einrichtungen und Lehrmitteln, Baumesse für Bau- und Wohnbedarf, Installation, Architektur, alfe und neue Bauweisen, Baustoffe sowie deren Herstellung und Verarbeitung, Baumaschinen und Geräte, Tiefbauanlagen und Elsenhochbau, Allgemeine technische Einrichfungen, technisches Zeftungswesen und Fachzeitschriften, Ingenieurbüro, Patentverwertung, Fabrikeinrichtung, Rohstoffmesse u. Rohstoffbörse, Roh-, Grund- und Betriebsstoffe für chemische Fabriken, Maschinenbau und Bauwesen, chemisch- technische und Murterlager von Antriebsmaschinen, Dampfkesseln und anderen Kraftquellen nebst Zubehör, Elektrischen Maschinen und Apparaten für Starkund Schwachstrom- Anlagen, Triebwerken, Transmissionen und Zubehör, Beförderungsmitteln und Förderanlagen, Hebezeugen, Kraftwagen, Luftfahrzeugen, Booten, Gebläsen, Kompressoren und Pumpen, Armaturen und technischen Kleineisenwaren, Werkzeugmaschinen, Werkzeugen und Apparaien aller Art, Fabrikeinrichtungen, Maschinen und Anlagen für alle Industrien und Gewerbe, Heizungs- und Lüftungsanlagen, technischen Beleuch fungsanlagen, sanitären Einrichtungen, Kühl-, Wasch- und Trockenanlagen, Heil- und Rettungsapparaten, Schutzund Sicherheits- Einrichtungen, Land- mechanisch- technische Halberzeugnisse, wirtschaftlichen Maschinen, einschließlich Entwurfs- und Modellmesse, VerGarten- und Forstwirlschaft, Maschinen milllungsstelle fürKünstler u.Fabrikanten Meßwohnungen vermittelt der Wohnungsnachweis des Meẞamis. Anmeldungen von Ausstellern und Einkäufern sowie Anfragen in allen Meßangelegenheiten sind zu richten an das Meßamt für die Mustermessen in Leipzig Auskunft erteilen auch der ehrenamtliche Vertreter des Meßamis für den Handelskammerbezirk Berlin: Direktor G. Badh, Syndikus des Verbandes der Waren- und Kaufhäuser, Berlin, Potsdamerstr. 21, die Handels kammer und das Deutsche Verkehrsbüro, Unter den Linden 14. Die diesjährige Oster- Rauchwarenmesse beginnt am 11. April 1920, B.FEDER KARARAT Brunenstraßer Frankf. Allee 350 Kottbuser Damm 103 Charlottenburg, Scharrenstraße s RIESEN- AUSWAHL einfacher und vornehmer EE Wohnungs- Einrichtungen zu billigen Preisen Polster- und Leder- Möbel Ba Besichtigung ohne Kaufzwang erbeten. GEGRÜNDET 1892. AUR WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNG! ɓamodil Schlacken des Körpers werden ausgeschieden durch Samobil- Pillen Preis 2,50 M. Hervorragendes Abführmittel, reizlos, ohne.folitartige Schmerzen. Bei Blähungen, Fäulnisstoffen im Darm, sehr wirksam und bequem. 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Joh erhalte von einem Geistlichen- Name und Ort sind gleichgültig folgendes Schreiben: Gestalten Sie bitte, daß ich hnen zu Ihren Artikel im Bouvarts" heute früh( 4. Februar) einige Anmerkungen über fende. Sie prägen das häßliche Wort, daß die Kirche die Geschäfte Der Deutschnationalen Partei und dazu noch in verlappter Form besorgt. Wie wollen Sie das eigentlich beweisen? Wissen Sie denn nicht, daß die Gliern unserer Gemeindeschüler durchweg der werftätigen Bevölkerung angehören und politisch fast restlos der S. P. D. oder 1. S. P. angegliedert sind? Ich labe Sie ein, mit mir durch meine Arbeitergemeinde hindurchzugehen. Da müßten Sie helt viele Laternen anzünden, um einen einzigen Dentfcnationalen aufzufinden. Stehen Sie wirklich unseren Verhältnissen jo- Lebensfremb gegenüber? Wenn Sie eine schulpolitische Differenzierung vorschlagen, so ftineme ich Ihnen in diesem Bunde durchaus zu. Wollen Sie aber eva leugnen, daß die Aufstellung einer unpolitisch- chriftlichen Gruppe eine Scheidung nach den von Ihnen selbst empfohlenen Gesichtspunkten darstellt? Warum dann der durch nichts geredt fertigte Ausfall gegen die Kirche, der lediglich eine hazerfüllte Seele offenbari? Boreingenommenheit trübt die Sachlichkeit. Sie sergeffen vollfommen, daß religiöse Bedürfnisse in der Mehrheit der Menschen vorhanden sind und diesem Umstand allein hat die umpolitisch- christliche Gruppe die erfreulichen Wahlresultate zu verDanten. unterschrieben aus dem ihnen angeborenen Respekt, aus Ge- firche ausgetreten, weil mir Symbole tot find und allein die tönnen, wie Geistliche Schulkinder mit solchen Unter- gibt. Wenn Sie den religionslos" nennen, der von Ideen schriftslisten durch die Häuser schickten. Die Unterschriften so beseffen ist, daß er ihnen alles opfert: Glüd", Ruhe Ga wurden dann häufig geleistet, um die Sache loszuwerden. fundheit, dann seien Sie stolz auf die Gesellschaft der vieleit Es war eine fostenlose Sollefte und viele scheuen bei einer unpolitischen" Bastoren, die mir jest in Versammlungen solchen öffentlichen Zurredestellung immer noch das Odium entgegentraten, die alle die Fehler der Kirche zugaben, die des Auffallens durch Berteigerung. Solche Art geistigen alle„ Ausnahmen" fein wollten, die alle monarchistisch Ueberfalls, der Ueberzeugungsvergewaltigung, sollte als un- und deutschmational reagierten, wenn man sie so weit reiste, fittlich berpönt fein. daß sie bekennen mußten. Und alle diese Leute vertraten Diese ganze Stirchenparole ist bewußt oder unbewußt unpolitische" und„ Einigungslisten", fie alle wollten alle unehrlich. Niemand fein wirklicher Sozialist! ,, Unterschiede verwischen oder vereinigen".- ein Logischer denkt daran, einen Wolfsgenossen in seinen religiösen Ueber consens! Ich fühle mich in der Gesellschaft des„ Atheisten" zeugungen zu fränken, einem jungen Wesen die religiöse Fichte, von August Bebel, von all den Duldern und Kämpfern unterweisung zu nehmen, so sehr darin schließlich der Ein- für eine sozialistische Gesellschaftsgestaltung fehr wohl sch fluß des vorbildlichen beispielhaften Lebens glaube: sogar Christus, wenn er jegt über die Erde wandelte, der Erwachsenen das Entzündende sein sollte. Aber wir müßte vor dem Haß der Dogmatifer, der Nationalisten, der wollen nicht, daß das Kind„ religiös" unterwiesen werden herrschsüchtigen Kirchendiener zu uns Leuten mit den„ hahmuß, daß in ihm in einem Zwangsunterricht, der dann den erfüllten Seelen" flüchten. Er vertrieb ja auch mit„ haßledernsten Realienunterricht noch in der seelischen Abtötung voller" Geißel die Wechsler aus dem Tempel! übertreffen fann, zwangsweise„ religiöse Kenntnisse und An- Sie mögen es schwer haben als sozialistischer Geistlicher! schauungen"( gar„ Glauben") erzeugt werden sollen! Aber auch mir sozialistischen Rehrer mit ehrlicher Das Bedürfnis nach Liebe, nach sittlicher Auto- Hingabe wandeln durch die Wüste, zwischen Menschen mit rifat, nach aufrichtenber Gemeinschaft ist im hochmitiger Eisestälte, mit haßvoller Ablehnung des Neuen, Volfe lebendig, und diese Quellen, die jest angitvoll durch mit einem„ Christentum" pharisäischer Unbußfertigkeit. Und die Steinmüste des von der Sozialdemokratie nicht ver- doch müssen wir durch diese Wüste hindurch oder in ihr zuschuldeten wirtschaftlichen Zusammenbruchs fidern, leiten die grunde gehen. Wir müssen uns auf offen kämpfende Geistlichen immer wieder in ihre Kanäle der Tradition, auf iebe einstellen und dann uns trösten: Niemand kann mehr ihre Mühlen der Kirchenstatt der 2iebes herrschaft. tun, denn sein Leben hingeben für seine Sache! Mag je de religiöse Ueberzeugung mit der Zustimmung und Ich bithe Sie, nicht so intolerant su join und Ihre eigene, nach dem Wunsche der Eltern in den Kindern gepflegt mer vielleicht religionslose Bestimmtheit als die Norm hinstellen zu den, aber gerade die Differenzierung auf diesem Gebiet zeigt, wollen. Oder follte es Ihnen unbekannt sein, daß nur die daß hier nicht das Gemeinsame liegt, daß auf diesem allerwenigsten Schüler, etwa 5 Proz, dem Re- Felfen nicht die Schule des Volkes, des ganzen Volkes erligionsunterricht nicht mehr angehören? Nachdem baut werden kann. Die Schule soll dem Kinde auch Reaus den Kreifen der Eltern die Aufforderung an uns ergangen ligionskunde bieten, für den konfessionellen( dabei war, mitzuhelfen, daß ihren Kindern der Religionsunterricht er doch noch wieder je nach dem„ orthodor" oder" frei" gefärbten) ich selbst habe die Ehre, mich Ihnen als Stifter der unpolitisch- Unterricht ist sie nicht zuständig. Ich trete dafür ein, daß und ich selbst habe die Ehre, mich Ihnen als Stifter der unpolitisch man für diese Unterweisung einen Wochentag schulfrei christlichen Gruppe vorzustellen. Dabei stehe ich auf fo3ia geben sollte. Daß jetzt taun 5 Proz. dem Religionsunterricht listischer Grundlage! Und wenn Sie sich die Mühe machen nicht mehr angehören", besagt gar nichts. Wir Lehrer wissen, wollten, unsere Listen zu studieren, so würden Sie noch mehr figus wie Geistliche, Schulleiter, Behrer auf die Eltern und die nen: ich glaube, auf allen Listen tönnen Sie in Masse S.- P.- D.- Kinder gegen die Befreiung einwirken, offen und berkappt", und 1 S.- B.- Mitglieder finden. Wir haben nach der wir wissen, wie groß die innere Reibung gegen innere Um politischen Zugehörigkeit nicht gefragt. Bielmehr ging ich von dem stellungen ist; seien Sie nicht stolz auf die Anhängerschaft Gedanken aus, daß uns Männer und Frauen aus allen Bar- der Indifferenten und der vielen, die, weil sie die Idee teien willfommen sind, sofern sie sich auf dem Boden der christ religiöser Sittlichkeit gar nicht begreifen, es nicht mit Gott lichen Weltanschauung zusammenfinden. Vielleicht dürften diese verderben wollen, eine Art Rückversicherung eingehen: Man Mitteilungen beitragen, irrtibmliche Anschauungen zu zerstreuen. fann nicht wissen!" Im übrigen bitte ich Sie, nicht böse zu sein, falls für Ihre Ohren Dir Kirche arbeite nicht berkappt und deutschnational"? allzubiel Groll aus diesen Zeilen herausklingt. Aber die schiefen Haben Sie die Jahrzehnte verschlafen, Herr Pastor? Wissen Urteile, die Sie durch den Vorwärts" in die Welt hinausschiden, Sie nicht, wie die große Mehrzahl der Geistlichen Diener des erjchweren uns sozialistischen Geistlichen die Arbeit immer mehr. Staates", d. h. der herrschenden Klassen, des Und unsere Stellung ist schwar: von der Kirche verwünscht, von Monarchen, der Junker, des Kapitals, des Militarismus war, den Genossen, verkannt und vom Vorwärts" totgeschwiegen. wie sie die Bibel ausbeuteten, um Waffen gegen die baterDieje geraden Worte verdienen, weil sie ein allge- landsloje", eigentumsfeindliche", staatsgefährliche" Sozialmeines Problem anschneiden, eine Antwort. demokratie zu schmieden. Wer ein alter Agitator ist, fennt den staatserhaltenden geistlichen Gegner mit dem fatten Brust ton der Ueberzeugung, der den Konservativen die Geschäfte bei der Dorfbevölkerung besorgen mußte. Und während des Strieges? Mit Grauen habe ich die Kriegsprediger", die Wotansdonnerer des deutschen Gottes", die Blutheßer und Durchhalter, auf den Kanzeln erlebt. Wo war da Christus? Bei uns Pazifisten! 17 Unsere Parteigenossen haben an den meisten Orten, fest stellen müssen, daß die Kirche zuerit, ohne die Aufforderung der Eltern abzuwarten, in die Agitation für besondere firchliche Listen, die man als unpolitisch" etikettierte, eingetreten ist, weil angeblich die religiöse Unterweisung und Erziehung der Jugend gefährdet sei. Es liegt hier ähnlich, mie mit den Petitionen mit den Behntausenden von Unterschriften, welche die Geistlichen für die Erhaltung des Religionsunterrichts in der Schule in Umlauf fepten: die Eltern " 1 " Daß Sie uns, daß Sie mir die Steligion" absprechen, das gehe Ihnen hin. Ich bin aus der bersteinerten Staats" Und da erhebt sich unser Vorwurf gegen die Leute Ihrer Ueberzeugung: Sie können doch nicht mit der alten Kirche. mit der Kirche einverstanden sein! Wie können Sie, alio alle Differenzen, alle Sauberkeit des geistigen Kampfes fo ertränken, daß Sie eine Schlachtreihe„ chriftlich- unpolitisch mit den starren Frommen bilden? Niemand würde Sie angreifen, wenn Sie Listen christlich- sozialistisch" oder freie christliche Kirche" oder„ für die christliche Bolksgemeinschaft" oder für Trennung von Kirche und Staat" aufgestellt hätten, daß die firchliche Reaktion sich deutlich abgehoben hätte von der wahrhaft christlichen Toleranz. Sie aber wandern mit allen„ Christen" zusammen, Sie geben die Schulreform im Programen aus Angst um das bißchen toten Religionsunterricht preis, Sie richten durch die Verkoppelung unserer Parteigenossen mit den berüchtigten Nenommierarbeitern der Gelben und Konservativen erheblichen Schaden für die Partei an und schädigen damit die geistige wie die materielle Volksbefreiung. Ich glaube, Sie wissen das alles nicht, weil sie welt- und fampfesfremd find. Sie werden hinterher merken, daß mit Ihrer bunten " unpolitischen" Schar schulreformieriich nichts zu erreichen ist, denn Sie einigt ja nur das Negative, die Ablehnung gegen, die Furcht vor uns! Und in solcher Schar sind dann die Aktivsten und Zielbewußtesten und das sind in Ihrem Mischmasch die deutschnationalen, monarchistischen Pastoren und ihre Parteigänger immer die Stärksten, sie sehen sich durch! Wer verbietet Euch sozialistischen Pastoren in der Partei zur arbeiten? Weshalb geht Ihr nicht in deren Listen, falls schon feine nach Schulzielen zustande kommen? Dann würdet Ihr für die Schulreform wirfen und könntet nebenbei alles für die Befriedigung des religiösen Bedürfniffes tun, jest aber zerreißt Ihr die Partei, stellt die Kirche an die erste Stelle und lähmt Euch selbst in Eurem sozialistifchen Wollen! Ich fürchte, ich bin überzeugt, daß die Stunde tommt, wo Thr Euch reuig anflagt: Du hast es gewollt, George Daudin!"- oder Ihr versinkt in den reaktionären Sumpf. 288888888888 RUDOLPH HERTZOG BERLIN C 2 Breitestrasse e Brüderstrasse • Ausstellung neuer Modelle in allen Preislagen für Frühjahr u Sommer 1 9 Beginn 20 9 Februar TULUWEIT 20 DER CH BESCHEID. STITAN HALLESCHEN TOR BL HERSTR.12 Ihre Zukunft hängt in erster Linie von Ihren Augen ab; darum versäume niemand, frühzeitig seine Augen richtig prüfen zu lassen. 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Bahlreiche Beteiligung er wartet 210/20 Die Abteilungslettung. Sozialdem. Wahlverein Teukölln S. P. D. Den Mitgliedern traurige Nachricht, unsere Genoffin Frau Emma Lenze 20. Bez. III. Abt. verstorben ist. die daß 239/4 Chre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 10. Februar, nachm. 2 Uhr, aut dem Gemeinde Friedhof, Mariendorfer Weg, statt. Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. Statt befonderer Melbung! Am 7. Februar verschied an den Folgen der Grippe und Eungenentzündung unser lieber Sohn und Bruber Fritz Blankenburg Ja tiefer Trauer Familie Karl Blankenburg. Die Beerdigung findet Dienstag, den 10. Februar, vom Trauerhause Wiers dorf bei Zeuthen in ber Mart, Fontaneallee, aus statt. Danksagung. 854b Für die mir so herzlich erwiesene Telinahme anläßlich der Einäscherung meines lieben Mannes 847b Otto Plöger fage allen Berwandten, Frenn ben, Bekannten, dem Gastwirte Verband, dem Rauchklub FrischAuf, dem Wahlverein fomie Heren Manaffe flir bie troft zeichen Worte am Garge meinen innigsten Dant. 847b Witwe Wilhelmine plöger, Berlin, Koppenstr. 34. Für die vielen Beweise herzficher Teilnahme beim Sin fcheiben meines Mannes, des Borsigenden Hardt Berl. Secession. 8 Uhr: Kurfürstendamm 232 HEUTE: HEINE MORGEN: Jean Paul, Goethe, Claudius, Karl Kraus, Wedekind, Li- Tal- Pe. Distg.: Heine u. Wedekind. Donstg.: Phantastische Geschichten: Maupassant, Poe, Bürger, Lillencron. Frtg. und Programm nach Wahl des pp. Publikums. Sonnabd. ( Nur für Kenner!!) Karten Secession, Bote& Bock, Wertheim. Verordnung über die Abschnitte der Brotkarte.. Auf Grund der$$ 58 und folgende der Reichsgetreideordnung für die Ernte 1919 vom 18. Juni 1919( Reid) sgeset blatt Geite 535) wird für den Bezirk. Der Stadt Berlin an geordnet: § 1. Berlin Lichtenberg. An dem hiesigen Jahn- Realgymnasium sind zum 1. April 1920 a) eine Zeichenlehrerstelle und b) eine Turnlehrerstelle zu besetzen. Haus Freie Jugend Kottbuser Damm 72, Sonntag, d. 8. Febr. umb B ber Brotfarte nut je 125 Gramin tebi a abbatte A Sportes und der Jugendpflege besitzen. Eingang Lenaustr. Bom 9. Februar 1920 ab dürfen auf die Abschnitte A- H und Mehl abgegeben und entnommen werden. Der Abschnitt R der Brotkarte wird für ungültig erklärt. abends 7 Uhr: Vortrag mit Aussprache von Paul le Seur Was kann Jesus heute dem jungen Arbeiter sein? Junge Männer aller Stände herzlich willkommen. Dr. med. Karl Reinhardt, Potsdamer Str. 117 an der Lützowstraße Sprechst. 12-2, 6-12 10 Uhr abds., Sonnt. 111-1 Uhi Spezialarzt für Haut- und Harnleiden, Harn- u. Blutuntersuchungen. Aufklärende Broschüre mit Beschreibung samti. Heilverfahren im verschl. Kuvert gegen Einsendung v. 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Abteilung für Nährmittel. Alte Gebisse! Königstr. 34/36 Giftfreie naturgemäße Behandlung Kein gewöhnl. Platinzahn unter Mk. 13.Alexanderplatz. 10-1, 5-8, Sonnt. 10-1. Spezialarzt Friedrichstr. 90, direkt am Stadtbahnh. Spr. 10-1. 5-8. Sonnt. 11-1. Harn- n. Blutuntersuchung Spez,-Behandlg. Spez- Behandly Der Zeichenlehrer muß akademisch gebildet sein. Der Turnlehrer muß Erfahrungen auf dem Gebiete des Das Gehalt wird auf Grund der neuen Besoldungsordnung für die hiesigen Lehrpersonen festgesetzt. Zeichenlehrer: Anfangs ehalt 8 000 M Endgehalt 10.700 99 Turnlehrer: Anfangsgehalt 7500 Endgehalt 10 200 Teuerungszulage: 24 0 M. Fur jedes Kind: 600 M. Umzugskosten werden nach einem hier eingeführten Tarife ver tet 99 3X400 M. 6X250-> Bewerbungen unter Beifügung des Lebenslaufes und beglaubigter Abschrift des Prüfungszeugnisses werden bis 22. Februar d. Js. erbeten und sind zu richten an die Deputation für höhere Schulen zu Berlin- Lichtenberg. 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Eine andere Redisanwalts Isberg: Pfarrer Rump hat da so- hebung des Bankgeheimnisses ist faum zu denken, da man davon Art der Anklage oder Voruntersuchung fann es ja bei dieser eben eine hochinteressante Mitteilung gentacht. Er sagt allgemein eine Flucht der sämtlichen Auslandsvermögen beallgemeinen Mörderfreiheit nicht geben. Nun, auf Grund dem, was Wehmeyer ausgesagt fürchtet, und somit eine schwere Schädigung der Schweizer Banken. der Artikel der„ Deutschen Tageszeitung" imd Täglichen genau das Gegenteil von hat. G3 bestehen also main givei Möglichkeiten; entweder Die Wahrung des Bankgeheimnisses in der Schweiz. Die Rundschau" müßte heute schon der erste Revent= hat Wehmeyer den Brief an Herrn v. Kessel überbracht, granti. 3tg." meldet: Im Schweizer Nationalrat stellte eine lowsche Mörder in der Redaktion des Vor- und dann ist sein Verhalten' verständlich, oder er hat den Brief Kommissionsminderheit bont Sozialdemokraten wärts erscheinen. nicht überbracht, dann handelt es sich um eine Täuschung Bauernvertretern den Antrag, das Bankgeheimnis Er kann sich darauf berufen, in der Täglichen Rund- des zeugen. Es wird dann der Major a. D. Gottlieb aufzuheben, d. b. sämtliche Geldinstitute müßten den Einschätzungsschau" von„ heimtückischen Verräterabfichten des Vorwärts" Beber, zurzeit Oberst der Sicherheitspolizei in Erfurt, vernom behörden jede Auskunft erteilen und sich allen Kontrollmaßnahmen und in der Deutschen Tageszeitung von Interesse des men: Ich habe den Hauptmann v. Kessel als einen braven Mann unterziehen. Der Vertreter der Sozialdemokraten erklärte. Vorwärts" für Volksverräter gemicinster Sorte", gelesen zu kennengelernt, der alles auf sich nahm. Wenn es galt, eine Straße daß nur die volle Deffentlichkeit den Steuerbetrug zum Der Vertreter der Bauernschaft haben. Graf Reventlow hat uns damit selbst in dankens- zu säubern oder Verbrecher zu fassen, immer war es Kessel, der Berjáwinden bringen könne. werter Weise bestätigt, wohin sein Vorschlag führt. heran mußte. Er hat es nicht um den Lohn getan oder aus po- äußerte die Ansicht, das Baufgeheimnis diene nur dem Groß litischen Motiven, sondern er hat ebenso wie ich um seinen färgfapitalismus. Seine Aufhebung würde den gesamten Mittelstand lichen Sold gearbeitet. Auch ich habe jeden U.- S.-P.- Mann entlasten. Der Präsident der katholisch- fonservativen Fraktion be verschiedenen Seiten für die Sicherheitspolizei Beträge überwiesen. auf ordnungsmäßig- gefeßlichem Wege und nicht durch eine BoltsDer Wirtschaftsrat beim Reichswirtschaftsministerium be- Ich hatte etiva 200 000 bis 300 000. Ich habe Stessel, der mir abstimmung aufgehoben werden. schäftigte sich am Sonnabend mit den von der Ernährungsabteilung einmal sagte, daß seine Leute 14 Tage lang nicht aus den Kleides Reichsministeriums aufgestellten Plänen für das Jahr 1920. Eine dern herausgekommen seien, einen Betrag als Belohnung für seine Er konnte mit dem Gelde machen, was er Uebereinstimmung wurde dahin erzielt, daß die Aufrecht Lente überwiesen. erhaltung der Zwangswirtschaft für Brotgetreide wollte. Ich habe an alle Polizeien derartige Belohnungen verteilt, Eines Tages jagte mir Kessel: bis auf weiteres unbedingt notwendig sei; auch der Hafer soll insgesamt 20.000 bis 30 000 M. wieder in die Zwangsbewirtschaftung einbezogen werden. Ebenso Herr Oberst, ich brauche etwas mehr Geld. Ich muß Marloh wegbringen. fonnte man sich der Ansicht nicht verschließen, daß an eine Freigabe der Kartoffeln vorläufig nicht zu denken sei. Ich glaubte damals noch, daß Marloh bei den Vorgängen in der Ferner wurde die Festlegung von höheren Mindestpreisen als not- Französischen Straße recht gehandelt habe. Kessel sagte mir jedoch, wendig anerkannt. Ueber ihre Höhe sowie über die Art, wie die Be- Marloh habe Unschuldige erschossen; aber ich muß für ihn sorgen. wirtschaftung der Kartoffeln erfolgen soll, werden noch weitere Ber- ch bedauerte die Handlungsweise Marlohs und gab Stessel 4000 Vors: Hat sie Sessel um 150 000 m. oder mehr handlungen geführt werden. Der Wirtschaftsrat wird in seiner neuen angegangen. 3euge: Nein. Auf Vorhalten des Vorsitzenden Sigung am 13. Februar endgültig dazu Stellung nehmen. erklärt der Zeuge, daß er nicht weiß, daß andere Dienststellen Gelder für Marloh bereitgestellt hätten. Major Eberhardtv. Oldenburg van der Sicherheitspolizei tvitt ebenfalls für den Angeklagten ein. Neue Beschlüsse für die Ernährungswirtschaft. geschüßt, der mich um Schuß erjuchte. Mir wurden von lämpite aufs schärfſte den Antrag. Das Bankgeheimnis könne nur Ein schlechter Ausklang. bis 5000 M. Der Anklagevertreter beantragt, die Zeugen Hofmann, Wehmeyer und Marloh auf Grund des§.199 Absatz 3 der M.Str.G.D. nicht zu vereidigen, da Hofmann und Wehmeyer der Teilnahme an der zur Verhandlung stehenden Tat verdächtig seien und Marloh wegen unerlaubter Entfernung kriegsgerichtlich verurteilt ist. Der Anklagevertreter beantragt die Be= eidigung des Pfarrers Rump und des Leutnants Die Preußische Landesversammlung hat in ihren Beratungen Damit ist die Beweisaufnahme beendet. Sodann wieder einmal 8 Tage Bauie gemacht, damit der Ausschuß für die erfolgt über die Vereidigung einiger Zeugen eine Kontroverse Schaffung Groß- Berlins inzwischen den Gefeßentwurf feststellen zivischen Anklagevertreter und Verteidigung. Kriegsgerichtsrat fann. Aber noch furz vor der Vertagung hat sich ein Zwischenfall II mann lehnt die Vereidigung der Leutnants Hofmann, Wehereignet, der auf die Unsicherheit der gegenwärtigen politischen Lage meher und Marlob auf Grund des Paragraphen 199 Abjay 3 ab, da sie der Begünstigung verdächtig oder bereits verurteilt sind ein helles Licht, wirft. Der Landesversammlung ging ein Antrag zu, der Aussetzung der Wahl der Elternbeiräte und wegen Beihilfe zur Flucht. Man könne beim Pfarrer Rump im Zweifel sein. Nach rechtlichen Ausführung des Verteidigers RechtsBorberatung der einschlägigen Verfügungen im Unterrichtsausschuß ansvalis Lütgebrune und des Anklagevertreters formuliert der Vorfordert, und dieser Antrag, der in seiner Formulierung scharfe sitzende wie folgt: Spigen gegen den Kultusminister enthielt, war unterzeichnet von sämtlichen bürgerlichen Parteien, von den Demofraten bis zu den Deutschnationalen. Zum ersten Male in der fast einjährigen Tagung der Landesversammlung hat sich ein bürgerlicher Block gegen Regierung und sozialistische Parteien gebildet. Man muß abwarten, ob er zusammenhält in einer anderen Frage, bei der Sozialisierung der Charlottenburger Wasserwerke, murde eine ähnliche Gruppierung, als sie sich zu bilden drohte, durch Absplitterungen so geschwächt, daß sie die Mehrheit verlor. Der Schneidemühler Attentäter zum Tode verurteilt. Schneidemühl, 7. Februar. Der Urheber des Eisenbahnattentates, dem der D- Zug Schneidemühl- Berlin zum Opfer gefallen ist, mit der Folge, daß 18 Passagiere getötet und 26 verlegt wurden, Otto Perleberg, der den Anschlag in Gemeinschaft mit den beiden russischen Arbeitern Woyczyk und Jaszinski verübt hat, ist heute vom Schwurgericht zum Tode verurteilt worden. Die„ Deutsche Zeitung" verboten. Der Oberbefehlshaber Nosle erläßt folgendes Verbot: In schwerster Stunde unseres Landes gefährdet die Deutsche Zeitung" die Ruhe und Sicherheit des Reiches in bedenklichster Weise, indem sie in der Nr. 69 vom 7. d. M. die unwahre Be hauptung aufstellt, die Regierung beabsichtige einen Staatsstreich. Ich berbiete deshalb das Erscheinen des Blattes für die Dauer von acht Tagen. gez.: Noste. ,, Ein irrfinniger Gefelle. Bremen, 7. Februar. Durch Verordnung des Befehlshabers als Inhaber der vollziehenden Getalt für den Bereich der Reichswehrbrigade 10 ist Druck und Vertrieb der hier erscheinenden Zeitung Der Kommunist wegen zweier Artifel„ Zum 4. Februar" und" Ein irisinniger Geselle, Gustav Noste" auf die Dauer von 14 Tagen verboten. Unzulässige Zwangsvollstreckung gegen Helfferich. Bedfurth. Valutaschulden der Strohhutindustrie. 1918 wurde den Fabrikanten von Strohhüten der Bezug von Rohmaterial aus der Schweiz von der deutschen Regierung nur unter der Bedingung gestattet, daß 30 Proz. bezahlt werden durften, während die restlichen 70. Prog. bei hiesigen Banten hinterlegt wurden. Diese 70 Broz. sollten zum Teil am 1. Oftober 1919 gezahlt werden. Durch die riesige Werterhöhung der Schweizer Franken ist auf diese Lieferungen einn a chträglicher Aufschlag entstanden, dessen Es gibt Fir Bezahlung außerordentliche Schwierigkeiten macht. men, welche jest etiva 500 000 Mt. Valutabifferenz bezahlen sollen, 1½ Jahre nach Empfang und Verkauf der Varen. Es sind in der Strehhutbranche jest 9-11 Millionen Mark Valutadiffe= renzen fällig. Eine Beteiligung des Reiches mindestens an solchen Verlusten, denen nicht außerordentliche Gewinne gegenüberstehen, wird berlangt werden. Was werden wohl die Strohhüte im tommenden Sommer demnach kosten? Höchstpreis für Melasse. Der Höchstbetrag des Uebernahme preises für Melasse mit einem Zudergehalte von 50 Proz. wird auf 13,82 M. für 50 Kilogramm erhöht. Gewerkschaftsbewegung S.P.D.- Fraktion der Metallarbeiter. Die auf dem Boden der S. P. D. stehenden Mitglieder des Metallarbeiterverbandes hielten am Freitag eine Versammlung ab, die den mehrere tausend Personen fassenden großen Saal der Neuen Welt bis auf den letzten Plab füllte. Der Versuch eines Haufens Radifaler, sich mit Gewalt Eingang zu ersvingen, wurde von den Türhütern mit Erfolg zurückgewiesen. In der Hauptsache handelte es sich in der Versammlung unt Stellungnahme zu dem statutenwidrigen Beschluß der Generalversammlung auf Beitragserhöhung. Der Referent Ramsbrod führte aus, die unter Umgebung des Statuts beschlossene BeitragsDie Verteidiger widersprachen der Vereidigung Rumps, gemäß erhöhung hat die Folge gehabt, daß ein Teil der Mitglieder überdes obigen Paragraphen, da Rump hinsichtlich der zur Verhandlung haupt keinen Beitrag mehr zahlt und andere moch weitergegangen stehenden Tat als der Teilnahme verdächtig erscheint. Die Ver- find, indem sie sich Organisationen angeschlossen haben, die nicht teidiger behalten sich vor, im Plädoyer weitere Beweisanträge be- auf dem Boden der freien Gewerkschaften stehen. So etwas dürfen züglich der Glaubwürdigkeit des Pfarrers Rump zu stellen. Rechtsanwalt Alsberg: Ich bitte, Rump nicht zu vereidigen, da ihrer alten Organisation bleiben, müssen die Beiträge zahlen und die S.P.D.- Mitglieder natürlich nicht mitmachen. Sie müssen in er auch der Begünstigung verdächtig ist. Die Verteidiger schließen im übrigen alles tun, um sich ihre Gleichberechtigung innerhalb des sich dem Antrag des Anklagevertreters auf Nichtbereidigung der Verbandes zurückzuerobern. Zu diesem Zwed ist es aber in einer Zeugen Hofmann, Wehmeyer und Marloh an. Darauf zieht sich so großen Verwaltungsstelle wie Berlin nötig, das Gericht zur Beratung zurück. Nach anderthalbstündiger Bevatung verkündete der Vorsitzende folgenden Beschluß des Gerichts: Leutnant Wehmeyer wird nicht bereidigt, da er nach§ 199 Bifffer 3 der Mittäterschaft verdächtig erscheint. Aus demselben Grunde wird, Oberleutnant Hofmann, Oberleutnant Beckurth und Oberleutnant Marloh nicht bereidigt. Pfarrer Rump ist zu vereidigen. Hauptmann Bapst soll durch Kriegsgerichtsrat Erhard auf Grund des§ 298 fommissarisch vernommen werden, und zwar über folgende Punkte: 1. Ob der Angeklagte vor dem 1. Juni mit Wissen Nostes, des. Generalfommandos Büttwit und der Garde- Kavalleries Schüßendivifion informiert war, daß der Marloh- Prozeß, nicht stattfinden solle. 2. Daß er dem Angeklagten von der bevorstehenden VerHaftung Marlohs teine Mitteilung gemacht hat. 3. Daß am 1. Juni höhere Dienststellen die Absicht hatten, Marloh in eine Nervenheilanstalt zu bringen. 4. Ob Marloh von höheren Dienststellen offiziell oder inoffiziell unterstützt wurde und ob eine Unterstützung Marlohe borher zugesagt war. 5. Ob. der Angeklagte die Flucht Marlohe militärischen Dienststellen und Hauptmann Papst mitteilte und diesen um feinen Rat fragte. Die Bernehmung des Kriminalkommissars Dittmann wird als unerheblich abgelehnt, da der Sachverhalt geklärt ſei. Damit wird die Verhandlung un 3 Uhr abends auf Montag nachmittag vertagt. Wirtschaft. Gebundene oder freie Wirtschaft? daß sich die S.P.D.- Mitglieder eine Führung und Leitung wählen, welche die Intereffen der S.P.D.- Kollegen innerhalb des Verbandes wahrnehmen. Die S.P.D.- Fraktion wird in ihren Versammlungen zu allen Verbandsangelegenheiten Stellung nehmen. Da Rusch in der letzten Sizung der Gewerkschaftskommission den Standpunkt vertreten hat, bei den Betriebsrätewahlen nur Anhänger des revoTutionären Rätegedankens zu berücksichtigen, so wird, die S.P.D.Fraktion den Wahlkampf unter der Parole führen: Für die Richtlinien des Nürnberger Gewerkschaftskongresses. Die nächste Aufgabe der zu wählenden Fraktionsleitung soll sein, regen der statutentvidrig beschlossenen Beitragserhöhung eine Be schwerde an den Hauptvorstand zu richten. Die Beschwerde wird ja feinen Erfolg haben, denn die Mitglieder des Hauptvorstandes sind ja von demselben Geist beseelt wie die Berliner Ortsverwaltung. Sie stehen auf dem Boden der Diktatur und erkennen die Rechte der Minderheit nicht an. Aber trotzdem sollen alle Mittel, die die Organisation uns an die Hand gibt, ausgenutzt werden und nichts unversucht bleiben, was uns zu unferem Recht verhelfen kann. Der Verband ist nicht für eine bestimmte politische Richtung da, sondern für alle Metallarbeiter. ( Lebhafter Beifall.) Hauptvorstandsmitglied To st( 1. S. P.), der ohne Widerspruch eingelassen wurde und als Diskussionsrebner verlängerte Die Zwangsvollstreckung aus dem Strafbeschluß des UnterRedezeit erhielt, sagte, er fünne im Augenblick nicht entscheiden, ob suchungsausschusses gegen Staatsminister Dr. Helfferich ist, wie die Sonderrechte der Berliner Mitglieder verlebt seien. Der Hauptbei dem Beschluß über die Beitragserhöhung das Statut oder die P. P. N. erfahren, auf neue Schwierigkeiten gestoßen. Bekanntlich vorstand werde diese Frage aus Anlaß der Beschwerde objektiv hatte der Untersuchungsausschuß, um eine Grundlage für die prüfen. Bezüglich der Gegensätze in Berband suchte es der Redner Zwangsvollstredung zu gewinnen, den Strafbeschluß an Staatsso hinzustellen, als ob es gar keine Veranlassung zur Fraktions minister Dr. Helfferich durch Vermittlung des Amtsgerichts bildung der S. P. D. gebe. Er bedaure, daß sich die Verhältnisse in Berlin- Mitte zustellen lassen. Siergegen hat der Rechtsanwalt Berlin so zugespitzt haben, denn der Kampf in der eigenen Organi-, sation diene doch schließlich den Interessen derjenigen, gegen die die Dr. Alsberg namens seines Mandanten Beschwerde beim Amtsgericht Berlin- Mitte erhoben, das ihn, da es sich um eine Beschwerde Es tobt der Kampf um die zukünftige Wirtschafts- Arbeiterorganisation zu fämpfen hat. 3ernide, der mit den Treibereien der Unabhängigen int gegen einen Rechtshilfsakt handele, an das Kammergricht verwiesen form. Da manche unserer Genossen, namentlich diejeni hat. Das Stammergericht stellt sich dagegen auf den Standpunkt, nicht regelmäßig haben erhalten können, diesen oder jenen solche Vorbereitungen würde es auf dem Stuttgarter Verbandstag Verband scharf ins Gericht ging, verwies darauf, daß diese das Vora hat. Das Stammergericht stellt sich dagegen auf den Standpunti, gen, die häufig unterwegs sind, oder den Vorwärts" bild für Fraktionsbildungen im Berband gegeben haben, denn ohne daß nicht Nechtshilfe, sondern Amtshilfe gegeben sei und daß es wichtigen Aufjas übersehen haben, lenten wir ihre be- nicht nach dem Wunsch der Unabhängigen, die ja nicht die Mehrdeshalb nicht in der Sache entscheiden tönne. Rechtsanwalt Dr. Aisberg wandte sich darauf mit einem Antrag an das Amtsgericht, jondere Aufmerksamkeit auf die letzt erschienenen Aufsätze: heit der Mitglieder hinter sich haben, geklappt haben. Der Hauptin dem er forderte, die Unzulässigkeit der Zwangsvollstreckung aus Nr. 58 vom 1. Februar:" Kundgebung für die freie Wirtschaft". Nr. 35 vom 20. Januar:„ Um die Zwangswirtschaft". dem Beschluß auszusprechen. Das Amtsgericht lehnte auch diesen gr. 61 vom 3. Februar:" Freigabe der Kartoffeln". Antrag ab. Auf Beschwerde des Rechtsanwalts Dr. Alsberg gegen Nr. 69 vom 7. Februar:„ Wirtschaftskarten und Ablieferung". diesen Beschluß hat nunmehr das Landgericht I die Zwangsvollstreckung aus dem Beschluß des ziveiten Unterausschusses des Solche Auffäße muß sich ieder Parteigenosse, der wirt parlamentarischen Untersuchungsausschusses vom 10. 12, 19 durchschaftspolitisch aufklären will, sammeln, um sie je das Amtsgericht für unzulässig erklärt, da dem Verteidiger darin derzeit in Bereitschaft zu haben. beizutreten jei, daß die Zustellung des Strafbeschlusses, weil von cinem unzuständigen Organ vorgenommen, rechtsungültig sei. Gine 3wangsvoll stredung aus diesem Beschluß sei danach nicht zulässig Kleine politische Nachrichten. vorstand folle nur dafür sorgen, daß nicht Mitglieder wegen ihrer politischen Stellung in ihren Rechten verkürzt werden. Cohen führte ebenfalls Beweise dafür an, daß die Unabhän gigen schon während des Kriegs in besonderen Zusammenfünften gegen die damalige Verbandsleitung mobil gemacht haben. Schon im Jahre 1917 babe Redebour in einer Versammlung, die von den fog. revolutionären Obleuten einberufen war, gejprochen. Da wurde für den nächsten Tag die Arbeit niederlegung beschlossen und Als die Kollegen draußen waren, ließ sich keiner auch ausgeführt. der revolutionären Führer sehen. Die Ausständigen kamen dann zu Cohen, fragten, was sie tun sollten, und erhielten den Rat, die am 24. Jan. ant. 3. Jan. Arbeit wieder aufzunehmen. Wenn es dem Hauptvorstand ernst 189 M. Die Kauffraft der Mark im Ausland. Man faujte in Köln am 7. Februar: 1 englische Pfundnote mit 355 M. 100 französische Franken, 717 100 belgische Franken 100 schweiz. Franken 100 holländ. Gulden 3925 100 rumänische Lei 1 amerikanisch. Dollar, 290 M. 640 457 " " 19 " 725" 640 465 17 1725 1350 894 " 13 " 17 2900 1890 " Y " 136 133 " " " " 1 " 135 " 105-109 m. Ausnahmezustand auch in Sachien. Die am 13. Januar für das Reich mit Ausnahme von Bayern, Sachsen, Württemberg und Baden erlassene Verordnung über den Ausnahmezustand ist inzwischen im Einverständnis mit der sächsischen Regierung auch Besteuerung der ausländischen Depots in der Schweiz. auf das Gebiet des Freistaates Sachsen ausgedehnt worden. Der Nationalrat beschloß eine Besteuerung der von AusBon Frankreich empfohlen. Der französische General Birat Iändern in den Schweizer Banten untergebrachten jeinen Kollegen Ludendorff als Diktator für Depots. Von feiten des Bundesrats wurde gegen den Antrag Deutschland. Die„ Kreuzzeitung" druckt das mit Wonne ab. Ueber eingewendet, daß er ohne Aufhebung des Bantgeheimdie Auslieferung an Frankreich schreit man Schmach und Schande, niiies undurchführbar fei, aber die zufällige Mehrheit der Veraber ein von Frankreich empfohlener Diktator für Deutschland, sammlung bestand auf ihrem Willen. Indessen ist es wahrschein falls er nur Altdeutscher ist, darüber läßt die„ Kreuzzeitung" lich, daß der Antrag im Ständerat schon aus verfassungsmäßigen mit sich reden! Gründen nicht durchbringen wird, dagegen erklärte sich der Bundesampfiehlt set mit einer. Verständigung, dann solle er das durch die Tat bemeijen, indem er den berechtigten Forderungen der S.P.D.- Mitglieder Rechnung trägt und dafür sorgt, daß sie bei den Wahlen zu den Betriebsräten mit auf die Liste gesezt und auch in jeder Sinficht als gleichberechtigte Verbandsmitglieder behandelt werden. In den Betriebsräten ist mit dem großen Mund nichts zu erreichen, Sa muß praktisch und mit leberlegung gearbeitet werden.( Beifall.) Mit allen gegen fünf Stimmen wurde folgender Beschluß gefaßt: Die am 6. Februar 1920 im Lokal Neue Welt", Hasenheide, versammelten Mitglieder des Deutschen Metallarbeiterverbandes protestieren dagegen, daß die von der Generalversammlung an 1. Februar beschlossene Beitragserhöhung nicht vor ihrem Infrafttreten, so wie es der$ 8 des noch geltenden Ortsstatuts bora schreibt, einer cabstimmung unterzogen wird. Die Versammlung beauftrag den gewählten Fraktionsvora stand, gegen diese Statutenwidrigkeit beim Vorstand des Ver Bandes in Stuttgart Beschtverde zu führen und ertvartet, Saß in funtture mit glänzenden Gewinnen hinter sich hat, konnte bisher| Optitergehilfen, die foeben eine erhebliche Rohnerhöhung durch. Zukunft jeder Versuch der Verwaltung, das Mitbestimmungsrecht teine Ginigung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern erfol- gefest haben, bei welcher Gelegenheit fie wiederbolt an die Culi der Mitglieder, soweit dies im Statut gewährleistet ist, anzu gen. Schließlich haben die Arbeitgeber sich bereit erklärt, eine barität der weiblichen Angestellten appellierten, die ihnen auch zu tasten, unterbleibt. Die übrigen Mitglieder des Ausschufies der In den Fraktionsvorstand wurden gewählt: Stubella, Rams- Die Angestellten, Darsteller und Arbeiter betrachten indessen dieses 40prozentige Lohn- und Gagenerhöhung bewilligen zu wollen. gefagt wurde. gewerblichen Angestellten der Firma Nuhnte, die im brod, Cohen, Watschipti, Habad, Schultheiß, Rosenberg, Greten, Gegensatz zu den Optikern freigewerkschaftlich organifiert Reinknecht, Graeber, Brolat, Muschick, Leuendorf, Kollegin Mak. Angebot der Arbeitgeber als eine Verhöhnung ihrer Ansprüche. sind, erklärten in der legten Versammlung des weiblichen laut Alle schriftlichen Anfragen find an den Vorstand Am Sonnabendmittag tagte in den Kammerfälen eine von un- männischen Verionals ibe volles Einverständnis mit deren Fordebe r G. P. D.& raftion Des Metallarbeiterver- gefähr 3000 Personen besuchte Versammlung. Nachdem über die rungen. Im übrigen ist zu bemerken, daß der in Frage fominende bandes, Berlin S. W. 68, Lindenstr. 114, zu richten. Lage. Bericht erstattet worden war, hielten die Vertreter der ein- Tarif durch Veringung des Reichsarbeitsministeriums vom 22. Dezelnen Berufsgruppen furze Ansprachen, in denen sie vorwiegend zember 1919 rückwirkend ab 1. August 1919 tür verbindlich erklärt Bevorstehende Einstellung der Bauarbeiten bei der zum Streit und zur vollsten Solidaritätsübung aufforderten. Der worden ist, daß aber Herr Ruhnke teozdem erklärte, sich nicht darum A. E. G. Schnellbahn Gesundbrunnen und Neukölln. als Vertreter der Regisseure auftretende Schwankdarsteller Leo au fümmern, sondern es sei ium ganz lieb, wenn es zum Streif Die vor Monaten den beim, Bahnbau beschäftigten Arbeitern Penfert führte aus, daß seiner Meinung nach die letzten Verhand- käme. Zentralverband der Angestellten, Fachgruppe 7c. anaedrohten Kündigungen sind, wie uns berichtet wird, nunmehr lungsmöglichkeiten noch nicht erschöpft seien. Man sollte zuerst ausgesprochen. Den Arbeitern der Firma Siemens& Halste A. G. den Schlichtungsausschuß anrufen und den Arbeitgebern nicht die ist zum 15. Februar das Arbeitsverhältnis gefündigt, bei der Gelegenheit zu ihnen erwünschten Betriebsmöglichkeiten bieten. Firma Nobl& Schällmann ist eine größere Anzahl von Arbeitern Das Angebot der Arbeitgeber verdiene allerdings als eine Un bereits entlassen worden. verschämtheit gekennzeichnet zu werden. Ob gestreift werden solle oder nicht, müsse in geheimer Abstimmung in den Betrieben entschieden werden. Es wurde beschlossen, am Montag und Dienstag die Geheimabstimmung in den Betrieben darüber vorzunehmen, ob in den Streit getreten werden solle, sofern die Arbeitgeber erflären, ihr lebtes Wort gesprochen zu haben. Gleichzeitig sollen en 23. Februar, abends 6½ Uhr, Brachtfäle Alt- Berlin". die Arbeitgeber zu einer am Dienstag stattfindenden letzten Besprechung eingeladen werden, um fie hierüber zu befragen. mäßig erflärt. Am 6. November v. J. hatte das Amtsgericht eine einiiweilige Verfügung erlassen, wonach die Arbeiten auf den in Auftrag gegebenen Bauabschnitten nicht eingestellt werden sollen. Die A. E. G. erbob gegen das gefällte Urteil Einspruch, jedoch wurde am 17. Dezember v. 33. obige Verfügung vom Landgericht I für rechtTrotzdem die A. E. G. Schnellbahn A. G. Hierdurch zum Weiter Bauen verpflichtet ist, hat sie es bis jetzt unterlassen, die seinerzeit an die Unternehmerfirmen gegebenen Verbote zurückzuziehen. Gie begründet ihr Vorgehen mit dem herrschenden Zemenimangel. Dem. gegenüber wird uns von unterrichteter Seite mitgeteilt, daß auf Monate hinaus noch Arbeiten geleistet werden können, für die der Materialmangel nicht in Frage kommt. Durch diese Maßnahmen wird eine nach Hunderten zählende Arbeiterzahl unverschuldeter Weise brotlos und der Erwerbslafenfürsorge anbeimgegeben. Durch den augenblidlichen Stand der Dinge wird den Anliegern der durch den Rembau betroffenen Straßen ein erheblicher Angestellte der gesamten Lederwirtschaft. Solzarbeiter Mitgliederversammlungen. verhandlungen, Berbandsangelegenheiten. Tischler, Bezirk Süden. Am Tagesordnung: Wahl der Delegierten zur Generalversammlung. Zaris, Montag, den 9. Februar, nahm. 4% Uhr, im Lofal von Müller, Schönleinin den„ Prachtfäten des Ditens", Frankfurter Allée 48. itraße 6. Bezirk Often III. Montag, den 9. Februar, nadim. 4%, Uhr, Montag, den 16. februar, nacin. 4 Uhr, im Vokal von Reckling, Rovernifus Tischbranche. itrage 23. Modell- und Fabriktischler and Modelldrechiler. Am Montag, den 9. Februar, abends 6, 1hr, in der Schulaula, Beinmeisterftrage 16/17. Maschinenarbeiter, Schneidemüller, Hilfsarbeiter. Blumenstr. 10. Möbelpolierer. Um Montag, den 16. Februar, abends 5% Uhr im Arbeitslosenraum, Hungeſtr. 30. Bergolder. Am Montag, den 9. Februar, nadim. 5 Uhr, Brachtfäle Alt- Berlin". Blumenstr. 10. Tischler, Bezirt Nordosten. Donnerstag, den 12. februar, nachm. 4, Ubr, bei Manus, Strausberger Str. 3. Drechiler, Treppen. geländer, Alabaster und Ovalbranche. Am Donnerstag, den 12. Fcbruar, abends 7 lar, bet Boefer, Beberstr./17. Stock- und Peitschenunterzeichnet worden und im Bureau des Zentralverbandes der 4 Uhr, im Lofal„ tönigsbant", Große Frantjurter Str. 117. arbeiter und arbeiterinnen. Donnerstag, den 12. Február, nachm Der Tarifvertrag für die Angestellten der Lederwirtschaft ist Anaeſtellten, Berlin, Belle Alliance- Str. 7/10, zum Selbstkostenpreis erhältlich. und aus anderen Bestimmungen des Tarifvertrages ergeben, find Alle Differenzen, die sich besonders aus der Eingruppierung unverzüglich der Fachgruppe 9( Lederwirtschaft) des Zentralverbandes der Angestellten bekanntzugeben. Zentralverband der Angestellten. Bersammlungen am Mont ausschüsse der Heeresbetriebe) abends 17 Uhr, Sophien- Säle, fag, den 9. Februar: Fachgruppe IIIb( it gestellten Sophienſtr. 17/18. Fachgruppe 14, Sefiion f( Eisenwaren, M . Röhren und Werkzeug Großhandel) abends 7%, Uhr, im Verbandsbureau, Belle- Alliance- Str. 7/10( Bericht über Zarif). Fachgruppe 15e( Bergmann- Konzern, Berlin und Rofenthal) Gewerkschaftskommission und Lebenshaltung. abends 7 hr. Rojenthaler of, ojenthaler Str. 11/12( Bortrag). Schaden zugefügt und zwar dadurch, daß die nur vorübergehend Genojie Start Bauer, Geschäftsführer des Zentralverbandes a grupe 17, Gettion Ila.( Tabalindustrie und handel) beabsichtigten starten Behinderungen, durch Bauzäune, Absperrungen der Angestellten, legt, um Irrtümer zu vermeiden, Wert darauf, abends 6 1hr, Musiker- Sale, Kaiser- Wilhelm- Str. 31. ufw. für längere Zeit beiäftigen. Ganz abgesehen davon, haben festzustellen, daß er in der letzten Sitzung der Gewerkschafts- große öffentliche Versammlung im Restaurant Zur Bierglode, BelleBuchbinderei Werkmeiiter. Montag, den 9. Februar, abends 5 Uhr, die Bewohner der Stadtteile, für welche die Bahnanlage in Frage fommission nicht anwesend war und demgemäß die in unserem Alliance- Straße. Bericht der Tariflommission. kommt, auch Anspruch darauf, daß ihre Bahn baldmöglichst fertig Bericht vom 5. Februar erwähnten Ausführungen nicht gemacht wird und sie nicht noch länger oder gar auf die Dauer hinter den hat. Dem Vernehmen nach seien diese Ausführungen von dem Berantw. für den redaktion. Teil: Artur Richter, Charlottenburg: für Anzeigen: Getverfichaftssekretär Bauer vom Kinoangestelltenverband gemacht waris- Buchdruckerei u. Berlaasanstalt Baul Singer u. Co. Berlin, Lindenft. 3. Th. Glode, Berlin. Verlag: Vorwärts- Berlag G. m. b. H., Berlin. Drud: BorBewohnern des Westens zurückstehen müssen. Hierzu 3 Beilagen. Sache aller in Frage kommenden Behörden wäre es, hier ver mittelnd einzugreifen, teils um dem Richterspruche Geltung zu ver schaffen, teils auch um ein für die Allgemeinheit bestimmtes Unternehmen zwecks Hebung der herrschenden Verkehrsnot zu fördern. worden. Lohnbewegung bei der Firma Ruhnke. Der Zentralverband der Angestellten teilt uns zu der Er. widerung der Firma Rubnfe in der Sonnabend Morgenausgabe des„ Vorwärts" mit, daß dieselbe ganz und gar nicht den Tatfachen entspreche, und stellt fest: 1. Die Firma Nuhnte war in der letzten Verhandlung nicht bereit, dem kaufmännischen weiblichen Perfonal ein den heutigen schweren Zeiten entsprechendes Gehalt zu gewähren. Bevorstehender Streit in der Filmindustrie? Im gesamten Film- und Ainogewerbe droht es zu einem Lohntampf zu kommen. Bereits seit Monaten wird von der Organisation des Film- und Sinopersonals, die sämtliche Band- und Kopfarbeiter des Faches umfaßt, der Deutschen Filmgewerkschaft 2. Aus dem Angebot der Firma geht deutlich hervor, daß man versucht, Zwietracht in die Reihen der Angestellten zu säen Bentralverband der Film- und Kinsangehörigen mit den durch Gewährung höherer Gehälter an einzelne Angeftelte. Arbeitgebern um eine 100prozentige Lohnerhöhung verhandelt. 3. Der Arbeiterausschuß steht nicht gefchloffen hinter den MaßTropdem das Films und Kinogewerbe eine beispiellose Hochton- nahmen der Firma Ruhnke, sondern nur die Ausiaußmitglieder der A.WERTHEIM: Kleider- und Seidenstoffe Karos für Kinderkleider und Röcke, 3300 doppeltbreit.... Meter Reinwollener Cheviot, schwarz, ca. 120 cm breit......... Meter 6500 Reinwollener Diagonal, 9300 in modernen Farben.. .Meter Blusenseide, dunkel gestreift und kariert.... Meter 22.00 Schleierstoffe, bunt bedruckt, 4800 ca 100 cm breit ..Meter Bastseide, naturfarbig, ca. 85 cm breit.... .Meter 59.⁰⁰ China- Krepp, schwarz, ca. 100cm 7500 breit... Aufrut! Das Weib! 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