AV» r#ö» veMgSprei»: S•tttltäfjtLai�-SDlL.monaH.t.F-SSl ftri me bau», oottnt» zahlbar. Poft- bMtt?: Monatlich 7,— Mk, r�fL?u> itellunzsgedühr. Unter Sreujbanb rüt Deutsch Inns und Oesterreich» Ungarin lk>Z> Ml» für da» übrige Ausland 14 50 mc» del tliglich einmal. Zustellung 2SS Rl. Poftoestellungen nehmen an Dänemark. Holland, autemburg, Schweden und die Schwey. Sin- getragen w die Bast- Zeitung»- Preisliste. Der»Borwärts� mit der Sonntag»- beilage»Boll lufleit" erscheint tnochen- täglich zweimal. Sonntag» einmal. lelegramm-Adrefse! .Sojlalftrmottal Serfltr". Abend-Ausgabe .—....— (20 Pfennig� Verlinev VolKsblstt Anzeigenpreis: Sie achlgeipaltene Roavarelllezeile kostet Z.S0 M»Teuerung»iuschwgS0°/» »Kleine Alnzeigeo-, da» iett- gedruckte Wort 7S Pfg.(zuliisiig zwei lettgedruckte Worte), jede» wettere Wort SO Pfz. Stellengesuche und Echlafstellenanzelgen das erste Wort KS Pfg» jedes weitere Wort 40 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zahlen für zwei Worte. Teuerungezuschlag 50V Familien-Anzeigen, poiltiiche und gewerlichaftttche Peretn»- Anzeigen t,— Ml. die gelle ohne Aufschlag. Anzeige» Kr die nächste Rummer müssen dl, 5 Ahr nachmittag» un HauistgelchSst. Berlin EW üS, Linden- ftraße S, abgegeben werden. Seiiffne! 00» S Uhr früh dl» 5 Uhr abends. Zentralorgan der fozialdemokrati fchen partel Deutfchlands Reöaktion und Expedition: SW. 6$, eindenstr. Z. svcrnivtsriiec: Amt Morivvla«, Nr. Z.-'elSo— I8IV7. Mitttvoch, den 7. April I9£0. vorwärts-verlag G.m.b. h., EW. 6$, ÄSndcnflr. 3- Fernsprecher: Amt Moritivla», Nr. 117 Sl!— 54. Geßler über öie Reichswehr. Minister G c ß l e r gab heute vor Pressevertretern einen kurzen SituationSbrricht über die Lage im ReichSwehrministrrium. ES handele sich zunächst darum, begann er, ein« K o n s o l i- dierung der Verhältnisse eintreten zu lassen, und vor allen Din- gen sei es sein Bestreben, die Aufhebung de» Ausnahme. zustandeS herbeizuführen. I» Thüringen ist die Aufhebung bereits erfolgt. Für TeilePreustenS steht ste in den aller- nächsten Tagen bevor. Außerdem wird bei einer künftigen Ber- hüngung deö Ausnahmezustandes die vollziehende Gewalt nicht mehr auf den Militärbefehlshaber übergehen, sonder» auf besondere Ztvilkommisfarc. Was die Verhältnisse in der Reichswehr anlange, f» muß man zwischen Heer und Marine unterscheiden. Zurzeit steht die Angelegenheit bei der Marine so, daß weder in Kiel noch in WU- belmöhaven sich ein Lfsizirr im Dienst befindet. In Kiel sind alle Offi.zier»stellrn mit Deckoffizierrn besetzt. In Wilhelmshaven bat sich da» gesamte Offizierskorps in Schutzhaft befunden. Ter Minister kommt dann auf dir in der Presse gegen ihn erhobenen Beschuldigungen zurück, daß er die Offiziere wieder aus der Schutzhaft entlassen habe. Die Entlassung sei zu Recht erfolgt, und zwar auf Grund einer Beschwerde, die g r s e tz- mäßig, und zwar nach den gesetzlichen Bestimmungen vom Jahre 1916 über die Schutzhaft, erfolgt fei und der der Oberrrichsanwalt stattgegeben lfabe. Die Verfolgung aller Beschuldigungen, die auf Grund des KapP-Lüttwitz-UnternehmenS. gegen die Offiziere er- hoben sind, findet«ichtdurchdieMilitürgerichte, sondern durch die Zivilgerichte statt, wie dies durch baS am Mittwoch voriger Woche beschlossene und am Sonnabend voriger Woche ver- kündete G e f e tz bestimmt wird. Für das NeichSwchrministrrium kann es daher nur darauf im» kommen, vorläufige Enthebungen von Kommando» stellen durchzusührcn. Einzelne Enthebungen find bereits bis zum Abschloß des g:gen die Offiziere schwebenden Verfahrens vor- genommen, z. B. ist der General M a e r ck o r, naturgemäß der Gr- neral von Lüttwi�, weiter die Generstle von Estors, Lettow-Borbeck, von Norries, General Strempel (Spandau), die Genrälr von Oven und von Hülfen beurlaubt. Ebenso sind der General von Bmmon und die kommandierenden Generäle von Breslau und Stettin von ihrm Posten ab- berufe». Das gleiche trifft für eine Reihe von General st abS- o f f i z i e r e n zu. Im Reichöwehrministerium selbst ist eine UntrrsuchungSkom Mission eingerichtet, der ein p a r l a- »r entarischer Unter st aatSsekretär beig.'geben ist. Die Brrwalmng kann aber im Augenblick nicht völlig umgestaltet werden; eS kommt darauf an, nicht nur die alte» Offiziere abzusetzen, so»- dern auch die richtige» neuen Leute aus die einzelnen Posten hinzubringen. Im Interesse der Reichswehr glaubt der Reichswehrminister daran festhalte» zu müssen, daß nicht»nf Grund von Denn«. »iationen hin Verabschiedungen erfolgen, sondern daß eine richtige Untersuchung vorgenommen wird. Hierbei ist die Schwierigkeit der Untersuchung nicht zu verkennen, ist doch der größte Teil der Offiziere von ihren Posten entfernt, zahlreiche Trupprnmassen befinden sich auf de,» Marsch. Ter Minister kommt sodann auf die Berhälwisse in d«r M a» rinebrigade Ehrhardt zu sprechen. Die E n t w a f f» nung der Brigade ist sehr schwer, denn es handelt sich dort um 5666 bis an die Zähne bewaffnete Leute, die sich nicht so ein- fach entwaffnen und fortschicken lasse«. Die Absicht, die Marinebrigade im Lager Lockstedt aufzulösen, ist durch die Hal- tung de» Eisenbahner vereitelt worden. Der Reichswehr- minister hat nunmehr bat Befehl gegebe«, die Brigade»nf eine« isolierten Truppenübungsplatz z« überführe«, wen» sich die Truppe« dort nicht freiwillig entwaffne« lassen, so wird die Entwaffnung mit Gewalt vorgenommen werde«. Bei Schluß des BlatteS ist der Bericht«och nicht bis zum Ende eingelaufen; wir werden darüber im Morgenblatt berichten und zu der Rede Stellung nehmen. verfassungssieg in Düsselöorf. Abkommen zwischen Stadtverwaltung und VollzugSrat. Düsseldorf, 6. April.(MTB) Zwischen der Stadt- Verwaltung und dem Bollzugsrat in Düsseldorf ist hrntr in Ausführung der Bielefelder Vereinbarungen vom 24. März ein für dir Uebergangszcit gültiges Abkommen getroffen worden, wonach die vollzichcuds Gewalt auf alle» Gc- bieten der Stadtverwaltung wie vor dem 13. März 1926 ausschließ- lich in den verfassungsmäßigen Hände« liegt. Tie Po- lizeiverwaltnng hat wieder in vollem Umfange ihre Ticnstoblirgen- heiten aufgenommen. Der bisherige BollzugSrat soll alSbald in den nach I 9 der Bielefelder Vereinvarungen zu bildenden OrdnungsauS- f ch u ß übergeleitet werden. Tie Sicherheitswehr wird als Orts- wehr im Sinne des 8 16 der Bereinbaruügeu anerkannt. Das Urteil öer Neutralen. Amsterdam, 6. April. Zum französischen Vormarsch schreibt „Nieuwe Rotterdamsche Courant": Formell ist die französische Regierung im Recht, wenn auch im Hin- blick auf die möglichekt mvralische« Folgen in der Tat bezweifelt »»erden kann, ob sie oerständig gehandelt hat.„A l g e m e e n Handelsbad" legt ausführlich dar, daß Deutschland getan hat, was es unter dem Zwang der Umstände tun muhte. Der französische Kriegsbericht. Paris, 7. April. Ein hior veröffenMchter Bericht lautet wie folgt: Tie gegen Frankfurt und Darmstadt eingeleiteten militäri- schen Operationen sind durchgeführt. Die daran beteiligten Truppen des 36. Armeekorps begegneten keinem Widerstand. Um n Uhr vormittags war die Emkreisung der beiden Städte und die Besetzung der wichtigsten Punkte an deren Peripherie vollzogen. Am Nachmittag besetzt«: unsere Kavallerie Hanau, das vorher von den deutschen Truppen geräumt worden war. Ein deutsches Bataillon der Sicherheitswehr wurde in Frankfurt in der Kaserne überrascht und entwaffnet. �blehnenüs Haltung Kopenhagen, 7. April.(DU.) Telegramme aus Washington teilen mit, daß in amerikanisch-politischen Kreisen d a S Vor- gehen Frankreichs in Teutschland in höchstem Maße gemißb�lligt wird Im Senat erklärten die Parteiführer, daß der Senat intervenieren würde, wenn amerikanische Truppen im Ruhrgebiet verwendet würden. Der englisch- amerikanische Vertrag zum Schutz« Frankreichs gegen emen eventuell«« deutschen Angriff aus Krankrmch. d«r gegenwärtig im Senat zur Ratifizierung vorliegt, dessen Beratung aber hinaus- geschoben wurde, wird vom Senat nach Anficht amerikanischer Kreise abgelehnt werden, wenn Fraickveich im Ruhrgvbiet eine militärische Aktion beabsichtigen sollt«. Wenn Amerika diesen Ber- trag ablehnt, ist England gleichfalls nicht mehr daran gebunden. Paris, 7. April. Agence HavaS meldet aus Washington: Der französische Botschafter Jüsscrand übergab am Montag die fran» zösische Note, in welcher die Negierung der Vereinigten Staaten um ihre Meinungsäußerung zur Besetzung von Städten des rechten Rheinufers ersucht wird. In unterrichteten Kreisen heißt eS, von der Regierung fei daraus bis jetzt noch keine Antwort gegebon worden. Es sei auch wenig wahrscheinlich, daß eine solche überhaupt erfolgen werde. Die Haltung Amerika? sei nur die eines Beobachters, den die Ereignisse interessieren. Tie Ver- einigten Staaten sehen in dem Vormarsch deutscher Truppen im Ruhrrevier keine Komplikationen, unter der Bedingung, daß die Truppen wieder zurückgezogen würden, sobald die normale Jage wiederhergestellt sei._ Die Glasgower Konferenz. London, 6. April.(Reuter.) Die GlaSgower Konfe- renz der Unabhängigen Arbeiterpartei beschloß den Austritt auö der Genfer Internationale. Nach Ablehnung des Antrages auf sofortigen Anschluß an die Moskauer Internationale wurde beschlossen, die Schweizer Genossen zu ersuchen, Beratungen über die Möglichkeit der Bildung einer einzigen, alle umfassenden Internationale zu veranstalten Die litauische Verfassung. Kopenhagen, 7. April.„DcrlmgSve Tidende" meldet aus Kownu: Ter Entwurf einer Verfassung für den litaui- schon Staat ist jetzt ausgearbeitet und wird unrnittelbar nach Ostern der VerfassungSkommission zugehen. Ter litauische Staat wird eine demokratisch« Republik vüt enwau Präsidonten als Obwhaupt werden. Das Parlament wird aus einer Kammer bestehen. Das Wahlrecht erhalten alle Männer und Frauen, die das 21. Lebensjahr abgeschlossen haben. DaS Parlament wird auf drei Jahre gewählt und kann nicht aufgelöst werden. Auch der Präsident wird auf drei Jahre gewählt, und zwar vom Parla- meni. Er kann nur einmal wiedergewählt werden. Der Ver- faffungSentwurf wird der Nationalversammlung vorgelegt werden, sobald diese im Mai zusammentreten wird. Attentat gegen Renner. In der Nähe von Leoben wurden auf daS Eisenbahngleis, das der Sonderzug des StaatskanzlerL� Renner passieren mußte, Eisenbahnschwellen gelegt. Der Zug des Kanzlers würbe rechtzeitig angehalten und so ein Un- fall vermieden. Venn ich Neichswehrsoldat wäre... Bon Erich Kuttner. Wenn ich ReichZwehrsoldat wäre, würde ich jetzt in eine genaue und sorgfältige Ueberlegung eintreten, wie ich miw beim nächsten Putsch verhalten soll. Natürlich würde ich diese Ueberlegung nicht auf rein moralisch-theoretischer Grundlage anstellen, sondern würde mir, da Soldatsein doch mein Brotbcruf ist. auch den Lohn zur Richtschnur dienen lassen, den die Regierung den Meuterern und den Treu- gebliebenen je nach ihrer Haltung zuteil werden läßt. Ich stehe also vor der Frage: Was geschieht mir, wenn ich meutere, und was geschieht mir, wenn ich treu bleibe? Die Regierung hat bereits erklärt, daß nur die A nsti f- ter der Meuterei bestraft werden. Straflos dagegen bleib:, wer dem Befehl der Vorgesetzten gehorcht hat. Ergo: Solange ich den Befehlen meiner Vorgesetzten ge- horche, kann mir nichts passieren. Meutern sie und ich meu- tere mit, so bin ich auf jeden Fall gedeckt. Gott sei dank hat ja beim Militär jeder einen Vorgesetzten. Fängt also die Meuterei oben beim Wehrkreiskommando an, so kann alles ohne Gefahr mitmeutern, was dem Wehrkreiskommando un- tersteht.' Der Befehl des Vorgesetzten deckt. Streng logisch kann überhaupt nur der höchste Vorgesetzte bestraft werden, von dem die Meuterei ausgeht. Wenn ich es also auch recht weit gebracht habe, sogen wir bis zum Regiments- kommandeur oder'zum Befehlshaber einer Brigade,— sobalv sich noch einer über mir findet, der meutert, brauche ich nur immer seinem Befehl zu. gehorchen, dann geschieht mir nicht?, auch wenn der Putsch schief geht. Glückt der Putsch, dann ge- schiebt mir natürlich erst recht nichts. Wie aber, wenn ich treu bleibe? Das ist eine s e h r bedenkliche Geschichte. Meine meuternden Vorgesetzten suchen mich zunächst unschädlich zu machen, sie schmeißen mich aus der Reichswehr heraus oder sie sperren mich gar ein. Da- gegen gibt es nur e i n Mittel: ich tue mich mit meinen treugebliebenen Kameraden zusammen und sperre meine meuternden Vorgesetzten ein. Aber— leider— habe ich daS Gefühl, daß so etwa? oben nicht gerne gesehen wird. Wenn der Putsch vorbei ist, sagt mir die Regierung mit väterlichem Tadel: Daß du ein treuer Kerl bist, ist zwar gut und schön, aber als Soldat solltest du doch wissen, daß es sich nicht schickt, an seinen Vorgesetzten Hand anzulegen. Während ich dummer Esel glaube, nur nach Recht und Gewissen gehandelt zu haben, wahrend ich mir einbilde, daß die von mir verhafteten meuterischen Offiziere in die dun- kelste FestungÄasematte gesteckt werden und zehn Jahre lang über ihr Verbrechen nachsinnen können, erklärt mir die Re- gierung nach Beendigung des Putsches, daß sich die Herren nur. in entschuldbarem Irrtum befunden hätten (sie haben nämlich ihren Vorgesetzten gehorcht), und setz! sie mir und meinen Kameraden— schwupp— wieder vor die Nase. Wie mich dann die Herren ansehen und behandeln, die ich vor acht Tagen in meinem treuen Eiser verhaftet habe. das kann sich jeder an den Fingern abzählen. Ein Bein ist beim Militär schnell gestellt.... Also: Von so einer brenzlichen Sache wie der Verhaftung meuternder Offiziere werde ich lieber mei�e Finge: lassen. Nun, dann werden die Offiziere mich aus der Reichswehr herauswerfen. Aber dann sorgt die Regierung für mich? Na ja, sie erklärt, daß ich wieder eingestellt iver- den müßte. Aber die Offiziere erklären einfach:„N e i n", und wenn ich nach der Kaserne komme und glaube, die Re- gierung hat für meine Wiedsreinstellung Sorge getragen. dann sagt der Herr Major:„Kerl, scheren Sie sich hier raus oder ich lasse Sie verhasten"._ Natürlich kann ich mich bei der Regierung über den Ma- jor beschweren. Aber der Amtsschimmel trabt leider lang- sam. Ehe ich eine Antwort auf nieine Beschwerde bekomme, vergehen Wochen. Derweil habe ich armer Teufel keinen Verdien st, keinEssen, noch nicht ein in al ein Dach über dem Kopf. Denn wir Soldaten haben ja nur eine Wohnung und eine Essensstelle: die Ka- ferne. Schließlich wird der Major auch irgendeinen anderen Grund berausfinden, tveswcgen er mich entlassen habe. Mit meiner Treue habe das gar nichts zu tun, aber ich hätte dock durch mein widerspenstiges Verholten die Disziplin gefährdet ich hätte Kameraden ausgehetzt, Pläne gegen die Osfizire gesponnen usw. Und da der Major ein zielbeloußter Meuterer ist, ich ober nur ein dummer, trcugebliebener Esel bin. io hat die Regierung zu seinen Gründen natürlich viel mehr Vertrauen als zu den meinen. Ich werde also auf der Straße liegen bleiben. Wenn nun sogar noch meine Kameraden mit mir eines Sinnes waren, so wird unsere Lage dadurch noch übler. Man wird uns zwar nicht alle heraussetzen; aber bei der nächsten Gelegenheit wird man der Regierung melden, daß die Truppe , bolsHvistisch. unterminiert" fei.• H n d d a S wirkt i in m e r. Tie Regierung wird mich und meine Kameraden schleunigst entlassen und dafür andere einstellen, die ihr von den Offizieren als„gut" bezeichnet werden, die sich nämlich immer nur nach. den Vorgesetzten richten._ Ziehe ich also das Fazit: Wenn ich mit den O f fi- z-ieren meutere, bleibe ich in der Truppe,. ob der Putsch gelingt oder fehlschlägt.� Halte ich jedoch der Regiernnß meinen Eid, so fliege ich sicher her- ans, wenn der Putsch gelingt, falls er aber mißlingt, so fliege ich enlweder auch heraus oder habe �doch noch die g r ö ß t e n. U u a n n e h mt i ch k e i t e n und Schikanen zu erwarten. �■ Es erscheint mir also als dos sicherste, daß. ich beim nächsten Putsch m i ch u m g a r nichts küm m e r e, o-? um die Befehle meiner Vorgesetzten, mögen diese hinzielen, wohin sie wollen. Meutere ich auf diese Weise mit, so tut mir das zwar leid, aber ich kann es auch nicht ändern. Im Herzen bin ich zwar für die Republik, aber die Regierung kann nicht von mir verlangen, daß ich für meine politische Gesinnung Beruf und Existenz opfere, zumal nachdem ich jetzt mitangesehen habe, wie einem großen Teil der Meuterer i h r c P u t f ch e r e.i weit besser bekommen ist, als den Besten und Treuesten ihre Anhänglichkeit an die Republik und die rechtmäßige Regierung.., * Aus dem Gedankengang eines simplen Reichswehrfoldaten kehre ich in den des Politikers zurück und frage die Re- gierung, frage de« Reichswehrminister: Sind sich die her- antwortlichen Stellen darüber klar, daß solche Gedankengange auf Grund der Ereignisie der letzten Wochen sich unfe'hl- bar in den Köpfen der Reichs wehr so ldaten festsetzen müssen?? Sind sich die verantwortlichen Stellen darüber klar, daß cm Umsichgreifen solcher Gedanken- gänge das sichere Ende der Republik beim nächsten Putsch bedeutet? Sind sie sich darüber klar, daß solche Ge- daickengänge nur durch energische und entschei- d e n'd« T a t e n der Regierung widerlegt werden können und daß, was in der Reichswehr in dieier Hinsicht bisher geschehen ist, auch nicht zum zc h n t e n T eil a u s r e i cht, um den Manuschasken die Ueberzeuanng zu. geben, daß Untreue bestraf t, T r c at e aber belohnt w i r d?.. ?in der Berliner Sicherheitspolizei sind er- smiiu.be und energische Ansänge gemacht worden. In der Reichswehr aber stehen als dunkle Punkte noch die Namen Wilhelmshaven, Alienburg, Reichswehr- r e g i in e n t L, 2. B a t a i l l o n, R e i ch s w e h r p i o n i e r- bgtaillon 15 und viele andere, die jeder Leser des„Vor- inärts" kennt., Es ist zwölfte Stu nd e! Wenn uun nicht die Re- gieruna durch energisches Zugreifen zeigt, daß in allen Fällen nnnachsichtkch das Unrecht geahndet wird und die Treue zu ihrem Recht kommt, dann geht ihr das Vertrauen der bisher : rengebliebenen TM der Reichswehr uiiwiederbrin g- 1 i ch v e r l 0 r e ii._______ Knechte, öie zween Herren öienen. Aus einer kleinen Garniso«. Au? Potsdam wird uns geschrieben: Zu dem am 3. April ttzSv bereits erschienenen. Artitck über die Zustände'w 2. Batl., Potsdam, sollen hier nachstehend noch einige Erlaiiternngen folgen, damit, die einzolnSii s Vor�-ige. allgemeiir persiandsiDr werden:■■.- ' Nicht' ch e n durch ihre Aktion im Ruhrgebiet den Einmarsch nach Teutschland erleichtern. Glücklicherweise ist das Echo, das. selbst die paihetischsien Aufrufe der„Roten Fahne" erwecken, immer nur ein äußerst mäßige®. Die Aktion der raubluftigcn Elemente im Ruhrrevier, die längst nicht mehr eine geordnete Arbeuerbewe- gung. sondern nur noch äin Beutezug verbrecherischen Gesindels war, dürfte der K. P. T.— insbesondere in den am schwersten betroffenen Landesteilen— weiteren Boden entzogen haben. Wenn nun die„Rote Fahne" durch ihre Aufrufe die B e r» breche? im Ruhrrevier unterstützt und damit die Aktion ihr.-r eigenen Anhänger durchkreuzt, so wird ihre wahre P r o l e t a- rierfreundlichkeit mehr und mehr in die rechte Deteutb- tung gerückt werden. Gipfel öeutstbnationaler Unverstbämtheit Di-„Deutsche Zeitung" beginnt eine wüste Hetze gegen den Chef der mecklenburgischen Sicherheitspolizei, den bekannten repn- blikwnischen Oberst Lange, weil dieser in den Putschtagen fest zur Regierung und zur Verfassung gostcmden hat. Während die Reichswehr in Mecklenburg unter Lntow-Vorbeck sich bekanntlich sofort auf feiten der Meuterer stellte und die mecklenburgische Reg'erung gefangen setzte, trat Oberst Lange ent- schlösse» auf feiten des Volkes und, da die SicherheitSivc-hr allein zur Niederringung des Putsche? in Mecklenburg zu schwach war, gab er auch Waffe'« an die srAanifierte Arbeiter»' f cha st. Nach Niederwerfung dos Putsche® hat Oberst Lange Von den 60 Offizieren der mecklenburgischen Sicherheitspolizei 13, die sich al® unMverlässtg erwiesen hatten, entlassen, während 4 freiwillig ihren Abschied nahmen. Daraus folgert die„Deutsch? Zeitung", daß. Oberst Lange für seinen verantwortu n gsvollen Posten nicht ge eigne! sei! Höher kann die Frechheit wobl nicht getrieben werden. Wir stellen mit Befriedigung fest, daß Oberst'Lange wie f ä m tlich e O ffiz i e re des Republikanischen Führerbund es,.die?«& zurMt de® Putsche® noch in Kominandostellen befandsn— außer ihm hatten noch Major M ülle r»B ra» de n bürg fRecklenburg- StrÄitz) und Major M ey n �Hamburg) KomrnandostsIIen der SicherheiiSpslizsi inn«, während sich in der Reichswehr kein«in- z ige r republikanisch organisierter Führer mebr in leitender Stelle befand— voll feine Schuldigkeit getan hat. In der gleichen Nummer behauptet die„Teuffche Zeitung", daß die Reichswehr in den Putschtagen steh glänzend bewährt und ihre feste Disziplin bewiesen habe. Frrmaiionen, deren IXnterofsizierkorp® ganz oder teilweise ihren Fühvern die. Gefolg- schaft verweigert hätten, feien„in den Augen jede® ehrliebrnden Soldaten meuternde Horden". Die Reichswehr habe bei politischen Wirren nichts zu tun, als fest und vertrauensvoll hinter ihren Führern zu stellen,— auch wenn diese offen da® Banner de® Aufruhr® und der Meuterei ent- rollen.— Gegen diese irrsinnig- Auffassung von Disziplin ist es um jede® Wort der Entgegnung sckude. Oirtsthast Merkwortr für Wähler. Im Kamp? um die znkünftige sozialistische Wirtschaftsordnung müssen wir 3 Tatsachen herausstellen: 1. Die Tilgung der Kriegsschuld an die Neger kann nur in Waren erfolgen. Wollen wir den Friedensvertrag erfüllen, dann wird bei uns aus Jahrzehnte hinaus größte Waren- knappheit herrschen! Was ist die Folge? Daß unsere Wirtschair® Politik sich aus dem Boden der Warenknappheit ausbauen, d. h. die Berte ilu ng der erzeugten Güter nach anderen Grundsätzen erfolgen mutz, als e® bisher geschah. Warum ist die freie Wirtschaft unhaltbar? Weil unter ihr die Verteilung nicht nach soziale« Grundsätzen erfolgt. Diejenigen gelangen allein i» den Besitz der Waren, die da® me i sie Geld besitzen, um sie sich in beliebigen Mengen anzu- eignen. Da® bedeutet Verelendung der breiten Volksmassen. 2. Damit auf jeden Kopf der Bevölkerung Mindestmengeu der lebensnotwendigen Waren entfallen, muß bei Warenknapphet! die verteilbare Ware sÄlüsselmäßig verteilt werden. Warum genügt nicht die Zwangswirtschaft? Zwangswirffchaft aus dem Boden bei freie n Wirtschaft ist, wie die Erfahrung gelehrt.hat» ein untaugliches Mittel, das Schleichhandel und Bestechungen erzeugt. Wie läßt sich da? ändern? Z. Nfit durch eine organisierte Wirtschaft. Vom v r p r o-, dukt bis zum Fertigfabrikat muß ein geschlossener Entwicklungsgang hergestellt werden, aus dem nicht® abseits entweichen' kann. Im amerrkanffchen I l e i' ch t r u st z. B. wird vom lebenden Vieh bis zur mit gefüllten Büchsen gepackten Ver- sandliste alles in einer Organisation hergestellt, im deutschen (5t"f ent ruft wird vom Erz bis zur fertigt« Maschine alle® in einer Organisation hergestellt. Die deutsche Gütererzeugung und Verteilung muß durch zentral geleitete Organisatisnen erfolgen, die übersehe» können, welche Mengen anteilig auf den Kopf der Bevölkerung entfallen. Wie kann das geschehen? Durch die Vergesellschaftung der ProduttionSm iftek. Was heißt das? Me Ilniernehmungen bestimmter Größe werden in Aktien gesellschaften umgewandelt, ihre Besitzer werden Direktoren. Alle Aliiengesellschasten werden zu Trustgesellschaften zu- sammengefaßt. die die Produktion der Fachgebiete leiten und an deren Erträgnissen das Reick» hervorragend beteilig: wird. In allen Gesellschaften sind die Arbeitnehmer an der Geschäfts- führnng zu beteiligen. In der Landwirtschaft sind die Gemeinden und Kreise zu Wirtschaftskörpern in Form von Aktiengesellichafien zu- sammenzuschließen. ?lnf diesem Wege läßt sich nach kapitalistischen Vorbildern in ganz kurzer Zeit die Wirtschast vergesellschaften und zu höchster Rationalisierung führen, derart, daß den tüchtigen Wirt- sch a f ts füh r e r n, den Leitern der Einzelbetriebe Spiel- räum für Initiative und eigene Jortschrittsarbeit bleibt, derart, daß der Wettbewerb der einzelnen Betriebe sich erhalten läßt. Eine sozialistische Mehrheit im neuen Reichstag hat die Macht, diesen Weg der Vergesellschaftung zu beschreiten. Daß das jetzige System der freien, organisationSIosen Wirtschaft nur zum Zusammenbruch und zu unerträglichen Verhältnissen führt, das spürt jeder Volksgenosse bereits deutlich genug am eigenen Leib. GroßGerlw ■ Worte gegen den Wocher. Da® Landespolizeiatni' beim StoatSkomnrissar für Volksernährung, da® sich, wie man sagt, auch mir der Bekämpfung des Wuchers beschäftigt, hat einen großen Gedanken gehabt. ES hat als ganz unfällbares Mitte! gegen den Wucher einen Auf- ruf erlassen, der mit den flammotchsn Worten anhebt: Nieder mit den Blutsaugern unseres Volkes! Tann tragt das Landesoolizeiau:'.. wie eben nur ein Lande®- Polizeiamt fragen kann: Gehörst Du auch dazu?— Kennst Dn einen Schleichhändler, Wucherer oder Schieber?— Warum zeigst Du ihn nicht an?— Warum beschützt Du ihn gar und hilfft ihm für einen Judaslohn Deinam Volke, unseren Kindern, unseren Müttern,' unseren .�ranken und Schwachen das Lebensmark aussaugen?— Warum kaufst Du ihm Schlc i ckhar. delswa ran zu Wucherpreisen ab?— Unser Volk muß zugrunde gehen, wenn e» sick nicht selbst hilft.— Okme jede Schonung nyiß der Kampf gegen dicke, unsere schlimim. sten Feinde gcfüdrl werden.— Bringt jeden zur tüizeige, vor allen»Dingen auch jeden Beamten, jedvn Helfersbelser, der um eigener Vorteile willen diesen Schurken hilft.— Nur auf diese Weise könnt Ihr selbst Euch vor dem Untergänge retten!— Beherzigt das ivohl und bandelt danach! Alle Staatsanwalt» fchaften und Polizeibehörden nehmen Anzeigen entgegen. Wer alle® das„beherzigt" hat und noch nicht weiß, toie er den Wucher bekämpfen soll, lernt es auch nicht mehr— ebensowenig wie da® LauheSpolizeiamt. Der Erfolg dieses Wortschwalls muß natürlich gleich Null sein, denn schließlich wird das LandeSpolizsi- amt wissen— cS weiß eS aber nicht, weil«S dem praktischen Leben xs kern ststht—. daß stst-o schönen Wünsche, unter den augenSlick« lichstt Verhäliuissen, ganz.unerfüllbar sind. Tor„Vorwärts" hat sich mit der katastrophalen Preis» Sawegumz bei den lebenswichtigen Bedarfsartikeln emgehend be» faßt und pastftve Vorschläge gemocht. Er bat auf die Notwendig- feit hingewiesen» in allen Stadtbeszirfen Kontrollk o m- Missionen zu SÄden, die in engste Vstckindung mir der P r e!?- Prüfung® stelle Groß-Berlin zu treten halben, die die Kom« «rffsionen über die Richtpreise unterrichtet und mit ihrem große.« Apparat an Kontrolleuren'den Kommissionen anD'e Hand geht. Wolcher Mensch kennt denn heute die„richtigen" Preise? Wer ist Wucherer und wer ist kein Wucherer? Nur wenn wir endlich ansangen, sozialistische Politik zu tvefben, die Waren, und Kaufhäuseir sozialisieren, den Handel rich- tig organisieren und die gewaltige Zahl von Zwischenhändlern, die entbehrlich sind, ausschalten, wird der Wucher van selbst verschwinden. Derartige Ausrufe sind wirkungslos urrd führen höchstens zur Erzeugung eines großem DenuMianteniumZ.?dur. weirn das Volk mit dem Stimmzettel>dafür sorgt, daß endlich ein« mal praktischer Sozialismus getrieben werden kann, dürfen w r eine Besserung der geradezu unhaltbar gewordenen Verhältnisse erhoffen. Riesenschwindel mit gefälschten Banknoten. Einen großen Schwindel mit tschecho-slowakischcn Banknoten hat die Berliner Kritmnalpolizei ausgedeckt. Drei der Hanptöeteiligien hat sie s e st g e n o m m e n. Ei« vierter wurde in München verhaftet. AN die tschecko-stowakische Revublik daranging, sich est« eigene Währung zu schaffen, stempelte sie die österreichischen Banknbstn und verband damit zugleich eine erhebliche Bk.rmögenSabgabe. Tee großen Noten zu 1000 und 3000 Kronen erhielten einen Stempel ausgedruckt, die kleineren eine Stempelmarke aufgeklebt. Durch diese Massnahme erreichte die tschecho-slowakische Republik für ihre eigenen Nrolen eine Kursstergernug von 30 Proz. Bald oder nutzten Schwindler und Fälscher das Vorgehen der Regierung aus. Sie verschaffieu sich österreichische Noten in großen Mengen» fälschten die Stempel und Stempelmarken und brachten die Tstnecha- flowakei um die Vermögensabgabe. Im Sommer v.?. schtff die Tschechrslowakei zurBekämpfUng dieser Fälschungen ein Sonder- g e s e tz, da® f'ir die Verbreitung der Fälschungen drakonische Stra- fen vorsah. Dadurch wurden auch viele harmlose Deutsche in schwere Mitleidenschaft gezogen. GefchäftSkeute, die zu der jungen Re- publik Beziehungen unterhielten, und Kranke, die die tschechischen Bäder aufsuchten, versahen sich in Deutschland durch ihre Banken mit tschechiostowakischen Roten und erhielten ohne üch oder der Banken Wissen sehr oft gefälschtes Papiergeld. Sooald sie eS innerhalb des Gebiet® der Republik bei der Abwicklung ihrer Geschäfte ausgaben, wurden sie ohne weiteres festgenommckt Wie viele Deutsche auf diese Weise in Haft gerieten und noch darin fitzen, ist gar nicht zu übersehen. Auch der Schaden, der den deutschen Banken und Privatleuten erwachsen ist, läßt sich«wch gar»:cht feststellen: noch den bisherigen Eomittlunaen geht cr jedenfalls in die Millionen. Bezirksoberwachtmeister Bufstr von der Ber- liner Kriminalpolizei ist'es durch umfassende Ermittlungen an der Grenze und im Innern des Reich® endlich gelungen,-dem Schwchel auf den Grund zu kommen. In Berlin ermittelte er mne D r« ck e r e i, in der Fälschungen in großen Massen hergestellt wurden, und eS gelang ihm auch, als die Hauptvertreiber der i-fäl- schnngen drei Galizier dingfest zu machen, einen Simon Redlich- «ms der Kaiserstr. 5, dessen Schwager Davis Wettstein, genannt Müller, der sick unangemeldet in Berlin aufhielt unck in Hamburg wohnen soll, und einen Markus Sternhell aus der Tiisseldor'er Straßsi W4&, Sternhell war in seinen Kreisen als der„B örsen- Vertreter der Grenadier siraße" bekannt. Er war auch bei der Produktenbörse zugelassen und verstand es zuzletch. sich an FondSmaklor heranzumachen und hei ihnen und durch sie her den Banken große Mengen gefälschter Noten anzubringen. Tie Verbindung'de® Dreiblatt® führte u. a. auch nach Müncken, dort wurde ein Galizier namens F r e i! i ch festgenommen. Dw Perhcksreien wollen von der Herkunft der gefälschten hioten, die sie m Umlaur brachten, natürlich nichts wissen. Es wurde aber bereit® seskgest.llü. daß Sternhell die gefälschten Roten fortgesetzt:n der Wohnung der Eltern de®„Müller" in der Äaisecstraße 38 in Empfang nahm. � Die Ermiiilunaen zur vollständigen Aufklärung des großen Schwindel® geben weiter. Die Beziehnunen der FSIst�r wessen auch nach Wien und Holland. Geschädigte Banken und Privatperfogmu, die noch keine Anzeige gemacht haben,»verde» ersucht, sich bu Bc- zirksoberwachtmeistor Buss'a im Berliner Pol!zeipräs'.d'"n-u meldet!. Liebling des Volks zu sei»»-.. Die Freunde der zum Teufel gejagten Kapp und Lüttwitz sind eifrig am Werke, im Volke Liebe undSympathio rur die Hochverräter zu wecken. Zu gerne möchten sie als die Lleb- linge de® Volkes erscheinen, und vor keinem Mittel schrecken>ie zurück, um dieses für sie unerreichbare Ziel zu erreichen. Wie während der kurzen Regiernngszeit der Meuterer ch auch»etzt noch die Lüge ihre vornehmste Waffe. Zum Beweise dafür das Das R e i ch s a r b e i t S m i n i st � r l u m Hai bakauntlich allen KriegSäcfchädigteit und Hinterbliebenen eine Extraveihilfe in Hohe der doppelten Monaisunterstützung bewilligt. Al® die Renten- empiänger bei der letzten Auszahlung für den Monat April das Dreifache ihres Monatsbezuges empfingen, waren sie nttürlich hoch erfreut. Auf dem Postamt R. 28 benutzte ein besser ge- tleideter Herr diese fretldige Stimmung, um ftir dm Meineidigen Stimmung zu machen, indem er den Rentenempfängern zurief: „Da sehen Sie, was die Kapp,'S« Regierung geschaffen hat". Der auf den Gimpelfang ausgehende Herr konnte sich aber gleich selbst davon überzeugen, daß seine faustdicke Lüge keinen Glauben fand, und daß die monarchistischen Trecker durch' igr letzte® Verbrechen am Volke sich auch noch den letzten Rest von Sympathien verscherzt haben. Alle® Schwind' � wird ihnen die ersehnte Liebe des Volke® nicht bringen. Zur Verbesserung des Straßenbahuwefe,lS, die dringend nw. ist. muß der Z w e ck v e r S a n d G? o ß- B e r l i n die Mittel dutc.- eine Anleihe beschaffen. Selbstverständlich kann davon keine Rede sein, daß bei der vom Zir-eckverband erworbenen Großen Berliner Straßenbahn die sehr bedeutende» Ausgabe,! für die jetzt ge- planten Erneuerungen und Erweiterungen sich aus den lausenden Einnahmen decken ließen. Diese reichen nickst einmal dazu, die au- den Vorjabren übernomuienen reckst erheblichen Fehlbeträge zu decken. Von den 150 Millionen Mark Verbandsanleihe, deren Ausnahme in der letzten Verbandsversammlung beschlösse,! wurde, sollen allein 1A> Millionen Mark für die Straßenbahn verwendet werden. Erforderlich sind 25®� Millionen zur Deckung schwebeder Schulden aus Neuanlagon früherer Jahre(Bahnkörper. Grundstücke, Gebäude, Wagen), 2214 Millionen zur Errichtung einer Haupttverkstat:(Wittenau), 25 Millionen zur Beschaffung der schon vor längerer Zeit in Auftrag gegeoenen neuen Wagen (100 Triebwagen, 130 Bettvagen). 12 Millionen zur Beschaffung stärkerer Motoren, die infolge dauernder Ueberlastung der Wagen nötig geworden sind, 10 MMonen zu Bahohossbauien(darunier 5 Millionen zum Umbau de® Bahnhofs in Westend). 25 Mittönen zum Ausbau des Bahnnetze®. Der Bund geprüfter Dekretäre und QbersekrelSre der Reichs. Post und Telegraphenverwaitnng veranstaltet am DonnetStag. den L. April, 71/, Ubr im großen SitzungSiaate des SerrenhanstS. Lcivziger Straße S, eine Kundgebung gegen die Einwirluno der Personalrefolm auf die Stellung der geprüfte» Sekret Sre und Oberfeftetäre. AarlZHorst.FriedrichSstlde.$,{e bewMzte» GewerVekohle«- knrtea ließen bei unserer Cr t? fohlen fieHe KarlShorfi, Tönhoffstr. 81, Limmer 1, in den SMenftsiunben zwischen 8 bi» MtS Uhr werktäglich, cm Sonnabenden von 8— 1 Uhr, gegen Vorzeigung bei Gewerbe- scheines zur Abholung bereit. Alle bis 38. April d. I. nicht abge- holten Karten werden nach diesem Termin an die Kohlenftelle Groß- Berlin zurückgesandt. Reinickendorf. Crin UntersuchungSnuSschuß wurde zur Fest- stellung der Beamten, Lehrer usw., die sich während dei Kapp-Lütt- Witz-Putsches alz unzuverlässig erwiesen haben, eingesetzt. Zweckdienliche Mitteilungen und Material bitten wir an den Gc- nassen Gemeinde-Vertreter Rod. Wilsdorf, Neinicke Udorf, Justus- ftraste 22, zu richten. Cfierfctcr des IrrrtibundeZ. Zu einer würdigen Osiersclcr geitaltete sich eine Zusammen Inns!, xu der die Berliner Freyschasten ihre ffreunde nach dem Blüthnersaal einluden. Aus tie vom Blntbner orchcfter vorlressiich wirdergegebene Ouvertüre»u.Prinz Igor' von Boro dlne iowie einige Schubcrilieder, die von Frau Maria Cranz mit schöner Altstimme wiedergegeben winden, folgte die Festansprache Heinrich Nien- kam PS, deS Cchöpscr» der Frevbundidee. Er wieS in leinen AuSsüb rurtget aus die Nolwcndigkeit einer Betonung de» Bernunitgedanken» hin und stellte al« Ziel des grevbundeS die Verwirliichung der Freiheit bin. Eine Packende Wiedergabe der S. Sinfonie Beethovens beschiop die schöne Feier. SchauiPlelbauS Ncntölln. Tie am 17. Mörz d.»eteitclfe Vorstellung von LcisingS..Minna von Barnhelm- findet am 12. April d.?IS. im grogen Saal der Neuen Well stait. Bereits für den 17. März gelöste Eintlittslarlen haben Gültigkeit für die neu angesetzte Vorstellung. Sroß-Serliner Parteinachrichten. Heute Mittwoch, 7. April: Gruppe Moabit, 37.— 41. Abt. Allgemeine Funktionär- und Betriebsve'.tiaucnslcute-Ronfcrcnz 7 Uhr im weißen Saal der Patzeuhoser Brauerei, Turmstiaße, Ecke Stromstraßc. Schöneberg. Allgemeiner Frauenabend S Uhr, Neu« RathauSsäle, MartinStr. SS. Genosse Joachim i»Die Frauen und der Kapp» Putsch-, Morgen Donnerstag, 8. April: Lichtenderg. Elternbeiräte der S. P. D. Sitzung im Lokal von Ltöbcr, Jungstr. 23. Neserent: Genosse Lebrcr Laatzig. Ntrderschönhauscn. 7'/, Uhr bei Koch, TreSckowstr. 13, Funkfionär- korsscrenz._ GewerMastsbewegung Eine Rechtfertigung öer Hegenrevolutionäre. Die„Deutsche Arbeitgebl-r-Zertuny" macht in ihrer Nummer vom-l. April auf die gewaltirwn wirtschaftlichen Schäden aufmerksam, die durch&aS tollkühne Unternehmen der Ki»pp-Lüttwid-Clique für das gesamte Land erneut ent- standen sind. Dabei weiß dieses Unternehmerorgvn auch nicht ein Wort scharfen Tadels gegen die Urheber dieses Putscheb zu finden. Man muß im Gegenteil in folgender Betrachtung eine Rechtfertigung der verbrecherischen Ziele der Gegen- revolutionäre durch die„Arbeitgeber-Zeitung" erblicken: Was di« Männer, die am 13. März eine neue Regierung aufzuvichtrn suchten, an sachlichen Anfgalben im Auge hatten, die Vinsetzung von Fachministorn, die Abwehr deZ Versuchs einer willkürlichen Ve rfafsungSändoru ivg usw.. wird auch von den Gegnern dioser Bewegung bei ruhigem Nachdenken kaum als ein so ungeheuerliches Verbrechen be- zeichnet werden können. TS handelte sich sigenuich um Dingc, die man auf anderem Weg« in aller Ordnung hätte er- ledigen Sonnen. Tie Mittel freilich, die man anwandte, waren ungeeignet, und wi« der Ausgang bewiesen hat, sogar in hohem Mäße gefährlich für die Wohlfahrt de» gangen Landes. Baden tm die obigen Bemerkungen eine indirekte An- erkennung der Rechtsputschiften. so wendet sich das Arbeit» geberhlatt mit nicht mißzuverstehender Deutlichkeit gegen die Arbeiterklasse, die nur durch die völlige Lahmlegung des Wirtschafts- und BerkohrslÄbens das Gelingen des verbreche- rischen Spiels unntöglich machen konnte. Es bezichtigt die„r ü ck s i ch t s l o s e n D e m a g o g e n", die den Streik für politische Zwecke gebraucht haben,„die Masse unseres doch sonst so vernünftigen geistig hochstehenden Volkes" ins Schlepptau genommen zu Hecken. Es nennt die Orgcmisationsführer„dunkle Existenzen", die ihr Sozialöemokratische§rauenkunügebung. Freitag, den st. April, nachmittags 5 Uhr, Lersammlung der Genoksiunen GroshBerlins im KriegervereinShau», Chausscrstr. V4. Genossin Bohm-Schuch, M. d. R., spricht iiüer: Die poli- tischeLageundbiekommcnden Wahlen. Genossinnen, findet Tuch vollziiblich ein zur einmütigen Kundgebung gegen die Reaktion für Freiheit, Recht und Wohlfahrt! Schäfchen inS Trockene zu bringen wußten und nicht zu finden feien, wo die Kugeln pfeifen;, diese Drahtzieher gehe es nichfs an, wenn späterhin Hunger und Elend der Verwüstung folgen. Solche Auslassungen de- Unternehmerblattes lasten er- kennen, daß es die'e große Abwehrbswegung der werktätigen Schichten gegm eine keck ihr Haupt erhebende Reaktion in ihrer tiefsten Regung nicht erkennen will. Die„Arbeitgeber- Zeitung" zeigt damit, daß sie die alte geblieben ist; unfähig, die wirtschaftliche und politische Umwälzung in ihren Tiefen zu erfassen, stellt sie weit über zehn Millionen Menschen als Verblendete hin, bloß weil sie es gewagt haben, einer kleinen Cligue von Staatsverbrechern mir dem Mittel der Arbeits- und Dienstverweigerung zu begegnen. Daß durch diesen Streik das deutscke Wirtschaftsleben unberechenbaren Schaden erlitten, braucht die„Deutsche Ar- beitgeber-Zeitung" nicht besonders zu betonen. Die Schuld daran trägt aber nicht die Arbeitnehmerschast, sondern die Sippe der Kapp-Lüttwitz. An diese Adresse mag sich das Unteruehmerorgan mit dem Freiherrn von R e i S w i tz, als dem Hauptschriftleiter, wenden. Es scheint indessen, daß die„Deutsche Arbeitgeber-Zeitung" nicht so sehr über den durch den Streik hervorgerufenen Schaden des deutschen Wirtschaftslebens lamentiert, als viel- mehr darüber, daß ihre reaktionären Häuptling« nicht die Wiederkehr vornovemberlicher Zustände haben herbeiführen können. Wäre ihnen da? gelungen, die„Deutsche Arbeitgeber- Zemmg" hätte sie gepriesen als die Männer einer neuen Zeit, auch wenn das Wirtschaftsleben noch größeren Schaden er- litten hätte._ vis Scharfmacher km Hoftwirtsgewerbe. Seit dem 13. März stehen die gastwirtschaftlichen Angestellten deZ Pschorr-Bräu, Tauen tzien- und Friedrichstraße, im Streik. Ter Jnhafier deS genannten Betriebes batte während deZ Generalstreiks seine Betriebe offen gehalten. Ten Streikbrechern wurde der doppelte Lohn gezahlt und zweimal täglich Fleisch verabreicht. Außerdem wurde diesen Leuten für den Fall, daß nach Beendigung des Generalstreiks die Organisation ihre Entlassuna durchsetzen sollte, die Weiteczabhing de» GehaktS auf ein kalbe» Jahr in Au?» ficht gestellt. Die 200 Streikenden haben ein dringende? Interesse, von dem Unternehmer zu erfahren, w» er auf einmal für die Arbeitswilligen das Fleiich her hatte? Sie verlangen einmutig die Eni- lassung dieser Verräter an der Allgemeinhelt. Ter Arbeitgeber aber .erklärt, daß es für ibn eine Ehrensache sei. die Arbeitswilligen zu schützen Daß hinter dem Arbeitgeber im Pschorr-Bräu die gesamte Unternehmerorganstatien steht, zeigt folgendes streng vertrauliches Rundschreiben: Streng vertraulich? Berlin, den A. 3. 20. Richtlinien für Streiksälle. 1. Man erkläre, ohne Befragung einer Organisation nicht» unternebmen zu können. Verhandlungen dürfen nur von Organisation zu Organisation geführt werden. 2. Durch Hiweise, daß andere Arbeitgeber Zugeständnisse gemacht hätten, lasse man sich nicht beeinflussen, da alle Arbeit- Heber an diese Richtlinien gebunden sind. 3. DaS Vorgehen der Angestellten ist. als Tarifbruch zu er- klären. Die Angestellten sind aus die Folgen aufmerksam zu machen. 4. Ein Ansuchen auf Schließung des Betriebe» ist aözu- lehnen. 5. Arbeitswilligen ist zu erklären, daß sowobl man selbst wie auch die Organisation voll für sie eintreten werden. 6. Sollte trotz Bemühen der zurückbleibenden Arbeitswilligen sich der Betrieb nickt aufrechterhalten lassen, so verlieren auch die Arbeitswilligen Anspruch auf Lohn und Beköstigung infolge höherer Gewalt. -treikenden ist zu erklären, daß sie fristlos entlassen T. Di« Stveikenben sin! unter Hinweis auf da» HauSrecht aus dem Betriebe und dem Hcuse zu weisen. Hierzu gehören auch die Funktionäre der Arbeitnehmerorganisationen. 8. Zweck» Schutz deS Betriebes ist das zustänvige Polizei- redier und da? Polizeipräsidium zu benachrichtigen. 9 Die eigene Organisation ist auf schnellstem Wege zu be- nachrichtigen. 10. Den sind. 11. Streikende? Personal ist unter keinen Umständen für die Streikiage zu bezahlen und auch nicht zu beköstigen. 12. Borscksstsse an da» Personal sind ebenfalls nicht zu lenten. 13. Streikendem Personal— nicht Arbeitswilligen, auch weim der Betrieb geschlossen wird— ist Wohnung mit tarifmäßiger Frist sofort zu kündigen. Diese Richtlinien sind zurzeit streng vertraulich und sorgsam aufzubewahren. Tie Mitglieder find verpflichtet, diese Richtlinien bei neuem Streik den Streikenden bekanntzugeben und berechtigt, sie auch im Original borzulegen. Glauben die Unternehmer wirklich, daß die Organisation der Gastwirtsgehilfen sich von der bisher geübten Taktik gegen Streik- brecher abbringen läßt? Daß die Scharfmacher im GastwirtSgewerbe mit ihren Rieseneinnohmen am liebsten wieder die wilhelminischen Zustände haben möckitrn, um das Personal erneut in die alte Hörig- keit zu bringen, ist bekannt. Einzelne dieser Herren waren auch so ehrlich, die» offen einzugestehen. Andere ähneln jener Clique von Offizieren, welche heute auf Kapp-Lüttwitz schwören, um sich morgen, wenn die Sache schief geht, hinter die verfassungsmäßig? Regierung zu stellen. Die Streikenden bleiben nach wie vor aus ihrer Forderung bezüglich Entlassung der Streikbrecher bestehen. Teilstreik beim Bau der Nord-Südbahu. Die Bauausführung der Nord-Süd-Bahn ist infolge Arbeits- niederleg ung abermals turterbrochen. Eine Korrespondenz meldet hierüber: Während deS Generalstreiks traten die Arbeiter auf der ganzen Baustreck« in den Ausstand. Auch an der sehr schwierigen Stelle, cm dem Tunnel, der unter dem Landwehrkanal gebaut wird, wurde die Arbeit niedergelegt. Da keine Notstandsarbeiten geleistet wurden, lief die Baugrube voll Wasser, so daß nach dem General- streik die eingedämmte Stelle des Kanalbeite» einstweilen leer- gepumpt werden mußte. Nach dem Generalstreik wurden einige Arbeiter, die sich angeblich als unzuverlässig erwiesen hatten, nicht wieder eingestellt. Der leitende Baumeister traf dann am 1. April mit den Arboitern«in Abkommen, das bis zur endgültigen Rege- lung aller noch schwebenden Fragen, wie Bezahlung der Streiktage usw., die Arbeit vorläufig wieder aufgenommen werden sollte. Dieser Vorschlag wu.be in einer Versammlung der Arbeiter von 8S Proz. der Beteiligten angenommen. Jnsolgedcssen beganner am 5. April die Arbeiten wieder. In den nächsten Tagen sollten di« Zimmerarbeiten beginnen, doch erklärten di« Zimmerleute Plötz- sich, daß sie dies«» von ihren Vertrauensleuten unterschriebene Ab kommen nicht anerkennen, und verlangten, daß alle Arbeiter wieder eingestellt und die Streikiage bezahlt würden. SS soll nun ein Schiedsgericht über diese Fragen entscheiden. Infolge der aber- moligen Unterbrechung dieser Arbeiten entsteht nicht nur eine Schädigung des Bauwerkes selbst, sondern es findet weiterhin eine sehr empfindliche Unterbindung deS Schiffsverkehrs auf dem Land- wchrkanal statt, und besonders die Koblenkälme für die GaSbetriebS- gesellschost und für die Kraftwerke in Moabit sind gezwungen, weite Umwege zu machen, um ihr Ziel zu erreichen. Finanziell ist beson- der» die Stadt Berlin geschädigt, der durch die Streits bis jetzt ein Schaden von rund 300 000 M. erwachsen ist, den sie für AüboitS- löhne, Materialien und Pumparbeiten zu zahlen hat. flus aller Welt. Sektst gerichtet? Ter praktische Arzt Dr. med. M e h e r aus Stendal, der während de« Krieges Militärarzt war, hat sich in Halle, wo«r zu Besuch weilte, vergiftet. Dr. Meyer stand auf der A u» l i e f e r u n g s l i st e und war beschuldigt worden, alS Arzt in einem Gefangenenlager Uebergriffe begangen zu haben. Beront«. für den redoktion. Teil: tzlrwr liicklcr. ckdarlotteildura: für Än, einen: Zll.«lecke, Berlin. Berlaq: Dorwärts-Bcrla»«. m. b. S., Berlin. Druck: Bor» ' witrls-Buchdruckerel u. Berloasanstal! Beul Einaer u. Co. Berlin. Lindensir. 8. Iii-\m SSIWMWle. Freitag, den S. April, morgens 9 Uhr, im„Gewcrtschaftshause"(gr. Sagl), Engelufer 15; Branchen Versammlung aller Wächter, WSchtcrinnen, Oberwächter, Kontrolleure «nd Wachtmeister. Tagesordnung: L Bericht von den nochinniigen Verhandlungen mit den Unternehmern und von der Adsttmmung in den cmzelnen Betrieben. 2. Dtalusswn. 06/18 Mitgliedsbuch«der-karte legitimiert! Betriebsräte und Vertrauensleute. DonnerStag, den 8. April, morgens 9 Uhr, dei Schirm, Eharlottenstr. 7/8: Allgemeine Futtktionärsitznng. Erschein«» aller AonkUenäre 1(1»rsarderUcht Die Beanchenleitung: Bayreuther Str. 31. Wersertepplclie bis 3X4 aus Prieattiand gesucht. John Unscnttial, BerlloW. 8, Taubenstr. 10. Fernsprecher Zentrum 7191. 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