— - - S-— Nr.SSS.37.Iahrg. Bezugspreis: B ecteliä�rU 25�0 Sit, monatl. 8 50 3Jlt fr« ins Sau», voraus zahlbar. Poll- bezag: Monatlich 8.— Mi,-xkl. Au- ltellungsgeoühr. Unier Kreuzband für Deutschland und Oesterreich-Ungarn lö,— Mi, für das übrige Ausland bei täglich einmal. Zustellung 20,— M. Postbestellungen nehmen an Däne- mar!"lollnnö, Juremburg, Schweden, Tschecho- Slowakei und die Schweiz. Eingetragen in die Poft-Zeitung»- Preisliste. Der.Vorwärts" mit der Sonntag» bellage.Volk u. Zeit" ericheint wachen- täglich zweimal. Sonntags einmal. Telegramm-Adrefs« �Sozialdeinotro» Berlin-. Morgen-Ausgabe Derlmev Volksblstt (20 Pfennig) Anzeigenpreis s Sie achtgespaltene Nonpareillezeil« koste-8.— Li., Teuerungszuschlag 50°/» „Kleine Anzeigen-, das fett- gedruckte Wort 1,— M.< zulässig zwei fettgedruckte Worte), fedes weitere Wort so Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wort SS Pfg, fedes weitere Wort 40 Pfg. Worte über IS Buchstaben zählen für zwei Worte. Teuerunaszuschlag!>0%. Kamillen-Anzeigen für Abonnenten Zeile 2,— M, politische und ge- wertf chastltche Vereins- Anzeigen Z.— SRI die Zelle ohne Auffchlag. Anzeigen für die nächste Nummer müsien bis 5 Ahr nachmittag» im Hauptgeschäft. Berlin SW 68, Linken- straße 3, abgegeben werden. Deöffnet von 3 Uhr früh bis b Uhr abends. Zentralorgan der rozialdemohratifchen partet Deutfchlands Neüaktion und Expedition: SW. HS, Linöenstr. 3. fternfprerher: Amt Morttipla«, Rr. KSIS0— ISIi>7. Dienstag, den 18. Mai 1VÄ0 vorwärts-verlag G.m.b. H., EW. HS, Lindenstr. 3. Fernsprecher: Amt Morttipla«, Nr. 117 33— 54. 120 Milliarden Golümark. Der Zahlungsmodus noch unklar. Kein volles Einverständnis erzielt. Paris, 17. Mai. Der, H a V a s* Vertreter in London dat über die Beratungen von H h t h e erfahren, die Ministerpräsidenten hätten 120 Milliarden Goldmark als die von Deutschland zu be- zahlende EutschädignngSsiimme festgehalten, doch scheine kein Ein- Verständnis über den Zahlungsmodus erzielt worden zu sein- Lloyd George sei der Anficht, daß man keinen Unter. schied zwischen den Kriegsopfern machen könne, daß man aber noch weniger bei der Wiedergutmachung zwischen denen unterscheiden könne, die Schäden an ihren Gütern, und denen, die L e i b e S s ch ä d e n erlitten hätten und von Deutschland eine Pension erhallen müßten. Seine Haltung in dieser Richtung sei hauptsächlich von der Haltung der Dominions bestimmt worden. Man habe infolgedessen eine andere Regelung ins Auge fassen müsien, unl die sofortigen Bedürfnisse Frankreichs für den Wiederaufbau der Kampfzone zu be« friedigen. Um die deutsche Schuld sofort flüssig zu machen, hätten die französischen Sachverständigen eine große Anleihe vorgeschlagen, die von Deutschland, von den Alliierten wie Frankreich, Italien und Belgien und vielleicht auch von den neutralen Staaten gedeckt werden müsie, und für die die deutsche Entschädigungssumme als Pfand dienen solle. Für die Einzelheiten sollten die französischen und englischen Sach« verständigen einen Entwurf ausarbeiten, der demnächst den alliierten Ministerpräsidenten in O st e n d e unterbreitet werden solle. Äon der Entschädigungszahlung solle, wie bei den Friedensverhandlungen festgesetzt wurde, Frankreich 55 Prozent und England 25 Prozent erhalten. Wlleranü der Saboteur der Verständigung. Nur Verhör in Spa? Paris, 17. Mai. Ministerpräsident Millerand hat dem Scrtreter des„M a t i n" gestern nach Schluß der Konferenz von H y t h e gesagt, man sei übereingekommen, daß Deutsch- land nur nach Spa kommen solle, um AufklSruug zu geben, namentlich über die Richtausführung der militärischen Bestimmungen des Vertrags. Man sei auch darin einig gewesen, daß man die Erläuterungen nicht abzuwarten brauche, die die deutsche Regierung den vereinig- ten Alliierten geben werde, um alle Maßnahmen zu trcsfen, die die interalliierten Kontrollkommissionen für nötig erachteten. Ruch wegen der nichtausgeführten wirtschaftlichen Klau- sein wolle man die Konferenz von Spa nicht abwarten, um ihre Ausführung sicherzustellen. Dem Vertreter deS„I o u r n a l" sagte Millerand, man wolle für die deutsche Entschädigung eine feste Summe festsetzen, damit die ehemaligen Feinde dieSchwereihrer Lasten erkennen und um sie zu einer baldigen Tilgung zu ermutigen. Der festge- setzte Betrag werde aber nur ein Minimum sei», unter das man nicht heruntergehen werde. Die Tür bleibe für Erhöhungen offen. Wenn sich dir wirtschaftliche Lage Deutschlands in besonde. rem Maße verbessere, dann fei es nur gerecht, daß auch die Alliierten einen Anteil von diesem �Nutzen hätten. Tie Brüffeler Konferenz ebenfalls verschoben. Paris, 17. Mai. Nach einer Havasmeldung aus London wird die internationale Finanzkonferenz in Brüssel infolge deS Aufschubs der Beratungen von Spa jedenfalls vertagt werden.__ Dolgen der franzoststhen Geldfackpolitik. Amerika will Frankreich keinen Kredit gewähre«. Washington, 16. Mai. Der Antrag Halles, den f i n a n z i e l l e n Beistand Amerikas auf Frankreich auszudehnen, ist im S c n a t schärfsten Angriffen begegnet mit der Be« gründung, daß Frankreich bei sich nicht d i e s e I b e n S l e u e r n eingeführt habe, wie sie von den Amerikanern gefordert werden. Bei dieser Sachlage sei jede amerikanische Unterstützung Frankreichs bei den Massen angesichts der Steuerlast und der Teuerung aufs äußer st e unpopulär._ �uch eine Wiedergutmachung! Die Heiligsprechung derJeanne d'Arc in England gefeiert London, 17. Mai. Die Heiligsprechung der Feanne d'Arc wurde in der Westmlnster Kathedrale mit großer Feierlichkell begangen. Nach dem Gottesdienst fand ein Umzug statt. Jcanne d'Arc wurde in mittelalterlicher Tracht gezeigt und viele Franzoien, ebenfalls in mittelalterlicher Trachl beteiligten sich an dem Umzug. Nach Sowjctrußlnnd reisen italienische Sozialisten. Di« Eng- lande: lohne Henderson) sind in Pcrersburg-Petrograd-Lcningrad eingetroffen. Keiner von ihnen spricht oder versteht russisch.— «rassin ist mit Begleitern nach London gereist; man nimmt an, gegen den Willen Moskaus. Völkerbundstagung in Rom. Bericht über Eupen und Malmedy. Rom, 17. Mai.(W. T. B.) Der Völkerbundsrat hielt gestern eine geheime und daraus eine öffentliche Sitzung unter Vorsitz T i t t o n i s. Dieser teilte mit, daß die armenische Frage noch Gegenstand des Meinungsaustausches unter den Re gierungen bilde, und daß Luxemburg wünsche, dem Völkerbund beizutreten. Hierauf verlas T a t s u i einen Bericht über die Abstimmung in den Kreisen von Eupen und M a I m e d h, wegen deren die deutsche Regierung die Intervention des Völkerbundes verlangt. B a l f o u r sprach über die zur Ver« Hinderung der Ausbreitung an st eckender. Krankheiten in Mitteleuropa getroffenen Maßnahmen. Der Generalsekretär berichtete über den kommenden internationalen ständigen Ge- richtShof, für welche» die juristische Kommission einen Entwurf ausgearbeitet hat. Zum Schluß berichtete Tittoni noch über die Lage der deutschen, österreichischen, ungarischen und rumänischen KriegSfangcnen in Sibirien, deren Heimschaffung sehr schwierig sei. Der Völkerbundsrat erwarte einen baldigen Bericht Nansens darüber. Alle Berichte wurden e i n st i mm i g angenommen. (Die Hauptsache für uns, nämlich w a S in dem Bericht des japanischen Delegierten Tatsui über den Skandal von Eupen und Malmedy steht, geht leider aus der Meldung nicht her» vor. Die Red.) Selgien rächt sich. Neue Gewaltmastnahmen in und Eupen Malmedy. Berlin, 17. Mai.(W. T. B.) Die belgische Gewalt Herrschast in den Kreisen Eupen und Malmedy nimmt immer rücksichtslosere Formen an. Nachdem die Bcl- gier vom ersten Tage der Besetzung ab systematisch die Volks- befragung im Keime zu ersticken gesucht haben, nach- dem sie nach Jnknasttrcten des Friedensvertrags zum Scheine Stimmlisten ausgelegt haben, sie aber so handhaben, daß schon rein technisch nur ein verschwindender Bruch- teil der Stimmberechtiigten sich darin eintragen kann, und nach- dem sie gegen die für Deutschland abstimmenden Personen mit Zwangsmaßnahmen vorgehen, die eine Verrichtung der wirtschaftlichen Existenz bedeuten, sind sie vor kurzem dazu über- gegangen, alle Personen, die nach dem 1. August 1914 in die Kreise zugezogen sind, auszuweisen. Den Betroffenen wird nur eine Frist von wenigen Tagen gelasien. Wenn sie das ihnen zum Kurse von einer Mark gleich einem Frank umgewechselte Geld nicht zum Tageskurs« zurückzahlen, was den meisten natürlich unmöglich ist, so wird ihnen ihr bewegliches Gut zurückbehalten. Hunderte von Familien werden hierdurch in die größte Notlage ge- bracht. Bei der allgemeinen Wohnungsnot können sie nivgendS, namentlich nicht in Aachen, Unterkommen finden. Die Ausweisungen erfolgen im Widerspruch zu dem in den Kreisen gültigen Recht und zu verschiedenen Bestimmungen des Friedensvertrages. Selbst der belgische Bevollmächtigte, der in Aachen mit dem deutschen Uebergabekommisiar verhandelt, hat die Ausweisungen für unzulässig erklärt. Den nachdrück- lichen Protest, den die Deutsche Regierung sofort bei der Friedenskonferenz, beim Völkerbund und bei der belgischen Regie- rung erhoben hat, scheinen die belgischen Lokalbehörden unberücksichtigt zu lassen. Diese neue, geradezu unmenschlich« Maßnahme keim- zeichnet zur- Genüge das belgische Gewaltregime w den Kreisen Eupen und Malmedy. Trotz dieser offenkundigen Tatsachen wollen belgische Abgeordnete und Minister die Welt glauben machen, daß in diesen Gebieten Belgien das Regiment mit Milde, Wohlwollen und Takt ausübe, und daß alles in schönster Ordnuizg sei. die Räumung des Maingaues. Gar nicht so glatt. Frankfurt a. M., 17. Mai.(WTB) Sonntag abend kam es in einigen Wirtschaften zu Streitigkeiten zwischen angetrun« k e n e n französischen Soldaten und Einwohnern, bei denen eine Frau mit einem Messer gestochen und ein französischer Soldat derart verprügelt wurde, daß er ins M i l i t ä r l a z a r e tt ge- bracht werden mußte. Die französische Besatzungsbehörde hat kurz vor dem Abzug den Gefängnisverwalter der Gutleut-Kaserne zu drei Monaten Gefängnis verurteilt und nach Mainz geschickt, weil er die Entweichung von zwei deutschen Gefangenen erleichtert habe. Unter den Entwichenen befand sich auch der erst am Freitag vom französischen Kriegsgericht wegen Raubes eines Fahrrads und der Waffen eines Franzosen zu zwei Jahren Gefängnis verurteilte 20jährige Franz Gebhardt. In dem Vororr Roedelheim, der zum alten besetzten Gebiet zählt, aber früher nicht beleg: worden war, sind vorläufig 599 Franzosen verblieben. Darmstadt, 17. Mai.(WTB.) Die französischen Truppen haben um 19 Uhr Darmstadt geräumt. Der Abmarsch blieb unbemerkt. Der Wahlkampf zum Reichstag und kleu-öerlin. Von Hugo Heimann, M. t>. N. Der Wahlkampf um den Reichstag ist in vollem Gange. In größerer Zahl als je zuvor sind die Parteien auf dem Plan erschienen und die Gewißheit, daß die Zusammen- setzung dieses ersten Reichstages der jungen demokratische.� Republik für die Geschicke Deutschlands entscheidend sein wird, gibt dem Kampf ganz besondere Heftigkeit. Immer höher schlagen die Wogen, je näher der 6. Juni heranrückt. bis draußen im Reich dann am Tage nach der Wahl eine gewisse Erschlaffung eintreten wird. Es wäre verhängnisvoll ftir die Bevölkerung Groß-Ber- lins, wenn die Vorgänge hier sich ähnlich abspielen würden. In der großen Erregung über die Reichstagswahlen ist in weiten Kreisen die Tatsache ohne jeden Eindruck geblieben, daß zwei Wochen später, am 2 0. Juni, die 4 Millionen Einwohner Groß-Berlins über das Schicksal ihres neuen großen Gemeinwesens zu entscheiden haben wer- den. Beide Wahlen hängen innerlich aufs engste zusammen. Die Rückwirkung der einen Entscheidung auf die andere kann kaum überschätzt werben. So weit die Wichtigkeit der -fetzigen Reichstagswahl über die früheren hinausragt, so grundverschieden von allen früheren Kommunalwdhlen muß die Wahl zur neuen Einheitsgemeinde am 20. Juni bewertet werden. Die Zusammenfassung der 94 Gemeinden Groß-Berlin? zu einem einheitlichen Gebilde und die großen Machtbefua- nisse des am 20. Juni zu wählenden Stad�parlaments bilden auf gemeindlichem Gebiete die logische Folge der Revolution und keine geringere Umwälzung als die in Reich und Staat bereits vollzogene. Aus rein politischen Gründen hatte de: frühere Obrigkeitsstaat dem Zusammenschluß sich widersetzt und die wirtschaftlichen Bedürfnisse der Millionenbevölke- rung seinen engstirnigen Herrschaftsgelüsten untergeordnet. Wenn der Krieg auch in jedem Falle wegen der ungeheuren Verwüstung von Menschen und Materialien Vereinfachungen erzwungen haben würde, so hat doch erst die Revolution die Buhn dafür frei gemacht, daß durch die Sozialdemokratie Reu-Berlln auf breite st er den: akratischer Grundlage aufgebaut und mit weitgehenden Machtbefugnissen ausgestattet werden konnte. Das neue Stadtparlament von Berlin wird eine öffent- liche Körperschaft darstellen, die an Macht und Einfluß, an Größe ihrer Aufgaben, an der Möglichkeit, Leben und Wir- ken der Millionenbevölkerung entscheidend zu beeinflussen. die meisten anderen gesetzgebenden Körperschaften weit über- ragen wird. In der Hand der Berliner Bevölkerung lieg: daher am 20. Juni eine Verantwortung, die mit der bei früheren Gemeindewahlen nicht in Vergleich gesetzt werden kann. Wie die Sozialdemokratie die Schöpferin des neuen Gebildes ist, so bietet auch nur ihre ausschlaggebende Stellung in der neuen Einheitsgemeinde die Gewähr für eine sachgemäße Berücksichtigung der Interessen der Gesamt- bvölkerung, wobei in erster Reihe natürlich die Bevölkerungs- schichten geschützt werden müssen, die deS öffentlichen Schutzes am meisten bedürfen. Di« Deutschnationale Völkspartei und di: Deutsch« Volkspartei haben bis»utetzt die neue Or- ganifation mit aller Kraft zu verhindern gesucht, genau wie sie der Republik und allen Errungenschaften der Revolution mit unversöhnlicher Feindschaft gegenüberstehen. Es ist zu begrüßen, daß seit der Revolution auch diese Parteien in den Berliner Stadtparlamenten vertreten sind, denn die öffentlichen Körperschaften sollen ein getreues Spiegelbild von allen im Volke vorhandenen Strömungen wiedergeben. Aber auch der unparteiischste Beurteiler wird nicht behaup- ten können, daß das Wirken dieser Parteien im Interesse de? Ganzen notwendig oder nützlich ist. Voll Haß gegen olle neuen Ideen wirkten sie nur hemmend und hindernd. Die DeutschenDemokraten.vor der Revolution als Berliner Kommunalfreisinnige unsere ältesten und hauptsächlichsten Gegner, stehen gleich ihren Parteifreunden in der Nationalversammlung in den meisten Wirtschafts- fragen in scharfem Gegensatz zu uns. Wie in den letzten anderthalb Jahren dieser Gegensatz sich zusehends vertieft tjat, so ist bei der Morgenluft, die alle privatkapitalisti- scheu Interessenten jetzt vor der Wahl zu wittern glauben, für die Zukunft eine ähnlich: Entwicklung zu be- fürchten, wenn rncht die Wähler am 20. Juni durch ihre Stimmabgabe für die Sozialdemokratie einen Strich durch alle solche Erwartungen machen. Was schließlich unseren Gegner von links, die U nah- h ä n g i g e Sozialdemokratie, betrifft, so trennt uns von ih: im Kampf um die Kommune der gleiche, von uns aus un- überbrückbave Abgrund, der sich auf dem rein politischen Kampffeld aufgetan hat. In den von ihrer Parteileitung herausgegebenen Richtlinien tu: ein Geineindeprcgramm heißt es: „Tic Verwaltung der Gemeinde ist durdh die(ücmeindcvertre- tung in Verbindung mit den kommunalen Arbeiterräten zu fübren. Diese bilden an? ihrer Mitte Schüsse zur srrt- dauernden Kontrolle über die'Ausübung der gesamten städtische» Verwaltung." Sie haben das Recht, gegen Beschlüsse und Mag- »ahme» der städtischen Verwaltung Einspruch zu erheben und die Entscheidung des kommunalen Arbeiterrats anzurufen". Wer den unabhängigen Führern noch vor zwei Jahren gesagt liätte, eine auf breitester demokratischer Grundlage gewählte Stadtverordnetenversammlung dürfe nur unter Kontrolle eines kommunalen Arbeiterrates. dessen Entscheidungen endgültig sind, arbeiten, lväre glatte weg ausgelacht worden..Heute machen vor den: Geßlerhut des Sowjet auch solche Männer ihre Reverenz, die nach ihrer Vergangeneit innerlich ganz anders denken müssen. Aber nicht nur diese Theorie, sondern auch die Praxis scheidet uns von den Unabhängigen. Ganz wie in früheren Zeiten, als die Partei noch eine kleine Minderheit w«, ge- fallen die Unabhängigen sich in einer überwiegend negieren- den Demonstrationspolitik, die, hemmungslos durchgeführt. zur K a t a st r o p h e treiben würde. Die unabhängigen Führer mögen manche Qualitäten haben. Zum namenlosen Unglück für Deutschland besitzen sie den Mut zur U n- Popularität nicht. Das Agitationsbedürfnis und daS Streben, den Massen nur zu sagen, was diesen angenehm in die Obren klingt, beherrscht sie vollkommen. Nicht der Krieg, nicht der sogen. Frieden, nicht das Versagen aller Schichten der Bevölkerung,— nein, in erster Reihe die Hand- iungen und Unterlassungen der„Regierungssozialisten" fragen die Schuld an den traurigen Verhältnissen, in denen wir uns befinden. Dies Rezept ist billig, einfach und be- ousm. erfordert keinerlei Nachdenken, ist stets anwendbar und sichert dem Redner den gewünschten Zulauf und Beifall. Daß die sozialdemokratische Partei ganz im Gegensatz dazu und häufig genug gegen das eigene parteipolitische In- teresse in dieser langen schweren Zeit den Mut zur U n- Popularität besessen und sich nicht gescheut hat, aus neuen, gänzlich ungeahnten Verhältnissen neues zu lernen, wird nicht nur eine spätere unparteiische Geschichtsschreibung. sondern auch jetzt schon jeder denkende Wähler unserer Partei zum hohen Verdienst anrechnen. Unsere Aufgabe im jetzigen Wahlkampf muß es sein, den Massen den Znsammenhang der beiden konmienden Wahlen und den Unterschied aufzuzeichnen zwischen einer Politik, die i'der Verantwortung ausweicht, dafür umso ausgiebiger mit Verheißungen arbeitet, von deren Undurchführ- b a r k e i t bei den gegenwärtigen Verhältnissen man selber innerlich überzeugt sein mutz, und der zähen, zielbewußten aufbauenden Tätigkeit, die die sozialdemokratische Partei seit Oktober 19j8 im Interesse des deutschen Volkes und nicht zum mindesten der Arbeiterklasse geleistet hat. Tann werden wir wie den 6. Juni so auch den Ä). Juni als Ehrentage in der«Geschichte unserer Partei einzeichnen können._ ßort mit üen außeroröentlichen Kriegs- geeichten! Ist das Bielefelder Abkomme» Luft? In den Regierungsbezirken Düsseldorf. Münster und Arnsberg sind, wie die„Soz. Korr." mitteilt, gemäß der Verordnung des Reichspräsidenten vom 3. Mai j92l> die außerordentlichen Kriegsgerichte vorläufig noch in Kraft ge- blieben. In der Bevölkerung herrscht eine ungeheure Erregung über die von ihnen gefällten Urteile, deren Härte in der Mehrzahl der Fälle einfach unverständlich ist. Wir wollen aus der großen Fülle des uns vorliegenden Materials nur eine Anzahl von Urteilen herausgreifen, die noch zu den ver- hältnismäßig milden geören, aber schon einen Begriff von dieser Methode der„Rechtsprechung geben. 1. Heinrich Müller enS Duisburg(Verteidiger Rechtsanwalt Markwitz in Duisburg) hatte lediglich Posten gestanden und bereits vi»r dem Zustandekommen des Bielefelder Abkommens den Dienst quittiert. Obwohl kein gemeines Delikt vor- lag, lautete das Urteil des außerordentlichen Kriegsgericht Duis- bürg vom 11. Mai auf sechs Monate Gefängnis. 2. Ewald Zander aus Duisburg(Verteidiger RcchtSan- walt Baumer-Ruhrort), ein 18jährigeS Mitglied des christlichen Metallarbciterverbandes, das nur vom 22. März bis zum 1. April in Meiderick Posten gestanden hatte und nicht vorbestraft ist, er- hielt ebenfalls sechs Monate Gefängnis. 3. Heinrich Schon- Hainborn(Verteidiger Rechtsanwalt Markwitz-Tuisburg), der benfalls vor dem Bielefelder Abkommen einen Befehl des Vollzugsrats Hamborn, in welchem zu den Waffen gerufen, an die Arbeiterschaft der Finma Thyssen überbracht hat, also ebenfalls kein gemeines Delikt, erhielt vom A.-O.-K. Wesel am W. April«in Jahr Gefängnis. 4. S te w e n s. Hamborn(Verteidiger Rechtsanwalt Mari- witz) soll während der Unruhen, jedoch vor den Bielefelder Bc- schlüssen, seine Waffen getragen haben. Obwohl auch hier kein gemeines Delikt vorliegt, erkannte das A.-O.-K. Wesel am 22. April alsf ein Jahr sechs Monate Gefängnis. 5. August Stadler- Meidsricb(Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Kolski-Duisburg), der bis zum 2. April, also nur bis zum Bielefelder Abkommen, mit Gewehr am Bahnhof Posten gestanden hatte, erhielt vom A.-O.-K. Duisburg ein Jahr Gefängnis zudik- tiert— und es wurde auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Tauer von drei Jahren erkannt. 6. Herbert Kolochowski- Meidcrich(Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Kolski), der vom 27. März bis 2. April Strahen- patrouillcn mit Gewehr gemacht halte(kein gemeines Delikt), er- hielt ebenfalls sechs Monate Gefängnis. 7. Hermann W c r t h e n b r o ck. Duisburg(Verteidiger Dr. Ko-lski) hatte vom 20. Diärz bis zum 2. April bei der Roten Armee Dienst getan un>d sich freiwillig der Polizei gestellt. Ihm war kein gemeines Delikt nachzuweisen. Das A.-O.-K. Duisburg erkannte am 4. Mai auf ein Jahr Gefängnis und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. 8. Dachdecker Fritz A o o ck- Duisburg(Verteidiger Dr. KolSki), der eine weihe Binde getragen hatte, Ordner und Ordon- nanz gewesen war und kein Gewehr gelragen hatte, sich auch frei- willig gestellt hatte, erhielt vom A.-O.-K. Duisburg am 4. Mai sieben Monate Gefängnis. Urteile dieser Art liegen massenhaft vor. nur der Platzmangel verbietet uns, sie all« einzeln aufzuführen. Sie zeigen in ihrer beispiellosen Härte die wollige Ver- st ä n d n i s l o s i g k e i t, mit der die aktiven Kriegsgerichts- räte, die leider Gottes dort noch„Recht" sprechen dürfen, die Arbeiter anpacken. Der größte Skandal ober ist, daß es sich bei diesen Urteilen um die Rechtsprechung über„Vergehen" handelt, die zeitlich vor dem Bielefelder Abkoinmen liegen. Ter Reichspräsident darf keinen Tag län- ger den Skandal dieser außerordentlichen Kriegsgerichte bestehen lassen. Hunderte und aber Hunderte von braven Arbeitern, die sich kein gemeines Vergehen haben zuschulden kommen lassen, sondern nur die Republik mit ihrem Leib und Leben haben decken wollen. werden in der unglaublichsten Weise abgeurteilt, so daß sich bei den Angehörigen aller linksstehenden Parteien die Ueber- zeugung herausbilden mußte, daß die militärischen Macht- baber die Gelegenheit benutzen, um eine große Anzahl von Reichstagswählern aller sozialistischen Richtungen— darunter sehr viele mehrheitssozialistische Arbeiter— noch vor den Wahlen unschädlich zu machen. Wir fordern vom Reichspräsidenten mit aller Schärfe und Energie die s o f o r- t i g e und restlose Beseitigung der außerordent- lichen Kriegsgerichte und«ine noch rechtzeitig vor den Reichstagswahlen kommende Begnadigung für die Verurteilten, die sich keines gemeinen Deliktes schuldig gemacht haben. Eine Erklärung in diesem Sinne hat der Reichspräsident abgegeben. Möge er auch für restlose Durchführung seiner Versprechungen sorgen._ Keine Aufhebung öes fiusnahmezustanües. Tic Wahlagitation darf nicht beeinträchtigt werden. Berlin, l7. Mai. Ter Reichsminister des Innern hat an die auf Grund des Ausnahmezustandes eingesetzten RegierungSkommissare den nachstehen- den Erlaß gerichtet: M't Rücksicht auf die bevorstehenden Reichstagswahlen ist er- wogen worden, ob der in einem großen Deik des Deutschen Reich? noch bestehende Ausnahmezustand aufgehoben werden könne. Nach reislicher Prüfung erscheint dies mit Rücksicht aus die ge- samte wirtschaftliche und politische Lage nicht angängig. Die Wahl- ogitation darf jedoch leincöfall» unnötig eingeschränkt werden. Deshalb ersuche ich ergebenst, von BersammlungS- und Zeitungb- verboten unbedingt abzusehen, soweit nicht unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung vorliegt, auch sind alle auf diesen Gebieten etwa bestehenden E i n s ch r ä n- k u n g e n, z. B. Amrmldepflicht für Versammlungen, Vorlage von Flugblättern vor der Veröffentlichung usw., aufzuheben. Eine völlig unparteiische Stellungnahme allen politischen Parteien gegenüber ist unbedingt geböte«. Die völlige Aushebung des Belagerungszustan- des wäre in diesem Falle nicht nur das richtigere, sondern auch das klügere gewesen. Denn ein Belagerungszustand. der praktisch kaum zur Anwendung gelangt, hat schließlich weiter keinen Erfolg, als durch seine Existenz böses Blur zu machen, ohne der Regierung den geringsten Nutzen zu bringen. Warum entschließt man sich also nichp zu diesem Schritt?_ das gemarterte„Sischoff-Kinö". Weder Bischoffs Kind noch gemartert! Die Geschichte von der Tortur, der das sechsjährige Kind des Majors Bischoff durch den demokratischen Oberpräsidenten Dr. Lipp- mann unterworfen worden sein soll, beflügelt seit Wochen die deutsch- nationale Propaganda. Jetzt stellt sich heraus, daß Bifchoff über- Haupt kein Kind hat, sondern daß es sich um das Kind einer ver- heirateten Russin, einer Frau Frehtag-Lorwghoven handelt, deren Beziehungen zu Herrn Bischoff diesem jedenfalls keine Vaterrechte über ihr Kind verschaffen. Bischoff sollte einmal kein deutsch- nationaler Putschist, sondern ein linksradikaler Putichist, und seine Geliebte keine Freifrau, sondern eine russische Studentin sein— dann möchten wir die deutschnationale Propaganda mit .jüdischer Schweinerei" und„Mangel aller Sittlichkeitsvorstellungen" Propaganda treiben hören! Im übrigen ist dem Kinde nichts geschehen, eSist nicht einmal verhört worden, der Oberpräfident Lippmann hat mit der ganzen Geschichte nichts zu tun, sondern die Staatsanwaltschaft hat einen Polizeikommissar als ihr Hilfsorgan mit der Verfolgung der Begünstiger des Baltikumer Bischoff betraut und dieser bat auf Wunsch der festgenommenen Bonne derselben erlaubt, ihren Pflegling, da-Z Töchterchen der Frau Freytag, mitzunehmen. Fazit: Das Kind gebärt Herrn Bischoff nicht, geschehen ist ihm auch nichts, aber die„Hüterin des deutschen Familienlebens", die deutschnationale Preffe vom.Reichsboten" bis zur„Deutschen TageS- zeitung" schlägt Purzelbäume sittlicher Entrüstung. Die Stuöentenexzeffe gegen Sinzheimer. Frankfurt a. M., 17. Mai.(Eigener Drahtbericht de».. Vor- wärts".) Zu den Ausschreitungen deutschnationaler Studenten gegen Genossen Pros. Sinzheimer teilt die akademische Behörde der Universität Frankfurt mit, daß sie jeden Verstoß gegen die akademische Disziplin auf das schärfste verurteilt. Ein Anschlag am schwarzen Brett fordert die Demonstranten auf, sich freiwillig zu melden. Mit dieser Aufforderung wird die akademische Behörde allerdings kouni Glück haben. Denn daß die deutschnationalen Helden nicht für ihre Taten einstehen, sondern vor der Bc- strafung das Hasenpanier ergreifen, hat der Kapp- Putsch, hat das Nusreißertum der Lüttwitz, Ehrhardt, Bischofs usw. deutlich genug bewiesen._ beweglen Darbietung von T'chaikowskys op 11 durch da« 2 am« binon-Quartett und der vollendrien Reverenz, die das Züricher Streichquartett vor einer gediegene» zauberisch. klingenden Arbeit Fr. Kloses machte. Dr. Kurt Singer. Ter„Kladderadatsch" als reaktwnarer Zltlerkünftler. Der ..Kladderadatsch" brachte vor einiger Zeit unter der Ueiberichriit -Ben Akiba" aus Holtei« Roman.Der letzte Komödiant". der 1863 erschien, folgende Stelle: � ..Seitdem gewisse Schlagwörter und Tiraüen ichon genügen. schallenden Applaus hervorzurufen, dürfen die plumpsten, talem- losesten Lassen dreist wagen, die Bretter zu betrc.en. Jeder Lümmel erntet Beifall, wenn er Schmähungen Wider die Kirche, wiper Fürsten, wider Vornehme und Reiche ausstößt." Der„K ladd era dar sch" unterschlägt den nächstfolgenden Satz:..Vielleicht sind eS höchst günstige Zeichen der Zeit, und möglicherweise schreitet dadurch die Welt einer beglückenden Ver-- besserung entgegen. Nur das Theater, die Darsteller werden dabei immer schlechter." Auch von solchen Zitierkunsten laßt sich mit Den Akiba sagen: Alles töon dagewesen. Aber die Fälschung ivird dadurch nicht gc- ringet. Doch was tut ein„Kladderadatsch" nicht der Reaktion zuliebe? DaS war schon lange so. Freiheit, die ich meines lins wird ge schriebe 1: Weil ein Herr in der Uraufführung der Operette„Prinzeffin Friedl" im Neuen OperettcnhauS nach dem Schluß des zweiten Akte? stark zischte, wurde er im Foyer(von Besuchern des ersten Ranges) derart angepöbelt, daß er es vorzog, mit seiner Begleiterin daS Haus zu verlassen. Der Hauptrüpel schrie den Zischer an. wenn ihm die Operette nicht gefalle, so habe er eben das Theater zu verlassen, zum Zischen sei«r nicht berechtigt.— Mit Verlaub! Nach dem Fallen dcS Vorhanges hat jeder Zuhörer das Recht. Beifall oder Mißfallen zu äußern. Nur dann, wenn die Eintrittskarten mit dem Vorbehalt»erkauft lverden, daß nur Beifallspender Zutritt haben, liegt die Sache anders._ Tie Grvste Berliner Kunstausstellung wird am Freitag, den 21. Mai, vormiltagS 11 Uhr. durch den KultuSmmifter persönlich eröffnet und ist von 1 Uhr ab allgemein zugänglich. Gertrud Eyloldt lieff am 19. Mai, adendS 8 Uhr, im Meistersaal aus Werken von Heinrich Stadelmann. Staatsoper. Eingetretener Hindernisse wegen mutz die für heute an- geletzte Erslauisührung der beiden Äalletlncuheiten.Licht" und.Koklüm- ball' und der komischen Over.Versiegelt" aus übermorgen. Donnerstag, verlegt werden. Stall dessen heute 7 Uhr„Madame Buiterfly". Im Teutschcn Opernbausc geht Freitag, den 21. Mai, die hundertste Parsistll- Aufführung in Szene. Viusik. Bei dem grotzen Richard-Vagner-Konzert in der Philharmonie am.2. Mai wird da» Phllharmonische Orchester in einer Stärke von 100 Künstlern mitwirken. Dem Konzert geht am Freitag abend eine öffentliche Generalprobe voraus. Dirigent: Carl(Lieffei. zLcItainchauuug. Ueber die ästhetische Weltanschauung in der Literatur des 19. Jahrhunderts spricht Prof. Dr. Friedrich Brie am 2s. Mai, abends 7>/, Uhr, im neuen Aulagebäude der Urnoerfität (gegenüber dem Opernhaus), Hörsaal 3, im Rahmen der Kant-Gesellschast. Konzert-/lbjchieS. Verdi, Mahler, Beethoven und die anderen. Der Kampf vieler Musiker gegen ausländische Werke hat sein Recht, solange er gegen Mittelware und Scbund gesührt wird. Er richtet sich oder verstummt in dem Augenblick, wo uns ein Meisterwerk in Bann hält. Wer möchte nicht jubeln, wenn er wieder einmal den Falstaff oder den Othello des italienischen Dramatikers erleben könnte, wer nicht in scheuer, kampfloser Bewunderung vor Verdis„Requiem" andächtig werden! Dabei wsicht diese? Werk im Stil, in der Anlage, in der Psalnrodie, dem iiistrumen- islen Ausdruck, der stillen Freundlichkeit und der glühenden Vehemenz seiner Farbe»,.im Bau der innerlich verankerten Säye und dem arioscn Glanz seines solistischen Ensembles stark vom Typ de« deutschen Requiems(Jomelli, Mozart, Cherubini) ab. Die letzt« genialische Aufbietung de« Reinmusitantischen scheint hier der tief erschüttert« Aida-Komponist seinem Werk einverleibt zu haben, was zu hören immer wieder Feier und Andacht ist. M e y r o w i tz setzte e« als Krönung an den Schluß feiner Konzerte und hatte den allerbesten Tag; wie könnte auch ein so temperamentgeladener Dirigent nicht an solcher Vorlage noch wachsen! Diese« Konzert mit seinem Ausmaß an Hilfskräften erfordert sicher hohe persönlich« Opfer, lim so mehr Dank, daß er auch noch eine Elite von Solisten aufbot: die Frauen Kemp, Hofmann-Onegin, die Herren Hütt und Bender. DaS schwächere Geschlecht war hier da» stärkere, aber die Ensembles trugen den Stempel des Außergewönlichen. Auch im chorischen Teil, für dessen Fertigkeit Bruno Kittel mit besonderer Auszeichnung genannt werden muß. Hier Ivar eine Ejnheit an Stimmung und Leistung, die kaum überbietbar ist. Lag es aber am Werk, lag e» am Dirigenten, daß die VI. M a h I« r s ch e Sinfonie unter Klaus PringSheim so leblos, matt, unsroh an unS vorbeiraulchce? Ich glaube, beides war schuld. PringSheim mag zum Werk eine besondere innere Anteilnahme haben; er stand Mahler nahe und wußte um seinen Willen. Aber nötiger als das ist doch die Kraft, da« persönliche Erleben mitzuteilen; und das gelingt dem akademisch, eckig und nur- korrekt führenden Dirigenten keineswegs. Nun hat er hier aller- Vings einen schweren Stand. Diese 6. Sinfonie Möhlers ist eine Verirr ung des weltabgewandten Meisters, die Welifluckt endet in einer Oed«, die Sehnsucht noch der Einsamkeit bleibt hohl in der Melodik. Kampf und Hoffnungsfreude gehen in einem sonderbar unausgeglichenen, nicht abgewogenen, fast improvisierten Spiel der Gedanken unter. Mancher prachtvolle Effekt täuscht darüber nicht hinweg, und auch die aufrüttelnden Schläge de« Finales geben noch nicht das Recht, diese Sinfonie mit dem grandiosen Ken»- worl„iragisch" zu versehen. Die Dämonie, die Mahler selbst in diesem Werk erfühlte, wurde nicht' gestaltet, nicht musikalisch geboren, sondern nur intellektuell entwickelt. Daran scheiterte es und erstarrt« als unpersönlichste« Werl eine» wundervollen, be- seffenen Artisten. Mahler ist der Beginn jener vielgepriesenen nervenreizsamen Musiksprache, die auSerseben scheint, die Unfruchtbarkeit unserer Komponisten mit einem Verlegenheitsmantel zu decken. Da führen uns zur rechten Zeit— just am Ende der Spielzeit— die Kling ler- GenoffeN an den Ouell der Musik, die gar nicht ohne Nerven war, daneben und darüber auch noch Geist und Kraft und Fülle und Gedankenreichtum halt«: Beethoven. Sämtliche 16 Streichquartette an fünf Abenden mit einer fraulichen Weichheit. einer subtilen, fühlbaren Aiialysierung. mit einer fruchtbar an- regenden Musikalität gespielt, so daß Liebe zum Werk in Rausch endet. Ich vertrage mich mit vielen Einzelbeiten des PrimgeigerS nicht; viele« scheint oft allzu bewußt und selbstgefällig, die Schön- heit eine» zarten Tons überstrahlt den Gehalt an Marl und Aus- druck. Sein Teilist Baldner könnnte ihm da Führer sein; Klingler bleibt der Meister des op. 13. auch nach der Allegretti aus der mittleren Periode Beethovens(Rasoumowsky op. 96 usw.), wie er ein vollendeter Schubertspieler ist. Aber selbst«in ungleich- mäßig verinnerlichte» Spiel in op. 130 besagt nichts gegen den groß gewollten und baumeisterlich gestalteten Zug in der großen Fuge de» C-Dur-OuartettS, die packende Schönheit ver Kavatine, die zierlich herausgezeichneten 6 op. 13»Kleinodien. « In solcher Nachbarschaft kann Frau S t e i n e r- R o t b st e i n nicht verlangen, daß man ihrem Spiel Oualität nachrühmt. Eine be- gabte Schülerin ist hier zu früh an große Aufgaben herangegangen. Es fehlt der Reiz des Tones, die Sicherheit des Bogen«, die künstlenich führende Gesamihallung. Doch müht sie sich um neue Werke. Das bleibt bei dem O-Moll-Tiio von Edmund Schröder lobenswert, zumal James Simon und Fritz Becker gebaltvoll assistierten DaS Werk scheint ein Torso; es beginnt mit düsteren Akzenten; in einem charakteristischen Allegro, daS, Brabmsiich angehaucht, auf nicht ganz sicheren Wegen stark durchgeführt ist. Ein Adagio schleppt sich unbedeutend und lang hin. während da» Scherzando wieder die Hand eine» vornehm abseitigen Könner» verrät. Ein Ende fehlt; harmonisches Substrat und Bauart zwingen Respekt vor einem Talent ab. da» mehr Sinn für die rein instrumentale Melodie finden möge. Manuskripte von R Arnbeim eiiitäiu'chien. Texte von H Essig sind hier mit starrem Auge in Einzelbeiten. nicht ol« Gesamtkomplexe, vertont. Arnheim bat viel Besseres geschrieben; seine Helferin Maria Fuchs mühte sich im Ausdruck vergeben» ab. und Herr L. Misch begleitete so nüchtern, wie nur möglich. Ernestine Faerber- S t r a ß e r hatte mit Arien von Gluck und Mozart guten Ersolg Sie besitzt einen vollen, sonorigen, weitklingenden� All und nutzt leine Kraft mit Klugheit aus. Sin paar Quelschtöne werden si-b beseitigen lasten. Gern entsinne ich mich»och zweier Vortrags- »Ummern des Berliner Schubert-ChorS. der. in der Durch- arbeitung der Einzelstiminen noch nicht Vollendel, dennoch unter Scherchens Führung langsam zu einer klaren musikali'chen Text- deutuug aufschreitet(Russische RevolutionSlieder); gern der stnnlich Nr. 252 ❖ 37. Jahrgang Heilage öes Vorwärts GroßSerlln Das Wahlgesetz für Groß-Serlin. NaK dem nunmehr angenommenen»Gesetz über die Bildung einer Siadtgemeinde Berlin* zerfallt diese in 15 Wahlbezirke, von denen 6 auf das jetzige Berlin und die übrigen 9 auf die Vororte kommen. In dem größten, dem Bezirk H a l l e s ch e s Tor, wohnen nach der allgemeinen Volkszählung vom 8. Oktober 1919 866 317 Einwohner, in dem kleinsten, der die Sladt Spandau und einige kleine Nachbargemeinden umfaßt, wohnen 104 223 Ein- wohner. Wie nach dem gegenwärtigen ReichstagSwahlgesetz eine Reichs- liste eingereicht werden kann, auf die die Reststimmen verrechnet werden, io können auch iür die Wahlen für die neue Stadlgemeinde Berlin neben den Wahlvorschlägen für die einzelnen Wahl- kreise iKreis-Wahlvorschläge) solche für die ganze Stadt sStadl-Wahlvorschlägej gemacht werden. Zur Ermittlung des Wahlergebnisses wird zunächst die Gesamt- zahl der abgegebenen gültigen Stimmen durch die Zahl der zu wählenden Stadtverordneten, die auf 225 fest- gesetzt ist, geteilt, um auf diese Weise den Wahlquotienten festzustellen. Sind also z. B. 1 809 000 Stimmen abgegeben, so lvürde derselbe 8099 betragen. Es erhält also eine Partei auf 8990 für sie abgegebene Stimmen in jedem Wahlkreise e i n Mandat. Nehmen wir ferner an, es sei in einem Wahlkreis die folgende Zahl von Stimmen abgegeben: Für die Liste A: 59 009 Stimmen .., B: 49 999» ,,„ C: 39 999, Dann würde die Zahl der Mandate betragen: Für die Liste A: 6 bei 2990 Reststimmen .. L: 5 ohne »,, C: 3 bei 6990, ... v:2, 4990 ,.» E: 1, 2090 Erreicht wird auf diesem Wege, daß die Gesamtzahl der Stadt- verordnetenmandate nicht wie beim Reichstag von der Wahl- beteiligung abhängt. Verschieden" ist aber die Zahl der Mandate in den einzelnen Wahlbezirken. Wenn auf 3 896 533� Einwohner der neuen Siadtgemeinde Berlin 225 Stadtverordnetenmandate kommen, also auf 16915 ein Mandat fällt, so müßten auf den Wahlbezirk Hallesches Tor, ver 366 317 Einwohner hat, 21 Mandate und 11192 Reststimmen oder 29 Mandate und 28 917 Rest- stimmen kommen. Ist die Wahlbeteiligung in diesem Bezirk aber stärker als in den andern, so kann sich die Zahl der gewählten Stadlverordneten auf 22 bis 24 belaufen, ist sie aber geringer, so kann sie 13 bis 19 betragen. Durcheine starke Wahl- beteiligung kann also ein Mandatzuwachs nur auf Kosten der anderen Wahlbezirke erreicht werden. Die Zahl der Mandate, welche eine größere Partei auf der Stadtwahlliste erhält, wird sich in Anbetracht der Tatsache. daß die Zahl der Wahlbezirke 15 beträgt, auf etwa 7 oder besser auf 6—3(5— 9) belaufen. Eine Verbindung von Wahlvorschlägen ist nur bei den Stadtwahlvorschlägen zulässig, nicht aber bei den Kreis- wahlvorschlägen. Daher kann eine Partei auf diesem Wege nur ein Mandat erlangen, sie wird also auf eine solche verbundene Liste verzichten. Zugleich mit den Stadtverordneten werden auch die Bezirks- verordneten gewählt. Die näheren Bestimmungen über die Durchführung der Wahlen der Bezirksverordneten erläßt der Minister des Innern._ Dr. Erich Witte. Verkürzung der Zuckerration. Die Verringerung der letztjährigen Zuckerproduktion infolge Rück- gangS der Anbaufläche und ungünstiger Produktionsverhältnisse während der letzten Kampagne machen die Aufrechterhaltung der Mund-Zuckerration bis zum Schluste des Wirtschaftsjahres trotz weitgehender Beschneidnng der zuckerverarbeitenden Betriebe unmöglich. Die am 1. Juli d. I. auszugebende Zuckermenge. die bei der bisherigen Ration auf drei Monate reichen würde, muß daher auf vier Monate verteilt werden. Die Verteilung der Zuckerausgabe durch die Kommunalverbände wird dementsprechend eingerichtet werden._ Demonstration der Telegraphenarbeiter. Das Reichspoftmmisterium steht seit dem 14, April in Tarif- Verhandlungen mit den Tclegraphenarbeitern. Da es sich um die erstmalige Abschlreßung eines solchen Vertrags handelt, gestalten sich die Verhandlungen schwierig und langwierig. Um die Lohn- frage vorweg zu regeln, sind besondere Verembarungen getroffen und solche Löhne vorgesehen worden wie bei de» Eisenbahnern. Naturgemäß nimmt die Berechnung der neuen Bezüge usw. eine gewisse Zeit in Anspruch so daß die Nachzahlungen bisher»och nicht haben durchgeführt werden können. Darauf ist vermutlich der Demon st rations streik und Umzug der Telegraphen- arbeite r am Montag wenigstens zum Teil zurückzuführen. Eine Abordnung der Demonstranten hat eine Entschließung überreicht, in der Erklärungen über die Erfüllung ihrer weiteren Forderungen verlangt werden. In der Angelegenheit wird der zurzeit abwesende Neichspostmintster nach seiner Rückkehr zu ent- scheiden haben. Allgemeine Zlugblattverbreitung in öerlin unö Vororten am Mittwoch, den 19. Mai, nachmittags, von den be- kannten Lokalen aus. Die Funktionäre der Partei werden ersucht, vollzählig und frühzeitig zu erscheinen. Der Bezirksvorstand. Der Götterbaum im Hofe des Gewerkschaftshauses, der allen Berliner Genossen wohlbekannt ist, ist am Montag beim Reinigen des Schutzgitters umgefallen und hat bei seinem Sturze den Ar- beiter W e i ch e r t aus Britz, Rudow er Straße, schwer verletzt. Berlin verliert mit dem Götterbaum einebotanische Seltenheit, da jetzt nur noch e i n Exemplar dieses auf den M o l u k k e n heimischen Baumes(AilantbusJ im alten Äztcmischen Garten in der Potsdamer Straße steht. Zum 2. Bolks-Kammermustkabend der Kammermusckvcrewigung dcS BIüthner-Orcheiiers, Donnerstag VI, Uhr, Brauerei Königftadt, sind noch Eintrittskarten zu 1 M, in der Borwärtsbuchhandlung sowie an der Abendkasse crhälilich. Programm: Beetboven, Quartett A-dur— Mozart, Streichtrio— Schubert, Quartett D-rnolI, Der Tod und das Mädchen. Eharlottenburg. Stadtverordnetenversammlung. Eine An- frage der U. S. P.-Fraktion über angebliche Mehlschie- b u n g e n führte zu erregten AuSeinandersetzu igen. Es wurde behauptet, daß 259 Sack Nvggeranehl, welches nach dem Urteil eines Sachverständigen des ReichsernährungSamts zur menschlichen Er- nährund gurchaus lauglich ist, zur Schweinemast nach W u st e r» Hausen an einen früheren Stadtrat verkauft wurde und von den dortigen Behörden beschlagnahmt ist. Stadtrat A u g u st i n und Oberbürgermeister Dr. Scholz traten dieser Behauptung entgegen mit dem Argument, daß das Wehl zur menschlichen Er- nährung nicht mehr geeignet sei. Der Magistrat hat gegen den Schriftleiter des„W u"ft e r h au s e n e r Anzeiger* Beleidigungsklage erhoben.'In siier Berichtigung behauptet die Schriftleitung, daß die Beschlagnahme noch nicht aufgehoben un>d auch noch keine Freigabe erfolgt ist. Die Vorlagen betreffend die B e w i l l ig u n g von Mitteln für die Re'ichstagswahl, die Vermietung des Ratskellers, die Aenderung des Bebauungsplanes für Nood-Westeud wurden debattelos angenommen. Für die Beschaffung von Sport- und Spielplätzen wurden 189 999 M. bewilligt. Der Vertreter unserer Partei forderte die weitgehendste Anlage ieuer Spiel- Plätze, besonders im Grunewald, der Jungfernheide, dem Tiergarten lam Hhppodrom) sowie im ehemaligen Schloßpark. Eine längere Debatte setzte bei dem Bericht des Ausschusses über das zu schaffende Jugendamt«in. Hier versuchte die Rechte unter Führung der Stadtverordneten L i ch- t e n b e r g und Luther eine direkte Vertretung der drei Kon- fessionen hineinzubringen. Dieses Ansinnen lehnte die Mehrheit ab, ebenso abgelehnt wurde der Ausschußaitrag, 5 Vertreter der Elternschaft zu deligreren. Das Jugendmnt besteht nunmehr aus 7 Magistratsmitgliedern, 14 Stadtverordneten und einem fest- gesetzten Kreis von Mftgltedern mit nur beratender Stimme. Mer dieser Sivert! Ab und zu fand er ein Schnee- chuhtmest im Walde, einmal redete er von einem Mäusenest und machte sich groß damit, wieder einmal faselte er von einer Forelle im Fluß, die so groß sei wie ein Mensch: aber es war die reine Erfindung von ihm, er war nicht ganz frei davon, zu schwarz weiß zu sagen, aber sonst war er ein guter Kerl. Als die Katze Junge bekam, war er es, der ihr Milch brachte, weil sie Eleseus zu wütend anzischte, und Sivert wurde nicht müde, in die unruhige Kiste hineinzuschauen, diese Heimstätte, wo es von kleinen Pfoten wimmelte. Und dann die Hühner, die er täglich beobachtete I Da war der große Hahn mit seinem Kamm und seiner Federn- Pracht, die Hühner, die umherliefen und gackerten und Sind aufpickten und nach dem Eierlegen ein entsetzliches Geschrei verführten. Da war auch der große Widder. Der kleine Sivert war jetzt im Vergleich zu früher sehr belesen, konnte aber doch nicht von dem Widder sogen:„Gott, was er für eine römische Nase hat!" Nein, das konnte er nicht. Aber Sivert konnte das, was besser war: er kannte den Widder von klein auf, wo er noch ein kleines Bäh-Lanim gewesen war; er liebte ihn und war eins mit ihm, wie mit einem Verwandten, einem Mitgeschöpf. Einmal war ein geheimnisvoller Urein- druck durch seine Sinne geflattert, und das war ein Augen- blick, den Sivert nie mehr vergaß. Ter Widder war draußen auf der Wiese iind weidete. Plötzlich warf er den Kopf zurück nnd fraß nicht mehr, blieb nur stehen imd starrte geradeaus. Elvert sah unwillkürlich in dieselbe Richtung.— Nein, nichts! Merkwürdiges! Aber da fühlte Sivert etwas Merkwürdiges! ,n seinem Innern.„Es ist fast, als sehe er in den Garten Eden hinein!" dachte Sivert. Von den Kühen hatten die.Kinder auch jeder zwei für sich, große, schwere schreitende Tiere, gutmütige, freundliche Tiere: die sich von den kleinen Menfchenkindern jeden Augen- blick einholen und streicheln ließen. Dann war da das Schwein, weiß und peinlich sau-ber mit seiner Person, wenn es gut gehalten wiirde, das auf jeden Ton horchte, wahrhafl komisch gierig auf sein Futter aus war. dabei kitzlig und scheu wie em junges Mädchen. Und dann der Bock— es war immer ein alter Ziegenbock auf Sellanraa, wenn der eine daS Leben lasten mußte, kam ein anderer an feine Stelle Aber etwas so Bocksmäßiges im Gesicht wie ein Bock! Gerade in diesen Tagen hatte er auf sehr diel« Geißen aufzupassen: bis- weilen ledvch wurde er semer ganzen Gesellschaft überdrüssig und legte sich, grüblerisch und langbärtig wie er war, auf den Boden, ein Vater Abraham! Und dann plötzlich richtet« er Dienstag, 15. Mai 1H2S Eine ungeheuere Provokation, die selbst bei den Demokraten leb- Haftes Befremden hervorrief, leistere sich der Oberbürgermeister Dr. Scholz unter dem Beifall der Rechten bei der Debatte über den Kavp-Putsch. Unsere Fraktion hatte auf Grund der vom Aus- schuß getroste ten Feststellungien ein Mißtrauensvotum gegen den Oberbürgermeister beantragt, welches der- selbe angesichts des kommenden Groß-Berlin mit einer Hand- Ii etvegung und den Worten Bismarcks:„Da lach ick drüber" in schroffster Weise zurückwies. Genosse S k a I l e r wandte sich mit aller Schärfe gegen diese nichtaibtende Behandlung der Stadt- verordnetenverfcrmmlung und sagte,„daß der Oberbürgermeister ! jetzt endlich die Maske habe fallen lassen, nachdem die Eingemein- dung beschlossen sei und er ir Pension geben könne." Bei der Ab- stimmung konnten die Demokraten- ihren lieben Oberbürgermeister in der heiklen Situation nicht sitzen lassen und stimmten gegen das Mißtrauensvotum, so daß dasselbe mit 1 Stimme Mehrheit ab- gelehnt wurde. Für das Opernhaus wurden zur Deckung des Defizits 499 999 M. bewilligt. Die Vorlage über Vorschüsse an die Angestellten wurde mit unseren Verbesserungsanträgen an- genommen.(Der Bericht traf leider sehr verspätet bei uns ein. Die Red.) Lankwitz. Bei den Wahlen zu den Elternbeiräten am letzten Sonntag sind für die u n politisch-chri st li che n Listen 444 und für die Listen der entschiedenen Schulreformer 381 Stimmen abgegeben worden. Da im ganzen 39 Beiratsmit.» glieder zu wählen waren, so erhalten die Schulresormer 14 Ver- treter. Davon entfallen ie 6 aus die beiden Gemeindeschulen und 2 auf das Lyzeum. Die Wahl für das Realgymnasium erfolgt am 39. Mai._ Grofi-Berliner Lebensmittel- HermSdorf. t Psund Relsmebl sB. Hennigsdorf. 125(Srnrnm Roggcnmebl lB.$. 911, 500 Gramm Reis(B. S. 22). Dienstag Ausgabe der Nährmittclkarten sür Kinder. Groß-öerliner yarteknachrkchtea« Heute, 18. Mai: 2.?lbt. 7 Ubr: Versammlung im Logenbaus, Alte Jakobstr. 128.— Mittwoch. 7 Uhr. Alte Liakobstr. 174: flunktionärsitzung. 7. Abt. Funktionärkonserenz 7'/, Uhr bei Sauer, Bärwald-, Ecke Bergmannstratzc. 8. Abt. Bezirkssührersitzung pänktlich V/, Uhr bei Drogge, Diesten- bachstrotze 57. 26.— ZT. Abt. lGruvpe Schönbauser Vorstadt.) VI, Uhr, Sitzung der gesamten Parteisunktionäre bei Blessin, Stargarder Str. 3. 38. Abt. Sitzung bei Trümper, Flensburger Stratze 3. Wichtige Tagesordnung. 46. Abt. 7 Uhr bei Schmidt. Wiclesstr. 17: Funktionarsitzung. 41. Abt. 7 Uhr bei Liebsch, Wilhclmshavencr Str. 46: Sitzung der Beziikskübrer und Betrsehsvertraucnsleute. Cbarlottenburg. 7 Uhr im Volkshaus, Rostnenftr. 4: Mitglieder» Versammlung 1. Die ReichStagswablen. 2. Bericht der Stadtverordneten- srattion 3. Stellungnahme zu den Stadtverordnetenwahlcn.— 8 Uhr: Elternversammlung, Leibniz-Oberrealschule. Friedenau. Uhr: Mitgliederversammlung im Restaurant Hohen- zollern. Handjerystr. 64. Niedrrschöneweide. VI, Uhr. Schulaula, Berliner Str. 31: Oeffent- liche Frauen-Wäblerverlammlung. Re'erenim Genossin Ryneck. Riederschönhausen. Flugblattverbreitung. Treffpunkt: Schliebener. Morgen, IS. Mai: 1. Abt. 7*1, Ubr bei Breitzke, Klosterstr. 46. Sitzung' der Funktionäre. Bezirkssiihrcr und Wahlhelser. 46. Abt. Flugblattverbreitung von 4 Uhr ab. Sämtliche Funttionäre und Betriebsvertraucnsleute: Um 7 Uhr wichtige Besprechung. 11. Abt. Ab 4 Uhr: Flugblattvcrbreitung. Lokal Geisler Skalitzer, Stratze 6g. Im Anschluß: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: .Stellungnahme zur Stadtvcrordnetenwahl*. 16. Abt. 7 Uhr: Bcamtenversommlung Schulaula. Rigaer Str. 82, Hoseingang 3 Treppen. Tagesordnung:.Die Beamten und die Wahlen*. Referent: Stadtverordneter Hermann. 2Z. Abt.(Bökowviertel). 7ll, Uhr: Außerordentliche Mitgliederversammlung im„Werneuchener Schloß*, Wcrneuchener Ecke Elbinger Stratze. Tagesordnung: Die bevorstehenden Wahlen sür Groß-Berlin. Vor der Versammlung Flugblaltverbreitung von den Bezirkslokalen. 26. Abt. 7'I, Uhr: Situng aller Funktionäre und Betriebsvertrauens- leute im.Bürgerheim', Alte Schönhauser Str. 23/24. 36. Abt. Ab 4 Uhr: Fingblattverbreitung bei Gruner, Stahlheimer Stratze 30. 31. Abt. E xtr a z a h I ab e n d e. Bezirke 1 und 2: bei Busch. Schivclbeiner Stratze 40; Bezirke 5 und 7: bei Meißner Schivelbeiner Stratze 34; Bezirke 8, 10 und 11: bei Goldschmidt, Stolptsche Stratze 36; Bezirke 13 und 14: bei Hahn, Finnländische Stratze; Bezirke 3, 4, 6, 9, 12 sich wieder auf die Knie auf und trottete den Geißen nach. Wo er ging, hinterließ er eine Wolke von scharfem Geruch. Jsak schafft und schafft, und für jede einzeln« Arbeit zieht er seinen Kalender zu Rat, er gibt auf den Mondwechsel acht und richtet sich nach den Wetterzeichen, schafft, schafft. Nun hat er ja durch sein ganzes Grundstück einen so ordentlichen Weg hergestellt, daß er mit Wagen und Pferd bis ins Dorf hinunter fahren kann, aber meist geht er lieber schwerbeladen zu Fuß, und da trägt er dann Ziegenkäse oder Felle oder Birkenrinde, Butter und Eier, lauter Waren, di« er verkauft und für die er andere Waren einholt. Nein, im Sommer fährt er nicht oft, weil der Weg von Breidablick bis vollends hinunter sehr ungattlich ist. Er Jhat Brede Olsen aufgefordert,-beim Herstellen des Weges mit Hand anzu- legen, und Brede hat es wohl auch versprochen, aber nie Wor: gehalten. Nun will Jsak ihn nicht noch einmal darum bitten. Lieber trägt er schwere Last auf seinem Rücken. Inger sagt dann:„Ich verstehe gar nicht, wie du das kannst! Du hältst alles aus!" Ja, er hielt alles aus. Er hatte Stiefel, die waren so abenteuerlich dick und schwer, unter den Sohlen ganz mit Eisen beschlagen, sogar die Schnürriemen waren mit Nietnägeln angeheftet— schon das, daß irgend ein Mann in solchen Stiefeln gehen konnte, war etwas Merkwürdiges! Als er nun wieder einmal ins Dorf hinuntergeht, trifft er an mehreren Stellen kleine Gruppen von Arbeitern. Sie mauern steinerne Grundpfeiler ein und stellen Telegraphen- stangen auf. Die Leute sind teilweise aus bem Dorfe, Brede Olsen ist auch dabei, obgleich er sich hier niedergelassen hat. um Ackerbau zu treiben. Daß er Zeit übrig hat! denkt Jsak. Der Aufseher fragt Jsak, ob er Telegraphenstangen ver- kaufen wolle.—„Nein."—„Auch nicht gegen gute Bezah- lung?"—„Nein."— O Jsak ging es jetzt rascher von bei Hand, er konnte sich ohne das verbessern. Wenn er jetzt Stangen verkaufte, hekam er nur etwas mehr Geld, einige Taler mehr, aber er hatte keinen Wald mehr, was für ein Vorteil war denn dabei? Nun kommt der Ingenieur selbst herbei und wiederholt sein Verlangen: aber Jsak schlägt es auch ihm ab.—„Wir haben Stangen genug," sagt der In- genreur,„aber es wäre uns nur bequemer, si« in diesem Wolde zu holen und die lange Herbeischaffung zu ersparen." —„Ajcki Hab' selbst zu wenig Stangen und Balken," erwiderte Jsak,„deshalb wollte ich mir schon ein kleines Sägewerk einrichten, denn ich habe keine Scheune und keine Wirtschafts- gebäude."(Forts, folgt.) ggf Segen öer Cröe. Roman von Knut Hamsun. Jsak versprach, den Schmied im Dorfe zu veranlasten, ein recht gutes Bügeleisen zu schmieden. O, Jsak wollte alles tun, wollte immer nur tun, was Inger verlangte: denn das merkte er wohl, Inger hatte sehr viel gelernt und war außer- ordentlich tüchtig geworden. Auch ihre Sprache war eine andere geworden, eine bessere, gewähltere. Sie rief ihn jetzt nie mahr mit den alten Worten:„Komm herein und iß!" sondern sie sagte:„Bitte, zum Essen!" Alles war anders geworden. In den alten Tagen, hatte er höchstens gesagt: „Ja" und noch eine gute Weile weitergearbeitet, ehe er hinein- ging. Jetzt antwortete er:„Ja danke," und kam sofort. Die Liebe macht den Klugen dumm, manchmal antwortete Jsak: „Danke, danke!" Ja, gewiß war alles anders geworden, aber wurde es nicht allmählich ein wenig zu vornehm? Wenn Jsak in der Muttersprache der Landwirtschaft redete und M i st sagte, sagte Inger Dung,„der Kinder wegen". Sie war sehr sorgfälfig mit den Kindern, unterrichtete sie in allem und brachte sie vorwärts: die kleinwinzige Leo- poldine machte Forffchrftte im Häkeln und die Buben im Schreiben und anderen Schulfächern, sie würden also nicht ganz unvorbereitet in die Dorffchule kommen. Besonders Eleseus war recht tüchtig geworden, der kleine Swert dagegen war, geradeheraus gesagt, nichts Besonderes nur ein Spaß- Vogel, ein Wildfang, er wagte es sogar, an der Mutter Näh- Maschine ein wenig zu drehen und hatte mit seinem Taschen- messer auch schon am Tisch und an den Stühlen Hern mg e- schnitzelt. Jetzt war ihm schon mit der Wegnahme des Taschen- Messers gedroht worden. UebrigenI hatten die Kinder alle Tiere de? HofeS für sich, und Eleseus hatte außerdem noch seinen farbigen Blei- stist. Er gebrauchte ihn sehr vorsichtig und lieh ihn dem Bruder nur höchst ungern: mit der Zeit waren indes alle Wände mit Zeichrnrngen bedeckt und der Bleistfft wurde be- denklich kleiner. Schließlich sah sich Eleseus wirklich ge- xwungen, Sivert auf Ration zu fetzen und ihm den Bleistift «ur noch am Sonntag zu einer Zeichnung zu leihen. Das Dar mm nicht nach Siverts eigenem Wunsch aber Eleseus Mar nicht der Mann, der sich was abhandeln ließ. Nicht gerade, weil Eleseus der Stärkere gewesen wäre, aber er hatte längere Arme und konnte sich bei Streitigkeiten besser heraus- winden. und 15 Bei First, Geelower Straße 18.— Bamnann. Etzkow, Knies und Kreuziger. �S. Abt. 6 Uhr: FlugBIativerbreitung straße LI. 41. Abt. ftraße LS. 44. Abt Reserenten: Die Genossen vom Lokal Berger. Jagow- Aon 5 Uhr ab: FlugBIattverBreitung von Tesch, Strom» 8 Uhr Bei Kerfin, Pankstr. SO: Sitzung der Parteisunktio» »2re und der BetrieBsvertrauensleute. Schwerhörigengrupbe. 7 Ubr in der Taubstummenschule, Markui- ftratze 49, Hos linlz 2 Treppen: Aersammlung. Schwerhörige Vartei» genossen,, Vorwärts'leser und Gewerkschastler find hierzu sreundlichst ein- geladen. Sieglitz. 8 UBr BezirksaBende: 1. Bez. Bei Jung, ABorn- Ecke Fichte- straße; 2. Bez. Bei Stenischke, Flora- Ecke Dllntherstrasze: 3. Bez. bei Cle- ment. Düppelstr. 7; 4. Bez. bei Thiel, Ring. Ecke AlBrechistraße; 5. Bez. Bei Thielicke, Knaus- Ecke Lenbachslratze; 6. Bez. Bei Geisler, Jever- Ecke Külzerstraße i 7. Bez. Bei Müller, ZUBrechistr. 52; 8. Bez. bei Lück. Schätzen- stratze 54. Wegen der Wichiigieit der WahlarBeiten ist das Erscheinen aller Mitglieder dringend notwendig. Stralau. 7'/, Uhr; Oeffentliche Dählerversammlung in der Alten Taverne, Alt-Stralau 25/26. Reserent Genosse Dr. Lobmann. Reinickendors-Lst 7 Uhr im SchühendauS. Refidenzftr. 1/2. öffent- liche Wählerversammlung. Reserent: Genosse Osterroth, M. d. R. Alle Parteimitglieder müssen möglichst srübzeitig erscheinen. Riederschönbausen. Oeffentliche Beamtenversammlung im Lhzeum Kaiser- Wilhelm- Strohe. Reserent: Genosse Franz Krüger. Hohenneuendorf. 8 Ubr Bei AauS: Oeffentliche Wählerversammlung. Genossin Todeuhagen spricht über:.Die Sozialdemokratie im neuen Reichstag". Wildau. 8 Uhr: Oeffentliche Frauenversammlung im.Kasino". Referentin: Genossin R v n e ck(SD!, d. R). Nlederschöneweide. Casö Sedan, Sedanstr. 56: Außerordentliche Mitgliederversammlung. Aufstellung dir Kandidaten für die Stadt- verordnetenwahl und die Bezirksverl ammlun g Groß-Berlin. Potsdam. 8 Uhr Bei Becker, Lmdenstraße: Mitgliederversammlung. Mitgliedshuch legitimiert 1_ Iugenüveranftaltungen. DaS Jugendsekreiariat ist umzugshalber beute und morgen geschloffen. Bon Donnerstag ab befindet sich das Bureau XW 40, I» den Zelten 83, Zimmer 1. Heute Uhr: Bernau. Temmler, Wallltr. 2, DiskussionsaBend: Das Erfurter Programm.— Moabit. Walderseestrahe 20/21, KnabenkluBzimmer, Lese» abend.— Niederschöll tiauien. 1. Gemeindeschule, Blankenburger Str. 6. MädchenaBend.— Niederschöneweide. Gemeindeschule. Berliner Str. 3t, Mädchenabend.— Pankow. Knabenmittelichule, Wollankstr. 13t, Vortrag: Karl Marx.— Reiniekendorf-Ost. Rasch. Raschdorsstr. 24, Elternabend. — Spandau. OBerlvzeum. AStanierring, DiSkusslonsabend.— Iüdoste«. Wrangelstrasie 128, Mädchenabend.— Staaken. Gartenstadtschule, Dis- kussionSabend.— Wciszensee. Woelckpromenade 1, Vortrag: Internationale Jugendbewegung._ Gerichtszeitung. In dem Prozeß des Rektors Bock wurde Montag die SSstveiS- aufnähme fortgesetzt, die sich darauf bezog, ob und inwieweit der AriminaHommisslrr Toussaint in unzulässiger Weise auf Zeu- gen und Zeuginnen eingewirkt hat. Zeug« F r e i w a l d bekundete, daß die vernommen« Pf. ihm gegenüber eingestairden hat, daß sie in Sachen des Rektors Bock eine falsche Aussage gemacht habe. Di« jetzige Frau D.. die seinerzeit Schülerin bei Bock gewesen ist und auch von Herrn Toussaint vorgeladen und vernommen worden war. erklärt, daß dieser sofort in strengem Tone die Mahnung habe an sie ergehen lassen, ja die Wahrheit zu sagen, da Rektor Bock auch mit ihr zu tun gehabt habe. Er, Toussaint, werde das schändliche Treibe» des Rektors aufdecken; sie und die übrigen anwesenden Mädchen hätten allesamt gesündigt. Sie babe erwidert, daß sie mit Rektor Bock nichts zu tun gehabt habe und dar- auf in schroffem Ton« die Antwort erhielt:„Du lügst!"— Die Mutter dieser Zeugin drückte ihre höchste Empörung übe: das Verfahren des Nebenklägers aus. Toussaint habe den anwesenden Eltern gesagt, sie sollten"mit den Kindern nichtzu strenge ins Gericht gehen und an ihre eigene Jugend denken. Diese M öer Reise befindliche Wähler. Wähler, die am Tage der Wahl in ihrem Wohnort nicht wählen können, sei eS, daß sie in Ausübung ihres Berufes oder zur Erledigung öffentlicher Angelegenheiten daran de- hindert sind, könne» ihr Wahlrecht am Wahltage an ihrem Au feu th a ltSort ausüben. Zu diesem Zwecke muß sich der auf der Reise befindliche Wähler einen Wahlschein von der Gemeindebehörde des bisherigen Wohnortes ausstellen lassen rücksichtslose Art deS Herr» Toussaint habe sie aufs höchste erregt und empört. Die Tochter habe versichert, daß sie mit Bock nie etwa? zu tun gehabt habe.— Der Nebenkläger widerspricht diesen Aussagen entschieden.— Zeuge H. weiß von seiner Tochter, daß Herr Toussaint sie habe zwingen wollen, einzugestehen, daß sie mit Bock zu tun gehabt habe; wenn sie nicht eingestehe, würde er sie dabehalten müssen.— Die Zeugin Martha Sch, eine frühere Schülerin von Bock, bekundet u. a., sie habe bei ihrer Vernehmung vor Herrn Toussaint bestritten, daß Bock sich jemals unsittlich gegen sie vergangen habe. Der Nebenkläger habe ihr daraus erklärt, wenn sie nicht gestehe, werde er sie ärztlich untersuchen lassen. Die Zeugin erklärt noch, daß sie Herrn Bock nur als einen a n st ä n d i- gen Lehrer gekannt habe. Eine andere Zeugin, jetzige Frau Sch, bestritt gleichfalls, daß der Rektor Bock Unsittliches an ihr vorgenommen habe. Tons- sirint habe aus harmlose.» Dingen andere Schlüsse gezogen und ihr angedroht, �sie ärztlich untersuchen zu lassen.— Ter Nebenkläger bemerkte, daß die Eltern ihm gesagt hätten, sie trauten Bock nicht und sie haben nachträglich Strafantrag gegen Bock gestellt.— Zeugin: Jawohl, auf Ihre Veran- lassung!— Der Nebenkläger- rklärt di« wiederholt be- kündet« Behauptung von Zeuginnen, daß er ihnen eventuell mit ärztlicher Untersuchung gedroht habe, für absolut unwahr. Nach Vernehmung noch weiterer Zeugen wurde die Tserhand- lung auf Mittwoch vertagt. WetterauSfichte» kür da» mittlere Norddeutschland Bis Mittwoch mittag. Im Nordosten größtenteils trocken und ziemlich Bester, am Tage überall warm, im Süden und Nordwesten überwiegend bewöllt und an vielen Orten leichte Regensälle; strichweise Gewitter. flus aller Veit. Angriff auf Bummelstudente». Ter„Schlestschen Zeitung" zufolge beging eine mit Knüppeln betvafsnete Menge am Sonntag- mittag in Breslau schwere Ausschreitungen gegen die ihren Sonn- tagsbummel veranstaltenden sarbentragenden Studenten in der Schweidnitzer Straße. Ten Studenten wurden Mützen und Bänder abgerissen und mehrere verletzt.— Offenbar richteten sich die Angriffe gegen die Kappfreiwilligen in der Reserve. Die ersten Heimkehrer aus Rußland. 400 Reichsdeutsche und 260 Oesterreicher und Ungarn sind Sonntag nachmittag über Narwa wohlbehalten in Swinemünde eingetroffen. Sport. Der Fußbavwettkampf Berlin-Budapest, der am Sonntag vor einer riesigen ZusSaueimenze im Sladion zum Austrag kam. endete mir einem knappen, ober woBlverdienien Siege der Berliner. Die Budopester Mannschaft mußte leider mit einigen Ersatzleuten antreten, lieferte aber den Berlinern dennoch einen heißen Kampf. Das erste Tor Berlin wurde noch vor der Halbzeit ausgeglichen. In der zweiten Spielhälste war Berlin anfangs lehr beschränkt, konnte sich aber bald frei machen und trotz tapferer Gegenmehr der Ungarn das siegende Tor anbringen. 6 221505 Mark betrug der Totalifatorumsatz am letzten Grunewaldrenntag.— Der Apparat der Zielphotographi« versagte am Sonntag im Henckel-Rennen, in dem sich ein erbitterter Endkamps zwischen Herold, LLallenstein, Sßallenberg entspann, den, laut Richterspruch, Pallenberg mit einer Halslänge zu seinen Gun- sten entschied.— Göbcrt, der noch am Donnerstag im Grunewald im Malna-Rennen Zweiter war und mit dem sein Stall einen Ab- siecher nach Neuß plante, ging plötzlich ein.— Dunst wurde am Grunewaldrenntag zurückgezogen, weil er beim Aufgalopp seinen Reiter R. Fischer abwarf, der sich dabei einen Schlüsselbeinbruch zuzog.— i Padua kam in der Arbeit zu Fall und zog sich ein« schwere Schulterverletzung zu.— Die Resultate am letzten Grunewald- tage konnten wir wegen Raummangel leider nicht veröffentlichen. Radrennen in Treptow. Hauvtsahren. Endlaus über 5 Runden: 1. Schwab 3 Min. 17 Sek., 2. Abrabam, 3. Sennecke, 4. Habn. 5. Kudela.— Das Goldene Rad, Entscheidungslaus über 1 Stunde: 1. Wittig 65,159 Kilometer, 2. Weiß 65,949 Kilometer, 3. Lewanow(Rad- Wechsel) 64,939 Kilometer, 4. Appelhans 56.649 Kilometer.— Prämien- fahren, 12 Runden: 1. Abraham 4 Min. 59 Sek., 2. Schwab, 3. Hahn. 4. Kudela. 5. RadomSkt.— Kleines Goldenes Rad, Dauerrennen über 59 Kilometer: 1. Bauer 48 Min. 2 Sek.. 2. StellBrink 20, 3. Pawke 40, 4. Sa wall 3299 Meter zurück.— Zweisitzer-Vorgabefahren, 6 Runden: 1. Hahn-Wiegand 2 Min. 9 Sek.(70). 2. Münzner-Petri(80), 3. Schulz-Neinas(100), 4. RadomSki-Rädlitz(160), 5. Sennecke-Krahner (20 Meter Vorgade).— Ermunterungssahren, 4 Runden: 1. Stielow 1 Min. 50 Sek., 3. Heinrich, 3. Rädlitz, 4. Stephan. Srkefkasten der Redaktion. >!vzest A Bez.NiederschLnhausea Bekanntmachung betreffend die ErnMUllg Des\t\mm MMmuMs .. und{eines MeMts für die erMMen I Mien Zi-rStnMMönekennelWMüg und -- Den Wsnerianuniutigen der neuen SM- genteinne Betiin Am 15. Mai starb plötzlich f nach zweitägigem Stanten* läget unser liebet Kollege, der Setzer ?2ni Weiiert. Gm ehrendes Andenlen Bewahren ihm die Kollegen der Zlorddcnlschea Vnchdrnlterot. Beer Bigung am Mittwoch, den 19. Mai, nachmittags 3'U Uhr, Demeindefriedhos Laistwitz, Üuiherstraße. Spezialarzt Dr. med. Haschö[* FrlstlriclistrJO.sÄhTh. Haut-, Harn-. Frauenleiden Spr. 10— 1, 5— 8. Sonnt. 11— 1. Kosten! Berat. Beq. Zahlung. r. med. Koeben für Haut-, Harn-, Frauen- leid., Schwäch., Beinkrank. Behandig. schnell, sicher u. schmerzl. ohne Berufsstörung. Blutuntersuch. Fäden I. Harn usw. FralrBstril.'ÄE: MMiFil.ES Spr. 10-1, F-t/jV. Sonnt. 10-1. Durch Erlaß des Serrn Ministers des Innern vom 10 Mai IV a II 1102— bin ich gemäß§ 3 bet BeiorBming über Bit erstmaligen Wahlen zur StadtoerarBnetenversammlung und zu Ben Bezirksversammlungen der neuen SiaBigemeinBe Berlin vom 7. Mai 1920 zum leiienden Wahlkommissar für die ein- heitiichc Borbereiiung und Durchführung Ber erstmaligen Wahlen in sämtlichen Wahikreisen ernannt worden. Ja meinem Stell- Vertreter hat der Herr Minister durch den gleichen Erlaß Herrn Stadttat Loehning ernannt. Indem ich hiervon der OeffentUchleii Äenntnts gebe, mache ich gleichzeiiig Bekannt, Baß das Zentral-QdahUint der neuen Stadtgememde Berlin, Berlin C 2, Stralauer Straße 44/45 I» die dureaumäßige Erledigung aller Wahlangclegenhetten ver- anlaßt. Berlin, den 15. Mai 19l». Ivertnnlh, Oberbürgermeister, als leitender Wahliommistar siir die erswtaligett Wahlen zur SiadipervrBnetenvcrsamminng und zu Ben Bezirksoersamm- hingen der neuen Stadtgemeinde Berlin. (Tgb. Nr. 684 Wahl. 20.)_ PLATIN- zu höchsten Tagespreisen Qold, Silber Brennapltzen, Platin kontakte, Zahnseblaae. Quecksilber kauft höchstzahlend Adolf Friedländer, Berlin, Kommandantenstr. KS, 1 recht«. Telephon Moritzplatz 4502. Keine Wanze mehr. Kammerjäger Bergs Radikalmittel „NICODAAL". Erfolg verblüffend.— Restlose Vertilgung. SäSf" Beste Zelt zur Brutvcrnlcbtung.%SM Kinderleicht anzuwenden, altbewährt. DoppeloacOrt 5.— Verkauf: Alle Warenhaoaer A. Werthelm. Bitte ausdrühklich nur„NICODAAL* zu verlangen. r® Seelin tenft feil über einem Halben ZaHrHuader» Bauch Kiesen Auslese- Kaffee! ZnoaUdenslr. 164, Eckh. Brunnenstr. Nord 1SZS. flltmetalle Shtpfer, SReffing, Fit«, gin! und Blei, auch Platt», Sold- u. Silderdruch laust höchstzahlend HetaU-Eiukaiil-ZeDtrale, �ottboserDamm 66 Iftttmahnplatz). Mpl. 18580 Telepho»! Moritzplatz 12858 Platin-, Gold- und SllberobfLlle. gamllieufchtnuck, Soork- und»eonprelfe, 0 u a ck f l I» e r fowie alle anderen Alelall- laust zu dekanitt höchsten Preisen zum Einschmelzen Mstallkomor W. John, Alte Jakobstr. 188. S-schäftszeit SLsW68. AI + Spe Telephon: Moritzplatz 18858 Speziai-Bebandlnng • w. jonn,_ ;8. S-schäftsz-tt 9-4 U. 88 zriatz landlnng+ vercill Kerlmer K«ihi>r«lkcr iiilii Schristgieker. Dienstag, de« 18. Mai, abends 0 Uhr: Bertraneusmänner-Bersammlung mit den Delegierten znr Generalversammlung bei Klicm» Hasenhcide. r»Ae«orcknunff t SerlckterststtiMA von der Carifausrchuß- 8itzuncf. Um pünktlichen Besuch ersucht rs Ver Äauoorstand. Telephon:»ursürst 9033 SlHD-imin eigene Fabrikation, nur ersttlasfige Garantie-Werke, in jeder gewünschten Aus- fnhrnng offerieren billigst Gebr. Völle. Berlin, Kochstraße 11. lZlieckildes dölZdZleii Tagespreis PiaÜl! Tagespreis von Bant-, HarnT und Cnterlelbalelden, ohne Bernfsstürung. Aufklärende, belehrende Broschüre für 1 Mk. portofrei in verschlossenem Umschlag ohne Aufdruck durch Spezialarzt Dr. med. Dammann, Berlin 11, Potsdamer Straße 133 B. Sprechzeit: 9— lt. 3—4. Sonntags 10— 11. •666M66666W666666>66666*»Mi 1 Direkt ab meiner Fabrik lielere ich freibleibend diese( i 4 Rein-Aluminium-Kochtöpfe i Inhalt 4 3 2 �>4, mit Deckel(eigenes Fabrikat) zu IM,— gegen, Nachnahme franko. Bedingung Ist, bei Bestellung, dieses Inserat mix einzusenden. 633ü, Metallindustrie H. Seuthe, EUethal bei Plettenberg:. _. Dynamo- und Spulendrähte blank und umsponnen, sede« Luantttm. tausm �chl�I-nd Llekttv-öllro I.n8l!g& Cq-J�ÄÄi; lant-, Harn., Unterleib»leiden, nervöser Schwäche, tdriißte yeuersolge! Besonders s. Kranke, welche anderwärts nicht an»- geheilt worden sind. Blutuntersuchnug, Höhensonne-Bestt vl�ilUNANNS ßlfOflKMI'o-l* ftrahla. Friedrichstt. Svr.: 1.4—7. I5tg. g-ichl fHUmK Um■Tellrahlung-H Kronen 18 M. Plomben / JUinfi„ dln''•so- Zahnriehen mit Elnspr. dvcdit kullllw v.~an gchmerzllnd.Umarb.»chlechis.Gebis»e.Rep- ZahnarzI Wolfsof. Poltdamer Str. 55. Hocbb. Sprechz.0-7.* Oberlandesgerichtsrat SndBdÄÄ�hSn Potsdamer Str. HS(Lützowstraße). Lanejährige Eriahrunsen. Straf-, Zivilprozesse— Ehe-, Alimenten-, Vertrauens- sachen. Gesuche, Verträge. MäSige Honorare. Dir. Pablscb. Tel: Lützow 2m* Kapitän- Kautabak wieder reichlicher In der irühtren»ten Qualtiät tu bpzlebca durch die bekannten Verkapfs Steilen. C. ROcker, Berlin, Liclitenberger st. 22, Kest. sgsi. •■, A-'; '.y'y Jjft/:.C ,V. t-ipU Staunend billise Pfingst- Offerte für fertige Herren-Anzüge solange Vorrat reicht Serie 1 Mark 2-50 £ Mark 455- Serie Trapp, Kommandantenstr. SO I ! nur links! • Moritzplatz 5722. saeiMoiirers Werkzeugbohrer (neue) Schmirgeiieinen kauft zu allerhöchsten Tagespreisen • Hcnschol,• Moabit, Rostocker Str. 22 Sehlafzimmer sehr schöne» Speisezimmer GöOO,—, elegantes Herren- , immer 6000,-, SütBen- einrlchtuno 850,— Riesige Nuswahi w schweren gim- mer-Etnrichtnngen n. Em- zelmäbel zu enorm billige» Kans Sennert, Möbeihau» für Selegen- Hellstaufe, »er Str. 55,* >ater Platz. I Bequeme Teilzahlung unterl günsllgen Zahlungsbedlrigunflen| Damen-Kleidung vom einfachsten bis elegantesten sehr preiswert in größter Auswahl B. FEDER BninnenstraBei direkt am Rosenthaler Platz Kofilbuser Damm 103 Frankfurter AlEee 350 ChSttbg. Scharrenstr. 5 isolierten Kupferdraht, Litzen und Wachsdraht, kauft höchstzahlend' Ingenieurburecu Schllcbting Berlin W 9, Linkstraße 10. Tel.: Lsitzow 1705 und 8518. Brillanten Perlea. Platin-, aold-Bracb kault zu gewissenbafteo Preisen „Verftaa44, Jägerstraße Nr. 10 ,Antlhydrops4 langbctodtzcf gegen Nchinng! Nialchlnifteu, '.jtt, poetln» n. Jahr klfNhrer, durchgedianute Sicherungen werden z. Revara- tur losvrt'-" _ j.. � � Leim, Schellack kauft Schulz, Neukölln, WesersttttW. I. Mnlack, Berlin, Neuendumer Stoße 18a.«W Herzasthma a. aelchmolleae afOH« nach derühmt. Rezept Ä?' Löwer. Smeiii Schachtel M. 10 aea.Nocha. Drucksachen hnell lupreiswert-Buchd ruckerei leiuloger. c5AS°phtenstr.S/S. Itsßßes gedr. p. ptck. lff. 29,59 « ,, ,, ,, 31,25 ,,„ h„ 33,25 Jones& Co. BCBL-IX C L. Neu» Prledricbstr. 47. Norden 4976. Versand a. p. Nachnahme. Berttauensvoll» _______ Anskunst. PreuB. Ocunncnflc 76' Wer noch? alte Zahugebisfe hat, bring« dieselben biraus- berger Str. 24. ttSlb* Leiterund Kastenwagen nievrlge Preise, aus Wunsch bequeme Zahlmeise, dllra- Qesellacbaft, illezaudrwea- sttatze»7. 58/5 Sdirellwscliliien! erstklassige, kauft und verkanft. Neparat. prompt u. billig !!' Eelehssiti u. Uehtenherg. Burgstraße 19. erhält ergraut.ttaar die früher. Naturlarhe wieder d. Reichels Regenerator. DunkeltailmähL u. ist unvcrwaschbar. 7,50 bis 12 M. Otto Reichel, Berlin 43, SO, ElseabahnstraBe 4. Achtung! Garantie. 1«. Mllcli-Zentrifugen. Fordert Preisllste Nr zwei, Schrot- u. Backmehlmüblpn f. Hand-,Kralt u.Plerde-Amiieb. Fordert Preisliste Nr. drei. Besuchen Sie m. großes Lager. Ganschow, Kastanicnallee 3». Berlin, II. Stockwerk. Zwirn 1000 Kärtchen M. 250.— stri. Masch.-Garn 100 Rollen M 230,— fr«. Versandhaus„MotHs". ' Mcclainrün&' Theater, Lichtspiele etO Poronrxajv r.-rr. syTO(*r*rxxioonmtxxxtcaoujoooajx)fr»aiuj*JijuoiJlS Opernhaus. Z.1>MaIe; Licht. Versiegelt. Zum I.Male; Kostümball. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. per Marquis v. Kelth. Anlang 7 Uhr, Direktion Max Reinhardt. UeutsclieH Theater. b-/, Uhr: Faust I. Mtw. 71/, Uhr: Dame Kobold. Kammersplele. 7v, uhr: Stella. Mittwoch 7»/»: Stella. Gr. Scbanspleihana Karlstraße. 7 Vit Orestle(33. Abt, 3. Abd.) Mtw. /«/,: Orestie(34.Abt.,3.A.) Theater I. d. KhnlggrätzerStraße Täglich /.8 Uhr: Die große Katharina. Mit dem Feuer spielen. Romödienhans VtS U.: Der Herr Minister. Sonnabend, zum I.Male; Die Reise in die Mädchenzelt, Lustspiel von Alex. Engel und H. Sassmann. (Erika Qlässner, Joh. Riemann, Jul US Branit, Emst Pröckl, Ernst Dernburg, Jenny Marba.) Berliner Theater VjS Uhr Der letzte Walzer m Fritzi Massary, Otto Storni, Hans Wassmann. Centrai-Theater 7*u.: FrSulein Puck. l>eatnches Opernhaus 7 tts Postillon v.Lonjumeau Die Tribüne T'/.u.; Franziska. Frtedr.-WtlhclniHt.Th. u!DerEütinaetierSr.DiiFc!il. Kleine» Theater. �uhr. Der Snob mit Albert Bassermann. Kl. SchanKplellianH. uhr: Die Plarrliauskofflööie. Komlache Oper uhr Eine Ballnacht. IiUstspleUiaua Arnold Rleck in Zwangsei]. Metropoi-Theater. u!': Im weißen Röss'I Menes Operette» hau» 7 uhr: Prinzessin Frleill. Xenes Volksitheater T'/j Uhr: Ostem* Sclinnburg Köni�grätzer Sir. 121. 7 uhr: Reinliolil Setiönzelin DerVielbeschäftigte SehlUer-Theat. Chart. P/t U.: 2 x 2= 5. Thalia-Theater uh'; Amor auf Belsen Th.niu XollendorfplAtz K Eine Haclit im Paradies. Theater des Westens uft. Max Pallenberg m Familie Schimek. Theater 1. d. Alf. Jakobstr. (früher Eden-Theater). u�DteverseimiPaullne. WaUner-Thcater 7.isu.;Cafalleria u. Bajazzo Walhalla-Theaier. y/z uhr= önsBre Hagdalenen Trianon-Theater. Bahnhol Friedrichstraße. Täglich VzS Uhr: ZKurrhs Sonntag 4 Uhr, kleine Preise; HerrschalH. Diener gea. Residenz- Theater. Stadtbahn jannowitzbrücke. Täglich VzS Uhr: Die Rascliiioffs Sonntag 4 Uhr, kleine Preise: Der gute Ruf« Winter- Gatten Täglich 7.15 Uhr: Variete-Spielplan Rauchen gestattet! «Residenz-Kasino! 1 2 10 Blumenstraße 10.< 1 2 Tanz und Kabarett!! «••••»••OOO— i» W oio Potsdamer Str. 38 Turms tr. 12 AlazanderpL'Passage Der große Erfolg Der gr.bistorische Pninkfilm. xxjoooorooooOt! Volksbühne Theater am Bülowp'atz. 7u.:RäiliclienyonHEDhronn Lessing-Theater, Heute bis Donnerstag Zj'.i Frau Warrens Gewerlte. (Bertens, Servaes, Steinrück.) Deutsciies KQnstler-Tbeater A7v'uhr:ch Menagerie (Adalbert, G8tz, Haack.) iPOLLO Theater | Direkt James Klein. Mai 1080 Allabendlich 7l/zU.: I Gastspiel Blan?alet| listisch-phantastisch, i „Der Vennabcrg-' DA Tänzer uv Tänzerinnen 4 Franklin |3gold.J[uig!ranen| Bonhair-Truppe | u. weitere Attraktion.■ Erhöhte Preise. Theater in der jUteti3akobstra])e (bisher Eden-Theater) Stürmischer Lacherfolg! Aliabendlich 7,/z Uhr: D ie uerschujun- dsne?auline mit Maxi Ackers, Fritz Beckmann, Hanns Fischer, Eugen Rex. Prethe derPIfttae 2, 3, 6, 7.80, 10. 12, 18 M. Losen 20 M. Unter d. Linden 22/23 Dir. M. So I i m a n Der falsche Baronet. 4 Akte aus dem Tagebuch des berühmten Detektivs Nie Carter. Hauptrolle: BrnnoEjcbgrfln. Fluch der Vererbung. Sensationelles Sittenbild in 4 Akten. Einlaß 6.30. StHRtTtST. U-5<« ♦ Allabendlich 7 Uhr: ♦ { Bolgaroff-Truppe 1 Grete Ruß Karl Edler Lore Meißner Fritz Brand Rosl Dehny Hans Elllot Harry AIHster 2 Lanzigs. Am Flügel: E. Hentschel. Kapelle Mund! Neumann. ♦........«♦ lAdi-Haus Taubenstr. 34— Ztr.>032 Marga Rosen Peter Mann Toni v. Bukovlcs Duett Mack Dachmann Harrlctt Imme Tom Black Karl Steininger pal Ore u. Karl Heinz Fermao Julius Jasen Ad! Liebans Meislerquart Adolf lleban «. Weine, 11. Küche Mocca, Tee, Schokolade » Anlang 7 Uhr» KomödienHaus an Oer Hlurlchulldrßck«. Sonnabend, den 28. Mai, 1/-ß Uhr: Zum ersten Mate: Jftädchenzeit Lustspiel in 8 Akten von Alexander Engel und Hans Satzmann. Sauptbarfteller:«zUa Slätzner, Zohanne» Riemann, Julius Sranbt, Ernst pröckl. Ernst Dembnrg, Jenny Murba.— Regie: Emst Tvetlsch CireusSuscb Tägl. 71/». Stg. SV« u. 7VzU. Salvarus u. Partner DerWegznrKraft Ferner: ISealtielfÄf u. das übrige gr. Progr. I Äß:»Der Wllflflleli." gchluP der Saison N. Mal Theater a. Kottbus.Tor Tel.: Moritzplatz 14814. Jeden Abend 7V, Uhr: UiLElite-Sänger. Horst, Ruselli, T BW Schräder. Riess I WSf Schubert usw. i(Y Blflthgen-Konzert. *•"«Vorvk. n-lV,,4-6U. Reictisii&ll.-Ilieater Allab. 7»/, u. Sonntage nachm. 3 Uhri Stettiner Sänger. Nachmittags ermäjjl�fcAreH» Sdiaubüiine Landsberg. Allee76/77 Täglich l Oroßer HeisteirlDger- Wettstrelt. Heute Dienstag ringen; WieMnalune des EnlscIieiduiigs-RjDgkainpIes Slrenge geg Pietro Sebolz Stronski„ Petitjeao Bach„ Sehattscbneider Günther. Urbanski Vordem der große Variet6teil. Anfang des Konzerts 6 Uhr Anfang der Vorzteliung 7 Uhr des Ringkampfes Vz' Uhr. Rose-Theater. u.i Am Ende der Welt GarienbT'/z: Das Lied d. Liebe Casino-Theater uothrlngerztr.37. Tägl.«/.8U.: Onkel Cohn An all. Feiert: 2 Vorstellungen Nachm 3"z zu kl. Preisen: Der lalscfae Cousin. TV« Uhr: Onkel Cohn. Polles Caprice Eck. Friedrich- u. Linienstraße Täglich 8 Uhr abends: In der Wasserheilanslalt Ziinineraiil Tagen Wochen mit Ferd. Qrünecker in den Hauptrollen. 2. Wochel Täglich ansverkanlt! LACHSTURME! Ossi Oswalds Marga Köhler Victor 3anson im Film uod Denonlichu Auitreteii Wochentags 7 u.'.'.B Uhr Sonntags... 4, 6, 8 Uhr Vorrert 11-1(ohne»ofeehl.i Sie gwue Wer (Stuart Vtedds venestes �dsuteuori üs-uptrolts: !>«»» fldelelEslclmo B.B. Lost« Diei mit Arnold Hieok Wochentags; i una 8�4 uhr/ sonntags: 4 Uhr Vorverkauf 11 öl» 1 Üh»* U.T Kurfürsten dämm 26 „Henny-Porten-Zyklus" Nie Zaust des Aiesen i. 11. T-ii nach dem Bomau von Rudolf Stratx Henny Porten, Eduard v. WIntarsieln Mozartsaal am Nollendorlplatz Stein unter Steinen nach d. gleichnamig. Drama v.Hermann Sudermann mit Dagny Servaee/ Emil Jannlnge/ Paul Bltdt Kammerl Ichtsplele am Potsdamer Plate Die graue Ilster (Stuart Wcbbi neuestes Abenteuer) Hauptrolle: ErnutRelchar U.T Friedrlchstrasae IbÜ Das einsame Wra-ck Sensation»- Film in 6 Akten Loo Holl/Harry Lledtka _ Regle Haina Karl Hailand U.T Nollondorfplatz 4 „Die Mall" Schansniel In 3 Akten U.T Aieaanderplats u. Weiabergsweg Ib Patience _ Schapypiel In 6 Akten U.T ßeböneberg, Hanptbtr. „Der Weg der(trete Lessen" mit Lotte Naumann U.T Hasonlicide za Indische Rache MäWMW�WMWWWWWWaMWeaWWMMW«!« Wochentag» ab 7 Uhr/ Sonntags: Beginn 4 Uhr „Dekafa" Deutsche Kolonialwaren- u. Feinkost- Ausstellung vom 17.— 27. Mai im CLOU Mauerstrasse TSgllch Konzert Eintritt Mk.1.50. Kupfer Messing Rotguß Zinn Quecksilber Sänitl. Metalle Platin Gold- Silberabfälle Zahngebisse kauft zu riesig hohen Preisen in unseren 6 Einkaufsslellen Metall- Zentrale I. Brunnenstr. 11 am Rosenthaier Platz 2. Fennstraße 48 am Weddingplatz 3. Beusselstr. 29 nahe Turmstraße 4. Bahnhofstr. 2 Ecke Schöneberger Str. j am Anhalter Bahnhof| 5. Neukölln, Knis.-Frlrdr.-Str. ZZV nahe Hermannplatz 6. Weidenweg 72 am Baltenplatz (ßenoffen, eilen Sie, bevor die Preise noch tiefet sinken I* Kaufen täglich: WA I-Bnifl). Kontakte, Holzbrennstiste, ärztliche Brennltifte u!m., Gold- unk SUberbruch. auch einzelne stäbne bis 20, 25, 75 M. Bestes Ad.atzaebiet für Händler und gatznärzte. Ißeililleiowl Vesl »erger St flnook. WM Sil. 49 an her UHIandstratz«. SSST" Kein Laden. Fernruf: Unland 1169. Fahrgeld wird bei Ankauf vergüteL Fahrverdinbungen: 62, 66, 67, 77, 78, SV, 162, F. O. A, 1. L, O, Kochbahn Hchenzollern-Platz. l. Et«,?«» Ankauf' von« Plstln- Vruch Ferien Brillanten Zuwelen zu blichst. Tagespreis. iE Ii erlinerJuwelen- andelsges. m.b.H.[ ■- u ((zwischen Behren- u. Französische Str. 1. Etage O Metalle Kupfer, R-tzntz. Blei, Messing. glnk, ginn, Lagermetall nsw. kaust zu unüberbletb. Tapespr. Zuckermuun, Elsasfer Str. 9, vorn II. Ziorden 4661. 126,3 ÜIGeldü! für lebe Wertlache. Höchste An- kaufspreise für Pfanbscheine, Brillanten,(Soldgegenstände. Teppiche, Bücher usw. Wolli, FrIedrichstr.4I»I. EckeKochstr. Ankauf Brillanten Juwelen:i Platin:: Gold-Bruch L> Leipziger Str. 60/1 für Liebhaber und Bibltotbehen 1 Xtvolk und Zeit' 1 Illustrierte Seilage des„vorwärts� Jakrgang ,9,9(zS Hummern) ged. M. 27-50 (austdiUcOUcb porto u. Verpackung). Vorwärts-Verlag G. m. b. k)., 8CQ 68, Ltndenftr. s. Gute flnüquitäten An- und Verkauf ALTKUNST G. m. b. H. . Wilhelmatr. 40A. Juwelen Perl« n An- und Verkau Margraf& Co. G m b. H. Kanonierstrafle 9 Tauentzien- str. 18A. �-p-ff �k Futfersachen und Seiden, *3 ä, R R velegenbeitsiliule, Konielllioo Mäntel, Kostüme:::: Maßaiifcrtigung------- Paul Karle» 79 Warschauer Straße 79. Tel.: Alexander 2453. Röcke, iülarniinfl!! Mn, EM- m SUMM we ZÄA«?. M« W. verkauien Sie nicht, bevor Sie ben richtigen Preis bei H. Wiese, ZI erfahren haben, denn der Weg ist sehr lohnend. Wegen dringenden Bedarfs zahle für Platin bis 10 Marl über de« höchsten Tagespreis. Trauringe Dukatengold 900 gest.. 14 Mr.®olb 585 gest., 8 tot. Selb 333 gest. VON so TN. pr. Stck. stets vorrätig am Lager. Ankauf «lies Gold, mn, WM M MMN. .Mlnoxa, Berlin 0 17, Grüner Weg 69. Telephon: Alexander 24 30. J Hornhaut, Ballen und Warzen beseitigt man schnell, sicher und schmerzlos mit KUKIROL.'n vie,en tausend� Fällen glänzend bewährt. Preis Mk. 2,50. K U K I R O L ist in allen besseren Drogerien erhältlic.h. Lassen Sie sich nichts anderes aufreden, es gibt nichts Besseres.— Hersteller: Kart KHs-i. Magdeburg.>75 sowie WemhFaEd-llerscMtt 1 in nurla. Qualitäten in'/< Ltr. Flaschen, versteuert.[ | hat laufend zu den billigsten Tagespreisen abzugeben[ GebFöder Rott, Spirituosen �Teleph,: Moritzpl. 5512. Berlin SW 61, Planufer 12.J Schlosser, selbständiger, mit Blecharbelt, autogen Schrn eisten verteam. Itir dauernd aeluchL S9/>6o Ostert. NN(leltungz.Zentrale vosllanftrahc T.___ Biolfcitig erfahrener Steileiiaagebotel f, ywwyvwsv 1 trifirwH-s'wne-w�f w-yTnryyyxy KKst Wickler. Fllr unsere Neparalurwerl. statt suchen wir einen 6Z6D' EleklrciiigloTMIeT. der selbständig Reparaturen an Slekiromotoren onssühren kann. dchrüllcr Qram, Wayens. stl c Ziegelei- n. Baumaschinen ofort gesucht. 13ö5b Bcroerbungen an' Eerche& Nippert, Berl.W, Känlg.-Augusta-Etr. 13 Für unsere Leihbibliothek suchen wir einen branchekur.dlgen Buchhandlungsgebiiren. Meldungen von 0—12'/» Uhr. LWertheim G.mJJ.. Kucisstr. 31/32. Zentralverhaud der Angestellten. Bezirk Waldenburg, Wir suchen zum sofortigen Antritt einen durchaus tüchtigen Ortsbeamten. Sein Arbeitsfeld erstreckt sich auf das cledcrschleslsche Industriegebiet. Es sind folgende Fachgrupnen zu bearbeiten: Bergbau, Metall-, Keramik- und Textilindustrie, Gemeinde- und Staatsan- gcstellte. Groß- und Kleinhandel. Oute Kenntnis der Angestelllenbewegung, rednerische und organisatorische Befähigung ist unbedingt erforderlich. Kollegen. die diesem Posten voll und ganz vorstehen können, wollen ihre Bewerbungen mit Angabe ihrer bisherigen Tätigkeit, Dauer der Verbandszugehörigkeit und Qehallsansprüchen einreichen an den Bezirksvorsitzenden Kollegen Karl Rychllckl, Waldenburg. Altwasser, Charlottenbrunner Str. 16. 6/6 AEö Lokomotivfährik Bennigsdorf'S »sucht zum sofortigen Eintritt 610S Ml. WklMMM. lWlkM. SW««k«.StSM s.SkSWMk. Persönliche Vorstellung in unserer ArbeiierannaHme, Tor I. Tüebtige für die Abteilung Schuhwaren sofort gesucht. Meldungen: 12—2 Uhr mittags, 5—6 Uhr abends. &. Jandorf& Co., Brunnenstr. 19/21. €«imhtcr Mo gm acher tör Feinmechanische Schleif-, Spalte- u. SchUtzclnrichtutigen suchen 1661$ Hiemtze& ölanckertz, Seriin no 43 Oeorgenktpcbftraae 44 Erste deutsche Stahlfederfabrik. (100) Apel, Dr. Max, Die Volkshoch- schule im neuen Deutschland 1,80 (60)— Volksschule, Einheitsschule.. 1.26 (76)'Bahlkc, Weltliche Schule... 1,80 (50) Barth, Arbeitslofigk.u. ArbeitSnot 1,20 (100) Bebel, Attentate u. Sozialdemokr. 1,80 (50)— Christentum und Sozialismus 0,60 (lOO)— Die wahre Gestalt des Christent. 3,— (100)— Glos? sjT z..Die wahre Gestalt des Christentums".... 1,80 (100)— Sozialdem. u. Antisemitismus 1,50 (100)— Unsere Ziele....... 1,50 (250) Bernstein, Ed., Jgnaz Auer.. 2,60 (260s— Die englische Gefahr... 1,60 (260)— Ferdinand Lassalle.... 4,50 (100)— Steuerpolitik der Sozialdemokr. 1,— (100)*— Winschaftswesen und Wirtschaftswerden...... 6,— (100) Bischoff, Dr., Die Cntlarvimg der „deutsch-bolschew. Verschworg." 1,60 (60) Bracke, Nieder mit d. Sozialdem. 0,76 (60) Brann, Ad., Der Enientefriede und die Arbeiterklasse... 0,76 (60)— Sturmvögel der Revolution. 1,26 (60)— Zeitungsfremdwörter.... 2,— (50)*— Geldrevolution u. Arbeitslohn 1,60 (100) Brann, DieMutterschaftsversicher. 1,— (50) Brink, Dr. I., Ein katholischer Pfarrer als Sozialdemokrat 0,60 (250) Böse, Volkslieder...... 6,— (1000) Cicotti, Untergang der Sklaverei 16,— (500) �Conradn, A.» ReichsgrQndung und Kommune...... 18,— (100)•— Demokratie in England... 4,—- (600) Cnnow, Heinr., Ursprung der Re- ligion und des Gottesglaubens 8,— (1000)— Die revolutionäre Zeitungsliteratur Frankreichs' 1789—94 26,— (100)— Partei-Zusammenbruch.., 1,50 (100)— Praktische Steuerpolitik oder Steuerdogmatik..... 1,26 (250) David, Referentenfiihrer... 4,60 (600)— Die Sozialdemokr. im Weltkrieg 6,— (100)— Wer trägt die Schuld am Welt- kriege?......... 2,50 (100) David, Gertrud, Sozialismus und Genossenschaftsbewegung 1,60 (100) Deutsch, Gapon und seine Rolle in der russischen Revolution. 1,60 (600)*Diederich, Marp-Brevier... 8,— (250)— Kriegssaat. Kampfgedichte.. 2,— (250) Dietzgen, Religion derSozialdem. 2,— (250)— SozialdemokratischePhilosophie 2,— (250)— Streifzüge e. Soz. in das Ge- biet der Erkenntnistheorie.. 2,— (60)— Die Zukunft der Sozialdemokr. 1,— (100) Dokumente z. Weltkrieg (100)— Das deutsche Weisibuch. 1— 3 ä 1,60 1100)— Das englische Blaubuch, 1—3 ä 1,60 (100)— Das russische Orangebuch.. 1,60 (100)— DaS belgische Graubuch, 1—2 ä 1.60 (100)— Das Gelbbuch Frankreichs. 1-3 ä 1,60 <100)— Das Grünbuch Italiens. 1— 2 k 1,60 (100)— Das serbische Blaubuch... 1,60 (260) Douai, Gott, Glauben, Freiheit 2,60 (60) Eisner, Kurt, EineIunker-Revolte 1,60 (600)— Wilhelm Liebknecht.... 4,— (260) Engels, Bauernkrieg.... 6,— (100)— Grundsätze des Kommunismus, 1,60 (100)— Die Entwicklung d. So zialismus von der Utopie zur Wissenschaft 2,60 (100) Engels, Kommunismus und Bakunismus...... 1,50 (100) Melden,Kirche, Religion u,Soziald. 1,50 (100) Zkischer, Die Marxsche Werttheorie 1,60 (260)"Flatow, Kommentar z, Betriebs- rätegesetz. brosch. 9,—, geb. 11,— Flngschriften, Sozialdemokr., (50)— Die Sozialdemokratie in Ge- meindevertretungen.... 0.60 (60)— Die indirekten Steuern u. Zölle 0,60 (60)— Die Sozialdemokratie als Arbeitgeberin und Unternehmerin. 0,50 (60)— Die Landbevölkerung und die Sozialdemokratie..... 0,60 (60)— Der Reichsverband gegen die Sozialdemokratie vor Gericht 0,50 (60)— Die Greuel des Krieges.. 0,50 (50)— Krieg dem Kriege..... 0,50 (60)— Das Wahlrecht und die Parteien 0,50 (60)— Dichtung u.Wahrheit über 1813 0,60 (60)— Sozialdemokratie und Arbeits- losenfürsorge...... 0,50 (50)— Was ist der Sozialismus?.. 0,60 (60)— Für Republik und Demokratie 0,60 (60)*— Sozialdemokr. u. Landwirtschast 0,60 Flugschriften z»rr Revolution: (60)— Allgemeine Arbeitspflicht.. 0,26 <60)—.Nur über meine Leiche".. 0,26 (60)— Soll Deutschland ein TollhauS werden?........ 0,25 (50)— Das LoS der Kriegskrüppel. 0,26 (60)— Was ist Spartakus?.... 0,26 Frauen-Btbliothek, Sozialdem. (100)— DieFrauenu.d.politischeKampf 1,— (100)— Die Frau u. die Gemeindepolitik 1,— (100)— Die Frau in der Industrie.. 1,— (100)— Die Frauen und der Landtag 1,60 (100)— Sozialistische Erziehung im Hause......... 1,50 (100)— Gewinnung der Frau für die politische Betätigung.... 1,60 (100)— Frauenerwerbsarbeit.... 1,50 Neues Verlags-Verzeichnis Führer durch die Reichs- und Landcsgesetze. (100)— Das Versicherungsgesetz für Angestellte. Der Arbeitsvertrag. (100)•— Einkommensteuergesetz... (100)— Die rechtliche Stellung der Kinder und Ehegatten... (100)— Gewerbe- u. Kaufmannsgericht (100)— Das Mietreckt...... (100)— Die Reichsversicherungsordnung (100)— Die Krankenversicherung.. (100)— Die Gewerbeunfallverfickerunq (100)"• (100) (100)- (100) (100)- (100) Die landwirtschaftliche Unfallversicherung....... Die Seeuniallverflcherung.. Die Invaliden« und Hinter- bliebenenv-rsicherung... Die Strafprozeßordnung.. (100)— Die Versorgung der Kriegsteil- nehmer und Hinterbliebenen (100)— Das preußische Wohnungsgesetz (100)— Staatsangehörigkeit, Erwerbe d. (50)•— Betriebsrätegesetz..... (60)— Militärversorgungsgesetz.. (250) Gerlach, Aug. Bebel.... (60) Gesetze und Verordnungen der sozialistischen Republik... (1000) Gesundheits-Bibliothek, Bd. I Gesundheits-Bibliothek, (100)— 1. Erste Hilse bei Unglücksfällen (100)— 2. Das erste Lebensjahr.. (100)— 3, DaS Nervensystem... (100)— 4. Der Achtstundentag... (100)— 6. Alkohol....... (100)— 0. Das Schulkind..... (100)— 7. Geschlechtsverkehr und Geschlechtskrankheiten.... (100)— 8. Nahrung und Ernährung. (100)— 9. Wie sollen wir uns kleiden? (100)— 11. Frauenleiden und deren Verhütung. Mit Anh.: Die Verhütung der Schwangerschaft (100)— 12. Vom medizinischen Aber- glauben........ 18. Das Wasserheilver fahren. 14. Heilung des StotternS (100)— 16. Zähne und Zahnpflege (100)— 17. Bau und LebenStät! gleit deS menschlichen Körpers.. (100)— 18. Der Geschlecktstrieb.. (100)— 19. Die Krankenpflege im Hause (100)— 20. Die Proletarierkrankheit. (100)— 21. Atemgymnastik.... (100)— 22. Haut« und Haarpflege.. (100)— 23. Herzerkrankungen... (100)— 24. Die Hygiene der Arbeiter- wobnung........ (100)— 26. Die Parasiten des Menschen (100)— 26. Die Krankheiten des Ohres, der Nase und deS Rachens (100)— 27. Sport und Arbeiter.. (100)— 28. DieJahre derGeschlechtSreife (100)— 29. Volksernährung.... (100)— 30. Die Berufswahl.... (100)— 31. Die Berufskrankheiten der Buchdrucker....... (100)— 82. Die Arzneimittel... (100)— 83. DaS Auge...... (100)— 34. Berufskrankh d. Gasarbeiter (100)— 36. Die Berufskrankheiten der Schneider und Textilarbeiter 36. Die Berufskrankheiten der Maurer und Bauarbeiter.. (100)— 37. Die Krebskrankheit.,. 38. Unsere Genußmittel... 39.Berufstrankheiten der Maler, Anstreicker und Lackierer.. (100)— 40. Krankheiten d. Landarbeiter (100)— 41. Verstopfung und Durchfall, Darmkatarrh und Ruhr... (100)— 42. Nierenleiden..... (1000) Glastbrrnner.Ad.. Unterm Brenn« glaS. Berliner politische Satire, brosch. 10,—, geb. (1000) Göhre, Arbeiterkonsumvereine. (260) Gradnauer, Dr.. DaS Elend deS Strafvollzugs...... (50)'Graf, Das neue Preußen... (100)'Gratulationsbüchlein und Fest- Prologe.....- Graf, Leitfaden durch die Eni- Wicklungsgeschichte..... Großmann, Stefan, Geschickten, broick. 7,—.. geb.(1000) Grottewitz, Sonntage eines groß- städtischen Arbeiters.... — Unser Wald....... Hanna, Frauenarbeit.... Hausenstetn, Die großen Utopisten Heilmann, Ernst, Die Noskegarde Heine, Wir weben! Wir weben I Hellig, Kunstpflege..... (100)'Heinig, Die große Ausrede von der erdolchten Front... (100) Herzfeld, Landarbeiter.... (1600) Hirsch. 25 Jahre sozialdemokrat. Arbeit in der Gemeinde.. V-rbrecken und Prosritutton. Unter dem elendesten aller Wahlsysteme....--- (600)— Dic Städteordnung für die sechs östlichen Provinzen.... DaS kommunale Wahlrecht. Kriegsfürsorge...... (100) (100)- (100)- 1,60 1,50 1,60 1,50 1,50 1,50 1,50 1,50 1,60 1,60 1,60 1,50 1,50 1,50 1,80 2,60 2,— 1,60 15,- 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,30 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 1,20 (100) (500) (500) (600) (50) (250) (50) (500) (250) (600) (260) * vor dem Buchtitel: Die mit einem' bezeichneten Werke find Neuerscheinungen dieses Jahres. — Die Zahl vor dem Titel gibt da« Gewicht des Buches in Gramm an. Wichtig zur Porto- berechnungl— Portosätze: Für Drucksachen bis 50 Gramm 10 Pf., bis 100 Gramm 20 Pf., bis 250 Gramm 40 Pf., bis 500 Gramm 60 Pf, bis 1 Kilogramm 80 Pf Für 5-Kilopakete: Nah- zone 1,25 Mk., Fernzone 2 Mk. Boreinsendung des Betrages zuzüglich Porto ist wegen der Ersparnis an Nachnahmegebühren zu empfehlen. (260) Krieg und (600) (100) (100) (260) (100) (100) (60) (260)— (260) 16.- 30,- 3,50 0,75 2,60 1- 10,- 4,50 7,50 0,50 2,50 0,50 10,- 3,- 2,- 1,50 40,- 5,- 2- 6,— 2,— 2,- (600) (250) (250) ,600) 2,- 2- 2.— 3,— 4.60 6.— 10- Auf obige Verlagspreise hat nach den Be- stimmungen des Buchhändlervereins ein 20 pro- zentiger Teuerungszuschlag zu erfolgen. Buchhandlung Lortväris. Berlin, Ändenstraße 3 Hofrichter, Dr. Ant. Handelsrivalität..... Internationales Jahrbuch für Politik und Arbeiterbewegung (2500) L Jahrg. 1912, br.26.—.geb.hbf (2500) IL. 1913,. 25,-,.. (2500) IIL. 1914,. 26.—.., (2600) IV.. 1916,. 40,—,,. (100) Jugendliederbuch..... (250) Jungvolk. Almanach.... Kampffmeyer, Geschichte d.Gesell- schastsklaflen in Deutschland. — Die Prostitution..... Katzcnstein, Der Anarchismus. Kautsky,Karl,?akt.Swömuugen in der deutsch. Sozialdemokratie — Friedrick Engels..... — Die historische Leistung von Karl Marx....... — Handelspolitiku. Sozialdemokr. — Jnternationalität u. der Krieg — Die Sozialdemokratie und die katholische Kirche..... — Sozialismus u. Kolonialpolitik — 1. Die soziale Revolution... — 2. Am Tage nach der sozialen Revolution....... — Die Vernichtung der Sozial- demokratie....... Kautsky, Karl und Schönlank, Bruno, Grundsätze und For- derungen der Sozialdemokratie Krasser, Friedr., Antisyllabus. Die Kriegspolitik der Partei im Lichte der wirtschafll. Tatsachen (2600) ftulttirbilder, I. Wider die Pfaffenherrschaft. 2 Prachtbd. (2600)— Ö. Die Hohen, ollern-Legende (2500)— m. Blut und Eilen.... (2500)— IV. Geschichte der Revolutionen (250) Kuttner, Klassenjustiz.... '— Erdolchte Front..... Lange, F. A., Die Arbeiterfrage Lassalle, Ferd., Die Agitation des Allg. Deutschen Arbeiter- verein?........ — Offenes Antwortschreiben.. — An die Arbeiter Berlins.. (100)— Arbeiterprogramm.... (250)— Meine Assisenrede..... Herr Bastiat- Schulze von Delitzsch der ökonomische Julian Die Feste, die Presse und der Frankfurter Abgeordnetentag. (100)— Der Hochverratsprozeß gegen F. Lassalle....... <250)— Der Lassallesche Kriminalprozeß Die indirette Steuer..,. lieber Verfaflungswesen.. Die Wissenschaft der Arbeiter (600)— Franz v. Sickingen.... (260)— Herr Julian Schmidt... (100)— Der tote Schulze gegen den lebenden Lassalle..... (500) Lassalles Intime Briese an Eltern und Schwester, v. Ed. Bernstein (6000) Leipziger Hochverrats-Prozeß wider Liebknecht, Bebel. Hepner Lensch, Sozialdemokr. U.Weltkrieg Lesse», Aus Tag und Tiefe.. — Wenn Frieden würde... Levenstein, Aus der Tiefe.. Ltebknecht,Wtlh.,WissenistMacht Lohmann, Arbeit im Elternbeirat LofinSky, Dr. E., Waren die Ilrchristen wirklich Sozialisten? — Das wahre Christentum (100)' (600) (100) (260) (50) (500) (100) (250) (250)— (100)- (100) <260) (260) (250) (100) (60) (50) (60) (Je wo) Mächte des Weltkrieges, 1/ V je Mann der Arbeit, her zu uns! Marx, Karl, Kommunistenprozeß — Klassenkämpfe...... — Lohnarbeit und Kapital.. — u. Engels. Kommunist. Manifest Meerfeld, Krieg der Frommen. Mchlick, Alkohol...... Mehring» Deutsche Geschichte. — Gustav Adolf...... Monopolfrage und Arbeiterklasse (100)'Müller, E. R., Sonnige Jugend (100)'Müller, Fr., Kunst der freien Rede Müller�H.,Geschichle d. deutsch. Ge» werkschaften b. 1878,br.9,— ,geb. — Unfallrentenstreitsachen... Miiller-Jahuke,Cl., Ich bekenne Ostcrroth, Vom Beter z. Kämpfer Parvus, Der Klassenkampf des Proletariats....... Pflüger, Paul, Der Sozialismus der israelitischen Propheten. Plechanow, Anarchismus und Sozialismus...... Pralle» Der kleine Stadtbaumeister. Ein Lehr- u. Spielbuch Preczaug, Prologe f.Arbeiterfestc Programm»nd Organisation der sozialdemokrat. Partei Protokolle der Parteitage der sozialdemokr. Partei Deutsch!. 1890......... 1894 1807......... 1904......... (Z-Z00)— 1905 bis 1911..... je (1000)— 1912, 1913...... je (2000)— 1917......... (50) <500) (250) (100) (100) (260) (250) (500) (100) (500) (500) (500) (500) (260)' (600) (100) (100) (500) (600) (50) 2,- 2,- 2- 2,- 2,50 1,— 1,75 0,50 75,— 75— 75,- 78,- 3— 2,— 6- 1,— 2,50 1- 2- 3,- 10,- 1,60 2,— 2,50 8- 3,- 2- 6- 3- 2- 7,60 20,— 2— 3,50 8,50 2,- 2,— 1,50 0,50 0,60 8,- 0,50 10,- 4— 1,60 2— 2,— 2- 12,— 1,50 10,- 2,50 2- 11,— 10,- 9,- 10,— 1,75 1,50 4,— 6,- 0,50 Protokolle der Parteitage der sozialdemokr. Partei Deutsch!. — 1919......... — der Parteitage der soztald. Partei Preußens, 1904 zu Berlin..... — 1907, 1910, 1913 zu Berlin, je — des internationalen Sozialisten- kongresses 1907 zu Stuttgart. — 19l0Kopenhagen, 1912Basel, je — Konferenz der soziald. Stadt- verordneten Groß-Berlins 1906 Quarck, Reichsverfassung... Rath, Berliner Aquarium... Renuer, Was ist Klassenkampf?. Sanders, Engl. Selbstverwaltung Schippel, Hochkonjunktur und Wirtschaftskrifis..... Schönlank, Soziale Kämpfe vor 300 Jahren....... Schmidt, Arbeiterschutz f.Jugendl. Schreiber, Sckutz unseren Frauen Schulz, Gehörst Du zu uns?. — Arheiterkultur und Krieg.. — Sozia ldemokratte und Schule. (5000)— Hugo, Der Krieg 1870/71.. (1000) Schweitzer, Politische Aufsätze. (250) Seidel, Lichtglaube und Zukunsts- sonnen......... Smilg,Quintessenz des Bolschewis. Sozialdemokratie und nationale Verteidigung...... Stampfer, Religion ist Privatsache — Verfassung, Arbeiterklasse und Sozialismus...... — Der 9. November.... — von Versailles zum Frieden (500) (100) (50) <50, (50) (100) (100) (100) (100) (100) (100) (250) (250)'Steiuer, Wilhelm Picard(Roman) (50) Striemer, Zur Kritik der freien Wirttchaft....... Stunden, In freien— Jahrg. 15 bis 22. Jeder Jahrg. 2 Bände in Leinen k 15,—, in Halbfranz k Theaterstücke, Sozialisttsche.kom« plett mir Rollen. Kegel, Die Tochter deS Staats- anwalts........ Krauß. Wieder ein Kämpfer.. Scävola, Der entlarvte Spitzel. Preczang, Sein Jubiläum... — Töchter der Arbeit.... — Der verlorene Sohn.... — Die Polizei als Ehestisterin. Thurow, Dämon Alkohol, die Muse und der Arbeiter..... Preczang. Der Teufel in der Wahlurne....... Lessen, Achtung, Bombe!... — Die überlistete Polizei... Rübezahl, Assessor SchneidigS Abenteuer....... — Im Kampf ums Dasein... (1000) Witlich, Ulrich von Hutten... <500) Lessen, Rotkoller...... Diederich, Winter-Sonnenwende. Tätigkeit, Die— der sozialdemokr. Statverordneten Berlins.. ivolksschullehrer. Wir— und die Sozialdemokratie... Borwärts-Bibliothek. 1. Ger, Erweckt....... 2. Preczang. Der Ausweg... 3. Koliich. Das Land der Zukunft 4. Grötzsch. Verschrobenes Volk. 5. Bios, Der Prinzipienreiter.. 6. Preczang, In den Tod getrieben 7. Kautskv, Minna, Der Pariser Garten und anderes.... 8. Ferch, Johann, Mutter... 9. Andersen, M.,- Nexö, Der Morgen graut...... 10. Ludwig. Dito, Die Heiteretei 11. Dikreiter, Vom Waisenhaus zur Fabrik....... 12. Ger. Der Gotteslästerer.. 13. Erckmann-Chatrian, Die Mar- ketenderm....... 14. Verbrechergesckichten.... 15. Preczang, Nuckel..... 16. Ger, Erzgebirgisches Volk.. 17. Ncuenhagen, Als Zwischen- decksteward nach Südamerika Wahlgesetz........ Wegweiser durck die Reichs- versicherungsordumig. geb. (1000) Wcitling, Wilh., Garanttcn der Harmonie und der Freihett (250)'Wendel, Südslawien.... ,100)— Elsaß u. die Sozialdemokratie. (100)— Die preußische Polenpolitik. (250)- August Bebel...... (5000) Wiffell Müller. Unfallversicherung 1500) Wolfs» Gesammelte Schritten. (250) Wurm, E., Alloholfrage... (250) Zadek, Trinkwasserversorgung. (50) Zepler.Akademikeru.Sozialdemokr. (50)— Welchen Wert hat die Bildung für die Arbeiterin?.... Zicklcr, Artnx, Im Tollhause '— Die Brotwinsel..... Zietsch, ArbeitSloseviürsorge.. Zieh, Luise, Bist Du eine der Unsrigen?....... — Komm zu uns!..... — Warum find wir arm?... (Je 2500) (600) (250) (500) (250) (500) (250) (500) (100) (500) (500) (250) (250) (500) (250) (100) (100) (600) (250)- >500) <250) (500) (250) (500) (250) (500) (500) (250) (500) (500) (500) (250) (250) (250) (50) (500) 16,- 2,- 5,- 4,- 3- 3,- 1,26 1,26 1,25 1,25 2,- 5- 2,- 0,60 0,50 0,50 2,- 12- 15- 6,- 1,80 1- 1,50 1,50 1- 4,— 5,- 1,20 (250) (250) (50) (50) (50) 20,— 16,50 12,- 15,— 12- 15,— 10,50 12- 6,- 19,50 16,50 7,50 10,50 13,50 24,- 21— 7,50 1- 1- 9.- 4,50 4,60 5,— 4,50 4,50 4.50 4,60 6— 6,50 6- 4,60 4,50 4,60 4,50 4,50 0,60 S- 15- 4,50 1,60 1,80 8,50 30,- 5,50 2.- 2.— 1.— 0,50 2,50 4,— 2,— 0,26 0,70 0,25 Der französische Streik. Einberufung des Bundesausschuffes der C. G. T. Paris, 17. Mai.(Havas.) Der leitende Ausschuß des C. G. T.'hat den natioualeu B u n d e S a» s s ch» ß der C. G. T. für Mitlwoch zur Beratung über dir Streiklage nach Pari» ein- berufen. Keiue nennenswerte Veränderung. Pari?, 17. Mai.(T.U.) Seit 24 Stunden ist keine n e n n e n S- werte Beranderung in der Streiklage eingetreten. Die Tendenz zur Wiederaufnahme der Arbeit verstärkt sich. Aus allen Teilen des Lande?, so namentlich aus Marseille und aus der Gegend von Nizza sowie auS den Ardennen laufen Nachrichten ein, daß die Arbeiter wieder in die Werkstätten zurückkehren. Die Gasproduktion inPariSsteigt und wenn auch ein Teilstreik weiter andauern sollte, so genügt die Menge des erzeugten GaseS für die Bevölkerung. Heber Paris fliegen Flugzeuge, die Zettel abwerfen, in denen zur Aufnahme der Arbeit aufgefordert wird. Im Stadtinnern fanden gestern 12 große Versammlungen der Streikenden statt. Nartprium üer üeutschsn Nheinlänüerinnen. Amtlicher Protest gegen die„Schwarze Pest". Berlin, 17. Mai.(Amblich.) Einem Artikel der Pariser Aus- gäbe der„Chicago Tribüne" vom 10. Mai zufolge werden die in der deutschen Presse mitgeteilten zahlreichen Fälle von Sittlichkeitsverbrechen der französischen far- d i g e n Truppen rn den besetzten deutschen Gebieten von dem französtschen Ministerium des Aeutzern summarisch in Ab- rede gestellt. Gleichzeitig wird von der nämlichen Behörde be- hauptet. daß sich in den fraglichen Gebieten überhaupt keine „schwarzen Truppen" mehr befänden, wiewohl nachträglich zu. gegeben wird, daß dieselben mit sogenannten„gelben Truppen" belegt sind, die indessen französische Bürger und ebenso von kau» k a s i s ch e r Rasse seien wie Franzosen, Engländer und Ameri. kaner. Tie Reichsregierung muß diese Unterscheidung des französischen Ministeriums zwischen schwarzen und gelben Truppen grundsätzlich als völlig bedeutungslos ablehnen. Sie erblickt in der Besetzung deutscher LandcSteile mit französischen Truppen afri- k a n i s ch er Herkunft, gleichgültig welcher Hautfarbe sie sein mögen, ein Berbrechen gegen die Zivilisation, daS die strengste Vevdar.imung der gesamten gesitteten Welt herausfordert. Was die von französischer Seite geleugneten Sittlich- keitSvcrbrcchen dieser Truppen anlangt, so befindet sich sin« Zusammenstellung authentischer Fälle im Druck. Die ReichSregicrung bemerkt indessen.schon jetzt, daß die Anzahl der bekanntgegebenen Fälle von Vergewaltigungen nur einen ge- ringen Anhalt gibt für daS Martyrium der deutschen F t a ue n in den besetzten Gebieten, deren unsagbare Leiden zumeist aus begreiflichem Schamgefühl der Leffenilichkeit verborgen bleiben._ Genosse Dr. Köster über San Nemo unö Spa. „Wir wolle« kemen Militarismus!" Turin, 15. Rai. Die„G a z e t t a d e P o p o l o" in Turin vom 18. Mai veröffentlicht eine Unterredung ihres Sonder- bemchterftatterS mit dem Reichsminister des Aeußern Dr. Köster, in welcher dieser auf die Fragen, wie er über die Ergebnisse von San R e m o und die Politik, die die italienische Regie- r u n g dorl vertreten habe, denk« und mit welchem Programm die deutsch« Regierung nach Spa gehe, u. a. erwiderte: „Tie Ergebnisse von San Remo lassen sich noch nicht voll- ständig überblicken. Die beiden widerstrebenden Richtungen, die wir in den Ententeländern überhaupt wahrnehmen, scheinen darin zum Ausdruck gekommen: Das Mißtrauen gegen Deutsch- land einerseits und zugleich eine aus der Erkenntnis der Bedürf- nisse ganz Europas geborene Bereitwilligkeit zu einem gewissen Entgegenkommen. Daß Mißtrauen zeigt sich vor- nehmlich in der Behandlung der„E n t w afs n u n g s f r a g e". Soweit die geforderte Entwaffnung die Abrüstung Deutschlands bedeutet, kommt sie unseren eigensten Wünschen entgegen. Wir wollen keinen Militarismus, keinen waffenstarrendcn Frieden mehr! Kein Beraünstiger denkt an einen Revanchekrieg, auf den wieder«in Revanchekrieg Frankreichs folgen müßte, und dann wieder einer von unserer Seile: Also die Metzelei in Per» manenz. Diese Gefühlseinstellung muß auf beiden Seiten aufhören! Der ungeheure Krieg hinter uns und die Zer- störung, die er hinterließt müssen doch den Vernünftigen aller Länder bewiesen haben, daß die Politik auf Grund der Jnter- effengegensätze eine im Grunde verfehlte und z e r st ö r e n d e Politik ist, daß jede fruchtbare Politik sich auf die Erkenntnis der gemeinsamen Interessen stützen mutz. Die Not hat uns zu dieser Erkenntnis geführt und sie fängt auch auf der anderen Seite an, dahin zu führen. Wir also wollen die Abrüstung, und haben nichts gegen eine Entwaffnung in diesem Sinne. Wenn aber die Entwaffnung soweit geht, da« sie die demokratische Regierung, die eben diese friedliche Politik will, wehrlos macht und der militaristischen Reaktion oder einem ebenso aggressiven bolschewistischen System die Wege bahnt, so wird das gerade Gegenteil, nämlich die er- neute Gefahr kriegerischer Entwicklungen herbeigeführt. Nur im Interesse der Ordnung und deSFrie- dens haben wir angesichts der Größe des Reichsgebiets und der tiefen Aufwühlung der Bevölkerung um«irre Erhöhung der Sicherheitstruppen angesucht. Wir müssen die Auslegung und Ausführung der Beschlüsse von San Remo abwarten,' um zu sehen, wie weit wir hierfür Verständ» nis finden. Die andere Tendenz, unser Wirtschaftsleben zu er- halten, die sich bereits in dem Londoner Wirtschaftsmanifest aussprach, begrüßen wir um so mehr, als jetzt auch Frankreich dazu geneigt zu sein scheint. Und dos wichtigste Ergebnis der Konferenz, die Einladung nach Spa, kann, wenn sie zu Besprechun- gen in wirklich friedlichem Geiste mir gutem Willen von beiden Seiten führt, einen großen Schritt zur Versöhnung der Völler und zur Heilung der Wunden Europas bedeuten. Insoweit Ihr Ministerpräsident durch seine Reden, seine Initiative und seine Betätigung auf der Konferenz auf einen günstigen AuS- gang hingewirkt hat. bewundern wir seine staatsmännische Einsicht und sind mit ganzem Herzen aus feiten seiner Politik. Mit alledem haben Sie aber auch die Antwort auf Ihr« zweite Frage. Auf Einzelheiten dos Programms einzugehen, wäre ver- früht. Wir wissen ja noch nicht, welche genauen Fragen in Spa zur Erörterung gestellt werden sollen. Wir werden uns jedenfalls bemühen, in dem«inn dort zu wirken, wie ich es Ihnen eben angedeutet. im Sinne �iner Berständigunz brr Völker und einer Erkenntnis ihrer Solidarität und der Beförderung des Wiederaufbaues des fast zugrunde gerichteten Europas. Der Wahlkamps. Die Wahlen in Draunfchweig, Streich unö Vanzig. Ueber den Ausfall der am Sonntag vorgenommenen Wahlen in einzelnen Ländern stimmt die reaktionäre Presse ein großes Jubelgeschrei an. Der..Lokal-Anzeiger" erscheint unter der Manschette„Große Wahlersolge der Bürgerlichen im Reiche". Gleichzeitig triumphiert auch die„Freiheit" über „unabhängige Wahlerfolge". Tie Tatsache, daß die beiden Extreme große Befriedigung über die Wahlresultate zu! � Schau tragen, zeigt, daß in Wirklichkeit keiner von beiden! Anlaß zum Frohlocken hat. Trotz ihres großen Geschreis hat die Reaktion keinen' wirklichen Sieg errungen, der sie zu Hoffnungen für den Aus-! fall der Reichstagswahlen berechtigt. In B r a u n f ch w e i g ist die knappe bisherige s o z i a l i st i s ch e Mehrheit, wenngleich in anderer Zusammensetzung, wesent- lich unverändert bestehen geblieben. Die bürgerliche Minderheit hat sich zwar auch innerlich verschoben, ist aber nach wie vor Minderheit. Das Charakteristische ist nun. daß die Verschiebung in beiden Teilen in entgegengesetzter Rich- tung geht, im Arbeitertum nach links, im Bürgertum nach rechts. In M e ck I e n b u r g> S t r e I i tz hat sich unsere Partei gegen den vereinten Ansturm von rechts und links wacker g e f ch l a g e n. Sie bleibt die stärkste P a r ste i, wenn sie auch nickt mehr über die absolute Mehrheit verfügt. Tie Un- abhängigen haben mit ihrer Spaltungstottik glücklich ein Mandat ergattert; diesen Gewinn bezahlt die Gesamtarbeiter- schast mit dem Verlust von vier Mandaten an das Bürgertum. Die Demokraten bilden jetzt mit fünf Sitzen das Zünglein an der Wage. Eine Mehrheit hat die Reaktion auch hier nicht erholten. Nur in Danzig sind die Wahlen wirklich reaktionär aus- gefallen. B:ü der Abtrennung Danzigs vom Reich mußte natürlich ein fruchtbarer Boden für nationalistische Agitation entstehen. Trotzdem hat unsere Partei auch hier den Tiefstand der letzten Stadtverordnetenwahlen bereits wieder über- wunden und ist im Ansteigen. Da Danzig aber gar nicht zum Reichstag wählt, so kann das Darrziger Wahlresultat ani wenigsten als symptomatisch betrachtet werden. � rJn allen drei Ländern bewegt sich der Wahlausfall in so verschiedener Richtung, daß eine Prognose für die Reichstags- Wahl in keiner Weise zu stellen ist. Soweit die beiden Extreme — Deutschnattonale und Unabhängige— an Boden gewonnen haben, fragt man sich vergeblich, was eigentlich bei der Sache herauskommen soll. Wenn im nächsten Reichstag mehr Unabhängige, weniger Sozialdeirtokraten, mehr Bürgerliche, weniger Sozialisten und unter den Bürgerlichen mehr reaktionäre als demokratische Abgeordnete sitzen würden, so wäre das für die Sackie der Arbeiterbewegung und des Sozia- lismus kein Sieg. Darum: nicht Zersplitterung und Star- kung der Reaktion, sondern Einigkeit gegen rechts! Jede andere Parole führt in die Irre. Es gilt, die voreiligen Hoffnungen der Reaktion zunichte zu machen, das kann aber nicht geschehen durch den Kampf der sozialistischen Richtungen untereinander, sondern nur im Kampf für den Sieg der Sozialdemokratischen Partei!_ TittmanN und die Kriegskrebite. Im Leitartikel unserer Sonn- aberd-AbendauSgabe hieß es, die leidenschaftlichste Rede für die Be- willigung der Kriegskredite habe in der Fraktion der jetzige un- abhängige Richbtagskandidat Tittmann gehalten. Dittmanii tele- graphicrt der„Freiheit", er Hobe eine solche Rede in der Fraktion nicht gehalten.- Er hat recht, es war auf eurer s o z i a l d e m o- kratischen Redakteurkonferenz, wo er diese damals viel bemerkte Rede hielt. Statt sich der Sozialdemokratie anzuschließen, die dafür sorgt, daß der kleine Mann im wirtschastliwen Kampf von dem Groß- kapital nicht erdrosselt wird, hat sich die Wirtschaftliche Ver- einigung, die angeblich die Interessen der kleinen Kaufleute und des nicht mehr existierenden MiltelstandS vertritt, entschlossen. eigene Kandidaten auszustellen und bewirkt damit das Gegenteil vou dem, was sie erreichen will. Wer faß in öer Etappe? Ein Erlah des bayerischen KriegsmhttsterS. Nr. 270 668 P, Kriegsministerium. Betr. Kriegsvcrwendung. München, den 26. Oktober 1915. In der Etappe, im besetzten Gebiet uitd in der Heimat ist ein« sehr grosse Anzahl von nur garnisonvcrwen» dungsfähigen aktiven Hauptteuten, Oberleutnants und Leutnants verwendet, die nur sehr kurze Zeit während deS Krieges an der Front verwendet waren, oder die sich schon lange'N ihrer gegenwärtigen Verwendung befinden. Ich bitte, den_ betreffenden Offizieren eröffnen zu lassen, daß für � ihre Belassung im aktiven Dienst bei der Demobilmachung die Gründe, aus denen sie längere Zeit dem Frontd-orst entzogen Ivaren, genau nach- z u p r ü f e n sein werden. v. H e l l i n g i a t h. Bayerischer Kriegsmimster. Tic Deutschnationalen behaupten, daß in der Etappe nur Juden gesessen hätten. Unter den aktiven OfftZleren be- fand sich auch n i ch t e i n e i n z i g e r Jude. �Spartakus spricht/ Er sagt, wer der Reaktion Dienste leistet. „Es ist selbstverständlich, daß die Bedingungen id-S Bielefelder Abkommens. D. Red.) loyal erfüllt werden müssen. Die R e. aktion darf keinen Äorwand finden, an dem Bielefelder Abkom- men zu rütteln. Daher ist auch die sofortige Waffenabgabe not. wendig. Unlautere Elemente dürfen kein Gewehr behalten. anderenfalls sind schwere Ausschreitungen unvermeidlich. Dadurch würde die gute Sache der Revolution aufs schwerste herab» gewürdigt werden. Tie Reichswehr bekäme den gewünschten Vorwand zum Einmarsch. Ein Blutbad unter den Arbeitern würde angerichtet, die Schreckensherrschaft des weißen Terror? auf- gerichtet.." „Es ist jedoch zu befürchten, da« unlautere Elemente den Versuch unternehmen, die glatt« Erledigung der Verpflichtungen zu hindern, entweder um der Reaktion Dienste zu leisten oder um Unruhen und Putsch: herbeizuführen, in der Hoffnung, dadurch Gelegenheit zu Plündereien zu finden. Dergleichen Elemente haben bisher schon viel Unheil angerichtet und den Kampf des Proletariats geschädigt. Darum. Genossen, seht solchen Leuten jetzt scharf auf die Finger und stopft ihnen den Mund, wenn sie durch Verdächtigungen und Hetzereien der allgemeinen �ache des Proletariats zu schädigen unternehmen. Derartige Elemente müssen rücksichtslos unschädlich gemacht werden. Wenn nicht anders möglich, müssen sich die ehrlichen Revolutio- näre, müssen sich die organisierten Arbeiter zusammen- schließen zur Unterstützung der Volkswehr, um mit dieser zu- sammen die Schädlinge zu entwaffnen und einzusperren." So steht wörtlich an der Spitze des„S p a r t a k u s" (Organ der Kommunistischen Partei Deutsch- l a n d s) vom i. April 1920. Tie Frage, w eich e E I e- mente der Reaktion Helfers dien st e leisten, wird durch diese Ausführungen restlos beantwortet. Bund der Berbeuger. Unter dem Schlachtruf„Mit Gott fürKönig und Vaterland, mit Gott für Kaiser und Reich" tritt ein Organisaliönchen in den Wahlkampf, das sich bezeichnenderweise„Bund der Aufrechten" nennt. Ueber die Rich- tung dieses Bundes ist weiter nichts zu sagen. Aber wir glauben, daß' diese„Aufrichten", falls sie ibr Schlachtgeschrei in die Tat um- setzen und die Monarchie wieder einführen könnten, sich sofort als „Bund der Rücke nbeuger" entpuppen würden. Schiffer gegen die Sozialdemokratie. In einer Wahlversamm- lung in München erklärte der frühere Vizekanzler Schiffer, eine sozialistische Mehrheit würde den Zusammenbruch nach innen und nach außen bedeuten, die Sozialdemokratie sei wohl zur Koalition. aber nicht zur Herrschafi fähig.— In Herrn Schiffers Brust regt sich mächtig das alte nationalliberale Herz. Er sei hier besonders erwähnt, weil er in unserem Leitartikel unter den Gespenstern der Vergangenheit nicht namentlich genannt war. kein Lohnzwang für öen Kappftreik. Regierungsvorschlag vom Reichsrat abgelehnt. Der R e i ch S r a t beschäftigte sich mit dem Entwurf der Ver- ordnung, wodurch eine Enlschädigungspfljcht der Arbeilgeber für Verluste der Arbeitnehmer an ihrem Arbeitseinkommen während des Generalstreiks zwangsweise eingeführt werden soll. Die Arbeitgeber sollen verpflichtet sein, eine Entschädigung mit ihren Arbeitnehmern zu vereinbaren. Kommt hierbei keine Einigung zustande, so ist die Regelung der Frage einem Schlich- tungSauSschuß zu überweisen, der, wenn auch hierbei keine Einigung zustande kommt, bindende Entscheidungen trifft. Auf die Frage, ob eine Ausforderung der Regierung zum General- streik vorliege, ließ die Regierung im Anschluß erklären, daß sie eine derartige Aufforderung zum Generalstreit nicht erlassen habe. Reichsminister Dr. David erklärte, daß der Weg über die Na» tionalversammlung nicht mehr gangbar fei, es fei ganz unmöglich. diese Vorlage auf gesetzgeberischem Wege noch unier Dach und Fach zu bringen. Die Ablehnung des Weges der Verordnung bedeute daS Fallen der Vorlage, was er namens der Regierung sehr bedauern würde.— In der Abstimmung wurde die Vorlage mit gegen 16 Stimmen abgelehnt, nachdem ein Vertreter Preußens erklärt halte, daß der Reichsrat zu einer materiellen Prüfung der Vorlage im Wege der Gesetzgebung bereit sei. Elternratswahlen in tzamburg. Sozialdemokratischer Sieg. Hamburg, 17. Mai. lEigener Drahtbericht deS„Vorwärts".) Die EltcrnraiSwahlen am Sonntag haben mit einem volle» Erfolge der Sozialdemokratie geender. In den Swulcn war überall ver- sucht worden, für„unpolitiiche" Listen Stimmung zu machen, zu denen sich letlweise bürgerliche Kreise und U. S.vP. zusammen, getan halten. An einigen anderen Schulen waren bürgerliche" und U. S. P.-Listen besonders aufgestellt. Beide Arten von Listen baben gegenüber der Sozialdemokratie kein irgendwie nenncnS- wertes Resultat erzielt. In mehreren Schulen ist die sozialdemo- kratische Liste allein gewählt worden. Im Gesamtdurchschnilt sind zwei Drittel sämtlicher Mandate der Sozialdemokratie zugefallen. Der Aussall der Wahlen eröffnet die besten Aussichten für die Eni- scheidungsschlacht am 6. Juni. Bonden 676 Sitzen, die vergebenen waren, erhielt die Sozial- demokratische Partei 491, die Unpolitischen 138 und die Un- abhängigen 46._ Hebet einen Kottbuser Generalstreik gegea zurückgekehrie Lüttwitz-Triippen war ginc Meldung durch die Presse gegangen, die auch wir gebracht hatten. Sie wird uns vom Kottbuser Partei» sekretäriat als unwahr bezeichnet. Zweiter Bundestag üer kriegsbesthäöigten. Ic. Würzburg, 16. Mai. Ministerialdirektor Kerschensteiner vom ReichSarbeitSministe- rium erläutert das neue RenteuversorgungSgesetz. Für die Opfer des Krieges und die soziale Fürsorge gibt Deutschland jährlich 6 Milliarden Mark aus, 100 M. auf den Kopf der Bevölkerung. Das Gesetz sei ein Kompromiß zwischen Schadenersatz und Fürsorge, nid wie bisher in engster Fühlung mit den Kriegsbeschcchigtenorgant- sationen bei allen Fürsorgcmaßnahmen gearbeitet worden sei. so solle das auch künftig oberster Grundsatz der Reichsregierung fein. Der Bundestag beschloh, sofort in Verhandlungen zum A-- schluß an die Internationale der Kriegsteilnehmer einzutreten und die Konferenz im Herbst in Mailand zu beschicken, Tie Wahl des Bundesvorstandes ergab folgendes Resultat: S ch ü m a n n» Hamburg. 1. Vorsitzender. M a r o k e- Berlm, 2. Vorsitzender, Eh r i ng-Neukölln, Kassierer, P fä n da e r-Treptow, Redakteur. Zu Beisitzern wurden ge- wählt: Reichert-Berlin, Dr. Thürnagel-Friedenau, Rechtsanwalt Wolssberg-Hamburg, Schumacher-Berlin, Richter-Berlin, Wolf- Steglitz, Heinze-Frankfurt a. O., Dr. Foth-Berlin, Schwert-Berlin. Zu Stellvertretern Schütze-Nowawes, Wöller-Neukölln. Rechts- anioalt Löwy-Berlin. Dem Bunde övorstcrid wurden weitere zwei Sekretäre zur Verfügung gestellt. Zu Mitgliedern des Bundes- ausschusseS, Sitz S l u t t g a�r t, wurden gewählt: Roßmami- Stuttgart, Eberle-Karlsruhe, Schwarzenberg-München, Frau Schott- Düsseldorf. Reinwald-Stuttgart, Bosawe-Köln und Diem-Würzburg; als Stellvertreter Sauer-tzrankfurt a. M., Silberberg-Wilhelm?- Häven und Krüger-Breslau. Als nächster Tagungsort wurde Dres- den bestimmt. Rohwann schloß mit einem begeistert aufgenomm nea Hoch auf die Zukunft des Reichsbundes die arbeitsreiche Tagung. Kappiade von links? Zu der Meldung der P. P. N„ die wir in Nr. 249 wiedergaben, sendet uns Dr. Ernst Meyer eine Berichti- gung, in der er es als unwahr bezeichnet, daß in Neukölln oder sonst einem Orte mn 26. oder 27. April eine geheime kommunistische Konferenz stattgesunden babe, die sich mit der gewaltsamen Er- richtung einer deutschen Räterepublik beschäftigte. Ebensowenig sei ein Fünferrat irgendwann und irgendwo gewählt worden, dem er, Schn-ellbacher, Fröhlich und Walcher angehören. Wa? das fünfte angeblich« Mitglied Hermann anbetrifft, so sei ihm ein Partei- Mitglied dieses Rauien? völlig unbekannt.— Wir haben in unserem Kommentar oisen gelassen, ob die Regierung getäuscht worden ist. Wir müssen die Frage nach wie vor offen lassen, auch nach der anderen Sestle hin. da ja die Konferenz, wenn sie stattgefunden haben sollte,«rst recht abgeleugnet werden würde. GsWerMaftsbewegung verbanöstag der Schneider. Kur Nngelegenheit der BerlinerDelegiertenwahlen kat Schuhmacher namens der Berliner Vertreter eine Erklärung ab- gegeben, in welcher der Versuch. 5000 Stimmen zu streichen, als eine direkte Brüskierung der Berliner Wähler bezeichnet wird. Ter Ver- bandstag sei auch statutenwidrig zusammengesetzt. Demgegenüber wird von der Mandatsprüsungskommission er klärt, die Behauptung der Berliner Delegierten, daß der Verbands tag statutenwidrig tage, sei. nachdem die erdrückende Mehrheit des Verbandstages, darunter Berliner Vertreter, die besonderen Um- stände bei der Einberufung durchaus würdigten und die Tagung zu pecht erklärten, durch die Anwesenheit der Berliner Delegation selbst gerichtet. Die erweiterte Mandatkommission weist den vorleum terischen Anwurf. sie habe sich von„unverhüllten parteipolitischen Er tvägungen" leiten lassen, entschieden zurück. Die Mandatprüsungs- kommission habe im Auftrag der überwältigenden Mehrheit des Ver- bandstages versucht, einwandfrei festzustellen, wer von der Berliner Filiale rechtlich und statutarisch gewählt war. Die gültigen Stimm zettel seien nach dem Einverständnis des Kollegen Lehmann soffen bar absichtlich) beseitigt. Das sei eine Täuschung des Verbands� tages und der gesamten Kollegenschaft, wie sie in der Arbeiterbetoe gung beispiellos dastehe. Die Erklärung der Berliner Delegation sei eine unerhörte Brüskierung des Verbandstages. Die vom Ver- bandstag einmütig ausgesprochene Rüge sei durchaus berechtigt und notwendig. Ueber die Lehrlingsfrage referiert« Borstandsmitglied Plvog; er fatzt feine Ausführungen in einer längeren Resolution zusammen, die einstimmig angenommen wird, nachdem ein Antrag, über diesen Punkt keine Debatte zu eröffnen, Zustimmung gefunden hatte. Die Opposition verläßt demonstrativ de« Saal. Ueber die Verhandlungen der erweiterten Statuten>beratlmgs- kommifsision berichtet Spreeber-Boomen. In den Beratungen ist es nach großen Schwierigkeiten gelungen, in verschiedenen Punkten, wie Beitrags frage, Einführurig der Anbei tslosen un derstützung, An- teil der Mliatcn an den Einnahmen der Hauptkasse zu einer Ver- stänldigung mit der Opposition gelungen, aber in der Frage der Zu- sammoirsetzung des Hauptvorstandes machte diese ihre Zustimmung M den anderen Punkten davon abhängig, daß ihr eine entsprechende Vertretung im Hauptvorstande, insbesondere einer der beiden Bor- sitzenden zugebilligt werde. Di« Opposition griff auf einen gestern schon vom Plenum abgelehnten Antrag zurück und verlangte, daß die Punkte 10: Wahl des Ortes für dmr Vorstand, und 11: Wahl der Vorstands- und Ausschußmitglieder usw. ebenfalls der Oppo- sition zur Vorbercrtuny überwiesen werden. Dieses Verlangen wird von mehreren Rednern scharf be- kämpft und vom Verbandstag neuerdings abgelehnt, ebenso«in Antrag Höhcnberger, zur Beratung dieser beiden Punkte eine besondere Kommission einzusetzen. Ein Antrag Schumacher- Berlin, de,: Berbandstag auf kurz« Zeit zu vertagen, damit die Opposition zur neuen Sachloge Stellung nehmen kann, wird eben- falls abgelehnt, worauf die Opposition demon- st rativdenSaal verläßt. Nürnberg, 14. Mai. Die Opposition, die nach Wlehnung ihrer Anträge den Saal verlassen bat, ist wieder zurückgelegt. Mit der Statuteuberatung geht es jetzt schnell von statten. De von der Kommission beantragte Beitragserhöhung wird angenommen, aber für die Ein- führung der Erwerbslofenunterstützung, in die auch die Reife, und Krankenunierstützung eingeschlossen ist, findet sich kein« Zweidrittelmehrheit, so daß sie abgelehnt ist. Die Zusammen- setzung des Borstandes bleibt die alte. Die Aufnähme der Bestim- tmmgen über die Ganleitungen in das Statut wird ebenfalls ab- gelegt, ebenso die neuen Bestimmungen über Zusammensetzung und Tätigkeit des Beirats, so daß es mich hier bei dem alten Zu- stand« bleibt. Das Stvcikreglement wird einstimmig angenommen mit der Maßgabe, daß die erhöhten StreikunierstützungSsätze ab 1. Juli nur zur Hälft« und di« vollen Sätze ab 1. Januar 1921 in Kraft treten. Durch die Ablehnung der Erwerbslos enunterstützung ist die Frage der Verschmelzung mit den. Hutarbeiterverband und mit dem Kürfcknerverband vorerst unmöglich, wie die Vertreter der beiden Verbände erklären. Vom Vorstand wird ihnen jedoch er- klärt, daß die Frage für den Schneiderverband noch nicht endgültig entschieden ist, da die Mitglieder in ihrer Gesamtheit durch Ur. Abstimmung nunmehr darüber entscheiden werden. Zum nächsten Punkt: „Die Möglichkeit der Sozialifierung in der Schneiderei«nd verwandten Berufen," referiert B r e n n« ck e-Hamburg. MS Korreferent ist Lehmann- Berlin von der Opposition dorgesebcn, der eS aber ablehnt, daS Referat zu halten. Ebenso lehnt S ch u m a ch e r-Berlin daS Kor. rcferat über den Punkt „Die Arbeitsgemeinschaften und ihre Aufgaben" cch. Nach dem Vortrag deS Referenten Theißinger folgt eine kurze Diskussion, worauf die von ihm vorgeschlagene Resolution angenommen wird: .Ter Verbandstag erblickt in den Arbeitsgemeinschaften eine konsegueyte Fortführung der bisher von uns betriebenen Tarif Politik und kann daher die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft nicht als eine Aufgabe des Klassenkampfes betrachten. Ter Ver bandstag betrachtet die Arbeitsgemeinschaften zwar nicht als ein Mittel, die Arbeiterschaft vom kapitalistischen Joch zu befreien, da dies nur in Gemeinschaft mit den iozwliftischen Parteien möglich ist. Solange jedoch die privatkapitalistische Wirtschaft nicht durch die sozialistische ersetzt ist, sind die ArbeitSgemein- schaften ein geeignetes Instrument, den Weg zur Betriebs demokratie zu ebnen und das Mitbestimmungsrecht der Arbeiterschaft zu verwirklichen. Da durch die Arbeitsgemein schaften weder eine Einschränkung des Streikrechts noch sonstige Hemmungen in der Führung des Klassenkanipfes zu befürchten sind, erklärt sick, der Verhandstag mit der Bildung einer Arbeits- gemcinschaft für das Bekleidungsgewerbe einverstanden." Ein« ziemlich« Minderheit stimmt gegen diese Resolution Zum Punkt..Wiederher st ellung der internatio- nalen Bez.i«Hungen" berichtet Stühmer, daß es bereits gelungen sei, diese Beziehungen wieder anzuknüpfen. Das inter- nationale Bureau soll seineu Sitz in Amsterdam haben. Redner erläutert eingehend das bereits ent wrfene Regulativ der„Inter- nationalen Bekleidungs-Arbeiterfcderaticm". Im August soll ein internationaler Kongreß in Kopenhagen stattfinden. Als Dele- gierte hierzu werden gewählt Sadath mit 81, Stühmer mit 79, Spreeberg-.Hamlburg mct 77 Stimmen. Zur Festsetzung der Gehälter für di« Verbandsangestellten empfiehlt Strübig-Hamburg, daß der Vorstand die Frage nach dem Regulativ des Holzarbefterverbandes regeln soll. Strübig-Hamburg begründet einen Antrag, den Sitz des Borstandes vo» Berlin nach Hamburg, den Sitz des Ausschusses nach München zu verlegen, mft den tiefgehenden Meinungsverschie- denheiten; den diktatoriicken Einfluß, der von der Ber- liner Filiale gegenüber dem Vorstand ausgeübt»verde, worunter die Entwicklung der Organisation zweifellos leiden müsse. Di« Opposition wendet sich mit aller Schärfe gegen die Verlegung des Sitzes, insbesondere warnt Redakteur Sabath vor diesem Schritt und erklärt zugleich, daß er in diesem Falle als Redakteur nicht mehr in Betracht käme, da er keinesfalls seinen Wohnsitz verlegen könne. Der Antrag wird jedoch mit 66 gegen 56 Stimureu bei 6 Stimmenthaltungen angenommen. Bei der Wahl des Vorstandes werden gewähft als Vorsitzende Spreeberg- Hamburg und P l e t t l-Frankftrrt a. M. mft 75 Stimmen, als Kassierer Seit- mann mit 76 Stimme«, als Redakteure Joseph mit 76 und Brennecke mft 65 Stimmen. Sitz des Vorstandes und der Re- daktion müssen an einem Ort« sein. Als Sekretäre werden ge° wählt Stühmer, Weite r- Berkin, P I o o g- Berlin, Thier- selbe r-Dresden und T h e i ß i n g e r-Berkin. Die Opposition gab 51 weiße Zettel ab. Der bisherige Vorsitzende Stühmer wird beauftragt, toi 2. Band der Geschichte der Schnei derbeweyung zu schreiben. Der nächste Verbandstag findet in Weimar statt. Zum Friseurftreik. Am gestrigen Montag nachmittag fand in der Bötzowbrauerei eine Versammlung der streikenden Friseurgehilfen Groß-BerlinS statt, die eine außerordentlich starke Beteiligung aufwies. Dem in dieser Versamnilung erstatteten Bericht der Zentralstmkleitung zufolge steigt die Zahl der im Ausstand Befindlichen unaufhaltsam. Man schätzt die Gesamtziffer der streikenden Friseure Groß-Berlins auf über 400 0. Es wurde weiter Mitteilung gemacht, daß ein- zelne Friseurinnungen bereit» an die Streilleilung herangetreten seien und sich zur Bewilligung der Forderungen der Gehilfen bereit erklärt hätten. Die Versammlung lehnte es ab. sich auf Einzel- bewilligungen einzulassen. Man verlangt, daß sich der Interessen- verband der Friseure Groß-Berlins mit der Streikleitung zwecks Verhandlungen in Verbindung setzt. Di« zurzeit im Beftieb be- findlichen mehr als 850 Rasierstuben der Ausständigen erfreuen sich weiter eines starken Besuches. Weitere fliegende Rasierstuben werden am heutigen Tage in der Gegend des PotSdamet und Anhalter Bahnhofes sowie des Oranienburger und Rosenthaler Tores ein- gerichtet._ Ende des Streiks im Hamburger Gastwirtsgewerbe. Hamburg, 17. Mai.(Eigener Drahtbericht des.Vorwärts".) Der Gastwirlestreik in Hamburg ist beendet. Das Hilfspersonal erhält 30 bis 50 Proz. Zulage. Für Kellner und die übrigen Kategorien werden sofort neue Tarifverhandlungen eingeleitet. Maßregelungen werden nicht stattfinden. Der Streil hat zwei Wochen gedauert. In der zweiten Woche waren auch die HotelS geschlossen. In der Mehrzahl der Lokale und Hotels ist der Beftieb wieder ausgenommen. Lohnforderungen im Zirkus Busch. Der kürzlich gewählte Betriebsrat im Zirkus Busch hatte der Direktion bescheidene Forderungen der Angestellten unterbreitet. Für das Ballettpersonal wurde eine monatliche Einhetlsgage von 400 M., für das Stallpersonal eine Lohnerhöhung von 350 auf 500 M. verlangt. Rcguisiteure und Bühnenarbeiter wünschen gleich- falls eine Erhöhung von 350 auf 500 M. Diese Forderungen sind angesichts der ungeheuren Teuerung wahrlich als bescheiden zu be« zeichnen. Gleichwohl fanden dieselben, wie uns vom Betriebsrat mitgeteilt wird, keine Gegenliebe bei der Direktion. Statt dessen wurde einer größeren Anzahl Personen gekündigt. Anscheinend wird mit dieser Kündigung zum 31. Mai der Zweck verfolgt, die miß- liebigen Elemente, insbesondere den Betriebsrat loszuwerden. Der letztere hat indessen die Angelegenheit dem Schlichtungsausschuß unterbreitet._ Lohnbewegung in der Parfümindustrie. Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Parfümindustrie, eine Branche des Fabrikarbeiterverbandes, waren am Mittwoch ver- sammelt, um Stellung zu nehmen zu den Vorschlägen des Ver« bandeS der Feinseifen- und Parfümeriefabrikanten betreffend Rege- lung der Löhne. Bisher hatten auch für diese Gruppe die Lohn» sätze Geltung, welche für die chemische Industrie festgelegt waren. In Zukunft soll die Gruppe bedeutend geringer entlohnt werden. Der Vorschlag deS Verbandes der Feinseifen- und Parfümeriefabrikanten wurde wegen unzureichender Lohnsätze abgelehnt. Die Parfümeriearbeiter und Arbeiterinnen, welche bisher keine Verbindung mit der Gruppe hatten, wurden eriucht, sich sofort im Bureau des Verbandes der Fabrikarbeiter, Engelufer 15, Auf- gang C I zu melden. Verhandlunge« über den Binnenfchifferstreik. Die in der Abendausgabe des.Vorwärts" vom 15. Mai ent- halten« Notiz entspricht nicht den Tatsachen und bedarf der Richtig- siellung. Der Transportarbeiterverband und Zentralverband der Maichinisten und Heizer stehen nach wie vor auf dem Boden deS von ihnen abgeschlossenen Tarifvertrages. In der am Freitag, den 14. Mai. ftattgeiundenen Sitzung haben sich die Vertreter des TransportarbeiterverbandeS und des Zentral« Verbandes der Maschinisten und Heizer bereit erklärt, die vom Verband der Binnenschiffer schriftlich zu übermittelnden Forderungen zu prüfen, die eventuell zu einer Beendigung des Streiks führen könnten und mit dem Arbeitgeberverband gegebenenfalls in Verhandlung zu treten. Deutscher Transportarbeiterverband. Zentralverband der Maschinisten und Heizer. Achtung! Bromsilber- und Priutenmaler! In Essen a. d. Ruhr stehen die Maler im Streik. Essen ist so- niit für alle Maler und Photographen gesperrt. Erkundigung ist einzuholen im Verband der Lithographen, Steindrucker und v«- wandten Berufe, Engelufer 15 Hl, Zimmer 67/68. Die streikenden Bankangestellten in Rheinland und Westfale» haben durch Mehrheitsbeschluß den Schiedsspruch des vom Reich?» arbeitsministerium eingesetzten SchlichtungSausschuffes angenommen und sofort die Arbeit wieder aufgenommen. Abschluß des Tarifs für Mustermachcrinnen und Anfmacherinnen in der Spitzen- und Kurzwarcn-Engrosdranaie. Für die Zeit vom 1. April bis 30. Juni 1920 werden folgende Lohnsätze gezahlt: Ueber 20 Jahre alt monatlich 600 M.. über 13— 20 Jahre all 880 M., über 16—18 Jahre alt 275 M., über 14—16 Jahre alt 180 M. Abzüge deS Bertroges sind im Bureau des Deutschen TransportarbeiterverbandeS, Engelufer 14/15, Zimmer 32, erhältlich. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Branche Einlasiirrer, Kasienbotcn, Bureaudiener usw. Donnerstag, den 20. Mai, abdS. 0,7 Uhr, bei Wcaener, Seydelitraße 30, wichtige VerftauenSmännerverfammIung.— HandelshilsSarbeiter und-acbetierinnen der Gruppe VII auS allen Be- trieben der Puybranche! Mittwoch, den 13. Mai, abends S Uhr, im Lokal von Wegener, seydetstr. 30. Gruppenversammlung. Verband der Porzellauarbeiter. Mittwoch, 13. Mai, abdS. 7 Uhr, Zahlitellenveisammlung Dresdener Sft. 113, Schulaula. Beftiebsräte und BetriebSobleute müssen erscheinen. Deutscher Hutarbriter- Verband. Putzmacherinnen der Detail- Warenhäuser. Versammlung am Mittwoch, den 13., abends 7'/, Uhr, Ge- werkschastshauS, Saal 3.— Damenstrohhulbranche. Versammlung am Donnerstag, den 20., abends 5'/, Uhr, Restaurant Gewerlschaftshaus. Vorträge, vereine unü Versammlungen. ReichSdund der Srtegsbeschadigte« Britz-Buckow. DonnerSlaa, 7'/, Uhr: Mitgliederveftammlung bei Maier, Chausseestr. 63/70. Kamerad Mende spricht über das neue VersorgungSgei-tz.— Vor der Volk». abstimmiiiig in Oitpreusten! Mittwoch, Uhr. Auw Hecker-Real- schule, Weitzenburger Sft. 4a(am Seneselderplatz): Vortrag �er die VottS- abslimmung in Ostpreußen. Die Abstimmungsberechtigten der Bezirk»- gruppe Berlin-Norden werden gebeten, zablreich�zn�richemen� «erantw. fllr den redaktion. Teil:«'ich«»t«»--' T.mp.lh°f: flle Aa«wa: Tb. Glocke, Berlin. Verlag- Bo rmäft-.V-rl-a S. m. b.£>.. Ber m. Druck. Bor. wärts-Buchdruckerei u. Verlagsanstalt D�ll Singer u. Co. Berlin. Lindenstr. S. HierM 1 BeUage. stKa» •»..............."___»» 4.._ AUCH ALLE HAUSFRAUEN SCHWÄRMEN VON DEN NEU'•ERMÄßIGTEN PRESEN DER VEREINTEN 5 FIRMEN l&APPIlü Weiße Bohnen Pfd. 3,25 Braune-" 3,2,5 Ackerbohnen- 2,80 Grüne Erbsen Pfd. 3,90 Kapuziner«" 2,90 GetreideKaffee• 3,90 143 FILIALEN IN GRO�- BERUN-� CENTRAL- BETRIEB; �CHLE�CHE�T Otto Reichelt/ Butterh.Loreley/ Ernft Lddewij}/ Butterh. Union/ J.F. A�mann/