Nr. 226. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwirts 11. Jahrg. Jufertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Naum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508, Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 28. September 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Parteigenossen! Die Anträge) müssen bis spätestens 10. Ottober] Ein Gedenktag. in den Händen des Parteivorstandes Laut Beschluß des vorjährigen Parteitags, findet der dies- Berlin SW., Ratzbachstr. 9 Vor wenigen Wochen feierten wir den dreißigsten jährige in Frankfurt a. M. statt. sein, wenn sie entsprechend den Bestimmungen des§ 8 Abfah 2 Todestag Ferdinand Lassalle's, des Gründers der Parteiorganisation im Vorwärts" veröffentlicht werden und der ersten politisch bedeutenden Arbeiterorganisation in in die gedruckte Vorlage für den Parteitag Aufnahme finden sollen. beitervereins, der, verschmolzen mit der Eisenacher Deutschland: des Allgemeinen deutschen ArAnträge von einzelnen Parteigenossen bedürfen der Gegen Arbeiterpartei und erweitert zur internationalen deutschen zeichnung des Vertrauensmannes, sollen sie zur Veröffentlichung Sozialdemokratie, in der heutigen Arbeiterbewegung Deutsch und Berathung gelangen. ben lands fortlebt. Auf grund der Bestimmungen der§§ 7, 8 und 9 der Partei Organisation beruft die Parteileitung hiermit den diesjährigen Parteitag auf Sonntag, den 21. Oktober, nach Frankfurt a. M. in das Lokal zur ,, Weißen Lilie", Bergerstr. 273. Als provisorische Tagesordnung ist festgesetzt: Sonntag, 21. Oktober, Abends 7 Uhr, Vorversammlung, Ronstituirung des Parteitages. Festsetzung der Geschäfts- und der Tagesordnung. Wahl einer Kommission zur Prüfung der Mandate. Montag, den 22. Oktober und die folgenden Tage: 1. Geschäftsbericht des Parteivorstandes. Berichterstatter: A. Gerisch. 2. Bericht der Kontrolleure. Berichterstatter: H. Meister. 8. Bericht über die parlamentarische Thätigkeit. Berichterstatter: N. Fischer. 4. Die Maifeier 1895. Berichterstatter: C. Meist. 5. Agrarfrage und Sozialdemokratie. schlou Berichterstatter: Dr. B. Schoenlant und G. v. Vollmar. 6. Die Bedeutung der Trusts, Ringe, Kartelle und ähnlicher großkapitalistischer Organisationen in unserer wirthschaftlichen Entwickelung. Berichterstatter: M. Schippel. 7. Anträge zum Programm und Organisation. 8. Sonstige Anträge. 9. Wahl der Parteileitung. Parteigenossen! Wir fordern Euch nun auf, die erforder: lichen Vorbereitungen zu treffen. Insbesondere die Wahl der Delegirten und Einreichung der Anträge rechtzeitig zu bewirken. Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. " die Die Adresse des Lotalkomitees ist: Friedrich Brühne, Heute- am 28. Geptember- feiern wir einen anFrankfurt a. M., Liebfrauenberg 26. Die Parteigenoffen, welche deren Gedenktag, den der Internationalen Arals Delegirte zum Parteitag kommen, werden ersucht, von ihrer beiter Assoziation, am 28. September Delegation dem Lokalkomitee rechtzeitig Mittheilung zu machen, 1864 zu London, in der ökonomischen Hauptstadt damit dieses in bezug auf Quartier 2c. die nothwendigen Border Welt, von Vertretern fast aller Kulturvölker gegründet ward. Der Gedanke der Internationalen Arbereitungen treffen kann. beiter Assoziation war schon 15 Jahre vorher in dem Mandatsformulare**) sind durch das Partei Bureau Kommunistischen Manifest durch das gewaltige Berlin SW., Razbachstr. 9, zu beziehen. Mahnwort ausgesprochen worden: Proletarier aller Länder vereinigt Euch! Berlin, den 19. August 1894. Mit sozialdemokratischem Gruß Der Parteivorstand. 9 Und der Mann, der es 1848, am Vorabend der Februarrevolution, gesprochen, war es auch, der den Hauptanstoß zu Gründung der Internationalen Arbeiter. *) Die Genoffen, welche Anträge einreichen, werden darauf fioziation gegeben hatte, und der seinen Geist in ben aufmerksam gemacht, daß etwaige, den Anträgen beigegebene Bund des Proletariats hineingoß- Karl Marx. Motive weder im Vorwärts", noch in der dem Parteitag Sagungen wir unten folgen lassen, für das deutsche Pros Was die Internationale Arbeiter Assoziation, deren vorzulegenden gedruckten Vorlage Aufnahme finden können. Die letariat, für das Proletariat der übrigen Länder gewesen ist, Genossen haben das Recht, ihre Anträge auf dem Parteitage das steht fest eingegraben in dem Herzen und Gedächtniß entweder persönlich zu vertreten, oder durch befreundete Genoffen eines jeden politisch lebendigen und klassenbewußten Arbeiters. vertreten zu lassen; außerdem aber empfiehlt es sich, wichtige In Deutschland, dessen Volk bei allem politischen und Anträge vor dem Zusammentritt des Parteitages in der Parteis wirthschaftlichen Jammer der letzten drei Jahrhunderte preffe zu erörtern. Die Motive aber in die Parteitagsvorlage die Schwungkraft behalten hat, über die Bretter, mit aufzunehmen, verbietet sich aus räumlichen Rücksichten und um denen das heimische Krähwinkel und Elend vernagelt ist, der damit verknüpften unvermeidlichen Wiederholungen willen. **) Die Versendung der Mandatsformulare erfolgt zu Anfang Oftober. tosmopolitisch hinwegzuspringen, wie unsere Vorfahren zur Zeit der Völkerwanderung schon es so jugendfrisch gethan haben zur Berjüngung der, scheinbar hoffnungslosem Marasmus verfallenen Menschheit in Deutschland zündete der internationale Gedanke am schnellsten, und schon nach wenigen Jahren erfolgte 1868 auf dem Nürnberger mache, das er jedoch, lindert es seine Qualen nicht, un- willig entließ ich den Mäkler, gehässig dachte ich an sein muthig wegwirft. Ach, mein verehrter Herr und lieber Weib zurück; und Deine Schönheit, Deine jungfräuliche Dagobert," fuhr sie, da ihr Gatte lächelnd, aber schwei Jugend trat, wie durch einen Zauberschlag, lichtglänzend 151 gend ihr in das liebliche Antlig sah- fort, wenn Ihr je und strahlend, wie eine Himmelsgestalt, vor mich. Mit mich also wegwerfen könntet, wenn jemals eine Zeit diesem Engelbilde besuchte mich auch mein guter Geist, und tommen sollte, in welcher Ihr Euch sagtet: D, daß ich sie zu dem Lehrer meiner Kindheit, meiner Jugend, führte er doch nie gesehen, nie gefreit hätte! D, daß doch die andere mich mit Sturmgewalt, daß ich durch seine Weisheit das mein wäre, die ich unsäglich liebte, und die jetzo noch mein Gute vom Bösen unterscheiden lernen, und den würdigen Er umfaßte sie liebreich, und zog sie an sich, die sich ganzes Herz erfüllt! das wäre ein Unglück, lieber Herr, und Theil erwählen möge. Ich vermag es nicht, Dir die Worte ihm anschmiegte, wie ein vertrauendes Kind. Sie hob ich wollte dann lieber des Vetters Schwarzbach Hausfrau zu wiederholen, die seinem Munde entquollen, mir zum die hellen Augen zu ihm empor, lächelte sanft und sein, von dem ich schon am Altare wußte, daß er seinen Troste und zur Belehrung. Genug: Ich verdanke ihnen erwiderte:„ Bei Euch, lieber Herr, fürchte ich auch Bärenfänger mehr liebt, als Weib und Kind."" Seht meine Ruhe und die Rückkehr meines heiteren Sinnes, das nichts, was von Menschen kommt. Aber, follte doch, welche Grillen," entgegnete Dagobert, ruhig und ge Bewußtsein, Dich nicht leichtsinnig gefreit zu haben, meine Von E. Spindler. diese unbegreifliche Störung, die unsere Hochzeitsfreuden lassen, und sah offen und ehrlich dem bekümmerten Weib- gute, meine liebliche Regina. Johannes hat mich überzerstört,-sollte sie nicht eine Vorbedeutung sein von lein in das schwimmende Auge:" Diese Zweifel thun mir zeugt, daß Segen und Zufriedenheit wohl nimmer aus mehrerem Unheil, das unseren neuen Stand betreffen soll?" web: indeß ist ein Vertrauen des anderen würdig. So dem Bunde zwischen Esther und mir entsprungen wären, Gott verhüte, mein Kind, daß solcher Wahnglaube wisse denn, mein Kind, daß ich nicht von heute, nicht von hätten beider Herzen sich auch unveränderlich geliebt. Die Wurzel in Deinem Herzen faffe," sagte Dagobert ernst, wie gestern an, Dich in meiner Brust trage als eine liebe Kluft ist zu groß gewesen, selbst für die Edelsten und Besten, wohl milde;„ Du führtest dann selbst den Feind in unser Freundin. In den Fesseln einer seltenen und seltsamen und sie überspringen zu wollen, war nur der Wunsch, die stilles Hauswesen. Laß dem Volte seinen Aberwih und Liebe befangen, hatte ich darum nicht minder Sinn für Sehnsucht einer feurigen, rücksichtslosen Jugend. So habe vertraue auf Gott, der nicht mit seinen Kindern ein muth Deinen Liebreiz, Deine findliche Anmuth, und ich hatte in ich mich denn schnell entschlossen, mein füßes Weib, um williges Spiel treibt. Liebft Du mich herzlich, so wie ich der letzten Frift Mühe genug, gegen mein Gefühl anzu- Deine Hand zu werben und mit dem Kranze der ZufriedenDich, so werden wir stets glücklich sein."" Dann müßt fämpfen und die Stimmung zu behaupten, die das Erlöschen heit meiner Eltern Dach zu zieren. Da ich am Altare Ihr mich aber auch stets lieben," hob Regina wichtig meiner thöricht geträumten Glückssonne in mir erzeugt hatte. fchwur, war ich fertig mit der Vergangenheit, die freunds an. Nun freilich," lachte Dagobert: Wie könnte ich Ich floh wohl dann und wann sogar Deine Nähe, mein liche Erinnerung abgerechnet, die mich zum Grabe geleiten anders, meine Königin?" Ach, ich glaube Euch so süßes Kind, und jener Ringkauf an des Goldschmieds wird; mein Frohsinn hat sich wieder eingestellt, und dies gerne, versette Regina mit leisem Seufzer und dennoch Laden war ohne meinen Willen nur vom Zufall oder der Fest nicht unwürdig begangen. Ich bin der Alte genicht ohne Schalkhaftigkeit: aber ich habe mir schon meine Bestimmung herbeigeführt. Ich leugne es nicht, daß dabei worden, und selbst die Stürme dieses Abends, wie sie sich eigenen Gedanken gemacht, und ich darf sie Euch jego ge- mein Herz schwer verwundet wurde, und gleich darauf, wie auch noch gestalten mögen, sollen mich nicht darniederstehen, da Jhr. da Ihr mein Herr seid." Du ein Dounerschlag aus heiterm Himmel, kam mir die Kunde, beugen, rette ich nur Dich, mein Kleinod, unversehrt aus mußt sogar," schaltete Dagobert scherzend ein, und faßte daß sie, um die ich trauerte, fich gänzlich losgerissen von dem Gedränge." nur Dich, w die Erglühende beim Kinu, daß sie ihm nicht den Anblick meinem Herzen und Gedächtniß. Mein Ergrimmen gegen Regina warf sich mit dem vollsten Vertrauen der Liebe. ihrer lieblichen Schönheit entziehe. Rede also zu Deinem das Geschehene war vergeblich, unnüß, kindisch, und meine in Dagobert's Arme, und die Neuvermählten vergaßen in Herrn."" Daß Ihr um mich geworben, guter Dago- Pflicht gegen den Vater trat vor meine Scele. Ich will ihrer Seligkeit den Saal um sich her, mit seinen düster bert," fuhr Regina nach kurzem Junehalten ermuthigt fort, verschweigen, welchen Eindruck der Besuch des Wechslers brennenden Kerzen und seinen ängstlich lauschenden Bedas, das war mir lieb, sehr lieb fogar; aber, daß Joel auf mich machte. Das finstere, grämliche Gesicht des wohnerinnen, wie auch das auf der Gasse auf- und niederes so schnell gekommen, daß dieses Werben sich so Buntgekleideten, seine flache Einfilbigkeit, beleidigten meine wogende Toben, Lärmen und Treiben, dessen Ursache noch dringend ausgesprochen, das ließ mich im Stillen befürchten, Eitelkeit. Ihn, der nur für das Geld Sinn hatte, das kein Mensch, allem Fragen zum Troße, angeben konnte. Euer Gemüth möchte noch nicht ruhig, und jenes Bild, ihm mein Vater hinzählte, ihn, der so kalt und theilnam- Da erdröhnte von wiederholten Schlägen die Pforte des. das Euch einst verzaubert hatte, noch darin geschäftig sein. los mir die wenigen Gescheute wieder reichte, die Esther Hauses, daß alle Anwesenden zusammenfuhren, und der Mir war's, als ob ich das Mittel sein sollte, das der Leis einft von mir empfangen, ihn hatte sie mir vorziehen, hinter dem Ofen entschlummerte kleine Haus erschrocken aus dende aufs ungefähr ergreift, ob es ihn vielleicht gesunden diesen Juden mit ihrer Hand begaben können! Un Sem Schlafe taumelte, und in die Arme der gütigen Mar Arbeitertage und 1869 auf dem Eisenacher vorrückend, unwiderstehlich dem Ziele zueilt, gegen diese Art. 2. Der Name der Gesellschaft ist: Internationale Kongreß der förmliche Anschluß der einen der beiden heilige Allianz des arbeitenden Volkes find Arbeiter Assoziation. organisirten Arbeitergruppen an die Internationale Ar die Moloch- und Mammonanbeter, troß ihrer klirrenden, Art. 3, versammelt sich jährlich ein allgemeiner Arbeiter Assoziation. Anschluß, soweit die deutschen Vereins prunkenden Macht, ohne Wehr und Waffen- und haben beiterkongreß, bestehend aus Abgeordneten der Zweige der gesetze es erlaubten. Und auch die andere der beiden sie auch in ihrem Dienst alle Mordmaschinen, welche die gebungen der Arbeiterklasse, ergreift die für das erfolgreiche Wirken Assoziation. Der Kongreß verkündet die gemeinsamen BestreGruppen erklärte ihre Sympathie, sodaß wir sagen können: schändete Wissenschaft den Epigonten der Barbarei hat liefern der Internationalen Assoziation nothwendigen Maßregeln, und schon vor 1870 war, mit Ausnahme weniger Verheyten, das ge- müssen, und machen sie auch alle Dunkelmänner und alles ernennt den Generalrath der Assoziation. sammte in der Arbeiterbewegung stehende deutsche Proletariat Nachtgevögel und lichtscheue Raubzeug mobil zu dem Kreuz- Art. 4. Jeder Kongreß bestimmt Zeit und Ort für die Zus für die Internationale Arbeiter- Assoziation gewonnen. Auch in zug für das goldene Kalb. sammenkunft des nächsten Kongresses. Die Abgeordneten er Frankreich faßte sie rasch Wurzel, und so mächtig wurde Die Internationale Arbeiter- Assoziation, winzig wie sammeln sich zur bestimmten Zeit und Stelle, ohne daß dazu eine dort bald ihr Einfluß, daß die Regierung Napoleon's ein sie war im Vergleich zu der heutigen Kraftentfaltung des befondere Einladung erheischt wäre. Der Generalrath kann im Ausnahmegeset erließ und den Beitritt zur Jnternationalen Proletariats, überwand spielend all' ihre Feinde. Nothfall den Ort der Zusammenkunft verlegen, aber nicht ihren Arbeiter Assoziation verbotein Verbot, das bis auf den Der tausendfach stärkere Bruderbund der arbeitenden des Generalraths und ernennt dessen Mitglieder. Der so crZeitpunkt aufschieben. Der Kongreß bestimmt jährlich den Gizz heutigen Tag fortdauert, obgleich Napoleon nun bereits seit Völker, zu dem die Internationale Arbeiter- Assoziation sich nannte Generalrath ist ermächtigt, sich neue Mitglieder beizu 24 Jahren gestürzt ist. ausgewachsen hat, schaut heiteren Sinnes und festen Auges fügen. In allen übrigen Kulturländern schlug die Internatio- in die Zukunft, die uns die Ernte bringen wird und Auf seinen jährlichen Zusammenkünften erhält der Kongres nale Arbeiter- Assoziation Wurzel überall weckte und den Sieg. einen öffentlichen Bericht über die Jahresarbeit des Generalraths. Letzterer kann in dringenden Fällen den Kongreß vor dem regelmäßigen jährlichen Termin berufen. -GO förderte sie das Gefühl der Interessengemeinschaft und der Was die Juternationale Arbeiter Assoziation als Brüderlichkeit; überall lehrte sie die Nothwendigkeit des Programm aufgestellt hat: die Emanzipation der Arbeiter proletarischen Klassenkampfes gegen die das Proletariat klasse durch die Arbeiterklasse, das wollen, daß werden unterdrückende und ausfangende Kapitalistenklasse; überall wir verwirklichen. zeigte sie den Weg zum Ziel: die Organisation Dies geloben wir heute am dreißigsten Gründungstag des Proletariats als politische Partei zum Zweck der Internationalen Arbeiter- Assoziation. der Erkämpfung der politischen Macht; überall Hoch die internationale volterbefreiende trieb sie die Arbeiter aus dem Nebel des Eettenwesens und der Utopisterei und stellte sie auf den Boden der Thatsachen, so daß sie im Hinblick auf die kommende Erlösung nicht die Aufgaben der Gegenwart vergaßen: den Arbeiterschutz, die gewerkschaftliche Organisation, die Arbeiterstatistik. 1190 Sozialdemokratie! verschiedenen, in der Internationalen Assoziation vertretenen Art. 5. Der Generalrath wird gebildet aus Arbeitern der Länder. Er besetzt aus seiner Mitte die zur Geschäftsführung nöthigen Stellen, wie die des Schahmeisters, General- Sekretärs, der forrespondirenden Sekretäre für die verschiedenen Länder u. f. 1. Art. 6. Der Generalrath wirkt als internationale Agentur zwischen den verschiedenen nationalen und lokalen Gruppen der Assoziation, so daß die Arbeiter eines Landes fortwährend unters richtet bleiben über die Bewegungen ihrer Klasse in allen andern Ländern; daß eine Untersuchung über den sozialen Zustand der samer Leitung stattfindet, daß Fragen von allgemeinem Interesse, angeregt von einer Gesellschaft, von allen andern aufgenommen werden, und daß, im Fall der Nothwendigkeit sofortiger praftischer Schritte wie z. B. bei internationalen Zwisten die verbündeten Gesellschaften sich gleichzeitig und gleichförmig be. thätigen fönnen. Die Statuten der internationalen verschiedenen Länder Europas gleichzeitig und unter gemeine81 Arbeiter- Assoziation. In Erwägung, " Der ungeheure Wirkungskreis der Internationalen Arbeiter Assoziation und die ungeheure Summe ihres Wirkens ist in seltsamem Mißverhältniß zu ihrer ziffern- tlaffe selbst erobert werden muß; Daß die Emanzipation der Arbeiterklaffe durch die Arbeitermäßigen Stärke. Wer die Verhandlungen des Leipziger Daß der Kampf für die Emanzipation der Arbeiterklasse fein Hochverrathsprozesses kennt, in welchem die Juternationale Rampf für Klassenvorrechte und Monopole ist, sondern für gleiche Arbeiter- Assoziation eine hervorragende Rolle gespielt hat, Rechte und Pflichten und für die Vernichtung aller Klassen Alte wir vor einigen Wochen ben Tod Lassalle's dem ge der weiß, daß die aktiven, d. h. ihre Beiträge regelmäßig herrschaft; Daß die ökonomische Unterwerfung des Arbeiters unter entrichtenden Mitglieder in ganz Europa nur nach den Aneigner der Arbeitsmittel, 3. D. Der Lebensquellen, der Tausenden zählten. Knechtschaft in allen ihren Formen zu Grunde liegt sellschaftlichen Glend, der geistigen Werkümmerung und der poli tischen Abhängigkeit; Daß die ökonomische Emanzipation der Arbeiterklasse daher der große Endzweck ist, dem jede politische Bewegung, als Mittel, unterzuordnen ist; an seinem Gedenktage behandelten, schrieben wir, daß heute Millionen trauerten, wo vor dreißig Jahren nur Zehntausende.tibel magnus ro Noch eindringlicher und imposanter stellt die riesige Entwickelung unserer Partei sich uns dar, wenn wir die Anfänge der Internationalen Arbeiter- Assoziation mit der Gegenwart vergleichen. 200 Die Juternationale Arbeiter- Assoziation verfügte zur Zeit ihrer Gründung über die denkbar geringsten mechanischen Machtmittel. Sie brachte es auch zur Zeit ihrer Blüthe niemals auf eine ansehnliche Zahl von Mit gliedern. Aber sie erlangte die Führung der gesammten Arbeiterbewegung aller Kultur länder. Daß alle auf dieses Ziel gerichteten Versuche bisher gescheitert sind aus Mangel an Einigung unter den mannig fachen Arbeitszweigen jedes Landes, und an der Abwesenheit schiedenen Bänder; eines brüderlichen Bundes unter den Arbeiterklassen der verDaß die Emanzipation der Arbeiterklasse weder eine lokale, noch eine nationale, sondern eine soziale Aufgabe ist, welche alle Länder umfaßt, in denen die moderne Gesellschaft besteht, und deren Lösung vom praktischen und theoretischen Zusammenwirken der fortgeschrittensten Länder abhängt; Daß die gegenwärtig sich erneuernde Bewegung der Arbeiterklasse in den industriellsten Ländern Europa's, während sie neue Hoffnungen wachruft, zugleich feierliche Warnung ertheilt gegen einen Rückfall in die alten Irrthümer, und zur sofortigen Zusammenfassung der noch zusammenhanglosen Be Aus diesen Gründen ist die Internationale Die herrschende Klasse, und die ihr dienstbaren Regierungen boten darum Alles auf, um die Internationale Arbeiter Assoziation = zu vernichten. Umsonst. Auch die Spaltungen, die von den Feinden der Arbeitersache wegungen brängt; in den Schooß der Assoziation getragen wurden, vermochten nichts über sie. Sie spottete der Verfolgungen, und erst nachdem sie ihre Mission erfüllt und die Arbeiterbewegung gegen die Berlockung auf Ferwege gesichert hatte, trat sie von dem Schauplage zurück nicht um zu sterben, sondern um der Saat, die sie ausgestreut, Zeit zum Reimen und Wachsen zu geben. H Arbeiter Assoziation geftiftet worden. Sie erklärt: Daß alle Gesellschaften und Individuen, die sich ihr anschließen, Wahrheit, Gerechtigkeit und Sittlichkeit anerkennen als die Regel ihres Verhaltens zu einander und zu allen Menschen, ohne Rücksicht auf Farbe, Glaube und Nationalität; Reine Pflichten ohne Rechte, teine Rechte Die Saat ist herrlich aufgegangen- üppig und reich ohne Pflichten. über jedes Erwarten. Die Internationale Arbeiter- Affoztation Und in diesem Geiste sind die nachfolgenden Statuten lebt fort in den festgegliederten Arbeiterorganisationen aller verfaßt. Kulturländer, deren arbeitende Völker, so weit sie erwacht stellung eines Mittelpunktes der Berbindung und des planArt. 1. Die gegenwärtige Assoziation ist gegründet zur Her sind, von dem internationalen Gedanken des Sozialismus mäßigen Zusammenwirkens zwischen den in verschiedenen Ländern beherrscht werden und alle zusammen ein einziges Bolt bestehenden Arbeitergesellschaften, welche dasselbe Ziel verfolgen, bilden und eine einzige Armee. nämlich: den Schuh, den Fortschritt und die vollständige Eman Gegen diese Armee, die, täglich anschwellend, täglich zipation der Arbeiterklasse. Bei jeder passenden Gelegenheit ergreift der Generalrath die Initiative der den verschiedenen nationalen oder lokalen Gesellschaften zu unterbreitenden Vorlagen. Zur Erleichterung seines Verkehrs mit den 3weiggesellschaften veröffentlicht der Generalrath periodische Berichte. Art. 7. Da einerseits der Erfolg der Arbeiterbewegung in jedem Lande nur gesichert werden kann durch die Macht der Einigung und Kombination, während andererseits die Wirksam keit des internationalen Generalraths wesentlich dadurch bedingt ist, daß er mit wenigen nationalen Zentren der einer verhandelt, statt mit einer großen Anzahl fchaften er zusammenhangsloser lokaler Gesellschaften, so sollen die Mits glieder der Internationalen Affoziation alle ihre Kräfte aufbieten zur Vereinigung der zerstreuten Arbeitergesellschaften ihrer betreffenden Länder in nationale Körper repräsentirt durch nationale Zentralorgane. und Es versteht sich von selbst, daß die Anwendung dieses Artitels von den Sondergesetzen jedes Landes abhängt, und daß, abgesehen von gefeßlichen Hindernissen, feine unabhängige lokale Gesellschaft von direkter Korrespondenz mit dem Generalrath ausgeschlossen ist. Art. 8. Jede Sektion hat das Recht, ihren eigenen, mit dem Generalrath torrespondirenden Sekretär zu ernennen. Art. 9. Jeder, der die Prinzipien der Jnternationalen Arbeiter- Assoziation anerkennt und vertheidigt, ist wählbar als Mitglied derfelben. Jede Zweiggesellschaft ist verantwortlich für die Unbescholtenheit der Mitglieder, die sie aufnimmt. Art. 10. Bei Veränderung des Wohnsitzes von einem Land zum andern erhält jedes Mitglied der Internationalen Assoziation die brüderliche Unterstüßung der mitverbündeten Arbeiter. Art. 11. Obgleich vereinigt zu einem ewigen Bund brüderlichen Zusammenwirtens, behalten Arbeitergesellschaften, welche sich der Internationalen Arbeiter- Assoziation anschließen, ihre be stehende Organisation unversehrt. Art. 12. Die gegenwärtigen Statuten können durch jeden Rongreß abgeändert werden, sobald zwei Drittel der anwesenden Delegirten sich dafür erklären. In Art. 13. Alles, was nicht in den vorstehenden Statuten vor der Revision jedes Kongresses unterliegen." gesehen ist, wird durch besondere Verordnungen ergänzt, welche Politische Ueberlicht. Berlin, den 27. September. Mit der Ausarbeitung eines Anarchistengesehes garethe lief. Was giebt's da unten?" rief Dagobert David neben Dagobert vorbei in das Gemach bringen; im Ministerium des Innern hat es seine Richtigkeit, wie dem furz darauf eintretenden Ammon zu, und dieser winkte der junge Mann, der jetzt erst den Mißverstand begriff, uns von zuverlässiger Seite mitgetheilt wird. Beihm, jedoch die Uebrigen mit einigen Worten beruhigend, hielt ihn stark aber mitleidig zurück. Halt ein, un traut mit der Sache ist der vor kurzem zum vortragenden auf die Seite. Ein Mann ist draußen, der Euch zu glückseliger!" rief er:„ Du bist im Frrthum, obgleich im Rath ernannte Geheime Regierungsrath von Trott sprechen wünscht", flüsterte er wichtig; fast bedauere ich 3, verzeihlichen. Esther ist nicht die Braut, die ich heimge- 3u Solz. Dieser Herr, etwa 36 Jahre alt, hat eine ihn hierher geführt zu haben; denn erst beim Laternen- ührt."" Nicht?" stammelte verblüfft der Jude, und sehr rasche Karrière gemacht, nachdem er seiner schimmer im Hausgange ersah ich, daß der Bursche ein r hielt inne, schlug die Hände über den Kopf zusammen, zeit Landrath in Höchst a. M. sich durch von dem egyptischen Bolke ist, das gestern hier eingezogen, und setzte hinzu: Nicht? unglücklicher Vater!" Hier scharfes" Vorgehen gegen die Sozialdemokraten aus und in Sachsenhausen. Rasttag hält. Vor solch' Gefindel auf verklärte sich aber plöglich sein Gesicht, wie zum Dante gezeichnet" hatte. Es ist derselbe Herr, der vor mehreren muß man auf der Hut sein, darum hab' ich seinen Gefährten erhoben sich seine Arme, und ein: Nicht: Gelobt fei Gott, Jahren mit dem Prinzen von Heffen reiste, und an Bord bei dem Pförtner zurückhalten lassen, als Geißel für der hochgelobte Herr und König!" entschwebte feinem des Schiffes war, als dieser Prinz im indischen Ozean nach Eure Sicherheit, Herr, und die des Hauses. Draußen im zitternden Munde.. Dagobert betrachtete ihn, mit bittern einem reichlichen Trinkgelage unbemerkt über Bord fiel und Borgemache wartet der zerlumpte Mensch." Gefühlen tämpfend und Ben David ging bald aus seiner ertrant. Zuletzt war er Landrath in Marburg, für welchen Dagobert folgte dem Forstwart mit Zuversicht und frendigen Erschütterung in eine unangenehme über. Kreis er fonservativer Abgeordneter im Landtag ist. Muth und stand alsobald vor dem dunkelbraunen Gesellen, Wer weiß," murmelte er vor sich hin. ,, wer weiß, Man sieht, der richtige Mann für solche Arbeit. Wenn dessen Gesichtszüge die herunterhängenden Haare verbargen. ob es nicht also ist geworden schlimmer? Sagt mir, gnä- es nur seinem neuesten Werk nicht geht wie dem Prinzen Da jedoch Dagobert die Rede an ihn richtete, da strich digster Junter," sprach er laut, den Saum von Dagobert's von Hessen. der Mann die Haare zurück, und fragte mit wohlbekannter Rocke füssend, sagt mir, wo Esther ist gekommen hin? Der Bekämpfung der Sozialdemokratie widmet Stimme Kennt Ihr mich nicht mehr, Herr Frosch? Vielleicht wär' es doch gewesen beffer, sie hätte geschloffen Professor Delbrück in der politischen Korrespondenz Bin ich Euch geworden ganz fremd?" Er streckte die Hand mit Euch den Bund, als..." Beruhige Dich!" ver- feiner preußischen Jahrbücher eine ausführliche Betrachtung. dem Staunenden entgegen, welcher jedoch betroffen einige sette Dagobert, der ein bitteres Lächeln nicht unterdrücken Er erklärt sich als feinen prinzipiellen Gegner einer sich Schritte zurücktrat, und schier erschrocken ausrief: Ben fonnte:" Sie ist Eurer würdig geblieben. Sie ging mir gegen unsere Partei richtenden Ausnahmegesezgebung, er David! Mensch! bist Du's, oder äfft mich ein possenhafter voran in der Ehe, und Lüttich's reichster Jude, Joel ist meint aber, daß unter den obwaltenden Umständen den Zufall mit Deinem Gesicht und Deiner Stimme?"" Soll Ihr Mann!" Ueberrascht und zweifelnd starrte Ben David herrschenden Gewalten ein solches Gesez viel mehr " mir Gott helfen, als ich's selber bin, wie mich geboren den Jüngling an; da er aber in dessen Augen Wahrheit, schaden als nügen, vielmehr blos schaden und gar hat die Mutter," erwiderte Ben David, und griff nach keine Falschheit las, so verkehrte sich schnell sein nichts nützen würde". Auch gegen eine Verschärfung des Jünglings Hand, wie ein Freund nach des Freundes Trübsinn in Jubel, außer sich vor Frende fiel er vor dem des gemeinen Rechtes hat der freikonservative Professor Hand. Aber Dagobert wies die dargebotene Rechte er Junker auf die Kniee, und jauchzte:" Heil sei Euch, Herr, nichts einzuwenden, denn angeregtes öffentliches Leben ist in schrocken zurück, und fragte dringend und ängstlich:" Mensch! und der Segen des hochgelobten Gottes in Jfrael. Dant Gefahr in Demagogie auszuarten. Das muß man zu ver Was willst Du hier? Du bist gebannt; zittere vor Deiner dem Propheten Elias und dem Fürsten der Barmherzigkeit, hüten suchen". Strafe; und fliehe, fliehe, armer Mensch! Dein Gesicht ist die gnädig regiert haben das Herz meiner lieben Esther, Es wäre in die Hand der Regierung gegeben, dauernd gekommen, um mir den heutigen Abend vollends zu trüben, die ich nun mit Freuden nenne mein eignes liebes Kind. nicht nur die sozialdemokratische, sondern jede Art und kein Glück bringt Dir dieser Gang!" Also belohnt der Herr die Treue, die an ihm hält fest wie von Agitation niederzuhalten. Die Antisemiten, der Bund Weh mir! weh mir!" seufzte Ben David beklommen, Eisen und Gold. Ihr hättet mir geben können alle Kronen der Landwirthe, der Klerikalen, namentlich bei einem faltete die Hände, und sah hierauf wehmüthig und be- von Perl' und Edelgestein, und fie hätten nicht also neuen Kulturkampf, würden die Kandare bald zu fühlen tämmert in das Gesicht Dagobert's: Bin ich gekommen erquickt mein Herz und meine Augen, als Gure Worte es bekommen, und wir würden zu denen gehören, darum, daß ich empfangen werde also mit Schmach und gethan. Gern will ich sein ein schlechter Jude, und unter die das nicht zu betrauern hätten". Trotzdem erklärt sich Verweis? Ist das ein Willkomm für den Schwäher, für Euren Schuhen der Staub, weil es also gekommen ist; dieser Reaktionär gegen derartige Maßregeln. Ja," so den Vater Eurer Braut?" Meiner Braut!" fragte gern mich nicht brüsten mit dem Namen Eures Schwäher führt er aus, wenn man ein Mittel fände, das Gesch Dagobert noch staunender.-" Hab ich doch laffen rufen vaters, und ohne mein Kind in Pracht und Herrlichkeit generell zu gestalten, aber so, daß es doch nur für die bösen Euch, damit nicht erschrecke mein Estherchen vor meinem zu sehen, umsonst gekommen sein zur Hochzeit. Doch," Sozialdemokraten Anwendung finden kann! Das giebt es langen Bart, und meiner zerlumpten Kleidung," fuhr Ben fügte er, sich besinnend, hinzu: Nein! umsonst bin ich aber leider nicht. Gehört erst Polizei- Erlaubniß zu jeder David fort: Hab ich doch geglaubt zu finden in Euch ein nicht da, gestrenger Junker."-Du meinst des Geldes öffentlichen Versammlung und zu jedem Verein, so fann menschlich Herz; aber jego werdet Ihr mich führen zu wegen, das Dir der Herzog schuldete?" fragte Dagobert, man nie wissen, welche Thüren einmal alle meiner Tochter, damit ich sehe, ob sie verlernt hat jede der hinter Davids Rede jüdischen Eigennug witterte. Das verschlossen werden. Es ist also doch wohl besser, Liebe zu ihrem Ette, jede Anhänglichkeit an das Gesetz, das Gold hat Deiner Tochter Gatte, Joel, schon empfangen." die Dinge zu lassen, wie sie sind." fie verlassen?" Mit der Zudringlichkeit, die seinem Wolfe und der leidenschaftlichen Bewegung eigen ist, wollte Ben " ( Fortsetzung folgt.) 4100 " Nachdem er an die Aufforderung des Raisers zum Zus sammenschluß aller bürgerlichen Parteien erinnert hat, er " M Parteinachrichten. * flärt er, daß durch Polizeimaßregeln unsere Gegner bloß nicht Verhandlungen und Beschlußfassungen über die Reichseingeschläfert würden und fährt dann fort: Die polizeiliche finanzen, die Landwirthschaft, das Handwerk, den gewerb Vorbeugung gegen die Ausbreitung der sozialdemokratischen lichen Mittelstand und die Kolonialpolitik angezeigt. Biel Für den Parteitag in Frankfurt a. M. find für Partei und Parteilehren ist nicht etwa zu verschärfen, wird dabei nicht herauskommen. Breslau die Genossen Bruno Geiser und Oskar Schüß ge= sondern aufzugeben, und dieser Theil des Kampfes in einer wählt worden. Die gewählten Delegirten wurden insbesondere reinlichen Scheidung ausschließlich den Parteien zu überEine vereinzelte Maßregel gegen die Kartelle ist verpflichtet, für den Antrag der Parteigenossen von Breslau- Ost Lassen. Nicht einmal eine Hoffnung, daß die Polizei ihnen zu registriren. Die dem deutschen Buchhändler- Börsenverein und West, den nächsten deutschen Parteitag in Breslau statthierin zu Hilfe kommen könnte, ist den Parteien zu lassen, angehörenden Verleger haben bekanntlich ein Abkommen ge- finden zu laffen, einzutreten. da sie sonst nicht den genügenden Eifer entwickeln." troffen, wonach sie Sortiments- Buchhändlern, welche einen Für die beiden Leipziger Kreise, Stadt und Land, Diese Ausführungen, aus denen wir nur das für den größeren, als den gebräuchlichen Rabatt gewähren, ihren Verlag wurden folgende Genossen gewählt: Die Genossen Pinkau Standpunkt Delbrück's Beachtenswerthe und nicht das perren. Eine solche Sperre war über die Firma Lipfius u. Tischer und Reichel, sowie die Genoffin Kühn. zur Richtigstellung Herausfordernde abgedruckt haben, schließt in Kiel wegen Schleuderei verhängt worden. Auf die Anzeige der Firma hat nun, wie die Tägliche Rundschau" Dem Parteitag sollen seitens der Barmer Parteigenossen er mit den folgenden Säßen: Ein Sozialdemokrat, dem etwa Muth und Zuversicht schwach erfährt, die Staatsanwaltschaft zu Kiel gegen den Vorsteher folgende Anträge, die in einer öffentlichen Versammlung angewerden möchten, braucht nur acht Tage die„ Post“ zu lesen, um des Börsenvereins, Buchhändler Dr. Ed. Brockhaus in nommen, unterbreitet werden: 1. Der Geschäftsbericht des Parteivorstandes solle für die wieder alle seine Hoffnungen beflügelt zu sehen. Wenn dem Leipzig das Strafverfahren wegen Erpressungsversuches Folge 6 Wochen vor Zusammentritt bes Parteitages veröffentlicht Gegner vor Angst schon so alle Glieder schlottern, darf er sich eröffnet. werden, um den Genossen Gelegenheit zu geben, sich über den sagen, muß unsere Sache doch ganz gut stehen. Hier zeigt sich Wir sind überzeugt, daß man mit dem Strafgesetze der selben auszusprechen resp. Anträge dazu zu stellen." zum zweiten Male die unfelige Folge der Halbheit. Das fort Kartellirung in der Industrie kein unüberwindliches währende Rufen nach der Polizei und die kleinen Chikanen, durch Hemmniß bereiten kann. die man die Thätigkeit der Sozialdemokratie zu hemmen sucht, schaden ihr nichts, sondern nähren nur ihre Illusionen, und aus den Jllufionen erwächst Enthusiasmus und Kraft." Ich kann auch sehr unangenehm werden", sagte der König von Preußen vor drei Tagen bei seiner Abreise von Thorn zu dem Bürgermeister dieser Stadt. Die Herren Bolen aber, sie haben nun ihren Lohn. " wurde, wie uns eine Privatdepesche meldet, Genoffe Bei den Landtagswahlen in Sachsen- Weimar Baudert wiedergewählt. in vom " 2. Der Parteitag wolle beschließen: Die Reichstags= Fraktion wird beauftragt, sofort nach Zusammentritt des ReichsParteiprogramms zur Durchführung gelangt." tags einen Gesezentwurf einzubringen, durch welchen der Artikel 4, Punkt 16 der Reichsverfassung nach Maßgabe des Punkt 4 des das Die Leipziger Parteigen offen stellen an den Die Wahlrechtsbewegung in Oesterreich, die den Parteitag folgende Anträge: 1. Die Delegirten wollen dafür Sommer über ein ruhigeres Tempo angenommen hatte, 2. Der Parteitag wolle beschließen, die Zahl der Delegirten für eintreten, daß der nächste Parteitag in Leipzig stattfindet. Für die Begriffsverirrung, die in gewissen für wird, wie unser Wiener Korrespondent schreibt, mit dem die zukünftigen Parteitage in geeigneter Weise zu beschränken, politisch einflußreich und staatsmännisch klug geltenden Herannahen der Reichstagssession wieder lebhafter. Die um die praktische Arbeit dieser Bertretung unserer Partei immer Kreisen herrscht, ist die nationale" Bolenha recht be- Herren Koalirten, die gehofft hatten, der Kampf um das noch mehr fördern zu helfen. 3. Die Vertreter des 12. und zeichnend, die jetzt von unseren spezifisch„ nationalen" Rück politische Recht werde ausgehen wie das Hornberger 13. sächsischen Reichstags- Wahlkreises werden beauftragt, auf schrittsparteien in Szene gesetzt wird. Diese Unglücklichen Schießen, werden sich bitter enttäuscht finden. In Wien dem Parteitage den Antrag einzubringen, daß das Protokoll des haben nämlich vergessen, daß die neue Militärvorlage, die wie in den Provinzen rührt es sich wieder gewaltiger als Parteitages vom Parteivorstande zum Selbstkostenpreise herausvon ihnen selbst weiland als Krönung" des je, und das Parlament wird sich mit der Wahlreform be- gegeben wird. nationalen Baus, hingestellt ward, nur mit Hilfe schäftigen müssen, ob es will oder nicht. Die ersten der Polen im Deutschen Reichstag durchgedrückt Sturmvögel zeigen fich. In der Nacht Die Kreiskonferenz der Sozialdemokraten des Kreises werden konnte. Der nationale Bau" von den National- 25. September wurden Wien Offenbach Dieburg, welche am Sonntag in der Restau und allen ration Hornung stattfand, war von feinden gekrönt 42 Delegirten aus viele Hunderttausende 19 Orten besucht. das ist freilich für unsere Chauvinisten größeren Städten des Landes Aus dem Bericht des Vorstandes geht eine fast ebenso fatale Thatsache, wie die, daß die deutsche von Kleinen Flugblättern vertheilt und an allen hervor, daß die Gesammteinnahme 3490,01 m. betrug, Kaiserkrone dem König Wilhelm I. von Preußen durch Straßenecken plakatirt. Zum großen Entseßen eines ver- der eine Ausgabe von nur 704,36 m. gegenübersteht, sodaß einen Frrsinnigen, den später im Starnberger See ehrlichen Publikums und einer löblichen Polizei kann man ein Raffenbestand von 2785,65 m. verbleibt. Beschlossen wurde, ertrunkenen Ludwig II. von Bayern angeboten wurde. nun allüberall auf rothen Plakaten die fürchterlichen Worte den Odenwalder Volksfreund" vom 1. Oktober an eingehen zu Indeß angenehm oder unangenehm, mit der Thatsache muß lesen: Heraus mit dem allgemeinen gleichen, direkten lassen, da derselbe zu große Zuschüsse bedarf. Statt dessen soll doch gerechnet werden.. Wahlrecht! Weg mit der Interessenvertretung!" So wenig breitet werden. Als Delegirte zum Parteitag wurden die Genoffen Offenbacher Abendblatt" auch im Kreise Dieburg verdieser Teut zu inkriminiren ist, so begründet doch die Ver Orb, Galm und D ch gewählt. Die nächste Konferens soll in Das Chaos, in welchem die Kreuzritter gegen die breitung desselben in dem verzopften Desterreich ein Straf Seligenstadt abgehalten werden. " Umsturzparteien" herumtaumeln, wird prächtig beleuchtet gesetzes und eine Flugblattverbreitung, die in Berlin ganz delikt, die Uebertretung des berüchtigten§ 23 des Preßdurch Aeußerungen, welche der Erzbischof von Bosen, Herr ungestört vor sich ginge, hat in Wien hunderte von Reich 3tags- Wahlkreises in Hartmannsdorf waren v. Stablewski, in einem Gespräch mit Zeitungs. Polizisten auf die Beine gebracht. Natürlich wurden Ver- über 200 Genoffen aus dem Kreise erschienen. Zum Barteitag vertretern gemacht hat. Man sieht, auch Erzbischöfe, gleich haftungen vorgenommen, die ebenso natürlich sofort wieder wurde Genosse im 3. Mittmeida gewählt. Senoffe 3ramanderen hohen Herren, benutzen den nicht mehr ungewöhn aufgehoben werden müssen. Aber die Polizei macht eben Burg städt hielt ein längeres Referat über: Lanbagitation; lichen Weg des Interviews, wenn sie keinen besseren finden. wieder einmal einen erfolglosen Versuch. ob sie durch Ein- der Presse, der Burgstädter Boltsstimme", erklärten sich bie Aneine Distuffton hierüber fand nicht statt. Mit der Haltung Zunächst macht der Herr Erzbischof sich lustig über die schüchterung etwas erreichen kann. denunziatorische Schnüffelei der deutschen Hezpatrioten; schüchterung etwas erreichen kann. Die nächste Parteiversammlung des spricht Bemerkenswerth ist, daß die Koalitionspresse über das Kreises soll in Mittweida abgehalten werden. Bekannt ge Lächerlichkeit eines angeblichen Wiedereinsetzen der Wahlrechts- Bewegung ganz außer sich geben wurde noch, daß der Abgeordnete des Kreiſes SchmidtStrebens auf Lostrennung von Preußen und von ist. Die politischen Strauchritter, welche an der Spize Magdeburg im Laufe des nächsten Monats einige Bersammder Unmöglichkeit eines Aufstands; klagt die deutsche Gesetzgebung Konsortiums zur ökonomischen und politischen lungen abhalten werde. und zwar wohlgemerkt, Exploitirung Desterreichs stehen, sind ganz erstaunt, daß die die aus der Bismarck'schen Neraden So- Arbeiterschaft dem Kavalierworte des Fürsten Windischgräß Wahlen, über die wir gestern theilweise zu berichten in der Das Endresultat der Erfurter Gewerbegericht 3zialismus auf das Land. förmlich ger nicht traut und energisch auf ihrem Recht besteht. Für die Lage waren, stellt sich wie folgt: Sämmtliche 11 Randrängt" zu haben; zeigt, daß auch die deutschen Regierung ist die Verlegenheit keine geringe, denn die bibaten der Gewertschaftstifte wurden gewählt: Gutsbefizer ohne polnische Arbeiter nicht auskommen können; Quadratur des Zirkels: allgemeines Wahlrecht mit Ererklärt den lange von oben begünstigten Antisemitis mus für eine häßliche" Form des Sozialismus; und führt aus, daß die Unterdrückung des polnischen Elements natur gemäß einen Gegendruck von polnischer Seite hervorrufen müsse was die Herren Polenheter fich hinter die Dhren schreiben, und worüber sie nachdenken mögen, falls sie noch denkfähig sind. von der an " haltung des Besihstandes der privilegirten Parteien, hat sie natürlich noch nicht gefunden. sich die Staatsmänner vorstellen- und als sie wünschen. Die Parlamentssession wird interessanter werden, als Wer macht die Anarchisten? In der„ Vossischen Beitung" finden wir fiehe das gestrige Abendblatt' folgende Notiz: " In einer Parteiversammlung des 15. sächsischen wesenden einverstanden. Gewerkschaftsfartell 82 " 949 Stimmen. Hirsch- Duncker'sche Gewerke. 46 Evangel. Arbeiterverein IV. und V. Gruppe fiegten sämmtlich unsere Kandidaten Arbeitgeber wurden gewählt: In der I., II., III. Gruppe fiegten die Kandidaten der Unternehmerliste( 6 Mandate), in der ( 7 Mandate).- Demnach hat die klassenbewußte Arbeiterschaft Erfurts einen großen Sieg errungen. Der Alkohol des Kulturkampfs soll wieder herBrüssel, 25. September. Ueber den vielgenannten russischen halten, um fünstliches Leben in die blutarmen Adern der Baron von Sternberg wird allmälig einiges Licht ver- 25. dort stattgefunden, wird uns von dort mitgetheilt: Gestern Zu den Gewerbegerichts Wahlen in Gera, welche am Bourgeoisparteien zu sprigen. Zum 9. Dezember soll die breitet. Dem katholischen Brüsseler„ Patriote", dessen na he fanden hier und in den umliegenden Orten zum ersten Male die dreihundertjährige Wiederkehr des Geburtstages des Beziehungen zu den Regierungstreisen bekannt Beifißerwahlen zum Gewerbegericht statt und endeten mit einem Schwedenkönigs Gustav Adolf als deutsches sind, wird aus Lüttich von gut unterrichteter Seite her" ge- glänzenden Siege des tlassenbewußten Proletariats. Die Nationalfest mit allem Pomp feierlich begangen werden. schrieben, daß der Baron in der That ein geheimer Kandidaten des Gewerkschaftskartells find sämmtlich gewählt Die ultramontanen Blätter sehen in dieser Feier ein agent war, aber feine Anweisungen über worden, auf diefelben entfielen 2310 Stimmen; auf die GewerkHetzfest erster Klasse, das zu Orgien des konfessionellen eüttich auf fast amtliche Weise" ansehnliche sich zu schritten hat". Er erhielt fortdauernd in vereinler nur 275 Stimmen. Seit Monaten hatten die Parteien den Wahlen gerüstet. Die Gewerkvereine, die Hasses Anlaß gebe. Sie erinnern daran, daß mit diesem Geldsendungen; einzelne Anweisungen lauteten sonst gleich dem Veilchen im Verborgenen blühen, glaubten Feste gerade die Zerfleischung Deutschlands durch seine auf 500 Rubel. Da an seine Auslieferung nicht zu denken diese Gelegenheit ชิน einem träftigen Vorstoß benügen Fürsten gefeiert wird, die es nicht verschmähten, das ist, so wird der Lütticher Untersuchungsrichter Seny nach Peters zu können, und richtig, sie brachten auch eine Vers Ausland herbeizurufen und seine Hilfe durch Stücke burg reisen müssen, um die Aussagen des Barons zu hören fammlung von einigen 50 Männlein zusammen, von denen sich deutschen Landes zu erkaufen. Man mag Gustav Adolf und damit die Untersuchung gegen die Lütticher Anarchisten ab- ca. die Hälfte als Kandidaten selbst aufstellten. Ganz besonders noch so hoch schätzen höher stand er jedenfalls wie die zuschließen. aber sollte der evangelische Auch" arbeiterverein seine Feuergleichzeitigen deutschen Fürsten, aber wir glauben, daß Er hat seine Anweisungen überschritten". Das sagte be- probe gegen die verruchten" Sozialdemokraten und Gewerfam wenigsten Anlaß dazu vorhanden ist, das größte fanntlich auch unser Buttkamer von seinen Nicht- schaften bestehen." Seit Jahren wird dieses Pflänzlein durch Schandblatt der deutschen Geschichte durch eine Jubelfeier gentlemen". Und wer bürgt uns denn dafür, daß nicht unternehmergunft und Unterstützung groß zu ziehen gesucht. wieder aufzufrischen. Im protestantischen Lager herrscht auch verschiedene der in Frankreich geköpften Anarchisten" Aber ach, Pastoren und Gerichtsvollzieher, Fabrikdirektoren und Beamte geben einen schlechten Arbeiterverein ab. Wochenlang mittlerweile der größte Wetteifer zwischen Orthodoxen und blos ihre Instruktionen überschritten" haben z. B. Herr suchten die Macher im Berein nach geeigneten Kandidaten, Liberalen um den größten Antheil an der Gustav Adolph- Vaillant, der Hauptheld der Anarchisten", dessen jedoch mögen viele der Auserlesenen die Trauben für zu hoch Feier. Das wird also vor Weihnachten noch ein tolles dauernde Beziehungen zur Polizei absolut zweifellos find? befunden haben. Schließlich erklärte fich der Verein für die Fastnachtsspiel geben, wenn nur die Theilnehmer an dem Jedenfalls ist durch Sternberg wieder einmal der Kandidaten der Gewerkvereine, denen darob der Kamm gehörig selben nicht gar so trübselige Gesellen wären. Beweis geliefert, daß Regierungen es sind, welche, schwoll; sie wollten den Gewerkschaften ein zweites Dortmund" in ihrem reaktionären Interesse, Anarchisten" und bereiten. Gestern haben jedoch die hiesigen Arbeiter den Attentate" systematisch züchten. Harmonie Aposteln und Leisetretern ein Jena" bereitet, an das weitere Enthüllungen bevor. Alles Belastungsmaterial Betreffs des Ungern- Sternberg stehen beiläufig noch fie immer denken werden. haben seine Beschüßer nicht aus dem Weg schaffen können. " " Parteipresse. Der Beiger Boltsbote", der bisher täglich erschien, wird vom 1. Oftober ab nur noch dreimal wöchentlich erscheinen. Unterschlagen" hat Pindter der Zweite die Bar ziner Rede" des Er- Kanzlers, ihr blos 40 Beilen gewidmet! fuirscht wüthend das Er- Reptil Bismarck's( oder ist er noch nicht Ex?), der Nationalliberale Korrespondenz"- Böttcher. Nun, es waren noch 40 Zeilen zu viel, denn all den Kohl, den die alte Raketentiſte da gegen die Polen auf: gewärmt hat, haben wir schon vor 30 und 40 Jahren so oft vorgesetzt bekommen, daß er uns damals schon anefelte. Und beim Aufwärmen hat der zur Muffigkeit abgestandene Intriguenwert ist, begonnen. Es hat sich zwar nicht bestätigt, werblichen und Arbeiterversicherungs- Fragen. Kohl wahrhaftig nicht gewonnen. heute " Die eine Hand weiß nicht was die andere schreibt. Dieses Sprüchlein hat Herr Eugen Richter sich 0 wird am 1. Oftober eine Auskunftsstelle errichten für alle ge Der Sozialdemokratische Volksverein zu Elberfeld # golen- Mächte mit aller Kraft zu einem neuen Schlage ausholen China und Japan. Während die beiden streitenden Monund zu neuer Metzelei sich vorbereiten, hat die europäische und amerikanische Diplomatie ihr Vermittelungswert, das freilich auch daß Rußland und England gemeinsam einen Waffenstillstand Ueber Parteispielereien" leitartikelt und spottet gierung der Vereinigten Staaten, die neutralite von allen, sich Salberstädter Agitations Komitee und dem Bureau der am vorgeschlagen hätten, bagegen scheint es gewiß, daß die Re- Ein kleiner Kompetenzkonflikt" scheint zwischen dem Herr Eugen Richter. zur Vermittlerrolle bereit erklärt hat. 2. September in Osterwiec stattgehabten Parteikonferenz ausDie Neue Freie Presse" schreibt über die Absichten gebrochen zu sein. Vom Vertrauensmann in Osterwiec geht uns Rußlands: ein Schreiben zu mit dem Ersuchen, es zu veröffentlichen. Dem" Der Sieg der Japaner bei Bjöng jang hat in Rußland felben ist zu entnehmen, daß auf jener Konferenz die anwesenden zugelegt, deffen eine Hand heute, in heißer Vertheidigung große Unzufriedenheit hervorgerufen. In offenbar inspirirten Mitglieder der Halberstädter Agitations Rommission mit den Rosicke's des Großen, den bösen Sozialdemokraten eine Artifeln nehmen die russischen Blätter Stellung gegen Japan und Beschlüssen einverstanden gewesen seien; wenigstens seien GinNotiz an den Kopf wirft, des Inhalts, daß sie in den erklären im Namen der Regierung, daß Rußland eine Besetzung wendungen nicht gemacht worden. Einigen Genossen in Halberboykottfreien Brauereien alle möglichen Mißbräuche zum Korea's durch Japan unter feinen Umständen dulden würde. stadt scheinen nun aber die Beschlüsse nicht zu konveniren. Es erSchaden der Arbeiter dulden,- und dessen andere Die Nowoje Wremja" sagt in drohend warnendem Tone, Ruß- achtet sich das Halberstädter Agitations- Komitee berechtigt, den in Hand, wie zum Hohn: unmittelbar über diese Notiz eine land verharre auch nach der Niederlage der Chinesen auf seinem Osterwiec abgehaltenen Parteitag als ungeschehen zu betrachten, andere setzt, des Inhalts ,. daß die Sozialdemokraten den früheren Standpunkte. Die Selbständigkeit Korea's dürfe nicht und einen neuen Parteitag nach Wernigerode zum 4. November boykottfreien Brauereien tyrannische Bedingungen im ein- angelastet werden. Wenn Japan nicht davor zurückschrecke, den dieses Jahres einzuberufen. Zu diesem Zweck fand am 22. d. M. feitigen Arbeiterinteresse auferlegt haben. Giebt es denn müsse es aber auch wissen, daß es im Falle eines endgiltigen verjammlung statt, welche das Vorgehen des Halberstädter Kriegsschauplatz auf chinesisches Territorium zu verlegen, so in Halberstadt und am 23. b. M. in Osterwiec eine Protesttein Mittel, eine Verständigung zwischen den zwei Händen Sieges nicht in Korea, sondern anderswo Kriegsentschädigung Agitationsfomitees als eigenmächtig betrachten, und die ganze des Herrn Eugen Richter herbeizuführen? zu suchen hätte. Die Nowosti" betonen, die Selbständigkeit Handlungsweise mißbilligen und nur für geeignet halten, eine BerDer nationalliberale Parteitag wird am 30. Septbr. Korea's sei für Rußland von so großer Bedeutung, daß eine Be- splitterung in den Reihen der Genoffen herbeizuführen.- Wir in Frankfurt a. M. stattfinden, er soll es wieder unter- werden dürfe. Daß die russische Regierung sich auf eine Gin- der Einsender nachgekommen, ohne damit in die Differenz, die fegung des Königreichs durch Japan um feinen Preis zugelassen sind mit der Veröffentlichung des Obigen lediglich dem Wunsche lassen, das ganz durchlöcherte Parteiprogramm zu flicken, mischung in den chinesisch- japanischen Konflitt vorbereite, erhelle uns als recht unerheblich erscheint, eingreifen zu wollen. Red. und sich im wesentlichen mit Kannegießerei über die all- aus einer Meldung der heutigen Nowosti" über eine Konzentrirung des Vorw.". gemeine politische Lage befassen. Weiter sind Reden, der russischen Escadre in Wladiwostot." " " " " Bolts- Zeitung" nimmt nun Gelegenheit, dem Wochenblatt u. a. folgendes zu erwidern: Wenn die Blätter sich einmal um die Rednerhonorare im armen Bogtlande kümmern wollten, da würden sie erfahren, daß die" Agitatoren" meist teinen Pfennig, weder verlegtes Geld, noch Vortragshonorar bekommen können, eben weil die Leute zu arm sind. Daß die„ Agitatoren" nicht noch ihre eigenen geringen Baarmittel verreisen, sondern Wiedererstattung und billige Auslösung verlangen, ist gewiß fein unbilliges Verlangen. Als Siz Ueberall find es die Sozialdemokraten, welche für das Welche Summen in England für Streits zusammengebracht einzuholen; er muß überhaupt dazu schreiten, wenn 10 Filialen Bolt eintreten. In Ronsdorf in Westfalen hatte, wie die werden, ist daraus ersichtlich, daß die Gewerkschaft noch einige dies beantragen. Ein weiterer Beschluß geht dahin, alle zwei Elberfelder Freie Presse" mittheilt, der sozialdemokratische Tausend Mart vom Streitfonds übrig behält. Jahre eine Berufsstatistik aufzunehmen. Der von einigen Orten Arbeiterverein beim Stadtrath beantragt, alle indirekten Steuern abzulehnen. Dies ist denn auch geschehen, bis die Herren StadtNeber die Lage der Bekleidungsindustrie in Nord- gleichlautend gestellte Antrag, einen Verband aller Arbeiter der väter umgefallen sind und so ist jetzt die Biersteuer eingeführt amerita berichtet man uns aus New- York: In der keramischen Industrie zu gründen, wurde der internationalen und andere stehen in Aussicht. Ein anderer Antrag, den Zensus tleidungsindustrie, da die von denselben hergestellte Konferenzen werden je nach Umständen einberufen, die Kosten legten Zeit hatten die Unternehmer der( Konfektions-) Be- Kommission überwiesen. Die Agitation soll besonders gepflegt werden; für die Stadtverordnetenwahl herabzusehen, wurde, da nur ein decken die Filialen. Mit Rücksicht darauf, daß Ziegler 2c. dem Sozialdemokrat im Stadtparlament sitt, abgelehnt. Jedenfalls" Echoddy"-Waare das lumpigfle aller amerikanischen Proreden diese Thatsachen laut genug zu der Bevölkerung, so daß butte wohl am ehesten aufgebraucht worden ist, massenhaft Berein angehören, erhielt die Organisation den Titel Berband reden diese Thatsachen laut genug zu der Bevölkerung, so daß Stoff zuschneiden laffen; und dies brachte sofort Leben in die der Thonwaaren- Arbeiter. Das neue Statut tritt mit dem fen in 1. Januar 1895 in Kraft. Der Siz des Verbandes bleibt in fie in Zukunft nur Sozialdemokraten in das Rathhaus ent- übrigen Arbeiter jener Industrie, welche mit geringen Ausnahmen Berlin. Zum Vorsitzenden wurde Raulich wiedergewählt, als nicht direkt, wie die Zuschneider, von den Unternehmern beDer Honorarschwindel, den wir bereits an dieser Stelle schäftigt, sondern von sog. Kontraktoren, den bekannten„ Schwitz- Hauptkassirer Greier- Berlin; das Gehalt des Ersteren wurde nach festgenagelt, macht natürlich, trotzdem oder besser gerade, Bossen" ausgefchunden werden, welche die zugeschnittenen Stoffe der Breßkommission wurde Dresden bestimmt, nach Nürnberg längerer Debatte auf 1800 M. pro Jahr feſtgeſetzt. weil er so überaus dumm und plump, die Runde durch die Schinden" ist seit Eintritt der Krise wieder die einzig richtige Die Kongreffe finden jetzt nur alle zwei Jahre statt; der nächste von jenen zur Fertigstellung erhalten.- D Die Bezeichnung fommt der Ausschuß und nach Eberswalde der Generalrevisor. kleinen und kleinsten Amtsblättchen. Auch das Zwickauer Wochenblatt" hatte die Notiz prompt nachgedruckt; warum auch geworden, indem die früheren Errungenschaften der Arbeiter be- tagt in Hildesheim. 25 Pfg. find halbjährlich als Delegirten nicht, geht sie doch gegen die verhaßten Rothen. Die„ Reußische züglich einigermaßen„ anständiger" Bezahlung und„ vernünftiger" steuer zu zahlen. Der Kongres bestimmte ferner, daß die MaiArbeitszeit verloren gingen, und zwar dadurch, daß die Sweaters" angeblich dazu genöthigt durch die schlechtere Be- marken, soweit nöthig, nachgezahlt werden sollen. Der Kongreß schloß am Mittwoch Nachmittag unter den üblichen Formalitäten. seitens der Unternehmer eine neue Methode einführten, das sogenannte„ Ziel- System". Dasselbe besteht( resp. Bon den ausländischen Delegirten, welche den Verhandlungen bestand) darin, daß je einer Gruppe Arbeiter, welche zur Fertig- bis zum Schlusse mit großem Intereffe folgten, betheiligte fich der Vertreter von Wien, Hell besonders lebhaft an den Bestellung eines Kleidungsstückes nöthig sind,*) eine bestimmte Anzahl rathungen. folcher gegen eine bestimmte Pauschalsumme in Arbeit gegeben Arbeiter errungene zehnstündige Arbeitszeit bafirt, aber die Zahl M. Müller in Büdingen( Oberhessen) haben wegen werden. Die Berechnung war erst auf die damals für die Wochenlohn- Achtung, Steinmegen! Sämmtliche Steinmetzen der Firma der für jenen Betrag fertigzustellenden Kleidungsstücke wurde Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Wir bitten deshalb die Aus New York wird uns unter'm 15. d. M. geschrieben: selbst bei 24 ftündiger Arbeitszeit, überhaupt nicht bewältigen ihre Solidarität bewahren, so wird der Sieg auch uns werden. immer höher geschraubt, so daß die Leute schließlich die Arbeit, Kollegen, den Zuzug strengstens fernzuhalten. Wenn dieselben In Detroit hatten die sozialistisch gesonnenen Organisationen fonnten und Hilfskräfte hinzuziehen mußten. An Widerstand Sendungen sowie Anfragen sind zu richten an: Karl Schäfer, eine neue Konvention einberufen, da sie wie mitgetheilt war nicht zu denken, da ja nur ein Bruchtheil der Arbeiter Be- Büdingen( Oberhessen). auf der vorher stattgehabten allgemeinen Konvention durch parla- schäftigung hatte, die übrigen aber zu Mitgliedern der„ tapitalistischen Abdruck gebeten. mentarische Tricks" der politischen Drahtzieher über's Ohr geschäftigung hauen" worden waren. Leider konnte man sich nicht dazu ent- Reserve- Armee geworden waren. Der Leser wird verstehen! Schon seit einigen Monater jatte sich in der BekleidungsOesterreichische Streifs. In Piesting fireifen ſchließen, offen Farbe zu bekennen und der Wahlkampagne- Partei industrie eine Besserung bemerklich gemacht, und dadurch, sowie 76 Feilenarbeiter und Schmiede. Sie fordern: Zehn durch den vorhin erwähnten Umstand Beschäftigung einer stündige Arbeitszeit; Entsprechende Tariferhöhung; Freigabe des größeren Anzahl Arbeiter als früher für Herstellung eines be- 1. Mai; Wiederaufnahme eines gemaßregelten Genossen; humane stimmten Quantums war die Zahl der Beschäftigten simmer Behandlung von Seiten von Vorgesetzten. größer geworden; dies wurde benutzt zur Stärkung der ver- Die Dreher in der Porzellanfabrik in Elbing haben schiedenen Organisationen, und als sich jetzt endlich die Gelegen die Kündigung eingereicht, da man ihnen eine 10-60 prozentige heit bot, die Offensive ergreifen zu können, waren diefelben kampf Lohnreduzirung zumuthete. Führung des alten Elements als" United Garment Workers" gerüstet. Freilich nicht einheitlich, indem ein Theil unter organisirt ist, der andere, fortschrittliche, fich vor einiger Zeit dem Orden der„ Knights of Labor" angeschlossen hat, nachdem worüber ich f. 3. berichtete. Erstere hatten in ihren Forderungen vorher eine Reinigung" in demselben stattgefunden hatte, an die Kontraktoren u. a. die Bedingung gestellt, daß dieselben das hätte unter Umständen zu einer Niederlage führen können; nur Mitglieder ihrer Organisation beschäftigen dürften, und 10 aber fand man den Ausweg, daß die beiden Organisationen mit den betreffenden Kontraktoren, für welche ihre Mitglieder bisher arbeiteten, einzeln unterhandeln. Heute schon kann das Bielsystem", wenigstens für die Dauer der besseren Geschäftsperiode, als abgeschafft betrachtet werden, wenn der Kampf auch noch nicht nach allen Richtungen entschieden ist. Die Kontraktoren sträuben sich besonders gegen die Forderung, Bürg schaft für prompte Einhaltung des Vertrages zu stellen. " den richtigen Namen zu geben; man wählte den etwas reflamehast klingenden: The Strictly Independent Labor Party. Der Orden der Knights of Labor" soll im letzten Jabre 600 neue Lofalorganisationen( Assemblies) gegründet haben. Seit der Beseitigung Powderly's und seines" Ringes" ist die Sympathie für den Orden bedeutend gestiegen; wie schon oben bemerkt, haben sich ihm vor einiger Zeit auch die hiesigen fort: schrittlichen Organisationen der Arbeiter in der BekleidungsIn Chicago hat der Prozeß gegen die Führer der Am. Railway Union" begonnen. Die Vertheidigung stützt fich darauf, daß den Angeklagten nicht nachgewiesen werden tönne, die betreffenden Handlungen( Verlegung der richterlichen Einhaltsbefehle) begangen zu haben. Für die amerikanische Arbeiterbewegung wäre es freilich besser gewesen, wenn die Sache anders angepackt worden wäre, die Angeklagten jene Handlungen zugegeben, aber auf ihrem guten Recht" zu ihrer Begehung bestanden hätten! Noch ein anderer Prozeß von Interesse findet gegenwärtig in Chicago statt, nämlich der gegen eine Anzahl" Anarchisten", welche das Geschäft der Brandstifung betrieben haben sollen, wie es vor einer Reihe Jahre hier in New- York in gleicher Weise praftizirt wurde; jene Propaganda der That" fand ihren Abschluß durch einen Brand," bei dem zwei Menschen um's Leben tamen. Der berüchtigte Peutert, welcher vor ungefähr einem Jahre von hier nach Chicago übersiedelte, hat sich kurz vor Beginn des Prozesses nach Milwaukee verzogen. Polizeiliches, Gerichtliches: c. Gewerkschaftliches. An die Töpfer in Berlin und Umgegend! Kollegen! Der Herbst rückt immer näher und mit ihm stellen sich auch die Die für Börthen bei Neustadt a. d. Orla am 24. rauhen Tage ein, unter denen wir sowie alle Bauarbeiter auf geplant gewesene öffentliche Versammlung, in welcher Genosse den Bauten am meisten zu leiden haben. Es ist daher unsere Reichstags- Abgeordneter P. Reißhaus über die Sozialdemokratie Pflicht, wie bisher in den Vorjahren, so auch wiederum in diesem und ihre Gegner" referiren wollte, ist 2 Stunden vor der an: Jahre dafür einzutreten, daß überall da, wo Arbeiten in den gegebenen Gröffnungszeit( 6 Uhr Abends) verboten worden, weil Bauten ausgeführt werden, dieselben mit verglasten Fenstern verR.„ ein bekannter, gewerbsmäßiger, sozialdemokratischer Agitator" sehen sein müssen. Wir erinnern daher an den Beschluß, den sei und durch die Tagesordnung die öffentliche Ruhe und Sicher die Töpfer vor Jahren gefaßt haben, der dahin ging, daß vom heit gefährdet erscheine! In Weid a wurde die Versammlung Montag, den 15. Oktober, ab alle diese Bauten zu meiden am 22. deswegen verboten, weil das Schüßenhaus von sind, wo das Unternehmerthum unsere Forderungen nicht erder Stadt so abgelegen fei! Sachsen- Weimar scheint füllt hat. noch russischer wie Rußland zu verden. Kollegen! Gure Pflicht muß es daher sein, überall für unsere gerechte Forderung zu agitiren. Sendet Eure Vertrauensleute, die auf den Bauten gewählt sind, zu der am Montag stattfindenden Bertrauensmänner Sigung. Gustav Melzer, Vertrauensmann. Konfiszirt wurde die Nr. 224 der Magdeburger Voltsstimme". In der Beilage derselben befindet sich unter der Rubrik Heiteres" ein kleiner Artikel, welcher in scherzhafter Weise über den Spitznamen des deutschen Kaisers" berichtet. Der fleine Artikel ist der bürgerlichen Presse entnommen und noch heute in allen diesen Blättern zu lesen. Durch den Zur Fensterfrage haben die Töpfer! Breslau's Stellung Nachdruck dieses Artikels soll genanntes Blatt eine Majestäts- genommen. Eine Versammlung beschloß einstimmig, vom beleidigung begangen haben. Konfiszirt wurden 61 Exemplare. 15. Oktober ab auf denjenigen Bauten, wo die Fenster nicht verglast sind, die Arbeit niederzulegen. Die Meister sollen davon durch Vertrauensleute in Kenntniß gesetzt werden. Etwa streifende Kollegen sollen unterstützt werden; die Arbeitenden zahlen lohnes. Soziale Leberlicht. zu diesem Zweck 5, eventuell auch 10 Prozent ihres Wochen" Tamines Alle Arbeiterblätter werden um Sechshundert Berglente des Kohlenwertes„ Hasard" zu so wird aus Namur( Frankreich) berichtet haben behufs Lohnerhöhung die Arbeit niedergelegt. Versammlungen. Im Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche und Kravattenbranche referirte am 18. Seps tember Fräulein Baader über das Thema: Wie verbessern wir unsere wirthschaftliche Lage"? Der Vortrag bot in seiner Gesammtheit eine treffende Kritik der Zustände in der Wäschebranche, die in der Diskussion durch den Kollegen Robeld noch einige Ergänzungen erfuhr. Der hierauf vom Kassirer gegebene Bericht weist eine Einnahme von 124,42 M. und eine Ausgabe von 54,95 M. auf. Als Revisoren wurden sodann die Mitglieder Stanowsky, Ludwig, Krüger und Frau Pelz ernannt. Posamentenbranche. In der am 18. Sptbr. ftattgehabten Versammlung der Filiale ll des Textilarbeiter- Verbandes hielt Herr Dr. Bernstein einen medizinischen Vortrag, den die Anwesenden mit Interesse verfolgten. Unter Verschiedenem wurde beschlossen, die Abhaltung der Versammlungen dem Er. messen des Vorstandes zu überlassen. Eine langwierige Debatte verursachte das Verhalten des Arbeitsnachweis- Wirthes Lüneburg, welcher sich zu Beginn des Boykotts erst nach langem Zögern den Forderungen der Arbeiter gefügt habe. Da jedoch das jebige Berhalten desselben in teiner Beziehung Anlaß zu Beschwerden gebe, 10 glaubte man von weiteren Schritten Abstand nehmen zu müssen. Seitens des Kollegen Müller wurde bemänglt, daß den auf der Wanderschaft befindlichen arbeitslosen Mitgliedern die laufenden Beiträge von der Unterstützung abges zogen würden, während die am Orte verbleibenden Mitglieder bei Arbeitslosigkeit feine Beiträge zahlen. Der anwesende Verbandsvorsitzende Kollege Hübsch entgegnete hierauf, daß die reifenden Mitglieder schon durch die ihnen zugewiesene Unterstützung im Vortheil seien, so daß es nur der Gerechtigkeit entspreche, wenn man den Arbeitslosen am Ort, die diesen Vortheil nicht genießen, wenigstens die Beiträge erlasse. Die Versamm lung erklärte sich hiermit einverstanden. Depeschen. ( Depeschen- Burean Herold.) Arbeiterrifiko. Auf Zeche Lothringen" bei G a strop stürzte ein beladener Förderwagen auf den Kesselwärter und IX. Dentscher Töpfer- Kongreß in Görlitz.( Fortsetzung.) zerdrückte ihm den Brustkorb. Der Unglückliche wurde in Die Tagesordnung wird wie folgt festgesetzt: 1. Rechenschafts- Wien, 26. Sept. Profeffor Boltzmann gab in der heutigen hoffnungslosem Zustande ins Spital geschafft. Auf Zeche bericht des Vorstandes, des Ausschusses 2c. 2. Bericht der inter- Sigung des Naturforschertages eine Erklärung dahin ab, daß er " Monopol" wurde ein Arbeiter vom Krummzapfen der Förder- nationalen Kommission( vergl. gestrige Nummer). 3. Statuten die Lösung der Frage, betreffend die Lenkbarkeit des Luftballons maschine erfaßt, in den Delfänger gezogen und total zerquetscht. berathung. 4. Anträge. 5. Wahlen. In seinem Bericht betont für wahrscheinlich, und zwar schon für die nächste Zeit bevorDer Tod trat sofort ein. der Vorsitzende Kaulich- Berlin, daß, trotzdem mehrere Beitrags- stehend, halte. die untere Klasse Ein städtisches Vermittlungsamt wird demnächst auch laffen vorgesehen sind, zumeist nur Lemberg, 27. September. Die Cholera ist in ganz Galizien die Stadt Elberfeld befizen. Die Stadtverordneten beschlossen( 15 Pf. pro Woche) von den Filialen in Abzug gebracht stark in der Abnahme begriffen. müsse unbedingt ein in ihrer legten Sigung ein solches zu errichten und 3000 M. aus sei; eine höhere Beitragsleistung Mailand, 27. September. Unweit der Station Rocchetta dem Stadtsäckel zu bewilligen. Die Aufsicht wird dem Vor- treten. Die Agitation unter den Zieglern habe verhältniß- ieß ein Schnellzug in voller Fahrt auf eine rangirende Lokofizenden des Gewerbegerichts und 12 Gewerbebeisigern übertragen. mäßig guten Erfolg gehabt. Der Vorstand legte Gewicht motive. 3wei Personenwagen wurden total zertrümmert. Gin Die Vermittlung soll sich vorläufig beschränken auf die männ- darauf, daß die Leistungen der Organisation bezüglich Reisender wurde getödtet. Mehrere andere Passagiere sind schwer Aus dem Kassenbericht verlegt. lichen Arbeiter. Gin Herr v. d. Heydt trat energisch dafür ein, der Unterstützungen erweitert werden. auch die Frauen und Mädchen zuzulaffen; auch hoffte Redner, daß die Einrichtung noch weiter ausgebaut werden würde, namentlich denke er an die Arbeitslosenversicherung. Paris, 27. September. Auf der Strecke zwischen Vire und St. Clément entgleifte gestern ein Schnellzug. Sieben Personen wurden verteßt, davon zwei lebensgefährlich. gleiste infolge des Bruches einer Eisenbahnschiene unter der Brücke St. Ange in der Nähe des Pariser Nordbahnhofes. Mehrere Reisende sind schwer verletzt worden. Paris, 27. September. Der verantwortliche Direktor der Bet. Républ." ist wegen Beleidigung der Behörden vor das Schwurgericht der Seine geladen worden. " Marseille, 27. September. Zwei Italiener, welche photographische Aufnahmen der Festungswerte machten, wurden hierbei abgefaßt und heute in Nizza verhaftet. Hac ig ist hervorzuheben: Einnahme der örtlichen Verwaltungen Amfterdam, 27. September. Neuerdings eingetroffenen 29 397,19 M., Ausgabe 28 360,50 M., darunter Wander- Unter Nachrichten zufolge soll über den Frieden verhandelt werden, da ftübung 8281,63 M.; Kassenbestand in den Filialen 1036,69 M. die Eroberung von Mataram große Schwierigkeiten bereitet. Die Hauptkasse hatte eine Gesammteinnahme von 36 920,99 M., Unterstützungskaffe oberschlesischer Bergleute. Die darunter Bestand der freiwilligen Steuer vom letzten Rongrez Breslauer Morgenzeitung" berichtet: ( 1893) 3658,36 M.; die Gesammtausgabe beträgt 35 754,37 M. In Zaborze hat sich ein Verein unter dem Namen„ Unter- Die Organfrage gab Anlaß zu langen und lebhaften Baris, 27. September. Der Expreßzug Paris- Brüssel ent stüßungstasse oberschlesischer Bergleute" vor einiger Zeit gebildet, Debatten. Unter Ablehnung aller Anträge, die ein 14 tägiges Er aus dessen Statuten nach Ansicht der dortigen Polizeibehörde scheinen 2c. bezweckten, wurde beschlossen, den„ Töpfer" auch hervorgeht, daß der Verein bezweckt, sich mit öffentlichen An- fünftig jede Woche erscheinen zu lassen mit der Bestimmung, daß: gelegenheiten zu beschäftigen. Der Vorstand dieses Vereins Zuerst die Berichte über die Lage der Kollegen allerorts und weigerte sich jedoch, troz polizeilicher Aufforderung, das Mit Geschäftliches, zweitens Korrespondenzen und wenn dann noch glieder Verzeichniß der Ortspolizei- Behörde einzureichen, indem Raum vorhanden ist, etwaige belehrende Artikel Aufnahme er angiebt, daß die genannte Unterstüßungskasse ein Verein im finden follen." Durch Uebergang zur Tagesordnung wurde ein Sinne des Vereinsgesetzes nicht sei. Bufolge dessen ist, wie der Antrag Stuttgart erledigt, der verlangte, die gegenwärtige, zentrale Oberschl. Anz." berichtet, gegen die Vorstandsmitglieder Prukop, Organisation aufzulösen und eine lofe( lotale) Organisation Kafczyt und Bartodziej aus Zaborze Anklage bei der königlichen wieder einzuführen. 3um§ 1 Zweck des Vereins wurde hinzuAmtsanwaltschaft aus§§ 2 und 13 des Vereinsgefeges vom 11. März gefügt: Einführung einer Arbeitslofen- Unterstützung und Er1850 erhoben worden." Hierauf antwortet unser Breslauer Bruder richtung von Arbeitsnachweise- Bureaus. Das Eintrittsgeld organ: Die Morgen- Zeitung" ist wieder einmal zu früh aufge- normirte man auf 50 Pf. Beiträge werden je nach dem Arbeitsstanden und hat sich hingesetzt und auf's geradewohl etwas zu verdienst in vier Klassen 15, 20, 25 und 30 Pf. pro Woche ersammengeschrieben, was sie selbst später als eine grenzenlose hoben, über 21 M. tritt der letztere Satz fin Kraft. Ausdrücklich London, 27. September. Nach einer Times"-Meldung aus Dummheit anerkennen muß. Eine Unterstützungskaffe" soll sich wurde bestimmt, daß keiner Filiale das Recht zusteht, anders zu Shanghai soll der Kapitän Fong- Bizuen wegen Feigheit vor dem mit„ öffentlichen Angelegenheiten" beschäftigen und dies besteht verfahren und eventuell gleichmäßige Beiträge zu erheben; Feinde hingerichtet worden sein. Der Rapitän hatte bei der wir wollen das der Morgen- Zeitung" verrathen wandernde Kollegen zahlen 15 Pfennige Beitrag. An legten Seeschlacht die Flucht ergriffen, worauf die Japaner sein daß freiwillige Beiträge gesammelt und erforderlichen Falles die Wander- Unterstützung wird für die Folge in jedem Schiff in die Luft sprengten. Mitglieder unterstützt werden. Was die Frage der Anmeldung Falle jährlich nur bis zur Höhe von 30 Mark gewährt. London, 27. Sept. Einem in den Morgenblättern veröffentder Mitglieder anbelangt, so hat sich die Behörde in einem Jrr Bei Streits wird die Unterstützung den örtlichen Verhältnissen lichten Telegramme aus Shanghai zufolge beherrschen die Japaner thum befunden. Die Behörde hat das auch selbst zugegeben gemäß geleistet. Falls Extrafteuern nöthig werden, hat der die See völlig. Die unter chinesischer Flagge laufenden Schiffe und werden Mitglieder nicht angemeldet. Eine Anklage gegen Bentralvorstand die Genehmigung dazu durch Urabstimmung befinden sich überall in Gefahr. Die Situation der Fremden die Vorstandsmitglieder ist nicht erhoben. auf den Inseln in der Nähe der Küste wird täglich fritischer. Die Kosten des Londoner Droschkentutscher- Streits,* Bekanntlich ist die Arbeitstheilung in jener Industrie eine Die Straßen Petings wimmeln von Soldaten aus dem Innern welcher vom 17.- 23. Juni d. Js. dauerte, beliefen sich auf auf's Aeußerste durchgeführte; sind doch selbst das Knopfloch des Landes. Die Fremden werden auf jede Art insultirt. In 8111 Pjund Sterling( 162 820 M.). Die Gewerkschaft, die bei machen und Bügeln besondere Hantirungen, welche von eigens Tientsin sind die Verhältnisse die gleichen; dort haben die AusBeginn des Streits fast nur dem Namen nach bestand, zählte darauf eingeübten Arbeitern betrieben werden, die nichts anderes länder ein freiwilliges Korps gebildet, um für jede Eventualität wenige Tage nach Ausbruch des Streits schon 10 000 Mitglieder. tönnen. gesichert zu sein. darin London, 27. September. Aus Shanghai wird gemeldet: Nach Aussage eingeborener Beamten hätten die Japaner bei Anchom und Vichow gleichzeitig die Chinesen angegriffen, seien aber, nachdem sie zweimal zurückgeworfen worden, vom Kampfe urückgetreten. Berantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. " Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 226. Freitag, den 28. September 1894. Arbeiter! Parteigenossen! 11. Jahrg. Der brutale Willkürakt des Brauereirings Harrt noch der Sühne. Den Hunderten unschuldig aufs Pflaster geworfenen Arbeitern ist noch keine Genugthuung ge worden. Arbeiter und Parteigenossen! Ohne Eure opferwillige Unterstüßung würden die Gemaßregelten der bittersten Noth verfallen und gezwungen sein, um Gnade zu betteln. Die Hochherzigkeit der Berliner Arbeiterschaft hat diese Schmach verhindert. Der erste Sturmlauf des Prozenthums scheiterte an Eurem Solidaritätsgefühl. Nicht eine Bresche vermochte der Bierring in Eure Reihen zu legen. Einig, geschlossen, tampfesmuthig und opferwillig seid Ihr fest entschlossen, den entbrannten Kampf zum siegreichen Ende zu führen. Arbeiter, Parteigenossen! Euer Wollen garantirt Euer Können! Ihr könnt, wenn Ihr wollt. Den zweiten Sturmlauf auf Euere Phalanx mußten die dem Bierring Lebensdienste leistenden Saalbefizer unternehmen. Die Agitation sollte unterbunden, das Mundtodtmachungssystem praktizirt werden. Auf der Mine, die sie gegraben, sind die Saalbesizer aufgeflogen. Ihr Wehgeschrei tönnte Mitleid erwecken. Arbeiter, Parteigenossen! Selbst der Himmel, auf den der Bierring seine letzte Hoffnung setzte, ist mit uns im Bunde. Die Saison kann dem Ring nicht mehr über die Verlegenheiten hinweghelfen, die mit jedem Tag des weiteren Kampfes sich thurmhoch häufen. Ausharren bedeutet für uns fiegen. Unsere Position ist uneinnehmbar. Der Stand des Boykotts ist ein vorzüglicher. Wir können zuwarten, ohne entbehren zu müssen. Arbeiter, Genossen! Je konsequenter der Boykott durchgeführt wird, desto nachhaltiger seine Wirkung, desto entscheidender der Sieg. Duldet teine Ausflüchte, keine Ausreden. Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns. Soweit unser Einfluß reicht, muß das Ringbier verpönt werden. Nicht ein Tropfen darf getrunken werden. Arbeiter, Genossen! Die Bierzufuhr ist eine geregelte. Sie wird mit jedem Tag der Fortdauer des Boykotts eine bessere. Alle Ansprüche können befriedigt werden. Darum widersteht jeder Versuchung, Ringbier zu trinken. Die schwerste Arbeit ist gethan. Die Periode der Organisirung des Kampfes war die aufreibendste. Jetzt wird uns der Rampf leicht, weil wir das Terrain zum guten Theil beherrschen. Der Sieg muß nnser werden, wenn wie bisher mit gleicher Schärfe und Ausdauer der Parole gefolgt wird. Hoch der Boykott sämmtlicher Ringbrauereien! Triuft feinen Tropfen Ringbier! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, lottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Attien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl King u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshage 11. Nordstern- Brauerei, Berlin. Die Boykottkommiffion. dieser Bahn weiter zu gehen. Der allzu langen Arbeitszeit in schusses nichts weniger als ausreichend find. Statt mit der Woche kann durch Ausdehnung der Sonntagsruhe nicht ab der Geschichte der Frage, hätte der Ausschuß sich mehr geholfen werden. Wenn man die Lehrlinge jetzt auf den Sonn- mit den augenblicklichen thatsächlichen Verhältnissen be Char- tag behuss der Fortbildung verweist, so haben doch die Sozial- schäftigen sollen. Wenn der Berliner Arbeiterverein sich demokraten im Reichstage sich an dem Feldzug gegen den darüber beschwert, daß er daß er vom Magistrat so furzweg Sonntagsunterricht in den Fortbildungsschulen betheiligt. Zur Zeit abgewiesen ist, so ist er im Recht; denn der Magistrat scheint würde das Eingehen auf das Petitum nur neues Del in's Feuer Gründe für seine ablehnende Entscheidung nicht angeführt zu gießen. haben, außer der Bemerkung, daß die bestehenden Einrichtungen Stadtv. Singer: Daß die Bestimmungen über die Sonn- genügen. Er hat dabei nur die königlichen, nicht aber die Untagsruhe in der Fabrikation und im Lohngewerbe befriedigend masse der privaten Leihanstalten im Auge. Von beiden müssen geregelt jeien, wie Herr Meyer meint, fann ich nicht zugeben. wir den Umfang des Geschäftsbetriebes tennen lernen, dann Herr Meyer könnte wohl wissen, daß die Vorschriften über die erst werden wir in der Lage sein, zu entscheiden, ob eine Rathenower Exportbrauerei Niederlage. Juh. May Sonntagsruhe in der Industrie überhaupt noch nicht erlaffen Aenderung nothwendig ist. Genügt es denn allen billigen AnDennhardt, N.W., Hannoverschestr. 18a. Tel. III. 8178. find. Wenn ihm keine Klagen zu Ohren gekommen sind, so steht forderungen, wenn die Privat Leibanstalten 24 pet. Zinsen Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei er vielleicht in dieser Beziehung einzig da. Gerade die nehmen, aber auch der Staat 12 pet. nimmt. Es kann doch Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. Nothwendigkeit einer weit ausgedehnten Sonntagsruhe davon gar keine Rede sein, daß solche Institute Ueberschüsse Die Frage wird Säße nach dem neuen Gesetz über den Sachwucher unter die im Detail erst zur Erörterung fommen, wenn die Lupe nehmen können? Die Erwägungen, die hier nöthig Ausführungsbestimmungen des Bundesraths endlich einmal er- sind, können zweckmäßig nur in einer gemischten Deputation laffen sein werden. Wenn Herr Meyer annimmt, er würde angestellt werden. Kommt die Stadt zu dem Entschlusse, unsere Unterstützung für die Ausdehnung des Fortbildungs- eigene Anstalten einzurichten, so ist es doch garnicht unumgängSchulunterrichts im Handelsgewerbe nicht finden, so verstehe ich lich nöthig, daß die Stadt dem Fistus seine Grundstücke zu diesen Schluß nicht. Wenn er meint, diesen Unterricht auf den theuren Preisen abnimmt. Ich bitte Sie daher, meinen Antrag Sonntag zu legen, so werden wir hier nein sagen, wie wir anzunehmen. Es möchte doch kaum von Bedeutung sein, ob die im Reichstage nein gesagt haben( aha!), um nicht dem Leihämter am Sonnabend Nachmittag statt bis 8 Uhr, bis 5 oder Unternehmer die ungestörte Ausbeutung der Lehrlinge in den 7 Uhr offen sind; das Bessere ist, wenn die Stadt selbständig dieWochentagen zu erleichtern.( Widerholte Unruhe). Es sollte doch jenigen prophylaktischen Anstalten errichtet, die sich als nothwendig selbst dieser Versammlung endlich auffallen, daß es immer wieder erweisen. Nehmen wir den Ausschußantrag an, so sehen wir diejenigen, die von der Sache am meisten verstehen, uns leichthin dem Vorwurf aus, eine so wichtige Sache recht nämlich die direkt Betheiligten find, die eine Verbesserung der be- leicht genommen zu haben. | Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frant. Novelle zur Gewerbe Ordnung geführt. im Industrie- und Lohugewerbe hat zum Erlaß der machen. Sollte nicht einmal ein findiger Staatsanwalt diese furt a. D. Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage, Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Wusterhausen, Vertreter: Max Fleischer, Reichenbergerstr. 155. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernad, Mühlenstraße 49a. Louisen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. Brauerei Danz, Freienwalde a. D. Vertreter: W. Marten, N., Gartenstr. 152. Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage Gust. Spiekermann, Weberstr. 66. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Bekanntlich hat der Ausschuß sich von der Erwägung letten laffen, daß die Ordnung dieser Angelegenheit erst vor furzem erfolgt sei und ein Anlaß zur Erwägung von Abänderungen zur Zeit noch nicht vorliege. von stehenden Zustände fordern. In Hamburg hat der große Verein Stadtrath Na mala u bemerkt, daß zu einer Stellungnahme von 50 000 Mitgliedern, worunter zur Hälfte Arbeitgeber, des Magistrats insofern teine Veranlassung vorlag, als diesmal erst vor Kurzem ganz im Sinne des Petitums beschloffen. Die von einer Absicht des Fistus, die Leihämter aufzuheben, nichts Berechtigung der Kommunen, die Arbeitszeit von 5 Stunden für bekannt ist. Aus der Noth der Armen werde keineswegs ein Gewinn die Angestellten zu verkürzen, ist seinerzeit von der Gesetzgebung bei der Verwaltung der Leihämter gezogen, denn der Geschäftsnur ertheilt worden im Vertrauen darauf, daß die Kommunen gewinn derselben sei eigentlich ein imaginärer. Im Uebrigen Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 27. Sept., anständig genug sein würden, auf diesem Wege voranzugehen. sucht der Magistratsvertreter die Ausführungen der Petition des Nachmittags 5 Uhr. Stadtv. Sa ch 3 II protestirt gegen diese lettere Aeuße- Arbeitervereins noch im Einzelnen zu entkräften. Von der EinZur Verhandlung stehen Berichte des Petitions. Aus- rung, besonders mit Rücksicht auf die derselben fetzung einer gemischten Deputation verspreche er sich persönlich schusses. nach außen hin zu erwartenden Wirkungen. Niemand im Saale keinen Erfolg. Die Petition von Handlungsgehilfen und-Gehilfinnen Berlins, mißgönne den Handlungsgehilfen eine möglichst ausgedehnte Stadtv. Meyer II: Das Pfandleihgewerbe zu ordnen ist betr. die Einführung eines Orts statuts für die Sonn- Sonntagsruhe. Herr Singer aber vertritt ganz einseitig die in erster Linie nicht Aufgabe der Kommune, sondern des Staats, tagsruhe im andelsgewerbe wa seiner Zeit Interessen der Handlungsgehilfen, während wir die Interessen und der Staat hat seiner Pflicht auf diesem Gebiete genügt. vom Ausschuß nur des Ueberganges zur Tagesordnung aller Klassen vertreten haben. Was nützt die erweiterte Das Gesetz von 1880 über das Pfandleih- Gewerbe ist f. 3. von für würdig erachtet worden. Im Plenum vom 7. Juni wurve Arbeitsruhe, wenn die Arbeits- und Erwerbsgelegenheit allen Parteien gutgeheißen worden und das Bedürfniß ist damit jedoch von sozialdemokratischer Seite Berichterstattung verlangt, fehlt? Wenn wir auch im Prinzip dafür sind, dem gedeckt. Wohlfeiler als die Privat- Pfandleiher tönnen die und so ging die Petition an den Ausschuß zurück. Letterer hat Unselbständigen, dem Handlungsgehilfen die Sonntagsarbeit Rommunen auch nicht verleihen, wenn sie nicht zuschießen fich zu einer Abweichung von der früheren Stellungnahme nicht möglichst zu vertürzen( Heiterkeit), dann müssen wir, namentlich follen, und das wollen wir doch vermeiden. Gefahrlos veranlaßt gesehen, sondern beschränkt sich darauf, durch Stadtv. in der heutigen traurigen Beit, Anstand nehmen, die selbständigen ist die Sache auch nicht, eine städtische Leihanstalt ist in große Scheiding Bericht erstatten zu lassen. Gewerbetreibenden, die sich kümmerlich durchschlagen, noch weiter Verluste gerathen, weil sie eine Menge Diamanten beliehen hatte. um die Möglichkeit zu bringen, am Sonntag ihr Geschäft zu be- Dieses Gewerbe sollte dem Privatbetriebe überlassen bleiben. treiben. Herr Singer stellt sich stets als den Erbpächter der Unter Ablehnung der Arträge Mentel und Singer wird über ersten wirthschaftlichen Wissenschaft hin, ich muß auch dagegen die Petition zur Tagesordnung übergegangen. Protest erheben. In gemeinschaftlicher Sigung der beiden städtischen Körpers Stadtv. Bruns bittet den Ausschußantrag abzulehnen und Der Antrag Bruns wird verworfen, der Ausschußantrag an schaften findet die Auslosung von 19 Mitgliedern und 7 Stelldie Petition dem Magistrat zur Berücksichtigung zu überweisen. genommen. vertretern der Einkommensteuer- Berufungskommission statt. Für Durch die Erhebungen von 1892 sei flargestellt worden, daß die Auch über die Petition des Tapeziers Franzke, Buckower- die Neuwahl wird die Einsehung einer gemischten Deputation Angestellten im Handelsgewerbe einer Reihe von Schädigungen ftraße 13, wegen Einführung gleichartiger Unter beschlossen. durch die bisherige Ordnung der Arbeitszeit unterliegen. Es sei richtsbücher in den Gemeindeschulen Berlins ist Ueber die Petition des Bureaudieners August Schidzick, ihnen natürlich unmöglich, bei einer täglichen Arbeitszeit von der Ausschuß zur Tagesordnung übergegangen. Das Dorotheenstr. 61, wegen Befreiung seines Sohnes 14, 15 und 16 Stunden ihrem Körper die nöthige Ruhe zu gleiche Schicksal hat der Antrag des Berliner Ar- pom tonfessionellen Religionsunterricht in gönnen oder gar an ihre weitere Fortbildung zu denken. Ein beitervereins auf Uebernahme der königlichen der Gemeindeschule erstattet Stadtv. Frenzel Be Anlaß zum Einschreiten läge also für die Kommune gewiß vor. ei hämter in die städtische Verwaltung gehabt. richt. Der Petent ersucht die Versammlung, dahin zu Auch habe ja ter Minister selbst in feiner Er- In der Ausschußberathung hat man die lange Geschichte dieser wirken, daß der Gewissenszwang, der ihm und seiner widerung auf eine Resolution des deutschfreifinnigen Frage- 1874 trug fich die Seehandlung mit dem Gedanken Familie durch das Verhalten der städtischen Schuldeputation Vereins der Handlungsgehilfen ausdrücklich auf die der Aufhebung der drei Leihämter, der Magistrat lehnte aber be- auferlegt worden sei, beseitigt werde. Die Eltern des städtische Initiative auf dem Wege der ortsstatutarischen harrlich die ihm angetragene Uebernahme derselben auf die Kindes feien Dissidenten, fonnten aber die Befreiung desselben Bestimmung hingewiesen und gemeint, die Kommune würde in Stadt ab rekapitulirt und sich damals wie jetzt auf vom fonfessionellen Religionsunterricht nicht erlangen, da die diesem Sinne vorgehen. Weiter ist darauf hinzuweisen, daß in den Standpunkt gestellt, daß Gemeindeleihhäuser für Deputation den Nachweis eines genügenden Ersages für diesen Frankfurt und selbst in Wesel Verkürzungen der fünfstündigen Berlin fein Bedürfniß feien, vielmehr vielmehr die fönig- Unterricht nicht als erbracht ansehe. Der Ausschuß hat das Sonntagsarbeit durchgeführt sind, ohne daß irgend welche be- lichen Anstalten dem Bedürfniß genügten. Das Bedürfniß Petitum für wohl begründet erachtet, aber doch den Ueberrechtigte Interessen dadurch geschädigt wären. Dagegen führt an sich sei übrigens nicht mehr so groß wie früher, da die soziale gang zur Tagesordnung empfohlen, weil die Depu eine mir von befreundeter Seite zugegangene Lifte eine große Gesetzgebung den Nothstand der ärmeren Bevölkerung doch tation an den bekannten Erlaß des Ministers Grajen Anzahl auch sehr namhafter Geschäfte auf, welche sich an die wesentlich gemildert habe(). Auch den Antrag auf Anstellung 3edlig vom 16. Januar 1892 in Sachen des Religionsunter geltenden Vorschriften nicht fehren und straffällig geworden von Erhebungen über den finanziellen Effekt der Errichtung von richts der Dissidentenkinder( beiläufig die einzige That" des find. Der Einwand kann also auch nicht erhoben werden, etwa 6-8 städtischen Leibanstalten lehnte der Ausschuß ab. schon 2 Monate nach diesem Grlaß verflossenen Vaters des Volksdaß im Handelsgewerbe noch Verhältnisse vorhanden seien, Hierzu läuft ein Antrag Mentel ein, den Magistrat zu erschulgeset- Entwurfs!) gebunden sei und dem Betenten überlassen eine besondere Ausnutzung der Arbeitszeit nicht suchen, dahin zu wirken, daß die königlichen Leihämter Abends werden müsse, bei den staatlichen Schulaufsichtsbehörden die Auferkennen laffen. Das bestätigt auch eine Broschüre, bis 7 Uhr geöffnet bleiben und auch Sonntags von 8-10 Uhr hebung der ihn betreffenden Verfügung der Deputation zu bes deren Verfasser sich bitter darüber beklagt, daß heute die Arbeits zugänglich find. antragen. zeit der Gehilfen und Lehrlinge übermäßig ausgenutzt wird, daß Außerdem auf Antrag Singer soll in gemischter Deputation Bon verschiedenen Seiten wird beantragt, die Petition dem ein großer Theil der Chefs nur auf billige Arbeitskräfte sieht, über die Uebernahme der Leihämter in die städtische Verwaltung Magistrat zur Berücksichtigung zu überweisen. und dieser Verfasser ist tein sozialdemokratischer Heyer, sondern eventuell über die Errrichtung städtischer Leihämter berathen Der Referent bemerkt u. a., daß die Petition so geschickt eine freisinnige Autorität, Herr Goldschmidt. Demnach hat auch werden. und unter Heranziehung so zahlreicher Argumente ausgearbeitet die Kommune Ursache, auf diesem Gebiete vorzugehen, das Recht Stadtv. Mentel bezeichnet es als einen Uebelstand, daß ist, daß sie wohl taum aus der Feder des Petenten selbst ge= hat sie dazu. Zeigen Sie durch Annahme meines Antrages, daß die königlichen Leihämter stets schon um 3 Uhr geschlossen werden, flossen sein könne. Diese Bemerkung ruft auf den hinteren Sie mehr als nur platonische Liebe für die Handlungsgehilfen und verlangt im Interesse der Arbeiterbevölkerung Offenhaltung Bänken des Saales lebhafte Entgegnungen hervor. Materiell haben! bis 7 Uhr und Eröffnung am Sonntag von 8-10 Uhr. Auch sei allerdings dem Betenten Unrecht geschehen, das sei die einStadtv. Meyer II: Die Frage der Sonntagsruhe für die dem kleinen Handwerker werde eine solche Aenderung sehr zu gute stimmige Meinung aller Redner im Ausschusse gewesen. Fabrikation und das gesammte Lohngewerbe ist erledigt und die kommen. Stadtv. Matterne: Der bestehende Utas zwingt den geltenden Vorschriften erfreuen sich allgemeiner Zustimmung; mir Stadtv. Singer: Der Antrag des Ausschusses scheint mir Bater, gegen seinen Willen den Sohn den tonfessionellen find Klagen darüber nicht zu Ohren gekommen. Dagegen hat die der Wichtigkeit der Sache nicht angemessen. Mißstände haben Religionsunterricht mitnehmen zu lassen. Daß auf solche Weise für das Handelsgewerbe erfolgte Ordnung in weiten Kreisen sehr sich in bezug auf das Leihwefen thatsächlich herausgebildet; es statt eines guten Christen höchstens ein Lügner und Heuchler ergroße Aufregung hervorgerufen und man verlangt allgemein eine ist an der Zeit, sie zu bekämpfen. Um so weniger follte man 3zogen wird, führt der Redner in drastischer Weise näher aus. Revision. Vor derselben halte er es nicht für angezeigt, auf hier zur Tagesordnung übergehen, als die Gründe des Aus- In Halle hat sich derselbe Fall abgespielt, aber durch die = des schaften. die Gerichte hat sich der Vater schließlich sein Recht jede Koalition und jeden Streit für gerechtfertigt zu erklären. Trotzdem verkaufte M. nach wie vor das eingeschmuggelte Bier verschafft.( zwischenruf: Ja, Halle!) Was in Halle mög- Die meisten ungerechtfertigten Streits und Koalitionen sind auf als„ Echtes" an die auf dem Grundstück beschäftigten Arbeiter lich ist, sollte doch auch in Berlin möglich sein. widerfinnige Auffassungen des Wirthschaftslebens zurückzuführen, und ließ es sich auch dementsprechend bezahlen. Hoffentlich ist ( Stadtv. Singer: Wir sind hier dem Hofe näher!) Wir sind zu denen die Arbeiter durch die Sozialdemokratie verleitet nun dem Herrn das Handwerk gelegt. Sache der in der Gegend dem Manne schuldig, ihm zu sagen, wir stehen auf Deinem Stand- worden sind." Arbeitenden ist es, die Handlungsweise dieses Herrn in der ge punkte!( Bustimmung.) Geben wir die Petition dem Magistrat Zu diesem Wortgeflüngel haben wir nur zu bemerken: nie- bührenden Weise zu würdigen. zur Berücksichtigung! mand hat von der Freis. 3tg." verlangt, daß sie jeden Stadtv. Sütt ist der Meinung, daß der konfessionelle Streit für gerechtfertigt erklären foll. Wir behaupten nur, Blankenfelderstr. 8, Marfiliusstraßen- Ecke und Schillingstraße 24 Ein Unifnm in seiner Art ist der Gastwirth Woitschach, Religionsunterricht überhaupt aus der Volksschule wegzubleiben daß das genannte Blatt in jedem Falle, wo es sich um Gr versteht es trefflich die Gegensäge zu vereinen, denn hätte. Da die Petition vom Ausschuß selbst als wohlberechtigt einen Kampf zwischen Arbeit und Kapital handele, Partei für während er in dem einen Lokal ringfreies Bier führt, schänkt anerkannt sei, könne man sie doch nicht in den Papierforb bas lettere und gegen die Arbeiter nehme. Aus dieser notorischen er in dem anderen Lokal boykottirtes Bier. Das erstere ist wohl werfen. Stellung des freisinnigen Blattes ziehen wir weiter den Schluß: Stadtv. Dr. Neumann findet es auffällig, daß die Schul- entweder sind nach der Ansicht des Leiters dieses Blattes, alle nur deshalb der Fall, weil er meint, dadurch das etwas flau deputation, wenn sie auch nicht von der Versammlung reffortire, auf grund des Koalitionsrechtes geführten Kämpfe der Arbeiter gehende Geschäft in Flor bringen zu können. Das dürfte ihm fich hier nicht äußere. Man sei doch berechtigt, über den Geist, ungerechtfertigt und einer widersinnigen Auf- aber, angesichts der in Betracht kommenden Umstände schwerlich in dem unsere Schulen geleitet werden, etwas zu hören; faffung bes Wirthschaftslebens entsprungen, oder gelingen. wenigstens müßte erläutert werden, warum der anderweitige die theoretische Anerkennung des Koalitionsrechtes seitens der Das mächtige Auwachsen der sozialdemokratischen Partei Religionsunterricht nicht genügt. Es scheine dort der aller- Freif. 3tg." und ihres Leiters ist nichts weiter als politische einerseits, sowie die nothwendige Agitation unter der Landschlimmste bureaukratische Standpunkt eingenommen worden Beuchelei, herausgesteckt, um das freisinnige Deforum zu wahren bevölkerung andererseits, laffen heute ſelbſt in unserer Partei au ſein. und, soweit es noch angeht, damit Arbeiterfang zu treiben. Wir einen Mangel an genügend vorgebildeten Agitatoren erkennen. Stadtschulrath Bertram: Die Schuldeputation ist in find nun allerdings der Meinung, daß von dieser Alternative der Bei dem bevorstehenden Beginn des Wintersemesters der Arbeiterdiesem Falle lediglich Organ der Behörden und muß ausführen, lettere Fall zutrifft. Bildungsschule weisen wir deswegen auf den in der heutigen was ihr von dieser Seite zugefertigt wird. Sie hat früher nach Wie der Boykott bei Schultheiß wirkt. Als der Reorganisation im April d. 3. wird von tüchtigen geschulten Nummer veröffentlichten Lehrplan der Schule hin. Seit der dem Neskript Falk verfahren, und muß jetzt nach dem Resfript berechnende Herr Rosice nach jahrelangen Vorbereitungen die Genossen nur noch in denjenigen Fächern unterrichtet, Graf Bedlig verfahren. Die Echule ist nicht veraulaßt, den Schüler durch äußere Mittel Schultheiß Brauerei endlich für gerüstet und start genug hielt, welche der Arbeiterbewegung zu Gute tommen. Unter zum Glauben zwingen; aut einen um sich mit der Arbeiterpartei direkt auseinander zu sehen", diesen verweisen wir ganz besonders auf die Vorlesungen solchen Fall wird der Stadtv. hat er als vorsichtiger Mann sicherlich wohl erwogen, welch der Lehrer Pfund in der Nordschule und Dr. Luy in der SüdostEbenso würde eine vorübergehender Schaden im schlimmsten Falle aus einer fchule über Nationalökonomie; ferner der Lehrer Wih in der Familie, die den Glauben durch drastische Mittel erzwingen will, Boykott- Verhängung ihm erwachsen, und welch' bleibender Nord- und Dr. Pinn in der Südostschule über Geschichte auf zu den ungeeignetsten Erziehern im Glauben gehören. Ob der Bortheil ihm nach der Beendigung durch Aufsaugung der am Grund der materialistischen Auffassung. Die Nordschule beginnt anderweite Unterricht genügt, hat das Provinzial Schulkollegium Boykott verblutenden Kleinbrauereien und deren Kundschaft er ihren neuen Kursus mit der Geschichte des Sozialismus zunächst zu entscheiden. Der Bittsteller hätte sich an dieses wenden sollen. blühen werde. In der Seele dieses fapitalfräftigen Biertönigs an der Hand des soeben erschienenen Werkes von Kautsky, Bern Der Erlaß wird übrigens auch durch ein Kammergerichtserkenntniß stand von vorneherein das Gine fest, daß er sich je nach stein und Mehring. Die Vorlesungen in Deutsch behandeln neben fanttionitt. Stado. Bogtherr: Es ist wohl eine neue Erscheinung, ber kleineren oder größeren Niederlage feiner turzsichtigen, Artikeln aus der Neuen Zeit" die Hauptwerke derjenigen taß seitens des Berichterstatters Charakter und Werth einer Fäustchen lächeln oder lachen werde. auf den Leim gelockten Ringbrüderchen entweder ins Dichter, welche in revolutionärem Geifte die herrschenden Petition von vornherein gekennzeichnet wird, durch die Schilde Schon während Klassen bekämpften. Außerdem finden regelmäßige Versamm rung ihrer Form, ihres Stils u. f. w. Ich hoffe, die Versamm taufend bestimmten großen Berliner Ausschanklokale bis zu 12 fammlungen statt über: Gesezestunde Boykotts hat er feine, für die feine, für die oberen Behn- lungen in der Schule, sowie Vorträge in öffentlichen Verlung wird sich dadurch nicht in der Beurtheilung der Petition rermehrt und außerdem bekanntlich zu seinen 3 älteren Braue und und Naturwissenbeeinflussen lassen. Gegenüber der Zedlib'schen Verfügung ist ein reien( Schultheiß, Tivoli, Dessau) und den 2 Mälzereien( Pankow, Strömung, ist eine gediegene Renntniß der in Geltung stehenden Bei der jetzt wieder hervortretenden reaktionären Rammergerichts- Erkenntniß angeführt worden, welches den In Fürstenwalde) noch 2 Potsdamer Brauereien hinzugekauft, und Gefeße unbedingt nothwendig. Es ist ferner erforderlich, daß halt der Verfügung sanktioniren soll. Das gerade Gegentheil nur ein schämig erröthendes Hartgefühl für seine Brüder im besonders befähigten Genossen Gelegenheit geboten wird, ihre trifft aber zu, denn das Erkenntniß vom 17. April 1893 lehnt Ring hält ihn augenblicklich noch ab von einer weiteren Kenntnisse auf allen denjenigen Gebieten zu erweitern, welche ausdrücklich ab, die Rechtsbeständigkeit der Ministerialverordnung Machtentfaltung seines Bierfönigthums von Gambrinus Gnaden. Der Arbeiterbewegung im Kampfe gegen die herrschenden Klassen einer Prüfung zu unterwerfen. Der Form nach will das Gericht Gleich manchem seiner weltlichen Kollegen von Gottes Gnaden mit der Verordnung also nichts zu thun haben. Daß Kammer theilt auch Herr Rösicke sein" Volk, d. 5. seine biertrinkenden Bildungsschule in ihrer jetzigen Gestaltung. Mögen recht viele zu Gute kommen. Diese Gelegenheit bietet die Arbeitergerichts Erkenntnisse in derartigen Fragen nicht als höchste Unterthanen, in vier Stände ein und paßt seine wandlungs- Genossen davon Gebrauch machten. Justanz angesehen zu werden brauchen, beweist ja der fähige Person stets sehr geschickt den verschiedenen Ständen an, Umstand, daß in der Zeit vor dem rerblichenen Grafen für deren jeden er auch ein„ standesgemäßes" Bier braut. Die Untersuchung in der Wucher- Affäre hat sich bis Zeblik zwei ganz entgegengesette Erkenntnisse ergangen find. Das pasteurisirte Bier erster Klasse, das durch Erhizung auf jeßt, nachdem am Montag noch ein in der Blücherstraße wohnendaß Kinder von Dissidenten wider Willen der Eltern zur macht wird, läßt Beide sprechen mit aller Deutlichkeit aus, 60 Grad Celsius durch Tödtung der Bakterien ze. haltbar ge- der Hypothekenmakler Grebs verhaftet worden ist, auf vierer als wild liberaler Volksvertreter sehn Personen ausgedehnt, die wegen Wuchers resp. BeiTheilnahme an dem Religionsunterricht einer anderen Konfession für die wilden Völker in Afrika über Wasser gehen hilfe zu demselben unter Anklage gestellt werden. Die täglich nicht angehalten werden dürfen, auf Antrag der Eltern hat und nennt es- weil nichts darüber geht Non plus ultra. stattfindenden Vernehmungen auf dem Polizeipräsidium resp. vor ohne weiteres die Entbindung von dem konfessionellen Unter- Das Bier für den zweiten Stand, das Schultheiß- Werfand", dem Untersuchungsrichter ergeben ständig so viel neues Material an erfolgen. Das Erkenntniß von 1893 verſteigt schickt er als Bierkönig in seine Berliner Paläste und großen über die Praxis der Wucherer Berlins, daß ein Abschluß fich dagegen zu dem horriblen Sage: Bei schulpflichtigen Gärten für das„ edle und beste" Publikum, das ein Faible für der gerichtlichen Untersuchung noch garnicht abzusehen ist und Kindern kann man von Willensfreiheit nicht sprechen, ber die Blechmusik föniglicher Militärkapellen besitzt. An das vor Mitte nächsten Jahres der Massenprozeß nicht stattfinden Bater werde aber durch den Unterricht in seiner Gewissensmittelgute Bier für den dritten Stand, an das Schultheiß- dürfte. Bezüglich des vielgenannten Bucherers Labaschin ist noch freiheit nicht beeinträchtigt. Das Erkenntniß des Landgerichts Märzen" des anhaltinischen Kommerzienraths halten sich meist zu erwähnen, daß derselbe nicht nur Bauwucher getrieben, Halle vom 2. Dezember 1898 spricht wiederum dem Betreffenden die antisemitischen Saufkolonnen und der" solide", d. h. noch sondern auch baare Darlehen gegeben hat, welche das Recht zu, welches hier in Anspruch genommen wird, und nicht ganz proletarisirte Mittel- und Kleine Beamtenstand. Das hauptet durch Schiebungen bis zu fünfhundert erkennt ausdrücklich einen Gewiſſen zwang als vorhanden an. Bier letter Glite endlich für den vierten Stand, bas„ Schult- Brozent von den Opfern verzinkt werden mußten. Um fich ausdrücklich die Fall'schen Erlasse als beiß- Bräu" hat Herr Röside in seiner Eigenschaft als vor Bestrafung zu sichern, hat 2. fast niemals das Geschäft selbst feien unbedenklich, der Zedliß'sche führe eine unzulässige beiterschaft bestimmt. Ausführungen des Allgemeinen Landrechts; diese Erlasse Arbeiterfreund" und freiwilliger Wohlthäter" für die Ar- gemacht, sondern er schob einen seiner Agenten vor, der dann als Kapitalist fungirte und gegebenen Falles erbarmungslos gegen Beschränkung der Glaubensfreiheit herbei. Der Wandel in den Erkenntnissen hat unzweifelhaft Schritt gehalten mit den Schultheiß- Brauerei einigermaßen ein Bild machen will, so kann Unter der göttlichen Weltordnung. Im Anschluß an Wenn man sich nun von der Wirkung des Boykotts auf die die Schuldner vorzugehen hatte. Wandlungen im Kultusministerium. Der Ausweg, den Betenten dies in erster Linie mit bezug auf den Ausstoß des vor dem das Seeger'sche Familiendrama aus der Großen Hamburgerauf das Provinzial- Schulfollegium zu verweisen, hat keine Aussicht Boykott vorwiegend von der Arbeiterschaft getrunkenen minder- Straße 7 berichtet eine Lokalforrespondenz:" Die Durchsicht des Nach meiner Meinung hat Niemand den Dissidenten danach zu werthigen Schultheiß- Bräus" der Fall sein. Ein glücklicher Bu Seeger'schen Nachlasses hat ein viel trasseres Bild der Ausbeutung fragen, was er an die Stelle der fonfessionellen Unterweisung fall führte fürzlich mehrere„ artige Kinder" von Rösicke in einem entrollt, als Anfangs angenommen werden konnte. Um eins der fegen will, so gut wie der Dissident keinen Konfessionellen Restaurant in der Nähe von Schultheis 1 an den Tisch unseres hauptsächlichsten Beispiele herauszugreifen, sei hervorgehoben, nach dem Werth oder Unwerth der Konfession fragt. Von Gewährsmannes, der infolge der ziemlich laut und lebhaft ge- daß eine hiesige große Kommanditgesellschaft von Seeger diefem Standpunkte halte ich den Nachweis des genügenden Er- führten Unterhaltung über den schlechten Geschäftsgang in der Arbeiten ausführen ließ, die vorher laut Anschlag auf fayes für nicht nöthig und nicht wünschenswerth. Noch im Lage war, sich an den Rand seiner Zeitung einige Bleistiftnotizen 17 00 Mart vereinbart worden waren. Jahr 1891 sprach auch Stadtschulrath Bertram aus, daß er diesen zu machen, denen wir diesen Artikel verdanken. Nach Fertigstellung Nachweis für nicht nothwendig, ja nicht einmal für wünschenstrat die Gesellschaft mit dem Einwand hervor, daß die AusDas von Herrn Röfice für die Arbeiterschaft be- führung dem Anschlage nicht entspräche und fand auch zwei Sachwerth halte; und ich muß das Opfer an Ueberzeugungs- ftimmte, Schultheiß- Bräu" wird an Güte besonders da- verständige, die sich für einen Abstrich von der ausbedungenen treue, welches er jetzt seiner vorgesetzten Behörde bringt, burch beeinträchtigt, daß alles von der Kundschaft zurückkommende Summe aussprachen. Seeger mußte sich damit wohl oder übel außerordentlich hoch anschlagen.( Heiterkeit.) Der Gewissenszwang Bier, das sogen. Retour Bier", sowie fämmtliches Re steinverstanden erklären. Auf wie hoch sich der Abstrich beläuft, wird zwar nicht von dem Kinde, aber von den Eltern schwer Bier", d. 5. alle Reste aus den Lagerfässern, dem Schultheiß ist noch nicht bekannt. Nachzuweisen ist aber, daß Seeger bei empfunden. Wir haben das Recht und die Pflicht, der Schul- Bräu" zugetheilt wurden. Von diesem Bier, dessen Absatz bis Einziehung dieser verminderten Forderung von einem Angestellten Deputation anheim zu geben, bestimmte Stellung zu nehmen. fast auf ein Drittel herunter gesunken und sonst der Gesellschaft noch weiter gedrückt wurde und sich schließlich Ich habe von den Aufgaben der Schuldeputation eine in fnapp 8 Wochen fast immer beendet war, reicht der seit Mai mit 10 000 Mart für die 17 000 Mark begnügen höhere Auffassung als der Schulrath; sie ist nicht blos bestehende Borrath noch für ungefähr 14 Tage. In der ganzen um dazu da, mechanisch die Befehle der sogenannten oberen Beit seit Verhängung des Bontotts ist überhaupt Aus dringende Gläubiger mundtodt machen zu können. Behörde zur Ausführung zu bringen, sondern sie soll das Rect tein hinterlassenen Aufzeichnungen geht weiter herenergischer Initiative und der Wahrung der Wolfsrechte gegen und soll auch fernerhin Schultheiß Bräu" mehr gebraut worden vor, daß der Familienmord, Der in der Nacht zum über den reaktionären Bestrebungen haben. Recht und Gesetz aufrichtiger Genugthuung! das konstatiren wir mit 2. Juni d. J. zur Ausführung tam, schon für den 22. März nicht mehr gebraut geplant war. stehen hier nicht auf Seiten des vergangenen Ministers, sondern werden. An diesem Tage nahte dem unglücklichen Handauf der Seite des Petenten, der Erlasse des Ministers Falk werfer unerwartete Hilfe, so daß er die bereits fertigen AbIn Bälde können die Arbeiter, selbst wenn sie es wollten, schiedsbriefe durchstrich und den Kampf um das Dasein wieder und des allerdings so oft reaktionär ausgenügten Algemeinen tein Echultheiß- Bräu" trinken. Das ist Röfice's Rache! aufnahin. Am 25. Mai war wiederum nach den vorgefundenen Nun, wir sind damit zufrieden. richte zu Landrechts. $ и " " " " " Stabtv. Meyer II: Der Petent hat materiell gewiß Ueber den durchschnittlichen Ausstoß des SchultheißRecht; aber er hat fich an eine falsche Adresse Bräus" konnte sich unser Gewährsmann während der Diskussion gewendet; er fann auf dem betretenen Wege sein Anliegen nicht der„ artigen Rinder" folgende Zahlen notiren, bei deren Verfördern. Herr Vogtherr verlangt von der Schuldeputation einen gleich wir noch zu berücksichtigen bitten, daß in den Sommer steifen Nacken; fte soll dem Minister Widerstand leisten, weil sie monaten fiets mehr Bier getrunken wird, als im Winter. ben Boden des Rechts unter den Füßen habe; dem Minister Durchschnittlicher Ausstoß des Schultheiß Bräus" auf fteht aber ein Rammergerichts Erfenntniß zur Seite, und es wird sich feine Behörde finden, welche der vorgesetzten Behörde auf diese Weise Widerstand leistet. Gefördert tann die Sache werden dadurch, daß man den Gerichten wieder Gelegenheit giebt, sich mit der Sache zu befaffen oder durch eine Eingabe an den Minister oder durch eine Petition an das Abgeordnetenhaus.e In namentlicher Abstimmung wird der Antrag auf Ueberweisung der Petition an den Magistrat zur Berück sichtigung mit 81 gegen 17 Stimmen angenommen. Dagegen stimmt nur ein Theil der Keller- Fraktion. Der Magistratsantrag auf Aufhebung der Normal EtatsDeputation wird angenommen, ein Antrag Spinola auf Einsetzung eines ständigen Etatsausschusses abgelehnt. Die Vorlagen, betreffend die Neuregelung der Besoldungsverhältnisse der ordentlichen Lehrer und Lehrerinnen an den höheren Mädchenschulen und betreffend die auf Verlangen des Kultusministers beantragte Ergänzung der Grundsätze für die Regelung der Dienstalters- Zulagen, gehen an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern. Schluß 9 Uhr. Tokales. Schultheiß I: den Winter Monaten ca.: Wochentag 3( außer Sonn-! Wochentag 3( außer Sonnabends) vor dem Boykott in abends) nach dem Boykott in den Sommer- Monaten ca.: 6 ganze Tonnen 35 halbe 60 viertel 30 achtel 18 ganze Tonnen 125 halbe 190 viertel 70 achtel " " Sonnabends vor dem Boykott 2c.: 26 ganze Tonnen 180 halbe 260 viertel 100 achtel " " Aber trotz alledem und alledem " " " Sonnabends nach dem Boykott 2c.: 13 ganze, Tonnen 72 halbe " " 105 viertel 37 achtel" das Ceterum censeo der bürgerlichen Presse', insbesondere des Röfice'schen Leibtosaden Eugen Richter, wird sein und beiben: Der Boytott wirkt nicht! den so wird be mußte, Papieren eine Familienkatastrophe unmittelbar bevorstehend; aber auch diesmal fand sich ein Ausweg. Wenn man bedenkt, daß die unglücklichen Eltern sich etwa 10 Wochen lang mit der Ausführung der grausigen That umhergetragen haben, so kann man ermessen, welchen Seelenkampf sie durchgekämpft haben müssen. Das ist das Geschick des modernen Handwerksmeisters, der Händen dient. Immerhin hat der unglückliche Saeger, dessen von dem Großkapitalisten abhängig ist und als Spielball in ihren petuniäre Sorgen wir zu allerlegt gering einschäßen, ein Geschäft gehabt, in dem mit Tausenden gerechnet wurde; er hat, so hart sein Brot gewesen sein mag, wenigftens, wie man sagt, den Hals offenhalten können und ist doch ein Opfer seiner Verzweiflung ge= worden. Bei dem mehr oder minder erbeuchelten Mitleid, das bürgerliche Blätter im Fall Seeger an den Tag gelegt haben, ist natürlich teinem dieser Organe der Gedanke gekommen an das unsäglich grauenvollere Glend, das der Arbeiter in ungezählten Fällen zu erdulden hat. Der Arbeitslose, der das letzte schäbige Werthstück hat ins Leihhaus tragen müssen, der am Abend vor der Ermission von dem hohlwangigen Weib und den abgezehrten Kindern mit fragenden, vorwurfsvollen Blicken empfangen wird, wenn er mißmuthig von der vergeblichen Arbeitssuche heimkehrt; wie unendlich viel mehr Jammer ist in seinem Geschick verborgen, als in dem des Handwerkers! Gefühllos geht aber das Bürgerthum an diesem Jammer vorüber; es ist ja so tausendfältig vorbanden, daß es gar nicht mehr auffällt. Biermogeleien einzelner Wirthe aufzudecken ist oftmals nicht leicht, denn die Herren verstehen es in der raffinirtesten Weise ihre Kundschaft zu hintergehen. Der Gastwirth Malinowski, Vou tragischen Umständen begleitet ist ber Selbstmord Gr. Frankfurterstr. 16, stand schon seit langem im Verdacht, eines Lehrers, der am 24. d. Mts., Abends 7 Uhr, vom Tempel boykottirtes Bier zu beziehen und dasselbe unter dem Namen hofer- Ufer aus in die Spree sprang, trotz der sofort unters Dortmunder Unionsbier an seine Kunden zu verabfolgen. Durch fort- nommenen Rettungsversuche aber nur als Leiche gelandet werden Die Lifte der boykottfreien Gastwirthe und Restau- gesetzte Kontrolle gelang es festzustellen, daß Malinowski fein Bier fonnte. Borhandene Papiere ließen darauf schließen, daß es sich rateure, die am Sonnabend wieder insgesammt veröffentlicht aus der Königstadt- Brauerei durch Vermittelung eines Spediteurs um den 32 Jahre alten Lehrer an einer Schule zu Groß- Lichterwerden, müssen bis spätestens heute Mittag 1/2 Uhr in der bezog, auf dessen Boden das Bier abgeladen und später zu felde, Namens Scherer handelte. Eine Anfrage des PolizeiExpedition abgegeben sein. Spätere Zustellungen können für die. geschafft wurde. Zum Zwecke der besseren Täuschung be- präsidiums bei der dortigen Ortsbehörde bestätigte die Vernußte der Wirth Fässer aus der Dortmunder Unionsbrauerei. So muthung. Scherer wurde vom Gelenk- Rheumatismus schwer Sonnabend- Nummer auf keinen Fall berücksichtigt werden. wurden am Montag, den 24., 1/2 Hektoliter, D. U. 2335 gezeichnet, beimgesucht und hatte von einer Badekur, zu der er nach AbDie Freifinnige Zeitung" und das Koalitionsrecht. von dem Wagen 2 der Königstadt- Brauerei abgeladen und zu lauf der Sommerferien noch einen 14 tägigen Nachurlaub erhalten Auf unsere Aufforderung, auch nur einen Fall zu nennen, wo W. geschafft, zwei leere 1/2 Hektoliter- Fässer, gezeichnet D. U. hatte, vergebens Befferung erwartet. Die Krankheit drückte ihn es, wenn Arbeiter vom Koalitionsrecht Gebrauch machten, das 24 805 und 20 052, von M. nach dem Speditionsboden gebracht umso mehr nieder, als er mit einer Jugendgespielin aus Treuenheißt streiften, für die Arbeiter und ihr Recht eingetreten sei", und von dort durch denselben Wagen zum Neufüllen abgeholt. brießen verlobt war, statt der ersehnten Heirath aber die Verbleibt das Drgan des Herrn Eugen Richter die Antwort schuldig. Eine Anfrage in der Niederlage der Dortmunder Unions- fehung in den Ruhestand vor Augen sah. Unter dem Druck Dagegen schreibt das freisinnige Blatt: Wir vertreten das Brauerei ergab, daß M. nur alle 14 Tage 1/2 Hektoliter und seit dieser Verhältnisse war er in der Absicht, sich das Leben zu Koalitionsrecht, aber das ist keineswegs gleichbedeutend damit dem 12. d. M. überhaupt kein Bier von dort erhalten habe. nehmen, kurz vor Ausführung der That nach Berlin gefahren. Bekannte, die um das Vorhaben nicht wußten, hatten ihn unter Hinweis auf den Krankheitszustand vergebens von der Fahrt zurückzuhalten versucht. Die Braut ist durch die Nachricht von dem traurigen Ende ihres Verlobten auf das Krantenlager geworfen worden. Ein anscheinend gewerbsmäßiger Schwindler ist in dem 24jährigen Kaufmann Paul Habelmann verhaftet worden. Er hatte sich hauptsächlich Bigarrenfabrikanten und Möbelhändler zu Opfern ausersehen, bei denen er größere Einkäufe machte und betonte, daß er nur gegen Baar kaufen werde, obgleich er gänzlich mittellos ist. In einem Falle gab er sich als Bostschaffuer aus. Die erbeuteten Bigarren verkaufte er zum Theil unter dem Werth, von dem Erlös der Betrügereien lebte er; seine Wohnung vo war unter falschem Namen gemiethet worden. Wurde er von den Gläubigern entdeckt, verbot er den Eintritt und drohte sogar mit Schlägen. Unbekannten Personen gegenüber nannte er sich Weife". In seinem Besitz befanden sich 68 Kisten Zigarren, deren Eigenthümer bis auf 17 ermittelt sind. Habelmann wil die Bigarren auf Auktionen in der Lützowstraße gekauft haben, findet aber damit keinen Glauben. fal Ein Bahnarbeiter B. war hinter den Köllnischen Wiesen in Rigdorf beim Felddiebstahl ertappt worden. Er sprang in bracht worden war. " Der den Boykott mitsammit der Sozialdemokratie vernichten wollten.[ und zwei andere Frauen beschworen, daß sie gehört hätten, wie Nach dem freiwillig gouvernementalen Organ des Brauereirings, der die Angeklagte in der Arbeitsstube die Majestätsbeleidigung Freisinnigen Zeitung", hatte der siegesbewußte Herr Jacobt in ausgesprochen habe. Die Beweisaufnahme ergab andererseits, einer am 15. Juni abgehaltenen Versammlung folgende dent- daß Lehmann die Angeklagte früher grundlos wegen Diebstahls würdige Worte gesprochen: denunzirt und einen anderen Arbeiter bei seinem Arbeitgeber ver leumdet hatte, um ihn aus seiner Stelle zu bringen. Lebensgang und der Charakter der übrigen Belastungszeugen, mit denen sich die Beweisaufnahme eingehend beschäftigte, ließ deren Glaubwürdigkeit ebenfalls sehr zweifelhaft erscheinen. Der Staatsanwalt beantragte indessen 4 Monate Gefängniß, während der Vertheidiger, Dr. Herzfeld Unglaubwürdigkeit der Belastungszeugen nachwies und für Freisprechung plaidirte. Das Urtheil lautete auf Freisprechung. Wer nicht mit den vereinigten Saalbefizern sei, sei gegen sie, die Folgen dürften nicht ausbleiben. Wer heute glaube, mit den Sozialdemokraten Geschäfte machen zu können, dürfe sich nicht wundern, wenn es mit ihm in kurzer Zeit vorbei fei." Diese halsbrechende Aeußerung war vom ,, Vorwärts" natür Ich entsprechend beleuchtet worden. In einem Artikel Der Stand des Bierboykotts" wurde die von Herrn Jacobi aus gesprochene Drohung schamlos und frech genannt und ihm ferner vorgeworfen, daß er mit den Mitteln eines italienischen Bravo arbeite. Drittens machte ihm der Vorwärts" den Vorwurf, daß er ein Ehrenmann fei. " " Diese dreifältige Beleidigung konnte nach der Ansicht des geistigen Leiters vom Saalbefizerverein nicht anders als vor dem Kadi ihre Sühne finden; er ging hin und verklagte den damaligen verantwortlichen Redakteur Wilhelm Schröder. demofrat zu befferer Meinung gelangen. Auch über den forschesten Gegner fann selbst ein Sozial verrichtet hat, feine eigenartige Zaftit im Caalbesigerfrieg und Die Thaten, die Herr Jacobi in dem verflossenen Vierteljahr Auch angesichts dieses Falles wäre die schon oft von uns er hobene Mahnung zu beherzigen: Hütet Euch vor Denunzianten! 137. Abtheilung des Schöffengerichts in einer FundunterschlagungsAuf eine geradezu horrende Strafe ist gestern von der fache erkannt worden. Nachdem der Arbeiter Scheme sich fürzlich batte, wurde bei mehreren Personen, die als Anarchisten bekannt bei seiner Begegnung mit Polizeibeamten des Revolvers bedient waren, Haussuchung abgehalten. Dies geschah auch bei dem erst Graben. Dabei stürzte er und fiel so unglücklich mit dem Kopf die mancherlei Unglücksfälle, die ihm in den Kontroversen mit scharfgeschliffenen Dolch mit weißer Klinge, einen Gummischlauch und gegen einen scharftantigen Stein, daß er besinnungslos liegen feinen eigenen Kollegen zugestoßen, hatten längst die Gewißheit wurden beschlagnahmt. Als Sczcodry befragt wurde, wie er zu dem blieb. So fand ihn ein nachsetzender Bahnarbeiter und schaffte in uns aufdämmern lassen, daß Herr Jacobi alles andere, nur Dolch gekommen sei, erwiderte er, daß er denselben auf dem den Verunglückten nach seiner Wohnung; ein hinzugerufener Arzt fein italienischer Bravo ist. Als daher gestern der Verhandlungs. Webbing gefunden habe. Es ließ sich ein Beweis von der Un fonstatirte Gehirnerschütterung und am gestrigen Morgen starb termin um die Mittagsstunde heranrückte, konnte der Inkulpat wahrheit dieser Behauptung nicht erbringen; die Staatsanwalt. der Verunglückte in einem hiesigen Krankenhause, wohin er ge- Schröder nicht anders als mit dem bittern Gefühl nagender Reue schaft erhob aber gegen Sczcodry Anklage wegen Fund- Unter Stimmung des Herrn Privattlägers. in den Gerichtssaal eintreten. Entsprechend gehobener war die schlagung. Der Beschuldigte bekannte sich als Diffident und Die jetzt vorliegende Sache", so meinte der die Verhandlung nicht einig und deshalb besuche er die anarchistischen VersammAnarchist. Ueber die Ziele des Anarchismus sei er sich aber noch führende Amtsgerichtsrath, wird wohl durch einen Wergleich fungen, um sich von den Vortragenden belehren zu laffen. Der beendet werden können. Im Kriege fallen Hiebe und wenn man Angeklagte blieb dabei, daß er den Dolch gefunden habe. Staatsanwalt einmal im öffentlichen Leben drin steht, so legt man die scharfen Strehler hob hervor, daß die Geschichte von dem Funde des kunstvoll Worte, die hin und her fallen, nicht genau auf die Waagschale. gearbeiteten und scharf geschliffenen Dolchs sicher erfunden sei, aber da Würben Sie auf einen Bergleich eingehen, Herr Privatkläger?" und nicht zu erbringen fet, tönne Sczcobry nur abmessung müsse nun doch berücksichtigt werden, daß derartige wegen dieſes Bergehens verurtheilt werden. Bei der Strafunreife Burschen mit ihren verworrenen anarchistischen Joeen als äußerst gemeingefährlich(!) angesehen werden müßten, er beantrage gegen den Angeklagten ein Jahr Gefängniß. Der Gerichtshof schloß sich den Ausführungen des Staatsanwalts Berurtheilten wegen Fluchtverdachts sofort in Saft. Staats. an, erkannte wirklich auf ein Jahr Gefängniß und nahm den anwalt Dr. Benedir, welcher bisher in den stattgehabten Ver handlungen gegen Anarchisten die Anklagebehörde vertreten hat, wohnte der Verhandlung bei. Die Leiche eines zwölfjährigen Knaben wurde Mittwoch Nachmittag in der Nähe der Verbindungsbahn bei Treptow aus der Oberspree gezogen. In einer Tasche des Knaben wurde ein Bettel gefunden, auf welchem der kleine Selbstmörder die Worte geschrieben hatte:" Papa will sich wieder verheirathen, ich mag aber feine Stiefmutter." Der kleine Todte ist identisch mit mit dem vor etwa 14 Lagen aus dem Hauſe, ſeines Vaters ent laufenen Knaben Paul Sch. Der Vater, seit Jahren schon Wittwer, hatte ihm mitgetheilt, daß er sich wieder zu verheirathen gedenke, und die Antipathie des Kindes gegen eine Stiefmutter scheint wenn auch in diesem Falle ganz unberechtigt eine so große gewesen zu sein, daß es Tags darauf verschwand und seinem jungen Leben ein gewaltsames Ende machte. achte Treptow. Gastwirth Otto, Restaurant zum Karpfenteich, schänkt nur noch boykottfreies Bier aus. Alle Anfragen bezw. Meldungen, Treptower Lofale betreffend, sind ausschließlich an den Genossen Jechel, Berlin SO., Röpnickerstr. 190, zu richten.nda deni Polizeibericht. Am 26. d. Mts. versuchte in der Schönholzerstraße ein Arbeiter sich zu erhängen. Er wurde noch rechtzeitig aus seiner Lage befreit und ins Leben zurückgerufen. Vormittags wurde ein Munn nebst seiner vierjährigen Tochter in feiner Wohnung, in der Markgraferstraße, durch Koblendunst erfticht vorgefunden. Nachmittags stürzte ein Mädchen im Hause Beuthstr. 2 beim Spielen über das Treppengeländer des 3. Stocks in das Kellergeschoß hinab und starb auf der Stelle. In der Gr. Frankfurterstraße fiel eine Frau in der Trunkenheit nieder und zog fich eine erhebliche Verlegung am Kopfe zu. In der Veteranenstraße ging das Pferd eines Geschäftsfuhrwerks durch und lief gegen einen Laternenpfahl, so daß der Wagen zusammenbrach. Hierbei wurde der Führer desselben und eine Frau auf den Bürgersteig geschleudert und letztere am Kopfe bedeutend verlegt, während der Führer unversehrt blieb. Friedrichstraße wurde ein Mädchen der Ecke der Mauer- und einen Geschäftswagen überfahren und an beiden Unterschenkeln erheblich verlegt. Abends fiel ein Mann gegenüber dem Grundstück Plan- Ufer 92 in den Landwehr- Kanal. Er wurde noch lebend herausgezogen und nach dem Krankenhause gebracht. Im Laufe des Tages fanden fünf fleine Brände statt. An Witterungsübersicht vom 27. September 1894. Stationen. Hamburg Berlin Wiesbaden. Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Swinemünde 756 760 Q 758 WNW 761 26 München 764 SW Wien 761 93 Haparanda 764 . Petersburg 763 NND 768 N 767 764 NW NNW Cort. Aberdeen Paris Windstärke ( 1-1) 32423241332 Wetter wolfig halb bedeckt bedeckt bedeckt Temperatur 50 G. 4° R.) SEP( nach Celsius 12 10 12 14 halb bedeckt 14 halb bedeckt 16 bedeckt 2 3 9 9 bedeckt heiter halb bedeckt Regen 12 Wetter- Prognose für Freitag, den 28. Septbr. 1894. Etwas fühleres Wetter mit schwachen nordwestlichen Winden und veränderlicher Bewölkung ohne erhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Wege des Vergleichs gefühnt werden tönnte. Ich fühle mich in Die mir angethane Beleidigung ist zu groß, als daß sie im meiner Ehre zu sehr getränkt und bestehe daher auf eine Verurtheilung des Angeklagten." Der Angeklagte hat den Begriff des italienischen Bravo wohl taum ganz wörtlich verstanden wissen wollen", meinte der Richter. Redakteur Schröder mußte zugeben, daß er, als er diese Metapher anwandte, sich Herrn Jacobi eigentlich nicht als den Mann mit dem Dolch im Gewande vorgestellt habe. " Ich glaube," so fiel der Vertheidiger des Angeklagten, Rechtsanwalt Freudenthal, ein, daß Herr Jacobi sich befriedigt erklärt, wenn mein Klient sich erbietet, die Summe von fünfzig Mark an die Armentasse zu zahlen und eine entsprechende Ghrenerklärung in seinem Blatte zu bringen." Die mir angethane Beleidigung ist zu groß, als daß sie im Wege des Vergleichs gefühnt werden könnte. Ich fühle mich in meiner Ehre zu sehr gekränkt und bestehe daher auf eine Verurtheilung des Angeklagten." Im Seifenprozeß Lehrer und Genossen stellte am Donners tag der Staatsanwalt Kanzow den Antrag, den Angeklagten Lehrer in Untersuchungshaft zu nehmen. Es war ihm nämlich mitgetheilt worden, daß Lehrer in den Zwischenpausen auf dem Wandelgange mit den vorgeladenen Beugen Gespräche führe, die darauf hindeuteten, daß er die Zeugen bea einflussen wolle. Neben der Gefahr der Verdunkelung führte " Fünfzig Mart, Herr Jakobi! Ich als Richter habe nie der Staatsanwalt auch Fluchtverdacht ins Feld und verwies geglaubt, daß Herr Schröder den Fall so hoch einschätzen werde. darauf, daß daß der Angeklagte seiner Zeit nach Budapest Gine folche Sühne könnten Sie meines Erachtens mit vollem Fug entflohen sei und von der dortigen Behörde erst ausannehmen. Ihrer Ehre wird damit wirklich nicht zu nahe geliefert werden mußte. Rechtsanwalt Schwindt widersprach getreten." lebhaft der Verhaftung, der Gerichtshof beschloß ,, Die mir angethane Beleidigung ist zu groß, als daß sie im aber, ben Angeklagten Lehrer Wege des Vergleichs gefühnt werden könnte. Ich fühle mich in ſuchungshaft zu nehmen. Sonst ist noch zu erwähnen, meiner Ehre zu sehr gekränkt und muß troß dieses Gebots auf eine Verurtheilung bestehen." Der Richter zuckte mit den Achseln und meinte, zu dem Privatkläger gewendet, er habe sich wohl noch nicht sehr lange im öffentlichen Leben bewegt. Seit Beginn des Bierboykotts stehe ich erst im Rampf der Parteien drin," antwortete Herr Jacobi. " Ja, das ist auch so meine Empfindung." Die Zurede des Rechtsbeistandes, der dem Herrn Privatkläger assistirte, blieb ebenfalls ohne Erfolg. Herr Jacobi stand fest wie eine Mauer und dem Anwalt des Klägers blieb nichts übrig, als dem italienischen Bravo des Angeklagten die schwärzeste Gewandung zu verleihen. Die Be stimmung des Strafmaßes überließ er dem Ermessen des Gerichts, er auf Publikation des Urtheils in nicht weniger als 4 Blättern, nämlich im Vorwärts"," Lokal- Anzeiger", " Intelligenzblatt" und" Gasthaus" zu erkennen. Soweit werden wir wohl kaum gehen können," meinte der Richter. fo daß Der im Zuschauerraum anwesende Seifenfabrikant Schreyer, der in ähnlich solider Weise ein Seifengeschäft be= trieben hatte, auf Antrag des Staatsanwalts aus dem Zuhörerraum gewiesen wurde. Ein Reisender Schreyer's, der jetzige Strafgefangene Löwy, ist s. 3. wegen gleicher Machenschaften mit Schlußscheinen verurtheilt, das Verfahren gegen Schreyer selbst aber eingestellt worden, weil dieser geiftestrant sein sollia Der Gerichtshof war der Meinung, daß er einen Geistestranten im Zuhörerraum nicht zu dulden brauche. Briefkaffen der Redaktion. A. Senger, Mariendorf. Eine Veröffentlichung in dem von Ihnen gewünschten Sinne ist wohl überflüssig, da dieselbe doch nur Unannehmlichkeiten verursachen würde. 10. Woche Briefkaffen der Expedition. Für die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter gingen ferner Nach einer kurzen, den Nagel auf den Kopf treffenden Ver- ein: Personal der Buchhandlung des Vorwärts" 3,50. Fünfter Wahlverein 75,-. theidigungsrede des Rechtsanwalts Freudenthal zog sich Springer, Neu- Weißensee, 4. Rate 5,80. Von den Tischlern der Gesammelt in der Tischlerei von Ostar der Richter mit den mit den Schöffen zur Berathung des schweren Falles zurück. Tischlerei von Martens, Thurmstr. 58, 8. Rate 7,50. BauDas nach zehn Minuten ver Uebers tündete Urtheil lautete auf zwanzig Mart Geldstrafetischlerei von Thal, Lehrterstraße 44, Moabit 8,10. 2. Hof, und die üblichen Nebenstrafen. Die dem Herrn Jacobi chuß vom ringfreien Bier, Spandauerstraße 30, gegenüber im Vorwärts" gebrauchten beleidigenden Worte, durch C. R., Weißenburgerstraße 48 1,70. 6,30. Gesammelt bei einer Konfirmation Gesammelt im führte der Vorsitzende in der Begründung des anerkannt worden, formell beleidigend. Ziehe man aber in Bearbeitern der Löwe'schen Fabrik, Martinicenfelde, 2. Rate 18,30. Urtheils aus, feien ja, wie auch allfeitig in der Verhandlung Ihn'schen Gesangverein Humor 3,20. Amerikanische Auktion einer Gohrladentiepe in den Arminhallen 4,70. Bierprozente von tracht, wie im öffentlichen Leben der Kampf der Parteien geführt von den Steindruckern Staligerstraße, Bierprozente, 3. Rate 3, werde, so müsse man sagen, daß die in dem beleidigenden Artikel gebrauchten Ausdrücke verhältnismäßig milde und daher mit Preßklub 10,-. A. F. 1,-. Auf der Rückfahrt von Görliz nach Berlin 3,-. Amerikanische Auktion bei einer Geburts. einer gelinden Strafe gefühnt seien. tags Feier S. X. 1. Gewerkschaftskartell in Guben 80,10. Rauchklub vom Gesangverein der Kupferschmiede 6,76. Die Behauptung, daß Herr Hubertus Jacobi mit den Rothe Rose 5,-. Vou den Genossen in Velten 14,95. AgitationsMitteln eines italienischen Bravo arbeite, war vom Wegen Majestätsbeleidigung hatte sich gestern die Wittwe fommission der Vergolder 100,-. Durch Blanke aus AschersBorwärts" am 17. Juni in der Nr. 138 aufgestellt worden. Vieret vor der neunten Straffammer des hiesigen Landgerichts leben 26,95. Schüler der Arbeiter- Bildungsschule 4,25. Es war zur Zeit, als die Saalverweigerer ihren ganz besonders zu verantworten. Sie war von dem Arbeiter Wilhelm Lehmann, Summa 340,11 Mart. Bereits quittirt: 10 985,32 Mark; in schlauen Koup ausführen und mit der Verhängung der Saalsperre bei dem sie Schirme nähte, denunzirt worden. 2., dessen Ehefrau| Summa 11325,43 Mart. Gerichts- Beifung. In dem Frohgefühl darüber, daß der Angeklagte wirklich bestraft worden, ging Herr Jacobi nach Hause. Anläßlich der Annonce der sieben Geschäftskonkurrenten in Nr. 225 des Vorwärts" ist zu bemerken, daß deren Austritt schon Ende April erfolgte und zwar lediglich deshalb, weil einige ihrer unmittelbaren Konkurrenten infolge einer Buwiderhandlung eines Beschlusses( in Sachen des„ Kl. Journal")) nur mit einer Rüge, statt des beantragten Ausschlusses, davonkamen. In dem Lohntampfe mit dem Kl. Journal" hatten wir infolge der unrichtigen Angabe des Herrn D. Ahlers 124 Mart Prozeßkosten zu bezahlen, ein Grund für uns, dem Herrn nicht in allem zu folgen, und da unsere Vereinigung nicht dazu da ist, einzelnen Mitgliedern besondere Vortheile dadurch zu verschaffen, daß gegen deren Nachbarkonkurrenten ohne ausreichenden Grund Maßregeln ergriffen werden, so haben wir ohne Strupel diese Herren in Frieden ziehen lassen. Diese Herren haben schon 2 Voltsversammlungen einberufen, um Stellung gegen uns zu nehmen, zu denen außer den Betheiligten niemand erschienen war. Wenn die Herren wirklich von dem Geiste der modernen Arbeiterbewegung so erfüllt wären, wie sie vorgeben, dann würden fie nicht mit so fleinlichen Mitteln für sich Reklame machen wollen, sie würden der Urtheilskraft der Vorwärts"-Leser so viel zutrauen müssen, zwischen dem Streben nach praktischen Zielen und redlichem Wollen, und dem unlauteren Wettbewerb den Unterschied herauszufinden. Wir werden uns burch diese Herren weiter nicht stören lassen das zu thuu, was praktisch und nothwendig ist. Daß wir auch Kapitalisten sein sollen ist neu, denn mancher unter uns tann sich faum satt essen. Die Beweise, welche diese Herren für unsere Kapitalsfucht haben wollen, fönnen wir getrost abwarten, denn wir wären dann in der Lage, ihnen die Maske vom Gesicht zu reißen. Für uns ist die Sache hiermit erledigt. 109/10 Freie Vereinigung der Berliner Zeitungs- Spediteure und Verkäufer. J. A. W. Schäfer, Reichenbergerstr. 72. Buchhandlung des Vorwärts Berlin SW., Beuthstr. 2. Soeben ist erschienen: M. G. Tigernischewsky. Eine literarhistorische Studie von G. Plechanow. 392 Seiten 80. Breis broch. 2,50 M. geb. 3. Porto 30 Pf. Die russischen Verhältnisse der Mitte unseres Jahrhunderts, die Reformperiode unter Alexander II, den damaligen eigenartigen russischen Sozialismus schildert und erklärt der Verfasser an der Hand des historischen Materialismus. Im zweiten Theil untersucht er den utopischen Sozialismus an der Hand der Marxistischen Lehren und gestaltet die Darstellung zu einem Kompendium des wissenschaftlichen Sozialismus, das an Schärfe, Klarheit und Beweiskraft taum übertroffen werden dürfte. 448/20 Wolf, Leipzigerstr. 22. Rünftl. ZähnesM.Theilz. Plomben 1,50 . Deutscher Holzarbeiter- Verband ( Zahlstelle Berlin). Sonntag, 30. Septbr., Vorm. 10 Uhr, bei Schöning, Stallschreiberstraße 29. Versammlung. Branche: Parquetbodenleger. Tages Ordnung: 1. Angebote verschiedener Kollegen den Bauherren gegenüber. 2. Disa tussion. 3. Berschiedenes. 142/9 Die Ortsverwaltung. Verband der Sattler und Tapezirer. Sonnabend, den 29. September, Abends 81/2 hr, im Lokale des Herrn Wienecke, Alte Jakobftraße 83: Versammlung. Tagesordnung: I 1. Vortrag des Genossen Saffenbach über: Das Freimaurerthum. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes, Der Vorstand. Jägerhaus, Schönhauser Allee Nr. 103. Inhaber: Wilhelm Schmidt. Arzt Schmerzl. Bahnz. 1 2. 8-7 15. Saal( 500 Personen) für Vereine, Bersammlungen und Festlichkeiten zu vergeben. Vereinszimmer noch frei. Rathenower Bier. Für den Inhalt der Juierate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, 28. September. Opernhaus. Der Prophet. Schauspielhaus. Die Schule der Frauen. Der Geizige. Leffing- Theater. Die Haubenlerche. Deutsches Theater. Nora. Berliner Theater. Die Großstadtluft. Schiller Theater. Der Menonit. Neues Theater. Perrichons Reise. Der sechste Sinn. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Residenz- Theater. Demi- Monde. Theater Unter den Linden. Dr pheus in der Unterwelt. Bellealliance Pyriz. Theater. KyrikAdolph Ernst- Theater. 28 Tage. Lolotte's Central- Theater. O! diese Berliner! Alexanderplat- Theater. Ein Modell. Ein alter Sünder. National Theater. Der Mikado oder Ein Tag in Japan. Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenKaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. SpezialitätenVorstellung. Castan's Panopticum. Achtung Parteigenossen! Hassan Ali der grösste Mensch der Welt. Prinzess Topase das fleinste Menschenkind. Nerikanische Riesen- Gacteen in noch nie gesehener Größe. Passage- Panopticum. 51 wilde Beiber Freitag, den 28. September, Abends 8 Uhr: 6 große öffentliche Partei- Versammlungen in folgenden Lokalen: 1. Wahlkreis: 26346 Achtung! Zahnersatz, auch Theilzahlung, wöchentlich 1 Mark. Guckel, Baufiger Platz 2. Elsasserstr. 12. Rohtabak. Grösste Auswahl. Billigste Preise. Formen, Bockfaçon, wieder vorräthig. Heinrich Franck, Brunnenßr. 185, Sophastoff Reste in Rips, Damast, Crêpe, Fantasie, Gobelin, Plüsch und bunten Mocquets spottbillig! aus Dahomey. Deigmüller, Alte Jakobftr. 48a. Refer.: raben franko? Die Herenschaukel, Genosse Timm. 2. Wahlkreis: neueste Illusion. Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Refer: Reichstagsabg. Gen. R. Fischer. 3. Wahlkreis: Circus Renz ( Carlstrasse) Freitag, den 28. September, Abends 7/2 Uhr: Wintergarten. Spezialitäten- Bor- Auf auf zur fröhlichen Jagd. stellung. = Gr. Sport Schaustück vom Direktor Möhring, Admiralstraße 18c. Referent: Reichstagsabg. Gen. Vogtherr. 4. Wahlkreis: 95150L* Berlin S., Emil Lefèvre, Oranienstraße 158. Rannen, Satten, Maße, ampen, Kühlapparate, Buttermaschinen Milchkübel, Siebe, Tafelwaagen, Buttertneter, Drebrollen. Jordan, Kl. Markusstr. 28. Empfehle mein neu eingerichtetes Vereinszimmer mit Piano für 25 bis 30 Personen, auch für Zahlstellen. 3800b R. Ihloff, Chamissoplaz 4. Neu! Patent Bithern( neu verbessert). Thatsächl. v. Jed. Reichhallentheater. Spezialitäten- Fr. Renz. Großartiger Wagentorfa, Fiebig, Gr. Frankfurterstr. 24. Referent: fele( 66 × 38 cm, Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Freitag: Der Menonit. Sonnabend: Der Veilchenfreer. Sonntag, 30. Septbr., Nachmittags 3 Uhr: Der Veilchenfresser. Abos. 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Dichterabende im Bürgerfaale des Rathhauses Abends 72 Uhr: Uhland- Abend. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Gastspiel der Liliputaner, der berühmten sieben Zwerge mit eigener, vollständiger Theatergesellschaft: Der Mikado oder: Ein Tag in Japan. Parodistische Ausstattungsposse mit Gesang und Evolutionen in 2 Atten u. einem Vorspiele v. Mar Mauthner. drei Viererzüge, darunter 2 Mailcoaches. Parforce und Cascadenritt. Meute von 40 Foxhounds. Außerdem: derpi ostpreuß. Hengst Blondel u. MonstreTableau D. 60 Pferden, vorgeführt v. Dir. Fr. Renz. El Bolero, mit Reichstagsabg. Gen. P. Singer. 5. Wahlkreis: 12 Schulpferd. v. 6 Damen u. 6 Herren Nieft's Salon, Weberstr. 17. Referent: in Prachtkostümen geritten; die weltberühmte Bonhair- Truppe, die Luftgymnastiker Gebr. Wortley, d. Clowns Gebr. Villand 2c. Sonnabend: Auf auf zur fröhlichen Jagd. Sonntag: 2 Vorstellungen. Preise der Plätze: Logensiz 5 M.; Sperrsiz und Tribüne 3 M. I. Rang Balton 2 M.; 2. Play 1 M.; Gallerie 50 Pf. Fr. Renz, ak and Rommissionsrath und Direktor. Armin- Hallen Kommandantenstraße Nr. 20. Säle und Vereinszimmer von 20-600 Personen. In Szene gesezt v. Regiffeur Ramin. Deutscher Thierschutz- Verein Raffenöffnung 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag Nachmittag 3 Uhr: Bolts. Vorstellung: Maria Stuart. Sprechstunden der Aerzte; Jm Depot, Stadtbahnbogen 30( nahe der Stralauer Brücke) Montag, Mitt woch und Freitag 11 Uhr; im Asyl An Vereine verpachten wir für die( Schulstr. 112) Dienstag, Donnerstag Sonnabend- Abende u. Sonntag- Nach- und Sonnabend 11 Uhr. Für Mitmittage das National- und Alexander- glieder und Unbemittelte unentgeltlich. play- Theater für Vereins- Vorstellungen. Mitgliedsbeitrag jährlich 2 M.[ 246 Die Direktion. Große Frankfurterstr. 132. Central- Theater Spandau. Bestellungen auf den Vorwärts", sowie auf das„ Boltsblatt" u. sämmtAlte Jakobtraße Ur. 30.| liche sozialistische Werke nimmt entgegen Direktion: Richard Schuly. Emil Thomas a. G. Bum 27. Male: A. Koppenhagen, Bismarck- Straße Nr. 9 Hof 1 Tr. Auna Bäders. Josefine Dora. Bur pünktlichen Lieferung des ..Vorwärts" u. 1. w. O! diese Berliner! Mr Berlin Oft u. Nordost empfiehlt ſich Reichstagsabg. Gen. R. Schmidt. 6. Wahlkreis: Colberger Salon, Colbergerstraße 23 a. Refer: Reichstagsabg. W. Liebknecht. Tages- Ordnung in allen Versammlungen: 1. Berichterstattung der Delegirten über die Brandenburger Provinzial- Konferenz. 2. Der diesjährige Parteitag in Frankfurt a. M. 3. Stellung und Diskussion zu den Anträgen. 4. Wahl der Delegirten. Die Vertrauenspersonen. Leipziger Volkszeitung Organ für die Interessen des gesammten werkthätigen Volkes. Chefredaktion: Dr. Bruno Schoenlank. Erscheint 6 mal wöchentlich. Per Quartal Mk. 2.25. Postzeitungsliste No. 3945a. Inserate: Die 5 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 20 Pig. für Berlin Dit u. Nordost empfiehlt sich Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Often Berlins. Große Posse mit Gesang und Tanz in Th. Kutzleb, Zeitungs- Spedition, Sonntag, den 30. September, Abends 62 Uhr, 6 Bildern nach Salingre's Reise durch Gr. Frankfurterstr. 36, Ecke Weberstr. im Lokale des Herrn Albrecht, Memelerstraße Nr. 67: Berlin von Julius Freund. Musit von Jl. Einödshofer. Kaffeneröffnung 62 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Empf. allen Parteigenossen, Freunden und Bekannten mein 7798* Morgen und folgende Tage: 0, diese Schank- und Speise- Geschäft. Berliner! Große öffentliche Bersammlung für Frauen u. Männer. Adolph Ernst- Theater bittagstisch, à Convert 2. 3um 21. Male: Lolotte's 28 Tage. Gefang& poffe in 8 Atten v. H. Raymond 3 u. A. Mars. Musik v. Viktor Roger. ( Novität.) Die neuen Dekorationen sind aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Roburg. In Szene gefeßt v. Ad. Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alcazar Gleichzeitig empfehle meinen reich50 Pf. Bier, reichh. Frühstücku. Abendtisch à la carte v. 30 Pf. an. In Erwähnung bringe mein Verkehrstotal, Arbeitsnachweis fowie Serberge ber Glaſer, Klempner, Cattler, Tischler, Maler, Schneider, Korbmacher, Goldund Silberarbeiter und Maurer. Ein Zimmer 3. Versammlungen o. VorstandsTages Ordnung: 9 1. Vortrag des Genossen Dr. Joël über:" Der Werth des Lebens". Diskussion. Entree 10 Pfg. 160/6 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Freie Vereinigung der Bauanschläger Berlins und Umgegend. Versammlung in 1 Stunde nach der vorz. Schule ( ohne Lehrer und ohne Notenfenntniffe) erl. Größe 56x33 22 Saiten, hochf. u. haltb. gearb., Ton wundervoll.( Prachtinstr.) Prs. nur 6 M. m. Schule und allem Zubehör. Preisl. gratis. 0. C. F. Miether, Instr.- Fabr., Hannover A. Händler überall gesucht. 91M Destillation, Bereinszimmer, Hauz nachweisl. gut, Billard, verwaltung, wegen Uebernahme des elterlichen Grundstücks sofort billig vertäuflich. Miethe 680 M. Havelberger216 Straße 7. 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Um zahlreiches Erscheinen ersucht 132/3 Der Einberufer. Junges Mädchen fann sofort die Schneiderei erlernen. Wieprecht, Kl. Hamburgerstr. 8, H. 3 Tr. 176* Für eine größere Metalw.- Fabrik in Galvaniseur, nur erste Kraft, gesucht. Offenbach a. M. wird ein tüchtiger Adr.: Exp. d. 3tg. unter Q. V.[ 236 Tüchtiger Barockvergolder verlangt Rottbuferufer 32. Perfetter Buschurideru. Modelleur fofort gesucht 8069* Nordd. Filz- Schuhwaaren- Fabrik Paul Erfurth Sonnenburg N.-M. bei Cüstrin. Berantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 226. Freitag, den 28. September 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Unfallversicherungs- Gefeßes feitens der Berufsgenossenschaft, die„ Das aftronomische Weltall und der Mensch". Er führte sein Dersammlungen: nur dann bei Recherchen dem Betreffenden eine Entschädigung Auditorium im Geiste in das unendliche, unfaßbare Weltall, in Der sozialdemokratische Wahlverein für den vierten zusprechen will, wenn nachweislich eine Arbeitsversäumniß ein- den unermeßlichen Weltenraum, feine Hörer bekannt machend Kreis hielt am 25. September eine öffentliche Bersammlung ab, getreten ist. Redner bemerkt, daß ihm hierdurch die Wahrnehmung mit den Weltenkörpern, soweit menschlicher Erkenntniß solche zu welche den Saal von Breuer bis auf den letzten Platz füllte. Der Termine sehr erschwert wird, denn bei der vielfachen Arbeits erforschen bisher möglich war. Dem menschlichen Wissen und Losigkeit in seinem Beruf geht ihm die Entschädigung sehr oft Forschen Mattutat referirte über die Bekämpfung der Sozialdemo- verloren, weil das Nachsuchen von Arbeit nicht als verlorener der Mensch bewundernd vor einem unbegreiflichen Etwas, und ist eine natürliche Grenze gefeßt; hier stehe tratie durch die Voltsschule"." Redner zeigte, wie diese Art Be- Arbeitsverdienst betrachtet wird, als welcher er in Wirklichkeit hier sei der Punkt, wo das religiöse Gefühl einsehe, die Betämpfung höchstens den Erfolg haben könne, daß dem heran doch aufzufassen ist. Durch einen Antrag wird Herr Behrend wunderung, ja Ehrfurcht vor dem Unendlichen, unermeßlichen, wachsenden Geschlechte die Erkenntniß der Klassengegenfäße ersucht, beim Reichs- Versicherungsamt eine Klage um Entschädi- wo aber auch die Theologen mit ihren göttlichen Dogmen früher als unter anderen Umständen kommt.( Beifall.) In der tommen, wo Klassenstaats- Religion sich in den Dienst des KlassentDiskussion nahm Sailer Gelegenheit, die Nothwendigkeit der gung einzureichen. Organisation darzuthun, in welcher der Arbeiter sich die ihm Eine Kistenmacher- Versammlung tagte am 22. September staates stelle, dem Menschen seine Winzigkeit gegenüber einer nöthige Aufklärung verschaffe und seine Energie zum Kampfe in den Arminhallen. Kollege Tschernig gab die Einleitung Denken und Wissen abzuhalten, ihn dem religiösen Glauben zu er göttlichen Allmacht und Größe plausibel zu machen und ihn von wider die in der kapitalistischen Gesellschaft eintretenden Folgen in die Tagesordnung durch eine treffende Schilderung der Miß halten trachte. Doch hiergegen müsse energisch Front gemacht werden. der unaushaltsamen wirthschaftlichen Entwickelung stärke. stände, die in vielen Fabriken herrschen. Jin weiteren Verlaufe Unter Vereinsangelegenheiten forderte der Vorsitzende die Mit der Debatte wurde von verschiedenen Kollegen Klage geführt Denn in der allgewaltigen Natur sei das Größte wie das glieder auf, fich noch bis zum 15. Oftober in den alten Bahl über schlechte Bezahlung, sowie über allzulange Arbeitszeit; 3. B. Kleinste von gleichem Werthe, und wenn auch die Erde und auf stellen umschreiben zu lassen und die neuen Mitgliedsbücher sei es vorgekommen, daß in einer Werkstatt bis Abends 10 Uhr ihr der Mensch nur ein Atom im Weltall sei, so gabe doch einzutauschen. Er erntahnte dann, auch in Zukunft die Ver und noch länger gearbeitet wurde. Diese Zustände können nur auch das beschränkte Leben des Menschen seinen Werth, und unsere Pflicht sei beseitigt werden, indem sich alle Kollegen dem Verein an nicht beirren fammlungen so zahlreich wie diese zu besuchen. schließen. Bekannt gegeben wird noch, daß in nächster Zeit das laffen durch das niederdrückende Bewußtsein der Kleinheit ausgesperrten Brauerei- Arbeitern 50 Mark bewilligt worden sind einzusehen, wo sie gebraucht werden, wo sie von Werth find, schon angekündigte Flugblatt zur Berbreitung gelangt, sowie den gegenüber der unermeßlichkeit und unbegreiflichen Größe des Weltalls, sondern in unserer kleinen Welt unsere Kräfte dort) Die Drechsler und Berufsgenossen hatten am 23. Sep- unsere Aufgabe sei es, unsere kleine Welt nach unserem Willen tember eine Versammlung einberufen, in der Kollege Kuntze zu gestalten. Der anregende und lehrreiche Vortrag fand lebüber das Thema: Wie können wir durch die Gewerkschafts- haften Beifall. Eine Diskussion knüpfte sich an denselben nicht. Organisation Erfolge erzielen? referirte. Die Ausführungen des Beschlossen wurde nach längerer Debatte, die Hälfte des NeberRedners wurden mit Interesse verfolgt und in der Diskussion: schusses der Tellersammlung den ausgesperrten Brauereiarbeitern allseitig zum Anschluß an den Holzarbeiter Verband aufgeforder. zu überweisen, die zweite Hälfte jedoch dem Verein zu belassen. Im weiteren Verlauf der Verhandlung wurden die Werkstatt Bekannt gegeben wurde noch, daß der Verein am 3. Oftober bei verhältnisse bei Seelisch, Rigaerstraße: Otto Schwarz, Dieffen Schmiedel( Alte Jakobstraße 32) feine Generalversammlung, zu bachstraße; Schoy, Mariannenstraße; Greschner, Wienerstraße, welcher auch Gäste Zutritt haben, abhält. Kontrollkommiſſion noch einmal mit der Angelegenheit beschäftigt hat, sollen die Stollegen der genannten Werkstätten zur nächsten Versammlung eingeladen werden. Berliner Reichstags- Wahlkreis( Bezirk Moabit) wiederholte Im Sozialdemokratischen Wahlverein für den sechsten Genosse Jahn in gekürzter Form feinen im Schönhauser Bezirk gehaltenen Vortrag über Entstehung der Boltewirthschaft. Der felbe errang auch hier regen Beifall. Eine Diskussion fnüpfte sich an denselben nicht. Auch der Punkt Vereins angelegenheiten" gab zu Erörterungen feinen Anlaß. Da auch vom Fragekasten fein Gebrauch gemacht worden war, schloß Kiesel die Versammlung mit einem Hinweise auf die am folgenden Tage statthabende Gewerbegerichts- Wahl. .0% Der Berliner Metallarbeiter Verband hielt am 19. d. M. eine Versammlung der Metalldrücker ab, die sehr stark man zur Erledigung von Vereinsangelegenheiten über, und wählte den Kollegen Rarl Rolad als Beisiger der Branche in den Borstand. Unter Verschiedenem machte der Vertrauensmann die jenigen Fabriken bekannt, in welchen die Kollegen es noch nicht der Mühe werth gehalten haben, einen Werkstatt- Vertrauensmann zu wählen, und ersuchte die Kollegen, das bis jetzt Verfäumte recht schnell nachzuholen. ea, uns Ju Die Maßnahmen und Zustände in der Kartonfabrik von Cohn u. Friedländer erörterte am 26. September eine öffentliche, namentlich von Mädchen gut besuchte Bersammlung der Kartonarbeiter und Arbeiterinnen, zu welcher auch Herr Cohn, Behnfs Gründung einer Zahlstelle des Zentralverbandes ber eine der beiden Chefs, erschienen war. Greifenberg ers deutscher Zimmerleute tagte am 28. September in Groß- Lichter innerte in seinem einleitenden Referate daran, wie schon in felde eine Versammlung. Das Referat hatte der Genosse früheren Versammlungen festgestellt worden sei, daß die Arbeite Knüpfer übernommen, der in recht treffender Weise Zweck rinnen in der genannten Fabrik die gefeßlichen Pausen und Am 20. September tagte in den„ Arminhallen" die hiesige und Ziele der Gewerkschaftsbewegung barlegte. Die Distuffion Grenzen der Arbeitszeit nicht innehalten. Infolge dessen febe Filiale des Vereins der Lithographen, Steindrucker und Berufs- bewegte sich im Sinne des Referats und ließen sich sämmtliche jetzt die Polizei diesen Fabrikanten mehr auf die Finger. Die genossen Deutschlands. Zunächst gab der Vorsitzende den Mitgliedern Anwesenden in den Verband aufnehmen. Sonntag, 14. Oftober, Herren, die gerne schalten und walten wollen, wie es ihnen paßt, famen auf den Gedanken, der Lehrling könne sie denunzirt haben, und das Ableben des Mitgliedes Echleifer Ferd. Krüger bekannt. Sodann ist die nächste Mitgliederversammlung anberaumt. entließen denselben eines Tages. Friedländer, der den dort be wird berichtet, daß in der Angelegenheit des Kollegen H. Friede- In einer öffentlichen Versammlung der in der schäftigten Arbeitern und Arbeiterinnen von den Schimpfworten, wald die stattgehabte Untersuchung die absolute Sinfälligkeit aller Textilindustrie beschäftigten Arbeiter und mit denen er sie regalirt, als grober Mensch bekannt ist, versette itet, und Arbeiteryalirt, als grober Wensch bekannt ist, verfesté gegen den genannten Kollegen erhobenen Verdächtigungen erarbeiterinnen, die am 25. September bei Nieft in der dem völlig unschuldigen Lehrling bei der Entlassung einen Fußwiesen habe, und die Sache damit wohl für abgethan erachtet weberstraße tagte, hielt Frau Rohrlack einen recht interessanten tritt und drohte später seiner Mutter, fie die Treppe hinunter wieſen babe. Des w werden könne. Des weiteren meldete Kollege Brall den Zuwachs Vortrag, in dem sie zum Schluß folgende Grundfäge aufstellt: zuwerfen. Auf Zwischenrufe, daß der Lehrling doch denunzirt von 38 neuen Mitgliedern. Nunmehr erhielt Gen. Gassen. 1. Fordern wir: daß die Altersgrenze der Kinder zur Zu habe, bestritt Redner dies ganz entschieden und wies auf bach das Wort zu feinem Vortrage über:" Das Frei- faffung zu gewerblichen Arbeiten bis auf das vollendete andere Fabriken, wie Zum Beispiel die von Wunder= maurerthum". Redner verbreitete fich über die Gründung, 14. Lebensjahr hinausgeschoben wird. 2. Bis zu diesem Alter lich hin, die nach jenen öffentlichen Besprechungen der das Wesen und den Zweck der Freimaurerorden und ist der obligatorische Schulunterricht auszudehnen. 3. Die Zahl dort herrschenden Mißstände gleichfalls sehr streng inspizirt werde. suchte nachzuweisen, daß jene Verbindungen, entgegen ihren eigent der Gewerbe- Aufsichtsbeamten ist so weit zu erhöhen, daß sie die Gegenüber Herrn Friedländer ist sein Kompagnon Cohn die lichen statutarischen Bestimmungen, bis auf die heutige Beit Innehaltung dieser Bestimmungen überwachen können. 4. Diese Höflichkeit und Galanterie selber, besonders gegen die Mädchen, einen großen und oft recht verderblichen Einfluß auf Politik und Bestimmungen und Aufsichten sind auf die Hausindustrie auszu die dort äußerst niedrige Löhne erhalten, so niedrige, daß die anReligion ausgeübt. An der Diskussion hierüber betheiligte sich dehnen. 5. Müssen mindestens 1/3 dieser Aufsichtsbeamten Frauenwesenden Arbeiterinnen aus anderen Fabriken Ausbrücke des nur Kollege Dübelt, der gleichfalls, wie der Referent, die sein. Mit lebhaftem Beifall unterstüßten die Bersammelten diese Staunens nicht unterdrücken konnten. Wenn die Mädchen bann Existenzberechtigung der heutigen Freimaurerlogen mit ihrem ge- Forderungen. Sodann erstatteten die Gewerbegerichts- Beisitzer nicht zurecht kommen mit ihren Löhnen, so bitten sie um Vors heimnißvollen" Drum und Dran" bestritt. Nachdem Kollege einen eingehenden Bericht über ihre Thätigkeit, dem sich der Be- schuß, und gerne gewährt Cohn denselben, allerdings nicht ohne Sillier nochmals die Nothwendigkeit der kräftigen Unterricht des Vertrauensmannes auschloß. ein entsprechendes Entgegenkommen. Inmitten der Schilderung der stützung der in Leipzig streifenden Kollegen betont, erledigte Zu dem letzten Vortrage des Genossen Peus Deffan einzeln en recht bezeichneten Vorkommnisse bricht der Referent man noch einige interne Angelegenheiten. vor Antritt seiner sechsmonatlichen Gefängnißstrafe, den er am ab, damit Cohn, der sich entfernen will, Gelegenheit hat zu er26. d. M. in Sanssouci, woselbst der Frauen und Mädchen- widern. Cohn muß nun schon das Wort nehmen, er behauptet, Bildungsverein des arbeitenden Volkes für Berlin und Umgegend der Lehrling habe in der That denunzirt, die Löhne der Arbeiteeine Wanderversammlung abhielt, hatten sich die Parteigenoffinnen rinnen seien nicht so schlecht, wie Greifenberg gesagt und und Genossen in großer Anzahl eingefunden. Wohl über 1200 dann entfernt er sich. Jm Abgeben aufgefordert, weiter zu reden, Personen waren anwesend. Pe us sprach über das Thema: erwidert er, er habe nichts mehr zu sagen. Für die Eine außerordentliche Mitgliederversammlung der Bentraltrantentasse der Maurer, Steinhauer, Gipser u. f. w. tagte am 20. September. Nachdem die Wahl der Hilfskassirer erledigt war, gab Herr Behrend den Bericht über die Unfallrecherchen. Besonders rügt Redner die Auslegung des§ 45 des Grimm's Märchen. " " Literarisches. exiado Der Hochverrathsprozek wider Liebknecht, Bebet, Sepuer vor dem Schwurgerichte zu Seipzig vom 11. bis 26. März 1872. Mit einer Einleitung von W. Liebknech t. Berlin 1894. Verlag der Expedition des S. Vorwärts" Berliner Voltsblatt. 11. Lieferung 6. S. 481-528 80 Breis 20 Pf. " So hat G. im Märchen von Frau Holle( p. 60) die schlecht behandelte Stieftochter in eine Dienstmagd verwandelt über In Nr. 215 des Vorwärts" hat Herr v. Gizycki gegen den ethischen" Werth dieser Aenderung an sich wollen wir nicht meine Besprechung seiner Ausgabe Grimm'scher Märchen rechten; wie aber muthet es uns an, wenn das arme gepeinigte ( Nr. 96 d.„ Vorwärts") Einspruch erhoben. Zu meinem Bedauern Ding, nachdem es eine Zeitlang bei Frau Holle in Glück und denn Herr v. Gizycki ist, von den besten Gefühlen beseelt, an die Freude gelebt hat, plöglich Heimweh" bekommt, sich nach Hause" Herausgabe jener Märchensammlung gegangen zu meinem fehnt und wirklich dorthin zurückkehrt. Im Volksmärchen ist Bedauern muß ich bei meinem ersten Urtheil bleiben. Herr G. Dieses Heimweh verständlich; das Kind sehnt sich dorthin zurück, schreibt: Herr Ar. hat aber, wie er selbst sagt, von den 48 wo er feine Jugend verbracht, seine ersten Träume geträumt hat, In dem soeben zur Ausgabe gelangten 11. Hefte dieſes von uns herausgegebenen Märchen nur drei gründlich gelesen; selbst wenn jetzt eine böse Stiefmutter dort haust. Die Gizycki'sche Werkes wird der Schluß des albernen Heinzen'schen Soldatenund nach einer solchen Vorbereitung hätte ich an seiner Stelle Wendung mag den Beifall der" patriarchalifchen" Agrarier finden, flugblattes abgedruckt; um dasselbe drehen sich dann die Prozeßum über das Buch lieber geschwiegen." Die Worte in meiner absicht uns würde sie anwidern, wenn wir nicht geneigt wären, dieselbe Verhandlungen. Die Angeklagten, sowie die Mitglieder des lich den Ton trockener Kritit vermeidenden früheren Ausführung, einem rein mechanischen Verbesseru" zuzuschreiben.*) Parteiausschusses wiesen mit Entschiedenheit jede Solidarität mit auf welche sich dieser Satz G.'s bezieht, sollten nur in drastischer Wo in den Volksmärchen martervolle Todesarten vor diesem Flugblatte zurück; so erklärte Liebknecht, daß blos agents Weise ausdrücken, wie wenig anziehend die Märchen durch die kommen, verbannt sie G. und setzt dafür einfache Verurtheilungen. provocateurs oder Tollföpfen einfallen könne mit Machwerken, Bearbeitung nach vermeintlich ethischen Gesichtspunkten geworden Ich halte es für viel besser, wenn von jenen Todesarten ge- wie dem Heinzen'schen Flugblatte Propaganda unter den feien, follte Herr G. an der Ehrlichkeit dieser Erklärung zweifeln, sprochen wird, deren Brutalität das Kind sofort gransend ver: Soldaten zu machen. Die Erklärungen über dieses Flugblatt, so wird er meinen feinen fritischen Justinft bewundern müssen; spürt und von deren Nichtmehrbestehen es leicht überzeugt wird, sowie über die Person des Verfassers sind von bleibendem Interdenn fast Nummer für Nummer könnte ich ihm ähnliche, ja noch als wenn es heißt, fie verurtheilten den Marschall zum Tode" esse, ebenso die Darstellung des Verhältnisses des Partei- Ausschlimmere Mißgriffe nachweisen. Ich beschränke mich auf Sier wird die Todesstrafe als etwas ganz selbstverständliches, schusses zum Generalrath der Internationalen. Sehr werthvoll weniges. Jm Märchen vom Froschkönig( Nr. 1) hat die Königs strengem Recht naturgemäß entsprechendes hingestellt; diese sind auch die sich aus den Prozeßverhandlungen ergebenden Eintochter in jugendlichem Leichtsinn dem Frosch für eine Anschauung wird dem Kind geläufig, während im andern blicke in die Thätigkeit der Parteileitung und die Schilderung Stuhl und Teller, Becher Fall tleine Gefälligkeit versprochen, wird sein Widerspruch gereizt oder doch leicht ihres Verhältnisses zur Redaktion des Zentralorgans. In diesem und Bett mit ihm zutheilen. Auf Befehl des geweckt werden kann. Aus demselben Grunde finde ich es nicht Defte wird die Vernehmung der Angeklagten zu Ende geführt Waters erfüllt sie schweren Herzens die ersten Forderungen des bedenklich, daß die Gebrüder Grimm, welche gewiß keine Anti- und die Vernehmung der bret Partei Ausschußmitglieder Brace, Frosches, nimmt ihn sogar mit in ihr Schlafkämmerlein; als feniten im heutigen Sinne waren, die Märchen„ Der Jude im Spier und Bonhorst begonnen. aber der Frosch auch die Theilung des Bettes unter Drohung Dorn" und der Gute Handel in ihrer Kinderausgabe gelassen mit dem Zorn des Vaters verlangt, packt sie ihn bitterböse an haben. Auch hier räume ich ein, daß man verschiedener Meinung und wirft ihn aus allen Kräften an die Wand: Nun wirst Du über den Werth derselben für die Kindersammlung sein fann. Der Sosialdemshrat, Sentral Wochenblatt ber sosialdemokratischen Partei Ruhe haben, Du garstiger Frosch", und gerade dieser natürliche Ein Schaden aber dürfte von ihnen nicht zu befürchten sein; in Ausgang, das Sichwiederfinden des Mädchens, bewirkt im Händen von Kindern antisemitischer Eltern können sie nichts Boltsmärchen die Entzauberung des Prinzen denn ein solcher mehr verderben, in anderen Häusern werden sie spurlos vorüber ist der Frosch. Anders bei Gizycki. Als bier der Frosch nach gehen oder wegen ihrer Kraßheit Widerspruch wecken. Grfüllung aller Forderungen auch in das Bett will of that Nach wie vor fiehe ich auf dem Standpunkt, daß wir vor fie, wie er verlangte". Mun, wenn ich der Pring gewesen wäre, läufig unseren Kindern entiveder die Gesammtausgabe der diese Dame, die sich nach einem leichthin gegebenen Ver Grimm'schen Märchen oder die von den Brüdern Grimm besorgte [ prechen, das fie reichlich gebüßt, zu allem zwingen läßt, Auswahl in die Hand geben follen. Das Gizyci'sche Unternehmen hätte ich gewiß nicht geheirathet. Die wahre Gthit liegt hier, ist meiner Ansicht nach durchaus verfehlt; ob ein wahrer Dichter, wenn überhaupt nach solcher ständig gespürt werden muß, im der zugleich das Leben der Volksseele wie das der Kinderseele Volksmärchen; bei Littenberg heißt es einmal- dem Sinn nach: durchdringt, aus den Grimm'schen Märchen etwas vollkommeneres Ar. Nicht wenn man es bricht, sondern wenn man ein Gelübde ab machen kann, muß die Zukunft lehren. legt, begeht man ein Verbrechen". Gewiß ist kaum etwas da Flüchtigkeiten finden sich mehrfach; so opfert in der gegen einzuwenden, wenn die böse Stiefmutter" nach Möglichkeit beseitigt wird, wie es z. B. im Märchen vom Schwesterchen weißen Schlange" p. 44 der Jüngling den jungen Haben sein und Brüderchen" p. 22 bet Gizycki geschicht, obgleich ich Roß und muß nun zu Fuß gehen. Bei G. opfert er nur seine auch hier nicht auzu ängstlich bin und mich auf eigene Gr. Wegzehrung", geht aber nun weiter, nachdem er noch eben fahrung berufen fann. Ganz unzulässig ist es aber, wenn durch stolz zu Roß gejeften. Ja, die Gebrüder Grimm haben auch die Ausmerzung der Stiefmutter eine arge Entstellung stattfindet. I geändert", aber sie hatten das Zeug dazu. " Eingelaufene Druckschriften. -n. Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthstraße 2). Bu beziehen burch alle geltungsspediteure. Das Abonnement beträgt durch die Post oder in Berlin durch die Zeitungsspediteure pro Quartal 1,20 m. Kreuzband 1,80 Wt. 0 11 Die Nr. 35 vom 27. September hat folgenden Inhalt: Wochenschau. Die Sozialdemokratie und die Kaferienagitation. Dr. David, Landagitation. Schluß: Verstaatlichungen, die nächste Zukunft. Parteis nachrichten. Wie man uns behandelt, Todtenliste.- Literatur. Statistische Jerlehren. V.: Hetrathsstatistit. Brief von CorneliffentMinsterdam. Aus Holland. Eine Enquete über die Wirkungen der Maschinen. Mangel an Lanbarbeitern.( Aus Holstein.) Erfahrungen aus der gewerkschaftlichen Agitation. Aus den fchottischen Gruben= bezirken. Agrarisches. Industrie. Sozialstatistisches.- Gewerkschaftliches. Volhe- gevikon, Heft 14, herausgegeben von Emanuel Wurm, Berlag von Wörlein u. Comp., Nürnberg, ist soeben erschienen und enthält folgende größere Artikel: Befähigungsnachweis, Belgien, Benzol und feine Derivate, Bergarbeiter( I. Bergbau, II. Ausbildung der Bergarbeiter, III.@tatisit des Bergbaues und der Bergarbeiter, IV. Organisation und Lage der deutschen Bergleute, a) im Privatbetrieb, b) in Staatsbergbau, V. Außer= deutsche Bergarbeiter Organisationen und internationale Bergarbeiter= Rongreffe, VI. Echubgefehe und Kassenwesen für Bergleute). Alle 14 Tage evicheine ein Seft. Das Volts- Leriton tann burch jebe Poslanstalt bezogen werden. Es ist im reutschen Best- Rettungsfatalog unter M. 6879a ( 9. Blachtrag), im Bayerischen Pontzettungstatalog unter Dr. 780a( 97. 25 des v. Bl.) eingetragen. 1 Bersammlung war dieses Schweigen zu den gegen seine| Sanger, Schmargendo.f, Wacnemünderstraße bei Friedrich. Sittlichkeit gemachten Vorwürfen sehr beredt. cbeiter wie er ja selbst zugiebt- Ningbier führte; 2. daß gerade die von In der Gefangv. Sängertreis( Weißensee), Rölteftr. 188 bet Plaz. Loreley, Diskussion wurde nicht nur bestätigt, Grünthalerstr. 4 bet Hämmerling. daß die Lustige Sänger, Potsdam, Bran: ihm zugegebenen Beziehungen zu den Chefs der Fabrik, dann vom denburger Kommunikation 16 bet Glaser. Bieber'scher Männer: aber auch verschiedene beleidigende Ausdrücke über die Referenten angeführten miserablen Löhne wirklich gezahlt hor, Rosenthalerstr. 67 bei Wernau. Geselligteit, Hennigsdorf, Arbeiter jener Fabris dem Herrn schon vor dem Boykott die worden seien, sondern verschiedene Redner führten auch Bopannt, Rudersdorferstr. 5. Geſellſchaftshaus Dftens.- Gängerverein Freundschaft der betreffenden Arbeiter verscherzt haben; 3. daß keiner Böhmert's Gasthaus. Drante, Weißenfee, Königs Chaussee 19. weitere Fälle von unsittlichen Anträgen und Handlungen Sorgenfret, Admiralstr. 18c, Märkischer Hof. der bei H. u. S. beschäftigten Arbeiter irgend welchen Brief ge= Gangesfreund, Cohn's an. Die Redner machten darauf aufmerksam, Dragonerstr, 32 bet Kamlowsty. daß gegenüber schrieben hat. Nicht nur Anhänger der sozialdemokratischen Partei, folch' schamloser Behandlung und derBund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend. sondern auch ausgesprochene Nichtsozialdemokraten unter den be= artigen Hungerlöhnen die Arbeiterinnen nichts ausrichten fönnen, Stat flub Kairo, Abends 8 Uhr bei Flid, Simeonftr. 23. Alle Buschriften find zu senden an P. Gent, Adalbertstr. 95. Freitag: treffenden Arbeitern gehören zu den eifrigsten Befürwortern des wenn sie nicht der Organisation angehören. Es wurde be- Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Quartettverein Boykotts, weil sie die Unterstützung der ausgesperrten Brauer schlossen, in allen Werkstätten Fragebogen auszufüllen, um eine wedding. Abends 8 Uhr, bei Schäfer, Neue Hochstr. 49. Untersuchung der in der Branche herrschenden Verhältnisse zu Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Bunbuserstr. 35. Walde srauschen, Abends 9 Uhr, bei Weigt, Markgrafeuitr. 87.- Privat: Arbeiter der betreffenden, Fabrit, daß durchaus kein Druck zur Männerchor für ihre gewerkschaftliche Pflicht halten. Sodann erklären die ermöglichen. In einer zur Annahme gelangten Resolution ver: Theaterverein wultania, 9 Uhr, Jäger's Gesellschaftshaus, Garten- Unterschrift von irgend welcher Seite auf sie ausgeübt ist, und pflichtete fich die Versammlung einmüthig, solche Mißstände, wie straße 13-14.- Gefangverein Sängertette, Urbanſtr. 84 bei Schriet. die aus der Kartonfabrik von Cohn u. Friedländer angeführten, sand in Hand 1, Reichenbergerstraße 24 bei Tauschte. Gefangverein Wacht auf 1, Wörtherstr. 19 bei Schmidt. daß die Briefe, die der Gastwirth auf Befragen vorzeigte, anonyme Gesangverein beseitigen zu helfen und zu dem Zwecke, zumal dieselben in verein Im Brand. Gigung bei Stawide, Barnimstr. 22. Bergnügungs: Busendungen sind.( Folgen die Unterschriften sämmtlicher Arbeiter, ähnlicher Weise auch in anderen Fabriken zu finden sind, sich der turnt Freitag und Dienslag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des mit Ausnahme eines Taubstummen.) Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung bestehenden Organisation anzuschließen. Die Werkstuben, in Lessing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. Zurnverein Gesundbrunnen welchen noch feine Vertrauensperson vorhanden, wurden auf die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Turngefordert, eine solche zu ernennen, respektive sollten Arbeiterinnen halle des Lessing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. Kraft und Artisten: oder Arbeiter sich selbst zur Uebernahme dieses Postens bereit lub Berolina jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bei Grüßner, Waldemarstr. 42. erklären. Turnverein Germania( Mitglied des deutschen Ar beiter- Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Abends von 8-10% Uhr Ackerstr. 67. Turnverein Fichte( Mitglied des Arbetter- Turnerbundes Deutschlands.) Die zweite Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und goffnung übt jeden Freitag Abend von 9-11 Uhr bei Echuhmacher, Freitag Abends von 8-10 Uhr in der Staligerstr. E5/ 56.- Kraft Turnverein Bücklerftr. 49 Musikverein Hoffnung, Abends von 9-11 Uhr Uebungs: stunde Prostauerstraße 35-37 bet Schneider. Musikverein„ Osiris" tagt alle Freitage von 9-11 Uhr im Reſtaurant Doberstein, mariannenstr. 3:32. Restaurant.- Verein Grüne Tanne, Abends 9 1hr, bei kaifer, MartusBitherflub Waldrose, Abends 9 Uhr, Manteuffelstr. 86, ParterreStattlub Schnitt, Abends 9 1hr, bet Trittelwitz, Falkensteinstr. 7. Tanzlehrer- Verein Solidarität, Restaurant Chrenberg, Annenstr. 16, Abends 8½ Uhr, Sizung. bei Gruber, Mariendorferstr. 5. Lese- und Diskutirhlubs. Freitag. Karl Marr, Abends sy Uhr, Westen, bei H. Werner, Bülowfir. 69. Unterhaltungs- und Leseklub Schiller bei A. Bugge. Lübeckerstr. 22. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Eriday at 9 p. m. at Beherns Restaurant, Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. Herr Beck, Dekorateur, Wilhelmftr. 5, berichtet uns, daß die Angabe, er habe die Forderungen der Tapezirer bewilligt, auf Erfindung beruht. Da der Herr uns die Berichtigung mit Berufung auf das Preßgefeß zusendet, tönnen wir wohl vermuthen, daß er allen Grund hat zu verhüten, daß die Arbeiter eine allzu hohe Meinung von seiner Werkstatt bekommen. Herr Neuter, Tischlermeister, theilt uns mit, daß die Angaben in der Versammlung des Deutschen Holzarbeiter- Berbandes über die Vorkommnisse in seiner Werkstatt( Versammlungsbericht in Nr. 214 des Vorwärts") nicht zutreffend sind. " Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8-10% Uhr: Norb Schule, Müllerstraße 179a und Südost Schule, Waldemarstr. 14, Deutsch( Logit und Rethorif). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Seit aufgenommen. # Straße 8. " Sprechsaal. " Arbeiter Sängerbund Berline und mgegend. Vorsitzender Ad. Neumann, Pajewalterstraße 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 2r. Freitag. Uebungsstunde Abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Collegia, Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechiaals, soweit der Raum dafü Manteuffelstr. 9 bet Nowad. Raiser'scher Männerchor, Echönhauser abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Allee 28, bei stelle.- Arbeiter- Gesangverein Nord, Kastanien Allee 11, bei Intereffes zur Verfügung: sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit den Auguftin. Kummer'scher Gesangverein, Langestraße 65 bei Tempel. Inhalt desselben identifizirt zu werden. Arbetter- Gesangverein Spandau in Spandau, Neunmeisterftr. 5, bet Radtke. Erwiderung. Der Restaurateur Pussehl, EisenbahnBuchbinder Männerchor, Holzmarttir. 3, bei Deter. Vereinte straße 15, behauptet in Nr. 222 des Vorwärts", daß er 1. neben Gangesbrüder Moabir, Stromstraße 28 bei Lange. Gesangverein Maiglödchen I, Hochstr. 32a, bei Wilte. Kreuzberg, Schön Ringbier" auch boykottfreies Bier verschänkt habe; 2. daß er leinstr. 6 bet Straat.- Gemüthlichkeit, Neue Friedrichstr. 44, bet Röllig. mit den Herren Höhne u. Sell nur in Beziehung getreten sei, Deutsche Liebertafel, Blumenftr. 38, bet Wiedemann. graphia, Gefangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgießer, Armin wollte, und daß er 3. aus in seinen Händen befindlichen Briefen Typo wenn er rückständige Bechschulden entlassener Gesellen eintreiben hallen, Rommandantenstraße 20. Gesangverein or beerzweig, Swinemünderftr. 35 bei Hübner.- Gefangverein Rheingold, Büschingstr. 7 nachweisen könne, daß die Solidarität der bei Höhne u. Sell bebei Jakob. Sängerchor der Maler, Annenstr. 9 bei Albert Prob.. Gefangverein Melobia, Rirdorf, Bergfir. 142 bei Schimfäse. gris, die Sozialdemokraten durch Drohungen auf die Andersgesonnenen schäftigten Gesellen nur durch einen Druck erreicht sei, welchen Naunynstraße 86 bei Frit Zubeil. Brandenburger MännerGefangverein in Brandenburg a. S., Mengerts Boltsgarten, Vergstraße. ausgeübt hätten. Gesangverein Freya II( gem. Chor), Digdorf, Hermannstraße 140, Demgegenüber erklären die in gedachter Klavierfabrik be bet Dantel Böttcher. Apollo, Grünstr. 21 bet Sominer. Gefang: schäftigten Gesellen, daß sie 1. vom Gastwirth Pussehl nicht beverein Moabit, Havelbergerstr. 31, Freie Liebertafel, Lichten= bergerftr. 21 bei Heise.. Nordwacht, Müllerstr. 7, bei Reichert. Freie dient sein wollten, weil er neben boyfottfreiem Bier auch Arbeiter- Bildungs- Schule. Lehrplan für das Winterhalbjahr Montag Dienstag Mittwoch • Donnerstag Freitag.. · 1894/95. Nord- Schule. Müllerstr. 179a. Nationalökonomie. Bolksthümliche Medizin. Südost- Schule. Waldemarstr. 14, Nationalötonomie. Eine alte deutsche Feuer- Verf.- Gesellschaft sucht für Berlin u. die Provinz thätige Haupt- u. Spezial- Agenten. Hohe fortlaufende Bezüge event. auch festes Gehalt werden zugesichert. Offerten unter O. P. 2 nimmt die Expedition entgegen. 2192* MöbelGeſchestunde( spez. Ar- Gefeßestunde, Wed Gelegenheitskauf beiterrecht). Geschichte( neuere). Deutsch( Logik u.Rethorit) Sonn- 12. u. 4. im Monat) Naturerfenntniß. abend( 1. u. 3. im Monat) Diskutir- Uebungen. Volksthümliche Medizin. ( spez. Ar beiterrecht). Geschichte( ältere). Deutsch( Logik u.Rethorit). Naturerkenntniß. Diskutir- Uebungen. Der Unterricht wird des Abends von 81/2 bis 101/2 Uhr ertheilt. In größeren Lokalitäten werden in bestimmten Zwischenräumen große Versammlungen abgehalten, in welchen wissenschaftliche Themata's in volksverständlicher Weise behandelt werden. Die Theilnahme an dem Unterricht steht Jedem, auch Nichtmitgliedern an einem Abend im Semester unentgeltlich frei. Für sämmtliche Lehrfächer werden zu jeder Zeit neue Theilnehmer ( Damen und Herren) aufgenommen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 25 Pf. monatlich. Das Unterrichtsgeld beträgt monatlich für jedes Unterrichtsfach 25 Pf.; für den Sonnabends Unterricht wird kein Entgelt erhoben. Die Zahlung der Beiträge und Auf nahme neuer Mitglieder erfolgt an endstehenden Zahlstellen, deren je eine auch in jeder Schule errichtet ist. Die Zahlstellen sind folgende: S. Schöning, Stallschreiberstr. 29. SO. Südostschule, Waldemarstr. 14. Schulz, Admiralstr. 40 a. SW. Grube, Mariendorferstr. 10. Windhorst, Junkerstr. 1. 0. Tempel, Sangeftr. 65. 51/4 N. Nordschule, Müllerstr. 179a. Gnadt, Putbuserstr. 32. Gleinert, Müllerstr. 7. Wernau, Rosenthalerstr. 57. NO. Mamlock, Barnimstr. 42. NW. Vogtherr, Stephanstr. 29. W. Werner, Bülowstr. 59. Der Vorstand. zu außergewöhnlich billigen Preifen. Für Brautleute ganze Einrichtungen von 200-1000 m. Theilzahlung gestattet. Elegante Nußbaum- u. Mahagoni- Kleiderspinden u. 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Die Sprechstunde in juristischen Angelegen heiten findet nur von 12 bis 1 Uhr statt. A. K. und Andere. Die betreffende Novelle ist allerdings schon früher erschienen, jedoch nicht in der„ Neuen Welt", wodurch das Versehen erklärt wird. Gebühren von der Partei zu beanspruchen, die er vertreten hat. Kosten. 1. Der Anwalt ist berechtigt, die ihm zustehenden Der siegenden Partei steht ein Anspruch auf Ersatz der Anwaltsfosten durch die unterlegene zu. 2. Sie können auf Zahlung und eventuelle Herausgabe der Möbel gegen beide klagen. A. K. W. Ob Ihr Widerspruch Erfolg haben wird, ist sehr zweifelhaft. Zu Versammlungen unter freiem Himmel und um solche handelt es sich doch wohl ist in Preußen polizeiliche Genehmigung erforderlich. -WO 2. H. 24. Das Verbot ist gesehlich gerechtfertigt. 1000. Wittwen dürfen erst nach Ablauf des zehnten Monats seit Beendigung der früheren Ehe eine weitere Ehe schließen. Eine Dispensation von dieser Wartezeit ist zulässig. Das Dispensationsgesuch ist unter Beifügung eines Hebammens Attest es und unter Angabe von Gründen an das Amtsgericht zu richten. K. S. Beantragen Sie beim Erbschaftsgericht( Amtsgericht des letzten Wohnortes der Verstorbenen) Nachlaßregulirung. K. B. 100. Wegen der Erziehung des Kindes müssen Sie mit dessen Vormund sich verständigen. Die ausgeklagten Alimentenforderungen sind nicht verjährt. Testament. Fre 3. Errichten Sie mit Ihrer Ehefrau ein wechselseitiges W. 20. Den Stall fönnen Sie wieder abreißen, wenn Sie verstorbenen Wirthes nachweisen können. Ist das nicht der Fall, Alles so herstellen, wie es gewesen ist, und die Aeußerung des so müssen Sie den Stall stehen lassen. R. N. Sie stellen einen Bandwurm von Frageu, dazu mangelt uns die Zeit. Kaufen Sie sich Hübner's statistische Tabelle". Carl Mampe Berli Zo haben Ver daug befor derec La allen Colonialwaacenbandlungen Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L* am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. 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