Ar. 101. 37. Jahrg. Bezugspreis: Jiniel'äiir». ,zti ms öou» ooreu« a&lbac.-üoft- bt\uq DIanatlidi 5.50 Mi» erCL?u- fieQimasqtbübc. Unter Arrtubanö fUc Veulichlanb unb Diftrnrtrti• Ungatti 8.7") Ml»'üi da. ufcnnc üu.lonb 18— Mi» bei läaürfi rnmn. bnltellunz U— Mi.+ Valuta-Au�Ichwg. Pt>8- DcfteOannen ittbtnen an Pancinart, �otlanö.»n-embttto, Sdineben t.nd Me SditBftv itnaetraaen'n bn Soft» -etfuna»• Vret.ltftt 5*r»SortDart»" mtt ber Sonmaa» beUog?»BbN u. Reit* ftntiemi tnodien. tojitm tmetmal Sonntag« emmaL Setfatamm'-flbrefle JjlajIatOcmoEcot Bctllo". Abend Ausgabe. Bciiiiicr Oolksblntt [ ISPfenn g) LlnzetgeupxeiS t Di« aditgeinalten« ÄonoareiirfjetU ioflft 2— OH., Sfitetuntiajuiitilag W/b. �lem« iiinjvtnoo", Da« tetb- geortidt« Wort Jä PI,,(juloina jX» huacbnifft« Motto,«des mcitert Won 50 Vsq. St,lI»ngotich» und EchtoMellenun, eigen bas erste Wort 85 Pig. lebe» wettere Won 40 Pfz, Dort« über 15 Luchitaben jählen lüt ttott Worte. Teulntnk»»usch!ag 50».'» SfomiUcn• Anretgen. ooiitiich« unb gewerktchastliche Lerein»> Anetgen %— Ml. bie Seile ohne Aufschlag. Anzetgeu Mr die n a ch Ii e Mummer ««Isen bt» 5 21 br nachmittag« rat feauotgeldiaft Verl in cSBOS, Linbe» ftraj,« S. abgegeben toerbeu.»eoffnet oon» Uhr iriitz bi» b Uhr abeutu. �entraiorgan cter fo�ialciemokra tischen Partei Deuttcklanäg Neüaktion unü Cxpeöirion: SW. i>8. Linöenstr. Z. ,">rrn>vrr>chrr. Amt Morrsvla». Str. l.'> I UU— ITt I it?. Dienstag, den 24. Febrnar 1920. vorwärts-verlag G.m.b.H., EW. öS, ttnöeustr.Z. �rruivrachrr:«mt Moritzpint». Nr. lI7!5U— «nglanüs Rückkehr zum SölSnecheer. �7�� Paris» 23. Februar. HavaS meldet aus London: Bei Eiubr'iNMNg des Hecresvoranschlaks im Unterhause erstattete der K r i e g s m i n i st r r Bericht über die militärische Lage. Tie allge in eineDirn st Pflicht wird in Grosibritannicn mit dem 31. März aufhören. Au demselben Acitpnnkt wird das rund 220 0 0 0 Freiwillige zählende neue Heer geschaffen sein. In dieser Aabl sind dir in Indien dienen- den Truppen nicht einbegriffen. Ter Minister führte weiter aus» das;.Grosibritannicn in der Friedenskonferenz mit wenig Erfolg für die Abschaffung der Aushrbnngshcrre eingetreten sei. Tas einzige grosie Heer, das auf die Dienst- Pflicht verzichtet habe, sei das deutsch? gewesen; aber er sei es der Wahrheit schuldig, zu sagen, daß Teutschland dazu geztoun- gen worden sei. Ter Äriegsminister legte dar, warum Gros;- britannicn ein stärkeres Herr als vor dem Kriege benetige, und verwies insbesondere auf die Lage in Palästina, Aegypten, Syrien, die türkischen Truppenbewegungen in Kleinasien und den Vormarsch der Volschewistcn im Norden. Danzig englisches Wirtschaftsgebiet. Berlin. 23. Februar. tP.M.> Bon englischer Seite werden nach dem„Tziennil GdanSli" am l. März fünf große Banken in Danzig eröffnet. Am 1. April wird eine ständige Dampferverbindung Tanzig,— Kopenhagen— London von eaglischcr Seite in Betrieb genommen. Der Siegeszug öer Dolschew ften. Kopenhagen, LZ. Februar. Tai Stockholmer radikalsozialistische Blatt„SolhetS Tagblad" erhält anS Moskau rin Telegramm, nach dem die bolschewistischen Truppe« mit Unterstützung der Bevölkerung da» Murmangebiet erobert haben., • Prag, 28. Februar.(WTB.)&a8 Preßbureau Prag meldet au» Moskau, der Vorsitzende de» Zentralvollzugs- ouSschusse» und der Sowjet» der Volkskommissare in der Ukraine habe sich an all« VolkSrogierungen mit einem Funkspruch gewandt, in welchem e» heißt, daß durch die Befreiung von Odessa und der Gebiete der ukrainischen sozialistischen Sowjet- republrk von den Truppen der Weißen Garde und PetljuraS das Revolutionskomitee seine Arbeiten beendet habe und der Zentral- exekutivauSschuß sowie der Sowjet der Volkskommissare in der Ukraine wieder die Regierungsgewalt in der ukrainischen Sowjetrepublik übernehmen. Die Regierung bekunde ihren festen Willen, die Unabhängigkeit her Sowjetukraine zu verteidigen und tni� allen Nationen und Staaten in Frieden zu leben, welche zur Anknüpfung wirtschaftlicher und diplomatischer Beziehungen mit der Ukraine aufgefordert werden. Die ukrainisch« Regierung betrachte es als notwendig, namentlich die Dringl�hleit des Abschlusses eines Friedensvertrages mit Polen in Uebereiusiunmung mit ' der Erklärung der russischen Sowjetrepublik vom 2. Februar zu � betonen. Die ukrainisch« Sowjeiregierung habe nicht die Absicht, irgendeine aggressive Politik gegenüber einem Nachbarn zu führen oder durch Gewaltmittel und Einmischung in die inneren Angelegen- heilen anderer Staaten auf den Willen ihrer VoUSmassen einzu- wirken._ Internationale öer Arbeitgeber. Frankfurt a. M. sT. U.) Tie Arbeitgrbervrrbände im besetzten Gebiet Mann werben noch vor Mvnats- ende auf heimatlichem Bodrn fein, während der Dampfer Hudson Maru, der ebenfalls etwa 1000 Maun mit an Bord hat, i« vier Woche» fällig ist. �- Gescb eiterte Verhanölungen. Da» Oberpräsidium teilt über die Verhandlungen mit de« Landarbeitern folgende» mit: Um 12 Uhr begannen gestern im„Remter" ble erneuten Ber. Handlungen zwischen de« Organisationen der landwirtschaftlichen Arbeitgeber und Arbeitnehmer über dir Grundlage» der neuen Tarifverträge. Dir Verhandlungen nähme« ei« schnelle» Ende, da seitens der organisierten Landarbeiter erklärt wurde, daß sie die Nrbeitnrhmcrgruppr de» Landbunde» als Vertragspartri nicht anerkennen könnten, während die Arbeit. nehmergruppc de» Landbunde» und der Landbund selbst erklärten, | daß sie von der Anerkennung der Arbeitnehmergrnppe de» Laad- Kunde» alS Vertragspartei den EintNtt in die Lcrhandlungr» ob- hängig machten. Ei» VermittlnngSvorschlag de» Herrn von Schwerin und Spantko, daß wenigsten» für die heutige» Berhattdluagea die Arbeitnrhmergruppe de» Landbunde» anerkannt werde« sollte, wurde seitens der Arbritnehmerorganisatio» abgelehnt. Darauf lchntr« die beide« Parteien ah, in die Erörterung der weitere« grundlegenden Bestimmungen über Tarifverträge einzutreten. An- gesicht» dieser Sachlage traten alsbald die beteiligten Behörden zur Festlegung der nunmehr notwendigen Maßnahmen zusammen. ßrieüen mit Sowjetrußlanö. Nach übereinstimmenden Nachrichten ans den verschie- densten Ouellon soll der Friedensschluß der Entente mit Nuß- lernd nahe bevorstehen. Das entspricht der Logik dor Dinge: die Entente führt nicht mehr Krieg mit Nußlardd, also muß sie mit ihm Frieden schließen, mn einen yroisdhen Krieg und Frieden sich hinschlepp''nden Zwittcrziistand zu vermeiden. Der Frieden der Entente mit Rußland bedeutet für uns. daß die von Nußland losgelösten Randstaaten wieder als Durchgangsländer für den Verkehr mit dem Lsteu in Betracht kommen. Eine langsame, durch technische und Politische Schwierigkeiten stark beengte Wiederaufnahme der alten Beziehungen kann damit beginnen. Von mancher Seite glaubt man unZ vor dieser Wiederaufnahme der Beziehungen warnen zu müssen, wofür drei Gründe angeführt werden: erstens sei aus Nußland keine irgendwie nennenswerte Einfuhr zu erwarten, zweitens lverde sich die k 0 m m u n i st i s ch e Gefahr ver- schärfen und drittens würde ein kommendes nachbolfche- w i st i s ch e S Rußland uns unsere„Intimität" mit der Sowietregierung übelnehmen. Dazu ist zu bemerken: lieber die Mengen der au? Ruß- land zu erwartenden Einfuhr gibt sich kein volkswirtschaftlich Unterrichteter Illusionen hin. Aber, wenn nicht der ganze Osten dauernd von der Weltwirtschaft ausgeschaltet bleiben soll, muß doch einmal und irgendwie an daS Ende ein neuer Airfang geletzt werden. Die Möglichkeiten der papiernen Pro- pagcmda für den Kommunismus werden gesteigert werden, gewiß, aber zugleich steigen auch die Möglichkeiten der Gegen Propaganda, wenn man erst einmal ein klares Bild der in.Sowjetrußland herrschenden, wirklich nicht zur Nach- alunung reizenden Zustände gewinnt. Schließlich fällt es uns gar nicht ein mit der Sowjetregierung besonders„in- tim" werden zu wollen, wir wollen sie nur so behandeln wie jode andere Regierung und uns in den innerpolitijcheu Kämpfen Rußlands neutral halten. Kein vernünftiger russi- scher Gegner des Bolschewismus kann uns aus einer solchen Haltung einen Vorwurf machen. Es sprechen somit alle Gründe dafür, daß der friedliche Verkehr mit Rußland— ohne übertriebene Illusionen, aber auch ohne übertriebene Befürchtungen— so bald wie möglich aufzunehmen ist._ Auflösung des finnischen �anötays. Pari», 23. Februar.(MTB.) HavaS meldet au» HelsingforS: Der Landtag ist aufgelöst worden. Die Regierung war hierzu gezwungen infelg« der Schwierigkeiten, die die f 0 z i a l i st i» schen und kommunistischen Gruppen bereiteten, deren Vertrelerzahl im Landtage nicht mehr der Meinung des Landes ent- sprach Uebertie« erfordern die KriegSgefangenenfrage und die Einführung des obligatorischen Schiedsgerichts eine neue Befragung der Wähler. Malzwerks-Datriotismus. Au» einer Anfrage de! Abg Hartmann(Berlin) ist folgew. der Tatbestand von allgemeinem Interesse: Die unzureichende Kohlenförderung ist neben einer Reihe anderer Ursackien auch auf de» Mangel an Förder- wagen zurückzuführen. Von den Zechenverwaltungen sind größere Bestellungen derartiger Wagen erfolgt, die aber nicht autgeführt werden können, wenn es den Herstellern an geeignet«» Blechen fehlt. In bergbaulichen Kreisen wird gesagt, daß die Walzwerke diese Bleche last ausnahni»l»S an da» Ausland zu ganz bedeutend höheren Preisen vrrkausen, wie sie im Inland üblich sind. Also für die Riesenprafite der Walzwerksbesitzer müssen lln- zählige'frieren. Doch di« Herren Schlotbarone gönnen un» auch etwa»: sie geben daS Geld für die Plakate, welche die»Faul- heil" der B e r g a r b e i t e r at» Quelle alle» Hebet» dorjtellenl' In der alten Münsterstadt Straßburg hat heute der Parteitag der französischen Sozialisten begonnen, der für die künftige Entwicklung der französischen Partei und der gesamten Internationale von weit- tragender Bedeutung fein wird. Diese Tagung steht im Zeichen der rücksichtslosen Opposition der französischen Sozialisten gegen eine Regierung und gegen eine parlamentarische Regierungsmehrheit, die wohl den Inbegriff von kapitalistischer und militaristischer Reaktion darstellen. Diese Opposition ist um so erbitterter, als die politischen und wirt- schaft lichen Zustände im Lande immer deutlicher und unabwendbarer zum Chao? drängen und die absolute Unfähigkeit der herrschenden Gesellschaftsordnung, aus dem Wirrwarr des Krieges herauszukommen, erweisen. Ter Kampf läßt sich auch deshalb nicht durch irgendwelche Kompromisse ztvischen Bürgertum und Arbeiterklasse bermeidpn, weil di»' bei den Wahlen siegreiche Bourgeoisie mit Blindheit geichlagen ihre Uebermacht genau so brutal gegenüber dem äußeren Feind. Deutschland, wie gegenüber dem sogenannten„inneren Feind", der französischen Arbeiterklasse, mißbraucht. Im übrigen sind auch diejenigen Teile des republikanischen BiirgertuinS, die demokratisch und klug genug sind, das Unheilvolle der gegenwärtigen Regierungsmethoden zu erkennen, und die für eine gemeinsame Front der linksstehenden Parteien gegen die Reaktion in Betracht kämen, zu schwach an Zahl und Charakter, als daß sich die französischen Sozialisten nach dieser Nicht imri hin orientieren könnten: die französische Partei ist und bleibt auf absehbare Zeit eine reine Oppositionspartei. und allein diese Tatsache muß für die Benrtleilun« ihrer Taktik und der in ihr vörheinschendenÄnschaintsigeÄ Und Strömungen maßgebend sein. Es ist daher kern Wunder. ünenn sie sich in der letzten Zeit immer mehr zu der deutschem Unabhängigen Sozialdemokratie hingezogen fühlte.. Der Leipziger Parteitag dor Unabhängigen hat mni durch den Beschluß, die zweite International« zu verlassen. eine Tatsache geschaffen, an der die französischen Sozialisten oh sie es wollten oder nicht, unmöglich vorübergehen konnten. Die A n a l 0 g i e der oppositionellen Ldampfstellimg gebot den französischen Sozialisten, den Anschluß an die deutschen Unabhängigen auf keinen Fall zu verlieren. Und so entstand in der französischen Partei als Folge der Leipziger Beschlüsse eine Strönnmg zugunsten des Ausscheidens aus der zweiten Internationale. Dieses Ausscheiden konnte aber nur programmatisch begründet worden durch eine A b- l e h n u n g einer jeden KoalitionSpolitik mit bürgerlichen Parteien als mit dem Grundsatze und mit dm Methoden des reinen Klassenkampfes»nvevelnbar. Dadurch stellte man sich in einen fast unüberbrückbaren Gegen- satz zu dm zahlreichen Sektionen der Internationale, welche die Koalitionspolitik für zulässig«rächten. Für einzelne Parteien der Internationale, so für die deutschöster- reichische Sozialdemokratie und für die S 0 z i a l d e m 0- kratischeParteiDeutschlands. handelt es sich aber da nicht um eine Zulässigkeit, sondern um eine absolute Notwendigkeit: In Teutschland wie auch in Deut'chöstemich bedeutet ein Alleinregieren der Bürgerlichen politische und ivirtsckjaftlickie Reaktion und sogar sicheres und baldiges E n d e der R e p u b l i k) ein Alleinregieren dei Sozialisten dagegen wäre nicht nur antidemokratisch und mit Diktatur des Proletariats gleichbedeutend, sondern eS wäre vor allem unhaltbar und verhängnisvoll: es würde, wie es ja jüngst der Parieivorsitzende der Unab- hängiaen C r i sp i e n dem Generalsekretär der französischen Partei Frossart gegenüber zugab, Hungers n 0 t und Chaos in den Städten und bald darauf Reaktion überhaupt, wie isi- Ungarn, zur Folge habm. In anderen Ländern, so in V e l g i e n, in Danemark, in Schweden, in der Tschechoslowakei usw. wird Koalrtions- Politik getrieben, obwohl die politischen und wintsthaftlichen Verhältnisse eS nickt so gebicrerisch erheischen, wie iu Deutschland und in Deutschösterreich, sondern n u r, weil sie den dortigen Sozialisten die Möglichkeit bietet, schon jetzt zugunsten der Aibeiteff lasse praktische Politik zu leisten. lind in England weigern sich sowohl die gemäßigte Labour Party(Arbeiterpartei) wie auch sogar die viel radikalere Independant Labonr Party(Unabhängige Arbeiterpartei). die KoalitionSpolitik zu verdammen, weil dort die Möglichkeit besteht, daß die kommenden Unterhaus- Wahlen einen derartigen UmschSvung in den parlamentarischen Verhältnissen mit sich bringen, daß die Sozialisten zusammen mit den Asguith-Liberalm die künftige Regierung bilden und zum Wohle der britischen Arbeiterklasse wirken könnte». Die Verurteilung der KoalitionSpolitik mag also für oppositionelle Parteien alS eine notwendige radikale Gest? erscheinen, in Straßbnrg bedeutet sie aber weit mehr: sie r?r- vollständigt nämlich den Zerfall der International, Jetzt erst wird eS klar zutage treten, wie u n y e i t v 0 l l tu-■ die Sozialisten aller Länder die Spaltung der Arbeiterbewegung in Deutschland und besonders die L e i p- jiger Beschlüsse der Unabhängigen waren. Kenn Scr Entschluß der UnaSHSngigen, aus der zweiten Internationale auszutreten, brachte eigentlich nur eine ver- Rührte Verwirrung, aber keine neue Lösung mit sich. Logisch wäre nur der sofortige, bedingungslose Anschluß an die kw m m u n ist i s che Internationale gewesen. Die An- Hänger der Moskauer Richtung hatten nunmehr in allen Ländern leichtes Spiel und als in Frankreich von den Lon- guettisten ein„Ausschuß für den Wiederaufbau der Jnter- national�" gegründet wurde, um die durch die Leipziger Re- solution geschaffen« neue Lage zu prüfen und ein« ent- sprechende Resolution für den Straßburger Parteitag auszu- arbeiten, da kamen die K o m m u n i st e n der Richtung Lo- riot-Rappoport und verlangten den bedingungs- losen Anschluß an Moskau. Es ist klar, daß die L o g i k für diese Lösung sprach gegenüber den halben M a ß n a h- men des Leipziger Parteitages und des„Ausschusses für Wiederaufbau". Deshalb auch die riesigen Fortschritte, die� die Rchtung Loriot in den letzten Wochen in ganz Frankreich und namentlich in Paris gemacht hat. Man gewinnt übrigens den Eindruck, daß die Whrer der französischen Partei den Schritt der Unabhängigen inner- irch bedauern und daß sie es vorgezogen hatten, wenn mon in Deutschland die Dinge. nicht auf die Spiße getrieben hätte. Sie machen diese Wendug nur mit wegen der oben Sargelogten- Analogie zwischen der innerpolitischen Situa- tion ihrer Partei und jener der Unabhängigen, sie hätten lieber den Bruch mit der zweiten Internationale, v e rm i«- den, kurz sie rennen sehend in das Unglück einer weiteren Zersplitterung und der Schwächung deS internationalen So- «altSmpg biirein. Am deutlichsten kam das vor einigen Ta- gen in einem Aufsatz■ des Abgeordneten M i st ra l in der .Humanitä" zum Ausdruck, in dem zwar die Resolution des .Ausschusses für Wiederaufbau" befürwortet, zugleich aber !wr irgendwelchen daran zu knüpfenden Hoffnungen gewarnt rnurde: die Internationale fei nur aktionsfähig, wenn üe e i n i g sei, und der Austritt aus der zweiten Jnternatio- ale werde die bereits bestehende Uneinigkeit verschärfen. Es gibt zwar auch in der französischen Partei einen' rech- ten Flügel, der diese- radikale Wendung nicht mitmachen und in der Berner Internationale verbleiben will. DaS ist die Gruppe Renaudel-Tho m a s- V a r e n n e, welche allerdings seit Kriegsende iimner schwächer wurde und die sich gerade unS deutschen MehrheitSsozialisten gegenüber nach '>is vor so unversöhnlich gebärdet, daß wir gar keine Veranlassung haben, ihr eine Sympathie zu erweisen, die sie uns verwehrt. Wie nun die Dinge liegen, ist«5 sehr schwer, den AuS- gang deS Straßburger Streites zu prophezeien. Bis vor wenigen Tagen schien es, alS ob die Resolution Loriot in der Minderheit bleiben würde. Aber ebensowenig wie auf die Dauer die deutschen Unabhängigen mit ihren Halbheiten aegenüber den Komurunfften werden aufkommen können, zhenfowenig werden in Frankreich die Anhänger deS bloßen Austritte? auS der zweiten Internationale ohne Anschluß an die dritte dem Ansturm der Ultraradikalen standhalten können. Und es ist nicht ausgeschlossen, daß bereits auf dem Straßburger Parteitag letztere die Oberhand gewinnen. Wie auch die Entscheidung fallen möge, die Tage der ge- einigten Partei dürsten nunmehr auch in Frankreich zu End-« fein. Renaudel, dejmnan die grä« Eigenschaft nicht absprechen darf, daß er für klare Zustände eintritt und sich nicht davor fürchtet. auSzm'prechen. was ist, hat ganz unzweideutig in der„Humanitä" zu verstehen gegeben, daß er und Äne Freunde jedenfalls in der zweiten Internationale -leiben würden/ Und auf der anderen Seite ist es ebenso sicher, daß ein großer Teil der Kommunisten um Loriot sich einem etwaigen Mehrheitsbeschluß nicht fügen wird, der den sofortigen und bedingungslosen Anschluß an Moskau nicht enthalten würde. ES ist an sich ein Wunder, daß eS überhaupt eine Partei gegeben bat, die bis beute die e n t f e r n t e st e n E x- t r e m e umschloß. In Deutschland und vor allem in Preußen - wäre sy etwas schon auf Grund der allgemeinen ae istigen Ber- Die Nsntessori-Nethsöe. Neue Wege der Erziehung. Vielleicht war das Denken der gesamten Menschheit noch nie io stark mit der Frage, wie die künftigen. Generationen zu erziehen >zwt, beschäftigt, nie in unserer Zeit. Wohl gab eS stets eine An- .,ehl hervorragender' Menschen, die ihre Lebensarbeit dem Er- fthungswerke widmeten,, die kluge und gute Gedanken hatten und ste in. die Tat umzusetzen suchten, aber zu keiner Zeit war das ganze Volk in allen feinen Gliedern so ergriffen von der Wichtigkeit der "-rziehungs- und Schulfragcu und so ernstlich gewillt, mit seinem .genen Denken und Können an' der Lösung dieser Probleme teil- Zunehmen und mitzuwirken. Es richtet seine Blicke erwartungsvoll auf die Resorm-r, die>eZ bis jetzt beachtet Bat, und schaut sich selbst. im Ausland« um, um da?.Gute und für feine Kinder Notwendige zu holen, wo es nur zu erlangen ist.. Lon einer genialen italieuischcn Äcrzim und Erzieherin, Dr. lkariä Mvn'Mori, ist vor Jahrzehnten.eine'Erziehungsmethode auS-� :gangen, die die Kinder, indem sie ihre Sinne und all« ihre Fähig. -iten ausbildet, unendlich glücklich.. und fröhlich macht. Sie lernen ohne Zwang und mit großer Lust und Freudigkeit, dazu mit einer Leichtigkeit und Schnelligkeit, die alle Erwachsenen in Erstannen und Bewunderung setzt.■ r ch In Amerika, wo man die neue Methode bald ausprobierte, gibt «S schon 4 WO Schulen, in denen die Kinder nach dem Montessori- system erzogen und unterrichtet werden. England besitzt bereits 400 solcher Schulen..Auch in Holland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Spanien, Frankreich und in der' Schweiz, ja sogar in Japan und Ebina hat die Monteffori-Metbode bereits größere Ausdehnung ge- irilden.- Welches sind nun ich« Mittel und Ziele? Sie setzt daß. 551 nd in ein« ihm angepaßte und schone Um- o-bung und gibt ,hm ein besonders erprobtes pädagogisches Material. rftt dem es nach freier Wahl sich beschäftigt und das so eingerichtet ist, daß da? Kind durch dieses Spiel seinen Tastsstm oKr sein Form- gefühl, seinen Farbensinn oder seinen Gehörsinn übt und ver- seinert, seine Fähigkeit zu beobachten schärst, ohne sich dessen bewußt zu werden. Es beschäft'�t sich voller Glückseligkeit immer von neue« mit dem seinen Wünschen und Bedürfniffcn so»vundervoll angepaßten Material und erzieht sich«uf diese Weise selbst durch seine eigene Tätigkeit. Sind die Sinne, und die geistigen Fähig- 'erten des Kindes aus dies« Art verfeinert und entwickelt worden. lo ist eS bald bereit und begierig, höhere geistige Nahrung aufzu- jchmeil. ES greift jetzt nacl» dem Material,, an dem es nach dem gleichen Prinzip Rechnen,' Lesen und Säueiben lernen kann. Man beginnt mit den SinneSüdunge« scbcm im vorschulpflich- .-igen Alter, führt die Methode aber im Schulalter weiter; sie hat iich sogar st» Klag« mit 40 flsttbe* überall gut bewährt. anlogSna gar nicht möglich. Nun Serben auch unsere französischen Genossen am eigenen Leibe erfahren, was eS bedeutet, Zugeständnisse an jene Strömungen zu machen, die sich nur durch die„surencddrs", durch daS fortwährende U e v e r- bieten in phrasenhaften Forderungen Beifall, bei den Massen zu sichern suchen. Jedenfalls dürste der Bruch mit der Berner Internat!» nale, der in Stcaßburg zweifellos verkündet wird, ein weiteres Abbröckeln der Internationalen bedeuten; aber nicht den französischen Genossen darf daraus eist Vorwurf gemacht werden: die Schuld an dieser weiteren Stärkung der Weltreaktion, dieser unvermeidlichen Folge der Zersplitterung der Kräfte deS Proletariats, trifft in erster Linie die spaltungslüsternen Kommunisten und ihre charakter- schwachen Nachläufer in der Unabhängigen Sozialdemo- kvatte.__ Kommunistische Unversöhnlichteit. In E n g I a n d schweben gegenwärtig Verhandlungen zwischen den linksradikalen Parteien und Gruppen zwecks Gründung eine einzigen Kommuni st ischen Partei. Der Generalsekretär der British Soesali st- Party Albert Jnkpin erklärte einem Mitarbeiter der Zeitschrift �The Call", des Zcntralorgans der B. S. P., auf die rage, ob diese Verhandlungen auch die Jndependant abour Party(Unabhängige Arbeiterpartei) einschließen, daß dies nicht der Fall fei: »Unser Zweck ist, olle Unken Flügel oder kommunistischen Seftionen zu vereinigen, d. h. alle diejenigen, die die D i k: a t u r deS Proletariat« und daS R ö t e s y st e m befürworten und sich dritten Internationale anschließen. Die Jndependant Labour Party ist nicht als auf dem linken Flügel stehend zu betrachten bezw. noch nicht. Sie ist eine Zentrumspartei wie die gegenwärtige Longuettistische Mebrheit in der franzö iischen Kammer oder die KautSky-Gruppe in der deutschen N n a b h S»g ig« n Sozialdemokratie. Ihre offizielle Politik ist noch immer reformistisch; fie ist noch immer mit dem bürgerlichen Parlamentarismus verheiratet und ihre Führer stehen noch immer in Verbindung mit der kor- rupte« zweiten Internationale(wie z. B. Macdonald und Frau Snowden in Bern) und mit den S ch e i d e m a n n und N o s k e, mit den Albert Thomas und V a n d e r- veld«, diesen überführten Verrätern an der Sache des Sozialismus in der Arbeiterklasie." Bekanntlich hat auch Albert Znkpin als Generalsekretär der British Socialist-Party in einem Brief an den Vorsitzenden der U. S. P. D. C r i s p i e n die Einladung der Unabhängigen zu einer gemeinsamen Besprechung mit der ziemlich unfreund- lichen Bemerkung zurückgewiesen, baß diejenigen, die die zweite Internationale verlassen, ohne sich der dritten sofort anzuschließen, nicht den Mut ihrer Ueberzeugung besitzen.- Die Unabhängigen und die Franzosen dürften danach in der dritten Internationale noch allerlei erleben.... Gegen öke SäuglingssterblZchkeit. Di« Genossinnen Pfülf und Schrocde.r haben in der Na- tionalversammlung folgende Anfrage eingebracht: „Die S äUgli N g'S st e r b l i ch k e i t' namentlich' w den Groß- ftädten' nün�ir rn b eb.xo h'l i che m il m fast ge zu. Die von Ge. burt geringe WilstrstandSkraft der Säuglinge' wird nochi gesteigert durch die ganz ungenügende Ernährung.' Die Still- fähigkeit der Mütter versagt infolge schwerer Unterernährung, die Belieferung mit Milch wird von Woche, zu. Woche unzuverlässiger.' � Di« deutschen Mütter flehen in wiederholten Eingaben aa.Re- gierung und Natioivllversammlung, durch genügende Bereitstellung von Kindernährmitteln die Not einigermaßen zu beheben. Nach Berechnung deS FriedenSbvdarfS wäre dazu die Bereitstellung von ungefähr 2000 Tonne» Weizen notwendig. Bei dem gegen- wärtigen Entfall an Milch müßte sich diese Tonnenzahl auf 3000 Hier haben wir endlich eine Möglichkeit, auS der Schule jeden Zwang verschwinden zu lassen und sie zu einem geliebten Heim für unsere Kinder umzutvandeln, in dem Lachen und fröhliches Leben herrscht. So wird die Schule zur Arbeitsstätte, wo einem jeden kdinde die Möglichkeit gegeben wird, sich den Kulturreichftrm seines Volkes und der Menschheit durch eigene Tätigkeit, eigenes Denke» und eigeueZ Wünschen und Streben zu erwerben und sich zu seinem vollen Werte zu entfalten. Jetzt � ist die Begründerin dieser freiheitlichen' Erziehung»- Methode durch die verschiedenen Länder gereist, um persönlich für ihre Idee zu werben. Und überall, wo diese wundervolle Frau vno ihrer Lehre der Kindererziehung spricht, fliegen ihr die Herzen entgegen. Soeben hat Frau Dr.' Montessori London derlassen, wo sie vor einer Hörerschaft von 2000 Lehrern ihre Ideen über die neue M msch he ü Se: z ie hu ng dargelegt und' ein Seminar zur weiteren Ausbildung von- Montessori-Erziehern gegründet hat. In Amster- dann haben sich viele Pädagogen ersten RängeS, besonders Aerzt« sowie andere Männer der Wissenschaft üch in de» Dienst dieser neuen Erziehungslehre gestellt. Räch Amsterdam gedenkt Frau Dr. M. in Japan für ihre Ideen zu wirken. ES dürste von Interesse sein, daß auch wir in D-rlin bereits ein von einer Gemeinde begründetes Monteflori-Kinderheim auf- zuweisen haben, und zmar in Lankwitz an der 2. Gemeinde- schule. Es ist zwar noch in der EntWickelung begriffen, aber der Besucher kann sich trotzdem ein anschauliches B'ld von dem Geiste der Methode und der danach behandleten Kinder machen. � So geht in allen Landen der Samen einer neuen Lehrmethode auf. Der verband der deutschen BolkSbildungSvereinigungen um. faßt bereit» 48 große Bolksbildungskörperichaften Deutschlands und Deuifchösierreich. Unserem Berichte über den Vertreterrag de» Ver- 'bände« fügen' wir noch an, daß die Vertreter' sich einstimm-ig wandten geaen den neuen Typ der.GeschäftSfübrergründ,l?rgen", gegen die Machenschaften eines ge-äkflichen BildungsdilettantiS- rnuS und die Geldvergsudurg durch die vielen überflüssigen und betriebsam untätigen.Zentralen" und.Aröciickämter" auf dem Gebiete der freien Volksbildung. Ein Handbuch der StcatSbürgerkunde für die Lehrer der höhe- ren Schulen wird auk Anregung de« Verlage« von B. G. Teubner von einer Vereinigung angesthener Vertreter der Rechts-. Staats- und Wirt'chaftöw'.flenschasten«fchoffen werden. Der StosikreiS de» staatsbürgerlichen Unterrichtes soll in zweckdienlicher Abgren- zung in«iner für. den Handgebrauch de» Lehrers geeigneten Bear» beitung dargeboten werden. Tie Professoren Dr. Gustav Radbruch- Kiel und Dr. Paul Rühlmann.Berlrn geben ich» Work heraus. Westdeutsche Bausezession. Unter diesem. Nomen'ist nun varallel zu der.Dormstäbter Sezession", welch« die radikäl-künst- le, ischen Literaten und Dichter sowie Maler und Graphiter um- faßt, eine zweit« künstlerische Bewegung von Darmstadt auS im erhöhen, um die Ernährung der Säuglings sicherzustellen und da. mit. ein« schwere Gefahr der Bolkszefundheit abzuwenden. Ist die Reichsregierüng bereit, zur Produktion do» K i n d e r n ä h r m i t t e l n die genügende Weizenmengz beveitzu- stellen und für eine gerechte Verteilung dieser Kindernähr- mittel zu möglichst niederen Preisen Sorge zu trazen'i" /Zgrarierschlch für Lebensmittelwucher! Die Regierung des Freistaates Mecklenburg-Schwerin hat kürzlich«ine Amnestie für all« Strafen bis zu 3 Wochen Gefängnis und bis zu 600 M. Geldbuße erlassen. Ausgenommen hiervon waren Bestrafungen wegen Höchstpreis überschrei» t u n g e n, Schleichhandel und verwandter Delikie. Doch den unbegnad-igten Schleichhändlern und Wucherern er- steh�ein Amoatt im der.Deutschen Tageszeitung". In begeisterten Tönest preist daS Agrarieiblatt die segensreiche Tärigk-it des , LeHmSmittelwucherers, die der ganzen Bevölkerung nur Vorteil und Nutzen bringe. Die Regierung, dir diese edlen Charaktere nicht gleich den anderen begnadigen möchte, bekommt zu hören, daß sie absolut unfähig sei, und die biedere Landbevölkerung wird aufge- forderi, gegen die Regierung loszugehen.' Wir schlagen der.Deutschen Tageszeitung" vor, ihre Prrbrei- tung künftig dadurch zu fördern, daß fi« gleich am Kopf des Blatte? einen Untertitel anbringt, wie etwa:.Zentralorgan für die ge- samten Interessen deS Wucher-, ScbebertumS und verwandter Berufe".' Woran wir sthulö haben. Im.Reichsboten" verkündet- ein Herr Georg von Loefen folgende Weisheit: .Es ist ja, nichts Nene?, und die Erkenntnis bricht sich auch langsam bei den Massen Bahn, daß die Sozialdemokratie nicht nur am Verlust, sondern auch am Ausbruch des Kriege« die größte Schuld hat." Sehr richtig? Die Sozialdemokratie hat bekanntlich das lll» limalüm an Serbien verfaßt, die Sozialdemokratie hat, ob- wohl Serbien da» Nultimatum fast in allen Punkten annahm, den Krieg' an Serbien erklärt, die Sozialdemokratie hat dann alle BermittelungSversuche abgelehnt, die©BjiaJbeino» kratie hat die Randbemerkungen des Kaisers'geschrieben. Sie hat sodann di« Marneschlacht verloren, ste hat die Massen. schlächterei vor Verdu n. inszeniert, sie trägt die Schuld am U-Boot-Krieg, sie hat da? famose Bündnis mit Mexiko ge- schlössen,{ft hat den rechtzeitigen Verständigungsfrieden bekämpft, sie hat die Mannschaften an der Front zu Tod.e ge.- schunden, geprügelt, bestohlen usw. usw. Nicht wahr, Herr v. Loefen, daS meinten Sie doch?? SeamtenbesolSungstommiPon. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands hat die Durch» fuhrung der BesoldungSentwürf« für d�e Reichs, und Staatsbeamten einer besonderen Beamtenkommission übertragen. DaS Ergebnis der Arbeiten dies« Kommission wird den Fraktionen der Parteien als Grundlage bei der Behandlung de? Entwürfe in den Parlamenten dienen. Verbotene Proschüre. Durch«ine Verfügung des OöerbcfeblS- Habers, gez. NdSke, ist Druck und Vertrieb' der. Broschüre.Ter Rattenkönig", Rcvolutionsschieber und ihre'Helfer, pyn Sicton Up- klair.'verboten worden. FiSkus und FeuenverkSlaboratorinm Radeber«. Wie uns hon amtlicher Seite mitgeteilt wird, emspricht die auch von uns einer hiesigen Mittags zei tung übernommene Meldung der.Radebeeger Zeitung", daS ReichSarbeitSministerium babe das Feuerwerks- laboratoriupr in Radeberg, das einen Wert-von ca. 60 Millionen Mark habe, an ein Konsortium für 1,5 M i ll i o- n e n Ma r k ve r ka u ft, n icht den Tatsachen. Der Ver- kausSpreis betrug 47 Millionen Mark. Poincars hat daö Anerbieten der.Revue de« deux Mondes", ihre politische Chronik zu übernehmen, angenommen. .Gange. Die„Vesideuische Bausezession" soll die radikal und iet*' scbrittlich gesinnten Architekten Westdeutschlands zusammenfassen- Sie bat sich die Aufgabe gestellt, keine wirrsibaslllÄen Ziele anzustreben, sondern Schoffung und Auibrelung alles erreichbaren Einflusses zur Durchsetzung künsllerucher und kunstpotit! scher Form- qedanlen: Stärkung seoeS einzelnen in seinem radikalen Form- willen; Pflege entschlossener moderner Baugestaltung im starrt» lichen und privaten Bauwesen. Da« künstlerische Urogramm ist ans P o e l z i g, G r o p i u S und Taut basiert, welche sich eben- falls der Bewegung angeschlossen haben. Die Gründung gebt von dem Darmstädter Archit«lten und Mitglied der Künstlerkolonio Em. I. Margold und Srch.-Jng. Soeder aus. Zur Bebelfeier der Gross-Berlindr Arbeiterschaft sei noch er- wähnt, daß der BildungSauSfchuß auch in der Zufammenstellunq des Programms und der Auswahl der mitwirkenden Künstler e.nö rech: glückliche Hand gehabt hat. Die Ouarteitvereinigung der necken musikalischen Gesellschaft unter Leitung von Konzertmeister Lambinon brachte die Schubertsche Komposition in D-rnolh .DaS MädÄen und dar Tod" in meisterhafter Weise zu Gehör. Der Gesangverein Namenlos war um« der Leitung seines bewäbrten Chormeisters Thilo wie immer auf der Hobe. Frau». Irin Elfriede John gab als Rezitatorin ihr bestes, wcvpn beson- derZ da« Herwsghiche..Bei' und arbeit'!" und das Steigerfchc Ge. dicht:.August Bebel" Zeugnis ablegte, das. in den herzen der Höver noch lange nachhallen wird:'. Du aber, Menschheit, hÄe stolz das Haupt, denn der hier ruht, der hat an dich geglaubt!" Die SchädlingSbetämPfung im Gartenbau bespricht di- Deuilche Gm tenbzu.Gelelllchai: cm 38. Februar, abendö 6 Uhr. in der Landwirtschaftlichen Hochschule, Berlin. Invaliderer. i2. Alle Schädlinge sollen ein- zcln behandelt werden. ASite wiZwnuncu. Musik. Im V.(letzten) großen Sinfonie. K-nz-rt de« BIülhner-Orchester«(Dirigent: Paul Schemvflug) am 3. März im Blüthnersaal wirkt als Solist Emil von Sauer(Klavier) mit(Schumann �-moll- Konzert).— Eine Boranlsabrung deS A rt u r-R i k t! ch- F u bi- I ü u m S l o n, e r i S wirb am Freitag, den 27. Februar. VI, Uhr, in der .Philharmonie' veranstaltet. Ueber Gustav Mahler hält Dr. Bernhard Ulrich am 27. Februar- abends 7 Uhr, emen Vortrag mit musikalischen Erläuterungen im»Französischen Gymnasium", Reichs lagSufcr 6. Di« Zulassung der wissenschaftlichen Institute in Italien. Da» italienische Historische JnMiut, dessen Präsident der frühere Mmssterprasident Boselli ist, bat, wie in der„Kunstchronik- mitgeteilt lvird. einen Antrag angenommen, in dem gefordert wird, datz die Länder, mit denen Jtalivr sich im Krieg befand, jetzt wieder durch wiffenlchastliche Jnflitute genau so grü vertreten fem können wir die alliierten Länder. ' DaS zarte Fleisch. Der.Argonaut" erzählt: Tboma» stand gewaltig unter dem Panlostel seiner Frau, vor per er den größte» vk pett hatte.. weil sie all die Energie belaß, die ihm seblte. EmeS Tage« schulte ne ifjt zum ftleiscker und entließ ihn mit den Serien:.�b acht, dax Du ein zartes Roasldeei heimbrinz». sonsl tamisi Du wa» erlÄ-en-.— Der Fleischer schnstt ihm da) veitornte Stück ab..Sil es auch recht zart?- fragre Ddomas.—«Zart wie- ein Frauen herz!- versicherte der Flnscher. Da zuckte DhomaS zusammen, schaute sich ängstlich um und sagte:.Dam, geben Sia mir Ueber gewiegtes Fleisch-. Aseußißhe Lanöesversammlung. Di« LiMMlung ist noch bis zum KisnSwg nächst« Wvchz mit BeratungKsioff versehen. Doch befinden sich barMtz Teilte �nichtigen Gtietzentwürfe. 2?an wird sich also vorläufig noch weit« ittü'Z'n träge n und Tlei neu vorlagen defchaftige». H�ute beantwortete Hie Regierung zunächst einige kleine Anfra- gen, ehe die Beratung der Höchstmi etsnv sr ord nu»g fort- yesstz! wnvde. De? Teurfchuationale Äudfuhn«hielt die Au 6- dknst» das; die Wäster- und' Windmühlen fo reich beliefert worden sind, wie ei. irgend.nögsich war, dotz man aber im Jnieresie der Bolkswirtschcsi: die G r o si m üh! e n bevorzugen mutzte. Auf eine demokraiische Anfrage teille die Regierung mir» daß sie bei der E n: e n t« Borfieilungen erhoben habe, weu die Beamten in 5>!o? dfchle sw ig sich bei der Abstimmung nicht beteiligen dursten, bisher«der ohne Erfolg. Prozeß Erzbergcr-tzeifferich. Zu Beginn der heutigen Verhandlung werden die Zeugen aufgerufen, die zum AaZ»Oele und Kette" aussagen sollen. Helffxrich: Ach richte an den Herrn Nebenkläger die Frage. räner im Reichs sin anzniinifteri um über die si a o i t a l ve r fch i c- b? n g e n der Firma Wolff-Ttrantz bereits Erkundigungen eingezogen hat?— Erzbergsr: Ich bekomme morgen erst 5Ra- mrial darüber.— Ä elfter ich; Gut, es gibt aber auch noch ander« Kapitalverschiebungen, bei denen d-r �err Rebenkläger beteiligt war. Ach bitte, hierüber den zuständigen 'Staatsanwalt Messerschmidt beim Landgericht I zu hören. der über diese Angelsgenhuit genau infmuniert si:.— E r z o e r g e r: DaS ist geradezu ungekstuevlich. Ich erlläve, Hätz ich mit Kapitalvrrschiebungen nichts zsi tu« gehabt Hab«. Bors.: Unter welche Rubrik still denn eigentlich die Bsteiliaung' an Kapitalverfchiebungen fallen V.— Erzberger: AuSnützung amtlicher Kenntnisse zu privaten Vorteilen.— R�A. Friedländer: Wir müssen bitten, diesen Fall restlos auf- zuklären, da uns an der Aufklärung außerordentlich viel liegt.— Erzbergsr: Ich schließe mich an und bitte angeüchis dieser alle? übersteigenden Anschuldigung um die Vernehmung deS Geheimrat« B f e f f e r. Mir liege daran, daß über diese Beschuldigungen die vollste Klarheie geschaffen wird.— R.-A. Alsberg: Bezieht sich der dringende Wunsch deS Herrn Rebenklägers auf vollste Klarheit auch auf feine Steuererklärungen?— Erz- berge r: Die nötigen Ermittlungen hierüber find seitens- der Steuerbehörden bepeits eingeleitet. Ich habe auch hier«in g u r e S Gewisse».— Helfferich: Wenn einem amtierenden Minister der Vorwurf der Gtuuerdefraudatio» gemacht wird, so müßte«r doch an d« Aurklärung ein gewisses hinteresse haben.— Vor s.: Wir wollen uns doch au- unser Thema beschränken.— Oberstaatsanwalt Krause: An dieser Angelegen. hei: schwebt ja schon ein Verfahren bei der Staatsanwaltschaft III. Es wird hierauf Oberst G i e tz l e r vom fK r i e g Z m i n i st e- r t n m als Zeuge vernommen. Ter Zeuge war in den Jahren llllL bis 1912 Ebef der Ein- und AuSfuhrabteilung im Krieg?-' Ministerium. Auf Befragen deS Vorsitzenden erklärt der Zeuge. Herr Erzberger habe in etwa vier bis fünf Fällen bei ihm inter» »eniert. In zwei Fällen bandelte es sich um die Firma Thyssen. in einem Falle um die Firma Adolf Lindltsr. nnM das letzte Mal, allerdings nur dienstlich, im Falle W o l f f- Rumänien. In den Fällen Thyssen habe Erzberger persönlich bei ihm borge. fprochen. In einem Falle hätte es sich dabei um Zurückfiel» lung eines Sohne« oder Nesien des Herrn August Thyssen gehandelt, im anderen Falle im Jahre 1915 ober 1916 um tzne Ausfuhr- von S ch u tz s ch: l h e n der Firma nach Holland.— Erz» berger: Habe ick dem Herrn Zeugen denn nicht gesagt, daß ich auf Wünsch eined anderen Abgeordneten zu- ihm komme?--- Zeuge: Jawohl, auf Wunsch des Abgeordneten Pieiffer.— V o r» ' vtzender: Dieser Lindner war dock einer der größten Schieber und trotzdem haben sich zahlreiche Leute für ihn ein. gesetzt, darunter viele Abgeordnete und Mitglieder der Hofgesellschaft. Vors.: In welcher Weise haben Sie denn die Tätigkeit des Abgeordneten Erzberger? im Falle Thyssen empfunden, wirkt« sie störend, pochte Erzberger sehr auf seinen Einfluß?— Zeuge: Ich habe im allgemeinen jeden Eingriif eine? Abgeordneten als störend empfunden. Irgendwelche Drohungen seitens Erzbergcrs sind jcbenfalüi nicht gefallen.— Helffsrich: Wenn also die Intervention ErztbergerS bei Ihnen von Erfolg gewesen wäre. dann wäre die R e i ch s k a s s e um einige Hunderttausend Mark gekommen?— Zeuge: Jawohl.— Vors.: Mutzte Erzberger diese Folgen erkennen?— Zeuge: In unsirer Unterhaltung ist dies zum Ausdruck gekommen.— R.-A. Alsberg: Der Wgeor». nete Erzberger hat also zuerst etwas von Ihnen verlangt» was dem Staat einige Hunderttausend Mar! gekostet hätte?— Zeuge: Jawohl, da« war sa der Zweck seines Besuches.— R.-A. SIJC s- be r g: Hat sich der Abgeordnete Erzberger von Ihnen, Herr Zeug», überzeugen lassen, oder sah er ein, daß ihm fein Wider» stiad nichts nützen würde?'— Zeuge: Darüber kann der Reichs- sinanzminister.wohl am besten selbst aussagen.< Erzberger: Die Gründe dos Herrn Obersten Siedler waren, sur mich vollkommen Überzügen lt.' Der Zeuge äußer: sich dann noch über.die Intervention im Falle Wolfs, indem dar Ab- oeordne-e Gczberger al» Vorstand dsr WattechtillstandSkolllmsision dienstlich mit ihm verhanMi habe. Schließlich Hof* sich Herr Erzberger auch noch- um die. 8 u r ü ck st ek lu uq des Sohnes tes Herrn August Thyssen, des Heran Fritz Thyssen, bemüht.— Helffsrich: Ist es Ihnen, Herr Zeuge, bekannt, daß alle Re» itlamationen. die Angehörige dcs Thgffenkonzerns betrafen, durch Herrn Erzberger verireien wurden?— Zeuge: Mit sind diesbezüglich» Briese ErstiergerZ in den Akten aufgefallen.— Erzberger: Bei mir sind side Wock° ein» gr».: Anzahl solcher Gesuche eingelaufen und von mir zur Prüfung wektergeg/ben wsr« den.— Helfkerich: Gehört dies« Tätigkeit des. Herrn Neben- Ätzers auch mit nnter das Gebalt von 40000 M.. das er von der Fsxma Thyssen bezog?—(Srzbtfrgex; Nein.— Helfferich: Sie sprechen hi� unter Ihrem Eide.— Der Vorsitzende will unterbrechen.— Helfferich l fortfahrend): He-r Vorsitzender. sstr mich ist diese Frag« sehr wichtig, nämlich, daß ein Abgeordneter. der»n einem feste» BesolduitgSverhäAzi'-s zu einer Firma steh:, grundsätzlich all? Reklamationen, die der Firma ar.zensßm sind, bei den Behörden vortritt. fZum Zeugen gc-wsudet:) Gingen die Be» mühungen Erzbergors im Fall Thvssen und in auderien Fällen scher das übliche Maß binans?— Zeuge: In den gl Monaren. während welcher ich da. Reklamationen bearbeitete, besuchten mich drei Abgeordnete und trugen ihre Wünübe vor.— Geheimrat v. Gordon: Ist Hnen der Fall Fritz Thyssen auch vorgelegt worden�— Zeuge: Jawohl. Diese Angelegenheit war ein langiäbrigeS Schmerzenskind unserer Abteilung.— R.-A. Alsberg: Sind Ihnen Fälle dekann:, in denen Hefr Erzberger beim AriegSmünsterimn intervenierte, wenn sich Firmen über die ihnen geiahkren Preise. für Lieferungen beklagten?— Zeug«: Mi» persönlich nicht, aber in Aameradeukreiieu wurde über dir Intervention des Herrn«wKerger viel gesproche:»— R.-A. bllSbsrg: Ww Haber zu der Frage de- Interventionen noch auf einen Fall hinzuweisen, der ein- Gesetz über die Aeftenerun« v»» Privatbahne« herrifßt. ES handelt sich hier um eine F r ach t» ll r ku nd e n» abgäbe. Herr Erzberger back sich bestig darum bemüht, daß der K«5» GeschsS, der Herrn Thyssen sehr unangenchm war, fieve. Hevr Erzhee�ex tttthm fo dckn Gefetz rn fen FrsktitzNs» 1 itzungen des Zentrums st» hefttg Srellur�g, daß es allge. mein ausfiel, und daß-ein Abgeordneier urck FraktionSkollege diestn Fall zur Kenntnis anderer brachte. Erzberger: Wenn ich mick hierzu äußern koll, so muß ich erst daS betreisende Gesetz einsehen.— Helfferich: Es hünchelt sich um das Gesetz, das ich 191tz zusammen mit den Steuer- vo r l a a e n einbrachte Da-.- Gesetz enthielt d'e Klausel, daß große Werke, die utebr als 10 Kilometer eigene A le i Sa n lag e u besaßen,«in« Frachtausweisabgabe zahlen sollten. Das Zentrum hat sich, dank der Bemühungen des Herr» Erzberger, gegen diese-lusweisabgabe- gestellt, und fo wurde die Vorlage sehr gegen den Willen der Per kehr smsin isters abgelehnr. Es. wird dann der Fall ,.Oele und Fette", der bereits in der letzten Woche angpfchniiaen war, weiter verhandelt. Zunäwst wird Kommerzienrat Herz, der während des Krieges swllver» tvetender Borfitzender für O�e, und Fetis B. m. b. H. war, per- nommen.— Vors.: Herr Zeuge, sind Ihnen Bemühungen des Herrn Nebenklägers für Prida:firmen bekannt?— Zeuge: Ich kenne zwei Fälle, in denen He« Erzberger sich einsetzte. Im "fahre 1915 bemühte sich Erzoerger silr die Firma Dr. Denk. Diese hatte von der KriegSesinkaufZgesellsckaft 300 Tonnen Oel« iget zur Verarbeitung erhalten, liefert« a»er nicht vcirfchristS» , mäßig ab. Herr Erzberger trat dann in eine Korrespondenz mit . nie oder char Abrechnungsstelle für Oel« und Fe::» und bat, ! Dr. Denk dock wieder zuzulassen. Die Korrchpondenz endete, fo- • weit ich mich erinnern kann, damit, daß wir erklärten, wir kortnt«". von unferm Standpunkt nicht abgebe::.— Vor f.; Sie änderte effo ihre Haltung nicht zugunsten der Fchmc?— Zeuge: Nein. Der zweite Foll spielt im Herbst 1817. Die Firma Denk hatte un- richtige Angaben über die Kontingentierung gemacht, nachdem fi«' toieder zu der OnAiefenung zugelassen worden, wer.— Vors.: Sie haben diese Firma also ohne Einwirkung des Herr« Erzberger zugelassen?—Zeuge: Es wurde behauptet, daß das Reichswirt- sckaft-ministeriUm durch Herrn Erzberger beeinflußt ivorden war. ES ersolgken dann weitere Verhandlungen mit diesem Ministerium, die der Geschäftsführer, Nöchisanwalt Wilbelossen, fühutd. Ich erinnere mich dieser Angelegenheit rückt m-hr fo genau'■«& Wtic, doch diesen Herr« zu fragen. Fortsetzung in der MorgenonSgab?. Wirtschaft. Schuhe IV. Ilm die minderbemittelte Bevölkerung mit Schuhen zu versorgen, sind von Reicks wegen folgende Stellen Mschaffe» Wörde::: Reickssselle für Echuhvrrsorgung. Krouei'fir. 50/52. Reichssckubversvrßung G. m. h. H., Leipz-ger Sfr. 123«, Reicksledersteile, Friedrichstr.?09, Zlltlrder-BerwertungSsiekl«, Hardenberzstr. 12. Außerdem bestehen noch verschiedene Ausschüsse und Gesell- schafte« in Liquidation. Ter Gang der Versorgung ist folgender: Aus den Preis. erhöhungen vom L Mai 1919 und den Erhöhungen infolge Aufhebung der Zwangswirtschaft sollen 280 bis 300 Millionen Mark Konjunkturgewinne erfaßt werden. Mit der Ar- beit der Einziehung dieser Uobergewinn? bei etwa 12990 Firmen besaßt sich die„R« i ch s le de r fiel le". Die eingezogenen Beträge werden nun der„Reichs schuh Versorgung* zur Verfügung gestellt, die zurzeit durch S Großhändler von den Schuh- famiker. das Straßenschuhzcüg für die'Minderbemittelten als „A e i ch S s ch u.h e* aufkauft und e? de« Kounnunolverbänden zu den herabgesetzten Preisen zur Verfügung stellt, hie auf B e» z ug Z sche in« die Verteilung vornehmen, in Berlin durch 240 Kleinhändler Zu bemerken ist. daß die LieichSfckuhversorgung diese„Re-cks- schuhe" zum vollen Marktpreis aus dem offenen Markt kaufen muß. Daß die Materialpreise es find, die die außeroudent» liche Verteuerung hervorrufen, ergib, sich au- folgender Gegen- ükerstellung: 1914 1920 Fabrikpreis......... 14 M' 250 Mk. Davon: Boden-, Oberleder, Futter usw... 50 Proz. 84 Pvez. Löhn«... �....... 14. 7» Jlnkostf» und Gewinn...... 30 9, , Tiefe JI egaöe# sind uns von sachverständiger Sei:« gemacht worden. Ei:re gesetzliche LerordNung für die Erfassung der K o«- junkturgewinne, und zwar.n Form von Leder, S tra he n s chu h ze ug oder'« bar ist noch nickt erlasse» ll), obgleich die Lederhöchstpreise am 15. August, die Schuhwarenrichi- vreise am 27/ August aufgehoben wurden. Tic Zeitschrift ,-hs: e Sed srindufiriq»' brach« aber am 9. Februar den Entwurf. ?llur immer langsam voran!.Wenn man sich nun ansieht, was für ein Gebilde von Dien st stelle» i.'nd Arbeitsgebieten bier als öffentlicher VerfotgungSapparat entstanden ist. ergibt sich, daß der W i r t fch a-f t S m i n i st e r sich von den einstußreichen Groß« kap italisten überaus stark bat zuriickvriicke« lasten. Die Ka- vitalisten habe» ihre Freiheit wieder; die Stiefel, die heure '300 Mk. kosten, werden im Sommer vielleicht 790, ttt.Heikst wo- möglich 1000 Mk. kosten. Ter Minister kamt sich fa durch seine „Reichslederstelle" die iogenarmten" Konjunkturgewinne von den 12 000 Firmen zusammenholen. Welche Kleinigkett,. sie euZziuechnenss Mit der Frage, wer nun eigentlich von den M'.llr- neu MinderbeMittelten die Ncichs-chuh: bekommt, wird man sich auch noch zu beschäftigen haben. Wi« anders Härte die Organi'ation ausgesehen, wenn man sie „gemeinwtrtschaftlich" aufgebaut hätte. Die gesamt« Lederwirtschast wäre in einem öffentlicher Kontrolle unterstehenden Selbstverwaltun. gskörper zu» 'ammengeschlossen worden, der nach einheitlichen Richtlinien die Erzeugung von Schuhzeug in straffster A r b e i t S t e j l u n g, jeweils mit den vollkommensten Einrichtungen bei größter MaterieleHvarnki hätte bewerkstelligen?önne»„ Jeglicher Wucher wäre ausgeschlossen worden, wenn jedes Erzeugnis mit dem Preisfiempel veriehen wäre. Die zahlreichen Kleinbetriebe hätten in Rücksicht auf die auf sie angewiesenen Ärbeiiskräne im den Vroduktion.SkreiS planmäßig eingeschlossen werden könneft. Unter Verhältnissen, wie die ünserigen jetzt sind und zukünftig sich ge- stalten werden, kann nur durch straffe Organisation, durch.sozia- listische Lertrnstnng" die rationellste Bewirtschaftung der beschränk» ten Rohstoffe erreich: werden. Einhetts schuhe w ausreichen» der Zalfi von Formen, in solidester und geschmackvoller Ausführung mit eingeprägten Preisen überall erhältlich, entsprechen der N»t de» drit. Tns Großkapital hat wieder einmal gesiegt, so haß der Scgch: der freien Wirtschaft sich über un»«gießt; d. h. glsv: :n d»r Not Verschwendung treiben. Holz, Papier, Honte, Hafer Usw. find warnende Zeichen! An den Preist» zehre.« wir unS selbst auf. Dr. Strieme-. Vro&Berlln vas Wahlrecht See Stiefeltern. Döwohl wir bereits vsrschiedeue Male mit allem Nach- druck darauf hingewiesen Haben, daß auch den Stief- elter» das Wahlrecht zu den Elternbeiratswahlen zusteht. lausen tagtäglich neue Klagen ein, daß amtlichersei ts erklärt wird, die Stiefeltern wären vom Wahlrecht ausge» schlössen.. Nach unseren Informationen stützen sich die SchuldrrckKorsn auf eine Verfügung des Provinzra!» s ch u l k o l l e g i u jn?. das scheinbar ein großes Interesse daran bat. die Eltarnbeiratswahlen zu sabotieren. Aus eine Anfrage im Kultusministerium wird unS von dort mitgeteilt: Stiefeltern fallen utittr de» Begriff Eltern«nd find wahlberechtigt. Es sind de» SchulbeWNden Berlins nicht verschiedentlich lautende Erlasse über das Wahlrecht der Stiegel torn von, Ministerrum zugestellt worden. hoffentlich genügt dies? amtliche Erklärung, um de» Oucrtreibereissn gegen die CliernbreiratswaUcn ein Ende z» bereuen. Ueft-irall. wo entgegen dem Erlaß des Minist?» riums die StiefÄtern weiterhin von der Wählerliste g sif it r: ch g n werden, ist unverzüglich beim Wahworstand P r c- lest einzulegen. Sollten bei tun Wahlen am letzten Sonntag bereits Stiefeltern auf Grund de? verkehrten Auslegung des Erlasses des Ministers vom Wahlrecht ausgeschlossen wsr» den sein, so sind dieselben anzufechten. Vsn den SLernSinratSwahlon siegende noch fokgwede Meidungen Vor. ES erhielten Stümneir: In S.P.D. U.S.PD.»rchr-urr-r. � Friedenau...... 207{—) 730(—) 1070(— i Petersbagen...... 48(2) 60(3) 62>g> Alr-Gl'e.ücke..... 63(—) 114(-) 168(-> Covenick.......—(18)—(20)—(49) Liwteri-lde...... 873(11) 305(10) 1584 03; Smsken.......—(2)—(8)—(11) Vellen(9)—(6)—(6) Stralau.......•—(2)—(6)—(4) Die tat heutigen Morgenblatt veröffentlickten Zahlen von Lichtenberg geben nicht die Stimmenhöhe, sondern die Zahl der Mandate an._ Tie Verteuerung des Berliner Verkehrs. Die Erhöhung ix Tarife für den F et-nverkahr beträgt befanitilid) 100 Prtzz. Aus diesem Grunde tritt demnächst auco eine Verteuerung des Berliner Vorortverkehr? ein. Die Verhandlungen urnerhalü der Eisenüahndirektion Der! r sind nvck nicht abgeschlossen. Es ist aber dann: zu rechnen, daß oh 1. Mai die Xarife u m 25 P ro z. erhöht werden. Em andern Vorschlag, der«Ine CrrhÖBtntp um 30 Proz. vorsieh:, dürfte mit Rücksicht auf das Siedlungswesen fallengelassen werden. Vorausstchrlich werden die AufftchtSvehürden auch der Reinicken- dorf-Liebcnwaldcr Aeoenöahn, d:e bekanntlich ja ein private» Unternehmen ist. einen Zuschlag von 25 Proz. genehmigen. Ueber die Absicht, den Straßenbahntarif um 100 Proz. zu erhöhen, haben wir bereits gestern berichtet.. Es scheint aber so, als ob man zu dar Einsicht gekommen ist. daß eins so starke Belastung deS fahrenden Publikums unerträglich ist. Immer- hin dürfte aber ab 1. April mit dem 50-Vfenntytarif zu rechnen sein. Die Vollversammlung deS ZwecköerbandeS soll sich in der zweiten Hälfte des Marz mit dieser Angelegenheit b»fassen. Knüppelkunze im Ttadtvnrlament. Di«-zsfirige Schöne berger Stadtberordnetenverfarnmlung stimmte?«em Antrag der Deutschnat�nalen zu. im Friedenau er Ortsteil eine Polizeiwache sinzuristen. Kaspar(Sozl brachte bei dieser Gelegerche« zur Sprache, daß'bei dem Stadts. Kunze, dem ffogenannt-en»Kitüppel-Kunze", Lausend Tot- schlaget abgeladen worven seien. Gegen etwaige Gefähr- düng der Sicksrheit durch De u t sch n au on a le ws-rde die Arbeiterschaft sich zu wehren wissen. Kunze, der noch nicht im Saal war, kam außerhalb der Tagesordnung auf dir Knüppel-. fache zurück. Er erzählte, er betreibe ja nur für seine Parteigenossen den Verkauf eines.V e r t e i d i g u n g s m i 1 1 e l S", das den Beifall de» Retchs.r«hnni«lfier» und des Polizeipräsidenten gefttudsn Habs und auch für die Reichswehr empfohlen worden je.. Von dieser Waffe, die er übrigens nur in einigen hundert Exem- Klare« habe, würden seine Freunde Gebrauch machen, wenn sie— angegriffen ivenden. Kaspar(Tozft erwiderte, hiernach würden auch die Arbeiter sich mit solchen„Berte: digungsmfiteln" ausrüstet:. Tie Leichenverbrennung in der Waschküche beschäftigt die Kriminalpolizei noch weiter. Die Pförtnerfrau F l a h m lierre Mirgliederzabl erbalien würde. Beiiviele: Der Berrieb befiehl aus 350 Aibeitiiednierii i3o0 Arbeilern, 50 Aiigeficlllen), der Be- rriebsrar aiio aus 7 Älugliedern: an sich wäre das Zahle« oer- bäliiiiS 6:1. Die Minderbeilsgruvpe der 50 Ängesiellien erhält jedoch nach»biger Takelle zwei Bertleier, die MebrheiiSqnrvpe der «rbeiier also nur fünf Berrrerer. Bestünde der gleiche Beiriek auS 250 Arbeitern und 100 Angestellte», so wäre das ZahIcnverbältniS 5:2, d. h. die Minderheitsgiuppe bäite die idr nach obigem zukommende Mindestoertietung von zwei Muglieder». In einem ftalle bleibt jedoch die MiiiderbeitSgruvve im Be- triebnat unveitrcten, wenn sie nämliw so klein ist. daß ihr nicht inehr als inn' Per-onen augehöien und die ihr angcbörigen Per- tonen zugletch nicht mehr als ein Zwanzigstel der ge'aniten Aibeit- nehmerichafi des Betriebes darstellen. Drei Arbeiter von insgesamt 59 Arbeitnehmera salso neben 56 Angcstelllenj erbalien einen Ber- treler. im Betriebsrat, drei von 61 dagegen keinen Vertreter. Hier gibt es nur einen Betriebsrat aus fünf Angest-llten, der zugleich der Angcstelltenrat ist. Die drei Arbeiter baben leinen be» sonderen Vertreter für ihre Gruppenangelegenheiten. * Richtlinien für die BctriebsratLwahke«. Der Vorstand des Allgemeinen GewerlickastsbundeS berät momentan über die für die bevorstehenden BelriebsratSwablen an- zuwendenden Richtlimen. Dtesetben dürften in allernächster Zett bekanntgegeben werden._ Darifabschlnh für die Angestellten der Konfektion. Für die Angestellten der Herren-, Burschen- und Knaü-nober- fteidung, Tamen-, Mädchen- und Kinderkonsektion, Blusen» und Kleidcrkonsektion und Herrenwäschefabrikation ist nunmehr ein cin- hettlicher Tarif libgeschlossen worden. Tie reine Arbci:Szelt ist auf 46 Stunden pro Woche, die Bezahlung der Ucberstunden imt 3 M. für die haT« Stunde festgesetzt. Di« Gehälter betragen für Lehr- linge 80, 100 und IVO Mk.. für jugendliche Angestellt« vom voll- endeten 14. bis zum vollendeten 20. Lebensjahre 80 bis 400 M.; nach dem 20. Lebensjahre beginnt die Gruppierung der Angestellten, welche in fünf Gruppen Gehälter von 475 bis 1100 M. vorsiebt. Dem Schutz der Lehrlinge und jugendlichen Angestellten ist nach Möglichkeit Rechnung gerragen worden, indem Ucberstunden für Lehrkräfte und Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahre unzulässig sind und dieselben einen längeren Urlaub als bisher erhalten. An Urlaub wird gewährt im 1. Lehrjahre bztv. 15. Le- bensjahre 18 Tage, im 2. bis 3. Lehrjahre bgw. 16, und 17. Lebens- jähre 12 Tage; für die übrigen Angestellten ist Urlaub von 10 bis 21 Arbeitstagen festgesetzt, der sich um ein Viertel erhöht,� wenn die Urlaubszeit in das Winterhalbjahr fällt. In KrankheilSfällen wird das Gehalt bei Angestellten, die 10 Jahre im gl ichen Betriebe tälig sind, bis zur Dauer von drei Monaten gezahlt. Außerdem erhalten alle Angestellten noch eine Wirtschastsoeihilfe. Urabstimmungen bei den Friseuren. Im Frlseurgehilsenve'-band erfolgt eine Urab- stinrmung über Anträge des VerbandSvor stände? und Verbands- auSschustes auf Erhöhung der Verbandsbeiträge von 40, 60, 80 und 100 Pf. um je Ä> Pf. wöchentlich sowie auf Erhöhung der Stre'k- Unterstützung von 10 bis 22 M. auf 14 bis 36 M. und der Kinder- zitfloge von 1 auf 8 M. Außerdem sollen die erhöhten Sätze der ArbeitZlo-sen. und Krankenunterstützung sowie des Sterbegeldes � bereits am 1. AprA in Kraft treten, anstatt, wi« vom Verbands- ! tag beschlosisn, am 1. Juli 1920. Zugleich nimmt der Verband der Fachverein« der Damenfriseur- und Perückenmachergehilfen ein« Urabstimmung vor über seinen A n s ch 1 u ß an den Verband. Ten Ueberiretenden werde« die zum bisherigen Verbände geleisteten Beiträg» angerechnet, während die Fachverein? selbst in Vcrbin- dung mit den Fachscltionen des Verbandes als besonder« Fachabtei. Hungen der Zweigbereine bestehen bleiben. Der Antrag kann auf Annahme rechnen, obgleich der Verein in Hannover auch jetzt noch nicht für die gewerkschaftlich)« Organisation zu haben ist. Aucb der Oberschlesische Bund der Friseur- ge bi Ifen hat seinen Anschluß an den Arbertnehmerverband des FriseurgewenbeS beschlossen. Tie Elnheitsorganisatio» im Friseurgewerbe ist damit erreicht._« Ein deutscher GewerkschaftSbund der Gemeiudebeamte» und Angestellten. Zur Gründung des Groß-Derliner OrtskarrellS fand am Sonntag vormittag eine stark besucht« Versammlung im Krie- gervereinShous statt, in der S e n d- I e r(Bund der technischen Au- gestellten und Beamten). Rothe sTeutfiber Werkmerster-Verband). Dr. Fnante(Rcichsverband der Polizeibeamten) und Neumann (Verband Deut'chcr BerufS-Feuerwehrmännet) das Thema behandelten. ES wurde einstimmig folgende Entschließung angenommen: .Gegenüber den Bestrebungen deS ZontralverbandcS der Ge- meindebeamten Preußens halten die Versammelten daran fest, daß nur die Berufsorganisation die geeignet« Grundlag« zur gewerkt' sckafilichen Vertretung ihrer Forderun ren rst. Auch sie wollen die Einheitsfront aller Gemnndebeamten und Angestellten den Kom. muncn gegenüber, aber nicht durch Zertrümmerung der alten Ge- werkschaftcn, sondern durch Gründung eines deutschen Getoeri- schaftSbundez der Gemeindebeamten und Angestellten. �Die Versammelten erkläre» hiermit ihr« Zustimmung zur Gründung des Kommunalbeamtenkartells Groß-Berlin. beauftra- n aber gleichzeitig ihre Berufsorganisation, mit aller Entschieden- it dahin zu wirken, daß der Deutstlx Gewer kschaktSbund der Ge- meindebeamicn und Angestellten so schnell nne möglich inS Leben gerufen wird mit oder ohne den Zentralverband der Gemeinde- deamten Preußens."_ Neichsardeitsgemeinfchafi für die Saud- und Forst- Wirtschaft. Die land- und forstwirtschaftlichen Arbeitgeber» und Arbeit- nehmervereinrgungen haben im ReichSarbeitSminister'um eine Reichs- arbeitSgemeinicha't gegründet. Bon Unternehmerseite sind der neuen Institution bisher die dem Reichsverbande der deuischen land- und forstwirtichaftl'chen Arbeitgebervereinigungen angebören- den Organisationen, von Arbeiterorganisationen der Deutsche Land- arbeiterverband, der Zentrolverband der Forst«, Land- und Wein» KergSarbeiter Teutschlands, der Reichsverband land- und forstwirt- 1 schaftlicker Fach« und Körperschaslsbeamlen und der Verband land- und forstwirlschaflircher Angestellten angeschlossen. Tie Internationale der Bäcker nnd Konditoren. Heute, Dienstag, tritt in Frankfurt a. M. die internationale Vorstandssitzung deS Bäcker- und KonditorenverbandeS im©e- werkfchaftShaus zusammen. An dieser Versammlung nehmen auch Delegierte aus ParrS, A m st e r d a in, Stockholm und Wien teil. Sie werden auch Ansprachen halten. Referenten sind der internationale Sekretär Allmann, VerbontzSvorsitzen- der T ier meier, Hamburg. Außerdem dürfte die Versamm- lung Beschluß fassen über die zu treffenden Maßnahmen zur Durch- fübrung ihrer Forderungen betreffend M« h l v e r t« i l u n g und Lohnerhöhung._ Branche der Kacki- und Schltrs-augestelltenk Donnerstag, den 26 Februar, morgen» 9 Ubr. im gr, Eaale d, EewerlschaitSKauirS. Engel» uler 15: Grotze Branchenversammlung aller Wächler, Wächte. rmn-n. Ober Wächter, Kontrolleure, Oberkontrolleure und Wachtmeister. Traneporiarbciter-Berband— Ehrmifchrr Großhandel, Mine. ralßle und Fette, Av otheken und Perba ndSfiosse. Am Donnerstag, den 26. Februar, abends 8 Ubr, in den Mulitertälen, Kaller» Wilhelm Err. 31. Tagesordnung: Stellunonabme und velchwtzlaflung über die letzten Verhandlungen vor dem SchllchtunaSauSlchutz und Demobil. mqchunaSkommlssar. Vollzählige» Erscheuren ist P sticht. Mitgliedsbuch bezts. Karle lcgllimiert. Transportarbeiter au» den Färbereien von Grotz-Berli». Am Freitag, den 27. Febr.. abend» l'l, Ubr, im Königstadl-Kafino, Holzmartt- Üratze 72«Ecke Slleranderslraße): Versammlung. Tagesordnung: Die Kündigung des Tariies; Anstiellung neuer Forderungen; Wahl einer Tarijkomm.l flon. Mitgliedsbuch legitimiert. Beraalw. für den redaliion. Teil: Srwr gickler. Ttxrrlotlendurq! wr Anzeiaeu: Zh. Stacke, Berlin. Berlag: BorwSrta-Perla« S, m. b. S., Berlin. Druck: Bor» wiirtz.Buchdruckcrri u. Berlaaoanstalt Daul Linaer u. Co. Berlin Llndenür. s. KUPFER 25.00 Mark ES SIRS 14.60 üark ««Ick, S 1 1 b er• n« ck al 1 1« n und andere Metalle sowie alte Gebisse kauft UUS X A n k an f» s te 1 1 e n*75�3 | Goitheim, Mariannenstr. 12 !! und Schniidtsr.l7atSÄflX «# Elektro-Motore LeiWnao-Dqnamo-DrSdie In» siallal.-Maierial taub laufend Slektromech.-Zcntrum. sAter «782). Kurze Sir. IS t «I.N.Qai'ici» ».Fabrltvr. 9� gedlsnel nlcdt Xocdzalr, eoackern IlOnerslzalr.»I« Ide. m-ck, p-Oradie�in aelnen�ulzeden ereegenäen Veevtl-mt- Ilcdungen Uder die Vo kserr.ährung ausführt. Den Be-cis erhrlnjen viele hunderte Aerzlebetichre: Glänzende Erlolge mit Dr. P Otablevs phys.Mincral- salz-Tabletten hei Neurasthenie, Unierernahrung, Hungormalacle, Rachiiis, Biurarmut, Skrolu.ose, Tuberkulose. Dr P. Grableys phys. Mineralsalz-Tabletten sind In jeder ApoiVeüeerhältl Laboratorium fürMiDcraleali-Präparate G. tu. b. tl, Berlin SW, 47. Edelmetalle und AlNuetalle, Kupfer, Messing, ginn, Jini. Blei, raujt höchst» zahlend' Metall» filnkaoks- Zentrair Kottbuser Damm 06 (Herunomtpllltz). MpL 133 80. Elektromotore Oleichstrom:: Drehstrom kauh|- I�enieurfniiTM SeilicMw Berlin W 4. Linkttr. 10. Tel, LQtzow 3703 und 8518. ttnfaui: Platin, SÄ» m snet zu höchsten togeopretfen.• 6. Sehllepbacke, Friedrichstr. 210, Eck» Kochstr, Zahti-fraxis Sn-lterM. spe.umät: Zähne im,. GallmenlDser Zahnsrsalz Z'���g. Kanduntcrsiichniit; ffratio.—— 1 Keine Luxnsprelse. So»>872 K9KL9- nsnes Verktut direkt ab Fabrik• Magazin: nii.wmt tr.n-is steinzinn bis 30,00 Messing 14,70, Knpfer 25,00, Blei 9,50, Zink 7,00—7,50, RottfuB 22,00, Weißmetall 30,00 bis 35,00,' Nickel 32,00, Aluminium 17—20,00 zahlt per Silo, bei grötzeren Posten mehr, Sendungen von aufcrhald werdm prompt erledigt. Metallschmelze Marlunnenstr. 24, cm der Äottbufer Brücke. Amt Mpl. WSSS, Redenanfchl. Verkäufe Beller««nztlae fpottbillia. In eiaener Werkstatt ar°r- beitet. Ruh. Wrlb-rmstrali- vierzig t, Kochstrastenecke. Dnndllli, nahe»abnhof. Quadr-trute 20 Mark, 100 Mark Anzahlung,»üllon. Cieglltz, Vionviüestraste U, gtraiptechte Steglitz 2894._ aameraiine« zu verkau- fen, auch Teilzadlurra ae. stattet. Hahn. Brenzlmrer- stöaste so._ arr Hoemameplatz S. SUflen- euswatzt! Peizfachen! Herren» zzlK'.ibtl Salosachen. Betten- oerlauf.__________J Konrcklkchfc! sowie alle an- deren Helzartcn zu staunen- lcregerch fpotrWstaen Sonr- llhalfelongue« dir,—, Dopoel- bellen, Metallbetten. Küchen, Ankleidelchranke. Meide, Auaustftrall« 82». Quergeb. 1-»od 2.Z immer- Einrich- tunaen liefert zu virklich bil» ligeu Preisen in«edlegeuer Ausführung: große Ausurahl in nußboum Tpicaelschr»nken. Wafchtailetten, Bettstesten, Kleiderschritnken, Bertlkos, Ausziebtlfchen. Ambanten. Erfes. KScheninilbeln. eiche- neu Schiefzimmern, Speise- »immern, Kerrenzimmern. Be- fichiieuna erbeten. M»bel- »arbel, Oranten strahl 88 l>to- tiWlost)._ .�rfotefchinl Schmocksechenl Pelswaren» »eleeeAbeiieläufe Warschauer. strahe 7.___» •arthmrenteeT, Äenster M Merk, Bettdecken, Store». OZedraseiardlnen, Plchschtisch- »ecken. Dioandecken, Schmuck- ktchen preiswert. Leihhaus tzdmiralstr. 4 eine Treppe.» ' Lethlau, Aeristoletz 08» »erkauft Serrenanzllge. Pale- rots, Bamen-Sarberobe au, ietnsten Friedensstoffen per- trbeitet. Ferner Kreuz-, tllarta., stobelfstchse, letzt noch weich««-, Seison zu bedeu- Mb horedgefchUen Preisen.' «haitelongue», englische B»N stellen, Palentmotratzen, AuNegematratzen. Tapezierer Walter, Stargerderstr. 78.' üMel-chni, Grane flreuk- furterstrofte 141. Invellben- strahe 5. Aus bot und Kredit finden Sie in gretzer «us»«hl 1- und 2-Stuken. einrichwntzez.»«rrea.. So-ts-.. ftchleWKmer, auch einzelne Msi-s»u w'.eNrch dillieen Preisen. Leicht» Keh- lunchsdediutzmrgen. Liefer« riuch auswärts._ «tick?», moderne, mif und ohne Anrichte, roh. gestrichen. lästert, enorm preiswert. Ric- ien auswehl.«üchenmdbel- fabrik b:n'nr-I. Lothringer- strotze» cSchstitbouie« lor). Pianos, defondtrs billige Gelegenheiten, gute, ge* brauchte, prichiige, neue. Pianohaus Mar Becker, An- dreasitroße 47. 43 St» eingespielte fstenboliuen, SSiottnen Gitarren, Lauten, iiusterst billig. lUnterricht 20— Monatshonorar, Drei» mcnatolurie zur perfekten AusbildungO Rund, und Sendharmonikas usw.. ge- breuchte Klaoiore, Sarmo- niumo oerkaust Berger u, Co., Tranienftr. 466. kZest Diana». Stutzflügel, Bar. Manien seder Solz- und Slü- art, Kunstspielapparat,, So- teetojen.»ebrairchtr llnstru- wen!« in eigener 4topsc*eat< aeeftzatt wie neu hergestellt mvtet oslet ISoMntt«. Ber- kons nur gegeir Kalle daher billigste Preisberechnung. Annedme pan Ausnrdeitnn- gen. Amreraturen und Stim- mungen. Rar Adam, Münz- »raste 18.* Pioirs«, grobes Lager neuer und aedraüchtrr Instrumente Scheeer, Lhausseestraße 105."' Ketzesa» Gummidereifuna, 375,—, Auswahl. Kraus. Gr. Krankfurterstratze 53. 44/13 Pianos, Ringel oder fear- monium, auch Tarelklavier kaust Schachtschneider. Bucka- werstrahe 14 lll._ 151fi* Platin über Tagespreis, Breunstiste, Platiukontoktc, Gold, Silber in Brud>, auch in Barren, Luecküiber, Kahn- eebiste kaust zu den höchsten Preisen Adols isriedlöndee Kommandantenstraste 20 I, rechts.____ 1452- tknoserl Resstng! 3!nn! Stanniel! sämtliche Alt- Metellei Queckftlderl Platin-, Gold-. Silber. Abfälle! Kahn- «ebille kaust«t Echmcszprei- sen in unseren 8 Einkaufs- stellen.Retall- Renleele" U Behnhefstratze 2 illcke «chönederaerstratze, am An- Halter»ehnhefl: 3.1«eisen. weg 73 kam Beitenpletzi: 8.1 Neukölln, Kaiier-Iriedrich. stratze 22g lnahe Lermann- Pietz)._ l47K -Dreht sowie in seder enderen ss-rm kaust zu hohen Urerien»etelum®. m. b. ch., Perlin-arünau.__• «»ieeldehee», ZZerkzienäe kaust lausend leben Posten. Schräder. Prinzcnstrane re,.« UntÖHedchAr, speziell' Aew aeier. Magnete, ziindlerzen. Scheinwerfer. Entwickler, Pu- pen. kauft Selhftoerdraucher Schräder, Aetaickendorfer- strafte US. US«* .'\ Kupferl Messtngl Rinn! Stanniol! sämtliche Altmetalle! lluecksilder! Platin-, Sold-, Silber-Adfällel �iahn- gebisse kaust zu Eckmes-v-ei- sen tu unseren 3 Einkaufs- stellen„Metall- Reutrale" 1.) Brunnenstraft« U(am Roscnthalerplatz): 2.) Fenn- strafte 48 sam Weddinaplaft): 3.) Beusielstrafte 2g. 1«K Metallschmelze Mariannen- strafte 7a(em Lrinrichpletz). Allerhöchste Teeesarcile stim!- licker Metallabfälle sowie Platin. Sold. Silber, Queck- Riter._ 1/18* SeUaeoebeltztr, Kabel, Litzen, Anker- Souldrohl, Vachsdraht kauft höchst, ah- lead Eleftrodureau Qrenien- straft« 188«orttzolatz 4»>S. Metalle! Bedeutende Preis- steieerungl Ple'In» � Rehugeb:»«, Reftn»i, 75�1 rpeldabföllel Eilberadläste! MOnzrn! Salpetersaures Sil- her! Qaeckstlber! Slllh- fteumplelche! Stannlalpesierl Kupfer!»steuft! Mefstng! Aluminium!«ickel! Rinn! stink!»lei!»»chstzadlend Gcknnelzeeel, Sdelmetall-Ein- keufsdureau, Weberstraft,»1, Alecander 4343. 78K* Kupferleitaugen, Motore, Dun-modrahf kauft bächfir- mhlend Ekektrobureeu Lange- strafte 27 I. Alerander 3305.» Klasleee kauft Maierrus, Webeeltrafte 53. Köniastadt 8848. 44/18* Metelle, wie Kupfer, Mei- fing, Bronze. Rinn und Aluminium kaufen zu höch- Nen Tagespreisen und Irden Posten Autoaen-Schweifterei Blumberg u. ksteuter. Berlin ?i. 89, Gericht str, 72. Fernsprecher: Humboldt 5259.__• Silbeeschwelze, Ehrtstwnat, nur Köpenickerstrrche 20 a fgegenstder Manreuftelstrafte) kauft dächst«hlend: Rahn» gedisse, Plalineadsllle,«olb- sachcn, Stlberseckeu, Queck- filber, Kupfer. Mesfin». Rinn sowie sämilich» R-telle._ Pletiu, P»Ille»t«», Gold und Silber, alte Rahngedifie. Abfälle, Kelten, Ringe, Le- steck«, Uhren, unmodern ae- wordener Schmuck, Tafeievs- sfitze sowie Sekrlltze karrst zu höchsten Tageaprorlen Gatd- schmelze Katosti, Berlin Brnnnenstrefte tdg, Teleohon: Humboldt«ztzil. Eigene Schmelze, Seldstoerbrauelltr.�» gednaedille, Platin, Gold, Silber. Edelsteine. Tckmuck- lachen kauft Sdelmetallichmelze Blumenstralle 88. »eiesOnnleih«, Wertpavser«. Pfandscheine kauft, belerbl, Lange. Berlin, Qranienstras- 143._____________' Kaaefteger. Boschzün�kerzen kauft Reiuickendorr-Schörrdoot, Granatenstrafte 1 JO- 8—7. Schelle«, Lei«. Pinsel, Ben- »Ist kauft ttzaebenhandlung, fi-hrbelllnerstretza»4. 44/18* Deuerwifche(getragene, be- schädigte, Reparatur usw.) kaust Etvck 50 Ps. v-rn. ÄeichendergerNrafte 7. 1802 Maantte.«ergaier. Puppen. SnItmrNer kauft Serber. ff«; vry strafte 46. •MlHAen Unterricht kür »nkänger und Fortgeschelt- „ne, sowie deutsche und Ira« Ms», Stunden erteil,« Swienty. Eharlottendurg krutteaeterpla» g. Garten- heue IT- Kensmäststliche Privatfchul, von Georg Grurraw, Belle- Allienee-Slrafte l«.«chSn. schreiden, Maschs, wschrerderr Stenagraptzee Buckrfflfttpna. Rechnen, Schriftpeetehr. Sech- selknnde Richtieichreiben. An- meidungen lederzeit. lv«»* KNnststspseeet Gräfte Heant- Weier Strafte 07. KSK* Kestenlofe Rechtsdcrawna! wpezielist: Ehesachen. Siros- fachen! Serichtsoenretung! Reukölln, Berlinerstrane 1Ä l»»rman,io!atzl._____ «rftader. Potentburemi Packscher, Geriraudtenstrane 15. Rentrum 7800. 75K« Arbeitsmarki SESSBBBSS3SM »elanciettr tut Müchzentri- kueen gelucht. Nur nachweislich gellbte Spezialisten mrtlängerer teil wollen sich melden. r-Srparalor G. m. b. H„ «a�__________ Berliu�choneb-ra, Kolonnen strafte* Mpffteeletzellstee m:t Sot- kenntnifien werden eingestellt, Aöheree Peul Müller, W. 15, Ublondstraft« 2»._* Ledermbdel oerlangt Ben- man». Weder strafte 12. 44'!, Polsterer auf pt: iesert....' Belle-Alkianeeftreft« 7j ftalbtif nch. Iaaeft � Co., t Plätterinnen«erlanat. Lcbeftian strafte 13. 44/16 ___. Urdefterianen, nur dranchenfuadii«,»ertongt Ron- mann. tttelfawaJbet Strafte 13, Porachttogs 10— 1t« laillea-Atbedisata sofort gesucht. Meldunaen in unserer Pcrsonawrrwestung, III. Stock. «mishauedcsWkstcnz G. m. b.iv vccltn W50y Tomsn�ienstr. 21, � *«♦*«• tunata Mädchen ooit eufterbalb für kleinen Saus» »alt perlonat Hecke, ober- daumstraft« I. gglltz