Ur. SS. S?. z-hr«. HeznqsvreiS t SiirdetialjtL 16�0 JRC monatl. 5/50 M. fr« ins£«ra». ootou« inbldar. Poft- liszuq Monatlich SM Ml. erfl. So* ftellonffsqedühr. UmerRreujbant» für 'Seotidjlanfi und Oesterreich- Ungarn 875 Ml. für das übrige Ausland 13.— MI. bei taa!ich einmal. Zustellung IL— JIL+ Baluta-Builchiag. Post» veitellungen nebmen an Dnnemarl. Sollano. iluremdurq. Schweden und die Schioebi. üingettaaen in die Post» iieitungs- Preisliste. Der„Bonraris* mit der Sonntags» deUage.Boll u. Seif» ericheinl Wochen- läglich gweimai Sonniag« einmal. Slelegramm-Aoreff« .Zozialdemolrat verli»". Verlinev Volksblatt [ 15 Pfennig) v,....* •"v Anzeigenpreis t vi» achtgelpaliene Nonpareillezeii« testet l— M., Teuerungszuschlag 00% Anzeigen-, da» iett» g«druckte Wo« 75 Psg.(zulSssig zwei fettgedruckt« W»«e>, jedes weitere Wo« 50 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wo« >5 Pfg, jede» weitere Wo« 4« Pfg. »otte über 15 Buchstaben zählen siir zwei Wo««. Teuerungszuschlag 50°/» Familien- Anzeigen, oolitiiche und gewirtschaftliche Sercrae•Amcioat 2,— Ml. die geile ohne Auijchlag. Anzeige» für die nächst» Rümmer müssen bt, B Ahr nachmittag» im Hauptgeschäft. Berlin SW 68, tünben» ftratz« S. abgegeben werden. Seosfnet von S Uhr früh bis 5 Uhr abends. Zcntralorgan der rozialdcmokratifchen Partei Deutfdhlands Reüaktion und Expeöitioa: SW. 6$, Liaüenstr. Z. sternivrearrr: Am« Morttivla«. Str. t.»» SO— läl it7. Vonvärts-Verlag G.m.b.K», SW. 6$, Linüenstr. 3» Aernwrecher: Amt Morikplati, Nr. 117 SZ— 51. Die londoner Konferenz. London. 22. Fbbruar.(Reuter.) Die MinifterprSsid-nte» von Frankreich und Rumänien, der italienische Mi» nister deS Acußcren und die französischen Minister für Lebensmittel und für Schiffahrt sind in London eingetroffen, um den Sitzungen de? Obersten Rates bcizuwohue«. Frankreich unü die Internationale. • Paris. 22. Februar. Auf dem Kongreß de? Seine-Berbandes der sozialistischen Parteien erhielt der Antrag Loriot zugunsten der dritten Internationale SS30 Stimmen. Der Antrag Longuet, der vor dem Beitritt zur MoSkaue� Jnternunonale die deutschen unabhängigen Sozialisten, die schweizerischen Sozialiften usw. be- fragen will, brachte eS auf 5988 Stimmen. Der Antrag Re» uaudel. der für die zweite Internationale eintritt, erhielt nur silö Stimmen. Wie Berlin rst auch die französische Hauptstadt die tHochburg der Ultrarodikalen. Vor 14 Tagen hatte man auf der Tagung des Seineverbandes nicht einig werden können und die Entscheidung Aber die Frage der Jnternolio- nale auf den gestrigen Sonntag verschoben. Damals schien e-, als ob die„Linke"(Longuet) und die„äußerste Linke" (Loriot) sich ziemlich die Wagschale hielten. Der kom» . ni u n i st i s ch e F l ü g e l hat offenbar in dieser Zwischenzeit ziemlich starke Fortschritte gemacht und könnte bei dem morgen in Straßburg beginnenden Parteitag auf den wir noch zurückkommen werden, infolge des Paris« St im- menverhältnisses sebr gut entgegen den bisherigen Erwar- tungen, für seine Nesolution, die den sofortigen An- .fchluß an die Moskauer, Internationale. verlanot. die Mehrheit erhalten. Der öroheaüe Daltikumer. Folgender Brief ging uns am heutigen Tage zu: An Berliner„Vorwärts". 21. Februar 1920. Herr Red-rkteur! Lauge genug hasten wir bcrltischeu Soldaten Langmut gegen A&> Hehartikel geübt. Ihr Verhallen zu unserem vaterlandi» scheu Beginnen gegen den unosthÄigigen Verräter des Deutsch- lums„Gerlach" hat dem Faß den Boden ausgeschlagen. Ziehen Sie nocheinmal über uns Her, dann tragen Sie die Folgen! Denn einmal kommt der Tag. da w i r Herr der Loge sind, und dieser Tag ist dann auch der Tag der Sühne für oJl die Ziitungen, die VaterlandSverräterei dcgangeu haben. Denken Sie daran und seien Sie gescheit! Ihr NoSk« ist ja doch nur eine Puppe in unserer Hmid, eine Marionette, ote wir vor der Hand noch sozialistische Fratzen schneiden loffeu. W-rden©t« vernünftig, ehe eS zu spät ist. ES lebe der Kaiser! Hoch Freiheit, Eh«. Vaterlanstl Für die Kameraden: SBicmer, VertvausnSmann. (Eine Veröffentlichung dieser Zeile»«der eineS Tests derer würde Ihnen eine e-racht Prügel evtl.»och mehr einbringe». Der Borig«. Die letzten Zeilen haben uns veranlaßt, dieses Schreiben. anstatt es gleich den übrigen Schmäh, und Drohbriefen, die unsere allmorgendlichc Herzcnsstärkung sind, dem Papierkorb Su übergeben, doch hier abzudrucken. ♦ JJach Auskunft, die wir von einer amtlichen Stelle erhalten steht nun übrigens doch fest, daß die meisten Ruhestörer keine Balti� fumer, lOrborn Angehörige der Mar:nebrigade 2, alko ReichSwehrtrupvrn sind. In diesem Falle wäre das Vorkommnis n o ch v i e l b e d e n k l i ch e r. Wir müssen wiederum bedauern. daß das ReichsweHrministerium wiederum hier vorschnell eine Aus- hinft gegeben hat, 51� einer genauem Prüfung nicht standhalt. Die Murinebrigade 2 gilt übrigens als e r z r e a k t i o n ä r e Truppe. Die Offiziere dieser Brigade tragen vielfach das a n t i- semitische Hakenkreuz als Abzeichen an der Brust. Im Hamburger v-Zuge wurde iiinait ein Offizier dieser Trm've feit» Ein Veltbunö üer Kriegsteilnehmer. Henri Barbusse bittet, einem Aufruf Raum zu«eben, der sich an die Soldaten aller Länder wendet, die gegeneinander Krieg geführt haben. Barbusse spricht, wie er hervorhebt, besonders zu den Deutschen und Oesterreichern, die zu einem intern atio» malen Kongreß der Kriegsteilnehmer nach Genf komm?,, sollen. Er weist darauf hin, daß man ferne Partei nicht mit der heu- tigen Regierung Frankreichs verwechseln möge. Er will, daß der Genfer Kongreß daS tägliche Anwachsen eine» neuen MiliwriSmuS ' w d-r Welt verhindere.. und um Anhänger für fein« Idee zu ge» Winnen., erläßt Henri Barbusse den Ausruf. Die Internationale der Kriegsteilnehmer soll nicht verwechselt werden mit der Juteruatiunal« der Arbeiterschaft oder der Krter. Auslieferung üeutfcher Schwimmdocks. Paris, 22. Februar. Nach dem„New Dork Herald" hat die Botschafterkonferenz in ihrer gestrigen Sitzung Frankreich, England und � Südslawien vier Schwimmdocks von der deut- fchen und österreichischen Marine zugesprochen. Diese Docks könnten jedoch nur für Handelszwecke benutzt werden. Frankreich aber hätte die zeitliche Erlaubnis erhalten, sie zur Wiederftottmachung von Unterseebooten zu verwenden. Der Botschafterrat habe ferner beschlossen, daß das Schiff Rheinland, das augenblicklich in einem deutschen Hafen im Bau begriffen sei. verkauft werden soll«._ Amerikas Vorbehalt. Washington, 22. Februar.(Reuter.) Der Senar hat mit 83 gegen 32 Stimmen einen Antrag auf Abänderung deS Vorbehaltes Lodges bezüglich des Austritts d«: Vereimgten Staaten aus dem Völkerbund abgelehnt. Die unversöhnlichen BertragSgegner von der republikanischen Partei gingen bei der Abstimmung mit den Demokraten zusammen. Der Senat nabm dar- auf mit 45 Stimmen gegen 20 Stimmen wieder den u r sp r ü n g. lichen Wortlaut des Vorbehalts an. Die Abstimmung in ött zweiten Zone. Flensburg, 23. Februar.-(T. W Gestern traf hier aus.Hamburg ein Telegramm ein, in dem 5000® i i mmber echt igte ankündigten, daß sie demnächst herbeieilen werden, um im Kampf um ihre Heimat ihren Mann zu stehen. Insgesamt zählt F l e n S- bürg 42000 Abstimmungsberechtigte. nationale der Intellektuellen, die sich in einem Bunde, der„Tlartö", zusammenschließen. Der Weltbund der ehemaligen Kriezsieilnehmer muß die Kraft haben, sich aus sich selber und aus seiner eigenen Kulturbedeutung heraus zu erhalten. Leider gibt Barbusse nicht den Weg an, auf dem es bei dem heutigen Geldstande den Oesterreichern und Deutschen gelingen würde, sich zu einem Genfer Kongreß auf längere Zeit zu begeben. dos zunehmenöe Kinöerelenö und die Mittel, ihm zu steuern. Der bekannt« Professor Dr. Emil Abderhalden sendet unS eine Darstellung gegenüber einer durch die Zeitungen gegan» genen Rotiz, die sich dahin äußerte, daß da? ReichSge-ftlndheitSamt österreichische Kinder nach Deutschland eingeladen habe. Sie folgt hier: Zwei Umstände find«S, die der Unterbringung stark unter- ernährter Kinder auf Freistellen im neutralen Ausland große Schwierigkeiten bereiten. Einmal verursacht der Sturz der V a- luta trotz der vollständig ünentgclMchen Aufnahme der Kinder sehr große Kosten(z. B. verlangen die 20 Franken Kosten für die Eisenbahnfahrt in der Schweiz 4— 500 Mark!), und dann hat die laute Propaganda für die Unterbringung österreichischer Kinder auf Freistellen innerhalb von Deutschland im Ausland stark verstimmt. Ich hob in meinem Vortrag da? Mitzverhältn:S hervor, das zwischen dem Inhalt der bekannten Schrift des Reich?- gesundhetiRimte« über die Schädigung der deutschen Volkskraft durch die Blockade bestehe und der auch behördlich geförderten Pro- paganda zur Aufnahme der erwähnten Kinder. Das Reichs. gefundheitsamt als solche? hat mit dieser nichts z u t u n! Ich bedaure. daß von Seiten des Berichterstatters ein Irrtum unterlaufen ist. Gleichzeitig hebe ich hervor, daß selbst- verständlich alles getan werden muß. um den deutschösterreichischen Kindern und den notleidenden Kindern überhaupt energisch zu helfen. Ich stehe trotz gegenteiliger Behauptungen immer noch aus dem Standpunkte, daß«in Land, das selbst Hunderttau- sende von sehr stark unterernährten Kindern sein «igen nennt, nicht der richtige Ort ist, um anderen hungernden Kindern zu helfen. Im Ausland wird die Ausnahme der Wiener Kinder so aufgefaßt, als wäre die Not in Deutschland nicht groß, und als hätte man in Deutschland wieder einmal stark übertrieben. Da? ist der Arbeit derjenigen, die ihre ganze Kraft dafür einsetzen, den deutschen Kindern zu helfen, nicht sehr förderlich. Zur Gedächtnisfeier für Bebel. Fn dem Bericht über die Ge» dächtnisfeier für August Bebel im heutigen Morgen- blatt ist in dem Satz:„1863 wurde der Allgemeine Deutsche Ar» beiterverein in Leipzig unter seiner und Lassalles Assistenz ge» gründet", ein Irrtum unterlausen, den richtigzustellen die historische Wahrheit gebietet Bebel hat bei der Gründung des Allgemeine Deutschen Arbeitervereins nicht assistiert. I« Winterschlaf. Die glücklichen E I b i n g e r haben immer nach«in Kgl. Pr- LandratSamt. wie ihre Briefstempel erweisen. Zwar war seitens des Ministeriums de? Innern schon vor etwa 4 Wochen Beseitigung der Stempelsache zugesagt, jedoch hat sich bi?! heut«»och»ichV dar»» geö�dart. 1 der Gewerkschastskonstikt. Der Konflikt, der in der Berliner Gewerkschaftskommission um die Wahlen zu den Betriebsräten ausgebrochen ist, stellt die Berliner Arbeiterbewegung an einen Wendepunkt Die lange mißhandelte Vernunft beginnt gegen die Vergewalti- gungen, denen sie dauernd ausgesetzt ist, zu rebellieren, und viele alte Genossen begrüßen es, daß die auf altgewerkschaft- lichein Boden stehenden Mitglieder der Gewerkschaftskom- Mission endlich der lammherzigen Gelassenheit den Laufpatz gegeben haben und sich ihren Gegnern zur Entscheidung stellen. Natürlich versucht man es jetzt auf der anderen Seite so darzustellen, als sucksten die Körsten und Genossen einen Vorwand zur Spaltung. Glauben kann das nur, wer von den Vorgängen, die sich in den letzten Monakn abgespielt haben, keine Ahming hat. Die brutale Maßregelung neuen Pfeife tanzen wollten, die Niederlagenstrategie der neuen Führer in allen Streiks, das gewissenlose Abenteuer des 13. Januar— wahvhaftigi wenn rnen„Vorwände" gesucht hätte, man wäre nicht verlegen gewestn! Dir auf dem Boden der alten Partei stehenden Gewerkschastsgenossen ertrugen das alles mit der Geduld von Saulenheiligen, ihr Wille, die ewerkschastliche Einheit aufrechtzuerhalten, lehrte sie, selbst s schier Unerträgliche zu ertragen. Jetzt hat das Verhalten der US.P.-Fraktion der Ber- liner Gewerkschastskommijsion all diesen Bemühungen ein Ende bereitet. Die U.S.P.-Fraktion hat beschlossen, d i e B e- triebsrätewahlen zu einer parteipolitischen jwmpf- Handlung gegen die Sozialdemokratie zu gestalten. Sie hat diesen Beschluß gefaßt, obwohl er gegen alle gewerkschaft- lichen Grundsätze vorstößt, und obwohl sie weiß, daß die durch den Allgemeinen Gewerkschaftsbund vertretene Gesamtheit der Gewerkschaften eine der ihren geradewegs entgegengesetzte Haltung einnimmt. Sie hat einen Disziplinbruch begangen, und jetzt möchte man diejenigen als Disziplinbrecher hin» stellen, die diesen Disziplinbruch nicht mitmachen. An gutem Willen, gewerkschaftliche Disziplin zu halten- hat es auf sozialdemokratischer Seite niemals gefehlt. Be- weis: Am 22. Januar beantragten die sozialdemokratischen Gewerkschaftsfunktionäre den Genossen B r o l a t, sich an die Gewerkschaftskommission zu wenden, um eine Verhandlung zwischen den verschiedenen Nichtungsvertretern herbeizu- führen und ein einheitliches Vorgehen bei d— �triebsrätewahlen auf dem Boden gewerkschaftlicher Granlwtze stu ermöglichen. Brolat erhielt darauf jedoch den Bescheid, die Ge- werkschaftskommission werde erst in der nächsten Sitzung be- schließen, ob man sich an den Wahlen überhaupt beteiligen wolleli Die nächste Sitzung be schloß dann die Beteiligung. Brolat wurde nun noch zweimal wegen der vorgeschlagenen Verhandlungen vorstellig, schließlich wurde aber am 13. Februar entschieden, daß Verhandlungen zwecklos feien, da man um parteipolitische Auseinandersetzungen bei den Wahlen doch nicht herumkommen werde. Jetzt schreibt die„Freiheit": Wie wir in den letzten Tagen bereits mehrfach nachgewiesen haben, ist der erste Schritt zur parteipolitischen Ausnutzung der Be iriebSräte wablen von der S. P. D. unterncnmnon worden. Der Beschluß der Anhänger der U. S. P. D. auf Arrfstelllmg jiceivr Listen ist erst gefaßt worden, nachdem ein Flugblatt der S. P. D. vorlag, daS keinen Zweifel daran ließ, daß die Absiift die Ausstellung froigewerkschastlicher Listen von der S. P. D. wchi befolgt, sondern durchkreuzt werden würde. Das sozialdemokratisch� Flugblatt ist am 18. Februar erschienen, fünf Tage nachdem die U.S.P.-Mehrheit der Ge- wcrkschastskommiffion von ihrem Herrenstandpunkt aus Ver- Handlungen abgelehnt und eine Kampfansage erlassen hatte! So sieht der sozialdemokratische„erste Schritt" zur Spaltung aus. Und was die„Freiheit" schamhaft„freigewerkschast- liche" Listen nennt, das sind in Wirklichkeit parteipolitische U.S.P- L i st e n. Aber, was sollen die Streitereien darüber, wer ange» fangen hat? Die Entscheidung liegt jetzt beim Allgemeinen Gewerkschaftsbund, und da wird es sich schon herausstellen, wer Disziplin hält und wer sie bricht. Wichtiger als die Disziplinsrage ist die P r i n z i p i e n f r a g e, und hier stellt die Sache eben so daß die Unabhängigen für die Betriebs- rätewahlen Grundsätze verfechten, die die Sozialdemokraten aus tiesster Ueberzeugung hemuS als für die Arbeiterbelve» gung verhängnisvoll bekämpfen müssen. Die Sozialdemokratie steht auf dem Standpunkt, daß die gesetzliche Einrichtung der Betriebsräte dazu ausgenutzt wer- den muß. Rechte und Interessen der A-heiter in den Betrieben zu vertreten. Die Unabhängigen Nwl'en dagegen die gesetz» lichen Räte zugunsten ihrer phantastischen Vorstellmig von einem„revolutionären Rätesyste m" sabotieren. Das Vorgehen der Unabhängigen erinnert lebhaft an die Fabel von dem Hunde, der mit einem Stück Fleisch durch das Wasser schwamm. Im Wasserspiegel iah er einen anderen Hund, der auch ein Stück Fleisch hatw er schnappte danach, und dabei fiel ihm das wirkliche Stück Fleisch aus dem Maus, Er hatte sei«» Besitz für eine Illusion geopfert. Das Betriebsrategesetz ist. wenn es richtig ausgenützt wird, ein entscheidender Achrrtt zu einer wirklichen Ne- volution. Zeigen die gewählten Betriebsräte, daß sie in die Geheimnisse der Betriebsleitung eindringen können und daß ihre Sachkunde sich von Unternehmern und Direktoren keinen blauen Dunst vormachen läßt, dann ist eine entscheidende Schlacht im Klassenkampf gewonnen. Lassen sie aber ihren Blick vom Phrasendunst trüben, hersagen sie, dann ist der erste Versuch, die Selbsthcrrlichkcit des Kapitals einzuschränken, mißlungen, und das Ergebnis wird nicht das„revolutionäre Rätesystem", sondern die U n t e r n e h m e r d i k t a t u r sein. Weil die Sozialdemokraten diese ungeheure Gefahr sehen, können sie den Unabhängigen auf dem Weg, den diese be« treten haben, nicht folgen. Aber— Weg. ist das überhaupt ein Weg? Wir haben ja gehört, daß die U.S.P.-Herren von der Gewerkschaftskommission zunächst überhaupt nicht wußten, ob man sich anden Wahlen beteiligen solle oder nicht. Zwischen Beteiligung und Nickstbeteiligung hin- und herschwankend, entschloß man sich zu dem Kompro- miß, was mitzumachen aber im Grunde doch nur. um die Sache, wie der Berliner sagt, zu„vermasseln". In ein paar Wochen wird man wahrscheinlich auch schon wieder zu der Erkenntnis gekommen sein, daß diese Taktik ein Unsinn war. Aber die Kosten werden mittlerweile von den Arbeitern schon bezahlt sein! Die sozialdemokratischen Gewerkschaftsgenossen können die Berliner Arbeiter nicht widerspruchslos einer Führung überlassen, die ganz offensichtlich selber nicht weiß, waS sie will, die die Folgen ihrer Handlungsweise nicht abzuichätzen imstande ist und die schließlich immer dazu geneigt ist. das, was ihr an klarem Verständnis für die Arbeiterinteressen ab- geht, durch einen wüsten Radauton und gewalttätiges Vor- gehen zu ersetzen. Die sozialdemokratischen Gewerkschafts- genossen haben eine derartige Führung satt, und uns will es scheinen, als ob es der großen Masse der Berliner Arbeiterschaft genau ebenso ginge. Darüber wird noch manches deutliche Wort zu reden sein. Wird sind guten Mutes, denn wir wissen, daß die Tyrannei dcS Unsinns rascher abwirtschaften wird, als sie selber denkt. Der Kampf ist aufgenommen, sein Ziel heißt grundsätzliche Klarheit und Befreiung der Berliner Arbeiter- fchaft vom Terrorismus der leeren Phrase. Die Zronteröolchung. Das Geständnis des Freiherrn von Kardorff, daß sich der Satz von der.�erdolchten Front" nicht aufrecht erhalten läßt, kommt seinem Parteigenossen, dem Grafen Revent- low, sehr ungelegen. Wiederum opfert er einen ganzen Leitartikel— den wievielten nun bereits?— für den Nochweis, daß die Front zwar nicht erdolcht, aber„durch schleichendes Gift von hinten zersetzt" worden sei. Er ist aber nicht imstande, seinen alten, hier bereits fünfzehnmal widerlegten Ladenhütern auch nut einen einzigen neuen Be- weis hinzuzufügen. Tie alten Kamellen von den„Streik- brechern" und die Renommistereien des unabhängigen Mag- deburger Prahlhans Vater sind für unS ein für allemal er- ledigt. nachdem wir die wirkliche Bedeutung bzw. absolute Bedeutungslosigkeit dieser Tinge haarklein nachgewiesen haben. Dagegen ist folgendes Zugeständnis deS Trafen Ne- ventlow nicht ganz uninteressant:/ Man«rklärt, die dentsckien Offiziere hätten ihre Truppen nicht der st anden, sie mißhandelt, mit Haß und U n- tust erfüllt. Slewiß, vieles ist da nicht so gewesen, wie eS hStte sein sollen. Und trenn tatsäckilich Offiziere für solche Vergehen zu wenig bestraft worden sind, so sind wir die e r st e n, welche das mißbilligen. Wenige Tinge sind gemeiner, alS Miß- Handlungen und bcyindvrS Untergebener. Wir wollen dem Grafen Reventlow. der ja als Hinter- frontmann die Dinge nnr vom Hörensagen kennt, gerne auS eigenster Erfahrung bestätigen, baß solche Dinge nicht nur vorgekommen find, sondern eineviel größere Rolle ge- spielt haben, als er anzunelnnen scheint. Er soll nur auf diesem Wege der Mißbilligung fortfahren, dann wird er bald die wirklichen Erdolcher der Front erkennen. Sie sind auch äußerlich sehr leicht dadurch kenntlich, daß sie tatsächlich meist mit einem D o l ch im Gürkel herumliefen, um den ein sil- Hernes Portepse geschlungen war. Nieder die Pazifisten! Nach diesem edlen Grundsatz wird nicht nur in Berlin verfahren, sondern auch Stuttgart erfreut sich solchen radau- lustigen Gesindels. Die P. P.N. melden hierzu: In einer vorgestern abend abgehaltenen Versammlung der Friedensgesellschaft führton nationalistische Elemente stürmische Szenen herbei. Schon der erste Redner, der hessische Kultusminister Dr. Strecker, wurde beständig unterbrochen. Als dann Prof. Dr. Nicolai sprechen wollte, wurden gegen ihn Beschimpfungen geschleudert, die eine S ch I ä- g e r e i zwischen Anhängern der Friedcnsgesellschaft und den Nationalisten auslöste, wobei ein Teilnehmer am Kopfe v e r- letzt wurde. Ein ehemaliger Hauptmann der Fliegerstaffel Neu- Ruppin, D o e r r, erhob gegen Nicolai den Vorwurf der Fahnen- flucht und der Verleitung dreier Soldaten zur Desertion, worauf sich nun wieder eine heftige persönliche Auseinander- setzung zwischen Nicolai und Toerr entwickelte. Die Störung mißliebiger Verscrmmlungen bitrch radau- lustige Elemente wird nachgerade Methobe. Die«Balti- knmer" machen Schule in Deutschland! Durch üie Lektüre gewisser Dlätter... Wenn überhaupt noch ein Zweifel darüber bestehen konnte, wer als der Hauptschuldige in dem Erzberger- schen Attentatsprozeß auf der Anklagebank sitze, so ist dieser Zweifel durch eine Feststellung in den Anklage- a kt« n des v. Hirschfeld beseitigt, die verdient, aus dem Rahmen des Prozesses heworgehoben und rechtzeitig der Ver- gessenheit entrissen zu werden. In der Anklage nämlich wird gesagt, daß Hirschfeld durch die Lektüre ver- schiedener Zeitungen den Entschluß gefaßt habe, auf Erzberger loszugehen. Wird jetzt die„Deutsche Tageszeitung" noch die Stirn haben, die R e v o l u t i o n s a t m o s p h ä r e für den Mordplan des Junkers v. Hirschfeld verantwortlich zu machen? In diesem Falle wird eS leicht sein, sie an Hand der Anklageakten rechtzeitig etwaiger Fälschung? ver- suche zu überführen, ein für olle Mal die unauslöschliche Schuld ihrer selbst und der sich um sie und ihren Busenfreund Helfferich gruppierenden Kreise einwandfrei festzustellen und damit von vornherein jeden Versuch einer Fälschung der geschichtlichen Tatsachen zu unterbinden. vke obsektivste Dehörüe kn �knterpommern. AuS Köslin jHinterpommern) geht unS ein beachtenswer« ter Bericht über die Reaktion bei den dortigen Justizbehör- den zu. An der Hand zahlreicher Einzelfälle wird nachgewiesen, daß die dortig« Staatsanwaltschaft, die ja bekanntlich die objei- tivste Behörde ist, sich immer noch als Instrument des ver- flösse n en Erstem? zu betrachten scheint. Die erst seit kurzem gegründet«„Volkszeitung fü� Hinlerpommern", das sozialdemokratische Organ, wird von der objektivsten Beiörde mit einer Auf- merksamkeit beehrt, die lebhaft an die A e r a T« s s« n d o r f und die Zeit des Sozialistengesetze» erinnert. Der Fnban der Zeitung wird an einer gewissen Stell« sorgfältig geprüft, die es für ihre Pflicht erachtet, Notizen, in denen Deutschnationale an- gegriffen werden, den Betreffenden besonderszuzu stellen mit dem Ersuchen, Strafantrag zu st eilen. Erfolgt dann ein solcher Strofantrog, so wird der Betreffend«, auch wenn es sich um recht gleichgültige und mehr private Dinge handelt, nicht etwa, wie jeder ander« Sterbliche, auf den Weg der Privatklage verwiesen, sondern die Staatsanwaltschaft erhebt selber die Klage„im öffentlichen Interesse" und eröffnet da» amtliche Verfahren. Die» geschi«lht in einer Zeit, in der diedeuischnational« Presse von Hinterpommern tagtäglich die gemeinsten und schmutzig- sten Angriffe gegen die Regierung und einzelne Mi- nistet bringt. Diese Angriffe aber scheinen der Kösliner Staats- anwaltschaft völlig zu entgehen, die jedenfalls in amtlicher Eigenschaft diese Blätter nicht liest, denn gegen diese Blätter ist bis heute noch kein öffentliches Strafverfahren eingeleiter worden., Vielleicht nimmt man tm Justizministerium einmal Anlaß, sich genauer mit der Objektivität der hinterpommerschen Staatsanwaltschaft zu beschäftigen. Eine königliche Steuerkommijfion. Daß zahllose Behörden noch immer das königliche Wappen führen und sich in Briefen usw. stolz nach wie vor als„königlich" bezeichnen, ist ein Vorgang, der seiner allzu großen Häufigkeit wegen kaum noch erwähnt zu werden verdient. Der Veranlagungskommission in Steglitz jedoch blieb es vorbehalten, ausdrücklich die Tatfache, daß sie sich noch immer als im Dienste einer königlichen Behörde befindlich fühle, handschriftlich festzulegen. In einer Mitteilung über eine Steuerangelegenheit findet sich fol- gender Satz: »Megcn diesen Bescheid steht Ihnen die Beschwerde an den Herrn Finanzminister zu." In diesem Satze nun sind die Worte den„Herrn Finanz- minister" durchgestrichen und durch die Worte„D i e königliche Regierung in Potsdam" ersetzt. Unterzeichnet ist das samos« Schreiben von einem Geheimen Regierungsrat Dr. Kühne, Mit dieser Methode der Ver- höhnung unserer Regierung dürfte der Herr Geheimrat wohl den Gipfel der Unverschämtheit erstiegen haben. Hoffent- lich gibt ihm die republikanische Regierung mit der gleichen Eindeutigkeit ihre Meinung zu verstehen, wie es in ähnlichen Fällen widerspenstigen Beamten gegenüber die alte königliche Regierung verstand: vielleicht imponiert ihm dann daS neue System etwas mehr. Partei hilft! Au? sosialdemokratislben Lebrerkreiien 5>berschlesienS gehen unS folgende beachtenswerte Ausführungen zu: Die sozwlistischen Lehrervereinignncien führen einen harten Komps gegen die r e o k> i o n ä r e n K r ä f t e, die sich ihnen von allen Seiten entoegenstellen. Jbre Wirksamkeit wird aber nicht nur durch diese, sondern auch durch die Eriasie über die Oifen» legung der Personalakten und dw Schulleitung gehemmt. Man fürchtet ostenbar einen Sturm der Entrüstung, wenn da« Unrecht an den Tag käme, da« den Lebrern und Be- amten von früheren Borgeletzten zugefügt wurde. Ts muß viel ge» sündigt worden sein, wenn man sich fetzt nicht Ichent, ein ver» fasiungSmäßiges Recht den gequälten.Untergebenen" vorzuenibalien und Ungerechtig'eiten, unter denen mancher Lehrer und Beamte jahrzehntelang pelitien bat, unoesühnt zu lassen. Durch da« KlassenbesuchSrecht der Rektoren wird da? Spitzel» und Denunziantentum unglaublich be- günsligt. In dieser Einrichlung erblickt die Lehrer'chail das wirk» iarnsle Mitiel der realtionären Behörden, die Lebrerichaft im allen Obrigkeitssinne niederz»ballen. Wenn den Arbeits» gemeinschafien sozialdemakraüscher Letzter solche Tieine in den Weg gewälzt«erden, io können sie sich nicht so entfeiten, wie e« ionft möglich wäre. Leider erhallen die ministeriellen Erlasie Zubände aufrecht, um deren Beseitigung die gesamte Lebrerschasl mit ganzer Kraft kämpft. Da die Bereinigungen sozielistischer Lehrer allein nicht stark genug find, um diese Hindernisse au« dem Weg« zu räumen, so möge die iozioldemokralischeBartei energlichon ihre Leite treten. Rücksichten auf reaktionäre Tinflllsse zu nehmen, ist hier ganz un» angebracht. DaS haben diese den sozialistischen Ideen gegenüber auch nicht getan. Entweder setzt die Partei ihre Ziele in die Wirklichkeit um oder st« überläßt dem alten Regiment ganz das Feld, Bei der jetzigen Zwilterstellung kommen die sozia» liitischen ArbeitSgemeinschaklen nicht vorwärts. Die neue volksbilüungsbewegung. Festerer Zusammenschluß der deutschen Volks- bildungSvcreinIgungen. Der Ausschuß der deutschen VolkSbildungSvereinigungen, dem die größeren Organisationen dieser Art— auch die sozialdemokratischen— angehören, hielt am Sonnabend im Reichsministcrium d«S Innern einen Vertretertag ab. Der bisherige Geschäfts- flthrer, Dr. v. E r d b e r g, gab einen kurzen Bericht über die Tätigkeit des Ausschusses. Er betonte, daß der bisherige Zusammen» schluß, der während deS Krieges, auf einer gemeinsamen Tagung in Weimar erfolgt«, ein zu loser gewesen sei. Der ungeheure Auf- schwung, den gerade das VoUsbildungSwesen seit der Revolution genommen hat, verlangt den festeren � Zusammenschluß der auf diesem Gebiete tätigen Organisationen sowie die©ctoffung einer tatkräftigeren Zentrale mit einer leistungsfähigen Geschäftsstelle. Dabei handelt«s sich nicht um eine Dchematisierung des DildungS- Wesen». Jede Organisation soll ihr« Eigenart und Selbständigkeit behalten. Aber zur Vermeidung jeglicher Zersplitterung und damit Vergeudung der Kräfte, zur Förderung der vielseitigen, für alle Teile gemeinsamen Kulturaufgaben, zur Sammlung und Ver- Wertung des einschlägigen Materials, der Erfahrungen brauche man eine Körperschaft, die den neuen Aufgaben der Zeit gewachsen'st. Damit zu verbinden ist die Schaffung eine« Volksbildung»- Parlaments, da» jährlich mindesten» einmal ein« öffentliche Tagung abhält. Hier soll zu wichtigen gemeinsamen Fragen Stellung genommen, von den einzelnen Verbänden Bericht erstattet und gegenseitige Erfahrungen ausgetauscht werden. Ferner ist die Bildung von Sachverständigenausschüssen notwendig. Unterstaatssekretär Heinrich Schulz ergänzte die AuS- führungen des Geschäftsführers nach einigen Seiten hin. Die Wandlung der wnerpolitischen Verhältnisse hat eine starke Ein- stellung der öffentlichen Körperschaften auf das Bildungswesen ge- bracht. Staat und Gemeinde sind auf diesem Gebiete sehr regsam. Dadurch wird daS freie Volksbildungswesen nicht überflüssig. Di« Arbeit beider Teile mutz sich ergänzen. Di« Einwirkung in die Massen kann nur mit Hilfe der Volksbildungsorganisationen er- folgen. Ein« geeignet« Verbindung zwischen beiden Teilen ist zu schaffen, und zwar durch gemeinsame Ausschüsse, die alle Kreise um- fassen, die ernsthafte Bildungsarbeit leisten. Solch« Ausschüsse müssen sich sowohl in den Gemeinden wie in den Provinzen und Landesteilen bilden. Besonders wichtig ist ein« gleiche Körperschaft für da» Reich Da» Reich braucht zur Beratung und Förderung seiner kulturpolitischen Aufgaben ein« Instanz, die die Trägerin deS freien Volksbildungswesens ist und durch Zusammenschluß aller großen Verbände über die notwendige Autorität und Sachkunde in alle» BildungSsragea verfügt. Eine solch« Instanz kann nur durch festeren Zusammenschluß zu einem Zweckverband geschaffen werden. AlS Geschäftsführer muß ein« Persönlichkeit gefunden werden, die sowohl geistig wie organisatorisch den neuen Ausgaben gewachsen ist. In der ausgiebigen Diskussion kamen die Vertreter aller Richtungen zum Wort. Besonder» die Frage der Finanzierung und des Verhältnisse» de«, freien Volksbildungswesen» zum Staat« wurden auSsührlich erörtert. Fast einmütig kam zum Ausdruck, daß die neue Organisation die BildungSaufgaben von Staat und Gemeinde nach Kräften anregen und fördern, aber im übrigen völlig selbständig bleiben müsse. Andererseits sei eZ aber auch Pflicht de» neuen Volksstaates, mehr als biShe» Mittel für die Aufgaben de» freien VolkSbildungSivesen» zur Verfügung zu stellen. Einstimmig beschlossen wurde,«inen„verband der dent- schen Volksbildungsverein, gungen" zu gründen. Die von einer Kommission durchberatenen Satzungen wurden in ihren Grundzügen genehmigt, im übrigen dem bisherigen Ausschuß zur endgültigen Festgelung überwiesen. Dieser soll auch biö zur Wahl de» Vorstandes der neuen Organisafton di« Geschäft« weiterführen und insbesondere di« Einrichtung einer leistungsfähigen Geschäft»- stelle sowie die Einberufung eine» deutschen VolktbildungStage» porbereiten. So hat die Tagung, di« im übrigen noch wertvoll« Anregungen bot, grundlegend« Arbeit geleistet. Sie wird mit ihren Beschlüssen der deutschen volkibildungsbewegung einen mächtigen Ansporn geben, ihr aber zugleich auch den Weg zu einem zielbewußten, all« wertvollen Kräfte zusammenfassenden Schaffen ebnen. rw, Zwölfte» Kenzert de» Verbandes der freie» velksbühnen. ES stand im Zeichen SchönbergS und war ein Experiment, da« nicht vor das Forum unverbildeter, genußsuchender Menschen gehört, sondern in da» Studierzimmer der Musikzünftigen. Man könnte ja nun sagen, daß der Beifall deS vollen Hause» die Berechtigung de» doppelt gewagten Versuch» bestätigt«. Dem ist nicht so. Das war nicht Jubel, sondern bewegtes Ausrütteln au» der Erstarrung, war Respektskundgebung einer p-achwoll erzogenen Menge, die glaubt. Herrliches erlebt zu haben, weil der Anreiz gerade von dieser scmniäglichen Sammlungsstätte aus erfolgte. So unkritisch sind die Männer und Frauen, die eben erst der Eroira oder dem Brahmsfchen Ouartett ihre Seelen geöffnet haben, nicht, daß sie von gestern auf heute sich und ihr Gemüt und ihr Ohr so ganz und gar anders einstellen konnten: so technisch bewandert nicht, daß sie den Niedersturz lieber und ewig-klaeer Tongewckhirheiten angesichts dieser Mißkläng« über den Haichen werfen wollten. Daß die Neuordnung der Töne vom Kingenden DreiAcmg der Terzen zum Ouarteußliritt zu einer«mderen Art Musik führen muß, ist sicher. Daß dazu aber außer einer Theorie und einer Zeit, die jedem aparten und absonderlichen Reiz günstig ist, auck ein wirk- lich physiologisch anders geortet«» Obr gehört, um auS Gemachtem Kunst und Schönheit bzrauSzuerleben, das scheint mir ebenso fun» damental, wie schließlich die letzte kleine Beobachtung, daß eben bisher diese neu» Kunst noch le», packendes, überzeugendes, außer» halb der fachlichen Einsicht imponierendes und aufrüttelndes Werk hervorgebracht bat. Auch dies« Kammersinfonie ist nur ein kunst- fertig gelöstes Tonproblem, impulsiv im Rbythmu», farbig in der Jnstrumentenbesetzung, aber grotesk abwegig im Melodischen, form- loS, ungebärdig, sinnwidrig und unverständlich in der Verarbeitung, in der Verteilung, in der Bindung de» thematischen Substrat?. WaS soll daS in der Volksbühne, wo man gemeinhin keine Parli- turen liest und nickts von Ouerständen und Gangtonleitern weiß? Da ist kem Kampffeld, kein Ort für Expermnentieren. K. S. Rickard Dehme! zum Gedächtnis. Zu einer ErinnerungZfeter für Richard Dehmel hatte sein Verleger Fischer am Sonntag mittag in den Saal der Sezession geladen. Da» Mayer-Mar- freund Prof. Ka r l Ludwig S�ch l e i ch, der berühmte Ebirurg, sprach die Gedenkrede. Er feierte in Worten, die au« wehem Herzen kamen und in fühlende und dankbar« Herzen gingen, den Men- schen Dehme!, der«in Schöpfer, ein Heißsporn. Held und Dichter zugleich war. Schleich nannte es ein paradoxes Geschick, da? dem ewig warmblütigen, dem Manne der Bewegung in der Todes- krankheit das Wut gerinnen Uetz, Er wies auf die ausgleichende Einheitlichkeit von Herz und Verstand dies«? Dichter» hin, der bei aller Ausschweifung der Gedanken Malerei seiner geistigen Per» sönlichkeit durch Bescheidenheit Wertvertiefung tteh. Das Ringen de» großen Menschen, das Schwanken der lichten Seele zwischen dem Dämon und dem Genius— eS war bedeutender Wesenzug auch R'chard TebmelS, der einmal gesagt, daß er nicht gut sei, sondern durch seinen Willen, durch sein Wollen erst gut werden müsse. Nur ein wahrhaft guier Mensch aber wird so von sich sprechen, von Zweifeln geplagt. Und das Menschlich« jst � was letzten Endes den Unterickied erklärt zwiichen dem Schriftsteller und dem Dichter. Tie Persönlichkeit, die über da? Verstandes- mätzige hinaus«S vermag, da« Ohr an den Herzschlag der Zeit zu legen, die Augen in dft Trübsal der Umgebung des Volkes zu versenken, die erst wird auch im Volke die Liebe ernten, d«e dem Dichter gebührt,... Räch Schleich? vor Erregung zitternden Worten sprach Moissi, Er ergänzte die Gedenkrede, indem er die Wahrheit ihres Inhalts bezeugtes er trug ein paar der schönsten Gedichte vor, in ergreifender, aufwühlender und so prachtvoll vermittelnder Weise, daß die Zuhörenden aufrichtig mitgenommen warem Die Dichtungen waren klug gewählt, denn sie gaben über die Vielsei- tigkeit DehmelS beredten Aufschluß: sie erwiesen seine vhanta>tische Stimme, sein mystisches Erschauen, seine Liebe und sein«die» Verstehen der Volksseele, sein glühendes Temperament. hso. Der medizini che Belchrungsstlin„Die Gel«! e S t � k r a n k. beiten und ihre Folgen- wird bis aui weUercs s-den Freitag und Eonnabend 4'/, Uhr nachmittags. Sonntags It llbrroimuwgS lw Tailentzlenpalaü. jeden Montag und Dienstag 4>/, Uhr rammftfag? in den Kammerlicht'plelen, jeden Mittwoch und Donneistag 4/, Uhr nachmtitagS im U.-T„«llexanderplatz. zu ermäßigten Preisen vorge>uyrr. e l f f e r I ch: Zch erinnere daran, daß«» der Reichs- finan»minister Erzberger in seiner Eigenschaft als Vorfitzender der Waffen st illstandSkommission war, der die ber» bänmrsvollen Verbandliinaen über die AnS'icseruna unserer Han. d e l s s l o t t e geführt hat. und zwar mit einer TigenmSchttgleit, die woBI beisviellos dasteht. Rechtsanwalt Friedländer: H'«rzu erkläre ich, daß Herr Sr-b-rger am 27. Fanuar und am 28. Mai S0 Stück Hapag-Attien grkouft hat. Es steht doch wobi schließlich einem Minister frei, Aktien zu kaufen, die er für richtig hält. Wir stellen jedoch fest. daß zu der Fest, als der Herr Nebenkläger seine Aktien erwarb. in der Press« bereit» olles über die Ansieferung der Handelsschiffe und die vom Reich aewäbrte Unterstützung der Reedereien b e» kann! war. Herr Erzberger bat sich zu dem Ankauf der Aktien veranlaßt pekeben, durch die Erregung, die in der veffent» ltchkett herrschte. Er hat dadurch lem unerschütterliches Vertrauen zu dem bleibenden Wsrt der deutschen SchiffahrtS- wert» bekunden wollen. Erzberger: Fm Dezember 1019 war der Wafkenstikl. kt a n d nbgelaiifen. Bei den Berhandlunaen über die Verlängerung stellte Genera� Asch dfx Forderung, daß unsere Flotte für die Dauer des Waffenstillstandes zur Verfügung gestellt werde, um Lebensmitteltransporte usw. zu machen. Durch einen von mir beauftragten Marinesachverständigen wurde festgestellt, daß die Schiffe deutscher Besitz blieben und daß sie nur auf bestimmte Zeit in den Weltpol über- gingen. ES wurde«in deutscher Vertrauensmann zur Kontrolle nach London entsandt. Nur unter diesen Bedingungen wurde der Waffenstillstand verlängert und die LebenSmittelzufuhr begonnen. Die deutschen Unterhändler befanden sich in einer überaus f ch w i e- rigsn Laae. Nach vielen Befvrechnngen und reiflicher lieber- leguna entschloß ich mich schweren Herzens zu der Vcrfügung- stellurq unterer Schiffe. Die Reeder waren natürlich sehr unwillig. In einer Sitzung deS StaatsministeriumS wurde ich wegen der Auslieserimg der Schiffe scharf angegriffen. Man sagte, die Flotte sei dem F«nd? ausgeliefert worden. Ich betonte, daß hiervon nicht ein Wort im Vertrage stehe, sondern daß die Schiffe befristet zur Verfügung gestellt seien. Um aber aller Welt wem Vertrauen zur Zurückgabe unserer Schiffe zu zeigen, schrieb' st e r unv als Aktienbesitzer über die Entschädigung verhandelt haben?— Erzberger: DaS ist richtig. Im Juni kamen die Herren von den Reedereigeseuiwaften zu mir nach Weimar und wollten mich sprechen. Es fanden dann Verbandlungen statt, ich fragte die Herren, waS sie brauchten, und diese haben mir dann die dieSbezüg- liche Mitteilung gemacht. Die.Herren haben mich darum gebeten, Im ReichSwirtschaftSminlsterium wurde nachher darüber tveiterber- Rechtsanwalt Alsberg: Diese Verhandlungen wurden ge- führt, al» noch kein Schiff enteignet war?— Erzberger: Die Enteignung ist ja erst dieser Tage eingetreten. Als Mitglied des Kabinett! mußte ich für die Abfindung der Reedereien ein- treten. Da» war meine pflichtgemäße lleberzeugung. ob ich nun Finanzminister war oder nicht.— Helfferich: Sind die Gelder vo» Ihnen nicht zu einer Zeit verteilt worden, als die Reederäen dafür gar keine Verwendung hatten?— Erzberger: Die Gelder wurden bei einer Treuhandgesellschaft eingezahlt. Um der«» Verwaltung habe ich mich nicht gekümmert.— Rechtsanwalt 'Alsberg: Das R»>chsfinanzmi«isteriuml Hier ssi der Vertrag nämlich.(Hält den Vertrag hoch.) Haben Sie Herrn Geheimrai Cuno im Juli 1919, als über die HZhe der Entschädigung verhandelt wurde als Entschädigung das T-reisache de» Fliehen». wertes zugesagt? Der Vorschuß ist gezahlt worden zu einer Zeit, als noch nicht ein Stück enteignet war, zu einer Zeit, al» d.c Schnee unter dem Frachtabkommen fuhren und die Reedereien sehr l Paar. Die Aufhebung dieser Regelung birgt eine schwer« Gefahr für die deutsche Volk«- Wirtschaft in sich, im freien Handel ist die Beschaffung diese» Schuhwerks für diese Arbeiterkreise in Frage gestellt." Den Ausführungen W t s s e l I» wurde entgegnet:„Die Ver- treter de« RetchkwirtschaftSministeriumS hätten einer Sparwirt- schaff daS Wort geredet, während man eine möglichst leistungsfähig« Pröduktionswirtschast notwendig habe. Zu diesem Zwecke sei die Voraussetzung die Heranführung von Ware. Müsse man di« Ware heranführen, um überhaupt eine Lederwirtschoft zu ermöglichen, so bedürfe es einer Anpassung an die Weltmarktverhältnisse. Heute ständen die JnlandSzwanaSpreise noch unter Weltpari. Man könne aber keinen Inlands- und Auslandspreis für Häute und Leder und darauf gefertigte Ware in Deutschland»ebenein- ander ausreckiterhaltxn. Zu beachten sei auch daS außerordentliche StaatZrisiko, daS da» Deutsche Reich bei Fortbestand der Beschlagnahme und der Höchst- preis« für den Fall eingehe, daß ein E t u r z der Häute- und Leder- preise auf dem Weltmarkt sintrete. Es sei gar nicht zu»erant« Worten, dem Staate eine solche Gefahr aufzuerlegen." Die Beratungen de» Ausschusses wurden vertagt und erst am 23. Juli wieder aufgenommen. Teure Schuhe haben wir offensichtlich genügend erhalten; die Schuhhändler erlassen große Angebot« in den Zeitungen. Aber trotz des großen Bedarf» stockt der Absatz, weil die Kaufkraft der Massen nicht ausreicht, sie abzunehmen.— astr. Dienud. Schon jetzt muß die Oeffentlichkeff aber damit rechnen, daß der wachsende Fehlbetrag der Großen Ber- liner Straßenbahn und der Berliner Ostbahnen und die weiter stsi- genden Unkosten eine Erhöhung de» Fahrpreises auf 40 Pf. auf di« Dauer nicht al» ausreichend erscheinen lassen. Wenn die Tariferhöhung sich zunächst in dieser Höhe bewegen sollte, würde«s sich dabei nur um«inen vorübergehenden Zustand Handel« können. Ebenso wie die Stautsbahnen, die genötigt sind, ihre Fahr- preise um 100 Prozent zu erhöhen, müßte auch die Große Berliner Straßenbahn ihren Tarif auf da» Doppelte erhöhen, also auf 60 Pfennig. Erst dieser Tarif würde nach der jetzigen Wirtschaft- liehen Lage der Groß-Berliner Sirahenbahnunternehmein ein Ar- betten ohne Fehlbetrag ermöglichen. Sollte ein geringerer Fahrpreis als 60 Pf. beschlossen werden, so würde nur die Frage sein, wie lange sich dieser neue Tarif wird aufrechterhalten lassen. Zum Vergleich sei angeführt, daß Essen dieser Tage den Straßen- bahnfahrprei» aus 70 Pf. erhöht hat!" Es war uns leider nicht möglich, an zuständiger Stelle über diese Meldung«ine Auskunft zu erhalten. Nach unseren Jnfor- Marionen dürfte aber tatsächlich eine lOOprozentigs Erhöhung de» Fahrpreise» notwendig werden, da die Große Berliner mit einem Defizit arbeitet, das nahe an 20 Millionen Mark heran-' reicht. Nur dadurch, daß heute jeder Wagen die doppelt« Zahl an Passagieren aufnimmt, wird die Gesellschaft vor einem gröheren Defizit bewahrt. Dieser Zustand muß natürlich schon im Interesse der Sicherheit des fahrenden Publikum» beseitigt werden Ob dazu eine Erhöhung des Fahrpreises auf 60 Pf. notwendig ist, wird genau zu prüfen sein. Ter Jrauenmörder verhastet? Der Frauenmord in der T i e ck st r a ß e scheint seiner Austlä« rung nahe zu sein. Unter dem dringenden Verdacht der Täterschaft ist der 20 Jahre alte Gelegenheitsmusiker Fritz Koch verhaftet worden. Als her frühere Geliebte der Ermorderten wegen Unter- schlagung festgenommen und verurteilt wurde, fand sie in Koch gleich„Ersatz", ohne ihre Beziehungen zu dem Verhatteten abzu- brechen. Koch paßte das aber nicht, um so weniger, al» sie den Ver- hafteten im Gefängnis auch öfter besuchte und ihm dort allerl»� zukommen ließ. Am Sonnabend machte sie ihrem ersten Geliebten wieder einen Besuch. Von Eifersucht geplagt, suchte Koch sie überall, ohne sie zu finden. Ohne sein Wissen besuchte das Mädchen dann auch noch eine Kinovorstellung. Als«S nach diesem Kinobesuch bei dem Schankwirt Lehmann in der Tieckstraße, bei dem beide zu ver- kehren pflegten, einkehrt« und erfuhr, daß Koch auch dort nach ihr gefragt habe, äußerst« sie schon ihre Besorgnis, weil sie ohne sein Wissen nach Tegel und ins Kino gegangen war. Eine Zeugin be- fandet, daß gegen 12�4 Uhr nachts, also zu der Zeit, in der das Mädchen zuletzt auf der Straße gesehen wurde, auch Koch dort in der Gegend noch gesehen worden ist. ES besteht der dingende Verdacht, daß Koch mit ihr zusammen nach Hause gegangen und sie au» Eifersucht umgebracht hat. Er bestreitet da» zwar noch und will einen Alibibcwes führen. Dieser und anderes Material, das ihn weiter belastet, wird äugen- blickltch noch nachgeprüft._■ Zentrale für Ptnlgnng Strulölln. Dienstaa 7 Mr bei KutzN, Neu- killn, Linien«, Ecke Hermannülatze! Mitglleacrverfammlung. Gestohlene Govelin». Bei der Berliner Teppichsirma W. Ziesel) u. Co.. Bethanienufer 8, sind kürzlich durch Einbruch entwendet worden: zwei neu« Gobelin»(Venu» und Amor), drei neue Gobelin» (Wein, Weib und Gesong) und ein deutscher Knüpfteppich(24,5 Ouadratzentimeter). Für die Wiedererlangung oder für Räch- richten, die zur Wiedererlangung führen, ist eine Belohnung von 6000 Mark ausgesetzt. Neukölln. Reue Preise im Gtabtbatz. Der Bädertarif ist von den städtischen Körperschaften b!S auf weitere» wie folgt festgesetzt worden: 1 Brausebad 0,80 M., 1 Schwimmbad für Erwachsene 0,70 M.(10 Bäder 6,60 M.). 1 Schwimmbad für Kinder 0,40 M. (10 Bäder 850 Ml.). Für di« Veranstaltung von Schwimmfesten oeträgt d!« Gebühr 200 M. für Neuköllner und 300 M. für aus- wärtige Vereine, sofern die Veranstaltung 3 Stunden nicht über- schreibet. Diese geringe Erhöhung der Bäderpreise reicht natürlich bei weitem nicht au», um die UnterhaitSkosten des Stadtbad» zu decken. So bleiben di« voraussichtlichen Einnahmen mn rund 350 000 M. hinter den Ausgaben zurück. Dahlem gegen feine Zerschlagung. Dar Ortsausschuß von Verlin-Dahlem, aus allen Parteien zusammengesetzt, gibt im Kamen der 6000 Einwohner Dahlem» eine Erklärung ab. in der Einspruch gegen den Beschluß der Unterkommission des Ausschüsse» der Preußi- scheu Landesversammlung zur Beratung de» Gesetzentwürfe»„Groß- Berlin' erhoben wird, wodurch der Gutsbezirk Berlin-Dahlem zer- schlagen und in seinen Teilen an den Verwaltungsbezirk Steglitz bAn. Wilmersdorf angeschlossen werden soll. E» wird die Gemeinde Berlin-Dahlem gefordert und, fall» der Entwurf G» setzeskraft erhält, die Angliederung Dahlem» an den Verwaltung»- bezirk Zehlendorf-NikolaSsee-Wanuse«. Groft-verliner LebenSmistel. Stkgliü. Anmeldung von: 250 Gramm Zerialienmehl, Nahrung». mittel sür Jug-ndliche, werdende Mlltla>'. Kinder im 1.— 6. Lebcnsjabre. Ptrlonen über 85— 70 und ßber 70 Jahre oll. Verteilung von: 2L0Gi ainm ungeftreckter Marmelade, 250 Gramm Zerealienmehl, 2 Päckchen Milchsatz. speise, Kerzen. Hermsdorf. Für Kinder im Alter biß»n< Jahren, werdende Mütter (vom 7. Monat an) und Krank«, denen Milch ärztlich verordnet wurde, bei Lip» und Girra Tonnabend 2 Päckchen Milchsützlvessen. Treptow. Aus 5» und 5d, soweit mit Korloffeln nicht bellefett, 260 Gramm Teigwaren rnid 260 Gramm Euppenwürsel 600 Gramm Erbsen (84). 600 Gramm Bohnen(86s. l Paket Sützkloss(88). Für Kinder im 1. und 2 Jahr 1000 Gramm Gttetz und 2 Pakete Einbellskek»(A. I und II der Milchkarkes, im 3. bis K. Lebensjahre 650 Gramm(Biletz und 2 Pakete EinhetlSketS(B. 1 und 11, 0. I und II). 250 Gramm Zerralien- mehl(K. 18).___ GroA-Serliner parteinachrichten. 6.»bt. Mittwoch 71/, Uhr, in den bekannten Beztrtslotale»: Zahl« atzend. IS. Abt. Perfammmlung aller Eltern, deren Kinder die 84., 88.,»1., 123., 156. und 166, Gemembefchule besuchen, DienSlag 7'/, Uhr, im MarluS- hos, Markusstr. 18, 1. Hos. I., SS., 21. und SS. Abt. Heute gew einsamer Frauenabend in ber Aula, Geargentlrchstr. 2. 30. Abt. Zahlabende Mittwoch, 7'/, Uhr, Pappelallee, Raumer«, Lhchener und Stargarder Strotze, bei Koch, Starqarder Str. 10. Dl« zwischen Humannptätz und Prenziauer Allee wohnenden Genossen bei Reint«, Zetterstr. 2, Schinhauser Allee und Humannplatz bei Lyser, Carmen- Sylvasir. 6. S.P.D- AktionsanSschus? der A. G.G., Netriebe. Die Fraktion«» fltzuug findet Dienstag 3 Uhr bei Riegel, Hufilenstratze, statt. Nentölla.„Vorwärts*- Leser und Fremide unserer Sache, deren Kinder die Vorschule und daS Realgymnasium in der Kaiser.Fiiedrich. Elrajie besuchen, werden zu einer wichtigen Besprechung am Mittwoch 7 Uhr der Schwengel, Elbeftr. 8, eingeladen. Demvelhof. Di« heutige Borftaudsfitzung findet bei Ltühlman«, Dorsstr. 20. statt. Vstsv«»«. Mittwoch S Uhr: Frauenleseabend bei Becker, Lindmftratze. Gewerffchafls�wVlMg Zum Kampf in der Berliner Klavieriudnstrie! �Fn Berlin streiken seit elwa 4 Wochen zirka 2S0<) Kiavier«. Mechanikarbeiter und-Arbeiter rnnn est. Di« Berliner Klavierardeiler boben sich die her nicht an die Oeffentlich» keit pewendet. um eine Verschätfung deS Kampfes im Interesse der Industrie zu veimeiden. In dem letzten Schreiben des Reichsverbandes Hoben nun die Nnternebmer ihr wahres Gesicht gezeigt, indem sie, statt der ge- forderten Teuerungszulage von! M. pro Stunde eine Lohnregelung anboten, die für den größten Teil unserer Kollegen einen glatten Abzug an den vor dem Streik gezahlten Löhnen bedeuren würde. Wie einerseits tie Arbeitskraft heute in der Klavierindustrie ausgebeutet wird, und welche Ricfengewinne andererseits die Unter- nebmer ouS dem von ihren Arbeitern geschaffenen Mehrwert zu« sammenraffen, mögen folgende Zahlen beweisen. Ein Piano, welches im Frieden 36V bis 46V Mark kostete (C- Fabrikat), kostete im April 191g ca. S2VV Mark und im Januar 1920: Svoo bis 11 500 Mark. Das entspricht also einer Steigerung von 2SVV Prozent. Für �-Fabrikate, Erzeugnis allererster Firmen, war der Friedens« preis 800— 1200—1300 Mark, im Februar 1320 wurden 17VVV bis 22 OVO Mark dafür gezahlt. Flügel, welche im Frieden mit mit 1660—2500 M., im Jahre 1917 mit 8850-4800 M. verkauft wurden, bringen heute den Unternehmern die Summe von 26 500 bis 34 000 M. und darüber! Demgegenüber stellen wir die Steigerung der Löhne. Der Lohn eines DurchichnilisarbeiterS im Frieden war 36 M. Nach der Staiistik der Unternehmer betrug der Durchschnitts« lohn im Dezember 1919 2.90 M. pro Stunde, dazu kommen 1,26 M. pro Siunde gezahlte Teuerungszulage. Insgesamt also 4,16 M. pro Stunde oder 193.20 M. die Woche. Das wäre nach derselben Berechnung eine Steigerung von nicht ganz 600 Proz. Wahrend alio die Preise der Instrumente um daS Gin und- zwanzigsache bis SechSundzwanzigfawe und dar- über hinaus stiegen, wurde der Lohn nur um daS Sechs- bis Siebenfache des im Frieden gezahlten Lohnes erhöht. Die Unternehmer kommen immer wieder mit dem Einwand deS Materialmangels und der Teuerung. Die oben angeführten Zahlen sprechen jedoch für sich selbst, sie zeigen klar und deutlich, wer den Vorteil und wer den Nachteil in der Klavierbranche hat. Die Zahlen beweisen, daß die Unternehmer bei etwas gutem Willen sehr wohl in der Lage find, in dieser schweren Zeit die Lebendlage derer, die ihnen durch ihre Hände Arbeit den Reichtum erwerben, zu heben. Neichstarif für Posthelfer. Zwischen d-m Reichspostmunsterium und der Vertretung deS Deutschen TranSportarboiterverbandes ist nack längeren Verhard- Hungen eine Beremoarung über den Abschluß eines ReichStarifs zustand« gekommen. In einer am Sanntag nachmittag cchgshalte« nen, sehr stark besuchten Versammlung der Berliner Mitglieder deS Verbandes des Post- und Telegraphenpersonals(Deutscher Trans. portarbeiterverband) berichtete Schmidt über die Verhandlungen Änd den Inhalt deS Abkommens.— Der Tarif gilt für alle Post« Helfer, Helferinnen, Telegramirrb-steller, Rcinmächotrauen und .Postarbeiter. Ausgenommen sind AnWärterinnen, Telegraphen- arbeiter. TelegraphenhilfSackeiter und gelernte Facharbeiter. Die wesentlichsten Bestimmungen des Tarifs sind: 48stündige wöchentliche Arbeitszeit. Ueberzeiiarbeit ist nach Möglichkeit zu vermeiden, in außerordentlich dringenden Fällen ist 'aäter l�fer Lohnempfänger.verpflichtet, über die.festgesetzte Zeit hinaus zu arbeiten', doch.füllen sie möglichst abwechselnd zur lleber- zeuiu&eit Herangehen werden. Im Einvernehmen mit dem Be- triebßrat kann die Ueberzeitärbeit durch Freizeit ausgeglichen wer- iftjr. Gefchicht daS nicht, dann werden die Ueberstuuden mit 26 Pro- öfffc die Nachtstunden mit 60 Proz. Aufschlag vergütet.— Für alte planmäßig freien Tage.wird der Lohn fortgezahlt. Urlaub unier Fortzahlung deS Lohnes wird gewährt nach einjähriger Be- schäftigung 7 Tage, liach 2 Jahren 11, nach 6 Jahren 14, nach 10 Jahren 21, nach 16 Jähren 24 Tage. Tie Lohnhöhe ist nach fünf ÖrtSklassen abgestuft. Danach, bervagen die Tagelöhne in Berlin für ledige. männliche Personen unter 13 Jähren 10 M., über 18 Jcrhve 20 M., verheirate:« 22 M., ledige iveibliche Personen unter 18 Jähren 13 M., über 18 Jahre 1-1.60 M., Wtrwen mit eigenem Haushalt 17 M., Reinmachefrauen über 18 Jahre 13 M., Witwen mit eigenem Haushält 16,10 M. Tie GrundlöHre steigen bis zum ÄMauf des fünften Jahres um 30 Pf. täglich. Die Kinderzulage betrögt monatlich 40 M. Postbelter und Helferinnen im mittleren Beamtendienfr sowie Gefpannführer erhallen einen täglichen Zu- schlag von 1 M.. Kraftwagenfühver einen solchen von 1,60 M. Die nicht voll Beschäftigten erhalten Stundenlöhne, und zwar männliche unter 13 Jahren 3 M., ält«re 2,30 M., wcMiche unter 18 Jahren ILO M., ältere 2.26 M., Reinmachefrauen am Tug« 2 M., nacht# 8,20 M. Die Verbal ins sst der Telegrammbesteller sollen derart ge- regelt werden, haß sie einen Grundlohn und außerdem eine nach ihrer Arbeitsleistung bemejscnie besondere Vergütung erhallen. Ihr Tagesverdienst soll mindestens 80 Prozent der Lobntarifsätze aus- machen. Der Tarif gilt vom 16. Februar bis 30. September 1920 und. läuft, falls«r nicht gekündigt wird,«in halbes Jahr weiter. Vereinbart fft �noch, daß, falls dir Löhn« der Eisenbahner vom 1.� April ab erhöht werdest, der Rei<�postminister dafür eintreten wird, daß die bdm 1. Mai äb etwa neu festzusetzenden Löhn« der Pvstbelfer usw. vom 1. April ab gelten. Nach einer regen Diskussion nabm die Versammlung einstim. miß eine Resolution an, die' sich mit dem Abschluß deS ReichStarifs einverstanden erklärt. L»h»tew«jz»«g der Mühlenarbeiter. In einer am Sonntag stattgefundenen Versammlung erstattete Hodapp vom Verband der Brauerei- und Mühlenarbeiter Bericht über das Ergebnis des vom Schlichtungsausfchuß unter dem Vorsitz eines unparieiifchen Vorsitzenden gewillten Schiedsspruches. Darin wird der Arbeitgebervsrband der Mühlenindustrie Groß- Berlins, die Wchzenmüble Neukölln? und die Bergschloßbrauerei, Abteilung Hakerflotkenmühle, angebalten, ihren Arbeitern vom 1. Januar 192ll ab eine Teuerungszulage von 16 M. pro Woche zu gewähren und vom 16. Februar 1920 ab die Grundlöhne für Walzenfnhrer, Müller, Arbeiter vor dem gehenden Zeug. Sacker, Sacklräger, Maschinisten und Heizer, Handwerker aller Art und Walzenrütbler auf 166 M., für alle anderen Arbeiter: Bodenarbeiter. Keffelrewiger, Kohlenkarrex usw., auf 160 M.. für Frauen auf 96 M. zu erhöhen. Demnach würde der Lohn vom 16. Februar für die zuerst an- gegebene Kategorie 170 M., für die anderen Arbeitnehmer 166 M. und für Frauen 110 M. pro Woche betragen. Hodapp erklärte, daß die Kollegen nun darüber zu entscheiden hätten, ob sie den SchiedS- fpruch annehmen oder ablehnen wolle». Sämtliche aus den Betrieben sich meldenden Dist'ussionsredner waren für Ablehnung de? gefällten Schiedsspruches. Wenn auch eine namhafte Erhöhung der Löhne eintreten würde, so erreiche die- selbe doch lange nicht das, was gefordert werde. Unter den heutigen BerhA:nisien wäre mit diesem Lohn nicht auszukommen, es müsse daher an den gestellten Forderungen festgehalten werden. Nachdem noch die Vertreter des Diaschmislen» und Heizer» und auch Metall- arbeiierverbandes für Annahme deS Schiedsspruches gesvrochen, wurde" derselbe ernsiimmig von den Anwesenden abgelehnt. Die endgültige Abstimmung ist bereits am Montag in den Be- trieben vorgenommen worden. Je nachdem, wie die Abstimmung ausfallt, wird die Lohnlom Mission in einer«m TieuStag gen, ein- lchaftlich mit den in Frage komnr-nchen Vertrauensmännern«in- berufenen Versammlung zu den weiteren Maßnahmen Stellung nehmen. Sollten zwei Drittel der Abstimmenden für Ablehnung des SchiedS sprüches strmmen, so wäre hiermit der Streik angenommen. Magistratshilfskräfte der Grost-Berliner Getneiudea! Die Versckleppung der Berbandlungen über den Manteltorif der Bureauhilfskräste der Magistrale Groß-Ber'inZ hat in der Presie zu vielen Kommeniaren Anlaß gegeben. Noch größer war der Slurm der Enliüsiung über die wähl- und ziellos erfolgten Kündigungen von zirka 800 BurcauhUfskräften in der Erwerbslosen- fürsorge der Sladl Berlin. ES liegt nun im eigensten Jnteresie der Kollegenschaft, gegen die Machenicbaiten der Magistrale energisch Stellung zu nebmen. Wir weisen daher auf die am 27. Febiuar, abends 7 Ubr, in den .Refidenz-Festsälen"', Landsberger Straße«31. staNsindende Mit« glieder- Vollversammlung der Magistrarshilfskräfte Grotz-Berlms nochmals bin. Es ist Pflicht eine? jeden Kollegen, zu dieser Versammlung zu erschemen! Zentralverband der Angestellten, Fachgruppe II«. Lohnbewegung im Berliner Philharmonische« Orchester. Sin Teil der Mitglieder des Berliner Philharmonischen Cr- chesterS, der von der Verwaltung des Orchesters auh Saisonverträge angestellt ist, ist in eine Lohnbewegung eingetreten. Die Musiker fordern durch ihre Organisation, der Ortsverwaltung Ber- lin deS Deutschen Musikerverbandes, eine Teuerungszulage von 60 Proz. ab 1. Januar 1920 rückwirkend. Die bisherige Bezahlung der Musiker war mit Rücksicht auf die hohen künstlerischen Anfor- derungen«ine durchaus unzulängliche. Di« Musiker sind im Falle einer Ablehnung ihrer Forderung durch den Vorstand deZ Or- che-sterS gewillt, ihr« Konsequenzen davauS zu ziehen. Für die kaufmännischen«nd technischen Augestellte» der Hotel-, Kaffee- und Reftaurationsbranche find mit den Unlernebmerorgani- iationen am 20. Februar neue TeuerungZzusäilSge mit Wirkung ab 1. Januar 1920 vereinbart worden. Es erhalten alle Angestellten ohne Rücksicht auf das Geschlecht zu ihrem jetzigen Geiamleinkommen folgende Zulagen: Lehrlinge 60 M. monatlich. A n g e st e l l r e bis zu 22 Jahren 126 M. monatlich, Angestellte über 22 Jahre 200 M. monatlich. Die Berechnung der Gehälter erfolgt nach dem am 19. Dezember 1919 mit Wirkung ab 16. Ollober 1919 ab- geichloffenen Tarifvertrage, der beim Zentralverband der Angestellren, Fachgruppe 17 IIa- Sektion der Hotel-, Kaffee- und RestauralicnS- angestellten. 81V 61, Bslle-Alliance-Str.7,'10. Hl, käuflich zu haben rst. In einor Versammlung von Postbeamten, die in den Zentral- festfälen tagte, sprach Genosse Wissel! über die wirtschaftliche Lage. Nach dem wirkungsvollen Vortrage gelangte eine Rsso- lution einstimmig zur Annahme, in der«Z u. a. heißt: Die Voraussetzung für die Wiederaufrichtung unseres Vater- landes ist die Reorganisation und Wiedergesundung um'ereS durch den 4fhjährigen Krieg korrumpierten und zerrütteten Wirtschaft?- lebens. Die durch nichts wegzuleugnende Tatsache, daß Wucher. Schleichhandel, aber auch die Unsolidarität eines erheblichen Teile? der Großgrundbesitzer die Durchführung der Maßnahmen der Ne- gierung außerordentlich erschweren, gibt den Versammelten Ver- anlasiung, mit ihrer ganzen Kraft dafür einzutreten, daß die Be- förderung von Schleichhandelsware bei der Reichspostverwaltung unterbunden und befestigt wird. Die Versammelten erblicken in der Verwirklichung de» Sozialismus die einzige Möglichkeit, für die arbestende Bevölkerung erträgliche und gerechte LebenSbedin- gung-n zu schaffen. Veraniw. für den redaktion. Teil: SrMr ig-llee, CfwrloMenfmr«: für Anreiaen: II),(51«?«. Berlin. Verla«: Vorwärto Berla»<5. m. b. 6.. Berlin. Druck: Vor- wärts-Buckidruckerei u. Berlaasanltalt Paul Sinaer u. Co. Berlin. Lindenttr. t. JUWJ� Dar&mön&nhof Latt.Dlel naeb dem sleiclmamlgen Roman von Öraün von Adlersfeld-Ballesirem ml*. Mia May Ragt«; Uwa Jsns-Krafft tMkwV-s: 7 md 8'|, Ubr/ Senntagt: Begin 4 fflir Vorverkauf 11 bis I Uhr Kupfea« 23-24 2W.9 Alaratnlum 19—20 M., Rotguli 19—20 M. Messing 13,50-14,30 M., Blei 8-9 M. p. Kita, Zink 6.50—7,00 M., Zinn. Lo-ermetaD kauii Schlosserei Xiemsnn. Stallscb reibe rstraBe 56, am Moriczplate. Buchhandlung Vorwärts Berlin SW.68, UnoenstraBe 3 IikaMtermy MÄrteJ *»�C3�reI« Wailj lepler �4 TS kl«»ii Die BroechOre Ist eine Ein fübrung in die jreH,i1. Zahnziehen mit Elnspr. höchst Steinzttm Ms 80,00 Messing 14,70, Kupfer 25,00, Blei 9,59, Zink 7,00—7,50, Rotguß 22,00, Weißmetall 30,00 bis 35,00, Nickel 32,00, Aluminium 17—20,00 zahlt ptt Alto, bei uröSertn Poftm mehr. Sendungen von außerhalb werten prompt erlebigt. MetnUacbutelze Mariannenstr. 24, an der ÄoUbtiftt Brille, ämt Mpl. 10 658, 3!tbcnan(d)L SJeBct« Anzüge soottbillig. in eigener Werkstatt gearbeitet. Ruh. Wilhelmstrahe vierzig A, ttochstrahenecke. ffionblik/ nah« Bahnhof, Cuabtatrute 20 Mark, 100 Mar! Anzahlung. Sülsen, Sieglitz, Bionoillestraße 11, ffernlprecher Sleglitz 2894. Sardinen, Allnstlergarni- tur, Stores, Bettdecken, Me- terware oreiswert. Lands- bergerstraffe 18._ ISÄt� (batbitten aller Art, iüinst- lergaidinen in reichhaltiger Auswahl, sowie Stores, Beil- decken. Steppdecken, Gor- hinenstofse sehr preiswert. Magazinstrche 1, nahe Jan- nowitzb rücke, �Alexanderplatz. Nähmaschinen zu oerkau- fen, auch Teilzahlung ge- stattet. Sahn. Prenzlauer- ßr-K- 20._ 43/7* stlnk-Sitzbadewanne oerkauft ltriekau, Iahnstratze 16. IV.« dt» 6 Mit. Sof tl49 ikochherde, kleine und giche vorrätig, bertfabrik Reform, Ächtenderg. Kerzbergstr. 54.' fsrühIahrskoitSm« neuest, Modell- sowie Mantelkleider, Tooeccoatoaletots, Seiden- mäntel, Modellkleider und Blusen. Seidenröcke, Woll- rücke, entzückende Mantel- Neider allerbest« Qualitäten billiast« Dreis«. Michaelis, M-uerstrad« 80 I. neben von. 44.15» Schünen braunen Gehrock- anzug 1�5, Ulster. schuhe verkauf: Timm, denweg 58. hnür. Wel- gesb ■■■';.r5- Shailelong»«, Doppel- betten, MeiallbeUen. liüch-u, Ankleideschränke. Meicke, Auguftstrasie W A, Quergeb. Möbel gegen bar und Teil- zahlung in großer Auswahl zu billigsten Preisen. Wohn. zimmer, Schlafzimmer, kar- big« Küchen, einzelne Mübel» sllicke. Grüßte Rücksicht. Ge- kauft« Möbel können kosten. tos lagern.«riegvanleihe nehme in Zahlung. Landwehr, Müllerstratze 1, eine Treppe. direkt am Weddinaptotz._ Möbelfabrik Georg Tennig. keil, Oranienstratzc 172/175. Srotze Auswahl in Nutzbaum- Wohnungseinrichtungen. 5tü. cheneinrichtungen, Gichen- Schlafzimmer sowie Scrren- und Speisezimmer. 157«» Piano», besonder, billig« Seieg.:iheiten. gnte. g» brauchio. prächtige, neue. Pianohaus Mar Becker. An» dreasstratze 47. 459 znarbeiterinnen fll- Rück« und Mr Taillen suchen isla- tow-Schädtor. Belleonestr. 6.» Lierliug-Pianos, ame. gute gespielte, wohlsei'.e Gelegen. htiten. Totti userllr. ö. Singefplelte Manbeline». Piolinen. Gitarren, Lauten. äutzerst billig. sllitterricht SO,— Monatshouorar, Drei- uwnatskurs« zur perfekten Ausbildung.) Mund»' und Handharmonikas usw., ge» brauchte Zllauier«, ftarmo- niums oerkauft Berger u. Sq., Qranienlir. 166._1S6R Plan»,, Stutzflügel, Isar. monien jeder Solz» und Stil- ort.; Tunstspielapparat«. Roten rollen. Gebrauchte Snto- mente in eigener Reparatur. Werkstatt wie nen hergestellt. unter voller Garantie. Per. kaut nur gegen«aste, daher billigste Preisberechnung. Annahm» von Aufarbeitun- gen. Seootohtren und Eiim- mungen. Rar Ada«, Münz- stratze l«.* I Kapfttl Müsting! Äinpl Stanniol! sämtliche Alfmetalle! Quecksilber! Platin»,, Hold', Silber-Aofälle!, Zahn- gebisl« kaust zu Schmelzprei. len in unseren 3 Giniaufs. stellen„Pietnl!• Zentrale" 1.) B-hnhafstratz« 2(Ecke lächllnebergerstratze. am An» Halter Bahnhof)! L.) Beiden. weg 72(am Balienplatz): 8.) Reukülln, Äatser.sirildrich. sMaWMMnMMW Hermann- Fahrrab,«ummibereisung, 275,—. Auswahl. Kraus. Gr. PrranlfurietfiTafe S2. 4f/12 Kaufgesuche Platin tber Tagespreis, Brenn fitste, Plattnkontakte, Gold, Silbe: in Bruch, anch'in Parten, Quecksilber, Sofm* gebiffe kauft zu den hüchstsn Preisen Adolf ffriedl-inoer ttomiaandantenstiatze R l, rechts�_________ 145R* Schee>bmelch:ne» zu bü<-V fien Preisen taust fcouernb Remingto«. stratze 229(nahe platz). iwa 3>nni All Kupfer! Meisin«! Stojininl! iamtli-hc metalle! Queckklberl Plaiin-, Gold-, Silber-Abfalle! nahn- gebissc tautt zu Sckmeleprei. s«n In unseren Z Einkauss. stellen.Metall. Zentrale" 1.) Brunnenstratzr 11 saia Rosenthalerplatz)! st.) jlcnn. stratze 48(am Weddingplatz): tz.) Beustelstratz« 29. ISLA Metallschmelze Mariannen» stratze 7»(am Seinrichplatzl. Allerhöchst« Tngesoreist lämt» lidicr RetalläbfLlle sowie. Platin, Hold, Silben. Queck, silbeo.__; 1/13' ~«eitaatzatzt ahte." Sadel, Litzen. Anker-, Sputorahi, lSgchsörad! kaust höchst«-,. leno«lektrobureau Oranien. strbtze 129 Morltzolatz��0ik. «anetwische igetragen«, be. schüdigte. Reparatur usw'.i kauft Stück öl, Pf.- Saut, Peichenhergerstratz« 7. ItOg* ' Schellack. Set«, TerpöntiU. j Btoiwettz, Firnis kauite Ge-, beützcr Bocoacfi, Onefftncti- i—_______— stratze 5. Stollenbotf 287».• 1 otstecU 46. Metalle! Bedeutende Preis. sieigerung! Platinar- Zahngedisse. 3ahn ti' 75,-! .tootoobfäEe! Silberabsällel SSüitSäo I Salpeiersaures Eil. borl Quecksilber! Glüh. st-umpfalche! Elannialpapier! SÜoferl üto taust! Messing! Alumiillum! Nickel! Ainn! Kinf! Weil Süchstzahleud Schmelzerei. kdelmelall-Sin. kaufsbureau. Woberltratze 81. «lern oder 4243.__ 781t» Metall», wie Tupfer, Bies. fing, Bronze. Zinn und Aluminium taufen zu HSch- stcn Tagespreisen und ieden giosten Autogen. Schweißerei Blumbzrg u. Reuter. Berlin R. Zg, Serichtstr. 72. llern- fprecher: Äumboldt WSV._» Silbeeschmelze Cltisiienoi, nur Tüpenickerjlratze 20 a sa-ge-iüber Manieufsclfiratze) lauft hüchftzahlend: Zahn- »«hisse. Piatina adfälle. Gold» fachen. Silbeksachen, Queck. filber, Kupser, Messing. Zinn fjnine I�ntlich« Metall«.___ tzölati«,»rillanten, Ooto und Silber, alte ZaHnaebifie. Abfälle Kelten. Rinae. Be- stecke. Ubren. unmodern ge- wordener Schmuck, Tafelauf. sßtze sowie Gekratze kauft zu höchsten Tagespreisen Gold- echmelz» Kakoski. Berlin. Brunnenstratz« 188. Telephon: Humboldt 8480. Eigene achmelze, Selbswerbraucher.» Magreie, Vergaser, Kuppen, Entwickler kauft Gerber, Est- Kupfer. MeMng. Altmetall, Quecksilber kaust Peters, Pienzlauerstratze 24.__* Jknpftt, Mesfing. Altmetall, Queck nlb er kauft Mübus, Wald stratze».» Kapfer, Mesfing. Altmetall. Queckfilder lauft S. Grme!. Gubenerstratze 59.» Kupfer, Mesfing, Altmetall. Quecknlber kaust Degcuer, Bahnftr. 46. Echüneberg._» Kupier, Messing. Allmetall, Quecksilber taust Laase. Ska. litzerstratze SS A, Eck« Lau- fitzer Platz._____» Schuellaufbohrer laufend jeden Posten bis 125 Prozent Aufschlag lauft Morgenstern, nur Uichienbctg, Weichsel» stratze 18. Alexander 120«.* eieKromotetlal, Leitung«. brüht«. Litzen Glühlampen, Gchalterfassungen. Metzinftru- mente. Elektromotoren kauft ständig Röster. Brllckenstratz« ______ 42,17 Pia»»«. Tlugel oder Sar» monium. auch TafelNaoter kauf, Schachtschneiber. Bucko» wersiratze 14 III. 151K» Kauf« Scheinwerfer, Gut» Wickler, Boschmagneie, Bosch» kerzen, Werkzeuge, Autozu. behör. Benndorf, Schünederg, Znnsbruckerftratze 80. Steoh. 42(1.«40- Krzellaaer faust ständig Rei» 7.!nrnoorf.�chSnholz,Granateu. stratze 1. I!! l-üts. 3-7 Uhr.• Kugellager. Bosch-Ündkerzen kauft Reinickendorf-Schönbolz, Granatenstrotze 1 III. 8—7. Knpser-Draht sowie in jeder anderen Korm kauft zu hohen Preisen Meiallum G. m. d. H.. Derlin-Drünmi. Englischen Unlerrich! für Anfänger»nd aortgeschrit, irne. sowie deutsche und französische Stunöen erteilt D Swienth. Ghartottenbuez Siutigartervla»>. Garten. hau« lV. Bureau beamtin, Pribat- sekrctärin, Buchhalterin. Sie- notupistin.— Ausbildung von Damen für diese Stellungen, — Tageennterrichl.— Abendunterricht.— Schulgeld mätzig. — Kau'mäi, nische Privaischule von Robert Klip.- Sinussce. stratze 1(lni-drtchstr.) 10SR» Tan, Unterricht Regehr je derzeit Wilmersdorf. Güntzel- stratze 42, Berlin, Reichen- dergerftratze 34. Sonntags 8— 10, Mittwochs. Donners» tags, ssreitaas, 7— 10 abends. Verschiedenes Delektiae Sanu», InoaN» denfiratze 33, Sorben 7213. Ueberwachuaaen, Erwistiun» gen. In Aufklärung oen Lerb rechen Riesenerfolge.* fiSie UmprefTen schnellstens. von 9,50 Mark an. Schindler. echünleinfeafte 18, Qn«.. gebäude I._» «amen, und Mädcheaklei. der fertigt preiswert an ffr. Daniels, Wilmersdorf. Au- gustastrutze 22. Gartenhaus U. Arbeitsmark gnrjii-M i.y.fj.i.liSB »ufikerlrhrlinge mh Bor- kcnntnissen werden eingestellt. 9,äheres Paul Mllller, W. la. Uhlandllrane 28.__ Räherwuen auf Scrren- »tagen iSeimatbciter) oet- lang, bei hoben, Lohn und dauernder Beschäftigung Raicheiadrit Elchenberg, Im- man-Mrchstratz-�bsft- iUli Kerzen.«rbeiieetnnen. nur dranch7nlundig-, verlangt Neu- mann. Greilswalber S trage IS. Vormittags 10— Id._• Zallleu-Arbetteuw sofort gesucht. Mllbungen m unserer Versonaloerwalwng. l». Stock. Kaufhaus des Westens D. uu dch. Berlin WSO.tmenj. enitr. 21,24. — ganimflbchen sofort gesüchsi Dental-Perfand, Königgrsitter- stratze�TZ.______-UJVI Zunge Mädchen, 14— lf-äb- rio«, oon oedentlschen Titern ■fitr leichte Arbeii aesuS!. Vvrstistcllen 9— tl Uhr. Bei- llner Lampen-Regenarafton, Fabrik. Burgllcatze tz. 148/15