Nr. TU. 37.Iahrs. Bezugspreis: UatÄISIirI.!l.— M!�mcmak.7,— M. frei tns Sau», voraus zahlbar. Post- bezog: Monatlich 7,— Ml» exkl. Zu- stellungagedsthr. Unter Sreuzdand für Deutschland und Oesterreich-Ungarn 10,2') Ml» für das übrige Ausland >4,50 Ml» bei täglich iinllial.8ust,üunz lZSS Mi. Poftoeftellungen nehmen an Dänematt Holland, üuremburg, Schweden und die Schweiz. Ein- getragen in die Post- Zeitung»- Preislifte. Der»Vorwärts, mit der Sanntag«- beilage»Voll u. Zeit, erscheint wochentäglich zweimal. Sonntags einmal. Telegramm-Zdreff«: »Sozlaldamolral Betna*. Konntags Ausgabe 0. Devlinev Volksblstt ( 30 Pfennig) Slnzelgrupret»: Die achtgeipaltene Zionpareillezeil» loite! 2,50 M,.Teuerung»zuschIag ö0°/. »Maine«nzeige»., da, ie»t- gedruckt, Wort 75 Psg.(zulässig zwei fettgedruckt« Wortes, jede» weiter» Wort 50 Psg. Stellengesuch« und Schlafstellenanzetgen da, erst. Wart 05 Pfg» sedee weiter. Wo««0 Psg. Worte über 15 Buchstabe» zählen siir zwei Worte. Teueruugszuschiag Ovo,» Familien- Anzeigen, politisch« und gewerlschastliche Verein»- Anzeigen 2,— Ml. die Zeile ohne Aufschlag. «»zeige» siir die nächst« Rummer müssen bi» 5»he nachmittag, ü» Hauptgeschäft Berlin KW 00» Linden. strafte st, abgegeben«erden.»Wffnch von 9 Uhr früh bi» S Uhr abend«. Zentralorgan der rozialdemokrati leben Partei Deutfcblands Neöaktton und Expedition: SW. HZ, Lindenstr. Z. Kernsprecher: Amt Morwpla«.?tr. IZ1 Sil— IZI 97. Sonntag, den ÄS. April 1920. vorwärts-verlag 6. m. b. H., SV. HZ, Linöenstr. Z. Fernsprecher: Amt Moritzplav, Ar. 117 LS— Z4. Die neutrale Zone geräumt. Am 20. April ist durch de« Lorsitzenden der deutschen Friedeusdelegation den interalliierten Mächten mitgeteilt «irden, in welcher Weise und in welchen Zeitraten die Zurückziehung der deutschen Truppen a»S der neutralen Zone erfolgen solle. Diese Znrückziehnng hat nunmehr stattgefunden. Die Zahl der£ffizierc nnd Mannschaften in der neutralen Zone beträgt nicht mehr als 17 700 K S p fe, übersteigt also nicht die Äopfstärkc, die unter Zligrundelegung der Entscheidung des Obersten Rates vom August 1919 für die neutrale Zone festgesetzt wnrde. Damit fällt der Grund für die von den Franzosen vor- geuounuenc Besetzung fort und eS darf angenommen werden, daß die»«verzügliche Räumung Frankfurts und der übrige» Städte erfolgt.__ Internationale Hilfsaktion für Mitteleuropa Paris, 24. April. Wie Havaö meldet, hat gestern in Paris eine Konferenz von Vertretern von Entente» mächten und Reutralen stattgefunden, die auf Ber- anlassung der britischen Regierung eiu Kreditabkommen tätigen wolle», um den Länder» Mitteleuropas, hauptsächlich Pole» uud Oesterreich, zu Hilfe zu kommen. ES wäre« Eugland, Amerika, Fraukreich, Belgien, Caoada, Argentinien, Dänemark, Holland, Norwegen, Schweden und die Schweiz vertreten. Auch Italien hat sich, obzwar es nicht vertreten war, der Konferenz angeschlofien. Spanien jedoch behält sich seine Entscheidung vor. Es handelt sich um Lieferung von Nahrungsmittel« und Roh. Materialien._ MilieranKsEinwanüegegenüieöeutscheNote Berlin, 24. April. Wie„HavaS" auS San Rem» de» richtet, hat M i l l e r a» d die Spezialberichterstatier von H a v a S und Reuter empfange» und ihnen rrllärt,»S sei richtig, daß Marschall Fach während der Vorverhandlungen deS FriedenSver« trage» für eine deutsche Armee von 200000 Mann gewesen sei, aber der Oberste Rat habe dem Borschlag Lloyd Georges, eine Armee von 100 000 Mann zu gestatten, die durch frei« willige Anwerbungen für 12 Jahre zusammengebracht wer- de» soll, den Borzug gegeben. Wenn der neu» deutsche Lorschlag angenommen würde, dann würde Deutsch« laud 200 000 Berufssoldaten haben, bie leicht Kaders für eine viel stärkere Armee abgeben konute«. W»S Deutschland verlange, sei «ielzu hoch. Bor dem Krieg habe England nicht 100000 Man« Soldaten gehabt, um die Ordnung aufrecht zu erhalten,«dens» Amerika, dessen Gebiet und Bevöllerung viel grüßrr sei, als die Deutschlands. Bevor man einer Bermehning der deutschen Streit- kräste zustimmt, wünscht Frankreich, daß Deutschland dir gefährlichen Klanseln des Vertrages erfüllt habe, so die Lieferung des Ar« tillerie« und Flugmaterials. Bis jetzt aber hätten die interalliierte» Kouttollkommisfiourn nur den schlechten Willen Deutschlands feststellen können. Deshalb zweifelten bie franzöfi« scheu Brrtretrr an der Aufrichtigkeit Deutsch. 1« n d ft. Unter diesen Bedingungen sei es zweifelhaft, ob der deutsch« Borschlag von de« Obersten Rat angenommen werden könne. Der neue rujKsch-japanische Krieg(I) Rom, 24. April. Die„ I t a l i a" schreibt z» der Nachricht von der Kriegserklärung Japan« an Rußland, baß von der japanischen Botschaft in Rom d!r Nachricht weder bestätigt noch dementiert wird. Der Streik in Elsaß-llothringen. Strntzburg, 23. April. Zu dem elsah-lothringischen Streik liegen noch folgende Mdfcuugen vor: ES herrscht unter den Streiienden eine grohe Erbitterung, dost e» die Unternehmer Sbeihaupt abgelehnt haben, sich auf Der« Handlungen eingulassem. Tie Regierung hätte die Pflicht ge- Haidt, das Publikum besser auf dem Lausenden zu halten. JnSbeson. der« vermisse man die Auftlärunz, ob die Regierung d«e schweren Anklagen wegen Verdrängung deS elsässischen Elements untersucht habe, da dicS eine Angelegenheit von eminenten politischer Ee- dmrtung sei. Di« neuen Forderungen der Streikende» sind: die Nationalisierung der elfast-lothringtschen Kohlen», Kali. und Ergruben sowie Petrvlemnquellen, serner Sicherung der H e m a t Z r« ch t e der Ellast' Lothringer, die W i e d e r e i n st e l- lung der entlassenen Arbeiter, die Anerkennuirg der Gowerkschafven auf dem Boden der Gleichberechtigung, Festsetzung eines Mini» maleinkommenS, Achtstundentag. Di« Ingenieure Elsatz-LothringenS haben gleichfalls durch daS Syndikat der Ingenieure Stellung gegen di« Mistachtung der Heimatrechte der E l fast- L oi h r i n g e r genommen. Die Mitavbest der einheimischen Ingenieure gerade in leitender Stellug je* uucmHehrlich und Evjatz stuxch lgndes»s« LlopÜ George über veutfihlanü. Amsterdam, 24. April. Nach der„Times" erklärte Lloyd Ge. orge auf Fragen englischer Journalisten u. a., eS sei nicht vor- geschlagen worden, Deutschland die Leben-mittelliefgllungen ab- zusperren. Gegenniastregeln gegen Verletzung des FriedenSver. trage? würden sich nach der Art der Verletzung richten. In Deutschland würde schon genug gehungert. In dem besetzten Ge- biete erhalte die Bevölkerung lediglich den dritten Teil der nor malen Lebensmittelmengen. Hinsichtlich der Entwaffnung, wie gegenüber einer Nichtlieferung von Steinkohlen, müsse die Au? «führung des Friedensvertrages erzwungen werden. Di« Zeit könne kommen, wo Deutschland wieder erstarke. Aber der Gr- danke» Deutschland sei gefährlich für die Alliierten, sei im Augen- blick phantastisch. Auf Grund zahlreicher Bericht« britischer Ossi- ziere über die Lage in allen Teilen Deutschlands halt« er Deutsch- land gegenwärtig für gelähmt. Die Bevölkerung sei so erschöpft dast Deutschland einem Körper gleiche, dessen Glieder nicht mehr gehorchen wollen. Die? sei jetzt die gröstie Schwierigkeit. Zur Frage des Ruhrgebirts sagte Lloyd George, er erwarte ein« befriedigende Lösung. Eine Schwierigkeit sei die Weigerung von Bayern, den Befehlen von Berlin Folge zn leiste».(Gemeint ist die Stellung Bayerns zur Beseitigung der Einwohnerwehren D. Red.) Die Besetzung des Ruhrgebietes und eines Teiles von Preusten würde aber seine» Erachten» nicht das geeignete Mittel sein, einen Druck auf Bayern auszuüben. Lloyd George meinte weit«, die Furcht vor dem B o l s ch e. w i s m u S in Teutschland se: nicht übertrieben, obwohl er nicht glaube, dast der deutsche Charakter sich für den Bolschewismus eigne. Auf der anderen Seite habe der Mißerfolg des Kapp- Unternehmens gezeigt, daß Deutschland nicht geneigt sei, eine miln taristische Bewegung zu stützen. Lloyd George bestritt nachdrück. lich, dast er jemals die Revision des Friedensvertrages vor- geschlagen habe. Erst vor einem Monat Hab« er sie im Unter- Hause gegenüber ASquith abgelehnt. Auf eine Frage betreffend die Anwesenheit des amerika- nischen Gesandten in San Remo sagte Lloyd Georg«, die Anwesenheit eine? Vertreter?, der nur Notizen mache, habe wenig Nutzen. Die Konferenz habe jemand nötig, der den amerikanischen Standpunkt darlege. Maifeier und Ententekommission. Oppeln, 24. April.(Eigene Meldung de»»vorwärts") Die diesjährige Feier de« 1. Mai steht unter dem Zeichen der Be« s a tz u n g. Die Vorbereitungen zur Feier sind schon lang« an allen Orten aufgenommen worden. Sie nehmen einen raschen Fortgang. Di« Interalliierte Kommission hat ihre Stellung zur Feier deS 1. Mai durch nachstehende Mitteilung bekannt« gegeben: .ES ist zurKenntnil der Interalliierten Regierung«- undPlebiSzit kommisfion gelangt, dast die Arbeiterschaft den Wunsch hegt, den 1. Mai, da» Fest der Arbeit, durch friedliche Kundgebungen feierlich zu begehen. Die Interalliiert« Kommission wird der Verherrlichung der Arbeit kein Hindernis in den Weg legen." kundig« Personen sei ein« der wesentlichen Ursachen de» Niedergangs de» Wirtschaftsleben» von Elsast-Lothringen.(P. P. N.) Streikenöe in Turin, Novara usw. Mailand, 24. April. Die Zeitungen melden da« Ende de« Generalstreik» in Turin. Es scheint, dast nur die Metallarbeiter den Streik fortsetzen wollen, dast aber infolge einer Verständigung auch sie die Arbeit nach 28 Streiktagen wieder aufnehmen werden. Die Blätter melden serner da« End« der Sgrarbewegung im Gebiet« von Novara und deS General st reik» in Alessandria und anderen Städten. Auch in der Papier- industrie soll die Arbeit am Montag wieder aufgenommen werden. dagegen dauert die Obstruktio.n im Verkehrswesen fort. Dänisches Urteil übe? Köster. Kristiania, 2t. April..Verden» Gang" sagt in seinem Seit« artikel, dast Deutschland in Dr. Köster endlich den rechten Man» am rechten Platz als Minister des Aeustern habe; feine Tätigkeit in Nordschleswig scheine ihm den richtigen Blick gegeben zu haben. DaS Blatt hilligt die in einer Unterredung mit einem Vertreter deS.Vorwärts" entwickelten Grundsätze und sagt, dies sei der v e r n ü n f t i g st e S t a n d p u n k t. den Deutschland und sein Minister de« Aeustern einnehmen könnten. Die Anfhebung der Krlmkrnkaffcnvcrordnnng, die von einer Be« grenzung de« Grundlohns abgesehen und die Versicherungipflicht bis auf ein Einkommen von 20 000 M. hinausgesetzt hatte, ist nun- mehr auch vom R e i ch e r a t beschlossen worden. die Wahlen vom b. Juni. Nur noch sechs Wochen oder zweiundvierzig Tage trennen unS noch von dem Tag. an dem das deutsche Volk den ersten Reichstag der Republik wählen wird. Eine ungeheure Arbeit drängt sich in diesen kurzen Zeitabschnitt zusammen. Sie kann nur durch das freiwillige Aufgebot aller Kräfte geleistet werden. Der Sturm der Ereignisse ist tosend über alle Köpfe hin- weggebraust uud hat viele Sinne verwirrt. Viele wollen noch imnier nicht glauben, daß durch die Verfassung vom 11. August 1919 eine dauernde geschichtliche Tatsache gc- schaffen worden ist, sie sehen in ihr nur ein Stadium, daS durch eine konterrevolutionäre oder revolntionäre Entwicklung spnmgartig überholt wird. Wer so rechnet, rechnet nicht mit Wirklichkeiten. Im Winter 1918/19 gab eS Leute, die glaubten, die Wählet! zur Nationalversammlung würden überhaupt nicht zustande konmien. Daß diese Nationalvorsamm- lung eine Verfassung beschließen und nach anderthalbjähriger, im ganzen doch ruhiger Arbeit einem verfassungsmäßigen Reichstag Platz machen werde, glaubten sie erst recht nicht. Jetzt meinen dieselben Leute oder doch»loch ein Teil von ihnen— denn viele haben inzwischen gelernt, nüchterner zu denken—. der neue Reichstag werde nichts anderes sein, als ein kurzes Zwischenspiel in einer katastrophalen Ent- Wicklung. Solchen Träumereien gegenüber ist mit aller Entschieden- heit zu betonen: Neunundneunzig Prozent Wahrscheinlichkeit sprechen dafür, daß die Welt nach dem Erschöpfungskantpf des Krieges wieder in ein ruhigeres Tempo eintreten wird, daß sich die Verhältnisse in Deutschland verfassungsmäßig weiterentwickeln werden und daß der n e u e Reichstag vier Jahre lang, mindestens so ungestört wie die National- versanimlung. wenn nicht noch ungestörter, seine Entscheidungen treffen wird, die von einschneidender Bedeutung sein werden siir die Geschicke des deutschen Volkes. Danach ist die Bedeutung der ReichStagSwahlen und der Scchswochenarbcit, die vor uns licgtj einzuschätzen. Es wird voraussichtlich in den nächsten vier Jahren keine Regierung in Deutschland möglichsein, die sich im neuzuwählenden Reichstag keine Mehrheit zu schaffen weiß. Es wird in der Gesetz- gebung keinen anderen Willen geben als den des Reichstags. es sei denn, daß daS Volk, von seinem verfassungsmäßigen Recht Gebrauch machend, Gesetze in direkter Abstiinmung beschließt. So liegen die Dinge für jedermann, der nicht mit Wundern, sondern mit Wahrscheinlichkeiten rechnet. Mit der Abgabe deS Stimmzettels gebraucht jeder Volks- genösse und jede Volksgcnossin daS wichtigste Stück des staatsbürgerlichen Rechts, daS die Verfassung allen er- wachscnen Deutschen zu gleichen Teilen in die Hände gelegt hat. Stimmabgabe ohne reifliche Uerlegung ist gleich- bedeutend mit gewissenloser Wirtschaft an anvertrautem Gut. Durch die Verwirrung, die heute in fast allen Parteien herrscht, wird aber den Wählern die Gewinnung eines festen Standpunktes außerordentlich erschwert. Sowohl unter den Parteien, die rückwärts wollen, wie unter jenen, die vorwärts wollen, gibt es heute zwei einander lebhaft befehdende Richtungen; die eine sucht den Weg zum Ziel über die Gewalt, die andere über die Verfassung. Die größte Vcr- wirrnng hat diese Frage leider in Arbeiterköpfen hervor» erufen, sie wäre vielleicht noch größer, wenn nicht der a p p- P u t s ch so hervorragenden politischen Aufklürungs- dienst geleistet hätte. Infolge des Kapp-P»tschcs hat man näinlich die Ent- deckung gemacht, daß nicht nnr die Erde, sondern auch die Politik rund ist. Früher glaubte man, je weiter man über die Weltmeere hinausstrebe, desto weiter gelange man auch in unermeßliche Fernen. VaSco de Gama war der erste, der die ganze Erde umschiffte und dainit den ersten praktisch unwiderleglichen Beweib der Wahrheit lieferte, die seitdem allen geläufig geworden ist: Der Weltumsealer kommt zuletzt zurück an die selbige Stelle. Diese alte geographische Erfahrung ist jetzt inS Politische erweitert worden. Verläßt man die Sozialdemokratie nach links, so landet man bei der U. S. P., von tyr kommt man zur K. P. D., von der K. P. D. kommt man zur ft. A. P, D,, von hier zu den Lockspitzeln und von diesen zu den Kapp- Offizieren, womit ivieder der natürliche Anschluß an die Reihe Traub-Keffel-Westarp-Helffersch gegeben ist. Der Kreitz schließt sich. Es gibt Leute, bie schon ein so beträchtliches Stück dieser politischen Wcltumseglung zurückgelegt haben, daß sie bald ivieder von rechts bei der Sozialdemokratie ankommen könnten. Aber wir verzichten. Kein Vernünftiger kann noch glauben, daß er mit der Steigerung.radikal, radikaler, am radikalsten" Politisch wirk- lich weiter kommt: er kommt damit nur dorthin, wo der weiß- und der rotgestrichene KaPpismuS einander unter dein Tisch die Hände reichen. Em jelUt StaadSuvtt M voiweMg! vr ti frfncr*flI5 5er ArLeiterbeEeMng heute nur vorhanden in der Sozialdemokratischen Partei, da die Unabhän- aigeu leidcr immer noch, verwirrt und haltlos, hin- und her- schwanken. Tie Sozialdemokratische Partei ist die einzige, die klar ausspricht, daß sie den Sieg des Sozialismus nicht bei der diktatorischen G e w a l t lx'rrsdjast, sondern bei der deniokcati- scheu M e h r h e i t s Herrschaft der Arbeiterklasse sucht, daß sie den Klassenkampf nicht mit mechanischen, sondern mit geisti- gen Mitteln zu gewinnen hofft, daß sie ihren Triumph nicht nicht in dem ikberwr.gen brutal physischer Kräfte, sondern in dem Siegeslauf einer großen Idee. Aber nicht nur links, auch rechts von ims erblicken wir Verwirrung und Zersetzung. In der bürgerlichen Demo- kratie ringt eine niodernere soziale Richtung mit der er- starrten Freiwirtschastsdoktrin, eine im Tenfen„bürgerlich" verbliebene Angestelltenschicht mit dem Einfluß des Unter- uehmertums, mit der.Kapitalsmacht. Kaum noch zusammen hält das Zentrum, das von dem christlich-sozialistischen Arbeiter bis zum konservativen Feüdolhemi, vom Separatismus bis zum Zentralismus, von der religiösen Duldsamkeit bis zum kaplaiiokratischen Fanatismus alle Sorten und Spiel- arten von Meinungen in sich vereinigt. Komnit man ganz nach rechts hinüber, so findet man Wiederum zwischen den putschistischen Elementen und den mehr der verfassungsmäßigen Methode zuneigenden die schärfsten Gegensätze. Anmaßende Selbstgerechtigkeit wäre es, zu sagen, daß die Sozialdemokratische Partei von der allgemeinen Gärung völlig unberührt geblieben sei. Auch sie hat der Zeit ibren Tribut zahle» müssen, indem sie das Unheil der Spaltung über sich ergeben ließ. Sie lx>t dann bis in die letze Zeit hmein starke Meinungsverschiedenheiten im Innern austragen müssen, aber ihre Geschlossenheit und ihre Grundsätze sind von ilmen nicht beriiblü worden. Welche Partei könnte sich heute. ohne der Lächerlichkeit zu verfallen, rühmen, weder sie noch irgendeiner ihrer'Partei genossen hätte jemals einen politischen Tebler begangen! Ihre Grundsätze bleiben aber für die Sozial- demokratische Partei der Kompaß, der sie immer wieder auf den richtigen Weg zurückführt. Wir kämpfen in diesem Wablkampf für den Sieg des schaffenden Volkes, für den Sieg des Sozialismus durch die Demokratie. Wir müssen diesen Kampf führen gegen die Interessen und Ideen unserer Klassengegner sowohl wie gegen die Irrtümer unserer K l a s s e n g c n o s s e n, die wir ohne Äiß durch die Macbt der besseren Argumente und vor allem durch die Tatsachen selbst, die für unsere lleberzengung sprechen, zu widerlegen suchen. In diesem Sinne heißt für die nächsten sechs Wochen, wie immer, unsere Parole: Alle Mann— und das beißt heute auch alle Frauen— heran für die Sozialdemokratie! Es ist schon wahr, daß. da? Volk auch durch die beste Ver- sassnng noch nicht frei wird. Frei wird es erst, wenn es diese Verfassung für seine Befreiung brauchen lernt. Das ist der wahre Sinn, die tiefe Bedeutung des 6. Juni. Nur sechs Wochen trennen uns noch von diesem Schicksals- tag! Es ist keine Zeit mehr zu verlieren! Der Kriegssthulü- Untersuchungsausschuß. Dr. D.uarck legt den Vorsitz nieder. Der bisherige Vorsitzende des parlamentarischen Unter- suchungsausschusses, Genosse Dr. Ouarck. übermittelt uns folgende Erklärung: Nach vielmonatlicher mühsamer, aber lohnender Arbeit waren die Erhebungen zur Vorgeschichte deS Krieges im ersten Unter« auSsckuh soweit gefördert, dag die mündliche Vernehmung deS früheren Ministers v. Bethmann, v. Jagow und Zimmermann zur Vertiefung und Vervollständigung unserer Feststellungen im Anschlug an die letzte Tagung der National- Versammlung stattfinden konnte. DaS ist unbestritten. Tin Ver- schieben auf die Zeit nach den Wahlen war ausgeschlossen, weil „Sjis JrouT Von Willi Birnbaum. In den wilden Märztagcn hielt es auch sie nicht länger im Haus. Die alte Weißhaarige war voller Unruhe damals, da sie mich auf der Straße anbielt.„Wie steht es? Sind die Rebellen geschlagen?" Und ihre Augen leuchteten; Angst und Ungewißheit um den fragendem Mund. Kalter Rcgenwind wühlte in ihren Haaren und Kleidern, lind wie ich ihr zuversichtlich sagen konnte: .Noch sind sie nickst geschlagen; aber es steht gut: Wir siegen!", da lächelte sie gar.„Wußte ich es doch!.. Und sie drückte mir warm die Rechte. So viel Zuversicht und Glaube in wenigen , Worten. Heute meldet die Zeitung mir, daß sie tot ist. Ich habe lange und tief gedacht. Ich habe an meine Jugend- gespiclcn, ihre Söhne, und an jene? helläugige Mädchen denken müssen, ihre Tochter, die alle so willensstark, so sonnenfroh— wie ich selbst sie kannte. In früheren Jahren bin ich in ihrem Hause aus- und einge- gangen und habe manche Szene miterlebt, die sie mit ihrem Manne, eincil, notorischen Trinker, gedabt. Ich hatte diese tapfere, uner- schrockene Frau achten und lieben gelernt. Ich abnte damals noch nicht, welche Kraft und welcher Glaube in solcher Frauenseele leben mußte, um nicht verzagt, mißmutig und bitter zu werden. �ltles Ungemach hatte sie auf sich geladen, selbst tagaus, tagein die Hände geregt— nur. daß die Kinder nicht darbten, ihnen ein wenig Sonne verblieb. Ich denk noch der Stunden, da sie von ihrer Mäd- ckienzeit erzählte, von Wissensdurst und Lebensübermut, von ihrem lieben Vater, der unterm Sozialistengesetz ausgewiesen worden, und wie dann sie selbst mit der Mutter rackerte, den Hausstand mit den jüngeren Geschwistern über Wasser zu halten, bis endlich das Unrecht gefallen, wie der Vater nicht Schlaf und Mühe gescheut für die Partei, �und wie sie selbst ihm allertrugen geholfen. Und wie sprachen Ernst und Fritz und Elise von ihrer schaffenS- frohen Mutter. Mau füblte in jedem Wort: hier sind heilige Bande!... Pom Vater sprachen sie nie. Und was sind ihre Söhne für Kerle geworden. Denkende, kämpf- und sonnensrohe Menschen hat sie aus ihnen gemacht. Elise ist Lehrerin geworden und sitzt in einem kleinen märkischen Städtchen. Von ihr sprach sie stets mit siegfrohem Stolz. Und wahrlich: Wenn daS Mädchen in den Ferien zu uns kam, wie Sonnnschein lag's über den Garten. In Kriegsnot und-jähren kam manches Kärtchen und auch manches Paketchen von der Mutter WeffelS an uns Genossen. Sie selbst sprang in di« Bresche, trug Flugblätter selbst und Stimm- zettel«ms. als eine Ersatzwahl während des Kriege? sich nötig machte. Und die ipir nach Kriegsende heimkehrten, schauten noch oft die Mg Srm ü ttHsk« Mmev hat � dann niemand von uns mehr ein gültiges Mandat hätte che- anipruchen können. Die Mehrheit für alsbaldige Durchführung der mündlichen Vernehmungen habe ich trotz langer Bemühungen nicht finden löiineu, weil der größere Teil meiner Kollegen die Zeit direkt nach Schluß der Nationalversammlung, obgleich für diese unser Mandat fortläutt, nicht als geeignet, die Teilnahme der Ab- geordneten, der Leffcnilichkeit und der Presse nicht als gesichert er- Ilärte, und weil u. a. auch eine Verschärfung deS Wahlkampfes aus unseren Schlutzerhebnngen heraus für möglich und bedenklich gehalten wurde. Mir einer Minderheit von Kollegen war ich schon in allen diesen äußeren Fragen vom Gegenteil überzeugt. Oberster und maßgebender demolratischer Gesichts- Punkt schien es uns aber vor allem sein zu müssen, daß wir die Nationalversammlung nicht früher verlassen durften, bis im Untersuchungsausschuß alle parlameniari scheu Mittel ausgeschöpft waren, um die Vorgeschichte des Krieges bis zur äußer st erreichbare» Möglich- keit klären zu helfen. Die Wahrheit schadet keinem Volke und keiner Partei! Um diese innerste Ueberzeugung zu bekunden, habe ich nach .'lblehnung der mündlichen Vernehmung, bei der sämtliche Parteien gleichberechtigt hätten mitwirken können und sollen, meinen Vorsitz niedergelegt. Dr. Max Ouarck, M. d. N. Das Wichtigste aus dem schriftlichen Bericht des Aus- schusses veröffentlichen wir in der Beilage unserer heutigen Ausgabe. Zur selben Angeiegenheit wird noch gemeldet: Bei der Abslimmuug entschieden sich die Abag. Schültz-Brom- bcrg lD. N.), Dr. Pachnicke(Dem.), Burlage(ZI gegen die Vor- iKthme mündlicher Erhebungen vor der Wahl, die A!agg. Dr. Quarck (Soz.), Frau Vohm-Tchnch(Saz.)>md Eichhorn(11. S.) für die Vor- nähme, während sich Abg. Dr. Meerfeld(Soz.) der Abstimmung enthielt. Hierauf erklärte der Vorsitzende Genosse Ouarck, daß er den Voriitz niederlege und seine Niedcrlcgung öffentlich begründen werde. Verteilung öer oberfthleßschen kohle. Protest der Regierung. Die interalliierte Kommission für Ober- s ch I e s i e n hat einen V c r t e i l u n g s p l a n für die ober-- schlesische Kohle aufgestellt, nach dem Polen, Oesterreich und Italien vor den deutschen Bahnen-beliefert werden sollten. Die besetzten Gebiete und das übrige Deutschland sollten in ihrer Kohlenveisorgung noch weit hinter die ausländischen Lieferungen zurückgestellt werden. Gegen diesen Eingriff hat die deutsche Zicgierung energisch Einspruch erhoben, da die interalliierte Kommission wohl berechtigt ist, über die Verteilung innerhalb des besetzten Oberschlesiens Bestimmungen zu treffen, nicht aber außerdeutschc Landestcile vor der Deckung des Landesbedarfs zu bevorzugen. Da die Entziehung der oberschlcsischen Kohle einen vernichtenden Schlag nicht nur für Berlin und die östlichen Gebiete, sondern für das gesamte deutsche Wirtschaftsleben bedeuten wurde, muß diesem rechtswidrigen Vorgehen der Ententckoni Mission mit aller Entschiedenheit entgegengewirkt werden. Die Pariser Verhandlungen werden sich auch mit der oberschlesischeu Kohle befassen, und von ihrem Ergebnis wird die Form des endgültigen Verteilungsplanes ab- hängen._ Fortsetzung ües Reinemachens. Wie die P. P. N. erfahren, sind im Preußischen Finanz- Ministerium der Unterstaatssekretär Busch und der Mini- steriafdirektor Löhiein in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden. wohl in den Zusammenkünften sprechen hören; ein paar kurze Sätze, es übersprudelte sich Gedanke und Wort. Wir ober wußten, daß ihr das Herz dabei durwging. Die Armenpflege der Gemeinde wußte nur Gutes von der emsigen, nicverzagten Frau zu berichten. In der Vorstadt war sie weit bekannt, und voller Zutrauen und Hingabe vielen, denen sie irgendwie und-wann mal geHolsen. Und als wir unserer wieder viele geworden, wollten wir scho- nungsvoll ihr diese? und jenes?lmt abnehmen, sie aber wehrte. Seit ihr Mann gestorben und die Kinder erwachsen, sah im Wirken die alte Frohgemute noch Erfüllung. Dann aber kamen Krankheiten über sie, und•mußte schweren Herzens doch eines um das andere lassen. Weh und bittex nur ward sie, wenn die alte, stille Frau der uneinigen Partoibrüder gedachte. Die Worte vergeß ich nie, die sie im Vorjahr mir sprach:„Tie alles immer gleich ganz wollen, wissen nicht, daß all unser Leben nur ein großes Kompromißl" Diese stille, nie mside, sonnensrohe, siegzuversichtliche Frau ist von uns gegangen. Wie ist ihr Name? Wo ibr Ruhmesblatt? Keine Geschichte wird's verwahren. Aber ihr Samen, den sie gestreut, lebt; ihre stille» Taten wirken weiter. So stilles Wirken stiller Helden geht tief— tiefer, als tvir's gemeinhin glauben. Im Lcsfing-Thcater spielt man wieder„Frau Warrens Gewerbe", Bernhard Shaws sehr sittliche Komödie von der unsittlichen Mädchenhändlerin. Man denkt sich heute allerhand Be- sonideres von diesem Stück, daS sehr thcatersest die Menscben zu- einander jagt, aber aucki eine wirkliche Fenge der Moral berührt. Es ist wie immer bei Shaw: Er hält es nicht der Mühe wert, die Welt, in der es etwas krumm und elend zugeht, vollständig anzu- klagen. Wenigstens drei Akte lang behauptet er sich in der guten Laune des Spötters, und nur zum Schluß holt er tief Atem, um beinahe tragisch zu werden. Nicht uiiwahrscheinlich ist es, daß viele Besitzer und Besitzerinnen verrufener Häuser Kinder hoben. die sich zu etwas Besserem berufen fühlen und nicht versieben wollen, daß cinnial etwas heftige Not die Eltern trieb, das dreckige Gewerbe anzufangen. Frau Warrens Tochter ist nun eine junge Dame von auhergelröhnlicher Art. Sie hat nickt nur Gefühle, sondern auch einen mathematischen Verstand. Sie wird sich an der Rechenmaschine deS Versicherungsamtes sehr nützlich machen. Sie wird sich ihren eigenen Beruf schaffen, und darum ist keine Gefahr vorhanden, daß sie eines Tages ihre strenge Moral gegen die schwerreich gewordknc Frau Mutter bereuen ivird. Also eut- hält diese Komödie einen ermunternden Schluß für alle tüchkigen Menschen und besonders für das weibliche Geschlecht, das sich sagen darf: es gilt noch mehr als die sklavische Unterwerfung des Körpers und feiner Würde. Frau Wall entin spielt jetzt im Lessing-Theater die unter- uehmungslustige Mädchenhändlerin. Ihr Geschmack und ihr•Stil sind ganz anders gerichtet als die Neigung des Kräutern s e r- p.|S5,«nö so jind tl'K.fejjns�totea.« Demokratischer verrat an öer Demokratie. Aus Magdeburg wird uns geschrieben: Während ganz Teutschland nach Temotransicrung lechzt, haben sich die Demokraten auf dem sächsischen Proviuziallandiag nr Merseburg ein Schildbürgerstückchen geleistet, das an Eugen Richter» selige Zeiten erinnert. Der Landeshauptmann der Provinz Sachsen, v. Wilmowski, ein Reaktionär ganz alten Stils, sah seine Wahlzeit ablausen. Es mußte ab'o Wiederwahl stattfinden oder ein neuer Alaun an die Stelle gesetzt werden. Das letztere war schon deshalb wünschenswert, weil Wilmewski außer seiner tr-il- heliniuischeii Vergangenheit auch ein so hohes Alter ausweist, daß sein Ersatz unumgänglich erscheint. Nun bat aus dem Provinziallandtag keine Partei die Mehr- heil. Tie Reck?lKparteien zähle» 5ö, die Soziaidemokraten 34, die Unabhängigen 30 Sitze und die Demokra'.en bilden mit 13 Stimmen das Zünglein an der Wage. Bei der Wahl schlugen nun die Reaktionäre ihren Wilmon-ski wieder vor. von unserer Seite kandidierte Genosse W i t l m a a ck(Magdeburg), Mitglied der preu- ßifchen Landesversammlung, und von de» Unabhängigen Redak» teur Bock aus Halle. Die Demokraten verzichteten aus einen eigenen Kandidaten. Bei der Abstimmung aber ergab sich folgende» Bild: Wilmowski erhielt 68, Bock 35 und Wütmaack 34 Stimmen. Es hatten also die Demokraten zum Teil für Wilmowski, zum. anderen Teil für den Unabhängigen gestimmt und so dem Genossen Wütmaack, bei doch sozusagen auch zu den„Koalitionsparteien" gehört, aus der Stichwahl ausgeschaltet. Im zweiten Wahlgang fanden sich die„Demokraten" denn auch prompt auf den rechten Boden zurück: Tic gaben jetzt restlos ihre Stimmen dem konservativen Junker, natürlich um die Demokratie� vor der unabhängigen RötcdAtatur zu schützen! Der Vorgang ist nach mancher Seite hin lehrreich. JnZbeson- dere aber für die kommende Wahl von einiger Bedeutung. Wo- bei man nicht vergessen dars, daß dieselben Demokraten, die sich neuerdings rübmen, den Generalstreik zum Schutze der Verfassung gegen die Kappisten mitgemacht zu haben, schon 1919durchihr Wahlbündnis— wenigstens in der Provinz Sachsen— den Konservativen die Steigbügel gehalten haben. filMoch! 'Die„Tägliche Rundschan" schimpft sonst wacher mit dem all- deutschen Chor über„republikanische Mißwirtschaft". Aber in einer Betrachtung über den neuen Bundesstaat Thüringen stoßen wir doch auf folgende Sätze: An Stelle der alten Klcinstirsten, die doch immerhin kulturell etwas bedeuteten und ganz erlesene Kunststätten, zu denen der Deutsche pilgerte, schufen oder erbieltcn, waren nach dem No- vembcrsturz viel zu viele Serenissimi getreten. Die brachten kein Geld, sondern kosteten Geld. Manche von ihnen, so der Wsi>- marer Bau der t, erwiesen fich freilich als schlicht arbeitsam und auch als persönlich umgänglicher als die entthronten Bor- ganger gewesen waren. Für ein monarchistisches Blatt bedeutet es schon allerhand, wenn e§ für Einzelfälle anerkennt, daß ein Präsident besser, fleißiger und umgänglicher regiert al? sein„von Gottes Gnaden" aufs Volk herabgeschneiter fürstlicher Vorgänger. Vielleicht entdeckt die„Tägl. Rundschau" noch mit der Zeit, daß dies die Regel ist, wobei wir allerdings gern zugestehen, daß keine große Kunst dazu gehört, um Narren wie Wilhelm den Letzten usw. zu übertreffen. Energische Zurückweisung. Frankfurt a. M.. 24, April. Die.Fraiikstirter Zeitung" schreibt: .Jndspendance Belge" schrieb, in Frankfurt habe man sich mit d e r B e s e tz u n g des MaingauS ganz abgefunden und stehe besonders den Belgiern wohlwollend gegen» über. Das Blatt versichert, der Gewährsmann des belgischen Blattes verstehe von Frankfurt und den Frank» furtern nichts, sonst müßte er wissen, daß alle, ausgenommen vielleicht eine Handvoll Gesinnungsloser und einige kommunistische Narren, nur auf die Stunde warteten, in der daS Unrecht am Maingau wiedergutgemacht werde. den Ereignissen des Spiels, sie spielen auch einen gawz verschiede- neu Stil. Dabei est Fräulein ServaeS die Feinere, die sich sehr Mühe gibt, das getragen Kluge ihrer Menschlichkeit auch durch eine gewisse Schwere der Bewegungen zu betonen. Sic beweist, daß sie es immer mehr lernt, eine verwandlungsfähige Bewältige rin bun- ter Theatralik yi werden. Albert Steinrück bat die Rolle de? Sir George Crosts übernommen. Er ist der richtige Whisky-Baron und Lebemann, und die versoffene Gelassenheit, die er zu zeigen dat. wird so vortrefflich gegeben, daß sie seine zweite Natur scheint. Gcrbavd Schröder und Rudolf Klein-Rogge gehen etwas zu mechanisch durch dieses immerhin fahr lebendige Stück. HO H. Der dritte Band von Bismarcks Gedanken und Erinnerungen soll nach einer Pressemeldung obne die Kaiserbriefe erscheinen, an- geblich weil da? OberlandeSgericht Stmtgart diese Briefe in seiner Entscheidung urbebcrrechtlich geschützr hat. Diese Meldung trifft nach einer Mitteilung des Eottaichen Verlags nicht zu. Der Verlag erklärt, er halte daran fest, daß das Wert unverkürzt und unverstnminelt bekannt gegeben werden müsse. Man erfährt bei dieser Gelegenheit, daß die Kaiserbricfe mit dem Text des ganzen Werke? organisch vcrwoben find. Roald Amundsen ist, wie nun berichtigend gemeldet wird, noch nicht in Rom« in Alasla eingetroffen; er drahtete aber, daß er dort Ende Juli eintreffen wolle. Sein Bruder hält für mög» licb. daß er dort zwei Eriotzleule für zwei, die die„Maud" verlassen haben, anwerben wolle. Zugleich aber macht er Angaben. durch die die Annahme sich verstärkt, daß seine Fahrt nicht fortgesetzt wird. Leon Amundsen bezweifelt, daß Roald, der sein ganzes Vermögen in die Reife steckte, eine neue Ausrüstung finanziell be» streiten könne._ Die Goethe■ Gefelllchaft hält ihre diesjährige Hauptversammlung mit einem südrcndep Vortrage von FriH Lienhard über„Goethes Elsaß- am 23. Mai in Weimar ab. Wieder wird um die Reform der Sayungen gelämpft werden. Dbrater. Inder MittagSocranttaltung deS S ch u tz v e r b a n d e z d e Ii t l ch e r S ch r! s t st c I l e r im StaalSopernhause am 25. AprU wird LeoncavalloS„Bajazzo- nutgcjührt.— DaS Tbeater i. d. Alten Jakob- ftrave tübrt am 30. Slvnl. abends 7 Übt, in öfientticher Generalprobe vor geladenem Publikum den Zchwauk„Die verschwundene Pauline- von titolsf und Zickel aus.— In der in dieser Woche stattfindenden Neu- aussübrung uon Stcruheims Komödie„Der Snob- wird Basscrmamr die Titelrolle Wielen— Die Cästauphntng der Operette.Eine Nacht im Paradies- findet bereits am 30. April statt. Dem Dichter Wilhelm Holzamer dem Früh gestorbenen, der jetzt ein Füntzigjäbriger wäre, wird heute, 5 Uhr. in der Aula deSZ Margareten- LnzcamS, Jfflanditraße 3— It fBahnhvi Jannowitzbrücke), ein Gedenk- abend gewidmet. Nina Mardon spricht Werte des Dichters." Ein Gradbe- Abend zum Besten eiucS Denkmals sür den Dichte* findet am 28. April im Lessing-Museum, Brüderswaße, statt. Am 23. April- Dictzenschmidt- Abend. Bon Dlieodor Fontanes.Gesammelten Werken» erscheint soeben im Berlage S. Fitcher, Berlin, die illniböndige zweite Reihe, Eingeleitet hon Ernst Heilborn, enthält sie die autobiogravtfichen Schriften„Meine Kinderjahrc",„Von Zwanzig bis Dreitzig-,.Kriegsgejangeir..Aus den Tagen der Okkupation",.Ein, Sommer in England" und eine Auswahl von Fontanes Loejen. Nr. 211 37. Jahrgang t« Seilage öes Vorwärts Sonntag, 25. 7tyrU:l$20 Zur Vorgeschichte öes Krieges. Bericht des parlamentarische« UntersuchungSansschufses. Der E r st e Untermisschiiß des parlamentarischen Unter- sl'.chungsaüsschttsscs, der sich mit der Frage der Kriegs- schuld beschäftigte, übergibt soeben der Oeffentlichkeit seinen vorläufigen Bericht. Der Ausschuß hatte eine Reihe von präzisen Fra- gen formuliert. Diese Fragen— es gibt deren neun— lauten: Es ist festzustellen: I. Welches die politische Haltung dcS Herrn don Tschirschkh in Dien seit dem Attentat von Sarajewo war und in welchem Sinne die politischen und militärischen Stellen der deutschen Rc- gierung auf ihn eingewirkt haben. II. Welche politischen und militärischen Ber- Handlungen am 5. bzw. 6. Juli in Berlin oder Potsdam stattgefunden haben? III. Ob und welche Mohnahmen Reichskanzler von B e t h- mann und StaaSsckreär von I a g o w ergrisfen haben, um über den Fortschritt der Untersuchung in Sarajewo nach dem 6. Juli Kenntnis zu erhalten.' IV. Ob vor Ueberreichung des Ultimatum» an Serbien militärische Borbereitungen oder Rüstungen statt- gefunden haben. V. Ob v o'r der Ueberreichung de» Uliimahim? finanzielle oder wirtschaftliche Porbereitungen stattge- funden haben. Vl. Was in der Zeit zwischen dem S. und 22. Juli über den voraus sichtlichen Inhalt deS Ultimatum! der politischen Leitung deS Deutschen Reichs bekannt geworden ist. VII. Wann wurde daZ Ultimatum dem Herrn von Tfchirschky in Wien übergeben? Wann wurde es von ihm auf den Weg nach Berlin gebracht? Wann ist eS in Berlin im Auswärtigen Amt eingegangen? Wann und in welcher Weise hat die deutsch« Regierung gegenüber der österreichisch-ungarischen zum Ultimatum Stellung genommen? VITT. Wann und wie ist daS Ultimatum bei den Regierungen in München und Dresden bekannt geworden? IX. Warum ist der Bundesratsausschuh für aus- wärtige Angelegenheiten zwischen dem Attentat von Sarajewo und dem Kriegsausbruch nicht zusammengetreten? Ist Anregungen zu seiner Einberufung nicht Folge geleistet oder ihnen entgegengearbeitet worden? Aus diese neun Fragen sind von 4V Auskunftspersanen schriftliche Antworten gegeben worden. Ter frühere Reichskanzler v. Bei h mann Hollweg hat daS Hauptgewicht ferner schriftlichen Aussage auf eine Anlage gelegt, die eine ganz ollgemeine geschichtliche Abhandlung über die diplomatischen Vorgänge im letzten Jahrzehnt vor dem Kriege, über die Notwendig- ?eit des Bündnisses mit Oesterreich- Ungarn für Deutschland und über die Berechtigung eines schar- sen Vorgehens der Donaumonarchie gegenSerbien nach dem Attentat von Serajewo darstellt. Die Notwendigkeit der Erhaltung des österreichisch-ungarischen Staates war vor dem Krieg geistiges Gemeingut nickst nur der bürgerlichen, sondern auch�der sozialistischen Welt. Nur freilich haben die kaiserlichen Staatsmänner aus dieser Theorie viel zu weitgehende Konsequenzen gezogen, an denen Bethmann in seiner Darstellung offenbar heute noch festhält. Er schreibt: ...Eine Bedrohung der Unabhängigkeit Oesterreichs gefährdete unsere eigene Weltstellung und zwang uns unseren poli. tischen Knr» auf." Und weiter: „Indem wir Ocstepreich in der neuen Krise bundestreue Hol- lung zusicherten, nahmen wir«in deutsche» Interesse wahr, das »nerkannte Interesse der Erhaltung Oesterreich-Un- garns al» bündnisfähige Trotzmacht.- Aber zu welchen verhängnisvollen Konsequenzen dieser Grundsatz führen mußte und geführt hat, feht aus folgenden Sätzen hervor, in denen das ei gen t- iche Geständnis der ihm zur Last gelegten P a s s i- vi tat liegt. „Ein so scharfer Schlag gegen die österrcichisch-ungarische Autorität verlangte eine sofortige scharfe Erwiderung. In dieser Auffassung der Lage stimmten wir unserem Bundes- genossen zu. Die Wahl der Mittel überließen wir ihm, ohne dabei den Krieg mit Serbien ausdrücklich auszuschließen." Und weiter: „Dabei darf weiterhin nicht übersehen loerden, daß eS sich zunächst um eine Lebensfrage unseres Bundesgenossen handelte. Ucber die Wege und Mittel des Prozedierens mußte diejenige Macht entscheiden, um deren LebenSinteressrn es sich drehte. Der Groß- macht Oestrrrich konnten wir die BcranNvortung für ihre Entschei- dung nicht abnehmen." Das ist es eben— und darin Hegt die schwere Sünde Bethmanns und seiner Mitarbeiter. Diese trieben die Konsequenz so weit, daß sie, nach Kenntnisnahme des Ultimatums, das sie zu scharf fanden, keinerlei Ver- Reichstagswahl bedeutet eutschlossene Abrechnung mit der Reaktion, Sicherung der Volksherrschaft. Der Kampf geht diesmal gegen Monarchie— für Republtk, gegen Reaktion unü Diktatur, für üemokratifche volksherrfchaft, gegen Kapitalismus— für Sozialismus! Nur die Wahl von Sozialdemokraten sichert eine konsequente sozialistische Politik. Der Wahlkampf erfordert aber diesmal größere Geldmittel als �e. Wer die Sozialdemokratische Partei in den Kreisen Berlin, Teltow-Beeskow und Nicderbarnim in ihrem Kampf für eine entjchieüen öemokratische unü sozialistische Politik im neuen Reichstag unterstützen will, der spende«ach seinem Können freiwillige Seitrage für öen wahlfonös. Geldsendungen sind zu richten an den Kassierer, Genossen Alex PagelS, Berlin W 9, Bellevuestraße 7 II, oder auf Postscheckkonto 487 43 Alex Pagels einzuzahle«. Sezirksvorstanü Sroß- Serlin öer S- p. V. such mehr unternahmen, das daraus drohende Unheil auf- zuhalten. I a g o w schreibt hierzu: „Nach Kenntnisnahme sagte ich dem Botschafter, datz mir d i e Note nach Form und Inhalt zu scharf erscheine. Ich glaube, besonders betont zu haben, datz ich die vielen Forde- rungen nicht möglich fände. Der Graf(Szögyeny, der k. n. k. Bot- schafter in Berlin. Die Red.) entgegnete, da fei nun nichts mehr zu machen. Die Note sei bereits nach Belgrad itbersandt und werde dort anderen Tags— den anderen Morgen wie er i r r t ü m l i ch(!) angab— übergeben werden. Ich drückte dem Botschafter mein ernstes Befremden auS, datz die Mitteilung zu spät er. folgte, datz uns keine Gelegenheit geboten würde, dazu Stellung zu nehmen... Auch dem Reichskanzl.er erschien die Note zu scharf. Wir mutzten uns aber sagen, datz es mate- ricll nicht mehr möglich war. Bedenken in Wien zur Geltung zu bringen, datz diesbezügliche Schritte daher nutzlos sein würden.- Das ist also a I I e s: Geschehen ist geschehen, nichts mehr zu machen! Das waren die Früchte jener Politik, in der mit dem Schicksal des deutschen Volkes derart verfahren wurde, daß der öeritschen Regierung überhaupt jede Möglichkeit zum Mitbestimmen und zum Eingreifen genommen war. Eine ganze Reihe von Aussagen beantwortet die Frage k, die sich auf die Haltimg des Botschafters v. Tschirschkh bezieht. Alle diesbezüglichen Antworten, abgesehen von der Lichnowskis, nehmen den verstorbenen Diplomaten vor 4>en Vorwürfen der Scharfmacherei in Schutz. Tschirschkh wird außerdem noch in Schutz genommen von Botschafter v. Wedel, von Dr. Hugo Ganz, Wiener Vertreter der „Frankfurter Zeitung", von Botschaftsrat Prinz zu Stol» berg und vom bayerischen Gesandten in Wien, Freiherrn v. T u ch e r. Die Frage bezüglich des„PotsdamcrKronrates" wird von allen Beteiligten dahin beantwortet, daß nur all« gemeine Gedanken über den Ernst der Lage zwischen Wil, Helm II. und einigen höheren Offizieren ausgetauscht wur- den, ohne daß jedoch irgendwelche bestimmte Weisungen er« -gangen, Motznahmen getroffen oder Pläne geschmiedet wor« den seien. Längere Bekundungen des Reichsbankpräsidenten Häven stein, des ehemaligen Staatssekretärs v. Del« brück, kürzere der Herren v. Krupp, Stinnes, Much lo u, Helfferich usw. legen dar, daß finanzielle und wirtschaftliche Vorbereitungen mrr in dem Maße in dem betreffenden �Zeitraum stattgefunden haben, wie sie sich aus der gesamten Situation als notwendig ergaben. Nebenbei sei noch bewerft, daß der einzige Zeuge, der sich ursprünglich geweigert hat, schriftlich zu ant« Worten— natürlich Herr Dr. Helfferich war. Als er jedoch von anderen Auskunftspersonen erfuhr, daß sie bereits dem Wunsche des Unterausschusses nachgekommen waren. empfand er wohl selbst das Peinliche seiner isolierten Lage und antwortete, daß er eigentlich zu den ihm gestellten Fragen nichts zu antworten habe.... Außer den eingegangenen vierzig schriftlichen Antworten! enthält die Broschüre des Unterausschusses drei Anlagen, von der die letzte wohl das I n t e r e s s a n t e st e der ganzen Veröffentlichung bietet. Es ist dies ein Pridatbrief von Tschirschkh an Jagow, datiert von Wien am II. Juli 1914, in dem der Botschafter über eine Unterre- dung mit Berchtold berichtet und aus dem hervorgeht, daß 'Herr v. Jagow die hauptsächlichsten, schwersten B est i m m u n g e n deS Ultimatums bereits damals erfuhr. Es heißt in diesem Briefe: Die hauptsächlichsten Foriderungen an Serbien würden, soviel er nur heute sagen könne, darin bestehen, datz ver- langt wird, der König müsse amtlich und öffentlich in einer feierlichen Erklärung und durch einen Armee- befehl kundtun, datz Serbien sich von der Politik im grvtz- serbischen Sinne lossage, urkd zweitens werde die Ein- fetzung eineS Organs der österreichisch-ungirrischen Regierung ver- langt werden, das über die strikte Einhaltung dieser Zusicherung zu wachen haben werde. Die Frist zur Beantwortung dieser Note werde so kurz wie möglich, also vielleicht mit 48 Stunden, bemessen werden. Wird hier die Antwort als nicht genügend angesehen, so erfolgt sofort die Mobilmachung. ES frage sich nun, welcher Zeitpunkt für die Uebergabe den Note am geeignetsten sein würde. Er glaube, datz eS sich nicht empfehlen würde, die Note in dem Moment zu übergeben, wo Herr Potncare in Petersburg ist, und damit den Fran» zosen und Russen Gelegenheit zu geben, sich in Petersburg gemeinsam über ihre Haltung zu besprechen. Die Note müsse, wenn möglich, vor der Abreise des Herrn Poincare aus Paris, oder nach dessen Abreise von P e t e r sb llv'q" in Belgrad übergeben werden. Mithin also etwa am 18. oder am S4. Juli. Für das letztere Datum spreche vielleicht der Um- stand, datz bis dahin die Erntearbeiten in der Monarchie beendet sein würden, wodurch die Mobilisierung er» leichtert und in wirtschaftlicher Beziehung große Verluste ver- hindert würden. Dieses Schriftstück ist allerdings geeignet, die ganze Verteidigungstheorie von Jagow, Stumm und anchBe th ma n n kder ja sicherlich von dem Tschirschkh- sehen Brief Kenntnis erhalten hat) zu erschüttern, ja, über den Haufen zu werfen. Haben die deutschen Staatsmänner rechtzeitig gewußt, daß Oesterreich-Ungarn derartige Forderungen mit einer derartigen kurzen Frist an Serbien zu stellen beabsichtigte, und haben sie nichts dagegen unternommen, so wächst ihre Schuld vor dem deutschen Volke in ungeheurem Matze._ WetterauSsicht«« für dos mittlere Norddeutschlaud bis Montag mittag. Zunächst meist heiter, warm und trocken, später bewöllt und geringe Regensälle bei mäßigen südwestlichen Winden. Billiges frühjahrjangebot Waschblusen Voilebluse«n wboew O/f cn Stiekarei, halsfrei gearbeitet.,,• M.«30.50 Leinenbluse»«s und natur- farbig, ofiea o. geachlouea rn tragen, M. x0.5U Voilebluse»t farbige. 70 Tirpfeo and Seideakrawatte.... M./»u».5U Opalbatistbluse i. wa». Q r bübaeha Sportform......... U,*7«3."7" Waschkleider 225.- 325.- 375.- 475.- V OllCKieia voller sticket and farbigem Seideogurtel... M. Vrnltdflpifl besl'ckt.ScHeier- v oueKieia ltoff fv°iie) mit HaodhohUaara n. farbigem Paspel, M. 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Hanau, Alfred Abel, loh. Riemann, Orete Dlercks, Dora Schlüter, Leonhard Haskel, Richard Leopold, Rose Veldtldrch, Jenny Marba, Paul Rehkopt.) Ab Mittwoch täglich: DU groBe Katharina. Mit dem Feuer spielen. Komödienhaus J Uhr:„Sie". Der Herr Minister (Ilax Palionberg) Berliner Theater 3 Uhr: Bummelstudenten. 7 Uhr: Der letzte Walzer. Frltzl Massary, Otto Storm, Hans Watsmann usw. Trianon-Theater. Bahnhof Friedrichstraße. Heute 4 Uhr, kleine Preise: Herrschaftl. Diener ges. Täglich V,8 Uhr: HHyrrha Residenz-Theater. Stadtbahn Jannowitzbrücke. Heute 4 Uhr, kleine Preise: Der gute Ruf. Täglich Vi« Uhr; Die RascIMfs Rose-Theater. 3 Uhr: Der grüne Graf. V!, Uhr: Das Lied der Liebe. Casino-Theater Lothrlngerstr.37. TägL'/.gU.: Nur noch bis Dienstag. 27.: Sin alter Sünder Ab Mittwoch, 28. April: Der Schlaser all.Volksstilcke: Onkel Cohn. Sonntag 3*/. Uhr: Morita. m Potsdamer Str. ÖS CrantfUhranc;! Der große Wi dwestnlm Ein Abentenrer. | Außerdem das Lustspiel Romeo und Julia im Schnee 1 mit Lotte Neumann. Turmstr. 12 01« Abenteuer der | Marqulee v.Könlgamark Alexanderplatz-Passage 1 Friedenau, Rheinsir. 14 DieHerrindWelt 'VTÄ WWW Volksbühne Jböuwpl 3 Uhr: Qyges und sein Ring. 7u.:Klitl]chenvonHeiro]in 7V, Uhr: Cyges und sein Ring. Ino-Theater. 3 Uhr; Her rote Hahn. Heute bis Donnerstag 7V->U.: Frau Warrens Gewerbe. (Claire Wallentin, DagnySer- vaes, Albert Steinrück.) Freitag 7 Uhr: Peer Qynt. Sonnabend bis Montag 7Vz: Frau Warren» Gewerbe. Denlscbes Kiinstler-Tbeater 3 Uhr: Dies Irae. A7v'uhr:ch Menagerie (Adalbert, Götz, Haack.) Verband derFrMSiiiita Sonntag, ben 25 April 1920, nachm. 2l, 2 Uhr Deutsches Opernhaus: Die periauste Braut. Nachm. 3 Uhr: Bolfshilhne: Dygesu-friit Nwg. Schiller»TH. Tharlottenburg: Wir es euch gefällt. Lessing-Theater: Der rote Hahn. Kliastler-Theater: Dies irae. Frledr.-WiiheImst.Th.: Diezärt- llchen Verwandten. Th. b.«est.: Die lustige Witwe. Volksbühne, wochentags abends POM 20. April bis 1. Mal: ßyges uub sein Sing. Nach Damaskus. Kälbchen von Heiibronn. Ovnerai-Thoarer n/iu.: krüviein Duvk. Ovutar.has Opernhaa.; 11 Vi Uhr_: Konzert. 7Ü.: Die Tribttne 11>-U.Matinee Rend Schickelc 3 Uhr:„Die Wandlung". Tv.u.: Franziska. F.den-Theater. 3 Uhr:„v. A. w. g," 7v.u.: Die ßollarprinzessiii Frlertp.-TVUhelmst.Tli. l'/zlilir: Evchen Humbrecht Kleines Theater. 3 Uhr: Der Sturm. TViUhr:„1913" mit Albert Basscrmann. Kl. SchauKpielhaua. a*r: Die Piarrhauskoiaödie. Komische Oper 3t/, Uhr: Schwarzwaldmädel. Jh?: Wenn Frauen träumen I.uatsplelhans Arnold Kieck in u'hV ZwantjseintjuariierDog. Metropol-Theater. 3: CharleysTantem.Thielscher 7 Ihr: Syhill. hones Operettenhana Zt/z Uhr. Die Dame vom Zirkus jv, u.: Die kleine Hoheit Xctics Volksttacater t«/,: Die Brüder Karamssow MrhiUcr-Theat. Chart. 3 Uhr; Wie es euch gefällt. 7«/, uhr: Die Rahensteinerin. Thalia-Theater 3 Uhr: Der Hochtourist. uKr; Amor auf Reisen Th.n.111 Xollendorfplaiz ZV, Uhr: Eva. ?>/. Uhr: IJcr&teFgcfTeTbfc Theater des Westens ZV, Uhr; Die lustige Witwe. p/, u.: Die Frau im Hermelin Ab Sonnabend, 1. Mai: Max Paiienberg in: Familie Schimek. Wallner-Theater Letzte Vorstellung ZV« Uhr; Gelsba mit Mia Werber uilr5 Eine Baiinacbt. Waihalta-Theater. 3Vt Uhr: Csärddsförstin Mz Uhr: Der Rastelbinders APOLLO 1 Theater I Friedrichstraße 218. | Direkt. James Klein. Täglich 7V, Uhr: [April 192( Da» Welt-Rätsel | Die elnz. Gedankenleserin der WelL Telephonireuden{ im Jahre 1920 iVorstchtl bei Gesprächen. ■Unter Mitwirkung der J |nekannt.Filmgrößen: |Va!y Arnhcintl 3farga Izindt Itiuxic Engelko| 1 Kunst u. Schönheit! Erika Denlssoi in ihren Tänzen. 4 Arkonls | Schleuderbr.-Akrob.| 3 de Brnna | breifacher Reckakt. Bcrrineton | Weltm. d. Radfahrk.| Sonntag ZV, Uhr I.F.rwachs. I Kind Ire!| # Folios Caprice� Eck. Friedrich- u. Linienstraße - Täglich?>/,:— Die abgetretene Frau Zwangseinquartierung. Oh dieser Xowack! mit Ferdinand Grünecker in den Hauptrollen. CinusJtusch Heute Stg. 2 Vorst. ZV- u.7V, In beiden; Marino sowie das übrige Progr.! Zum Schluß: Die eriqlgr, Pantomime i« ff m. d. Wundcriontäne. Sehall n. Ranch im Großen Schauspielhaus, Karlstr.- Schiflbauerdamm Telephon: Norden 8643. Wiederauf treten Paul Graetz Oscar Sabo Anita Berber OTady Christian» H. t. Wolzogen Kurt Wolowakt u. a, Musik.Lelt.; Friede. Holländer. Beginn 8'/,, Konzertheg. 7V- L'. f Unter d. Linden 22/23 j Dir. M. S o I i m a n 2 Urautiührungen 2| Braunes Diele! Alexanderstraße 55. j Direkt.: Karl Heinzius. Paul Coradini Herta Löwe Louis Naumann Else Kutschera Geschwister Winter Max Toblen Erna Reneta Musik: Hans Sagawc K Die Tragödie eines gelben Mannes. Aufsehenerregendes Drama in 5 Akten. „Die Seele des Bettes" Lustspiel in 3 Akten. Hauptrolle: � Albert Paulig. � Theater am KottbuscrTor Tel.: Moritzplatz 14814. Jeden Abend 7V- Uhr: SUte-Sänger. Horst, Ruselli, R.Schrader.Seidel, » Schubert, Riess Rathke, B.Waiden, EugcnBeckera.Cast Sonnt, nehm. 3 U. ermäßigte Preise. :i Blüthgen- Konzert:i Beginn 7.10 Uhr. Vorverk. II— IV. u. 4— 6 Uhr RciEiishalL-IhegtEr Heute nachm. 3 und abends 7 Uhr: Ztettiner Sänger. Nachmittags ermaßigtoVrei.e �di-Ilsus Taudenstr. 34— Ztr.tOZ2 Kttte Blank Eujgen Back Cllli Pronio Heinz Hertwlc Plp u. Edita Henry Wolff lilesel Eve Paul Rückmann Ktttchen Esten Ji Pohley» Adl Elebanz Meislerquartett jldolf gtebaw MIT BEISPIELLOSEM ERFOLG! Der grosse Maxim-Film Brüder Karamasoff nach dem gieiobnamigen Roman von vostojsv»Itl s?egis:«sei VrosIIeb it. Weine, ff. Küche Mocca, Tee, Schokolade{ ■I AnlMS 7 Vhtl Wochentag»................... 7 und- ,9 Uhr Sonntag»..................... 4, G, b Uhr Vorverkauf 11 hl» 1 Uhr(ohne AuUchiag) Winter Qarten Heute 2 Vorstellungen S'/s Uhr Kleine Preise, Kind d. Hälfte! liiilbr Variete-Spielplan Rauchen Bestattet! �ÄöraiFals-Palast.� ■ Fürt in St." »Morg.FIlrtlnSf. GermaniaPrachtsäle C. Richter, N 4, Chausseestr. 110. Jed. Sonnig. Hoffm. Nordd. Sänger. Leg. d.Vorst.6.d.Konz4V- Nachd.Fam.-Kränz- chen.lmweißenSaal v. 4 Uhr ab: Gr. Ball. Barietä-Eaft Bellcvucstr. 19-20. Jeden Donnerstag, | Sonnabend und Sonntag: Tanz-Abend Eintritt ist. 3,60. Anf. 7, Sonntags 5 Uhr. Borbetrieb. Crantcnftcastc 53-54 »»»«»»»»»»»»»»»»»«U»»»»»,■■■■ I!! Hartley!! 9 4 Morreys I Tuxi« uub das große Variets- Programm Mozarts aal am Nollendorfplatz Pas einsame Wrack Sensations- Film in 6 Akten HAUPTROLLEN: Loo Holl/ Harry üedtke •Regie: Heinz Karl Heiland Kammerllchtsplele am Potsdamer Platz U.T Kurfürstendamm 26 U.T Nollendorf platz 4 Die drei Tiraze der Mar�Wilford Ein Abenteurerfilm in 6 Akten mit Grila Glaßner/ 5udivig Hattau Friedrich Fehör/Hermann Valientin U.T Friedrichstrasse ItO U.T Hasenheide 28 Sehanspiel in ö Akten In den Hauptrollen: Wglirö Bern/ sibele Banöroi! veiül/ öiesclmann/ Bsfd)/ Ceblaa U.T Alexanderpiatz U.T Weinbergswep: 16 U.T Schöneberg, Hauptstr. Kohihiesel's Töchter LustspieJ mit kennst Porten Emil Janninas Regie; Ernst Lubitsch Die mit Tr�ixnen aäerx Schauspiel in 4 Akten Wochentags ab 7 Uhr s Sonntag»; Baginn 4 Uhr Ballhaus Max u. Moritz KommandantenatraBe 58-50. Sehänstes ii. grODt. Ballhaus üie gute Saiimusik Kein'WeinziwaBg WIWüJWWl LdLl Sonxaai>ext.a 30— 40 Pferde unb Maultiere, f»®« eine Stute mit kräftigem Fohlen jreiwillig vcrsieiaeni lafftu. 188/8» !I!gWme Mim Oüiliiis-M-GeseUll S«lw W 8, Kraasmjir. LO, 2. Heilage öes Vorwärts Nr.2n ❖ 37. Jahrgang GroßGerlln Renovierung. ??iln wird die Welt neu angestrichen. Die Bäume grün, der Himmel blau. Das Wetter lockt selbst Helfferichcn hervor aus seinem Winterbau, den wer für schöne blanke Gulden an einen Hollandichmann verschiebt... Der Dichtersmann vergistt die Schulden, indem er seine Laura liebt. So ist ein fröhlich Tun und Schalten und überall wird umgebaut. Nur in der Reichswehr bleibts beim alten, weil sich da niemand ran getraut I P a ul ch c n. Serlmer Schuiityll. Gummiknüppel und Äascrncnhnston. Necbr eriaulicke Tinge kamen am Sonnabend in einer Ver- Handlung vor dem Schöisengcnckit Berlin-Mitte ans Tageslicht. Der Filmregisseur Martin B e r.g e r bette sich wegen Beleidigung ngw§ 1S5 und 186 des Srr.G.B. zu verantworten. Äm 1V. De- z-mber des vergangenen �abres erklärrc der Angeklagte in einer Eiternde iraiKversammlung. das; die Ge m e i n d e s ch u l e! II di!r schlechteste in Berlin sei. Tie Kinder, die während des Unterrichts austreten muxtcn. sollen Ohrfeigen rechts und liniö bekommen haben, allgemein'sei es üblich, dah die Schüler mit Ausdrücken wie„Tchwcincliiind" beschimpft wurden. Etnzclne Kinder seien sogar mit den Worten bedroht worden: schlage Tich, daß Tu Löcher in den Kopf bekommst." Au» Furcht vor einer neuen Regierung erklärte ück das Lehrer- ksllcgium für die Aufrechter Haltung des Religion»- uNlerrichleS. Ter Ar get lugte hielt, in der Verhandlung seine Aussogen 1 Ufr echt und erklärte sich bereit, bezüglich seiner Aeutzerung über die Lehrer den Wahrheitsbeweis anzutreten. Ter als Zeuge vernommene Schulinspckior Tr. E l z i n erklärte, daß die 116. Gcmeindcschulc nach seiner Er'»hrung als eine der beste n anzusehen sei. Unter Vorbehalt gab er aber zu, dast in einem Falle ein Lehrer einen Schüler mit einem Gummi- schlauch durchgeprügelt habe. Ter Lehrer Büttner gab zu, dost er die vorn, Nngcklagien erwähnten Ausdrücke allerdings gebraucht habe, aber das sei nur aus Scherz geschehen. Der Lehrer Schöne, der nur ein Aabr an der sckmlc tätig gewesen ist, erklärt, daß dieselbe sehr schlecht g.e l c i t c t wurde. Tos Gericht sprach den Angeklagten entgegen dem Antrag de» Amtsanwalts frei. Wenn in einem Ncgerstaat ein Lehrer den �Gumnrischlauch benützt, um„Erzichungsarbeil" an seinen Schülern zu leisten. so wird man das damit entschuldigen, dast diese Leute noch nicht allzu stht von der Kultur beleckt wurden. Wenn aber in der Hauptstade der deutschten Republik solche skandalösen Zu- stände im' Schulwcsen eristicrcn, dann weist man nicht mehr, was man dazu sogen soll. Glauben etwa die Herren Büttner urd Genossen, mit diesen Mitteln den Schülern Gottcsglauben und monarchische Gesinnung cinbläuen zu müssen, oder ver- wechseln sie in Erinnerung an ihre Rcserveossizierzeit die Schule immer noch mit dem Ä ascrr.cn hos und ihre Schüler mit den „Kerls"? Wir erwancn, dast man die in diesem Berfabrcn kompromittierten Lehrer schleunigst zur Rechenschaft zieht, und sie nötigensalls ihres Amtes enthebt. Ter Gummiknüppel und der Kaserneuhofton gehören nicht in die Schule der deutschen Republik. Ter Kampf gegen Wucher, Schieber und Schleichhandel. TaS Landcö-Polszciamt beim Staatskommissar für Volkscriiährung hat an die Justizbehörden und an alle Polizei- und Verwaltungsstellen, die sich mit diesen Tingen zu befassen haben, einen Aufruf gerichtet, der etwa lauict: „Es steht außer Zweifel, daß für längere Zeiten mit einer bedeutenden Warenknappheit nicht nur in Teutschland, sondern in der ganzen Welt gerechnet werden muß. Diese Warenknappheit Keit wird Preisbildung und Warenverteilung für die nächsten Jahre in höchst ungünstiger Weife beeinflussen. Für dem Staat erwächst hieraus die Notwendigkeit, durch gesetzgeberische Maßnahmen auf die Angemessenheit der Preise und eine tunlichst geregelte Per- teilung der lebensnotwendigen Güter hinzuwirken. Es ist eine be- trübende Tatsache., dast die bisherigen Erfolge der Wucherbekämp- iung unverbällnismästig geringe sind und daß nach vierjäbrigem Kamps die S ch i c be r zahlreicher und offener ihr Wesen treiben als je zuvor. Hierzu ist zu bemerken: 1. Gefehlt hat es bisher an der Ein- beitlichkeit und Gleichmäßigkeit des Vorgehen» im -Reiche. In dieser— organisatorischen— Hinsicht sind bereits wich- Seemen! � Wahrt GuerheiligstcoRrcht, rüstet zur kommen- den Rcichstagswahl. Kommt am Montag Ii/st Uhr in nachfolgend aufgezählte Fraucnabendc, in denen über das Thema: „Wie wir's schaffen" gesprochen wird. " Berlin:» 3. u. t. Abt.: bei Rückert, Steinmetzitr. 37»,— IL u. 12. Abt.: bei Fröhlich. Muskauer Straße, Ecke Zeughosstraße.�— 17. Abt.: in der Schulaula Hobenlohestraste.— 19. Abt.: hei Sorgotz, Wal- deherstr. 8.— 20.— 22. Abt.: bei Meper Tiliiter Str. 64.— 26. ». 27. Abt.: fällt diesen Monat aus.— 28. Abt.: in der Schulaula. Schönhauser Allee l66s.— 36. Abt.: bei Bärwalde, Schlegel- sttaste 31.— 37. Abt,: bei Hühner, Wilsnäcker Str. 34.— 38., 40. ». 41. Abt.: bei Trümper, FlcuSburger Str. 3.— 39 Abt.: bet Bcrger. Levctzow-, Ecke Jagowstratzc.— 45. Abt.: bei Pose, Koloniestr. 15.— 43. u. 46. Abt.: bei Groll, Hennigsdorser Straße 10.— 42., 47. u. 48. Abt.: bei Ulhnehmcr, Trift-, Ecke Samoastratzc., Borortc: Boumschulrnweg: bei Hast, Baumschulenstr. 72.— Marien- dorf: bei Hoch. Chausseestr, 44,— Niederfchöncwribe: bei Rcthel, Grünauer«lr. 8.— Obcrschönrwride: im Luisenhof, Luisenstraße 26.— Panfom; bei Longerhausen, Florastr. 73.— Reinickendorf-West: in Hartman n S Brauerei, Schar nwcberstr. 101/4.— Treptow: bei.Kl aber. Plesserstr, 8,— Wilmersdorf: bei Schilling, Lauenburger Sir. 21, Ecke Uhlandstraße,— Charlottenburg: Gruppe 3 bei Tedelow, Sömmeringstr. 22. Gruppe 4 bei Lux, llfenaustr. 1. Gruppe 5 bei Sperling, Hclmholzstr. 39. Gruppen 6— 10 bei Hipplcr, Wallstr. 90. Gruppen 1, 2, 11 bet Schellbach. Gruppen 12— 18 bei Arndt, Kanistr. 51.— Neukölln: 1. A b t. ll.— 10. Bez.) bei Warnickc, Navsenstr. 1. 2. Abt,(11.— 1». B-z.l bei Schwengel, Elbestr. 8. 3. Abt.(20. bis 27, Bez.) bei Wolf, Kaiser-Fricdrich-Str. 173. 4. jl b t, l28, bis 36, Bez.l bei Brandis. Bähmischestr. 45/46, 5, Abt,(37.— 45. Bez.) bei Felsch. Knesebeckstr. 48. 6. Ä b t.(46.— 52. Bez.) bei Kutzki, Lcincstr. 1. 7. Abt.>53.— 59. Bez.) bei Gohlte, Hermannstr. 199. 8, Abt.(60.— 65. Bez.) bei Bangemann, Hersurthstr. 27. 9. Abt. (66,— 75. Bez.) bei Ramin, Mainzer Slr. 11/12. tige Veränderungen im Gange oder wenigsten? in Borbereitung. 2. Gefehl: hat c? ferner an einem zweckmäßigen taktischen Vorgeben. Hunderte von Hamsterern und kleinen Schieber? zu- sammen sind aber nicht so schädlich wie ein einziger großer Schieber, der Waren waggonweise verschiebt, sich um Millionen bereichert und die Geincinwirtschast entsprechend schädigt. Freilich ist dieser Schieber nicht so einfach zu fassen. Somit ist da» Hauptaugenmerk nicht so sehr auf den Verbrauch und da» letzte Glied der Handels- kette zu richten, sondern aus die Verkehrsweg«, über welche die Schieber ihre Ware lausen lassen(Eisenbahn, Automobilstraßen. Wasserwege) und die Orte, in denen die großen Schieber zu ver- kehren pflegen(große Hotels, Schlemmerlokale, Kaffcchäuscr, 2. und 1. Wagenklass« der v-Züge. Schlafwagen, usw.). Vollzugsbcamte, die aus diesem Boden nicht die erforderliche Sicherheit besitzen, be- S. iT]. Segen der Eröe. Roman o. o n Knut Hamsun. ',Du bist im Wald geiveien und hast henimgeichnüsselt!" ruft Cingcr;„dazu hast du die Stunden angewendet, und du hast das kleine Grab gefunden. Aber du hättest gleich ein Low für dick selbst graben sollen!"—„Du wirst schon sehen!" erwidert Oline. und ihre Augen funkeln vor Rackgicr.„Ich sage nichts mehr, aber nun wirst du keine Stube nebst Kam- mek und Orgelwerk mehr haben."—„Das kannst du nicht bestinunen!"—„O, das wird die Olinc und ich bestimmen!" Die zwei Weiber zanken sich weiter. Oline ist nicht so grob und laut, sie ist in ihrer häßlichen Bosheit geradezu friedlich, aber sie ist verbissen und gefährlich.„Ich sehe nach meinem Bündel, und ich bereue, daß ich es im Walde habe »liegen lassen. Ich gebe dir die Wolle zurück, ich will sie gar nickst haben."—„So. du denkst wohl, ich hätte sie gestohlen." —„Das weißt du selbst, was du getan hast." Wieder zanken sie sich. Inger sagt, sie wolle das Schaf zeigen, von dem sie die Wolle geschnitten habe. Olinc er- widert ruhig und gelassen:„Jawohl, aber wer weiß, wo du das erste Sebai herhast?"— Inger nennt Namen und Ort, wo ihre ersten Schafe und Lämmer im Futter gestanden haben. „Und-das sag' ick Hir, nimm dich ein für allemal mit deinem Mund in acht!" droht sie.—„Haha!" lacht Ol ine verächtlich. Sie hat immer eine Antwort bereit und gibt nicht nach. „Meinen Mund! Und deinen eigenen Mund!" Sie deutet V'U Ingers Hasenscharte und sagt, sie sei ein Abscheu vor Gott und Menschen. Inger antwortet wutschnaubend, und da Oline dick ist, schimpft sie sie einen Fettwanst—„ein solcher gemeiner Fettivanst. wie du bist! Und ich danke dir auch für den Hasen, den du mir geschickt hast."—„Haien? Wenn ich so frei von Schuld wäre wie iür den Hasen!' Wie sab er denn aus?"—„Wie sieht ein Haie aus?"—„Wie du! Gerade so nett wie�du! Und du hättest es gar nicht nötig, Hasen an- zuwöen."—-„Jetzt machst du, daß du hinauskommst!" schreit Inger.„Du hast Os-Anders mit dem Hasen hierher geschickt. Ich werde dich strafen lassen."—„Straten lassen! Hast du strafen lassen gesagt?"—„Du bist voller Neid, du gönnst mir nicht» von allem, was ich habe, und du verbrennst fast vor Neid darüber." fährt-Inger fort. 7. Seit ich verheiratet bin. und Isak und alles, mos hier ist, bekommen habe, hast du vor lauter Mißgunö fast kein Auge mehr zugetan. Großer! Gott und Boter im Himmel, was willst du denn von mir? Ist es meine Schuld, daß deine Kinder nicht irgendwohin kamen, wo etwas aus ihnen geworden ist? Du kannst es nicht ertragen, daß meine Kinder wohlgestaltet sind und schönere Namen haben, als die deinigcn, aber kann ich etwas dafür, daß sie von besserem Fleisch und Blut sind, als deine waren!" Wenn xtwas Oline rasend machen konnte, so war es dies. Sic hatte so viele Kinder geboren und hatte nichts anderes davon, als daß ihre Kinder gerade so waren, wie sie nun einmal waren: sie iagte, sie seien gut und vrahlte mit ihnen, sie log ihnen Verdienste an. die sie nicht hatten, und verbarg ihre Fehler.—„Was hast du gesagt?" erwiderte sie Inger.„Daß du nicht vor Scliam in die Erde versinkst! Meine Kinder, die im Vergleich zu den deinen wie eine himm- li'che Engel sck>ar waren! Wagst du es. meine Kinder in den Mund zu nehmen? Alle sieben waren als klein chphre Gottesgeichövse, und ietzt als erwachsen und sie alle mitein- ander groß und wohlgestaltet. Nimm dich in acht, du!"— „Und die Life, kam sie nickt ins Gefängnis, wie war denn das?" fragt Inger.—„Sic hotte nichts getan, sie war so unschuldig wie eine Blume," sagt Oline.„Und jetzt ist sie in Bergen verheiratet und gebt im Hut. Aber was tust du?"—• „Und wie war's mit Nils?"—„Es ist mir nicht der Mühe wert, dir zu antworten. Aber du hast eines drüben im Walde liegen, was hast du denn getan? Du Hast es umgebracht."— „Pack' dich und mach', daß du hinauskommst!" schreit Inger wieder, und sie dringt aufs neue auf Oline ein. Aber Oline weicht nicht, sie steht nicht, einmal auf. Diese Unerschrockcnheit. die wie Verstocktheit aussieht, lähnrt Inger abermals, und sie sagt nur:„Jetzt hole ich aber gleich das Hackmesser!"—„Laß das lieber sein." rät Oline,„ich gehe schon von selbst. Äber was das betrifft, daß du deine eigenen Verwandten hinauswirfst, so bist du eine Kanaille!"—„Ja, aber mach' nur, daß du fortkommst." Aber Oline geht nicht. Die beiden Frauen zanken sich noch eine gute Weile, und so oft die Wanduhr halb oder ein Viertel schlägt, stößt Oline ein Hohngolächter aus und macht Inger rasend. Schließlich beruhigen sich beide doch ein wenig, und Oline macht sich zum Gehen fertig.„Ich habe einen weiten Weg und die Nacht vor mir," sagt sie.„Und es war recht dumm, ich hätte von daheim etwas zum Essen mitnehmen sollen," sagt sie. Darauf gibt Inger keine Antwort, sie ist jetzt wieder ver- nünftig geworden: sie füllt Wasser in ein Becken und sagt: „Da, wenn du dich abreiben willst!" Oline sieht ein, daß sie dürfen gründlicher Ausbildung. 3. Gefehlt hat es ferner an einer zweckmäßigen Aufklärung der weitesten Bevölkerung! I chlen. Der Kampf gegen den Schieber hat mit Parteipolitik nichts zu tun. Es handelt sich auch nicht darum, den Verbraucher billig und aus- köininlich zu versorgen, sondern um die Wiederausrichtüng eines regelmäßigen Handels und die Befreiung eines unserer wichtigsten Erwerbszwcige' von den ibm anhaftenden Schlacken, letzten Endes um die Erhaltung unsere» Wirtschaft» lichcn Dasein» überhaupt. Mit allen Mitteln muß die Möglichkeit und Freudigkeit der Lebensmittel- und Gütererzeugung beim Landwirt gefördert werden. Das-gegenseitig« Verständnis und Einvernehmen von Stadt und Land muß hinsichtlich der verschie- denen wirtschaftlichen Verhältnissen geweckt und geschützt �werden. 4. Wird als Ziel der Bekämpfung die Vernichtung des Schieber- tums betrachtet und werden weiter auch Erfolge in dieser Hinsicht bekannt, so werden sich die mit der Wucherbekämpfung befaßten Behörden bald die Zustimmung und Mätarbeit aller B e völ kc rn n g s? rei s e erwerben, während beute den Be- Hörden seitens der Allgemeinheit die eins.äiige Verfolgung de» Schleichoersorgcrs vorgeworfen wird, ochüestlich muß in weitesten Kreisen bekannt und in der Oessentlichkeit immer wieder und wieder betont werden, daß beschlagnahmte Waren) der ordentlichen Wirtschaft wieder zugeführt werden. Tau- ernde Verössentlichungen in dieser Hinsicht brechen einer �Unzahl von Verdächtigungen und Mißverständnissen die Spitze ab." Rückkehr aus Dänemark. Eben ist von Kopenhagen die Rückkehr der Kinder angeiagt, die von allen früheren Transporten noch in Dänemark zurückbliebcn. Die Kinder kommen am Dienstag, den 27. d. Mts., an und sind zu der gewohnten Stunde,- abcnd-s won 10 Uhr ab. auf dem Slcttiner Bahnhof zu erworten. Nack Ungarn sind fortan gewöhnliche und eingeschriebene Brie?: wieder geschlossen zugelassen. Die Einsuhr ungestempelt e r österreichisch. ungarischer Banknoten ist verboten und wird in Ungarn schwer bestrast. In der Urania in der Taubenst, aste wird Emma Köttinami tbren mit so grohem Beisall aufgenomniciien Vorlrng,»Flichling am Aeckar" in diewr Woche noch am Sonntag, Dienstag, liieitag und Sonnabetid wiedei dolen. Am Montna gelangt der Vortrag„Thüringen" zur Daritellimg und am Miilwoiü hält Vrosessor Frank Goerste ieinen Vortrag„Aeghptcn iiiidftier Nil" noch einmal und am Donnerstag Nud. de Maa» seinen Vortrag asrikaiiilchc Reiter in Krieg und Jagd". In der Versammlung der AiigesteUt"» der Butterbranche. Prachtläle„Alt BerIiN"„ ist ein Portemonnaie mit Tnhalt geftindcu worden. Abzuholen im OrtSburcau, Belle.-Alliattee-Str. 7/10, Die-Sasiptgeschästsstesle für die oftpreusiische VolkSabsti»>tt»»ig ist auch Sonntag von 0—4 Uhr geöffnet und befindet sich Hallcjche-: Ute 24. Telephon: Lützow 3075. Zeutralverband der Angestellten. V c r s a n, m l n n g e n onr Montag, den-20. April: Fachgruppe 1 0(An resteMe der Teturl«. indullrie. Färbereien und Waichairftallen): Oesteullime Peliaminlmig abends 7 Ubr„Rcsidenz.Festsälc", Landsberger Ztratze 31(Das.lngebol der Arbeitgeber).— Fach qruvvc 12 Miigestellle der Valimaicriolieii- Branche), abends 7 Uhr.«erbaadsbureati. Belle- Allianee-Zirane 7—'.0 (Die Antwort der Arbeiigeberl.— Fachgruppe 14(Seknoir: Ehirurgiemc cki a tt i I). abends 7 Uhr,„Havcrlcmds Feftfälc", Piene Friedrichstr. 35: Ooleute-Iiljintg. Bund der technischen Zlngestcllten und Beamten. Berufs- gruppe Kun st ge Werbezeichner. DienSiag, den-tiT:, jw-'st.r. abend» VU Uhr. in der„Neuen P h l Iba r m 0 u i e CSpcüiA� Strafte 95,96: Versammlung.— Verlrauensmäiiuer der Ä ö b e l b r a 1: ch e � und Innenausbau um 6 Uhr. ,>a Deutscher Werkmeister- Bcrbmid. Tie ollt wit der CbiriKM Mechanik verfammein silb Montag, nachmittags 4'/, lidr, im Rosenthaler Hos, Rofemhalcr Str. 11/12. Tagesordnung: Bericht über Tarsverhürd- lungcn. Neukölln. Die Auffchliestung des Jndullricv ortel längs beS R Neuköllner Sch• ffahrtskanals wackt tren»er llnounst»et Verhältnisse erfreuliche Fortschritte. An der Herstellung neuer f Straßen und dem Bau der Industriebahn wird flott r xtrl' ic:. j Letztere wird das gesamte Terrain durchziehen und nach oöiligem' Ausbau die Abfertigung von 400 einlaufenden und 4 Ol» auslaufen- s den Wagen bewältigen können. Jede! Jndusmernerk wird gcwn derten Gleisanschluß, aus eigene:» Grund. und Boden erhallen. Für großgewerblickc Niederlassungen können Baüblöcke bis zu 300 Meter Tiefe mit Wasser- und ziveii.'itigem Bahnanschluß zur Vcrfügunq gestellt werden. Soweit die Werke nicht unmitleldar am Icfer de.' Schiffa/hrtskanal» angebaut werden können,:st dafür S. ge gc- trogen, dast die anschwimmenden Güter auf die Jndust:.! n u Inge laden und durch �die schwimmenden Güter aus die F nduitrie bass n sich wasckcn muß. ehe sie geilt, ob r da sie.; N üß. t blutig ist, wäscht sie an den verkehrten Stellen. Inger sieht' ihr eine Weile zu, dann deutet sie.„Da— fahr' auch«Her die Schläfe, ich Hab' ja daraus gedeutet."—„Hab' ich wissen können, aus welche Seile du gedeutet hast!" versetzte Tli:'?. —„Auf deinem Mund sitzt auch noch etwas. B>st du vielleich' wasserscheu?" fragt Inger.... Lt Schließlich muß Inger selbst die Verwundete wasö en um ihr ein Handtuch hinwerfen. „Was ick sagen wollte," beginnt Oline, während sie sß, abtrocknet, und sie ist jetzt wieder vollkommen, friedlich,„wie. soll Isak mit' den Kindern das durchmachen?"—„Weiß cr's?" fragt Inger.—„Ob er es weiß! Er kam dazu und sah es." —„Was sagte er?"—„Was konnte er sagen! Er war f| sprachkos, wie ich auch." Schweigen.' 4 „Tu, dil bist an ollem miteinander schuld!" klagt Inger und bricht in Tränen aus.—„Wenn ich nur an allem io sr.'i. van Schuld wäre!"—„Ich werde ihn, den O:-Anders, fragen, daraus kannst du dich verlassen!"—„Ja. tu daslft Sic sprechen es in Ruhe durch, und Oline scheint setzt weniger rachsüchtig zu sein. O, sie ist ein Politikus ersten Ranges und gewohnt. Auswege zu finden, j-'tzt äußert sie sogar chic Art Mitgefühl, indem sie sagt, wenn es nun her- auskomme, dann tue ihr Isak und auch die Kinder herzlich', leid.—„Ja," sagt Inger lind weint noch mehr.„Ich Habe. Tag und Nacht gegrübelt und gegrübelt." Als Ausweg fällt t es nun Oline plötzlich ein, chaß sie eine Hilfe sein. köime. sie.. könne vielleicht herkommen und ans der Ansiedtung bleibe 1, wenn Inger ins Gefängnis komme. Jetzt weint Inger nicht wehr, sie- horcht-foleichwirt v Mötzlich«uf und überlegt.„Nein, du versorgst die Kinder nicht." sagt sie.—„Soll ich die Kinder nickt versorgen? Du faselst"' D'»'�0."—„Ja, denn wenn ich für etwas ein Herz habe/so .sind es Kinder."—„Ja. für deine eigenen, aber wie wirst du gegen die meinigen sein? Und wenn ich daran denke, da*! du mir den Hasen geschickt hast.' nur- um w.ick zu verderbe uK w bist du ganz und gar schuld daran."—„Ick?" fragt Oline«' „Meinst du mich?"—„Ja. dich meine ich." antwortet Inger. mit lautem Schluchzen.„Tu bist das größte Sc:'usali gegen mich gewesen, und ich trau dir nichts Gutes zu. Und außer» dem würdest du uns nur all? Wolle stehlen, wenn du hierher kämst. Und einen Ziegenkäse nach dem ardern würden deitzeti Leute bekommen und nicht die meinigen.".--„Du bist emAi Kanaille," sagt Oline.(Forts, folgt.�-- irmftcfaSeri und durch diese de« einzelne« Süfefcn zngeWrk werden können. — Staatsthcater. Mcmtog gelangt Gustav FrehtagZ Lustspiel „Die I o u r n a l i st e n" zum zweiten Male zur Aufführung.- Alle drZher belegten Karten haben Gültigkeit. Reinickendorf. Maifeier. Die Kinder treffen ffK zum Maium- zug in Ost um 11 Ubr vor den Hubertus sälen, in West um 1 Uhr auf dem Hof der V. Schule. Für die AbendvexanstaltuNgen sind Karten zu 1,— M. bei den Parteifunktionären zu haben. Die Ge- nassen werden ersucht, sich und ihren Angehörigen Karten im Bor- verkauf zu sichern. Wilmersdorf. Die Volkshochschule nimmt Montag die Bor- lesungen des Sommerquartals auf. 16 Vortragsreihen aus allen Wissensgebieten, darunrer 7 Arbeitsgemeinschaflen, sind vorgesehen. Als neue Dozenten treten ein: Geh. Justizrat Volkmar, Dr. Georg V o sz, Dr. Hans L eb e d e, Univ.-Prof. Karl S ch a e f e r. Dr. Erich Drack, Studienrat Wichmann, Dr. Krüger und Oberlehrer Heime. Ausführliche Vorlesungsverzeichnisse find im Rathaus Wilmersdorf, Zimmer 38, in den Volksbüchereien und sämtlichen Dienststellen gratis erhältlich. ■*iM.- SC»?' Groft-Bcrliner Lebensmittel. Brotkartenstichwort: Kluft. In dieser Woche gelangen zur Verteilung in: Berlin. 200(Sramm ausländische Mühlcnfabrlkate(E"), 250(Sratnm lose Haferflocken(21 und 22). Frisches Schweinefleisch. Der Kartoffclpreis erhöbt sich um 5 Pf. aus 40 Pf. pro Psd. In den nächsten Tagen kommen Maqermilchkarten zur Ausgabe. Jedes in der Zeit vom 1. April Z9t2 bis 31. März 1914 geborene Kind erhält eine grüne, jedes in der Zeit vom 1. April 1910 bis 31. März 1912 ge» borene Kind eine lila Karte. Die Magermilchkarten sind bis zum 3. Mai dem Milchbändler vorzulegen. Charlottenburg. 125 Gramm KartoffelstärkeMehl(17), 125 Gramm Haferflocken(18). Für April: Kriegsbeschädigte je 1 Pfund Teigwaren, Graupen, Hasernährmiticl und inländische Hülsensrüchte. Schwangeren Frauen vom 4. Monat ab 2 Psund Weizengrieg, 3 Pfund Zwieback; vom 4. bis einschl. 6. Monat ausserdem eine Büchse kondensierte Milch mit Zucker. Kinder im 1. Lcbcnsjabre 750 Gramm inländ. tzasernährmiltel, im 2. Lebensjahre 500 Gramm inländ. Hafcrnährmittel. Schönebcrg. Voranmeldung 125 Gramm Haferflocken(15), 125 Gramm Gcrftcnfabrikaie(10), 1 Päckchen Rote Grütze und 2 Päckchen Saucenpuloer (6).' Für Jugendliche 200 Gramm Haferflocken(19). Ausgegeben werden für aussallcnde Kartoffeln 300 Gramm ausländische Bohnen(13 s bis g), 125 Gramm Gerstengrütze(10), 125 Gramm Bohnenmchl(11) und 250 Gr. zuckergcsüffte Marmelade(14). Wilmersdorf. 375©ramm Zucker(87). 125 Gramm Maisflocken (18), 25 Gramm Trockencigelb(H). Voranmeldung von ausl. Weizengrieff für Kinder im 3. bis 6. Lebensjahre. Für werdende Mütter 50 bis 200 Gramm Trockenganzei, 1 Dose Malzextrakt, 3 Dosen Kondensmilch(nur im 4. bis einschließlich 6. Monat). Für stillende Mütter 50 bis 200 Gramm Trockenganzei. Steglitz. Die Kartoffeln für die nächste und d!e darauf folgenden beiden Wochen können schon jetzt auf die Abschnitte 18 s. und d und 19 und 20 a bis c entnommen werden. Es kommen in Woche 18 2 Pfd. und in Woche 19 und 20 je 3 Pfd. Kartoffeln zur Ausgabe. Lichterfelde. 250 Gramm Haferflocken(17 und 13). Ms Ersatz sür fehlende Kartoffeln 500 Gramm Brot(14/,7, Patzenhofer Brauerei, Fidicinstr. 2— 3, Konferenz aller Funktionäre und BetriebsvertrauenS« leute.„Die kommende« Wahlen�. Genosse Zwben. Wahl der©nippen- leitung. Lichtenberg. Zu der am 1. Mai. nachm. 4 Uhr, feier find bei allen Funktionären sowie in unserem barnimstr. 4, Billetts zu haben. stattfindenden Mai- Sekretariat, Nieder- Jugenüveranstaltungen. Sonntag, 25. April: Zeniraljugendheim: 4 Uhr, Lindcnstr. 3, Bunter Abend.— Bernau: Temmler, Wallstr. 2, Bunter Abend.— Charlotteubnrg: Rosinenitr. 3(Volisbaus), Bunter Abend.— Fennsdori: Roonnraße, Turnhallengebäude, Brettspielabcnd.— Lichtenberg: Parkaue 10. Öntcv« baltungsabend.— Mahlsdorf: Walderfeestraße, Unterhaltungsabend.-— Niederschöneweide: Spiclpartie, Grünau. Treffpunkt 1 Uhr. Bahnhof.■— Pankow: Fußballspiel gegen Gruppe Nicdcrschönhausen.— Rosenthaler Borstadt: Besuch des Volkskundemuscums.— Schmargendorf: MuseumSbefuch. nachmittags Konzert.— Staaken: Besuch des Bau- und Verkehrsministeriums.— Steglitz Friedenau: Besuch der Treptower Sternwarte.— Treptow-Bauinschulenwcg: Eiscnstr. 3, Bunter Abend. — Westen: 5 Uhr, Schuleutlassungsseier im Kantincnraum der Baugcwcrt- schule, Kursürstenstr. 141._ vortrage, vereine und Versammlungen. Die Bereinigten Landsmannschaften Cupen— Malmedy veran- stalten am 29. April im Landwehrkasino �im Zoo ein Konzert mit dem vcr- stärkten Blüthner-Orchester und den Solisten Toni Halbe, Laubentbal, WicmerS.— Die entschiedenen Schulreiormer veranstatten am Vor- abend von Himmelfahrt in der Gemeindescsthalle Lankwitz eine Feier für die Jugend aller Volkskreise. Das Programm verspricht viel Musikvorträge, Rezitationen, Gesangsoorträge durch jugendliche Schülerorchcslcr im Gesamt- rahmen de§ Themas:„Die Jugend als Gestalt des Göttlichen". Billetts 8 50 Pf. bei Dr. Franz Müller. Lankwitz, Charlottenstr. 52.— Der Berbaud heimatStreuer Ddcrschlesier, Ortsgruppe Südwest, veranstaltet Mittwoch 7'/, Uhr in den Kammersälen, Tellowcr Str. 1—4(Theatersaal) eine Mit- glicder- und Haupwersammtung.— Sprachschulc für Proletarier. Am 1. Mai beginnen neue Ansängerkurse in Englisch und Franzöfisch sür Genoffen ohne Vorkenntnisse. Anmeldungen in der Gemeindeschule, EipS- stratze 23a(Nähe Rosenthaler Straße) täglich von 4—0 Uhr abends. Sport. Im Buddenbrock-ErinnerungSrcnnen, Ehrenpreis und 25 000 M., Distanz 2600 Meter, dem Hauplereignis des heutigen Trabrcnn- tageS in Mariendorf, gelten als voraussilbrliche Starter: Pule (Großmann), Erbtochter(I. Lichtenfeld), Eilzug. v. N. sMprlin-Lichterfelde, Postfach 220. 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Weidenweg 72 am Baltenplatz Soeben erschien: ADOLF BRAUN: -•5K* Geldrevolutio» und Arbeitslohn In der Erkenntnis, daß wegen der ständig wachsenden Geldentwertung alle auch noch so erfolgreichen Lohnkämpfe zu keiner wirklichen Verbesserung der Lage aller Arbeitnehmer führt, behandelt der Verfasser ausführlich die im Interesse unseres wirtschaftlichen Wiederaufbaues gebieterisch erforderlichen neuen Methoden der Lohnregulierung und löst mit einem Schlage die heute das In- und Ausland beschäftigende Frage: Streik oder gleitende PrelsVi�) Mark und 20 Prozent Teuerungszuschlag O rgr a n i s a ti o n e n bei M a s s e n o b n ah m e Ermäßigung: Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW 68, Lindenstr. 2 ___________ Exemplar Geldrevolutfon und Arbeitslohn zum Preise von............ Mk. Pf. Betrag ist durch Nachnahme zu erheben Name:--------------------- /"• Wohnort; . Straße Nr. 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Die zu spät erkannte geistige Unzulänglichkeit und politische 1 lorizontiosigkeit der Generalsführung wird hier als eine der Hauptursachen des schließlichen Unterganges gezeigt. Sofort- bei Erscheinen schrieb die Neue Züricher Zeitung: Jeder, der die Gc* schiebte der.etzten 5 Jahre verstehen will, muß dieses ßudi gelesen haben. Die Frankfurter Zeitung: Was Nowak an Tatsachen bringt, ist schlcduhin erschütternd. Winister a. D. Gothcin über das Werk in der Matin, L'/ndcpcndancc, Stampa Hilfe: Ganz besonders uns Deutschen, die wir, If Scccolo undCorriere dclla S�raFMadrW), uns viel zu sehr daran gewöhnt hatten, die stfatc- ßerlingskc Tfdcnde und Politiken, gtsdtcn Leistungen unserer Heerführer als über alles so� ie fast alle großen europäischen und amerika« Lob erhaben anzusehen, gibt es zu denken. nischen Zeitungen. 7// jeder guten Buc£ Handlung vorrätig, sonst direkt vom •: K\ S T 3t O WO H LT VIlKIiAG. BERS.IX W 35 Kriegsminister a. D. Auffcnbcrg: In knappen 500 Seiten wird die ganze, ungeheure, ohne Ana� logon dastehende Kricgshaudlung nicht nur entrollt, sondern auch kritisch beleuchtet. Spaltcnlange Artikel brachten Times, Lc Matts Zinn, Zink. Blei, Platin, (hc'ib' und Gllbcrbnid) low. (HrTil. Ält' nnd Edelmetalle laui' hSchftnadlz'Nd Melv«- ezlalität: Zähne ohne täaiinien. Kronen ron 30 M. an. Keine Loxnsprefse. Fachmännische Munduntersuchung und Rat kostenlos. Mnpraxis Kaluani, fianziger Straße 1 Ecke Schönhauser Allee, Eingang Danzlger StraBe. Sprechstunden von 9—12, 2—7. Sonntags u. Feiertags 9—12. In den letzten 2 Jahren über 2SOO Gebisse zur vollsten Zulrledenhelt geliefert. Schlechlsilzcnde Bruch. h ä n d e r sind ebenso lästig und gefährlich wie der Bruch selbst!— Verlangen Sic aufklärende Broschüre Uber das ohne F eder nur aus Leder bergest. Bruchband ,.Applikar"ges. gesch, von Unverzagt. Jahrelang haltbar. Tag und Nacht zu tragen. Alleiniger W/i/ fgt . 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Mai 1920 Wegen Nachveise« von Zimmern und MieRabzeichen wende man sich an den Wohnunjpsnachwcl» des Meßamtes GESCHÄFTSSTELLE PUR GROSSaßERLIN: CHARLOTTENSTRASSE 56 ynwiiiiuil l.ltil'.'1:-l .........—— fest gebündelt, kaufe bis zum 28. April und zahle für das Kilo sowie Bücher mit und ohne festen Deckel kaufe bis zum 28. April und zahle für das Kilo 1,90 Mark. 1,30 Mark. frltZ SOHdtitZ, KSUkÖlhl, KemannpU öeschäflszeit 8—12 und Vs2— 6 Uhr. ts/« Gegriinaei 18041 sp5[?ii Geld i| :aufj ppej Bimelverltaul äiureine ftcppi e Fröhjaiirs- Neuheiten 9 Covercoat-Paletots 85, 12V, 175, 250. 830, 373 II. Kostüme, imprägn.' Seidenmäntel,. Sportjacken 35. 75. 125, ISO. 225, 300 31k. Schwarze Tuchmäntel, Alpaka-Mäntei. Ecl"e Igäali Mäntel und Münchenor LüUcI!" Pstorlnen. Röcke, 45, 85. 35. I2j, 150 M ÄiilifilltHtMiM ÄMlBsciyliÄPaSS 1 Eingang udan". j L Sonnahcitiu.Ssnjt.reschlatr.l J[ .■ Teilzahlung. 91 Kronen 18 M. Plomben ■ pnno A**l5a Zahnziehen mit Elntpr. höchst CQHIIu v.tan gdmierzlind. 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Mai, abends 71/2 Uhr, im„Kriegervereinshaus", Chausseestraße 94._ 63/5 Eintritt frei, ohne Karten!"WH VOGLER. Shlenbeehs Jtantabah ISÄil'Ä SiÄSffiSS| � B AG eil r A n A K lein Uebertee und gerö5iet. ZIOARBWENVABAK>n den vetzcbledenzten Qualitülen. ständig Vorrni. ri>t«nl»eclc A Becker. K«ln, Llndenatr. 14. Fernspr. B. 5658. A. 4756. Pabrlk-Nlederlnge! Berlin W, Spichernztr. 22, Haltestelle Nürnberger Platz(Ausgang SpichernstraBe) der Untergrundbahn. Fernsprecher: Pfalzburg 3901 Anfragen und Aufträge aus Berlin werden ausschlieülich von der Berliner Fabnkmederlage erledipt.> ohne Seruisftünnta be- ,/ feiHge* d)coni((f)< Harn- u. Nnterleibsleideu wo nütz onbtte ntcfngte. Natura-Jnstitnt. Bliicherplatz Ibireft am Halleschen Tor). Lprechstunbtn von 10—1, 4—8 Uhr u. Eonntag, Ii— i Uhr Ausschneiden 7 Damen-Vorträge von Minna Kube Montag, 26. April. 7 Uhr, Patzenhoter Brauerei, NWM Turm- Straße 25/26. Dienstag, 27. April, 7 Uhr,„Kalser-Priedrlcb-Zelt-S Char- lottcnburg, Berliner StraBe 88. Mittwoch, 28. April, 7 Uhr,„Natlonalhof", W., BDlowst. 37. Donnerstag, 29. April, 7 Uhr,„Keilers Peatsäle", N., Berg. straBe 69. Freitag, 30. April, 7 Uhr,„Resldenz-Pastsllc», C., Landsberger Straße 31., Montag, 3. Mal, 7 Uhr,„Vergnfignngs-Paiast Oroß-BerUn", Hasenhalde 13/13. Dienstag, 4. Mal, 7 Uhr,„Oranien-Pestsile", SO., Nannyn- Straße 27. Liebe und Ehe Das Glück der Liebe In der Ehe, wie es gewonnen, gewahrt und erhalten wird.— Welche Charaktere stoßen sich in der Ehe ab 7— Welche Charaktere ziehen sich an 7 Soll man tien Schbnwtfii heiraten? Die Kunst, einen gesunden Mann zn bekommen.— Warum bleiben so viele Mädchen sitzen 7— Wie kann die Frau den Mann In der Ehe fesseln 7— Wie man Minner behandelt. Aus Frauen II. Teil. Leben und Leiden. des Weibes. Warum sind so viele Frauen unglücklieh und krank 7— Frauenleiden von den ersten Anfängen bis zu den schwersten Erkrankungen.— Die Krankhelten in der Jugend, der Ehe, der Wechsellahre. III. Teil. Die 30 Schönheiten Die Pflege und Erhaltung wahrer PrauenschSnliclt. Sichere wissenschaftliche Methoden werden ausgegeben und praktls'* vorgeführt bei; Autgesprungener Haut— Falten— Runzeln— Gesichtshaaren der Damen— Lockeren Zähnen— Pickeln— Pusteln — Schuppen, Warzen— Brüchigem Haar— Fettrelchium der Haut— Haarausfall(krankhafter)— Hühneraugen— Kreisförmiger Kahl- heit— Mitessern— Roter Nase— Sommersprossen— Ergrauen des i�are»— Glanzloser, fahler Haut— Fettigem Haar— Kahlwerden des Kopfes— Leberflecken— Muttermalen— Korpulenz— Magerkeit— Starker SchwelBbildung, ■ 125 7b Was die Frauen häßlich macht 7 7 Schönheits-Wettbewerb Im Anschluß an den Vortrag findet ein SchSnheits-Wettbcwarb statt* Alle Mädchen und Frauen werden zur Beteiligung um fünf Preise und Diplome eingeladen, die den„schönsten Frauen" zugesprochen werden sollen. Die schönsten Haare, der schönste Teint, die schönste Figur werden preisgekrönt. Karten zu 2, 3 und 4 Mark exki. Steuer an der Abendkasse. Kasseneröffnung 1 Stunde vor Beginn. R. R a u h u t, Berlin W., Potsdamer StraB« 86. Erscheint nur einmal 'Ich zahle immer die höchsten Tagespreise für Kupfer, Messing, Gold- u. Silber- Tledalllen and andere ttetalle sowie Alto Ocblnke, kauft >WU- SS A nkanf»« teilen-Whg Gottheim, Mariannenstr. 12 und Schmidstr. 17 a, gegenüber SchäferstraSe. Mitglied des Vereins der Altmetallhändler GroB-Berllns Ä. Mer Bnavunstraß! t I TrankfMln j s« Kottbuur Damm tof Charlottenburg, Scltarreitstrqße j Preiswerte Angebote vornehmer Speisezimmer, Herrenzlmm. Wohnzimmer, Sdtiafzlmmer% Salons, farbig, u. las. Küchen j Pobferwar,, Ledersofas, Klubsessel' Weiße und ofenlack. Schlafzimmer Ru- Wöbet ■Auswahl Besichtigung ohne Kaufzwang erbeten Oegründet tSfi Warnung!! □ Platin, Gold- n. Silberbruch!!! Ver sufen Sie Ihr Platin, Gold- und SUberbruch sowie Zahngebisse,*. 3 r* f* t* bevor Sie den richtigen Uhren usw. N I � N L, Preis bei K. 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Sache der Bea in tensckaft aber i st es, bei den k o m m e n d eii W a h l e n i h r e S t i m m e s o a b- zugeben, daß die Zusammensetzung des Reichstages eine großzügige stnd beamten- freundliche Behandlung der Beamten fragen g e w ä h r l e i st e t. Demgegenüber ist eS Aufgabe unserer eigenen Parteigenossen, die Beamten, auch wenn und soweit sie„Novembersozialisten" sind, nicht unnötig vor den Kopf zu stoßen, sondern sich mit allem Verständnis, über das gerade die älteren von ihnen als jahrzehntelang Ver- folgte reichlich v�rsügen dürsten, hineinzuversetzen und die neuen Genossen nach besten Kräften zu stützen. Dann wird die gemeinsame Arbeit fruchtbar mnd nutzbringend sein und die beamten- und arbeiterfeindliche Reaktion gründlich geschlagen werden. Si!öu?;gsvL?anfta!tunsten. BikdnngSailskchuß Groh-Be' il»..freute 3 Uhr im Theater.Die Tribü Iis":„Die Wandmug- uon Einst Toller; gleines Schauspielhaus: .Jellchen Geberl". Die Verlosung beginnt pürrktilch Uhr. Ein Urtei „Hierdurch möchte ich Ihnen meinen Dank aussprechen für'le Wohltat, die mir durch das Tratjen Ihrer Gläser zuteil wurde. Ich litt viele Jßtro an so heftigen Kopfschmerzen.■/::'> ich 2—3 Tage Ja jeder Woche zu Bett liegen mußte... Bs war mir unmögUcl,.??. ine r. cr.en Jicc.ha. vorsustebea, die Va» zatriedenbelt darüber machte mich schwermütig. Osten/ v or 4 Jahr an wu r.i:::ir von frau Layppc::U Korr Qosselk empfohlen, und schon di e ersten Gläser brachte u Besser nyrf.. v:;:* kann Ich mit rrcudn ba.- riebt cn, daß die Gläser bei mir Wunder getan haben. Ichbia ain juvr äiv.- ch geworden und d.: ke beute über Sachen, die mich früher schrecklich aufregten, so glelc'n thtig, da;) ich mich oi über mich sc lost wuu* dere. Jederzeit werde ich Ihre Behandlung auf das beste empleblsn bing&rabere'- zu nähvrar Aaskuntt, Berlin- Ksrlsh omt. den 21.6. 1919, Frau Agnes. 6 hier, Hxcskow- Allee 99h.** ttttMttttMMMMMMMMMMZMMMMNttMttttttttttttM Viele weitere Dankschreiben liegen im Geschält inr Einsicht aus. Es Ist selbstverständlich, daß derartige günstige Erfolge nur von Gläsern zu erwarten sind, hei deren Bestimmung die rd.dnn relnheiten berücksichti sind, wie sie die Untersuchungsmethode des Physikers Qosselk garantiert— Wollen Sie daher Ihre Arbeitsireudlgkeit und Lebansfreudigkeit erhöhen und bis ins späte Alter erhalt.- n, wo'!; 1 Sie oh.t-.1 s- im• Kc hmerzen o e vorzeitige Ermüdung auch die feinsten Arbelten verrichten, dann tragen Sie nicht jedes beliebige(jtas. mit dem Sie vermeintlich gut sehen, sondern lassen Sie sich unsere Erlahrungen aut Jetn Gebiete der An:er..ünerbestimmut. nicht entgehen und scheuen Sie daher nicht den Weg zum Institut des Optikers Tnloweit, BlucherstraPe!2, om Halleschco Tor. 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Mte. verstarb unser langjährig eeMstfllied Ho»«'»!! kvÄliiii-il. -Mit regem Interesse hat der Peritorbene unsere 'Ziele gefördert. Ehre seinem Andenfen. Die Einäscherung hat de- reits stättaesunden. ißlsl? Der Vorstand. Danksagung. Ktir die vielen Beweise ausrichtiger Teilnahme deim Siuscheiden meines lieben Mannes, unseres guten Papas ßsr! Schonberg sagen mir allen Freunden nnd Bekannten, sowie allen 'Genossinnen nnd Genossen unfern herzlichsten Bant. Im Namen der Hinter- hkebenen Frau Rosa SchSnberg 94® und Rindet. Spezlalarzt Dr. med. Haschö[• FrieiiFiclistr.sa.sÄhn1?.. Maat-, Harn-; Frauenleiden Spr. 10— 1. 5-8. Sonnt 11-1. Koste nk Berat. Beq. Zahlung. Spezialarzt Dr. med. Koeben tOr Haut-, Harn-, Frauenleid., Schwäch., Beinkrank. ßehandlg. schnell, sicher a. schmerzl. ohne Berufs- ktörung. Blutuntersuch. Fäden I. Harn usw. WäWifclr.ll, SSSE: MäSlr.SWÄ Spr, 10-1. ä-t/aT.Sonnt. 10-1. Teilzahl. Separ.Damenrim Spezialarzt. Erfolgreiche Behandlung. ESnlsstr. 34/38 Alexanderplatz.• 10— 1. 5—8. Sonnt 10—1. Allgemeine Ortskeankenkasse für Berlin- Lichterfelde. Die Mitglieder der Kasse werden hiermit eingeladen, am Zrelkag, de» SO. April 1020, abenvs S Ah-, In der Aula des Nealgym- »afluws, Drakeflr. 72/75, zu erscheinen. Dcttseldst werden wlgende Narlräge gehalten- 283/16 L Zweck und Wesen der per» trauensäcztlichen Nachuntersuchungen. Ref. Dr. med. ijUienthtil, Vertrauensarzt der Kasse. 2. Die Bedeutung der Zahnpflege und der Zahnbehandlung illr die Gesundheit de« Men- scheu. Ref. Zahnarzt Serzla. Zahnarzt der Kassentlinil. 3. Das Gesetz über Wochenhilfe vom 26. 9. 1919, die Verordnung der Reichsrcgierung betreffend ErhShung der Grund- löhne uom 1. April 1920 und allgemeines. Res. H. Robatzek, Geschästofiihrer der Kasse. Berlin-Sichterfelde, den 24. April 1920.. Der vorslaud. Otto Gebert, Anna Kliemann, Borsttzendei. Echristfuhret Spezialarzt'iiS- Leipziger Str. 103, Ecke Fried tichstratze. 10-1, 3-6, Sonnt, 11-1. 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Abs. 1 des§ 6, der in Militärstrafsachen die Anzeigen straf» barer Handlungen ouäi zu Händen des Disziplinarvorge- fetzten zulassen will und insbesondere vorsckireibl, daff die Soldaten bei ihren Strafanzeigen nur diesen Weg wählen sollen, wurde g e st r i ch e n, um die Soldaten nicht bei Erstattung dieser An, eigen dem Einfluff ihrer Vorgesetzten auszuliefern. Aus gleichem Grunde wurde im Z 12 die Bestimmung gestrichen, daff die Zurücknahme eines Rechtsmittels auch zu Protokoll des Vor- gesetzten erolgen könne. SleiJ 7 wurde die Entscheidung über die Frage, ob eine mili- tärische Straftat auf dem Disziplinar- oder Gerichtswege zu ahnden sei, dem militärischen Disziplinarvorgesetzten nur sür den Fall überlassen, daff keine Person des Zivil- oder SoldatenstandcZ per- letzt worden ist. § 9 läfft die llntersuchiingshaft auch lediglich zur Aufrecht- erhaliung der militärischen Disziplin zu. Der Ausschuff beschloff. in diesem Fall nur eine. F c st n a b ni e eintreten zu lasten. Zur Schonung des militäriichcn Ehrgefühls soll die Abführung von Mtlitärperionen möglichst nur durch Militärpersonen erfolgen. Nach§ 10 soll das Militär bei der Gerichtsverhandlung seinen fachlichen Standpunkt durch eigene m i li t ä r i s ch e K o m- inissare vertreten können. Hier wurde die Be'ürchtung aus» gesprochen, daff auf dem Umweg über diese Bestimmung d i e Militärgerichtsdarkeil wieder eingeführt werde. Der Paragraph blieb schlictzlich mit Stimmengleichheit bestehen. Zu§ 11 wurde von der S o z i ck I d e m o k r a t i e sür die zweite Lesung em Antrag auf Aufhebung des strengen Arrestes , angekündigt, dem alle Parteien ihre Unter st ützung in Aussicht stellten. Der Zeitpunkt der Aufhebung der Militärgerichtsbarkeit wird vom 1. Lkiober, wie eS die Vorlage vorsieht, auf den 15. Juli vorverlegt gegen das Bedenken der Landesjustizverwaltungen, daff die Umorganisation bis zu diesem Zeitpunkt technisch nicht möglich(?) sei. Drohung mit �blieferungsstreik. Menschenfreundliche Agrarier und ihr Generaldirektor. In der„Deutschen Tageszeitung" lesen wir eine Erklärung der Bereinigung- der.deutschen B a u e r n v e r e i ne, in welcher dte Haltung der Rcichsregierung gegenüber dem Generalstreik vcr- urteilt und hinzugefügt wird, daff man es dem Landoolk nicht mehr werde verübeln können, wenn es in Zukunft zur Erhaltung der staatlichen Ordnung zu dcu gleichen Waffen greifen und Gc- neralftreik i�it Alilieferungsstreik beantworten werde, ganz abge- sehen davon, daff die heillosen Zustände ohnehin einen groffen Teil unserer Landwirte zwängen, beim Anbau der Früchte die Wünsche und» Bedürfniste der Konsumentewkreise nicht mehr wie früher aus- schlaggebend sein zu lassen. Tic deutschen Bauernvereine, die mit dem Bund der Land- Wirte durch dick und dünn gehen, und deren Name immerzu unter gemeinsamen Kmndgcbwngen mit dem Bund der Landwirte und anderen stockrealtionärcn landwi rffchaftli chen Organisaftonen prangt, und die darum der„Deutschen Tageszeitung" fast so lieb sind w:e der Bund der Landwirte selber, drohen also wie pommersche Junker und Baltkumschützer mit Lieferstreik, und wollen die Wünsche und sogar die Bedürfnisse der Konsumenten Heiseite schieben. Gcneradirckto-r dieser Vereinigung der Bauern- vereine ist Herr Dr. C r o n e, und dieser Herr ist patrioftsch und gcschäftsiüchftg genug gewesen, sein Geld in Gütern in der ersten AbstimmungSzone in Schlcswig-Holstein anzulegen, so wie es viele Kriegsgewinnler und Schieber getan haben. Wenn die Mitglieder der deutschen Baucrnvereine von dem gleichen Drange beseelt sind, das deutsche Volk mit Lebensmitteln zu versehen, wie ihr nach Dänemark abreisender Generalsekretär, dann kann es an einer Beseitigung der„heillosen Zustände" nich? fehlen. Und die„Wünsche und Bcdürfniffe" der Konsumenten werden weitgehende Erfüllung finden I So u nisten die Leute aber sein, die dem Herzen der„Deutschen TageSzeiwng" nahestehen. Tie Geldsackintcressen und das paftiotisehe Menilheldentum sind ihnen allen gemeinsam. voraussehungen. Hugo Petersen, Mitglied der Sozialisierungskommisfion der U. S. P. D. und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft sozia- listischer Techniker, hat eine Broschüre über die B o r a u s s e tz u n- gen für die Diktatur des Proletariats geschrieben, die von der Gesellschaft„Ausbau und Werden" berausgegcben wird (Firn-Berlag, Berlin W 57. 1 M.). Sie bedeutet einen Schritt näher dem Ziele der Selbstbesmiiung, dem die vernünftigeren Kreise der Unabhängigen Sozialdemokratie zuslreben. Es wird nämlich höchste Zeil, daff Oppositionsparteien jenes Verantwortungsgefühl er- werben, das nach den Voraussetzungen dessen fragt, was sie erreichen wollen. Petersen stützt sich dabei auf Rädel, der in einer seiner Broschüren sagt:„Es ist unsinnig, die Ergreisung der Macht zu erstreben, bevor man Aussicht hat, sie zu halten." Und in logischer Erkenntnis weiter:„Das Prokeiariar kann nur siegen, wenn es von den Spmpathien der groffen Mehrheit des Volkes, also auch der kleinbürgerlichen Schichten getragen wird." Bedeuten diese Worte Rädels nicht die Recht- fertigung unserer Erstrebung des Sozialismus' auf demokra- t i s ch e m Wege? Petersen kommt zu der Erkenntnis, daff die Voraussetzungen für die Errichtung einer Diktatur des Proletariats heute fehlen. Er weist auf die Erfahrungen in München und Budapest hin. Von den Vollversammlungen der Groff-Berliner Arbeiterräte schreibt er:„War je ein bürgerliches Parlament, selbst der erste polnische Reichsrat eingeschlosten, eine so fürchter- liche Schwatzbude? Eine schier unglaubliche Unsähigkeit im pofiliven Arbeilen." Gegenüber den„Nebelhirnen", die zuerst alles zusammenstürzen lassen wollen, um dann aufzubauen, verweist auf den durch die organische Entwicklung der Wirt- sch af t vorge'chriebencn Weg. Die P r o d a k ti o n müste in den Mittelpunkt gestellt werden, nicht der Mensch, der sie zu leisten hat. Darum müste ein Sozialismus der Produktios mittel, nicht Kommunismus der Bedarfsgüter erstrebt werden. TaS können wir aber ohne die geistigen Kräfte des tätigen Bürgertums nicht erreichen, die erst für die iozialistijche Wirtschaft zu gewinnen sind, eh« man sie in Angriff nebmen kann. Möchten doch die nüchternen und klaren Erkenntnisie eines Wirtschaftspolitikers die agitatorischen Bedürsnisse der Unabhängigen endlich überwinden. Dann wäre auch die Möglichkeit sür die baupt- sächliche Voraussetzung zur Verwirklichung sozialistischer GesellschastS- ordnung gegeben, dre Petersen anführt: Die Einigung des ganzen Proletariats!_ Schipprl kandidiert wieder. Eine Funktionärkonferenz des 15. sächsileben WahllreiseS hat nach einein Referat des Genosten S eh i-p p e l einstimmig beschlossen, diesen als Kandidaten für die Reich StagSwahl aufzustellen. Reichseisenbahn In der Nationalversammlung teilte am Sonnabend Präsident Fchrcnbach mit, daff die von der Nationalversamm- lung zur Erinnerung an den Weimarer Aufenthalt gestiftete Goethebüste im dortigen Goethemuseum aufgestellt worden ist. Vor Eintritt in die Tagesordnung erbebt Abg. Kahl sD. Vp.) noch einmal Einspruch gegen die beiden Reden des Reichsjustiz- Ministers vom 14. und 15. April und verlangt die Zurücknahme des darin andeutnngswerse entbaltenen Zitates einer Aeutzerung Ernst Augusts von Hannover:„Professoren, Huren und Tänzerinnen kann man überall um Geld haben." fllnruhe links.) Reichsjustizminister Blunck legt gegen die Ausführungen des Abg. Kahl auf das allernachdrückljchste Verwahrung ein. Das Zitat war kein Werlurteil über einen Stand im ganzen oder über die Person des Prof. Kahl; es ist das Wort eines Hannoveranischen Königs und fiel mir nur als Antwort gerade ein,» als der Abg. Kahl von Winkeladvokaten und Verteidigern in einem herab- würdigenden und verächtlichen Tone sprach, sodaff auch der Abg. Falk genötigt war. ausdrücklich dagegen Stellung zu nehmen. Nach einer Bemerkung des Präsidenten Fehrenbach ist damit die Angelegenheit erledigt. Ein Ersuchen des Amtsgerichtes Gleiwitz auf Genehmigung der Strafverfolgung des Abg. Becker» Oppeln(Soz.) wegen Beleidigung wird abgelehnt, ebenso die Genehmigung der Strafverfolgung der Abgg. Geyer Vater und Sohn(U. Soz.). die bei dem Leipziger Putsch unter Drohungsversuchen mit Waffengewalt 400000 M. von der Leipziger Stadtlafie erpreßt haben sollen, da die Beschuldigten nicht in per- iönlickem, iondern im Parteiintereffe gehandelt und keine ehrlose Gesinnung bewiesen haben. Abg. Warmuth(Dnat.) berichtet: Der Ausschuß beantragt im Falle Braß Verweigerung der vom Oberreichsanwalt nachgesuchten Ge- nehmigung zur Strafverfolgung wegen Landesverrat, da es sich um ein politisches Delikt handelt. Die Abgg. Dr. Pfeiffer(Z.) und Brodauf(Dem.) beantragen Zurnckocrweisiing an den Ausschuff zur besseren Würdigung des Materials. Abg. Warmuth(Dnat.) widerspricht und verlangt analog dem Fall Traub die Gcuchmigiiug zur Strafverfolgung. Abg. Gcyer-Leipzig(U. Soz.): Wir haben nie einen Zweifel darüber gelassen, daff wir gegen jede Verfolgung eines politischen Delikies sind. Ich bitte um Ablehnung beider Anträge. Für Zurückverweiiiing sprechen die Abgg. Burlage(Ztr.), Graf Dohna(D, Vp.) und Schultz-Bromberg. Abg. Graf Posadowsty(Dnat.): Zwischen dem Fall Traub und Braff ist ein riesiger Unterschied. Der Fall Traub betrifft nur die innere Polirik, dabei wird in der Regel die Immunität aufrecht erhalten. Ganz anders aber, wenn ein deutscher Abgeordneter mir einer ausländischen Macht in Verbindung tritt zum Schaden dcS Deutschen Reiches. Löbc___ j-Ld___■■■MI"■iiii.miii m�agessaeBS Kündigungsfristen und ZinLtcrminen abgeschlosfem worden sind. Wahrscheinlich hätten die vertragschlreffenden Mächte und Firmen jedem andereil Staate die gleichen Lioserunyen unter denselben Bedingungen gewährt. Tie deutsche Wirtschaft wird also im Auslande immerhin noch günstiger beurteilt cßä von den ökonomischen Kappisten in Teutsehlnnd, die nur die ZFirt- schaftspoliftr der Regierung schlecht machen können. Hinzu kommt, daß seit einigen Wochen das Loch im Westen geschloffen ist. so daß die Schiebereinfuhr stark untertbunden ist. End» lirh haben die Länder mit hoher Valuta, die den Export erschwert, selbst ein Interesse an Kredi tabschilüssen mit den übrigen Ländekn, vorausgesetzt, daß diese Staaten sich wach ihrer Wartschaftslage als vertrauenswürdig erweisen. Gerade darauf kommt es aber in der Hauptsache an. DeSftoTb wurden die Verhandlungen über die gegenwärtig abgeschlossenen Kredite durch den K a p p- P u t s ch stark verzögert, und wahrend der Kapip-Woche muffte man sogar befürchten, daß sie überhaupt scheitern würden. Daß sie trotzdem zustande gekommen sind, ist da? Verdienst deß sozialdeincckracki schem'Reichswirftchaftisnirnister? Schmidt, dessen Amt die Verhandlungen geführt und dessen WirtschaftSpolitÄ diese wirtschaftliche Entwicklung gefördert hat. Der? muß offen anerkannt werden, selb st wenn man sonst an seine« WirtschaftspolftÄ die? und jenes auszusetzen habsn mag. HeringSkrcdite von Norwegen. Berlin, 24. April. Im Auswärtige« Amt ist ein neues Heringsabkommen mit Norwegen unterzeichnet worden. das die Lieferung von 1 Million Faß Heringen zum