Nr.260.37.Iahrg. Bezugspreis: D?rteljShrl.2S.S0Mt,monatI.S,i0Mi. frei ins Hau», voraus zahlbar. Poll- bezug) Monatlich 8,— Mi» exkl. Zu- uellungsgeduhr. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich-Ungam 1Z,— Mi» für da» übrige Ausland bei täglich einmal. Zustellung 2l>,— M. Postoeltellungen nehmen an Däne« Marl, bolland. üuremdurg, Schweden. Tschecho- Slowakei und die Schweiz. iinzelragen in die Post-Zeitungs- Preislist«. Der»Vorwärts� mit der Sonntagsbeilage»Volk u. Zeit� ericheint Wochen- agiich zweimal. Sonntag» einmal. Telegramm-Adrestei .Sozialdemotro« verlin-. Morgen-Ausgabe Berliner Volksblntt � 20pk«nnis� AuzeigcnpreiS: Die achtgeipallene Nonvareillezeile koste. Z.— M.. Teucrnngszuschlag SO%. .kleine Hnjelgm-, das fett- gedruckte Wort 1,— M. lzuläsflg zwei settgedrucktr Nortel, iedes weitere Wort kll Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenanzelgen das erste Wort Iis Pvehr darauf aufmerksam gemacht, daß die Bestrebungen des Frontbundes letzten EndeS auf nicht? anderes herauskommen, als auf den Versuch, Angehörige der Reichswehr bei der Ucbernahme in das verbleibende Heer herauszudringen, um die da- durch frei werdenden Stellen Teilen der früheren Freikorps in einem Umfange vorzubehalten, wie es weitüberdenRahmen jeder Billigkeit hinausgeht. Bei dieser Gelegenheit sei darauf hirrgetoicfen, daß keineswegs die Absicht besteht, die Angehörigen der Freikorps in irgendeiner Weise bei der Uebernahme in das neue Heer schlechter zu be- handeln als die der Reichswehr, vorausgesetzt, daß sie sich der in jeder ordentlichen Truppe erforderlichen Disziplin unterzu- ordnen gewillt sind. Der Friedensvertrag trifft aber sämtliche Ungehörigen der Wehrmacht mit gleicher Härte. Jede Bevor- zugung eines Truppenteiles könnte nur auf Kosten anderer geschehen. ES kann als sicher angenommen werden, daß die Reichswehr selbst in keiner Weise mit den Urhebern deS Frontbundez sympathisiert. Deren Versuche, anläßlich der Zusammenziehung der Truppen im Ruhrrevier ihren Bestrebungen weiteren Eingang zu verschaffen, sind jedenfalls gescheitert Wenn Teile der Rw.-Brig. 7 anfänglich mit dem'Frontbund zusammenzugehen ver- sucht haben, so lag diesem Bestreben nur die Absicht zugrunde, die disziplinfeindlichen Tendenzen des Frontbundes durch Teil- nähme verständiger Elemente auszumerzen. (?! Red.) Wie auch auS der Veröffentlichung dcS.Vorwärts" hervorgeht, ist dieser Versuch allerdings nicht von Erfolg I»c- gleitet gewesen. Die im Frontbund befindlichen Angehörigen der Freikorps haben sich nicht gewillt gezeigt, den mäßigenden Einfluß der Reichswehr in dem neuen Bunde zuzulassen." Vom Rdchswehrministeriiim ist eine Untersuchung der ganzen Angelegenheit eingeleitet worden. Tie Oeffentlichkeit wird von ihrem Ergebnis unterrichtet werden." Eine Untersuchung— ist das alles? Hier muß nicht untersucht, fondern gehandelt, zugegriffen werden! Reaktionäre Umtriebe. Tchlefien«nd Ostpreusten. In einer TrcSlauor Versammlung machte der sozialdemokra- tische Stadtrat Genosse Frey, nach Meldungen Breslauer Blätter die aufsehenerregende Mitteilung, daß seit füns Wochen rund um Breslau neue Truppenzusammenziehungen stattfänden, so daß die Stadt jetzt vollständig z eruiert scc In Carlstadt seien zwei neue Jnfanterieregimenter eingetroffen, auch'das Freikorps Hassel und das Freikorps Pauls sen befänden sich dabei. In Wohleu liege das Freikorps Au lock, das läiigst aufgelöst sein sollte, zum Teil in Zivil, dabei mit Waffen versehen. Ter Schle fische Landbund habe niehriach hinter verschlossenen Türen getagt, um über den Nationalen S.o ldatenbund zu sprechen. Am Donnerstag habe eine neue Tagung stattgefunden, in die sich zwei Sozialdemokraten einzuschleichen vermocht hätten. Herr v. Richthysen-BoguSlawitz habe in dieser Versammlung ausgeführt, die Hauptsache sei, daß jeder eine Flinte habe und zwar möglichst eine Schrotflinte, damit kein Schutz fehlgehe. Dr. Krüger erklärte, daß die Organisation auch in der Provinz gute Fortschritte zeitige und in Breslau nahezu vollendet sei. Diese Organisation sei eine Notwendigkeit, da man wisse, daß bei ungiin- stigern Wahl ausfalle eine mächtige Rote Armee von etwa elf .Kompagnien und der Arbeiterwehr den Bürgerkrieg ent- fesseln wolle. DaS gleiche müsse von feite« der Rechtsparteien geschehen, wenn die Wahlen gegen sie sprächen. Dann wurden die Namen der verschiedenen KoinmissionSmitglieder des Schlesischen Geheimbundes bekanntgegeben. Als die Angelegenheit bis zu die- fem Punkte, gediehen sei, sei die Breslauer Polizei eingeschritten, habe die Versammlung misgelöst und die Akten-beschlagnahmt. Auf Grund der von dem Genossen Frey angeführten Taffachen hat am Freitag früh in Breslau eine Besprechung mit dem Re. gicrungskommissar statigefundcn. au der die Vorfitzenden der Koalitionsparteien, Geheimrat. Dr. Borsch, Winzer, Stadtrat Prescher sowie andere maßgebende Mitglieder dieser Parteien tcilgenom- mcn haben und zu der auch der kommandierende General des ü. A.-K. von Horn, der Chef des Gcneralstabcs Oberstleutnant Fehrenbach und der erste Eeneralstabsoffizier hinzugezogen waren. Tie Behauptuwg, daß Breslau zum Zwecke eines neuen mili- tärischcn Putsche? von Truppen umzogen würde, wurde vom Ge- neralkommando auf das energischste in A b r e de� gestellt. Bei den unrichtig gedeuteten Truppenbetvegungen handelt es sich um Um- formungen und Verschiebungen, die durch Zurückführung des Hec- reSbestandeS,' die bis zum 2ö. Mai stattzufinden hat, bedingt sind. Um diese Umformungen auf ihre Richtigkeit hin nachzuprüfen, ist eine von einem Generalstabsoffizier begleitete, aus Vertretern der drei Koalitionsparteien und des Republikanischen Führerbun- des gebildete Kommission mittags 12 Uhr in einem vom General» kommando gestellten Auto in die Umgebung abgereist.— Die Führung dieser Kommission liegt in der Hand des Zivils. Ebenso wurde die Gefahr eines linksradikalen PuffcheS als den Tatsachen nicht entsprechend bezeichnet. Was endlich die Beschuldigung gegen den Schlesischen Land- bund betrifft, so hat an dessen gestriger Versammlung auch daS Mitglied der demokratischen Partei, Dr. Josefi, teilgenom- men, der sofort über die Vorgänge vernommen werden wird. Das gesamte Stenogramm über die Verhandlungen hat der Poli- zeipräsident beschlagnahmt und die energische Untersuchung der ganzen Angelegenheit sofort in die Hand genommen. Gleicheitlg mit den erwähnten Alarnrmeldungen au? Schlesien erhalten wir aus Ostpreußen die Nachrichi, Wahlvorschläge. Denffcher Wähler, deutscher Bürger, nimm zusammen deinen Grips, wen wirst du zum Reichstag schicken— Hinze, Kunze oder FipS? Ueberleg' es I Hörst du einen, der im Kriege weit von allen Fronten war, kühn behaupten:„Ja, wir siegten, stand das Volk nur noch ein Jahr"— Diesen wähle! Wenn ein Herr von tausend Aeckern „Hoch der König!" trunken schreit, und sein zehntes Glas dem fernen, vielgeliebten Herrscher weiht der ist richtig. Klingen lockend Millionen national und liberal, winken Stresemanns Genossen zahlungskräftig zu der Wahl— ihnen folge! Zeigt mit Wehmut seinen Degen ein Kappistengeneral: „Hier ist Schutz vor den Proleten, Wunder wirkt der blanke Stahl." Ihm die Stimme! Ei, dann bist du wohl beraten, kriegst wie vorher deinen Tritt; darfst auch wieder Speichel lecken hinter deiner Edlen Schritt, deutscher Bürger. Schlarasf. Wer kennt den gefallenen Kämpfer? So fragt das„Bremer Vol?S blatt" seine Leser, indem eS ihnen ein« Zuschrift aus DuiS- bürg mitteilt, die sich erkundigt, ob'rgend welche Angehörige eine? bei den Kämpfen im Westen gciallcnen Proletariers in Bremen wohnen. Die Zuschrift ist ein Denkmal für den, dessen bis zum Tode getreues Handeln sie nennt. So soll sie weithin in Deutsch- bind gelesen werden. Sie lautet: Bei den Unruhen un März spielte ein gewisser Theodor Lorenz, der Sohn eines bremischen Tischlermeisters, eine große Rolle. Mit seiner Kompagnie kam er fco-- Wattenscheid über Herne, Dortmund, Bochum, Bottropp nach Duisburg, lieberall leitete er trotz seiner Jugend die Gefechte mit großer Umsicht und Ruhe, er selbst scheute keine Gefahr, er ging zur Verhandlung ohne jegliche Begleitung und verhütete so manches unnötige Blutvergießen. Vor Wesel war er nachher Abschnitts- Zommandeor und nicht weniger als gut 6<»yy Mann standen unter dem Kommando dieses jungen Feldberrn. Dort wurde er ver- wundes, aber ein Zurück gab es für diesen jungen Kämpfer nicht. er wurde Kommandeur der gesamten.Artillerie, und hier opferte der junge Mann sich auf, denn er ist seinen Verletzungen am 8, April erlegen. Hier in Duisburg wie in Essen ließ er große Umsicht walten, denn die Leute, die er unter seinem Kommando harte, gingen für ihren jungen Führer durchs Feuer und gehorchten ihm auiS Wort, denn er ha ich sich das Vertrauen der Leute erworben. Wir werden dem Genossen«in bleibendes Andenken bewahren. Er wurde in Barmen unter Mitwirkung einer Musikkapelle und des Arbeitergesangvercins begraben. Cläre Dux. Sie ist wieder in Berlin. Singt mit beglückender Leichtigkeit, die ein Sieg der Technik, mit seidenweicher Empfindung, die eigenartig, traulich und jubilierend ist. Arien Mozarts, Tschaikowskys, Puccinis, Bizet. Ein berrlicher Schöngesang aus italienischer Schule, sonnenklar in der Höhe und jetzt auch voll und beseelt in der dunklen Mittellage. Ein leises Neigen des Körpers, ein Vibrieren der Schultern, der ganze Wurf ihrer gezähmten Bewegung und des freudvoll-leidvollen MwnespielS verrät nicht nur fühlende- Herz, sondern verstecktes, mühsam unterdrücktes, motorisches Mitgehen, schauspielerisches Drängen. Kein Schwanken iu der kleinsten Nuance, die der Augenblick gebiert, lein Versagen des verwegensten Tons, vollendet eingestimmt auf die Begleitung Seidler-Winklers. Wo singt die Du;? In der Phil- Harmonie. Nicht in der Staaisoper. Welche Straf: liegt bracki. wird niwt genutzt, nickit. auf Händen getragen, nicht umworben? Die Intendanz muß wissen, was sie tut. Aber sie� würde auck, im Gefühl eines formalen Rechts einen Weg der Verständigung finde»; und ohne daß ein« Künstlerin von der Kapazität der Dux'zu Kreuze kriecht. Denn sie ist ejn Liebling des Publikums unb ein Liebling der Götter dazu. Zwischen Himmel und Erde aber stellt sich ein Mann wie Schillings sicher nicht lange drohend auf. Da- rum: gebt Euch die Hände.' K. S. Der Theaterzettel und die geadelten Klassiker. Wer in diesen Tagen die Zeilfchnfr„Tie Kritik" durchblätterte, die daS ge» fanile kritische Material über alle guten und böten Talen des beut- fchen Teaters aufbewahren will, der konnte, schreibt Eugen Kilian in der„Franks. Ztg.", sich mit einiger Genugtuung darüber be- lehren, daß im Laufe der letzten Wochen an drei namhaften deut- scheu Bühnen. F a u st eine„Tragödie von Johann Wolf. gang von Goethe" in neuer Einübung gespielt wurde. Mit diesem Wonlaut nämlich hat da- Programm jener Bühnen die Ans- sührung des Stücke- angezeigt. Ob sich, fragt Kitian.. die betreffenden Direktionen wohl dieser Lächerlichkeit bewußt sind? Und er antwortet: Schon die biedere Mitteilung des Vor- namens ist eine grobe Geschmacklosigkeit. Man ehre die wahr- hast Großen dadurch, daß man sich auf die Nennung des einen vielsagenden Namens beschränke. Aber gar der Adel! Von der chronologischen llnrichtigkeit nicht zu reden. Wollte.man etwa die „Brairi von Messina" als eine Tragödie»Friedrich von Schillers. du:„Natürliche Tvckter" als eine„Wolsgang von Goethes" de- zeichnen, so könnte man mi: dem Präsidenten von Walter sagen: „DaS möchte noch hingehe»." EntstehungSzert und Charakter der Werke gäben wenigstens eine gewisse Erklärung— wenngleich, keine Entschuidigung der Geschmacklosigkeit. Wenn aber Schillers revolutio- näre Algenddramen.- die„Räuber" und„Luise Millerin", wenn Goethe«„Götz" und. Faust' auf dem Theaterzettel— wie unablässig zu erleben!— die Namen der geadelten Dichter tragen, io ist jede weitere Diskussion vom Ueberfluß. Kann es etwas Bezeichnenderes geben für das, was einige Idealisten„Deutsche Thea:erkullur" zu nennen belieben? Etwas Bezeichnenderes für die— trotz aller Revolutionen!— unausrottbare Bedientenseele des deutschen Spießers? Man bat da- schon einige Male in deutschen Landen gebrandmarkt. Ich selbst habe mich schon im wilhelminischen Zeitalter darob er- eifert(im ersten Bande meiner„Dramalurgfichen Blätter" 1905). Ich verzichte darauf, es noch einmal zu tun. Es ist völlig zwecklos, wie die Statistik von 1920 lehrt. Wer dem deutschen Theater seine Sifirden vorhält, bemüht sich ungefähr in gleicher Weise, wie wer dem Ochsen ins Horn kneift. Dagegen sei der Gegenwart wieder einmal das schöne Schiller-Gedicht von A. G. v. Saultitz ins Gedächtnis gerafen:„,. Er und sein Schicksal. Deutscher Barde! Frei und groß, , Seltsam fiel dein Lebenslos,- Wardst gefeiert und gepriesen, Wardst verketzert mrd verwiesen; Angestaunt in deinem Streben Und der Armut preisgegeben. Dumm gelobt und dumm getadelt: Und zuletzt auch noch geadelt— Ach! vergib dem Vaterland, Meister, seinen Unverstand. Johann Wolfgang von Goethe— Friedrich von Schiller— in meinem engeren Vaterlande Baden spricht man von Viktor von Scheffel — wir leben im gesegneten Zeitalier der Demokratie! Theater. Die Eiilaussührung de-.Juliu» Cäsar" im Großen Schau spiclhous findet am 28. Mai statt.— Da? Lcssmgtheater gibt beute zum'25. Male Shaw!„ F> a u W a r r e n s werbe", am 2S. Mai.V-er Gqnl" sonst wirb Shaws Stück bis zum Schluß der Spiet» zeit lZl Mai) täglick gegeben. Tie Nobelprciie werden am 1. 0!uni in Stockho.'m verteilt werden. Die NobelpreiStiäger für Physik und Chemie von IStS heraus werden be. sonders geladen. In den letzten Jahren fielen die Preise für diese Gebiet» an deutsche Forscher. Lin Rosen liest am 28. Mal, nachm. 4 Uhr, in den Kammeripielen Gedichte dcS jungen.schweizer Lyrikers®. D. Steinberg. Der Dichter wird ielbst einige Proiatachnl von sich vorlesen. Gegen den Tarwtnstim protestiert die Hallenser Ortsgruppe des Dcutichen WoiiistenbundeK. Ter Film suche in allen Teilen die Natur» wifsenichaft unter Wißbrauch der Namen Darwin und Häckel herabzusetze« und scheine eigens zur Verdummung des Voltes hergestellt zu sein. Tie südslawi'che Tchau'pielervereintgung hat an den Oester- r e i cb i s ch e ii Bühnenverein eine Zuschrift gerichtet, in der sie mitteilte. daß ste offiziell mit dem Schwesterverein in der Erwartung einer »%-*« I fsns�TfTIM'T flKth Pl-i ,»„»•...(..»V*» ry itijih...........,—......—..... M, gegeben. Eine cffr>»li526 1700 100 schweiz. Franken.. 871 78t 800 100 franz. Franken... 323 312 800 100 italien. Lire....— 219 800 100 schwedische Kronen.. 1036 869 1120 100 dänische Kronen.. 819 674 1120 100 spanische Peseten.. 824 719 800 1 engl. Pfund..... 189 161 204 1 amerik. Dollar.... 49 41,80 42 Die vorstehende Tabelle gibt die Preise der Zahlungsmittel, nicht aber Warenpreise an. Aus ihr läßt sich also bezüglich der Exportfähigkeit deutscher Waren in das Ausland und auch der Valutagewinnabgaben keine Schlußfolgerung ziehen. Auch im Ausland sind die Produktionskosten bedeutend gestiegen seit 1914. Betragen doch die Löhne in den Vereinigten Staaten das Li/zfache, in Schweden das 4fache, in Belgien und Italien eben- falls.'_ sstr. Nichts als Verteuerungen. Erhöhung der Druckpapierpreise ohne Ende. Seit der letzten amtlichen Festsetzung der Druckpapierpreise find die Preise für Kohlen, Zellstoff und Holzstoff sowie die Löhne wieder erheblich gestiegen. Die Druckpapierfabrikanten haben nach ein- gehenden Verhandlunaen ihre dieser Steigerung der Produknons- kosten entsprechenden Forderungen wesentlich ermäßigt, in der Er- wägung, daß andernfalls schwerwiegende Folgen für einen großen Teil der Presse eintreten könnten. Den ermäßigten For- derungen mußte trotz aller Bedenken durch eine Preiserhöhung Rechnung getragen werden, die mit einer Bekanntmachung des ReichSwirtschaftsministerillmS vom 18. Mai 1920 erfolgt ist. Berschlcppnug des Kohlenwirtschaftsgeseyes im Reichsrat. Der Entwurf des neuen Kohlenwirtschaft sgesetz es ist am 10. Mai vom ReichswirtschaftSministerium in einer Ressort- besprechung den Vertretern der Länder zur Beratung vorgelegt worden. Die L ä n d e r v e rt r e t e r haben es jedoch abgelehnt, rn eine Beratung des Entwurfs einzutreten. Trotzdem das Reichs- wirlschaslsministerinm und das Reichskabinelt mit der grüßt- möglichen Beschleunigung die Vorlage zur Erledigung gebracht haben, um die Verordnung noch rechtzeitig der National- Versammlung vorlegen zu können, und ihr noch vor dem Aus- einandergehen des Parlaments Rechtskraft zu verleihen, Hai der Reichsrat bei seiner Sitzung vom 13. Mai den Entwurf seinen Ausschüssen überwiesen. Das Reichswirtschaftsministerium hatte ausdrücklich im Reichsrat darum gebeten, von seinem Rechte einer vierzehntägigen Bedenkzeit zwiichen Kenntnisnahme und Erledigung abzuiehen. Trotz der Dringlichkeit der Borlage konnte sich der R e i ch s r a t nicht dazu verstehen, in eine sofortige Behandlung einzutreten. Damit ist die Erledigung des Kohlcnwirtschaftsgesetzes bis nach den Wahlen verzöger:. Höhere Seifeuprcise. Die Herstellung der Seife hat sich in der letzten Zeit durch die erhöhten Verarbeiiungs- und Robstoffkosten, die bisher infolge alter Bestände auch gegenüber dem jetzigen ver- besserten Stande der Valuta unter dem derzeitigen Weltmarktpreise zugeteilt werden konnten, weiter verteuert.— Ein Stück K. A.-Seife von 100 Gramm wird nunmehr. im Klcinverkaus L M.» ein Stück Feinseife im gleichen Gewicht ö M. kosten, während der Preis der Kernseife für ein Stück ebenfalls 5 M. beträgt. Der Preis des K.-A.- Seifenvulvers ist 3,50 M. für 250 Gramm.— Die Preise sollen nicht mehr wie bisher auf die Seife gedruckt werden, einmal, weil die dazu nötigen Aenderungen an den Maschinen zu lange Zeit erfordern, andererieits aber auch, weil die auf- oedruckien Seifenpreise sich leicht entfernen lassen und ein wirksamer Koniumentenschutz nicht möglich ist. Statt dessen soll da s Publikum künftig über die jemals geltenden Preise durch die Tageszeitungen unterrichtet werden. BerpackiingSkosten für Butter. Die Preise der Verpackung?- gebinde für Butter und des Pergaineulpapiers, das zum Auslegen der Buttertonnen verwendet werden muß. sind in einer an- dauernden Steigerung begriffen. Demzufolge bat sich die Reichsfettstelle mit besonderer Vergütung für die Verpackung der Butler unter gewissen Umständen einverstanden erklärt. Mit Ge- nebnügung det Landes zeniralbebörden oder der von ihnen be- stimmten Stellen kann bei Vorliegen eines dringenden Bedürfnisses den Violiereien gestaltet werden, bei Verwendung neuer Butter- tonnen und echten Pergamentpapters zur Verpackung der Butter bis zu 20,— M. je Zentner gesondert in Rechnung zu stellen. Wie die Schuhe verteuert werden. Zu dem in Nr. 105 d»» .Vorwärts" eischieneneu Artikel sendet uns das frühere Vorstands- niitglied der Reichsichnhversorgung durch seine» Anwalt folgende Mitteilung: Es ist zwar, richtig, daß der Rechtsanwalt Amend Herrn Fröhlich einen Teil des bei den militärischen Instand» setzungsä», tern lagernden Schuhwerks zugeteilt bat, uk- richtig aber ist, daß er da'ür 106 000 M. Provision erhalten hat. Er hat nicht einen Pfennig Provision erhalten. Berichtigungen. 20 Prozent TeuerungSzuschlag im Sortiments- buchhandel. In Nr. 250 des.Vorwärts" war infolge eine» Druckfehlers stall 20 Proz. 80 Proz angegeben. 30) Segen öer Erde. Roman von Knut Hamsun. Jsak tat mehr, er kaufte den Jungen Winteranzüge und unzerreißbare Stiefel. Aber als dies getan war. ging Jsak zum Kaufmann und bestellte einen Ring.„Einen Ring?" fragte der Kaufmann.— jga, einen Fingerring. Ich bin so hoffärtig geworden, daß ich meiner Frau einen Fingerring schenken will."—„Soll, es ein silberner oder ein goldener sein, oder nur einer ans Messing, der im Goldbad gewesen ist?"—„ES soll ein silberner sein."— Der Kaufmann über- legte lange, dann sagte er:„Wenn du das tun willst. Jsak, und wenn du deiner Frau einen Ring verebren willst, den sie zeigen kann— so kauf ihr einen goldenen Ring."—„Was?" sagt« Jsak laut. Aber im innersten Herzen hatte er woh. selbst an einen goldenen Ring gedacht gehabt.... Sie besprachen es nach allen Richtungen und sirngten sich schließlich über Größe und Preis deS Ringes: aber noch immer überlegte Jsak und schüttelte den Kopf und meinte. da? sei doch ein teures Stück, aber der Kaufmann wollte eben durchaus einen echt goldenen Ring bestellen. Als Jsak heimwärts wanderte, war er eigentlich froh über seinen Ent- schluß, aber zugleich entsetzte er sich über die Ausgaben, zu �eiien«inen die Liebe bringen konnte. ES war ein richtiger Schneewinter, und als gegen Neu- jähr eine gute Bahn war, fingen die Leute aus dem Dorf an, Telegraphenstangin über die Moore hcraufzufahren und sie in gewffftn Abständen voneinander abzuladen. Sie fuhren mit vielen Pferden an Breidabl'ck vorüber, kamen auch an Sellanrea vorbei— fch ließ! ich trafen sie niit anderer. Pferden zusammen, die jenseits des Gebirges Stangen her- auffilhren, und da war die ganze Linie vollständig. So verging ein Tag um den andern, ohne große Ercig- niste. WaS hätte geschehen sollen? Im Frühling begann man mit dem Aufstellen der Telegraphenstangen. Brede Oliee war auch wieder dabei, obgleich er die FrützjahrSarbeit giif seinem Hofe hätte besorgen sollen.„Daß er Zeit dazu hat!" fragte sich Jsak wieder. Jsak selbst hatte kaum Zeit zum Essen und Schlafen, er konnte kaum alles zur»echten Zeit fertig bringen, sejne Fel- der waren jetzt recht groß geworden. Aber dann zwischen der Heu- und Getreideernte brachte er das Sägewerk unter Dach und konnte sich nun an das Einsetzen der Säge machen. Seht, es war kein Wunderwerk von einem Holzbau, den er fertig gebracht hafte, aber der Bau war riesenstark und stand nun da und war von großem Nutzen. Die Säge ging, die Säge schnitt, Jsak hatte seine Angen gebraucht, wenn er drunten im Tors in der Säge- mühle gewesen war, und sich alles wohl gemerkt. Es wai eine herzlich kleine Sägemühle, die er da errichtet hatte, aber er war zufrieden niit ihr, er hieh die Jahreszahl über der Tür ein und setzte sein Namenszeichen darunter. Und in diesem Sommer ereignete sich nun doch mehr als gewöbnlich auf Sellanraa. Die Telegraph'enarbeiter waren jetzt so weit hinaufgekommen, daß die erste Gruppe eines Abends an dem Hos: anklopfte und um Obdach bat. Die Leute durften in der Scheune schlafen. Als die Tage vergingen, kaum auch die zweite Gruppe, und alle bekamen Obdach auf Sellanraa. Die Linie wurde am Hofe vorbei weiter hinaufgeführt, aber die. Leute kamen trotzdem noch auf den Hof, um da zu über- nachten. Und an einem Samstagabend kam der Ingenieur. um die Löhne auszuzahlen. Als Eleseus den Ingenieur.sah, bekam er Herzklopfen, und er schlich sich zur Tür hinaus, um nicht nach dem far- bigen Bleistift gefragt zn werden. Ach, das war ein böser Augenblick, und Sivert kam auch nicht berauS, an dem er ein wenig eine Mütze hätte haben können! Wie ein bleiches Gespenst glitt Eleseus um die Hausecke: endlich traf er die Mutter. ElcseuS bat sie gleich, sie möchte Sivert beraus- schicken, er konnte sich nicht anders helfen. Sivert nahm die Sache weniaer schwer, er hatte ja auch nicht die groß? Schuld auf sich liegen. Tie Brüder setzten sich, gingen abseits zusammen, und EleseuS sagte:„Wenn du es auf dich nehmen würdest!"—„Ich?" sagte Sivert.— /Denn du bist so viel kleiner, dir würde er nichts tun."— Sivert überlegte, er sab, daß der Bruder in großer Rot war, und es schmeichelte ibm auch, daß EleieiiS ihn bauchte.— �ch könnte dir viclle'cht eine Handreichung tun." sagte er altffi'g.—„Du mußt c? tun!" rief Eleseu? und drückte ein- fach seinem Bruder das Stückchen, das nach von dem far- bigen Bleistift übrig war, in die Hand.„Es soll dir gehö- ren," sagte er. Sie wollten miteinander wieder hineingehen, aber Eleseus sagte, er habe noch etwas am Sägewerk zu tun, etwas, was er nachsehen müsse, es gehe nicht so schnell, er werde kaum vor einer guten Weile fertig werden. Darauf ging Sivert allein hinein. Da saß der Ingenieur mit Silbergeld und Banknoten vor sich und zahlte die Löhne aus. Als das geschehen war, setzte ihm Inger einen Topf Milch nebst Glas vor, und er war dankbar dafür. Er trank. Dann plauderte er mit der kleinen Leopoldine, und als er die Zeichnungen an den Wän- den sah, fragte er gleich, wer denn der Meister sei, der sie gemacht habe.„Bist du es?" fragte er Sivert. Der In- genieur wollte sich wohl bei her Mutter für die Gastfreund- lchaft dankbar erweisen! Er erfreute der Mutter Herz, indem er die Zeichnungen-lobte, und Inger gab eine gute Erklä» rung. Ihre Buben hätten die Zeichnungen gemacht, beide Buben: bis sie heimgekommen und dafür gesorgt habe, hätten die Kinder kein Papier gehabt imd deshalb die Wände be- kritzelt, nun habe sie das Herz nicht, e? abzuwaschen.—„Laß es nur stehen," sagte der Ingenieur.„Papier?" sagte er und legte eine Menge großer Bogen auf den Ti'ch,„Da, zeichnet mir weiter, bis ich das nächste Mal wieder komme! Wie siebt es denn mit Bleistiften?"— Da trat Sivert ganz ein- fach mit dem Bleistiftstiimpchen vor und zeigte, wie klein es war. Und siebe, er bekam einen neuen, noch ungespitzten farbigen Bleistift!„Zeichnet nur drauf los! Mer macht lieber, das Pferd rot und den Bock blau. Nicht währ, du hast noch kein blaue? Pferd gesehen?" Dann ging der Ingenieur wieder fort. Am selben Abend kam ein Mann vom Torf herauf mit einem Ranzen aus dem Rücken. Er gab einige Flaschen für die Arbeiter ab und entfernte sich dann wieder.'Aber nach- dem er gegangen war, blieb es nichh mehr so still auf Sellanraa: die Ziehharmonika ertönte, es wurde laut ge- sprachen und gesungen und auf dem Hofplatz getanzt. Einer der Arbeiter forderte Inger zu einem kleinen Drehum aus. und �nger— sa wer verstand sich auf sie? Sie kicherte unü tanzte wahrhafftg ein paarmal im Kreise herum. Als dies getan war, wollten die andern auch mit ihr ranzen, und da tanzte sie recht flott mit. (Forts, folgt.) GroßSerlw pfingstwanöerung ins Havellanö. Eine zweitägige Fahrt. Am 1. Pfingstfeieriage begeben wir uns nach dem Stettiner Äorortbahnhof und fahren um 6i)0 Uhr nach Oranienburg. Lir fahren an den Villenkolonien Weidmannslust. Hermsdorf und �er Gartenstadt Frohnau vorbei, sehen zur linken Seite das Dorf Ztolp liegen, durcheilen das ehemalige Hofjagdrevier Oranien- turg, kommen zum Lehnitzfee— auf dem wir schon einige Angler rbliden— und nähern uns immer mehr der Stadt Oranienburg. Der Zug fährt in den Bahnhof ein.„Oranienburg". Hier be> 'innt die Wanderung ins Havelland und zwar von der Kremme» rer Landstrahe aus. Zu beiden Seiten sehen wir Landhäuser. Wir befinden uns n der 1893 angelegten Obstbaukolonie Eden. Noch 2,5 Kilometer nd wir haben das erst« Dorf, Germendorf, erreia,� Wir durch- 'chreiten das Dorf und wandern noch eine halbe Stunde auf der 2andstrahe. Dann betreten wir die Germendorfer Heide. Hier lassen wir uns im Grünen zur Frühstücksrast nieder. Nachdem wir uns gestärkt, ziehen wir durch die Schwanter Forst, die neben Kiesern auch Laubbäume aufweist. Wir kommen an Sommers- walde, einer Besitzung des Rittergutsbesitzers Sommer mit statt». lichem Schloh vorbei, überschreiten die Fliehbrücke und Verlagen für heute den Wald. Kremmen liegt vor uns. Wir kreuzen die Oranienburger Bahnstrecke und halten gegen Mittag in dem einfachen Oandstädtchen Kremmen unseren Einzug. Nach reich- licher Rast brechen wir auf, verlassen Kremmen und wandern auf der Landstrahe an den Vorwerken von Schwante, Amalienfeld. und Kuckswinkel— zwei Gehöften— vorbei, ziehen durch Schwante, ein kleines Dorf, betrachten di« 1739 umgebaute Gra- nitkirche und marschieren über Vehlefanz nach Eichstädt. Nachdem wir Eichstädt verlassen, wandern wir auf einem Feldwege, der hinter der Windmühle links abbiegt, nach dem Ofen- und Jndu- strieort Velten. Er ist schon von weitem mit seinen beiden Kirch- türmen und durch seine vielen Fabrikschornsteine sichtbar. �Jn Velten angelangt, suchen wir uns Quartier, nehmen unser Abend- essen ein und begeben unS zur Ruhe. Der zweite Tag hat begonnen. Wir rüsten uns zur Be- sichtigung Velten? und besuchen das sehenswerte Ortsmuseum. Langsam ziehen wir dann nach Marwitz, durchschreiten daß Dorf bis zur Kirche und wandern weiter auf einem Feldwege nach Bötzow. Bötzow ist ein hübsches Dorf, die Häuser sind mit Birken- grün festlich geschmückt. Weiter wandern wir nun nach Forsthaus Blockbrück, wo wir uns zur Kaffeeraft niederlassen. Gestärkt setzen wir dann unsere Wanderung nach Hennigsdorf an der Havel fort, von wo wir unsere Rückreise antreten. R. « Zum Pfingstverkehr. Für den Psingstverkehr haben alle Berliner' Verkehrsmittel wie gewöhnlich umfassende Borbereitungen getroffen. Die Gr oße Berliner Strahenbahn läßt an den beiden Pfingsttagen bei gutem Wetter Frühzüge etwa von der fünften Morgenstunde an berkehren.— Die Berliner©leite. St r a h e n b a.h n läht am 1. und 2. Pfingstfeiertag auf ihre: Bahnlinie nach Treptow folgende Wagen verkehren: früh 3.48 Uhr ab Pankow in halbstündlichem Verkehr. Ab Hollmann- strahe 4.59 Uhr, ab Kottbuser Brück« 4.39 Uhr.— Die Spree- Havcl-Dampfschifsahrtsgesellschast ,,S t e r n" läht ihre Dampfer in der üblicheg Weise verkehren.— Die T e l t o w e r Kreis- schiffah rt verkehrt an beiden Pfingstfeiertagen aus dem Teltowkanal nach Potsdam. Die Abfahrt erfolgt von Neukölln, Rudower Straße 3 Ubr vormittags, Tempelhof, Hafen 8.39 Uhr vormittags, Steglitz, Viktoria- und Siemensstrahe 9 Uhr vor- mittags, Lichterfelde, Giesensdorfer Straße 9.29 Uhr vormittags. Rückfahrt abends 7.16 Uhr ab Potsdam, Restaurant Schultheiß, ab Glienicker Brücke 7.46 Uhr, ab Neubabelsberg, Bahnhof 3.16 Uhr. Fahrpreis für die- einfache Fahrt für Erwachsene 6 M., für Kinder 3 M. Auf der Strecke Templin— Fürstenberg(Mccklb.) verkehren im Mai an Sonn» und Festlagen folgend« Züge: Zug 9963 Templin ab 6.29 Uhr vormittags, Fürstenberg an 7.94 Uhr vormittags. Zug 294 Fürstenberg ab 7.49 Uhr vormittags, Templin an 8.62 Uhr vormittags. Zug 266 Fürstenberg ab 12.27 Uhr nach. mittags, Templin an 1.36 Uhr nachmittags. Zug 263 Templin ab 9.45 Uhr vormittags, Fürstenberg an 11.96 Uhr vormittags. Am Sonnabend, 22., und am Dienstag, 25. Mai, fällt die jnristische Sprechstunde aus. Magistratsrat v. Schulz ist gestern an den Folgen einer Operation, der er sich gestern unterzogen hatte, verstorben. Er hatte ein Alter von 66 Jahren erreicht; seit über 39 Jahren stand er im Dienste der Sladtgemeinde, um die er sich als Vorsitzender des Gewerbe- und KaufmannsgerichtS ganz hervorragende Verdienste erworben hat. Einigungsämter und Schiedsgerichte leitete er mit voller Umsicht. In solcher Stellung hat er in unendlich vielen Fällen nicht nur in Berlin, sondern auch im Reiche Lohnstreitig- ketten und andere Differenzen zwischen Arbeitgebern- und-nehmern mit großem Geschick beigelegt und so die Wahrung des sozialen Friedens nach Kräften gefördert. Der Magistrat und die Beamten- schaft bedauert da? Hinscheiden des allgemein beliebren Mannes unendlich. Auch in weiten Krei'en der Arbeiterschaft wird sein Tod Anteilnahme und Trauer erwecken. Zu dem Mordanschlag in der Wilhclmstraße wird mitgeteilt, dah es der Kriminalpolizei gelungen ist, einen der beiden flüchtigen Mittäter te st zu stellen. Es ist ein 24 Jahre alter, aus Berlin gebürtiger früherer Obersignalgast Hans König, der sich zuletzt lurangemeldet bei seiner Schwester in der Star» garder Strahe 19 aufhielt und sich wahrscheinlich ebenso lvie der »och unbekannte zweite Mittäter noch in Berlin verborgen hält. Die verhaftete Frau Kasse sagte bisher immer, sie habe den verhasteten Granat nur gedungen, um ihrem Manne einen»Denk- zettel' zu verabfolgen. Jetzt gibt sie zu, dah ihr Auftrag da- hin gelautet habe, sie von ihrem Manne zu befreien. Veranlaßt habe sie dazu die ständige schlechte Behandlung, die sie von ihrem Manne erfahren habe. Berlin— Zürich. Die durchlaufenden Wagen nach dem Ausland sind während des Krieges nach und nach fast vollständig weggefallen. Eetzt werden sie allmählich wieder eingestellt. Der endgültige Ent- urf zum Sommerfahrplan vom 1. Juni bringt soeben zum ersten- mal wieder auch durchgehende Wagen zwischen Berlin und Zürich. Sie laufen in Nachtschnellzügen zwischen Berlin, Stuttgart, Immen- dingen und Schaffhausen. Nach den endgültigen Entwürfen laufen ferner durchgehende Wagen u. a. zwischen Basel und Berlin, Basel und Leipzig, sowie Basel und Amsterdam, zwischen Ost ende, Amsterdam und dem Haag einerseits, sowie Wi e n andererseits. Schlafwagen gibt es zwischen Basel und Wiesbaden. Speisewagen zwischen Basel und Frankfurt, Frankfurt und Amsterdam, Würzburg und Wien. Die Kur«»nd VcrpflcgungSkosten i» den städtischen Kranken» anstaltcn betragen ab 1. Juni: 1. für Einheimische der Groß- Berliner Gemeinden: a) Erwachsene 9 M., b) Kinder 6 M. 2. für Kranke(Erwachsene und Kinder), die keiner Grvß-Verlincr Gemeinde angehören, 24 M. Kein Postscheckverkehr mit Südjütland. In der ersten Zone Schleswigs ist der Zahlkarten» und Zahlungsanweisungsvorkehr eingestellt worden. Auch die Beifügung von Zahlkarten zu Post» aufträgen und Nachnahmen, deren Beträge in Orten dieser Zone einzuziehen sind, ist nichl mehr züläistg. ver Teltower Kreistag über öle Lebensmittel-' ' Versorgung. Der Teltower Kreistag lehnte mit den Stimmen der sozial- demokratischen Fraktionen den Verkauf des trockengeworfenen UferstreifenS des StölzchenfeeS ab. Eine Erhöhung der Bezüge der Beamten, Angestellten und Arbeiter im Rubeftande sowie der Witwen und Waisen wird nach der Vor- läge beschlossen, desgleichen die Neuregelung der WirtfchaftSbeihilfen der Supernumerare vorlagegemätz erledigt.— Der Beitritt deS Kreises zum Girov-rband der kommunalen Devbände der Provinz Brandenburg wird beschlossen. Bei dem Antrag„Erhöhung des der Teltower KriegSwirtschaftdges ellschaft eingeräumten Kredits" entwickelt sich ein« umfangreich« Debatte, in der Meyer(S. P. D) die Planlosigkeit auf dem Gebiete der Lebensmittelversorgung scharf krilisiert und eine straffe Organisierung verlangt. Di« Organisation soll eine solche der Selbstverwaltung sein, die vermittels des gesetzlicken Zwanges alle Beteiligten heranzieht und zu den notwendigen Leistungen anhält durch solidarisch« Haftung. Das Kleingewerbe soll zu ZwangSge- 'nossenschaften zusammengeschlossen werden. Die freie Wirtschast bildet einen noch größern Wahnsinn als die Zwangswirtschaft wie di« Preiserhöhungen und Schwankungen, w e beispielsweise die Preise für Haser und Hülsenfrüchte der letzten Wochen nachweisen. Die gegenwärtige Situation ist ein Unsinn, da wir weder einen Einfluß aus die Preisgestaltung noch auf die Erfassung der Lebensmittel haben und kein Mensch in der Lage ist, festzustellen, ob und wieweit die vorhandenen Mengen dem Bedarf entsprechen. Büchner schildert die Ersahrungen auf dem Hülsen- fruchtmarkt., er führt aus, daß hier in den letzten Wochen ein un» geheurer Wucher vom Handel getrieben worden sei. Hier haben alle verantwortlichen Stellen versagt infolge der herrschenden Plan- losigkeit. Korthaus(bürgerl.) wendet sich gegen die Zwangs- Wirtschaft. Er hält die Zeit oer Verständigung nicht für fern- liegend und schlägt vor, daß die landwirtschaftlichen Genossenschaf. ten und die Konsumgenossenschaften zusammentreten, um mit dem Mittel der Selbstverwaltung die Lebensmittelversorgung und die Versorgung des Volkes zu meistern. I o ch e m(Dem.) erklärt manchen Mißgriff der verantwortlichen Stellen mit der im Winter bestandenen Befürchtung, daß ein großer Mangel an Lebensmitteln eintreten würbe. Di« Ausführungen von Meher lehnt er ab. Apostel(S. P. D.) verlangt bessere Organisation der Zdreiswirtschaft, die immitkelbar und sofort durchgeführt werden kann. Die Kam- missionäre müssen beseitigt werden und dafür Vertrauenskommif- siotten gebildet werden. N c u ma n n(U. S. P.) begrüßt den Vor. schlag des Herrn KorthauS, Zusammenfassung der Produzenten» und Konsumentenorganisation und wendet sich gegen den freien Handel. Der Mittelhandel muß ausgeschaltet werden. Der Mittel. stand wirh verschwinden. PeterS(11 S. P): Ohne Zwangswirt. schast wäre die Tauer deS Krieges nicht möglich gewe'en, sie ist durchaus keine sozialistische Erscheinung. Die Produktion muß geregelt werden. Der verlangte Kredit wird schließlich bewilligt. Tie beiden Punkte der TageSordnuug, Aufbringung der Mittel für den Woh- nungSverband und für den Kohlenverband werden zusammengefaßt. K a l i S k i(S. P. D.) erklärt: Die Verwaltungskosten des Kohlen- Verbandes stehen im umgekehrter Verhältnis zu seinen Leistungen. Der Kohlenverband ist kein Selbstverwaltungskörper und verhindert nicht die ungeheure Bereicherung des Kohlenhandels. Er begründet einen Antrag der S. P. D., wonach die Prüfung der kansmännifchen und technischen Grundlage deS Kohlenverbandes beim Zweckverband verlangt werden soll. Kaliski verlangt weiter eine Kontrolle des WohnnngSverbanbcs und der Wohnungsämter. Es wäre notwendig gewesen, die Uebersiedelung auf das Land zu erleichtern. Der Antrag der S. P. D. wird angenommen. Die weiteren Vorlagen: Aenderung der Gebührenordnung für die Benutzung der KreiSkrankenanstalten, Erhöhung der Kur- und Verpflegungskosten, des Taschengeldes der Schwestern des Kreises Teltow, werden in der vom KrciSanSschnß vorgeschlagenen Fassung angenommen. Dem Rechnungsleger des Kreises wird Entlastung erteilt. Die Voranschläge des Kreises Teltow für das Rechnungsjahr 1920 werden«instimmig genehmigt. Ein« Anzahl vorzunehmender Wahlen wird durch solch« per Akklamation erledigt. Zu Mit- gliedern der LandwirtschaftSkammcr werden gewählt W a u e r, Großkl aus(S. P. D.) und Greulich(U„ S. P.). Zobel hob aus seiner Erfahrung als Turnhehrer hervor, daß Minister Haenischs Verfügungen über Leibesübungen diese so ge- fördert haben, wie es früher in zehn Fahren nicht geschehen sei. �— Auf eine Anfrage der Unabhängigen, ob der beim Brauer- streik in der Schlotzbrauerei beschäftigten Technischen Not- Hilfe Lebensmittel durch die städtische Verwaltung geliefert war- den seien, antwortete der Magistrat mit einem glatten Nein.— Ein Antrag der Unabhängigen ersuchte den Magistrat, in der W a h l z e i t allen Parteien die Gebühren für Benutzung der jSchulaulen und deS Bürgersaales z u Ver- sammlungen zu erlassen, wovon aber die Erstattung der Reinigungs- und Lichtkosten ausgenotnmen sein sollten. Er drarz mit den Stimmen der Unabhängigen und der Soziolvemokraten ! gerade noch durch. Demokraten, Teutscbncrtionale usw. nahmen j aber mit knapper Mehrheit den demokratischen Antrag an, daß der Bürgersaal wegen seiner Kunstwerk« nicht hergegeben werden soll. Die Schöneberger Stadtverordnetenversammlung hatte gestern eine Wahldebatte. Zwar wurde ein von Sozial- demokraten und Unabhängigen als dringlich eingebrachter An» trag, der Magistrat solle die Stimmzettel zu den Stadtverordnetenwahlen für alke Parteien auf Stadtiosten herstellen lassen, nicht zu sofortiger Be- ratung zugelassen, weil der Demokrat Zobel die Dringlichkeit be- stritt.(Zuruf: Nach den Wahlen!) Nackher führie der eine von Zobel und seiner Fraktion eingebrachte Antrag, wegen Verteue- rung der Straßenbähnsahrten unentgeltliche Zeitkarten den Bürgerdeputierten überhaupt nicht mehr, den Stadtverordneten und MagistratSmitglic. der» nur noch fürzwei Linien zu gewähren, zu einer langen und erregten Auseinandersetzung über die— Wahlen. Dr. Schneider(Dnat. Vp.) warf den Demokraten vor. daß sie jetzt vor den Wahlen plötzlich„sparsam" scheinen wollen.(Lebhaftes Sehr richtig! bei den Unabhängigen.) Zobel höhnte, die Herren von links und von"rechts hätten sich ja wieder mal gesundem Zwischen ihm und Dr. Schneider kam es dann zu sehr persönlich zugespitzten Streitereien, in denen jeder den anderen und bellen Parteifreunde der Korruption bei AmtSbe- setzunge» und GeholtSzuwendungen beschuldigte. Dr. Schneider deutete an, ZobÄ habe nach dem Grundsatz„Eine Hand wäscht die andere" die Anrechnung einer höheren Zahl von Dienstjahren erhalten. Jetzt stehe die Wahl vor der Tür— und endlich sei die Stunde der-Abrechnung gekommen.(Lärm.) Auf eine Bemerkung Dr. Schneiders über die Erhöhung de» Ober- bürgermoistergehaltes antwortete der Demokrat Dr. Nord- mann, in Genieinden mit deutschnarionalcn Bürgermeistern sei diesen die Gehaltserhöhung von Deutschnationalcn ohne Wimperzucken bewilligt worden. Gz. spielte daraus an, daß Dr. Schneider gekränkt soi, weil er in seinen Hoffnungen auf den Posten eine« besoldeten Stadtrats sich getäuscht� habe. Schluß der Debatte macht« dieser Vortragung schmutziger Wäsche ein Ende. Der Antrag Zobel wunde im ersten Teil mit den Stimmen der Demokraten und der Sozialdemokraten angenommen, im zweften Teil mit den Stimmen der Sozialdemokraten, der Unabhängigen und der rcchkssteheicken Fraktion abgelehnt.— An d:e Berief»:» erstattung des PetitionSauS-schusseS über eine bciräcluliche Reihe Petitionen knüpften sich umständliche Erörterungen. Eine Petitigp der Lehrerinnen höherer Mädchenschulen um Gleich. stell ung mit den Lehrern in der ArbeitSleistuns und entsprechende Gehaltsbemessung führte S» einer Debatte über die Leistungsfähigkeit der Lehrerinnen. Di« Petition wurde dem Ma- gistrat zur Berücksichtigung überwiesen. Ueber den Umfang der Tätigkeit von Lehrerinne» soll eine zahlenmäßige Aufstellung gemach! weiden.— Eine Anfrage der Unabhängigen bcmängclte, daß der Ar» befterturnverein den Spielplatz an der Rubens st ratze wochentags erst von 7 Uhr abends an benutzen darf. Der Magistrat antwortete, am Tage müsse der Platz von Schulen benutzt werben. Tie Affäre deS Neuköllner Polizeipräsidenten. Der Inhaber des Lokals„Taiif-Pa-Pa" in Neukölln sendet un' zu der Affäre de§ Poffreipräsidenlen Genossen A p p i ch folaendr Darsiellung. die rnr Nlärnng der jetzt genün'am wieserge- käuten Anaelegenbe»! erheblich beitragen dürfte. Ein Kommentar ist dawaib llberflüifig: „Am 29. März, abends 11 Ubr 19 Minuten,«rsch'en der kom« missariscve Polizeivräsident von Neukölln Herr Appicb. in meinem Lokal ,Tar:z-Pa-Pa", wo er noch Gäste in meinem Tanzsaal vor» fand. Herr Appich machte mich aus die Bolizeisiunde aufmerliam, worauf ich ihm erklärte, daß ich bereits Feierabend geboten bälle. aber bei einem Besuche von 499'Personen die Räumung de? Lokale? längere Zeit in Anspruch nehmen würde, wie zehn Minuten. Am 39. Märy. abends 11 Ubr 49 Minuten, kam der Herr Appich in Begleilung eines anderen Herrn an meinem Lokal vorbei. Ich war einen Augenblick auf die Straße getreten und der Zufall wollte es, daß mich Herr A. erkannte. Da noch Licht in meinem Lokal zu sehen war, frug er mich, ob denn noch Gäsie in meinem Lokal seien, was ich verneinte; er sibien an meinen Worten zu zweifeln. und ich bat A., sich von der Richtigkeit meiner Auslage z» über» zeugen. Während dieses Gespräches ging eine Patrouille der Ord» nungspolizei vorbei. A. ging nun auf meine Aufforderung in da» Lokal, was die Schutzlente, welche auf der anderen Seile der Straße standen, beobachtete«. Nach während Herr A. die unteren Räume Prüfte, klopfte es an die Tür; ich öffnete sofort und vor mir standen die zwei Beamten. Sie fragten mich ebenfalls, ob noch Gäste im Lokal seien, was ich qle'chfallS verneinte. Auf dem Wege nach den unteren Räumen trafen sie A., welcher eben imBe» griff war. heraufzukommen. Dielen Vorgang sahen nun die Be» amten als Polizei st unden-lleberrretung an. Es ist weder an Herrn A. noch an ionst jemand etwas verabreicht worden. Im Interesse der Wahrheit fühle ich mich veranlaßt, diese Notiz der Öffentlichkeit zu unterbreiten."(gez. W. Wabst) Die WalderholungSstStten vom Rote« Kreuz werden im gewissen Umkange auch in diesem Jahre ihren Belrieb ausnehmen. In den Anstalten in E> ch k a m v und in der I u n g f e r n h e i d e ist Frauen, Männern und Kindern Gelegenheit zu TageSkuren ge« boten, in der in FriednchShagen Vollkuren für Kinder Nähere Auskuaft gibt daS Bureau der ErholungSstätien, Friedrichstr. 297. In der für. unterernäbrle und tuberkuloseverdächlige arme Kmder bcstimmten WalderbolungSstätte Friedrichshagen sind im Mai d. I. die Hemdchen. Bettbezüge. KleidungS- stückr unh Gegenstände zum Wärmeschutz der Kinder gestohlen worden. Glücklicherweise ist es in diesem Falle der Polizei ge- kungen, Hie Schandbube« zu ermitteln und ihnen ihre Beute wieder abzujagen. I« der WalderholungSstätte für Kinder beim Bahn- Hof Sadowa dagegen ist während de» Winters deraltig viel g e« plündert worden.' daß es unmöglich ist, die Anstalt in dieiem Sommer wieder in Betrieb zu nehmen. Hunderte von Kinden werden dadurÄ) am die Möglichkeit des Kuraufenthaltes gebracht.> „Der Landbpte"(Nordbohu-Echo), ein Nachrichtenblott für die arbeitende Bevölkerung des Vorortgebietes an der Nord- bahn und Umgetz2lng. ist vor kurzem mit seiner ersten Nummer erschienen und verdient im Kampf gegen die angeblichen parteilosen reaktionären Vorortzrätungen Unterstützling und Beachtung. Verlag und Redaktion: Bergsjelde, Glienicker Str. 19. Jüdisch-sozialistischv Arbeiterorganisation Poale-Zion. Am Sonntag, den 20. Juni finden die Wahle« zur Repräsentanten» Versammlung der j�dtsiben Gemeinde smtt. Wahlberechtigt ist jedes männliche Mitglied der siidilchcn Gemeinde, der Kriegsteilnedmer gcwejen ist oder ieine Sieuor zur jüdischen Gemeinde seit leiner»n. jchäbung zur StaatSsleuer, mindestens aber in den Jahren ISt?, 18 und ISIS voll entrichtet und am Tage der Wahl das A>. Lebensjahr erreicht bat. Di- Wöblerlifte liegt nur noch bis zum 24. Mai in dem WahlbureaS. Oranienburger Str. 23 II, zur Einsichtnahme au»; deshalb»t fS unbedingt noliv endig, daß sich jeder Wähler ha bald als möglich davon überzeugt, od fem Name in der Wählerliste enthaften ist. Die Dolchstoßlegcude. Ueber dtejeS Thema lp eicht am 2S. Mai. abends 7»/, Uhr, Redakteur Karl V- t t.e r im Kailer-Friedrich.Ghmnaüum in Neukölln. Kailcr-Friedrich�w. 10. auf Vcranlmsung des Fnedensbunde« der Kriegsteilnehmer. Für Mitglieder steter Ewtrttt; jür andere Besucher 1 Mark. Arbeiter-Zchwimin-Bercin RentSlln.«m 1. Feiertag Badepartte nach dem Werlsee. Treffpunkt: Jugend 6 llbr, Manner und Frauen 7 Uhr am Ringbahnhoi Neukölln, Fahrkarten biS Erkner. Treptow. Sternwarte. Psmgstsonnlag 3 Ubr: F-nentaae an der Ostsee in der Säcklilchen Schwei, und im Spreewald. 5 Uhr: Durch den Schwm,w°Id in« Donautal 7 Ubr: Eine Reise zum Südpol und Ein Blick ins Weltall. Pfingstmontag 3 Uhr: Eur-pS.jch- m,d �atisch. J.gden. S Ubr- Sitten und Gebräu»- stemder Voller. 7 Uhr: Durch den Schwarzwald in« Donautal. Dienstag 7 Uhr: Sternhauiem veränd-r» I'cke und neue Sterne-Vortrag mst Lichtbildern von Dnektor Dr. Archen. Mb) Donnerstag"7',, Uhr: Am Golf von Neapel(Bortrag mit Licht- bildern von �r. Spetbmann). Sonnabend 5 Uhr: Belvohnbartcet der Welten I Lichtbild er-SJortrag). Mit dem großen Fernrohr wird abends der �uviier Mond und Mar» beobachtet. Kleine Fernrohre stehen zur Beob« achtung' beliebiger Obj-tte kostenlos zur Verülgung. Fühenngen durch da» astronomische Museum finden taglich in der Zeit von 2 Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends statt. » HroA-Serliner partewachrichtek. Heute, SÄ. Mai: 39. Abt. 7 Uhr Sitzung der Bezirksführer und BetriebsvertrauenS- leute bei Berger, Jagowslr. 21. Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Lehrer. Vormittags g Uhr wichtige Zusammenkunft im Jugendheim. Vollzähliges Erscheinen unbedingt nötig. � Neüeuhngen(Ostbahn). 7lft Uhr Wählerversammlung bei L?ader, Do�sftratze. Morgen, 2'i. Mai: Bezirksverband Groß. Berlin. Gruppe Wedding.« r v ß e« Frühkonzert im Klostergarten am Spandauer SchifiahrtSkanal. Kon« «rt, KesangSvortrage und Tanz. Die Kaffeeküche ist geöffnet. Eintritt 1 M., Tanz 2 M. Beginn S Uhr.— Am Moniag, den 31. Mai,«bendt g Uhr. in den Bubi-Sälen, Neue Konigstr. 26: Außerordentliche Gcueralvcrjammluug. Tagesordnung: Ziuiücllung der Kandidaten(ür die Stadtocrordncten. und Beziicksvcrordnctcnwahlen. Jugenöveranftaltungen. Heute, Sonnabend: Miederichineweide. Wanderung nach den Rauenschen Berg«»--' Scharmützeisee. Treffpunkt>/,S Uhr am Bahnbas.— Prenzlauer Bor- ftadt. Wanderung nach der Märiischen Schweiz. Treffpuukl Uhr Normaluhr Rlexanderplatz. Nachzügler»/,? Ubr daselbst.— Retnicken- dorf-Ost. Waiireiung nach dc n W-ibeUuisee. Trcffvunlt 5 Uhr am See- lmd.— Schönhauser Borstadt I u. II. Wauderung nach Ebersivaide Chorin— Freien walde. Treffpunkt 7 Uhr Bahnhof Schönhauser Allee. Weddtng. Sonntag, LZ.; Wanderung Fmkenkrug— Nauen. Trcffpunu 6 Uhr Nettelbeckplatz. Gerichtszeitung. Vertagung im Prozeß gegen Rektor Lock. Das Gericht beschloß die Sache zu vertagen und eine Reibe Beweise zu erbeben. Die angegebenen Zeugen sollen ,u der später anzuberaumenden Verbandlung vorgeladen werden. Gleich- zeitig bat das Gericht beschlossen, den Angeklagten durch den Gr- rchtsarzt aus seine ZurechnungSfähigleit unter- >' u ch e n zu lassen. Bus aller Welt. Autounglück eines französischen Offiziers in Oberfchlefien. Äuto eines französischen Oifiziers aus K ö n ig S h si» l e hatte in der Nähe von Neu�Beuthen einen Unfall. Das Auto'st von einem anderen Perionenauto angefahren worden, wobei der Offizier und der Cbauffeur schwere Verletzungen erlitten. Das Auto, daS mit dem franzörnchen zusammenstieß. »etzte seine Fahrt fort, ohne Hilfe zu leisten. Oberleutnant Graf de l a B o u s s r ö r e bat außer einer Gehirner schütte- ung eine Nierenquetschung erlitten, während der T b a u f f e u r einen rechtsseitigen Unterschenkelbruch avontrug. Eisenbahnunglück bei Jaroslau. Wie der Telegravhen-llnion ms Krakau berichtet wird, stieß vorgestern nackt der von I a r o S- '\au nach Krakau fahrende Personenzug hinter der Station jaroslau mit einem Güterzuge zusammen. Bisher wurden 40 Tote gezäbli. Die Zahl der Verletzten ist weit größer. Gesamtertrag der Frankfurter Kindrrhilfe. Der Gesamtertrag der Sammeliätiateit der Frankfurter Kinderhilfe beläuft fich bis �etzt auf 1 700 000 M. Verhaftung von Goldschieberu. Drei Goldschiebern wurden in Frankfurt a. M., wie uns gedrabtet wird, von Kriminalbeamten. die als Kaufleute auftraten, 30 Goldbarren im Werte von mehr als einer Million in dem Augenblick abgenommen, als das Geld dafür in einer hiesigen Bank ausgezahlt werden sollte. Der Haupttäter ist per Bankier Bacharach aus Hanau. Bacharach hatte das Gold vor mehreren Monaten zu einem hohen Preise aufgekauft und ver- suchte es infolge des ständigen Sinkens der Goldpreise um jeden PrviS loszuschlagen. Das Gold wurde der Reichsbank zugeführt. Glückliche Rettung. Aug Frankfurt a. M. wird mrS gedrahtet: Im Poligeigefängniz überfiel ein festgenommener Ein- brecher einen Kriminalbeamten und versuchte.ihn durch mehrere Schüsse zu töten. Zwei Schüsse gingen fehl, ein dritter traf die Herzgegend, prallte jedoch an einer in der Westentasche befindlichen S t a h l d a s e ab, wodurch dem Beamten das Leben gerettset wurde. — Sonst werden Verhafteten doch mehrfchtendeels die Waffen abgenommen! DaS Explosionsunglück in Offenbach ist nach den polizeilichen Erhebungen durch die Entzündung einer Granate verursacht worden, die der 20 jährige Sohn der getöteten Frau Sattler ge- f u n d e n haben will und im B r a t o f e n de» Küchenherde? ver- steckt hatte. Exzesse in Ludwigshafen. WTB. berichtet: Zu schweren Au«. schreitungen kam eS nachmittags 4 Übt in der Badischen Anilin- und Sodafabrik, wo etwa 8000 Mann znr Direktion zogen, um die Erfüllung ihrer Forderungen zu erreichen. Mehrere Hundert Arbeiter drangen in daS.ömi« und bis in die DirektionS- bureauS vor, wo die Direktoren schweren Belästigungen und Mißhandlungen ausgesetzt waren. Insbesondere wurde Di- rektor Seidel derart schwer nitßhaudelt, daß er fast eine halbe Stunde bewußtlos am Platze lag. Ter herbeigerufenen Polizei in Stärke von 100 Mann gelang es nach langen Bemühungen, da« Direktionsgebäude zu besetzen und die Menge auseinanderzutreiben. Das. Pm: der Fabrik hatte sich eine Sbieilung Franzosen eingefunden, die jedoch nicht einzugreifen brauchte. Ein Wiener ElendSfilm ist von der staatlichen Filmhauvtstelle angefertigt worden und zur Vorführung im Ausland bestimmt. ES sind nicht arrangierte Szenen, sondern Vorfälle des wirklichen Leben«. Tys erste Bild ist ein« aus dem Jahre 1914 stammende Ausiiahme von Zöglingen einer Wiener Volksschule. Es waren prächtig und blüherch aussehende Kinder. Tann kam eine solche Aufnahme eis dem Jahre 1919, eine Schar von Buben und Mäd- chen, die bleich und abgemagert auS der Schule geben. Darauf sieht man ein elfsähriges Kind aus oem Jahre 1914. Es hotte «in« Körpergröße von 132 Zentimeter und wog 88 Kilogramm; dann ein ÄsinbrigeS au? dem Jahre 1919, das bei einer Körper- größe von 122 Zentimeter nur 23 Kilogramm hatte. Die Kohlen- not die NahrungSmittelnot der Armen wurden anschaulich durch das Holziammeln der Kinder in den Wäldern der Umgebung Wien? und daS Suchen nach Eßbarem in den Abfällen auf Märkten dar- stellt. Di« Benutzung alter Eisei'bahnwaggonz zu Wohnzwecken zeigt das Wohnungselend. Bilder auS der Kinderklinik stellen die furchtbaren Wirkungen des Krieges auf die Gesundheit dar: Ra- chitis. Skrokulose und Tuberkulose. Sehr aufkläreud wirken auch die Bilder über die Zubereitung und Verabreichung der Nahrung an kv-nke Kinder, die Pflege der tuherkiflösen Kinder auf dem Dachgarten, die Verköstigung und der Aufenthalt der Kinder in den Kinderheimen und die durch ausländische Hilfe ermöglichte AuSsveisung der Kinder. Ein abgehender Kinderbilfszug zeigt, wie die Kleinen als Gäste des Auslandes Wien verlassen, und ein ankommender Ktnderzug stellt dar, wie die Kinder erholt und mit Geschenken beladen in die Hauptstadt zurückkehren. Weiter sieht man, wie die Wiener Massen im Winter hinauSwandern und ihre herrlichen Wälder verwüsten, um Brennmaterial zu bekommen, wie die Eisenbahn und die Straßenbahn eingestellt werden und wie auf den Schienen der Stadtbahn Gras und Gestrüpp wuchert. Andere Bilder zeigen Wien ohne Straßenbahnverlehr und Wiener, die keine guten Schuhe mehr haben. Ferner werden die langen Reihen von Menschen gezeigt, die sich auf dem Markte um Kar- tofseln stundenlang anstellen. Stierkämvferschicksal. Spanien« berühmtester Stierkämpfer, der Abgott des ganzen Lande? der Torero Gallito, auch Joselito ge- ,..........»«,» im.|—-yTTTT—--"— nannt, ist in der Arena von Talavena in der Nähe von Toledo«in Opfer seine? Bern f«S geworden. Er. der au S74.Corri- das' teilgenommen und 14S0 Stiere siegreich bezwungen hatte, ist diesmal im Kampf von einem Stier buchstäblich aufgespießt worden, so daß er nach wenigen Minuten seinen Geist aufgab. Gallito war der Sohn einer Sevillaner Zigeunerin und hatte eS ieit seinem ersten Austreten im Jabre 1912 zu einem Vermögen ge- bracht, daS weit über v Millionen Pesetas geschätzt wird. Die Ma- drider Stierkämpfe sind zum Zeichen der nationalen Trauer über das Ableben des gefeierten Matadors abaesogt worden. Sein Leichnam wird im Sonderzug nach Sevilla überführt werden, wo die Beisetzung stattfinden soll. Berichtigung zur Berichtigung. Nicht.verhastet', sondern ver- haßt, war der Minister Schrobar in der Slowakei. Sport. b 701 490 M. betrug der Totalisatorumsatz am 20. Mai im Grunewald.— Als voraussichtliche Starter im deutschen Traber- Derby, das am Pfingstsonntag in Ruhleben zum AuStrag kommt, gelten: Vute lGroßmannl. Eilzug iE. TreuSerz), Kusertrud(Lemzer), Sionrd(RinaiuSi. Erbtochter sRoihmeier), Gertrud« I4 e** BERLIN Wp*»4,� D K It 1.S N f.» tili» vui ftraut 1+"Iff -HSBEnKEEB�- � Ver«/cherung5bef wnfvinnnwy i mh 11 m iiwwKH'iwwwvmunfiwii n»'«hi�uii f Theater, Lichtspiele etc. j Bbiü1m..j.iUuxxmooo0ouocMora.7.«,l......... r mn nn i■..mur. Opernhaus. Madame Butterfly. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Maria Stuart. Anfang SV, Uhr. Direktion Max Reinhardt Deutsche» Theater. 7>/, uhr: Candida. Stg. 71/» Uhr: Dame Kobold. Kammerspiele. uhr Die ßiiehse derPaniicra Sonntag 7'/,: Stella. Or. Schauspielhaus Karlstraße. 7>/,: Orestie(37. Abt, 3. Abi) i 2V, Uhr: D.weißefleilandfN.-AbtE, Z.V.) V/,; Orestie(R. Abt. 3. Abd.) Theater 1. d. KömgorätzerStraße '/,8: Die große Katharina. Mit dem Pener spielen. KomOdienhaus Zum 1. Male; Die Reise in die Mädchenzeit Lustspiel von Alex. Engel und H. Sassmann. (Erika Olässner, Blandine Ebinger, Johannes Riemann, Julius Brandt Ernst Pröckl, £, Dernburg, Jenny Marba.j Berliner Theater > ,8 Uhr: Der letzte Walzer m.Fritzi Massary. Deutsches Opernhaus s uhr; Parsifal. Die Tribüne � u.: Franziska. Frledr.-Wilhclmst.Th. S.iDei'HnteiierSr.DaFcbl. Kleines Theater. 7'/. uhr- Der Snob mit Albert Bassermann. Kl. Sih P/t Uhr: . HChanspIelhans. Die Piarrlmuskoniöiiie. Komische Oper Sr5: Eine Bailnacht. liustsplelhnns Arnold Rieck in TU Uhr Wetropol u'] Im weißen BSss'i Neues Central'Theater 7'/, Uh�, zum I. Male: Ein seltsamer Fall. Neues Operettenhaus 7 uhr: Prinzessin Frieill. Neues Volkstheater 7 Uhr, zum I.Male: Die Gewaltlosen. Schauhurf Köningrätzer Str. 121. Fuhr: Reinholil Seliiinzelin BerVielbeschSftigte HehUler-Theat. Uharl. z Uhr: Wilhelm TelU p/t u.t 2x2= 5. Thalia-Theater J'h'-r Amor auf Reisen Th.am NollendorfplatB y/4 Uhr: Die Aholrau. J'; Line Nacht im Paradies. Theater des Westens St. Max Pallenberg i. Familie Sdiinek. Theater I. d. Alt. Jakobstr. � DisvEFSCiiwund.Pauline. Wallner-Theater 7.15 Uhr, Erstaufführung: Der Troubadour. Walhalta.Theater. 7v, uhr; Rasemenluft. Trianon-Theater. Bahnhof Friedrichstraße. Täglich V,8 Uhr; Ktyrrha Sonntag 4 Uhr, kleine Preise: Herrschaltl. Diener ges. Residenz-Theater. Siadtbahn JannowitzbrQcke. Tbglich V�Uhr: Die Rasclilioffs Sonntag 4 Uhr, kleine Preise: Der gute Ruf. Theater a. Kottbus.Tor Tel.: Moritzplatz 14814. Jeden Abend 7'/, Uhr: Elite-Sänger. Horst, Russiii, R. Schräder, Riess Schubert usw.• BIUthgen-Konzert. Vorvk.ll-lV,.4-bU. „Dskofa" Deutsche Kolonialwaren- u. Feinkost- Aussteilung* vom 17.— 27. Mai im CLOU Mauers trasse T&sllch Konzert Eintritt Mi. 1. 50. Volksbühne Theater am Bülowplatz. Götz von Berliehinp. Lisslög�Ttiealer, Heute bis Montag 1'!': Fran Warrens Gewerbe. (Bertens, Servaes, Steinrück.) Deutsches KiinsOer-Theater Bis einschl. 31. Mai keine Lustharkeiissleuer. � uhdrfh Menagerie (Max Adalbert, Kurt QOtz.) Rose-Theater. p/t u.t Sehvarzvaldmädel Oartenb.7'/,: Das Lied d. Liebe Caslno-Theater" Cothrlngerstr.37. Tägl.'/iSU.t Dnket Cohn An all. Feiert: 2 Vorstellungen Nachm. 34/, zu kl. 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Karl Heinz Ferman Adl Liebans Meisterquart Adoif Lieban II. Weine, II. Küche Mocca, Tee, Schokolade W Anfang 7 Uhr "f* Sensationeller Erfolg"*'• 644D mit Molly Wessely. Musik von Walter Bromme. I. und II. Feiertag 3V, Uhr: Voiksstück mit Gesang und Tanz. Volksffintliche Preise! Komödienhaus Schiffbauerdamm. I. und II. Feiertag, 3 Uhr: „Sie" mit Erika Glässner und Haskel. Klein e Preise! Bezirksverbandgroß-Serlin (Sozialdemokratische Partei Deatschiands). Gruppe Wedding. 6r. frühkonzert am Sonntag, den 23. Mai (1. Pfingstfciettag) im Elostergarten am Spanfl.Schillahrtskanal Konzert, Gesangsvorträge uJanz. Die Kaffeekliche ist geöffnet Eintritt 1 M.[243/3] Tanz 2 M. Beginn 5 Uhr. i Berlin. Xindl-Brauerei-flussehanti| Hermannsfr. 217/19 Neukölln Oekon. Rob. Bergner » 1* and 2. 1 p-'-nt-g- F ptih-BConzert Nachmittags von 4 Uhr ab: [Groß. Garten-Konzert ausgeführt vom Berliner Tonkflnstler- Orchester Dirigent: Herr Franz Hollfelder. [Kaffeekflcbe: Kegeibaltn: Im Saal: Gr. Ball| | Voranzeiget f ) Mittwoch, den 23. Mai: Großer Walzer-Abend! ........................................4 ! Plenteritvsltl! etiemstige stadtisdxe Eierhäuser. 1..«. and 3. PJlKKSitfelertagr; Groß.Frühkonzert i Nachmittags t I Die Sensation von Berlin Turmsellkünstler Liepelt und Miß Mary. Treptow. Chcusjßusch ragt. 7'/� stg. 3'/, u. tv.u." Salvarus u. Partner DerWeg zur Kraft I Conlfiol der eenlnle I ocdlllcl Taschensp. 9 Uhr 1 ,0er Wilddieb' Schluft der Saison 31. Mai Sudende. Am 1. Pfingstfeiertag: Gr. Frühkonzert. An beiden Feiertagen und jeden Sonntag: Nachmittags-Konzert. jeden Dienstag, Donnerstag, Sonnabend und Sonntag; UM" Tanz. 0 RIENT Straushergep Platz 5 Min. vom Alexanderplatz. Qrösstes u. schönstes Ufft Kabarett In Berlin HU Paula Bertoni Ogersel Mia Bergemann Hugo Just Christel a. Käte Winter Hermann Webling Hugo Haneid. irrasse n am Halensei 4 I. und II. Feiertag«nd täglich Gastspiel des verstärkten Orchesters des lietropol-Theaters 55 Künstler!» Dirigent: Paul Htjhn Abends auf dem See: Gross-Feuerwerk! IL Feiertag morgen« 7 Ufin rQhkonzert Tag Nadunitt�gs 6 Uhr auf dem See: Zum ersten Male in Berlin 'scksttlf er �KofsütorelgsAe» Intime ab 4 Uhr: leÜmes Konss«t von Miteliedern de» Philharmoninhen Ordiesters. L�ibousg: Walter BeIHng »■ 1_ eleeanUsto» de» Westen» Luna-Palais Ballorchcster i Frjfx Fucl� j UP"" LU'Wili r Fünf- Uhr-To o Act etweMSee» B«J*- riicHtsDorf* Paz-Trott- ""tsSr Attraktionea Maschine»Fqalalae Iu»iarH»»» Hlapodroit Rodel- und BeW�tMwha» KatA/, Uhr. Die Sensalion des Ostens sind die t&slichen großen Ringkämpfe in der SommerbOhne(Dir. P. Seiler) Könijgsbank Or. Frankfurter Str. 117. Vorher das große Variete-Programm. Anfang wochentags 6V, Uhr, Sonntags 4 Uhr. Voranzeige. 1. uad 2. Pfingstf elsrlag: Gr. Frühkonzert und Variete« Schweizer-Garten".rssr Im I iVhtcniplhüiic unter der neuen Direlc,ion Im Licnispieinaus wuilbald Paeschke das erstklass.Pfingstprogramm b.vollb.Orchester Im 10 d Personen fassenden Sommergarten das große SpeFialitäten-Programm "'o�rettef'„Goldene Jugend" mit Franz Sobanskl u. Fr. D r. Hermann in den Hauptr. An beiden Pfingstieiertagen: Gr. Frühkonzert d. Vorst. 4 KapeUen. Anfang morgens 5 Uhr. In der Tanzdiele: Großer Festball. Vorverkauf von 10 Uhr vormittags ab. 1365b Reiebshall.-Theater TVo u.cm beid.Feiertag, nachm. 3 Uhr: Stettiner Sänger. Nachmittags ermätzigtePrelik Vi agenleiden-WC Cm Gewährtes Mittel bei Magenschmerzen, Mageittrampf, Se>tensted>en, Sodbrennen, Stuhlverlinpfuqg ist Wetters Mixtur» Magnesia- Magen- pnloer. Tausenbe Danfschrelb. Preis M. 3(b0 exkl. Porto. Broich. eg. Rückporto. Fabrik Wetter, ""erbreisig a. Rh. Abb 240. 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Jahre auf monatL 40 M. , 2.„„. 100„ , 3. und den etwa folgenden Dienstjahren aus monall. 200 M. Eine gründliche Ausbildung In allen Zweigen der Kommunal- oerwattuna wird gewährleistet. Nach erfolgreicher Beendigung der Eupernumerarzett erfolgt die Ernennung zum Dlüiau Bewerbungen mit Lebens- beschreidung und beglaubigter Abschriil des Schulabgangs. zeugnlsies sind umgehend an den Unierzeichneten einzu. senden. 85öD «..Martendorf. 19. Mai 192a Der Amts- und Gemeindevorsteher. Für unsere Sdjmlcta bendtigen wir IO ältere tüchtige Gesenk- od. Hammerschmiede, möglichst unverheiratet. R. Wolf, Aktiengesellseliaft, Werk Ascherslebener.Maschinenfabrik, Ascberslebeh. SeM Monugenetlieitetioneo werden eingestellt. ISB/li MaaoU-Zigarettentabrtk, BerUs SO 16, Rttngepr. !>aß dort die militärische Lage sich außerordentlich zuge. spitzt hat. Die Iiachrichtenstelle des Republikanischen Führe»- lmndcS hat aus Grund ausgiebige x Prüfung festgestellt, daß die oft. preußischen Junker separatistische Pläne schmieden, und daß die in Ostpreußen konzentrierte starke Militärmacht für den Fall, daß ein Umsturz national verkleidet wird, nicht als zuverlässig gelten kann. Ferner sind die ostpreußischen Groß- grundbe sitzer aui ihren Gütern bis an die Zähne bewaffnet. Die Einwohnerwehren befinden sich noch im Besitz von Waffen. Hauvtwann Gaede wirbt noch fleißig für Einwohnerwehren. Major Appel wirbt für die Truppe. Die Truppen marschieren unter dem Zeichen des Haken- und Balti- kunrkreuzes. Die einzige Stütze der Republik in militärischer Hinsicht würde die Sicherheitspolizei in Königsberg unter Polizeipräsident L ü b b r i n g sein, während die außerhalb Königsberg statio- nicrte Sicherheitspolizei von General Eberhardt und Estorff nach militärischem Muster rc-n reaktionär organisiert ist. Die rechtsstehende ostpreußische Presse, an der Sp'.tze die„Ost- preußische Zeitung" in Königsberg, haben in den letzten Wochen mit einer unerhörten Hebe gegen die Siäierlicitspslizci Königsberg im allgemeinen und gegen den Polizeipräsidenten Lübbring sowie den Kommandeur der Königsberg« Sicherheitspolizei, Oberst Hardt, der treu zur Verfassung steht, im besonderen begonnen. In der richtigen Erkenntnis, daß die Königsberger SicherheitS- Polizei der einzige militärische Schutz deS republikanischen Geban- kens in Ostpreußen ist. Auch in Berliner reaktionären Blättern hat seit einiger Zeit eine unerhörte Hetze gegen die Königsberger SicherheitS- Polizei eingesetzt. Wie alle Truppen, die republikanisch zuverlässig sind, wird sie in der tollsten Weise verdächtigt. Der Zweck dieser Hetze ist eindeutig. Wir können di« Regierung nur dringend warnen, diese Tinge weiter treiben zu lassen. Die Kapp-Untersuchung. 88 Mlle erledigt. Berlin, 21. Mai.(WTB.) Bom Reichswehrministe- rium wird unS geschrieben: Der lZntersuchuugsausschutz im Wehrministcrium hat weitere 59 Fälle erledigt, die vom Rcichswchrminister entschieden sind. Auf Dienstenthebung und Nebcrwcisung der Akten an t>?n Oberreichsanwalt ist erkannt in den Fällen deS Oberst E z c t t r i tz, Oberstleutnant Rothnagel, Oberstleutnant G u h r. Major von Falkenhansen, Major Bomke, Haupt? mann H a l l m e i st e r» Hauptmann Waas, Leutnant Schmidt, Leutnant Scheele, Leutnant Nettesheim, Vizeadmiral von Trotha, Kapitän z. S. Wossidlo, Kapitän z. S. F L r t s ch, Konteradmiral von Lcveyow, Oberleutnant z. S. Paul. In weiteren 25 Fälle» ist unter Ucberwcisung der Akten an den Oberreichsanwa.lt die Beurlaubung ausgesprochen. B e r s e tz t werden K Offiziere. In 13 Fällen ist da? Bcrfahren eingestellt worden. Im ganzen sind 88 Fälle erledigt. Draunschweigs neuer Landtag. Btauaschweig, 21. Mai. Bei der Wahl am 15. Mai wurden nach amtlicher Feststellung insgesamt 230 727 gültige und 313 un- gültige Stimmen abgegeben. Es entfielen aus die Liste der S o- zialdemokratischen Partei 34 228, des Landcswahlvcr- barideS �bürgerliche ohne Demokraten) 86 057, der demokratischen Partei 21 896, der kommunistischen Partei 2423 und der Unabhängigen 86 123 Stimmen. Die Sitze verteilen sich wie folgt: Unabhängige 23, Sozialdemokraten 9, kommunistische Par- !ai keinen, LandeSwahlverbmrd 23, demokratische Partei 5 Sitze. Also sozialistische Mehrheit und Regierung, wenn die Unab- hängigen wollen! , Köster gegen Neergarö. Berlin, 21. Mai. Der Reichsminister des ,A«uß»rn Dr. Köster erklärte einem Vertreter des MTB. gegenüber folgendes: Es erregt außerordentliches Staunen, daß der dänische Ministerpräsident in einem Augenblick, wo die Entscheidung der schleswig scheu Frage in Paris verkündet werden soll, es für zeitgemäß findet, die Frag« der Jnternationalisierung der zweiten Zone wieder aufzurollen und urbi et orbi zu verkünden, daß er eine Regie- rungSdeputation zum Zwecke der Fonderung. dieser Pläne nach Paris entsandt habe. Die Jnternationalisierung ist mit dem Friedensverträge nicht vereinbar. Der Friedensvertrag ist dazu da, eine Grenzlinie zwi- scheu Deutschland und Dänemark zu ziehen. Der Wunsch der Be- völkernng, bei Deutschland zu bleiben oder an Dänemark zu ge- hen, soll nach dem Paragraph 109 deS Friedensvertrages über die Grenzziehung maßgebend sein. Der Friedensvertrag siebt vor, daß noch der Grenzziehung.Deutschland daS südlich gelegen- Land wieder in Besitz nimmt. Was nördlich der neuen Grenze liegt, soll.Dänemark erhalten. Der Friedensvertrag enthält i e i- nerlei Bestimmungen über dritte Möglichkeiten, und die Bevölkerung hak über nicht? abgestimmt, als über ihre Zugehörig- kcit zu Deutschland oder zu Dänemark. Wie man gegenüber diesem klaren Sachverhalt behaupten kann,-daß eine Jnternationalisierung mit dem Friedens- vertrag vereinbar sei, ist vollkommen unverständlich. In Däne- mark sollte man sich bei dem infolge der Abstimmungsbestimmun- ge-n ohnehin für die Dänen sehr günstigen Ergebnis der Abstimmungen beruhigen und nicht den Versuch machen, den Willen der Bevölkerung, wie er in der Abstimmung zu Tage getreten isr, nach-räglich umzudeuten. DaS dänische Volk sottte einsehen, daß es für die Zurunft auch in seinem Interesse liegt, in die- fem kritischen Moment kein Unrecht gegenüber Deutsch. land zu begehen. Solches Unrecht würde fortzeugend Miß- stimmung und Gegensätze zwischen den beiden Nachbarstaaten schaffen. Ich würde es außerordentlich bedauern, wenn man in Dänemark sich dieser Einsicht verschließen würde. Ententeörohung an Sowjetrußlanö. Cecil gegen Poien. Amsterdam,?l. Mai. Nach einer Reutermeldung sagte Bonar Law im llnterhausc: Wenn Polen aufrichtig versucht, mit Rußland Frieden zu scbließen. und die Bol- schewisten sich weigern, sc, wich England verpflichtet sein. Palen nach bestem Verniögen beizustehen. Der Oberste Rat bat sich ul gleichem>s>nne ausgesprochen, und mehr können Eng land ur-s die alliierten Regierungen nicht tun. Diese Aukündigung ist um so bezeichnender, als Poun die Friedensverhandlungen mit Sowjetrußland-erst sabotiert Der Wal Unabhängige für deutschnationale! Unter der Ueberschrist.Deulschnationale für Unabhängige" be» richtsien wir in unserer Donnerstag-Morgenausgabe, daß der deutsch- nationale Freiherr v. M a l tz a h n in Demmin die Wähler aus- forderie, auf keinen Fall de» Mittelparieien die Stimme zu geben. „Wer nicht deutschnational wählen will, der wähle unabhängig!" Wir sind heule in der Lage, das genaue Gegenstück zu diesem Borfall zu liesern. Im Kreise P r e n z l a u arbeitet im Auftrage der Unabhängigen ein gewisser Lun d für die Wahlen. Während auf einer Versammlung in B r ü s s o w unser Genosse Fen d el- Berlin erklärte: Wir sind darauf eingestellt und wollen uns auch nicht davon abbringen lassen, daß der Feind rechts steht, und außer Ab- Weitungen und Richtigstellungen Angriffe gegen die U. s. P. D. im Interesse der Arbetterschast vermeiden, gestand der Unabhängige Lund: Der.Hauptfeind ist der. MehrhcitSsozialist, und ich halte die Deutschuationalcn für das kleinere Ucbel. Wenn Lund auch nur ein politischer Dreikäsehoch ist, so beweist sein frivoler Ausspruch doch, daß es n i ckj t Zufall ist. wenn sich Deutschnarionale und Unahhängtge Lei den Abstimmungen in den Parlamenten— ein Herz und eine Seele— gefunden haben. Reaktion kft Separation! Auf Äer Tagung der Christlichen Bauernvereine Schwa- hens in Buchloe drohte der bekannte reaktionäre, Zentrums- führer Dr. Heim wieder einmal offen mit der 2 o s l ö s u n g Ba y e r n s vom Reich. Er sagte: Was wir in Bayern in erster Linie brauchen, sind ruhige Ver- hält-mss«. Wir wollen keinen S a u st a l l mehr, dagegen eine Re- gievung, die mit aller Energie alle Versuche, in Bayern nochmals einen Sau stall aufzurichten-, unterdrückt... Und wenn in Berlin erst der S a u st a l l losgeht, werde« wir Bayern nnS trennen und sorgen, daß das Haus bei uns sauber bleibt. Die Drohung mit der Loslösung vom Reich wird von der bayerischen Reaktion— ob mit, ob ohne Saustall— alle fünf Minuten ausgesprochen, sobald den Herren etwas in Nord- deutschland nicht paßt. Diese Leute, denen die freventliche Zerstückelung der Reichseinhcit ein ganz geläufiger Gedanke ist; prunken tagein tagaus mit ihrer„nationalen Gesinnung" und möchten der Sozialdemokratie diese absprechen. Man sieht, welcher Unterschied zwischen der nationalen Phrase und wirklich vaterländischem Handeln besteht! Der Sozialdemokratie allein ist die Erhal- tungderReickseinheit nach dem Zusammenbruch des Krieges zu- verdanken, unser Werk ist es, wenn Deutschland nicht nach dem Plane unserer Feinde auch in seiner politischen Gestaltung einTrümmerhaufenvongetre unten Kleinstaaten geworden ist., Die Sozialdemokratie hätte zehnmal mehr Recht, sich national zu nennen als die reaktionären Reich-zertrümmerer I i- i iw i Bin«■Muli, im i i■aiWi'v.liWi.i>»!.....■' im»......... tt;- 1........ Strelkenüe in Frankreich. P a r i S, 21. Mai. Der N a t i o n a l r a t deS Allgemeinen Ge- wcrkschaftsbundeö(C. G. T.), hat mit 96 gegen 11 Stimmen bei 15 Enthaltungen beschlossen, die Arbeit am Sonnabend vormittag wiederaufzunehmen. Weitere Räubergeschichten. Pari?, 21. Mai. H a dä? berichtet, daß Haussuchungen bes. entlassenen Eisenbahnern eine Reihe von Plänen über die Ein- richtung einer Sowjetrcgierung in Frankreich zutage förderten. Haussuchungen bei verhafteten Reisenden haben den Be- weis erbracht, daß in der gegenwärtigen Streikbewegung führende russisch« Bolschewisten die leitenden Elemente sind. Das neue Ministerium Niüi. Paris, 21. Mai.„ M a t i n" meldet aus Rom: Das Ministerium R i t t i wird wahrscheinlich heute abend gebildet werde». „Messaggero" veröffentlicht folgende voraussichtliche Liste, in der noch der Minister für Post und Telegraphen fehlt: Borsch und Inneres: N i t t i, Auswärtiges: S c i a l o j a, Schot?: S ch a n z e r lein Intimus von G i o l i t t i. Die Red.), Finanzen: A l e s s i o, Justiz; Fcra, Krieg: B o» o m i, Marine: S« c ch i» Oeffcntlichc Arbeiten: de Rava, Landwirtschait r Bcrtini, Unterricht: T o r r e, wicdererobcrte Gebiete: M i ch e l i, Industrie»Ferraris. Michel« und Bertini gehören der latyoli scheu Bolkspartei an, Fera den Radikalen. Ein reaktionärer Vertreter Deutschlanös. Genosse Colin-Rosi als Bolschewist verhaftet! Vor einigen Tagen kam die Meldung, daß unser Genosse C o I i n- R o ß, der ans seiner Tätigkeit in den Groß-Berliner Toldatenräten dar ersten Revoluttonszett bekannt ist, in Süd- amerika auf Veranlassung deS deutschen Geschäftsträgers G u m p r e ch t in Chile als„Bolschewist" verhaftet worden ist. Wir erhalten hierzu folgendes Telegramm aus Santiago de Chile vom 18. Mai: Anläßlich des Vorgehens des reaktionären deutschen Geschäfts- trägevs Gumprecht gegen Colin-Roß schreib: die Zeitung ,,S n r" lDer Abend), daß lediglich die Erbitterung eines eingefleisch- t c n Monarchisten diesem Vorgehen zugrunde liege. Das Blatt nennt Colin-Roß einen glühenden Republikaner und bc- zeichnet Gumprecht als einen entschiedenen Monarchisten. Die größte, chilenische Zeitung„Mercurio" nennt Colin-Roh den Vertreter der neuen Generation, die bestimmt sei, auf den Trüm- mern des kaiserlichen Deutschlands die Demokratie aufzubauen, die den-Frieden verbürge. Die„Neue deutsche Zeitung" söueibt, einem Monarchisben sei gegenüber dem Sozialdemokraten alles erlaubt und selbst die gemeinste falsche Anschuldigung sei ihm recht. Das Blatt nennt Gumprecht einen Uebermonarchisten und den Intimus des Denunzianten. ' Für 20 Millionen Mark Schaden. Wie den„P. P. N." von der Eisenbahnuerwaltuirg mitgeteilt wird, sind ihr während der politischen Unruhen im Ruhrgebiet in den Tagen vom 20. Marz bis zum 3. April d. I. durch Beraübungen und Beichadi- gungcn.vim Bahn- und Gleits tilogen, Brücken.. Gebäuden usw. Schäden un Bcttage von 20230000 M. entstanden, von denen rund 15 Millionen Mar? auf Beraubung von Eisenbahn- wagen und Entwendung von Stoffen und Geräten entfallen, GewerMofisbewegung Das JugenöelenS lm privatversicherungsgewerbe. Ueber dieses Kapitel erhalten wir von einem Jugendlichen einen längeren Mahnruf, aus dem wir kurz folgendes wieder- geben wollen: Die bis in die letzte Zeit für die Jugendlichen tariflich be« stimmten Entlohnungssätze im Privatversicherungsgewerbe ergeben bei Gegenüberstellung der notwendigen Lebensbedürfnisse— materieller und ideeller Art— einen traurigen Eindruck von dem der„zuiunftsreickien* Jugend gewährten LebenSminimum. Wie der Oeffentlichkeit bereits bekannt, nimmt die GehaltSlage im Privatversicherungsgewerbe eine auffällig rückständige Stellung ein. Besonders traurig ist die Entlohnung Jugendlicher(vom 16. Lebensjahr begonnen). ES besteht gerade im Versicherung«- gewerb« die stärkste Strömung in der Art. daß man die dürftige Lebensführung mit der in diesem Gewerbe vorhandenen Ver- mögenssonderheit verteidigt. Ein ergreifendes Bild von der Dürftigkeit der nach dem letzten Schiedsspruch zu gewährenden Ent- lohnung für Jugendliche gibt der Vergleich mit den Urlaubssätzen. Der Schiedsspruch empfiehlt ausdrücklich aus„volkshygienischen Gründen* z. B. den 16 jährigen Jugendlichen einen Urlaub von zweimal 12 Arbeitstagen zu gewähren. Auf der anderen Seite wird jedoch dem Jugendlichen eine Entlohnung zugestanden, die die Lebensmöglichkeit bis zum Urlaubsantritt in Frage stellt; noch viel weniger kann der Jugendliche, der den Antritt des Urlaubs ge- sund zu erleben in der Lage ist. diesen seinen Zwecken gemäß ausnutzen. Daß diese ungewöhnliche Verkennung jugendlicher Bedürfnisse Re- aktionen auslösen mutz, ist selbstverständlich. Neben den schwer- wiegenden Folgen gesundheillicher Art machen sich Massenabwande- rungen aus diesem Gewerbe bemerkbar. Nur allzu oft gibt der Jugendliche seine berufliche Hoffnung auf und muß, feiner Notlage gehorchend, Unterkunft im fremden Gewerbe suchen. Hat er viel- leicht noch einen ordnungsgemäßen Lehrgang durchgemacht, so muß er den strengen Parolen seiner selbst nicht verschuldeten Not um so fühlbarer folgen. Für die Erwachsenen besteht die Pflicht, der Jugend zu ihrem Lebensrecht zu verhelfen. Insbesondere müssen sich auch die Betriebsräte in Gemeinschaft mit den Gewerkschaften in den einzelnen Betrieben zweckmäßig für sie verwenden. Die der Jugend meist verschloflene ältere Kollegenschaft sollte sich mehr denn je von der Berechtigung der speziellen Jugendforderungen überzeugen, um gegebenenfalls ihre gewerkschaftliche Energie auch für berechtigte Jugend forderungen gebrauchen zu können, und zwar so, als ob es sich um die Erfüllung ihrer eigenen Forderungen handelt.. Afa-BetriebSräte! In den demnächst einzuberufenden Gruppenversammlungen werden die notwendigen Ausweife verteilt werden. Der Aufbau der Grupcn lehnt sich eng an diejenigen der Berliner� LewerkschaftS- kommifsion. Die Betriefesrätekurse der Afa solle» möglichst noch vor den Reichstag Swahlen beginnen. Folgende Themata sollen in diesen Kurse» behandelt werden: Weltwut'chaft— Aufbau— Geld- und Börsenptchnik— Bilanz— BetriebStechnik. Als Dozenten sind ver- pflichtet worden: Jensen, Julius Kaliski, Georg Bernhard, Naphtali, Woldt. Verschiedene Kurse werden parallel abgehalten. Die Organisation ist so getroffen, daß jeder interessierte Betriebs» und Angestellvenrat, der sich be? der Afa alS solcher angemeldet hat, alle Vorträg« hören kann. Die Betriebsräte, Angvstelltenräte oder Betriebsobleute müssen sofort schriftlich der Geschäftsstelle melden, welche der oben angegebenen Kurse sie belegen wollen. Die Meldungen wer- den am"besten auf Postkarten geschrieben und mit dem Kennwort „Betriebsrätekurse* vorsehen. Sie werden in der Reihenfolge der Eingänge berücksichtigt und erledigt.. Für jeden Kursus kann nur eine begrenzte Teilnehmerzahl in Frage kommen. Ueberschreiten die Meldungen die Begconzung, so werden d>e Kurse wiederholt. Tie Hörgebühr wird auf das allerniedrigstc bemessen werden, es wird zurzeit sogar noch erwogen, gar kerne Hörgebühr zu erheben. Weitere Leitfäden für Betriebsräte sind im Neudruck er- schienen und können bei der Geschäftsstelle täglich(außer Sonn- abend) von 10— 9 Uhr, außerdem Montags und Freitags von 6— 7 Uhr abgeholt werden. Afai-ÖriSkartell Groß-Berlin. Fla tau. LisbeSkind. Reinsberg. Berlin SW. 61,. Belle-Alliance-Str. 7/16. Ein O-uertreiber. Der Ientralverband der Angestellten. Bez. Groß-Berlin, schreibt uns- Di-„Freideit" Nr. 184 vom 20. Mcn 1920 bringt unter der Ueberschrift„Ein verderblicher Beschluß* eine Miueilung de« Genossen Hirsch, in der er versucht, sich selbst als Märtyrer zu krönen. Wir sehen uns veranlaßt zu bemerken, daß der Ausschluß- aiilrag gegen Felix Hirsch und Genossen eine notwendige Folge der sich ständig wiederholenden Handlungen ist. die auf eine bewußte Schädigung unserer Organisation hinauslaufen. Keine Organisation kann eS, ohne ihre Grundlagen zu imtergrabcn. zu- lassen, daß Mitglieder sich ständig über die Beschlüsse der Körper- schaften hinwegsetzen und die OrganisahonSarbeit systematisch sabotieren.___ Tie Streiklage im Friseurgewerbe. Freitag nachmittag erstattete Zobel von der Zentralstreik- leitung Berich! über den Stand der Bewegung: Am 14. Mai, dem ersten Slreiklage, haben wir morgens den Arbeitgebern unseren Streikbeschluß mitgeteilt, verbunden mit der Verhaiidlungsbereit- willigkeil. Die Arbeitgeber erklären durch ihre Presse, daß mau von ihnen nicht verlangen könne, ins Streilbureau zu kommen, sie würden nur an einem neutralen Ort zu Verbandlungen erscheinen. 'Wir wollen unseren Arbeitgebern diese Möglichkeit geben, und da alle Instanzen der Verhandlungen hinter uns sind, kommt nur das ReichSarbeitsministerium in Frage. Die Arbeitgeber sollten sich bis Freitag abend entscheiden, ob sie dieses neutrale Verhandlungsgebiet mit uns beschreiten wollen. Die Zentralstreikleitung teilt weiter mit, daß die Lage für die Streikenden äußerst günstig ist. In der Versammlung kam dies auch dadurch zum Ausdruck, daß alle Diskussionsredner, be- sonderS Kollege Baus, dafür eintraten, daß der Kampf nicht ab- gebrochen werden darf und neben dem Kampf die Verhandlungen angebahnt werden sollen. Damit auch die Kollegen von den fliegen- den Betrieben an der Versammlung teilnehmen können, findet die nächste Versammlung am zweiten Feiertag, vormittags Ve9 Uhr, in der Bötzowbrauerei statt. Die Friseurgehilfenorganisation im Jahre 1919. Der Aribeitnehmerverband des Friseur, und Haargewerbes begann das Jahr 1919 mit 1376 Mitgliedern, worunter 246 weih- liche, in 18 Zweigvereinen. Die Mitgliederzahl stieg im ersten Vierteljahr ans 4684, wovon 734 weibliche, in 37 Zweigveremen, im zweiten auf 8140, davon 1248 weibliche in 86 Zweigvereinen, im dritten auf 9964, wovon 1348 toeibliche Mitglieder, in 122 Zweig- vereinen und bis zum Jahresschluß auf 9260 männliche und 1541 weibliche, zusammen 10 801 Mitglieder. Der Verband mußte nach KnegSschlutz fast vollständig neu aufgebaut werden. Die höchste Mitaliederzahl der Vorkriegszeit war Ende 1919 um niehr als daS Vierfache überholt. Von der starke» Fluktuation, der Existenz- Unsicherheit, der Berussflucht und-Verdrängung zeugt der Umstand, daß die Zähl der 1919 neu beigetretener Mitglieder 14 672 betrug, darunter 623 mis 16 Fachvers inen. Ein Drittel der neuaufge- nommenen Mitglieder ging der Organisation wieder verloren, und zwar hauptsächlich durch den Ilebertritt zu anderen Berufen. Die günstige Entwicklung des Verbandes, der jetzt auch die Lehrlinge in besonderen Abteilungen ersaßt— die hier jedoch noch nicht mit- gezählt sind—, dauert an, doch ist auch weiterhin mit starker Fluh- tuation zu rechnen. Annahme des Schiedsspruches für den Einzelhandel. Den Betriebsräten, Obleuten und Funktionären des Zentral- Verbandes der Angestellten. Fachgruppe VII, Waren-, Kaufhäuser und Spezialgeschäft«, berichtete am Donnerstag, den 20. Mai, im Dresdener Kasino, der Fachgruppe wleiier Kollege Jacobowitz: Die geheime Abstimmung in den einzelnen Betrieben d«S Groß-Bcr- liner Einzelhandels ergab eine knappe Mehrheit für Annahme de? Schiedsspruchs. Sämtliche Angestellten betonten, baß sie von dem Schiedsspruch nicht befriedigt seien. Auch diejenigen, die ihn annahmen, wiesen ausdrücklich darauf hin, daß sie nicht zu- frieden gestellt seien, da er wesentliche Forderungen der An- gestellten � nicht berücksichtigt. Es ist darin nicht die Rede von einem wirklichen Mitbestimmungsrecht, nicht einmal das bisher den Angestelltenräten zustehende Recht, bei Kündigungen und Eni- lassungen mitzuwirken, wird in vollem Umfange gewährt. Ebenso- wenig ist die Red« vom SechS-Uhr-Ladenschluß. Ausdrücklich er- klären fmntliche Angestellte, daß sie von diesen Forderungen nicht ablassen werden, und sie erwarten von dem Zentralverband der Angestellten, daß er zu geeigneter Zeit die Durchführung dieser beiden Punkte in die Wege leitet. Der Schiedsspruch umfaßt nur einen Teil, und zwar den Haupt- sächlichsten, des gesamten Tarifvertrags. Mehrere Punkte sind noch durchzuberaten und sollen nach Ansicht d:s Schiedsgerichts am besten zwischen den Parteien direkt verhandelt werden.— Dem ReichSarbeitsministerium wurde mitgeteilt, daß sich der Zentral- verband der Angestellten dem Schiedsspruch unterwerfe. Die Fachgruppenleitung ersucht die Funktionäre um Zustimmung zu diesem Entschluß. Die Versammelten billigten einstimmig die Stellungnahme der Organisation. Am Freitag, den 21. Mai, fand bereits die erste Verhandlung zwischen der Angestelltenvertretung und der EinzelhandclSgemein- schast nach Fällung des Schiedsspruchs statt. Die Frage des U r- laubS, die am brennendsten ist, wurde zuerst diskutiert. Zu einem Ergebnis konnte man jedoch nicht kommen, da die Unter- nehmer erst untcr sich schlüssig werden wollen über die Stellung, die sie zu einem neuen Vorschlage der Angestellten einzunehmen gedenken._ Arbeiter und Funktionäre der chemischen Industrie. Der am 14 Mai gefällte Schiedsspruch in unseren Lohntarif« fragen ist vom Arbeitgeberverband abgelehnt worden. Die ganze Angelegenheit gebt nunmehr an den ZentralichliibtungSauSschuß. Arbeiter der ckemiichen Industrie, seid auf dem Posten! Die Funktionäre bitten wir, in der nächsten Zeit aufmerksam den Versammlungskalender der Porteizeitungen zu beachl-n da Einladungen zu den Konferenzen durch die Post nicht mehr er- folgen._ Rechtsverbindliche Tarifverträge. Der zwischen dem Verband der Baugeschäste von Groß-Der- iln E. V. und dem Deutschen Bauarboiier-Verband, Zweigverein Berlin, Sektion Gips- und Zementbranche, unter Zuziehung des Zentralverbandes christlicher Bauarbeiter, Ortsverwaltung Berlin. abgeschlossene Tarifvertrag vom 13. Juni 1919 nebst Nachtrag vom 15. Oktober 1919 zur Regelung d'er Lohn- und ArbeitSbedin- gungcn der gewerblichen Arbeiter im Beton- und Eisen- be-tongewerbe ist für das Gebiet Groß-Berlins mit Wirkung vom 1. November 1919 für allgemein verbindlich erklärt worden. Die allgemeine Verbindlichkeit ersaßt nicht das Arbeitsverhältnis von Arbeitern, die in einem Betriebe, der nicht Baubetrieb ist, dauernd mit JnstandsetzungSarbeiten beschäftigt sind. Des weiteren ist der zwischen dem Ortsvcrband der Arbeit- geber in den Transport,. Handels- und VerkcbrSgewerben in Ber- lin, dem Verein der Fouragehändler Berlin! und dem Deut- schen Transportarbeiterverband, Lrtsverwaltung Berlin, am 13. Februar 1920 abgeschlossen« Nachtrag zu dem all- gemein verbindlichem Tarifvertrag vom 11. August 1919 zur Rc- gelung der Lohn- und Arbeitsbedingungen für die im Fourage- frnrdel beschäftigten Kutscher und Arbeiter für daS Tarifgebiet ebenfalls für allgemein verbindlich erklärt. Tie allgemeine Ver- bindlichkeit beginnt mit dem 1. Februar 1920. ' Der zwischen der Arbeitsgemeinschaft freier An- gestelltenverbände und dem Norddeutschen Textilaobeit, geberverband E. B. am 27. Oktober 1919 abgeschlossene Tarif- vertrag zur Regelung der Gehalts- und Anstellungsbedingungcn für die kausmännischen und techmischen Angestellten und die Werk- meister in den Dextilfabriken, Färbereien und Waschanstalten ist für das Gebiet Groß-Berlin für allgemein verbindlich erklärt. Die allgemein« Verbindlichkeit beginnt mit dem 1. März 1920. Die Rechtsverbindlichkeit des zwischen dem Zcntralver- band der Ange st eilten, Bezirk Groß-Berlin, und dem Ar- beitgeberverburd Berliner Tapisseri-esabrikanten mit Wirkung vom 1. Januar 1920 abgeschlossenen Vertrages zu dem allgemein ver- bindlichen Tarifverträge vom 11. November 1919 zur Regelung der Gehalts- und Anstellungsbedingungen für die kaufmännischen Angestellten im Tapisseriegewerbe für das Gebiet des Zweckvcr- bandes Groß-Berlin beginnt mit dem 15. Januar 1920. Westhalb der Obmann gemastregelt wurde. Vom Verband der Optiker Deutschlands wird uns geschrieben: Die bekannte Firma„Lohirarnn Kneifer", Potsdamer Straße 134 a, hat den Obmann des Betriebes fristlos entlassen, tveil er angeblich den Chef, Herrn Lohmann, belogen hat. Man chöre: Die Arbeiter und Angestellten der Firma hatten mit großer Ma- jorität gegen 2 Stimmen beschlossen, am 1. Mai die Arbeit ruhen zu lassen. Dieses Wstimmungsresultat wurde Herrn Lohmann durch den Obmann mitgeteilt. Auf die Frage des Herrn Loh- mann, ob denn in anderen Betrieben gearbeitet wird, antwortete der Obmann, daß der weitgrößte Teil der Arbeiterschaft am 1. Mai nicht arbeitet. Diese Antwort soll nach der Äuffassung des Herrn Lohrnan« eine bewußte Lüge des Obmaimes gewesen sein. Herr Lohmann scheint am 1. Mai geschlafen zu haben, sonst hätte er sich auf der Straße davon überzeugen können, daß fast die gesamte Arbeiter-, Angestellten, und Beamtenschaft feierte. Wir hoffen, daß der Schlichtungsausschuß, den der Obmann angerufen hat, Herrn Lohmann darüber ausklärt, daß die gc. wählten Vertreter der Angestellten nicht ohne weiteres gemaßregelt werden können. Angestellte der Gcldschrankfabrikcn und Bauschlossereien! Die Annahme des letzten Angebots der Unternehmer ist dem Arbeit- geberschutzverband mitgeteilt worden. Dieser hat versprechen, die Auszählungen der Löhne emschließlrch der Nachzahlungen ab 1. April nach den neue» Festlegungen noch vor Pfingsten vorzunehmen. In allen Betrieben ist daraus zu achten, daß dies toirklich geschieht.— Mittwoch, den 28., ä'A Uhr, gehen in der Geschäftsstelle des Arbeit. geberverbandeS die Tarifteryandlungen über die noch unerledigten Punkte des Rahmenvertrags ufw fort. Die Mitglieder der Tarif- kommifsion müssen pünktlich zur Stelle sein.— Afa-OrtSkartell Groß-Berlin. Flatau. LiebeSkind. Reinsberg. Der Verband der Eisenbahnbeamtinnen hielt vom 17. bis 20. Mar fernen Verbandstag in Halle a. S. ab. Bei den Verhandlungen nahm die Frage der Durchorganisierung zur Reichsgewerkichast einen breiten Raum ein. Der Verbandsrag forderte unbedingte Wahrung der Interessen der weiblichen Beamten und beschloß be- treffs der Angliederung an eine Fachgewerkschaft die Stellung- nähme der anderen Eisenbahnbeamlenvereine abzuwarten. Eine Arbeitsgemeinschaft mit den Postbeamtinnen soll angestrebt werden, zumal durch die Verreichlichung der Elsenbahnen jetzt auch die Eisenbahnbeamiinnen zu de» ReickSbeamlen zählen. Zur Besol- dungsreiorm wurde mit Bedauern festgestellt, daß trotz der leb- haften Bemühungen der weiblichen Abgeordneten der Nationalver- sammlung und trotz der Reichsverfassung nicht eine volle Gleichstellung der weiblichen Beamten mit den männlichen durchgesetzt wyrden ist. Der BerbandSvorstand wurde beaustragt, mit allen Mimln dahin zu wirken, daß diese Gleichstellung baldigst erfolgt, und daß bei der dem neuen Reichstag vorbehaltenen Ein- grupvierung der einzelnen Beamlenklassen die Arbeit der Eisenbahn- beamtinnen eine gerechte Würdigung erfährt. Tie erste Bcrtrctcrversammlung de» GcwerkschaftSbundcs der Kommunalbcamte» und-angestellten Preußens stellte die Satzun- gen des Bundes der Bezirks- und Ortsorganisationen fest und vollzog damit endgültig den gewerkschaftlichen Znsammenschluß aller preußischen Kommunalbeamten und Tmierangeftelltcn. Tie Geschäftsführung ist vereinigt mit der GeschäftSireAe des Verbandes der Kvmmunalbeamten und-angestllten Preußens e. V., Berlin W. 62, Lützowplatz 14 III. Geschäftsführer ist der Direktor dieses Verbandes. Stadtrat Ehrmann. Zum Vorsitzenden wurde. Stadtsekretär Scheibig-Chatlotteirburg, zum Stellvertreter der Ge- schäftsführer Händeler vom Bund der technischen Angestellten und Beamten gewählt. Der Bund zählt bereits über 100 000 Mit- gliedere Er steht auf dem Boden der parteipolitischen Neutralität. Deutscher Eisensabnerverband, Ortsgruppe Oftoß-BeHin. TicnS- tag. den 26. Mai. bleibt daS Oltsburcau geschlossen. Mituvoch. den 26. Mai, nachm. 6 Uhr. Versammlung der Fabrbcdicnsteten: Branchenbüdung im Musiker-PereinSbauS, Kaiser-Vitbelm-str. Kl.— Donnerslag. den 27. Ma,. nachm. 6 Uhr, Versammlung der Zahlstelle Leb.-Betricb im Artushot. Perleberger Ztr. 26. Donnerstag, den 27. Mai, nachm. 5 Uhr. Engere Ortsvcrw«Itung.— Sonntag, den 30. Mai. vorm. 9 Udr, augci ordentliche Generalversammlung in der Neuen Welt, Hascnhcide 119. Die Vertrauens- icule werden gebeten.-für ihre Zahlstellen im Lause der Woche die Ver- sammlungszctlcl für die(Aencralverfammlung im VerbandSburcau in Empfang zu nehmen. � DranSportarbeiterverband tChemiIcher und Mtncralöl-Grobhaudcl und Velbaiidstoffe). Dienstag, den 25. Mai 1920(3. Feiertag), abends 7 Uhr. im Königstadt-Kasino, Hotzmarktstr. 72, gr. Branchenvcrtammiung. Tagesordnung:„Sollen die Tarife gekündigt werden?" Mitgliedsbuch legitimiert.____ WrttcranSfichte« für daS mittlere Norddeutschland b,r Tonntag mittag. Zunächst überwiegend ttübe, mit ziemlich zahlreichen. im allgemeinen geringen Negcnfällcn, in den TngeSsluudcn mütziz warm. Ipätcr zeitweise austlarcnd. Berantw. sllr den rcdaktion. Teil: Erich Xuttner, Tempelhos: Mr Anzeigen: Th.»l-iit, Berlin. Verlag: Borwärt-.Berlag S. m. b. S.. Berlin. Druck: Bor wärt-.Bucddruckerei u. BerlagsanstaU Paul Singer u. To. Berlin. Lindenlir. B. vitrju 1 Beilage._ Werkzeugmaschinen neu und gebraucht >rebb3nke mitLeit-u.Zugspindel in verschiedenen QröBen. tohrmagehinen für Kraft- und FuBbetrieb, 'räsmasctiincn, horizontal, vertikal und universal. levolverbSnke in verschiedenen GriiBen, Uzenter- und Friktionsspindel-Pressen, Ichraubenautomaten, tundschlelf maschlnen, universal, LechanikerbSnk«%nd so weiter verkauft preiswert ab Lager Felix Kohls, Berlin S 14, Alte Jakobstr.«6. 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