Nr. 2SS ♦ A7.�ahrgang Ausgabe A Nr. b Bezugspreis: S ertettatirl. 30— TOt, monatllO-TOt frei ins öaus. ooraus zahlbar. Pol?» bezua Monalli» 10.— Mk. exN. Zu- ftellungszebühr. Unier Kreuzband Ar Deutlchland und Oesterreick 16/0 DIU für das übrige Ausland bei täglich einmal. Zustellung 21 SO?? Vestbe- SAungen nebmen an Oesterreich, Ungarn, Tfchecho-Elowatei, Däne» mar!, öolland,-uremburg. Schweden und sie Schweiz.— rinqetraaen in die Poii-Zeitungs- Preisliste. Der.Vorwärts� mit der Sonntags- deUage.Pol! u.Zeit� erichernt wachen- täglich zweimni Sonntags und Man- tags»inmat. Teiegramm-Adreffe .Sozlatdemolral Berlik». Sonntags-Ausgabe berliner Volksbleltt ( 30 Pfennig) Anzeigenpreis: ffile achtgrlpaltcnr Nonnereillczeile kolteiZ,— M., Teuerungszus chlag SO »Uleia« Anzeigen", das!ett- gedruckte Wort 1,— M. s-ulässtg zwei lettgedruckte Worte), ledes weitere Wort 60 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wort 66 Pfg. jedes weitere Wort 40 Pfg. Worte über IS Buchstaben zählen Ar zwei Worte. Teuerungszuschlag SO»/» Familien-Anzeigen für Abonnenten geile 2,— M., politische und ge- wertschastliche Vereins-Anzeigen g,— Ml. die geile ohne Aufschlag, Anzeigen Ar die nächste Nummer müssen bis 5 Ahr nachmittags im Hauptgeschäft, Berlin SW 88, Linden- ß« wortung eine sehr viel größere ist, als unter dem Kaiser- reich. Ich habe schon in einem anderen Zusammenhang den Unterschied scharf hervorgehoben, glaiche aber für den Tag der Wahl selbst noch einmal darauf zurückkommen zu sollen. Zu oft habe ich Gelegenheit gehabt, zu beobachten, daß selbst Leute, die über eine schon höhere volltische Bildung verfügen, in bezug auf diesen Punkt der Macht der Gewohnheit unter- liegen und hinsichtlich der von ihnen zu trefienden Entscheidung nicht anders sprachen, als es in den Tagen des Kaiser- tums der Fall war. Unter dem kaiserlichen Regiment hing die Be- stimmung über die Regierung nicht vom Wähler ab. Sie war vom Kaiser auf Vorschlag des Kanzlers ernannt, der selbst wiederum sein Amt dem Kaiser verdankte. Der Wählerschaft gegenüber war die Regierung, mochte sie noch so oft die Per- sonen wechseln, als politische Instanz der ruhende Pol in der Erscheinungen Flucht, etwas vag der Volksvertretung streng Unterschiedenes. Der Wähler wählte im Abgeordneten oder in dessen Partei seine Vertretung gegenüber der Regierung. Das hatte gewiß auch seine Bedeutung, namentlich für den Wähler aus der Klasse der Nichtbesitzenden. Aber diese Beden- tung war in einer Hinsicht doch beschränkt. War der Wähler Srnndsätzlich oppositionell gesinnt, so kam nicht sonderlich viel arauf an, in welcher Abtönung er dieser Opposition Ausdruck gab. Da mochte der schärfste Neinsager der geeig- netste Vertreter sein, denn über die Richtung des Nein war nicht der geringste Zweifel, es zielte vor allem auf die Re- gierung. Ganz anders in der demokratischen Re- publik. Hier sind es die Wähler, von denen der Charakter und die Zusammem'etzung der Regierung abhängen. Die Re- gierung wird unmittelbar von der Volksvertretung beziehungs- weise gemäß der in dieser sich ergebenden Mehrheit gebildet. Sie muß abtreten, wenn sie deren Vertrauen nicht mehr besitzt. Sie ist die Beauftragte der Volksvertretung, die selbst wieder die Beauftragte der Wählerschaft ist. Die Wählerschaft wählt auf diese Weise mit den Parteien die Regierung selbst und nicht bloß ihre Vertreter bei oder gegenüber der Regierung. Dadurch hat die Wahlstimme ein ganz anderes, ungleich höheres Gewicht. Es liegt in ihr eine sehr viel stärkere politische Macht ausgeprägt. Gerade des- halb ist aber auch mit der Stimmabgabe eine sehr viel höhere politische Verantwortung verbunden. Die Wählerschaft wählt die Regierung— hat sich der zeser schon völlig vergegenwärtigt, was das bedeutet und welche Verpflichtung das jedem auferlegt, der über eine Wahlstimme verfügt? Soll ich es recht drastisch veranschan- lichen. so kann ich es dadurch tun. daß ich den demokratischen mch sozialistischen Wählern, die sich noch nicht von der Art Stellung zu nehmen befreit haben, an die sie vom Kaiserreich her gewohnt waren, zurufe: „Ihr habt nicht mehr Neinsager, ihr habt j e tz t I a s a g e r z u w ä h l e n I" In der Tat, worum handelt es sich in erster Linie bei der Wahl? Kann es sich darum handeln, zu demonstrieren und zu opponieren? Opponieren? Es hat sinn, gegen eine Regierung, die da ist, aber keinen Sinn, gegen eine Regierung, die erst geschaffen werden soll. Demonstrieren? O ja, aber nicht im negativen, sondern im positiven Sinne, dcmon- strieren für das, was sein soll! Jede andere Demonstration hat bei dieser Wahl keinen Wert, ist im Gegenteil schlimmer als wertlos. Was soll aber sein? Vernünftigerweise nur etwas, was auch sein kann. Es ist das Verdienst unseres großen Denkers Kant, den untrennbaren Zusammenhang zwischen Sollen und Können festgestellt zu haben. Was nicht sein kann, wofür die Voraussetzungen fehlen, dafür gibt es auch kein Soll. Der Wähler Hot zu entscheiden, welche Regierung sein soll, heißt in den Wahlakt übertragen, er hat diejenige Partei zu wählen, die seiner Ucberzeugung am nächsten kommt und dabei gewillt und imstande ist, der Republik eine Regie- rung zu gck>en. Der S o z i a l i st und Demokrat, der daS außer Betracht läßt, begeht ein Verbrechen an der Republik. Diese braucht eine Regierung, welche entschlossen ist, eine kraft- volle Politik im Sinne der modernen, die Tendenzen der Ar- beiterklasse umschließrtuden Demokratie zu betreiben. Eine solche Regierung ist ohne Sozialdemokraten undenkbar. Wer sozialdemokratisch denkt, hat daher sozial- demokratisch zu wählen, und wenn die Wahl eine sozialdemokratische Mehrheit ergibt, die sich auf ein Regie- rungSprogramm in diesem Sinne einigt, wird es gewiß er- freulich sein. Wir haben aber mit der Möglichkeit zu rechnen, daß eine solche Mehrheit nicht zustande kommt und nur eine Mehrheit auS Sozialdemokraten und vorgeschrittenen bürger- lichen Elementen gebildet werden kann, wie das in der Nationalversammlung der Fall war, und vieles deutet darauf hin. daß dies sogar die größere Wahrscheinlichkeit ist. Es ist daher Politisches Pflichtgebot, diese Wahrscheinlichkeit bei der Entscheidung über die Stimmabgabe gebührend in Erwä- gung zu ziehen. Der sozialdemokratische Wähler bat sich daher die Frage vorzulegen, ob er es mit seinem politischen Gewissen verein- baren kann, seine Stimme einer sozialdemokratischen Partei zu geben, die sich verschwört, unter'keinen Umständen eine Koalitionsregierung mit linksgerichteten bürgerlichen Parteien einzugehen. Er muß sich vor Augen hallen, daß diese Weige- rung für Deutschland eine Verschiebung deS politischen Schwergewichts nach recht?, ja, sogar einen Zustand schwerer innerer Zerrüttung zur Folge ljaben kann, von der die Arbeiternasse nicht zum wenigsten schwer zu leiden hätte. In der Polltik genügt es nicht, Ansichten zum Ausdruck zu bringen. Es gilt mit dem Spiel der Kräfte zu rech- neu und die eigene Kiwst zweckmäßig in dieses Spiel hinein- zubringen., Nehmen wir an, das Kräfteverhältnis der bürgerlichen Parteien zueinander verschiebt sich unter dem Einfluß der Ab- splitterung vom Zentrum und andere Umstände derart, daß die beiden Parteien der Rechten zusammen mehr Stimmen erhallen als die beiden Parteien der bürgerlichen Linken, und in der Sozialdemokratie nimmt der impossibilistische Flügel, d. h. die Fraktion der Unabhängigen, der MehrhellSpartei eine größere Zahl Mandate ab. Da kann eS auf eins Handvoll Abgeordnete ankommen, um die Bildung einer leistungs- fähigen entschieden republikanischen Regierung zur Unmöglich- keit zu machen. Niemand wird sich sagen, daß eine solche Kon- stellation undenkbar ist, kein politisch Urteilsfähiger wird sich verheimlichen, daß sie ein unheilvolles parlamentarisches Schaukelspiel und Schachern heraufbeschwören würde. Man muß sich aber die möglichen Folgen seines Handelns vergegen- wältigen, um seine Zweckmäßigkeit richtig einzuschätzen. Wer daher Deutschland auf dem Weg einer entschieden republikanischen Politik erhalten sehen will, darf die Ver- fiignng über seine Wahlstimme nicht von Ncbenfragen bestimmen lassen, wie das unzählige Menschen bisher zu tun pflegten. Den einen war der Wahltag nur eine Gelegenheit, ihrem Mißvergnügen über irgendeinen Vorgang, irgendwelchen Mangel recht drastisch Genüge zu verschaffen, andere ließen sich von Gereiztheit über irgendwelche Persönlichkeiten bei der Abgabe ihres Stimmzettels beeinflussen, wieder andere glaub- ten, der Wahlakt sei die Gelegenheit, ein individuelles Be- kenntnis zu irgendeiner abstrakten oder phantastischen Doktrin abzulegen, und ähnliches mehr. Alles das ist aber falsch, be- ruht auf argem Verkennen der Bedeutung des Wahlakts in der Republik. Nicht um Persönlichkcitsiragen, nicht um Einzel- fragen der Politik, nicht um Kundgebung von Ideologien wn- delt es sich bei ihm, sondern um Entscheidungen über ganz bestimmte, umfassende Arten von Po- l i t i k. Jede Politik, die von einer der in den Kamvf eingc- tretencn Parteien verfochten wird, muß als ein Ganzes von ihren lestenden Gesichtspunkten aus und im Hinblick auf alle i h r e K o n s e a u e n z e n begriffen werden. Der Wähler muß sich dessen bewußt sein und danach handeln, daß er das Schicksal seines Volkes in seiner Hand hält, daß ein? Verantwortung auf ihm ruht, wie er sie vordem nicht gekannt hat. Nirgends ist diese Mahnung vielleicht so sehr am Platze wie der hauptstädtischen Bevölkerung gegenüber, auf die eine fast ausschließlich von der Kritik lebende Presse einwirkt, so daß ihr über aller Kritik das Maß im Urteil ver- loren geht. Die Folge ist eine stark? Blasiertheit, der Trieb zum Verneinen um de? Verneinens willen und die Gering- schätzung aller schöpferischen Arbeit, die nicht gleich Vollkom- menes zustande bringt. Diese Blasiertheit mag in Dutzenden von Fällen mit der Fcststelkimg von Unvollkommenhciten recht haben, im letzten Grunde aber ist sie unfruchtbar. Alles Große in der Welt wird nur durch Arbeit zuwege gebraucht, der Begeisterung am Schaffen den Antrieb-und die Aiisdaner verleiht._ derNeichskanzlerzudenVahlen. Ein Gesprach mit Gen. Hermann Müller. Der Reichskanzler empfing gestern einen Mitarbeiter der P. P. N. und führte u. a. das Nachstehende aus: Erwarten Sie von mir keine politischen Prophezeiungen über das Wahlergebnis, aber das glaube ich wohl sagen zu dürfen, daß der Wahltag selbst und die Wahlhandlung überall ruhig verlaufen wird. Zur Sicherung der Wahlhandlung hat ja die Regierung alle Maßnahmen getrossen, wie sie ja auch alle Maßnahmen für den glatten Verlauf be? Wahlkampfes selbsi ergriffen hat. Wenn es gelegentlich zu tätlichen Ausschreitungen gekommen ist, so bedauert das niemand mehr als die ReichSregie- nmg selbst. Solchen STttSWüchfeit konnie in den allermeisten Fällen erfolgreich beg.eguct werden, keinerlei Machtmitlel besaßen wir aber gegen die moralischen Ausschreitungen, die dieser Wahlkampf in erschreckender Weise gezeigt hat, und für die in erster Linie die Rechtsparteien verantwortlich zu machen stni:. jene Parteien, die stets so überlmu von der Stärkung der Staats- autorität sprechen, haben gerade in den Wochen des WahlkampseS kein Mittel unversucht gelassen, um das deutsche Ansehen nach innen und nach außen auf das schwerste zu schädigen. Daß e? im Wahlkamps hart auf hart geht, ist selbstverständlich und unver- meidlich, und daß der Meinungsaustausch der Geister sich nicht immer gerade in den vornehmsten gesellschaftlichen Formen abspielt, ist ebenso erklärlich. Aber der jetzt zu Ende geführte Wahl- kämpf ist durch«ine volksvergiftende Tendenz der Rechtsparteien gekenn, zeichnet, die bereits einen Vorgeschmack gibt für ihre Art, den GcsundungSprozeß unseres Nolles fortzuführen, wenn es ihnen gelingen würde, die Regierung a uf Grund deS Wahlergebnisses zu bilden. Mit Versprechungen haben allerdings die Oppositionsparteien in diesem Wahlkamps nicht gegeizt, darin waren sie den Parteien der Koalition unbedingt über. T�ch würden die Herren in eine recht üble Lage kommen, wenn die Wähler fordern könnten, daß sie auch i h re Versprechungen zur Tat machen sollten. Auch Plänemacher hat es genug gegeben, Hausmittel und Rezepte zur Heilung Deutschlands hat man genug verkündet, aber alle diese Wundermären klingen nur so lange schön in den Ohren, als sie nicht zur Anwendung gebracht werden brauchen. Wir sollen uns doch nichts vormachen: die Herren der Opposition würden ihr blaues Wunder erleben, wenn sie jetzt in die Lage kämen, ihre Rezepte zur Gesundung Teutschlands praktisch zu erproben. Unsere ganz« Lage gestattet aber solche Experimente nicht. Die Besprechung in Spa steh: vor der Tür. Selbstverständlich kann ich auch über das Er- gebnis dieser Besprechung nichts prophezeien, daß sie aber für den Wiederaufbau Deutschlands außerordentlich wichtig ist, das sollte jeder erkennen, ehe er zur Wahlurne geht, wie über- Haupt die, Wähler ihren Blick über den 6. Juni hinaus lenken müssen. Von den vielen Angriffen, die gegen die ReichSrcgierung gerichtet worden sind, will ich nur zwer herausgreifen. Da ist vehauvtei worden, die Regierung habe die Wahlfreiheit unzulässig beeinflußt. Talsache aber ist, daß die Regierung sich aufs äußer st e zurückgehalten hat, ja, diese Zurückhaltung wird in den Kreisen der Mehrheitsparteien sogar getadelt. Wie anderer- seitS aber die Wahlkorruplion ausgesehen hätte, die die Rechts- Parteien getrieben hätten, wenn sie an der Regierung gewesen wären, darüber brauche ich gar kein Word zu sagen, ich brauche nur darauf hinzuweisen, wie im kaiserlichen Deutschland die Wah- Icn gemacht worden sind. Tie Akten der Wahlprüsungskommission des alten Reichstags geben dafür genügend Belege. Antzcrordent- lich bedauerlich ist weiter das politische Märchen von dem seinerzeit in Frankreich angeblich bereits vorbereiteten zweiten besseren Friedensvertrag, das Helfferich und Gras Westarp in die politische Debatte des Wahlkampfes geworfen haben, und das dann sämtliche deutschnationalen Flugblattschreiber zum Vorwand nahmen, um die Angehörigen der Reichsregierung zu beschimpfen. Schade nur, daß ein solcher zweiter milderer Vertrag niemals bor- Händen war. Was endlich die Regierungsbildung betrifft, so kann ich nur antworten, was ich dqn ReichSwchrminifter bereits geantwortet habe. Eine verfassungsmäßige Regierung wird unter allen Umständen gebildet werden und zwar in Anbetracht unserer ganzen politischen Lage so schnell wie möglich. Was d»e Haltung der Parteien anlangt, die bisher die Mehrheit ge- bildet haben, so konnte aus Gründen der politischen Ehrlichkeit und der politischen Arithmetik auf einen Kanipf zwischen diesen Parteien nicht verzichtet werde». Das aber glaube ich sagen zu dürfen, daß er überall auf ein« ehrliche und anständige Weile durchgefochten worden ist, so daß die Angehörigen der Koalitions- Der Idealismus im Sozialismus. Von Alfred Moeglich. Vor siebzig Jahren fchrieb Schopenhauer, der Wsltveröchter und MitloidSprediger, das verzweistckta Wort:»Wenin ein Gott diese Welt gemacht bat, so mächte ich nicht der Gott sein; ihr Jammer würde mk da» Herz zerreißen!" Was würde Schapen- Hemer sagen, wenn er die Geyenwart erlabt hätte, gegen die der damaligen Zeit Sorgen und Lenden doch niur harmlos gering waren? Hätte nicht heut« die Sozialdemokratie, der An- walt der Enterbten und Notleidenden, vom Standpunkt Schapen- Hemers aus allen Anlaß, zu verzweifeln inmitten des grausigen TrüinrmerfeldeS, das der Krieg dem deutschen Volk hinterlassen hat? Wir erlebten atber etwas ganz anderes: wir sahen, daß dies»: Partei, die vovliegerrden Tatsachen fest ins Ange sasseird, an die Arbeit gegangen ist, getreu dem Worte Carlhles:„Arbeiten und nicht vor- zweifeln!" Wir sahen, daß sie, als alle bis dahin Führenden am 9. November 1918 tnö Mauseloch krochen, Hand ans Werk legte, um Deutschland ans Trümmern heraus neu zu ordnen. Wir sahen, daß sie. obgleich ihr sozusagen alles zwischen den Fin- gern zerrann, nicht abließ, hier und dort und immer wieder, unier tausend positiven Widerständen der»eaktionären Kreis«, weiter zu tasten, um zu retten, waS wert war, für«ine zukünftige freiheirliche Entwicklung gerettet zu werden. Woher nahm die Sozialdemokratie dies« uiigeheur« Willens» encrgia? Weher nimmt sie diesen heroischen Mut zum Leben? Woher düfe gewaltige Spannkrast ihrer Hoffnungen? Der Idealismus, der im Sozialismus lebt» erklärt dies Phänomen. Der Jdealisnms, von dem die Dichter und Propheten der Bourgeoisie dicke Bücher geschrieben haben, und den die Bour- geoiS schließlich im Stadium der höchsten Not über Bord warfen. Idealismus im Sozialisinus? Galt die Sozialdemokratie nicht von jeher als die Partei de? „krassen Materialismus"? Stützt sie ihr« Lehre nicht durch ein« Auffassung dt« Geschichte, die sie selbst die„materialistische" nennt? Waren nicht Marr-EngelZ ausgesprochene Gegner idealistischer Aeltanschauun g? Einer der wundesten Punkte deS politischen PavtsikampfeZ war von j« di« Unterschiebung niedvigster Motive, So hat man uns Sozialisten immer unterschoben,«ine Partei materieller Sekbstsucht zu sein, obwohl man wissen mußte, daß die erhabensten MenschhsitSziele die Leitsterne unseres Handelns waren. Man hat uns unterschoben, bewußt auf Klassenz/rsplittorung, auf Haß und Zwietrvcht auszugehen, obwohl man wissen mußte, daß nach unserer Anschauung der„Klassenkampf" nicht ein Ziel war. sondern ein gegebener Zustand, den wir vorfanden als etwa», was auf Gvund der kopitalistischen Wirtschaftsweise naturgemäß geworden war. Man hat uns unterschoben, daß wir. um mit Engels bitteren Worten zu reden,„in Fressen und Sausen, Aiigenlust, Fleischeslust und hoffärtigem Wesen, Geldgier und Habsucht" unser Lebens- varteien fich nach dem Wahltage als ehrliche Politiker wieder die Hände zu gemeinsamem Tun reichen können in dem ernsten B:- wußisein, daß es auf die Dauer nur ihnen möglich sein wird, i,> unendlich schwerer, mühevoller Arbeit de» Wiederaufbau, zu dem sie in den letzten anderthalb Jahren den Grundstein gelegt haben, erfolgreich fortzusetzen. Wir sehen der Entscheidung des Volkes am 6. Juni mit ruht- gcm Gewissen entgegen. Wir müssen ober erwarten, daß alle An- gehörigen der Mehrheitsparteien, Männer und Frauen, ohne Aus- nähme ihre Wahlpflicht erfüllen. „Wenn das geschieht," schloß der Reichskanzler,„so wer- den wir allerdings am 7. Juni noch keine paradiesischen Zu- stände haben, aber der wirkliche Wiederaufbau unseres Vaterlandes wird dann erfolgreich fortgesetzt werden können." Kanzlerrcde in Tcmpelhof. Im Realgymnasium zu Tempel Hof sprach am letzten Abend vor der Wahl Reichskanzler Genosse Hermann Müller. Die Versandung war außerordenMcb stark besucht, der Saal Überfüllt. Wahrend des Vortrages verhielten sich die Versammalten ruhig und da Genosse Müller in seinem Referat sich fast ausschließlich gegen rechts wandte, wurden feine Ausführungen mit großem Bei- fall aufgenommen, Sie stimmten mit sistner Red« in der„Neuen Welt" am Freitag inhaltlich über«'». Der Zlationalversammlung, vor allem die Verfassung und die Erhaltung der ReichSeinbeit zu vor allem die Verfassung und ie Erhaltung der Reichseinheit zu verdanken. Die Niederkämpstmg deS Kapp-Putsches hat Deutschland Vertrauen im Auslande erworben; nun liegt es am deutschen Volke, durch den Wahlausfall dieses Vertrauen in die Be- ständigkeit der demokratischen Entwicklung zu festigen und zu stärken. Das vom Ausland abhängige Deutschland kann nur als demokratische Republik seinem Wiederaufbau entgegengehe». In der Aussprache, zu der die Deutsche Bolkspartei ganz besonders eingeladen war. konnte ihr Redner nur haltloses Zeug vorbvingen und wurde ausgelacht. Die übrigen Diskussionsredner, fast ausschließlich Unabhängige und Komuiuuisten, hatten diesmal wenigstens so diel Einsicht, dem Bürgertum dos Schauspiel des prolewriscben Bruderkampfes nicht vorzuführen und blieben sachlich. Einheitsfront gegen putsche. Der Reichskommissar und Obcrpväsident Hörsing in Magdeburg telegvaMert an den Reichspräsidenten, daß die Sicherheits- Polizei der Provinz Sachsen bereit ist, jede gewaln'am« Aerrde- rung der Verfassung, mag sie von rechts oder links versucht werden. wenn nötig mit der Waffe zu verhindern. Hörsing verweist darauf, daß der Kommandeur des Wehrkreises IV, Generalleutnant von S t o l z m a n n, in Gegenwart der Brigadekommoudouve die gleiche Erklärung für die Renchsuxchr Vertretern der Regierung und der Koalitionsparteien abgegeben hat. Das Telegramm schließt mit der Erklärung, daß Hörsing den kommenden Ereignissen mit Ruhe und Zuversicht entgegensieht. Tic Pressenachrichten über Unruhen in Querfurt und Namn- bürg sind vollkommen unbegründet. Der Pommers che Landbund betont in einem Schreilben an seine Kreisgruppen, daß er mit Genugtuung die Erklärung des pommsrschen Reichs-wehrbefehlshabers begrüße, wonach die Reichs- wehr tu Pommern die Verfassung unbedingt schützen, will. Der Landbund verlangt von seinen Mitgliedern entschlossene Abwehr radikaler Putsche und er verwirft zugleich jede Bestrebung, dt« Pommern in Verwicklung nach Art deS Kapp-Putsches bringen könne. Schließlich wird betont, daß die landwirtschaftlichen Be- triebe im Interesse der Volksernährung mit den Mitteln des Landes gegen jeden gewaltsamen Eingriff geschützt werden würben. Die Auflösung üer U.S. p. Die Münchener„Neue Zeitung" schreibt: Der Gauleiter des Landarbeiterverbandes für Oberpfalz und Niederbahern Genosse Förster hat seinen Uebertritt zur K.P.D. erklärt. Mit ihm treten geschlossen laut einer von Genossen Förster beigelegten Vollmacht nachfolgende Ortsgruppen zur K.P.D. Über: Kösterling, Hagelstadt, Großberg, Moosham, Lerchenfeld, Luckenpeint, Wolfskofen, Rosenhof, Langenerling, Niedertraubling, Triftlfing, SSafhösen, Altheim, Pürklgut, Oberhäusing, Sengkofen, Barbing. Eine Reihe weiterer Ortsgruppen ist angemeldet. Eine Partei, die von Hilferding beinahe bis Hölz reichen will, kann nicht von Bestand sein. Für sie stimmen, heißt nur einen innerlich morschen Bovist noch weiter aufblähen. Sein Platzen ist nur eine Frage der Zeit, nicht der inneren Notwendigkeit. Die Wietze gegen Gen. Dorowski. Die rechtsstehenden Zeitungen bringen die Meldung, daß der Wirtschaftsausschuß der ostpreußischsu Landwirtschaf-, der Zentralverband dar Landarbester und der neu gegründete Bund verfassungstreuer Ostpreußen die Suspendierung des SwatSkom- missars Borowski bis zur Klärung des Falles Oehme verlangen. Man muß wissen, daß gegen die Genossen Borowski und Lübbring seit Wochen eine wüste Preßkaznpagne von den rechtsradikalen Elementen geführt wird, weil diese beiden sich mit der nötigen Energie gegen alle Putschgolüsta rechtsradikaler Hitzköpfe stemmen. Nun nehmen ausgerechnet diese reaktiv- u ä r e n Organisationen den Fall O e h'm e zum Anlaß, um ganz offen mit der Forderung nach der Amisentsctzung BorowSkis her- vorzutreten. Wir können an die preußische Regierung nur die dringende Bitte richten, sich von den ostpreußischen Junkern und den paar ihnen nachlaufenden gelben Landarbeitern nicht ins Box» Harn jagen zu lassen, und so bewährten und tüchtigen Beamten wie Borowski und Lübbring(denn auch den wollen die Rechtsradi- kalen fortbeißen) in dieser schweren Zeit unbedingt auf ihren Posten zu belassen und ihren Angreisern gegenüber kein Hehl daraus zu machen, daß Lübbring und Borowski das Vertrauen ihrer vor- gesetzten Behörden, ebenso wie der einheimischen arbeitenden Be- völkerung, besitzen. Die Geißel Gberschleßens. Als nach einer gewaltigen Protestversammlung gegen die Aus- schreitungen französischer Soldaten in Gleiwitz ein Zug von 19 999 Deutschen die Stadt durchzog, bedurfte es aller Besonnenheit der Ordner, um d:e über das Hohnlächeln französischer Offiziere aus Hotelfenster empörte Menge vom Sturm aus das Haus abzuhalten. Die Provokateure basten freilich Handgranaten bereitliegen. Am Abend beschossen französische Soldaten grundlos fünf Ar- bester auf der Straße mit Revolvern, obgleich der französische Kreis- kommandeur versichert hatte, daß General Le Rond das Waffen- tragen außer Dienst verboten habe. Zwei von den Ardeitern wur- den getroffen, der eine lebensgefährlich. Infolge dieser unerträglichen Herausforderungen droht ein P r o t e st st r e i k. Der„Oberschlesischen Zeitung" zufolge nehmen die ober- schlesischen Gerichte am Montag ihre Tätigkeit wieder aus. Die Volksabstimmung in Ostvreußen ist auf den 11. Juli fest- gesetzt. Entlassungen in der ReichSwcbr— Ersatz durch Baltikumer. Zu dieser Notiz erhalten wie eine Zuschrift des Herrn Leutnants Walter E m k e, in der er uns festzustellen bittet, daß es sich bei den „Daltikumern" der 4. Komp. Gardcschützen-Batl. nicht um solche Baliikumsoldaten handelt, die seinerzeit der Regierung den Gehör. sam verweigert haben und im Baltikum auf eigene Faust verblieben sind, sondern die genau wie andere Grenzschutzformationcn ihren Dienst taten und sich an dem Bermondt-Abentcuer nicht beteiligten. Was zuviel ist. Wie die„Neue Freie Presse" erfährt, beab- sichtigt die deutschöstcrreichische Regierung wegen der Aeußerungen des Kapitäns de Lepine in Salzburg(Anschluß an Bayern) eine Anfrage cm die französische Regierung zu richten. Holland will sich mit W/t Million«« Gulden an der inter- nationalen Anleihe für die mitteleuropäischen Staaten beteiligen. Der amerikanische Senat hat die Entschließung des Repräfen- tantenhauses, die die Kriegsmaßnahmen aufhebt, an- genommen. ideal«Mickten, während sich unsere Gegner voll Hochmut anmaßten, daß nur sie den„Idealismus des Glaubens an Tugend, allgemeine Menschenliebe vao überhaupt eene besser« Wolr pflegten. Iii» nun soll die Sozmldemokratie die einzig gtbliebene Verfechterin jenes JdeolismiuS sein, der heute das verfahrene Getriebe unserer Nation wieder in Gang zu bringen sucht? Ist daS nicht ein ganz unverständlicher Widerspruch? Es ist kein Widerspruch. MS Reichsvräfident Ebevt am 9. Februar 1919 in der Nationalversammlung zu Weimar seine Eröfsnungsreds mit dem Programm schloß:„Es gilt mehr als bisher die Wandlung zu vollziehen vom Imperialismus zum Idealismus!"— da glaubten viele sich verhört zu haben. Aber es stimmte schon so. War eS nicht Karl Kcmtsky, der führende Theoretiker des Marxis-muS, der vor Jahren schon darauf hinwies, daß wir, die aufftoiyende Klasse, der morschen alten Moral eine neue Moral entgegenzusetzen haben,„ein sittliches Ideal. das immer kühner wird, je mehr diese Klasse an Kvaft gewinnt"? Und daß„mit der Kühnheit des neuen ssttlichan Ideals auch die Begeisterung dafür wächst"? Dies«« ethische Idealismus, wie Kautsky es nennt, ist die wahre Seele des Sozia- lismus. Er ist ein Gegensatz zu dem bisherigen„Idealismus" der bürgerlichen Klasse, der für sie nur auf dem Papier stand. Er ringt danach» sich zu verwirklichen, fich in die Tat um- zusetzen, positive Werke zu schaffen. Mr wissen, daß dieser„konkrete" Idealismus nicht auf philo- sophischcn Spielereien beruht, sondern daß er herauswächst aus der Erkenntnis der Gesetze, die die Entwicklung der Geiellschast be. ststnmen, und die letzten Endes in den ökonomischen, den materiellen Zuständen wurzeln, in denen wir zu leben verurteilt sind. Diese Entwickluirg zu lenken und zu leiten, nicht in dem verkehrten Sinne, daß wir uns erdreisten wollten, jene Gesetze aufzuheben, sondern in dem Sinn«, daß wir mst aller Kraft versuchen, die Ge- buriöroehen des neuen Werdens zu mildern und abzukürzen und der Menschheit unnötiges Leid und Weh zu ersparen— das ist der Inhalt unseres Idealismus. Und weil er auf der Erkenntnis der Gesetzmäßigkeit alles Werdens beruht, darum sind wir frei von kindlichen Illusionen, darum rechnen wir mst den Verhältnissen der Wirklichkest, darum nehmen wir uns das Recht zu hoffen, wo begründet: Hoffnungen am Platze sind. So treiben wir bei allem unseren Tun und Hoffen nicht«ine Philosophie unfruchtbaren und irreführenden Grübelns, sondern eine Philosophie der Tat, denn wir wissen, was wir der Menschenkraft, der Kraft der Muskeln und Nerven, der Kraft des Geistes und des Willens zutrauen dürfen und lvas nicht. Es ist der lebendige Ouell höchster praktischer Erkenntnis, aus dem wir dabei schöpfen, daher di« nicht zu zersplitternde Macht unserer Hoffnungen und nnsarus Trostes! So ungünstig die Wirklichkeit um uns herum mich liegen mag, so viel Hindernisse sich uns gerade in den letzten Monaten in. den Weg stellten: es ist jener gesunde, lebenskräfrige Idealismus, der uns mst machtvollem Selbstvertrausn heute in den Wahlkampf ziehen läßt. Wir boffen im Zeichen unseres Idealismus mit der Arbeit und der Tat end-'--� zu siegen! Staatsopec: Schahrazaöe, von Sernharö Sektes: Der unerschöpfliche Born jener Märchen aus Tausend und einer Zlacht ist dem phantasiebcgabten Dichter Gerdt von Bassewitz Anreger zu einem dreiaktigen Drama gewesen, das, langatmig zwar und von breiter Rede, die Ueppigkeit einer orientalischen Welt mit glühendem Herzen einfängt. In kluger Selbstbeherrschung bricht er aus dem Mosaik ein paar bildhafte Steine ans, preßt das Ganze in einen straffen Rahmen und gibt«s als prächtige» Opern- stoff an den Musiker. Der schreibt der Oper wesentlichen Teil— und eine unpersönliche erfindungsarme, lustlos empfangene Leistung ist unsere Erinnerung an diesen matten Abend der SlaatSoper. DaS Drama ist technisch anfechtbar, weil der erste Akt ein zu bretter. selbständig geschlossener Hintergrund ist, statt Exposition zu bleiben. Erst im zweiten Akt wissen wir, warum jede Frau diesen Kalifen eine Nacht lang als Gatten erwählt, diesen Königstraum mit dem Leben büßen mutz. Bor dreihundert Tagen wurde der Kalif von seinem eigenen Weib betrogen, und der zum wilden Tier Ge- toordene schwört Rache und Haß dem Geschlecht der Frauen. Omar, der Knabe, zückt zwar den Stahl, der erste Mann, den der Kaiser in seiner Umgebung sah. aber das Eisen trifft nur ihn, und seine Geliebte, Schahrazade, Omars Schtvester, ftihlt, daß ein Mann, der so in Haß morden kann, auch unwiderstehlich und zutiefst lieben können mutz. Sie läßt sich nicht vor seinen Thron ichleppen, sondern gibt sich ihm in kreier Liebe. Beim Erzählen eines Märchens vergißt der Kalif Schlvur, Haß und Sinnlichkeit: aus Tier ist Mensch geworden. Die Musik kannte zu diesem aufreizenden und doch märchen- hast gedämpften Stoff alle erdenkbaren und erfühkbcrren Stimurun- gen, Ekstasen und Melodien eines satten Orchestoes rufen; durfte die Ueppigkeit eines Milieus durch Farbeirfüll« und Inbrunst deS Gesangs übertrumpfen; mußte anschwellen lassen, was an Sinn- lichkeit und Reinheit in den Harmonien der Musik überhaupt ver. borgen liegt. Täe Musik war der letzte Zaust? dieses Werkes, oder es verlor sein« Stille, seine Fanatik, seine Märchenhaftigkeit. Die Musik SekleS hat in ihrer gelehrten Gleichgültigkeit, in der Mono- tonie ihres Kolorits, in der Bezähmung jedes Temperaments und jeder südlichen Empfindung bei aller Klarheit der Form glatt v:r- sagt. Ein gar zu vornehmer Lchrmoister ging bei diesem Stoff in die Irr«, selten iuspiviert meidet er das aufklingende Lied, den Rausch, die Viifion. das elementare Aufbegehren. Eine sauber hiu- gesetzte, nur prunitiv-lsitmotivisch nachzeichnende Musik, ohne Erotik. Wasser statt Mut. Sekles nahm in allzu geringer Freigebigkeit nur ein einziges, allerdings stimmungsförderndes Ornament aus der orientalischen Tonreihe und stattet damit sein ganzes Haus aus. War dies« Zurückhaltung beabsichtigt, so unterschätzte S. di: Notwendigkeit von Abwechslung im dramatischen Stil. War sie nicht gewollt, so bedeutet st« da Schwäche, wo sie in einem Kammerorchrstsr selbst noch Lorbeeren bringen kann. Ein matter, nur nach dem zweiten Akt lebhafterer Beifall war das Urteil dcS Publikums. Die Aufführung litt an einer Müdig- keit, die auch miter Stiedrn dem Werk nicht auszutreiben sein dürfte. Die Lichtflecken der Erfindung größeren Stils brachte Lola ttr. S8S ♦ Z7. Jahrgang 2. Seilage öes Vorwärts Sonntag, H. Juni 1�2 Wirtschaft Die Not des Kleinhaudcls. Kleinhändler senden uns große Inserate: Neu eröffnet, Zentral- Schnhhans, velkstümlichc Preislagen, kaufen Sic jetzt, denn Schuhe werden zum Herbst wieder teuer sein. Dazu schreiben Einsender: „Bitte, nehmen Sie doch unsere Partei und klären Sie das P u- blikum über solches Geschäftsgebaren auf, geben Sie uns Rat, was wir Kleinhändler gegen dasselbe tun sollen. Nachdem diele Kriegsgewinnler Millionen verdient haben, lassen sie es, um.volkstümlich' zu sein, sich Hunderttausend« kosten, damit wir Kleinhändler zugrmide gerichtet werden.' Ja. liebe Kleinhändler, wenn eS Euch schlecht geht, dann soll Me Sozialdemokratie helfen; wenn Ihr gut verdient, dann seid Jgr gut deutschnational. ES ist ja das Ziel der Sozialdemo- kratie, den KagitalSschwachen, der volkswirtschaftlich not- wendige Per teilungsarb eit leistet, vor den G e w a l t a k t e n der Großkapitalisten zu schützen, die Ausbeutung deS einen durch den anderen zu verhüten. Das ist aber u n m ö g Ii ch, wenn Ihr freie, kapitalistische Wirtschaft behalten wollt, denn die bedeutet: Sieg der Kapitalstarken. Die Sozialdemokratie will die Verteilung der Güter. welchen Vorgang man auch.Handel' nennt, so gestalten, daß jeder Händler ein Verteilungsorgan wird innerhalb eines g e o r d n e t e n VerreilungSapparateS. Auch beute seid Ihr Klein- Händler von den Grossisten fall völlig abhängig, die Euch ruinieren, wenn eS in ihrem Interesse liegt. Der geordnete, konzessionierte Handel, d. h. die soziaUsüsche Verteilungsform, sichert Euch innerhalb Eures PflichtenlreiicS Eure Existenz, läßt Eurer Tüchtigkeit Spielraum, beschränkt aber Euren Wirkungskreis, wenn Ihr eigenmächtig in die Kreise Eurer Nachbarn eindringen wollt. DaS ist für uns der Weg aus der Not, die Rettung für den Kleinhandel, der sich entschließen muß, die Schaffung großer BerteilungSgemeinschafte» zu»ordern, die Ordnung schaffen. SozialiS- nmS bedeutet durchaus nicht überall Verstaatlichung oder Kommunalisierung, d. h. Verbureaukratisierung der Wirt- schaft, sondern Schaffung von Organisationen, die sich der Eigen- art der wirtschaftlichen Aufgaben entsprechend Formen geben, die nicht.starr', sondern.elastisch' sein sollen, die aber den Zustand der wirtschaftlichen Anarchie ersetzen durch eine planmäßige, übersichtliche Wirtschaftsordnung.— astr. Parteinachrichten. Genosse Wilhelm Pfannkuch,>der bald Igjährige, aber immer noch beneidenswert rüstige Vorkämpfer der Partei, feierte am gestrigen Tage das Fest seiner goldenen Hochzeit. Trotz der Anspanung de? Wahlkampfes ließ es sich eine große Schar von Genossinnen und Genossen nicht nehmen, dem greisen Genossen und seiner erprobten Lebensgefährtin persönlich den Zoll ihres DanleS und ihrer Verehrung entgegenzubringen. Die Wohnung des Paares war bald mit Blumenspenden gefüllt, und selbswer- ständlich stellte sich auch der Parteivorstand, dem Genosse Pfannkuch seit nun 26 Jahren angehört und in dessen Mitte er noch heute kräftig mitwirkt, mit seinem Glückwunsch ein. Möge es dem Genossen Pfannkuch noch lange gegönnt sein, an der Seite seiner Gefährtin für die Sache zu wirken, der sein ganze- Leben gehört hat. Uebelstnnde in der Zahlung der Parteibeiträge und der Einkassierung haben in der letzten Zeit größeren Umfang ange- nommen. In vielen Orten sind die Mitglieder mit ihren Bei- trägen bis zu drei Monaten im Rückstand. Da muß Abhilfe ge- schaffen, möglichst viel Extramarkcn müssen zu verkaufen gesucht Redegewandte Kassierer müssen gewählt werden, um Ordnung zu schaffen, möglichst viel Exrtmarken müssen zu verkaufen gesucht werden. Aus Erfahrung weiß ich, daß dort, wo ein männlicher Kassierer die Beiträge nicht erhalten kann, eine Frau ohne viel Mühe dieselben einbringt. Es mag sein, daß die Frau, ob jung oder alt, bessere UcberedungSgabe besitzt, oder daß die Achtung vor der Frau größer ist als vor dem Manne. Jedenfalls haben unsere Frauen alö Kassiererinnen gute Ergebnisse zu verzeichnen. DaS müßte man sich zunutze machen. In jedem Orte finden sich kluge Frauen, die sich sür diesen Posten eignen. Natürlich muß den he itigen Vetbältnissen dabei Rechnung getragen werden. Frauen mit gioßer Kindcrzahl darf diese Arbeit nicht aufgehalst werden. Dockt Umschau gebolten in den Bezirken, laßt die Frauen auch an dieser Arbeit innerhalb der Partei teilnehmen, und die Bumme- lei in der TeitragSZahlung wird aufhören. Die TarifpoNtik der preußischen StaafSeisenbahnen. Von berufener Seite wird den P.P.N. geschrieben: Die Tariferhöhungen bei den Staatseisenbahnen konnten mit den Preiserhöhungen nicht Schritt halten. Sie finden ihre natürliche Grenze in der Leistungsfähigkeit des Wirtschaftslebens, da sie glicht so weit geführt werden dürfen, daß der Verkehr dauernd Schaden erleidet. SS ist deshalb eine neue Dur cha r b e i t u na der Tarife nach Maßgabe der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit in Vorberei- hing. Trotzdem sind die finanziellen Ergebnisse an sich keineswegs ungunstig. Der März, in dem die letzte Tariferhöhung eintraß brachte eine Steigerung der Einnahmen von 200 Millionen auf 727 Millionen Mark, also um 627 Millionen I Diese? Ergebnis wurde erzielt trotz des Generalstreiks und der Borgänge im Ruhrrevicr. ES läßt daraus schließen, daß bei normalem Betriebe die preußischen iGebieie Einnahmen vole800 6i8 1000 Millionen M. monatlich erbringen müssen. Läßt sich der Betrieb weiter der- bessern, so muß auch die Einnahme entsprechend höher werden. Dieses Ergebnis ist um so beachtenswerter, als das Gebiet der preußischen Eisenbahnen ja durch den Friedensvertrag sich verklei- nert hat. Jedenfalls sind die deutschen Verkehrsunternehmungen in ihrem Kern so gesund und aussichtsreich, daß bei Eintreten nor- inaler Verhältnisse an ihrer Zukunft nicht gezweifelt werden darf. Sie werden auch finanziell dem Reiche eine Enttäuschung kaum brin- gen können. Dabei ist allerdings vorausgesetzt, daß auch im inneren Betriebe der Verwaltung die durch den Krieg und den Achtstunden, i tag etwas ins Wanken geratene Wirtschaftlichkeit wieder hergestellt j wird, wozu durch besondere Prüfungsausschüsse der Anstoß ge- j geben ist._[ GroßSerllQ Was Haft du heute vor! Mr den Sonntag hat jeder Berliner etwas vor. Er radelt, rudert, macht per Bahn weg, läuft, schwimmt, fußballt, schwoft, nuuht Kafteevisite, kegelt, hört Musik, geht in Kien- topp, Theater oder sonstwo hin. Aber das spielt heute keine Nolle. Heute haben all« dasselbe vor: zur Wahl zu gehen. Springe ans dem Bett mit dem festen Entschluß, sofort zu Deinem Wahllokal hernberzustürmen und den sozialdemokratischen Stimmzettel in die Urne zu werfen. Wenn Du Ehemann bist und Deine liebe Frau kann sich von Kochtöpfen und Besen nicht trennen, so nimm ihr höchst eigenhändig Staub-, Wisch- und Topflappen aus der Hand und halte ihr dabei einen kleinen Vortrag, daß sie der Sozialdemokratie ihr Stimmrecht vendanft und deAvegcn sozialdemokratisch wählen muß. Bist Tu Ehefrau, so erkläre Deinem teuren Gatten, daß er heute kein Mittag- essen bekommt, che er nicht zur Wahl gewesen ist, aber dann etwas extra Gutes, falls er sozialdemokratisch gestimmt hat. wie sich das für jeden von seiner Arbeit lebenden Menschen geziemt. Bist Du Familienvater und hast stimmberechtigte Söhne und Töchter, so mache Deinen väterlichen Einfluß geltend und schicke sie rechtzeitig zur Wahl. Mache ihnen klar, daß der Fußballklub und die Vor- mittagspromenode bis nachher Zeit haben. Soge ihnen aber t8j Segen öer Cröe. Romanvon Knut Hamsun. In den kurzen Wintertogen ging also Jsak noch in der Dunkelheit in den Wald und kam erst bei Dunkelheit wieder heim. Nicht immer schienen Mond und Sterne, manchmal waren seine eigenen Fußstapsen vom Morgen wieder zuge- schneit,, dann konnte er sich nur schwer zurechtfinden. Und an einem Abend hatte er ein Erlebnis. Er hatte schon das meiste deS WegS zurückgelegt, und bei dem hellen Mondschein sah er Scllanraa schon drüben auf der Halde liegen; da lag es hübsch und wohl gebaut, aber klein, fast wie ein unterirdisches Gehöfte anzusehen, well es so tief eingeschneft war. Aber jetzt bekam er wieder Bauholz, und Inger sowie die Kinder würden sich sehr verwundern. wozu er das Holz'verwenden wollte, an waS für ein überirdisches Gebäude er dachte. Er setzte sich in den Schnee und wollt« ein wenig auSmHen, um nicht erschöpft heimzukommen. Ringsum ist es ganz still, und Gott sei Tank für die»- Stille und seine eigene nachdenkliche Stimmung, sie ist nur vom Guten! Jsak ist ja ein Ansiedler, und er schaut nach seinem Grundstück hinüber, wo er noch mehr Oedland umgraben muß. Er bricht in Gedanken große Steine auS, er hat ein entschiedene? Talent zum Entwässern. Und«r weiß, dort drüben liegt noch eine recht tiefe Sumpfstrecke auf seinem Eigentum. Dieser Snmvf ist voller Erz. eine metallnche Haut steht auf jeder Lache, den will er jetzt trockenlegen. Mit den Augen teilt er den Boden in Viereck« ein, er hat Plane und Absichten mit diesen Vierecken, er will sie recht grun und fruchtbar machen. O, ein urbar gemachte? Feld warctwas sehr Gute?, e? wirkte auf ihn wie Ordnung und Recht und dazu wie Genuß!... �. Er stand auf und fand sich nicht mebr ganz zurecht. Hml Wo? war geschehen? Nicht?, er hatte nur ein wenig au?> geruht. Jetzt aber steht etwa? vor ihm. ein Wesen, ein Geist graue Seide— nein, e? war nicht?. E? wurde ihm sonder- bar zumut, er machte einen kurzen unsicheren Schritt vor- wärt? und ging gerade?weg? auf einen Blick zu,«inen großen Blick, zwei Augen, gleichzeitig fangen die Espen in der Näh« zu rauschen und zu raunen an. Nun weiß jedermann, daß die Espe eine ganz infam«, unbehagliche Art zu rauschen hat jedenfalls hatte Jsak noch niemals ein widerlicheres Rauschen gehört als jetzt, und er fühlte, wie ihm ein Schauer über ße» Rücke« lief. Er griff auch mit der Hand«och vorne, aber dies war vielleicht die hilfloseste Bewegung, die diese Hand je gemocht hatte. Aber WaS war nun das da vor ihm, und hatte es eine Gestalt oder nicht? Jsak hatte ja seiner Lebtag darauf ge- schworen, daß es eine höhere Macht gebe, und einmal hatte er sie auch gesehen, aber das, WaS er jetzt sah, glich Gott nicht. Ob der Heilige Geist wohl so aussah? Aber warum stand er dann jetzt hier— auf dem weiten Feld zwei Augen, «in Blick und sonst nichts? War es, um ihn zu holen, u.n seine Seele zu holen, dann mochte es so sein, einmal würde eS ja doch geschehen, dann wurde er selig und kam in den Himmel. Jsak war gespannt, wo? geschehen würde, ein Schauder durchrieselte ihn, die Gestalt strömte ja Kälte und Frost aus, es mußte der Teufel sein. Hier betrat �iak sozusagen be- kannten Boden, es war nicht unmöglich, daß es der Teufel war; aber was wollte er hier? Auf was hatte er Jsak jetzt eben ertappt? In Gedanken Oedland uniznbredjen, aber da? konnte ihn doch unmöglich geärgert haben. Von einer anderen Sünde, die er begangen haben konnte, wußte Jsak nichts, er war nur auf dem Heimweg vom Walde, ein müder und hungriger Arbeiter, er wollte nach Sellanraa, alles in guter Absicht. Wieder machte er einen Schritt vorwärts, aber es war kein langer Schritt, und er wich überdies sofort wieder ebenso weit zurück. Da die Erscheinung nicht weichen wollte runzelte Jsak wahrscheinlich die Stirne. als traue er der Sache nicht mehr recht. Wenn es der Teufel war, so mochte e? der Teufel sein, der hatte jedoch nicht die höchste Macht. Luther hatte ihn einstmals beinahe umgebracht, und e? gab viele, die ihn mit dem Kreuzeszeichen und Jesu Namen verscheucht hatten. Nicht, daß Jsak die Gefabr herausgefordert und sich dann hingesetzt und darüber gelacht hätte, aber das Sterben und Seligwerden, wo? er zuerst im Sinne gehabt hatte, diesen Gedanken gab er jedenfalls aus, und jetzt machte er zwei Schritte auf die Erscheinung zu, bekreuzigt« sich und rief: „Im Namen Jesu!" Hm? Als er seine eigene Stimme hörte, war es, als komm« ex plötzlich wieder zu sich, und er sah Sellanraa auf der Halde liegen. Die Espen rauschten nicht mehr, die beiden Augen waren auS der Luft verschwunden. Cr zögerte nicht länger auf dem Weg und forderte die Gefahr nickst heraus. Aber als er auf seiner eigenen Tür- schwelle stand, räusperte er sich kräftig und erleichtert, und auch, wie das Schicksal der arbeitenden Jugend zu Deinen Zeiten war, wie Du als jugendlicher Arbeiter und Lehrling 12 und 14 Stunden am Tag hast arbeiten müssen, und daß sie es der S o z i a l d e m o k r a t i e verdanken, wenn sie heute über einen freien Abend und einen freien Sonntag verfügen. Bist Du Familienmutter, so denke daran, wie vielen Müttern der Krieg ihre Söhne entrissen hat und schicke Deine stimmberechtigten Kinder, sozialdemokratisch zu wählen, damit sie Dir erhalten bleiben. Bist Du Sohn oder Tochter, so ermahne Deine Eltern, daß sie an Deine Zukunft denken und sozialdemokratisch wählen. Nach der Lehre der alten Philosophen ist jader Tag für den Menschen besonders genußreich, der mit einer guten Handlung begonnen wird. Gibst Du heute in der Frühe gleich einen sozral demokratischen Stimmzettel ab, so ist Dir ein doppelt genußreicher Sonntag sicher. Sorge dafür, daß Du mit dem befriedigenden Bewußt- sein erfüllter Pflicht Dich heute abend ins Bett legen kannst. Die Wahlarbeit öer Arbeiter-Samariter. Die Arbeiter-Snmariter-Kolonnen Berlin errichten in unten- siedenden Lokalen sür den Tag der Walil von ö Uhr an Samariter- siationen. Kranke, Kriegsbeschädigte, Greise und schwangere Frauen können mündlich oder telephonisch mann« liche oder weibliche Samariter für den Transport reip. Begleitung zum Wahllokal anfordern. Die Abfertigung der in Begleitung von Samaritern befindlichen Personen findet ausser der Reihe statt. Transporte müsien frühzeitig angemeldet werden, um Berücksich- ligung zu finden. Bei besonderen Vorlommnissen können von jeder Station Samariter durch die Zentralleiliing angefordert werden. Wachen am 6. Juni: Berlin! Grand-Hotel, Alcxandcrplatz, Alex. 1801/02. Schmidt, Frankfurter Allee l. Krenkcl, Ebertyilr. 13, Kgst. 3321. Wachs, Koppenstr. 42. Kasau,»enssclstr. 71. Moab. 411. Olbriiii. Lübecker Str. 22, Mob. 2456. Brenholz. Sellerstr. 1, Hansa 299. Frünzel, Reinickendorfer Str. 42, Hansa 1108. Bäbr, Badstr. 44. Moab. 6709. Büttners Febfäle, Schwcdtcr Str. 23/24, Humbaldt 33. . Schlolterbeck, Danzlgcr Str. 93, Humboldt 4422. Melchioritr. 15, Mpl. 1854. Bellc-Alliance-PIat! 6. Mpl. 5997. Wasiertorstr. 56. Mpl. 5778. Priliz-Louis-Ferdinand-Str. 1. Ztr. 2636. JlgandS, Falckensteim'tr. 40, Mpl. 13 348. Burchardt, Eorlilzcr Str. 52, Mpl. 814. Merten«. Schlefifchc Str. 2t, Mpl. 5206. Lokal Ncichenbergcr Str. 16, Mpl. 2994. Gliefche, Kopcnbagener Str. 72, Humboldt 1291. Rackmi), RlieinSbcrger Str. 66, Humboldt 972. Händel, Vorbergftr. 11, Stcph. 3331. Obst. Marlin-Luiticr-Itr. 69, Stcph. 4049. Mi oh. Scdanstr. 17, Stepb. 3895 BolksbauS, Rofinenftr. 3, Wiih. 1696. Tbeten, Kaiser, Friedrich. SN. 45b, Wilh. 3190, Lieblche. Schiohstr. 123. Piekendagen, Scharrnweberstr. 60, Kg st. 4152. Melimer. Bergsir. 41, Ncuk. 1790. Schüler. Berliner Str. 99. Amt. 1156. Jdealtafino, Wcichlclstr. 8, Neul 403. Frttsch, Nogatstr. 30, Neuk. 1247. Bcugs, Herrn annstr. 201, Neut. 558. Kurlle. Wihmannstr. 24. Mpl 13438. Müller, Herrstlrth. Platz 12. Tempelhof i Krützmachcr, Berliner Slr. 61, Südring 1223. Mariendorf: Schreiter, Chausseestr. 27.? Slldring 187. Marteiifeldc: Moldcnbancr, Berliner Str. 61,? südring 187. Pankow: Böhm. Florastr. 93, Panlo.v 3703. Frirdrtchstzagen: Im Lokal Bürgcrläle, Am Marliplatz. Eine MvrgenauSgabe de»„Vorwärts" wird am Montag früh im«trassenhandel erhältlich fein. DaS Mitglied der 7. Abt., Georg Tchirmer, Mittenwalder Straße 46, ist verstorben. Ehre seinem Andenken. Die Be- «rdigung erfolgt am Dienstag, den 8. Juni, nachmittags 4 Uhp. von der Hall« des Heilig-Kreuz-Kirchhofes, Mapierrdors, Eise- nachcr Straße. Der Vorstand erwartet zahlreiche Beteiligung. SchSnebcrg: Eharlottenbg. � Steglitz: Lichienvcrg: Neukölln: er ging erhobenen Hauptes in die Stube hinein, wie ein Mann, ja wie ein Held. Inger stutzte und fragte, warum er so leichenblaß aussähe. Da leugnete er nicht, daß er dem Teufel begegnet sei. „Wo?" fragte sie. „Dort drüben. UnS gerade gegenüber." Inger zeigte keinen Neid. Ja, sie lobte ihn nicht gerade deShall', aber in ihrer Miene lag nichts, was einem bösen Wort oder einem Fußtritt geglichen hätte. Ach, Ingers Ge- miit hatte sich im Gegenteil in den letzten Tagen ctwaS auf- gehellt, und sie war freundlicher geworden, woher eS auch kommen mochte, nun fragte sie nur: „Ist es der Teufel selbst gewesen?" Jsak nickte und sagte, soweit er habe sehen können, sei er es selbst gewesen. „Ich ging im Namen Jesu auf ihn los," antwortete Jsak. Inger wiegte überwältigt den Kopf hin und her, und eS dauerte eine Weile, bis sie dos Essen auftragen konnte. „Jedenfalls darfst du aber jetzt nickst mehr ganz allein in den Wald gehen," sagte sie. Sie zeigte sich besorgt um ihn, das tat ihm wohl. Er tat, als fei er noch gleich mutig und als kümmere er sich durchaus nicht mn irgendeine Begleitung in den Wald, aber er tat nur so, um Inger mit seinem unheimlichen Erlebnis nicht mehr als notwendig zu erschrecken. Er war ja der Mann und daS Oberhaupt deS.Hauses, der Schutz aller. Inger durchschaute ihn auch und sagte:„Ja ja, du willst mich nur nicht ängstlich machen, aber du mutzt Sivert mit- nehmen."— Jsak lächelte nur verächtlich.—„Du kannst im Walde krank und elend werden, und ich glaube, du bist auch in der letzten Zeit nicht so recht gesund gewesen."— Wieder lächelte Jsak verächtlich. Krank? Abgeschunden und müde, jawohl: aber krank! Inger solle ihn nicht lächerlich machen, er sei und bleibe gesund, er effe. schlafe und arbeite, er sei ja gemdezu unheilbar gesund. Einmal sei ein gefällter Baum auf ibn gestürzt und habe ihm das Obr abgerissen, er habe daS Ohr airfgehobsn und es mit der Mütze Tag und Nacht an seinem Platz festgehilten, und da sei es wieder angewachsen. Für innere Unpäßlichkeiten nehme er Süßholzsast in kochender Milch und komme dadurch in Schweiß, Lakritze also, die er bei« Kaufmann hole, ein erprobtes Mittel. daS Theriak der Alte«. Wenn er sich in die Hand haue, lasse er sein Wasser über die Wunde laufen und salze sie ein. dann sei es in wenigen Tage» gekeilt. Der Doktor sei noch nie nach Sellam-aa geholt worden.(Forts, folgt.) heute ist öer Tag öer Tat! Groofie»! Heute gilt e« zu eutscheideu: G eq en Reaktion. Phrase. Elend und Bürgerkrieg. Für Republik, Freiheit, Demokratie«ud Sozialismus. In Stadt Berlin: Gewählt wird: Lifte hetmann. Storkow— Charlotteuburg— Neukölln- In Teltow— Beeskow Wilmersdorf: Lifte Sernfteia. In Niederbarnim— Lichtenberg: Lifte Wissel!. Ieöe Stimme öiesen S.-p.-D.- Listen. Ter Mörder des Oberlehrers Hemberger verhaftet. Der Mörder deS Dr. H e m be rg« r, der Schlosser Protze wurde in Breslau verhaftet und le<,te bereits ein um» fassendes Geständnis ab. Sber Kriminalkommissar Dr. Riemann und BezirkSoberwachtmeiWr Gahmift, die mit der rest- losen Aufklärung des Kapitalverbrechens beschäftigt sind, begaben sich nach Breslau, um den Mörder nach Berlin zu überführen.— Bei der gestern abend vorgenommenen Besichtigung de» Tatortes, zu der auch Frau Hemberger zugezogen wurde, zeigt« diese die gleiche Gefühllosigkeit wie bei allen bisherigen Vernehmungen und Verhören. Auch an der Stätte, wo das grau- figc Verbrechen verübt worden ist, blieb fie ganz kalt und zeigte nicht die geringste Spur einer inneren Bewegung. Trotzdem alles getan worden war, um wenig Aufsehen zu erregen, hatte sich die Nachricht, daß die Frau des ermordeten Oberlehrers am Tatort weile, schnell herumgesprochen. Eine große Menschen- menge hatte sich vor dem Hause versammelt. Das geschlossene Auwmobil war zur Borsicht nur bis zur Bärwaldstraße gefahren und der noch übrigbleibende kurze Weg war von den Beamten und Frau Hemberger zu Fuß zurückgelegt worden. Nach Aufnahme des Tatbestandes wurde die Straßenbahn zur Rückfahrt nach dem Polizeipräsidium benutzt. Die Menge war so erregt, daß nicht viel gefehlt hätte und sie wäre trotz d«S Schutzes der Beamten tät- lich gegen die Frau vorgegangen. « Eine überraschende Aufklärung hat der vermeintliche gestern mitgeteilte Raubmordversuch in der Potsdamer Straße gefunden. Der 17)� Jahre alte Lehrling Kurt Rama, der dort den Agenten Otto Schreiber bei einem Briefmarken- Handel durch einen Schuß in den Kopf verletzte, wurde dem Raub- dezernat der Kriminalpolizeit zugeführt, weil man annahm, daß er den Agenten habe erschießen wollen, um ihn zu berauben. Bei dem mehrstündigen Verhör jedoch, daß der Leiter des Dezernats, Kriminalkommissar Lehnerdt, mit ihm anstellte, ergab sich ein ganz anderes Motiv für die Tat. Der Siebzehnjährige ist ungewöhnlich stark feminin veranlagt und neigt ungemein zum TransvestitismuZ, der Sucht, weibliche Kleider zu tragen. Der Junge geriet, wie er beim Verhör sagte, durch das Klavierspiel des Agenten in eine außerordentliche Stimmung. Er war dann plötzlich wie aus allen Himmeln gefallen, als Schreiber ihm für einzutauschende Briefmarken statt 8 M.. die sie seiner Meiunung nach wert waren, nur 2 M. geben wollte. Jetzt löste sich wie in einem hysterischen Anfall urplötzlich«in Haßgefühl aus, das auS anderer Ur- fache im Keime bereits entstanden war. Er griff zur Waffe, einer kleinkalibrigen Mehrladepistol«, und schoß auf ihn, ohne die Wsicht eines Mordes oder Raubes gehabt zu haben. Eine schwere Gasvergiftung ist durch die Fahrlässigkeit eines ausziehenden Mieters m der JuliuSstraß« 3 zu Neukölln hervor- gerufen worden. Dieser schraubte beim Ausziehen auS der alten Wohnung eine Lampe vom Gasrohr ab, versäumte eS aber, das Rohr mit dem Stöpsel abzudichten. So entströmt« das GaS un- gebindert dem Rohr und bald war der ganz« Raum damit ange- füllt. Durch eine Oeffnung in der Decke drang es in die darüber- liegende Wohnung d«S S2 Jahre alten Dachdecker» Hermann Jelschmann Er und die ebenso alte Wirtschafterin Wilhelmin« Bach mann atmeten im Schlaf das Gas ein und verloren die Besinnung. Als sie gestern beide aufgefunden wurden, zeigten die von einem Arzt angestellten Wiederbelebungsversuch« nur noch bei der Wirtschafterin Erfolg. Jelschmann war schon t o t. Die Leiche wurde dem Schauhause überwiesen, die Wirtschafterin nach dem Krankenhause gebracht. De« ZeitungSverkauf im Straßrnhandel ist heute von 7H bis 9H Uhr vormittags und von 12— 6 Uhr nachmittags zugelassen. Einbruch im BrzirkSfekretariat der S. P. D. In der ver- flossenen Nacht haben Einbrecher dem Bezirkssekretariat Groß- Berlin. In den Zelten 23. einen Besuch abgestattet und die Geld- schränk« erbrochen. Man vermutete wohl, mit Rücksicht auf die bevorstehenden Wahlen einen größeren Geldbetrag dort zu finden, durch dessen„Entnahme" unsere Partei erheblich in ihrer Arbeit gestört werden könnte. Durch die getroffenen Vorsichtsmaßnahmen waren die Bemühungen der Herren Einbrecher vergeblich. Sie fanden— n i ch ts. Der Wohnungsverband nahm in seiner gestrig«, Sitzung mit Bedauern davon Kenntnis, daß das Reich den Anträgen de« Woh- nungSverbandeS auf Bereitstellung von 150 Millionen Mark ReichS- zuschüsse für das Jahr 1920 und auf Ermächtigung des Verbände» zur Erhebung einer kommunalen Mietsteuer zur Beschaffung der zu? WobnungSnotbekämpfung notwendigen Geldmittel nicht statt- gegeben bat. Die Versamlung war sich darüber klar, daß, wenn dem Verband nicht schleunige Hilfe vom Reich und Staat zuteil wird, dt« Einstellung der Bautätigkeit und allgemeine ArbeitSlosig« keit im Baugewerbe in kurzem eintreten werde. Da eine Kata- strovbe auf Wohnung?- und Arbeitsmarkt unter allen Umständen vermieden werden müsse, wurde die Einsetzung einer Kam- Mission beschlossen, die mit den Reichs- und Staatsbehörden schleunigst darüber beraten soll, in welcher Weise dem Verband neue Mittel zugeführt werden. In der Sitzung wurde ferner der Erlaß eine? Nachtrages zur Höchftmietenverordnung des Verbandes zwecks Abgeltung der erhöhten öffentlichen Abgaben grundsätzlich beschlossen. Der Tod bei einer Flieger-Filmanfnahme. Gelegentlich eine» für Filmaufnahmen genehmigten FlugeS stürzte ein dem deut» schen Luft-Llohd gehöriges Flugzeug auf dem Flugplatz Johan- n i S t h a l ab. Ein Passagier und der Führer wurden g e» tötet, ein anderer Passagier lebensgefährlich verletzt. Ter Un- fall ist auf die Fahrlässigkeit eines Passagiers zurückzuführen. DaS Flugzeug wurde vollständig zertrümmert. Wahlhelfer heraus! Parteigenossen! Der heutige Tag erfordert nicht»ur eure Stimme, sondern auch eure titige Mitarbeit. Gegenüber der fiedrrhafteu Arbeit uujerer Gegner muffen wir alle Kräfte auspaoue«. Ieüer von euch wirü zur wahlhllfe gebraucht. Wer iu seinem Bezirk noch nicht eingeteilt ist. melde sich heute sofort in de» nachstehend verzeichnete» Zentral- Wahl» bureaa». durch Arbeit zum Sieg! 0 m # S.-P.-V.-Zentta!wahlleitung. Das Zentralwahlbureau für die ReichtsagSwahl in Groß- Berlin befindet fich im BezirkS-Sekretariat, In den Zelten 23 p. und ist am Sonntag, den 6. Jnui, von 7 Uhr morgen« ab geöffnet. Stimmzettel find dort erhältlich. Alle wichtigen Mit- teilange« sowie die Wahlresultate lasse mau ans dem schnellsten Wege dorthin gelangen. Telephon: Hansa!424, 1425, 1444, 1445, 144«. S.p.v.-Zeutralwahllokale der öerliaer flbteiluugeu. 1. Abt. Haverland» Festsäle, Neue Friedrichsir. 36. Eöve> ick: Reitaurnnt Müller. Alter Marli 8(Top. 282). Lichtenberg: Pgritihureaii, Niederbarnimstr. 4(Kgst. 0007). Friedenau: Restaurant Hohen, ollern, Handjerystr. 64. «ri«: R. giedrich. Tbausseestr. 63. Pank»«: Meyer, Mühlensir. 48(Pankow 66). Trepto«: Kläber, Plesser Sir. 8(Mol. 8768). Bamnschnleuseg: Haß, Baumschuleustr. 72(Oberschw. 122). 'Niemals hätten wir öen Krieg gehabt, wenn im Sommer 1914 das Volk zu entscheiden gehabt hätte. Diese« Recht will die Reaktion ihm wieder entwinden, den» auf neuen Krieg ist ihr Sinn gerichtet. tzeute befreie dich D» deutsche« Volk, vom Gewaltgeist? Sichere Dir die fried- liche demokratische Entwicklung zum Sozialismus! Wählt sozialöemokratisth! 10. Ii. 12. 18. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 80. 81. 32. 83. 84. 35. 86. 87. 88. 89. 40. 41. 42. 43. 44. 45. 46. 47. 48. Radfahrer! Partelgenoffe«, die fich mit Fahrräder« znr Wahlhikfe znr Verfügung stellen wollen, melde« fich heute im Zenteolwahl- bureaa ihre« Bezirk« oder im BezirkSsekretariat, An den Zelte« 23, pt. Stimmzettel find im BezirkSsekretariat, In den Zelte» 23(Tel. Hansa 1424, 1425) z« habe», Wahlrefultate! Am Sonntag abend find die festgestellte« Wahlrefultate in Berlin, den Vororten, und in de» Kreise» Teltow, BeeStow- Storkow und Niederbaenim sofort von jedem Wahl- lokal an« auf dem schnellsten Wege(telephonisch. tele- graphisch oder durch Bote«— Radfahrer) an»a« Bezirk»- sekrctariat. An den Zelten 23, Pt., z» melden. Telephon: Hansa 1424, 1425, 1444, 1445, 144«. Bi« Montag Nacht- betrieb. Oer Sezlrksvorftanü. Groß-Verliner Lebensuuttel. Brotkarte: Fluh. Berlin. Hui V der Berliner BczugSkmte wiederum 16 Pfund Kar- tofieln. Da mit einem Nuibiren der Zusiibren w wenigen Tagen zu, rechnen ist. in kleinen Mengen fich die Kartoffeln ohne Berlull aufbewahren lassen, decke sich jeder ein. Milchbelielerung. Bom 7. d. M. ab wird aul die Magermilch. karten, d.ren Perleilunq im Mai.�altgesunden bat. und zwar au! Sorte I N Üail Magermilch Bollmilch oe ab'olgl. Di« Vollmilch wird in in der Woche vom u. und I« Bertiner Aquarium iind in diesem sstllbfabr ein Lelktenkrokobil,.<« 7 Ka.a...., ein und ein Migaio, in der großen Milieidalle zur E abiage x.? m �iz/kar?« 1 u?d «iKirkirkttSn(Kurten fui'Kt nn hiri#**» � V A II bcr rni'IdHQitf l uno II pclic'Lit Juni.Zonntao der EintiUt 1 M. obne Zeil- und NIIei«u»terlchied: eben!- Itt?>?.' �.Ä�n'a»m«'were«"t�� ba ......___...■......_ n;»,...,,.....~ i eine fficiiafat IN lutif?e>chnne!!ke,> nicfct über! ommen ifiden rann. Schöneberg. Voranmeldung für 290 Gramm Linsen, 125 Gramm Gerklensabritate, 1 Päckchen rote Grütze und 1 Päckchen Saucenpulver. Ausgegeben werden: 260 Gramm Kunildonig. 125 Gramm Haferflocken, ierner Forlletzung des Verlaufs von 250 Gramm int. zuckcrgefügte Marme- lade, 125 Gramm Kartoffelstärkemehl und 250 Gramm weißen Bohnen. Die Rährmillelfonderlarten für Kinder und Kranke werden im Monat Juni zu'/. mit Haferflocken und zu'/, mit Kindergerstenmehl beliefert. Lankwitz. 10 Pfund Karloffeln. 250 Gramm gelbe Erbsen. Reinickendorf. 14 Pfd. Karloffeln auf 24 und 25»-e der Rernicken- dorfer Kartoffclkarte für zwei Wochen vom 7. Juni bis 20. Juni. Wilmersdorf. 200 Gramm Linien. 125 Gramm Gerstengrütze, 125 Gramm MaiSfabrikate, 250 Gramm Reis. Für Kinder 250 Gramm ssmchisirnp,« Stück Milchiüßlpeiscn, Pfd. Weizengrieß. Kriegsbeschädigte ß Pfd. Nährmittel. Für werdende Mütter 3 Pfd. Näbrmittet. 50 bi« 200 Gramm Trockenganzei, l Dose Malzextrakt. 3 Dofen Kondensmilch. .flür stillende Mütter 2 Pfd. Nährmittel, 50 bi« 200 Gramm Trockenganzei. 1 Dole Malzextrakt. Friedenau, Kartoffeln. Graupen 125 Gramm. Haferflocken 126 Gr. und 125 Gramm Nudeln, Weizentüchenmehl oder Zerealienmehl oder Kar. toffelslär kemebl 125 Gramm und 100«ramm Karwfielwalzmehl. gelbe Erbsen 250 Gramm und 500 Gramm weine»chnen, Marmelade 250 Gr. und 250 Gramm Kunsthonig, Linsen 250»ramm. Steglitz. Pom 7. bis 9. d. Ml», folgende Anmeldungen: 125 Gram« Teigwaren, 500 Gramm Wcizcnküchenmehk, 125 Gramm Maismehl. Außer- dem: Anmeldnng von: 250 Gramm Teigwaren. 500 Gramm Weizenküchen. mehl. ,25 Gramm Maismehl. Berleflung von: 500 Gramm Zereaiienmehl und 1000 Gramm Erblen. Lickiterkelde. 125 Gramm Nudeln. 2 Pfand Haferflocken. Für Kmder bi» zu 2 Jahren: 125 Gramm Kakao auf flflitielilllck der Mai-«ilchkarlen A I und A II. 4 Päckchen Milchiag speisen aui Miltelilück der Mai- Milch- karten B I, B II. Ol und 0 II. Zusammen 250 Gramm Haferflocken und 2 Päckchen Zwieback00 Gramm Grieß, 500 Gramm G-rstenmehl. Anmeldung von: 250 Gramm Zuckerrubtirsa 1. Britz. 1 Psund Marmelade, 1 Pfand Teigwaren: für KriegSbeschädiglc: 1 Psund Auslands grieß; jür werdende Mütter und Kinder: P, und AuS- l-ndSgrieß; für Jügendliche: Psund Sago. Aus LebcnSmiUeUarte: »/, Pfund Kunsthonig. Auf Korloffellarle: 7 Pfund. Dreprow. Karloffeln auße» den üblichen Raiionen: Auf die Abschnitte 24 b>«*7 der KartosfaUarte je 5 Psund, Mammen 20 Pfund. Kunslchomg 126 Gramm. Lichtenberg. Voranmeldung Bi« 9. Juni für 250 Gramm Hafer- flocken. Aus 24a, b, 0, d und e der Kartofteltarle 5 Pfd. Kartoffeln. Aus UrlauberbczugSlarle je 100 Gr. Nährmiti.l und 250 Gramm Marmelade, Für beimgrkebrle Krieg», und Zwilgefangene 250 Gramm Hülfanfrüchle. Friedrichsieide. 250 Gramm Marmelade, 125 Gramm Linsen, 250 Gramm weiße Bahnen. 250 Gramm Erbfan. Auf ReichSkartosfallart«: 10 Psund Kartoffeln. Die Händler find angewiesen, in besonderen Fällen Sonder- mengen ohne Marlen zu oerlausen. Groß-Ser!lner partelnachrichten. Heute, 6. Juni: 4. Abt. E« ist die Pflicht jede» Parleigenossen. am Sonntag bei der Dahlaibeit zu Helsen, Trefipunlt fl,8 Uhr, Nattonalhos, Bülowslr. 37. 46. Abt. Die Genossen werden dringend gebeten, bei Große, Blumen- straße 88. morgens llß Uhr zu erscheinen._.„ 21. Abt. Kinder der Genossen der 1S.-22. Abteilung treffen fich früh um 8 Uhr gleichfalls bei RodnSdorf. Petersburger Str. Bd. Das Zeniralwablbureau isl bei Pseiser, Hausburgirr. 2. 46'Abt. DaS Wahldureau befindet fich im„Patzenhoser�, Schweden- ftraße 11». Wahlbeljer treffen und meiden sich dort. Gruppe Lftrn- Pctcrsdurger.Ztraiauer Biertel. Jugendliche treff en sich früh ü Uhr Petersburger Str. 8S bei RohnSvorf. Morgen. 7. Juni: «harlottcnbnrg. Di« Fmillionirfitzung fällt au«. Vorträge, vereine unü Versammlungen. Reichsbund der Krtrgsbelchädtgten. Ortsgruppe Neukölln. Montag 7 Uhr. Lolal KailSgarien. Neulöün, KarlSgarienstraize: Mitglieder. veisanimlung. DonnerSIag 7 Uhr, Aula des Kaiser- Fuedrich-Reai» gymnasium», Reuiölln. Kaiier. Friedrich. Sir. 210: Hiiilerbliebenen-Per- lammlung— Bezirk II. Osten. Außerordentliche Perammiung: Mon:aa. Aula der II. Handwerttrschulc. AndreaSiir. i/2. Bericht über den vundeslag. Referat: Kamerad Lader. SeifaiwerUflung. Theater der Woche. vom 7. di» lS. Juni. Bvlkvbflhnei S» tt>» ll Der Richter von galamea. 7. Gütz von ver- ..-."«ildtonn. 12» 13, ttint Landparii«: Berw<£,U« :tina. 7.«önfgokinder. 8. Tlesiond. 9. Schahra» zad». Itt Mona Ulla. rr.«oire Dam». 12.«lein Ida» Traum. Eufaune» Geheimm«. Versiege, l. 13. Frau ohne SdiaNen.— Scha-sptelh-u»: A. II. 13. Der Kronprinz 7. D.-spriisi. r. A Peer Dynt. 9. vtheilo. IU. Judith. 1� Mona Stuart.— Deutsch'» Theater:« bi« 1� Auch ich war ein Jüngling It. di» ,3. Schrei nach dem K nd.—«amerspie ic: Tai im.— Lessinatheater: 8. bis 11. Pygmalion. 12. 13 Da» Dia- der Jungfrau— Theater>. d. Königgräßer Straße: Die große Katharina. Mit dem Feuer Wielen.- Deutsche, Overnhau»: 13. Die Woitüre. it.. 12. T-oca. 9. Zar und Zimmermann, i». Die -------—■"-— 7. ja, u 13. Der Viel- IL bi« I t. Lysistrata. eine Gewähr sür mße veschaffenbett nichi üben ommen werten kann. der«eri.n«r Sich°rh-i..»ehr unter! Giamm, ÄfattaU für toi flqroifam, da« 61»»um Eiittritt der Punteibe» geöffnet i/ch Nach-. Leitung de» Musitdi Bund der teck. und Beamten._______ Ebarl Ottenburg III. Mtt„.ii'i-, 1 rnauu-iimig Dienstag'!£ Uhr, Restaurant .Deutsche« HauS', Wmbscheii», Ecke Schillerftraßt. j beschädigte et ballen 1 Psund Teigwaren. Weizenarteß. Kraupen und in! Ortsgruppe Hafernädimiitei. Ferner 10 Schachteln Streichhölzer zum Pieil« von ..... 35 Pf. für eine Schachtel gegen Ji' der Eharlotteadurger Hau halt»« | bezugSmart«. üb* Tannhüü er. 7.._ bügeinllhi«.>>- Carmen.— Lchillcrtheater: 4 Ail-Veldelderl 2 X 2- A 8. Die Macht der Finlierm» 9. Die Rabenüeincrin I geprüft«— Sroße, Schauipielhau»: 6. bi« 10. Julius Ca ur. I a g I 1 ch. Die Tribüne. Bunbury. Deutsch«, KLnfllertheatrr: Die beflere HS! sie--«omöblenhau,: Dt« RAI« in die Mtibchen-ieil-«erilner Theaier: Der leßle Walzer.— Kleine» Schauspielhau«: Der Leidgarbist.— Renbenztheater: Die Aaschhaff».— Zentroitheater: Cin lelisamer Fall.— Renes V»lr»t.ioatrr: C di« II. Pension Swöüer. 12., 18 Die drei Zwillinge.— Friedrich- Wtlheimstadrffche» Theater: Der k-utmacher Seiner Durgiiauchi.— Komische Oper: Cine BaUnachl.- Lnstspieihau,: Zwang»kinquar:�,:-iia— Metropoltdeater: Im weißen Rbtz�— Reue, Operettenhau»: Vrinieflin Fried!.— Thalwtheateri Amor aui Reflen.— Theater ona Sioüeaboripla»: Eine Nach« im Paradie».— Theater de« Weflen»: S. bi» Ii Schrei nach dem Kind. II die 13. Die goldene Rilterzew— Faiier Caprice: Da» FitmiNerttärchen.— Walhall» theaier: 7, 8. 10. iL, IT Uni er» �>agdul»neiL 9. Da, Sesey. Ii. K> erneu u>— Rose-Theater: Schwainnai m>bei- Kastnicheater: Onfe Cohn.- aiieatheater: Ein Maslenicher,- Theater t» der Alte» Ialohstraß«. Die v»rschwunS-ne Pauline»» Kieme, Theater! Die Psarrhauslomobi». MachMittaasaarsieii»»»,». VaUebühn«: g, II.»«> cn «erlichMgiiL— Schauspielhau»:«. Journalisten. 13. Maiia Sniari- Lessing» cheater:«. Pvgmalwa. i». Der rote Dahn.— Deutsche« Opernhaus:« doffmann, Erzählungen. IS. Vocru�io. Schillertheater: 13. Wie k euch gcfiillL 9. Wiihrim T'll..chrotze, Schauspielhau,: 6. Zuliu» Cäsar 13 Lnsistraia— I 1 1 er.-.mre>.».__'--- iNÄMÄW- bescheidene Frau. Bus aller Welt. Einbrecher an GoetheS Sarg. Grufteinbrecher drangen nachts in die Weimarer Fürstengruft ein, wo sie nach den bisherigen Fest» ftellungen vom Sarge Goethes den goldenen Kranz, den die beut- schen Frauen Prags zum 50. Todestage des Dichters gestiftet hatten und den silbernen Kranz, eine Widmung der Frauen H a m- burgS zum SO. Todestage Schillers entwendeten. Auch der silberne Kranz, den holländische Frauen aus den Sarg der Groß- Herzogin Sophie niedergelegt hatten, fehlt. Die Diebe waren von der russischen Kapelle her in die Fürstengruft eingedrungen. Salvarsanschicbung verhindert. Wie uns aus Frankfurt a. M. gedrahter wird, beschlagnahmte die Kriminalpolizei nach tagelangen Bemühungen 20 Kilogramm Salvars an im Werte von Ith Mil- lionen Mark. Da? wertvolle Arzneimittel war von verschiedenen Arbeitern in den Höchster Farbwerken gestohlen worden und sollte durch Schieber ins Ausland geschafft werden. Ferner kam man grotzen K o k a i n fälschungen aus dt« Spur. Die Fälscher hatten in einer Darmstädter Farbfabrik Originalgläser entwendet, diese mit wertlosem weihen Pulver gefüllt, dann mit Originalverschluh versehen und als Kokain verkauft, wofür sich die Fälscher 10 000 Mark für ein Kilogramm geben ließen. Berlvrener Raub. Vier vemummte Männer drangen nachts in das Postgebäude zu Bingen a. Rh. ein, knebelten den diensttuen- den Oberpostschassner, raubten drei Kisten mit insgesamt 224 800 Mark und verschwanden. Gestern �oroen wurde die größte der Kisten von Bahnbeamten in der Nähe Bingen» wiedergefun- den. Dadurch ist der größte Teil deS Raubes in Hohe von 200 000 M. wieder in den Besitz des Postamts gelangt. Auslieferung der Zeppeline. Wie die.Times' melden, wird daS Zeppehnluftschiff ,L. 71' in den nächsten Tagen an England ausgeliefert werden. Gleichzeitig wird ein zweiter Zeppelin Italien übergeben werden. Ungarn. Im Hofe des Dudapester GammelgefängnisseS wurde vor einigen Tagen eine stark verstümmelte Leiche gefunden. Die polizeiliche Untersuchung konnte nur feststellen, daß die Leiche die eines 2S— 28jährigen Mannes ist, der in der Nacht auf den 2S. Mai durch Messerstiche ermordet worden ist.— In der Näh« von Miskozcz wurde im Sajöfluß eine Leiche gefunden. Die Gen- darmerie agnoszierte den SOjährigen Arbeiter Karl Kutusta, der während der Diktatur Mitglied des Dtrekwriums der Gemeinde Sajorseg war und seit November vorigen Jahres vermißt wurde. Die Leiche wies zahlreiche Berstümmelungen auf. Aom Rom— Tokio-Flug. Die beiden italienischen Leutnants Masiero und Ferrarin, die in 3ft, Monaten die Strecke Rom-Tokio, d. h. einen Flug von mehr als 10000 Meilen bewerkstelligten, haben in der japanischen Hauptstadt einen geradezu überwältigenden Empfang gefunden. Aus dem Uohogi-Paradefelde hatte sich eine nach Hunderttausenden zählende Volksmenge eingefunden. Die einzelnen Etappen dieses Fluge», der übrigen» 10 Millionen Lire an Kosten verursacht bat, find die folgenden gewesen: 14. Februar Start in Rom; 21. Februar Abfahrt Leutnant Ferrarins von Adalia; 22. Februar Ankunft in Bagdad; 29. Februar Eintreffen in Bender Abba» in Persien; 12. März Ankunft beider Flieger in Kalkutta; 14. April Abfahrt von Rangoon; 22. April Ankunft in Canton; 2. Mai Abreise nach Futsckau: 17. Mai Eintreffen in Peking; 23. Mai Abfahrt von Peking; 2ö. Mai Ankunft in Söul(Korea); 30. Mai Eintreffen in Osaka; 31. Mai am Ziel in Tokio. Die beiden italienischen Flieger, die noch immer Gegenstand begeisterter Huldigungen find, werden als Ehrengäste der Siadt Tokio drei Wochen in Kapan bleiben. Sport. Die Propaganda.Waficrballspicle deS Arbeiter> Wassersport. BervandeS(Kreis I) in Engclbeckcn, Luiienujer werden am Montag, den 7. Juni und am 10. Auni sengeseh!. ES spielen am 7. Juni.Vorwärts' RummelSburg gegen S. V. Freiheit;»Fr. Schwimmer' Charlottenburg gegen». S. Union; am Donnerstag, den 10. Funk, A. S. 95. Neukölln gegen.Neptun' Weihenlee;.Vorwärts' Neukölln gegen.Vorwärts» Nor- den I und»Fr. Schwimmer' Charwttenburg gegen„Vorwärts" Norden II. Eintrittspreise werden nicht erhoben. .Dir Hundert', da? große klassische Radrennen sieht heute in Treptow Saldow, Pawle, Weiß und Appelhans am Start. Die Rennen beginnen mit Rücksicht auf die Wahlen um 4 Uhr. Für die Union, die am Montag im Grunewald zum Auktrag kommt, gelten als voraussichtliche Starter: Meinhard(Llejnik), Waiidersalke(Rastenberger), Vergleich(Kaiser), Perlschnur(Janck), Tüchtig(Kasper), Leichtsinn(T), Bogarwo(Korb), Nubier(Zimmer- mann), Pallenberg(Bleuler), Endegut(O. Schmidt). WetterauSstchten für das mittlere Norddeutschlaud bis Moutag mittag. Zeitweise ausklarend, kühl mit etnzeluen Regenschauern bei mäßigen westlichen Winden. DaS Problem der Gegenwart löst, wer da» angestrengte Arbeiten aller Berufstlassen durch gesunden kräftigen Körper— zumal durch gute Augen— unterstützt. Wer ein Nachlasien der Sehschärfe bemerkt, wende sich deshalb unbedingt sofort an die richtige Stelle. Zur Kräftigung und Schonung der Augen ist sorgfältigste' Auswahl sowohl der Gläser als auch der Fassungen notwendig. Die Gläser müssen nicht nur die richtige Schärfe für die Augen haben, sondern sie müssen auch richtig zentriert vor den Augen stehen. 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H ü n l i ch, Rüstringen 3. W. B u b e r t, Osnabrück. 4. E. F e l d e n, Bremen. 5. M. B e h n ck e Ehefrau, Rüstringen. 6. E. Könnecke, Ehefrau, Osnabrück 7. R. P a tz e r, Oldenburg. 8. H. H a h n, Oldenburg. 9. K. B a n- müller, Streckermoor. 19. 1. B u st m a n n, Bremen. 11. B. Maas, Emden. 12. H. Jensen, Bremerhaven. 17. Wahlkreis(Ost-Hannover). 1. Friedrich L e s ch e, Hamburg. 2. Fritz Peine, Bremen.-3. Frieda Lühre, Hannover. 4. Wilhelm Bran- de«. Bremerhaven. 5. Wilhelm Bierwisch. Lüneburg. 6. Johann Busmann, Bremen. 7. Otto Schräder, Lehrte. 8. Jensen, Bremerhaben. 9. Carl Gehrmann, Harburg. 18. Wahlkreis(Süd-Hamtover— Brannschweig). 1. A u g u st Brey, Hannover. 2. Heinrich Rieke, Braun- schweig. 3. Joseph Hartleib, Hannover-Linden. 4. G u st a v Fischer, NeuhaldenSleben. 5. Elise Bartels, Hildesheim. 6. Heinrich Müller, Hannover. 7. Henni Lehmann, Götlingen. 8. Wilhelm Köhler, Hammenstedt, Kreis Northeim. 9. Hermann Schropp, Clausthal i. Harz. 19. Otto Antrik, Braunschweig. 11. Adolf Heupke, Hannover- Limmer. 12. August Huelke, Wunstorf. 13. E r n st Andrer, Hannover. 14. Elise EverS, Hannover-Linden. 16. HanS D ö r g e, Loccum, KreiS Stolzenau. 16. August Lohrberg, Hannover. 19. Wahlkreis(Westfalen-Nord). 1. Preustischer Minister des Innern K. S e v e r i n g. 2.«. Janschek. Essen. 3. K. Schreck. Bielefeld. 4. W. Schlüter, Herford. 5. Tl. Becker, Lemgo. 6. F. Heustier, Dortmund. 7. K. Litzinger, Minden. ö. S. PeterS. Münster. 9. H. Lorenz, Stadtbagen. 19. Busche, Beckedorf. 11. W. Feld sen., Burgsteinfurt. 12. L. End man, Recklinghausen. 13. O.Kühne, Bielefeld. 14. K. Deitmer, Ehefrau, Minden. 20. Wahlkreis(Wcstfalen-Süd). 1. Max König. 2. Otto H u e. 3. Frau Schulz. 4. Heinr. Hnusmann. 5. Karl Spiegel. 6. Nikol. Osterroth. 7. Liebig. 8. Mehlich. 9. Friedrich Schmidt. 19. Josef Mahworm. 11. Hch. Lehnemann. 12. Walter Rauchholz. 13. August Fries ch. 21. Wahlkreis(Hessen-Nassau). 1. Philipp Scheidemann, Kastel. 2. Johanna T e s ch, Frankfurt a. M. 3. Eugen Kaiser, Franlfurt a. M. 4. Georg Tböne, Witzenhausen. 5. Gustav Hoch. Hanau am Main. 6.- Paul Röhle, Frankfurt a. M. 7. O t t o W i t t e, Wiesbaden. 8. Valentin Traudt, Kastel. 9. Dr. Max O u a r ck, Frankfurt a. M. 19. Rudolf Bierbrauer. Weil- bürg. 11. Paul List, Hersfeld. 12. W i I h« W i tz e l, Freirach« darf. 13. Georg Laveth, Oberlahnstein. 14. P. F r a n k- f u r t h, Altmorschen. 15. Ewald Rosse, Höchst-Sindlingen, 16. W i l h. K r e s s e l. Frankfurt a. M. 17. A m a l i e W ü n d i s ch. Kastel. 18. Heinrich Christian, Rädesheim a. Rh. 19. W i l l i Martin, Frankfurt a. M. 29. Heinrich Bräutigam. Lan- da«. 21. Johanna Kirchner. Frankfurt a. M. 22. C h r i st. Worst, Hofgeismar. 22. Wahlkreis(Hcffcn-Darmstadt). 1. Ministerpräsident Ulrich, Offenbach. 2. Reichsminister Dr. David, Mainz. 3. Dr. O u e s s e l. 4. H a s e n z a h l. 5. MooSdorf, Giesten. 6. Frau Jäger. Offcnback. 23. Wahlkreis(Köln-Aachen). 1. Dr. Joh. Meerfeld. 2. Wilh. Sollmann. 3. Eli- sabeth Röhl. 4. Nikolaus Osterroth, Hamm. 5. Kon- rad Mist. Köln. 6. Franz Marx. Bonn. 7. Hans Wi- g e n d e r, Bonn. 3. Wilh. Schock, Siegburg. 9. I o f. Radermacker. Düren. 19. Fritz Hupp ertS, Aachen. 11. Anton Riepl, Kirchberg. 12. Helene Otto, Frechen. 18. Peter Bostwö. Köln. 14. Theodor Wachendorf, Euskirchen. 15, Aniva Schiffgens, Aachen. 16. Robert Hetmbrock, Köln. 24. Wahlkreis(Koblenz-Trier). I. Karl Zörgiebel, Köln. 2. Jos. K I e i n m e i e r, Koblenz. 3. Michael Hastler, Trier. 4. Elisabeth Röhl, Köln. 6. Richard Loch. Oberstein. 6. B e r t h o l d M e h n e, Neuwied. 7. Christian Ganstcr, Bingerbrück. 8. Jean Hörsch. Ahrweiler. 9. Peter Herrig, Koblenz, 19. Emil Scherber, Koblenz. 11. Heinrich Hub, Trier. 25. Wahlkreis. 1. Otto Braun. Berlin. 2. T h a b o r. 3. Otto Schulenburg. 4. Luise Birk. 5. Ernst Müller. 6. Braun, Neust. 7. Hch. Winkels. 8. Anton D u n k e r. 9. Frau Becker». 19. G a u l k e. Wesel. 11. K n o p S, Goch. 26. Wahlkreis. 1. O b e r m a y e r. 2. I ä ck e r. 27. Wahlkreis(Oberdahern, Schwaben). 1. Auer. München» 2. Simon. Augsburg. 3. Frau P i ü l f, München. 4, G r u b e r, München. 5. Dr. Moser- Füssen. 6. Wolf, München. 7. Birnkanimer, München. 8. Quell, Augsburg, 9, Frau O st l e r, Penzberg. 19. H ä u b« l er, Hausham. 11. Högg, Schwabmünchen. 12. Rittmann, Freilassing, 13. Horlacher. München. 14, Frau ObletS- hauser, Augsburg. 15. Tausch eck, München. 28. Wahlkreis(Niederbaycrn, Oberpfalz). 1. Mit r g a». Regensburg. 2. MichaelWagner. Landshut. 3. Philipp Grostmann. Ncumarkl. 4. Zlaver B i e r l, Bogen. 6. Franz L> e b l, Regensburg. 6, Ludwig Riedle, Pockmg. 7. Frau Höhne, Regensburg. 8. I o s e s K i r ch n e r, Deggendorf. 9. Kaspar Beltz, Auerbach i. O. 19. Hain, Weiden. 11. Johann Himmelhuber, Burglcngenseld, 29. Wahlkreis(Franke«). 1. Reichskanzler Hermann Müller, 2. Dr. Adolf Braun, 3. Hans Vogel, Fürth, 4, Hans Genrner, Pegnitz. 5. Helene Grünberg, Nürnberg. 6, Michael H i e r l, Schwabach. 7. B a r t h e l, Oberbescnbach. 8. Schächtner, Lonnerstadt. 9. Pörschmann, Ansbach. 19. K l i n g l e r, Koburg. 11. S ä ck l e r, Schweinfurt. 12. H u b e r. Treuchtlingcn. 13. Straub, Bamberg. 14. Mähr, Host 15. Schmidt, Neustadt a. S. 30. Wahlkreis(Pfalz). 1. Johannes Hoffmann. Kaiserslautern. 2. Friedrich Profit, Ludwigshafen. 3. Wilhelm Witten meier, Zweibrücken. 4. Hermanu Bernatz, Bad Dürkheim. 5. Frau Rosina Speicher, Ludwigshafen. 6. Karl Klingel IH, Grost-Dockenheim. 31. Wahlkreis(Dresden). 1. B u ck. 2. Schmidt. 3. K a h m a n n, 4. Krätzig. 5. Frau Lutze. 6. Fischer, 7, Holzapfel. 8. Martin. 9. Hänsch. 19. Fräulein Matthäus. 11. Wein hold. 12. Lehmann. 32. Wahlkreis(Leipzig). 1. Pinkau 2. Lüttich. 3. Schreiber. 4. Frau U b l ig. 5. Heinold. S.Schubert. 7. Staudinger. S.Hessel- b a r t h. 33. Wahlkreis(Chemnitz, Zwickau, Planen). 1. Daniel Stücklen, Berlin- Steglitz. 2. Rickard Meier, Zwickau. 3. Herrn. Molkenbubr, Berlin- Schöne- berg. 4. Minna Schilling, Döbeln. 5. Alfred F e I l i s ch. Chemnitz. 6. Augustin Friede!, Chemnitz. 7. Max Jung- n i ck e l, Annaberg. 8. E r w i n H a r t s ch, Mylau i. V, S.Richard S ch m i d t, Reichenbach. 19. M a x M ü I l e r, Chemnitz, 11. Helene Wagner, Chemnitz, 12. Richard O st w a t d, Chemnitz, 13. Elise Stark. Wilkau. 14, Heinr. Richartz, Schönheide. 34. Wahlkreis(Württemberg). 1. Wilhelm Keil, Ludwigsburg. 2, Karl Hilden- b r a n d, Berlin. 3. FranzFeuerstein, Stuttgart. 4. L a u r a S cki r a d i n, Reutlingen. 5. Gottl. Kenngott. Ehlingen. 6. Albert Salm, Stuttgart- Wangen. 7. Reichsarbeitsminister Alexander Schlicke, Berlin. 8. FriedrichHirrlinger, Ulm, 9. ErichRohmann. Stuitgart, 19. MatlhiasFritz, Hechingen. 11. Anton E i s e l e/ Ehringen a. D. 12. Otto H o s e n t h i e n, Lorch. 13. KarlRuggaber, Ulm, 14. Albert. Bauer, Schrambcrg. 15. Münch, Schelklingen. 35. Wahlkreis(Baden). 1. OSkar Geck, Mannheim, 2. Georg Schöpilin, Karlsruhs 3. Lorenz Riedmüller, Emmendingen, 4. Christian Stock, Heidelberg, 5, O s l a r G r a f, Pforz- heim. 6, Adolf Kieslich, Lörrach-Stetten. 7, Wild. Schieferdecker, Villingen, 8, Therese Blase, Männh enn. 9. Georg S t r o b e l, Mannheim, 19. Emil Mai er. Heidel- berg. 11. 81 u gn st Höfs ig, Bahlinacn. 12. Otto Beetz. Karlsruhe. �13, Josef Winter. Offenburg, 1s. 8l d o l s Müller. Schopfheim. 15. W i l h. S e i tz. Ueberlingen-Spetzgart. 16. Edith Trautwei», Pforzheim. 17. L u d w r g B o r g e r, Ottenau, 18, Jakob Manster, Seanfcld. 19. Karl Grast- HanS, Konstanz. 29. Emil Kraus. Heidelberg. 21, Walter M ü l l e r- B e ck. Karlsruhe, 22, W i l h e l m S t a i b e r. Bruchsal Mitglieder der Nationalversammlung im neuen Reichstag Für Schleswig- Hol st« in, wo die Grenzsestietzung noch nicht erfolgt, sowie in O st p r c u st e n und O b e r s ch l c s i e n, wo die Volksabstimmung noch nicht vorgenommen worden ist, werden die für die Nationalversammlung gewählten Abgeordneten so lang,' ihr Ntandat auch in dem neugewählten Reichstag behalten, bis auch in diesen Gebieten Wahlen möglich sind, Dem neuen Reichstag werden also bis aus weiteres folgende Ab, geordnete der bisherigen Nationalversammlung als Mitglieder an- gehören: Für den Wahlkreis 1(Provinz O st p r e u st c n) die S o z i a l- demokraten Braun, Frau K ä h l e r, L ü b b e r i n g, W o l f i. Schulz, Kotzur und S t e i n k o p s, die Deutschnationaleu RkG ter und Behrens, von der Deutschen Volkspartci Gras zu Dohna, vom Zentrum Dr. Fleischer, die Demokraten Siehr, Brönner und Bartschat. Vom Wahlkreis 2(westpreuhisöhes Llbstimmungsgebiet) der Sozialdemokrat Gehl«nd der Demokrat Weinhausen. Vom Wahlkreis 19(Reg.-Bez. Oppeln) die S o z i a l de m o> kraten Hülsing, Frau Hauke, L ö f f l e r, B i a s, B e ck e r. der Deutschnationale Hartmann, der Demokrat Pohlmann, die Mir- glieder des Zentrums Ulitzka, Herschel, Ehrhardt, Bitta, Zawadzki, Szeponik, Strzoda. Olonsky. Vom Wahlkreis 14(Provinz S ch l e s w i g- H o l st e i n und die zu Oldenburg gehörende Provinz Lübeck) die Sozialdemo- kraten Legten, Frohm«, Frau Schröder, Michelseu und Kürbis, der Deutschnationale Oberfohren, von der Deutschen Volkspartci Runkel, die Demokraten Waldstein, Blunck und Fräulein Baum. riaclifbloet. fianaix Vitt Generalverfrefang: Vertri©bsg©seUs®h®'t ffir Breiinerei-Er*®nS>nIss®**>. b. H., Berlin O 34. Bnmintener �>tr. 4». Fcrnspr,: Kiinigstadt s»3. üevxllcVver Co�rv ac Dirndl- Kleid bedr. Satin Lange 110, Iii, 120 om ■JSOJS.ftJIGL. Besonders billig! 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Deatsclies Theater. Bis einschließlich Donnerstag letzte Aufführungen; 7',: Max l'allenberg m„Auch ich war ein Jünglinj". Ab Freitag Qastsp. Wcrbezirk; Schrei nach dem Kind. Kammerspiele. - Uhr: Tallun. (lütpu Piek, Vallentin.) Klein« Srtiüspielliaus, Psnuvastr. I. 77. Uhr; 9t L�hgardlnt. (Abel, Kit. D.rseh, Junker- mamt, Paula Kberty.) TheaterdesWesteas 7>: Der S.lirei.» d, Kind. (WerkwIrlL tMwanneke, PalMka,..) Preifai zum l. Male: Die gela.n. Bitterzelt Schwank mit Pallenherj. Großes ?7»; JullusCä«>r(N.-A.B 4.V.| 7; Julius Cäsar(außer Ab.) Mig.7: Julius C»sar(3 A. 4.A.) 1 Theater I. d. KftniggrätzerStraäe 48: Die große Katharina. Mit dem Feuer spielen. Komödlenhans Täglich S Uhr; Die Reise in die Müdchenzelt. Berliner Theater 1 z8 Uhr: Der letzte Walzer Frledr.-Wnhelmst.Theäter j'rUhrjEvehenHmnhreclit. Der große Erfolg. Deutsches Opernhaus w. uhr: Tannhäuser. Morgen 5'/,; Die Walküre. Die TribUne * uhr: Bnnbnry. P'rl e dr.- W I Iii e i m« t.T l>. 7V, uhr: Erden Honihreclit. Kleines Theater. uhV: Die MiDskomoiiie. Knml.ah. Aper r.is Uhr: Sine Ballnacht. LnstvutsXlinTis A.me!d Uisskk in uhV Zwaiigsilttflsptjepnng. 3Ietro]»«LTh«nter. � Im wellen RössT Neue» Ca.tra|.Yheater l! Ein seltsamer Fall Neac«, Operettonhnn» : uhr: Prinzessin Fricöl. Vene* Tolk.theater �Pension Schäller fÜehanbnrK Kflniaeräfzer Str. 121. uhr: Leo Federt m Wenn der?«tepini.Solnie.. Krhlllrr-Xbeat. Charl. •i Uhr: Wje es euch gefällt. 7 ,u. Ält-fleidelberg .Morgen Tb, Uhr: lyj*,5. Thnlla-ThMter tvAHer anf Reisen rh.am K.Umä.vTplRtr u? Eine min im Paradies, Theater i. d. Alt, Jakeb.ntr. vDfüBRtnad.PanDn!, WaUn.v.Th.stwr :,-LBsti|ifeitePJ.WlBdsop "iOrtiii 7.15; Blr.l.tt. Walhntla-ThMt />/, Uhr; Morgen: r haUa.ThMtM'. iMBeHlnft. Puters MniBlmien. Nixdllmien ommtr�Teatcr „Qrol-Bvrlln" vorm.KItem, Hasenheide. Täglich i1/,: Prinzessin v.Nil Vorher ab 51/,; Konzert u. buntes Progr. Volksböhne Z Uhr: Gütz v. Eerlichlngen. u.'i Der Richter von Zalamea. Lesslng-Theater. 3 Uhr: Pygmalion. 7./.: Leopoidice Konstantin m: Die Barquise von Ärcis. Mpnt. bis Freit. 71,'a:Pyg™alion Sonnabend 7. zum 1. Male: Lcepslilioe Konstantin m- Das Glasd.Jnngfran Sonnlag und Montag 7'/,; Lcopnldins Konstantin: Das Glas der Jungfrau. Destsdes Kiiiistler-Tlieater 3 Uhr: Dies Irae. Allabendlich 7'/, Uhr: Die bessere Hälfte mit Max Adalbert. Triauou-Theater. -ilahnhof Friedrichstraße. Heute 4 Uhr, kleine Preise: Der Störenfried. Täglich 8 Uhr; !dn Wüst u. Bruno Kastner in: Oer gute JtnS Residenz-Theater. Stadtbahn Jannowitzbrücke, Heute 4 Uhr, kleine Preise: Johannisfeuer. Täglich V18 Uhr: JisJaschhoffs Rose-Theater. rv, u.: Sdwarzwaldmädel Gartenb.71/,: Flucht um d.Erde j?1/, Theater 7I/.| j Direkt, james Klein. Verlängertes | Gastspiel Blanvalet| Natura- | llsirscb-phantastisch.| Ballett Z Hartwells Phänom. Luftakt Vnristd-Oaslspiel Franz Gross v.Theat.d. Westens � Smaragda 1 Universal-Dressuren 1 van d. 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Juni: Gustav Kaller gegen Höhne Kyriloff gegen Tonnoff De Sousa gegen Löwe Döring gegen Voigtniann Vorher: Konzert u. Variete Beginn 7 Uhr, der Ringkämpfe 8'/, Uhr, -Plenterwald- ehem. städt. Eierhäuser. Neu!! Neu!! Heute Donnerstag und täglich; Weltsensation! Auftreten der Udonis Brothsrs The despesers of the death und Turmseilkünstler Liepelt u. MissesMarj' IfiiUfär-Konzert Dir. Robert Leuschner. — Treptow— Ädmirais-Palast 7>/z U.: Flirt In St. Moritz. Zisue Welt Arnold Scholz Hascnfaeide 108— 114 Tikellch Konzert und Torotellang. Jeden Donnerstag: Blite.Tag; Jeden Dienst., Mittwoch, Donnerstag: GroBer Ball. Die Wein-Terrasse ist eröffnet AAIogisctißr �00(«arten. Heute am 1. Sonntag iJon. Eintritt � Zoou.Aqua jo 8 JeftlC« Nachmijtags: Groß. Konzert A qaarlnm. S'/s'Jhr Kleine Preise Kind d. Hälfte! Tilir Varietc-Siplelplan Rauchen gcslattet! Barietü-Cafö MM Oranienstrnsie 53=51 nmgaaaaBaenvmaBvasaataaaiau aaaa Gastspiel Harry Malten Bruno& Trud Gebr. 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Juni, abends 8 Uhr:£ 1 letztes Konzert— Opern-Abend" _ Joseph«r öchwarZf Arien aus Afrikanerin, Zar und Zimmermann, Don Juan Halensea V ff Einlas ab 11 Uhr. Attraktionen ab 3 Uhr. Konzert ab 4 Uhr. Heute Sonntag: Höhen- und Wasser- Fenerwerü... Gmß-Doppeikonzert 37 A2traHtionen!V Dlenslag, 8. Juni: VoSkstag Eintritt: 1.50 Mark Sehreiberhan. Größter Luftkurort in den WaF regionen des Riesengebirges. Seehöhe 600—900 Meter über dem Meere Besuch 1913: 44 600 Personen. Zeitgemäße Verpflegung. Bedeutend verbesserte Musik- und Theaterverbftltnisse, Tanzabende u. dergl. Auskunft und Prospekte durch das Verkehrsbureau. 676D (�evetf Ptirtfchrt 9to*Wst&i& pfiff ffurBetrit» twrrL Stront. Rrt»»»fi« fhmbrnl Qpojicf oona« a."Wer* M? d wtßrae«trarJiciaL«».®»!ff ar.ltrfunftA i T-p. Inf it««ngrtlVOc f oltctHoA t> n rtaoxl 7=si>wfWluo»aB OWmnrJiceitto*_ Ostseefährt «MflO-reaerwerk UiUiJ- Doppelkonzeri B.d.okt. Torras.en aad C.bäud« I4r IT 009 Personen. 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Juni 1920. vormittags 10 Uhr, findet im Kaflenlokal, Berttn-Ltchter- felde, Roonstr 13, eine ordentliche Ausschuß-Sitzung statt, mtt folgender Tagesordnung: I, Beriefen des letzten Pro» tokolls. 146/8 2. Abnahme der Iahresrech- nung 1919. S. Aenderung der Satzung. BerUn-Lichterfelde, d/ 4. VI. 1920. Der Vorstand: Otto©eiert, Vorsitzender. von Haut-, Harn- und Untcrleibslelden, ohne Berufsstörung. Aufklärende, belehrende Broschüre für 1 Mk. portofrei in versohlosaenem Umschlag ohne Aufdruck durch Spezialarzt Dr. med. Dammann, Berlin II, Potsdamer Straße 123 B. Sprechzeit: 9—11, 2— 4, Sonntags 10— 11. SpeziaB-Arzt für Haut» u. alle Harnleiden, Harn, and Blntuntersuchungeii. Dr. med. ICerl Reinhardt, Potsdamer Straße 117, LütIa0nwftVaBe. Sprechstunden: V-12— Z, Vzb— t/,10 abds.. Sonnt. Vjll— 1 Uhr. Aufklärende Broschüre mit Beschreibung sämtl. bleilver- fahren in verschl. Kuvert geg. Einsend, v. 2,— M. portofrei. Zähne. 4f;!l TeUzahlung.BI Kronen ISM.PIomben ,50. Zahnziehen mit Einspr. höchsl schmerzlind. Umarb.schlechts,Gebisse.Rej Zahnarzt Woll sof. Potsdamer Str. 55, Hochb. Sprechz l-' t A Dr.Skott! für Haut*, Harn», �|ZCAiai-rA.l Z,! Frauenleiden, hartnäckig« Harnleiden, Ausschlag, nerv. Schwäche. Gegen Lues komb. Salvnrsan-Kuren, Blutuniersuchungen, im ersten und Dir. Löser senior S"?,'"*8,!r'Kn,9!.°,n. Nnr Rosentäaler Str. 69-70 D i�urPi.�' b�i SpezialsBehandhmg»Ns für ftäut-, Harn-, Unterleibsleiden, spez. veraltete Harnleiden. nerv. Schwäche, Blutumersuchung, Saivarsan-Kuren, Licht- Behandlung, habensonne, Bestrahlungen. Gerrennie Wartez. geTHdÄ„LÖS er", Münzstr. 9, nahe Alexanderplatz. 9-1, 4-S, Sonntags 9-12. befcitiaTnchtocifchc G« schlechto«, Hanl-, Hatn- dl is-»»d Üntcrtc- i b s( elden. V wrr r i v � wo alles andere versagte. Haiura-Instilul. Blicliefplalz I(iiir£k[ am HaHesdien Tof|. Sprechstunden 10—1, 4—8, Sonntags 11—1 Uhr. S Wartezimmer. 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I V Stenotypistin" für Gewerksbnreau gesucht. Offerten unter I..»4 an die Hauplexpedilion des»Vorwärts". ISj.5. Vorkonferenz der Alliierten in Brüssel. Italiens Vertreter in Zpa. Frankfurt a. M., 5. Juni.(Eig. Drahtbrricht des„Borw".) AuS Rom wird gemeldet, daß auf die Initiative Italiens hin die Adiicrlen dahin übereingekommen find, vor der Konferenz in Spa am 18. in Brüssel zusammenzukommen. DaS„Echo de PariS"' glaubt, daß die Konferenz von Spa»och weiter hin- ausgeschoben werden wird. Ter Ministerpräfident N i t t i, der Minister des Aeußercu S e i a l o j e und der Schatzminister S ch a n z er werden Italien auf der Konjerenz in Spa vertreten. Ihre Abwesenheit von Rom einschließlich der Bnisselrr Porkonferenz wird auf 14 Tage geschätzt._ polnisthe oder ruPsche Erfolge? London, 4. Juni. Reuter erfährt: Eine allgemeine bolschewistische Offensive hat zwischen Pripet und T» j e p r begonnen. Die vorgeschobenen polnischen Kräfte wurden zurückgetrieben. Bisher hatten die Bolschcwisten keine endgültigen Erfolge. Nördlich Pripet wurde» die Lugriffe der roten Truppen zurückgeschlagen. Warschau, 5. Juni. sTeutsch-polnischer Pressedienst.) Im polnischen Heeresbericht vom 4. K. wird gemeldet: Die polnischen Truppen gingen am 2. Juni zu einer energischen Gegenoffensive über. Sie brachen den Widerstand des Feindes und erreichten nach schweren Kämpfen die Linie der Flüffe Ponja,Wilja,Swerecz,Mordwa. Im Laufe der ersten zwei Tage rückte die polnische Infanterie um 30 Kilometer vor. Am 3. 6. wurde» zwei frisch eingetroffene Brigaden geschlagen. In der Ukraine erfolglose Vorstöße der Bolschewistrn. KraPns Londoner MWon. London, 4. Juni.(Dena.) Wir in gutunterrichteteu doli» tischen Kreisen verlautet, nehmen die direkte« Verhandlungen zwischen der britischen Regierung und dem Sowjetgesaadten Krasfin einen lebhaften Verlauf. Am kommenden M o u- tag wird Lloyd George im Beisein seiner Ministerkollege» Krafsin abermals empfangen. In dieser Konferenz wird Krasfi» die Antwort seiner Regierung auf die drei g e- stellte« Hauptbediugungen des britische» Ministerpräfi- deuten erteilen. Lloyd George hat nicht nur die Freigabe der englischen Gefaugene» in Rußland und den völligen B e r. zicht auf bolschewistische Propaganda in den Länder« des Westen» uud in A s i e u verlangt, sondern vor allem Bürg- s ch a s t e n, die auf die Wahrung der englischen Jnttr- essen im Orient abzielen. Vielfach gibt man in Kreisen, die den Londoner Verhandlungen mit Krasfin nicht gerade günstig gegen- überstehe», der Ueberzeugung Ausdruck, daß es Krasfin viel weuiger um die Anknüpfung von Handelsbeziehungen oder um bolschewistische Propaganda in England zu tun sei, als vielmehr um eine S t ä r, kung de» Ansehens der Sowjets, um dadurch den bolsche- wistischeu Einfluß im Kaukasus in Zcutralasie» zu erhöhea» Italien beteiligt sich. Rom, a. Juni.(231.) Der UnterstaatSsekratär im Ministerium deS Aeußern, Sforza, der sich mit der Geltenhnochujtg der iralienrschen Entschädigungsansprüche nach London begibt� wird dort auch mit Krasfin in Verhandlung treten. Frankreichs Widerstand. Pari»,». Juni. Dem.Matin" zufolge soll die..Times" bie U schlicht verbreiten, die französische Regierung habe der englischen Regierung mitgeteilt, Frankreich werde sich der Verwendung russischen Goldes in jedem Lande, mit dem Frankreich diplomatische und konsularische Beziehungen unter. halte, widersetzen. Interpellation in der französischen Kammer. Pari?, S. Juni. Der Abgeordnete Daladier hat in der französischen Kammer ein« Interpellation über V e r- Handlungen Krassin« mit den Alliierten eingebracht. Artot zu sinnlichstem Aufleuchten, visionär im zweiten, dra- matisch hochgestellt im dritten Akt. Ärmster, prachtvoll in Er- scheinung und prunlend im Brokat des schönsten Baritons, zeich- nete den Kalifen groß und glaubhaft. Der Großvesir Schützen- dorfS imponierte durch klare und starke Sprache, verspielte sich aber im Mittelakt in eine übertriebene Kinohaftigkeit. Mann verlebendigte die stille Keckheit deS Knaben Omar mit großer Kunst, und die kleine Sydow tanzte einen gar graziösen Schrill zu Rubinstein-Rhhlhmen. Die Bilder des ganzen Stückes schienen Biälter aus Tausend und einer Nacht, aber mehr in Buntheit grell alS in Märchenhaftigkeit schöm_ Kurt Singer. Neuer Weltmobetanz in Sicht. Die Tanzmeister der.West- lichen Welt" hasten gegenwärtig in Paris«inen Kongreß ab. zu dem „Professoren der Choreographie" aus allen Teilen Frankreichs, ans England und Holland, aus Italien und Belgien, aus Griechenland und der Schweiz und aus den Kolonien eingetroffen sind. Man ron- statierte bei dieser Versammlung stolz, daß der Tanz noch niemals eine so Rolle iti der Kultur gespielt ljnbe wie geftenwarng, betonte jedoch auch die Entartung, der er vielfach verfalleii. Der Tatrstongreß stellt sich die Ausgabe, einen neuen Tanz zu schaffen, der die abgelebten Formen des Tango, Fox-Trott, Jazz und an>derer Modetänze ersetzen soll. Auch Tänze sind charaktcriftischer Ausdruck zeitiger Kultur. Den Gorst der Kultur, der gegenwärtig herrscht, fühst jedermann mit Grauen. So kann sich die Welt schon jetzt vor dem neuen Mode- tanz, der erfunden werden soll, dreimal bekreuzen. Er wird wie seine Vorgänger mit einem Mal der Entartung ins Leben treten. Zur Wiederherstellung der Löwener Bibliothek iinterzeich-neten in Bern zahlreiche Persönlichkeiten aus der deutschen und der romanischen Schweiz einen Aufruf an das Schweizer Volk. ttnrnbs Trama„Platz--, der zweite Teil der Trilogie„Ein Ge- l ch I e ch t", erlebie im Frantiurter SchnulvielfiauZ die Uraufführung. DaS Werk löste gegen veie'.nzcllcn Widerspruch unendlichen Jubel ans. Der krililer Bernhard Tiebold von der„Franks. Ztg.« nennt«S die Kund- g>bung eines Willens zur Aendcrung der Welt: Heraus auS dem„Du sollst« der Enlmenlchung zu dem.Ich will« in der Liebe Namen Der .Wae« ist daS Sinnbild einer Staats- und GeselllchaflSordnung. die nach dem Gesetz.Du sollst« lebt. Inmitten wirkt daS Problem deS VerbältnIsseS deZ Manne! zum Weibe. Der drslte Teil der Trilogie soll.Taumel« heiße«- Ter Srkschc Mönnergesangveretu. eine Kründung Erk«. des be« rübrnlcn VoltSliedpflegerS, begeht heule das Fest seines sünfundfiebig. jährigen BesledenS. Ter Leipziger Piychiaker Paul Flechiig feiert jetzt sein goldenes Doktorjubiläum. Äils Festichrist soll der erste Band eines monumenlalen Werkes über die.Anatomie des menschlichen Gehirns und Rückenmarks eist pbdlogenetischer Grundlage« erscheinen Erstauffüstrunge» der Wvrtie. Fr.: Großes Schauspielbau«: aysiiirata.— Theater des Westens: Die goldene Ritterzcit— So.: Volks. büdnc: Eine Landpartie. Verw. Geschichte.— Schlllerlheaier: Der Biel. aeprüite.— Neues VolkSthealer: Dre drei Zwillinge.— Lesstngtheater: a-fli Glas der Jungfrau. Max Pallenberg spielt kommenden Freitag im Tbeater de« «esten« zum ersten Male den Tire de Vere in der Burleske»Die g o I> penc Rttterzcit«.— Für die komische Oper und ras Wallnertheater wurde die von S. Schulz lomponierle Operette„Die Frau im Dunkeln« angenommen. Erstaussührling am 19. Juni in der K o> misch-" Oper. vor öer€t Mehr als dumm: deutschnational! Die„Deutsche Zeitung" schreibt: ES ist i» der.Deutsche» Zeitung" behauptet worden, daß in einer Zusammenkunft lwn Vertretern aller sozialistischen Par- Wien, dahinter auch Mitgliedern der Regierung, bei dem Vertreter der Sowjetrepublik, Kopp, vereinbart worden sei, im Falle einer sozialdemokratischen Wahlniederlage spätestens 6x3 zum 13. Juni loszuschlagen. Kein Regierungsorga» hat den Mut gehabt, diese Tatsache zu bestreiten. ES ist ferner in unserer Zeitung auf die Waffenkäufe hingewiesen, die unter Benutzung von gefälschten Papieren durch einen sozi<Ädemokrati- schen Minister betrieben werden, und auch diese Behauptung ist von keiner sozialdemokratischen maßgebenden Stelle als unzu- iroffend bezeichnet worden. Ob die„Deutsche Zeiluivg" wirklich nicht weiß, warum man so etwas nicht erst dementiert? Einfach darum, weit ihre treuen Leser dumm genug sind, das auch trotz jeden Dementis zu glauben, während die übrige Welt nur darüber lacht._ Der Wilhelm soll wiederkehren! Ein Leser sendet uns ein gedrucktes Blatt aus den An- fangen des Weltkrieges mit dem Datum: Potsdam, den 9. August 14. Es enthalt die„Abschiedsworte des Kaisers an Sein 1. Garderegiment zu Fuß" und zeigt so recht die komödiantenhafte Eitelkeit dieses gekrönten Theaterspielers. In der Ansprache Wilhelms heißt es wörtlich: Und so ziehe Ich denn das Schwert, das Ich mit Gottes Hilfe Jahrzehnte in der Scheide gelassen habe.(Bei diesen Worten zog Se. Majestät da« Schwert a«S der Scheide und hielt eS hoch über seinem Haupte!) Das Schwert ist gezogen, daS Ich, ohne siegreich zu sein, ohne Ehre nicht wieder einstecken kann. Und ihr alle sollt und werdet Mir dafür sorgen, daß es erst in Ehren wieder ein- gesteckt wird. Dafür bürgt ihr Mir, daß Ich den Frieden Meinen Feinden diktieren kann. Diese elende Komödie— das war Wilhelms Abschied an die in den Tod gehenden Krieger. Nichts anderes weiß er ihnen zu sagen, als daß sie für IHN, SEINE Ehre und damit ER'SEINEN Feinden den Frieden diktiere, in den Tod zu gehen haben. Dazu fuchtelt Wilhelm mit den: Schwerte— auf dem sicheren Kasernenhof. Sonst ist er nie in Schußweite an den Feind gekommen.— Nicht minder schön ist aber auch die Antwort des Regimentskom- m a n d e u r s, in der es heißt: Jeder von unZ, der in den beiden Regimentern in Reih und Glied steht, weih, daß«» nur eins gibt für un», zu siegen oder zu sterben. Dieser Regimentskommandeur hieß— Prinz Eitel Friedrich. Gesiegt bat er nicht, gestorben ist er auch nicht, wohl aber liegen 6000 Mann seiner Brigade unter dem Rasen. Und von der Rückkehr dieser Wortemacher und hohlen Komödianten versprechen uns die Monarchisten Heil und Segen! Sorgt durch eure Abstimmung, daß diese Trotte! bis an ihr Lebensende in Holland bleiben. Ludendorffs Hasardspiel. Deutsches Opfervolt, fei eingedenk! MS Ludendorff im März 1S18 die Offensive der West- irorrt unternahm, befragte er zuerst die Front offtziene im Großen Hauptquartier uan ihre Meinung. Die meisten Front- offigiere äußerten Zweifel an einem Erfolg, weil die Truppen zu abgekämpft und da» Transportwesen der Aufgabe nicht gewachsen schien. Ludendorff brach daraus die Besprechung einfach ab mit den Worten:„Meine Herren, eS bleibt dabei. Auf Wieder- sehe» an de» Ufern des Atlantischen OzeanS!" Dieses wütende Drausgängvrtum bis zu Ende mutzten viele Tausende Soldaten mst dem Leben und Deutschland mit dem Zu- saurmenbruch bezahlen. Wie das deutsche Volk angeführt wurde und wie wenig Ludsndorff selbst an den Ufern des Atlantischen Ozeans glaubte, geht Kar aus seinem Ausspruch hervor, den er nachher getan hat:„Als Hindenburg und ich den Befehl über- nahmen(1916. Rod.), war an einen militärische« Tieg nicht mehr zu deuten." Und trotzdem noch zwei Jahre aussichtslos« Krieg! Do sieht der Abgott der Deutschnationccken und d« Deutsch«, VoükSpartei aus, der Hafardspitzlar mit dem Leben von Millionen deutscher Familienväter und dem Schicksal deS deutschen Volkes! Gallwitz kritisiert noch! Einer der Heerführer des leichsinnig begonnenen, volksverelen- dend fortgesetzten und notwendigerweise reichsverderbend beendeten Krieges als ReichstagSkandidat— diese Herausforderung des Bol- tes ist natürlich der Rockten vorbehalten geblieben. Der General v. G a l l w i tz hat in dieser Woche in Freiburg und Lörrach ge- sprachen. Zu Beginn seiner Rede verhielt sich die Versammlung ruhig. Die ersten Zwischenrufe erfolgten, als der Redner die ge- genwärtigen Zustände in Deutschland schilderte und die K o a I i- tionsregierung dafür verantwortlich machte. Nun brach der Sturm los, ein tobender Lärm setzte ein, von allen Seiten hagelte es Zwischenrufe, und nur mit Mühe gelang es dem Versammlnngs- leiter, die Ruhe wieder herzustellen, sodaß Gallwitz weitersprechen konnte. Schon nach wenigen Minuten ging tosender Lärm von neuem los, als der General den Arbeitern zurief, sie sollten spa- ren und arbeiten. Die Löhne seien viel zu hoch, Industrie und Handel müßten dabei naturgemäß zugrunde gehen. Bei die- sen Worten brach ein minutenlanger, unbeschreiblicher Tumult los. Unabhängige stürmten die Bühne. Gallwitz verließ fluchtartig den Saal durch eine Hintsrtür, die bürgerlichen VersammlungSteilneh- mer verließen ebenfalls, da die Arbeiter die Mehrheit hatten, den Versammlungsraum. Nach geglückter Sprengung der Versammlung hielten die Arbeiter eine neue Versammlung unter sich ab. Die Knüppelpartei. Frankfurt a. M., 5. Juni,(Eigener Drahtbericht des„Vor- wärtS".) Einen üblen Ausgang nahm eine der üblichen reattio- nären Abendunterhaltungen. Nachdem ern Referent ein schwarz- weiß-retes Sprüchlein heruntergeleiert hatte und dann ein Genosse in der Diskussion zu reden begann, bemerkt« ein anderer Genosse, daß einer der Herren vom Borstand einen Gnmmikastttcl von über einen Meter Länge aus der Tascke zog. Als nun unsere an- weserchen Genossen festgestellt hatten, daß auch die übrigen Herren vom Vorsraich solche„geistigen Waffen" bei sich führren, mußte die Versammlung wegen des eingetretenen Tumults geschloffen werden. Meldung. Wann kommen die Wahlergebniffe! Erfahrungsgemäß dauert es einige Tage, bevor ein voll-- ständiger Ueberblick über das Ergebnis der Wahlen im Reiche ge- Wonnen werden kann. Di« ZeitungSleser werden sich auch dies- mal in Geduld fassen müssen. Eine Vorstellung davon, wann un- gescrhr ein deutliches Bild der Ergebnisse zu erwarten ist, gibt die Berichterstattung über die Wahlen zur Nationalver- s a m m l u n g im Januar vergangenen Jahres. Die Wahlen fanden am Sonntag, den 19. Januar, statt. Am Montagmorgen waren nur Teilergebnisse aus Berlin und aus acht größeren Städten des Reiches zu melden. In der Abendausgabe unseres Blattes wurden da» vorläufige Resultat für Berlin und in drei Spalten Teilergebnisse aus dem Reiche mitgeteilt. Die Diensiagfrühnummer des„Vorwärts" brachte dann das amtlich festgestellte Ergebnis für Berlin und weitere Teilergebnisse auS dem Reiche, und erst am Donnerstagmorgen konnte das Gesamt- resultat für das ganze Reich von MTB. mitgeteilt werden, doch enthielt auch diese Mitteilung noch einige Irrtümer, die in den nächsten Tagen richtiggestellt wurden. Es gilt also auch diesmal, sich in Geduld zu üben! Iür die Lifte Dernsiein! Zu einer eindrucksvollen und imposanten Kundgebung für die Wahlliste Eduard Bernstein gestaltete sich die über- füllte Versammlung im großen Saale des Charlottenburger Volkshauses am Sonnabend, den 3. Juni. Genosse Dr. Ne- striepke rechnete in markanten Zügen mit der Politik von rechts und links, die erst ein„System Noske" zur Folge hatte, gründlich ab, beleuchtete kritisch die Errungenschaften seit dem 9. November und richtete zum Schlüsse seiner Ausführungen an die nach Tausenden zählende Menge den mit Begeisterung aufgenom- menen Appell, am 6. Juni so zu wählen, daß, wenn auch nicht eine sozialdemokratische, so aber doch eine sozialistische Mehr- h e i t in den Reichstag einzieht.— Hierauf sprach Genossin Wachenheim über:„Die Frauen vor der Entscheidung". Auch sie verstand eS mit ihren treffenden Ausführungen, ans denen daS Frührot einer besseren Zukunft hervorleuchtete, die Zuhörer zu fes- sein und erntete einmütigen Beifall So wurde noch im letzten Augenblick den vielen anwesenden Arbeiterfrauen die ungeheuere Verantwortung, die mit dem gleichen Wahlrecht verbunden ist, zum richtigen Bewußtsein gebracht. Nieder mit den Wahllügnern! In einer durch die Buchdruckerei des„Reichsboten" der- breiteten anonymen Broschüre sind zählroiche deutschnationale Wahllügen zusammengostellt. Die Schrift wird ein Denkmal der Schande sein, daß d i e Partei, die daS deutsche Volk stets in Worten über alle anderen Nationen pttieS, aber in Taten bis zuletzt brutal entrechtete, diesem hochgepriesenen Volke zumutet, sich durch Lüge und Jüdenhetze für seine Interessen blind machen zu lassen. Greifen wtr nur«in Beispiel heraus, nämlich die alte Mär, daß für die Hcrrichtmrg der Wohnung deS Reichspräsidenten 28 Mil- lionen Mark ausgegeben worden ssien. Die Herren wissen natürlich ganz genau, daß für die Herrichtumg der Wohnung des Reichspräsidenten, der ftüheren Wohnung des preußischen Haus- %{,%, leine befand« ron Aufwendungen gemacht worden sind. �iiche Offiziere hatten in den Kapp-Tagen des nationalen Au�,chwuings. die uns den Bürgerkrieg brachten, von diesem Mär- chen gehört, und sie wollten deshalb die Gelegenheit wahrnehmen, die prunkvolle Einrichtung kennen zu lernen. Bei der B e s i ch- tigung waren aber sogar sie ehrlich genug, anzuerkennen, daß alle Erzählungen über Prunk, lleppigfoit und Luxus vollkommen erlogen seien. Auch die Unterstellung, daß der jeweilige Reichs- Präsident während seiner Amtszeit Kapital ansammeln könne, soll nur erwähnt werden, um den„Geist" zu zeigen, in dorn die Deutschnationalen den Wahlkampf geführt haben. Darauf muß beute jeder anständige Deutsche mit dem sozialdemokratischen Stimmzettel antworten. Wahlversammlung in Moabit. Vor einer überfüllten Versamm- lung spracben in der Patzenhoier- Brauerei zu Moabit Genossin B o h m- S ch u ch und Genosse G r o g e r. In eindringlichen Dar- legungen schilderte Genossin Bohm-Schuch die Rechilosigkeit der Frau im alten ObrigteitSstaat; zeigte, wie die alle Sozial- demokratische Partei gelreu ihrem Programm für die Gleich- berechtigung der Frau in den Parlamenten gekäinpfl hat. Geradezu erschiillernd wirkten ihre Ausiührungen über das namen- lose Leid der? Frauen im Kriege. Nicht den alten Götzen Aliäre bauen, auch nicht abseits stehen und die Errungenschaften der Revolution preisgeben, sondern Ausbau und Verwirk- lichung derselben sei die Losung. Deuilchnaiionalen und unabhängigen Zwischenrusern erwiderte Genoisin Böhm- Schuck unter demonstrativem Beifall der Versammlung sofort ausS schlagfertigste. Genosse Groger rechnete in einer an humorvollen Sentenzen reichen Rede autS glücklichste mit den gegneriichen Parteien ab, schilderte die Koalition(so bcdauct- lich eS ist) als die sich aus den Slärkeverhälinissen der republi- kaniichen Parteien ergebende einzig mögliche Regierungsform; galt eS doch vor allem die Republik zu sichern, sie nicht den Reaktionären ans Mesier zu liefern. Klar und eindeutig waren die Wege und Ziele der Sozialdemokratie und werden eS in alle Zukunft sein. Reicher Bestall lohnte die Referenien. Die an- schließende Diskussion nabm mit einer Ausnahme leS. war Herr R i e b e l i n g) einen durchaus iachlichen und ruhigen Venouf. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie schloß die außerordent- lich eindrucksvolle Kundaebung. Eine gerechte Abrechnung mit den Unabhängigen hielt Genosse Dr. Ne striepke in einer überfüllten Wählerversammlung Tegels. In formvollendeter sachlicher Rede legte er dar. wie es gegen die Widerstände von rechts und links für die Sozial- demokratie einfach unmöglich war, allen Anwrderungen und Er- Wartungen gerecht zu werden� Er zeigte die widerspruchsvolle .Haltung der U. S. P. in den Parlamenten. Die Anhänger der ll. S. P. sind heute in einen Dun st von Phrasen eingehüllt, aus dem sie eines Tages schrecklich erwachen werden. In- zwischen aber ist die Arbeiterschaft der leidtragende Teil. Der Redner verwarf daS Rätephantom und forderte entschieden den Sozialismus durch Demokratie.— Zw« Redner der U. S. P. konnten mit hundertmal abgedroschenen Schlagworten keinen Ein- druck erzielen. Des Schlußwort des Referenten fand begeisterten Widerhall bei den Anwesenden, die in gehobener Stimmung mit guten Hoffnungen für den Wahlkampf auseinandergingen. In Reinickendorf referierte Genosse B r u n n e r gegen eine Uebcrzahl von Unabhängigen. Seine begründeten und sachlichen Darlegungen ließen diese aber bald kleinlaut werden. In der Diskussion sprachen mehrere Vertreter der diversen Linksparteien, mit denen Genosse Meyer-Tegel energisch abrechnete. Im radikalen Norden sind unsere Vorposten aus der Hut. Ja HermSdorf sprach Genosse Kuttner vor voller Ver- sammlung. Sein« Ausführungen, die zum Kampf gegen rechts und zur Geschlossenheit der Arbeiterschaft mahnten, fanden stürmi- schen Beifall. Ein paar Linksrsdikale versuchten wohl ab und zu Zwischenrufe, wagten sich aber nicht weiter vor. GeWerMajwbewegung tzelft üem Sozialismus zum Siege! Heute haben die Massen der Hand- und Kopfarbeiter dar- über zu entscheiden, ob auch in Zukunft der republikanische, der sozialistische Gedanke siegreich voran marschiert, oderjib die reaktionären Parteien der stetigen Entwicklung zum So- zialismns sich hindernd in den Weg stellen können.' Das in seinem Kampfe gegen den vorwärts stürmenden Sozialismus geeinigte Unternehmertum glaubt die Zerrissenheit der Ar- beiterbewegung benutzen zu können, um die Errungenschaften der Nevolution den Arbeitern wieder Stück um Stück ent- reißen zu können. Das Sprachrohr der scharfmacherischen Unternehmer- vereine, die„Arbeitgeberzeitung", hat für alle Arbeitgeber diese Parole ausgegeben: Um dem Ansturm von links mit der nötigen Geschlossenheit entgegentreten zu können, müssen während de? Wahl- kampsrS alle Meinungsverschiedenheiten und Kämpfe zwischen den bürgerlichen Parteien ruhen, da sie in diesem Augenblick ein Verbrechen am deut- scheu Bürgertum wären. ssür unS steht der Feind jetzt nur linkS! Eine weitere Zerstörung unseres Wirtschaftsleben? durch den unfruchtbaren Sozialismus muß verhindert werden. Daher fordern wir die Arbeitgeber in allen Orten Deutschlands auf, unverzüglich und mit aller Entschiedenheit für den festen Zu- sammcnschlust eller bürgerlichen Parteien ein- zutreten. Die Stellungnahme der Arbeitgeber wird von auSschlag- gebender Bedeutung für die Wahlen sein. Daher gebt keinen Pfennig an eine Partei, die sich nicht vorher Euch gegenüber verpflichtet hat, jeden Zwist und jede Meinungsverschiedenheit gegenüber alle» anderen bürgerlichen Parteien auszuschalten und ihre volle Stvßkrafteinzig /Und allein gegen den Sozialismus zu richten. Tie einige und geschlossene Reaktion wird, wenn sie aus der Wahlurne siegreich hervorgeht, gründlich aufräumen mit den politischen und gewerkschaftlichen Rechten der Ar- beiterschafl, mit den bisher errungeneu Fortschritten! Sie wird aufräumen vor allem mit dem ihr verhaßten Acht- st un den tag, sie wird aber auch aufräumen mit dem ihr aufgezwungenen Mitbestimmungsrecht der Ar- b e i t e r im Wirtschaftsleben. All die Zukunftsträume der sozialistischen Arbefter vom Aufbau einer gemeinwirtschaftlichen, nicht auf da? Profitinteresse der Kapitalisten einge st eilten Produktionsweise werden zer- stört, wenn es den Reaktionären gelingt, erfolgreich auf die Vergeßlichkeit und politische Unerfahrenheit der breiten Massen zu spekulieren! Hand- und Kopforbeiter! Frauen und Mädchen! A"- beiter, Angestellte und Beamte! Heute gilt es�. Sorgt durch eure Stimmabgabe dafür, daß der Anschlag der politischen Dunkelmänner zunichte gemacht wird! In treuer Pflicht- erfüllung hat allezeit die Sozialdemokratische Partei eure Rechte verteidigt, euch neue Rechte erobert! Sie ist die einzig wahre Porkämpferin für den Sozialismus! Stimmt darum am heutigen Taae für die Listen der Sozialdemokratischen Bartei, dem.besten und stärksten Vollwerk gegen fegliche Reaktion! Ein üeutjchnationaler kvahlschwwöel. >i Man ichreibt uns: Der Deutschnationale Handlungsgebillen- verband, der sich bekanntlich mit seinem ganzen Apparat in den Dienst der Agitation der Deutschnationalen Volkspartei und der Deutschen Volkspartei gestellt hat, ist in letzter Minute dazu übergegangen, einen besonders raffinierten Schwindel in Szene zu setzen. In Frankfurt a. M. wurden dieser Tage die Laternenpfähle usw. mit kleinen Zetteln beklebt, die folgenden Wortlaut haben: .Die Mitglieder des Zentralverbandes der Angestellten wählen pnabhänaig-iozialdemokiatiscki oder kommunistisch: wer nicht un« abhängig oder kommunistisch wählt, mutz rau« auS dem Zentral verbau und .Angestellte, durch Eure Mitgliedschaft im Zentralverband der Angestellten fördert Ihr die Bestrebungew der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei und der Kommunistischen Partei Deutschlands. Alle, die dos nicht wollen, müssen aus dem Zentral- verband der Angestellten heraus". Mit diesen Zetteln will man den Anschein erwecken, als ob der Zentralverband der Angestellten für die Unabhängige oder Kommu niftische Partei Propaganda macht. In Wirklichkeit stammen die Zettel auS der deutschnationalen Sudelküche. Es ist einwandfrei festgestellt, daß Mitglieder des Deutschnationalen Handlungsgehilsenverbandes es waren, die dieie Zettel verbreitet haben. Es braucht nicht besonders betont zu werden, tatz der Zentralverband der Angestellten wohl von seinen Mitgliedern fordert, daß sie sich an der Wahl beteiligen, es ihnen im übrigen aber freiläßt, sich die Partei selbst zu wählen. Allerdings rechnet er mit Sicherheit darauf, daß kein Zentralverbandsmitglied töricht genug ist, erwa der Demschnationalen Vollspartei oder der Deutschen Volksparlei eine Stimme zu geben. Tie Lage im Ffriseurgehilfcustreik. Die Streillage hat jetzt, nach drei Wo wen, nachdem die Berliner Gewerlschaftekommisston enlicheidend mit in den Lohnkompf ein- getreten ist. eine wcientliche Aenderung erfahren. Es ivird nach wie vor Wert darauf gelegt, korporative Tarifverträge abzuschiietzen. aber es können auch einzelne Firnen die Forderungen anerkennen, um ihr Personal zur Verfügung zu haben. Am Freitag ist die Berliner Gewerkschastskommission, nachdem der Jnlerefienverband eine Vcrhaiidliliig vor den Wahlen abgelehnt hat, an die ein- zelnen Arbeitgeber korporationen herangetreten, um zu Ver- Handlungen zu kommen Es ist schon ein großer Teil Arbeitgeber dazu übergegangen, die Forderungen der Ge- hil'cn zu bewilligen, um ihr Personal im Betrieb zu haben. Demzufolge werden nun die Arbeitgeberkorporationen lvohi notgedrungen dock mir den Gehilsen verhandeln müssen. Die Gehilfen haben jetzt neuerdings nach Lage der Ver- bältnisje und um einzelnen Arbellgebern die Möglichkeit zur Unter- schüft zu geben, die Löhne für Hcrrenfrtsenre auf 160 M, und für Damenfriseure auf 170 Ml, festgesetzt. Es muh hervorgehoben werden, daß die Meister schon vom 1. April ihre Preise erHöhr haben und man die Gebilsen höchstens mit kleinen Aiiibesserungen ak>- geipeist bat. Belvilligungen werden weiter ist der Eli'abethsiraße 30 entgegengenommen. Die Streilleitung bittet möglichst i» den Vormitrapstunden zu cricheincn, da die Arbeit wegen des großen Andranges in den Nachntitlagstuiiden schwer zu bewältigen ist, _ Die Zentralstreikleitung. Zur Lphnbewegung in der chemischen Industrie Grost-Berlins. Die Arbeitgeber der chemischen Industrie haben gegen den Schiedsspruch des Bezirls-SchlichtungSausichusieS vom 14, Mai 1020 beim Zentral-SchlichiungSauSschutz Wioersp-nch erhoben und be- aniragt, die Sache zur nochmaligen Verhandlung z u r n ck z u- verweisen. Z Begründung führen die Unternehmer aus, daß der Schlichtungsausswuß nicht ordnungsgemäß zusammengesetzt war und wenden sie sicb in ihrem Wideiipruw zugleich gegen die Bezahlung der Feiertage, wie auch gegen die Höhe des festgesetzten Stunde» lohne s Der Zentral- SchlichtungsauSichiiß hat wegen nicht ordnungsgemäßer Zu'ammen- setzung des Bezirks-Schli-btuiigsansicbusses dem Antrage staltgegeben und den Unternehmern zugleich emp'ohlen, aus die zu erwartende Lohnerhöhung ab 1, Mai 1020 Vorschüsse zu zahlen. Der Vertreter der Unternehmer erklärte, daß seitens des Arbeilgeberverbandes Weitung an die einzelnen Unternehmer ergangen sei, einen wöcventlick>cn Zuschlag zum Tariflohn von 50 M. für Männliche, 40 M. für Weib- liche und 30 M, für Jugendliche zu zahlen. Da wir festgestellt haben, daß viele Unternehmer dieser Weisung nicht gefolgt sind, soidern wir unsere Äollegenschast in den Betrieben auf, die Zu- schlüge unter allen Umständen zu verlangen. Die nächsten Verhandlungen vor dem Bezirks-Schlichiungsans- schuß finden am Dienstag, den 8. Juni d, IS,, vorm. 9 Uhr, in der Sigismundstr. 3(Arbeitgeberverband der Chemischen Jnduftriel statt und ersuchen wir die Verhandlungskommission wie auch die Orga- nisationsvertreter, pünktlich zum angegebenen Termin zu erscheinen, Verband der Fabrikarbeiter. Ortsverwallung Groß-Berlin. Achtung, Betriebsräte der Holzindustrie! Alle in der Holzindustrie beichästigteu Betriebsräte und Betriebs- obleute werden nochmals darauf hingewiesen, sich unverzüglick, t'o- weit das bis jetzt noch nicht geschehen ist, zwecks Feststellung der Adresien und Ausstellung der Legitimationskarten in unserem Bureau, R u n g e st r. 30, zu melden. Die Meldung kann durch den Betriebs« ob'mann oder ein Betriebsratsmitglied sür sämtliche im Betrieb be« schäftiglen Betriebsräte(Angestellienräte) erfolgen. Dabei find folgende Angaben zu machen: Name der Firma, Fabrikationszweig, Organisationszugehörigkeit, Mitgliedsbiichnummer, Vor- und Zu- name, Berui und Wohnung. Die Annahme der Meldung und Aus- gäbe der Legitimationskarlen erfolgt auch für diejenigen Betriebs« räte, die anderen Organisationen angehören. Um die Vorarbeiten für die Erfassung der Betriebsräte der Holzindustrie abschließen zu können, wird ersucht, die noch ausstehenden Meldungen bis Donners« tag, abends von 4—7 Uhr, zu vollziehen. Deutscher Holzarbeiter- Verband, Verwaltungsstelle Berlin. Tie Geschästsftunden des Ortskartells der Arbeits» gcmeinschaft freier Angestelltenverbände sBetriebsrätezentrale für Angestellte), Berlin SW. 61. Belle-Alliance« Str. 7 10, find ab 1. Juni 1920 wie folgt: Täglich von 10—2 Uhr lSonnabends von 10—1 Ubr), außerdem Montags und Frei- t a g s nachmittags von 5— 7 Uhr. Sprechstunden der Ge» s ch ä f t S f Ü h r u n g: Täglich von 12—2 Uhr(Sonnabends von 12—1 Ubri, außerdem Montags und Freitags nachmittags von 5—7 Uhr._ Achtung, Töpfer! Die Firma A. S e e g e r, Pankow, Berliner Straße 3, ist wegen Beschäftigung von Unorganisieiteu gesperrt. Zentralverband der Töpfer. Filiale Groß-Berlin. Schiedsspruch für die kaufmännischen Angestellten, Kunstgewerbe- zcichncr und Werkmeister der Möbel- und holzverarbeitenden Industrie. Der SchlicktiingsaiiSschuß bat einen Schiedsspruch gesälll, welcher unter Forlsall der bisher gezahlten Broiteuerungszulogen den lauf- männiichen Angestellten eine Teuerungszulage von 60 Proz,, de» Werlmeistern und Kunstgewerbezeichuern eine solche von 50 Proz. zubilligt, lieber Annahme oder Ablehnung dieses Schiedssprucds nimmt die gesamte Angeslelltenschast in der am 8 Juni abends 7 Uhr, im.Schultheiß", Zteue Jakobstr, 24/26, slaliftndenden Ver« sammlung Stellung._ Deutscher Xr ansportarbeiterverband. VertralienSIeute aus dem Papier- und Papp eng rodbandel. Am Montag, den 7. Juni, nachmittags 5 Uhr, findet im Lolai von Müller, Neue Roßstraße 14/15, Ecke Wallstraße, eine ivichtige Sitziing statt. Achtung. Zimmerer! Montag, den 7. Juni, abends, finden in allen Bezirken Bezirksversammlungen statt. Beichlußfastung über den SchiedS- ipruch ilnleicr Tarisvcrhandlungen. Erschemen aller Kameraden ist dringende Pflicht,/ Achtung, Vnchbindert Vertrauensmännersitzimg Montag'1,5 Uhr, Gramnann, Raimtznilraß« 27. LuxnSpaptcrbranche. Montag, den 7, Juni, nachmittags 5 Ubr, in den Sopdicnsälcn, Sophienstraße 17/18, Bran chcnversammlung. Berichterstattung von den Tarisvcrhandlungen. Tcutscher Hutarveiterverband. Am Montag, den 7. Juni, abends 5 Ubr, im Gcwcrljchaslsbaus, Saal 1: Veriammlung aller in der Damen- huibranche beschäftigten Arbeiter und Arbeilerinnen, Zentralverband der Angestellten. Fachgiuppc 4a(BerficherungS- einnebmer außer Viltoria) Mitgiiedcrvcl sammlung Montag, den 7. Juni, 6 Uhr abends, WilteS Feiiialc, Sebastianftrahe 39.— Fachgruppe 8a(Export und Import) öficiitliche Versammlung Dienstag, den 8. Juni, 7 Uhr abends, im Berbandslokal, Belle-Alliance-Str, 7/10(Tarif).— Fachgruppe 12(Kobien) öffentliche Versammlung Montag, den 7, Juni, 7'/. Uhr, Schultheiß, Neue Jakobstr. 24,— Fachgruppe 14 k öffentliche Bersammlung Montag, den 7. Juni, 7 Ubr abends, Haverlauds Feilsäle, Neue Friedrichstr. 35,— Fachgruppe 15 d(alle Eteltrobelriebe außer A.E.G., Siemens u. Berzmaun) Milgtiedelverlaminlung Monlag, den 7. Juni, findet umständebalber nicht statt.— Fachgruppe Iba(Such-, Kunst- und Zeit'chnstcnhandel) Mitglieder- Versammlung Dienstag, den 8. Juni. Tl, Uhr abends, VcrbanSsloial, Belle. Alliance-Str. 7/10.— Fachgruppe 171(Mcblhäudler) Mitgliederversammlung Dienstag, den 3. Juni, 8 Uhr abends, Haoerlands Festjäle, Neue Friedrichstr, 35, Berband deS Pott- und DelegrapheupersonalS(Mitgliedschaft im Deutschen Transportarbeiterverband), Am Montag, den 7. Juni, abends 8 Uhr, im GewerlschastShaus, Engcluscr 14/15(großer Saal): Seltlons- velsammlung, Tagesordnung: u, a, Stellungnahme zum Reichstarts, zu der bevoritcbenden Belricbseinschränkung und den geplanten Entlassungen von HUsskräslen, Wahl eines HaupllasfiercrS für die AgitationSkaffe. Am 10. Juni, abends 8 Ubr, int Gewertsrdastshaus. Saal 1: Per» sammlung der Beiriebsräle sämtlicher Post-, Fernsprech-, Telegraphen-, Bau-,«check- und Poslsuhräntter vom gesamten Oberpostdircltiouebezirk Groß-Berlin. Tagesordnung: Die Ausgaben der LelriebSräte im Bereich der ReichSpoit- und Telegraphenoectvallung. Reserent: Karl Klose. Aus- stcllung der Kandidaten sür den Bezirks- und Zenlralrat. Berantw. fllr den rcdaltian. Teil: Erich ttottver, Temvelbol: Mr Anzeigen: Xh.«blocke, Berlin. Verlag: Borwärts-Verlag S. m. b. K., Berlin. Druck: Ber- wärts-Buibbruckerei u. Verlaasanstalt Paul Sinaer u. Co. Berlin. Lindenftr. 3. Hierzu 2 Beilagen. 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