Nr. 220 Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste fär 1894 unter Nr. 6919. Vorwürts areffe 11. Jahrg Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 21. September 1894. Expedition: SW. 19, 33euth- Straße 3. Arbeiter! Partetgenossen! Vartetgenossen! Trinkt kein Trinkt kein boykottirtes Bier! Abonnements Einladung. Wir ersuchen alle unsere Freunde und Genossen, nach Kräften für die Erweiterung unseres Abonnentenkreises thätig zu sein. Es ist das eine Parteipflicht. Die Hauptfiärte einer Partei liegt in ihrer Presse je mehr Leser ein Blatt hat, desto größere Macht hat es, und je größer die Macht der Parteipresse, desto größer die Macht der Partei. Wer dem Partei Organ neue Leser zuführt, stärkt fonach die Partei. Die Unternehmer- Verbände. " Steinmann Bucher( Schmoller's Jahrbuch XV S. 513) unum wunden zu, indem er ausführt: Es ist nicht zu leugnen, daß Das Thema der Unternehmer- Verbände, der Ringe, Kartelle, die Kartellbewegung viele Berührungspunkte mit dem Sozialismus Syndikate und Trusts ist in der letzten Zeit besonders aktuell hat, ja demselben eigentlich vorarbeitet. Die aufgeklärten Untergeworden. Nicht blos das drohende Betroleummonopol, sondern nehmer find sich dessen vollständig bewußt, daß wir dem Sozialismus auch deutsche Unternehmer Verbände, wie das Kali- Kartell, da3 entgegen gehen, ja daß wir ihm bereits angehören; denn die Rheinisch- Westfälische Kohlensyndikat andere schöne heutige Gesellschaft ist teine atomistische mehr, fie ruht vielmehr Verbindungen zu Nuh und Frommen des Unternehmer auf dem Grundsatz gemeinschaftlicher Verwaltung, und zwar profits, zur Beseitigung der Konkurrenz haben das nicht einmal mehr im kapitalistischen Sinne, denn es ist kein Augenmerk des Publikums auf diese interessante, fapitalistische Kapitalismus, wenn Gewerbebetriebe zum Zwecke der einheit Neubildung gelenkt. Selbst dem Kapitalisten beginnt zu grauen lichen Wirthschaftlichkeit einheitlich verwaltet werden, wenn ein vor der Entwickelung, die der moderne Kapitalismus genommen, Gewerbe sich als ein zusammengehöriges Ganzes betrachtet; und die auf nichts anderes hinausläuft, als den Einzelfapitalisten wohl wäre es aber ein tapitalistisches Unternehmen, wenn Mit dem 1. Oktober eröffnen wir ein neues Quartals- zu mediatisiren, seine Autonomie zu vernichten, seine individuelle irgend ein Kapital zum Zweck der Ausbeutung und ohne RückAbonnement auf den „ Vorwärts" Berliner Volksblatt mit der illustrirten Sonntags- Beilage Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 M. für das Quartal unter Nr. 6919.) ganze Wucht des Konkurrenzfampfes richtet. Aber unsere BourBedeutung auszulöschen. Gut, wenn er hoffen kann, für seine sicht weder auf den bisherigen Bestand der Einzelunternehmen, Person Beamter oder Pensionär des Kartells zu werden; schlimm, noch auf das Wohl der dabei betheiligten höheren und niedrigen doppelt schlimm, wenn er fürchten muß, vor den Augen der foalirten Arbeitskräfte ein Gewerbe auftauft und in den Einzelbesitz Unternehmer feine Gnade zu finden, wenn sich gegen ihn die überführt." Aber nicht bloß in entwickelungsgeschichtlicher Hinsicht, geoisie ist weit davon entfernt, in der Kartellbildung eine logische sondern auch für den einzelnen Unternehmer, für den Groß Weiterentwickelung der tapitalistischen Produktionsweise zu ers fapitalisten persönlich ist die Kartellifirung ein ökonomischer bliden, sie begreift es nicht, daß auf das sinnlose Wüthen der Fortschritt; freilich nur ein Fortschritt, der auf Kosten freien Konkurrenz, des Kampfes Aller gegen Alle mit Nothwendig- des selbständigen 3 wifchenhandels, des Kofu. keit der Waffenstillstand der Großproduzenten, ihre Vereinigung menten und Des Während Arbeiters geschieht. folgen muß, damit sie den Raub theilen können, den sie des erbitterten Konkurrenztampfes, der der Schließung eines durch die Vernichtung der Kleinen eingeheimst haben. Daher die Kartelles immer vorausgeht, hatte der Konsument die Beute flehentlichen Nuse aus den versinkenden Mittelschichten heraus eingeheimft; die unglaubliche Billigkeit aller Waaren ließ ihn in nach dem Einschreiten der Gesetzgebung, daher die Flucht Hals allen Tonarten die Segnungen der kapitalistischen Wirthschaft über Kopf unter die schützenden Fittiche des Staates... bes- preisen, und auch der Arbeiter fonnte, abgesehen von der entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 felben Staates, der durch Schutzölle, durch Tarifermäßigungen Beit der Krifen, etwas Luft schöpfen, weil er halbwegs die Kartellbildung selbst begünstigt hat, der durch lohnende Arbeit hatte, und gar mancher von ihnen eigene Antheilnahme au Produktions= und Verkaufs pries deshalb die Harmonie der Interessen zwischen Kapital und Nach Beendigung des Romans: Der Jude von Spindler, kartellen, wie dem Kali Kartell, diefen erst das mora- Arbeit. Aber kaum hatte sich der Ning der Unternehmer gewerden wir spätestens am 1. Oktober mit dem Abdruck der lische Rückgrat verleiht. Die Erfahrung Verschlossen, als er auch schon wie die Garotte den Hals des Konsu einigten Staaten könnte diese Leichtgläubigen belehren, daß die menten zusammenpreßte, damit er doppelt und dreifach die KriegsGesetzgebung, selbst wenn sie ehrlich wollte, was gar nicht an- fosten des Konkurrenzkampfes bezahle; als er sich auch beginnen, die uns mitten in die gewaltigste moderne Geschichts zunehmen ist, so lange Unternehmer und Söldlinge des Kapitals schon mit seiner ganzen brutalen Gewalt auf die Arbeiter Tragödie versetzen, und den Heldenkampf der Kommune, erzählt die Geseze machen, völlig ohnmächtig den Kartellen und Trusts stürzte, um deren Koalitionen zu sprengen, um fie in von einem der Kämpfer, an uns vorüberziehen lassen. Die Ueber- gegenüber ist, weil das Kapital noch immer Hinterthüren findet, immer drückendere Knechtschaft zu zwingen, um ihnen jedes setzung, aus der Feder Audorf's, des Dichters der Arbeiter- dem Gehege der Gesezesparagraphen zu entschlüpfen und Menschenrecht, jede individuelle Freiheit zu rauben. marseillaise, hat das ganze Leben des französischen Originals. als letzter Ausweg bleibt ja schließlich noch immer die Ron- Natürlich spielt sich unter solchen Umständen bei der KartellDen in Aussicht gestellten Roman, welcher die Ereignisse der solidirung" verschiedener Unternehmungen zu einer einzigen Aktien- bildung vieles hinter den Koulissen ab, und was wir über sie Märzrevolution, und namentlich der Volkserhebung gesellschaft in Gemäßheit der Gesetze. erfahren, ist nicht viel mehr, als was die Kartelle dem Publikum in Berlin behandelt, werden wir, um die Aktualität und das Für uns Sozialisten aber hat die Frage der Kartelle, ab- mitzutheilen für gut befinden. Viel mehr erfahren wir auch nicht Interesse zu erhöhen, erst im nächsten Frühjahr, also gewisser- gesehen von ihrer sozialpolitischen Seite, eine hohe praktische Be- aus der letzten Publikation des Vereins für Sozialpolitik,") maßen zu den Gedenktagen der vorgeführten deutung, weil in den Kartellen, dieser Ueberspitzung des Kapita- der e sich zur Aufgabe gesezt hat, auf seiner Ereignisse veröffentlichen eine Anordnung die sicherlich lismus, bereits die Negation des Kapitalismus, die Regelung diesjährigen Jahresversammlung in Naturgeschichte der Kartelle die Billigung unserer Leser finden wird. der Produktion auf einer höheren Stufenleiter als der zu machen. Die meisten darum angegangenen Unternehmer- Ver zunftmäßigen Organisation, geradezu die Vorstufe des Sozialismus bände weigerten sich, ihre Statuten zur Verfügung zu stellen angedeutet ist. Die Kartelle tragen in der That den Keim der Sozialifirung der Produktion in sich; das giebt selbst ein so*) Ueber die wirthschaftlichen Kartelle in Deutschland und Erinnerungen eines Kommunarden Die Redaktion und Expedition des in den •• „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Begeisterter kapitalistischer Anhänger der Startelle, wie im Auslande. Leipzig 1994. Dunder und Humblot. Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. 145 bare erobern mochte, schnitt er, nur um zu schaden, die vertraulich auf den Leib rückend:„ Schleicht man doch nicht töstlichen Belzverbrämungen der Frauenröde, wie auch die im Mittagsscheine zum Liebchen, und hättet Ihr wohl was herrlichen Sammetschauben der Vornehmen in Stücke. Besseres zu thun, als hier im Schlamm zu verderben Zeit Troß diesem eifrig betriebenen Geschäfte drang er doch und Masumme!"„ Halt's Maul, Jud!" raunte ihm der unaufhaltsam in einer geraden Richtung fort bis zum andere ergrimmt zu:" Scher' Dich Deiner Wege."-" Nichts Mainstrome, wo er mit dem Mittagsgeläute eintraf. An- da!" versetzte der Gescholtene:" Ihr werdet mir folgen in dächtig, wie alle Vorübergehenden, entblößte er den schwarz- den Knippling, und vernehmen allda, was sich begeben, oder und rauhbehaarten Kopf, und warf sich auf die Knie, die nichts haben von der Beut"." Brust klopfend und die Stirne bekreuzend, dann spie er" Verdammter Hund!" murrte der andere vor sich hin, " Ja doch!" erwiderte Regina lächelnd:„ dem ehrsamen verstohlen aus, und schlüpfte in eine von den Bretterschenken, und drehte sich aber um, dem Kerl zu folgen, der, wie ein Altbürgersohn Dagobert Frosch, wenn Dir etwa sein Name die, luftig und für den Augenblick erbaut, zum Besten Wiesel durch die Straßen dahin schoß, und sich nach mannignoch nicht bekannt sein sollte. Wir werden morgen ein ber Kaufleute am Ufer errichtet waren. In einem ver- fachem, wiederholtem Umschauen nach seinem Nachfolger, Ehepaar, und möchten im Vorgefühle einer glücklichen borgenen Winkel derselben verzehrte er haftig und gefräßig in das engste Gassengewinkel der Altstadt verlor. Zeit den Herold derselben belohnen, wenn er's nicht ver- den Knoblauch und das harte Brot, das er in der Tasche Hier, in einem Sackgäßlein, zu dem Jahr aus, Jahr schmäht." Verschmähen?" fragte der Fremde mit scharfem trug, und schlürfte dazu seine halbe Kanne schlechten ein tein Sonnenstrahl den Weg zu bahnen sich vermochte, Lächeln:„ Ein Bettelmann wirft nichts hinter die Thür, Weins, das Geld im Verborgenen überzählend, das er auf weil die eng an einanderstoßenden Ueberhänge der Häuser am wenigsten den Dank, den er nicht erwartet hätte von seinem Gewerbgange erobert. Nach kurzer Ruhe erhob jeden Luftzugang versperrten, hier stand, rechts und Eurem jungen Eheherrn. Ich werde kommen zum Schmaus, er sich wieder wie ein Fuchs vom Lager, strich am Herde links von düsteren Stiftsgebäuden eingefangen, eine und nicht alleine, hoffe ich. Ein Hochzeitsgeschenke soll vorüber, warf die ganze Pfefferbüchse auf ein Gericht von elende Schenke, zum Knippling genannt, im Munde mich begleiten, und Ihr werdet sein glücklich in Ewigkeit, Fischen, das dort in der Pfanne schmorte, stieß einen vor des Volks, und allerdings nicht allzu wohl berüchtigt, ob so Ihr's fromm und geduldig empfahen mögt. Valet, der Hütte stehenden, mit Wecken gefüllten Korb mit einem gleich im Herzen der Stadt belegen. Der Wirth, ein eis junge Braut." Mit diesen Worten war der Mensch mit schnellen Fußtritt in den Strom und verschwand innerhalb grauer Hagestolz, hatte es gleich von Aubeginn nicht dem klimpernden Beutel wie der Blih davon, und ließ dem Bereiche mehrerer Belthütten, die von einigen darauf abgesehen, eine klare, ehrliche Wirthschaft zu errichten Reginen allein, die über das seltsame Benehmen des Meisterinnen fahrender Töchter unfern Töchter unfern davon auf- und hatte nur die niederen Bürger an sich gezogen durch Fremdlings nicht genug sich wundern, es nicht genug be- geschlagen worden waren, und in welchen das lüderliche wohlfeil Getränke. Anfänglich hatte er auch ein Kupplerlächeln konnte. Während sie sich jedoch den Kopf ver- Herren- und Böbelgesindel seine Schwelgereien feierte, wesen in der Stille getrieben, und mancher Altbürger, wie gebens zerbrach, ruderte der Frembling mit schnell unterm Schutze der Meßfreiheit. Der Beutelschneider, aller auch mancher Chorherr des benachbarten Stifts hatte wohl arbeitenden Ellenbogen durch die menschenerfüllten Gassen, Wege und Stege in diesen Hütten der Ausschweifung wohl damals, bis an die Augen vermummt, unterm Schirm der unter schadenfrohem, heimlichem Lachen, und mit wild- bewußt, brachte schnell bei den üppigen Dirnen die Quasten finstern Nacht, des pfiffigen Brändlings Haus besucht; aber freudig klopfender Brust. Er stürzte sich in das dickste und Troddeln an, die er gestohlen, und die sie ihm seit der Rath die üble Wirthei ergattert, und der Stöcker, Boltsgedränge und entfaltete hier sein eigentlich Gewerbe. dreifach bezahlen mußten, nm ihrer unverschämten Eitel als Herr und Meister der fahrenden Weiber, bei hellem Mit scharfer, im Aermel verborgener Scheere schnitt er hier feit und ihres Sündenerwerbs willen. Der Handel fiel Tage die Dirnen aus dem Knippling getrieben hatte ins eine Geldtasche von einem Frauengürtel, dort einen Beutel glücklich aus, und im Davongehen stieß der Dieb auf Rosenthal unter seinen eignen Bannbereich,- seitdem von des Mannes Hüfte. Die goldenen Troddeln an den einen hageren Mann in bürgerlicher Tracht, der seinen hatte der vornehme stille Zuspruch aufgehört, und aus der Mäntel wurden häufig auf dieselbe Weise sein, Weg gegen die Belte zu nehmen schien. Wohin? wohin? der Bekanntschaft mit den Stiftsherren war für BrändKapuzen wo er, von anderen Augen gehütet, nicht das Kost- ledler Herr?" fragte der erstere halblaut, und dem Manne ling nur der Vortheil erwachsen, daß er ferner ungestört und " viel mag in diesen enthalten sein, was das Licht der, nach der vorliegenden Publikation die vereinigten Pinselfak riten] Also doch„ Reaktion"; doch eine Maßregel gegen die ntlichkeit zu scheuen hat, wie viel Material zu Anflagen in Nürnberg" sich unter anderem auch deshalb zusammen- weitere Vergrößerung der bereits ungesund großen Juduſtrieaus den§§ 128 und 129! Denn schon das magere, publizirte geschlossen haben, um den Forderungen der Arbeiter entgegen zentren", doch einiger Nußen für den Großgrundbesitz". Material, das dem Fachmann übrigens faum etwas zutreten, so wird man es als eine allgemeine Thatsache zugeben Mein Liebchen, was willst Du noch mehr? Mehr hatten Neues bringt, könnte zum Prüfstein des Befähigungsnachweises können, daß die Kartelle dazu beitragen, die Verhältnisse des wir selber kaum gesagt. Und es ist uns wirklich ein Räthsel, findiger Staatsanwälte werden. wenn es sich nicht um ge- Arbeiters, seine Lebenshaltung auf das dentbar niedrigste Niveau heime Verbindungen von Unternehmern handelte. Manche Kar- herabzudrücken, die Errungenschaften der modernen Arbeiter was mit dieser Bertheidigung eigentlich bezweckt ist. telle, so der Standard- Dil- Trust, der Wiskey- Trust, der Bueller- bewegung illusorisch zu machen. Aber wenn die Kartelle schon Aft nehmen wir noch insbesondere von der Erklärung, Trust u. a. m. sind geradezu mit mustergiltig organisirten, ges durch ihre ganze Organisation dem Sozialismus vorbauen, daß die Rückfahrkarten, die jetzt aufgehoben sind, einen heimen Räuberbanden zu vergleichen. Die Expropriation des indem sie den Kapitalismus unterminiren, so schweißen sie sittlichen Zweck hatten. Dem famosen Feldzug für Kleinbesizes, des Einzelkapitalisten wird mit allen Mitteln der auch wieder die Arbeiter ganz anders zusammen als Ordnung, Sitte und Religion ist das ein guter und Gaunerei und Hinterlift betrieben, mit raffinirter Grausamkeit wird die isolirten Einzelbetriebe. Dem Kartell, dem Unternehmer- würdiger Anfang! dem Konsumenten das Fell über die Ohren gezogen und mit perfider Verbande gegenüber erkennt es schließlich auch der rückständigste Unternehmerbrutalität wird der Arbeiter zum wirklichen Sklaven Arbeiter, der keiner Agitation vorher zugänglich gewesen war, Der Menschheit ganzer Jammer faßt uns an, des koalirten Kapitals gemacht. daß es einzig und allein das Kapital ist, das sie bedrückt, das wenn wir in der konservativen Presse das Gewinſel In allen Fällen ist es die Unmöglichkeit, bei maßloser Kon- Kapital, das nur noch Beamte und Arbeiter kennt, die allein alle um mangelnde Unterstützung seitens der Partei lesen. So furrenz Profite zu erzielen, die die Kartellifirungsbestrebungen ein- Funktionen der Produktion zu erfüllen haben, während es selbst bringt heute die„ Kreuz- Zeitung" auf der zweiten Seite( die erste leitete; die Abwehr der„ Arbeiterfrechheit", die gelegentlich sogar zur Produktion nichts mehr beiträgt, aber doch alle Profite ohne ist den„ liberalen Bundesgenossen" gewidmet, deren Königsau streiken wagt, ist ein weiteres Bindemittel; der gemeinsame die geringste Gegenleistung, ja ſelbſt ohne den äußeren Schein treue und christliche Gesinnung einem scharfen Reßergericht unterHaß fast aller Unternehmer gegen die klägliche soziale Gesetz- einer Unternehmerarbeit einheimst. gebung und schließlich die Berufsgenossenschaften tragen das ihre worfen werden) eine de- und wehmüthige Mahnung an die dazu bei, die Unternehmer einander näher zu rücken. Parteigenossen, sie möchten doch die konservativen Zeitungen unterstügen. Ja, wenn man unter den eigenen Bundesgenossen umstürzlerische Tendenzen entdeckt, und obendrein an der Abonnentenschwindsucht laborirt, weil den eigenen Parteigenossen das Opfer von ein paar Groschen des Quartal zu viel ist, dann kämpfe der Teufel gegen die vers Der wünschten Umsturzparteien". Wir können die Gefühle des Thräne des Mitleids. Und wer giebt einen Obolus? Die vorliegende Publikation bringt leider nur sehr geringes Material dazu bei, um die Frage zu erledigen, wie die Karte Politische Ueberlicht. die Konsumenten übervortheilten; die Publikation, die im allge " Berlin, den 20. September. meinen sehr fartellfreundlich gehalten ist, wendet sich vielmehr Herr Thielen läßt in der Presse seine Maßregel, die nur gegen die Auswüchse" der Unternehmer- Verbände, die Rüdfahrtarten der Arbeiter betreffend, vertheidigen. natürlich nur in Amerika anzutreffen sind, bei Leibe nicht bei E3 geschieht dies aber mit großem Ungeschick. uns in Deutschland. Herr Johannes 3 eller will bei der Be-„ Vorwärts" wird getadelt, daß er die Maßregel eine armien Hammersteinblattes begreifen, und widmen ihm eine handlung der Vereinigten Ultramarin- Fabriken" den Kon Riebesgabe an die Junter, eine verschämte Förderung der sumenten sogar glauben sogar glauben machen, daß er durch die Kartelle einen Vortheil erringe, weil nur der Zwischen Leibeigenschaft, eine Beschränkung der Freizügigkeit genannt handel einen Vortheil von billigen Preisen habe! hat. Und doch wird dies direkt und indirekt von dem Noch weniger freilich ist der Verein für Sozialpolitit" plumpen Vertheidiger eingestanden. Es heißt in seinem in seiner Publitation auf die soziale Seite der Kartellfrage Waschzettel: Der Starke ist am mächtigsten allein", lautet die weltschmerzliche Ueberschrift des letzten Leitartikels der Kreuz- Zeitung". Das spricht Bände. Ein Komiter ersten Ranges ist der konservative eingegangen; aber vielleicht findet dies noch seine Erledigung Einigen Nußen wird der Großgrundbesit in der bereits angekündigten prinzipiellen Auseinanderseßung gewisser Gegenden aus der Einschränkung des Triumvir von Manteuffel, der mit seinen Genossen über die Kartelle, mit der Stieda beauftragt worden ist. Ja Arbeiterrückfahrkartenwesens aieben, aber es von Hammerstein und von Kropatscheck die Geschicke jenes selbst die Arbeiterfrage ist so gut wie gar nicht berührt, nur fragt sich doch, ob man von einem ihm gewährten " Levy von Halle streift sie in seiner Bearbeitung der nord- Vortheil oder von der Aufhebung eines ihm früher wunderlichen Menschen- Konglomerats, genannt Konservaamerikanischen Unternehmer- Verbände. Die Trusts rühmen zugefügten Nachtheils sprechen soll. Nach unserer Meinung tive Partei" lenkt. Bei seiner, schon erwähnten Gast- Vorsich zwar, Den Arbeitern zu wesentlich besseren Bedürften Neuerungen, die berechtigte Sonderinterstellung in Erfurt hat er etliche bedeutende Leistungen voll dingungen verholfen zu haben; aber die Gegner essen verlegen, nur dann getroffen werden, wenn sie bracht. der Trusts erklären, daß der erfie Echritt der Trusts im allgemeinen Interesse nothwendig oder doch wünschenswerth Er hat erstens zu seiner und seiner Zuhörer vollsten stets sei, zahlreiche Arbeiter zu entlassen und im Anschluß daran, find. Es ist und das sollten doch gerade Berliner bürger- Zufriedenheit den Nachweis geliefert, daß die Königsberger infolge des erhöhten Angebotes der Reservearmee die Arbeits- liche Blätter nicht verkennen einfach unnatürlich, wenn der zeit zu erhöhen oder die Löhne und die Arbeitszeit zu Staat weit von den großen Industriezentren wohnende Personen Strafrede die biederen Junker gar nicht getroffen hat, und daß sie eigentlich eine Lobrede war zu dem Zwed, erniedrigen." Wenn das nun auch in Amerika nicht überall mit fünftlichen Mitteln nach diesen lockt, während in den der Fall ist in Pennsylvanien sind die vertrusteten Kohlen- Bentren selbst ein Mangel an Arbeitsgelegenheit bis zu einem die Edelſten der Nation zu dem neuen Kreuzzug ein Ruf, dem grubenbesitzer wahre Stlavenhalter- so ist das nur gewissen Grade fast immer vorhanden ist, jedenfalls jeden Augen- gegen die Umsturzparteien" aufzurufen Daraus zu erklären, daß man von den Arbeitern fürchtet, blick eintreten kann. Diese Praxis arbeitet geradezu auf das die Edelsten mit Vergnügen folgen, vorausgesezt, daß es fie fönuten in hellen Haufen zu den enragirtesten Trust sozialdemokratische Ideal die Anfüllung der Städte mit Ar- tüchtig Liebesgaben regnet, daß auch die Großtapis feinden, der demokratischen Partei übergehen. In Deutschland dagegen, beitslosen oder doch mit Personen mit unsicherem Verdienst- bin. ta listen zu den Umstürzlern gerechnet werden, und daß wo die Unternehmer und die Regierungen sich eins wissen in Der Zweck der an sich überaus löblichen Einrichtung der Ar- aus dem Fell der erlegten„ Umstürzler" hübsche Riemen ihrem Kampf gegen die Emanzipationsbestrebungen der Arbeiter, beiter- Rückfahrtkarten ist, den in den Städten ohnehin beja selbst gegen die Bestrebungen der Arbeiter ihre Lebenshaltung schäftigten, oder den ohnehin in der Nachbarschaft der Städte für die Herren Edelſten geschnitten werden. Und zweitens hat der konservative Spaßmacher zu noch zu verbessern, wo man ungenirt die Streits mit dem Polizei wohnenden Arbeitern das billigere, gesündere und fittlich zuträg* nüttel niederschlägt, sind die Wirkungen der Kartelle auf die lichere Wohnen außerhalb der Städte zu ermöglichen, nicht aber die größerer Zufriedenheit seines adligen Selbst und seiner adligen Verhältnisse der Arbeiter weit durchsichtiger. Hier macht man städtische Arbeit der auf dem Laude Wohnenden zu fördern Zuhörer den Nachweis geliefert, daß die konservative Partei tein Geheimniß daraus, daß sich Unternehmer zur Nieder- und dadurch die weitere Vergrößerung der bereits nicht blos die beste und vollkommenste aller vergangenen, drückung von Arbeiterforderungen verbinden, daß die Unter- ungesund großen Industriezentren be gegenwärtigen und zukünftigen Parteien, sondern auch die nehmer das unbestrittene Recht dazu haben, mißliebige Arbeiter günstigen. Der Zweck der großen Ausdehnung der Strecken, einigste und geschlossenfte ist sogar die sozialdemokratische wirthschaftlich zu ächten. Wie viel interessantes Material mögen die mit Arbeiterfahrkarten zurückgelegt werden können, war ein nicht ausgenommen". Wir danken für das Kompliment, gerade in Bezug auf diese Frage die geheimen Abmachungen sittlicher; dem Arbeiter sollte ermöglicht werden, den und Statuten der Kartelle enthalten! Das thatsächliche Ber- Sonntag in seiner Familie zuzubringen. Soweit die Strecken, möchten aber Herrn von Manteuffel bitten, ehe er es widerholt, uns ein tonservatives Programm auf auf den halten der Unternehmer giebt Fingerzeige, die deutlich genug sind. Die man jeßt ausfallen lassen will, in Betracht kommen, hat man und mit Legen den Herren Auf dem fünften internationalen Bergarbeiter Kongreß aber Tausende, wenn nicht Zehntausende, zum Verlassen ihrer Redaktionstisch wozu bisher die Kräfte fonnte Bunte jedenfalls mit voller Berechtigung ausführen: Familien während der sechs Wochentage verleitet, ohne ihnen Antisemiten abzurechnen, grausamer Weise wirken die Unternehmer gegen einen Sonntag in der Familie zu bieten. Denn der allzu weit dieser geschlossensten und einigsten aller Parteien nicht Arbeiter mit felbständiger Meinung; über jedem schwebt von der Arbeitsstätte wohnende Mann liegt zwischen Sonn- ausgereicht haben, obgleich die antisemitischen Führer" doch das Damoklesschwert des Hungertodes. Die Kartelle abend Abend und Montag früh zum großen Theil auf nur Demagogen sechsten und zehnten Ranges find. find das wirksame Mittel, einen mißliebigen der Eisenbahn, er kommt von der Fahrt übermüdet bei Arbeiter in Rheinland- Westfalen, ja selbst in seiner Familie an und muß sie verlassen, ehe er aus Die Entartung des Liberalismus zeigt sich so recht ganz Deutschland unmöglich zu machen." Und der gerastet ist. Ob er die furze, ihm zur Aussprache über deutlich in der Diskussion, die jetzt über den RichterBericht über die Bergarbeiterverhältnisse in Deutschland führte lassene Zeit dazu verwendet, ländliche Eindrücke auf sich Parisius'schen Programm- Entwurf stattfindet. aus:" Im Salzbergbau hat sich verhältnißmäßig früh die wirken zu lassen, oder ob er sie benut, Angehörige Meinungsverschiedenheiten," über welche die„ Freifinnige Monopolwirthschaft entwickelt. Auch hier ist der preußische und Nachbarn mit den in der Stadt erlangten Beitung" heute flagt, erstrecken sich auf Fragen wie das Fistus betheiligt und hat es nicht verhindert, daß den Salz Borstellungen zu erfüllen, sei dahingestellt. Jedenbergleuten im März 1893 die Gedinge im wesentlichen reduzirt falls find die so lebenden Arbeiter persönlich übler daran, als Verhältniß des Staats zur Kirche, und der Kirche wurden. Das Rheinisch Westfälische Kohlen selbst die in schlechten städtischen Quartieren hausenden, und zur Schule. Und sogar über die Aufgaben der Syndikat... greift bestimmend in die Fort volkswirthschaftlich bringt ihr Zuzug zu den industriellen Volksschule ist eine heftige Fehde entbrannt. ve beinifde bit in und iſt eine heftige " Alles bildung der Verhältnisse der Bergarbeiter Arbeiterstädten dort Schaden, hier feinen Nußen. Muß man Fragen, in bezug auf die, so lange der Liberalismus noch zu den Bergwerken ein. Er hat schon eine Förder- bei dieser Sachlage dem Plane des preußischen Eisenbahn- Lebenskraft und Prinzipien hatte, völlige Einstimmigkeit einschränkung von in Summa 20 pCt. diftirt. Troß der ministers zustimmen, so darf man hoffen, daß die Regierenden herrschte. Und jetzt kann selbst der idealere, forts theilweisen Erhöhung der Kohlenpreise hat aus dem Falle eine Lehre ziehen. Mißlich, das geben wir zu, geschrittenere Theil der Liberalen, an dessen Willen, ein der feste Zusammenschluß der Bechen doch eine bleibt es immer, solche Einrichtungen, die sich den Augen der ordentliches Programm zu schaffen, wir nicht zweifeln Verringerung der Löhne durchseßen tönnen, Masse eben doch als Vergünstigungen darstellen, wieder abwas bei der freien Konkurrenz nicht so gut durchzuzuschaffen. Es empfiehlt sich darum fünftig die peinlichste dürfen, über diese einfachsten aller Fragen, die für keinen führen gewesen wäre. Und selten gelingt es den einmal Prüfung der möglichen Wirkungen, ehe man soziale Ideen in konsequenten und logischen Menschen mehr Fragen sind, zu abgelegten Bergleuten, jetzt wieder Arbeit auf den Praxis umsetzt. Nur durch Vorsicht vermindert sich die Noth feiner Einigung gelangen. Gruben zit erlangen." Erwähnt man dann noch, daß wendigkeit ,,, Reaktion" zu treiben. In " -" zu Die Trotzdem wird ein„ Programm" irgend welcher Art auf dem Grund und Boden des Kapitels verweilen durfte. Papstes Hand den Kelch stiehlt, wenn man's haben will." die Hand der Braut, soll er doch nicht gewinnen ihren Bon Stund' an hatte sich auch nichts Unredliches vom Herrlich, beim Blig und Strahl!" jubelte der Horn Leib. Ich schlachte ihn am Hochzeitsschmause mit seinem Knippling weiter hören lassen, aber rechtliche Leute mieden berger Veit, Reifenbergers Begleiter: Siebzig Knechte Ette, und will nichts weiter dafür, Herr von Leuenberg; beständig die Spelunke, in welcher nach wie vor nur spar- haben wir im Gefolge und rings in Feld und Acker auf aber ich will lahm werden wie ein Hund, wenn sie nicht samer Böbeltroß, oder arme Meßkrämer, oder liftige Meß gestellt, die alle vor Begierde brennen, sich an den hoch die Ersten sind, die da kriegen den Talles. Ich hab's ges gauner ihre Einkehr hielten. In dieses finstere Haus müthigen Ellenreitern zu rächen, die sie herrenlos gemacht." schworen, Ihr Herren, und halten will ich's, bei Gott!" traten die beiden Kumpane, begrüßten den gähnenden Wirth Gott sei Lob und Dank;" ließ sich der Reifenberger Den jungen Frosch! den alten Sünder daneben?" fiel wie einen alten Bekannten und begaben sich in die kleine vernehmen, so dürfen wir doch hoffen, unserm armen Leuenberg wild ein: Vortrefflich! das bewegt mich, und gewölbte Stube, in welcher zwei andere Männer an einem Bechtram eine Todtenfeier zu halten, bei welcher die Frant- bringt mich zu allem. Am Hochzeitstag? Drauf und dran! schmutzigen Brettspiele saßen. Ho!" rief der Gefährte furter Geisel- und Römerfahrt, das große Sterben und die Bei dem blut'gen Hochzeitsmahl tanz ich mit meiner Sie haben's des Beutelschneiders: Da tomme ich ja zur guten Stunde: Gräuel der Judenschlacht vergessen sollen. Sagt aber, Ihr Grete den Kehraus und mit Wallraden. " In Gottesnamen! wie Ihr wollt!" Schou da, Namensvetter? Grüß Dich Gott, und auch Dich Freunde, wann soll's beginnen?" Morgen!" fiel Bodick um mich verdient!" Bruder Reifenberg!" Das Brettspiel flog nach diesen hastig ein: Morgen, edle Herren, und nicht früher, und ftimmte Hornberg ein. Je früher es an's Gemezel geht, " Hoho!" riefen die Andern: Friedrich! je freudiger schlage ich zu." An' gut," meinte der Worten unter den Tisch, die Dreie schüttelten sich die nicht später." Hände und umarmten sich wie alte Freunde. Der Vierte, Dir funkeln schon die Finger nach der Plünderung; aber Reifenberger: 3 will aber doch beredet sein, wie wir's Der schwarzborstige Diebesgeselle, stand daneben, rieb die so schnell wird's nicht sein können."" Gott soll mir vollführen, denn Kopf und Fuß muß eine Sache von dieser Hände und lachte wie ein Satan. Der Eine der Fremden helfen;" betheuerte der Jude: entweder morgen, und Wichtigkeit haben, das begreift Ihr wohl. Laßt uns sah sich nach ihm um, und sprach: Du auch hier, ich bin dabei, oder nicht morgen, und ich ziehe ab meine darum überlegen, wie's am besten anzufangen ist, und in's Bathchen? Herrlich! ein ganzes Nest zünftiger Vögel. Hand." Dummer Hecht!" versetzte der Leuenberg, hier Reine bringen, wo und wann der Angriff statt zu finden Wein her, Brändling! Wein! und nun rund um den Tisch, können wir nicht ohne Dich sein, Du sollst uns den Böbel hat; wo zu sengen und zu plündern, wie die Beute dann Ihr Lente, und aufgethau den Schnabel, und erzählt, wie aufheben lassen, daß er an dem Spiele Theil nehme, Du zu theilen ist." Der lange Zodid mag zuerst sein es hier steht. Friedrich! mach Du den Anfang, denn in sollst uns zu den Riften und Kästen der Reichen führen, Echerflein anbringen," sprach der Leuenberg, er fennt Deinen Augen.... Donner und Pestilenz! da wetter- und uns zeigen, welches Haus früher brennen muß, als hier Zeit und Ort am besten, und sein eigener Vortheil Leuchtet es, wie unter den Brauen des Teufels!" das andere."„ Das will ich!" versicherte Zodick, aber ist's, führt er uns gut und zur gelegenen Stunde." " " " -W " Brändling schleppte, auf leisen Socken schleichend, einige ich will verkrummen und schwarz werden wie die Nacht, Mir recht!" antwortete Bodick: ich will Euch vers Rannen herbei, empfahl seinen Gästen Behutsamkeit und so ich's anders thue, denn morgen. Ich will nicht haben schmusen, wie ich mir's hab' gedacht. Erlaubt jedoch, daß heimlich Gespräch, und ging, um an der Thüre Wache zu umsonst mich gestürzt in die Gefahr des Todes, denn auf ich zuvor werfe die roßhaarne Haube und' s Pflaster vom halten, daß sie nicht überfallen würden von ungebetenen diesen Gassen liegt der Strick für meinen Hals; Kopf. Die Stirne glüht mir darunter wie ein Ofen." Gefährten.ich will Euch befriedigen die Lust nach Geld, und die Lust Indem er davon redete, hatte er auch die täuschende Ver Zodick: ' s ist alles reif," begann Bodid: reif, als mir Gott nach Rache!" Geld und Rache!" rief Hornberg: bei hüllung vom Haupte geriffen und sein rothes struppiges soll helfen im Sterben. Alle die, die einft gedient haben Donner und Strahl! der Jude, Friedrich, wollt' ich Haar, wie das blasse, zernagte und zerstörte Gesicht zu unter dem trunknen Marten, alle, die bis jego eutgangen sagen hat Recht. Jft's denn nicht auch unsere Loosung? Tage gefördert. Indessen bemerkte Reifenberg, der nach find dem Blutgerichte, sind hie, und vertheilt in den Erd- Geld für uns! Rache für Bechtrams Hentertod!" dem Fenster blickte, vor demselben einen Mann, der durch hütten und schlechten Bayes auf dem Klapperfeld und dem Ganz recht!" polterte Leuenberg: die Best auf die Frank die Scheiben glotte, als suchten seine Augen einen BeFischerfeld. Ich steh' für sie ein, mit Gut und Blut. Sie furter und der rothe Hahn auf ihre Häuser; aber noch ein kannten in der Stube. Die Mummerei vor's Gesicht!" " Ber- raunte er dem Juden, der davon nichts gewahr geworden zittern nicht, fie zagen nicht. Als ich ihnen fag: Stoßt mal: nichts übereilt! Vorsicht; Ihr Freunde!" zu! so stoßen sie auf den Fleck, bis er nichts mehr fühlt." säumen wir's um einen Tag," erläuterte Bodick, so gehen war, zu, und gab ihm einen bedeutungsvollen Wink. Zodick - Die zwanzig angeworbenen Söldner sind ebenfalls um die reichsten Niederländer fort, denn schon stehen leer ihre fab sich rasch um, und gewahrte noch den Mann, der so die Stadt herum versteckt," setzte der Lenenberger, Zodicks Gewölbe und voll find ihre Raften; zaudern wir, so geht eben von Brändling bemerkt und angerufen worden war. Gott soll mir helfen, wenn mich der tennt;" sprach Kumpan, hinzu: tüchtige Leute, ein wahres Mord- für mich verloren das höchste Glück der Nache. Mein Feind, " " gejindel, das den Pfaffen am Altar ermordet, und aus des der junge Frosch, macht morgen Hochzeit. Hat er gewonnen er gleichgiltig und lächelnd zu dem Reifenberg: Ich kenn' nur bestätigen und den Arbeitern Frankreichs als unerläßliche Mittel des Heils empfehlen: Eu stande kommen. Freilich, es wird für die Katze" sein. I schwarms abgegraft haben, wollen sie nun ihr Hauptquartier kann die Arbeite partei die Beschlüffe ihrer früheren Kongresse Die liberale Partei der fortschrittlichen wie der national nach Offenbach- Frankfurt verlegen. liberalen Spielartist eben nur noch ein Leichnam, und Leichname werden durch kein Programm ins Leben zurückgeführt.Wo unsere Genossen sie besorgen und aufheben werden. 1. Die gewertschaftliche oder korporative Desterreichische Zensur. In dem fürzlich erschienenen Organisation bebufs des Schubes ihrer un statistischen Jahrbuch der Stadt Wien für 1892 findet sich mittelbaren Jntereffen, Freifinniger Humor. Herr Richter wirft den Barth, unter anderem interessanten Material auch eine statistische 2. die politische Organisation zur Erobe Ridert und Genossen Grundfaglosigkeit" vor. Und der Zusammenstellung der im Jahre 1892 vom kaiserlich- könig- rung der Staatsmacht zur endgiltigen Be Nämliche hat entdeckt, daß die Sozialdemokraten ihr Pro- lichen Landgerichte in Wien bestätigten Beschlagnahmen von freiung der Arbeit wie der Gesellschaft. gramm aufgeben, weil ein Agitator einmal gesagt hat, es Druckschriften. Es wurden überhaupt 249 Druckschriften Die Lorbeeren Crispi's lassen den Casimir fei nicht flug, den Bauern Knall und Fall zu sagen, sie beschlagnahmt, am meisten im April 37 und Mai Perier nicht schlafen. Auf einem Banket in Chateaumüßten expropriirt werden. Herr Eugen bereitet wohl eine 33 ( auf die Wiener Zensur scheint somit der Früh- dun, wo zum Sindenken an die bekannten Kämpfe während neue Zukunftstaatsrede vor? Zunächst wird er allerdings ling ganz eigenthümlich zu wirken), am wenigsten im De- des deutschfranzosischen Krieges allerhand patriotische Festfroh sein müssen, wenn er in Eisenach mit einer Gegen- zember- 13( der milden und friedseligen Weihnachts- lichkeiten stattfinden, hielt Herr Perier gestern eine Rede, wartsrede glücklich durchkommt. stimmung kann sich selbst die Polizei nicht ganz entziehen.) Die in der er u. A. sagte: und der Zum Swinemünder Skandal erfahren wir, daß die Beschlagnahme betraf 197 inländische, 9 ausländische und Indem die Regierung das Vertrauen zu der Demokratie zu Nachricht, die Sache sei dem Kaiser vorgelegt worden und 43 nichtperiodische Druckschriften, also Bücher, Broschüren zc. erhalten und die Mitarbeit aller guten Bürger zu dieser habe strenge Bestrafung der Schuldigen versprochen, Auch hinsichtlich der Häufigkeit der Beschlagnahme sind ganz gewinnen strebt, wird sie die wesentlichen Rechte, die ihre jeder Begründung ermangelt. Wir hatten das interessante Daten mitgetheilt. Imal beschlagnahmt wurden Macht gewährt, auszuüben und getreu den Traditionen Frankreichs der Sache des Fortschrittes gleich gedacht. Gegen den Militarismus giebt es nur eine 26, 2mal 6, 3mal 7, 4mal 4, 5mal 5, 6mal 2, 7mal 3 Bivilisation zu dienen wissen. Ich rufe Alle, Hilfe die Selbhilfe. Selbsthilfe in der Form, daß u. f. f., 16mal 1 und 1 sogar 24mal, was durchschnittlich die Frankreich lieben, auf, die Republik zu einem Geweinwesen man Uebergriffe des Militärs sich nicht gefallen läßt. Und alle 14 Tage einmal macht. Es wird nicht gesagt, welcher zu machen, in welchem der Drang zum Guten die Worte Selbsthilfe in der Form, daß das Bürgerthum mit aller Parteirichtung diese letzteren von der Polizeigunst so über- und Handlungen eingiebt. Bergeffen wir allen alten Kraft daran geht, den Militarismus von Grund reichlich bedachten Blätter angehören, es ist aber selbstver- 3wist und vergangenen Streit. Alle haben hier vor aus zu beseitigen. ständlich, daß es der Sozialismus ist, der diese Anziehungs- 24 Jahren gefämpft die Republit fordert alle ihre Söhne auf, sich die Hand zu reichen zum Werk kraft ausübt. des Friedens und des gesellschaftlichen FortDer Anarchismus und die Regierungen. Man schritts." telegraphirt aus Pest: So spricht der Mann der Ausnahmegeseze! Im auswärtigen Ausschuß der ungarischen Dele. Der Urheber der Knebelakte gegen das Prole= gation erwiderte Graf Kalnoky auf die Frage des Refe tariat! Der Lieferant der trockenen Guillotine". tenten Dr. Falk, ob irgendwoher eine Anregung zu einer inter- Unverschämter hat selbst Crispi in Neapel nicht geheuchelt nationalen Vereinbarung zur Bekämpfung des Anarchismus und gelogen! erfolgt sei, daß er die Frage mit einem einfachen Nein beant worten fönne. Es sei mehr von der öffentlichen Meinung als unter den Belgien. Minister Bernaert, der von neutraler Seite Regierungen der Wunsch nach einer derartigen Aktion ausgesprochen zu einer Diskussion über den Sozialismus eingeladen ward, worden. Bei den Regierungen herrsche die Ansicht vor, daß auf hat abgelehnt mit der Begründung, er habe sich in der legislatorischem Wege eine gemeinsame Aftion nicht zu ftande Kammer schon genügend ausgesprochen. Das ist Unsinn. tame. Jeder Staat habe unter Fühlungnahme mit den übrigen Das einzige Mal, daß Herr Bernaert in der Kammer von Staaten die nach seiner Gesetzgebung zulässigen Maßnahmen zu Sozialismus sprach, war, als er sich den 2odspiel treffen, was eine erständigung auf adminiſtrativem und poli- Bour baig von den Rockschößen zu schütteln suchte. zeilichem Wege allerdings nicht ausschließe. gerade wie Phantasie( von Halbirren) und Absicht( von Lockspiteln und deren Patronen) wirkliche Verbrechen erlernt und nichts vergessen? Also administrative und Polizeimaßregeln? Nichts ge- Damals bewies er, daß er vom Sozialismus nichts verstand. Und durch seine jezige Weigerung beweist er, daß zeugen, die dem Tagesbedürfniß gemäß auf den Namen Aner seitdem nichts gelernt hat. Apropos, das Hauptarchismus getauft werden. Griechische Zustände. Ein Telegramm aus A then Bourgeoisblatt Belgiens, die Independance Belge", be vom gestrigen Tage besagt: So lange der Militarismus besteht, wird das bürgerliche Element dem militärischen untergeordnet sein, und jemehr der Militarismus zunimmt und unter der Herr schaft des Kapitalismus muß er fortwährend wachsen desto schlimnier für das Bürgerthum. Freilich unser Bürgerthum wird nichts Ernsthaftes unternehmen. Es macht dann und wann eine Faust im Sack, schimpft auch einmal füchtig - im Ganzen aber läßt es die Dinge gehen, wie fie gehen. Die Hilfe mnß von anderer Seite fommen. Auch die Marienburger Anarchisterei war eitel Wind und Räubergeschichte. Ein Husar, Namens Kowalski, wurde eines gemeinen Verbrechens wegen verhaftet, und daraus hat Phantafie und Absicht die Anarchisterei gemacht Gute Bergleute. Die sächsischen Ordnungsparteiler, Die Bande des Briganten Papafyrikopoulo bemächtigte sich hauptet, die Sozialisten Brüffels hätten den Kompromiß Behörden und Grubenbesitzer mit eingeschlossen, haben, bei Lamia eines Wagens, in welchem sich der General. mit den Liberalen deshalb abgelehnt, weil die Führer nicht wie wir bereits mitgetheilt, nach halbjähriger Broturator, ein Untersuchungsrichter und zwei gewählt sein wollten. Sie fürchteten nämlich, bei den Anstrengung 7224 Berglente gefunden, die durch Gerichtsschreiber befanden. Die Räuber verwundeten den Kammerdebatten von den Bernaert und Genossen in die cine servile Petition an die Regierung gegen das General- Prokurator und nahmen alle Insassen des Wagens als Pfanne gehauen zu werden. Wohl wie die deutschen Sozia Vorgehen der Klaffenbewußten Grubenarbeiter pro- Gefangene mit in die Berge. Drei Berittene, welche den Wagen listen von den Bachem, Richter u. Komp.? testirten. Nun beträgt aber die Zahl der Bergleute in begleitet hatten, alarmirten alsbald eine in der Umgegend befind Durch königliches Dekret sind die Kammern aufgelöft, Sachsen 29 115. Es hat also nur ein Drittel fich liche Truppenabtheilung, welche innerhalb einer Stunde die Bande und die Neuwahlen auf grund des revidirten Wahlgesetzes einschüchtern laffen. Die übrigen zwei Drittel, d. h. General Proturator, verwundeten den Unterumzingelte. Die Räuber tödteten hierauf den für den 14. Oktober anberaumt worden. B die überwältigende Mehrheit, hat sich den Ordnungsparteilern fu chungsrichter schwer und suchten zu entkommen. Amerika. Die demokratische Partei der Ver. unzugänglich gezeigt. Statt eines Triumphs haben diese Sie wurden jedoch alle getödtet. Die Leichen des General- einigten Staaten hat in Columbus( Dhio) ihre Biedermänner sich also eine gesunde Niederlage Prokurators und der Briganten wurden nach Lamia gebracht.- Convention"( Parteitag) abgehalten und ihren Aufruf für geholt. Eine Sympathie- Kundgebung für Liebknecht. Die Herbstwahlen erlassen. Ueber den Aufruf meldet der Nicht reif für das Irrenhaus will Herr Man schreibt uns aus Paris unterm 19. September: Telegraph: Dr. Förster, Reichstags- Abgeordneter, sein. Er sei an Der zur Arbeiterpartei gehörige sozialrevolutionäre Verband Derfelbe spricht der Verwaltung Clevelands Lob aus, erklärt dem verrückten antisemitischen Programm unschuldig, das des 6. Bezirkes- L'Union socialiste révolutionnaire du 6. arron- ben Protektionismus für Betrügerei, erkennt die Vortheile der wir neulich veröffentlichten. Nun, wir nehmen von der dissement wie der Titel lautet, hat auf die von den hie- bereits vorgenommenen Tarifherabseßungen an und empfiehlt figen Polizei und Regierungsblättern in Szene gesetzte Liebknecht solche Herabsehung bis zur völligen Aufhebung der Schutzzölle; Erklärung Att. Das Programm, oder richtiger der Programm- Heße mit der folgenden, in seiner Sigung vom 14. d. gefaßten derfelbe verlangt weiter freie Silberprägung im Verhältniß von Entwurf besteht aber. Resolution geantwortet: 16: 1 und Senatorenwahl durch allgemeine direkte Abstimmung. Ein abgesetter König ist Herr Böck el. Er, der Seine internationale Ueberzeugung gegen den Militarismus, Der Aufruf gilt als eine Verurtheilung der Stellung des Senators einzige Antisemit, der, dank seiner sozialdemokratischen den Krieg und die unsauberen Gesellen der kosmopolitischen von Ohio zur Tarifvorlage. Jugendverirrung", etwas Nationalökonomie versteht, wurde hohen Finanz( les tripoteurs de la haute banque cosmopolite) China- Japan. Die Seeschlacht des 16. September bekräftigend, sendet der sozialrevolutionäre Verband des 6. Beam vorigen Sonntag in einem hessischen Dorfe Langgöus girles dem Bürger Liebknecht, sozialistischer Abgeordneter scheint sehr blutig gewesen zu sein. Ein Telegramm aus auf einem Bauerntage" so übel traktirt, daß er, der im Reichstag, gelegentlich der Berleumdungen, deren Ziel er Shanghai( China) giebt den Verlust der Chinesen auf 1500, Bauernfönig", die Krone freiwillig hinwarf und unter den seitens des Jour" und anderer Reptilblätter geworden, die Ver- der Japanesen auf 1000 Mann an. Verschiedene Schiffe höhnischen Zurufen seiner glücklicheren Konkurrenten, die sicherung seiner vollen Sympathie. Es lebe die Arbeiterpartei! gingen auf beiden Seiten verloren. Die Chinesen behaupten nun an dem freilich nicht mehr sehr vollen- Suppen- Gs lebe die Internationale!- Auf ein solches Resultat ihrer aber, ihren Zweck erreicht und Truppen gelandet zu topf fizzen, seinen Austritt aus der von ihm gegründeten Begeiferung haben wohl die Charles Laurent, Hébrands und haben. antisemitischen Reformpartei ankündigte. Und auch sofort Konsorten nicht gerechnet. verduftete. So wird einer dieser ,, Führer" von dem anderen abgethan. · # schießen zu lassen. Parteinachrichten. Der Kongreß in Nantes. Die hochbedeutsame Resolution, betreffend die Streits, hat folgenden Wäre der Mann nicht- Böckel, man könnte wahr Wortlaut: Parteipresse. Umgestoßen wurde ein in einer früheren haftig Mitleid mit ihm empfinden. Nachdem die mittelDie Arbeiterpartei, d. i. der Klassenbewußte und organisirte Versammlung in Hamburg gefaßter Beschluß, nach welchem deutschen Herren Antisemiten die Marburger und Gießener Theil des Proletariats, sieht und hat in den Streits nie etwas das Hamburger Echo" vom 1. Oftober ab als Abendblatt Gegend mit der Gewissenhaftigkeit eines Heuschrecken der auf dem Interessen- und Klassenwiderstreit beruhenden tapi- der sozialdemokratischen Wahlvereine Hamburgs, die am 14. d. M. Gegend mit der Gewissenhaftigkeit eines Heuschrecken anderes gesehen, als die natürlichen und nothwendigen Folgen erscheinen sollte. In einer kombinirten Mitgliederversammlung talistischen Gesellschaft. stattfand, wurde nach eingehender Diskussion beschlossen, es bei ihn doch auch nicht: aber Vorsicht ist recht, und ich will Die zwischen der Arbeit und dem Rapital ausbrechenden dem bisherigen, dem Morgenblatt zu belassen. Eine per darauf halten." Er stülpte die Haarhaube auf den Kopf, Konflikte sind eine Offenbarung und die gleichzeitige Ver- Atklamation vorgenommene Abstimmung wurde von beiden Par und schlich mit den andern an die Thüre der Stube, um urtheilung der wirthschaftlichen Unordnung, die man uns teien angefochten; es mußte deshalb zur Abstimmung per Stimm zu horchen, wer wohl eigentlich der Fremde sei, und was als die Ordnung par excellence aufdrängen möchte. settel geschritten werden. Mit 489 gegen 391 Stimmen wurde Der Sozialismus treibt zu teinen Streit 3. schließlich das obige Resultat erzielt. er hier begehre. Sie vernahmen alsobald auch BrändEr provozirt sie nicht, weil selbst da, wo sie ausnahmsweise ibr Wir können diesen Umschwung nur begrüßen, es liegt lings Rede, die sich also vernehmen ließ:„ Ei, ei, Meister Biel erreichen, sie die Arbeiter in ihrer Stellung als Proletarier im Interesse der Leser und der Partei, daß Parteiblätter, Freudenberger! Seit wann ist es denn Sitte, ungebeten in und Lohnarbeiter fortbestehen lassen. Aber er rechnet mit ihnen denen durch die bürgerliche Preffe eine, was Nachrichten, Dedie Zechstube zu schauen, und zu hören, was die Gäste als mit einer Sache, die sein Verhalten und seine Pflichten be- peschendienst u. f. w. anlangt, so gefährliche Konkurrenz darin verhandeln?"- Seid nur nicht böse, Brändling;" stimmt. gegenübersteht, wie dies in Berlin und Hamburg der Fall, alles erwiderte der Fremde: Ich hab' nur einen Augenblick Niemand kann daran denken, den Arbeitern den Streit zu aufbieten, um dieser die Stange zu halten. hineingeschauen, um zu sehen, ob Ihr daheim, und gehorcht untersagen, weil er, wenn auch eine noch so ungenügende Waffe, Für das Rostocker Parteis Organ( Mecklenburger hab' ich vollends nicht. Ihr wißt, mich kennen die Schenken doch die einzige ist, die sie unter dem heutigen wirthschaftlichen Boltsstimme") bewilligte dieselbe Versammlung 1800-2000 M., nicht viel. Meine Einkehr gilt Euch; ich habe noch aus Regime zur Vertheidigung ihres Erwerbs und ihrer Würde die zur Anstellung eines Redakteurs dienen sollen; ferner sollen Eurem Hause ein paar Schillinge zu fordern für Schuh- haben. Sie vom Streik abzulenken, hieße sie entblößen vor dem 1000 M. zur Anschaffung eines Gasmotors leihweise den arbeit, und möchte Euch bitten, mir das längst Schuldige Unternehmerthum, ermuthigt, seiner Ausbeutungsgier die Zügel Rostocker Genossen verabfolgt werden. Konstatirt wurde, daß das Blatt bereits mit 1500 m. vom Parteivorstand, mit 1000 DOR zu zahlen, weil ich Leder zur Messe kaufen muß." Ho!" Unsere Pflicht ist es vielmehr, überall, wo ein Konflikt zu den Hamburger und Lübecker und mit 500 M. von den Rostocker entgegnete Brändling grob, während seine Hände ver- Tage tritt, die Vertheidigung der Streifenden zu übernehmen. Genossen unterstützt worden ist. Es wurde hervorgehoben, daß, gebens in den leeren Taschen nach Münze suchten: der Je weniger wir Streitanstifter sind, desto mehr haben wir den da in Mecklenburg, außer in der Wahlzeit, fast jede mündliche Bettel wird doch noch gut bei mir stehen, Meister Freuden- Arbeitern beizustehen, die sich gezwungen sehen, sich einer un- Agitation unterbleiben müsse, es unbedingt nöthig sei, die Presse aufrecht zu erhalten. Hoffentlich ist die Unterstützung eine berger? Ihr seid ein unhöflicher Mahner, so süß Ihr erträglich gewordenen Arbeit zu entziehen. Ein ungleiches und theilweises Mittel der Vertheidi- fruchtbringende. auch Eure Worte vorbringt, und kommt täglich zweimal, Unser Kölner Partei Organ, die Rheinische wie der Hunger. Seht Euch doch hinein in die Stube, gung innerhalb der heutigen Gesellschaft, fann der Streit, und fauft die kleine Schuld vom Kerbholz ab. Euch Schuch- felbft verallgemeinert, um desto weniger das Werkzeug der Be 3eitung", wird vom 1. Oftober an regelmäßig jeden Freitag freiung der Arbeiterklasse sein. neben ihrer täglichen Ausgabe in einer Wochenausgabe erscheinen. worten tömmt ja ohnehin selten genug ein Glas Wein in Den Generalstreit vorbereiten, hieße das Der Preis beträgt 90 Pf. pro Vierteljahr. Um zu erfahren, ob das die trockene Gurgel." Jch trinke nicht bei Euch, lieber Proletariat in eine Sad gaffe führen, es gegen Unternehmen, das bauptsächlich für die Landbewohner berechnet Nachbar," versezte Freudenberger gelassen und freundlich: sich selbst in Streikende und Nichtstreikende ist, auch prosperiren werde, hat die Redaktion Abonnementslisten will ich meine Kanne trinken, weiß ich auch schon trennen, bieße die Landarbeiter in einem und Fragebogen ausgegeben; sie hat damit ein überraschend bessere Häuser. Bemüht Euch um Geld, Lieber; ich komme Rampfe um die gemeinsame Befreiung im günstiges Resultat erzielt. Aus allen Kreisen der Regierungsmorgen am Abend wieder." Oder übermorgen lieber," Oder übermorgen lieber," mobil machen( lahm legen) und unsere Nieder- bezirke Köln, Trier und Koblenz, so theilt die Redaktion mit, sind uns zahlreiche Zuschriften zugegangen, nach antwortete Brändling grob und aufgeblasen, wie zuvor: lage felber bereiten. Auf dem politischen Gebiete ist es, wo der Pro- welchen viele der dortigen Arbeiter zu arm, sind, die überUebermorgen zahle ich alles bei Heller und Pfennig." letarier dem Kapitalisten gleich, ja über ihm steht, da die tägliche Rheinische Zeitung" zu halten, zu Also übermorgen;" entgegnete Freudenberger wie oben; Proletarier die 3 a hl bilden( die Masse sind). arbeitet, um täglich eine Zeitung lesen zu können, ein wöchentliches Will aber doch morgen wieder nachfragen. Gott befohlen, Nur durch die politische Thätigkeit, nur Partei- Organ, wie das geplante, dagegen mit Freude begrüßen, Nachbar."-Der Schuster ging, und Brändling belferte durch die Erringung der öffentlichen Gewalt würden. Zugleich tragen die ausgegebenen Abonnements listen ihm ein:„ Daß Du den Staupenschlag hättest, frömmelnder tönnen sich die organisirten Arbeiter beschon jetzt, soweit sie zurückgekommen sind ein Theil derselben Schurke!" nach. Freudenberger fah fich nicht einmal mehr freien, indem sie die Produttions, Verkehrs- befindet sich noch in Umlauf mehr Unterschriften als zur Deckung erforderlich sind. Nur zwei der Besteller hatten bisher um, und zog ruhig seines Weges fort. Indessen trat und Austauschmittel vergesellschaften. Die englischen Trades- Unions, d. h. die mächtigsten gewerk auf die tägliche Rhein. Zeitung", tein einziger derselben auf Bodick zu Brändling, und rief ihm ins Dhr, während er schaftlichen Organisationen Europas haben diese Nothwendigkeit den" Sozialdemokrat" oder„ Vorwärts" abonnirt. Die neus ihm den Schopf beutelte: Wenn Du noch einmal läßt auf ihrem Kongreß von Norwich soeben anerkannt und proflamirt, gewonnenen Leser sind also reiner Zuwachs. Wir wünschen tommen solch verdächtigen Got in unsere Nähe, so hast und der allgemeine spanische Arbeiterbund ist ihnen auf diesem unsern Kölner Genossen den besten Erfolg; in jenen schwarzen Du gegessen Dein letzt' Brot, Du fauler und träger Wirth!" Wege gefolgt. Gegenden ist das sehr von Nöthen. ( Fortsetzung folgt.) Und geftüßt auf diese neuen und werthvollen Zustimmungen " " lise ing ASSIG man aus Achtung, Korbmacher! Lohndifferenzen halber ist der An die Parteigenoffen in Reinickendorf! Wie unsere| aber in dem charakteristischen Geruche des Leuchtgases einen sehr I Genossen wissen, steht uns wegen des Bierboykotts und der sicheren Warner, denn schon eine geringe Menge ausströmenden Buzug nach Oranienburg fernzuhalten. Saalverweigerung kein Saal mehr zur Verfügung, in welchem Leuchtgases macht sich bereits der Nafe bemerkbar noch ehe es Die Lohnbewegung der Bildhauer in Geringswalde wir Bersammlungen unserer politischen Organisation, des sich in einem geschlossenen Raume in einer solchen Menge an- in Sachsen ist zu Gunsten der Arbeiter erledigt. hat, Arbeiter- Bildungsvereins Zukunft" abhalten können. Der Vor- gesammelt daß eine fann. Explosion stattfinden Raume also in einem geschlossenen fstand genannten Vereins hat nun beschlossen, Versammlungen in Macht fich Der Streik der Delsniger Teppichweber ist zu Ende, den umliegenden Ortschaften Stolpe, Birkenwerder, Pankow 2c. strömendes Leuchtgas bemerkbar, so vermeide unter ohne ein den Arbeitern günstiges Resultat gehabt zu haben. Die abzuhalten, und zwar so lange, bis die Lokalfrage am Ort ge- allen Umständen, mit den betreffenden Raum einem Firma hat die Lohnreduktion von 10-12 pt. durchgedrückt. Der regelt ist. Ferner ist beschlossen worden, folgende Zahlstellen zu offenen Lichte, oder auch nur mit einer brennenden Flamme zu Ausgang des Streits ist sehr schmerzlich für die Weber nicht errichten: Malchin, Residenzstr. 101a; Gäbler, Provinz- und betreten; bewirke aber sofort durch Deffnen von Thüren und sowohl, weil sich beim rechtzeitigen Nachgeben seitens der Bürgerstraßen- Ecte. Die Beiträge werden in diesen Lokalen jeden Fenstern eine genügende Lüftung. Erst wenn Leuchtgas nicht Streitenden hätten 5 pCt. der Herabminderung der Löhne retten Sonnabend von 8-10 Uhr Abends entgegengenommen. Der mehr zu riechen ist, kann man die verdächtige Leitung ableuchten. lassen, als namentlich, weil der Streifverlust wie alle Verluste Borstand. Das Ableuchten sollte aber ausschließlich durch moralische Nachwirkungen auf die Arbeiter der betreffenden Gasfachleute geschehen, da leicht in einem unzu Branche ausüben: das Selbstzutrauen wird bei den weniger festen Andererseits wird die Schlappe, welche die Parteifonferenzen. Der Parteitag des Delisch gänglichen Raume Knallgas angesammelt sein tann, das Leuten erschüttert. Bitterfelder Reichstagswahltreises, welcher am auch durch ausreichende Lüftung nicht entfernt worden ist; jedes Arbeiter bei diesem Kampfe erhalten haben, dazu beitragen, fie 16. September in Holzweißig stattfand, war von Delegirten Ableuchten der Leitungen durch Laien ist gefährlich und geradezu aufzurütteln und sich zu organisiren. Es haben bereits öffentliche aus 12 Ortschaften besucht. Der Bericht der Vertrauensleute gewissenlos, zumal die Gasanstalten dazu verpflichtet sind, im Versammlungen stattgefunden, um die Gründung eines Textillautete gegen vergangenes Jahr in finanzieller Hinsicht ungünstig, Falle eines Gasschadens sofort geschulte Arbeiter zur Reparatur arbeiter Verbandes in die Wege zu leiten. Ausständig sind noch hingegen der des Landagitationskomitees sehr zufriedenstellend, au entfenden. Wer eine Gasexplosion durch unvorsichtiges Um- 40 Mann. da der Bauernstand sich immer mehr der Sozialdemokratie zu gehen mit Licht herbeiführt, fann wegen fahrlässiger Sach- Ueber das Mißlingen des Oldenburger Glasarbeiter wendet, trotzdem durch allerlei gegnerische machinationen, wie beschädigung eventuell wegen fahrlässiger Töötung zur Berant- ftreiks wird dem„ Nordd. Boltsblatt" noch geschrieben, daß es Saalabtreiberei 2c. die Agitation erheblich zu erschweren gesucht wortung gezogen werden. nicht allein der Indifferentismus eines Theiles der Arbeiter werde. Zum 3. Punkt der Tagesordnung referirte der ReichstagsUnter welchen Bedingungen unsere Arbeiter zu Ar gewesen sei, durch welchen die Niederlage verschuldet wurde, sondern fandidat dieses Kreises, Genoffe Albrecht aus Halle. Es wurde beiten gewungen sind, beleuchtet folgende Bemerkung des die Wohnungsfrage und die damit zusammenhängenden zahlreichen folgende Resolution angenommen:" In Erwägung, daß den oldenburgischen Gewerbe- Aufsichtsbeamten:" Da in allen Fabriken Erkrankungen vieler Kinder und sonstige Uebelstände trugen eben Genossen auf dem Lande kein Saal zu Versammlungen zur Ver- mittlerer Größe gewöhnlich nur ein Dampfkessel vorhanden ist falls dazu bei. Und wenn man dazu noch die behördliche fügung steht, ist die Agitation von jedem, welcher sich zur und mit diesem der Betrieb ohne Unterbrechung durchgeführt Freundschaft gegenüber dem Unternehmerthum rechnet, so waren Sozialdemokratischen Partei bekennt, bei jeder sich bietenden werden muß, so wird die nöthige Zeit der Kesselreinigung oft alle Faktoren vertreten, die den wirthschaftlichen Kampf zu einem Gelegenheit durch Wort und Schrift zu betreiben." möglichst eingeschränkt. Die mit der Reinigung des Dampffeffels Klassenkampf stempelten. Der Sieger wird nun begreiflicher Angesichts der ungünstigen Finanzverhältnisse wird von der Ent- beauftragten Leute sind daher genöthigt, dieselbe in dem noch sehr Weise, entsprechend seinem Naturell, sein Müthchen zu fühlen sendung eines Delegirten zum Frankfurter Parteitag Abstand warmen Dampflessel auszuführen. In einer Molkerei wollte ich fuchen. Aber so sehr gefährlich wird es immerhin nicht wergenommen, doch wird Genosse Peus- Dessau mit der Vertretung das Innere eines gereinigten Dampffeffels untersuchen, doch den, denn der Beutel der Direktion ist um Tausende und Aberbeauftragt und soll selbiger ersucht werden, nachstehenden Antrag fand ich in demselben die Wärme noch so groß, daß ich mich tausende erleichtert, und des modernen Unternehmers vor= dem Parteitag zu unterbreiten:„ Jeder Wahlkreis hat nur einen faum 1/2 Minute im Dampfteffel aufhalten konnte und schleunigst nehmste Sorge ist, eine solche Scharte möglichst schnell Das kann er aber nicht Delegirten zum Parteitag zu entsenden. Derselbe setzt die das Freie suchen mußte. Ich habe dreimal das Einsteigen in und sicher wieder auszuwegen. Diäten für die Theilnehmer fest und sind dieselben aus den Dampfkessel wiederholt, um das zu sehen, was mir im mit Pfuschern- und die Streitbrecher find fast alle solche der Parteikaffe auszuzahlen. Jedoch ist jeder Wahlkreis ver- Interesse der Sicherheit nöthig schien, mußte aber jedesmal sondern nur mit tüchtigen Arbeitern. Schulze beabsichtigt dies pflichtet, nach Maßgabe der bei der letzten Reichstagswahl ab- vor der zu hohen Temperatur eiligit den Rückanzug an- auch offenbar, denn unter den zu Anfang dieser Woche wieder gegebenen sozialdemokratischen Stimmen zur Deckung der durch treten. In diesem Dampfteffel hatten aber be angenommenen Arbeitern befinden sich solche, die der Unter Sen Parteitag erwachsenden Kosten beizutragen." Mit einem reits feit einer Stunde zwei Leute genehmer schlechtweg als Agitatoren" bezeichnete. Andererseits dreifachen Hoch auf die internationale, völkerbefreiende Sozialarbeitet!.... In einer anderen Anlage fand ich einen befinden sich unter den 86 Ausgeschloffenen" Arbeiter, welche demokratie wurde die Konferenz geschlossen. mir seit Jahren bekannten Heizer, der mir im ersten Augenblicke nie ein Wort gesagt, sondern nur treu zur Fahne gehalten haben betrunken zu sein schien. Er erklärte mir aber, daß er soeben und tüchtige Arbeiter sind. aus dem noch zu heißen Dampfteffel gekommen und dadurch matt Die Hildesheimer Tuchmacher der Firma Sandmacher, geworden sei." Was hat es für einen Werth, wenn der Gewerbe- die, wie wir gestern bereits meldeten, die Arbeit einstellten, erAufsichtsbeamte auf die Gefahren aufmerksam macht, die mit reichten bisher einen Wochenlohn von 15-16 M. Um 1/7 bis dem Einsteigen in noch zu heiße Dampfkessel verbunden sind? 1/6 dieser Summe versuchte nun die Direktion den Lohn noch zu Der Unternehmer darf ja auch nicht einen halben Tag lang reduziren. 56 von 62 Tuchmachern legten darauf die Arbeit Ausfall an Mehrwerth erleiden und Arbeiter findet er ja genug, nieder. Es werden nun alle auswärtigen Tuchmacher ersucht, die ihr Leben ristiren um nicht verhungern zu müssen. Hildesheim zu meiden und den dortigen um ihre Eristenz " 1875 " " Die Parteifonferenz für den 1. pfälzischen Wahl freis tagte am 16. d. M. in Frankenthal. Zunächst sprach Genosse Ehrhart über den nächsten Parteitag zu Frankfurt und bezeichnete die Konferenz als eine Nothwendigkeit, damit die Wünsche und Anträge der Parteigeuoffen für den Parteitag zum Ausdruck gebracht und diskutirt werden können. Genosse Körner regte die Maifeier an und wünscht, daß der Delegirte, der von der Konferenz gewählt wird, für möglichste Arbeitsruhe am 1. Mai eintrete, womit sämmtliche Delegirten einverstanden waren. Einstimmig wurde das Mandat zum Parteitag dem Genossen Die Gesammtbevölkerung des preußischen Staates fämpfenden Kollegen den Sieg nicht zu erschweren. Organisirt Ehrhart ertheilt. Nach dem bayerischen Parteitage wurde Ge- hat nach der amtlichen Statistischen Correspondenz" im Jahre sind alle bis auf 4 Mann. Alle weiteren Anfragen sind vor nosse Körner delegirt. Es erstatten sodann die Delegirten über 1892: 370 946 männliche und 343 708 weibliche, überhaupt läufig zu richten an: Wilhelm Bothe, Tuchmacher, Altmarkt 43, den Stand der Bewegung, wie auch der Abonnentenzahl der 714 654 Personen, durch den Tod verloren. Die Zahl der Todt: Hildesheim. Boltsstimme" an ihrem Orte Bericht und wurden hierbei ganz geborenen, welche außerdem den Standesbeamten gemeldet wurde, Das Ersuchen der streifenden Leineweber in Biele: erfreuliche Mittheilungen über den Fortschritt der Bewegung belief sich auf 37 401( 20 988 männliche und 16 413 weibliche). feld an den dortigen Magistrat, zwei Magistratspersonen zu fund. Der vorgerückten Zeit wegen mußten mehrere Punkte Ohne Berücksichtigung der Todtgeborenen beträgt die Sterbeziffer, ernennen, die in Gemeinschaft mit zwei Vertrauenspersonen der zurückgestellt werden. auf 1000 Lebende am 1. Januar 1892 berechnet, für die Be- Arbeiter die Lohnliſten der Weber kontrolliren sollen, ist von völkerung im Ganzen 23,5, für den männlichen Theil derselben diesem angenommen. Zu der Sigung, die vielleicht zu einer Von der Agitation. Reichstags.Abgeordneter Geyer- Leipzig 24,8 und für den weiblichen 22,2. Vergleicht man dieses Er- Einigung führen kann, wird auch die Firma Delius u. Söhne sprach dieser Tage in einer imposanten, von etwa 900 Personen be- gebniß mit dem für die früheren Jahre ermittelten bis zum mit herangezogen werden. Suchten Versammlung in Crimmitschau über:" Die politischen und Jahre 1875 zurück, von wo ab durch die Standesamts- EinDie Küfergesellen Stuttgarts beschlossen, nachdem alle fozialen Kämpfe der Gegenwart und die Sozialdemokratie". In richtung eine einheitliche Berichterstattung und Verarbeitung der derselben Bersammlung fonnte auch die erfreuliche Mittheilung Nachrichten über die Gestorbenen ermöglicht worden ist, so er- Bemühungen, mit den Meistern eine Einigung herbeizuführen, gemacht werden, daß der Arbeiterschaft alle Lokale, außer dem scheint das Jahr 1892 neben den Jahren 1888, 1889 und mißlungen waren, sofort in den Streit einzutreten. Echüßenhaus" zur Verfügung stehen. In Elberfeld 1891 als das günstigste in bezug auf die Sterblichkeit der Ein Bergarbeiter- Ausstand soll der Schlesischen Zeitung" von Während der Zeit sprach Gen. Harm in einer gut besuchten Versammlung über Bevölkerung. bis 1892 zufolge in den Steinkohlen- Gruben von Rothenbach, Kreis den Parteitag, wobei das Parteiprogramm einer eingehen- schwankte die Sterbeziffer nur in engen Grenzen, nämlich Landshut, begonnen haben, der bis zum 19. d. M. bereits den Besprechung unterzogen wurde. Eine spätere Versammlung für die männliche Bevölkerung von 24,2 bis 28,1, für die weib 900 Mann umfaßte. wird liche von 216 bis 24,6 und die von wird die Diskussion darüber fortseßen und die Delegirten liche von 21,6 bis 24,6 und für die Gesammtbevölkerung von wählen. 22,9 bis 26,3. Für die Bevölkerung in den einzelnen Regierungsbezirken ist die Sterbeziffer des Jahres 1892 sehr verschieden. fahren hatten, daß ein Mitglied des Aufsichtsraths anwesend Neue Schwierigkeiten werden jetzt vom Rathe der Stadt Der Regierungsbezirk Aurich mit einer Sterbeziffer von 17,4 auf war, einen Versuch, mit dem Unternehmer zu unterhandeln. Sie Leipzig solchen Antragstellern gemacht, die im Bewußtsein ihrer 1000 Einwohner im Berichtsjahre hatte die günstigste Sterblich glaubten sich zu dem Schritt um so mehr verpflichtet, als fie sächsischen Staatsangehörigkeit nur das Bürgerrecht verliehen feit unter allen Bezirken. Dann folgen die Bezirke Stade mit haben wollen. Der Rath hat an eine größere Bahl solcher An- einer solchen von 19,9, Köslin mit 20,0, Schleswig mit 20,1, tragsteller die folgende gedruckte Aufforderung versendet: Auf Lüneburg mit 20,2, Osnabrück mit 20,3, Berlin mit 20,4, Wies Ihr Gesuch vom. baden mit 20,6, Minden mit 20,7, Hannover mit 21,0, Arnsum Ertheilung des hiesigen Bürgerrechts wird Ihnen eröffnet, daß die Unterlagen des hiesigen Melde berg mit 21,8, Düsseldorf mit 21,9, Posen mit 22,0, Raffel amtes einen Nachweis darüber, daß Sie die sächsische Staats- mit 22,1, Bromberg mit 22,3, Erfurt mit 22,4, Aachen mit 22,8, angehörigkeit besitzen, nicht enthalten. Sie werden deshalb mit Münster, Koblenz und Sigmaringen mit je 23,1, Hildesheim Rücksicht auf die Bestimmung in§ 17 unter 1 der revidirten mit 23,2, Marienwerder und Stettin mit je 23,3, Danzig und Städte- Ordnung hierdurch veranlaßt, zu Ihrem vorerwähnten der Staat mit je 23,5. Ueber dem Durchschnitte des Staates ihr unqualifizirbares Verhalten der gänzlichen Rechtlosmachung Gesuche in unserer Kanzlei, Stadthaus, 3 Stock, Zimmer 151, standen Frankfurt mit 23,6, Trier mit 23,7, Magdeburg mit der Arbeiter vom Zaun gebrochen hat. noch den Geburtsschein Ihres Waters einzureichen. Damit wird 24,3, Stralsund mit 24,5, Merseburg mit 24,6, Königsberg will, die ausständigen Arbeiter dürfen mit dem beruhigenden Am ungünstigsten ist das der Leipziger Stadtrath den Antragstellern zwar einige Un- mit 24,8 und Potsdam mit 24,9. bequemlichkeiten mehr bereiten, abhalten wird er darum keinen Jahr 1892 für die Regierungsbezirke Köln und Gumbinnen Bewußtsein ihrer hohen Pflichterfüllung und begleitet von den Einzigen, am allerwenigften aber zielbewußte Arbeiter, auf die es und, wie in den Vorjahren, für die Provinz Schlesien verlaufen; Sympathien der Einwohner Güstrows und der großen Arbeitergerade abgesehen ist. denn die Sterbeziffer erreichte in den Bezirken Köln 25,4, in schaft den Ausgang abwarten; jedoch die Rolle des UnternehmerGumbinnen 27,2, in Liegnitz 27,4, in Breslau 27,6 und in thums und seiner Helfershelfer wird das öffentliche Urtheil, wenn Oppeln 29,7. Dennoch zeigen im Berichte jahre 12 Regierungs- es ehrlich ist, verdammen müssen. bezirke eine höhere Sterblichkeit als der Staat im Ganzen. Gewerkschaftliches. Ueber die Gewerbegerichts- Wahlen in Offenburg in Baden schreibt man uns von dort: Hier finden Ende des nächsten Monats die Gewerbegerichs- Wahlen statt. Einen Entwurf für das Ortsstatut legte f. 3. der Bürgermeister auch unserm sozialdemokratischen Verein Vorwärts" vor, der die Gelegenheit wahrnahm, Borschläge auf Grund unseres Programms zu machen. Unsere beiden Hauptforderungen für die Die Drechsler in Berlin haben an ihre Berufsgenossen Arbeiter Wahl an einem Sonntag und Kouvertwahl ein Flugblatt verbreitet, in dem die Arbeiter dieses Berufes zum finden wir denn nun auch in dem vor einigen Tagen vom Ge- Anschluß an den Deutschen Holzarbeiter- Verband" aufgefordert meinderath veröffentlichten Ortsstatut, das das badische Ministerium werden. Es wäre zu wünschen, daß dieser Appell an die Beguthieß, verwirklicht." rufsgenoffen ein lebhaftes Echo unter den Arbeitern dieses Gewerbes findet. werden können. " Besonders machen wir aber auf die Versammlung der Drechsler und Berufsgenossen( Rammacher 2c.) aufmerksam, die zu Sonntag, den 23. September, bei Ehrenberg, Annenstr. 16, Vormittags 10 Uhr, ein berufen ist. Die Güstrower Arbeiter machten dieser Tage, da sie ernichts unterlassen wollten, was einen eventuellen Frieden herbeiführen könnte. Es wurden drei Arbeiter deputirt, denen jedoch, ohne daß sie den Direktor oder das Aufsichtsrathsmitglied ge= sprochen hatten, bedeutet wurde, die Fabrik zu verlassen, da der Direktor bereits von Allem unterrichtet und durchaus nicht ge= neigt sei, mit der Deputation zu verhandeln. Also felbft ein so weitgehendes, ja fast beschämendes Anerbieten der Arbeiter wurde abgewiesen durch die Fabrikleitung, die den Streit durch Mag der Streit nun einen Ausgang nehmen, welchen er Auf dem allgemeinen Gewerkschaftskongrek, der gegenwärtig in Nantes tagt und über dessen Verhandlungen wir in unferen späteren Nummern ausführlich berichten werden, sind 17 Arbeitsbörsen, die 724 Gewerkschaften zählen, 26 Gewerkschaftsverbände, die 615 Gewerkschaften umfassen, und 143 feinein Verbande angehörige Gewerkschaften, also zusammen 1482 Ge werkschaften vertreten. Die Zahl der Delegirten beträgt rund 200. Depeschen. 1 ( Wolff's Telegravhen- Bureau.) Dresden, 20. September. In der Ringofen Biegelei von Kretschmer u. Tamme in dem nahe gelegenen Radeberg brach gestern Abend ein Gewölbe zusammen. Bier Arbeiter wurden erschlagen, mehrere schwer verlegt. ( Depeschen- Bureau Herold.) Voltsmenge drei Arbeiter, welche wegen aufrührerischer Rufe Venedig, 20. Sept. In Roccaraso wollte eine aufgeregte verhaftet worden waren, befreien und versuchte, die Karabinieri Kaserne zu stürmen. Die Karabinieri machten, als die Ruhe. störungen immer tumultuarischer wurden, schließlich von ihren Waffen Gebrauch und nahmen über 30 Verhaftungen vor. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Die Flensburger Polizei bat an alle dortigen Gewerkschaften das Verlangen gestellt, binnen 48 Stunden die Mitgliederverzeichnisse einzureichen. Wie die Schlesw.- Holst. Volks Beitung" erfährt, ist die Mehrzahl der Gewerkschaften natürlich nicht gewillt, dieser Aufforderung Folge zu leisten, indem man Zu unserem Aufruf in der gestrigen Nummer, in dem die der Ansicht ist, daß da die Gewerkschaften sich mit politischen und Mittheilung enthalten war, daß die Bürsten- und Binselmacher öffentlichen Angelegenheiten nicht befassen, die Gewerkschafts: bei Heidrich, Bionstirchstraße, streiten, geht uns von dem ge organisationen auch nicht unter§ 2 des Vereinsgesetzes gestellt nannten Herrn eine Erwiderung zu, in der er die Behauptung, daß bei ihm erbärmliche Löhne gezahlt werden, entschieden zurückWegen Vergehens gegen das sächsische Vereinsgesetz hatte weist. Die beiden Arbeiter, die er beschäftigte, sollen bei ihm fich dieser Tage der Vorsitzende Schmalfuß vom Glauchauer die in anderen Werkstätten üblichen Löhne erhalten haben. London, 20. September. Wie mehrere hiesige Blätter tele Bolksverein vor dem Schöffengericht zu verantworten, weil er Wir wollen hierzu bemerken, daß ein Lohn von 14 bis höch einen völlig zwanglosen Sommerausflug von Vereinsmitgliedern stens 117 M. pro Woche mit Recht ein erbärmlicher genannt graphisch aus Shanghai melden, erklären sich die Japaner als Sieger in der am 16. d. M. stattgefundenen Seeschlacht, da sie bisher nirgends der Anmeldepflicht unterworfen waren, hielt der nicht sehr am Plazze erscheint. nicht polizeilich angemeldet hatte. Obwohl solche Ausflüge werden muß, weshalb uns auch die Empfindlichkeit des Herrn Sieger in der am 16. d. M. stattgefundenen Seeschlacht, da sie drei chinesische Kriegsschiffe in den Grund gebohrt und eins ver= Nicht unerwähnt wollen Gerichtshof dennoch eine Anmeldung für nöthig und verurtheilte wir hierbei laffen, daß die Polizei sofort in ihrem Pflicht wundeten betragen 1500 Mann. Im Hafen von Wei- Hai- Wei brannt hätten. Die Verluste der Chinesen an Todten und Ver. den Angeschuldigten zu 10 M. Geldstrafe. Eifer eingehende Erkundigungen einziehen ließ, wie es mit dem Streik stehe, und dabei dem„ bedrängten" Fabrikanten den Rath sind sechs chinisische Schiffe, mit Verwundeten an Bord, eins gab, dem Vorwärts" eine Berichtigung zu übersenden. Diese gelaufen. Sämmtliche Fahrzeuge haben mehr oder minder erSoziale Leberlicht. Rechtsbelehrung und die besondere Fürsorge für den Fabrikanten hebliche Beschädigungen erlitten. New- York, 20. September. Eine Gesellschaft von Republi Leuchtgas- Explosionen. In der letzten Zeit haben sich die sollte die Polizei wirklich anderen der Hilfe mehr bedürftigen wurf gemacht wird, daß sie durch den neuen Tarif für Wolle Fälle wieder auffällig gehäuft, wo durch unnorsichtiges Hantiren Personen angedeihen lassen. Oder hat sie dazu keine Beit? mit offenem Licht an schadhaften Gasleitungen gefährliche Die Berliner Orts Krankenkasse für Handlungs- das Land um ca. 8 Millionen Dollars jährliche Einkünfte bringe. Leuchtgas Explosionen stattfanden. Diese Fälle sind um so be- gehilfen und Lehrlinge nahm am 18. und 19. September im Auch die Demokraten des Staates Ohio traten mit einem dauerlicher, als bei Innehaltung auch nur der geringfügigsten Bürgersaale des Rathhauses die Ergänzungswahlen zu der Dele Manifest hervor, welches der Verwaltung des Präsidenten Cleve Vorsichtsmaßregeln Gaserplosionen vollständig zu verhüten find. girtenversammlung vor. Am 18. September fiegte bei den Chefs land uneingeschränktes Lob zollt, aber die Schußzollpolitik als ein Die Leuchtgas Explosionen sind auf die Bildung von die Liste der Ordnungsparteien" mit 77 gegen 45 Stimmen, Programm voller Betrügereien bezeichnet und verlangt, allmälige Knallgas zurückzuführen, das durch Vermischung atmo- während am 19. September bei den Handlungsgehilfen die sozial- Reduzirung der Tarife bis zur gänzlichen Abschaffung der sphärischer Luft mit dem aus schadhaften Röhren oder demokratische Liste, welcher bezeichnender Weise teine andere Schußjölle vorzunehmen. Außerdem fordern die Demokraten offenen Hähnen entströmenden Leuchtgafe entsteht. Jede Flamme entgegengestellt wurde, mit 97 von im Ganzen 114 abgegebenen die Einführung des direkten allgemeinen Wahlrechts für die Senatswahlen. muß unfehlbar eine Explosion hervorrufen. Anderseits hat man Stimmen zum Siege gelangte. fanern publizirte ein Manifest, worin der Regierung der VorBerantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Hr. 220. Freitag, den 21. September 1894. Arbeiter! Parteigenossen! 11. Jahrg. Der brutale Willkürakt des Brauereirings harrt noch der Sühne. Den Hunderten unschuldig aufs Pflaster geworfenen Arbeitern ist noch keine Genugthuung ges worden. Arbeiter und Parteigenossen! Ohne Eure opferwillige Unterstügung würden die Gemaßregelten der bittersten Noth verfallen und gezwungen sein, um Gnade zu betteln. Die Hochherzigkeit der Berliner Arbeiterschaft hat diese Schmach verhindert. Der erste Sturmlauf des Proßenthums scheiterte an Eurem Solidaritätsgefühl. Nicht eine Bresche vermochte der Bierring in Eure Reihen zu legen. Einig, geschlossen, kampfesmuthig und opferwillig seid hr fest entschlossen, den entbrannten Kampf zum siegreichen Ende zu führen. Arbeiter, Parteigenossen! Euer Wollen garantirt Euer Können! Ihr könnt, wenn Ihr wollt. Den zweiten Sturmlauf auf Euere Phalanx mußten die dem Bierring Lehensdienste leistenden Saalbesizer unternehmen. Die Agitation sollte unterbunden, das Mundtodtmachungssystem praktizirt werden. Auf der Mine, die sie gegraben, sind die Saalbefizer aufgeflogen. Ihr Wehgeschrei tönnte Mitleid erwecken. Arbeiter, Parteigenossen! Selbst der Himmel, auf den der Bierring seine letzte Hoffnung setzte, ist mit uns im Bunde. Die Saison kann dem Ring nicht mehr über die Verlegenheiten hinweghelfen, die mit jedem Tag des weiteren Kampfes sich thurmhoch häufen. Ausharren bedeutet für uns siegen. Unsere Position ist uneinnehmbar. Der Stand des Boykotts ist ein vorzüglicher. Wir können zuwarten, ohne entbehren zu müssen. Arbeiter, Genossen! Je konsequenter der Boykott durchgeführt wird, desto nachhaltiger seine Wirkung, desto entscheidender der Sieg. Duldet keine Ausflüchte, keine Ausreden. Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns. Soweit unser Einfluß reicht, muß das Ringbier verpönt werden. Nicht ein Tropfen darf getrunken werden. Arbeiter, Genossen! Die Bierzufuhr ist eine geregelte. Sie wird mit jedem Tag der Fortdauer des Boykotts eine beffere. Alle Ansprüche können befriedigt werden. Darum widersteht jeder Versuchung, Ringbier zu trinken. Die schwerste Arbeit ist gethan. Die Periode der Organisirung des Kampfes war die aufreibendste. Jetzt wird uns der Kampf leicht, weil wir das Terrain zum guten Theil beherrschen. Der Sieg muß unser werden, wenn wie bisher mit gleicher Schärfe und Ausdauer der Parole gefolgt wird. Hoch der Boykott sämmtlicher Ringbrauereien! Trinkt keinen Tropfen Ringbier! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Garlsberg, Friedrich Reichenkron, Charlottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Kinz u. Ro., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Exportbrauerei Nathenow, Niederlage bei Max Denn hardt, N.W., Hannoversche Straße 18a. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), furt a. D. Niederlage bei Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage, Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Wusterhausen, Vertreter: Max Fleischer, Reichenbergerstr. 155. Bürgerliches Brauhaus, Hamburg- Gilbeck, Kellerei und Niederlage, SW., Berlängerte Trebbinerstr. 7. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernad, Mühlenstraße 49a. Brauerei in Storkow( in Firma A. Miethe), Vertreter: Spietermann, Weberstraße 66. Louisen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 20. Sept., Nachmittags 5 Uhr. Der Vorsteher Dr. Langerhans widmet dem am 8. b. M. verstorbenen Gelehrten elmholz einen Nachruf, den die Mitglieder stehend anhören. Die Boykottkommiſſion. Stadtv. Meyer I ist gleichfalls für die Streichung des § 9, die schon nach dem Wortlaut des Kleinbahngefezes das Gerathenste sei. Man solle bezüglich des Tarifs der kauf männischen Intelligenz der Leitung des Unternehmens und den Aufsichtsbehörden vertrauen. die Festsetzung eines Einheitssages von 10 Pf. Stadtv.[ ruhe.) Jahrelang hat die Versammlung sich für die Bestrebungen sym Dinse die Beseitigung der zweiten Klasse. Dagegen will pathisch erwiesen, die den Einheitstarif zum Gegenstande haben; Stadtv. Rosenow die Bestimmung über den Tarif aus dem nur durch das Eingreifen des freiwilligen Magistratskommissars Entwurf wieder beseitigen. Stadtvv. Sa ch 3 II und Meyer I Stadtv. Jacobi ist neulich ein entgegengesetter Beschluß zu stande wollen die Frist von 20 Jahren wieder auf 30 verlängern. gekommen. Eine Einbuße an Einnahmen wird schon deshalb nicht einEine Generaldebatte ist nach der Geschäftsordnung un- treten, weil die Frequenz sich entsprechend erhöhen wird. Auch Herr zulässig. Dinse will ja nach 10 Jahren den Einheitstarif statuiren, und dieser Bei§ 1, wonach der Firma die Benutzung der städtischen Standpunkt ist immerhin viel akzeptabler als der des Herrn Straßen, Pläge und Grundstücke zum Bau der Bahn überlassen Rosenow, der alles der Entwicklung überlassen will. Schreiben wird, bemerkt wir nicht sofort in die Grundbestimmungen eine Vorschrift dieser Stadtv. Dinse, daß er ein warmer Freund des Projektes Art hinein, so wird niemals etwas daraus werden; was wir sei, daß aber auch nach dem eventuellen Scheitern desselben fein heute beschließen, wird maßgebend sein für die ganze StonzessionsVakuum eintreten würde, da dann sofort das großartige Projekt dauer. Den Gründen für die Einrichtung nur einer Kasse schließe ich der Schwebebahn des Kölner Geh. Kommerzienrath von Langen mich an. Der Hinweis auf die Stadtbahn zieht thatsächlich nicht mehr. auf den Plan treten würde. Die Vorgänge mit den zugezogenen Vorhängen, wie wir sie in Stadtv. Singer: Wir stehen unverändert auf dem Stand den Zeitungen gelesen haben, sind in der zweiten Klasse Frank- punkte, daß es nicht Aufgabe der Stadt sein kann, Privat- passirt!( Unruhe.) Wollen Sie die Moralität der sog. höheren unternehmern zum Zweck der Gründung von Attiengesellschaften Gesellschaftsklassen haben, so schaffen Sie die zweite Klasse ab! ( Unruhe) die Straßen und Plätze der Stadt auszuantworten. Statt dessen wollen Sie die Masse der Bevölkerung sozial Von diesem prinzipiellen Standpunkte aus werden wir gegen degradiren und in eine besondere Klasse verweisen! Warum soll § 1 stimmen; das hindert uns aber nicht, unsere Pflicht als denn das Publikum sich nicht wie auf der Pferdebahn vertragen? Bertreter der Stadt im Interesse der Bürgerschaft zu erfüllen Giebt es Leute, die es absolut nicht verwinden können, mit und den Versuch zu machen, wenigstens nach Möglichkeit weitere Anderen gemeinsam in einem Wagen zu fihen, so richte man Berschlechterungen der Vorlage zu verhindern. In diesem Sinne für diese doch Bretterverschläge ein! Die Frage hat eine viel werden wir uns an der weiteren Spezialberathung betheiligen. tiefere als blos eine finanzielle Bedeutung. Soll die Stadt Zu dem Schweder'schen Projekt ist, wie der Referent sich aus- vertretung ihre Zustimmung dazu geben, daß hier ein längst brückte, im Ausschusse kein Wort für und fein Wort gegen geüberwundenes Vorurtheil wieder befestigt wird? Wir werden, fallen. Das stimmt nur insofern, als der Ausschuß falls unser Antrag abgelehnt wird, für den Antrag Dinse das Schweder'sche, ihm privatim zugegangene Projekt stimmen, über den wir namentliche Abstimmung beans mangels Auftrags nicht berathen hat; aber schon im tragen. Ausschusse hatte eine Anzahl Mitglieder dem Schweder'schen Stadtv. Rosenow: Die droße Mehrzahl meiner Freunde Brauerei Danz, Freienwalde a. D. Vertreter:.W. Marten, Entwurf den Vorzug sowohl bezüglich der Trace als auch bezüg- wird gegen den neuen§9 stimmen( Hört, hört!). Um die Hinderlich der der Stadt gestellten Bedingungen gegeben. nisse thunlichst zu beseitigen, die der Ausführung eines so groß N., Gartenstr. 152. Nachdem der Referent sich gegen den Vorwurf un- artigen Unternehmens entgegenstehen, muß auch dieser Vorschlag richtiger Berichterstattung verwahrt hat, wird§ 1 angenommen. des Ausschusses abgewiesen werden. Auch ohne diese neue Be Zu§ 4( Ronzession auf 90 Jahre) bemerkt schränkung werden dem Unternehmer schon Lasten genug auferlegt. Stadtv. Singer: Ich habe persönlich nicht den Muth, die Gerade aus dem demokratischen Gefühl heraus bin ich für zwei Stadt auf fast ein Jahrhundert zu binden. Es wirkt Wagentlassen, jeder soll fahren können, wie er will, und auch fast tomisch, wenn man sich vergegenwärtigt, daß gerade dem Unternehmer soll die Möglichkeit gelassen werden, den auf dem Gebiete der Elektrizität ein Vertrag auf solche Wünschen der Passagiere entgegenzukommen. Dauer abgeschlossen werden soll. Wenn man einwendet, daß diese Bestimmung feine übermäßige Bedeutung haben dürfte angesichts des Erwerbsvorbehalts, so wäre es doch richtiger, überDie Vorlage betr. den Neubau der Oberbaumbrücke, haupt keine Vertragsdauer festzusetzen. Ueberreich sind die eigenwelche schon im März d. J. der Versammlung vorlag, damals thümlichen Erfahrungen, die Berlin mit langdauernden Konzessionen aber mit Rücksicht auf das Projekt der elektrischen Bahn zurück- gemacht hat. Hätten wir uns jetzt überhaupt noch um die Ein- Im Schlußwort bemerkt der Referent, daß die Aus. gestellt worden war, ist nunmehr von dem Ausschusse durchführung der elektrischen Bahn zu kümmern, wenn die Konzession führungen des Kollegen Singer über die Nachtheile verschiedener berathen worden. Derselbe hat sich überzeugt, daß von der der Pferdebahngesellschaft nicht bis 1911 liefe? Nur die Thatsache, Wagenklassen dadurch eigenartig illustrirt würden, daß er Firma Siemens u. Halste ein höherer Zuschuß als 170 000 m. daß die Gesellschaft auf so lange Jahre hinaus gesichert ist, in( Redner) wiederholt in der ersten Klasse der Eisenbahn mit zu den auf 1983 000 m. ermittelten Kosten nicht gefordert Verbindung mit der leidigen Auffassung des Magistrats, sozialdemokratischen Reichstags- Abgeordneten zusammengetroffen werden könne und empfiehlt die Genehmigung des Entwurfs und daß er sich für das Trinkgeld von einer Milion herbeiläßt, ihr fei. Die Freitarte, die diese benutzen, laute keineswegs auf die die Bewilligung einer zweiten Rate von 413 000 m. immer neue Konzeffionen zu ertheilen, hat die jeßigen unerquickliche Ohne Debatte wird demgemäß beschlossen. Zustände gezeitigt. Ganz ähnlich liegt die Sache mit den Verträgen Bur Berathung steht sodann der Ausschußantrag betreffs des bezüglich der Anschlagfäulen. Die Stadt hat Hunderttausende, viel Projetts einer elettrischen Hochbahn innerhalb des leicht eine Million dadurch verloren, daß sie erst nach so langer städtischen Weichbildes. Zeit zur Besinnung tam, um wenigstens einen kleinen Theil des Was aus den Verhandlungen des Ausschusses über das von großen Gewinnes der Nauck u. Hartmann dem Stadtsäckel suzuSiemens u. Halste vorgelegte Projekt und den zwischen der führen. Nicht anders mit den Gas- und Wasserwerksanlagen Firma und dem Magistrate vereinbarten Vertragsentwurf heraus- in Berlin. Ein Privatmann würde sich auf einen Vertrag auf Auch den Antrag Sachs II, die Frist für die ungestörte gekommen ist, wissen unsere Leser bereits. Mit allen gegen eine 90 Jahre nicht einlassen. Um der Bürgerschaft zu zeigen, welche Ausnutzung der Konzession auf 30 Jahre zu bemessen, bekämpft Stimme hat man auch dieses große Unternehmen der privat- Auffassung von der Sache hier die Oberhand hat, beantrage ich Stadtv. Ginger. Er habe in Ausschuß schließlich für tapitalistischen Ausbeutung ausgeliefert, und zwar mit namentliche Abstimmung über§ 4. 20 Jahre gestimmt, halte das aber für die äußerste Grenze der fadenscheinigen Begründung, daß der finanzielle Effekt Referent Meyer II verwahrt sich dagegen, daß der Stadtv. des Zulässigen. Im Ausschuß habe Stadtfynditus Meubrint aus dem Betriebe elektrischer Hochbahnen noch in keiner Weise Singer und seine Freunde sich als die eigentlichen Vertreter der zutreffend ausgeführt, daß man, wenn die Gesellschaft schlecht gesichert sei und daß die damit hier erst noch zu machende Probe Bürgerschaft geriren.( Lebhafte Zustimmung.) Wir sind alle wirthschafte, die Möglichkeit in der Hand haben müsse, das sich besser für Privatunternehmer als für die Stadt eigne, die Vertreter der Bürgerschaft und dürfen uns nicht gefallen lassen, Unternehmen für die Stadt in Anspruch zu nehmen, auch wenn fich mit ihren Mitteln auf zweifelhafte Unternehmungen nun daß ein Theil der Versammlung uns gegenüber eine derartige man dabei kein gutes Geschäft mache. Der Durchführung dieses einmal nicht einlassen dürfe." Entsprechend dem Vertragsentwurf Auffassung geltend macht. vortrefflichen Gedankens stehe aber doch ein Zeitraum von 30 Jahren hat man auch die Konzessionsdauer auf 90 Jahre belassen, da-§ 4 wird mit 80 gegen 19 Stimmen angenommen. sehr störend im Wege. Prosperire das Unternehmen, nachdem gegen die Frist, binnen welcher der Erwerb der Bahn durch die§§ 5-8 werden ohne Debatte genehmigt. der Bau und die Konsolidation vielleicht 10 Jahre in Anspruch Stadt ausgeschlossen sein soll, von 30 auf 20 Jahre herabgesetzt. 3u§ 9, der Bestimmung über die Fahrpreise trifft, genommen haben, in den nächsten 10 Jahren nicht, dann Als Entgelt für die Benuzung des städtischen Bodens soll die Firma vertheidigt Stadtv. Dinse seinen Antrag. Wenn man eine werde er wahrscheinlich nachher auch nicht prosperiren. Die einen jährlichen Betrag von der Bruttoeinnahme bezahlen, der bei Konzession auf 90 Jahre ertheile, tönne man sich nicht, wie Bürgerschaft werde es nicht verstehen, weshalb hier ohne jede einer Einnahme bis zu 6 Millionen 2 pCt., für jede weitere Herr Rosenow wolle, jeder Einwirkung auf den Tarif be- plausible Begründung zehn Jahre mehr der Gesellschaft zur unMillion 4 pCt. mehr, mindestens aber ganze 20 000 m. er geben und alles vertrauensvoll dem Polizeipräsidium über- gestörten Ausbeutung zugestanden werden sollen. reichen soll. Neu aufgenommen ist gegen den Willen des lassen. An dem Recht der Stadtvertretung, hier mitzusprechen, Stadtv. Sachs Il: Die Bürgerschaft wird sehr wohl verMagistrats wie der Firma eine Bestimmung über die Fahr- zweifle auch die Firma selbst nicht. Um aber der Firma entgegen stehen zu unterscheiden zwischen Denen, die sich um jeden preise und Wagentlassen; während aber in erster Lesung der zukommen, genüge es, Theilstrecken auf die ersten 10 Jahre zu Preis als die wahren Vertreter ihrer Interessen aufspielen, and Antrag, nur eine Wagenklasse zuzulassen, die Mehrheit gewähren. Der Wunsch der Gesellschaft, zwei Wagenklassen zu denen, die besonnen, aber ebenso energisch diese Interessen vers gefunden hatte, stieß man diesen Beschluß in der haben, werde nur mit der Mode motivirt, daneben freilich noch treten. Wir können lediglich nach dem Erreichbaren streben. zweiten Lesung wieder um,„ da es doch eine arge mit der Wahrscheinlichkeit der Vereinigung des Betriebes der Der Antrag Sachs 11 wird mit 57 gegen 39 Stimmen an Bevormundung des Publikums sei, es zwingen zu elektrischen Hochbahn mit der Stadt- und Ringbahn. In Amerika genommen, also die Frist auf 30 Jahre verlängert, und wollen, sich mit einer Wagentlasse zu begnügen und tenne man solche Hochbahnen viel länger als bei uns, aber somit eine weitere Verschlechterung in der Stellung der Stadt zu demjenigen, der für eine Fahrt einen großeren Klassenunterschiede kenne man dort so wenig wie bei uns auf dem geplanten Unternehmen beschlossen. Betrag ausgeben wolle, die Möglichkeit dazu der Pferdebahn. Der Hinweis auf die Stadtbahn sei den Erzu nehmen. So weit dürfe man nicht Borfebung spielen."(!) fahrungen mit der Pferdebahn gegenüber hinfällig. Wer durchaus Es soll danach der Fahrpreis für die ersten 10 Jahre betragen: mehr bezahlen und sich unter den Plebs nicht mischen wolle, in der 111. Klasse für eine Theilstrecke 10 Pf., für 2-3 Theil- möge sich der Droschke bedienen. Nüßen würden die beiden strecken 20 Pf., in der 11. Klasse für jede Fahrt 10 Pf. mehr. Klassen neben einander nicht, wohl aber sei eine solche EinNach Ablauf der ersten 10 Jahre beträgt der Preis einheitlich richtung geeignet, die Klassengegensäte zu begünstigen.( Große in der 111. Klasse 10, in der 11. 20 Pf. Die in dem Vertrags- Unruhe.) entwurf enthaltene monftröse Binsgarantie zur Ergänzung der Dividende auf 5 pet. im Falle des Erwerbes der Anlage durch die Stadt hat der Ausschuß beseitigt. erste Klasse, sondern stelle den Inhabern frei, fich die Klaffe zu wählen.( Heiterkeit.) Es sei auch dabei nichts Demoralisches vorgekommen.( Stürmische Heiterfeit.) Zuerst gelangt der Antrag Rosenow auf völlige Streichung des§ 9 zur Abstimmung. Der Antrag wird mit großer Mehrheit angenommen, sodaß die Abstimmung über die gestellten Amendements entfällt. Nach weiterer unerheblicher Debatte wird schließlich in namentlicher Abstimmung die gesammte Vorlage nach den Einzelbeschlüssen mit 67 gegen 24 Stimmen angenommen. Zur Erledigung kommt darauf, zum Theil ohne jede Debatte, noch eine lange Reihe weniger bedeutender Vorlagen. Die Neuwahl eines besoldeten Stadtraths soll in einer der nächsten Sizungen erfolgen. Stadtv. Singer: Wir wollen auch nicht einmal für die Der Festsaal des Rathhauses wird dem Stenographischen ersten zehn Jahre einen Unterschied im Preise konzediren. Wenn Verein( Stolze) zur Feier seines 50. Stiftungsfestes für den der Referent glaubt, auch seinerseits die Intereffen der Bürger 7. Oktober überlassen. Referent ist Stadtv. Meyer II. Es werden nicht weniger schaft zu vertreten, so ist das gewiß richtig; es fommt nur darauf Gleichzeitig mit dem Neubau der Ringbahnbrücke über als 7 Amendements gestellt; u. a. beantragt Stadtv. Singerlan, was man unter„ Bürgerschaft" versteht.( Sehr richtig! und Undie Spree zwischen Stralau und Treptow Die Vorlage wird angenommen. Ein schleuniger Antrag Talke betrifft die abermalige Verhängung der völligen Viehausfuhrsperre wegen einiger auf dem benachbarten Schlachthof bei Schweinen vorgekommenen Fälle von Klauenfeuche. Nach einer lebhaften Schilderung der Nachtheile dieser Maß regel für die Finanzen der Stadt und den Biehhandel beantragt der Stadtv. Talte eine Petition des Magistrats um schleunige Aufhebung der Sperre beim Minister, event. beim Kaiser. Der Antrag gelangt ohne Debatte zur Annahme. Schluß 3/49 Uhr. Lokales: Die Liste der boykottfreien Gastwirthe und Restaurateure, die am Sonnabend wieder insgesammt veröffentlicht werden, müssen bis spätestens heute Mittag 1/2 Uhr in der Expedition abgegeben sein. Spätere Zustellungen können für die Sonnabend- Nummer auf keinen Fall berücksichtigt werden. soll durch die Bahnverwaltung ein Fußgängersteglgemein war, ungemein in Anspruch genommen worden sei und gebaut werden, für welchen im Etat als städtischer Beitrag daß sie an 10 000 Familien Speisemarten umsonst vertheilt habe. landete Leichnam eines etwa 30 jährigen Mannes ist als der Der vor einigen Tagen an dem Schleswiger User ge30 000 M. ausgeworfen find. Dabei war von einer Breite Es ist dies ein Gegenwartsbild, das wohl zur Genüge für fich 28 jährige Kaufmann Salomonsohn, in Moabit wohnhaft, refogdes Steges von 1/2 Meter ausgegangen worden. Nachdem diese selber spricht. Ergänzt wird dieses liebliche soziale Gemälde noszirt worden. Derselbe soll durch seinen leichtsinnigen LebensBreite mit Rücksicht auf die Berliner Ausstellung 1896 durch die fernere Mittheilung, daß wieder Hunderte von Bitt: wandel in den Tod getrieben worden sein. als unzulänglich erkannt ist, hat der Magistrat die Bahn- schriften hungernder Familien vorliegen, die jedoch aus verwaltung um die Anlage des Steges in 2 Meter Breite an- Mangel an Mitteln nicht berücksichtigt werden können. Leichenhalle auf dem Emmauskirchhof. Während Ju auffallend schlechtem Zustande befindet sich die gegangen. Die Bahnverwaltung ist damit einverstanden; die Der Verein richtet daher an Mehrkosten von 6000 m. trägt die Stadt; thatsächlich werden die Bitte, durch jährliche oder einmalige Beiträge die Möglichkeit Räume zur Aufbahrung der Leichen eingerichtet hat, gleicht die edle Menschenfreunde man aus anderen Friedhöfen verhältnismäßig tomfortable aber nur 2000 m. mehr erforderlich, da inzwischen der Kreis zu geben, auch im bevorstehenden Winter hungernden und kranten Halle auf dem Emmauskirchhof schon äußerlich einem primitiven Niederbarnim eine Beihilfe von 4000 M. zugefagt hat. Armen nach Kräften beizustehen. Und wer sind die edlen Stall. Dementsprechend ist auch die innere Einrichtung. Die Menschenfreunde", welche den Verein und ähnliche Vereine untertüzen? Bum guten Theile sind es jene Kapitalisten, welche in Särge stehen in Reihen auf dem nackten Lehmboden. Ventilation faltem Egoismus die Noth und das Glend der arbeitenden Klasse ist nicht vorhanden. Dem Eintretenden strömt Moderduft entmit verschulden, die sich bereichern an der Armuth der Armen. bedenkliche hygienische Zustände. Jedenfalls sind die Einnahmen gegen; das Umherschwirren zahlreicher Insekten gemahnt an Unter den„ edlen Menschenfreunden" sind auch wohl Brauherren der Emmausgemeinde der Art, daß eine Halle, die den einfachsten zu finden, die gleich anderen Unternehmern Arbeiter aufs Pflaster hygienischen Verhältnissen entspricht, gebaut werden kann. G3 werfen, sie dem Hunger, dem Verderben preisgeben, wenn ihre ließe sich dieses schon aus den Extrageldern gut bewerkstelligen, tapitalistischen Interessen dies erfordern. Was hat die die für Grabmäler an die Gemeinde gezahlt werden müssen. Kapitalistentlasse für Verpflichtungen gegen die Arbeiter Aber es ist Usus, um Geldbewilligung zu dergleichen Zwecken tlasje? Gar feine! Sind die Kapitalisten etwa da, den Berliner Magistrat anzugehen. Vielleicht soll jene Hall um für die Arbeiter zu sorgen? Möge für diese forgen, wer da will und sei es Frau Lina Morgenstern auch die Bedürftigkeit der Gemeinde demonstriren. Man findet sich mit seiner„ gesellschaftlichen" Pflicht den Armen" Ein Opfer unserer elenden sozialen Zustände ist das gegenüber mit einem Beitrag an humanitäre und Wohlthätigkeits- fieben Monate alte Kind des in Weißensee wohnenden Arbeiters vereine ab und wird von diesen als„ edler Menschenfreund" ge- Adolph Dähne geworden. Beide Eltern mußten am Mittwoch Die juristische Sprechstunde findet in dieser Woche nicht priesen. Wie die„ edlen Menschenfreunde" aber in Wahrheit be- Morgen auf die Arbeit gehen und das Kind in seinem Bett Mittags, sondern Abends von 74 bis 84 Uhr statt. schaffen sind, davon wissen die Unglücklichen, die mit Thränen allein lassen. Als Frau D. mehrere Stunden später nach ihrer ihre Bettelsuppen essen und„ Bittschriften" um Gewährung Wohnung zurückkehrte, um nach dem Kleinen zu sehen, fand sie solcher an Fran Lina Morgenstern richten, ein Liedchen zu singen. dasselbe todt vor; das Kind hatte wahrscheinlich im Schlafe das Deckbett über den Kopf gezogen und war, zu schwach um die Blumen, Obst- und Gemüse- Ausstellung in Zehlen Nur Muth, nur Muth, fie roocht sich jut! Auf der leichte Last wieder zu entfernen, darunter jämmerlich erstickt. dorf erregte, nach der„ St.- 3tg.", auch ein bemerkenswerthes Pro- um weniger Pfennige willen, die zur Stillung des Hungers ver Unsere herrliche Weltordnung gebietet der Mutter, ihr Kind dukt vielfache Aufmerksamkeit. Es waren dies Zigarren, zu denen dient werden müssen, in Stich zu lassen. Ob das arme Wesen Gegen den Boykott soll nun der deutsche Kaiser gefertigt waren. In der Form ganz tadellos, erregten sie bei müht, das ist eine Frage, die höchstens den Herrn Staatsanwalt der Tabak in Zehlendorf selbst gezogen und die auch dort an elend verkommt, während die Mutter sich in banger Sorge ab helfen so fleht de- und wehmüthig in einem spaltenlangen Ben Rauchern hauptsächlich ihrer äußeren Färbung wegen Be- Gelegenheit zur Beschäftigung giebt. Und eine solche Weltbyzantinischen Artikel des offiziellen Organs des Bundes Deutscher benken. Nicht braun, wie andere Bigarren, sondern grün an ordnung verlangen die Dunkelmänner gegen die Sozialdemo Gastwirthe und des Süddeutschen Verbandes, in dem in Darmstadt gehaucht erschienen die Produkte des Behlendorfer Gartenbaues. fratie mit Pulver, Blei und Ausnahmegesehen vertheidigt! erscheinenden Gastwirth". Seit Ende vorigen Semesters hat und schließlich der Geschmack? Nun, in den Vorortzügen, wo nämlich der Göttinger Senioren- Konvent, bie Vertretung ber sie von den Zehlendorfer Herren mit wahrer Todesverachtung Hause Auguftstr. 3 der 32 Jahre alte Kaffenbote H. Mahlblock Studentenschaft, über eine Anzahl Göttinger Gastwirthe geprobt wurden, hätte der Wohlgeruch" beinahe Anlaß zu erschossen, der im Bankgeschäft von Auerbach und Benas, Auf offener Straße hat sich am Mittwoch Abend vor dem den Boytott verhängt; aber nicht etwa weil dieselben Hunderte ihrer angestellten Arbeiter ohne jeden Grund auf die Erzessen gegeben; denn die Lichterfelder und Steglitzer Herren Oranienburgerstr. 60, beschäftigt war. Familienzerwürfnisse sollen Straße geworfen, sondern weil sie die wirklich unglaubliche Un- bestanden mit Gewalt auf Entfernung aus den Wagenabtheilen. ihn zu dem Schritt getrieben haben. verschämtheit beseffen haben, den Herren Korpsstudenten, also nie wieder dieses Kraut in Brand zu sehen, dem fühnen Die Zehlendorfer amüsirten sich selbst darob und schwuren, unseren tünftigen Richtern und Staats anwälten, Speisen und Getränke für Diners und Saufgelage oder in Ostafrika oder Deutsch- Guinea seine Tabakpflanzversuche Kolonisten aber den Rath zu geben, in Vierraden, in der Pfalz nicht länger pumpen wollen, und weil sie sogar einige mit weiter fortzusehen, aber hier lieber Teltower Rüben zu bauen. glieder des Senioren- Konvents, die bereits seit einem Jahre die Die Kolonisten haben beschlossen, den Rest der Bigarren Üniversitätsstadt verlassen hatten, an ihre Pflicht zu bezahlen, Sr. Excellenz, dem Herrn Finanzminister Miquel zu dediziren. gemahnt haben. Wie so jammert das offizielle Blatt, mögen in Verlust gerathen und wie viele Existenzen ruinirt worden sein, ehe die Betheiligten zu Die amerikanische Sitte, in unfultipirten Gegenden spekulativ zu Wie die sogenannte Kirchennoth in Berlin aussieht. einem solchen Zusammenschluß gezwungen wurden. Schwer ist erst die Eisenbahn und dann die Stadt an derselben zu errichten, ein solcher Kampf, das wissen wir; geht doch die Begriffs scheint in Berlin in der zur Zeit graffirenden Mode der Kirchen verwirrung der jungen Leute so weit, mit Bontott nach bebauerei nachgeahmt zu werden. In einem der berufensten Organe rühmtem Muster vorzugehen, nur weil die Boykottirten für geistliche Noth, der„ Kreuz- Zeitung" steht folgendes zu lesen: verlangen, daß Schulden ehrlich bezahlt werden. Wie kann man Einsam noch sieht die Samariterkirche zwischen den Kürbis. Vertrauen zu Richtern verlangen, welche in ihrer Jugend solches gärten und unter den Lauben und Sonnenblumen des unterstützen oder anregen? Sind dafür unsere Universitäten da, Bachtlandes der östlichen Vorstadt; die Straßen find jedoch geben dafür Staat und Gemeinde jährlich Millionen aus, um meist gezogen, an denen sich die Glieder einer zufünftigen Universitäten zu unterstützen?... Schwere Mißstände sind ein- Gemeinde ansiedeln sollen; kommt dann noch ein Theil der bisgetreten; so wie hier ist es auch anderwärts, nur getraut herigen Markusgemeinde hinzu, wird das im Innern so schöne, fich niemand dagegen aufzutreten aus leicht be- von außen etwas unruhige Kirchengebäude wohl bald sonntäglich greiflichen Gründen. Es ist der Nothschrei zahlreicher enorm gefüllt sein tönnen. geschädigter Bürger nothwendig, um um endlich einmal den Ein nettes Eingeständniß, das dem Junker- und Pfaffenblatt Finger in eine sehr tiefe Wunde gelegt zu sehen. Eine in Sachen des von ihm unentwegt mit frommer Frechheit be Instanz tennen wir, die rücksichtslos und vorurtheilsfrei haupteten kirchlichen Nothstandes" entfährt. Mißstände beseitigt und zugleich durch eigenen Lebenswandel ein hohes und leuchtendes Beispiel giebt; das ist unser hochVon der Direktion der Nationalgalerie wird für den verehrter Kaiser Wilhelm. Erinnert Euch, Ihr Göttinger nächsten Monat eine Ausstellung geplant, die nur Werke des Kollegen, der vielen Fälle, habt Vertrauen zu dem ernsten jüngst verstorbenen Malers Bruno Piglheim enthalten soll. Manue" u. f. m. 1. f. w. " " viele Millionen von Mark," Das offizielle Organ der gastwirthlichen Mannesseelen verräth durch diesen Fußfall vor dem Thron doch gar wenig Vertrauen auf das geschlossene Vorgehen der boykottirten Wirthe; wozu überhaupt die Ringbildung, wenn es wirklichen Schuh doch erst von der höchsten Instanz erwartet, von dem einen Mann, der auf dem Throne sitzt. In seinem blinden Byzantinismus fieht das Blatt auch gar nicht, wie es sich in direkten Wider spruch setzt mit dem Motto, welches in jeder Nummer an seiner Stirn prangt: Vereinter Kraft gar oft gelingt, was Einer nie zu Stande bringt". " In der Urania wird heute Abend Herr Professor Dr. D. Qubarsch zum ersten Male Ueber chemische Kraft" sprechen und feine Ausführungen durch zahlreiche und interessante Experimente erläutern. Von der Pferdebahn ist am Mittwoch Nachmittag der Er kam beim Absteigen auf dem Potsdamer Platz zu Fall und öfierreichische Oberlieutenant May Kraus überfahren worden. gerieth unter die Räder des Wagens, die ihm über den linken Unterschenkel gingen. Der Berunglückte wurde nach der Charitee geschafft. Es sollen in letterer Zeit verhältnißmäßig häufig Personen beim Abspringen vom Vorderperron der Pferdebahn- Wagen verunglückt sein. Die drei Opfer der Explosion in der Raserne des 2. Garde- Regiment 3. F. befinden sich jetzt außer Lebensgefahr. Es ist somit die Möglichkeit geboten, die Ursache des schweren Unfalls noch aufzuklären. woch gegen 3 Uhr Morgens auf dem Arkonaplay an einem faum Ein schändliches Verbrechen ist in der Nacht zum Mitt 16jährigen Mädchen begangen worden. einer in der Granseerstr. 1 wohnenden Wittwe D., ist bei einem Dasselbe, die Tochter hiesigen Theater als Statistin thätig. junge Dame, wenn sie im Theater zu thun hat, von dort abgeholt. Gewöhnlich wird die Infolge besonderer Umstände war dies am Mittwoch Abend jedoch nicht möglich und das Mädchen fehrte allein nach Hause zurück, machte sie den Hausschlüssel vergessen hatte. Sie fezte sich nun machte aber hier angeblich die Entdeckung, daß auf die Schwelle der Hausthür um den Wächter zu ers warten und sank dabei, ermüdet wie sie war, in Schlaf. Dies hatte ein dort herumlungernder Mensch bemerkt. Er schlich sich leise an das schlafende Mädchen heran, fiel plöglich über sie her, würgte sie und steckte ihr sein Taschentuch als Knebel in den Mund, dann schleifte er das wehrlose Opfer bis an den Rinu stein, wo er es zu vergewaltigen suchte. Glücklicherweise hatten aber doch vorübergehende Personen den Vorfall bemerkt. Der Verbrecher wurde abgefangen und nun brach ein furchtbares Lynchgericht über ihn herein, bis es dem hinzukommenden Wächter Schulz gelang, ihn zur Wache abzuführen. Hier wurde er als der in der Swinemünderstr. 143 wohnende 31 Jahre alte Handwerker Lehmann festgestellt. Witterungsübersicht vom 20. Ceptember 1894. Der Fernsprechverkehr zwischen Berlin und Bernau ist eröffnet worden. Die Gebühr für ein Gespräch bis zur Dauer von drei Minuten beträgt 50 Pf. Am 30. September Abends nach Dienstschluß wird das Postamt 86( Wasserthorstraße) von dem Hause Wafferthorstr. 22 nach dem Hause Wasserthorstr. 33 Polizeibericht. Am 19. d. Mts. Morgens wurde ein Mann verlegt. Dasselbe führt nach der Verlegung die bisherige Bezeich in seiner Wohnung, am Weidenweg, erhängt vorgefunden. Nun wissen wir es. Ein Weiser der Freien Bühne" nung weiter. Zum 1. Oktober wird das Postamt III in Mar- Auf dem Bahnhof Alexanderplatz stürzte Vormittags ein Arbeiter Neue deutsche Rundschau hat es glücklich herausgefunden, eine Bostanstalt mit Telegraphenbetrieb neu eingerichtet, welche tief hinab und starb bald darauf. Nachmittags wurde tinikenfelde aufgehoben und dafür in Berlin NW., Beusselstr. 2, infolge eines Fehltritts von einer Leiterrüstung etwa 6 Meter was der derzeitige Bierboykott eigentlich ist. Im Septemberheit die Bezeichnung„ Berlin NW. 87( Beusselstraße)" erhält. der Zeitschrift betont in einem sonst gar nicht üblen Essay über ein Mädchen am Alexander- Ufer durch einen von einem Tagesfragen eine Eiserne Maste" so nennt sich der Ver- Die Betriebszeit für den Wassersturz im Viktoria- Wagen herabfallenden Kloben Holz am Kopfe verletzt. faffer- daß leider nicht( was scheinbar nach seinem Geschmack Part ist für die Zeit bis zum 15. Oktober von Vormittags 10 Uhr Auf dem Potsdamerplay fiel ein Mann beim Abspringen gewesen wäre) gerechte Entrüstung betrogener bis Nachmittags 6 Uhr festgesetzt worden. vom Vorderraum eines in der Fahrt befindlichen PferdeBecher" im Boykott Ausdruck fände, sondern liebe Gitelbahnwagens unter die Räder und erlitt einen Beinbruch. teit, machttibel und Parteifererei". Herr Singer Schuldner" haben die Bäckermeister in Moabit an Pferdebahnwagen und einem Möbelwagen statt, bei dem ein auf Eine Boykottliste über fäumige Zahler" und" böswillige Jn der Kochstraße fand ein Zusammenstoß zwischen einem und Herr Rösicke sollen nach der„ Eisernen Maske" schon längst gelegt. Sie find mit der Einrichtung zufrieden und geben an, daß dem letzteren fizender Mann herabgeschleudert und am Kopfe die Absicht gehabt haben, einmal zu probiren, wer von " beiden es länger aushalte". Daran knüpft der verin der Liste feineswegs nur arme Leute, sondern auch Personen und Arme bedeutend verletzt wurde. In der Nacht zum mummte Herr den ziemlich faulen Wit, Singer habe geschworen, oon sehr hoher Lebensstellung haben Aufnahme finden müssen. 20. d. M. erschoß sich in der Auguststraße ein Mann. Abends sich für die Zeit des Boykotts ganz auf Siechen und die jemine! Der Polizeimoniteur meldet:„ Der Polizei- brach im Hause Urbanstr. 38 Feuer aus, das den Dachstuhl fast befferen Bordeauxmarfen zu beschränken. Weiter wird konstatirt, präsident Freiherr von Richthofen ist vor dem Ablauf seines ganz zerstörte. Außerdem fanden im Laufe des Tages vier die„ Heermannen" beider Führer hätten es gäbe noch eine Urlaubes nach Berlin zurückgekehrt und hat sich alsbald bei dem fleine Brände statt. Nemesis ihre Strafen dahin: den zielbewußten Boykottern Minister des Innern gemeldet. Die frühere Rückkehr soll im merde ringfreies Bier verschänkt, das unter den altalisch Zusammenhang damit stehen, daß der Kaiser den Wunsch geschmeckenden warmen Quellen wohl an erster Stelle rangirt, und äußert habe, fich von Herrn von Richthofen über die anarchistischen die kleineren Berliner Brauereien, welche Herrn Rösicke folgten, Vorgänge Bericht erstatten zu lassen. Die stattgefundene seien wahrscheinlich durch den Boykott zu grunde gerichtet. Audienz dürfte nicht ohne Einfluß auf die Sicherheitsgesetzgebung Letzteres ftimmt, das Andere ist Kohl. Die„ Eiserne Maste" bleiben." follte es unterlassen, Dinge und Vorgänge in ihre Betrachtungen Der Tagesgeschichte hineinzuziehen, von denen sie in ihrer Abend gegen 5 Uhr vor dem Haufe Kochstr. 21 der 35 Jahre Durch den Zusammenstoß zweier Wagen wurde gestern objektivistischen" Größe nichts versteht. Welch tiefsinnige" alte Bäcker Wilhelm Hoffmann von einem der Fuhrwerte auf Erklärung einer Episode aus dem großen Klassentampfe unserer das Straßenpflaster geschleudert. Er erlitt derartig schwere Zeit ist's, den Boykott aus lieber Eitel Kopfverletzungen, daß er mittels Droschte nach der Charitee Hamburg Machtkitel und Parteifererei" entsprungen darzustellen! Und dann das bekannte Hervorheben der„ Führer"! gebracht werden mußte. Wie alt und wie albern! Als ob sich die Arbeiterklasse in Ber folgung ihrer Interessen leithammeln ließe! Bermuthlich gehört Eiserne" der Zunft der Herrenmoralisten" an, so sich gern Uebermenschen" nennen hören. Deshalb wohl der hochmüthige In der Chloroform- Narkose ist am Mittwoch früh in Petersburg Ton betreffe der Beermannen". Zur Beruhigung sei der der Wohnung eines hiesigen Augenarztes ein zwölf Jahre alter Eisernen" mitgetheilt, daß das ringfreie Bier durchaus nicht in Knabe gestorben, an dem eine Operation vollzogen werden sollte. Sie erste Reihe der altalisch schmeckenden Quellen rangirt zu Näheres ist noch nicht bekannt. werden verdient. Es schmeckt mindestens ebenso gut, wie das gleich theure Ningbier.'" Die Freie Bühne", einer der lautesten Rufer im Streit des Modernen gegen das der Vernoderung entgegengehende Alte, hat sich nicht gerade Lorbeeren verdient mit dem Abdruck der zitirten Boykottbetrachtungen. Sie riechen nach Wildpret, das schon etwas lange in den verschiedensten Kramläden feilgeboten wurde. modernen teit, die " Stationen. Swinemünde Berlin Wiesbaden. Verloren gegangen ist die Sammellifte für die ausge- München sperrten Brauerei Arbeiter Nr. 7818. Es wird gebeten, dieselbe Wien Wörtherstr. 21 bei Graumann abzuliefern. Haparanda Wegen schwerer Urkundenfälschung sind der vielfach bestrafte Kaufmann Alfred Borck und der Kaufmann Anton Lipinski verhaftet worden. Sie gingen in der Weise zu Werke, daß einer als Postassistent und unter falschem Namen bei auswärtigen Firmen durch Postkarte Bigarren, Kleiderstoffe und Goldwaaren nach einer Wohnung bestellte, die der andere unter dem angegebenen falschen Namen gemiethet hatte. Dieser nahm auch die Waaren in Empfang. Cort. Aberdeen Paris Barometer ftand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 764 0 • 766 765 Still Still 765 767 A 764 NNW 757 NW 766 768 GO 766 NW 1211212111( Stala 1-12) Better wolkig Temperatur 50.40 R.) ( nach Celsius 12 Nebel wolkenlos 10 9 woltenlos heiter 12 wolkig woltig wolfig 13 woltig bedeckt 12 11 Wetter- Prognose für Freitag, den 21. September 1894. Ruhiges, vorwiegend heiteres, trockenes, zeitweise woltiges Wetter mit hoher Tagestemperatur. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. Zur Lokalliste. Der Besitzer des Lokals" Bur alten Linde" am Kottbuser Play, ein Herr Günther, betreibt Biermogeleien. Er läßt sich Bier aus der Unionsbrauerei in die benachbarte Ein Betrüger, der sich als Photograph ausgiebt, treibt von dem Disziplinargerichtshof für richterliche Beamte in Stutt Der Landgerichsrath Pfizer aus Ulm ist am Mittwoch Seifenhandlung bringen und nimmt es von dort in sein Lokal sich seit furzem in den Vororten herum. Hauptsächlich richtet er gart zur Strafe der Dienstentlassung verurtheilt worden. hinein, wo es als ringfreies Bier verzapft wird. fein Augenmert auf Fabrifen, deren Arbeiter er in Gruppenbilder Pfizer war beschuldigt worden, 1. die Pflicht durch sein Verhalten Einen neuen Triumph feiert Frau Lina Morgenstern. photographiren will; als Anzahlung läßt er sich 50 Pfennig außer dem Amte der Achtung, die sein Beruf erfordert, fich würdig zu Durch den Mund der ihr zu Gebote stehenden bürgerlichen Tages- zahlen und verschwindet dann auf Nimmerwiedersehen. Der zeigen, 2. die Pflicht, über die vermöge seines Amtes ihm bekannt presse läßt sie verkünden, daß die Unterstügungskaffe des Vereins Betrüger ist 1,66 Meter groß, 30 bis 35 Jahre alt, hat hellblondes gewordenen Angelegenheiten, deren Geheimhaltung ihrer Natur der Berliner Volfsküchen von 1866 zur Speisung Nothleidender Haar und röthlichen Schnurrbart und trägt einen Photographie- nach erforderlich war, Verschwiegenheit zu beobachten, verlegt, im Laufe dieses Jahres, in welchem die Arbeitslosigkeit so all- Apparat bei sich. somit nach beiden Richtungen fich eines Dienstvergehens im inne des Art. 69 2c. des Beamtengefehes schuldig gemacht zu aben." in einer deut dem Derlammlungen. " P 1 217 000. und Seifert. Ein vor Eintritt in die Verhandlung vom Angeklagten Mi dchen in dem Alter von 12 bis 13 Jahren dem Laster zuführte. erhobener Einwand wegen Befangenheit des Gerichtshofs| Sie selbst lockte die kleinen Mädchen in ihre Wohnung hinauf, Diese Vergehen sollen durch eine von dem Angeklagten ver- wurde von diesem für unbegründet erachtet. faßte Broschüre begangen worden sein, in der er darzulegen handlung rügte Herr Pfizer namentlich, daß troß seines reicher und angesehener Lüftlinge zu liefern. Die unglücklichen In der Ver- um die unschuldigen Töchter der Kellerwohnungen in die Macht suchte, daß ein am 11. Dezember 1882 vom Schwurgericht zu mehrfach gestellten Antrages teine Anklage wegen Beleidigung Opfer wurden mit Kerker bedroht, wenn sie etwas weiter er Ulm wegen Brandstiftung zu 31/2 Jahren Buchthaus ver- gegen ihn erhoben sei. Nach zweitägiger Verhandlung, an deren zählen sollten davon, was sie in den prächtigen Räumen erlebt. Eine urtheilter Tagelöhner Willibald Jlg seine Strafe un Schluß der Angeklagte, der sich selber vertheidigte, seine Frei- der unglücklichen Kleinen wurde derart frank, daß die besorgten schuldig erlitten habe. Diese Ansicht war schon vorher sprechung beantragte, fällte der Gerichtshof am Mittwoch folgendes Eltern einen Arzt rufen mußten, dem das Mädchen Alles ein. 1884 von Pfizer verfaßten Denkschrift ausge- Urtheil: In dem Disziplinarverfahren gegen den Landgerichts gestanden hat. Auf die Anzeige hin gab Oberstadthaupt sprochen worden, wegen der er mit einem disziplinarischen rath Pfizer aus Ulm hat der Disziplinargerichtshof für richter- mann von Séllen den zwei geschicktesten Detektivs Ordre, Verweis belegt worden war. Die im Frühjahr dieses Jahres liche Beamte auf grund der mündlichen Verhandlung vom in die Wohnung einzudringen, und zwar zu einer Zeit, erschienene Broschüre trägt den Titel„ Willibald Jlg. Ein Nacht- 18. September 1894 nach Maßgabe der§§ 4, Abs. 1; 5; 69; menn auch Klienten" der Kovacs dort verweilen. Die ftück aus der modernen deutschen Strafrechtspflege. Von G. Pfizer." 72, Abs. 2; 74; 106, Abs. 1 des Gesetzes über die Rechts- beiden Detektivs brangen in In der Einleitung bezeichnet sich diese Schrift als eine praktische verhältnisse für Staatsbeamte für Recht erkannt: der Angeklagte gerade ein sehr hoch gestellter Eisenbahnbeamter drangen in die Lasterhöhle ein, als Ergänzung zu der im Jahre 1888 veröffentlichten Schrift: wird zur Strafe der Dienstentlassung, sowie zur Tragung der daselbst anwesend war. Bei der Hausdurchsuchung fand man Recht und Willkür im deutschen Strafprozeß", worin Kosten des Verfahrens verurtheilt. der gleiche Verfasser auf zwei Krebsschäden das Album, welches die Photographien von ungefähr fünfaig schen Strafverfahrens hingewiesen hatte: auf die Kindern in den obszönsten Stellungen enthält, sowie kompro französischen Recht entlehnten Institute der Staatsanwaltschaft mittirende Briefe aus Ungarn, wie auch aus Wien. Ganz be= und des Schwurgerichts. sonders kompromittirt erscheint ein bekannter und sehr " Die nunmehrige Schrift soll zeigen, wie jene beiden Einrichtungen es bewirkten, daß zuerst ein höchst reicher Magnat. Ginige Mädchen, die im Hause der Der Franen und Mädchen Bildungsverein( Filiale Kovacs verführt wurden, sind in das elterliche Heim nicht mehr wahrscheinlich Unschuldiger zu Buchthaus verurtheilt und als Weißenfee) hielt am 9. September eine Wanderversammlung in zurückgekehrt. Die von der Polizei verhaftete Rowacs wurde der dann ein Richter( nämlich der Verfasser) von seinen Vor- Wilhelmsberg im Trinkhaus'schen Lokale ab, in der Genosse Staatsanwaltschaft überliefert, während die Mitschuldigen gesezten schnöde mißhandelt wurde." In dem 2. Abschnitt der Wagner über Die Ursachen der Verbrechen" referirte. Von vorderhand natürlich auf freiem Fuße verblieben. Broschüre, betitelt:" Der Rechtsfall", wird die Ilg'iche Straf- einer Diskussion über den Vortrag wurde Abstand genommen. machen sie sich rechtzeitig aus dem Staube. - Bielleicht fache und das Disziplinarverfahren gegen Pfizer dargestellt Unter Verschiedenem wird mitgetheilt, daß dem Wirth des Lokals und erörtert, hierbei namentlich auch der Hergang bei der die Konzession um eine Stunde gekürzt ist. Es scheint diese Ostas. Lloyd" zufolge sollen in dem ersten Halbjahr 1894 in Die Beulenpest in China. Zuverlässigen Quellen des Berathung und Abstimmung der richterlichen Mitglieder des Maßregel wohl darauf zu beruhen, weil der Wirth fein Lokal zu Canton an der Beulenpest nicht weniger als 180 000 Menschen Schwurgerichts veröffentlicht und dasjenige im Wesentlichen Versammlungen giebt. Zum Schluß nahm Frau Mesch und gestorben sein. Die gewöhnliche Sterberate in Canton ist etwa wiederholt, was zu der oben angegebenen Disziplinarbestrafung Genosse Wagner Gelegenheit, nochmals die strenge Durch- 1000 im Monat. In Hongkong dürfen seit Ausbruch der Pfizer's geführt hat. In den beiden legten Abschnitten der führung des Boykotts zu empfehlen. Broschüre, betitelt:„ Bemerkungen zu dem Rechtsfall" und Epidemie bis zu Anfang d. M. zwischen 6- und 7000 Menschen Schlußbetrachtung" werden die Erörterungen weiter geführt Rigdorf. Ein sonderbarer Grund" war es, der den über ihr zum Opfer gefallen sein. und heftige Angriffe gegen die Mitglieder des Oberlandesgerichts, wachenden Gendarm veranlaßte, die am 18. September bei die dem Urtheil vom 26. April 1884 zugestimmt haben, Wiersing, Knesebecstr. 76, tagende öffentliche Volksversamminsbesondere gegen den Vorsitzenden und den Berichterstatter wie lung aufzulösen. Nachdem Gastwirth Hilpert sein Referat Briefkaffen der Redaktion. auch gegen den Justizminister Dr. v. Faber vorgebracht. Land- über" Die Verhandlungen der Saal mit der Bierboykott- Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bwet Buchstaben ober eine Sahl) gerichtsrath Pfizer bekannte sich vor dem bestellten Unter- fommission und die weiteren Schritte den Saalbesitzern gegenanzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Herkules 25. Peting 1600 000. Japan: Tokio( Yeddo) fuchungsrichter, Landgerichts- Präsidenten v. Hausch in Ulm, als über" beendet hatte, erbat sich Genosse F. Siegerist das Verfasser der Broschüre mit dem Bemerken: er habe dem Ver- Wort. Dem Vorsitzenden Hoppe, welcher den Redner wieder- N. M. In der Kommission waren vertreten Molkenbuhr leger die Höhe der Auflage überlassen, etwaige Unkosten desselben diese Angabe doch wohl kaum für nöthig halten sollte, da er seit holt nach seinem Vornamen fragte, antwortete dieser, daß er übernommen und für feinen Fall sich ein Honorar ausbedungen. 3 Jahren in Nixdorf wohne, außerdem als Versammlungsredner Rodewald. Theilen Sie uns mit, wo der Unfall passirt Nachdem das Justizministerium unter dem 14. Juni d. I. der Polizei wohl bekannt sei. Er nannte nun nochmals seine ist und senden Sie, wenn möglich, den Berletzten zu uns. die Einleitung des förmlichen Disziplinarverfahrens gegen Pfizer brei Bornamen und setzte hinzu, nächstens werde er Taufschein behuss seiner Entfernung vom Amte verfügt hatte, wurde von und Miethskontrakt stets bei sich führen.( Gelächter.) Jetzt Ihre Mittheilungen dem Fachblatt„ Der Handelsangestellte" Rothaler. Unverständlich. dem Disziplinar- Gerichtshof für richterliche Beamte Pfizer am 16. Juni, in Anwendung des Art. 110 des Beamtengesetzes, erhob sich der Gendarm und erklärte: Wegen Verächtlich- hre Mittheilungen dem Fachblatt„ Der Handelsangestellte" feines Amtes vorläufig enthoben und demzufolge von dem fgl. machung(!?) löse ich die Versammlung auf" und fordere die soJustizministerium die Innebehaltung je der Hälfte des Gehaltes sammlungsbesucher, wenn auch kopfschüttelnd, dem Gebote, doch fortige Räumung des Saales." Natürlich fügten sich die Ber- G. R. 555. Kirchhoff ist nicht vom Adel. No. 51. Berlin zählt nicht zur Provinz Brandenburg. und der Funktionszulage des Pfizer vom 1. Juli d. J. ab an geordnet. Pfizer hat gegen das Disziplinarverfahren Protest ging den beiden Beamten die Räumung des Saales nicht schnell Elfjähriger Abonnent. In Börsenfachen geben wir keinen genug von statten, und obgleich sich das Lokal in solch kurzer erhoben, indem er ausführte: Ich gebe zu, daß ich den an dem Beschluß des Disziplinar- Beit noch nicht geleert haben konnte, verlangten sie vom Wirth gerichtshofes vom 26. April 1884 betheiligten Richtern den in sehr befehlendem Tone, daß er sofort das Gaslicht verlösche. schwersten Borwurf gemacht habe, den man einem Richter in andere Polizeibeamte aufgestellt. Durch den vorzeitigen Schluß Auf der Straße war eine größere Anzahl Gendarmen und Briefkaffen der Expedition. Beziehung auf seinen Beruf machen kann, nämlich den Vorwurf: der Versammlung wurde auch die Abstimmung über eine Resolu- ein: Ueberschuß vom Statspielen bei Krause, Müllerstr. 12, Für die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter gingen ferner hängt zu haben, deffen Unschuld ihnen bekannt sein mußte und tion, welche nach wie vor strikte Durchführung der Boykott- 2 Salzufer 6 9,50. 2. P., durch M. 50,-. Bei der Gebekannt war. Ist dieser Vorwurf begründet, dann sind meine beschlüsse jedem Genossen zur Pflicht machte, vereitelt. Indeß burtstagsfeier des lahmen Glafers 1,85. Gesammelt bei der Bes darüber gebrauchten Ausdrücke nicht zu hart. Ist er wird wohl die durch nichts gerechtfertigte Aufsichtigung der deutschen Hutfabrik, Landsmannsch. d. Schleswigbegründet, dann ist mein Verbleiben im Staatsdienst eine Lösung, gegen welche beiläufig benterkt Beschwerde erhoben Holsteiner 2,70. Ueberschuß vom Kranz für Frl. Wabnih von Unmöglichkeit und ich werde von dem Tage, wo durch werden soll, das ihrige dazu beitragen, die Arbeiter anzuhalten, den Genossen v. C. Beermann 4,-. Die zentralisirten Hutmacher in Liegnig i. Schl. 9,95. Bom den Spruch eines unbefangenen, das heißt außerwürttem- den Boykott noch wirksamer durchzuführen. Stiftungsfeft des bergischen Wichters rechtskräftig festgestellt ist, daß die von Gesangvereins„ Junge Eiche" für einen mir behaupteten Thatsachen nicht wahr seien, ohne Rücksicht Herrentanz, gesammelt durch Tanzlehrer Hoffmann 7,25. Gesangdarauf, ob ich den Spruch für gerecht halte oder nicht, meine verein Freier Männerchor Nord- West, Amerikanische Auktion bei Entlaffung einreichen. Ich gebe endlich zu, daß ich behauptet Fiet 6,75. Parteigenossen in Schwedt 10,-. Ges. in der Büchse habe: der Juftizminister habe die Verhängung einer Disziplinarbei Radke und auf dem Vergnügen bei Nieft 6,74. D. S. 1,-. Eisenbahn- Unfall. Wie die Frants. Dderstg." meldet, Amerit. Auktion Karthaus'scher Gesangverein 5,- Mehrere ftrafe über mich gewünscht, und in der Hoffnung, daß sie erfolgen stießen vorgestern bei Frankfurt a. D. ein von Berlin und ein reichstreue Turner Charlottenburgs 3,50. Amerikanische Auktion werde, dem Oberlandesgericht die Beschwerden des Land- von Küstrin kommender Zug zusammen. Personen wurden auf einer rothen Hochzeit Müllerstr. 132b durch Seifert 3,60. gerichtsraths Rau und des Staatsanwalts v. Pfaff zugehen nicht verlegt. Nähere Nachrichten über den Unfall liegen noch Arbeiter einer Königlichen Werkstatt 2,75, Lassen mit dem„ Anheimgeben", das Geeignete zu verfügen. nicht vor. StraßburgerDurch den Vorwurf der Beugung des Rechts habe ich, wenn er caße 55 2,10. Von den Kohlenstaubbrüdern aus der Wöhlertunbegründet ist, mich nicht nur eines Dienstvergehens, sondern gemeldet. Dort ertranfte der am Bollsteig Nr. 7 wohnende traße 30 II S., 9. Woche 5,30. Ein Fall der cholera asiatica wird aus Zangermünde straße 2,25. Ueberschuß von ringfreiem Bier, Spandauerauch eines gemeinen Bergehens und zwar der verleumde- Faschinenleger W., welcher beim Buhnenbau an der Elbe be- bei Kummers durch Peschel 2,-. Gesammelt bei einer Feier rischen Beleidigung im Sinne des§ 186 des Strafgefeß schäftigt war, bei der Arbeit unter choleraähnlichen Erscheinungen. Gemüthl. Zusammensein von den Gästen des Schankw. Reuter Gesammelt bei einem buches schuldig gemacht. Ich behaupte, daß der Thatbestand des Wie das bakteriologische Institut in Berlin feststellte, liegt bei 2, Ju Reinickendorf at Biertisch bei Rosenfeld ges. 1,50. mir zur Last gelegten Dienstvergehens( abgesehen von dem aus W., der aller Wahrscheinlichkeit nach verseuchtes Elbwasser ge- Morgensprache der Schriftgießer bei Ostertag, Rixdorf, 7,10. Rechtsgründen zu verneinenden Vorwurf der Verlegung des Amts- trunken, cholera asiatica vor. geheimniffes) zufammenfällt mit dem Thatbestand des gemeinen Bei der Geburtstagsfeier d. Wwe. Kaufmann, Staligerstr. 29a, Bergehens, so daß wenn wegen des letzteren im gerichtlichen in der Elbschloßbrauerei zu Nienstedten, wahrscheinlich in einem 12,80. Hamburg, 20. September. In der vergangenen Nacht brach amerikanische Auktion, Von den Möbelpolirern Verfahren eine Freisprechung erfolgen würde, nach Art. 76 bes in der Equiß'schen Möbelfabrik( sechste Rate) 4,-. Von Beamtengefeßes ein Disziplinarverfahren nicht mehr statthaft Bodenraum, ein Feuer aus, durch welches das Sudhaus voll- Genossen im 6. Wahlkreise gesammelt auf dem gemüthlichen wäre. Und ich behaupte, daß in einem gerichtlichen Berfahren blieben. Der Betrieb wird jedenfalls auf einige Beit eine Unter- b. Stoppert 6,35. Für einen Vortrag in der Bersammlung der ständig zerstört wurde. Das Maschinenhaus ift erhalten ge- von 6 Aufgeklärten von Löwe, Martinickenfelde, 5, Laatschen Beisammensein im General- Baß d. W. G. 2,75. Bierprozente meine Freisprechung erfolgen müßte, weil die von mir be haupteten Thatsachen erweislich wahr sind." brechung erfahren. moor, Medenburg 9,50. Posamentirer 5,-. Gef. von den Handwerkern von Rothenunt= Dieser Protest ist jedoch als unbegründet zurückgewiesen worden. Aus diesem Anlaß erscheint heute Pfizer, der Verlegung des Artikels 69 des Beamtengesetes beschuldigt, vor Eingangs bezeichnetem Gerichtshof. Pfizer heißt mit Vornamen: Gustav. Er ist am 13. September 1840 geboren. Am 11. August 1879 wurde er zum Landgerichtsrath in Ulm ernannt. Er war bisher Stellvertretender Vorsitzender der 2. Ziviltammer des Landgerichts zu Ulm. Im Jahre 1890 wurde ihm das Ritterkreuz 1. Klasse des Friedrichsordens verliehen. Vermischtes. In Harburg wurden infolge Loslösung eines etwa 40 Meter hohen Abhanges drei Arbeiter verschüttet. Zwei sind als Leichen ausgegraben worden. Thiermann. Vielleicht sind Sie damit einverstanden, daß überwiesen werden. Rath. . Summa 194,29 M. Bereits quittirt 10 384,98 m., in Summa M. Stettiner Pappel- Allee 3,80 M. 10529,27 teinfeger. Gesammelt bei Rulice, Budapester Gesellschaftsstügen. Die Polizei in Budapest führt eine Untersuchung in einer sensationellen Angelegenheit, die Aehnlichkeit hat mit jenen Schandthaten, die vor neun Jahren die Londoner Ball Mall Gazette" enthüllte. Neulich wurde lehrer Hoffmann für einen Herrentanz 4,40 4,45 beißen. Berichtigung. In Nr. 210 soll es statt burch TanzFrau Gabriele Kovacs, die sich in der Königsgasse 38 eine Otto Kroufeldt, Charlottenburg. Ihr eingezahler Betrag luguriöse Wohnung hielt, von der Polizei verhaftet, als sie ist in Nr. 198 vom 21. August quittirt. Deffentliche Maurer- Versammlung Allen denen, welche unserm lieben| Bruder und Schwager Otto Schulze die legte Ehre erwiesen, insbesondere seinem Meister Herrn Schulze und Deutscher Holzarbeiter- Berband ( Zahlstelle Berlin). am Sonntag, den 23. September, Vorm. 10 Uhr, in den Frau für die aufopferube Pflege wäb- Sonntag, 28. September, Borm. 10 Uhr, im Wedding- Kasino, Schulstraße 29: Arminhallen, Sommandantenstraße 20. Tages- Ordnung: 1. Die Bausperre Landwehrstraße 37 und die weitere Stellung dazu. 2. Der Nutzen des Gewerbegerichts für die Arbeiter. 8. Gewerkschaftliches. Alle Maurer sind hierzu eingeladen. 188/10 I. A. der Vertrauensmänner der Berliner Maurer: Carl Schulze, Bergmannstraße 27 v. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Sonnabend, den 22. September, Abends 81/2 Uhr, im Saale des Herrn Wernan, Rosenthalerstr. 57; Wander- Versammlung für den Norden. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Jahn über:" Die Naturgeschichte der Menschheit". 2. Listussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, bis zum 1. Oktober die Billets vom Sommernachts- Ball abzurechnen. 197/15 Der Vorstand. Achtung, Zimmerer! Sonntag, den 23. September, Vormittags 10 Uhr, im Saale des Herrn Ullrich, Waldemarstr. 75: Bezirks- Versammlung des Vereins der Zimmerer Berlins und Umgegend für Oft und Süd- Ost. Zages Ordnung: 1. Die Gewerkschaftsbewegung und deren Bedeutung. 2. Diskussion. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorßand. rend seiner Krankheit herzlichen Dank. Familien Rohlender und Beifert. Mache hiermit bekannt, daß ich vom heutigen Tage ab die 3037b Versammlung für Reinickendorf und Umgeg. Tagesordnung: 1. Wie stellen sich die Holzarbeiter Reinickendorfs und Umgegend zum Holzarbeiter- Verband? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Niederlage der Freienwalder Brauerei 142/7 übernommen habe u. lief, intl. Spundgeld Uchtenhagener Schloßbräu( dunkel) 28,00 Zu dieser Versammlung werden die Holzarbeiter( auch Nichtmitglieder) von Reinickendorf aufgefordert, zahlreich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Lagerbier pro Tonne für 21,00 Sozialdemokr. Verein für Stralau- Rummelsburg Wilhelm Marten, Gartenstr. 152. Soeben erschien: 3040b Vorwärts" Sammlung polit. satir., ernster und humoristischer Vorträge, Kouplets, Soloscenen, Duetts, Lieder zc. Gesammt Buchausgabe( ohne Noten) F Preis( 96 Seiten) geb. 30 Pf. Wiederverkäufern Rabatt. A. Hoffmann's Verlag, Berlin O., Krautfir. 38a. und Umgegend. Oeffentliche Versammlung am Sonnabend, 22. September, Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Müller, Neue Prinz- Albertstr. 70. 58/4 Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Bruns über: Der Bauer, was er ist und was er war". 2. Diskussion. Gäste willkommen. 53/4 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Stuckateure Charlottenburgs 19 und Umgegend. Sonntag, den 23. September, Vorm. 10 Uhr, im Lokale " Bismarckshöhe", Bismarckstraße 74: Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: Weißbier- Hilfebein. 2. Berichterstattung des Vertrauensmannes. 3. Koatsforbfrage. 4. Ber1. Unsere wirthschaftliche Lage und wie können wir dagegen ankämpfen? 50 l. à 1/2 tr. 3 M. schiedenes. Andreasstr. 63. 7488* Der Vertrauensmann: Ernst Schmiedel, Goethestr. 66, 226/5 Für den Inhalt der Jnierate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. . Freitag, 21. September. Opernhaus. Falstaff. Karneval. Schauspielhaus. Das Leben ein Traum. Lessing Theater. Madame Sans Gene. Berliner Theater. Ein Erfolg. Neues Theater. Perrichons Reise. Der sechste Sinn. Schiller Theater. Der Veilchenfresser. Deutsches Theater. Der Talisman. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Rehdenz Theater. Demi- Monde. Theater Unter den Linden. Drpheus in der Unterwelt. Bellealliance- Theater. Pyriz. Adolph Ernst- Theater. 28 Tage. KyritzLolotte's Central- Theater. O! diese Berliner! Alexanderplat Theater. Ein 9 Modell. Ein alter Sünder. National Theater. Die kleinste Baronin. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Vorstellung. Passage- Panopticum. Gesangverein„ Nord" ( Mitgl. d. A.-S.-B.). 51 wilde Weiber Sonnabens, den 22. September 1894, in den Räumen aus Dahomey. Brunnenstraße 188( J. V.: Gründel) Familien- Kränzchen, Gesangs- und Einzelvorträge. Garderobe 15 Pf., dafür Entree frei. Herren, die am Tanz theilnehmen, Der Vorstand. Die Herenschaukel, sablen 25 Pf. nach. Um zahlreiches Erscheinen ersucht neueste Illusion. Alcazar Vaudeville- u.Variété- Theater Dresdenerstr. 52/53( City- Passage). Der Bombardier im Fener! Burleske mit Gesang und Tanz. Regie: Edwin Stempel. Auftreten sämmtlicher neu engagirter Künstler. Anfang 71/2 Uhr. Entree 20 Pf. Reservirter Play 30 Pf. R. Winkler. In RohTabaken Parodie Theater. Spezialitäten und Utensilien für Wintergarten. Spezialitäten Vor- Cigarren- Fabrikanten stellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Freitag, 21. Septb., Abends 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Lustspiel in 4 Akten von G. v. Moser. Sonnabend, 22. Septbr., Abds. 8 Uhr: Der Menonit. Trauerspiel in 4 Atten von E. v. Wildenbruch. Sonntag, 23. Septbr., Nachmittags 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Abds. 8 Uhr: Der Menonit. Im Bürgerſaale des Rathhauses auf Wunsch zum zweiten Male: GoetheAbend. Abends 71/2 Uhr. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. 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Die Wahl ist geheim nnd findet mittels Stimmzettel statt, die an allen Wahllokalen ausgegeben tverdeu. Versäume also niemand, sein Wahlrecht auszuüben? Nachstehend bringen wir die Kandidatenliste mit Angabe der Wahlbezirls und Wahllokale zur Kenntniß und ersuchen be- sonders die Kandidaten, die Liste auf Richtigkeit der Namen, Wohnung und Beruf zu prüfen. Sollten noch Unrichtigkeiten in bezug auf die Kandidaten vorhanden sein, so werden diese ersucht, heuteAbend bei Ehrenberg, Annenstr. 16, die Berichtigungen vorzunehmen. I. Wahlbezirk: l Beisitzer, 70 Wähler. Wahllokal! Geineindeschule, Hinter der Garnisonkirche 2. Kandidat: Paul Stößel, Buchdrucker, Brüderstr. ö2. — Ersatzmann: Franz Pehl, Töpfer. Eberswalderstr. 28. 2. Wahlbezirk: l Beisitzer, 70 Wähler. Wahllokal: Geineindeschule Niederwallstr. 6/7. Kandidat: Richard W eg en er, Schlosser, Oranien- straße 23a.— Ersatzmann: Theophil Grätz, Maler, Ritter- flraße 13. 4. Wahlbezirk: 2 Beisitzer, 140 Wähler. Wahllokal: 49 bei Krieger. Kandidaten: Paul Köhler, Wäsche-Arbeiter, Mendels- sohnstraße 10; Reinh. Clemens, Tischler, Falckenstcinstr. 33. — Ersatzmann: Paul Fleischer, Weber, Landsberger Allee 2. b. Wahlbezirk: 1 Beisitzer, ISO Wähler. Wahllokal: Gemeindeschule, Wilhclmstr. 117. Kand.: Carl Butry, Tabakarbeiter, Stralsunderstr. 17, 2 Tr.— Eis.: Otto Riemer, Töpfer, Veteranenstr. 19. 6. Wahlbezirk: 2 Beisitzer, 100 Wähler. Wahllokal: Schönebergerstr. 6 bei Scholl. Kaub.: Albert Faber, Buchdrucker, Nene Maaßenstr. 60, M ax Zembke, Wäschearbeiter, Neu-Weißensee, Lederstr. 117, 2 Tr.— Ers.: Emil Liebers, Wirker, Höchstestr. 19. 7. Wahlbezirk: 1 Beisitzer, 26 Wähler. Wahllokal: Geineindeschule, Genthinerstr. 4. Kand.: Heinrich Rühl, Xylograph, Katzlerstraße.— Ers.: Martin Müller, Stuckateur, Swineumnderstr. 102. 3. Wahlbezirk: 2 Beisitzer, 270 Wähler. Wahllokal: Eteinmctzstr. 79, Turnhalle. Kand.: Adolf Kern, Porzellanarbeiter, Stendalerstr. 17; Wilhelm Graß, Schneider, Solmsstr. 19.— Ers.: Karl Springer, Kürschner, Anklamerstr. 1. 9. W a h l b e z i r k: 3 Beisitzer, 232 Wähler. Wahllokal: Wartenburgstr. 12. Turnhalle. Kand.: Ernst Obst, Zimmerer. Blumenthalstr. 8; Lini K l e i n e r t, Stuckateur, Bülowstr. 40; Her m. B ö h l i n g, Maler, Warschauerstr. 5.— Ers.: Albert Michaelis, Handschuhmacher, Buttmannstr. 3. 11. Wahlbezirk: 3 Beisitzer, 1497 Wähler. Wahllokal: Gräfestr. 33, Turnhalle. Kand.: Martin Baümberg, Drechsler, Mittenwalder- straße 40; Wilhelm Arndt, Packer, Gneisenaustr. 32; Hermann H e l l k e, Rollkutscher, Dragonerstr. 31.— Ers.: August Klemann, Färber, Franksurter-Allee 93. 12. Wahlbezirk: 2 Beisitzer. 2520 Wähler. Wahllokal: Geineindeschule, Lausitzer-Platz. Theil l: Turnhalle; Theil 11: In der Aula. Kand.: Albert Zander, Schneider, Naunynstr. 37; Fritz Gaß mann, Schlächter, Neue lkönigstr. 17.— Ers.: Paul Hartig, Tapezirer, Skalitzerstr. 69. 13. Wahlbezirk: 3 Beisitzer, 715 Wähler. Wahllokal: Reichenbergerstr. 44/45, Turnhalle. Kand.: Wilh. Kottonau, Silberarbeiter, Nrbanstr. 25; Wilh. Röhr, Schneider, Friedrichshagen, Scharnweberstr. 43, 2Tr.; Robert Hüsler, Konditor, Schönholzerstraße 3.— Ers.: Friedrich Lippuner, Lohgerber, Stralauerstr. 63. 14. Wahlbezirk: 4 Beisitzer, 366 Wähler. Wahllokal: Mariannenufer In, Turnhalle. Kand.: Adolf Roth, Kellner, Dragonersir. 46a; Albert Seifert, Tabakarbeiter, Höchstestraße 43; Karl Petrick, Maurer, Lübbenerstr. 7; Ernst Dan zig. Schneider, Tiekstr. 34. — Grs.: Christian Manske, Maurer, Pasewalkerstr. 9. 15. Wahlbezirk: 1 Beisitzer, 410 Wähler. Wahllokal: Naunynstr. 63, Turnhalle. Kand.: Heinrich Hanke, Rohrleger, Langestr. 37.— Ers.: Max Leonhardr, Zimmerer, Userstr. 14o. 17. Wahlbezirk: 1 Beisitzer, 395 Wähler. Wahllokal: Brandenburgstr. 73/79, Turnhalle. Kand.: Otto Schröder, Kellner, Sebastianstr. 33.— Ers.: Hermann Warnke, Lackirer, Urbanstr. 61. 13. Wahlbezirk: 2 Beisitzer, 270 Wähler. Wahllokal: Alte Jakobstr. 127, Turnhalle. Kand.: RudolfMillarg, Einsetzer, Lehrterstr. 22; Julius Ditrich, Maurer, Schwedterstr. 29.— Ers.: Ernst T s ch e r n i g, Kistenmacher, Fürstenstr. 17. 19. Wahlbezirk: 1 Beisitzer, 270 Wähler. Wahllokal: Stallschreiberstr. 64, Turnhalle. Kand.: Ernst Berk hahn, Schriftgießer, Zossenerstr. 11. — Ers.; Richard Mehring, Vergolder, Manteuffelstr. 9. 20. Wahlbezirk: 3 Beisitzer, 329 Wähler. Wahllokal: Schmidstr. 38, Turnhalle. Kand.: Miljör Wilde, Schneider, Alte Jakobstr. 63; Max Mörschel, Kellner, Schwedterstr. 47; K a r l R e t h- wisch, Tabakarbeiter, Fürstenbergerstraße 4.— Ers.: Gott- lieb Müller, Bretterträger, Schonleinstr. 4. 21. Wahlbezirk: 2 Beisitzer, 196 Wähler. Wahllokal: ArmiN'Hallen, Kommandantenstr. 20. Kand.: Wilhelm Schulze, Schneider, Zimmerstr. 36; Karl Reifing, Schneider, Dresdenerstr. 107/103.— Ers.: Robert Ahrens. Tischler, Kottbuscrstr. 6a. 23. Wahlbezirk: 1 Beisitzer, 371 Wähler. Wahllokal: Krantstr. 43, Turnhalle. KaNd.; Gustav Nagel, Wäschearbeiter, Schwedter- strafte 241.— Ets.: Wilhelm K a u t i u s, Drechsler, Acker- strafte 132. 26. W a h l b e z i r k: 4 Beisitzer, 742 Wähler. Wahllokal: Tilsiterstr. 4/6, Turnhalle. Kand.: OskarFieius, Rohrleger, Friedrichsselderstr. 33; Heinrich Wcntker, Maler, Memelerstr. 61; Eduard S ch l e<), Wäschcarbeiter, Kastanien-Allee 27; Karl Haase, Schneider, Johannisstr. 12.— Ers.: Emil Skalsly, Rohr- leger, Kleinöeerenstr. 25. 27. Wahlvezirk: 1 Beisitzer, 379 Wähler. Wahllokal: Strausbergerstr. 9, Turnhalle. Kand.: Ll u d r e a s S t e i n e r. Brauer, Urbanstr. 37.— Ers.: Karl Linke, Zinkgießer, Skalitzerstr. 27. 23. Wahlbezirk: 1 Beisitzer, 213 Wähler. Wahllokal: Keibelstr. 31/32, Turnhalle. Kand.: Franz Pannier, Möbeltransport- Arbeiter, Amalienstraße 6.— Ers.: R u d. Brückner, Silberarbciter, Naunynstr. 63 a. 29. Wahlbezirk: 3 Beisitzer, 474 Wähler. Wahllokal: Heinersdorserstr. 18, Turnhalle. Kand.: Anton Masch, Weber, Wrangelstr. 6; Karl Lederhause, Möbelpolirer, Oranieustr. 169; Hermann G r a ß h o l d, Wäsche-Arbeiter, Danzigerstr. 27.— Ers.: R i ch. Beyer, Metalldriickcr, Wienerstr. 20. 30. Wahlbezirk: 2 Beisitzer, 117 Wähler. Wahllokal: Münzhof, Miinzstr. 20. Kand.; Gustav Lätsch, Uhrmacher, Kl. Auguststr. 4a; Joseph Hart mann, Metalldrücker, Reichenbergerstr. 73.— Ers.: F�itz K l u g m a n n, Kellner, Naunynstr. IIa. 31. Wahlbezirk: 1 Beisitzer, 116 Wähler. Wahllokal: Gipsstr. 23a, Turnhalle. Kand.: Adolf Schulz, Schneider, Zimmerstraße 86.— Ers.: Herm. Holz na gel, Tabakarbeiter, Stralsunderstr. 68. 32. Wahlbezirk: 1 Beisitzer, 307 Wähler. Wahllokal: Weißenburgersir. 4a, Turnhalle. Kand.:" Emil Beutner, Kürschner, Christinenstr. 26.— Ers.: Heinrich Banse, Droschkenkutscher, Lehrterstr. 41. 35. Wahlbezirk: 3 Beisitzer, 636 Wähler. Wahllokal: Schwedterstr. 232/234, Turnhalle. Kand.: Karl T h i e m e, Töpfer, Brunnenstr. 94; Rudolf H a n i g, Wäschearbeiter, Straußbergerstr. 40; Adolf H a i e r, Weber, Langestr. 66.— Ers.: Albert Freude, Hausdiener, Lichtenbergerstr. 20. 36. Wahlbezirk: 6 Beisitzer, 1121 Wähler. Wahllokal: Kastanien-Allee 82, Turnhalle. Kand.: Fried richScheibe, Lohgerber, Köpnickerstr. 70a; Karl Metzner, Böttcher, Hnssitenstraße Nr. 60; Wilhelm Schlaack, Maler, Grüner'Weg 37; Oswald Daske, Stuckateur, Brunnenstr. 33; Paul Weih mann, Wäsche arbeiter, Laiisitzerplatz 1.— Ers.: Wilh. Woyewodka, Ciseleur, Klopstockstr. 40. 37. Wahlbezirk: 2 Beisitzer, 1226 Wähler. Wähllokal: Puttbuserstr. 23, Turnhalle. Kaub.: Henning Lund. Hutmacher. Prenzlauer Allee 1l; Köhler, Mechaniker, Mariannenstr. IL.— Ersatz,».: A l. R o s c u st e n g e l, Rollkutscher, Markusstr. 24. 38. W a h l b e z i r k: 2 Beisitzer, 231 Wähler. Wahllokal: Pflugstr. 12, Turnhalle. Kand.: Fried r. Bruder, Handschuhmacher, Brunnen straße 91; Max Kabitsch, Konditor, Rykestr. 28.— Ers. Heinrich Jahns, Buchdruckereiarbeiter, Holzmarkistr. 13. 39. W a h l b e z i r k: 2 Beisitzer, 83 Wähler. Wahllokal: Hannoverscheslr. 9, Turnhalle. Kand.: Otto Scheu ker, Vauanschläger, Brunnenstr. 65; fe r m a n n S t u b b e, Schneider, Adalbertstr. 21.— Ers r w i» Wey kopf, Tapetendrncker, Rückertstr. 5. 40. Wahlbezirk: 3 Beisitzer, 1503 Wähler. Wahllokal: Brcmerstr. 13/17, Turnhalle. Kand.: August Stiller. Droschkenkutscher, Lübeckev straße 4; Karl N e u m a n n, Schlächter, Antonstr. 26; Gustav Wange» heim, Rollkutscher, Blaukenfeldestr. 6.— Ers.: Her», an u S ch i m a n s k y, Stereo typeur, Adlershof, Hellwigstr. 13. 41. Wahlbez.: 2 Beisitzer, 1521 Wähler. Wahllokal: Ruheplatzstr. 6/7, Turnhalle. Kand.: Richard Büttner, Schneider, Kronenstr. 49; Richard Hagen, Töpfer, Muskauerstr. 14.— Ers.: Louis Schädlich, Lithograph, Rykestr. 15/16. 42. Wahlbez.: 2 Beisitzer, 1431 Wähler. Wahllokal: Frcienwalderstr. 39, Turnhalle. Kand.: Wilhelm Gaß mann, Bauarbeiter. Grün- thalerstr. 67; Paul Schröder, Bauarbeiter, Koloniestr. 143. — Ers.: C. Kümmert, Hutmacher, Pankow, Kaiser Friedrich- straße 15. Die Kandidaten werden ferner noch darauf aufmerksam gemacht, daß sie sich, soweit es ihnen möglich, am Tage der Wahl in ihren Wahlbezirken den Bezirksbureaus, die für diesen Tag errichtet werden und deren Bekanntgabe noch durch den»Vor- wärts" erfolgt, zur Verfügung stellen mögen. Ter geschäftsführende Ausschuß der Berliner Eewerkschafts- Kommission. Gevirftts-'.Beikimg: Wogen Milchplantscherei hatte sich ein Kutscher des be- kannten„Klingel-Bolle" am Mittwoch vor der zweiten Strafkammer am Landgericht II zu verantworten. Der Fabri- kant Ludloff in Charlottenburg, welcher Maschinen und Apparate zur Milchprüfung und Milchverarbeitung produzirt, hatte für den 29. November v. I. 30 Liter Vollmilch bei der Firma Bolle bestellt, z» dem Zweck, das richtige Funktioniren seiner Apparate damit zu prüfen. Beim Gebrauch fand Herr Ludloff, daß die ihm gelieferte Milch so arm an Fettgebalt war, daß sie die Bezeichnung„Vollmilch" nimmermehr verdiente. Für ihn war die Milch daher werthlos, er sandte aber eine Probe mit einer Beschwerde an Herrn Bolle, und dieser ließ durch seinen Chemiker feststellen, daß die Probe nur noch aus drei Thcilen Vollmilch und zwei Theilen Magermilch bestand. Da der Kutscher Ende die Milch an den Besteller befördert hatte, so wurde angenommen, daß dieser eine Vermischung beider Milcharten vorgenommen habe. Ende wurde Knall und Fall entlassen, seine Kaution in Höhe von 100 M. wurde«inbehalten, obendrein wurde Anzeige erstattet und daraufhin Anklage wegen Betruges und Nahrungsmittel- Verfälschung erhoben. Das Schöffen- gericht in Charlottenburg sprach jedoch den Angeklagten frei, weil nicht genügend erwiesen schien, daß dieser selbst die Planscherei vorgenommen habe. Dagegen legte die Staalsanivaltschaft Berufung ein. Zu der heutigen Berhandlung in der zweiten Instanz war neben Herrn Ludloff der jetzige I». haber der Firma Bolle, der Sohn Andreas Bolle gelade». Der» selbe bekundete, daß eine Fälschung lediglich durch den Angeklagten begangen sein könne. Ein Jrrthum sei auf jeder Seite aus- geschlossen. Der Kutscher erhalte die Milch in verschlossenen Gefäßen und Wngenabtheilungen! Im Wagen sei eine Vermischung aus- geschloffen. Wohl aber könne der Kutscher beim Zapfen mischen, indem er ein Quantum ans diesem und ein Quantum aus jenem fahne in einen gemeinschaftlichen Behälter fülle. In diesem alle würde der Vorlheil des Kutschers etwa eine Maxk betragen haben. Demgegenüber behauptete der Angeklagte, daß, wenn die Milch knapp ser, schon die Oberweier bei Bolle die Milch vermischen, d. h. Magermilch in die Bottiche für Vollmilch und aus diesen in die Wagen füllen. Er könne dies durch Zeugen beweisen und er selbst werde doch nicht so dumm sein, um einige Pfennige Prosit zu machen, seine Stellung und obendrein seine 100 M. Kaution aufs Spiel zu setzen, die vertragsmäßig verloren sei, sobald Unregelmäßigkeiten vorkämen. Der Staatsanwalt Dr. Damme war der Meinung. daß die Firma Bolle dermaßen über jeden Zweifel erhaben sei und in einem so guten Rufe stehe, daß man nicht der Firma, wohl aber dem Angeklagten die Fälschung zur Last legen könne. Sei auch der Profit nur gering, so werde er doch mitgenommen. Er beantrage 20 Mark Geldstrafe, eine Frei- sprechung würde nur die übrigen Kutscher zur Vornahme ühn- licher Manipulationen ermuthigenZ Der Gerichtshof schloß sich diesem Antrage nicht an, erkannte vielmehr aufFrei- s p r e ch u n g, da die Möglichkeit doch nicht völlig ausgeschloffen sei, daß die Fälschung auf andere Umstände oder aus einen Irr- thum zurückgeführt werden könne. In der Frage, ob Vereine der Polizeistunde unter- liegen, hat das Schöffengericht Rixdorf kürzlich eine verneinende Entscheidung getroffen. Ein Bericht darüber besagt: Bei der Feststellung des Thatbestandes bei Ueberschreitung der Polizei- stunde wird von den Beamten auch der Umstand in Betracht gezogen, ob der betreffende Schankwirth den anwesenden Gästen Feierabend geboten hat, diese aber wioer- rechtlich in dem Lokale verblieben sind. Nach einer end- giltigen Entscheidung des Kammergerichtes bleibt in einem solchen Falle der Wirth straffrei. Nunmehr wird aber gegen solche Gäste, welche der Aufforderung des Wirthes, das Lokal zu ver- lassen, nicht nachkomnien, von feiten der Behörde der Straf- antrag wegen Ueberschreitung der Polizeistunde gestellt, wenn der Wirth die Bestrafung der Gäste wegen Hausfriedensbruches nachzusuchen ablehnt. Ein derartiger Fall kam kürzlich vor dem Rixdorfer Schöffengericht zur Verhandlung. Der Schank- wirth H. hatte einen Raum seines Lokals einem Gesangverein überlassen, dessen Zusammenkünste überdies polizeilich angemeldet waren. Revibirende Beamte fanden eines Tages im Juni d. I. nach Eintritt der Polizeistunde noch vier Personen in den Wirth- schastsräumen. und da H. erllärte, daß diese Gäste sich geweigert hätten, das Lokal zu verlassen, so stellten die Beamten die Per- sonalien der Bier fest und diese wurden beschuldigt, sich nach gebotenem Feierabend über die Polizeistunde hinaus in dem H.'fchen Lokale aufgehalten zu haben, und es wurde ihnen durch polizeiliches Strafmandat eine Geldbuße auferlegt. Das Schöffen- gericht sprach die Bier aus deren Widerspruch frei, da dieselben nachwiesen, Mitglied des Gesangvereins zu sein, dessen Zu- sammenkünfte im H.'schen Lokale stattfanden und H. sich zur Ueberlassung seines Lokals verpflichtet hatte. Solche Vereine, so führte das Schöffengericht aus, sind zur Jnnehaltung der Polizei» stunde nicht verpflichtet. Mit der Frage, wer die Kosten für die Straßen- schildcr in Berlin zn tragen hat, beschäftigte sich dieser Tage das Obcr-Verwaltungsgericht. Durch Verfügung vom 11. Oktober 1393 hatte das Polizeipräfldium dem Magistrat die Anbringung von Straßenschildern auf Kosten der Stadtgemeinde aufgegeben. Der Magistrat klagte auf Aufhebung dieser Verfügung, weil er der Ansicht war. daß diese Kosten als Kosten der örtlichen Polizei- Verwaltung vom Staat zu tragen und in dem Kostenbeitrage, den die Stadt nach dem Gesetze vom 20. April 1392 zu entrichten habe, mit enthalten seien. Der Bezirksausschuß zu Berlin erkannte am 30. Januar d. I. dahin, daß die angefochtene Verfügung außer Straft zu setzen sei. Auf die Berufung des Polizei- Präsidiums wurde dieses Urtheil von dem ersten Senat des Ober-Verwaltungsgerichts bestätigt. Der Gerichtshof sührte aus. daß eine ausdrückliche gesetzliche Bestimmung, auf welche das Polizeipräsidium seine Forderung stützen könnte, nicht bestehe. Das Herkommen aber spreche gegen dieselbe, da unstreitig die Anbringung der Straßenschilder bisher stets von der Polizei be- sorgt worden sei. Ob die Stadtgemeiude als Trägerin der Wege- baupflicht hierzu angehalten werde könne, könne dahingestellt bleiben. Verlattnnlungen: Der Verband der Möbelpolirer hatte am 10. September eine Versammlung einberufen, in der Kollege C u r t über den Lohntarif von 1390 und dessen Reformbedürftigkeit sprach. Redner weist nach, wie durch die Organisation der Lohn in dem Beruf von 13 auf 21—24 M. gestiegen ist, und nach dem letzten Streik im Jahre 1390 eine neun- stündige Arbeitszeit mit 27 M. Lohn errungen wurde. Allerdings wird dieser Tarif bei der gegenwärtigen Krise und dem Jndissereutismus der Kollegen nicht mehr hochgehalten. Mögen deshalb die Berufsgenossen eifriger für ihre Organisation eintreten, die allein im stände ist, das Verlorene wieder zu ge- winnen. Weber fordert in der Diskussion von den Berufs- kollegen für die nächste Versammlung eine Liste sämmtlicher Werkstätten und eine Angabe über die gezahlten Akkordpreise, um nach diesen die Umarbeitung des Lohntariss vornehmen zu können. Strauch wendet sich gegen das Akkordsystem und befürwortet die Einführung der Lohnarbeit.— Die Verbai�s- Zahlstellen für den Norden befinden sich bei Schiebilski, Anklamerstr. 32, und Wille, Hochstr. 32a. Der Verein zur Regelung der gewerbliche« Verhält- uisse der Töpfer und BernfSgeuosse» tagte am 12. September. Eingangs der Verhandlungen ermahnte Kollege D a u d e r t die Mitglieder, regelmüßiger und in größerer Zahl zu erscheinen. Sodann wurden verschiedene Firmen, bei denen der Lohntarif nicht bezahlt und das Abladen von Kachelzeug verlangt wird, bekannt gegeben. Es sind dies Döring, Schultz«, Franz Grund, Schütz, Daber, Gichlow, Piehl und Günther. Das Kontrolliren auf den Bauten wurde dein Vorstande übertragen. Kollege Hoffmann verlas hierauf einen Artikel aus dem„Töpfer", wonach hauptsächlich Berliner Kollegen in Rostock Arbeit nehmen und so die Streikenden schwer schädigen. Die Vereinigung wird ihr Möglichstes thim, um die Kollegen von diesem arbeiterfeind- lichen Bestrebungen abzuhalten. Kollege Hage« ersuchte die Kollegen, sich«cht rege an de» Gewabegirichts- Wahlen zu bethktllgen. " Freie Arbeiter= - Gangesfreund, Alle Buschriften find zu senden an B. Gent, Adalbertstr. 95. Freitag: Abends 8½ Uhr, Sigung. 1 Quartettverein Männerchor Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends sy Uhr, bei Gruber, Mariendorferstr. 6.-Weften, bei H. Werner, Bülowfir. 69. Unterhaltungs- und Leseklub Schiller bet A. Bugge. Lübeckerstr. 22. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Eriday at 9 p. m. at Beherns Restaurant, Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. Die Literarisches. Die Freie Vereinigung aller in der chirurgischen der so abgeänderten Bestimmungen sich ein wirkliches gutes Gin-| Gefangverein Melodia, Nirdorf, Bergstr. 142 bei Schim täse gris, Brauche Beschäftigten hielt am 11. September eine Versamm vernehmen zwischen Meister und Gesellen anbahnen wird. Den Naunynstraße se bei Friz Zubeil. Brandenburger Männer. lung ab. Das Andenken an den verstorbenen Kollegen A. We del neuesten Einwendungen der Meister gegenüber, wonach unser Gesangverein in Brandenburg a. H., Mengerts Boltsgarten, Bergstraße. Gesangverein Freya II( gem. Chor), Rirdorf, Hermannstraße 140, und die Genossin A. Wabnih chrt die Versammlung in der Gewerbebetrieb durchaus nicht gesundheitsschädlich sei, stellen wir bei Dantel Böttcher.- Apollo, Grünftr. 21 bei Sommer. Gefang üblichen Weise. Genosse Hoffmann hielt darauf den ersten nur die Thatsache gegenüber, daß bei der diesjährigen Rekruten- perein Moabit, Havelbergerfir. 31.- Freie iedertafel, Lichten= bergerstr. 21 bet Heise.- Nordwacht, Müllerstr. 7, bei Reichert. Theil seines Vortrages über die zehn Gebote und die besitzende Aushebung in Mannheim von den gestellungspflichtigen anger, Schmargendorf, Warnemünderstraße bei Friedrich. Klaffe". Alsdann wurden die Mißstände in der Kettner' schen Bäckern 11 Mann mit der Kräge behaftet waren und von der Gefangv. Sängerfreis( Weißenfee), Rölfeftr. 138 bei Play.goreley, & abrit zur Sprache gebracht. Von den Arbeitern, welche be- Ersatzkommission sofort in ein Krankenhaus geschickt wurden. Grünthalerſtr. 4 bet Hämmerling.- guftige Sänger, Potsdam, Bran fonders zu dieser Versammlung eingeladen waren, erschienen Zugleich weisen wir nochmals auf die in diesen Sachen bereits chor, Rosenthalerstr. 67 bei Wernau. denburger Kommunifation 16 bet Glafer. Bieber'scher Männera Gefelligtett, Hennigsdorf, 12 von 60 dort Beschäftigten, 4 davon sind organisirt. erschienenen Broschüren, sowie auf die neueste lokale Statistik Böhmert's Gafihaus. Orante, Weißensee, Königs Chauffee 19. Der Werkführer Herr Meinhardt hat nach der Schilderung dort über sanitäre Verhältnisse in den Hamburg- Altonaer Bäckereien Jobannt, Rüdersdorferstr. 45, Geſellſchaftshaus Ostend.- Sängerverein Zustände geschaffen, die für die Dauer unhaltbar sind. Sorgenfret, Admiralstr. 18c, Märkischer Hof. So be. hin. Auch müssen wir wiederholt betonen, daß die meisten Dragonerstr, 32 bei Kamlowsty. zahlt derselbe für ein und denselben Artikel verschiedene Preise. unserer Kollegen sich infolge der großen Arbeitslosigkeit ge- Bund der geselligen Arbeitervereine Berlino und Umgegend. Der junge unerfahrene Arbeiter muß mit einem sehr niedrigen zwungen sehen, sobald sie in die zwanziger Jahre kommen, einen Lohn zufrieden sein. Stattlub Kairo, Abends 8 Uhr bei Flick, Simeonftr. 23. Die Preise dürfen sich die Arbeiter nich. anderen Erwerbszweig zu suchen, und wir somit in der HauptGesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. gegenseitig erzählen, um nicht entlassen zu werden. Wer des sache nur mit jüngeren und widerstandsfähigeren Personen zu Wedding, Abends 8% Uhr, bei Schäfer, Steue Hochstr. 49. Morgens nicht pünktlich auf Arbeit ist, wird von diesem Herrn rechnen haben, wodurch unsere Krankheitsverhältnisse scheinbar alde srauschen, Abends 9 Uhr, bei Weigt, Warfgrafenftr. 87.-- Privat mit Worten empfangen, die sich hier nicht wiedergeben lassen. fich günstiger gestalten. Wir schließen hiermit und vertrauen auf Theaterverein Bultanta, 9 Uhr, Jäger's Gesellschaftshaus, Gartens Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Bunbuserstr. 85. Im Laufe der Debatte wurde den dort Beschäftigten der Beweis die Weisheit des hohen Bundesraths, daß er im Intereffe einer ftraße 13-14.- Gefangverein Gängertette, Urbanftr. 84 bei Schriet. geliefert, daß sie sich diese Zustände selbst zuzuschreiben haben, großen Arbeiterkategorie, die in Bäckereibetrieben be: Gefangverein Wacht auf I, Wörtherstr. 19 bei Schmidt. Bergnügungsa fie sollen sich als Männer betrachten und sich als solche organisiren, schäftigt verein Im Brand, Gigung bei Stawide, Barnimir. 22. ist, und durch die bestehenden Verhältnisse Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung dann werde es auch möglich sein, diesen unwürdigen Verhältnissen erwiesenermaßen einem früheren Siechthum verfallen, sowie turnt Freitag und Dienstag, Abend von 8-10% Uhr in der Zurnhalle des ein Ende zu machen. im Interesse von Millionen von Staatsbürgern, welche Lessing- Gymnasiums Panffir. 9-10.- Zurnverein Gesundbrunnen In der vom Verbande aller in der Metallindustrie die in den Bäckereien herzustellenden Produkte genießen, balle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. Kraft und Artisten die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Zurn= beschäftigten Arbeiter am 16. Eeptember cr. abgehaltenen in Interesse der der Volkswohlfahrt und guter fanitärer tub Berolina jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bei Grüßner, Turnverein Germania( Mitglied des deutschen ArBezirksversammlung für den Norden, Moabit und Charlotten Zustände, von der ihm zustehenden Befugniß unumwunden Ge- Waldemarftr. 42. beiter Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Abends von 8-10% ubr burg hielt Genosse Mar Pfund einen interessanten Vortrag brauch machen möge. In der Hoffnung auf Erfüllung unseres Acerfir. 67.- Turnverein Fichte( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes über„ Sozialpolitik". Am Schlusse seiner Ausführungen wies der Ersuchens zeichnet im Auftrage der Berliner Bäckergesellenschaft. Deutschlands.) Die zweite Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und Freitag Abends von 8-10 Uhr in der Gfaligerstr. 65/56. Kraft Turnverein Referent darauf hin, daß es vor allem Aufgabe der Gewert( Folgen die Unterschriften.) schaften sei, durch Erringung fürzerer Arbeitszeiten, besserer Diese Petition fand einstimmige Zustimmung der Versamm- offnung übt jeden Freitag Abend von 9-11 Uhr bei Schuhmacher, 49-- Musikverein Hoffnung, Abends von 9-11 Uhr UebungsLohnverhältnisse, Errichtung von Bibliotheken a f. w. dafür zu lung, welche nachdem den Kollegen Scholz und als dessen Ersay stunde Proskauerstraße 35-37 bet Schneider. Musikverein Ostris" tagt sorgen, daß die Arbeiterschaft zu einem Klassenbewußten Proletariat mann den Kollegen Most als Vertreter der Bäckereiarbeiter in alle Freitage von 9-11 Uhr im Restaurant Doberstein, Mariannenftr. 31/33. Zitherflub Waldrose, Abends 9 Uhr, Manteuffelfir. 86, Parterres erzogen werde, um die ihr von der Geschichte gestellten Aufgaben. Die Gewerkschaftskommission delegirte. Scholz brachte sodann Restaurant. Berein Grüne Zanne, Abends 9 Uhr, bei Kaifer, Markuserfüllen zu können. In der Diskussion äußerten sich sämmtlich noch das Kommissionär- oder Stellenvermittelungsunwesen zur firare 8.- Vergnügungsverein Jm Brand, Sigung bei Stawicki, Barnim Redner im Sinne des Referenten. Der Vorsitzende theilt hierau, Sprache, gegen welches die Agitationskommission energisch vor- ftraße 22. Stattlub Schnitt, Abends 9 Uhr, bet Trittelwig, Faltensteinftr. 7. mit, daß im nächsten Bierteljahr vier Urana- Borstellungen statt- sugeben beabsichtige. In welcher Blüthe dieses Gewerbe stehe, Tanzlehrer- Verein Solidarität, Restaurant Ehrenberg, Annenstr. 16, finden, und zwar am 7. Oktober und 25. November, Vormittags rhelle aus dem Umstande, daß in Berlin zur Zeit 42 Rom9 Uhr, am 9. und 30. Dezember, Nachmittags i Uhr. Dus missionäre ihr Unwesen treiben. Sobald strafbare Fälle der Billet kostet 50 Pf. und gelangt zur Vorstellung„ Die Ent- Polizei gemeldet würden, sei diese erbötig, gegen die umlauteren stehung der Gebirge". Kollege Friedr. Hofmann sprich Stellenvermittler einzuschreiten. Leider seien derartige Fälle bis über seinen vom Vorstande beschlossenen Ausschluß aus dem ber noch nicht zur Anzeige gelangt. Die Kommission rechne bei Verbande. Der Kollege behauptete auch bier wieder wie in den ihrem Vorgehen auf die Mitarbeit der Kollegenschaft. Alle dies: legten Bersammlungen des Deutschen Verbandes" nur wegen bezüglichen Mittheilungen find vertrauensvoll zu richten an feiner ideellen Meinung gemaßregelt zu sein, weil er nämlich in Schola, Ryteftr. 3, Hof 4 Tr. öffentlicher Versammlung über die Nothwendigkeit eines BuBaukow. In einer öffentlichen Volksversammlung, die am sammenschlusses des Berliner Vokalverbandes mit dem Deutschen 6. September tagte, referirte Genosse Bilz über den gegen Verbande gesprochen habe. Er bittet, die Gründe vorlesen zu wärtigen Stand des Bierboykotts". Da die letzte Versammlung dürfen, die die Berliner lokalorganisirten Kollegen immer gegen die Lokale der Gast virthe Wiemer, Köhler, Meyer und Wicht den Zusammenschluß der beiden Organisationen ins Feld führen. Soykottirt hatte, die hiesige Lokalkommission aber diese Maßregel Bom Borsigender wird ihm erwidert, daß hier nicht der Ort jei, nicht gutheisen konnte, so wurde diese Angelegenheit der heu: Heft der Kautsky'schen Arbeit gefällt hat, wird er durch die eben In dem günstigen Urtheil, das der Referent über das erste um über den Ausschluß zu sprechen, da die Bezirksversammlung tigen Bersammlung nochmals unterbreitet. nicht das Recht habe, irgend welche Beschlüsse zu fassen, die für beschloß, nach Besprechung der Angelegenheit die Sperre über neueren Sozialismus" werden, wenn das ganze Wert auf fo Die Versammlung erschienene zweite Lieferung noch bestärkt. Die Vorläufer des den Verband maßgebend seien: hierzu sei die Generalversammlung die Wirthe Wiemer und Köbler aufzuheben, Buge auf der Liste ernsten Vorstudien beruht, die gleich vollkommene Durchdringung da, auf der die Sache ja genügend besprochen werden könne. Ein vom weiter zu führen, die Angelegenheit Wicht der Kommission zu des Stoffes, und ebenso fonfequente, von jeder Oberflächlichkeit Kollegen Hofmann gestellter Antrag, ihm seinen oben angeführten überweisen und das Lokal von Meyer als gesperrt zu betrachten. freie Anwendung der marxistischen Geschichtsauffassung und Wunsch zu erfüllen, wird mit schwacher Majorität angenommen, worauf ein großer Theil der Kollegen den Saal verläßt. Hier- Eine Volksversammlung für Schöneberg tagte am gute Darstellungsform zeigt, wie die bis nun vorliegenden auf verliest er nun die Gründe, die seiner Meinung nach die 13. September. Das Referat hielt der Genosse Mesner, der zwei Hefte, eines der Werte sein, auf welche die Partei stolz zu Berliner Verbändler gegen den Zusammenschluß der beiden Ber- über das Thema: Das Vereins- und Versammlungsgeset" sprach. sein allen Anlaß bat. bände angeführt haben. Von einem Kollegen wird ihn erwidert, Zu Beginn seines Vortrages giebt der Redner eine fritische Das Kapitel über den Verfall des urchristlichen Kommunismus daß die Hauptgründe gegen den Zusammenschlus doch wesent Darstellung, ob der Saß der Verfassung: Jeder Preuße ist vor wird in dem Hefte zu Ende geführt, daran schließen sich hoch lich andere gewesen wären. Was Hofmann's Ausschluß betreffe, dem Gesetz gleich" auch in bezug auf das Vereins- und Ver- intereffante Ausführungen über das Kirchengut im Mittelalter, so hätte er ihn mehr geachtet, wenn er vorher ausgetreten wäre, sammlungswesen den Thatsachen entspricht. An einer Reihe von und von dem Abschnitt über die Lohnarbeiter im Mittelalter ehe er gegen den Verband agitirt habe. Beispielen, die den fortwährenden Kämpfen der Arbeiter um das und im Zeitalter der Reformation enthält das Heft die folgenden In einer Versammlung der Schneider und Schneide. Soalitionsrecht entnommen sind, zeigt er, daß dieser Grundfag Kapitel: Die Entstehung eines freien, städtischen Handwerkerstandes rinnen, die am 18. September bei Deigmüller tagte, beleuchtete der Verfassung nur noch auf dem Papier steht, in Wirklichkeit( 1. Die Hörigkeit, 2. die Anfänge des Handwerks, 3. die Zunft), die der Kollege Timm in feinem Referat die Zustände in der feine Bedeutung habe und nicht danach gehandelt wird. Wir Handwerksgesellen( 1. Die Anfänge des Gesellenwesens, a. LehrSchneiderei, besonders das verderbliche System der Hausindustrie müssen entschieden fordern, so äußert sich Redner zum Schluß, ling, Geselle, Meister, 3. die Kämpfe zwischen Gesellen und Meistern mit seinen üblen Begleiterscheinungen und Folgen. Die Rettung daß jeder Beamte für seine Thätigkeit verantwortlich gemacht wird. und der Beginn des 4. Unterkapitels, die Gefellenverbände.) aus dieser gefährlichen Lage sei vor allen Dingen burch( Lebhafter Beifall.) Die Diskussion bewegte sich im Sinne des Als befonders treffend feien blos hervorgeboben die ökono die Errichtung von Betriebswerkstätten herbeizuführen. Mit Referats. Mit Referats. Als nun der Referent zur Beantwortung einiger mische Erklärung des Bölibates bei den fatholischen und der der Errichtung dieser Betriebswerkstätten halte die Ein Fragen das Schlußwort nahm, wurde er nach kurzen Aus- Ehefreiheit bei den protestantischen Geistlichen, das Urtheil über führung der Kontrollmarke gleichen Schritt. Die Ansicht der führungen von dem überwachenden Beamten unterbrochen, der das vielumstrittene Wert von Janssen, die Darstellung der Abzur Zeit eingesetzten Kontrollkommission gehe dahin, daß die den Vorsitzenden aufforderte, die Versammlung wegen Eintritt schließung des Handwerks. Wir haben es hier mit einem werihvollen Da der Vorsitzende im Ein Stück Wirthschaftsgeschichte zu thun, daß man noch ausführlicher Kontrollmarke in unserem Gewerbe wohl anzuwenden sei, ohne der Polizeiftunde zu schließen. daß wir uns des Kampfesmittels, des Streits, begeben. Die verständniß mit der Versammlung dieser Aufforderung nicht nach dargestellt sehen möchte, würden die wirthschaftsgeschichtliche.. Fests stellungen hier nicht blos der Untergrund für die in den nächsten Anbahnung von Betriebswerkstätten, wie solche in dem Kon- tam, wurde die Versammlung aufgelöst. fektionshaus Solidarität" geschaffen seien, tönne man als einen In einer öffentlichen Versammlung der Glasarbeiter eften folgende Darstellung der kommunistischen Ideen zur Zeit ungeheuren Fortschritt betrachten. Mit aller Macht müssen wir für Rummelsburg und Stralan, welche am Sonntag Nach des Ausganges des Mittelalters und zu Beginn der neueren Beit sein. jetzt dahin wirken, daß das Unternehmerthum weitere mittag in Rummelsburg stattfand und von über 200 Personen, Betriebswerkstätten errichtet. Hierzu ist es erforderlich, d. H. von fast sämmtlichen dort thätigen Glasarbeitern besucht war, daß von den Konsumenten ein babingehender Druck ausgeübt referirte Jahn Berlin über Schutzzoll und Freihandel und werde.( Lebhafter Beifall.) In der Diskussion wurde über ver- deren Einfluß auf die wirthschaftliche Lage der Arbeiter." schiedene Mißstände aus den Mäntelwerkstätten berichtet. Von einigen Rednern wurde die Einstellung weiblicher Fabrifinspektoren und Ausdehnung der Fabritinspektion auf die Hausindustrie ver langt. Zur Erledigung stand die Neuwahl der Kontrollkommission, die nunmehr folgende Kollegen bilden: Schulze, Timm, Gott schalt, Reimann und Schwarz. Zum Schluß erfolgte die Abrechnung vom Maskenball. Die Einnahme betrug 364 M., dieser fteht eine Ausgabe von 138,60 m. gegenüber, somit bleibt ein Ueberschuß von 225,40 M. zu verzeichnen. " Geschichte des Sozialismus in Einzeldarstellungen. Erster Band. Die Vorläufer des neueren Sozialismus. Redigirt von E. Bernstein und K. Kantsky. Stuttgart. Verlag von J. H. W. Diez. 2. Heft S. 33-64, gr. 80. Preis 20 Pf. Bes in dem ersten; warum dieselben zum Theil im Texte, zum Theil Die Literaturangaben sind in diesem Hefte reichhaltiger wie unter demselben angegeben sind, ist nicht recht ersichtlich. Ueber Redner unterzog nach einem geschichtlichen Ueberblick über Vollständige Angabe der vorliegenden, oder auch blos der be= den Umfang derselben sind natürlich verschiedene Urtheile möglich. Entstehung und Bedeutung der Zölle im allgemeinen die jüngste nutten Literatur würde den Text des auf einen beschränkten Bismarc'sche Zollgefeggebung einer eingehenden Kritik und Raum Raum wies darauf hin, daß erst in der sozialistischen Gesellschaft diese schränkung muß sich da der Verfaffer auferlegen; aber abgesehen angewiesenen Werkes allzu sehr einengen, Ausflüsse des Kapitalismus und ihre Folgen beseitigt sein werden. von den unbedingt erforderlichen Belegstellen, wären meines Da auch die Glasindustrie durch die Mac Kinley- Bill schwer Erachtens doch diejenigen zusammenfassenden Darstellungen an getroffen sei, fuchen die Fabrikanten den Ausfall ihres Verdienstes zuführen, die dem Theil der Leser, deren Interesse so sehr angeregt durch Herabdrückung der Löhne der Arbeiter wett zu machen, wurde, daß sie nach noch eingehender Belehrung verlangen, den wie es der Oldenburger Streik und der Abzug der Löhne in Die Agitationskommission der Bäckerei- Arbeiter hatte Hummelsburg um 20 pCt. bewiesen haben. In der Diskussion, eg weisen könnten; so wären, um blos einen Autor beispiels zum 18. 5. M. eine öffentliche Versammlung einberufen, auf an welcher sich die Kollegen Buck, Börner, Girbid, in seinem Buche über die Entstehung der Volkswirthschaft und weise anzuführen, Bucher's Ausführungen über die Wanderungen deren Tagesordnung als erster Punkt stand:„ Der Bäckereibert u. a. betheiligten, wurde das unschöne Verhalten vieler Arbeiter- Schutzgesetzentwurf wie er ist und wie er sein sollte." Kollegen anläßlich des verlorenen Oldenburger Streiks lebhaft fein Artikel über das Gewerbe im Handwörterbuche für Staatswissenschaften anzuführen gewesen. Würde in diesem Sinne Zu dieser Versammlung waren Meister und verschiedene Ver- getadelt. Es sei nothwendig, die Agitation von Mund zu Mund bei der Angabe der Literatur verfahren, so würden sich die einigungen eingeladen. Das große Interesse, welches dieser An- nicht nur unter den männlichen, sondern auch weiblichen Ange: weiteren Quellennachweisungen von selbst erübrigen, da in den gelegenheit entgegen gebracht wird, bekundete der sehr rege Besuch hörigen des Berufs zu pflegen, sie auf ihre Bedürfnißlosigkeit bann genannten Spezialschriften sich die weiteren die Einzelder Versammlung. Ein besonderer Referent war nicht zur Stelle, hinzuweisen und zum Anschluß an den Verband aufzufordern. punkte betreffenden Literaturangaben in der Regel finden würden. es fand vielmehr eine freie Aussprache statt, insbesondere über Agitations. und Unterstützungsfonds" wurde nach eingehender Engels über die Mart im Anschluffe an seine ausgezeichnete Der dritte Punkt der Tagesordnung: Stellungnahme zum Unter den Literaturangaben vermissen wir auch den Aufsatz, den folgende an den Bundesrath zu richtende Petition: Die hente, am 18. September, in Niest's Salon stattfindende Grörterung durch die Kollegen Schwabe, Philipp Schrift über die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie Versammlung der Bäckerei Arbeiter Berlins und Umgegend, Giebid, Börner und Kaufhold dadurch erledigt, daß kommission für Arbeiterstatistit vorgeschlagenen und am 7. Augustimmig angenommen und damit zugleich die Beschlüsse über die lokale im mindeſten berühren, ändern an unserem Wunsche nichts, bas Diefe tleinen Ausstellungen, die den Werth des Werkes nicht Personen besucht ist, erklärt den von der Reiche der Antrag der Kommission: diesen Fonds extra zu handhaben, ein- ur Wissenschaft veröffentlicht hat. im„ Reichs- Anzeiger" publizirten Bäckerei- Arbeiter Verhältnisse bis zur nächsten Verbandsversammlung vertagt wurden. Das begonnene. Werk zu den von unseren Genossen am meisten Schuhgesehentwurf für unzureichend, indem unter Verschiedenem wurde ein Antrag, dem gemaßregelten gelesenen gehören soll. er den Arbeitgebern in betreff der Arbeitszeit einen Kollegen G. 30 M. Unterstützung zu bewilligen, einstimmig anDie Zahlung zum Unterstüßungsfonds wird allzu weiten Spielraum gewährt, so daß wir thatsächlich genommen. Um auch die Charlotten des auf's ganze Jahr ausgedehnt. zu einer 16 Stunden= Schicht tommen würden; weiteren ist für Lehrlinge unter für Lehrlinge unter 16 Jahren nur ein burger Kollegen zur Organisation heranzuziehen, foll am 30. SepScheinbarer Schutz gefchaffen, drittens find durch diesen Gesetzes- tember Nachmittags eine öffentliche Versammlung in Charlottenvorschlag die Bestimmungen des§ 105c Abs. 3 der Gewerbe burg stattfinden, in der Genosse Jahn voraussichtlich über die Ordnung gänzlich außer Acht gelassen, und viertens ist in dem Organisation sprechen wird. § 11 der Vorlage eine Definition der Bäckerwaare gegeben, allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter. welche wir für ganz unhaltbar erklären und welche, wenn ein-( E. S. 29, Hamburg.) Filiale Berlin 5. Sonnabend, den 22. September, geführt, zur Folge hätte, daß die große Hälfte unserer Arbeit, abends a Uhr, Mitgliederversammlung bei Diete, Lothringerstr. 67. Tages: ordnung: 1. Stassenbericht. 2. Verschiedenes. Allgemeine Kranken- und geber existenzunfähig würde. Nach alledem richten wir an den hohen Bundesrath das Ersuchen, im§ 1 die Arbeitsschicht in-( E.. 29.) Filiale Rigdorf. Sonnabend, den 22. September, Abends klusive der Pausen auf nur 12 Stunden festzustellen und die Bersammlung bei Schaller, Berlinerfir. 117. 1. Raffenbericht. 2. Verschiedenes. übrigen Bestimmungen des§ 1 fallen zu lassen. welche von Sterbekaffe der Metallarbeiter. Tagesordnung: Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: Nord, Schule, Müllerfraße 179a und Südost- Schule, Waldemarfir. 14 Deutsch( Logit und Rethorit). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Tamen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. der Sozialdemokrat, Bentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Barter Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthstraße 2). Bu beziehen durch alle Zeitungsspediteure. Das Abonnement beträgt durch die Post oder in Berlin durch die Zeitungsspediteure pro Quartal 1,20 M. Kreuzband 1,80 m. Die Nr. 34 vom 20. September hat folgenden Inhalt: Wochenschan. Gine sozialdemokratische Agrarfommission( Antrag zum Parteitag). Anarchistisches aus Amerita.- Die Landarbeiter an der russisch- preußischen Grenze. Parteinachrichten. Literarisches. Der( 27.) Trade- Union- Rongreß in Norwich. Anarchistische Gemertschaften. Eine letzte Begegnung mit Jean. Bolders.- Dr. David, Lands agitation. VII.: Der Kleinbauer und die Unterkonsumtion der Arbeiter, Gewerkschaftliches. Genossenschaften und Sozialismus. Sozial statistisches. Vermischtes.- Die Bibel.( Eingesandt.) Wie man uns behandelt, Todtenliste. Eingelaufene Druckschriften. Was bietet die Sozialdemokratie dem Landarbeiter? Von H. Wittens berg. Leipzig. Verlag von N. Werther. Was hat der Landmann von der Sozialdemokratie zu erwarten? Bon Aug. Trümpelmann. Leipzig. Verlag von R. Werther. Morgenroth. Sozialdemokratische Feft- und Zeitgedichte. Mit einem Anbang: Prologe und Festspiel. Bon J. Stern. Stuttgart. Berlag von Mar Helzle. 1894. Im§ 2 sehen wir keinen Schutz der Lehrlinge, indem dieselben gewöhnlich mit den Gesellen zusammen in einem Raum schlafen, also jedenfalls auch beim Wecken der Gesellen mit munter würden, Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Alle Aenderungen im Bereine: weshalb wir an unsere früheren Wünsche, Werbot der Nachtarbeit d. Neumann, Pafewalterstraße 3. für Arbeiter unter 16 Jahren, erinnern. Desgleichen müßte das talender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Freitag. Uebungsunde Abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Collegia, Verbot des Waare- Austragens durch die Lehrlinge ausgesprochen Manteuffelftr. 9 bei Nowac.- Kaiser'scher Männerchor, Schönhauser Die Frau im Staats- und Gemeindedienst.( 1. Seft.) Bon Gustav Dahms. Berlin. Verlag von Richard Faendler, Ansbachstr. 6. werden. Dem§ 5 wäre ein Absatz anzuhängen, welcher auf allee 28, bei stelle.- Arbeiter- Gesangverein Nord, Kaftanten: Allee 11, bei Auguftin. Rummel'scher Gesangverein, Langestraße 65 bet Tempel. Beschwerde und Klage, sowie Tonstige Rechtsmittel gegen politeilidhe § 105c Absatz 3 Bezug nimmt. Endlich ist im§ 11 der Bäcker- Arbeiter- Gefangverein Spandau in Spandau, Neunmeisterftr. 5, bei Radtte. Verfügungen und Zwangsmaßregeln. Bon B. v. Kampt. Berlin. waare folgende Definition zu geben: Alles, was mit natürlichem Buchbinder Männerchor, Holzmarktftr. 3, bet Deter.-Bereinte Berlag von J. J. Heine. Gesangverein Mysticismus, Pietismus, Antisemitismus am Ende des 19. JahrTrieb, wie: Sauer, Hefe, Zeug u. f. w. hergestellt wird, ist Sange sbrüder Moabit, Stromstraße 28 bei Lange. Maig löckchen I, Hochstr. 32a, bei Wilte. Kreuzberg, Schön- hunderts. Bon Ernst Bittor Senter. Wien. Berlag des Freien Blattes". Bäckerwaare, alles Andere dagegen Konditorwaare. Wir geben leinftr. 6 bet Straat.- Gemüthlichte it, Neue Friedrichstr. 44, bet Röllig. Seilerstätte Nr. 10. dem hohen Bundesrath die Versicherung, daß dies nach reiflicher Deutsche Liedertafel, Blumenstr. 38, bei Wiedemann. Typo Friede! Von Aug. Trudjen. Amfterdam. Berlag von Aug. Dieckmann. Anton Lampa. Erwägung das Mindeste ist, was wir beanspruchen zu müssen graphia, Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgießer, Armin- Naturkräfte und Naturgefehe. Vorträge von Dr. hallen, Kommandantenstraße 20. Gefangverein or beerzweig. Swine- Wien VI. 1. Berlag der Boltsbuchhandlung( Ignaz Brand). glauben, wenn unsere anerkannt mißlichen Verhältnisse gebessert münderfir. 35 bei Hübner.- Gefangverein Rheingold, Büschingstr. 7 Monatsschrift für Chriftliche Sosial- Reform. Rebattion Dr. Jose Sänger chor der Maler, Annenstr. 9 bei Albert Prop.. werden sollen, und sind der Meinung, daß erst nach Einführung bei Satob. Schleicher. St. Pölten. Berlag der Preßvereins- Druckerei( Franz Chamiaf ). Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 1