Nr. 227. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Inferttons- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonna und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508, Telegramm- Adresse: nozialdemokrat Berlin, Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 29. September 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Abonnements- Einladung. Wir ersuchen alle unsere Freunde und Genossen, nach Kräften für die Erweiterung unseres Abonnentenkreises thätig zu sein. Jetzt, bei Beginn eines neuen Quartals ist dazu die beste Gelegenheit. Und die Zeiten sind so bewegt, so schwankend ist die nächste Zukunft, so nothwendig die Theilnahme eines Jeden an den Kämpfen der Gegenwart, daß es mehr als je Pflicht der Genossen ist, für politische AufElärung zu sorgen, und das Parteiorgan in immer weiteren Kreisen zu verbreiten. Es ist das im wahrsten Sinne des Worts eine Parteipflicht, die erfüllt werden muß im Interesse der Partei. Die Hauptstärke einer Partei liegt in ihrer Presse je mehr Leser ein Blatt hat, desto größere Macht hat es, und je größer die Macht der Parteipresse, desto größer die Macht der Partei. Wer dem ParteiOrgan neue Leser zuführt, stärkt fonach die Partei. Mit dem 1. Oftober eröffnen wir ein neues QuartalsAbonnement auf den „ Vorwärts" Berliner Volksblatt mit der illustrirten Sonntags- Beilage Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Beitungsspediteure, fowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 M. für das Quartal entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 Nach Beendigung des Romans: Der Jude von Spindler, unter Nr. 6919.) werden wir spätestens am 1. Oktober mit dem Abdruck der Erinnerungen eines Kommunarden beginnen, die uns mitten in die gewaltigste moderne Geschichts. Tragödie versehen, und den Heldenkampf der Kommune, erzählt von einem der Kämpfer, an uns vorüberziehen lassen. Die Ueber fegung, aus der Feder Audorf's, des Dichters der Arbeiter marseillaise, hat das ganze Leben des französischen Originals. Den in Aussicht gestellten Roman, welcher die Ereignisse der Märzrevolution, und namentlich der Voltserhebung in Berlin behandelt, werden wir, um die Aktualität und das Interesse zu erhöhen, erst im nächsten Frühjahr, also gewisser maßen zu den Gedenktagen der vorgeführten Ereignisse veröffentlichen eine Anordnung die sicherlich die Billigung unserer Leser finden wird. Die Redaktion und Expedition des Die Praxis der sozialen Reform. % selbst unseren Großindustriellen zu viel. Unsere Leser er innern sich noch des Entrüstungssturmes, den die rheinische Großbourgeoisie gegen den Normal- Arbeitstag entfachte. Zu allen Mitteln wurde Zuflucht genommen, um sich der Ueber den Arbeiterschutz in England sagt Fr. Engels: Unbequemlichkeiten der neuen gesetzlichen Bestimmungen Man hat dafür gesorgt, daß die brutale Gewinnsucht der entschlagen zu können. In zahlreichen Fällen- und Bourgeoisie eine heuchlerische, zivilisirte Form annahm, daß die Berichte der Gewerbe Aufsichtsbeamten sind voll die Fabrikanten durch den Arm des Gesetzes von allzu davon leistete man einfach passiven Widerstand fraffen Niederträchtigkeiten abgehalten, desto mehr schein- gegen das Arbeiterschutz Gesez", indem man die Frauen baren Grund haben, ihre erlogene Humanität selbstgefällig fo lange arbeiten ließ, als es den Unternehmern eben geauszukramen, das ist alles." In dem Lande der fort fiel; in anderen Fällen griff man zu weit drastischeren geschrittensten sozialen Gesetzgebung", in Deutschland, ist Mitteln, von denen der Gewerberath von Köln( 1892) bediese Heuchelei nicht einmal nöthig, und mit einer Brutalität richtet, indem die Unternehmer die Frauen geradezu zum ohne gleichen pocht das Unternehmerthum auf sein Recht Streit aufreizten natürlich aus purer Arbeiterfreundlichauf Ausbeutung". Eine Zeit lang schien es, das war noch keit, damit die Arbeiterinnen nichts an Lohn einbüßten. damals, als man der Sozialdemokratie den Wind aus Und doch kann nach§ 138a der Gewerbe- Ordnung sogar den Segeln nehmen wollte, als ob in höheren Regionen die untere Verwaltungsbehörde bei drängenden Arbeiten ein wirklich arbeiterfreundlicher Wind wehte, Wind wehte, und die Arbeitszeit der Frauen über 16 Jahre auf 13 Stunden in der Thronrede vom 6. Mai 1890 hieß es auf die Dauer von zwei Wochen und die obere Verwaltungss „ Ein Theil dieser Frage ist so dringlicher Natur, behörde sogar auf 40 Tage im Jahre verlangen. Von dieser daß es nicht thunlich erscheint, die Einberufung des Reichs Erlaubniß ist denn auch ausgiebigster Gebrauch gemacht tages länger hinauszuschieben. Ich rechne hierzu vors worden. In den 9 Monaten vom 1. April 1892 bis nehmlich den weiteren Ausbau der Arbeiterschutz- Gesetz- 31. Dezember 1892 find allein in Preußen( außer Berlin). gebung Und der kaiserliche Erlaß vom 4. Februar für 43 594 Arbeiterinnen 1 344 109 Ueberstunden bes deffelben Jahres hatte bereits die Worte enthalten: Diese willigt worden. Einige untere Verwaltungsbehörden Prüfung( über die Verhältnisse der Fabrikarbeiter) hat hatten überhaupt generell die Ueberarbeit an Vorfeiertagen davon auszugehen, daß es eine der Aufgaben der Staats- gestattet. Im Jahre 1893 wurden für 75 333 Arbeite gewalt ist, die Zeit, die Dauer und die Art der rinnen sogar 1738 723 Ueberstunden bewilligt. Ueber Arbeit so zu regeln, daß die Erhaltung der Gesundheit, geringes Entgegenkommen haben die Unternehmer also bei die Gebote der Sittlichkeit, die wirthschaftlichen Bedürfnisse den niederen und höheren Verwaltungsbehörden nicht zu der Arbeiter und ihr Anspruch auf Gleichberechtigung ge- klagen; aber wer hätte je einen zufriedenen Unternehmer wahrt bleiben." gestiegen, als der Hausknecht des manchesterlichen Kapitalis unbeschränkte Ausbeutungsfreiheit im Interesse der InDie Erwartungen waren schon vorher gesehen! Die klagen und klagen und fordern weiter die mus, der Handelsminister" Bismarck durch den anläßlich dustrie, im Interesse der Frauen und Kinder". Aus den des großen westfälischen Bergarbeiter- Streits neu entdeckten Berichten der Gewerbe- Aufsichtsbeamten hätten wir freilich Minister für Sozialpolitik, durch Herrn v. Berlepsch, ersetzt lernen können, daß gerade in den wichtigsten Industriewurde. Aber die naiven Kindergemüther wurden bald durch zweigen die Verkürzung der Arbeitszeit für die Unternehmer die thatsächliche Entwickelung eines besseren belehrt, als Vortheile und für die Arbeiter wenigstens teine Nachtheile unter der Assistenz des Zentralverbandes der deutschen mit sich gebracht hat, aber das Recht auf Ausbeutung wollen das lächerliche Mäuschen der Novelle zur Gewerbe- Ordnung feinen Augenblick in ihren Wühlereien gegen die gefeßlichen Großindustriellen" als Geburtshelfer, die kreisenden Berge sie sich eben nicht beschneiden lassen, und ste erlahmten gebaren. Das Arbeitertrußgesez" beweist, daß die deutsche Bestimmungen. Und der Minister für Sozialpolitik hat Regierung ihre tapitalistische Mission begriffen hat.... tein hartes Herz, zumal er wegen seiner innigen verwandta und die Arbeiter waren zwar keiner Hoffnung ärmer, jeden- schaftlichen Beziehungen zur Großindustrie die Schmerzen falls aber einer Erfahrung reicher. und Leiden dieser ja genau kennt. Doch selbst die mageren Verbesserungen des früheren Allen Ernstes wird jetzt die Erhöhung der Maximal Rechtszustandes, die in der Normirung der Arbeitszeit für arbeitszeit für weibliche Arbeiter vom Handelsminister " „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Frauen auf 11 Stunden gipfelten, die aber nach§ 138 a Frhr. v. Berlepsch geplant. Zwar die elfitündige ArbeitsFeuilleton. Der Jude. Deutsches Sittengemälde Gewerbe- Ordnung noch Löcher wie ein Sieb hat, war zeit soll und kann nicht angetastet werden; aber die Zus gemordet haben meinen Sohn. Das Gespenst des andern Lüge? oder spricht ein gnädiger Gott Wahrheit aus Deinem hat mich gejaget. doch Ihr versteht nicht, was ich Munde?"" Wahrheit, Herr, Gott soll mir helfen!" rede, und darum sag' ich Euch, daß ich gekommen bin zu versetzte der Jude gerührt, mit Thränen in den Augen, 152 der egyptischen Horde, die von Aufgang herzieht gen Nieder- und die Worte schnell herausstoßend: Denn wir sind gegang, und an welche sich angeschlossen haben viele Ver- tommen an, und waren bald verzweifelt, weil man uns folgte von unsern Leuten, um also zu gelangen ins Abend- drüben streng bewacht, daß keiner herüber komme, und ich aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. land, das sie nicht erreicht haben würden, als Juden, allein nicht traute, ob des Bannes, dem Oberstrichter alles zu Bon C. Spindler. und hilflos. Denn mir war's eingekommen, plöglich zu entdecken. Morgen wäre es jedoch geschehen,... da hat Recht!" erwiderte David ruhig: ist's doch meines wandern nach dem hispanischen Land, und zu suchen mein der Herr uns heut befreit. In dem Getümmel und Ges Kindes Erbtheil, von dem ich nicht gesprochen, da ich einen Glück. Geschah es eines Tags, daß ich finde bei einem schrei, daß man die Stadt verrathen wolle und anbrennen, größeren Schatz trage auf meiner Brust, die Haarlocke geftorbuen Egypterweibe, das im Graben lag, ein Knäblein, haben wir gewonnen die Flucht, und sind hierüber ge meiner Esther, für welche ich einst verrathen habe mein fein und flint, das bitter meinte; fragte ich es nach seinem tommen ganz und heil; laßt den Buben holen, der beim legtes verstecktes Geld an den grausamen Bodick; ein Kleinod, Leid, und erzählt mir der Bube, daß hier seine Pflegerin Pförtner fitt ,.... laßt ihn holeu, Herr, denn bei dem das mich ermannt hat in jeglicher Gefahr, das mich geführt liege, todt, und daß er sei hilflos in der Welt, denn die Gotte Israels, und bei des Vaters Seele, tuf der der hat wie Zauberwert durch jedes Glend; köstlicher denn Alte habe versprochen, ihn zu führen zurück zu seinen Friede sei; der Knab ist Euer Bruder, Eures Vaters Sohn!" Gold und Geschmuck, das mir der hochgelobte Gott gesendet Eltern, denen er gestohlen worden sei von wälschem Bettel Johannes!" rief Dagobert entzückt, und eilte nach der hat durch die Hand des Bösen, wie seine unerforschliche volt, das ihn, der frank und schwach gewesen, brauchen Treppe. Da tönte von unten die Stimme der alten WillKlugheit heilt durch Gift, und reif macht durch Kummer, wollte, um der Almosen mehr zu gewinnen für das fieche hild, die schon am Tage verstohlen ins Haus gekommen Mühe und Last. Nein, Herr, ich habe nicht geredet von Kind. Da aber die Bettelfahrt das Kind gesund gemacht, war, um bei Frau Margarethen und dem Brautpaar ihren dem Gelde des Herzogs, ich habe nicht begehrt ein statt es noch gänzlich aufzureiben, so ist der Knabe bald Glückwunsch abzustatten. Sie tam dem Sohne Diethers auf Geschenk von Eurer Freigebigkeit; ich bin gekommen zu geworden ein unnüßes Eßmaul für die Bettler, und sie der Stiege entgegen, den Knaben schon im Arme, den sie bringen ein Geschenk für Euer Haus und Euer Hochzeit haben ihn in Hungarn verkauft an das Weib, das todt so eben beim Pförtner gesehen, ihn füssend unter Thränen feft. Ich habe vermeint, zu schmeicheln den schmutzigen vor mir lag. Ei, Jüngelchen", sprach ich: weißt Du und ihn ans Herz pressend, wie das eigne Kind: Herr!" hebräischen Schwähervater ein in das Haus der Hochzeit- denn, Du junges Blut, wer Sie sind, Deine Eltern, und wo stammelte sie schluchzend, und den Knaben in des Bruders freude; aber, ist mir gleich dieses verwehrt, so wird sie wohnen?" Der Knabe lachte, und hat gefagt in Arm legend:" Herr! preist Gottes Barmherzigkeit. sie doch angenehm sein, des Landstreichers Gabe, und über- feiner halb kauderwälsch gewordenen Sprache: Freilich weiß Johannes ist der Knabe, frisch, gesund und von sehen lassen sein unhochzeitlich kleid, und ihm erwerben ich's, Alter! Heiß ich doch Johannes Frosch, das liebe graden Gliedern ist er, er hat mich erkannt, er nennt ein verschwiegen Obdach in Eurem Hause." Eine Junkerlein von Frankfurt; denn also hat mich die Will- seine Eltern, er bringt Freude und Glück in ihr Haus!" Gabe? Du? fragte halb lächelnd, halb mißtrauisch hild genannt, alle Tage, da ich bei ihr gewesen bin auf„ Und Ruhe, Friedensruhe in meine Brust!" setzte Ben Dagobert. Laßt Euch sagen," erwiderte der Jude ge- dem Dorfe." Gott! Gott! da wurde mir, als ob David in seliger Zufriedenheit verstohlen bei, gen Himmel schäftig, zutraulich und eilig:" Gottes Wunder find groß. die Schechinah des Herrn herunter stiege von den Fingern blickend:" So hab' ich doch nicht umsonst gelebt; so hab' Ich bin gelaufen gen Hungarn, um dort zu finden mein der Cohenim und sich setzte auf meine freudige Brust!" ich doch nicht gelitten umsonst. Leid ist gekommen durch Brot oder den Tod, und zu besuchen die Städte, wo sie Mensch!" fiel Dagobert ein: ist das wieder eine mich über dieses Dach- Freude, Freude führe ich an " " affung einer 13ftündigen Arbeitszeit wegen außergewöhn. durch ein reichhaltiges System von Aus licher Häufung der Arbeit liegt in den Wünschen der nahmen ist den grundlegenden Bestim Unternehmer und mindestens die preußische Regierung mungen ihre Härte und Schärfe genomeu!" Für die preußischen Schlotbarone behält man von dem scheint in ihren Ausführungsbestimmungen zum§ 138a diesem Verlangen entgegenkommen zu wollen", so heißt es in Sicbe nur den Reif und läßt das Gatter ganz weg. einem offiziösen Fühler, der eben ausgestreckt worden ist. Das Gesetz als Windfänger gegen die Segel der Sozialdemokratie, bie A u 3 führungsbestimmungen als Dolitische Leberlicht. Berlin, den 28. September. aber fofort erkannt werden mußte. Und das ist schon zu neun Behnteln vereitelter Zweck. Caprivi und die Polen zu " Umstürzlern" zu machen, lag angesichts der Thorner Kaiserrebe ja nahe genug, das Spiel durfte nicht so gar ungeschickt gespielt und das Ziel nicht so gar unvorsichtig enthüllt werden. Die alte Raketentiste ist doch recht alt geworden, und heut noch in höherem Maße als da es gesprochen ward, gilt von ihr das Wort:„ es will nichts mehr gelingen". Bugfirdampfer für das Unternehmerthum, so gehört sich das einmal im Lande der fortgeschrittenen Sozialreform". Der Entwurf eines Anarchistengesetzes, den der Herr Die anomalen Verfassungszustände in Deutschland, Trott von Solz ausarbeitet, macht das Barziner Kraut nicht Die offiziöse Begründung dieses neuen sozialreformas torischen Fortschrittes empfehlen wir aber nicht blos den wie sie durch die letzten Reden des Kaisers offenbart und fett. Es giebt Papierkörbe genug in den Ministerien und Arbeitern, die die Intereffengemeinschaft zwischen dem Groß- beleuchtet worden sind, haben in der ausländischen im Reichskanzleramt. Und schließlich hat auch der Reichstag kapital und der Regierung längst durchschaut haben, zur Presse diejenige kritische Beleuchtung gefunden, die der einen. Beachtung, sondern vor allem auch den Handwerkern und deutschen Presse durch unsere, jedes freie den Gewalthabern Sieht ihm ähnlich. Ein Russe, der dem deutschen kleinen Juduſtriellen, die aus dem Organisationsentwurf mißliebige Wort mit schweren Strafen bedrohende Gefeß- Grkanzler, als derfelbe in Petersburg preußischer Gesandter Die ganze Ungesundheit der der Regierung zur Hebung des Handwerkes, aus den Liebes- gebung untersagt ist. versicherungen des Geh. Regierungsrathes Sieffert auf dem herrschenden Zustände wird durch die Thatsache zum Aus- war, russische Stunden gab, veröffentlicht einigen zeilenlegten Handwerkertage in Berlin neue Hoffnungen geschöpft druck gebracht, daß der Monarch das Recht hat, in den Schinderischen Klatsch über die Erfahrungen, die er als Lehrer mit ihm gemacht hat. Einiges psychologisches Interhaben. Es wird nämlich erklärt, daß die elsstündige Arbeits Kampf der Parteien sich persönlich zu mischen und ihm effe hat nur der Schluß. Es heißt da: zeit den im allgemeinen schlecht beschäftigten Betrieben gleich nicht genehme Parteien auf's schärfste anzugreifen, daß aber Meine letzte Unterrichtsstunde gab ich einen Tag vor seiner fam eine Prämie für ihre geringeren Leistungen gewähre. jede Zurückweisung seiner Angriffe, und halte sie fich noch Abreise nach Paris. Ich fand ihn in der unteren Etage, in Bereits die Industrie" hat darauf hingewiesen, daß, richtig so fachlich, als Majestätsbeleidigung aufgefaßt und einem kleinen mit verschiedenen Jagdutensilien verstellten verstanden," dies heißen soll:„ die Leistungsfähigen mit langjähriger Freiheitsstrafe belegt werden kann. In Bimmer. Er war mit dem Einpacken seiner Jagdgewehre be= Fabriken tönnen infolge der beschränkten Arbeitszeit die er dieser Thatsache liegt eine so monströse Ungerechtigkeit, fie fchäftigt. Auf meine Frage:„ wahrscheinlich habe er eine Jagdhaltenen Aufträge nicht bewältigen, sie würden es aber thun ist eine so flagrante Berlegung des Rechtsgefühls, daß sie partie vor?" fagte er:" Ja, nur eine weite Jagd, ich reise zur fönnen, wenn eine 13stündige Arbeitszeit zugelassen würde! allein genügt, der Entwickelung unseres Verfassungslebens Jagd nach Paris. Ich bin zum Gesandten dorthin ernannt Die fleinen Unternehmer werden hier einfach als nicht eine sehr tiefe Stufe anzuweisen etwa neben Rußland, worden, und reise schon morgen ab." Ich reichte ihm eine Rechnung über das mir zukommende Honorar für den Unterricht; berücksichtigenswerth hingestellt. Der Vortheil, der der Türkei oder auch China. Daß solche Zustände am er betrachtete fie und frug mich, wieviel der Baron Bergler de fich ihnen dadurch bietet, daß die großen Ende des 19. Jahrhunderts nicht haltbar sind, daß fie die Berglas für die Stunde zahle? Ich erwiderte darauf, Betriebe die weiblichen Arbeiter nicht Berbröckelung", über welche die Anhänger des Alten so daß der Baron mir einen Rubel für die Stunde verstärker ausnügen können wie die kleinen, laut flagen, nur beschleunigen können, das liegt für Jeden, güte. Ohne ein Wort weiter zu reden, zahlte mir Bismarc der aus der Geschichte gelernt hat, auf der Hand. auch einen Rubel für jede Stunde, obwohl die Ab. soll ihnen wieder genommen werden." Das Schauspiel, das wir dem Auslande bieten, ma chung mit ihm anderthalb Rubel war. Ich Die Frage der Beschäftigung der weiblichen Arbeiter hat aber bekanntlich noch eine andere Seite von eminenter ist ein dem Volke der Denter" nicht sehr schmeichel nahm das Geld ohne jeglichen Einwand in Empfang. Dabei fozialpolitischer Bedeutung: Die Verlängerung der Arbeits: haftes. Mit einem Papageno- Schloß vor dem Munde fann ich nicht umhin zu bemerken, daß Baron Berglas unweit von meiner Wohnung lebte, Bismarck aber wohnte sonst ziemlich zeit der Frauen führt nothgedrungen zu einer weiteren läuft unsere Presse herum Niemand wagt zu schreiben, weit und zahlte beshalb für den Unterricht stets Berdrängung der Männerarbeit, die selbst unter der Herr was Jedem auf der Bunge fist- denn giebt es bei uns anderthalb Rubel. Aller Wahrscheinlichteit schaft der Elfftundenarbeit rapide Fortschritte gemacht hat. auch keine feidene Schnur, so ist ein Majestätsbeleidigungs- nach hatte Bismard nach seiner Ankunft aus Aus den preußischen Gewerbe- Inspektoren Berichten ist Prozeß doch ein sehr guter Ersatz für die seidene Schnur. dem Auslande vergessen, was er früher ge. freilich nur eine sehr unerhebliche absolute Zunahme der Die Presse des Auslandes hat kein Papageno zahlt hatte. Der Unterricht dauerte acht Monate und weiblichen Arbeiter, von 256 410 in 1892 auf 278 303 in Schloß und sie nimmt kein Blatt vor den Mund. Bismarck tannte schon die Sprache so weit, daß er frei die 1893 und am stärksten in der Textilindustrie von 115 534 Schmeichelhaft ist es nicht, was sie sagt nicht schmeichelhaft russischen Zeitungen übersehen konnte, obgleich er nicht geläufig in 1892 auf 127 739 in 1893 zu fonstatiren; unsere famose für den Monarchen, nicht schmeichelhaft für das deutsche Sprach, sondern mit Stockungen, als ob er das passende Wort Sozialstatistik gestattet eben keine Vergleichung mit der Ver- Volk, das solches erdulden muß. Wiedergeben aber läßt es fuche; cr sprach indeß ziemlich korrekt. Nachdem ich ihm eine glückliche Reise und Gesundheit gewünscht, nahmen wir Abschied, änderung im Bestande der männlichen Arbeiter; aber für Baden sich nicht. Das ist auch nicht nöthig, kann doch Jeder es und der Unterricht hatte ein Ende." wenigstens fönnen wir doch ganz direkt die Verdrängang fich denken. Das Vergessen" ist offenbar ironisch gemeint, denn der Männerarbeit durch die Frauenarbeit konstatiren. Die Thorner Rede des Kaisers steht noch nicht im unmittelbar vorher hatte der Schreiber das gute Ge In der Metallindustrie nahm die Bahl der Reichs- Anzeiger". Höchst sonderbar. dächtniß seines Schülers gerühmt. Und wir kennen ja den Männer um 0,5 pCt. ab, während die der Frauen um Kunden. 4,3 pet. zunahm; in der Industrie der Maschinen, bemokratie. Obgleich der Reichsbote" dies nun end- prellte Lehrer vermuthlich das nichtgezahlte Stundenhonorar Gegen alle Ausnahmegesetze ist die Sozial- Durch das etwas langweilige Feuilleton suchte der ges Werkzeuge, Apparate 2c. bei den Männern eine Abnahme um 1,4 pct., bei den Frauen eine Zunahme um lich auch schon wissen könnte, thut er sehr erstaunt darüber, herauszuschlagen. 11,6 pCt.; in der chemischen Industrie eine Ab- daß wir gegen ein Anarchistengesetz sind und sieht darin Zur Frage des Religionsunterrichts der Diffinahme der Männer um 0,2 pet., eine Zunahme der Frauen einen der lange gerügten Gründe für die Verbindung von denten- Stinder. Die Berliner Stadtverordneten- Bersanımum 30,9 pCt.; in der Industrie der Nahrungs- Sozialdemokratie und Anarchismus. Der gute Reichsbote" sollte sich freilich sagen, Religionsunterrichts der Dissidenten- Kinder beschäftigt und lung hat sich in ihrer letzten Sigung mit der Frage des 5,5 pCt., aber bei den Frauen die erheblich stärkere Bu- daß wir auch dann gegen ein Anarchistengeset sein müßten, dabei einen Beschluß gefaßt, der von ihrem sonstigen würdenahme um 11,4 pбt. Es ist klar, daß diese Tendenz wenn wir der Ausnahmegefeggebung gegenüber einen anderen energisch weiter gefördert würde durch wohlwollende Aus- prinzipiellen Standpunkt hätten, wissen wir doch aus den losen Verhalten gegenüber„ oberen Regionen" vortheilhaft legung des§ 138a, die den Maximalarbeitstag für Frauen Erfahrungen, die mit allen Ausnahmegesetzen gemacht absticht. Auf die Petition eines Dissidenten, dessen Gesuch legung des§ 138a, die den Maximalarbeitstag für Frauen um Dispens seines Sohnes vom Religionsunterricht von auf 13 Stunden thatsächlich erweiterte. Eine solche wohlwollende wurden, daß sie mißbraucht werden und vor allem gegen der städtischen Schuldeputation und in weiterer Folge auch Wenn in der Redaktion des uns mißbraucht würden. Auslegung der gesetzlichen Bestimmungen widerspricht zwar Reichsboten" italienische Zeitungen gelesen werden, dann die Petition dem Magistrat zur Berücksichtigung zu übers vom Magiftrat abgelehnt war, beschloß die Versammlung, vollständig den Intentionen der Gesetzgeber, aber da fie fann sie sich von der Wahrheit unserer Behauptungen überweisen. Der Leiter des Volksschulwesens in Berlin mußte nicht den Intentionen des Kapitalismus widerspricht, so wird sich die Regierung von Kapitalismus Gnaden durch zeugen.fich einige bittere Wahrheiten sagen lassen und seine Ansicht, fleinliche Rücksichtnahme auf den Willen der Gesetzgeber Die alte Raketenkifte hat in ihrem Eifer, den ver- daß die städtische Schuldeputation nichts weiter zu thun teinem Mißtrauensvotum von Seiten der Großindustriellen haßten Nachfolger zu stürzen, die Karten zu offen auf habe, als die Befehle der Regierungsbehörden auszuführen, aussehen. Das weitmaschige Sieb preußischer Sozialreform gelegt. Die Jutrigue, bei welcher die bekannte Bismarck'sche fand die verdiente fräftige Zurückweisung. Schuldeputation fennzeichnete seinerzeit der sächsische Staatsanwalt Hartmann Reptilpresse, die gesammte nationalliberale Presse, die ja und Magiftrat haben gegenüber der Zedlig'schen den Bäckermeistern von Plauen gegenüber mit den be- zum großen Theil reptilisirt ist, und ein Theil der kon- Schulund Religions Orthodorie die Gewissens ruhigenden Worten: Sie können das feste Vertrauen fervativen Presse eifrig mithalfen, war gar zu durchsichtig. freiheit geopfert. Der Petitionsausschuß der Stadtverordnetena hegen, daß... für die Bäckereien keine Gefahr besteht... Und sie wurde so plump durchgeführt, daß der Zweck Versammlung wollte ebenfalls taltblütig auf grund eines か meiner Hand wieder hinein!" " Indeffen hatte Dagobert ich sehe Euch nun rein, wie den Thautropfen im Blumen- seines Sohnes zu bekränzen. Glück auf! aber auch Dank die Thüre aufgeriffen, und den Wiedergefundenen im felch vor mir; und die heutige Nacht, die durch ihre dem Biedermanne, der also sein Unrecht gut gemacht, und Triumph in das Gemach getragen, auf Frau Margarethens drohenden Schrecken auf's neue alle biederen Bürger an vergessen an der Thüre steht, wie ein Fremder. Komm Echooß. Mutter! Euer Sohn!" rief er frendetrunken, einander schloß zu gemeinschaftlichem Streben, giebt mir näher, David, den ich wohl erkenne! fürchte nichts! Der und der Knabe, der in seinen, des aus seinem Gedächtniß den Muth, mit Zuversicht Euch mein Geständniß abzulegen. Bann soll von Dir genommen werden, und dies bewirkend, Verschwundenen, Armen unruhig und ängstlich geworden Reicht mir die Hand, Dagobert. Vergeßt, und werdet will ich beweisen, daß ich's fürder redlich meine mit diesem war, brach in lanten Jubel aus, da er die Mutter wieder mein Fürsprecher bei Eurer Mutter, bei Eurem Vater, der Hause und seinem Frieden". Die Zuhörer, die bisher fab, deren Züge ihm nicht nicht fremd geworden waren. fich heute durch seinen Eifer, seine Thätigkeit meine höchste der Rede des Schultheißen mit ängstlichem Schauer gelauscht Mutter! Mutterlein!" schrie er, weinend vor Entzücken. Bewunderung und den Dank der Vaterstadt errungen."- hatten, verklärten nun ihr Autliz zum Lächeln der ZuMütterlein, ich bin wieder da. Johannes, das liebe Junker- Welcher Augenblick wäre zur Versöhnung geeigneter ge- friedenheit, und beeiferten sich um die Wette, dem Juden, lein von Frankfurt ist wieder da. Nicht mehr von Dir laffe wesen? Dagobert reichte fröhlich dem Ritter die Hand, dem die innere Gemüthsbewegung auf dem unschönen mich, Mutterlein, und dem guten Manne, der mich wieder und Frau Margarethe lispelte mit niedergeschlagenen Gesichte stand, die redlich verdiente Dankbarkeit durch gebracht! Hörst Du, Mütterlein! Hörst Du? den armen Augen: Ich habe Euch nie gezürut, gestrenger Herr. Ich Wort und Handschlag zu beweisen. Sogar Ammon, der Johannes behalte bei Dir!" beklagte nur Eure Verblendung, und bin erfreut, daß Ihr an der Thüre lauschte, fühlte sich davon ergriffen, spürte Wer hat Mutterfreude je gesehen? Wer hat das Ent mir Eure Hochachtung ferner nicht versagt. Wo ist aber eine Thräne in seinem Auge, und hätte es nicht über zücken je genossen, das vom Himmel herabfällt, plöglich mein Eheherr?" fragte fie lehafter, den Knaben an sich gewinnen können, dieses Fest der Herzen durch unerwartet in der Nacht des Grauens, wie ein duftiger sich drückend: Wo weilt er? Ihr spracht von drohenden die Kunde seiner That zu stören. Gott segue meine EdelBlumenkranz in ein düsteres Verließ? wie ein erquickender Gefahren? Sind sie vorüber, oder?" Vorüber," er frau!" sprach er in sich hinein, fie und ihre Tochter sind Himmelsthau auf die lechzende Flur? Margarethe, die widerte der Ritter beruhigend: vorüber durch die redliche so selig, wie fast nie. Darum sollen sie auch nie erfahren, fräftige, starte Frau, erlag dem Uebermaß der Bonne nicht, Hochherzigkeit einer schlichten Magd, die unter dem härnen baß ihr Vater und Gatte blutig gerächt wurde. Weiß ich's aber die Kunst des Malers, der es versuchen wollte, diesen Kittel ein Gemüth voll Adel birgt. Dhrenzeuge einer Ver- doch, und war doch die That gerecht." Plötzlich schoß Jubelauftritt zu schildern, würde unterliegen. Eine große schwörung geworden, die Leben und habe aller Bürger, der Diener Eitel an ihm vorüber, riß die Thüre auf und Freude hat aber, wie ein großes Leid, das Eigne, daß sie die Eure vor allen betraf, wollte sie, was sie gehört, rief freudig:" Der Herr fehrt heim! Der gute Herr! welche beklemmend auf die Brust derjenigen fällt, die nicht auf's entdecken. Teuflische Schadenfreude am Bösen trat ihr Freude wird das sein!" Dem Ankommenden strömte innigste Theil nehmen an dem Freudevollen. Also auch hinterliftig in den Weg. Die arme Dirne fonnte aus alles entgegen, und alle Zungen sprachen zu ihm, und alle hier. Die meisten der Anwesenden zogen sich in entferntere einem Kerker, in den man sie gesperrt, nicht entwischen, Augen strahlten ihm Freude zu, und alle Hände legten Gemächer zurück, oder verließen das Haus, da das Ge- als in den letzten Augenblicken vor der bestimmten Stunde dem von Lust und Ueberraschung Trunkenen seinen Knaben, töse auf den Gaffen nachließ, und nur die eng Befrenn des Verbrechens, wo es ihr gelungen war, ihre Stimme seinen Sohn in die zitternden Vaterarme. Bater! Vater! beten blieben wohlwollend darin zurück, wie ein kleiner andern vernehmbar zu machen. Die Tücke ihrer Gegnerin, bist Du's, und kennst Du das liebe Junkerlein aus Frant Hofstaat die glückliche Mutter umgebend, die den Thron einer Klosterfrau, leider diesem Hause befreundet, fam furt noch?" fragte der wahre Johannes in seiner kindischen, der reinsten Zärtlichkeit bestiegen hatte. Aber weder Mar- schnell an den Tag. Die Oberin ließ die Strenge walten, ausgelassenen Wonne! Gelt! ich hab Euch wieder garethe, noch die Zeugen ihres Glücks bemerkten, daß und hat die Unverbesserliche zu ewiger Klausur verdammt. gefunden, Ihr meine Eltern! Gelt, ich bin gesund heimdraußen alles ruhiger wurde, daß Hornklang, Glockenschall Für die Welt, der sie nur schaden wollte, ist sie verloren. gekommen, und ich darf jetzt bei Euch bleiben? Ich muß und Trommelschlag aufhörten... niemand bemerkte, daß Indessen rief Judith, die wackere Magd, mich und die nicht wieder zu Willhild auf das Dorf, wo man die schlafenein Gast in die Stube getreten war, bis derfelbe sich selbst Bürgermeister aus dem Schlummer; mit uns die Stadt. den Kindlein stiehlt? Nein, nein!" betheuerte der begeisterte ankündigte. Dagobert, Margarethe und alle Umstehenden Gott hat gnädig den Schild vor uns gehalten. Biele ver- Greis:" Nicht mehr aus diesem Hause, nicht mehr aus diesen staunten, denn es war der Schultheiß. Mit einem edel dächtige Gesellen fielen in unsere Hände. Ein Schiff, an- Armen!"-Indem nun Diether, vorschreitend, den um ihn ritterlichen Anstande näherte er sich der Gattin Diethers, gefüllt mit andern, entkam auf dem Strome. Ginen ab gesammelten Kreis durchbrach, und vergebend und vergessend beugte sich auf ihre Sand, sie küffend, und redete:" Ich scheulichen Rädelsführer hat die Behme gerichtet; einen dem Schultheiß die Haud schüttelte, wurden hinter ihm zwei war nur Willens, ehrsame Frau, hier einen Becher Weins anderen, bis zur Unkenntlichkeit von Rossen und Menschen Gestalten sichtbar: ein Mann in wohlhablicher Kleidung zu heischen, ein Labsal, das Ihr gewiß dem ermüdeten verstampften Leichnam fand man auf der Straße. Mit der und ein verschleiert Frauenbild. Dagobert erschrak heftig, Feinde nicht versagt haben würdet... allein, zum größten Wachsamkeit konnte man dennoch nicht verhüten, denn der Wann war Joel, der Wechsler aus Lüttich, und Beugen dieses rührenden Auftritts geworden, wäre ich daß ein Haus, von Meßfremden größtentheils bewohnt, von unter dem bergenden Schleier konnte nur Esther athmen. in Bersuchung, Euch um Verzeihung vergangener Unbilden dem mord- und raublustigen Gesindel mit Feuer an Es schnürte ihm das Herz zusammen, während Margarethe zu bitten, wenn ich wüßte, daß mir diese Bergebung nicht gestoßen wurde. Dort, begriffen zu löschen, zu retten und den Eheherrn nach den Fremden fragte. entstehen möchte. Ich war ein Thor, ein böser Thor; ich zu schirmen, befindet sich Euer Gemahl, ehrbare Frau. habe Euer Unglück für Schuld, Eurer Jugend leichten Bald wird er heimkehren, seine Bürgerkrone Euch zu Füßen Sinn für Zugendlosigkeit gehalten;.... doch ich bereue, zu legen, um sich mit den Freuden des Wiedersehens ( Schluß folgt.) unter dem PrLMum eines früheren Staatsanwalts gefaßten? Die Stimmung km Land wird Herrn Perier immer Kanmiergerichts- Erkenntnisses, welches entgegen früheren ungunstiger. Daß er aus seiner letzten Reise sehr kühl 'Entscheidungen desselben Gerichts die Kinder von Dissidenten zum Religionsunterricht zwingen will, die Petition dem Papier- korb überweisen. Das war selbst den Schwächlingen des Rothen Hauses zu arg und durch den gefaßten Beschluß wurde dieses Ansinnen vereitelt. In diesem Fall hat die Stadtverordueten-Versammlung einmal die Ehre der Bürger schaft gewahrt, was wir um so lieber anerkennen, je seltener es leider vorkommt.— Laudtagswahl in Sachsen- Weimar. Jrrthümlich wurde in unserer letzten Nummer gesagt, daß Genosse Baudert in Apolda wiedergewählt wurde; Genosse Baudert ist, so soll es richtig heißen, neugewählt wordea Früher vertrat der Mützenfabrikant Mangner den Wahl- kreis, der als Sozialdemokrat gewählt wurde, nachher aber die Partei im Stich gelassen hat.— Professor Schmoller aus dem Kriegspfade gegen die Sozialdemokratie. Die Zusammen- kuuft des katheder-sozialistischen Vereins für Sozialpolitik wurde in Wien vom Professor Schmoller eröffnet. Obgleich der Verein stets, freilich ohne Erfolg, seine rein Wissenschaft- lichen Tendenzen und sein Fernhalten von der Parteipolitik betont hatte, nahm Schmoller Anlaß gegen die Sozial- demokratie loszuziehen,„die Haß und Leidenschast predige und den Radikalismus zeitige, wovon manche den Ausbruch der Revolution befürchteten; dagegen böten die Energie des Bürgerthums und die monarchistischen Traditionen Schutz/ Die Sozialdemokratie könnte froh sein, wenn sie keine ernsteren Gegner hätte, als so kleine Gernegroße, wie den wichtigthuenden brandenburgischen Hof- Historiographen Schmoller.— Lieb Vaterland, magst ruhig sein l Der in Thorn wegen Landesverraths verhastete Sekundaner Schoultz wurde heute wegen zweifacher Majestätsbeleidigung und wegen Diebstahls zu fünf Monaten Gefängniß ver- urtheilt.— „Jndenblatt". Wegen des Ausdrucks„Judenblatt", gc. braucht gegen ein hiesiges Blatt, ist der„Reichsbote" vom Gericht der Beleidigung schuldig befunden und zu einer Geldstrafe ver- urtheilt ivorden. Darüber jammert der„Reichsbote" in einem ganzen Leitartikel. Er kann das Urtheil nicht begreifen. Das Wort„Judenblatt" sei doch gar kein Schimpfwort.— Nur sich nicht dumm stellen und gar zu dick heucheln l Daß Jemand wegen eines solchen Ausdrucks, zumal wenn vom„Reichsbote" gebraucht, zum Richter läuit und klagt, das ist allerdings jämmerlich, aber der„Reichsbote" muß doch das deutsche Gesetz kennen, das jeden einem anderen unangenehmen Ausdruck als Beleidigung auffaßt; und das Stöckerblatt wird doch nicht behaupten wollen, daß es mit dem Wort„Judenblatt" eine Schmeichelei habe sagen wollen. Das wäre doch zu stöckerisch.— Antisemitisch. Irgend ein beliebiges Judenhetzblatt, das wir nicht nennen wollen, um ihm keine Reklame zu machen, bringt folgendes„Gedicht": Einst sprach der Kaufmann Isidor Eohn Des Morgens zu seinem würdigen Sohn: „Hast Du den Tabak auch schon benetzt, Die Butter genug mit Kartoffeln versetzt? tast in den Zucker Du Kreide gelegt, igarrenholz in den Zimmet gesägt, Die Rosine» mit Steinchen und Reisern vermengt, Den Branntwein gehörig mit Wasser getränkt?— Wenn nach dem allen Du hast gesehn, Dann komm, dann wollen wir beten gehen! Das„Gedicht" ist bis auf die erste und letzte Zeile eine ziemlich wortgetreue Uebersetzung aus dem Englischen, und zwar einiger Verse aus einem vielleicht hundert Jahre alten Gassenhauer zur Verspottung scheinheiliger, äugen- verdrebender ch r i st l i ch e r Krämer. Natürlich ist der„Isidor Cohn" antisemitisches Fabri kat, ebenso wie das„beten gehn" am Schluß an stelle des go to churcli— dann laß uns in die K i r ch e gehn' — steht, was natürlich zum„Isidor Cohn" nicht paßt, aber für manchen antisemitischen„teutschen Mann" sicher- gut passen würde.— Dem Dr. Hans Müller ist von den schweizerischen Arbeite blättern wegen seines im Bourgeois-Jnteresse geschriebenen Pamphlets ans Greulich und das schweizerische Arbeitcrsekretariat so gründlich heimgeleuchtet worden, daß der saubere Patron als abgethan zu betrachten ist. Demnächst wird er wohl, wie die „Berner Tagcwacht" ihm prophezeit, von seinen Brotgebern mit irgend einem fetten„Aemtli" abgefunden werden— gleich anderen Maulrevolutionären, für welche die revolutionäre Phrase blos Geschäftsreklame war.-- Wie Soldateuschinder behandelt werden— in der Schweiz. Der Luzerner Zivilingenier Woringer machte als Oberlieutenant der Festungsartillerie in Andermatt auf dem Gotl» Harb den Wiederholungskurs niit. Die Soldaten hatten strengen Dienst und waren während acht Tagen konsignirt; nur die Osfiziere durften ausgehen. Endlich wurden auch die Wehrmänner frei und aus Freude darüber thaten sie sich etwas gütlich, infolgedessen mehrere in angeheitertem Zustande in das Quartier zurückkehrten. Räch dem Lichterlöschen ging es in den Mannschastsräumen noch etwas laut her, ivas den Woringer zum Einschreiten veranlaßt?. Als das Ruhegebot nicht augenblicklich befolgt wurde, zog der Herr Oberlieutenant blank und hieb einem Solvalen mit dem Säbel derart mehrere Male auf Brust und Kopf, daß er bewußtlos zu Boden stürzte, er hatte«nie schwere Wunde erhalten, welche sofort zugenäht werden mußte. Die Kameraden des so Mißhandelten geriethen darüber in größte Ausregung, so daß der tapfere Säbelheld ausriß, hinter ihm aber zwanzig bis dreißig Soldaten her. welche ihn mit Gewehrkolben bearbeiteten und vielleicht erschlagen hätten, wenn nicht ein anderer Offizier dazwischen geeilt und mit dem Säbel parte hätte. Das Allarmsignal von drei Revolverschüssen brachte schnell die Wache herbei und die Mannschaft ging auseinander, ts-in Soldat erhielt sofort 10, mehrere andere 1 bis 2 Tage und der Oberlieutenant sitzt im Untersuchungsgefänguiß, der Strafe für seine rohe Heldenlhat gewärtig. „Hvffenllich werden ihm," schreibt ein schweizerisches demo- kratisches Blatt.„Säbel und Revolver für immer abgenomm.n." Die schönen Tage der politischen Ferien vorüber— die parlamen- tarische Arbeit muß demnächst beginnen. So tief ist die Republik trotz alledem und alledem doch noch nicht herab- gekommen, daß die Zeit der Kammereröffnung dem Be- lieben des Präsidenten und der Minister anheimgestellt wäre. Und Herr Perier hat das Dekret unterschreiben müssen, das die Kammer aus Dien st ag, den 23. Oktober zusammen beruft- Also eine Galgen- frist von etwa drei Wochen. Und dann steht die Re- gierung vor ihren sozialistischen Anklägern, oie ein gewaltiges Arsenal von Belastungsmatertal haben.— Frankreich. sind für Perier und seine Leute empfangen wurde, muß selbst die Regierungspresse zugeben allein sie sucht es komischer Weise phonetisch zu er- klären, nämlich durch die Schwierigkeit des Rufs: vive Casimir Perier— sechs Silben, die sich allerdings schwer aussprechen— die sich ja aber sehr leicht durch Weglassung des Casimir aus die Hälfte hätten reduziren lassen, wenn die Lust vorhanden gewesen wäre. Natürlich wird über diese Erklärung gelacht, waS dem Ansehen des Herrn Casimir Perier nicht fördersam ist Von der Wahl in Nogent, die eine kräftige Ohrfeige für den Präsidenten war, haben wir schon gesprochen. Er läßt jetzt verbreiten, Robert sei gar nicht sein Mann gewesen. der Gewählte sei ihm gar nicht unangenehm u. s. w. Durch solche Albernheiten verdirbt er sich nur noch mehr seine Stellung. Kurz, es geht rasch abwärts mit Herrn Casimir Perier.— Einstweilen aber hat er noch die Hand an der Kurbe! der Staatsmaschine und auch der„unabhängigen" Magistratur. Und es hagelt Prozesse gegen die Opposition Auch die„Kleine Republik" ist wieder angeklagt. Sie soll den Präsidenten zum zweiten Mal beleidigt und außerdem die Bevölkerungsklassen aufgereizt haben. Derartige Preß Prozesse sind in Frankreich die regelmäßigen Vorläufer des Sturzes von Regierungen und Systemen.— Die Zeitungen erzähle» wieder von Bomben fundcn und Achnlichem. Nachdem die Anarchistengesetze in Frankreich und Italien unter Dach und Fach gebracht waren und also kein Bedarf mehr vorhanden war, hörte der Bomben- segen(Kenie soit la bombe! Gesegnet sei die Bombe!) bc- kanntlich auf. Jetzt säugt's wieder an. Und seltsam, daß dies gerade jetzt geschieht, Ivo in gewissen deutschen Kreisen sich ein Bedürfnis zeigt. Nicht, daß die Bombensabrikanten aus Berlin eine Bestellung erhalten hätten, aber sie sind so findige und so gefällige Leute, und so-» int er- national!— Ans Holland schreibt ekn Korrespondent der„Kreuz Zeitung": Das hervorragendste, innerpolitische Ereigniß in den Nieder- landen ist in der letzten Zeit der vollständige Zerfall der sozialdemokratischen Partei, die noch vor kurzem insbesondere in den Regierungsjahren König Wilhelms 711. zu einer großen Rolle berufen schien. Aber der nüchterne Verstand der niederländischen Bevölkerung erwies sich als ein durchaus unfrucblbarer Boden für die sozialistischen Theorien und Utopien. Eine Zeit lang, als durch lokale Ereignisse in einzelnen Pro- vinzen des Königreichs ein schwerer Nothstand hervorgerufen wurde, fanden die platonischen Beglückungstheorien der sozia- listischen Wanderprediger Gehör bei den Arbeitern und einem Theile der Landbevölkerung. Aber bald siegte die Denkkraft des Volkes über die sozialistischen Schlagworte, und damit war der Zerfall der Sozialdemokratie besiegelt. Der schlaue Domcla Nieuwenhuis, welcher das Kommende voraus sah, zog sich bei Zeiten von dcrParteileitungzurückundviele andere Sozialistenführer folgten seinem Beispiel. Was von der holländischen Sozialdemokratie noch übrig gealieben ist, verlegt sich ausschließlich auf wüste Schimpfe- reien und Bübereien, wie das Bewerfen der königlichen Equipagen mit Manifesten und beleidigenden Schriften und büßt dadurch den Rest des Einfluffes, den die Sozialdemokratie vielleicht noch besitzen mochte, ein. Eine gefürchtete Partei ist die Sozialdemokratie in Holland nicht mehr, was schon aud der Thalsache hervorgeht, daß sowohl die Regierung wie die Be völkerung dem weiteren Treiben derselben mit der größten Gleich- giltigkeit zusieht. Wenn wir diese Korrespondenz abdrucken, so geschieht eS, um unseren Lesern zu zeigen, wie außerordentlich schlecht selbst gescheidtere Gegner— und zu ihnen gehört der Korrespondent der„Kreuz-Ztg.", der mitunter recht ver- ständige Sachen geschrieben hat— über unsere Partei Verhältnisse unterrichtet sind. Daß Nieuwenhuis ausgespieli hat, scheint ihm„der Zerfall der Partei". Aber Nieuwenhuis war ja, seit ein thatkräfligerer und zielbewußterer Kon- kurrent ihn in's Lager der„anarchistischen" Phrasenhelden gezerrt hat, das Haupthinderniß einer gesunden Entwicklung der Sozialdemokratie in den Niederlanden. Er mußte be- seitigt werden. Das ist geschehen, und damits ist ver„Zer- fall" der Partei, nicht herbeigeführt, sondern verhütet und die Bahn frei g e in a ch t für eine starke sozial.- demokratische Partei!----- In England werden die parlamentarischen Ferien von der Opposition zu einer thätigen Agitation benutzt. Am rührigsten sind die„liberalen" Unionisten, deren Führer Chamberlain in großen Reden gegen das Ministerium losdonnert. In seiner letzten Rede verlangte er von oer Regierung, daß sie„der Anarchie und der Revolution etwas Positives" entgegensetzen solle. Leider wußte er dieses„etwas" ebensowenig zu desiniren, wie vik deutschen Kreuzritter für„Religion, Sitte und Ordnung" es vermögen. Herr Chamberlain meinte bei dieser Ge- tegcnheit, die englischen Arbeiter wollten vom Sozialismn» nichts wissen. Ossenbar hat der gute Mann die Verhand« utngen des Norwicher Kongresses nicht gelesen. Die Tory- Gesellschaft scheint auf das Hirn Chamberlain's keinen sehr günstigen Einfluß ausgeübt zu haben.— Neber englische Jntriguen gegen den französischen Einflusi i« Madagaokar liegt folgende, der Bestätigung bedürfende Herold-Meldung vor: Letzten Sonntag sind mehrere englische Offiziere nach Madagaskar abgereist, um die Howasarmee zu befehligen. Einer dieser Ofstziere hat bereits im Jahre 1884 einen Feldzug in Madagaskar gegen Frankreich milgemacht. Die„Birminghumer Post" erklärt, von zuständiger Seite zu wissen, daß in letzter Zeit von England und dem Kontinent sehr bedeutendes Kriegsmateriat nach Madagaskar abgegangen sei, darunter dK Mitrailleusen. Augenblicklich hätten Agenten in Madagaskar wieder neue Verträge für weitere Waffenlieserungen abgeschlossen. Pnttknmer und Lord Rosebery oder England und Deutschland. Durch dle Zeitungen geht folgende Meldung: Lord Rosebery und der Herzog von Sutherland erhielten vorgenern beide das Ehrenbürgerrecht der kleinen schottischen Berastadt Dornock. Der Provost der Stadt halte in seiner Rebe die Hoffnung ausgedrückt, es möge Lord Rosebery gelingen, o e m Streikwesen ein Ende zu machen. Der Premier- Mini st er erklärte, der Riesenarbeit, das Ver- hält n iß zwischen Kapital und Arbeit zurecht zu bringen, sei er nicht gewachsen. Herr Pnttkamer freilich, der meinte durch seinen be- rühmten Erlaß, und seine eifrige Polizei dem Streikwesen spielend ein Ende machen zu können.— Auö Italien schreibt man uns: Die Reatlion wüthet in Italien, und wie voraus zu sehen war, in erster Linie gegen den Sozialismus mit aller Macht. In de» jüngsten Tagen wurden durch Dekrete der Gouverneure, welche Dekrete man bereits allgemein Utase nennt, aufgelöst: Der große blühend« Verband klex» ck! resistsura.) der Landarbeiter und Bauern von Cremona, der sozialistische Verband der Arbeiter von Reggio-Emilia und der gleiche Verband von Gualtieri in der Romagna, der sozialistische Verein der jungen Kaufleute in Reggio, der Verein für soziale Studien in Udine. Jeder Tag bringt neue Auflösungen aus allen Provinzen unter Begründung und Hinweis auf eben dieselben Paragraphen der neuen Schandgesetze, die Crispi öffentlich in der Kammer als nicht für die organisirte sozialistische Arbeiterpartei geltend erklärt hatte. Kaffen, Bücher, Mitglieder- listen, selbst Embleme, Fahnen und Stempel werden mit Beschlag belegt und fortgeschleppt. Es ist eine wilde Hetzjad, die die erste Zeit der Bismarck'schen Ausnahmegesetze ins Ungeheuerliche ver- zerrt. Ein Gouverneur hat erklärt, er werde hl seiner Provinz keine wie immer geartete Versammlung dulden, in der vom Sozialismus und einer neuen Gesellschafts- ordnung gesprochen werde. Das ist. wie man sieht, sie Karrikirung des bekannten Ausspruches deS Bismarckischen Gendarmen: Ueber Thema darf nicht gesprochen werden! Also eine Karrikirung der Karrikatur. Es ist der Krieg gegen alle politische Organisation, soweit Arbeiter in Frage sind.— Wie lange diese neue Aera Crispi dauern wird, ist bei der entsetzlichen Verkommenheit der herrschenden bürgcr- lichen Stände und Klassen schwer abzusehen. Obwohl ein radikales Blatt in Mailand tagtäglich ausruft: So kann es nicht weiter gehen I Wir sind Hunde, wenn ,vir uns diese Wirthschaft dauernd gefallen lassen, so geht es doch täglich, vorläufig ungestört so weiter. Crispi wird in den tonangebenden Blättern der Mittelklassen als Gott gefeiert. Stimmen erheben sich, die stürmisch seine volle Diklatur verlangen; denn sei höchstwahrscheinlich von der Vorsehung dazu ausersehen, zuerst in Europa der drohenden Hydra des Sozia» lismus den Kopf zu zertreten. In Ermangelung eines Reichshundes beschäftigen sich vornehme Organe in spalteiilangen Artikeln mit seinen Familienangehörigen, vor allem mit den pompösen Reisen seiner Frau Madame Lina Crispi— bekannt durch ihre duftenden Wechselbriefe in Höhe von 30 000 Franken in der Banca Romana— und mit der Verlobung seiner Tochter. Diese Verlobung wird von den ultramontanen Blättern ironisch als eine Belohnung der neuoffenbarten Frömmigkeit Crispi's betrachte. Dieselben Blätter vergessen dabei nicht, hervorzuheben, daß als diese Tochter Crispi's geboren wurde, ihr jetzt gottgläubiger Vater verheirathet war mit einer anderen Frau, Madame Montmaffon, die noch lebt und von der er noch heute nicht geschieden ist, lvähreno die Mutter der Tochter, die stets fromm gebliebene Madame Lina, zu derselben Zeit(1878) verheirathet war mit einem andern Mann, Eignor Capellani. Dies sind historische Thatsachen und sie beleuchten Heller und greller als lange Kommentare, wie beschaffen die Gefellschaft ist, die heute die Welt regiert. Ein abscheulicher Fall des Wüthens der Reaktion macht be- sonderes Aussehen. Es ist dies die Verhaftung de? Dr. Oggero in Tirano in der Provinz Brescia. Dr. Oggero, Besitzer emer Apotheke in Tirano, ist in der ganzen Provinz als Menschen» freund und Wohlthäter der Armen bekannt. Er erklärte sich öffent- lich zum Sozialismus, ohne an Agitationen theilzunehmen. Er ist ein Freund von De Amicis, dem er jüngst einen öffentlichen Vortrag über den Sozialismus gewidmet hat. Dieser Vortrag ist auch im Buchhandel unbeanstandet geblieben. Letzten Freitag ivurde Dr. Oggero früh morgens durch eine ganze Schaar Polizei- Agenten aus dem Schooße seiner jammernden Familie geholt und wie ein gemeiner Verbrecher gefangen nach Sondrio abgeführt, wo die Kommission für den Zwangs- Wohn- sitz, den die neuen Schandgesetze vorschreiben, ihr trauriges Amt ausübt. Oggero war nämlich durch eine geheime Denunziation eines anarchistischen Komplottes angeklagt. Ein Blatt in Sondrio schreibt: auch wenn sich die Unschuld Oggero's wie ja Allen, die ihn kennen, klar ist, offenbart, wer kann ihm die Schmach vergüten, die dieser henkerartige Angriff auf sein Leben auf sein Familienglück ihm angethan hat? In Sizilien soll zum 1. Oktober das Blatt„ha. Giustiria sociale", das Wochenoraan, das Garibaldi Bosco vor einem Jahre in Palermo begründet hatte, und das von Morra sofort brutal unterdrückt wurde, wieder erscheinen. Welches Schicksal es unter dem neuen Diktator von Sizilien, General Mirri, haben wird, ist unschwer voraus zu sehen. Es wird dem Blatte so gehen, wie der gleichfalls wieder auserstandenen Wochenschrift„Unione in Eatania. Diese war seiner Zeit von Nicolo Bardato begrünvet, oer nun mit Bosco und de Felici im Zuchthause schmaaztet. Viermal ist die„Unione" erschienen und alle drei ersten Male wurde sie ohne Angabe eines Grundes mit Beschlag belegt und ihre Sendung verhindert. Nur die vierte Nummer konnte lücklich in die Hände der Leser gelangen. Sie ist ein lebenoiges Zeichen für die tief unter Rußland stehenden Zustände, die auf ver unglücklichen Insel, wie heute in ganz Italien herrschen. Das' Blatt ist ganz verstümmelt in den eigenen Abdrücken und zum größten Theil mit Absicht zusammengesetzt aus Abdrücken offizieller und osfi- ziöser Zeitungen. Das Blatt erklärt im Eingang, wenn Herr Mirri fortfährt, unseren Aufschrei durch Beschlagnahme zu ersticken, fo versprechen wir ihm eine nächste Nummer zu liefern, in der keine einzige-Zeile, kein einziges Wort von uns selbst geschrieben ist. Sondern das ganze Blatt wird von Crispi geschrieben sei», nämlich zusammengesetzt aus wörtlich wicdergegebeneii Sätzen aus Crispi's öffeullicheii Reden, und diese Nummer, das versprechen >vir ihm, soll vo» Revolution, von Volkserhebung, von Königs- und Tyrailnenmord, ja selbst von Fabrizirung von Bomben zu olchem Zweck bis an den Rand gefüllt sein. Ttnventen-rawalle in Rumänien. Eine Wolff'sch« De» pesche-au Bukarest»lttdet: Stuoenteu, die von einem studentischen Kongreffe aus Konstanz» zurückteyrten, veranstalteten gestern Abend einen Um» ug und Kundgebungen. Sie wollten sich auf den Universitäts- Bouievard begeven und dort, wie im Programm vorgesehen war, Red.n yaltcn. Da die Regierung beschlossen hatte, nichts zu ge- stauen, was oie Ordnung stören und eine Bewegung hervor« eusea könnte, hu übel gedeutet werden möchte, wurde .ede Kundgebung verboten; Polizei- Agenten und eine kleine Truppen- Abtheilung wurden beaustragt, den zn viesem Zweck erlassenen und durch Plakate bekannt gemachte»- Polizeibesehl auszuführen, wurden aber von der Menge daran gehindert. Letzierr wollte sich bereite zurückziehen, wandte sich nbe-»us die von einigen Liberalen ausgesprochene Behauptung. es seien siedenbürgische Studenten verhafte, von Neuem gegen' oie Polizei. Bei der nun erfolgenden Schlägerei wurden einige! Personen verwundet, ein Sergeant schwer. Die Liberalen führten hieraus die Menge vor das Klublokal der Liberalen, wo eine lärmende Kundgebung stattfand. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. Heule"amen keine Ruhestörungen vvs. Die bulgarische Ministerkrise ist vertagt, da die Minister Radoslawow und Tontscheff vor ihrem Rücktritte den Zusanimentritt des Parlamentes, der Sobranje, ad» warten wollen.— Keine grosien Schlachtschiffe mehr!— das ist die Mahnung und Lehre, die uns durch die letzte Seeschlacht zwischen den Chinesen undJapanern gegeben wird. Die zum Theil auf deutschen Werften gebauten, nach dem Urtheil aller militärischen Schifssbaumeister ganz vortreffliche» Panzerschiffe der Chinesen haben die Probe nicht be- standen und sich der eigenen Mannschaft gefährlicher erwiesen als dem Feind. Das hatten wir, aus mancherlei traurige Erfahrungen un Friedet» gestützt, von den großen Schlacht- schiffen schon längst gesagt— jetzt ist es durch die Ernst- probe des Kriegs bestätigt. Dem Reichstag ist jetzt seine Pflicht klar gezeigt, und es lautet nun die Losung: keine Millionen mehr in das Meer we«,en! Die Japaner sind die„asiatischen Franzosen" genannt worden. In ihrem Krieg gegen China machen sie es auch wirklich genau wie die Franzosen in den Revolutions- kriegen: sie fuhren in den eroberten Ländern ihre eigene Landesverfassung, oder etwas Aehnliches ein. Korea ist von ihnen zu einer konstitutionellen Monarchie nach japanischem Muster erklärt worden. Zunächst sind aller- dings blos die verschiedenen Minister mit ihren Bureau- beamten ernannt— die Volksvertretung wird noch eine Zeitlang auf sich warten lassen. Der König von Korea hat nach der nenen Verfassung volle Selbständigkeit— auf dem Papier— und ist„der Bundesgenosse des Mikado". Auch das ist nach französischem Muster.— M Patfetttarfit'idifeu. Von der Agitation. Am Sonntag, den 23. d. M., fand in Helmarshausen(Hessen Kassel) eine äußerst stark be- suchte Volksversammlung statt. Frau Steinbach aus Hamburg rcferirte in etwa zweistündiger Rede über das sozialdemokratische Programm und die Frau. Allgemeiner Beifall wurde der Referentin zu Theil. Eine wiederholte Aufforderung an die Gegner hatte keine» Erfolg, trotzdem ihnen volle Redefreiheit gewährleistet wurde. Gen. Geiser sprach in Breslau in einer Versammlung für Frauen u. Mädchen über die Frauenbewegung. Nach Beendigung seines Referats, das mit großem Beifall aufgenommen wurde, wählte man eine Konimission, die unter Zuziehung des Re- ferenten die Frage zu erörtern hat, ob es gerathen sei, hier einen Volksbildungs» und Untechaltungsverein zu gründen." Eine öffentliche Volksversammlung in Zwickau, in welcher Frau Ihrer über das Thema:„Volkseinkommen und Ledenshaltung" referiren sollie, wurde vom Rath auf grund des§ 5 des sächsischen Vereinsgesetzes verboten. Der alteubnrgische Parteitag der Sozialdemokratie, dessen Tagung am 23. September dadurch vereitelt ward, daß kein Saal in Gößnitz zu haben war, wird nunmehr am 7. Oktober in Altenburg abgehalten werden. *» Partuikonfereiiz. In Saargemünd tagte am 16. Sept «ine von den größeren Orten Lothringens beschickte Konferenz der sozialdemokratischen Partei, um über zukünftiges gemein schaftliches Handeln zu berathen. Angenommen wurde ein Or ganisationsftatut, in Dem die Lothringer Genossen das Programm und Statut der deutschen Sozialdemokratie als für sie bindend anerkennen. Sie organisiren sich selbständig, gehen aber in allgemeinen elsaß- lothringischen Fragen mit den elsässischen Genossen Hand in Hand. Zur Betreibung der lokalen Agitation sind lokale Klubs zu gründen, die eine höchste Mitgliederzahl von 20 Personen haben. Befinden sich an einem Orte mehrere Klubs, so dürfen dieselben untereinander nicht in Verbindung treten. Zur planmäßigen Agitation im ganzen Bezirk wird eine Agitationskommission gebildet, die an jedem Orte, wo mehrere Parteigenossen sind, ein Mitglied haben soll. Am Vor- orte hat der Agitationsausschuß seinen Sitz, derselbe dirigirt die ganze Agitation und muß aus mindestens drei Personen be- stehen. Nach Bedarf oder auf Antrag von Vs der Kom- missionsmitglieder beruft er Sitzungen der AgitationS- kommission ein und hat er dieser Recheuschaft abzulegen. Am Vorort hat der Bezirks-Vertrauensmaun seinen Sitz. Derselbe hat unter Berücksichtigung der Beschlüsse des Agitationskomitee's alles zu thun, was das Komitee als Verein nicht zu thun in der Lage ist. Er gehört dem Agilati onskomilee nicht an. Für jeden Parteigenossen ist ein Monatsbeitrag von 10 Pf. an den Bezirks- Vertrauensmann abzuführen. Ueber die eingegangenen Bei- träge wird im Partei-Organ quittirt und über die Ver- wendung der Landeskonferenz Rechenschaft abgelegt.— Weiter wurde gegen die auf arund des Diktaturparagraphen erfolgte Unterdrückung der„Elsaß-Lothringischen Volkszeitung" protestirt. Vorläufig ist der„Offenburger Volksfreund" lothringisches Partei- organ, jedoch ist mit aller Energie die Neugründung einer Elsaß- Lothringischen Zeitung in Elsaß-Lothringen anzustreben. Von der Leitung des„Offenburger Volksfreundes" envartet man eine weitergehende Beachtung der lothringischen Verhältnisse als bisher, eventuell eine besondere Rubrik:„Lothringen".— Zum Parteilage soll für Lothringen und das preußische Saarrevier aus Sparsam- keits-Rücksichten nur ei» Delegirter entsandt werden. Zum Vorort wurde Saargemünd bestimmt, zum Bezirks- Vertrauensyrann Genosse E m m e l gewählt. Eine zweite Konferenz soll in ungefähr zwei Monaten stattfinden, um die geschaffene Neu- organisation zu prüfen und weitere Maßnahmen zu treffen. Zum Schluß wurde beschlossen, aus dem Frankfurter Parteitage der Reichstagssraktion Befremden darüber auszusprechen, daß der auf dem Erfurter Parteitag angenommene Antrag auf Ab- schaffung des in Elsaß-Lothringen existirenden Diktaturparagraphen, foipie der Vereins-, Preß- und Versammlungsgesetze mit so wenig Nachdruck befolgt wurde. Die Fraktion solle die Abschaffung der genannten Gesetze mit aller Energie betreiben, mindestens aber die völlige Durchführung der Gewerbe-Ordnung, des Reichs- Preßgesctzes und Abschaffung des Diklaturparagraphen durchzu- setzen versuchen. � Nicht nur über„Themata," auch über die Wasser- l e i t u n g darf in Sachse» nicht gesprochen werden. Wir be« richteten kürzlich über die Auflösung des Wahlvereins in Hartha. Ueber die Vorgeschichte dieser staatsrettenden That wird der Burgstädter„Volksstimme" noch folgendes mitgetheilt: Am 3. August wurde der Vorsitzende des Wahlvereins auf da? hiesige Polizeiamt bestellt, wo ihm von der Amtshauptmannschaft Döbeln durch den Herrn Bürgermeister mitgetheilt wurde, daß in der letzten Versammlung des Wahlvereins Sachen besprochen worden seien, die nicht dorthin gehörten, z. B. die Vorlesung der Broschüre„Caligula". Auch von der städtische» Wasserleitung sei gesprochen worden.(Hu, wie gefährlich!) DaL alles soll gegen das Vereinsstatut verstoben sein und würde im Wiederholungsfalle der Verein aufgelöst iverden. Gegen diese Verwarnung erhoben wir Einspruch und machten die Amts- hauplmannschaft auf unsere statutarischen Rechte aufmerksam. Aber wir wurden abgewiesen. In der letzten Versammlung wurden nun die Bestimmungen unseres Statutes von einigen Mitgliedern nochmals besprochen. Einstimmig war die Ver- sammlung der Meinung, daß uns eine Vorlesung, die doch auch einem Vortrage gleicht, nicht verboten werden könnte. Es wurde dann ein Aussatz aus den„Grenzboten" und ein Artikel aus dem konservativen„Vaterland" vorgelesen. Leider wurde dieses statutarische Vorgehen für den Verein verhängnißvoll, denn am Donnerstag erfolgte seine Auflösung. Außerdem soll in dieser Versammlung der überwachende Beamte verhöhnt worden sein, auch wäre der Verein zu Gesetzesübertretungen und unsittlichen Handlungen geneigt.(!) Aufgemuntert durch dieses Vorgehen, werden sich die Genossen energischer an der Agitation betheiligen und unter dem Ruf:„Frisch aus zum Kampf!" auch diese Scharte auszuwetzen verstehen. AnS Elsasi- Lothringen.'In der Zeit der Vorbereitung der Wahlen wurden in Mülhausen drei, in Markirch eine, in Metz eine Wahlversammlung verboten; in Thann, Winzenheim und Straßburg wurde das Lokal abgetrieben. Auf eingelegte Beschwerde ging in der letzten Woche der Wahlen Antwort ein, daß in Mülhausen nunmehr Versammlungen zu genehmigen seien. Es reichte gerade noch zu zwei Versammlungen. Gewählt wurden, wie schon erwähnt, in Mülhausen- Süd Bneb und Doppler in den Kreistag; in Mülhausen- Nord blieb Hickel um einige Hundert Stimme» in der Minderheit. In Markirch erhielten unsere Genossen in der ersten Wahl die Majorität; in der Nachwahl gelang«5 den verewigten Gegnern, sie um einige wenige Stimmen zu schlagen. In Münster-Stadt siegten die Genossen, doch wurde dies Resultat durch die Landgemeinden umgestoßen. In Straßburg erreickten wir bei beiden Wahlen an 1000 Stimmen. Es ist das erste Mal, daß sich die Sozialdemokratie an diesen Wahlen betheiligt, und sie hat vor allem den moralischen Erfolg zu verzeichnen, die Gegner aus der seit 24 Jahren hier zu Lande üblichen politischen Theilnahmlosigkeit ausgerüttelt zu haben. *< Polizeiliches, Gerichtliches«. — Der preußische Richter st and beleidigt. Genosse S ch e b s, der verantwortliche Redakteur der„Volks- wacht", stand am 27. d. M. vor der Breslauer Strafkammer, weil er in seinem Blatte die preußischen Richter beleidigt haben soll. Schebs hatte behauptet, daß heute der Arme härter als der Reiche bei Vergehen bestraft werde. Strafantragsteller war der preußische Justizminister. Die Verhandlung mußte jedoch ver- tagt werden, da von Seiten des Vertbeidigers geltend gemacht wurde, der Gerichtshof sei nach der Strafprozeß- Ordnung zur Aburtheilung dieses Falles, indem er zur klagenden Partei ge- höre, unzuständig. Erkenne aber der Gerichtshof seine Un- Zuständigkeit nicht an, so lehne er(der Vertheidiger) den Gerichts Hof ab und beantrage über die Entscheidung der Zuständigkeit, dem Oberlandesgericht die Akten einzusenden. Nach kurzen Worten des Staatsanwalts und einer längeren Berathung des Gerichtshofes entschied sich der letztere für Einsendung der Akren zur Beschlußfassung über die Zuständigkeit an das Ober-Landes- gericht und vertagte die Verhandlung. — In zwei Beleidigungssachen wurde am 28. September gegen Genossen Peus in Dessau verhandelt. Im ersten Falle sollte er den Lieutenant von Oppeln-Bronikowski in Bernbnrg beleidigt haben, der am 1. Mai einen Tischler umgeritten und dabei schwer verletzt hatte. Pens hatte den Antrag auf Ladung von 13 Zeugen gestellt, welche den Hergang, wie im„Volksblatt" geschildert, bekunden sollten. Dieselben wurden abgelehnt. Der Thatbestand ward vielmehr ausschließlich aus die eidliche proto- kollarische Aussage des von Oppeln gegründet. Peus hielt eine Fahrlässigkeit des angeblich Beleidigten für zweifellos vor- liegend. Das Gericht hat jedoch den Vorfall offenbar nur als gänzlich unverschuldeten Unglücksfall angesehen und verurtheilte Peus zu 80 M. Geldstrafe.— Im anderen Falle fühlte sich der Antisemitenführer Zimmermann-Dresden beleidigt. Wegen dieses Deliktes erhielt Peus 20 M. Strafe. TerAmtsanwalt hatte angesichts der Vorstrafen des Genossen Peus den Antrag auf insgesammt 1 Monat Gefängniß gestellt. Peus wandte sich dagegen mit der Begründung, daß es doch wohl nicht zulässig erachtet werden dürfe, bei politischen Vergehen auf die Vorstrafen besonders Rücksicht zu nehmen. Auf solche Weise könne es dahin kommen, daß Männer, welche charaktervoll genug wären, trotz erlebter Konflikte mit dem heutigen Strafgesetz im politischen Kampfe auszuharren, gerade um dieses ihres größeren Muthes willen aus dem Gefängniß schließlich gar nicht mehr heraus kämen. Eine solche Justiz würde aber zweifellos mit der öffentlichen Achtung in Widerspruch stehen, welche auch den vielmals wegen politischer Vergehen Verurtheilte» und Bestraften zutheil werde. Es sei ganz selbstverständlich, daß wer im politischen Kampfe an besonders exponirter Stelle stehe, auch größere Gefahren laufe, sich irgendwie gegen die die Presse zc. bedrohenden Strafgesetzbuchs-Paragraphen von heute zu vergehen. — In O b e r l u n g w i tz ist der Arbeiter- Bildungsverein vorigen Freitag der Auflösung verfallen. Grund: Betheiligung am Hohensteiner Turnertag(?) und am Mittweidaer Sängerfeste. Die Strafkammer verurtheilte den Redakteur der„Volks- stimme" Gustav Hoch wegen einer im vorigen Jahre ver- übten Beleidigung des Generalpostmeisters v. Stephan zu 200 M. Geldbuße. Gegen drei Genossen in Rudolstadt stand dieser Tage Verhandlung an wegen Verbreitung des Flugblattes:„Warum muß die Sozialdemokratie siegen?" Dieselben hatten wegen dieses Vergehens Strafbefehle von 6 Wochen beziehentlich 1 Woche Haft erhalten. Durch die Verbreitung sollte das Publikum in ungebühr- licher Weise belästigt, der öffentliche Frieden gefährdet und mit- hin grober Unfug verübt worden sein. Die drei Genossen er- hoben gegen die Strafbefehle Einspruch. An dem Inhalt selbst wurde nichts Straffälliges gefunden. In der Verhandlung war kein Zeuge aus dem„Publikum" vorhanden, das sich„belästigt" gefühlt hätte und der Antrag der Genoffen, solche zu laden, wurde abgelehnt; ferner wurde kein Beweis dafür erbracht, daß die Vertheilung an öffent- lichen Orten erfolgt war; trotzdem beantragte der Amtsanwalt wegen„Aufreizung zum Klassenhaß", den die Angeklagten durch Verbreitung des Flugblattes wissentlich geschürt haben sollten, das Strafmaß von 6 bezw. 1 Woche Hast beizubehalten. Der Gerichtshof schloß sich diesem Antrag nicht an und erkannte auf Freisprechung. Die Kosten sind der Staatskasse aufzuerlegen. — Wegen unerlaubter Kollekte erhielt der Genosse Kohland in Stettin ein Strafmandat von 3 M.; er hatte für Streikende Geld eingesammt. Da er aber nicht öffent- lich, sondern nur in einer geschlossenen Mitgliederversammlung des Metallarbeiter-Verbandes gesammelt hatte, will er gerichtliche Entscheidung herbeiführen. ©emtfvftfdj citllidjcs. Achtung, Vergolder! Bekanntlich wurde in der lehjen Versammlung, welche sich mit der Prüfung der Anträge zur Generalversammlung beschäftigt, beschlossen, nochmals in dieser Sache eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Kollegen l Es handelt sich bei diesen Anträgen hauptsächlich um die Arbeitslosen- und Reise- Unterstützung, die für uns alle von großer Bedeutung ist. Deshalb erscheint alle zu der am Sonntag, den 30. September, Vormittags 10 Uhr, bei Ehren- berg, Annenstr. 16, stattfindenden Versammlung. I. A. der Kommission: A. Stahmann. Hilfsarbeiter und-Arbeiterinnen! Kollegen und Kol- leginnen! Nachdem wir, die Agitalionskommiision der Hilfs- arbeiter und-Arbeiterinnen, dieses Amt über ein Jahr verwaltet haben, sehen wir uns genöthigt. Euch Rechenschaft ab- zulegen über unsere Thätigkeit. Dasselbe gilt auch für die Delegirten der Gewerkschaftskoinmission. Wir halten diesbezüglich eine öffentliche Versammlung am Donnerstag. den 27. d. M., bei Deigmüller, Alte Jakob- straße 48a-inberufen, die leider wegen schwachen Besuchs nicht tagen konnte. Eine Versammlung mit derselben Tagesordnung findet nach Uebereinkunft am Sonntag, den 30. September, Vor- mittags lOVe Uhr. in demselben Lokale statt.(Siehe Inserat am Mittwoch und Sonnabend.) Wir ersuchen alle Kollegen und Kolleginnen, doch in dieser Sache mehr Interesse zu zeigen und die Versammlung zahlreich zu besuchen. I. A.: Oskar Schüler. Die Porzellanmaler der Firma O. Schaller u. Ko. in Schwarzenbach a. S. waren infolge bedeutender Lohureduktionen gezwungen, die Arbeit einzustellen. Es wird gebeten, den Zuzug streng fernzuhalten. Alle arbeitersreundlichen Blätter werden um Abdruck des Vorstehenden gebeten. Die Schuhmacher werden ersucht, den Zuzug nach Stade fernzuhalten, da dort Lohndifserenzen entstanden sind. Der Streik der Bergarbeiter im Waldenburger Revier ist beendet. Erbitterr darüber, daß sie, um nicht zu ver- hungern, sich einfach fügen mußten, haben die Arbeiter die Arbeit wieder ausgenommen, unterdrückt, aber nicht befriedigt. Zu be- wundern und erfreulich ist die Thatsache, daß die Bergleute, trotzdem sie noch wenig geschult und gewerkschaftlich disziplinirt sind, sich der größten Ruhe befleißigt haben und sich nicht provoziren ließen. Vorläufig ist der Streik beendet, wie lange. ist nicht voraus zu sagen; hoffentlich arbeitet man in den ganzen Kohlengebieten Schlesiens wacker an der Ausbauung der Or- ganisauon. Der Tuchmacherstreik in H i l d e s h e i m ist zu Ungunsten der Arbeiter beendet. Der gröele Theil der Streikenden war nicht organisirt und ließ sich durch einen schlauen Schachzug der Arbeitgeber bewegen, die Arbeit wieder aufzunehmen. Die Fabrikanten hatten nämlich bekannt gemacht, daß derjenige, der bis zu einem bestimmten Tage die Arbeit nicht wieder auf- genommen habe, überhaupt nicht mehr angenommen werde, daß vielmehr dessen Stuhl unbesetzt bleibe. Außer 18 Mann, die sich als ausgesperrt zu betrachten haben, sind dann alle Arbeiter wieder zur Arbeit zurückgekehrt. Das Komitee ersucht die In- Haber von Listen, dieselben baldmöglichst einzusenden, damit die Abrechnung geschehen kann. Die Ausgesperrten beabsichtigen, abzureisen. Alle Sendungen sind an Franz Lossie, Hildesheim, Keslerstr. 76, Hinterhaus, zu richten. Sechstausend Arbeiter, welche der„Jndustria Malaguana" in Malaga(Spanien) angehören, sind in den Ausstand eingetreten. Wahre Prachtmenschen müssen die Mitglieder der „Dresdner Fleischergcsellen-Brüderschaft" sein. Die„Brüder- schaft" wurde bekanntlich im Juli d. I. unter innungsmeister- licher Geburtshilfe gegründet, als die Fleischergesellen begannen. sich der Arbeiterbewegung anzuschließen. Die Angst, ihre Schäfchen zu verlieren, veranlaßte die Innung zu genannter Gründung. und damit diese Schäfchen auch hier nicht ausreißen, hat man vorsichtiger Weise folgenden ergötzlichen Paragraphen aufge- nonunen: Laut gefaßter Resolution vom 1. Juli dieses JabreS ist es jedem Mitglied der Brüderschaft, außer dem Vorstand, streng untersagt, sozialdemokratische Versammlungen zu besuchen' Zu- widerhandelnde werden sofort aus der Brüderschaft ausgeschieden. Denjenigen Gesellen, welche Gesinnungen für die rothe Jnter- nationale hegen und dieselben durch Wort und sonstiges Betragen kundgegeben, kann auf Beschluß des Vorstandes die Aufnahme in die Brüderschaft verweigert werden." fäerzu bemerkt die„Sächs. Arbeiter-Zeitung": Nun kann es ar nicht fehlen: wer sozialdemokratische Versammlungen besucht, wird ausgeschlossen und wer Freund der„rolhen Jnter- nationale" ist, wird gar nicht erst aufgenommen. Nur der Vor- stand der Brüderschaft ist gefeit gegen den Umsturzbazillus, er kann und darf sich in sozialdemokratische Versammlungen wagen. an dem Panzer der Knechtseligkeit, der ihn umgiebt, prallen alle sozialdemokratischen Reden ab.— Praktischen Werth hat natür- lich die„Brüderschaft" für die Gesellen nicht. Hirsch-Duncker'sche Jammermenschen. Wenn den Hirsch- Duncker'schen bisher irgendwo der Vorwurf gemacht wurde, daß sie bei Arbeitseinstellungen die Streikbrecher stellen, so wurde das stets, trotz der offenkundigen Beweise, frech geleugnet. Allein wie einem Freudenmädchen nach und nach alle Scham abhanden kommt, so auch einem Theil der Gewerkvereinler. Das zeigt deutlich ein Artikel der Nr. 37 des„Regulator", des Organs der Harmoniedusler, der sich mit dem Streik in der Mecklen- burgischen Waggonfabrik zu Güstrow befaßt. In diesem Artikel fällt ein Korrespondent den für ihr Recht und ihre Existenz Kämpfenden folgendermaßen in den Rücken: Meine Ansicht von der Sache war schon von vornherein die, daß der Streik vom Zaun gebrochen, wie man zu sagen pflegt, und kein triftiger Grund zum Streiken vorlag. Ich meine, jeder ver- nünslige Mensch muß mir recht geben, wenn ich behaupte, wenn die Arbeiter wirklich von ihren Kolonnenführern betrogen waren. so war der richtige Weg der, sich bei der Direktion zu beschweren, und ist es doch gar nicht anzunehmen, daß eine Direktion einen bewiesenen Betrug hätte ungestraft durchgehen lassen. Angenommen auch noch dieses sehr Unwahrscheinliche, so bin ich noch immer nicht im stände, einen Grund zum Streiken zu entdecken, dann stand den Benachtheiligten immer noch der Weg ans Gericht offen. Diese Wege wurden nun von den Arbeitern nicht betreten. Nach allem, was ich habe in Erfahrung gebracht, geht dem Streik jeder Schein von Berechtigung verloren und ich sehe nicht ein, warum Zuzug fern gehalten werden soll. Wer so, wie hier geschehen, gewaltsam einen Grund zum Streik sucht, der mag auch sehen, wie er die Folgen trägt. Dieser elenden Sudelei— so bemerkt dazu die„Deutsche Metallarbeiter-Zeilung"— braucht man nicht viel hinzuzufügen. sie richtet sich pon selbst. Wer die bisherigen Veröffentlichungen in der Presse gelesen hat, der weiß, daß die Streikenden all das, was ihnen hier als Unterlassung angelogen wird, versucht haben. Der Erfolg ihrer Schritte war, daß sie aus ihren Organisationen austreten sollten. Und eine so schamlose Zumulhung wagt jenes Gewerkvereinspapier noch gutzuheißen. In der That: Die Scham ist zu den Hunden entflohen l Infam! Depclthen; (Wolff'S Telegraphen-Bureau.) Malaga, 28. Sept. Der Ausstand der Arbeiter nimm! einen beunruhigenden Umfang an. Die Werkstätten werden von Militär bewacht. (Depeschen-Bureau Herold.) Wien, 28. September. Die„N. Fr. Pr." erklärt die kürz- lich verbreiteten Meldungen über Veränderungen in den wich- tigsten diplomalischen Dienststellungen �Italiens für erfunden. Thalsache sei nur. daß der Herzog Avarne. gegenwärtig erster Bolschaftsrath in Wie», als Gesandter nach Belgrad komme. Warschau, 28. September. Im Gouvernement Minsk ist unter dem Rindvieh die sibirische Pest ausgebrochen. Belgrad, 28. September. Der griechische Konsul in Nisch, Zakakis, der am Alexanderlage bei einem Toast auf den Zaren sich ungebührlicher Worte gegen Oesterreich-Ungarn bediente und hierfür vom österreichischen Konsul auf Pistolen gefordert wurde. ist von seiner Regierung abgesetzt und für immer aus dem Staatsdienst entlassen worden. Der österreichischen Regierung ging hiervon offizielle Miitheilung zu. Paris, 28. September. In Bredammez sind zwanzig Häuser abgebrannt. Bei den Löschungsarbeiten sind zwei Feuerwehrleute umgekommen. Paris, 28. September. Gestern fand im„Casino de Paris" ein Probeschießen auf einen neuen kugelsicheren Panzer statt. Die Versuche sollen überraschend günstig ausgefallen sein; öffentliche Proben werden demnächst abgehalten. Paris, 23. September. Seitens der hiesigen Gesandtschast wird die Nachricht bestätigt, daß der chinesische Gesandte in der Hauptstadt Korea's Selbstmord verübt habe. Paris, 28. September. Aus Tokio wird gemeldet, daß in Japan die Parlamentswahlen stattfanden, welche eine große Ma- jorität für das Ministerium ergaben. London, 28. September. Die portugiesischen Truppen haben sich vor den Aufständischen in die Stadt Lorenzo(Marquez) zurückgezogen und dort verbarrikadirt. Rew-Dork, 28. Sept. Der„World" geht aus Montevideo die Meldung zu, daß in Rio de Janeiro fünf Tage lang blutige Aufstände startgefunden haben, welche von portugiesischen Händlern ausgegangen waren. Es soll zu heftigen Slraßeukäinpfen gekommen sein, bei denen 328 Personen gelödtet und 213 ver- wundet wurden. Die ausländischen Ansiedler erlitten bedeutenden Schaden an ihrem Eigenthum; man schätzt denselben auf mehr als N/s Millionen Dollars. Der englische Gesandte hat von der britischen Regierung die Abseudung von Kriegsschiffen zum Schutze der Gesandtschaft verlangt. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Druck und Verlag von Max Babing in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu drei Beilagen. I Beilage zum„Vorwärts" Berliner VoWlatt. Zlr. 3A7. Sonnabend, den 29. September 1894. 11. Jabrg. Lulmles. Heiteres vom Pierboykott. In der Kunst, auch ernsten Dingen eine heitere Seite abzugewinnen, leisten die teutschen Antisemiten wahrhast Erstaunliches. Auch beim Bierboykott haben sie diese ihre meisterhafte Fertigkeit schon wiederholt be- wiesen. Ist ihre Komik auch stets eine unfreiwillige, so wirkt sie nichtsdestoweniger doch herzerfrischend auf das durch den Druck der Verhältnisse belastete Gemüth. Als ein Komiker dieser Art ersten Ranges und als ein gefährlicher Konkurrent des ur- komischen Bendix hat sich Herr von Mosch, der grrroße Antü semit, durch einen Artikel legitimirt, den er in dem von ihm verantwortlich redigirten Ahlwardt'schen„Bundschuh" vom Stapel gelassen hat. mit dem wir unsere Leser zu ihrer Erheiterung etwas näher bekannt machen wollen. „Roch immer", so meint Herr v. Mosch,„tobt der Bierkrieg und es ist mehr als traurig, daß die Berliner Arbeitermassen sich noch immer von ihren sogenannten„Führern" an der Nase herumführen lassen und geduldig oder gar in heller Begeisterung das nichtboykottirte Dünnbier trinken."— Ein gewiß viel- versprechender Anfang! Nun der Schmerz des Herrn v. Mosch über das Trinken von nichtboykottirtem Dünnbier ist wohl be- greiflich. Doch lassen wir Herrn v. Mosch seine uns erheiternde Traurigkeit. Die Arbeiter sind keine Freunde von Traurigkeit und lassen nach wie vor bei„Dünnbier" den Boykott hochleben. War Herr v. Mosch bisher von Wehmuth beeinflußt, so wandelt sich diese sehr bald in giftigen'Zorn und nun kommt in ihm der Antisemit zu seinem Rechte.„Die Lügen", so geiiert Herr von Mosch,„die der„Vorwärts" den Arbeitern vorsetzt, sind doch so handgreiflich, daß auch der zielbewußteste Genosse sie endlich durchschauen müßte, und der widerwärtige jüdische Ton, der die Flugblätter und Veröffentlichungen der Sozialdemokratie durchweht, ihr eingeimpft von der edlen semiti- schen Führergruppe, müßte den an sich wahr und gut angelegten deutschen Arbeiter doch endlich abstoßen."— Nun, wenn Herr v.Mosch auch nicht krummnäsig ist, so ist er doch mindestens hochnäsig. Zu wünschen wäre ihm überdies, daß er etwas fein- näsiger würde, um den dem eigenen Nest entströmenden Dust zu riechen und seine Nase dort hinein zu stecken, wo er im stände ist. etwas zu lernen, damit er nicht wieder solche Trivialitäten zu Tage fördere, wie die sind, wenn er meint:„Wenn die sozialdemokratische Führerschaft behauptet, daß sie durch de» Boykott die Großbrauereien, das Großkapital bekämpfe, so ist das eine elende, auf absichtliche Täuschung berechnete Spiegel- fechterei. Denn für die Großbrauereien, die sie hier schädigt, zieht sie andere— jene Dünnbier- Brauereien— groß. Sie schädigt also da? Großkapital nicht, sie verschiebt es nur." Und das nennt man antisemitische Weisheit! Von jedem Schulbuben kann Herr v.Mosch sich demonstriren lassen, daß auf wirthschast- lichem Gebiete des Einen Schaden des Anderen Nutzen ist, daß die Bedürsniffe wenn nicht bei diesem, so bei jenem gedeckt werden müssen und daß der Boykottirte durch den ihm zuge- fügten Schaden im Gegensatze zu dem Nutzen, den Andere haben, zu Zugeständnissen gezwungen werden soll. Aber das ist so Clownart. Mit plumper Dummheit treiben sie ihre Späße, und je plumper und dümmer. desto größer der Er» folg. Also mag es auch wohl Herrn v. Mosch bei seinen Gesinnungsgenossen gehen. Bei den Arbeitern findet er nur ein mitleidiges Lächeln. Was für ein trauriger Ritter Herr v. Mosch ist. beweist seine Eelbilcharakleristik, indem er meint:„daß die Aktien dieser nun begünstigten Brauereien zum großen Theil „zufällig" in Judenhänden und in denen sozialdemokratischer „Verwandter" sind, erklärt lür de», der sehen will, den Schwindel." Sein abgedroschenes Gejammer über den Mittel- stand, der durch die Sozialdemokratie mit Vorsatz geschädigt, ja ruinirt werden soll, schließt Herr v. Mosch mit folgender Tirade: „Der Wirtb soll frei sein, wie jeder andere Mitbürger; er soll das unbeschränkte Recht haben, seine Lokalitäten zu geben, wem er will und jeden als Gast aufzunehmen oder nicht aufzunehmen, wie ihm das für sein Geschäft passend erscheint." Ohne Frage soll keinem Wirlhe das öiecht genommen werden, „Herr im eigenen Hause zu sein", sofern ihm daran gelegen ist. Herr v. Mosch braucht nicht zu fürchten, daß die Sozialdemokraten dorthin gehen werden, wo man sie nicht haben will. Wenn Herr v. Mosch dann weiter meint, daß die lange Liste der proskri- bwlen Wirthe ic. sich als von der Sozialdemokratie abwendig gewordene Stimmen bei der nächsten Wahl verhundertfachen werden, so ist hier der Wunsch der Vater des Gedankens, jedoch eine ebenso große Täuschung, wie die Hoffnung auf einen ent- sprechenden antisemitischen Stimmenzuwachs. Es erübrigt sich. auf den alten Kohl von Bierspitzeln, Terrorismus, Zukunftsstaat zc., der mit antisemitischer Brühe neu aufgewärmt als geistige Kost den Lesern des„Bundschuh" von Herrn v. Mosch aufgetischt wird, näher einzugehen. Als Kuriosität wollen wir nur noch erwähnen, daß Herr v. Mosch die komische Behauptung aufstellt, daß die„Antis" scharfe Gegner des Großkapitals sind und sowohl das jüdische, als auch das„deutsche" Großkapital bekämpfen, daß die Sozialdemokratie aber nur das„deutsche" Großkapital bekämpfe, vor den jüdischen Geldsäcken aber ehr- erbieligst Halt mache, weil sie ja im Judensolde stehe! Auch hätten die„Antis" nur des bedrängten Mittelstandes wegen gegen den Boykott Stellung genommen— und haben, so fügen wir hinzu, zur Rettung des Mittelstandes die bekannten Saufkolonnen gebildet. Nun, wir danken Herrn v. Mosch! Sein Verdienst ist, uns in ernster Zeit«in heiteres Viertelstündchen bereitet zu haben. Z»r Lokalliste. In Nixdorf schänkt der Gastwirth L. Sonntag, Prinz Handjery- und Lessingslraßen-Ecke, boykottirtes Bier. Diese Mittheilung möge besonders deshalb berücksichtigt werden, weil bei dem genannten Wirth der Holzarbeiterverband und die Tischler-Krankenkasse getagt hat. Dieselben haben das Lokal vor kurzem verlassen müssen. Tie freisinnige Majorität der Stadtverordneten-Versamm- lung kann sich gratuliren. Der Beschluß, aus der elektrischen Hochbahn zwei Wagenklaffen einzuführen, hat die begeisterte Zu- slimmung der„Kreuz-Zeitung" gefunden. Freilich, es wäre ja auch ein Unglück, wenn ein Junker, der aus einer fidelen Kneiperei heimkehrt, sich mit einem Arbeiter, der Ueberstundcn gemacht hat, Nachts um 12 Uhr in denselben Wagen setzen muß. Das wäre ja der reinste„Umsturz", den zu bekämpfen im Namen der „Ordnung. Sitte und Religion" sich Freisinn und„Kreuz-Zeitungs"- Adel brüderlich zusammenfinden. Arg verschnupft hat es im Feuerwerks-Labors- t o r i u in zu Spandau, daß wir die famose Entlassungsliste in unserer Nummer vom 2. September zu veröffentlichen in der Lage waren. Es mag oben gewiß nicht angenehm gewesen sein, daß ein sozialdemokratisches Blatt in der Lage war, über die Marimen, die in königlich preußischen Musterwerkstätten maß- gebend sind, unwiderlegliches Material zu veröffentlichen. Ein wenig wunderlich ist aber die Art, mit der die Herren im Feuer- werkslaboratorium den„Vorwärts" oder vielmehr das offizielle Aktenstück, das er der Oeffentlichkeit preisgab, im„Reichs-Anz." zu widerlegen trachten. Die ganze Entlassung-geschicht«. so wird im„Reichs-Anzeigcr" ausgeführt, sei garnicht böse gemeint ge- wesen, denn man habe— von den in der Nachweisung auf- geführten Aibeitern überhaupt keine entlassen! Man höre! Die Arbeiter sind geblieben und die im„Vor wärts" auf Grund amtlichen Materials ausgesprochene An- schauung. daß der Arbeiter im Staatsbetriebe mit derselben Rücksichtslosigkeit auf die Straße gesetzt wird, wie in dem einzig nach den Gesichtspunkten des Profits geleiteten Privatbetriebe, war nur von böswilliger Voreingenommenheit und sozial- demokratischer Hetzsucht diktirt. Die Entlaffungsliste aus dem Staatsbetriebe war höchstens eine kleine, schnell wieder gut gr machte Verirrung?? Ach nein! so liegt denn die Sache doch nicht. Der„Reichs Anzeiger" ist offenherzig genug, den Grund für die Zurücknahme der Entlassungsmaßregel anzugeben. Es hatte keine unpassende Sentimentalität die kühlen Kalkulationen gestört, sondern es waren einfach inzwischen größere Bestellungen ein- gelausen. Wir wiffen wirklich nicht, waS der„Reichs-Anzeiger" mit solcher Mittheilung von unfern Anschauungen widerlegen will. Der Umstand, daß man bei dem unvorhergesehenen Eingang größerer Aufträge die eingeschulten im Betriebe befindlichen Ar beiter vorläufig noch behält,— was bestätigt er anders, als die von uns und in der Entlassungsliste ausgesprochene Ansicht, daß die Rücksicht auf den Prosit das Maßgebende im Staatsbetriebe ist? Auch wüßten wir nicht, was die Andeutung, daß die auf die Entlaffungsliste gesetzten Arbeiter in einer Privat-Waffenfabrik hätten Unterkunst finden können, für die Zustände im Staats- betriebe eigentlich besagen soll. Es wäre besser gewesen, man befolgte den von unS vor einigen Tagen gegebenen Rath und verwendete die zu nutzlosen Widerlegungen und Untersuchungen verbrauchte Zeit zum Nach denken darüber, ob es denn nicht möglich, einmal in einem Musterbetriebe für die Arbeiter zufriedenstellende Zustände zu schaffen. „Die ca. 40 akademisch gebildete« Gemeinde- Schul lehrer," wird uns von betheiligter Seite geschrieben,„haben ihrer s. Z. veröffentlichten Petition„Erläuterungen' nachfolgen lassen, aus denen hervorgeht, daß eine Ma- gistratsvorlage beabsichtigt, die meisten der 3«- bis 40 jährigen Herren, zum großen Theile Familienväter, auf dem bescheidenen Gehalt von 1600 Marl zu lassen und nur einige auf die Stufe von 1900 M. zu bringen, die sie so wie so in kurzer Zeil erreicht hätten. Die Bittsteller heben hervor, daß sich der Magistrat mit dieser Vorlage in Widerspruch zu seinen eigenen früheren Beschlüssen setzt, sowie zu denjenigen der Stadtverordneten- Versammlung und den Bestimmungen des Herrn Ministers, wonach bei den Dienstalterszulagen allein das Dienstalter maßgebend sein soll. Ueberdies haben hervorragende Magistratsmitglieder, u. a. der Herr Bürgermeister sogar viel weitergehende Aufwendungen machen und den Akademikern für ihre gleiche Arbeit auch den gleichen Lohn wie den seminarisch gebildeten Lehrern zuweisen wollen; die Stadtverordneten haben 35 000 M. für die akademisch gebildeten Gemeindeschullehrer zur Verfügung gestellt, diese bitten aber nur um ca. 16 000 M. und boffen daher, daß ihre bescheidenen Wünsche am Tage der Berathung der Magistratsvorlage bei den Stadt- verordneten Gehör finden werden, und um so mehr, als sie selbst nach Gewährung ihrer Bitte, nach Anrechnung ihrer gefammten Dienstzeit, noch weit hinter den seminarisch gebildeten Gemeindeschullehrern z u r ü ck st e h e n. Es würden dann nämlich akademisch gebildete Familien» väter von 39—42 Jahren aus die Gehaltsstufe von SLOO M. kommen, welche die seminarisch gebildeten Lehrer bereits mit 29 Jahren erreichen." Diese widerspruchsvolle Behandlung der fraglichen Angelegen� heit erscheint dem begreiflich, der sich erinnert, daß unsere'Ge> meindeverwaltung von jeher bemüht gewesen ist. aus Kosten ihrer Angestellten, natürlich mit Ausnahme der Herren Bürgermeister, Stadlrälhe zc., möglichst zu sparen. Der Magistrat hat sich bis- her immer erst ziemlich lange nöthigen lassen, bevor er dem Ver langen schlecht bezahlter städtischer Angestellten nach einer Auf- besserung ihres Einkommens durch eine bezügliche Vorlage„ent gegenkam", die die Wünsche der Petenten oft auch nur theilweise befriedigte. Er denkt eben auch: ein zu rasches und zu vollstän- diges Entgegenkommen steigert die„Begehrlichkeit". Die Gemeinde schullehrer, die akademisch gebildeten sammt den seminaristischen, hätten sich in dem Kamvse, den sie bis jetzt mit der Gemeindeverwaltung der„Stadt der Intelligenz" um die Sicherung ihrer wirthschast- lichen Lage geführt haben, mit den städtischen Arbeitern trösten können, die von jener„Sparsamkeit" gleichfalls ein Liedchen zu singen wissen. Zum Amüsement seine? Puiliknm? bringt ein hiesige? freisinniges Blatt die Schilderung eiikeS„eigenartigen Jubiläums", das vor einigen Tagen in einer Kaffeeklappe in der Linienstraße gefeiert worden sein soll. Die Sache ist auch zu komisch.„Einer der dort Verkehrenden, alleS Leute, welche schon mehr oder weniger Gelegenheit hatten,„Jenseits von Gute und Böse" über ihr verfehltes Leben nachzudenken, beging die Feier seiner fünfzigsten Entlassung aus dem Cefängniß. Der Jubilar gehörte nämlich zur Klasse der sogenannten„Klimbim-Brüder". einer Spezies von Menschen, welche sozusagen auf das Gefängniß abonnirt haben und bestrebt sind, möglichst lange Zeit daselbst zuzubringen. Die Motive hierzu sind verschiedener Statur. Der Mehrzahl nach sind es Personen, denen es ihres hohen Alters wegen schwer fällt, Arbeit zu bekommen und nun auf„Etaatsunkosten" ihr« letzten Tage verbringen, wozu ihnen§ 361«ine willkommene Handhabe bietet." Es folgt dann eine humoristisch sein sollende Schilderung der Schliche und Wege, welche die Unglücklichen einschlagen müssen, um im Gefängniß den Hunger stillen zu können. Muß sich da nicht der Philister schon beim Morgenkaffee den Bauch vor Lachen schütteln? Aus rohen Römerzeilen wird erzählt, daß ein ehrenfester Herr seine Fische mit dem Fleisch von Sklaven gefüttert hat, die zur Arbeit zu alt geworden waren. Wie weit haben wir's jetzt gebracht, wo alte und schwache Leute, die zur Stillung des HungerS das Gefängniß aufsuchen müssen, dem Philister von freisinnigen Blättern zum Amüsement vor- geführt werden! Siehst«, mein Junge, n» hast du deine Backpfeifen weg! In einer großen, großen Stadl besteht ein kleines. ganz kleines Journal. Da dies Journälchen nicht leben und nicht sterben kann, verfiel sein höchst findiger Verleger auf allerlei Sensationen. Er wüthete in fürchterlicher mora- lischer Entrüstung gegen die schmutzigen Proletarierftiefel, die„unsere herrliche bürgerliche Kultur" niedertreten, brüllte nach Ausnahmegesetzen mit den Zeitungkulis des Königs Stumm um die Wette. Da er aber erkannte, daß auf diesem Gebiete die Konkurrenz zu groß und keine Seide damit zu spinnen sei, warf er sich kurz entschlossen auf eine Thätigkeit. die in unserer herrlichen bürgerlichen Kulturwelt fast nie versagt. Er ging unter die Dichter; das heißt, er schrieb einen Roman„Die „Eoursaal-Anna". Was Berlin an Schmutz, an Niedrigkeit birgt. was höchst ehrenwerlhe Leser in ihrer Lüsternheil und Zoten- Begier reizen kann, in ellenhasten Reklamen versprach es der Schlaue seinem Publikum zu bringen. Ein ganz merkwürdiger Rest von Schamhaftigkeit indessen bewog den höchst gestrengen Sittenrichter und Verleger, sich selbst als den Dichter der samose» Eoursaal-Anna zu nennen. Den Redakteuren war es strenge untersagt, den Namen des Verfassers zu verrathen. Aber wie es in der Welt geht, das Geheimniß blieb trotzdem nicht gewahrt. Der Verleger und Dichter wurde unmuthig vor Zorn. Er, der seinen Kulis ernste Fabrikordnungen aufzuerlegen liebte. erließ einen Ukas. Dreihundert Mark Be- l o h n u n g. hieß es darin, demjenigen, der mir den Redakteur oder Expeditionsbeamten namhaft macht, welcher das Redaktions- geheimniß preisgegeben hat. Dies Schriftstück wurde den Re- dakteuren zum unterzeichnen vorgelegt. Sie unterzeichneten, bis auf Einen, den Leitartikelschreiber, der sich der Dreistigkeit vermaß, auszurufen: Was soll mir dieser Wisch! Das kränkte das Majestäts- Bewußtsein deS Verlegers und er herrschte seinen Leitartikler, einen greisen Mann, also an: Ich verbitte mir. meine Erlässe als Wische zu bezeichnen. Der Leitartikelschreiber, der viel, sehr viel in seinem kleinen Journal erlebt, gesehen und erlitten hatte, entgegnete darauf: Ich halte es nicht für gentleman-mäßig, abhängige Re- dakteure in solcher Weife zum Spionir- und Denunziantendienst zu drängen.„Dann verlassen Sie sofort mein Lokal; entfernen Sie sich, Sie sind entlassen und haben keinen Anspruch mehr auf irgend welches Honorar." Der Leitartikler wurde darauf erregt und sagte:„Dann sind Sie ein Lump!" Den sonst nicht sehr empfindlichen Verleger kitzelte diese An- merkung seines Redakteurs und er fragte:„Haben Sie mich ge- meint! Erklären Sie sich!" Lange Erklärungen hielt der Redakteur für überflüssig und er versetzte seinem Verleger in Gegenwart von sechs Zeugen zwei schallende Ohrfeigen. Das verdroß den Guten bitterlich; er retirirte nach seinem Privat- zimmer, verriegelte die Thüre und schrie aus Leibeskräften: „Diener, werft den Kerl hinaus! Faßt an! Der Kerl ist gefährlich". Die Diener gehorchten dem Befehl« nicht und der Redakteur verließ unbehindert das Lokal.„Feiger Hund," sagte er noch, ehe er ging. Als er den Hof passirte, um nach der Hauptstraße der Großstadt zu gelangen, hörte er noch, wie der muthige Verleger durch's geöffnete Fenster Scheltworte hinter ihm ausstieß. Gelassen blieb der Redakteur stehen unt», rief seinem schwergekränkten Brotherrn noch die Worte zu z „Siehste, mein Junge! deine Backpfeifen hast du weg. Ver- dient hast du sie schon lange, du Protz!"— Das ist die Ge- schichte der kleinen Schlacht bei Leipzig. Am selben Tage noch ging der tapfere Verleger, tiefen Groll im Herzen, in die Vorstellung von Hauptmann's Webern. Seinem Groll machte er gehörig Lust. Alles begreifen, heißt alles verzeihen. Die Eröffnungsvorstellung des Zirkus Renz bot den Tausenden großer und kleiner Kinder, die all den waghalsigen Kunststücken zu Fuß und zu Pferde und der glänzenden Kostüm- pracht des Pers onals gern und freudig Bewunderung zollen, wiederum dasalle, liebeBild. DieSchaulust wurdevollauf befriedigt und wenn der Direktor auch in der ersten Vorstellung noch nicht mit den ganz aparten Dingen heransrückte, wenn der Abend nach alter Tradition ohne ein besonderes, größeres Ausstattungsstück blieb, so war doch das Publikum uicht allein mit Beifalls-, sondern auch reiche» Blumenspenden eifrig bei der Hand. Man ma» darüber denken, wie man will, der Zirkus bleibt nun einmal für weiteste Volkskreise pupulär, und unnütz wäre eS, in larmoyanten Klagen dies bedauern zu wollen. Wie soll es auch anders fein, wenn selbst viele Theaterdirektoren denken, daß, wenn der Berg nicht zu Mohamed kommt, Mohamed zum Berge kommen muß, und folgerichtig die Stätte der Melpomene zum ZirkuS um- wandeln? Da kann auch der zu ernsterem Sinnen geneigte Mensch sich die Urstätte moderner Kunstentwickelung einmal an- sehen und er wird finden, daß ihm dort durchaus nicht. das Schlechteste geboten wird. Die fleißige Mühe des) Direktors, in seiner Art Tüchtiges zu bieten, war auch am Mittwoch vom besten Erfolg gekrönt. Die Damen Frau Renz- Stark und Fräulein Wally Renz konkurrirten miteinander al? kühne Springerinnen auf Vollblutpferden, und wenn die jüngere Dame noch nicht die volle Gewandtheit zeigte, so soll ihr das als vielversprechende Debütantin gern verziehen werden. Reichen Beifall fanden«in großes Karouffel von 25 Rapphengsten. die Herr R. Renz vorführte, sowie ein von sechs Paaren in ver»! schwenderisch- prächtigen Kostümen aufgeführter Bolero. In „ikarischen Spielen" leistete die Bonhajr-Truppe Erstaunliches im« als kühner Jockeyreiter bewies Herr Wassiliams wieder seine altbewährte Geschicklichkeit. In den komischen Vorführungen konkurrirlen Herr Lavater-Lee und ein Esel mit einander— wem die Palme gebührt, daS mögen Kundigere, als wir, entscheide»! Gelinden Tadel verdiente es, daß die Reihenfolge der Vor- führungen zuweilen nicht so recht klappen wollte. Der Schwung wird aber bald wiederkehren. Die zweite Vorstellung bei Renz, welche wiederum daS mächtige Haus in allen Rängen gefüllt hatte, brachte das große Schaustück:„Auf, auf zur fröhlichen Jagd!", dessen glanzvoller Ausstattungsapparat tu dieser Saison durch Einfügung neuer und prachtstrotzender Gefährte in den Korso, durch Einreihung neuer kostbarer Pferde in die Jagd- und Cascadenrennen und durch neuen Kostümreichthum noch wesentlich verschönt worden ist. Ganz besonders anregend auf die Zuschauermassen wirkten wieder die Eascadenrennen, in denen Reiter und Reiterinnen ihre vollendete Gewandtheit und Sicherheit, sowie das neu zur Verwendung gelangte Pferdematerial seine außerordentliche Leistungsfähigkeit bewundern ließen. Ebenso stattlich nahm sich das stark besetzte rothe Feld aus, in welchem namentlich einige von früher noch nicht bekannt« jugendlich anmuthige Reiterinnen die Aufmerksamkeil erregten. Nach dem Brückeurennen mußte Direktor Renz, dem allseitig ausbrechenden Beifallssturme folgend, in der Arena erscheinen. Am kommenden Sonntage findet die erste Nachmittags- Vorstellung statt. zu welcher jeder Erwachsene freies Entre« für ein Kind erhält. Die Urania wird den im vergangenen Winter durch die thatkräftige Unterstützung einiger Freunde ermöglichten und mit so vielem Beifall aufgenommenen Zyklus von Vorträgen hervor- ragender Gelehrten in der kommenden Saison erneuern, jedoch, um vielfach geäußerten Wünschen entgegenzukommen� nicht in dem für viele Interessenten zu weit entfernt gelegenen Urania-' Gebäude in Moabit selbst, sondern in dem großen Saale Dorotheenstraße Nr. 27(Loge Royal Jork), der der Gesellschaft für diesen Zweck bereitwilligst überlassen worden ist. Auch sollen Zie Vorträge nicht wieder zu der unbequemen Zeit von 6 Uhr Abends, wie im vergangenen Jahre, sondern zur gewöhnlichen Theaterzeit beginnen. Eine stattliche Anzahl von Gelehrten ersten Ranges haben sich auch diesmal wieder bereit erklärt, an dem Unternehmen mitzuwirken, so daß ein Programm des Zyklus in. nächster Zeit bekannt gegeben werden kann. Die Anzahl der Vorträge wird voraussichtlich wieder aus zehn festgesetzt und das Abonnement nächstens eröffnet werden. Ein neues Projekt zur Anlage von elektrischen Unter- grund-Bahnen ist dem hiesigen Magistrat von einem Herrn H. Grauet unterbreitet worden; es weicht insofern wesentlich von den bereits bekannten Projekten ab, als dabei das System der Rutschbahnen zur Anwendung gebracht werden soll. Das Geleise soll aus einer horizontalen und zwei an deren Enden aufsteigenden Geleisestrecken bestehen. Durch Hinzuführung motorifcher Kraft soll die Geschwindigkeit des Wagens stets auf --POW wir in der nächsten Nummer, und theilen unseren Lesern heute das Ergebniß der Delegirtenwahl mit. Es wurden gewählt: Jm 1. Wahlkreis: Timm und Mehner. Jm 2. Wahlkreis: Hermann Werner, Schankwirth und Heinrich Wörner, Bäcker. derselben Höhe erhalten bleiben, und, trotzdem nur eine geringe Polizeibericht. Am 27. b. M. Morgens sprang ein Mann motorische Kraft erforderlich ist, gedenkt man eine so bedeutende am Schiffbauerdamm in die Spree. Er wurde noch lebend aus Geschwindigkeit zu erzielen, daß man z. B. die geplante Strecke dem Wasser gezogen, starb aber bald darauf in der Charitee. vom Belle Alliance Play- Leipziger- und Friedrichstraßen- In der Brückenallee, beim Bahnhof Bellevue, scheuten Nachmittags Ecke- Bahnhof Friedrichstraße bei einem einmaligen Umsteigen die Pferde eines Arbeitswagens und gingen durch. Vor dem in drei bis vier Minuten würde zurücklegen können. Die Länge Hause Nr. 23 wurde ein bei den Pflasterungsarbeiten beeiner jeden für sich bestehenden Strecke ist auf ca. 1000 Meter fchäftigter Arbeiter durch das Fuhrwert überfahren und so schwer Jm 4. Wahlkreis: Franz Schulz, Wilke, Mattutat angenommen, fann jedoch bis auf 2000 Meter ausgedehnt werden. verlegt, daß er bald darauf starb. Auf dem Hofe eines GrundDie Wagen sollen die größtzulässigste Geschwindigkeit von 2 Kilo- stückes in der Wilhelmstraße gerieth ein Schmiedegeselle mit Jm 5. Wahlkreis: Hübner, Ersaymann Fleischer. metern in der Minute erhalten. einem Arbeiter in Streit und wurde dabei mit einem Besen so Eine öffentliche Versammlung der Schmiede für den geschlagen, daß er schwere innere Verlegungen erlitt. Im Norden tagte am 26. September bei Rehliz, Bergstr. 12. Hasen- Bassin am Potsdamer Bahnhof fiel ein Mann beim Be- Reichstags- Abgeordneter 3ubeil legte in einem sehr beifällig herausgezogen, mußte aber nach der Charitee gebracht werden. lichen und politischen Organisation klar. In der Diskussion treten eines Kahnes is Waffer. Er wurde zwar noch lebend aufgenommenen Vortrage die Nothwendigkeit der gewerkschaftAbends erschoß sich ein Mann in einem Hotel und ein Mann sprach Kaiser im Sinne des Referenten. Eine Resolution, in in feiner Wohnung, in der Fischerstraße. In der Nacht zum der sich die Versammelten verpflichteten, mit ganzer Kraft für den 28. d. M. brach auf dem Boden des Hauses Köpnickerstr. 173 Ausbau der Organisation Sorge zu tragen, gelangte zur An Feuer aus, das den ganzen Dachstuhl zerstörte. nahme. Kronhagel regte die Wah! einer Werkstatt- Kontrolltommission an; hierüber soll noch die Meinung einer nächstens im Zentrum einzuberufenden großen Versammlung gehört werden. Unregelmäßigkeiten des Kassirers der InnungsKrankenkasse, Blum, sowie Beschwerden über Miß handlungen zugereister Kollegen seitens des Herbergswirthes wurden ebenfalls vor das Forum dieser Versammlung vers wiesen. Die Meisterschaft, speziell die Junung, wird zu dieser Versammlung ebenfalls Ginladung erhalten. Der amtliche stenographische Unterricht im Hause der Abgeordneten beginnt Montag, den 1. Oktober. Gs finden Sturse für Anfänger statt und praktische Uebungen für solche, die bereits der Stenographie kundig sind. Meldungen werden im stenographischen Bureau des Abgeordnetenhauses, Leipzigerstr. 75, Freitag, den 28., und Sonnabend, den 29. September, Vormittags von 11 bis 1 Uhr entgegengenommen. Witterungsübersicht vom 28. September 1894. Der Winter- Fahrplan für die Stadt- und Ringbahn tritt am 1. Ottober d. J. in Kraft und zeigt nur unwesentliche Aenderungen. Die Abstände der einzelnen Züge bleiben die bisherigen; der sogenannte Nachmittags- Fahrplan tritt eine Stunde früher, als wie im Sommer, in Kraft, d. h. um 1/24 Uhr und Stationen. wird ebenso eine Stunde früher geschlossen. Die über die Stadtbahn verkehrenden Züge nach und von Johannisthal werden der artig verringert, daß wieder der Stundenverkehr Plaz greift. Nach Station Grunewald werden am Vormittag überhaupt keine Swinemünde. Stadtbahnzüge abgelassen. Diese Station ist während der Hamburg genannten Zeit nur mittels des Vorortsverkehrs erreichbar. Berlin. Extrazüge werden jedoch nach Bedarf eingelegt. Wiesbaden. 13 Die Orts Wien Haparanda Petersburg Cort. Aberdeen Baris Barometers reduzirt auf d. Meeressp. SM 756 760 NW 760 WNW 766 SW 768 765 WNW 767 GO 930 769 773 NW . 770 NO • Windstärke 552425( Stala 1-12) Wetter Temperatur 50.= 4° 9.) 0000000000 406 woltig 8 halb bedeckt 6 Regen 8 wollig 10 heiter 8 woltig 11 bedeckt 3 5 heiter 14 3 halb bedeckt woltenlos 9 1BBL Berliner Wetterbureau. Eine weite öffentliche Agitation3 Bers sammlung der Schmiede( für den Süden und Osten) fand am 27. September in Hoffmann's Festsälen, Oranienstr. 180, statt. Sier referirte Genosse W. Pfannkuch über Zweck und Ziele der gewertschaftlichen Organisation. Nach furzer Diskussion fand eine Resolution, in der sich die Versamm lung mit den Ausführungen des Vortragenden einverstanden era flärte, einstimmige Annahme. Kaiser gab bekannt, daß für eine in nächster Zeit stattfindenden großen öffentlichen Versamm lung Genosse Bebel das Referat übernommen habe. In dieser Versammlung werden auch die leidige Herbergsangelegenheit und weitere die Innung betreffende Uebelstände zur Erörterung gelangen, desgleichen die Wahl einer Agitationskommission vollzogen werden. Ein Zuständigkeitsstreit zwischen Bahnpolizei und München Ortspolizei dürfte sich in unserem Nachbarorte Rigdorf ent spinnen. Bei dem dortigen Bahnhofs Umbau ist der Abbruch der Straßenüberführung im Zuge der Hermannstraße nöthig ge worden und die Eisenbahnverwaltung hatte die Herstellung einer Nothbrücke übernommen; diese lettere iſt nach der Meinung zahlreicher Interessenten für den Verkehr unzureichend und ließ auch beim Befahren mit Lastfuhrwerk so bedenkliche Schwankungen Wetter- Prognose für Sonnabend, den 29. Septbr. 1894. verspüren, daß man Mißtrauen in ihre Tragfähigkeit sehte. Die Gemeindevertretung fonnte sich den aus der Bürgerschaft etwas fälterer Nacht und langsam steigender Tagestemperatur; Ziemlich heiteres Wetter mit mäßigen nordwestlichen Winden, faut gewordenen Klagen nicht verschließen und wurde bei bem feine oder unerhebliche Niederschläge. Eine öffentliche Stellmacher Versammlung tagte am 27. September bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44. Der Referent Eisenbahn- Minister vorstellig. Der vor einigen Tagen eingetroffene keine oder unerhebliche Niederschläge. Bescheid lautet in beiden Punkten abschlägig. Schöpflin gab in seinem Vortrag eine ausführliche Kritik der sogenannten Wohlfahrtseinrichtungen, dem sich eine furze polizeibehörde dürfte nun, was die Größe der Brücke anbelangt, Diskussion anschloß. Der nun folgenden Neuwahl der Agitations anderer Meinung sein als die Bahnverwaltung, und es fragt sich nur, ob sie berechtigt ist, gwangsmittel gegen die EisenbahnKommission schickte der Kollege Baum einen turzen Rechens schaftsbericht voraus, nach welchem die Einnahmen 11,80 M., behörde anzuwenden, um diese zu einer Verbreiterung der Brücke Der Geschäftsführer des Verbandes deutscher Metall: die Ausgaben 8,30 m. betrugen, somit ein Bestand von 3,50 M. zu zwingen. Vielleicht entspinnt sich hieraus ein Verwaltungs- industrieller. Vor der zweiten Straffammer des hiesigen LandProzeß, der dann ungefähr beendet sein würde, wenn der Umbau gerichts 1 hatte sich gestern der Bürgermeister a. D. und Premier- Als Agitationsfommission wurden die Kollegen Michels, zu verzeichnen blieb. Der Martenbestand beträgt 2897 Stück. fertig ist und die neue Brücke die alte Noth- und Prozeßbrücke lieutenant a. D. Georg Bobertag wegen wiederholter Unter- Restau, Könecke, Baum und Dräger gewählt, und entbehrlich macht. schlagung zu verantworten. Der Angeklagte war Geschäftsführer Sämmtlichen Nachtwächtern in der zehnten Polizeihaupt- des Gesammtverbandes deutscher Metallindustrieller und hatte als diesen mit auf den Weg gegeben, für Ansammlung eines Fonds zu sorgen. Den Bersammelten wird empfohlen, den Innungsmannschaft im Westen Berlins ist am 24. d. W. gekündigt solcher Gelder für den Verein, Beiträge der Mitglieder u. dergl. Arbeitsnachweis streng zu meiden. Zum Schluß erfolgte die worden. Die vorgelegte Kündigung hat kein Einziger durch einzunehmen und zu verwalten. Der f. 3. mit der Agitation Bekanntgabe, daß die regelmäßigen Vereinsversammlungen jeden Unterschrift anerkennen wollen. Die Wächter fühlen sich schwer für den Plan einer Berliner Weltausstellung eifrigit be- Sonntag nach dem 15. bei Prüffel in der Lothringerstraße statt. geschädigt, weil sie ohne Pension einfach entlassen werden sollen, schäftigt gewefene Angeklagte ist mit der Buchführung finden. während sie sich pensions- oder für den Schuhmannsdienst an außerordentlich lässig gewesen und da er seine eigenen ftellungsberechtigt halten. Sie gedenken gegen die Behörden den Rechtsweg zu beschreiten. Gerichts- Beitung. Gelder von den Kassengeldern nicht fireng getrennt hielt Der Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und und wiederholt Einnahmen und Ausgaben erst verspätet aus dem auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter und Ar Gedächtniß buchte, so verlor er jede Uebersicht. Als ihn schließ- beiterinnen theilt uns berichtigend mit, daß der Ausschuß Here Malinowski, Große Frankfurterstr. 16, erklärt, lich flar wurde, daß er im Laufe mehrerer Jahre ca. 6000 m. den Verbandstag nicht zu Weihnachten einberufen hat, sondern daß die gestrige Mittheilung in unserem Blatte, daß er habe mehr als er besessen, für persönliche Ausgaben verwendet hatte, willens ist dies zu thun. Königstädter Bier für Bier aus der Dortmunder Brauerei ver- fonnte er nicht mehr daran zweifeln, daß er diese Summe der fauft, nicht richtig sei. Es stimme zwar, daß er vom 12. bis Verbandskasse Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 30. September, Vormittags unterschlagen haben müsse. aum 25. d. M. fein Dortmunder Bier mehr bezogen habe, doch hältnisse wuchsen Die Ver- s uhr, Rosenthalerstr. 38. Bortrag über:" Die Grundsäße der Gemeinde." ihm über den Kopf und er stellte um 10 Uhr Vormittags ebendaselbst Vortrag des Herrn E. Bogtherr über: habe dies feinen Grund darin, daß er sich zu einer größeren fich selbst der Staatsanwaltschaft. Bei dem umfassenden" Das Ende des Konfessionalismus." Geburtstagsfeier, die im letzten Augenblick abgesagt worden, Geständnisse des Angeklagten beschränkt sich die Beweisaufnahme Kolberger Salon, Kolbergerstraße 23, Bersammlung. Bortrag des Herrn Ethische Gesellschaft. Sonntag, den so. September, Abends 7 Uhr, im mehr Bier als sonst üblich aus der Brauerei Dortmund zugelegt auf die Vernehmung des Fabritbesitzers Heckmann und des 3. Türt über:" Gthit und Klaffentampf." Nachdem geselliges Beifammensein habe. Dies hätte erst verzapft werden müssen. Auch sei die gerichtlichen Bücherrevisors Rebber. Setterer hat aus den und Tanz. Nachricht unrichtig, daß er zwei Dortmunder Fässer an die Büchern die Höhe der unterschlagenen Summe auf ca. 10 000 M. Sigung mit Damen. Vergnügungsklub Oftend. Sonnabend 9 Uhr bei Rudolf, Krautstr. 6, Brauerei Königstadt zum Füllen gesandt habe; die betreffende festgestellt, aber anerkannt, daß die Angabe des Angeklagten Arbeiter- Bildungsschule. 2. und 4. Sonnabend im Monat, Abends Mittheilung erledige sich wohl dadurch, daß die Fässer am richtig sein könne, da nachgewiesen ist, daß der Angeklagte that 8%-10% Ubr: Nord Schule, Müllerstr. 179a, und Süd- Ost Schule 26. b. M. an die Dortmunder Unionsbrauerei zurückgeliefert fächlich zu seinem Schaden mehrere Posten nicht gebucht hat. worden seien. 8%-10% Uhr: Diskutir- Uebungen. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Staatsanwalt Dr. Flickel beantragte ein Jahr Gefängniß. beilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen, Ein merkwürdiger Diebstahl ist in der vorgestrigen Nacht, Rechtsanwalt Chrczeliber beantragte eine wesentliche Herab- Meumann, Bafewalterfir. 3. Alle Menderungen im Vereinstalender find zu wie der Kriminalpolizei gemeldet wurde, in einem Bigarren fegung dieser Strafe, da es sich hier nicht um die gewöhnliche richten an Friedrich Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends geschäft in Moabit ausgeführt worden. Mit großer Mühe und Art der Unterschlagung handle, hier nicht ein Gewohnheits- Ver- 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein unter enormen Schwierigkeiten drangen die Einbrecher vom brecher fremde Gelder ohne weiteres in die Tasche gesteckt habe, smeralda, Tilfiterstraße 82 bei Sänice. Grüne Eiche, Rirdorf, Hermannstr. 48, Ede Herrfurthstraße, bei Heidaus. 2nranta, Landss Hausflur aus in den Laden, erbrachen die Kasse, welcher sie sondern ein alter, bis dahin ehrenwerther Mann ungünstigen berger Allee 150 bei Goebel. Sanges Echo, Naunynftr. 86, bei Bubeil. jedoch nichts weiter entnahmen, als 20 M. Marten der Verhältnissen erlegen ist und auch die Kontrolle und Revision Glück zu, Pafewalterstr. 3 bei Neumann. Badetfahrt Gesellschaft, während sie das daneben nicht strenge gehandhabt wurde. Der Gerichtshof schloß sich im liegende Geld, Gold und Silber, unberührt ließen! Weshalb Wesentlichen diesen Ausführungen an und erkannte auf vier die Diebe das Baargeld nicht mitgenommen haben, ist ein Räthsel, Monate Gefängniß. das jedenfalls nicht gelöst werden wird, umsomehr, als die Einbrecher bei der Arbeit taum gestört worden sind. Vielleicht hat der Diebstahl sonst einen Haken. aldemarstr. 14: Naturerfenntniß. 1. und 3. Sonnabend im Monat, Abends Arbeiter- Sängerbund Serlins und Umgegend. Borfißender Ad. genommen. V Gesundbrunner Theaters Männerchor, Prinzen Allee 10 bet Bergmann Männer- Gefang= verein geberfranz in Brandenburg a. b. Savel, Mengert's Bolts garten, Bergstr. 6.- Gefangverein Sängerhain, Reichenbergerstr. 16, bet Soffmann. Deutsche Eiche II, Brandenburg a. b. Havel, Hauptstraße, Wintel's Salon.- Frisch auf I, Friedrichsberg, Nummelsburgerstr. 23 bei bezüglich gestohlene Sachen den Pfandleihern und Trödlern in G Die Nichtbeachtung der polizeilichen Mittheilungen, die Emil Steumann. Sängerlust, Luckenwalde, Beeligerstr. 34 bet Otto Schulze. Männer- Gesangverein Fortschritt, Königsbergerstraße 28 bei Leichnis. Hand in Hand II, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 gedruckten Verzeichnissen täglich zugehen, ist mit Verlusten für bei Gmit Seinecke. Die Verhaftung des Kaufmanns Heinrich Grebs, die zu die Geschäftsleute verbunden, wie ein Pfandleiher kürzlich hat Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend der Wuchersache Treuherz gemeldet und widerrufen wurde, ist erfahren müssen. Er hatte einige Werthgegenstände, die in einem Alle Sufchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffenb sind zu richten an: B. Gent, Adalbertftr. 95. Sonnabend: am Donnerstag Abend wirklich durch die Kriminalpolizei erfolgt. ihm einige Tage zuvor zugestellten Verzeichniß als gestohlen auf Gefelliger Verein Deutsche Eiche, Ritterfir. 97 bei Bauer. Bitherklub Gemüth= Unter dem Verdachte eines Verbrechens gegen die geführt waren, in Verfaz genommen. In einem von dem Be- verein Aurelia, Mendelssohnftr. 9 bet Miethe. Nordklub Gesellig Sittlichkeit verhaftet wurde vor sechs Wochen der fünfzehnjährige ftohlenen angestrengten Zivilprozeß wurde er zur kostenlosen Herite it, Sindenftr. 105, Restaurant Bürgergarten. Theaterverein Lessing, Blumenfir. 46 bei Tarmuschat Geden 2. und Sievert aus Neu- Weißensee. Jezt hat sich herausgestellt, daß ausgabe der Pfandstücke verurtheilt und hat außer dem Verluste Prenzlauer Allee 40, bei Drückler( jeben 2. u. 4. Sonnabend im Monat). der bedauernswerthe Knabe vollständig unschuldig ist. Der Sach- des Darlehns noch die Gerichtstosten und Anwaltsgebühren zu 4. Sonnabend). Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Turnverein verhalt war folgender: Ein fleines Mädchen war von der tragen. Fichte( Witgl. d. Deutschen Arb.- Turnerb.) turnt heute: 1. Männer- Abth. Treppe heruntergefallen, und Sievert, der gerade hinzukam, fing In dem Seifenprozeß Lehrer und Genoffen ist die Be Friebenstr. 37. 3. Männer- Abth. Boechstr. 21. 2. Lehrlings- Abth. Gemischter Chor Gleichhett, Abends 9 Uhr, das Kind in seinen Armen auf und wollte es nach der Wohnung weisaufnahme, trotzdem die Redefluth der Angeklagten vom Vor- Staligerfir. 55-56. Zwinglistraße ва im Restaurant. Mitglieder werden daselbft aufder Eltern tragen; eine im selben Moment hinzugekommene fizenden nach Gebühr eingedämmt wird, noch nicht über die VerPrivat Theater = und Bergnügungsverein Weiße Sigung jeden Sonnabend nach dem Frau bezichtigte ihn sofort des Verbrechens gegen die Sittlich- nehmung der ersten 50 Beugen hinausgekommen. Auch gestern ofe, 1. und 15. jeden Bühnenverband Normanta, feit. Der herbeigerufene Gendarm schenkte den Angaben der wurde durch die vernommenen Beugen vorzugsweise die Thätig menats bei Schumacher, Pücklerstr. 49. Frau Glauben und verhaftete den Knaben, worauf dieser sechs feit des Angeklagten Koh, welcher die längste Zeit für die eben legten Sonnabend im Monat Sigung bei G. Leichnis, Königsbergerftraße 26.- Privat- Theater- Gesellschaft Schiller, Sigung Abends 9 ühe Wochen hindurch in Untersuchung zubringen mußte, bis er am Riviera- Parfümerie auf Reisen war, illuftritt. Da tam manche bet Linte, Buttbuferstr. 24. Nach der Sigung: Fidelitas. Privattheaters Mittwoch entlassen worden ist. erbauliche Geschichte zur Sprache. Charakteristisch ist folgender Gesellschaft Toni, Sonnabend 9% Uhr bei Buleger, Swinemünderstr. 144.Fall. Einen schrecklichen Tod erlitt am Donnerstag Nachmittag treibt, aber Ein biederer Schwabe, der ein Rürschnergeschäft be- Brivat- Theaterverein Blaue Schleife jeben Sonnabend Abend um 9 Uhr Sigung, nachher Fidelitas bei Bluhm, Wollinerstraße Nr. 27a. weder lesen noch schreiben tann, erhielt Theaterverein Berliner Bär jeden Sonnabend nach dem 1. und 15., um 1/2 Uhr der 22 Jahre alte Arbeiter Christian Iwanowski, eines Tages den Besuch der stolzen Seifenfirma in Köpenickerstr. 55a. Theaterverein Borussia, Wienerstr. 56 bet Walter. der in der Ruheplatstr. 23 wohnte. Er war vor dem Hause Gestalt des Reisenden Koh, der auch glücklich einen Auftrag en b, Gigung Abends 9 Uhr im Restaurant Rudolfs, Krautsitr. 6. Theatergesellschaft Satut, Lindenstr. 106 bei Poppe. Bergnügungstlub Brücken- Allee 35 mit Straßenpflasterungs- Arbeiten beschäftigt, auf Parfums herausholte. Den Namen des Kürschners setzte Gefelliger Arbeiter- Berein Proletaria, Sonnabend nach dem 1. und als zwei durchgehende Pferde mit einem Arbeitswagen führerlos Roh selbst unter den Schlußschein, obgleich er feinen Auftrag 15. jeben Monats, Abends 9 Uhr bet Sommer, Grünstraße 21. daherrasten. Che sich Jwanowski in Sicherheit bringen konnte, dazu hatte. Als dann die gewöhnliche Ueberraschung durch Blaue Boltell, Gigung jeden Sonnabend 9 Uhr im Restaurant F. Steuer, Bohemia, Sigung Abends 9 Uhr bei Wolter, Schwedterstr. 17. verwickelte sich sein Anzug derart in das Gefährt, daß Uebersendung einer Faktura über fast 800 m. tam, hat der Weinstraße 22. Stattlub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bei Wuttke, Iwanowski eine Strecke mit fortgeschleift wurde. Als der be- biedere Schwabe sofort zu seiner Ghehälfte gesagt: Das ist so Graudenzerfir. 2. Stattlub Revolution, Sigung jeden Sonnabend 9 Uhr wußtlos gewordene Mann endlich liegen blieb, ging ihm ein Hinter- ein echter Berliner Schwindel!" Er hat die Annahme ent- bet Gerhardt, Grünauerstraße 27. Tambourverein uf, Abends 9 Uhr rad über den Kopf und führte den Tod herbei. schieden verweigert und sich auch nicht ins Bockshorn jagen Mit Waffer geladen hatte am Donnerstag Abend um lassen, als der klagende Rechtsanwalt auf der Bildfläche 102 Uhr der 21 Jahre alte Kunsttischler Emil Toepte eine erschien. Später erschien eine Mittelsperson in Abwesenheit Pistole, um seinen Selbstmordplan mit Sicherheit durchführen zu des Beugen bei dessen Frau und hat vergeblich eine tönnen. Toepte, ein Sohn des bekannten Möbelhändlers T. aus Ginigung anzubahnen versucht. Der biedere Schwabe ist heute der Charlottenstr. 18, wohnte in der Fischerstr. 9 und hatte sich noch so empört über den Berliner Schwindel", daß er dem Gein die Tochter einer Beamtenwittwe A. verliebt. Hindernisse, richtshof wiederholt die Versicherung gab: Wenn i' Haus die sich der beabsichtigten Heirath entgegenstellten, werden als g'wesen wär', hätt's a Unglück geben." Schließlich hat sich auch Grund des in schrecklicher Weise ausgeführten Selbstmordes be hier Herr Lehrer selbst auf den Weg gemacht, um die Differenz zeichnet. aus der Welt zu bringen. Lehrer beruft sich mit einem gewiffen Stolz auf die Fälle, in denen er Unregelmäßigkeiten des Kohn, für die er doch nichts köune, wieder beglichen habe. Der Staatsanwalt will ihm dies nicht hoch anrechnen, da diese vermittelnde Thätigkeit sich erst zeigte, nachdem die Strafanzeige wegen Be" " Wiederum wird ein flüchtiger Kassirer der hiesigen Kriminalpolizei signalisirt. Wie die Hamburger Polizei durch den Draht mittheilt, ist der Bankfassirer Johann August Eckermann, am 23. September 1863 zu Schwinda geboren, unter Mitnahme von 30 000 M. unterschlagener Gelder flüchtig geworden. truges gegen die Firma ergangen war. Zur Vorsicht mahnt ein Fall, der sich beim Obfteffen zugetragen hat. Am Donnerstag wurde in die Charitee der elfjährige Knabe Robert Hoffmann aus Biet in schwerkrankem Zustande eingeliefert. Er hatte beim Effen von Pflaumen in Die Berliner Parteigenossen hatten am Freitag Abend der Hast einen Kern mit hinuntergeschluckt, dieser hatte sich aber 6 Parteiversammlungen einberufen, die sich mit der Besprechung berart festgefeßt, daß Gefahr für das Leben bestand. Der Knabe wurde fofort in den Operationsfaal gebracht, wo noch rechtzeitig ber Tagesordnung des Frankfurter Parteitages beschäftigten. At hilfe geschaffen werden konnte. Einen ausführlichen Bericht über diese Versammlungen bringen Versammlungen. bet Jatob, Inselstr. 1. 1 Rauchflub Dansk Forening Freja, Oranienstrasse 51, Módeaften hver Lòrdag Kl. 9. Besógende ere velkomne. Danske Aviser findes i Lokalet. Deutscher sozialdemokratischer geseklub in Paris. Rue St. sonore 314 Gafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Berfammlung; reiche Bibliothet, Beitungen, franzöfifcher Unterricht. London. Der einzige hiesige sozialdemokratische Berein Londons, ber alte von Karl Marr und Friedrich Engels 1846 mitbegründete kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Zottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( wei Buchstaben oder eine Ball anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Nr. 226 R. H. Ihre Erregung ist ganz umsonst gewesen. Wenn Sie den Vorwärts" lesen(?), finden Sie in Nr. 224 die Antwort auf Ihr Eingesandt im Briefkasten. Da Sie aber der Sache eine sehr große Bedeutung beimessen, kommen wir heute Ihrem Wunsche noch im Besonderen nach. " Ein aus dem Schiller- Theater entlassener Künstler. Für anonyme Mittheilungen ist der Vorwärts" nicht da. Treten Sie event. uns gegenüber mit ihrer Person hervor. Verschiedene Genoffen. Ihnen gilt dieselbe Antwort. F. T. 21. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. B. R. 70. Versuchen Sie es mit einer Eingabe an das Kriegsministerium. Eckelmann. 1. Rnigge's Umgang mit Menschen" ist für A. P. 91. 1. Die Ghefcheidungsklage ist( nach voraus- M. W. 1. Ihre großjährige Braut fann bei dem Lands Ihren Zweck nicht zu empfehlen. 2. Durch zehnjährigen Auf- gegangenem Sühneverfuch beim Amtsgericht) bei dem Landgericht gericht des Bezirks, in dem ihr Vater wohnt, auf Ergänzung der enthalt im Auslande haben Sie Ihre deutsche und anhaltische des Bezirks anzustrengen, in dem der Wohnort des Mannes Einwilligung zur Berehelichung klagen. Die Klage müßte durch Staatsangehörigkeit verloren. Sie erwerben die deutsche Staats- liegt. Ob nach Erhebung der Klage einer der Ehegatten ver- einen Rechtsanwalt erhoben werden. Ueber die Zeitdauer, die angehörigkeit( und zugleich die preußische) dadurch, daß Sie bei zieht, ist im Allgemeinen gleichgiltig. 2. Ein Chefcheidungs- die Klage bis zur rechtskräftigen Entscheidung in Anspruch dem Regierungspräsidenten Ihres Aufenthaltsorts nachsuchen, prozeß fann bis rechtskräftiger Entscheidung Jahre lang dauern, nehmen fann, läßt sich nichts voraussagen; fie tann in wenigen in den preußischen und deutschen Staatsverband aufgenommen aber auch in einigen Monaten erledigt werden. Monaten erledigt sein, kann aber auch Jahre lang dauern. Ihre zu werden. Diese Aufnahmeurkunde muß Ihnen nach§ 21 des Stiebelknecht 30. 1. Der Wirth kann vor Ihrem Auszug Braut tann sich zwecks Durchführung der Klage das ArmenGesezes vom 1./6. 1870 ertheilt werden. Hinterlegung oder Zahlung des gesammten Miethsreftes ver- recht bewilligen lassen. Zu diesem Behuf müßte sie sich zulangen. 2. Aus Ihrem Vertrag, der uns nicht vorliegt, wird nächst an die Gemeinde ihres Wohnorts um Bescheinihervorgehen, ob der Wirth sich die Stellung eines Untermiethers gung ihres Unvermögens zur Tragung der Prozeßkosten gefallen lassen muß. Ist im Vertrage jedoch hierüber nichts be- wenden, sodann einen Antrag um Bewilligung des Armenrechts stimmt, so darf der Vermiether seine Einwilligung zur Aufnahme an das zuständige Landgericht richten; es wird ihr alsdann ein eines Untermiethers nur dann versagen, wenn dieser ein unehr- Anwalt beigeordnet. bares oder ein dem Hause oder der Wohnung schädliches Gewerbe treibt. Versagt er die Genehmigung ohne solchen Grund, so steht dem Miether frei, die Wohnung vor Ablauf der Kontrakteit spätestens innerhalb der ersten 3 Tage des Quartals zum Quartalsschluß zu kündigen. Michel. Der Staatsanwalt ist berechtigt, auch zu gunsten des Angeklagten Berufung oder Revision einzulegen. Von dieser Berechtigung hat die Staatsanwaltschaft, allerdings in sehr wenigen Fällen, Gebrauch gemacht. Grenzstr. 20. Ihr Onkel soll schleunigst bei dem Vorstand der zuständigen Berufsgenossenschaft einen Antrag, ihm die Unfallrente zu bewilligen und ihm Vorschuß zu zahlen, unter Darlegung des Sachverhalts stellen. M. B. 100. Gegen die Folgen einer Desertion würde der von Ihnen beabsichtigte Weg nichts nügen. Für den Inhalt der Jnierate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, 29. September. Opernhaus. Carmen. Schauspielhaus. Traum. Leffing- Theater. Menschheit. Das Leben ein Wohlthäter der Deutsches Theater. Die Weber. Berliner Theater. Unter vier Augen. Niobe. Schiller Theater. Der Veilchenfreffer. Neues Theater. Der sechste Sinn. Perrichons Reise. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Rehdenz- Theater. Demi- Monde. Theater Unter den finden. Dr. pheus in der Unterwelt. Bellealliance Schöller. Theater. Castan's Panopticum. Am 27. d. Mts. ist der Buchdrucker Herr Wilhelm Mager im 59. Lebensjahre an einem Brustleiden verstorben. Die Beerbigung findet Sonntag Vorm. 9 Uhr auf dem Georgen Kirchhof in Weißensee von Hassan Ali ber Leichenhalle aus statt. der grösste Mensch der Weit. Prinzess Topase 50b Allen Verwandten, Freunden, Ge das kleinste Menschenkind. nossen und Bekannten hiermit die Mexikanische Riesen- Gacteen in noch nie gesehener Größe. Alcazar Vaudeville- u.Variété- Theater Dresdenerstr. 52/53( City- Passage). Der Bombardier im Fener! Burleske mit Gefang und Tanz. Regie: Edwin Stempel. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Wochentags 71/2 Uhr. Sonntags 61/2 Uhr. Wochent. 20, referv. 30ẞf. Sonnt. 40, referv. 60 Pf. R. Winkler. Anfang{ Pension Adolph Ernst- Theater. Lolotte's 28 Tage. Central- Theater. D! diese Berliner! Aleranderplak Theater. Modell. Ein alter Sünder. Ein National Theater. Der Mikado oder Ein Tag in Japan. Apollo Theater. SpezialitätenVorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. Parodie Theater. Spezialitäten. Borstellung. Wintergarten. Spezialitäten- VorReichshallentheater. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Sonnabend: Der Veilchenfresser. Sonntag, 30. Septbr., Nachmittags 3 Uhr: Der Veilchenfresser. Abds. 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Dichterabende im Bürgersaale des Rathhauses Abends 7/2 Uhr: Uhland Abend. National- Theater. Große Frankfurterftraße 132. Gastspiel der Liliputaner, der sieben berühmten Zwerge mit eigener, voll. ständiger Theater- Gesellschaft. Der Mikado oder: Ein Tag in Japan. Parodistische Ausstattungsposse mit Gesang und Evolutionen in 2 Aften u. einem Vorspiele v. Max Mauthner. In Szene gefett v. Regisseur Ramin. Raffenöffnung 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag Nachmittag 3 Uhr: Bolts: Borstellung: Maria Stuart. Entree Passage- Panopticum. traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater August Wegner 51b am 28. d. M., Morgens 5 Uhr, sanft entschlafen ist. Wwe. Wegner nebst Kindern. C.. 138. 1. Ein Erbanfall, der an Ascendenten, rechte Kinder und Kindeskinder oder Ehegatten fällt, unterliegt keiner Erbschaftssteuer. Das preußische Erbschaftssteuer- Gesetz datirt vom 30./5. 1873. 2. Das Oberverwaltungsgericht scheint die gu ständige Behörde nicht gewesen zu sein. Achtung! Adjtung! Tapezirer. Achtung! Allgemeiner deutscher Tapezirer- Verein. Filiale Berlin. Montag, den 1. Oktober, Abends 81/2 Uhr, Mitglieder- Versammlung in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Robert Schmidt über:„ Swed und Nutzen der Gewerkschaftsorganisation". 2. Diskussion. 3. Wahl von drei Mitgliedern zur Preßkommission. 4. Bereinsangelegenheiten und Fragekasten. 231/10 Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen! Große öffentliche Versammlung Die Beerdigung findet am Sonntag, Sonntag, 30. September, Vorm. 10% Uhr, bei Deigmüller, den 30. d. M., Nachm. 5 Uhr, von dem St. Hedwigs- Krankenhaus, Gr. Ham burgerstr. 10, nach dem Zions- Kirchhof in Weißensee statt. Orts- Krankenkasse der Alte Jakobftr. 48a: Tagesordnung: 1. Bericht der Agitationskommission. 2. Wahl eines Vertrauensmannes. 3. Bericht der Delegirten der Gewerkschafts- Kommission und Neuwahl derselben. 4. Verschiedenes. Es ist Pflicht aller Arbeiter und Arbeiterinnen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Zur Deckung der Unkoften findet Tellersammlung statt. 69/8 Die Agitations- Kommission. J. A.: 0. Schüler, Tresckowstr. 30. Steindruckers Lithographen Deutscher Holzarbeiter- Verband Am 25. September cr. verstarb unser Mitglied, der Lithograph Herr Gustav Bautz. Die Beerdigung findet statt am Sonntag, den 30. September cr., Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Zions- Kirchhofes in Weißensee. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. 51 wilde Weiber aus Dahomey. 476 Säle zu Bersamml. u. Festlicht., anch Die Herenschankel, Sonntags. 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Der brutale Willkürakt des Brauereirings harrt noch der Sühne. Den Hunderten unschuldig aufs Pflaster geworfenen Arbeitern ist noch keine Genugthuung ges worden. Arbeiter und Parteigenossen! Ohne Eure opferwillige Unterstügung würden die Gemaßregelten der bittersten Noth verfallen und gezwungen sein, um Gnade zu betteln. Die Hochherzigkeit der Berliner Arbeiterschaft hat diese Schmach verhindert. Der erste Sturmlauf des Prozenthums scheiterte an Eurem Solidaritätsgefühl. Nicht eine Bresche vermochte der Bierring in Eure Reihen zu legen. Einig, geschlossen, kampfesmuthig und opferwillig seid Ihr fest entschlossen, den entbrannten Kampf zum fiegreichen Ende zu führen. Arbeiter, Parteigenossen! Euer Wollen garantirt Euer Können! Ihr könnt, wenn Ihr wollt. Den zweiten Sturmlauf auf Euere Phalanx mußten die dem Bierring Lebensdienste leistenden Saalbesitzer unternehmen. Die Agitation sollte unterbunden, das Mundtodtmachungssystem praktizirt werden. Auf der Mine, die sie gegraben, sind die Saalbefizer aufgeflogen. Ihr Wehgeschrei fönnte Mitleid erwecken. Arbeiter, Parteigenossen! Selbst der Himmel, auf den der Bierring seine letzte Hoffnung setzte, ist mit uns im Bunde. Die Saison kann dem Ring nicht mehr über die Verlegenheiten hinweghelfen, die mit jedem Tag des weiteren Kampfes sich thurmhoch häufen. Ausharren bedeutet für uns fiegen. Unsere Position ist uneinnehmbar. Der Stand des Boykotts ist ein vorzüglicher. Wir können zuwarten, ohne entbehren zu müssen. Arbeiter, Genossen! Je konsequenter der Boykott durchgeführt wird, desto nachhaltiger seine Wirkung, desto entscheidender der Sieg. Duldet keine Ausflüchte, keine Ausreden. Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns. Soweit unser Einfluß reicht, muß das Ringbier verpönt werden. Nicht ein Tropfen darf getrunken werden. Arbeiter, Genossen! Die Bierzufuhr ist eine geregelte. Sie wird mit jedem Tag der Fortdauer des Boykotts eine bessere. Alle Ansprüche können befriedigt werden. Darum widersteht jeder Versuchung, Ringbier zu trinken. Die schwerste Arbeit ist gethan. Die Periode der Organisirung des Kampfes war die aufreibendfte. Jetzt wird uns der Rampf leicht, weil wir das Terrain zum guten Theil beherrschen. Der Sieg muß unser werden, wenn wie bisher mit gleicher Schärfe und Ausdauer der Parole gefolgt wird. Hoch der Boykott sämmtlicher Ringbranereien! Trinkt feinen Tropfen Ringbier! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Char lottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Kinz u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Arbeiter- Sanitäts- Kommission. Die Boykottkommission. In der Mansardenwohnung 3 Treppen fällt der Putz von der Decke. Gerichtstr. 6. Nasse Kellerwohnung, durch die VeranUnsere heutige Veröffentlichung beginnen wir mit einem lassung der Kommission vor einiger Zeit geräumt, ist heute wieder Beitrag zu dem Kapitel der Dienstboten- Schlafräume. bewohnt. Die sogenannte Dienstbotenfrage fängt an in hohem Grade Gerichtstr. 20. Desgleichen vor einiger Zeit eine nasse unsere Bourgeoisie zu beunruhigen. Die Damen aus den besigen- Wohnung auf polizeiliche Anordnung geräumt, heute wieder verden Klassen tönnen gar nicht genug flagen über die hohen An- miethet. sprüche und den Uebermuth der heutigen Dienstmädchen, welche Rösliner str. 3. Dachrinne entzwei, wodurch die zum Bewußtsein ihrer Menschenrechte erwachen. Diese arm- Wohnungen völlig naß sind. Wirthin hat vor einem halben Jahr feligen Proletarierinnen, welche infolge ihrer rechtlichen Abhilfe versprochen; Rinne und Wohnung sind heute noch in oder vielmehr rechtlosen Stellung als Gesinde" nie in gleichem Zustand. der Lage find, die Ansprüche an ihre Arbeitgeber Pappel Allee 24. Auf dem Grundstück wohnen elf über Lohnhöhe, Wohnräume und Kost durch das Mittel Familien; für diese, wie für 12 in einem Produftengeschäft arbeitende der Koalition zur Durchführung zu bringen, müssen Frauen und die Gäste einer Restauration befinden sich 2 offene, fich noch immer Schlafräume gefallen lassen, die ihre Herrinnen unsaubere Klosets, welche nicht gereinigt werden, mit mangelmit Entrüstung zurückweisen würden. Dafür dürfen sie auch ohne hafter Spülung. Auf dem Hofe befinden sich außerdem mehrere Erlaubniß der„ Herrschaft" über keine Minute ihres Daseins Dunggruben und überfüllte Mülkästen. Reinigung des Hofes, verfügen und müssen vom frühesten Morgen bis zum spätesten sowie Hof, Flur- und Treppenbeleuchtung giebt es dort nicht. geraumer Zeit eine Fuhre Schutt, deren Entfernung nothAbend den Launen und Anordnungen derselben zur Verfügung Alte Jakob ft r. 120. Borderhaus im Keller liegt seit Tage, als zwischen den Herrschaften" und ihren Hausstlavinnen. wendig ist. Roch str. 17. Die Schlafräume der Dienstmädchen, die soAnsprüchen an räumliche Ausdehnung, Licht und Luft. Wir genannten Hängeböden, entsprechen auch nicht den bescheidensten führen dieselben einzeln auf: Rathenower Exportbrauerei- Niederlage. Inh. Max Dennhardt, N.W., Hannoverschestr. 18a. Tel. III. 8178. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frant stehen. Selten im Leben tritt der Klassengegensatz so fraß zu furt a. D. Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelbe. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage, Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Wusterhausen, Vertreter: Max Fleischer, Reichenbergerstr. 155. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße 49a. Söhe 1 meter, Breite 1 Meter, Tiefe 2 Meter. Das Dienst 3 Treppen in einer Wohnung Hängeboden über der Küche, mädchen schläft auf einem Strohsack ohne Bettstelle und muß sich im Korridor an- und auskleiden. Das Fenster ist 45 Centimeter hoch und 30 Centimeter breit. 3 Treppen in der anderen Wohnung, Hängeboden über dem Kloset und der Badestube ohne jede Luft- und Lichtzufuhr; diesem Raume führt eine 2,50 Meter hohe Leiter. Das Mädchen schläft in der Küche, weil sie es auf dem Hängeboden nicht Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage aushalten kann; an und austleiden muß sie sich auf dem Gust. Spiekermann, Weberstr. 66. Korridor. Louisen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. Brauerei Danz, Freienwalde a. D. Vertreter: W. Marten, Höhe 1,30 Meter, Breite 2,25 Meter, Tiefe 3,35 Meter. Bu N., Gartenstr. 152. Boykottirt sind die folgenden, dem Ring angehörenden Brauereien: Swinemünderstraße 42. Verwalter Schuhparterre rechts; in beiden Wohnungen sind die Fußböden total mann Voigt. Quergebäude parterrre rechts und Seitenflügel vom Schwamm durchfressen; die Pilze sprießen aus den Dielen fonders für die kleinen Kinder gesundheitsgefährlich. hervor und siten an den Schauerleisten. Der Aufenthalt ist be mühungen auf Entbindung vom Kontrakt bisher erfolglos. Bes Mustauerstr. 29. Vor der Kellerwohnung im Quere gebäude links liegt eine Dunggrube, baneben ist ein gemauerter Müllkasten. Ist dieser voll, so wandert der Inhalt in die Dunga grube und wird viel Wasser nachgegossen. Die Grube soll nach den Angaben des Miethers nur alle 4-6 Monate geleert werden. Die Fäulniß der Abfallstoffe verbreitet Gestant. Außerdem zieht durch die Grube die Nässe in die Wohnung; die Außenwand ist vollkommen schimmlig. Die Grube beherbergt viele Ratten, durch welche die Bewohner gleichfalls arg belästigt werden. $ 1 und 2 Treppen: Hängeböden ohne Fenster über der Badestube. Zum Charitee Boykott. Unserem Ersuchen an die Parterre: Beim Milchhändler Röschmann schlafen zwei Krantentassen- Vorstände, uns eine Ausstellung über die während Dienstmädchen auf den Hängeböden, deren Besichtigung der der letzten zwei Jahre( 1. Juli 1892 bis 1. Juli 1894) in der Miether unserm Rechercheur verweigerte, der Polizei jedoch nicht Charitee behandelten Kassenmitglieder resp. an die Charitee beverwehren will. zahlten Kurkosten zugehen zu lassen, sind bis jetzt nachgekommen: Die Allgemeine Orts- Krankenkaffe gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen. Sämmtliche Wohnungen bestehen aus 4 Zimmern, Küche, 2 Hängeböden und Badestube. Attien- Brauerei Friedrichshain, Berlin. Mezzerstr. 11, Bäckerei von Hahner. Schlafraum Aktien- Brauerei- Gesellschaft Friedrichshöhe, vorm. Bazen für drei Gehilfen in der Nähe des Backofens im Keller 1,90 Meter hofer, Berlin. Aftien- Brauerei- Gesellschaft Moabit, Berlin. Attien- Gesellschaft Schloßbrauerei Schöneberg, Schöneberg. Bergschloß- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Bockbrauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Kronen- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Unions- Brauerei, Berlin. breit, 3 Meter tief, 2,30 Meter hoch. Zwei Betten stehen übereinander. Die Luft ist sehr schlecht, die Fenster nur 50 3entimeter breit und 35 Zentimeter hoch. Gerichtstr. 4, Hinterhaus 1 Tr., treten große Würmer, fog. Schlangenmotten auf, die bisher nicht zu vertreiben waren. Plechanow's Buch Böhmisches Brauhaus, Kommandit- Gesellschaft auf Aktien, über. G. Tschernischewsky. A. Knoblauch, Berlin. Brauerei Oswald Berliner, Berlin. Brauerei Julius Bözow, Berlin. Die Orts- Krankenkasse der Nadler und Siebmacher. Die Orts- Krankenkasse der Vergolder, Goldschläger und Bes rufsgenossen. Die Orts- Krankenkasse der Goldschmiede. = 0 Für die Arbeiter Sanitäts Rommission wurden 2 M. von Frl. M. 2., ehemaliges Mitglied, eingefandt. Tschernischewsky's Tod, der im Jahre 1889 erfolgte, bot zu dieser Aufgabe den äußeren Anlaß. Bald nach= her begann denn auch in der russischen, von Plechanow und Genossen herausgegebenen Revue" Der Sozialdemokrat" eine ArDie vor wenigen Monaten im Verlage von J. H. W. Die titelserie über Tschernischewsky zu erscheinen, aus deren Zus in Stuttgart erschienene Schrift Plechanow's über N. G. Tschernissammenstellung die vorliegende ins Deutsche übertragene literar schewsky ist eine für die deutsche Leserwelt bearbeitete Ueber- historische Studie entstanden ist. tragung seines dritten Hauptwertes. In den beiden voran- Selbstverständlich durfte diese Studie einen weniger poles Brauerei Borussia, Attien- Gesellschaft, Niederschönweide bei gehenden, nur russisch erschienenen Schriften:" Sozialismus und mischen als vorzugsweise historisch kritischen Charakter tragen. politischer Kampf"( 1882) und Unsere Kontroversen"( 1884) G3 galt vor allem das dialektisch- materialistische Sezirmesser an Johannisthal. fuchte Blechanow die Klinge des wissenschaftlichen Sozialismus das historische Milieu zu feßen, in dem Tschernischewsky gegen das utopistische Theoretisiren der Epigonen Tschernischewsky's| gelebt und gewirkt hat, aus dem er herausgewachsen und dessen pseudo- revolutionäre Testamentsvollstrecker in vorzugs- war, und aus diesem Milieu die hervorragende weise polemischer Form zu führen. Diese polemische Form Gestalt Mannes herauszuheben, dessen dessen Bedeutung Brauerei Gambrinus, Aktien- Gesellschaft, Charlottenburg. Brauerei Carl Gregory, Berlin. Brauerei F. Happoldt, Berlin. Brauerei Königstadt, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Brauerei Pfefferberg, vorm. Schneider u. Hillig, Berlin. Brauerei A. Werm, Berlin. Bürgerliche Brauerei, Berlin. Bürgerliches Brauhaus, Otto Müller, Berlin. C. Habel's Brauerei, Berlin, Gebrüder Josty, Berlin. Norddeutsche Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. = " " Schultheiß' Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin, Abth. I seit den 60er Jahren dieses Jahrhunderts. Was später zu den Schönhauser Allee. desgl, Abth. II Tivoli. Brauerei Schweizergarten, Berlin. = einer neuen des Kampfes war durch δας aktuelle Tagesbedürfniß und bleibendes Verdienst eben darin besteht, daß er, trotz aller der revolutionären Bewegung bedingt und berechtigt. feiner historisch begreiflichen Irrthümer, zum ersten Male in Nachdem aber Blechanow diese nächste Aufgabe in Rußland die Fahne der Empörung und des Protestes gegen die glänzender Weise erfüllt hat von diesen Schriften Knute des Zarismus und die Knechtschaft des Kapitalismus entdatirt in Rußland der wachsende Umschwung zu gunsten faltet und ihr in weiteren Kreisen seiner Klasse, der Klasse der der wissenschaftlich- revolutionären Anschauungen- trat an ihn Rasnotschinzi", der russischen Deflaffirten, Gefolgschaft vers die Nothwendigkeit heran, an der Hand der Methode und des schafft hat. Es galt in erster Linie, dem berühmten russischen Wesens des modernen Sozialismus auf die Analyse der eigent- Revolutionär ein würdiges Denkmal zu errichten. Daß aber dieses lichen Quelle des spezifisch russischen" Sozialismus einzugehen. Denkmal sich nicht nur zu einer Negation der utopistischen Diese Quelle waren die ökonomischen Werke N. G. Tscherni- Dentweise Tschernischewsky's, sondern zugleich zu einem wuchtigen schewsky's. Er war der eigentliche theoretische Begründer und unabwälzbaren Grabsteine für dessen Epigonenthum gestalten die Hauptautorität der revolutionären Strömungen in Rußland mußte, lag weniger in der Laune des Verfassers, als in seiner eigenen geschichtlichen Stellung als Vertreter leitenden Gedanken Tschernischewsky's von verschiedenen Seiten revolutionären Richtung, die historisch allein berufen ist, hinzuerfunden war, ift eher eine Verflachung, Tschernischewsky's Grbschaft anzutreten und weiter zu führen. als eine Vertiefung und Weiterentwickelung seines Jdeen= Die Bedeutung der Studie, die in erster Linie für Rußland vermächtnisses. Ein möglichst umfassendes Eindringen in bestimmt war, geht daraus ohne weiteres mit Klarheit hervor. die Denkweise Tschernischewsky's auf allen Gebieten seiner viel- Aber die geistreiche Art und Weise, in der Plechanow den Stoff des theoretischen Triumphes des modernen Sozialismus in Ruß- Leserkreise viel Belehrendes und Anregendes. Darf schon an land unbedingt nothwendig. Und wie vielseitig Tschernischews- und für sich ein Buch, das vom Standpunkt des modernen ty's Thätigkeit war, geht daraus hervor, daß er nicht nur Literaturkritiker und Zukunftsstaatsromanzier war. Er behandelte zu gleicher Zeit Fragen der Philosophie, der Politik, die Bauern- und Agrarfrage, Geschichte und vor allem politische Detonomie, in der er hauptsächlich seine sozialistischen Ansichten zum Ausdruck gebracht hat. Spandauerberg- Brauerei, vorm. C. Bechmann, Westend bei seitigen schriftstellerischen Thätigkeit war somit zur Besiegelung feiner Studie behandelt, bietet auch einem weiteren nichtrussischen Charlottenburg. Vereinsbrauerei Rigdorf. Versuchs- und Lehrbrauerei, Berlin. Bittoria- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Germania- Brauerei, David u. Martin, Berlin. Brauerei Stralau. Sozialismus den gedanklichen Ursprung und die Fortentwickelung der revolutionären Bewegung in Rußland behandelt, auch für den Nichtrussen und speziell für den deutschen Leser kein gleichgiltiges Thema bilden, so gewinnt die Arbeit Plechanow's an allgemeiner wissenschaftlicher Bedeutung als eine Gegenüber= stellung der Anschauungen von Marx und Engels mit denen des Gerichts- Beifung. Gewerbegericht. Vermischtes: worden zu fein für die Zeit vom 20. August bis zum 1. Sep- 1Wohnfiges eine Zahlungsaufforderung auging, wurde er höchst tember, ohne daß man sie so lange beschäftigt hätte. Für die ungemüthlich, zumal ihm die zwangsweise Beitreibung drohte. beschäftigungslosen Tage verlangen sie Entschädigung. Rentsch Leo, dem die Steuerlaft unerträglich schien, gab seinem Uns Ranmer VII, Vorsitzender: Assessor Korn. Sigung vom bestritt das fest und behauptete das fiundenweise Engagement, willen darüber in Worten Ausdruck. Er äußerte zu bem Ueber 25. September. wie in den anderen Fällen. Seine Zeugen hatten diefelben bringer des Steuerzettels: Sie scheinen es auf mich abgesehen Gegen die Deutsche Tageszeitung" vertreten ungenauen, sich auf alle Leute" beziehenden Angaben wie vorher, zu haben! Ich kann doch nicht an ein und demselben r bezahlen!" Das hier durch errn Rentsch, flagen vier Arbeiter auf Bahlung von je Daß gerade die Kläger auf Stundenlohn engagirt worden Tage zwet folcher 12 M., mit der Behauptung, sie wären drei Tage lang vergeblich feien, vermochten sie nicht anzugeben, erlaubten sich jedoch das ungeschrieben belaffene Wort, welches sich in feinem hochdeutschen nach der Expedition der Zeitung zum Austragen von Reklame- Urtheil, die Kläger könnten unmöglich anders angenommen sein. Wörterbuche vorfindet, bildete hauptsächlich den Gegenstand einer nummern bestellt worden und hätten während dieser Tage, da Besonders hervor that sich im Abgeben von Urtheilen gegen den Sprecher erhobenen Anklage wegen Beleidigung des Vor dem Schöffengericht des man imen Invalidenkarte beziehungsweise Kassenbuch ab- der Buchhalter des Herrn Rentsch bezw. der Gesellschaft, von Schöneberger Steuererhebers. genommen hatte, sich nicht anderweitig um Arbeit be dem sich herausgestellt hatte, daß er erst nach den Klägern Amtsgerichts I gab Leo zu, die inkriminirte Aeußerung gemacht mühen tönnen. Sie feien mit 4 Mart engagirt worden ist. Tag pro Ein Zeuge der Kläger beschwor, zu haben. Er behauptete jedoch, er habe damit keinen Beamten, engagirt worden. Die Kläger vermochten nicht nachzuweisen, die Kläger feien thatsächlich, ebenso wie er und noch ein Haus- sondern nur das todte Stück Papier bezeichnet, welches ihn umdaß ihnen bestimmt für die betreffenden Tage Arbeit zugesagt diener, bis zum 1. September fe ft engagirt worden, Herr fomehr ärgerte, als demselben sogleich die Pfändung folgte. Das worden ist. Nach Vernehmung mehrerer Zeugen wies das Rentsch wurde jezt aufgeregt, warf dem Beugen indirekt Mein Urtheil des Schöffengerichts lautete nach dem Antrage des AmtsGeldbuße. Gericht die Klage ab. Gründe: Der Gerichtshof habe die eid vor und verlangte die Bereidigung seiner Beugen. Als der anwalts auf fünf Mart Ungebrochenen ganzen Verhältnisse geprüft und sich auf grund des Gutachtens Vorsitzende hierauf nicht gleich einging, erhob er gegen Muthes verließ der Angeklagte den Gerichtssaal, indem er beim der sachverständigen Beisitzer ein Bild davon machen können, und erklärte, er müßte ihn," fo leib es ihm thäte", ab= denselben den Einwand der Befangenheit hinausgehen den Ausspruch that:" Sehr milde!" wie das Engagement der Vertheiler von Betteln und Zeitungen zum Reklamezwecke vor sich gehe. Es sei das fein Engagement auf Dauer; mit bem aufgetragenen Gange, dem aufgetragenen bestimmten Arbeitsquantum Darum stände sei das Engagements Verhältniß beendet. den Klägern nur dann ein Anspruch für drei Tage zu, wenn sie ausdrücklich für jeden dieser Tage einen bestimmten Auftrag erhalten hätten, ohne daß sie denselben nachher aus führen durften. Die diesbezüglichen Behauptungen hätten die Kläger aber nicht beweisen fönnen. Derjenige Zeuge, auf den sie sich beriefen, habe bekundet, daß ihm gesagt worden sei( wobei einer der Kläger zugegen war), er könne ja" am andern Tage wiederkommen, vielleicht" oder„ jedenfalls" sei etwas auszutragen. Rontrattbruch. Der§ 124 b der Gewerbe- Ordnung Derartige Aeußerungen feien gewissermaßen ein Trost für den bestimmt: Hat ein Geselle oder Gehilfe rechtswidrig die Arbeit im Moment nicht Beschäftigten, bildeten aber kein Engagement. verlassen, so kann der Arbeitgeber als Entschädigung für den Ebenfalls gegen die Deutsche Tages- Tag des Vertragsbruchs und jeden folgenden Tag der vertragszeitung" verhandelt wurde am 27. September.( Vorsitzender: mäßigen oder gesetzlichen Arbeitszeit, höchstens aber für eine Assessor Blankenstein.) Sunächst kam zur Verhandlung die Woche, den Betrag des ortsüblichen Tagelohns fordern. An Die Blutferumtherapie ist berufen, eine Lücke in der medi Lohnentschädigungsklage der Zeitungsvertheiler R. und G. Die den Nachweis eines Schadens ist diese Forderung nicht gebunden. zinischen Wissenschaft auszufüllen, indem sie die Möglichkeit Kläger glaubten, eine vierzehntägige Lohnentschädigung be- Daffelbe Recht steht dem Gesellen oder Gehilfen gegen den Arbeit bieten wird, Krankheiten zu heilen, für welche bisher fein wirks anspruchen zu dürfen, weil sie nach dreitägiger Beschäftigung geber zu, wenn er von diesem vor rechtmäßiger Beendigung fames Mittel existirt hat. Man hat bisher allerdings nur die feine Zeitungen mehr zum Vertheilen erhielten. Sie stügen des Arbeitsverhältnisses( etwa vor Ablauf der Kündigungsfrist) Gewißheit, bei Diphtherie und bei Starrtrampf wirkliche und sich vornehmlich auf eine Beitungs- Annonce, in welcher entlassen worden ist. Ein Arbeitgeber, der einen Arbeiter in große Erfolge mit der Blutferumtherapie zu erzielen, aber es ist tüchtige Leute für die Monate August und September Stellung nimmt, von dem er weiß, daß derselbe seinem früheren lediglich eine Frage der Beit, bis man dahin gelangen wird, auch zum Beitungsvertheilen verlangt werden. Herr Rentsch, Arbeitgeber noch verpflichtet ist, und der diesen Arbeiter während andere Krankheiten, wie die Cholera, Pneumonie, den Typhus ein Angestellter ber" Deutschen Tageszeitung". hatte, um der Dauer jener Verpflichtung in Arbeit behält, haftet nach§ 125 und vielleicht auch die Tuberkulose auf diese Art zu heilen. Behring einer Berschleppung vorzubeugen", wie in der vorigen der Gewerbe- Ordnung dem früheren Arbeitgeber für den Schaben erörterte sodann de Auffindung seiner Therapie. Schon im Sache die Rolle des Beklagten übernommen, in Der oder den nach§ 124b an die Stelle des Schadenersages tretenden Jahre 1890 habe er Versuche mit Meerschweinchen gemacht, Boraussicht, von der durch ihn repräsentirten Gesellschaft im Betrag als Selbstschuldner. Von diesen Bestimmungen machte der die bereits soviel erweisen, daß die Thiere gegen Diphtheric Berurtheilungsfalle gedeckt zu sein. Er wandte ein, die Kläger Kaufmann Rosenberg Gebrauch, indem er gegen den Kurbelstepper unempfänglich wurden. Bei den weiteren Versuchen habe er sich feien mit einem Stundenlohn von 40 Pf. engagirt worden, wie Ellersbach, der bei ihm gearbeitet hatte und ohne Kündigung von der außerordentlich giftwidrigen Eigenschaft des Blutserums die vielen andern, zum Vertheilen von Reklamenummern fortgeblieben war, eine Klage beim Gewerbegericht anstrengte, recht eigentlich überzeugt. Für die praktische Bedeutung der engagirten Leute auch. Die Zeugen des Beklagten fönnen zugleich beantragend, die Firma Kaciner und Wendt im Falle Blutferumtheorie bleibt es die Hauptsache, daß es gelingt, die nicht fagen, zu welchen Bedingungen nun gerade die Kläger der Verurtheilung haftbar zu machen. Die Firma habe, behauptete angenommen wurden; sie erklärten jedoch, mit allen Leuten Kläger, den Beklagten E. beschäftigt, obgleich ihr sofort mit fei der Stundenlohn von 40 Pfennig vereinbart worden, wahr getheilt worden sei, daß derselbe noch zur Arbeit bei ihm( Kläger) scheinlich auch mit den Klägern. Von Kündigung habe man dabei verpflichtet wäre. Das Gewerbegericht( Rammer I) ver nichts gesprochen. urtheilte den Beklagten und die Firma K. und W. gemäß dem Klageantrage, da die Behauptungen des Klägers sich als wahr herausstellten. lehnen. Schließlich machte er noch den Einwand geltend, von dem er erst Abstand genommen: daß er nicht Arbeitgeber der Kläger und deshalb nicht zu beklagen sei. Nach der Be Ein wirksames Mittel gegen Diphtheritis? Die 66. Naturrathung stellte der Vorsitzende den Klägern anheim, ihre Klage gegen Herrn R. zurückzuziehen und nur gegen die Aktiengesell forscher- Versammlung in Wien beschäftigte sich am Dienstag mit schaft aufrecht zu erhalten.( Außer als Beklagter war R. als dem von Professor Behring, dem bekannten Assistenten des KochBertreter der Gesellschaft erschienen.) Die Kläger ließen sich dazu ſchen Instituts für Infektions- Krankheiten, entdeckten Verfahren zur Behandlung der Diphtherie mittelst Heilserums. Aus bewegen; R., welcher die Engagements vollzogen hatte, verlangte ben Mittheilungen, welche von dem Entdecker des neuen Heilnun, als Zeuge gehört zu werden. Das Gericht beraumte sonder verfahrens und den Herren Professor Ehrlich und Dr. barerweise noch einen neuen Termin an, zu dem u. a. auch R. Wassermann, ebenfalls Assistenten ebenfalls Assistenten am Roch'schen Institut, als Zeuge geladen werden wird. gemacht worden sind, ist zu entnehmen, daß es endlich gelungen ist, ein sicher wirkendes Mittel zur Bekämpfung der tüctischen Krankheit zu finden, welcher bisher alljährlich viele Tausende unserer kleinen Lieblinge zum Opfer fielen. dem er Weiter flagen noch die Hausdiener S., St. und R. gegen die Deutsche Tageszeitung" und gegen Herrn Rentsch. Dieselben behaupten, fest engagirt Iegtentlaffischen Utopisten, als welcher N. G. Tschernischewsky gelten muß. Dem Vortrage Professor Behring's entnehmen wir( nach dem Bericht der Wiener Preffe") Folgendes: " wirksame Substanz in solcher Menge und mit solchen Roften her zustellen, daß das neue Heilverfahren auch minder bemittelten Kranten zugänglich werde. Denn die neue Methode hat eine große Zukunft, besonders für die Bekämpfung der Diphtherie. Wir besigen dadurch die Möglichkeit, die Diphtherie Rentsch führte obiges Urtheil gegen die Kläger ins Feld, ebenso ungefährlich zu machen, wie die Pocken es in Gegenden vor allem suchte er die Einstimmigkeit des Gerichtshofs, der es find, wo die Schuhimpfung besteht. Bei einer Bevölkerung von fällte, auszunuzen. Besonders darauf verwies er, daß die Kläger etwa hundert Millionen, also von Deutschland und Desterreich nur soviel Stunden täglich bezahlt erhielten, wie sie thätig Kammer VII. Sigung vom 25. September. Das Pachtverhältniß der Droschtentutscher franten etwa zwei Millionen sterben. Bei Anwendung der neuen zufammen, müssen in zehn Jahren von vier Millionen Diphtheritiswaren; hieraus ergebe sich die nur stundenweise Be schäftigung derselben. Der Gerichtshof machte das zu ihren Arbeitgebern sputt immer noch in den Köpfen Theorie wird die Sterbeziffer auf 10 p& t. der bisherigen Sterbes Urtheil vom 25. September zu dem feinigen, in- einiger der letzteren. So hatte z. B. als einzigen Einwand gegen fälle, und bei Anwendung des Mittels binnen 48 Stunden auf die Klage des Droschkentutschers F. der beklagte Fuhrherr Graßnid 5 pét. der bisherigen Sterbefälle reduzirt werden. G3 könnten Anerkenntniß gemäß einem des Beklagten, welcher den Klägern für den mehrere Male vergeblich nach der beziehungsweise beffen Vertreter den, Kläger sei nicht als Rutscher also mehr wie anderthalb Millionen Menschen bei einer Verall Zeitungs- Ausgabestelle gemachten Gang 2 bezw. 4 M. zusprach, früheren Entscheidungen fest, daß die bestimmte Art und Weise, halten bleiben. Ein solches Resultat wäre nur zu erzielen, wenn Arbeiter, sondern P ä chter. Das Gericht hielt an seinen gemeinerung der Blutferumtherapie im nächsten Jahrzehnt er. denselben zur Zahlung dieser Summe verurtheilte und im übrigen wie Droschkenkutscher zu ihrem Verdienst kommen, kein Bacht der Staat die Herstellung des Mittels in die Hand nehmen die Kläger abwies. In der kurz auf obiges Urtheil verweisenden verhältniß sei, sondern daß ihre Beziehungen zu den Droschten würde und dadurch tönnte es nicht nur als Heilmittel, Begründung führte der Vorsitzende aus, auf den Inhalt der an besitzern als Lohnverhältnisse anzusehen seien, und verurtheilte fondern auch als Schußmittel in Verwendung kommen. geführten Annonce sei kein Gewicht zu legen gewesen; denn wenn man für August und September Leute verlange, sei damit noch oen Beklagten. Für die Schuhimpfung genüge schon eine Serumquantität, nicht gesagt, daß sie für diese Beit engagirt würden. Steuerzahlers Erdenwallen. Der Kaufmann mibie jebt eine halbe Mark tostet. Es würde auch dann die eo verzog im März d. J. von Berlin nach Schöneberg. Er Erkrankungsziffer ungeheuer sinken. Es wäre die Pflicht der für hatte die Steuern in Berlin bezahlt und als ihm nun im Laufe das Sanitätswesen verantwortlichen Personen und Behörden, für des zweiten Quartals auch von der Steuerbeputation seines neuen die allgemeine Einführung der Impfung gegen Diphtherie zu selben bietet, ist nicht nur von aufklärendem und agitatorischem Der freie Turner Liederbuch für freie Turner. Heraus Gerste getragen; auch der fachmännische Leser dürfte in seiner gegeben vom Arbeiter- Turnerbund. Preis gebunden 50 Pf. In seinen allgemeinen philosophischen Ansichten folgte Behandlung der Bevölkerungslehre manches neue und originelle Der Alte im Barte" hatte von allem Anfang an einen Tschernischewsky Ludwig Feuerbach. Sein Materialismus war finden. Dagegen würden die gelahrten Vertreter der bürgerlichen Schuß in's Groteske, aber er und seine ersten Mitstreiter meinten also metaphysischer und nicht dialektischer, wissenschaftlicher Defonomie vom Schlage des von der Universität zu Göttingen preiss es wenigstens ehrlich und trochen nicht gleich in's Mauseľoch, als Natur. Auf dem Gebiete des Sozialismus war er ein Schüler gekrönten Herrn Heinr. Soetbeer jun., mit dem Blechanow scharf in's ihnen unter Friedrich Wilhelm 11. das Brandmal des DemagogenFourier's. Bon Marg hatte er feine Ahnung. Die Folge davo.. Gericht geht, gut thun, in den sauern Apfel, den er ihnen in thums aufgedrückt wurde. Auch später noch, so lange die Kampfwar, daß Tschernischewsky in der Behandlung verschiedener diesem Kapitel bietet, nicht zu beißen. Plechanow führt nämlich tage des Bürgerthums dauerten, zeigte sich ab und zu in den Fragen von Tages- und allgemeinem Intereffe vielfach in in Fülle den Beweis, daß die Hauptautorität der bürgerlichen Reihen der deutschen Turnerschaft ein gewisser oppofitioneller Widersprüche und Einseitigkeit verfiel. Seine Kritik zur Be- Sytophanten in der Bevölkerungslehre, Malthus, in der That nichts Geist, der sich besonders auf den großen Turnerfesten Luft kämpfung der bestehenden Wirthschaftsordnung schöpfte er nicht weiter ist als ein Plagiator, wie ihn schon Mary als solchen machte. Heute ist das längst vorbei. Die deutsche Bourgeoisie aus der Analyse und Enthüllung der dieser Wirthschaftsordnung gekennzeichnet hat. Und zwar ein Plagiator, der es im Interesse ist gesättigt zum Berften, und die deutsche Turnerschaft ist Fleisch innewohnenden Widersprüche. Seine persönliche Stimmurg ber herrschenden Klasse verstanden bat, die ehrlichen Ergebnisse von ihrem Fleische und Bein von ihrem Beine. Mit den und das auf grund der" hypothetischen Methode" seiner Vorgänger, wie Stenart und Herrenschwand, die scharf an Kriegerbünden, Gesangvereinen und Schüßengesellschaften gewonnene Jdeal waren fein: Hauptwaffen. Dies zu das von Mary zum ersten mal begründete Bevölkerungsgeset ringt sie um die Palme in friechender Loyalität, politischer beweifen und larzulegen sucht nun im Einzelnen Sie tangirten, in einen Sumpf von Widersprüchen und Paralogismen Knechtsseeligkeit und Sozialistenfresserei. Trotz dieser staatsPlechanow'sche Schrift. Sie unterläßt aber zugleich nicht, in ge zu verwandeln, in den sich die Advokaten der bürgerlichen Wirth erhaltenden Qualitäten fonnte sie es jedoch nicht verhindern, daß bührender Weise die Fälle zu würdigen, in denen Tschernischewsky fchaftsordnung ftets zu versenken suchen, wenn sie von der sozia in ihren eigenen Kreisen sich Leute fanden, welchen der Mutter trog der Mängel feiner Dentweise glänzende Gedanken zu Tage listischen Kritik am Kragen gepackt werden. bund noch zu wenig mameluckisch war, zu wenig bismärckisch, zu gefördert hat. Was wir an dem Buche aussehen zu müssen glauben, ist, wenig rassenrein. So entstanden, besonders unter den außerhalb neben der oben schon angedeuteten Knappheit eingelner Parteien, der Reichsgrenzen wohnenden Deutschen, die antisemitischen Zurn zu denen besonders das Kapitel Mehrwerth" gezählt werden vereinigungen. Seit ungefähr zwei Jahren haben auch die sozial muß, die etwas wenig übersichtliche Vertheilung des Stoffes. demokratischen Turner angefangen, sich aus den alten Vereinen Man, fieht es der Schrift gewissermaßen an, daß sie ihre Ent- zurückzuziehen und fich in neuen Vereinigungen zusammens stehung einer Zusammenstellung von Artikeln verdankt, die den zuschließen. Im Mai 1893 kam es zur Gründung des ArbeiterBedürfnissen einer periodisch erscheinenden Revue angepaßt Turnerbundes Deutschlands, und schon bei der gründenden Ver waren. Diese mehr formellen Mängel des Buches werden aber fammlung fonnten die Delegirten darauf hinweisen, daß sie von einer derartigen Fülle von inhaltreichen Vorzügen über- über 4000 Turner vertreten, die, wie sie, Sozialdemokraten wogen, daß die Plechanow'sche Studie über Tschernischewsky wären. Auf derselben Bersammlung wurde die Heraus einen Ehrenplay in der deutschen sozialistischen Literatur mit gabe einer Arbeiter- Turnzeitung" und eines Turner- Liedervollem Slecht beanspruchen darf. O, P. buches beschlossen. Das Letztere ist mittlerweile erschienen und liegt uns heute zur Besprechung vor. Wir wollen gleich vorweg bemerken, daß uns das Büchelchen zum Gebrauche wohl geeignet erscheint. Der Herausgeber, der zugleich Bundes vorsitzender ist, hat es verschmäht, seine Sammlung tendenzlos leber die sozialdemokratische Bewegung und die Noth zu gestalten, aber er hat es auch vermieden, bei der Auswahl Mit vollem Recht bemerkt Plechanow an anderer Stelle, wendigkeit gründlicherer Reformen. Bon Morig der Lieder nur nach der Tendenz zu fragen. So erhielt das Buch daß die russischen Sozialdemokraten diesen Sündenfall" ihrer Müller senior in Pforzheim. Kiel und Leipzig. Lipfius seine Gliederung: reine Turnlieder, Rommers- und Kneiplieder, Borgänger erkauft haben, indem sie sich an die Arbeit machten, 11. Fischer. 1894. 50 3. Wald und Wanderlieder, Kampfgefänge des laffensewußten mit dem„ revolutionären" Eklektizismus und der ins Blaue Aus allen Klassen haben sich Unzufriedene gesammelt, die Proletariats, Volkslieder. Einige ernste und heitere, zum ge zielenden Empirie aufzuräumen und das von Marg und Engels mit mehr oder weniger Recht unzufrieden sind, und es sind nicht sprochenen Vortrage geeignete Gedichte bilden den Schluß. entfaltete Banner des wissenschaftlichen Sozialismus auch in wenige dabei, welche denken: schlechter als es uns jetzt geht, glücklich uns die Auswahl und Zusammenstellung im Allgemeinen Rußland aufzupflanzen. fann es ja nicht werden, mag kommen, was da will", sagt der erscheint. so verfehlt deucht uns Manches im Einzelnen. Der Der zweite Theil des Buches: Tschernischewsky als National Verfasser an einer Stelle seiner Schrift und bezeichnet damit die am meisten vertretene Autor, Friedrich Hermann Bobe, mag atonom", ist vor allem ein wahres Konpendium der politischen Kategorie, in die er gehört. Der Herr ist ein Unzufriedener, der ein guter Turner sein, Dichter ist er nicht. Neun Zehntel Defonomie, Der 2eser wird sich nicht mehr darüber wundern, auf die Sozialdemokratie nicht so schimpft wie andere, feiner Gedichte, die nichts weiter sind als Wortanhäufungen daß dieser Theil die größere Hälfte des Buches einnehmen sie aber doch nicht leiden mag weil ste teine und Reimsammlungen, hätten unbedenklich wegbleiben tönnen. mußte nachdem er erfahren hat, daß Tschernischewsky's Religion im Leibe habe und die Magenfrage" als Unter den Kommersliedern steht ein Turner Kneiplied", aus sozialistische Ansichten hauptsächlich in seiner Behandlung Hauptsache in den Vordergrund schiebe; das Letters dem die Konservative Korrespondenz" vor einigen Tagen eine der politischen Delonomie zum Ausdruck gelangten. Es galt in aäbe Stunde von einer ordinären Gesinnung. Darum stellt er Strophe herausgegabelt und in böswilliger Absicht herumgezeigt diesem Theile Tschernischewsky auf Schritt und Tritt zu folgen eine eigene Reformtheorie auf: Der Grund und Boden gehört der hat. Der tonservative Rritifer ist unehrlich verfahren, das Ge und so die Geheimnisse des russischen" Sozialismus zu ents Allgemeinheit; die direkte Boltsgesetzgebung muß eingeführt dicht hat einen humoristischen Anstrich, und das mußte er auf hüllen. In der Einleitung zu diesem Theile kennzeichnet werden; die Hauptreform aller Reformen liegt im Erziehungs- den ersten Blick seben. Trotzdem möchten wir das Kneiplied" Blechonow in flarer und anregender Weise die metaphysische wesen, die Hauptsache ist eine religiös- sittliche Erziehung. Bon herausgeworfen haben; seine Stimmung ist eine swiespältige. Dentweise der tassischen Dekonomen und deren Gegner, der Herrn Müller senior ist vor einiger Zeit eine andere Schrift er- Wie man einen Quart, wie Jul. Rodenberg's Abschied" und großen Utopisten. Er liefert darin dem Leser den allgemeinen schienen:" Der Atheismus unter den Sozialdemokraten." Von den das syrupwässerige Mailüfterl", aufnehmen konnte, ist uns unantritischen Mab, ohne den das richtige Verständniß der ver- Schicksalen dieses Geisteskindes erzählt der Autor: Trotzdem begreiflich. Auch die Varianten" möge in der zweiten Auflage Leferiebenen drien der politischen Dekonomie unmöglich ist. Dieses Schriftchen viel Anerkennung gefunden hat, haben es die er Geier geholt haben. Was in diesen Zweizeilern gesagt wird, Plechar anderen bemerkenswerthen Partien dieses Theiles Arbeiter ignorirt." Wir fürchten, daß auch die vorliegende ist einfach nicht wahr. Die Ausstattung des Büchelchens ist ent eine Gege el Bevölkerungslehre". Was Plechanow in dem Broschüre denselben Erfolg haben wird. sprechend, die Form eine handliche. 3 mit der Der erste Theil des Werkes, welcher Tschernischewsky und seine Zeit" betitelt ist, schildert Tschernischewsky's geschichtliche Umgebung, feine allgemeine literarisch journalistische Thätigkeit und schließlich sein tragisches Schicksal. Aus diesem Theile verdient besonders die Einleitung hervorgehoben zu werden. Zwar etwas fnapp aber sehr treffend fennzeichnet darin Plechanow den theoretischen Sündenfall" der Zeitgenossen Tschernischewsky's und dessen Epigonen gegenüber den russischen Hegelianern Der 40er Jahre. Dieser Slindenfall" äußerte sich nämlich darin, daß fie, unfähig den bekannten Segel'schen Saß von der Wer nünftigkeit des Wirklichen" richtig zu begreifen und in Ginklang zu bringen mit ihrem persönlichen revolutionären Gefühl, damit endeten, in ihren sozialen Bestrebungen auf höhere Anforderungen einer methodologischen Denkweise au verzichten und an deren Stelle das Prinzip der subjektiven" Soziologie als vernunftmäßige Nichtschnur zu proklamiren. alleih " " " " Literarisches. " " -S. So " " Nach unserer wirken. Von 10 000 Rindern sterben jett 240 an Diphtherie;| Meifter, Lucius und Brüning in Höchft a. M. unter Kontrolle| Enteignungsverfahren muß doch längst beendet sein. Wenden bei Anwendung der Schuh- Impfung würde diese Zahl auf ein der Professoren Behring und Ehrlich, ferner von der Schering- Sie sich schriftlich mit dem Anspruch auf Entschädigung direkt Drittel ihrer jeßigen Höhe sinken. Professor Behring schloß mit schen Fabrik in Berlin unter Kontrolle von Dr. H. Aronson. an die Eisenbahndirektion und sprechen Sie eventuell nach ber Bitte, man möge vorurtheilslos bie neue Therapie prüfen und dahin wirken, daß der größtmögliche Nuzen erzielt werde. dem Bolt" geschrieben: Wirklich standalöse Auftritte tamen und wie fann ich schnellstens dazu tommen?" Ohne genauere Die Damen der beften Familien. Aus Hamburg wird Empfang der Antwort bei uns in der Sprechstunde vor. 100. A. 2. Sie fragen an: ,, wo stehen außerhalb Kindergelder ( Lebhafter, lang anhaltender Beifall.) Professor Ehrlich nennt die Behring'sche Therapie einen während der in dieser Woche beendeten Konzerte der Kapelle großen Erfolg, wie er in der Geschichte der Medizin noch der zweiten Matrosendivision im hiesigen Zoologischen Garten Darlegung des Sachverhalts und im allgemeinen auch ohne felten dagewesen ist. Er hat die Versuche zuerst bei schwer vor. Hatten schon in früheren Jahren gelegentlich der Ron- mündliche Rücksprache sind solche und ähnliche Fragen nicht zu beantworten. franken Thieren gesehen und konnte schon damals nicht Berehrung für die Marinemusiker und deren Kapellmeister 2. Die Polizeibehörde hat sich gar nicht darum zu bekümmern, gerte diefer Kapelle Damen der feinsten Streife ihre Edelweiß, Herzfelde.-1. Einfache Anmeldung genügt. zweifeln, daß die Serumtherapie auch für den Menschen Boblbier in äußerst anstößiger Weise Ausdruck gegeben, wie lange in einer nicht öffentlichen Gesellschaft getanzt, geraucht, anwendbar sei. Die Hauptschwierigkeit für die Anwendung beim Menschen bestand darin, daß es anfänglich uns während der diesjährigen Saison alles bisher Dageweſene, gekneipt oder gescherzt wird. möglich war, das Mittel in genügender Seilstärke zu gewinnen. Schreiber dieses fah am verflossenen Sonntag, wie Damen auf Mann für die seiner Frau in einem Prozeß erwachsenen Kosten R. 3. 40. Ob im Gebiete des Allgemeinen Landrechts der Erst Dr. Dr. Waffermann tam zu diesem Reſultate. E2 handelte fich weiter darum, die Dosis zu Tische, Stühle Stackets 2c. stiegen und ungenirt die widerlichsten bestimmen. In bezug auf die Versuche, welche in Berlin in fünf Kranken- Stellungen annahmen, um die Musiker beffer sehen und ihnen zu haften hat, ist streitig. Nach richtiger Ansicht ist der Mann häusern gemacht wurden, theilt Professor Ehrlich Folgendes mit: Verließen die Musiker während der Pausen den Pavillon, so wurden oder gegen seine Ehefrau geführten Zivilprozesses einzustehen. zwar der Frau gegenüber, nicht aber Dritten, also auch Blumensträuße, Briefchen und Kußhändchen zuwerfen zu können. nicht dem Fistus, verpflichtet, für die Kosten eines von seiner Bon zweiundsiebzig Diphtherie- Kranken, welche ohne Serum be- fie in der unglaublichsten Weise von Frauen und Mädchen, nicht handelt wurden, sterben fünfundzwanzig; von achtundsiebzig etwa der niedrigeren Stände, sondern der thatsächlich besten" Straffachen nicht zu haften. Indeffen vertritt der Fistus Desgleichen hat er feit dem 1. Oftober 1879 auch für Diphtherie Kranken, die mit Serum in den ersten zwei Tagen Hamburger Familien belästigt. Selbst in der Rubrik Aus und im Allgemeinen getreu ber Wahrheit, daß er einen großen Der Krankheit behandelt wurden, starben nur zwei. Es ergiebt mit dem Publikum" des Hamburger Fremdenblattes" gaben magen hat, die entgegengefeßte Anficht. sich daraus, daß frische Fälle, felbst mit geringen Dosen Damen ihrem Gefallen an dem Kapellmeister Wohlbier und seinen Gefeßgebung in Verbindung mit der gelehrten" Rechtsprechung hat behandelt, zur Heilung gelangen müssen. In zwei anderen Spitälern starben in 89 Fällen, die mit Serum behandelt Musikern öffentlichen Ausdruck. Das fromme Blatt fügt hinzu: der Fiskus ferner das Recht, ohne Prozeß sich zu nehmen, was wurden, nur zwölf Patienten, und von diesen gehörten sieben Der zoologische Garten ist durch diese Szenen so in Verruf ge- feiner Ansicht nach ihm gebührt. Dem Ehemann gestatten die wurden, nur zwölf Patienten, und von diesen gehörten sieben zu den allerschwersten Fällen, die eigentlich überhaupt nicht mehr rathen, daß ein anständiges Mädchen es nicht mehr wagen darf, Gesetze, daß so ihm fistalisch Beschlagnahmte in einem Zeitraum behandlungsfähig waren. Es hängt also viel davon ab, daß der von 6 Monaten im Wege der Klage zurückzufordern. In letter Diphtheriekrante frühzeitig mit Serum behandelt werde. Die An- Häh!" Von dem jüngsten Bismarckrummel in Barzin Instanz entscheidet das Reichsgericht. wendung des Serums bringt sofort einen starken Abfall der Tem-| meldet die nationalliberale Presse:" Der Fürst ging ein wenig D. H. 23. Sprechen Sie mit dem Abzahlungsvertrag nach peratur und einen fast normalen Pulsgang zu stande, besonders schwerfällig am Stockt. Er begrüßte die Mitglieder der Presse dem 25. d. M. zwischen 12 und 1 Uhr vor. So viel ersichtlich, in frischen Fällen in einigen Tagen. Auch die Nachbehandlung ist sehr freundlich und fragte Schwenninger: Sind die Herren alle liegt ein gemeiner Schwindel seitens des Abzahlungsgeschäfts wesentlich erleichtert und die Sterblichkeit während der Nachbehand von der Presse?" Als Schwenninger bejahte, machte der Fürst vor. Fragen Sie zuvor bei dem Gerichtsvollzieher an, auf lung bedeutend gesunken. Für die Injektion zur Heilung genügt überrascht„ häh!" Dies Säh!" ist überaus bezeichnend und grund welchen Vollstreckungstitels er Ihnen das Uhrgehäuse geeine Dosis von zehn Kubitzentimetern Serum, welche heute fünf erinnert start an das beliebte Aeh, äb!" jugendlicher Garde- nommen, und beantragen Sie bei ihm, Ihnen Abschrift des Mart foftet. Eine Injektion genügt in den meisten Fällen. lieutenants. Gr" fann eben die Leute mit dem verfehlten Pfändungsprotokolls und des Vollstreckungstitels zu ertheilen. ( Großer Beifall.) Beruf", auch wenn sie nationalliberal sind, noch immer nicht Auch diese bringen Sie mit. Dr. Waffermann theilt folgendes mit. Er habe das Blut leiden, fie mögen ihn anwebeln, so viel sie wollen. Im Uebrigen Sorauer 100. Fertigt eine Schneiderin ein Kleid und die von zahlreichen Personen untersucht, die erwiesenermaßen an der war die ganze Aftion" unbedeutend, so viel Lärm auch gemacht Bestellerin holt es nicht ab, so hat die Schneiderin kein Recht, Diphtherie erkrankt waren. Es fand sich, daß ein Rubitzenti- wird. Namentlich Bismarck's Rede bot nicht einen einzigen das Kleid zu verkaufen. Sie hat nur das Recht, die Bestellerin meter Blutserums dieser Personen im Stande war, eine zehnfach originalen Gedanken. Die Hauptleistung war gastronomischer auf Zahlung gegen Abnahme zu verklagen und dann das Kleid tödtliche Menge von Giftstoff unwirksam zu machen. Diese Natur. Es wurden von den Wallfahrern verzehrt 138 Pfund durch den Gerichtsvollzieher pfänden und verkaufen zu lassen. Unempfänglichkeit ist nicht angeboren, sondern erworben. Beweis Ralbsbraten, 135 Pfd. Schweinebraten, 180 Pfd. Butter, Im allgemeinen werden die Kosten weit größer sein als der dessen ist, daß besonders ältere Personen unempfängliches Blut 150 Pfd. Käse, 150 Laib Brot, 1600 Paar Würfte, 100 Fäßchen Ausktionserlös wie kommt das? Unsere Juristengeseze und haben. Löffler hat bei ganz gesunden Personen Batterien ge- Schlawer städtisches Lagerbier, 2000 Glas Grogt. Das verdient unsere Juristen- Rechtsprechung tragen dem praktischen Bedürfniß funden. Diese Personen waren also angesteckt und sind durch die ehrende Anerkennung. des arbeitenden Volkes feinerlei Rechnung und können dies Ansteckung unempfänglich gemacht worden. Die Ansteckung fonnte auch nicht, so lange sie in den Händen der herrschenden, der bes ihnen nichts anhaben, weil sie bereits in ihrem Blute das Mittel fizenden Klasse find. dagegen, den Schutzstoff, das Serum, hatten. Dr. Wassermann erklärt die Schußimpfung gegen Diphtheritis für Aerzte und Krantenwärter als besonders empfehlenswerth. hin zu besuchen. " " Briefkaffen der Redaktion. wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wet Buchstaben oder eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. A. K. 42. Lautet der Pachtvertrag auf ein Jahr von April bis April so brauchen Sie nicht vor dem 1. April zu räumen. Theilen Sie das dem Pächter mit. M. 73. 1. Gin Dissident hat, wie diesseits wiederholt dar gelegt ist, Eide in derselben Art wie irgend ein anderer Staatsbürger zu leisten, mögen solche Fahneneide, Zeugeneide, Parteieneide oder wie sonst beißen. 2. Ein Befehl, einen Dissidenten zum Kirchenbesuch zu zwingen, besteht unseres Wissens nicht. Ein Soldat hat leider jeden Befehl auszuführen. 2. 2-3 Jahre. Alter 52. Der Wirth hat die Wohnung vorzuleisten. Ist fie infolge eines Dachstuhlbrandes unbrauchbar geworden, so hat er die für die noch nicht bewohnte Beit gezahlte Miethe zurückzuerstatten. Die Umzugskosten zu ersehen, ist er nicht verbunden, weil solche auch ohne den Brand erwachsen wären. Rothe Nelke. Tragen Sie auf mündliche Entscheidung an. Gin durchaus sicherer Erfolg ist nicht voraus zu sagen, da die Konzession zur Errichtung von Schantstätten, auch mit fogenannter Kleintonzession, an kleineren Orten von der Bedürfnißfrage abhängig gemacht werden kann. Die Ihnen ertheilte Antwort tann sich auf solche Orte nicht bezogen haben: theilen Sie, mit, in welcher Nummer die betreffende Antwort gestanden hat. $. B. 20. Ob Ihnen ein Anspruch auf Entschädigung für 14 Tage oder für die Zeit bis zum nächsten Quartalsersten ( 1. Januar) zusteht, hängt von Beantwortung der Frage ab, ob Sie als Gehilfe oder als Werkmeister anzusehen sind. Da Sie lediglich einen Dampfpflug geleitet haben, so dürfte Ihnen die Stellung eines Betriebsbeamten oder Wertmeisters nicht zu zuerkennen sein, Ihnen also nur 14 Tage Entschädigung zustehen. Klagen Sie dieselbe unter Vorbehalt auf Mehrforderung ein. Im übrigen war die vom Gewerbegericht Ihnen ertheilte Ausfunft zutreffend. Das Heilferum ist eine blaßrothgelbliche Flüssigkeit, die in den Apotheken unter Plombenverschluß abgegeben wird. Die einfache Desis genügt in den Fällen, in denen nach dem Auftreten der ersten Krankheitserscheinungen die Behandlung mit Heilferum begonnen wird. Vorgeschrittene Diphtheriefälle erfordern mehrmalige Anwendung der einfachen Dosis oder Verwendung fonzentrirter Formen. Zum Schuße gegen die Erkrankung an Diphtherie genügt der zehnte Theil der einfachen Dosis. Das Diphtherieheilmittel ist vor Licht geschützt und an einem fühlen Drte aufzubewahren; es behält bei gehöriger Behandlung seinen Wirkungswerth mindestens mehrere Monate. Zum Schuße gegen Mikroorganismen hat man dem Mittel 0,5 pet. Karbolsäure zu gefügt. Seine Darreichung erfolgt durch Einspritzung unter die Haut, wozu man sich am besten der Koch'schen Ballonsprige à 10 Stubif zentimeter bedient. Leider ist dieses Heilmittel noch recht theuer. A. B. 13. Zunächst müssen Sie die Forderung einklagen. 10 Kubitzentimeter der einfachen Form fosten 5 M., und von der Sollte die Pfändung fruchtlos sein, so laden Sie den Schuldner tonzentrirten Form 15 M. Dieser hohe Preis, der die Ein- zur Leistung des Offenbarungseides und zwingen ihn so zur Anführung des Heilferums in die allgemeine Praxis sehr erschwert, gabe, wie viel Gehalt er bezieht und auf wie lange er erklärt sich daraus, daß zur Darstellung und Prüfung des Mittels engagirt ist. Erst dann kann event. das Gehalt mit Beschlag auf seinen Heilwerth ganze Heerden von Schafen, Pferden und belegt werden. anderen Versuchsthieren gehalten werden müssen. Hergestellt Belten. Ist Ihnen Ihr Grundstück vom Eisenbahnfistus wird das Diphtherie- Heilferum von den Farbwerken vormals I genommen, so haben Sie volle Entschädigung zu verlangen. Das§. 6. 67. 1 und 2: Ja. Arbeiter Control Marke deutscher Schuts- Marke M1590 ron Hulmacher der Arbeiter Control Commission in Berlin Qie Marle in grün auf crit Bapter gebrudt Solidarität! Arbeiter! Nur Hüte, welche nebenstehende Marte unter dem Schweißleder tra gen, bieten Garantie, daß den Verfertigern gerechter Lohp wurde! DS Rauft nur Güte mit biefer Marte! In folgenden Geschäften sind Hüte mit Kontrollmarken zu haben: H. Aertsens, Prinzenstr. 28. | W. Kliem, Bernauerstr. 108. W. Alschäfsky, Gr. Frankfurterstr. 44. G. Knaake, Andreasstr. 24. 0. Arnold, Dresdenerstr. 116. F. Antoni, Chausseestr. 60. Rud. Beisse, Chausseestr. 70. W. Bracklow, Schönhauser Allee 29. 0. Böttcher, Lichtenbergerstr. 1. E. Dittmer, Ackerstr. 68a. G. Dunsing, Dresdenerstr. 6. P. Diederich, Dranienst. 9, Mariannen straße 43. Max Eckard, Alexanderstr. 16, Dranien straße 57, Kommandantenstr. 20, Spittelmarkt 13, Alexanderstr. 1. A. Fuchs, Manteuffelstr. 35/36. 0. Gerholdt, Dresdenerstr. 2. E. Grünbaum, Badftr. 44. Th. 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Es ist nun Ehrenfache eines jeden denkenden Arbeiters, uns in diesem gerechten Kampf zu unterstüßen und nur bei den Wirthen zu verkehren, welche sich freiwillig unserer Kontrolle unterstellt haben. Alle Gesuche um Aufnahme in diese Liste sind nicht an die Redaktion oder Boykottkommission, sondern an die untenstehenden Adressen zu richten. An der Schleife 12, R. Gwit. Brücken- Allee 8, Alex. Lange. 32, D. Grünhagen. Brüderstr. 32, H. Knauth. 34, W. Stamer. " Fischerbrücke 14, A. Fabig. 25, Piel. Fischerstr. 3, Hoffmann. 29, Laue. Französischestr. 6, Pätschke. Friedrichsgracht 16, Thierbach. 1. Wahlkreis: 21, Sommer. Heilige Geiftstr. 40, Matuschewsky. Grünstr. 13, P. Freiberg. " Holzgartenstr. 5, Stockfisch. Holsteiner Ufer 1, Terpiß. Jägerstr. 10, Tripke. Jüdenstr. 50, Lehninger. 4, W. Güldenstein. Dorotheenstr. 46, Rud. Urban. " " 5, H. Hahn. " 26, Zieste. 20, Keller. 26a, W. Borths. " " " 44, Röllig. Kleine Kurstr. 1, Maschte. " " 63, R. Jahp. " " Fischerbrücke 11, G. Schulze. 56, Mehner. " Claudiusstr. 19, Wendt. Cuxhavenerstr. 11, H. Samtlebe. Friedrichstraße, Neue, 3, Merfer. Krausenstr. 9, C. Langfeld, Bierverlag. 1 Petriplah 3, Ecke Scharrnstr., C. Schmidt " 11, Rolffs, Fremdenverkehr.| Boststr. 31, H. Michel. " 18, H. Hensel. 55, S. Ruppert. " 71, Zastrow. 1, Fritz Berger. Klosterfir. 83, Salzwedel. " Kanonierstr. 9, Ecke Jägerstr., H. Bock. Lessingstr. 28( an der Brücke), Rickmann. Rosenstr. 30, Wernau. Taubenstr. 41, C. Dullin. 10, E. Ladner. Stralauer Brücke 4, G. Gallasch. Stralauerstr. 7, A. Mandelt. 13/14, C. Koplin. 37, C. Steinbrück. 10, Stobbe. Klopstockstr. 1, C. Bürger. Mohrenstr. 63/64, Goerke. Moltenmarkt 6, Haase. Moltenstr. 12, H. Gärtner( am Moltenmarkt). Oberwasserstr. 13, Fr. Pujanet. " 10, D. Russow. " 16, S. Kreuzberger. " 43, F. Schreiber. 58, R. Elteste. Meldungen nehmen entgegen: Wendt, Claudiusstr. 19. Sommer, Grünstr. 20. Tripke, Jägerstr. 10. Annenfir 16, Ehrenberg. 23, Röhr. " " 9, Prog. 37, Malih. " " 42/43, Artner( City- Passage.) Adalbertstr. 32, Knoll. " 40, Pfeil. 59, Schulz. " Dresdenerstr. 63, Strud. 3. Wahlkreis: Jakobstr., Alte 38, Cholojewski( Kolo-| Neuenburgerstr. 20, Hagen. nialwaaren- Händl.) 32, Stöpel. 37, Görsch. " D 87/88, Lamprecht. 80, Pritsch. " " 103a, Böhm. 40, Dorn. 134, Sauer. 38, Richter. Josephstr. 10, Günther. 13, Mehlan. Kommandantenstr. 20, Armin- Hallen. 10, Haberstroh. Ohmgaffe 5a, Lehmann. Dranienstr. 109, Greiser. 87, Schiffner. Prinzenstr. 73, Wipf. 99, Wwe. Walter. " 12, Wwe. Schmidt. " 21, Barnac( Zum Schwan). 52, Grundmann. " W Sebaftianstr. 47, Werkmann. W " 50, Opazz. 77, Jeftram. 19 81, Goslau. " " 72, Ferger. " 63, Finke, Ece. 96, Vollmer, Nachf. Prinzessinnenstr. 17. Krüger. Reichenbergerstr. 11-12, Ehm. 14, Kretschmer. 183, Kirschke. " " Ritterstr. 41, Bodin. Sendelftr. 18, Borchardt. 16, Bohnstengel. 20, Heinze. Simeonftr. 28, Flick. 3, Handtke. " 4, Horft. 11, Wölk. " 13, Wippler. 29 17, Fiezed. Admiralstr. 9, Henning. " 57, Böhm. 136, Post. Elisabeth- User 12, Fründt. 52, Siebert. " " 49, Wwe. Riedel. 19, Weigel( Bierverlag). Engel- üfer 3, Jähn. 1, Langer. " " 18, Bergmann, 19, Köhler. " 19a, Wringe. 4a, Mize. 21, Schnieber. " " 10, Maluschke. 27, Püll. " 18b, Franite. 18d, Bohm. 26, Kraft. 33, Rierstein. Alexandrinenstr. 22a, Sprotte. " " 39, Wendt. 99, Ayenroth. Grünstraße, Neue, 21, Gebhardt. Hollmannstr. 31, Lehmann. " 9/10, Hartmann. 36, Marts. Inselstr. 12, Herrmann. Jakobstr., Alte, 1 b, Stelzer. " Köpnickerstr. 37, Peufert. 31, Schulze. 48, Krause. 54, Seppelt, jun. 47, Lochow. 70, Fischer. 32, Bathe. " 121a, Schöbel. 119, Lorenz. SP " 45, Frau Schlickmann. 126a, Wahlstab. 70, Wabnik. Rottbufer Ufer 57, Ringel. Kürassierstr. 19, Laban. Jakobstr., Alte, Ecke Seidelstr., Kleber. Louisen- Ufer 12, Mönke. 25, Büschel. 64, Riect,( Café Meyer), Staligerstr. 7, Schönemann. " 11, Schwarzkopf. 147a, Müller. Stallschreiberstr. 27, Schulz. 26, Meinete. 63, Schmidt. 37, Bülow. " 29, Schöning. " 11, Gooßens. 17, Werner. " A Beuthstr. 3, Schulz. Brizerstr. 1, Müller. " 22, Graf. " 40, Siebke. " 47, Bohni. Brandenburgsir. 17a, Glsner. 6, Becker. " 18, Götte. " 56, Thiele. # 74, Wolter. " Dresdenerstr. 45, Maneke. 83, Paul. 84, Raaz. " 7, Blume. 17, Eichhorn. " 96, Moseler. " 51, Conradi. 97, Grauer. 9, Rckeben. " " " 32, Milde. 46, Pannewig. 49, Thieme. " " " 69, Lenz. Matthieustr. 17, Koch( Bierverlag). " 112, Wodrig. " 66, Schwarzkopf. Michaeltirchstr. 20, Koritky. 123, Stramm. " " 118, Garg. Naunynstr. 56, Pflanz.( Keller.) " 72, Krieg. " 52, Voß. " 45, Hener. 31, Pahl. 55, Ehrenreich. 54a, Dieße. Rungestr. 28, Werneke. " " 130, Frankenberger. 137, Beyer. " P " 66, Lüneburg. 67, Schreiber. 3, Kettner. " 5, Gehne. " " Sebastianstr. 1, Laude. 7, Schneider. " 8, 2öskom. " Neanderstr. 2, Meißner, vorm. Bersty. Schmidtstr. 8, Seume. 13, Albert. 43a, Krüger. Wallstr. 1, Ecke Seydelstraße, Eingang Spittelmarkt, Dorn. 63, Otto. . f 88a, Gutke. Waldemarstr. 27, Birett, früher Mann. " 42, Grüßner. 36, Kottulinsky. Meldungen nehmen entgegen: Götte, Brandenburgstraße 18. Lenz, Alte Jakobstraße 69. Schöning, Stallschreiberstraße 29. Schönemann, Staligerstraße 7. Böhm, Dresdenerstraße 57. ( Fortsehung in der dritten Beilage.) Berantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2, 3. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 227. Alexandrinenfir. 122, Gauger. Alvenslebenstr. 10, Lebrenz. An der Apostelfirche 5, Hanke. Arndtstr. 34, E. Rothe. " 14, Ludwig. " 35, Hagenow. " 22, Japp. Barutherstr. 5, Haasel. Bärwaldstr. 51, Schröder, Taubenbörse. Bellealliancestr. 71, Raabe. " " " 74, Rizing. 84, H. Thiele. 88, Hülfe. Bergmann- u. Solmsstraßen- Ecke, Weiß. Bergmannftr. 95, Senft. Besselstr. 14, Hertel. Blumenthalstr. 5, Behrend. 6, Schirmer, Blücherstr. 16, Neufius. 38, Brämer. Boechstr. 7, Lingt. 46, Adolf. Fichteftr. 3, Drews. Fidicinstr. 29, Bohn. " 26, Döring. Sonnabend, den 29. September 1894. Friedrichstr. 238, Haseloff. 234, Jarius. Friesenstr. 23, Otto. 2. Wahlkreis: Friesen- u. Arndtstr.- Ecke, Löwendorf. Fürbringerstr. 7, Grothe. Frobenstr. 39, 3ocher. 22, Wwe. Läge. Gitschinerstr. 79, Schiefelbein. | Hafenhaide 47, Reichelt, hinter Bohne's| Mariendorfer#r. 5, W. Grube. Garten. 50, Hjarup. Seimstr. 16, Schoemann. Hornstr. 11, Voß. Johanniterstr. 14, Gierke. Raßlerstr. 1, Barnowsky. 5, Schulz. Kirchbachstr. 19, Scholz. Kochstr. 6, Schumacher. Markgrafenstr. 102, Saß. 75, Pose. " 77, Schulz. " 23, Neumann. 28, Trunz. 11. Jahrg. Steinmetstr. 5, Marsch. 57, Böttcher. " " 17, Juhrs. 24, Bernhard. " Hans. 6, Gädike. Röniggrägerstr. 103, A. Genth. Rottbuser Damm 33, Lindner. 24, Günter. 16/17, Roottamp. Mittenwalderstr. 16, Imhoff. W 43, Briese. 39, Rau. 2, Sauger. Möckernstr. 126, Sonntag. Tempelhofer Ufer 4( Ecke Bankwizftr.), Trebbinerstr. 3, Krebs. Teltowerstr. 61, Rudel, Urbanstr. 26, Renner, " 20, Hube. " 15, Schüßler. 56, Maitre. " " 67, Wünsch. 85, Rohrbeck. " 110, Dellmann. " 62, Miersch. " " 93, Krause. " 107, Harms. " 61, Schaade, Bierverlag. " 82, Schüße. 29 68, Mießte. " 70, Krüger. " 94, Meisgener. " 42, Krebs. " 49, Bahlmann. " " 21, Jacob. Boppstr. 4, Karthun. 5, Ungerberg. Bülowstr. 59, H. Werner. 45, Lewinsky. " 65, Richter. " Chamisso- Platz 4, Ihloff. Culmstr. 36, Raumann. Glöditschstr. 33, Binner. 43, Bartsch. Gneisenauftr. 35, Roffe. " 27, Bluntfe. 71, Menzel. " 80, Schlüter. " 85, Conrad. " Göbenstr. 15, Haak. Gräfeftr. 8, Schonheim, 120, Löblich. " " 70, Wildgrube. 73, Bittner. " 78, Hannemann, Morisstr. 9, Lindemann, Motstr. 14, Wezzel. " " 37, Lott. Nostizstr. 12, Ryschki. 39, Steinicke. 41, Lehmann. " 40, Ww. Rebbin. 8, Wichmann. " " 1, Jahn. 50a, Wesse. " " 18/19, Sell, Pallasstr. 16, Faller. Kreuzbergstr. 12, Rothe. 47, Ebel. 32/33, Uhle. Kurfürstenstr. 170, Lorenz. Lantwigstr. 9, Kirstein. Lindenstr. 106, Zubeil. 2, Bohnsack. " 16, W. Reiche. " 25, Schuster. " " 73, Golzz. " 47, Freiwald. " 115, Lange. " 26, Haensel. 68, Böfmann, 5, Hübner. Plan- Ufer 92a, Herrat. 27, Fried. " Potsdamerstr. 86a, Berger. 128, Rarge. 88, Dumke. Prinzenstr. 110, Ballwig. " " 6, Hensel. 16, Wüstinger. Prinz Albrechstr. 3, Ww. Gabel. Schönebergerstr. 19, Hansen. 27, Wegel. Schönleinstr. 23, Hahn. " 68, Erner. " 80, Feder. " 51, Wulle. 84, Schriek. Urban, Ecke Jahnstraße, P. Schulz. Wartenburgstr. 16, Anders. Wasserthorstr. 5, Pulz. 55, Schultz. 51, Weiß. Wilhelmstr. 16, Müller. 121, Fischer. 2, Zimmermann. " 3a, Cunow. " 122, Collas. Willibald- Alexisstr. 10, Schulz. 15, Wotschke. 22, Reichert. " Yorkstr. 43, Hoffmann. 37, Lindner. " " 44a, Ww. Roch. " 68, Kreuz. " 61, Lehmann. Zimmerstr. 52, Wwe. Schröder. " 9, Hoffmann. " 34, G. Schulz. 31, P. Müller. " 12, Land. " " 34, Plötz. " 20a, Berger. 37, Baum. " Dennewigstr. 10, Schmitt. Dieffenbachstr. 31, Gaule. 74, Kalmus. " 31, Lehmann. 27, Giese. " 5, E. Behrend. Lintstr. 9, Hanice. 27, Degner. Grimmstr. 25, Aust.( Ecke Urbanstr.) Louisen Ufer 53, Billep. Großbeerenstr. 54, Weichert. Großgörschenstr. 13, Miller's Bier- A. " 35, Ziemke. 34, Schmidt. 3, Loewert. " " 28, Stobwasser. " " 75, Landschulze. 76, Schulze. " " 54, Holz. 59, Krause. " H " 14, Ecke Culmstr., Bothe 15, Pohsner. 24, Jung. Luckenwalderstr. 1, Stein. Lüzowstr. 7, Appelt. " 4, Hermann, 6, Start. " 10, Kruhl. 33, Schaade. 3/4, Stiba. " " 28, Hensel. " 77, Ww. Jaech. " 6, Kraaz. 38, Sauer. " 26, Voß. 62, Schaade. Schüßenstr. 33, H. Otto. Schwerinstr. 2, Schimann. 9, Graffunder. " 12, Mißfeld. 89, Engel. " 60, Arnick. 3offenerstr. 10, Lüdke. 22, Trinks. " " Magdeburger- und Stegligerstr.- Ecke, Solmsstr. 43, Kahn. Gottschalk. Mansteinstr. 1, Scheffel. Steglitzerstr. 50, Dobbert. 6, Jahn. 31, Baumann. Sindram, Yorfstraße 41, wurde gestrichen, weil er Boykottbier schänkt; derselbe wird ersucht, seine Beiträge für die Veröffentlichung an H. Werner, Bülowstr. 59, zu begleichen. Diejenigen Schankwirthe, welche sich in diese Liste aufnehmen lassen wollen, können sich melden bei Schonheim, Gräfestr. 8. Sass, Markgrafenstr. 102. Grube, Mariendorferstr. 5. Werner, Werner, Bülowstr. 59. 4. Wahlkreis( Südost): Adalbertstr. 74, Krüger. Grünauerstr. 8, Golt. Manteuffelftr. 53, Fürstenau. 4, Herschleb. " n 5, Pfeiffer. 52a, Zornow. # Oranienstr. 196, Meier. Pücklerstr. 55, Schilling. 15, Teichert. " 9, Balta. 76, Gaft. " " 49, Schumacher. Staligerftr. 70a, Ruchta. 35, Schleue. Sorauerftr. 9, Karl Felske. 16, Schmidt. 30, Wolter. 65, Plebusch. " " " 12, Schulz. " 82, Pätsch. " 35, Kabeliz. 49, Ehrhardt. " 10, Ringel. " " 23, Guft. Schumann. 4, W. Seefeldt. 5, Geu. " Rottbuserstr. 1, Fellner. 25, Horn. 53, Purbs. " 7, Lenz. 4, Wendt. 27, Heider. " 3, Arndt. Waldemarstr. 75, Ulrich. " " 71, Feiler. " 6, Hübler. " 50, Rubiaczyt. " 10, Fengler. " 72, Hoth. 8, Stehr. 60, Bersky. Ratiborstr. 6, Grassow. 16, Tauchert. " Cuvrystr. 25, Emil Grüning. 33, Karl Pfefferle. 10a, Gimmler, 65, Plebuch. " 20, Barsch. 29, Herrman. " " 71, Hartmann. 16, Seidler. " Köpnickerstr. 181, Nitzsche. " 38, Klopsch, Bierverlag. " 18, Hahn. 175, Jonas. Mariannenstr. 48, Bittler. " 46, Schäzick. " 191, Foge. 53, Neumann. Reichenbergerstr. 54, Scheyer. 12, Redlich. 64a, Schubert. 68, Bandel. 18, Rachfal. 48, Ließ. " " 6a, Paul. 16, Richter. 142, Schnell. " " Dresdenerstr. 3, Strahle. Eisenbahnstr. 11, Garn. 171, Schmidt. 2, Lange. 145/146, Wallach. " 51, Heinze. " 60, Herr. " 20a, Köppen. 5, Ziegler. 149, Gumlich. " " 10, Prien. 5, Klafti. " 23, Wittwe Heine. " 35, A. Semisch. " 36b, Liebe. 12, Ritter. 145, Theer. " " 17, F. Habermann. 154, Melzer. " 15, Heronimus. " 156, Grüttner. 21, Käding. 157, Bergner. Wienerstr. 44, Schmidt. 160, Weiland. 23, Haun. Mariannen- Play 12, Alexander. " " 50, Fechner. 22a, Beissert. 170, Breyer. 54, Haus. " 18, Wittwe Pietsch. " " Falckensteinstr. 5, Rümpfel. 7, C. Trittelwig. " 11, Dsw. Klopsch( Bier: verleger). Lausitzerstr. 11, Petke. 15, H. Bowiz. " 35, Roßberg. 30, Schulz. " 34, Voigt. 21, Stahnsdorf. 44, Scholze. 10, Mülsch. " 33, F. Schöps. " 15, Gottschlich. 14, Schäfer. # 19 27, R. Krüger( Bierver leger). 49, Buffe. 16, Schmidt. " 50, Grande, " Forsterftr. 17, Dierberg. 19, Krüger. 2, Scholz. " 23, Tilgner. 49, Wucke. " 54, Urban. " 55, Lemke, Bierhandlung. 57, Fricke. 40, Tugundke. Görligerstr. 44, Seraphin. Laufizer Platz 2, Bieberstein. " 18, Werner. 17, Hahn. Siegnigerstr. 18, Grubert. 23, Niedrig. 31, Schulz. 65a, Mauff. 78, Rohr. 77, Nitsch. 149, Stammert. 24, Schwarting. 146, Bernhardt. 176, Walter. 190, Backhaus. Mariannen- Ufer 4, Gehlhoff. " 7, Karpe. Mustauerstr. 14, S. Rorneffel. " 44, Meißner. Naunynftr. 8, Schönebeck. 13, Stromeier. " 24, Tauschte. 55, Schmidt. " " 133, Rube. 56, Walter. " 17, Terpenowig. " " 122, Brandt. 57a, Bierrath. " 118, Spindler. 113a, A. Gasper. 74a, Hirseland. 110, Grimm. " 107, Ziehmann. 97, Dubig. 106a, Lange. 98, Liebig. 16, Hoffmann. 164, Schutsch. 128, Schmidt. 10, Bretsch. 63, Felske. 1-6, Hauptmann. 9, Wittwe Werner. 27, Melior. 13, G. Thiel. 28, Segel. 18, Liebsch. 36, Scheel. 37, Rug. 35, Wollgast. 45, Reim, " " 52, Eckert. 74, Hautelmann. 83, Köhn. 40, Ohlendorf. " 86, Zubeil. " 30, Delf. " " 88, Vogler. 38, Wieck. " 70, Mohr. " 21, Spinnweg. 6, Kühne. " 39, F. Ebel. 3, Adam. 35, Wanzlik. 26, Grünberg. Oppelnerstr. 18, G. Boden. " " 33, Roblig. " 2, Röhr. Lübbenerstr. 9, A. Lehmann. 32, Weber. " 21, M. Brandenburg. " 18, Altmann. 44, Rust. 5, Becker. " " 42, Picht. " 20, Ernst Eckert. 33, W. Henkel. 9, Hanwig. 143, Halle, 100, Hübner. 63a, Groth. 61, Lorenz Schlesischestr. 15, Segelet. 36, Pohlandt. 38, Paucks. 41, Suckert. 44, Meitmann. 37, Schröter. Wrangelstr. 32, Paul Lucas. " 48, Franz Leuschner. 88, W. Tancrée. " 91, Kind. SP 99, Wagenschüß. 95, Wwe. Splitt. 136, Beyer. 9, Huschte. 4, Petit Jeans. 11, Baum. 13, Wendt. 72, Rudolf, de Görlitzer 45, Rode. " " " 22, Karl Hubrich. 46, Christians. 43, Otto Baumann( BierStaligerstr. 75, Otto Jost. Ufer. " 24, Otto Schneider. " 50, Siewert. verleger). 104, Winter. 74, Fiet. " " 27, Karl Rudo. 52, E. Vogel. Oranienstr. 4, Tyra. " 123, Spaar. 80, Sarnow. " " " 55, Utte( Ece Oppelner: Manteuffelstr. 9, Nowack. " 184, Aepler. 117, Dettte. " 84, Redanz. " straße). " 34, Bringmann. " 180, Hoffmann. 110, Zollag. " 63, Paul. 58, Tolksdorf. " 86, Kaßner. 181, Bommersche Küche. " 29a, Frau Kaufmann. " 65, Reschke. " 61, Tschenscher. 56, Härtig. 192, Gahl. " 59, Gerhardt. " 124, Manzey. " " 62, E. Wesenburg( Ecke " 95, Schulze. 183, Cobin. " 65, Krause. Wendenstr. 1, Scholz. 57, Weidner. Lübbenerstraße). " " 32, Gabbert. 63, W. Meyer. " " " " 60, Frau Schramm. " 59, Tschitschmann. " 19, Denner. 48, Reßler. " " " 29, Krone: " " 46, Liewald. " Glogauerstr. 30, Böhmer. " 51, Zawadzky. " Sörliger Ufer 2, W. Fichte. 69, Mahn. 18, Eichendorf. 57, Kießling. 36, Knobel. 37, Petereit. 38, Neumann. 41, Holz. Diejenigen Schankwirthe, welche sich in diese Liste anfnehmen lassen wollen, können sich melden bei: Spindler, Reichenbergerstr. 118, Zubeil, Naunynstr. 86, Schayer, Reichenbergerstraße, Ecke Lausitzerstrazze, Schilling, Büdlerstr. 55b, Lucas, Wrangelstr. 32, Tolksdorf, Görlitzerstr. 58, Trittelwitz, Faldensteinstr. 7. 176, Beh. " 4, Mezze. 24, Frau Erdmann. Beughofftr. 21, C. Wolff. 197, Mohn. 14a, Wolff. 22, Sauer. 189, Heinze. 23a, Buckow. " 3, Fähnrich. " 3, Walter, Kaufmann. 6, Maas. " " 8, Behlendorf, 9, Thurley. " " " 39, Jost. " 86, Scheibe. " " 73, E. Schulz. 68, W. Röhl. " " " 32, R. Weigmann. 133, Gold. " " 4, Decker. " " 68, Königstedt. 52, Tollkühn. " " " 77, Thomsen. 39, Ww. Brandt. " " " 36, Raftrow. " 61, Pettersen. " 44, C. Burde. " 63, Sommer. " " " 29, F. Clauß. " 56, Raetig. " " 40, Heste. 97, Reichert. " " 71, Lenz. 47, A. Seifert. " " Kleine, 9, Nachtigall. " 55, D. Hannemann. " 47, W. Lorenz. " " 6, A. König. 58, Lindner. 13, Dohn. " " " Barnimstr. 46, Steeger. 3, Behmer. Blumenstr. 3, Siejack. 21, W. Oberschmidt. 69, Kirchner. " 24, Engel. Alexanderstr. 25, W. Tietze. " 27b, Behnke. 10, Gundlach. " An der Michaelsbrücke 1, F. Lehmann. Andreasplay 2, Wogé. Andreasstr. 26, Fr. Wilke. 4. Wahlkreis( Ost): 0 Gr. Frankfurterstr. 73, J. Bedarf. 87, Rutle. Friedenstr. 59, Zipter. Holzmarktstr. 66, Borcherdt. 48a, Ratrowicz. Lichtenbergerstr. 16, R. Bolzmann. 5, Laskowski. 28, Leichniß. Koppenstr. 10, G. Seehaus. Lebuserstr. 2. A. Jakob. 5, A. Nemiz. Liebigstr. 43, Wwe. Strauß. Madaistr. 6, J. Stange. Magazinstr. 12a, Rochalski. Markgrafendamm, Reschke. Markussir. 14, W. Zipke. Posenerstr. 20, Ortel. 22, Heife. Broskauerstr., Schneider. Raupachstr. 1, Kleine. 6, J. Palacz. " Rüdersdorferstr. 8, A. Boehl. 46, Bredschneider. " 60, Fr. Bethge. 64, Schulz. " 67, Wehner. " 42, G. Mezzer. " 50, Franz Wiesegart. " 21, Henschel. 6, Spidermann. 38, Wwe. Kühl. " " " 31, H. Elsbolz. " 27, Herrmann. 25, Nawrot. " " 30a, Roepnick. 12, A. Schmidt. 38, Jezke. " 20, Borchert. " Justerburgerstr. Weiden- Garten, Bähr. Königsbergerstr. 1, Kahl. 11, Teuber. " 21, Heise. " 17, Filig. 7, Reiche. " 8, Geier. 18, Schubert. 20, Kalfofen. 30, Billerbeck. 33, Wagner. 13, Schubert. " 75, Janke. " 28, M. Kürsten. Friedrichsbergerstr. 11, W. Lock. " 74, Schmidt. " 22, Weiß. " 77, Dobberahn. " 23, F. Jonas. 19, Winkelmann. " 93, Grühmacher. " " 24, F. Refact. 27, Witthuhu. 69, Krause. " " " 27a, Heidfeldt. 24, Wolff. " 62, Wulff. " 13, Müller. Kl. Markusstr. 10, H. Gorn. Marfiliusstr. 16, Zimmermann. Mehnerstr. 7, Bretke. Memelerstr. 4, Biedermann. Schillingstr. 14, Marien. Strausbergerstr. 12, Zimmermann, " 6, A. Preuß. " 52, Karge. 34, R. Bach, i. Keller. " 38, Wiedemann. " " 46, Aug. Zamoschat. " 49, Ruppin. Friedrichsfelderstr. 30, Wodiczka. 37, Lange. Fruchtstr. 52, Jauer. 91, Arendt. 35, Nitschke. " " 82, Schmidt. " 55, Pause. " " 85, Hildebrandt. " 2, Pietsch. 52, Schumann. 61, Zilpe. Krautstr. 4/5, Pilzecker. " 69, Fortong. " 23, Grunewald. Stralauer Platz 21, Roeske. 10/11, Poppe. " Stralauer Thor 18, G. Mühe. " " 52a, D. Kleinau. " 20, Zimmerling. 6, R. Rudolph. 78, Reinebeck. " 13 67, Albrecht's Ball- Salon. " " 70, H. Telschow. 68, Steppin, " 36, Jnsinger. " AP 63, Mökel. " 26, H. Wilhelm. 24, Uefermann. " 32, Beyer, " " 75, Sickel. " 29, Musche. 17, Schönfeld. " " 20, Göldner. " 54, R. Wuttke. 31, Becker. " 41, Friedrich. " " " 37, Marquardt. 18, Wesner. 42, Henze. Mühlenstr. 49a, B. Stabernack. Thaerstr. 5, Lange. 61, Brzondka. " " " 20, H. Bernicke. 59, Advernat. 48, Ratke. 36, Kummer. " " " " 73, Fender. 26, Brunow. 52, Maaß. 60, Desterreich. " " " " 14, J. V. Köhler. " 60, Marquardt. 2, Riesewetter. 46, Lamprecht. " " 72, R. Land. " " 29, Haupt. " Ecfe Markusstr., Hilgener. Breslauerstr. 9, Völz. " 69, Lehmann. " 30a, J. Meier, " 37, Blasig. 25, Moritz. " 38, Wiesegard. 47, Müller. " " " " 27, Schmidt. 28, Büttner. Büschingstr. 5, A. Grunow. 16, Stanislaus. 7, Jakob. " " 21, Roziac. 78, Borkenhagen. Fürstenwalderstr. 5, Carl. Georgenkirchstr. 65, Spät. Gollnowstr. 28, Pesarra. 20, Münzer. " 33, Schäfer. Graudenzerstr. 2, H. Wuttle. 8, Thiele. " 15, Fuhlbrüge. 7, Wilke. " 11, Fiezze. Grüner Weg 54, Kromphardt. Rüstriner- Play 8, Klose. " 9, A. Werner. Landsberger Allee 37, F. Bense. " " " " 27a, Lange. 156, Goebel. 41, Boigt. 44, V. Rolland, an der Kremser- Haltestelle. Landsberger Play 5, Bartel. Landsbergerstr. 34, Krüger. Am Ostbahnhof 4, A. Förster. " " " Pallisadenstr. 2, Schwarz. 3a, Jacobi. Münchebergerstr. 28, Schmidt. 16, Theeß. " 18, Jänide. " " 19, K. Oberstuck. 2, Wwe. Steinke. 18, Mann. 2, Boderke, 7, Aft. Feld- Restaurant Mauer, Vor dem Stralauer Thor 16, Pansegrau. Wallner Theaterstr. 21, Buhahn. " 26/27, Orlowsti. 28, Homuth. Warschauerstr. 6, Möbus. Waßmannstr. 6, Scholz. " Tilsiterstr. 79, Dertel. 76, Renner. " " 82, Hanicke. " 1 31 Thom. " " 11, Schröter. Weberstr. 10, F. Schulze. Cotheniusstr. 13, Schwach. 15, E. Wille. " " 13, v. Backrzewski. " 1 1, Weber. Elbingerstr. 9, A. Vogel. 34, Lehmann. " 45; E. Berlin. " 10, Krippehne. " 105, Germer. " 20, Scheffer. " 64, Siering. " " 90, Zengler. " 22, G. Kind. " " 15, Dames. 55, B. Winkler. " 106, Beckmann. 8, Hafelof. 22, Ww. Bartel. 66, G. Spieckermann. " " 15, A. Rezte. 33, D. Friese. " " " 63, Seifig. Langestr. 1, Milzewski. " 65, E. Nadge. " 26, Wive. Fellenberg. Elisabethstr. 10, D. Weinberg. 83, Menzel. 24, Jeratsch. 66, Geier. " 6, Rose. " " " 8, Paucka. 44, Woelfi. " " 65, R. Lange. 109, H. Striegel. 54, Wwe. Becker, 68, Marsch. " " " " 110, G. Brolius. 64, Ehrbar. " 70, Bergholz. " 41, P. Meyer. " " Feldreftaurant Obst, Kamerun. Frankfurter Allee 74, E. Böhl. " 122, Friedrich. " 65, G. Tempel. 75, Rose. Weidenweg 93, Scholz. " 47, Adler. 90, Wittchen. 84, Holzmann. " " 6, Suchland. " " 91, F. Ahrensdorf. 93, Ullrich. " 64, Möbus. " 61, Altmann. 94, G. Ecfert. 83, Rahl. " " " " 90, D. Babel. 38, C. Scherz. 105, Schwart. 88, A. Hein. " " " 96, Hirsch. Gubenerstr. 17, Bath. 35, Meier. 34, Rechbeer. " " 142, Otto. " 60, Zienecke. " 44, C. Pofahl. 52, Talaret. Weinstr. 14, Wartenberg. " 181, Liebenow. " 7, Wegner. " 70, Völzmann. 47, Arndt. " 181, Junge. 53, Wwe. Hildebrand. 7, May Richter. 98, Meier. 145, Gottwald. " Holzmarktsir. 1, Kleinschwager. " 119, A. Gorn. 44a, Diskowsti. " Gr. Frantjurterstr. 20, Klages. " 49, Wagner. 18, Harmuth. 44, Seiler. 3, Deter. . 37a, Dobberahn. 92, Hantke. Langenbeckstr. 9, Rownic. 4, Techmeier. 14, Ecke Landsberger Allee, Wieste. Diejenigen Schankwirthe, welche sich in diese Liste aufnehmen lassen wollen, Posenerstr. 5, Rockendorf. 29, R. Meyer. 10, Kühn. " können sich melden bei Tempel, Langeftr. 65. Zabel, Frankfurter Allee 90. Lock, Friedrichsbergerstr. 11. 91, Jwert. 95, Bretag. " 95, Horn. 79, Holland. " 14, Schmidt. " 5, Altmann. " " 81, Quenfel. " 28, Späth. " 11, Feind. " 13, Hoffmann. 22, Steuer. " " 29, C. Hanold. Zorndorferstr. 3, Möller. 17, Hoffmann. Artillerieftr. 4, Großmann. Auguftstr. 65, Wels. 26b, M. Schönburg. " 88, Braft. 57, Büttner. Chariteeftr. 3, Brunsch. Christburgerstr. 42, Wwe. Werdermann. " 46, Rönig. Danzigerstr. 50-51, Groth. Dragonerstr. 32, Kamlowsti. Füfilierstr. 13, Schmarsow. Gipsstr. 16, Blaurock. " " 3, Politt. 10, Salbach. 28, Fr. Krüger. Georgenkirchstr. 19, Blümke. 25, Klautsch. 26, Deutschmann. 20, Huth. " 48, Zuscher. Gollnowftr. 6, Teschner. 24, Wwe. Rüster. Greifswalderstr. 210, Achhillis. " 5. Wahlkreis: 207, Bibach, Gasthof. 35, Bartel. 17, Gewies. 32, Wwe. Bracklow. Grenadierstr. 19, Winkler. 38, Stolle. 50/51, Lange. " " Hamburgerstr., Große, 40, W. Rieck. Hamburger, Kleine, 27, Wittchow. Heinersdorferstr. 10, Wiechmann. " 14, Schulz. Hirtenstr. 10, Krüger. 18, Effenberg. 8, Wachsmuth. 20, Beil. Johannisstr. 15, Gründer. 1 Johannisftr. 12, W. Wieschendorf. Karlstr. 38, Ecke Louisenstr., Spann. Reibelstr. 40, Gelfert. " 1, Heinz. Am Königsgraben 13, Roziac. Neue Königstr. 11, Schüler. " " 19, Selbig. 60, Clasen. Koppenplatz 2, Heidepriem. Landsbergerstr. 57, Gampe, " 41, Weber. Landwehrstr. 11, Mertins. Linienftr. 17, Steinlein, Räuchers waaren- Handlung. 56, Schreiber. " 7, Zimmerling. Lothringerstr. 67, E. Dieke. 68, Ph. Koplin. Louisenstr. 60, Bressel. " 5, Schmidt. 31b, Kahl. Marienstr. 2, C. Otte Ww. " 13, Mogge. " 18a, Dittmann. Marienburgerstr. 23, Appler. " " 35, Marquardt. 5, Laube. Meyerbeerstr. 9, Stolpe. Mulackstr. 35, Schlüter. 8, Rabe. " " 1. Ecke Gollnowstraße, Weczerect. Linienstr. 71, Meinicke. " 29, Waßmann. " 20, G. Tetzlaff, Grünfram. Oranienburgerstr. 11, Zirkler. geschäft. 33, Kröning. Diejenigen Schankwirthe, welche sich in diese Liste aufnehmen lassen wollen, können sich melden bei Prenzlauerstr. 58, Lug. 22, Hänßgen. " 87, Nadoll. " " 11a, Hoffmann, " 47a, 3ohn. Rosenthalerstr. 18, Bobert. 57, Wernau. Schiffbauer Damm 15, Paul Jura. Neue Schönhauserstr. 2, Schmidt. Sophienstr. 22, Huar. " 26/27, Wirth. 11, Grohmann. Spandauer Brücke 4-5, Ede An der Stadtbahn, Karl Rosenfeld. Steinftr. 17, Schünemann. " 13/14, Seifert. Weinmeisterstr. 5, Deicke. Biegelstr. 24, H. Leister. Mertins, Landwehrstr. 11. Krüger, Hirtenstr. 10. Blaurock, Gipsstr. 16. Gründer, Johannisstr. 15. Schüler, Neue Königstr. 11. 6. Wahlkreis: Rosenthaler Vorstadt. Antlamerstr. 32, Schibilski. Bernauerstr. 103, Jungnid. Brunnenstr. 12, H. Werner. 106, Winkler. 113, Schlottke. " 109, Ulrich. 73, Rosendorn. " " " 33, F. Kreuzer. 34, Fischer. 47b, Hoffmann. " 74, Herzberg. Brunnenstr. 71, Dittmann. 101, Adler. " 58, Schulze, 44, Schayer. 127, Bengel. 7, Bralow. 43, Ende. 76, Baureftauration. " 37, Franz. 55, Dlböter. " 52, Raschte. 45, Grothe. " 43, Wien. 81, Schirmer. " Bernauerstr. 88a, Hildebrandt. 60, Scheinemann. 96, Werner. " 91, Scholz. 89, Gniß. 50, oswig. 106, Gafter. " 95, Stuß. " " " 35, Vogel. .. 40/41, Hohlfeld. 100, Herfort. 125, Richter. 160, Rieger, Cremmenerstr. 8, Wellroth. 1, Mathies. 5, Polkehn. Demminerftr. 15, Wiemer. 12, Ulbrich. Demminerstr. 10, Schüttte. " 61, Schmäschte. 60, Lärm. Elisabethkirchstr. 18, Wißel. 11, Heise. Elsafferstr. 11, Naday. Fürstenbergerstr. 10, Pfefferle. 2, Rüble. " " " " 5, Gabbert. 14, Schorsch. 1, Kerrinnis, Granfeerstr. 8, Stabenow. Griebenowstr. 6, Winkler, Hussitenstr. 67, Gule. 43, Krah. Hussitenstr. 25, Jonscher. 12, Wendel. 26, Karrl. 21, Kirstein. " " 28, JBleiber. 18, Greiner, " 73, Neumann. " 59, Feil. Buttbuferstr. 25, Manste. 24, Bincke. 30, Reimann. 42, Rehang. 45, Hermann. 38, Hennig. 32, Göricke " " " " " " " 42, Rabe. Puttbuferstr. 19, Schupte. 35, Treuter. Buttbuser- u. Rammlerstr.- Ecke, Schulze. Rammlerstr. 33, Drews. Rheinsbergerstr. 66, Walter. " 34, Haeger. " 41, Liez. " 42, Chlich. " 3, Rose. 20 Rastanien- Allee 94, Niedergesäs. Lothringerstr. 41, Brüß. Megerstr. 26, Wartenberg. 51, Preez, Ecke Swine- Oderbergerstr. 34, Bleyer. münderstraße. Ruppinerstr. 1, Märtner. Ackerstr. 44, Lenz. 49, Giebeler. # 15, Lehmann. 150, Gundlach. " 28/29, Haffe. 11, Köhler. 11 30, Müller. 59, Porawski. " 53, Bache. 110, Rühle. " 17, Manfraß. " 19, Gruhn. 34, Steinbrück. " 42, Wolfsschlucht. 51, Eckelt. Linarstr. 3, Raabe. " 131, Mindner. " 20, Andrasch. 90, Thomas. " 28, Baumann. 48, Rothacker. " Pappel- Allee 109, Häsner. 81, Schreiber. " " 26, Lenhardt. 108a, Kulite. 109, Mengel. " " Röslinerstr. 11, Goyfe. 3, Peters. Liebenwalderstr. 43, Wagener. 39, Albrecht. " " 27, Purmann. 34, Walter. " " 4, Siebert. Liesenstr. 5, Heiser. Lindowerstr. 26, Sachse. " 15, Bölfe. 20, Mathiae. Marstr. 11, Schröder." Müllerstr. 7a, Gleinert. Gogłowskyftr. 7, Schröder. " P 36, Wwe. Marczewały. 10, Mally. Havelbergerstr. 7, Rasch. " 32, Daase. 37, Perschke. Jagowstr. 23, Langhoff. Kirchstr. 5, Fürstenberg. Lehrterstr. 52, Plachezky. 48a, Bierrath. " " 40a, Badach. " 54, Feindt. Lübeckerstr. 27, Meier. 8, Lindemann. " " 33, Klippenstein. 3/4, Meinhardt. 122, Schöne. " " " 159a, Krawczack. 48, Gerlach. " 46, Stern. " " 105, Bosselt. " 129, Pohl. 7, Reichert. 45, Voß. " " 36, Wrasse. " 24, Knappe. Adolfstr. 12, Krüger. " 10, Bergmann. 38, Bunten, " 129, Schulz. Rügenerstr. 14, Brüßhaver. 101, Spicale. " 3, Diering. 12a, Schönnagel. " 15, Trenn. 24, Schaar. " 15, Kruhl. " 106, Schmidt. 23, Rambow. " of Ede Stargardterstraße, Antonstr. 1, Ecke Müllerstraße, Engel. 25, Bonk. 2, Heichenbach. 7b, Berger. " " 13, Grunow. " Maiwald. 18, Michael. 3a, Raeder. " " 11, Wunderlich. 17 133, Memel, # 9 Schönholzerstr. 18, Markgraf. " 10, Petsch. " 5, Helterhoff. 32a, Dreßler. " Stralsunderstr. 19, Lehn. " 22, Blankenburg. " 9, Huth. 33, Hensel. " " 5, Wraße. Bergstr. 72, Frost. 35, Herzfer. " " 135, Jänicke. 34, Salzmann. 34, Duste. # " 47, Rudolf. 44, Wolfe. " " 47, Heinke. " " 34, Pöle. " 27, Zimmermann. " 41, Trebesius. " " 64, Reuter. " 48, Henoch. " 34, Bödel. " " 61, Roschinsti. Strelitzerstr. 22, Kormann. 6, Dtter. Prenzlauer Allee 13, Bluhme. 26, Riedel. 35, Schulze. 208, F. Grüßmacher. 219, Lehmann, 10, Merker. 163a, Ging. Burgsdorferstraße, Hartert. " " 42, Altendorf. u. Lindowerstr.- Ecke, Krause. Melanchtonftr. 24, Freiwaldt. 6, Wilde. 6, Geppert. 23b, Wilfe. 8, Schentle. Perleberger- u. Lübeckerstr.- Ecke, Bugge. Perleberger- u. Havelbergerstraßen- Ecke, Bankow. Pritwalkerstr. 14, Glaufe. Rathenoweistr. 81, Schönemann. " 58, Schroback. Perlebergerstr. 28, Hermerschmidt. " " 40, Nürnberg. " " " " 60, Hilgenfeld. Nordhafen 7, Zielfe. 71, Jäger. " 43, Görner. Pantstr. Ecke Weddingstr., Pohland. Rostockerstr. 22, Preppernau. " as # Borsigstr. 9, Kasper. Pantstr. 3b, Schmidt. 47, Ulrich. " " 25, Völkel. " 48, Fiedler, i. V. Menzel. " 44, Handle. " 215, Bandt. " 13, Köhn. 52, Biems. " " 12, Nigbur. " 237, Neugebauer. " 7, Röhr. 51, Schirdewahn. 4. Hoffmeister. Swinemünderstr. 120, Gnadt. 20, Geife. " 224, Achsel. " 24, Renz. " 27, Grüßmacher, " 15, Böhm. " 27, Ecke Tiekstr., Jentsch. 32d, Timrect. " " 40, Herzog. " 232, Freund. Borsigstr. 11a, Gerlach. 17, Werner. 1, Kuglin. " 37, Tichi. " Boyenstr. 16, Dierberg. " " " 230/31, Paliga. 21, Langer. " 45, Renter. Rykestr. 24, Hinh. 125, Müller. " 13, Walter. " 51, Maier. 29, Sterlo. " " " 12a, Lorenz. " " 29, Dobrijt. 49, Sammler. " 55, Schmidt. " 17, Thetmeyer. 38, Blankenburg. 33/84, Hendrich. Saarbrückerstr. 31, Matthes. 29, Hemmerfing. Schönhauser Allee 135, Musold. 60, Walter. " 133a, Müller. " 70, Beckstein. 49, 30schte. " 140, Holm. " 48a, Falkenhan. Riegel. 67, Schumann, 49a, Seidel. " 35, Vierath. 24, Kentler. 83, Rieder. " " 98, Grebing. 115, Michel. " 30, Satler, " " 102, Briefe. " 56, Eingang Liefenstraße, " 53, Herzog. " 46a, Klippenstein. 7, Schöps. " 57b, Meier. 19, Heise. 40, Gieshoit. Burgsdorfstr. 13, Pflug. Chausseestr. 64, Peitsch. 47, Schwan. Pasewalkerstr. 3, Neumann. 1, Blum. Pflugstr. 16, Dudeck. Plantagenſtr. 8, Mazenthe. 12, Kloß. 39/40, Zischer. " Prinz Eugenstr. 22, Mary. 3, Pafche. Reinickendorferstr. 58, Schütt. Salzwedelerstr. 15, Bachstein. 14, Bienert. Stendalerstr. 6, Dürre. 5, Nürnberg's Bierverlag. Stephanstr. 65, Lobbihn. 11, Kühl. " 20, Müller. " 47, Gräf. Stromstr. 28, Lange. 34, Hollmach. 5, Wendt, Thurmstr. 63, Coßann. 84, Holzbächer. " 48, Reppin. 28, Kelle. " 95, Bintlow. 23, Krüger. " 62, Jankowski. 45, Kürbis. 152, Lorenz. " 2e, Gandt. 42, Ballmüller. 64b, Heckendorf. " 15, Zinnow. " 56, Paul Kringel. " 72, Höffe. " 53, G. Schensch. 52, Hecht. " 144, Buleger. 136, Gustav Grohn. " 41, Plözške. " 40, Behnfeld. " 136, Nuteblume. 51, Schulze. " Usedomstr. 5, Leidolt. 70, Schebera. " " 9, Linke. 46, Höhne. " 32, Leppert. 68, D. Schulze. " 33, Mielke. 64, Schmidt. " " " Veteranenstr. 4, Geisler. 79, C. Ebel. " 21, Petersohn. 120, M. Walter. " 12, Schäfer. " 19, Biring. " 156, Bäthge. 13, Bohrmann. " 18, Schulz. " 80, Liesenburg. Fennstr. 2, Wiesener. Wollinerstr. 3, Bieste. 46, Stug. " 164, Stege. " 5, Krüger. " 174, Bürger. 6, Meißner. " " 1, Wollgast. 101, Wilfe. 10, Buchwald. " " " 36, Sperling. 103, Schmidt " 13, Sterzing, " 64, Mar Behr. ( Jägerhaus). 17, Gaede. " 62, Dambeck. " " 135, Schadow. 21, Dittmann. " " 58, Rinzel. " 70, Bornholz. == 62, Seidel. " 44, Probst. 139, Maus. 47, Gronau. " " Schliemannstr. 2, Böhme. 56, Madler. " 20, Schröter. 18, Rummel. " 23, Grizke. " 19, Buhle. 10, Zimmermann. 58, Bullack, " " 4a, Scharzenftein. " 20, Maffert. " 20, Ed. Krätge. " 17, Hugo Kellermann. 8, Seifert. 24, Bannier. " 82, Sеß. " 15, Krüger. 18, Ziege. 9, Krätge. Bionsfirchplatz 5, Trill. Zionskirchstr. 40, Rogge. " 12, Hopfer. Schönhauser Vorstadt. Angermünderstr. 12, Natuschte. Belforterstr. 13, Eichelmann. 4, Bohni. 27, Thie. " " 21, Sanig. " 18, Liebereich. 15, Schneider. Buchholzerstr. 3, Berndt. Schwedterstr. 247, Friedr. Roßbach. 5, Schröder. " " 267, Rornetty. " 240, Krüger. 47, Grunewald. 33, Liepke. 44, Walter. ted 49, Arndt. 36a, Maier. d Jote 226, 32, Klinner. Thielte. " 1, Schmidt. " 6, Wegner. " Chorinerstr. 30, Gruner. " 45, Moll. " " 55, Sobeck. " 53, Ruhl. 227, Abraham. 28, Muchow. " " 27, Bäcker. " 77, Flesch. " 65, Benke. Christburgerstr. 40, Funte. Danzigerstr. 12, Schwandt. Dalldorferstr. 2, Dumschat. Eichendorffstr. 21, Bogler. 11, Falke. 11a, Gerlach. Feldfir. 7, Jungherr. Gartenstr. 173, Schirdewahn, 77, Brückner. 2a, Sof, Schulze. 28, Sofath. 23d, 3öller. 55, Terkenstädt. Ruheplaftr. 23, Schoch. Scharnhorststr. 37, Obst. Schulstr. 104, Krech. 29, Wedding- Kasino. 43, Lehmann. Schlegelstr. 31, Fiebig. Schwarzkopffstr. 6, Glade. Schulzendorferstr. 27, Welzel. Seestr. 25, Mandel. 40, Thimm. Sellerstr. 14, Theil. 11, Tesch. 5, Treuter. Teglerstr. 26, Bräfete. 55, Geisler. Zieditr. 20, norn. Triftstr. 2, Barthel. A 1, Stenzel. 40b, Schmiege. la, Kloß. Uferstr. 14a, Liepke. Weddingstr. 8, Ignatius. Wiesenstr. 39, Schröder. 29a, Bastian. 21, Teschner. 85, Genzen. Waldenserstr. 18/19, Mente. 24, Hahn( JungbierVerkauf). Waldstr. 57, Fabra. 43, Brunn. 58, Schlecht. Wilsnackerstr. 84, Römer. 54, Mönch. Wilhelmshavenerstr. 13, Dummert. Zwinglistr. 16, Rüdloff. Gesundbrunnen. Badstr. 42/43, Hoffmann. 10a, Heinrich Schmidt. Bellermannstr. 87, Paul Haferland. 6, Gustav Völsch. 97, Zienterra. Buttmannstr. 2, Hobein. 10, Pätzold. Eyerzierstr. 3a, Schoppe. 7, Rottke. Freienwalderstr. 7, F. Schneider. 12, Aug. Treite. Grünthalerstr. 4, Hemmerling. 9, Th. Schmidt. 39, Anton Müller. 11, Burrmann, 40a, Pflug. 152, Marten. 165, Merkelmann. " 45, Lappe. " 84, Schulz. 32, Jacob. 53, Pusch. 60, Rostalsti, " 70, Schulz. 17, Ból. 163, Langner. 43, Schütte. " 50, Strohmeier. " 10, König. 78, Köhler. 12, Weber. " " 56, Roch. 55, Engler. 16, Ebert. 6, Blank. " 27, Hoffmeister. 25, Mielke. " " 62, Schmidt. " 11, Heusterberg. Stargarderfir. 81, Dable. 52, Müller.j, 29, Schüler. Koloniestr. 148, A. Di Dio. 94, Rieding. 127, Beidler. Pantstr. 32b, Th. Herzog. 18, Pätzold. # 2, Ulbrich. Gerichtstr. 19, Bahr. öhlertstr. 13, Bur goldnen Zonne". 14, Schubbert. " 22, Georgi/ Schulz. " 79, Fischer. Straßburgerstr. 18, Engel. 58, Hannemann. Straße 15, Nr. 4, Baumann. 8, Häder. 39, Schulze. Moabit. 31, Mothes. " 86, Mathies. Alt- Moabit 51, Engel. 32a, Grunert. " 15, Nimscheck. " " 53, Schäfer. " 28, Ries. 49, Thomas. " 24a, A. Böhlicke. Prinzen- Allee 14, Regler. 62, Pannier. 77, Roch. " 10, Bergmann. Tresdowstr. 30, Büttner. 61, Krause. " 98, Peter. 21, Wolfram. " 79, Lorenz. 29a, Peters. " " 79, Schulz. 25, Werschte. " 30, Rykestr. Ecke, Bartow " 75, Berendt. 60, Saalmann. 30, Thenee. 2, Lenz. 54, Tetens. " Alt- Moabit u. Gozkowskystraßen- Ecke, 67, Conrath. " " 4, Goehrt, Neubauer. 68, Albühr. " 45, Eichner. " 24, Schmidt. 84, Paul. Beuffelstr. 24, Rosenthal. 70, Schramm. 40, Ramrath. Grenzstr. 4, Tauschel. Weinbergsweg 15c, Krusche. 51, Lachmann. " 62, Nietz. 71, Gohlke. " 76, Ohlsen. 19, Stoppert. 90, Rupsch. 35, Bimmer. 89, Sommer. 64, Bernicke. 57, Grahé, " 61, Bolle. 58, Werner. " n 72, Döring. 74, Raden. D " 52, Frobenius. " 8, Röder. 8 " 17, Förster. " 89, Kragert. " 1 " 114, Seifing. " 64, Gniste. " " " " " 23, Franz Walter. " " 13, P. Wieland. " 12, G. Kranz. " 62/63, Rahn. 47/48, R. Kunisch. " 17, Mothes. " Residenzstr. 9, Engler. Sandstr. 1 b, Luz. 1c, Gleiße. 14, F. Jeffen. Soloinerstr. 19, Mielsch. Dunderstr. 7, Steinbach. 7, Mügelburg. 4, Röhler. 6, Pickel. Eberswalderstr. 3, Georgi. Fehrbellinerstr. 9, Schönfeldt. 81, Dengler. 34, Voigt. 46, Orlowsky. 50, Rügen. " " 57, Decker. 24, Rösling, Fransectistr. 12, Grobler. low! 8, Helmuth. Templinerstr. 7, Veide. Weißenburgerstr. 67, Rulisch. Ecke Zehdenickstr., Leutemayer. " " 18, E. Rose. 35, Raasch. 60, Schnelle. Wörtherstr. 39, Buchholz. 19, Schmidt. 15, Zimmermann. " 10, Leschner. 2, Bösche. " 21, Went. " 16, Neubauer. 53, Ad. Baer. Hennigsdorferstr. 6, Birghan, 24, Laatsch. Hermsdorferstr. 4, Großturt. Hochstr. 32a, Wilke. 66, Fischer. 63, Kirsten. 17, Grehjé. " " 47, Schneider. " " 43, Müller. 44, Hante. " 15, Schulz. " 57, Caspari. Neue Hochstr. 30, Rerber. " P 28, Brüger. 19, Liese. 10 " 50, Kuhlmey. 6, Rufe. 30, Engfer. Hagenauerftr. 5, Rascha. Hochmeisterftr. 13, Peschel. 11, Schulz. Raftanien- Allee 11, Augustin. 45, A. Scholz. Zehdenickerstr. 21, Rosenow. Oranienburger Vorstadt- Wedding. Ackerstr. 93, Mohrmann. Kesselstr. 42, Horndorff. Kielerstr. 19, Schmidt. Kolbergerstr. 2, Steffens. 6, Roll. Ede Weißenburgerstraße, Schüler. 39, Siegler. " 39, Blöhs. " 50, Trzewik. 29, Wolter. 36, Franz. " 18, Lage. Birkenstr. 28, Kluge. 17, Reeß, im Keller. 35, G. Pusch. " " u. Lübeckerstr.- Ecke, Pluskota. Bremerstr. 62, Schwarze. " " 26, Schramm. 62, Lüder. 56, Schneider. 50, Kramm. " # 77, Pieper. 152, Riesel. 125, Dierberg. " 23, Pape. " " u. Wiesenstr. Ecke, Schulze. Röslinerstr. 9, Nuß. 16, Müller. Calvinstr. 11, Köhler. Emdenerstr. 8, Biermann. 48, Duschinsky. 2, Schwarz. 47, Schürrmer. Gotzkowskystr. 3, Leder. " 6, Glafer. 27, Seidel. 21, Sziebat. 37/38, Pitsch. Stettinerstr. 2, Wilhelm Hoppe. 61, Emil Richter. 54, Altmann. 17, Schadewald. Schwedenstr. 2, Tolksdorf. 11a, Schüßler. Thurneißerstr. 6, Ciebeck. Uferstr. 6, Schubert. Wriezenerfir. 24, W. Dreizig. 14, Zibbel. Gieshoit, Boyenstr. 40. Diejenigen Schankwirthe, welche sich in diese Liste aufnehmen lassen wollen, können sich melden bei: Augustin, Rastanien- Allee 11. Bahr, Gerichtstr. 19. Gnadt, Swinemünderstr. 120. Gleinert, Müllerstr. 7a. Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28. Haferlandt, Bellermannftr. 87. Lietske, Schwedterstr. 33. Marten, Gartenstr. 152. Schröder, Wiesenstr. 39. Tauschel, Grenzstr. 4, In den nachfolgenden Orten des Kreises Teltow- Beeskow- Storkow schänken folgende Wirthe kein Boykottbier und ersuchen wir die Genossen, in den Vororten streng diese Liste zu beachten: Adlershof. Wöllstein's Luftgarten. Bismarckstr. 53, Ackermann. Lutherstr. 46, Dreßler. 50, Niemann. Leibnizftr. 23, Röhr. 28a, Ww. Lawrenz. " 66, Wegner. 69, Meier. " 76, Steinke. " " 78, Trageheim. Hackenbergstr. 8, Boranzke. 9, Soltysiak. Grünauer Chaussee, Schubert. Kronprinzenstraße, Kuhle. Die Lokalkommission: Albert Hannemann, Kaiser Friedrichstraße( Haus Lischitzki). Beelitzhof. Meyer, Wilhelmshöhe. Diegel. Braunsdorf. Britz. Bürgerstr. 4, Karl Dorn. Rudowerstr. 65, i. V.: N. Niemetschek. Werderstr. 15, Wwe. Waßmann. Jahnstr. 48, Banche, Materialwaaren Magazinstr. 15, Wolter. 21, Jahns. Marchstr.. 24a, Gaumert. Marburgerstr. 5, Röster. 2, Geschke. Mohstr. 14, Laube. Nehringstr. 3a, Wegner. Nonnen- Damm 1, Hense. Kulicke. Osnabrückerstr. 28, Gimpel. 30, Sonte. Passauerstr. 35, Renner. Pestalozzistr. 28, Schurig. Chauffeestr. 101a, P. Mainz( FlaschenBier). " 27a, Gessewicz. 32a, Sbresny. " 55, Cieslick. " " 63, Klick, Flaschenbier. 64, Masche. " 71, Schütte. " 83, Saffe. " " 85, Schilling. 86, Handtke. Die Lokalkommission: R. Schönberner, Rigdorf, Juliusstr. 39. Charlottenburg. Ansbacherstr. 48, Schmidt. Augsburgerstr. 34, Wilhelm. " " 38, H. Mücke. 75/76, Bastian. 78, Bredlow. Bayreutherstr. 6, Michaelis. Bismarckstr. 74, Krause. Carmerstr, 9, Türke. Cauerstr. 16, Franzke. " 23, Lange. 33, Brandt. Charlottenburger Ujer 18, Schmidt. 3, Blank. Dankelmannstr. 10," Baldermann. 45, Bree. Eisenacherstr. 4, Putschege. Englischestr. 23 c, Rubm. Goethestr. 16, Dillenberg. 75, Maaß. Grünstr. 1, Hagen. 12, Rolbow. Grolmannstr. 48 an der Stadtbahn, 3. Meifer. Kaiser Friedrichstraße und Bismarckstraßen- Ecke, Lademann. Kaiser Friedrichstr. 61, Meier. " " Kanalstr. 4, Mann. Kantstr. 56b, Linge. 74, Eichhorn. 89, Kochhann. 132, Bausch. " 106, Rosenberg. " " 144, Beinert. Kleiststr. 35, Schulze. Knesebeckstr. 88, Gehrmann. Knobelsdorfstr. 19, Neuendorf. u. Nehringstr.- Ecke, Trageheim. Kurfürsten- Damın 17, Kriele. Kurfürstenstr. 108, Rüdiger. Krummestr. 5, Gehrsdorf. 19, Wernicke. " " 49, Musick. " 55, Weiht. 58, Rinke. " " 63, Partenheimer. " 65, Böhland. Lutherstr. 19b, Röhler. " 45, Löwner. Potsdamerstr. 8a, Rüftig. 26, Lugebiel. Rückertstr. 1, Kirchner. Rosinenstr. 1, Wwe. Müller. Schulstr. 17, Witt. Stuttgarter Platz 6, Mehnert. 18, Weber. Savignyplatz 3, Niceus. Spandauer Berg 1, Vogel. Schlüterstr. 65, Reimann. " 72, Kühn. 68, Bastian. Straße 31a, Nr. 4, Th. Bodtke. Schillerstr. 26, Hämmerle. 79, Ww. Walter. " " 90, Ronect. 102, R. Stahl. 11 " 11 114, Hegener. Schloßstr. 25, Schermer. 60, Mehliz. Tauenzienstr. 18a, Lasch. Tauroggenerstr. 10, Bruhn. Tegeler Weg 6, Prozesky. Uhlandstr. 189, Glander. Wallstr. 12, Rudat. " 13, Dörp. 35, Stage. " 66, Hilscher. " 90, Ulrich. 9 Eichwalde. Kein Lokal. Friedenau. Handjernstraße, Weißwange. Handjery- u. Bennebergstr.- Ecke, Weinez. Kirchstraße, Hohl. Nied- u. Lauterstr.- Ecke, Hentschel. Rheinstraße, Spremberg, Kurhaus( Saal und Garten). Weber. Wielandstr. 11, Bereitschaft. Lokalkommission: A. Schwerike in Stegliz, Hubertusstr. 7. Witte. Harsdorf. Glienicke. Lokalkommission: Herm. Bertz, Grünauerstr. 34. Gross- Lichterfelde. Brauerstraße, Phönix- Park. Heinersdorferstr. 15, H. König. Karlstraße, F. Scheide. Neue Dorfstraße, H. Lähn. Die Lokalkommission: W. Völkel, Ferdinandstr. 10. " 59 Grünau. Friedrichstr. 1, Liedtke( Zur Rathshalle). 2, Lindenhain( 3u d. drei Linden). Röpnickerstr. 79, Duchauffour( Gravelotte). 108, Niggemann( Volks garten). Lokalkommission: F. Wüstenhagen, Friedrichstr. 7. Halensee. Rheingau, F. Thärichen. Westfälischestr. 44, C. Wünsche. Die Lokalkommission: Gustav Behrendt, Wilmersdorf, Gasteinerstr. 29. Johannisthal, Senftleben's Volksgarten. Henneberg. Die Lokalkommission 0. Noack, Baumschulenweg 77, Treptow. Köpenick. Grünauerstr. 4, Hertel, Bierverlag. Mariendorf. Chauffeestraße, Wohlgemuth. Lokalkommission: A. Senger, Ackerstr. 12. Marienfelde. Teutschbein. Ober- Schönweide, Haferlandt. Nieder- Schönweide. Grünauerstr. 5, Gastwirth Strecker, Die Lokalkommission: Otto Noack, Baumschulenweg 77, Treptow. Neu- Waltersdorf bei Alt- Markgrafpieske. Pöschte. Neuendorf. Neumann, Grenzstraße. Nowawes. Lindenstr. Finkelmann. Wallstr. 53, Otto Hiemke. " " Leuenberg. Reinhekel. Die Lokalfommission: R. Lange, Wilhelmstr. 13. Rixdorf, Berlinerstr. 117, Schaller. " " " 136, Kummer. 84/85, C. Herzberg. 98, Mar Weiß, Zigarren Gesch. u. Bierverlag. Bergstr. 5, Wanzlick. 71, Carl Kramer, 142, Schimkäse. Cottbuser Damm 74, A. Hilfe. " " " 99, Lau. 101, H. Schmidt. Delbrückstraße, Hoppel. Ertstr. 14, Klähne. 10, Otto Ramm. Faltstr. 47, Fr. Lasch, Material- Gesch. Hermann- Platz 7, A. Barthel. Hermannstr. 9, Köhler. waaren- Geschäft. " 21, H. Hornburg. " 33, Fr. Bergemann. 47, Rortmann. " 48, Heithaus. " 49, W. Weiß. " 115, H. Halfenbach, Mater. " 118, Babenschneider. " 140, Daniel Böttcher. " 145, D. Lindemann. " 149, H. Vollmer.. 151, G. Wilfe. 48, Schubert. " 109, Büschel. " " 9, Hohensee. " 7 125, Springer. 1, Niecke. " " " 19, Freund. " 30, Ecke Wallstraße, F. Hagen. 134, Ruprecht. 42, Schulz( gegenüber der Turnhalle). Marienstraße, Raiser. " Wielandstr. 4, Blodasch. Wilmersdorferstr. 36, Holm. " 149, Goldmann. Weitere Meldungen nehmen entgegen: H. Wernicke, Krummestr. 19. K. Niemann, Lutherstr. 50. P. Wolter, Magazinstr. 15. Deutsch- Wilmersdorf. Straßburger Platz 11, Gustav Blümel. Neuheimerstraße, Franz Thärichen. Uhlandstr. 44, Karl Bahr,( fr. Ballast). Die Lokalkommission: " " 18, Guso, 42, Joch, " " Grün- und Kiezitraßen- Ecke, Gaul. Hinter der Bahn( Marienheim), Zocher. Kiez Nr. 20, Schröder. Müggelheimerstraße, Pauligt( weißer Schwan). Müggelheimer- und Gartenstraße- Ecke, Röhra. Rosenstr. 102, Troppens. Schönerlinderstr. 9, Schulz. Schloßstr. 23, Rufowsti. Die Lokalkommission: Karl Streichan, Glienickerstr. 11. Langendamm bei Alt- Markgrafpieske. Gust. Behrendt, Gasteinerstr. 29. Graßnick. Hobrechtstr. 1/ G. Schumacher. 18, Franz Nigge, Materialwaaren- Geschäft. Jägerstr. 2, Martinius. 12a, Wanzlick. " " 45, Stoof, Destill.- Niederlage. 53, Otto Schwarz, Bierverlag. Karlsgartenstr. 1, Hilpert. 17, Peters. Kirchhofstr. 4, Klar. " 26, A. Filicke. " 47, D. Richter. " 57, Wwe. Wutler. Ecke Bergstraße, Dückert. Knesebeck sir. 11, Frau Schöneck. 14/15, Wwe. Appelt, 77, Wiersing. " " Lessingstraße, Ecke Kopfstraße, Mayer. " 26, A. Howe, Viktualiens geschäft. Maibach- Ufer 3, Schmok. Prinz Handjerystr. 7, Schüß. " " " " " " " 12 " " 41, H. Saffe, Mas terial- Geschäft. 60, M. Hoffmann. 63, Schaumann. 44, Ruppert, Bierverl. 55, Hübner, Matrialwaaren- Gesch. 52, W. Krüger, Materialm.- Gesch. 19, S. Jenisch, Viktual. Gesch. 23, G. Appel, Viktual. Gesch. Schönweiderstr. 11, Kretschmer. 15, Nagel, Treptowerstr. 4, Fride. Thomasstr. 3, Reden. Wißmannstr. 20, Fr. Bergemann( Vertr. Ziethenstr. 24, Wolf, Buffetier. Domschke). " 42, Hübler. " 71, Wanzlick. Weitere Meldungen nimmt entgegen R. Becher, Bigarrengeschäft, Hermanns straße 148. Schmargendorf. Wirthshaus Schmargendorf, Warne münderstraße( F. Friedrich). Ruhlaerstraße, Sanssouci( W. Weiß). Lokalkommission: Paul Werner, Rösenerstr. 4. Stolpe bei Wannsee. Mattausch, Restaur. Lindenhof. Teltow. Antauer, Wirth vom Schüßenhaus, Schwarzer Adler. Derk, Restaurateur. Kugsch, Gastwirth. Meier, Kaufmann. Makensie( verweigert aber seinen Saal zu Versammlungen zu geben). D. du Grain, Kaufmann. Tempelhof. Berlinerstr. 33, Käthner. 41, Fischer. Dorfstr. 18, Gerth. Lokalkommission. R. Gaede, Dorfstr. 22. 03 Treptow. Neue Krugallee, Gastwirth Arends. Gastwirth Zornow. G. Hjertberg. Restaurant Neu- Tivoli". H. Otto, Restaurant zum Karpfenteich ( führt jezt nur boykottfreies Bier). Lokalfommission des 4. Kreiſes SO. Jöchel, Berlin, Röpnickerstr. 190. Neu- Treptow. ( Station Baumschulenweg.) Baumschulenstraße, D. Lange. G. Herrmann. 78, F. Hochstein. Zehlendorf. Wernicke, Teltowerstraße 24. In den nachfolgenden Orten des Kreises Niederbarnim schänken folgende Wirthe ,, kein Boykottbier". Rummelsburg. Borhagenerstr. 30, Unterberg. Gürtelstr. 12, Weber, Gastwirth. Göthe und Kantstraßen- Ecke, Greinert. Göthestr. 2, Nack, Kaufmann. 20, Hinkelmann, Grünfram. Hauptstr. 80; Reglie, Nachfolger Roch. 83, W. Vowinkel, Saal., " 86, Koopmann, Gastwirth. Kantstr. 11, Löschow. 6, Sinke, Grünfram. " " 3, Fritz Peters, Gastwirth. 44, Viek, Gastwirth. " 36, Liedke, " Lessingstr. 23a, Legde. " Mozartstr. 5, Sebelfeld, Gastwirth. Neue Prinz Albertstr. 70, Müller, Saal. Prinz Albertstr. 39/40, Mittenzweig, 13/14, Schrepffer. Schillerstr." 3, Müller, Gastwirth. " 14, Lenz, Gastwirth. 26, Kleiber, Türrschmidtstr. 1, Leber, Gastwirth. " 23, Friedrich, " " 25, Bypreß, " 33, Schröder, " " 38, Stadlich, " " Birkenwerder. Gabriel, an der Nordbahn. Paradiesgarten, Burgemeister. Die Lokalkommission. Friedrichsberg- Lichtenberg. Borhagenerstr. 21, Heider. Kreuzigerstr. 8, Ziegler. Scharnweberstr. 41, Brückner. Friedrich Karlstr. 11, Heinecke. " 23, Banten. " 26, Franke. 29, Noack. H 34, D. Schulze. " " 32, Böhme. Frankfurter Allee 169, Pirschel. Blumenthalstr. 1, Pietsch. Kaiser Friedrichstraße, Wicht. Wollankstraße, Lehmann, Nordstern". Richter, a. b. Nordbahn. Schulzestraße, Buge's Vereinshaus, Saal. Lorenz, Grünkram. 5, Kupschak. " " 10, Wegner. 21, Voß. " " 30, Wittenberg. 36, Braun. " Kommunikationsweg, Würgenthaler. Haynstraße, Bennarndt. " 44, Fr. Schwark. " 45, Münzner. Florastraße, Köhler. Kronprinzenstr. 23, Arndt. " 28, Fengler. Gürtelstr. 34, Neumann. Jachmann. Frankfurter Chauffee 127, Buchelt. " 99, Glaß. 136, Lindner. 83, Schmidt. Bürgerheim 52, Tschiche. Wartenbergstr. 67, B. Lange. " Charton. Steppin. Rummelsburgerstr. 69, Adam. Mühlenstraße, Störr's Gesellschaftshaus. Stralau. Dorfstr. 17, F. Heinze. " 50, Wwe. Namlau. 8, Wwe. Stümer. Markgrafendamm 16, Jonas. Kolonie Schönholz. Bagand, Garten. Stolpe a. d. Nordbahn. Bergemann.( Saal.) Weissensee: König- Chaussee 38, zum Pfeifen- Müller. 37, Burgan. WilhelmsbergHohen- Schönhausen. An der Landsberger Chaussee, Vesper, An der Landsberger Chauffee, Asch ( Zum Fürsten Wolfgang). Wilhelmsberg, Wwe. Jehnich. C. Deckert. " " H. Siebenwirth. " " Neupert. Trinkhaus, Restaurant, Schloß Hohen- Schönhausen, Steuer. " 81, Ressel. " " 41, Frenz. 45b, Hürjekorn. F. Weber. " 33, Kürschner. 118, Prog. " Lehderfir. 3, Leuchtenberger. Langhansst. 106, Hähling's Palmensaal. 42, Hoffmann. " Reinickendorf( Ost.). Residenzstr. 101a, Malchin. " 96/97, Ludwig. " " 106, Haymer. 117, Apelt. 23, Neumann, Saal. Gesellschaftsstr. 12, Hartmann. 2, Weigt. Provinzstr. 49/50, Gäbler. " " " 19, Goost. Pelätterich. Beier. " Pfarrstr. 12, Schubert. 12, Chorin. " 35, Henschke. Dorfstr. 2, Fuchs, Saal. Afche, Saal. " Die Lokalkommission. Ed. Liepe, Blumenthalstr. 20. Friedrichsfelde. Prinzen- Allee 6, Karl Schulz, Garten. Frankfurter Chaussee, Velten. Pankow. Reinickendorf( West). Berlinerstr. 2, Reinhold Reschke. 16, Franz Schellens. 17, Hermann Kinzel. Scharnweberstr. 15, Franz Theil. Spandauer Weg 4, Otto Möwes. " Tegel. Berlinerstraße, C. Dressel. Schloßstr. 11, Franz Wieczorect. Spandauerstr. 15, E. Rentner. Tegelort. Kaiser Friedrichstraße, Krüger'3 Saal. Hugo Weinspach, zum„ Schwan". " " " Milke. Wiemer. Korkow. Nieder- Schönhausen. Lindenstr. 25, Thieme, Zum Lindengarten", Saal. 56, Neumeyer. 136, Conrad. 60 Charlottenburgerstr. 105, Fettenheuer. Gäblerstr. 50, Jrrgang. Parkstr. 3, Dietrich. Pistoriusstr. 8, Dammbed. 29, Schrapfeneder. Rölfeftr. 138, Plaß. 20, Benndorf. Cuxhavener Platz 8, Schüler." Gustav Adolfstr. 15, Menz. 49 10, Brennförder. 23a, Herda. 142, Hannemann. Saal. 148, Schulz. 106, Kort. 130, Helmichen. 2 Generalstr. 97, März. Brenzlauer Chaussee 20, Zughold. Sedanstr. 50, Gehrke. " 26, Bernau. 33, Richter. " " 34b, Jarling. 35c, Meyer. Berlinerstr., Fürstenberg. Elsaßstr. 7, Scherzberg. 16, Straßburger. Bernau, Am Markt, Beeger. " Bahnhofstraße, 3um Stettiner Hof". | Berlinerstr. 118, Feder. Breitestraße, Eggert. Bürgermeisterstraße, Brauerei Schulz. Gasthof Hirsch. Chauffeestraße, Reuter. Hussitenstraße, Elysium. Kronenstraße, Kluge. Mühlenstr. 4, Hering. " Krause. Tuchmacherstr. 162, Bernikow. Viktoriastraße, Stöwe, Wallstr. 2, Wünsche. Weinbergstr. 18, Dietrich. Woltersdorf, Restaurant Wilhelmshöhe, Gillmann, Woltersdorfer Schleuse. Wwe. Lehmann. Fangschleuse. Karl Sprecher. Rüdersdorfer Kalkberge. Restaurant von Förster. Hildebrand. " " Wagner. " " " " Marx, b. d. Hutfabrit. " " Geschiv. Erpel. Rüdersdorfer Hinterberge. Restaurant von Hennig. Diejenigen Schankwirthe, welche sich noch in diese Liste aufnehmen lassen wollen, können sich bei den am Orte befindlichen Lokalfommissionen, sowie bei E. Bilz, Bankow, Schulzestr. 15, melden, und wird pro Zeile 30 Pfennige berechnet. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.