Nr.2S7.37.Iahrs. Bezugspreis: B«teltäl)rl.2S 50 inUmonatl.S SOSRt frei in» Jiaus, cotau» lahldar. Poil- »eiug; Monatlich 8,— Mt» exkl. �u- iilr Du» übrige Auoland 16— Sit, bei taglich einmal. Zustellung lt.— Ml. Postzeltellungen nehmen »u Dänemarl. Holland, uuremburg, Schweden und die Schweiz. Eingetragen in die Dost• Zeitung»- Preioliste. H«?.Vorwärts� mit der Sonntag»- Milage.Boll u. Seit* ericheim wochen- ißglich zweimal. Sonmag» einmal. Teleqramm-ASreste. �Sozlaldamotra« verlin- Morgen Ausgabe Berliner Volksblati � 20 r»?«nnis � ÄuzOgAeupveis t SÄ»»SÄgrsMllms Aimeraretlleieile tost?! g.sv VI, Ti-ieeemWegGedlag 50«/» »Kleine«nzsi,«»-, des feU- gedruckte Wort 7» Mg. IzUlassig jwei lettgedrnelte Mir«), fede» weiter» Nort 5» Pfg. Etelengesuche»nd SchiaffiMenenHcigen das erste Dort 65 P'g« jedes westo?» Wort tv Dfg. Warte über Is Buchstede» zählen fiir zwei Worte. Eanemiigsziifclilog 50°/» Zamilteii- Angingen, politilche und gewerlsllMftliche Lereins- An/-igen 2.— Ml. dt» Zsve ohne Ausschlag. Angeigen für die nächste Stummer müssen bis 6 ITstr nachmittags INI Hcwvtgefchäft. Berlin GW 63. Linden- ftratze 3, abgegeben werden,»elistnet »on 0 Ahr früh Ins 5 Uhr abend». Zentralorgan der rozialdemohratifchen parte» Deutfchlands Neöaktion und Expedition: EW. 08» Lindenstr. 5. Diertiilireckirr: Nmt iviorinvla«, Nr. itv— t.sl S7. Dienstag, den 4. Mai 1V20 Vonvä'rts-Veriag H.m.b. h., SW. öS» Linöenstr.?. Ferufdrecher: Amt MorittPlaK- Nr. 117 53—54. Heue Streikwelle in Frankreich. Die(t.<3. T. als Streikkomitee.« Paris, 3. Mai. Nach einer Meldung des„Matin" hat der ?erw alt» ngSnuSschuH de? Allgemeinen Arbeiter- Verbandes(C.<8. T.i beschlossen, sich alS Streikkomitee zu zu konßtliiickcn, um die allgemeine Leitung der AuSstandSbewegung zu ltdrrnotzmen. SoliPsriteitSstreikS der Seeleute und Bergarbeiter. P» r i S, Z. M»i. Gestern hnben in Hnvre, Cherbonrg, Brest, Marseille und Bordenuz die Seeleute die Arbeit niedergelegt und d« Schisse verlassen. OaeiS, 3. Mai. Hava» meldet au» Le Hadre, dvss gemüss den Amoeilungen der Cous�dsratioa Odnvrale du Travail die See» leul» gestern die Arvrit nicht wieder ausgenommen haben,»ii« Aeuer nus den Schiffen sind gelöscht worden, mit Amlnahme derjenigen Dampser, die d«, Dienst der Häsea von Catvado»»ersehen, der aber auch heate eingestellt wird. Der Ueberleedampser.France� wird nicht abreisen. Auch die Hafenarbeiter werden in den Ausstand treten. Paris, 3. Mai. Nach Meldungen ans C a r m a u x habeN die Bergarbeiter beschlossen, in den Ausstand zu treten. Da» gegen wollen die Bergarbeiter des Loirebezirks, nachdem den Schieferbrucharbeitern die Pension bewilligt worden ist, die die Arbeit wieder aufnehmen. Lille, 3. Mai.(HavaS.) Eine Versammlung aller Syndikate der Bergarbeiter der Bezirke A n z i n und D e n a i n nahm ohne Erörterung die Losung an, daß ab Montag wieder gear- b e i t e t wird. Eine Verhaftung. Paris, 3. Mai. Di« Polizei hat heute morgen den Redakteur M o n a t t e von der linksradikalen gewerkschaftlichen Wochenzeit- schrift„La vie Ouvriere� verhaftet, der einen Presse- feldzug zugunsten einer Fortsetzung der Eisenbahner- bewcgung begonnen hatte. Paris ohne Zeitungen. Mäßige Ausdehnung des EiscnbahnerstreikS. Paris, 3. Mai.(TU.) Paris ist heute ohne Zeitungen. Die Zeitungen liegen zlmrr fertig in den Druckereien, aber sie dürfen aus den Gebäuden der Zeitungen nicht herausgebracht wer. den. Die Gebäude werden von einer dichten Menge von ZeitungSverkänfern belagert, die jeden Vertrieb der Zei- hingen hindern, weil sie mit den Prozenten, die ihnen von den ZeitungSadministraticmen gegeben werden, seit der Erhöhung der ZeitungSpreise nicht mehr zufrieden sind. Der Streick der Eisenbahner dauert fort, doch hat er bis jetzt noch keinen sehr grosse» Umfang angenommen. Mvn schätzt die Athl der in Pari» und Umgebung im Ausstand befindlichen Eisenbahner ans 12 000. An» einitfen Seestädten wird ein teilweiser Streik der Seelente gemeldet. Die Regierung ist nach wie vor entschtossen, mit den a l l er s chä r f sten Mahregeln gvgen die Streikenden vorzugehen und sieht der Streikbewegung im TranSporigewerbe mit Zuversicht entgegen. vrohenöe Streiks in England. London, 3. Mai. In England dvchen n«»« Kämpfe zwischen der Arbeiterschaft und dem Unternehmertnm anSzu- brechen. Di« B a u m w o l I i n d u st r i e ist durch eine» Streik gefährdet, der auf den ö. Mai angesagt worden ist. Die Unterneh- mer weigern sich, die verlangten 36 Proz. zu zahlen und wollen nur LS Proz. Lohnerhöhung gewähren. Wenn der Streik ausbricht, so werden mehr als 400000 Menschen feiern. Die unteren Angestellten der Postverwaltung fordern eine Lohnerhöhung von 10 Schilling in der Woche und im allge- meinen«ine Regelung der Löh»«, die die Angestellten im Verhältnis zu der jetzigen Teuerung so stellt, wie vor dem Kriege. Die Postbehörd« zeigt kein besonder«? Entgegenkommen. Ein Welthilfeprogramm. �ie französischen Getverkschafte» für gleichmäßige Ernährung. Paris, 3. Mai. jWTB.) De» Allgemeine Arbeitrrverband (L. L. 7.) erläßt eine programmatische Erklärung, in der er unter nnderem die Errichtnng eines internationalen Konsortiums zur Per- teilung der Rohmaterialien, eine international« Handels- flotte unter der Kontrolle des Völkerbundes, die Regulierung der Frachtpreise und die gleichmäßige Ernährung aller Länder fordert. Ferner verlangt er internationale Ber- teilung der Kriegslasten und Beendigung der kolonialen Expeditionen sowie eine andere internationale Politik. Der Verband erklärt, die Arbeiter seien sich des Ernstes der Lage bewußt, aber die Er- hähnng der Gehziternnd Löhne stelle den Ausgleich nicht wieder her»nd löse nicht die gestellten Probleme. Eine Umgestal- tung der Methoden, eine andere Art der Verwaltung sei erforderlich, darum drehe sich der Kampf. Die Kriegsteilnehmer-Jnternationale. Sozialismus statt Vcrsailler Völkerbund. ® e n f, 3. Mai.(Eigener Drahtbericht deS„Vorwärts".) Der Jntern«ti»nale Kongreß der ehemaligen Kriegsteilnehmer wurde Sonntag abend durch eine große öffentliche Versammlung unter dem Borsitz von Henry Barbusse abgeschlossen. Außer Bar- 3usse ergriffen daS Wort die Deutfchcn Tiedt, Earley und Z i ck l e r, ferner Vertreter aus dem Elsaß, Italien, England und Frankreich. Sämtliche JHedi, er einschließlich Barbusse bekannten sich zum Pro- gramm de? internationalen Sozialismus. Sie haben lein Ver- teaaren zu dem in BersailleS gegründeten Völkerbund, den der eng- lische Redner eine Liga der Stngnati»» nannte. Großen Eiadruck machten die Ausführungen de? ElsässerS Schäfser, in denen die ganze Enttäuschung der elsaß-lothringischen Arbei- ter über ihre Behandlung unter der französischen Republik zum Ausdruck kam. Der Kongreß wird sich im Oktober in Mailand «berinalS versammeln. �Deutstblanü tut nichts/ Wie wir den Diktntfrieden erfüllen. Deutschland hat von den 5 0 00 Lokomotiven, die eS nach den Bestimmungen des Friedensvertrages an die Entente abzuliefern hat. bis zum 15. Mörz 1920 4978Sf«ck abgeliefert, von den 150 000 abzuliefernde» Eisenbahnwagen 147 216 Stück und»on den abzuliefernden Fahrzeugersotzteilen neunzig Prozent. Seine Berpflichfungen in dieser Hinsicht hat also daS Deutsche Reich nahezu vollkommen erfüllt. Damit»-rglciche man nicht nur die Beschuldigungen Frankreichs, sondern auch der Rote van San Rem»! Wilhelm übersiedelt. Laut..Nieuwe Rottecdamschen Courant' siedelt der vormalige deutsche Kaiser am 12. Mai von Ame- rongen nach seinem neuen Wohnsitz Haus Doorn über Sieöehche in Oberschlesien. Oppeln, 3. Mai.(W. T. B.) Die überaus erregt« Hol- t n n g der deutschen Bepvkkerung in Oppeln, die auch heute anhielt, hat die polnischen Vertreter der A b st im m u» g S k o m- Mission, sowie deS polnischen Konsulat» veranlasst, aus Oppeln abzureisen. Nur unter dem Schutz fra«zö- sischer Truppen gelang es ihnen, das Hotel auf einem Seitenwege zu verlassen, da sich bereits eine zaylreiche Menschen- menge angesammelt hatte, welche eine übsrauS drohende Haltung gegen die polnischen Agitatoren einnahm. I» Oppeln waren heute die Geschäfte und Zeitungen der Grosspole» geschlossen. DaS polnisch« Konsulat wurde unter den Schutz fran- zösischer Truppen gestellt. Di« Räume desselben waren gestern, als sie von der Menge gestürmt wurden, mit Gas angefüllt. In allen Stadtteilen kam es auch heute zu blutigen Zwischen- fällen. In der Rosenberger Strasse wurde ein Pole, der gestern auf die deutsche Bevölkerung geschossen hatte, e r- schössen. Strafgef«nge»«nkrawall. Beuthen(Ob.-Schl.), 3. Mai. Im hiesigen Gerichts- gefängnis forderten einzelne Strafgefangene, die wegen des Richterstreiks nicht abgeurteilt werde» konnten, dass sie sich an die i n t e r a l l i i e r t e.K o m m i s f i o« wenden könnten mit dem Ersuchen, dass die deutsche Justiz wieder«i»- gesetzt werde. Da dem Veriangen nicht sofort stattgegeben wnrtze, zerstörten die Gefangenen die Einrichtungen der Zellen und schössen au? den Fenstern. Sicherheitspolizei, die sofort eingriff, machte von den Schnsswaffe» Gebrauch und stellte im Gefängnis die Ruhe wieder her. Vor dem Gefängnis sammelte sich eine grosse Menschenmenge an, barunter befindliche Pole» nahmen ein« drohende Haltung gegen die SicherheitS- Polizei an und sympathisierten mit den Gefangenen, die aus den Fenstern riefen. Nachmittags zog eine französische Wache im Gefängnis auf. So sehr die Erregmrg der deutschen BÄwlkeruny in £f>erschlesien unter der Fremdherrschaft des französischen Generals Le Rcmd, der alle unlauteren Agitaltionsrnethoden der Polen zuläßt und die Werbung für Teutschland mit schikanösen Maßnahmen zu imterbiuden sucht, begreiflich er- scheint, so entschieden müssen wir jeden gewalttätigen Protest verurteilen, der schließlich nur zum Blutdergießen und zu Repressalien seitens der herrschenden Franzofen führt. Unsere Parteigenossen iu Oberschlesien haben die drin- gende Pflicht, vor Unbesonnenheiten zu warnen und alle Kraft dafür aufzubieten. daß der Kamps gegen die Polen und gegen die Fremdberrschaft nur mit geistigen Was- s e n geführt werde. Bezeichnend aber ist die wiederum fest- zustellende Tatsache/ daß solche Zwischenfälle nur in den Ge- bieten vorkormnsn, die von französischen Truppen be- setzt sind. In dem von Engländern besetzten Masuren- gebiet ist von alledem bisher nichts zu verspüren gewesen. Worte und Taten. Zu« AgrarProgr»«« der Deiltsch»atiou«len. Die frühere konservative Partei, die sich heute de» zeit- gemäßen Heiligenschein einer„Volkspartei" zulegt, hat von je- her die Landwirtschaft in alleinige Erbpacht zu nehme« gewußt. Aber nicht, um der Allgemeinheit, dem gesamt« Polle und seinen LebeirSnotwendigfeite« zu bienen, soAdern um die Vorrechte der Junkerhaste und ihre sehr gSmchtstze« Geldsackinteressen sillferzustellen. In dieser Beziehtmi hat die Deutschnatimmle VollSpartei nichts vo» dem vevgefs«, was die konservative gewrnt hat. Ihr neuestes Wahlprogramn« klingt KMr m stzinei» agrarischen Sätzen mit aalglatten Worten höchst harmlos und einwandfrei. Der Landwirftchast— so heißt es da— erwächst die Aufgabe, den„Nahrungsbedarf DeutschtandS c«S etgener Kraft zu decken". An besonderen Forderungen wirb vrtwr eine„g em ei nn ü tz i ge Bodenpolitik' verlcm«t, jmt umfassende Siedlung auf dem Lande, die neues Bauernland und Möglichkeiten eigener Wirtschaft für di» Arbeiter schafft, und für die auch Großgrundbesitz deS StaatM. der Gemeinden und der Privaten in angemessenern llmftrnge gegen Entschädigung zur Verfügung zu stellen ist"—«lleS Forderungen, die auch die Sozialdemokratie sich zu erg« ge- macht hat, ohne auf die Dentschnationale« zu warten. Bei der Junkerpvrtei find's aber Worte, lee« Aifcte. An ihren Taten sollt ihr sie erkennenl Seit dem 11. August 1919 ist daS R e i ch S s i e d l u n g S g e s e tz, seit dem 15. De- zember das preußische AuSführuugSgesetz dazu in Kraft. Jetzt schreiben wir Anfang Mai— aber von der um- fassenden SiedhragStätigkeit, die den herrschenden Landhunger zu füllen, neues Bauernland zu schaffen berufen ist, die Er- nährung unseres Volles aus der Kraft des eigenen Lodens ermöglichen soll, sind noch nichteinmal dieersten An- sänge zu entdecken. An dieser Verschleppung trag« die Deutschncktionalen die Hauptschuld. Sie haben, unter Mithilfe von Zentrum und Demokraten, die SiedlungSgesetze im voll- sten Sinne deS Wortes sabotiert. DaS ReichSfiedlungSgefetz steht die Nrkdvng von Sa n d- liefernngS verbänden vor, in denen die Eigentümer der großen Güter zusammengeschlossen werden, um bis Land- aufteilimg zu regeln. Diese Land! ieserungs verbände stellen also die eigentliche Grundla»e der gesamten SiedlungS- tätigkeit dar. Sie sollten unmittelbar noch Erlaß der Sied- lungsgesetze, also noch vor Ableuff des letzten JahreS,«K Lebe» treten, domtt in diesem Frühjahr schon mit der Nustsstuna und Siedlung begonnen werden könne. Zu diesem Zweck war im Entwurf zum preußischen AuSsührungSgesetz ein Nor- malstatut für die Qindlieferungsoerbänbe vorgesehen, daS vom preußischen Landwirtschvstsminister erlassen werden sollte. DaS wäre einfach gewesen und hätte auf dem kürzesten Wege zum Ziel geführt. Doch die Deuffchnaüonalen setzten es in der Landcsversammlung gegen den Einspruch deS Landwirt- schoftsministerS und gegen unsere Partei durch, daß die Land- liefenmgSverbände sich ihre Satzungen selbständig g«be». DaS sieht harmlos auS, ist aber in de? Tat eine Sabodivoe de? Siedlung. Denn seitdem dies beschloffen wurde, daS ist seit 5 Monaten,„beraten" die LandlieftrungSverbände, i» denen der Großgrundbesitz naturgemäß die Mehrheit hat, üb« ihre Satzungen und wissen diese Beratungen endlos t* die Länge zu ziehen. Noch nicht ein La n d li e fe r«»g Z° verband ist bisher gebildet Wördens vergeblich warft« die Siebler, warten Kriegsbeschädigte, Landarbeiter auf die Au- teilung von Land. DaS laufende Jahr ist für jede Siedlungstätigkeit verloren 1 Ferner soll für die Giedlimg noch dem denkschnaftonbü« Programm der Großgrundbesitz deS Reiches, der Gemeinbeu und der Privaten herangezogen werden. Die Reihenfolge ist bemerkenswert! Erst die Staatsdomänen, dam» die Gemeindegüter, zu allerletzt der Besitz der Grvß- a g r a r i e r. Also der junkerliche Bodenbesitz soll bw Dur letzten Möglichkeit geschützt werden. Gegen die Austeilung»er Staats- und Gemeindedomänen haben die deutschnationale» Herrschaften nichts einzuwenden. Natürlichl DaS geht ja»ickt gegen daS heilige Kapital! Und nebenbei wird dem Staat und den Gemeinden auch das MitbestimmimgSreckst bei der PreiS- gestaltung beschnitten. Und endlich— die flWpze SledlungStätigkeit r wird gehemmt. Denn die Junkerpartei weiß genau, daß die Staatsdomänen zum überwiegenden Teil aiff lange Frist verpachtet find, und daß eS schwer halten wird. die Pächter zur Lösung ihrer Pachtverträge und zur Hergäbe des Lande? zu bewegen. Also auch hier wieder Sabotaie derSredlungSgesetze. Die Junkerpartet geht mit ihrem Wahlprogra«««uf Stimmenstmg crnS. Aber man vergleiche ihre Worte mit ihren Taten! Jedermann wird dann ohne weiteres er- kennen, daß diese? deutschnationale Agrarprogram« nichts ist als leerer D u n st! Will man aber wiffen, wie die Deutschnortionolen„de« Nah rungsmittelbedarf DeutslMndZ auS eigener Kraft decken", so muß man immer wieder an den schon bekannten Bsief issteS N'chMK V. J>lS*«tt3'»*g«�,QT! Qf cha it an den Minister v. Ssebel»sm 12» Kpvtl 1915 erinnern, in dem es hieß: Im»ach Pok«, ach««»e» Posten zurückzukehren. i'nnke ich Gott, die Schrrervien mit den Gütern und der Zivilver- waltung loS zu sein.&S ist auf dem Lande jetzt tatsächlich uner- träglich mit den täglich wechselnden Verordnungen. Ich bestelle -00 Morgen überhaupt nicht, und so machen es viele, weil die Un- sicherheit der Ernte und der Bestimmungen zu groß ist. Die Sache mit den Kcwtoffelm ist jetzt einigermaßen vernünftig, von den Schweinen wirddie Hälfte in den Pökeltonnen ver- i a u l e n. Die Erbitterung auf dem Lande ist sehr groß und wird sich nach dem Krieg« entladen. Dazu kommt, daß das Vertrauen zu der obersten Kriegsleitung in allen Kreisen immer mehr schwindet. Daß das Vertrauen zur obersten Zivilverwaltunz '"ngst fehlt, weißt Du. Nun aber Schwamm drüber...! TaS war währeiid des Kriegs unter der englischen Vlocfade. Jetzt drohen die deutschnationalcn Großgrundbesitzer >it Lieferungsstreirs. und in Pommern weigern sich viele von ihnen, den Boden ordnungsgemäß zu bestellen; sie wollen nur �ch für den eigenen Bedarf produzieren, weil sich das übrige "icht rentiere. TaS heißt„den Nrchrimgsmittelbedarf Deutschlands aus .gener Kraft decken". B.'orte und Taten! das bapensihe Vorbilö. Block gisten die Sozialdemokratie. Die Dautschnationalen wissen nach den Kapp-Tagen besser denn je, daß ihnen jSde Aussicht«ms eine Allein- errschaft in Deutschland abgeschnitten ist. Sie versuchen da- r. auf dem Weg« de? Wahlramstfes mid des Parlnmen- rismus zu einem System der reaktionären Vorherrschaft gelangen, wie es in Deutschland vor der Revolution be- . an den h at. Die„Deutsche Tngeszeitnng" enthüllt dies'iS Ziel in 'nem Artikel„Bayern als Vorbild", worin es heißt: ©5 muß dahin kommen, daß das bayerische Beispiel im Reich 'l.rchfolgc findet. Daß die Möglichkeit mwr»ei n bürgerlichen Mehrheit?- und R e g i e rnm gSbildu ng den fozinl- V'tnskrntifchen Massen das Bewußtsein der Unentbshrlichkeit und •c überragonden Machtstellung nimmt. Mi-r müssen Heram-S aus ' m Bann der Phrase, daß man in Deukschlamd nicht ohne " � e Sozialdemokratie Agieren kann. Diese ZwangSvor- liellung wirkt auf weite Kreise wie der Kreidestvich auf das Huhn- lieser Kreidestrich muß weggewischt werden. Bayern zeigt, daß es möglich ist, ohne die Sozialdemokrcrdie zu regieren. Ohne dk? Sozialdemokratie regieren, heißt nrit den Seutschnutionalen regieren oder vielmehr die Deutsch- nationalen mit Hilfe der bürgerlichen Par- t e i e n regieren lassen. Das ist das Ziel des deutschnationalen ' lahlkmnvs?, und-darum begrüßt die feeutschnotionale Presse ■ic Rechtserbs p Ii t terung in der Demokratischen Partei ebenso ie die Gründung einer Christlichen VvlkspartÄ im 'Heinland, die, wie der„Lokal-Anzeiger" mit Entzücken 'wldet,„ein Gegengewicht gegen die allzu ertrsm nach links ' wenden Bestrebungen der Zentrumspartei" bilden und sich her das ganze Reich«wSbreiten will. Wenn sich die Deutsche Volkspartei perstärkt, wenn Zen- mm und Demokraten weiter nach rechts rücken, so können ,ie Deut/chnationalen ihr Ziel erreichen, ich wenn sie selber bei den Wahlen so miserabel, wie mög- ch abschneiden. In der„Christlichen Volkspartei", in der sicmer-Stresemann-Grupp« bis hinüber zu den Demokraten rben sie ja ihre stillen Reserven. Tatsächlich weiß kein stähler, der am 6. Juni sein« Stimme für das Zentrum oder > ür die Demokraten abgibt, welcher Art die Politik ist, die er >urch seine Stimmabgabe unterstützt. In den: soebe««rschienenen Wahlaufruf des Zentrums findet sich eine Ssielle, die geraden wie eine MuMgzmeinöen. Berliner A«»Hert-Umschau. Die Uebersicht über die vom Berband der freien Volks- b ii h n« n veronftolteten Kon,erte zeigt, daß hier von kundiger Hanv»orbildlich für hefte Mußk i» bester Form u»d Darstellung gesörßt wird. Wer fV? S?>>nmu»Ge» eines HauieS empfänglich ist, erhält hier niivt nur von» Podium her, sondern auch von der An- i'ilnahme eikieS felis lvdKhenden Publikums immer wieder stärksten Eindruck; um f« mehr, ak« hier jeder Beigeschmack der geschäftlichen Spekulation fehlt. Kein Künstler kann sich eine stillere, feierlichere Kunstgemeinde wünschen. Wohltat, hier zu wirken, hier zu hören. ckuch Conrad An sorge hebt den Sonntagmittag in Feiertaghöhe. Er ist so all« andere«lS ein Blender, und seine Fingerleckmik leidet sogar im weiten Raum an Gelenkigkeit. Aber seinen Liszt ipielt ihm in FesttagSlaune kaum einer nach, Schuberts B-dur-So- •ate wird reinste Melodie und Graste, und selbst in der Träumerei er Beethovenschen Mondscheinsonate prägt sich ein starker, weil musikalisch ties-schürsender Gestalter aus. Der erste Musikabend des„KünftlerdankS� machte mit neuen und älteren, mit starken und schwachen Kompositionen Artur V i l l n e r S bekannt. Keinem einzigen seiner Werke kann man den Respekt vor bester Könnerichast verwehren; abtr, den Hut in der paus, friert einen doch zuweilen. Ueberall ist Geradlinigkeit, Symmetrie, satztechnische Ordnung; die möchten wir auf Kosten urer improvisierenden, meinetwegen recht abwegigen Sinnlichkeit der Melodie im Lied gern vermissen. Die harmonische Gepflegt- heit, die Kunslsertigkeit d«S Slisl«, der so sauber vernlal zu 'wreiben weiß, hemmt die Auigelasienheit, die Freude an der hori- mlen, durchkltngenden Gesanglinie. Dieses versonnene Für-sich- Gehen der Begleitung, die selbstherrlich in ihren Lücken ein paar Töne und ein bißchen Bewegung für den Sänger freiläßt, störte am meisten in der unfruchtbaren Vertonung der Werfeischen.An- nisungZ aber auch schon i» den ohne großen Schwung geschriebenen Hökderlitt» u»p Huch-Gesänge», denen überdies Frau S ch ä f f e r- Kuznitzkq eine matte Zstrterprotin wurde. Ganz anders, vollwertig stt Gtimmnng und seelischem Anklingen, sind die kleinen Klavierstücke Op. 24 deren scbwerschrittige Willner selbst, deren lebendiger plaudernde Lydia Hoff mann- Behrendt elegant vortrug. Und eine wirkliche Liter aturbereicherung ist die Sonate np. 25 für zwei Geigen(Fiesch und Kresz), klangvoll empfunden. aclchickt im Satz, anregend für die Spieler und erbauend für die Genießer. Im �»srrumenteSen liegt die Wurzel Willnerscher Kraft; er meide das Lied. Und seine Gemeinde wird wachsen. Die hat Gustav Mahler schon. Auch in Berlin, wo letzthin nieder der jugendliche, herrlich temperierte Heinz Ilnger die ". kinkanie dirigierte. Ich habe meine Scheu und meine Bedenken gegenüber solcher beisallwüligen Gemeinde; und gewinne Respekt vor der prophetischen Inbrunst des Interpreten, der wenigstens den ersten Satz zu einem Erlebnis macht. Dieser außerordentliche Entschuldigung dafür klingt, daß das Zentrum nicht schon in der Rationalversammlung dem glorreichen bayerischen Vor- bild gefolgt ist. Da heißt es: Eine Mehrheit des Zentrums mit den Par- tei�n der Rechten war nicht gegeben. Diese Parteien verfügten zusammen über nur 154 Mandate. Sie blieben mit 58 Stimmen unter der Hälfte der Gesamtmandate. Rechnet man die Demokratische Partei mit 75 Mitgliedern hinzu, so ergab sich allerdings eine kleine ziffermwäßige Mehrheit der nicht sozialisti- schen FraMonen. Aber auch eine solche Regierung ohne die Beteiligung der Mehrhe,tssozialdemokraten wäre aus äußeren und inneren Gründen unmöglich gewesen. Zur Wiederherstellung der Ordnung bedurfte es der tätigen, aufbauenden Mitwirkung der Arbeitermassen in Stadt und Land. Rur die Teil- nähme der 165 Mitglieder zählenden mehrhsitssozialistiichen Partei konnte diese Mitarbeit gewährleisten. Daraus kann geschlossen werden, daß das Zentrum jede Aenderung der Wahlziffern und jede Verschiebung der poli- tischen Gescmrtlage dazu benutzen will, seine Taktik zu rem- dienen. Soviel ist klar: Die alte Parole der Sammlung gegen die Sozialdemokratie ist wieder auferstanden und findet bis weit in die bürgerlichen Parteien hinein ein Echo. Tie Arbeiter sind vollkommen blind, die meinen, bei den Wahlen handle es sich um einen Entscheidungskamps zwischen Sozialdemokraten und Unabhängigen. Der Entscheidungs- kämpf steht zwischen der Sozialdemokratie und den bürgerlichen Parteien, der Sieg der bürger- liehen Parteien würde aber einen Rückfall der gesamten sozialistischen Arbeiterschaft in die alte Ohnmacht bedeuten. Die Arbeiterschaft muß zeigen, daß die Idee, man könne ohne sie nicht regieren, kein bloßer hypnotisierender„Kreidestrich" ist. sondern daß sie auf realen Tatsachen beruht. Es handelt sich darum— und jeder Richtungsstreft ist dabei überflüssig und schädlich— die Sozialdemokratie so stark zu machen, daß die Wiederaufrichtung der Junkerherr- schaft in Teutschland unmöglich wird. Militarismus unü Kommunismus. Wie einer dem anderen half. Durch'den Streit der K. P. D. und der K. A. P. D. er- fährt die linksradikale Arbeiterschaft manche interessante Wahrheit, die nicht geglaubt wurde, solange sie von uns aus- gesprochen wurde, der sich die Radikalen nun aber kaum mehr werden verschließen können, wo sie von den Propheten des „wahren Radikalismus" bestätigt wird. Wir haben hier oft ausgeführt, daß es in erster Linie der P u t s ch i s m u s d e r äußersten Linken war, der den Militarismus in Deutschland wieder hochzüchten half. Diese Feststellung hat mitunter heftigen Zorn der Ganzradikalen erregt. Sie wird aber � nun vollständig bestätigt durch die neueste Streitschrift der K. A. P. D.-Führer Lauffenberg und W o l f f h e i m gegen die K. P. D. In dieser Schrift„K o m- n: u n i s m u s gegen S p a v t a k i s m u s" wird wiederum der K. P. D.-Führer Paul L-evi als das„schamloseste Subjekt aller Zeiten" angegriffen, es wird ihm vorgeworfen, die Front erdolcht zu haben, anstatt sie aus einer imperialistischen in eine revolutionäre Front zu verwandeln. Der Hanptvorwurf wird jedoch gegen Lcvi erhoben wegen der Schaffung des„Roten Soldatenbunde s". Hierüber sagt die Schrift: Die Schaffung einer bewaffneten Prätorianer- bände(Roter Soldatenbund. Red.) mit den unerschöpflichen Mitteln und im Dienste dieses Spießgesellen des inter- nationalen Finanzkapitals(gemeint ist Levi. Red.), der den Bürgerkrieg zu einer prograormatifchen Forderung erhob und ihn zum alleinigen Ziel und Inhalt der revolutionären Be- wcgung machte, führte mit tödlicher Sicherheit zur Eröffnung des inneren Krieges, in welchem die deutsche Arbeiterklasse sich selbst zerfleischte und Teile von ihr der durch die Taktik dieses Der- Traucrmarsch, mit seinen wuchtenden Gängen, seiner schluchzenden Bewegung und seinem gehämmerten thematischen Gerüst packt Note für Not«. Gleich hinterher schon meldet sich der freischaltend« Impressionist, frei und Mustkalität, aber auch aus undefinierbarer Laune. Es hilft eine bunte, stilvolle, hier sogar seltsam optimistische Phantasie auch über die Willkür des Satzes hinweg und über dos Mißbehagen, daß ein Künstler Mahlerscher Potenz den Arm bis zur Gottheit reckte, wollend, suchend, rasend; und daß er doch streckenweis auf glattem Boden liegen bleiben mußte, ein Zurückgestoßener. Weh der Ge- nwinde, die das vergißt oder nicht erfühlt I Ihr muß auch der Genius Mahlers, wie er im Wunder seiner Orchesierlieder kreist, verborgen bleiben. Und ist dock, auch im Text der selbstgedichtelen Geiellenlieder, ergreifendstes Abbild Mahlerschen Könnens und der einzige Weg zum ganzen Menschen und Künstler. Zwei dieser Ge- sänge wurden später zu Stützen der ersten Sinfonie. Die Einfalt, Würde, Gefaßtheit und Ruhe dieier orchestralen Stimmungsbilder ist nicht zu überbieten. Ist systemlos, gekonnt, voller Wirkung, ist beste Mahleische Musik. Ihr wurde Josef Mann ein seltsam weicher Ausbeuter. » Auch die Kunst hängt vom Wetter ab, und der Barometerstand ist nicht gleichgültig für die Laim« der Konzertgeber. Ein regnerischer April ruiniert Stimme oder dämpft ihre Entfaltung. Die ionst so sichere Sopranistin Dora Bernstein hatte mit einer Indisposition zu kämpfen, die ihrer hohen Lage etwas Gewalisames, Schrilles gaX Ihrem Gesang aber haftet Charakter und Bildhaftigkeii an; so verdiente sie gerechterweise lauch in der Zusammenarbeit mit der bekannten Geigerin Petzko-Schubert) Beifall. Max Kaplick ist ein aufgehender Stern, für die Bühne wie geschaffen dank einem warmen Schmelze in seiner weichen, prackivollen Skimine. Auch spricht er vorzüglich und webt die zarten Linien Straußscher oder Scbmalstichscher Lieder zu einem klaren, vertrauten Ge- bilde. Bleibt nur die Frage, ob er einen ganzen Abend hindurch disponiert, singt und ob er nicht über Haupt zu den Tenören übergehen soll> Begrüßenswert ist Mizon Poliakin, ein Geiger aus der unfehlbaren Auer-Schule. Der Canzoneita im Tschaikowskh-Konzert gebt zwar der letzte Trieb des BluteS ab. Doch was in de» Eckiätzcn on elegantem und gleichzeitig ver- wegenem Strich, an temperamentvoller Entladung, an sauber und sinnlich gleitendem To», an Beredliamkeit der Läuse Eindruck macht, ist mehr als Außenwerk. Auch hier scheint eine hervor- ragende Kraft zu reisen. Kurt Singer. Die Schaubühne als erzieherische Anstalt. Der Stadtverband der Groß-Berliner Frauenveveine läßt eine Kundgebung er- gehen, die„eine ganze Reihe von Theatern" anklagt, daß sie dem Publikum Stücke vorführen, die„das sittliche Gefühl auf das tiefste verletzen und das Phantasieleben in verderblichster Weise anregen". Die. Kundgebung, die von Alice Salomou gezeichnet ist, spricht namens der Mütter und Erzieherinnen von Stücken, in denen eine „zuchtlose Weltanschauung geboten", die Phantasie des Volkes durch die„Darbietung perverser sexueller Vorgänge" vergiftet werde Sie sagt, sie sei der„festen Ueberzeugung, daß diese Stücke unzählige brechers gezüchteten weißen Garde ausgeliefert wurden. Wie sehr diese Taktik den Wünschen gewisser Militärs entsprach, zeigt der blutrünstige Eifer, womit die preußischen Gallisets sich von den Januartagen an auf die revolutionären Arbeiter stürzten, Ivo immer ihnen dazu die Gelegenheit geboten wurde. Die Folgen des Putschismus der K. P. D. sind hier ganz richtig charakierisiert. Nur setzen die Lauffenberg und W o l f f h e i m an die Stelle dieses Putschismus etwas wo- möglich noch Schlimmeres, den nationalen Bolsche- w i s m u s. Wenn es nach ihnen gegangen wäre, so hätte nach dem 3. November 1918 nicht Frieden geschlossen werden dür- fen, sondern es hätte mit aller Kraft(nirr war solche nicht mehr vorhanden!) der revolutionäre Volkskrieg gegen die Enteitte einsetzen müsse� In diese Idee sind die Lauffen- berg und Wolfsheim so merrannt, daß sie sich ganz die all- deutschen Schlagworte von der„erdolchten Front" und von der„Korruption durch fremde Gelder" angeeignet haben. So heißt es in einer Polemik gegen Levi: Der Mann, der heute schamlos offen seine Beziehungen zu Trebitz sch-Lincoln selbst enthüllt, er kann gezwungen werden zu enthüllen, mit welchen englischen Agenten von der Sorte jenes Trebitzsch er im Oktober 1918 in Verbindung stand, als er die deutsche Front erdolchte. Und er wird vielleicht sich be- veitfinden müssen, neugierige Fragen nach der Herkunft der ihm nach eigenem Geständnis durch die Finger gleitenden vielen Mil- lionen anders zu beantworten als auf der Heidelberger Konferenz, wo seine Antwort in dem Hinauswursder neugierigen Frager bestand. Das könnte ebenso gut Kapp wie die K. A. P. D. ge- schrieben haben. Man wird aus dieser Flugschrift die Lehre ziehen müssen, daß es sowohl mit der K. P. D. wie mit der K. A. P. D. nichts ist._ demokratische Maßregelungsürohung. Akeichstagskandidat Dominicus und die Maifeier. Der Schöneberger Oberbürgermeister Dominicus ist demokratischer Kandidat für die Wahlen. Von dem innerlich reaktionären Geiste dieses Herrn zeugt aber der folgende von ihm mitunterschriebene Erlaß: 1. An sämtliche Dienststellen. Die Stadtverordnetenverfammlung hat am 26. d. M. den An- trag, am 1. Mai Sonntagsdienst für alle Beamten, Angestellten und Arbeiter anzuordnen, abgelehnt, so daß an diesem Tag der regelmäßige Dienst zu leisten ist. Es finden also auf diejenigen Beamten, Angestellten und Ar- beiter, die an diesem Tage ihren Dienst nicht leisten, die für unent- schuldigtes Fernbleiben vom Dienst geltenden Vorschriften An- Wendung. 2. Je einen Abdruck erhalten die Herren Magistratsmitglieder und sonstigen Dezernenten. 3. pp. Berlin-Schöneberg, den 29. April 1926. Der Magistrat, gez. Dominicus. Muthesius. Das„Berliner Tageblatt" schrieb in seiner Betrachtung über die Maifeier, daß die Demokraten klüger getan hätten, für den 1. Mai als gesetzlichenFeiertag zu stimmen. Nun, soviel Vernunft war bei dem Gros der Demokraten nicht vorhanden. Wenn aber ein Demokrat gar für die Be- amten, die am 1. Mai gefeiert haben, die Maßregelung an- droht, was bleibt dann bei diesem überhaupt noch von demokratischer Gesinnung übrig?! Auch dieser kleine Zug ltzhrt, daß der Wähler, der einen z u- ver lässigen Demokraten wählen will, nur dann sicher geht, wenn er für die sozialdemokratische Liste stimmt._ Zum Reichswahlleiter ist der Präsident des Statistischen Reichs- amtes Delbrück und zu seinem Stellvertreter Geheimrat Dr. T e n i u s ernannt. Die Geschäftsräume befinden sich am Lützow- ufer 6/8. Theaterbesucher in die schwersten seelische". Erschütterungen versetzt haben, ohne daß es dem einzelnen möglich gewesen wäre, sich durch einen sichtbaren Protest zur Wehr zu setzen. Aber dieses Ver- säumnis, das sich die Frauen Berlins in einer Zeit ungeheurer seelischer Inanspruchnahme zuschulden kommen ließen, darf nicht den Glauben erwecken, als ob wir uns mit dieser Richtung der Kunst abgefunden hätten. Wir rufen nicht nach der Polizei, aber wir erwarten von den Leitern der Kunststätten und von den führen- den Künstlern, daß sie selbst einen Weg zur Reinigung des Theaters suchen und finden werden." Die Kundgebung meint also nicht gewisse Stücke und Bühnen, die allerdings jenseits allen Kunstwertes liegen und von denen ein gesundes Schamgefühl sich immer abkehren wird. Jl?r Angriff richtet sich offenbar gegen Werke, die durchaus Kunstcharalter haben, aber über das, was sittlich ist, anderer Meinung sind, als ein bürgerlich prüder Geschmack, der mit seinem Schweigen und Verbergen lange Zeit gerade erzieherisch schweres Unheil anrichtete. So wird die Kundgebung bedeutungslos verhallen, um so mehr. als sie nicht sagt, welche Stücke und welche Theater sie meint. Deutschösterrcichs Kunst und Literatur, deutsch bis ins Mark, wie das ganze Land, dem die Vereinigung mit uns noch verwehrt ist, war eine Miitagsvorstellung im Siaatsthealer gcw'dmet. Hermann K ie n z l s Einleitung zeichnete liebevolj das Geistesleben seiner Heimat im 19. Jahrhundert, das trotz früherer Zensur- allmacht und späterer Trennungspolitik niemals den unlösbaren Zusammenbang mit dem größeren Teutschland auch nur im Ge- danken locker werden fühlte. Politische Gedichte Carl Becks, Anton Auersperos, Moritz Hartmanns. die rül-rend zarte Poesie eine- Lenau, Lieder von Gustav Mahler und Hugo Wolf, Schuberts und Johann Strauß' unvcrwelklirbe Weisen erklangen, von den treff- lichsten Künstlern vorgetragen. Aus Ferdinanid Raimunds„Alpen- könig und Menschenfeind" führte Pallenberg die Abkehr des Rappel. köpf von den Freuden und dem Aerger der Welt vor, und schließlich griff Ludwig Anzengrubers einzigartiges Volksstück vom Pfarrer von Kftchfeld an die Herzen. Und erst als man wieder ins Freie trat, in die grelle Helle des Tages, mußte man inne werden, daß dieses Tcutschösterreich-- Ausland ist, durch das Gebotz irgend- welcher Fremden, die ims Band des Blutes und der Sprache in ibren Akten ausradierten. rb. Im Mctropoltheater wurde»Im weißen Röß'l*, das alle Lustspiel von vlumentbal und Kadelburg, von Darstellern gegeben, die sonst andere Dinge gewohnt sind. Sie svielien es ein bißchen mit sommerlicher Lässigkeit, etwa in der Weise wie der Kleider- macher de? Königs von England sich herablassen würde, ein paar Hosen zu flicken. Aber die Lucie Höflich isi blond und drall und bleibt darum immer eine appetitliche Wirtin. Alexander Eckert entsann sich seiner frübesten Zeiten, als er den Zählkellner ichlank und geschmeidig gab. Daß T bielscher als Fabrilant Gieiecke das Ganze schmiß und der einzige recht eigentlich an seinem Platze Stehende war. versteht sich von selbst. Paul Biensfeldt be- mühte sich rechtschaffen ein Blumentbal- Kadelburgscher Privat- gelehrter zu sein. Die anderen leisteten das Menscheiimögliciie u>'d verhalfen dem alten Spiel zu-einer sehr freundlichen Aufnahme. IL Novellen von Frank Wevekind Best Friedrich Moest am 8. Mai, abends TJ, Uhr, im Saal der Reicherichen Hochschule, Fasanenstr. 38. Gen. Dr. Köster über San Nemo imö Spa. Das Budapester Blatt„A z Est" veröffentlicht eine Unterredung seines Berliner Berichterstatters mit dem Reichsminister des Aeußern, Gen. Dr. Adolf K ö st e r. Ueber San R e m o meinte Köster, daß die Interpretation, die Millerand in der Kammer zu den Ergebnissen der Konserenz gegeben habe, zu übergroßen Hoffnungen nicht be-- rechtige. Des weiteren betonte er, daß die vielfach kritisierte Note über die Beibehaltung eines 200 OOO-Mann-Heeres keine neue Aktion, sondern nur eine Zusammenfassung des der Entente längst bekannten Materials gewesen sei. Was den Zeitpunkt ihrer Ueberreichung anbelange, so sei es von seiten Deutschlands eine Pflicht der Loyalität gewesen, rechtzeitig und restlos den Alliierten Klarheit über die deutschen Verhältnisse und Wünsche zu verschaffen.(Es gereicht dem Gen. Köster nur zur Ehre, daß er einen Schritt verteidigt, für dfcn er keinerlei Verantwortung trägt, da er v o r seinem Amtsantritt erfolgte. Auch auf uns hatte jedoch die Form der Note einen wenig g ü n- st i g e n Eindruck gemacht. Sie atniete zu sehr den militä- rischm Geist ihrer Verfasser in der Bendlerstraße und kam gerade deshalb in den Tagen von San Remo sehr ungelegen. Wenn wir auch bei ihrer Bekanntgabe nicht allzu scharf gegen sie Stellung nahmen, so geschah dies nur, um die Position unserer Regierung durch unsere Kritik nicht zu schwächen. Wir sind überzeugt, daß unter Kösters Leitting das Auswar- tige Amt sich ein solches Schriftstück von s-etten der militärischen Stellen nicht wird aufzwingen lassen.) Ueber die kommende Zusammenkunst in S p a erklärte Gen. Köster: „Die Möglichkeit der mündlichen Aussprache in Sp� gibt uns die willkommene Gelegenheit, endlich aus dem f r u ch t- losen Stadium des Notenwechsels herauszukommen, eine Gelegenheit, die wir schon seit Versailles anstrebten. Ein mündlicher Meinungsaustausch wird, so hoffen wir sicher, die leider bei unseren Gegnern noch bestehenden Ansichten über unseren mangelnden Willen einer loyalen Durchführung des Friedensver- träges zerstreuen. Wir gehen nach Spa in der Hoffnung, daß mit den dortigen Besprechungen eine neue Acra anfangen wird,, in der bürch gegenseitiges Verstehen und Würdi- gung der gegenseitigen Lebensmöglichkeiten und wirtschaftlichen Notivendigkeiten die Ausführung des Friedensver- � träges von Versailles in die dem allgemeinen Interesse dienenden richtigen Bahnen geführt wird. Jeden Schritt, der auf diesem Wege liegt, sind wir zu gehen bereit. In dieser Richtung wünsche ich auch den fetzt in ein ernsteres Stadium gelangenden deutsch- französischen Wirtschaftsverhandlungen einen günstigen Fortgang. Nur auf dem Wege gegenseitiger Verständi- gung und gegenseitiger Rücksichtnahme kann die Atmosphäre ge- schaffen werden, die eine ersprießliche Arbeit gewährleistet. Die Erreichung dieses Zieles seht aber unbedingt voraus, daß alle Hindernisse aus dem Wege geräumt sind, welche dem n a t i o- nalen Empfinden jedes Volkes, das noch etwas auf sich und seine Ehre hält, tödliche Wunden zu schlagen geeignet sind. Daher hoffe ich, daß mit der Räumung des Maingaues nunmehr baldigst der erste Schritt gegenseitiger Verständigung getan wird. Die dazu notwendigen militärischen Umgruppierungen werden von uns beschleunigt ausgeführt werden." Auch hierin wird Genosse Köster Gelegenheit hoben, alle seine Energie gegenüber gewissen Stellen aufzubieten, jfa deren politischer Horizont nicht weiter reicht, als die„mili- tärischen Notwendigkeiten". Der Einmarsch südlich der Ruhr darf nichteineMinutelänger dauern und mit nicht einem Mann mehr erfolgen, als wirklich unbedingt n o t w e n d i g ist, um Leben und Eigentum der Bevölkerung zu schützen. Der Verlauf der Verhandlungen in Spa wird nicht zu- letzt vom Stand der Dinge im Maingau, d. h. also auch in der neutralen Zone des Ruhrgebietes abhängen. Wir haben volles Vertrauen rn Dr. Köster, daß er die p o l i t s ch e n Gesichtspunkte gegenüber allen anderen totkrästig vertreten wird. An unserem und der gesamten linksstehenden Presse rückhaltlosen Beistand wird es ihm dabei nicht fehlen._ Reichswehr in düsselüorf. Baldige Räumung des Maingaus. Düsseldorf, 3. Mai.tag Mecklen- burg-Lübeck stellte als Kandidaten zur Reichstagswahl auf: 1. Land- tagspräsident Krüger- Rostock, 2. Staatsminister Stelling- Schwerin, 3. Staatsministcr K r ö g e r« Neusirelitz, 4. Frau K ä m m e r e r- Hamburg, 5. Arbeitersekrctär D r ä g e r- Lübeck, 6. Redakteur F a a ß- Berlin vom Landarbeiterverband, 7. Nedalteuc W u r s- Schwerin. Es wurde eine Resolution gegen eine Silnnite angenommen, die von der Reichskonferenz verlangt, daß die Ge- nosien Roske und Heine unter keinen Umständen aus die Reichsliste der Sozialdemokratischen Partei gesetzt werden. KreiStagSwahlcn am Niedcrrhein. Im Regierungsbezirk Düffel. dorf sind gewählt worden: 255 Zentrum, 61 U. S. P., 55 S. P. D., 42 D. Vp., 40 Dnatl., 28 Dem. und 31 Parteilose. Die beide» sozialdemokratischen Parteien zusammen haben nur in den Kreis wi Solingen und Mettmann die Mehrheit, das Zentrum in den Kreisen M,-Gladbach, Cleve, Krefeld, Neuß, Geldern, Essen, Kempen und Rees. Das Zentrum Hut, im Rheinland die Ab splitterung der „Zenrrumsreformer" zu verzeichnen, die laut„Köln. VolkSztg." alle Versuche, sie zu halten, von sich gewiesen haben. Es handelt sich dabei um Leute, denen die Koalition nach links und das Festhalten am Reiche nicht paßt.— Die oberschlesische Zentrumsleitung er- klärt, daß die zur(polenfrcundlich Korfantyschen)„Volkspartei" Uebergetretcncn uicht mehr zu ihr gehören.— Di: Bayerische Volks. Partei hat auf ihrem Münchener Parteitag eine Entschließung an- genommen, die als Anfang zur Wiedervereinigung mit dem Zen- trum betrachtet wird. Der deutsche Geschäftsträger in Paris, Dr. Mayer, hielt dort eine optimistische Rede über Deutschlands Wiedergenesung. irnr: Auslieferung aus der Schweiz. Die staatsrechtliche Abteilnng des Schweizer Bundesgerichls hat dem Auslieferuiigsbcgebrrn 1bn badischen Regierung, betreffend des in Basel inhaftierten Würtlem- berger Heinrich Scheffer Folge gegeben. Scheffer, der als Spartakist bezeichnet wird, ist des Betrugs und der schwere» Urkundenfälschung beschuldigt.— Fortschreitende Konzentration, Der Konzern Hugo S t i n n e s hat die Mehrbell des 10 Mill. Mark betragenden Aktienkapilals der Loeb-Automobil werke in Charlosten- bürg erworben. Damit ist die Reibe der Siinnesriien Ausdehnungen, die diesen Industriellen auf Gebiete geführt, welche zu seinem ursprünglichen Täligkeuskreis, der Montanindustrie, in keiner oder doch nur sehr lockerer Beziehung stehen, um eine wciiere ver- mehrt. Der Stiunes-Konzeru erwarb Ende de- ver- gangenen Jahres die Aktunmehrheilen der Norddeutsch e» Zellulosefabrik und der Königsberger Zellstoff- iabrik, ferner am Anfang 1920 die große Berliner Lohndruckerei W. Büxen st ein und aus dem Umwege über die idm nahe- stehende Hamburger Verkehrs-Akl,-Ges. das Berliner Efpla- uadehotel. Es sind, bemerkt das„Berliner Tageblatt", Be- träge von vielen Zehnmillionen Mark, die bei diesen Erwerbungen investiert werden mußten. Wie sagte doch der Neichsfinanzminister Wirth in seiner Naiionalvcrsammlungsrede Vom 26. April 1930? „Die Wirkung der Kriegs- und Vermögens- besten erung nach der sozialen Seite wird sein: Die von jedem Soziaspoliliker beklagte Tendenz zu rascher Aklnmulalion der großen Kapitalic» wird wesentlich verringert." Bei Herrn Slinnes und manchen anderen Größi-Kapitalisten ist von einer solchen Verringerung der Akknniulationstendenz allerdings noch nichts zu spüren. Jbnen scheint die Revolutionskonjunktur noch besser zu bekommen als die Kriegskonjunklur— trotz der hohen Steuern und der gcineii'wirlichastlichen Regelungen durch Selbslverwaltungslörper. Wir icben hier wie an so vielen anderen Beispieien, wie»»ternebmnngslustige Großkapilalislen Sport treiben, Licbchenlaunen be'riedigen, mit Favriken, Zeitungen, Hotels jonglieren. Volkswirtschaftliche Gründe rechtfertigen der- artige Spielereien nicht. Nach kapitaltsiisch-demotrati- scher Auffassung, die programmatisch dem UliteniehmungSgeiit keine Fesseln anlegen will, bandelt Stinnes richtig. Es zeigt sich immer von neuem, wie dringend nötig es ist, daß die Zusammen- schlnßbcwegung der Willkür der einzelnen entzogen und nicht nach rein privaten Interessen, sondern nach den Bedürfnisseli der Volksgem-inschast die Organisation der Uitlernehmungen plan- mäßig vollzogen wird. Ucberfluß an Hypothckengcld. Die Bayerische Hhpo« tbeken- und Wechselbank in München, die größte deutsche Hypolhekeichank, schreibt in ihrem Geschäftsbericht:„Der landwirtichailliche Besitz kommt nach wie vor mangels jeglichen Bedürfnisses für Tariehnsneuanfiiahmen nur in sebr geringem Maße in Betiacht; für den veuchivindend geringen Bedarf an Hypvthckengeld stehen oder unbegrenzte Mengen von Anlagemitteln der öffenliichcn Verbände, der Versicherungs« gescll'chasten, Sparkassen, Menossenschaslen und vor ollem auch der Real- sicheiiingen Aufsuchenden Piivatgclder zu so niedrigen Sätzen zur Verfügung, daß die Hypothekenbanken mit ihren Belriebsmilleli� fast völlig konkurrenzunfähig waren. Die ireiwilligen Rückzahlungen von Hypotheken haben zufolge der lleberiättigung des Publikums, vor allem des länvlichen, mit Papier markbeträgen einen enornien. banlseitig nicht zu verhindernden Umfang angenommen, so daß der Abgang an Hypotheken einschließlich der Tilgungsbeiträge die außerordentlich hohe Ziffer von 33,89 Millionen erreicht hat." GewerMaDbewegung Der Kampf in üer Serliner klavierinöustrie. Sei-t IS Wochen führen zirka 300Ü Berliner Klavierarbeiter einen hartnäckigen Kampf gegen eine gut organisierte Unternehmer- scherst, um das vertraglich festzulegen, was im Berliner Holz- geiverbe ohne Kampf burch Verhandlungen und Schiedsspruch in Gestalt eines ReichstarifeS für das deutsche Holzgctverbe festgelegt ist. Die ursprünglich weitergehenden Forderungen der Berliner Klavierarbeiter in bezug auf Arbeitszeit, Ferienfrage. Lehrlings- frage und Mitbestimmungsrecht wurden durch den geschlossenen Widerstand der Unternehmer soweit reduziert, daß sie nur noch den Bestimmungen des erwäbnten ReichstarifeS gleichkamen. Durch langwierige Verhandlungen zwischen den Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreiern gelang es dann kurz nach Beendigung de? Generalstreiks, da am Tage vor dessen Ausbruch die zentralen Verhandlungen in der Klavierindustrie scheiterten, durch örtliche Verhandlungen zu einer Verständigung zu kommen. Eine Ausnahme machten die Bestimmungen über Einstellungen und Cntlassung.'n. Die Klavierfabrikanten verlangten Verzicht auf die in Frage kommenden Bestimmungen im ReichStorif für das deutsche Holzgewerbe. Die streikenden Klavierarbeiter lehnten dieses Ansinnen einmütig ab. In dieser Situation beantragte die Berliner Verwaltung des Holzarbeiterverbandes die Einsetzung eines Schieds- g c r i ch t S beim NcichSarbeitsainL Dieses tagte am 20. April und entschied:„In den abzuschließenden Vertrag sind die in Frage kommenden Bestimmungen des Reichstarifs aufzunehmen." Daraufhin beschlossen die Streikenden die Wiederaufnahme der Arbeit. WaS taten aber die Unter- nehmer? In ihrer Versammlung vom 22. April lehnten sie den Schiedsspruch ab und teilten den streikenden Arbeitern durch Rund- schreiben u. a. mit: „Unsere Mitgliederversammlung hat deshalb beschlossen, nur allgemein und nur unter der Bedingung die Arbeit wieder auf» zunehmen, daß die Arbeitnehmer auf jeoe Forderung verzichten, die über das Betriebsrätegesetz hinausgeht, zumal ein An- hörungSrecht durch Z SS des BetriebSrätegesetzeS vollständig ge- sichert ist. Erfolgt dieser Verzicht durch den Holzarbeiterverband bis zum 28. d. M. nicht, so werden alle vom Bezirksverband bis jetzt gemachten Zugeständnisse zurückgezogen." Diese? Ansinnen mußte mit aller Schärf« zurückgewiesen werden, weil den Streikenden Nicht zugemutet werden konnte, auf die Rechte zu verzichten, die im Holzgewerbe längst vertraglich ohne Kampf vereinbart und den Berliner Klavierarbeitern durch Schiedsspruch nunmehr«benfall» zugestanden sind. Wir bean- tragten nun beim Reichsarbeitkamt die Verbirtdtichkritlerklärung de» Schied»spruchS, die aber leider bi» heute noch nicht auAgefprochen wurde Inzwischen wurde feiten» de» Reich?arbeit»zmteS nochmals ein DerinittlungSvorschlog gemacht, der dahin ging, den Arbeit- gebern zu empfehlen, die Betriebe zu öffnen und die Anerkennung des Schiedsspruches so lange in der Schwebe zu lassen, bis tue Der- bindlichkeitScrklärung ausgesprochen ist. Auch da? lehnten die Klavierindustriellen ab, sie bestanden auf den glatten Verzicht auf die durch den Schiedsspruch seiienS der Klavierarbeiter hergeleiteten Rechte mit der Motivieruitg, daß sie in dieser Sache nicht mehr allein zu entscheiden hätten. Anstatt also auf den gemachten Vorschlag einzugehen, beschloß der Reichsverband der 5t lavierindustriellen, auch diejenigen Arbeiter auszusperren, die bis dahin durch Verständigung mit ihren Arbeitgebern weitergearbeitet hatten. Da? beleuchtet blitzhell die Situation. Hinter den Klavierfabri- kanten steht der Verband Berliner Mctallindustrieller, der bereits einen größeren Kampffonds zur Verfügung gestellt hat. Damit gestaltet sich oiescr Kampf zu einer Machtprobe, die nun- mehr in das entscheidende Stadium eingetreten ist. Die General- Versammlung der Berliner Holzarbeiter hat sich daher einmütig hinter die streikenden Klavierarbeiter gestellt. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission hat sich ebenfalls die Sache der Berliner Klavierarbeiter zu eigen gemacht und beschlossen, aktiv in den Kampf einzugreifen, falls die noch im letzten Augenblick angebahnte Verständigung zwischen den beiden Par- teien durch das Reichsarbeitsamt zu keinem Ergebnis führen sollte. Bis dahin heißt es bereit sein. Für den Deutschen Holzarbeiterverband, Verwaltungsstelle Berlin. gez. K. Siegle. Achtung!??reigewcrkschaftlich organisierte Arbeiter, Arbeiterinnen und Angestellte I Der Ausschutz der Berliner �ewerkschafiskommission hat sich mit dem Streik der Klavierarbeiter �beschäftigt und beschlossen, für DicnStag, den 3. Mai, vormittags, den Reichsarbeitsminister zu ersuchen, eine Besprechung zwecks Verständigung mit den Parteien anzuberaumen. Führt diese Besprechung zu keiner Verständigung, so appellieren wir angesichts der hartnäckigen Haltung der Unter- nehmer heute schon an das Solidaritätsgefühl der Berliner Ar- beiter und Angestellten, die Berliner Klavierarbeiter zur Fort- führung des ihnen aufgezwungenen Kampfes tatkräftig zu unter- stützen. Zu diesem Zweck wird, wenn notwendig, eine Unter- stützungsaktion durch Sammellisten in die Wege geleitet werden. Wir fordern unsere streikenden Klavierarbeiter auf. unentwegt im gerechten Kampfe auszuharren! Hoch die Solidarität! Der Ausschuß der Berliner Eewerk sch a sii. e: uu>. j ston. gez. Rusch. Ter Lohn des Kirchenportiers. Die Existenzverbälinisse der Groß-Berliner HanS- und Geschäft?. Portiers gehören bekonnilicki zu den elendesten aller Erwerbs- schichten. Nicht allem, daß diese Berufskategorie bei langer Tätig' keit mit Huugcrlöhncn abgespeist wird, müssen sich zahlreiche Poriierfamilien mit elenden Wobnuugen begnügen. In ihre Be- Häufung dringt oft kein Sonnenstrahl. Und dock verdienten diese Hüter des Reichtums und der Ordnung ein erträglicheres Leben, als es ihnen nur allzu oft beschieden ist. Zwar hat die Beruf?» organisation der Porliers, der Deutsche Poitierverband, Sektion 7 des Deutschen TransportarbciterverbandeS,>m Laufe der Zeil mit nicht geringem Erfolg sich um die Verbesserung der Lebenslage der Berliner Haus-, GeschäitS- und Fabrikportiers bemüht, allein es gibt noch lehr viele HauSpaschaS, die sich um den bereits bestehenden Tarisvertrag wenig kümmern. Sie zahlen trotz der beispiellosen Teuerung elende Löhne, wissen sie doch, daß ihnen u. a. die gegen- wärtige Wohnungsnot Lobndruck und Ausbeutung erleichtern. Wer immer in solcher Zeit die berechtigte Forderung erhebt, nach den Tarifsätzen bezahlt zu werden, muß daher gewärtig sein, daß ihm nicht mir der gerechte Lohn vorenthalten, sondern auch die Wohnung Knall und Fall gekündigt wird und zwar unier Androhung sofortiger Räumungsklage. Da« ist für eine Portiekfamilie natürlich bitter. Bei einem Haulwirt ober Fabrikanten, der bisher in dem Portier nur den Hofhund gesehen, ist ein« solche Hallung nicht be» sonders zu verwundern, sie werden erst durch die Organisation zu einer humaneren Gesinnung gebracht werden müssen. WaS soll man aber dazu sagen, wenn selbst die Kirche ihren Portier noch so elend entlohnt, daß der Verdienst knapp zu Bröl und Kartoffeln reicht? So wird uns auS Organisationskreisen mitgeteilt, daß der Portier der St.-Hedwigs-Gemeinde noch heute für einen Monatolohn von ISO M. bei langer Arbeitszeit mir seiner Frau tälig sein muß. Seine Bitte um Zulage lehnt der Kirchenvorstand ab, auch mir Organisationsverlrelern wird nicht verhandelt. Am meisten wider- strebt dem allen Herrn Rentmeister der Kirchengcmeinde mit einem auskömmlichen Gehalt die Tarifentlohnungi So wird nicht? anderes übrig bleiben müssen, als den Schlichtungausschuß darüber ent« scheiden zu lassen, ob die St.-Hedwigs-Kircke sich um eine menschen- würdige Bezahlung für rreue Dienste herumdrücken darf. Nach langen Mühen ist es der Organisalion gelungen, einen Tarif zur Anerkennung zu bringen, sie läßt sich natürlich eine Sabotage diese? Tariss auch durch eine Kirchengcmeinde nicht gefallen. Wem daher daran liegt, daß diesem bestehenden Vertrag Geltung vcr» schafft werden soll, der mag zunächst seine Mitgliedschaft im Bureau des genannten Verbandes, Berlin LiV. 50, Bayrenther Srr. 31, anmelden und dort um die Bertrelung seiner Interessen nachsuchen. Streik der Speick) ereiarbeiter. Am Montagabend beschlossen die Arbeiter in den Berliner Privarspcichereibetriebcn mit>41 gegen 12 Stimmen den Sircil, der am beutigeu DienSlag früh seinen Auiang nimmt. Die Arbeiler forderien eine Erhöhung des Slnudenlohnes von 4,50 M. auf 6,50 Mark, die Unieinebmcr boie» 5 M.. waS den Arbeitern ancti durch einen Schleds'pruch des SchlichtuiigSaueichuffeS zugesprochen worden ist. Tie Arbeucr lthnren den Schiedsspruch ab, verbandelien aber aui Ersuchen der llniernehmer noch weiter, ohne jedoch ein anderes Resnliat zu erzielen, weil die llüieniedmer da? Angebot von 5 M. als ihr letzte? Wo:! erklärten. Die Antwort der Arbeiter war der I nunmehr gefaßte Siieikbefchluß. Der Zrreit erstreckr sich nur auf idie Privatderriebe, die städtischen Speictier werden Nicht von dem Sireit betroffen, weil hier die Lohnverhältniffe durch den Torisverllag der Genunndearbuier geregelt sind. BetriebSrätcwahlen in den Berliner Großbanken. Wie der Allgemeine Verband der deutschen Bankbeamten mitteilt, hat die ! Angestelltenschaft der Deutschen Bank, der Tiskontogesellschast, der � Dresdner Bank, der Termstädter Bank, Commergbank und Reichs- ! bank sich bei den Betricbsrätewahlen mit erdrückender Mehrheit für die Listen des gewerkschaftlichen Allgemeinen Verbandes der deutschen Bankbeamten entschieden. Auf den Verband entfielen bei der Wahl der Angcstelltengruppe 10 557 Stimmen l66 Sitze), während der Deutsche Bankdcamtenverein es nur auf 3255 Stimmen (14 Sitze) gebracht hat._ Achtung I Entlassene Eisenbahner! Alle nach dem 1. Mai au? dem Etsenbahndknst cnllaffenen Kollegen, die Mitglieder de? Deutschen Eisendadner-Verbandes und ab 1. Mai noch orbeit'lcs sind, wollen sich in der Zeil vom 4. bis 6. d. M. im Bureau der Onsverwaltung, Berlin ZO 26, Beihanien- nfer 10 I. in eigener Angelegenheit melden. Bilreaustunden von g bis 12 und von 2 bis 5. Die Arbeiiölosenkarie und Mitglieds- bueb sind zur Legitimation mitzubringen. LrtSverwaltung Berlin de» Deutschen Eisenbahner-VerbandeS. In einer Versammlung der im Staat?- und Qkmcindearbeitcr- verband organisierten Lohnemp sanger in den Reich?» und Siaais- betrieben reierierte Schar tau über die Lohnbewegung. Foläende Resolution fand einstimmig AnnaKme:„Die Siaattarbeiicr erltälen sich mit der Tätigkeit der frunktionäre und der SeltionSIeilung in der Lohnbewegung einverstanden. Die Veisainmlung nimmt Kemiliiis von dem Schiedsspruch vom IS. 4. er. Trotzdem im Schiedsspruch die berechtigten Forderungen nicht erfüllt find, stimmen die Ver- sammelten dem Schiedtspruch zu. Die Veriammelten geloben, an dem Schiedsspruch festzuhalten und bei Ablehnung desselben durch die Regierung sofort vom Streikrecht Gebrauch zu machen, um die Annahme des Schiedssprüche« zu erzwingen." Inzwischen hat die' Regierung den Schiedsspruch brüsk abgelehnt und ist der Streik unvermeidlich, besten Tragweite und Umfang zurzeit noch unüber» sichtlich sind. AentrafrerBan»»er Ztzleikcher. Mtgliederverlammlunq am bcu- tigen i)ie»»tnq, aSend? 7 Uhr, Bei Boker, Wcberllr. 17. Am Mittwoch, den S/Ma>, abend« 7 Uhr: ZZezirltzvarlammiungen in Neukölln, Sodbin- 75 bei BalewSki, in Veitzensee, Friedrich-, Ecke Gtreullr. bei eber. ltentkckier SSerkmeisterverBand. BezirkSvcrein Berlin-Lichtenbera. MonatSversamnilung Freilag, den 7. Mai, abends 7 Uhr, im Vereinslokal, Knorrpromenade 2. Zentralverband der Nngeftellren. Mitalledcrocrsammluaacn am Mittwoch, den S. Mal. Fachgruppe 9»— ck(Lederwirtsaast): KlnbbauS. Obmstr. 2, B1/, Uhr(Tarisvertrag). Fachgruvpe 14b lKeldichranbabrikcn und Großschloslereien usw.): S'/, Uhr, BerbandSbureau, Bellealliancestr. 7—10, Zimmer 13. Fachgruppe 15«(Bcrgmanntonzcrn, Berlin und Rolcnthal«: 7 Ubr, Löwenbrauerei, Hochstr. 2(Die kommenden ReichStagSwahlen und die Angestellten). parteinachrichten. Otto Wels verunglückt. Unser Parteivorsitzender, Genosse Otto Weis, erlitt durch einen unglücklichen Sturz beim Turnen einen schweren Unfall. Seine Verletzung am Kniegelenk macht seine Ueberfllhriing ins Krankenhaus notwendig. Ob er am Wohl» kämpf noch aktiv teilzunehmen in der Lage sein wird, ist zweifel- bafr. Sein zeitweiliges Ausscheiden ist gerade in der gegenwärtigeu Zeit für die Partei ein besonders schwerer Schlag. Verantw. für den redaltion. Teil: BrMr glcklcr, Cbarlottenbnrg: Mr An, eigen: Ih. Stocke, Berlin. Berlag: VorwSrlo-Berlaa S. m. b. S., Berlin. Druck: Bor- wärts-Buchdruckcrei u. Vcrlagsan statt Paul Singer u. Co. Berlin. Lindenstr. S. Hierzu l BcUaae. 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Die Nationalversammlung hat in diesen Tagen ein Gesetz über Maßnahmen gegen den WohnungSmangel ver« abschiedet, durch das ein schärferes Vorgehen der Landes« bebörden und der Gemeinden bei der Kontrolle über die Verteilung deS vorhandenen Wohnraumes und bei der Beschlagnahme von Räumen ermöglicht wird. DaS Gesetz bringt ferner zum Ausdruck, daß die bisher von den Gemeinden erlassenen Anordnungen und Maßnahmen gültig gewesen sind und auch weiterhin in Kraft bleiben. Damit steht also insbesondere fest, daß die Gemeinden berechtigt waren, Räume zu beschlagnahmen und Zwangseinquartierungen vorzunehmen. Die zahlreichen, bei den Gerichten schwebenden Prozesse, bei denen eS sich um die Gültigkeit solcher Maßnahmen handelt, sind damit nunmehr erledigt. Die Gültigkeit von Beschlagnahmen und Zwangseinquartierungen ist außer Zweifel gestellt. Die bisherige Strafbestimmung der Wohnungsmangelverordnung ist verschärft; wer den Anordnungen der Gemeinde zuwider handelt, wird mit Geldstrafe bis zu 10 000 M. oder mit Haft bestrast. DaS Gesetz enthält schließlich noch einige Aenderungen der Bekanntmachung zum Schutze der Mieter. Esbe- stimmt, daß die Mieterschutzbestimmungen auch über den öie parteigensjsen Groß-Herlms! Am Mittwoch, den 5. Mai, und Donnerstag» den 6. Mai, findet im Reichstage die ReichSkonserenz der deutschen Sozialdemokratie statt. Da es zurzeit schwer fällt, für eine größere Anzahl von Delegierten die notwendigen Unterkünfte zu besorge», bitten wir unsere Parteifreunde, welche wahrend der Tagung einem oder mehreren Delegierten Wohnung gewähren können»nd wollen, ihre Adressen an tiaS Bureau des BczirkSverbnndcS der S. P. D, Berlin W 9, Bellcvuestr. 7, einzusenden. Der Bezirksvorstand. Abbau der Krie�swohlfahrtspflege. Während des Krieges und in der Zeit nach dem Kriege find bekanntlich sehr erhebliche Mitel des Reiches und der Länder auf- gewendet worden, um die besondere Kriegswoblfahrts- pflege der Gemeinden zu unterstützen. Diese Unterstützungen werden im Laufe des beginnenden Etats iah res ihr Ende erreichen. Vom 1. April 1920 ab stehen Reichsmittcl für die Kriegs- Wohlfahrtspflege nur noch, in'ehr beschränktem Maße zur Verfügung. Beihilfen auS Reichsmitteln werden nur noch gewährt für die KrieMvoblfahrtSpflege an Eltern, uneheliche Kin« der und schuldlos geschiedene Ebefrauen von Ge- fallenen und Vermißten, wenn ihnen keinerlei Unter- stützungm aus staatlichen Mitteln gewährt werden und soweit nicht etwa im Wege der sozialen Htntestbliebenenfürsorge für sie auS- reichend gesorgt wird: Kriegerwitwen und Krieger- Waisen, die bereit? Hinterbliebenenaebührnisse erbalten, falls diese geringer sind als die bisher gewährte Familenunterstützung; A n- gehörige von Heeresangehörigen, die»ach ihrer Cnt- lassung in das La«arett agsgenrnnmen oder aus dem Lazcrret-t ent- lassen sind, JnlandSflüchtlinge und Vertriebene bei Gewährung oder Beschaffung von Naturalquvrtier oder von Not- Unterkunft, Den Gemeinden und Ländern ist eS unbenommen, im bis- herigen Umfange au? e i g'e n e n Mitteln die Fürsorge aufrecht, zuerkalden._ Di« W»hlen gnt ersten Groß• Oetliwer etodtoooordnet«»»«». s«m«lon» sollen nach den Meldungen verschiedener Mäher bereits am 2 0. Juni, also 14 Tage nach den ReickytagSw.chlen, statt- finden. Vom Licbeswerk der Heilsarmee. Neben der tätlichen Frei- milch-Ausgabe der Heilsarmee in zirka 235 Berliner Ge- meinde- und bvberen Sckrnlen und der Ausgabe von Büchsen in den biesiqen HeilSarineclokalen, wodurch bis Ende April bereits 100000 Büchsen gezuckerter Kondensmilch verteilt werden konnten, findet gegenwärtig in den HeilSarmeelokaleu auch eine Lebensmittelverteil u ng an etwa tausend arme Berliner Familien statt. Die erste derartige Ver« teilung war am Montag. Im Beisein der Fran Kommandeur Oegrim gelangten an die von den HeilSarmeeoffizieren bei ibren Hausbesuchen als besonders bedürftig erlannten Familien Speck, Nudeln. Haferflocken, Bohnen und Erbsen zur Verteilung. Die Lebensmittel wurden von den Empfangsberechtigten dankbar in Empfang genommen. Kreisgeneralversammlung Niederbarnim. In dem Bericht über die Kreisgeneralversammlung des sozialdemokratischen Vereins Niederbarnim hieß es, daß der zur U. S. P. übergetretene Ortsverein Schönwalde seine Beiträge nicht vorher an uns ab- geliefert hätte. Demgegenüber ist berichtigend festzustellen, daß wohl die Abrechnung mit den Beiträgen, nicht aber der ver- bleibende Kassenbestand abgeführt worden ist. Der Kreisvorstand. Neuerungen im Ringbahnvcrkehr sieht der diesjährige Sommer« fahrplan der Eisenbahndirektion Berlin vor, die einen völlig neuen Fabrplan der Vollringzüge zur Folge habeu. Auf der Ringbahn sind stündlich sechs Züge in jeder Richtung vorgesehen. die vom Potsdamer Ringbohnhoi um 7, 17, 27. 37. 47 und 57 Minuten jeder vollen Stuade in der Rlchiun, Nsakölln— Stralau« R immelsburg— Nordrin.,. und um 2, 12, 22, 32, 42 und 52 jeder vollen S'.unde in der R chtung Haleniee �Weitend— Nordring abfahren und dort nach einer Stund« 50 Minuten Fahrzeil wieder eintlcssen. Zl» der Bolksbochfctinle Grost-Berltli beginnen am Dienstag, den 4. Mai, jolgende Vortragsreihen: Abends 7 Uhr im Institut für Meereskunde, Gcorgenstr. 34— ZK: Pros. Dr. Merz. Lnftozean und Welt- m e e r.— Abends 7 Uhr im Dorotheenstädtischen Realgymnaüum, Doro- thceni'tr. 12: Dr H. Lohre, Schiller, Erklüiung des Don Carlos. Abends 7 Uhr in der Landwirtlchastlichen Hochschule, Invalidcnitr. 42: Oberlehrer Jacnichcn, Mathematit I,— Abends 8 Uhr cbendort: Proi. Dr. Kastel. Arbeiter- und A n g e st e ll t e n v e r i i ch e r n n g. — Abends 7 Uor ebendort: Dr. F. L. Müller, Schiller, Erklärung des Don Carlos Abends 7 Ubr im Luisenstädtischen Ktimiiasuim, wlcimstr, 49: Oberlehrer Kluge, Mathematit II.— Abends 6 Ubr ebendort: Dr. KuczyNski, Die Reichssinanzen.— Abends 7 Uhr, Königilädtilche Oberreaiichule, Pasteurstr. 44— 46: O»«rlehr er Spindlcr, Botanische U c b u n g e n.— Abends 8st, Ubr ebendort: Pros. Dr. Cäsar Schmidt, Die Entwicklung s o z i a l i st i s ch e r Gedanken. AbendS 7 Uhr Treptow, Renlbyninasium, Neue Krnggllce 6: Ober- lebrer Rohrberq, Mathemntik II.— Abend« 8 Uht ebendort: Siodt- schulinspektor Nydabl, Die Einheitsschule,— Abends 7 Uhr im Friedrich- Realghmngsium, Mittcnwalder Straße 34— 87: Oberlehrer Kcmdka, Schwingungen und Schall.— Abends 6 Uhr ebendort: Dr. Hirsch, Vererbungslehre und Eugenetil. Am Mittwoch, den 5. Mai, beginnen solgcnde Vorlragsreiben: Abends 7 Uhr im Institut sür MeereSkunse, Georgenilr. 84— 36: Dros. Dr, Röhl, Verbreitnng der R o h ii o fs e als Grundlage der Volts- wütichast.— AbendS 7 Uhr im LuisettstäMischen Gymnasium, Gleimstr, 49: Dr. Geiger, RechtSsragen des täglichen Lebens.— Abends 7 Ubr, KönigÜädiische Oberrealschule. Pasteiirlsr. 44-46: Dr. Hirsch, F o r t p s l a t> z um g s h y g i e n e.— AbendS 7 bezw. 81/, Ubr, Tröpiow, Realgymnasium, Neue KrugaÜee 6: Dr. Jotl, Einsübrung in die moderne Musik und Wie hören und v t r st e h e n wir Musik? Kalten an den betanntcn Verkaufsslellen in der Stadt und an der Abendlasse. Grost-Berliner Lebenslnittel. Chnrlotteuburg. 250 Gramm Marmelade(19), 250 Gramm Kuchen- mebl 124), 500 Gramm auSIändtzche Bohnen(25 u 20). Cdarlollcnburger rote Nahrungsmlttelkarte. Rote Grütze(287), für Jugendliche 200 Gramm Teigwaren(49). Im Monat Mai an Kinder vom 3.-0. vebenSjahre als Ersatz iür auSgesallene Milch je 1 Pfund ausländischen fteigengtleß. Für KriegSbelchädigt«. die 30 und mehr Prozent erlizerhsmtsahi* sind, je 1 Pfd. Teigwaren, Graupen, Hifernährmittel und wlandiiche Hülsensrüchte. Für schwanoere Frauen vom 4. Monat»b zwei Pfund— e»engrltg, 3 Pfund Zwieback, vom 4.«onot a» einschl>-»ki4«. M«n»t«ufcivbem 8 lbiich�n i»nt>-nsi»rte Milch, F»r Kinder im>. L«>»N»f»hre 750 Grnnnn, rnt 2. Levensjalre 500 Grimm Hasernitzrinittel, Lichrrdfrldr.«0 Grimm»,rmel«be(18). S!« Gramm Kuniihonßi 178 u. 79). 200 Gramm Nudeln(1# S--). Für Kinder bis zu zwei Jahren t Pfund Haferflocken(«). 1 Psund Haserflocken und 1 Dose Malzexlralt ans jedes Mittelflück der AvrU-Milchtart« A I, 1 Pfd. Haferflocke» auf stde« MIttelstnck der April-Milchkarten A II, B I und B II, 1 Psd. Haserflocken und 125 Gramm Kakao aus jedes Mittelflück der April-Milchkarten C I und OII. Für 60 jährige und darüber 1 Psd. Haserflocken(9). Für Kinder vom 7.— t2. Jahr Psd. Gerstenflocken oder Gerstenmehl(B). Für heimkehrende Kriegsgesangene 250 Gramm HiUIenslüchte. Lankwitz. 250 Gramm Fletsch, 4 Psund Kartoffeln, 250 Gramm Nudeln<21 u, 22). 375 Gramm Zucker(36). 20 Gramm Butler, 70 Gramm Margarine(gewöhnliche Wocheumenge), 250 Gramm gelbe Erbjen(41), 250 Gramm Maismehl(42). Schmargeudorf. 250 Gramm Marmelade 120), 125 Gramm Graupen (21), 250 Gramm inländisches Weizenmehl l9B), 250 Gramm grüne Eibien. (10E), 5C0 Gramm weiße Perlbobncn ItlB), 250 Gramm Morgentrani <1211), 500 Gramm Sauerkohl I13B). Für Jugendliche 200 Gramm ausländisches Gerstenmebl(493). Drei Pakete Mckchsüßspeise an stillende und werdende Mütter vom vierten Monat ab gegen Vorlegung eines Attestes. 250 Gramm Sirup an Kinder, geboren in der Zeit vom 16. April 1914 bis 1. Mai 1919, gegen Vorlegung des Haushaltungsblaltes. Anzumelden sind: 125 Gramm Grieß(22), 250 Gramm weiße Bohnen(25) und(26), 500 Gramm grüne Erbsen(14�). Friedrtchöfeldc. Am Dienstag: 1 Psd. Kunsthonig(5), 250 Gramm weiße Bohnen(R). Am Donnerstag: 250 Gramm Backobst(B),.250 Gramm Marmelade(Seh), Für die ausfallenden 4 Psd. Kartoffeln 300 Hülscnsrüa>te. HermSdorf. An Perionen über«0 Jahre 1 Büchse cond. Vollmilch. Alt-Glienicke. 125 Gramm Kunsthonig(107), 125 Gramm Ztudeln 122), 125 Gramm Erbsen und 250 Gramm Morgenlrank(21), f und x der Kartoffelkarte 250 Gramm gegucischte Hülsensrüchie. Für Kriegtbeschadlgle 500 Gramm Zerealmebl, aus Näh mittellarten 2 0 Gramm Haserflocken. 221 Segen öer Cröe. Roman von Knut Hamsun. Jsak wußte nicht, daß die Obrigkeit schon viele und lange Menstücke wegen der schwangeren Frau hatte hin und her schicken müssen. Sie hatte es seinerzeit aus zweierlei Grün- den unterlassen. Inger von ihrem Hause weg in Haft zu neh- men. Erstens hatte es an einem Arrestlokal ftir sie gefehlt, und zweitens hatte die Obrigkeit milde sein wollen. Die Fol- gen waren unberechenbar. Später, als Inger festgenommen werden sollte, hatte niemand nach ihrem Zustand gefragt, und sie selbst hatte nichts gesagt. Viellleicht hatte sie auch absicht- lich geschwiegen, um das Kind in ihren bösen Jahren in ihrer Nähe zu haben; wenn sie sich gut aufführte, durfte sie eS viel- leicht ab und zu einmal sehen. Vielleicht war sie aber auch nur stumpfsinnig gewesen und war gleichgültig darauf ein- gegangen, trotz ihres Zustandes fortgeführt zu werden. Jsak arbeitete auf seinem Grund und Boden, er ent- wässerte und rodete um, hieb die Grenzscheide zwischen sich und dem Staat ans. und die dabei gefällten Bäum« gaben Klafterholz für ein ganßes Jahr. Aber da er Inger nicht mehr hatte, die ihn mit ihren Lobsprüchen anfeuert«, so schaffte er mehr an? Gewohnheit als aus Lust. Nun hatte er auch schon zwei Thinge vorübergehen lassen, ohne die Be- stätlgnng seiner Urkunde einzuholen, weil es ihm eben nicht so sebr am Herzen gelegen hatte. Jetzt erst im Herbst raffte er sich dazu ans. Es stand bei ihm nicht alles, wie es sein sollte. Geduldig und besonnen, ja gewiß, das war er, aber er war geduldig und besonnen, weil er von Natur dazu an- gelegt war. Er suchte seine Häute zusammen, seine Ziegen- felle und Kalbfelle, legte sie in den Muß. schabte die Haare berunter, gerbte sie und machte sie zur Verarbeitung für Schubzeug fertig. Im Winter stellte er schau beim ersten Schnee sein Saatkorn fürs nächste Friibsghr auf die Seite damit das getan war. denn eS war am besten, wenn es bereit stand; er war ein Mvnn der Ordnung. Aber er war ein freudloser, einsamer Mann geworden, ach ja, wieder«in un- verheirateter Mann mit allem, was drum und dran war. Welche Freud« war eS für ibn. jetzt am Sonntag in seiner Stube zu sisten, gewaschen und sauber in seinem rote» Hem> wenn er N'»mand mebr batte. für den er sich hübsch machen konnte" Die Sonntage waren die längsten von allen Tagen, sie verdammten ibn zum Müßiggang und zu trauri- gen Gedanken; er konnte nichts tun, als sich auf feinem Grundstück umhertreiben und nach allem sehen, was getan werden mußte. Jedesmal nahm er seine kleinen Jungen mit, immer einen von ihnen auf dem Arm. Er fand es aber sehr ermüdend, ihr Geplauder anzuhören und auf ihre Fra- gen zu antworten. Die alte Oline hatte er, weil er niemand anderes hatte. Und im Grunde genommen war Oline nicht so übel zu haben. Sie kartätschte Wolle und spann, strickte Strümpfe und Faust- Handschuhe, berettete auch Ziegenkäse; aber sie hatte keine glückliche Hand und arbeitete ohne Liebe; von dem, was sie in die Hand nahm, gehörte ihr ja nichts zu eigen. Da hatte nun Jsak einmal zu Ingers Zeit eine besonders hübsche Dose beim.Händler gekauft, die ihren Platz auf dem Wandbrett hatte, sie war aus Ton und hatte einen Huudskopf auf dem Deckel, eigentlich war es eine Art Tabaksdose; Oline nahm einmal den Deckel ab und ließ ihn auf den Boden fallen. Inger hatte einige FuWaableger in einer Kiste hinterlassen. die mit Glas zugedeckt waren; Oline nahm die Gläser ab und drückte sie nachher hart und fest wieder darauf.— Am nächsten Tage waren alle Ableger tot. Es war wohl nicht so ganz leicht für Jsak, all dies mit anzusehen, und er machte vielleicht ein Gesicht, und da nichts Weiches oder Sanftmütiges an ihm war, so war es vielleicht ein gefährliches Gesicht. Oline war unverfroren und zungenfertig und muckte auf. „Kann ich etwas dafür? sagte sie.—„DaS weiß ich nicht," erwidert« Jsak,„aber du hättest die Hand davon lassen können."—„Ich werde ihre Bli>men nicht mehr anrühren," sagte Oline darauf; aber nun waren sie ja tot. llnd wozu kamen jetzt so oft Lavpen nach Sellanraa, jetzt viel öfters als fn'iber? Was hatte Os-Anders da zu tun, konnte er nicht einfach vorübergehen? In einem Sommer kam er zweimal übers Gebirge gewandert; aber OS-Anders batte fa keine Renntiere, nach denen er hätte sehen müssen, sondern lebte vom Bettel imd von Besuchen bei anderen Lavpen. Wenn er auf die Änstedlung kam. ließ Oline alle Arbeit liegen und klatschte mit ihm über olle Leute im Darfe, und wenn er wieder ging, war sein Sack schwer von allem möglichen. Zwei Jahre lang schwieg Jsak geduldig dazu. Dann wollte Oline wieder neue Schuhe hoben, und da schwieg er nicht länger. Es war im Herbst, und Oline trug jeden Tag Lederschivhe. anstatt in Kamagern oder Holzpan- tinen zu geben. Jsak sagt«;„ES ist schönes Wetter heute. Hm!" So fing er an.—„Ja." sagte Oline.—„Hast du nicht heutd morgen an den Ziegenkäsen bis auf zehn gezählt. Eleseus?" fragte Jsak.—„Doch," antwortet« EleseuS.— »Llber jetzt sind es nur noch neun. Eleseus zählte wieder nach und überlegte in seinem Köpf- chen, dann sagte er;„Ja, und dann der, den OsÄuders be- kommen hat, dann sind es zchn." Schweigen rings in der Stube. Aber der kleine Sivert wollte auch zählen, und so wiederholte er die Worte des Bru- ders:„Daun sind'es zehn. Wieder Schweigen ringsum. Da mußte Oline schließlich eine Erklärung geben.„Ja, er hat einen ganz kleinen Kä'c bekommen, ich habe nicht gedacht, daß das etwas ausmacht. Aber die Kinder sind noch nicht groß, und eS zeigt sich jetzt schon, waS in ihnen steckt. Ich kann Wohl sehen und aus- rechnen, wem sie nachschlagen I Nach dir jedenfalls nicht. Jsak, daS weiß ich." DaS war eine Andeutung, die Jsak zurückweisen mußte. „Die Kinder sind schon recht," sagte er.„Aber kannst du mir sagen, welche Wohltaten Os-Anders mir und den Meinigen erwiesen hat?"—„Wohltaten?" versetzte Oline.—„Ja." —„Er, OS-AnderS?" wiederholte sie.—„Ja, weil ich ihm Ziegenkäse schuldig bin."— Oline bat nun Zeit zum lieber- legen gehabt und gibt folgende Antwort;„Gott bewahre mich, Jsak! Bin ich es gewesen, die mit Os-Anders angc- fangen hat, so soll mich gleich der Schlag rühren!" Ausgezeichnet! Jsak muß nag geben, wie so manches Mal vorher. Oline gab nicht nach;„Und wen. ich jetzt, wo es dem Winter zugeht, bier barfuß laufen unä das nicht zu eigen haben soll, was Gott zu Schuhen für die Füße geschaffen bar. dann sag es lieber gerade heraus. Schon vor drei bis vier Wochen Hab' ich von Schuhen gesprochen, aber ich Hab' noch nichts von ihnen gesehen und muß nun mit denen hier herumlaufen."— Jsak erwidert«:„WaS fehlt denn eigentlich deinen Holzschuben, daß du si« nicht trägst?"—„Was ihnen fehlt?" fragte Oline überrumpelt.—„Ja, das möchte ich fragwi.—„Den Holzschuhen?"—„Ja."—„Du sagst nichts davon, daß ich Wolle kartätsche und spinne, das Vieh besorge und die Kinder aufziehe, davon sagst du nichts. Und zum Kuckuck, dein« Frau, die im Gefängnis sitzt, die ist wohl auch nicht barfuß im Schnee herumgelaufen."—„Nein, sie trug Holzschuhe," sagte Jsak.„Und wenn sie in die Kirche oder zu ordentlichen Leuten ging, dann trug sie Komager," sagt« er.�—„Ja. ja," antwortete Oline.„sie war eben so viel besser!"—„Ja, da? war sie. Und wenn sie im Sommer Ko- mager trug, so hatte sie gar nichts als dürres Gras darin. Aber du, du trägst das ganze Jahr Strümpfe und Schuhe." (Forts, folgt.) Hroß-Serliner parteknachrichten. Heute, 4. Mai: S. P. D.» Weibeauöschuft der Bramten«nd Angestellten der Berwaltungsbebörde». i'l, Uhr: kvunktionärsitzuni, im„SSil&clmShoj", Anhaltstr. 12: �Vorbcrcilimgen für die kommenden Wahlen". Inngkozialistiscl e Vereinianng(S. P. D.). Ortsa'.nvhe Tcmdelbok- Mariendors. l»oclhcabciid, l1,', Uhr� im.Sängcrhcim", Kaiser-Wilhelm- Slraße(Ecke Werderilraßc). Stealiti. 8 Uhr: Ncnlitimnasmm am Stubenrauchplatz. Rcfercntin: Hedwig Wachenheim über?.Arbcitcrwohlsahrl". Morgen, 5. Mai: SXm Inseratenteil der rorliegenden Ausgabe gibt der Bczirlsvorstand die Milgliedcrveriainmlungeii bekannt. I. Abt. 7 Uhr Versammlung in der Schulaula, Auguftstr. 68. Thema: Wahlen. dt. Abt.>iz8 Ubr Abteilungsversammlung bei Rabe, Fichteftrahe 29. Rescrent Gen. Kuttner. 25. Abt. 7H'2 Ubr im Königltädtiscben Realgymnasium, Elisabeth- straße 58, Zablabend. Vortrag des Gen. Dr. Striemer über WirtschaslS- fragen. Stellungnahme zur Generalversammlung. 2iK Abr. 7 Uhr Mitgliederversammlung in der Dchulanl«, Danzizer Strajze 23. Thema:„Die tominenden Wahlen". Reserent Genosse Erwin Barth. Grubpe Moabit. 27. bis 4t. Abt. 7'/, Uhr Konferenz«ller Funktionäre und BetricbSvcrtrauenslcute in der Pahenhoser Brauerei. Turmstraße, Ecke Stromstrahe. Schivcrhörigcn-Siruppe. 7 Uhr Versammlung in der Taubstummen- schule, Sltarkusslr. 49, 3 Tr. Schvneberg. Frauen- Zablabend. 1. bis 6.?lbt. Meininger Str. 8, bei Zintkowsli; 7. u. 8. Abt. Sedanstr. 17, bei Grog; 9. Abt. RubenZslraße, Ecke Nembrandtlnaxe, bei Hemze. Stcgliti. 8 Uhr DezakSabende: 1. und 2a. Bezirk bei Jung,?lhorn-, Ecke Fichtestrasic; 2. Bezirk bei Stemschke, Flora-, Ecke Dünthersiraße; 8. Dezirk bei Element, Dübbelktr. 7: 4. Bezirk bei Tbiel, Ring-, Ecke Al- brechtstrasie; 5. Bezirk bei Thielicke, Knaus-, Ecke Lenbachstrahe: 6. Bezirk bei Geisler, Jener, Ecke Külzcrstrahc: 7. Bezirk bei Müller, Albrechtftr. 52; 8. DezH bei Lück. Schützenstr. 54. Tbcma: Wie erringen wir eine soziw listische Mehrheit? �ugenövera�ftattunFen. Heute 1I.2S Uhr: Aentral-Iugendbeini, Lindenstr. 3. Heimbesprechung.— Bernau: A. Temmler, Wallstr. 2. Mitgliederverlanimlung.— Moabit: Knaben- klubzimmer, Wnldenser Str. 29/21. Mitgliederversammlung.— Nieder- schönhansrn: 1. Gcmcindeschule, Blankenburger Str. 69/79. Mitglieder- verianirnlung.— Nordost: Gernciedeschule, Ebriktburger Str. 14. Mit- gliedernerlammlung.— Pankow: Knahennnttelsckmle. Wollanksirasie 131. DiSkussionsnbend■»Vsiege des Körbers".— Reintrkendors-Ost: Raich. Ra'chdorsstr. 24. Mitglicderversamnikiing.— Staaken: Garlensiadlkchule. Milgliederversammlung.— Tegel: Babnhofslr. 15. Versammlung.— Wetsicnsee: Woelckpromenade 1. Diskuisionsabcnd. Sport. vortrage, vereine unü Versammlungen. ReichSbiind der Kriegsbeschädigten, Bez. 9 KO. Heute Ver. sarnrnlung der Kriegsbeschädigten, Unions-Fensäle, Greifswaldcr Str. 222. Zigarren- und Seisenverleiiung.— BczirkSgrnbPc Nord-TSest des Bundes hcimattrcuer Ostprcuften. Heule 7 Ubr. Auka des Friedrich. Wcrderschen Gymnasiums, Bochumer Str. 8a, Versammlung.— Berei» Arbeiter- Hochschule. Mittwoch, 7>/, Uhr, Nicdcrwallitr. 12. Ver- sarnrnlung.— Sprachschule für Proletarier. Die Abend-Kurse im Englischen und Französischen iür Genossen ohne Vorkenntnisse finden in der Gemeindcschule Gipsstr. 23a/, Uhr, im Zeichensaal der Gemeindeschule augerordentliche Generalversammlung. Einen Rekord im Totalisatorumsab erzielte am Sonntag die h-iinewald-Neimbahn, Ivo über 6 Millionen Mark bei 7 Nennen umgesetzt wurden. Nennen zn Berlin- Grunewald Montag, 2. Mai 1929. 1. Brolog-Rennen. 12 OOO M., 1600 Meter. 1. Cbalzit iNcu»ann>, 2. Orla /Pobl), 3. Tarlatan'Zachmeier). Ferner iieien: Mazzirf f4.), Louiie(5.), Granit /6.), Sauerklee, Nahak, Luftinhrt, Irene. Toto: Sieg 25: 10, Vlatz 17. 24. 60: 10. 2. E n a a d i n- A u s g I e i ch. 12 000 M.. 1800 Meler� 1. Parthcr(O. Schmidt), 2. Funkspruch(Ör. Wenzel), 3. Aladar lShnrqold). Ferner kicken: Kalata(4.). Rcvelin lö.), Sperber. Lcbenskünstler. Siegerin II, Polka, Segantini, Cherusker lll, Majorais- Herr. Mohammed lstebengebl) Toto: Sieg 132:10, Platz: 33. 41, 21:10. 3. E o n s u l« R e i! n e n 12 000 M, 1200 M'eter. 1. Ouantz«O. Schmidt), 2. Friedenslanne(Wodke), 3. Fröhlich lIentzsch). Ferner liefen; Steinnelke(4), Merkur(5.1. Zlmor, Nadina. Osivaonica.(Toto: Sieg 20:10, Platz 13, 19, 19:10. 4. P ul ch e r r i m a- R e n n e n. 22 000 M., 1600 Meier. 1. Prämie(Janek), 2. Moena(Zinnnermann), 3. Faida lO. Schmidt). Ferner liejen: Georgia(4.), Friedensziel(5.), Hussa, Marsa, Heiligenroda(slehengebl. u. ge!.). Toto: Sieg 15:10, Platz 12, 22, 15:10. 5. Frühlinzs-Rennen. 27000 M.. 1200 Meter. 1. Skarabae(Zimmermann), 2. M. Magier(Jane!), 3. Wellenbrecher (P. Lewieii). Ferner kiesen: Tarifa(4.). Deficit, Tradition. Tot»: Sieg 24:10, 6. Pvtrimpas-Ausgleich. 16000 M.. (Br. Wenzel), 2. Meinhard(Rastenberger), 3. Bimbam(Sburgold). Äerner tiefen: Armin(4.), Oberen(5.), Schakal, Gondler. Heribert, Notbremse, Wikiberta, Tot»: Sieg 75:10. Platz: 18, 16, 21:10. 7. Breis der Nachtigall. 22 000 M., 2000 Meter. 1. Einsiedler(Ianck), 2 Lorbeer (O. Schmidt), 3, Abschlusi(Rastenberger). Ferner lieien: Soldau(4), Tbunichtgut(5.), Der Sogenannte, Galipoli II. Toto: Sieg 19:10, Platz 11. 13, 11: 10. Wetteraussichten kür das mittlere Norddeutschland bis Mittwoch mittag. Bieisach heiter, aber iebr veränderlich, in den Tagesstunden mäsiig warm, im östlichen Küstengebietvcrschiedentlich leichte Regensälle. Koimerhos(5.), Millon, Platz 13, 15, 17:10. 1400 Meter. 1. Springer ÜkiiMli MI-MO 9J.1I. Berlin W 9, Bellevnestrasze 7, Miigiieder- Versammlungen für Berlin am liiittmch, den 5. lila), abends 7 Ubr. Schulaula, Auguftstr. 66. Aula der Baugewerk-Schule, AurfilrNenstr. 141. Ref. Gen. Rüben. Nationalhof, Bülowstr. 37. Ret. Gen. Heller. Aula der Arndt-Realschule, Vcllc-Alliancc-Str. 80. Ref. Den. Fischer, M. d. R. Potzcnhoker Brauerei, Fidicinstr. 2/3. Ref. Gen. Bieth:„Hinein in den Wahlkamps". Aeichcnbergec Hos, Reichenbcrger Etratze 147. Res. Gen. Dr. Engelhardt: „Religion und Sozialismus". Echulaula, Reichcnberger Ecke Forster Straße. Ref. Gen. Klingler. Peisler, Euorpstr. 11 Ref. Gen. Schmitt:„Die kommenden Wahlen". Schulaula, Wrangelstr. 128. Rek Gen. Kreuzig er:„Die kommenden Wahlen". Schulaula, Prinzenstr. 52. Res. Gen. Ritler:„Die bevorstehenden Wahlen". Gcwcrtschafishaus, Saal 5, Engcluier 15. Ref. Gen. Weide. Mariushos, Markusitraße 18, I. Sof. Ref. Gen. Fendel:„Die kommenden Wahlen". Aula der ll. löandwerterichule, Andreasstrl. Res. Gen. Heilmaitn:„Politische Lage und kommende Wahlen". Schulaula, Hohcnlohcstraße 7. Schulaula, Lilauer Str. 18. Ref. Gen. Bruns:„Die kommenden Wahlen". KUHn, Schreinerltr. 63. Rest Kon. Mewe«:„Die Reichstagswahlen". Echulaula, Eckertstr. 16. Ref. Gen. Dittmer:„Die politische Lage". Steffens, Landsberger Allee 150. Ref. Gen. Thomas:„Die kommenden Wahlen". Heinrich, Große Franisurter Str. 30. Werneuchcner Schloß, Elbinger, Ecke Werneuchener Straße. Ref. Gen. Fuß: „Die tommenden Wahlen". Schulaula. Ehristburgcr Straße 14. Königstädtisches Realgnmnasiuui, Elifabethstr. 58. Ref. Gen. Dr. Striemer. Bürg-stheim, Alte Schönhauser Straße 23/24. Ref. Gen. Bahlte:„Die kommenden Wahlen". Echulaula, Ruppiner Str. 48. Schulaula, Schönhauser Allee lOSa. Echulaula, Danziqcr Str. 23. Ref. Den. kommenden Wahlen". Schulanla, Pappelallee 41/42. Res. Den. Bruckners stiele der Sozialdemokratie". Echulaula, SchönsUeßer Str. 7. Rest Gen. Siering. Schulaula, Greifcuhagener Str. 58/59. Res. Gen. Gronefeld:„Die Partei im Reichs- tagswahlkampstst Echulaula, Bcrnauer Straße 89/90. Ref. Gen. Gräber. Humboldl-Säle, Hulsttenstr. 40. Rest Gen. Umlauf. Kellers Festsäle, Bergstr. 69. Ref. Gen. Wuschick:„Die bevorstehenden Wahlen". Schulaula, Tegeler Straße 19/21. Res. Den. Katzenstein:„Die bevorstehenden Wahlen". Meyer, Pankstr. 82. Ref. Gen. Kernig;„Die kommenden Wahlen". Schulaula, Grünthal c-r Str. 5. Ref. Gen. Koske:„Die Reichslogswahlen". Schulaula, Eotenburger Str. 2. Ref. Den. Thurau. Echulaula, Plantagenstraße 15/19. Ref. Gen. Nitfchke:„Die politische Lage und die kommenden Wahlen". Schulaula, Ostender Str. 37/39. Ref. Genossin Bohm-Schuch:„Die kommenden Wahlen". Schulaula, Osener Straße. Am Dienstag, den 4. Mai, abends 7 Uhr. 7. Ab«. BlUch-rsälc. BIllchcrstr. 61. Rest Gen. Ritter:„Die kommenden Wahlen". 43. Ab». Schulaula, wraunstr. 11. Res. Gen. Rüben:„Die kommenden Wahlen." Am Donnerstag, den 9. Mai, abends 7 Uhr. 40. Abk. Schulaula, Siemensstr. 29. Stellungnahme zur Relchstagswahl. 41. Abk. Armiuius-Festläle, Bremer Str. 73. Ref. Gen."Schlegel:„Die kommenden Wahlen". In allen Versammlungen: Wahl der Delegierten zur Generalversammlung. Um zahlreiches, pünktliches Erscheinen ersucht jD«? Torstand. I. Ab». 3. Ab». 4. Abi. 5. Abt. 6. Ab». 9. Ab». '.0. Uk». 1. Ab». 2. Abt. 3. Ab!. 14. Ab,. 15. Ab». 16. Ab«. \7. Ab». 18. Ab«. 9. Abt. 0. Ab«. 1. Abi. 12. Abt. ;3. Abt. 34. Ab«. 15. Abt. 16. Ab». 77. Ab». 8. Abt. 3. Ab«. 0. Ab!. 51. Abk. 12. Ab«. 74. Ab«. 15. Ab«. Ib. Ab». 42. Abt. 43. Ab». 14. Abk. 15. Ab«. 16. Ab«. 17. Ab«. 48. Ab«. Barth:„Die politisch« Lag« und die „Die Reichstagswahlen und die 'vuS1 ..ZUD AUFKLARUNG FUß ZIGARETTENRAUCHER! ibrÄcrffAng wn Olnfprucf* auf feines Aroma uuö xmtbm Hefc�mack sich öisizeute nur oneniaüschs öi�aretten- taöaüe ats geeignet erwiejen.� Ms Hersteller üeüannter TuaWis Zigaretten uermenben imroucfi unter öen gsgenwar. tissn seinvieriZen Ksr�atwißen nur garantiert rein erisntalijcös- �igcwettsntaöaüe�� Unsere sämtlichen Marüen sind bafrer völlig em von öunülem Jigarrentaöaü. nnb)eÄ�el�ch?M�)or5Ügtlches Mo- ma unö angsneinnen milden(öeschmach aus �5 k uifgart. OlTdr� 1020. MiKschAstoM arot i cn fa 6ri k Slfiticrujcfcfffchaft m. ■iBamuamapymua.w.-KiztsrL.'r'.xs.'Vttfmm.irasr* Kaifee I gebr. p. pid. m. 29,50 •' ,, ,, ,, 31,25 " ,,„», 33,2a Jones&. Co. BEKL-IX C 2, Neue Friedrictistr. 47. Norden 4976. Versand a. p. 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Äprtl ISA hat der Vorstand des Erundlohne, die Mitglieder eingeteilt in werdieirsi flir den Arbeitstag bettitgt: T»»«l, h»: «tust A für Vehrlinz« ohne Entgelt t/n W 801 m\ mi 13,01 18,01 m.oi ■801 T�l bis * . 2,- i- 6r- 8,- 10,- 12,— 15- 18,- »L- *— r,- ■0,—». meh» Hl««>q»trd d«r»rund lohn»w a»f«eitere« fest,«setzt: Viir«tust A auf...,,.«»f 1.—«. «- A aus,,» r e« 8>f 1.— Vt i->«»«»«» 2,—„ 2»«»»,«,» 8—. « t «» i* 8,- 10,- 12,- 15,- 18,- 21,- 24,— 27,— 80,- Die Beiträge werden mit sechs vom Hundert dieses Grund- berechnet, sie betragen: Borstehende Bekanntmachung tritt am 8. Mai 1S20 In Kraft, ion diesem Tag« an sind die Beiträge nach der vorstehenden Sohnstuseneinteilung zu zahlen. Der Vorstand. Ott«»och, Vorsitzender. Itowlile SktilmkeMWeMli. Aus Grund der Berordnung Uber Heraussehung der Grund- »hn« und Ausdehnung der Versicherungspfficht in der Kranken- ,emch«ru«g treten mit Wirkung vom S. IN»! 1910 folgende Seatorungm in Kraft � Der Grundlohn, nach«elchem die baren Leistungen der lasse und die Kasstnbetträge bcmesien werden, wird sestgesetzt fiir Stufe A auf. t 4 6 « 7 8 » 10 11 12 27 10 M. z» Stztst A gehären alle ohne Entgelt beschäftigten Lehrlinge. » » » „»assenmitztl. mit einem Sntgelt bi, zu 2M. »» m,• von 2,01— 4, ;::�-S: :: ;;:»oi-is: .. m n. 18,01— 21„ »»» 24,01— 27„ ,,„ m. als 27„ fiir den Arbeitstag. Der Kassenbeitrag beträgt wie bisher 8 vom Hundert des stwndlohns, und zwar sür dt« Stust A... 5 Bf. w 1 i«. 12 � »»» 2... 24„ m n n 3,.»36# mm n t**'* mm m 5... 60 � mm m 5.,, 72, 0n 0•••• 90 � .., 8... 108: " rn".n'*' Iii' m m» J?••• Jll!" mm"}1***» „„. 12... 180. für jeden Arbeitstag. Neukölln, den 1. Mai 1920. 201/11 Ter Kaffenvorstand. __ Heinrich, Borflhender._ Hornhaut, Ballen und Warzen «eititi man schnell, sicher und schmerzlos mit In vielen tausend Fällen glänzend U IV I fV M lw. bewährt-------- Preis Mk. 2,50. 1I7KIS01. ist in allen besseren Drogerien erhältlich. vis sich nichts anderes aufreden, es gibt nichts ■Tv Tunwügn Kart KfteBs lUftOaMK» 87/6 AM« WttlMliW für MlklB«! M MzkWS. Adlershof, den 3. Mai 1920. Bekanntmachung. Auf Grund der Verordnung der Reichsregierung Uber Heraufietzung der Grundlöhne und Ausdehnung der Versicherungspflicht in der Arankenverflcherung wird oer Grundlohn wie folgt festgesetzt: Für die a- Stufe..... 1,-«R. 0 0 ,/•• ♦ ♦ ♦ � 0 n 0„••••* 6,„ "" 5...... loC" 0" Jy" e e ♦• ♦ 12,„ 0" q"•*•*• 0 0 0 0 eeeee 18,— ,, "' in...... Iz' 0"••••• M»— ff ' I n. I;:;;; 2,- l Die Mitglieder werden hiernach«ie felgt eingeteilt: In Stufe a geheren alle«dne Sntgelt Beschäftigten Lehrling» n 1„ Kassenmugl. mit ein. Entgelt die 8,—«. 0 0\ 0" 000 �tlin 2,01 ,, 4,— *0*0 0 000 0 �91„ 6, n 00*0 0 0000 8,01„ 8,— n " 0 � 0 00 0„ 8.01„ Ih,—„ 0 0 Q n 0„„„„ 19,01„ 12,— 00�0 0 000 0 12,0 1„ 16,—„ 0 0§ 0 0 0 0 0 0 lözOl„ 18,—„ 0"® 0 0 0000 18,01„ 21,— ,, 0 0 19 0 0 tt 0 n ft 21,01„ 24,—„ 0 0 � 0 0 0 0 0 0 24,01., 27,„ 0 12„„„„*„mehr als 27,-„ für den Arbeitstag. Die Beiträge betragen wie bisher siebeneinhalb vom Hundert des Grundlohns, für die Stufe a 6�Pf. Vorstehende Bekanntmach una tritt am 3. Mai 1920 in Kraft. von diesem Tage an sind die Beiträge nach der vorstehenden Lohnstufeneiuteilung zu zahlen. Kdei' ch orstttTRÄ. ___ M. Knappe._ 234/10 MleMUMl Ums. 13—15 000 Zenln. Kohlen, 80 Wag. Solz»!w., gegr. 1906, lehte Hand, 2-zim-Wohnung. Sage und Motor vorhanden. Fordcrg. 85' 00.— EllWlkkWliik m. Bereinszim., 2 Wohnzim., am Kirchhof. Preis in. Ware 16000.—, sow, 50 and. Restaur. MNWS kellz«. Sele l!r.d Alke Themnih. Filial. einer Dl» Fa. mit 2-g!m- Wohnung. 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Der gegen den sriibrren Rechts- anmalt Paul Bredereck wegen Sochverrats erlassene Eieckbk-.es ist etleditt. 592D 2 e i v z i g, 27. April 1920. v«r Anlaelucks«e,U,r!cht»s das 2t»I>ls»,«rlchls. �MxnlieMsK övr 5!e»»ner zu vrrltn. Die Bekann tmackuna, betr. NeiUest'eßima der Dtnndlähnc, Stukeneinteilnna, Beiträge und ?el>Nin,'N, welch» am It. April III«»rislat ist. bleibt ie sieben mit der Aenderung, dah die B»2>mmungen nicht mit dem tn Asril l»U>, sondern mit da« 2. Mai II» in Kraft treten. ff»en»e tt t!» BeeKchernna«- psftcht dar« B�t-Iu» d»»B»ich». rat» ospi». April 19>« ans 18»p> Mark erlütt wsrden, und tri« diese Beftimmura mit Mantaz, den 10. Mai I9?l in Keaft. 284/13 »er varstand. Jssef Harfmann, Botsthender. Heinrich Kunitz, Schriitkührer. Ällfemeine Orlskrünken- ksise üirisrlin-Tcnipeiho!.; Bekanntmachung. Die am 27. Avril cr. er'olgte Bekannlmachung iider Herauf- i setzung bzw. Bctänderung der Grundlöhne»nd Veränderung der Swfeneintellung bleibt be- steben. iedoch m't der Mahgabe. dar die neue GrundlaljN- und Stuicneiuteiiung nicht am 26. April 1920. sondern am 3. Mai WO in Straft tritt. Desgleichen wird die Ber- flcheruuasgrcnze ab 8. Mai 1920, nicht, wie bckanntaegcben. auf 20003 M., sondern aus 15000 M. erhöht. 281/12 Der Porstanb der All-'kUicincn Ortskrnnken- lasse sür Perlin-Tempelbos. Paul Kdllmcr, Borsiheuder. Carl Schmüllins, Schriiiiithrer. ölllMllMW der öMmleiillilse der «ZUrllklZIlZM. Oranicnstr. 138. Räch der Verordnung Uber Herauftestung des Grundlohn» und Oiusdehnung der Verssche- runaspfiicht in der Kranken- vetiicheeuna vom 29. Avtil rr. sebt der Kassenverstand bis zur vienehmigunq der Sabungs- Lndctung durch das Oberver- sscheningsamt die erforderlichen und zulässigen Deudetunaen des Grundlohns porlänstg fest. Auf Grund dieser Besilmmung Hat der BerOanb In seiner S'tNN» vaw I». April I>90 beschlossen, daß der Grundlohn »cm 1« aus 4b M. erhöbt wird. Dla<»>»»«»«»»>«i-i-l»m »«»nabsnd,»pn 1. Ulni er.. i»«ircist. 284/15 Den.Herren Arbeitgebern geht iiber die Stuseneinleiinnq so- wie die Höhe der Beiträge ein besonderes Zirtular zu. FUr Kassenmitglieder stnd Druck- ercmplare dieses Kirlulars im Kassenlokal zu haben. Berlin, den 3. Mai 1920. Der Vorskand. A. ROsener, Vorsshender, A. Kdnicke, Schrittiiihrer. tosftsÄiir der 18 Jahre agesk. 400, reich tartoffeleintrag. konkurrenzlos. vorhanden, lleslamtnik Süü»eskel! Schankraum, Billardzim., 2» ?im.- Wohng. Kontrakt>928, Forderg. 16000.—, sowie 50 andere Restaurants. fteftmmuffeießii 2 Räume, 2 Kim, Küche, Miete 175.— Ankaukobi. zu and. Zweck. Fordg. 9000,—. s168gD Grdst. u. Hypoth.» Isnini, Perm. G. in. b. H. tiUldll Mittelstr. 58, Abt. Geschäft«. WIMM. Auskunft. preuv. vrunnenllr Zt.' t'L. tu■t'eüzahlung.l' Kronen 1881. Plomben /Snllfl Zahnziehen mit Einspr. hächsi cuilllC v. T an schmerzllnd. 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AmMonlaa, don lO. Atal, abends>/zS Ahr, im Nestau- rant öotflltb, Oranienür. 69, Hof 1 Treppe, findet die ordentliche GewvetsMÄ statt. Tagesordnung: 1. Jahresbericht 2. Erhöhung der Beiträge und der Rente 3. Verschiedenes. Berlin, den 3. Mai 1920. Der vorstand. lAar blaz nz, Vorsitzenden Klewk Kinobesitzer die ihre Lage verbessern wollen, wallen mit Erfolg Offerte ein- reichen unt Ff. M. 1-0)8 an Rudolf Mrise. IV 8, Leivttaer Str. 103. nWQl?nUÄUSln1tIZsrteu!Änd können noch eine beschränkte Anzahl von Familien beim Sauvereln Marlendort-Sßd, e. G. m. b. H., Seskrllen und crsccrben. 5955) Rur Aukfiiirung werden gnteressenlen zu der am Mitlipoch, den S. ifiai, ndchm.S Ahr, stattftnäeu.dcn v-rsinninlung elngeladcl-.. Trcftpuntl: Asstaurnal»chnkihcls, twild» grude),>tin DOhnftofAZarlenspIde. Sonst tSglich 4-8 Ahr nackleu.: Desprrckinng im Aestour. burck» Hrrrr, SShin ; e rvr■!. 1 1 3r\~■.■•> jj" i!«Sl«niS««�sh© öftjutxxxiaooo ocrxncKX ooooocooooegjoDoayofiooooacaogoooooociixitfS Junger Parteigenosse sucht Stellung als Lokalrcdahteur, gleich wohin, bisher als Hilfsredakteur in Parteileitung tätig, mit gutem Stil, redegewandt und arbeitskreudig,— Offerten erbeten unter U. 83 an die Hauptexpedition des„Vorwärts", -8k-1 w.x b. jexxwooaoooooooaouoocooLOlyMMexypuxxaouexxxjuooooooBtQ sunt BütgfnafiUffflfile. Infolge Wegganges ihres Inhabers ist die Stelle dos II. Bürgermeisters der Stadt Stettin möglichst baid neu zu de- letzen. Die Stelle soll, wie bisher, mit dem umfassenden und feibständigen Dezernat der gesamten städtisdien Wohifahrts- und Gesundheitspflege verbunden werden. Außer der erforder- tichen Allgemeinbildung und einer in einer großen Selbst- Verwaltung erworbenen gediegenen verwaitungstechnischen und organffalorischen Schulung wird daher besondere nnrirische Eriahrung und hervorragende Bewährung auf den erwahnien Gebieten mziaier Fürsorge erfordert Diensteinkommen des bis- heriaen Inhabers 18500 M, Gehalt,;000 M. Aiiiwands- entschädiguug und Kriegsteuerungs.-.ittagen nach Staatsiätzen; Neuregelung deadstchtigr Meldungen mit Lebenslani, Nachweis der Eignung und AnfvrUchen di» 15. Mai an das Etadlverordnetendureau im Rathaus. Stettin, den 8. April 1920. Ter Ttadtverordnetenvorsteher. A h r e n__ 188 7* Tüchtiger Redakteur fiir den lokalen Teil unseres Blattes gesucht. Meldungen bis 9 Mai 1920 an die Geschästestelle, Dcsson, Askanlfche Slcasj« 107 erbeten._ volksblritt für Anhoit. Burcanhilfskräfte, schristgewandt und gute Rech- ucr,|ür Monat Mai gesucht. Eintritt soiort. Gehalt nach Tarif. Schrisiiiche Bewerbungen erdeten. 284/17 Allaem. 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Provinzstraße 56.— Treptow, Gramenz, Kieiholzstr. 412.— Falkenberg, Salz mann, QartenstadtstraBe 10(fQr Alt- Glienicke).