Nr. 224. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertelfährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisle für 1894 unter Nr. 6912. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Bento- Straße 2. Mittwoch, den 26. September 1894. Expedition: SW. 19, 33euth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Seid auf dem Posten bei den heutigen Gewerbegerichts- Wahlen! Abonnements Einladung. Wir ersuchen alle unsere Freunde und Genossen, nach Kräften für die Erweiterung unseres Abonnentenkreises thätig zu sein. Es ist das eine Parteipflicht. Die Hauptftärte einer Partei liegt in ihrer Presse je mehr Leser ein Blatt hat, desto größere Macht hat es, und je größer die Macht der Parteipresse, desto größer die Macht der Partei. Wer dem Partei Organ neue Leser zuführt, stärkt sonach die Partei. „ Vorwärts" Berliner Volksblatt mit der illustrirten Sonntags- Beilage ,, Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Beitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von Die Berufs- und Gewerbezählung der höchsten Bedeutung werden können, so für die vom 5. Juni 1895. Frage der Handwerks- Gesetzgebung, für die Prüfung der versicherungstechnischen Grundlagen des Alters- und Invaliditäts- Versicherungsgesezes, für die Nothwendigkeit und Festsetzung der nächsten Berufs- und Gewerbezählung auf Gesetzgebung, für die Beurtheilung der Klagen über die Mit einem Gefühle der Befriedigung konnten wir die die Richtung eines weiteren Ausbaues der Arbeiterschutzden 5. Juni 1895 zur Kenntniß nehmen. War doch der Noth des Grundbesitzes und für viele andere Fragen. Vorwärts" das erste und lange Zeit das einzige Organ in der deutschen Zeitungswelt, das auf das dringende Be- gebungsmaschinerie ohne die wichtigste Grundlage, die Schon dieser Hinweis zeigt, wie sorglos unsere Gesetzdürfniß einer neuen Erhebung des Berufes der deutschen Kenntniß unserer sozialen Zustände, ja ohne Kenntniß des Bevölkerung, der Art und des Umfangs des Gewerbe- sozialen Aufbaues der ganzen Bevölkerung arbeitet, ganz Mit dem 1. Oktober eröffnen wir ein neues Quartals- betriebes, der Anzahl und der Größe der landwirthschaft- im Gegensaße zu England, wo jedem Gesezentwurfe eine Abonnement auf den lichen Betriebe hingewiesen hat; war es doch ferner ein Ber- eingehende Regierungs- oder parlamentarische Enquete vorhertreter der sozialdemokratischen Arbeiterschaft, der zuerst im zu gehen pflegt. Deutschen Reichstage den Anregungen des Vorwärts" Wenn wir eine neue Berufsstatistik gefordert haben, folgend, anläßlich der Berathung des Etats des Reichs so wollten wir damit keineswegs eine sflavische Nach amtes des Innern, an die Reichsregierung die Forderung ahmung der Erhebung vom Jahre 1882. Wir stehen nicht ftatiftit folgen zu lassen. stellte, der Erhebung vom 5. Juni 1882 eine neue Berufs- an, dieselbe als eine relativ sehr gute Arbeit zu bezeichnen, aber eine ganze Reihe Mängel hat dieselbe troydem, so z. B. in Wir haben es stets als erstaunlich bezeichnet, daß die Bezug auf die Erhebung der Hausindustrie, und auf das deutsche Reichsregierung auf den verschiedensten Gebieten Bestreben, die Zahl der Großbetriebe möglichst klein er der Sozialgesetzgebung thätig ist, ohne die nöthigen sozial- scheinen zu lassen. Ebenso wenig aber, als wir einer ganz statistischen Erhebungen vorzunehmen, deren Unter genauen Wiederholung der letzten Berufsstatistik das Wort lage freilich eine gründliche neue Berufsstatistik reden möchten, ebensowenig möchten wir wünschen, daß sein müßte. Das Fehlen Fehlen derselben wurde auch dieselbe als ganz neue Erhebung ohne jede Rücksicht auf sofort unangenehm bemerkbar, als die Reichs die vorangegangene in Angriff genommen werde, so daß tommission für Arbeiterstatistik ihre Untersuchungen in An die Vergleichbarkeit der Zahlen darunter leiden könnte. Die griff nahm. Erhebung läßt sich besser machen wie die von 1882, ohne daß Was soll uns nun die neue Berufs- und Gewerbe die Vergleichbarkeit darunter leidet. Es müßte vor allem ernstlich zählung lehren? Sie soll uns über den Umfang der Klein- der Versuch gemacht werden, neben der schon der Vergleichbarkeit Erinnerungen eines Kommunarden und Großbetriebe, des Handwerks, der Haus- und Fabrik wegen nothwendigen Zählung zur Sommerszeit( am 5. Juni) beginnen, die uns mitten in die gewaltigste moderne Geschichts- industrie, über das Alter und Geschlecht der Arbeiter in eine ergänzende Erhebung im Winter vorzunehmen, da nur Tragödie versetzen, und den Heldenkampf der Kommune, erzählt den verschiedenen Betriebsarten und Betriebsformen, und so der Umfang der Saisonindustrien und der verschiedene von einem der Kämpfer, an uns vorüberziehen lassen. Die Ueber- über die Aenderung in dem Umfange dieser Betriebsformen Grad der Arbeitslosigkeit eines der wichtigsten, oder fegung, aus der Feder Audorf's, des Dichters der Arbeiter seit dem Jahre 1882 Aufsch luß geben, fie soll uns zeigen, welche richtiger das wichtigste Problem aktueller Sozialpolitik marseillaise, hat das ganze Leben des französischen Originals. Betriebe in der Landwirthschaft an Umfang ab- und einigermaßen erfaßt werden könnte. Den in Aussicht gestellten Roman, welcher die Ereignisse der zugenommen haben, ob der Zwerg, Klein, Mittel- oder Märzrevolution, und namentlich der Boltserhebung Großgrundbesit. Eine solche Zählung muß zeigen, in welchen lautet hat, in welcher Weise die Berufsstatistik vorgenommen Es ist eigenthümlich, daß bisher noch gar nichts vers in Berlin behandelt, werden wir, um die Aktualität und das Betrieben die Tendenz zum Großbetrieb schon vollständig werden wird. Ein kritisches Eingehen auf den Plan der Intereffe zu erhöhen, erst im nächsten Frühjahr, also gewisser zum Durchbruche gekommen ist, in welchen die überlebten Reichsregierung erscheint deshalb verfrüht, würde es doch in maßen zu den Gedenktagen der vorgeführten Ereignisse veröffentlichen eine Anordnung die sicherlich industriellen Betriebsformen noch einige Zeit Galgenfrist einem politischen Blatte zu weit führen, die Aufgaben und sie Billigung unserer Leser finden wird. haben, in wieweit die ländliche Bevölkerung der die Fragestellung bei einer künftigen Berufsstatistik im industriellen gegenüber das Uebergewicht gewonnen einzelnen zu erörtern. Sobald man über die Pläne der hat. Dies die Hauptpunkte unter vielen anderen, Reichsregierung genaueres erfährt, werden wir es an der muß, und die für die praktische Politik von Wie nothwendig die Berufsstatistik ist, wollen wir hier 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 M. für das Quartal entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919.) Nach Beendigung des Romans: Der Jude von Spindler, werden wir spätestens am 1. Oktober mit dem Abdruck der Die Redaktion und Expedition des „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. über welche die Berufsstatistik Aufschluß geben nöthigen Kritik nicht fehlen lassen. Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Bon C. Spindler. 149 " " Wie ist's? wie steht's? was bringst Du?"- Alles sich, teuflisch lachend, die Hände, während die Edelleute in ruhig, ihr Herren", meldete der Knecht, die Leute alle Braus und Verwirrung ihre Waffen und Wehr ordneten, auf ihrer Stelle im Hinterhalt. Jch gab noch den Befehl, zusammensuchten, schalten und lästerten, und die Knechte daß keiner von ihnen sich unterstehen solle, etwas zu be alle Hände voll zu thun hatten, ihre Gebieter zum Strauß ginnen, bevor Ihr nicht mit Euren Freunden an ihrer zu rüsten, und sprach vor sich hin:„ Ich danke Dir, hochSpitze seid. Sie erwarten das Zeichen ungeduldig."- gelobter Gott, daß Du mich läsfest Rache nehmen an meinen " Wahrlich nicht mit größerer Ungeduld als wir", ants Feinden. Ich war flüchtig wie Rain, aber bald werden wortete der Hornberger. Gewitter und Strahl! will denn sie vor mir fliehen; ich war getreten in den Staub, aber Bergebens mahnte der vorsichtigere Bobic ab; Horn- die Zeit stehen bleiben? Sag an, Bursche, welche Stunde ist's". bald werd' ich sie stoßen ins Elend! Warum kann ich berg polterte aus allen Kräften mit den Kannen auf den' s muß im Augenblick Behne schlagen!" antwortete nicht mit diesem blanken und haarscharfen Messer trennen Eichentisch, bis endlich Brändling erschrocken zur Thüre der Knecht, in Sachsenhausen drüben riefen die Wächter vom Rumpfe der Menschheit alle Hälse meiner Feinde? hereinsprang. Der Mann hatte zwar in der Freude über schon die Stunde ab, doch pflegen sie's stets früher zu thun, Warum ist Ben David gegangen in die Welt? Jochai geHeinrichs willkommene Botschaft, so wie in der heimlichen als hier herüben die Glocke schlägt."„ Ei, so laßt uns flohen, von wannen man nicht fehrt heim, und Esther ge Seelenangst vor der kommenden Nacht, ebenfalls viele die Krüge leeren;" sprach der Hornberger:" Gott sei gewandert mit ihrem Bruder ins Weite, wohin mein Dolch Echlucke über den Durst gethan, und wankte unsicher auf lobt; wir stehen am Ziele." Krüge aus, Waffen an!" nicht trifft? Aber Euch verfolge mein Fluch; Euch sei die seinen Beinen umher, aber die Sorge für die Sicherheit lallte der Leuenberg: Bruder, Neifenberg, schnalle mir den Hölle und das Feuer der Gehenne, Amen!" Indem seines Hauses und seiner Gäste verließ ihn selbst in diesem Gurt fester; meine Hand ist schwer und ungeschickt ge- blies vom nahen Stiftsthurme der Wächter, und die Glocken Zustande nicht.„ Um der ewigen Barmherzigkeit willen!" worden."" Du wirst doch nicht zu viel im Kopfe haben?" schlugen die zehnte Stunde an. Halloh! halloh!" rief der rief er: Ihr Herren, macht doch nicht des Lärmens so fragte der Hornberger spöttisch:" Ich fühle Bärenmark in Hornberger:" rüftig, Ihr Genossen! der Teufel ist los!" viel. Die Trinker in der Stube werden aufmerksam meinen Knochen, und wollte einen Eichbaum spalten."--Hand in Hand noch einmal laßt uns stehen!" sprach werden, und wissen wollen, wer dahinten also rumort. Um den Beweis zu führen, hob er die schwere Klinge mit der Reifenberg, und schwören, ehrlich an einander zu Und denkt' mal; wer Euch also sähe, bewehrt und be- Macht, und wollte einen Hieb gegen den Ofen thun, allein halten, und unsere Pflicht zu thun." Wir schwören's," waffnet, wie Ihr seid...." Halt's Maul, Hund!" die niedere Stubendecke wehrte dem Streich, und die Waffe riefen Edle und Knechte: Du, Jude, thue Deine Schuldigfuhr ihn der Hornberger an: Schent ein! wir sind die fiel klirrend aus des Zechers Hand.-" Weh geschrieen! feit." Gott soll mir helfen, daß ich sie thue:" era Herren, Du der Knecht, und nicht lange währt's, so haben weh geschrieen!" begann Bodick, der unruhig wurde: Was widerte Bodick, sich die Müze fest bindend.-- Geschwinde!" wir ganz Frankfurt unter unserer Sohle. Schaff Wein soll daraus werden? Hab' ich doch gezählt auf einen Simson rief Eckart in die Thür:" Stunde schlug, Thür' ist offen, herbei, und sei nicht lässig im Dienst, sonst schneide und es wird nicht da sein ein Davidchen! Ihr Leute, Ihr der Wirth harrt unser, leis an der Stube vorbei, hinaus ich Dir, Gott verdamme meine arme Seele, für jede Waffenknechte: haltet Euch besser als Eure Herren und folgt auf die Gasse!"- Baschol! baschol!" trieb nun Zodick Kanne einen Kerbstrich in Dein Hunde- Antlig, daß Du aus- dem, was ich werde befehlen; denn ich werde gehen sicher selbst eilfertig und heimlich: wir haben gewonnen, so wir sehen sollst, wie ein bemalter Turnierpfahl. Wein, Schurke! und zustoßen ohne Fehl, und wenn herabkäme vom Himmel behalten den Kopf frei und die Hand. Wenn ich nicht Wein!" Waffer unter'm Wein! Wasser darunter!" der Melach der König!" vollführe, was ich versprochen, so will ich den Talles flüsterte Zodick dem erschrockenen Brändling zu, welcher ver-" Bist Du gewesen an der Frosche Haus?" fragte er haben und im Augenblick ohne Gebet und Barmherzigkeit, blüfft seinen Abtritt nahm, und bald neuen, sehr getauften sodann den Eckart leise. Dieser bejahte, und berichtete, Fort! fort!" Weinvorrath brachte. Mit ihm trat ein Knecht des Reifen- alles gehe dort hell auf, von Kerzenschimmer funkle Fenster Der Schwarm von Menschen drängte sich zur Thür, berg in die Stube, auf welchen alle neugierig losgingen und Thor, die Bauke wirbele, der Bombard schnurre als diese rasch aufging und Brändlings geisterbleiches und taumelten. Sieh da, Eckart!" fragte sein Herr. und die Pfeifer bliesen luftig zum Tanz.- Zodick rieb| Angesicht hereinsah.-Halt! halt!" stammelte er entsetzt: " nur noch an einem besonderen Beispiele an dem steigenden einstimmig angenommen. Die Partei hat sich somit ihres| Vorstand wurde mit der Veranstaltung einer Enquete Umfange des Großbetriebes in Deutschland seit 1882 genauer Programmes würdig erklärt. über den gewerblichen Unterricht beauftragt. Weitere Bes erörtern. Ein demokratischer Parteitag soll nun auch in schlüsse verlangen die gesetzliche Sicherung der Forderungen Berlin abgehalten werden; da es sich um eine kleine gewird in Kassel abgehalten werden. der Bauhandwerker bei Neubauten. Der nächste Verbandstag schloffene Gesellschaft von keiner politischen Bedeutung handelt, genügt die Erwähnung dieser Thatsache. Es steigerte sich seit 1882 bis 1891/92 die Rohzucker- Fabrikation 1891 die Steinkohlen- Produktion 1891 die Braunkohlen- Produktion 1891 die Eisenerze- Förderung 1891 die Zinkerze- Förderung 1891 die Kupfererze- Förderung 1891 die Roheisen- Produktion . 1891 die Echweißeisen und SchweißstahlProduktion. 1891 die Flußeisen- und Flußstahl- Produktion im Verhältniß von 1000 zu 1222 1665 1660 1608 1325 1116 1726 1261 1570 Einen Fußtritt erhält der Abgeordnete Böckel im Volt" von seinem Fraktionsgenossen Köhler. Aus der Erklärung desselben heben wir die folgenden Punkte hervor: Es ist Thatsache, daß Herr Dr. Böckel durch seine ehemaligen Freunde", die Abgeordneten Bähr, Bindewald, Hirschel, Köhler, Ripper und sämmtliche Vertreter der Ortsgruppen des mitteldeutschen Bauern vereins genöthigt worden ist, den Vorsitz niederzulegen; Der württembergische Landgerichtsrath Pfizer ist zwar von dem Disziplinargerichtshof seiner Herren Kollegen als unwürdig eines Richteramts aus dem Amt öffentliche Rechtsgefühl sind weit davon entfernt, dieses entlassen worden, allein die öffentliche Meinung und das harte Urtheil zu billigen. Die weite Kluft zwischen Justiz und Gerechtigkeit ist hier wieder einmal klar zu tage getreten. Daß der Gerichtshof vom Standpunkt der Justiz aus recht und nach dem Buchstaben des Gesetzes gehandelt Der durchschnittliche Malz Verbrauch der großen Stimme erhob, er aber auch nirgends angegriffen oder beleidigt Mann dafür bestraft worden ist, daß er nach Pflicht und daß für Dr. Böckel sich in der Versammlung teine einzige hat, wird wohl von niemand bezweifelt; allein daß der Fayerischen Großbraunbierbrauereien stieg von 1882 bis und überhaupt sehr großmüthig und schonend behandelt wurde, Gewissen dem Recht und der Gerechtigkeit dienen 1891 von 14 231 auf 18 548, der der Münchner Großbraundaß diese Vorbedingungen unbedingt erforderlich waren, da bierbrauereien von 34 475 auf 58 576 hektoliter Malz. Diese die Zustände in Marburg durch Dr. Böckel's einzig wollte, das kann ebenso wenig bezweifelt werden. Das Beispiele*) mögen genügen, uni zu zeigen, daß Sinzheimer's eigene Schuld unhaltbar und lebensgefährlich letzte Wort in der Sache ist nicht gesprochen: Einstweilen Behauptung, daß die allerjüngste Beit für Deutschland eine für das Weiterbestehen der Partei und des mitteldeutschen ist Pfizer das Dpfer, allein feins, das lammfromm sich Periode stürmischer großindustrieller Entwickelung war, Bauernvereins geworden waren; selbst aufgiebt. Seine Charakterfestigkeit erhellt aus nach als vollkommen richtig zu erweisen. Wer daß Dr. Böckel's ehemaligen Freunde", damit find ins- folgender Notiz, die wir in den Zeitungen finden: weiß, wie tief die Entwickelung zum Großbetrieb Hirschel, Köhler und Nipper, dazu tausende treuer Partei feiner Abfeßung in einem besonderen Schreiben an den König besondere gemeint Abgeordneten Bähr, Bindewald, Der württembergische Landgerichtsrath Pfizer hat nach auf das ökonomische Getriebe und das soziale Leben genossen, nicht aus Bosheit" handelten, als sie Dr. Böckel von Württemberg eine ihm vor einigen Jahren verliehene innerhalb eines Wirthschafts Körpers einwirkt, der zwangen, aus Hessen fortzugehen, vielmehr, daß das Borgehen Ordensdekoration zurüdgegeben. Er erklärt, daß muß, welcher Partei er auch angehört, wünschen, daß die diefer ehemaligen Freunde" ein Wert der unbedingten er gleich bei Empfang jener Ordensdekoration im Jahre 1890, nächste Berufsstatistik mit allem Erufte ohne jede Absicht, Nothwendigteit war, um die Partei in Hessen und den die nur darum erfolgt sei, weil man ihn nicht ohne Aussehen irgend etwas zu verschleiern und umzudenten in Angriff ge- mitteldeutschen Bauernverein vor dem sonst sicheren Untergange hätte umgehen können, das den Orden enthaltende nommen und zu Ende geführt wird. zu bewahren. Dolitische Leberlicht. nin aus. die So sieht es mit der Einigkeit im antisemitischen Lager Poststück uneröffnet gelassen und auch die Ausöffentliches ergerniß hätte vermeiden wollen. In Gerichtshofes für ungerecht. dem Schreiben erklärt er ausdrücklich den Spruch des Disziplinar zeichnung gleich zurückgegeben hätte, wenn er nicht ein Solche Männer passen allerdings nicht für die bureauduldet, blos mechanische Rädchen im Räderwerte. tratische Maschine, die keine selbständige Individualität Perier und Dupuy gerathen in immer schärferen Gegensatz. Die Spannung zwischen beiden datirt von dem Augenblick der Ernennung Perier's zum Präsidenten der Republik. Wie den Lesern bekannt ist, rechnete Dupuy seit länger als Jahresfrist fest darauf, Carnot's Nachfolger zu werden; und Carnot, der dies wußte und ihn fürchtete, Die Ungeheuerlichkeit des preußischen Drei Berlin, den 25. September. Klaffen- Wahlsystems erhellt äußerst drastisch aus folgender Die Thorner Rede des Kaisers hat die polnische der Kommunalwähler der ersten Abtheilung: Abraham Notiz: In Neustadt in Oberschlesien stehen im Verzeichniß Bevölkerung in große Erregung versetzt. Was eine verföhnliche, auf Ausgleichung der Gegenfäße gerichtete Politik Abtheilung vier Personen: Joseph Pinkus, Albert Fränkel, Fränkel, Herm. Fränkel, Emanuel Fränkel: in der zweiten in zwei Jahren mühsam zu stande gebracht hatte, ist hier Max Pinkus und August Schneider. Die sechs zuerst ge- 2533 Stimmen von 3167 gewählt. Der Czeche Popelka Bei der Reichsrath- Ergänzungswahl in der Stadt Brünn wurde der deutsche Kandidat Wannieck mit in einer Minute zerstört, oder doch in Frage gestellt nannten Personen sind die Inhaber der Firma S. Fräntel. 2533 Stimmen von 3167 gewählt. Der Czeche Popelka worden. Daß der Redner dies beabsichtigt habe, wird Nie- In der dritten Abtheilung wählen 1231 Mitglieder erhielt 502, der Sozialdemokrat Krapfa 125 Stimmen. Die mand annehmen, aber daß die den Polen zugerufenen Worte 12 Stadtverordnete. Die Firma Fräntel wählt deren 24. auf unseren Kandidaten entfallene Stimmenzahl erscheint des Tadels als eine Anknüpfung an die unheilvolle Bis- In einigen Kommunen am Rhein wiederholen sich ähnliche mit Rücksicht auf das plutokratische Wahlsystem und die marck'sche Polenpolitik von ihnen aufgefaßt wird, wer will Dinge, nur daß das„ Glück", den größten Theil der Stadt- folossale Armuth in Brünn, dem österreichischen Manchester, ihnen das verargen? Was aber sagt Herr v. Caprivi zu diesem Riß in sein liche" Fersen heitet, so daß selbst antisemitische Blätter, verordneten- Versammlung zu ernennen, sich hier an christ- als bedeutender Achtungserfolg. staatsmännisches Gewebe? wenn nur die betreffenden vielvermögenden Wähler hübsch Ein Anarchistengesetz soll im preußischen Misreaktionär wählen, mit dem schönsten aller Wahlgeseze sehr nisterium des Innern ausgearbeitet werden. Wir zufrieden sind. Freilich, wo einmal die Dinge wie in Neuwissen nicht ob's wahr ist. Jedenfalls steht unser Urtheil stadt liegen, wird wohl auch die antisemitische Bresse einüber Anarchistengesetze fest: gegen das, was man Anarchis- sehen, daß das Dreiklassen- Wahlsystem nichts taugt. mus im Sinne der anarchistischen Verbrechen nennt, Der preußische Hof legt für„ Seine königliche zwang ihn, im Herbst vorigen Jahres die Minister- Präreichen die gemeinen Geseze aus; und das, was die Ur- Hoheit" den Grafen von Paris achttägige Softrauer an. sidentschaft zu übernehmen- ein Amt, das in Frankreich heber der Anarchistengesetze treffen wollen, ist durch kein Es erinnert uns dies an die mehr als geringschätzige für den politischen Menschen ungefähr dasselbe bedeutet, Gesetz und keine Gewalt zu treffen und niederzuwerfen. Meinung, die ein früherer König von Preußen über des wie für den physischen die Guillotine. Dupuy kam auch Eo ist die Fabrikation von Anarchistengesehen denn auch Verstorbenen Vater, der seine Krone im Straßentoth wirklich zu Fall durch die Sozialisten, worauf sein Nebenbuhler ein höchst unprofitables Geschäft für die Fabrikanten, wie aufgelesen habe", gefällt hat. Bei der absoluten Bedeutungs- Perier Minister ward. Diesem erging es nicht besser, allein Herr Cafimir Perier jetzt zu seinem Schaden in Frankreich losigkeit des verstorbenen Brätendenten werden die ver- die Anarchisten retteten ihn, und da er nach Caserio's erfährt. Wenn jemand Lust hat, dem Beispiel zu folgen schiedenen Hoftrauern um denselben in Frankreich wohl kaum Dolchstoß sich mit besserem Theatereffekt als Carnot in der wir rufen lustig: Vivat sequens! beachtet werden.- ajá Rolle des Gesellschaftsretters zeigte, wurde er, der vor dem Unserem Dresdener Bruderorgan, der SächsiTodestag Carnot's gar keine Aussichten gehabt hatte, Präschen Arbeiter Beitung", ist von dem amtlichen Wiederkehr des Geburtstages Gustav Adolf's" ,, Eine Feier zur Erinnerung an die dreihundertste fident der Republik. Dupuy hatte das Nachsehen und Dresdener Journal" kollegialisch die Eigenschaft eines schreckliches Deutsch!- ist seitens der preußischen Re- zwischen haben sich seine Chancen wieder gebessert und er mußte mit der Ministerpräsidentschaft vorlieb nehmen. Ins amtlichen Veröffentlichungs Organs der Regierung zuge- gierung für die evangelischen Kirchen und Schulen von jucht auf jede Weise das Glück zu verbessern". Er sieht, unde sprochen und die Echtheit des von ihm( und uns) ver Preußen angeordnet worden. Was wir von Gustav Adolf daß Perier das ganze republikanische Frankreich verletzt öffentlichten Minifterial- Erlaffes bezüglich der Fernhaltung und den geplanten Feierlichkeiten zu seinem Gedächtniß hat und stellt nun sorgsam seinen Republitanismus aus, von Sozialdemokraten aus den Gemeindevertretungen aushalten, haben wir bereits in einer früheren Nummer wobei er es trefflich versteht, sich in Kontrast mit Perier drücklich bescheinigt worden. Wird dankend vergesagt. merkt. zu bringen. a) Der Verband deutscher Gewerbevereine, der seinen Kurz- Herr Dupuy spekulirt darauf, Perier's NachTag soeben in Karlsruhe abgehalten hat, beschloß, eine folger zu werden. Vielleicht kürzt das Schicksal die gesetzPetition an den Reichstag zu richten, in der die Annahme liche Wartezeit ab, und was ist in Frankreich nicht eines Gesetzes gegen den unlautern Wettbewerb befürwortet möglich? wird ferner an den Reichskanzler eine Petition So denkt er wohl, und das französische Volf wird um Abänderung des Submissionsívesens abzusenden. Der Lenten hoffentlich anders als er denkt und sein lieber Feind Casimir Berier. ,, wir sind verloren...!" ,, Verloren?" donnerte ihm neben der Thür!" befahl der Schöppe talt; und dies TodesEs giebt keine Pyrenäen mehr! rief einst ein frander Hornberger zu, und hob das gewichtige Schwert; aber, urtheil brachte den halbbewußtlosen Mörder zu sich selbst. zösischer König aus, als es gelungen war, die Bourbonen menn gleich des Schankwirths Stimme versagte, so ergab Gott! hochgelobter Gott!" ſtöhnte er, außer sich:" Ich auf den spanischen Thron zu schmuggeln. Das Wort war fich doch alsobald der Bescheid auf des Hornberger's Frage. bin doch unschuldig, Ihr Männer, ich bin unschuldig eine eitle Brahlerei. Die Bourbonen wurden aus Spanien Im Namen der kaiserlich freien beschlossenen Acht!"-" Du bist verfehmt," erwiderte der Schöppe," und all wieder hinausgejagt, und die Pyrenäen blieben als mächtiges Schallten mehrere Stimmen draußen, begleitet von Schlägen ist zu spät. Gott genade Dir."- Schon ward der Strick Berkehrshinderniß zwischen Frankreich und der iberischen an Wand und Thüre. Die heilige Vehm!" riefen die um den Haken geschlungen. In wüthiger Todesangst Halbinsel. Die eitle Prahlerei des Königs soll jetzt durch Söldner verwirrt, und aus ihren Händen fiel die Wehr, brüllte Bodick:" Ich gehöre nicht vor Euer Gericht. Ich die französische Republit zur Wahrheit gemacht werden. einige verkrochen sich unter Tische und Ofen, wo- bin ein Jude, des Kaisers Kammerknecht..."-" Wardst Die Regierung Frankreichs hat sich mit der spanischen dahin hin auch Brändling fich geflüchtet hatte, andere Du nicht getauft, abtrünniger Hund?" riefen die Frohnen, geeinigt, daß die Pyrenäen an zwei Stellen durchbohrt schmiegten sich auf die Bänke an Wand und Ecke." Fahr hin!" Der Glende schwebte in die Höhe. Al' und daß durch die beiden Tunnel Eisenbahnen geführt Selbst den Leuenberg und den von Reifenberg hatte dieser seine Glieder strebten an gegen den hart einbrechenden werden. Ein gewaltiges Werk, durch welches das bisher Schreckensname dergestalt erschüttert, daß sie auf ihre Stühle Tod,... seine erstickende Kehle schnappte nach Luft, sein abgeschlossene Spanien in die moderne kosmopolitische zurückſanken, und der Hornberger senkte das dräuende Mund versuchte noch den legten Fluch, aber unter dem Kulturbewegung wird hineingerissen werden. Schwert, hinter der Thür lauschend, durch welche einige ver- dumpfen:" Fahr hin! Beter! fahr hin! guade Dir Gott!" Bei dieser Gelegenheit sei noch eines anderen, für den mummte Gestalten rasch und tech hereintraten, und wie stockte das verhaßte Leben und der Gräßliche war nicht Völkerverkehr überaus wichtigen Bauwerks erwähnt, das Falken nach allen Seiten die Augen drehten. Keiner mehr. Die Frohnen streckten ihn aus, der Schöppe stieß sein jetzt in Frankreich vorbereitet wird: nämlich eines rühre sich!" schrie der erste von ihnen mit rauher Stimme, Messer in den Thürpfosten und alle entfernten sich eilig durch Ranals, der das Mittelländische mit dem und wer ein frommer Mann ist, size stille!" Da er die verödete Gaffe denn alle Gäfte der Schenke hatten Atlantischen Meer verbindet. Eine Baukommission griff den Bodick eine entsetzliche Angst. Wild sprang er die schnellste Flucht ergriffen vor den Bollstreckern der ge- ist niedergesetzt worden. Der Programmentwurf der freisinnigen Volks partei wurde nach Ablehnung aller Abänderungsanträge Die Zahlen entnehmen wir dem trefflichen Buch von 2. Sinzheimer, Ueber die Grenzen der Weiterbildung des fabrik mäßigen Großbetriebes in Deutschland( Stuttgart 1893). " " " auf, schlug die Lampe um, und wollte durch die Geheimen fürchteten heimlichen Acht. Die zum Wordbrand Ver- Belgien. Die Neuwahlen sind bekanntlich auf ins Freie brechen; allein der Schimmer eines Wind- schworenen, sammt ihren Söldnern und Gesellen, hatten sich den 14. Oktober anberaunt; die neuen Kammern sollen am Lichts, das durch die Deffnung der Thür blizte, blendete nicht minder, von blindem Schreck gejagt, nach allen Seiten 13. November in Brüssel zusammentreten. An der Wahl ihn, und ein Verhüllter riß ihm indessen Kappe, Haar bin zerstreut. Der Unbändigste und Frechste aus ihrer der Repräsentanten( der zweiten Rammer) nehmen 1370687 haube und Pflaster vom Kopf und Gesicht. Der it's!" Witte war vom schnellen Tod dahingerissen worden, den Bürger, die über 2 111 127 Stimmen verfügen, theil; der rief er, den Schaudernden gegen seine Begleiter stoßend, seine frevelude Bunge gerade herbeigerufen, und jeder Senat wird von 1 158 714 Bürgern, die 1874924 Stimmen und diese antworteten in tiefem Tone: Bei unserem Eid! der übrigen war sich mancher schweren Schuld geheim be- besigen, gewählt. Die Stimmabgabe ist eine obligatorische der ist's!-Jehova! Sammael! Christus rette mich!" wußt. Die Spannung der Trunkenheit war gewichen, die und hat zwischen 8 Uhr Morgens und 2 Uhr Nachmittags schrie der verzweiflungsvolle Jude, da ihm nun eine Erschlaffung der Kräfte und die Pein des Gewissens war in jeder Gemeinde zu erfolgen. Sämmtliche für den Senat fürchterliche Ahnung durch's Herz zuckte. Weh mir! helft zurückgeblieben. Ohne ferner an die Verübung des gräß und die Repräsentanteutammer aufgestellten Kandidaten ihr Freunde!" lichen Mordplans zu denken, irrten die Theilnehmer des haben sich zur Feststellung der amtlichen Kandidatenverzeich Aber die Freunde blieben scheu und unthätig, weder selben in den Gaffen der Stadt umher, und ihre Furcht nisse am 3. oder 4. Oktober bei dem Vorsitzenden des HauptHimmel noch Hölle that zu des Frevlers Gunsten ein wuchs mit jedem Augenblicke mehr heran, denn mit wahlamtes in jedem Wahlkreise vorzustellen. Die Stichein Wunder, und der heftige Dolchstoß, den seine erprobte Staunen und Herzklopfen hörten sie, wie plöglich, rasch wahlen finden am 21. November statt. Die Entscheidungen Faust mit aller Gewalt auf die Brust des Anführers der hinter einander alle Glocken auf den Kirchthürmen wach und der Apellhöfe in Wahlangelegenheiten sind endgiltig. Die Verhüllten führte, brach sich an dem Banzer, den dieser lebendig wurden, wie die Wächterhörner von den Zinnen Provinzialwahlen sind auf den 28. Oktober anberaumt. trug. Ein heftiger Schlag schleuderte ihm die Waffe aus bliesen, laut und dringend wie das Gämperlein*) läutete, den Fingern, und eine feste Schlinge slog um seinen Hals, die Schnurre durch die Straßen lief, wie die Trommel vor und riß ihn, seine Kehle zuschnürend, zu Boden. Ge dem Quartier der Söldner wirbelte und die Trompete die nade Dir Gott, Missethäter!" riefen die Trabanten der Reisigen zu dem Sammelplate rief. Lichter und Laternen heimlichen Acht, und schleppten den ohnmächtig Wider wurden allenthalben ausgesteckt, in allen Häusern wurde strebenden vor die Thüre. Vor ihrem Anblick flohen die es hell und lebhaft. Die Zünfte, Rotten und Fähnlein übrigen Gäfte, bisher neugierige Buschauer, zur Pforte der Bürger und Söldner strömten zusammen auf ihren Lärm und Gaffe hinaus. Macht geschwinde!" herrschte der pläßen. ( Fortsetzung folgt.) Schöppe seinen Frohnen zu: Hentt ihn auf." Wohin, Herr, fragten diese. Kuüpft ihn an den Rettenhafen " *) Sturmglocke: eigentlich viel später erst aufgehängt. Die Arbeiterfreundlichkeit der belgischen Regierung zeigt sich wieder im hellsten Lichte. Es wird nämlich nun bekannt, daß fie auf dem Verordnungswege die Ausdehnung der Arbeit 12 jähriger Mädchen auf 12 Stunden täglich gestattet hat. Eine Amnestie in Italien und auch auf Sizilien für alle Verbrecher, die zu weniger als einem Jahre verurtheilt worden sind. Daß keine irgendwie mißliebige Person zu einer solchen Lumperei verurtheilt ward, dafür " 0 Parteinachrichten. bat Crispi mit seinen Kriegs- und Standrechtsrichtern ge- Junterziehen und sich zu fragen, ob da nicht manches zu ver- Lee mir die Einladung der J. L. P. zu der Versammlung bei Geforgt. Jtalien gehört schon zu den Kulturländern, in denen bessern ist. legenheit des Textiltongresses als Beispiel guten Zusammenarbeitens die Regierung sich so schwach fühlt und an sich und ihre der Brief des Genossen Lee. Da wird als das auszeichnende für einen Neuling zu halten, der sich durch solche Schau Und daß letzteres der Fall, bestätigt in schlagender Weise vorhält, so muß ich ihn in aller Freundschaft bitten, mich nicht Sache so wenig glaubt, daß sie feine Amnestie mehr geben Merkmal der S. D. F. gegenüber der J. 2. P. betont, daß die vorstellungen über den wahren Stand der Dinge hinwegtäuscht. fann. Herr Crispi muß die Prophezeiung Mazzini's er erstere die einzige definitive, revolutionäre Organisation dieses Es bestehen Gegensätze, und weit entfernt, eine gegenseitige füllen, der letzte Minister der Könige von Italien zu sein. Landes, die letztere aber nicht genug ausgesprochen sozialdemo- Kritik beider Organisationen zu verpönen, habe ich sie, wiederWir wünschen ihm gute Verrichtung! fratisch" sei. Thatsächlich ist das Programm der einen Organi hole ich, im Gegentheil für wünschenswerth erklärt. Ich bin Die Wahlen in Bulgarien. Aus den heute ein- fation genau so sozialdemokratisch wie das der anderen, beide nicht parteiisch für die J. L. P., durchaus nicht, so wenig wie gelaufenen Meldungen heben wir hervor, daß in dieses theilungs- und Austauschmittel an. Was aber den Revolutio- daß auf dem Trades Unions Kongreß von Norwich eine der geben als Biel die Nationalisirung der Produktions, Ver- der Korrespondent von„ Reynold's Newspaper", der feststellte, jüngste Parlament nun auch die Sozialdemokratie narismus anbetrifft, so besteht der Unterschied zur Zeit darin, charakteristischsten Erscheinungen die Stärke der Vertretung eingezogen ist. Ein Genosse ist sicher, nach anderen daß seitens der Föderation viel, und oft recht zwecklos, von der der J. 2. P. und die geringe Bahl( paucity") der rein sozial Meldungen sind sogar drei Anhänger unserer Partei ge- Revolution gesprochen, seitens der Arbeiterpartei dagegen, demokratischend. h. der zur Föderation gehörenden- Delewählt worden. Da in einem Wahlkreise zwei Minister die von gewissen Ginzelnheiten ihrer politischen Taftit abgesehen, girten war. Dieser Korrespondent ist eines der ältesten, beMajorität der Stimmen nicht erhielten, wurden nach Stam- revolutionär gehandelt wird. Die Genossen der Föde kanntesten und eifrigsten Mitglieder der S. D. F. und gehört, bulow'schem Rezepte die Wahlurnen vom„ Volk" zerstört ration sehen den Wald vor Bäumen nicht. Sie sehen nicht, wenn ich nicht fehr irre, ihrem Vorstand an. Daß aber auf und die Stimmzettel vernichtet. Die Regierung, welche selbständige Arbeiterpartei mit sozialistischem Programm viel Sozialismus erklärte, gerade die Organisation so schwach vertreten daß das Zusammenfassen der Arbeiter in eine große, einem Arbeiter- Kongreß, der fich mit so großer Mehrheit für den zum mindesten russenfreundlicher ist, wie die Stam- revolutionärer ist als das Einschwören einer kleinen feftirerischen war, die den Anspruch erhebt, die sozialistische Organisation Englands bulow's, verfügt angeblich über eine Bweidrittel Organisation auf eine demnächst zu erwartende oder zu bewirkende par excellence zu sein, die in der Agitation zuerst auf dem Majorität, eine Anzahl ausgesprochener Russenfreunde" Revolution". Sie sehen nicht, daß, da die soziale Umwälzung, Plan war, ist das nicht allein ein Beweis, daß ihr praktisches wurden auch gewählt. Ein vollständiges Bild des Wahl- die die Sozialdemokratie erstrebt, nur das Resultat sein tann Verhalten gegenüber der Arbeiterbewegung Mängel aufweisen ergebnisses wird sich erst nach Einlauf anderer, als der einer ganzen Reihe revolutionärer Maßregeln oder, wenn man muß? Das habe ich in meiner Korrespondenz ausgeführt; ich offiziösen Meldungen geben lassen. will, Reformen, bewirkt durch den Druck des organisirten Pro- habe mich nicht begnügt, die Thatsache zu konstatiren, sondern Ietariats,- daß deshalb eine Agitation sehr revolutionär sein habe auch nachzuweisen gesucht, wo der Fehler liegt. Das mag Ruffisch- Polen. Während der Nacht vom 5. auf den kann, auch ohne daß sie unter der Aufschrift Revolution" vor nicht jedermann angenehm sein, aber gehört nach meiner Ansicht 6. September wurden in Warschau 48 Personen verhaftet. sich geht, und sehr unrevolutionär oder wenig revolutionär, ob zur Pflicht des Korrespondenten eines Arbeiterblattes. Die Mehrzahl besteht aus Sozialisten. Es befinden sich aber fie einen noch so großen Aufwand von rothen Fahnen und Hin- Da der Brief Lee's ausdrücklich und wiederholt die Berichtauch unter den Verhafteten einige bekannte demokratische weisen auf die große Revolution entfaltet. Mit einem Ereigniß erstattung des Vorwärts" aus London angreift, so unterzeichne Schriftsteller wie Johann Poplawski und J. Hlasko, Mit- wie den Kongreß von Norwich vor Augen, erklären sie, die bloße ich, da ich unbestimmte Angriffe nicht liebe, für diesmal mit arbeiter der eingegangenen Wochenschrift ,, Glos", Szablonski, Möglichkeit, daß der Internationale Kongreß von 1896 von den meinem Namen. Ed. Bernstein." Redakteur der Zeitschrift Niwa" u. a. Die Ursache der schickt werde, mache eine vorherige Konferenz„ aller revolutionären britischen Gewerkschaften stärker als einer seiner Vorgänger beVerhaftungen sollte die angeblich bevorstehende Reise des Abgeordneten" foll wohl heißen: Delegirten unbedingt erBaren nach Warschau bilden. Wenn dies die Urforderlich. fache war, dann mußte die Regierung durch eine Diese Motivirung ist meines Erachtens schon allein ge- Landesversammlung der Sozialdemokraten Württem den 8. September erschienene sozialistische Proklamation nügend, den„ revolutionären" Borkongreß un annehmbar zu bergs. Am Sonntag, den 23. September, fand die diesjährige ziemlich unangenehm überrascht worden sein. Der an- finden, und der ihr folgende Hinweis auf den nahen Wechsel Landesversammlung im reichgeschmückten Saale der Arbeiterhalle gekündigte Besuch des Zaren wird in dieser Proklamation des Jahrhunderts und die wichtigeren Besprechungen", die an- in Stuttgart statt. Vertreten find 98 Mitgliedschaften durch als eine Herausforderung der Warschauer Bevölkerung be- gesichts dieser Nähe der ominösen 19 mit den zwei Nullen statt- 192 Delegirten, welche ca. 6000 württembergische Genossen zeichnet. Da außerdem einige Tage später die britte welche sich auch ohne Gewalt" vollziehen kann, macht die Sache anwesend. Um 11 Uhr Vormittags wurden die Verhandlungen finden müßten, behuss einer einigen internationalen Bestrebung", repräsentiren, außerdem ist je ein Vertreter Bayerns und Badens Nummer des Robotnik", Organ der sozialistischen Partei nur noch schlimmer. Damit wird in der That, wie die Redaktion eröffnet und erstattete der Vorsitzende des Landesvorstandes den Polens, in Warschau erschien, so kann man mit Bestimmt des Vorwärts" schon treffend bemerkt hat, alles bewiesen, nur Thätigkeitsbericht. Aus demselben ist zu ersehen, daß im laufenden heit annehmen, daß diese Verhaftungen die Arbeiterbewegung nicht die Harmlosigkeit dieser revolutionären", dreitägigen Geschäftsjahr von dem Landesvorstand über 1800 Briefe abBolens weder vernichtet, noch gelähmt haben. Thatsächlich Workonferenz. Kein Zweifel, die Mitglieder der Föderation gefandt wurden, während gegen 1500 bei demselben eingegangen ist der Bar nach Warschau nicht gekommen. waren von bester Absicht befeelt, als sie den Beschluß faßten. waren; die Mitgliedschaften haben sich um 17 vermehrt und bes Hätten sie sich vergegenwärtigt, was er bedeutet, so würden tragen jetzt 109. In Hohenzollern wurden verschiedene Versamm Rußland und die ostasiatischen Händer. Wir fich wohl doch die Meisten besonnen haben, für ihn zu stimmen. Lungen abgehalten, die sehr erfolgreich gewirkt haben. In haben schon gestern angedeutet, daß Rußland in Ostasien 3ch will nur eine Frage auswerfen. In Zürich wurde für den Württemberg wurden durch Vermittlung des Landesvorstandes gerne im Trüben fischen möchte, daß es eine große Flotte Besuch der Internationalen Kongreffe eine bestimmte Regel auf- 162 Versammlungen abgehalten; außerdem wurde eine große zusammenzieht, um im gegebenen Momente eingreifen zu gestellt, die den Gegnern der Benußung der Parlamente und der Anzahl von Versammlungen von den Mitgliedschaften selbst eintönnen. Der gewünschte und vielleicht von Rußland selbst Gesetzgebung durch die Arbeiterklasse sagt, sich andere Orte berufen. Wie durch mündliche so wurde auch das Land durch herbeigeführte Anlaß hat sich vielleicht schon ergeben. Wie für die Propagirung ihrer Pläne aufzusuchen. Sie soll es in schriftliche Agitation bearbeitet, es tamen 2 Flugblätter in nämlich der Kölnischen Zeitung" aus Petersburg gemeldet werden? Bedeutet das", alle revolutionären Abgeordneten", Broschüre in einer Auflage von 5000 Stück, Parteiprogramme dieser Hinsicht mit der revolutionären" Vorkonferenz gehalten einer Auflage von 320 000 Stück zur Verbreitung, außerdem eine wird, verlautet daselbst gerüchtweise, daß nach einer augeb- daß da jedem die Thür offen stehen soll, der sich Re- wurden über 6000 auf dem Lande abgesetzt, überdies wurde lich aus Wladimosteck eingelaufenen Depesche eine chinesische volutionär" nennt? Das würde in London, dem Sammelplatz von der" Tagwacht" eine Agitationsnummer in großer Masse Räuberbande eine Station der Ussuri- Bahn( erster Abschnitt des internationalen Spigel- und Abenteurerthums, eine schöne hergestellt, welche im Lande überall günstig aufgenommen wurde. der sibirischen Bahn von Wladivostock aus) überfallen, die Gesellschaft zusammenbringen. Wenn aber nicht, wenn der Zu den bevorstehenden Landtagswahlen hat der LandesBeamten getödtet und alles ausgeraubt habe. Russische Züricher Beschluß ehrlich aufrecht erhalten, den Leuten, denen vorstand die nöthigen Vorbereitungen getroffen, die Kandidaten Truppen wären gegen die Räuber aufgebrochen, welche aber in Zürich der Stuhl vor die Thür gesetzt wurde, nicht eine für die einzelnen Wahlkreise wurden aufgestellt, das Programm bereits über die nahe chinesische Grenze entkommen ge- interthür geöffnet werden soll- wozu dann die ganze festgestellt und veröffentlicht, so daß dem beginnenden Kampfe mit Ruhe entgegen gefehen werden kann. wesen seien.dilutied Der Kaffenbericht Damit man ohne die Gewerkschaftsvertreter hübsch unter weist einen günstigen Stand auf und beträgt bei einem Jahres Sozialisten beisammen sei? Aber auf dem Festland existirt der Unter- umsatz von 8238,32 M. der Kassenbestand 2450,98 M., was zwar fchied gar nicht, und in England kommt er immer mehr in Wegfall, in Anbetracht der kommenden Landtagswahlen ein kleiner Betrag nicht zum wenigsten dank der Theilnahme der Gewerkschaftsführer ist. Aus dem Bericht über das Parteiorgan ist zu ersehen, daß wäre solcher Vorschlag zur Noth begreiflich gewesen, heute, nach wacht" ist das zweitgrößte Blatt Württembergs; der Abonnentenauf den Internationalen Kongressen. Vor zehn, vor fünf Jahren der Stand ebenfalls ein günstiger ist; die Schwäbische Tag. Norwich, entbehrt er jeder thatsächlichen Unterlage. Für den stand wächst täglich und hat die„ Tagwacht" dieses Jahr einen London, 22. September. Sozialismus ist seitens der englischen Gewerkschaftsdelegirten um kleinen Ueberschuß aufzuweisen. Ich erhalte soeben die Nummer 219 des Vorwärts" mit so weniger zu fürchten, als es sich auf dem Kongreß um Ver- Bei den Neuwahlen zum Landesvorstand wurden die Genossen dem Brief des Sekretärs der Sozialdemokratischen einbarung allgemeiner Gesichtspunkte und praktischer Forderungen, Sperta als Vorsitzender, Leickhardt als Raffirer und Benz als Föderation über oder gegen meinen Bericht im Vorwärts" nicht aber um Fragen der Taktik der einzelnen Länder handelt. Schriftführer wiedergewählt. Die Genossen Hermann und vom 17. August, betr. den soeben abgehaltenen Jahreskongreß der und selbst das Aeußerste, das Unwahrscheinliche, eine Mehrheit Waßner als Beisiger neugewählt. Nun wurde in die Berathung Föderation. Dieser Brief nöthigt mich allerdings, wie die fonservativer Gewerkschaftsführer in der englischen Delegation der einzelnen Anträge eingetreten und zum weiteren Aufbau Redaktion in ihrer Zusagbemerkung bereits andeutet, zu einer angenommen, so beträfe das nur eine Nationalität und nicht unserer Partei mancher Stein beigetragen. Mit Worten des Erwiderung, wenngleich ich nicht nöthig zu haben glaube, meinen den ganzen Kongreß. Es ist aber doch ein starkes Stück, um der Dantes und der Ermunterung schloß Genosse Dieß kurz vor guten Glauben" besonders zu betonen. Wie wenig die diesen Befürchtungen des Bruchtheils einer Nationalität willen den 7 Uhr die imposante Landesversammlung und wurde auf die in Frage stellenden Bemerkungen des Briefes berechtigt sind, da Sozialisten und Arbeiterorganisationen der ganzen Welt einen internationale revolutionäre Sozialdemokratie ein dreifaches Hoch von kann sich jeder überzeugen, der sich die Mühe nimmt, Extratongreß aufoftroyiren zu wollen. Es ist ein Beweis, wieder ausgebracht. Von den badischen Genossen, die am Hohentwiel meinen Brief selbst nachzulesen. Schon der An- hole ich, daß die Vertreter der Sozialdemokratischen Föderation versammelt waren, lief ein vom Genossen Krohn unterzeichnetes fang desselben erweist die Beschwerden des Genossen ihre Stellung in der internationalen Bewegung total ver Begrüßungstelegramm ein, ebenfalls vom Genossen Luz in See als auf irrigen Voraussetzungen beruhend. Ich kennen, wie sie ihre Stellung in der Bewegung des eigenen Baden- Baden. Zu Ehren der Delegirten und zur Feier des gebe dort den Status der Föderation in der fachlichfien landes mir ebenfalls recht sehr zu verkennen scheinen. 25jährigen Bestehens der sozialdemokratischen Parteiorganiſation Weise wieder, genau so, wie ihn der in der" Justice" vom Indeß das Lettere ist ihre Sache, und es fällt mir nicht ein, in Württemberg veranstaltete die Mitgliedschaft Stuttgart eine 11. August publizirte Bericht selbst konstatirt. Wo ist ein Wort, ihnen da etwas dreinreden zu wollen. Nur müssen sie mir er- Unterhaltung, bestehend aus Gesangs- und Musikvorträge. eine Silbe zu entdecken, die Lee berechtigen, von einer Schaden lauben, in meinen Berichten die Kritit ebenso frei walten zu Genoffe Kloß gab in seiner Festrede einen Rückblick auf die vers freude" meinerseits zu sprechen, daß die Föderation immer arm lassen, wie ihr eigenes Organ dies gegenüber der deutschen floffenen 25 Jahre und feuerte die Genossen zum ferneren Kampf und in Schulden" fei? Weder habe ich diese, in Anführung ge- Sozialdemokratie thut, und ferner wäre zu wünschen, die Justice" für die Befreiung des Proletariats an. festen Worte gebraucht, noch überhaupt Worte, die eine solche verführe in ihrer Kritik so sachlich, wie ich es zu thun stets Interpretation erlauben. An allerwenigsten ist es mir einge bemüht gewesen bin. Ich habe bei aller Kritik immer wieder, Der Parteitag für den Wahlkreis Hanau. fallen, von etwas wie„ careless accountes" das der hiesige auch in dem bemängelten Brief, dem hingebenden Gifer und den Gelnhausen Orb, der am Sonntag an letzterem Orte Uebersetzer des Lee'schen Briefes für den Borivärts" mit unacht propagandistischen Verdiensten der Mitglieder der Sozialdemo- tagte, war von 37 Delegirten aus 31 Orten beschickt. Hochfames Rechnen" überfest, das aber im Englischen eine viel fratischen Föderation volle Gerechtigkeit widerfahren lassen. Nie Frankfurt a. M. referirte über den dort stattfindenden Parteitag. Schärfere Bedeutung hat zu sprechen. Ich habe zu der That: wird man in meinen Briefen ähnliches finden, wie die fort- Angenommen wurden folgende Anträge, die auf dem Frankfurter sache, daß der Jahresbericht der Föderation ein Defizit aufweist, gesetzten, ganz aus der Luft gegriffenen Schimpfereien in der Parteitag gestellt werden sollen: 1. Alle Parteigelder sind möghinzugefeßt: hauptsächlich bewirkt durch saumselige Babler"" Justice" über angebliche Bestrebungen der Deutschen, die lichst der am Orte ernannten Vertrauensperson zu überweisen. Das ist doch, denke ich, für jeden, der Deutsch lesen fann, eine fozialistische Bewegung der ganzen Welt zu leithammeln, eine 2. Gine billige Ausgabe eines Kalenders zum Preise von 10 Pf. entschuldigende Erklärung, die die an sich unerfreuliche That Berdächtigung, für die auch selbst der Schatten eines Beweises nach dem Beispiel der württembergischen Genossen mit Rücksicht fache im beften Licht für die Föderation darstellt. fehlt, und die am besten beleuchtet wird durch den abwechselnd auf die Landbevölkerung herauszugeben. Als Delegirte für Ich kann nur bedauern, daß diejenige Persönlichkeit, die den mit ihr in den Spalten der Justice" erhobenen Vorwurf, die den Parteitag wurden gewählt die Genossen och, Stein Mitgliedern des Raths der Föderation meinen Brief zu ver- Mitglieder der deutschen Sozialdemokratie in London hielten sich und Graß. Zum Punkt Agitation und Organisation dollmetschen so dienstbeflissen war, mehr Sorge darauf, ver- tonsequent von der englischen Bewegung zurück. referirt Wieß Hanau; angenommen wurde der Anwendet zu haben scheint, meine angeblichen Gefühle zu interpretiren, als meine Worte richtig zu übersetzen, Sonst wäre wohl dieser Passus, wie der ihm folgende des Genossen Lee, der überhaupt meine Berichterstattung verdächtigt, ungeschrieben geblieben. Und vielleicht der ganze Brief. Oder er wäre jedenfalls anders ausgefallen. Es sind da Dinge widerlegt oder berichtigt, die ich gar nicht behauptet habe, und die ganze Tendenz meines Artikels ist total mißverstanden. Als Antwort auf den Brief des Sekretärs der Sozialdemokratischen Föderation erhalten wir von unserem angegriffenen englischen Korrespondenten nachstehende zu schrift. かす D " " * Das Letztere ist nur bedingt richtig, daß aber die deutschen trag, in nächster Zeit im Kreise ein gemeinverParteigenossen in England sich angesichts des ersteren Vorwurfs, ständliches Flugblatt zu verbreiten. Des Weiteren sollen Vorsowie der Spaltung der hiesigen Bewegung allen Seftionen derselben träge gehalten werden über das furhessische Gemeinde- Wahlrecht, gegenüber eine gewisse Reserve auferlegen, wird man nur berechtigt dessen Aenderung die Regierung plane. Bezüglich der Preffe finden. Am allerwenigsten darf sich eine Körperschaft darüber( Frankfurter Voltsstimme) beschloß der Parteitag, daß jeder Ort beschweren, deren Organ, wenigstens bisher, mit jedem Wider- des Kreises eine bestimmte Summe zum Preßfonds beitrage, um facher unserer Partei, ob er Gilles oder Werner, Brousse oder das Blatt finanziell sicher zu stellen. Der Kassenbericht ergiebt, Nieuwenhuis hieß, in ihren Angriffen auf uns gemeinsame Sache zu daß einem Kassenbestand von 930,84 M. und einer Einnahme machen pflegte. Solange dies geschieht, verbietet außer der von 863,16 m. eine Ausgabe von 507,50 M. gegenüber steht, so Es ist mir nicht eingefallen, die Sozialdemokratische Föderation Rücksicht auf die oben erwähnten Verhältnisse auch die Selbst daß ein Ueberschuß von 1286,50 W. vorhanden ist. Als Kreisbitterlich zu gunsten der Indep. Labour Party" anzugreifen. a chtung jebe intimere Annäherung. Immerhin hat der Vertrauensmann wurde Daßbach- Hanau gewählt. Hierauf a Ich habe bestimmte Beschlüsse und Maßnahmen der ersteren, Schreiber dieses die Zurückhaltung nie übertrieben und nach wurden die Verhandlungen geschlossen. darunter auch die in bezug auf die J. L. P.) kritisirt- und Maßgabe seiner Zeit Einladungen zu Vorträgen in Sektionen von dieser Kritik fann ich noch heute feine Silbe zurücknehmen- aber der S. D. F. willig Folge geleistet, während viele deutsche Ge Parteikonferenz. Am 23. September tagte in Bramsche ich habe ausdrücklich hinzugefügt, daß ich die J. L. P. keineswegs für nossen in London an Eifer für die S. D. F. andere an Gifer für die bei Osnabrück die erste öffentliche Parteifonferenz des 4. hanfehlerfrei halte, und das Recht der Föderation zur Kritik ihrer J. 2. P. es mit jedem Mitglied dieser Organisationen aufnehmen. noverschen Reichstags- Wahlkreises( Osnabrück- Jburg). Vertreten Rinalin durchaus anerkannt. Nicht daß diese kritisirt wurde, Bum Schluß will ich noch bemerken, daß das Urtheil, waren die Orte Osnabrück, Bramsche, Dißen, Quakenbrück, Badhabe ich bemängelt, sondern nur dargelegt, daß meines Er welches ich über den Kongreß der S. D. F. gefällt, in bezug bergen, Bottorf, Pente und Hesepe. Nach der Berichterstattung achtens die Kritik theils unwesentliche Dinge betraf, theils sich auf die projektirte revolutionäre Konferenz mit dem aller sozia wurde in bezug auf Agitation befchloffen, von Zeit zu Zeit eigens gerade gegen Punkte richtete, in denen die J. 2. P. stärker ist listischen Organe des Festlandes, die ich zu Gesicht bekommen, für den Kreis abgefaßte Broschüren herauszugeben. In bezug auf als die S. D. F. Ich denke zu objektiv, um es nicht sehr be- und in bezug auf das Verhalten zur J. 2. P., mit dem aller Organisation wurde beschlossen, im ganzen Wahlkreis das Vergreiflich zu finden, daß die S. D. F., als die ältere Organisation, Organe diefer letteren fachlich übereinstimmt. Diese Beschlüsse trauensmännersystem einzuführen, am Vorort ein Agitationsder jüngeren, ihr über den Kopf Gewachsenen mit etwas Miß fonnten auch gar nicht anders aufgefaßt werden. Nachträglich fomitee einzufegen, welches bann Hand in Hand mit den einzelnen trauen gegenübersteht, kann aber nur wiederholen, daß nach erst ist von Mitgliedern der S. D. F. den auf die J. L. P. bes Vertrauensleuten arbeitet. Zum Frankfurter Parteitag wurde meiner Ansicht der unzweifelhafte Anklang, den die J. 2. P. züglichen Erklärungen eine mildere Deutung gegeben und so die Genoffe Schrader Bramsche als Delegirter gewählt. Auch weithin in Arbeiterkreisen gefunden, die sich der S. D. F. gegen Berechtigung der tadelnden Kritik indirekt anerkannt worden. nominirte die Konferenz denselben Genossen als Kandidaten für über spröde verhalten haben, für die letztere ein Grund Da ich nie geschrieben habe, daß Haß" zwischen der J. 2. P. Den vierten hannoverschen Reichstags- Wahlkreis, in welchem bissein sollte, die eigene bisherige Taktik einer Revision zu und der S. D. F. besteht, tann ich in dieser Hinsicht nichts zurück- lang Genosse Bebel fandidirte. Zum Schluß sprach die Konnehmen. Ich möchte aber auch nicht das Gegentheil behaupten ferenz ihre Mißbilligung darüber aus, daß das Provinzialja, würde es unbillig finden, etwa nur gegenseitige Liebe und fomitee trotz Ersuchens die Absendung eines Vertreters zu der Freundschaft büben und drüben zu erwarten. Wo Rivalität be- Konferenz abschlägig beschieden. Nach einem kernigen Schlußwort steht, find Reibereien nur zu menschlich. Wenn also Genosse schloß Genosse Schrader die Konferenz. *) Der hiesigen Sitte folgend, sehe ich im Nachstehenden statt der vollen Namen nur die Anfangsbuchstaben beider Organisationen. la para gai no podielt A18 Delegieter zum Frankfurter Parteitag wurde für und dem Verbandsvorstand sowie von 108 Mitgliedern desselben Barmen der Genosse Rudolf von Döringt gewählt. In besucht. Bergedorf wurde beschlossen, die Zahl der vom Kreis nach Frankfurt zu entfendenden Delegirten auf drei festzusetzen; vom genannten Drt wurde Genosse Gebel als solcher nominirt. = * " voll " Friedrichshagen. " An die Tapezirer in Berlin und Umgegend. Seit dem 15. September d. J. befinden sich die Berliner Tapezirer im Nach dem Bericht des Herrn Prinz über die Thätigkeit partiellen Streit, um den neu aufgestellten Minimaltarif zur des Verbandes zählt jetzt der Verband über 1000 Mitglieder und Durchführung zu bringen. Trotzdem es gelungen ist, in verist eine Audienz beim Staatssekretär v. Boetticher nachgesucht schiedenen Werkstätten den Tarif, ohne die Arbeit niederzulegen und ertheilt worden. Diese hatte den Zweck, die Meinung der zur Anerkennung zu bringen; befinden sich doch noch über Von der Agitation. In Buttstädt( Thüringen) sprach Regierung einzuholen, wie sie über die gefeßliche Regelung hundert Kollegen im Ausstand. Als besonders hervorzuheben am 9. d. M. der Genosse Th. v. Wächter; die Versammlung war der Verhältnisse der Verwaltungsbeamten der Orts- Kranken- und als gesperrt zu betrachten find sehr gut besucht und verlief in bester Weise; auch einige Pastoren tassen denke die Werkstätten und ob sie die gesetzliche Regelung ihrer Dittmar, Moltenmarkt; Hoffmann, Köpenickerstr. 113a; Witt, hatten sich eingefunden. Der Reichstags- Abgeordnete Reiß- Verhältnisse unterstützen würde. v. Boetticher hat die Dessauerstr. 11; Joachim, Neue Königstr. 59; Schöll, Kurfürstenhaus Erfurt sprach am 16. ds. Mts.Bin einer Versammlung in Kommission ersucht, mit festen Vorschlägen dem Bundesrathe damm 120; Ebstein, Wilhelmstr. 51. Legterer hat zwar die Kranichsfeld über: Die Thätigkeit des Deutschen Reichs- zu nahen und hat sein Wohlwollen bei Beurtheilung derselben Forderungen bewilligt und unterschrieben, auf Betreiben seines tags". Der in der Versammlung anwesende Vitar, von dem in Aussicht gestellt. Nun tamen folgende Gegenstände zur Be- Geschäftsführers suchte er aber einige Rollegen zu maßregeln, inman erwartet hatte, daß er sich an der Diskussion betheilige, zog es rathung: Herbeiführung einer gesetzlichen Regelung der Kranken- folge dessen alle Kollegen die Arbeit einmüthig niederlegten. Zuvor, das Hasenpanier zu ergreifen. Die Versammlung war auch faffenbeamten- Stellung; Beschlußfassung über Form und Inhalt zug nach diesen Werkstätten ist fernzuhalten. Alle Sendungen von Wählern aus dem weimarischen Antheil des Städtchens zahl einer an den Bundesrath abzusendenden Petition; Fühlungnahme und Zuschriften sind zu richten an Georg Menze, Restaurant reich besucht, ohne daß die öffentliche Ruhe und Ordnung des mit den einzelnen Landesministerien und Einholung der Ürtheile Freigang, Schüßenftr. 18-19. Großherzogthums gestört worden wäre. Am Sonntag den derselben über die Herbeiführung einer gesetzlichen Regelung der 16. September fand in Freiburg i. Schl. eine von zirka Krankenkassenbeamten- Stellungen; Fühlungnahme mit den Orts- der Fachunterricht, der alle Fächer der Kundenschuhmacherei um Der Verband deutscher Schuhmacher giebt bekannt, daß 400 Personen besuchte Volksversammlung unter freiem Himmel Krantentafsenvorständen und Anregung derselben zur Bildung von faßt, am Mittwoch, den 3. Oktober beginnt. Anmeldungen nimmt statt. Genosse Kühn erstattete Bericht über die Thätigkeit des Provinzialverbänden. Deutschen Reichstages. Das zahlreiche Aufgebot von Polizeientgegen R. Dittmar, Arndstr. 24. Nähere Auskunft über Sust Chemnitz nahm Veranlassung, auf einen in Nr. 218 Eintrittsbedingungen ertheilt die Kommission. träften erwies fich als gänzlich überflüssig. Die Kieler des Vorwärts" erschienenen Artikel, der sich mit der Organisation Genossen verbreiteten am letzten Sonntag die Schleswig- der Ortstassen- Beamten beschäftigt, näher einzugehen und brachte J. A.: P. Schmidt, Nostizstr. 4. Holst. Bolts- Zeitung" in einer Auflage Am Sonn Parteigenossen! 6000 damit eine langandauernde und ziemlich lebhafte Debatte hervor abend, den 29. September, Abends 81/2 Uhr, findet im großen Exemplaren 111 dem Stadtgebiet. Die be vor, die schließlich auch die nöthige Klärung brachte. Er führte Saale des Herrn May Lerche, Rundtheil, eine Voltsversammlung richteten, daß sie überall gut aufgenommen worden seien. aus, daß der Vorwärts" sich mit seinen Schlußfolgerungen im statt, in der Genosse Wilhelm Liebknecht über das Gleichfalls am legten Sonntag war die Magdeburger Irrthum befinde, wenn er annehme, daß die Bestrebungen des Thema: Voltsstimme" in 50 000 Exemplaren von den Magdeburger Verbandes darauf hinanslaufen, Staatsbeamte zu werden, ebenso- Parteien und die Sozialdemokratie" referiren Der Klassenstaat, die bürgerlichen Genossen verbreitet worden. Während nun die Austräger der wenig wolle man einen Verband haben, dem nur gewisse Kategorien wird. Pflicht eines jeden Genossen ist es, in dieser Versamm patriotischen" Blätter seit Wochen und zwar auch an Sonntagen von Beamten angehören. Er bringe dies zur Sprache, weil der Artikel lung zu erscheinen, sowie in seinem Kreise die Versammlung dasselbe, unbehelligt von der Polizei, thun durften, wurde eine des Vorwärts" von anderen Blättern übernommen worden sei, die möglichst bekannt zu geben, damit auch in agitatorischer BeAnzahl der Genossen bei der Verbreitung von der Polizei an so die Bestrebungen des Verbandes in falschem Lichte erscheinen ziehung die Versammlung ihren Zweck erfüllt. gehalten, ihre Namen festgestellt und die Zeitungen zum Theil ließen; er fordere deshalb den Verbandstag auf, eine Erklärung nach trauensmann. Der Ver innebehalten. In Bergedorf tagte am Sonnabend eine dieser Richtung abzugeben und brachte auch eine diesbezügliche überaus gut besuchte Versammlung, in welcher Genosse Pfann- Resolution ein. Auch in einen Gegensatz zu den Orts- Kranken- wird uns von dort mitgetheilt, daß jetzt gegen 3000 Mann im Vom Bergarbeiter- Streit im Waldenburger Revier tuch Berlin unter großem Beifall über das Parteiprogramm faffen- Vorständen wolle der Verband sich nicht stellen. Rebs- Ausstand sich befinden. Am 20. d. M. fand eine Bersammlung Sprach. Weißenfels, Vorsitzender der Orts- Krankenkasse V, betont, daß dem der Streifenden in Rothenbach statt, die von etwa Artikel des Vorwärts" und seinen Schlußfolgerungen doch andere Motive zu Grunde lägen, als Herr Sust vorgebe. Wenn der„ Vor- 1000 Ausständigen besucht war. Eine Menge Gendarmen, der wärts" angenommen hat, daß die Beamten eine Sonderstellung ein- Landrath, Amtsvorsteher u. f. w. hatten sich zur„ Bewachung" Landrath, Amtsvorsteher u. f. w. hatten sich zur Bewachung" nehmen und auf Verstaatlichung ihrer Stellung und damit der Kassensch weidnih zufolge soll dort ein Bataillon Infanterie in der eingefunden. Einer Nachricht der Breslauer Zeitung" aus hindrängen wollten, so sei daran der Vorsitzende selbst Schuld, Raserne tonfignirt fein, bereit, um nöthigenfalls" nach indem er mit der gehabten Audienz beim Staatssekretär dem Streitgebiete abzugehen. Und daß troßdem im Streifrevier v. Bötticher in den Blättern zu viel Aufhebens gemacht habe. alles vollkommen ruhig ist! Genosse Lehner- Weißstein, Wenn man sich zunächst an die Behörden und dann erst mit welcher in der obigen, sowie auch in einer Versammlung nebensächlichen Fragen an die Vorstände wende, so beweist das, in Ober- Hermsdorf referirte, rieth den Streikenden daß die Vorstände bei Seite geschoben werden sollen und hier angesichts der schlecht gewählten Zeit und der schwachen Organis gegen müsse Front gemacht werden. Das Gesetz räume jetzt den fation mehr ab vom Streit, als daß er sie aufmunterte. NachBorständen der Orts- Krankenkassen das Recht ein, Beamte dem die Vertrauensleute Bericht erstattet, beschlossen die Berganzustellen und infolge dessen sind die Beamten auch Arbeiter- leute weiter zu streifen. In einer anderen Versammlung wurde beamte und sie hätten gemeinsame Interessen mit den ein Beschwerdekomitee gewählt, welches die Klagen der Bergleute Die Herren Gegner lernen von uns. Ueberall, wo versicherten Mitgliedern. Sozialdemokraten auf den Plan treten, werden sie aus ihrer eine diesbezügliche Fassung gegeben werde. Prin 3. Kottbus letzten Bericht wird uns mitgetheilt, daß der Direktor Festner, Er wünsche, daß der Resolution beim Bergschiedsgericht einleiten soll. In bezug auf unseren behäbigen Ruhe aufgeschreckt und müssen sich rühren, wenn sie verwahrt sich dagegen, daß er durch sein Prahlen mit der auf dessen Grube auch diesmal, gleich wie im Jahre 1889, der ihre dominirende Stellung noch eine Zeit lang behaupten wollen. Audienz die falsche Auffassung hervorgerufen habe; er babe Streit zuerst ausgebrochen ist, damals nicht bei der Grube So geht es jetzt den Leipziger Ordnungsparteien, die nun durch weiter nichts als die Thatsachen mitgetheilt und wenn dies eine die mißglückte Bürgerrechtsverweigerung zum selbständigen falsche Auffassung hervorgerufen habe, so sei dies nicht feine als Direktor angestellt war. Gustav", sondern auf dem Hermersdorfer Kohlenbergwerk" Handeln gezwungen sind. Der Leipziger Wähler" schreibt Schuld. Auch er weise entschieden zurück, daß die Beamten eine darüber: Bekanntlich haben die Ordnungsparteien bereits Sonderstellung wollten. Nicht schön sei es vom Vorwärts ge- See bed. Geeftemünde ist beendet, jedoch bleibt die Sperre über vor längerer Zeit ein Bureau, das die Säumigen zur wesen, ihn dem Wohlwollen" feines Vorstandes zu empfehlen Erwerbung der fächsischen Staatsangehörigkeit und des Leipziger und feinen Namen öffentlich an den Pranger zu stellen. Finte die genannte Fabrik bis zur Wiedereinstellung der Ausständigen Bürgerrechts anzutreiben" hat, in der Senefelderstraße errichtet. Dresden meint, daß ein Vorschlag zur Verstaatlichung der Kaffen bestehen. Die sozialdemokratische Frauenbewegung nimmt überall an Stärke zu, so jammert das Biegnier Tageblatt" und spottet, daß auf dem letzten Kongreß der deutschen Sozialdemofratie eine große Anzahl Delegirte im Unterrod" aufgetreten sind. Das Blatt klagt, daß, ebenso wie nach dem letzten Parteitag, auch heuer eine Konferenz der weiblichen Delegirten geplant ift. Es ist zweifellos schreibt das Blatt daß die Sozial. demokratie eine viel festere Stellung gewinnt, wenn sie einen großen Theil der Frauenwelt hinter sich hat, und darum gerade verdient die sozialdemokratische Frauenbewegung eine ganz besondere Beachtung." Wir freuen uns, daß die Frauenbewegung" den Gegnern dieses Urtheil abgetrost hat. " " 1 Der Streit der Former der Firma Möhlen und Das genügt ihnen jedoch noch nicht zu ihren Zwecken. Jetzt hat gemacht werden könne, so lange aber die Beamten es wollten, Die ftreifenden Seidenweber und Weberinnen von auch der Vaterländische Verein" noch eine Auskunfts- und sei keine Aussicht auf Erfolg. Er wünsche, daß der Petition Bielefeld richteten an den Magistrat ein Schreiben, in Vermittelungsstelle" zu gleichem Zwecke in der Expedition des eine Resolution angefügt werde in dem Sinne, daß die welchem sie demselben anheimstellen, eine andere. Kommission Herrn Rechtsanwalts Kretschmer, Neumarkt 16, errichtet. Ob Verstaatlichung der Orts Krantentassen ins zwecks Untersuchung der Lohntaren einzusehen, nachdem die Verdiese fieberhafte Thätigkeit eine Niederlage der Ordnungsparteien Auge gefaßt werden möge. handlungen der ersten Kommission resultatlos verlaufen. Der verhindern wird? Wenn unsere Genossen nach jeder Nichtung zugezogene Herr Stadtrath hatte es nämlich abgelehnt, mit dem ihre Schuldigkeit thun, rettet weder ein offener Angriff noch ein seitens der Arbeiter entsandten Obmann des Bielefelder versteckter Streich die Kartellbrüder vor dem Durchfall. Der Gewerkschaftskartells zu verhandeln. Eifer unserer Gegner darf an den unserigen nicht heranreichen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Die weitere Debatte bewegt sich zum Theil in diesem Sinne. Es wird schließlich die Absendung einer Petition fallen gelaffen und der Vorstand beauftragt, das Schreiben an die Vorstände abzufaffen und abzusenden, sowie Verhandlungen anzuknüpfen. Sodann wird eine Erklärung angenommen, die sich gegen ben erwähnten Artikel des Vorwärts" richtet, von dem behauptet -Die Zahlstelle des Vereins deutscher Schuhwird, daß in ihm unrichtige Schlußfolgerungen gezogen sind. macher in Fürstenwalde a./Spree hielt am 28. Mai d. J. eine Versammlung ab, zu welcher der Einladung zufolge jedermann Zutritt haben sollte. Der Beamte wies jedoch Frauen und alle Personen, die nicht Schuhmacher waren, zurück. Da er mit Schließung der Versammlung drohte, mußte man sich fügen. Der Vorsitzende legte aber Beschwerde ein, zunächst bei dem Landrath, dann bei dem Regierungspräsidenten. In beiden Instanzen wurde die Beschwerde zurückgewiesen. Nunmehr ist Beschwerde beim Ministerium eingelegt. Depeschen. amtes zufolge sind im Jahre 1893 den französischen Arbeitern Einer Berechnung des französischen Arbeits, durch Streits 3 170 000 Arbeitstage verloren gegangen, die einen Geldwerth von mindestens zehn Millionen Franks darstellen. Wir sind durch die Verhandlungen des Verbandstages in Es ist klar, daß derartige Berechnungen nur angestellt werden zu unserem Urtheil nur bestärkt. Eine Vereinigung, die versucht, etwas dem Zweck, den Arbeitern das Schädliche der Streits vor die für ihren Beruf zu erhaschen durch eine Audienz bei dem Minister, Augen zu führen. Alle diese Verluste durch Ausstände sind aber wird in anbetracht der Lage ihrer Berufsgenossen von vornherein nur scheinbare, wenigstens dann, wenn nicht blos einzelne bei den Arbeitern oder Arbeiterzeitungen feine Sympathie beanspruchen können. Wir sind der festen Ueber- Frage fommt. Der Einzelne mag wohl hie und da einen besondere Arbeiter, sondern die gesammte Arbeiterklasse in zeugung, bei berechtigten Klagen und Beschwerden der Ortskassen- Ausfall an Verdienst haben, die Klasse der Arbeiter nicht, denn Beamten werden die Mitglieder auf Abstellung von Uebel- durch eine vorübergehende, auf einen bestimmten Bezirk beschränkte ständen selbst dringen. Gegen eine dauernde Anstellung der Arbeitsruhe wird die Konsumtion nicht vermindert, fie zehrt entFreisprechung wegen unbefugten Kol- Beamten haben die Mitglieder alle Veranlassung, sich entschieden weder einstweilen von dem vorhandenen Ueberschuß oder sucht Iettiren 3" erzielte der Genosse Krieg- Barmen vor der zu wehren, denn wohin diese Einrichtung führt, davon wissen die andere Bezugsquellen. In letzterem Falle käme der den Streiken Straffammer zu Elberfeld. Er hatte während des Riemen Mitglieder ein Lied zu singen, und wird jeht recht wohlthuend den entzogene Lohn einfach anderen zu Gute. dreher- Streits für die streifenden Arbeiter Geld gesammelt. Das die Aenderung bemerkt. Die Ortstrankenkassen- Beamten sind zum Schöffengericht hatte den Beschuldigten deshalb zu 20 M. Geld größten Theil aus dem Arbeiterstande hervorgegangen. Wollen ftrafe verurtheilt, die Straffammer erkannte am 8. August v. J. fie etwas thun für die Arbeiterbewegung, so mögen sie in ihren auf Freisprechung, da nach der erwähnten Polizeiverordnung ehemaligen Berufsorganisationen tüchtig mithelfen; da fehlen. nur dann eine strafbare Handlung vorliegen würde, wenn aber die Herren mit wenigen Ausnahmen, wenn sie nicht gar die Kollekte von einem Verein veranstaltet worden wäre. den Bestrebungen feindlich gegenüber stehen. Deshalb würde es ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Das Kammergericht hob aber am 23. November das frei sonderbar erscheinen, wenn der Wien, 25. September. In Liefing stürzten zehn Arbeiter, Vorwärts" diese Vereins- welche bei einer Brunnenarbeit einen gefährdeten Schloffergehilfen sprechende Urtheil auf und wies die Sache an die Strafkammer bestrebungen unterstützen würde. zurück, da die Frage zu prüfen sei, ob die Vereinigung der retten wollten, in den Brunnen. Zwei von ihnen wurden geStreifenden und ihrer Lohnkommission nicht schon als Verein zu nach einem Beschluß der Chemnizer Bezirksversammlung für die Die Lohuzahlungen an minderjährige Arbeiter sollen tödtet, die übrigen schwer verletzt. betrachten sei. Bei der Verhandlung handelte es sich auch darum, Amishauptmannschaft gemäß dem§ 119a der Gewerbe- Ordnung Bildung eines internationen Verbandes zur Veröffentlichung von Beru, 25. September. Die diplomatische Konferenz für ob nicht der Verband der Textilarbeiter die Sammellisten in geregelt werden. Genannter Paragraph besagt unter 2, 2 und 3: Staatsverträgen übertrug die Leitung ihrer Verhandlungen Umlauf gesetzt habe, was jedoch vom Angeklagten in Abrede ge- 2.„ daß der von den minderjährigen Arbeitern verdiente Lohn dem Bundesrath Lachenal, Chef des Departements des Ausstellt wurde. Auch Polizeikommissar Petrowski von Barmen an die Eltern oder Vormünder und mur mit deren schriftlicher wärtigen. wußte darüber feinen Aufschluß zu geben, hielt aber die Ge- Zustimmung oder nach deren Bescheinigung über den Empfang nossenschaft der Streifenden für feinen eigentlichen Verein. Das der letzten Lohnzahlung unmittelbar an die Minderjährigen be- der Minister des Junern heute ein Dekret, welches anordnet, daß Rom, 25. Sept. Wie die Agenzia Stefani" meldet, erließ Gericht erkannte daher nach langer Berathung abermals auf zahlt wird; 3. daß die Gewerbetreibenden den Eltern oder Vor- die Waffen, die von den Bewohnern Siziliens während des BeFreisprechung, da die streifenden Sliemendreher feinen Verein ge- mündern innerhalb gewisser Friften Mittheilung von den an lagerungszustandes abgeliefert wurden, denselben zurückgegeben bildet hätten. Auch die Vertheidigungskosten werden der Staats- minderjährige Arbeiter gezahlten Lohnbeträgen zu machen haben." werden. Diese Verfügung wurde infolge eines Berichts des taffe aufgebürdet. Zuwiderhandlungen hiergegen können nach§ 148 der Gewerbe- Generals Mirri, daß auf der ganzen Insel die öffentliche Ordnung Ordnung bis zu 150 m. event. mit Haft bis zu 4 Wochen bestraft werden. Diese Bestimmungen, so wenig sie nach den im Aαgemeinen gemachten Erfahrungen Beachtung finden werden, passen ausgezeichnet zu dem System, wie wir es von der Amtshauptmannschaft Chemnitz auch auf anderen Gebieten gewöhnt sind. Soziale Ueberlicht. Große Arbeiterentlassungen stehen im Harz bevor. Der Aufsichtsrath der„ Harzer Werke zu Rübeland und Zorge" hat beschlossen, den gesammten Hüttenbetrieb auf 3 Monate einzustellen. Man hofft, daß durch den Bahnbau Wernigerode- Quedlinburg, der in Aussicht steht, bessere Bahnverbindungen, sowie geringere Frachtsäße geschaffen werden. " Gewerkschaftliches. Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner Gewertschafts- Kommission. Die Folgen der Uebertragung öffentlicher Arbeiten an An die Gewerkschaften Berlins! Privatunternehmer zeigen sich recht deutlich bei einem in der Das Bureau der Berliner Gewerkschafts- Kommission befindet dänischen Stadt K öge ausgebrochenen Streit. Dort find öffentliche sich von Sonnabend, den 29. September cr. ab Grenadierftr. 10, Hafen Bauarbeiten einem Privatunternehmer übertragen, der seinen vorn I und ist vom 1. Oktober ab geöffnet von Vormittags Profit dadurch zu erhöhen suchte, daß er den Arbeitslohn herab: 10 bis 1 Uhr und von Abends 6 bis 7 Uhr. sette. Während sonst überall für derartige Arbeiten 30 Dere Am 28. September bleibt das Bureau des Umzuges wegen ( etwa 35 Pf.) per Stunde bezahlt werden, bietet der Unternehmer geschlossen. nur 25 Dere. Der Stadtrath, der alles Andere in dem Vertrage ganz genau bestimmt hat, kümmert sich natürlich um den Lohn der Arbeiter nicht. Was geht es ihn an, ob die Arbeiter ausfömmlich bezahlt werden oder nicht; ja die Stadtbehörde hält es bei Ehrenberg, Annenstraße 16, eine Versammlung statt. Auf Für die Kartonbranche findet am Mittwoch, den 26. Sept. für ihre Pflicht, sich auf die Seite des Unternehmers und der der Tagesordnung steht: Die miserablen Maßnahmen und Zu von ihm herbeigerufenen Streitbrecher zu stellen. Wenn die Städte solche Unternehmungen selbst ausführen würden, könnten sie bessere Löhne zahlen, ohne daß ihnen die Herstellung theurer ale jest zu stehen täme, nur würden dann die guten Freunde der Herren Stadträthe nichts verdienen. wieder hergestellt erscheine, erlassen. ( Depeschen- Bureau Herold.) Amsterdam, 25. September. Der Bürgermeister theilte den Einwohnern mit, daß im Spital ein Mann an der Cholera geftorben sei. Es seien jedoch alle Maßregeln ergriffen, um ein Umfichgreifen der Krankheit zu verhindern. Venedig, 25. September. In Guastalla, sowie in mehreren anderen Ortschaften der Proving Reggio find mehrere sozialistische Arbeitervereine aufgelöst werden. Sofia, 25. September. Die Minister Tontschew und Radoslawow haben ihre Demission eingereicht und motivirten dieselbe damit, daß ihre Kollegen antifonstitutionelle Agitation betreiben. Paris, 25. September. Einem Telegramm der„ Estafette" zufolge sind auf Madagaskar Leben und Eigenthum der Fremden gegenwärtig sehr gefährdet. London, 25. September.„ Daily News" berichten aus Petersburg, daß die Nachricht, mehrere Tausend Russen seien auf dem Marsche nach Korea begriffen und die russische Flotte halte sich in Wladiwostock bereit, unbegründet sei. Colykam äußerte sich über die voraussichtlichen Folgen des London, 25. September. Der englische Forschungsreisende japanisch- chinesischen Krieges dahin, daß der leztere in China eine Revolution und die Absetzung der jetzigen Dynastie herbeiführen werde. Die Ursachen der Niederlagen der Chinesen sei der Mangel an Generälen in ihrer Armee. Stände in der Kartonfabrik von Sohn u. Friedländer, Stralauerstraße. jener Fabrik müssen der Deffentlichkeit unterbreitet werden. Kollegen und Kolleginnen! Die herrschenden Mißstände in San Franzisko, 25. September. Die Königin von Hawai Sorgt dafür, daß alle Arbeiter und Arbeiterinnen, insbesondere sandte einen Vertreter nach Washington, welcher dort einen Prozeß Der Verband der Verwaltungsbeamten der Drts- Kranken- solche, die in Fabriken arbeiten, wo die Verhältnisse ebenso gegen die amerikanische Regierung einleiten soll. Die Königin tassen Deutschlands hielt am 22. und 23. September in Leipzig schlecht sind, wie in der oben genannten, in dieser Versammlung verlangt 200 000 Dollars Entschädigung, da sie durch die Haltung seinen Verbandstag ab. Der Verbandstag war von 28 Delegirten erscheinen. Die Vertrauenspersonen der Kartonbranche. eines amerikanischen Schiffkapitäns abgesezt worden sei. Sierzu zwei Beilagen Berantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 224. Mittwoch, den 26. September 1894. Arbeiter! Parteigenossen! 11. Jahrg. Der brutale Willkürakt des Brauereirings harrt noch der Sühne. Den Hunderten unschuldig aufs Pflaster geworfenen Arbeitern ist noch keine Gentigthung geworden. Arbeiter und Parteigenossen! Ohne Eure opferwillige Unterstügung würden die Gemaßregelten der bittersten Noth verfallen und gezwungen sein, um Gnade zu bettelu. Die Hochherzigkeit der Berliner Arbeiterschaft hat diese Schmach verhindert. Der erste Sturmlauf des Prozenthums scheiterte an Eurem Solidaritätsgefühl. Nicht eine Bresche vermochte der Bierring in Eure Reihen zu legen. Einig, geschlossen, tampfesmuthig und opferwillig seid Ihr fest entschlossen, den entbrannten Kampf zum siegreichen Ende zu führen. Arbeiter, Parteigenossen! Euer Wollen garantirt Euer Können! Ihr könnt, wenn Ihr wollt. Den zweiten Sturmlauf auf Euere Phalanx mußten die dem Bierring Lehensdienste leistenden Saalbesizer unternehmen. Die Agitation sollte unterbunden, das Mundtodtmachungssystem praktizirt werden. Auf der Mine, die sie gegraben, sind die Saalbefizer aufgeflogen. Ihr Wehgeschrei tönnte Mitleid erwecken. Arbeiter, Parteigenossen! Selbst der Himmel, auf den der Bierring seine letzte Hoffnung setzte, ist mit uns im Bunde. Die Saison kann dem Ring nicht mehr über die Verlegenheiten hinweghelfen, die mit jedem Tag des weiteren Kampfes sich thurmhoch häufen. Ausharren bedeutet für uns fiegen. Unsere Position ist uneinnehmbar. Der Stand des Boykotts ist ein vorzüglicher. Wir können zuwarten, ohne entbehren zu müssen. Arbeiter, Genossen! Je konsequenter der Boykott durchgeführt wird, desto nachhaltiger seine Wirkung, desto entscheidender der Sieg. Duldet keine Ausflüchte, keine Ausreden. Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns. Soweit unser Einfluß reicht, muß das Ringbier verpönt werden. Nicht ein Tropfen darf getrunken werden. Arbeiter, Genossen! Die Bierzufuhr ist eine geregelte. Sie wird mit jedem Tag der Fortdauer des Boykotts eine bessere. Alle Ansprüche können befriedigt werden. Darum widersteht jeder Versuchung, Ringbier zu trinken. Die schwerste Arbeit ist gethan. Die Periode der Organisirung des Kampfes war die aufreibendste. Jetzt wird uns der Kampf leicht, weil wir das Terrain zum guten Theil beherrschen. Der Sieg muß unser werden, wenn wie bisher mit gleicher Schärfe und Ausdauer der Parole gefolgt wird. Hoch der Boykott sämmtlicher Ningbrauereien! Trinkt feinen Tropfen Ringbier! Boykottfreies Bier liefern: Friedrich Reichenkron, Brauerei Carlsberg, lottenburg. Die Boykottkommiffion. " hier offen zu Tage getretene Bestreben, die Beilegung des Boykotts| Puntt d),„ Einführung eines Minimallohnes zu hintertreiben und den bereits fünf Monate andauernden von dreißig Mart" wird der unter b genannten Kom Char- stampf weiter hin zu schüren. Und das Blatt, das dieses miffion überwiesen. Segeramt offen betreibt, es gehört zu jenen Preßorganen, welche Punkt e), Festsetzung eines Marimal. feit Proklamirung des Boykotts fich gar nicht genug darin thun Arbeitstages von. und einer halben tonnten, diesen Kampf als von der Sozialdemokratie von langer Stunde" wird einstimmmig angenommen. Hand vorbereitet und als eine unvermeidliche Folge des von Festgestellt wird, daß Punkt e) an den bisherigen den Sozialdemokraten geübten Terrorismus hinzustellen. Arbeitsbedingungen der Böttcher nichts ändert. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Attien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Ring u. Ko., Berlin. Brauerei Wusterhausen, Vertreter: Max Fleischer, Reichenbergerstr. 155. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße 49a. Brauerei in Storkow( in Firma A. Miethe), Vertreter: Spietermann, Weberstraße 66. Louisen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. Brauerei Danz, Freienwalde a. D. Vertreter: W. Marten, N., Gartenstr. 152. " Dunkelmänner um 1 e un wenn Vielleicht mit Ausnahme der Freisinnigen Zeitung" ist die Allseitig wird zugegeben, daß wenn bei eventueller AufBrauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. und in der Nothwehr" zur Doppeldezimirung ihrer Arbeiter ge- bingungen zugestanden werden sollten, diese auch für die ringVersicherung der Herren vom Brauerring, daß sie nur ungern hebung des Boykotts den Ringbrauereien günstigere BeNordstern- Brauerei, Berlin. Rathenower Exportbrauerei- Niederlage. Inh. May antisemitisch- konservativen Organen und darunter in erster Linie schritten sind, nirgends gläubiger nachgebetet worden als in den freien Brauereien in Kraft treten müssen." Dennhardt, N.W., Hannoverschestr. 18a. Tel. III, 8178. von der Kreuz- Zeitung". Und nun, wo ein paar Männer, theiligten in der friedlichsten Weise getroffen wurde, haben wir Zu vorstehendem Uebereinkommen, welches zwischen den Bes Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei auf die offene Erklärung unserer Vertreter hin, hin, daß nur noch beizufügen, daß die unter b) erwähnte Kommission ge= Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. die Arbeiter bereit seien, einen ehrlichen Frieden zu tagt und die Bestimmungen für den Arbeitsnachweis festge Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frank- schließen, sich dem Versuche unterziehen, eine Verständigung stellt hat. furt a. D. anzubahnen, da hezt und schürt dieses Blatt unter den Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Ringherren, dem Sirenengefange der Friedensherolde Feuerstein Die Freifinnige Zeitung" will es nicht wahr haben Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage, und Kuckenburg zu widerstehen". Das ist die Art, wie das fromme daß sie durch ihr Verhalten den Arbeitern gegenüber, wenn diese Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage, Junkerblatt den sozialen Frieden gegenüber den umstürzlerischen geber zur Wiederaufhebung dieses Rechts bestimmen wolle". Das von dem Koalitionsrecht praktischen Gebrauch machen, die GeſetzEdm. Renter, Swinemünderstr. 45. Sozialdemokraten fördert. Ueberraschend kommt uns dieses Verhalten des leitenden Blatt erklärt, im Gegentheil zu jeder Zeit am allerentschiedensten tonfervativen Organs und seiner Hintermänner freilich nicht. dem Versuch einer solchen Beschränkung entgegengetreten zu Der frivol provozirte Boykott hat in dem Geschrei der sein". Wir ersuchen nun die Freisinnige Zeitung", uns auch nur einen Fall zu nennen, neue Ausnahmegesehe wo fie, gegen die Arbeiter zu gute Dienste geleistet, als daß man von dieser Seite für die Arbeiter und ihr Recht eingetreten ist. Nur einen Arbeiter vom Koalitionsrecht Gebrauch machten, d. h. streiften, gerne auf dieses Beweismittel verzichten möchte. Wir denunziren dieses Treiben der ordnungsparteilichen Hezer nur den Arbeitern folchen Fall möge uns das Blatt nennen; wir wissen aber, es richten. Letzteres erscheint uns aber sehr flar vorgezeichnet. des Blattes für die westfälischen Bergarbeiter 1890 hat nur so und unseren Genoffen, damit diese ihr Verhalten danach ein- fann feinen anführen. Selbst die letthin behauptete Sympathie es recht sein. Von unserem Standpunkt aus steht die Sache des die National- Zeitung" damals die Herren betitelte Wollen unsere Gegner, daß der Boykott weiter bestehe, uns fann lange vorgehalten, als die freisinnigen Abgeordneten Schmidt ( Elberfeld) und Baumbach Rosenfrant und Guildenstern, wie Boykotts wirklich vorzüglich und bis die Arbeiter in diesem Stimmenfang mürbe Rolle des wohlwollenden Vermittlers Rampfe werden, da fönnen die Herren bis tönnen. ชิน den St. Nimmerleinstag warten. aber dieser Plan Wir haben gutes glaubten betreiben ringfreies Bier so viel und mehr, als wir gebrauchen, Buderbrot verschwand und die Peitsche wieder in fehlschlug und auch von oben herab das erst gebotene ihr Diese Frage drängt sich unwillkürlich auf die Lippen, wenn und außerdem genügende Lokale. man nachstehende Preßleistung liest, welche wir der Montags, Wenn von unserer Seite bisher kein Versuch, zu einer Ver- altangestammtes Recht trat, da verschwand auch in der Freis. Abendnummer der„ Kreuz- Zeitung" entnehmen, wo sie an leiten- ständigung zu gelangen, zurückgewiesen wurde, so geschah es stets der ödesten Heßerei Play. Was aber, fragen wir die" Freis. 3tg." die ungewohnte Arbeiterfreundlichkeit wieder und machte der Stelle zum Abdruck gebracht ist. Der Artikel trägt die nur um der großen Zahl von Geschäftsleuten willen, die ohne charakteristische Ueberschrift:„ Ist ein fauler Bierfriede in Sicht?" jedes eigene Verschulden unter den Wirkungen des Boykotts 3tg.", hilft den Arbeitern die platonische freifinnige Begeisterung schwer leiden. Wenn es aber trotz dieses Entgegenkommens für das Koalitionsrecht, wenn erstere jedes Mal in Wuth und unsererseits zu feinem Frieden kommen tann, so mögen die Ge- Geifer umschlägt, sobald die Arbeiter praktischen Gebrauch von fchäftsleute aus der Heßerei der Kreuz- 3tg." gegen den diesem Recht machen. Oder heißt es das Koalitionsrecht vertheidigen, Sirenengesang der Friedensherolde" ersehen, woran das liegt. wenn, wie dies die" Freis. 3tg." grundsäßlich thut, jede ArbeitsEinstellung als das Werk sozialdemokratischer Heyer" hingestellt wird? Wir bestreiten nicht, daß es unter den freisinnigen Politikern aufrichtige Anhänger des Roalitionsrechtes der Arbeiter giebt, aber Herr Richter und sein Blatt gehören nicht dazu. Jin Gegentheil, wir behaupten, und das genannte freisinnige Blatt ist ein schlagender Beweis dafür, daß Herr Richter zu den ge= hässigsten Gegnern aller auf grund des Koalitionsrechtes fich geltend machenden Arbeiterbestrebungen zählt. Die theoretische Saltung des Freisinnsführers täuscht uns umsoweniger, als wir sein praktisches Handeln zu genau fennen. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage Gust. Spiekermann, Weberstr. 66. und lautet: Wer hekt? Bom Bierboykott ist es recht still geworden, d. h. in der Deffentlichkeit, aber im Stillen ist die„ Diplomatie" lebhaft beschäftigt. Man weiß nicht recht, warum, da keine der beiden Parteien ein Friedensbedürfniß bekundet hat. Die Brauereien haben trot empfindlicher Verluste die schlimmste Beit überstanden, langsam freilich finden sich die Kunden wieder ein, neue Absaßgebiete sind erschlossen, der Zusammenhang unter den Berufsgenossen ist kräftig wie nie zuvor die wenigen Ringfreien", deren Anzahl im umgekehrten Verhältniß zu ihrer Bedeutung steht ändern daran nichts; das neue Geschäftsjahr beginnt mit gutem und billigem Material, die Geschäftslage läßt fich flar übersehen, man rechnet wieder mit bekannten Abfah verhältnissen. " an Lokales. Die ringfreien Brauereien und die Arbeiter. Gewisse Reporter, welche die Flöhe husten hören und das Gras wachsen sehen, wußten in den letzten Tagen vieles zu erzählen von dem Bwange", den die sozialdemokratische Parteileitung auf die ringfreien Brauereien ausgeübt habe, um dieselben zur Anerkennung der Arbeiterforderungen zu bestimmen. " " 11 der " Als in Eine Wir haben in unserer Sonntagsnummer in einer Polemik Auch die Sozialisten klagen nicht." Genosse" Auer nennt gegen die" Freis. 3tg." diese verlogene Darstellung schon zurück- Sonntagsidyll aus einem boykottirten Lokal. den Zustand des Boykotts vorzüglich"." Die Bierzufuhr sei gewiefen und wir tommen heute auf die Sache nur zurück, um turbulente Szene, so wird gemeldet, spielte sich am vorigen geregelt, Lofale mit foscherem- Pardon ringfreiem Bier der Arbeiterschaft in weiteren Kreisen Kenntniß davon zu geben, Sonntag Abend in dem bekannten Kurfürstenpart- Restaurant in giebt es genug; dagegen nur noch wenig Unterstüßungsbedürftige. unter welchen Bedingungen die Arbeiter in den ringfreien Halensee und zwar im hinteren Tanzfaal dieses Etablissements Ein großer Theil dieser Leute hat entweder die alten Stellungen Brauereien beschäftigt find. Vorausschicken wollen wir dabei, daß ab. Einige Louis, zuhälter, die an Sonntagen den größten wiedererlangt oder anderweit Beschäftigung gefunden. Also beide die nachstehend aufgeführten Abmachungen sich nur auf die in Theil des dort verkehrenden Publikums ausmachen, hatten sich Theile sind noch frisch und kräftig und beide Theile sind doch wohl Berlin und der nächsten Umgegend domilizirten Brauereien be- durch ihre Damen" in Streit mit anderen Gästen eingelassen, nicht leichtfertig in diesen Kampf eingetreten, sondern haben sich ziehen. Ueber die Abmachungen selbst giebt das nachstehende und bald entspann sich eine große Prügelei, die schließlich sich auf hoffentlich die möglichen Opfer und die wahrscheinliche Dauer Protokoll Aufschluß:" In der unter heutigem Datum statt- die herbeigerufenen Gendarme ausdehnte; da diese der Menge desselben klar gemacht. gehabten Zusammenkunft von Vertretern der ringfreien Brauereien, gegenüber sich als machtlos erwiesen, zogen sie blant, Wenn dies von den Brauereileitern nicht geschehen wäre, den Mitgliedern der Boykottkommission, den Vertretern der und erst dadurch erreichten sie die Sistirung der Hauptattenso würde ihnen ein Armuthszeugniß ausgestellt werden müssen. Brauerei- Arbeiter und der Bierkommission wurden folgende Punkte täter, die sich nicht gescheut hatten in ihrer Rohheit, die Gene Solch gewaltiger, opferreicher Kampf durfte nur begonnen werden, vereinbart: darmen mit Bierseideln und Unterfäße zu bewerfen. Bemerkt sei, wenn man entschlossen und start genug war, einen Sieg zu Forderung a), die in der an die Brauereien gerichteten daß bedauerlicherweise derartige Szenen nicht zu den Seltenerringen. Mit der Herstellung des status quo Buschrift vom 10. September 1894 aufgeführten Bedingungen: heiten in diesem Lokal gehören, daß aber der Wirth völlig machtante ist aber fein Sieg errungen, darüber wird die Aufrechterhaltung und Anerkennung der be: los dem Treiben derfelben gegenüber steht, da diese Rowdies feinste Diplomatie nicht hinwegtäuschen. stehenden Arbeiterorganisation", wurde ein stets in großer Zahl daselbst vertreten sind, und für ihre Kom Es ist sehr flug von den Genossen", daß sie Friedens- ftim mig angenommen; plicen stets Partei nehmen. unterhandlungen mit den faalverweigernden Wirthen einstweilen Punkt b), Anerkennung dea Arbeitsnicht wünschen, wenn nicht über Aufhebung des Boykotts zugleich nach weise 3" wurde einer Kommission von 6 Mitgliedern der Liste zu streichen weil sie Boykottbier schänken: Klintscher, Zur Lokalliste. Jm sechsten Wahlkreise sind von verhandelt werden soll, und es beweist eine genaue Kenntniß der( 3 Brauerreibefizern und 3 Arbeitern) überwiesen; jedoch ge- Neue Hochstr. 26, Ecke Gerichtsstraße; Sutter, Liesenstr. 4; Kühnel, Berhältnisse, daß man den auf der Brauerei meistgefürchteten langte hierzu noch folgende Resolution zur einmüllerstr. 162a; Ostermann, Haideftr. 31. und meistgeliebten Mann, den„ Kunden", zum Vermittler gemacht stimmigen Annahme: bat; aber es steht zu hoffen, daß die vereinigten Die unterzeichneten Brauereivertreter erklären sich mit Brauereien nach fünfmonatlichen schweren Kämpfen, welche mit der Einrichtung eines von der Organisation der Brauerei oft bewunderter Ruhe flug und zielbewußt" geführt sind, dem Arbeiter zu leitenden Arbeitsnachweises für Braugehilfeu und Sirenengefange der Friedensherolde Feuer Hilfsarbeiter einverstanden. ftein und kuckenburg widerstehen werden. Die Ausarbeitung eines Statuts wird von drei Vertretern Also nur teinen„ faulen Frieden" schließen, keine Wieder der Brauereien und der gleichen Zahl von Arbeitern überHerstellung des status quo ante", sondern einen vollen Sieg" nommen. gilt es zu erringen, so hezt das edle Junferblatt. Freilich, ob Die Vertreter der Brauereien verpflichten der Artikel auf der Redaktion der Kreuz- Zeitung" geschrieben sich von heute ab, ihren eventuellen Bedarf an worden ist, oder ob er nicht vielmehr von einer gewissen Stelle Brauerei und Hilfsarbeitern nur aus der her lancirt wurde, von wo aus der Boykott in offensichtlicher 3ahl der vorhandenen gemaßregelten Arbeiter Weife provozirt und jeder Ausgleichsversuch bisher hintertrieben au decken." worden ist, das wollen wir dahin gestellt sein lassen. Die anti- Puntt c), Anerkennung und Freigabe des semitische Wendung vom„ koscheren" Bier wäre noch kein Beweis 1. Mai" fand in folgender Fassung Annahme: von der Unrichtigkeit unserer Vermuthung. Wenn es der Profit" Die Feier des 1. Mai darf nicht zum Anlaß verlangt, nimmt auch der freifinnigfte Bourgeois ein Bischen Anti- von Entlaffungen oder Maßregelungen der Solistinnen. Auf jede dieser Stellen warten etwa semitismus mit in den Kauf. Indeß, was uns interesfirt, ist das Feiernden gemacht werden." Infolge eines Irrthums sind in die am Sonnabend veröffentlichte Lokalliste von Schöneberg die Namen folgender Wirthe, welche boykottirtes Bier führen, aufgenommen worden: Mohr, Hauptstr. 53; Klein, Kyffhäuserstr. 1; Jestel, Kyffhäuserstr. 16; Daue, Marstr. 7; Freund, Sedanstr. 17. Diese Wirthe führen Ringbier und sind daher wieder von der Lokalliste zu streichen. Die Kuuft geht nach Brot in den Tingeltangel. Unter der grausamen Fuchtel des Kapitalismus werden Arbeiter, Gelehrte und Künstler mit gleicher Rücksichtslosigkeit gefnechtet und ausgebeutet. Ueber das Glend der Künstlerinnen auf Opernbühnen gab in der letzten Sigung des Berliner Musiklehrer- Vereins Herr Dstar Eichberg, der bekannte Gesangslehrer, einen recht betrübenden Aufschluß. Danach verwenden die 70 besseren Opernbühnen Deutschlands durchschnittlich 5 bis 8 gebildete Sängerinnen. Unter diesen Solistinnen sind immer -Gerichts- Beitung. falla von einem " mehrere sogenannte Novizen, das heißt sie bekommen tein] Berliner Animirkneipen. Ein eigenartiger Selbstmord-| Gehalt. Polizeibericht. Am 24. d. M. Morgens fuhr in der Das Theater einer unferer Hansestädte versuch hat ein polizeiliches Einschreiten gegen mehrere folche Kaiser Wilhelmstraße, vor der Markthalle, ein Geschäftsfuhrwert zum Beispiel hat unter den 9 Sängerinnen 5 Novizen. Das Wirtschaften zur Folge gehabt, in denen Fremde in unerhörter gegen einen Handwagen. Anfangsgehalt wird den Sängerinnen auf 120 M. monatlich Weise gerupft werden. Hierdurch wurde der Führer des Der Mechaniker Heinrich Strauß aus letteren gegen einen anderen Wagen geschleudert und anscheinend angegeben, jedoch mit Vorbehalt der Kündigung, wenn die Riga war in der ersten Hälfte d. M. auf der Durchreise nach innerlich schwer verletzt. Leistungen den Erwartungen nicht entsprechen. Vormittags erschoß sich ein Mann in Von dieser Berlin gekommen, um das Technikum in Mittweida zu besuchen. feiner Wohnung in der Steinmetzstraße. In der Ackerstraße wird in der Regel Gebrauch gemacht. Der Direktor oder häufiger Er hatte in Lamprecht's Hotel in der Neuen Wilhelmstraße fiel Nachmittags ein Knabe von einem in der Fahrt befindlichen fein Vertrauensmann erscheint in kürzester Frist bei der Sängerin, Aufenthalt genommen und war am Sonnabend in dem Be Geschäftswagen, gerieth unter die Räder und erlitt einen Bruch bedauert, daß sie den Erwartungen nicht entsprochen habe, stellt streben, die Reichshauptstadt kennen zu lernen, in mehrere des Oberschenkels. Ein Mann sprang aus dem Fenster seiner die Kündigung in Aussicht, ist aber so gütig, zu erklären, um der bekanntesten Wirthshäuser mit weiblicher Bedienung ge- im ersten Stode in der Antlamerstraße belegenen Wohnung in das halbe Gehalt die Sängerin noch behalten zu wollen. Natür- rathen. Zu früher Stunde kehrte er am Sonntag in den Gast- den Hof hinab und zog sich mehrere Knochenbrüche zu. In der baeht die Aermste auf Alles ein. Von den nunmehrigen hof zurück und hatte sich in seinem Zimmer alsbald mit einem Friedrichstraße glitt eine 60 jährige Frau über einen Obstrest und 19. muß sie aber-- mit Ausnahme von ein paar der größten Taschenmesser die Pulsadern der linken Hand durchschnitten. brach den Oberschenkel. Bei der Großbeerenbrücke sprang Lühnen noch ihre Bühnengarderobe bestreiten. Eine Kaum hatte er die That begangen, als er sich ihrer bewußt Abends ein Mann in den Landwehrkanal und ertrank. Im routinirte Sängerin erhält mit der gleichen Verpflichtung wurde: er rief Hilfe herbei, erhielt durch einen Kellner Alexander Laufe des Tages fanden drei Brände statt. in der Regel nicht über 300 M. Fast noch schlimmer Pozen einen Nothverband und wurde gleich darauf nach der Bauſe des Za steht es mit den Konzertfängerinnen. Nach Beendigung ihres tgl. Klinik gebracht. Dort hat er bei seiner Vernehmung die Studiums heißt es zunächst, ein Konzert geben. Hat sie nicht folgende Borgeschichte zu dem Selbstmordversuche niedergelegt: großen Anhang, so kostet das mehrere hundert Mart. Im In den Animirlofalen", namentlich in einem, dessen Name auf zweiten Jahre verschafft ihr dann wohl der Agent, der das erste den Besuch von Offizieren hindeuten soll, sei ihm durch das An und das Gewerbegericht. Es wird immer schöner," fann Die antisemitischen Ordnungsstühen Heren Muskalla Konzert vorbereitet hatte, irgend ein auswärtiges Engagement regen der Kellnerinnen zum Trinken und vor allem durch für ein Konzert. Das Gold aber, das hier aus ihrer Reble das Mittrinken der Springt, geht nach Abzug der Koften- felten über eine Doppel- aus mehreren Hundert Mark bestehende Vaarschaft abgenommen Prozeß zur Schau tragen, den sieben Seher wegen unberechtigter weiblichen Bedienung zunächst die man mit dug und Recht von dem Berhalten der Herren MusFrei- Deutschland" sagen, welches dieselben in dem krone hinaus. Was Wunder, daß viele der jungen Mädchen, worden. Als die Geldmittel verbraucht waren, habe er unter Prozeß zur Schau tragen, den sieben Seger wegen unberechtigter des Hungerns überdrüffig, in den verachteten Tingel- Tangel dem Eindruck der genossenen Getränke eingewilligt, seine goldene Ginbehaltung von Lohn erst gegen die Gesellschaft Frei- Deutschbinuntersteigen, dessen Gehälter ja vielfach besser sind! Besser Uhr mit Kette als Pfand für die weitere Beche herzugeben. land", dann gegen Herrn P. Muskalla angeſtrengt haben. Wie ſteht es in Norddeutschland mit der Bewerthung der Männer- Gänzlich mittellos in den Gasthof zurückgekehrt, habe er einen wir berichteten, bestritt Herr Baul Mustalla, zu Recht stimmen, aber aus dem merkwürdigen Umstand, daß solche hier Ausweg aus der peinlichen Lage in einem Selbstmord gesucht. beklagt zu ſein; nicht er sei der Arbeitgeber der Kläger felten find. Auf zwanzig gute Frauenstimmen fommt hier durch- Die Polizei hat aus dieser Darlegung Veranlassung genommen, gewesen, sondern sein Better Mar Mustalla. In schnittlich nur eine gute Männerstimme. der Sache näher zu treten. der bis jetzt stattgehabten vier Termine wurde Wenn im Kampfe mit geistigen Waffen schließlich nichts mehr verfangen will, dann rücken die Gegner bekanntlich mit funderstraße wohnender Schankwirth D. F. verhaftet worden. erst nach vierwöchentlicher Thätigkeit in der Druckerei von Freis Wegen gewerbsmäßiger Schlerei ist ein in der Straf. ein Beuge über den figlichen Punkt:„ Wer ist ber haftende Arbeitgeber?" vernommen. Dieser bekundete folgendes: Er habe dem Argument heraus, daß die rohen und jeder Kunstempfindung Dem Verhafteten wird zur Last gelegt, den am 19. d. M. durch Deutschland" erfahren, daß May Mustalla ber Druckereibefiner baren Horden, die der Sozialdemokratie Gefolgschaft leisten, den Kriminalkommissarius Wolff festgenommenen, vielfach vors fei, und dies auch nur dadurch, daß derselbe die Zeitung als alle Schönheit vernichten und die edle, ideale Kunst von besirasten Kaufleuten" resp. Auitionatoren Alfred Fork und Drucker zeichnete. Die Verhältnisse in der Druckerei hätten aber heute in den Karren des groben Nüglichkeitsprinzips einspannen Anton Lepinsky, zwei der gefährlichsten Mitglieder der schwarzen auf ihn den Eindruck gemacht, als hätte Paul Mustalla werden. Es gelte daher nicht allein, die Familie und Bande, als williger Abnehmer der von ihnen unter falschen( der die Staatsordnung, sondern auch die unft gegen den Namen erschwindelten Waaren gedient, ja auch die Waaren felbfi ale fogenannter Schweizerdegen( Seger und Drucker) in die Leitung Beklagte) der Hand. brutalen Vandalismus der schwieligen auft zu schüßen. unter seinem Namen mit hohem Verdienst weiter verkauft zu der Druckerei gearbeitet. Max hatte annter Schweizerdegen( Seßer und Drucker) in Der Zustand, daß eine Künstlerin nach jahrelangem Fleiß und haben. Das F.'sche Lotal wurde schon wochenlang von der das Gericht natürlich nicht entscheiden, Auf dieses Zeugniß hin founte heißem Bemühen sich dem Tingeltangel und der Prostitution er Kriminalpolizei observirt, bis es endlich gelang, soviel Belastungs- May M. trotz zugestellter Vorladung nicht erschienen war, wurde und da Herr geben muß, um nicht zu verhungern, dieser Zustand ist allerdings material zusammenzutragen, daß die Festnahme des Lokalinhabers derselbe in eine Strafe von 80 M. genommen. Im nächsten werth, gegen die sozialdemokratische Barbarei" vertheidigt zu geboten erschien. Termin erschien er wieder nicht troz Vorladung, diesmal wurden Traurigerweise ist in der Künstlerschaft felber noch wenig in der Großen Frankfurterstraße in der Nähe der Koppenstraße nächſtigen Termin am 24. September zwangsweise vorführen zit Eine aufregende Szene spielte sich am Dienstag Morgen ihm 50 m. zudiktirt, und das Gericht beschloß, ihn zum dem Klassenbewußtsein vorhanden; trotz des jammervollen Glends, unter dem sie schmachtet, läßt ein bumm- stolzer Dünkel sie nicht ab. Einem in die Stadt einfahrenden Landmanne waren die lassen. Und nun kommt das Schönste. Der mit der zu der Erkenntniß kommen, daß in der Kunst von heute der Pferde durchgegangen und raften nun die Straße entlang. Da Vorführung betraute Gerichtsvollzieher und ein Kriminalist Kapitalismus ebenso graufain wüthet, als in der Industrie, daß der Führer des Gefährtes augenscheinlich die Gewalt über die konnten des Vogels nicht der Ausbeutung gegenüber der Künstler oft noch hilfloser basteht, Pferde verloren hatte, so versuchte der auf dem Wege zu feiner war ausgeflogen. Herr Paul Mustalla, auf dessen als der Industrie- Arbeiter. Arbeitsstelle beim Schuhmachermeister Wagner in der Blumen- Verlangen die Ladungen des Zeugen erfolgt straße befindliche, bereits bejahrte Gefelle N. Klauß den Pferden waren, er, der das meiste Interesse an seiner Vers in die Bügel zu fallen und zum Stehen zu bringen. S. mußte nehmung( hat, oder wenigstens zu haben vor. seinen Opfermuth aber schwer büßen, indem er so heftig zur gebt, sorgte auch diesmal nicht für das Gr Seite geschleudert wurde, daß er mehrere schwere Verletzungen fcheinen desselben, obgleich er mit ihm täglich namentlich am Kopfe davontrug. Er wurde in bewußtlofem aufammen ist. P. Mustalla bestand, wie in den früheren Bustande in eine nahe gelegene Destillation getragen und von Terminen auch jetzt noch auf den Zeugen M. Mustalla. Nur einem hinzugerufenen Arzte verbunden und auf dessen Anordnung erforderlichen falls will er nach einem Krankenhause geschafft. Das Fuhrwerk wurde von genüge einem Droschkentutscher zum Stehen gebracht. werden. Eigenthümliche Praktiken wendet Herr Bolle an, um seinen Stuf aufzubeffern. Die Artikel im„ Borwärts", so schreibt uns ein Leser, welche die Zustände in der Bolle'schen Meierei beleuchtet haben, sind für mich die Veranlassung gewesen, die Lieferungen aus diesem Betriebe abzubestellen. Am nächsten Tage tam der Junge, der mich bedient hatte, ganz ängstlich nachfragen, was für Gründe mich zum Verzicht auf die Waare seines Herrn veranlaßt hätten. Zwei Tage später erhielt ich ein gedrucktes Anschreiben der Firma E. Bole: Ich möchte im Interesse des Betriebes angeben, ob ich über Bedienung oder Qualität der Lieferung zu flagen hätte. Ich antwortete wahrheitsgemäß, daß ich mit beiden zufrieden gewesen wäre, und daß es nur die im Vorwärts" geschilderten Zustände seien, die mich der Firma entfremdet hätten. Strafgeld unwahr auf 5-12 m. angegeben ist. Wollen Sie fich die Mühe geben, sich gelegentlich nach meinem Romptoir zu bemühen, so will ich Ihnen den Nachweis über diese Angaben aus meinen Büchern vorlegen. Die Beantwortung Ihrer Karte und diese Auseinandersehung Ihnen gegenüber erfolgt nicht, um Sie etwa zu einem weiteren Bezuge der Milch von mir zu ver anlaffen, sondern nur, um Ihnen über die Handhabung meines Geschäftes ein durchaus flares und nicht ein absichtlich entstelltes Bild zu geben." Selbstmord beging in Erkuer der seit einigen Jahren dort anfäffige Staatsanwalt a. D. Dr. Ed art, der früher am Landgericht I hierselbst thätig war. Der in den 60er Jahren stehende Mann vergiftete sich durch Arsenit und jagte sich dann eine Kugel durch den Kopf; ein unheilvolles Leiden soll das Motiv zur That gewesen sein. Bormittag zwischen zehn und zwölf Uhr in dem Hause Dragoner Ein sehr verwegener Einbruch wurde am Dienstag ftraße 8 ausgeführt. Die Diebe hatten sich am hellichten Tage die Böden dieses Hauses zum Operationsfeld auserkoren und bei ihrer Arbeit nicht weniger als zwölf Schlösser aufgebrochen. als Beute haben sie nichts weiter als zwei Kaninchen davon Sie müssen in ihrer Arbeit aber aufgescheucht worden sein, denn getragen. 1 falls will er wenn der Zeuge nicht leisten, dahingehend, daß er nicht Besitzer der Druckerei sei, der Geschossen wurde auf den Schnellzug, der am Montag Gewinnst aus dem Betriebe derselben nicht ihm gehöre und Nachmittag um 4 Uhr 5 Minuten vom hiesigen Stettiner Bahn- event. Berlufte nicht er zu tragen babe. Der Vorfizende, hofe nach Stettin abgegangen war. Kurz vor Angermünde kreuzte feffor von Schulz, erklärte, in feiner über er mit einem anderen Zuge, an dessen einem Fenster ein Mann zwölfjährigen Praxis sei ihm eine folche sichtbar wurde, der einen weißen Hut und eine rothe Kravatte Sa che noch nicht vorgekommen. Auch wenn man der trug, soweit dies bei der Schnelligkeit der Fahrt beobachtet unparteiischste Mensch von der Welt sei, müsse man Darauf erhalte ich beiliegendes Schreiben der Firma E. Bolle. werden konnte. Dieser Reisende feuerte auf den Schnellzug, das sich sehr darüber wundern, daß der Beklagte Auf Ihre w. Beilen vom 18. cr. erwidere ich Ihnen hier Geschoß flog durch die beiden Fenster einer Abtheilung hindurch, den 3eugen, auf den er so großen Werth lege, durch, daß die Veröffentlichungen im„ Borwärts zum größten bat aber niemand verlebt. Bon ng tinere, the ber Schnellzung nicht mitbringe. Herr Mustalla hatte hierauf bie wunder Theil erfunden sind, zum anderen Theil die Wahrheit vollkommen hielt, wurde der Vorfall drahtlich nach Berlin gemeldet. Hier volle Erwiderung, man könnte den Verdacht auf ihn lenken, er entstellt wiedergeben. Nur Eines will ich beispielsweise zur Besuchte man nach Einlaufen des Schnellzuges, aus dem der Schuß beeinflusse den Beugen, wenn er ihn mitbringe.( O! Ueber diese leuchtung der ganzen Artikel erwähnen: Das Strafgeld erreicht gefallen war, nach dem Attentäter, ohne ihn aber zu finden. zartfühlende Seele geht wirklich nichts). Das Gericht ordnete niemals die Höhe der Prämie von 8 M., dagegen erreicht die Es wird vermuthet, daß er wahrscheinlich in Eberswalde aus- bie sofortige zwangsweise Vorführung May Mustalla's an und wöchentliche Provision vieler Rutscher nach Abzug des Straf gestiegen ist. vertagte die Verhandlung auf 12 Stunden. Der Beklagte hatte geldes eine Höhe von 26-28 M., während in einem Artikel das erklärt, daß sein würdiger Vetter wahrscheinlich 3.3. in den bisherigen Geschäftsräumen der Druckerei oder in Moabit, wohin diefelben verlegt werden, anwesend sei. Im übrigen wohne derselbe in der Solmsstraße 4. Die Kläger, welche diese Adresse ausgelundschaftet hatten, behaupteten, die Wohnung des angeblichen Druckereibefizers sei eine Schlafstelle und dieser selbst wäre auf dem Polizeibureau als Schriftfeßer und nicht als Druckereibesiger angingen 1, Stunden, 2 Stunden, 3 Stunden, und der beauftragte gemeldet. P. M. wolle nur den Prozeß verschleppen. Es verGerichtsvollzieher erschien immer noch nicht mit Märchen, so daß Dieser Buschrift gegenüber haben wir zu erklären, daß das der Gerichtshof gegen 144 Uhr des Nachmittags wieder ohne den von uns über den Bolle'schen Betrieb gebrachte Bahlenmaterial Beugen in die Verhandlung eintrat. Der Beklagte bestand auch jetzt durchaus richtig ist. Wenn jetzt, wovon uns bisher noch nichts kommenden Donnerstag anberaumt und dem Beklagten anheimnoch auf den Zeugen. Es wurde nun ein neuer Termin zum berichtet worden ist, Strafen in der von uns veröffentlichten Höhe nicht mehr diktirt werden, so freut uns dieser Erfolg gestellt, innerhalb 24 Stunden die genaue Adresse des Zeugen unferer Artikel, wie wir ja stets betont haben, daß es uns nicht Ein kleiner Berliner Durchgänger, der über Breslau anzugeben. Ferner wurde beschlossen, den Beklagten für diese um die Person des Herrn Bolle, sondern einzig um die Auf- nach Amerika verduften wollte, ist von der Polizei der schlesischen Instanz mit seinem Zeugen abzuweisen, wenn er dessen befferung der Arbeitsbedingungen in seinem Betriebe zu thun Hauptstadt am Sonnabend aufgegriffen und nach hier zurück- Wohnung nicht binnen 24 Stunden anzeige.( Das Klageobjekt gewesen ist. Wer im Uebrigen die Empfindlichkeit des Herrn geschickt worden. Der Ausreißer ist der Sohn eines Buchdruckers beträgt zusammen über 100 M.; 6 der Kläger verlangen für Bolle der Preffe gegenüber kennt, der weiß, daß er nur zu bald R. und war als Laufbursche für die Nachmittage in einem Sturz geleistete Arbeit je 20. und einer 14,80., bie mit einer Berichtigung auf grund des berühmten Paragraphen 11 waaren- Engrosgeschäft des Weftens thätig. Der Hang zu Sache ist also berufungsfähig, deshalb die Worte für bei der Hand gewesen wäre, wenn sich an dem reichhaltigen romantischen Abenteuern, die Lektüre von Indianergeschichten trieb diese Instanz".)- Ob die Kläger ihr Geld überhaupt Material, das wir im Laufe des Sommers veröffentlicht haben, den kleinen K. auf die Bahn zum Verbrechen; er unterschlug feinem jemals erhalten werden, auch wenn sie fliegen, ist fraglich, da nur ein fleiner Hafen hätte einschlagen lassen. Chef vor etwa 14 Zagen ca. 80 M., die er eintafsirt, faufte sich Frei- Deutschland" wahrscheinlich nicht mehr lange leben wird. einen Tornister und einen Revolver und löste sich ein Billet nach 2250 Exemplare der Zeitung werden nur gedruckt, etiva 1900 Das Walten der Bureaukratie. Gegen 18 Juhaber Breslau, in dessen unmittelbarer Nähe der geographisch nicht zahlende Abonnenten sind vorhanden und manchmal reichte kaum Berliner Firmen ist Anklage wegen Verleitung zum Betrug und gerade geschulte Ausreißer Bremen vermuthete, von wo aus er der Kredit auf das nöthige Papier für die Zeitung, denn es ist Urkundenfälschung, gegen je einen oder mehrere Angestellte dieser nach Amerita fahren wollte. In Breslau machte sich der kleine vorgekommen, daß sozusagen in letter Stunde einige Ries Firmen wegen Betrugs und Urkundenfälschung erhoben worden. Bursche dadurch verdächtig, daß er einen Schuhmann frug, wo herangeschleppt und dadurch der Druck der Zeitung ermöglicht Das Vergehen soll, wie das Berl. Corr.- Bur." erfährt, darin er am schnellsten nach Bremerhaven täme. Der Beamte, der wurde. bestehen, daß die betreffenden jungen Leute bei der Ablieferung sofort sah, daß er es hier mit einem Ausreißer zu thun habe, Gleich bezeichnend für den Herrn Muskalla als auch für die von Waaren am Berliner Hauptzollamt anstandslos das gebruckte orientirte den Knaben sofort über die Lage des Untersuchungs Formular unterzeichnet hatten, wonach sie sich als Verfertiger Gefängnisses in Breslau, von wo aus der kleine Auswanderer der abgelieferten Waaren bekannten. Diese Jahre lang geübte gestern zu seinen Eltern zurückgebracht wurde. Pragis ist nun plöglich seitens eines höheren Steuerbeamten für gefezwidrig befunden und daraufhin die besagte Anklage erhoben worden! Die Kontrollabtheilung 1. des Bezirks- Rommando III., bie die Feldwebel- Melbeabtheilungen 1. bis V. umfaßt, wird mit dem heutigen Mittwoch ihre Diensträume nach der Kurstraße 3/4 verlegen, wo sich die anderen Abtheilungen des Kommandos schon befinden. " Die Geheimnisse der Wurstfabrikation enthüllt folgende Bekanntmachung des Amtsvorstehers zu Raltberge- Rüdersdorf: Stationen. Die von den Händlern am Rüdersdorfer Knappschaftsfeste onts nommenen 29 Wurstproben haben durch chemische Untersuchung ergeben, daß nur eine Wurst rein und gut war und zwar biejenige des Gastwirthes B. zu Rüdersdorf. Die übrigen Proben wurden theils minderwerthig, theils verdächtig und von Pferde- Swinemünde. fleisch herrührend befunden." So darf der Arbeiter sich bei festlichen Gelegenheiten pflegen. Niedriger Lohn, ekelhafte Nahrungsmittel und dann noch ver gnügt und zufrieden mehr tann selbst Eugen Richter nicht von den Arbeitern verlangen. Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke Wetter 50 G. 40 R.) " " ond heutigen polizeilichen Zustände ist es, daß diefer würdige Nichts arbeitgeber die um ihren sauer verdienten Lohn klagenden zire beiter bei der Polizei als Anarchisten denunziren fonnte. Die Ein Irrthum ist uns bezüglich unserer gestrigen Notiz über edle Ordnungsstüße brachte es richtig fertig, daß ihr acht Tage die Massenfistirungen unterlaufen. Diefelben wurden nicht in lang der übliche Schuhmannsdoppelposten gewährt wurde, den der Bolts- Kaffeehalle, Neue Schönhauserstraße, sondern in dem die Polizei für ,, bedrohte" Rapitalisten bereit hält.d Bolts- Kaffee- und Speisehause" Rosenthalerstr. 60 vorgenommen. Streifbrecher in Brausewetter'scher Beleuchtung. Der Wir berichtigen dies hiermit, einem Wunsch der„ Volks Kaffee- Redakteur der hier erscheinenden Bildhauer Beitung", Paul und Speisehallen Gesellschaft" nachtommend. Dupont, sowie der zu Frankfurt a. M. wohnhafte Bildhauer. Witterungsübersicht vom 25. September 1894. gehilfe Georg Fladung hatten sich gestern vor der Kaminer Brausewetter zu verantworten. Der legtgenannte, welcher vom persönlichen Erscheinen entbunden war, ist der Verfasser eines Artikels, der am 19. April d. J. in der Bildhauer- Zeitung" zum Abdruck gelangte. In dem Artikel wurde mit Bebauern die Mittheilung gemacht, daß der zu Frankfurt a. M. in Szene gefeßte Streit zu Ungunsten der Streifenden beendet sei. Als Grund dieser Niederlage wurde der Umstand angegeben, daß sich so viele Streitbrecher gefunden hätten. Die Namen der letz teren wurden veröffentlicht, mit dem Zusage, daß die organis firten Kollegen dann doch wüßten, welche Achtung fie ben Streitbrechern zu schenken hätten. In der letzten Aeußerung wurde eine Beleidigung gefunden, die ber Staatsanwalt Termine als eine Art Verrufserklärung fennzeichnete, die er gegen jeden Angeklagten mit einer Ge fängnisstrafe von vier Wochen zu ahnden bat. Der Bertheidiger, Rechtsanwalt Seine, führte aus, daß in den beanstandeten Worten eine Beleidigung nicht zu finden sei, jedenfalls hätten, bie Angeklagten aber in Wahrnehmung berechtigter Interessen ges handelt. Die Kammer Brausewetter war anderer Meinung. Die als Streitbrecher bezeichneten Bildhauer hätten weiter nichts gethan, als wozu jeder freie(!) Mann berechtigt sei, fie hätten gearbeitet, um ihre Familien ehrlich zu ernähren! Niemandem stehe das Recht zu, dieselben beshalb öffentlich zu beleidigen, (-) 22311222318 heiter wolkig bedeckt Temperatur LOADO4A( nach Celsius DSD 8 2 halb bedeckt 9 9 191 15 halb bedeckt Regen 13 9 wolfig 0 Regen Regen heiter bedeckt 4 18 16 762 Hamburg Berlin 761 762 Wiesbaden. München Wien 758 760 761 765 757 NO 755 OND 760 755 60 Baris. Haparanda Zur Wucher: Affäre wird berichtet: Der Feldzug gegen Petersburg bie Wucherer zieht immer weitere Kreise und immer neue Per Cort. fonen werden barin verwickelt. Gestern wurde wieder ein hiesiger Aberdeen Raufmann ins Untersuchungsgefängniß eingeliefert, welcher den Wucherern Schlepperdienste geleistet haben soll. Weitere Ver haftungen stehen bevor. Die Sache wird vom Staatsanwalt Strehler bearbeitet. Der Prozeß Treuherz und Genossen" ver Spricht einen Umfang anzunehmen, gegen den der Hannover'sche Spielerprozeß weit zurückbleiben wird. Wetter- Prognose für Mittwoch, den 26. Sept. 1894. Bunächst etwas wärmeres, ziemlich trübes Wetter mit leichten Regenfällen und schwachen südwestlichen Winden; nachher etwas tühler.us Berliner Wetterbureau. " über tim Die Beute wird dann Sprechfaal. Die Redaktionellt die Benugung des Sprechjaals, soweit der Raum dafü abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen intereffe zur Verfügung: sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dent Um den vielfach laut gewordenen Anregungen aus parteigenössischen Kreifen nachzukommen, haben Mitglieder des Frauen und Mädchen- Bildungsvereins die Initiative zur Errichtung eines Grabsteins für unsere Agnes Wabnih ergriffen. Es werden Sammellisten herausgegeben, welche bei den Unterzeichneten zu haben sind. Frau Mesch, Rykestr. 27. Frau Scholz, Mittenwalderstr. 6. Inhalt desselben identifizirt zu werden. wie es durch den erwähnten Busat geschehen sei. Die Strafe| felben hätte genügt, sie zu überzeugen, daß die darauf gedruckten Erderschütterungen wurden am Sonntag in Patras und sei auf je vier Wochen Gefängniß bemessen worden. Bedingungen schnurstracks dem entgegen standen, was sie aus Bante verspürt. Der„ Seifenprozeß gegen Lehrer und Genossen scheint Der Vorsitzende Landgerichts Direktor Nöseler betonte waltung bat neue schändliche Dinge an den Tag gebracht. G den Worten des Angeklagten herausgehört zu haben glaubten. Die Untersuchung über die New- Yorker Polizeiver: sich sowohl bezüglich seiner Dauer als auch der Eintönigkeit zu wiederholt sein Befremben darüber, daß die betreffenden hat sich herausgestellt, daß Polizei, Pfandverleiher und Diebe alle einem fleinen Zentralstraßen- Prozeß ausbilden zu wollen. Die Beweisaufnahme befindet sich noch in den ersten Stadien und Beugen vor nterzeichnung des Schlußscheines sich diesen nicht gemüthlich unter einer Decke spielen. Der Dieb begiebt sich zu erstreckte sich gestern nur auf diejenigen Fälle, in denen der An- genau durchgelesen und sich nicht gründliche Auskunft gewissen Pfandverleihern, die dem Dieb aber nur die Hälfte des getlagte Lehrer felbft für die Riviera- Barfümerie auf Reifen pa man doch von einem Sandlungsreisenden auch nicht gerade Eigenthümer der gestohlenen Sachen sich an die Polizei wendet, alle zweifelhaften Punkte haben geben laffen, auf dem Pfandschein vermerkten Betrages auszahlen. Wenn der gegangen ist und die Produkte seines Hauses in Gestalt von umfangreiche handelsrechtliche Vorlesungen beanspruchen fönne. jo lagt diefe, es sei ihr ein Leichtes, dieselben ausfindig zu Lilienmilch, Rosenmilch., Lanolin- Seife,„ Götterduft" zc. abgesetzt In einigen Fällen erblickt ie Anklage den Betrug schon darin, machen, der Eigenthümer aber müsse den Pfandleiher erst schablos so hat. Nach der Aussage verschiedener Zeugen hat er dabei die Praxis daß der Angeklagte den Zeugen mehr zugefchickt hat als sie bestellt halten. Gewöhnlich verspricht er es und zahlt den vollen Betrag, beobachtet, sich als" Reisender" oder als Vertreter" der RivieraParfümerie einzuführen und die Zeugen haben erst später aus haben. Es wurde darauf hingewiesen, daß dies eine präjudizielle auf welchen der Pfandschein lautet. Ser Rechnung ersehen, daß es der Inhaber der Firma felber Entfcheidung für den Buchhandel sein würde, der Einem bekannts zwischen Polizei und Pfandverleiher getheilt. war, der bei ihnen gewesen. Man kann nicht sagen, daß in den aufnahme dürfte noch mehrere Sigungstage ausfüllen und dabei ich manches ohne Bestellung ins Haus schickt. Die Beweis gestern verhandelten Fällen die Beweisaufnahme zu ungunsten hat R.-A. Wronter. dem der Referendar Dr. Pindter als des Angeklagten Lehrer ausgefallen wäre. Ueberal zeigte sich dasselbe Bild: Bei dem Handschuhmacher, dem Droguenhändler. Assistent zur Seite steht, schon die fröhliche Aussicht eröffnet, daß dem Händler mit Herrenartikeln ec. in einer Provinzialstadt er möglicher Weise nöthig werden dürfte, alle kommissorisch ver scheint eines Tages in der Person des Angefl. Lehrer ein ge- nommenen Beugen persönlich an dieser Gerichtsstätte zu verwandter Berliner Reisender, welcher die Seifen und Parfums nehmen. Bilig wird dieser Prozeß jedenfalls nicht werden, da der Riviera- Parfumerie mit großer Beredsamkeit anpreist. Der die meisten Zeugen von außerhalb hierher gekommen sind. Der Kleine provinziale Händler hört etwas von 50 pCt. Rabatt, von Vorsitzende führt die Verhandlung in der Weise, daß er bei jedem dem schönen Verdienst, von der Möglichkeit, Nichtpassendes Anklagefall die dazu gehörigen Zeugen vernimmt und lehtere zurückzugeben, von dem Mangel eines Risitos und dergleichen alsdann sofort in ihre Heimath entläßt. mehr furz, er wird von der siegreichen Zunge des gewandten Berliners überwunden, macht eine Bestellung und unterschreibt ohne langes Befinnen den Schlußschein, von welchem ihm ganz ordnungsmäßig eine Kopie eingehändigt ist. Dann Seinen langverfehlten Beruf hat endlich Hans Most tommen nach Zustellung der Waaren die Beschwerden gefunden. Nachdem er der politischen Laufbahn den Rücken geBetefkaffen der Redaktion. zu großen Umfang der Sendung, Zahlungs- fehrt und auch hei einigen Gastrollen in der Heilsarmee nicht die wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Sa aufforderungen feitens des Angeklagten, Prozesse und gewünschte Befriedigung gefunden hat, ist er jetzt Theaterpächter Belästigungen mancherlei Art. In den meisten der gestern zur geworden( des Bowery in Newyork) und will selbst als Schau Verhandlung stehenden Fälle machte die Feststellung von That spieler auftreten. Wir zweifeln nicht, daß er in diesem Fach, fachen der Täuschung, durch welche der Angeklagte die Beugen dem einzigen, wozu die Natur ihn bestimmt hat, Züchtiges leisten zur Abnahme der Waaren bestimmt haben mochte, einige wird, und wünschen ihm besten Erfolg! Schwierigkeiten. Die Beweis aufnahme ergab, wie auch der Vor- und abermals ist eine Ordnungsstüte gefallen? us figende mehrfach hervorhob, daß die eigene Invorsichtigkeit der Frankfurt a. M. wird berichtet: Der städtische Kassirer Fischer, Beugen die Hauptrolle bei ihrem Malheur spielte. Sie hatten welcher sich erschossen hat, hat die Stadt um einen bedeutenden sich über den Waaren- Rabatt" von 50 pCt., welcher ihnen Betrag, angeblich 7-800 000 m. geschädigt, die auf besonderem gewährt werden sollte, ganz falsche Borstellungen gemacht, wußten Konto bei der Frankfurter Bank lagen, von Fischer erhoben und nicht einmal, ob derselbe in Hundert" oder„ auf Hundert" seitdem regelmäßig verzinst worden sind. Nach den von ihm au verstehen sei, sie hatten grundlos das Geschäft als ein hinterlassenen Aufzeichnungen soll der verursachte Schaden durch Kommissionsgeschäft angesehen und sogar den bindenden Schluß- feinen Nachlaß gedeckt sein. Als erste Ursache seiner Untreue schein unbefehen unterschrieben. Ein Blick auf den Inhalt des giebt Fischer verfehlte Börsenspekulationen an. über den " Für den Inhalt der Jnierate über. Adolph Ernst- Theater Zum 19. Male: nimmt die Redaktion dem Publitum Lolotte's 28 Tage. gegenüber keinerlei Verantwortung BS 0911 0004 68 Theater. Mittwoch, 26. Septemben Opernhaus. Lohengrin.) Schauspielhaus. Der Tugendwächter. Die Dienstboten. Leffing- Theater. Madame Sans Gêne. Berliner Theater. Der Pfarrer von Rirchfeld. Schiller- Theater. Der Menonit. Neues Theater. Perrichons Reise. Der sechste Sinn. Gesangspoffe in 3 Aften v. H. Raymond Vermischtes. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. A. B. 1870. Halbwiffen, lieber Anonymus, ist sprichwörtlich schlimmer als Nichtwiffen. Das Gefeß der Altersgrenze für Generale ist uns wohl bekannt, aber Ihnen scheint nicht bekannt zu sein, daß bei allen Generalen, die brauchbar find, eine Ausnahme gemacht wird. Wenn Ihr Freund Gallifet durch die Enthüllung seiner Schweinereien und Niederträchtigkeiten( von seiner Rolle als Kommuneschlächter ganz abgesehen) nicht unmöglich geworden wäre, würde er heute noch General feintrotz der Altersgrenze". Hagedorn. Der Irrthunt in der ersten Angelegenheit liegt auf Ihrer Seite, wovon Sie sich überzeugen können. Uebrigens scheint die Sache nicht so schwerwiegender Art. Bringen Sie die Richtigstellung im nächsten Bericht. Central- Theater Freie Volksbühne. Alte Jakobstraße Nr. 30. Direktion: Richard Schuly. Emil Thomas a. 6. u. A. Mars. Mufit v. Bittor Roger. Anna Bäders. Josefine Dora. ( Novität.) Die neuen Dekorationen find aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Roburg. In Szene gefeßt. Ad. Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Circus Renz ( Carlstrasse) Mittwoch, 26. September, Abends 72 Uhr: Bum 25. Male: Um den Wünschen, die Mitgliedschaft des Vereins zu erwerben, gerecht zu werden, hat der Vorstand beschlossen, eine, VII. Abtheilung zu gründen. Die alten Mitglieder jeder Abtheilung der Freien Volksbühne haben zum Besuch der ersten Vorstellung O! diese Berliner! ihrer Abtheilung Mk. 1,20 für Rubrik 1 und I der Große Boffe mit Gefang und Tanz in Mitgliedskarte zu zahlen; die neuen Mitglieder haben 6 Bildern nach Salingre's Reife durch 60 Pfg. Einschreibegeld und 60 Pfg. Monatsbeitrag nur Berlin von Julius Freund. Muſik von Jul. Fins d shofer. für Rubrik I zu zahlen. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 7/2 Uhr. Morgen und folgende Tage: 0, diese Berliner! Eröffnungs- Castan's Gala- Vorftellung. Panopticum. = Festlicher Aufzug des gesammten Personals u. gr. Walzer- Divertissement. Deutsches Theater. Die Weber. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Bogelhändler. Rehdenz- Theater. Demi- Monde. Theater Unter den Linden. Dr. pheus in der Unterwelt. Bellealliance Theater. Pension Schöller. Das Fest der Handwerter. Adolph Ernst- Theater. Lolotte's 3jähriger arabischer Bollblut- Schimmel: 28 Lage. hengst, in kurzer Zeit in Freiheit dressirt Central- Theater. D! diese Berliner! u. vorgeführt vom Direktor Fr. Renz. Alexanderplay- Theater. Ein Hierauf: Modell. Ein alter Sünder. Carousell von 25 Rapphengften. u, Bagdad 4 Jedes Mitglied ist berechtigt, monatlich eine Vorstellung zu besuchen. Mitglieder werden aufgenommen in folgenden Bahlstellen: Norden: Ernst Beyer, Bigarren Handlung, Veteranenstraße 13; H. Mehnert, Bigarren Handlung, Diedenhofenerstraße 8; M. Winkelmann, Bigarren Handlung, Ackerstr. 153; Emil Diecke, Restaurateur, Lothringerftraße 67; A. Hinze, Zigarren- Handlung, Pantstr. 14a; Hermann Vogel, BigarrenHandlung, Demminerstr. 62. Nordosten: Franz Niemeyer, Bigarren- Handfung, Weberstraße 19; H. Mamlock( fr. Gumpel), Zigarren- Handlung, Barnim straße 42. Osten: Max Kothe, Bigarren- Handlung, Koppenstr. 90; E. Böhl, Restaurateur, Frankfurter Allee 74; F. Wilke, Restaurateur, Andreasstr. 26. Südosten: E. Arndt, Bigarren- Handlung, Staligerstraße 107; C. Böhlert, Bigarren- Handlung, Mariannenstr. 5; M. Voss, Bigarren- Handlung, Köpnicer traße 40a; W. Börner, Bigarren- Handlung, Ritterstr. 15; H. Baake, Buch Bigarren Handlung, Gräfeftr. 98; G. Schulz, Zigarren- Handlung, Admiralhandlung, City- Passage, Dresdenerstraße 52/53. Südwesten: A. Ochs, Bigarren- Handlung, Lindenstr. 59; J. Windthorst, Bigarren- Handlung, Junker Straße 1; A. Laege, Restaurateur, Fürbringerftr 22; Albert Böttger, Bigarren Westen: A. Faller, Restaurateur, Pallasstr. 16; C. Behrend, Restaurateur, Blumenthalstr. 5. Nordwesten( Moabit): Fr. Lindemann, ZigarrenHandlung, Lübeckerstr. 8. Centrum: Albert Löwenberg, Bigarren- Handlung, Neue Schönhauserstr. 18; P. Horsch, Bigarren- Handlung, Gipsfir. 5; Bruno Scheithauer, Musikalien- Handlung, Rosenthalerstr. 64. Hassan Altraße 39a; H. Wolter, Zigarren- Handlung, Pücklerstr. 58. Süden: J. Gädicke, der grösste Mensch der Welt. Prinzess Topase tleinste Menschenkind. das M H National- Theater. Die kleinfte In Gleichmäßigkeit u. ähnlicher Dreffur Mexikanische Riesen- Cacteen Sandlung, offenerstr. 21; F. Schröder, Bigarrenfabritant, Streuzbergſtr. 15, Baronin. Ein leines Miß verständniß. Apollo Theater. Borstellung. Spezialitäten Sanfmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. $ Parodie Theater. Spezialitäten Vorstellung. Wintergarten. Spezialitäten Borbi ftellung. Reichshallentheater. Spezialitäten Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Mittwoch, 26. Sept., Abends 8 Uhr: Der Menonit. Donnertag, 27. Sept., Abds. 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Freitag: Der Menonit. Sonnabend: Der Veilchenfrener. Sonntag, 80. Septbr., Nachmittags 3 Uhr: Der Veilchenfresser. Abbs. 8 Uhr: Der Veilchenfreffer. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Gastspiel der Liliputaner, der bes rühmten fieben Zwerge mit eigener, vollständiger Theatergesellschaft: Die kleinste Baronin. Große Poffe mit Gesang in 4 Akten. Mufit von verschiedenen Komponisten. In Szene gefeht vom Regiffeur Arthur Ramin. Vorher: Ein kleines Missverständniss. Luftpiel in 1 Att. Regie: May Sam Raffenöffnung 6/2 Lør. Umf. 7% Up Uhr. Anf. Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Sonntag Nachmittag 8 Uhr: Bor ftellung. An Vereine verpachten wir für die Sonnabend- Abende u. Sonntag- Nachmittage das National- und Alexanderplay- Theater für Vereins- Vorste Dungen. Die Direktion. islala Große Frankfurterstr. 182. in feinem anderen Marstall vorhanden.) Dreffur u. Vorführung v. Dir. Fr. Renz. El Bolero, geritt. v. 6 Damen und 6 Herren in original- spanischen Prachtkostümen mit 12 Schulpferden. Erstes Auftreten des Fri. Wally Renz, mit d. ostpreußischen Hengst Cromwell. ( Tochter d. Direktors) als Schulreiterin preußischer Rapphengst in der hohen Zum 1. Male: Liberador, oft Schule dressirt u. ger. v. Hrn. R. Renz. Konkurrenz- Springschule geritten v. d. Damen Frl. Wally Renz u. Frau RenzStark. Noch nie dagewesen: Der Esel als Kunstreiter zu Pferde, Original Dressur des Herrn Mesquetz. Auftreten aller neuengagirten KünstlerSpezialitäten 1. Ranges u. a. der weltberühmten Bonhairs unvergleichlichen ikarischen Spiele; die renommirten Luftkünstler 3 Gebr. Wortley. Die Clowns Busto, Gebr. Villand, Leopold und Cardini und ber beliebte August Mr. Lavater Lee, 2c. 2c. Für die Eröffnungs- Vorstellung erhöhte Preise: 0 in noch nie gesehener Größe. Alcazar Vaudeville- u.Variété- Theater Dresdenerstr. 52/53( City- Paffage). Der Bombardier im Fener! Burleste mit Gesang und Tanz. Regie: Edwin Stempel. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Anfang Wochentags 71/2 Uhr. Sonntags 61/2 Uhr. Entree { 13 ochent. 20, referv. 80 Sonnt. 40, referv. 60 Pf. R. Winkler. Passage- Panopticum. Mitglieder für die VI. und Vil. Abtheilung werden noch in allen Zahlstellen aufgenommen. Am Sonntag, den 30. September, Nachmittags 22 Uhr, findet die erste Vorstellung der V. Abtheilung im Lessing- Theater statt. Zur Aufführung gelangt: Emilia Galotti. 143. Spielplan für den Monat Oktober: 14. 141. Borstellung Sonntag, den 7. Oftober. VI. Abtheilung( gelb). VII. ( weiß). Anfang der Berloofung 1½ Uhr. Anfang der Vorstellung 2½ Uhr. Zur Aufführung gelangt Emilia Galotti. Mitwirkende: Theresina Geßner, Hermine Fanto, Marie Reisenhofer, Gustav Rober, Paul Nollet, Heinrich Prechtler, Otto Sommerstorff, Cart 51 wilde Weiber wallow. aus Dahomey. Die Herenschaukel, neueste Illusion. Logen Vorderplay 6 Mt., Logen. Hinterplatz 5 Mt., Parquet 4 Mt., Tribünenfis 8 Mt., 1. Rang- Balkon 2. Blak 1 Wit., Galerie 2,50 Mt., ( Stehplay) 50 Pf. Kinder unter zehn Jahren in Begleitung Erwachsener zahlen 1. Rang- Balkon und 2. Play bie Hälfte, alle übrigen Plätze volle tage Mittags von 11 bis 2 Uhr und Preise. Billet- Verkauf am EröffnungsNachmittags von 5 Uhr ab. Billetbestellungen per Telephon Verein zur Regelung der gewerblichen werden nicht berücksichtigt. 116M Verhältnisse der Töpfer Berlins and Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Fr. Renz, Kgl. Kommissionsrath. Armin- Hallen Kommandantenstraße Nr. 20. Säle und Vereinszimmer Gustav Schulz infolge eines Unfalls plöglich verstorben II. Serie( National- Theater). 142. Vorstellung Sonntag, den 7. Oftober I. Abtheilung. 144. 145. 146. Anfang der Vorstellung 21, Uhr. Zur Aufführung gelangt: " 14. 21. " " II. III. " 28. " IV. " Anfang der Berloofung 1% Uhr. Der Biberpelz. adds Gine Diebskomödie von Gerhard Hauptmann. Mitwirkende: von Wehrhahn, Dir. Mar Löwenfeld, Krüger, Máy Samft, Frau Wolff, Mathilde Buchwald( Central Theater), Wulkow, Gustav Schwabe. ang Gun Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Tärk, Blumenstraße 21. 271/12 Achtung! Achtung! Gesangverein Männerchor ,, St. Urban" halonnabend, den 29. September 1894: 5 ft. Die Beerdigung findet heute writt- Bur Feier des 17. Stiftungsfestes in Schmiedel's Festfälen, woch, den 26. d. M., Nachm. 5 Uhr, von der Leichenhalle des ElisabethKirchhofes, Prinzen- Allee, aus statt. Der Gesangverein ist hierzu ein gelaben. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. von 20-600 Personen. Rechtsbureau Stallschreiberstr. 43 I 1. Alles billigft 242/10 Alte Jakobstraße 32: Grosses Konzert und Ball. Anfang 9 Uhr. Herren 50 Pfg., Damen 30 fs. Die gelösten Billets zur Ressource gelten in Schmiedel's Festsälen, Bu regem Besuch ladet Freunde und Bekannte ein Das Komitee. 128/20 Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes für Berlin und Umgegend. Versammlung der Filiale Nord am Donnerstag, den 27. ds. Mts., Abends 82 Uhr, im Viktoriagarten, Badstrasse 12. Tages- Ordnung: MACHISTARK GESCH. Arbeiter Berlins! Die Fabrikate der ausgesperrten Schuhmacher Sperre! Sperre! Achtung! in Erfurt werden jezt, außer in den bekannten Musikinstrumenten- Arbeiter! Verkaufsstellen, in der eigenen Niederlage EINIGKEIT GESETZL SCHUHFABRIK ERED 1. Vortrag des Genossen Adolf Hoffmann über: Die privatfapitalistische Sintfluth". 2. Diskussion. 3. Neuwahl des Vorstandes. 4. Aufnahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Stellmacher Berlins! 119/5 Oeffentliche Versammlung mit Frauen Donnerstag, den 27. September, Abends 8½2 Uhr, im Lokale des Herrn Röllig, Neue Friedrichstraße Nr. 44: Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Schöpflin über: Die bürgerliche kapitalistische Boltsbeglückung und das Proletariat". 2. Neuwahl der AgitationsRommission. 3. Verschiedenes. 215/1 Kollege Langer wird hiermit besonders eingeladen. Die Agitations- Kommission. Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen! Große öffentliche Versammlung Donnerstag, 27. September, Abends 82 Uhr, bei Deigmüller, Alte Jakobftr. 48 a: Tages- Ordnung: 1. Bericht der Agitationsfommission. 2. Wahl eines Bertrauensmannes. 3. Bericht der Delegirten der Gewerkschafts- Kommission und Neuwahl derselben. 4. Verschiedenes. 69 7 Es ist Pflicht aller Arbeiter und Arbeiterinnen, in dieser Bersammlung zu erscheinen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Die Agitations- Kommission. J. A.: O. Schüler, Trescowstr. 80. Achtung! Schmiede. Achtung! Zwei große öffentliche Versammlungen der Schmiede Berlins und Umg. F Für den Norden Mittwoch, den 26. September, Abends 81/2 Uhr, bei Rehlik, Bergstr. 12. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Fr. Bubeil über: Warum ist der Reichthum der Fluch der Armen?"" 2. Disfussion, 3. Ver schiedenes. Für den Osten 230/3 Donnerstag, 27. Septbr., Abends 81/2 Uhr, bei Hoffmann, Oranienstr. 180. Zages Ordnung: = 1. Vortrag des Genossen Pfannkud. 2. Dišfuffion. 3. Verschiedenes. Der Einberufer. Achtung, Maurer! Außerordentl. Mitglieder- Versammlung der Filiale II des Zentralverbandes deutscher Maurer am Mittwoch, den 26. d. M., Abends 8 Uhr, in den ,, Arminhallen"( oberer Saal), Kommandantenstraße Nr. 20. Zages Ordnung: Wie stellen sich die Mitglieder zu den Behauptungen des Bauhand werker":" Unsere Mitglieder heben die Solidarität der Berliner Arbeiterschaft auf" und die hiesige Verbandsfiliale ist nur ein Vorwand, Streitbrecher spielen zu können." Diejenigen Maurer, welche die Kontrolle über die Bausperre Landwehrstraße 37 ausgeübt haben, sind besonders eingeladen. Der Bevollmächtigte. Leipziger Volkszeitung Organ für die Interessen des gesammten werkthätigen Volkes. Chefredaktion: Dr. Bruno Schoenlank. Erscheint 6 mal wöchentlich. Per Quartal Mk. 2.25. Postzeitungsliste No. 3945a. Inserate: Die 5 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 20 Pig. Künstl. Zähne, 191/6 vorzügl. u. Garantie, schmerzl., Zahnschmerz beseitigt, schmerz lofes Bahnziehen. Theilzahlung. Goldstein, Oranienstr. 123 Möbel, Spiegel DEUTSCHE Bellealliancestraße 98199 ist für alle Branchen gesperrt. Die Pianofabrik von Höhne& Sell in vorzüglichster Beschaffenheit zu den billigsten 197/14 Preisen verkauft. 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I genügend aufgefordert habe, fich in die Listen einzutragen, gäfte unter den Klägern auf dem Gewerbegerichte die Indifferenten der Vorwärts" werde find, woraus sich denn auch die Leere dieser Versammlung er werden jetzt Viele wählen wollen, die nicht eingetragen feten. nur zu wenig gelesen. G2 Zur Aufklärung der Verhandlung in der Gerichts tläre. Genoffen, die am Mittwoch bei der Wahl helfen wollen, Die Gewerkschaftskommission mußte vorher Boltsversammlungen Zeitung, Nr. 222 des Vorwärts", diene folgendes: Es ist sollen fich um 10 Uhr bei Ehrenberg melden. richtig, daß ich am 21. d. Mts. den Termin versäumt habe; einberufen. In diesem Sinne bewegt sich die Diskussion noch auf mir selbst unerklärliche Art habe ich den Tag vergessen und den Bersammelten recht warm ans Herz, am Mittwoch dafür zu kommission, worauf die Resolution einstimmig angenommen wird. In Süd- Ost, Waldemarstr. 75, legte Genosse Körsten eine Zeit für und gegen das Verhalten der Gewerkschaftswurde erst durch meinen Rechtsanwalt selbst auf dieses Versehen sorgen, daß diejenigen Wähler, die ihre Eintragung in die aufmerksam gemacht mit dem Bemerken, daß der Prozeß un- Wählerlisten veranlaßt haben, ausnahmslos ihr Wahlrecht aus fammlung referirte an stelle des Genoffen Pfeiffer, der zwangs In der bei Gründel, Brunnenstr. 188, tagenden Verbedingt zu meinen Gunsten verlaufen wäre. Ich erkläre jedoch, üben. An vielen Beispielen bewies er die dringende Noth- weise zu einer Vernehmung nach Liegnitz überführt wurde, Gedaß ich mit dem p. Bussebaum nie über eine Entschädigung in wendigkeit, aufgeklärte Arbeiter als Beisiger im Gewerbegericht nosse Mesner. Referent tadelte das Vorgehen der Vorsitzenden Höhe von 40-50 000 m. gesprochen habe, überhaupt mit dem zu haben. Unter den verschiedenen Mängeln und Verbesserung des Gewerbegerichts, wonach bisher den Beisitzern keine Gelegen Herrn in irgend welche Verhandlungsgespräche getreten bin, da bedürftigkeiten, die sich in der Praxis herausgestellt haben, sei heit gegeben wurde, in Verbindung mit den Vorsitzenden gemeins mir derfelbe wegen der Erkundigungen, die ich über seine Ver- einer der empfindlichsten der häufige Wechsel der Assessoren. Die fame Berathungen über allgemeine, für alle Kammern gleiche gangenheit eingezogen hatte, nicht sympathisch war. Diese Aus: in letzter Zeit vielfachen Gründungen von Innungen seien dazu Rechtsgrundfäße zu berathen. Dadurch, daß die Vorsitzenden laffung des Beklagten stelle ich nach wie vor als eine unwahrheit angethan, das Gesetz zu umgehen. Nach kurzer Debatte gelangte ihr Amt als Nebenbeschäftigung versehen und ihre Thätigkeit als hin. Paul Hilpert. obige, vom Referenten vorgeschlagene Resolution zur einstimmigen Magistratsassessor ihnen größere Chancen bietet, beispielsweise Vom Reichsgericht freigesprochen wurden am Montag Annahme. zwei Stuttgarter Parteigenossen, die verdonnert worden waren, als zukünftiger Stadtrath, falle es schwer, streng objektive BorDie Versammlung, welche bei Wilke, Andreas fizende für die Gewerbegerichte zu finden. Ferner fritisirte weil sie Strafgefeßparagraphen veröffentlicht hatten. Das straße, stattfand, war mäßig besucht. Landgericht Stuttgart hatte nämlich den Redakteur der Schwäbi- Genosse Wach. Redner rügte, daß die Entscheidungen verschiedener verurtheilte die langfame Geschäftsthätigkeit der Gewerbegerichte Das Referat hielt Redner die bestehenden Innungs- Schiedsgerichte. Genosse Beyer fchen Tagwacht", Johann Geiger und den Schriftsteller Arter Rammern des Gerichts in grundsätzlichen Fragen vielfach aus, und wendet sich gegen die Ansicht des Herrn Weigert, daß die wegen unerlaubter Veröffentlichung einer Antlageschrift zu je einandergehen. 3. B. habe die Kammer I den Heimarbeitern fozialdemokratischen Beisiger parteiisch urtheilen. Der Referent 10 M. Geldstrafe verurtheilt. Gegen beide war ein Straf die gesetzliche Kündigungsfrist unter bestimmten Voraussetzungen wünscht in seinem Schlußwort im Gegensatz zur fakultativen die verfahren wegen Beleidigung des jetzt pensionirten Ober- zugesprochen. Das Kündigungsrecht stehe den im eigenen Heim obligatorische Einführung der Gewerbegerichte. Die Resolution Landesgerichtsraths Bucher eingeleitet worden. Als ihnen die thätigen Arbeitern zu, fei häufig nach einem grundlegenden Urtheil wurde einstimmig angenommen. 18 enggeschriebene Bogenseiten umfassende Anklageschrift zugestellt entschieden worden, wenn der Betreffende ohne fremde Hilfe das worden war, veröffentlichten sie in der Nummer ihres Blattes vom Auftraggeber erhaltene Rohmaterial bezw. Halbfabrikate ver- mehr denn 300 Personen. In seinem Referat machte er den Fm Golberger Salon fprach Genosse Thieme vor vom 26. Februar ds. Js. einen Artikel, der sich mit der Ver- und bearbeite, ohne daß er zu gleicher Zeit noch für einen Anwesenden die Nothwendigkeit der Gewerbegerichte begreiflich anlassung der Beleidigungsklage( es handelte sich um einen anderen Gewerbetreibenden thätig sei. Kürzlich erst babe hier- indem er bewies, daß durch dieselben vielen Arbeitern ihr wohl in der Gegend von Heilbronn verübten Mord, bei dessen gegen die Kammer II unter dem stellvertretenden Vorsitzenden verdienter Lohn zugesprochen werde. Jedoch sei es aber auch Feststellung Herr Bucher als Untersuchungsrichter thätig war) Guno fich bezüglich der Kündigungsfrist der Heimarbeiter auf mehr denn zu oft vorgekommen, daß von einer Kammer an dems beschäftigte, die Erhebung der Anklage gegen fie meldete und einen ganz anderen Standpunkt gestellt. Sie habe einen Heim felben Tage geradezu gegentheilige Urtheile gefällt wurden. dann noch einige Angaben über die von der Staatsanwaltschaft arbeiter im Sinne der Urtheile der Kammer I mit einer Seinen Grund finde dies erstens darin, daß die Arbeitgeberbenannten Beugen und Sachverständigen 2c. enthielt. Es war Entschädigungstlage abgewiesen, weil nach Ansicht der Mehrheit des Beisitzer größtentheils für Abweisung der Arbeiter sich aus ausdrücklich betont, man wolle auf den Inhalt der Anklage- Gerichtshofes den Heimarbeiter nicht die wirthschaftliche, sondern sprechen, und zweitens den Vorsitzenden in den meisten Fällen schrift vorerst noch nicht eingehen, doch wurde wenigstens an- die persönliche Abhängigkeit charakterifire. Der Kläger die Einsicht in das Gewerbsleben vollständig abgeht. Bum gegeben, auf welche Paragraphen des Strafgesetzes sich die hätte nicht eine bestimmt geregelte Arbeitszeit innehalten brauchen, Schluß erläuterte Referent einzelne Paragraphen des Ortsstatuts. Staatsanwaltschaft bei ihrer Antlage stütze. Das Landgericht wäre also nicht persönlich abhängig und demzufolge nicht als In der Diskussion führte Genoffe Hinze an, daß ein großer war nun der Meinung, daß die Angeklagten durch diesen Artikel Heimarbeiter, sondern als Hausgewerbtreibender zu betrachten, Theil Arbeitgeber, welche mehr denn früher eingezeichnet, Kleinden§ 17 des Preßgefeßes übertreten und sich einer vorzeitigen führte die Begründung aus. Was das letzte Urtheil hervor gewerbetreibende find, dem Arbeiter wohl wollen und ersucht Beröffentlichung der Anklageschrift schuldig gemacht hätten und hebt, darauf lege das erste absolut keinen Werth, und umgekehrt. Deshalb, für deren Wahl zu agitiren. sprach demgemäß die erwähnte Strafe gegen sie aus. Die Daß solche prinzipiell höchst wichtige Fragen ganz entgegengesetzt Stevision der Angeklagten betonte, Nur mäßig besucht war die Versammlung daß weder die beantwortende Urtheile nicht das Gewerbegericht in günstigem im 2otal von Zubeil, Sindenstr. 106, wo Buchdrucker Anklagefchrift als solche, noch Theile derselben veröffent- Licht erscheinen ließen, sei selbstverständlich. Das angeführte Beispiel& aber referirte. Redner warf einen Rückblick auf die Entlicht seien und daß die Auslegung, die das Gericht dem sei nur eines für viele. Einer derartigen widerspruchsvollen Rechtstehung des Gewerbegerichts- Gesetzes, rügte dessen Mängel, und § 17 gebe, mit dem Wortlaute desselben im Widerspruch stehe. sprechung lasse sich ganz gut vorbeugen, und zwar in sog. Plenarsizungen schloß seinen beifällig entgegengenommenen Vortrag mit der AufNachdem auch Herr Reichsanwalt Dr. Menge, wenngleich er durch eine Einigung über die sich widersprechenden Ansichten in forderung, am fommenden Mittwoch alle Hebel in Bewegung zu die Verwerfung der Revision beantragte, Bedenken gegen die prinzipiellen Fragen. Das Vorgehen des Düsseldorfer und anderer feßen, damit die Kandidaten der organisirten Arbeiterschaft als Auffassung des Landgerichtes geäußert hatte, erkannte das Gewerbegerichte sei in der Hinsicht nachahmenswerth. Freilich Sieger aus der Wahlurne hervorgehen. In der Diskussion be Reichsgericht auf Aufhebung des Urtheils und sofortige wäre nicht angebracht, die gesammten 420 Beisitzer zusammen zu mängelte Guttmann, daß zur Zeit der Aufstellung der Freisprechung der Angeklagten. Die Urtheilsgründe lauteten: trommeln, es sei aber durchaus nicht schwierig, irgend einen Wählerlisten keine größeren Agitationsversammlungen stattgefunden Der Senat ist mit der Reichsanwaltschaft und im Einklange mit Modus zu finden. Es tönne beispielsweise der aus 10 Arbeit hätten; furz vor dem Wahltage fei deren Zweck verfehlt. früheren Entscheidungen des Reichsgerichts der Meinung, daß nehmern und 10 Arbeitgebern bestehende Ausschuß des Gerichts, Kleinert( Stuckateur) schilderte die im Baufache üblichen der§ 17 des Preßgesetzes auch dann Anwendung findet, wenn vielleicht unter Hinzuziehung der die gegentheilige Meinung Schwindeleien und die daraus resultirenden Klagen, welche es sich nur um die Veröffentlichung von Theilen der Anklage in der fraglichen Angelegenheit Angelegenheit vertretenden Assessoren, eine Kammer des Gewerbegerichts vollauf beschäftigen. 3ubeil schrift handelt, doch hält er es zur Anwendung die entscheidende Körperschaft für strittige Fälle bilden. schloß sich der Meinung Guttman's an und verwies in Des Gesetzes für erforderlich, daß aus der Kund- Als großen Uebelstand hob Redner hervor, daß das Gewerbe- feinen weiteren Ausführungen auf die auch vom Referenten gebung ersichtlich ist, die Anklageschrift oder ein Theil gerichts- Gesetz nicht die obligatorische Einführung von Gewerbe- gerügte Unzulänglichkeit der bisherigen Räume des Gewerbes Derselben habe in Der Eigenschaft als Urkunde ver- gerichten vorschreibe. Die diesbezügliche Unzulänglichkeit des gerichts. Nachdem noch Schneider Schulz einzelne Episoden, öffentlicht werden sollen. Im vorliegenden Falle ist aus dem Gesetzes und der daraus hervorgehenden Unzulänglichkeit des die er als Beisitzer erlebt, vorgeführt hatte, fand die vom Refe Urtheile nicht zu entnehmen, daß der inkriminirte Artikel auch Berliner Ortsstatuts trete häufig auf dem Berliner Gewerbe- renten empfohlene Resolution einstimmige Annahme. nur einzelne Säge der Anklagefchrift enthalten habe. Die An- gerichte zu Tage. Oft würden Kläger wegen Unzuständigkeit des Bei Röllig war es Genosse Stößel, der in seinem führung der Gesetzesparagraphen tann selbstverständlich nicht Gerichts abgewiesen, weil sie im Austrage ihres in Berlin Vortrage( über die dringende Nothwendigkeit der regsten Be strafbar sein, wenn sie auch aus der Anklageschrift entnommen wohnenden Arbeitgebers in irgend einem Bororte Berlins ar theiligung an den Wahlen zu den Gewerbegerichten die Vers sind. Ueber alle die Vorkommnisse, welche den materiellen In- beiteten( Bauarbeiter) und dort, auf der Arbeitsstätte, ihren fammlung aufforderte, am Wahltage überall dahin zu wirken, halt der Anklageschrift bilden, ist in dem Artikel auch nicht das Lohn erhielten, denn nur für den Erfüllungsort der eingegan- daß die eingetragenen Wähler nun auch ohne Ausnahme ihrer Mindeste enthalten. Dazu kommt noch, daß die ratio legis, die genen Verpflichtung sei das Gewerbegericht zuständig. Da nun Pflicht nachkommen. Nach kurzer Debatte, zu der ein Antisemit Darin besteht, daß die Unbefangenheit gegenüber der Darstellung in allen Vororten Berlins, mit Ausnahme zweier, Gewerbe- zur Erheiterung beitrug, stimmte man ebenfalls einmüthig obiger des Anklagestoffes nicht beeinträchtigt werden soll, hier in keiner gerichte nicht beständen, seien die betreffenden Arbeiter ge- Resolution zu. Weise zutrifft, weil durch einen Stoff, der nicht bekannt gegeben zwungen, die Behörde des fraglichen Ortes bezw., und dies ist, auch die Unbefangenheit nicht alterirt werden kann. Bei Deigmüller, Alte Jakobstr. 48 a, legte meistens, das zuständige Amtsgericht in Anspruch zu nehmen. Buchdrucker Massini in überzeugender Weise der leider nur Die Vergünstigung der Inanspruchnahme eines Gewerbegerichts schwach besuchten Bersammlung die Nothwendigkeit einer regen bestehe für sie einfach nicht, obgleich die erwähnten Arbeiter in Betheiligung an den Gewerbegerichts- Wahlen dar.- Boigt ihrer großen Masse in Berlin wohnen. Nachdem Redner noch führte Beschwerde über das eigenthümliche Gebahren einzelner die Agitation der Unternehmer für Schaffung einer Berufungs- Beamten im Klage- Aufnahmebureau. Nach Besprechung einer Die bevorstehenden Gewerbegerichts- Wahlen und die bis instanz für alle Gewerbegerichtssachen fritisirt hatte, forderte er Reihe weiterer dem Gewerbegericht anhaftenden, schon oft ge herige Pragis des Gewerbegerichts zu Berlin. zur Pflichterfüllung bei der Wahl auf. An der Diskussion be- rügten Mängel entschuldigte Massini in seinem Schlußwort Von dem Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommission theiligten sich die Genossen Löscher, Kranz, Rüdiger und die ungenügende Agitation der Gewerkschaftskommission zur Zeit waren am Montag Abend 11 Versammlungen einberufen, die in Pange. Kranz betonte, daß die Kammer VII seit dem April der Einzeichnung in die Wählerlisten mit Arbeitsüberbürdung. bezug auf die heute stattfindenden Wahlen das obige Thema er- 1893 mit nicht weniger als 5 Vorsitzenden zu thun gehabt Der auch von ihm anerkannten Interessenlosigkeit der Arbeiterörterten. Der Besuch der Versammlungen ließ leider bei einigen habe. Rüdiger( Ausschußmitglied) bedauert, daß der Aus- massen an einer so wichtigen Institution, wie es das Gewerbeviel zu wünschen übrig. Hoffentlich ist diese Saumseligkeit fein schuß keinen amtlichen Charakter habe. Wenn er wirklich An- gericht ist, zu steuern, hielt er Vorträge der Beisitzer desselben in Gradmesser für die Betheiligung an der Wahl, vielmehr erwarten träge stelle, dann schlummerten dieselben einen ruhigen Schlaf den einzelnen Wahlvereinen für sehr zweckentsprechend. Nachdem wir, daß die Arbeiter bei dem für sie so wichtigen Institut auch bei der betreffenden Behörde. So habe man noch nie wieder er noch die eventuell dem Ausschuß der Gewerbegerichts- Beisitzer verstehen, ihre Rechte und Interessen wahrzunehmen, und sich an etwas von dem Antrage, betreffend die Errichtung eines zufallenden Aufgaben erläutert, forderte er zum Schluß auf, am der Wahl lebhaft betheiligen. städtischen Arbeitsnachweise- Bureaus gehört, der vor schon sehr, Tage der Wahl sich so viel wie möglich dem Komitee als HilfsAllen Versammlungen lag gemeinsam folgende Resolution sehr langer Zeit an den Magistrat gegangen sei. Was die fraft zur Verfügung zu stellen. vor, die einstimmig zur Annahme gelangte: Plenarsizungen betreffe, so habe man schon mehrmals sich um Aus der bisherigen Thätigkeit des Gewerbegerichts erkennt solche bemüht; die gebe es jedoch nicht, es werde immer so fort Vittoria Salon( Perlebergerstr. 13) Die für Mo a bit einberufene Versammlung tagte im die Versammlung, daß das Gewerbegericht mehr nach juristischen gewurstelt. Die Deffentlichkeit sei der letzte Zufluchtsort der 200 Personen besucht. Referent war Genosse Grauer. Der und war Don etwa Grundsäßen die vorliegenden Streitfälle behandelt, als nach den Ausschußmitglieder aus Arbeitnehmerkreisen. Der Ausschuß als selbe verbreitete sich zunächst über die bevorstehenden Gewerbewirklichen Vorkommnissen im gewerblichen Leben, wie anscheinend Ginigungsamt habe auch feinen Zweck. Als Kuriosum sei anzus gerichts- Wahlen und konnte es nicht unterlassen, die zu Tage ge der Gesetzgeber gewollt, als er Laiengerichte zur Entscheidung führen, daß ein Antrag der gegnerischen Arbeitgeber im Aus- tretene Lauheit bei der diesmaligen Ersatzwahl seitens der über gewerbliche Streitigkeiten einsetzte. Die Versammlung findet schuß, der auf die Herabsetzung der Arbeitszeit in schwierigen Berliner Arbeiterschaft in scharfer Weise zu rügen und die Hoffdie Erklärung dieses Zustandes darin, daß die Kammervorsitzenden Betrieben hinzielte, auf Veranlassung der Arbeitnehmer wieder nung auszusprechen, daß noch in den letzten Stunden eine rege zu oft wechseln, mit den einschlägigen Werhältnissen wenig ver- aufs Tapet gebracht wurde und daß dann die ersten Antrag Agitation entfaltet werde, um nicht am Tage der Wahl ein traut sind und ihr Amt in den meisten Fällen nur als Nebenamt steller dagegen stimmten. Die Resolution fand ein- Fiasko zu erleben. Gegenüber der Behauptung der Arbeitgeber, bekleiden. Die Versammlung fordert deshalb von der Gemeinde- stimmig Annahme. daß das Gewerbegericht erst ,, unparteiisch" werden würde, wenn behörde, daß diese Uebelstände baldigst beseitigt werden. Die In dem Lokale Lichtenbergersir. 21 hatte Genosse Rohrlack feine Sozialdemokraten in demselben sitzen, ließ er piesen die Bersammlung protestirt ferner gegen die weitere Errichtung von das Referat übernommen. Redner wies zunächst darauf hin, vollste Werthschägung zu theil werden und ging sodann dazu über, Innungsschiedsgerichten, da diese nicht geeignet sind, die Recht daß der von Zentrums- und anderen Bourgeois- Abgeordneten ein Bild von der Thätigkeit des Gewerbegerichts zu entwerfen. sprechung in gewerblichen Streitigkeiten in der Art auszuführen, erhoffte Ausgleich der sozialen Gegensätze" durch das Gewerbe- An verschiedenen Beispielen aus seiner Praxis als Gewerbe-. wie es die durch die freie Wahl mit Vertrauensleuten befesten gerichtsgesetz nicht eingetreten sei und auch nie eintreten könne. gerichts- Beisiger veranschaulichte Stiller die Nothwendigkeit Gewerbegerichte im stande sind; auch führt das diesbezügliche Sodann folgte eine Kritik des Gesetzes selbst, sowie des Statuts eines energischen Eintretens für die vorbenannten Kandidaten Ausnahmerecht der Innungen zu Unzuträglichkeiten, unter welchen des Berliner Gewerbegerichts. An der Hand von prinzipiellen und richtete besonders an die Rechtsuchenden die Aufforderung, besonders die Arbeiter zu leiden haben. Entscheidungen des Gewerbegerichts, sowie durch vorstehende sich nicht zu leicht zu ihr Recht verfümmernden Vergleichen bes In Sanssouci, wo der Besuch ein schwacher war, Kritik begründete Referent sodann die Resolution und forderte wegen zu lassen. Das Gewerbegericht solle ein Volksgericht sein referirte Täter o w. Redner beleuchtete das wirken des Ge- die Versammelten auf, soweit sie Wähler sind, ihrer Pflicht zu und müsse ein solches werden. Bimmerer Stehr als Beisiger werbegerichts und hob dann die schweren Mißstände hervor, die genügen und auch dafür Sorge zu tragen, daß etwa säumige, in der Baukammer nahm im Anschlusse hieran Gelegenheit, über sich bei der Thätigkeit desselben noch fühlbar machen. Einzelne eingetragene Wähler ihr Wahlrecht ebenfalls ausüben. In der seine Thätigkeit Bericht zu erstatten. Kammern seien zu wenig mit Fachleuten besetzt, infolge dessen Diskussion meldete sich zunächst Genosse Weber: Die heutige Eine gut besuchte Versammlung tagte bei müßten ganz im Widerspruch mit der Bestimmung des Gewerbe- Versammlung sei zwecklos, es hätte vorher mehr agitirt, nament Kelle, Schönhauser= Allee, in der Genosse Millarg gerichts Eachverständige geladen werden, wodurch die Prozesse lich Boltsversammlungen hätten vorher von der referirte. Den interessanten Ausführungen des Referenten folgte fich lange hinziehen und die Kosten eine beträchtliche Höhe er- Gewerkschaftskommission einberufen werden sollen. Das Nicht- eine ausgedehnte fachliche Diskussion. Von mehreren Rednern reichen. Sollen die Fehler beseitigt werden, so muß die Arbeiter: stattfinden solcher Volksversammlungen habe den Rückgang wurde betont, daß bisher die Erwartungen, die man bei Einschaft ihre ganze Kraft dahinter sezen; daher solle man die der Zahl der eingeschriebenen Wähler zur Folge gehabt. jührung des Gewerbegerichts gehegt, nicht eingetroffen sind. Als Arbeitsgenossen und die auf unserm Standpunkt stehenden Neurer giebt der Bierboykott Bewegung Schuld, daß ein Fortschritt wurde es bezeichnet, daß das Gewerbegericht jetzt Arbeitgeber am Mittwoch zum Wählen anhalten, damit die Betheiligung an den Gewerbegerichts- Wahlen so schwach sei. auch für Schiffer zuftünoig sei. Von allen Rednern wurde aufVersammlungen. unsere Anhänger in den Kammern die Majorität erhalten. Ma potte weist darauf hin, daß der Vorwärts" die Wähler gefordert, sich bei den Wahlen zu betheiligen und speziell dahin zu wirken, daß auch nur Arbeitgeber gewählt werden, welche Recht von Unrecht unterscheiden können und danach urtheilen. " G M of f= Rummelsburg, Göthe- und Kantstraße Ede bei Greinert nung 3, Brandenburg a. S., Kontordia", Wilhelmsdorferstraße. Stebertafel eft end, Schöneberg, Kaiser- Friedrichstr. 6 bet Henkelmann. Freiheitsflänge 1, Stallschreiberstr. 29," Bum eichenen Stabe" bet Schöning. Arbeitergesangverein von Brig in Briz, Bürgerstr. 4 bei Dorn. Seeger'scher Männerchor, Landsberger Allee 156 bet ticht( gem. Chor) Perlebergerstraße 28 bei Hermerschmidt. Maiengruß 2, Göbel. Rottbuser Harmonie, Forsterftr. 22 bei Tilgner.- Glüh= Charlottenburg, Wallfir. 54 bei Reichelt.- Dämmerlicht, Borndorferfiraße 17 bei Sofimann. Edelweiß 2, Potsdam, Brandenburger= Kom munitation 16 bei Glaser. Heimathtlänge, Räpenid, Rosenstr. 101 mannstraße 17 bei Mothes. bei Troppens.-Männer- Gefangverein Geduld, Gesundbrunnen, ButtGesangverein Freiheitstlänge II, Chorinerstr. 55 bet Hobed. Männer- Gesangverein Palme, Belten in der Mart, bei Bemlin. Männer- Gesangverein Georginta, Reichenberger Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Untgegend.( Bus schriften sind zu richten an P. Gent, Adalbertitraße 95. Mittwoch: Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bei Wolff. Humoristischer Rauch flub, Görligerstraße 42 bei Picht. straße 24 bei Tauschte. -Ge= 1 Berein Geselliger Verein BergnügungsTouristentlub zu erhalten und sie beim Chef als schlechte Arbeiter angeben zu seyra 1, Köpniderfir. 127s b. Küfter.- Süd- Ost, Faldenſteinfir. 7 b. Tritteltönnen, so namentlich bei Guttfeld. Bei Bleckmann werden viele Lehr- mig.- tedes lust, Fürstenwalde an der Spree, Schloßfelleret.- Freier Die Filiale Berlin des Verbandes der Vergolder be- dort 22 Jahre. Danach sind denn auch die Löhne. Die Versammlung Rothe Nette 1, Edböneberg, Bolaftr. 48 bei laute linge und Arbeitsburschen beschäftigt; der älteste Schraubendreher ist Siemensstraßen- Ede 14. Männerchor Nord West( früher Klempner) Moabit, Embener- und Kupferschmiede, Weinstraße 11 bet Feind. fchäftigte fich am 17. September in ihrer Monatsversammlung beschloß, in einer nächsten Versammlung sich mit der Frage zu Lothringerfir. 4 bed de Appolonia, Freiheitsgruß, Cremmenerstr. 1 bei mit der Erörterung des Themas:" Die praktische Durchführung beschäftigen, ob die Kollegen gewillt sind, eine Lohnstatisit vor- ftraßen- Ede bei Silpert. Schnee glöckchen 2, Botsdam, Brandenburger Mathies Schneeglödchen 1, Nirdorf, Hermann- und Karlsgartender Arbeitslosen- Unterstügung". Das Referat hatte der Kollege Söpfner übernommen. Redner führte aus, daß die Arbeits- werden, welchen die Gewerbe- Deputation und der Oberpräsident brume, cübbener zunehmen. Dann soll auch der ablehnende Bescheid besprochen Kommunitation 16 bei Glaser.- Matengruß 3, Friedrichshagen, RundUnderd roffen, Lindomeritr. 26 bei Sachs.- Feldlofen- Unterstützung für die Mitglieder von großem Werth fei, auf die am 14. April erfolgte Eingabe ertheilt haben, in der um ftraße 16 bei Hoffmann.- Felsenburg, Krautſtr. 6 bet Rudolph.- tüilt, blume, Lübbenerstr. 30 bei Meyer. Maiglöckchen 2, Retchenbergerund für den Verband einen agitatorischen Werth beanspruche. Die Zahl der Mitglieder würde eine beständige sein, da jeder Zuweisung der Schrauben- und Facondreher zur Krankenkasse der Friedenau im Kurhaus, Ring- und Rheinstraßen- Ede.- Vorwärts" 7 feine Pflichten pünktlich erfüllen müsse, um der gebotenen Unter- Mechaniker, Optiker 2c. nachgesucht wurde. ftügung nicht verlustig zu gehen. Zu gleicher Zeit wäre es von In der öffentlichen Schifferversammlung, welche zwecks Nußen, wenn man mit den Malern wegen der Reise- Unter- Gründung einer Organisation am 23. d. M. im Norden Berlins stügung einen Kartellvertrag abschlösse, weil unser Gewerbe in bei Reichert abgehalten wurde, sprach zunächst Gen. Bruhns sehr wenig Städten vertreten ist und der wandernde Kollege un- unter allgemeiner Zustimmung der Versammelten über die Nothmöglich eine weite Reise für die jetzt gebotene Reise- wendigkeit einer gewerkschaftlichen Organisation der Schiffer. Unterstüßung machen tönne. Selbstverständlich müßten die In seinem Vortrage führte der Referent der Versammlung noch Beiträge erhöht werden, um dergleichen Projekte durchzuführen. einmal ihre dürftige Lage vor Augen, wie sie in früheren VerRedner schloß mit der Mahnung an die Mitglieder, diese Punkte sammlungen schon vielfach erörtert worden ist und in der folgen reiflich zu überlegen und zahlreich in der nächsten Versammlung den Diskussion wiederum im Einzelnen hörbar zu Tage trat. zu erscheinen. In der Diskussion wurde angeregt, Anfang Der Referent schloß mit der Aufforderung, sich gewerkschaftlich Oftober eine außerordentliche Filialversammlung auf einen zu organisiren, um dem herrschenden Kapitalismus, welcher Sonntag Vormittag einzuberufen, um diese Punfte gründlich den fleinen Besitzstand immer mehr vernichte und diskutiren zu können. Der in der vorigen Versammlung vom die noch vorhandenen Schiff eigner immer zahlreicher Kollegen Mehring gestellte Antrag wurde in folgender Fassun, in's Proletariat hinabstoße, bessere Lebensbedingungen, bessere felliger Berein Brüderlichkeit Georgentirchiraße Nr. 65 bet Spät. angenommen: Die Versammlung beschließt: Eine einheitliche Cohn- und Arbeitsverhältnisse abzutrogen. Sehr richtig veran Mufitverein Bautenschwenget Annenstr. 16 bei Ehrenberg. Lohnfrage in Angriff zu nehmen und die Kollegen allerorts auf schaulichte Redner weiter, daß die zu schaffende Organisation betorit, Naunynftr. 86 bei Bubeil Abends 8½ Uhr. zufordern, für die neunstündige Arbeitszeit, einen Minimallohn eine Kampfesorganisation gleich denen der industriellen Arbeiter offnung, Rebuferstraße Nr. 5 bei Nemiz( alle vierzehn Tage). Theaterverein Proletariat, Naunynftr. 83 bei Köhn. von 24 M. für Berlin, und für die anderen Orte den Verhältnissen sein, im Gegensaße zuin Rapital stehen müsse, da eine Harmonie verein Amor II, Brinzen- Allee 10 bet Bergemann. entsprechend, sowie für Abschaffung der Aitordarbeit einzutreten." zwischen Kapital und Arbeit nicht bestehe, sowie daß durch Ge Freiheit und woblergeben, Neuenburgerstr. 37 bei Regeberg. In Berlin haben sich bereits 470 Kollegen durch Unterschrift für noffenschaften, Innungsverbände 2c. den Echiffern nicht geholfen arbeiter- Bither- Berein Ginigtett, Manteuffelftr. 9 bei Nowack, Abends Rauchflub Rothe Fahne, Abends 9 Uhr, Oppelnerstr. 29 bei Salomon. Durchführung der Lohnarbeit erklärt. An stelle des Kollegen werden könne. In der folgenden ausgedehnten Diskussion, in der 8½ Uhr, Uebungsstunde. Schafstopftlub Spar Agnes, Krautstr. 36 bet Navy, welcher sein Amt als Verbandskassirer nieder: Schiffsältester Lake( Woltersdorf), Echiffseigener Klein Infinger. Geselliger Verein Alpenrose, Brizerstraße 22 bet Graf. gelegt hat, wurde Kollege Späthe gewählt. Kollege schmidt( Schöneberg) und andere dem Schiffergewerbe anges alle 14 Tage Sonntags.) Brivaitheater- Gesellschaft No melta, Pücklerstr. 2 bet Müller.( Außerdem Theaterverein Nora, Admiralstr. 18 c bet Klahre stellte den Antrag, die Filiale Berlin eine Lokal hörige Personen, wie auch Genosse Wagner das Wort nahmen, Möhring. Berein für voltsthümliche Kunst, Andreasstraße 26 bei Wilte. organisation zu reorganisiren. Nach längerer Diskussion wurde wurden die Leiden, Beschwerden und Wünsche der Schiffer ein Geselliger Musik Dilettantenverein wünft ermann, Hochstraße 32 bet dieser Untrag vertagt. Zur Annahme gelangt ein vom Kollegen gehend erörtert und zuni Ausdruck gebracht. Alle Redner er Brivat- Theatergesellschaft Liberté, Manteuffelfir. 98 bei Müller. Theaterverein Freundschaft, Flottwellstrnße 5 bei Bartel. Navy gestellter Antrag, dem vor einigen Jahren freiwillig aus kannten die Nothwendigkeit eines festen Zusammenschlusses der Rauchklub Gut gesinnter Freunde, Georgentirchstr. 65 bet Müller. dem Leben geschiedenen Kollegen Niebergall an seinem Schiffer, d. h. der Schiffseigener, Steuerleute und Bootsleute, Mufitverein Osiris, Mariannenstr. 31-32 bei Dobberstein.- Bergnügungss Todestage einen Kranz auf sein Grab niederzulegen. Zum rückhaltlos an und beschloß die Versammlung schließlich ohne Theatergesellschaft 3ie I bewußt, Große Frankfurterstr. 1 bei Hermann. verein Nordwacht, Perlebergerstr. 28 bet Hermerschmidt.. Schluß wurden die Versammelten vom Delegirten der Gewerk: Widerspruch die Gründung einer Freien Vereinigung Botterietiub Fortuna, Görligerstr. 50 bet Stewert. schaftskommission aufgefordert, recht fleißig für die ausgesperrten der Strom und Binnenschiffer Deutschlands verein Andante, Mittwoch Abends 9 Uhr Uebungsstunde in Krüger's Brauer zu sammeln. und wählte in den provisorischen Vorstand derselben Klein.Restaurant, Fennstr. 5. Gefang-. Turn- und gesellige Vereine. Mittwody. SängerDie Freie Vereinigung sämmtlicher in der Schuh- schmidt( Berlin), Kleinschmidt( Schöneberg), Bittgruppe des Arbeiter- Bildungsverein für Friedrichsberg. Uebungsstunde Privat: industrie beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen mann, Scholz und Nosse. Auch fanden sofort Einzeich- Abends 9 Uhr, Restaurant O. Schulze, Friedrich Kariftraße 34. hielt am 18. d. M. eine gutbesuchte Mitgliederversammlung ab; schon früher niedergesetzten Kommission ausgearbeiteter Statuten Bülowoftr. 70, Sigung und Aufnahme neuer Mitglieder. Gäfte rotllkommen nungen zur Mitgliedschaft statt. Ein von einer zu diesem Zwecke Theatergesellschaft ei math iuft, 9 hr Sigung im Vereinslotal des Herrn in der die Stellungnahme des Vereins zu den Beschlüssen des Erfurter Schuhmacher- Kongresses diskutirt wurde. In längeren entwurf, welcher zur Berlesung gelangte, jedoch erst die Geneh- Privat- heater- Gesellschaft Philharmonie, Sigung mit Damen, Abends Ausführungen traten die Delegirten Menzel und Willner migung der Generalversammlung des Vereins bedarf, ließ klub é usta, jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Sigung und Fidelitas im für Auflösung des Vereins zu gunsten der Zentralisation ein, erkennen, daß die Freie Vereinigung durchaus auf dem Boden Restaurant Maltowski, Weddingstr. 9. Gäste willkommen. Bergnügungsindem sie darauf hinwiesen, daß an ein Weiterbestehen auf grund provisorischen Vorsitzenden ist: Kleinschmidt, Berlin N., Boyen- fchaft.£ te 3. Männer- Abtheilung turnt jeden Mittwoch und Sonnabend der modernen Arbeiterbewegung stehen wird. Die Adresse des verein husnelda, Sigung 8 Uhr, Zum Anbaltiner", Möckernftrabe, Gde Tempelhofer Ufer. Gäste willkommen. Berliner Turngenossen= der Rongreßbeschlüsse nicht gedacht werden könnte. Die weitere Debatte bewegte sich namentlich straße 20. Abend von 9-11 Uhr, Chorinerstr. 74. Touristenverein Freiheit mit wenigen Ausnahmen Mittwoch, Abends 8 Uhr, Versammlung bet Wuttke, Blumenftr. 51.( Tagt auf persönlichem Gebiete und erregten die Ausführungen der alle 14 Tage.) Geselliger Verein Unter uns, Sigung 8 Uhr bei Fischer, Delegirten theilweisen Widerspruch. Nachdem die Diskussion sich Beuffelftr. 66. Rauchfluh Grüne Quaste, Mittwoch Abends 9 Uhr, bei Gorn, Kleine bis nach 12 Uhr hingezogen hatte, kam man dahin überein, in nächster Zeit eine Generalversammlung einzuberufen, welche fich mit der Angelegenheit.ochmals eingehend befassen wird, um eine eventuelle Auflösung zu gunsten der Zentralisation zu beschließen. Im Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter( Bezirt Norden) referirte am 22. September Genosse Jahn über das Thema: Die Urgeschichte der Menschheit. Sodann beschäftigte sich die Versammlung mit der Erledigung von Vereinsangelegen beiten. Unter anderem wird mitgetheilt, daß die letzte öffentliche Bersammlung über die Fabrik von Höhne und Sell die Sperre verhängt hat. Für die gemaßregelten Kollegen find Sammellisten im Umlauf gesetzt, deren Benutzung lebhaft empfohlen wurde. 839 Friedrichsfelde. Der hiesige Arbeiter- Bildungsverein hielt am 20. September seine Versammlung ab mit der Tagesordnung: Diskussion über das parteiprogramm. Die Besprechung war eine sehr rege uno betheiligten sich an derselben die Genossen Kobelt, se erte, Pretty und Sach 3. Unter anderem wurde bechlossen, die Vereinsversammlungen im Winterhalbjahr wieder alle 14 Tage, und zwar jeden Sonntag nach dem i. und 15. im Monat, Nachmittags 2 Uhr, abzuhalten. Die nächste Versamm lung findet am 7. Oktober statt. Verein chem. 52er Gemeindeschüler. Sizung jeden Mittwoch Uhr in Richet's Restaurant, Koppenstr. 65. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes für Berlin und Umgegend. Wanderversammlung an Mittwoch, den 26. September, Abends 8 Uhr, in Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. ordnung: Bortrag des Genossen Peus- Deffau über:" Das astronomische Weltall und der Mensch". TagesLandsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, den 26. September, Abends 8 Uhr, situng mit Damen im Restaurant des Bandsmannes S. Saß Martgrafenfte. 102. Arbeiter Bilbungsschule. Mittwoch, Abends 8-10% Uhr: Nord. Schule Müllerstr. 179 a und üdoit- Schule, Waldemarstr. 14: GeBebe( pez. Arbeiterrecht). Bei allen unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Tamen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Wilke. Lange. -Privata Mufit- Vergnügungss Theaterverein erres, Abends 9 Uhr, im Restaurant Krüger, 9 Uhr, Beughofftr. 8 bei Behlendorf. Aufnahme neuer Mitglieder. NordMartusftr. 10. Rauchtlub Granate, Forsterstr. 40 bei Tuguntte. Rauchklub Brüderlichkeit, Abends von 9-11 Uhr, Wrangelstr. 84 bei Medanz. Rauchtlub Artona, Abends 8% Uhr bei Herrn Brand, Retchenbergerstr. 122. Orientalischer Rauchtlub, Abends 9 Uhr, Reichens bergerstraße 24 bet Zauschte. Rauchtlub Frisch gewagt, Abends 9 1hr Rauchtlub Eiferne Pfeife, Mittwoch bei F. Rodendorf, Poſenerftr. 5. und Sonnabend 9 Uhr bet Ernst Weinert, Adolfstr. 20.- Rauchtlub Nooch Io ch, Admiralstr. 33 im Restaurant Abends 9 Uhr. Rauchtlub Messa Iin a, jeden Mittwoch bet H. Wuttke, Graudenzerstr. 2. Stat- Klub Treff. Straße 28 bet Späth. Rauchklub Die Dampfenden, Langeftr. 24 bet Frankfurter- Allee so bei D. Babel. Rauchklub Ohne 8wang, WeinFeratsch. Rauchtlub Sumatra S. D., Restauration Ohlendorf, Lieg nigerstraße 40. jeden Mittwoch Abends 8 Uhr. Humoristischer Rauchflub, Mittwoch Abends 9 Uhr bei Picht, Görligerstr. 42. Literarisches. " Tie foeben erschienene Nummer 20 des Süddeutschen Postillon" zeigt uns in seinem Titelbild Eugen Richter, wie er ängstlich auf der Wartburg zu Eisenach sitzt und den ihn umflatternden Eulen Gesichter schneidet. Das Mittelbild bringt den Ahlwardt in zwei Bildern, in einem, wie er um Begnadigung bettelt, in dem anderen, wie er gegen Junker und Juden wettert; während auf der letzten Seite sich die Norddeutsche Allgemeine" als Klatschbase produzirt. Eingelaufene Druckschriften. Die Schrauben, Façondreher und Berufsgenoffen erörterten in einer öffentlichen Versammlung am 23. September ihre gegenwärtigen Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Wie sehr diese seit 1890 zurückgegangen, das wies eingehend näther in einem längeren, mit Beifall aufgenommenen Referate nach, und in der Lese- und Diskutirklube. Mittwoch. Johann Jacoby, bei yrig Gesundbrunnen, Abends 8% uhr, bei regen Diskussion wurden seine Ausführungen von allen Seiten iegte, Edwediersnaße 33. Saferland, Bellermannftr. 87. Gleichheit, Abends sy 1hr bei Straum, bestätigt. Für das Aus- und Einrichten der Bänke, das oft meh- Ritterfiraße 125. Seine, Nirdorf Abends 8½ Uhr, Prinz- Gandjerystr. 60, rere Stunden in Anspruch nimmt, wird nichts bezahlt. Aus dem parterre. Einigkeit, Abends s½ Uhr bei Beige, Triftstraße 1. früheren Minimallohn ist heute ein Marimallohn geworden, und Neumann, Basewalterstr. 3. Alle Menderungen im Bereinstalender sind zu Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Adolf im Afford verdienen einzelne, meist bevorzugte Kollegen durch richten an Fried. Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Er. Mittwoch. Nebungs unerhörte Anstrengung 35-60 M., während andere nach Abzug funde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Piedesfreiheiti, Die Wohlfahrt", Zeitschrift für volksthümliche Heilweise und soziale Norddeutsche Schleife, Echönleinstr. 6 der Raffenbeiträge, Strafen u. f. w. mit 15 bis herab zu 7 M. Andreasstr. 26, bei Wilte. Unverzagt 1, Manteuffelstraße 9 bei Nowac. Freya i, nach Hause gehen. Statt gegen derartige Ausbeutung( Gemischter Chor), Rofenthalerstr. 57 bei Wernau. Lorbeertrang 1, Schritte zu unternehmen, lassen die betreffenden Kollegen sich ichtenbergerstraße Nr. 21 bet Seise.- Männer- Gesangverein Liederlust, Hilaritas, Hochstraße 32. Vorschüsse geben. Das Schlimmste ist, daß die Kollegen ein- Adalbertstraße 21 bei Roll. Giche 1, Große Frankfurterstraße 133 bei Gold. ander nicht verrathen, wie viel sie bei einer Arbeit verdienen, Dit, stopniderstraße 193 bei Foge. Echo 1, Pantow, Wollant. so daß die Unternehmer Instig weiter abziehen können. Die ftraße 113 bet Lehmann.- Gefangverein Arion III, Rigdorf, Herrmann-Freundesireue( gemisch. Chor), Meister geben mißliebigen Arbeitern viele fleine Arbeiten, um und Herrfurthfiraßen- Ede, bei Weiß. Einigteit 1, PappeleAllee 3-4 bei Steinnelte. Basewalterstr. 3 bei A. Neumann. bet fary. 1 Deutsche Männerchor Südsie häufig mit dem Aus- und Einrichten aufzuhalten, oder sier Frankfurterstr. 133 bei Gold. Mainhardt. Allegro, Wrangelstr. 141 bei B. Schmidt. Freiheiti, geben ihnen schlechtes Werkzeug, um von ihnen schlechte Arbeit| Bülowstr. 66 bei Nichter. Prima Englischen Anthracit Big- vein" der Gwaun- Cae- Gurwen- Colliery Co. Ld ,, bekanntlich der beste Anthracit der Welt( 92,27 pCt. Kohlenstoff), unter gerichtlich eingetragener Schutzmarke zu nachstehenden sehr billigen Sommerpreisen kauft man nur allein echt bei Berlin SO. Kottbuser Ufer 34. ( Nusskohlen, ca. 30/50 mm in Gustav Schulze, a. 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