!tr. VTt ♦ 37. Jahrgang Msgabe A Nr. 2 Bezugspreis: « erteljährl. ZV,— iDH, monof UO,— 3RL frei ins Hcm», oocous zahlbar. Postbezug: Monatlich Ist.— Mb. erkl-Iu- stellungsgebilhr. Unter Kreuzband flu Deutschland und Oesterreich- Ungarn Ikrv M!„ für das übrige Ausland bei täglich einmal. ZusteNuno 21 SO M. Postdestellungen nehmen an Däne- mark. Rolland, üuremburg. Schweden, Tscheche- Slowakei und die Schweiz. Eingetragen in die Post-Zeitungs- Preisliste. Der.Borwärts" mit der Sonntag». beilage»Polt u. steif" erlchctni wocben- täglich zweimal. Sonntags und Mon- tags»inmab Telegramm-Adreffe: .Sozialdeniokrat verlin-. Morgen'Ausgabe berliner Volksblstt (svpkonnig) Anzeigenpreis: Die achtgespaltene Nonpar�llezeile loste:!.— il>!., Teuerungszuschlag 50°/». �Kleine Anzeigen", das seit- gedruckte Wort 1,— M. lzulässig zwei .settgedruckte Worte), jedes weitere Wort so Pfg. Stellengesuche und Echlafstellenanzeigen das erste Wort 65 Psg> jedes weitere Wort 40 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen füi zwei Worte. Teuerunaszuschlag 50V ffamilien-Anzeigen für Abonnenten geile 2,— M., politische und ge» werkschastlichc Vereins- Anzeigen S,— Mk. die steile ohne Aufschlag Anzeigen für die nächste Nummer müsse» bis 5 Ahr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW 63, Linden» straße 3, abgegeben werden. Geäsfnet ron s Uhr früh bis 5 Uhr abends. Zentralorgan der fozialdemokratifchen partel Deutfcblands Redaktion und Expedition: SW. 6$, Lindenstr. Z. aernfvrecher- Amt iviorinplay, Nr. Mittwoch, den Ä. Juni 1VÄ0 Vonvärts-Verlag G.m.b.H., EW. HS, Lindeustr.2. Fernsprecher: Amt Moristplav, Ztr. 117»ii— 54. Der Weg aus Ser Not. Not lehrt beten! sagt ein altes Sprichwort. Die Not ist es, die die Menschen, die sonst gedankenlos in den Tag hineinleben, zwingt, sich die Frage vorzulegen, warum eigentlich diese oder jene für sie verhängnisvolle Erscheinung kommen mußte! Die Erscheinungen der Wirtschaftskrisen mit ihren Folgen Arbeitslosigkeit und sozialesElend haben die Arbeitermaffen aufgerüttelt und zur Entstehung einer neuen Lehre von der Wirtschaft, zum Sozialismus, geführt. Wiederum stehen wir in einer f ch w e- ren Wirtschaftskrisis, die nicht wie früher aus der Aeberproduktion einer zügellosen Wirtschast, sondern aus der Unterproduktion mit dem Kennzeichen der Warenüber- teuerung entstanden ist. Die Ursachen beider sind die gleichen. Den zügellosen Wlrts/z Uhr: Waldrestaurant, Hilpertstraße. Referent: Genosse Karl Mermuth. Britz. 7Vz Uhr bei Raddatz, Chausseestr. 39. Referent: Genosse Eduard. Bernstein. Lichterfeldc. Realgymnasium, Drakestr. 75. Referent: Genosse Dr. Ostroiosky. Bei Wollnh, Giesensdorfer Straße, Ecke Osdorfer Straße. Uhr. Referent: Genosse Kurl Heinig. Wilmersdorf. 8 Uhr: Wahlversammlung in der Oberrealschule. Vortrag deS Staatssekretärs Heinrich Schulz über: Sozial- demokratie und Schule. Gesindel an der Arbeit. Mit welchen niedrigen Mitteln gewisse„Politiker" versuchen, unsersr Partei das Wasser abzugraben, lehrt ein Vorgang, der uns wuS dem Norden Berlins gemeldet wird. In der Jasmunder Straße 22 wurden am 30. Mai in den einzelnen Wohnungen Stimmzettel für die Sozialdemokratische Partei ver- teilt. Die freundliche Wahlunterstützung durch einen Unbekannten stellte sich als ein niederträchtiger Buben st reich her- auS, da bei Sbimmzetdel die Kandidaten der vorjährigen Wahl zur konstituierenden Nationalverfamm- lung enthielt. Wenn auch durch unsere freiwilligen Wahlhelfer in die einzelnen Wohnungen noch die richtigen Stimmzettel unserer Partei gebracht werden, so möchten wir doch auch an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, daß die Ber- toier Wähler darauf achten müssen, daß der Stimmzettel der Sozial- demokratischen Partei mit den Namen der Kandidaten Hugo Hermann, Klara Bohm-Schuch und Richard Fischer beginnt. Die Juristische Sprechstunde fällt heute an?., Hausangestellte! Ucber: Dienstbo!«— Ge finde ordnung. Hausangestellte— Anstellu ngsve rtrag, Freio Arbeiterin— Tarifvertrag spricht heute 7 Uhr in einer öffentlichen Versammlung im Herren- hause die Landtagsaibgeordnete Luise Kahler. Anschließend freie Aussprache. Hausangestellte, Wirtschafterinnen. Köchinnen, Allein-, Küchen-, Hausmädchen, Jungfern, Kindermädchen, Kiirderfräulein, Kinder- Pflegerinnen, sorgt für guten Besuch der Versammlung. Die Reichsbnnknoten zu 50 Mark vom 20. Oktober 1913 haben ihre Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel seit 10. September v. I. verloren; sie werden nur nochbis z u m 10. September d. I. von der R e i ch S b a n k eingelöst, für die mit diesem Zeitpunkt jede Einlösungspfticht endet. Die Besitzer solcher Noten werden in ihrem eigenen Interesse erneut an deren rechtzeitige Ab- lieft rung erinnert. ES wird darauf hingewiesen, daß es sich hierbei nur um die Reichsbanknote vom 20. 10. 1918 mit der dunklen quadratischen Umrandung auf der Vorderseite, nicht aber auch um die 50-Mark-Note vom 30. November 1918 handelt. er.„mach nur so weiter, ich Hab gleich gesehen, daß du ein Prachtskerl bist! Die Linie muß nach diesen Pflöcken laufen. Triffst du auf große Steine oder FelsbTöck«, so weich aus, aber bleib bei demselben Plan. Verstehst du, in derselben Höhe!" Wieder ging's zurück zu Jsak.„Jetzt hast du eine Rinne fertig, aber wir brauchen sechs. Spute dich. Jsak. morgen wird alles grün sein, und deine Ernte ist gerettet!" Geißler setzte sich ans den Hügel, fegte beide Hände auf die Knie und war entzückt: er plauderte, blitzschnell kamen ihm die Gedanken.„Hast du Pech, hast du Werg? Das ist ausgezeichnet, alles hast du. Denn im Anfang werden ja die Rinnen lecken, dann aber zieben sie an und werden so dicht wie Flaschen. Du sagst, du habest Werg und Pech vom Boot- bauen, nun, wo ist das Boot? Droben im Gebirgssee? Das will ich mir auch ansehen." O, der Geißler versprach so viel! Er war ein flüchtiger Herr und war noch unruhiger geworden als früher, allil mußte bei ihm. sozusagen, im Sprung geschehen. Aber dann ging es auch, hast du nicht gesehen! Er war nicht ohne Ueber- Hebung. Natürlich war er zu Uebertreibungen geneigt. Acker und Wiese konnten unmöglich über Nackss grün werden: abe'- Geißler war rasch im Erfassen und Beschließen, diesem merk- würdigen Mann war es wirklich zu verdanken, wenn die Ernte auf Sellanraa gerettet wurde. „Wie viele Rinnen hast du jetzt? Da? ist zu wenig. Je mehr Holzrinnen du hast- dejto glatter laust das Wasser. Wenn du zehn bis zwölf zehn Ellen lange Rinnen zusammen- nagelst, so fährst du gut dabei. Was sagst du, du habest zwölf Ellen lange Brqtter? Dann nimm sie, es bezahlt sich im.Herbst." Danach hatte Geißler wieder keine Ruhe mehr�. Er stand auf und lief abermals zu Sivert hinauf.„Großartig, Sivert, jetzt geht's gut! Dein Vater hämmert die Rinnen zusaw- men und dichtet sie, wir bekommen mehr, als ich mir zuerst dachte, geh jetzt und hole die Rinnen, wir wollen ansangen!" Den ganzen Rachmittag � herrschte ein großes Gehetze. haS war die tollste Aibeit, die Sivert je mitgemacht hatte, ein ihm ganz unbekanntes Temvo. Siq. gönnten sich keine Zeit, zum Essen hineinzugehen. Aber jetzt lief das Wasser! Da und dort mußten sie tiefer graben, da und dort mußte «ine Rinn« gehoben oder tiefer gelegt werden, aber das Schwedische.Hilfe für unsere Kinder! Die Vereinigung der schwedischen Eisenbahnbeamten bat beschloffen. etwa hundert Kinder deutscher mittlerer Eisenbahn- beamten für den Sommer in Schweden unterzubringen. Der Stockholmer Bahnporstand.Direktor Eric so n trifft dieser Tage in Berlin ein, um die Reise vorzubereiteu. Das schwedische An- erbieten, das sich zahlreichen anderen schwedischen Liebeswerten gegenüber der notleidenden deutschen Jugend würdig anreiht, ist 'aufs wärmste zu begrüßen. I» den Vereinigten Staaten ansässig gewesene Reichs- angchörige, die nach Bseitdigung deS Krieges nach Dsutfchtand zurückkehrten, haben von den schweizerischen Vertretungen in Amerika gegen Hinterlegung deutscher Ausweispapier« provi- sovifche schweizerische Schutzscheine erhalten. Die schweizerische Gesandtschaft m Washington hat eine Anzahl der hinterlegten Ausweispapiere der hiesigen schweizerischen Ge- sanHtschast übersandt, wo sie von den Interessenten gegen Rückgabe des schwoizevifchcn Schutzpasses in Empfang-genommen werden können. ZirtuS Busch. Die Nachricht, daß der ZirkuS geschkasscn ist, ist in- sofern irreführend, als der Zirkus Buich selbst wohl seine Vorstellungen be- endet hat, indessen erfolgen unmittelbar anschließend dauernde Kailspiele, in denen internationale Wettlämpsc, sowie ein bemerkcnS- wertes Spezialttätenprogramm vorgesuhri werden. DaS Lichtenberger Wohlfahrtsamt beabsichtigt, während des Sommers in dem städtischen Erholungsheim in Karls- � Horst bedürftige Kinder von morgens bis abends mit fünfwöchigem Wechsel unterzubringen uud zu verpflegen. Der Kostenbsitxag der Eltern für die Verpftaguno(Morgensuppe, Mittagessen, Nach- mittagSkaffee) beträgt 1 M. Gegebenenfalls findet Kostcnerlaß statt. Anträge sind bis 5. Juni nach dem Stadthaus, Türrschmidtstt. 26 II, Z imune r 63, zu richten. Lankwitz, Bei den Elternbeiratswahlen haben von 560 Wahl- berechtigten nur 347 ihr Stimmrecht ausfleWt� Aus die e n ts ch t e- denen Schulreformcr entfielen 86 Stimmen: die übrigen Stimmen, von denen zwo! ungültig waren, haben die Christlich- Unpolitischen erhalten. Der Elternbeirat setzt sich daher aus sechs Vertretern der letzteren und aus einem der entschiedenen Schulreformer zusammen.' Grost-Berliner Lebensmittel. Mariendorf-Südcnde. Auf ,411, EI und E II'Vollmilchkarlen für Kinder, aus Krankenmilchkarten und aus Milchtarten für werdende Mütter snr Monat Juni je 100 Gramm Kakao in den beiden Gemeindcläden. Für Juni drei Päckchen Süßitoff. Lichtenberg. 10 Pfd. Kartoffeln weiden al» Sonderration aus Ab- schnitt 26 der Lichtenbcrger Lebensmittelkarte abgegeben, Jobannisthal. 2 Sick Suppenwürfel(629), 125 Gramm Graupen (■20),(in der Gemeindeverkaussitelle 1 Päckchen Süßstoff(630). Für Jugendliche 250 Gramm Hülsensruchimebl(50). Für Kinder im Alter bis zu 6 Jahren sowie sür Kranke, werdende Mütter und Kriegsbeschädigte gegen im Rathaus, Zimmer 7, erhältlichen Gutschein 1 Dose Malzextrakt. Hroß-Oerliner parteinachrichten. Heute, Ä. Juni: I. Abt, 7 ttb» Mitgliederversammlung in der Schulaula August- stragc 68, Tagesordnung� Vortrag, der Stadtverordneten Frauenärztin Dr. Whgodzinski: ,Klar zum Gefecht", 3.?lbt. Alle Funtlionärc und Wablhclser 7 Uhr bei Kracht, Lützow- straßc 106, zur Entgegennahme von Mitteilungen. 5. Abt. 7 Uhr Sitzung der Bczirtssührer und BctttcbsvcrttauenS- leute bei Keujncr, Hagclbergcr Str, 20, 10. Abt. 7 Uhr in der Schulaula Reichenberger Straße, Ecke Forster Straße, außerordentliche Versammlung. Genosse», die verhindert sind zu erscheinen, aber am Sonntag, den 6, Juni, Wahihilse leisten wollen, werden gebeten, dies beim Wahlleiter zn bestellen. IS. Abt. 7 Uhr Zusammentunjt sämtlicher Genossen in den be- kannten Lokalen, 13. Abt. 7 Uhr bei Steinte, Ritterstr, 115: Sitzung der Bezirks- sührer, BctrteSsvertrauenslcute und Wahlhelfer, 14. Abt. 7 Uhr Mttgiiederocrsammlung in der Stehbierhalle des GewcrffchaftShauieS, Engeluser 15. Ncjercnt: Genosse Kroste. 10. Abt. 7 Uhr beun Genossen Schukert, Rüdersdorser Str. 3, Sitzung sämtlicher Funktionäre. 20. Zlbt. Für wichtige Wahtarbeit treffen sich die Genossen um 8 Uhr bei Bchrend, Licbigstr. 21. 23. Rbt.(Bötzowoiertcl). Das Zentralwahllokal befindet sich bis nach Beendigung der Sladtoerordnetcnwahlen bei Gott, Knieprade- Ecke Barde- lebenstraße. Pflicht aller Genossen, ist es, täglich dort nachzujragen, um die Wühlerarbeiten ausführen zu Helsen, 2.5. Abt, 7 Uhr Sitzung aller Betriebs- und Parleisunttionäre bei Eichlcr, Gollnowslr, 13, Niemand d«rs schien. 27. A b t. 7 Uhr Milgikedeiversanimlung in der Schulaula, Ruppiner Straße 48, Wasser lief! Bis zum späten Abend gingen die drei Männer umher, verbesserten und förderten ihre Arbeit und waren ernsthast davon erfüllt; als die Flüssigkeit anfing, über die ausgetrockneten Stellen hinzurieseln, blitzte ein Heller Freudenstrahl in den Herzen der Hofbewohner auf. „Ich habe meine Uhr vergessen, wieviel Uhr ist es denn?" fragte Geißler.„Ja, grün, morgen um diese Zeit!" sagte er. Sogar in der Nacht stand Sivert auf und sah nach der Wasserleitung. Er begegnete seinem Vater, der zu dem- selben Zweck draußen war. Ach Gott, welche Spannung und welches Ereignis im£>edland! Aber am nächsten Tag lag Geißler lange zu Bett und war schlaff: der Elfer hatte ihn verlassen. Er hatte keine Lust, das Booft droben anzusehen, und nur weil er sich schämte, ging er wenigstens nach dem Sägewerk. Nicht einmal für die Wasserleitung hatte er noch dasselbe Interesse. Als er sah, daß weder Äcker noch Wiese über Nacht grün geworden war, verlor er den Mut: er dachte nicht daran, daß das Wasser immer weiter lief und sich immer weiter ausbreitete. Doch hielt er sich einigermaßen aufrecht, und so sagte er:„Mög- licherweise kann es bis morgen dauern, ehe du den Erfolz siehst, aber du darfst den Mut nicht verlieren." Gegen Abend kam Brede Olsen dahergeschlendert. Er brachte Gcsteinsproben mit, die er Geißler zeigen wollte. „Sie sind meiner Ansicht nach außerordentlich inerkwürdig," sagte er.— Aber Geißler� wollte Bredes Steine, nicht sehen. „Treibst du auf diese Weise Ackerbau hier, indem du herum- läufst und Reichtümer erstdecken willst?" fragte er höhnisch. — Brede war indes nicht mehr der Mann, von seinem frühe- ren Schultheißen Zurechtweisiiugen hinzunehmen, er gab es ihm tüchtig beim, fing an ibn zu duzen und sagte:.Ich kümmere mich nicht um dich!"„Du tust ja heute noch nichts Rechtes, treibst nichts als Lappalien," versetzte Geißler.— „Und du etwa?" sagt« Brede.„Was hast denn du diese ganze Zeit über getan? Du hast einen Berg ba droben ge- kauft, der gar nichts wert ist und nur so daliegt. Hehe, ja du bist mir der Rechte, du!"—„Mach, daß du fortkommstl" sagte Geißler.— Und Brede hielt sich auch nicht länger aus, er hob seinen Sack auf die Achsel und kehrte ohne Abschied in sein Rest zurück. kForts. folgt,> 44] Segen öer Eröe. Roman von Knut Hamsun. Aber er hatte keine rechte Ruhe und hielt sich nicht lange bei einem Gegenstand auf. Die silberne Dose wurde wieder «ingsteckt, und er fing von etwas Neuem an.„Aber wie grau doch die Wies« da draußen aussieht! Vorhin dachte ich, cs sei der Schatten. Warum muß denn der Boden hier ver- brennen? Komm einmal mit mir, Sivert!" Rasch stand er von dem gedeckten Tisch auf, wendete sich ber Tür zu, sagte:„Gesegnete Mahlzeit!" und verschwand. Sivert ging mit ihm. Sie gingen nach dem Fluß. Geißler spähte die ganze Zeit mit klugen Augen umher: Plötzlich blieb er stehen und sagte:.Hier!" und dann erklärte er:„Es geht durchaus nicht an, daß Ihr den Baden verbrennen laßt, wenn ihr doch einen allmächtigen Fluß habt, wo ihr Wasser Halen könnte. Morgen soll die Wiese wieder grün sein." Der erstaunte Swert sagte nur: ,Ja." „Jetzt hebst du hier schräg herunter einen mäßigen Grs- ben aus, der Boden ist eben, hier und am Einlauf machen wir eine Rinne. Da ihr eine Sägemühle habt, habt ihr wohl auch ein paar lange Breiter? Gut! Hol Hacke und«Paten und fang hier an, ich komme gleich wieder und stecke die Linie »rderstlich ab.".'.. Er lief wieder ins.Haus hinein, es quietschte in fernen Stiefeln, so naß waren sie. Er stellte Jsak bei den Rinnen an; er müsie viele Rinnen machen, und sie müßten da wnd dort, wo der Boden nicht durch einen Graben aufgerissen werden durfte, gelegt werden. Jsak versuchte cinzujaenden, daß das Wasser vielleicht nicht bis dahin dringen würde, es sei«in sehr weiter Weg, der trockene Boden werde es auf- saugen, ehe es bis an die verfengtn Stellen gelange. Geißler erklärte, ja. es werde wohl«ine Weile dauern, die Erde werde zuerst tüchtig aufschlucken, aber dann werde die Feuchtigkeit weiter geben.—„Morgen um diese Zeit werden Acker und zZiese wieder grün sein!"— ,eSo," sagte Jsak und nagelte „us Leibeskräften Rinnen zusammen. Geißle? gi»« ö» Sivert zurück.„Sa ist'S recht," sagte 30. AVt. 7 Uhr MitgNedervrrsammlmiq in der Schulaula PahDel alle» 41. Bortrag: Die RetchstagSwablen. Referent Gen. HanS Weder. 33. Abt. 7 Ubr Sitzung der Partei- und BetriedSvertrauentleut« mit der Wahlkommiision bei Wetzl«, Aerichtitr. 12.... 42. Vlbt. 7 Uhr Sitzung der ParleilunNionSr« und Betriedtvertrauen«, laute bei Uwehmer. Samoaitrahe. Sck« Tristftrafi«. Einteilung»u*«ahl. 48. Abt. 7 Uhr Mitgliederversammlung bei Grunewald, Kameruner Gtraüe 19.., ®. 95.®.«tttionSauSschuf, der AEG-Betriede. Die zu h«te 5-,, Uhr bei Obiglo. Stralsunder Str. 11. angesagt« Versammlung der Ob. leut« findet nicht statt. NiederschSnvansen. fTlugblattverbreittmg. Irefftwnö Schlieben«. Hohen-Aeuendorf. 81/, Ubr Mitgliederversammlung bei Marten Erscheinen aller Mitglieder ist unbedingte Pflicht. Tchwerbörigengruppe. 7 Uhr Versammlung in der Taubiiummen» schule Marlusstr. 49, Hos linIS, 2 Treppen. Tagesordnung: Bericht von der Gchwerhörigen-ZIusftcllung in Dresden. Schwerhörige Parteigenossen, Aewerkschastler und Vorwörtsleser find hierzu sreundltchit«ingeladen. Gruppe Moabit(87.-41. Abt.). 7 Uhr Konserenz aller stund tionöre und Bettiebsverlrauensieute In der Patzenhoser Brauerei, Tum ftraße. Ecke Stromstratze, weißer Saal. Charlottenburg. In sämtlichen Gruppen Etztra-Zablablnd. Das Erscheinen aller Parteigenossen und-genossinnen ist dringend notwendig. Neukölln. Extra.« Bezirksversammlungen 7>/, Ubr 1. Abt. ve» ztrt l— 11 und 33. Richter. Mahbach-User 5; Rmgebauer. Hobrechtttr.; Scbmidt, Spremberger'-, Ecke Bllrtnerstrake; Brandt. Pflügerstraße: Beck, Reutcrftr. 46; Lösche, Hobrcchtitr. 20; Warnecke, Nansenstr. 1, Wuschke, Friedelstr. 7. Z. Abt., Bezirk 12-14, 10-31. 23 und 29. Roie. Bannierftr. K4; Schweighöfer. Weichselltr. 89; Prllsert. stnldaftr. 44: Schittler, Weichseistr. ö; Podbielski,«eichsettw. 2: Marienield, Kaiser. striedrich« Straße 226; Kusenbeck, Reuterstr. IS. S. Abt.. Bez. 24—28, R— 89. Lahnert, Wlßmannstr. 20; Marquardt. Mahlower Str. 11; Ramin, Mainzer Str. 12; Sauer, Rcuterstr. SO; Schmidt. Münchener Str. 28. 4. Abt.. Bezirk IS. 80—85, 45—47, 63-64. Ewald. Weierslr. 172; Dürre, Dildenbruchstraße 81; Gerecke, Harzer Straß« 32; Bergmann, Kaiser-Friedrich-Stt. 196; Krunert, Tonaustr. 99; Bölie, Anzengruber. flraße 25; Prötzel, Roseggerstr. 17; Schneider, Rosenstr. 7. ö. A b t., Bezirk 60—62, 74—80. Ruppelt, KaiIer»striedrich»Etr. 172; Beizer, Treptower Str. 23; Kollert, Kaiier-Friedrich-Str. 88; Müno«, Kaiser» striedrich.Str. 122; Amelungsen. Schwarzaltraße 1; Schmidt. Saaleltr. 1; «ünzel. Mareschilraße. 6. Abt.. B 40-41. 50-53. 63—69. Müller, Echillerpromenade 29; Bangemann. Herrfurthstr. 27; Schuhmacher, Stein» metzstraße 56; Taubert, Wcisestr. 23; Wall, Allerstr. 7; Röhl, Schiller. Promenade 27; Kutzle, Letnestr. 1. 7. Abt., Bez. 42— 14, 48, 49, 54— 59, 65. Grawunder, Herriurtblir. 1; Hentschel, Boddinstr. 53; Buch» Heister, Boddinstr. 4; Rückert, Richard., Ecke Berthelsdorser Str.; Griegcr, Lcssmgsti. 9; Nickiich, Zieidenslr. 40; Eroßjrbn, Zicthenstt. 34; Lempe, Leisinastraße, Ecke Prinz.Hnndjerystr. 16; 8. Abt., Bez. 71—73,81—85. 93. Sauer, Tbomasslr. 31; Müller, Thüringer Stt. 5; Warnstidt, Tbüringer Str. 22; Hönow, Emser Str. 9; Schulz, Emser Str. 27. 9. Abt.. Bez. 70,86—92. Kiitzii, Leweftr.l; Kloslermann. Thomosin. 40; Kanzman», Jonasstr. 30; Kotike, Wartbeftr. 14; Nerlich. Siegfricdstr. 46; Krüger. Eniser Str. 86/87; Adam, Emier Str. 8l; Lehmann. Bodestt. 10; 10. 21 d I.!8 e z. 84— ICO. stciich, Kneiebcckllr. 48/49; Bertbold. Kranold- ftraße 1; Ruck, Bergstr. 7«; Meier. R-Inholdslr. 14; Kühn. Hermann- straßc, Ecke Herlbastraße.— Die Genossinnen und Genossen werden ersucht, zahlreich z» erscheinen, da die notwendigen Arbeiten zum Wahltag ein» gelellt werden Ltchtenberg. 7>/, Uhr Vi-rtelsoerlammlungen. 1. Biertel tm Logen» kasino, Knorrpromenade 2; 2. Viertel in der Aula der Schule Kronprinzen- straße; 3. Biertrl im Zeichensaal der Schule Holreislraße; 4. Viertel bei Schilling. Kantstr. 19; 5. Viertel in der Aula der Schule Siegfriedstraße; 6. Biertel bei Köhn, Normannenitr. 88. Die Stadlverordneten, und Be- zirlsoerordnetenwablen. Die letzien Wahlarbeile» zur ReichStagswabl. strtedrichsfelde. 7 Uhr bei Haberland, Nilbelmstr. 38:»ichttg« Besprechung. Vollzähliges Erscheinen unbedingt ersorderttch. Tau low. 7 Uhr Versanimlung sämtlicher Funktionäre und Wahlhelfer im Zicstauianl Pätzold, Echioßlir. 2. Mitgliedsbuch legitimiert. Buchholz. Mitqllederversammiung bei Haeckel, Pasewotker Str. 67. Nugblatloerteilung, Borbereitung für den Wahltag. .«M\ Aäm l2l,»aan Termaniaftr. 5/6: ZMtglledervers-mmIung.—«eddkus. SSttscher VlerUNS Uno oer vsrorre! I Straße 38: Diskussionsabend.- Westen. Kurfürstenftr. 141. Bortrag: Zlllgemria--- mittag von de» bekannten Lokale» ans. Lei dieser vichtige» Wahlarbeit darf kei» Parteimitglied fehle». der SeztrksvorftanS. stwgdlattoerteiiung in den bekannte« Lokalen. sämtlich« gunktionäre bei Krause, Mariannen. Borflgwolde-Wittena». 8 Ubr in den Borsigwald« Festsälen Mtt. gliederversammlung des Vahlvereins.! Degel. 7>/, Udr tn der SSuIaula. Tresckowstraß»: Mitglieder.v« s-nnmlung.— Donnerstag, den 3. Juni, abends 71/, USr. im Lokal velleou«! Dessentlich« Vollsversammwng. Res.: Genosse Nestrieple. NtederfchLnewetbe. 8 Uhr: Außerordentlich« Generalversammlung bei Rehseid, Grünauer Str. 8. Marge«. 8. Juni: 8. Abt. 71/, Uhr im Jugendheim. Lindenftr. 8, Mitgliederversamm- lung. Wablktlser au« anderen Abtellunqen erwünscht. 1«. Abt. 5 Uhr: stlugdlattoertei.st Abend» 8 Uhr: Sitzung platz 22. 80. Abt. 7'/, Uhr: Mitgliederversammlung bei RohnZdors, Peters» burger Straß« 86. «I. Ab». Di««enoffen treffe» sich u« 7 Uhr in ihren vezirkslotalen zweck» Bornahme der Wablardelten. 80. Abt. 7>/,llhr: Sitzung der Parteifunktionär«. Vetriebsvertrauen». leut« und Wablhelser bei Leese. Rückersir. S, Eck« Linien ftraße. Mitglieds- buch mitbringen. KB. Abt.?>/, Uhr: Sitzung iämtllcher Vetriebsverttaumsleut«, Bezirk». 'ührer und Wahlhelfer im Königstadt-Kaswo(früher Heudeck), Schönhauser Allee 65. 40. Abt. 8 Ubr: Sitzung der vezirkssührer und Betriedsvertrauens- leute bei Marzahn, Utrechter Straße 29. 47. Abt. Räch der stlugblatwerbrettungi Sitzung der Funktionäre und Wahlhelfer bei Senkel, Ulrechter Straß« 10. Cftarlottenbur«. 7 Uhr tm Bollshaus. Rostnenftr. 4, außerordent. llche Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Di« Stadtverordneten sür Bezirkswablen. Sluistellung der Kandidaten. Rur Mitgliedsbuch legttlmiert. Wilmersdorf. 3 Uhr Wahlversammlung in der Teeilienichule am Rikoltdurger Platz. Referent: Reichswirtschasttmlntsler Robert Schmidt über Rechtsparteien und der Wiederaufbau. Grünau. Oeftentliche Wählcroerlammlung 8 Uhr bei vuchholz, Friedrichstr. 27. Res.: Genosse Redakteur Wermut. Niederfchönhausen. 7»/, Uhr Versammlung aller Genoffcn. die am Wahltage Helten wollen. Reft. Wilhelmsbos. Katier-Wilhelm-Straß«. Sodnsdorf. 8 Uhr ifsentilche Wählerversammlung. Tagesordnung: DI» beoorslehenden Reichstagswahlen. Rcserent: Genosse Legalionsrat Dr. Zechlin. Karow. 8 Ubr bei Berndt, Dorfstt. 41, öffentlich« Wäblerversamm- lung. Thema: Dt« Reichstagswahlen und ihre Bedemung sür da» deutsche Poll. Res.: Genoifln Marie Juchacz. pari: Mitgliederversammlung. Vorträge, vereine und Versammlungen. NeichSbnnd Donnerstag, 7 Uhr, allederversammlung. Ortsgrupve Wilmersdorf. Donnerstag.'/,8 Uhr.�im.Augustabos'. Augusta- sttaße l: MonatZversammlung;>/,? Uhr«rweiterte Äorstandssitzung. LrtS- Verwaltung Osten II. Donnerstag, 7>/, Uhr: Monattversammlung, Brauerei Psefferberg, Frankfurter Alle« 313.— Im.Lotos', verein für Aquarien- und Terrarienkunde, Reukölln, Hermannftr. 75, Eck« Lcinestraß«, Restaurant Kutzkt, spricht Freitag. 7'/, Uhr. Herr Sachs über Tiergemelnschasten. Gast« willkommen.— Im'ozialiftischeu Eitudeutenbund iprich: heute(Univer. sität. Auditorium 140) Gen. Artur Zickler über.Arbeiter und Student'. Gäste willkommen.________ Mus aller Welt. Erwürgt aufgefunden wurde in Frankfurt(Oder) di« Kellnerin Frida Mensyla in ihrer Wohnung. Lmundfcn» Lote«, Kundsen und Testen. die di« Expedition per» en Regie egiemmg im Nansen meint, Siir Jugenöveranftaltungen. Heute Uhr: Köpenick, vahernhos, Rudow« Straße, Vortrag:.Handwerksburschen. leien'.— Erkuer, Adlersiraße(Schuldaus). Bortrag:.Die Entslehung der Erde und Planeten'.— FriedrichShogeu. Sch-rnwebcrstr. So: Mit- gliederoersammlung.— Kaulsdork/ Gcmeindeichule, Adoisstraße: Mädchen. abend.— Lichtenberg. Parlaue lO: Mitglwd-roersammiung.— Mabl«. dork, Kemeindeichul«. S-ldseeftr-ße: Mitgliederoeriammlung.— Marten. darf, Geiangs'-alLtzzeum. Ringstraße: Milgliedervcriammwng.— Prenzlauer Vorstadt, Schul« Lcnefelderslr. 6: Diskusfionsabend— Rosen, tdal, Gemeindeichule K-ftonienalle«: Mitgiiedcrversummlung.— Rosen» lhalcr Vorstadt. Bergstr. 56: Mitgliederve-. sammtung.— Tempelhof t lasten haben, sind nach Untersuchung der russisck Winter ISIS bei Kap Pill umgekommen. Frithjof! di« Heiden Männer da» Depot westlich von TscheljuSkin erreicht n und dort an Skorbut gestorben find. � Ein neuer Hvhenrekord. Au» San Antonio in Texas wird ge- >et, dah der Flieger Wellington mit vier Passagieren nnt ' von 19 8Ö6 Fuh erreichte und damit einen neuen Höhenrekovd aufgestellt hat._ Spott. Rennen zu Grunewald. Dienstag. 1. l6lOO M. 1600 Meter. 1. Galata(Kai ).-- 1. Marmor-Re nucn Digitalis sNeumonn). �W>M»WW>»WW>MMWU... im). 8. Moenal(FaltenbogenX sterner liefen Palinur(4). Leva. Sainte Taphodo. Satrap. Sanll Lislo, Minnesang, Reu«(5>, Romberg, Thiernu>6). 2. Goldene Peitsche. Ehreuprei«(goldene Peitsche und 27 000 M.) 1300 Meter. 1. Koimcrhos.(Bleuler). 2. Optimist(O. Schmidt). 3. Magier(Janek). Tot.: Sieg 223: 10. Platz 13, 10, 11. Ferner Uesen. Romanze(5). Tarifo(4). Mittelstraße(6), Etrusker. 3. Preis von Brun- 16 000 m. 2000 Meier. 1. isymbol(O. Schmidt). 1. s-ReuIüß üller). 1. tHenrieus(Kaiser). Tot.$. 36: 10 Sieg. 37: in PI. R. 32- 10 Sieg. 32:10«l. H. 42:10 Sieg. 36: 10 PI. Ferner liefen: Waregbcm, Wind, Tüchtig(i), Blumenkönigin, Notbrems«. Puichtin, Baltasar. Polla, Argesm(S.). 4. Silberne« Pferd. Ehrenpreis(silben,e» Picrdl und 27 000 M. 2600 Meier. 1. Fürst Poposs(Jentzsch), 2. gunl'prnch (Huguenin), 3. Parad(TarraS). Tot. Sieg 67: 10, PI. 26, 21, 132. Ferner ltesen: Revelin. Angelus, Marmmo», Meironom, Eichwald(4), stlamlngo(8), P-Ieltto Persien»(6), Anemone, Ehanusso, Belladonna. 5. Perle.Reuue». 16 000 M. 1000 Meier. 1. Orne(Zimmermann), 2. Augusti' Tot. Sieg 147:10, PI. 17, 12, 11. R°ie(6t, Poliltk(8), Minestra. 6. Anschluft. Rennen. 27 000 M. 2000 Meter. 1. Wanderfalke(Rastenberger). 2. Vollenberg(Bleuler), 3. Endegut> Frauen und Kindern gut vertragen. Das Alter hat dabei nichts zu tun. Gichtosint ist jedem zu empfehlen, der an Reißen in den Muskeln oder Gelenken oder an Gicht leidet. Sobald Sie sehen, daß die Probe- kur Ihnen gut tut, werden Sie gern eine Monatskur aus der nächsten Apotheke beziehen. Wegen der Gratisprobe aber müssen Sie direkt schreiben an das General-Devot Viktoria- Apotheke, Berlin A 291, Friedrichstraße 19. Gichtosint ist auch in anderen Apotheken zu haben. Julius Bfltzow Brauerei BERUH H FaB- und Flasclienbiere [1» «reobeitilnde» Eporthemden. ni Solle, autges. Taschen. Stück Mi. 75,—, dito ch-m. it und Untcdtofcn bill-g in vrima Qualität. 60/10 Bonin& Pavehe, BeuthotraB« 6._ Kupfer« Messing:, Blei. 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Rücket(.Haftpflicht der Gen. _ Unkosten... , Löhne Rückst a.Buch- (orderungen.. Rilcktta.Waren- M. 1197,- 590,- 8949,85 27 298,80 4328,- bestknd«.,. 8378.- , Reingewinn.. 6149,90 5�795,55 Per Waren-Bruttogewinn,.. 24 928,38 Werkst-Brutt- gewlhn,... ,4799.18 „ Instaiietinna- BruNogewInn. 18589.15 « Prov.-Kento.. M28.4I' 53 795,55 Mltgllederzahl am 31. März 1920 ,1. ausgeschieden I. ein- getreten I Die Haftsumme für alle Genossen beträgt am 31. März 1920 M. 131 00,-. Berlin, 26. Mal>920. Für den Aufsiehtsraf. Fritz Leytndecktr. Der Vorsum), Paul Welff. Kurt Weinten. Ken eröffnet! Ich zahle die bScheten Preise für sämtliche Metelle Kupfer, Messing, Zink, Blei usw Lothringer Str. 48, im Hof, am Rosenthaler Platz. Aktiv«. BB«nz«m AI. Dezember 1919. Passiva. Beriinep Sitzmöbel- Indueipie O.«a. b. IL BortleCZ, NeuePromenad.) Eckhaus am Bahnh.BDrse. W Eigen«« erstkl, Fabrikat. Lagerbeeuch erbeten I Weslenlet« •I �ubcii Untersuchung mg »>.. 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I45' 225 Kirschentkerner 30 Ff. bi, 7 5 Ft. Gartenscheren.... ▼<>» 275»» Gartenharken..... 380 725 Giesskannen..... 7° 3>>w 5500 Gartenschlänche Mtr. 1650 30°° Bettionö N Semelniif-»nö AMMM ZiUal- Serlin.' Donnerstag, de« S. Jnni ISÄ». abendS 6 Uhr, in der KSntgSbant. Grosse Franksnrter Str. 11?': General-Bersammlung aller i« Gemeindebetrieben beschäftigten Delegierten und Betriebsräte. 2. Diskussion. 3. Aufstellung Tagesordnung: 1. Unser Wtanteltartf. der Kandidaten für den Sesamt-BetriebSrat. LolliShlige» Erscheinen erwartet VI« Orkso-rivalwug. MMIW! MIMÄkliMI 9< u f c Mlltwoch. Ben 2. Zun», abend» VI, Uhr. große öffentliche Versammlung für ftoslanösüeutjche mf>» Mrlsterfaal. AOfhencc Str. SS-MU Stebner: Sieh. Zteg.-Rat Qeorr Clelnowt„®le Bedeutnno bei Wahlen für die«»«leud-deutscheu." Tchriftstellerin Frau Eins Probenlus:„Die Boll». gemeinfchast der Zu- und Auslandrdeutfcheu." Alle Au»l»nd»deutschen sind willkommen. 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Unter den deutschnationalen Studenten, die daheim und in der Hochschulstadt polizeilich gemeldet und gewiß nicht selten an beiden Orten in die Wählerliste eingetragen find, scheint eine Aktion dafilr eingeleitet zu sein, doppelt zu wählen, waS sich bei günstigen Zugverbindungen ja machen läßt. Wir empfehlen unseren Ge« nosten in den Wahlkommissionen, insbesondere darauf zu achten, wenn plötzlich Leute, die sonst z. B. in Berlin leben, am Wahltag daheim aauttauchen und gleich nach der Stimmenabgabe abreisen — oder etwa mit dem Zug von Berlin kommen und wählen gehen!_ Sie. können nichts tun... Aus dem Brandenburger Provinzialsekretariat wird uns geschrieben: Am Montag, den 81. Mai, suchte uns in unserem Bureau, Ltndenstr. 8, eine fünsgliedrige Deputation aus dem Kreise S o l d i n auf, um über Waffenansammlungen usw. Mit- eilung zu machen. Die Deputation, die drei Orten des Kreises entnommen war, setzte sich aus drei Sozialdemokraten und zwei Unabhängigen zusammen. In der Erwartung, bei der U.-S.-P.- Leitung tälkräftigste Unterstützung und ein williges Ohr zu finden, suchten sie zuerst das Bureau der U. S. P. in Berlin auf. Sonder- barerweise ohne jeden Erfolg. Ohne j�rhaupt erst einmal den Versuch unternommen zu haben, mit der zuständigen Stelle, dem Minister deS Innern, in Verbindung zu kommen, nicht einmal einen telephonischen Anruf beim Minister versuchten diese.Revolu« ttonSre', erklärten sie der Deputation, in diesen Dingen nichts tun zu können und verwiesen sie auf den Weg in die Prcsie. Wenn daS das Reiseziel der Genossen gewesen wäre, konnten sie einen Brief an die Zeitung in Soldin oder Berlinchcn schreiben. Sie hätten dann Zeit, Geld und Enttäuschung gespart. Sie aber wollten in einer persönlichen Unterredung ihre Beobachtungen und Beschwerden zum Vortrag bringen. So kamen sie in unser Bureau. Die sofort aufgenommenen Bemühungen hatten den Erfolg, daß innerhalb einer Stunde die Verhandlungen mit dem Minister Severing aufgenommen werden konnten. Sofortige Untersuchung wurde angeordnet. Dem Führer der Deputation, unserem Genossen Melke, zweiten KreiZdeputierten deS Kreises Doldin, wurde Vollmacht erteilt, an der amtlichen Unter- suchung der vorgetragenen Fälle mitzuarbeiten. Hoffentlich gelingt es, Klarheit in die Angelegenheit zu bringen. Die U.-S.-P.-Mitglieder der Deputation waren über den revo- lutionären Tatendrang ihrer Berliner Führer wenig erbaut. Daltlkumer als versammlungsfprsnger. Vom Genossen Georg Schmidt, dem Vorsitzenden des Deut- schen Landarbeiterverbandes, wird uns geschrieben: Die deutschnationale Presse berichtet nun auch über den Ueberfall der bewaffnete i: Baltikumer auf die Ver- sammlung zu Treptow a. d. Rega, wo ich als Kandidat der Sozial- demokratischen Partei das Referat hatte. In der deutschnationalen Presse wird gesagt, es seien unbewaffnete Soldaten gewesen, die von den umliegenden Gütern die Versammlung besucht hätten und ohne Anlaß von den sozialdemokraiischeti VersammlungS- besuchern furchtbar mißhandelt' worden seien. Ich habe auf der Reise von Kammin nach Treptow selbst feststellen können, daß z. B. von dem Gute Gr.-Justin, Besitzer von Brokhausen, ein Schwie- gersohn von Hinbenburg ganze Trupps von Baltikumern mit Knüppeln bewaffnet zur Versammlung führte. Zwei Revolver und zwei lange Dolche, die, wie ich selbst sah, den Baltikumern abgenommen und dann der Polizei in Treptow abgeliefert wurden, sind der beste Gegenbeweis gegen die Ableug- nungSverfuche der deutschnationalen Presse. Ein Offizier, der mit Anführer war, war mit einem Gummiknüppel bewaffnet. Die Sache war planmäßig vorbereitet. Wenn der Landbund nicht auf seine Rechnung kam, so ist das der GeisteSgogen- wart der sozialdemokratischen Arbeiter zu verdanken, die jene Ge- waltmenschen'nach Hause geschickt haben, ehe sie ihr Werk vollenden konnten. „Grunöfätze* und Wirklichkeit. Die Deutsche Volkspartei verbreitet ein Flugblatt, das Ant- Worten auf sozialdemokratische Vorwürfe enthält. Diese Ant- Worten sind Zitate aus den am lö. Oktober ISIS auf dem Partei- tag der Deutschen Volkspartei beschlossenen„Grundsätzen'. So verweist das Flugblatt gegenüber dem Vorwurf, die Volksparteiler seien die Vertreter des Großkapitals, auf Punkt 6 der Grundsätze; der lautet: Einem auf unser Volkstum und Staatsleben zersetzend wirkenden Einfluß des Großkapitals, wie er bei demokratischer StaatSform zu befürchten ist, muß scharf entgegen- getreten werden. Wie führt nun die Deutsche VokkSpartei diesen Grundsatz aus? Der zersetzende Einfluß deS Großkapitals verkörpert sich heute in der Person Hugo StinneS, der über kl) deutsche Zeitungen, darunter die namhaftesten und altrenommiertesten bür- gerlichen Provtnzblätter, aufgekauft hat, um daraus einen riesigen ZeitungStrust im Solde der Großindustrie zu sckaffen. Die Deutsche Volkspartei bekämpft dieses Treiben— indem sie Herrn StinneS an aussichtSreiäker Stelle als Reichstagskandidat aufstellt! Und wie handelt Herr Stresemann, der geistig« Führer der Partei, nach dem Grundsatz 6? Er hat in Hamburg öffentlich erklärt, daß die Deutsche Volkspartei ihr Geld von der Groß» Industrie bezieht, aber— meinte Herr Stresemann— da? fei immer noch besser, als wenn die Partei ihr Geld aus der Staats- lasse erhalte. So„bekämpft' Herr Stresemann den zerfetzend wirkenden Einfluß des Großkapitals! Hiernach kann jeder ermessen, was von den Grundsätzen der Volksparteiler zu Halden ist. Lüttwitz in Gberschleflen? Benthe«', 1. Juni. Der ,.V o l k S w i l l e" in Gleiwitz weiß zu melden, General von L ii t t w i v halte sich feit elf Tagen in U s ch ü tz, Kreis Roscnbcrg, bei Freiherrn von S e h e r r- T h o ß auf. Schutz öem Zrontbunö! Tie„Freiheit" weint noch immer. Die.Freiheit' kann sich noch immer nichl darüber beruhigen- daß der Reichspräsident den widerspenstigen Frontbündlern und unenlwegten Militärver schwörern Zuchthausstrafen an- gedrohi hat. Sic erklärt die Verordnung für Willlür, obwohl ein Blick in die Verfassung sie belehren mutz, daß der Reichspräsident durchaus im Rahmen feiner Befugnisse gehandelt hat. So bleibt von ihrer ganzen Kritik nichts als der Strecken über die ungeahnten Mögliibkeiten. die der Art. 48 in sich einschließt, und die Sorge, ein reaktionärer Reichspräsident könnte eine« TageS diese gefährliche Mascbine gegen die Linke in Bewegung setzen. ES gehört aber ein Kindergemüt dazu, anzunehmen, ein reaktio- närer Reichspräsident, ein Säbelpräsident deS weißen Scbreckens, würde von seinen verfassungsmäßigen Rechten keinen Gebrauch machen, wenn ihm sein Vorgänger keine.Präzedenzfälle' hinterlassen hätte, er würde auf die ihm zustehenden Macktmittel verzichten, weil sie zuvor gegen seine eigenen Freunde nichl ange- wendet worden wären. Die Theorie der.Freiheit' läuft in der Praxis auf eine gegenseitige Versicherung zwischen der Arbeiterklasse und ihren schäristen Klassengegnern heraus, auf die Gründung einer Gesellschaft:„Tu du mir nichts— Tu ich dir nicht».' Ein schönes GesSäil, und viel Glück denen, die sich darauf einlassen I Und da» auf einmal, nachdem die„Freiheit' monatelang mit anerkennenswertem Eifer den.Vorwärts' in seinem Bestreben unterstützt bat. ein schärferes Vorgehen gegen die RechtSputschisten durchzusetzen! Man steht jetzt deutlich, worauf es der.Freiheit' angetommen ist. Nicht mit z u i ch a s f e n. mitzu schimpfen ist sie dal Kaum ist etwas Positives erreicht, so hüpft sie auf einen anderen Ast und schimpft weiter. Jetzt mit einem weinerlichen Ein- schlag zugunsten der armen Baltikumer, gegen die man so„will- kürlich' porgeht. AlS richtigen Weg empfiehlt die.Freiheit' die. B e w a f f- nung der Arbeiter'. Glaubt die.Freiheit', daß die be- waffneten Arbeiter mit den Herren Militärpulschisien weniger.willkürlich' verfahren werden als der Reichspräsident? Die.Freiheit' sollte sich doch mit etwas mehr Logik bewaffnen, dann würde sie sofort begreifen, was der beste Schutz gegen die Reaktion ist' nicht, daß man auf die verfasiungSmäßigen Mittel im Kampf gegen die Realtion verzichtet, sondern daß man die Wahl einer reaktionären R e i ch« t a g s m e h r h e it und eines reaktionären Reichspräsidenten verhindert. Wenn man aber so wirtschaftet, wie z. B. in Gotha, hilft alles nichts!_ Reichswehrbrigaöe 7 und Irontbund. Wir erhalten folgendes, sich auf Z 11 Pr.-G. berufende Telegramm aus Münster i. W.: Reichswehrbrigade? hat weder jetzt noch früher den Frontbund jemals sachlich, finanziell oder durch Anordnung von Dienstreisen umerstützl. Besuch der Tagung in PolSdam ist allen ReichSwehrangehöligen der Brigade 7 verboten. Reichswehrbrigade 7, Abteilung lo. Urlauber- ohne Waffen! Berlin, 1. Juni.(MTB.) Wie wir erfahren, wird das Reichswehrministerium einen Le>ehl erlassen,»ach dem beurlaubte Unteroffiziere und Mannschaften dienstliche Schuß- und Wurf- Waffe»(Handgranaten) nicht mit sich führen dürfe«. Es ist auch nicht einzusehen, warum sie Seitengewehre führen sollen.'_ Die Wehrpflicht ifl abgeschafft- Die Tatsache, daß bisher noch kein A u S f ü h r u n g S g e s e tz zur Beieiligung der allgemeinen Wehrpflicht in Deutschland erlassen ist, hat zu Mißdeutungen Anlaß gegeben. Hierzu wird mit- geleilt: Der Versailler Artikel 173 bestimmt, daß die allgemeine Wehr- Pflicht abzuschaffen ist. Die Nalionalversammlung hat den Verirag angenommen. Damit ist die Beseitigung der allgemeinen Wehrpflicht rechtlich durchgeführt und sind«ntgegensteheiide frühere Bestimmimgen außer Kraft gesetzt. EineS besonderen Au«- führungSgeietzes bedarf es nicht mehr, auch �deswegen nicht, weil durch die R e r ch S v e r i a s s u n g die frühere Verfassung, ,n welcher die allgemeine Wehrpflicht festgelegt war. a u f g e h o b e n ist. Die alte Heer- und Wehrordnung kann ober nur als ein Aussührungsgeietz zur alten Verfassung angesehen werden. Yhre Bestimmungen beltehen nach Inkrafttreten der neuen Reichsverfassung und dem vorläufigen W. hrgesey rechtlich nickt mehr. Nur in Anbetracht tieier Taiiache. konnten u. a. daS Gesetz über die Bildung einer vorläufigen Reich«- wehr und Reichsmarine, ferner deS DemobilmachungS- und Land- siurmauflöiungsbefehlS. sowie die Verordnung über daS Ausscheiden auS dem Beurlaublenstande erlassen werden. Auch in diesem Falle zeigt sich also, daß alle Verdächtigungen. Deutschland zögere planmäßig die Durchführung der militärischen Bestimmungen des Friedensvertrages hinaus, haltlos sind. Nach einer Rcutermeldung hat Deutschland auch die 5000 Lokv» »lotiven abgeliesert, die es abliesern mußte. Die welflschen Umtriebe. Hannover, 1 Juni. DA. AufVeronlasiung des Genossen Leinert ist am Montag nachmittag durch die Sicherheitspolizei ein deutsch- hannoversches Waffeudrpot in Wülfel ausgehoben worden. Bei dem Landwirt Niescklag, Mitglied der Teutsch-hannovericken Partei, fand man 104 Gewehre, 100 Seitengewehre und 10 000 Schuß Munition. Da« energische Vorgehen Leinerts entfesselt den welfiichen Schimpfgeist.'Oberstleutuant D. Berger einrüstete sich darüber. daß Leinert Dokumente, die v. B-rger abhanden gekommen seien, benutzt habe. Das Wohl der Allgemeinheit geht wohl dem Ge- heimmS einer unbehüteien Aktenmappe vor! Der Hannoversche.VollSwille' teilt mit. daß. die bisher für da« Wetfenorgan„Deutsche VolkSzeitung' aufgeweiteten Zuschüsse in Höhe von zirka 500 000 M. von dem Freiherrn von Wangen- heim gezahlt worden seien, die dieser vom Herzog von Eumber- land erhallen habe._ Billigeres Brot für die Abstimmungsgebiete. Durch eine Ver- Ordnung des ReichSernährungsministeriumS wird, wie die P. P. N. erfahren, bestimmt, daß die letzte Erhöhung des Brotpreifes für Lberschlesien keine Gültigkeit hat. Maßregelung in Maricnwerder. Nach einer HavaSmeldung aus Mar.cnwerder hat die(unter italienischem Vorsitz sie Kendel Red.) interalliierte Kommission den Bürgermeister von Marienwerder weaen angeblicher Achtungsvcrlenung gegenüber den alliierten -r-ruppenkommandanten seines Amtes enthoben. Die deutschen Vertreter in Spa. �Brüssel, 1. Juni.(TU.) Die deutsche Regierung hat de« Minister des Acußern mitgeteilt, daß sie auf der Konferenz von Dpa durch den Reichskanzler Hermann Müller und den Minister des Aeußrrn Dr. Köster vertrete« sein wird. Die beiden Minister werden siion vierMinisterialdirektoren.achthöherea und sieben unteren Beamten, drei Dolmetschern und 10 Steno- thpisten begleitet sein. F r a n k re ich wird durch M i l l e r a n d und Berthelot, England durch Lloyd George und Lord C u r z o n vertreten werden. Der Dopkott gegen Ungarn befchloffen! Durch den Internationalen Transportarbeiterverband. Amsterdam, 1. Juni. In seiner gestern abgehaltenen Ber- sammlunz hat der Generalrat des Internationalen Transportarbeiterbundes beschlossen, sich am Boykott gegen Ungarn in weitgehendstem Maße zu beteilige». Die Abgeordneten der vertretenen Länder England, Frankreich, Deutschland, Oe st erreich, Holland, Schweben, Norwegen und Dänemark er. klärten, daß in ihren Ländern die Transportarbeiter wir ein Mann dem Aufruf folgen würden, und die nicht direkt vertretenen Länder solle» noch diese Woche einen Aufruf abgeben. Militärputschiflen auch in Gestenreich. Die ungarische Regierung Helfershelfer. Wien, 31. Mai. StaatSkanzlec Renner hat dem ungari. scheu Gesandten Dr. G. Grat? crcklärt: Der Staatsregierung der Republik Oesterreich liegen zuverlässige Nachrichten darüber vor, daß in Zala EgerSzeg, also in der Nähe der Ostgrenze Deutschösterreichs eine Formation von u n g e- fähr lOCbO Offizieren österreichischer Staat?. bürgerschaft organisiert i st, die beabsichtigt, gegebenenfalls mit bewaffneter Hand in Oesterreich einzubrechen. Dieser Vorgang vollzieht sich in■einer Weise, die eS ausschließt, daß er der ungari- schen Regierung verborgen bleiben konnte. Die österreichische Re- gierung ist auch darüber informiert, daß für diese Formation von der ungarischen Regierung ein Betrag von zehn Millionen Kronen ausgeworfen worden ist. Ein Zwischenfall, der sich in den letzten Tagen in Wien abgespielt und zur Verhaftung einer Reihe von früheren Offizieren geführt hat, tut dar, daß für diese in Ungarn gehaltene Formation auf österreichischem Boden Mann- schaften angefordert werden. Die Geldmittel, mit welchen d'« Staatsbürger der Republik Oesterreich zu hochverräterischen Um- trieben verleitet werden sollen, stammen offenbar auch aus Ungarn. Eharafteristisch für das in dieser Sache beobachtete Verhalten der ungarischen Behörden ist endlich der Umstand, daß die Grenzorgane in Sauerbrunn(Savanyukut) Formulare, durch die Grenzübertritt ermöglicht bzw. gefördert werden soll, den Anwerbern in Wien zur Verfügung stellen. Die österreichische Regierung envartet eist- gehende Aufschlüsse über Niese Vorgänge und sprich: die Ueber- zeugung aus, daß die ungarische Regierung diese um so rascher und lückenloser geben wird, als die Existenz de» in Rede stehenden Truppeukörpers in Zala EgerSzeg nicht bloß eine ständige Gefäl?rdung des inneren Friedens in der Repu- b I i I darstellt, sondern auch geeignet erscheint, eine höchst bedauer- liehe Trübung der Beziehungen� d er beiden Nach- barstaaten herbeizuführen. Einberufung des französischen Kongreffes I Paris, 1. /Juni.„Petit Journal" versichert,»aß in h» hcn politischen Kreisen die Frage einer Einberufung deS Kongresses der Kammern aufgeworfen worden ist. Dieser Kon- greß würde eine Berfassungsändcrung bezwecken und namentlich die Stelle eines Bizepräsidenten ,« schaffen haben. Die politischen Gruppen würden sich schon inS Einvernehmen setzen, um den Berhandlirngsgegenstand des Kongresses auf die Schaffung des Postens eines Bizepräfidenten zu beschränken. Eine französische Note an England. Frankreich will mit Krassi« nicht verhandeln. Paris, 1. Juni. Nach den Morgcnblällern hat die franzö- fische Regierung der englischen Regierung gestern eine Note überreichen lassen, in der sie auseinandersetzt, warum sie sich durch ihren Botschafter bei den Verhandlungen, die in London mit dem Verirerer der Sowjetrepublik Krassin geführt werden, nicht v e r t,r e t e n lassen kann._ Die deutschböhmische?rredenta. Regierungserklärnng in Prag. Im tschechoslowakischen� Parlament gab Ministerpräftdent Tu. far eine Erklärung ab, die in verhältnismäßig versöhnlicher und entgegenkommender Weise die Frage der deutschen und magyarischen Minderheiten behandelte und auf so z i a l e m und Wirts chaftSpolitifchem Gebiete deutliche Spuren sozialistischen Geistes aufwies. Die. Inangriffnahme''der Sozialisierung deF Kohlen- und Erzbergbaues wurde angekündigt, ebenso die staatliche Kohlenbewirt- s ch a f t u n g. Den Polen gegenüber war in Sachen T e f ch e n S die Sprache TusarZ sehr energisch, ohne jedoch herausfordernd zu fei n. Abg. Dr. Lodgmann gab hierauf namens des deutschen parlamentarischen Verbandes eine Erklärung ad, in welcher er u. a.' sagte: Als gewählte Vertreter de? im tschechische« Staate unterdrückten deutschen Volkes erklären wir bei unserem Eintritt in das tschechoslowakische Parlament f e i e r l i ch st vor der Bevölkerung dieses Staates, vor ganz Europa und der g e- samten gesitteten Welt folgendes: Durch den Friedens- vertrag von St. Germain ist mitten in Europa ein Staat ent- standen, welcher neben 6H Millionen Tschechen auch fast 4 Mil- lionen Deutsche umfaßt. Vergebens haben wir versucht, das Schicksal unseres Siedlungsgebietes selbst zu b e st i m m e n, vergebens haben wir daraus hingewiesen, daß ein so gestalteter Staat eine stete Bedrohung des europätzschcn Friede n s bilden würde. Wir erklären daher feierlichst, daß wir keines dieser Gesetze der Revolutionsvers amm- lung als für uns verbindlich anerkennen. Wir verkünden dem- nach feierlichst, daß wir niemals aushjsrcn werden, das Selbstbe- stimmungsrccht unseres Volkes zu fordern., Als letzter Redner sprach namens der deutschen national» sozialistischen Partei Abg. Ingenieur Jung in ähnlichem Sinne, wenn auch in etwa? gemäßigterer Form. Münsa und- die mit ihm angeklagten tschechischen Kommunisten sind tnfolge Amnestie freigelassen worden. Nach n-sun» monat-igsr"Haft ist ihr Prozeß niedergeschlagen worden. OsVerMostsbewegung Keine Einigung im Iriseurgewerbe! Tie Verhandlungen von den Arbeitgebern abgebrochen. Die Zentralstreilleitung der Friseurgehilfen folgte am Dienstag vormittag einer Einladung des Reichsarbeitsministeriums zu einer unverbindlichen Besprechung. Die Konferenz verlief jedoch ohne Resultat, da die Herren vom Jnteresienverband der Friseure Groß- Berlins nicht erschienen waren. Die Verhandlungen, die auf Grund der Besprechung vom Frei« tag aus Dienstag mittag festgesetzt waren, wurden im Jnnungs- hause vom Obermeister Leopold mit den Worten eröffnet, daß die Herren der Einladung des Reichsarbeitsministeriums nicht ge- folgt seien, weil heute die Verhandlungen innerhalb des Berufes beginnen. Aus diesen Worten konnte man entnehmen, daß die Arbeitgeber späteren Verhandlungen vor dem Reichsarbeitsministerium nicht abgeneigt gegenüber stehen. Genau wie am Freitagabend führten auch jetzt wieder die Arbeitgeber Beschwerde über Aus- schreitungen der Streikenden. Die Gehilfenverlreter, die wiederholt die vorgekommenen Ausschreitungen verurteilten, bezogen sich auf ihre frühere Erklärung, daß man die Streikleitung dafür nicht der. antwortlich machen könne. Sie werde sich mit aller Macht dafür einsetzen, daß weitere Ausschreitungen nicht vorkommen. Die Arbeitgeber wollten den Streikenden zwar das Recht zuge- stehen, den Streik fortzusetzen, verlangten aber, daß die fliegenden Friseurstuben sofort aufgehoben werden. Die Forderung der Ge- Hilfen, einen unparteiischen Vorsitzenden zu bestellen, sollte kein Hinderungsgrund der Verhandlungen sein. Als Verhandlungsbasis schlugen die Arbeitgeber vor. einen Lohn von 136 und 146 Mark wöchentlich festzusetzen. Die Vertreter der Gehilfen zogen sich zu einer besonderen Besprechung zurück und erklärten dann, daß sie an dem unparteiischen Vorsitzenden festhalten und bereit seien, vom Tage des Tarifabschluffes an den Streik sfliegende Friseurstuben) aufzuheben. Daraufhin erklärte Herr Obermeister Leopold die Ber- Handlungen für geschlossen. Die Verhandlungen haben sich demzu- folge zerschlagen. ,« • Arbeiter und Parteigenossen! Wir führen einen Kampf, der bereits 17 Tage dauert und für unser Berufsleben für ganz Deutschland von großer Be- deutung ist. Unsere Berufsgenossen und-genossinnnen aus dem ganzen Reiche haben uns moralische und materielle Unterstützung zuteil werden lassen. Die politischen und ge- werkschastlichen Organisationen von Groß-Berlin haben das ' gleiche getan. Heute richten wir an Euch den Appell, uns weiterhin zu unterstützen. Fordert von der Streikleitung tele- phonisch Königstadt 1976 Sammellisten an) Beträge sind auch weiterhin an Erich Matuschke, Elisabethstr. 30(Streikleitung der Friseurgehilfen) zu richten. Unser Kampf ist Euer Kampf! _ Die Zentralstreikleitung. Protest der weiblichen Magiftratshilfskräfte. Eine am Dienstag in Bötzows Brauerei abgehaltene sehr stark besuchte Versammlung der in den städtischen Bureaus beschäftigten weiblichen Hilfskräfte protestierte dagegen, daß der Magistrat den Schiedsspruch abgelehnt und ohne, sich mit der Vertretung der An- gestellten in Verbindung gesetzt zu haben, Gegenvorschläge gemacht hat, die weit hinter den im Schiedsspruch festgelegten Gehaltssätzen zurückbleiben. Wie der Referent Burkhard ausführte, ist der Magistrat der Meinung, die Bezüge der Hilfskräfte dürften nicht über die Löhne der städtischen Arbeiter hinausgehen. Die Gegenvorschläge des Magistrats setzen die im Schiedsspruch vorgesehenen Monatsgehälter der weiblichen Hilfskräfte von 136 bis 176 M. herab. Danach sollen die Gehälter einschließlich Teuerungszulage betragen für einfache Arbeit der Ledigen 660 bis 680 M., der Berheiraleten 710 bis 730 M., für qualifizierte Arbeit der Ledigen 630 bis 700 M., der Verheirateten 730 bis 760 M. Die Ange- legenheit wird am Donnerstag die Stadtverordnelen- Versammlung beschäftigen. Der Zentralausschuß der Hilfskräfte hat sich an die beiden sozialdemokratischen Fraktionen gewandt, die ihm ihre Unterstützung zugesagt haben. Nach einer regen Diskussion beschloß die Versammlung ein« stimmig eine Resolution, welche die Ablehnung des Schiedsspruchs imd die Aufstellung von Gegenvorschlägen ohne Verständigung mit den Angestellten als eine Brüskierung der letzteren bezeichnete und die Anerkennung des Schiedsspruch» vom 8. Mai verlangt. Durch einen anderen Beschluß wird gefordert: Bei gleicher Leistung gleiche Bezahlung der weiblichen und der männlichen Arbeitskräfte. Tarifbewegnng im Tea-Konzer«. Die Angestellten der Olex-Petroleum-Geiellichast und des Deutschen Mineralöl-Verkoufs-Vereins haben eine Erhöhung ihrer durchaus unzeitgemäßen Gehälter um 130 Proz. gefordert. Die Direktionen haben es abgelehnt, auf Grund dieser Forderungen in Verhandlungen einzutreten und glauben die Forderungen der Angestellten mit einem Hinweis auf die schlechte Geschäftslage ab- tun zu können. � Dabei sind für das am 1. April abgelaufene Ge- fchäftsjahr insgesamt 46 Proz. Dividende nach unge- heueren Abschreibungen verteilt worden. Die in die vielen Millionen gehenden Anlagewerte der Gesellschaft sind zum großen Teil abgeschrieben und trotz alledem wagt man es, die be- rcchtiglen Forderungen der Angestellren abzuweisen. Es wäre an- gebracht, wenn sich das Reichswirtschaftsministerium vor Festsetzung der neuen Preise für Petroleum u. dergl. auch einmal die Gehälter der Angestellten und im Gegensatz dazu die Gewinne der Gesell« schaft ansehen würde. Die Angestellten haben kpt Schlichtungsausschuß angerufen. Streik der Gastwirtsangestellten in Düsseldorf. Wie eine Drahtmeldung aus Düsseldorf berichtet, wurde am Dienstag in einer Versammlung der Gasthausangestellten beschlossen, daß sofort sämtliche Angestellte des Gasthausgewerbes in Düsseldorf in den Generalstreik treten. Angestellte der Lederwirtschaft. Der vom 1. Januar 1020 ab in Kraft getretene Tarifvertrag für die kaufmännischen Angestellten der Lederwirtschaft ist am '27. Mai 1920 durch Verfügung des Reichsarbeitsministeriums für da? Gebiet des Zweckverbandes Groß-Berlin für allgemein verbindlich erklärt worden. Die allgemeine Verbindlichkeit be- ginnt mit dem 1. Januar 1020. Angestellte, die z. Zt. mit Wirkung vom 1. Januar ab die tariflichen Gehaltssätze noch nicht erhalten haben, werden ersucht, unverzüglich beim Zentralverband der An- gestellten. Fachgruppe 0, sich zu melden. Zentralverband der Fleischer. Donnerstag, den 3. Juni, Bezirk Schöneberg, Friedenau- Steglitz, abends 7 Uhr, im Lokal von Berg, Feurig- straße 16,, unweit Ninababnhos schöneberg.— Bezirk Charlottenburg- Wilmersdorf, abends 6'/, Uhr. im Charlottenburger Volkshaus, Rosinen- straße 3.— Bezirk Pankow-Niederschönhausen, abends 7 Uhr, im Lokal von Engel. Pankow, Mühlensir. 45.—.Freitag, den 4. Juni, Bezirk Reinicken- dors-Wittenau-Tegel, abends 7 Uhr, im Lokal von Pähl, Reinickendorf, Provinzstr. 113.— Bezirk Spandau, abends 6st, Uhr, im„Allen Rats- keller" am Markt. Tculscher Werkmeifter-Berband. Bezirksverein 15, Fachgruppe: Papiervcrarbeilende Industrie, Vcreinsversammlung Freitag, den 4. Juni, nachmittags 5 Uhr, Vereinsiokal Schullhciß, Neue Jakobsir. 24—25.— Fachgruppe IIb, Schokoladen-, Süßwaaren-, Marmeladen- und Kon- iervensabrikatton, Donnerstag, den 3. Juni, abends 7 Uhr, bei Branden- bürg. Stralauer Str. 3. Zentralverbnnd der Angestellten. Jugendgnchpe: Bollversammlung der jugendl. Vertrauensleute Donnerstag, 3. Juni, abends 7 Uhr, Verbandslokal Belle-Alliancc-Str. 7/10.— Fachgruppe 3a l Kriegsorganisationen). Ocff entliche Berfammlung Donnerstag, 3. Juni, nachm. 4'/, Uhr, im Schwarzen Adler, Schöneberg, Hrnchtstr. 142.(Die Neuregelung der Bezüge.)— Fachgruppe 3 b(HeejeSbetriebc). Sitzung der Betriebsräte der �Fachgruppe 3b heute Mittwoch, nachm. 2 Uhr, im Verbandslokal Belle- Alliavee-str. 7/10,(Reichstaris.) Verbandsmitgliedsbuch legitimiert.— Fachgruppe 5» iRechisanwalts angestellte). Mitgliederversammlung Donners- tag, 3. Juni, abends 7>/, Uhr, im Alexandriner, Alexandrincnstr. 37a.— Fachgruppe 10 II b(Putz en gros und en detail). Mitgliederversammlung heute Mittwoch, abends 7'/, Uhr, im Schultheiß, Neue Jakobstr. 24/25.— Fachgruppe 14 d(GesundheitSindustrie). Mitgliederveriammlung Donnerstag, 3. Juni, abends 71/, Uhr, Havellands Fcstsäle, Neue Friedrichstr. 35, Zimmer 61.— Fachgruppe 14 e(Chirurgiemechanik und Verwandtes). Mitgliederversammlung Donnerstag, 3. Juni, abends 7'/, Uhr, Sophieniäle, Sophiensir. 17/13.— Fachgruppe 15 o(Bergmann-Konzern). Mitgliederversammlung Donnerstag, 3. Juni, abends 7 Uhr, Löwenbrauerci, Hnch- straße 2. Mitglieder anderer Asaverbände haben Zutritt!— Fachgruppe 15 d (Elektro-Kroßhandcl). Oeffentliche Versammlung Donnerstag, 3. Juni, abends 6 Uhr, im Rosenthaler Hof, Rosenthalerstr. 11.(Unser Tarif.)— Fachgruppe 17 lo(Schokolade und Konfitüren). Mitgliederversammlung Donnenstag, 3. Juni, abends 3 Uhr, im Schultheiß, Neue Jakobstr. 24/25 Wirtsthaft Der Weltmarkt mit Kaffee überfüllt. Es machen sich in New D o r k Stimmen geltend, dahingehend, daß man auf die amerikanische Regierung einwirken müsse, den deutschen Bedarf an Baumwolle nur unter der Bedingung zu decken, daß man gleichzeitig entsprechende Posten Kaffee ab- nimmt, um so den Weltmarkt zu entlasten. Man will au der New Aorker Kaffeebörse hinsichtlich der Gewährung lang« fristiger Kredite an Deutschland dann mit sich reden lassen. DaS alles sind Momente, die die Preisgestaltung am New Dorker Kaffee- markt wankend erscheinen lasten. Es unterliegt keinem Zweifel, daß Brasilien für den Export größere Mengen wird bereit stellen können, als man bisher angenommen hat. Und die Berichte aus den holländischen Kolonien lauten ebenfalls günstiger, als man in den Kreisen der Jntereffenten aus spekulativen Rück« sichien bisher zugegeben hat. Weiter wird für Europas Kaffee« Versorgung sich insofern eine etwas besiere Aussicht eröffnen, als die Frachtraten die Neigung haben, nach unten zn gehen. Wetteransstchten für das mittlere Rorddeutfchland bis Donnerstag mittag. Größtenteils trocken und vielfach beiter, in den Tagesstunden warm, in der Nacht zu Donnerstag wieder ziemlich kühl. Die Kohlensteuer. Die Meldung daß der bisherige Satz der Kohlensteuer von 20 auf mindestens 30 Proz. erhöht würde, ist unzutreffend. Es wird dem Reichstag nach seinem Zusammen- tritt allerdings eine Vorlage über die Kohiensteuer zugehen, die zu dem am 31. Juli 1020 ablaufenden Kohlensteuergesetz Stellung zu nehmen haben wird. Massenüberfremdung österreichischer Gesellschaften. Aus Wien wird dem.Löerlmer Tageblatt" geschrieben: Eine Aktienge» sellschaft nach der anderen gerät, ohne von der Regie» rung daran gehindert werden zu können, in die Machtsphäre und unter die Kontrolle des Auslandes. Ja, sie wirst sich ihm freiwillig selbst in die Arme.„Ueberfremdung" nennt man das, aber nicht um sich zu bemitleiden oder bemitleiden zu lassen, sondern eher um Neid zu erregen, daß man Anschluß au fremdes Kapital gefunden hat. Es vergeht keine Woche, in der nicht irgendein Projekt dieser Art nach kurzen Verhandlungen zur Durchführung gelangt. Anfangs waren die Italiener auf diesem Gebiete die rührigsten. Jetzt sind es die Franzosen und Engländer. Die sranzIsische Gruppe Schneider u. Co. in Creuzot hat in der Oesterreichischen Berg- und Hüttenwerks- gesellschaft und in der Veitscher Magnesit-Attiengesellschast festen Fuß gefaßt, während-die Engländer die Petroleumgesellschaft„Ga- licia" unter ihre Botmäßigkeit gebracht haben und als auSschlag- gebende GvoßÄtionäre an der in eine„Britisch-Ungarische Bank" umgewandelten Ungarischen Bank- tmd Handelsaktiengesellschaft beteiligt sind. Vorher schon hatten französische Banken die Aktienmajorität in verschiedenen anderen Gesellschaften in ihren Besitz gebracht. Auch die schweizerische Finanzwelt der- hält sich nicht untätig. Die Fesfabriken und die Vöslauer Kamm- garnsabrik sind an Züricher Konsortten übergegangen. In allen diesen Gesellschaften sitzen jetzt Ausländer als Verwaltungs- räte. Sie und nicht die Sozialisierungsfanatiker dominieren. Die Regierung hat sich indes nicht darauf beschränkt, Aktien, die sie zu S o zi a l i s i e r u n g s z w e ck e n erworben hatte, wieder zu verkaufen, sondern sie fördert jetzt geradezu die Ueberfremdung. Sie hat nämlich erklärt, daß das auslän- dische Kapital, das sich deutschösterreichischen Produttionsunterneh- mungen zuwendet, von der einmaligen Vermögensabgabe nicht betroffen werden wird. Der Zweck dieser Zusicherung ist, die fremden Kapitalisten, bevor noch das Schicksal der Vermögens- abgäbe in der Nationalversammlung entschieden ist, darüber zu be- ruhigen, daß sie auf keinen Fall von dieser steuerpolitischen Maßnahme etwas zu befürchten haben. Weit entfernt, schützende Dämme gegen die immer noch zunehmende Ueberfremdung auf- zuwerfen, ebnet man ihr noch den Weg. Aus Valutarück- sichten, so begründet man es jetzt, läßt man die Invasion sich hemmungslos vollziehen. Französische Erze gegen deutschen Koks. Die französische Presse meldet über das deutsch-französische Abkommen bezüglich der Lieferung von Eisenerzen: Frankreich liefere lothringische Minette für 19— 20 Franks und werde die Lieferung von 200 000 Tonnen für Mai und Juni abhängig machen von einer Be- sprechung mit Deutschland, damit letzteres mehr Hüttenkoks liefere. Die Menge der zu liefernden Erze werde sonst nur 3000 bis 6000 Tonnen betragen. V-rantw. für den redattion. Teil: Erich Statinu, Temvelsios: silr An, einen: Tb. Stecke. Berlin. Verlag: Vorwäris-Verlag , 20 cm 5300 . 22 cm . 24 cm / . 26 cm 6200 7000 7900 3n diexep Woche! Wassereimer.9 em 2150 Nachtgeschirregran, 22 cm 1200 Klosettbürstenbehäller 775 Wannen oval, grau.. 60 cm 42®� Wannen oval, gran.• 55 cm 54®" Milchtöpfe SM Milchkannen..1660bia2400 Kummen gmu..... 200 25® Universalsiebe mlt.8?86d™ Ö8* Universalsiebe T14.8 aoMcm 1 025 Universalsiebe �aiHIII00 Bouillonsiebe m. 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