Nr. 225. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. vad 11. Jahrg. Vorwärts Insertions- Gebühr beträgt für dic fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Fozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 27. September 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Abonnements- Einladung. Abonnement auf den „ Vorwärts" Berliner Volksblatt mit der illustrirten Sonntags- Beilage Die Tofferie als Gesellschaftsrekkerin. Burg des deutschen Ritterordens beschafft werden sollen. Erfreulicherweise ist das Werk jetzt beinahe beendet und vielleicht genügt schon der Ertrag der nächsten Lotterie- Biehung am 18. und 19. Oktober zum völligen Abschluß der baulichen Arbeiten. Zu dieser Ziehung der Marienburger Lotterie müßte also Wir ersuchen alle unsere Freunde und Genossen, nach Kräften für die Erweiterung unseres Abonnentenkreises Deutschthum und Christenthum sind bekanntlich ge- eigentlich jeder Deutsche ein 200s für 3 m. kaufen, denn jeder thätig zu sein. Es ist das eine Parteipflicht. Die Hauptstärke einer Partei liegt in ihrer Presse- je mehr Leser fährdet durch das giftige Gewürm der Umfturzparteien. Deutsche sollte sich beeisern in Bethätigung des Deutschthums ein Blatt hat, desto größere Macht hat es, und je größer Deutschthum und Christenthum müssen gerettet werden dem erhabenen Vorbilde seiner Kaiser nachzuftreben. die Macht der Parteipresse, desto größer die Macht der durch den christlichen Adel deutscher Nation, insonderheit Wenn, wie in diesem Falle, mit einer Förderung vaterPartei. Wer dem Partei- Organ neue Leser zuführt, stärkt den Theil desselben, der im Lande der erzheidnischen große Geldgewinne( Haupttreffer 90 000 M.) erlangen zu können, ländischer Interessen noch die angenehme Chance verbunden ist, fonach die Partei. und möglichst ungermanischen Boruffen seine Herrensize so ist eine Ausgabe von 3 W. ganz sicher nach allen Richtungen Mit dem 1. Oktober eröffnen wir ein neues Quartals- hat. Von dort, wo die Marienburg als Wahrzeichen rathsam und empfehlenswerth. Mit dem 1. Oktober eröffnen wir ein neues Quartals- beutscher Sitte und deutschen Glaubens gen Himmel ragt, Heinze in Berlin( Unter den Linden 3), die wie immer den VerDie bekannte Bankfirma Carl von dort werden die Führer im Kampfe für Religion, Sitte trieb der Loose übernommen hat und seit Jahren mit Marienund Ordnung ausziehen. Wie sehr zeitgemäß ist es daher, burg im lebhaften Verkehr steht, legte gleichzeitig die Loose der daß das Organ der Nationalliberalen in den hessischen 16. Marienburger Pferde- Lotterie à 1 M. aus, deren Ziehung Gauen, das Frankfurter Journal" die Blicke seiner bereits am 27. September stattfindet. Auch diese Lotterie bietet gebildeten, chriftlichen und patriotischen Leser eben dorthin trotz des geringen Einsatzes vorzügliche Chancen, wovon man sich nach der Marienburg richtet. Im Feuilleton seiner Morgen- Berliner Wagenfabriken Ed. Kühlstein, Louisenstr. 31, Wilhelm leicht überzeugen kann. In den Schaufenstern der bekannten nummer vom 19. September bringt es an erster Stelle König, Georgenfir. 29 und Jos. Neuß, Friedrichstr. 225, sind einen längeren Aufsatz über Die Ritter von großartige Equipagen ausgestellt, welche als Gewinne für die Marienburg", aus dem so sehr der sich zum Drachen- Marienburger Pferde- Lotterie angekauft find. Wenn man für bie weiteste Verbreitung verdient. tampf rüstende neue Geist der alten Zeit spricht, daß er 1 M. eine solche Equipage mit voller Bespannung, oder eins der Der Artikel ist ein zur Verloofung gelangenden 106 eleganten Pferde gewinnen Meisterwerk, er beginnt: tann, so bedarf es wohl feines Besinnens. Der dann gewonnen verschiedene Kundgebungen von allerhöchster Stelle die AufmerkDie Kaiser- Manöver in der Provinz Preußen haben durch hat, der gedenkt noch oft des alten Marienburg und der Marienburger Ritter." famkeit der ganzen Welt nach jenem Theile Deutschlands hinum in Bethätigung des Deutschthums dem erhabenen VorHört es ihr Deutschen, was jeder Deutsche" thun soll, gelenkt, dem das Königreich Preußen seinen Namen verdantt bilde seines Kaifers nachzustreben"! Ein 3 Mart- Loos der In der alten Hochburg der deutschen Ritter zu Marienburg ließ Marienburger Lotterie soll er taufen; er hat dann außer der Kaiser an die Westpreußen die Mahnung ergehen, daß sie die Marienburg stets als ein Wahrzeichen des Deutschthums an dem Verdienst, die vaterländischen Interessen"( die Restau sehen und deutsche Sitte, deutschen Glauben stets hegen und ration eines alten Schlosses! Schulbauten sind in Preußen pflegen möchten! nicht mehr nöthig!) gefördert zu haben, auch noch die ,, Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 M. für das Quartal entgegen.( Eingetragen in der Post- Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919.) Nach Beendigung des Romans: Der Jude von Spindler, werden wir spätestens am 1. Ottober- mit dem Abdruck der Erinnerungen eines Kommunarden " „ Großbeginnen, die uns mitten in die gewaltigste moderne GeschichtsTragödie versetzen, und den Heldenkampf der Kommune, erzählt von einem der Kämpfer, an uns vorüberziehen lassen. Die Ueber- Dieser taiserliche Hinweis auf die vor 650 Jahren durch angenehme Chance", 90 000 m. zu gewinnen. Wer aber feyung, aus der Feder Audorf's, des Dichters der Arbeiter- den deutschen Reichsorden bewirkte Einführung des Christen- ein noch besserer" Deutscher" sein will, der hänge noch marseillaise, hat das ganze Leben des französischen Originals. thums in das heidnische Preußenland läßt einen Rückblick auf 1 M. an die 16. Marienburger Pferdelotterie. Den in Aussicht gestellten Roman, welcher die Ereignisse der jenen Abschnitt deutscher Geschichte wohl zeitgemäß erscheinen." artige Equipagen"," elegante Pferde" sind dafür zu ge= Folgt ein längerer historischer Abriß über Westpreußen winnen, so bedarf es wohl keines Besinnens". vom Auftreten des heiligen Adalbert" bis zur Wider- Wir recht hat doch das Sprichwort, daß die Freunde herstellung der Marienburg dank dem Interesse des kunst- oft gefährlicher sind als die Feinde. sinnigen Kaisers Friedrich III."; und dann heißt es weiter: Armes Deutschthum"! Armes Christenthum"! Von Märzrevolution, und namentlich der Voltserhebung in Berlin behandelt, werden wir, um die Aktualität und das Interesse zu erhöhen, erst im nächsten Frühjahr, also gewisser maßen zu den Gedenktagen der vorgeführten Ereignisse veröffentlichen eine Anordnung die sicherlich die Billigung unserer Leser finden wird. Die Redaktion und Expedition des " Ganz im Sinne feines edlen Vaters hat sich auch Kaiser den bösen Umsturzparteien" in ehrlichem Kampfe erlegt zu Wilhelm der Sache angenommen, indem er als Protektor des werden, wäre doch hundertmal besser als die Rettung durch Vereins zur Herstellung der Marienburg durch Allerhöchsten diese Gesellschaft und ihre Geld- und Pferdelotterie! Erlaß vom 31. August 1891 Geldlotterien genehmigte, ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. mittels welcher die skoften für die Schlußarbeiten an der alten Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Bon C. Spindler. schwornen sich begnügen, einen Schlupfwinkel für den ge- Du der Schelm, der meinen Herrn ermordet hat? Nieder fährlichsten Augenblick zu erspähen. Am schlimmsten war mit Dir, Mordbube!"- Beim auflodernden Schein eines daran der von Leuenberg, in dessen Gehirne noch der Pechkranzes sah Veit mit sträubendem Haar in ein wüſtes, 150 Taumel des Weins tobte, während seine Füße Blei waren, grausam verzerrtes Gesicht, und dieser Blick war sein letzter, und der Hornberger, der mitleidig bei ihm aushielt, alle denn Ammons Jagdmesser übte die langgenährte Blutrache Mühe hatte, ihn mit Gewalt von der Stelle zu schleppen. fürchterlich und schnell, daß kein Laut dem Darnieders Bodicks Hinrichtung hatte den fürchterlichsten Eindruck auf sinkenden mehr über die erbleichenden Lippen ging. Ammon ihn gemacht, und er sah sich selbst schon unterm Schwert stand eine Weile mit wilder Zufriedenheit bei dem Die Bürgermeister mit den Bannern, den laufenden des Nachrichters. So prahlend seine Zunge sonst gewesen, Entselten, steckte den rächenden Stahl in die Scheide, Gesellen und den Zünften der Altstadt hielten auf dem so feige war sie jetzt, und er hätte sich zum Mönch scheren und murmelte:„ Wenn das nur Zufall war, so bin ich Samstagsberge und vor dem Falkenstein; in der Neustadt lassen um den Preis seiner Rettung. Aber diese Rettung ein Schurke, und will schlechter sein, als der gemeinſte riefen die Hauptleute vor St. Marthen und Katharina war ihm nicht beschieden. Die schwarze Stunde trat auf Heide, nach so langer Frist mußte ich hieher gerathen, um die ihrigen auf. Der Schultheiß jagte zu Pferde wie ein seine Ferse. Am Ausgang eines Gäßleins warf sich den dem Todtschläger des Herrn seinen Lohn zu geben? Und Wüthender zu seinen Reitern auf dem Liebfrauenberge, und Flüchtigen ein Trupp von Fußknechten in den Weg, und er ging heim, ohne zu wissen, wer ihn heimschickte? und ich nach Sachsenhausen hinüber der Oberstrichter, um dort trennte sie. Während auf der einen Seite der Hornberger erschlug ihn, ohne mehr von ihm zu kennen, als sein selbstden Befehl zu übernehmen, und die verdächtigen, daselbst angehalten wurde, und seine Kunst, so frech zu lügen, geständiges Versprechen? Lieber Herr dort oben! bitt' für gelagerten Egypter zu bewachen und zu beobachten. Um daß man's glauben mußte, in Anwendung brachte, ver- mich, wenns eine Sünde war, die ich gethan!"- Er Sie Berbindung mit der Stadt zu unterhalten, blieben die barg sich Leuenberg unter die Bank eines Eckhauses, und wendete sich nun schnell von dieser Stelle utb wollte von Brückenthore offen, wiewohl mit Wachen und freiwillig troch schwerfällig hervor, da die Söldner weiter gezogen dannen, als unfern von dem Plage eine Flamme aufherbeieilenden Bürgern besetzt; denn es hatte sich das Ge- waren. Mit aller Schwere seines Körpers und seines ging, und das ganze Gewühl der in den Straßen rücht verbreitet, die Stadt sollte mörderisch angestoßen eilig en Laufs fiel er einem unfern gehenden Manne, den strömenden Volksmenge zu der Rettung eines brennenden werden mit Feuer und Schwert, und jeder zitterte für er für Hornberg hielt, um den Hals und in die Arme. Hauses aufforderte. Ammon, nicht gelaunt, dem Ge seine Habe, und jeder entbrannte in Begierde, für das ge- Pest und rother Hahn!" rief er, obwohl leise genug:" Du wühle zu folgen, hielt sich gegen den Strom fest an der meine Wesen sein Schwert zu ziehen. Die vielen Fremden, hast Dich meisterlich durchgelogen, Veit, und nun laß uns Ecke des Nebenhauses. Fußgänger und Berittene gingen aus dem Schlummer aufgeschreckt durch das Getöse und weiter gehen." Der Mann brummte einige unverständ- über den Leuenberger weg, ohne im allgemeinen Drange die Besorgniß ihrer Wirthe, hatten sich, in Landsmann- liche Worte, und suchte sich los zu machen. Unt so fester der gefürchteten Gefahr sonderlich auf den in dunkler schaften getheilt, und bewaffnet, um ihre Niederlagen ver- flammerte sich der Leuenberg an ihn, und raunte ihm haftig Gasse Erschlagenen zu achten, und da der Menschensturm sammelt; streifende Rotten von Spießknechten durchflogen und bebend ins Ohr:" Hornberger! Du wirst mich doch etwas nachließ, drängte sich ein Mann, mit einem Kinde die Straßen, aufgreifend alles, was verdächtig schien, jetzt nicht verlassen wollen? Nur jetzt nicht, Bruder, denn an der Hand, quer durch, und wendete sich mit Heftigkeit und vor dem Römer glimmten die Lunten der Haken- beim Teufel, ich bin schwach wie ein Kind, und in meinem an den harrenden Ammon. Der Lärm und das Ges schützen, kampf- und streitfertig. Noch suchte jedoch das Herzen spür' ich' ne Angst, wie ich sie nicht verspürt, da töse haben mich verwirrt gemacht," sagte er mit unruhiger Auge des Gewarnten und Gerüsteten vergebens den be- ich dem Dürning den Rest gab, ob's gleich mein erstes Hast: wollt mir berichten, wo man zum Liebfrauenberge wehrten Feind. Er hatte die Waffen weggeworfen und Stücklein war." Da stieß der Mann, Beits böser Engel am schnellsteu gelangt."" Ich gehe dahin;" erwiderte irrte vermummt und verzweifelt über Pläge und Gaffen das Dunkel suchend, und einen rettenden Ausweg. Dieser Letztere war aber nicht zu finden, und so mußten die Vereinen gellenden Schrei der Ueberraschung aus, und eine Ammon, den Zerlumpten mißtrauisch betrachtend: habt derbe Fauft packte den Raubjunker wild bei der Brust. Ihr ein gut Gewissen, mögt Ihr folgen; wo nicht, so Hund!" rief die fremdartige Stimme:" Du bist's also? bleibet zurück; der Schultheiß befehligt bort." " „ Auf Politische Leberlicht. Reden. " Berlin, den 26. September. " Vor einiger Zeit ist auf die Nothwendigkeit hingewiesen und die dänische Grenzregulirungs- Kommission sind heute worden, die breiten Schichten der Bevölkerung dadurch mehr an in Hadersleben zusammengetreten behufs Festsetzung der regelmäßiges Sparen zu gewöhnen, daß die Spargelegenheit dem Seegrenze im Kleinen Belt zwischen Preußen und DäneDie Thorner Rede wird von dem Bismarck'schen schlagen sei. Kleinere Sparbeträge in Höhe von 50 Pf., 1, 2 Sparer entgegengehe, indem etwa folgendes Verfahren einzu- mart. Ring mit allem Eifer und aller Macht gegen Caprivi aus oder 4 M. werden durch Sparkassenboten allwöchentlich bei genügt. Die saubere Gesellschaft glaubt offenbar, jetzt sei den Sparern abgeholt. Die Kassenboten quittiren über den schreibt: Ein neuer Treubund. Die„ Köln. Bolts Zeitung" Der Moment gekommen, um den alten Kurs und die alten Empfang durch Sparmarten, welche von den Sparern in Personen des alten Kurses wieder ins Amt und an die besondere, 52 Felder enthaltende Sparmarkenbücher eingeklebt aus Süddeutschland Raum, in welcher die Gründung eines " Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" giebt einer Zuschrift Klinke der Gefeßgebung zu schmuggeln. Jedenfalls ist die werden. Nach Schluß des Sammeljahres werden Lage in den oberen Regionen unklarer als je- und zwar während deffelben einbezahlten Spareinlagen mit 17/10 pet. Unterwerfung der Sozialdemokratie und des Anarchismus sein die Bürgerbundes angeregt wird, dessen Zweck die Bekämpfung und tragikomischer Weise wesentlich infolge der„ klärenden" von der Sparkasse verzinst und die Sparmarkenbücher in Spar- soll. Dieser Vorschlag ist nicht neu. Kurz nach Erlaß des faffenbücher umgetauscht, auf welche dann in der bisher üblichen Sozialistengefezes tauchte in einer Broschüre der Borschlag auf, Weise weitere Spareinlagen eingezahlt oder zurückgenommen einen Zehntenbund" zu gründen, der gewissermaßen die innere ,, Der Kaiser und Fürst Bismarck an der Spite werden können. Die Durchführung dieser Vorschläge, die Mission gegen die Sozialdemokratie übernehmen sollte. Der der Opposition" das ist die Formel, in welche wenigstens in den Städten ohne größere Schwierigkeit möglich Behntenbund sollte aus allen Schichten der Gesellschaft sich zu cin konservatives Blatt, die Schlesische Zeitung", das sein wird, erscheint im Interesse der Gewöhnung namentlich der sammensetzen und seine Mitglieder zur Bekämpfung der SozialTohuwabohu der inneren Lage zu klassischem Ausdruck wünschenswerth und würde voraussichtlich auf die Hebung des Uebelstände, sowie durch Selbstbethätigung und Selbstbeschränkung minder bemittelten Volksklassen an regelmäßiges Sparen durchaus demokratie durch festes Zusammenwirken für Heilung sozialer bringt. Und das troß zweier ,, klärenden" Reden. Trot?- Spartassenwesens förderlich einwirken. Ew. zc. ersuche ich dem-( besonders beim Luxus) verbinden. Jedes Mitglied follte außerVom Ephen. Der Ephen hat seit der bekannten gemäß, bei den öffentlichen Sparkassen dortiger Provinz die dem den Zwecken des Bundes den zehnten Theil seines EinKönigsberger Strafrede", die so zärtlich war für die Junker, Schaffung ähnlicher Einrichtungen in Anregung zu bringen und tommens widmen.( Au! Wie wird Euch?) Die Mitglieder sollten in gewissen Kreisen ein politisches Intereffe erlangt. Wie fationen ins Leben getreten und welche Erfolge damit erzielt zeichen( eine blaue Armbinde mit der weißen Inschrift X- Bund") mir nach Jahresfrist zu berichten, inwieweit solche Organi die übernommenen Verpflichtungen öffentlich durch ein äußeres AbEpheu sollte der Adel sich um den Eichenstamm der worden sind." Monarchie ranken. Das Gleichniß war nicht glücklich, Was sich der Minister des Innern bei den elenden Ritter- Drden" verbinden. Der Plan, der ebenfalls aus Südbekennen. Das Ehrenzeichen sollte die Mitglieder zu einer Art wenn auch geschichtlich und naturgeschichtlich sehr wahr, Löhnen der Staatsarbeiter, bei der herrschenden Arbeits- Deutschland angeregt wurde, ist damals viel erörtert und auch aber gerade durch seine Wahrheit das Gegentheil dessen be losigkeit, bei den trostlosen Wohnungszuständen, den elenden von der Nordd. Allg. 3tg."" im Prinzip" gutgeheißen worden, fagend, was gesagt werden sollte. Indeß, wie dem nun Ernährungs- und Gesundheitsverhältnissen feine nahes von seiner Ausführung hat man jedoch nie etwas gehört. Wohl sei, durch das Gleichniß wurde die Aufmerksamkeit auf den liegenderen sozialpolitischen Aufgaben stellt, wie die Be sprach und schrieb man viel von der„ poſitiven Bekämpfung" Epheu gezogen, und irgend ein findiger Kopf hat u. a. aus- förderung des Sparsinnes, erscheint zwar uns nach den der Sozialdemokratie, für welche die„ Nat.- 3tg." dem liberalen gegraben, wie Goethe sich über das Adelskraut geäußert Erfahrungen, die wir zu machen Gelegenheit haben, nicht Sichel des Sozialistengesetzes die sozialdemokratischen Organi Bürgerthum den Löwenantheil" zuwies; aber als erst die hat. In Dichtung und Wahrheit" Theil III, Buch 12 sehr bemerkenswerth. Wer es aber gut mit den Arbeitern fationen niedergemäht hatte, verließ man sich auf die Polizei. stellt der Altmeister Goethe, dieser Kaiser unter den Königen meint, der muß ihnen, wie Ferdinand Lassalle, energisch vom Voraussichtlich wird auch aus dem neuen Bürgerbund" nichts des Geistes, der sich auf die Menschen und die Natur ver- Sparen abrathen, der muß ihnen sagen, ihr stört eure und werden." stand wie kaum ein zweiter, dem Ephen folgendes Zeugniß eurer Frau und Kinder Lebenskraft, wenn ihr von eurem aus: Wie die Mollusken keine Knochen, so hat der Epheu färglichen Verdienste für die Sparkasse etwas abknapst, sucht teinen Stamm, mag aber gern überall, wo er sich anschmiegt, euch so gut wie es unter den gegebenen Verhältniffen mög die Hauptrolle spielen. An alte Mauern gehört er hin, an lich ist, zu nähren und zu wohnen, organisirt euch, dann denen ohnehin nichts mehr zu verderben ist, von neuen Ge- forgt ihr für euer leibliches und geistiges Wohl besser, als bäuden entfernt man ihn billig; die Bäume saugt er aus, wenn ihr das Graf Eulenburg'sche Rezept befolgt. und am Allerunerträglichsten ist er mir, wenn er an einem Pfahl hinaufflettert und versichert, hier sei ein lebendiger Stamm, weil er ihn umlaubt habe." " " S blatt auch den christlichen Gewerkverein der westfälischen König Stumm beehrt in seinem Saarbrücker GewerbeBergarbeiter mit seinem Hasse, er deutet an, daß auch er Zur Handwerks Gesetzgebung. Lange Zeit hat sozialdemokratisch werden muß, worin er vielleicht nicht nichts über das Schicksal des Entwurfs des Herrn Unrecht hat. König Stumm fürchtet jede Organisation der von Berlepsch verlautet. Jetzt tauchen in verschiedenen Bergarbeiter und der Arbeiter überhaupt, selbst eine von Beitungen Nachrichten auf, wonach Herr von Berlepsch Pastoren und Kaplänen geleitete. Ein Feudalherr kann es feinen Entwurf, den Wünschen der Zünftler entsprechend eben nicht gerne sehen, daß Arbeiter, die er zu Leibeignen umgearbeitet, dem Staatsministerium vorgelegt hat. Im herabdrücken möchte, an die Wahrung ihrer Interessen und Reichskanzleramte soll es aber an Geneigtheit fehlen, diesen sei es auch in unbeholfenster Form denken, was sehr lehr Entwurf vor dem Reichstage zu vertreten. Wie das Schick- reich für die„ chriftlichen" Bergarbeiter ist. sal dieses Entwurfs auch sein mag, an der Entwickelung unserer Industrie zum Große und Riesenbetriebe, an der Thatsache der übermächtigen Ronkurrenz der Kartelle wird er nicht das Mindeste ändern. Die lex Heinze soll auf Antrag der sächsischen Regierung dem Reichstage wieder vorgelegt werden. " " Treubund- und Preußenvereine die Bewegung des Jahres So wenig die unter Friedrich Wilhelm IV. gegründeten 1848/49 hindern konnten, so wenig wird diese Bewegung, welche gleiche Verachtung zu gewärtigen hat, der sozial demokratischen Bewegung Abbruch thun. Folgende: Ueber die Agitation für das allgemeine Wahlrecht in Wien meldet eine Wolff'sche Depesche das fratischen Arbeiterschaft Flugblätter, in welchen das allgemeine Heute Nacht wurden hier von Vertretern der sozialdemo Wahlrecht gefordert wird, ausgestreut und angeschlagen. blätter verhaftet, mehrere Personen wurden wegen Widerstandes dem Landesgericht überwiesen. leber 70 Personen wurden wegen der Verbreitung dieser Flugs unserer Schutztruppe über die Witbois gemeldet. Aus Deutsch- Südwestafrika wird wieder ein„ Sieg" deutscher Seite hatte man 9 Todte und 11 Verwundete. Auf Es ist noch lange nicht der letzte schwere Verlust, den wir in den theuren Kämpfen mit den Witbois erlitten haben. Ist es wirklich nöthig, daß das deutsche Volt so schwere Opfer an Gut und Blut nußlos vergeudet. Norddeutscher" Jammer. Auläßlich einer Besprechung des Nanter Sozialistentongresses aus welcher Besprechung wir beiläufig nicht klug geworden sind, was wird verübt Pindter der zweite folgende unter'm 25. September geschrieben: Was nur ein halbwegs von der Leser, wenn er einige Zeilen weiter lieft, begreifen Zum Wahlausgang von Nogent wird uns aus Paris Stilübung, die einem delphischen Orakel gleicht: Ein Bild aus dem Gegenwartsstaat. Durch die der Regierung unabhängiges Blatt ist, sieht in dem Wahlausgang Presse geht folgende Mittheilung aus unserer nächsten Nähe: gemeinte 3iel jeder sozialistischen Demo- und seiner Politit. In der That handelte es sich auch da weniger Was ist, furz gesagt, das wirkliche und ernst von Nogent weniger eine Niederlage Robert's als die Perier's Neu- Ruppin, 24. September. In der Menzer Forst hatten tratie? Es ist die fortschreitende Proletarium die Person des präsidentiellen Kandidaten als um seinen Pros im vorigen Jahre zwei Förster einen schweren Kampf mit vier firung des Staatsweckes, bis der Augenblick gekommen tettor. Wäre ein anderer Lakai an Wilddieben zu bestehen gehabt. Während der eine im Hand- sein wird, um mit einem Schlag die gesammte Best im- treten, hätte ihn das gleiche Schicksal ereilt; denn man votirte Stelle Robert's ge gemenge zu Boden geworfen wurde, gelang es dem andern an- inung des Staatswillens einer proletarischen nicht für oder gegen Robert, sondern für oder gegen Perier. Und zulegen, und fein Schuß traf zwei der Wilderer. Dittatur in die Hände zu spielen. Dieser Beamte wurde beurlaubt und zu seiner Vertretung ein der Charakter Dies ist damit man sich ja nicht irre, hat das Casimir'sche Bedientenblatt, der Revolution, welche der der Petit Républicain de l'Aube", in einem besonderen Artikel Forstgehilfe von der Oberförsterei Alt- Ruppin dorthin gesandt. bestehenden Gesellschaft angekündigt wird. der Sympathien gedacht, die Herr Perier für Robert hege und In der Nacht vom Freitag zum Sonnabend ist nun der junge Dunkel ist der Rede Sinn. Nein, das ist mehr als dem zart hinzugefügt:" Und wenn die Wähler für Herrn Edmond Mann im Wald erschossen aufgefunden worden. Man ver: dunkel. Proletarisirung des Staatszwecks? Die Bestim muthet, daß die Wilderer ihn für den alten Förster, an dem sie mung des Staatswillens in den Händen einer proletarischen fich rächen wollten, gehalten und getödtet haben. Man sollte denten, wir wären auf Korsika. Und diese Dittatur"?" Erkläre uns, Pindtur, Pindtur, diesen Zwieentsetzlichen Vorgänge, die durch unsere unheilvollen i I b spalt der Natur." Wir finden beim eifrigsten Suchen nichts als die Prolegesetze hervorgerufen find, werden und das ist so tarifirung eines Redaktionsbirns. recht bezeichnend unter Vermischtes" erzählt. Wir " Robert stimmen werden, dann werden sie wissen, bis wohin ihr Stimmzettel geht." Dem gegenüber ist es nun komisch, wie die Regierungsblätter den geschlagenen Kandidaten von sich abe zuschütteln suchen. Am tomischesten von Allen benimmt sich aber wohl der Siècle" dabei. Das Yves Guyot'sche Blatt, das nach dem ersten Wahlgang fast an einen Sieg Robert's glaubte, tischt es heute nämlich seinen Lesern auf, daß, wenn er hätte fulturftolze Zivilisationsmenschen sind an derartige Barbareien Der antisemitische Augiasstall, den die ftreitenden können. Aber wissend, welchen Gebrauch die Sozialisten davon reden wollen, er gar Vieles gegen Robert hätte vorbringen so gewöhnt, daß wir ihnen gar keine Bedeutung beilegen, Rämpen Bauer( Erwin) und Wesendonck zu Leipzig zu machen versuchen würden, wollten wir in feiner Weise an und sie mit dem Sturz eines Droschtengauls auf die gleiche in ihrer blinden brudermörderischer Wuth dem profanen die Niederlage des Herrn Robert mitverantwortlich sein". Und Stufe stellen. Publikum öffnen wollten, bleibt verschlossen und vernagelt. auf solche Art glauben die mit Herrn Robert Geschlagenen die Die beiden Kämpen haben sich nämlich vertragen. Gestern Unpopularität Berier's und seiner Politik verdecken zu können. geschlagen, heut vertragen wie lautet doch das Sprüch- Arme, arme Thoren! Zur Beförderung des Sparsinns in den minder bemittelten Klassen der Bevölkerung hat der Minister des Innern nachstehende Verfügung an die königlichen Oberpräsidenten gerichtet: meinem Wege fürcht' ich ihn nicht;" antwortete der andere ruhig, und folgte mit seinem kleinen Begleiter getrost dem schnell vorangehenden Ammon. Vierzehntes Rapitel. wort? Der Gewerkschafts- Kongreß von Nantes. Unser Pariser Korrespondent schreibt uns unterm 23. September Theater. Die Frage ist gestern beantwortet worden. Günstig für die Dichtung, günstig für die Aufführung. Dänisch- preußische Grenzregulirung. Die preußische gebens waren die Bitten Margarethens, umsonst die Vorstellungen des Sohnes, der sich erbot, an seiner Statt auf den Römer zu eilen, und für ihn einzustehen in der ge- Deutsches Theater. Die Weber, Schauspiel von fährlichen dunklen Nacht. Der unbeugsame alte Mann Gerhart Hauptmann. Das Hauptmann'sche Stück hat Findet ihr den Trost nicht in der hatte zu viel Eifer, einen all zu hohen Begriff von seiner bekanntlich eine Geschichte. Die Aufführung wurde polizeilich Nähe, so erhebt Euch und sucht ihn Würde, als daß er hier fich hätte überreden lassen können; verboten und erst nach langen gerichtlichen Rämpfen erfolgte die immer höher; der Paradiesvogel flieht er ging und ließ seinem Dagobert noch obendrein den Be Aufhebung des Verbots. Weder über dieses Vorspiel, das nur fieben hohen Sturm, der sein Ge- fehl zurück, als Schirmvogt im Hause zurückzubleiben, und eine ehrenvolle Empfehlung war, noch über das Stück selbst wollen fieder packt und überwältigt, bloß höher für das Wohl der Frauen besorgt zu sein. Darauf ging wir hier reben. hinauf, wo feiner ist. Jean Paul. er hinweg und wollte kaum dem Edeltnecht von Hüls- liche in Deutschland. Von der Freien Bühne war das Stück Die geftrige Ausführung der Weber" war die erste öffentNoch eine Stunde vor jenem wüsten Lärm und Getöse, hofen, den Dagobert zum Beistand aufgefordert, erlauben, vorher schon zweimal, von der Neuen Freien Volksbühne mehrere von welchem jetzt die bedrohte Stadt wiederhallte, war Diethers an seiner Seite zu bleiben, damit er unversehrt wieder Male und von der Freien Boltsbühne siebenmal gegeben Haus ein Schauplatz stiller geselliger Freude gewesen, und ein nach Hause kehre. Das Hochzeithaus gewann nun ein worden, und hatte seine Bühnenwirkung bewiesen und den froh und zärtliches Brautpaar hatte bei Tafel und Tanz die ganz anderes Ansehen. Das Gesinde wurde ausgeschickt, Beifall des Publikums sich erworben. Dieses Publikum Ehrenämter des Hauses verwaltet, um den Gästen gefällig zu und nur einige rüstige Knechte zur Hut der Pforte zurück- Gegenstand und die leidenden Helden des Stückes warm war freilich ein solches, das naturgemäß für den sein. Das Brunkgemach des Gebäudes, das ganze Jahr hin- behalten; die zurückgebliebenen Frauen hatten sich in einen fühlen mußte. So blieb also die Frage: wird das aus Gegenstand und die leidenden Helden durch verschlossen, und nur bei feierlichen Anlässen eröffnet, dichten Kreis um Frau Margarethen, die Frau von Dür- anderen Elementen zusammengesetzte Bublikum des Deutschen hatte auch diesmal den Freunden und Geladenen seine Herr ningen und den Pater Johannes gedrängt, der am Morgen Theaters fich ebenso sympathisch verhalten? lichkeiten aufgethan. Längs der blank getäfelten Wand die Trauung verrichtet hatte, und nun all seine Bestreckte sich der reichbelastete Tisch, von Polsterbänken und redsamkeit aufbieten mußte, um seinen ängstlichen Zuzierlich geschnitzten Schemeln umgeben; ein reicher Schenk- hörerinnen nur eine Quelle des Trostes zu eröffnen. In Die Aufführung fann nur gelobt werden. Der schlesische tisch strahlte neben der bemalten Eingangsthür. Gegenüber dem Erker stand Dagobert, unruhig nach dem Himmel Dialekt, der leicht zu einer Klippe des Erfolgs werden konnte, fanden die Spielleute ihren erhöhten Play. An den Wänden blickend, ob er sich nicht von Brandglut röthe, oder nieder- wurde mit Geschick und Tatt gehandhabt. Gerade die Abmilde flammten Armleuchter, von der gemalten Decke schwebten an schauend nach dem unfernen Liebfrauenberge, wo die ung, die ein Rezenſent tadelt, war lobenswerth; die Lokal grünen Laubgewinden viele Kerzenreife herab, von welchen Reisigen der Stadt ihre Roffe tummelten und des Lärms färbung blieb, aber das Verständniß wurde Niemandem er lange und buntglänzende Bänder herniederflatterten, bis auf viel war. Seine junge Gattin stand neben ihm, seine Das Zusammenspiel, auf das es in einem Stück mit Massendie Scheitel der Tanzenden mitten im Saale. Denn das Hand in der ihrigen haltend, und forschte still und weh- aktion doppelt antommt, war vortrefflich, und wenn junge Bolt hatte, Braut und Bräutigam an der Spize, müthig in des Geliebten Antlig nach dem Bustande seines auch hier und da etwas zu viel geschauspielert ward was den Tisch verlassen, um sich an rascher Bewegung zu er- Gemüths. Da fiel ein Blick der Liebe aus des jungen in einem Stück von photographisch- phonographischer Realistik gößen. Die Alten waren zurückgeblieben, und ließen sich Mannes Auge auf die Bräutliche, und er sprach mit zarter doppelt stört so that dies doch der ausgezeichneten Gesammt das letzte Brachtstück der reichen Tafel, den töftlichen Stimme, ihre Wangen streichelnd: Sei nicht also be- leistung feinen Abbruch. Die Gruppen waren echt tünstlerisch Mandelkäse schmecken, der bei feiner ähnlichen Festlichkeit lommen, gute Regina. Es scheint zwar ein gewaltig Un- geordnet- meistens wahre Musterleistungen. Und für die fehlen durfte, und auf dessen Zubereitung die größte Sorg- heil die Stadt zu bedrohen, oder schon betroffen zu haben, mit den, wesentlich gleichen Daseinsbedingungen unterworfenen Bebenstreue der Darstellung können wir, die wir Jahrzehntelang falt verwendet wurde. Während nun also Alt und Jung aber die Bürger von Frankfurt find ein starkes Bolt, zu sächsischen Webern rege verkehrt haben, selber ein Zeugniß ab= dem Vergnügen fröhnte in erlaubter Hingebung, brach ſammenhaltend wie an stählerner Kette, und Brust an legen. plöglich von außen die Störung ein, die das lustige Band Brust zu einer Mauer reihend gegen den gemeinschaftlichen Das ganze Stück, von Hauptmann selbst ein„ Schauspiel" der Gesellschaft zerriß."' s ist Feuer!" schrie alles, und die Feind. Da prallen denn gewöhnlich auch die Pfeile des Männer, besorgt für ihr Hab und Gut, machten sich bereit, Unglücks machtlos ab, und Rettung findet sich in der dahin zu gehen, wo ihre Gegenwart erforderlich sein möchte. bränendsten Gefahr. Darum faffe Muth. So lange mein Auch Herr Diether säumte nicht, seiner Schöffenpflicht zu Arm Dich umschlingt, soll Dir nicht Brand, nicht Feind gehorchen, die ihn zum Mittelpunkte der Gefahr rief. Ver- Schaden zufügen." ( Fortschung folgt.) schwert. nicht ein Drama und auch nicht ein Trauerspiel genannt ist eigentlich nur eine Reihenfolge von lebenden sozialistisch und revolutionär genannt. Das ist nicht richtig; und Bildern in Bewegung und Handlung. Man hat" Die Weber" der Verfasser hat, in seinem Prozesse um das Stück, nicht mit ngrund hiergegen protestirt. Ein sozialistischer und revolutionärer Was dem Geweikschafts-Konzre? von Nantes sein besonderes Kerräge ausdrückt, ist die Votirung des allgemeinen Streiks. Wessen Arbeit der Kongreß damit verrichtet hat, das zeigt ein Blick auf die Bourgeoispresse. Das Votum sollte ei» Schreckschuß sein, die Bourgeoisie dadurch eingeschüchtert werden.„Die Drohung allein," hieß es auf dem Kongreß,„sei danach angethan, uns den Sieg zu sichern." Und stehe da: Dieselbe Presse, die nicht genugGift und Galle für den Soziali st en-Kongreß hatte, weiß sich nun nicht mehrvorFreude über dasVotumdes Eewerkschafts-Kongresses zu halten. Ihre Freude schlägt geradezu in anarchistischen Lyrismus über.„Die Guesdisteu," ruft sie frohlockend,„sind erdrückt worden." Und jubelnd klingt es weiter:„Es ist der Triumph der Partei der revolutionären Thätigkeit über die Partei der parlamentarischen Politik und der Wahlpropaganda."—„Indem die Eues de, Jaurös zc. den allgemeinen Streik bekämpfen, kämpfen sie im Grunde nur für sich und ihre Leitung der Arbeitermassen."— „Die sozialistischen Führer werden gelassen und befriedigt, sobald sie ins Palais Bourbon (Abgeordnetenhaus) eintreten."—„Die einfachen Soldaten merken, daß ihre Führer, seit sie galonnirt sind, viel von ihrem Feuer verloren haben":c. jc. Hätte die Bourgeoisie � vor dem allgemeinen Streik nun gar einen so großen Schrecken, wie sich dies seine Anhänger einbilden, dann würden ihre Zuhälter das Votum sicherlich nicht gegen diejenigen ausspielen, deren Propaganda ihnen am Vorabend noch so gefährlich schien, daß sie stürmisch nach einer„Gegenpropaganda" verlangten— es sei denn, daß „Tempi* und Konsorlen der„parlamentarischen Politik" plötzlich den lliücken gekehrt und sich der„revolutionären Thätigkeit" zugewendet haben. Und wenn die„Ocdnungs"presse sich noch wenigstens mit der Freude begnügte, durch das Votum des Kongresses die „Partei der Guesde und Jaurös" erdrückt zu sehe», dann ginge dies noch an. Denn diese„Erdrückung" kann sich die Arbeiter- pariei um so leichter gefallen lassen, als während der Marseiller Gewerkschaftskongreß sich mit allen gegen eine Stimme für den allgemeinen Streik ausgesprochen hatte und bei einem später vor- genommenen Referendum sich von 122 Arbeiterorganisationen nicht weniger als 102 dafür erklärten, dies Mal ein volles Drittel der K on g re ß d el egi r t en gegen den allgemeinen Streik votirt hat. Was aber viel schlimmer ist, daß ihr dieses Votum so recht Wasser auf ihrer Mühle zur Erdrückuug der Gewerkschaften ist und sie auf dasselbe hinweisend, den öffentlichen Gewalten nun zurufen kann, wie dies z. B. der„Temps" thut: „Seht Ihr, welcher Eingebung die Arbeiter- gewerkschaften folgen und wie sehr sie von dem ihnen vom Gesetz vorgeschriebenen Wege abweichen!" Also weit entfernt, der herrschenden Klasse einen Schrecken einzujagen, kommt ihr, wie dies ihre Presse beut- lich genug zeigt, die Androhung des allgemeinen Streiks geradezu erwünscht. Was nun die Diskussion über den allgemeinen Streik an- belangt, so läßt sich über dieselbe nur wenig sagen, trotzdem sie nicht weniger als fünf Sitzungen füllte. Selbstverständlich spielte Belgien wieder eine große Rolle. Dabei vergaßen die Dele- girten, die den bekannten belgischen Streik als ein Haupt- argument für den allgemeinen Streik ins Feld führten, daß dieser Streik erstens kein allgemeiner, sondern ein nur an einzelnen, wenn auch maßgebenden Orten hervorgetretener Massenstreik war, daß er ferner einen klaren, bestimmten politischen Zweck, die Erringung des allgemeinen Stimmrechts, ver- folgte und daß— was zumeist gänzlich übersehen wird— ein namhafter Theil der Bourgeoisie in diesem Kampfe hinter den Arbeitern st a n d. Und trotz alle- dem konnte die belgische Arbeiterpartei keinen vollständigen Sieg erreichen und mußte sich schon mit einem Pluralvotum das ist statt des allgemeinen gleichen Stimmrechts mit einem' solchen begnügen, das der Stimme des ersten besten Protzen ein doppelt, drei und mehrfaches Gewicht verleiht, als der eines ein- fachen Arbeiters. Und sie begnügte sich mit diesem ungleichen Stimmrecht, weil sie wußte, daß der Streik, obwohl er kein Generalstreik war, sich über diesen ersten Sieg hinaus nicht mehr länger halten lasse und sie daruni denn auch— allerdings zum Aerger der Anarchisten— zum Rückzug blasen ließ. Der belgische Streik kann somit allem, nur nicht einem allgemeinen Streik als Argument dienen und am allerwenigsten in einem Lande, das wie Frankreich das allgemeine gleiche Stimmrecht besitzt. Soll die Bourgeois-Herrschaft gebrochen werden, dann giebt es ein viel einfacheres und probateres Mittel als den Generalstreik, und das ist die richtige Benützung des Stimmzettels.„Ja, glaubt Ihr denn", rufen da die Ver- tdeidiger des allgemeinen Streiks ihren Gegnern zu,„daß die Bourgeoisie von dem Tage an, wo sie sähe, daß ihr das all- gemeine Stimmrecht zu einer ernsten Gefahr würde, sie dasselbe noch länger aufrecht erhalten würde"? Nun, darauf sollte Dichter hätte, um die Leiden des Volks zu zeigen, vermuthlich .e.inen anderen Stoff gewählt, der auch die Kraft des Volkes besser zur Anschauung gebracht hätte— jedenfalls hätte er den Stoff anders bearbeitet. Immerhin ist das Stück ein soziales Bühnenwerk von packender Gewalt, ein Spiegel, der den Machthabern vorgehalten wird, und eine Mahnung, wie sie in neuerer Zeit von der deutschen Bühne herab nicht niit annähernder Eindringlichkeit an die Reiche» und Satten gerichtet worden ist. Hier ist Wahrheit— so haben die schlesischen Weber ge- hungeri, so sind sie zur Verzweiflung getrieben, so sind sie von dem Staat, der seine Aufgabe nicht begriff, über den Haufen ge- schössen worden. Und diese Wahrheit ist Vielen unangenehm. Ja, wäre es eine vergangene Wahrheit, ein Märchen aus alter Zeit— durch Entfernung verliert die bitterste und stachlichste Wahrheit ihre Bitterniß und ihren Stachel. Aber solche Zustände bestehen noch beute, und die, welche bei den heutige» Zuständen sich wohl fühle» und ein Interesse an deren Erhaltung haben, lieben es narürlich nicht, daß das gesellschaftliche Elend auf die Bretter kommt,„die die Welt bedeuten". Nicht jede Wahr- heit verabscheuen sie, behüte— die freie Liebe, die in den modernen Ehebruchs- und Bordelldramen sich un- verhüllt spreizt, kann dieser feinen und faulen Gesellschaft nicht nackt und naturwahr genug auf die Bühne kommen, allein die Wahrheit, die als Anklägerin und Mahnerin austritt, ist ihr in den Tod verhaßt. Und diese Gesellschaft— das läßt sich aus den Besprechungen ihrer journalistischen Organe heute schon ersehen— wird Nichts unversucht lassen, um„Die Weber" wieder von der Bühne zu verdrängen. Gestern schon wurden Oppositionsversuche gemacht; sie wurden jedoch von der allgemeine» Stimmung erdrückt. Ob- gleich das Publikum nur zuni kleinsten Theil aus Sozialdemo- kraten bestand, war der Beifall groß. Verdienlermaßen. Es wäre vielleicht noch günstiger gewesen, hätten nicht einige der Anwesenden ihre Bewunderung für den Dichter und ihre Miß- billigung der seinem Stück durch die Zensur bereiteten Hinder- nisse so übertrieben geäußert, daß der Verdacht einer Claque er- weckt wurde. Blinder Eifer schadet nur, und gut wäre es, dies würde für die weiteren Aufführungen beherzigt, denen wir das vollste Gelingen wünschen. Es handelt sich hierbei nicht um eine Parteisache— das habe» wir bereits festgestellt— sondern um die Würde und Freiheit der deutschen Schaubühne, und um die Vereülung eines unzweifelhaft geplanten Komplottes aus den Reihen der vereinten Reaklionsparteien. OrneZa. man es erst ankommen lassen, ehe man sich zum General- streik wendet, und man würde sehen, daß an dem Tage, wo die Bourgeoisie einen solchen Staatsstreich wagte, wie es die Abschaffung des allgemeinen Wahlrechts wäre, sich die Steine sozusagen von selbst zu Barrikaden erheben würden. Und dann, welche Logik. Würde die Bourgeoisie es sich nicht ruhig gefallen lassen, wenn das allgemeine Stimmrecht gegen sie ausschlüge, würde sie in diesem Falle schon einen Ge- waltstreich verüben— und diese Möglichkeit möchte ich nicht bestreilen—, ja wie kann man dann annehmen, daß sie sich einem allgemeinen Streik gegenüber ruhig verhalten würde?... Uebrigens würde man Unrecht haben, der Votirnng des allgemeinen Streiks ein besonderes Gewicht beizulegen. Das muß den Bourgeois-Blättern überlassen werden. Der allgemeine Streik ist blos„im Prinzip" votirt worden und beim„Prinzip" wird es wohl auch bleiben. Schade nur, daß so viel Zeit damit verloren wurde. Doch, genau bedacht, kann man auch das nicht sagen, denn die Diskussion hat ein gutes Stück Klarheit in die Köpfe gebracht, und dazu haben, wie noch nachträglich bemerkt sei, unsere Freunde L a v i g n e und D e l c l u z e, die beide den Standpunkt der Arbeiterpartei in glänzendster Weise vertraten, ganz wesentlich beigetragen.— Zur Kamerunschande. Als Ergebniß der Unter suchung gegen den Kanzler Leist theilt der oft zu offiziösen Mittheilungcn benutzte„Hamb. Korr." mit, daß dessen Kameruner Verhalten sich„durchaus nicht als tadellos" herausgestellt habe, andererseits seien die Hauptpunkte der Beschuldigungen erfunden oder stark übertrieben. Das Schlimmste sei die Verwendung voll„Pfandweibern" während ihrer Hast zu Belustigungen und Tänzen. Trotz dem sei an eine Weiterverwendung Leist's nicht zu denken. Die Frage, ob die Verhandlung in'Potsdam geheim gehalten werden soll, ist noch offen.— Die Tyrannei der frauzösische» Fachvereine, (Syndikate) wird, nach Ansicht der kapitalistischen Blätter, dadurch bewiesen, daß einiges Streikbrecher in Rive-de-Gier die ihre Haltung bereuten, auf Anrathen des sozialistischen Abgeordneten Toussaint sich der Gewerkschaft der Glas arbeiter wieder anschlössen und nachstehenden Brief an die Gewerkschaft richteten: „An die Miiglieder des Fachvereins der Glasflaschen- Ar beiter von Rive-de-Gier. Bürger! Ich bedaure tief die unüber- legte Handlung, die ich anläßlich des allgemeinen Ausstandes der Glasarbeiter-Genossenschaft beging, indem ich feige zur Arbeit zurückkehrte im Gegensatz zu allen Kameraden, die einmnlhig feierten bis zum Tage der Besserung und des Triumphs der in der Folge erzielten Rückforderungen, und von Gewissens- bissen geplagt seit dem Tage meiner unqualifizirbaren Haltung wende ich mich an Euch, um den großen Fehler gut zu machen, den ich unter dem Drucke der Arbeitgeber beging, und bitte den Fachverein, mir zu verzeihen und mich später in seiiien Schooß auszunehmen. Zugleich verpflichte ich mich, stets seine Satzungen und Beschlüsse zu beobachten und nie mehr die Rolle des Rene- gaten zu spielen. Meine Haltung seit jenem Tage schmerzt mich ungeheuer, nicht nur mich, sondern auch meine Kinder, die keine Achtung mehr vor einem Vater haben, der ihnen ein so schlechtes Beispiel gegeben hat. In der Hoffnung, Bürger, daß ihr mein Gesuch günstig aufnehmen werdet, bitte ich Euch, an meine Aus- richtigkeit zu glauben. Gezeichnet: N. N." Das ist doch sehr natürlich und sehr vernünftig. Die „Tyrannei" besteht offenbar darin, daß die Arbeiter sich von den Herren Geldsäcken nicht länger haben tyrannisiren lassen.— Eine Reform der Erbschaftssteuer, deren Mehr- betrag auf 20 Millionen Mark geschätzt wird, beabsichtigt die französische Regierung vorzuschlagen. Die Steuer soll progressiv nach dem Grade der Erbfolge und nach der Höhe der Erbsumme sein. Man hofft mit Hilfe dieser neuen Steuer den nächsten Etat ohne Defizit abzuschließen, für später, so verlautet offiziös, soll„untersucht werden, ob die- felbe nicht zur Dotirung einer Arbeiter-Pensionskasse benutzt werden kann". Von diesem Wechsel auf die Zukunft wird kein Arbeiterinvatide satt werden. Uebrigens tst die Ver- wendung der Summe für neue Kanonen wahrscheinlicher, als die für Arbeiterpensionen.— Tante Bost und Casimir Perier.„Es ist erstaun- lich, mit welcher Verbissenheit Radikale und Sozialisten Herrn Casimir Perier verfolgen", läßt die„Vossische Zeitung" sich aus Paris schreiben. Die gute Tante er- staunt bekanntlich auch, daß die italienischen Radikalen und Sozialisten dem Renegat und Standrechts«Diktator Crispi nicht als Charakter bewundern und nicht als Ar- beiterfreund verehren.— Auch die Portugiesen haben in Afrika wieder die Leiden der Kolonialpolitik gespürt. Wie nämlich dem„Reuter'schen Bureau" aus Lourenyo Marques gemeldet wird, ist die Lage dort kritisch. Die zurück- berufenen portugiesischen Truppen wurden von den Eingeborenen unter Mahazula bis zur Stadl verfolgt und ließen Kanonen und Munition im Stich. Der Gouverneur sandte nach Lissabon einen Protest gegen die Landung der englischen Marine- Infanterie. Die gesammte portugiesische Streitmacht besteht aus 120 euro- päischeu Soldaten und 200 Schwarzen, dre Streitmacht Mahazula's ans 7000 Manu. Es ist ungewiß, ob der Maputa-Stamm die Portugiesen unterstützen wird. Man befürchtet, daß Gungunhama sich erheben werde.— Ueber die bulgarischen Wahlen, bei denen unsere Parteigenoffcn sehr thätig waren und auch Erfolge davon- trugen, werden wir in den nächsten Tagen einen ausführ- lichen Bericht bringen. Daß die Regierung eine Majorität bekommen würde, verstand sich von selbst. Stambulow's Anhang hat sich als sehr schwach erwiesen. Die Sozialisten haben zum mindesten einen ihrer ltandidaten, vielleicht mehrere, durchgebracht. Jedenfalls wird der Sozialismus in der Sobranje von nun an vertreten sein.— Rnstlands Einstuft in Bulgarien ist im Wachsen begriffen. Die nicht russophilen Mitglieder des Kabinets haben infolge des Wahlergebnisses ihre Demission gegeben.— „Die Japanese« holen für Andere die Kastanien aus dem Feuer"— sagt, mit Hinsicht auf die Kämpfe um Korea, die Londoner„Saturday Review", das Haupt- Wochenorgan der englischen Konservativen. Die„Saturday Review" dürfte recht haben. In aller Stille ziehen die Engländer eine gewaltige Flotte in den chinesischen Ge- wässern zusammen,— auch eine russische Flotte sammelt sich dort, und gelegentlich wird wohl zwischen die kämpfen- den Parteien ein Blitz niederfallen.— VarketttsÄlvtbsIken. Alö Delegirter zum Parteitag in Frankfurt a. M. wurde für Stettin Genosse Storch gewählt. In derselben Versammlung wurden 10 Dclegirte für den pommerschen Parteitag gewählt.— Ter Kieler Wahlkreis wird aus dem Parteitag durch Genossen Stich- Rendsburg vertreten sein. Auf Antrag eines Redners hatte man von der Wahl eines Kieler Parteigenossen Abstand genommen, um diesmal einem kleineren Ort das Recht zu überlassen. In einer öffentliche» Partei-Versammknng in Hannover, in welcher der Reichstags-Abgeordneie Gen. Meister über die Thätigkeit des deutschen Reichstags referirte, wurde folgende Resolution einstimmig angenommen:„Die heute im großen Saale des Vallhofs tagende öffentliche Partei-Versammlung er- klärt sich mit der Haltung der sozialdemokratischen Fraktion im Reichstage während der letzten Session einverstanden und ist der Ueberzeugung, daß die Vertreter der Sozialdemokratie auch in Zukunft die Interessen der Allgemeinheit nach bestem Wissen und Gewissen fördern und wahren werden." Sodann fand die Wahl der Delegirten zum Parteitag statt; gewählt wurden die Genossen S i t t i g und W i e h l e. » m■ * Die Parteikonferenz für den 9. hannoverschen Wahlkreis Hameln-Springe fand am 23. d. M. in Springe statt. Anwesend waren 92 Vertreter. Aus der Abrechnung, die von dem Ver- trauensmann Genossen Sievers vorgelegt wurde, geht hervor, daß die Einnahmen 1003,41 M., die Ausgaben 705,47 M. betragen, so daß ein Kassenbestand von 302,94 M. besteht.— Besondere Klage wurde von mehreren Rednern geführt über Lokal- abtreiberei, wie sie von Behörden und Privaten geübt wird. Schuld seien vielfach auch die Genossen selbst, da sie die Wirthe, die ihnen die Lokale frei geben, nicht ge- nügend unterstützen.— Als Delegirter zum Frankfurter Parteitag wurde Genosse Brey-Hannöver gewählt.— Eine längere Debatte entspann sich über die Presse. Die Genossen von Hammeln beantragen, den Verlag des„Volkswille"(Hannover) zu ersuchen, den Abonnementspreis von 80 auf 60 Pf. herab zu setzen. Ein anderer Vorschlag ging dahin, eine Wochenausgabe des„Volkswille" heraus zu geben. Es wurde beschlossen, die Angelegenheit einer Kreiskonfercnz zu unterbreiten. »» • Ein Kartell mit de» Sozialdemokraten versucht, wie aus Kopenhagen berichtet wird, die radikale Linke, welche ihrer bisherigen Führer verlustig gegangen ist, zu schließen. Unsere Genossen sind jedoch nicht geneigt, darauf einzugehen. Im Kopenhagener„Linkenverein", der fast ausschließlich aus Radi- kalen besteht, erklärte der Hauptredner, die radikale Linke und die Sozialdemokraten hätten dieselben Aufgaben und ein gemein- sames Ziel und sie sollten daher bei den bevorstehenden Folke- thingswahlen zusammengehen, um ihre Kandidatur durchzusetzen. Der sozialdemokratische Abgeordnete Holm erwiderte darauf, daß die Sozialdemokraten ihr Ziel ohne fremde Hilfe erreichen und ihre Ausgabe selbst bewältigen könnten. Die Opposition werde künftig den Sozialdemokraten ausschließlich angehören, und wenn die Radikalen an dieser Opposition als Untergeordnete theil- nehmen wollten, fei es ihnen erlaubt; ivenn sie aber mit dieser Rolle nicht zufrieden wären, könnten sie ihre eigenen Wege gehen. Die Linke sei doch nur eine Partei der oberen Klassen, die es mit dem allgemeinen Wahlrecht nicht ehrlich meine, und die Arbeiter sollten sich daher nicht von den Radikalen am Gängel« bände führen lassen.. - 9 DaS Verbot einer Arbeitslosen- Versammlung in Dresden beantwortet unser dortiges Parteiorgan, die„Sächs. Arb.-Ztg.", am Kopfe des Blattes in großen Lettern, wie folgt: Zahlreich sind die Schaaren der Arbeitslosen auch in der jetzigen Jahreszeit. Die Reichen und Mächtigen prunken stets, daß sie es gut meinen mit den Arbeitern, mit denen, d,e in Kummer und Elend schmachten. Aber nichts thun sie, um den Kummer und das Elend der Arbeitslosen zu beseitigen. Jedoch, wenn die Arbeiter selbst daran gehen wollen, die Mittel zur Beseitigung des Arbeitslosenjammers zu besprechen, dann kommt die Behörde und verbietet, unter dem blöden Jubel der Besitzenden und Satten, das Stattfinden der Arbeitslosenversammlung! Die Behörde befürchtet„Gefahr- dung der öffentlichen Ordnung"! Demnach scheint Elend und Roth und Verzweiflung die öffentliche Ordnung nicht zu stören! Wehe aber, wenn die Arbeiter und die Arbeitslosen den Umfang ihrer Leidensschaaren statistisch feststellen, wenn sie sich über das Elend, die Roth, die Verzweiflung berathen wollen, dann wackelt Dresden, das ganze liebe Sachsenland droht zusammenzupurzeln!! Hoch lebe das sächsische Versammlungsgesetz, niit dem Elend und Roth im Handumdrehen aus der Welt geschafft werden. Hoch lebe das sächsische„Juwel"! Neber die Thätigkeit nnserer Genossen im Reichstags- Wahllreise Stendal-Osterburg, über die ivir kürzlich an dieser Stelle berichteten, möge noch Folgendes nachgetragen sein: Auch die hier immer mehr an Ausbreitung gewinnende Gewerk- schaftsbewegung liegt den Behörden so schwer im Magen, daß sie ihr Möglichstes versucht, dieselbe einzudämmen. Wir schreiben ausdrücklich versucht, denn bei Versuchen bleibt eS; erreicht ist noch nichts dabei geworden. Eine öffentliche Schuh- macherversammlung verfiel z. B. der Auflösung. Gründe dafür gab der bewachende Diener der Gerechtigkeit aber nicht an. Auf Befragen wegen der Ursachen der Auflösung erwiderte derselbe höchst geistreich:„Das habe ich nicht nöthig zu sagen." Trotz- dem fand bald darauf die Gründung einer Zahlstelle Vbs Schuh- macherverbandes statt. Auch die Maler haben stch jetzt in Stendal gewerkschaftlich organistrt. Am Mittwoch traten in einer konstituirenden Versammlung nach einem Vortrage des Genossen Theiß über die Nothwendigkeit der Gewerkschaftsbewegung fünf- zehn Mann dem Verbände dieses Berufes bei. In Osterburg sind die Arbeiter leider arg von Furcht beherrscht, sonst würden dort längst bessere Verhältnisse hinsichtlich der Organisation und der Partei erlangt sein. Belustigend ist es nun, zu beobachten, mit welchem Eifer die gegnerische Presse sich bemüht, über die im Wahlkreise abgehaltenen Volksversammlungen lügnerische Be- richte zu verbreiten. Besonders das„Altmärkische Intelligenz- und Leseblatt" thnt sich darin hervor, unseren Rednern Ausführungen in den Mund zu legen, die sie nie ge- macht haben, wie auch alles zu verkleinern und zu verdächtigen, was wir thun. Wir haben dieferhalb' den Redakteur dieses „Welt"blattes zu der am Sonnabend in Stendal stattfindenden Volksversammlung speziell eingeladen, damit er sich über seine löblichen Handlungsweisen rechtfertigen kann. Damit, daß uns derartig die verschiedensten Hindernisse bereitet werden, lassen wir uns aber weder in unserer Agitation stören, noch fällt es uns ein, darob den Muth zu verliere». Vielmehr sind wir der Ueberzeugung, daß diese Reichstagswahl einen gehörigen Zuwachs unserer Partei konstatirt. Unter allen Genosstn im Kreise herrscht nämlich die größte Zuversicht, was den Gegner» nicht nachgesagt werden kann. Trotz aller kleinlichen Chikane wird früher oder später doch der Sieg unser sein. Bei den am 25. ds. Mts. in Erfnrt stattgehabten G e- werbe-Gerichts wählen siegten in der I., IL und III. Gruppe der Arbeitnehmer die Liste des Gewerkschaftskartells. Dieselbe vereinigte 449 Stimmen gegen 46 der Hirsch-Dunkerschen und 31 Stimmen des evangelischen Arbeitervereins. Die IV. und V. Gruppe hat noch nicht gewählt. »• Die goldne Freiheit— d. h. was man so in Deutsch- l a n d darunter versteht— erlangte am Montag Abend der Genosse A. D i e h l in Burgstädt(früher in Würzen) wieder, nachdem er sieben Monate im Gesängniß zugebracht. Parteipresse. Das neue' Leipziger Partei- Organ, die „Leipziger Volkszeitung", welche, wie bekannt, am 1. Oktober an Stelle des„Wähler" tritt, soll am 29. September in 90 000 Exemplaren, ferner am 6., 13., 20. und 27. Oftober in 50 000 Exemplaren verbreitet werden. . Polizeiliches, Gerichtliches: c. Boziale Ueberlicht. Gewerkschaftliches. M an: fonen und die bet den Ausständen verwandten Ausgaben völlig ungenau sind. Dies vorausgeschickt, sucht die Kommission, Juternationale Konferenz der Thonwaaren Arbeiter soweit es möglich, dennoch ein annähernd richtiges Bild zu geben. ( Töpfer 2c.). In Görlitz wurde in den Tagen vom 23. bis 1890-91 waren von den 226 Arbeitseinstellungen 147 AngriffsDie Genoffen Schmidt und Diener in Salza wurden am 25. September die erste internationale Konferenz abgehalten. ftreits, 1892 von den 73 Arbeitseinstellungen 19 Angriffsstreits 19. September vom Schöffengericht zu je 10 m. verurtheilt. Der Im Auftrage der internationalen Kommission der Töpfer Deutsch- und 1893 von den 116 Arbeitseinstellungen 37 Angriffsstreits, erstere deshalb, weil er ein Hoch auf die internationale Sozial- lands nahm Jahnke- Berlin an den Berathungen theil. An- das heißt solche, durch die eine Verkürzung der Arbeitszeit oder demokratie am Schluß einer Volksversammlung, in der Genosse wesend sind außerdem als Vertreter anderer Länder Rägel- eine Erhöhung des Lohnes herbeigeführt werden sollte. Ist nun Elm sprach, ausgebracht hat. Der Genosse Diener, weil er eine Kopenhagen für Dänemark, Brablec: Prag, Dehl Wien und aus der Vermehrung der Zahl der Angriffsstreiks nicht rothe Fahne beim Begräbniß des Genossen Kuhnhold getragen Hogenauer- Preßburg. Wegen der hohen Kosten haben verschiedene ohne Weiteres zu schließen, zu schließen, daß die Arbeitsgelegenheit hat. Die Genossen werden Berufung einlegen. Nationalitäten von der Entsendung von Delegirten Abstand ge- günstiger oder die Stärke der Organisationen gewachsen ist, Sächsischer Wind weht durch Bayern. In einer nommen und haben der Konferenz Zustimmungsadressen über- so ließe der Erfolg der Arbeitseinstellungen einen solchen Schluß Voltsversammlung, welche über das in Nürnberg zu ermittelt. Als Tagesordnung wurden folgende Punkte genehmigt: wohl zu. Von den Angriffsstreits waren 1890/91: erfolgreich 54, richtende Arbeiterfekretariat beschließen sollte, wollte der über: 1. Bericht der Kommission. 2. Bericht der einzelnen Länder. theilweise erfolgreich 59 und erfolglos 30. 1892: erfolgreich 6, wachende Beamte die Frauen nicht dulden, da dies ein 3. Wanderunterstützung. 4. Streits. 5. Fachpresse. Das Haupt- theilweise erfolgreich 6 und erfolglos 8. 1893: erfolgreich 18, politisches Thema" sei. Die Versammlung mußte fich fügen, intereffe tonzentrirte sich auf den Punkt 3; daneben theilweise erfolgreich 11 und erfolglos 8. um der Auflösung vorzubeugen; Beschwerde wird natürlich ein- wurde die Frage eines internationalen Organs eingehend Die Abwehrstreits verliefen: 1890/91 79 Streiks, davon ergelegt werden. durchberathen. Von den wesentlichen Beschlüssen der folglos 13, theilweise erfolgreich 30 und erfolglos 25; 1892 Kommission führen wir im Auszuge folgendes 53 Streits, erfolgreich 19, theilweise erfolgreich 9 und erfolglos 1. Organisirte eines Landes treten beim Uebertritt über die 24; 1893 79 Streits, erfolgreich 33, theilweise erfolgreich 14 und Grenze in die Rechte und Pflichten der Organisationen des erfolgreich 30. Hieraus ist ersichtlich, daß die Arbeiter dann, Wiederum eine Enquete nach berühmtem Muster. Nachbarlandes ein; es sollen in den Mitgliedsbüchern darauf be- wenn sie von den Unternehmern angegriffen werden, weniger Eine reichsgesetzliche Regelung der Arbeitszeit und der Sonntags- zügliche Bestimmungen in den Hauptsprachen beigefügt werden. Aussicht auf Erfolg mit einem Streit haben. Besonders trifft ruhe in den Getreidemühlen war vom Reichsamt des Innern 2. Die Unterstützung bei Streifs wird gewährt, wenn die inter- dies bei den Streiks, welche infolge von Maßregelung inszenirt bereits im vorigen Jahre in Erwägung gezogen worden, auch nationale Kommission davon verständigt ist. Angriffsstreifs sollen werden, zu, während es öfter gelingt, Lohnreduzirungen durch hatten bereits Erhebungen darüber stattgefunden. Jetzt werden bei ungünstiger Konjunktur vermieden werden. 3. Bei der Agi- eine Arbeitseinstellung zurückzuweisen. nun auf Veranlassung des Staatssekretärs Dr. v. Bötticher an den tation ist das Hauptaugenmerk auf die Verkürzung der Arbeits- Von den einzelnen Gewerkschaften haben die Schuhmacher Verband deutscher Müller und an jeden einzelnen seiner Zweig- zeit zu legen. Der Obmann der Kommission( Karl Jahute, am meisten Streits gehabt, nämlich 20; dann folgen die Metall verbände Fragebogen versandt, um weitere Unterlagen für eine Berlin, Puttbuserstr. 44) hat dafür einzutreten, daß die einzelnen arbeiter und Brauer mit je 10; ferner die Bildhauer und Töpfer reichsgesetzliche Regelung zu gewinnen. Die Zweigverbände Länder die Branchen- Organisation durchführen. 4. Ein inter- mit je 8, die Zimmerer, der Holzarbeiter- Verband( vom 1. Juli Sämmtliche versenden darauf an sämmtliche Mühlen, welche mindestens einen nationales Organ hält man angesichts der lückenhaften Organi- 1893 an) und die Tabakarbeiter mit je 6 Streits. Arbeiter beschäftigen, weitere Fragebogen. Wie steht es bei dieser sation für verfrüht. Die bestehenden ausländischen Fachblätter 10 Streits der Metallarbeiter waren Abwehrstreifs; die Brauer Enquete, so fragt sehr richtig die Voltszeitung", der wir obiges werden jeder Organisationsgruppe eines Landes durch das be- hatten 7 Abwehrstreiks, die Schuhmacher 9, die Töpfer 8( also entnehmen, mit der freien Betheiligung der Arbeiter, deren Aus- treffende Mitglied der internationalen Kommission gratis zu sämmtliche Streits). Verhältnißmäßig die meisten Angriffsstreits fagen mindestens diefelbe Beachtung verdienen, wie die der Ar- gestellt; die Kosten hierfür Jowie für die anderen Ausgaben haben die Bildhauer ausgefochten, nämlich 7 von 8, während die beitgeber? werden durch freiwillige Sammlungen gedeckt. Schuhmacher in 11 Streits angreifend vorgingen. Die Schneider Die Mitglieder der Kommission bilden die Delegirten zur inter- hatten nur einen, und zwar einen Angriffsstreit, bei nationalen Konferenz, welche bei besonderen Anlässen zusammentritt; dem die größte Personenzahl, nämlich 4000, betheiligt war. den einzelnen Mitgliedern der Kommission werden je 2 Kollegen Bei den Schuhmachern waren 1268, bei den Steinmeyen 1054 zur Seite gestellt, welche mit den Genannten zusammen das Personen betheiligt, während die Maurer einen Streit mit Landeskomitee bilden. Allmonatlich haben die einzelnen Komitee's 34 Mann hatten und bei den 10 Streits der Brauer nur dem Obmann Bericht zu erstatten; vierteljährlich giebt der Ob- 323 Mann in Frage kamen, so daß auf einen Streik im Durch mann ein Gesammtbild davon in der Fachpresse. Die inter- schnitt 32,3 Mann fommen. Die größte Geldsumme veransgabten nationale Kommission der Thonwaaren- Arbeiter ist unabhängig die Lithographen, denen 2 Streiks, wobei 254 Personen 19 Wochen von den Landesorganisationen. lang im Ausstand sich befanden, im ganzen 44 943 M. fofteten. Der größte Theil dieser Summe 23 591 m. war durch Sammellisten, 11 516 M. von anderen Gewerkschaften und nur der Rejt von 8500 M. von den Lithographen selbst aufgebracht worden. Die Streits der Schuhmacher haben 19023 M., die der Korbmacher 18 792 M., die der Steinmetzen 13 445 M. und die der Brauer 13 108 M. gefoftet. " Dem Lefebedürfniß dürfte in Deutschland genügend entsprochen werden, wenigstens was die Quantität der vor handenen Lektüre anbelangt. Nach der neuesten amtlichen Zeitungsliste erscheinen gegenwärtig im Deutschen Reich 10 546 Beitungen und Zeitschriften. Davon sind 7630 in deutscher Sprache gedruckt gegen 7416 im Jahre 1893 und 2916 in 33 fremden Sprachen gegen 2847 in 32 fremden Sprachen im Jahre 1893. Eine Branche, die sich zu großkapitalistischer Betriebsweise nur wenig eignet, scheint die der Friseure und Barbiere zu sein. Man zählt in Deutschland ca. 40 000 selbständige Bader oder Friseure, von denen feiner, bei der Eigenart des Geschäftes, dasfelbe im großkapitalistischen Sinne betreiben kann. Diefen 40000 Selbständigen stehen nur ca. 30 000 Arbeitnehmer gegenüber. Dieses Ziffernverhältniß sollte doch selbst dem Laien auf den $ " Am 24. September begannen in Görlig auch die Verhandlungen des neunten Deutschen Töpferkongresses, der von 19 Delegirten besucht war, darunter zum ersten Mal ein Vertreter der Ziegeleiarbeiter. Vertreten sind 3652 Mitglieder in 112 Bahlstellen, außerdem sind nicht weniger als 380 Einzelmitglieder in 248 Orten organisirt. Genosse Sabath- Hamburg vertritt die Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands. ( Näherer Bericht folgt.) " Statiſtik ſind, wie auch der Berichterstatter des KorrespondenzMit Rücksicht auf die nicht ausreichende Genauigkeit der blatt" fagt, fichere Schlüsse aus dem gewonnenen Zahlenmaterial nicht zu ziehen. Folgende Tabelle möge noch das Verhältniß der 1893er Streits zu denen der Vorjahre zeigen: Zahl der betheil. Personen Dauer der Gesammts Streits Ausgabe Jahr Anzahl der Gewerbe in denen Streits portamen Anzahl der Streits in Wochen M. 27 226 38 536 1348 2094 922 1892 21 73 3 022 507 84 638 1893 26 116 9 356 568 172 001 Hoffen wir, daß die deutschen Gewerkschaften von Jahr zu Jahr mehr die Nothwendigkeit und den Nugen einer guten Statistik begreifen mögen. ersten Blick auffallen. Betrachten wir uns nun die 40000 Unternehmer" etwas näher. Die Hälfte von ihnen hält einen oder zwei Achtung, Metall- und Holzarbeiter! Der Ausstand der Gehilfen, drei oder gar vier sind die seltensten Ausnahmen. Die Arbeiter in der Güstrower Waggonfabrik dauert fort. andere Hälfte der Unternehmer" arbeitet ohne Unterstügung ständig sind 130 Mann, davon zwei Drittel Verheirathete mit Aus eines Arbeitnehmers. Und warum?. Weil er selbst 109 Kindern. Unterstützung ist dringend nothwendig. Briefe zum geringsten Lohn keinen Arbeiter beschäftigen fann. und sonstige Sendungen find an H. Grapentin, Güstrow, Gasthof In einer Versammlung in München, in welcher Stadt Schwerin", zu richten. der Reichstags Abgeordnete Grillenberger über:„ Das Kleingewerbe und die Sozialdemokratie" sprach, machte genannter Achtung, Goldleisten- Arbeiter! Die Politurarbeiter der 1890-91 Redner noch folgende interessante Ausführungen über die Goldleisten- Fabrit von Kehrberg u. Tempel in Hamburg befinden Sonderstellung, die jenes Gewerbes einnimmt. Grillenberger sich im Ausstand, weil ihnen zugemuthet wird, in Akkord zu meinte, das Bader- und Friseurgewerbe sei jenes, daß man der arbeiten, wo sie bisher in Wochenlohn gearbeitet haben, und Hauptsache nach auch in eine sozialistische Staatsform herüber dieses einen Lohnausfall von 25 pet. ergeben würde. nehmen müsse. Man könne nicht annehmen, daß einst die An die Getreideträger und Schipper! Kollegen! Da Maschine, der Dampf, die Elektrizität dieses Kleingewerbe be- uns durch Machinationen die Versammlung im Mehlhause unfeitigen werden. Niemand würde seinen Kopf zum Rasiren und möglich gemacht wurde, so haben wir am Freitag, den 28. SepHaarschneiden einer Maschine anvertrauen. Ebensowenig fönne tember eine öffentliche Versammlung bei Röllig, in dieser Branche auf Vorrath gearbeitet werden, um Produktion Friedrichstr. 44, Abends 8 Uhr, einberufen. und Absah regeln zu können. Also schon aus rein technischen Wir bitten unsere Kollegen, in dieser Versammlung recht zahlGründen hat Grillenberger mit Recht diesem Gewerbe eine reich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Carl Peet. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Sonderstellung für alle Zeiten zuerkannt. Wien, 25. Sept.( Naturforscher Rongreß.) Der Schöneberg. Die Zahlstelle des deutschen heutige Tag war Vorträgen gewidmet. Hofrath Widerhofer sprach An der Lungenschwindsucht starben in der Schweiz in metallarbeiter Verbandes ist von heute ab von über den großen Erfolg der Intubations Methode bei der Beden Jahren: Pommerente, Bahnstr. 23, nach der Golzstr. 43 bei Genossen handlung der Diphtherie in Wien. In der Sektion für EthnoKlaute verlegt. Die Beiträge werden daselbst zu jeder Tageszeit graphie und Anthropologie behandelte Dr. Glück die Abstammung entgegen genommen; gleichzeitig fann die Verbandszeitung dort und die Einwanderung spanischer Juden nach Bosnien. Redner abgeholt werden. Der Kassirer Holzhüter, Sedanstr. 48, Hof fam zu der Schlußfolgerung, daß die europäischen Juden keine 3 r., nimmt ebenfalls Beiträge entgegen. Semiten seien, sondern Mischlinge von Nichtsemiten mit Semiten. Der Psychiater Forel Zürich verlangte in seinem Vortrage das Verbot des Alkoholgenusses in Frren- und NervenHeilanstalten. Gesammtzahl An der ber Lungenschwinds Todesfälle. sucht 63 894 6388 6469 6460 59 511 59 538 1877/82 1883/84 1888/92 jährlich. In demselben Lande, dessen gesunde, reine Gebirgsluft alljährlich Taufenden von reichen Leuten Geſundung, Erholung und Stärkung bringt, starben mit einer frappirenden Regelmäßigkeit Jahr für Jahr mehr als 6000 Menschen, meistens Proletarier, an der Schwindsucht. Das Arbeitersekretariat in Nürnberg geht seiner Bollendung entgegen. Nachdem der Magistrat zunächst das Gesuch der von der Arbeiterschaft eingesetzten Rommission, 2500 M. zu diesem Zwecke zu bewilligen, mit einer sehr un bestimmten Antwort gewürdigt, die unter anderem dahin ging, daß das Institut des Arbeitsnachweises" unparteiisch" sein müsse, von feiner politischen Partei" ausgehen dürfe u. s. w., lehnte es eine am letzten Sonntag stattgehabte Versammlung ab, mit dem freifinnigen" Magistrat weiter zu verhandeln. Das Unternehmen ist durch die Arbeiter selbst finanziell gesichert, 3500 Arbeiter baben bereits Beiträge dazu geleistet. Die Kommission schlug der Versammlung folgenden Entwurf vor: Zum Bergarbeiterstreik. Wir sind heute wieder einmal in der Lage, einen neuen Beweis zu der von uns schon oft behaupteten Thatsache bringen zu fönnen, daß die Behörden bei Streits fich stets auf Seite der Unternehmer stellen. Ein günstiger Wind hat uns nachfolgendes Schriftstück, im Original, zugeweht: An Frau Gasthof Befizerin Elfriede Alex in Ober- Hermsdorf. Da die Arbeitseinstellungen an Umfang immer mehr zunehmen und Ruhestörung zu befürchten, so sind die hiesigen Gasthaus Besitzer zu dem Entschluß gekommen, in der gegenwärtigen Beit ihre Säle zu Bersammlungen nicht herzugeben. Indem ich Sie davon benachrichtige, bin ich der festen Ueberzeugung, daß auch Sie diesem Entschluß beitreten und zu der morgigen Versammlung den Saal nicht hergeben. In diesem Sinne werde ich das Gesuch zur Abhaltung der am 22. d. Mts. beabsichtigten öffentlichen Bergarbeiter- Bersammlung zurückweisen. Fellhammer, den 21. September 1894. ... 1465. Der Amtsvorsteher. Cchmidt. In wieweit dieser behördliche Wink mit dem Baumpfahl gefruchtet hat, sind wir im Augenblick noch nicht in der Lage mit theilen zu können. Das Arbeiterfekretariat ist eine der Initiative der Nürnberger Arbeiterschaft entsprungene Institution und führt den Namen: Arbeiter Sekretariat der Stadt Nürnberg". Diese Institution untersteht der Aufsicht einer aus acht Personen be- Vom Oldenburger Glasarbeiterstreik werden noch unftehenden Kommiffion, welche in öffentlicher Versammlung zu gefähr 60 Gemaßregelte zu unterstützen sein und ist eine Unterwählen ist. Bei der Wahl der Kommission soll möglichst darauf ftüßung derselben dringend nothwendig. Rücksicht genommen werden, daß die verschiedenen Industrie aweige in derselben vertreten sind. Zur Erledigung der Geschäfte wird bis zu anderweitiger Beschlußfaffung Folgendes bestimmt: Depeschen. Pest, 26. Sept. Der vereinigte Dreierausschuß des Ober. hauses hat den Gefeßentwurf über die Religion der Kinder in der General- und in der Spezialdebatte angenommen. Paris, 26. September. Nach einer Meldung aus Meaux entgleiste auf einer für die Manöver erbauten Schmalspur- Bahn ein Militärzug. 10 Soldaten wurden verwundet. London, 26. Sept. Nach einer Lloyd- Depesche aus Kopenhagen vom heutigen Tage ist das russische Kriegsschiff„ GeneralAdmiral" beim Rap Refsnäs gescheitert. Ein Dampfer ist zur Hilfe abgegangen. London, 26. September. Wie dem„ Reuter'schen Bureau" aus Shanghai gemeldet wird, beschlagnahmte infolge eines Telegramms des chinesischen Konsuls in Singapore ein chinesisches Kriegsschiff am 21. September im Kanal von Formosa den englischen Dampfer Bathan", weil Kriegsmunition an Bord vermuthet wurde. Der Dampfer wurde zur Untersuchung der Ladung nach Relung gebracht. " ( Depeschen Burean Herold.) Wien, 26. September. Die Meldung von dem Abschluß eines Bündnisses zwischen Japan und Rußland wird von hiesigen, der japanischen Gesandschaft nahestehenden Kreisen für unbegründet erklärt. Triest, 26. September. Der deutsche Dampfer Kronprinz Brüffel, 26. September. Der Prozeß Joniaux wird erst im Dezember verhandelt werden. Die Bertheidigung hat be schlossen, das Gutachten des bekannten Pariser Arztes Brouardel einzuholen. In den übrigen Orten, in welchen die Glasmacher mit den Fabrikanten in Differenzen gerathen find, ist eine Aenderung noch nicht eingetreten und ist deshalb der Zuzug von Glasmachern noch fernzuhalten von Berlin, Flensburg, Hamburg und Groß- Wilhelm" stieß bei der Einfahrt in den Hafen von Palermo auf Räschen. A. Arbeitsplan. Auch von Oldenburg muß der Zuzug ferngehalten eine Felsklippe und trug schwere Havarien davon. 246 Aus Das Arbeiterfekretariat ertheilt mündliche Auskunft in gewerb- werden, damit die Gemaßregelten zunächst Arbeit erhalten. wanderer, welche sich an Bord befanden, mußten ausgeschifft lichen Streitigkeiten, welche der Kompetenz der Gewerbegerichte Adresse: A. Gebel, Hinterm Graben Nr. 18, Bergedorf werden. unterstehen; über Kranken-, Unfall, Alters- und Invaliditäts- bei Hamburg. Brüssel, 26. September. Die hiesigen Gerichte sind gegenversicherung; über Arbeiterschutz, Vereins- und Versammlungsrecht, Der Ausstand der Glasarbeiter in Rive de wärtig eifrig damit beschäftigt, den Urheber des von der deutschen sowie über das Fabrikinspektorat. Das Sekretariat nimmt Be Gier soll, wie dem" Temps" von St. Etienne gemeldet Presse gebrachten Gerüchts über angebliche anarchistische Vorgänge schwerden über diese Gegenstände auf und veranlaßt deren zweck- wird, beendet sein. in Belgien ausfindig zu machen. Hauptsächlich wird auf den mäßigste Erledigung. Urheber der Nachricht über die Entdeckung vom 40 Dynamit Aus dem Situationsbericht der Generalfommission ist zu patronen in der Wohnung des Lütticher Bürgermeisters, welche Soweit zur Erledigung dieser Aufgabe schriftliche Arbeiten erforderlich sind, werden auch diese vom Sekretariat angefertigt. entnehmen, daß der Streit der Seiler in Schlotheim beendet ist. vollständig aus der Luft gegriffen ist, gefahndet. Die Unterstützung, welche an die Streifenden in der letzten Woche Berechtigt, aber nicht verpflichtet ist der Sekretär zur Ertheilung von Auskunft in Heimaths-, Bürgerrechts, Ver- gezahlt werden konnte, war nur sehr gering. Da außerdem die ehelichungs- und Armenfachen, sowie bei Miethsstreitigkeiten. Fabrikanten Arbeiter aller möglichen Berufe zum Ersatz der aus Statistische Erhebungen sind nach Bedarf zu pflegen und stehenden Seiler herangezogen hatten, so waren diese genöthigt, Budapest, 26. September. Der Dreier- Ausschuß des Magnatens tönnen sich erstrecken auf: Lohnverhältniffe, Arbeitszeit, Wohnung die Arbeit bedingungslos wieder aufzunehmen. und Nährung der Arbeiter, Betriebsunfälle, Gewerbefrankheiten, Ueber die Streiks in Deutschland im Jahre 1893 ver. hauses hat das Gefeß, betreffend Rezeption der Juden genehmigt. Sterbefälle, Ab- und Zuzug von Arbeitern, Gewerbebewegung, öffentlicht soeben die Generalkommission eine Statistit. Eingangs Schiffe ist von Haiyungtau abgefahren, das Ziel ihrer Reise Shanghai, 26. September. Der größte Theil der japanischen Arbeiterorganisationen, Arbeiterschutz, Wohlfahrtseinrichtungen, der Statistik wiederholt der Bericht dieselben Klagen, wie im Arbeitslosigkeit, auf alle innerhalb der wirthschaftlichen Arbeiter: Vorjahre und 1892. Die Vorstände der Verbände, beziehentlich die ist unbekannt. Infolge dessen herrscht große Erregung, und bewegung auftauchende Zeit- und Streitfragen. Streiffomitee's waren tros aller Mahnung, Bericht einzuliefern Seitens der chinesischen Regierung wurden deren europäische mit Besorgniß sieht man den kommenden Ereignissen entgegen. Ünter B wird die Geschäftsordnung festgelegt, die und trotz des in Halberstadt angenommenen Antrags: nur von lokalem Interesse ist. Der Entwurf wurde von der Ueber Beginn, Weiterentwicklung, Beendigung und Erfolg des Agenten beauftragt, alle benutzbaren Kriegsschiffe aufzutaufen. Versammlung angenommen. Als Arbeiterfekretär wurde Streits ist der Generalfommission Bericht zu erstatten" auch im Tokiv, 26. September. Das zweite Armeekorps, bestehend einstimmig der in der Gewerkschaftsbewegung fattsam bekannte letztvergangenen Jahre zu fäumig. Weiter macht der Bericht aus 30 000 Mann, ist eingeschifft worden. Alle an dasselbe ers Genoffe, Segib, bisher Redakteur der Fränkischen Tagespost", erstatter von vorn herein darauf aufmerksam, daß die Streititatiitit gangenen Befehle, sowie dessen Bestimmungsort, werden streng gewählt. nicht nur unzureichend ist nach der Nichtung hin, daß nicht alle Streits, geheim geheim gehalten. Der Kriegsminister Graf Dyam hat welche stattgefunden haben registrirt werden fonnten, sondern daß auch die Angaben über die Dauer, Zahl der betheiligten BerVerantwortlicher Redakteur: Hugo Vönsch in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. das Kommando übernommen. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 225. Donnerstag, den 27. September 1894. Arbeiter! Parteigenossen! 11. Jahrg. Der brutale Willkürakt des Brauereirings harrt noch der Sühne. Den Hunderten unschuldig aufs Pflaster geworfenen Arbeitern ist noch keine Genugthuung ge worden. Arbeiter und Parteigenossen! Ohne Eure opferwillige Unterstüßung würden die Gemaßregelten der bittersten Noth verfallen und gezwungen sein, um Gnade zu betteln. Die Hochherzigkeit der Berliner Arbeiterschaft hat diese Schmach verhindert. Der erste Sturmlauf des Prozenthums scheiterte an Eurem Solidaritätsgefühl. Nicht eine Bresche vermochte der Bierring in Eure Reihen zu legen. Einig, geschlossen, kampfesmuthig und opferwillig seid Ihr fest entschlossen, den entbrannten Kampf zum siegreichen Ende zu führen. Arbeiter, Parteigenossen! Euer Wollen garantirt Euer Können! Ihr könnt, wenn Ihr wollt. Den zweiten Sturmlauf auf Euere Phalanx mußten die dem Bierring Lehensdienste leistenden Saalbesitzer unternehmen. Die Agitation sollte unterbunden, das Mundtodtmachungssystem praktizirt werden. Auf der Mine, die sie gegraben, sind die Saalbesitzer aufgeflogen. Ihr Wehgeschrei tönnte Mitleid erwecken. Arbeiter, Parteigenossen! Selbst der Himmel, auf den der Bierring seine letzte Hoffnung setzte, ist mit uns im Bunde. Die Saison kann dem Ning nicht mehr über die Verlegenheiten hinweghelfen, die mit jedem Tag des weiteren Kampfes sich thurmhoch häufen. Ausharren bedeutet für uns siegen. Unsere Position ist uneinnehmbar. Der Stand des Boykotts ist ein vorzüglicher. Wir können zuwarten, ohne entbehren zu müssen. Arbeiter, Genossen! Je konsequenter der Boykott durchgeführt wird, desto nachhaltiger seine Wirkung, desto entscheidender der Sieg. Duldet teine Ausflüchte, keine Ausreden. Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns. Soweit unser Einfluß reicht, muß das Ringbier verpönt werden. Nicht ein Tropfen darf getrunken werden. Arbeiter, Genossen! Die Bierzufuhr ist eine geregelte. Sie wird mit jedem Tag der Fortdauer des Boykotts eine bessere. Alle Ansprüche können befriedigt werden. Darum widersteht jeder Versuchung, Ringbier zu trinken. Die schwerste Arbeit ist gethan. Die Periode der Organisirung des Kampfes war die aufreibendste. Jetzt wird uns der Kampf leicht, weil wir das Terrain zum guten Theil beherrschen. Der Sieg muß unser werden, wenn wie bisher mit gleicher Schärfe und Ausdauer der Parole gefolgt wird. Hoch der Boykott sämmtlicher Ringbrauereien! Trinkt feinen Tropfen Ringbier! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichentron, Charlottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Attien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl King u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Rathenower Exportbrauerei Niederlage. Juh. Max Dennhardt, N.W., Hannoverschestr. 18a. Tel. III. 8178. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frankfurt a. D. = Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlöschen, Eberswalde. Niederlage, Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Wusterhausen, Vertreter: Max Fleischer, Reichenbergerstr. 155. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße 49a. Brauerei in Storkow( in Firma A. Miethe), Vertreter: Spietermann, Weberstraße 66. Louisen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. Brauerei Danz, Freienwalde a. D. Vertreter: W. Marken, N., Gartenstr. 152. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage Gust. Spiekermann, Weberstr. 66. Tokales. Gewerbegerichts- Wahlen. Auf der Arbeitnehmer- Liste Lautet das Resultat: Sieg auf der ganzen Linie! Auf der Arbeitgeberliste siegten 6 unserer Kandidaten. Und zwar im 12. Bezirk mit 101 Stimme gegen 75. Jm 36. Bezirk mit 103 Stimmen gegen 30. Jm 42. Bezirk mit 136 Stimmen gegen 49. Auf dieser Liste haben wir die beiden Size behauptet und 4 neue gewonnen. V Die Boykottkommiffion. straße wären schon Plakate ausgehängt des Inhalts:" Gurken-| nicht mit dem Schwindel der sog. Wohlfahrts- Einrichtungen, die jetzt bowle! Lieblingsgetränk Sr. Majestät des deutschen Kaisers." unter der geriebensten Sorte der Ausbeuter im Zeitalter der Auch ein Zeichen der Zeit am Ende des 19. Jahrhunderts Sozialreform so ungemein beliebt geworden sind. in Spree- Byzanz! Der Fiskus und der Saalbefizer. Wir sind zur Veröffentlichung des folgenden Briefes ermächtigt, der unserm Genoffen Bulitz( dem Einberufer der behufs Delegirtenwahl zum Frankfurter Parteitag anberaumten Versammlung) von dem Saalbesitzer Herrn E. Muschwitz, Gantianplay, zugesandt wurde. Herr Muschwitz schreibt: " wollen." Es soll uns nicht wundern, wenn gewisse Blätter schamlos genug sind, auch diese Saalverweigerung als einen Erfolg gegen über der Arbeiterschaft zu preisen. Sie will ausbeuten, möglichst wuchtig ausbeuten und daß sie das mit aller wünschenswerthen Klarheit ausspricht, das ist heute, wo die Kapitalisten mit den Frommen in der Kunst ge hin auch schon ein Verdienst. meinster Lüge und Heuchelei aufs Erfolgreichste wetteifern, immerDas Betriebsamt der Stadt- und Ningbahn hat an die Berliner Vorort- Zeitung" ein längeres Schreiben gerichtet, in Es sind mir heute von seiten des Hauseigenthümers, welchem die genauen Bestimmungen über die Benutzung der Zu reitet worden und thut es mir daher leid, die zum die Blätter gebrachten Nachricht, daß eine gänzliche oder theilnämlich des Fiskus Unannehmlichkeiten beschlagkarten noch einmal mitgetheilt werden. Der kürzlich durch Freitag, den 28. d. M. angemeldete Versammlung nicht an- weise Aenderung dieser Vorschriften eintreten werde", wird von nehmen zu können und bitte ich das weitere veranlassen zu dem Betriebsamt wie folgt widersprochen:" Von einer derartigen Aenderung ist nicht die Rede, wohl aber ist es nach wie vor dem verständigen Ermessen der Diensthabenden überlassen, in Fällen, 100 Reisende versehentlich über bie Ziel station hinausgefahren sind oder irrthümlich eine falsche Zur Lokalliste. In den Schankwirthschaften Prinz Albrecht. Richtung eingeschlagen haben, Betrug also offenbar ausgeschloffen straße 2, bei Sindram, Yorkstr. 44, sowie im Lokal der Wittweit, lediglich den Betrag für die ohne giltigen Fahraus Seiler, Zimmerstr. 71, wird boykottirtes Bier ausgeschänkt. weis durchfahrene Strecke einzuziehen." Zum Schluß des Schreibens heißt es: Auch die weiter von Ihnen gebrachte Nachricht, daß wir allen, welche laut Buchnachweis die Strafe von sechs Mark gezahlt hätten, die Aufforderung haben zugehen lassen, fünf Mark der gezahlten Summe bei der Station Alexanderplat zu erheben, ist unrichtig. Von uns ist eine solche Verfügung niemals erlassen worden." In seinem Kleinen Journal" leistet sich Herr Dr. Leipziger auch eine„ Rezension" der vorgestrigen Weber- Aufführung im Deutschen Theater. Sie wird folgendermaßen eingeleitet: Mit Trampeln und Radau hat die Sozialdemokratie gestern Abend ihren Einzug in das Deutsche Theater gehalten und dank der geschickten Arrangements der im Parquet sitzenden einen Sieg erfochten. Die Vertrauten der Partei, durch ihre Festordner Singer und Liebknecht mit ihrer rothen Fahne neuen Nationaldichter Hauptmann jubelnd zu, und das vornehme Brasidasse wohlinstruirt und geschickt vertheilt, brüllten ihrem Haus in der Schumannstraße erdröhnte zum ersten Male seit seinem Bestehen von dem Gepolter schmutziger Stiefel Und so geht der Böbelton weiter, bis Herr Dr. Leipziger zum Schluß auf Ehre und Gewissen versichert, daß er am Dienstag Abend für immer vom Deutschen Theater Abschied genommen habe. Wie wir hören, will der Chefredakteur des Kleinen Journals" fortan einzig bei seinem liebwerthen Herrn Onkel, dem wegen seiner genialen Schwindeleien zu zehn Jahren Zuchthaus verurtheilten Bankier Leipziger geistige Erquicung suchen. Wir hoffen, daß das Deutsche Theater diesen erschütternden Verlust mit Fassung ertragen wird. Auch diejenigen unserer Parteigenossen, welche sich den Besuch des Deutschen Theaters gestatten können, werden hoffentlich ohne die Bordell atmosphäre des„ Kleinen Journals" auskommen. Folgenden Wortlaut hat das hettographirte Formular, auf gefahren sind, die Mittheilung gemacht wird, daß sie von den dem den Reisenden, die ohne bösen Willen über das Ziel hinauswieder erstattet erhalten sollen: ihnen abgenommenen sechs Mark merkwürdiger Weise nur fünf nichts. $ M Auf das gefällige Schreiben vom.... erwidern wir ergebenft ,. daß ein Reisender, welcher seine Fahrt über die Zielstation, nach welcher seine Fahrkarte lautet, fortsetzen will, für die beabsichtigte Weiterfahrt eine Zuschlagkarte zum entsprechenden Betrage am Schalter, bei dem Zugführer oder bei dem diensthabenden Stationsbeamten auf derjenigen Station, auf welcher die Giltiga. feit der ersten Karte aufhört, zu lösen hat. Diese Bestimmung ist durch den Tarif für die Beförderung von Personen p. p. auf der Berliner Stadt- und Ringbahn und im Berliner Vorort verfehr, giltig vom 1. Januar 1894 odnungsgemäß zur Kenntniß des Publikums gebracht. Der Reisende, welcher ohne giltige Fahrkarte angetroffen wird, hat nach Maßgabe des§ 21 der Verkehrsordnung für die Eisenbahnen Deutschlands den doppelten Fahrpreis, mindestens den Betrag von 6 M. zu entrichten. Da Sie am 5. d. Mts. auf der Station ohne giltige Fahrkarte Ein Nachtstück aus dem preußischen Militärstrafrecht. angetroffen sind, so ist hiernach der Betrag von 6 m. verwirkt In das Festungsgefängniß zu Spandau wurde unlängst von und zu Recht erhoben. Eine beabsichtigte Fahrgeld- Hinterziehung, Von dem Vorsitzenden der Saalkommission, Herrn einem ostpreußischen Regiment ein Sträfling eingeliefert, der welche im vorliegenden Falle nicht angenommen ist, würde Feuerstein ist heute dem Genossen Auer die schriftliche Mitthei- nicht weniger als 191/2 Jahr absihen soll. Als unsicherer Kan- außerdem strafrechtlich zu verfolgen sein. Mit Rücksicht auf die Freitag oder Sonnabend dieser Woche zu einer Zusammenkunft gestellt; wenige Tage war er erst im Dienst, als er eine sogen. Ihnen in den nächsten acht Tagen gegen Vorzeigung dieses lung zugegangen, daß sich die Vertreter der Ringbrauereien für tonist wurde er im Alter von 27 Jahren beim Regiment ein- Ihrerseits vorgetragenen Umstände wollen wir ausnahm 3= weise von dem erhobenen Betrage 5 M. erstatten, welche mit der Saalkommission und den Arbeitervertretern bereit erklärt Insubordination beging, wegen der er eine kleine Strafe erhielt. Schreibens von der Fahrkarten Ausgabe Berlin, Potsdamer haben. Ueber die Vorgänge in den Brauerkreisen, welche zu Sodann tam Vergeben auf Vergehen, und schließlich wurde gegen Bahnhof werden gezahlt werden. diesem Entschlusse führten, weiß die" Nat. 3tg." zu berichten: den Unglücklichen wegen aller Strafthaten, für welche er nach dem Ueber die bezüglichen Verhandlungen wurde in der letzten Sigung Gesetz" 25 Jabre batte bekommen müssen, auf eine Gesammt- In der Form vergiebt sich also die Eisenbahn Bureaukratie der Vertreter der Brauereien berichtet und gleichzeitig beschlossen, strafe von 191/2 Jahren erkannt. dem Wunsche der Gastwirthe, in erneute Verhandlungen mit Die Pferdebahu Bureaukratie will sich auch Lorbeeren der Boykottkommission einzutreten, nachzukommen. Ein Theil Nicht hundert Prozent, sondern hundertunddreißig erringen, wo die Eisenbahn Bureaukratie so wackere Fortschritte der Brauereien war übrigens gegen jede Verhandlung, weil da- Prozent Dividende bringt die Deutsche Gasglühlichtmacht. Ein Kind unter sechs Jahren wird bekanntlich frei auf bei doch nichts herauskäme und nur die Rücksicht auf die Gast- Gesellschaft zur Vertheilung. Der Generalversammlung der Pferdebahn befördert; diese Bestimmung hat jedoch nur wirthe hat sie veranlaßt, ihren Widerspruch aufzugeben. Die dieser Gesellschaft, die am Sonnabend getagt bat, Giltigkeit, wenn der das Kind begleitende Passagier einen Sig Brauereien werden aber bei den diesmaligen Berhandlungen waren die tausend Mark, die ursprünglich jede Attie an play einnimmt. Will dagegen der Fahrgast mit einem noch nicht nicht durch die Herren Happoldt und Rösicke vertreten Gewinn eintragen sollte, noch nicht genug, und sie fand, daß sechsjährigen Kinde auf dem Perron verbleiben, so muß er für werden, wie dies seiner Zeit auf dem Gewerbegericht der Fall die völlige Löschung des Patentkontos, die ursprünglich beabsichtigt mar. Ersterer ist erkrankt und legterer hat das ihm auch dies war, ein unnüßes Ding sei und die Freude am ehrlichen Erwerb mal wieder angetragene Mandat seiner Berufsgenossen abgelehnt, verleide. Das Patentkonto wurde daher mit 350 000 M. in die u. a. wohl auch mit Rücksicht auf die ihm gegenüber beliebte Bilanz eingestellt; dadurch wird es den Aktionären ermöglicht, Kampfesweise der Sozialdemokratie, welche die Grenzen des An- noch weitere 300 m. pro Attie einzuheimfen. Die neue Bilanz standes weit überschritten hat. ergiebt einen Reingewinn von 2 379 454 m., welcher wie Von einer Ausdehnung des Boykotts auf drei bisher folgt vertheilt werden soll: Reservefonds 95 099 m., 5 pCt. Das Unglück auf der Pferdebahu, das vor einigen Tagen ringfreie Brauereien- Bergbrauerei Brandenburg, Bürgerliches Dividende an die Attionäre gleich 73 950 M., 125 pet. Super- den österreichischen Offizier betroffen hat, bildet die Irsache eines Bergbrauerei Brandenburg, Bürgerliches Dividende gleich 1 831 250 M., Tantieme dem Aufsichtsrath 115 836 M., Beitungstrieges, in dem die„ Norddeutsche Allgemeine" mit der Brauhaus Luckenwalde und Brauerei Hildebrandt-wissen ebenso an Vorstand und Beamte 230 508 M., der Rest von Bossischen Zeitung" um die Palme der Menschlichkeit ringt. hiesige Blätter zu berichten. Wir haben dem gegenüber nur zu 38 510 M. wird auf neue Rechnung vorgetragen. Gegenüber der Die Voss. 3tg." gewährte folgendem Briefe eines Arztes Aufbemerken, daß an dieser Angabe kein wahres Wort ist. Weder mit den genannten noch mit sonst einer der ringfreien Brauereien lieblichen Spende von fast 350 000 m., die den paar Aufsichts- nahme: räthen und Beamten zu allem übrigen noch in den Schooß ge= existiren über die Arbeiterverhältnisse Differenzen oder haben worfen ist, giebt es allerdings auch ein bescheideneres Konto, das Ueberfahrenen fortfuhr, an das Potsdamer Thor; dicht dabei " Ich kam gegen 23/4 Uhr, gerade als die Droschke mit dem solche während der letzten Wochen des Boykotts existirt. fich nur auf 158586 M. und 63 Pf. beläuft. Es ist dies das Lohn- stand ein mir bekannter Arzt; ein anderer Arzt ging eben Den durch Herrn Nösickes Uebermacht schwer ge- tonto. Die Arbeiter werden von dieser reichen Gesellschaft mit den vorbei. Aerzte waren also zur Stelle. Daß aber die Aerzte drückten Ringbranern scheint in dem neuen Gebräu der großartigen Wochenlöhnen von zwölf bis hinauf zu vier sich zur Hilfeleistung in solchen Fällen nicht drängen, darf nicht Gurkenbowle" eine empfindliche Konkurrenz zu erwachsen. Wie undzwanzig Mart abgespeist! Doch halt. Es ist den Ar- Wunder nehmen. Abgesehen davon, daß für solche Hilfe niemals das Rapital aber bisher alle neuen Erfindungen sich nußbar ge- beitern auch zuweilen Gelegenheit geboten, mehr zu ver- gutwillig auch nur die Auslagen erstattet werden felbft die macht hat, so soll man auch in einer engeren Ringgenoffen- Kon- dienen. Dann und wann werden nach Beendigung der requirirende Polizeibehörde lehnt die Honorirung mangels ferenz, zu der das wissen wir genau- Herr Kommerzienrath normalen neuneinhalbstündigen Arbeitszeit noch Ueberstunden Fonds" für solche Fälle ab und zahlt nur auf Klage Rösicke nicht geladen war, dahin überein gekommen sein, in den gemacht; damit die Leute aber nicht gar zu üppig werden, be= hat der Arzt nur später Verhöre zu bestehen, leeren Sudhäusern fortan statt des von den Arbeitern boykottirten zahlt man diese Ueberarbeit geringer, als die regelrechte Gutachten zu erstatten und zuletzt noch erger. Bieres Gurkenbowle" zu brauen, da gegen einen Gurfenbowle- Arbeit. Pro Ueberstunde erhalten die mit 21 M. entlohnten Wenn er sich am nächsten Tage nach seinem Patienten Boykott sicherlich der Staatsanwalt einschreiten würde. Mit dem Arbeiter 35 Pf. und diejenigen, welche den hohen Lohn von umsehen will, so ist dieser meist auf Nimmerwieder Brauen in Maffe müsse man aber sofort beginnen, da sonst die 24. beziehen, 40 Pf. Eine höhere Entlohnung verträgt das fehen verschwunden die Berufsgenossenschaft hat ihn abgeholt Restaurateure sich die Bowle selbst brauen würden, wie es theil- Geschäft wahrscheinlich nicht. und in eine ihrer sog. Rettungsstationen gebracht. Die Aerzte weise schon geschehen. In den Schaufenstern einiger größerer Eines muß man bei der Gasglühlicht- Gesellschaft allerdings würden viel bereitwilliger helfen, wenn im städtischen Etat bie Lotale, wie z. B. im Internationalen Bar" in der Leipziger- anerkennen. Sie verbrämt ihren nacktkapitalistischen Standpunkt Mittel bereitgestellt würden, den Aerzten wenigstens die baaren " -" daffelbe ein Billet lösen. Die Schaffner der Großen Berliner Pferdebahn find angewiesen worden, auf diese zwar schon längst bestehende, aber nicht mehr beachtete Verordnung strengstens zu achten, da im Publikum sich die Usance herausgebildet, für auf dem Berron stehende Kinder nichts zu bezahlen. " statten." luslagen und vielleicht auch das taxmäßige Honorar zu er- machers Neite, der im fünften Stock dieses Hauses wohnt, fiel| Der Dritte versicherte, daß er nie wieder eine Vorladung al3 so unglücklich die Treppenstufen hinab, daß es noch am selben Beuge annehmen werde. Und dann nimmt man die ZeugenUeber diesen wundervoll manchesterlichen Zynismus entrüftet Tage verstarb. vorladungen aus der Tasche und diskutirt mit allem Eifer die fich die Nordd. Allg. 3tg." in folgendem Ausbruch: Die Voff. 3tg." fügt diesem Schreiben keine Bemerkung Am 1. Oktober tritt in Nigdorf im Hause Prinz Hand- Frage, ob es als ausreichend erachtet werden könne, daß die bei; sie meint wohl, es sei überflüssig, die Handlungsweise der jerystraße 29 eine neue Postanstalt mit Packetannahme und theils aus weiter Ferne herbeigekommenen Beugen nur für den bei; sie meint wohl, es sei überflüssig, die Handlungsweise der Telegraphenbetrieb in Wirksamkeit, welche die Bezeichnung Rig mindestens die Bemerfung und für die folgenden Tage" mit 24. September" vorgeladen worden sind. Man meint, daß betreffenden Herren Aerzte bedürfe feiner besonderen Kennzeichnung. Wir können diese Ansicht nicht theilen und sprechendorf 2 führen wird. Das bisherige Postamt erhält die Bezeich es offen aus, daß wir einen derartigen Mangel an Menschlichkeit nung Rigdorf 1. Die Annahme von Bestellungen auf Beitungen auf die Vorladung hätte gesezt werden müssen, da es den und Mitleid einem Verunglückten gegenüber bei einem Arzte für und Zeitschriften sowie die Ausgabe von Postsendungen und Geschäftsleuten dann möglich gewesen wäre, fich auf einen unmöglich gehalten hätten und die Theilnahmslosigkeit der be- Beitungen findet bei der neuen Postanstalt nicht statt. treffenden Aerzte für empörend halten." Uns dünkt, daß Rohheit und Bureaukratismus, als auf völlig gleichem Niveau stehend, einander würdig die Hand reichen tönnen. Witterungsübersicht vom 26. September 1894. Stationen. Zur Wuchereraffäre. Der vor einigen Tagen verhaftete Kaufmann a baschin bildete unter den Wucherern Berlins eine Spezialität, die den Bauhandwerkern Jahre hindurch übel mitgespielt und so manchen derselben zum Ruin getrieben haben soll. 2., der wie berichtet ward, im Zeitraum von 15 Jahren etwa Swinemünde eine halbe Million Mark ergattert haben mag und Besitzer mehrerer Hamburg Häuser ist, schoß Privaten Baugelder vor; wenn diese Unter- Berlin nehmer nicht mehr weiter konnten, dann erstand 2. zu Butter- Wiesbaden. brot- Preisen", wie der technische Ausdruck dafür lautet, die Neu- München bauten. Natürlich fielen die Bauhandwerker mit ihren Forde- Wien rungen und Schornstein- Hypotheken" aus. 2., der früher an Haparanda der Börse thätig gewesen, hielt sich einen Stab von Agenten, Petersburg die ihm die Opfer zuschleppten. Gegen ihn wird, wie wir hören, Cork. in einem besonderen Prozeß, also nicht mit den übrigen Wucherern Aberdeen zufammen, verhandelt werden. Paris Bei den auf Auftand und gute Sitte haltenden Leuten, welche gestern Nachmittag die Kommandantenstraße passirten, rief ein Unjug, den eine Frauensperson beging, gerechten Unwillen hervor. Dieselbe präsentirte sich auf offener Straße in einem der Militär- Jacketts, die spekulative Konfektionäre feit Barometers stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. 755 Windstärke NOWN|| ONN( Stala 1-12) Wetter Temperatur Sun 4243 753 . • SW 755 Regen bedeckt bedeckt 9 14 12 · 757 NW bedeckt 14 761 W 762 Still 764 Still bedeckt Nebel bedeckt 13 10 1 761 NW 2 Regen 2 761 N halb bedeckt 11 760 757 NW SSW 3 heiter 9 2 heiter 14 50. 4° R.) Wetter- Prognose für Donnerstag, den 27. Sept. 1894. Etwas fühleres, zunächst ziemlich trübes, regnerisches, nachher aufklärendes Wetter mit mäßigen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. Versammlungen. längeren Aufenthalt in Berlin einzurichten und für geeignete Stellvertretung zu Hause zu sorgen. Nach dem Wortlaut der Vorladung haben die meisten Zeugen die Dauer der Verhandlung auf einen oder zwei Tage geschätzt, mehrere haben sich Rückfahrkarten gelöst und jammern nun über deren Verfall. Andere befinden sich in der Nothlage, sich von der Gerichtskaffe Vorschuß für den Berliner Aufenthalt gewähren laffen zu müssen, da ihre von der Heimath mitgenommenen Mittel nicht ausreichen. Sehr aufgeregt war gestern ein Zeuge, E der nach seiner Bernehmung die Zeugengebühren erheben wollte und fah, daß ihm nur 18 M. berechnet worden seien. Er rechnete dem Gerichtsdiener vor, daß er im Hotel allein 18 M. habe bezahlen müssen und er redete sich so in Wuth, daß der Beamte ihn nur mühsam beschwichtigen fonnte, indem er ihn darauf verwies, daß es ihm freistehe, den Weg der Beschwerde zu betreten und eine Aufstellung über seine wirklichen Ausgaben zu machen. Die gereizte Stimmung, welche die Zeugen beherrscht, giebt sich auch im Gerichtssaale bei ihrer Vernehmung wiederholt fund. Die Antworten, welche die Zeugen auf die Fragen der Angeklagten und deren Vertheidiger ertheilen, klingen oft sehr zugespitzt, so daß sich gestern der Vorsitzende in der Lage fah, wiederholt mit der Verhängung von Ordnungsftrafen zu drohen. Wegen der nothwendig gewordenen Abreise eines aus München gekommenen Beugen wurde gestern ein Fall verhandelt, der den Angeklagten Euphrat angeht. Der Münchener behauptet steif und fest, daß er dem Euphrat nur eine einiger Zeit in ihren Ladenfenstern zur Schau stellen. Einige Reinickendorferstraße ein kleines Mädchen, welches vor einem babe, daß durch den Schlußschein das gewünschte Waaren Polizeibericht. Am 25. b. M. Vormittags wurde in der ganz kleine Bestellung in Seifen gemacht, später aber gesehen Leute waren der Meinung, daß die Trägerin des albernen Kostüms, die übrigens am Arm eines uniformirten Mannes Dungwagen über den Weg laufen wollte, durch die Deichsel ihm zwar den Inhalt des Schlußscheins vorgelesen, das sei aber habe ging, ein Wesen sei, das der Hunger dazu getrieben haben niedergestoßen und durch den Huftritt eines der sich bäumenden in so schnellem Tempo geschehen, daß er nichts habe verstehen Auf dem Boden eines Hauses tönnen. Außerdem gebe auch die ganze Fassung des Schluß mochte, für irgend einen Mäntelfonfektionär Reklame zu laufen. Pferde auf der Stelle getödtet. Ob dieser mildernde Umstand in Betracht kommt, fonnte nicht in der Skalitzerstraße wurde Nachmittags ein Mann erhängt vor- fcheins sehr leicht zu Frrungen Anlaß. Der Zeuge hat festgestellt werden. gefunden. An der Ecke der Fichte- und Camphausenstraße wurde an die Firma sofort geschrieben, daß er von dem Reisenein Kutscher mit anscheinend schweren inneren Verletzungen aufEin Mord und ein Selbstmord wird aus dem Hause gefunden und nach dem Krankenhause gebracht. Er soll in der ständen die Abnahme der Waaren verweigere. den stark düpirt worden sei und unter diesen UmMartgrafenstraße 83 gemeldet. Seit etwa 3 Monaten hat da- Trunkenheit von einem in der Fahrt befindlichen Müll- Die Antwort erhalten, daß sich die Firma auf ihren Reisenden Er hat aber selbst der 47 Jahre alte Ingenieur Georg Brißler eine im zweiten wagen gefallen sein und sich die Verlegungen dabei zugezogen ganz verlassen fönne, ein etwaiger Irrthum nur auf Seiten des Stock straßenwärts belegene Stube inne. Er war früher zweimal haben. Gegen Abend wurde in der Münzstraße ein Dienst: Kunden liegen könne und dieser zur Vermeidung von Gerichtsin Staatsstellungen, mußte aber jedesmal den Posten nieder- mann von einem Arbeiter hinterrücks überfallen und so schwer fosten gut daran thue, Zahlung zu leisten. Auch in diesem Falle legen, weil seine Ehefrau Diebstähle verübte. Die Frau verbüßt gemißhandelt, daß seine Ueberführung in ein Krankenhaus er behaupten die Angeklagten Euphrat und Lehrer, daß es sich um gegenwärtig wegen eines solchen Vergehens eine mehrmonatige forderlich wurde. Jm Thiergarten, an der Großen Quer einen finanziell schlecht gestellten Beugen handle, der versucht Gefängnißstrafe in der Barnimstraße. Brißler leitete deswegen Allee, wurde Abends ein Mann mit einer Schußwunde in der habe, auf solche Weise von seinen Verpflichtungen los zu kommen. die Ehescheidungsklage ein, die aber noch nicht zum Abschluß ge- Schläfe todt aufgefunden. In der Nacht zum 26. d. M. habe, auf solche Weise von seinen Berpflichtungen los zu kommen. bracht worden ist. Seine wiederholten Gesuche um Anstellung erschoß sich ein Lehrling auf dem Mühlenwege hinter dem Spar- gesetzt, bei welchen Lehrer betheiligt ist. Es sind bis jetzt erst Sodann wurde die Beweisaufnahme in denjenigen Fällen fort wurden mit Rücksicht auf die früheren Erfahrungen von den taffengebäude. Im Laufe des Tages fanden vier Brände statt. 14 Beugen vernommen. Behörden zurückgewiesen. Brißler gab nun sein einziges Kind, die vierjährige Tochter Frieda, zu seiner Neue Roßstr. 8 lebenden Schwester, der Wittwe Zehrmann in Pflege. Er beschäftigte sich mit Erfindungen und glaubte, durch eine Schiffstriebeinrichtung mit drehbaren Schrauben ein Problem gelöst zu Herr Landgerichtsdirektor Brausewetter, der Vorsitzende Die in der chirurgischen Branche beschäftigten Arhaben, wodurch er ein reicher Mann werden müsse. Er bot die der zweiten Straftammer des hiesigen Landgerichts I, ist unseren beiter hielten am 25. September bei Röllig eine öffentliche Erfindung der faiserlichen Werit an, mußte aber die Erfahrung Lefern durch die eigenthümliche Art seiner Prozeßführung hin- Bersammlung ab. Hante verlas zunächst die Abrechnung des machen, daß Theorie und Praxis sich nicht vereinigen ließen. reichend bekannt. Dank der Vorsicht des hiesigen Rechts- Streits bei der Firma Schmidt, welche eine Einnahme von Mit dem Zusammenbruch seiner Luftschlösser fehlten ihm nicht anwalts Dr. May Gabriel sollte ihm diesmal eine kleine 193,65 M. und eine Ausgabe von 142,70 n. aufweist und blos die Schaffenslust, sondern auch die zum Leben nothwendigen Einschränkung zu Theil werden. Es handelte sich um ein ganz hierauf die des Streits bei der Firma Papajewsky, in der Mittel. Brißler wurde sichtlich schwermüthig und hat wohl schon geringfügiges Vergehen gegen das Musterschutzgesetz, dessen sich einer Einnahme von 763,43 M. eine Ausgabe von 761,90 m. feit mehreren Tagen einen Selbstmord geplant. Trotzdem wandte der hiesige Apothefenbesitzer Andersch, ein vollständig un gegenübersteht. In seiner Eigenschaft als Bertrauensmann und er sich noch an eine der Möckernstr. 104 wohnende bescholtener Mann, der noch nie etwas mit den Ge- Delegirter zur Gewerkschaftskommission vereinnahmte Hante unverheirathete Schwester um Unterstützung, die ihm bereits richten zu thun gehabt hat, schuldig gemacht haben solle. Als aus dem Verkauf von Bons, aus Tellersammlungen zc. 110,35 M., öfter zu Theil geworden war. Die Antwort hat er die Sache aufgerufen wurde und der Gerichtshof bereits ver- wovon nach Abzug aller Ausgaben 4,70 m. in seinen Händen indeß nicht abgewartet. Am Dienstag Abend trat er sammelt war, sich auch eine Anzahl Zuhörer eingefunden hatten, verblieben. Für Streifs anderer Gewerkschaften wurden von bei der verwittweten Schwester Zehrmann ein, veranlaßte, trat der Angeklagte mit seinem Vertheidiger, dem oben genannten der Branche während seiner Amtsthätigkeit 698,55 M. daß seinem Töchterchen das beste Kleid angelegt wurde, nahm Rechtsanwalt, in das Sigungszimmer ein. In diesem Augen aufgebracht und an die resp. Kommissionen abges die Kleine mit sich und bat die Schwester, sie möge am Mittwoch blick sprach Herr Brausewetter, welcher den Vorsitz bei der Ver- liefert. Zur Prüfung der Abrechnungen wählte die früh um 7 Uhr das Kind wieder abholen. Als Frau Behrmann handlung führen sollte, zu dem neben ihm stehenden Staats- Bersammlung die Kollegen R. Schneider, Menz au der bestimmten Stunde eintraf und das unverschlossene Zimmer anwalt so laut, daß man es in dem ganzen Zimmer hören und Hilbich. Der Streit bei Papajewski wurde für betreten hatte, fand sie ihren Bruder und die kleine Frieda auf fonnte, die Worte: Na, daß der Angeklagte die Ab- beendet erklärt. Ein Antrag, zur Erleichterung für den Ver dem links neben dem Eingang stehenden Bette als Leichen auf sicht der Täuschung gehabt hat, das ist ja ganz trauensmann diesem einen Ersatzmann zu stellen. fand Annahme. Brißler war entkleidet, das Kind angezogen. In dem Zimmer weifellos!" Wie ein Donnerschlag traf dieses im liebens- Als Vertrauensmann und Delegirter zur Gewerkschaftskommission standen drei Behälter, die mit Holzkohlen gefüllt waren, in dem würdigsten Ton gesprochene Urtheil den sich keiner Schuld wurde Reinhold Brückner, Ackerstr. 49, und zu seinem Raum lagerten dichte Gase. Es wurde festgestellt, daß eine bewußten Angeflagten, dem in feinem ganzen Leben Stellvertreter Hermann Müller, Scharnhorststr. 7a, ges neben Brißler wohnende Puhmacherin gegen 2 Uhr Nachts noch nie etwas derartiges gesagt worden war. Herr wählt. Hierauf wurden die Arbeitsverhältnisse bei der Firma Kindergefchrei aus dem Nachbarzimmer wahrgenommen und Landgerichts- Direktor Brausewetter wollte jedoch frischiveg A. Kettner, Neuenburgerstr. 29, besprochen. Der Fabrikant, deutlich gehört hat, wie das Rind an die nach dem Kor- in die Verhandlung eintreten und zunächst die Personalien ebenso sein Werkführer Meinert waren zu dieser ridor führende Thür gelaufen ist und an dieser des Angeklagten feststellen. Dieses verhinderte aber der Rechts- Bersammlung brieflich eingeladen, aber nicht erschienen. gefragt hat. Der Vater muß nun sein Kind von der Thür anwalt Dr. Gabriel, indem er gegen Herrn Brausewetter Die bereits in der Fachvereins- Versammlung am 10. Sepzurückgeholt haben, denn das Kleid war am Halse aufgerissen. den Vorwurf der Voreingenommenheit erhob tember vorgebrachten Beschwerden gegen den Werkführer Er hat das Kind zu sich in das Bett an die Wand gelegt, wo es und ihn als ichter ablehnte. Dieser Muth versetzte alle wurden von mehreren Rednern bestätigt. Da von den dort in der Todesangst seine Nägel in die Tapete gegraben hat. Die Anwesenden in das größte Erstaunen. Wer hat es je gewagt, einem arbeitenden Kollegen sehr wenig erschienen waren und ihr Fern Buhmacherin hat in der Schlaftrunkenheit nicht weiter über die Brausewetter entgegenzutreten?! Anstatt, wie es Vorschrift ist, bleiben mit dem Weitabwohnen von dem Bersammlungslokal Sache nachgedacht, und es wurde auch alsbald still in der über dieses wegen Befangenheit eingereichte Ablehnungsgesuch entschuldigt wurde, so soll eine Versammlung dicht bei ihrer Nachbarwohnung. Als fich Mittwoch Morgen die Polizei ohne weiteres abstimmen zu lassen, verlegte sich der bestürzte Arbeitsstätte( im Lokal von 3 u beil, Lindenstr. 106) einberufen beamten in der Sache zu schaffen machten, traf ein Briefträger Herr Vorsitzende auf Einwendungen. Die gehörten Worte, so werden. Wie Schuster mittheilte, fehlt auch bei der Firma ein, der eine von der Schwester Brißler's herrührende Post- meinte er, feien aus dem Zusammenhang herausgerissen und gar Krüger, Artilleriestr. 23, jede Kontrolle über die Strafgelder; anweisung über 50 M. bestellen sollte. Die Leichen wurden gegen nicht so böse gemeint; es sei ja gar nicht sicher, daß er auch wirklich der Fabrikant betrachte sie als sein Eigenthum und gebe alle 10% Uhr dem Schauhause zugeführt. zu einer Verurtheilung des Angeklagten fommen werde; der Dr. Jahr etwas davon zu einer Landpartie. Bon verschiedenen Gabriel möge doch sein Gesuch zurücknehmen, denn wohin Rednern wurde das Ungesetzliche dieser Handlungsweise hervorweise verfahren wollten! Es handele sich doch nicht sprechung von Werkstätten- Verhältnissen auch der Firma tame man, wenn die Anwälte in einer solchen gehoben. Besonderer Erwähnung geschah bei weiterer Be um ein großes Verbrechen; der Vertheidiger könne doch nicht im Kossaku. Kleinert, Linienstr. 158, welche die Lehrlingsvoreingenommen sei u. dgl. mehr. Auch der Staatsanwalt wollte eine inkl. der ungelernten Hilfsarbeiter, welche dort beschäftigt find, Ernst annehmen, daß er- Brausewetter gegen den Angeklagten ausbildung engros betreibt. Zu den 8 erwachsenen Arbeitern, milde Beurtheilung für den sonderbaren Ausspruch seines Kollegen gefellen fich 16 Lehrlinge. Die von den Kollegen der Firma gelten lassen, indem er auf einen ähnlichen Fall ihnwies, in welchem Tamm( Inhaber Kulic), Karlstr. 14, im„ Borwärts" veröffent der Angeklagte auch nicht verurtheilt worden sei, ia, wo er lichte Warnung dort Arbeit zu nehmen, gab dem Vorsitzenden der Staatsanwalt sogar die Gröffnung des Hauptverfahrens eller Veranlassung, eindringlichst darauf hinzuweisen, daß abgelehnt habe. Schließlich äußerte Herr Brausewetter in seinem alle Vorkommnisse in Fabriken zunächst dem Vertrauensmann Unmuth, wenn der Rechtsanwalt bei seinem Ablehnungsgesuch zu unterbreiten sind, der dann unverzüglich die nöthigen Schritte verharre, täme es doch nur auf eine Verschleppung der einzuleiten habe; eigenmächtige Sperren find zu unterlassen. Sache hinaus. Gegen diesen Vorwurf verwahrte sich der Rechts- Nachdem noch zur ungeschwächten Sammlung für die Brauereianwalt Dr. Gabriel ganz entschieden; auch blieb er bei seinem Arbeiter ermuntert worden, beschloß die Versammlung, nochmals Antrag bestehen, so daß der darob höchlichst erzürnte Herr die Urania" für eine Vorstellung miethen zu lassen. Vor den Augen der Mutter erschossen hat sich am als die Sigung zu vertagen. Nunmehr wird eine Strafkammer gersammlung. Bortrag des Genoffen Reßler. Landgerichts- Direktor Brausewetter nichts anderes thun konnte, Kaufleute! Donnerstag, den 27. September, Abends X9 Uhr, große Dienstag Abend um 11 Uhr der 14 Jahre alte Barbierlehrling prüfen müssen, ob Herr Brausewetter thatsächlich als befangen Willi Graf under. Er war vor furzer Zeit von seinen Eltern der Vater ist Pförtner bei der städtischen Sparkasse anzusehen sei, und demgemäß den Vorsig in dieser Sache führen der Vater ist Pförtner bei der städtischen Sparkasse dürfe. Mit Recht ist man auf die zu fallende Entscheidung zu einem Barbier im Zentrum der Stadt äußerst gespannt. in die Lehre gegeben worden. Am Dienstag Mittag verließ er das Geschäft des Lehrherrn, kaufte sich, wie er auf einem Bettel In dem Seifenprozek" Lehrer und Genossen spielt sich vermerkt hat, einen Revolver und irrte bis zum Abend umber. der interessantere Theil der Verhandlungen nicht im GerichtsUm 11 Uhr flingelte er an der Gitterthür, die vom Mühlenweg saale, sondern auf dem Wandelgange ab. Hier herrscht eine sehr zu der elterlichen Wohnung führt. Als Frau Grafunder darauf animirte Stimmung: alle Provinzialdialekte der deutschen Sprache 1 hin hinausging und nachfah, wer Einlaß begehrte, blitzte in dem sind hier vertreten, der biedere Sachse tauscht mit dem Württemfelben Augenblick ein Schuß auf. Der Vater wurde nun gerufen, berger, der Bayer mit dem Mecklenburger seine Erfahrungen und das Elternpaar fand den Sohn als Leiche mit einer Schuß über die„ Riviera- Parfümerie" aus und man hört mehr als einen wunde in der Schläfe auf. Als Grund hat der Lehrling schrift fräftigen Fluch über die schlauen Berliner Heisenden, denen 12 und 1 Uhr vor. Dann zum Opfer gefallen sei. tommen wieder lich hinterlassen, daß der Gehilfe in dem Geschäft die Schuld man trage. Danach hat der Knabe aus getränktem Ehrgefühl den heftige Erörterungen über die Frage, ob der Prozeß Tod gesucht. fünfzehn oder fünfzigtaufend Mart an Roften ver Erschoffen aufgefunden wurde am Dienstag Abend um schlingen und wie hoch sich die Einbuße berechnen wird, die der 7 Uhr im Thiergarten an der Großen Querallee ein etwa einzelne der aus allen Theilen Deutschlands vorgeladenen Beugen 50 Jahre alter Wann. Er hatte einen Bettel bei sich, der die durch Bernachlässigung seiner Geschäfte zu erleiden haben wird. Worte trug: Berwandte werden mich im Echauhause rekognos" Hier muß man Tage lang müßig umherstehen und zu Hause So was traucht auf den Boden nich' rum!" wüthet der Eine. ziren." Die Persönlichkeit des Mannes, der sich in die rechte habe ich alle Hände voll zu thun!" Schaun's," meint der Schläfe geschossen hat, ist bisher nicht festgestellt worden. andere, was so a Malefizgesicht für Scheererei machet! I hab' Ein erschütterudes nuglück ereignete sich am Mittwoch sechs Mann 3' Haus stehen und derweil muß hier in dem Hause Beuthstraße 2. Das kleine Töchterchen des Kisten- ben liebe Herrgott de Zeit wegstehla. Dös is a G'ipaß!" Die Nachricht von dem Verschwinden der 15 Soldaten vom 12. und 52. Regiment, die ein Berichterstatter von einem Reservisten erhalten haben wollte, war von uns sofort als verdächtig bezeichnet worden. Das Generalkommando des dritten Armeekorps erklärt jetzt, daß an der Geschichte kein wahres Wort sei. Ein schwerer luglücksfall gefährdete am Dienstag das Leben eines Kindes. Gegen 4 Uhr Nachmittags wurde in der Rosenthalerstraße ein etwa 5jähriges unbekanntes Mädchen, welches allein den Fahrdamm dieser verkehrsreichen Straße über schritt, von einem Geschäftswagen überfahren. Die Räder des schwerbeladenen Fuhrwerts gingen der Kleinen über Brust und Hals hinweg, so daß sie besinnungslos und in hoffnungslosem Zustand nach dem St. Hedwigs- Krankenhause überführt werden mußte. am Mühlendamm Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bet jeder Anfrage eine Chiffre( Bwei Buchstaben oder eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die Sprechstunde in juristischen Angelegen heiten findet von jest ab wieder von 12 bis Uhr statt. Ein Abounent. Ja. A. P., Reinickendorferstraße. Nein. G. 2., 30. 5. Sprechen Sie mit den Verträgen zwischen A. Tieß. Schriftliche Antwort zu ert heilen müssen wir ab lehnen. Schicken Sie nach Empfang eines Strafbefehls Abschrift desselben unter Wiederholung der Anfrage ein. Verwiebe. Die Erbschaftssteuer ist in Ihrem Falle zu treffend berechnet. C. Gr., Prinzeffiuuenstraße. Die Frau ist nicht an den Vertrag zwischen 12 und 1 Uhr vor. vom Mann geschlossenen Vertrag gebunden. Sprechen Sie mit M. S. 4. Nein; was zur Eheschließung in Deutschland erforderlich ist, ist im Briefkasten vom 1. September ausführlich bargelegt. F. 2. 110. Wenden Sie sich an die Behörde in Wiktoria. 5. R. 100. Sie können vom Vertrag zurücktreten, falls] Sie beweisen können, daß die Renovation vereinbart ist, und falls die Renovirung nicht erfolgt. J. 2. Der Arbeitgeber hat auf Ihr Verlangen hin Ihnen die Karte herauszugeben. Liebich. Unverständlich; sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. C. 3. 80. 1. Borläufig zurückgestellt. Um Lotterien tüm-] mern wir uns nicht. H. B. 200. Wenn Jemand einen Anderen nur eine Nacht beherbergt, ist er zur polizeilichen Anmeldung nicht verpflichtet. 2. 100, E. 2. 1873. Nein. E. 2., Steglitz. Ein Arbeitgeber, der nicht Innungsmeister, ist nur dann nicht berechtigt, Lehrlinge zu halten, wenn J. A. 21. Das Erbtheil fist dem volljährig Gewordenen der Innung des betreffenden Gewerbes das ausschließliche Recht, auszuzahlen. Lehrlinge zu halten, zugesprochen. Für den Inhalt der Jujerate überAdolph Ernst- Theater Zum 20. Male: Todesanzeige. Den Mitgliedern des nimmt die Redaktion bentung Lolotte's 28 Tage. Sozialdemokr. Wahlvereins f. gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. in End Donnerstag, 27. September. Opernhaus. Der Barbier von Se villa. Cavalleria rusticana, Schauspielhaus. Faust. Leffing Theater. Wohlthäter der Menschheit. Deutsches Theater. Die Weber, Berliner Theater. Ein Erfolg. Schiller Theater. Der Beilchen fresser. Neues Theater. Das neue Gebot. Gesangsposse in 3 Uften v. H. Raymond u. A. Mars. Musik v. Bittor Roger d. 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis Die neuen Dekorationen sind aus zur Nachricht, daß unser Mitglied, Gen. dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Roburg. In Szene gesett v. Ad. Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Diefelbe Borstellung. Circus Renz Friedr. Cichaczek, Zimmerer, heute Nachmittag 42 Uhr vom Trauerhause, Anklamerstr. 53, aus, nach dem Elisabeth- Kirchhof, Prinzen- Allee, beerdigt wird. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. 2283/14 Donnerstag, den 27. September, ( Carlstrasse) Abends 72 Uhr: Friedrich- Wilhelmstädt. Theater Gala- Vorstellung. Der Vogelhändler. Rehdenz- Theater. Demi- Monde. = Theater Unter den Linden. Dr- und Karoussel von 25 Rappen( in U. a. der oftpr. Hengst Edingburgh pheus in der Unterwelt. derfelben Gleichmäßigkeit und Dressur in feinem anderen Marstall) vorgeführt von Herrn R. Renz. Das Schul pferd Cromwell und der Steiger Alep, Bellealliance- Theater. Die beiden Reichenmüller. Adolph Ernst- Theater. Lolotte's 28 Tage. Central- Theater. D! diese Berliner! Aleranderplak Theater. Ein Mißger. v. Frl. Wally Renz. Bu Bum Modell. Ein alter Sünder. National Theater. Die kleinste weltberühmte Bonhair- Truppe 2c. Baronin. Ein Eleines verständniß. Zpollo Theater. Spezialitäten Borstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. Spezialitäten Vorstellung. Wintergarten. Spezialitäten- Borstellung. Auf auf zur fröhlichen Jagd. s Todes- Anzeige. 293/6 Den Mitgliedern des Vereins der Zimmerer Berlins u. Umgegend zur Nachricht, daß unser Genoffe, der Bimmerer 37 A. B. 100. Ihnen ist bereits im Briefkasten von 7. September geantwortet. Der dort gestellten Aufforderung sind Sie nicht nachgekommen. D. V. 71. Falls Kündigungsfrist nicht ausdrücklich aus. geschlossen war, steht Ihnen ein Anspruch auf vierzehntägige Kündigungsfrist zu. N. D. 18. Der Hauswirth tann die Hinterlegung des vollen Miethsreftes begehren, bevor er Ihre Sachen fort schaffen läßt. 37 Als anerkannt reelle und billigste Einkaufs- Quelle bes Gold, Silber-, Alfénidewaaren( Eg.Fabr.) Süd- Ostens für goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, Ein grosser Posten echt Wollatlasking.m Steppdecken circa 1000 Stück schwere buntfarbige Normal- Schlafdecken 37 Admiral- Straße 37 reizenden Jacquard- Mustern, Grösse MöbelGelegenheitskauf mit kleinen Maschinenflecken, in 150 x 200 cm. 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Saijon: Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. Gr. Manege- Schaustück vom Direktor Danksagung! Fr. Renz. Großartiger Wagenkorfo, Für die liebevolle Theilnahme bei brei Viererzüge, darunter 2 Mailcoaches. Parforce und Cascadenritt. Ballet der Beerdigung unserer inniggeliebten, unvergeßlichen I da, und für die überaus reichen Kranzspenden sagen wir allen Freunden und Bekannten, insbesondere den Lehrerinnen und Schülerinnen un 12b seren tiefgefühltesten Dank. von 100 Damen. Freitag: Auf auf zur fröhlichen Reichshallentheater. Spezialitäten- Jagd. Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Gastspiel der Liliputaner, der be rühmten fieben Zwerge mit eigener, vollſtändiger beatergeſellſchaft: Die kleinste Baronin. Große Posse mit Gesang in 4 Atten. Musik von verschiedenen Romponisten. In Szene gesezt vom Regisseur Arthur Ramin. Vorher: Ein kleines Missverständniss. Luftpiel in 1 Aft. Regie: Mar Samst. Raffenöffnung 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Sonntag Nachmittag 3 Uhr: Bolts Borstellung: Maria Stuart. An Vereine verpachten wir für die Sonnabend- Abende u. Sonntag- Nachmittage das National- und Alexanderplay- Theater für Vereins- Vorstellungen. Die Direktion. Große Frankfurterstr. 132. Central- Theater Alte Jakobstraße Nr. 30. Direktion: Richard Schulz. Emil Thomas a. 6. Anna Bäders. Josefine Dora. Bum 26. Male: O! diese Berliner! Große Poffe mit Gesang und Tanz in 6 Bildern nach Salingre's Reise durch Berlin von Julius Freund. Mufit von Jul. Einödshofer. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen und folgende Tage: 0, diese Berliner! Preise der Pläge: Logensitz 5 M.; Sperrfit und Tribüne 3 m. I. Rang Balton 2 M.; 2. Platz 1 M.; 50 Pf. Gallerie Fr. Renz, Kommissionsrath und Direktor. Armin- Hallen Kommandantenstraße Nr. 20. Säle und Vereinszimmer von 20-600 Personen. Alcazar Vaudeville- u.Variété- Theater Dresdenerstr. 52/53( City- Passage). Der Bombardier im Fener! Burleske mit Gesang und Tanz. Regie: Edwin Stempel. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Wochentags 71/2 Uhr. Sonntags 61/2 Uhr. Wochent. 20, reserv. 30 Pf. Sonnt. 40, reserv. 60 Pf. R. Winkler. Anfang{ Entree Passage- Panopticum. 51 wilde Beiber aus Dahomey. Die Herenschaukel, neueste Fusion. Schiller- Theater. Sanssouci" ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Donnerstag, 27. Sept., Abbs. 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Freitag: Der Menonit. Sonnabend: Der Veilchenfresser. Sonntag, 30. Septbr., Nachmittags 3 Uhr: Der Veilchenfresser. Abds. 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Abends 7/2 Uhr, im Bürgersaale des Rathhauses zum ersten Male: Uhland- Abend. Castan's Panopticum. Kottbuseraraße 4a. Jeden Sonntag und Donnerstag: Stettiner Sänger ( Meysel, Häckel, Pitro, Britton, Eberius, Steidl und Blank). Anfang Sonntags Uhr, Wochens Entree 50 Pfg. tags 8 Uhr. 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Die Freie Vereinigung der Zeitungsspediteure steht daher nicht, wie mancher Fernstehende annehmen dürfte, auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung, sondern es Kontroll- Kommission ist in ihr nichts anderes, als eine Korporation der bei Ehrenberg, Annenstr. 16, vollzählig Kapitalsinteressen zu erblicken. Für die Beweise obiger Behauptungen stehen ein 0. Ahlers, Zionskirchstr. 11, am Platz im Keller. G. Beyer, Wallstr. 96, Charlottenburg. A. Katlewski, Frankfurter Allee 90. A. Kopp, Friedrich Carlstr. 4, Friedrichsberg. C. Lehmann, Sirchhofstr. 22 C, Rirdorf. A. Wendisch, Sönigsbergerstr. 5 u. 6. E. Stolzenburg, Wiesenstr. 14. Freie Vereinigung der Kaufleute. 109/8 Donnerstag, den 27. September, Abends 8½ Uhr, im Saale des Heren Gründel Brunnenstr. 188: Grosse Versammlung. Zages Ordnung: = zu erscheinen. Meine Wohnung befindet sich vom 1. Oktober ab Gräfeftr. 31, Stflg. IV. E. Hinz, Bevollmächtigter. Verband der Vergolder 2c. ( Filiale Berlin.) Am Sonntag, den 30. September, Vormittags 10 Uhr: Ausserordentliche Mitgliederversammlung bei Ehrenberg, Annenstr. 16. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission über die Anträge der Filiale zur Generalversammlung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Wir fordern die Kollegen auf, dieser Hermann Stramm, Ritter Straße Nr. 82. Weißbier! Für Fabriken und Werkstätten fowie für Wiederverkäufer liefere ich mein Versand- Weißbier in unübertrefflicher Güte zum Preise von 3 Mf. für 40 halbe oder 45 4/10 oder 25 8/10 oder 20 ganze Flaschen, frei ins Haus, in Flaschen mit Patent verschluß, ohne Pfandberechnung. Fernsprecher Amt Schöneberg No. 92. A. Seidler, Schöneberg, 718L* Sedaußtraße Nr. 73-75 und 82. Berliner Weissbier- Brauerei. 1. Vortrag des Genossen G. Kessler über:„ Der Nugen der Ge- wichtigen Tagesordnung wegen pünkt Möbel- Kaufgelegenheit werbegerichte für die Handlungsgehilfen". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 154/4 Gäste haben Zutritt. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. 267/7 Die Ortsverwaltung. Evora- Bräu Fürth- Nürnberg, bietet sich Brautleuten 2c. im MöbelSpeicher, 6622 Rosenthalerstr. 13, I. Dafelbst stehen täglich zum Verkauf: An die Gewerkschaften von Steglitz Stigen Seiten, for und Umgegend. Oeffentliche Versammlung aller Gewerkschaften und Berufsgen. von Steglitz und Umgeg. am Sonntag, den 30. September, Nachmittags 2 Uhr, BF im Lokale ,, Zum Gambrinus", Ahornstr. 15a. Tagesordnung: 1. Die Nothwendigkeit der politischen und gewerkschaftlichen Organi sation für die Arbeiter. Referent Genoffe Blaurock. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen werden die Gewerkschaften ersucht, recht pünktlich und zahlreich zu erscheinen. 244/7 Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Vertrauensmann von Steglitz: Alb. Ost, Düppelstr. 29. Achtung! Genossen. Achtung! in vorzügl. 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September, Vormittags 11% Uhr, in Hähling's Palmensaal, Weißensee, Langhansstr. 106. 257/5 Tages Ordnung: H 1. Berichterstattung über die Brandenburger Parteikonferenz. 2. Der diesjährige Parteitag in Frankfurt a. M. Referent ReichstagsAbgeordneter Arthur Stadthagen. 8. Stellung und Diskussion zu den Anträgen. 4. Wahl der Delegirten. Carl Mampe Berlin N Verdauong beforde rderad 81 Zo haben Lo allen Colonialwaacenhandlungen Der Vertrauensmann. Halb und Halb. Mampe mit Pomeranzen Feinste Likörmischung Champagner Flasche Mark1,25 Carl Mampe Likörfabrik Berlin. N.28 straße 188 Gründel): Theater- Aufführung und Ball. Zur Aufführung gelangt: Singvögeldjen. Liederspiel in 2 Bildern. Garderobe 15 Pf., dafür Entree frei. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 25 Pf. nach. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 206 Rum echt und Façon- Literflasche 1,10, 1,60, 2,-, bei 5 Flaschen 10 Bf. billiger. 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Angesichts der jetzt von der gesammten gegnerischen und offiziösen Presse eingeleiteten Heze auf Beschränkung des Versammlungsrechtes, gegenüber dem Verlangen nach parteiischen Mißbrauch des selben durch die Polizei gegen die Sozialdemokraten empfehlen wir Genossen und Vereinen das in unserem Verlage erschienene Vereins- und Versammlungs- Recht in Deutschland VIII u. 210 Seiten 8° Elegant broschirt Mark 2,50, in braunem Bädeker- Band gebunden Mark 3, dasselbe ist ein unentbehrlicher athgeber für R Vereinsvorstände c. ein Buch, das in feiner Arbeiter- Vereinsbibliothek fehlen darf, weil es ein Nachschlagebuch auf allen Gebieten der Vereins- Gesekgebung in allen Bundesstaaten des Deutschen Reiches tst, nicht blos für Versammlungs- Einberufer, Vereins Vorstände, sondern auch für Beamte, Behörden, Rechtsanwälte, Politiker aller Parteien. Tag für Tag tommen von einzelnen Vereinen, Vertrauensmännern, Gemertschaftsvorständen Klagen über Mißgriffe und Bergewaltigungen seitens einzelner Behörden und Beamten; die Redaktionen der Parteiblätter haben ununterbrochen Rath und Auskunft zu ertheilen, wie sich die Genoffen und Vereine gegenüber Versammlungs Verboten, Auflösungen, Vereinsschließungen u. s. w. zu verhalten haben. Ueber alle diese Punkte giebt das Buch an Hand des Wortlautes der einzelnen Bereinsgefeße und in Erläuterungen über die im Laufe der Jahre von den Gerichtsbehörden in ihren Urtheilen geübte Praxis flaren und unzweideutigen Bescheid und ermöglicht es somit den Genoffen, die Klippen und Fußangeln der reaktionären Vereinsgefeße zu vermeiden. Ein dem Bu he beigegebener Anhang enthält eine tabellarisch übersichtlich geordnete, gruppenweise gereihte Mebeneinanderstellung des Wortlautes der in den einzelnen Bundesstaaten bestehenden Bestimmungen über Dereins- und Versammlungsrecht und alpjabetisches Bachregister. 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Sollte es versäumt werden oder worden sein, den Spediteur von der neuen Adresse und dem Umzugstag in Kenntniß zu sehen, so bitten wir uns dies gütigst zu berichten nach unserer Zentralstelle SW., Jerufalemer Araße 62, wir werden alsdann ungefäumt die weitere regelmäßige Bu stellung veranlassen. 109/7 Außerdem bitten wir um Vergegenwärtigung unserer im Vorwärts" am 28. und 25. September enthaltenen diesbezüglichen Inserate. Hochachtungsvoll Der Vorstand der Freien Vereinigung der Berliner Beitungsspediteure und Verkäufer. Altenberg's Färberci, Wäscherei, Garderob.- Reinig.- Auft., 462 NeueJakobstr. 17, Brunnenstr. 162, Andreasstr. 54, Fruchtstr. 36, Potsdamerstr No. 57/58, Alte Schönhauserstr. 2, empf. f. 3. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. Art, Spitzen, Gard., Möbelst. gef. 1 mt. p. Pfd., Bettdeck. gef. 1,25 Mt. p. Stück. Herren- Anzug gereinigt, gebügelt von 2,50 Mk. an. Reparaturen billigst. Neu! 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