Nr.337.37.Iahrg. ' BeznqSvreiS: B etteltäf)i:L25�0DiU.niimatl.8v603JIt frei INS Saus, ooraus zahlbar. Post- "szug- Monatlich 8,— Ml. e�kl.?>.!- lrellunasjiedilhia Unter Kreuzband für Deutschland»nd Oettcrrenti» Ungarn 15,— Mt. für das üdrigc Ausland bei taglich einmal. Zuliellung 20— M. Poitaesteilunaen nehmen an Dänemark Rolland, ruremvurg, Schmeden, Tschecho- Slowakei und die Schwerz. Srngerragen u die Post-aeirunga- Preisliste. �er»Vorwärts� mit der Sonntags- seilage.Volt u. Seit* ericheint wochen- tägllch»weimdl. Sonntags einmal. Telegramm-Adreste-' .Sa-ialdeinokrak Verlin-. Absnd-ARSgabe r IßstmB ) berliner Volkslilsti Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei i Nuzeiaeichreis: Die achtgesualteue Nouvareillezeil« lo it- 3.— M., Teurrmigszu ich lag 5"°,�. Kleine Zlnzeigen-, das-II- gedruckte Wort 1,- 2)1. tzulTssiz zwei fettgedruckte Worte), sedes weuere Wort GO Psg. Stellengesuche und Schlllistellenanzeigen das er'.? Wort' vö Pig., jedes weitere Won 40 Psg. Worte über 15 Buchsiabeii Iiialon für zwei Worte. Tciierimqszus.ulaa-Wt* Hamilien-Anteigen für Abonnenten geile 2,— M, polilifche und qe- loertschaftliche Vereins- Anrelgen 3.— Ml. die geile ohne Aufschlag. Anzeigen ill?. die n ä.ch st e b.uiüiner müssen' bis S Uhr nachinitraisd. im Sauotgeschäst. Berlin SW W, Linden- stratze 3. abgegeben werden. Seiiffn«! von 3 Uhr srüh bis 5 Uhr abends. HedoEtioa unü C�peöition: SW. öS, LinSenstr.?. Xeruftfr edier: ilmt"JDlontiVlatt, Nr. 15190—15197. BEaKa—«u.» m iwmammmatBBisammBK�sm�ii� jnwaKasaammKOBmam Donnerstag, den 20. Mai 1920 Mmtmm nugtem rnKtama Die Natisnalvers ammlung beschäftigt sich heute mit den Ausschreitungen des f r a nz ö i i s ch e n Militarismus, der im besetzten Gebiet seine Schwärzen Hausen läßt. Wenn der deutsche Militarismus in dieser Sitzung ungeschoren davonkommt, so hat er das den D e u t s ch n a t i o n a l e n zu verdanken, die geschäftsordnungsmäßige Gründe dagegen vorschützten, daß die vom ganzen deutsckien Volke gewünschte Beseitigung der Militärgerichte heilte noch er- ledigt wird. Sie spekulieren darauf, daß die Volksvertre- tung angesichts der bevorstehenden Wahlen für eine'dritte Sitzung nicht noch beschlußfähig zu erhalten sein wird und daß der neue Reichs: ag der militärischen Reaktion freundlicher ge- sinnt sein wird als die Nationalversammlung. So bleibt die heutige Sitzung, so sehr auch ihr Gegen- stand die Otffentlichkeit bewegt, in parlamentarisch-politischem Sinne nur Zwischenaktsmusik. Tie entscheidende Frage ist, ob die Nationalversammlung den Gesetzentwurf über die Be- seitigung der Militärgerichte noch fertigbringen wird, und diese Frage hält der heutige Tag noch in der-ichwebe. Der Rechten soll aber nicht vergessen werden, daß die letzte Tat vor der Auflösung der Nationalversammlung ein Versuch war, einen Fortschritt der Rechtspflege zu verhindern und ein mili- iärisches Privileg aufrechtzuerhalten. In der heutigen Debatte kam nach eindrucksvollen Reden der Genossin Roehl und des Reichs Ministers Genossen Dr. Köster iiberjsie Kulturschmach der schwarzen Besetzung die Unabhängige Frau Z i e tz zu Wort, die durch ihren Ver- .such, die deutschen Soldaten mit den schwarzen Frankreichs gleichzusetzen, heftige Zwischenfälle hervorrief. Aus der weiteren Tagesordnung steht die Abschas- f u n g des Belagerungszustandes, für die die so- zialdemokratische Fraktion eintreten wird. Die Entscheidung darüber, ob heute Schloß gemacht wird oder ob morgen noch eine letzte Sitzung stattfindet, wird erst in den späten Nachmittagsstunden erfolgen. 1T7. Sitzung, Torrnerstag, den 20. Mai, 10 Uhr. Am Regicrung-tisch: Koch, K ö jt e r, Schmidt. F!arbige Truppen im besetzten(Gebiet. Die Regierung erklärt sich zur sofortigen Beantwortung der Interpellation Lobe(Soz.) und Genossen, betreffend die Verwen- dung farbiger Trupven in den. besstztezi Gebieten bereit. Abg. Frau Roehl lSoz.Z: Der Interpellation haben sich samt. liche Parteien mit Ausnahme, der Unabhängigen ange- schloffen.(Lebhaftes Hört, Hört!) ,Ju einer Zeit, wo wir in Frie- den aufatmen zu können meinten, muß uns die Verwendung schwarzer Truppen auf? tiefste empören. Wir wenden uns nicht gegen die schwarzen Menschen als solche, denn wir Sozialdemokraten lehnen getreu unserem Programm jeden Rassen- haß ab. Aber wir wissen, daß die S'tten und Gebräuche bei uns im Abendlande eben anders sind und daß die Kulturstufe jener Raffen unmöglich mit unserer verglichen werden kann. Die entsetzlichen, traurigen und schauderhaften Vorkommniffe, die zu unserer Kenntnis gekommen sind, zwingen un? dazu, s l a m m e n d e n Prolest zu erhebeni Tie sind so gräßlich, daß man sich* sträubt darüber nachzudenken und nur ungexn davon spricht. Selbst S ch u l m ä d cl> e n, die in Beglei- tung ihrer Lehrerinnen Ausslüge"machten, m u ß ich n vor M a r o?- kauern, die sie zu überfallen drobten, flüchten. Ich wiederhole, daß wir die Schuld nickt diesen schwarzen Menschen selbst zumessen, aber ihren weißen Auftraggebern, den B e l g i e r n und F r a n° z o i e n, die die Kultur, und die Moral des Abendlandes kennen müssen mnd W-ssSn. daß die anders ist als bei Senegalesen und Arabern. Frankreich und B e�fg i en sind und bleiben deshalb die Schuldigen.(Sehr richtig! bei dgr Mchrh.) Wir richten den dringenden Appell an die Regierung, alles zu tun. um die betroffenen Länder von dieser Geisel»zu bcfreipn. Und wir wenden uns an die Fwauen aller Kulturländer und an alle Frauen dcpjßelt, daß sie uns unterstützen gegen die kulturwidrige Verwendung dieser farbigen Truppen, damit wer befreit werden von diesen unwürdigen Zuständen.(Lebhafter Beifall.) Rei.öSminister des Auswärtigen Dr. Köster: Die Regierung m den Interpellanten dankbar, daß sie ihr Gelegenheit gibt/ ihr? Meinung kundzutun in einer Frägc, die sei: vielen Monaten aus dem deutschen Volke lastet und seil einigen Wochen auch die. Mc:- nung der Neutralen und unserer ehemaligen Gegner erregt. j-um günstigen Meldungen der letzten Tage über die DiSlozie- ru ng dar farbigen Truppen bewahrheiten.sich leider nicht.(Hört, bort.) Es liegen in Mainz und W o r ltl s noch zwei schwarze Senegalesenrsgimenter, in Ludwlgskafen und Germers- hei m ein Bataillon gemischter gelber Truppen, im' übrigen - kJcicbten Gebiet noch IG Regimenter Algerier. Marokkaner und Sundaue.en.(Lebhaftes Hört, hört!) Auch für die deuticbc Regie- ' rung. handelt es sich nicht um einen Nassenkampf Legen die Schwarzen an stck», sondern um die Berlcid'gung der bedrohten deutschen Titte unö Kultur, ohne alle Hcberlieif'un� müssen tvir Von der Oesienftichkeit resistellen, daß die Verpflanzung von ungefähr SO 000 farbigen sremdrassigen Truppen in das Herz des wei- ßen Europa ein Vergehen au Gesamteuropa ist.(Lebhafte Zu- stimmung.) War schon im Krieg? Die von Frankreich besonders gebrauchte Verwendung farbiger.Truppen ein.Gefährliche?, so ist die Verwendung schwarzer Truppen'etzt nach Friedeusschluß hier in Deutschland gegenüber einer friedlichen Bevölkerun«:■ Verbrechen,(Leb haste Zustim mutig.) Es ist ein seelischer Fusstritt, den man unserem Volke hersetzt, wenn man ihm, nachc/i» man vorwärts-verlag G. m.b. y-, SW. 08, �möenstr. 3. Feruivrccher: Äuil üslo ritzplatz, Vit. 117 Till— 54. ■»■■«■■BinMKiawaaMKWJiiWiwiiiiiiMiiiiii iiiiiiuu 7~ Christentum unö Sozisstsmus. Bekenntnis eines christlichen Gewerkschnftssührers.. Aus dein Ruhrrevier wird uns geschrieben: Tie Presse beschäftigt sich-mit den volkswirtschaftlichen Ausstrahlungen der zur Pflege der Gsmeinwirtschaft geschas- fcnen industriellen Selbstbewirtschaftungskörper. Besonders erfreuliche Urteile werben nicht gefällt. Man findet, daß der „F q ch s y n b i k a l i Z nl u s" oder„B e r u f s k a p i t o l i s- m u s" sich in diesen Körperschaften eine Heimstätte schaffe. Wenn das der Fall. ist. dann tragen die. bürgerlichen Parteien ein Fahr lang ökonomiiV' und national ausgeplünde-rt und! l>lc �wrantwortung��nn)le haben sich nach. Kras.en be- bedrückt hat, noch, dos Joch von schwarzen Truppen! ÜUrH-lchE � 0 zm! liier UNg t'lCjCl* �TlvU]trt?0rQ0Ul* auferlegt.(Sehr richtig.) Äber abgesehen von diesen allgemeinen! sationenlzn verhindern.«' Betrachtmlgcn ist die dauernde Verwendung von SOOOO Aiigft'ö- diesem Betracht ist es ttun von besonderem Interesse, rigcn einer fremden Rasse v o l k s h h g i e n i s ch eine große Ge- /das Urteil ei ncs der hervorragend st en ch: i st I: ch e n fahr nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa. sLie) G ewe r k sch a st s s ü h r e r s über die bisherigen Soziali forigesetzte Gewalitöiigkeit, die Ermordung harmloser Bürget, die Vergewaltigung von Frauen, Mädchen und Knaben, das riefen- hafte Anwachsen der Prost, tut« n, die'Einrichtung von Bor- bellen auch in den kleinsten Städten, und das rapide Anwachsen von Geschlechtskranken der schwersten Art stellen eine Po» litis Frankreichs gegen Deutschland dar, die man nur als eine rück- sichtsloje und mit allen. Misteln geführte>.. Fortsetzung des Krieges»litten im Frieden � bezeichnen kann( lebhafte sinstinimung), eine Kriegführung, die f wenn nicht zum Ziel, so doch chtr Folge hat, daß der deutsche Volks- i korper an se'ncm westlichen Rande d.�iernder V e r s t e ch u n g ent-; gegengeht. Tie deutsche. Regierung konstatiert,-daß nicht nur. in j Deutschlaud, souidcrn auch im neutralllt Ausland Mcstincr und' Frauen diesem schwarzen Wahnünu, wie es eine schwedische Zeitung nennt, ihr? Aufmerksamkeit zuzu- wenden beginnt. Leider haben kiese aus Amerika, Schweden nnid Norwegen kommenden Proteste auf yu England, Franzos.'n sierungsmaßnahmen'kennen-zu lernen. Der Bctrefseirde legte seine Meinung nieder in einem an eiven Gesinnungsgenossen gerichteten Brief. Einer Wortgetreuen Abschrist dieses Briefes entnehmen wir folgendes: .. Soviel kann ich.Ihnen heute schon saget«: auch die christlich pnentierle und gewerkschaftlich organisierte Arbeiterschaft löhnt cz— ahgc,scl>cn von einigen älteren Eigenbrötlern— ent- schieden ali, nutet dem inbioidualistisch-kapitälistis.hen Wirtschafts- fystem in Zukunft Frondienste zu tun. Wir müssen- zu. einer Ge- . m e i n w i r t sck) a s t kommen, die einerseits den. starren Staats- I bureaukratiDmus vermeidet und dem Kapitalis-mits die antisozialen ' Eigcnschaslvn nimmt... Es besteht aus seilen der christlichem i Aebei-ter Geneigthmt. die privatuumopolistii'sche, der Massckncrzeu- ! gMg dianendcn, lebensnotwendigea Werke in'Staatsr-gie. ! oder a f t zn nehmen...Die Preis- treibere-ien und.Li« ÄnSbeutuirg der Allgxmcncheit durchs die. Schwcriirdustric fordern geradezu heräus. Auch die Vergiftung der öffentlichen Meinung durch die Kohleu-Schlotbaro««' ebensowenig Eindruck wie die immer wieder holten Einsprüche der det:t''ckicn Regierung seit der Besetzung durch den Roichskommissar im Rhemlände.und schon vorher- durch!(Ankauf'Wld kop stallst: sch.soziale Beoinslussung.eines die Wafsenstillstandskymmission. Dabei können die. Franzosen s a ch- f Teiles der Presse Usw.) sind ein weiterer Anlaß, um durr liche Gründe. für die Belassur.g dieser farl ioen Truppen nickt im �'ckaftspolitische Maßnahmen gemeinwirKchaftlichee Art diese geringsten vorhr.ngen. denn Frankreich hat heute noch ein durch reu ein wirksames"Paroli Ästeten zu können. kcincrlm Abrüstung gcsthwachtts weißes Heer./'-.......... Wenn die Franzosen mit dem wesentlichen durch Wirt- n Her- rzosen idealen Grundsatz der Ahriistnng, t>onst>er sie behaupten, daß sie ihren politischen Ideen un: ihrer Kultur entsprungen ist, ernst machen wollen, dann glaube ich nicht nur im Namen TeutschlandZ,' sondern auck anderer Völker sprechen zu können, wenn ich. den Franzosen empfehle, daß sie die Abrüstung bei diesen, schwarzen, curopafremden Truppen beginnen sollen.' Ick habe verschiodene Franzosen'übe:' die schwarzen Truppen gesprochen und mir wurde verschedentlich vorgehalten, daß gerade bei diesen die. D i s z i p l i n besser sei als bei manchen.meisten Truppen, und-vickleichh ist dies der Grund für.die chelassuna der Schwarzen. Ich g'aubc' a?er.wiederum im Namen des ganzen deutschen Volkes, sprechen zu können, wenn ich den Franzosen sage: -wenn. schon weiter besitzt bleibm soll, dann wollen wir dime min-, der? Disziplin lieber aus uns nehmen, wenn wir nur'sobald, wie möglich von der schwarze» Plage befreit' werden,. In diesen Tagen sitzen in Pari? deutsche und iranzösische Industrielle und Kaufleute zusammen, um Wer die künftigen' wirt-' schastlichen und kommörziellet: Verbindungen zwischen Deustchb'nd u.nd Frankreich zn beraten. Tie wissen, daß die französische Re- gierung aus dieses Zusammenarbeiten ebemo arosien Wert legt lote Teutschland, und wenn es nach unserem Willen acht, fall aus den Beratungen ein Resultat hervorgehen, das die Wirtschaft- liche Zusammenarbeit garantiert.. Ich möchte' aber der irarzösiscken Regierung von dieser Stelle aus», zu bedenken geben, daß man nicht von ökonomischem Zusammenarbeiten, nichs von der ökonomischen Solidarität Europas reden kann und daran arbeit.'n kann, wenn man oleichzeitig die' politischen Gefühle de? anderen Partners in dieser Weise mit Füßen tritt, wie es durch Fransreich b-sher geschehen ist. i Meine Damen und Herren! Du: deutsche Regieruna bat vom ersten T-ae der Verwendung schmatzer�kruvven'sich'bemüht, durch alle Kanäle und Apparate, die:kr zur Verfügung standen, die En;- fernung oder wenigstens eilte Milderung des schwarzen'Äe-' g'.mes zu erreichen. Alle Proteste aber hoben bisher keinen Erfolg gehabt/ Von mir aus muß ich sagen, adaß wettere formelle. Proteste an Frankteich wensg Sinn habet, werden. Wir müssen die weiteste Lesfentlichkeir Europas uiid- de.r ganzen Weht über die Schandg im Westen, nd wir müssen uns an den Völkerbund wenden, ob er nicht vielleicht die Mittel und Wege finden kann, um aus Frankreich einen Einiluß zur Enksernung der schwarzen Truppen auszuüben. Der Völkerbund.stand zwar bisher auf, dekb. Papser, �rn Fi>k rrhov, v.- stz py Jpfyrtjlist />* ,» n~*" Blies des christsichell, GswerkschaftsführerS ist aber aber gerade in diesen Tagen ist er lebendig geworden, Der Minister erinnert daran, daß Frithjof N a n> e n al§. Tele-,.jl, r»....... r,,... giertec' des Volkerbundes jcht in Berlin über den Nücktransvort tu für, böf)(5> r t kr e n � Hin U-n b der deutschen und' russischen KrieaS�efsnaeneck verlud elt und fährt' �.0,z l a l tS M u's sich n:cht g�nseitiy auSscbl'.etzM, sondern fort: Der Völkerbund wird also lebendig. Die deutsche Regierung! w e s c:? s v e r lv a n d t sind. Der christliche, ßseiverk»' hoff:, daß er sich auch der Frage der schwarzen Truppen annehmen j sthastssührer bekennt sich zum Sozialismus mit einer S3o und daß eZ ihm gelingen möge. � stimlnkheit, die wieder einmal die Äsiitatio: sirase von dem (Fortsetzung aus der 3. Seite.)>»christentumsfeindlichen Sozialismus" Liize sirast. Auch ich verspreche mir von den jetzigen Selbstbewirtschastutigs- körpern und ArbeitSaemeinschäftau der Industrie vorläufig nicht das, was man sich allgemein, zurzeit davon verspricht." Die Hoff- nunzen hierauf sind weit übertrieben. Den gerissenen lln- te x ne h me rp e r t r e te r n stehen bei der Behandlung w i rt sch af t S p o I i t! scher Fragen in de«. Arbeits- g em ei n scha fteu. E e lb st b e w i r t s ch a st u n z skö r pe rn, Au ß e n h a u de l s st c l len usw. sehr oft Arb e i t.er ver- trc'ter gegenüber, die sich durch bereitwilliges Entgegenkommen der Unternehmer der einzel- n'e n Branchen in der L o h n f r a g e verlocken lassen, den Ambitionen der 1l n t e r n e h m e r auf d ack I n t/ r- esse der Allgemeinheit. P o rs.p �n nd i e n st e zu. leisten. Älletdings lammen auS dem Arbchterlager auch schon Stimmen ,der Kritik, die die Schliche d c s K a.p i t a l! s ni u s durchschauen. Wen« wir nun an die gcmsin wirtschaftliche Um- fsvmchng eines. Teiles der Kohlen- und Stahlindustrie crttftlich Herangehe« wollen,... dann brauchen wir eine Mehrheit im Parlament. Loidec ist schon zuviel Zeit verstrichen, und der KaMckiSmuS bat sich in seiner neuen Position bcrcÄS stark verschanzt und festgesetzt. Die'beiden Rechtsparteien stützen ihn unbedingt und zun: Teil in fest n c i ,o I tun Form. Das Zen t.rF m (Christliche Volksparte:), dem viele christliche Gaverkschafi«» angehören, steht in de r Frage gespalten da. Dce� rechte- F lüget und seine M i t t e l st a n d Sle.n t e machen nicht mit. T i e A r b e rt e r schon. Die Demokratische Par- toi, in der die Vertreter des Bank-, Handels- nnd Börzsnkapitals ein gar gewichtiges Wörrlein'mitzureden haben,- dürste für solche „sozialistischen Experimente". nicht zu haben sei::. Diese Ausführungen des christliche.« GewerksSjaft�ührers, der sehr aktiv im Gewerkschaftsleben tätig ist, sind ans alle Falle sehr interessant. Er ist sich seiner Kiassenlage soweit sie- ivußt, dc-ß er klar die k a p i t a l i st i s ch e G e s i n n u n g aller bürgerlichen Parteien, einschließlich seiner Partei, des Z e n t r u m s, erkennt. Denn die christlichen Ar- bcitersckretärch im Zentrum bestimmen. nicht dessen Politik:' hat doch Herr Trimborn einer Koalition mit der(durchaus. k a p i t a l i stiss che n Stresimanu-Nieäcr-Partei. das. Wort geredet." Der christliche Gewerkschafts fahre!: trifft den Nagel ans den Kopf,, wo er schreibt:„Wir Prauche'n eine- Mehrheit) m P a'p kamen t" für die Sozialisierung. In der Tcft,. die brairchcn wir. Wenn die Massen der christlich orientierten Arbeiter'das auch einsehen, chomnien wir zu. Daß die'EntwiMuig zu einer Entscheidung von grundsatz- lichsr Bedeulung hräflgt, gesteht übrigens auch der Hcmdels- !�dgktcur des� gewiß gscht sozialisierungsmutig-en„Berliner Tageblatts" ein, uü>cm er'in einer Betrachtung über die„Dil- iatur deb Schwerindustrie" am Sonnabend, hen 15. d. Mts., schreibt:„�n ber Montqyindustrie wird sich das oolkswirtschaftliche Prinzip nach unserer rin ficht kaum anders z.u r Geltung bringen l a s s e n, a l S d a ß d er Schwerindustrie die Kohle entweder ganz aus der Hand genommen oder aie BestimmZ!«� siber sie doch ganz erheb lieh "i�geschrstwkt Wird," Wenn das die Herren G o t h e i n, D e r n h u r g und Genossen n.ur einsehen möch- :en..Für die Sorialisten hat der christliche Gewerkschafls- 'ührer das nächste Ziel richtig gestellt:„Wjr.MÜsse n est n e x A e h r h e i t i m P a r l a m e n t h a b e gl" 'Hrs�Zoeff-Rantzaus Dokumente. ä Ku:ru»ptifftische Irreführung. 1 Am letzten Sonntag gaben wir die Bedingungen bekannt, unter denen der von den chi�bhayflige» emtstohlene Graf B r o ck d o r ff» Rantzau Anfang Dezember ILtE die Leitung der auswärtigen Angelegenheiten wbcrnahnr.. In � ihnen war. auch' die Abwehr ge° "�altsainer kynimunistischer Uiusturzversuche durch Getvall gefordert. Daraus, daß' die unabhängigen BollÄbeauftragten ay dieser' Be- dinvlitg keinen Anstoß nahinen,.vielmehr,, gegen Emil Barths Stimme,'. die Ernennung bestätigten, zogen wir den Schluß, daß die Unabhängigen in der' Zeit ihrer Mitverantwortung selbst die bttfxxe Notweni�.gkxit dxssen einsahen, was sie als Opposition Icidsn- i.hosjl'ich lekämpstgn. Di'e„Note FUms" zieht nun alt? dieser Beröffentlichung den Schluß, c? sei bei der Ernennung Rantzaus der Plan verabredet ' worden, die'kommunistische Bewegung in Blut zu ersticken. Das ist eine.Irreführung wider besseres Wissen. 5>ie„Rote Fahliel' weiß selbst sehr genarn daß dje Kommunisten tätsächlich den Plan. l»erM«tm. ihre Herrschaft durch i GNpglt durchzusetzen und daß die gewaltsam« Abwehr erst dann in Betracht sam, wenn ile' an die Ausführung dieses Planes gingen. Der Plan, die rein sogialisHsche Regierung Schert- Hasse gewaltsam zu stürzen, vnrde schon in. dem Augenblick gefaßt, in dem sie erstand- Ein öfsenttich tagender Parteitag der Kommunisten beschloß später, die von den Arbeiter, und. SokdcfteurätLN beschlossenen Wahlen zur ''.'ativnalversaenmlung gewaltsam zu verhindern.- Di« sezchlislisch? sltegieruug fi'jtte die PfJfcht, dem un» gfchhmwn Machtstreben einer winzigen Grutzp««ntgezenzutreien. Diese Pflicht hat sie«-uerkaunt«ch wmtec nichts, fsi« Behauptung, üe hgft« es auf dlrch?e AuSrinanSLrsetzun�e« angelegt in einer "ejh m der ihr militärische Meechtmittel gar nicht zur verftizung l anden— ist eine DollhauSphontafte. Die Kommunisten und die Tiiftmuabhängigen um Ledebour haben die gewaltsame Entschei- dUNg gesollt, angekündigt, vorbereitet und schließlich erzwungen. '3if„Rote Fahne" foVie den Mut Hahen, diesen Tatsachen ins Ge- .icht zu sehen und auf GeschschtZsälschungeu zu verZichten. Ncnwnerhö'bung für UnfaUserletztes Bisher' ltezogen die Unfallverletzlen, deren Ercherbssähigkrit' um mehr als gß� P r o z. herabgesetzt war, xine monatliche Zu- '"tzrente von 20 M. Die Bewilligung der Zusatzrente war indessen von der Bedürftigkeit des Verletzten abhängig. Die Witwen ind shjgisen der tätlich Unfallverletzten waren indeL von der Bs-. üsstligui'.g dieser Zusatzrente ausgeschlossen. Um 5. Mai 1920 ist ,i unmebr eine neue Verordnung ergangen, die nicht nur'eine ' r h ö h u n g d'e r b i s h e v i g x u Z u l a g e n, sondern auch deren A n s d e h n u ng auf dsc Hinterbliebenen(Witwen ulü) Kaisen) ausdehnt. Di«' Bewilligung. der Zulagen ist auch nicht . n-hx von der Bedürftigkeit abhäiigig gemacht, Unfallverletzte, die wtzt eine Rente von. 50 Pr o z, oder mehr der Bollrente aus An» �-ß eines oder mehrerer Unfälle beziehen, die sich vor'dem 1. Fe- ' eggr ItlgO ereignet haben, erhallen zunächst für die Zeit vom 1. Januar 1920 bis 31. Dezember MI, wenn sie nicht Ausländer ünd, eine monatlich im voraus zahlbare Zulage, zu ihrer Rente. ■•»•■"vm'ijtp j.jjjil.«!»>»»»»!>» 1 Dsktororbeiten. Der preußiltbo Unterrtchisnlinister hat die Faluktäten der Uni- versttäten ermächtigt, bis auf weiteres auf D r u ck l e g un g der D? k t o r- D i s s er ta t io n e n ,zu v e r z i cht en. Die.Arbeiten solle» huifert in*itt Exemplaren M Maschinenschrift, die auf der Aiaats- un» der UniversitätShiblioihel, sowie bei der Fakultät auf- - lr ftMhrt werden s»llwi, eingeliefert und im übrigen nur ein kurzer, !- nige Seiten uAiiasscnder?lvizi»g gedruckt werden.' Damit ist der uedruckiun Daktor-Tissertation wohl für absehbare Zeit tu Deutsch- und daß Cnlde bereitet. Unzählige s«lck?er k'-ine-n»der auch größeren Druckschriften sind während''der Jahrhunderte unter den deutschen Pressen hergestellt luorden und scriilose achtbar« uud gediegene Arbeiten, ig sogar '• ige unsterbliche Meisterwerke der Wissenschaft sirrd darunter. .''.-'udererseits befipden sich unter dieser ungeheuren Papierslut aber auch viele Schriften, die ohne jeden Perlust für die Wissenschast ge- .rast hätten ungedrückt bleiben. dürfen..Besonders die. ältere Zeit bat ü!ts eine Fülle von Dissirtatsogen überliefert, die un» heute nicht nur höchst überflüssig, sondern mehr als wunderlich erscheinen. So sind über die tiefsinnige- Gtreittrage..'Oh die Weiber Menschen .-und oder nicht", iitr 18. nnd 17. Jahrhmidert eine Reihe von Dissertationen erschillnen./ Ta'habilitierte sich ferner z. B. im vahre 17tH an ixt GreifSwalder lliiipetsität«in Philologe Michael Friedrich Ou»d« mit einer Dissertation:„De viiis Statur« parvis ' ruciitjqne ruajrnis"(über Männer, die von Statur klein, an wie-. i hrsamleit«ber groß waren), wozu zu bemerken, daßstOuade selbst d-z erite Eigenschaft besaß, wäb-'e.id er die zassite.offenbar durch 'diese Schrift zu erweisen wünscht«. Ein anderer, frcwzäsischer Ge- lehrter, Äwllei(f 1700) plante rino Schrift:„Ucber solche Gelehrte, die. efwaS l-gtten sichreiben wollen". IpZbeionderc die Bibel bot ' ncrsMpslistxn Stoff für ällerhanid Dissertationen. Da schrieb 'ckmrfsinnltz und gelehrt Jobann Ernst Müller über die.Dornen der ''.uneiüfrom Christi.(1886) und Samuel Andrese gar Üb-r� die 'Spikren kbrisit auf dem Oelberae(1678).� Ucber die 800 Mchs« S'mfons. mit de nev. dieser Gewaltmensch bekanntlich die Korn- 'e�der und Weingärten der Philister, in Brand setzte,' existieren sogar mehrere Dissertationen, und auch über den Kinnbacken Sim- { sonS het ein Disserxnt das Licht seiner G'lehrsamkpit verbreitet. Auch die Jnrisien hab-n zu dieser Litexasuraattung zahlreiche- B-sträge geliefert. So eristiert auS dem Jahre 1727«in« Hallesch- ' i.iristische Doktordissertation über da? F e n ste re i n s ch m e i ß e n. ft un» nach sechs e,»leitenden Paragraphen zunächst höchist ehrbar und s«it«kich»ine natürlich in edelstem Latein abgefaßt« Definition des FaafchrmlwierfesS gibt:„Das Fenstereinwerfen ist e»n« H«nd- luna, durch welche Vi- Fenster eine» anderen vermöge irgend welcher b.'ranbekSrberttr bartxr SPgcnstände zerbrachen und somit senem ,«derer zu Unrecht ein schade gugefugi wixd". Eine höchst' ge- ' Vehrte rMSwissaiischa.fhliche Dissertatien über di« Flöhe wunde un Jahre 1823 von bewußten Föfichern keinem E>eri»a«ren als llioetbe angedichtet, der die Dissertation im Jahre 170S geschrieben und sie Fmetxrik« Brians gewihre»..Mr Unfälle. die sich nach dem 81, Januar 1926»nd später ereigne», fallen tzje Zulagen fort. Die letztere Maßnahme dürfte darauf zurückzufilhex» sein, daß die Löhne sich im letzten Jahr« wesentlich gesteigert haben. Infolge. des erhöhten JqhresarbejtSperdlenstcs kommen just mich erhöhte Rentenbeträg« jn t�etracht. Bezüglich der Rentenzulagen an die H-i n te r b l i« B ebi e n heißt es im§'5 dxr Perordnüng: „Witwe», Witivern., Kjudxr», Verwandten der anfsteigenben Linie und elternlosen Enkeln, die als solche auf Grimd der reichö- Q«f etzlichen Unfallvcrsichernng eine Rente aus Anlaß von Unfälle» beziehen, die sich vor dem 1. Januar 1920 ereignet haben, wird für die Zeil vom 1- Januar- 19Z0 bis 3J. Dezember 1921 eine monatliche, im voraus zahlbare Zuläge zu ihrer Rente gewährt,' wenn sie nicht Ausländer sind, die sich ftn Ausland aufhalten." Falls die Rente nach dem durchschnittlichen JahresarbeitSver- dienst, eines' landwirtschaftlichen Arbeiters beziehungsweise der durchschnittlichen Monatsheuer der Besatzung von Seefahrzeugen' berechnet ist, beträgt dt« Zulage pei Unfällen aus den Jahren 1895 bis einschließlich IstOQ: 80 P r q z., bei Unfällen aus den Jahren 1901 bis 1915: 60 Proz., bei Unfällen aus den Jahren 1916 bis einschließlich 1919: 40 Proz. � Im übrigen bei Unfällen aus den Jahren 1885 bis einschließlich 1000; 60 Proz., bei Unfällen aus de» Jchren 1901 bis 1915: 40 Proz., bei' Un» fällen aus den Jahre» 1916 hss einschließlich 1919: 20 Proz. der laufenden Monatsrente... Ueber die Bewilligung der Zulagen entscheidet die Berufsge- nossenschaft schrifklich. Gegen die Entscheidung der Berufsgenossen- schaft ist vom Tage der Zustellung der Entscheidung binnen 1 Monat Einspruch en das Oberv?rsicherungsa»ft zulässig- kleue tschechische Regierung. Koalition der tschechischen Parteien. Praß, 19. Mai. Wi« da? oifisiose Blatt„CeSfa SlovenSka Repu- blika" aus Nbgeordnetsnkrfis«» erfährt, wird sich doS ne�l« Kabinett wie folgt zusammensetzen: Sieben tchechische Sozialdemokraten. nämlich Tnf a r. Ministerpräsidium. Rjemetz Ratio- »ale Berteidiznng, Habrman Unterricht, Johann YS Lolks, ernährung, Winter Nationale Fürsorge, Derer, Bereinheit- lichungS(!) minisieri'um, Da y e r l e � Oeffentliche Arbelten. A g r a r- Partei vier Sitze, und zwar Echwehla, Inneres, Malypetr, Land- Wirtschaft, Schrobar Gesundheit, Stanjek.Post und Telegraph. Nationalsozialisten: Stribrny Eisenbahnen. Veielh oder Kroudky Justiz. Dr.. Benesch bleibt Minister des Aeußern. Als Fachmänner treten in das neue Ministerium ein: Dr. Englisch, Ngtiorrqldemokrat, als Finanzminister und der Prager Handels- lammersekretär Hotovez als Handelsminister.\ Bemerkenswert ist besonders, dqß der in der Slowalei wirtlich verhaßte Schrobar iy ein nationales Ressort abgeschoben wird. Aus dem Mührisch-Ostrauer Abstimmungsgebiet' werden täglich tschechisch-poliiische Zusammenstöße gemeldet.. Die Prager»Tti» buna" verlangt die Schaffung eines tschechischslewakischc» Krneral- stapeS, damit, bei der Möglichkeit eines Krieges mit Polen, nicht franzöfische Offiziere die tschechoikowatische Armee be« fehligeo.___ Lärmszenk In üer ftanzö'sischen Kammer. Paris,.19. Mai. Als der Royalsst Leon Daudet in der heutigen Kammersitzung seine Streikinterpellatwn begrün- dete, wurde er fortgefetzt von den Sozialdemokraten und einem verfaßt« Schrift rührt in Wirklichkeit von dem Hamburger Pro- fessor der Rechte Zaunschliffer'(tz 1729) her, der sie unter einem Pseudonym hatty eeschemen lassen.— Bei alle» diesen wunderlichen kleinen Druckschriften dürfen wir' immerhin noch frob fem, daß nicht schon in der älteren, insbesondere der scholastischen Zeit die Streitigkeiten her Gelehrten in solchen kleinen Disiertationon aus- getragen wurden. Wir würden sonst heute gewiß Druckschriften' darüber besitzen, ob Gott Bater stehe oder liege, welche Instrumente die Engel spielten, ob' di« Haustüren der Römer sich nach innen oder nach außen öffneten, wie oft Cicero sich bei seinen Reden räuspert« oder huftste oder auch über d«i wichtigen Fragen, wie groß das Faß des Diogenes»nd wi« schloer die Keule oes Herkules ivar.—'''• 1 Ein besonderes Kuriosum einer Doktorschrlft schuf im Jahr« 1879 ein sunoer Berliner Botaniker. d?r nachmals Prozessor einer südamerikanischen Universitär geworden ist. Gab er doch dem üb- lichen Lebenslauf, freilich nur in einigen Erempkaren, den denk- würdige» Schlußzusatz:..Während seiner Studienzeit trank der Verfasser ca. 6(genau 5.930) cbn Bjer". Di« Berliner Staats- Bibliothek besitzt von dieser Tussertation. Jn einem Bande gebunden, 'zwei Er-mplare. eine mit dem feuchtfröhlichen Zusatz, das andere ohne diesen. Ob auch das Ausland durch Panier- und� Druck- lcuerung zum Verzicht aus gedruckte Doktorarbeiten genötigt sein wich, darf vielleicht vorerst noch.bezweifelt werden, und wenigstens dürfte es von der Neuen Welt airck bicr wohl wieder beiße»: „Amerika, du hast es besser!" Dabei läßt sich nickt leugnen, daß auch manche jenseits des Ozeans erschienene Doktorschriften nur von recht fragwürdiger Bedeutung sind. Ist doch z. B. noch in unserem junaen Jahrhundert an einer amerikanischen Universität eine Toktorschrist..Ueber die beste Art des Beesstaekbratens" zutage getreten.■'__ �' Dr. W. A. Der ukrainische VoskSchor entfesselt einen Swrjn elementaren. stürnrisch heißen BelsavS. Hier eifert, scheint und führt te in Meisttr des Taktstockes, dem die Musik bis in die'Zehenspitzen dringt' und der jeden Arrichteil einer Nücmcc seinen sechzig Sängern mitzuteilen versteht. Stärkste Suggestion, die hier von einem Nu- turmusiker auf Raturstimmen überschlägt. TaS Material hat Kraft und' Fülle, als entscheidende» Ausdruck die Disziplin der Einsätze, Abstusungcn.'des Diminuendo und der Sforzaü ist beispiellos. Ta- be, gewöhnt man sich an das Schreien der Frauenstimmen, an die messerscharse Glätte tzer blendenden Tenör? Sieghaften Pomp ent» falten die Bässe, die in abgrundtiefe Gründe fuhren und dennoch klingen In der Gesamstvirkung ist Urwüchsige?, lest darauf Los- singendes, gepaart mst reinem Jnftrümentalssang. Die Aussprache ist mustergültig: da? merkt auch, wer den Jnholt nicht versteht. Raichen von Mindern Stürmen der See, rm.chsierhmftes Hetzen und pogcsartigeS Necken spielen miteinandet: die Wette. Eine Drei- für ohne gleichen. Und in diese» gleschterwi�en Wander- und Früh- lingÄiedern scheint hie panze Eigenart einer Nation Wiivgmö aufgefangen Eine prachtvolle Sensation, ein sauberstes, klarstes' und mathematisch abgezirkeltes Musizieren aus Elementen zusammen» gesetzt. Und Krsschtch heißt der Meister.• v K. S. Teil der Sozialistisch-Nadikalen stürmisch unterbrochen, so daß der Präsident nur mit größter'Mühe dem Redner Gehör ver- schaffen konnte. Als Daudet von Longuet, Guilbault, Souvarin� und Gustave Tery, Chefredakteur deS„Oeuvre", der auf der Jour- nalistentribüne anwesend war, sprach, machte letzterer eine Hand- bewegung, als wolle er Daudet einen H a n d. u h zuwerfen. So- fort wurde vo» der rechte» Seite geschrien: Hinaus! Die Sa- zialisten riefen: Mörder! Mörder! De», Prandente» blieb nichts anüexes übr'g, als die Sitzung zu unberbrechcn und die Tribüne räumen zu lassen. Erst pack Stunde» wurde die Sitzung wieder' eröffnet. Der P r ä s i d e n t gab em« Eetlä- rung ab, worin er de» Zwischenfall bedauerte und erklärte, die Untersuchung über die Bewegung, eines TribünenbefucherS habe ergeben, dqß eS nicht notwendig sei. gegen diesen Maßnahmen zu ergreifen. Er fügte hinzu, daß ihm die Mitglieder per Reckten und der Linken versprochen hätten, feine Zwischenfälle mehr her- vorzurufen, Drei Ioröerungen DOUtstklanüs. Rendsburg, 20. Mai.rklich?n lasse. Die W n h l q u s sich te n angesichis des Ans- falls der Wahlen in D a n o! g und B r a u n s-ch w e s g allzu pessi- mistisch anzusehen, lieg? kein Grund vors denn noch zähse unsere Partes über I fiO'KM zghlende Mitglieder.'Kommunistische und unabhängige Phantasten. vermochten nicht den nachhaltigen Eindruck des Referats zu verwischen. � j Die dentschdemokratische Rcichsliste. Die dentsch�emdkratische Partei hat ihr» Reichssists ailsgeftellt.- Äe beginn, mit dem-Na- :n«n de» Hambniger Hcnatvrs Petersen. Weiter iieheu auf der Rftfchslijf»„ach dem„B. X," der Reichsipchrminisiet G e ß l e r, der B<,fsitz«„i)e des Zentralvcrl'q.ndes für den deutsch«, Großhandel Keinäth, der frühste Jungliberale Dr. Fischer, der cihcinalige württemberger Nationalst bemale Hiebet, auch der Physiker Watther N? rn st steht svf- der Reichsliste, Ob aussichtsreich, wird allerdings nicht gesagt, Deutsche Nationalversammlung. kFortsetzimg von der 1. Seide.) M-miftcr lilistcr(fortfahrend):- Mein? Damen und Herren I Ich kann-nicht schlichen, ohne durqus hinzuweisen, daß ganz abgesehen von der Berwendnnz und Bedrückung durch die farbigen Truppen unsere Brüder im Weste» in jeder Beziehung unter einem Drucke sieben, pan dem wir uns hier kaum einen Begriff machen. Wäre nicht das deutsche Volk durch seine ökonomischen Leiden so zerrüttet worden, so glaube� ich, würde, es das im besetzten Gebiet herrschend? Regiment nicht so ruhig ertragen, Wäre das deutsch« Volk nicht seelisch so müde, so würde das, was sich im Westen ereignet, tin ganz anderes Echo bei uns erwecken. Ich möchte in diesem Augenblicke, wo,d,e. Nationalversammlung auseinandergeht, unseren Brüdern im Westen nochmals sagen, daß, wenn es unS auch nicht möglich ist, ihnen unser Mitgefühl in. einer Meise auszudrücken, wse es vielleicht notwendig ist, wir trotzdem heute und immerdar mit ihnen lei- den, choffen und arbeiten wollen, damit die Zustände auf» hören, über die sie klsae„,.und.daß wir möglichst bald einer Be- sreinng des besetzten fikchietei entgegensehen können.(Lebhafter Beistill.i Sodann beschloß das Hau» einstimmig, die Interpellation zu besprechen. AI» erste Rsdnerin spricht namens der Unabhängigen Frau Zieh. Abg. Frau Zieh Ol Soj,): Wir forderg die Interpellanten auf, unsere' französischen Brüder im Kamps? gl gen ihren Militarismus dadurch zu un-erstützen, paß sie für die Einhalwng der deutschen militärischen Verpflichtungen des Frichcnsvertrages stehen(Sehr richft-g! hei den UiraHhängigen.). denn nur der M-Iiiarismus,-der alle wilden Fnstinlte losläßt, tragt die Veranrwortung f>ir die auf dem besetzten Geriet ruhende Last. Warum hört man nicht« von der Auslieferung der deutschen KriegSschuldig«,,? Warum ist es immer noch möglich, daß die Zeittingen Wrrbeousrufe von Freikorps bringen? Wenn das möglich gemacht' wird, dann hat die französische Re-chorung sicher ein Einsehen, um die Gesamt- besetzung dc» Gebiete» aufzubeben. Wir können diesen Ent» rllstnngjSrummel nicht mitmachen, denn eS verbirgt sich hinter ibm doch nur eine neue Völkerverhctzüng.(Sehr richtig! bei den llnabhängi.nüi und Unruhe bei der Mehrheit.) Warum fyrite denn die Mehrheit diese? Hans"? nicht aegen die deutschen Greueltaten in den K'o/ o n i e n und in China vrotestiert? Die beut- schen Soldaten haben aeimu. die gleichen Greueltaten im besetzten Frankreich begangen(Zurufe: Gemeinheit, unerhört, lärmvolle» Rufen), wie die beute vorgetragenen. Die deutsche Kolonilvol'tik .ch ein« ununterbrochen« Kette von Verbrechen g.gen die «chwarzen.(Archaliender Länn, die bürgersickcn Abgcerdneten.verlassen den Saal.)' Der Schwarze ist durchaus-kuttursWa und treu. ,(Zuruf: Pinseln Sic si ch doch an. Heiterkeit.) Scknttd sind alle kv v i t g l i fti sche n Regierungen, tyenn diese Leute in der Kultur bisher zurückgeblieben sind. Als Sozialisten sind wir gegen alle Ansnahmebestimmungeu gegenüber allen Klassen. gegeniil-cr allen Rasten. Wir verlangen also, daß die deutsche Siegierunx alle militärischen Bestimmungen des Friedensvertrages streng einhält und dann bei der französischen Neztiernng�vorstell'g wird, die. g e s a m! e Be s c tz u n g aufzuheb>u». sBeifall bei den llnaHhängigcn.)'. (Schluß in der Morgenausgabe.)> Die verzleute der Departements PaS de Calais und Nord »ehinen die Arbeit am Donnerstag wieder auf. Die pensionierte» Lehrer de» Bezirks Oppeln kühnen Klage darüber, daß sie die ihnen für da? Vierteljahr April- Fun! 1920 ziisteßende De ner u«g Sz n lag c di« am l. Avril bereits aus- gezirbl: werden sollte, heute noch nicht erbalten haben, Sie ver- muten mcht mit Unrecht dahinter«ine Maßnahme reaktio- n ä r« r Beamten,«m die zur Republik haltenden Beamten durch deeze Verschieppungspalitlk zu bestrafen. �ehannes unS' Svs Kwöerballstt. Neueste Berliucr Hvf-Unterhaltuug. Es sind nicht immer dieselben Leute, die man auf den Berliner Höfen zu sehen kriegt. DaS wandernde Musikanten? tum. daS kurz nach dem Kriege durch die Entlassenen sich um die souderbarsteu radauma'chenden Typen bereichert sah— wo- mit natürlich nicht die urissliicklichen wirklichen Kriegsinvaliden gsnieint sind— greift jetzt zu steuen Attraktionen, um das Äergniigen der Hoffenster von neuem anzureizen. Ter Kuttenträger im Chrjswsfprmot. der iIandalenläuier mit mönchische» Manieren ist nicht mehr ganz neu, Er. der seine Lenden mit einem Ttrick umgürtet nnd dessen wallendes Haupthaar niemals durch eine grausame Scheere entheiligt wurde, sonnt sich gerne in den Gebräuchen des biblischen Wüstenläufers, Johannes des TäuferS, DaS Drehörgelein trägt bei- einem besonderen Unikum dieset Wüstengattun'g ein Schild, wonach Johannes der Zweite, ähnlich seinem Vorbild, auch gerne Heuschrecken und ivildeN Honig fressen möchte. Da er aber beide? in Berlin nicht kriegen könne, so begnüge er sich niit anderem Gcziefcr. als da sind: Schwahen, Franzosen und. Fliegen und einer echten Berliner Kunsthonigstulle, Jedes Tkcrchen dieser Art, das der Unersättliche zum Vergnügen des HofpublikumS mit eigener Musik hinuntersctzlingt, wird von einem- Eisen- groschen oder sogar einem Papserfünfziger begleitet, so daß sich ans der' TagSarbeit dieses zweiten Johannes nicht nur ein gesättigter Magen, sondern auch eine bedeutende Geld- einnähme ergibt.' Einige seiner Gönner wollen ihn auch mit Wanzen betrügen, die er aber aus un- begreiflicher Animosität strikte ablehnt. Nachdem,.Johannes genug der Krabbeltiere verschluckt hat, spaziert bei Wachseuder Szene ein anderer mit einer Ziehharmonika auf den Hof, dem vier kleine Mädchen in blauwetßen gewürfelten Kleid- chen folgen. Eins»schiebt einen leeren Kinderwagen. Der Mann setzt sich in Positur� streicht� die Kleider der Kindlein glatt und hebt an. erschrecklich schön zu spielen, wozu die Mädchen einen hübschen Gruppentanz aufführen. Die kleine Porstellung,- die oftmals wiederholt wird, erntet den lebhaftesten Betfall an Händeklatscheu und klingender oder papierner Münze. lind wozu der Kinderwagen? fragen die Neugierigen.. Tos ist die Droschke, in die je eins der Mädchen hinein- gesetzt wird, wenn es aus der langen Tqaestour gar zu müde wird._■ K. Wüstlingsjastd auf Schulkinder. Jn der gestrigen Wilmersdorfer Stadtverordne» t�enversamnilung kam ein« Aisgelegenheft zur Sprache, die ichon seit einiger Zeit die dortigen Kreise beschäftigt. Es lmndelt sich um das uner Vörie Vorgeben vo.n Wüstlingen in der Umgebung verschiedener Schalen Wilmersdorfs. Es ist unter Neukölln, lyritz, Buckow, Rudow.(Wahltreis Xll.) Verwaltungsbezirk 14. �ußerorSentlkche Junktionürkonferenz Freitag, 31. Mai, abends 7 Nhr. Kottbuier Klause, Kotlbuser Damm 90. 1. Tkcllinignadwc zur Stadtperardiielen-»ad Bezirtowahl>ur die neue«»»«tgeweinde Verl:». 2- Pokschstin? zur Siurüeliun» der Kandidaten. Di» Funktivjiär» obiger Lrte werden ersucht, zu erscheinen. «»tirkssrkretariat, NeulLll.. S.P.D. anderem vorgctommen, daß diese Leute sich nicht scheuten, Kindern bis in die erste und dritte Etage der Schnlgebätwe zu folgen und sie dort anzusprechen, 11 ist verschiedene Beschwerden her Schul- linder hin sollen sowohl in dön Liszcen wie. auch in den Gemvind«- schulen dir Lehrer und Schulleiter nichts unternommen haben, un: die Kinder zu schützen, In der stadtverordnetensitzung erklärte sich der Bürgermeister sofort bereit/mit dm schärfsten Mitteln gegen solche Person-n vorzugehen, die schuldig befunden werdtzN. Festgestellt. Hpt unser Genosse, das? auf vorgekommen« ge- meldete Fälle von de» Schullettern kider nichts unternommen wurde, um die Schuldigen zu fassen, Im weiteren Verlauf der' Siadive-rordnetenvcrsammlüng emp, kahl der Jinanzäus'-chuß, ckllcn seit dem.LI. März 1VÄ1 entlassenen Mannschaften der Einwohnerwehr ein A b k e h r g e l d von 760 Mk. zu geivähren. Dem Antrag wurde zugeftimjnt. Ein schon einmal abgelehnter Antrag, den Oandlierkauf bei der Krankenernäh? rung aufzubeben npd den Eewrrbetrcibcnd»n.zu übertragen,, wurde einer'gemischten Deputation für Wemndlwit uich Lebensmittel über- Wiesen, riecht rechlich- sprachen sich d'.e Bücncrlichen'sür den freien Hpndsl ans, fänden gber auf der linken Seite keine Eigenliebe, Der Ausführung von' H o ch b a u t e n und Wegeanlagen auf dem F r ie d h o fs a c l ä Ii d e in S t q h n» d o r f wird zuge» stimmt, der Betrag auf.623 CÖll,—, Ml. erhöht- Zum Wetibkiverb mehr als drei Künstler' zuzulassen, wird die Auflege II Heft an die Friedhofpdöpuiajion zurückverwiesen. Ans die Anscage,� ob opd- nungsgemäß Maßergeiit getrosten sind, um die-Durchführung dex Wahlen' am 6.- und All Juni zu gewährleiste», verspricht der Magistrat all«, nur mSgliche Abh'ste, Wilmersdorf, soll nun doch- noch ein Krgnlenhgu� erhglten, wenn auch mir in Niinqiiurgestalt mit 166 Betten, al'er auch d'k Bürgerlichen sind dafür zu haben, trotz der Erstäruna des deutsch» nationalen Lehrers Busch, daß Wilmersdorf bishetz kein Kranken- Haus brauchte, weil nur gesunde Bauern in Wismersdorf wohnten. Tie Vorläge, d*s P r i d a t frg stcke n.ha»?.w der äche Ii dachst raß- süp 630(>00,-� Mf. anzukaufen, wird dum Finanzausschuß'überwiese».— Die städtischen Arbeiter er- halten infolge eines De-ilschiedSspruck-s tzc» EiiügimgSamtk»in, lautende Teuerungszulage nach den Sätzen der Porlage des Lk?>w giftrais._ Wer'st Wähler für die neue Ttudtizemeinde? Iii weiten Kreisen der Groß-B«rttzi«r Bevölkerung wird aiig», Nammen, daß ohiie weiiercs jeder Wähler, der für den RiichltNg wahlberechiillt ist. auch für die tt>ioß.Ber!in»r Gemeindewahlen dar- Wahlrecht hat. Rack§ 33 des Geizes über die Btldmig der neuen Stodtgemcinve Berlin stellt diews Wahlrecht aber nur den Ein- woEmein zp. di? im Pesig de? Dsirgerrechr» sind lind s xit einem I gljte ihr»» Wehnsitz IM Bestrt der neuen Sladtge'beiiide hgbeu. Dt? Gemeii'devarstänse und Magistrate sorde-u daher jetzl diejenigen Personen auk, die noch nicht ein Jahr in ihrem Gemeindebezirl wohnen, b:? zum 27. Mai(dem Tage, an dem die Gemeindewahler- listen an»gelegi' werden) zur Vermeidung der Slreichung in der Wäblerliste ben Nachweis ta'ür zu erbringen, daß die Ansässig leix- frist in. Groß-Berliu erküllt ist. Räch iruchitoscm Ablauf dteler.Fiist wird die Slreichung ,n der Wählerliste vorgenommen. Person»» die also im lrtz»e» Lahre aus einer Gemeinde Groß-Berlin« in di« andere gezogen Md, müssen diesen Stachweis der einjährigeii hin- läisigkeil in Groß-Perlin schleunigst erbringen, wenn sie nicht ihr Geaienidewahlrechr'einbüßen wollen, Ein Mi'iiisterialSsaft fjir Belkswelilfahrt wird»nter dom Narne» o l k» ip o h l f a h r r" jetzt im Preußischen Ministerium für Boll»- wohlsahrt'herausgegeben. Das Blatt er! che ins als Halbmam»«- icl«sl und enthüll neben dem amtlichen, die Erlasse usw. Wieder- gebenden Teil, einen, n i cküt a m t l ich e>, Teil, in dem von auihei!- uscher Zeit? wertvolle Abhandlnneen über die Aufgaden der Boll-- wohlfahrlLarbeit und derlm praltische Durchfübrnng gebracht werde». U. a haben bereit? jSiofliomwfttt Sirgcrwald, Ministeriatdirelior Gpitstetn. Prosessor Piunner nud der Stefereckt für Jngendsllrsorge i», Wohlrabil- minister. um, Dr. Fiirdeberg, Beiträge geliefert. Zu heziehe» durch die Post, die Buchhandlungen oder C. Hetzmanns Vertag in Berlin W, ö.), Einweihung der staatlichen PoNzeischnle In PotStza'm. Gtue »eitsemäße- Feier fand heut« vormittag in der ll N t e r o f f i-z i e e, , ch u l e'zu Potsdam zur Eröffnung einer Polizei schül« statt. In der Turnhalle der Schule hatten sich über löst Polizeischüler an» allen Ci'xmen zusammengefunden, mit ihnen über 33 Offizier«, di« Besten der Besten, die die einzelnen Städte aus. ihren Ticherheits- Polizeien entsandt. hatten. Major Reese vo» der Sicherheitswehr Potsdam, als Leiter der Schule, ergriff zuerst daZ Wort und«r- mahnie die Schüler, die nene Aufgabe mit strengem Ernst zu er- fassen. Posizeipräsident Zitzewitz, al» Vorsitzender der Prü» sungskominissson, ermahnte zu strenger Zucht und Ordnung. So. lange es nur irgend angehe, müsse vor Beamte swis höflich mit dem Publikum umgehen und nur im äußersten Rotsalle Gewalt an» wenden. Das Volk miuß nicht Angst vor der Polizei, sondern Per. trauen zu ihr haben. Di? Schüler wohnen in der Unteroffizier- schule und werden aus der Küche der Sicherheitsxolizei gespeist. tun dritten Pftngshfeiertag beginnt der erste Unterrichtstag. Der Unterricht umfästt: Berwaltungswesen, präktisehe Ausbildung, Be- lehrung über das Strafgesetz u. a. mehr.' D«s Reichs-Knrsbmh erscheint Anfang Juni in neuer Au»- gäbe zum Preise von IN M. tzlestefluiigen nehmen alle P»st- onstallen und Buchhandlungen enlaegen. Wegen der Schioieria- keilen bei der�Herstelluvg des Kursbuchs wird«in« frühzeitige Be- stellung emp'ohlen, weil sonst Möglicherweise aus Lieferung nicht zu rechnen ist.'.> Lichtenberg. Siebli'.ngSlnnd in Mahlsdorf. Der größte Teil der über Ml). Siedlungsparzelle-l auf dem der Stadt gehörigen Gelände des ehemaligen Slittergutes Mahlsdorf ist bereft» ner- gaben. Eins Anzahl von'ßarzellen steht jedoch auf dem Teil zwischen der Berliner C b a u s s e z und der O st ka b n und auf dem Gelände z»o!schen bsiden Seiten der Hönower Ehansse« noch. zur Verfügung.. Parzellen aus dem letztgenannten Gelände können auch an auswärtige Bewerber alrgegeber werden. Auskunft im. Stadthaus Lichtenberg. Türrschmidtstr. 2ö, Srd- gcschoß rechts, Zimmer 11. Die Giuretse in das belebte Gebiet ist, wie uns ans Frank- furt a. M. telegraphiert wird, jetzt wieder ohne wettere» möglich, we.nn der Vetresfende im Besitze eines Passes, eine» Paßelsatzes- oder des roten Identitätsausweises ist. Da� Visum einer französischen Behörde ist nicht erforderlich. Cicinmitecue Oftpreutze» Ii» sttenkölln. Acden Donnerstag, abertb» s Uhr, findet in der iSeschqstsslelle bei Hammer, Kaiser-Friedrich« Straße gz/ZS. eine Berianimtung der Vertrauensleute statt. Rat und An»? turnt datelbst. Am 1«. Juni findet hei Havpotdt, Hafenheide, ei» Äacten- seil mit Tanz, Volai- und Jnjuumenealwniert statt. Groß-Her!»n?r partewachrichtea. Heute, Ltt. Mai: Röntgental-Zeperilick. S llbr gemeinsamer Zahlabend. Da« Sr> scheinen sämtlicher Mitglieder ist unbedingt eriorderlich. Morsen. SI. Mai: Friedenau. 7'/, Wr im Bürgersaal des Frledsnaner Ratbause« s'-eplliche' Persammlung aller Beamten und Angestellten w Staat und gonimniie. Resexenker.» Knstuv Schefset. 8. Voisirender des Euendadner- verbandt», Euflao Sidmann, Nommunatbeamler, Emst Scholz, Ober-Pof!» assiftent. Zeblendorf. 7'/, Nr öffentliche Wählerversammlung im Lindendark, Berliner Ptr, 8. Genosse Ed Bernstein spricht über daS Thema» Was unterscheidet die Parteien im Wahtlampj? WirtslHafi Die Kapitalcrhihuiig von 63 auf 126 Millionen bescbioß die Generalversammlunq der Siemens u. Halste A.-G� Den Inhabern der alten Aktien Nr. 1 bis Sät«) iin Besitz der Familie Siemens) wird ein. Recht eingeräumt die Umwandlung ihrer Aktien »Namensaktien mit SVfachem Sliminrecht zu ver- langen. Der Befürchtung eines Aktionärs, dag eine Majorisierung der Mlionäre �u beiürchten sei, trat der Borsitzende entgegen und betonte, dag die Namensakliei; nur dann in Wirksamkeit treten würden, wenn die deutichen Interessen der Gesellschaft gefähriwt find. Herr v. Siemens führte aus: Es kann schon festgestellt werden, das; in manchen Artikeln auch der Elektrotechnik die F n l a n d s p r e i s e die. Weltmarkts« preise überschritten haben. Andexe Länder, die auch eine schlechte Valuta haben, sind uns heule schon fast vollkommen verschlossen. Die Steigerung der E i s e n p r e i s e ist es mit in e r st e r L i n, e, die zu dieser Tat« fache gciührt hat. Bedarf an elektrotechnischen Waren ist in der ganzen Welt reichlich für lange Zeit vorhanden. Die hohen Preise sind aber auch zurückzuführen aus die verringerte Produktion. Die Unkosten müssen von einer' viel geringeren Warenmenge getragen werden, daher koitzmt es heule in erster Linie auf verstärkte Waren- Herstellung an. In allererster Linie steht hier die Kohl e. Ge« lingt es, eine Mehrfökderung zu erreichen, so werden auch die anderen Industrien erhöht arbeilen tonnen und die Produklions» kosten dadurch vermindert werden. Deurichlands grofies Leiden sei die Verringering der Warenmenge, die eS heute herstellt, aber nicht nur hervorgerufen durch den uns.von unseren Feinden auf- gezwungenen unerfüllbaren Friedensvertrag, sondern auch durch uns selbst, durch Verkennen unserer Lage, durch da? Nachjagen nach und das Fe st halten an Theorien, die nicht durch« führbar sind. Herr v, Siemens meint hier gewiß, daß die Theorie des individualistischen W i r i s ch a f t s s y st'e m s beule überholt ist und denkt dabei sicherlich z. B. an den Elühlavipcntrnst, den er mit- geschaffen bat. Daß. er dessenungeachtet Spitzenkandidat der Berliner liberalen Reichsiagskandidalenliste geworden ist, zeigt, daß es den liberalen Dkutsch-Demokraten mit der Er» Haltung der wirtschaftlichen Selbständigkeit de? Unternehmertums nicht gaiiz so ernst ist, wie sie uns Sozia» listen gegenüber immer tun. Neuer Zusammenschluß im PcrsichcrungSzewerie. Zwischen dct Aachener und Münchener Feuerversicherungsgesellschaft in Aachen und der Hamburg- Bremer Feuerverficherungsgesellschaft in Hamburg ist ein Jnteresietzgemein- schairsvertrag abgeschlossen worden.. Der Vertrag soll, auch im deutschen Geschäi'l, das bekanntlich mit einer gewaltigen Kosten« stcioerung belastet ist, zu der dringend gebotenen Verein- s« ch u n g und damit Verbilliqung der Verriebe dienen. Jede der beiden Gesellschaften bewahrt im übrigen ihre Selbst- ftändigleit.___ GLwerWsstsbsWSgung Der Streik Ser �riseurgehUfen. Der Standpunkt der Arbeitgeber. Am ZRiitwachabend hielt der Jnteresienverband selbständiger Friseure in der Turnhalle in der Pnnzyvsiraße eine sehr stark besuchte Versammlung ab, wo die Arbeitgeber ihren Standpunkt gegenüber den Streikenden vertraten.' Der Referent Brandt sagt«, es fei nicht.»«hr, daß es die Arbeitgeber abgelehnt hätten, mit den Gehilfen z'n verhandeln. Bei den letzten Verhandlungen, die unter dem Vorsitz eines von den chjehilfen bestimmten Gewerkschaftsführers stättsanden, hätten die Ardeitgeber die Forderung der(ätW.\in, 135 M. Wochenlohn für Herren- und 145 M. für Dayiensriseure, anerkannt. Die Verhandlung fei vertagt worden, ober ehe eine neue Sitzung stattfand, hätten die Gehilfen den Streik beschlossen. Eine telephonische Anfrage des Vorstandes des JnteressenverbandeS bei der Streiklei- hmg. warum der Streik beschlossen sei, sei dahin beantworlkt war- den, die Arbeitgeber' sollten nach der Streikleitung kommen, dann würden sie mündfiche Auskunft erhalten. Dadurch hätten sich die Arbeitgeber brüskiert gefühlt. Es falle ihnen g a r nicht ein, zur Streikleitung zu gehen. Die Streikleitung könne zu ihnen komme'n oder wenigstens»inen neutralen Ort für die Aussprache bestimmen. Die Lage des Streiks fei für die' Arbeitgeber durchaus nicht ungünstig. Viele Geschäfte arbeiren mit voller Gehilsenzahl. Die von den Streikenden betriebenen öffentlichen'Rasierstuben stören die Arbeitzeber nicht. Die Streikenden sollen nicht glauben, weil Pfingsten vor der Tür stehe, müßten ihre Forderungen bewilligt werden. Der Vorstand des Jniekessenverbanides stehe auf dun Standpunkt, die Gehilfen können streiken so lange sie»ollen. �Stürmischer Beifall.) Vor Pfingsten würden sich die Arbeitgeber nicht in Verhandlungen mit der Streikleitung ein- lassen und nach den Feiertagen würden sie feststellen, ob sie-noch in der Lage seien, alle vor dem Streik Beschäftigten wieder einzu- stellen. Sollten sie auf Grund der Verordnung zur Wiederein- stellung gezwungen werden, dann würden sie die. Arbeitszeit auf viu: Stunden herabsetzen. Her Referent und auch andere Redner behaupteten, Strei- hitde hätten mit Gewalt Arbeitswillige zur Niederlcgung dgr Ar- best gezwungen, und wenn ifrnen Widerstand entgegengesetzt wurde, die Geschäftseinrichtung demolier:. Sind Lnagenlfilöen keilfear? kulose, Asthrn», Schwindsucht,l.unger.spitzeRkat:crrh. Nacht- sehwei», Stiche im ROcxen. Brusischmetzen, Aaieiitloiig- keit, Verschleimung, veraitetem Husten, lange anhaltender Heiserkeit leiden, lassen sich msite ausführliche belehrende Broschüre kostenlos portofrei senden. 54/16» Spesialarzt Br. med. Pammann, Berlin W 202, Am Karlsbad 33b. Sprechzeit 9—11, 2—4, Sonntags 10—11. Daß diese Behauptungen sehr»inseitig und subjektiv gefärbt sind, geht aus den Angaben eines Diskussionsredner Ellert hervor, der sich rühmte,> � Streikkontrolkeurcn mit dem Revolver in der Hand entgegen- getreten zu sein. Man darf hieraus schließen, daß, wenn Gewalttätigkeiten vorge- kommen sind, diese nicht lediglich den Sireikenden allein zur Last gelegt werden können. Übrigens hat ja auch— wie Herr Brandl ausführte— die Streikleitung bei einer Besprechung mit dem Polizcipräsidenien in Abrede gesollt, daß Streitende angriffsweise vorgegangen seien.— Andere Redner sagten, nach dieser Aus- spräche seiest Ansschveitungen der Streikenden nicht mehr vorge- kommen. Durch Abstimmung wurde festgestellt, daß bei etwa der Hälfte der Versammlungsteilnehmer gegenwärtig Gehilfen arbeilen, daß ein kleiner Teil in den letzten Tagen Gehilfen eingestellt habe, und bei inem größeren Teil Gehilfou sich zur Arbeit angboten habest. • " Die Zentralstrcikleitung teilt uns mit, die Darstellung des Herrn Brandt, al? ob die Ge- hAsen während der schwebenden EinigungsverhandlMigen den Streik beschlossen bäiten. sei falsch. Richtig sei folgendes: Für die Verhandlungen, unter Vorsitz des Genossen Link, hatten die Gehilfenvcrireier von ihren Mandatgebern den Auftrag, eine Vereinbarung mit de« Arbeitgebern nicht unter 140 bzw. 150 | Mark Wochsnlohn abzuschließen, biachbc« die Arbritgeber zunächst weit niedrigere Angebote gemacht und sich, schließlich auf Vorschlag des Vorsitzenden Zink zur Bewilligung von 135 bzw. 145 M. be- rsitrrklärt hasten, waren die Verbrntlungen über die Lohnfrage abgeschlossen. Zu erledigen worc* mir noch einige andere Punkte der Arbeitsbedingungen, über die zu verhandeln ober nnr dann �cmen Zweck halte, wenn eine Einigung über die Sahrchöhe erfolgt war. Die Gehilfenvertreter mußten den von den Arbeitgebern an, genommenen BorfchLag des' Genossen Zink der Versammlung ihrer Austraggeber zur Entscheidung vorlegen. Die Versammlung lehnte den Vorschlag ab und beschloß den Streik. Der Streikbeschluß wurde dem Vorsitzenden des Jnteressenverbandes, Herrn Leopold, so- fort schriftlich mitgeteilt und gleichzeitig erklärt, daß die Streik- leitung jederzeit zu Verhandlungen über die Beilegung des Streiks bereit fei.— Wenn auf die von Herrn Brandt erwähnte tele- phänische Anfraae nach denk Grunde des Streiks geantwortet wurde, man könne im Strcikoureau mündliche Auskunft erhalten, so'�er- kläre sich das daraus, daß man doch nicht mit Sicherheit wissen könne, mit wem nwn am Telephon spreche. Deshalb sei der Frager auf die mündliche AnÄkunft ver«isse» worden. Eine Brüskierung dar anderen Seite sei nicht beabsichtigt gewesen. Dw Zage des Streiks sieht auch die Streikleitung vvn ihrem Standpunkt au? für recht günstig an. Sie hält da? Pfingstfest nicht für einen kritischen Zeitpunkt und meint, wenn sich der �Streik auch über die Feiertage hmausziphen sollte, sei immer noch auf einen Erfolg der Streikenden zu rechnen. Wie wir au? den beiderseiligen Darftellungen sehen, betonen beide Parteien ihre Friedfertigkeit und ihre Psoständigungsbereit» fchaft. Da müßte eS dock möglich sein, einen Weg zu finden, auf dem die Gegner zur Einigunz und zur Beendigung des Kampfes kommen. o Zu unserem Boricht in der heutigen Morgennumwer sendet uns die Streiklsiiung folgende Mitteilung: Die Zentralftreikleitung hat der Versammlung nicht empiohlew! den Generalstreik ahzu- brechen, sondern denselben fortzusetzen. Der Berichterstaster Zobel empfahl namenS der Zenralstreikleitung folgende Refolution: Die überaus stark besuchte Versammlung der streikenden Fri. leurgebilsen am IS. Mai in der..Bötzvw-Brauerei" ipstckst sich nach dem Bericht der Zentralssteirleiiuug, für Wetterführung der Massenaktion aus. Sozialisierung des Basiuhofsbnchhandels. Vom Angestelltenverband des Buch- und Zeitungsgewerbes wird uns geschrieben: Wie der Dcinonstraticmsstreik der Angestellten der größten deutschen BahnhafSbuchhantlung, Firma Georg Stille, gezeigt hat, sind die Verhältnisse dort unhaltbar geworden. Trotz- dem von Fachleuten der Eisenbahnverwaltung der praktische Nach- weis erbracht worden ist, daß wesentlich höhere Pachten, als zurzeit, hsransgcwirtschnstet werden könnten, droht die Entlassung zahl- reicher Angestellten auf Bahnhöfen mit geringerem Umsatz wegen angeblicher UnrentabÄlität. Um einerseits den Angestellten der BahnhofSbuchhcmdlungen menschenwürdige Bezahlung zu sichern und andererseits die, erzielten Gewinne restlos der Gesamtheit zuzu» führen, hat der Angestclltenverband' des Buchhandels, Buch, und ZeitungSgewerbes an das Reichsverkehrsministerium die Aufforde- runz zur Sozialisierung des BahnhoisbuchhandelS gerichtet. Es ist hierbei nicht sowohl an eine Verstaatlichung des Bahnhofsbuch- Kandel? gedacht worden, sondern entsprechend dem Grundsatz der SozialisierungSkommission an die Bildung einer selbständigen Per-, son in der Form einer Eisenbahnbuchbandlungsgemeinschast, in die die Leistmgen der Direkiion'bnchhandlungen, der Betriebsräte der Angestellten und die E sev.bahn Verwaltung zu je ein Drittel ihre Berttewng als oberste Leitung zu entsenden Hüsten.. Die einzelnen DirektionSbuckchandlungen arbeiten wie selbständige Filialen dieser Zentrale nach kaufmännischen Gesichtspunkten tu Ein- und Ver- kauf. Die Bezahlung der Angestellten erfolgt gemäßi den Verein- barungen mit der Lraanifation in Form eines Fixums und einer Umiatzprovision; der Reingewinn würde an dlie Eisenbahnv-rwal- tung abzuführen sein und damit der Gesamthett zugute"kommen. Entsprechende Sichersiellung der Angestellten durch Bildüog von Pensionssonds ist vorzusehen. ES ist zu hoffen, daß dieser Vor- schlag, der»ersuchen will» auf einem Teilgebiet unseres WirtschaftS. kebens, daS längst hierzu reis ist, ernst mit der Sozial isierung zu machen, wohlwoll'nde Aufnahme und rasche Durchführung findet, zumal hier die Rächt des Reiches al? des Inhabers der Eisenbahn durch, us zureichen. würde, um durch Kündigung der Pachwerträge und Uebertragung des Betriebes der BahnkofZbuckchandlungen an diese zu bildende ReichS-EisenbahnduchhandlungSgcmei«sch.aft den praktischen Beweis für die zweckmäßige und fegen: reiche Wirfung der Sozialisierung zu bringen. Rcber die Vetricbsratswaklcn im Kabelwerk Obetsprce, Ober- schöifeweide. wird uns von einem. bekannten Gevosien geiclnieben: In diesen Tagen finden die Wahlen zu dem Btlrieberolif statt. Die Kollegen der S. P. D. sind an die Vertrauensleute heran- getrelen, uin Auskunst über ihre Stellung zu den Listen zu er- hallen. Hierzu iei folgendes benicrt:: Daß die S. P. Pi.'keine eigene Liste ausstellte, lag an'der Saumselig!, at der stollegen, die es nichi für nötig hielten, die Berimnmlitnge» Mi be'uä-en, und daran, daß einige in Verkennung der S htalioit"glanbfett. seit dem Kapv-Puisch brauchen wir keine S. P. D. mehr. Ten allgemer;n Biockveriammlungen konnten sich die T. P. D. nicht unter wcricrt, weil sie dort nicht genügend zur Gellung gekommen wäre, liniere Kollegen werden aber hoffentlich aus ddr Taijache. daß ieldsi die Ebrisilichen eine Liste präsenlierten, erkennen, wie falsch es ist, Abstinenzpolitik zutreiben. Da wir die onigcüell'en Kandi» daien nicht für fähia-erachten, die Ausgaben des Betriebsrates in unserem Sinne z u erfüllen, sind wir nickt in der Lage, unseren Kollegen eine b e si i m m: e L i st e zu. empfehlen. Di» Klagen über niedrige Entlohitung bei der Narmalnftr-Ge- sellschaft, die wir in her Mitiwoch-Morgenv.usgai-e aus Angestellten- kreisen wiedergaben, betreffen die Elektrische Normaluhr-Gcscll- schaft G. m. b. H., Landshutcr Str. 35. Diele kurze Notiz hat die Angestellten der Normalzei: G. m. b. H., Charlottenstr. 7, veranlaßt, sich gleichfalls an uns zu wenden mit der Mitteilung, ,daß die Verhältnisse bei dieser Gesetlschafi nicht bessere seien. Auch hier werden»in Angestellte� die zum Teil bereit? jahrelang bei der Firma beschäftigt sind, noch Gehälter von , 550 M. abwärts bis 170 M. pro Monat gezahlt. Wer von den Herren der Normalzeit G. m. b. H. erklär? sich ! erbot ig, mit solchem Einkommen sich durch die gegenwävstge Teue- rxrng zu schlagen, ohne vor Hunger auf der Sirecke zu bleiben? Vcrantw. für den rcirnkfion. Seil: Erich Jhstfnrr, Scinpeinof: für Anzeieen: Th. ß'oit, Berlin. Beriaz: Vota>iirfs»LcrIc<, G.m.b.H.. Berlin. Druck: Vor- wöris-Bmbdruckere! n. Veriaasansial! Paul Einaer u. Co. Berlin. Lindens, r..3. Gcwini'-AuSzus der 15* Preuß.eSudd»(241» Preuß.) ö. Masse. 10. ZiehungSlag. 19. Mai 1920. Anf Jsd« N»min�r«tod«we»«Meli höh» CUwhMi«* rt/a!J*n, ■od mar je evoer auf die IjO*« irlfiicher ficouner Ln den beiüaa AbfeUor.ntj 1 anA U (Oh« Gewähr).(Nachdruck vcrboinr.) yn der LormuiagSziehung wurden Gewinne über 210 Mar! gezoze». 2 Ve'wiuve zu 34060 M 50414 4 OewiDBC zu 10000 M 172940 190576 4 Gewinne zu 5000 M 657 144015 62 Gewinne zu 3000 M 17072 36692 87434 33326 45199 47539 61101 52144 54441 62317 72851 75871 94288 95004 10.3430 103723 104571 117963 126727 123502 130150 136�60 I5C054 151928 152139 166780 189147 190430 204423 21815? 228388 150 Gcwiane zu 1000 M 837 4196 12966 17012 21117 24733 28540 30844 34962 36080 30267 47416 48010 50106 56073 56107 64039 65930 67241 76885 76129 82712 83311 84897 85257 86091 88820 90283 92299 101728 104306 106560 106619 �107299 112433« 112063 113446 118250 125314 131935 135554 141347 144947 145476 155253 156039 157827 161458 183265 154635 165549 165571 165340 166255 185345 173151 181817 182303 182650 155422 180324 139987 190329 192033 105305 201941 206643 210095 213077 213300 213376 214340 2 33? 230569 233200 194 Gew nne zu 500 M 6059 7458 9013 1?232 2' 503 22359 2�233 26233 29003 29869 29933 32844 33862 33103 3334? 36233 37239 3 898 336 9 39477 40425 45460 46832 51771 54032 50457 63304 68932 73619 77322 78493 80581 85400 02285 94256 97167 99577 100239 100428 100430 102956 103670- 10:341 111133 112229 113426 116425 120525 122038 122194 124531 125353 126221 128992 131117 145185 140123 150050 153393 155170 157306 182743 164317 166514 189311 139579 170142 175133 178439 178962 179107 132340 133490 187198 188272 138937 189331 191331 191340 193983 196151 201054 201253 201611 203135 203713 209036 212633 213542 217431 218177 220519 221233 227339 230737 231880 232090 In der NachmtttagSziehung wurden Gewinne über 240 Marl gezogen. 2 Gewinns zu 30000 31 909 9 Gewinns zu 10000 M 143817 168109 206370 4 Gewinne zu 5000 M 121831 141225'......-A,,_ 88 Gewinne Zu 3000 M 8050 10889 17160 17721 26861«6242 30416 42184 44455 44645 56322 53708 72003 63252 102463 121010 135736 136652 142366 147377 154081 158GQ3 153309 171374 177062 131875 195474 198898 200403 217376 217243 221803 223900 232248 123 Gewinne zu 10CO M 4012 5449 5.873 8721 13700 163o2 13007 23602 23758 24258 27469 30669 3�546 44155 54074 61905 64049 64039 81664 31876 84252 83S25 80078 94430 105100 106?, 38 107775>111433 113S20 120229 124857 123015 130208 137031 133571 141337 142052 144214 145353 143994 150897 151599 150173 1S2W1 168017 170790 171424 171567 175586 134 J 61 185939 186455 191775 200113 201957 207114 182 220379 221052 225974 222548 230464 23�93 231925 2 Gewinne zu 600 M 441 1305 1223 2033 4073 �6343 i 8091 21530 21665 23051 27183 23000 30323 31553£4444 34670*34721 35928 36943 38668 41406 43789 51406 53121 55071 61380 65650 67066 60475 75081 76159 785�3 80107 80349 63209 64672 55535 101213 120405— 116752 134119 159825 133928 208538 119o91 134313 160020 164159 21C538 120275 134361 151059 185002 211165 122549 142142 161300 183065 213312 127027 143317 163001 180942 216336 127339 150125 163239 192465 219371 222013 223355 225349 223271 227325 231233 130343 151818 173141 193804 210309 131479 155248 175970 194209 220518 110031 131579 159531 17654 197599 221870 »PärsBiteppielie bis 3X4 aus PrivathanO gebucht~ John Rosenthal» Bcr'iJaW. 8, Taubenstr. 10. 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