Wr. 98. 37. Jahrg. Vez««»vret»: MerWltSdrl. 18�3 IRL, mona;'. 5,00 Mk. •wi in»£iau». ooraus ahlder."Jeit- »«ÜNA! Monotli» SM SIL rrfL«II- �eDintflwtftillw. Unttt 3rn«ban& ftlt Ltiuschland mit Vtlterretch- Ungarn 8.78 Ml» für da» Itdrlge Ausland IS,—-Ulf, b»l tSalich f'nmaU �ull-llunz tly— Ml.+ Valuta• Aukschlaz. V-It- d?!i»llu»srn Nivmea an Danemar!. Holland, cn?«mdurq. SAmeben und dl« 84m» u. Singtlraatn-n die Post» »eituna«»Preidliste. her.Vonoarr»' ml» der Sonntaa»- dellage»Boll u. kleir'«richeinl worden- äglia) zweimal. Sonnlag« einmal. Zelearamm-SdreN» ,SetlaI»«R»!xai»eclln* Morgen Ausgabe. Nerlinev DolKsblott �20 Pfennig� Anzeigenpreis t Die arlugelpaltene SlononreilltMile loüft 2.— iü,, Teuerungszuschlag f-O% sfilcin« SBnjetocn". das ictt« gedrurtte Wo« 73 P,g.(zulästif, zwei iettgedruckte Worte),.jedes weitere Wo« 50 Pfg. Stellengesuche und SchlaMellenanzeigen dos erste Wo« 83 Pfg» I«de« weiter« Wo« Anzeigen, volitilche und gewettichaftlich« Verein«-An>kia»n -2.— Ml. die Zeile ahne Ausschlag. Anzeigen für dir nächste Nummer müssen di« 5 Ahr nachmittags im Ha>ivtqelchä!l. Perl» SW W. Linden- Krähe S, abgegeben werden. Seöffnei »an u Uhr irllh bis 3 Uhr abend». Zentralorgan der rozialdcmokratircben Partei Dcutfchiands Neüattion und Expedition: EW. 6$, Lindenstr. 3. �erulvrerber. Amt Mortvplatt. Nr. t.'»! 9V— L.'Zt V?. V- �W�JMWW>W>>WWWWM>W>WM>WWW>WM>WW>>RM>AU>/lZWßWWW tm Montag, den 23. Februar 1920. Vonvärts-Verlag G.m.b. K.» EW. 08. Lindenstr. 3. flernivrrcher: Amt'Ltoriüvlali, Rr. 1 1 7.Vi— 54. besuche bei der Not. von Erwin Barth. ilov einer Woche ist cin dieser Stelle in knappen Strichen ein Bild des düsteren Elends gezeilfynet worden, das auf die breite Masse des niederen. Volkes im sächsischen Erzgebirge und im oberen Vogtland drückt. EZ sind nicht allein die Arbeiter, denen das bescheidene bißchen Sonnenschein im Leben, mit dem sich die Erzgebirgsbevölkerung von je be- gnügt hat, fortgenommen worden ist. Auch sehr breite Kreise des sogenannten Mittelstandes, die sonst sich eines etmas weiteren Nahrungs» und Lebensspielraumes erfreuen konnten, sind durch die fortgesetzten wirtschaftlichen Erschlltte- rungen bis in die Tiefen der nackten Not durchgebrochen und tragen mit den Arbeitern gemeinsam die Wucht einer Armut. von der sich der Fernstehende nur srffwer eine Vorstellung machen kann. Es zeugt von einer geradezu eisernen Moral, daß diese Sklaven des Hungers. Elends und Siechtums noch den Mut zur Hoffnung auf eine bessere Zukunft durchhalten und mit rührender Anspannung der letzten Kräftsreste ehrlich wieder hochzukommen versuchen. Sie können es nicht mehr allein. Sie brauchen eine Stütze, die ihren Anstrengungen Erfolg verschafft— eine helfende Hanl. Wer durch die Straßen der Städte und Dörfer des Erz- gebirges geht, fühlt die Lost der Sorgen, die jeder mit sich schleppt: selbst die Kinder, deren glückliches Lachen sonst Frohsinn ausstreute, gehen müde, bleich, dünnwangig einen schwerfälligen Gang. Die stille Freude einfacher Menschen ist dort oben von unerträglichen Lebenssorgen verschüttet. Immerhin ist die Straße dem Schaufenster vergleichbar, in das jeder sein Bestes zur Schau stellt. Wer die Not un- - verhüllt in ihrer ganzen Schaurigkeit sehen will, muß i n d i e Häuser und Stuben gehen, wo sie ihre harte Herr- schaft aufgeschlagen hat. Dort grinst sie von kahlen Wänden und nackten Tischen, aus leeren Kasten und frostigem Herd. dort hat ihre grausige Hand die schmalen Vorräte am not- wendigsten Hausgerät, an Kleidern und Wäsche vernichtet, sie hält die Menschen Tag und Nacht fest in ihren Klauen und erstickt jedes aufkeimende Lächeln auf ihren harmvollen ver- elendeten Gesichtern. Es ist mir nicht möglich, die ganze Reihe von Woh- nungen, die ich besucht habe, hier zu schildern. Nur einige. die nicht ausgewählt sind, sondern in der Reihenfolge der Besuche dargestellt werden, will ich hier aufzeichnen. Die Besuche sind nicht willkürlich bei besonders bedrängten Fa- Milien gemacht, sondern die Führer waren besonders instru- »ert. mich günstiger und schlechter gestellten Familien zuzu- führen. Wenn man trotzdem nur Armut und Not sieht, so liegt das an der fürchterlichen Gesamtlage der Erz- gedrrgSbevölkerung. Das Zweikindersystem gilt im Erzge- blrge noch nicht: die Familien der Aermeren sind meist ftnderreich. Ein städtischer Vorarbeiter in Annaberg wohnt mit Frau Jü'*™rn öuiannne-n. Der Mann verdient in del� Woche M., dw erwachsene Tochter 27 M.. davon gibt sie 1o M. sur Beköstigung ab. Außerdem verdient die Frau mit den Klndern zusammen wöchentlich 22 M. durch Heimarbeit Selbst das fünfsahnge Kind muß die primitive Geschicklich. k-tt ferner Händchen dafür hergeben, daß die Särge wohl- habender Menschen für die Gruft schön geschmückt werden (es handelt sich um Poiamenteriearbeit für Sargverzie- runMn.) Die Wohnung ist solid und einfach eingerichtet selbst an den Fenstern hängen ein paar dünne Vorhänoe ftlr £�,Jkjben Schlafstuben stehen 6 einwche. Betten(l ändert- t-aw schläfrig? und 2 einschläfrige). 4 davon haben Matratzen ?r�ack und 1 ist mit losem Stroh gefüllt. Immerhin ist noch Bettwäsche vorhanden. Das ist aber auch alles. Trotz eilerner Sparsamkeit ist ein Gewebe- und Kleidungsstück nach dem anderen in Stücke gegangen- Die Nadel der Mutter hat den Ruin aufhalten wollen, bis eines Tages keine Naht mehr hielt. Neue Stücke können nicht beschälst werden. Jetzt hat mcht einmal jedes Kind mehr ein Hemd— selbst das vierjährige nicht. Die kleineren haben jedes ein Paar S t r ü m p f e u-.d dt« größeren ziehen der Mutter Striinipfe an, um im Wmter etwas an den Füßen zu haben. Kein Kind hat Winterkleidung und kein Kind ein Paar unzerrissene Schuhe. Die Kinder sind alle rachitisch und auf. fallend klein. Die Milchration wird nicht voll geliefert, weil es zu wenig Milch gibt. Trotzdem die Frcrn aus einer kleinen auf der Sparkasse liegenden Erbschaft immerzu abhebt, ist! die steigende Verelendung nicht anfzuhalten. Ter Mann! gebt nach de? Aussage der Frau nie au? und hat sich selbst den einfachen Genuß der Tabakspfeife abgewöhnt, aber dennoch können die teuereren Lebensmittel der Nation(wie Erbsen und Bcchncn) nicht gekauft werden. Dafür werden größere Mengen von Kraut, Rüben imd Mohren gekauft: die den Magen füllen müssen. Die Luft im übervölkerten wourn ist kühl und muffig. Die Woche stehen nur durch- 1 schinttlich 15 Pfund Kahlen zur Dersüguug. das Holz ist) teuer— darum werden die Fenster nie geöffnet. Die Tochter l bat keine Möosi�k�'t auf ihre'vätere Ausstattung hin irgend i Gegen den Terror in Ungarn. B n d a p r st, den 22. Februar. In dem heutigen mißer» ordentlichen Ministerrat erstattete laut Ung. Tel. Korr;- spondcnzbureau der M i n i st r r p r ä s i d e n t Bericht über das Verbrechen, dem der Redakteur des sozialdemo» k r a t i s ch r n Blattcs„Nepsznva" Somogyi, zum Opfer ge- fallen ist. Tie �KabinettSmitglieder erklärten übereinstimmend, daß gegen solche terroristi- schrn Vorfälle ein unbarmherziger Kampsau f- genommen und alle Maßregeln getroffen wer- den müßten, um sie zu verhindern. Der Minister- Präsident wird in der morgigen Sitzung der Nationalvrrsamm- lung Aufklärnng über diesen Fall erteilen. Eine Reihe von Blättern drückt ihre G r n u g t n» n g über die umfangr« ichen von der Regierung und vom Oberkommando zur. Aufklärnng des Verbrechens getrossenen Maßnahmen aus. Keine Ausnahmebestimmungen gegen üie Gstjnüen. Wolfs mewet: In einigen Zeitungen wird in jüngster Zeit ein lebhafter Kampf gegen die Maßnahmen geführt, die von der Polizei. bchörde gegen den andauernden starken Z u st r o m der Ausländer au? dem Osten getroffen oder geplant sind. Mehr oder weniger unverhüllt wird dabei ausgesprochen, daß diese Matznahmen sich nur gegen Juden richteten. Da? ist grundfalsch. Von diesen Matz- nahmen werden alle Ausländer aus den östlichen Nachbarstaaten betroffen, die ohne Genehmigung und Verbots» widr'g in das Jnland einreisen. Ganz erheblich ist die Zahl der zugereisten Ausländer, die sich überhaupt nicht anmelden lassen und zunächst in Gasthöfen Unterkunft finden. Bei sehr vorsichtiger Schätzung wird man die Zahl der im Monat Januar hier zugereisten östlichen Ausländer auf mindestens 30 00 annehmen müsien. Man braucht also gar nicht antisemitischen oder antibolschewisti- schen Gründen nachzuspüren, did dj« Auktveisungsmatznahmen an- geblich begründen: der Selbsterhaltungstrieb des eigenen Volke? erfordert die Entfernung aller unnötig und verbotswidrig sich hier aufhaltenden Fremden. �uer zur �uslieferungsfrage. Obwohl die AuslieferungSkitise durch die Ententenote, die eine gewisse Möglichkeit zur Verständigung offen läßt, zunächst als beseitigt bezeichnet werden kann, so etwas zu sparen: ihre Weggenossin ist di« Not— wie will sie ihr entschlüpfen? In einer städtischen Notwohnung in Annaberg bewohnt Frau£ einen Wohnküchenraum und ein kleines Kammer- chen, in dem zwei schmale Betten stehen. In der Wohnküche steht ein Ofen, eine Ofenbank, ein Tisch. 3 Stühle, eine Kom- mode und ein Spulbock für ihren Erwerb. Sonst ist es sckwurig'kahl, die Fenster völlig nackt, kein Fetzen eines Ge- Webestückes in der Wohnung außer dem, was die Frau auf dem Leibe hat. Alles ist schon für die unentbehrlichste Leid- Wäsche verarbeitet worden/ Die Frau ist mit ihren 3 Kin- dern allein. Solange ihr Mann Soldat war. bezog sie Unter- stützung. Jetzt ist er entlassen und hat sie mit ihren Kindern im Stich gelassen, weil er zu feig war. sie und' seine Kinder gegen die äußerste Not zu schützen. Sie spult zu Haus« für eine Posamentenfabrik und bnngt eS dadurch, daß sie bis tief in die Nacht hinein sitzt, auf wöchentlich 4»— 50 M. Ver- dienst. N>re Kinder sind tagsüber im Kinderhort: dos kostet sie allwöchentlich 3 M. Seit zwei Tagen hat sie nicht den Ofen heizen können, weil sie kein Feuenmgsmäterial hat. Frühmorgens hat sie kalten Kaffee vom Tage vorher ge- nossen und mittags hat sie außer einem Stück trockenen Brotes auch nur kalten Kaffee gehabt. Das Zimmer ist kalt. Die Frau besteht nur au? Haut und Knochen. Von kaltem Kaffee und Wassersuppen, zu denen ihr Einkommen lediglich ausreicht, kann nicht mehr werden. Sie schuftet Tag und Nacht, um der Not zu entrinnen. Die Betten sind mit losem Stroh gefüllt. Kein Bettuch, kein Bett- Überzug! Keine Schuhe für sich. � Dazu kranke. Füße. Die Kinderchen haben kein warmes Kleid für den harten Erz- gebirgswintcr. Ich habe sie nicht gesehen— aber wenn sie dem Zustand der Mutter gleichen, leben sie nur für den Totengräber, Die Frau macht einen sauberen und ordent- lichen Eindruck.- Das Geld für die Miete(2,30 M. die Woche) nimmt sie immer sofort zur Seite, damit sie nicht in Schulden kommt. Auf meine Frage, ob sie nicht städtische Unterstützung in Anspruch nimmt, antwortet sie unter einer verzweifelt abwehrenden Gebärde, die die Angst, als OrtS- arm« zu gelten, auHdriickt:„Ich will nichts von der Stadt. Ich habe meine Hände zum Arbeiten und ich werde mir damti schon schaffen, hxjs mir und den Kindern nötig ist." Und solche Mcnichen, vor denen jeder Ehren- mann den Hut ziehen muß, sollen zugrunde gehen? dürste doch die Stellungnahme unseres bayerischen Genossen. deS Ministers Auer, noch heute von. Interesse sein. In der Annahme, von der Entente zur Auslieferung bestimmt zu sein. stellte er sich bekanntlich freiwillig zur Verfügung und erst nach- träglich ergab sich, daß er nicht gemeint war. Außerordentlich beachtenswert ist die Begründung, die Genosse Auer für sein Verhalten gibt. Hierzu sagt er: »ES ist bei allem guten Willen ein« Unmöglichkeit, d e uns aufericgten Verpflichtungen zu erfüllen und den Friedens- vertrag durchzuführen. Wir müssen darum die Aenderung de? Friedensvertrages erstreben und ereichen. Ich stehe der Sadte zu ferne, um beurte.lcn zu können, wie nahe, oder wie weit eru» fcrnt wir von diesem Ziele sind. Auf jeden Fall wollte ich nicht, daß durch meine Person diese Bestrebungen für da« Land gehemmt und dadurch die tiefgehenden Interessen dc« ganz-zn deutschen Bolke« benachteiligt werden. Die Männer an hervorragenden Stellungen haben meine? Ercchten? in erster Linie die sitt- l i ch e Pflicht, mit gutem Beispiel voranzugehen und, wenn «3 sein mutz, sich zu opfern. Dann, aber auch nur dann. haben sie das Recht, von den anderen das gleiche zu verlangm. D rS waren die Hauptgedanken, die mich bei meiner Entscheidung leiteten. Dazu kam, datz ich verhindern wollte, detz von den 300000 deutschen Gefangenen, die zu der Zeit noch im AuSiande waren, anch nur einer eine Stunde meinetwegen zurückgehalten werde. Und bei der Brutalität und Rachsucht, von denen die Franzosen leider noch beherrscht sind, war da? zu befürchten. Ich hatte Gelegenheit, zu beobachten, wie in meinem Aufenthaltsort Mütter. Frauen und Kinder zu dem täglich einmal eintreffenden Zuge gehen und ihre Lieben mit sehnsuchtsvollen Blicken erwarten. Ich sehe, wie sie mit Tränen in den Augen wieder in ihre Woh- nungen gehen, weil der Ersehnte wieder nicht gekommen ist. Der Ersehnte, der vielleicht jahrelang unter unbeschreiblichen körperlichen und seelischen Qualen gelitten hat. Und so wie hier ist cS in Hunderttausenden von Fällen. Dieser Anblick, diese? Wissen war bei meiner Entscheidung mitbestim mend. K Dazu kommt, daß ich in meinem Leben zn dem gestanden bin, waß ich getan und, wie andere sagen, wa» ich verschuldet habe." Es ist zwar nicht anzunehmen, daß daS feige Gesindel welches in seinen anonymen Schreiben den Genossen Ann in der rüdesten Weise beschimpfte, durch diese mannhasten' Au:- führungen beschämt, nunmehr sein Unrecht eingestehen oder dow wenigstens in Zukunft schweigen werde. In einer anderen- Wohnung lebt eine städtische Arbeite- rin mit ihren 5 versorgungspflichstgen Kindern und einer an Unterernährung dahinsiechenden Lljährigen Tochter. Ter Mann ist vermißt. Aus Lohn der Frau. Militärunier- stützung und Krankengeld der Tochter stellen wöchentlich 8V M. zur Verfügung. In den rohen Dachkammern stehen 4 Betten mit losem Stroh— keinerlei Bettwäsche dazu. Nachts liegt der Reif auf den Betten. Der primitivste Haus- rat fehlt. Zucker wird nicht gekaust: die Zuckerkarten werden gegen Heizmaterial eingetauscht, trotzdem ist die Wohnung kalt. Die Kinder sind bleich und heruntergekommen, die kleineren rachitisch. Keines hat warme Kleider, auch di« Mutter nicht. Die kleineren Kinder können nickst mehr zum Kinderhort, tveil sie keine Schuhe haben: sie sind des- wegen auch den ganzen Winter noch nicht ans die Straße gekommen. Wenn der Sommer kommt bringt er ihnen nach halbsähriger Abgeschlossenheit wieder Licht, Lust und Freiheit. Kein Kind und auch die Frau hat mehr als ein paar Lumpen, die man Strümpfe nennt: ausbessern ist unmöglich, weil kein Geld für Wolle übrig bleibt. Der ganze Reichtum der Familie ist, daß jedes Kind noch zwei Hemden hat. Dabei ist z-u argwöhnen, daß die-Frau aus Schain unrichtige Angaben gemacht hat, denn bei der Untersuchung eines Kindes habe ich eine Kinderschürze als Hemd vorgefunden. In der V o l k s s ch u l e zu Annaberg sind 1050 Kinder. Eine Summ« von Jammer. Ein paar normal genährte fallen sofort auf. Es sind die Kinder von Gastwirten und Geschäftsleuten. Wenn schlechtes Wetter ist, kommen 100 Kinder nicht zum Unterricht, weil sie Schuhzeug haben, das nur für trockenes Wetter taugt. Eine große Reihe der Schüler hat überhaupt keine Schuhe, sie wechseln mit ihren Geschwistern und können nur zur Schule, soweit ihre Ge- schwister� mit dem Schulgang fertig sind. In einer Hilfs- klaffe mit 19 Schülern fehlen infolge Schuhmangels bei schlechtem Wetter 6 Sckmler(also 80 Proz.) beim Unterricht. Viel« Kinder, die nur mit einer Taste Kaste im Magen und ohne jedes Frühstücksbrot zur Schule kommen, sljragt man die Kinder nach dem letzten Mittag- essen, so hört man Kartoffelbrei, braune Suppe. Pellkar- toffeln. mit Salz, Rüben mit Kartoffeln, Kartoffeln mit Zwiebel, Kaffee und Brot und ähnliche Dürftigkeiten. Hier wirkt die Not besonders erschütternd, weil eine so große Aahl von Zunger und Enibchrung früh ge�chnets Kinder eng beieinander sind, die die Fröhlichkeit der Jugend verlernt haben. « „Rüthilsr für daS Erzgebirge". Konto bei der Preußischen GiawiSbanL, Berbm, Morbgrasenstraße: Vorirog 20 000 M., von Georg Aranz-Berlin 800 M., Summe 20 800 M. Lächerliche Ko«bmationen. Wieder einmal Philipp Priee. Äm 4. Februar veröffentlichte da? Londoner Ilebeiterblott „Taily Herald" ein Telegramm seines Berliner Bericht- erstatterS V h i l i p p P r i c e über die angebliche geHcime Stärke der deutschen Wehrmacht. In diesem Telegramm kam Pries zu ganz vhantasti- schsn Ziffern. Die Reichswehr betrug nach ihm 7 5 tl 0 0 v Mann und mit den übrigen Formationen, oder was er so zu nennen beliebt(Zeitfreiwillige und Einwohnerwehren) kam er zu der Gesamtsumme von 1 670 000 Plann! Inzwischen ist daS Schreiben von Lloyd George an den beut- schen Geschäftsträger S t h a m e r veröffentlicht worden, in dem mitgeteilt wurde, daß der Obersts Rat der deutschen Regierung einen Aufschub von drei Monaten für die Herabsetzung der Reichswehr auf 100 000 Mann bewilligt habe. Dadurch geriet natürlich der„Daily Herald" seinen Lesern gegenüber etwas in Verlegenheit:'denn das konnte doch immöglich die Antwort der alliierten Regierungen auf die„Enthüllungen" des Herrn Price bilden. Aber Oer„Daily Herald" muß recht behalten und deshalb erklärt er dieses Zugeständnis der Entente auf folgende eigen- tümliche Weise, die ihm übrigens ebenfalls von Price emgeblasen worden ist: Es handle sich darum,„eine Armee zu bilden, welche dazu benutzt werden könnte, den Kavitalis- mus zu schützen, und auch, falls die Verschwörung von R o s k e und Churchill(!) gegen Sowjetrußland greifbare Gestalt annehmen sollte, eine große Offensive gegen die Sowjets im kommenden Frühjahr zu unter- nehmen". ES ist doch wirklich für das Niveau deS internationalen Sozialismus beschämend, wenn groß«, sonst einwand» freie Parteiorgane von einzelnen Wirrköpfen oder be- rufsmätzigen Schwindlern zu einem derartigen groben Un- fug verwendet werden können. Der Gedanke, daß die gegen- wärtige deutsche Reichsregierung für ein solches Unternehmen überhaupt zuhaben wäre, ist geradezu komisch. Wenn es ü b e r h a u p t in Europa eine Regierung gibt, die in Frieden und Freundschaft mit allen fremden Regie- rungen und Völkern, also a u ch mit Sowjetrußland, leben möchte, so ist das die deutsche. Und gerade Herr Pvicc, der sonst so gern den Eingeweihten spielt, mußte von den Ver- Handlungen mit dem Vertreter der Moskauer Regierung Wigdor Kopp schon zu der Zeit gewußt haben, als er seine lächerlichen und doch gemeingefährlichen Kom- binationen nach England hinüberdrahtete. Ist«5 der englischen Arbeiterpartei mit chrem Willen zur Verständigung zwischen den Feinden von gestern ernst — und daran haben wir niemals gezweifelt so müßte sie dach dafür sorgen, daß derjenige Mann, der die große V e�r- antwortung trägt, Englands Proletariat über die deutschen Hinge zu orientieren, sin wahrheitsliebender Journalist fei und nicht ein s e n s a t r o n s l ü st e r n e r P h a n t a st, den gewisse linksradikale Kreise m i ß b r a u ch e n und der.sich offenbar auch ganz gerne mißbrauch en lä ß t. Napoleon, Kotzebue unü Erzberger. Wenn mich meine Gegner loben, so etwa sagte Bebel einmal, so sage ich mir immer:„Halt, August, da hast du etwas verkehrt gemacht." In ähnlicher Lage befinden Sir unS der im Dienste der Schwerindustrie stehenden„Post" gegenüber. Diese nämlich � bezeichnet das im Hirschseldprozeß ergangene Urteil als gerecht' und rühmt die Hervorhebung der idealen G e s i n n u n g des jugendlichen Verbrechers seitens des Gerichts— Grund genug, unsere Skepsis dem Urteil gegenüber zu vertiefen. Aber nicht genug damit, die„Post" tischt ihren Lesern höchst r ü h r sa m e Geschichten auS dem vorigen Jahrhundert auf und Hitiert Napoleons G e i st aus dem Grabe, um zu zeigen, daß Napoleon einem jungen Deutschen, der auf ihn ein Ntentät ausüben wollte, milde verzieh. Tie„Psst* rechnet bei diesem niedlichen Geschichtchen auf die Sentimentalität ergriffener Backfischgemütkr: denn ihre Beweisführung avvelliert an das Gefühl, ohne den Tat- fachen irgendwie Rechnung zu tragen.„Nur" folgende Punkte eignen sich zu der Parallele mit dem Attentat auf Erz- bcrgcr nicht: 1. war Napoleon Kaiser eines fremden Er» oberer landes, Erzbe. rger Mtnister des eigenen, 2. knüpfte Napoleon seine Großmut an eine Bedingung, nämlich die Bitte um Verzeihung, eine Handlung, zu der Erz- berger nicht einmal berechtigt wäre, 3. wurde der jugendliche Attentäter ermordet, während wix die Hoffnung haben dürfen, Herrn v. Hirschfeld in der Dcutschnationalen Partei noch eine große politische Karriere znachen zu sehen.— Sonst stimmt aber alles genau. Ferner: Der Dichter Kotzebue wurde � durch den 23 jährigen Studenten Sand ermordet. Auch Sand wurde nicht von seinem Richterkolleginm idealisiert, sondern zunächst verwundete er sich, selbst gefährlich in der Brust— woran v. H i r s ch f e l d nicht im entferntesten dachst«—, wurde nach seiner Genesung ins Zuchthaus geschafft und. wie wir der „Post" zur Auffrischung ihrer Geschichtskenntnis verraten möchten, äm 20. Mai 1820 durch das Schwert enthauptet. Auf Grund seiner Tat wurden die deutschen Universitäten streng überwacht. Hier eine Gemeinsomkei-t mit dem Schicksal des v. Hirschfeld zu finden, bleibt den„Post"lesern überlassen. Wir jedenfalls bemitleiden diese nicht um das TränenkübÄ, das über sie aus geschüttet worden ist, sondern freuen uns über die Rühr- seligkeit eines Blattes, das leider un Kriege hiervon nichts merken ließ, sondern damals nicht genug Blut fließen sehen konnte. »» c». die Entlassungen bei öer Eisenbahn. Au? dem Eisenbahnministerium wird den.P. P. N." geschrieben: In einigen Blättern sind in den letzten Tagen Auslassungen erschienen, die bebouplen, daß bei der Schließung der- Werk- st ä l t e n und der Entlassung der überzähligen Arbeiter nicht nach sachlichen Gesichtspunkten verfahren werde, sondern daß die Ve»waltung dabei aus die Schädigung des Deutschen Eisenba hn erverbandeS ausgehe, dessen Funktionäre restlos aus die Straße gesetzt seien. Demgegenüber wird wiederholt darauf hingewiesen, daß die Frage, ob eine Werlstätie unwirtschaftlich gearbeitet hat, seit Monaien von der Verwaltung sorgfältig verfogt wird. Auf Grund langer Beobachtungen ist nach Benehmen mit der Reichs« und StaatSregierung angeordnet worden, welche Werkstätten zu. schließen seien./ • Die Gewerkschaf ten und die Arbeiterschaft selbst bab�n häufig darauf hingewiesen, daß ihrer Meinung nach die schlechten Leistungen der Werlstäiten großenteils auf der starken Ueber« f ü l l u n g derselben beruhen. Diese? Urteil stimmt mit den Be- obachtungen der Verwallung überein. ES ist deshalb sßr jede Werlstätte geprüft worden, welche Zahl, von Lrbciwrn in ihr brschästigt werden muß, damit' der Betrieb am wirnaiaftlichsten arbeitet. Bei der Auswahl der Arbeitskräfte hat fich die Ver» waltung lediglich von f a ch Ii ch e n G e s i ch tSp u n kr e n leiten lasten. Die zuständigen Organe der Direktionen sind eingehend mündlich über die Absichten des Ministeriums unterrichtet worden. Der oberste Grundsatz bei der Auswahl der Arbeiter ist nicht ihre Zugehörigkeit zu. bestimmten Verbänden, sondern lediglich die Brauchbarkeit und der Arbeitswille de? einzelnen Mannes gewesen. Von emer gegen oen reniswen vnenoalmerver- band gericdteten Tendenz kann gar keine Rede sein. ES ist auch unrichtig, daß alle Funktionäre des D. E.V. entlassen sind. Gewiß sind Funktionäre diese? Verbände?, aber ebenso Funktionäre anderer Verbände nicht wieder eingestell: worden, wenn ihre Arbeilsleistungen oder ihr Arbeitswille nichr genügten. In der Werlstätte Tempelhof sind von 26 Funltio- nären des D. E. V. nur 6 entlassen, in Potsdam gleichfalls von 26 nur 6, in der Werkstätte II von. 22 13; und ähnlich liegen die Zahlen in den übrigen Werkstätten Berlins und der Provinz. Dabei darf nicht verkannt werden, daß unter den Funktionären der Verbände mitunter Leute waren, die keineswegs im gewerk« s ch a ft lich en Geiste arbeiteten, sondern die revolutionären Organisationen nach Frankturier Muster haben teilweise mit Eifolg ihre Agitatoren in die Stellen von Gewerlscha'tsfunk- lionären hineingefchoben. um so den A a m p f gegen die Ge- werkschaften zu führen. Die Entlastung von Fiinklionären der verschiedenen Verbände bcdcutet deshalb keine Sp!tzL gegen den betreffenden Verband mid überhaupt hat. wie gesagt die Zuaehörig- teit zu einem Verband niemals einen Grund für die Entlastung oder Richtentlastung eines Arbeiters gegeben. • Bei dieser Gelegenheit weist die Eifenbahnverwaltung darauf hin, daß keineswegs nur Arbeiter, die nicht orbeilen wollten oder kminten von den Werlstätleii entlasten worden und, sondern daß tu einer Reihe von WerMätten, wo die Ueberfüllung besonders stark war, auch brauchbare und willige Arbeiter nicht weiter beschäftigt werden konnten. ES liegt deshalb für Privat« betriebe und insbesondere für die mit der Susbesterung von Eisenbahn Material beschäftigten Werk« kein Grund vor, Leute, die setzt auS den E>senbahnweristälten au» Wirtschaft« lichen Gründen entlastet wurden, ihrerseits nicht einzustellen. Der Rekchsarbettsmknister gegen den Terror in Frankfurt a. M. AuS Frankfurt a. M. wird uns telegraphiert: Im SchlichtungSauSschuß teilt« der Vorfitzende vor den Ver« tretern der Mafchiiienfabrik MoenuS und den Mitgliedern ihres ArbeiteransfchusteS und vor den Vertretern heS Deutschen Arbeiter« bnnbes ein Schreiben des ReiSSaibeitkministerS mit, in dem dreier Stellung nimmt zu der gewaltsamen Entfernung von Mitgliedern des Deutschen Arbeiterbundes durch den Arbeiterausschuß der Fa. MoenuS. Der NeichSorbeitsminister verurteilt auf daS schärfste diesen Terror und wünscht, daß den terrorisierten Mitgliedern deS Deutschen ArbeilerbundeS eiligst die Wiederaufnahme der Arbeit bei der Firnia MoenuS ermöglicht werde. Die Firma MoenuS er- klärte, daß die terrorisierten Arbeiter nach wie bor Angehörige der Firma seien. Der Generalsekretär de» Deutschen ArbeiterbundeS erklärte namens der terrorisierten Arbeiter, daß diefr, fall» jenen nichr früher die Wiederausnahme der Arbeit ermöglicht werde, sich an den demnächst zu wählenden. Betriebsrat halten werden, derauf Gnind des BStriebSrätegesetzcS für den Schutz der' Minderheit sorgen und im anderen Falle vom SchlichtungSauSschuß seines Amtes enthoben werden müsse. Die Post in den besetzten Gebieten. Die bisher für die fran- zösische Zone der besetzten Rheiirgebiete(ausschließlich Saargebiet) erlassenen Anordnungen über die Einschränkung des Post- Verkehrs mit dem unbesetzten Deutschland sind mit Ausnahme der Bestimmungen über die zur Einfuhr nn PostbezugSwege oder sonst verbotenen Zeitungen und Druckwerke aufgehoben wor- den. Der Postverkehr mit der französischen Besatzungszone(ans- schliesslich Saargebiet) richtet sich daher jetzt nach den allgemeinen Vorschriften. Bezüglich der Zeitungen und sonstigen Druckwerke verbleibt es vorläufig bei den bisherigen Bestimmungen. Die Ver- ordnung der Interalliierten Rheinlandkommission vom 10. Januar, die dieser Kommistion oder fedem der von ihr besonders exmäch- tigten Offiziere oder Beamten für gewisse Fäll« das Recht auf d:e Auslieferung von Briefen und Postsendungen jeder Art verleiht, wird durch die vorstehenden Aenberungen nicht berührt. Ter Postverkehr nach den Niederlande». Den Absendern von Paketen nach den Niederlanden wird empfohlen, wegen der Währungsschwankungen und zur Vermeidung von Zoll- schwierigleitsn in den Zollinhaltserklärungen Pen Wert der Waren in holländischer Währung anzugeben. Die alte Mutter. Von Han« Gathmann. DaS ist meine Welt: Vergangene» zu behüten. daß eS mir nicht zerfällt wie zitternde Blüten. Ich Hab' einen Strauß Erinnerungen gebunden, der füllt mein stilles Haus alle kommenden Stunden. Ihn behüte ich. nichts darf sich daraus verlieren; sonst derlör' ich auÄ mich und würd' bitterlich frieren. Alle« lebt noch in mir, was Glück war für mich und Leiden. l Heute bin ich noch hier. Wen schmerzt dann mei» Scheiden) Ich stell keine Uhr. mag doch die Zeit verfliegen; ich freue mich ja nur und will mit ihr fliegen. > War ich jung einmal? chatt' ich nicht einmal Söhne? Litt ich um sie nicht Qual,'« um meine großen Söhne? Hart ist, hart die Zeit. Ich schreite in alten Räumen. Was ist Glück? Was»st Leid? Ich will davon träumen. Ich habe einen Strauß Erinnerungen gebunden. der füllt mein stilles Hau? noch meine wenigen Stunde».,. Otto TaubmannS„Deutsche Messe" in der Giugakademie. Ge- ntat vor 10 Jahron hat©icgfnicd OchS dies Werck seiner unver- dienten Vergessenheit entzogen durch eine vorbildlich«, hinreißende Anffichrung in der Philharmon«. Der Schwung in der unerhört sorgfältigen Darbietung war* damals so gewakig, daß kritische Bedenken dem Werk gegenüber sortgosegt wurden. G-un-g Schumann schätzte den Wert der Messe ebenso hoch, chre Schwier�- »chton aber wohl zu klein So hatte man mcht immer den Ein- druck, auf ganz fest gesichertem Boden zu. steh«,. Und auch dw SvJiten trafen(bis auf die Frauen NeugÄauer.Ravoth und Werner-Jenfe») mcht stets den StA und de» Ton die, er groß an- ��ubm«,nS Deutschs Messe trögt die formalen Zeichen Bach. scher und Händelscher Führungen, sie iä«nn chorisch eurpfanden und in ihrer starken kanonischen Kunsifertigkoit, im selbständigen Leiten der Singstimmen, in ihrer AuSwerwnz der Massen- und Einzelwirkungen, in der Duachwechung aller Geradlinigkeit mit choralischen und liturgischen Feinheiten ein fachliche; Meisterstück. Da» klingt alles, klingt klar und transparent und sogar großartig. Die Lieblichkeit der Textwvrte albar ist nicht in Melodie und Rhythmik gesammelt, eS fehlt der Dust der solistischen Beete, fehlt die Wärore des Ausdruck», mag die Flamme noch so hell sichtbar brennen; die freundlichen, begnadeten und begnade üben Visionen, das letzte Erfulltsein scheinen in der quadratischen Form dieser Sätze Einerlei Unterschlupf zu haben. Auch das Orchester gabt selbständig zu wenig Innigkeit, Sinnlichkeit oder auch nur sinniges Behagen her. Die Farbe ge- habeusr Freude und beruhigter Herzlichkeit, wie sie in besonderen Einfällen Bachs,. Beethovens, Schuberts und Bruckner? Messen auf- weisen, kemrt Taubmann nicht. Indem ich aber solche Namen nenne, verrate ich, wie hoch die Demtsche Messe zu bewerten ist. Ein kerniges, machtvoll aufgebautes, sieghaftes, stark emporragendes Werk. Nicht sinnhetörend, aber in seiner weinen Geistigkeit doch erhaben und erhebend. Es möge seinen Weg gehen. 1». Der R«ub der Europ«".(Erstaufführung im Friedrich-Wil. hetmstädtischen Theater.) Theo Hol ton hat in den Mittelpunkt seiner Posse den früheren böhmischen.Hof'-Musikanten Naswpschil gestellt, der eine ebenso böhmische Köchin geheiratet hat. Damit ist die Grundlage für Sprachmengerei und dergleichen abgedroschene Scherze gelben. Der Musikant hat es zum Easebaus- und Varicteöefitzer gebrockt und zu einem Bankkonto obendrein. Eine Gräfin, die ein ISjährigeS Kind hat von Wenzel Naftopschil., hat außerdem einen verliebten Neffen, der da» von ihm derkatzte Stück, „Ter Raub von Europa" im Schlosse der Gräfin aufführen lassen will— glücklicherweise bleibt eS bei der Absicht. Die meisten der au? de« ersten Akt bekannten Personen laufen im zweiten Akt im antiken Kostüm herum, schwach nach Goethe und stark nach der vew operten Mrgnon. Im letzten Akt kriegt der PäntoffeTbeld Naswpschil Oberwasser nach--bekanntem schnellwirkenden Muster. Zu alledem hat Leopold Maaß eine Musik geschrieben, die so bekannt ist, daß sie im Zuschauerraum mitgesummt wird. Kurt M i- kulski pendelt als Naftopschil zwischen Anton Herrnfeld und Pallenberg, und er pendell nicht schlecht,«ein Hausdrache wird von Frau Grimm-Einödshöfer mit wohltuender künstle- rischer Milderung dargestellt. Lilly von Arvah bildet als Lieb- haberin in»nferer fleischarmen Zeit einen wohltuenden Anblick, der durch Gesang wenig beeinträchtigt wird. Den größten Heiter- keitsersoig hatte eine zu unfreiwilligen Enthüllungen neigende Krinoline. Aber dem Publikum gefiel s, was weiter nicht wunder- nimmt, denn«S war, besonders in den Logen, reichlich durchsetzt mit knallprotzigen Kriegsgewinnlern. Eine denkwürdige Photographie. Der groß«. Hörsaal des Phhsi- kaiischen Instituts, in pem die Deutsche Physikalische Gesellschaft ihre Sitzungen abhält, war am Freitag abend syst bis auf den letzten Platz gefüllr. Bar doch angekündigl. daß Professor v. Laue eine Photographie dar Sonnenflnsternis vom 29, Mai ; o. I. vorzeige« würde, die nach Londoner Meldungen eine Bestiti- ! gung der Einste?nschen Relativitätstheorie darstellt. 'Laue ist ebenso svie Einstein eine: derjenigen Männer, deren Ar- ! beitSgebwt die internationale Wissenschaft ist und die daher trotz VMerkrieg und Völkerhaß internationale Beziehungen zu pflegen in erster Reihe berufen sind. LaueS Name selbst hat in der gesamten Kulturwelt einen guten Klang, ist eS ihm doch gelungen, die Bau- gung der Röntgenstrahlen beim Durchgang durch Kristalle nachzu- weisen und dadurch sou«hl über die Natur der Röntgenstrahle» wie über den inneren Aufbau der Kristalle klare Vorstellungen zu ge«" Winnen, eine Tat, die mit dem Nobelpreis für Physik von den be- rufe von Vertretern der Wissenschaft anerkannt worden ist. Laue hat jetzt durch einen englischen Freund einen Wdruck der für die Geschichte der Physik so bedeutsamen Photographie erhalten. Aeußerlich unterscheidet sie sich nicht von anderen Photographien der Sonne�.die bei Sonnenfinsternissen aufgenommen sind. Man er« blickt die dunkle ScnnenicOeib- umkränzt von dem helleren Schein der Korona, die in unregelmäßigen Formen weit über den eigent« lichen Sonnankörver hinausragt, und ferner unregelmäßig verteilt um die Sonne einige helle Punkte, die Photographien einiger Stern«. Da» wesentliche an der Photographie rst die genaue Dc- rechnung de» Standortes dieser Sterne, der nach Einsteins Theorie gegenüber dem Standort, den eben diese selben Sterne ein viertel und ein halbes Jahr zuvor hatten, also zu einer Zeit, wo die Sonne nutzt in ihrer Nähe stand und ibr zu un» kommendes Lcckt nicht nahe an der Sonne vorbeigegangen ist, um einige Zehntel einer Bogen se künde verschoben sein mutz. Von der Londoner gelehrten Gesellschaft der Wiyensctzasten war bereits gemeldet worden, daß e;n genauer Vergleich dieier Photographie mit denjenigen, dt« vor einem viertel und balben Jahre aufgenommen waren, eine Bestätigung dieser Verschiebiing und damit eine Bestätigung der von Einstein aufgestellten Relativitätstheorie ergeben habe. Die Einsteinfche Relativitätstheorie bedeutet mne ähnliche Um. wälzung unserer gesamten physikalischen und wissen'..�nilchen Anschauungen.. wie seinerzeit etwa die Lehre von KopernikuS. nach welcher die Erde aus dem Mittelpunkt der Welt herausgerückt wurde. Daher ist eS begreiflich, daß man mit großer Spannung den Aufnahmen der Sonnenfinsternis d?» vorigen Jahres entgegenwh, nachdem im August 1914 der ausgebrochen« Weltkrieg die zu gleichem Zweck(niZae rüsteten Erpeditionen an der richigen Vornahm« ihrer Arbeiten verhindert hatte. Die Photographie selbst,.die vorgezeigt wurde beseitigt jeden Zweifel an der Tatsächlichkeit der von Ein- stein vorausgesagten Verschiebung. Die Ausmessung und Aus« reckmung der Sternstellungen stnnmt mit äußerster G�aumkeit mit den nach der Einsteinschckn Theorie berechneten Verschiebungen überein.'_ Theater. In der 2 t a a t S o p e r wird beute statt da.Hugenottei, »Ter fliegende Holländer" gegeben. Ansang 0 Uhr, Vortrüge, Ucber die Biologie des begabten Menschen �r. Wilhelm Fl'e ß Donnerstag.'S Uhr. SaUsschefir, 24, emcn Lichtbiföer- ärtrig h-kten,- Der VorrragSabend von Ludw.g Hart au auf Donnerstag, den IS. März, verlegt worden. Zur S-chehun, der Frischen Nehrung. Di«««loms-bea SartrerungS. arbeiten aal der Frischen Nehrung haben, wi« Klmitzsckwt Jahrbuch der Preti ht schen«eologfichen LandeSmssialt schildert, ,u Er. -ebniS aHufHt, da« die Frische Nehrung nicht allem durch Anwachfung von Wos-en her, von den Danziger Höhen a»S«ehend. enchandn, st, ,on- der» dan bitsflti nach Nordosten wachsenden Ast« � �msolcher von der samländischen fl liste nach Südwesten eirtgeaengewachien ift. b'S sich beld« in der Gegend von Alttlef vereinigt haben. D>e Gepend deS Bol- gaschen Tiefs ist die VereinigungSstcll« der beiden Landzungen. Gedächtnisfeier fürMgustSebel Tir BildungSauSschuh Kroß�Berliri frcranftalic!? n:f{ctn cf'enii in d.'r Siabiljalfe eins Gedächtnisfeier anläßlich de? üf». läebuit'icpct- vi u fl u)t Bebels. Ter 2c al test biK auf den leyten Play gefüllt. Tie erhebende �eier wurde eingeleitet durch die vorn Männer- 'ck>äftigung von Arbeitskräften zweifellos zugenommen. ES ist sehr interessant, festzustellen, daß die Arbeitervertreter aus der Schuhindustrie für die freie Wirtschaft»gestimmt haben, eine j SeVegte EiseodahnsrvLrsammlung. Zu lebhaften'Auseinandersetzungen über die Haltung der Lei» trnig de- Deutschen Eisenbahnerverbandes gegenüber der Lohn- bewegung und der Schließung der Werkstätten kam es in der am Sonntag in der Reuen Welt abgehaltenen Generalversammlung der Berliner Verwaltungsstelle des Deutschen Eisenbahnerve r° bandes. f' Schulz, der den Tätigkeitsbericht»er Ortsverwaltung er» stattete, besprach die letzeen- Tarifverhanvlungen und kam auf die Schließung der Werkstätten zu sprechen, die er als eine Folge der Demonstration am 13. Januar bezeichnet«. Es werde bestritten, daß die Schließung ein Schlag gegen die Organi. fation fei. Demgegenüber stelle er fest und kann beweisen, daß es sich tatsächlich um einen Schlag gegen den Verband handele, denn es gebe keine Werkstatt in Berlin, wo nicht die Mehrheit der Ver» bandsrunktiouäre wieder eingestellt worden sei. In der Werkstatt Grunewald seien 16 Funktionäre auf der Straße geblieben. Ulrich mgckfte dem Hauptvorstand den Vorwurf, er habe nichts gegen die Schließung der Werkstätten unternommen, weil die Freunde des Hauptvorlrandes in der Regierung sitzen. Sonnen bürg griff die LrrSverwaltung an, weil sie die alte gewerkschaftliche Taktik verlassen und dadurch verschuldet habe, datz bei den Verhandlungen im Ministerium nicht mehr für die Kollegen herausgekommen sei. Mos das Ministerium jetzt gegen die Eisenbahner unternehme, sei eine Folge der verkehrten Taktik der OrtSverwaltung. Stolt trat den Ausführungen SonnenburgS entgegen. Die Taktik der Ortsverwaltung sei die richtige, aber der Hauptvorstand sHlietze sich dikr neuen, auf die Beseitigung d e S K a p i t a» l: S m u S gerichteten GewerkfchaftStaktik nicht an. In einem Artikel im„VortoärtS" vom 22. Februckd sage der Haupt» vorstand. Brunner habe aus Anlaß der Schließung der!&erk» statten, die sich jetzt zweifellos als Maßregel gegen den Verband darstelle, seinen Rücktritt als Beigeordneter im Eisenbahnmini- sterium angekündigt. Das genüge nicht. Sofort hätte Brunner zurücktreten und der Hauptvorstand energisch Stellung nehmen müssen gegen die Schließung der Werkstatten. G« s ch k e sagte, der einst so stolze Verband sei mit Füßen getreten. Daß«s dahin kommen konnte, sei nicht nur die Schuld der Leitung, sondern auch der Mitglieder. Vcröandsvvrsitzender Schöfsel wies die Angriffe auf den Hauptvorstand zurück, wobei er wiederholt durch Zwischenrufe und große Unruhe eines Teils der Versammlung unterbrochen wurde. Schließlich wurde der Redner mit Ruhe angehört. Er führte aus, wenn der Verband in eine üble Lage gekommen sei, so sei daS die Schuld derjenigen, die die Eisenbahner verführt ha- den,% um de« Ferbani» ihren politischen Zielen dienstbar zu machen. (Zuruf: Das tut Ihr.) Ein Teil der Mitglieder und der Orts» gruppen hätten schon am Anfang des vorigen JahreS die Ein heirsfront des Verbandes durchbrochen. Auch bei den letzten Tarifverhaichlungen seien wieder Teilokiionen ins Werk gesetzt worden. Sie seien ja erklärlich gewesen durch das Ausschie- ben der BerhanÄungsn, aber sie harren doch nicht ausgeführt wer» den dürfen. Nicht durch diese Teilstreiks, sondern durch die ent» schied ene Haltung der Verbandsvertreter, die den Generalstreik in Aussicht stellten, habe sich die Regierung veranlaßt gesehen, den Eisenbahnern Konzessionen zu machen. ES sei sowohl auf Seiten der Kollegen wie auf Seiten der Regierung nicht richtig gehandelt worden. Tie Schließung der Werkstätten hätte nicht vorgenont- men werden dürfen, während verhandelt wurde. Die Maßregelung sei den Werkstattämtern dadurch erleichtert worden, datz die Arbeiter sich zur Meldung für die Wiedereinstellung drängte», als ob eS um ihr Leben ginge. So dürfe sich niemand verhalten, der«in Klassenkämpfer fein wolle. Wegen der Wiedereinstellung werde jetzt verhandelt unter Mitwir- kung von Arbeitervertretern und Parlamentariern. Tie Mitglieder der sozialdemokratischen Par- t e i werden sich selbstverständlich für die Wiederein st el- lung der Gematzregelten einfetzessf. Entlassungen dürfen nicht wegen gewerkschaftlicher Betätigung, sondern nur aus Gründen, die der Betrieb erfordert, stattfinden. Anderseits wende ''ich aber auch der Hauptvorstand dagegen, datz der Verband zum Tummelplatz politischer Umtriebe gemacht werde. Knebel betonte, die Berliner Eisenbahner haben keinen An- laß zur Schließung der Werkstätten gegeben. Sie seien auf ihren Plätzen geblieben, als im Ministerium perhandelt wurde. Auf der andern Seite habe man aber auf einen Streik gewartet, um die Werkstätten zu schließen. Förster erklärte das Weitrennen nm die Wiedereinstellung als eine Schmach für die Arbeiterschaft. Gelchke und Ernst Schulz, zwei. Führer der Berliner Eisenbahner, die immer das große Wort geführt haben, seien die ersten gewesen, die nach der Schließung der Werkstätten bei der Regierung um gut Wetter gebeten hätten. Nachdem noch einig» Redner gesprochen hatten, wurde die weitere Diskussion vertagt bis zur nächsten Versammlung, die am 7. März in der Neuen Welt stattfindet. Regelung der Teucrungszuschläge für HandelshilfZ» ardeiter in der Lederbranche. Eine bei Wilke, S-bastianstratze. stark besuckte Mit- gliederveriammlung de« Deutschen Tiansportarveiter- Verbandes der Hausdiener und Packer nabm Stellung zu dem Ber» bandlnngSergebniS mit den Arbeitgeberverdänden zwecks Gewährung von TeuenmgSzuschlägen. Nack» einer lebhaften Ausspräche, bei welcher?ast ollgemein die Zuschläge der Zeit entiprccbend al» zu gering bezeichnet wurden, gelangte folgende Resolution zur An- nähme: „Tie versammelte« Sandelshilfsarbeiter der Lederwirtsckcaft und»industrie sprechen der Berbandlunaskommiksion ihre An» crkennung aus für die feste Haftung, welche dieselbe den Unter- nchmern gegenüber bewiesen hat. Die Versammelten börSn mit Entrüstung, daß nach Angabe der Herren Arbeitgeber in. 433(18) 223(8) Oberschöneweibe.... 208(9) 711(32) Niederschönewride««.—(7)—(10) Schoneverg..... 836(34) 1333(44) '(di« christliche Liste ist in der 3. Gemeindeschule von den Unabhängigen angefochten worden). Danach haben bisher Mandate erhalten: S. P. D. 159, VL S. P. D. 181 und die kirchlichen Listen 237. Ein neuer s�rauenmord im Norde«, 5000 M. Belohnung. Ein neueS Kapitalverbrechen wurde Sonntag vormittag ftn Norden der Stadt entdeckt. In der Tieckstr. 39 wurde die 28 Jahre alte Schneiderin Sabine Kästenbaum tn ihrem Bett unter der Decke versteckt mit starken Stranguiationimarken und Kratzwunden am Halse tot aufgefunden. Die Kästenhaum machte, obwohl sie nicht unter stttenpolizeilicher Kontrolle stand, Männerbekanntschaften auf der Straße. Außerdem besaß sie zwei Geliebte. Einer davon verbüßt zurzeit cn der Strafanstalt zu Tegel ein« Gefängnisstrafe wegen Unterschlagung. Der andere, der nur"unter dem Namen Fritz bekannt ist, ist ein Git arren spie ler, der in verschiedenen Lokalen'im Umher- ziehen ausspielt.'Ein Bruder der Kästenbaum ist vor ewig?» Hagen bei einer Razzia in der Dragonerstraße festgenommen w-otdtn und sitzt in Untersuchungshaft. Um dieserhalb mit ihrer Schwester Rücksprache zu nehmen, hatte sie am Sonnabend an diese, die in Erfurt wohnt, ein Delsgramm gesandt. Di« Schwester kam daraufhin mit ihrem Bräutigam nach Berlin. Als beide die Kastenbaum aufsuchen wollten, trafen sie diese nicht an. Sie warteten zunächst eine Weile und erkundigten sich dann bei der Frau Rix. von der sie da» Zimmer abgemietet hat. Niemand aber hatte da! Mädchen gesehen. Sie be- gaben sich in daS Zimmer zurück und stellten fest, daß alle Unter. kleide: und Unterwäsche auf dem Stuhl neben dem Bett und auch die Schmucksachen auf dem Nachttisch lagen. Jetzt schlug die Schwester die Bettdecke zurück, unter der sie dann die Schwester tot vorfand. Die benachrichtigte Oranienburger Torwache rief die Kriminal- Polizei herbei und von dieser erschienen OberregierungSrat Hoppe mit Beamten und der Erkennungsdienst. Die nur mit Hemd, Strümpfen und Schuhen bekleidet« Leiche wurde photographisch fest- gelegt und die Ermittelungen wurden eingeleitet. Diese ergaben daß die Kästenbaum am Sonnabend, wie fast täglich, ihren Geliebte,! in Tegel besucht und diesem Nahrungsmittel gebracht hatte. Spät-, war sie dann mit einer Frau Müller aus der Schlegelstraße in ein Kino gegangen. In der Zwischenzeit war ihr zivefter Geliebter. der Gitarrenspieler Fritz, dagewesen und hatte sie gesucht, von einem Schankwirt ließ sie sich noch ein« Schachtel Streichhölzer geben und ging dann in ihre Srube. Seitdem war st« im Hause nicht mehr gesehen worden. Es gelang jedoch«in Straßenmädchen zu ermitteln, da» aus» sagen konnte, daß die Kästenbaum mit ihm noch um 12 Mi Uhr an der Ecke der Chaussee» und Tieckstraße gestanden habe. Wahrscheinlich hat sie dort die Bekanntschaft eine? Manne? gemacht und diesen mit auf ihr Zimmer genommen. D'eser hat sie dann, selbst auch im Bette liegend, wie aus dem zerwühlten Unterbett zu schließen ist, erwürgt, indem er ihr mit der einen Hand die Hände aus dem Rücken festhielt nnd mit der anderen die Kehle zudrückte. Die Kästen» bäum hat dabei einen Bluterguß au» der Nase erlitten und der Täter sich dabei die Hände mit Blut besudelt. Diese hat er sich dann an einem Handtuch, da? Blutflecke aufweist, gereinigt. Geraubt hat er nur die Handtasche deS Mädchens, wahrscheinlich auch nur, um sich in den Besitz der Schlüssel zu setzen, um ungehindert das HauS verlassen zu können. Dabei ist er von niemand gesehen oder ge» hört worden. Auf die Ermittelung deS Täter» hat die Kriminalpolizei ein« Belohnung von 5000 M. ausgesetzt, di« für Personen auS dem Publikum bestimmt sind, die sachdienliche Angaben mathen können. Diese sind zu richten an die Movdkommission uu Zimmer 52 de» Berliner Polizeipräsidiums. Rückkehr deutscher Kinder auS Dänemark. Heute kommen die Kinder, die am 13. Dezember nach Dänemark getzrbren sind, mit dem Zug« 9,53 abends aus dem Stet- tiner Bahnhof an. Ferner kommen am 27. Februar morgen» 5.50 auf dem Lehrte? Bahnhof die Kinder, die am 22. Dezember nach I ü tla nd(Dänemark) abgereist sind, ebenfalls an. Groß-Strllner partelnachrlchten. Tempelhof. Haifte 6�4 IM®» l tt fl« b I( 1? u n#, zu der nach bie an ben höheren Schulen waPbnechtiaten Ellern um vollzÄhligeS Er» scheinen aebeien werden— 7'4 Uhr: Mltgllederdeisamiiftnng.— Der RedeübungSkursu» fi-det Dienstag statt. viraat«. für ben rebaftisn. teil: Art»»(Ufte», Eliarloltenbura; fUt«»«einen: tb,»I»4«, Berlin. Berlaa: Bi>rwilrt«.?erl<>a cv. m. b. s. Berlin. Druck! Bor- MtW-DuÄbnufmi u. terlaieanbaU Paul 6lnaii n. te. BtclU, Sinbtnto. L uch die sauberste Mutter ier Gefahr ausgesetzt, dah ihr Kind auS der Schule gelegentlich Ungeziefer-mitbringt. Sie kaNn es aber Ungeziefer nebst Nissen— sofort durch Kopf- und Haarwasser Pfeifferol radikal beseitigen. Dabei sckiiumt fer Haarwasser prächlig, reinigt die Kopfhaut von Schinnen, befördert den Haarwuchs und macht das Haar voll und locker. Flasche 2 und 3 M. überall zu haben. etc. MJWA Der Am�nenhof Laaf nie naco di m gleichnamige» Ro nan von Grttlin von Adlarsfeld-Ballestrem Mia May Segle: Uwe Jens»Kra(tt WeehMla»!; r und S�L'Jkr/ Sonn:««: Bapaa 4 Wir Vorverkauf 11 ble I Lhr APOLLO 1 Theater I | rrledrichstrane 2IE Dir.; Jamet Klein I izü Februar El , Die weltberühmte j Fregolia I In Ihren 100 Verwand- fe i j lunpen n. Illusionen. njertrudc Barrison aus London turOck 6 Gmnato« Salonakrobaten ytttpee ParniiIien-T,lnlment-Pfei/a Uhr jed. Er | wachsen» 1 Kind(rel Cinßsjßnsch Heute Montae 7'/, Uhr; Bas griehf c Gestitw. CssYPriaf1: n llrahtsellkinsikr. 11 3 Urbanis, Kraftturner Amateur- Betten 100 M, Belohnung erhält, wer dreimal stehend die Manege umreitet. Sowie die Obr. Nummern. _ 1 Bachetanz derj" T" • 1 PanathenSen I• t-h'' in nApbrodite". Residenz-Kasino u. filumendlila BInmenittr. lO Fanz und Kabarstt. Anlaut nun Platin. Soll) neu Sifder ju hSchsten Sogeaptrifui.• G. Sctaliephacke, tdrhrldiltr. 210, Ecke Kochftr. 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Roch Art. 47 de« Bank- statu:» find diejenigen Attionäre stimiüb.-r-chtigt. welche ihre Äfften spatesten» am IL.«Sez diese, daheta in•alba bei unserer Suffe, 1* in Setiin bei unserer Sasse,— W 9, Bofiste. 2. bti her' Dresdner«anf, der Direktion der Disfonts-Sesell» schalt der Deutschen Bant, Orr Berliner Handelsgesell- schast. der Bank' für Handel u. Industrie: Herren »eorg sVromberg L. Co. In Srnnnschweig bei der Direktion der visfonto- Gesellschaft, Filiale Braun- schweig. Herren Lehmann Ovvenheimer Sc, Sohlt, in Breslau bei her Dresdner Bant. Filiale Bteslmi. Strien Martu« Netten Sc Sohn, dem Schlesischen Bankverein, FUiale der Deutschen Bank, in»Sin bei der Dresdner Bank ht Äüln, dem A.SchaaffhW jtote Kreuz-fiolterie Oesamlw. der Gewinne Mark: IOOOOO. 50000 IOOOO L«se zu 3,00 50 Pfg entra 10 Lose Eine feine ta leiner OA M Brl e il a»c he chdU III SB Ziehung 34.. 15. n. 36. 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