Nr.ISS.g7.I-Isrg. ve,ug»vrei» t «ireteliütjrL 18�0•SiummatLSÄian. frti'U6 Staue, oocmi» alilbar. Pot!- be�ust Monatlich ILO Ml,«?>l.?«> Kellunqe-iedlllir. Unter llreuzdond tllr Deutichland und clrltrrrrich- Ungarn S.7S Ml« Mr vae lidrtgr Ausland It.— Mt« dri tett- gedruckte Wo« 75 Pfg. szuliisstg zwei seNgedruckte Wortes, jede» weitere Wort 50 Psg. Stellengesuche und Kchiasstellenanzetgen das erste Wort 85 Pfg. iedes weitere Wort 4V Pfg. Worro über 15 Buchstaben zählen siir zwei Worte. Teuerungszuschlag 50%. Zaimlien- Anzeigen, politische und gewertschaftliche Berein»- Anzeigen i- Ml. die stelle ohne Aufschlag. Anzeigen für die nächste Nummer mitssen bi, 8 Ahr nachmittag» im Hauplgeschäft. Berlin SW 63, Lindeastrahe 3, abgegeben werden. Seiiffnet »o»» Uhr srllh dt» 5 Uhr abend». Zcntralorgan der rozäaldcmohrati fehen partet Deutfchlands Neöaktion und Expedition: EW. SS, Linöenstr. 5. Nersflireester: Amt Morinvia». Nr. 15 t»«— I.»I!>?. lLß. Montag, den 8. März IV?ZO. vorwärts-verlag G.m. b. H., EW. SS, Linöenstr. Z. iserufvrecher: Am» Morrstpla«, Nr. t17SZ— Zt. Prinz Joachim] Eutgrge» drr Behauptung rineS hirsigen Vormittags- blatteS, wonach Prinz Joachim Albrccht sich noch aus freiem Fusi befinden soll, geht uns von zuständiger Stelle folgcuder Bericht über die Festnahme des Prinzen �u: Ter Nrichswehrminister N o S k e erhielt von dem Borsall im Hotel Adlon am Sonntagnachmittag Kenntnis. Er gab daraufhin sofort an das Polizeipräsidium persönlich den Aus- trag, eine Ermittlung einzuleiten. Auf einen summarischen Bericht hin ordnete der Zieichswchrminister daraus die Fe st n a h m e des Prinzen an. Ter Prinz befand sich nicht in seiner Wohnung: sein Aufenthalt mlisite erst er- mittelt werden. Er b e st r i t t entschiede», an den Radauszenen im Hotel Adlon aktiv beteiligt gewesen zu lein. Ter Minister verfügte, daß der Prinz die Nacht über«» t e r B e* w a ch u n g in seiner Wohnnng zu verbleiben habe. Heute vor- mittag wurde er mis Anordnung deS Ministers in Schub. Haft nach dem Polizeipräsidium abgeführt. Tie weitere Verfolgung der Angelegenheit haben Polizei und Staatsanwaltschaft übernommen. Während die meisten rechtsstehenden Blätter die Meldung von der Verhängung der Schuhlsaft über den Prinzen Joachim ohne Kommentar geben, behauptet die„Deutsche Zeitung", daß hier„ein unerhörter Uebergriff deS NeiclssweHrministers" vor- liege, während der„Lokal-Anzeiger" den Rechtsgrund der Schußhaft bestreitet, weil Fluchtverdacht nicht vorliege. Ter„Lokal-Anzeiger" verwechselt Schutzhaft und Unter- suchungshaft. Die Verhängung der Schutzhaft erfolgte auf Grund des Ausnahmezustandes. Wir sind grundsätzlich reine Freunde dieses Mittels, wenn es aber überhaupt Berechii» giin? besitzt, dann m erster Linie gegenüber Leuten, die in kritischen Zeitläuften mitMittelnpbYsischerGewalt Unruhen hervorrufen. Solche Leute find gerade um so ge- fährlicher, je weniger sie an Flucht denken. Die diplomatische Erledigung. Der fraazSsische vleschiftStrilger und brr General Rollet baten, wie d«„'S. P. A." erfahre«, hemtr den Reichs» außenminifter aufsesncht, um eine Erlrdigung te» Zwischen- falls im Hotel Adlon hrrtctzuführcn. Der Außenminister sprach sein Bedauern über drn Borfall au? und sagte Bestrafung drr Schuldigen zu. Heute vormittag stattete ein hilherer Beamter de» Aukwlrtigen Amt» dem verletzten französischen K». v i t ä n einen Besuch ab, um sich nach seinem Befinden z« er. kundigen. Aslnchtbcreit. An? Kreise« der ltzreußischr» Serhandlung erfahren wir, daß Prinz Joachim Albrecht vor einigen Tagen den versuch gemacht hat, sein vermögen von etwa 3l> Millionen Mark dort abzuheben. Das Wirtsthastsmam'fest. Weitere Eintelheite«. Paris, 8. März.net oder gegenüber der niedrigeren Forderung des Steuerzettels vom Finanzamt vierteljährlich zurückerstattet werden. Die Bestimmugen über die Berechnung des Ein- kommens der Ehefrau, der Kinder und über die zulässigen Abzüge find durch sozialdemokratische Anträge gegenüber der Vorlage erheblich verbessert worden. Zu der Einkommensteuer der natürlichen Personen tritt die der Körperschaften, unter denen die Aktiengesell- schatten die größte Gruppe bilden, hinzu. Diese Steuer soll nach den Ausschußanträgen vorweg 10 Pro;, des gesamten Einkommens ausmachen. Dazu kommt ein Zuschlag, der von den an die Gesellschafter auszuschüttenden Beträgen erhoben wird. AuSschüttunzen bis zur Höhe von 3 Proz. des Grund- und Stammkapitals bleiben vom Zuschlag frei, über 3 Proz. hinaus tritt ein gestaffelter Zuschlag in Kraft, der den Höchst satz von 10 Proz. erreicht, wenn die Ausschüttung mehr als 18 Proz. des Grund- oder Stammkapitals beträgt. Im ganzen kann also di« Körperschaftssteuer bis zu 20 Proz. ansteigen. Die tote Hand wird also nur mit 10 Proz. getroffen. Erfaßt die Einkommensteuer das Einkommen jeder Art ohne Rücksicht auf seine Quelle, so wird das in Kapital- z i n s bestehende Einkommen von der Kapikalertragsteuet noch einmal gesondert gefaßt. Diese Steuer wird in der Höhe von 10 Proz. des Kapitalertrags erhoben, und zwar an der Quelle, d. h. si« wird vor Auszahlung des Kapitalzinses von diesem durch den Schuldner abgezogen. Die Folge dieses vereinfachten Verfahrens, das in Rücksicht auf die überlaste- ten Steuerbehörden angewendet werden muß, ist, daß weder ein Schul den ab? ug, noch eine Progression bei der Kapital- steuer möglich ist. Das Landes st eu«rgrsetz endlich regelt die Be- ste»erung»r«chte der Länder und Gemeinden und di« Anteile, die ihnn von den Reichssteuern zustehen. Einkommensteuern oder einkommensteuerartige Steuern dürfen die Länder und Gemeinden nicht mehr erheben, auch keine Zuschläge zur ReichSeinkommensteuer, nur die steuerfreien Einkommen?- •)«ehe«r. 128 d.«- Kntc, Lie ßet fe Reichsem?omm«Ast'eutt aSg�zogen werden, können die Gemeinden noch-gleichmäßig erfassen, wenn es die Landesgesetzgeb-mig gestattet. Der Zlbzug von 7W M. für fades Kind hat aber in jedem Fall steuerfrei zu bleiben. Vom Ertrag der Einkommensteuer sollen die Länder und Gemein- den zwei Drittel bekommen, von der Körpcrschastssteuer 50 Proz.. von der Erbschastssteuer 20 Proz., von der Grunderwerb ssteuer 50 Proz., von der Umsatzsteuer 10 Proz. Außer- dem können die Länder und Genieinden Steuern vom Er- trag des Grundvermögens und vom Gewerbebetrieb erheben. eine Vergnügungssteuer müssen die Gemeinden erheben. Den Ländern und damit auch den Gemeinden wird überdies ihre bisherige Einnahme aus der Einkommensteuer mir einem den steigenden Lasten entsprechenden Zuschlag gewähr- leistet, und die aus Anlaß des Krieges den Gemeinden direkt erwachsenen Lasten(Familienunterstützung. Beschasfungsbei- Hilfen usw.) werden vom Reich übernommen.� Trotz alledem werden die Gemeinden noch sehr sehr spar- sam leben müssen, wenn sie mit ihren künftigen Einnahmen auskommen wollen. Das gleiche gilt aber fürs R ei ch.�dem niemand bestimmte Steuereinkommen gctvährleistet. Schon aus diesem Grunde muß für eine entschlossene Durchführung aller Steuergesetze gesorgt werden. Die neue Steuergesetz- gebung weist einen stark antikapitalisftschen Grundzug auf. In kapitalistischen Kreisen hofft man daher, nachdem Erz- berger aus seinem Amt geschieden, auf eine nachsichtige Durchführung der Steuern. Die Ablehnung der Mehrver- brauchssteuer, auch Verschwendungssteuer genannt, die ein Vestandteil der einleitend erwähnten Besitzsteuer war, seitens des Reichs rats bestärkt sie in dieser Hoffnung. Ausgabe der Sozialdemokratie wird es daher sein, nicht nur diese Mehr- Verbrauchssteuer, die auch den großen Besitz zu einer beschei- deneren Lebenshaltung anhält, wieder in die Besitzsteuer hin- einzubringen, sondern auch die streng sinngemäße Durchfllh. rang der gesamten neuen Stenern sicherzustellen. /luseinanüersetzung Mischen Staat unü Kirche. Baldiger Zusammentritt der Generalsynode. Aus dem Preußischen Stavrsministerium wirb uns folgende. Zuschrift zur Veröffentlichung übersandt: Wie durch die Zeitungen bekannt geworden ist. haben während der letzten Wochen Verhandlungen zwischen den vorläufig mit der AUS Übung des landesherrlichen KirchenregimentS beauftragten drei Ministern einerseits und Verivetern des Evangelischen Ober- k-rchenratS und des Genera-lsynodalvorstandes andererseits übe: die Zusammenderufung der(Leneralshnode und über die ihr zur Neuregelung der Kirchenverfassung zu machenden Vorlagen statt» gefunden. Die Minister haben es als ihre Aufgabe betrachtet, schon, im gegenwärtigen Stadium auf«ine Gestaltung der kirchlichen Porlagen hinzuwirken, die die erforderliche staatsgesetzliche Be- itätigung der Kirchengesetze durch die LandeSversmnmlung er- hoffen läßt. Die find dabei von der Auffassung ausgegangen, daß durch Artikel 137 der Reichstierfassung der Kirche zwar die selbständig: Ordnung ihrer Angelegenheiten zugestanden sei, daß sie sich aber dabei i» de» Schranken de? für alle geltende« stantlichen Gesetzes .zu halten habe und deshalb die durch. Z y der Notverfassung getroffene einstweilige Regelung des landesherrlichen Kirchenregi- wrentS nicht«inseitig durch«in Kirchengesetz an-- de r n dürfe........ Dieser Rechtsauffassung wurde seitens der kirchlichen Vertre- 'er zugestimmt. Die Fassung eines dieser Rechtslage entsprechen- -7-5» Kirchengesetzes wurde vereinbart. Ter Erlaß- eines iolchen Gesetzes wird aus der Mitte der Generalsynode beantragt und seine Annähme von dem Evangelischen Oberkirchenrat sowtc von Mitgliedern des GeiierolshnodalvorständeS befürwortet werden. Auch über die beiden Punkte, welche bisher im Vordergründe der öffentlichen Erörterung gestanden haben, die Sicher- „Jibt es nkch!" »Kriegsverbrecher? JibteSnich!' Unentwegt und treu und stark, dreist geleugnet nur den Quark, Gott erhalte Helfferich'" Also rufen die Triarier, Jarderilter, Slblotbaron, sektgefnllte Großagrarier — dicht geschart einst um den Thron— und was drum und dran so hängt, sich nach fetter Beute drängt. Ja, du staunst, mein liebes Kind, alles geht doch seinen Gang, weißt du nicht, wie Brüder find? Denn von jeher war's im Schwang: Keine. Krähe wetzt den Schnabel an oer andern feistem Bauch; guter Freundschaft festes Kabel bindet Stegreifmann und Gauch. Dem Gewerbe Unterkunft bietet jede Schelmenzunft. Wer den Kessel hat geheizt. biö die Glut zum Himmel sprang, toll gestochert� und gereizt. daß der Mensch den Menschen schlang, dann mit schnellgeschickten Griffen still für sich den Nutzen barg— dieser hat es nie begriffen. und er schwört am offenen Sarg: Kriegsverbrecher jibt es nich, Gott erhalte Helfferich! _ S ch l a r a f f. Der Bund der SchulkunstauSstellungea, der w den Schulen oll« Gattungen Ausstellungen von Werken der Malerei, Graphik und Bildhauerei sowie des Kunstgewerbes veranstalten und durch Züsammeuarbeit der Lehrer und Künstler eine vertieft« künstle- rische Erziehung der Jugend erstrebe« will, hielt dieser Tag« i« Berlin seine konstituierende Versammlung ad. TS trat» ein« ganze Anzahl Künstlerdereinigungen aller Richtungen, voran der Berein Berliner Künstler, bei, sowie fast sötutliche Lehrervereinigungen Groß-BerlinS. Zum Vorsitzenden wurde der Bildhauer Gotthard Zonnenfeld, zum Schriftführer der Lehrer Walter Groß- mann gewählt. Staatliche und städtische Behörden haben, ihre Förderung zugesagt. stell» ng einer wirksamen Beteili.glltrg der' Laien und die gerecht« Verteilung des Stimmgewichts zwischen Stadt und Land in der verfassunggebenden Versarmm- luug, wurde ein.'E i n v er st ä n d n i s erzielt. .Die Wählbarkeit zur verfassunggebenden Versammlung soll nach diesen Anträgen e« die Zugehörigkeit zu den Bertretun- gen kirchlicher Körperschaste« nicht mehr gebunden, die Zusammen- fetzung der Versammlung vielmehr nur insoweit gesetzlich be- schränkl sein, als ein Drittel der Sitze den Geistliche« der Landes- kirche vorbehalten bleibt.-.- , Das Urberge wicht der kleinen Gemeinden sucht bereits der Gesetzentwurf des Evangelischen Oberkirchenrats durch Zusatz stimmen für die Vertreter der größeren Gemeinden auszugleichen. Von kirchlicher Seite wurde zugegeben, daß die er- strebte Wirkung mit der vorgeschlagenen Stimmenzabl noch nicht erreicht werde; deshalb seien bereits vor den gegenwärtigen Ver- Handlungen kirchlicherseits Anträge auf Besserstellung der große- ven Gemeinden für die Beratungen der Generalsynode in Aus- ficht genommen gewesen. Demgemäß soll bei der Generalsynode darauf hingewirkt werden, bereits den Gemeinden von MM Seelen ab Zusatz stimmen zu gewähren und deren Zahl für die größeren Gemeinden wesentlich zu vermehren. Die drei Minister haben zwar darüber keinen Zweifel ge- lassen, daß fi« die Ausschreibung von UrWahlen der Gewährung von Zusatzstimmen an die mittleren und. größeren Ge- meinden vorziehen würden; sie glaubten aber, nach den vorstehen- den Zugeständnissen sich in der Frage des Wahlsystems selbst(Ur- Wahlen ober gemeindeweise Wahlen) eines Einflusses auf die freie Entschließung der Generalsynode enthalten zu sollen, zumal auch Mitglider des gegenwärtigen General-Synodalvorstandes aus der Generalshnode für das System der Urwahlen durch Stellung von Anträgen eintreten werden. Auf Grund des befriedigenden Ergebnisses de: im Geiste des Vertrauens geführten Verhandlungen haben sich die Minister mit dem baldigen Zusammentritt der Ge- neralsynode«inverstanden erklärt. Bismarck unü her Sanküirektor. Zum Kapitel: Republik und Korruption. In geschickter Bsrdrehung des Tatbestandes suchen bekanntlich unsere Deutsch rnrti analen die biSberigen Ergebnisse des Erz- berger- Prozesses gegen Helfferich, soweit sie für Erzöerger belastender Natur sind, gegen- die Republik auszuschlachten. An ihrer von Wahrheitsliebe nicht getrübten, Agitation verkünden sie seit Wochen und Monaten die Korruption der Republik, der gegenüber die Mcmarch-le— möglichst die absolute— in reinem Glanz« erstrahlt. Da dürfte es von Interesse sein, sich einmal die Geschichte der deutschen Monarchie auf ihre Sauberkeit anzusehen, «in festzustellen, ob wirklich dort nur Licht, hier nur Schatten zu finden ist. Im Jahre 1886ch?ar die deutsche Presse voll von erregten Er- örterungen über den!„Fall Böttichcr". Herr v. B ö t i i ch e r war Staatsmini st er. sein Scltzoiegcrvater B a n k d i r e k t o r tu einer Osi-seestabt. Dieser nun stand vor dem finanziellen Zu- sammenbruch. Der damalige Präsident der Reichsbank machte hier- von dem Staatssekretär V. Bötticher Mitteilung, jedoch dieser lehnte es ab, zugunsten seines Schwiegervaters irgendwie zu intervenieren; dagegen wurde von Familienmitgliedern eine Sammlung Vera»- staltet und er selbst steuerte aus seinem- Vermögen Beträchtliches zu. um die Schuld enlast des Herrn Bankdireklors zu decken. V. Bötticher machte von der Angelegenheit dem Reichskanzler Bis- m a r ck MÄtcÄung und erklärte sich zum Rücktritt von seinen Aemjern bereit.. Fürst Bismarck wiesfedochden Rücktritts- gedanken zurück, und.ließ mit. Genehmigung des Kaisers Wilhelm l. dir von de» Verwandte« und Freunde« des Bankdirektors gegebene Summe aus dem WclfenfondS ersetzen, während v. Bötticher selbst die von ihm gegebene Summe nicht er- stattet erhielt. Der ersten Enthüllung im„Wiener Tageblatt" An- saug März 1891 folgten P r e s s e e r ö r t« r u n g e n, dic für alle Beteiligten höchst peinlich waren. Was würden wohl Misere heutigen RegierungSstürzer sagen, wenn einer der Minister unter Zustimmung des Reichs- Soziale Dichtungen. Am sechsten Kunstabend des Bezirksbil- dungsausschusses der S P. D. sprach Max Hochdorf über„So- ziale Dichtungen". Er entwickelte in seinem Bortrag den historischen Verlauf, den diese Dickstungsgattung genommen hat, bis sie vom Naiv-Nnbewußten über das Jndivlduell-Cgoistische zu einem ge- meinschaftswirkenden Erlebnis geworden ist, so daß heute von jeder Dichtung gesagt werden kann, sie sei in böherem Sinn« sozial. In einzelnen Beispielen wie? Hochdorf das nach indem er vom alten Griechenland ausging, wo die soziale Dichtkunst noch national gebunden war, und er vertrat die Ansicht, daß der Mensch ursprünglich nickt gut sei. sondern daß die Zeit ihn erst von der Grausamkeit fwfreien müsse. Die Jahrhunderte der Vagabundenlisder der sozialen Trutzdichtungen führte er als charakteristisch für die persönlich gehemmten sozialen Klagelieder an, sprach dann von der Zeit Luthers und Hutten? und verw'es auf das Erstaunen, mit dem Rousseaus MenschheitSideale wie eine psychologische Entdeckung des wahren MenicktumS ausgenonnneu wurde. Dann kamen Heine und in England Dickens, in Frankreich vorher schon Beranger als Weck- ruser sozialer Nöte,.und setzt begann nach der sozialen Lyrik der soziale Roman das euroväische Gewissen zu schärfen. Der Krieg schuf neue Nachdenklichkeit, erregte das Herz und sab namentlich m Leonhard Frank und Barbusse Verteidiger wahrer Menschenliebe. Margarete Merlbach laS sodann„Soziale Dichtungen" vor, die aus dem letzten Jahrhundert genommen waren, sie legte in ihre Stimme viel persönliches Miteurpsinden und bewegte dadurch die Zuhörerschaft tief. Am meisten evgrift neben DehmelS„Arbeits- mann" wobl Heines„Jammertal" und Gerrit SnaarS„Armleute- kintzer Loblied auf den Winter". Mit zeitgenöistscher Prosa kamen! Barbusse und auch Hochdorf selbst zu Worte. Vielleicht darf anempfohlen werden, auf dem Programm den Namen der Dichter eine Angabe über EesturtS- und Todesjahr beizufügen. hso. Die Deutsche Hochschule für Leibesübungen wird am 13. Mai in Berlin eröffnet werden. Das Arbeitsgebiet ist folgender- maßen eingeteilt: 1. llebungSlehre: Theorie. Praxis und Wertung der Bewegungslehre, Psychologie. 2. Gesundbeitslebre: Anatomie und Anthropologiie, Physio'ogie, Hygiene, erste Hilfe bei Unfällen, Heilgymnastik und funktionelle Orthopädie. 3. ErziehimgSlehre: Betriebsweise(Methodik und Systematik) der Leibesübungen, Jugendpflege. 4. Verwaltungslehre: Geschickte, Verbreitung und Statistik, Vereinswesen, Organisation, Gesetzes- und Regelkunde, Turn- und Sportfpracke, Gerätekunde, Sportplatz- und Ucbungs- stätienbau. Der ReichSauSschuß fordert olle, die ihre Mitarbeit der neuen Hochschule zur Verfügung stellen wollen, auf. bis 20. März eine entsprechend? Mitteilung an das Generalsekretariat deS Deutschen ReickSanSsckuffes für LesbeSnbnngen. Berlin, Ichadowftr. 8, gelangen zu lassen. Di« dentschen Landesregierungen haben einheitlich zum Denftchen ReichSem Sfchnß für Leibesübungen Vertreter ernannt. Für das staatliche Baiibaus in Weimar ist eine vom Bildünasaus- schuß der organisierten A r b ei te r-fchaft Weimars in das Volks- bauS berufen« Versammlung eingetreten. Das Ziel, neue Lehr» kräsie unter künstlerischer Leitung heranzubilden, wurde sehr leb- hast begrüßt. Die Versammlung, tu der Drrekwr Gropius von Ar» Präsidenten den AugSho regen eineS verkrachte» Bau?» direktors aus staatlichen Geldern ihre Auslagen ersetzt«? DoS KorruptionSgefchrai würde kein Ende nehmen, und die Forderung nach dem Rücktritt der schuldigen Minister würde unablässig erhoben werden. Daß einer der Vorfahren unsersr nation-alen Tugcmdhelden den Rücktritt Wilhelms!, oder Bis- marcks anläßlich der hier erzähltem nicht ganz saubere» Angelegenheit gefordert hätte, davon weiß die Geschichre nichts zu melden; dies würde auch zu sehr dem Traditionen jener widersprechen, die ihr moralisches Ich nur dann er.t, decken, wenn eS sich mit ihren Privilegien und Sonder» interessen in Uebercinstimmung befindet. pommersthe Jimkerkrise. Wir werden um Veröffentlichung folgender Zeilen gebeten: In dem größten Teile von Pommern und speziell in Hinter- pommsrn herrscht augenblicklich eins drückende. Gewitterschwüle. Der 1. April rückt naher und näher und damit der Termin, an dem Taufende von Landarbeitern, die zum'Teil Jahrzehnte in ihren Wohnungen auf derselben. Arbeitsstelle gelebt und gelitten haben, nach dem Willen eigenfinniger und brutaler Besitzer auf die Straße gesetzt werden solle». Der Reichswehrminister, d« den furchtbaren Ernst der Lage vielleicht erkannte, ordnete in einem Erlaß an, daß sämtliche Kündigungen zunächst von einer Einigungsstelle nachgeprüft werden sollten. Die ReichSwehrgruppenkomman- danten gaben weitere Ausführungsbestimmungen dazu mit dem Erfolg, daß sie nicht befolgt werden. Gerade unter der Landarbeiterschaft ist der W ille zur Ar- Seit lebendiger als irgendwo im Reich. Man verlangt allerdings heute eine zeitgemäße Entlohnung sowie ein« ange- messene Behandlung. Es erübrigt sich, daß man über die Wichtigkeit der landwirtschaftlichen Arbeit, über die möglichst rest- lose Bestellung jedes Fleckchen Bodens auch nur ein Wort verliert. Jetzt werden ab«: durch den MachtwillenderJunker Tau- sende aus der allernotwendigsten Produktion, der Lebens- m i t t e l e r z e u g u n g< während der Hauptarbeitszeit herausgerissen. Darunter wird natürlich in erster Linie jetzt der Anbau wieder leiden uud serner ein M i» d e r« r i r a g an Ernte im Herbst die Folge sein. Das Volk wird sich für ei» weiteres Jahr der Not und dafür, daß weitere ungezählte Milliarden zum Ankau? von Lebensmitteln in das Ausland abgehen und die ungünstige Finanzlage deS Reiches verschlechtern, bei bc.x Edelsten der Nation, den Junkern, bedanken können. Man sieh: den Unterschied zwischen Theorie und Praxis in der Vaterlands- liebe der Maubluirasse. Die Triebfeder dieser ganzen Bewegung sind die im Pommer- schen Landbund vereinigten Großagrarier. In der letzten Zeit mehren sich nun auch die Fälle, in denen man gegen die gekündigten Arbeiter mit Räumungsklagen vorgeht. Die Gerickte stellen sich durchweg auf den«iandpunkt, daß der Erlaß des ReichSwehrministers nicht maßgebend set. und verurteilen die Angeklagten zur Räumung und zur Tragung der entstandenen Kosten. Unserer Ausfaffung nach ist die Rechts- lag« so, daß die Gerichte erst dann der Älage stattgeben können, wenn von dem Kläger die Entscheidung der Einigung? st ekle über die zu Recht erfolgte Kündigung beigebracht wird. Will man aber nicht in diesem Sinne handeln, dann besitzt auf der andern Seit« auch der Arbeiter polle HandluitgS- freihe i t und muß sich sein Recht, so traurig es für das deutsche Volk wäre, durch»igene Macht erkämpfen. Wird nämlich die Rechtmäßigkeit des. Erlasses des Reichswehr- Ministers zugunsten der Besitzer von den Gerickten bestritten, dann kann der Landarbeiier mit Fug und Recht bestreit«:, daß ihm das verfassungsmäßig garantiert« St r e i k r e ch t. irgendwie beschnitten werden darf. Die Situation i st« r nst, ernster vielleicht, als wie die Mehrzahl des Volles es ahnt. ES ist daher unbedingt notwendig. daß hier die Regierung den planmäßig das Reich zerstörenden Saboteuren das Handwerk legt, will sie sich nicht von Ereignissen überraschen lassen, deren Folgen wir nicht absehen können. bcitern und Handiverkern gestellte Fragen beantwortete, war zur Klärung deS Bauhausstreites veranstaltet worden. Das Schicksal der Oldenburger Galeri» ichwebt noch immer im Ungewissen. Nur das eine ist sicher: Großherzog Friedrich August hat unter dem Schutze des ZnstandeS, der das im Z 147 der Verfassung vorgesehen« Kunstausfuhrverbot nicht kennt, eines Abends einen stattlichen Möbelwagen vor der Oldenburger Galerie vor- fahren lassen. Die Werke der Rubens und Rembrandt, van Dycks Kavalier, Bruegel. Dou uud Verfpronck, Italiener vom Range des Lotto, Morctto und Toltrafnn wurden dann zu einer klein.» Bahn- station gefahren, als Möbel deklariert und kamen so nach S o l l a n d. Dort lagern sie bei dem Amsterdamer Kunsthändler Muller. Der Bertrag mit dem Staat wurde in letzter Stunde vom Großherzog zurückgewiesen, und jetzt heißt es, er habe die Bilder für 13 Millionen an ein Konsortium verkauft. Aber das ist offen- bar nicht wahr oder noch nicht wahr, denn es wird wieder zwischen Oldenburg und seinem früheren Landesvater verhandelt� Der geringer? Teil der Bilder ist noch in Oldenburg, hauptsächlich die Altdeutschen, aber auch Cornelisz'„Graf Edzard von OstfrieSland". Davon soll aber auch wieder mir ein Teil in dem zum Lande«- gewerbemuseum b.ftimmten Schloß bleiben, der andere ins Fa-> iniliemnuseum nach Schloß Eutin kommen. Doch bei der Geschäfts» tücktigkeit des früheren Großherzogs ist das sicher noch nicht das letzte Wort in der recht üblen Angelegenheit. Paula Zcklenther.Eonrad. die fürzllS sechzia Jahr alt wurde, I lichtet an ihre Gratulanten durch uns folqende Dankteilen: Zii meinem 60. Geburtstage sind mir lo viele Glückwünsche zuaeganrien, datz ich leider nicht iedem einzelnen danken kann. An meinen beizichen Dank kann ich nur noch eine ebenso herzliche Bitte knüvsen. nämlich datz alle, die so freund- sich waten, sich meine« 60. Geburtstages zu erinnern, nun auch io freund- lich sein mögen, ibn wieder zu vergessen. Paula Eonrad. lieber koSmüchen und planetarischen Magnetismus wird am Mittwoch, den 10. März, lll. Um, Prof. Dr. N i p p o l d t unter Vorsührung von Lichtbildern in der Trevtow-Stcrnwarte sprechen. Eine Kleii't-Gesellschaft iit vor einigen Tagen im Sitzungssaal der Preußischen Slaatsbibliotbek gegründet worden. Sie will ähnliches leisten, wie die Goethe-Gesell'chast. Für die Einbürgerung Kleiit« im deutschen Bolle soll gewiikt welden. Gras PosadowSky wurde zum Borsitzenden ge« wählt, zu Bcifitzenden der Kleistioricher Prof. Minde, Pouet und Pros. Dr. Petersen. Zum Vorstande gehören u. a. Gcrbart Hauptmann, Max Liebermann, Ricarda Huck, dann Oberbürgermeister Trairtmann und Dr. Groeper. Die beiden letztgenannten. auS Frankfurt a. O.. haben sich um die Lorarbeiten zur Gründung der Gefellickast verdient gemacht. Ein Finnischer Kunstabend wird vom Frauenweltbund am S. März abends 8 Ubr im Deusichen Lhzeumklub, Ltttzowplatz 8,»eraniialiet. Mit! «nkrnd«: Jodn Oetautii, Gabriet« DIetrowetz, KlauS PriagSheim, Eino Soini, Ferd. Sresmy. Jeanne Robert. Tie Km'siauSsiellimg„Ter Ttvrm" stellt nunmehr die ersten Bilder aus, die seit Frtedcnssct-lub aus Frankrcich nach Deutschland gekornvien sind: Werke von Sonja Delaunay-Terk. Max Fnrbringer, der bedeutende Vertreter der vergleichenden Ana- tomie, Ist, 74 Jahr« alt, in Heidelberg, wo er btS 1913 an der UmverAtäi lehrte, gestorben. Die Mmosphäre für üie Revision. Ausbau der demokratischen Republik. Der ehemalige Fei e�en sele gl ertc Deutschlands in Ver- ivJStz, De. Carl Melchior, hat kürzlich in einer Ver- sommlung der/ Deutschen Demokratischen P-artei in Hanchung cinSn Vortrog„Zur auswärtigen Politik" gehalten, der uns setzt � im Wonlaut vorliegt und in dem ein sehr klares A k t i o n s- vroaramm entwickelt wird, dem auch wir Sozialdemo- traten bis auf kleine nebensächliche Punkte vorbehaltlos zustimmen können. Besonders erfreulich in den Ausfüh- rungen Melchiors ist die Schärfe, mit der dieser Demokrat das für Deutschland Unheilvolle der reaktionären P e st r e b u n g e n auseinandersetzt. Die große Richtlinie unserer auswärtigen Politik muh die Revision des Frie- dxnsvertrages sein. Melchior wirr: die Frage auf, wie wir die allgemeine Atmosphäre für eine derartige Revision vorbereiten können. Diese Frage beantwortet er damit, daß die erste Loraussetzung auf dem Gebiete der inneren Politik lieget .Alle Handlungen, die darauf hinzieien. in offener oder der- steckter Wsrse diese(frühere) militärische Machtstellung zu erneuern, werden die Verbesserungen der Bedingungen des Vertrages pon Versailles verhindern. Es ist ein ver- hängnisvoller Irrtum, wenn untere Rechtsparteien ihre, innere Politik, d. h. eine auf möglichste Herstellung der allen Verhältnisse gerichtete Politik, so treiben, als wenn wir sinif einer isolierten Insel wohnten. Mit gespanntester Aufmerksamkeit verfolgt das Ausland jede Beine- gung zar WiSderherstellutrg der alten militärischen Gewalten, und.jede derartige Bewegung beeinträchtigt die Arbeit für die Revision dcS Friedens. Die Völker, die heute maßgebend sind, werde» nur zu einem wirklichdemokratisch regierten Deutschland Vertrauen gewinnen. Vom außenpolitischen Stand- ounkt ist das einzig Richtige, in dem Ausbau der republikanisch- demokratische« Richtlinie« fortzufahren." Wir begrüßten meses rückhaltlose Bekenntnis zur Re- publik eines füh reichen Demokraten um so freudiger, als wir gerade in der letzten Zeit die Empfindung gewinnen stnußten, qls sei innerhalb der Demokratischen Partei ein ge- wisser opportunistischer Zug im Gang?, der auf alles andere hinzielt als auf einen„Ausbau der republikanisch-demokrati- scheu Einrichtungen". In diesem Zusonrmenhang nruß man auch die Haltung der Demokraten in der Preußischen Landesversammlung in der A b f i n d u n g s f r a g e auf das tiefste bedauern. Wer die Auslandspresse verfolgt, wird wissen, wie die bloße A n« kündig ung des„Ausgleiches" zwischen Preußen wich den Hohepzollern von den Gegnern einer Revision des Versaillcr Vertrages ausgeschlachtet wurde. Da heißt es: Deutschland behauptet, es könne nicht bezahlen, es sei ruiniert, der Vertrag müsse geändert werden— aber für den schuldigen Wilhelm hat es doch Hunderte von Millionen übrig. So sehr es uns auch wider- strebt, den Scharfmachern auf de? Gegenseite in irgendeiner Form zuzustimmen, müssen wir deuvioch gestehen, daß dieses Argument nicht ganz unberechtigt ist. und vor allem müssen wir uns darüber klar sein, daß eS feine Wirkung nicht verfehlen wird. Wenn die Deutschnationalen ihr monarchistisches Interesse auch in dieser Frage über das Interesse des deutschen Volkes stellen und diese Er- fchweruag der Revisionspolitik leichte» Herzeus hinnehmen, so" können wir uns darüber nicht wundern, denn ihre ganze /Politik ist in dieser Beziehung im höchsten Grade an ti> .national. Aber pon Demokraten durften wir doch erwarten, daß. sie alles vermeiden, was geeignet wäre, die Vorbereitung jener Atmosphäre, die wir für die Revision des Dersailler Vertrages dringend benötigen, zu erschweren. Neue Streikwelle in§rankreich. Bcthuue, 8. März.(23228.) Der Gewerkschaftskongreß für das TepartententS Nord und PaS-de-CalaiS ist gestern hier zusammengetreten. Da die von Paris gemachten Zugeständnisse als ungenügend erachtet wurde::, wurde mit 164 gegen 14 Stimmen de: Streik beschlossen. Wilsons neue slörianote. Washingt»«, 7. März.(2LTB.) Ja seiner Antwort auf die letzte Rote Llopd Georges und Mllerands über die aldriatifche Frage wiederholt Wilson, daß die Vereinigten Staaten die Jickrvstsetzung der Bestimmumgen des Londoner Paktes nicht billigen können, es sei denn, daß sie die Ueberzeugung gewinnen könnten. daß diese Bestnuntiutgeu im wesentlichen annehmbar und so beschaffen seien, daß sie der Aufrechterhaltung de? Frte- de ns im Südosten Europas nicht schaden können. Wenn Italien und Südflawien auf einen Pufferstaat verzichten wollten und die Oberhoheit über die Stadt Fiume dem Völker- b u.n d übertragen wollen in der LLeise, daß weder Italien noch Südflawian die Kontrolle über die Stadt beanspruche», so seien die Vereinigten Staaten damit einverstanden, daß die beiden Staaten in einem Ablom-men ihre gemctnschaf.'lichen Grenzen fest- legen. « Washington. 7. Dcärz.(WTB.) Mit 46 gegen 26 Stimmen sÄmmde der Senat neuerlich dem Vorbehalt zum Frie. densvertrage zu, nach dem die Bereinigten Staaten es ab- lehnen, an den Auslagen des Völkeebunbes ohne Zustimmung desKongresseSder Leretuigten Staaten mit tragen zu helfen. vom Sozialiftentag. Zu unserm tat heutigen Morgenblatt gegebenen Bericht Wer die Tagung der„Zentralstelle für Einigung der Sozialdemokratie' haben wir noch mitzuteilen, daß die Sozialisientagung nach leb- bafter Debatte mit allen gegen drei Stimmen den Antrag aus Bildung einer neuen Parte' ablehnte. Damit dürften ine süddeutschen Parteibildungsbestrebungen erledigt sein, da nun- mehr sich alle Richtungen der Sozialdemokratie gegen diese ausgesprochen habe«. Prozeß Erzberger- tzelfferick. llm �«10 Ahr eröffnete der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Bau m b ach die Satzung. Reichssi nanzminisier Srzberger ist noch nicht erschienen, wird aber für IL Uhr miitags erwartet. Der vor- sitzende teilt mit. daß für den Tag der Urteilsverkündung die Tri- bün« gesperrt wird, und ertestt dann dem OberstaatSaiiwalt � Krause da? Wort zur Replik. Meine Herrent Der Staatsanwaltschaft sind in den Plädovers eine Rvihe von Irrtümern vorgeworfen worden. Ich muh das als eine völlige Verkennung der Situation bezeichnen. Der Vorwurf, der uns hier gemacht worden ist, ist ganz unrichtig. Di? Abgeordneten der Parlamente find nicht nur Vertreter iäjteS Wahlkreises, sondern Vertreter des gauze« dsutsche« BvlteS. Deshalb besteht daS größte Interesse, daß gerade diese Leute rein und makellos dastehen. Gerade weil Erzberger Herr Erzberger war und feinen politischsn Einfluß nicht in der Garderobe zurückließ, sondern offensichilich mit in daS Zimmer nahm, wareu ihm bei den Behörden alle Türen geöffnet. Die Staatsanwaltschaft habe sich übrigens, als das Verfahren gegen Frau Erzberger eingeleitet wurde, auf Vortrag des Dezernenten auch mit der Frage befaßt, cb nicht gegen Erzberger selbst vorgegangen werden sollte. Mit Rücksicht auf dcffenJ m m u n i t ä t und auf die später folgende A m n e st i e sei davon Abstand genommen worden. Erster Staatsanwalt v. Claus ewitz gebt kurz auf den Fall Richter ein und komm: zu dem Ergebnis, daß, wenn der Ein- tritt Erzbergers in die Firma Richter nach der Angabe der Ber- teidigung früher erfolgt sei, als die Staatsanwaltschaft angenom- men habe, sich die Sachlage nicht ändere. Eine Denunziation hält der Staatsanwalt v. Clausewitz für vorliegend. Zum Schluß wendet er sich mit einer persönlichen Bemerkung gegen die in der Presse zum Ausdruck gekommene Auffassung, als habe er über die FriedenSaktion und Friedensresolutiou «in Werturteil abgegeben. DiS fei nicht der Fall gewesen. Er habe es völlig dahingestellt sein lassen, ob die Friedensaktion und Friedensresolution vorteilhaft gewesen sind, und er habe ledig« lich gesagt, daß die Ergebnislosigkeit vielleicht darauf zurückzuführen sei, daß die Regierung"und der Reichstag sich später nicht mehr strikt an die Friedensresolution hielten. Dann nahm Geheintrat v. G o r d o n noch einmal kurz das Worr. In bezug auf die Denunziation wendet sich der Vertetdiger gegen die Auffassung der Staatsanwaltschaft. Der zweite Verteidiger des Nebenklägers, Rechtsanwalt Dr. Friedländer, setzt sich kurz mit dem Oberstaatsanwalt Krause über dessen Auffassung über die Wiener Reise Erzbergers auSeinandsr. Dann ergreift der Verteidiger des Angeklagten, RechtS- aMoalt Dr. Alsberg, zu seiner Replik daS Wort. Wenn Herr Geheimrat v. G o r d o n das Buch Helfferichs über die wirtschaftliche Kriegs führung gelesen bat, dann muß er wissen, wie sehr gerade mein Klient als StaatSselreiär des Innern im Kamps gegen gewisse Ersck>:inungen und Matznahmen stand, die in ihrer Ausstrahlung allerdings geeignet waren, die alte Inte- grität unseres Beamtentums rn Mitleidenschaft zu ziehen. Für Herrn Erzberger ist nicht einmal erst der Krieg der Lehr- meister der Korruption geworden. Ter Krieg eröffnete zlvar ihm, wie allen, die eine Vorliebe für das irreguläre Geschäft haben, ein reiches Betätigungsfeld. Aber, wie der Fall Pnigodin zeigt, in welchem die Kombinaiion des Verkaufs seiner Geschäftsanteile an die Serumwerke und gleichzeitig ein parlamentarischer Druck auf das Kriegsministerium zugunsten der Serumwerke hier fest- gestellt worden ist. hat Herr Erzberger das bereits vor bftn Krieg gekonnt. Ueberall hat Herr Erzberger seinen politischen Einfluß ausgespielt und seine parlamentarische Stellung sogar da vorge- schützt, Ivo er schlechterdings nur als Thyssenscher Jnter» essenvertreter gegen die Interessen der Allgemeinheit des Reiches auftrat. Dr. Alsbrg tritt dann mit Schärfe der Würdigung entgegen, die von Dr. Friedländer den Fällen Pnigodin uns H a v a g gegeb.'n worden ist. Nach der Auslieferung unserer Schiffe seien die Aktien der SchiffaSrtSgesellschafte« überhaupt nur da? wert gewesen, was die Schiffahrtsgesellslbaften durch Herrn Erzberger als Entschädigungen zu erwarten gehabt hätten. Es lasse sich also ein krasserer Fall, in dem amtliche Kenntnis zu einem Spe- kulaiionsgewinn ausgenutzt wurde, überhaupt nicht denken. (Schluß in der Morgenausgabe.) Wirtschast. Holländisches Kapital am Kuxeumarkt. Die Banknrma Grusser, Philipion u. Co..?lms:erdam, ickreibt m ihrem letzten Monatsbericht. den der.Bör'en-Comier" veröffentlickit: Die foitgesetzle Depression der Morlfnrfe hat dazu geführt, daß die markbesi�enden Holländer ihr Kapital in Holland beleg: haben. An und für sich könnten nur gegenseitige Vorteile in diesen Transaktionen, sofern sie sich in gewissen Grenzen bewegen, gefunden werden, zumal die gewaltigen Ziffern der auf dem hiesigen Marli schwimmenden Markbeträge, die auf den Kurs drücken, dadurch vermindert werden. Aber der äußerst gedrückte Kurs der Mari veranlaßt manche k a p i- talistischen Kreise Hollands, in systematischer Weise durch Umlegen von Gulden k 37 bis 40 M. Interessen in d e u t- scheu Unternebmungen in einem Umfange zu erwerben, der für die S e l b st ä n d i g k e i t der sraglicben Gefellfckiaften berecki- tigte Befürcbtungen aufkommen läßt. Um so mehr, wenn man fest» stellt, wie manche holländische Banken planmäßig den billigen Erwerb deulicher Industrien zu den jetzigen AuSverkoufSpreisen der Mark enivsehleii. Ein charakleristiiches Beispiel dafür fanden wir in dem kürzlichen Zirkular einer holländischen Probinzbank, die u. a. folgendes schrieb:„W>r werden an der Hand nachstehendel Liste beweisen, wie beute Holländer zu Spottpreise« die sogenannten ichweren Köhlen- und Kaliluxe DeuifchlandS unter Ausnutzung der gegenwärtigen Wertverminderung der Mark erwerben können� und die für diese Kuxe in Friedenözeiten bezahlten Preise Ausverkaufs- preise: (im Febr. ISA)) 85 M.--- 1 Gulden 138.000=- 3943 120.000--- 3430 117,500--- 3360 104.000--- 3000 198,000--- 3068 44,000---- 1260 51,000--- 1460 56.000— 1600 120,000--- 3430 Die Art und Weise, wie hier daS holländisches Kapital zum Erweib von Anteilen in deutichen Unternehmungen animiert wird, ist zweifellos kennzeichnend oevug. Hel'en wnd hier, wie gewöhnlich im Leben, nur die Selbsthilfe, fo daß es vom deutschen Standpunkt nur begrüßt werden kann, wenn durch die Ausgabe neuer Aktie«- kategorien mit mehrfachem, nur Reichsdeutschen zu verleihen- dem Giimmrecht, die Gefahr eines überwiegenden ausländischen Einflusses in der deuifchen Industrie abgeichwächt wird. Die G e- w e r k i ch a f t, die Eigeniünzerin deö Bergwerkes ist ein mit juristischer Persönlichkeit ausgestatteter Verband. Sie gibt Anteile au», die Kuxe«», die veräußert und verpfändet werden können. Nach dem Verhältnis der Kuxen nebmen die GeWerke» an der Ausbeute oder an der Z u b u ß e teil. Groß'Jkrlw Tie vlternbeiratswahlcn. Nach»e« bisher vorliegenden Meldungen über den Verlauf der SlternbeiraiSwahlen erh>etter> Stimmen 3.P. D........ 15000 und 280 Mandate, U. S. P....... 37 000 und 900 Mandat«, Christlich Unpolitische. 43 000 und 940 Mandate. Nicht nur in allen höhereu Schulen, sondern auch in den Geutekndeschulsu gelang es den ChrssUlchsn, ine M ehr» he i t, wenn nicht d-ie absolute Majorität zu erringen. Eine Ausnahme davon machten nur. wenige Gemeindeschulen im Norden der Stadt. Mit welchen Waffen die Christlich-Unpolitischen den Kampf führten, darüber ein Beispiel aus L: ch t e r s e I d e.: Dort hatte sich ein Ausschuß für chriftlich-vaterländi» schs Gesinnung gebildet, der eine Liste aufstellte, während auf der anderen Seite ein Ausschutz unter der Parole: Fernhal- tung der Politik aus der Schule in den Kampf zog. Der erste Ausschutz, an dessen Spitze ein Oberverwaltungs- gerichtsrat sind, hatte am Einganz zum Wahllokal ein großes Plakat befesttigt, auf dem in roten Lettern gedruckt sind:»Die andere Liste enthält Sozialdemokraten". Erregte dieses Plakat bei Violen Wählern großen Unwillen, so verstieg sich eine etwas temperamentvolle Dame dazu, es herunterzureißen und zu vernichten. Im selben Augenblick erhielt sie von dem schon er- wähnten Oberverwaltungsgerichtsrat, der sich zur Verteidigung „s eines" Plakate» aufgestellt hatte, einen Schlag mit der Faust ins Gesicht. Das war das Signal zu einer a l l g c- meinenHolzerei. Bald wälzte sich der Mann der Geschlagenen am Boden und wurde von den christlichnationalen Herrschaften mit Stöcken bearbeitet. So brachten die Hüjer der Religion ihre wahr- Haft chrtstliche G efinnung am Wahltage schlagend zum Ausdruck. Für eine Million Leine» gestohlen. Auf dem Grundstück Friedrickstr. 5/6 befindet sieb ber Lager» keller des Verbandes Deutscher Leinenwebereien. Die Räume wareu durch starke Eifentüren abgeschlossen. Einbrecher bewältigten mit Siemmeiien und Brechstangen die Kelleriür und suchten im Lager für eine Million gebleichtes Batistleinen für Tiichzeug au», das in kleinen Ballen aufgestapelt log. Ein Mcmn aus der Nach- darfchost beobachtete die Einbrecher um 5ftz Uhr bei der Arbert, nahm feine Pistole, ging auf den Hof hinaus und gab einen Lärmschutz ab, um so Hiffe herbeizurufen. Ein der Ein- brechet packle ibn und verbinderte ihn. weiter zu schießen. Die Bande fuhr dann mit der Beute in der Richtung nach dem Halleschen Tore zu davon. Ter Mann, der die Flucht zu Verbindern suchte, wurde von einem der Täier io lange fesigebalten. bis der Wagen außer Sicht war. Dann ließ der Verbrecher von ihm ab. lief davon und entkam. Am Taiort ließen die Einbrecher drei Handtücher, auf denen sie ibre Füße abgetrocknet halten, um etwaige Spuren zu verwi'chen, ein Stemmeisen und eine zerbrochene Broch« stangc zurück. Die Beule hatten sie in graue Lernensäcke gepackt, die sie ebenfalls in dem Lagerkeller fanden. Die Sozialistische Studentenfraktivn hat sich nurnnehr in ein«? Stärke von 8 Mitgliedern iorrstituiert. Ii: Anbetracht dessen, daß sie sich einer Mehrheit von Gegnern gegenübersteht, deren KampfeS- tootsc(Fall Nikolai) und deren sonstiges Verhalten nicht dos» jenige Endgegenkom-men erivarien läßt, das die So.zioliii tische Stu- bcirtcnfroktkm sich gegenüber beanspruchen muß, hat die Sozia- listische Sin de niens«rftimt es abgelehnt, sich an dem Sieheneroas- schütz, der studentischen Exekutive, zu beteiligen und ist entschlossen, gegenüber den reaktionären Strömungen an der Universität m die schärfste Opposition zu treten. In allen Fragen sozialpolitischer An ist sie dagegen gemäß ihres Progronuns zur Mitavbeit entschlossen:md hat dies durch Beteiligung an den verschiedenen Studentenausschüssen(Wohnamt, SpetfehauS, Lese- Halle usw.) bekundet. Anfragen und Mitteilungen sind an den Schriftführer Genossen Dr. R: tz i ng e r, Berlin O., Grüner Weg 73, zu richten. Das nennt man„auf frischer Tat"! Aus dem Dorfe L ö p te n hei Groß-Köris erfahren wir von einem Vorkommnis, das sehr der Aufklärung bedarf. Am 21. Februar, abends gegen 11 Uhr. wurde ein Dorfbewohner auf einem Wiefenweg von einem Räuber überfallen und niedergeschossen. Die Leiche wurde an: 22. Februar, mrogens gegen'AS llhr gefunden, blieb aber dann bis zum 26. Februar an der Fundstelle liegen Angeblich hat der Gemeindevorsteher noch am 22. Februar vor- mittags die zuständige Behörde benachrichtigt, die daraus die Fori- schaffung der Leiche untersagt haben soll. Vom 22. bis zum 26. Fe. bruar lag der Tote da zur Befriedigung der Schaulust zahlreicher Personen, die aus Löpicn.und benachbarten Orten zusammen- kamen. Tann erst erlaubte das Gericht Wendisch-Buchholz, «die Leiche ins HauS zu schaffen. Erst am 27. Februar erschien eine Gerichtskommissioii und stallte den Tatbestand fest. Inzwischen dürste der Täter hinreichend Zeft gehabt haben, sich gegen Lerfol- gung zu sichern. Wie erklärt sich die Verzögerung? Tevptvw-Baumschulenweg. Die Berbilligung der Milch für Mindorbemittrlte wurde derart durchgeführt, daß werdende und stillende Mütter, Kinder im ersten und zweiten Lebensjahre, Haliekinder bis zum 6. Fahre sowie kranke und alte Personen pro Liter von der Gemeinde 1 Mark Zuschuß erhalten kön-nen. Anträge fwd in der CäuglingSfürsorge in der Real- schule, von Kranken usw. im Rathaus, Zimmer 40, anzubringen. Ferner wird im Monat März einmal ein halber Raummeter Brennbolz an bedürftige Haiiöhaltungeu zum halben Preis« (d. i. 20 M.), au besonders Bedürftige eventuell kastenlos abge- geben, soweit diese nicht bei der zu Weihnachten ausgezahlten Wirtschaftsbcihilfe berücksichtigt sind. Als bedürftig gilt ein Haushält, der im Monat kein höheres Gesamteinlommen bat als 200 M. bei Alleinstehenden, 604 M. bei Ehepaaren ohne Kin- der und ö2 M. mehr pro Kind. Erwerbslose sollen nach vier Wochen ohne weitere» als bedürftig gelten. Als besonders bedürftig soll ein Haushalt rechnen, der tve niger Monatseinkommen erzielt als ein männlicher Erwerbsloser gleichen Familien- standes einschl. der Winterzulage. Anträgd sind unter Vorlegung der alten grünen Köhleuaaisweiskarie im RaihauS, Zimmer 50, anzubringen. Äußer diesen von unseren Genosse« angeregten Maßnahmen schweben noch deren Anträge auf Einführung der freiem Bestattung und der Lernmittelfreiheit. Britz. Der nächste Nnterhaltnnqsnbeud für die Jiiqeud wird Mittwoch. 7 U6r, in der 1. Mcmeindcschiile,©lauffecftr. 186/137, veran- stllltet. ES wird ein Wilbelm-Buich-Abend werden, zuolcich be- lehrender und unicrbaliendcr Natur. Der Abend, der an sich schon schöne Stunden verwricht, wird noch durch Voriübriinq einer aroßrn Reibe von auten Lichtbildern gewinnen. Er ist berechnet iür die gesamie Ichuivil'chtiqe plugeud von 9 Jahren an und sür die schulentlassene männliche und weib» liche Jugend. Eintrittspreis beträgt 25 Pf.; auch die Eltern können teil- nehmen._ Groft-Berliner Lebensmittel. Reinickendorf, st, Pfund Marmelade<120). Groß-Serliner parteinachrichtea. Morgen, 9. März. Berlin. 27. Abt. 7 Uhr, bei Dobroblaw, Swinemünder Straße 11: Sitzung der BezirkSiübier und Betriebsvertrauenslcute. Charlotteudurg. Kombinierte Funitionärsitzung 7 Uhr i« BollshauS. Vorträge, vereine unü Versammlungen. Reichsdund der KriegSbeschlidtgie«. Betirl 12, Ölten. Dienstag 7 Udr:«itDliederoeriammIunq tu der.Viehhos'vörse', Stdenaer Str. 37. — Volrsavmmnuing für Oktpreusten. DienSwg in der 26. Gemeinde- ichule. Cbat.oltenburg, Kgbelfir. 20/1, Velsammlung aller AhstiumningS- berechtigten; Mittwoch in der Auguita-Pittoria-Schul« in Serlin V 50, Nürnberger Str. 68: Donnerstag in der Herder.Zteal'chnte, iVeftend, Layeruallee 4. Dt« Sitzungen beginnen um 7fl, Uhr. KriedeuSpreise: (höchste Kurie) sin: Jahre 1913) 1,70 M.--- 1 Gulden Graf Bismarck... 66.500--- 38.500 Ewald...... 48,000--- 28 235 Konstantin..... 60,000--- 29,580 König Lndwig... 32,950--- 18,800 Lothringen.... 31 800-- 18.410 Burbach..... 13.000= 7.600 Glückauf..... 19,000= 11,700 Neust.: ßiurt.... 1'.900--- 7.000 Wintersball.... 19,300--- 11,300 Die öetriebsratswahlen. Gegen Sie Gewerkfchaftsbünüe der Angestellten. Der Haupworstcmd de? ZentrawerbandeS der Angestelllen wendet sich in einem Rundschreiben an sein« Mitgliedschaften ganz entschieden gegen ein Jusammengebcn mit den wirtschaftSfriod- licl??n Gewerch'chaftSdimdcn. ES heitzt in diesen Richtlinien unter anderem: »Die BetrieibSratSMahlen müssen ein Tbiegelbil» für die ge- werlschastliche Auffassung der graben Masse der Angestellten er- geben. Darum ist eS grundsätzlich«vquloknrcn, bei den Wahlen gemeinsame Listen mit den Organis«ti»nen.der Gewerkschaftsbünde aufzustellen. ES liegt dazu auch keine Notwendigkeit vor. Die Wahlen erfolgen nach dem VerhälitniSwahlstisfem. Jode Liste wählt also so viel Vertreter, älS ihr auf Grund der für sie adgerrevenen Stimmen zustehen.' Die Mitgliedschaften worden dcS weiteren aufgefordert, überall da, wo in den Betrieben Mitgliedschaften anderer freigcwerkschaft- licher Angestelltenorganisationen in Frage kommen, mit diesen ge. »nein'am Listen aufzustellen, sonst aber nur urrter dem Werbe- schild des Zentralverbaudes der Angestellten in den Wahlkampf zu ziehen. Ganz entschieden wendet stch die VerbandSleihing gegen die A u f st o I l u n g politischer Angestelltenlistew. Sir fordert die Mitgliedschaft auf, sich auch an der Werbearbeit für politische Listen unter keinen Umständen zu beteiligen. Wo die Möglichkeit vorhanden ist, soll mit den frcigetverkfchaitlsch organi» sterben Arbeitern zu s am menge ga ngen werden. Zu dieser Frage iheistt es in den Richtlinien wörtlich wie folgt: „Wo die nach H 19 d«S Betriebsrätegesetze« erforderlichen vor- auSsetzungen für eine gemeinsame Wahl von Angestellten und Ar- heitern gegeben sind, können die Wahlen gemeinsam vorgenommen werden, jedoch nur mit einer freigewerkschafilichen Arbeiterlistc, grundsätzlich mit keiner politischen Liste.' Alle Zeichen sprechen dafür, dasi die Mitglieder M Zentralverbandes der Angestellten mit aller Wucht in den Wahlkampf eintreten werden, und dag daS Ergebnis der Betriebsratswahlen einen Sieg des freigewerkfchafllichen Gedankens in der Angeftollten- bewcgung darstellen wird. Gm erffchaflsbellMmg' Generalversammlung öer Eisenbahner. In der am Sonntag abgehaltenen Generalversammlung her Berliner Mitgliedschaft des Deutschen EifenbahnvrvevbandeS wurde die vor zwei Wochen begonnen« Diskussion über den Geschäfts- bcricht der OriSvertoaktung fortgesetzt. Neue Gesichtspunkte traten nicht mehr zutage. Der Kassenbericht wurde ohne Diskussion eni- geyengenommen. lleber die für die Neuwahl der OrtSverwaktung aufg-stellten Aandidaten kam?S zu lebhaften Erörterungen, wobei die bekannten RichtungSgeg«nsätze zum Ausdruck kamen. Der bisherige OrtSvor- sitzende Schulz erklärte, eine Wiederwahl nicht anzunehmen, aber al? Schriftführer zu kandidieren.— Ein DiSkufsionSvednor verlangte, Schulz solle den Vorsitzendenposten wieder annehmen, fn hie OrtSberwaltung mühten Kollegen gewählt werhen, tbe den Kampf mit dem Hauptvorstand aufnehmen. Diesem Standpunkt trat der OriSkassierer Pi etsch entgegen. Er sagte, es könne doch nicht Aufgab« einer Gewerkschaft oder einer � OrtSverwaltung fein, gegen den Hauptvorstand zu kämpfen, fon« dern ein einiges Zusammenarbeiten der VorbandSinstanzen müsse gewährleistet werden.— Stell gab den AuSsührungen vom ■ Kamps gegen den Hauptvorstand die Deutung: Man solle Männer ! in die OrtSverwaltung wählen, die von der Arbeitsgemeinschaft ! nicht» wessen wollen, sondern Arbeiterpolitik treiben. Nicht auf � formale Fähigkeiten der Gewäbiien komme ti allein an, sondern darauf, wo bin die Mitglieder geführt werden. Angenommen wurde ein Antrag, der verlangt, dag die be- foldeten Mitglieder dar OrtSvern'altung aus dem Eisenbahndienst auszuscheiden haben,— Durch diesen Beschlutz soll— wie der Antragsteller U h l i ch sagte— erreicht werden, datz die Angestellien, die vom Eisenbahndienst nur beurlaubt wurden, nicht wieder.in | ihre alte Stellung zurückkehren rönnen, lvenn sie infolge eine« Konfliktes mit den Mitgliedern ihr Amt niederlegen. Ferner wurde beschlossen, dag dw in die OrtSverwaltung Ge- wählten zurücktreten müssen, wenn sie daS Vertrauen der Mit- glieder nicht mehr haben. (Also dem Angeklagten wird die Möglichkeit genomnren, beim AuS'chcihen auS dem Amt in seine frühere Etollung zurückzukehren. Tie Mitglieder haben also die Möglichkett, durch �Entziehung dcS Vertrauens' die Angestellten buchstäblich auf die Straße z« setzen. Den Angestellten, die sich nicht den wechselnden Stimmungen in Mitglioderkreisen anpassen, droht die Hungerpeitiche. Red. d..Vor- wärt»".) Die Wahlen selbst erfolgen durch Urabstimmung. Die Versammlung beschlotz die Erhebung eines einmaligen obligatorischen ExtrabcitragcZ von b M. Einstimmige Annahme fmrd eine Resolution, die gegen die Einführung der neunstündigen ArbeiiSzeit in den Eisenbabuwerken protestiert und die Wiedereinstcllung der anlätzlich der Schliessung der Werkstätt« gematzrvgelten Verbands sunktionäre fordert. Nachklange zur Lohnbewegung der Rechtsanwalts- angestellten. Die Berliner Rechtsanwälte haben für den Fall des Ausbruchs eine? Streiks Richtlinien her«u»g geben, die gegenüber Streikenden zu folgendem Vorgehen auffordern: Steikende Angestellte sind durch eingeschriebenen Brief mit Rückschein aufzufordern, binnen 24 Dtun. den die Arbeit wiederaufzunebmen. Bureauvorstebern und Rr» gistratoren der Gruppe III ist dabei die sosortiae Entlassung für den Fall de? Weiterftreikens omzudrohen. Kein Kollege darf cinen Angestellten, der infolge Streiks emlassrn oder ausgetreten ist, in fein Äun.au einstellen. Jeder Kolleg« h« die arieitSwilligen Mir- arbeiier seines Bureau» gegenüber Streikposten zu schützen. Soweit Streikposten sich strafbarer Handlungen schuldig machen, ist sofort strafrechtliche Verfelgung zu beantragen. Abgesehen von Arrest- sache� und einstweiligen Verfügungen ist grundsätzlich ver. t a g n n g zu bewilligen, fall« ein Kollege unter Berufung darauf, datz in seinem Bure«» gestreikt wirb, Vertagung begehrt. In dringriden Fällen ist für Bi»eiÄermine auf ein au» dem gleichen Gorinde gestelltes Verengen Rube de» Verfahrens zu ver- einbaren. Der Ttreik«bwehr«riSschutz dient«l» Vermittlungestelle. s Zuwiderhandlungen gegen die hier aufgestellten Grundsätze find : mij voller Namensangabe sofort dem Streikabwehrausschutz zwecks ! weiterer Vcranlassung zu meiden. Die Streikabwebrkolonne besteht aus den Rechtsanwälten Weck, Dr. Ballhorn, Paul Fuhrmann, Martin Goiiscka'i, Max Hahn. Dr. Hüffener, Dt. Kikath, Loowe, Stephan Oppenhsimer, Pinner und Dr. A, Richter. DaS Interessanteste an diesen Richtlinier, ist jedenfalls, dax. die Rechtsanwälte darauf ausgingen, die Prozesse zu vertagen; mu anderen Aorten, auf Monate zu verschleppen. Den grötztcn Scha- den an dem Str.'ik hätten also die Rechtsanwälte ihren Klienten aufgehalst. Auf den Schaden, der ihrer Mandatschaft durch eine derartige Verschleppung der Prozesse entstcht, nehmen sie keinerlei i Rücksicht. Eine grosse Anzabi von Rechtsanwälten, die die Forde- rungen der Angestellten betrilligt hatten, haben sich n-cht bereit. gefunden, diese Richtlinien zu befolgen. Der Zentralncrband ist bereit, in allen diesbezüglichen Fragen der gesamten Bevölkerung jederzeit gern Auskunft zu geben. Streik tti der Krawattenfabrikation. Infolge von LohnfordTrnnpen ist es bei der Firma S. Reich- mann zu Differenzen gekommen, auf Grund deren die Ver- trauenSpersonen der Organisation nicht weiter bcsckräftigt werden sollen. Die Betriebs« und Heimarbeiterinnen haben daher die Arbeit eingestellt und den SchlichnmaSauSschutz zur Entscheidung über den Diffcrenzsall angernften. Eine? Formfehlers halber muhte der Klageantrag der Arbeiterickmft abgewiesen werden. Danach würde eine Matzregelun� mehrerer Arbeiterinnen eintreten. Die Streikenden haben in einer am Sonnabend, den 6. März abge- haltnen Versammlung jedoch beschlossen, ihren Kolleginnen gegen- über Solidarität zu üben und den Kampf weiter zu führen. An alle in der Krawattenfabrikation Beschäftigten wird das Ersuchen gerichtet, die Streikenden durch Verweigcrung von Streik- arbeit zu unterstützen._ Bäckerstreik in Oamburg. Eine autzerondentlich stark besuchte Versammlung de» Zentral- verband«» der Bäcker nahm Stellung zur Aufhebung der Mehl- kontingentierung. Allgemein wurde der Standpunkt vertreten, datz der Schiedsspruch des Schlichwn.gsauSschusscS, der den Bäcker- gesellen ein?» Wochenlohn von IM M. zuspricht, nur unter der VorauS'etzung von de» Gesellen angenommen werde, datz die Mcftl- kontingentierung nach wie vor beibehalten wird. Da drcS aber jetzt vom KriegSdersorgungSami auf Veranlassung der Arbeitgeber auf- gehoben wurde, so halten sich auch die Bäckergesellen nicht m«br an den Vertrag gebunden. Nach stundenlanger Aussprache wurde dann in geheimer Abstimmung mit 1200 gegen 100 Stimmen die sofortige Arbeitseinstellung beschlossen. verband der Zimmerer. Dienstag, den S. März, abends 6'/, llbr in Boeke,« Festsäten, W-berstr. 17: Allgemeine Mltglirderverlaminluno Tagesordnung: Erläuterung de» BetriebSrategis-tzeS. Mitgliedsbuch dient »IS Aussei«. Deutscher Werkmeister> Verband. Derlammlunq«» Berichtigung Metallindustrie Z. Untergruppe» Brrwmmlung Dienstag, den 9. Kebr. abends 7 Udr: Untergruppe» vcrlammwng Dienstag, den 13,.iedr. abends 7 Ndr: Untergruppe d und � Periammiung Freitag, den IL, Febr., abend» 7 Upr; Untergruppe v Veriamminng Mittwoch, den t 7. Febr., | abend« 7 Uhr. Sämtliche Versammlungen im Schulthertz, Neue Fakob' straste 24/23. verantw. kvr den redaktlim, Teiki«rtn? Rstkle», Tdarlaitenburg: für Anzeigen: Zl».»!«<«, Berlin. Beel««: B»rwiirt».Ver!aa»ScöicIuiioderii\ werden Damenhilte umgepreßt Ecksteins Hutiabrik laTalldcaatraSs i5 Ecke ChausieasiraBe. kuaa Kein Laden.■e:27. Nulen, verkanst, 6000 eveml.' Haldanzahluua. Sl/5ck Ofibnec, Blumensirahe 45. 1 Eine gruiidkjjcnde Schrift des Sozialismus: n Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft 6. Auflage. Mk. 2,— ESZÜlSEgl Wapdlitz, nahe Bahnhof, Luadratrut« 20 Mark, 100 Mark Anzahlung. SAsen. Steglitz, BionvIUeftraze 11, Fernsprecher Eleplstz 2524.__ Gardinen, auntzlergarni- htc, Stores, Bettdecken, Meterware preiowerl. Lands- berger stratzi 12._ 152SI* Gardinen aller Art. Llllnft- lergardinen in reichhaltiger Auswahl, sowie Stores, Bett- decken. Steppdecken, Gar- diilenstoff« sehr preiswert. Magazinstratzc 1, nahe Jan- nowitzbrücke, Bleeanderplatz. ssrühiahrokaftüme, einlache bis feinste Modelle, Mäntel, Kölke, schicke Blusen, Seiden» klcider für alle Gelegenheiten. Nerzen öe Wöllkllider billigst. Michaelis, Mauerftratz« 80, •ine Treppe, neben Aanzert» Haus._____ 41,20 ' W-schtail«tt-, K-Idb-ttstelle', Tisch. Scholz, Martuosiraste A. Portal 1.__+20 idelenchinnps- Fabrik ver- kauft direkt sn Brivaie, für Gas nnd elektrische Kronen. zum Ilabrllprelle. Brücken- stratz« I sZannpWitzdrilcke)._• S»H»sIch!nen zu verkaufen Kos)«. Prenzlouerstrohe 20.* Möbellred!«. Spezialität Stube und KUche, sowie ein- zeln» Model, deaueme An- und Abzahlung. LIchtentha!. Oranienstratze»4», am Kein- richspiatz, zwischen Moritz. platz und Görlitzer Bahnhof, nahe Kochdahn, Oranien- stratz». Gegründet 1875. 155«» ahailelontznes 90,—, Doppel- betten, Meialkbelten.«llchen, Ankleideschränke. Meicke, A-duftlwttzs«ch» Ouerge», Mödelianshaus, 40 Fahre destehend Belle-Alllancr-Eir. l4a, liefert als Epezialein- richtuna Schlafzimmer ldM,—, Herrenzimmer 1850,—. hoch- elegantes Speisezimmer 8500,—. modern« Anrichte- kllchen 500,—, Rutzbaum» Wohnzimmer 1800.—. An- kleideschrdnk- L75. Bücher. schränke 285,—. Polsiergucni- >ur Spirgelnmbau 1450�-, Bettstellen komplett 150.—. Kleiderschränke. Berükos 150,—, Umbauten, Tisch«, Standuhren, Ruhebetten sehr billig. Zurückgesetzte, per. liehen gewesene Ginrichtun- gen unter Preis. Sicheren Leuten llablunaserleichteiilng. Releweke's Möbelhnus, Bad- stritz«««. Spezialität:«in- und Zweizimnikr-Ginrichlun- gen. Riesenanswghl, lonkur- renzlos preiswert. E-t'ttck. »immer JOB» feit 18 7», Speifrzimmer 2875 bis 27 700, Hrrrenzimine:!'50 bis 1» 8+5. Wohnzimmer 18!15 bis 8850, «iichcn 775 b!, 8025, Billige Ginzelniöbel. Langsährioe Sa- ramie. Lieferung, auch vor- ort«, kostenlos, auswärts frachtfrei. Lagerung unent- geltlich. Sein Sausiwana. ktüihr», moderne, mit und ohne Anrichte, roh, gestrichen, lasiert, enorm preiswert. Nie» lenauswohl. SUchenmöbel- fabrit Ainimel, Lothringer- stratze 22(Schönhguser Tor». MIdrlsgdeil Georg Tennig. keit, Dronienftrotz» 172/173. Grotze Auswahl in Rutzbaum- Dohnungseinrichinvarn. Jtii- cheneinrichtungen, Llchen- Sdilafzlmmer sowie berren. und Speisijimmer.__ 1S7S» Mädel. Infolge günstigen Ginkaus» Riescnlager in 4 Giagen. Speisezimmer, Ed, las- zimmer. Herrenzimmer, Wohn- »immer. Küchen. einz-!»e Möbel. Ans Wunsch Teil- zahluna. Möbelbous A. Da- mttt. Rvsenlhaierstratze 40/47. 155«' »4>- nr 4»,»,« Vn 4B e nk«. virrling-BIano«. neues gute q-kviette wohlsei!« Gelegen- heilen.�«ottdusersir. 8._ 75«� Sinitsplette«anvolinen, Biollnen Gitarren, Lauten, äutz-rst dillia. sUnterrichl 2»,— Skonslshenorar, Drei- monglpkaefe zur perfekten Anedlkbnng.» Mund- und KM>»h,rmsni?a» usw.. ge- drguchte«laviere. Oarm»� »iiima»erkniisl Berger So.. Seuniensir. 108,__>58« Pianos, besonders billige »eleprnheiien, gute. gebrauchte. prächtige, neue. Pianohau» Max Becker An- breaastratze 47. 42«' Planes, Stutzflügel, bar- nionien ledee Solz- und SI!I. ort.«uiistspiklapparal« Zlo- lenrolle». Gebrauchte stnstru- menie in eigenir Reparatnr- Werkstatt wie neu hergellelll untee oaller a»r»ntie. Per- kons nur aesen«»11« daher billigste Breisderechnung. Anno.bm« ron Ankorheiinn. gen. iüeimariire» und Slim. ttiungen. Mar Adam Münz- stratze l«.____' Rabenstein. Pianos. Flügel. ssriedenoware, grötzle Aus- wähl, Mllnzstratze 10.' Piano». Mügel oder k>ar- monium, auch Tafclklavier kaukt Schachtschneider. Bucko- werstratze 14 III. 151«' Metall«! Bedeutende Preis- steigerungl Platin «ahngebiise.«ahn bis 75,— I Goidnbfällel Süberabkällel Münzen! Salpeiersaures Sil- berl Quecksilber! Glüh- strumpsaichel Stannlowapier! «uxfer! Nolgutz! Messing! Aluminium! Siickeli«inn! Rinkl Blei! chöchstzadlrnd Tchmelzerei Gdelmelall-Sin. kanfsbureau. Wederstratz» 81, Aleronder 42.48, 78«' WWAZNMW isahreadqnmmi, Nlefenmen- aen. Schwandns, Linien. stratze 1». 41.8' «ups««! Messing!«inn! S'anistoll sämtliche Alt- melalle! Quecksilber! Plann-, Gold-, Silber-Adsälle!«ahn- qrblsie kauf! zu Schm»"r>-el. fen in UNlrrrN 8 Glnkaus-. stellen..Mrlall-«eniral»" 1.) Brunnenftratze II kam Rosrnthslerpletzl: 2.1 Bonn. stratze 45 sgm ZZeddinivlotzl: 3.) Bcuffelstratze 28. 182» P'etaNchmelze Marianne». siratze 7» kam Seinridiplatz). Allerhächsie Tnaeorreise Kinn. licher Melallabsälle sowie Platin, Gold, Silber, Onrck- stlber. 1112« Platin, PriZgnten. Gold und Silber, olle«ahngedisse, Alställ«. stetien, Ringe Be- . stecke. Uhren, unmodern ge- wordener Schmuck. Tase'.aus- sähe sowie Gekrätze kau«! zu höchsten Taqeopreisen Gold- schmelze«oiosli, Berlin, Brunninstratze 188. Telephon: Snmdoldt t-iSO. Eigene Schmelz«. Celbstverbroacher.» ! Ktipfee! Messing!«inn! Stanniol! sämtliche 2i». Metalle! Suecksilderl Platin-, G«!»., Silbe-. Ab'alel«shn- e, bisse ksnfi-u Schmehwrel- ! fen in unseren 8 Ginkaus»- I stellen„Metall»«entva'e" !.) S-'Motn.-cfc 2(Fcfl Jchöneberaerstrage, am Anhalter Bahichofl: 2.1 Weiden- ! weg 72 kam Balteuplatzl: i:i.1 Reukökln,«alser-nrirdrlch- j sirasio 229 knahe Sermann- > platzl. WH «npsrr, Messing, Altmeiall, Quecksilber kauft Ptltrs, Prenzlauerstratzr 24._* Kupsrr, Messing, Alimriav. Ourcksildrr kauft Nöbus, Waldstratze 8.' «nplee, Messing Altmetall. vuecksildee kaust G. Grmel, Sudenersiratze 5».__* tapfer, Messing Altmetall, Ourcksilber kauft Degenee. Badnftr. 48. Schöneberg.» tnpser, Messing, Altmetall. klnecksilder lauft Laase Ska» lltzrrslratze 95 A, Eck« Leu- sitzet Platz._______* Schnellaufbohree, neue, bi» 208 Prozent und mehr kauft lausend Friedrich Morgen- stein. Lichtender», Weichsel- stratze 18. Aleeander 1280.« Rohn-eefflrrkr a 22 Pf. kaufen leben Posten Zt. Nachemstein G. M. b. S., lkharlottrndnrg, Windsäi-i'. stratze 5.___ 154551* Schellack. Leim, Serpentin Pleiweitz, Firnis kaufen Ge- drtzder»sramsii,»neisensu- siestz»».«sllendsrf 287«.' «plraldotzsss nr», laden Paste» dia ZK Paozanl, anch Raiurstshs. sseflen und Hak«- schraubest kauft Morgenstern, Lichtenberg, Gärinerstratze 13. Alep. 5278._ 1030b' «laaltac tauft Ralaiu«, «ebarslddta W.«Sgl�f�