Nr. 128. 37.Jahrg. Bezugspreis: Bierteljährt. 16,50 t, monatl. 5,50 t. frei ins Haus, voraus zahlbar. Boft bezug Monatlich 5,50 Mt. ertl. 8u itellungsgebühr. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich Ungarn 8,75 Mt., für das übrige Ausland 18.-M., bei täglich einmal. Ruftellung 11. Mt.+ Baluta Aufschlag. Boftbeſtellungen nehmen an Danemark, Holland, uremburg, Schweden und die Schweiz. Eingetragen in die Bost Reitungs Breisliste. Der„ Borwärts" mit der Sonntags beilage Bolt u. Reit" ericheint wochen täglich zweimal Sonntags einmal Telegramm- Adresse Sozialdemokrat Berlin" F861817 Morgen- Ausgabe. Vorwärts Berliner Volksblatt 20 Pfennig Anzeigenpreis: Die achtgespaltene Nonpareillezetle foftet 2- M., Teuerungszuschlag 60% Aleine Anzeigen", bas fett gedruckte Wort 75 Pfg.( zuläffig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 50 Bfg. Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wort 65 Bfg. jebes weitere Bort 40 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwet Worte. Teuerungszuschlag 50% Familien Anzeigen, politische und gewertschaftliche Vereins Anzeigen 2,- Mt. Die 8etle ohne Aufschlag. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW 68, Lindenftraße 3, abgegeben werben. Geöffnet von 9 Uhr frith bis 5 Uhr abends. Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Expedition: SW. 68, Lindenstr. 3. erniprecher: Amt Morinvlas, Nr. 15190-15197. Mittwoch, den 10. März 1920. Gegen die Radaupatrioten! Ein Aufruf der Regierung. Die Reichsregierung erläßt nachstehende Kundgebung: nahmen vor der Hand für genügend. Weitere diplomatische Schritte follen bis zum Abschluß der Untersuchung nicht erfolgen. Die Vorfälle in Bremen. In den letzten Tagen mehren sich die Fälle, daß Mitglieder der fremden, Missionen, die sich auf Grund und in Ausführung des Friedensvertrages in deutschen Städten aufhalten, um Gegenstande wörtlicher und tätlicher Angriffe gemacht werden. Die Reichsregierung warnt auf das eindringlichste vor dieser Verwilderung des öffentlichen Lebens, die mit Vater landsliebe nichts zu tun hat und nur zur schwersten Schädizieren bei ihrer Abreise wiederum ihren Merger zu zeigen. Die gung des Vaterlandes führen kann. Es ist die selbstverständliche Pflicht jedes Deutschen, den fremden Mission mitgliedern gegenüber Zurüdhaltung und würde zu bewauren; jede andere Saltung fann unabfehbare Wirkungen herauf beiwören und die Gesamtheit für die Entgleisungen einzelner bügen laffen. Der Reichswehrminister wird sich mit äußerster Schärfe gegen militärische Ausschreitungen wenden, welche den fremden Difizieren in der Ausübung ihrer Amtsobliegenheiten in den Weg treten. Die Reichsregierung wird ebenio wenig zögern, gibile Ver it öge gegen Sitte und Volkéinteresse schonungslos zu abnden. Sie denkt nicht daran, ihre Politik durch den Radau patriotismus durchkreuzen zu lassen, der auf Stoften des gesamten Volkes iein häßliches und gefährliches Epiel treibt. Szenen, wie wir fie in den legten Tagen erlebt haben, fönnen nur bewirken, daß die wenigen Stimmen in außerdeutschen Ländern auch ber stummen, die sich nach und nach zum Sprecher für unsere Not und unser Recht gemacht haben. Berlin, 9. März 1920. Die Reichsregierung. Bauer, Reichsfangler. Joachim Albrecht in Schuhhaft. Vorwärts- Verlag G.m. b. H., SW. 68, Lindenstr. 3. Fernivrecher: Amt Moritblas, Nr. 117 53-54. Ein Brief Poincarés. Noch ein Beitrag zur Geschichte der Entfesselung des Weltkrieges. Von Eduard Bernstein. Als ich am 29. Februar auf dem Bezirkstag des Verbandes Groß- Berlin der Sozialdemokratischen Partei- Deutschlands von der Schuld der Regierung Wilhelms II. am WeltAbreise der Ententekommission. frieg sprach, ertönte von einer Stelle des Saales der. Bösmanns Telegraphisches Bureau verbreitet eine längere Zwischenruf:" Poincaré"! Meine Gegenbemerkung, es liege authentische Darstellung. Es heißt darin u. a.: Vor Hillmanne kein Beweis dafür vor, daß Poincaré in jenen verhängnisHotel, in welchem sämtliche Offiziere einquartiert waren, hatte sich bollen Tagen zum Krieg getrieben habe, löfte einige weitere seit Mittag eine große Menschenmenge eingefunden, um den Offi- Zwischenrufe aus, wie" Loriot"," Raffin Dugens", die offenbar auf neuerlich erfolgte Anklagen der genannten französischen Sozialisten gegen Poincaré zurückzuführen sind, wonach der lettere genau so schuldig am Weltkrieg sei wie Wilhelm II. Nun meinen diese französischen Genossen indes doch ganz etwas anderes, als morauf meine Ausführungen sich bezogen. Sie haben die allgemeine Politik Poincarés im Auge, welche nach ihrer Ansicht die Atmosphäre habe schaffen helfen, aus der der Strieg erwachsen sei. Meine Ausführungen aber galten ganz bestimmten Handlungen, die unmittelbar den Krieg entfesselten Sicherheitspolizei verhinderte den Zutritt zum Hotel. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die Fenster des französischen Autos, welches vorjuhr, eingeschlagen, ehe die Sicherheitspolizei es verhindern fonnte. Die Abfahrt mit dem Abendzuge vollzog sich dann ohne weitere Zwischenfälle. Die Offiziere wurden unter starter Bedeckung zum Bahnhof gebracht. Das Garnisontommando nimmt zu den Vorkommnissen, deren Sachverhalt noch nicht restlos geflärt ist, wie folgt Stellung: Es muß darauf hingewiesen werden, daß sich die fremdländischen Offiziere nicht in Uniform mit Orden in den Das soll man nicht zusammenwerfen, will man nicht Straßen und Lofalen der Stadt zeigen, das muß auf die Bevölke die greuliche Verwirrung der Geister unterstützen, die ring propozierend wirken. Ferner ist es notwendig, daß von den Feinden der Republik geflissentlich in unserem alle Kommissionen rechtzeitig ihre Ankunft melden und daß Volke angerichtet wird. Die Politit Poincarés mag jie einen deutschen Begleitoff aier bei sich haben. Nur in sehr falsch und tadelnswert gewesen sein, und es ist diesem Falle wird es möglich sein, rechtzeitig Sicherheitsmaßregeln sicherlich nicht meine Aufgabe, sie zu verteidigen. Aber sie zu treffen. Wenn das nicht geschieht, so fann es gar nicht aus bleiben, daß die Bevölkerung an dem Erscheinen der Offiziere auf war nicht von so entscheidendem Einfluß für Frankreichs den Straßen und in den Lokalen Anstoß nimmt und die Vorgänge Haltung, daß sie nicht, sofern sie wirklich auf den Krieg absich wiederholen. Außerdem ist zu beachten, daß ein Teil zielte, durch andere Faktoren neutralisiert werden konnte. der Boltsmenge in Erregung handelt. Zweifellos aber find auch Tatsächlich ward die Politik Frankreichs im Juli 1914 von biele Elemente vorhanden, denen diese Vorgänge ein will dem Ministerium Viviani Malvh bestimmt, dem niefommener Anlaß find zum Skandal machen und zu widersetzlich mand kriegerische Tendenzen nachsagen kann, und für dessen feiten gegen die Sicherheitspolizei, wenn diese pflichtgemäß die Bemühungen, den Frieden zu erhalten, wir im Gegenteil gefährdeten Offiziere schüßen will. Es darf ferner nicht vergehen unter anderem das Zeugnis von Jean Jaurès haben. So werden, daß sich unter der Bevölkerung eine große Anzahl fürz wenig als heute in Deutschland konnte damals in Frankreich lich erst zurüdgefehrter Kriegsgefangener befinden, bei benen beim Anblick der ordengeschmidten französischen Uni- der Präsident der Republit auf eigene Faust Politik machen. fermen trübe Grinnerungen aus der Kriegsgefangen. Das Schwergewicht der Entscheidung lag bielmehr beim Mischaft gewedt werden. Unter der erregten Boltsmenge befanden nifterium. Bestand zwischen dessen Absichten und denen des fich naturgemäß auch viele Uniformen, die selbstverständlich der Präsidenten ein Gegensag, so konnte dieser nichts tun als verradikalen Preffe, vielleicht auch dem Ausland Veranlassung zu der suchen, sie hintenherum zu durchkreuzen. Die diplomatischen Behauptung geben werden, die Lärmizenen wären durch die Vertreter der Republit erhielten ihre Weisungen vom Minister Reichswehrtruppen beranlaßt, vas naturgemäß nicht des Auswärtigen, der selbst wieder in wichtigen Fragen der der Fall ist. Dies hat seinen Grund darin, daß auf der Straße Zustimmung des Ministerpräsidenten und gegebenenfalls des jeder dritte oder vierte Mann Uniform trägt, zum Teil mit Ab Ministerrats bedarf. zeichen, zu deren Tragen er nicht berechtigt ist. Der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Berlin- Mitte hat den Antrag, gegen die beiden Beichuldigten einen aftbefehl zu erlaisen, abgelehnt. Verdunklungsgefahr und Fluchtverdacht, die einen Haftbefehl rechtfertigen fönnten, liegen danach nicht vor. Die Beschuldigung gegen beide geht auf Beleidigung und versuchte Nötigung. Joachim Albrecht und Platen erklären nach wie bor, an dem Vorfall in der ihnen aur Last gelegten Weise nicht be teiligt gewefen zu fein. Auch Graf Metternich wurde vers nommen, blieb bei seinen, die beiden Beschuldigten sehr be I aftenden Angaben. Der Beschluß des Amtsgerichts, einen Haft befehl vorläufig nicht zu erlassen, bleibt obne irfung auf den Befehl Nostes, der über Joachim Albrecht und Platen die Suzhaft verbängt hat. Sowohl die französische diplomatische Die Kommission, welche die Bremer Docks befichtigen follte. Bertretung in Berlin, wie auch die Wiedergutmachungskommiffion hat dies sein laffen und ist abgereift, nachdem sie der Polizei Dant halten angeblich die von der deutschen Regierung getroffenen Maß- für den ihr geliehenen Schuß ausgesprochen hatte. Zur Einigungsfrage. Kaffel, 9. März.( Eigener Drahtbericht des Vorwärts".) Bu den Ausführungen Ströbels auf dem zweiten deutschen Sozia liftentag über die Verhandlungen, die er mit Scheidemann ge führt hat, teilt Genosse Scheidemann dem Kasseler Boltsblatt" mit: feine Berson ein Hindernis für die Einigung sein und bleiben würde. Ich hatte den Eindruck, daß die ganze Besprechung von Ströbel biel ernsthafter geführt wurde, als früher von Ostar Cohn. Wir haben diese Erklärung Ströbel mitgeteilt, ber uns dazu fagt: In meinem Gespräch mit Scheidemann wurde natürlich die Möglichkeit einer rein sozialistischen Regierung besprochen. Es war Scheidemanns Auffassung, daß eine rein sozialistische Regierung möglich sei und er stimmte mir auch zu, als ich sagte, daß nötigenfalls entschiedene Demokraten und Vertres ter der Zentrumsarbeiter hinzugezogen werden müßten. Scheidemanns Auffassung stimmte mit der meinigen überein, daß, um die Reaktion zu betäripfen und positive Arbeit für ben Sozialismus zu leisten, eine sozialistische Regierung in diesem Sinne zu bilden wäre. Bei der Personenfrage hat Scheidemann auch die Perfon Nostes erwähnt und, wie ich auf dem Cozialistentag ausgeführt habe, dabei erklärt, daß Nostes Person auch kein Hindernis der Einigung bilden würde. Wesentlich bleibt, daß der Vertreter der S. P. D. bereit war, den Boden der Ginigung du betreten, während das bet den Führern der 1. S. P. nicht zu erlangen mar Beide Aemter, das des Ministerpräsidenten und das des Ministers des Auswärtigen, hatte damals Viviani in einer Person inne, es würde sich also um die Frage handeln, ob Poincaré damals mit diesem und dessen Kollegen in offener oder stiller Fehde lag und Schritte getan hat, deren Bemühungen zu bereiteln. Ich verfüge nicht über das nötige Material, diese Frage mit Bestimmtheit beantworten zu fönnen. Einen Beitrag dazu bildet ein Brief, den Poincaré am 31. Juli 1914 an önig Georg von England gerichtet hat und der samt der Antwort Georgs V. erst im Frühjahr 1915 bekannt geworden ist. Den Briefwechsel sofort zu veröffentlichen, verbot offenbar die Rücksicht auf die verfassungsmäßige Stellung des Königs in England. In Deutschland ist der Brief Poincarés meines Wissens überhaupt noch nicht veröffentlicht worden, es ist aber für unser Volt und seine politischen Führer wichtig, auch ihn zu kennen. Hier sein Wortlaut: Paris, 81. Juli 1914. Werter und großer Freund! Unter den ernsten Umständen, die Europa durchlebt, glaube ich Euter Majestät die Nachrichten mitteilen zu sollen, welche die Regierung der Republit aus Deutschland empfangen hat. Die militärischen Vorbereitungen, denen sich die faiserliche Regierung ganz besonders in der nächsten Nachbarschaft der franzö fifchen Grenze hingibt, nehmen jeden Tag an Intensität und Befchleunigung zu. Da die Zeitungsberichte über den Sozialistentag, die mir borliegen, äußerst mangelhaft sind, stelle ich den Sachverhalt, bon dem Etröbel berichtet, ausdrücklich noch einmal fest, um Mißverständnissen vorzubeugen, obwohl ich der Ueberzeugung bin, daß Ströbel sicherlich objektiv berichtet hat. Ströbel ift zu mir nach Berlin- Steglit in die Wohnung gekommen, nach dem ich in Kassel meine bekannte Rede gegen rechts gehalten hatte. Ströbel wollte mit mir über die Möglichkeiten der Einigung sprechen. Ich vertrat den Standpunkt, den ich schon in Kassel in meiner Rede vertreten hatte und sagte, das Ideal für jeden Eozialisten ist und bleibt eine sozial. Semokratische Regierung, aber es kann kein Zweifel sein, daß zurzeit eine sozialistische Regierung in Deutschland unmöglich ist. Solange die Verhältnisse so liegen, müßten wir die sozialistischen Arbeitervertretungen möglichst start zu machen trachten, damit wir in der Koalition stark vertreten Entschlossen, bis zum Ende alles zu tun, was von ihm absind. Wir waren uns darüber klar, daß die Einigung nötig jei, wenn wir den Eozialismus nicht auf biele Jahre stil polemisiert Bere Sonnenfeld fen. gegen den jüngst im fich auf die unentbehrlichsten Vorsichtsmaßregeln beschränkt. Aber Sonnenfeldsche Gedächtnisschwäche. Im Hintertreppen- Reporter hängt, den Frieden zu erhalten, hat Frankreich bis jetzt zurüdwetsen und das Land einem Chaps entgegenfüh Borwärts" veröffentlichten Artikel des Genossen Sollmann, es scheint nicht, daß seine luge Borsicht und feine Mäßigung ren wollen. Wir einigten uns dahin, daß beiderseits ie des Vorsitzenden des sozialdemokratischen Untersuchungsausschusses. die Maßnahmen Deutschlands verlangfamen; weit entfernt davon. fünf unserer befannten Parteigenossen ausgewählt würden, Herr Sonnenfeld hat sich die Sache aus irgendwelchen Gründen Troß der Weisheit der Regierung der Republik und der Zurüdum Annäherungsversuche zu machen. Die ganze Unterre- wieder anders überlegt als vor dem Untersuchungsausschuß, er be bung bewegte sich in demselben Gleise, wie die früheren zwei streitet plößlich alles, was er dort zugegeben hat. Den Borwurf baltung des großen Publikums find wir daher vielleicht am VorBesprechungen zwischen Ostar Cohn und mir, die erste im bezüglich der Aussehung einer Bräm fe auf die Ermordung Lieb- abend der furchtbarsten Ereignisse. Sommer in Bern, die zweite in Berlin. Als Ströbel erfläric, fnechts und Roja Luremburgs will er nur soweit zurüdgenommen Mus allen Mitteilungen, die uns zugehen, erhellt, daß, wenn dag einzelne Bertreter unserer Partei ein Hindernis für die haben, als er nicht glaube, daß der Betrag den Mitteln Deutschland die Gewißheit hat, daß die englische ReEinigung sein könnten, unterbrach ich ihn mit der Bemerkung, Scheidemanne entstamme. Herr Sonnenfeld leidet offenbar gierung bei einem Konflikt, bei dem Frankreich daß es selbstverständlich auch Leute auf seiner Seite gäbe, an starfer Verwirrung des Gemüts. Sonst müßte er sich nämlich engagiert wäre, nigt intervenieren würde, der gegen die persönlich in den Reihen der Sozialdemokratischen erinnern, daß er nicht nur vor dem Untersuchungsausschuß, sondern Krieg unvermeidlich sein würde, und daß dagegen, wenn Partei Widerstand vorhanden wäre. Ich hielte es aber für vor der gesamten Welt, als Scheidemann die Klage gegen ihn Deutschland dessen gewiß wäre, daß gegebenenfalls die Entente falsch, eine Besprechung der Einigungsfrage heute damit zu be erhob, durch öffentliche Erflärung seine Beschuldigungen ginnen, daß man erkläre, der und der gefällt uns nicht. Zu de- und wehmütig zurüdgenommen hat. Sonnenfeld cordiale fich bis auf den Schlachtfeldern bewähren würde, die Ströbels persönlicher Beruhigung fagte ich, daß eine Einigung behauptet audi, den Genossen Eollmann wegen des Artikels verflagt größten Aussichten für die ungestörte Fortdauer des Friedens gean meiner Person bestimmt nicht scheitern würde; ich nahme zu haben. Falls das wirklich wahr sein sollte, wird es Genoffen geben wären. an, daß auch sonst niemand bei uns vorhanden ist, der durch| Sollmann nur lieb sein. Dhne Zweifel lassen unsere militärischen und Marineabkommen Jahre 1912 zwischen Sir Edward der Negterung Eurer Majestät volle Freiheit, und in den im für den Frieden. Einen Erfolg hat er nicht gehabt. Georg V.| ficher, aber das höchste Jntereffe Frankreichs wäre gewefen, daß Mr. Paul antwortete am 1. August 1914, die englische Regierung fahre man, bei gleichzeitiger Anordnung der Mobilifierung, sich jeden Cambon ausgetauschten Briefen haben sich England und Frankreich fort, eine Lösung zu suchen, die den Mächten Zeit geben Schrittes enthalten hätte, der ihm den Schein des An. einander nur verpflichtet, im Fall einer europäischen Spannung werde, in Ruhe miteinander zu verhandeln", wenn sich das greifers verliehen hätte. Beim Ministerrat vom 1. August be fich zu unterhalten und zusammen zu prüfen, ob zu einer gemein aber nicht erzielen ließe, werde sie den erbetenen Schritt tun ftand der Präfident übrigens vergeblich darauf, daß Franksamen Aktion Anlaß vorliegt. Am gleichen Tage ging aber schon von Berlin die Kriegs- reich Deutschland zuvorkomme, indem es ihm als erstes den Krieg Aber der Charakter der Intimität, den in beiden Bändern das erklärung an diusland und das auf den Krieg abzielende erkläre. Denn er war davon überzeugt, daß ein schmeller Sieg allgemeine Gefühl der Entente zwischen England und Frankreich Ultimatum an Paris ab. ficher wäre." gegeben hat, das Vertrauen, mit dem unsere beiden Regierungen Im Urteil der Völker über die Fragen der auswärtigen Bei dem darauffolgenden Verhör erklärte Caillaug, daß nicht aufgehört haben, für die Aufrechterhaltung des Friedens au Politit spielen zwei Neigungen eine verhängnisvolle Rolle: er dieje legten Einzelheiten von einem bei der betreffenden arbeiten, und die Sympathien, bie Eure Majeftät zu jeder Zeit die Neigung, von irgendwoher alles vernünftige Maß über- Ministerratssitzung anwesenden Mitgliede des Stabinetts Frankreich bewiesen haben, ermutigen mich, Ihnen in aller Dffen- fchreitenden Segen zu erwarten, und die Neigung, irgend- Biviani erfahren hatte. heit meine Eindrüde zur Kenntnis zu bringen, welche diejenigen welche maßgebende Politiker fich als schwarze Männer ausder Regierung der Republik und ganz Frankreichs find. Von der Sprache und dem Verhalten der englischen Regierung hängen, glaube ich, die legten Möglichkeiten einer frieblichen Löfung ab. Wir haben von Anfang der Strife an unseren Verbündeten eine äßigung anempfohlen, von der sie nicht abgewichen find. In lebereinstimmung mit der töniglichen Regierung und gemäß ben letzten Vorschlägen Sir Edward Greys werden wir fortfahren, im gleichen Sinne au handeln. fönnen, werden die Ansprüche Desterreichs unzumalen, bie nur auf Schändlichkeiten finnen. Das eine fann Ju Erwartung des Wirtschaftsmanifestes. fo viel Nachteil bringen als das andere. Ganz sicher ist Poincaré fein Engel an Sanftmut und Milde. Jhn sich als einen baßerfüllten Teufel vorzustellen, kann zu sehr nachteiligen Mißgriffen führen. Paris, 9. März.( Savas.) Wie die Blätter melden, haben England und Italien die Abänderungen Mille. rands zum Wirtschaftsmanifeft angenommen. Der endgültig festgesette Text wird lant ,, Echo de Paris" heute veröffentlicht werden. * Nachschrift der Redaktion. Wir haben diesen Beitrag zur Klärung der Schuldfrage sehr gern aufgenom Paris, 9. März. Der„ Matin" meldet, im Wirtschaftsmanifeft Aber wenn alle auf Schlichtung gerichteten Bemühungen von men. Obwohl auch er natürlich nicht Endgültiges sei die Stelle über die Anleihe Deutschlands unterdrüdt derfelben Seite ausgeben und wenn Deutschland und gibt. Die deutschen Esel und Verbrecher in Schuß zu nehmen, worden. Desterreich auf die Enthaltung Englands rechnen denen Deutschland sein Unglüd verdankt, liegt uns fern.$ aris, 9. März.( Havas.) Petit Parifien" hebt unter den Herrn Poincaré überlassen wir am liebsten den französischen Zufäßen zum Wirtschaftsmanifeft die Aufforderung der WiedergutBrozeß gegen Raymont 2efebbre etwas mehr Klarheit neutralen Länder abgewanderten Kapitalien, vor allem Sozialisten. Ueber sein Wirken dürfte der bevorstehende machungstemmiffion an die deutsche Regierung hervor, die in die bringen, der behauptet hatte, dieser Kriegspräsident babe in der Schweiz und in Standinavien, für den Antauf von Lebensnicht verdient, daß man ihm den Dank des Vaterlandes aus- mitteln und Rohstoffen nusbar zu machen. spreche, sondern daß man ihn an die Wand stelle. Ferner ist am vorigen Donnerstag im Caillourprozeß das SchriftStück: Die Verantwortlichen" verlesen worden, das eine Anklageschrift Gaillaur gegen Poincaré bildet und dem wir nachstehende Stellen entnehmen: und ihm wird unmöglich verben. Seugfam bleiben und ein Einvernehmen zwischen Rußland Ich bege die tiefe Ueberzeugung, daß, je mehr in diefer Stunde England, Frankreich und Rußland in ihrer biplomatischen Aftion einen starken Eindrud der Einheit machen, es um so mehr erlaubt sein wird, auf die Erhaltung des Friedens zu rechnen. Wolle Eure Majestät einen Schritt entschuldigen, der nur von dem Wunsch bittiert ist, das europäische Gleichgewicht endgültig befestigt zu sehen. Ich bitte Eure Majestät an meine herzlichsten Empfindungen ( Folgt Unterschrift.) zu glauben." Zum " 1 lichkeiten. Robert Cecil über die deutsche Anleihe. London, 9. März.( J. D. A.) Das Tagesgespräch in der City is zur Stunde die von den Verbündeten für Deutschland borgeschlagene Anleihe. Es handelt sich dabei nicht nur um die Frage, ob sie zustande kommen wird, sondern auch darum, Poincaré hatte nicht das nötige getan, um einen Strieg zu wie sie zum Erfolge gebracht werden soll. Vor allem wird auch vermeiden, den man nicht ungern tommen. joh, während auf der und schwankenden Willen wollte, anderen Seite Wilhelm den Krieg mit einem leidenschaftlichen zur Sprache gebracht, wie der englische Handel und die englische Industrie aus dem Rohmaterial, das nach Deutschland eingeführt das englische Stabinett sich bis dahin hartnäckig getveigert er auf eine flare, feste, stolze und würdige Frieden3./werden soll, am besten Vorteil schlagen können. Endlich ist man hatte, Deutschland gegenüber anders denn als Vermittler und mit entschloffen beit gestogen wäre; aber er begegnete viel- auch der festen Ueberzeugung, daß durch diese Anleihe fich der Borschlägen aufzutreten. Wie Sir Edward Grey das ben mehr einer friegelüfternen Stimmung. Die Feindseligkeiten wurden befiern werde. Aus Anlaß des Anleiheprojektes veranstaltete Stand der deutschen Baluia nicht unwesentlich englischen Botschaftern in Paris und Petersburg zur Beisung burch Desterreich entfeffelt, das durch Deutschland gedrängt mar; gegeben hatte, wollte er die Empfindlichkeiten Berlins und aber vielleicht hätten sich die Dinge wie 1911( in ber Agabirkrise. ber Daily Expreß" Rundfragen bei bedeutenden Beriön Wiens bis zum Aeußersten schonen. Es ist schon damals Die Red.) abgespielt, wenn man Ruhe und Gebulb gezeigt hätte. So veröffentlicht er auch eine Unterredung mit sofort vom russischen Staatsminister Safonom als ein Verarum hat es daran gefehlt? Warum die russische Mo- ord Robert Cecil über den Beschluß des Obersten Rates in fahren bezeichnet worden, das in Berlin das Gegenteil vont bilmachung? Die Gegner Poincarés behaupten, bak auf feine Sachen der deutschen Anleihe. Diese Beschlüsse, erklärte Lord Cecil, Gewollten zur Folge haben werde, und Bernard Shaw Ratschläge hin und auf Grund seiner Ginwirkung auf den Baren find die logische Folge, die die Fachleute aus der Lage aieben wie viele andere haben es gleichfalls als einen verhängnis diefer boreilige Mobilmachungsentschluß getroffen wurde. Es muß als ein hoffnungslofes Vorgehen bezeichnet vollen Fehler der damaligen Politik Greys hingestellt, daß fügen hinzu, daß Poincaré während seiner Reisen in Rußland werden, eine Aufrichtung Deutschlands zu erwarten, bevor dieses er nicht sofort nach dem Bekanntwerden des österreichischen( August 1912 als Ministerpräsident und in ber zweiten Hälfte von weiß, was es zu zahlen haben wird. Obschon ich davon überzeugt Ultimatums und des dieses deckenden Rundschreibens der Juli 1914 als Bräsident der Republik. Die Red.) geheime Ab- bin, daß Deutschland in der Lage ist, eine größere Summe als Berliner Regierung vom 26. Juli 1914 kategorisch erklärt tommen abgeschlossen hatte, und daß er es war, der Del ins Feuer die angebotenen fünf Milliarden zu bezahlen, fann man es fich habe, wenn die Mittelmächte nicht einlentten, würde sich geß, anstatt sich zu bemühen, das Feuer zu löschen. doch nicht klar genug machen, daß wir als Nation von einem England an die Seite Rußlands und Frankreichs stellen. Diese Behauptungen fönnen nicht bewiesen werden, aber tuin Deutschlands nichts gewinnen tönnten. Eine solche Erklärung würde in Berlin ihre Wirkung nicht man fann glauben, daß Poincaré zumindest burch den Strom verfehlt haben. fortgeriffen wurde, ben er entfesselt hatte. Rußland In der Tat zeigen die Ranbbemerkungen fragte bei Brantzeich an, ob, falls es mobilisieren würde, es der ilhelms II. zu den Berichten seiner Gesandten und unterfügung der Republik ficher wäre. Men hätte antworten ganz besonders zum Bericht des Fürfien Lichnowsky vom müssen, daß alle übernommenen Berpflichtungen eingehalten 29. Juli 1914, daß der Höchstgebietende in Berlin bie zarte würden, aber bag nichts getan werden sollte ohne vorheriges EinNücksichtnahme des Londoner Kabinets lediglich als Schwäche verständnis mit England. Man beschränkte sich darauf, Rußland auslegte und über schändlichen Betrug und Verrat schrie, als den Stat zu erteilen, vorsichtig zu mobilisieren. er merkte, daß er falsch faltuliert hatte. Poincarés Brief ist ein Versuch in letter Stunde, durch die Vermittlung Georgs V. auf das englische Kabinett im Sinne jener Politit einzuwirken, die Viviani in seiner Weisungen an den Gesandten Frankreichs in London verfocht. Irgendeine Meinungsverschiedenheit oder andere Tendenz ist da nicht zu entdecken. Wie man daher auch unter dem Gesichtswinkel der verfassungsmäßigen Etikette über ihn denken mag, politisch war er wie Vivianis Depeschen ein Notruf Berliner Konzert- Umschau. Watermann Sie mußten. In Wirklichkeit wollte man nicht, daß der Friede gesichert sei. Bösartige 8ungen werden behaupten, daß der Brief Boincarés an den König von England nur eine einfache List barstelle; andere werden sagen, daß, wenn man berartige politische Fehler begangen hat, einen manch mal engste oder Gewissens biffe paden und daß man zu spät die Folgen dieser Fehler Hintertreiben möchte. Der Kriegswille des Präsidenten der Republik erscheint deutlich bei feiner Haltung im Ministerrat vom 1. Auguft. Der Krieg war Autistreifgesetz in Frankreich. Obligatorische Schiedsgerichte. Baris, 9. Märs. Laut Intransigeant" bat Sanbelsminifie purbain heute der Kammer den Gejegentwurf über gutLiche Regelung von Streitigkeiten amischen Arbeit gebern und Arbeitnehmern eingereicht. Danach darf in feinem Handels, Industrie- und Landwirtschaftsbetrieb bie Arbeit niedergelegt werden, bevor nidyt in einem genau umschriebe nen Verfahren Einigungsverhandlungen stattgefunden hätten, die mit einem Schiedsspruche enden müßten. Geldund Freiheitsstrafen sind vorgesehen. Streitwelle in Belgien. Aus Lille läßt sich der Matin" melden, die Delegierten der belgischen Zegtilarbeiter fyndilate hätten für Donnerstag Streitbefehl gegeben, der fedhaigtausend Zegtilarbeiter umfaffe. Die sehr jugendliche Mavierspielerin Terh Jobeffy, eine Ungarin, gab im Beethovenjaal einen Abend, der durch die außer ordentlich gut entwickelte Technit der Bianistin interessierte. Thr gelangen natürlich die reinen Virtuosenstüde am besten stein und ist. In die Größe Beethovens und die Boefie Chopins muß ihre junge Seele erst hineinreifen. Rubin ed. Spieler, start im Anschlag, interessant in ber Kraft seiner eigen-| runder Ton alles hat etwas ungemein Neigbolles. Sie soll sich willigen Rhythmen und zeigt in Mozartschen Bariationen eine öfter hören lassen! überraschende Bartheit des Tons, tlanglich abgestufteste Kleinkunst. Gin anderes Bild am Flügel: Tilly v. Kovacs, die schnell dermivorbene, springt für Sauer in einem Scheinpflug- Konzert ein. Mit dem Schumann- Stonzert givar wagt sie( oder wagi mait mit ihr) es noch nicht. Aber die Ungarische Phantasie Liigis mit der befannten melodischen Flostel aus der berühmten Rhapsodie, die hinstürmende Berbe und das elegische Verweilen diefer nationalen Töne beflügelt, treibt, wirbelt hoch bas fiebrige Blut dieser raffigen Künstlerin. Sie fiegt, wo sie immer hinkommt, und siegt mit Recht durch die prachtvoll ungezügelte Mufitalität ihres Wesens, durch ihr östliches Temperament, durch ihr fabelhaftes technisches Können. Man höre ihr zu, fehe ihr zu, solange fia jung ist. Wie fie auf trumpft, schwelgend mitfühlt, folett hintrillert und überlegen diri. giert. Ein außerlesenes Kind. Staatsoper- Ebel Ochs. Bornehmheit verpflichtet. Das müßte die Kapelle Staatsoper zu ihrer eigenen Ehre nicht nur wiffen, sondern auch in flingende Tat umsetzen. Verpflichtet, mit Spürfinn dem Nichtgehörten, Altvergessenen und Neusuchenden nachzugehen und mit der einzigen Propagandafraft, die dieses beste Orchester befitt, einzutreten für das, was neben dem Alltag liegt. Statt bessen ruht bie Stapelle, eines Dauerbirigenten beraubt, auf altem Nuhme aus und wahrt, Fafner gleich, das Gold alter, konservativer Grinnerung. Wie wäre es, wenn in einer Spielzeit Beethoven statt neunmal nur dreimal zu Worte käme, und sechsmal dafür ein neuer Mann, ein neues Werk gehört würde? Der Olympier würde es nicht übelnehmen und sich gar freuen, wenn felbft eine so ideale Körperschaft wie die Staatskapelle wieder anfinge zu studieren. Im letzten Konzert dirigierte Strauß die zweite Sinfonie Beet Hovens. Verliebt in den Schmelz der Melodie und die Rhythmik des schicksalsschweren Allegro, aber nicht betäubt von der Tragik des Mittelfazes, hinter dem doch das Weh des Heiligenstadter Testaments feufat. Die Lebensfreude jubelte, aber die Schatten der Verzweiflung, der körperlichen Verzagtheit huschten kaum vorbei. In der phantastischen Einfonie Berlioz, bie den Anfang aller schematischen Programmufit mit der leitmotivischen Fixierung ihrer figen Jdee" bildet, zeigte Strauß bann die ganze geift- und finn berwandte Art im Träumerischen, Leidenschaftlichen und rhythmisch Geflochelten seiner Dirigierkunft. Das sinfonische Vorspiel zu Ernst Hardts Tantris ber Narr" aus der Feder G. E. Tauberts brachte Arnold Ebel zur Uraufführung. Ich habe eine faßbare, tiefere Beziehung zu dem foldenEtüd Harbts nicht herausgefühlt. Aber in der Düſterfeit der Farben, in der romantisch beschwingten Instrumentation, in dem flor disponierten Sab spricht sich ein bewährter Musiker aus, der in einer Stunde der versonnensten Teilnahme zur Feder griff. Gbels eigene Balladen zu Terten von Wilhelm Jobsien find gefchickte, fertig gearbeitete Untermalungen, die sich nur in der zweiten ( Bandsknecht") zu wirklichem balladesben Schabung mit Temperament erheben, in der jungen Königin" dagegen mehr einer blaffen, melodijch gar zu weichen Chrit hingibt. Minna Gbel- Wilde sang ihr Lied duftig- lieblich, Frib aufmann seine bravoureuse Landsknechtsweise flott, in der Höhe aber stumpf. Arrhenius deutscher Ehrendoktor. Der deutsche Gesandte Na dolny händigte am Dienstag in Stockholm dem schwedischen aftronomischen Forscher Professor Svante Arrhenius in Gegenwart herborragender Vertreter der Wissenschaft das ihm von der Universität Greifswald verliehene Ehrendoftordiplom aus. Er gab dabei seiner Freude barüber, usbrud, daß die deutsche Gelehrtenwelt wieder einmal Gelegenheit habe, einem hochverbienten schwedischen Forscher den Lorbeerfrans zu überreichen. Ein Seminar für Zeitungskunde nub Seitungspragis ift an der Berliner Universität eingerichtet worden. Hierbei ist beas. sichtigt, den Teilnehmern Gelegenheit zu geben, fich in de Probleme der Bresse zu vertiefen und die Quellen des Beitungswesens tennen gulernen. Das Seminar berfügt bereits über eine Handbibliothek fowie Sammlungen. Ein Juftitut für Eiweißforschung soll an der Universität Heibelberg zunächst im Anschluß an das Physiologische Institut gegründet werden. Von privater Seite wurde eine halbe Million Mark dafür gestiftet. Der Leiter der Anstalt ist Prof. Roffel, von dem der Plan ausgeht. Das neue Institut fann theoretisch und praktisch von großer Bedeutung werden. Dichterehrung. Die Stadt Breslau hat dem Dichter Paul Bari anläglich seines sechzigsten Geburtstages eine jährliche Ehrengabe von 3000 Mark gestiftet. Sehr anregend verlief für die willigen Zuhörer die Matinee, bie zum Besten der Unterstützungstaffe des Frauen- ilfsvereins( beim Bolizeipräsidium Berlin) am Sonntag veranstaltet war. Rühle Morgenluft, heller Raum, verspäteter Beginn: dennoch ein künstlerisch einwandfreies Unternehmen, wenn man Solisten bom Range Télémaque Lambrinos, Holger Börgesens, Jda Baslers und Andreas Weißgerbers in befter Gebe laune weiß. Hoffentlich war die abwechslungsreiche Aufführung auch materiell so gelungen wie ideell. Daß ein Meister der Musik 250 Jahre tot sein kann und in seinen Werken dennoch Leben ausstrahlt, ist nicht so verwunderlich, als daß von einem den historikern aus der Geschichte der Oper und des Oratoriums rühmlichst be tannten Komponisten ein Dußend Bände, voll von Baffionen, Motetten, Psalmen und geistlichen Konzerten vorliegen, ohne daß man nach ihnen greift, Heinrich Schüt heißt dieser hervorragende Mufidant, ber 100 Jahre vor Bach geboren ist und dessen biblische Szenen eine prachtvolle Bereicherung der Chorliteratur bedeuten. Wirklich deflamierte und gesungene Rezitative wechseln mit Chören, amei- und breigeteilten, ab, beschauliche und dramatisch gehobene den 14. ist Deine und dem jungen Deutichland gewidmet. Prof. Klaar Stimmungen stehen gegen einander. Die tonliche und thematische Erfindung sucht den biblischen Terten durch fatten Ausdruck und durch Einbeziehung der Orgel und weniger Gingefinstrumente inhaltlich gerecht zu werden; ein sehr gradliniger Bau verleiht den Berten starren Umrik und siegende Kraft, weniger bezwingend ist die Farbe dieser Musif, das Schmiegsame oder Gefühlsstarke der Stimmungen. Frommer, mystisch versonnener Geist schwebt über allen Chören, die außerordentlich schwierig zu bewältigen find. Gaul, was verfolait du mich"( ein Tert, der auch J. Chr. Bach lockte) Zion spricht" wirkten in der von Siegfried Ochs vorbildlich studierten und nuancierten Art am gegenwärtigsten und ein dringlichsten. Er wird die Werte wiederholen müssen, um ihnen die Bergen ganz au gewinnen. Dr. Kurt Singer. Die Mittagsveranstaltung des Schauspielhauses am Sonntag, hält den einleitenden Vortrag. Irene Friesch und Eduard von Winterstein sprechen lyrische und politische Dichtungen von Heine, Börne, Laube, Serwegh, bland und Freiligrath. Anfang punttlich 12 Uhr mittags. Die Gröffnung des neuen Volkstheaters mit Heijermanns Hoffnung auf Segen ist auf Sonnabend, den 13. März, berschoben. Die Eintrittspreise im Deutschen Opernhaus jollen nach einer Vorlage des Charlottenburger Magistrats erneut erhöht werden und zwar die Stammfitpreise um 100 v.. und mehr, die gewöhnlichen Staffenpreise um 3 und 5 Mart. Kunstchronit. Bei Paul Caffirer wird die ebm brzd. Gebächt nisausstellung am Donnerstag, den 11. März gefchloffen. Gruft Matray und Katta Sterna veranstalten am Sonntagmittag in den Kammerspielen des Deutichen Theaters neue Tanzipiele. * Freiluft" heißt ein soziales Schauspiel, das von Swefter Lybia Ruehland, jett Nebatteurin der Bernburger sozialdemokratischen " Bollswacht", verfaßt ist. Das Stüd wird demnächst am Bernburger Stadt theater aufgeführt. Ein Klavierkonzert von Adolf Watermann reizt Note für Note zum Widerspruch. Die typische Arbeit eines virtuofen, aber neurasthenisch überreisten Pianisten. Statt fämpferischer Allegro- Gine sehr erfreuliche neue Erscheinung im Konzertsaat ist die Der Lehrfurfus über die Relativitätstheorie, der im Deutschen Themen Militärmusit, statt Innigkeit und Seele Sentimentalität, junge Pianistin Grete bon 8ieris, eine Spielerin mit prächtigem Moniftenbund durch Dr. B. Bloch veranstaltet wird, muß infolge starten statt tänzerischer Freude unfeine Allerweltsmusik, mit Amerifanis. Temperament und gesunder Schulung. Bach und Beethoven waren undrangs in die Aula des Werner- Siemens- Realgymnasiums in der men burchflochten. Dabei ist das labier mit seiner arpeggierenden ihr Programm man fann sagen: vortrefflich! Diese frisch zu Hohenftaufenstr. 47/48 berlegt werden. Det erste Abend wird wiederholt Unspielung ftiefmütterlich bebacht. Watermann ist ein prächtiger I greifende Jugend, das echt Musikalische ihres Vortrags, ihr träftiger, I am 15. März. Der zweite und britte finden am 19. und 25. mars flatt Nr. 12« ♦ 37. Jahrgang Heilage ües vorwärts Mittwoch, 10. März 1920 Groß-�erün Teilstrecken. Ein Gebot der Stunde. Im rasenden Weitlauf überbieten sich die Preise für alle Dinge des täglichen L.'benS in der Schnelligkeit des Höhersteigons. Ein Wunder wäre es, würde die Straßenbahn fehlen. Das lange drohende Damoklesschwert des SO-Pfennig-Torifs steht denn auch seit gestern vor dem Herabfallen. Der bll-P fennig-Fahrpreis ist im Prinzip beschlossen und seine Zustimmung durch den VerbandSaus- schuß ist kaum mehr als eine Formalität. Die Fahrpreiserhöhung ist bei dem LO-Millionen-Defizit der Straßenbahn ein'e Notwendigkeit geworden, der man sich mit dem begu:men Argument.Es geht nicht an" einfach nicht mehr verschließen darf. Aber es ist jetzt höchste Pflicht aller beschluß- fassenden Instanzen, mit allen Gräften nach erträglichen Auswegen zu suchen.— Hat man das getan? Man vergegenwärtige sich vor allen Dingen, daß die Straßen- bahn in Berlin kein VerkehrsmittÄ für lange Fahrten ist. Im Stadtverkehr handelt es sich auch noch meist um kürzere Strecken, die der Fahrgast schnell zurücklegen will. So beträgt die mitt- lere Streckenlänge, die ein Fahrgast zurücklegt, 3,5 Ki lo» meter bedeutet nun eine Strecke vom Spittelmarkt über Potsdamer Platz bis etwa zur Ecke der Potsdamer und Bülowstraße oder von der Endhaltestelle Treptow bis zum Görlitzer Bahnhof. Der größte Teil der Berliner Fahrgäste dürste es aber schwerlich zu einer solcken Fahrtstrecke bringen, die mit 50 Pfennig auch zu hoch be- messen wäre. Der Einheitstarif war eine ganz angenehme Einrichtung so- lange die gangbare Einheitsmünze 10 Pfennig betrug. Er wird heute zu einer Ungerechtigkeit» da die gangbare EmheitSmünze es trotz aller Geldentwertung heute noch nicht auf 50 Pfennig gebrach hat. Die S.raßenbahn selbst motivierte seinerzeit die Fest- sctzung deS Tarifsatzes nicht mit einer gerechten Abwägung von Leistung und Gegenleistung, sondern eben mit dem Umstand, daß die gangbar« Einheitsmünze 10 Pfennig betrug. Blieben wir bei dem Einheitstarif, so käme es darauf hinaus, daß der Fahrgast vom Spittelmarkt bis zum Alcxanderplatz zum großen Teil die Fabrt des Mannes bezahlen muß. der nach Mariendorf, Pankow oder Niederschönhausen will. ES bleibt als einzige Möglichkeit die Einführung deS Teil- st r e ck e n t a r i f S. Man bat sich in Berlin bisher aus zum Test mich berechtigten Gründen dagegen gesträubt; aber eS bleibt heute nickts anderes übrig, soll für Straßenbahn und Pub'ikum die Kala» mität n'ckt zu einer Katastrophe werden. Die große Masse der Berliner Bevölkeruna'anu eben für 10 Minuten Strahenbahnfahrt n cht 30 Pfennig bezahlen. Beispiele, die man aus allen möglichen anderen Großstädten zum Beweis heranholt, dürfen bei den ganz besonderen Verhältnissen nicht hür Berlin Beachtung finden. Es liegt alles daran, w i e dieser Teilstrcckentarif ausgearbeitet wird. Es liegt alles daran, wie er durchgeführt wird. Zugestanden -ei, daß groß« Schwierigkeiten zu überwinden sind; aber sie müssen überwunden werden. Man hüte sich, den heute bereits vorhandenen Eindruck zu verstärken, daß einfaches Hoäischleudern des Fahrpreises bequemste? Mittel ist, ein Defizit zu decken. Man arbeite wirklich irnd gebe sich Mühe zu einem gerechten Ausgleich. Sonst könnt- eS der Straßenbahn am ehesten schlecht be- kdmmen.— ät. lieber die neuen Erhöhungen im Berliner Stadt», Ring» und Vorortverkehr sind bis jetzt noch keine Entschei- düngen gefallen. Wenn von verschiedenen Seiten behauptet wird. es seien Erhöhungen von 50 vom Hundert vorgesehen, so scheint diese Annahm« angesichts der geplanten Erhöhung im Straßenbahn- und Hochbahnoerkehr stark fehlzugehen. Die Entscheidung über die Erhöhung der Bororttarife wird erst dann zu erwarten sein, wenn die neuen Fahrpreise für Straßenbahn und Hochbahn feststehen. Der zirnächst für die Erhöhung der Stadtbahn- und Vororttarife in Aus- ficht genommene Zeitpunkt, der 1. Mai, wird also voraussichtlich weiter binauSgeschoben werden. Feuerwehr und polizeipräflüent. Eine„Amtspflicht" deS Feuerwehrmanns. Bei der Berliner Feuerwehr ist es zu einem sonder- baren Konflikt zwischen ihr und dem Polizeipräsidenten gekommen. Der Polizeipräsident bedeutet ja für die Feuerwehr, da sie eine Abteilung der Polizei ist, ihre oberste Spitz«. Schon immer hatte bei den Feuerwehrmannschaften so manche militä- rische Zutat ihres Dienstes, die für die Schlagfertigkeit dieser dem Volkswohl dienenden technischen Truppe wirklich ganz belanglos war, große Unzufriedenheit erregt. Seit der Revolution ist unter anderem auch der Wunsch laut geworden, die fortwährende Be» tonung des Vorgesetztenverhältnisses zu beseitigen. Ungeachtet der ablehnenden Haltung des Polizeipräsidenten beschloß die„Skr- einigung der Berliner Feuerwehrbeamten", die Vorgesetzten nicht mehr mit der Amtsbezeichnung, sondern nur noch mit„Herr" anzureden. Nun hängt die Würde eines fielen ManneS gewiß nicht von der Aeutzerlichkeit ab. ob er z. B. einen„Brandmeister", einen .LZrandinspektor" usw. ails solche tituliert oder nicht. Aber ande- rerseitS braucht auch kein Mensch etwas für die Leistungsfähigkeil der Feuerwehr zu fürchten, wenn die Mannschaften einem Vor- gesetzten seine Amtsbezeichnung nicht mehr geben wollen. Doch der Branddirektor und mit ihm der Polizeipräsident war anderer Meinung. Unterm 8. März. hat der Branddirektor im Austrage de» Polizeipräsidenten bekannt gegeben, daß der Pollzeipräsident am 27. Februar gegen einen Feuerwehrmann, der wiederholt einen Vorgesetzten unter Berufung auf jenen Veremsbeschluß nur m:t „Herr" angeredet hatte,«ine Geld st rase von 20 Mark fest- gesetzt hat. Begründet wird die Strafe damit, daß die Interessen der Feuerwehrbeamten gegenüber ihren Vorgesetzten nicht durch den Berein, sondern nur durch ihren Vertrauensausschuß amtlich vertreten werden können. Diesem aber sei vom Polizeipräsiden- ten schon im September 1019 in Sachen der Amtsbezeichnung ein ablehnender Bescheid gegeben worden, der auf eingehenden Er- wägungen beruhe. Weiter führt der Polizeipräsident auS: „Das Verhalten des betreffenden Feuerwehrmann» dem Vorgesetzten gegenüber war durchaus ungehörig. Er hat die Pflichten verletzt, die ihm sein Amt auserlegt, und sich durch sein Verhalten der Achtung, de» An- sehens und des Vertrauens» die sein Beruf er- fordert, unwürdig gezeigt. Auf Grund von§ 2. 14, 15 des Disziplinargesetzes vom 21. 7. 1852 wird er daher mit einer Geldbuße von 20 M. sin Worten: zwanzig Mark) bestraft, die er an die Kasse der Feuerwehr abzuführen hat. Man erschrickt fast, wenn man diese Begründung liest. Der Feuerirekrmann soll die Pflichten seines Amte» verletzt und sich der Achtung und deS Vertrauen», die fein Beruf erfordert, un- würdig gezeigr haben! Das muß man wirklich zweimal lesen, bis man feinen Augen traut. Hat ein Feuerwehrmann keine wichtigeren und höheren Amtspflichten als die vor- schriftSmößige Zitu-lierubg ernes Vorgesetzten? Der einem Feuerwehrmann etwa zu machende Vorwurf der Pflichtverletzung und der DcktungS- und SZertrauensunwüvdigkeit wecken bei uns und gewiß bei dem allergrößten Teil der Bevölkerung die Vor- stellung ganz anderer Dinge al» solchen armseligen Titelkrams. Der Strafbefehl sagt noch, von strengerer Bestrafung werde diesmal nur abgesehen, weil der Mann irrtümlich sich auf den Vereinsbefchluß stützte. Tie Verfügung vom 11. 3. 1910 über die Verkehrsformen zwischen Mannschaften und Vorgesetzten der Feuerwehr bestehe zu Recht, und künftig würden alle Verfeblun- gen dagegen disziplinarisch strengstens bestrast werden. W i r glauben, daß Strasbesehle dieser Art nicht zur Steigerung der Berussfreudigkeit unserer Feuerwehr beitragen können. Richtig wär's, nicht nur die überlebten„Verkehrsformen Mischen Mannschaften und Vorgesetzten" zu beseitigen, sondern überhaupt die Feuerwehr von dem Drum und Dran militärischerAeußerltchkeitenzubefreien. Unsere Feuerwehrmänner sind keine im Rekruten alter stehenden Sal- daten, sondern technische Beamte, die meist schon in reife- rem Mannesalter stehen. Sie müssen täglich bereit sein, für unZ ihr Leben zu wagen. Möge man sie danach behandeln! Eine Diebesjagd im Auto. Der Gutsbesitzer Lang halte einen neuen 60-L.-Z.«Opel-Wcigen in einer Garage der Scbillerstraße untergestellt. Vor 14 Tagen verickwand der Wagen plötzlich und mit ibm der Chauffeur Ernst B e 1 l e tz. Es wurde festoestellt. daß am Abend de« Diebstahl« der Chauffeur und sein.Freund" B u y w i 1 l den Wagen aus der Garage herausgeholt und am serben Abend an einen gewissen Wilcke für 42 000 M. bei kaust hatte, der zur Bedingung machte, daß der Wagen nach Frankfurt a. M. gebracht würde. Sckon am nächsten Morgen verkaufte Wilcke den Wagen an einen gewissen Jo tt le�w Ski und dieser verschob ihn am gleichen Tage für Schubartb auS Barmen. Dieser Frankfurt. Jnrwiichen hatte ein Frankfurt gefunden und wollte und Butzwill verhasten. Diese sausten mit dem Auto davon. Der 110 000 M. an einen Hehler übernadm den Wagen in Deteltiv die Spur in die beiden Diebe Pelletz waren jedoch gewarnt und Detelliv verfolgte sie in einem zweiten Wagen bis nach Leipzig. Hier ging die Spur der Räuber jedoch verloren. Die Diebe wandten sich nach Dresden und übergaben hier dem inzwischen benachrichtigten Schubarth da« Fahrzeug. Dieser verkanite von Dresden den Kraftwagen sofort für 130000 M. nach Ohligs im Rheinland. Inzwischen halten die Beriolger die Spur der Schieber wieder aufpesunden und veihastelen Schubarih und Butzw'll in einem Dresdener Cafö. Bei dem Hehler wurden von dem Erlös des Verlaufes noch 104000 M. gesunden und beschlagnahmt. Auch der Kiasiwagen wurde vor zwei Tagen in Ohligs wieder auf- gesunden und beschlagnahmt. Das Auto, sowie die bei Schubartb beschlagnabmie Summe wurde dem Besitzer des Krasiwagens zu- gestellt, da für die Reparatur des Fahrzeuges, der bei der Hetzjagd gelitten hatte, ihm gerichtlich eine größere Entschädigung zugesprochen werden dürste. Sch. gestand, mir seinem Komplizen auch andere Aurodiebslähle ausgeführt zu haben. Der große Leinendiebstahl aufgeklärt. Bei efiient verwegenen Einbruch erbeutet«, wie wir berichteten, eine Etnbrecherbande auf dem Grundstück F r i e d r i ch st r. 5/0 für eine Million Mark Lei- nen. Die Einbrecher drangen dort in den Lagerkeller des Skr- bände» Deutscher Leineweber ein und schafften die Deute nit einem Fuhrwerk fort. Wie inzwischen von der Kriminalpolizei festgestellt werdctn konnte, brachte der Wagen die werwolle ibeute durch d e Giischiner- und Warschauer Straße nach Hohenschönhausen. wo sie zunächst in der Laube eines Fuhrmannes niedergelegt wurde Dann machte sich einer der Einbrecher auf den Weg nach Berlin um einien Abnehmer dafür zu suchen. Er fand auch einen Käufer für die Hälfte der War«. Das gleiche Fuhrwerk bracht« diesen Postan dann zunächst zu einem Schankw rt in der Müncheberger Straße, von dort ging sie nach der W a l l st r a ß e. um dann gleich weiter nach der Stralauer Brücke verschoben zu werden. Auch für den restlichen Posten war für das vielbegehrte Leinen bald ein Abnehmer gefunden. Tie Ermittelungen fiihrten auf die Spur der verschobenen Ware und vorgestern gelang eS, die ganze Beute der Einbrecher wieder herbeizuschaffen und dem Bestohlonen w«der auszuhändigen. Von den Einbrechern fehlt noch jede Spur. Die Schülerschaften der HZHerrn Fachschulen Groß Berlins haben aegen die Aufstellung des Sckulg setze? für die Fachschulen E'n. spruch erhoben und sich dem Protest de? Berliner MagsstratS und � der Stadtverordnetenversammlung angeschlossen. Sie glaub-i ! nichts Förderl che? von einer staa'lichcn AuisichtSbeböcde erivart � ' zu können, die auS Scliulmännern besieht. Sic fordern, daß sie nu Dezernenten unterstellt werden, die ans den einzelnen Fachgebiccc hervorgegangen sind Bezüglich der Verwaltung in der Gcincind' fordern sie: Einen Vertreter der Schülerschaften sämtlicher Fachschulen zu dem Schulausschuß, für die Kuratorien der Fachschulen je«inen Vertreter der Schülerschaft. Einsetzung von Fachdezernenten zur Bearbeitung der Fachschulangelegenheiten. Die Sturmflut der Preiserhöhungen läßt auch den Berliner Friseuren keine Ruhe. Sie beabsichtigen eine neue Erhöhung der jetzt schon hohen Preis« für Rasieren und Haarschneideu. Die in Betracht kommenden Verbände der Friseure in Groß-Berlin haben bereits vor einigen Tagen zu den neuen Erhöhungen Stellung ge- nommcn und sind überein gekommen, in der allernächsten Zeit die Preis« um40his 100Prozent zu erhöhen. In Zukunft soll also in Groß-Berlin Rasieren 1 Mark, Haarschneideu 2,5 0 Mark kosten. verlorene Briestasche. Mn Partelgenosie verlor am Montag na»' mittag seine Brieilasire mit 17 0 Marl. M i t g l i e d S b u ch der Parte' mit grün er Lcgit'mationskarte, Notizbuch, Landslurmpotz, Ausweiskartc zur BetricdSrätcschule und einig« andere Briese. Der Verlierer bittet den ebr- tichen Finder, daS verlorene Gut zurückzugeben an Otto Aust, N33, Lim- burger Str. 14. bei Wetting. Die neue LuftbarkcitZstcuorordnung für Schönevsrg, die gegenüber der bisherigen eine Erweiterung des Kreises der «Steuerpflichtigen und Erhöhungen der Steuersätze bringt, ist von der Stadtverordnetenversammlung tztit einigen vom Ausschuß emp- «fihlenen Aenderungen angenommen worden. Sie weicht jetzt etwas ab von der für Berlin beschlossenen und bereits in Kraft 4SI Jan Krebsereuter. Seine Taten. Fahrten und Meinung«». Aufgezeichnet von Han» Müller-SchlSsscr. Gegen die Fensterbank gelehnt stand ein Mann mit offener Weste, die Kappe in den Nacken geschoben, das Ge- ficht mit Schweiß und Schmutz bedeckt. Er stierte mit glaser- nen Auaen vor sich bin und lallte in cineni fort:� „Alle meine Brüder sind gefallen! Alle meine Brüder!" „Mönzeberger?" rief Matthieu Krüll,„mondsüchtiger Kerl! Mach', daß du nach Hause kommst und dich ins Bett legst. Bist ja voll!" „Alle meine Bruüder" lallte der und fing an zu schluchzen. Matthieu Krüll sprang auf den Rand der Barrikade und schoß von da hinab. Er stand da. breitbeinig wie beim Schützenfest, wenn er sich vom Königsvogel den Kopf oder den Schwanz herunterholte. „Der deutsche Adler ist in der Mauser!" schrie er.„Sie wollen ihm die Schwungfedern ausreißen!" Neben ihm warf plötzlich ein Mann mit einem kurzen Schrei die Flinte in die Luft, reckte sich auf. fiel zur Seite und rollte hinab, wo er wie ein Sack liegen blieb. Das Blut sickerte ihm aus der Stirne und sammelte sich neben ihm zu einer Lache, in der die Flammen der Fackeln sich schauerlich spiegelten. Die anderen luden und schössen schweigend; in ihrer grimmigen Wut hielten sie die Lippen fest aufeinanderge- kniffen. Die Glocken der Franziskaner Kirche läuteten Sturm, ober es hörte sich so feierlich an, als ob sie ein Fest, eine neue Zeit einläuteten. � Matthieu Krüll warf seine heiße Flinte weg und hob Vflastersteine auf, die er zähneknirschend hinab auf die Sol- daten warf. „Ha. ha!" lachte er ingrimmig,„das räumt besser! Ha. ha! der saß! Du stehst nicht mehr auf! Habt ihr gesehen?!" rief er. indem er sich umdrehte.„Jan. hol' Steine!" Fan saß geduckt hinter einer umgekippten Karre und schielte nach dem Hause hinüber, über dessen Haustüre die der- goldete Bretel schaukelte. „Habt ihr gesehen. Freunde?!" rief Matthieu Krüll, aber niemand antwortete ihm. Einer nach dem anderen hatte sich fortgeschlichen. Matthieu Krüll sah sich allein auf der Barri» kade. Da brach er vor Erschöpfung und Verzweiflung in die Knie. „Laust! Verkriecht euch hinter dam Ofen!" schrie er. „ihr verdient eure Büttel und Nachtwächterl Fhr Packesel, die ihr nur zufrieden seid, wenn ihr die althergebrachten Ge- wohnheikssäcke auf dem krummen Rücken schleppen könnt! Ihr breitnasigen Philister, mit einer Prise Schnupftabak ist eurem Gehirn mehr gedient als mit der herrlichsten Idee! Fhr geistigen Kapaune, kräht auf eurem Mist, ihr lernt das Fliegen nie!" Er biß sich weinend vor Wut in die Fairst. Darm raffte er sich wieder auf und rief: „Nein! Und wenn alle gehen— ich bleibe?" Er ergriff seine Flinte, lud sie und sprang auf den Rand der Barrikade. Er zielte, aber ehe er abdrücken konnte, krachten ein paar Schüsse. Matthieu Krüll fiel hinterrücks herunter vor Fan? Füße. Sein Geiicht war nach wutverzerrt, und weit aufgerissen starrten seine Augen Fan dn. Aus einem kleinen Loche mitten in der Stirn tropfte Blut. ' Jan drückte sich, zitternd vor Entsetzen, hart cm die Karre, sprang dann über einen Haufen Steine und kroch ge- duckt an den Häusern vorbei bis zu Höffgens Bäckerei. Die HauStüre war verschlossen. Jan schaute voller Angst nach der Barrikade zurück. Die Pechfackeln schwelten verlöschend. In den benachbarten Straßen fielen noch vereinzelte Schüsse. Jon drückte sich an der Mauer entlang bis zur Keller- luke. Er hob sie ein wenig und kroch hinein. Er ließ sich los und fiel im Dunkeln auf einen Haufen Buchenholzscheite, mit denen der Baas seinen Backofen heizte. Mehrere pol- terten mit ihm herunter. Der Geruch des auf den Gestellen lagernden frisch gebackenen Schwarzbrotes kam ihm entgegen und gab ihm das wonnige Gefühl des Zuhause- und Ge- borgenseins. Jan stolperte mit vorgestreckten Händen wester bis zur Kellertreppe. Rasch lief er hinauf, huschte über den kleinen Hof, aus dessen Ecke ihm die dicke Messingkugel der Pumpe freundlich entgegenblinkte, und stieg, immer ein paar Stufen zugleich nehmend, die enge, gewundene Treppe zum dritten Stock hinauf. Auf den Zehenspitzen schlich er leise zur Türe der elter- fichen Wohnung. Ein schwacher Lichtschein kam durch die Ritzen. Er hörte die sanfte, helle- Sfimme seiner Mutter, und das Herz fing ihm an zu klopfen. Zaghaft drückte er die Klinke nieder und öffnete die Tür. Im Rahmen blieb er stehen und schaute mit zwinkernden Augen ins Zimmer. Seine Eltern saßen am Tische, auf dem ein Wachsstümpf- chen flackerte. Ein Hackbrettchen, von einer Tasse gehalten. stand davor, damit sein Licht nicht durch das Fenster fiel. Es war aber hell genug im Zimmer, denn der gelbrote Schein der Pechfackeln, die noch auf der Barrikade brannten, drang herein. „Wer ist da?" ftagte Grades. „Ich, Votter," antwortete Jan unsicher. Mit einem Schrei sprang Trüdeke auf, griff Jan bei der Hand und zog ihn an den Tisch „Ja, mein Gott, Jung! Kind, wo kömmst du denn her? Ist dir auch mx passiert bei der Schießerei?" Und sie preßte ihn weinend an sich Grades war aufgestanden. „Fan," sagte er, und seine Sfimme hatte einen ernsten Ton,„Jan ich denk', du bist auf der„Adelheid"!" „Ja. Vatter, bin ich auch gewesen, aber nit lang." „Dat mußt du mir explizieren. Jan!" sagte GradeZ und legte ihm seine Kielwasserschaufel auf die Schulter. „Mann," fiel rasch Trüdeke ein,„der arme Jung hat sicher noch nix gegessen— „Nee, Motter!" „Siehst du! Da komm rasch!" Und sie holte ein Stück Holländer Käse aus dem Schrank und Brat. Jan fiel sogleich darüber her und wahrend des KauenZ erzählte er seine Fahrten und Erlebnisse. „Hm. hm." machte GradcS, als Jan ferfig war,„und wat jetzt. Jung?" „Mann," antwortete Trüdeke rasch an Fans Steve,„laß den Jung erst mal richtig zu sich kommen! Dat können wir morgen all überlegen." „Ich sag'. Jan, Zackerzucker, sag' ich, deine erste Fahrt hat ja nix wie Havarie gehabt! Dat gefällt mir nit!" .Aber, Mann, im Anfang geht alles nit so glatt!" Sortt. folgt.) getretenen neuen Buftbartettajienerordnung, an bie der som Schöneberger Magiftrat vorgelegte Entwurf fich eng enlehnte. Die Wenberungen begmeden hauptsächlich eine flarere Baffung Bortrag bes Genoffen Buffe über Einheitsschule". Für Norbend in 1915; Waldemar Ernst Melin, erfchoffen 11. September 1915; Irving bamit tein tatsächlich Steuerpflichtiger fich ber Besteuerung ent gieben tann, Bel Stalbe, Damerotofir. 60. Gruppe 7 Bei Sangershaufen, Blorafir. TS.| Best Mater, exfeffen 2. Dezember 1915; Custenah Sanftoi Se Grubbe& und bei Romals, Bollantity. 81. Ueberall Beginn 7 Use. Sthsbach, zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilt im Oktober Uhr Frl. Friedensgarten. Morgen, 11. März. Berlin. Guh Ries, erschossen 27. Oftober 1915; Georg Theodor Breedow, erschossen 26. Oktober 1915; Robert Rosenthal, aufgehängt am 15. Juli 1915; Augusto Alfredo Roghen, erschossen 17. Dezember 1915; George Baur Beacon, sum Tode verurteilt am 17. März 1917, tober 1915. Also auch eine Frau. Und welches Weltgeschrei um Mig Cavell! 22. 21st. 7 10 Mitgliederversammlung bei Steffens, Landsberger aber später begnadigt; Fernanbe Buschmann, erschossen 10. OfDie Erhöhung der Rurtoftenfäge in beu Rrantenhäufern macht Fortschritte, In Neukölln wurde vor einigen Wochen die bom Magistrat beantragte Grhöhung von der Stadtverordnetenvertree 150. fammlung widerspruchslos angenommen. In Schöneberg wurde in der leßten Stabiberordnetenjigung bei einer Magiftrats. vorlage wegen Nachbewilligung von 208 150 M. sum Krantenhaus etat bom Stabto. Dr. Nordmann beantragt, den Magistrat um Grhöhung des Surfoftenfabes zu ersuchen. Mit den Stimmen ber Demofraten und der Deutschnationalen samt thren Anhäng. feln brang biefer Antrag durch. Die Bemeffung der Söhe des neuen Surfostensapes will man bem Magistrat überlassen, Groß- Berliner Lebensmittel. Berlin. Auf CI Rinberfarten eine Büchse Kondensmilch. Groß- Berliner Parteinachrichten. Heute, 10. März. Berlin. 2. st. 7 lbr Berfammlung im Augenbbelm, Linbenfic. S. Bortrag bes Genoffen Dr. Striemer über Die neuen Steuern". 21. übt. 7 Uhr Mitgliederversammlung bei Steffens, Randsberger Pee 150. Vororte. Charlottenburg. 74, Uhr Gruppenverfammlung im Augufta. Rafino, Kaiferin Augufta Alee 36. Thema: Bolitische Lage", Schöneberg. In allen bekannten Abteilungslokalen Abteilungs bersammlungen. Tagesordnung: Berichterstattung vom Bezirtstag. Lichterfelbe. 74, Uhr, Aula Diafeftraße. Genosse Dr. Slaton: Das Betriebsrätegeles". Brit. Zablabend in den bekannten Lotalen. Treptow- Baumschulenweg. 7 Uhr im Restaurant Sägerheim, Am Treptower Bart 67: Mitgliederversammlung. Ablershof. 7 Uhr Mitgliederversammlung im Rofal.zum Nats Teller, Bismardstr. 58. Adlershof Niederschöneweide Cöpenick. Der BollswirtschaftsKursus des Genoffen Dr. Lob mann fällt in diefer Woche aus, Friedrichsfelde. 7%, Uhr Mitgliederversammlung bei Saberland, Wilhelmitr. 38. weberitr. 101/104. Reinickendorf.West. Bahlabenb in Hartmanns Brauerei. Scharn. Bankow. Gruppe 1 bei Geinze, Berliner Str. 78. Gruppe 2 bei Engel, Mühlenftr. 45. Gruppe 8 bet Büsta, Kiffinger Strr. 76. Gruppe 4 bei Lindemann, Brunowfr. 1. Gruppe 5 bei Mojol, Floraitr. 71. Gruppe 6 Wir liefern an Private noch Möbel aus unserer eigenen Fabelk su foliben Trelfen und unterbalten tros bes Großen Materialmangels über 300 tompl. 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Ueber die Entstehung der Explosion läßt sich noch nichte Bestimmtes mitteilen. Von den Unglücklichen, die infolge der Explosion durch Trümmer verschüttet wurden, find bis mittag elf Zote und fünfzehn Schwerverlegte geborgen worden. Wie viele Leichen noch unter den Erümmern liegen, ist unbekannt. Biele Kolonnen find mit den Aufräumungsarbeiten beschäftigt. Der Be trieb ruht vollständig. Sein Saj mehr. In Gegenwoort soffreider Regierungsber treter fowie bes Ministers Destrée und des Brüffeler Bürger meisters Max fand die Enthüllung eines Denkmals zu Ehren ber gefallenen Schüler des Brüsseler Atheneums statt. Bei dieser GeLegenheit beschvor Deftrée die Schüler des Atheneum, fich fürderhin nicht durch Gefühle des Saffes au Unflugheiten verleiten zu lassen. Man müffe nun auch der Liebe wieder einen Blab ein genoffen. Der Haß zwischen den Böffern müsse nun aufhören. räumen, und zwar in erster Linie der Liebe zu den eigenen Bolts. Deftrée hat während bes Krieges in Italien den Krieg gegen Deutschland gepredigt um so anerkennenswerter ist sein Auftreten gegen ben saß. Mag war in Deutschland infermiert. Die in England erschossenen Spione. In London ist ein Buch über die deutschen Spione erschienen, die während des Krieges ergriffen und meist zum Tode verurteilt worden sind. Die Daily Mail" entnimmt dem Buche 15 Porträts und setzt die Namen dabei. Kupferle, verübte Selbstmord am 29. Mai 1915; Ludoviko Hurwizkh Es sind Karl Lody, erschossen am 6. November 1914; Antonie Bender, erschossen am 11. April 1916; Wilhelm Johann Roos, er. schoffen am 30. Juli 1915; Saide Betrus Marinus Janssen, erschossen 80. Juli 1915; Nor! Friedrich Müller, erschossen 23, Mai 1915; Postenlose AugenUntersuchung M. Riegel Spielmarkt 6-10 im HauseZunta Fir passende Gläser end guten Sitz wird garantiert. Metalifassungen von Mh. 6.50 am. 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Es fiebt feft, baß General Baperrine mit jeinem Biloten Bernard und einem Mechanifer Zamanrasset verlassen hat, und stvar mit Nahe rungsmitteln und Waffer für die Dauer von fünf Stunden bersehen. Der Abflug erfolgte gleichzeitig mit Kommandant Buillemin, der feinerzeit den gefährlichen Flug glüdlich beendet hat. Kommandant Buillemin hat das Flugzeug des Generals über der Oase TinBauatein aus den Augen verloren. Man nimmt an, daß Bernard berfucht hat, Ribal zu erreichen, wo sich eine Funkenstation befindet. Infolge bes Rebels ist er aber bort nicht eingetroffen und wahrscheinlich in offener 23 üste gelandet. Jugendveranstaltungen. SPOT SPICY Berein Birbeltesjugend Groh Berlin. Zentral Jugendheim. indenstr. 3, Ziteraturabend: Heinrich Seine.- Charlottenburg, Rosinen Friedrichshagen, Scharn ftrabe 4 b. 1: 28le follen mir manbern? meberstr. 105a, Mitgliederversammlung. Groß- Lichterfelde, Albrecht ftraße 14a, Mitglieberberfammlung. Raulstorf, Adolfstraße, Gemeinber fchule: Das Erfurter Programm. Lichtenberg, Bartaue 10, Distuffions abend. Martendorf, Gefangfaal bes Lyzeums, Ringstraße: Ferdinand Raffalle. Brenzlauer Vorstadt, Eichhorn, Danziger Str. 93: te foll Rosenthal. Gemeindeschule, Staftanienallee, Zurnabend man wandern? Südoften, Wrangelftr. 128, Gemeindefchule, Diskussionsabend. Westen, Baugewertschule, Kurfüh stenstr. 141. Vortrag: Sozialismus II. Vorträge, Vereine und Versammlungen. Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Bezirk Behlendorf. Morgen Donnerstag, den 11. März, 8 Uhr, bei Mende, Marinower Straße 12. play: Deffentliche Bersammlung. Bund der Konfeffionelofen, Chamisso- Schule, Schöneberg, Barbarossas Thema: Bir brauchen feinen Gott 1" Redner: P. Petersdorf und Dr. med. C. Levy. Wetteraussichten für bas mittlere Norddeutschland bis Donnerstag mittag. Borwiegend heiter, fühl, nachts Froft, meist troden. Trotz Preissturz gables Supfer per kg 19-20 Rotguß .. 18-19. Meffing. 10-11. 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Frau M. 3afte, Berlin, Nollendorffraße 10, 1. 24eumatismus geheilt. 7. Herr C. Obrhardt, G.- Lichterfelde, Ringstraße 52a. Chvenishes$ 6ftgelenkleiden wiederholt erfolgeeld behandelt. 8. Frau E. Hodorff, Berlin, Kelberger Str. 28/29 Jerven- u. Anochenhautentzündung gebeilt. 9. Frau Breuß. Bentow, Dammerowe. 54. Cungenbluten in vier Tagen vollenbig geheilt. 10. Frau E. Herzmenn, Schöneberg, Feurigstraße 61. Citernde Jiffel nach Blind armoperation geheilt. 11. Herr E. Rifter, Friedenau, Sponholaftraße 56. Bon Aniegeleufleben gegelt. 12. Frau M. Robomolec, Bev, Breslauer Str. 1 20tes 15 jariges Getzleiben gehafft. 18. Serr 1. Mubuer, Boinidendorf- en, Antonienftr. 8. Niefocuereliorang geheilt. 14. Frau. Sagel, Sachfenhaufen bei Oranienburg i. Mart Untert.Bluinngen n. Kevoeuletben geheilt.. 15. Frau Bw. Fehler, Berlin, Marienburger Straße 48. Darmgefwat geheilt. 16. Frau des Herrn Infpetters D. Seluri, Berlin- Tuledrichsfelbe, Ragoyle. Bon Geb. Anidung geheilt. 17. Sour Beich Bag, Berlin, Savelberger Git, 15. Bon even- und Blafenleiben, Wafferfucht, algom. großer Schwäe gebeilt. 18 Frau Reffaue. Seeing, Berlin, Schönhauser fee 37. Bon Balebowler Arantheit geheilt. 19. Frau 6. Boup, Berlin- Bichtenberg, Gärtnerfte. 10, Bon ron. Celben, Seasichwie uns Verstopfung goals. -20. Sone. Selabih, Berlin, Caprivi case 24. Son Gohis lupus geheilt; vorher mit Pedium erfolglos behandelt. 21. Herr. Hellwig, B.- Borgwalde, Craftftr. 25. Bon Magengelwulft, Berstopfung und Reevenfchwäche geheilt, 22. Serr Milchhändler alert, Berlin, Greifenbogener Geße 26. Bou glej- rheumafifgen mengon in Bein und gelent geheilt.- 23. Sort Gofaict C. Mihaelis, Charlottenburg, N. 87. Ben rondom Cebec. leiben und Obfuht gehe.. Frau 2. Rueve, Berlin- Stenberg, hamwebere. 62. Bon Herzfowie, Lobecanicollung geheilt. 25. Gohn Boul bes Weichenkellers Herrn Wilhelm Bon Saffner, Devlin- Wekend Beanienhaus. fawers Beinleiben geheilt. 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Denn es ist weder eine Vergoldug, noch eine durch weg gleichmäßige Legierung oder Mischung von Metallen, sondern eine wirkliche, echte Goldbede wird auf eine unechte Metallunterlage fest aufgebracht. 0 gestelltes Gold- Doublé nicht als„ echt Gold" bertaufen, obwohl es viel echter" ist als jene echten Möbel", denn beim Ruhnle Gold Doublé ist die Goldschicht nahtlos bergestellt, so daß außen überall tatsächlich echtes Gold ist. Unser Ruhnke Gold Doublé gleicht den fournierten Deshalb fönnen wir auch für eine Ruhnke- Gold- DoubléMöbeln. Der Tischler leimt bekanntlich eble Hölzer, wie Fassung zwei Jahre und für die besten sogar drei Jahre Eiche, Nußbaum, Mahagoni, in dünnen Blatten auf Garantie leisten, und zwar nicht bloß für dauernd goldbilligere Hölzer, und wenn Sie irgendwo Möbel sehen, gleiches Aussehen, sondern auch für Haltbarkeit, d. h., Sie die Sie für echte Eiche", echt Nußbaum", echt Mahagoni" erhalten in der Gatantiezeit alle Reparaturen umsonst, halten, fo find es stets die fournierten, denn andere gibt auch wenn diese durch Ihre Schuld entstanden sind. " Alles Gold wird zum Tagesprelle angetauft und in Bahlung genommen SO Oranien- Str. 44 zwischen Morih, und Oranienplay Roftbujer Damm 10 nabe Jandorf 0 Frankfurter Allee 14 nahe Tisg Am 4. März starb unerwartet nach kurzer Krant helt unser lieber Rollege Konrad Hugo Müller 10845 im 42. Lebensjahre. Sein opferwilliges Eintreten für unfere Intereffen sichert ihm ein ehrenbes Andenten. Das Personal der Mergenthaler Segmaschinenfabrit. Die Einäschernng findet ftatt am Donnerstag, 11. d. Mts., um 3 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße Sozialdemokr. Verein Berlin( S. P. D.) 2. Abteilung. Am 4. März verstarb unfer langjähriges Mitglied Friedrich Schulte Ehre seinem Aubenken! Die Einäscherung findet heute Mittwoch, 10. März, nachmittags 4 Uhr, im rematorium, Gerichtstraße, tatt, 10876 Um rege Beteiligung bittet Die Abteilungsleitung Spezialarzt Dr. med. Hasché[ direkt am Friedrichstr. 90, Stadtbahnh. pr. 10-1, 5-8. Sonnt. 11-1. Harn- u Blutuntersuchung Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß OranienFriedrichstr. 125 burger Tar Spr. 11-1, 6-8, Sonnt. 111 liarn- u. Blutuntersuchung Spęzlalarzt Dr. med. Grütering Weisslack Mobel für Boudoirs, Schlaf Zimmer Garten, und Dielen. Louis XVI. 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Massini, Vorsitzender. honisch anzurufen. VerficherungsVerein auf Gegenfeitig keit. Behördlich genehmigt. VolksGeschäftsstelle: C2 Feuerbestattungs- Burgftraße 27 Verein Groß- Berlin 1913 Telephon: Norben 10 787. Alte Zahngebisse ordentliche mitgliederverſammlung laut-, Harn-, Unterleibsteid. 8ahn 20 m. u. mehr( wenn echt) Männ. u. Frauen, Blutunvers. Knopfftift 8 M. täglich von 9-6 Chausseestr., Stett. Bhf. Spr. Invalidenstraße 35, Ecke kauft Weiß, Prinzenstr.5 part. 地 11-1 u. 42-6/ 2, Somnt. 11-12 Hochbahnstation. Fahrg. vergüt. Spezial- Behandlung You Haut-, Harn-, Unterleibsl., Frauenleid., spez. veraltete Urinhartnäckige Fälle, Schwäche; Salvarsan- Kuren. Blutuntersuchungen, Licht- u. Finsen- Behandlung. Elektr. Durchleuchtung, Bestrahlungen Getrennte Wartezimmer für 144/ 3* Damen und Herren. Aerztliche Hellanstalt. nahe Alexanderplatz. Löser, Minzstr. 9, 9-1, 4-8, Sonntags 9-1 Dr. med. 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März 1920 in Händen des Borsigenden sein. um berücksichtigt werden zu können. Es wird gebeten, pünktlich zur Bersammlung zu erscheinen. Am Tage der orbentlichen Mitgliederversammlung wird die Geschäftsstelle um 1 Uhr geschloffen. 8ur gefälligen Mitteilung, daß die Mitgliederzahl 20 000 297/4 überschritten ist. Der Borstand. Spezialarzt Dr. med. Coleman Achtung! S.P.D.- Metallarbeiter! Sprechstunden 9-1, 5-7% Gonntags 9-1 Friedrichstraße 91/92 de Dorotheenftraße. Teilzahlung geftattet. Spezial- Arzt für Haut, Harn., Blasen, Unterleibsleiden, nervöse Schwäche, speziell veraltete Fälle, Salvarsan- Kuren, Urin u. Blutuntersuchungen. Separates Damenzimmer. Erste und älteste Heil- Anstalt Löser. Dir.Löser senior. Spezial- Arzt am Dr. Skotti. Freitag, den 12. März, abends 6 Uhr, in den Germaniasälen, Chauffeestraße 110: Versammlung sämtlicher auf dem Boden der S. P. D. stehenden Metallarbeiter Berlins. 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In der Tat. sie ist eine ganz andere! In der Provinz wenden sich nämlich auch eine ganze Anzahl entschieden rechts st ehender Blätter gegen diese Kandidatur, um nur einige der führenden zu nennen: die.Kölnische Zeitung", die„Chemnitzer Allgemeine Zei- tung", die„Leipziger Neue st en Nachrichten" usw. Ihre Gegnerschaft gegen die Kandidatur entspringt einem sehr naheliegenden Motiv: sie möchten ihrem an- gebeteten HeroS die Schmerzen eines Durchfalls ersparen. Vemonstrierenüe Kaüetten. Unter dem Ausnahmezustand find bekanntlich Umzüge der» boten. Aber die Herren Schüler der aufgelösten Hauplkadetien- anstatt Lichterfelde, etwa 1 Offiziere, eine Kompagnie der ehemali« gen Gar beschützen samt BataillonSmusik brauchen sich doch um NoskeS Anordnungen nicht zu lümmern. wenn sie höchstpersönlich sie zu verletzen geruhen. Di« Fahnen der Anstalt sollten durch wenige Personen mit der Bahn noch Berlin gebracht und im Kriegsministerium abgegeben werden. Statt besten marschierte daS ganze Korps, besten Zuiammc» setzung wir oben angegeben haben, durch Steglitz, Friedenau und Schöneberg noch Berlin, unter den Klängen des„Fridericus Rexu durch? Brandenburger Tor und die Wilhelmstraß« entlang. alio den höchsten Reichsbehörden demonstrierend, wie man die Gesetze achtet. An der vorhergegangenen AbschiedSfeier in Lichterfelde hatte auch Herr Ludendorff teilgenommen, der ja weit über da« Alter der Kadetten und der Mildemonstranten hinaus ist und ihnen da» Berbotwidrige ihrer Sbficht hätte vorhalten können- Aber man sah ihn nachher nur im Auto die Demonstrationsgegend abfahren. Die UeberftuuKenarbeit im Sergbau. Lohnzuschläge vo« Ivel Proz.— Sluftergewöhuliche Zulagen. E f s e«, S. Marz.(MTB.) In den gestrige» Verhandlungen betreffend Ueberarbeit i« Bergbau waren al« Abgesandte der Regierung Eisenbahnm'nister O e s e r» ReichSarbcitSminister Schlicke, RegicrungSrat Boden st ein, WchrkreiSkommandeur Generalleutnant Frhr. v. W a ck e r und ReichSkommissar S e v e r i n g vertreten. In den Berhandlungca wurde zwischen dem Zcchenverband einerseits und den Arbeiternehmer- und Angestelltenverbändrn andererseits für den rheiuifch-wrstfälische» Stein- kohlenbergba« im Anschluste an das vorläufige Abkommen vom 18. Februar ISA betr. Ueberarbrit vereinbart: Vom 15. März werde« die Belegschaften unter Tage wöchentlich zweimal im Anschluß an die regelmäßige Schicht je eine halbe lleberschicht zur Erhöhung der Kohlenförderung verfahre». ES find nach Möglichkeit alle Belegschaftsmitglieder unter Tage zu beteiligen. Belegschaftsmitglieder überTage ver- fahren, soweit erforderlich, entsprechende Ueberstunden. Alle» Belegschaftsmitgliedern wird für die in dieser Weis« ge- leisteten Ueberstunden statt de« tarifmäßigen Lohnzuschlages vo» 25 Prozent unter Tage ein solcher v»n100Prize«t, über Tage ein Zuschlag van 50 Prozent gezahlt. Für die an dieser Ueberarbeit beteiligten Belegschaftsmitglieder find folgende LebeaSmittelzulagen festgesetzt: Die wöchcn»- liche Bratmengr beträgt einschließlich der rationierten Menge und etwaiger Schwrrstarbeiterzulagen 3125 Gramm» die wöchentliche F e t t m e«> e ausschließlich der rationierte» Menge 1 Pfund. Der Preis für Brot und Fett ist der gleiche wie für die rationierte Menge. Da« Abkommen gilt für alle Belegschaftsmitglieder und für alle Zechcnoermeltnngru. Es kann mit Frist»an einer Woche zum Anfang der Woche beiderseits gekündigt werden. Reichstagswahlen im herbst. französische wilüerer. Ein �senerkampf in der Mark. Berlin, g. März.(W. T. SB.) Die Gemeinde Wernitz(Mar?) ist in den letzton Tagen dreimal von Wilderern boim�esucht worden. Heute nachmittag wurden in der Gomarckung Wernitz Wilddiebe festgestellt. Tie Einwohnerwehr wurde daraufhin sofort zu samrnenge rufen, um gegen die Wilderer vorzugehen. Es wurden acht Wilddiebe, die mit«inem Automobil von Berlin gekommen waren, auf frischer Tat gestellt. Tie Wild- diebe wurden aufgefordert, sich zu ergeben. Bier leisteten dieser Aufforderung Folge, die übrigen vier rerf lichten zu entfliehen. Die Flüchtlinge wurden mehrere Male aufgefordert, stehen zu bleiben. Bon den Verfolgern wurden, als die Auffordc- rung nutzlos blieb, Schreckschüsse abgegeben, die von den Fnehandsn mit Gewehrfeuer beantwortet wurden. Zwei der Wilddiebe ergaben sich, ein dritter'blieb verwundet liegen, und der letzte entkam. Der Verwundete wurde sofort zu einem Arzt»ach Wustermark gebracht, der indeS. nur noch den inzwischen eingetretenen Tod feststellen konnte. Bei der Vernehmung'un Amtsgebäude zu Wernitz stellte sich heraus, daß die Wilderer, die sämtlich Z»t>ilklerdung trugen, Angehörige der französischen UeberwachungS. kommission für da» Flugwesen in Charlottenburg, waren. Der Tote ist der Soldat Ren(J Jaumouillet. Das Auswärtige Amt hat auf eine Anfrage des Ge- meindevorsteherS in Wern.tz geantwortet, daß die Leiche des«r- schosienen Franzosen einstweilen in behördliches Gewahrsam zu nehmen sei. Die übrigen französischen Soldaten sind nach ihrer protokollarischen Vernehmung entlassen worden. Der Inhalt der empfangenen Meldung ist vom Auswärtigen Amt sofort dem hiesi- gen französische» Geschäftsträger übermittelt worden. . In der Rationalversammlung wurden am Dienstag zunächst Anfrage» erledigt. Abfl. Snnert(U. Soz.); Im Kefiel-Prozcß hat der Major Weber unter seinem Eide ausgesagt, daß da» sür Marloh» Flucht nötige, durch Sammlungen aufgebrachte Geld von ihm selbst angewiesen worden iei. wobei er ausdrücklich erklärte, daß er unbedingt iür die Ausführung des Fluchiplanes gewesen sei. Wa» gedenkt die ReichSregierung gegenüber einer solche« zugestandenen Gesetzes- Verletzung zu tun? Da ein Regierungsvertreter zur Beantwortunp nicht daS Wort nimmt, ist die Anfrage erledigt.(Lebhafte Zurufe bei den U. Soz.) Auf eine weitere Anfrage des Abg. Lunert(U. Soz.) erklärt ein Regiernngsvertrrter, der Reichswehrminister habe nicht geäußert. daß der Marloh-Prozeß seinerzeit aus gewissen Gründen nicht statt- finden dürfe; er habe ferner nicht gewußl. daz von einigen Reichs- wehrqruppenkomniandos Summen zur Ermöglichung der Flucht Marlohs ,ur Verfügung gestelll worden seien. Ebenso sei unwahr, daß der ReichSwehrminisier zugestanden habe, sich über die Jmmu- nität der Abgeordneten gegebenensalls Hinwegzuseyen. Aus diesem Grunde erübrige sich ein weitere» Eingehen auch auf diese Frage. Auf eine Antrage Dr. Becker-Hessenwa Ihre Versprechungen nicht halten, die Sie den Kriegshinterbliebenen, den Invalide» »iw. gegeben baden? Wir wollen der Nationalversammlung nur die Ausgabe zuweisen und haben dies von jeher betont, die Ver- fastung und die allernotwendigsten Gesetze zu verabschieden. Aber die Verfassung� namentlich ihr wirtschafispolitischer Teil, ist noch lange nicht beendet! Ich bedaure im höchsten Maße, daß es uns leider nicht möglich ist, auch noch die Reform der Strafgesetzordnung zu bembeiten. Denn je schneller wir den jetzigen Zustand, der lä'.igst schon dem RechtSgefühl weiter Kreise Hohn spricht, ein Ende machen, desto besser ist e«.(Sehr richtig!) Da« könnte Ihnen Pasten(zu den Dnat.), wenn wir Ihnen einen Schntzwall aufrichten würden, damit alle« beim alten bleibe. Nein, wir haben die Bervflichtung, eine neue Ordnung zum Sieg zu führen. Und nun die SozialifierungSgefetze! Ich bedauere eS nur, daß die traurige Lage, in der wir uns befinden, e« noch nicht mög- lich macht, fie in ganz anderer Weife durchzuführen, als e» geschieht. Denn wa» jetzt geschehen ist. ist nur etwa» völlig Ungenügende«, und meiner Freunde Streben ist eS, daß wir auf diesem Wege weiter kommen, der z« einer vollkiminm» echten Sozialisiernng führt.(LebhasteS, sich wiederholendes Bravo!) Abg. Trimborn iZ.) und Brodauf(Dem.) erNären sich gegen eine vorzeitige Auflöiung der Nationalversammlung. Abg. Henke(U. Soz.) wünscht im Auftrage seiner Partei baldige Neuwahlen. Reichsminister Dr. David weist die Angriffe der Unabhängigen zurück. Wenn jemand der Reaktion Vorschub geleistet und positive Arbeit unmöglich gemacht habe, so seien da» die Unabhängigen ge« wesen. Ab«. Heiutze(D. Vp.): Der Einficht, notwendige Gesetze, wie die Abfindung der geschäoigien Auslandsdeutschen, zu erledigen, verschließen wir un« nicht; aber für die neuen Aufgaben, die zu lösen find, muß ein neues Parlament berusen werden, da» frei ist von der Dissonanz mit dem Volkswillen, wie da» bei der beutigen Nationalversammlung der Fall ist.(Lebhafter Beifall recht«.) die Abstimmung. Nach verschiedenen persönlichen Bemerkungen werden die beiden ersten Punkte de« Antrage«, ersten», alsbald mitzuteilen, welche Gesetzentwürfe die Regierung der Nationalversammlung noch vorzulegen gedenkt, zweitens, die Entwürfe zum Reichstags, w a h l g e s e tz, zum Gesetz Über die Wahl deS ReichSpräst« deuten und zum Gesetz über Volksentscheid allermöglichst zu beschleunigen, mit großer Mehrheit angenommen. Die Ab- stimmung über Punkt drei: die Rationalversammlung wolle sich ab 1. Mai 1020 iür aufgelöst erklären, erfolgt namentlich und ergibt Ablehnung des Antrage» mir 176 gegen 60 Stimmen bei drei Enthaltungen. Bei Festsetzung der Tagesordnung beantragt Abg. Cohn (U. Soz.) al« ersten Punkt in der morgigen Sitzung eine allg— mein« Aussprache über die Befugniste der einzelnen Mitglieder des Hause» gegenüber der durch den Präfidenten zu beschützenden HauS-- Verwaltung. Anlaß gab di« durch Frau Dr. Sch'rrmacher(Dnatl.) betätigte Niederlegung eine» Kranze» mit schwarz-wetß« roter Schleife am Kaiser-Wilhelm-Denkmal in der Wandelhalle de» 5ieich«tage». S» kommt in einer kurzen Ausspräche, in der Prästdent Fehren- dach die Handlungsweise al« unter keinen Umständen angängig rügt. Es bleibt bei der vom Präfidenten vorg-ichlogenei. Tage«- ordnung: Nächste Sitzung Mittwoch, den 10. März, 1 Uhr,(Besitz- stsner, Kapitalerlragsteuer, dritte Lesunge«. Schluß 8 Uhr. Gewerkschaftsbewegung 18. 3. und Einreichung bedeutend niedrigever Forberungen unferer Wir stehen mun bor ber unumstößlichen Tatsache, daß dieser feits. Unsere Kollegen traben nach dem Bericht der Verhandlungs Geist sich auch gegen das Gemeineigentum wendet, das m viel tommission am Sonnabend, den 6. März, für fofortige Arbeits- höherem Maße schusbedürftig ist als das Privateigentum, das der Drohender Streik der Buchbinder in Buchdruckereien. nieberlegung ein. Dieser Beschluß wurde am Montag, ben 8. März. Befiber selbst in höchstem Maße zu schüßen bestrebt sein wird. Ohne auch in die Tat umgesetzt. Die in den Buchdruckereien beschäftigten Buchbinder hatten bis Am Montag trat der Schlichtungsausschuß zusammen, dessen gemeinwirtschaftlichen Geist in einer ganzen Arbeitsgemeinbor kurzem die gleichen Löhne wie ihre Kollegen in den Buch Spruch, wie bereits berichtet, von den Arbeitern der Branchen mit schaft ist Gemeintvirtschaft ein leever Begriff und wirtschaftlich ein Unglück. In der Gemeinwirtschaft muß jeder jedes Teil, mag bindereien. Das ist jezt anders geworden, seitdem im vorigen übermältigender Mehrheit abgelehnt wurde. Jahre ein Reichstarif für das Buchbindergewerbe abgeschlossen wurde. Bis zur Stunde haben 65 Herrenmaßgeschäfte und 28 Damen- es noch so gering und wertlos erscheinen, als schu bedürftig An den Tarifverhandlungen waren auch die Buchdrudere befizer maßgeschäfte die Forderungen bewilligt. Es ist also nicht wahr, betrachten und es sorgfältiger behandeln, als wenn es sein durch einen Vertreter beteiligt, der die Annahme des Tarifs durch daß die Arbeitgeber nicht in der Lage find, die Löhne zahlen zu privates Gigentum wäre. fönnen. Die Gesamtzahl der Streitenden beträgt Jm Reichswert Spandau, in dem seit Mai ein be= die Buchdruckere befizer in Aussicht stellte, aber die Unterzeichnung airta 8000 Personen. Die Stimmung unter den Streifen- fonderer Sicherheitsdienst eingerichtet ist, wurden Diebstähle im ließ bis jegt auf sich warten. Neuerdings haben die Buchdruckerei- ban ist derart, daß sie gewillt sind, den Kampf fortzujesen. Werte von 2,287 Millionen Mart festgestellt, von denen für befizer zwar erklärt, daß sie die allgemeinen Bestimmungen des Reichstarifs zwar anerkennen, fich aber entschieden weigern, die 18 Millionen Mark wiedererlangt werden fonnten. Die Diebstähle, felben Löhne zu zahlen, die für die Buchbindereien vereinbart find. die nicht ermittelt werden konnten, hinzugerechnet, dürften sich ficher Beträge von 10-15 Millionen Mark ergeben. Und nun beDie Buchdrudereibefizer fagen, fie fönnten deshalb nicht die gleichen Löhne bewilligen, weil die in den Buchbindereien gemachten Buchachten wir, daß das gesamte Gut dem Reich gehört, der Bolks. binderarbeiten wesentlich einfacher feien als die Arbeiten in den gesamtheit! Buchbindereien. Zu dieser Sachlage nahm am Dienstag nachmittag eine im großen Saale des Gewerkschaftshauses abgehaltene überfüllte Verfammlung der in den Buchdruckereien beschäftigten Buchbinder und Arbeiterinnen Stellung. Czerny, der über die vorstehende Angelegenheit referierte, stellte der Versammlung anheim, vor Anwendung der Kampfmittel erst den Schlichtungsausschuß anzurufen. Aus der Veriammlung wurde von verschiedenen Seiten mitgeteilt, daß eine Reihe von Unternehmern denen, die diese Versammlung während der Arbeitszeit besuchten, die sofortige Entlassung angedroht baben. ruht. Wir ersuchen die Kollegen und Kolleginnen, den Kampf zu unterstüben, das laufende Publikum kann auf unserem Bureau, Sebastianstr. 39, Adressen von Arbeitgebern erfahren, die die Löhne bewilligt haben. Wir ersuchen besonders unsere Kollegen in der besseren Herrenfonfettion, barauf Obacht zu geben, daß nicht Maßarbeit angefertigt wird. In dem Falle verlangen wir sofortige Meldung, damit eingegriffen werden kann. Die Reichstariffonferenz der Bankbeamten zum Schiedsspruch. Die am Dienstag in Berlin tagende Reichstariffonferenz der Pantbeamten bat nach eingehender Durchberatung des im Reichs arbeitsministerium gefällten Schiedsspruches einstimmig folgende Entschließung gefaßt: Aber selbst von den Diebstählen abgesehen, welche gewaltigen Werte gehen als Verluste für die gesamte Volkswirtschaft zugrunde durch Interesselosigkeit derjenigen, die sie mit aller Sorg falt hüten sollten. Sehen wir in die städtischen Betriebe, in die staatlichen Werte, Eisenbahnen usw., wir finden denselben Geist und dieselbe Interesselosigkeit, wie sie in den kapitalistischen Großbetrieben sich entwickelt hat. Diese Krankheit muß überwunden werden, wenn wir die Gemeinwirtschaft erstreben und wenn diese wirklich eine Die in der Verbandsgefchäftsstelle zu Berlin tagende Reichs- höhere Form der Wirtschaft werden soll. Wir brauchen also tariffonferenz des Allgemeinen Verbandes der Deutschen Bank bringend eine vödige geistige Umgestaltung, wenn jemals die beamten, an der teilgenommen haben: 1. Der Zentralvorstand, Sozialisierung Wirklichkeit werden soll. Diese geistige VerDie Veriammlung beschloß fast einstimmig, daß am 2. die Bentrale der Betriebsräte, 3. die Geschäftsführer des Ver- faffung macht erst den wirklichen, den echten Sozialisten, der heutigen Mittwoch in allen Betrieben die Arbeit bandes, 4. Vertreter großer Ortsgruppen aus allen Teilen des in jedem Stück einen Teil des Ganzen sieht. An seinen Taten Die Vertrauensleute sollen die Anerkennung des Reiches, gibt ihrer Ueberzeugung dahin Ausdruck, daß trop des wird man ihn erkennen! Der, der sich bückt, freiwillig, aus Aeichstarifs verlangen. Wenn diefelbe erfolgt, foll großen organisatorischen Fortschrittes, den eine Realisierung der eigenstem Antrieb, um ein der Gesamtheit gehörendes Stüdweitergearbeitet, im anderen Falle aber die Arbeit nicht wieder Reichstarifidee bedeutet, die Hauptpunkte( klassifizierung, Ent- chen an seinen Platz zu legen, der beweist sichtbar seine innerste aufgenommen werden. lohnung, sowohl der faufmännischen als besonders auch der ge- geistige Verfassung. Diese Verfassung muß aber durch Uebung werblichen Angestellten, Variabilität, Arbeitszeit, Mitbestimmung erlangt werden, auch dann, wenn es sich um Privateigentum hanrecht) im Schiedsspruch io unzulänglich geregelt find, daß belt. Zur Rettung aus unserer großen wirtschaftlichen Not fordern eine Empfehlung der Annahme dieses Schieds wir die Gemeinwirtschaft, in der das Interesse der Gesamtheit spruches nicht in Frage fommen tann. Die Reichs- auch für alle Teile bestimmend bleibt. Zu dieser Gemeinwirtschaft tariffonferenz ist der Meinung, daß es notwendig ist. die Mit- brauchen wir sozialistischen Geist. Ihn zu weden und zu entglieder des Verbandes nach vorheriger sachgemäßer Aufklärung in wickeln, darf keine Minute verloren gehen, damit schnellstens jene geheimer Abstimmung zu dem Schiedsspruch Stellung große geistige Bewegung entsteht, die uns aus der Demoralinehmen zu lassen. Alsdann soll der Wille der Majorität der Mitation und vor dem Abgrund rettet, an dem wir bereits hart glieder für die endgültige Stellungnahme des Zentralvorstandes stehen. Der Schlichtungsausschus soll auf jeden Fall angerufen werben. Achtung! Buchbindereiarbeiter und-arbeiterinnen in Buchdruckereien und Geschäftsbücherfabriken. Eine überfüllte Versammlung, von zirka 3000 Betionen besucht, hat gestern gegen acht Stimmen beschlossen, die Arbeit nicht eher aufzunehmen, bis die Anerkennung des Reichstarifs mit dem vom 19. Februar erhöhten Lohnabkommen durch Unterschrift gegeben ist. Die Vertrauensleute aller Betriebe haben heute früh laut Beschluß der Versammlung die Unterschrift bei den Ges schäftsleitungen einzuholen. Streitbrecher. Kollegen und Kolleginnen! Uebt Solidarität, feiner werbe zum Heute nachmittag 2 Uhr im Gewerfichaftsbaus. Saal 4: Bersammlung aller derjenigen Betriebe, bei denen der Vertrag nicht anerkannt wurde. Die Ortsverwaltung. Buchdruckerstreik in Düsseldorf. Wie ein Telegramm aus Düsseldorf meldet, find die dortigen Buchdrucker am Dienstag vormittag in den Ausstand getreten, da ihnen die verlangte außertarifliche Lohnerhöhung bon 60 Mart wöchentlich nicht zugestanden worden ist. Die bürgerliche Presse erscheint nicht. In Mannheim erscheinen zurzeit nur die beiden fozialistischen Blätter. Die übrigen Zeitungen glaubten den Lohnforderungen der Buchdrucker Trok bieten zu dürfen, Ste eine Erhöhung des Stundenlohnes um 1,75 M. forderten. Die Buchdrucker setzen im Interesse der Gesamtheit den Druck der Lebensmittelfarten fort. Der Streik in der Maßschneiderei. = Zum Streit in den Branchen der Herren, Damen- und Uniform Maßschneiderei sendet uns die Ortsver waltung Berlin des Verbandes der Schneider eine Zuschrift, der wir in Ergänzung unseres geftrigen Berichtes über den Streit folgendes entnehmen: maßgebend sein. Gebr. Stumm in Rheinland- Westfalen. W Die in der Briefumschlag- und Zuruspapierbranche beschäftigten Nachdem die Firma Gebr. Stumm Neunkirchen den Arbeiter und Arbeiterinnen nahmen am Montag in der Fortsetzung größten Teil ihrer Saarwerte an eine französisch- belgisch der am 19. Februar vertagten Branchenversammlung die Neu- furemburgische Gruppe verkauft hat, will fie den Schwerpunkt wahlen der Branchenleitung vor. Von 781 Stimmen ihrer Tätigkeit in das rheinisch- westfälische Industriewurden mit 723-330 Stimmen gewählt: Kaufmann, Marten, Gott gebiet verlegen. Stumm befizt hier bereits die Beche Minister schalk, Töpfer, Kulfe, Liesegang und die weiblichen Mitglieder Achenbach. Die Gelsenkirchener Gubstahlwerke, die Baube, Mittermüller, Mahn und Tharren. Nach einem Vortrage Stumms gekauft haben, sollen weiter ausgebaut werden. Für Reimanns über das Betriebsrätegese wurde noch auf die be- Gelsenkirchen ergibt sich der besondere Vorteil, daß es bezüglich der borstehende Kündigung der Tarife hingewiesen und die damit ver- phlen in ein Unabhängigkeitsverhältnis tommt, weil bundene Verpflichtung der Mitglieder, sich rege an den Versamm Stumm für die Beche Minister Achenbach bie Borteile der Hüttenzeche genießt. lungen zu beteiligen. Die Sungerlöhne im Bortierberuf. Auf die von der Rebensmittelversorgungsanstalt für die Armee und Marine in der Sonnabendnummer des„ Vorwärts" veröffentlichte Zuschrift bemerkt der Deutsche Portierverband, daß er seine Behauptung aufrechterhalten müsse, solange er von der Firma nicht die Gelegenheit erhalte, durch Einblick in die Verhältnisse sich vom Gegenteil zu überzeugen. Der Verband gibt der genannten Firma den Rat, sich zu diesem Zwed mit der Sektion 7 des Deutschen Transportarbeiterverbandes", Bayreuther Str. 31, ins Benehmen zu sehen; andernfalls müßte der Schlichtungsausschuß Groß- Berlin sprechen. " Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbände. Donnerstag, den 11. März, abends 7 Uhr, in Saverlands Festsälen, Neue Friedrichftraße 35: Ufa- Bersammlung der Angeftelten der Gesundheitsindustrie. Thema: Aufflärung der technischen Fragen des Betriebsrätegesetes. Mitgliedsbuch mitbringen. Zentralverband der Angestellten. Versammlungen am Donners tag, den 11. März 1920: Fachgruppe 2( Bertrauensleute und Ausschuß mitglieder der Gemeinde- Hilfskräfte Groß- Berlins) abends 7 Uhr im Dies dener Kafino, Dresdener Str. 96( Stellungnahme zu den Betriebsrätewahlen). Fachgruppe 7( Angestellte der Herren- und Stnabentonjeftionsgeschäfte) abends 7 Uhr, Sophiensäle, Sophienftr. 17/18. Fachgruppe 13, Sektion e ( Verbands zelfstoffbranche) abends 4,8 Uhr, Rosenthaler Hof, Rosenthaler hof. Rosenthaler Str. 11/12. Fachgruppe 17( Angestellte der MeblgroßHandlungen) abends 7 Uhr, Sophienfäle, Sophienftr. 17/18. Jugendliche Betriebsvertrauensleute( Vollversammlung) abends 7 Uhr, Englischer Hof, Seit langem ist die Stimmung der in diesen Branchen Befchäftigten eine derart unzufriedene getvorden, daß Arbeitsein stellungen fleinerer und größerer Art eingetreten sind. Am 14. Fe bruar wurden den Arbeitgeberberbänden Forderungen eingereicht, die auf einen 2ohn für männliche Schneider von 288 M. pro Woche und 6 M. pro Stunde aufgebaut waren. Für die weiblichen Arbeitskräfte erfolgte eine dementsprechende Forde- Alleranderftr. 27a. rung auf gerechte Abstufung. Die drei Arbeitgebernerbände lehnten jede Verhandlung ab, und erklärten uns höhnisch in Zuſchriften, baß die jest bezahlten Löhne bis zum 1. Mai 1920 unterrüdbar feien. Mein Wirtschaft. Es gehört doch Dir! Die Fischindustrie- Attien- Gesellschaft zum Betrieb einer Fisch industrie zur Verarbeitung von See- und Flußfischen, insbesondere für die Zwede der Räucherei und Marinierei uſtv., ist gegründet worden. Die Gesellschaft hat ihren Sit in urhaven, Aftienkapital 1200 000 m. An der Gründung sind außer Bleichröder die Disconte Gesellschaft Berlin, die Firma Warburg u. Co., Hamburg Direktor Burmeister, Nordenhamun, und Carl Busch, Berlin, beteiligt. Briefkasten der Redaktion. Jeber für den Brieftaften beftimmten Anfrage fülge man einen Buchstaben und eine Nummer bei. Briefliche Auskunft wird nicht erteilt. Eilige An fragen trage man in der Juristischen Sprechstunde. Lindenftr. 8. 1. Sof parterre lints. vor. Schriftftüde und Berträge find mitzubringen. M. 2. Unjeres Erachtens ist der Wirt verantwortlich. S. Gr. 14. Sie find zur Zahlung der Ergänzungssteuer berbflichtet, sofern Ste Vermögen befizen, das dieser Steuer unterliegt. Die Veranlagung erfolgt nach dem En kommen des dem Steuerjahr unmittelbar vorangegangenen Kalenderjahres und, sofern ein Jahresergebnis nicht vorliegt, nach dem 21. 6. 13. 1. Nur im Eandftrablnebläfe mutmaßlichen Einfommen. zu erzielen. 2. Die Eltern haben Anspruch auf die Sälfte des Nachlasses. R. G. 6 Wenden Sie fich an d'e Abwidlungsstelle des früheren W. L. 6. Unbekannt. 7. R. 30. preußischen Stiersministeriums. Ja, zu gleichen Zeilen, sofern es sich um den Nachlaß des Baters handelt. 5. F. 15. Nein. O. A., Geinndbrunnen. 1. Die Hälfte. 2. 11. 3. Nein. Baskontrolle. Fragen Sie bei der Ober- Rollbirektion an. A. B. 32. Sie müssen 55,- M. zahlen. 2. 10. Shre Tochter bat feinen Anspruch auf Witwengeld. F. P. 57. Wenden Sie sich an das Polizeipräsidium..$. G. 110. Verlangen Sie Lieferung des Wagens binnen einer furzen Frist und erklären Sie zugleich, daß Sie nach Ablauf der Frist die Leistung ablehnen und Schadenersaz wegen Richters C. 2. 10. Nein. füllung fordern werden. J. S. 8. Ihre Söbne Diefe Grundfaßtreue bewiesen sie ihrer Kundschaft nicht. Wenn sie dazu nicht in der Lage find, muß die Gebiet hat eine solche wahnsinnige Preissteigerung dem laufenden Es gibt viele Menschen, die machen einen Unterschied in find unterhaltspflichtig. Gemeinde die Stoften tragen. Alter Abonnent 96. Sie tönnen nichts Publikum gegenüber zu verzeichnen, wie das obige. Anzüge der Behandlung von Gütern, je nachdem sie ihr Eigentum sind oder machen. Bersuchen Sie eine gütliche Berständigung. G. R. 78. Ift zum Preise von 4800 M., Hosen zum Preise von fremden Besitzern gehören. Wie oft sieht man, daß fremdes Eigen zweifelhaft. Kommen Sie eventi. in die juristische Sprechstunde. 1500 M. gehören nicht zu den Seltenheiten. Die Arbeitgeber erzu Erben ein. Niederschöneweide 999. 1. u. 2. Nein. 3. u. 4. Ja. Eläven bei jeder Gelegenheit, die Kundschaft fönne eine weitere Be- tum, das am Wege liegt, zertreten oder durch Nichbaufheben 5. S. 75. Errichten Sie ein Teftament und setzen Sie sich gegenseitig vor der Zerstörung nicht gerettet wird! G. K. P. 1. Fordern Sie Berzeichnis von größerer Buchhandlung in lastung nicht tragen, genieren sich jedoch nicht, täglich höhere Hundert stolpern über den gleichen Gegenstand, niemand hebt Berlin und vom Verlage D. Trowisich in Frankfurt a. D. 2. In Dahlem Preise von ihrer Kundschaft zu fordern. 3. Ein Verzeichnis finden Sie im 3. Band, Teil IV, ihn auf! Man sieht am geöffneten Hahn Wasser zwedlos ab- und Potsdam. laufen, man sieht Lampen nulos brennen, man verschwen Seite 133 des Berliner Adreßbuchs. Im übrigen raten wir Ihnen, sich an 2. S. 80. Wenden den Gärtner verband, Luisenuser 1, zu wenden. det Kohle und Sela. Nur wenn die Beschaffung vom eigenen Sie sich an das Jugendamt der Stadt Berlin, Jüdenstraße. Dürite aber faum Gelde erfolgen muß, wächst das Interesse an der Erhaltung in Betracht tommen. K. 2. 66. Erlundigen Sie fich bei der Vereini und der fürsorglichen Behandlung. Dieser höchst traurige gung für Siedlung und Wanderung. Am Karlsbad 29 II. Zustand ist in seinen wirtschaftlichen Wirkungen gerade in berichten Sie einen Antrag an die Provinzial- Hebammenlebranstalt, Neutōun, febigen Beit der größten Not verhängnisvoll. Er ist das Ergeb. Martendorfer Weg... 200. Transportarbeiterverband, Engelufer 15. nie der tapitalistischen Wirtschaft, in der der Arbeiter in Berantw. für den redaktion. Teil: Artur Ridler, Charlottenburg: für Anzeigen: folge der Ausbeutung, der Loslösung von den Produktionsmitteln, Th. Glode, Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Bor. wärts- Buchdruderei u. Verlagsanstalt Baul Ginger u. Co. Berlin, Lindenftr. 8. Hierzu 1 Beilage. das Intereffe an ihrer Erhaltung vielfach verloren hat. In der Damenmaßschneiderei werden Löhne gezahlt in Höhe bon 206 M. für männliche und 146 M. für selbständige weibliche Schneider und bis zu 112 M. für Zuarbeiterinnen. Hier sind die Verdienste der Arbeitg ber noch gewaltiger. Die Kostüme wer den verkauft bis zu einem Preise von 9000 bis 10000 M. Trotzdem jammern diese Herren, fie könnten den ArBeiterinnen nicht mehr geben. Am 4. März 1920 trat der Schlichtungsausschuß zusammen und entschied, daß beide Parteien Verhandlungen zu pflegen hätten. Diese Verhandlungen fanden am 5. März statt. Was wollten die Arbeitgeber? Festlegung des Tarifverhältnisses bis zum 1. Juli Elektrische Inftallationen Ausführbar! für Fabriken, Wertstätten, Wohnungen, Geschäftslokale usw. Bohnungsinstallationen auf Wunsch gegen Amortisation. Technische Ratschläge( Ingenieurbesuch) fostenlos Ausstellung von Beleuchtungskörpern jeder Art Kommandantenstraße 8/ 85 am Dönhoffplatz. Stadtabteilung der Auerlicht Gesellschaft, Berlin 017. Rotherstraße 8/12 Fernsprecher: Alexander 1443-1447 2. 111.