Nr. 228. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Norwärts ६ 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Fernspredjer: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 30. September 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Abonnements- Einladung. Die Knebelung der deutschen Landarbeiter Vorwärts" Berliner Volksblatt beiter durch den jeßigen Direktor des Bundes der Land- Herren das Syſtem der Leibeigenschaft in den Gefinde mit der illustrirten Sonntags- Beilage Die Neue Welt". " sich allen seiner Leibes beschaffenheit und seinen Kräften angemessenen hauswirths Wir ersuchen alle unsere Freunde und Genossen, nach schaftlichen Verrichtungen" zu unterziehen. Solche Kräften für die Erweiterung unseres Abonnentenkreises Bugeständnisse kann man natürlich von modernen Agrariern thätig zu sein. Jeßt, bei Beginn eines neuen Quartals ist ist von den deutschen Agrariern in aller Form vorbereitet. nicht mehr verlangen. Sie verlangen, daß der„ ganze" dazu die beste Gelegenheit. Und die Zeiten sind so bewegt, so Die juristische" und" geseßliche" Lösung der Frage, wie Körper zu jeder Zeit" zur ausschließlichen Verfügung" schwankend ist die nächste Zukunft, so nothwendig die Theil- wieder befriedigende" Arbeiterverhältnisse für die Guts der Herrschaft stehe wahrscheinlich soll damit das nahme eines Jeden an den Kämpfen der Gegenwart, daß befizer geschaffen werden können, liegt fix und fertig vor. Recht der ersten Nacht, das Gutsbesitzer- Söhne und es mehr als je Pflicht der Genossen ist, für politische Auf- Wir haben im letzten Sonntagsblatt schon kurz erwähnt, Verwalter so kräftig noch heute bei dem weib tlärung zu sorgen, und das Parteiorgan in immer weiteren wie die Sache an's Licht gekommen ist. Der bisher sorg- lichen Gesinde ausüben, juristisch unanfechtbar festKreisen zu verbreiten. Es ist das im wahrsten Sinne des fältig geheim gehaltene Gesezentwurf hat durch Genoffe gelegt werden. Nur das ist nicht ehrlich und unvers Worts eine Parteipflicht, die erfüllt werden muß im Dr. Quarck im Sozialpolitischen Gentralblatt" eine Dar- froren, wie es echten Agrariern ziemt, was in der„ BeInteresse der Partei. Die Hauptstärke einer Partei liegt ftellung und Besprechung gefunden, die einstweilen als gründung" des Gesezentwurfes über diese Bestimmungen in ihrer Presse je mehr Leser ein Blatt hat, desto Unterlage für unsere Stellungnahme völlig ausreicht. steht. Formelle Bedenken hätten obgewaltet, ale man die größere Macht hat es, und je größer die Macht der Partei- Der ländliche Unternehmerverband für die Provinz Gesinde- Ordnungen in die„ Regelung" mit herübergenommen presse, desto größer die Macht der Partei. Wer dem Partei- Sachsen( nicht Posen, wie uns der Druckfehlerteufel habe. Eine Abänderung derselben hätte den Umfang der Organ neue Leser zuführt, stärkt sonach die Partei. in unserer ersten Notiz sagen ließ), der sich dreift Arbeit vermehrt" und" partikularistische Anschauungen" Mit dem 1. Oktober eröffnen wir ein neues Quartals- und gottesfürchtig als Verband zur Verbesserung hätten nicht verletzt werden sollen. Hier hat die agrarische Abonnement auf den der Arbeiterverhältnisse" bezeichnet, hat den Ruhm Tapferkeit recht schmählich versagt. Solche Flausen glaubt Gesetzentwurf die Land- ja doch niemand. In Wirklichkeit ist den übermüthigen wirthe" haben ausarbeiten zu lassen. Durch Vermittlung Ordnungen ein Kräutlein Rührmichnichtan. des Deutschen Landwirthschaftsrathes" ist er dieses Früh möchten dasselbe um feinen Preis um ein Jota jahr beim Bundesrath eingereicht worden und hat bereits verändert haben. In einer legten Anwandlung den einen praktischen Erfolg gehabt, daß die preußischen von Scham leugnen sie dies und schützen formelle Eisenbahn- Direktionen keinen Arbeiter vom Lande mehr Schwierigkeiten vor. Die Scham hat auch nicht lange einstellen, der nicht durch Zeugniß seines früheren Brot- angehalten; denn die nun folgenden Abschnitte des Gesezherrn nachweisen kann, daß er ordnungsmäßig aus der entwurfes sind ebenfalls thatsächlich weiter nichts, als eine Beschäftigung gekommen ist. Das ist der Anfang, das Knebelung der übrigen Landarbeiter nach Art des Gesindes. Uebrige überlegt man sich noch; und es ist der Ueberlegung Eine fortlaufende behördliche Kontrolle aller übrigen Landarbeiter soll die Grundlage der Regelung" bilden. wollen die Agrarier zunächst durch ihren Gesegentwurf, be- ab, der Arbeiter selbst meldet sich an und ab, um den Hals Die aller Humanität Hohn sprechenden Gesindeordnungen Der ländliche Unternehmer meldet jeden Arbeiter an und treffend die Regelung der ländlichen Arbeiterverhältnisse" hängt ihm als fortwährendes Wahrzeichen das Arbeitsvollständig aufrecht erhalten wissen. Zu diesem Zwecke buch, in welchem seine Personalien und sein Lebenslauf beginnen, die uns mitten in die gewaltigste moderne Geschichts- bestimmen sie den Begriff" des Gesindes recht deutlich; es lückenlos verzeichnet find; die Ortsbehörden aber Tragödie versehen, und den Heldenkampf der Kommune, erzählt soll ja kein Arbeiter jetzt und fünftig dieser modernen Leib- tauschen unter einander die Angaben über ab- und von einem der Kämpfer, an uns vorüberziehen lassen. Die Ueber eigenschaft entwischen, für den sie bestimmt ist. Mit einer anziehende Landarbeiter aus, wie sie die Strafregister über feßung, aus der Feder Audorf's, des Dichters der Arbeiter- Unverfrorenheit, die im Klassenkampf unschätzbar ist, heißt Verurtheilte führen. Das bis ins Einzelne entworfene marseillaise, hat das ganze Leben des französischen Originals. Den in Aussicht gestellten Roman, welcher die Ereignisse der diejenigen Personen verstanden, die sich durch Vertrag ver- Gintritt, über die Form des Arbeitsvertrages, über seinen es im§ 9 des Entwurfes: Unter Gesinde werden fortan Muster der Eintragungen schreibt Bemerkungen über den März revolution, und namentlich der Voltserhebung in Berlin behandelt, werden wir, um die Aktualität und das pflichten, für ein bestimmtes Hauswesen wirthschaftliche Juhalt, über die Zeit des Austritts, und über die Art der Interesse zu erhöhen, erst im nächsten Frühjahr, also gewisser: Dienste dergestalt zu verrichten, daß sie ihre ganze Ar- Auflösung des Arbeitsverhältnisses vor. Wenn man Leibmaßen zu den Gedenktagen der vorgeführten beitskraft der Dienstherrschaft zu jeder Zeit immer eigenschaft unter modernen Rechtsformen verstecken wollte, Ereignisse veröffentlichen eine Anordnung die sicherlich halb eines bestimmten Zeitraumes zur ausschließ man fonnte es nicht besser machen, als so. Wie eine die Billigung unserer Leser finden wird. Sache ohne Willen und Seele soll der versklavte Landarbeiter zum Besten der Unternehmer kontrollirt werden. Wehe ihm, wenn sein Arbeitsbuch nicht Aufschluß über Für Berlin nehmen sämmtliche Beitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mart 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postaustalten Abonnements zum Preise von 3,30 M. für das Quartal entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 werth, denn es ist gar zu schön. unter Nr. 6919.) Nach Beendigung des Romans: Der Jude von Spindler, werden wir spätestens am 1. Oktober mit dem Abdruck der Erinnerungen eines Kommunarden Die Redaktion und Expedition des " lichen Verfügung stellen und dafür einen vereinbarten Lohn erhalten." Die alte 1844er Gesinde- Ordnung für die Rheinproving hat doch noch eine menschliche An" ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. wandlung, indem sie in§ 18 bestimmt, das Gesinde habe ununterbrochenen Gehorsam und schweigendes Dulden giebt. Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. ( Schluß.) lebhaft und unterwürfig fich geberdend, einen wichtigen Zwiesprach hielt in hebräischer Zunge. Lippe stammelte:„ Bei dem Gedächtniß des Raaf! Ich bin Jungfrau und unvermählt!" Dagobert's Hand zuckte " Esther! Tochter Ben Davids!" rief Dagobert der heftig in Regina's Hand bei diesem Geständniß, und noch 153 Erwachenden ins Ohr: ,, Sage, Du hier: Du betrittst dies einmal erhob sich mit Sturmesgewalt eine Bewegung in Haus?" Die Augen öffnend, aus welchen die zärt seiner Brust, auf welcher sich der böse Geist, der in den lichste Liebe auf Dagobert strahlte, erwiderte die Liebliche, Tiefen schlummert, herauf arbeiten wollte, zur Geschäftigreizend selbst in der Blässe der Ohnmacht:„ Euch, verehrter feit und That. Du warst getäuscht!" raunte er dem erHerr, sollte ich noch einmal sehen; Zeuge Eures Glücks bleichenden Bräutigam zu: Verrathen und betrogen um sein sollte ich; Euch finden mußte ich im Arme der Braut Dein Lebensglück? Warum ist sie schon fern, Fiorilla, die und der wonnevollen Eltern. So wollte es das Schicksal Lügnerin? warum Dir so nahe,-unauflöslich an Dich Das Haus, in dem sie wohnten, brannte nieder", er- und der hochgelobte Gott, der noch einmal prüfen wollte geschmiedet, die minder als Esther geliebte Regina? Giebt klärte, sich entschuldigend, der Altbürger. Ihre Habe dies Herz. Aber" setzte sie mit himmlischer Zufrieden- es kein Mittel, zu ändern, was vorgegangen?"- Das habe ich gerettet, und bot ihnen ein Unterkommen für diese heit auf Stirn' und Wange hinzu: gepriesen sei seine Geflüster des bösen Geistes verstummte jedoch, und zurück Nacht, obschon sie sich sträubten, mir hierher zu folgen. Huld! Ich fann Euch offen sehen in's Auge, ohne neidisch wogte die finstre Welle, auf welcher er gekommen, denn Aberseh' ich recht?" setzte er bei: Hier erst, guter zu fein auf Euer Wohl, und gut hat er's gemacht Dagobert's Treue und Männlichkeit behielt den Sieg. BeFreund, erkenne ich Eure Züge. Beim Bliz, Ihr seid der und recht in seiner unerforschlichen Weisheit!" Wie ruhigend und liebevoll blickte er auf Reginen hernieder, Mann, dem ich das Geld gezahlt, das seinem Schwäher- staunend und sprachlos auch Dagobert und seine junge die von Esthers Bekenntniß erschreckt, mehr denn Dagobert, vater zugehört, und diese Frau" Gottes Wunder!" Gattin an den Lippen der Redenden hingen; ihr ängstlich das Haupt an seine Brust gelegt hatte, das schrie hier plötzlich Ben David auf, dessen bis jetzt die dem Staunen, ihre Ueberraschung steigerte sich, da Esther in ihres Auge zu ihm emporgerichtet, als wollte sie fragen: Mein Alten Erzählenden in der Freude ihres Herzens taum er- Baters Arme flog, der gerade seinen wiedergefundenen Geliebter! wankst Du nun? bereuest Du nun? und bin ich wähnt hatten, und der demüthig hinter den Vornehmeren Sohn gesegnet hatte; denn Ben David sprach:" Geseguet die Deine noch, oder schon von Dir getrennt?" Er um stand: Gottes Wunder! es ist nicht gewesen sein Geist... sei der Herr, der meine Augen offen gehalten, daß ich schlang sie mit der Junigkeit eines wahren und redlichen er ist es selbst! Ascher! Ascher! mein Sohn! mein Sohn! sehe zurückkehren zu den schönen Hütten Jakobs den Ver- Gefühls, drückte einen Kuß auf ihre Stirne und wendete seh ich Dich wieder,... und weh geschrien,... wie seh lorenen, und preisen darf das Loos derjenigen, die ich sich mit offuem Gesichte zu Esther, die, in den Armen des ich Dich wieder?"" Vater! Vater! hochgelobter Gott in liebe, troß einem Sohne, weil sie nicht gefallen ist in die Vaters liegend, mit wehmüthiger Freundlichkeit nach ihm Deiner Gnade!" rief mittlerweile die Verschleierte, deren Schlingen der Abtrünnigkeit! Ift mir's jedoch gewesen herüber sah. Verhüllung sant, deren Züge Esthers waren, deren Knie wie ein Traum, daß man mir gesagt, Du seist vermählt," Seltsames Mädchen!" sprach er sprach er, ohne Vorwurf, brachen, und welche hingleitete in des bestürzten Dagoberts mein Kind! Wo ist Dein Mann, Kind, daß ich ihn segne ohne Bitterkeit:" Ich weiß nicht, soll ich Dir zürnen, Arm, sogleich unterstützt von ihrer glücklichen Nebenbuhlerin mit den Fingern meiner Hand und dem Spruche des Ge- oder Deinem Gedächtniß eine doppelte Liebe schenken? Regina. Dieser Auftritt wandelte die Zuschauer zu Stein, rechten?" Da blühte das Geständniß des größten Edel- Bunt und täuschend schimmernd, wie eine Schlange, windest den Schultheiß ausgenommen, der, von Esthers Anblick be- muths, den je ein Weib bewiesen, in Purpurflammen auf Du Dich zum Ziele der Tugend, und fürchtest nicht, schämt, davon schlich aus dem Saale, und ausgenommen Esthers Angesichte auf; und sie schüttelte ehrerbietig den einst zu bereuen?" Nimmermehr, mein theurer Freund, Ascher, der auf seinen Vater zugelaufen war, und mit ihm, Kopf. und beugte sich nieder vor Ben David, und ihre den ich also nennen darf, vor allen, die uns umstehen!" " Er würde unbarmherzig abgewiesen werden, wo er um Arbeit[ aur Abwehr der demagogischen Agitationen sei die sorgfältigste| sei eine Wendung", daß wir Marx für den leitenanbettelt. Aber es fönnten Zeiten fomnien, wo der Gutsbesitzer Erwägung nöthig, weil vergebliche Entwürfe nur Wasser den Geist der Internationalen erklärt hätten. Eine Wendie Arbeiter doch einmal nöthiger braucht, als ein fehlerlos auf die Mühle der Sozialisten wäre und die An- dung"? Wann ist es je anders gesagt worden? Der ausgefülltes Arbeitsbuch. Es könnte sein, daß sich der sichten aller Parteien über die einzuschlagenden Wege auseinander Siebenschläfer des Junkerblattes hat mindestens viermal Landproletarier in dieser für ihn günstigen Zeit erfrechte, gehen. durch Vereinigung oder isolirt bessere Lohnbedingungen er Mittheilung aus ausgezeichneter Quelle zugekommen ist. Wir können nur bemerken, daß uns die angezogene sieben Jahre geschlafen. halten zu wollen. Auch dieser Eventualität muß vorgebeugt Dieselbe schließt keineswegs aus, daß eine Verschärfung des lischer Vereinigungen der arbeitenden Stände hat dieser Die 6. Generalversammlung der Präsides kathowerden, so dachten die Urheber des Entwurfs. Und so gemeinen Rechtes gleichfalls in's Auge gefaßt wurde. Tage in Köln a. Rh. stattgefunden. Die Bevormundung, reihen sich die Strafen für Kontraktbruch, Koalition, Streita anstiftung und Streitbeihilfe an, die von geringen Geld. Doppelt genäht würde diesmal freilich nicht besser halten, die sich die katholischen„ Gesellen" gefallen lassen, wird gebeträgen bis zu zwei Jahr Gefängniß steigen. In der Zeit sondern besser reißenr. Reichstag und Landtag, Anarchisten- nügend durch den Umstand charakterisirt, daß an der Generalder strammen Feldarbeit sind die Strafen noch höher, als Vereins- und Versammlungsrechtes, Vermehrung der Polizei theilnehmen. Aus den Besprechungen heben wir die Bergefetz, Verschärfung des Strafrechts, Verschärfung des versammlung blos Präsides, Pfarrer, Kapläne und dergl. im Winter. Ob sich die Urheber dieser Vorschläge über 11. f. w. u. f. w.- all dies beweist nur die Furcht vor uns handlungen über den Autrag Hige hervor, die in folgender legt haben, wie sehr sie damit ihre Hauptabsicht und die guten Aussichten unserer Sache. Resolution gipfelten: bloßstellen, lediglich den Profit des ländlichen Groß- Unter1. Die Arbeiter haben ebenso gut wie andere Berufsgruppen nehmerthums zu schützen?... Mehr belustigend wirkt der Eine horrende Verurtheilung ward es vorgestern Zusatz, daß die Koalitionsverbote immer auch für Nicht- in unserem lokalen Theil genannt, daß ein 17jähriger das Recht wie das Bedürfniß, sich zur Wahrung und Förderung ihrer Berufsinteressen zusammen zu schließen. Landarbeiter gelten. Diese Quittung über den ver Bursche, der im Besiz eines Dolchs gewesen war und sich 2. Die bestehenden Berufsvereine( Gewerk- und Fachvereine) giftenden" Einfluß der gewerblichen auf die Landarbeiter vor Gericht als Anarchist bekannt hatte, zu 1 Jahr Gestehen fast ausnahmslos unter sozialdemokratischem und ist köstlich. Man sollte ein Preisausschreiben dahin erlaffen, fängniß verurtheilt und sofort in Haft genommen wurde. liberalem Einfluß, sind so eine bedrohliche Gefahr für die christdaß eine Krone Jedem gebührt, der ähnlich unverschämte Was eigentlich das Vergehen war, das der so hart Ver lichen Arbeiter. 3. Diese Gefahr kann nur dadurch beseitigt werden, daß ents Gesetzesvorschläge ans einem anderen der zivilisirten Staaten urtheilte begangen haben soll, ist uns unerfindlich weder nachzuweisen vermag. der Besitz eines Dolchs noch der anarchistischer Gesinnung weder christliche Gewertvereine gegründet werden, oder Auch bei den deutschen Arbeitern sind die Herren erklärt juristisch das Strafmaß. Doch das wird hoffentlich aber, daß die christlichen Arbeiter so geschult werden, daß sie Agrarier natürlich an die rechten gekommen. Im Kampf von Juristen noch näher behandelt. Nach den Zeitungs- den sozialdemokratischen resp. liberalen Einfluß zu paras gegen dieses auf seine ganze Existenz geplante Junker berichten wurde das hohe Strafmaß vom Staatsanwalt mit siren vermögen. 4. Der beste und sicherste Weg zur Erreichung einer gesunden, aur Greicht attentat wird der Landarbeiter bemerken, wo seine Sefaffen- der anarchistischen Gefimung", die bei folchen reifen erfolgreichen gewerkschaftlichen Organisation unserer Arbeiter und Leidensgenossen sind, die ihm ohne Rücksicht auf ihre Burschen gefährlich sei", begründet, und schloß der Gerichts- sei es selbständig, sei es im Rahmen der bestehenden OrganiDeshalb hof fich dieser Begründung an. eigenen Bedrängnisse tren zur Seite stehen. Das klingt taum glaublich. fationen ist die Bildung von Fachabtheilungen in den schrieben wir schon am Sonntag, daß der agrarische Gesetz- Wir dächten, die Unreife" sei nicht ein erschwerender, bestehenden tatholischen Arbeitervereinen. entwurf unübertreffliches Material für die Landarbeiter- sondern ein mildern der Umstand. Wenn man alle 1. Förderung der Fachbildung: Agitation ist. Diese Agitation steht auf der Tagesordnung unreifen" Burschen, die dummes Zeug schwäßen, ins Ge a) durch Unterricht, Vorträge, Ausstellungen( Modell) u. s. w. des bevorstehenden Parteitages, und da soll hoffentlich den fängniß sperren will, dann reichen alle Gefängnisse Deutschb) durch Beschaffung einer Fachbibliothek( Bücher, Fachzeitagrarischen Ränkeschmieden und Fabrikanten geheimer lands nicht aus. Also wie wird dieses Urtheil gerechtschriften u. f. w.); Gefeßentwürfe eine Antwort ertheilt werden, die es ebenso fertigt? c) durch Besprechungen, Vermittelung von entsprechenden spelt abgefallen iſt wie unsere späteren Agitationserfolge auf dem Lande die Herren bereuen lassen wird, so keck mit den deutschen Land- vom christlichen Glauben, versetzt die" Germania" in eine Gefeße und Veranstaltungen; praktische Anleitung zu zweckmäßiger Die Noth der Zeit, weil die Welt abgefallen ist Arbeitsstellen u. f. w.). 2. Gründliche Unterweisung bezüglich der bestehenden sozialen arbeitern umgegangen zu sein, wenn auch nur in ihren sehr traurige Stimmung, und veranlaßt sie zu herz- Mitwirkung bei Ausführung refp. Verwaltung derfelben. agrarischen Gedanken. bewegenden Jeremiaden. Diese wollen wir ihr gern schenken, aber ein hübsches Bitat, das auch uns paßt, wollen wir dem Jammerartikel entnehmen, folgende prächtige Stelle aus Gör re's, 1821 veröffentlichter Schrift," Europa und die Revolution": Politische Leberlicht. " Die Noth der Zeit, weil 3. Besprechungen und Erhebungen bezüglich der bestehenden Arbeiterverhältnisse, Klärlegung der Mißstände und der Wege der Abhilfe; Mittheilung und Anregung entsprechender Vers besserungen und Einrichtungen bei den berufenen Instanzen. Diese Anregungen werden in der Regel und zunächst von den einzelnen Mitgliedern an zuständiger Stelle( beim einzelnen Arbeitgeber in bescheidener, vertrauensvoller bestimmter Aussprache, im„ Arbeiterausschuß", im Borstande der Krankenkasse, im Gewerbegericht u. f. w.) angebracht, während in anderen Fällen schriftliche oder mündliche Vorstellungen seitens der Fachabtheilung als solcher sich empfehlen. Diese können gerichtet werden: a) an die Vorstände der Krankenkassen, der UnfallversicherungsGenossenschaften u. f. w.; b) an die Handelskammern oder an Arbeitgeber- und gemeinnützige Verbände( Aktiengesellschaften, Vereine für Haushaltungsschulen, Ferienkolonien, für Wöchnerinnen- Fürsorge, VoltsKaffeehäufer, Bade- Anstalten u. f. w.); Berlin, den 29. September. Nach alter Sage kam die Sybille von Gumä mit neun Anarchistengesetz. In Ergänzung und angeblicher Büchern heiliger Weiffagung vor Tarquinius Priscus, damit sie Berichtigung unserer Mittheilungen über die Ausarbeitung ihm die Tafeln zum Kauf biete. Der König fand den Preis zu eines Anarchistengeseges im preußischen Ministerium des boch, den die Seherin darauf gesezt, und sie ging hin und verJunern durch den berühmten Seefahrer und Sozialisten- brannte drei der heiligen Bücher, und ist dann zum zweiten tödter Trott zu Solz schreibt heute Morgen die Bossische Mal vor ihn bingetreten, dieselbe Summe wie vorhin für den Rest begehrend. Da erschien dem König ihr Beitung": Thun thöricht. und unbillig ihr Ansinnen, daß er für sechs Bu ben Erwägungen, ob ein gefeggeberifches Borgehen gegen den gleichen Preis wie für neun bezahle, und weigerte sich die Umsturzbestrebungen angezeigt erscheint, hat, wie man uns abermals, fie an sich zu nehmen. Sie aber ging hinaus, um von sonst gut unterrichteter Seite mittheilt, nicht erst die Er- brei andere Bücher zu verbrennen, und kam zurück, die drei letzten mordung des Präsidenten Carnot den Anstoß gegeben, sondern wieder um die erste Summe anzubieten. Da wurde der König diese gehen weit über den Sommer dieses Jahres zurück. Schon nachdenklich, und befragte die Auguren, und die riethen, die geseit dem Ende des verflossenen Jahres ist man an den zuständigen Stellen in heimnisvolle Priesterin des Verhängnisses nicht zum dritten Male c) an das Gewerbegericht, welches nicht nur in Lohn- 2. Preußen und im Reiche mit Borarbeiten befaßt, die der weiteren Ausdehnung abzusveisen; und so kaufte er die brei Tafeln um den Preis, für Streitigkeiten entscheidet, sondern auch berufen ist, Borschläge den ihm alle neun geboten waren. Die Seherin aber hieß sie und Anregungen den Behörden und gefeßgebenden Faktoren zu umstürzlerischen Bewegung vorzubeugen bestimmt find. Ueber diese Vorarbeiten hinaus ist die Angelegenheit jedoch wohl bewahren, weil die Zukunft des Reiches in ihnen beschloffen unterbreiten; d) an die Gewerbe- Aufsichtsbeamten( Fabrikinspektoren); auch heute noch nicht gediehen. Insbesondere ist darüber sei, und ward dann ferner nicht mehr gesehen. noch keinerlei Gutscheidung getroffen worden, ob der preußische den Machthabern dieser Zeit die Geschichte zum öfteren vorbei- der Lohnzahlung[§ 119a ber Gewerbe- Ordnung]) oder die OrtsWie hier die Wahrfagerin am alten Römertönig, so ist an a) an die Gemeindebehörden( z. B. ortsütatutarische Regelung Landtag oder der deutsche Reichstag mit etwaigen gesetzgeberischen Vorlagen der Regierung befaßt werden wird. Mit gegangen, ihnen bietend Wort, Hermesschlüffel und Schlangen Polizeibehörde( z. B. Verpflichtung zur Einrichtung von WaschDer Rückkehr des Reichskanzlers nach Berlin wird hierüber ent- stab, um die Zukunft zu besprechen, die besprochene auf- und Umkleideräumen, von Eßfälen in Fabriken u. f. w.[§ 12d Der Preis, den fie der Gewerbe- Ordnung]); endlich kann in gegebenen Fällen auch schieden werden. Den Gedanken, Ausnahmegesetze nach dem zuschließen, die erschlossene zu beherrschen. Muster und in dem Sinne des verflossenen Sozia- auf ihr Geschent gesetzt, war Selbstbeschränkung, in der war Selbstbeschränkung, in der f) an die öffentliche Meinung appellirt werden durch was der Zeiten Lauf unvermeid- ruhige, wohlüberlegte, maßvolle Darstellung der Mißstände und g der e) der Streif den Listen gefeßes zu schaffen, scheint man, wenn er je ernstlich Einsicht von dem, lich herbeigeführt, und freiwillige Gestattung dessen, praktische wohlbegründete Vorschläge zur Abhilfe in Zeitungen erwogen worden ist, jest end giltig fallen gelaffen zu was Recht und Billigkeit verlangen. Aber der Preis schien zu und Vorträgen. haben, da sich in dem gegenwärtigen Reichstag eine Mehrheit hoch einmal und abermal: wie mag die süße Gewohnheit der Gewiß kann und soll auch das letzte Mittel zur Erreichung dafür nicht finden würde. Dagegen ist nach den Erkundigungen Serrschaft ablassen von dem, der sich ihr hingegeben? Die berechtigter Wünsche und Forderungen unferes Gewähr mannes die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß Seherin aber, fireng und herb und sürnend ob der Zögerung, Arbeitern nicht beschränkt werden, aber schon die lokale und der preußische Landtag mit einer auf die Bertam ärmer jedesmal vor die Zaubernden, immer höhere Gabe fonfeffionelle Beschränkung der Organisation wird die selbständige schärfung des Vereins- und VersammlungsGefeßes abzielenden Vorlage befaßt und gleich für das, was sie zu bieten hatte, im Tausch ansprechend. Leicht Aufnahme und Durchführung eines solchen faum möglich erzeitig oem Bleichstag möchte die Beit jest nicht jerne sein, wo es umiesten scheinen laffen. Jebenfalls wird der( geistliche) Bräſes) und wird, welche die Abänderung der einschlägigen Male naht, und ihr letztes Kleinod und mit ihm den Frie Vorstand des Vereins mit Erfolg dahin wirken, daß 1. erst den dem Jahrhundert bietet." alle Mittel friedlicher Begleichung versucht werden; 2. nicht Bestimmungen des Strafrechts verfolgt. Gründe der In ihrer Abendausgabe veröffentlicht die„ Vossische Das war vor 63 Jahren. Seitdem ist die Seherin blos Seitdem ist die Seherin blos die Gesichtspunkte und Beitung" folgende ihr aus Hamburg zugegangene Privat- schon mehrmals genaht, und die modernen Gewalthaber Arbeiter, fondern auch die Gegengründe der Arbeitgeber, die Schwierigkeiten und Gesind nicht so klug wie Tarquinius Priscus, der wenigstens fahren des Streits zur vollen Erwähnung in letter Stunde noch verstand. tommen, daß 3. neben den Gegensäßen auch der Solidarität der Interessen, sowie der Gefeße der Ordnung und Gerechtigkeit Rip van Winkle, der holländische Siebenschläfer, nicht vergessen werde; daß 4. der Frieden immer das bewußte scheint Chefredakteur der Kreuz- Zeitung" geworden zu sein. Biel bleibt. Jedenfalls müssen von dieser Erwägung aus auch Er schreibt heute zu unserem geftrigen Artikel über die die Arbeitgeber und Behörden die selbständige Fachorganisation Gründung der Jnternationalen Arbeiter- Assoziation": es der katholischen resp. christlichen Arbeiter als einziges Mittel, depesche: Gegenüber der Nachricht des Vorwärts", betreffend die Ausarbeitung eines Anarchistengesetzes durch den Geheimrath Trott zu Solz, erklärt der Berliner offiziöfe Berichterstatter des " Samb. Korr.", daß dem Reichstage ein Anarchistengesetz über haupt nicht vorgelegt werden soll. Wegen der zu machenden Vorlagen auf dem Gebiete des gemeinen Rechts erwiderte Esther himmlisch lächelnd: So wir wie getheilt der Stolz desselben ist. Ich bin nicht undankbar! fordert das Paar; Esther 30g aber rasch und stürmisch Vater und haben die Liebe einer abwechselnd düstern und rosigen Zeit, meine Habe! hin geb' ich sie Euch mit Freuden für dieses Bruder in das Seitengemach. Ich kann, ich darf dies also müßten wir auch die Rene theilen, und man fühlt Kleinod, das Ruhe und Heiterkeit auf ewige Beiten unter Schauspiel nicht wieder sehen!" sprach sie mit bewegtem diese nicht im Besize eines reinen, schönen tugendhaften mein Dach zurückführt. Warum bin ich nicht der Mann, Herzen, ich fühle dann, daß ich nur bin ein schwaches Weseus, wie Eure Braut; man fühlt sie nicht in dem Be- der das römische Reich bewacht und hütet? beneidens Wesen von Staub. In Eurer Mitte laßt mich sein bewußtsein erfüllter Pflicht. Glänzen. nicht hier in jedem werth sollte Ener Loos sein!" Ben David ruhigt und fröhlich in meiner Pflicht, und laßt uns entAuge Thränen der Freude und der Rührung? Zwei Bäter, lächelte, seine Kinder umschlingend, daß seine vernarbten weichen aus Frankfurt, wo ich nimmer athmen fann!" zwei Mütter feguen meinen Entschluß, und aus der Büge faft einen angenehmen Anblick gewährten.„ Ehr- Wir gehen, wohin mich ruft eines wackern Fürsten Gnadenschlechten Jüdin, die, hätte sie auch erschlichen durch die samer Herr!" rief er frohbewegt; bin ich nicht schon ge- ftimme, gen Junsbruck!" versetzte froh der Vater, die Tanfe das Bürgerrecht in diesem Hause, dennoch immer worden ein gekrönter König, voll Ehren und Freude? Hände dankbar gen Himmel hebend: ich bin wieder gedarin geblieben wäre eine Fremde, ist geworden auf ein Wer sicht mich in der Kinder Mitte, und beneidet mich worden ein schuldloser Mann, und von mir wird weichen mal eine Freundin, ein Geschöpf, das man duldet um nicht? Behaltet, Herr, Gure Gaben, und laßt dafür fallen Bann und Matel; ich halte wieder bei mir den verlorenen seines Gemüths willen. Ich kann nicht dankbar genug einen Blick der Gnade auf einen Armen, der bis jetzt im Sohn, der in Buße und Noth wiedergefunden hat Israel. preisen den Herrn, der mir Stärke genug gegeben, auf Winkel gestanden hat, wie einer, der nicht zu den Fröhlichen Ich rühme mich einer Tochter, die erkannt hat, daß die mich selbst zu wälzen eine Schuld, um Euch, theurer Herr, gehört." Leidenschaft demüthiger sein muß, als die Liebe zu dem zu bewegen, den Schritt zu thun, der, uns plötzlich auf Er führte den armen kleinen Haus, der sich schüchtern Herrn, und der Behre, in der wir geboren! Freude also ervig trennend, Eure Sinne zurückführen mußte, in den hinter einen Seffel gezogen hatte, dem Großvater zu, an in Israel und in den Zelten der Gerechten! Du, Ascher, Kreis der Euren, Eures Standes, Eurer Pflichten. Ich dessen Halse noch der Wiedergefundene ruhte. Hans hatte wirft meinen Stamm fortpflanzen auf die spätesten Zeiten, wollte Euch nicht mehr sehen, und grollte faft mit dem die Augen voll Thränen, Schmerz auf den Lippen, und wie es thaten die Boreltern, auf denen der Friede sei, und hochgelobten Gott, daß er mich noch einmal in Eure Nähe seine Händchen falteten sich bittend: Verstoße mich nicht, Du, mein Kind Esther, wirst den Lohn Deiner Tugend an geführt, und weil ich zu stören glaubte,-nicht meiner Bater!" seufzte er: und Du, mein gutes Wütterlein! was der Hand eines rechtschaffenen Mannes aus Israel finden!" Seele Frieden, der unerschütterlich besteht, sondern Euer hab' ich Dir gethan, daß Du mich nicht mehr ansiehst, um Nimmer, mein Vater;" erwiderte rasch, aber ernst und harmlos Erstlingsglück; allein nun benedeie ich Jehovah des fremden Buben willen, der mir ein bös' Gesichte fest entschlossen, Esther: Nicht dem Manne aus Edom, und sein Gesetz, da sie mich zum Lohne wieder finden macht?" Fast beschämt bogen sich Diether und Margarethe nicht dem Sohne Jakobs gehöre jemals Dein Kind. Ich ließen den schmerzlich beweinten Bater!"- Sie warf sich schmeichelnd zu der gekränkten Unschuld hernieder; als aber will Dich pflegen, bis Dein Angesicht bleich wird, und entzückt von neuem an den Hals Ben Davids Liebens Dagobert, dessen Blicken nichts entging, des echten Bruders dann erlöschen einsam und ruhig, das schwör' ich bei werthes Mädchen!" rief Margarethe, und umschlag, das grollendes auf Haus gerichtetes Auge erfah, da trat er in Gott! Schilt mich nicht. Nur einmal blüht im Lenz der Vorurtheil vergessend, Esther's Nacken. Wandle ftets die Mitte, Reginen an der Hand, und sagte: Was ich Baum, die Blume. Die Liebesblüthe meines Frühlings auf dieser Bahn!" ermahnte, ihre Hand ergreifend, die be- einft gelobte, will ich jeho halten, so Gott mir hilft, und ist dahin, fehrt niemals wieder. Die Erinnerung labe mich wegte Edelfran; sich hier mehr als eine Chriftin!" sprach mein redliches Weiblein einstimmt. Dieses Kind eines un- fortan, und des Wiedersehens Hoffnung. Freudig sehe ich Dagobert in seligem Entzücken zu Regina:„ fieh hier eine glücklichen Bundes, einer Schwester, die uns haßte und zurück auf meinen Pfad, freudig und zuversichtlich in die Heilige!" haffen wird bis zu Ende.... es entgelte nicht die trübe Ferne. Dem hochgelobten Herrn bin ich treu geblieben, und Mein Sohn sei Haus, und ihn, den Freund, finde ich wieder Diether trocknete fich, halb abgewendet, sein nasjes Stunde seiner Geburt. glaubt mirs Auge, und sagte:" Gott segue Euch, ihr armen, verirrten, willst Du, meine Hausfrau der erste Sprößling unserer den Palmen des ewigen Zions; seiner würdig ist geblieben verblendeten Menschen, die mir aber Gutes gethan haben, jungen Ehe!"- Die liebliche Regina beugte sich, von meine Seele, und sie wird mit der reinsten Wonne ihn und Ehe!" wie Brüder, und die ich schier lieben muß, wie solche: Mutterahnungen überrascht, zu dem Knaben nieder, und die Gattin umschlingen unterm Klang der goldnen Harfen Sprecht indessen! Ihr habt mir den Sohn wieder geweihte ihn durch ihren reinen Liebeskuß zu ihrem Sohne. der Gerechten,-unter der Engel Hallelujah!" bracht, die Lust meines Alters, so wie sein älterer Bruder Lobend und glückwünschend drängten sich die Eltern um unter " sie den sozialdemokratischen Organisationen welchem bei der wenig voraussichtigen Art und Weise, wie die sammlung nahm einen sehr guten Verlauf. Die Bewegung hat und deren Einfluß fernzuhalten, und den Mehrzahl der Banken den größten Theil ihrer Kapitalien im Laufe der letzten Jahre erfreuliche Fortschritte gemacht und selben namentlich auch im Augenblicke des investirt hatten, die disponiblen Fonds nicht standzuhalten vers wenn nicht alle Anzeichen trügen, so wird Aachen der erste Streits eine mäßigende Macht an die Seite zu mochten. So lange die nöthigen Deckungen in den Portefeuilles fatholische Wahlkreis in der Rheinproving sein, den die Sozialstellen freudig begrüßen. und in Titres vorhanden waren, halfen die Emissionsbanken demokratie erobert. Die Versammlung in Düren mußte wieder 4. Errichtung von Zuschuß- Krankenkassen, Sterbekassen u. f. w., bereitwilligst aus; allein bei dem gewaltigen Anstürmen der ausfallen, weil kein Lokal zu haben war. Die dortigen PapierVermittelung guter Arbeitsstellen u. s. w. Gläubiger und den starken Immobilifirungen waren die flüssigen fabrikanten, worunter viele Millionäre, beherrschen die meiſten 6. Die Fachabtheilung wird von einem selbstgewählten Vor- Fonds rasch erschöpft, und die beiden größten Kreditinstitute des Arbeiter und kleinen Geschäftsleute vollständig. Am Sonnstande( Borsigenden, Stellvertreter, Schriftführer, Kassirer, Bei- Reiches: der Credito Mobiliare Italiano und die Banca abend, den 11. August, fand in Bonn eine zahlreich besuchte fitzern) geleitet. Erfolg und Geist hängt wesentlich vom Vor- Generale, sahen fich bald gezwungen, die Zahlungen einzustellen Bersammlung statt. Hier sprach derselbe Redner über fiyenden ab; deshalb empfiehlt es sich, für die Wahl die und um ein fechsmonatliches Moratorium nachzusuchen; ein Antisemitismus und Sozialdemokratie". Am 12. August Bestätigung des( geistlichen) Präses vorzusehen. Der Vereins- Beispiel, welchem aus ganz identischen Gründen eine große Zahl sprach Genosse Schumacher in einer gleichfalls gut bepräses( und der Bizepräses?) ist als solches Mitglied des Vor- fleinerer Banten folgen mußte." suchten Versammlung in München Gladbach über" Die standes mit berathender Stimme( und Ehrenvorsitzender, wenn er den Berathungen beiwohnt?) Der russische Zar ist sehr krank, wie jetzt amtlich letzte Reichstagsfession. Am 14. August fand in Düsseldorf am 15. in Duisburg eine Versammlung statt. In erster Ver7. Die Thätigkeit der Fachabtheilung beschränkt sich auf die zugegeben wird. Zu der natürlich nicht eingestandenen sammlung lautete das Thema„ Ultramontanismus", in der zweiten, Verfolgung der materiellen Berufsinteressen. Feste, gesellige Ver- Gemüthskrankheit( Verfolgungswahnsinn) ist ein welche nur mäßig besucht war,„ Das Parteiprogramm". Am gnügungen u. f. w. sind ausgeschlossen. Nur Vereinsmitglieder gestandenermaßen eine schwere Nierenkrankheit hinzu Sonntag den 19. August fand in Alten- Hilgen unter freiem fönnen in der Fachabtheilung aufgenommen werden, andernfalls getreten. Da Rußland zu den rückständigen Ländern ge- Himmel eine Versammlung statt. Trotzdem die Schleusen des bedarf es der ausdrücklichen Genehmigung des Präses( und des hört, in denen es noch ein persönliches Regiment giebt, so immels buchstäblich geöffnet waren, erfreute sich die Versammlung Vorstandes?) des Vereins. 8. Die Fachabtheilung soll die Arbeiter mit den zu ihrem Folge haben, daß die chaotisch- anarchische Mißwirthschaft 26. August, sprach der Redner Morgens in Ueberruhr und Nachwird die Krankheit des Baren aller Wahrscheinlichkeit zur eines zahlreichen Besuchs. Die Leute hatten Stunden weite Wege ge= macht, um die Versammlung zu besuchen. Am Sonntag, den bekannt machen, soll sie anleiten, nicht blos zu raisonniren, son- dieses Musterdespotismus noch etwas chaotischer und an- 26. August, sprach der Redner Morgens in Ueberruhr und Nachmittags in Borbeck- Schönebeck; erstere Versammlung war dern positive, praktische Vorschläge zu machen, soll sie auf die archischer wird falls dies möglich. schwach, lettere dagegen stark besucht. Schönebeck ist eine HochWege zur friedlichen Begleichung ihrer Klagen, zur vertrauens Russisches. Man schreibt uns aus St. Petersburg: Wenn burg des Zentrums, doch verlief die Versammlung, in welcher vollen Aussprache ihrer Anschauungen und Wünsche bei Vor- unter der allgemeinen Demoralisation, welche zur Zeit im das ultramontane Sündenregiſter entrollt wurde, glänzend. Am ständen, Arbeitgebern und Behörden hinführen; soll nicht russischen Reiche herrscht, noch irgend ein Funke von Idealismus 27. August fand noch in Essen und am 29. Auguſt in der Verheizung, sondern dem sozialen Frieden dienen. vorhanden ist, so ist er zweifelsohne in der Literatur zu suchen, Krefeld je eine Versammlung statt, welche ebenfalls ausDerartige Organisationen könnte sich das Unternehmer- wobei wir selbstverständlich nicht die Organe vom Schlage des gezeichnet verliefen. thum gerne gefallen lassen. Sie sollen den zielbewußten Graschdanin" oder des Morskowskya Wedomosty" im Auge Arbeitern ein Bein stellen, sollen unter dem Einflusse der haben. In den lehen, die ist in der Petersburger Presse Zum Parteitag in Frankfurt a. M. wurden ferner gedem Unternehmerthum näher als der Arbeiterklasse stehen- eine Krisis ausgebrochen, die für die russischen Zustände höchst wählt: In Heidelberg der Genosse Dr. Rüdt; für den den Geistlichkeit bleiben, sie sollen Uneinigkeit unter den charakteristisch ist. Eines der großen St. Petersburger Blätter 15. und 16. hannoverschen Reichtagswahlkreis der Genoffe HofArbeitern schaffen, der die Sozialdemokratie fürchtende Bour- bat sich, obgleich es erst seit 3 oder 4 Jahren erscheint, durch befizer Janiesch; in Kiel die Genossen Poller und feine Ehrlichkeit, Anständigkeit und durch seine in Rußland höchst Ströbel; in Frankfurt a. M. drei Delegirte und zwar geoisie die Kastanien aus dem Feuer holen. Die Wünsche des Herrn Hige werden nicht in Er- mögliche liberale Richtung, unter dem leſenden Publikum Dr. Quart, Brand und Frl. Forschner. große Sympathien erworben. Es war dies dem Umstande zu füllung gehen, dafür sorgt die von Jahr zu Jahr steigende verdanten, daß eine Anzahl ehrenhafter, junger energischer Jour Einsicht der deutschen Arbeiterklasse. ibia " Erbet nalisten das betreffende Blatt vollständig beherrschte, und den Parteikonferenzen. Am Sonntag, den 23. September, fand Der Niedergang der Kolonialbegeisterung wird Gelüften, ganz in den Hintergrund drängten. Die fragliche Wahlkreis( Konstanz) statt. Außer verschiedenen Ortschaften des Herausgeber und offiziellen Redakteur mit seinen leichtsinnigen in Gingen die diesjährige Barteikonferenz für den 1. badischen durch die folgende Meldung aus der an der Kolonialpolitik Beitung heißt" Ruskaia Jisni" und wurde vor kurzem in Deutsch: Wahlkreises hatten auch Billingen, Tuttlingen und Schaffhausen doch interessirten Seestadt Bremen bestätigt: land vielfach erwähnt, als sie für die Forderung der deutschen Delegirte geschickt. Man beschäftigte sich eingehend mit Die hiesige Abtheilung der deutschen Kolonialgesellschaft hat Kolonisten in Südrußland um Grwerbung von Grund und Agitations- und Organisationsfragen, mit der Presse, der Flugsich wegen mangelnder Betheiligung aufgelöst. Boden, herzhaft eintrat. Mit einem Verbot der Insertions- blatt- Verbreitung. Zum Frankfurter Parteitag wurde Genoffe Schonung für Perier!" erfleht der Temps". Der aufnahme und des Einzelverkaufs belohnte die Regierung Strohn gewählt, der gleichzeitig den 2. babischen Wahlkreis oberste Beamte des Staates solle außerhalb der Bolemit mehr an, und mit doppeltem Eifer stellten sie nun, trob in Elmshorn die Parteifonferenz für den 6. SchleswigDas jungen noch Am Sonntag, den 23. September, fand stehen Albernes Gerede. Wenn der oberste Beamte sich ber materiellen Opfer und Verluste, ihre Kräfte dem Blatte zur Holsteinischen Kreis statt. Dieselbe war von 21 Delegirten be mit hopp in die Polemik stellt, selbst Bartei ist und Parteitämpfer, Verfügung. Jedoch war der Herausgeber ein Uffizier außer sucht. Bur Agitation wurde folgende Resolution einstimmig andann gehören ihm auch die Prügel der Polemik, und daß Dienst, verkrachter Bauunternehmer und endlich literarischer genommen:„ Die heutige Konferenz des 6. Schleswig- Holsteinischen Prügel nicht wohlthun, ist eine alte Geschichte. Abenteuerer mit diesem Zustand nicht zufrieden und wandte Wahlkreises" verpflichtet sich, auf dem Landgebiete, wo es nur alles möglich auf, um seinen Wunsch, die Erlangung einer Belgische Wahlfreiheit. Aus Brüffel wird tele- Regierungssubvention zur Erfüllung zu bringen. Er richtete graphirt: denn auch seine Bitte an die Regierung( wie es scheint speziell Die gesammte liberale Preffe, besonders Etoile belge", an das Finanzministerium) und bald darauf erfolgte, auf das greift heftig den Eisenbahnminister an, weil er feinen Beamten Drängen des Herrn Witte, die Aufhebung des Verbots durch den verbietet, Wahlversammlungen abzuhalten. Etoile" verlangt, Minister des Inneren. Kurz nachher erfuhren die Mitarbeiter, daß die zukünftige Kammer den Minister wegen Mißbrauch 3 daß die Regierung, auf Ersuchen des Herausgebers, auch eine seiner Gewalt in Antlagezustand versetze." Subvention versprochen habe. Nun beschlossen sämmtliche ständigen Mitarbeiter welche die wirkliche Redaktion Bildeten- die hatten, aus der Redaktion auszutreten, indem fie in allen Beiallein eine bestimmte Richtung und Gestalt dem Blatte gegeben tungen der Hauptstadt eine Erklärung veröffentlichten, daß sie es unter ihrer Würde halten, weiter in besagtem Blatte mitzuarbeiten brachten. Selbstverständlich wurde in dieser Erklärung mit und ihren Austritt aus der Redaktion zur allgemeinen Kenntniß feinem Worte die Ursache des Austrittes die Regierungsfubvention erwähnt. Nach russischen Verhältnissen wäre das gewiß ein Staatsverbrechen gewesen. Die Ohrfeige ist aber auch ohnedies deutlich genug! " " In Deutschland lassen sich liberale Blätter derartige Uebergriffe ganz ruhig gefallen, ja noch mehr, sie ermuthigen die Behörden zu einem solchen Vorgehen. Das bankrotte Italien. Der österreichische Generalfonful Dr. Karl von Scherzer zu Genua schreibt in seinem Bericht für das Jahr 1893 FRUS irgend möglich ist, Organisationen zu gründen und selbige von Parteitag vorgeschlagen sind: v. Elm, Heine und Jeus- Ottensen, den Städten aus zu unterstützen." Als Kandidaten für den Deppe- Langenfelde und Carstensen- Elmshorn. Die Wahl soll in allen Orten durch Stimmzettel vorgenommen werden; die zwei Kandidaten, auf die sich die meisten Stimmen vereinigen, find gewählt. hätten; die Bre welche für eine zehnfache Bevölkerung genügt dem Lande herausgetrieben sein werden und Bulgarien nur noch klasse und erfreut sich demnach großer Sympathie unter " geht uns von Effen folgendes Schreiben zu: Unfre gute KanonenUeber den Stand der Bewegung im Effener Kreise stadt stand und steht theilweise noch unter dem Zeichen des sich gewerkschaftlich organisirenden Christenthums. Die neueste visorisch" das Licht der Welt erblickt hat, soll uns hier nicht beVariante einer Arbeiterorganisation, welche hier in Essen profchäftigen, sondern die Genossen des übrigen Deutschlands mögen Die tritifche Lage in Italien gelangt in den verschiedensten Eraus dem Nachstehenden ersehen, daß wir Sozialdemokraten auch scheinungen, zunächst auf finanziellem Gebiete, zum Ausdruck, und nicht schlafen, sondern recht munter sind. wird noch verschärft und bedenklicher durch die wirthschaftliche Es giebt wenige Stagnation, die soziale Unzufriedenheit und das wachsende MißStädte in Deutschland, die so ungünstigen Boden für unsere Wie solche Subventionen die Korruption gedeihen lassen, das Bewegung abgeben, wie gerade Essen. trauen. Fragt man nun nach den Ursachen, welche diese miß sieht man an den obengenannten„ Graschdanin", der mit der Re- Seite Auf der einen lichen Zustände in einem von der Natur so gesegneten, in viel- gierung in Fühlung steht und eine Subvention von ihr erhält. Krupp, auf der anderen Seite die hier mächtige Zentrumspartei. haben wir den Kapitalisten par excellence" facher Beziehung so bevorzugten Lande herbeiführten und ver- Der Herausgeber dieser Zeitung, Fürst Metschersky, von dem Wenn der Eine, gestützt auf seine ökonomische Macht, durch schuldeten, so findet man die beste Antwort darauf in den man nicht mehr sagen kann, ob er reaktionär oder von Sinnen Maßregelungen und Verbot des Eintritts in die gewerkschaftliche Phantasmagorien der letzten 15 Jahre, welche diese schlimmen ist, wirft die Frage auf:" Wann wird die russische Regierung und politische Arbeiterbewegung, uns Hindernisse in den Weg Früchte gezeitigt haben. Im Besiße unerschöpflicher Hilfsmittel in die bulgarischen Angelegenheiten eingreifen" und beant stellt, so ist die ultramontane Sippe durch Berleumdungen und fich wähnend, befürwortete man nach allen Richtungen sehr wortet sie folgendermaßen:" Nachdem der stinkende Sumpf des Denunziationen bemüht, ein gleiches zu thun. Unser ultrazweifelhafte Unternehmungen. Das alte Rom wurde so zu sagen politischen Treibens ausgetrocknet werden wird, nachdem die vermontane Abgeordnete Stößel, der in über den Haufen geworfen; neue Quartiere entstanden in dammten Parteistreitigkeiten zugleich mit den Parteiführern aus feinem Rivalen Krupp unterlegen, entstammt der Arbeiterder legten Wahl einer Ausdehnung, für Bauareale fliegen auf eine fabelhafte von Analphabeten bewohnt sein wird, dann erst wird den Arbeitern. Höhe, und um für die verschiedenen Baukonsortien die nöthigen Rußland seine Pflicht thun!" Was sagen die Bulgaren dazu? Die Ultramontanen der besseren Stände", Fonds zu schaffen, mußten die großen Bank- und Kreditinstitute die früher, an ihrer Spize Herr M. Wiese- Werden, mit ihren Kapitalien aushelfen, um dagegen höchst dubiose hypoden Stöbel, weil er Arbeiter war, Sozialdemokrat nannten, haben Verwicklungen mit Marokko. thefarische Sicherheiten einzutauschen, während das eigentliche Gesandte, welcher in Begleitung eines Kouriers von Tanger demokratischen Mäntelchen. Interessant ist es zu beobachten, daß Der französische aus der Noth eine Tugend gemacht und drapiren sich mit dem solide Geschäftsterrain mehr und mehr verlassen wurde. Aber abgereift war, wurde in der Nähe von Hardie vollständig bei allen Abstimmungen über Gefeße, die das Interesse der Arbald trat mit der Erkenntniß, daß für die neuen Quartiere die zahlenden Miether fehlten, auch die unvermeidliche Reaktion ein: ausgeraubt und dann ermordet. beiter berühren, Stößel, im Gegensatz zu seinen adligen Fraktionsfämmtliche Bautonfortien verkrachten, die meisten Baulichkeiten Nach in Paris gelangten Meldungen soll ein franzögenoffen, immer zu gunsten der Arbeiter stimmt. Man merkt blieben unvollendet stehen, und das allzu hilfsbereite Kapital der fischer Depeschenbote zwischen Tanger und Fez ermordet die Absicht und wird verstimmt." Banten war mit einem Schlage für unberechenbare Beiten feft- sein, nicht der französische Gesandte in Tanger, wie aus die Ausbreitung unserer Jocen uns vortheilhaft erscheint. Lokale Wir lassen uns aber nicht abhalten, alles zu thun, was für gerannt. Mit diesen Bauspekulationen in Rom, Mailand, wärts verbreitet ist. Der Regierung ist amtlich weder ein sehen uns nur sehr wenige zur Verfügung; einem Wirthe auf Zurin und Neapel ging Hand in Hand die Herstellung einer Dementi noch eine Bestätigung der Meldung zugegangen. Unzahl von schmalspurigen Eisenbahnen, deren Rentabilität dem Lande, der sich herausnahm, den Genossen Schu. In Frankreich wird sofort der Ruf nach Wiederher macher- Solingen in seinem Lokale sprechen zu lassen, niemals in Betracht gezogen worden war, und welche, nachdem stellung der nationalen Ehre ertönen. Wenn Marokko nicht wurde die Polizeiftunde erheblich verkürzt. Die Folge davon ist sle den Ruin der Unternehmer und Kapitalisten veranlaßt, Genugthuung giebt, so wird Frankreich militärische Vor- eine wahre Panik unter den Wirthen, die noch bisher uns zu nur zu einer Scheinthätigkeit fertiggestellt wurden oder noch heute ihrer Vollendung harren. Nicht minder große Summen bereitungen treffen. Hoffentlich toftet die Wiederherstellung Diensten standen. Nur durch Bezahlung hoher Miethen ist es verschlangen die Sanirungsarbeiten in Neapel, und den mit ihren der nationalen Ehre nicht wiederum Tausenden Unschuldigen uns möglich, in größeren Sälen auf die Maffen wirken zu Rapitalien ebenfalls dafür eingesprungenen Banken blübten auch Leben und Gesundheit. tönnen. Wir verlegen und daher vielfach auf Agitationstouren, die, unter dort nur zweifelhafte Prozesse und noch zweifelhaftere Hypotheken. Mitnahme von reichem Material, Da tauchte in einflußreichen Kreisen das kühne Projekt auf: bei China- Japan. Die Chinesen sollen all ihre Truppen von uns in allen Theilen des Effener Wahlkreises unterallen metallurgischen Konstruktionen vom Auslande sich gänzlich aus Korea zurückgezogen haben. Den Japanesen wird der nommen werden. Eine größere Agitationstour des Genossen zu emanzipiren. Die neuen, im gigantischen Stile angelegten Plan zugetraut, China anzugreifen und die Zerstückelung Schumacher- Solingen benützten wir dazu, ihn in drei Eisenwerke wurden von Seite der Regierung durch Lieferungs- des Himmlischen Reichs in drei Theile zu erstreben. In die bknecht hielt vor kurzem auch einen Vortrag über die gut besuchten Versammlungen sprechen zu lassen. Genosse aufträge fräftigit unterstüßt und denselben ebenso bei den ver- China scheint es drunter und drüber zu gehen. schiedenen Kreditinstituten die nachgesuchte Gewährung der beKämpfe der Bourgeoisie gegen den Sozialismus. Zur Abnöthigten Fonds vermittelt. Allein es stellte sich auch hier nur haltung dieser Versammlung hatten wir uns an die Stadtväter zu bald heraus, daß man bei dem gänzlichen Mangel an den gewandt behufs Ueberlaffung des Stadtgarten- Saales. Derselbe wichtigsten Rohmaterialien troß Schußzöllen und Prämien mit ift Eigenthum der Stadt, und ist es daber sehr befremdlich, daß dem Auslande unmöglich zu konfurriren im stande sei; und so nahmen unser Ansuchen, um Ueberlassung desselben, wie auch lezzthin im auch diese Unternehmungen nach schweren Verlusten ein unerfreu Von der Agitation. Gelegentlich der Parteikonferens in anderen Parteien halten ihre Versammlungen dort ab; ein Beamter Falle Liebknecht, immer rundweg abgeschlagen wurde. Alle liches Ende, während die Schiffswerften und metallurgischen Singen( Baden) hielt der Genosse Geck in dem nahen der Stadtverwaltung lüftete den für uns schon immerhin dutch Etablissements, welche dermalen im Lande überhaupt noch existiren, Wolkertshausen eine Bolksversammlung ab. Es war die sichtigen Schleier, indem er sagte: Die Regierung hat nur durch jene empfindlichen Opfer ihr Dasein zu fristen vermögen, erste derartige im Orte und die Hörer brachten dem Vortrage befohlen, den Sozialdemokraten durch Ab. welche man denselben im Hinblick auf die drohenden massenhaften großes Interesse entgegen. Im Rheinland hatten im Laufe laffen der Säle feinen Vorschub zu leisten. Arbeiterentlassungen noch fortwährend bringen muß. Nächst der letzten Wochen die Genossen Schumacher und Dr. Sonderbar, daß die löbl. Regierung nicht bestimmt, von den diesen kritischen wirthschaftlichen Verhältnissen waren es zugleich gena u längere Agitationstouren unternommen. Ueber den Sozialdemokraten auch keine Steuern zu nehmen. Außer den gewisse finanzielle Vorfälle, durch welche die Lage des Landes Verlauf der Reise des ersteren erstattet die Rheinische Agitations: genannten Genossen ist Genosse Tb. v. Wächter in einer immer bedenklicher sich gestaltete. Das bekannte Gebahren der kommission einen Bericht, dem wir folgende Einzelheiten ent- Reihe von Vorträgen für den Sozialismus im Kreise Essen Banca Romana Iteß es unvermeidlich erscheinen, zur Deckung nehmen: des dadurch entstandenen Defizits auch die Banca Nazionale in Schumacher sprach in elf Versammlungen, zunächst am von großem Erfolg und werden in der Folge schon ihre Früchte thätig gewesen. Besonders auf dem Lande waren dieselben Mitleidenschaft zu ziehen, und wennschon derfelben durch eine 5. August in einer sehr gut besuchten Versammlung in Kreuz: zeigen. Wie die deutschen Genossen sehen, sind wir auf dem wesentliche Erleichterung an Regierungsabgaben die Möglichkeit nach über das Thema:" Ist der Sozialismus durchführbar" Posten und haben uns noch nicht in den christlichen Gewerkverein" geboten wurde, die übernommene schwere Schuldenlast in einer Die Stimmung unter den dort Erschienenen ließ nichts zu wünschen aufnehmen lassen. Reihe von Jahren wieder abzutragen, so war doch der Eindruck übrig. Es lebt dort ein Kern tüchtiger Genossen, der zu den hat er den guten Zweck, bisher noch ganz indifferente Kreise Derselbe ist ein todtgeborenes Kind und dieser Maßnahme auf die öffentliche Meinung ein so empfind- besten Hoffnungen berechtigt. Die Versammlung in Neuwied hat er den guten Zweck, bisher noch ganz indifferente Kreise licher, daß die Aktien dieses bisher von der Boltegunft ge mußte mangels eines Lokales ausfallen.( Inzwischen ist auch gestatten unsere Verhältnisse nicht. Früher wurden wir verhöhnt aufzurütteln. Langsam fommen wir vorwärts: ein Sturmlaufen tragenen Institutes einen heftigen Preissturz erlitten.( Bon dieser Uebelstand gehoben.) 1120 Lire im November 1898 auf 809 Lire im Mai 1894.) Alle denselben Gründen die Versammlung unterbleiben. Die dortigen die, bei einer sich jetzt immer nothwendig machenden StichAuch in Koblenz mußte aus und nicht beachtet, jetzt sind wir mit unseren 6000 Stimmen diese Vorkommnisse erschütterten das öffentliche Vertrauen in einem Genossen hatten bis zum letzten Augenblick vergebliche Anstren wahl, ausschlaggebende Partei. Und die Zeit wird auch einst so hohen Grade, daß das Publikum immer mehr Zweifel in die gungen gemacht. In Euskirchen war ebenfalls kein Ver- für die Kanonenstadt Essen kommen, wo wir selbst in eine ausBahlungsfähigkeit und die reelle Geschäftsgebahrung der versammlungslokal zu haben. Am 9. August sprach Schumacher in fichtsreiche Stichwahl kommen. Wer lebt, wird sehen. schiedenen Geldinstitute zu sehen begann. Und es folgte nur der alten Kaiserstadt Aachen vor einem zagleichen Publikum Werlebt, ein Run" an die Kassen um Zurückziehung der Einlagen, über das Thema„ Ist der Sozialismus durchführvar?" Die Ber pl Parteinachrichten. " " 1 Der Landesvorstand der Württembergischen von den 1874-1885 stattgehabten Streits fogar 57 pet. mit mit zur Gerichtsstelle bringt, als mancher an Sozialdemokratie giebt bekannt, daß er sich konstituirt einer Niederlage endigten. Man sieht also, daß, wenn gesehene Fabrikherr. Auch hierfür giebt es eine sehr bat und daß alle Sendungen an H. Leichhardt, Garten es selbst wahr wäre, daß die sozialisten Abgeordneten einfache Erklärung. Der Arbeiter informirt sich vorher auf seinem ftraße 21, in Stuttgart zu richten sind. Streifanstifter sind, dies nur zu ihren Gunsten spräche, da Gewerkschaft3 Bureau, wo ihm nach jeder Richtung ja, wie die angeführten Daten zeigen, ihre Anstiftung eine gratis Auskunft und Beistand gewährt wird. Militärboykott. Wie der Münch. Post" mitgetheilt wird, Verminderung der Streitniederlagen zur Folge Der Arbeitgeber scheut häufig das Risiko einer Ausgabe soll den Soldaten der Münchener Garnison der Besuch einer be- hätte. In Wahrheit ist aber die Steigerung der Streitzahl nur von 2,50 M. für das Exemplar der Reichs Gewerbeordnung(!) ftimmten Bierbude( Nr. 3) auf der Oktoberfestwiese verboten eine Begleiterscheinung der steigenden Profitgier der Ausbeuter- und ist zu stolz, um sich Auskunft von einem besser bewanderten fein. Die Bude 3 wird in Regie des Gewerkschaftsvereins be- klasse. Die Lebensmittelzölle haben das Leben der Arbeiter so Kollegen zu erbitten; und wenn er dann, geschädigt an seinem trieben und bildet das Standquartier der Sozialdemokraten. Wir vertheuert, daß wenn sie nicht ein noch elenderes Dasein ats Geldbeutel, vom Gewerbegericht geht, besitzt er nicht etwa soviel find überzeugt, daß die betreffende Schankbude trotzdem gute Ge- vordem fristen wollten, sie gezwungen waren, eine Lohnerhöhung Selbstertenntniß, einzugestehen, daß er selbst schäfte machen wird. Ob aber die Vaterlandsvertheidiger des zu fordern. Kein Wunder darum, daß weit mehr als die Hälfte das Urtheil verschuldet, sondern er behauptet steif halb vor dem Sozialismus gefeit bleiben werden, wagen wir mit aller Streits, nämlich 374 von 634 wegen Zurückweisung einer und fest, daß ihm Unrecht geschehen sei. unserem Münchener Parteiorgan vorerst zu bezweifeln. Lohnerhöhung erfolgten. Dazu kamen die Industriezölle. Als diese In richtiger Erkenntniß, daß hier Wandel gefchaffen werden gefordert wurden, hieß es, daß dann es den Fabrikanten leicht müsse, hat sich zu Anfang dieses Jahres eine Anzahl angesehener sein werde, eine Verkürzung der Arbeitszeit ohne Ber- Männer zusammengefunden, um die Leitung der diesjährigen ErDer Auflösungsbazillus der sächsischen Be- fürzung der Löhne eintreten zu lassen. Als sie aber gänzungswahlen in die Hand zu nehmen. Ueber 70 gewerbliche hörden findet nicht mehr so viel Nahrung, es giebt eben fast ihre Bölle bereits hatten, wollten fie nichts mehr Vereine, Innungen und Bezirksvereine haben diesen Bestrebungen nichts mehr aufzulösen. Nachdem in Chemnitz alle Arbeit ver- von einer Ver kürzung des Arbeitstages wissen, oder sich angeschloffen, und der alsdann gebildete Zentralausschuß hat richtet, ist Glauchau an die Reihe gekommen. Dort ist der höchstens nur in dem Falle, wenn sich die Arbeiter feit Monat Mai cr. unermüdlich für die Herbeiführung un Metallarbeiter und der Textilarbeiterverband aus den schon eine entsprechende Lohnverkürzung gefallen lassen. Rein parteiischer Gewerbegerichts- Wahlen gearbeitet. bekannten Gründen aufgelöst worden. Wunder, daß dieferhalb nicht weniger als 111 Streits aus -Wegen Groben Unfugs", begangen durch den Artikel gebrochen sind. Wie gewöhnlich haben sich auch da die Textil„ Sedanfeier" in der Nr. 105 der Neuen Wurzener Zeitung", fabrikanten am schmuzigsten benommen, die, weil sie durch das wurde der Redakteur derfelben, Genosse Riem, zu 14 Tagen Gesetz gezwungen waren, die Arbeitszeit der Frauen und Mädchen Hajt verurtheilt. Die Vertheidigung führte Herr Rechtsanwalt zu verkürzen, sich an den Löhnen wett zu halten suchten, weshalb Mieses aus Leipzig. Berufung wird natürlich eingelegt werden. Denn auch mehr als ein Drittel aller Streits, nämlich 283, auf Der Redakteur der Thüringer Tribüne", die Textilindustrie allein entfallen. Das Alles macht aber nichts; Genosse Hülle in Erfurt wurde vom Landgerichte deshalb sind es doch nur die Sozialisten und beileibe nicht die zu Meiningen wegen Anstiftung zur Majestätsbeleidigung" zu Kapitalisten, die alle Streits provoziren. -U " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " fechs Monaten Gefängniß verurtheilt. Am 3. Juli 1893 fand in der Zentralhalle" in Suhl eine Versammlung der nationallibe ralen Partei statt, in welcher Rechtsanwalt Dr. Willmann einen Vortrag hielt, und dem auch der Angeklagte beiwohnte. Nach der Anklage sollte er, als der Redner eben am Schlusse seines Vortrages ein Hoch auf den Kaiser ausbringen wollte, dem neben ibm sitzenden Tischler Alfred Möller zugerufen haben: Hasch, schnell, ein Hoch auf die Sozialdemokratie!", und dadurch bewirki haben, daß beide Hochs zu gleicher Zeit ertönten. Hierin fand die Straffammer eine Auftiftung zur Majestätsbeleidigung. Der Angeklagte legte gegen das Urtheil Revision ein und führte u. A. aus, daß der Vorgang wohl eine Rundgebung gegen das monarchische Prinzip, nicht aber gegen den Kaiser habe sein sollen. Trotzdem verwarf der dritte Straffenat des Reichsgerichts die Revision als unbegründet. In Ilmenau, wo fürzlich schon eine Versammlung, in der Genosse von Wächter sprechen sollte, verboten wurde, ist dasselbe Schicksal einer anderen Versammlung widerfahren, in der Frau Steinbach aus Hamburg sprechen sollte. Auch hier sollte„ Gefährdung der öffentlichen Ordnung" vorliegen. Eine Schneiderversammlung, die denselben Abend in Ilmenau tagte und an der Frau Steinba ch aus Hamburg theilnahm, wurde als geheime Versammlung" aufgelöst. Die tonfiszirt gewesene Nummer der Magdeburger Boltsstimme" ist von der Polizei wieder freigegeben. Soziale Leberlicht. Gewerkschaftliches. Wohl in teiner Stadt des Deutschen Reiches ist ein so ge ringes Verständniß und große Theilnahmlosigkeit für die Wichtigs keit der Gewerbegerichtswahlen vorhanden als in Berlin. Bei der Begründung des Gewerbegerichts Berlin ließen sich von ca. 93 000 Wahlberechtigten der Arbeitgeber Berlins ca. 3000, fage Dreitausend in die Wählerlisten eintragen.. Eine Folge war, daß bei der geringen Zahl wählbarer Kandidaten nicht wenige ge= wählt wurden, denen die zur Ausübung dieses Ehrenamtes nöthige Qualifitation ermangelte oder die als Kandidaten der sozialdemokratischen Arbeiterpartei nicht immer ihrer politischen Gesinnung sich entäußern fonnten, sondern sie bei den Berathungen vielfach zur Geltung brachten.... Wen trifft nun die Schuld, daß solche bedauernswerthen Zustände burg i. Br. ist bereits seit 4 Monaten beendigt, die Maurer Berlins in ihrer überwiegenden Mehrzahl. Die Rache der Meister. Der Maurerstreif in Frei- geschaffen werden konnten? Unstreitig die Arbeitgeber mußten fich der Uebermacht des Kapitalismus fügen; mit ihrem Denn die Eingangs gemachten Zahlenangaben benehmen jeden Sieg sind die Meister noch nicht befriedigt. Eine große Anzahl Zweifel hieran, daß die Arbeitgeber Berlins eine so traffe so theilt man uns mit noch gemaßregelt. Der Vorsitzende des Vereins mußte den Dri ihre Theilnahmlosigkeit bekundet haben, der ehemals Streifenden ist heute Unkenntniß bezüglich der Gewerbegerichtsfragen durch bekundet haben, daß man sich verlassen, weil er feine Arbeit mehr fand. In der Rache der nicht wundern darf, wenn daran die besten AbMeister liegt System, wie folgendes Schriftstüd zeigt. fichten der Gesetzgeber scheitern. Mittheilung. Illustration Ber Indolenz der Arbeitgeber Freiburg, i./Br., den 23. September 1894. An Herrn Rebmann und Kengott Steinhauermstr. dahier. " Achtungsvoll Zur Berlins müssen wir darlegen, wie diese Wahlen zu Stande famen. Jm 12. Bezirk waren 208 Wähler eingetragen, wovon Lukas Geis, Architekt, 100 Sozialdemokraten. Am Tage der Wahl stimmten die Scheffelstraße 1. 100 Sozialdemokraten vollgiltig für ihre beiden Genossen; von den anderen Arbeitgebern erschienen nur 75 und 33 glänzten ... welcher voriges Jahr die erste Maurer- Streifversammlung demokraten durch Schuld von 33 Wählern, denen jeder Sinn Ich habe mich heute davon wieder überzeugt, daß Maurer durch ihre Abwesenheit! Resultat: Wahl von 2 Sozial leitete, auf dem Kirchenplay arbeitet. Wir wurden von dem neu- und Verständniß für die Interessen der Arbeitgeber abgeht. gewählten Meisterausschuß wiederholt veranlaßt, dafür zu sorgen, Ebenso ging es im 42. Wahlbezirk zu. Im 36. Wahlbezirk war foll. Ich ersuche Sie deshalb, daß Sie dafür sorgen, daß J. dieses Bezirks hat sich nur drei Monate Zeit genommen, zu daß der Mann nicht mehr auf dem Kirchenplatz beschäftigt werden das Ergebniß noch viel drastischer. Der Vertrauensmann unverzüglich vom Plazze wegkommt, andernfalls Sie nächster Tage überlegen, ob er etwas in der Sache thun solle oder nicht, ein Ultimatum vom Meisterausschuß erhalten. und ist schließlich zu der Ueberzeugung gelangt, daß es besser für ihn sei, wenn er nichts thäte. Ebenso dachten alsdann eine Anzahl angesehener Männer der Schönhauser Allee und Umgegend, ebenso dachte der liberale Bezirksverein der Schönhauser und Prenzlauer Vorstadt. Vorstadt. Infolge dessen waren am Vorabende der Wahl noch nicht einmal die Kandidaten für den 36. Wahlbezirk aufgestellt und als nunmehr der Ausschuß eintrat, erreichte er allerdings noch 30 Stimmen für seine Kandidaten, 103 Stimmen entfielen jedoch auf die geschloffen vorgegangenen Sozialdemokraten. Der Theilnahmlosig feit von sonst angesehenen Männern, der Rücksichtslosigkeit von Männern, die es nicht einmal der Mühe werth gehalten haben, rechtzeitig das ihnen angetragene Ehrenamt abzulehnen, haben wir es lediglich zu danken, wenn die Sozialisten sechs neue Mitglieder erhalten haben." H. Meeß. Lukas Geis. NB. Wir müssen Sie auch ersuchen, uns jeweils die Namen der mit Steinspitzen beschäftigten Maurer mitzutheilen. Ist das etwa keine Verrufserklärung? Der Streik der Arbeiter bei der Firma C. W. Deuß in angerfeld dauert unverändert fort. Von den Streifenden hat bis jezt noch keiner die Arbeit wieder aufgenommen, und es wird auch keiner die Arbeit wieder aufnehmen, indem Alle fest überzeugt sind, bei den jetzigen Verhältnissen, wie sie in der Fabrit vorhanden sind, nicht existiren zu können. Schwelm, Barmerstr. 8. Anfragen und Sendungen sind zu richten an Wilhelm Läms, Arbeitszeit der Meierinnen in Großbetrieben. In denjenigen Meiereien, welche als Fabriken im Sinne der§§ 134 ff und 154, Abs. 3 der Gewerbe- Ordnung anzusehen sind, d. h. also in welchen insbesondere mehr als 20 Arbeiter beschäftigt sind oder durch Dampf oder sonstige elementare Kraft bewegte Triebwerke zur Verwendung kominen, dürfen laut§ 137 a. a. D. Arbeiterinnen in der Nachtzeit von 81/2 Uhr Abends bis 51/2 Uhr Morgens und an den Sonnabenden sowie an den Vorabenden der Festtage nach 51/2 Uhr Nachmittags in der Regel nicht beschäftigt werden. Der Minister für Handel und Gewerbe beabsichtigt nun, wie Molkerei Fachblätter berichten, Der Streik der Tapezirer- Gehilfen in Wien tann als infolge von Petitionen dem Bundesrath den Vorschlag zu machen, beendet betrachtet werden, er war von gutem Erfolg begleitet. auf Grund des§ 139a, Abs. 1, Nr. 4 der Gewerbeordnung all- Mit wenigen Ausnahmen haben sämmtliche Gewerbe- Juhaber, Jedes Wort der Kritik an diesem für sich selbst sprechenden gemein zu gestatten, daß in diesen Meiereien während der Zeit bei welchen gestreikt wurde, die neunstündige Arbeitsvom 1. April bis 80. September jeden Jahres über 16 Jahren eit, meist mit Frühstück- und Vesperpause, eingeführt und er- Aktenstücke wäre zu viel, flarer und netter könnte die Bourgeoisie alte Arbeiterinnen an allen Werktagen( also auch an Conn folgten zahlreiche Lohn aufbefferungen über den auf ihren geistigen Bankrott garnicht mehr eingestehen. Und weil sie abenden) schon von 4 Uhr morgens ab und bis 10 Uhr abends gestellten Minimallohn. In jenen Werkstätten, welche gänzlich unzähig ist, den Kampf mit geistigen Waffen zu führen, beschäftigt werden dürfen, sofern im übrigen die Vorschriften des nicht bewilligten, wurde die Arbeit nicht wieder aufgenommen, weil sie selbst jede eigene Anstrengung, und sei es nur der Gang § 137, Abjat 2 bis 5 a. a. D. innegehalten werden, d. h. ins- und sind die betreffenden Gehilfen bis auf 30 bereits anderswo zur Wahlurne, meiden will, darum tritt sie für Verschärfung der besondere ihre tägliche Arbeitszeit die Dauer von 11 Stunden untergebracht. Auch in jenen Werkstätten, in welchen nicht ge- und Strafrichter, darum machen ihre Organe den Höllenlärm in und an den Vorabenden der Sonn- und Fentage die Dauer von streift wurde, bewilligten die Inhaber zum Theil freiwillig die 10 Stunden nicht überschreitet und ihnen eine mindestens neunstündige Arbeitszeit. Die noch ausgesperrten Kollegen ihren Rufen nach Ausnahmegesehen. einstündige Mittagspause gewährt wird. Dagegen tann es den- werden von der Organisation der Tapezirer so lange unterstüßt, jenigen fabritmäßigen Meiereien, welche eine gleiche oder ähnliche bis sie in Werkstätten mit neunstündiger Arbeitszeit Arbeit finden. Vergünstigung bezüglich der Arbeitszeit ihrer Arbeiterinnen auch für die Wintermonate vom 1. Oktober bis 31. März wünschen, nur überlassen bleiben, bezügliche schriftliche und genügend be= gründete Anträge an die zuständige untere Verwaltungsbehörde Polizeibehörde) einzeln einzureichen. Katzenjammer. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) " Shanghai, 29. September.( Meldung des Reuter'schen Bureaus.) Nach einem hier umlaufenden unbestimmten Gerüchte haben die Japaner nördlich von Chefoo große Truppenmengen gelandet und setzen die Landung noch weiter fort. In der Fremdenkolonie von Peking und Tientsien herrscht große Beforgniß. In Tientsien werden Maßregeln zur Vertheidigung der Stadt getroffen. ( Depeschen- Bureau Herold.) Wien, 29. September. Sozialpolitischer Kongreß. Det Der Zusammenschluß aller bürgerlichen Elemente gegen die heutige zweite Verhandlungstag war der Diskussion über das Umsturzparteien", diese so oft wiederholte Parole, ist unlängst ländliche Erbrecht gewidmet. Der Referent Geheimrath Thiel Eine Statistik der franzöfifchen Streifs. Man schreibt wieder in feierlichster Weise den Besitzenden ins Gedächtniß ge( Berlin) leitete die Debatte ein, indem er das zu behandelnde uns aus Paris unterm 27. September: Das hiesige Arbeitsamt rufen worden. Die Berliner Zeitungen schrieben Langes und Problem feststellte, worauf der Korreferent Gutsbesitzer Hainisch hat soeben eine Statistik der im Jahre 1898 in Frankreich vor Breites über die neue nun anbrechende Periode der Bekämpfung die Frage fontret vom österreichischen Standpunkt erörterte. gekommenen Streits veröffentlicht, aus der hervorgeht, daß im der Sozialdemokratie. Als es aber hieß, die Worte in Thaten Paris, 29. September. Die Raffinerie parisienne" in abgelaufenen Jahre 684 Streits gezählt wurden, die sich über zu übersehen anläßlich der Wahlen zum Gewerbegerichte, da Saint- Ouen ist theilweise abgebrannt; große Budervorräthe find 4386 Unternehmungen erstreckten und 170 123 Arbeiter umfaßten. zeigte sich die Indolenz des Bürgerthums in Klarster Weise. Daß vernichtet. Der Schaden wird auf über 1 Million Frants Davon hatten 158 Streits mit 36 186 Arbeitern einen vollstän- die Arbeiter ihre Kandidaten ohne eine Spur von Widerstand geschätzt. digen Erfolg, 206 Etreits mit 44 836 Arbeitern einen nur theil- durchbrachten, das war schon ein Beweis dafür, daß unsere London, 29. September. Gegenüber der Blättermeldung, weisen Erfolg und 270 Streits mit 89 101 Arbeitern eine Nieder- Gegner jede Hoffnung aufgegeben haben, mit Erfolg Ar- daß zwischen Darlington und Durham ein Zusammenstoß zweier lage zu verzeichnen. In Prozenten ausgedrückt, stellt sich das Ver- beiter gegen Arbeiter in Berlin auszuspielen, es ist ein volles Züge erfolgt fei, wobei mehrere Personen verwundet sein sollen, hältniß wie folgt: 241, 2pGt. fämmlicher Streifs hatten mit einemSieg, Eingeständniß dafür, daß die Berliner Arbeiterklasse gegen jeden erfährt das Reuter'fche Bureau", es habe überhaupt kein Zus 322 pet. mit einem theilweisen Erfolg bezw. Vergleich und 431/ 2pGt. Versuch der Verleitung von der ihnen durch ihre Interessen vor- fammenstoß itattgefunden. mit einer Niederlage geendet. Faßt man hingegen statt der Streits gezeichneten Bahn, der Bethätigung der sozialdemokratischen Gedie Streifenden ins Auge, dann stellt sich das Verhältniß anders finnung gefeit ist. und zwar ungünstiger dar. Dann zeigt sich nämlich, daß nur Daß aber die Sozialdemokratie auch eine Anzahl der von den 214 pet. der Streifenden einen Sieg, 261/4 pCt. einen blos Unternehmern zu besetzenden Sitze erobert hat, ist ein weiterer theilweisen Erfolg, 521/2 pet. hingegen eine Niederlage zu ver- schwerer Schlag für unsere Gegner. Was faselten ihre Organe zeichnen hatten. Hierzu hat wesentlich der von den Gruben- davon, was erzählten die Antisemiten in ihren berühmten zwölf gesellschaften im Pas- de- Calais und Norddepartement provozirte Boykottversammlungen davon, daß die Kleingewerbetreibenden Etreit beigetragen, an welchem 42 000 Arbeiter betheiligt waren durch den Boykottt so gegen die Sozialdemokratie verbittert seien, und bekanntlich mit einer Niederlage der Bergleute endete. daß bei den nächsten Wahlen die Sozialdemokratie auf feine Brüffel, 29. September. Die Morgenblätter publiziren ein Nimmt man diese Arbeiter aus, dann stellt sich das Resultat Stimme aus den Kreisen der Kleingewerbetreibenden zu rechnen Schreiben des Ministerpräsidenten de Burlet, worin derselbe die viel günstiger. Dann haben nämlich 284 pet. einen Sieg, habe, und nun o jerum, jerum, jerum, erobern die bösen Sozial- Nachricht entschieden dementirt, daß er sich mit den Sozialisten 35 pet. einen theilweisen Erfolg und nur 363/4 pCt. eine demokraten Sitze, die von Bachler's und Richter's wegen der in Verbindung gesetzt habe, um bei den Wahlen den Liberalen Niederlage zu verzeichnen. Es soll dies keine Aufmunterung zu Bourgeoisie gehören, beweisen damit, daß sie neue Fortschritte in eine Niederlage zu bereiten. Gegen die Etoile belge, Streits, sondern vielmehr eine Mahnung sem, sich den Dividenden Bevölkerungsschichten gemacht haben, denen man vor der Sozial- welche diese Nachricht verbreitete, wird in dem Briefe des schluckern nicht unbedacht in den Rachen zu werfen. Die Sozialisten demokratie am meisten Angst zu machen sucht. Bei dieser Sachlage Ministerpräsidenten das gerichtliche Vorgehen angekündigt. mögen freilich noch so sehr davor warnen, die Breßlakeien des ist es nicht erstaunlich, daß sich ein gewaltiger Razenjammer in Nom, 29. Septbr. Aus Rovigo wird gemeldet, daß dort Ausbeuterthums werden ihnen darum nicht weniger alle Streits den Kreisen der Arbeitgeber fund that. Um den Katzenjammer zwei verdächtige Erkrankungen vorgekommen seien. Nach ärztaushalsen, wie sie dies auch gelegentlich der Beröffentlichung zu vertreiben, versendet der Verein der Arbeitgeberlicher Untersuchung soll es sich jedoch nicht um Cholera asiatica dieser Streifstatistik thun. Daß die Habsucht der Unternehmer, Beisiger des Gewerbegerichts Berlin ein längeres handeln, wie vielfach angenommen wurde. die Brutalität, mit der sie ihre Arbeiter behandeln, die Ursache Schriftstück an die Zeitungen, die demselben zum Theil Leitartikel Paris, 29. September. Der in der Festung Glaz wegen fast aller Streits sind, das werden sie natürlich nie anerkennen, widmen. Wir heben aus dem Schriftstücke folgende bezeichnende Spionage internirt gewesene Offizier Degony wird demnächst denn sie sind nicht bezahlt um die Wahrheit zu sagen, sondern Stellen hervor: wieder beim Generalfiab als Attaché eingestellt. um sie in ihr Gegentheil umzudrehen. Da müssen denn wieder Wenn trifft nun die Schuld, daß solche bedauernswerthen London, 29. September. Wie die„ Times" aus Yokohama die sozialistischen Rädelsführer" herhalten, und da sowohl die Zustände geschaffen werden konnten? melden, wird die Bestimmung der 30 000 Mann starten, von dort Zahl der Streits wie der Streifenden gegen das Vorjahr bedeutend Unstreitig die Arbeitgeber Berlins in ihrer überwiegenden abgegangenen zweiten Armee sorgfältig geheim gehalten. Die zugenommen hat, so ist dies natürlich nur ein Zeichen, daß sie, die Mehrzahl. die Eingangs gemachten Zahlenangaben auf Korea befindlichen japanischen Haupttruppen bewegen sich in Rädelsführer" nämlich, weder ihre Zeit noch ihre Mühe verloren benehmen jeden zweifel hieran, daß die Arbeitgeber Gilmärschen nach dem Norden der Halbinsel. Seitens der haben" und daß die sozialistischen Abgeordneten diese Reisenden Berlins, der Stadt der Intelligenz, eine so trasie un foreanischen Grenzbevölkerung erwartet man teine Hindernisse. in Streits" fich beglückwünschen können. Dabei übersehen die tenntniß bezüglich der Gewerbegerichtsfragen durch ihre Die zahlreich umlaufenden Waffenstillstands- Verhandlungen sind Yves Guyot und Konsorten, daß, wenn den Sozialisten die Ver- Theilnahmlosigkeit bekundet haben, daß man sich nicht wundern völlig unbegründet. mehrung der Streits zugeschoben wird, ihnen auch die gleichzeitig darf, wenn daran die besten Absichten der Gesetzgeber scheitern. Warschau, 29. Sept. Die Zahl der bisher wegen Theilerfolgte Verminderung der mit einer Niederlage geendigten Auch die mündlichen Verhandlungen vor dem Gewerbe- nahme an Geheimbünden Verhafteten, welche vorwiegend Streits zugeschrieben werden muß. Während nämlich, wie oben gericht haben in Tausenden von Fällen ergeben, daß den gebildeten Kreisen angehören, beträgt 180. Die betreffenden angeführt, im vorigen Jahre 43 pet. Der Streits mit einem meist en Arbeitgebern Berlins selbst die Personen werden einem besonderen Staatsgerichtshof zur AbFiasko endigten, gab es 1892 deren 461/2 pet. Und greift man elementarsten Kenntnisse der neueren, ihr urtheilung übergeben. weiter zurück und beruft sich z. B. auf die 1889 erschienene Gewerbe betreffenden Gefeße abgeben, und Lodz, 29. September. Hier und in der Umgegend ist die ,, Statistique générale de la France", dann findet man, daß daß der geringste Arbeiter mehr Berständniß Cholera nunmehr erloschen. " " 3 Berantwortlicher Redakteur: Hngo Pötzsch in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu drei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 228. Sonntag, den 30. September 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Der Bierboykott. Die Vertreter der Ringbrauereien und Saalbefizer, sowie die Arbeitervertreter fanden sich heute Vormittag 10 Uhr im Lokale von Bolt, Alte Jakobstraße 75, zusammen, um die Verhandlungen über die Wiederaufhebung des Boykotts und der Saalsperre aufzunehmen. Für die Arbeiter waren die Mitglieder der Boykotttommission sämmtlich erschienen und außerdem zwei Mitglieder der Lokalkommission. Die Brauereien waren vertreten durch die Herren Direktoren Goldschmid( Pazenhofer), Knoblauch( Böhmisches Brauhaus), Finke( Schultheiß) und Gregory. Die Verhandlungen leitete Herr Feuerstein. Von den Mitgliedern der Gastwirthevereine waren eine größere Anzahl anwesend, darunter die Herren Hubertus Jacoby und Kuckenburg. Ides Borschlages des Herrn Rösicke einen Ausgleich dazu bahnen, und wurde zu diesem Behufe folgende Erklärung vorgelegt: Die Vertreter der Arbeiter halten grundsäßlich an der Forderung der Wiedereinstellung der Arbeiter fest, wobei für die Norm der Anstellung der von Herrn Direktor Rösicke im Jahre 1890 gemachte Vorschlag als Unterlage dienen soll. Dieser Vorschlag hat folgenden Wortlaut: Die Vertreter der Brauereien sollen verpflichtet sein, die ihnen von der Lohnkommission als zum Ausstand gehörig bes zeichneten Gesellen je nach Bedürfniß wieder einzustellen mit der Maßgabe, daß die Brauereien bei allen von jetzt ab erforderlichen werdenden neuen Einstellungen die ausständigen Gesellen so lange in erster Reihe berücksichtigen, bis sie sämmt als Tagesberichterstatter. Seit 18 Jahren ist er in Moabit mit einem Geschick thätig, das rückhaltlose Anerkennung verdient; namentlich seine Berichte über politische Prozesse zeichnen sich durch Sachlichkeit und Verläßlichkeit vortheilhaft vor den Arbeiten auswärtiger Berichterstatter aus. Freund Mordbrenner ließ grüßeu! Berliner Zeitungen berichten frommerweise:" In der Spree beim Schloß sind mehrere tleinere eiserne Kanonenkugeln in den letzten Wochen ausgebaggert worden. Man nimmt an, daß sie von dem seltsamen„ Gruß" berrühren, mit welchem Gustav Adolf sich während des dreißigjährigen Krieges bei seinem Schwager, Kurfürst Georg Wilhelm, schießen sein, als der Schwedenkönig 1630 seine Geschütze auf das anmeldete. Es sollte wohl mehr eine Drohung, wie ein Salut eintreten du laffen, während welcher den Herren Brauern Ge- gottgetreuen Blätter die Bedeutung des vom Schwedenkönig Der Herr Vorsitzende machte nun den Vorschlag, eine Pause Berliner Schloß richtete." Die Rücksicht, mit der die ftaats- und zu legenheit gegeben sein soll, sich über den Vorschlag zu verfreundschaftlich gesandten Grußes zart ausdeuten, verdient alle Anerkennung. Sie ist auch angebracht, wo das evangelische ständigen. Byzanz sich anschickt, zu Ehren des königl. Mordbrenners, deffen Kriegshorden unsägliches Elend über unser Vaterland gebracht haben, die Augen zu verdrehen und fromme Feste zu feiern. lich wieder Arbeit erhalten haben." = Nach Ablauf der Pause gaben die Brauer folgende Erlärung ab: Die Brauereivertreter erklären, den Vorschlag der Arbeiter vertreter soweit zu akzeptiren, daß die Erklärung von Röficke Dem Berliner Aquarium ist dieser Tage unter anderem von 1890 anerkannt wird, jedoch mit dem Vorbehalt, daß ein ganz besonderer Gegenstand zugesandt worden. Er besteht wie von den Arbeitervertretern zugegeben wurde der Fall in einem reichlich meterlangen Stück Baumstamm, das im Meer denkbar sei, daß von den am 16. Mai Ausgesperrten ein be- aufgefischt und mit noch drei derartigen Stücken über Helgoland stimmter Arbeiter nicht eingestellt werden kann und ein hierher geschickt wurde, wo es nun in dem vor dem Seehundstritt. anderer an dessen Stelle Weiter sollen die teich befindlichen Basaltbecken schwimmt und durch die an ihm jenigen Arbeiter namhaft gemacht werden, welche sich hastenden Lebewesen ein ganz eigenartiges Interesse erregt. Das gegen einzelne Geschäftsleiter oder deren Vertreter Holz ist nämlich dicht bedeckt mit einer Kolonie von„ Entenberart vergangen haben, daß auf deren Wiedereinstellung muscheln". Die Entenmuscheln sind Kruftenthiere, die mit ihrem nicht mehr gerechnet werden kann. Die Zahl der Träger oft weite Reisen im Weltmeere machen und sich dabei eventuell neu einzustellenden Arbeiter lasse sich zur Zeit nicht von den winzigen Infusorien 2c. nähren, die ihre spielenden angeben, da das Personal für den derzeitigen Umfang des Rankenfüße auffischen. Daß man die reizvollen Geschöpfe so Betriebes meist komplett. Hebe sich nach Aufhebung des selten bei uns zu sehen bekommt, liegt in ihrer Empfindlichkeit Boykotts der Betrieb, dann wird sich die Zahl der Neuanzu- auf dem Transport begründet, und so ist denn auch, trotzdem stellenden natürlich dem entsprechend erhöhen. vier Pfahlstücke mit Kolonien abgeschickt wurden, nur eine derselben lebend hier angelangt, diese allerdings von so außer ordentlicher Schönheit und Vollkommenheit, wie man sie noch nie zeigen konnte. Heute, am letzten Sonntag im Monat, beträgt der Eintrittspreis zum Aquarium 25 Pf. Im Museum für Naturkunde sind neuerdings einige in teressante Bereicherungen aufgestellt worden. Der Gruppe von größeren Wiederkäuern und Einhufern im Treppenhause ist das Prachtexemplar eines Glennthieres hinzugefügt worden. Gleich falls im Treppenhaus, in einem der Schränke, ist ein wissenschaftlich interessantes Objekt, das Ei eines Säugethieres ausgeftellt; es handelt sich um das Ei des Ameisenigels, eines jener Thiere, welche den Uebergang von den Säugetieren zu den Reptilien und Vögeln vermitteln. Das feltene Objekt ist von Prof. Semon, der in Australien das Leben der Kloakenthiere eingehend studirt hat, dem Museum überwiesen worden. Professor Marny in Paris, der berühmte Untersucher des Vogelfluges, hat dem Museum zehn, nach Momentphotographien aufgeführte feinen einzelnen Phasen darstellen. Bor Eintritt in die Verhandlungen wurde von beiden Parteien fonstatirt, daß die Verhandlungen nur den Charakter einer Vorverhandlung tragen können und daß man sich beiderseitig vorbehalte, eventuelle Abmachungen den Auftraggebernden Ringbrauereien und der Arbeiterschaft zur Bestätigung zu unterbreiten. Zur Grundlage für die Verhandlungen wurden die tekannten fünf Forderungen der Brauerei- Arbeiter genommen, welche diese nach der Aussperrung am 16. Mai aufstellten und welche die Zustimmung der von der sozialdemokratischen Partei einberufenen Voltsversammlungen fanden. Nachdem man sich noch dahin geeinigt hatte, über diese Bedingungen in der Reihenfolge, wie sie feinerzeit aufgestellt wurden, zu verhandeln, erklärte Herr Direktor Goldschmid zu Punkt 1: Wiedereinstellung der seinerzeit ausgesperrten Arbeiter, daß die Brauereien zu dieser Wiedereinstellung bereit seien, unter dem Vorbehalte, daß die Arbeiter um diese nachsuchen, und es dem freien Ermessen der Brauereibesitzer überlassen bleibe unter den sich anbietenden Arbeitern insofern eine Auswahl zu treffen, als einzelne derselben von der Wiedereinstellung ausgeschlossen bleiben sollen. Begründet wurde diese Erklärung damit, daß infolge des Boykotts die einzelnen Betriebe eine wesentliche Einschränkung erlitten Beide Parteien übernahmen die Verpflichtung, diese Er haben und daß deshalb für das Personal in der Zahl vor flärungen vor ihre Auftraggeber zu bringen, und wurde damit dem Boykott gar keine Beschäftigung vorhanden sei, daß weiter Biffer 1 der Forderungen der Brauerei- Arbeiter verlassen, nach die alten Stellen in vielen Fällen durch neue Arbeiter dem vorher noch die Zusage verlangt und auch gemacht wurde, besetzt sind, welche man jetzt nicht ohne Grund auf die sich zunächst als im Zustande des Waffenstillstandes getreten zu Straße fezen will und vor allem damit, daß die Unternehmer in betrachten und für die Dauer desselben durch Maßregelungen der Brauinduſtrie auf das Recht, bei der Auswahl ihres oder gehässige Angriffe in der Presse nicht erneut Del ins Feuer Personals freie Hand zu haben, nicht verzichten wollen. Dafür, zu gießen. daß einzelne Ausgesperrte unter allen Umständen von der Wieder- Punkt 2 der Forderungen: Anerkennung der bestehenden einstellung ausgeschlossen bleiben sollen, wurde angeführt, daß es Arbeiterorganisationen wurde von den Vertretern der Brauereien sich dabei hauptsächlich um Personen handeln würde, welche durch rückhaltlos akzeptirt und erübrigte sich über diesen Punkt deshalb ihr persönliches Auftreten den Brauereileitern oder deren Vor- jede Debatte. gesetzten gegenüber genügenden Grund zu der Annahme geben, Anders gestalteten sich die Dinge bei Punkt 3, Anerkennung daß bei ihrer Anwesenheit die in den Betrieben nothwendige des Arbeitsnachweises. Die Brauereivertreter gaben hier die Disziplin und Arbeitsordnung gestört werde. Der Umstand, daß Erklärung ab, daß sie mit der Einrichtung eines Arbeitsein Arbeiter Mitglied der sozialdemokratischen nachweises, bei gleichen Rechter: und Pflichten der Unternehmer Partei oder seiner Gewerkschaft sei oder für wie Arbeiter, einverstanden seien, daß sie sich aber das dieselben öffentlich thätig auftrete, folle nicht Recht der freien Auswahl unter den Arbeitern plastische Darstellungen geschenkt, welche den Möwenflug in als Grund für Nicht wiedereinstellung gelten. unter allen Umständen vorbehalten müssen. Von den Vertretern der Arbeiter wurde dieser Erklärung Von den Arbeitervertretern wurde zunächst darauf aufleber moderne Niesenfernrohre und ihre Leistungen hielt gegenüber zunächst konstatirt, daß im anstehenden Falle merksam gemacht, daß die Modalitäten, unter denen ein Arbeitsdas Recht der Unternehmer, bei der Auswahl der nachweis eingerichtet werde, Sache der Unternehmer und Arbeiter am Freitag Abend ein junger Astronom, Herr Witt, in der ihnen geeignet erscheinenden Arbeiter freie Hand all der in Frage kommenden Betriebe selbst sein müsse. Bei dieser Urania einen hochinteressanten und durch viele Lichtbilder ers haben, gar nicht in Frage komme. Man könne dieses Recht un- Busammenkunft tönne unmöglich mehr geschehen als gegenseitig das läuterten Vortrag. In demselben wurden namentlich die vielen eingeschränkt anerkennen und doch das Verlangen stellen, das prinzipielle Einverständniß mit der Einrichtung eines Arbeitsnach- Phantastereien, die von Zeit zu Zeit über neu zu erbauende seinerzeit gegen die Ausgesperrten begangene Unrecht durch weises auszusprechen. Wie und auf welcher Grundlage derselbe ge- Rieseninstrumente auftauchen, in die gebührenden Schranken Wiedereinstellung aus der Welt zu schaffen. Anzuerkennen sei, handhabt werden solle, das festzustellen sei Sache der Betheiligten, zurückgewiesen. Bei dem heutigen Stande der Technik ist es nach daß es im Interesse sowohl der Arbeiter, wie auch der Unternehmer welche als Sachverständige über die Zulässigkeit und Noth- den Erläuterungen des Herrn Witt namentlich das sogenannte liegen könne, daß der Arbeiter nicht mehr an die erst eingenommene wendigkeit der einzelnen Bedingungen sich viel leichter ver- fontinuirliche Spektrum, das die Wirkung außerordentlich großer Gläser beeinträchtigt. Wenn es auch gelungen ist, durch Verbindung Stelle zurückkehre. Ziffer 1 könnte deshalb insofern eine Aende- ständigen können. rung erfahren, als die Worte in ihre alten Posten" gestrichen Von den Brauereivertretern wurde daraufhin erklärt, daß des bleihaltigen Flintglases mit dem bleifreien Crownglas die Linsen werden. An der Forderung der Wiedereinstellung überhaupt fie unter allen Umständen daran festhalten müssen, daß bis zu einem gewissen Grade achromatisch zu machen, so bedarf es werde, daß müsse aber festgehalten werden. Was den Umstand betrifft, daß ihnen hier die Zusicherung gegeben der doch erst neuer Versuche, deren zweifelhaftes Ergebniß abgewartet die Posten durch später eingestellte Arbeiter besetzt seien, so Arbeitsnachweis mit dem Recht der freien Auswahl unter den werden muß, um das störende sekundäre Spektrum nahezu auf Außer der technischen Schwierigkeit an sich, die sich müssen diese eben eventuell Platz machen. Insofern nun durch Arbeitern für die Brauer eingeführt werde. Die Vertreter der zuheben. die Einschränkung des Betriebs infolge des Boykotts kein Arbeiter erklärten, diese Zusicherung nicht geben zu können und der Verfertigung genügend großer Linsen überdies entgegenstellt, Bedarf nach der früheren Arbeiterzahl vorhanden sei, ver- auch nicht geben zu wollen. Diese Forderung der Brauer jetzt gegen bildet aber auch die bei sehr starker Vergrößerung bemerkbare stehe es sich von selbst, daß von dieser Einstellung Schluß der Verhandlungen zeige, daß die Herren, entgegen den ur Beweglichkeit der Luft eine große Störung. Bei einer Verabgesehen werden müsse. Bedingung bleibe nur auch sprünglichen Erflärungen mit einem gebundenen Mandate gekommen größerung, die etwa zwanzigfach stärker wäre, als die jetzt erhier, daß, wenn Bedarf nach Arbeitern sich einstelle, seien von dem sie nicht abgehen wollen. Wäre diese Mittheilung reichbare, würde das Bild des Mondes z. B. etwa erscheinen, als dieser aus der Zahl der noch vorhandenen Ausgesperrten gedeckt gleich Eingangs gemacht worden, so hätte man sich die Mühe ob es sich auf bewegter Wafferfläche abspiegelte, eine derartige werden müsse. Anerkannt wurde, daß bei einer Wiedereinstellung der ganzen Verhandlungen sparen können. Wiederholte Versuche Vergrößerung würde also praktisch ohne Nußen sein. Eine eindie Qualifikation des Arbeiters für den betreffenden Posten vor des Herrn Vorsitzenden, eine Verständigung herbei zu führen, gehende Schilderung gab der Vortragende von den Fortschritten, handen sein müsse. Was die einzelnen Arbeiter betreffe, welche scheiterten, da die Brauer erklärten, ohne die oben ge- welche in der Herstellung bedeutender Instrumente bei den unter allen Umständen ausgesperrt bleiben sollen, so wurde ver- nannte Zusicherung über Frage des Arbeitsnach in Betracht kommenden Kulturvölkern gemacht worden sind. Die langt, deren Zahl und womöglich Namen anzugeben. Bei dieser weises nicht verhandeln zu können. Von den Arbeiter Aufzählungen bestätigten aufs neue die altbekannte Thatsache, Gelegenheit machte der Herr Vorsitzende die Bemerkung, daß es vertretern wurde dagegen erklärt, daß sie außer Stande die For daß, während in Frankreich und namentlich in Amerika burch vielleicht möglich sei, diese Arbeiter, welche doch immer nur derung der Brauer vor ihre Auftraggeber zu bringen oder gar staatliche und vor allem auch durch private Initiative Großartiges für die astronomische Wissenschaft geleistet wird, in wenige sein können, anderwärts unterzubringen. Verlangt wurde zu empfehlen. Schließlich blieb der Punkt unerledigt. auch eine Angabe darüber, wie groß der momentane Bedarf Punkt 4 Lohnentschädigung für die ausgesperrten Arbeiter Deutschland so gut wie gar nichts geschieht. Was wäre auch in nach Arbeitern in den Ringbrauereien wohl sei. wurde fallen gelaffen. Punkt 5, Maifeier betr., blieb schließlich dem Lande, das unter preußischer Führung seinen einzigen Ruhm Nachdem so der prinzipielle Standpunkt beiderseits offen, nachdem von den Arbeitervertretern das mit den ring- in der Beschaffung möglichst vollkommener Mordwaffen erflargestellt war, erfolgte eine lange, theils sehr bewegte Aus- freien Brauereien getroffene Abkommen Ausschluß von Maß- blicken muß, besseres zu erwarten? Wir wünschen mit Herrn einandersetzung, wobei die Gründe, warum man von den auf- regelungen eventuell Feiernder vertreten, von den Brauern Witt, daß der Plan, für die Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896 gestellten Bedingungen nicht abgehen könnte, in eingehendster aber die Erklärung abgegeben wurde, daß sie angesichts der ein fünfzigzölliges Riesenfernrohr zu errichten, in Erfüllung gehen Weise dargelegt wurden. Von den Brauereivertretern wurde politischen Bedeutung, welche die Maifeierfrage gewonnen habe, möge, aber wie wäre unter der Herrschaft des Molochs an einen Dabei besonders immer wieder betont, daß die Verhältnisse in außer Stande seien, für ihre Industrie eine besondere Ausnahme- Zustand zu denken, unter dem der Staat oder gar vermögende ihren Etablissements fich seit 1890 in einer ganz unleidlichen stellung einzuräumen. Einig war man sich darüber, daß an Private für die Wissenschaft ein großes Opfer brächten? Ja, wenn's für einen Kirchenbau oder ein kanonenumgürtetes KriegerWeise herausgebildet hätten, und daß sie, gerade im diesem Punkte die Unterhandlungen nicht scheitern werden. Interesse eines ehrlichen und dauernden Friedens, jetzt Damit waren die Verhandlungen für heute zu Ende denkmal wäre! Bedingungen festhalten müssen, welche nach ihrer geführt und sollen dieselben im Laufe der nächsten Woche wieder Der Umbau des Stettiner Bahuhofes wird dem VerUeberzeugung diesen verbürgen. Nachdem schon so schwere Opfer aufgenommen werden, nachdem die Wertreter mit ihren respektiven nehmen nach im Laufe des kommenden Jahres in Angriff gegebracht seien, sei man entschlossen, eventuell noch weitere zu Auftraggebern Rücksprache genommen haben werden. Zum nommen werden. Der Bahnhof wird, ähnlich wie der ehemalige bringen, ehe man Konzessionen gewähre, von denen man wisse, Schluß sei bemerkt, daß seitens der Arbeiter die Verhandlungen Schlesische Bahnhof, halbirt werden für eine Einfahrts- und eine daß sie nicht gehalten werden können. von den Genossen Singer, Hilpert und Auer, und seitens der Ausfahrtshalle, deren Bahnsteige in der Höhe von einer Etage Brauereien von den Herren Goldschmid, Finke und Knoblauch errichtet werden. Weiter heißt es, daß für den Vorortsverkehr geführt wurden. Der Herr Vorsitzende nahm wiederholt Ge- dann ein eigener Bahnsteig gebaut werden soll, welcher an der legenheit, die ihm und Herrn Kuckenberg durch gewisse konser Stelle des alten Stettiner Bahnhofes resp. früheren Stationsvative Organe, speziell von der„ Kreuz- 3tg." widerfahrenen An- gebäudes, errichtet werden dürfte. rempelungen in der entschiedensten Weise zurückzuweisen. an Von der Arbeiterseite wurde darauf bemerkt, daß das Streben nach einem ehrlichen und dauernden Frieden aufrichtig getheilt werde. Aber dieser Friede müsse, um dauernd zu sein, beide Theile befriedigen, das sei aber ausgeschlossen, wenn die Brauer auf ihrer Forderung bestehen. Diese wäre nur an zunehmen, wenn die Arbeiter bereits besiegt wären und die Faust des Gegners an der Kehle und das Knie auf der Brust fühlten. So stehe aber die Sache nicht. Die Arbeiter werden, wenn es sein müsse, den Boykott mit ungeschwächten Kräften weiter führen. die Tokales. Das Telephon in Restaurants ze. Eine Zeitungskontro verse giebt dem Reichs- Postamt Veranlassung zu der Erklärung, daß die Gastwirthe 2c. ihre Telephonanlage auch fremden Personen zur Benutzung für den Stadtverkehr ohne weiteres überlassen dürfen. Für den Fernverkehr dagegen bleibt eine derartige Zur Lokalliste. Güb, Köpenickerstr. 38, führt boykott Benußung nach wie vor verboten. Im übrigen wurde von den Arbeiter- Vertretern darauf hin- freies Bier. gewiesen, daß im Jahre 1890 Herr Direktor Rösicke sich der= „ Helft den Aermsten der Armen!" Mit eindringlicher selben Forderung auf Wiedereinstellung gegenüber viel entgegen- Eines Journalistenjubiläums haben wir zu gedenken. Stimme erhebt ein Mann in Berlin W., der Herr Gustav tommender gezeigt habe. Dabei habe es sich damals um Strei- Herr Ostar Thiele, der bekannte Gerichtsberichterstatter, Müller, Wormserstr. 9, diesen Ruf in den Berliner Neuesten fende gehandelt, also um Arbeiter, welche aus freiem Entschluß beging am 28. September die 25. Wiederkehr des Tages, an Nachrichten". Wer sind die Aermsten der Armen? Etwa die die Arbeitsstellen verlassen haben, während es sich jetzt um von dem er in den Dienst der Presse eintrat. Er ist 1869 in die Gäfte des Asyls für Obdachlose, entlassene Gefangene, die unden Brauereien Ausgesperrte, also vollständig Unschuldige, han- Redaktion des damals von seinem Vater herausgegebenen glücklichen Mädchen, die der Hunger in der glänzenden Reichsdelt. Es wurde daran weiter die Frage geknüpft, ob die Herren Publizist" eingetreten, hat mehrere Sessionen auf der hauptstadt zwang, sich der Prostitution zu ergeben? Ach nein, Brauer bereit seien, eventuell auf der 1890 angenommenen Basis Journalistentribüne der Parlamente gearbeitet und wirkte sodann diese alle sind glücklich gegen die Leute, denen der General Müller " " sekretär des Evangelischen Afrika- Vereins- denn das ist Herr Freundschaft mit der achtzehnjährigen Tochter der Wirthin sund die gestern verhandelten Fälle zeigen, daß er es trefflich Hilfe zugeschworen hat. Der gute Mann will, wie und bat fie, ihr beim Abholen der Gepäckstücke vom verstanden hat, die geschäftsunkundigen Leute aus der Provinz, fich jetzt nach Nennung seines Charakters ahnen läßt, allen Bahnhof Friedrichstraße behilflich zu sein. Gleichzeitig verlangte die feinen Lockungen folgten, über die Geschäftsbedingungen Ernftes Gelder in der Reichshauptstadt zusammengesammelt sie auf turze Beit einen Mantel und einen Hut, da ihre eigenen und die Qualität der von ihnen bestellten Waaren zu täuschen. baben, damit die sog. befreiten Sklaven in Ostafrika zu selbst Sachen während der Reise sehr beschmutzt worden seien, sie aber Er scheint namentlich die neuen Kunden über Den ständiger(!) Arbeit etwa unter dem Schutz der Nilpferdpeitsche? nothgedrungen gleich vom Bahnhofe aus einige Besuche abzu Charakter des zu gewährenden Rabatts von 50 pct. im Unund natürlich zum Christenthum„ erzogen" werden können. statten habe. Die Wirthstochter ging um so bereitwilliger auf flaren gehalten zu haben, denn immer wieder traten Zeugen Dies zu bewirken, ist nach dem frommen Müller, Ehrensache den Wunsch ein, als sie die Fremde begleiten sollte. Kaum auf, welche versicherten, daß sie der Meinung waren, es handle und Pflicht des deutschen Volkes" und dafür will er in Berlin waren beide auf dem Bahnhofe eingetroffen, als die Bres- fich um einen Baar- Rabatt. Im Laufe der Verhandlung stellt Mittel aufgebracht haben, in Berlin, wo Hunger und Elend ihm lauerin" das dort herrschende Menschengewühl benutte, um mit sich auch heraus, daß die von Lehrer u. Co. gelieferte Waare aus allen Ecken und Enden entgegenstarren. den ihr anvertrauten Sachen zu verschwinden. minderwert hig war und für die Empfänger zum Ladenhüter Wir zweifeln nicht daran, daß sich in der sog. guten Gesellschaft fromme Vetteln genug befinden, die für die„ Bekehrung" sind mehrere Lieferanten schwer geschädigt worden. Er besaß den Parfäms nichts wissen wolle, da diese der„ reine Spiritus" Durch den flüchtigen Tischler E. aus der Adalbertstraße Verschiedene Zeugen versicherten, daß ihre Kundschaft von wurde, den sie zu dem Fakturenpreise nicht los werden konnten. der Schwarzen ihre Goldfüchse springen lassen. die Zum Besten der befreiten Sklaven" wollen wir aber ein gut gehendes Geschäft, hatte in der letzten Zeit größere Vor- feien. Charakteristisch war in dieser Beziehung die Aussage wünschen, daß sie sich das Christenthum unserer Frommen recht räthe eingekauft und war dann unter Zurücklaffung der Ehefrau einer Beugin, welche bekundete, daß ihr der Vertreter der energisch vom Leibe zu halten verstehen. plöglich verschwunden. Er hatte sich von der Polizei einen Aus: Firma während der gepflogenen Unterhandlung und geschäft landspaß nach Basel verschafft und soll im Besitz von etwa lichen Abmachungen so viel Parfüm aus einer Sprißflasche an10 000 m. gewesen sein. Wo er sich aufhält, ist bisher nicht zu geprustet habe, daß ihr ganz unwohl geworden sei. Auch Sonnens ermitteln gewesen; ebenso wenig weiß man den Grund zur felb hat in den an verschiedenen Lieferungen geknüpften ZivilFlucht. Die Thür seiner Wohnung wird von einer Reihe zu prozessen beschworen, daß er die Faktura genau nach Verabredung stellungsurkunden geziert. ausgefüllt habe. Der Staatsanwalt hob hervor, daß nach seiner Ueberzeugung Sonnenfeld ebenso wie Koh und Euphrat in dieser Beziehung Weineide geleistet habe. Der Staatsanwalt beantragte ferner die Verhaftung Sonnenfeld's wegen Fluchtverdachts. Der Angeklagte scheine nach den bisherigen Berhandlungen so schwer belastet, daß ihn voraussichtlich eine hohe Strafe treffen werde und Fluchtverdacht somit als vorliegend anzusehen indem er die Inhaftnahme Sonnenfeld's verfügte. sei. Der Gerichtshof entsprach diesem Antrage, - Die Beweisaufnahme ist gestern ein gutes Stück gefördert worden und es ist einige Aussicht vorhanden, daß am Dienstag die Sachverständigen, die tagtäglich den Verhandlungen beiwohnen, mit ihren Gutachten beginnen können. Die herrlichste der Welten. Auf der Treppe eines Hauses gestorben ist eines jener unglücklichen, obdachlosen Wesen, die das glänzende Berlin, das bekanntlich keinen außerordentlichen Nothstand kennt, in großer Anzahl in fich birgt. Als am Sonnabend Morgen um 6 Uhr Bewohner des Quergebäudes aus ihren Wohnungen im Hause Rückerstraße 2 heraustamen, fanden sie auf dem Treppenflur einen Mann, der fein Lebenszeichen mehr von sich gab. Die Polizei stellte später fest, daß das Leben aus dem Körper bereits entflohen war. Der Mann, dessen Papiere dem Körper bereits entflohen war. Der Mann, dessen Papiere auf den 54 Jahre alten, obdachlosen Arbeiter Karl Mischte hinweisen, scheint sich auf die Treppe geschlichen zu haben, um dort für die Nachtzeit einigen Schuß gegen die herbstliche Kälte zu finden und ist im Schlafe durch den Tod von seinem jammer vollen Dasein erlöst worden. Ein Straßenbrunnen hat gestern Abend ein größeres Unglück abgehalten. Das Pferd der Droschke 1. Klasse Nr. 2751 war durchgegangen und raste den„ Hohen Steinweg" entlang. Der Führer batte die Herrschaft über das Thier vollständig verloren, welches unmittelbar auf das Schaufenster eines in der Bischofstraße belegenen Ladens zurannte, dann aber an den seitwärts stehenden dem bloßen Schrecken davon, während das Pferd sich nicht unBrunnen anrannte, woselbst es stürzte. Der Kutscher tam mit erheblich am Hinterfuße verlegte. Witterungsübersicht vom 29. September 1894. Stationen. Barometer stand in mm, d. Meeressp. Windrichtung DND 762 765 N 761 M 765 NW 766 . 763 764 WNW 771 775 • DSD N 769 Bei dem Michaeli- Umzuge ist den Betheiligten eine aufmerksame Beobachtung ihres Hausrathes während des Umzuges besonders dringend zu empfehlen. Wiederholt ist es in den letzten Tagen vorgekommen, daß sich unbekannte Personen beim Einund Ausladen der Sachen zu schaffen machten, ohne dazu irgendwie beauftragt zu sein. Werden sie dabei überrascht, so wird ihnen gewöhnlich von den beauftragten Arbeitern übel mitgespielt, denn auf diese, dem Fuhrunternehmer bekannten Personen lenkt sich sofort der Verdacht, wenn in der betreffenden Wirthschaft Swinemünde nach Beendigung des Umzuges Gegenstände vermißt werden, von Hamburg denen anzunehmen ist, daß sie während des Umzuges auf unred- Berlin liche Weise abhanden gekommen sind. Wie nöthig eine solche Wiesbaden. sorgfältige Bewachung ist, davon konnte sich ein nach der Gräfe- München straße ziehender Fabrikant am Freitag überzeugen. Er hatte in Wien dem hinteren Theile des Möbelwagens feinen sehr wachsamen Bern- Haparanda hardiner Hund plazirt, der dort zwischen den aufgeladenen Möbeln Petersburg versteckt lag und der hinter der leinenen Rückwand des Wagens Cort. nicht bemerkbar war. Während die Arbeiter nach beendeter Ver- Aberdeen ladung der Sachen eine Schankwirthschaft aufsuchten, machte sich Paris ein junger Mensch an dem Möbelwagen zu schaffen und muß dabei wohl dem Lager des Hundes zu nahe gekommen sein, denn diejer erfaßte den Frembling plöglich beim Oberarm und hielt ihn so lange fest, bis er von anderen Personen befreit werden tonnte. Aus dem Umstande, daß der Gebissene sich still und schnell entfernte, wird man schließen können, daß der Aufenthalt in der Nähe des Wagens kein ganz zufälliger gewesen ist. Auf dem Oranienplay preisen unter den dort aufgefahrenen Zieh männern die Besiger von Hundewagen diese mit dem besonderen Bemerken an, daß der Hund derart dressirt sei, teinen Fremden an den Wagen zu lassen. I Windstärke | 2424 Aww( Stala 1-12) Wetter heiter wolkig bedeckt Regen halb bedeckt Temperatur ( nach Celsius 50 G. 4° R.) 78446 137315 wollig bedeckt 5 heiter 3 bedeckt 9 wolkenlos Still Wetter- Prognose für Sonntag, den 30. Septbr. 1894. Kühles zeitweise beiteres, vielfach woltiges Wetter mit schwachen nördlichen Winden ohne erhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Polizeibericht. Am 28. d. M. Vormittags fiel ein Mann in der Borndorferstraße in Krämpfen nieder, gerieth unter die Räder eines gerade vorüberkommenden Geschäftswagens und erlitt außer einer Kopfwunde anscheinend auch innere Verletzungen, so daß seine Ueberführung in ein Krankenhaus erforderlich wurde. Die Feuerwehr trat im Laufe des Tages nicht in Thätigkeit. Gerichts- Beitung. Gewerkschaftliches. Der Seidenweber Streik in Bielefeld dauert fort. Die Streifenden wollen nun noch die Forderung des neunstündigen Arbeitstages stellen. Dieser Tage ist ein Flugblatt an die Einwohner Bielefelds verbreitet worden. Die Differenzen zwischen der Hamburg- Barmbeker Goldleistenfabrik und ihren Arbeitern sind geregelt. Die Dreher fin der Porzellanfakrik in Elbing haben die Kündigung eingereicht, da man ihnen eine 10-60prozentige Lohnreduzirung zumuthete. Der Abwehrstreit der Wiener Leberzurichter dauert fort. Die toalirten Unternehmer beschlossen in ihrer letzten Sigung, welche nach dem Sechswochen- Termine, dem die Aussperrung folgen sollte, stattfand, diesen Termin um 14 Tage zu verlängern und die Forderungen der Arbeiter auf diese Art und Weise zu bekämpfen, resp. nicht zu bewilligen. Die Hungerpeitsche ist also das letzte Mittel, welches von den Unternehmern in Anwendung gebracht werden soll, und mit demselben hoffen sie das Klassenbewußtsein und die Solidarität der Arbeiter zu brechen. Die 15. Woche stehen 48 Mann der Laufer'schen Fabrik und 8 Wochen die Arbeiter der übrigen 12 Fabriken im Kampje. 3uzug ist also noch streng fernzuhalten. Der Streit der Baumwollarbeiter in Malaga nimmt große Dimensionen an. 4000 Arbeiter haben sich bereits dem Ausstande angeschlossen. Der Richtigstellung des Gasiwirthe Malinow3ti Gr. Frankfurterstraße 16, gegenüber halten wir voll unsere Behauptung aufrecht, daß Bier vom Wagen 2 der Brauerei An die Tabakarbeiter Deutschlands! Königstadt, durch Rolljungen nach der Großen FrantIm Anschluß an den Aufruf in Nr. 198 des„ Vorwärts" furterstraße geschafft, dort abgeladen worden ist, sowie daß die fand am 16. September hier eine öffentliche Versammlung der Leeren Gefäße nach dem Speditionsboden, von dort wieder von Wucherprozeß. Augenblicklich fizzen 15 Personen hinter Tabakarbeiter und Arbeiterinnen statt. In derselben wurde bedem Kutscher des Wagens 2 abgeholt sind. Carl Rühr, Schloß und Riegel, die als die ersten Opfer des gegen die schlossen, eine Kommission von 15 Personen zu beauftragen, sich Hermann Tobschall, Brauerei- Arbeiter, Earl Köpnick, Gastwirth. Wucherer Berlins geführten Feldzuges zu betrachten find. mit den Kollegen Deutschlands in Verbindung zu sehen, um eine wir unter der Spigmarke„ Siehste mein Junge" gestern erzählten, Gruppe umfaßt acht Angeklagte, an ihrer Spize Mendel Treu den Kollegen Deutschlands nun folgende Vorschläge und bittet, so fort In die Geschichte von der Schlacht bei Leipziger, die scheinen, sondern in mehrere Gruppen getheilt werden. Die erste und den Kampf gegen diefe toloffale Mehrbelastung der Tabakindustrie zu organisiren. Oben erwähnte Kommission unterbreitet hat sich ein finnstörender Druckfehler eingeschlichen. statt: Ein ganz merkwürdiger Heft von Schamhaftigkeit bewog legenheiten diefer Gruppe dürften in etwa Monatsfrist zur öffent einzuberufen, um die Vorschläge einer Prüfung zu unterziehen Es muß herz, Labaschin und verschiedene Schlepper. Die Angeallerorts öffentliche Bersammlungen der Tabakarbeiter den Verleger, sich„ als Dichter der„ Coursaal- Anna" zu nennen" lichen Verhandlung reif sein. Die Anklage ist bereits den Angeklagten und im Falle der Annahme derselben gleichzeitig an die Ausheißen, sich nicht als Dichter zu nennen, anonym zu bleiben. zugestellt worden. Sie bildet ein dickes Aftenstück und enthält die am 13. Juli v. J. auf dem Sorridor des Moabiter Ge des Hauptangeklagten Treuherz. Aus derselben ist zu ersehen, eine Stommission zu bilden, welche die Aufgabe hat, ständige Zu der Revolver- Affäre des Referendars Schwabe, als Einleitung eine vom Staatsanwalt ausgearbeitete Charakteristit führung dieses Planes zu gehen: richtsgebäudes bei Gelegenheit der Verhandlung in Sachen des daß Trenherz' Hand auch im Hannoverschen Wucherprozeß Predigers Schwabe gegen verschiedene Zeitungen gespielt hat, wiederholt deutlich erkennbar war. Die Auflagebehörde führt wird mitgetheilt, daß auf die Strafanzeige des Frl. Berg gegen gegen die Angeklagten ca. 100 Beugen ins Feld. diesmal handelt den Referendar und den Pastor Schwabe unterm 21. September es sich aber nicht um Dffiziere, wie 1. 3. in Hannover. der folgende sehr bemerkenswerthe Bescheid ergangen ist: Sämmtliche Tabatarbeiter Deutschlands haben an ihrem Orte Jede dieser Lokalkommissionen tritt mit einer Provinzials fommission in Verbindung, welche für den ihr zugewiesenen Rayon die Agitation zu leiten, die Referenten zu stellen und die Ausbringung der Geldmittel zu veranlassen hat. Die Provinzialfommissionen erhalten von der Berliner Kom mission, wenn erforderlich, Agitationsmaterial geliefert und find die Referenten mit dem nöthigen Material zu versehen und von allem Einschlägigen zu unterrichten. Agitation zu betreiben, Bolksversammlungen zu ver anstalten und so viel wie nur irgend möglich ist, Mittel aufzu bringen. In diesen Volksversammlungen müssen die Gesammt steuerpläne der Regierung erläutert werden; natürlich darf Ein Jahr unschuldig in Untersuchungshaft! Nach die Tabaksteuer als Rückgrat dieser Gesammtsteuerpläne Auf Ihre Anzeige vom 18. Juni 1894 eröffne ich Ihnen, daß einjähriger Untersuchungshaft wurde gestern der Arbeiter Paul nicht vergessen werden. ich das Verfahren gegen den Referendarius Schwabe und den Wilhelm aus Oranienburg vom Schwurgericht am LandPrediger Schwabe wegen thätlicher Beleidigung eingestellt gericht II von der Auflage der vorsätzlichen Brandstiftung frei habe, weil der Beginn und Verlauf der Schlägerei durch die gesprochen und sofort auf freien Fuß gesezt. Es handelte sich angestellten Ermittelungen nicht ausreichend hat aufgeklärt um einen von den 26 Scheunenbränden, welche im vorigen Jahre werden können. Ihre Angaben stehen mit den Bekundungen in Oranienburg stattfanden und wegen deren noch mehrere mehrerer Zeugen, welche den Vorfall von Anfang an mit Untersuchungsgefangene der Aburtheilung harren. Am Abend des angesehen haben und gegen deren Glaubwürdigkeit begründete 27. August v. J. brannten vor der Stadt fünf beisammen stehende Bedenken nicht vorliegen, im direkten Widerspruch. Nach dem mit Stroh gedeckte Scheunen ab. Verschiedene Personen wollten furz Ergebniß der Beweisaufnahme erscheinen insbesondere auch die vor und nach dem Brande den Angeklagten unter verdächtigen Um Literarische Arbeiten für die Presse DeutschBehauptungen des Referendarius Schwabe, daß er den Revolver ständen in der Nähe des Brandheerdes gesehen und genan er lands haben Lokal- und Provinzialkommissionen nicht zu nur zu seinem Schuße gegen den thätlichen Angriff gebraucht fannt haben. Der Angeklagte ist mehrfach vorbestraft, gilt in besorgen; dieses besorgt allein die Berliner Kommission, und Sie nicht damit bedroht habe, nicht unzutreffend, da es Dranienburg als berüchtigter Schläger und als ein Mensch, der damit die Sache einheitlich und systematisch betrieben werden kann. zweifellos nachgewiesen ist, daß derselbe von mehreren Personen vor teinem Verbrechen zurückscheut. Er wurde wenige Tage In gleicher Weise werden Flugblätter von Berlin an die erheblich mißhandelt worden ist. Berlin, den 21. September 1894. nach dem Brande in Untersuchungshaft genommen, aber troß Provinzialkommissionen versandt. Der Erste Staatsanwalt. Im Austrage: J. Wachler. seiner Verhaftung hat es in Oranienburg luftig weiter gebrannt. Die Provinzialkommissionen haben überschüssige Es wird gegen diesen Bescheid Beschwerde erhoben werden. In der gestrigen Werhandlung vor dem Schwurgericht zogen sämmt. Gelder an die Berliner Kommission abzuliefern, damit schwach In der Redaktion des„ Sozialist" haben nach der liche Belastungszeugen ihre ursprünglich überaus pofitiven Rekognos bestellte Provinzen von Berlin aus unterstüßt und sonstige gemeinBolts Zeitung" Dienstag und Mittwoch Haussuchungen statt- sirungen zurück, so daß auf den vom Vertheidiger Rechtsanwalt same Ausgaben gedeckt werden können. gefunden. Dr. Coßmann vorbereiteten umfangreichen Entlastungsbeweis Die Provinzialkommissionen haben der Berliner ( 25 Zeugen) verzichtet werden konnte und der Staatsanwalt Kommission über die Thätigkeit in ihrem Rayon von Zeit zu Einziehung von Arbeiter Rückfahrkarten. Vom selbst für Freisprechung plaidiren mußte. Die Geschworenen Zeit Bericht zu erstatten; über ihren Kassenbestand Mittheilung 1. Oktober ab werden die Arbeiter- Rückfahrkarten im Verkehr votirten auf Nichtschuldig, worauf die Freisprechung erfolgte. zu machen und gleichzeitig anzugeben, ob sie Ueberfluß oder zwischen Berlin- Charlottenburg- Boologischer Garten, FriedrichKnaben- Uufug. Gin faum dem Knabenalter entwachsener Mangel an Referenten haben. Da der Kongreß in Berlin die Kongreßkommission beaufs W Döllens- Radung, Dühringshof und Landsberg a. W. anderer- Bursche, der 15 jährige Lehrling Karl Dombrowsky, hatte tragt hatte, die weiteren Steuermaßnahmen der Regierung berg, N.-M., eingezogen. Herr Paul Habelmann, Brückenftr. 13, ersucht uns, mit zutheilen, daß er mit dem vorgestern von uns gekennzeichneten Schwindler gleichen Namens nicht identisch ist. Oktober abgerissen werden. fich gestern wegen Bedrohung mit einem Verbrechen vor dem Schöffengerichte zu verantworten. Der Angeklagte war mehrfach mit dem Bizewirth des Hauses, in dem er wohnte, in hierdurch die Stellung für Berlin als Zentralstelle für die Streit gerathen. So auch am 19. Juli, an welchem Tage es zu Kongresses ist ebenfalls ins Auge gefaßt, wenn eintretende Verneue Steuerfampagne schon bezeichnet. Die Berufung eines einer Schimpferei fam. Der Vizewirth lief hinter den flüchtigen Burschen her, um ihn zu züchtigen. Plöglich dreht der hältnisse denselben nöthig machen. Allerdings würde die Ansicht der Kollegen Deutschlands ebenfalls erst eingeholt werden. Die Tage des Rigdorfer Galgens sind gezählt. Nach Verfolgte sich um, 30g einen Revolver hervor, setzte ihn deni einer von der Eisenbahnverwaltung an den Amtsvorstand ge- Bizewirth gegen die Brust und schoß mit den Worten: Wenn Sie vor allen Dingen müssen wir besonders hervorheben, daß alles dieses nur in öffentlichen Versammlungen er machten Mittheilung soll der Galgen in den ersten Tagen des mich nicht in Ruhe lassen, schieße ich Sie über den Haufen!" ab. örtert werden darf, daß der Unterstüßungsverein mit der Sache Die Waffe war allerdings nur mit Pulver geladen. Der Ge- nichts zu thun hat, daß Vereinsbeamte höchstens als Privatleute, richtshof rügte den Unfug, daß solch unreife Burschen mit Schieß- als Tabatarbeiter sich an der Agitation betheiligen dürfen, daß Großes Aufsehen verursachte am Freitag Vormittag die waffen umberliefen und verurtheilte den Angeklagten zu 75 M. Die vom Vorstand des Vereins zu bildenden Ägitationsbezirke Rettung eines Kindes am Elisabeth- Ufer, welches dortfelbst in den Geldstrafe. Landwehrkanal gestürzt war. Der sechsjährige Sohn des in dem nur zwecks Stärkung und weiterer Ausbreitung der Organisation, Ein Impfgegner, der praktische Arzt Dr. med. Böhm in mit der Steuervorlage nichts zu thun und folgedessen auch eine Hause Elifabeth- Ufer 22 wohnenden Raufmanns Edert spielte in Friedrichsroda, wurde am Donnerstag vor dem Landgericht in andere Abgrenzung haben muß. Diese Einrichtung soll eine der Nähe des Wassers und letterte auf das Geländer, verlor Gera wegen wissentlich falscher Bescheinigung des Impferfolges ständische sein, während die von uns vorgeschlagene, mit dem jedoch das Gleichgewicht und stürzte ins Wasser. Zeuge des zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Auf Veranlassung Verschwinden jeder Tabaksteuer- Projekte, von selbst von der Vorfalles wurde der Hauseigenthümer Herr Kube, welcher sofort mehrerer Mitglieder des Geraer Naturheilvereins hatte Dr. Böhm, Bildfläche verschwindet. in voller Kleidung in die Fluthen stürzte. Nach mehrmaligem der damals noch in Weimar praktizirte, im Mai 1892 an etwa Untertauchen gelang es ihm auch, den Knaben zu retten und so 200 Kindern die Impfung derart vorgenommen, daß sie wirkungslange über Wasser zu halten, bis ein Boot hinzukam und beide los blieb. Trotzdem hatte Dr. Böhm in allen Fällen Impf Personen aufnahm. fcheine ausgestellt, die einen positiven Erfolg der von ihm vorAllzu großes Vertrauen hat eine Bimmervermietherin in genommenen Impfungen bescheinigten. der Anhaltstraße einem jungen Mädchen entgegengebracht, das Im Prozeß Lehrer und Genoffen wurden gestern vorsich in den letzten Tagen in ihrer Wohnung einfand, um eine wiegend die Fälle verhandelt, die den Angeklagten Sonnen- Anhalt. Stube zu miethen. Die etwa 24 Jahre alte Fremde, die eben feld angehen. Sonnenfeld ist bezüglich der geschäftlichen aus Breslau hier zugereist sein wollte, schloß sofort Reellität ganz in die Fußstapfen von Koh und Euphrat getreten resp. die Orte als Sitz der Provinzial Rommissionen wählen Wir schlagen vor, die Bezirke folgendermaßen abzugrenzen, zu wollen: Berlin übernimmt die Provinzen Brandenburg, Pommern und Preußen. Magdeburg für Provinz Sachsen und Herzogthum Breslau für Schlesien und Posen. Dresden für Königreich Sachsen Erfurt für die thüringenschen Staaten. Mannheim für Baden und bayerische Rheinpfals. Stuttgart für Württemberg und Bayern.d Bremen übernimmt den angrenzenden Theil Hannovers und Großherzogthum Oldenburg. Braunschweig für Herzogthum Braunschweig und den übrigen Theil von Hannover. A Hamburg für sein Gebiet und Schleswig- Holstein. Lübeck für die beiden Mecklenburg. Frankfurt a. M. für Großherzogthum Hessen und Hessen Nassau. Minden für Westfalen, beide Lippe und Waldeck. Elberfeld für die Rheinproving. Und nun, Kollegen und Kolleginnen, Prüfung unseres Vorschlags und dann frisch an's Werk. Keiner darf zurückbleiben, denn es gilt die ureigensten Interessen zu vertreten. Wir kämpfen für unsere bedrohte Existenz und in diesem Kampfe müssen die Tabakarbeiter Deutschlands zusammenstehen, Schulter an Schulter. Zuschriften sind zu richten an Unterzeichneten. Die Kommission der Zabalarbeiter Berlins. J. A.: Karl Butry, Stralsunderstr. 17, II. Alle Arbeiterzeitungen Deutschlands werden um gefälligen Abdruck ersucht. D. D. Vermischkes. R., Planen i. V. Der Vertrag mußte gerichtlich geschlossen werden, ist zwei Jahre lang anfechtbar und, wenn etwa die Absicht der Benachtheiligung von Gläubigern vorgelegen hat, ungiltig und strafbar. das Blut, und einer der wichtigsten Bestandtheile des Blutes] A. R. Wenn Sie infolge Ginathmens giftiger Blei- Dryde wiederum find die rothen Blutkörperchen; nur wenn sie in der frant geworden sind, so können Sie leider nur dann einen Angehörigen Menge vorhanden find, tann das Blut seine Aufgabe spruch auf Schadenersatz geltend machen, wenn die Blei- Dryde erfüllen, die durch die menschliche Lebensthätigkeit abgenusten infolge Nichteinrichtung von Schuhvorrichtungen entwichen find. Organe zu erfrischen und gleichsam dauernd zu verjüngen. T. 1. E.: 1 und 2 und C. T. 144: Nein. Vor kurzem wurde nun das Blut von Menschen, die sich einige Beit im Gebirge aufhalten wollen, untersucht, indem man einige Tropfen Blutes aus einer kleinen, durch einen Nadelftich hervorgerufenen Wunde sowohl vor dem Beginn des Gebirgsaufenthalts, als auch nachdem derfelbe einige Beit an gedauert hatte, entnahm und sie auf ihren Gehalt an Blut förperchen untersuchte, dabei stellte sich die interessante Thatsache heraus, daß nach kaum drei Wochen die frühere Zahl der Bluts törperchen um mehr als 11 pet. geftiegen war. Diese Thatsache ist um so unanfechtbarer in ihrer Beweiskraft für die günstige Wirkung des Gebirgsaufenthalts, als die Untersuchungen an solchen Menschen angestellt wurden, die die europäischen Alpen befuchten, wie an solchen, die in die amerikanischen Cordilleren gegangen waren. Briefkaffen der Redaktion. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. C. N. 1848, Bromberg. Ihr Bruder muß einen Antrag an das Polizeipräsidium richten. A. E. 100. Die Behörde ist nicht verpflichtet, Strafgelder in Raten sich bezahlen zu lassen. R. R. Die Wohnung muß bereits am 1. Oktober geräumt sein. E. W. 100. Fragen Sie selber bei den Herren A. an. Wir haben besseres zu thun, als uns um die Religion dieser Leute zu fümmern. G. 16, Moabit. Von dem geschlossenen Kaufvertrag können Sie ohne Einwilligung des anderen Kontrahenten nicht zurücktreten. K. W. 22. Sie würden der Möglichkeit, angeklagt zu werden R. 2. 62. Wegen der Alimente der Ehefrau tann Alles gepfändet werden. Ihre Anfrage ist nicht ganz klar: wenn Ihre Frau abgewiesen ist, so können ihr doch nicht noch Alimente zugesprochen sein? Sprechen Sie gelegentlich zwischen 12 met geprod sich zu holen: Anspruch auf Ersatz für versäumte Arbeitszeit Eilenburg. Der Betreffende ist verpflichtet, die Kommode bat er leider nicht. A. B. 99. 1. Ja. 2. Nein. 3. Ja. Behrendt 44. Nur am Ersten. T. N. 33. Ja. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wet Buchstaben oder eine Zahl) sich aussehen. odit G. 100. 1. Der Umstand, daß eine Frau vor Schließung Im Anschluß an Obiges geben wir zugleich bekannt, daß der Ghe ihre Jungfräulichkeit burch einen Dritten außerehelich für die Tabakarbeiter in Berlin am Sonntag, den 7. Oftober, verloren hatte, und daß sie diesen Verlust ihrem Manne verVormittags 10 Uhr, fünf große öffentliche Versammlungen stattfinden und zwar in Schmiedel's Feſtsälen, Alte Jakobftr. 32; bei vieg, ist kein Ghefcheidungsgrund. Wohl aber berechtigt nach Hoffmann, Oranienſtr. 180; Bolzmann, Lichtenbergerstr. Ansicht des Obertribunals der Irrthum des Mannes über die Reichert's Festfälen, Müllerstr. 7, und Gründel( i. V.), Brunnen- Jungfräulichkeit seiner Frau diesen, die geschlossene Ghe als un straße 188.( Näheres siehe Inserate dieser Woche.) giltig anzufechten. Die Anfechtung fann aber nicht mehr geltend gemacht werden, wenn die The nach entduals sing in Decktem Irrthum ausdrücklich genehmigt oder länger als sechs Wochen nach erlangter Kenntniß fortgesezt ist. Dasselbe Obertribunal nahm an, die Ehefrau kein Recht habe Auf hoher See verbrannt. Es gilt als sicher, daß die auf Gheungiltigkeit zu flagen, wenn fie erst nachträglich erfährt, mußte aber Rückkehrbefehl gegen die Ehefrau beim Amtsgericht Hamburger Bart Marianna" von Cardiff nach Santos daß ihr Mann schon vor der Ehe ein uneheliches Ki. d erzeugt erwirkt werden. Nach fruchtlosem Ablauf der Rückkehrbefehlsinfolge Selbstentzündung der Kohlenladung auf hoher See ver- hat. Las Gesetz behandelt beide Fälle nicht ausdrucklich, Frist kann die Scheidungsklage eingeleitet werden. brannt und die gesammte, aus 17 Mann bestehende Besatzung vielmehr hängt die Entscheidung in jedem einzelnen Fall davon Frist kann die Scheidungsklage eingeleitet werden. ab, ob das Gericht letter Instanz annimmt, der Irrthüm über 2. V. 87a. Jm Allgemeinen ist die Verwaltung der kgl. Eine neue Tropffteinhöhle. In der Nähevon Schönecken am die Unbescholtenheit" des Ehegatten sei ein Irrthum über die Bibliothek fehr entgegenkommend. Jedem, der das Bedürfniß Eisenbach( Rheinprovinz) haben der Köln. 3tg." zufolge Sommers Person oder gewöhnlich vorausgefeßte Eigenschaften des Gatten. zur Benutzung der Bibliothek nachweist, wird der Zutritt in die fischler eine bewilligt er einen Bürgen hat, kann auch frischler eine schöne Tropfsteinhöhle entdeckt. In das Innere der Bejaht es diese Frage, so hat die Klage auf die ingiltigkeit Bücher nach Hause erhalten; Bürge fann aber nur ein höherer sich bis zu 20 Meter Länge ausdehnenden Höhlen führen zwei unter den oben angegebenen Umständen Erfolg. 2. Zur An- Bücher nach Hause erhalten; Bürge kann aber nur ein höherer Eingänge. Auch die Seitenhöhle hat prächtige Tropfsteinbildungen. itellung einer Ghefcheidungs- oder einer Gheungiltigkeitsflage ist Beamter, Universitätslehrer oder Abgeordneter sein. In den Höhlen fand man zahlreiche Thierknochen. der Beistand eines Rechtsanwalts erforderlich. 3. Behufs Gr. Ja. Die Einwirkung der Gebirgsluft auf das menschliche langung eines Armenrechtsattestes müssen Sie sich zunächst an von Ihnen angegebene Verhältniß. Kohlenhugo. 14tägige Kündigungsfrist besteht für das Blut. Jedermann weiß, wie erfrischend für den Bewohner der den Bezirksvorsteher wenden. Tiefebene der Aufenthalt im Gebirge ist. Dieses Wohlbefinden M. S. Richten Sie eine Eingabe an den Fabrikinspektor A. B. C. 100. Sie sind verpflichtet, dem Wirth Gelegen ist aber nicht nur wie manche vielleicht glauben, eine Sache des und tragen Sie den Fall Ihrer Gewerkschaft vor. Halten Sie beit zur Besichtigung der Wohnung zwecks deren Weitervermiethung seelischen Empfindens, fondern es beruht auf rein törperlichen uns auf dem Laufenden. zu geben. Borgängen. Wohl der wichtigste Bestandtheil des Körpers ist ja 5. E. 104. Ja. umgekommen ist. Für den Inhalt der Juierate über nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung die Theater. dar Sonntag, 29. September. Freie Volksbühne( Lessing- 6 Theater). 1. Serie. 5. Abtheilung, Nachm. 21/2 Uhr: Emilia Galotti. Opernhaus. Die Zauberflöte. Montag: Bar und Zimmermann. Schauspielhaus. Die Schule der Frauen. Der Geizige. Montag: Das Leben ein Traum. Leffing Theater. Wohlthäter der Menschheit. Montag: Madame Sans Gêne. Deutsches Theater. Die Weber. Montag: Esther. Der Tartüff. Berliner Theater. Unter vier Augen. Niobe. Montag: Heimath. " Central- Theater Alte Jakobtraße Nr. Direktion: Richard Schultz. H. Emil Thomas a. G. Anna Bäders. Josefine Dora. Bum 29. Male: O! diese Berliner! Große Posse mit Gesang und Tanz in Bildern nach Salingre's Reise durch Berlin von Julius Freund. Musik von Iul. Einödshofer. Raffeneröffnung 6/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 7/2 Uhr. Morgen und folgende Tage: 0, diese Berliner! National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Große Doppel- Vorstellung zu einfachen Breijen. Gastspiel der Liliputaner, der be rühmten sieben Bierge mit eigener, vollständiger Theater- Gesellschaft. Adolph Ernst- Theater Zum 23. Male: Lolotte's 28 Tage. Sejangspoffe in 3 aften v. H. Raymond u. A. Mars. Musik v. Viktor ( Novität.) Die neuen Dekorationen sind aus dem Atelier des Herrn Lütkemeyer in Roburg. In Ezene gefeßt v. Ad. Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Passage- Panopticum. 51 wilde Beiber aus Dahomey. M. 59. Nein. hald Alcazar Vaudeville- u.Variété- Theater Dresdenerfir. 52/58( City- Bassage). Der Bombardier im Fener! Burleske mit Gesang und Tanz. Regie: Edwin Stempel. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Anfang Wochentags 71/2 Uhr. Sonntags 61/2 Uhr. Wochent. reserv. Sonnt. 60 R. Winkler. atree( Count, 40, referto, 00 9 Berliner Aquarium. Unter den Linden 68a der Schadowstr. Eing. Schadowstr. 14. Al2 3d dindin Todes- Anzeige. Den Mitgliedern des 283/15 Sozialdemokr. Wahlvereins f.6.6.Berliner ReichstagsWahlkreis zur Nachricht, daß unser Mitglied, Genosse 238/15 August Wegner, Arbeiter, heute Nachmittag 5 Uhr vom St. Hedwigs- Krankenhause, Große Hamburgerstr. 10, aus, beerdigt wird. Um rege Betheiligung er sucht Der Vorstand. Heute Sonntag: Eintrittspreis und auf Holzplätzen beschäftigten Den in Holzbearbeitungsfabriken ( 1.25 Die Herenschankel, 25 Pf. neueste Illusion. Schiller Theater. Der Geilchen. Der Mikado Castan's freffer. 6 Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues Theater. Perrichons Reise. Der sechste Sinn. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilke mstädt. Theater. Der Vogelhändler. Montag: Dieselbe Vorstellung. Rehdenz Theater. Demi- Monde. oder: Ein Tag in Japan. Parodistische Ausstattungsposse mit Gefang und Evolutionen in 2 Aften u. einem Vorspiele v. Mag Mauthner. In Szene gefeßt v. Regiffeur Ramin. Vorher: Montag: Dieselbe Vorstellung. Der Glöckner von Notre- Dame. Theater Unter den Linden. Dr vheus in der Unterwelt. Schauspiel in 5 Atten Montag: Dieselbe Vorstellung. von Charlotte Birch Pfeiffer. Regie: May Samit. Bellealliance Theater. Pension Rassenöffnung 5 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Schöller. Das Fest der Handwerker. Montag: Die beiden Reichenmüller. Nachm. 3 Uhr. Kaffenöffnung 2 Uhr. Adolph Ernst- Theater. Lolotte's 28 Tage. Montag: Diefelbe Vorstellung. Central- Theater. O! diese Berliner! Montag: Dieselbe Vorstellung. Aleranderplan- Theater. Modell. Ein alter Sünder. Montag: Diefelbe Vorstellung. Gin Untional Theater. Der Mikado oder Ein Tag in Japan. Borher: Der Glöckner von Notre Dame. Montag: Der Mikado. Vorher: Ein Mißverständniß. Apollo Theater. Vorstellung. Bolts- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preifen. Maria Stuart. Trauerfpiel in 5 Atten von F. Schiller. Montag: Gastspiel der Liliputaner. Doppel Borstellung. Der Mikado. Vorher: Ein Missverständniss. Arbeitern u. Arbeiterinnen Berlins Reichhaltige Ausstellung Land- und Seethieren, wie Affen, treuer und braver Kollege, der Fraiser von und Umgegend zur Nachricht, daß unser Riesenschlangen, Krokodile, Haiund Tintenfische, Quallen etc.[ 133M Castan's Achtung, Schuhmacher! Panopticum. Hassan Ali der grösste Mensch der Welt. Prinzess Topase Versammlung des Vereins August Wegner am 28. September cr. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 30. September cr., Nachm. 312 Uhr Samburgerstr. 10, aus, nach Weißenfee deutscher Schuhmacher, Südosten Nachm. 2½½ Uhr bei Wilfel Filiale I, II, III, am 1. Oftober, Abends 81/2 Uhr. Filiale I 26. bei Wilke, Andreasstraße 26. Tagesordnung: 1. Bortrag der Gestatt. Treffpunkt für den Osten und Andreasstr. 26. Um recht zahlreiche Betheiligung bittet [ 147/3] Der Vertrauensmann: E. Stein. Tods- Anzeige. w Den Mitgliedern des Verbandes das kleinste Menschenkin d. nossin Frl. Baader über die Ursachen der in Holzbearbeitungsfabriken der Arbeitslosigkeit. 2. Distusfion. und auf Holzpläßen beschäftigten 3. Vereinsangelegenheiten. Mexikanische Riesen- Cacteen in noch nie gesehener Größe. Circus Renz ( Carlstrasse) Sonntag, den 30. September: Filiale II bet ernau, Rosen- lands die traurige Nachricht, daß unser Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschthalerstraße 57. treuer Kollege Tagesordnung: 1. Vortrag über die Gewerbegerichte. 2. Diskussion und August Wegner Verschiedenes. Zwei Vorstellungen. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Ver- tag, den 30. Sept., Nachin. 5 Uhr, am 28. d. Mts. an der ProletarierFiliale III bei erner, Bülow- frankheit verstorben ist. 144/3 Straße 59. Die Beerdigung findet heute, SonnNachm. 4 Uhr( 1 Kind unter 10 Jahren einsangelegenheiten und Verschiedenes. vom St. Hedwigs- Krankenhause, Gr. frei): Grosse Komiker- Vorstellung mit aufgefordert, ibre rückständigen Bei Die Mitglieder der Filiale Il werden Hamburgerstraße, nach Weißensee statt. Ehre seinem Andenken. Um rege Be,, Sanssouci eigens für die Unterhaltung der Jugend träge zu entrichten, widrigenfalls fie theiligung bittet Der Vorstand. Kottbuserarahe 4a. Jeden Spezialitäten Sonntag und Donnerstag: Banfmann's Variété. Spezialitäten Voritellung. Parodie Theater. SpezialitätenVorstellung. Wintergarten. Spezialitäten- Bor ull ftellung. = Reichshallentheater. Spezialitäten Borstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Wallner- Theaterstrasse. Sonntag, 30. Septbr., Nachmittags 3 Uhr: Der Veilchenfreer. Abds. 8 Uhr: Der Veilchenfresser. Dichterabende im Bürgersaale des Rathhauses Abends 72 Uhr: Uhland Abend. Montag, 1. Oftober, Abends 8 Uhr: Der Veilchenfresser. gewähltem Programm, u. a. 4 arab. gestrichen werden. Schimmelhengste, vorgeführt vom Dir. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Fr. Renz. Der Esel als Kunstreiter. 222/10 Zum Schluß: Croissance électrique, pantom. Schwank 2c. Abends 7/2 Uhr: Stettiner Auf auf zur fröhlichen Jagd. Großartiger Wagen Korfo, drei WiererSängerige, darunter 2 Mailcoaches, Parforce( Meysel, Häckel, Pitro, Britton, Eberius, Steidl und Blank). Anfang Sonntags 7 Uhr, WochenEntree 50 Pfg. tags 8 Uhr. Billets à 40 Pfg.( nur für die Wochentage giltig) sind im VorverReßler, Rottbuserplay, zu haben. tauf in der Bigarrenhandlung von Reßler, Rottbuferplag, zu haben. Stets wechselndes, amüsantes Programm. und Cascadenritt. Am 28. Sept., früh 2 Uhr, starb nach langem Leiden mein guter Mann, unser Vater, der frühere Bildhauer Fritz Lubach. Die Beerdigung findet Sonntag, 254L* Nachm. 5 Uhr, von der Leichenhale des Neuen Zwölf Apostel- Kirchhofs in Dies zeigt tiefbetrübt an die trauernde Der billigste und zuverlässigste UhrenEinkauf sowie Reparatur ist unzweifelbaft bei Albin Grüger, Uhrmacher, Schöneberg, Marstraße, statt. Oranienstr. 1, Berlin SO. Wittwe Anna Lubach, geb. Baech, Außerdem: Der ostpreußische Hengit Nickel- Cylind. Remont. von 5 M. an. 8282 Blondel und Monstre- Tableau von Silberne " 12 " "" 22 " 36 " " " 3 " " " 16 " " " Ketten 2c. 60 Pferden, vorgeführt vom Direttor Goldene Damen- Remont. Fr. Renz. Cromwell und der Steiger Goldene Herren- Remont. Alep, geritten von Frl. Wally Renz. Getr. filb. Cylinderuhren Die weltberühmte Bonhair- Truppe 2c. Regulateure m. Schlagw. Montag: Auf auf zur fröhlichen Jagd. Wanduhren, Nickel- Wecker, Fr. Renz, Rommissionsrath und Direktor. Armin- Hallen Kommandantenstraße Nr. 20. Säle und Vereinszimmer von 20-600 Personen. nebst Kindern. Danksagung. Allen Kollegen, Freunden und Be fannten meinen herzlichen Dank für die innige Theilnahme bei der Beerdigung meines am 16. d. M. verunglückten Mannes Gustav Schulz. 64b Ww. Schulz und Kinder. Allen, welche an dem Begräbniß an bem Unserem Sangesbruder E. Dolatta meines lieben Mannes, des Zimmerers zu seinem am Montag stattfindenden Friedrichaczet, theilgenommen haben, und ein breimaliges Hoch! Immer der Zimmerer Berlins und Umgegend, Wiegenfeste die herzlichsten Glückwünsche besonders den Mitgliedern des Vereins und ewig eine Geburtstagsfeier und sowie des sozialdemokratischen Wahlniemals eine Kindtaufe. 114b vereins des 6. Wahlkreises, sage hierAllegro. mit meinen herzl. Dant. [ 1236 Sozialdemokratischer Wahlverein Graveure u. Ciseleure. Versammlung für den 2. Berliner Reichstagswahlkreis. Dienstag den 2. Oktober, Abends 8 Uhr, " Versammlung Dienstag, den 2. Oktober, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Bubeil, Lindenstraße 106. 277/5 Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Bernstein über: Entwickelungsphasen der Menschen. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegen heiten, event. Anträge und Fragen. Mitglieder werden aufgenommen. Gäste haben Zutritt. Die Bahlstellen des Vereins befinden sich bei: Schmidt, Restaurateur, Dieffenbachstr. 34. Lindemann, Rest., Moritstr. 9. Windthorst, Cigarrenhol., Junkerstr. 1. Müller, Rest., Gräfestr. 31. Schröder, Cigarrenhol., Kreuzbergstr. 15. Grube, Rest., Mariendorferstr. 5. Lüdtke, Rest., 3offenerstr. 10. Sass, Rest., Markgrafenstr. 102. Werner, Reft., Bülowstr. 59. Faller, Rest., Pallasstr. 16. Kitzing, Rest., Belle- Alliancestr. 74. Die Mitglieder werden ersucht, ihre Beiträge zu begleichen, um die neuen Mitgliedsbücher einzutauschen. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis ( Görlitzer Viertel.) in " den, Oranienhallen", Oranienstr. 51. Tages- Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag über: Submissionswesen." 3. Diskussion. 4. Werkstatt- Angelegenheiten. 5. Verschiedenes. 133/7 Die Kollegen der Werkstätten von Lind und Fismer sind zu dieser Versammlung besonders eingeladen. Zahlreiches Erscheinen erwartet wegen der Wichtigkeit der Tages Ordnung Der Vorstand. Ausserordentliche General- Versammlung der algericht I Berlin zugelassen. Mein Marianenstr. 3, 1 Tr. r., Krüger. Fr. strasse 1123. 29/8 bin als Rechtsanwalt beim Möbl. 2fenstr. Zimmer, f. 1 o. 2 H., Bureau befindet sich Potsdamer- Aussicht Marianenpark. 132 Sep. Schlafstelle, möbl., Arndtstr. 29, 1 Tr., zu verm. Dittmar. 102b Frdl. Schlafft. f. 2 Hrn. b. Hoffmann, Alte Jakobstr. 89. 101b Frdl. möbl. Schlafft. f. 2 H. Frau Hermann Marggraff, Rechtsanw. Ich wohne jetzt Blücherstraße 24. Dr. Alfred Bernstein, Arzt. Zahn- Zähnezm. Theils. Plomben 1,50 Muller, Manteuſſelſtr. 61, v. 8 Tr. Arzt Schmerzl. Bahnz. 1 M. 8-7 Uhr. Rechtsbureau Stallschreiberstr. 43 I 1. Alles billigst Klagen, Eingaben, Schlafstelle Stallschreiberstr. 20, Hof 1 Tr. bei Löffler. 996 Anständ. j. Mann findet Schlafstelle Manteuffelstr. 90, 4 Tr., Erdmann. Unfallsachen, Putzger, tegligerstr.65 Schlafit. f. H. Friedrichstr. 249, Zobry3. Frdl. Schlafstelle für Herren Naunyn straße 90, v. 3 Tr. b. Schwarz. 946 Orts- Krankenkasse Ball- u. Cotillon- Artikel, Schlafft. f. Hru., ſev. Eing., Mander Böttcher Berlins Dienstag, den 16. Oktober, Abends 81/2 Uhr, im Restaurant des Herrn Dienstag, den 2. Oktober 1894, Abends 82 Uhr, bei Herrn Heise, Lichtenbergerstr. 21. 97/5 Ulrich, Waldemarstraße 75: 279/9 Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Arthur Stadthagen. 2. Diskussion. 8. Vercinsangelegenheiten. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste haben freien Zutritt. Auch werden neue Mitgliedsbücher und Schriften ausgegeben. Um zahlreiches Erscheinen zu dieser Versammlung ersucht Der Vorstand. Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Heute, Sonntag, d. 30. September, Vorm. 10 Uhr: Oeffentliche Partei- Versammlung Tagesordnung: Antrag der Herren Thonack und Hill über Auflösung der Krankenkasse. Der kommissarische Vorsitzende. Büngel, Magistratssekretär. Bekanntmachung. Nachtrag zum Statut der Orts- Krankenkasse der Kürschner n. verwandten Gewerbe zu Berlin. Auf grund des§ 55 des Krankenversicherungs Gesetzes und nach§ 31 des Statuts hat die Generalversamm diejenigen Arbeitgeber, welche die Eintrittsgelder und Beiträge nicht zum der Rosenthaler Vorstadtg vom 28. Juli 1894 beſchloſſen, bei Gründel, Brunnenstr. 188. Tagesordnung: Distuifion über: Förderung der Organisation innerhalb des 6. Wahlkreises. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. 266/16 Der Einberufer. Berliner Arbeitervertreter- Verein. Dienstag, den 2. Oktober, Abends 812 Uhr, im Lokale des Herrn Röllig, Neue Friedrichstr. 44: Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht über die Besichtigung der Heilanstalt der Norddeutschen Holz- Berufsgenossenschaft in Neu- Rahnsdorf sowie des Sanatoriums in Gütergoh. 2. Bericht der Kommission. 3. Verschiedenes. Die Mitglieder werden dringend ersucht, vollzählig zu erscheinen, etwaigen Wohnungswechsel anzugeben. Gäste haben Zutritt. 109/11 Der Vorstand. Arbeiter- Bildungs- Schule( Norden). Heute Sonntag, 30. September, Abends 61/2 Uhr, im Lokale Brunnenstraße 188( Vertreter Herr Gründel): Versammlung. Vortrag des Schriftstellers Genossen Heinrich Schulz über:„ Die Dicht funft im gegenwärtigen Kampfe des Kapitalismus und Sozialismus". Legter Cyclus Vortrag. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Herren und Damen als Gäste willkommen. Der Obmann. 51/5 Ich habe mein Bureau von Leipzigerstr. 95 nach Markgrafenstr. 62, Ecke Leipzigerstrasse, verlegt. 141b Dr. Herzfeld Rechtsanwalt. Anläßlich der Grividerung des Morstandes der Freien Bereinigung ber Zeitungsspediteure in Nr. 226 des Vorwärts" fühlen wir uns veranlaßt zu folgender Richtigstellung: Es haben nicht nur einige Nachbarkonkurrenten, wie behauptet, sondern mindestens zweidrittel der Mitglieder der obengenannten Vereinigung selbst nach Aussage des Vorstandes, das Kleine Journal" trop Versammlunge beschlusses weiter verbreitet und sind diefelben somit zu Streitbrechern geworden. Nach§ 5 Abs. 2 des Statuts und auf grund des Versammlung beschlusses mußten dieselben ausgeschlossen werden. Dies geschah jedoch nicht, sondern es wurde ihnen nur eine Rüge ertheilt. Da somit das ursprüngliche Bestreben der Vereinigung illusorisch gemacht wurde, sahen wir uns veranlaßt, unferen Austritt zu erklären. Betreffs der Prozeßfosten O. Ahlers protestiren wir ganz entschieden gegen die aufgestellten Behauptungen und verweisen hierbei auf die Befugnisse des Vorstandes. Wir machten nicht für uns Reklame, sondern fahen uns veranlaßt, auf eine so widerwärtige Geschäftsreklame das Geschehene zu veröffentlichen. Es lag uns immer die Absicht fern, diese Herren in ihrem Thun und Lassen zu stören, weshalb wir sie auch mieden, und das gute, redliche Wollen und Streben nach dem, was praktisch und nothwendig ist ihnen selbst überlassen. Im weiteren fie als Rapitalisten hinzustellen, war nicht der Inhalt unserer Erwiderung, sondern die Absicht, die Tendenz der Vereinigung zu kennzeichnen, welche sich niemals mit den Interessen der Arbeiterbewegung vereinbaren kann. Daß wir ihnen in dieser Beziehung die Wahrheit sagten, mag ihnen wohl Schmerz verursachen, ist aber wahr. Wir haben für immer die Gewohnheit, frei und offen aufzutreten und werden uns die Herren auch deshalb niemals eine Maste vom Gesicht reißen können. Für uns ist nunmehr in dieser Sache Schluß und überlassen wir die Beurtheilung der ganzen Sache den Lesern des Vorwärts". Die Ausgeschiedenen. Märkischer Hof, admiral- Straße Nr. 18c. Inhaber: Wilhelm Möhring. Jeden Sonntag im prachtvollen Spiegelsaal: Fälligkeitstermine eingezahlt haben, für die der Zwangsvollstreckung vorauf gegangene Mahnung eine Gebühr zu entrichten haben und ist nachstehender Mahngebühren- Tarif festgesetzt worden: 1. bis 3 M. einschließlich. 0,10 M. 2. von 3 M. bis einschl. 15 M. 0,20 " Knallbonbon, Cotillon- Bouquettes, Fächer, Kopfbedeckungen, Jux- und Scherzartikel. Größte Auswahl. Billigste Preise. Otto Oeser, Alexanderstrasse 51/52, Ecke Prenzlauerstraße. Kataloge gratis. Versand nach außerhalb. 8302* Roh- Tabak alle Sorten, billigste Preise. 1242* Max Jacoby, Strelitzerstraße Nr.52. rädrige Handwagen bei J. Kaese, Plättbolzen, handgeschmiedete, zwei Annenstr. 14, Sophas, Matragen, 2586b 1176 komplette Wirthschaften, reell, billig. Fiebig, Tapezirer, Andreasstr. 12, Keller. Matratzen, Bettstellen, große Schlagregulatoren, Spind, Verschiedenes spott billig Markusstr. 53. 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R. 80. ä320 Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 228. Sonntag, den 30. September 1894. Arbeiter! Parteigenossen! 11. Jahrg. Der brutale Willkürakt des Brauereirings harrt noch der Sühne. Den Hunderten unschuldig aufs Pflaster geworfenen Arbeitern ist noch keine Genugthuung ge= worden. Arbeiter und Parteigenossen! Ohne Eure opferwillige Unterstützung würden die Gemaßregelten der bittersten Noth verfallen und gezwungen sein, um Gnade zu betteln. Die Hochherzigkeit der Berliner Arbeiterschaft hat diese Schmach verhindert. Der erste Sturmlauf des Prozenthums scheiterte an Eurem Solidaritätsgefühl. Nicht eine Bresche vermochte der Bierring in Eure Reihen zu legen. Einig, geschlossen, tampfesmuthig und opferwillig seid Ihr fest entschlossen, den entbrannten Kampf zum siegreichen Ende zu führen. Arbeiter, Parteigenossen! Euer Wollen garantirt Euer Können! Ihr könnt, wenn Ihr wollt. Den zweiten Sturmlauf auf Euere Phalanx mußten die dem Bierring Lebensdienste leistenden Saalbesitzer unternehmen. Die Agitation sollte unterbunden, das Mundtodtmachungssystem praktizirt werden. Auf der Mine, die sie gegraben, sind die Saalbesitzer aufgeflogen. Ihr Wehgeschrei könnte Mitleid erwecken. Arbeiter, Parteigenossen! Selbst der Himmel, auf den der Bierring seine letzte Hoffnung setzte, ist mit uns im Bunde. Die Saison kann dem Ring nicht mehr über die Verlegenheiten hinweghelfen, die mit jedem Tag des weiteren Kampfes sich thurmhoch häufen. Ausharren bedeutet für uns siegen. Unsere Position ist uneinnehmbar. Der Stand des Boykotts ist ein vorzüglicher. Wir können zuwarten, ohne entbehren zu müssen. Arbeiter, Genossen! Je konsequenter der Boykott durchgeführt wird, desto nachhaltiger seine Wirkung, desto entscheidender der Sieg. Duldet feine Ausflüchte, keine Ausreden. Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns. Soweit unser Einfluß reicht, muß das Ringbier verpönt werden. Nicht ein Tropfen darf getrunken werden. Arbeiter, Genossen! Die Bierzufuhr ist eine geregelte. Sie wird mit jedem Tag der Fortdauer des Boykotts eine bessere. Alle Ansprüche können befriedigt werden. Darum widersteht jeder Versuchung, Ringbier zu trinken. Die schwerste Arbeit ist gethan. Die Periode der Organisirung des Kampfes war die aufreibendste. Jetzt wird uns der Rampf leicht, weil wir das Terrain zum guten Theil beherrschen. Der Sieg muß unser werden, wenn wie bisher mit gleicher Schärfe und Ausdauer der Parole gefolgt wird. Hoch der Boykott sämmtlicher Ringbrauereien! Trinkt feinen Tropfen Ringbier! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Char- durch die Hüter und Träger der modernen Gesellschaft herunter lottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Attien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl King u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Rathenower Exportbrauerei- Niederlage. Juh. Max Dennhardt, N.W., Hannoverschestr. 18a. Tel. III. 8178. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Niederlage bei Franz Heiser, N., Liesenstr. 5. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frant furt a. D. Phönig- Brauerei, E. Nadon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage, Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Wusterhausen, Vertreter: Mar Fleischer, Reichenbergerstr. 155. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße 49a. Louisen- Brauerei, Bellermannstr. 71a/ 72. N., Gartenstr. 152. Brauerei Tanz, Freienwalde a. D. Vertreter: W. Marten, Bürgerliches Brauhaus, Luckenwalde. Niederlage Gust. Spiekermann, Weberstr. 66. " Und gegen wen, gegen was dieses Kesseltreiben? Gegen einen Dichter und gegen ein Gedicht. Das allein genügt, um zu zeigen, wie tief unsere Kultur gebracht ist, wie das, was sie Zivilisation nennen, nur die roheste Barbarei ist und wie sie baar sind jeder Bildung des Geistes und Herzens. Die Boykottkommission. der Vulkan hätte sich doch entladen, das jüngste Gericht wäre doch hereingebrochen. Hochzeit" gemein? Sie sind fein revolutionäres Stück, und ebenso Aber was haben„ Die Weber" von Hauptmann mit Figaro's wenig sind sie ein sozialistisches Stück, wenn auch eine soziale Tragödie behandelnd. Wer vom Wesen des Sozialismus einen Begriff hat, erkennt auf den ersten Blick, daß ein Sozialist die Weber" nicht geschrieben haben kann. " All dieser Lärm, all dieses Zetern nach Staatsanwalt und Polizei Alles um ein kleines Theaterstück, das auf„ die Wir sagten es schon: ein sozialistischer Dichter hätte einen Bretter, die die Welt bedeuten", statt konventioneller Lügen und anderen Stoff gewählt, der das Volk nicht bloß als leidendes, übergoldeten Schmutzes einmal zur Abwechselung die Wahr ohumächtiges, sicherer Niederlage und sicherem Untergange verheit gebracht hat, verkörperlicht in einem Ereigniß, das vor fallenes Opfer vorführt. Und wäre er durch irgend eine Vers jest einem halben Jahrhundert die Welt bewegte und die, welche fettung von Umständen an diesen Stoff gefeffelt worden, so hätte er doch durch irgend eine Andeutung, durch irgend einen Augen haben zu sehen, schaudernd in einen Abgrund sehn ließ. Von dem künstlerischen Werth der„ Weber" haben wir hier Gedankenblik verrathen, daß sich hier nur ein Vorpostengefecht nicht zu reden: die Ginen schlagen ihn sehr hoch an, die Anderen der Verzweiflung abspielt- daß dieses Trauerspiel des fehr niedrig, und wieder andere halten die Mitte zwischen Beiden. Hungers nur die Einleitung ist zu Kämpfen und Schlachten, Die geschmacklofen Ueberschwänglichkeiten einiger Schwärmer an denen immer größere Maffen der Unterdrückten Theil nehmen, dem Dichter zur Laft legen, ist einfach unehrlich. Der Punkt, um bis schließlich die Arbeiterklasse als Klaffe sich zum Gefecht stellt den es sich handelt und an dem die Veranstalter der nieder- und mit ihrer eigenen Befreiung die Erlösung der Menschheit trächtigen Hab ansehen, ist die angeblich sozialistisch- revolutionäre vollbringt. Kein Satz, kein Wort hiervon! Tendenz und aufreizende Wirkung des Stücks. Das„ rothe Wohl hören wir, was Jeden, der heiligen Zorns fähig ist, Gespenst" wird angerufen, das die Eigenschaft hat, denen, die daran glauben, die Hirnthätigkeit zu lähmen. Die Sozialdemokratie die Faust ballen; wohl sehen wir, was jedem fühlenden Men fchen das Blut in den Adern gerinnen läßt. Aber das Alles soll hinter dem Stück stehen. Und die Revolution. Es hat dieselbe umstürzlerische Bedeutung" heulmeiert die fromme„ Germania" ist Wahrheit; photographische Wahrheit. Der Dichter hat genau wie weiland Beaumarchais' Hochzeit des Figaro, die das nach der Natur gearbeitet, er hat auf die Bühne gebracht, was Todtengeläute der alten Bourbonen- Monarchie war."" Und es in staubigen Archiven vergraben lag, und was bereits früher wäre Selbstmord" hallt es in lärmendem Chorus" wollte auch in Zeitungen und Schriften an die Oeffentlichkeit gebracht die moderne Gesellschaft es ruhig mit ansehen, daß thr von der wurde, jedoch dem heutigen Geschlecht unbekannt war. Umfturzpartei eine Kriegserklärung ins Gesicht und eine Die packendsten und ergreifendsten Szenen, Züge und Aeußerungen hat die Atten belebt, wenn uns der Ausdruck erlaubt ist. Dynamitbombe vor die Füße geschleudert wird." die Ablieferung der Waaren, das Hundefleisch und die LuderNahrung, das Entstehen des Aufruhrs, die Plünderung des Fabrikantenhauses u. f. w. sind aufs Genaueste der Wirklichkeit nachgeahmt, zum Theil wörtlich den Akten entnommen. Hauptmann hat hier das Beispiel 3ola's befolgt, der seinem Germinal" ganze Partien amtlicher Berichte über die Lage der Bergarbeiter einverleibt hat. Er Aufreizend" ist das allerdings. Das Elend, das Uns recht, wahrheitstreu geschildert, reizt immer auf- d. h. alle Menschen, die den Namen Menschen verdienen. Und das soll„ revolutionär" sein, das soll„ Umsturz" sein, daß die Wahrheit gezeigt wird? " Dann packt ein dann laßt Euch begraben! Da will man wohl der Presse künftig verbieten, daß sie die Familienmorde" meldet, die in ihrer fast täglichen Wiederholung die ganze Fäulniß unserer Gesellschaftsordnung auch dem Blödesten enthüllen? Da foll wie die Bühne so auch die Presse ges tnebelt die Wahrheit in Acht und Bann gethan- die Gewiß Figaro's Hochzeit" war eine revolutionäre That der ganze auigesammelte Grimm des dritten Standes" tam Eine nichtswürdige Hah. darin zum Ausdruck; in flammender Sprache wurde dem Was wir bei Besprechung der ersten Aufführung des Despotismus sein Sündenregister vorgehalten; mit tödtlichen, Hauptmann'schen Stückes,„ Die Weber", nach sicheren Vorzeichen giftgetränkten Epigrammen, schärfer geschliffen und spißer als erwarteten, ist eingetroffen: das lichtscheue, nur in fauler Sumpf- der Dolch Caserio's dem ancien régime der alten Ordnung Tuft gedeihende, jeden frischen Geisteshauch fürchtende Schmaroger- der Dinge Stoß um Stoß in das Herz versetzt; und das Volk und Drohnenvolk hat sich zu einem Kesseltreiben zusammen- Frankreichs in schmetternden Fanfaren zum jüngsten Gericht über gethan. Aus feinen Höhlen herausgefigelt durch den un feine Dränger, zur Vernichtung der tausendjährigen Swingherrangenehmen Wind, der von der russischen Grenze her weht, hat schaft geladen. es in aller Haft eine Art Probe- Mobilmachung der Ja, das war die Ankündigung der Revolution, die AnStreitkräfte improvifirt, die in dem großen Kampf wider die meldung der Revolution, die an die Thore pochte. Und daß das Umsturzparteien" und für„ Ordnung, Sitte und Religion" ver- ancien régime dieser tragischen Komödie, die eine folossale Weltwandt werden sollen. Auf der ganzen Linie tönt in wüstem tragödie in sich schloß, begeisterten Beifall flatschte das war Durcheinander: Hepp, Hepp! Kreuziget, Kreuziget! Auf den allerdings Verblendung das war allerdings" Tanzen auf einem Scheiterhaufen im Namen des Gottes der Liebe und des Vulkan". goldenen Kalbes! Freilich, auch wenn die Hofherrschaften nicht getanzt hätten, ausgesprochen:„ Der Pole weiß seine letzten Ziele gefliffent- den Fersen! Weil Gerhard Hauptmann's aufrüttelndes lich zu verhüllen!" So grübelt man über die Worte Drama, die Weber", öffentlich aufgeführt werden konnte, Stablewsky's nach dunklen Mysterien nach, und richtig, man weil das Grausame, das es aus vergangenen Zeiten schildert, Allmälig nehmen die nationalen Wallfahrten ein Ende. hat's gefunden. Wer kann dem Polen verwehren, so meint auch heute noch in der besten aller Ordnungen aus eigenem Nur Ostpreußens stolze Bürgerschaft gedenkt noch im Oktober Herr v. Stablewsky, sich seine ferne Zukunft auszumalen, Recht aller ausbeutenden Gewalten besteht, wie an dieser ihre Aufwartung in Varzin zu machen. Vielleicht wird den wie es seiner Einbildungskraft beliebt? Wehe, dreimal Stelle kürzlich Omega aus seiner langjährigen Erfahrung Wallfahrern von Königsberg dort auf's Neue flargemacht, wehe, rufen die privilegirten Staatsretter aus. Seht ihr, über sächsische Weberverhältnisse bestätigte, darum thut man welche Gefahr für den nationalen Reichsbestand die arme noch immer lassen sich die vertrackten Polen nicht zum so, als wäre die ganze Welt aus den Fugen gegangen. majurische Landbevölkerung sei. Die Masuren an den oft- Glücksgefühl des gebenedeiten Boruffenthums zivingen. Ströme von Tinte werden gerade in der bürgerlichen Presse preußischen Seen geben sich gerne als bescheidenes, ja ge- Die Träumereien Herrn v. Stablewsky's und seiner über die Aufführungen der Weber im Berliner Deutschen drücktes, malancholisches Völklein aus. Aber wer die polnischen Junker werden nun in's Schreckhafte Theater vergossen. Also kann ein künstlerisches Ereigniß Tücke dieser Polacken nicht kenute! Ihre Demuth vergrößert, als hätten ihre Phantasien irgend welchen selbst im heutigen Deutschland noch allgemeineres Interesse ist Verschlagenheit; ihre Friedliebe trügerischer Schein. realen Werth. Nach hundert oder zweihundert Jahren, erregen und die bitteren Satyriker, die bisher nicht Spott Auch gegen fie muß ein Königsberger Dichter ein wie sehr würden würden da da Stablewsky und die Seinen genug aufbringen konnten über die Heuchelei, in der man neues Lied von der Ostwacht ersinnen, die fest und treu enttäuscht sein? Heute verfängt schon im polnischen für Kunst und Wissen schwärme, sind fämmerlich geschlagen? steht vom Bregel bis Schmalleningten. Echade, daß Proletariat die nationale Lockpfeife nicht, und wie lange D, nein! Bis zu förmlichen Tobsuchtsanfällen stieg Professor Felix Dahn nicht mehr in Königsberg thront; wird es dauern, da wird auch das heute noch vielfach die entfesselte Wuth nicht etwa aus Haß gegen ein ver das wäre der rechte Sänger für den deutsch- ostpreußischen schlummernde Bewußtsein in der Masse des polnischen meintlich Unkünstlerisches in Hauptmann's Webern", sondern Hymnus. Bürgerthums wach werden und man wird erkennen: die aus Haß gegen den Sozialismus, dem neue Propaganda Sonntagsplauderet. " " den Daß Staatsmänner gern zu Gespenstersehern werden, Nationalisten brachten Krieg in die Welt und mit dem vom Theater aus zugeführt würde. Ob man das glaubt ist nichts neues. Nicht für sich zwar malt man die Ge- Krieg die Unterdrückung und Verdummung. Man wird oder nicht, man stellt sich so, als ob man's fest und gewiß spenster an die Wand. Sie sollen vielmehr die erschlafften mit Hohn und Verachtung auf eine Welt herabblicken glaubte. Der Schreck ist den Leutchen in die lieder ge Gemüther gehorsamer Bürger aufrütteln helfen. Der lernen, mitten im Frieden selbst in einem geeinten Staaten fahren und hat ihnen alle Besinnung geraubt. Sie sehen, Glanz der nationalen Idee beginnt langsam zu verblassen; verband statt der Brüderlichkeit Chauvinismus und mit ihm wie ihre alte impotente Welt keinen wurzelkräftigen Nachund so muß man immer von Frischem den aufhorchenden nationales Gezänke großzuziehen. Man wird das Widersinnige wuchs mehr treibt. Die Jugend ist ihnen verloren gegangen. Bürgern das Bewußtsein preußisch- deutscher Herrlichkeit ein- einsehen, das heute verlangt wird, den staatsbrüderlichen Was von den geistigen Arbeitern fräftigen Talentes neu bläuen. Wo könnte das besser geschehen, als auf nationalen Polen immerwährend mit Mißtrauen zu begegnen aufstrebt, läßt heute unmöglich mehr verkennen, wie es Wallfahrten? Erregt ist die Stimmung, kritiklos wird jede und ihm dennoch entgegen zu halten: Bruderherz, mach ein von der Gedanken- und Gefühlswelt des Sozialismus reduerische Uebertreibung aufgenommen und in der Presse freundliches Gesicht! Sei lieb! Auf der Stelle! Oder ich getränkt wurde. Das schafft die Raserei bei der Gutgesinnten hallt es dann tagelang von der Polenhaz werde verdammt unangenehm! Wortführern der Bourgeoisie. Dies geistige Weben wider. Die Angstmeier erheben ein wehleidiges Klagen: Die Schreckensprediger arbeiten insgesammt nach einer macht ihnen bange. Sie können es nicht erwarten, der getreue Eckard des Reiches hat abermals seinen Mahn Methode. Sie haben es auch zu schlimm, die Aermften. dieser Arbeit einen Kappzaum auzulegen. Mit Ausnahme ruf ergehen lassen: fürchtet die Polen! Hütet euch vor der Sie haben es zumeist mit dem schwerbeweglichen Pfahl- gesehen und Repressivmaßregeln wollen sie den lebendigen polnischen Gefahr. Da giebt es ein ewiges für und wider bürgerthum zu thun; und da heißt es denn, ordentlich Geist einfangen, ungewarnt, unbelehrt durch den dröhnenden und geheimnißvolle Andeutungen werden gemacht, als lebten aufpeitschen, ehe dessen dickflüssiges Blut in Wallung wir mitten drin im Zeichen polnischer Verschwörung und Herr kommt. Seit das Wort vom Kampf gegen den Umsturz von Stablewsky tritt mit seiner ganzen tirchenfürstlichen neuerdings gefallen ist, da ist es besonders arg. Man Autorität auf und sucht die Erregung, die mit bewußter muß viel Sünden auf dem Gewissen haben, wenn man Absichtlichkeit in einzelnen Bürgerkreisen künstlich gezüchtet bei jeder Gelegenheit gleich in ein tolles Angst worden, zu beschwören. Allein der Er- Reichskanzler hat es geschrei ausbricht und jammert: der Rächer ist uns auf Gang der Geschichte. Nichts, absolut nichts hat die Aufführung der Weber auf einer privaten Lugusbühne mit der Sozialdemokratie zu schaffen. Nichtsdestoweniger ächzt die " Post" auf, als wäre eine Schlacht verloren gegangen: Die Sozialdemokratie hat einen gewaltigen Sieg errungen". Die katholische Germania" erhebt eine Jeremiade: Wir " Die saubere Gesellschaft aber, die diese niederträchtige Haß veranstaltet hat, sie ist durch ihr eigenes Thun und Treiben gerichtet. Diese Anbeter der brutalen Gewalt, die in den Webern" die christliche Liebe vermissen, dieses Bordell gesindel, das über die Immoralität"" der Weber" schreit, in Denen jede Zeile mehr Sittlichkeit enthält, als alle Herren und Damen der patentirten Sitte" zusammengenommen, diese Aus beuterbande, die durch ihre schurkischen Praktiken die Gesellschaft einer revolutionären Katastrophe zutreibt und„ Die Weber" als umstürzle risch" denunzirt, die augenverdrehende Germania", die ihren Pfaffenfegen dazu giebt, dieser widerliche, den gemeinsten Beweggründen entsprungene Herenfabbath heuchlerischer Berderbtheit und Rohheit, aufgeführt im Namen der Ordnung, Sitte und Religion" Pfui Teufel! Tokales. " " " Vermischtes: " nun sagen wir gefchminkte Lüge und das geschminkte Lafter auf den Thron ge- I such mehr Erfolg haben wird als die früheren. Die Aussichten Kassirer des Vereins der Lithographen, Steindrucker und Berufssetzt und für safrosankt unverleglich erklärt werden? scheinen dies Mal günstiger, da die privaten Vereinigungen, genoffen Deutschlands, Herrn Mej cha, mitgetheilt, daß die dort Nein, so weit sind wir noch nicht und so weit wird es nicht bei aller Eifersucht unter einander, eher geneigt sein dürften, sich als durch Sammellisten aufgebracht bezeichneten 23 591 M. von Tommen, das wird unfer Volk nimmermehr dulden. Es wird an eine gewissermaßen neutrale Vereinigung, wie es die städtische den Lithographen, Steindruckern und Berufsgenossen Deutschlands das schmähliche Attentat auf die Freiheit der Bühne mit gleichem Stiftungsdeputation ist, anzuschließen. Die Versuche, die" Privat- gesammelt sind und die 8500 M. als Zuschuß von der HauptNachdruck zurückweisen, wie das geplante Attentat auf seine wohlthätigkeit" in einer großen Organisation zusammen zu fassen kasse obengenannten Vereins gegeben sind. politischen Freiheiten und sein politisches Leben. und womöglich mit der städtischen Armenpflege in Verbindung zu setzen, geben in Berlin bis auf den Anfang dieses Jahrhunderts zurück. Auch die Stadtbehörden haben sich wiederholt bamit beschäftigt. Aus den letzten Jahrzehnten ist besonders der Vorschlag des Oberbürgermeisters Seydel vom Jahre 1864 zu erwähnen, der Aehnliches beabsichtigte. Der Vorschlag wurde theilungsvorstand eines Reichsamtes, veröffentlicht in der Straß Uunite Arbeit. Gin pensionirter Beamter, ehemals Ababgelehnt, führte aber 1869 zur Gründung des bekannten Vereins burger Post" eine recht lehrreiche Betrachtung über die ungegen Verarmung", dessen weitere Agitation für die Organi- nü e Arbeit des Beamtenheeres. Der alte Praktiker, fation der Privatwohlthätigkeit" ebenfalls erfolglos blieb. Borber über 40 Jahre gedient hat, schreibt: Mein Alpha und übergehend gelang dann eine solche 1885 nur für 14 Vereine Omega bei allen diesen Dingen ist: wir haben zu viele Beamte; unter Leitung der Frau Agnes Blumenfeld. diese Bestrebungen mehr Erfolg gehabt. Die hier so oft ver- zu schlecht bezahlt. Aber," so höre ich einwerfen, es flagen Anderwärts haben diese Beamten haben zu wenig zu thun und diese Beamten sind geblich versuchte Organisation besteht, sei es mit sei es ohne doch so viele Beamte über Ueberbürbung!" Gewiß; und viele Mitwirkung der Organe der kommunalen Armenpflege, in einer flagen nicht einmal mit Unrecht, denn sie sind in der That überganzen Reihe von Städten bereits seit längerer Zeit, namentlich bürdet. Aber warum? Weil sie ihre Zeit und Kraft an Dingen in Elberfeld seit 1852, in Dresden seit 1888, in Frankfurt a. M. verfchwenden müssen, die diese Zeit und Kraft gar nicht ver feit 1886 u. s. w. Als Hauptvorzug hat man, so oft dienen, an Aeußerlichkeit, an Formeltram, an Rinterlichen aller etwas Gleiches für Berlin gefordert wurde, immer den Art. Es wird eben bei uns viel zu viel geschrieben! Die Zahl Umstand betont, daß es nur bei einer Bentralisirung der Verwaltungsbeamten in unseren Verkehrsverwaltungen des Wohlthuns" möglich sei, gewerbsmäßigen Schnorrern, die die zum Beispiel steht in einem für den Sachkenner geradezu Behördliches Beaufsichtigungsrecht. Das Verhältniß Vereine brandschatzen, das Handwerk zu legen. Ob bas voll- fabelhaften Mißverhältniß zur Bahl der Beamten im äußeren zwischen den Fabrikanten und der Polizei beleuchtet ein Artikel ständig gelingen würde, möge einstweilen dabingestellt bleiben. Dienst. In Amerita, in England und auch in Frankreich ist die Der Musik- Instrumenten- Zeitung", welcher für weitere Kreise Daneben hat man den anderen Vorzug gerühmt, daß bei Er- Bahl der Verwaltungsbeamten in den Verkehrsverwaltungen viel nicht ohne Interesse ist. In demselben wird zunächst hervorrichtung einer Zentralstelle die Wohlthätigkeit" erfolgreicher ge- geringer als bei uns; jene praktischen Leute schreiben eben lange geboben, daß man das Verhältniß zwischen den Fabrikanten und übt werden könne. Leider läßt sich auch über den Werth dieses nicht so viel, als bei uns geschrieben wird. Und für das, was der Polizei in Berlin im Allgemeinen als ein durchaus er Punktes noch sehr streiten. Man wird mit dem Gelde, das man nun einmal geschrieben werden muß, helfen sie sich viel mehr, trägliches bezeichnen dürfe, was wir ohne weiteres glauben. Den gewerbsmäßigen Schnorrern entzieht, ein paar Hundert als dies bei uns geschieht, mit Formularen, in die handschrift Immerhin, so heißt es weiter, tomme es ja vor, daß einmal ein Arme mehr unterstüßen können, aber ändert das etwas lich das eingetragen wird, was sich auf den besonderen Fall beBeamter allzu übereifrig oder dem Fabrikanten aus irgend einem an der Hauptfache? Das Massenelend wird man zieht. Aber bei uns, ja, da versinkt der Beamte förmlich in Grunde nicht recht wohlgesinnt sei und dann dessen auch durch solche Mittelchen nicht erfolgreich bekämpfen Rapporten, Rückmeldungen, Strafverfolgungen, gutachtlichen BeFabrikräume einer häufigeren Revision unterzieht, tönnen. unterzieht, dieser Ist in jenen Städten, in denen die Privat- richten und so weiter, von denen über die Hälfte ungeschrieben sich keines Verschuldens bewußt, werde am Ende ungehalten, Wohlthätigkeit" bereits organisirt ist, das Glend" etwa bleiben könnte, ohne daß der Dienst, der wirkliche Dienst, auch worauf dann die gegenseitigen Schraubereien und Anzeigen be- geringer geworden? In Berlin hat, wie bemerkt, der Verein aur ein Titelchen litte. Man nehme doch einmal einen Fall gönnen. So set fürzlich ein hiesiger Pianofortefabrikant im gegen Verarmung" den Plan einer organisirten, die ganze Stadt aus dem Leben. Ein expedirender Beamter hat irgend eine VerOften während einer Woche dreimal von einem Schutzmann mit zahlreichen Lokalkomitees überspannenden Wohlthätigkeits- fügung oder einen Bericht zu entwerfen. Er thut es; die revidirt worden, ohne daß auch nur die geringfte äußere Ver- Pflege" bis zu einem gewiffen Grade bereits verwirklicht. Aber Sache ist fachlich ganz richtig erledigt. Aber der Herr Nath beaulassung zu diesen plöblichen so häufigen amtlichen Besuchen es ist ihm trok fünfundzwanzigjähriger Thätigkeit nicht gescheidet ihn trozdem zur Rücksprache" oder„ zur gefälligen Rückvorgelegen hätte. Wirklich nicht? Vielleicht lagen innere lungen, dem Maffenelend zu steuern. Wir haben vor sprache", je nachdem es ein höflicher oder Beranlassungen vor? Der Fabrikant gerieth bei dem dritten Be- einiger Zeit aus seinen eigenen Veröffentlichungen den furz angebundener" Herr Rath ist.( Grob" find Vorgesetzte fuche des Schuhmannes in helle Aufregung und untersagte ihm Nachweis geführt, daß er im Gegentheil im Gegentheil vor der stets bekanntlich nie.) Jetzt wird jeder einzelne Saz der Verfügung Turzweg das Betreten seiner Näume ohne seine, des Fabrikanten, weiter um sich greifenden Berarmung immer weiter hat oder des Berichts durchgenommen: anstatt„ nebst" ist hier besser eigene ausdrückliche Erlaubniß, fich zu diesem Verbot voll be rückweichen müssen. Natürlich ergeht troßdem nach bei" zu setzen; anstatt angebogen" bort eingeschloffen"; an rechtigt glaubend. Mit dieser Ansicht befindet sich der Fabrikant wie vor der Ruf: Kommt her, ihr verschämten statt während" mit dem Imperfeftum dort nachdem" mit dem und mit ihm wohl noch mancher andere aber in einem Irrthum, Armen, und wendet Guch an den Verein gegen Verarmung"! Plusquamperfektum; anstatt ergebenst" da besser ganz erDie Polizei hat das Recht, auch ohne spezielle Genehmigung des Sier wird niemand abgewiesen, falls er wirklich bedürftig gebenst"; anstatt Wohlgeboren" hier" Sochwohlgeboren"; an Besizers die Fabrikräume zu betreten. Daß dies den Fabrikanten ist. Von der Zentralftelle, die die städtische Stiftungsdeputation att gehorsamst" bort ehrerbietigft". Und so weiter.„ Nun nicht angenehm ist, mag schon sein, immerhin wäre aber zu plant, wird bald dasselbe auspofaunt werden, selbstverständlich machen Sie das noch einmal, lieber Herr X., aber nehmen Sie wünschen, daß die Polizei von diesem ihr zustehenden Rechte wiederum mit dem einschränkenden Zusage: wenn ihr wirklich einen neuen Bogen, Sie wiffen ja, der Chef liebt die vielen recht ausgiebigen Gebrauch machen möchte, dann würden viel- bedürftig und würdig seid. Wenn nur nicht die Begriffe Be Korrekturen nicht!" Herr 2. geht und nimmt einen neuen leicht diese und jene Auswüchse beseitigt werden. Das oben dürftigkeit“ und„ Würdigkeit" defto enger und schärfer gefaßt Bogen; den alten wirft er zornentbrannt in den Papierkorb, bestätigte durchaus erträgliche" Verhältniß zwischen Polizei und würden, je größer die Zahl der Bittenden und je geringer die obwohl er nur auf der Borderseite beschrieben war und Fabrikanten in Berlin läßt die Vermuthung zu, daß die Fabri- Summe der vorhandenen Gelder wird. man die Rückseite noch ganz gut hätte brauchen können. fanten seitens der Polizei nicht besonders behelligt werden, Ein unglückseliger Krüppel regt in der Gegend der Die Sache wird zum zweiten Mal gemacht; der Herr Rath worauf auch die„ helle Aufregung" schließen läßt, in welche der Dresdener- und Prinzenstraße die Passanten zu Betrachtungen an, liest fie abermals durch, ändert auch hier und da noch einmal Fabrikant im Osten ob der so häufigen" amtlichen Besuche" die für die heutige beste Ordnung" wohl kaum schmeichelhaft etwas ab der Chef muß doch sehen, daß er daran gearbeitet gerieth. Bon dem durchaus erträglichen Verhältniß zwischen ausfallen dürften. Der beklagenswerthe Mann schiebt sich mit hat und dann kommt das Ding auf den Attenständer des Polizei und Fabrikanten" haben die Arbeiter schon des Defteren Hilfe eines eigens zu dem Zwecke gebauten Stubles über die" Allerhöchsten". Der ändert auch noch dies und das und„ unterinsbesondere bei Streitfällen einen Begriff erhalten. Für Straße. Es macht einen beängstigenden Eindruck, wenn man ihn haut" dann. Hierauf kommt das Ding in die Kanzlei und wird fie wäre es zweifellos erwünschter, wenn das Verhältniß zwischen durch das Gewirr der Fuhrwerke über den Damm mit aller An- abgeschrieben:" der expedirende Beamte und vielleicht auch der Polizei und Fabrikanten für diese etwas weniger erträglich" strengung fich fortbewegen und die jenseitige Bordschwelle er Herr Rath sehen es sich noch einmal an, um zu wissen, ob noch Klettern sieht. Dieser Krüppel scheint nun noch von dem Drange etwas daran geändert worden ist; es wird tollationirt", um zu Kapital zu affumuliren erfaßt zu sein wir sehen nämlich als sehen, ob Entwurf und Abschrift stimmen; es wird in einen Umganz fraglos voraus, daß, wenn nicht der christliche" schlag gethan, es wird in den Büchern der Registratur ver Staat, doch sicher die liberale" Stadt ihn eine zeichnet und endlich geht es dann auch einmal fort. Aber es theil werden läßt auskömmliche Unterstüßung zu find vielleicht fünf oder noch mehr Tage darüber vergangen. Er schleppt noch ein an einem Gurt über die Schulter ge- Damit bin ich beim zweiten Punkte: Weil bei uns viel zu viel schlungenen Gurt befestigtes Tragbrett mit sich herum, auf dem geschrieben wird, dauert die Erledigung der einzelnen Arbeiten Und um was handelt es sich denn allerhand werthloser Krimskrams zum Verkaufe aufgestellt ist. viel zu lange. Das ganze Bild zeigt so recht drastisch den Widersinn der heutigen eigentlich? Darum, daß ein Unterbeamter den Dienst verschlafen Gesellschaftsverfassung: Hier werden Arbeitskräfte, die jedenfalls hatte und zurechtgewiesen werden sollte, oder darum, daß auch etwas wirklich Nübliches erzeugen fönnten, zur Produktion ein neuer Tisch in irgend einem Bureau angeschafft werden sollte von Sachen gepreßt, die fein vernünftiges Auge auch nur eines oder um etwas Aehnliches. Gewiß werden auch wichtige Dinge Blickes werth erachtet und dort muß ein Mensch mit zwei ge- verhandelt, bei denen es auf jedes Wort ankommt, aber das ist lähmten Beinen feuchend und ächzend mit solchem Zeug herum- ja eben der Uebelstand: die unwichtigsten Dinge werden mit der= baufiren, um der Gefahr zu entgehen, von einem herkulisch selben Wichtigkeit und Umständlichkeit behandelt, als handle es gebauten Echuhmann wegen Bettelei oder sonstigen Unfugs" sich um Haupt- und Staatsaktionen. Dabei geht Zeit und Arbeitskraft in unglaublichem Maße verloren. Und auch zur Wache gebracht zu werden! Arbeitsmaterial, wie ich oben schon an dem Beispiel des zerrissenen Bogens zeigte. Niemand hat eine Ahnung davon, welche Massen an Papier, Bleistiften, Federn, Blauſtiften u. s. w. da verbraucht werden, wo die Verwaltungen diese Dinge den Beamten in natura liefern. Nicht, daß etwas veruntreut wird, nein, es wird nur verschwenderisch gewirthschaftet:" Der Racker von Staat" bat ja Geld genug. Einzelne Beamte speichern sich auf, daß ihre Entel sie nicht verbrauchen können, und würden wäre. Die Organisation der Privatwohlthätigkeit", die in Berlin schon so oft augeregt und versucht, aber bisher immer an der Eigenart der Wohlthätigkeits"-Vereine, in erster Linie an der Eitelkeit ihrer Leiter und Leiterinnen, gescheitert ist, soll jetzt noch einmal versucht werden. Diesmal geht die Sache nicht von privater Seite, sondern von der Stadt aus. Die städtische Stiftungsdeputation, die zu Beginn dieses Jahres ins Leben getreten ist, hat befchloffen, eine Zentralstelle für alle Wohlthätig: keits- Vereine in Berlin zu schaffen. Sie wendet sich an alle in Frage kommenden Vereine mit der Bitte, sich dieser Zentralstelle anzuschließen. Es muß abgewartet werden, ob dieser neue Veranzuschließen. Es muß abgewartet werden, ob dieser neue Vertanzen auf einem Vulkan, aber wir tanzen". Eine übereifrige Predigerin redet sie dem Bürgerthum ins Gewissen. Es tanze auf einem Vulkan, ohne es zu merken. Wenn es einem Gräuelding und Satanswerk wie Gerhard Hauptmann's Weber" tosenden Beifall zolle, dann tanze es eben mit auf dem feurigen Bulkan. Und der Germania" sekundiren der evangelisch- orthodoxe Reichsbote" und eine To " Soziale Uebersicht. 1. " か gauze Anzahl anderer Blätter. Nichts wird unversucht ge- Abgelehnt wurde vom Magdeburger Magistrat ein Gesuch Lassen, um die frommen Bürgerschaaren zum Gruseln zu der dortigen Arbeiterschaft, 1000 m. für den Arbeits nach bringen. Es wird gefaselt, übertrieben, gelogen in einem weis der Gewerkschaften zu bewilligen. Gründe werden nicht solche Massen an Federn, Bleistiften u. f. w. in ihren Pulten Athem. Was wurde nicht alles geschwatt von sozialistischen angeführt. Die Magdeburger Volksftimme" berichtet, daß der Demonstrationen! Auf den Auf den Zinnen des Binnen des Deutschen Magistrat bis zu 4000 M." für die Sebanfeier, über Sie jeder hundert Jahre alt." Theaters" des Herrn Brahm in der Schumannstraße fah 1000. für Sportswesen verausgabt habe, daß er den Dele Entziffernng fibirischer Inschriften. Aus dem Gebiete man schon die rothe Fahne wehen! Im ersten und zweiten Sirten der 19. Generalversammlung des Vereins für Gesundheits des oberen Jenissei in Sibirien sind seit mehr denn 150 Jahren pflege im Börsensaale einen Imbiß" gegeben u. f. w. Db merkwürdige Inschriften und Figurenfteine bekannt, welche sich Rang des Zuschauerraumes flatterten rothe Taschentücher. nun das der Grund ist, daß der Magistrat für die Arbeiter nichts an den Flußufern in der Nähe von alten Gräbern fanden. Der Mit drohend geballten Fäusten wäre man den Bühnenvor- mehr übrig hat? erste dieser Steine wurde zu Anfang des 18. Jahrhunderts durch gängen gefolgt. Und was dergleichen exaltirte Phantasieen Gegen einen städtischen Arbeitsnachweis haben sich die einen Deutschen, den Naturforscher Daniel Messerschmidt aus mehr sind. Hinter den großen, bellenden Rüden folgen Breslauer Innungsmeister ausgesprochen. Der Arbeitsnachweis Danzig, welcher im Auftrage des Baren Beter des Großen Sibirien Die fleinen Kläffer, alle einig in dem Bestreben, müsse in den Händen der Meister bleiben, damit die jüngeren bereifte, entdeckt; dann haben v. Strahlenberg, Pet. Pallas, Abel der eingeschüchterten Bürgerschaft das Grauen bei Leute nicht in die Hände der Sozialdemokratie Rémusat und der berühmte Orientalist Jul. Klaproth den Dent zubringen, als stände der Untergang der geheiligten fallen. Dahingegen haben die Arbeitnehmer- Beisiger des mälern ihre besondere Aufmerksamkeit zugewendet, und vor etwa Zivilisation bevor; und ebenso einig in dem Bemühen, Gewerbegerichts neuerdings beschlossen, den Magistrat abermals 20 Jahren wurde das Interesse der gebildeten Welt aufs Neue allen reaktionären Gelüften Vorspann an leisten. Vielleicht zu ersuchen, die Gründung eines solchen Statuts in die Wege auf dieselben gelenkt, als die finnische Archäologische Gesellschaft zweimal unter Leitung des Professors Jul. Aspelin Expeditionen träumt sogar Herr Leipziger vom„ Kleinen Journal" bereits zu leiten. davon, die regierenden Mächte zu einer lex Brahm oder Aus dem Jahresberichte der preußischen Gewerberäthe aur Nachforschung und Untersuchung der Inschriften nach Minu lex Hauptmann zu drängen. Die lex Heinze wäre ihm für das Jahr 1898. Die Bestimmung der Reichs- Gewerbe- finst entsandte. Durch neue Funde der Nachfolger Messer schmidt's fonnte die Zahl der Inschriften zwar erheblich ver freilich mit Rücksicht auf seine Ballhaus Anna höchst un- Ordnung, daß Arbeiterinnen an Sonnabenden Abends um 1/26 Uhr mehrt werden; jedem ernstlichen Enizifferungsversuch aber haben aus den Fabriken zu entlassen seien, suchen die Unternehmer auf behaglich. fie sowohl bezüglich des in ihnen verwandten Alphas alle nur mögliche Weise zu umgehen. Die Gründe, die für eine Sie mögen drängeln und schelten und toben nach derartige Gesezesumgehung vorgeschützt werden, sind mitunter bets, als des Charakters der Sprache bis in in die Herzenslust. Wie schlecht kennen die Aermsten, alle zu- von faft tomischer Wirkung. So wurde z. B. von einer Papier- bei der hervorragenden Bedeutung dieser Denkmäler für jüngste Beit beharrlich widerstanden, fo eifrig auch sammen, das heutige Proletariat, wenn sie annehmen, ihr fabrik die Erlaubniß zur Ueberarbeit an Sonnabenden für die Geschichte Zentralafiens eine Lösung des Schrifträthsels immer geheimer Herzenswunsch werde in Erfüllung gehen und 20 Arbeiterinnen erbeten, weil die Wohnungen der Arbeiterinnen wieder erstrebt wurde. Man hat sie nacheinander als slythisch, irgend ein selbstbewußter Proletarier werde sich zu einer sehr entfernt lägen und es daher erwünscht schien, daß der Weg als verwandt mit den nordischen Runen, als keltisch und gothisch Demonstration aus Anlaß der Weberaufführung hinreißen von ihnen in Gemeinschaft mit den Männern, die bis 6 Uhr hinzustellen gesucht und an diese Erklärungen die merkwürdigsten Abends arbeiteten, zurückgelegt werde. Der Antrag wurde ablaffen. Bewegten Gemüths wird er den Schicksalen der ge- gelehnt, weil nicht abzusehen sei, weshalb die Firma Sypothesen geknüpft. Jezt ist es nun endlich dem dänischen Sprachmarterten Kreatur, wie sie in der Dichtung sich erschütternd nicht ohne erhebliche Schwierigkeiten in der Lage sein forscher Wilhelm Thomsen, einem auf dem Gebiete der finnischen aufrollen, folgen. Aber längst ist jeder von ihnen vom sollte, durch Beendigung der Arbeit auch der Sprachen besonders hervorragenden Forscher, geglückt, den Köhlerglauben entfernt, in der Verzweiflungsthat der un- lichen Arbeiter an ben genannten Tagen um 5½ Uhr Schlüssel zur Entzifferung zu finden. Die Art und Weise, wie glücklichsten Menschenkinder ein Symbol der Befreiung des Nachmittags die hervorgehobenen Unzuträglichkeiten zu beseitigen. Thomsen die fenfrecht verlaufende Reibe der Buchstaben, die Lefung der Zeilen von rechts nach links, das Alphabet von 42 Beichen modernen Proletariats zu erkennen. So kindisch ist heute In einem anderen Falle war in einer großen Papierfabrik der Zeilen von rechts nach links, das Alphabet von 42 Beichen teiner mehr, daß er meinte, Heil zu erringen, wenn die Beschäftigung der Arbeiterinnen an den Sonnabenden Nach festgestellt hat, ist als wahrhaft genial zu bezeichnen, und die irgend ein Gendarm durchgeprügelt, ein Polizeiverwalter mittags bis 6 Uhr dadurch hervorgerufen, daß die Firma infolge Hauptergebnisse, zu denen er gelangt, ftellen sich als unanfechtbar zum Tempel hinsausgejagt wird und ein paar Paläste, die der Einführung der mitteleuropäischen Zeit Beginn und Ende an und find in einer unverfälscht türkischen Mundart verfaßt, bar. Die Inschriften gehören dem 6. bis 8. Jahrhundert v. Chr. von Fabrikanten errichtet wurden, demolirt werden. die Arbeitszeit mit der früheren Arbeitszeit in Uebereinstimmung die mit der bekannten uigurischen das Kulturvolk der Uiguren Kindische Unkenntniß und heilloses Angstgefühl zugleich verbliebe. Die Firma glaubte sich berechtigt, jetzt an den Sonn- gründete 745 v. Chr. ein mächtiges türkisches Reich in Hochrathen nur Jene, die da meinen, solche Bühnenvorgänge abenden bis 6 Uhr Abends der mitteleuropäischen Zeit arbeiten afien nabe verwandt ist. Seiner vorläufigen Mittheilung im tönnten irgend einem Proletarier als etwas anderes er- laffen zu dürfen. Da eine solche Deutung nach§ 137 Absatz 1 Bulletin der dänischen Gesellschaft der Wissenschaften, durch scheinen, als das künstlerische Mittel eines Dichters, der der Reichs- Gewerbe- Ordnung unzulässig ist, so wurde die Ab- welche eine ethnologische und linguiftische Frage von hoher Trag. weite ihrer Lösung entgegengeführt wird, will Thomsen in Rürze beweisen will, wie äußerste Unterdrückung zur äußersten stellung der Gesetzwidrigkeit herbeigeführt. eine eingehendere Behandlung des Inhalts der Inschriften Empörung, zu Thaten verzweifelten Wahnsinns drängt. folgen laffen, welcher wir mit gespannter Grwartung entgegensehen müssen. Alpha. männ der Arbeitszeit um eine halbe Stunde verschoben hatte, damit Streifstatistik( Berichtigung). Zu der in Nr. 225 besprochenen Streitftatistik der Generalfommission wird uns vom Elegante Elegante Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Bestellungen nach Maaß, EinsegnungsPaletots. empfiehlt wie bekannt in reellster Ausführung und allerbilligsten Preisen Anzüge. J. BAER, Berlin N., Gesundbrunnen, Badstrasse 18, Cde der Stettinerstraße: Ich habe keine Filialen und Behe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau auf Firma zu acht en. Möbel- Magazin Berlin NW., Bremerstr. 67. GardinenFabrit Bruno Güther, Berlin O., Grüner Weg 80, zwischen Andreas- u. Koppenstraße, part., Eingang vom Flur, einziges feit 26 Jahren bestehendes Gardinen- Spezial- Geschäft, offerirt zum bevorstehenden Wohnungswechsel in nur haltbaren Qualitäten, zu billigsten Breifen Engl. Tüll- Gardinen von 2 Seiten mit Band eingefaßt, Meter schon von 40 Pf. an bis zu den elegantesten. 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Der Vorsitzende protestirte dagegen; es sei das nicht geschehen, die an der Thür Stehenden hätten nur die Kontrolle in bezug auf die Karten ausgeübt. Aber der Kommissar blieb bei seiner Meinung; er konnte zwar keinen Fall anführen, an dem beobachtet worden wäre, daß Entree genommen worden sei; aber, meinte er, es sei nicht anders denkbar, als daß Entree genommen sei, sonst tönnten nicht so viele Leute anwesend sein. Seine Stimme erhebend, rief nunmehr der Kommissar in den Saal hinein: Ich fordere Sie auf, das Lokal zu verlassen. Zum ersten Mal." Die Menge hatte noch nicht begriffen, was man von ihr wollte, denn es war noch keine Minute vergangen, als der Kommissar wiederholte: zum zweiten Mal!" Im selbigen Moment verlöschten auch, von Polizeihand dirigirt, die meisten Gasflammen. Nur drei blieben brennen. Natürlich riß nun unter der Menge Verwirrung ein. Hinten im Saal, wo sich die Festtheilnehmer größtentheils befanden, herrschte Halbdunkel und dieses nebst dem Anblick von Polizeibeamten ist gerade nicht dazu angethan, die Leute und namentlich Frauen und Kinder zu beruhigen. Daß zum dritten Male zum Verlassen des Saales aufgefordert worden wäre, hat Niemand gehört. Man bediente sich jetzt seitens der Polizei einer schärferen Sprache, man zog blank und hieb zwischen die erschreckte Menge, ohne Wahl, auf Männer und Frauen. 2. Einheitliche Gestaltung der verschiedenen Bundesstaaten Geseze. 3. Stelle den Antrag, den Abonnementpreis des Vorwärts" auf 50 Pf. herabzusetzen und die Expedition für Berlin durch die Partei besorgen zu lassen. 19 4. Der Parteitag wolle beschließen, das Abonnement des Borwärts" auf 1 M. zu ermäßigen. 5a. Der Parteitag seht eine Kommission von 11 Mitgliedern ein, welche die Gehälter der Parteibeamten und Redakteure einer Revision unterzieht, jedoch dürfen derselben weder Parteibeamte noch Redakteure angehören. b) Der Parteitag setzt das Maximalgehalt der Parteibeamten und Redakteure auf 3000 Mark jährlich fest; für diejenigen Beamten 2c., die im Partei Interesse eine größere Wohnung halten müssen, sind selbstverständlich zuschläge zu ge währen. Amendement: Die Einkünfte der Genossen aus der Parteiliteratur bleiben außer Betracht. 6. Stelle den Antrag, die Delegirten zu beauftragen, mit allen Mitteln dafür einzutreten, daß fest angestellte Beamte Partei feine Reichstagsdiäten beziehen. = 11. Jahrg. boykottirtes Bier! " AM unter Buftimmung der Versammlung Punkt 2 und 3 zusammen| nun von einem Siege des Sozialismus in Deutschland wie verhandelt wurde. Nach kurzer Einleitung Täterow's über die anderwärts nicht die Rede sein könne, solange man nicht für Bedeutung der Parteitage und deren bisherige Thätigkeite stellte denselben das Landproletariat gewonnen und einen Theil der kleinen er die eingegangenen Anträge zur Diskussion. Verlangt wurde: Grundbesitzer empfänglich gemacht habe, sei der Agrarfrage die 1. Präzisere Fassung des§ 7 des Parteiprogramms: Religion größte Aufmerksamkeit zuzuwenden. Da, wo der Großgrundbesiz ist Privatsache. vorherrsche, sei ja unter der Landbevölkerung die Agitation nicht zu schwierig; anders verhalte es sich schon damit in Gegen den, wie sie etwa in Süddeutschland vortämen, wo die kleinen Grundbesitzer bis an 60 pCt. der Bevölkerung ausmachten. Ein festgewurzeltes, wenn auch begreifliches Besizer- Vorurtheil auszurotten, sei schwer, da müßten besondere Wege gefunden werden, deren Beschreiten zugleich kein Verstoß gegen die Grundsätze der Partei wäre. Er behandelte nach einer Kritik der Knechtungsversuche des Bundes der Landwirthe noch kurz die Bedeutung von Trusts und Ringen, mit welchen sich der Parteitag beschäftigen soll und schloß seinen Vortrag mit dem Ausdruck ber Ueberzeugung, daß auch dieser kommende Parteitag ein Markstein in der Geschichte und im Siegeszuge der Partei bilden werde. ( Lebhafter Beifall.)- Genosse Stadthagen verwies darauf. daß Bieles, was die Gesetzesvorlagen der Agrarier an Knechtung der Landarbeiter und des sogenannten Gesindes verlangten, in Preußen schon Rechtens" wäre. Gerade jetzt, meint er fortfahrend, wo die Herren vom Bunde der Landwirthe sich alle Mühe geben, die Landarbeiter und das Gesinde noch mehr zu entrechten, 100 fie mit den aller reaktionärsten der Gesetzesvorschlägen tämen, sei es an der Beit, bie von ihm gemachten Vorlagen zu einem Geset bes 7. Der Parteitag möge beschließen, den alljährlichen Partei- treffend die Aufhebung der Ausnahmegesege tag zwischen Weihnachten und Neujahr zu verlegen. gegen ländliche Arbeiter und gegen das Ges 8. Die heutige Versammlung wolle beschließen, dem Parteitag finde" und zu einem Gesez, betreffend die Vero zu Frankfurt a. M. folgenden Antrag zu unterbreiten: antwortlichkeit Der Verwaltungs Organen Der Parteitag fordert die Reichstags Fraktion auf, dem unterstellten Beamten und Miglieder der be= Reichstage eine Interpellation oder einen Initiativantrag zu waffneten Macht" dem Reichstage vorzulegen. Ebenso den unterbreiten, welcher die reichsgesehliche Regelung des Vorschlag, in die Gewerbe- Ordnung eine Bestimmung auf Man muß bedenken, daß alle diese Vorgänge in großer Fabrikinspektorats zum Gegenstand hat. Die Fassung der Inter- zunehmen, durch welche außer Zweifel gesetzt wird, daß weder Schnelligkeit verlaufen sind. Die Spanne Zeit, die zwischen der pellation oder des Initiativantrages bleibt der Fraktion über der Landesgefeßgebung, noch irgend einem Beamten das Recht ersten Aufforderung des Kommissars und dem Dreinschlagen der lassen; ebenso hat die Fraktion selbst darüber zu entscheiden, ob zusteht, das Schankgewerbe durch Verbote zu beschränken: zu Beamten verstrich, darf höchstens auf drei Minuten geschätzt mit diesem Initiativantrag( oder Interpellation) gleichzeitig eine einer bestimmten Zeit auszuschänken oder öffentliche Lustbarkeiten werden. Wie es innerhalb dieser Zeit der hundertköpfigen Erweiterung des Fabrikinspektorats, sowie die Anstellung weib- zu dulden. Durch Antrick darüber unterrichtet, daß seine Menschenmasse möglich gewesen sein sollte, den Saal durch einen licher Gewerbe- Aufsichtsbeamten zu fordern sind. von der Brandenburger Provinzial Konferenz akzeptirten Vor einzigen Ausgang zu räumen, das wird wohl ewig das Ge- 9. Der Parteitag wolle bestimmen, daß die Partei Mitglieder, schläge, die angeführten Gesetzesvorlagen( siehe Vorwärts" vom heimniß der Herner Polizei bleiben. welche der bayrischen Kammer angehören, für die Zukunft nur 18. September) angehend, von der Agitationskommission der solchen Etats zustimmen, welche den sozialdemokratischen Forde- Proving Brandenburg als selbständige Anträge auf dem Frankrungen entsprechen. furter Parteitage eingebracht werden, stellte Stadthagen den AnUeber diese Anträge, zu denen Zäterow bei Berlesung trag, die zu wählenden Delegirten zu verpflichten, für die Anträge in Kürze das Für" und" Wider" largelegt hatte, entspann sich zu stimmen. Redner bemerkte noch dazu, der Antrag auf Abeine recht rege Debatte, deren größten Theil der Antrag 1 in schaffung der Gefinde- Ordnung( Aufhebung der Ausnahmegeseze Anspruch nahm. Zu Antrag 8 gab Frau Rohrlack ein- gegen Gesinde 2c.) sei für die Agitation von außerordentlichem Werthe, Die Polizei schlug wahllos darein, was wohl am besten der gehende Begründung. Ein inzwischen eingelaufener Antrag: ganz gleich, ob ihn der Reichstag annehme oder nicht.( Beifall.) Umstand beweist, daß ein armer Krüppel, der sich mühsam an Beschränkung der Redezeit auf zehn Minuten, fand Annahme. Der Antrag Stadthagen's wurde angenommen. zwei Krücken fortbewegt, erheblich am Kopfe über dem Auge ver- Es betheiligten sich an der Debatte zu den Anträgen die Genossen Angenommen wurde ebenfalls folgender Antrag des Genossen letzt wurde, daß auch eine Frau eine blutende Wunde davontrug. Polib, Frau Rohrlack, Frau Greifenberg, Kaßler, Frau Jänicke, Forschner:„ Die Versammlung unterbreitet dem Parteitag Geschlagen und verlegt sind noch viele Menschen, doch läßt sich Mehner, Gaffron, Täterow, Domscheid; die Annahme eines unter folgenden Antrag: De: Parteitag fordert die Reichstagsfraktion das bis jetzt nicht so genau feststellen. Mehrere Frauen mußten desjen eingegangenen Antrages auf Schluß der Diskussion ließ auf, im Reichstage eine Interpellation oder einen Juitiativantrag binaus getragen werden; ob sie in Ohnmacht gefallen waren nur noch persönliche Bemerkungen, Richtigstellungen und Be- einzubringen, welcher die reichsgefeßliche Regelung des Fabrikoder ob sie der Polizeifäbel geliebfost, bleibe dahingestellt. Das richtigungen zu. Solche wurden von Genossen Kaßler, Gaffron, inspektorats zum Gegenstand hat. Die Faffung des Initiative Getümmel war unbeschreiblich; Kleidungsstücke gingen verloren Meßner, Täterow und Frau Greifenberg gegeben. Die nun antrags( oder der Interpellation) bleibt der Fraktion überlassen. und wurden zerrissen, Flüchtende fielen zu Boden, und über mehrige Abstimmung ergab: Ablehnung des Antrages 1,-- Ein- Ebenso, wie die Fraktion darüber entscheidet, ob mit dem alledem blitzte die blanke Plempe. Vor dem Lokale staute stimmige Annahme des Antrages 2. Ablehnung des An- Juitiativantrag oder der Interpellation gleichzeitig eine Era fich natürlicherweise die Menge. Der Mann suchte angsts trages 3. Einstimmige Annahme des Antrages 4. weiterung des Fabrikinspektorats, sowie die Anstellung von voll nach seiner Frau, diese wieder nach ihren Kindern. Annahme des Antrages 5 a) und b) nebst Amendement weiblichen Gewerbe- Aufsichtsbeamten zu fordern ist." Daß die Straße sofort menschenleer war, konnte niemand gegen einige Stimmen. Einstimmige Annnahme des Antrag Berendt's, der Parteitag möge sich nochmal mit der erwarten, wenigstens fein Nichtpolizist. Erklärlich ist es Antrages 6.-Annahme des Antrages 7 gegen einige Gewerkschaftsbewegung befassen, wurde abgelehnt. Ginige auch, daß einige Heißsporne Heraus!" riefen, womit die Polizei Stimmen.- Einstimmige Annahme des Antrages 8. Ein Redner sprachen zur Maifeierfrage: der eine für die Stellung gemeint war, die im Saale" ihre staatsrettende Thätigkeit noch stimmige Annahme des Antrages 9.- Der Delegirtenwahl zum des Kölner Parteitages zur Maifeier, der andere dagegen und fortsette; einige Hiztöpfe hatten auch von einem nahen Baune Frankfurter Parteitag ging ebenfalls eine lebhafte Diskussion für volle Arbeitsruhe, ohne jedoch Anträge zu stellen. Ein Antrag Latten gerissen und unwillige Rufe ausgestoßen; im Großen und voran. Es wurden vorgeschlagen die Genossen Timm, Metzner, der Genossin Pa Im:" Der Parteitag möge die Fraktion er Ganzen zeigte die Menge wohl Erbitterung, nahm aber durchaus Frau Greifenberg, Täterow, Halfter. Täterow verzichtete. Die suchen, auf ein gefeßliches Verbot der Gesindevermiethungs teine drohende Haltung ein. Wenn sie sich nicht so schnell ver- Stimmenzählung ergab für Timm 64 Stimmen, für Meßner Komtoire hinzuwirken," fand Annahme. lief, wie die Herner Polizei wünschte, so ist das aus den an- 34 Stimmen, Frau Greifenberg 22 Stimmen, Halfter 25 Stimmen. geführten Gründen leicht erklärlich. Somit sind, laut vorhergehenden Bersammlungsbeschluß, 2 Dele girte zu entsenden, Timm und Meyner gewählt. Dabei ist hervorzuheben, daß nunmehr, als die Beamten zur Attacke übergingen, einige derfelben mit dem Rücken gegen die einzige Thür Aufstellung genommen hatten, das Publikum also davon absperrten, so daß Diejenigen, die hinausgelangen wollten, förmlich Spießruthen laufen mußten; alles das macht das Ver halten der Polizei um so unerklärlicher. " Ein Mann erhielt zwei Schüsse in den Unterschenkel und mußte blutüberströmt fortgetragen werden; es ist wahrscheinlich, daß er zum Krüppel geschossen ist. Die Schüsse riefen unter den zahlreichen Frauen einen panischen Schrecken hervor, in wilder Flucht ging's die Straße hinab, wobei noch Mancher über das aufgerissene Pflaster fiel. Das Werk der Polizei war vollbracht, die Straße war gefäubert. Bis ein Uhr wurde auf den Hauptstraßen noch patrouillirt. Die Polizei wachte und die„ Ordnung" herrschte in Herne." Angesichts dieser geradezu haarsträubenden Thatsachen fordert unser Dortmunder Partei- Organ die strengste Untersuchung. Man darf verlangen, zu wissen, ob die Behörden die bloße Vermuthung eines Polizeibeamten, es sei Entree erhoben worden, für ausreichend halten, ein Fest zu schließen. Und weiter, ob fie die geschilderten Thaten der Polizei als ordnungsmäßiges Verfahren" erachten können. " Ein Vor der Wahl der Delegirten stellte Genosse Forschner den Antrag, die Vertrauensperson aufzufordern, dafür zu sorgen, Der Vorsitzende des Vereins that sein Möglichstes, um die daß Kandidaten zu Kongressen 2c. nicht vorher von einem kleinen erregte Menge zu beruhigen. Er forderte auf, still und friedlich In der sehr gut besuchten Parteiversam m= Kreise bestimmt und dann von diesen in den Versammlungen nach Hause zu gehen. Dieser Aufforderung gab die Menge denn Iung für den zweiten Wahlkreis, welche in den vorgeschlagen worden. Forschner findet dies Verfahren unauch bereitwillig Folge, aber der Polizei dauerte die Sache zu Arminhallen tagte; erstattete Genosse Knüpfer den Bericht demokratisch. Stadthagen trat seinem Antrage entgegen, dieſem lange; nachdem sie noch einmal zum raschen Auseinandergehen über die Verhandlungen der Parteikonferenz für die Proving vorwerfend, er sei undemokratisch. Man könne Leuten, welche aufgefordert, gab fie plöglich ganz unmotivirter Weise vier Re- Brandenburg. Genosse Berendt ging dann furz auf sich um das Wohl und Wehe der Partei stets tünimerten, nicht volver- Schüsse auf die Abziehenden ab, obgleich sich keine Hand die Anträge der Genossen Lux und Stadthagen ein, welche verwehren, sich über die angenommenermaßen besten Vertreter zu gegen die Polizei erhoben hatte, obgleich die Menge fich beeilte, die Konferenz annahm. Von der durch Lux angeregten einigen und sie vorzuschlagen. Die Versammlung hat ja doch die Straße zu räumen. Die Verwirrung wurde noch erhöht, als Untersuchung ländlicher Verhältnisse verspricht sich Redner absolut nicht nöthig, dem oder jenem Vorschlage zuzustimmen. zwei Beamte, aus der Bahnhofstraße kommend, der fliehenden nicht viel. mehr vom Ginbringen der Gesetzesvorlagen Der Antrag Forschner wurde abgelehnt.- Wie Menge entgegentraten und Fauftschläge auszutheilen suchten. Stadthagen's. Um einem Mißverständniß vorzubeugen, zu dem schon gemeldet, wurden Hermann Werner und Heinrich Welchen Zweck verfolgt man damit? könnten, ergriff Genosse Stadthagen das Wort, erklärend, feiner Meinung nach einige Ausführungen Berendt's Anlaß geben Wörner zu Delegirten gewählt. Die Parteiversammlung für den britten von seinen Fraktionskollegen befürchte er durchaus nicht, daß sie Berliner Reichstag3.Wahlfreis, welche am 28. Sep feine Vorschläge mit einem gewissen Widerstreben begegnen tember im Märtischen Hof", Admiralstr. 18c, tagte, war würden. Nicht deshalb wie Berendt annehme- habe er seine äußerst zahlreich besucht. Dem Bericht über die Verhandlungen Anträge von der Konferenz nicht schon der Fraktion unterbreitet. der Brandenburger Provinzialfonferenz vom 16. September Die Konferenz hätte er nur zur Einbringung derselben für geeignet erstattete Genosse König; eine Diskussion knüpfte sich an den= gehalten, weil sie durch dieselbe der, in einer Partei wie der selben nicht. Hierauf unterzog Reichstags- Abgeordneter Vogt. sozialdemokratischen sehr angebrachten öffentlichen Diskussion herr die einzelnen Punkte der vom Parteivorstand veröffent unterbreitet wurden und um durch die Konferenz, die gerade mit lichten Tagesordnung des diesjährigen Parteitages einer einden in Frage kommenden ländlichen Verhältnissen sich befaßte, gehenden Beleuchtung. Betreffs der parlamentarischen Thätigfeststellen zu laffen, ob das angeregte Vorgehen im Interesse der feit war der Redner überzeugt, daß der Parteitag die Agitation liege.- Genosse Richard Fischer hielt Stellungnahme der Fraktion, wie sie zur Militärvorlage nach Erledigung des ersten Punktes der Tagesordnung das an- und den Steuerplänen der Reichsregierung geboten war, gekündigte Referat. Er knüpfte an das Schlagwort vom vollauf billigen werde; in allen Fragen sei das Prinzip aufs Rampf gegen den Umfturz" an, hinsichtlich dessen er Gewissenhafteste gewahrt worden. Bei Besprechung der Maifeier zu dem Echluß fam, es bedeute gerade so viel und werde es sich empfehlen, das Bild, welches die vorjährige Maiso wenig, wie das Wort vom Rampfe mit geistigen feier bot, vor Augen zu führen. Unzweifelhaft wirke der leitende Waffen", das eine Zeit lang die Köpfe der Gegner der Sozial- Gedanke der Solidarität aller Arbeiter, die Erringung des demokratie beherrschte. Hierauf wandte er sich dem bevorstehenden Achtstundentages und Erzielung befferer Existenzbedingungen, Parteitage zu, der, wie er sagte, in einer Gewitterschwüle statt- wie er in der Maifeier zum Ausdruck gelangt, ungemein agita= In allen sechs Berliner Reichstags Wahlkreisen fände. Es sei alles, führte er aus, seitens der Sozialdemokratie torisch und der Parteitag werde Einsicht genug befizen, diese fanden am 28. September öffentliche Partei- Versammlungen statt. zu vermeiden, was den Regierungen den zur Zeit besonders er- Frage prinzipiell und unter Berücksichtigung der bestehenden VerDer durchweg gute Besuch derselben zeugt von dem regen Inter- wünschten Vorwand für die Schaffung von Ausnahmegesehen hältnisse als eine für die Arbeiter hochwichtige zu behandeln. esse, welches Genossen und Genossinnen den Verhandlungen der gegen die Sozialdemokratie bieten tönnte. Betreffs der Mai- Ebenfalls hohen Werth legte der Redner der Agrarfrage bei. Die felben entgegenbrachten. Zur Tagesordnung stand in sämmtlichen feier ist Redner dafür, daß man fich den Sozialdemokratie, auf grund ihrer Forderungen auf diesem GeBersammlungen: 1. Berichterstattung der Delegirten über die Standpunkt des Tegten Kongresses stelle. Die Geschäfts- biete ein geschworener Feind des, Groß- Agrarierthums, hat Brandenburger Provinzial- Konferenz. 2. Der diesjährige Parteis Verhältnisse seien noch die gleichen, wie in den dennoch alle Ursache, mit den reaktionären Bestrebungen desselben tag in Frankfurt a. M. 3. Stellung und Diskussion zu den An- Vorjahren, die Maifeier zu einer Machtfrage zu machen schon zufrieden zu sein, denn das" In den Vordergrund stellen" feines trägen. 4. Wahl der Delegirten. darum nicht angängig. Der Berliner Bierboykott beweise, daß nackten Vortheils vor den Interessen des gesammten Volkes trage Für die Genossen des ersten Wahlkreises die ganze Kraft einer verhältnißmäßig gut organisirten Arbeiter- nicht wenig dazu bei, den uns bisher noch fern stehenden Kreisen die tagte eine gutbesuchte Versammlung bei Deigmüller, Alte Jakob- schaft dazu gehöre, einen allgemeinen Kampf gegen das fest Röpfe aufzuklären. Die Initiativ- Anträge werden die Verhandlungen ftraße. Zum 1. Punkt der Tagesordnung erstattete Gen. Polit verbundene Unternehmerthum durchführen zu können. Den beleben und fruchtbringend für die Partei wirken. Bericht und empfahl den zu entfendenden Delegirten die Vertretung Punkt der Tagesordnung des Parteitags: Agrarfrage und Redner noch der Seelenverwandtschaft aller bürgerlichen Parteien der Stadthagen'schen Resolution. Die Versammelten verhielten sich Sozialdemokratie" bezeichnet Redner als einen der wichtigsten Erwähnung gethan und das flägliche Bild, welches der Parteitag zustimmend zu den Verhandlungen auf der Konferenz und waren Punkte derselben. Die ganze bisherige Sprach- und Denkweise der der Freisinnigen" und die Haltung der Konservativen zu der zufriedengestellt mit dem Verhalten der Delegirten auf derselben. Sozialdemokraten sei eigentlich doch eingerichtet für den Königsberger Rede uns geboten, in furzen Zügen vor dem Genosse ätera w schickte eine Erklärung voraus, nach welcher Kampf des industriellen Arbeiters gegen seinen Unternehmer. Da geistigen Auge der Versammelten entrollt hatte, schloß er seinen Derlammlungen. = Nachdem # " wolle " jehr beifällig aufgenommenen Vortrag mit der Mahnung zur Anstrengungen der Gegner, uns mit neuen Verfolgungen zu be- Die Versammlung frat dann in den dritten Punft der Tagesraftlosen agitatorischen Thätigkeit; der unaufgeklärten Boltsmaffe denten, wir es um so nöthiger haben, in Einigkeit und Geschlossen- ordnung ein, wo Genosse Hochhauf als erster Redner einen müsse gezeigt werden, daß es nur die Sozialdemokratie ist, welche heit diejenigen Wege zu gehen, welche uns zum Ziele führen. Antrag befürwortete, der die Führer" der Partei verpflichtet, den ernsten Willen hat, die Verhältnisse zum Nußen für die Ge-( Lebhafter Beifall.) Die Diskussion wandte sich sofort den mit dem dogmatischen Kirchenglauben durch den Austritt aus fammtheit umzugestalten. eingelaufenen Anträgen zu. Ein Antrag Gadegast, daß der„ Vor der Landeskirche zu brechen. Der Antragsteller motivirte Nunmehr wurde in eine Diskussion der inzwischen ein- wärts" den Vertrauensleuten, so weit dieselben ihn nicht aus dies Verlangen durch die Einwürfe, welche den Agitatoren gelaufenen Anträge eingetreten. M. Lange und D. Grauer eigener Tasche bezahlen können tönnen, unentgeltlich zugestellt ob ihrer Infonsequenz in religiösen Dingen gemacht würden, er begründeten folgenden Antrag, der fast einstimmige Annahme werden soll, wurde, nachdem Wengels und Sailer sich wünscht eine Agitation nicht nur äußerlich", sondern vornehm fand: Die Versammlung wolle beschließen, dem Parteitag zu dagegen ausgesprochen und Singer bemerkt hatte, daß lich auch innerlich". An der Hand seiner Erfahrungen wies Frankfurt a. M. folgenden Antrag zu unterbreiten: Der Partei- fchon jetzt der Parteivorstand einer Anzahl Vertrauensleuten Gaßmann die Argumente des Vorredners zurück; auch die tag fordert die Reichstags Fraktion auf, dem Reichstage eine das Abonnementsgeld für den Vorwärts" zurückerstattet, in übrigen Redner betonten, daß der Antrag schon um deswillen Interpellation oder einen Initiativantrag zu unterbreiten, welcher folgender Form angenommen:" Der Parteitag verpflichtet die zu bekämpfen fei, weil dasselbe Verlangen( Austritt aus der die reichsgesehliche Regelung des Fabrikinspektorats zum Parteigenossen der einzelnen Orte, mindestens ein Pflicht Kirche) logischerweise an alle Partei- Angehörige gerichtet werden Gegenstand hat. Die Faffung der Interpellation oder des exemplar des Vorwärts" sowie des" Sozialdemokrat" zu halten, müsse, nicht an eine bestimmte Gruppe. Fast einstimmig ging die Initiativantrages bleibt der Fraktion überlassen, ebenso soll die welches dem Vertrauensmanne zugestellt wird." Versammlung über den Antrag den Antrag zur Tagesordnung über. Fraktion darüber entscheiden, ob damit gleichzeitig eine Er- Ohne Diskussion gelangte folgender Antrag zur Annahme: Auf die von dem Referenten behandelte Frage der Etatweiterung des Fabrikinspektorats, sowie die Anstellung weiblicher Der Parteitag beschließt, daß an Reichstags- Abgeordnete, abstimmung gehen fast alle Diskussionsredner ein. Jo ft betont, Gewerbe- Aussichtsbeamten wie Aufsichtsbeamten für das Handels- die als Beamte der Partei fungiren und ein Gehalt von 4000 daß es durchaus Sache aller deutschen Genossen sei, ob die gewerbe zu fordern sind." Mark und darüber beziehen, teine Extradiäten zu zahlen sind." Parteivertretung in München die großen Ausgaben für Militaris Ein zweiter zur Annahme gelangter Antrag lautet:" Die Sailer beantragt: mus, Kirche, Monopole 2c. sanktionire. Reinesfalls dürfe man 2c. Versammlung beantragt, der Parteitag wolle beschließen, die Der Parteitag wolle beschließen, da die Reaktion immer Kühner der geistigen Begabung Vollmar's willen den Gegensatz vers Reichstagsfraktion zu beauftragen, bei geeigneter Gelegenheit im auftritt und die Entstehung eines neuen Ausnahmegefehes mehr schleiern, sondern ganz energisch müsse ihm und seinen Landtags Reichstage einen Gefeßentwurf folgenden Inhalts einzubringen: als je wahrscheinlich ist, hat die Neugründung von sogenannten follegen die Wahrheit gesagt werden. Niederauer charakterifirt 1. Sämmtliche Sonderbestimmungen über das Rechtsverhältniß Parteigeschäften( Buchdruckereien, Buchhandlungen u. s. w.) zu das Verhalten des Abg. Ehrhardt, der auf einem früheren Parteitage des Gefindes zu ihrem Arbeitgeber, d. h. die sogenannten Gesinde- unterbleiben." äußerte, die Abgeordneten müssen im Parlament ruppiger auf ordnungen sind aufgehoben. 2. Stellung dieser Arbeiterkategorien Nachdem Sailer dafür gesprochen und Baumgarten treten; der Genosse scheint schon nach kurzer Zeit seine Ruppigebenfalls unter die Gewerbe- Ordnung. darauf aufmerksam gemacht hatte, daß die Genoffen häufig durch feit" ganz eingebüßt zu haben. Der Redner legte ebenfalls großen Längere Diskussion zeitigte der Antrag( räter und die Umstände zu solchen Gründungen, die auch einen sehr Werth auf eine gründliche Erörterung der Agrarfrage. Nach Schweizer):" Der Parteitag wolle beschließen, den schäßenswerthen finanziellen Effekt hätten, gezwungen find, bes einem Schlußworte H. Schmidt's, worin derselbe sich mit dem Parteitag in die Woche nach dem Pfingstfest zu ver- merfte Singer, daß man scharf zu unterscheiden habe zwischen Antrage Hochhauf beschäftigte, wurde Genosse Hübner zum DeleTegen". Hoch, Tschernig und Schweiger be- Gründung von Zeitungen, die doch unser Hauptagitationsmittel girten gewählt, gründeten denselben damit, daß viele Mandatsbewerber, bejon- feien, und der Gründung von Druckereien 2c. Müffe man die ders aus den Landkreisen, dann beffer Zeit haben; jetzt sei der ersteren fördern, so dürfe die Partei für die letzteren nichts auf unter starter Betheiligung im Kolberger Salon statt. Es erfolgte Die Versammlung für den 6. Wahlreis fand Parteitag eine Domäne der Parteibeamten. Winter wandte sich wenden, da sie als Kampfpartei ihre Mittel flüssig erhalten zunächst die Berichterstattung der Delegirten von der Branden gegen den Antrag, während Apelt betonte, daß alsdann aber müsse. Der Antrag wird darauf mit schwacher Majorität an- zunächst die Berichterstattung der Delegirten von der Branden auch die Genossen in den Städten von der Mandatsbewerbung genommen. Ein Antrag Sailer, den Parteitag fünftig zwischen Bring mann und Freithaler. Ihnen schloß sich in der burgischen Parteitonferenz. Delegirt waren Millarg, zum Parteitag zurücftehen und den Landbewohnern die nöthigen Weihnachten und Neujahr abzuhalten, wird nach Befürwortung Berichterstattung Rie als Mitglied der Agitationskommission Delegationstoften liefern müßten. Der Antrag fand die Zustim durch Sailer und Bekämpfung durch Zubeil und Stabernad, fat Berichterstattung Rie als Mitglied der Agitationskommission für die Provinz Brandenburg an. Pfarr bestätigte mung der Versammlung. Anträge, das Abonnement des Vor- einstimmig abgelehnt. im Namen der Revisoren die Richtigkeit der Abwärts" zu verbilligen, beziehungsweise denselben zu jedem Zur einstimmigen Annahme gelangt folgender von Türk rechnung der Agitations Rommission. Rietz und die Quartalsschluß in Masse zu verbreiten, wobei der Inhalt einen empfohlener Antrag: agitatorischen Werth infofern haben soll, daß er einen Rückblick auf Der Parteitag möge die Reichstagsfraktion beauftragen, im Revisoren wurden weiterhin in ihren Aemtern bestätigt. Im das verflossene Vierteljahr gewährt, wurden aufs Lebhafteste debattirt Reichstage den Antrag zu stellen, die Gerichtsbarkeit der Gewerbe- Anschlusse hieran referirte an stelle Liebknecht's Genosse Gerisch über den Frankfurter Parteitag. Derselbe gab and schließlich abgelehnt resp. durch Uebergang zur Tagesordnung er- gerichte auf die Handlungsgehilfen und Gehilfinnen auszu einen furgen Bericht über die Thätigkeit der Partei im letzten ledigt. Hoch betonte, daß ein prinzipieller Widerstand gegen eine Ber- dehnen." billigung des Vorwärts" an feiner maßgebenden Stelle vor- Türk bringt ferner einen Antrag ein, der nach einer von Jahre und beleuchtete die einzelnen Punkte des vorläufigen Prohanden sei und nur in anbetracht der finanziellen Schädigung Singer empfohlenen Menderung folgende Faffung erhielt, in der gramms des Parteitages im weiteren. Bezüglich der Maifeier gab er davon Abstand genommen wird. Büttner befürwortete die er auch schließlich angenommen wurde: der Meinung Ausdruck, daß es wohl vorläufig bei der Resolution des Kölner Parteitages sein Bewenden haben werde. Bezüglich Herabsehung des Abonnementspreises mit dem Hinweis auf" Der Parteitag möge die Reichstagsfraktion beauftragen, im ber Agrarfrage wies er darauf hin, daß auch in den Industriebezirken größere Inserateneinnahmen. Borchardt hielt es für falsch, Reichstag eine alle Arbeiter Deutschlands umfassende Versicherung noch sehr viel Arbeit zu verrichten sei. Die Genossen tönnten aus der Verbilligung des Vorwärts" eine Prinzipienfrage zu gegen Arbeitslosigkeit zu beantragen." machen, es sei lediglich Rechnungsfache; im Uebrigen wandte er Türk weist auf die bei der wirthschaftlichen Entwickelung mit der Thätigkeit der Partei im abgelaufenen Jahre durchaus sich in scharfer Weise gegen den jammervollen Inhalt der nothwendig immer größer werdende Zahl der Arbeitslosen hin, zufrieden sein. Lettere habe bewiesen, daß sie zu kämpfen vera Sonntagsbeilage, Neue Welt", die ebenso gut dem„ Lokal- Anzeiger" mit der auch, so lange Arbeitslosigkeit und Glend gleichbedeutend tebe. Eine irrige Meinung sei es, daß dieselbe ihren Höhepunkt beiliegen könnte. Für Ablehnung des Antrages, den Vor- fei, die Zahl der Indifferenten immer gefährlicher an- erreicht habe. Allen kommenden Dingen und Angriffen tönne wärts zu verbilligen, sprachen noch Tschernig, Georgi, wachsen müsse, auch brauchten wir neue Forderungen für die die Partei mit vollster Seelenruhe entgegensehen und das neue und Wagner, ebenso versprachen sich hoch und weitere praftische Agitation. Daher empfehle er feinen Antrag. Singer Beschäftsjahr beginnen, getragen von dem Bewußtsein, daß ihr Redner keinen praktischen Erfolg von einer Massenverbreitung. ist dafür, daß die Sache auf dem Parteitage zur Sprache fommt. Die Welt gehöre, trotz alledem.( Beifall.) In der folgenden Nachdem ein Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung an Dr. Heymann spricht sich gegen den ganzen Antrag aus, der allgemeinen Diskussion regte Millarg eine Abstimmung auf genommen worden, bemängelte Frank, daß Vogtherr ver- den Grundlagen des Sozialismus ins Gesicht schlage. Wir be- dem Parteitage nach Wahlkreisen mit je einer Stimme an. geffen habe, für die Partei wichtige Ergebnisse des vergangenen baupten, so bemerkt Redner, daß der Kapitalismus gar nicht im äther erkannte zwar an, daß bezüglich der Maifeier eine allgemeine andere Stellung als bisher vorerst nicht Jahres zu erwähnen. Er meinte damit die Haltung unserer stande ist, die durch ihn hervorgerufenen Schäden zu heilen; diefer eingenommen werden fönne, doch stand er auf dem Genoffen im baierischen Landtage zum Budget und des Ab- Antrag fage das Gegentheil. Mit Recht habe der Vorredner die Standpunkte, daß Alles gethan werden müsse, um in geordneten Stegmüller in der badischen Kammer. Ebenso wie Beitragspflicht für diese Versicherung den Unternehmern zu der Frage der Maifeier durch Arbeitsruhe immer mehr vorwärts, er verurtheilten auch Kamp, Borchardt und Büttner gewiefen; da aber die Zahl der Arbeitslosen immer größer wird, der Frage der Maifeier durch Arbeitsruhe immer mehr vorwärts, deren Berhalten aufs Schärffte und verlangten, daß der Partei fo sei an eine Verwirklichung dieses Antrages, der übrigens seinen nicht aber rückwärts zu schreiten. Zur Frage der Kartelle, Ringe zc. tag fie darüber zur Rechenschaft ziehe. In dieser Sache fanden Ursprung bei den Staatssozialisten habe, gar nicht zu denken. betonte er die Wichtigkeit und Nothwendigkeit der Gewerkschaftsbewegung und erachtete es als Pflicht des Parteitages, nach nachstehende Anträge Annahme: 1. Die am( u. f. w.) ver- Ginger meint, genau dasselbe lasse sich gegen die ganze schon bewegung und erachtete es als Pflicht des Parteitages, nach dieser Richtung hin immer wieder zu votiren. Den Vorschlag fammelten Parteigenoffen des dritten Berliner Reichstags- bestehende Arbeiterversicherung und die Arbeiterschutz- Gesetzgebung Millarg's fonnte er nicht anerkennen. Eine Besserung der mißWahlfreifes beauftragen ihre Delegirten zum Frankfurter anführen. Heymann bestreitet dies, worauf die Annahme des lichen Verhältnisse, die burch die Abstimmung nach Kopfzahl entParteitag, dafür zu sorgen, daß der Parteitag in der Angelegen- Antrags gegen eine Anzahl Stimmen erfolgt." heit der baierischen Landtags- Abgeordneten v. Vollmar, Grillen- Angenommen wird ferner folgender von Rohrlack gestellter stehen, könne nur geschaffen werden durch eine proportionale Abstimmung. Auch er war der Zuversicht, daß der Parteidie Uebereinstimmung der nehme und ein für alle Mal Remedur schaffe, damit derartige Der Parteitag fordert die Reichstagsfraktion auf, dem tag in Frankfurt aufs neue Manipulationen, die allen Gepflogenheiten, sowie der Taktik und Reichstage eine Interpellation oder einen Initiativantrag zu Partei dokumentiren werde.( Beifall.) Eingebracht war eine den Prinzipien der Partei zuwiderlaufen, nicht wieder gemacht unterbreiten, welcher die reich 3 gefegliche Regelung des ganze Reihe von Anträgen, in deren Berathung die VersammFabrikinspektorata zum Gegenstande hat. Die Paffung der Inter- ung eintrat, nachdem Gerisch das Schlußwort erhalten hatte. 2. Die Genossen beauftragen ihre Delegirten zum Frank- pellation oder des Initiativantrages bleibt der Fraktion über- Gin Antrag bezweckte Aenderung des Parteiprogramms dahin, furter Parteitag, dafür zu sorgen, daß der Parteitag, den laffen, ebenso wie die Fraktion selbst darüber entscheiden soll, daß Religion nicht zur Privatsache erklärt werde. Dieser Antrag wurbe erledigt durch Uebergang zur Tagesordnung. badischen Landtags- Abgeordneten Stegmüller aus der Partei aus ob damit gleichzeitig eine Erweiterung des Fabrikinspektorats, ermerschmidt beantragte, daß wenigstens einer der Parteischließe und ihn seines Landtags- Mandats, soweit er daffelbe sowie die Anstellung weiblicher Gewerbe- Aufsichtsbeamten zu revisoren seinen Siz in Berlin haben solle. Dieser Anals sozialdemokratischer Bertreter auszuüben wünscht, verluftig fordern ist." Die Parteigenossen der Rosenerklären möge." Ein Antrag der Frau Gubela, wonach in den Parteivorstand trag wurde abgelehnt. und des Gesundbrunnens brachten den Ferner monirte Frant, daß hervorragende Parteigen offen stets zwei Frauen zu wählen wären, wird nach einem Hinweis thaler Borstadt noch immer der Religion anhängen und wie Singer jährlich auf das Vorrecht, welches damit den Frauen gegeben würde, Antrag ein, den Vorwärts" des Abends erscheinen zu Hunderte von Mark an Religionsgemeinschaften) hinwerfen und sowie auf die vereinsgesetzlichen Bedenken abgelehnt. Ungenommen laffen. Auf Antrag Gerisch wurde dieser Antrag ausgeschieden und wird derselbe eine besondere Parteiversammlung be. brachte, unterstützt von Alboldt und Rarge, den folgenden wird sodann folgender Antrag Heymann: Antrag ein: Die Voltsversammlung( 2c.) beschließt, den Partei-" In Rücksicht darauf, daß die baierischen Landtags- Abgeord- schäftigen. Millarg beantragte:„ Die Gehälter des Parteivorstandes, tag zu Frankfurt a. M. aufzufordern, den Baffus 6 des Erfurter neten für den Etat gestimmt haben, möge der Parteitag in einer ber Redakteure des„ Borwärts" und des„ Sozialdemokrat" als Programms:„ Erklärung der Religion zur Privatsache eine Resolution die prinzipielle Stellung der Partei zu den Gefannnt- Bentralorgane, sowie die Gehälter der Angestellten der Verlagspräzifere Form zu geben, event. den Busayantrag: Die Sozial etats der Landtage feftjeßen." demokratie bekämpft aufs Entschiedenste die Vertreter der verschiedenen Religionsgemeinschaften, sowie diese selbst, wo ihre furt a. M." buchhandlung des Vorwärts" bestimmt der Parteitag in FrankDieser Antrag gelangte mit großer Majorität zur Annahme. Lehren sich dem Emanzipationskampf des Proletariats entgegen Millarg beantragte ferner:" Der Parteitag in Frankfurt stellen." Fran Gubela regt dann, ohne einen Antrag zu stellen, an, Büttner und Georgi wandten sich gegen diesen Antrag die Bestimmung, daß Anträge, die ein Einzelner bei dem Partei: a. M. wolle beschließen, der Reichstagsfraktion aufzugeben, einen und wird derselbe abgelehnt. Anträge, nur einen Delegirten zu tage stellen will, von dem Vertrauensmann unterzeichnet sein Antrag auf Abänderung des§ 7 des Reichstags- Wahlgefeyes im entfenden, ferner denselben zu verpflichten, für eine Aenderung müssen, wieder zu beseitigen. Singer hebt dagegen die Noth: Reichstage einzubringen, dahingehend, daß Steichstagswählern, des§ 9 al. I des Organisationsstatuts insofern einzutreten, daß wendigkeit dieser Bestimmung hervor. Hierauf wählt die Ber- wie Schiffern, Schnittern, Flößern, Haufirern, Handelsleuten, in Zukunft jeder Kreis nur durch einen Delegirten vertreten sein fammlung die Genoffen Franz Schulz, Wilke und Biegeleiarbeitern, Bauarbeitern u. f. w., die durch Erwerbsvers hältnisse verhindert sind, ihr Wahlrecht an ihrem Wohnorte ausdarf und endlich, die Wählbarkeit des oder der Delegirten Mattutat zu Delegirten für den Parteitag. zuüben, gestattet ist, ihr Wahlrecht an demjenigen Orte auszu von der Zugehörigkeit zur Gewerkschafts- Organisation abhängig zu machen, wurden abgelehnt. Gegen 1 Uhr wurde in die Wahl Für den fünften Wahlkreis war die Verfammkung üben, an welchem sie sich zur Zeit der Wahl befinden bezw. in Arbeit stehen." Der Delegirten( mittels Stimmzettel) eingetreten; dieselbe fiel nach dem Nieft'schen Lokale in der Weberstraße einberufen. Den Dieser Antrag fand ohne Diskussion Annahme. auf Buchbinder Jahn, Tischler Georgi und Schriftfeßer Bericht von der Provinzialfonferenz gab der Vittor Kurgas stellte folgenden Antrag: Büttner. Genoffe Jo st, der es als ein erfreuliches Moment bezeichnete, „ Die heutige Versammlung beschließt, dem Parteitag in Im vierten Wahlkreise tagte die Parteiversammlung daß in diesem Jahre sämmtliche Kreise vertreten waren. Auf die bei Fiebig, deffen großer Saal fich bis auf den letzten Platz ge- Ginwirkung der Großstädte könne, das habe sich auch hier Frankfurt a. M. folgenden Antrag zu unterbreiten: Der Parteitag fordert die Reichstagsfraktion auf, im Reichsfüllt hatte. Nachdem Gadegast über die unseren Lesern be- wieder gezeigt, nicht ganz verzichtet werden, aber die Saript tage eine Interpellation oder einen Initiativantrag einzubringen, fannten Verhandlungen der Brandenburger Provinzial- Partei- arbeit agitatorischer Beziehung liege doch bei den welcher die reichsgesetzliche Regelung des Fabrikinspektorats zum in den Landstädten. An tonferenz berichtet hatte und eine Diskussion dazu nicht beliebt Genoffen eine Eingangs worden war, referirte Reichstags- Abgeordneter Singer über der Rede geäußerte Bemerkung des Delegirten fnüpfte Gumpel egenstande hat. Die Faffung des Initiativantrages oder der die Aufgaben des diesjährigen Parteitages. Redner äußerte sich an, der es beklagte, daß der 5. Kreis insgesammt nur 250 m. Interpellation bleibt der Fraktion überlassen. Ebenso ent zur Frage der Maifeier, daß die deutsche Sozialdemokratie fich für die Landagitation ausgeworfen habe; els führte das auf scheidet die Fraktion selbst darüber, ob damit gleichzeitig eine nicht dazu herbeilaffen werde, diese Demonstration abzuschwächen, bie eigenthümliche Struktur des Kreises zurück. Die Versamm Erweiterung des Fabrikinspektorates, sowie die Anstellung weibAuch dieser Antrag wurde debattelos angenommen. das Ziel sei die vollständige Arbeitsruhe, der Parteitag werde lung erklärte fich mit dem Verhalten der Delegirten und mit den licher Gewerbe- Aufsichtsbeamten zu fordern ist." aber zu erwägen haben, ob man es nicht einstweilen bei dem gefaßten Beschlüffen einverstanden. Nunmehr wurde, gegen 21 Uhr Nachts, zur Delegirtenwahl Ueber den Parteitag zu Frankfurt referirte vorjährigen Beschlusse belassen müsse. Der Punkt Agrarfrage und Sozialdemokratie" werde von nun an wohl noch mehrere Parteitage Genoffe R. Schmidt. Die Bedeutung der in diesem Sommer geschritten. Die Zahl der zu entfendenden Delegirten betreffend beschäftigen. Bei der Landagitation handle es sich darum, die so außerordentlich zahlreich stattgefundenen Rongreffe stizzirend, lagen zunächst zwei Anträge vor. fleinen Bauern und ländlichen Arbeiter einzureihen in die Rämpfer- gelangte der Redner zur Besprechung des Pensums, das dem Schaar der Sozialdemokratie, andererseits zu stählen für den Kampf Frankfurter Parteitage zur Erledigung überwiesen ist. Ohne Zweifel Zur Ersparung von Kosten in Rücksicht auf den Bierboykott gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Zum 6. Punkt der Tages- würden diesmnl große prinzipielle Meinungsverschiedenheiten und die unterstützungsbedürftigen ausgesperrten Brauereiarbeiter ordnung des Parteitages, die Bedeutung der Trusts, Ninge, nicht das Intereffe der Besucher in Anspruch nehmen, eine beantragten Marten und Millarg die Wahl von nur zwei Kartelle und ähnlicher großkapitalistischer Organisationen in unserer Angelegenheit, welche der Besprechung harrt, sei das Ver- beantragten Marten und Millarg die Wahl von nur zwei Delegirten. wirthschaftlichen Entwicklung", haben wir zwar, so bemerkte halten der Fraktion im bayerischen Landtage gelegentlich Die Versammlung entschied sich für diesen letteren Antrag. Von großer Bedeutung Redner, eine bedeutende Literatur, aber die Partei als solche der Abstimmung über den Etat. Nunmehr beantragte Frau Rante, sehr lebhaft von Frau Aus Mangel an nahm dazu noch keine Stellung bisher. Nun haben wir gar erscheine ihm( Redner), die Agrarfrage. Ludwig, Frau Mesch, Frau Wengels u. a. unterstützt, tein Intereffe, zu verhindern, daß die Betriebe immer größer Kräften und aus Mangel an Mitteln würden vielleicht manche als Delegirte einen Mann und eine Frau zu wählen. Darob werden, wir wollen nur die Erträgnisse derselben nicht Einzelnen Wünsche unberücksichtigt bleiben müffen. Die Vorschläge, welche überlassen, sondern zu gunsten der Gesammtheit verwerthen. An die Paul Ernst, Dr. David und Kazenstein gemacht, feien eingehen- entspann sich eine ziemlich beftige Debatte, in welcher von den eingehende Diskussion, welche diese Frage auf dem Parteitage finden soll, der Berathung würdig. Zweckmäßig würde es sein, wenn Genossen sehr energisch betont wurde, daß nicht das Geschlecht, Erfahrungen sondern die Befähigung, einen derartigen Vertrauensposten aus dürfte sich eine solche in der Presse knüpfen. Redner schloß, indem auch wirkliche Landarbeiter, Prattifer, ihre thäten. Der Referent fchließt mit dem Ausdruck aufüllen, allein für die Wahl maßgebend fei. er einen Blick auf die allgemeine Situation warf und betonte, fund thäten. Gewählt wurden als Delegirte Johann Pfarr und Daß gegenüber den in letzter Zeit besonders krampfhaft gewordenen der Erwartung, daß die Partei gewiß angesichts der in der bürgerlichen Preffe angekündigten Maßregel gegen unsere Bartei May Riesel. *) Unseres wissens beruht diese Behauptung auf unwahrheit. auch ferner wie bisher ihre innere Gefchloffenheit auch auf dem Die Ned. Frankfurter Parteitage wiederum dokumentiren werde.( Beifall.) berger und Gen.( bezüglich der Annahme des Budgets) Stellung und kurz begründeter Antrag: werden können." daß man mit der Annahme des Gesammtetats auch die AusHeymann hatte in seiner Begründung darauf hingewiesen, gaben für Polizei und Gefängnißwesen bewillige. in " Frau Rante beantragte, drei Delegirte zu wählen und zwar wei Männer und eine Frau. Die Rollfutscher, Speditions- und Möbeltransport. Arbeiter waren am 23. d. M. im Mehlhaus versammelt, um " 1000 einen Vortrag des Genossen Hansen über den Werth der berg beantragt, der Parteitag wolle beschließen, den 1. Mai als ein Bipifar bet Krösche, Fichteftr. 29. Vergnügungsverein Felsen= Rartentlub Statistiken mit besonderer Berücksichtigung ihrer Berhältnisse" allgemeinen Ruhetag zu proklamiren. Nach einer lebhaften Dis- firborf, Germannstraße Nr. 167 bet trillebørn, sy br Lustige Brüber", Krautstr. 48 bet Rattte, Abends 8 Uhr. Privat anzuhören. Der Referent entledigte sich seiner Aufgabe zur all- tussion über diese Anträge werden beide angenommen. Theaterverein Crescendo, Sonntags 5 Uhr bet Meißner( Effighaus). gemeinen Zufriedenheit und wurde von einer Diskussion Abstand Linienstr. 142-143. Bergnügungsverein Normannta II( früher Zuftige genommen. Dagegen nahmen die Versammelten eine Resolution Nowawes- Neuendorf. In einer Versammlung am 19. d3. Jugend), Gizung 4 Uhr im Admiralsgarten, Admiralftr. 38. Nachher: Schafkopfklub an, in der sie sich verpflichten, der Organisation beizutreten und gab der Genosse Hoffmann die Fortsetzung seines Vortrages Fidelitas. Herren und Damen als Mitglieder erwünscht. bei statistischen Erhebungen über ihre Arbeitsverhältnisse sich mit ber Versammlung war ein so zahlreicher, daß viele genöthigt Raupachstr. 3, bet Balazc. Die zehn Gebote und die besitzende Klasse". Der Andrang zu Nowad Brubertette, Sonntag, Abends 5 Uhr, Sigung, Manteuffelstr. 9 pei Bergnügungsverein Eintracht, Sonntag, Sigung um 5 Uhr, aller Kraft zu betheiligen. Nach der Versammlung fand ein vom waren, umzukehren. Die Polemik führte der Pfarrer Schlunt, Sigung, Admiralsgarten, Admiralstr. 38. Vergnügungsverein Normannta II, 4 Uhr, Verbande der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen arranBergnügungsverein Bruder= girter, geselliger Abend statt, der zur vollsten Zufriedenheit aller der, nachdem er einige alte Ladenhüter ausgetramt hatte, sich bera, Sonntag, Saupachstr. 6: Sizung und Fidelitas. Freie Vereinigung der Kaufleute. Jeden Montag gemüthliches Theilnehmer verlief. zum Schluß in persönlichen Verunglimpfungen gegen einzelne Betfammenfein im Restaurant Julius Bernau, Rosenthalerfir. 67. Dafelbst Parteigenoffen erging. Auf das energische Drängen, den Ge- Ausgabe der Bibliothekbücher und Annahme von Beiträgen. Eine öffentliche Versammlung der Tabatarbeiter währsmann für diese Mittheilungen zu nennen, gab der Herr and Arbeiterinnen beschäftigte sich am 24. September ein gegenwärtig wegen Sittlichkeitsvergehen im Gefängniß befindmit der Erörterung des Themas: Wie stellen wir uns zur Mehrliches Subjekt an. Damit waren denn auch diese Verdächtigungen wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Swet Buchstaben oder eine gart belastung des Tabats? Alfeitig wurde in der Versammlung die auf ihren wahren Werth gekennzeichnet. Die Genossen find Meinung vertreten, daß nur eine rege Agitation die mit dem Erfolg der Versammlung sehr zufrieden. Tabakindustrie von dem fie bedrohenden Verderben " Briefkaffen der Redaktion. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. C. J., Friedenau. Welche Wirkung hat im Geretten fann; deshalb möge es fich jeder Tabatarbeiter Johannisthal. Der Arbeiter- Bildungsverein für Johannis. biete des Allg. Landrechts der Tod des Miethers zur Pflicht machen, die Organisation zut unterstützen. thal, Nieder- Schönweide und Umgegend hielt am Sonnabend, auf den Miethsvertrag? Der Miethsvertrag wird Hierauf folgte der Kassenbericht der Agitationskommission, der den 22. d. Mts., eine Mitgliederversammlung ab. Eine Bor: Es steht vielmehr nur beiden Theilen( den Erben und dem durch den Tod des Miethers nicht ohne Weiteres aufgehoben. eine Einnahme von 51,02 M. und eine Ausgabe von 38,75 M., lesung aus Die Che" von May Nordau, und zwar der dritte Vermiether) das Recht zu, von dem Vertrage nach einem halben mithin einen Bestand von 12,27 M aufweist. Bon vielen Rednern Theil derfelben, zeitigte eine sehr interessante Diskussion, an der Jahre( vom Ablauf des Quartals ab gerechnet, in dem der wird über die Intereffenlosigkeit der Berufsgenossen lebhaft Klage sich mehrere Mitglieder betheiligten. Unter Vereinsangelegen: ob erfolgt ist) zurückzutreten, wenn der Vertrag auf längere geführt. In die Kommission wurden sodann die Kollegen Karl heiten fand ein Antrag, der Verein möge beschließen, das VereinsHobus, Emil Pate und Paul Höpfner gewählt. Zum Schluß gefeß anzufchaffen, einstimmige Annahme. Mit scharfem Tadel Beit geschlossen ist. Ist im Vertrage eine fürzere Kündigungswird bemerkt, daß Herr Barth, Berlinerstraße, seit einem halben sprach sich die Versammlung über Genossen Dr. Heymann aus, frist vereinbart, so hat es hierbei sein Bewenden. Wird Jahre keine Kontroumarte entnommen hat, mithin dieselbe auch indem derselbe zu der öffentlichen Volksversammlung, für welche stehenden Kündigungsfrist Gebrauch gemacht, so muß dem von der für den Fall des Todes beiden Theilen freinicht mehr führt. er das Referat übernommen hatte, einfach nicht erschien. Im anderen spätestens in den drei ersten Tagen des legten Quartals übrigen könnte man aber wenigstens erwarten, eine Entschuldigung gekündigt werden. Stirbt z. B. ein Miether, deffen Vertrag bis des betreffenden Referenten zu hören. zum 1. Oktober 1897 läuft, am 6. September 1894, so sind soDie Haufirer und Straßenhändler hielten am vergange nen Mittwoch eine öffentliche Bersammlung ab, in welcher Genosje Jahn wieder über die Zustände im Hausirgewerbe und Eine Volksversammlung für Friedrichsberg- Lichtenberg wohl dessen Erben, wie der Vermiether berechtigt, spätestens am die Handhabung der Sonntagsrube" referirte und zum Anschluß tagte am 25. September in Lokal von Asche. Reichstags 3. Januar 1895 zum 1. April 1895 zu kündigen. Bezüglich an die bereits gegründete Organisation aufforderte. In der Abgeordneter A. Stadthagen referirte über das Thema: der hinterbliebenen Wittwe des Miethers darauf folgenden sehr lebhaften Diskussion, an welcher sich Rümmert sich die Behörde um Arbeitsgelegenheit oder um gelten folgende Grundsäße: 1. Hat die Wittwe den MiethsLuther, Trumperts, Laß, Schröder, Kast, Prinz, Tanz- und Trinkgelegenheit". In dem in seiner Einzelnheiten vertrag nicht mit unterschrieben, ist aber Erbin des Mannes ges Nippe und Frau Pritowsty betheiligten, wurde über sehr intereffanten Vortrage fritisirte Redner das Verhalten der worden, so steht ihr das eben beschriebene Kündigungsrecht zu. die unausgesetzten Scheerereien mit der Polizei, sowie über Behörden gegenüber den Arbeitern in ihren Kämpfen um beffere 2. Hat die Wittwe den Miethsvertrag nicht mitunterschrieben und die geradezu schamlosen Betrügereien einzelner Grossisten lebhaft Lohn- und Arbeitsverhältnisse, entgegen der wohlwollenden ist sie nicht Erbin des Mannes geworden, so ist sie zur Klage geführt. Um ein einheitliches Vorgehen gegenüber den Stellung, die denjenigen Restaurateuren zu theil wird, die ihre Fortzahlung der Miethe nicht verpflichtet. Die durch den Großhändlern zu ermöglichen, sollen die 8 bereits bestehenden Lokale den Sozialdemokraten zu Bersammlungen verweigern. Mann eingebrachten Mobilien haften jedoch für die Miethe, auch Vereine zu einer Versammlung eingeladen und damit die Ver- Redner forderte zum Schluß auf, die Wirthe zu unterſtüßen, wenn sie Eigenthum der Frau sind. 3. Hat die Ehefrau die schmelzung aller angebahnt werden. Zur einstimmigen Annahme welche diesen Drangfalirungen infolge ihrer geschäftlichen Ber Wohnung mitgemiethet( den Bertrag mitunterschrieben), so muß gelangte folgende folgende Resolution: Die Versammlung er bindung mit der zielbewußten Arbeiterschaft ausgesetzt sind. sie den Bertrag bis zu Ende fortseßen. Sie kann das den Erben fennt in der Handhabung Ser Sonntagsruhe eine An den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrage schloß zustehende, oben beschriebene Kündigungsrecht in diesem Falle nur fchwere Schädigung ihres Berufes und erwartet im An- fich eine kurze Debatte, die sich im gleichen Sinne bewegte. dann ausüben, wenn sie nachweist, daß in ihren Umständen durch schluß an die früheren Versammlungen die Unterstüßung aus der Fortsetzung des Vertrages ein erheblicher Nachtheil entden Todesfall eine solche Veränderung eingetreten ist, daß ihr der gefammten Arbeiterschaft, sowie der sozialdemokratischen Fraktion im Reichstage zur Beseitigung aller unnüßen Bestehen würde. fchränkungen. Verein deutscher Schuhmacher, Filiale 3. Montag Abend 8% hr Versammlung bei Werner, Bülowstraße 59. Wortrag über Arbeiterſtatiſtit. Vormittags 10 Uhr, Uebungsstunde im Elysium, Landsberger Allee 40/41. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Seute, Sonntag, Nachmittags s ühr, bet Novac, Manteuffelstr. 9, Generalfizung mit Damen, nachdem Fidelitas. Geselliger Arbeiterverein Bruderkette. Sonntag, den 30. September, Garten, Dresdenerstr 45, Fidelitas( Vorträge 2c.). Vergnügungs- Gesellschaft Konkordia. Sonntag 5 Uhr im Dresdener Arbeiter- Bildungsschule. Montag Abends 8%-10% uhr: Nord. Herren, jeder Zeit aufgenommen Die Händler sollten wissen, daß die sozialdemokratische Frat tion im Reichstag sehr entschieden für die Sonntagsruhe eingetreten ist. Wir verkennen feineswegs die üble Lage des Berufes, die freilich nicht nur auf die Beschränkung des Sonntagsverkehrs zurückzuführen ist, sondern in den heutigen wirthschaftlichen Ver- Schule, Müllerstr. 1790 und Südost- Schule, Waldemar fir. 14: Nationalhältnissen ihre Begründung findet; aber eine Sonderstellung dieser Berufskategorie fönnen wir nicht befürworten. Anders verhält sich die Sache, wenn die Händler glauben, daß die Polizei anderen Geschäftsleuten gegenüber die Bestimmungen der Sonntagsruhe nicht so ftreng handhabt. Wenden sie sich hiergegen, so Können sie auf die Unterstüßung der Arbeiter rechnen, sonst aber verkennen sie den Standpunkt unserer Partei. D. N. öronomie. Bet allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Bei allen Unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jest, im Laufe des Semesters, eintreten. unterricht in Gejegestunde. Südost Schule, Reichenbergerstraße 138: Montag, Abends 8%-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Deutsch. Oft- Schule, Markusstr. 31, Unterricht in Gefeßestunde. jeden Sonntag Bormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Beimſtr. 16. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Mar Rayfer, Reimer, jeben Montag, Abends 9 Uhr, bet Rudolph Bahr, Gerichtsstr. 19. 2m 28. September fand bei Gründet, Brunnenstr. 188, d. Neumann, Basewalterstr. S. Arbeiter- Sängerbund Berline und Umgegend. 1. Borsigender: Alle Aenderungen im Beretnštalender eine Versammlung der Freien Vereinigung der kauf- find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstraße 49, D. 2 Tr. Ieute statt, in der Genosse Keßler über: Die Nützlichkeit der Montag, Abents 9-11, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Liedertafel der Maler, Annenstraße 6, bei Ehrenberg. Gewerbegerichte sprach. In der an den Vortrag sich anschließen- Deutscher Männersang, Belforterstr. 15, Schneiders Gesellschaftsden Discussion sprachen Hinge, hochauf, Blum, haus. Frisch zur Freiheit, Simeonstraße 23 bei Flick. Auerbach, Pennu. a. Es wurde ein Antrag angenommen: teberball, köpenickerstraße 191 bet foge. Butunft I, Steglitz, Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion zu ersuchen, im Reichs Feindt.- Bruderherz, Strautftr. 6, bei Rudolf. Ahornstr. 15a, Schelhose's Gambrinus. Sarmonie II, Weinstr. 11 bet Arbeiter- Gefangverein tag einen Antrag zu stellen, dahingehend, daß die Kompetenz der vorwärts III, Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzen- Allee& bet Karl Schulz. Gewerbegerichte auch auf die Handlungsgehilfen ausgedehnt wird. Myrthe, Alte Jakobstr. 68 bet Diefenbach. Sieberzweig, Waibmannsiuft Berlinerstraße bei Berbe.- 2te desfreiheit II, Strausberg, Wilmersdorf. Hier tagte am 19. September eine öffent- tlhelmstraße, A. Weber's Kaffeehaus.- Glodenrein( gemischter Chor) liche Versammlung, zu der Genoffe Kepler das Referat zuge- Schönhauser allee 46 bet Söhne.- Rofalta, Lebuferstraße 5, bet 2. Nemiz. Solidarität, Dranienftr. 109 bet Greiser, Syrene, Schönhauser sagt hatte. Leider war der Referent nicht erschienen, was bei allee 28 bei stelle.-A: better- Gesangverein Wacht auf II, Woltersdorf bet der gut besuchten Versammlung recht bedauert wurde. Die Ver: Ertner, Restaurant Gillmann, Wilhelmshöhe". Arbetter- Gefangverein der fammlung geht deshalb sogleich zur Erledigung der Vereins- Gnterbten, Swinemünderfir. 49.- offnung II, Deutsch- Wilmersdorf, Tonblüthe, Gisenbahnstr. 20 bet Siegemund. angelegenheiten über. Vom Borsitzenden wird bekannt gegeben, daß die Vereinssizungen am Mittwoch nach dem 1. und 15. des Monats bei Stabinski, Badenschestr. 18, ftatt finden. Auf eine Aufforderung des Vertrauensmannes wird die Ginberufung des Parteitages besprochen. Vom Genossen Picker, wird ein Antrag befürwortet, der befagt, der Abonnementspreis des Borwärts" wird um 10 Pf. erniedrigt. Der Genosse KlingenSperre! 1 Günzelfir. 69. 1 Ber Ber Sund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend. ( Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu richten an B. Gent, Adalbertstr. 95.) Sonntag: Theatergesellschaft, Ro melia" alle 14 Tage, Adalbertstraße 8 bet Sauermann. gnügungsflub Oft end, Krautftr. 6 bet Rudolf von 5-6 Uhr. gnügungsverein Belgoland 2, Langeſtr. 9 bei Ryczewsky, alle 14 Tage Vergnügungsverein Seerofe, Srautstr. 6 bet Rudolf. 1-6 Uhr Nachm. Bergnügungsverein Glück stern 2, Fennstr. 2 bet Wiesner.-- Montag: Pfeifentlub elfenfest Andreasstr. 26 bet Wilte. Sumoristischer Ver2634b Besuchszeit verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. Altes und Neues Museum am Luftgarten. Besuchszeit täglich, mit Ausnahme des Montags in den 6 Wintermonaten von 10-8 Uhr, in den 6 Sommermonaten von 9-3 Uhr; Sonntags im April- September 12 bis 6 Uhr, Oktober und März 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-3 Uhr( unentgeltlich).- Die National: gallerie in der Museumsstraße. Besuchszett Wochentags von 10-3 Uhr ( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis 6 Uhr, im März und Oftober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis 4 Uhr, Januar und Dezember 12-3 Uhr( unentgeltlich).- un stgewerbeMuseum, Prinz Albrechtstr. 7. Geöffnet an den Wochentagen( Montags ausgenommen) im Sommer von 9-3 Uhr, im Winter von 10-3 Uhr, Sonntags, April- September von 12-6 Uhr, Ottober und März 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-8 Uhr( unentgeltlich). Museum für Böltertunde, Königgrägerstr. 120. Besuchs= zeit wie im Kunstgewerbe- Museum( unentgeltlich).- Hygiene- Museum, Klosterstr. 85. Befuchszeit Sonntags wie im Kunstgewerbe- Museum. Außer= dem Dienstags und Freitags von 10-2 Uhr( unentgeltlich). Museum für Naturfunde, Invalidenstr. 42. Besuchszeit Sonntags wie im Kunstmuseum für deutsche Boltstrachten und Erzeugnisse des gewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-3 Uhr. Sausgewerbes, lofterftr. 36. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwochs von 11-2 Uhr geöffnet. Eintrittsgeld: Erwachsene 50 Pf., Kinder 25 Pf., Vereine Gonntags 10 Pf.. Reichs post- Museum, Leipzigerstr. 15. Ge öffnet Sonntags 12-2 Uhr, Montags, Dienstags, Donnerstags, Freitags von 11-2 Uhr( unentgeltlich). Rathhaus, Königstraße. Geöffnet täglich außer Donnerstag und Freitag von 11-8 Uhr( unentgeltlich). Aussichtsthurm 50 f. Kunstausstellung des Vereins Berliner Künstler. Wilhelmstr. 92. Sonntags 11-2 Uhr, Wochentags 10-4 Uhr. 50 Pf. Entree. Sternwarte, Endeplatz 3a. Mittwochs und Sonnabends von 9 bis 11 Uhr Vormittags. Urania, Wissenschaftliches Theater. Sternwarte. Invalidenfir. 67-62. Geöffnet von 5 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends. Entree 50 Pf. Buschlag für Theater von 50 Pf. bts 2 M. Aquarium, Schadowstr. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 50 Pf., an jebem legten Sonntag int Monat 25 Pf.- Caftan's Panoptitum, Friedrichstraße. Geöffnet 10-10 uhr. Eintrittspreis 50 Pf. Panoptitum 10-10 Uhr. Eintrittspreis 50 Pf. Panorama, Am Lehrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. Entree 50 Pf.- Neapel- Panorama am Bahnhof Thiergarten, awei neue Dioramen: Katakomben des Kapuzinertlofters zu Palermo und Vesuvausbruch affage, MarineSonntags 25 Pf. Eintrittspreis. Das Panorama ist bis 17 Uhr Abends zu besichtigen. 800logtfcher Garten, Lüzowufer. Sonntags 50 Pf. Borsig's Garten mit Palmenhaus, Alt- Moabit 85-86 Eintrittsprets 50 f. Achtung! Sperre! G. Superczynski, fünftliche Zähne, Invalidenstr. 105, II. 12611 Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter! Die Pianofabrit von Höhne& Sell ist für alle Branchen gesperrt. 197/14 Die Kommission. Charlottenburg. Den Mitgliedern der Zentral- Kran fenfasse der Maurer, Grundstein zur nigkeit, sowie allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß meine Wohnung jeht Wallstr. 63, part., ist. 200/5 C. Wilke. Moritz Uhle 32-33, Kreuzbergstraße 32-33. Heute: Schlachtfest, von 10 Uhr an: Frische Wurst, à Port. 60 Pfg., sowie Gänsebraten, Eisbein mit Sauerkohl( Spezialität). Bier Münchener Brauhaus. 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Entree 10 Pfg. 160/6 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin). Montag, den 1. Oktober, Abends 82 Uhr, bei Gründel, Brunnenstr. 188: Branchen- Versammlung der Fürstenmacher. schaftliches. Tages Ordnung: = 1. Die Arbeitsniederlegung bei Heidrich, Zionskirchstraße. 2. GewerkAlle Bürsten- und Pinselmacher werden dringend ersucht, zu erscheinen. Süd- Ost. Mittwoch, den 3. Oktober, Abends 82 Uhr, bei Hoffmann, Oranienstraße 180: Vertrauensmänner- Versammlung. Tagesordnung: Besprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Hierzu sind die Bautischler ganz besonders eingeladen. Zahlreiches Erscheinen erwartet 141/11 Die Ortsverwaltung. Verein deutscher Schuhmacher. Filiale 3. Montag, Abends 81/2 Uhr, bei Werner, Bülowstraße 59: Versammlung. Arbeiter- Bildungs- Schule( Süd- Ost). Sonntag, den 30. September, Abends 62 hr, in den Oranien- Hallen, Oranienstraße Nr. 51( am Moritz- Plak): Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Paul Bernstein über: Der Alkoholismus eine Rulturgefahr." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Um zahlreichen Besuch bittet Die Schulkommission. 51/6 Bügler- und Zuschneider- Verein Süd- Ost. Montag, den 1. Oktober, Abends 9 Uhr, General- Versammlung in Hoffmann's Festfälen, Oranienstr. 180. Das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder ist nothwendig. Gäfte haben Zutritt. Verband deutscher Zimmerlente. ( Lokalverband Berlin.) 500 Personen. 820L* Kinderwagen- Bazar Max Brinner, Berlin, Jerufalemerstr.42 u. Brunnenstr. 6. Großart. Auswahl, billige Preise. Biele Anerkennung. Theilzahlung. 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Tages Ordnung: Liesen, Rückenfett, Leberwurst, jeden Morgen 7-9 Uhr Blutwurst, Bratenschmalz Wurstfabrik, Wilhelmstr. 56, Hof rechts. 1. Vortrag des Genossen Hamacher über: Historische Entwickelung Herren- Anzüge nach Maaß des Königthums. 2. Quartals- Abrechnung. 3. Unsere Bewegung. Achtung! Töpfer. Achtung! Montag, den 1. Oftober 1894, Abends 6 Uhr, Gipsstraße 16: Vertrauensmänner- Sihung. Hierzu sind die Kollegen besonders eingeladen, welche auf den einzelnen Bauten als Vertrauensmann gewählt oder bestimmt sind. Sollten auf einigen Bauten die Kollegen überhaupt keine Stellung zu der Wahl desselben nehmen wollen, so glauben wir, daß wohl ein Kollege auf solchen Bauten arbeiten wird, der diese Sache als Pflicht auffäßt und trotzdem erscheint. Um pünktliches Erscheinen ersucht 244/8 Der Vertrauensmann: Gustav Melzer, Friedrichsfelderstr. 26. unter Garantie 906 guter Ausführung für 30 M. H. Graf, Blumenstr. 3. Kinderwagen. Bettfedern- Spezialgeschäft C. M. 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