Nr.188.37.Iahrs. Bezugspreis t »•rteHahrL2l.-3J!!_monotl.7,-9Kt frei ins Hau», voraus zahlbar. Polt- dezug Monatlich 7,— Mk. exki. Zu- stellungsgedilhr. Unter Kreuzband Mr veutschland und Oesterreich-Ungarn l0S> Mt» für das übrige Ausland 14 50 N!« bei taglich einmal.-fuftellunz 12 S0 Ml. Postoestellungen nehmen an Sänemart Holland. Luxemburg, Schweden und Sie Schweiz. Ein» getragen in die Post. Zeitung»» Preisliste. )er.Vorwärts' mit der Sonntags» deilage.Volt u. Zeit' erfcheint wachen» »iglich zweimal. Sonntags einmal. Tri eqramm»Ad reffe: �Zozialbeenolrat varlin-. Morgen-Ausgabe Nevlinev VolksblAtt [ 20Pfeg�i§g) AilzeiaenpreiS: Die achlgrivalten» Nonpareillezeiie loste! 2 50 A!.,TeuorungszuschlagS0°/o. «Slsino Anzeigcu", das irtt» gcdriiltte Wori 75 Pfg. lzuläfsig zwei engcdruclte Worte), iedes wettere Wort Sst Pfg. Stellengesuche und schiafftellenanzeigen das erste Wort SS Pfg. jede« weitere Wort 40 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zühlen für zwei Worte. Teuerungszuschlag 50%. Familien• Anzeigen, noiitiiche und gewerkschaftliche Pereins» Anzeigen Z,— Ml. die Zeile ohne Aufschlag. Anzeigen für die nächste Rumniec müssen bis ö Zthr nachmittags im Hauptgeschäft. Berlin EW 05, Linden» straffe 3. abgegeben werden. DeSffne! von S Uhr früh bis 5 Uhr abends. Zentralorgan der fozialdemokratirdjen partei Deutfchlands Neöaktion und Expedition: SW. öS, Lindenstr. Z. I?ernst>recher: Amt Moruwlah, Str.»SI.S0— Dienstag, de« IS. April 1920. (dberfthleflms Entrechtung. Berlin, 12. April.(Amtlich.) Unter der Begründung, daß der Friedensvertrag für die Dauer der interalliierten Regie- rung die politische Zugebörigkeit Oberfchlesiens zu irgendeinem Staat« vorläufig aufgehoben habe, hatte, wie bereits bekannt, die interalliierte Kommission mitgeteilt, daß alle«bgrordnetenmandate der in Oberschlesien domi- silierten Personen suspendiert feien, evtl. die Wieder- einreise oberschlesischer Abgeordneter, die künf- tig trotzdem an Tagungen der Rationalversammlung, der Preußischen LandeSversammlung oder des Pro- vinziallandtages teilnehmen, verhindert werden würde. Gleichzeitig hatte die interalliierte Kommission in einem offiziösen Preffekommunigue erklärt, daß die oberschlesische BevSl- kernng an der Wahl des Reichspräsidenten und an de» ReichstagSwahlen nicht teilnehme« könnt«. Ter deutsche Bevollmächtigte in Oberschlesicn, Fürst Hatzfeld, hat gegen diese Maßnahmen der interalliierten Kommission beim General Le Ronb sogleich energisch Einspruch erhoben unter dem Hinweis, daß Oberschlesien, solange nicht etwa auf Grund der Abstimmung seine rechtliche Lösung aus dem Deutschen Reich erfolgt sei, einTeildcsDeut- fchen Reiches bleibe und kein selbständiges Völker- rechtliches Gebiet bilde; ebenso bestehe die Souverän i- tat des Deutschen Reiche? fort, wenn auch die sich aus ihr er- gebenden Befugnisse innerhalb der Grenze« des Friedensvertrages vorübergehend von der interalliierten Kommission wahrgenommen werden. Daraus ergibt sich auch, daß die O b e r s ch l e s i e r im vollen Besitz aller ihrer staatsbürgerlichen Rechte bleibe» und die Vertreter der oberschlesischen Bevölkerung nach wie vor befähigt und berechtigt sind, jn den deutschen, preußischen und provinziellen Kammern zu sitzen. Dies trifft nicht nur für die. jcnigen Abgeordneten zu, die die Interessen des unter der Kontrolle der interalliierten Kommission stehenden Teils von Oberschlcsien vertreten, sondern in verstärktem Maße noch für Bbgrord- netc ans Wahlkreisen, die teilweise im Abstimmungsgebiet, teilweise außerhalb desselben liegen, wie z. B. Reiße, Grottkau, Falkenberg und Neustadt. Eine Protestnote, in der nochmals eingehend gegen die Maßnahmen der interalliierte« Kommission Einspruch erhoben und der Standpunkt der Reichsregiernng an Hand juristischer Ausfüh- rungen«ingeheud begründet wird, ist zur K c n u t n i s der interalliierteu Kommission in Oppeln und des Oberste» Rates in Paris gebracht worden. Drohender Generalstreik. Schwerindustrie gegen Schiedsspruch! Gleiwitz, 12. April.kstrahlung. DaS Ergebnis dieser Vorträge läßt sich dabin zusammenfassen, daß die Aussichten auf Krebsbeseitigung mittels Räntgenftrahlen zuizzat doch noch ziemlich gering find. Günstiger gepaltet sich die schuldiger, der da getötet worden ist, so müßte einen geradezu ein Grauen beschleichen angesichts dieser Tücke des mili. tärischen Zufalls, der immer neues Materiol für die Haß- Propaganda schafft. Eben erst ist ein englischer Jour- nalist, der wegen seines Sinnes für Gerechtigkeit und Ob- jektivität in Berliner politischen Kneifen allgemeine Achtung genießt, Herr Vogt, im Ruhrrevier von unwissenden Roh- lingen verhastet und mißhandelt worden— wäre eS nun auch wahr mit der Er'chießung eines unschuldigen Ameri- kaners, dann hätte der Militarismus, dem wir schon so viel verdanken, das Seine getan, um einer Verbesserung der Stimmung gegenüber Teutschland in der ganzen anglo- amerikanischen Welt entgegenzuwirken. Volle Aufklärung ist geboten! Einkreisung ües Vogtlanües. Die gegen die TollhauSwirtschaft im Vogtland marschierende Reichswehr wird von Zivilkommissaren begleitet. Zwei von Hölz nach Klingenthal mitgeschleppte Journalisten, einer von den„Leipz. N. N." und ein Unabbängiger, wurden dort freigelassen, nachdem sie mitangeseben hatten, wie Hölz persönlick, wehrlose Gefangene brutal mißhandelt hatte. Auch in Klingenthal versuchte er, Kontribunoneir zu erpressen Die Tschechen wolllen ihn nur unrer der Bedingung der Jnlernierung und spätere» Auslieferung hinübcrlassen. Wenn sich Hölz eingebildet hat, ein Asyl in der Tschechoslowakei zu sin« den, wo der offizielle Führer der Kommunisten. Münsa, seit vielen Monaten in Hast sitzt, obgleich er keine Hölzereien begangen hat, so beweist diese Hoffnung des Vogtländischen Landesvogts min- bestens eine erstaunliche Unkenntnis in eigenen Parteidingen. Uebrigens propagiert die kommunistische Partei Sachsens den Gencralstreik gegen den Reichswehreinmarsch im Vogilande. Zur friedlichen Beilegung der Umlriebe des Hölz in einem Teile des Bogllandes hat der Aktionsausschuß für Reuß an alle mitteldeutschen und sächsischen AklionSausschüsie, die in Be» rracht kommenden Parteien und die Prefle Einladungen zu einer Konferenz am Mittwoch, den 17. April, im Genosienschaflsheim Gera ergehen lassen. Die Landesregierung Reuß hat zu demselben Zweck Einladungen an alle in Frage kommenden Re» gierungen gerichtet. Der Aufforderung zum Generalstreik wurde in Plauen nicht Folge geleistet. Die Rotgardisten und Hölz find weg. Ein Aufruf der sächsischen Regierung an die Chemnitzer be« zeichnet als alleinigen Zweck des Reichswehrdurchmarsches den Schutz der vogiländischen Industrie und dadurch auch der Arbeirer vor ihrem Ruin durch die(an den Falkensteiner Villen bereits er- folgte) Verwirklichung der Brandstistungcn Hölz'. Der Chemnitzer Ordnungsschutz bleibt der Einwohnerwehr überlassen. Die �ülon-�ffäre vor Gericht. Vor der 6. Strafkammer de» Landgerichts I unter Vorsitz des LandgerichtSdirektorS Baumbach, des Vorsitzenden auS dem Erzberger-Prozeß, wird am 16. April die bekannte Adlon- Affäre einer richterlichen Nachprüfung unterliegen. Die An- klage, welche von Staatsanwalt Ger lach vertreten wird, lautet auf versuchte Nötigung und Körperverletzung und richtet sich gegen: 1. den 44jährigen Prinzen Joachim Albrecht, 2. den 47jährigen Rittmeister Hubert v. Plate» und 3. den 23jährigen Prinzen Gottfried v. Hohenlohe-Langenbucg. Die Verhandlung findet in dem Schwurgerichtssaal des alten Kri- minalgerichtSgebaudeS unter besonderen Sicherheitsmaßnahmen statt.— Es handelt sich um den bekannten Skandal, der sich am Abend deS 6. März in dem Speisesaal des Adlon-Hotels auf der sogenannten Terrasse abgespielt hatte.— Von den Angeklagten, die von den Justizräten W r o n k e r und ChodzieSner ver- teidigt werden, wird bestritten, sich im>sinlte der Anklage schuldig gemacht zu haben, obwohl von den Belastungszeugen, darunter der durch seinen vor Jahren verhandelten Betrugsprozeß bekannten Grasen Metternich daS Gegenteil bekunde; wird.— Zu der Verhandlung sind 39 Zeugen geladen, u. a. die Franzosen Capitatn R o u p e V i n, Hauptmann Klein tffid Gattin, Hauptmann H e l o i S, Staatsrat Alexi von Harfeld, Prinz Viktor Salvator von Isenburg, Rittmeister Georg vonWinter» feld. Röntgenstrahlen be Handlung der Lungentuberkulose. Heber die Beeinflussung von Nervenleiden durch Röntgenstrahlen referierte Stabsarzt Dr. Sttauß. Interessant waren seine Mitteilungen über die Herabsetzung epileptischer Krämpfe durch Röntgenstrahlen. Bemerkenswerte Ausführungen brachte der Vortrags von Dr. Man- f.ocd Freren lel(Charlottenburg) über die R c i zdo s en-A nwen du ng. Ms»euer Weg der Krebsbebandlung wurde neben der bisherigen lokalisierten Carzinombestrahlnng die Reizbestrahlung berichte- bener Körperdrüsen sowie der Haut empfohlen. Eine große Rolle spielt auch die ReiKosis bei Knochlurbrüchsn, da sie durch Beschleu- nigung der Callusknidung ein schnelleres Einsetzen der mediko- möchanischen Behandlung ermöglicht. Amerikanische MuseumSausdchnuilg. Die„Museum Extension'» Bewegung in den Vereinigten Staaren, die mir allen Mitteln da- nach strebt, die Schätze der Museen den breiten Volksmassen nahe» zubringen, findet aucki bei uns reges Interesse, seitdem der Gedanke der Volkskunst immer stärkere Wurzeln geschlagen hat. Es gibt dabei mancherlei, was wir von den Amerikanern lernen und mit unseren besseren Mitteln lvirkungsvoller durchführen können. Ein Beispiel dafür wird in einem amerikanischen SuSftellungS« bericht des.Cicerone' niitgeteilr. Die American Federaiion os Arts har eine Wanderausstellung veranstolier. die durch daS ganze Land ziehen soll und Kunst in Haus und Schule tragen will. Der Mensch soll schon von Kindheit an in ein- dringlicher Weise aus die Botschafr hingewiesen werden, die ihm die Kunst zu bringen vermag. Man hat zu diesem Zweck eine Fülle von Photographien, Buntdrucken uiw. zusammengebracht, die sich zum Schmuck des Hauses wie der Schulen eignen. Die einzelnen Gegenstände der Ausstellung sind aber zum Teil recht unkünstlerisch. .Man lann also wohl sagen', so heißt es in dem Bericht,„bier ist man in der Organisanon weiter, bei uns aber in der Herstellung der richtigen Werke und wohl auch in der freudigen Aufnahme dieier Arbeiten in vielen Heimen. Nun will aber gerade die American Federaiion of Arrs dem Uebelstande abhelfen und gule Rcprodul» rionen sowie auch Originallithographien nach den bedeulsamslen amerikanischen Landschafien von geeigneten Künstlern herstellen lassen, wozu mau hofir. die nötigen Mittel durch Enthuasiasten auf. bringen zu können. Daraus könnte Bedeutendes entstehen, nament« lich wenn man sich klarmacht, daß gerade daS Kind ganz natur- gemäß aus da« Ganze und Große einer Erscheinung ausgeht. Die Wanderausstellung soll selbst kleine Orle berühren, und man wird durch Vorträge und Belehrungen der Ellern und Lehrer daraus hinwirken, daß ein bleibendes Resultat erzielt wird.' vübneuchronik. RlftedAdel wird im Theater r d. KiniggrStzer Straße eine der männlichen Hauptrollen in ShawS„Die große Katharina' und SttindbergS Lustspiel.«st dem Feuer spielen' darstellen.— Die Bühnenbilder und Kostüme für die Aufführung deS„Kathchen von Heil- bronn- m der V o l l S b ll h n e find aon Hans Strohbach entworfen und werden unter leiner Leitung ausgelübrt. Der Bortragsadend von Fräiue Roloss und Konrad Elerr» verlegt vom 30. März, findet am 13. April, abends 8 Uhr, im Saale der »Berliner Sezession» statt... Am AstrophhsUalifchen Observatorium bei Potsdam wurde der Oblervator Pros. Dr. Wilhelm Münch zum Hauptobseroator und der wisjeojchastliche Hilssarbetter Dr. A. jkohijMK«»»» Obsermckor ernanitt politische Märchen vor Gericht. Ter erste Sklarzprozest. Wegen Beleidigung des Ministerpräsidenten a. D. S ck> e i d e- mann im Sinne des z 187 sVerlcumdung) hat sich am kommen- den Donnersiag der.Journalist' Kurl Bruno R h o d i u vor der Slrafkammer des Londgerichls I zu veranrworten. Die vom StaaiSanwalt Ger lach vertretene Anklage lautel ferner auf Betrug gegenüber der Sicherheilspolizei und versuchten Betrugs gegenüber dem Journalisten Kurl Sochaczervski.— Der angeklagte, welcher belgischer Staatsangehöriger ist, trat eines Tages an Herrn Sochaczewski. den Herausgeber der„B, S,- Storresvondenz* mit folgender Erzählung heran: Er sei im Besitze von Material, welches er in der Gesandtschaft in Kopenhagen em- Wendel habe, welches beweise, daß Scheldemann, Gras Brocksdorff-Rantzau. Staatskommissar Dr,«oster, Sklarz und andere politische Persönlichkeiten große Terrains in Nordichleswig erworben hätten und aus gewinnsüchtigen Moliven die A b l r e t u n g an Dänemark � betrieben hätten; ferner hätten sie S ch i e b e r g e s ch ä f l e mit Salvarsan, Gewehren u. a. gemacht. Er, Rhodin, sei bereit, das gesamte Material, welches in Wantrup liege, für 20 000 M zu verkaufen. Sochaczewski wandte sich an die Polizei, welche den Polizerleutnant Nüttinger beaujtrogre. mit dem Angeklagten nach der dänischen Grenze zu fahren. In Hadersleben ließ sich Rhodin Rcisespcsen in Höhe von löOO M. zahlen und fuhr dann angeblich nacd Wantrup. Da er mehrere Tage verschwunden blieb, fuhr der Polizeibeamte nach Berlin zurück. Einige Tage später erschien auch Rhodin wieder in Berlin und erklärte, daß ibm das Material g e• stöhlen worden sei, er habe den Inhalt der einzelnen Schrifü stücke genau im Kopse. Er diktierte dann das angebliche Material in die Sch>eibmaschine und Baumeister legte es später dem sozial- demokrallichen Untersuchungsausschuß vor. In der Voruntersuchung legte Rhodin das Geständnis ab, daß er die ganze Erzählung über das Belastungsmaterial frei erfunden habe in der Absicht, sich Geld zu verschaffen.— Au der Verhandlung, über die wir be richten werden, ist u. a. Genosse Schecdemann als Zeuge geladen. ist. Diese Entschädiaung wird auf Grund des EnteignungSgefcheS vom 31. August 1319 nach den sonst für Liquidationen in Aussicht genommenen Gesichtspunkten erfolgen. Der Genfer Kongreß. Einladung zum ZI. Juli. Brissel, 12. April. Erzwungener Börsenstreik. Gestern ist die B ö r i e von den Börsenbesuchern ge s ch l o s s ezn worden. Es«st eine Bekanntmachung von der R e- g i e r u n ch herausgekommen, welche bestimmte, daß die ans- wärligen 23 srte zu den Preisen vom 10. Januar von der Regierung zwangsweis't übernommen werden. Inzwischen haben sich aber die Kurse weVenllich von dem Stand des 10. Januar erholt, so daß die Bö:»e annahm, daß seitens der Regierung bzw. der Mit glieder der Nogierutig und Sekretäre in den Ministerien Spekula� lionen darausHin unternommen wurden, daß sich die Betreffenden auf Kosten der' Börse um Hunderte von Millionen bereichert hätten Sollte diese Blekanntmachung in Kraft treten, würde die Börse schätzungsweise mehrere hundert Millionen Mark verlieren. Da die Böitzenbesucher der Annahme waren, daß die Regierung �zum großen Teil auf Kosten derielben sich bereichert habe,.verlangten die Börsenbesucher vom Börsen- vorstand die Schließung der ganzen Börse. Der Börsen- vorstand gab um st2V« Uhr bekannt, daß die Börse trotzdem statk finden würde. Allerdings sollten nur solche Werte zur Rotierung gelangen, deren Sä'zwankung nicht zu erheblich war. Die Börsen besucher gaben sich hiermit jedoch nicht zufrieden, sondern bildeten eine P r o t e st v e r s c» m m l u n g. in der beschlosien wurde, die Kurs Makler an der Ausführung der KurSfeststellung zu ver- hindern. DieS wurde durchgeführt und einer großen Anzahl von Mailern, die sich der Entscheidung des Börsenvorstandes fügten, die amtlichen Bücher gcttoaltsam weggeriffen. Selbst die Notierung der Devisenkurse mrnrde aus diese Weite verhindert. Die Börsenbesucher wälzten Sich in ungeheuren Masten in da? Devisen zimmer hinein und hinderten die Makler und den Börsenvorstand an der Feststellung der jeweiligen Kurse. Amtlich wird verlaust stirt: Wegen der amtlichen Notiz über die bevorstehende Beschlagnahme ausländischer Wertpapiere ist an der Berliner Börse und auch sonst eine Erregung entstanden, die zurzeit de» Abschlusses des � Friedensvertrages verständlich gewesen wäre. Nachdem der Friedensvertrag abgeschlossen«st, bleibt die deutsche Regierung jedoch v«rpflichtet, den Friedensvertrag zu erfüllen und mikß alEcS vorbereiten, um am 10. Juli 1S20 die Uebermtttlung der im§ 10 der Anlage zu Art. 298 des Frie- denSvertrages bezeichneten Spiere vornehmen zu können. Im übrigen ist der angekündigte.» Beschlagnahme seitens der Börse eine weit größere Bedeutung lieigemessen worden, alz sie tatsächlich hat... Es fallen nur verhMniS mäßig wenig« Wchtpaviere unter die Deschlagnahme. Soracit hier zu übersehen, handelt cS sich von den an der Berliner Bars« notierten Papieren lediglich um Canada-Pacisic SharcS und die Mtien der Italienischen Me- ridionalbahn, der Jtdlienischen Dlittelmeerbabn, der Westsizilianer von den Kolonialgesellschccsten irm die Aktien der South- West Africa Ltd.. der Colmanskop Dtar.ecmd Mines Ltd., die ihren Sitz in Kapstadt hat, und wahoschainliQh um die Anteile der Pomona Diamant« ngeiellschasr, sofern sie shVen Sitz vor dem 10. Januar 1920 nach Süd-Asriba verlegt hat. C6 indessen die Anteile der zuletzt genannt«« Diamonlengesellschasten zur Auslieferung gelangen werden, steht noch nicht fest, da angeblich Verhandlungen ütcr deren Aufgehen in eine große südafrikcrnische Diamantengesellschaft schweben, wozu die Stellungnahme der südafrikanischen Union ab- gewartet werden muß. Von den in de tt abgetretenen Gebieten an- sässigen Gesellschaften fallen nur die ilktien solöber Unternebmun- gen darunter, die ausdrücklich durch die- Gesetzgebuna der Staaten zugelassen sind, die den Frieden ratifizictrt haben. Es tollen nach itieser Auslegung also nicht darunter z. iP. die Aktien der Ostbank für Handel und Gewerbe, wohl aber z.?. die Anteile an solchen Gesellschaften, die in der Zeit nach Abschluß des Waffenstillstandes bis zum Friedensvertrag feste ns der fra nzösischen Regierung in Elsaß-Lothringen durch«inen tPesetzgebunySakt zuge- lassen worden sind Die Entschädigung in diesen Fällen nach einem den K u r S vom 10 Januar 1920 nicht überschreitenden Kurse vorzunehmen, erscheint auS dem Grunde berechtigt, weil be- rest? fest dem 28 Juni 1919. der Unterzeichne lag des Friedensvertrages durch Deutsibland, spätestens aber mit stiem 10 Januar 1920 jeder Besitzer und Erwerber mit der Verpflichß�tg zur Ablieferung rechnen mußte. Di« bevorstebende Bescklagnakire steht in keinem Zusammenhange mit der Frage, in welcher Wstise die Entschädigung von Gesellschaften erfolgen soll, die in Deutschland ihren Sitz haben und deren Vermögen im Auslände liquidiert SvuHeu. Man zahlte für 100 holländische Gulden 1 Pfund Sterling.. 100 Schweizer Franken. 1 Dollar..... 100 französische Franken 100 Lire...... Die Mark steigt weiter. GewerMojwbewegung Streik See Glasbläser in üer öerliner Glühlampen Industrie. Seit zirka 4 Wochen besiuden sich die Glasbläser des Berliner Glühlampenkonzerns in einem Streik. Dem Kamvs voraus gingen Verhandlungen mit dem Verbände der Berliner Meiallindustriellen. die zu keinem Resuktar fübrieu. Die Löbne der Glasbläier in den Glühlampensabriken schwankten bisher zwischen 2,90 M. bis 3,30 M. Dazu kam die Teuerungszulage, die allen in den Metallbelrieben beschäftigten Arbeitern gegeben wurde. Reicht eine derartige Eni lobnung schon nicht aus, um die Ausgaben für Lebensmittel zu bestreiten, so ist es geradezu unmöglich, auch nur die dringendsten Gebrauchsgütcr zu kaufen. Für die Glasbläser kam ferner in Be- tracht, daß die in anderen, nicht zum Emflußgebier des 2terbandes der Metallindustrielleu gehörenden Belricbe beschäftigten Glasbläser weit höhere Verdienste erzielen. Als alle Verhandlungen resultalloS verliefen, traten die Glas bläser in den Streik. Sie forderten 5 M. Stundenlohn und dazu die Teuerungszulagen. Seitens der Direktionen wurde bisher mit ollen Mitteln operiert, um den Streik illuiorisch zu machen. Im Auerwerk wurden die Lehrlinge zur Streikarbeil gezwungen, in den anderen Betrieben fanden sich die Meister und Arbeiterinnen zur Verrichtung der notwendigen Arbeiten bereit. Wie auS der A.E.G. mitgeteilt wird. sind dort die Arbeiterinnen unter Androhung der Entlassung zur Srreikarbeit gezwungen worden. Die Glasbläser wandten sich nunmehr an ibre Verbandskollegen in Weißwasier, wo die Klühlampenkolben hergestellt werden. Diese haben sich solidarisch erklärt; nachdem sie zunächst den Versand der Kolben unterbunden, sind sie am gestrigen Montag in den Streik getreten. Damit waren die Bemühungen der Jndustiiellen, durch Streikarbeil die Produktion ausrecht zu erhalten, unterbunden. Anstalt sich nun mir dem Zentralvcrband der Glasarbeiter nochmals in SZerbindung zu setzen und den Versuch zu machen, den zirka 85 beschäftigten Glasbläsern entgegenzukommen, haben die Werke der gesamten Belegschaft die Entlassung in Aussicht gestellt. In einem Anschlage wurde behauptet, daß wegen Tarifbruchs von 75 Glasbläsern die Werke gezwungen wären, die Betriebe zu schließen. Dieses Vorgehen einer reaktionären Arbeitgeberschafl zeigt zur Genüge, daß das Unternehmerlum von seinen Riesen- Überschüssen der ausgepowerten Arbeiterschaft nichts abzugeben ge- willt ist. War es dem Bei band der Metallindustriellen nicht mög lich, sich mit den anderen Arbeiterorganisationen in Verbindung zu setzen, als die Verhandlungen mit dem Verbände der Gcasarbeiter stattfanden? Auch die Verlreler der anderen Organisationen hätten dem Verband der Metallindustrielleu die Erklärung abgeben müssen� daß die Berliner Arbeiterschaft wirtschaftlich dem Ruin entgegen gehl. Statt endlich einmal in weitestgehender Weise der Arbeiter schast entgegenzukommen und damit Beruhigung in sie hineinzu tragen, versucht das Unternehmertum jetzt einen Keil in die ein« zelnen Gruppen zu treiben. Das wird den Metall industriellen nicht gelingen, ein solches Vorgehen muß im Gegenteil die Arbeiterschaft immer mehr zusammenschweißen. Kein sozial denkender Mensch kann behaupten, daß die Forderungen der Glasbläser zu hoch sind; sie find im Gegenteil durch die ständig steigende Teuerung schon wieder überholt. ES wird hohe Zeit, daß daß diese zur Sozralisierung reifen Betriebe endlich Leuten aus den Händen genommen werden, die bar sind jedes sozialen Verstand- nisies und die wegen berechtigter Forderungen einer kleinen Gruppe viele Tausende von Arbeitern und Arbeiterinnen brotlos machen. Achwng, Bauhandwerker! Die Bildhauer, Stukkateure, Rabitzer, Spanner und Gipsplatten« setzer stehen im Streik. Sämtliche in obige Fächer einschlagende Arbeiten sind zu ver« weigern. Die SeitionSleitung des Deutschen Bauarbeiterverbandes. Achtung, Setriebsräte. Der Unterricht ist vorläufig unterbrochen. Die Weiterführung des Kursus wird rechtzeitig bekannt gegeben. Die Teilnehmer werden ersucht, ihre Teilnehmer� karten aufzubewahren. In allen Betrieben, in welchen die Wahlen der Betriebsräte abgeschlossen sind, iverden die Partei genossen ersucht, die genauen Adressen des Betriebes sowie ihre eigene Adresse uns sofort einzusenden, damit die Zu stcllung von Material und Informationen erfolgen kann. Sekretariat der Betriebsräte, In den Zelten 23. Achtung, Suchörucker(S. p. v.jl Heute, Dienstag, nachm. pünktlich 5 Uhr, im„Schultheiß", Neue Jakobstraße, Versammlung der BetriebsvertrauenSleute, Generalversammlungs-Delegierten und Betriebräte. Aeußerst wichtige Tagesordnung. Keiner darf fehlen. Zur Lohnbewegung der Jriseurgehilfe». Im Friseurgewerbe besteht noch größtenteils die Sonntag« arbeit, und zwar bis 12 Ur mittags. Nach den gesetzlichen B« stimmungen ist bei länger als drei Stunden SonntagSarbeit in jeder Woche ein LLerktagnachmittag freizugeben. Gegen über der Forderung der Gehilfen auf Einführung der vollständigen Sonntagsruhe erklärten die Vertreter des Jnreressenverbaiides der Arbeitgeber bei den Verhaudlungen vor dem SchlichtungSauSschuß, daß sie lieber einen vollen Tag in der Woche freigeben würden, als die Sonntagsruhe. Ter Schiedsspruch sieht daher die Freigabe des MontagS vor, bis zur Einführung der Sonntagsruhe, bzw. tiir diejenigen Betriebe, in denen Sonntags gearbeitet wird. Der Schiedsspruch toll nun ab 1. April rückwirkende Kraft haben. Da wohl die Löbne ab 1. April nachgezahlt werden können, die Freizeit jedoch nicht rückwirlend gegeben werden kann, hat ein großer Teil der Gehilfen und Gehilfinnen, die noch Sonntags arbeiten. sich diesen Montag zum erstenmal freigemacht, und zwar sowohl mit Zustimmung der Arbeitgeber, wie auch ohnedem. Die Gehilsen rechnen darauf, daß der großen Mehrzahl der Arbeit geber die vollständige Montagsruhe weil weniger erwünscht ist als die Sonntagsruhe, und sie so da« Ziel der SonntagSiuhe um so eher erreichen. Wie durch Kontrolle sestgestellt wurde, waren eS über 1000 Ge- Hilfen und Gehilfinnen, die am Montag vormittag im Fest« aal deS Gewerkichaftsbauies versammelt waren. M a t u i ch k e erläuterte eingehend den Schiedsspruch, während E tz k o r n ein instruktives Referat über die Taktik des Verbandes bei Lohnbewegniigeu und Streits hielt. In der Aussprache wurde u. a. ein Fall erwähnt, in dem der Arbeitgeber sRevaler Str. 5) die Sicherheitspolizei um Hilfe rief, die auch erschien, jedoch keinen Anlaß zum Elnichreileit fand, dafür aber mit je einem Stück Rasier- eise von dem Arbeitgeber bedacht wurde, An den Beschluß, im Anschluß an die RachmittagSkontrolle einen Demonstrationszug zu unternehmen, wurde die Mabnung geknüpft, die Disziplin zu wahren und de« SSeisungen der Ordner zu sollen. In einer gut besuchten Versammlung der Eafehausangestelltcn fcarichteh: der Seitionsleiter Richter, daß der l. Vorsitzende Koi- lege SkepSgardh sein Amt niedergelegt habe. Der Grund dafür waren Differenzen zwischen der Ortsverwaltung und ihm über Verhandlungen bei der Hotebbetviebsgesellschast. Retdner gab dann belanint, daß die Eafrangestellten an die Unternehmerorganisationen herangetreten sind, um über Teuerungszulagen von durchschnittlich 70 M. pro Woche und Kvps für da« gesamte Personal zu ver- handeln. Erfreulicherweise hat ein Teil der Unternehmer schon selbst eingesehen, daß eS bei den heutigen Mindcstlöhnen des HilfS- Personals von 135 M. und darunter unmöglich ist auszukommen. Der größere Teil jedoch hat es bisher noch nicht für nötig erachtet, eine entsprechende Teuerungszulage zu gewähren. AuS diesem Grunde müsse man auch die rückständigen Unternehmer bewegen, ihre Angestellten zu berücksichtigen. In der darauf folgenden leb- haften Diskussion wurde der Satz von 70 M. in Anbetracht der sprunghaften Preiserhöhung aller Lebensmittel und Bedarfsartikel als zu niedrig bezeichnet. Am 17. April 1920, vormitdags 10 Uhr, findet im Cafe Stern nochmals eine Versammlung der Cafeangestcllten statt, in welcher die Tariskoinmifsion Bericht über die gepslagenen Verhandlungen mit den Unternehmern erstatten wird. Die Vertrauensleute und Betriabsräle sind verpflichtet, den letzten Angestellten zu dieser Ver- sammlung mitzubringen. Eine überfüllte Versammlung des Verbandes des Post- und Telcgraphenpcrsonals, Mitglied im Deutschen Transportarbeiter- Verband, Sektion VI, nahm am Sonntag den umfangreichen Tätigkeitsbericht der Sektion im großen Saal des Gewerk- schafishauseS entgegen. Schmidt wies darauf hin, daß aus klein- sten Anfängen sich im Vorjahre der Mitgliederbestand auf über 1 0 000 entwickelt hat, in diesem Jahre sind noch einige Tausend hinzugekommen. Am Anfang dieses Jahres ist der Ilbschluß eines Reichstarifs für 135 000 bei der Reichspost- und Telegraphenver- waltung beschäftigter Lohnempfänger zum Zlbschluß gelangt, der einen Mehraufwand der Verwaltung von 641 Millionen erforderte. Zum Schluß rechnete Schmidt noch mit den Fachvereinigungen energisch ab und betonte, daß der Zusammenschluß und die Her- stellung einer Einheitsfront von den Führern dieser Vereinigun- gen vereitelt worden sei, weil diese Führer ihre Person über das Interesse der gesamten Arbeiterschaft stellten. In der Diskussion wurde der Sektionsleitung von allen Red- nern vollstes Vertrauen ausgesprochen. Als Sektionsleiter wur- den einstimmig gewählt: Karl Schmidt, Martin Jentz, als Schriftführer: Willi Thiele mann, als Hauptkassierer der Agi- tationskasse: Fritz Engel, als Revisoren: W. Thieleman», W. Böhlke, A. S ch l a w i tz, als Mitglied der Bezirksverwaltung: Adolf PaaS, ferner 60 Delegierte zur örtlichen Generalversamm- lung. Hierauf gelangte eine Entschließung einstimmig zur An- nähme, in der es heißt: �„Die überfüllte SektionSmitglieder-Generalversammlung vom Verband des Post- und Telegräphenpcrsonals, Mitgl. i. Deutschen Transportarbeiter-Verband, hat infolge der ständigen enormen Steigerung der Preise aller notwendigen Lebensmittel und tag- lichen Bedarfsartikel zu dem Lohntarif Stellung genommen und bringt einstimmig zum Ausdruck, daß die im Tarif festgesetzten Tage- und Stundenlöhne den heutigen, eminent teuren Wirtschaft- lichen Verhältnissen keineswegs mehr entsprechen. Die Dersam- melten treten daher dem Beschluß der Sektionsleitungssitzung vom 7. April er. und lder VertrauenSleutekonserenz vom 8. April er. bei und fordern 30 Proz. als Teuerungszulage auf die im Tarif'feit- gesetzten Grundlöhne mit rückwirkender Kraft ab 1. April 1920; sie beauftragen die Organisationsleilung, diese Forderung dem ReichSpostmintsterium unverzüglich zu übermitteln und schnellste Verhandlungen nachzusuchen. Da mit einer Stabilität der heuti- gen Lebensmittel-, Bedarfsartikel- usw. Preise auf absehbare Zeit nicht zu rechnen ist, so ist die geforderte Teuerungszulage als„gls:- tende" anzusehen, d. h. dieselbe steigt oder fällt mit den vorgenann- ten Preisen. Die Versammelten erwarten von dem Reichspost- bzw. Reichsfinanzministerium volles Verständnis und weitestgehen- des Entgegenkommen gegenüber der aus der wirtschaftlichen Not der Post- und Telegraphen-Arbeiterschaft heraus geborenen Forde- rung." Ein Antrag, der die Schaffung eines eigenen Fachorgans for- derte. wurde einstimmig angenommen. Zum Schluß forderte Jenß aus, die Namen sämtlicher höherer Postbeamten, die sich als reaklionär erwiesen, den Kapp-Lüttwiy zur Verfügung gestellt und während des Generalstreiks zur Arbeit aufgefordert haben, mit dem nötigen Beweismaterial unverzüglich schriftlich der Sektionsleitung zu übermitteln. Durch Geschlossen- heit und Einigkeit sowie den restlosen Ausbau der Organisation müsse die Kollegenschaft auch in Zukunft gegen die Machenschaften dieser Reaktionäre gewappnet sein. Verband der Böttcher. Weiuküfer und Hilfsarbeiter Gros,- Berlins: ES liegen die Einlragclislen der Gewerrschastzkommisslon sür .SicherheitSwebr« und.OrlSwebr' Kroß. Berlin auf. Umgehende Eintragung bczw. Meldung unter Vorlegung der Militäipapimc von 9—5 in unserem Bureau, Engclufrr 15 111, Zimmer 47.— Wir er- innern an unsere Sondervorstellung am 22 April, abends pünttlich 7'/, llbr, .Voigt. Theater', Badstr. 58, nahe Bahnhos Kesundbrunnen,.Rose Fromm. hold' vom Ken. Kust. Stadlberg. Es sind noch eine Anzahl Karlen vor- handen. Bestellungen bis 19. April'Amt Moritzplatz 4907. Zentralverband der Angestellte». Versammlungen am M i t t- woch, den 14. Aoril. Fachgruppe la(Reichs, und StaatSange stellte. Funltionär- Versammlung: abends'1,5 Uhr im Verbandsbureau, Bellc»Alliancestraße 7/10.— Fachgruppe 13 (Sektion: Chemischer Kleinhandel und Seifengeschäfte). Abends 8 Uhr im.Rosenthaier Hos', Roscnthaier Straße«1/12: Stellungnahme zum neuen Tausvertrag.— Fachgruppe 1 4 c(Bc- triebsgruppc: Eisen möbel-Fabrikations. Abends 7 Uhr im VerbandslolaI, Belle-Alliancestr. 7/10.(Mitgtieder der Aia-Organisationen sind willkommen.)— Fachgruppe 14i(Angestelllc der Automobil-, Flugzeug-, Motoren- und Äarosseriebranche). Abends 7 Uhr,»Musiker- säle", Kaiser-Withclm-Str. 31. Zentralverband der Zimmerer Deutschlands, Zahlstelle Berlin und Umgegend. Mittwoch, den 14. April, nachm. 3 Uhr. im KewerkichaftS» haus, Saat 3, Versammlung sämtlicher Vertrauensleute, Platz» und Bau- deputierten, sowie aller Fabrilbetrieve. Deutscher Transportarbeiter.-Verband. Heute abend 6 Uhr bei Witte, Poilstr. 29: Gruppenversammlung der HandclShilsSarbeitcr ans allen Betrieben der Hu>- und Mützensabrikation. Tagesordnung: Schieds- ipruch und Stand der Lohnbewegung.— Boten- und Haus. meist er, Bureau diene r und Kassenboten aus der Berliner Metall- und Elcttro-Jndustrie, Maschinen- sabriten usw. Mitlwoch. dentis. April, abends'/J Uhr, im Berliner GewertschaflShauS, Engeruser 15, Saal 51: Äichtiue Vci sammlung. TageS- ordnung: Unsere Slellunznahmc zu den bcstchcndini Tarisuerträgen. Wahl einer Wruppcnleitung. Berbaud der KaftwirtSgebilien. Sektion II(Restaurantkellner): Donnerstag, den 15. AprU, vorm. 9 Uhr, im Cais»Eldorado': SeltionS- Versammlung. Deutscher Werkmeifterverband. Mittwoch, den 14. Aprll, nach- mittags ö Uhr, im»Restauranl Schuttheiß', Brückenslr. 6b: Versammlung der pdotographischen Shmstdruck-Jnduslrie und rwxuspapici brauche. Mitlwoch, den 14. April, nachmittags 6 Uhr, im.Schultheiß', Neue Jakopstr. 24/25: Versammlung aller Belriepsvcrtrauensleute und Funk- tionäre.(Ausweis mitbringen.) Berantw. für den redaktto». Teil: Artur stickler, Charlottenburg: für Anzeigen: Th. Slocke, Berlin. Verlag: Borwärts-Berlag 05. m. d. S., Berlin. Druck: Bor. «ärts-Buchdruckerei u. Berlagsanftalt Paul Dinger u. Co. Berlin, Lindenstr. 3. Hierzu 1 Seilgge. Holzklappmdbcl� gelb lackiert Stühle— Sessel..*m 25°° 28°® 3300 42°° Bänke. Tische. 45°° 62°° Z6°° 48-° Nur Lcipriger Straß* GartenzeU m. IlOO,* 6-eckig mit Stoffbezug Korbsessel........... von 95°° bis 485°° Gartenschirme, rot und bin», mit and ohne Besatz Korbmöbel-Garnituren Liegestühle ainfacbe Ausführung,»•» 19� do. mit Armlchn®••»»• 24� einfach« Ausführung, mit OQ&Q Armlehne und FuÄstüti«.. do. eatrajrol mit Ann- A�OO lehne und Fufistötiu..,» PiiffTOÄRnm Photojraphhchc Apparate mit Aplanat von 175.00 an Gr. Answabl in Apparat ni. besserer Optik(Meyer-Zeüs etc.) Platten, extra rapid........... 6/9 Dtz. 7L0 •........... 9/12. 1230 .............. 10/15. 1730 Abgelaufene»Agfa" Filnpacka 10/15 cm.... 11.20 Ccfloidiii- Papier in allen Fabrikaten nnd Preislagen Entwldtelungs- Schalen in Glas Gr. 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Jahresbericht, Sniwahl de« Barstandes, ver- schiedenes. Bliichetfäle. BUickerstr. St Reuwahl der AbteilungsleWmg, Eiwativnsbericht Ref. Ken. Fischer. Rabe. Fichteftr. 29. Ref. Sen. Hetzfchald:„Dl« Politische Situation und die tommenben Wahlen". � >er Hof, Reichenberger Strahe 147. Ref. Sen. Matuscheik:«Die poli- tische Lage". Schulaula, Strlitzer Straffe 32. Ref. Sen. Gräber:„Der Feind steht recht,". Schulauia, Wrangelstr. 123. Res Gen. Hllbner. Schulaula des Bllioria-Lyzeums, Prinzenftr. 5t Jahresbericht Neuwahl der Ad- leiliinaslcitnng. �....... «ewerkfchaftsdaus. Sngehtfer 15. Ref. Gen. Puttner:„Die polltische Lage". Mariushof, Markus!lraß« 13. Jahresbericht, Neuwahl der Adteilungsleltung. Aula der>1. Handwerlerfchule. Andreasftr 1. Neuwahl der AdteUnngsleitung. Bericht vom Vorstand. Berfchiedene». Schulauia, Hohenlohe ftrahe 10. Jahresbericht, Neuwahle». Schulauia. Litauer Etr. 18. Ref.«cn.«iingler. Kühn, Schreinerst r. 63. Neuwahl her Ableilnngsleitung. Steffen«, Landsberger Allee 150. Neuwahl der Abtellungskeitung. Heinrich,«rohe Frtmlfueter Str. 30. m. Werneuchener Schloff. Elbinger. Eck, W-rncnchener Straffe. Ref. Gen. si-ring. Schulaula. Cbristburger Sir. 14. Ref. Gen. Weber:„Die kommenden Wahlen". Budi-Säle, R-ue Känigstr. 26. Jahresbericht. Neuwahl des Vorstandes. Bürg erheim. Alte Schönbanfer Straff- 23/24. Jahresbericht. Bericht der Revisoren. Zleuwahl der Abteilungsleitung. Schulaula, Ruvpiner Str. 43. Ref. Scnvffin Rledger. Schulauia, Schönhauser Allee 166». Ref. Gen. Fuff: Die kommenden Wahlen". Schulaula, Danziger Str. 23. Jahresbericht. Neuwahl der Abteilungsleitung. Schulaula. Pappelallee 41/42. Ref. Gen. Hecht:.Die politischen Ereignisse". Schulaula, Schönflicffer Str. 7. Ref.«en. Kreutziger. Neuwohl der Abteilungsleitung. Bieffin. Stargardee Str. 3. Ref. Sen. Schütte:.Religion und Sozialismus". Schnlaiila, Srannstr. 11. Ref.»en. P Oetzsch. Schulauia, Bernauer Straffe 33/90. Res. Sen. Brückner. Humdoldt-Säle. Hulfitenstr. 40. Ref. Sen. Häusler:«Dir poIUifch» Lag« und die kommenden Wahlen". Kühler« Festsäle. Tieckstr. 24. Ref. Sen. Weide:„Die politische Lage". Artushof, Pcrloberger Straffe 26. Res Gen. Fendei:„Die polüische Lage�. Sprecdiele, Kirchftr. 13. Ref. Sen. Cohen:.Die politische Lage/ ihre Folgen für unsere Auffenpolitit". Berg er, Levetzow-, Ecke Iag owstraffe. Ref. Den. Wnschick. Schulaula, Siemensstr. 20. Ref. Den. Schiff:„Die politische Lage". Artninins-Festsdle, Bremer Str. 73. Ref. Gen. Wölbt Schulauia, Tegeler Siraffe 19/21. Ref. Gen. Ungee. Meyer, PanINr. 82. R»f. Den. Rüben:„Echte Oder unecht« Demokratie". Relchs-Festsäle, Prinzcn-Allee 33. Res. Gen. Schlegel:„Die politische Lage". Schulaula, Gatenburger Str. Ref. Den. Heilmann:„Wir und die kommenden Wahlen". Schulauia. Plantagenstraffe 15/19. Neuwahl der Abteilungsleitung. .chulaula, Oll-nder Str. 37/39. Ref. Sen. Helnia. schulauia, Osen-r Strafft Ref. Gen. Heller:„Die Schulauia� Ösen-r Strafft Ref. Den. Heller:„Die kommend«» Wahlen". Am Donnerstag, den 1.?. April, abds. 7 Uhr. 2«.«b«. Schulauia, TUfiter Str.«. Ref.«en. Bissell:„Planwirtschaft". 233/16 Nm zahlreiches, pünftliches Erscheinen ersucht KZ«r Vvrbstanö. Vsrnung! Sruedsilberl Verksuken Sie llir Brucli-lloltl nnd-Silber, sowie Platin, Brillanten und Zabngebisse nicht— bevor Sic den richtigen Preis bei H. Wiese, Artilleriestraße 30, erfahren haben, denn der Weg tat sehr lohnend 1 + Spezial-fiehandlung 4" o. Hant.. Harn-, Unterletbsleib«», nervöser Schwächt Größte Heilerfolge! Besonders f. Krank«, weiche andcrwär!» nicht aus- oeheiii worden find. Blutunterfuchung, Höbensonne-Bestrohig. Aerzll. aet Scüanstoit ällnilllfilr k/'' Gn- A"idrichstr. Spr.: Dir. HERMANNS®IIUI|Cl|ll.4C 10— 12.4-7.Somtt.12— 1 von Hant-, Harn- und Cntcrlclbalelden, ohne Berufsstörung. Aufklärende, belehrende Broschüre für 1 Mk. portofrei in verschlossenem Umschlag ohne Aufdruck durch Spezialarzt Dr. med. Dammann, Berlin II. Potsdamer Strafie 123 B. 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Ans Abschnitt Jtt. 12 bat Lebensmltteltarl« der Stadl Berlin entfallen 230«ramm Marmelade. Der KleinhandelshLchswreis beträgt für 509«ramm 5L0 M., für 250 Gramm 2,75 M. Eine Uebrrschreltung des Höchstpreise» Ist strafbar. 2. Der Abschnitt Nr. 12 ist mit in den durch ein Aus» hängeschilb: „Perkauf von Marmelade anfLebensmittel- karten der Stadt Berlin" gekennzeichneten«eschästen gegen Empsongsbescheklgung ab- zuliefern, und zwar am Dienstag, den 1!h, Mittwoch, den 14. den 15. April l£ea_ NachträgUche Anmeldung und Donnerstag._______, findet nicht statt. Es Ist unzulässig, Sefchästen abzugeben, in denen i'M' die Kartenabschnitte in Mogkskrat an». saften, die nicht Annahme von Kartenabschnitten verboten. 3. Die Kleinhandelsgeschäft» habe» die von ihnen ange- nommenen Kartenabschnitte an einen der ihnen bekannten Sraffhändler bis zum 17. April 1920 einfchliefflich abzuliefern. Zeder Kleinhändler muff, sobald die Ware zur Stell« ist, mit de» Verkauf beginnen und die» durch Anschlag lUtKetgeu» B erli», den 9. April 1920. Magistrat. Abteilung für Obst, nutz Gemüsebersvrgung. Z.-Rr. 8018 Gem. V. �iessinx Kupfer, Aluminium, I Blei und anderes Alt- 1 metall, Bisen kauft zu I den höchst.Tagespreisen I Stollschrelbcrstr. SS, j nur Hol Im Keller. Kein Laden. Kupfer, Messing, Blei Zlnk,yZinn, Rotguß Quecksilber kauft zu st Sehst. Tagespreisen Metallankanfsstelle Lothringer Str. 89/90, Lad. ZaHngebiffe auch zerbrochene. 61/3 Plati« laust zu den höchst. Tagespreisen Urban. Kotibuser User 63, v. 1-6. Ms g MM Meie zu usrkuufea. 2|chnittlg, 200 bis 250 gtr San, Preis 19»00 Mark, zum Berladeu, dich» an der Bahn, Ardeststr. am Ort. Karl Kelacb, Cippehne, N.- M., Alte Friedrichstr. 108. Miascieg mit Sichtschrist, sehr preiswert. verkauft" Herbert tletirke, B erli n- Schön edezg, stolonnenftr. 26. 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HauZ und Tribünen sind gut besetzt. Präsident Fehrendach macht Mitteilung von Telegrammen ans dem Ruhrgebiet, die um Schutz bitten, ferner von Telegram« men aus Frankfurt und D a r m st a d t, die gegen die fran- zösische Besetzung Einspruch erheben. Sodann teilt der Präsident mit, dah die Abgeordneten U l i tz k a« Ratibor und Dr. Hart» mann'KönigShülte berichten, dah alle Abgeordneten» Mandate aus Oberschlesien von der Entente suspendiert worden seien.(Lebhafte EntrüstungSrnfe.) Den oberschlesischen Mitgliedern des Schlesischen Provinziallandtages ist die Rücklehr in die Heimat untersagt worden.(Erneute Ent» rüstungsrufe.) Der Präsident bemerkt dazu: Ich handle im Namen des deutschen Volkes, wenn ich gegen diesen unerhörten Eingriff der Entente in die politischen Rechte des deutschen Volke« und seiner Vertreter den allerschärfsten Widerspruch erhebe(leb« hafte Zustimmung) und wenn ich die Regierung bitte, in aller Raichheit und mit aller Schärfe alle Mahnahmen zu ergreifen, um diesem völkerrechtswidrigen Verhalten der Entente ein Ende zu machen.(Lebhafte allgemeine Zustimmung.) Aus der Tagesordnung steht die Entgegennahme einer Erklärung der Regierung. Reichskanzler Müller: Der Präsident der Nationalversammlung hat soeben im Namen der Volksvertretung den schärfsten Protest eingelegt gegen das Ver» fassung«» und völkerrechtswidrige Vorgehen der Entente in Ober» s ch l e s i e n, die die gewählten Vertreter der Nationalversammlung verhindern will, ihr Recht auszuüben. Aehnliciie Versuche sind von der Entente auch in Masuren gemacht worden. Es scheint sich alio um ein einheitliches Vorgehen zu handeln, daS angeblich ge» stützt ist auf Beschlüsse der Botschafterkonferenz in Parts. Ich kann namenS der deutschen Regierung versichern, dah wir mit allem Nachdruck gegen dieses Vorgehen protestieren werden, und dah wir die Rechte des deutschen Volke» und seiner Volks» vertrerung wahren werden.(Lebh. Beifall.) In meiner letzten Rede bezeichnete ich als das Ziel unserer auswärtigen Politik die Abkehr von allen KriegSmitteln und KriegSanschaunnge«. Heute wissen wir, dah jenseits unserer Grenzen diese Abkehr von Kriegsmitteln in der Politik nicht vollzogen, ja nicht einmal gewollt ist.(sehr richtig I) Heute leiden wir mitten im Frieden unier den G e w a l t s a ni k e i t e n eines im Krieg er- stallten übermächtigen Militarismus(Sehr wahrl), dem wir uichis entgegensetzen können als unser gutes Recht. Am Main ist der französische Militarismus eingerückt wie in Feindes» land.(Sehr wahrl) Senegalneger liegen in der Frankfurter Universität beim GoethehauS.(Hört I Hört I- Rufe. Un» erhört!> Ueber dem Maingau flattert die französische Trikolore. Das verbrecherische Abenteuer der Kapp, Lüttwitz, Jagow, T r a n b, hat, wie fast überall, so auch im R u h r g e b i e t die ge- samte Bevölkerung im Abwehrkampf geeint. Ganz besonder« die Arbeiterschaft, ohne Rücksicht auf ihre Parteizugehörigkeit. schloh sich zu einer schlagfertigen Macht zusammen und verhinderte, dah konterrevolutionäre Truppenteile daS frevelhafte Spiel des Putsche» auch ins Ruhrgebiei trugen. Es war ein Bekenntnis zur Republik, das dort in geschlossener Front abgelegt wurde, und zugleich ein drohendes Wclterzeichen für olle, die jetzt oder in Zukunft unter Mihbrauch von Teilen der Reichswehr an Vergewaltigung von Volk und Verfassung denken. Das einige Volk ist stärker al» alles und alle. Kapp und seine Spiehgeiellen waren davongejagt, seine Hintermänner rückten mit bemerkenswerter Gesch windigkeil von den Putschisten und ihren Miherfolgen ab(Unruhe rechts), aber die Tatsache, dah der Putsch nur durch die Haltung gewisser Kreise der Reichswehr möglich war. dah er im vollsten Sinne des Wortes eine OffizierSrevolte war, lieh sich nicht von heute auf morgen aus der Welt schaffen. Die Reichswehr hatte das Vertrauen weiter Volks- kreise verloren und ganz besonders der Arbeiterschaft. Lüttwitz und Genossen hatten das militärische Element zum grohen Teil in Verruf gebracht. Mit tiefstem Mihtrauen sah besonders im Ruhr» revier die Arbeiterbevölkerung den Vorgängen innerhalb des Militärs zu. Sie konnte in diesem Durcheinander, in das die reaktiv- nä r e n P u t s ch i st e n das Reich geführt hatten, kaum noch er- kennen, ob sie verfassungstreue oder eidbrüchige Truppen vor sich hatte. Diese Atmosphäre von berechtigtem und unberechtigtem Mihtrauen machten fich die Elemente zunutze, denen es bei der ganzen Aktion nicht um die Verfassung ge- gangen war, nicht gegen die Putschisten, sondern die für sich selbst die Gelegenheit zum Putsch ergreifen wollten, um ihre politi- schen Ziele durchzusetzen. Ganz gewih, diese Drahtzieher des Kommunismus hatten den Putsch von langer Hand vorbereitet, aber es ist ein weiteres Verbrechen der Kappisten, dah sie den Boden schufen, auf dem die Links- Putschisten erst Aussicht auf Erfolg hatten.(Stürmischer Bei- fall bei der Mehrheit, Widerspruch recht«, Zuruf des Abg. Schulz sDnat.j: Hilfloser Platzbalterl) Ohne Kapp-Putsch kcm General« streik, keine Anarchie im Ruhrgebiet.(Erneute lebhafte Zustimmung bei der Mehrheit.) Wenn die Militaristen noch einmal eine solche Sache machen würden, würde das deutsche Boll noch einmal zu den- selben Mitteln greifen müssen.(Sehr richtig I bei der Mehrheit. Unruhe rechts.) Seit dem ich das letztemal hier gesprochen habe, hat sich die Lage vollständig verändert. An Stelle der imposanten Arbeiterbewegung trat im Ruhrrevier allmählich die Rote Armee. Die organisierten Arbeiter kehrten in die Zechen zurück, unter den Waffen blieben die verblendeten Verfechter der R ä t e d i kt a tu r, die sich ergänzten durch den gesamten Janhagel des dortigen Reviers, der nichts wissen wollte, als die verbrecherische Ausnutzung des gesetzlosen ZustandeS. Dieser Situation und keiner grohen politischen Bewegung stand die Reichsregierung gegenüber, als sie das Zeichen zum Einmarsch in die neutrale Zone gab. Ende März häuften fich die Hilferufe aus den nördlichen Gemeinden der neutralen Zone. Vertreter aller Parteien, Handelskammern, Gewerkschaften. Berufsvereine, kurz, fast das ganze Volk in allen seinen Klassen und Sckiichten schrie nach Hilfe vor diesem Terror des Verbrechens und der R ä u b e r e i. Es handelte fich nicht etwa lediglich um die Ausschaltung der verfassungsmähigen Organe. Die Eigenmächtigkeiten von VollzugSräten, die Änmahung von Amtsbefugnissen, wurden von uns im Wege der Verständigung abzustellen gesucht, und versucht, mit den Vertretern der Arbeiter- organisationen ein Abkommen auf Wiederherstellung ver- fasiungSmähiger Zustände zu schaffen. So haben wir in B i e l c- f e l d und Münster unterhandelt, weil erst Berliner Putschisten den Aufruhr in das Volk getragen haben und wir deren Verbrechen nicht mit dem Blut der Ruhrarbeiter bezahlen lassen wollten, weil wir ihre der Verfassung geleisteten Verdienste nicht verquicken wollten mit den Verbrechen des Ge- s i n d e l s, das jetzt unter der Flagge des Kommunismus plündert. Dieses Gesindel aber galt es niederzukämpfen. Die Oeffnung von Gefängnissen, die Plünderungen von Läden, Lagern und Hausbalten, zahllose Morde und Erpressungen bei Banken und Postanstalten in Höhe von mehreren Millionen Mark für den Sold der Roten Armee, das waren die tatsächlichen Heldentaten der Kommunisten in der neutralen Zone. Kein VollzugSrat. keine rote Heeresleitung oder Parteiorganisation hat irgendeinen Einfluh mehr auf die be- waffneten Haufen, die sich keinem Bielefelder Abkomnien fügen, die mit der Sprengung der Bergweiksschächte drohten und denen gegen- über alle Parteien mit Einschluh der Unabhängigen daS Einrücken der Truppen forderten, ebenso wie es der Vor- sitzende de« Zentralrats in Essen. Dr. Stern, vor seiner Flucht in Bärmen für unerlählich erklärte, da der Zentralrat allen Einfluh verloren habe. So war die Lage, auf Grund deren die Reichsregierung bei der Entente das Einmarschverlangen immer und immer wieder« holte. Wir haben diesem hohen Hause eine Zusammenstellung zu- gehen lassen über die Hilferufe, die zu uns gedrungen find, in denen sich da« ganze Volk vereinigt hat in seinem Verlangen nach Schutz. Nicht enthalten find in den vorrätigen Drucksachen über die Lage im Ruhrgebiet aber die herzbewegenden Berichte und Klagen der Deputation aus Recklinghausen. Oberhausen und vielen anderen Orten. Truppen sind nur dort verwandt woeden, wo sie von Angehörigen aller Bevölkerungsschichten dringend verlangt wurden. In daS W u p p e r t a l. wo die Truppen nicht verlangt wurden, sind sie auch nicht hineingesandt worden. Dort sind verfassungSmähige Zustände durch die Arbeiterschaft hergestellt werden, die Waffenabgabe wird restlos durchgeführt. Die Reichswehr darf al« Teil des Volkes nur im äuhersten Notfalle gegen andere Teile des Volkes verwandt werden' Es muh eine seelische Uebereinstimmung zwischen Volk und Reichswehr herbeigeführt werden, wenn diese in der Lage sein soll, ihre schwere Ausgab« zu erfüllen, für die noch nicht volle« Verständnis zu finden ist. Wie schwer die Reichswehr bei der Erfüllung ihrer Aufgabe zu leiden hat, beweisen ihre Verluste. Nach den bisherigen Berichten hat die Reichswehr an Toten gehabt: tö Osstziere und 142 Unteroffiziere und Mannschaften, an Vermihten 6 Offiziere und 93 Unteroffiziere und Mannschaften. An Ver- wundeten 19 Offiziere und 399 Unteroffiziere und Mannschaften. (Anhaltende Bewegung. Lebhaftes Hört, hörtl rechts.) Ins- gernmt hat die Reichswehr bisher etwa 999 Mann Verlust. Die Opfer, die die Reichswehr für die Wiederherstellung versossungS« mähiger Zustände gebracht hat und bringt, sollten sie vor Schmähungen schützen. Ausschreitungen, die in Einzelfällen vorgekommen sein mögen, wird nachgegangen werden. Niemand legt mehr Wert daraus als die Regierung, dah Uebergriffe unter allen Umständen unterbleiben. Was besagen aber Einzelausschrei- tungen gegenüber den Verbrechen, deren sich der I a n h a g e l im Ruhrgebiet schuldig gemacht hat. Da« richtige Urteil über das Wirken der Reichswehr in den fraglichen Gebieten wird von der Be- völkerung der gebrandschatzten Gebiete gefällt werden. Nach den Berichten hat die Bevölkerung im Essener und Duisburger Bezirk aufgeatmet, als die Reichswehr ihre Arbeit getan hatte. das werden die Herren Abgeordneten dieser Gebiete hier in der Nationalversammlung bestätigen. Im Gebiete nördlich davon haben Angehörige aller Parteien verneint, dah der HeilungSprozeß von innen heraus möglich fei. Ich erinnere an' den einmütigen Beschluß der Essener Stadtverwaltung, in dem kein anderer Ausweg als die Entsendung von Truppen für möglich gehalten wird. Die Hilferufe aus dem Ruhrgebiei waren kurz vor Ostern so dringend geworden, dah eS für die Regierung nur zweierlei gab: helfen oder abdanken. Sie muhte helfen, denn sie hatte die Mittel dazu. Ihr die Pflicht, die Staatsbürger vor Raub und Plünderung zu schützen, zu nehmen, hatte niemand das Recht. Irgendwelche Wünsche militärischer Stellen haben auf die scheidung der Regierung keinen Einsluh gehabt. Ich brauche auf die Lebensnotwendigkeit der militärischen Aktion nwjtzt— � weiter einzugehen; wer sehen will, der sieht sie. Wir hüiteri'eru längeres Zögern mit der Gefährdung des Staatsaanzen erkauft. Wir sind einmarschiert, ohne die Zustimmung Frankreichs erlangt zu haben, das die Akrion für unnötig und gefährlich bezeichnete. Wenn Leben und Eigentum von Deutschen gefährdet sei, das zu schützen ist, daS zu beurteilen muß Sache der deutschen Regierung bleiben.(Sehr richtig!) Es ist eine böswillige Willkür, den Artikel 44 des Versailler Vertrages so auszulegen, wie es die Entente tut. Die Bestimmung über den Einmarsch deutscher Truppen in die neutrale Zone ist nicht getroffen, um eine Aktion zur Aufrecht- erhaltung und Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung zu unter- binden. Das Einrücken einer gewissen Truppenmach: kann zu- gestandcnermahen zur Ordnung und zu Polizeizwecken mög- lich sein. Trotz dieses Zugeständnisses hat Frankreich beute den Mut, sich durch unser Vorgehen wegen seiner geographischen Lage al« bedroht zu erklären, obwohl die deutsche Regierung erklärte. die Aktion werde iunerhalb sieben Tagen beendet sein, obwohl die Truppen zahl die erlaubt« Höhe teilweise kaum er- reichte, teilweise kaum überschritt.(Sehr richtig I) Einen formalen Verstoß haben wir begangen: aber wir haben, indem wir Segen öer Crüe. Roman von Knut Hamsun. Dann bracht« Gold Horn ein Kalb zur Welt. DaS war ein bodeutun�Svoller Tag im Oedland, eine überaus große Freude und ein großes Glück. Goldhorn bekam guten Mehl- trank, und Jsak sagte:„Spar' nicht am Mehll", obgleich er es auf seinem Rücken heraufgetragen hatte. Da lag nun ein hübsches Kalb, eine Schönheit von einem Kalb, rosig war es auch, sonderbar wirr nach dem Wunder, das es durchgemocht hatte. In ein paar Jahren würde eZ selbst Mutter sein. „Dieses Kalb wird eine prachtvolle Kuh wenden," sagte Inger. „und ich weiß gar nicht, wie es heißen soll," sagte sie. Inger war etwas kindisch und hatte für so etwas nur eine schlechte Erfindungsgabe.—„Heißen?" sagte Jsak.„Du kannst keinen passenderen Namen finden als Silberhorn." Nun fiel der erste Schnee, und sobald der Schnee fest und tragfähig war, zog Jsak hinunter ins Torf. Er tat geheim- nisvoll wie immer und wollte Inger nicht sagen, was er im Sinne hatte. Und er kehrte zurück, zur größten Ueberraschung — mit Pferd und Schlitten.„Ich glaube, du machst einen schlechten Witz," sagte Inger,„und du hast doch wohl das Pferd nicht genommen?"—„Hab' ich das Pferd genommen?"— „Gefunden, meine ich?" Ach, wenn Jsak fetzt hätte sagen können: mein Pferd, unser Pferd! Aber er hatte es nur für eine Woche leihweise bekommen, er wollte sein Klafterholz mit ihm hinunterführen. Jsak fuhr Klasterholz in- Dorf und brachte dafür allerlei Eßwaren und Mehl und Heringe mit herauf. Und einmal kam er mit einem jungen Stier auf dem Schlitten, er hatte ihn unglaublich billig bekommen, weil im Dorf eben Futter- mangel herrschte. Mager und haarig war der Stier, und er konnte nicht so recht brüllen, aber er war keine Mßgeburt und würde sich bei guter Pflege bald herausmachen, er war eben zweijährig. Inger sagte:„Du bringst'doch alles mit." Ja. Jsak brachte alles: er brachte Planken und Bretter, die er für Klasterholz eingetauscht hatte, er brachte einen Schleifstein, ein Waffeleisen, Handwerkszeug, alles für Klafterholz eingetauscht. Inger schwoll vor Reichtum, und sie sagte jedesmal:„Bringst du noch mehr? Jetzt haben wir einen Stier und alles, was wir uns'nur denken können!" — Und eines Tages antwortete Jsak:„Nein, jetzt bringe ich nicht noch mehr." Sie hatten jetzt genug für lange Zeit und waren ver- mögliche Leute. Was würde sich Jsak nun im Frühjahr vor- nehmen? Hunderte von Malen war er hinter seiner Holz- führe hinabgeschritten und hatte es sich ausgedacht. Er wollte auf der Halde weiter umroden, wollte den Boden urbar machen, Klasterholz fällen, es im Sommer trocknen lassen und im nächsten Winter noch einmal soviel hinunterfahren. Die Rechnung stimmte, es war kein Fehler darin. Und Hun- derte von Malen hatte Jsak auch an etwas anderes gedacht, nämlich an die Kich Goldhorn. Woher kam sie. wem gehört« sie? So eine Frau wie Inger gab es nicht mehr, o sie war ein tolles Mädchen, und sie wollte alles, was er wollte und war zufrieden damit. Aber eines schönen TageS konnte jemand kommen und Goldhorn zurückverlangen und sie an einem Strick davonführen. Und viel Schlimmeres konnte daraus erwachsen.„Du hast doch wohl das Pferd nicht genommen oder es gefunden?" hatte Inger gesagt. Das war ihr erster Gedanke gewesen, man konnte ihr wohl nicht so recht glauben, und was sollte er tun? Daran hotte er gedacht. Hatte er nicht auch einen Stier für Goldhorn, vielleicht für eine ge- stohlene Kuh erstanden? Und nun mußte das Pferd zurückgegeben werden. DaS war schade, denn daS Pferd war stein und rund und sehr zu- traulich geworden.„O ja, aber du hast sibon sehr Großes damit geleistet," sagte Inger tröstend.—„Aber im Frühjahr hätte ich eben das Pferd haben müssen, da würde ich es so notwendig brauchen!" verfetzte Jsak, Eines Morgens fuhr er mit seiner letzten Holzladung langsam von Hause fort und blieb zwei volle Tage weg. Als er wieder zu Fuß heimwärts wanderte, hörte er vor dem Haus« einen sonderbaren Ton. Was konnte das sein? Er blieb lauschend stehen. Kindergeschrei— ach ja, Herrgott im Himmel, es war nicht anders, aber es war schrecklich und son- derbar, und Inger hatte nichts gesagt. Er trat ein und sah zuerst die Kiste, die vielbesprochene Kiste, die er auf seiner Brust heroufgetragen hatte l Sie hing mm cm zwei Stricken vom Dachfirst herunter und war eine Wiege und eine Schaukel für das Kind. Inger ging halb- angekleidet umher, ja, sie hatte wahrhastig auch die Kuh und die Ziegen gemolken! Als das Kind schwieg, fragte Jsak:„Hast du das alles schon getan?"„Ja, jetzt ist es fertig."—„So."—„ES kam an dem Abend, wo du weggesahren bist."—„So."— „Ich mutzte mich nur noch recken, um die Kiste aufzuhängen, dann war alles vorbereitet: aber'das konnte ich nicht ertragen, es wurde mir übel darnach."—„Warum host du mir nichts davon gesagt?"—„Konnte ich denn die Zeit so genau wissen? Es ist ein Junge."—„Ach so, es ist ein Junge."—„Und wenn ich jetzt nur wüßte, wie er heißen soll!" sagte Inger. Jsak durfte das stame rot« Gesichtchen schen: es war wohlgeformt und hatte keine Hasenscharte, und es hatte dich- tes Haar aus dem Kopf. Ein hübscher steiner Kerl war er, wie er da in seiner Wiege log: Jsak war«S ganz seltsam zumute, und er fühlte sich ordentlich schwach: der Kraftmensch stand vor dem Wunder: es war einmal in einem heiligen Nebel entstanden, es zeigte sich im Leben mit einem kleinen Gesicht wie ein Sinnbild. Tage und Jahre würden das Wunder zu einem Menschen machen. „Komm und iß etwas," sagte Inger... Jsak fällt Bäume und schichtet Klasterholz. Er ist fetzt weiter gekommen als er war. Er hat eine Säge. Er sägt Brennholz, und die Klafterbeugen werden gewaltig groß, er macht eine Straße auS ihnen, ein ganzes Dorf. Inger ist jetzt mehr ans HauS gebunden und kann den Mann nicht bei ferner Arbest besuchen, aber dafür macht Jsak steine Abstecher zu ihr. Putzig mit so einem winzigen Kerlchen in einer Kiste! ES konnte Jsak nicht einfallen, sich um ihn zu kümmern, und außerdem war es ja nur ein kleiner Wurm, mag er da liegen bleiben! Aber man war doch ein Mensch und konnte das Ge- schrei nicht teilnahmlos mit anhören, so ein kleines Stim-mchen! „Nein, faß ihn nicht an!" sagte Inger.„Denn du hast gewiß Harz an den Händen," sagt sie.—„Hab' ich Harz an den Händen? Du bist wohl verrückt!" erwiderte Jsak.„Seit das Haus fertig geworden ist, Hab' ich kein Harz mehr an den Händen gehabt. Gib den Jungen her, dann will ich ihn in Schlaf wiegen I"—„Nein, jetzt ist er gleich still"... (Forts, folgt.) eins Bebölkernng von 5 Millionen vom Raub und Plünderei und noch Schlimmerem beireilen, uns lemer feindlichen Handlung gegen die Signatar mächte, keiner Slörung des Well- f r i e d e n§ schuldig gemacht. Wir haben unsere Vertragstreue be- wiesen. Wir haben unter Wirtschaftsleben vor dem Unler- gang bewahrt, ohne das auch nicht ein einziger Artikel des Versailler Vertrages aufrechterhalten werden kann. Deutschlands Wirtschaftsleben ist abhängig von der Ruhrkoble und der Eisenerzeugung des Duisburger Gebietes, zerrüttele Verhältnisse dort und die ständige Drohung ihrer Wieder- kehr find der Tod der deutschen und der europäischen Wirtschaft. Wir erheben aber gegen die französische Regierung die Anklage, ihrerseits de» Versailler Vertrag verletzt und ihre Vertragstreue um jede» Kredit gebracht z» haben.(Sehr richtig!i Wir erfuhren erst drei Stunden nach der Besetzung von Darmstadt und Frankfurt, daß Frankreich die deutschen Städte obne Zustimmung der anderen Signatar- mächte besetzt hatte(Hört, hört!), ohne Berücksichtigung des Ver- brazeS, in direktem Widerspruch zu den Zusicherungen des Schluß- Protokolls vom 3. Dezember 1919, in dem es ausdrücklich heißt, daß Verletzungen des Vertrages nur nach den allgemeinen Vorschriften des Friedensvertrages und der internationalen Rechtsgrundsätze zu sühnen seien. Im Vertrag steht keine Bestimmung, die einer einzigen Signatarmacht das Recht gibt, auf eigene Faust eiuen Vormarsch aus deutsches Gebiet zu übernehmen, und m dem vornehmsten Gesetzbuch des internationalen Rechts, dem Versailler Völkerbundsvertrag, heißt es aus- drücklich, daß keine feindselige Handlung gegen ein Mitglied des Völkerbundes ohne Anrufung des Völkerbundes ge- statter sei. Und gerade Frankreich beweist hier diesen M i l it a r i s- mn sl In der französischen Hauptstadt wurde im neuen Völker- recht beschlossen, daß die Militärs aus den Entscheidungen über Krieg und Frieden auszuschalten und ein Völkermiteinander geschaffen werden sollte. So tritt das französische Militär die aus. führenden Organe der auswärtigen Politik Frankreichs einfach mit Füßen. M i l l e r a n d hat von der Militärregierung Kopps geschrieben und gegen den Militarismus, d-w doch noch im Schöße der deutschen Regierung bestehe, gesprochen, daß sie darauf beharre, die Rube nicht ohne Erhöhung der Kräfte wiederherzu- stellen. Die Rcichsrcgicrung hat heute, vier Wochen nach dem mili- tärischcn Putsch, wenige� denn je die Neigung, sich eine Militär- Partei gefallen oder deren Wünsche sich aufnötigen j/it lassen. Sie bat der Not im Ruhrgebiet abzuhelfen gesucht und hat ihr Ein- schreiten auch nicht einen halben Tag früher unternommen, als es der Wunsch erlaubte, nicht die Arbeiterschaft zu treffen, sondern die Htzäneu dieses Kampfes inrd die Verbrecher, die sich dies zunutze machten. Seltsam im Munde der französischen Regierung klingt es, der Militärpartet unterlegen zu sein. S i e ist einzig und allein in der ganzen Welt davon niöb: losgekommen. Sic allein hat gegen den Stand von 1914 eine Erhöhung ihrer Militärmacht angestrebt, an- statt ihre Verminderung zu betreiben. Und ihre auswärtige Politik � reibt sie mit einem Vormarsch und einer Okkupation durch K o- lonialtr Uppen. Der französische Militarismus hat hier keine Stütze und keinen Rechtsboden. Nach der Völker b u n d s a k t e liegt hier eip Vorstoß gegen die»lementarsten Grundsätze und eine Verhöhnung des ganzen Völkerbundsgeistes vor. Aber ich erhebe noch eine weitere schwerste Anklage.� Die mili- tärischc Vergewaltigung Deutschlands ist eine Sünde an Europa, ein Frevel gegen das französische und deutsche Volk. sSehr richtig!) Die Rechtfertigung Millerands erinnert en seine Zusage, er wolle eine neue Aera der deutsch-sranzösischen Be- Ziehungen auf wirtschaftlichem Gebiet herbeiführen. Sind etwa Scncgalnegcr die Schrittmacher dieser neuen Aera, Will Millerand die deutschen Handelszentren mit stürmender Hand - nfbmen wie Frankfurt? Das geht wider das innere Gefühl der V öfter. Ein zerstörtes Ruhrkohtengebiet würde für den Glau» biger Frankreich mindestens so verhängnisvoll sein wie für den Schuldner Deutschland. Was soll ein Bekenntnis zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit in einer Note, die die Berechtigung neuer Kriegshandlungen dartun will. Kriegshandlungen, die nur dank der deutschen Friedfertigkeit unblutig geblieben sind. In soicker Shnrde ist das nur ein Lippenbekenntnis, das falsch und unglaubwürdig den Tatsachen gegenüber wirkt. Krieg oder Frieden? ein Drittes gibt es nicht, aber der Friede ist notwendig, wenn nicht Sieger und Besiegte von einem dritten Mächtigen besiegt werden sollen, der Anarchie! Diese Erwägung hat wohl die britische und italienische Regierung zu ihrer Ablehnung der französischen Aktion bewogen. Wer darauf kindlich auf da? End« de r Entente schließen Null, der sei nur an tue jüngsten Schiffahr tsver- bandlunpen erinnert, wo alle Eirtentestaaten sicki einmütig über die vitalsten Interessen Deutschlands hinweggesetzt haben. Diese Einmütigkeil zeigt sich auch in dem Verlangen nach der Entwaffnung und Jluflösung der Einwohnerwehren. Die deutsche Regierung hat nicht das geringste Interesse daran, daß Privatpersonen unerlaubt Waffen in ihrem Besitz haben. Die Fol- gen dieses Zustandes haben sich im Ruhrgebiet erschreckend ge- zeigt. Wenn aber die Regierung im Ruhrgebiet die Waffen restlos einsammeln will, dann wird sie durch mangelrvde Bewegungsfreiheit infolge der französischen Maßnahmen aus Schritt und Tritt daran gehindert. Die interalliierte Militärkammission sieht in den�Ein- wobnerwchren die Kaders zu-r Ermöglichung einer unzulässigen Mobilisation, und eS ist bisher kein Anzeichen für ein Eni- gegenkommen vorhanden. Nach ihrer ganzen Entstehungsgeschichte tst die Einwohnerwehr keine militärische Formation, sondern sie hat die Aufgabe, die Gemeinden vor Plünderung und Diebstahl zu sickern. Diese Aufgabe hat sie besonders in Bayern zu erfüllen, wo die R ä t e w i r t s ch a f t eine Realität war. Von Landwirten, auch von demokratischen, wird uns versichert, sie könnten keine Kartoffeln mehr in die Städte licsern. wenn die Vor- räte nicht durch Einwohnerwehren geschützt werden. Wir werden über diese Frage erneut mit der Entente verhandeln. Allein der Druck der Entente hat die Regierung veranlaßt, mit den Län- dorn wegen Abschaffung der Einwohnerwehr und Schaffung eines geeigneten Orts-undFlurschutzesin Verbindung zu treten. Die Forderungen der Gewerkschaften waren für die Eni- scheidung der lltegierung nicht maßgebend. Die Gewerkschaften hatten die Auflösung aller Einwohnerntehren auch gar nicht ge- fordert. Die vielfach aufgestellte Behauptung von einer Ncbenregierung der Gewerkschaften stützt sich hauptsächlich auf eine Auslassung der„Freiheit", daß die Regierung unter einer gewissen Aufficht des organisierten Prole- tariats stehe. Ich erkläre klar und deutlich, daß ich eine solche Nebenregierung ablehne und keine Stande länger im Amte bleibe, ivenl, man den Versuch zu einer solchen Nebenrcgierung macht.(Bei- fall.) Wenn sich Männer zur Nebenregierung zusammenfinden wollen, dann iv.-rde ich sie auffordern, die Regierung zu übernehmen. Mitregiercn kann nur der, der auch die Verantwortung übernimmt.(Sehr gut!) Ich stelle fest, das) die Gewerkschaften«,e den Versuch gemacht haben, mitzurcgieren. Sie haben niemals For- derungen ultimativen Charakters gestellt.(Abg. v. Greese sDnat. Pp.ff Eni die acht Punkte?) Wenn die Gewerkschaften formulierte Wünsche vortragen wollten, so habe ich sie selbstverständlich ebenso empfangen wie die Vertreter der Industrie und der Beamten- organisationen. Ich lege den größten Wert daraus, die Wünsche der gewerkschoftltch organisierten Arbeiter kennen zu lernen, weil ich mir voll bewußt bin. welche Bedeutung die organisierte Kraft der deutscheu Arbeiter für den Wisderaufbau der deutschen Volkswirtschaft und für die Sicherung der deutschen Republik geg»r aKa Gefahren hat. Aber dieser Einfluß darf sich nur geltend machen aufdem Wege der Verfassung, und die Regierung mutz in ihrer Entscheidung frei sein.(Beifall.) Ich bin Anhänger der Demokratie und denke nicht daran, den Boden der Demokratie zu verlassen. Für die Befürchtungen in Süddeutschland, das die ältere demokratische Tra- ditionvor dem Norden etwa? voraus hat, haben wir volles Verstand- nis. Nach dem Sturze der Macktpolitik wird das Reich eine Demo- kratie sei« oder es wind nicht sein.(Lebhafter Beifall.) Wir wollen eine deutsche Demokratie inmttien der europäischen Demokratien bilden.. Aber wenn sich die Demokratie auswirken ioll. dann müssen die Voraussetzungen für einen dauernden Weltsrieden geschaffen sein. Dazu ist nötig, wie ein itölienischcs Blatt bemerkte, daß endlich das Duell Frankreich-Deutschland aufhört, daß die neue Aeca wirtschaftlicher Verbindung nicht durch militaristisches Vor- gehen unterbunden, sondern bald in Angriff genommen wird. An ihren Taten sollt ihr sie erkennen. Die letzte, krasseste Tai Frank- reichs ist die Besetzung des Maingaues. Frankfurt liegt nicht um- sonst im Herzen Europa?. Das Herz Europas ist heute getroffen. Schützengräben trennen aufs neue die Völker. Selbst die kühle Vernunft findet nur schwer den Weg von einem Volk zum andern. Ehe Frankfurt nicht frei ist, können auch die schönsten Worte von künftiger Gemeinsamkeit nur Worte bleiben. Tic französische Regierung hat gegen den Widerspruch der nnisten Alliierten den Einmarsch beschlossen. Ter Friedensdertrag gibt ihr kein Reckt dazu. Di« Völkerbundsakte geben ihr durckaus unrecht. Ter«uro- päiscke Wiederaufbau ist durch ihre Tat aufs äußerste gefährdet. Die französische Regierung hat durch ihr Vorgehen in Deutschland wnedcr eins ungeheure Bufpeitschung aller nationalistischen Instinkte ausgelöst. Durch die Brutalität ihres Militarismus hat sie dem eben niedergeworfenen deutschen Militarismus neue Nahrung zu- geführt. Es bleibt dabei: die Chauvinisten aller Län- der leisten �einander die treucste Bundeshilfe. (Sehr wahr!) Sieht man in Frankreich diese Zusammenhänge nicht? Sicht man nicht die Gefährdung der Republik? Sieht man nicht, daß in Deutschland die Nationalisten neuen Mut fassen, daß sie am Ende gar durch das französische Vorgehen Oberwasser bekommen und unter einem neuen Lüttwitz die Verfassung und das Reich endgültig ins Verderben stürzen? Wir wollen nickt mitschuldig sein an solchen verbängnisoollen Er- scheinungen. Wir kämpfen, solange wir dazu die Kraft habe«, gegen den fremden und den einheimischen Chauvinismus, Kapp oder Fach. Wir erlauben dem Militarismus keine Rückkehr in die Regelung der Völkerbeziebungen. Wir bekennen uns mit aller Feierlichkeit zur Idee des Völkerbundes gerade i.n dem Augenblick, wo das Geseo des Völkerbundes mit Füßen getreten wird. Die militärische Aktion nördlich der Rubr geht ihrem Ende entgegen. Und alle entbehrlichen Trupven werden sofort außerhalb der neu- tralen Zone gelegt wenden. Ueber die Verlängerung des A u g u st- abkommenS bis zum 19. Juni schweben Verhandlungen. Die Ockkuvation de? Maingaues wird also bald ihr Ende erreichen. Wir hosten, daß sie die letzte Welle o»S dem Blutmeer des Krieges war. Für uns aber bleibt e? bei dem Bekenntnis: Abkehr von allen Krieasanschauungen und allen Kriegsmitteln.(Lebhafter Beifall.) Präsident Fehrenbach schlägt vor, die Erörterung der Regie- runaserklärung auf morgen zu vertagen und auch die anderen Ge- genstände von der Tagesordnung abzusetzen. Abg. Schultz-Bromberg(Dnat. Vp.) widerspricht, dr so zahl- reiche und so dringende Vorlagen zu erledigen seien, daß jede Minute ausgenutzt werden müßte.(Lebhafte Ahal-Rufe links.— Große Heiterkeit.) Abg. v. Paper(Dem.) tritt für den Vorschlag des Präsidenten ein. Hiegen die Stimmen der Seuffchnatioraalcn beschließt das Haus nach dem Vorschlage des Präsidenten. Nächste Sitzung: Dienstag, 1 Uhr pünktlich: Besprechung der Regierungsvorlagen, NachtragSetat, kleine Vor. lagen. Filmgesetz. Schluß 4 Uhr 20 Minuten. parteinachrichten. Konferenz des llnterbezirks Guben-Krossen. Auf der ersten Tagung im Verbände des neugsbildeten Enterbezirks wurde eine allyememe Aussprache über di« bevorstehenden Wahle« geführt. ES wurde gegen die führenden Genosien der Vorwurf erhoben, daß sie allzugraße Vertrauensseligkeit nach rechts, übermäßig« Aengstlich- keit nach links an den Tag gelegt hätten. Als unerläßlich wurde gehalten, vo r den Wahlen einen Parteitag oder eine Reichs» koifferenz abzuhalten, deren Aufgabe die Aufstellung von Richt- linien sein müsse, damit jeder einzelne, der hinausgeht, in dem Bewußtsein arbeiten könne, daß er sich rm Einverständnis mit der Partei befinde. Die frühe Vornahme der Wahlen in den nächsten Monaten wurde als nicht zweckmäßig bezeichnet. Allgemein stellte man sich auf den Boden der beim Abbruch deS Generalstreiks ver- oinbarten S Punkte; es wurde gefordert, den Versprechungen auch die Tat folgen zu lassen. DaS Ergebnis der Aussprache wurde i« zwei Resolutionen niedergelegt, die einstimmige Annahme fanden und zur Grundlage der Atbeit auf dem Lande gemacht werden. Soziales. Genügt die Verordnung über die Herauisetzung des Grund- lohns und Ausdehnung der KrankcnvcrncherungSptlicht? Durch die Verordnung über Heraufsetzung des Grundlohns und Ausdehnung der V e rstcher unHsp fl i chr ch der Krankenversiche. rung ist einem dringenden Bedürfnis Rechnung getragen worden. Während bisher der höchste Grundlos«, nach dem die Barleistungen der Krankenlassen bemessen werden, zehn Mark betrug, ist jetzt jede Begrenzung aufgegeben. Die Krankenkassen können deshalb durch entsprechenden Ausbau der Lohnstusen ihr« EnterstützungSeinrich- tungen den jeweiligen Verhälchissen anpassen und den erkrankten Versicherten Barleistungen gewähren, die den berechtigten An- sip-üchen genügen. Durch Erhöhung der Grundlöhne auf 39 bis 49 M. können sie nunmehr ein tägliches Krankengeld bis zu IS oder 29 M. und eine Sterbeunterstiitzung bis etwa 1999 M. gewähren, die de« heutige« Vertältnissen einigermaßen entsprechen würden. Enbcdingt Notwendig war«ruck die Erhöhung der Versiche- rungsgreuze. Ist cS schon an sich ein soziales Enrecht, den häufig recht gering bezahlten Kopfarbeiter, Handlungsgehilfen und Pri- va lange stellten anders zu behandeln als den.Handarbeiter, indem er mit dem Uoberfchreiten einer gewissen Berdienstgrenze der Ver- sicherung enizogen wurde, so wußte es doppelt unsozial wirken, wenn durch die Niedrighaltung dieser Grenze nach und nach der letzte kaufmännische Angestellt« der Zwangsversicherung verlustig ging. Daß di« Verordnung diesmal nicht so zaghast war und eine Verdienstgrenze zog, die für«vre lange Zeitdauer maßgebend ist, kann nur begrüßt worden. Durch verständige Zusammenarbeit der maßgebenden Organisationen wird dabei auch nicht die„Herzte- z'chaft verelenden", wie jetzt m ihN-n Protestkundgebungen be- hauptet wird. Leider bringt aber die Verordnung über die Herouffetzung des Grundlohns den unständig Beschäftigten und Landkassenverpflich. teten kein« Erhöhung der kärglichen Kassen leistungen. Nach der Aorschrift des§ 459 R.VO). werden die Beiträge und Leistungen jJÜr ulchändig Befchäftiste»«ch dem Vr tS lohn festgesetzt, bei Londkassenpflichtigen kann die Kassensatzung gemäß Z 181 Abs. 1 und 3 a.a. C. de« Orts lohn als Grundlohn bestimmen. Die§§ 423, Abf. 3 und 459 Abs. 2 lassen es sogar zu, den Grund- lohn niedriger als den Ortslohn festzusetzen. Diese OrtSlöhne tragen aber in keiner Weise den Zeitverhaltnissen Rechnung. In Berlin beträgt zurzeit der Ortslohn für Männer über 21 Jahre« 4 M., für Frauen 3 M., in Neukölln für Männer ebenfalls 4 M., für Frauen 2,69 M Ein unständig beschäftigter Familienvater, der täglich 15 M. verdient und verdienen muß, erhält infolgedessen während einer Krankheit nach wie vor höchstens 2 M. Krankengeld täglich, während der Hvchstbetrag des Kranken- gelbes für eine uuständig beschäftigte Wäscherin in Neukölln ganze 1,39 M. beträgt! Was dabei herauskommt, wen« der Grundlot« noch niedriger als dar OrtSlohn ist, kann man sich«ach diesen Bei- spielen vorstellen. Als Kranken türsorge können derartige Unter- stützungen nicht mehr bezeichnet werden. Da die Verordnung mit diesen veralteten Vorschriften nicht aufgeräumt hat, muß im Interesse der davon Betroffemen eine allgemeine Erhöhung der Ortslohne gefordert und durchgeführt Werden. Ungenügend ist auch die Verordnung über die Ausdehnung der Versicherungsgrenze hinsichtlich der Versicherungsberechtigung., Nach Z 176 R.V.O. können der Krankenversicherung gewisse ver- sicherungssrei Beschäftigte, Familienangehörige von Arbeitgebern, die in ihrem Betriebe ohne Entgelt tätig sind, und klein« Gewerbe- treibende beitreten, wenn ihr jährliches Gesamteinkommen 2599 M. nicht übersteigt. Diese Vorschrift ist schon bei der Er- höhung der Verdienstgrenzc aus 5999 M. und auch jetzt wieder un- verändert geblieben, so daß für diese Kreise die Versicherung«- berechtigung nahezu ausgeschaltet worden ist. Das ist aber eine besondere Härte. Denn nach Z 6 Abs. 1 der neuen Verordnung können Personen, die seit dem 2. Dezember 1918 wegen Ueber- schreitenS der Verdienstgrenze von 5999 M. die Versicherungspslicht verloren hatten und sich inzwischen selbständig gemacht haben, bis zum 7. Juni d. I ihrer früheren Kass« wieder als berechtigtes Mitglied(8 343 R.V.O.) beitreten, unbeschadet um die Höbe ihres jetzigen Einkommens. Während aus der einen Seite also dem kleinen Gewerbetreibenden mit 3999 M. Jahreseinkommen der Beitritt gu einer gesetzlichen Krankenkasse unmöglich gemacht wor- den ist, kann sich der Schieber mit einem Jahr esv er dien st von 59 990 M. auch noch auf billige Weise ärztliche und arzneilich? Behandlung verschaffen. Eine Hilfe für die wirtschaftlich Schwächeren ist auch noch nach dieser Richtung notwendig. Gustav Wasewitz. Groß'-berlm Vermauerte Härten. Die Republik ist in ihrem zweiten Sommer. Es grünen die Bäume und es blühen die Blumen nicht schlechter als zu den Zeiten der autokratischen Sippe, und in diesem Frühjahr scheint es, wollen sie sogar einen Rekord aufstellen. Aber sie wachsen und grünen auch heute leider noch nicht für jeder- mann. In Berlin sehen an einigen Stcll'en die juugen Blätter jetzt verlangend au? der Wirrnis alter Bäume über hart abschießende Mauern in die bewegten Straßen. Hinter den Mauern sind prächtige Parks, wo die alten Bäume den Frühling feiern; auch Schlehdron und wilde Ro- sen und Goldregen. Aber die prächtigen Parks sind verlassen und still. Auf ihren Wegen, die an alten Statuen vorüber- führen, geht bin und wieder ein alter Kastellan spazieren. Die Parks sind die Einsamkeit selbst, während dicht daneben die Straße brandet. Kein Weg führt zu ihnen hinein, und all die müden Menschen, di« mittags und abends ihre Ar- beitsstätte verlassen, sehen in die.mächtigen Baumkronen. und denken sich, daß unter ihnen doch ein Plätzchen für eine ruhige Stunde zu finden sein müßte. Die Republik hat wohl aus den Schlössern nützliche Ge- bände gemacht, aber sie hat die Parks vergessen. Sie hat ver- gessen, die Mauern niederzulegen oder sie mit offenen Ein- gängen zu versehen. Wir wollen hoffen, daß sie es nur ver- gessen hat. daß zwischen Wilhelmstraße und Königgrätzer Straße die Anhaltstraße entlang, solch ein prächtiger Park liegt, der zu dem Prinz-Albrecht-Palais gehört, und ein Stückchen weiter an der Prinz-Albrecht-Stroße ebenso ver- lassen der Park de? Kriegsministeriums. Wir wollen sie daran erinnern, daß im Laufe der Budapester Straße, gegen- über dem Tiergarten, die nicht weniger prächtigen Gärten liegen, die zu den verschiedenen Ministerien gehören, und die wahrlich nicht für die alten Geheimräte und die Soldaten dort reserviert zu bleiben brauchen. Den LuxuS, Parks hinter geschlossenen Mauern inmitten des Weltstadtverkchrs zu unterhalten, dürfen wir uns heute nicht mehr leisten._ Nichts gelernt! Die Gewerbegerickte können issre Tätigkeit nur in engster Fühkungnohme mit de« Organisationen der Ar- beiterschaft ausüben. Es ist daher erklärlich, daß die Ar- beitnehmer-Beisitzcr bei den Gewerbegerichten während der Generalstreiktage zu den Sitzungen nicht ersckienen. Em so verständlicher ist diese? Fernbleiben, wenn beisvielsweise da? Ge-. bäicke, in dem d-ie Sitzungen dez Gewerbe gcrichts stattfinden, von Meuterern besetzt ist. DaS war der Fall in S ch ö n e b e r g, wo daS Gericht seinen Sitz im Rathaus hat, da? von den Kappistcn „erobert" war. Am 17. März sollte dortselbst eine Gcwerbe- gerichtSsitzung stattfinden, zu der die beiden Beisitzer, Schlosser Trojaner und der Maurer I ä n t s ch, nicht erschienen, weil st« der Meinung waren, daß während der Generolstreikiage auch die Gerichte ihre Tätigkeit einstellen würden. Die. Folge davon war, baß der Vorsitzende des Gswevbegerichtz, Dr. H a r t t e, ihnen am 3. April mitteilt«, daß sie zu einer Ordnung?- straf« von 25 Mark verurteilt feien, weil sie der Sitzung, zu der sie ordnungsmäßig geladen Ware«, ohne Entschuldigung ferngeblieben sind. Nach Lage der Dinge ist diese Bestrafung durckaus u n b e- recht igt, und wir hoffen, daß die Bestraften Einspruch gegen dieses Erteil des gestrengen Herrn Dr. H a r t i e erhoben haben. Immer noch„königlich". Für die Monarchie demonstrieren auch die Postämter in Ntederschönhausen und in Friedrichsfelde. An ihren Häusern prongi, wie untz mitgeteilt wird, immer noch der Zusatz.kaiserlich". Ebenso kann man in Berlin an dem Haupteingang der En i v e r si t ä l S k l i n i k in der Ziegelstraße immer noch den Zusatz.königlich" leien. Auch erfah-en wir, d«ß man auf Briefbogen und Briefumschlägen noch ein„Königl. Pr. KriegSministerium" bewundern kann. Wir zweücln nicht, daß unS aus unserem Leserkreise weitere Mitteilungen ähn- sicher Art zugeben werden. Ts ist un? nichl möglich, alle Beispiele von Konservierimg solcher Hinweis« auf Preußen-Deuischlands ver- sunkene Monarchenherrlichkeit zu veröffcnisichen. Pon den vielen Zuschriften, die unS iäglich zugehen, geben wir nachstehend eine ans Beamtenkreisen wieder: „Zu Ihrer Notiz.Immer noch königlich" erlaube ick mir zu bemerken, daß fast alle Behörden diesen gerügten E n f u g dau»»d treiben. Do versendet das Postscbeckamt immer noch seine Formulare, indem es sich im Begleitschreiben treu und brav als„l a i s e r l i ch"' bezeichnet. Während der Kapp-Nnrubeu erhielien die Damen vom Fernsvrechamt Alexander fein säuberlich alle Ausweise, auf denen sich das Amt als. l a i f e r l i ch* bis zum heutigen Tage fühlt. Da dock sicher die Stempel in lV» Jahren nach der Revo- luiion schon geändert waren f? die Red.) liegl hier der Beweis vor, dast die Herren glaubten, endlich wieder Morgenluft wittern zu dürfen. Doch hat die Angelegenheit auch ihre ernstere Seite. Es tut sich darin der versteckte, heimliche Widerstand eines Teils der stockreaktionären mittleren Beamten kund. Diese alten Herren sähen ja gar nichts lieber, als die Wiederkehr der alten Zustände, in denen sie jedem Unter« gebenen ohne weireres auf dem Kops berumtrampeln konnten. Mi: diesen kleinen Mittelchen arbeitet die Reaktion a n s ä n g l i ch, um so das Terrain für größere Aktionen aufnahmefähig zu machen. Helfen kann nur die Bestrafung derjenigen Beamten, die für die Führung derartig verfassungswidriger Titula- t u r e n verantwortlich sind. Es ist dazu keine Aenderung der Ge« setze nötig, sondern die Disziplinarrechte, ohne Ansehen der Person richtig angewendet, dürsten Wunder wirken." Antrag auf Aufhebung des Ausnahmezustandes. In der Ber- liner Stadtverordnetenversammlung am nächsten Donnerstag kommt ein Antrag unserer Genossen sowie der Unabhängigen zur Beratung, den Magistrat zu ersuchen, schleunigst bei den zuständi- gen Behörden auf sofortige Aufhebung des Ausnahmezu- standes in Berlin hinzuwirken. Kohlenschiebungen bei einer Lohlenstelle. Die Kohlenstellen Groß-Berlins, die leider nur mit geringem Erfolg für die gerechte Verteilung der vorhandenen Kohlenmengen sorgen, brauchen otr nicht weit zu gehen, um„großzügigen" Kohlenschiebungen auf die Spur zu kommen. Das lehrt der folgende Fall: Ein Kriminalbeamter hörte in einer Schankwirtschaft in der Münzstraße ein Gespräch, aus dem hervorging, daß einer der Gäste in der Lage war, Kohlenkarten in größerer Menge zu beschaffen. Die Ermittlungen führten zu der Entdeckung, daß eine Frau König, die als HilfSbeamt in auf der K o h I e n sie l l?. des Charlottenburger M a g i st r a t s beschäftigt war und die Aufgabe hatte, die belieferten Kohlenkarten, zu entwerten, zu bündeln und zu registrieren, Karten in größerer Menge an sich nahm, ohne sie zu entwerten und zu verzeichnen. Diese Karten verkaufte sie schon seit drei Monaten für 1,— bis 1,50 M. das Stück an Bekannte, die ihrerseits damit einen schwunghaften und g e- winnbringenden Handel trieben. Hauptabnehmer waren Kohlenhändler, die sich auf die unterschlagenen Karten die entsprechenden Kohlen verschafften, um sie zu Wucherpreisen hintenherum zu verkaufen. Die Kriminalpolizei deckte den ganzen Schwindel auf, nahm die Hilfsbeamtin fest und beschlagnahmte noch ein ganzes Paket Kohlenkarten, die sie auf die Seite gebracht hatte und zum Verkauf bereit hielt. Durch die Machenschaften der Verhafteten wurden in den letzten drei Monaten nach den bisheri- gen Feststellungen L5 000 Zentner Kohlen in den Schleich- und Wucherhandel gebracht.— Aehnlich machte es ein H i l f s- b e a m t e r des Berliner Magistrats Franz Leim. Er kam aber nur auf 100 Zentner, bis die Kontrolle ihm hinter die Schliche kam. Die Bollstreckung von Räumungsurteilen ist nach einer Mit- t-cilung des Berliner Magistrats bis zum 1. Juli 1920 von der Z u- st i m m u n g.des Mieteinigungsamtes abhängig. Die Zustimmung muß erteilt werden, falls der Schuldner mit der Miet- Zinszahlung schuldhafterweise im Verzug ist, oder falls für ihn ein anderes geeignetes Unterkommen geschaffen ist. Nothilfe für daS Erzgebirge: Bisheriger Betrag 35 470,30 M. Dazu Kegelklub D. r. Sc. 50,— M. Gesamtergebnis der Sammlung Kegelklub D. r. K. 50,— M. Gesamtergebnis der Sammlung 35 620,30 M. Hiermit ist die Sammlung geschloffen. Heimattreue in Berlin. Bund heimattrrucr Lstpreuhen. Am 30. b. M. müssen sämtliche Meldungen beim Heimatssautz vorgelegt fein. Tausende sind vorhanden, die sich noch mcht gemeldet haben. Di- Bezirks- stelle Cbarlottenburg, Kaiser. Friedrich- Straße S2, im Lokal»Zum Ostpreußen', der die Ersassung der in Berlin V und Eharlottenburg mohnenden Abltimmungtberechliglen obliegt, bat Sprechstunden wochdntäglich von 1 bis 7 Uhr nachm., an jedem Montag und an Tagen, an denen Versammlungen stottfinden,»on 1 bis 6 Uhr. nachm. Die Abstimmungsberechtigten werden gebeten, sich rimgehend dort zu melden, da die Anmcldcliiten am 89. d. M. geschlossen«erden.— Für Berlin-Westen ist eine Zweigstelle in Charlotten- bura, W 67, Lutherstr. 19 b, errichtet, die von 2 bis 7 Uhr nachm. Sprech- stunden Hot. Die(Seschästsstelle der BezirlSgrupde der Heimattreuen Ober- s ch l« s i e r Groß- Berlin besindrt sich jetzt Berlin 3W 11, Schöncberger Straße 9 III.— Da die Bezirlsgruppe bzw. die Ortsgruppen sämtliche vorarbeiten sür die Abstimmung erledigen, werden alle Landslcute, die noch nicht bei der Zentrale oder einer Ortsgruppe eingetragen sind, ge- beten, ihre Adresse mitzuteilen. Unterricht in der Säuglingspflege. Im Kinderhaus, Blumen. straße 97, sindet wieder Unterricht in SäuglingSpftcge mit praktischen Uebungen wöchentlich einmal statt. Meldungen schrislltch oder mündlich im Bureau des KtnderbauseS von 10—1 Uhr. Emschreibegebühr 3 M. »Die Jugend als Gestalt des Göttliche»!* ist das Thema einer Jugendseier, die der Bund entschiedener Schulresormcr am Vorabend des HimmelsabrtStageS in der Gemeindcsestbolle in Lankwitz abzuhalten ge- dentt. Die Herren Dr. Deiters, Dr. Hitler und Dr. Schönebeck werden über Parsival, Hölderlin und den Einfluß der Kunst aus das jugendliche Erleben Borttäge halten. Hinzu treten Lichtbilder, Deklamationen»nd GesangSoorträge eines JugcndchorS. Alle Jugcndvereine und Verbände, die an einer solchen Feier Interesse baben, werden gebeten, sich bereits jetzt mit dem Leiter des Abends. Herrn Dr. Deiters, Berlin-Lichlerfelde, Mottle, straße 24, in Verbindung zu setzen. Schöneberger Staütverorönetenversammlung. Die Lohntarife der st ädti scheu Arbeiter und Hilfskräfte sind am 31. März abgelaufen. Ueber einheit« kiche Neuregelung in Groß-Berliu baben aus verschiedenen Gemeinden die Stadlverordnelenfraklioiis-Voistände be- raten. Die � von ihnen vorgeschlagene Regelung für April ist von den Gewerkschaften als unzulänglich abgelehnt worden. Der SHlichtungSousschuß soll entscheiden, einstweilen ist aber ein sofortig er Vorschuß nötig. Für die Scköneberger Arbeiter und Hilfskräfte forderten ihn drei Antröge, die von den Demokraten, den Sozialdemokraten und den Unabhängigen eingebracht waren, flkai fast zweistündiger Debatte wurden alle drei Anträge, die fachlich dasselbe wollen, angenommen. Borge- schlagen wird, sofort als Vorschutz für April zu zahlen an Jugend. lrche 140 M., an Ledige 200 M., an Verheiratete 215 M., für jedes Kind 30 M. Wenn der Magistrat zustimmt, müßte die Auszahlung noch in dieser Woche erfolgen.— Die vom Magistrat beantragte Er- höhung des Pflegegeldes für die in Privalpflege ge- gebenen Kinder wurde genehmigt. Es fall betragen für Kinder im ersten Lebensjabr 90 M., im zweiten 80 M.. im dritten und vierten 70 M.. im fünften und sechsten 00 M., im siebenten bis vierzehnten 50 M. pro Monat.— Beschlosien wurde nach dem Antrage des Magistrats den Kurkoftenfotz des Krankenhauses zu erhöben. Künftig haben zu zahlen in der 3. Klasse von den Erwachsenen die Einbeimischen 12 M., die Auswärtigen 15 M., von den Kindern sbis 14 Jabre) die Einheimischen 5 M., die Auswärtigen 10 M., in der 2. Klasse von den Erwachsenen die Einheimischen 20 M., die Auswärtigen 30 M., von den Kindern die Einheimisöben 15 M.. die Aus wärtigen 20 M.. in der 1. Klasse von Erwachsenen und Kindern die Einheimischen 30 M., die Auswärtigen 40 M. Für Entbindungen werden außerdem erhoben bei Einheimischen 50 M., bei Auswärtigen 75 M.— Zu einer lebhaften Debatte über die LeistungSlähigkeit der Lehrerinnen führte eine Mngiftratkvorlage. die einstweilen, bis zu endgültiger Regelung in Groß-Berlin, für alle weiblichen Lehrkräfte Pflicht st unden zahl und Besoldnna um ein Zehntel geringer als für die entsprechenden männlichen Lehr- kräfte festsetzen will, A l b r e ch t sSoz.) wandte sich scharf gegen die Ungleichheit der Pflichtstiindenzabl bei Oberlehrern und Volks- schullehrern. Die Vorlage wurde abgelehnt. Lichtenberg. Das Blirthncr-Orchcstcr veranstaltet als Volks- unterhaltungsabend am 17., abends 7V? Uhr, im Reform-Realgymnasium, Parkaue, einerr Beethoven-Abend. Mit- wirkende: Ida Hartb ,ur Rieden iGeiang), Nikolaus L a m b i n o n iVioline), Dirigent: Paul Schein pilug. Karten im Vorverkauf zu 2 M. u. a.: Städtische Schulabtcilung, Ratbausstraße 10, Baracke II, Zeitungszentrale, Vorhagener Str. 02,»Frei« heit", Ausgabestellen Weichieistr. 28 und Eitelstr. 80. — Die Ausgabe von Saatkartoffeln erfolgt gegen Vorlegung der Bezugscheine und iosortige Zahlung ab 12. April werktäglich von 8 bis 3 Uhr in der städtischen Gemüsehalle, Franksurter Allee 140/143, nach einer durch amtliche Bekanntmachung sAnschlagsäulen) sestge« setzten Reihenfolge der Bezugscheinnummern. Preis für Früh- kartoffeln 42 M., für Spätkartoffeln 88 M. der Zentner. Das Potsdamer Gericht im Brandenburger Zuchthaus. Die Potsdamer Justizbehörden stehen vor einem Fall, der ihnen viel Kopfzerbrechen macht. Bekanntlich sind im Brandenburger Zucht- Haus während der Kappwoche 140 Sträflinge ausge- krochen. Der größte Teil davon ist wieder eingefangen. Alle haben sie gemeutert, und diese Meuterer gehören vor das Pots- damer Schwurgericht. Nun können aber die Gerichte un- möglich das Experiment wagen, diese Zuchthauskompagme nach Potsdam zur Aburteilung zu transportieren, geschweige denn in Potsdam unterzubringen. Ten einzigen Ausweg hofft man darin zu finden, daß ausnahmsweise eine SchwurgerichtSsitzung im Brandenburger Zuchthaus abgehalten werden muß. Volkshochschule Neukölln. Jniolge der kurzen Amncldcsrilt wird der Beginn der Sprachkurse(englisch, sranzösisib, russisch) und der Borkurse in Deutsch und Rechnen um eine Woche oerschoben.— Anmeldungen zu sämtlichen Kursen der Vollshochschulc werden noch bis Freitag, den 16. dS., vorm 10 bis 1, nachm. 5 bis 7 Ubr, im Zimmer 218 dcS Rathauses entgegengenommen.— Wegen Behinderung des Dozenten Hermann Müller kann die Vorlesung Reihe 13 im Vierteljahr Aprik/Jnni nicht stattfinden. » Tie BolkShochschnle Lichtenberg beginnt in den letzien Tagen deS April einen neuen Lehrgang. AIS Dozenlen sind u. a. Tävmig, Dr. Bacge, Dr. Restiiepke, Direktor Dr. Ludwig, Proscssor Tbiel, Dr. Dcri, Dr. Bloch, Felix Linke verpflichtet worden.— Vorlesungsverzeichnisse unentgeltlich u. a.: Städtische Schulabteilung, RatbauSstr. 10, Baracke 2, Zimmer 21,.Vor- wärls'- Ausgabestellen Wartenbergstr. 1 und Boxbagencr Str. 62, Ber- kaussstellen der Konsumgenosscnschast und des Deamtcn-Wirtschastsvereins. Hörerkarten vom 12. bis 30. April nur in der Schulabteilung, werktäglich von 9 bis 7 Uhr, Sonntags von 9 bis 1 Uhr. Ter Hnusfrauen-Berein Ebarlottenburg veranstaliet einen öffent. lichen Vortrag, verbunden mit praktlschen Kochvoisühiungcn. unter Berab« reichung von Kostproben. Felicitas O h a u s bcbandclt die TagcSsrage: .Wie komme ich mit der geringsten Brennstossmcnge aus?" Beginn 7'L Uhr in den Hohenzollern-Festsälen, Berliner Str. tOS, Ecke WilmcrS- dorferstraße._ Groh-Berliner Lebensmittel. Berlin. Von heute ab wird aus die C I- und C Il-Karten Liier Vollmilch bis auf weiteres verausgabt. Die übrige Bclieseruug bleibt un- verändert. Ferner werden verausgabt: 250 Gramm Marmelade. Steglitt. Anmeldung von 600 Gramm Marmelade(89), 125 Gramm Graupen(17), 125 Gramm Teigwaren il8). Verteilung von 125 Gramm Kartoffelftürkemehl, 125 Gramm Zwieback, 250 Gramm Kunsthonig, 1000 Gramm Speijesirup an werdende Mütter. Groß-Serliner partewachrtchken. Achtung, Mitglirderversammlungen! Morgen Mittwoch, den 14. April. Siehe Inserat in der vorliegenden Nummer. Heute, tZ. April. Ebarlottcnburg. 10. Gruppe. Versammlung im Restaurant Bohne, Schloßsir. 45. 7 Uhr. Stcglin. Gencraloersammlung findet nicht im Gymnasium Hcescstr., sondern in der Realschule Stubenrauchstr. statt. Morgen, 14. April: 24. Abt. 7 Ubr Mitgliederversammlung w der Aula der Gemeinde- schule Christburgcr Str. 14. Referent: Gen. Kr.-Kommissar Lchnerdt. 38. Ab». TL Uhr, Mitgliederversammlung,.Sprcediclc, Äirchstr 13. Reserent: Max Eohen-Reuß:»Die polttische Lage, ihre Folgen sür unsere Außenpolitik''. 39. Abt. 7 Uhr, Parteilokal Berger, Levetzowstraße, Ecke Jago«. straße. Abtellungsversammlung. Vortrag des Gen. Wuschick:.Uiijere nächsten Ausgaben". Ebarlottcnburg. Gruvvenversammliingen 7 Uhr 1. Gruppe: Schellbach, Königin-Eiisabelh-Straße 6; 2. Gruppe: Kemlein, Fricdrich-Karl-Platz 6; 5. Kruppe: Sperling, Helmboltzstr. 39: 8. Gruppe: Hiepier, Wallstr. 90; 9. Gruppe: Restaurant Selig. Grün«, Ecke Kirchftraß«; lt. Gruppe: Kant, Horstweg 25; 12. Gruppe: 71/, Uhr bei Nickel. Wind- scheidsiraße 14: Zahlabend und Reserat über.Politische Tagec-sragcn"- 14. Gruppe: Arndt, Kantstraße 51; 15. Gruppe: Hänse. Schlüterstraße 75- 16/17. Gruppe: Grunert. Schlllterstr. 47; am Donnerstag, 18. Gruppe� Stein, Passaucr Straße 35. Lickitcnberg. Zahlabend 7'/�UHr. 1. Viertel: Hampfch, Mainzer Straße 20, Schwarz, Gabiicl-Max-ratraße 17, Zwdler, Grünbcrger Str. 9, Schulz, Gärwcrstr. 10; 2. Viertel: Slöber, Zzingstr. 29. Schulz, Finow- straße 10. Thetmcher. Kronprinzenstr. 13, Brunn, Gürtelsir. 17; 3. Viertel Müller, Holtet« Ecke Wühlijchsrrape, Sauer, GryphiuS-, Ecke Simplonstrage, Schulz. Lenbachstraße, Ecke All-Boxhagen; 4. Viertel: Friedrich. Goethe- straße II, Schilling, Kantstraße 19, Neumann, Leopolditr, 17; 5. Viertel: Kucke, Jrenenslr. 14, Jorich, Siegsriedstr. 2, Zauderest, Bürgcrheim- Ecke Wagnerftraßc; 6. Viertel: Kurkowski, Psarrsir. 74, Krüger, Normanensir. 38, Weyer, Möllcndoristr. 77, Hellriegel, Landsberger Chaussee, Ecke Röderstraße. Tagesordnung aus allen Zahlabcnden:»Die politische Lage und die Reichs- tagswablen. Schöneberg. 8 Uhr. In allen bekannien Abteilungslokalen: Zahl- abend. Friedenau. 7'/, Uhr Bezirksabend in den bekannien Lokalen. Lichtcrfctde. Aula, Drakestraße 73/74, Mtgllederversammlung. Neukölln. 7 Ubr. BezirkSversouimlungcn in solgenden Lokalen: 1. Abt. Bez. 1—10. Glawe, Schinkeslr. 22; Schmidt, Bürkncrstr. ll- Müller. Hobrccht-, Ecke Pslügersiraßc; Beck. Reutcrilr. 46; Herzog. Fricdel-- siraße 7: Brano, Pstügersir. 19; Asdring, Pannierstr. 54. 2 Abt., Be airk 11—19. Marienleid, Kaiser- Friedrich- Straße 226; Schwelgböser, Weichselstr. 39; Schittler, Weichsel-, Ecke Donaustraße; Podbielski, Weichselstr, 2; Prüsert, Fuldastr. lö; Ewald, Weserstr. 172; Schwengel, Elbcftr 8. 3. Abt., Bez. 20—27. Grunert. Donaustr. 99; Buchheister. Boddinstr. 4; Gerecke, Harzer Siraße 32; Weber. Wildenbruchstr-xc fci; Jung. Roseggerslraße; Prötzel, Roseggerstr. 17; Schneider. Roscnstr. 7. 4. A b t.. Bez. 28—36. Brandis, Böhmische Straße, Ecke Schudamastr.; Amclungsen, Saale-, Ecke Schwarzastraße; Schmidt, Saale-, Ecke Unstrutstr.; Münow. Kaiier-Friedrich-Str. 122; Kukutsch. �aalestr. 5; Ruck, Ringbabn. straße 34; König, Eanner Str. 14. 5. A b t.. Bez. 37—45. Bertbold, Kranoldstr. 1; Drescher, Kranoldplatz 7/8; Naebring, Glasowstraße. Ecke Bendastraße; Müller, Tbürwqer Straße, Ecke Wippcrstraße; Lewerenz, Noaatstr. 9; Schulz. Emser Str. 27; Nerlich, Siegsriedstr. 46; Kruger. Emscr Str. 86/87. 6. Abt., Bez. 46—52. Adam, Bodestr. 32; Goblke, Sermannstr. 199; Kutzki, Leincstr. 1; Stübler. Lcykestr. 3; Sauer, Thomas. straße 31; Klostennann, Tbomasstr. 40; Kotke, Wartbesw. 14. 7. Abt., B e z 53—59. Grieger, Lessinastr. 9 I Bctbge, Steinmctzstr. 7: Lempe, Leisingslr 16: Grawunder. Herrsutthslr. 1; Cenke. Jäger-, Ecke Hermann- siraße. 8. Abt., Bez. 60—65. Dausacker. Zictbcnstr. 35; Iben, Boddin- siraße 58; Wall, Allerslr. 7; Abischläger, Stcinmetzsir. 53; Bangeminn,� Herrsurtbsir. 27; Kunert, Hcrrsurtbslr. 21. 9, A b t., B e z. 66—75. Mar quardt. Mahlower Str. 11; Schmidt, Münchener Str. 23; Schmidt,. Aiß- mannltr. 20: Fiebia. Mainzer Str 6; Sauer, Rcuterstr. 80. Britz. Mitgliederversammlung 7>/, Uhr Aula der 2. Gemeindeschule, Büraerstraße. Stralau.'Iß Uhr bei Nollenbach. Worlrag: Die politische Lage. Res: Baranowski.„, Reinickcndorf-Oft. Generalversammlung in der Aula des Realgymnasiums, Bern er Straße, 7 Uhr. Karls borst. Tl, Ubr Generalversammlung. Oberschöneweide. 6>/, Ubr im Lokal Drake, Wilhelmtnenhof-, Ecke Klarastraße. Jabres-Haupivcrsammlung..._. Grünau. Mitgliederversammlung dcS WahlvereinS 8 Uhr bei Rahn- führer, Kövcnicker Straße. Zeuthen. Zahlabend TL Uhr beim Genossen Zemaitat. Petershagrn a. Ostb. Mitgliederversammlung. 7'/, Uhr, im Restau- rant Ballack srüber Kunich, Hennickendorser Straße. Alt-Glienicke. Die Versammlung findet nicht am Mittwoch, sondern am DonnerSiag statt. Teltow. 8 Uhr beim Genossen Milzow: Mitgliederversammlung dcS Wabsvereins._,, Nowawes. 8 Uhr in Singers Volksgarten, I. H. Köppe, Priester- straße 31, kleiner Saal, Mitgliederversammlung, �ugenüveranftaltungen. Bernau. Jugendheim Temmler, Wallstr, 2, Vortrag: Die prolc- tarischc Jugendbewegung.— Eharlottenburg. Jugendheim, Rosinenstr. 4, VolkShaus. Gesangs- und Spielabcnd..— Mablsdorf. Jugendheim, „Bürgcrheim'', Bahiibofftr. 60. Vortrag: DaS Erfurter Programm.— Moabit. Jugendheim, Gemeindeschule Turmstr. 75. Vortrag: Was wir wollen.— Nicdcrschönhauscn. Jugendheim, I. Gemeindeschule, Blanken- burger Str. Hauptversammlung.— Niederschöncweide. Jugendheim, Gemeindeschule. Berliner Sir. 31. Vortrag: Tauschwert, Mehrwert.— Nordost. Jugendheim, Christburger Str. 14, Gemeindeschule. Vorlrag: Tie Entstehung des KapilaliSmuS.— Pankow. Jugendheim,.Knaben- mittetschule. Wollankstr. 131. Vortrag.— Reinickendorf-Ost. Jugend- beim, Raschdorsstr. 24. Unterhaltungsabend.— Schöneberg. Jitgcnb- beim. Rubenlstr., Ecke Hauptstr. Lieder- und Musikabcnd.— Schönhauser Vorstadt II. Jugendklubzimmer, 222.1238. Gemeindeschule, Pappelallee 41/42. Volksliedcrabend.— Staaken. Jugendheim, Gartenstadt- schule. DiSkussionsabend.— Treptow> Baumscsinlenweg. Jugendheim. Elsenstr. 3(Nähe Treptower Ringbahnbos). Mädchcnabcnd. Vortrag.— Ein Sternwartebesuch findet heute Dienstag statt. Tresspunkt abends'1,7 Uhr am Feuermelder Graetzstr., Ecke Bouchsstr.— Wedding. Jugendheim. Gesanglaal, 14. Realschule. Lütticher Str. 38. Vottrag: Sport- und Arbeiterjuaend. Besonderer Umstände halber ist das Jugendheim von heute ab von 6 Uhr bis zur Dunkekbeit geöffnet und an Sonntagen von 4 Uhr. wenn nichts anderes vorher bekannt gemacht wird. Donners- tag 6 Uhr: Müdchenabend.— Donnerstag 7 Uhr bei Behrens, Tegeler Str. 22: Funktionärsitzung.— Weiftensee. Jugendheim, Ledigenheim, Wölckvromengde. Bortrag: WaS ist Sozialismus?— Mariendorf. Ach l u n g I Die für Freitag, den 17. März, angesetzt gewesene Frühlings. seier sindet am Dienstag, den 20. April, abends 7 Ubr, in der Aulä»eS Gymnasinnis, Kaiserstr., statt. Die bereits gelösten Billetts behalten Ihre Eüttigteit. Vorträge, vereine unä Versammlungen. Juiigiozialistische Bereinigung(S. P. T.). Ortsgruppe Lichter. feldc. ErösinnngSabend heute Tl, Uhr im Jugendheim, Albrechtstr. 14ic. Ortsgruppe Lichtrnperg. Heute 7ll, Uhr bei Schlenkrich, Simplonitr, 42. Vortrag über Expressionismus und Impressionismus.— Der Berein zur Einigung ber Soziatdemokratie hat sein Bureau nach bllV 21, Putz. walker Str. 1, verlegt. Funktionärsitzungen finden jetzt jede Woche im Wirtshaus zur Neuen Schleuse, Mühlendamm, Monlags 7 Ubr statt.— Berel» hcinialStrcuer Westpreusteu, Bezirk Osten. Mitglicderner- iammlung Donnerstag 7'/, Uhr Pscfferbergbrauerei(großer Saal), Frank- furter Allee 313. �__ Mus aller Veit. Rassekämpfe in Jerusalem. In Jerusalem ist der Belagerungs- zustand verhängt worden; die Rädelsführer der jüngsten Unruhen sind verhaftet. ES sind 5 Juden und 4 Mohammedaner getöiet, 5 Juden, 22 Mohammedaner und 2 Christen verwundet worden. Danach scheinen sich die Juden gegen die arabischen Pogromistei» zur Wehr gesetzt zu haben. TaS Köiiigkberger ExPlosionSunglück. Im Leiche nscheruhattS waren bis Montag mittag 74 Tote eingeliefert. 20 weitere Tote sind an der UngliickSstelle in Rothen stein bereits geborgen. Man bcfiirchlet. daß noch eine ganze Reihe von Verunglückten aufgUri»- de» werden wird, die zum Teil ausgegraben werden müssen. Ohne Zweifel sind viele Verunglückte auch völlig zerrisse». Am Montag abend waren 130 Tote gezählt. Panik beim Volksfest. Nach einem Volksfest, welches Sonn- tag auf dem Kapuzinevhügel in Rom stattfand, kam es au» unbekannter Ursache zu einer Panik. Zahlreiche Landbewohner fiele» von einer Mauer herunter; eS werden elf Tote und zahlreiche Verwundete Mineldet. Filmfahrt inS nördliche Eismeer. Von Schweden ans, von wo schon eine ganze Reihe von Fiilmexpeditionen zur Aufnahme von Natur-, Tier-, Jagd- und VolkSbildern ausgegangen ist, wird jetzt eine neue Expedition avSgesandt, um im Nördlichen Eismeer Vi:- der vom Seehunds-, Eisbären- und Walroßsang aufzunehme». Tie Fahrt soll auch zum nördlichsten Rußland und nach Sil»«-» gelten._ Sriefkasten öer Neüaktion. fleter Ntr ten Briefkasten bestimmten Ansraae füge man«inen Buchstabe» -ino eine Nummer bei. Briefliche Auskunft wird nicht erteilt. Eilige A». kragen lrag« man in der Juristischen Sprechstunde. Lindenstr. 3, I. pol pur- terre tint». vor. Echriststücke und Verträge sind mitzubringen. Henry. Artikel angenommen. Mitarbeit bisweilen erwünscht, ober Rauniknavvhcit berückfichligen!— E. liHg. Wenden Sie sich an d»S Finanzamt(Abt. Vermögenssteuer), Jüdcnstraße.— F. T. 14. 1. Wer feiner Kirchcngemeinschast angehört. 2. Dissident: Andersdenkender /zum Bcijpiei Altkatholik). 8. Ergibt sich aus 1 b>S 2.— O. 31. Rein. WetterauSsichtc» kür baS mittlere Nardtzeutschlanb bis Mittwoch mittag. Im Südosten»ielsach heiter, aber veränderlich, mit leichten Regeniällen. In den Tagesstunden ziemlich warm, im Westen und längs der Külte vorübcrgebend bewöttt mit zahtieichcn Getvtttcrregen. vede jetzt suck Kassenpraxis sus s�llz.vrtski-siilcenlissze�cllersdok.ck. StacktSerlillusv.) oT. ineck. vienemano, prskt. Arzt, Grünau(Mark), Baknliofstr. 8. TeL; Grünau 123. Sprechst: 8-tO vorm. 3-4 V« nachm.(außer Mittw.). 9-io Sonnt Prozesse, Rat Beistand, mäßige Preise. Teilzahlung, Ehe, Alimenten-, Strafsachen, Steuern, ünadengesuche, Landgerichtsraf l>r. v. K i r c h b a c h, Gesellschatt m. d. n. 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MtW.: Schlott Wetterstein Donnerstag: König Nlcolo. Komödienhaus Minister (5Iax Pallenberg) Berliner Theater 7 Uhr: Der Eetzte Walzer. Frltti Massarg, Otto Storm, Hans Wassmann. Cen trnl-Thenter 7Vf u,: Fräulein Pnck. ttentschea Opernhans J Lusüpffeitw v.Winilsor nie Tribüne 7-/.».- Franziska. Eden-Theater. 7>/3 u.: Die Dallarprinzessin JMIedr.-WUhelmBt.Th. I'/gOir: Evchen Humbrecht Kleines Theater. Cijr: Dis Plarrimiskoinflilie. Kl. 8chan«pielhaUH. 7'/, Uhr,„1913". Koniische Oper j;:j; Wemi Frnien träumen JinstsplelhnnS Arnold Rleck in Uhr tüctropol 7 Ukt; SbMII raoucs Operettenhnns 7-/- u.: Die kleine Boiieit Xenes Vulkstheater 7V, uhr Das Paradies �ehlller-Theat. Charts 3; Verschwörung des Fiesco. T/t u.: Die Rahensieiaerin. Thallo-Thenter 7'■, u.i Die närrische Liebe Th.&ui XollendorTplatr, ?V. Uhr: X)crVü*fQcITe&re Theater des Westens T/.u.JlePrsilmiennelln IVallner-Thenter uhr Eine Ballnacht. Uhr Walhalla-Theater. DerRastelbinder Trianon-Theater. Bahnhol Friedrichstraße. Täglich V,8 Uhr: Ktyrrha Sonnab.>: Max und Moritz. :"nritag 4 Uhr, kleine Preise: Berrschaltl. Diener gen. isiaüiu- Theater. ctadtbahn Jannowltzbrücke, Täglich Vrf Uhr; Die Raschlioffs von Hermann Sudermann. Sonnabend 4: Rotkäppchen. Sonntag 4: Der gute Ruf. #FoIiesCaprice� L_k. Friedrich- u. Linienstraläe - Täglich?>/,:- Die abgetretene Prau Zwangselnqnartlerung. Oh dieser Kowaek! mit Ferdinand Qrfinecker in den Hauptrollen. Gaslno-Theater Lnthrlngerstr.ö?. Tägl.'/.SU.: Der neue Possenschlater; Sin alter Sünder Vorher erstkl. Spezialitäten. Alex Stamer, Är. Sonntag ZV,: Onkel Moritz. Theater am KottbuserTor Tel.: Moritzplatz 14814. Jeden Abend 7V, Uhr: SUie-Singer. Horst, Ruselli, R.ScÜrader.Seidel, k Schubert, Riess Rathke, B.Waiden, ' EugenBeckera.Gast Sonnt, nehm. ZU. ermäßigte Preise. !I Blüthgen- Konzert Ii Beginn 7.10 Uhr. Vorverk. N— IV, u. 4— 6 Ohr. Volksbühne Theater am Bülowplatz. 7 us Nach Damaskus Lessing-Tlieater. 7-/4 uhr: Pygmalion. Mittwoch T/.; Pygmollon. Donnerstag 7: Peer Qynt. Deutsches Künsller-IheateF ""v'uhrf" Menagerie (Adalbert, Oötz, Haack, Ron- schewska, Fischer, Morgan, Herrmann.) Rose-Theater. 7V, Uhr: Das Lied der Liebe. APOLLO IT'/, Theater 7V2| | Direkt. James Klein' Das Welt-Rätael I Die einz. Gedankenleserin der Welt i Vorsieht bei I | Gesprächen elephonfreuden mitl Valy ArnhelniJ llarga Elndt 4 Arkonis i-ensations- Akrobat.| und weitere April- farietfi-SBDsatiflDj Sonntag Z'/, Uhr| (.Erwachs. 1 Kind frei| Schallu.Rauch im Großen Schauspielhaus, Karlstr- Schiffbauer dämm Telephon: Norden 8643. WIederanf treten Paul Oraetz Oscar Sab» Anita Iterber Christians H.v.vVolzoafCn u.a. Muslk.Leit.; Friede. Holländer. Beginn 8'/„ Konzertbeg. T1/, D. m Unter d. Linden 22/23 Dir. M. S o 1 1 m a n 2 Uraufführungen 2 Gesellschaftsdrama in S Akten. Hauptrollen: Liane Haidt Wilhelm Klitsch Drama In 5 Akten. Hauptrolle; Wanda-Treumann. Winter- Garten Täglich 7.30 Uhr i Variete-Spielplan Rauchen gestattet! ReiehslialL-Tiieatep Heute nachm. S unb' abenb» 7 Ufjt: Stettiner Sänger. Nachmittag» ermäßigtePreiie �dl-Hsus Tanbenstr. 34— Zfr.l0J2 Kitte Blank Engen Back Cllli Pronlo Heinz ISertwIg; Plp u. Edlta Henry Wollt Elenel Eve Panl Rückmann Kittchen Esten Ä Pohleys Adl Elebans Meisterquartett Adolf Sigban ff. Weine, Ii. Küche Mocca, Tee, Schokolade » Anfang 7 Cirsus�nsck Heute sowie tägl. 7Vj Uhr: Das neue Äpril-Progr.i und zum Schluß: .35er Wilddieb' in 5 Akt. u. 1 Apotheose. Die Wuoderfontane und ihre Geheimnisse. Wochentags-Preise. Potsdamer Str. 38 Die Rache der Mand Fergusson 8. Teil des großen Films DieBerrind.Welt Turmstr. 12 Maria Magdalene nach Friede. Hebbel. Alexanderplatz-Passage Benny Porten: DieFahrt ins Blaue UfflRWty Wasarett/ " 8£MRt/in.�S4�� ' Voranzeige! Freitag, den 16. April, abends 7 Uhr: Festvorstellnng anläßlich des 50]llirlgen Bühnsnjubiläums von GamllloScIiwarz. Glänzendes, verstärktes Programm Tischbestellungen rechtzeitig erbeten. 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Georg Jacoby mit Edith Beller/ Sarry Liedtte GeorgAlexander/Iofespeterhanns kegle: Georg Jacoby Mozartsaal&m Nollendorfplsts Maria Magdalene nach F rlerirlcb Hebbel Ü.T Fi 1 ed ri o tl s t r» ss e lütt Gefesselte Menschen Drama in 6 Akten Hanptdarsteller: Damen: DOfSCh« Orünlng Herren: Kalser-Tits, Hartmann, _ Piegeimann U.T Alexanders lats U.T Welnbergeveg 16 und Behäaebarg Die Rose des Ostens Ein Liebe 3 rem an in 5 Kapiteln In der Hauptrolle; Lilly MarlSChka Romeo und Julia im Schnee Lustspiel von Hanns Kräly und Ernst L u b f t s c h mit Lotte Neuaiann Regie: Ernst Lubltsch Die letzten Kolczags Schanepiel in 4 Akten mit Ellen Fticlzter» Hermann Valentin/ Victor Janton Regle: Alfred Halm Leo und seine zwei BrSute B. B. Lustspiel g Wochentags ab 7 Uhr/ Sonntage; Beginn 4 Uhr Hlte Gebisse auch einzelne Zähne zu höchsten Tagespreisen. Platln-Brennstlfte nsw."VQ zahle die höchsten Preise.• ZabnteeliD. Laboratorian) R o s e n z v e i g, Oranienburger Str. 38, hochp. zw. Artillerie- u. 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